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R Ö M I S C H -G E R M A N I S C H E K O M M I S S I O N

DES D E U T S C H E N A R C H Ä O L O G I S C H E N I N S T I T U T S Z U F R A N K F U R T A. M.

R Ö M IS CH -G ER M AN ISCH E FORSCHUNGEN
------------------------------------------ B A N D -------------------------------------------

20

STUDIEN ZUM SYMBOLGUT DER


URNEN FELD ER-UND HALLSTATTZEIT
MITTELEUROPAS

VON

GEORG KO SSACK
M I T 3 T E X T A B B I L D U N G E N U N D 26 T A F E L N

B E R L I N 19 5 4

V E R L A G V O N W A L T E R D E G R U Y T E R & CO.
VORMALS G. J . GÖSCHEN’ SCHE VE RLAG SH A ND LUNG / J. GUTTENTAG, VERLAGSBUCHHANDLUNG
GEORG R E IM E R / K A R L J. T R Ü B N E R / VEIT & COMP.
Archiv-Nr. 31 18 54/20

Satz von W alter de Gruyter & Co., Berlin W 35


Herstellung und Druck der Tafeln 3 —26: Photodruekerei
Kiefhaber, Kiefhaber & Eibl, München

Druck von Otto von Holten, Berlin W 35

Printed in Germany
VORW ORT.

Dieses Buch geht auf Studien zurück, die unter Anleitung von Prof. G. v. Merhart im
Marburger Seminar betrieben und 1948 der Marburger Fakultät als Dissertation ein­
gereicht wurden. Die Untersuchung konnte in den Jahren 1949 und 1950 erweitert
werden, ist aber auch in der vorliegenden Form nur ein erster Versuch, die durch
G. v. Merhart entwickelte Theorie von der überragenden Bedeutung donauländischer
Kulturen auch für religionsgeschichtliche Erkenntnis nutzbar zu machen.
Vollständigkeit des Materials dürfte kaum erreicht worden sein, wenn auch eine mög­
lichst systematische Durchsicht der Literatur erstrebt wurde. Wichtige Ergänzungen und
entscheidende Hinweise werden vor allem den Skizzenbüchern Fr. Holstes verdankt. Seine
umfassende Materialkenntnis würde ihn vermutlich zu ähnlichen Ergebnissen geführt
haben wie den hier vorgetragenen, hätte er in vollem Maße auswerten können, was er auf
ausgedehnten Reisen und in jahrelanger Arbeit mit sicherem Blick für das Wesentliche
sammelte.
E. Wankmüller, München, fertigte die Abbildungen auf den Tafeln teils nach Literatur­
vorlagen, teils nach Museumsskizzen, die keinen Anspruch auf Korrektheit erheben können.
Die Unregelmäßigkeiten bei der Schreibung und Kollation ehemaliger und heutiger Orts­
namen vor allem slawischer Länder mögen mit dem Fehlen moderner geographischer
Hilfsmittel entschuldigt werden.
Allen, die zum Gelingen der Arbeit beigetragen haben, sei auch an dieser Stelle auf­
richtig gedankt: Dr. W. A. v. Brunn, Prof. W. Dehn, Prof. W. Kimmig, Dr. H. Müller-
Karpe und Dr. H. Zürn gestatteten liebenswürdigerweise die Benutzung ihrer Material­
sammlungen; Prof. G. Bersu, Prof. G. v. Merhart, Dozent Dr. VI. Miloje ie und Prof.
J. Werner berieten und unterstützten mit stetigem Wohlwollen sowohl die Dissertation
als auch die erweiterte Neufassung.

München Georg Kossack

III
IN H A L T S V E R Z E IC H N IS .
E in le itu n g .............................................................................................................................. l

I. Idolatrie und sym bolisches Gedankengut in den neolithisehen und bronze­


zeitlichen Kulturgruppen des N ord w estb a lk a n s............................................... 7

II. Sym bolgut in frühurnenfelderzeitlichen Funden (H A A i ) . Verbreitung


in w estlichen P erip h ergeb ieten ...................................................................................15

III. Sym bol gut in Funden der älteren Urnenfel derzeit (H A A z ) .................... 26

IV . R eligiöse Ä ußerungen der jüngeren Urnenfelder- und älteren Hallstattzeit 40


1. Donauländisches E r b e ............................................................................................... 40
A m ulette...................................................................................................................... 40
Tierkopfgehänge............................................................................................................ 43
Getriebene und gravierte Vogelheraldik.................... 45
Vogelplastik, Tiergefäße, Deichselwagen........................................................................... 50
2. Neue M otive.................................................................................... 53
Pferdeplastik und Pferdezeiehnung................................................................................. 55
Trinkhörner, Stierrhyta...................................................................................................... 56
Anthropomorphe Motive und Hausurnen........................................................................... 58
3. Donauländisches Symbolgut in Griechenland und I ta lie n .................................. 62
4. Westlicher Urnenfelder- und Hallstattkreis.......................................................... 76
Z u sa m m e n fa ssu n g ..................................................................................................................79

F u n d lis te n ................................................................................................................................. 85
A. Radanhänger............................................................................................................. 85
B. Lanzettanhänger...................................................................................................... 91
C. Anthropomorphe Anhänger(Schwalbenschwanzform)........................................ 93
D. D reieckanhänger...................................................................................................... 95
E. Anhänger in Rasiermesserform undScheibenanhänger....................................... 96
E. Anhänger in Sanduhrform(,,Doppelaxtanhänger“ ) ............................................ 97
G. M itte lstü ck e ............................................................................................................ 98
H. V o g e lp la s tik ............................................................................................................... 100
I. Vogelbilder in T re ib a rb e it........................................................................................112
J. Gravierte V ogelfigu ren ............................................................ 115
K. T ie r g e fä ß e .................................................................................................................. 117

Verzeichnis der Textabbildungen und T a f e l n ............................................................. 121

Sachverzeichnis.......................................................................................................................123

O rtsverzeich n is....................................................................................................................... 128

Die eingeldammerten Sigel im Text und in den Anmerkungen beziehen sich auf die Nummern der Fundlisten A —K , in
denen die Literatur bzw. der Aufbewahrungsort der zitierten Gegenstände nachgewiesen wird. Kursive Tafelhinweise
in den Anmerkungen und in den Fundlisten beziehen sich auf die Tafeln des vorliegenden Buches.

V
Einleitung.

Der donauländisehe Kulturkreis der Bronze-, Urnenfelder- und Hallstattzeit hatte für
den Ablauf der gleichzeitigen mitteleuropäischen Kulturen entscheidende Bedeutung. Sein
Einfluß löste immer von neuem tiefgreifende Veränderungen in den ihm benachbarten Kul­
turen aus, die von der donauländischen Mitte aus gesehen „Peripherkulturen“ darstellen.
Für die Frage, warum diese mitteleuropäischen Peripherkulturen vom donauländischen
Kreise abhängig blieben, gibt es keine allgemein verbindliche Antwort. Vielleicht dürfen
wir von einem donauländischen Kulturstrom reden, der die umliegenden Kulturen be­
fruchtete. Aber der Begriff „Kulturstrom“ umfaßt nur einen Teil der an sich möglichen
Beziehungen zwischen den Donauländern und ihren Periphergebieten. Er besagt, daß die
donauländischen Ausstrahlungen nur in einer Richtung verliefen; die Möglichkeit eines
Kulturgefälles läßt er offen, eine wechselseitige Beziehung, wie sie durch den Handel oder
durch einen Ausgleich zwischen gleichgeordneten Kulturen gegeben ist, schließt er aus.
In der Tat haben ja die zeitlich gestaffelten, mehrfachen donauländischen Ausstrahlungen
immer wieder die Kulturen der gleichen geographischen Räume befruchtet, ohne daß
wechselseitige Beziehungen oder ein Kulturausgleich zwischen den Donauländern und
ihren Periphergebieten archäologisch nachzuweisen wären.
Wohl jeder Kulturstrom aus den Donauländern löste einen Kulturwandel in den
peripher gelegenen Gruppen aus. Das war nicht nur in der Kupferzeit so (typische Bei­
spiele sind die Funde von Jordansmühl in Schlesien und von Bygholm in Jütland) oder
in der Hügelgräberbronzezeit; es war genau so noch am Beginn der Kaiserzeit, als norisch-
pannonische Erzeugnisse entscheidend zur Ausbildung des „elbgermanischen“ Kreises
beitrugen1). Die donauländischen Einwirkungen auf mitteleuropäische Kulturgruppen
der Urnenfelder- und Hallstattzeit, mit denen wir uns im folgenden hauptsächlich be­
schäftigen werden, und der Kulturwandel, den sie auslösten, waren also keineswegs
isoliert und einmalig, sondern sind nur Glieder einer großen Kette, die mit den Aus­
strahlungen bäuerlicher Lebensform des donauländischen Neolithikums nach Mittel­
europa begann.
Die Intensität des Kulturwandels und die Formen seines Verlaufs waren von den
äußeren Lebensbedingungen einer Kulturgruppe und dem Zustrom fremder Werkzeuge,
Schmuckformen, Waffen und Techniken ebenso abhängig wie von der geistigen Situation
und dem Einfluß fremder Ideen2). Die wirtschaftlichen und sozialen Zustände und Ver­
änderungen sind der archäologischen Untersuchung verhältnismäßig leicht zugänglich,
da sie ihren Niederschlag im materiellen Kulturgut fanden. Geistige Wandlungen und
Ideenübertragungen sind dagegen sehr viel schwerer zu erfassen. Uber sie gibt nur die
Reaktion auf fremde religiöse Ausdrucksformen einen gewissen Aufschluß.

J) Vgl. VI. Milojcic, Chronologie der jüngeren Steinzeit Mittel- und Südosteuropas (1949) 106ff. — W . Dehn in Ger­
mania 30, 1952, 184ff. (mit älterer Literatur), dazu noch J. Werner, Mykenai-Siebenbürgen-Skandinavien in Atti del
1° Congresso internazionale di preistoria i protostoria Mediterranea (1950) 294ff. — 0 . Almgren in Mannus 5, 1913, 265ff.
8) Vgl. jetzt B. Malinow8ki, Die Dynamik des Kulturwandels (1951).

Eöm. Germ. Forschungen 20. 1 1


Die Aufgabe der vorliegenden Untersuchung wird es sein, festzustellen, welche Kultur­
gebiete der Urnenfelder- und Hallstattzeit Mitteleuropas (13.—5. Jahrhundert vor Chr.)
religiösen Ausdrucksformen donauländischer Herkunft gegenüber sich aufnahmebereit
erwiesen und welche ihnen ablehnend gegenüberstanden. Es handelt sich also nicht darum,
den Inhalt dieser religiösen Ausdrucksformen (Symbolgut) deutend zu interpretieren —
ein solcher Versuch wäre bei dem absoluten Fehlen schriftlicher Quellen gar nicht durch­
zuführen —, es soll vielmehr ermittelt werden, in welchen Bereichen und in welcher Zeit­
spanne bestimmtes donauländisches Symbolgut eine Bedeutung im geistigen Leben jener
Menschen einnahm, die Träger der mitteleuropäischen Peripherkulturen waren. Damit
steht allein die Reaktionsweise der Peripherkulturen zur Diskussion. Es würde dem eng
gesteckten Ziel der Untersuchung auch nicht entsprechen, wenn hier die Gesamtheit der
erhaltenen Denkmäler religiösen Inhalts aus der Urnenfelder- und Hallstattzeit zur
Analyse herangezogen würde. Grabdenkmäler, Beigabensitten und Totenmale verdienen
eine gesonderte Betrachtung und werden daher nicht berücksichtigt.
Unsere Untersuchung behandelt also nur einen Teil jener religiösen Äußerungen, die
sich direkt oder indirekt auf Magie, Mythe und Kult beziehen. Zeugnisse für Magie sieht
man seit langem in apotropäischen Bildern und in Amuletten, die böse Mächte abschrecken
oder Kräfte in sich vereinigen sollten, welche sich der Träger dieser Amulette nutzbar
machte. Aus dem Zeitabschnitt, den die vorliegende Arbeit behandelt, sind zahlreiche
Anhänger verschiedenster Form bekannt; geworden, die als Amulette angesprochen werden
dürfen. In der Mythe versucht der naturhafte Mensch, Werden und Ordnung der Welt
und die in ihr wirksamen Kräfte zu begreifen. Der Inhalt einer Mythe gewinnt im Kult
Gestalt1), die Kulthandlungen verdeutlichen im allgemeinen das Geschehen der Mythen.
Mythen und Kulte der Urnenfelder- und Hallstattzeit Mitteleuropas sind weder in der
Sage noch in der ^Literatur des Altertums überliefert, bildliche Darstellungen kultischer
Handlungen sind selten. Man ist hauptsächlich auf anthropomorphe Idolplastik, Tier­
bilder, Tiergefäße, szenische Darstellungen und zahlreiches Symbolgut als Reflex magischer,
mythischer oder kultischer Vorstellungen angewiesen. Freilich kann nicht immer mit
Sicherheit entschieden werden, ob sie Ausdruck bestimmter religiöser Gedanken waren
oder ob sie, aus solchen abgeleitet, nur noch Schmuckzwecken dienten, ohne daß ihnen
ein besonderer Sinn zukam.
Verglichen mit materiellem Kulturgut stellen anthropomorphe und teriomorphe Idole,
Symbole und Amulette nur einen geringen Anteil des üblichen archäologischen Fund­
stoffes dar. Das liegt zum Teil daran, daß Gerät aus Holz oder anderem organischen
Material sich in ungünstigen Böden nicht erhalten konnte. Die UnVollständigkeit des
Materials erklärt sich aber auch aus der verschiedenen künstlerischen Veranlagung des
vorgeschichtlichen Menschen, seiner Bildfeindlichkeit oder Bildfreudigkeit, seiner Neigung
zu abstrakter oder gegenständlicher Gestaltung religiöser Gedanken. Schließlich ist es für
die Überlieferung von Zeugnissen religiösen Lebens auch von großer Bedeutung, ob sie
aus Gräbern, Siedlungen, Versteckfunden oder Votivschätzen stammen. Siedlungen
liefern im allgemeinen nur einen zufälligen Ausschnitt des ursprünglich Vorhandenen.
Z. B. lassen erst genaue Beobachtungen über die Lage eines Idols oder einer Tierplastik
in Häusern oder Kulträumen Schlüsse über die Bedeutung und den Sinngehalt dieser
Ausdrucksmittel zu. Bei den Versteckfunden (Horten) ist der Zweck des Versteckes aus­
schlaggebend. Um Horte handelt es sich überall dort, wo eine größere Menge von Gegen­
ständen an einem bestimmten Ort zu gleicher Zeit in der Absicht deponiert wurde, sie
später wieder zu heben. Man wird in ihnen nur dann Zeugnisse der geistigen Kultur

J) Vgl. A. Jensen, Das religiöse Weltbild einer frühen Kultur (1948). Knappe Zusammenfassung in Eranos-Jahrb.
1949 (1950) 421 ff. Besprechung durch E. Mühlmann in Paideuma 5, 1950, 67ff.

2
erwarten können, wenn es sieh um Geräte handelt, die man später in seiner alten Funktion
weiterbenutzen wollte. In Brucherzhorten, deren Metall zum Einschmelzen betimmt war,
werden sich Gerätschaften religiösen Inhalts jedoch nur dann finden, wenn sie entweder ihre
ursprüngliche Bedeutung verloren hatten oder den Hort selbst vor dem Zugriff unbefugter
Hände schützen sollten. Brucherzhorte vermitteln folglich nur in seltenen Fällen einen
Einblick in die zur Zeit des Versteckes üblichen religiösen Äußerungen. Eine zweck­
bestimmte Auswahl religiöser Ausdrucksmittel findet sich dagegen in denjenigen Horten,
die ein Opfer darstellen, deren Inhalt also übernatürlichen Mächten geweiht war. Hort­
funde an geweihter Stelle unterscheiden sich von Einzelfunden in Heiligtümern dadurch,
daß die Gegenstände an einem bestimmten Ort zu gleicher Zeit und nicht in periodischer
Wiederkehr, nicht über einen längeren Zeitraum hinweg niedergelegt wurden. Eine zweck-
bestimmte Auswahl stellen auch diejenigen religiösen Zeugnisse dar, die in den Gräbern
als Beigaben eines Einzelnen erscheinen und folglich zum Totenbrauchtum gehören. Art
und Anzahl der Totenbeigaben sind dabei jeweils von der Sitte genau festgelegt.
Die oft lückenhafte Fundüberlieferung und der ungleichmäßige Stand der Forschung
bringen es mit sich, daß sich Gräber, Horte und Siedlungen in den einzelnen Landschaften
quantitativ meist nicht entsprechen. Daraus folgt, daß auf Grund unterschiedlicher
Quellenarten hergestellte Verbreitungskarten vor allem religiöser Ausdrucksformen nicht
immer deren Herkunft und wirkliche Verbreitung wiedergeben. Für den donauländischen
Kulturkreis, in dessen Verbreitungsgebiet eine moderne Denkmalpflege erst im Werden
begriffen ist, ist das Material besonders ungleichmäßig und lückenhaft überliefert. Wenn
bis heute dennoch zahlreiche einschlägige Funde bekannt wurden, wenn andererseits
gewisse Gebiete Mitteleuropas trotz gutem Stand der Forschung recht wenig Quellenstoff
beizusteuern vermochten, so spiegeln sich hierin die Verhältnisse des Altertums sicherlich
richtig wider. Das bleibt bei Zweifeln an den vorgetragenen Theorien stets zu beachten.

Unsere Untersuchung geht von der Beobachtung aus, daß geistige Kulturelemente der
Donauländer in ihrer Verbreitung in mitteleuropäischen Peripherkulturen der Urnenfeider­
und Hallstattzeit ausnahmslos mit materiellen Kulturgütern donauländischer Herkunft
verbunden waren. Daraus kann man entnehmen, daß dieses Symbolgut nicht isoliert,
sondern im Verband mit einer ganzen Anzahl anderer Elemente als ein geschlossener
Kulturstrom auftrat. An diesen Sachverhalt knüpft sich unsere Fragestellung, die zwei
Beispiele verdeutlichen mögen, eines aus der Frühgeschichte, das andere aus der hier
behandelten Zeit.
Die Siedlungsgebiete der Franken und Alamannen des 7. Jahrhunderts sind in ihrer
räumlichen Begrenzung durch schriftliche Nachrichten überliefert. Eine Untersuchung
gewisser materieller Kulturgüter dieser Stämme hätte in bestimmten Fällen eine stammes­
gebundene geographische Verbreitung zum Ergebnis. So gehören nach J. Werner Hand­
taschen mit rechteckigem Beschlag zur Tracht fränkischer, solche mit rundem, verziertem
Beschlag zur Tracht alamannischer Frauen1). Aber diese geographische Übereinstimmung
archäologischer Eigentümlichkeiten mit schriftlich bezeugten Volksstämmen (oder doch
Teilen von solchen) stellt einen Idealfall dar und kann nicht ohne weiteres von Zeiten ohne
schriftliche Überlieferung gefordert werden. Es gibt auch genügend archäologische Zeug­
nisse der gleichen Zeit, die in dieser Hinsicht zu keinem greifbaren Resultat führen. So
ist z. B. das koptische Bronzegeschirr, das nordwärts der Alpen als langobardisches
Importgut zu gelten hat, Franken und Alamannen gemeinsam. Ganz andere Aussagekraft
haben Äußerungen des religiösen Lebens. Christliche Amulettkapseln sind vorwiegend

’ ) J. Werner, Das alamannische Fürstengrab von Wittislingen (1950) 54 Abb. 25. 89 Karte 2.

1* 3
nur auf fränkischem Boden zu finden, materielle Kulturgüter der gleichen Zeit und gleicher
Herkunft überschreiten dagegen die fränkische Stammesgrenze erheblich und dringen
tief in alamannisches Siedlungsgebiet ein. Andererseits sind Goldblattkreuze — Zeichen
christlichen Bekenntnisses — zwar wie das koptische Bronzegeschirr von den Langobarden
über die Alpen verhandelt worden, überschreiten aber nicht wie dieses Geschirr die nörd­
liche alamannische Stammesgrenze1). Im ersten Fall sind trotz reger Beziehungen in
der materiellen Kultur die Amulettkapseln als Äußerungen religiösen Lebens eine frän­
kische Eigentümlichkeit geblieben. Dagegen blieben die langobardischen Goldblattkreuze
auf die Alamannen beschränkt und wurden von den Franken abgelehnt, obgleich der
langobardische Kulturstrom, dem die Goldblattkreuze zugehörten, weit über die alaman­
nische Stammesgrenze hinaus wirksam war. Die verschiedene Verbreitung des materiellen
und geistig-religiösen Gutes eines Kulturstroms ist äußerst bedeutsam und vermag ähnlich
gelagerte Fälle aus Zeiten ohne schriftliche Überlieferung zu interpretieren.
Urnenfelder- und hallstattzeitliche Hausurnen z. B. kennt man nur aus Mittelitalien,
Norddeutschland und Skandinavien, ohne daß direkte Beziehungen zwischen den Kulturen
dieser Länder nachzuweisen wären (Taf .23A ). Man wird also ein gemeinsames Ausstrahl­
zentrum des Hausurnengedankens annehmen müssen. Die vom gleichen Ausgangsbereich
beeinflußte materielle Kultur durchdringt aber viel größere Räume, in denen sonst nur
einfache Tongefäße als Aschenbehälter üblich sind, nicht aber Hausurnen, die zweifellos
Kennzeichen einer bestimmten Totenvorstellung sind.
Ferner gibt es in Ungarn und im Ostalpengebiet bestimmte figürliche Motive, die sich
teilweise auf Waffen finden, den Träger der Waffe also durch ihre Heilswirkung vor
Unheil schützen sollten. Solche ,,Heilszeichen“ 2)* schmücken aber auch Bronzegefäße,
deren Verwendungszweck noch unbekannt ist. Bronzegefäße wie Waffen gleicher oder
ähnlicher Form wären zwar als ungarischer Import oder als Nacharbeit nach Import auch
in anderen Kulturgebieten verbreitet. Aber nur wenige dieser Kulturen übernahmen mit
der Ware auch die figürlichen Motive. Die Rezeptionsfähigkeit der Kulturen für fremd­
ländische Erzeugnisse, vor allem für fremde, in sich geschlossene religiöse Vorstellungen
war also verschieden; es wurden manchmal Teile eines Symbolkomplexes übernommen,
bisweilen trotz Übernahme des materiellen Kulturguts aber der gesamte Symbolkomplex
abgelehnt.
Das urnenfelder- und hallstattzeitliche Symbolgut ist bisher noch nicht zusammen­
fassend betrachtet worden. Fr. Lisch, I. Undset und R. Virchow beschrieben einige auf­
fällige Zeugnisse früheisenzeitlicher Geistesgeschichte nach ihrer Verbreitung und Be­
deutung3), S. Reinach untersuchte ,,die Skulptur in Europa vor den griechisch-römischen
Einflüssen“ 4). Reinach schrieb in einer Zeit, in der das einzelne Objekt selbst Ziel der
Untersuchung war, in einer Zeit, in der es üblich war, künstlerische Betätigung und
geistig-religiöses Leben der mitteleuropäischen Vorzeit Einflüssen höher organisierter
Kulturen, etwa des Orients oder Griechenlands, zuzusprechen. Um so revolutionärer
mußte seine Erkenntnis wirken: „Part grossier de l’Europe est indigene“ 5). Andererseits
betrachtete M. Hoernes ,,die ornamentale Verwendung der Tiergestalt in der prähisto­
rischen Kunst“ unter der Perspektive orientalischer Einflüsse auf die europäischen Rand­
kulturen6). Er lehnte Reinachs Standpunkt entschieden ab. Unter einem ganz anderen
*) A . a. O. 90ff. Karten 3— 6.
2) Zur Begriffsbestimmung vgl. H . Zeiß, Das Heilsbild in der germanischen Kunst des frühen Mittelalters. Sitzungsber.
d. Bayer. Akad. d. Wiss. Phil.-hist. Abt. 1941, 2, 8 (1941) 6.
3) Ältere Lit. bei H . Mötefindt, Der Wagen im nordischen Kulturkreise zur vor- und frühgeschichtlichen Zeit in
Festschr. f. E. Hahn (1917) 209ff. u. H. Seger in Altschlesien 3, 1931, 185ff. Vgl. auch Ebert 6, 332.
4) L ’Anthropologie 5, 1894, 15ff.
5) A. a. 0 . 7, 1896, 189f. 192.
«) Mitt. Prähiet. K om m . Wien 1, 3, 1893, 91 ff. 4, 1897, 181 ff. Mitt. d. Anthr. Ges. Wien 22, 1892, 109ff.

4
Blickwinkel arbeitete J. Deehelette, der fast ausschließlich die inhaltliche Deutung des
überlieferten Symbolgutes diskutierte1). Diese Betrachtungsweise schloß den Versuch
notgedrungen aus, das vorhandene Material der einzelnen Kulturen aus sich heraus zu
verstehen. Die inhaltliche Interpretation des Symbolguts ist nämlich auf Analogien aus
Kulturen mit einer schriftlichen Überlieferung angewiesen und kann daher auf Kultur­
grenzen und chronologische Gegebenheiten keine Rücksicht nehmen*2). Aus diesem
Grunde kam es zu überspitzten Deutungen, die oft nicht einmal wahrscheinlich waren,
so daß man schließlich das geistig-religiöse Leben früher Kulturen ohne schriftliche Über­
lieferung ignorieren zu müssen glaubte. Die immer wieder betonte und stets von neuem
erkannte Tatsache, daß die kultisch-religiöse Seite des Lebens ein unveräußerliches
Kennzeichen jeder menschlichen Gesellschaft sei, schien vergessen und wurde erst wieder
bedeutsam, als man wieder das Wesen solcher Gesellschaften, das Wachsen und Werden
der Kulturen zu erfassen suchte und nicht mehr nur allein ihre zivilisatorische Aus­
rüstung analysierte. Wohl das wichtigste Ergebnis dieser modernen Forschungsrichtung
ist die Erkenntnis, daß viele religiöse Ausdrucksformen früheisenzeitlicher Kulturen
Italiens, Mittel- und Nordeuropas aus den Donauländern und vom Balkan stammen, eine
Erkenntnis, die wir besonders den Arbeiten von N. Äberg, S. Gallus, T. Horvath, Fr. Holste
und G. v. Merhart verdanken3). Das Werden und Wachsen der Hallstattkultur im
besonderen ist nach diesen Forschern aufs Engste mit Ereignissen innerhalb der donau­
ländischen und balkanischen Kulturen der Ürnenfelderzeit verknüpft. Daß auch das
geistige und religiöse Leben der Hallstattkulturen Mitteleuropas von religiösen Äußerungen
der Donauländer und des Balkans stark beeinflußt wurde, war aus den Darlegungen jener
Forscher nunmehr zu folgern. Um so überraschender sind die Untersuchungsergebnisse
W. Dehns und K. Willvonseders45 ) , die religiöse Ausdrucksformen der östlichen Hallstatt­
kultur au|? altem, donauländisch-balkanischem Symbolgut herleiteten, wie es uns besonders
in der Idolplastik des südosteuropäischen Neolithikums entgegentritt.

Da die einzelnen chronologischen Systeme für die Urnenfelder- und Hallstattzeit in wesentlichen
Punkten von einander abweichen, seien hier in Kürze die in der vorliegenden Arbeit verwendeten Termini
erörtert.
Als Urnenfelderzeit wird im folgenden die Periode bezeichnet, die P. Reinecke ,,Frühhallstattzeit“
nannte und in die Stufen HA A und HA B zeitlich gliederte; als Hallstattzeit der Zeitraum, den Reineckes
Stufen HA C und H A D ausfüllen 5).

1) Rev. Arch. 14, 1909, 305ff. Manuel 2, 1 (1924) 413ff. Vgl. ferner G. Schwantes in Offa 4, 1939, lff. u. C. Clemen
Urgeschichtliche Religion (1932) 106ff. m. älterer Lit. A . Roes in Ipek 15/16, 1941/42, 57ff.
a) Verf. hat sich eingehend mit den Deutungsmöglichkeiten prähistorischen Symbolgutes befaßt und ist zu dem
Schluß gekommen, daß er vorerst selbst in günstigen Fällen nur zu recht allgemeinen Resultaten gelangen kann. Aber
schon diese allgemeinen Resultate setzen eine genaue Kenntnis von äußerer Form und innerem Funktionieren des Wirt-
schaftena und der Sozialordnung der betreffenden Gesellschaften voraus. Daß es selbst dann noch schwer fällt, unter
den wohl in den meisten Fällen gegebenen zahlreichen Deutungsmöglichkeiten die wahrscheinlichste auszuwählen, wird
jeder zugeben, der sich mit diesen heiklen Fragen au f Grund urgeschichtlichen Materials näher beschäftigte. Die vor­
züglichen Arbeiten von G. Sverdrup, Rauschtrank und Labetrank im Glauben und Kultus unserer Vorfahren (1941)
und Fr. Schachermeyr, Poseidon und die Entstehung des griechischen Götterglaubens (1950), die alle beide zur Deutung
des hier vorgelegten Materials entscheidend beitragen könnten, sind Verf. nicht unbekannt geblieben, haben ihn aber
in seiner Überzeugung nur bestärken können.
3) N. Äberg, Chronologie 5 (1935).— S. Gallus u. T. Horväth, Un peuple cavalier prfecythique en Hongrie, Diss. Pann.
Ser. 2, 9 (1939). — Fr. Holste, Zur Bedeutung und Zeitstellung der sog. „thrako-kimmerisehen“ Pferdegeschirrbronzen in
Wiener Prähist. Zeitschr. 27, 1940, 7 ff. — G. v. Merhart, Donauländische Beziehungen der früheisenzeitlichen Kulturen
Mittelitaliens in Bonn. Jahrb. 147, 1942, lff. — Ders., Zu einer etruskischen Henkelschale in Finska F om m . Tidskrift 45,
1945, 81 ff.
4) W . Dehn, Tontiere aus rheinischen Vorzeitfunden in Trierer Zeitschr. 14, 1939, 3 ff. — K . Willvonseder, Ein band­
keramisches Tiergefäß von Abraham in der Slowakei in Wiener Prähist. Zeitschr. 28, 1941, 38 ff.
5) A. u. h. V. 5 (1911) Taf. 27; 43 u. 44; 55; 69.

5
In der morphologischen Kennzeichnung der Stufen HA A (ältere Urnenfelderzeit) und HA B (jüngere
Urnenfelderzeit) folgen wir im allgemeinen E. Vogt und Fr. Holste i), die Reineckes Stufenbenennungen
zwar übernahmen, das archäologische Material selbst jedoch neu gruppierten. Anstatt der seitdem üblichen
Zweiteilung der Urnenfelderzeit gliedern wir sie, wiederum in Anlehnung an Holstes Erkenntnisse, in
drei Stufen (HA A 1, HA A 2, HA B), von denen die erste (HA A 1, frühe Urnenfelderzeit) der Reinecke­
schen Bronzezeitstufe D oder Holstes „Fremdgruppenzeit“ morphologisch und auch chronologisch ent­
spricht. Holste machte darauf aufmerksam, daß die jüngste Hügelgräberbronzezeit Süddeutschlands
(Stufe Reinecke D) schon so viele Kulturzüge und Einzelformen der Urnenfelderkulturen besitze, daß
sie bereits als „urnenfelderzeitlich“ zu bezeichnen sei. Holste sprach von „Fremdgruppen“ innerhalb der
späten hügelgräberbronzezeitlichen Kulturen Süddeutschlands und meinte damit Kulturgruppen, die
zwar an die hügelgräberbronzezeitliche Tradition anknüpften, aber vor allem durch donauländische Ein­
flüsse und donauländischen Import ihr eigentümliches Gepräge erhalten hätten. Diese Fremdformen
sind, soweit man heute vor allem Fundkomplexen aus Niederösterreich 2) entnehmen kann, in den Donau­
ländern selbst kulturell in der Tat „urnenfelderzeitlich“ . Mit anderen Worten: Die Urnenfelderzeit be­
ginnt in ihren charakteristischen Kulturzügen in den Donauländern früher als in Süddeutschland oder
besser in der Zone zwischen Mittelgebirgszug und Alpenrand. Hier treten diese Formen noch innerhalb
der späten Hügelgräberbronzezeit auf. Die voll entwickelte Urnenfelderzeit (HA A 2) setzt in diesen
Landschaften später als im Osten ein.
Abb. 1 vergleicht die Verhältnisse in Süddeutschland und in den Donauländern mit Hinweisen auf
die Stufenfolge Reineckes und die chronologische Gliederung der skandinavischen Bronzezeit durch
0. Montelius. Die Tabelle erhebt keinen Anspruch auf absolute Gültigkeit, sie dient lediglich dem Ver­
ständnis der folgenden Ausführungen.

Reinecke Montelius Süddeutschland Donauländer

Bronzezeit D f ?
Bronzezeit D III , ,Frem dgruppen“
r
-<..........
Frühe Urnenfelderzeit p-rühe Urnenfelderzeit

........... ^ H A A 2 HA A 2
HA A IV ' ........... Ältere Urnen 'Mderzeit Ältere Urnenfelderzeit

HAB

Jüngere Urnenfelderzeit Jüngere Urnenfelderzeit


HAB

HAC

HAC VI Ältere Hallstattzeit Ältere Hallstattzeit

Abb. 1 Synchronistische Tabelle.


Die Pfeile geben die Richtung der Kultureinflüsse an.

J) E. Vogt, Die spätbronzezeitliche Keramik der Schweiz und ihre Chronologie, Denkschr. d. Schweizer. Naturforsch.
Ges. 66, Abhdl. 1, 1930. Voran gingen die auch heute noch bedeutenden und grundlegenden Aufsätze von G. Kraft,
Die Stellung der Schweiz innerhalb der bronzezeitlichen Kulturgruppen Mitteleuropas in Anz. f. Schweiz. Altkde. 29,
1927,74 f f . ; 30, 1928, lff. und Beiträge zur Kenntnis der Urnenfelderkultur in Süddeutschland, Bonn. Jahrb. 131, 1926,
154 ff. — Fr. Holste, Die Bronzezeit im nordmainischen Hessen (1939) bes. 84ff. — Ders., D er Bronzefund von Winklsaß
in Bayer. Vorgeschichtsbl. 13, 1935, l f f . — Ders., Gezackte Nadeln, Prahlst. Zeitschr. 30/31, 1939/40, 412ff. — Ders.,
Zur jüngeren Urnenfelderzeit im Ostalpengebiet in Prähist. Zeitschr. 26, 1935, 58ff. Zur relativen Chronologie vgl.
W . Kimmig in Bad. Fundber. 17, 1941/1947, 382, zur absoluten Chronologie G. v. Merhart, Schumacher-Festschr.
(1930) 116£f. und ders. in Bonn. Jahrb. 147, 1942, lff., bes. 71 ff.
a) Vgl. z. B. Mitt. d. Anthr. Ges. Wien 61, 1931, 209 ff. (Baierdorf) und Am. Journ. o f Arch. 52,1948, 234 Taf. 17d— r;
18a—j.

6
I. Idolatrie und symbolisches Gedankengut in den neolithischen
und bronzezeitlichen Kulturgruppen des Nordwestbalkans.

Die Fülle an anthropomorphen und theriomorphen Idolen aus den neolithischen Sied­
lungen des Balkans (Taf.18) hat wohl bisher die Behandlung und gründliche Durch­
arbeitung des Materials in seiner Gesamtheit verhindert. An der Bedeutung dieser reli­
giösen Äußerungen der ersten Ackerbaukulturen Südosteuropas für den weiteren Ablauf
der Religionsgeschichte bis zur Urnenfelder- und Hallstattzeit kann man jedoch nach den
Forschungen W. Dehns und K. Willvonseders nicht zweifeln1).
Zwei neolithische Fundplätze, der rumänische Teil von Yidra und die nordostserbische
Ansiedlung von Vinca bei Belgrad lieferten außerordentlich reichhaltige Tonplastik und
veranschaulichen die religiösen Ausdrucksformen des balkanischen Neolithikums besonders
eindrucksvoll*2). Vidra gehört der Gumelnija-, Vinca der sog. Vineakultur an. Die Literatur
zeigt jedoch, daß auch außerhalb dieser Kulturen zahlreiche Fundplätze in der Ukraine,
in Siebenbürgen, Ungarn, Bulgarien, Jugoslawien und Thessalien entsprechendes Material
liefern3). Am häufigsten begegnen sitzende oder stehende weibliche Tonfiguren, voll-
plastisch oder in Gefäßform, während männliche Idole seltener sind. Verhältnismäßig
naturalistische Darstellungen, z. T. mit Angabe von Trachtdetails, wechseln mit äußerst
stilisierten, abgekürzten Bildungen, welche bisweilen als Anhänger (Amulette) getragen
wurden und gelegentlich auch aus Knochen bestehen4). Anthropomorphe Elemente
begegnen ferner im Ornamentschatz der Keramik, teils graviert, teils in Relief; selbst
einzelne Gefäßteile, z. B. Deckel, sind anthropomorph gebildet. Zum anthropomorphen
Bereich gehören ferner noch Stiefel und Füße in Gefäßform und Vollplastik. Daneben
finden sich vollplastische Tiere, Tiergefäße und Tierzeichnungen, hauptsächlich gehörnte
Tiere wie Stiere, Böcke und Ziegen, doch kommen auch Eber- und Vogelbilder und Kröten­
darstellungen (?) vor5). An Kultgeräten begegnen sakrale Tonstühlchen und Tonäxte.
Vielleicht sind auch die sogenannten ,,Hüttenmodelle“ dazu zu rechnen, die aus der
Tripolje- und Gumelni^akultur und aus dem Kreis der mährischen bemalten Keramik
bekannt geworden sind6).
*) S. o. S. 5 Anm. 4.
а) Vidra: Ipek 12, 1938, 29ff. mit zahlreichen Abb. (D. V. Roaetti). — Vinca: M. M. Vasiö, Prehistoriska Vinca
(1936) bes. Bd. 4.
3) Vgl. 0 . Menghin, Handb. d. Archäol. 2 (1950) 48ff.
*) Z. B. Ipek 12, 1938 Taf. 13, 4— 7 (Vidra).
б) Vasic a. a. 0 . 2 Taf. 86, 325.
6) Gumelnifakultur: J. H. Gaul, The neolithic period in Bulgaria (1948) Taf. 31, 2— 4. — Tripoljekultur: Obzor
praehist. 2, 1923, 115 Abb. 3 (V. Scerbakivskij). T. Passek, Tripiljska kultura (1941) 30 Abb. 5. 34 Abb. 8. 37 Abb. 12
u. 13. — Mährische bemalte Keramik: Obzor praehist. 5/6, 1926/27 Taf. 9, 31 (Vogel: Taf. 6, 32. Stiefel: Taf. 6, 18)
(F. Vildomec). Auch J . Sehränil, Die Vorgeschichte Böhmens und Mährens (1928) Taf. 6, 6. Taf. 7 : Statuetten, Vogel-
platik usw. — Kaukasus: Fr. Hancar, Urgeschichte Kaukasiens (1937) Taf. 50 (Kurgan von Ul mit Tonidolen, Gefäß
in Gestalt eines Hauses). Bodrogkeresztur: 24./2S. Ber. R G K . 1934/35, 54 (F. v. Tompa). — Zu religionsgeschichtlich
auswertbaren Darstellungen vgl. ferner zahlreiche Belege in Wiener Prähist. Zeitschr. 27, 1940, 1 ff. (F. Vildomec) und
bei K . Willvonseder in Wiener Prähist. Zeitschr. 28, 1941, 41 ff., auf die hier der Kürze halber verwiesen sei.

7
Wir wissen im einzelnen nicht, welche Bedeutung diesen Geräten und Gegenständen,
mr allem den Statuetten in den neolithischen Glaubensvorstellungen zukam. Da die Idol-
uldnerei von ägäischen und vorderasiatischen Kulturen stark beeinflußt zu sein scheint1),
glaubte man, in der zentralen Gestalt, der am häufigsten vertretenen weiblichen Figur,
in Analogon zu der altorientalischen Muttergöttin erblicken zu dürfen*2). Diese Annahme
etzt anthropomorphe GottesVorstellungen voraus, die für das Neolithikum weder zu
»eweisen noch indirekt zu erschließen sind. Besser begründet erscheint die Annahme eines
ikuehtbarkeitszaubers, dem sowohl die anthropomorphen Statuetten als auch die Tiere
ind Geräte dienten. Die häufigen Gesichtsdeckel könnten ebenso für bestimmte Zauber-
iten sprechen wie die oft maskenhaften Gesichter mancher Idole. Es bleibt auch ungewiß,
b es sich bei alledem um Zeugnisse neolithischen Kultes handelt, weil die Fundumstände —
s handelt sich stets um Siedlungsfunde — bisher noch keine Rückschlüsse erlauben.
Szenische Darstellungen kultischen Charakters scheinen zu fehlen, wenn man nicht einige
.Hüttenmodelle“ aus der Tripoljekultur dafür in Anspruch nehmen will, die die Innen­
inrichtung des Hauses zeigen3) oder vereinzelte Darstellungen einer Frau mit Kind oder
Steckrahmen aus Ton, die für mehrere anthropomorphe Idole eingerichtet sind4).
Sicher ist jedoch, daß alle diese Gegenstände religiöse Äußerungen hauptsächlich
alkanischer Kulturen sind. Bei fortschreitender Entfernung von den balkanischen
Zentren findet sich nicht mehr die Gesamtheit des hier geläufigen Symbolgutes, sondern
urmehr eine Auswahl. In der Art der Überlieferung kann dieses Verhältnis nicht be-
ründet sein. Denn die Uberlieferungsbedingungen weichen in den Peripherkulturen von
enen der balkanischen Gruppen keineswegs ab. Schon in der ostungarländischen Theiß-
ultur, die der serbischen Vincakultur benachbart ist, sind anthropomorphe Idole nicht
lehr so häufig (vgl. Taf. 18). Treten sie auf, dann stehen sie unter dem Einfluß der Vinea-
ultur. In der Slawonisch-syrmischen Kultur jener Zeit, vor allem aber in der Lengyel-
ultur Westungarns und des Burgenlandes fehlt anthropomorphe Idolplastik fast ganz,
bwohl beide Kulturen ebenso wie die Theißkultur an die Vincakultur grenzen und von
ir in zahlreichem materiellem Kulturgut abhängig waren. Warum die westungarische
engyelkultur die anthropomorphe Idolplastik nicht rezipierte, läßt sich ebensowenig
eantworten wie die Frage, weshalb anthropomorphe Idolplastik sich in Niederösterreich
ördlich der Donau häuft, wo sie meist mit bemalter „Lengyel“ - Keramik vergesell-
)haftet ist und als Einfluß nordwestbalkanischer Kulturgruppen gewertet werden darf
Taf. 18). Noch stärker ist dieser Einfluß in der bemalenden Kulturgruppe Mährens zu
3üren. Weniger zahlreich, aber doch noch häufig genug, sind anthropomorphe Idole in
er „Lengyel“ -Kultur Südpolens. In dieser breiten, nicht zuletzt verkehrsgeographisch
edingten, von Südosten nach Nordwesten streichenden Zone machte sich demnach ein
heraus starker Kulturstrom bemerkbar, dem die anliegenden Kulturgruppen neben
ihlreiehen materiellen Kulturgütern auch die Idolplastik als religiöses Ausdrucksmittel
erdankten.
Je mehr man sich jedoch bandkeramischen Stilarten Mitteleuropas nähert, desto spär-
cher wird die Tonplastik, obgleich der Erforschungsstand — gemessen an südost­

*) O. Menghin a. a. O. 54f. Ostmittelmeerische Tiergefäße: H . Frankfort, Studies in early pottery o f the Near East
924) Taf. 8, 1. 6. 8 ; Taf. 9.
2) L. Franz, Die Muttergöttin im vorderen Asien und in Europa in Der Alte Orient 35, 3, 1937. Zurückhaltender
Clemen, Urgesehichtliche Religion (1932) 101 und bes. M. P. Nilsson, Geschichte der griechischen Religion in Handb.
Altertumswiss. 5, 2 ,1 (1941) 263 f.
3) Öwiatowit 14, 1930/31 Taf. 16— 18.
4) Frau mit K in d: Prähist. Zeitschr. 2, 1910, 34 u. 101 Abb. (Vinca). Parallelen in Thessalien, Chr. Tsountas, Dimini
i Sesklo (1908) 290 Taf. 31, 2 und Podolien, Ipek 3, 1927 Taf. 36, 28. 32 (Krynycka). Steckrahmen: T . C. Passek,
■nodizacija Tripoljskich pocelenii in Materialji i issledovanija po Archeologii SSSR 10, 1949, 95 Abb. 50 ,1. 2 (Doppel-
ruxen) (Kostisli).
europäischen Verhältnissen — ausgezeichnet ist. Schon ein Vergleich zwischen Böhmen
und Mähren zeigt, daß die eigentliche Bandkeramik nicht mehr in demselben Umfange
wie die bemalenden Gruppen Träger jener eigentümlichen Idolvorstellungen gewesen ist.
Nur dort, wo südöstlicher Einfluß, etwa in der Gefäßbemalung, zu spüren ist, trifft man
auf vereinzelte Zeugnisse, z. B. in Nordböhmen. Von hier aus werden wahrscheinlich die
linear- bzw. stichbandkeramischen Gruppen Schlesiens und Mitteldeutschlands ihren
spärlichen Bestand an Idolen übernommen haben1). Eingeritzte Menschendarstellungen,
meist Adoranten, besitzen ebenso wie Tiergefäße oder Gefäße mit Tierprotomen eine
ungleich größere Verbreitung als anthropomorphe Idolplastik*2) ; deren Beschränkung auf
die Donauländer und die von diesen unmittelbar beeinflußten Landschaften Mitteleuropas
bezeugt also nicht etwa eine besondere Bildfreudigkeit der Idole führenden Kulturen,
sondern eine bestimmte religionsgeschichtliche Situation. Die geographischen Zäsuren,
die sich in dieser Diskrepanz neolithischer Glaubensäußerungen beobachten lassen, kehren
denn auch überraschend deutlich in der Urnenfelder- und Hallstattzeit wieder.
In der Bronzezeit besaß die anthropomorphe Idolplastik nur dort eine lebendige Tradition,
blieb nur dort Mittelpunkt religiöser Äußerungen, wo die Quelle derartiger Erscheinungen
zu suchen ist: im nördlichen Randgürtel des Balkans, in Slawonien, Südungarn, Syrmien,
Nordserbien, im Banat und in der Walachei. Beispiele bieten die spätneolithische Badener-
und die frühbronzezeitliche Vucedol- und Laibacherkultur Slawoniens und Syrmiens3).
In der Vucedolkultur findet sich eine Fülle z. T. auch neuartiger symbolhafter Zeichen,
von denen das Rad und die bisher noch seltene Doppelaxt bemerkenswert sind. Die
Doppelaxt ist z. B. auf einem Tonvogel eingeritzt, der in Vucedol selbst gefunden wurde4).
Ein Teil dieses Symbolgutes lebte bis in die Vollbronzezeit der mittleren Donauländer
fort und manifestierte sich vor allem in einem Kulturkreis, der im Großen mit den hügel­
gräberbronzezeitlichen Gruppen Süddeutschlands gleichzeitig war5). Er nahm das gleiche
Gebiet ein wie während des Neolithikums die Vinca- und die nördliche Gumelni^akultur,
spannte sich also von Slawonien und Nordserbien über das Banat bis nach Westrumänien
(Taf. 19). Seine bekannteste Töpferware ist die sog. inkrustierte Keramik. So sind denn
auch seine teils naturalistischen, teils stilisierten Tonidole, deren typologische Sonderung
M. Vasi6 verdankt wird6), im Stile dieser Ware über und über mit Wolfzahn- und Schach­
brettmustern, konzentrischen Kreisen, Zickzacklinien, Halbbögen, Spiralen u. a. m. ver­
ziert und mit weißer Masse inkrustiert. Wenn sich auch die Gesamtform der Statuetten
im Vergleich zu ihren neolithischen Ahnen in Einzelzügen geändert hat, so ist die Ver­
bindung zu diesen dennoch erhalten geblieben und besonders in der Tracht deutlich. Das
Tonidol von Klicevac im Banat7) (Taf. 3, 4) trägt über einem maskenhaft starren Gesicht
einen Kopfputz, der hier ornamental angedeutet ist, bei neolithischen und wohl auch
gleichzeitigen Statuetten jedoch besonders hinzugefügt wurde, wie Durchbohrungen nahe­
legen, die zur Anbringung solchen Kopfputzes besonders geeignet sind. Ebenso wie die
Zopftracht scheint die Sitte üblich gewesen zu sein, am Kopfputz oder am Zopf befestigte
Gehänge, Halsketten mit Anhängern und breite Gürtel mit Amulettbehang zu tragen. Das

Ü 0 . Menghin a. a. 0 . 49. W . Dehn in Trierer Zeitschr. 14, 1939, 6.


2) Vgl. z. B. Germania 30, 1952, 160 A bb. 1 (Horgener Kultur).
8) Zur Plastik der Laibacher Kultur vgl. J . K orosec in Arheoloski Vestnik (Acta Archaeologica) 1, 1950, 12ff. —
Vucedol: R . R . Schmidt, Burg Vucedol (1945) Taf. 52, 1— 2 (Idol u. Tonfuß).
4) A. a. O. Taf. 50, 1— 2.
5) Vgl. Grab 121 von Bijelo Brdo in Vjesnik Zagreb NS. 7, 1903/04, 63f. Abb. 24— 27: bogenverzierter Armreif,
Nadel mit tordiertem Schaft und reich ornamentiertes Gefäß mit geblähter Schulter und Trichterhals. Gleiche Gefäße
mit Idolen z. B . von K ovin (Temes-Kubin), V . G. Childe, The Danube in Prehistory (1929) A bb. 156 vor S. 285. Vgl.
jetzt ferner M. V . Garasanin, Datiranje Dubovacko- Zutobrdske grupe, Sbornik Matice Srpske 2, 1952.
6) Starinar NS. 5, 1910, 48 ff. '
7) Darüber ausführlich M. Hoernes, Mitt. d. Anthr. Ges. W ien 21, 1891, 153ff.

Rom.-Germ. Forschungen 20. 2 9


Idol von Klicevac steht nicht allein. Seit langem ist ein verwandtes Idol ans Babska
bekannt1), das eine Halskette mit spiralig eingerollten Anhängern und auf der Rückseite
einen Zopf mit eingehängtem Kamm trägt. Ähnlich ist ein weiteres Idol aus der ,,unteren
Donaugegend Ungarns“ geschmückt. Es ließe sich noch eine ganze Reihe solcher Statuetten
anführen, auf denen Kämme und Anhänger mit Hörnerenden eingeritzt sind (Taf. 3, la ).
Neben kleinen mondartigen Halbbögen sind auch kreisförmige und dreieckige Anhänger
beliebt, z. B. bei dem Idol von Klicevac (Taf .3 ,4 ) und einem weiteren aus Vrsac. Daß
auch theriomorphe Elemente ornamental verwendet wurden, macht ein Idolbruchstück
aus der Umgebung von Orsova wahrscheinlich*2), auf dem zwei Vögel( ?) eine Spirale
flankieren, die unter dem Munde des Idols angebracht ist (Taf. 3, 2). Zwei nach außen
gekehrte Spiralen geben die Augen wieder, ein Motiv, das sonst oft bis zur Unkenntlichkeit
stilisiert erscheint.
In der geometrischen Ornamentik dieser Statuetten steckt zweifellos ein gut Teil
frühbronzezeitliches Erbe. Das gilt vor allem von den Amuletten mit eingerollten
Enden, wahrscheinlich Stierhornsymbolen, deren weite Verbreitung in der frühen und
mittleren Bronzezeit Rückschlüsse auf die Beliebtheit dieser Anhängerform zuläßt.
Auch das Radsymbol hat in der frühen Bronzezeit Vorläufer. Mit ihm müssen bestimmte
Vorstellungen verbunden gewesen sein, wie der Vogel wagen vonDupljaja bei Weißkirchen
im Banat lehrt (T a f.l; 3,1b), dessen männliches Idol auf einem vierspeichigen Rade
steht. In Amulettform begegnet das Symbol im Hortfund von Temes-Nagyfalu im Banat
(A 165) zusammen mit zahlreichen Anhängern mit Hörnerenden. Der Kamm gehörte
gleichfalls zu den geläufigen Symbolen, und zwar nicht nur als Ornament, sondern auch
als Amulett in Anhängerform3). Einen solchen Kamm mit eigentümlichen Applikationen
ergab der mit den Idolen und mit dem Eund von Temes-Nagyfalu gleichzeitige Hort von
Nagy-Hangos, Kom. Tolna4), in dem ferner Scheibenanhänger mit erhabenen konzentri­
schen Ringen — die Idole von Klicevac und Vrsac sind mit solchen Amuletten verziert —
und runde Scheiben begegnen, die je zwei voneinander ab gewandte Tierprotomen tragen
(Taf. 4 ,4 ).
Einen Anhalt für die Herkunft dieses Motivs bieten zwei gleichartige Darstellungen auf
einem inkrustierten Gefäß aus Klicevac (Taf. 2, 7); sie wiederholen sich auf einer Scherbe
von 2uto Brdo5) : unter einem baldachinartigen Dach aus zweizeiligem Flechtband, das

!) Lit. Anm. 2. Das Stück dürfte kaum neolithisch sein, obgleich es aus einer neolithischen Wohnstätte stammt.
2) Folgende bronzezeitliche Fundstellen mit Idolen wurden auf der Karte Taf. 19 berücksichtigt: Babska. M. Hoernes
u. O. Menghin, Urgeschichte d. bild. Kunst3 (1925) 409 Abb. 1. — Dalj. Reeueil d’etudes dedie au W.Demetrykiewicz
(1930) 120ff. Taf. 12. — Apatdomb, Kom . Zala. Arch. ß rt. 29, 1909, 350 Abb. 7 S. auch B i . — Vinca. Starinar NS. 5,
1910 Taf. 2, 1. — K ovin (Temes-Kubin). M. Wosinsky, Die inkrustierte Keramik (1904) Taf. 92. Arch. ß rt. 30, 1910,
141 A bb. 1. V. 6 . Childe, The Danube in Prehistory (1929) Abb. 156d vor S. 285. Taf. 3, 3. — Klicevac. Starinar 7,
1891, HOff. Taf. 10— 11. Starinar NS. 5, 1910 Taf. 12. M. Hoernes u. O. Menghin a. a. O. 409 A bb. 2. M. Wosinsky a.a. O.
Taf. 104 — 105. F estschr.D em etrykiew iczTaf.il. Taf. 3,4. — Dubovac. Starinar 1928 T a f.l passim. Taf. 2,4. — Dupljaja.
Starinar 3. Ser. 5, 1930 Taf. 8. — Vogelwagen s. H 50, Taf. 1; 3,1. — Vrsac (Werschetz). 16. Ber. R G K . 1925/26, 109
Abb. 17. — Vatina. Lit. M. Hoernes u. O. Menghin a. a. O. 51 Abb. 4— 5. — 2uto Brdo. A . a. O. 411 Abb. 4— 7. Starinar
NS. 5, 1910 Taf. 2, 6. 7. — Orsava (Orsova). M. Hoernes u. O. Menghin a. a. O. 411 Abb. 1— 3. M. Wosinsky a. a. O.
Taf. 101 — 102. Taf. 3, 2. — Kurvin Grad. Starinar NS. 5, 1910 Taf. 3, 13— 17; 4, 20— 24. — Vajuga. A. a. O. Taf. 9,
7 g— 80; 10,81. — Velesniza. A . a. O. Taf. 10, 86—87. — K orbovo. A . a. O. Taf. 6, 46—48; 7, 49— 55. — Ostrovul
Corbului, D . Berciu, Arheologia preistorica a Olteniei (1939) 120 Abb. 141, 3. — Ostrovul Mare. A. a. O. 126 A bb. 160,
4— 7 , — Gärla Mare. Wiener prähist. Zeitschr. 9, 1922, 94ff. Taf. 1— 2 (L. Franz). D . Berciu a. a. O. 131. — Salcia.
A . a. O. 131. — Si Desa. A . a. O. 131. — Cäma. A . a. O. 131. — Nicht a u f der K arte: D . Berciu a. a. O. 127 Abb. 163,
1—2 („O ltenien?“ ) = 22. Ber. R G K . 1932 Taf. 12, 4 .1 0 („K leine Walachei“ ). — Ipek 1928 Taf. la . b (Ungarn, „untere
Donaugegend“ ).
3) Zur Deutung des Kammsymbols vgl. Germania 28, 1944/50, 67f. (K . Böhner). Zeitschr. f. Ethn. 31, 1899 (169)ff.
(0 . Ohlshausen).
*) V , G. Childe, The Danube in Prehistory (1929) 277 Abb. 149.
5) M. Wosinsky a. a. 0 . Taf. 106 unten. Rev. arch. 3. Ser. 40, 1902,179 A bb. 8—9. — 2uto B rdo: C. V. A . Yougoslavie 3
(Belgrad) Taf. 30, 5.

10
auf zwei gedrehten Säulen ruht, stehen zwei tierähnliehe Gestalten, zwischen ihnen eine
Figur, die man entweder als anthropomorphe Gestalt oder als Lebensbaum ansprechen
möchte. Ähnliche Zeichnungen stellte D. Berciu für Oltenien zusammen, ohne freilich eine
Deutung zu versuchen (Taf. 4, 2 )1). Die heraldische, antithetische Gruppierung läßt an
gewisse Kompositionen auf Gemmen aus Mykenae denken2). Wenn auch mykenische Ein­
flüsse in der donauländischen Bronzezeit vor allem durch ornamentale Details tatsächlich
nachzuweisen sind, muß es doch offen bleiben, ob die donauländischen Zeichnungen als
Nachbildungen jenes ägäischen Motivs gedeutet werden können. Denn zweizeilige Fleeht-’
bänder, die in ostdonauländischen Bronzezeitgruppen als keramisches Ornament auch
andernorts belegt sind, zusammen mit antithetischen Gruppen kommen auch auf vorder­
asiatischen Siegelzylindern des 15. vorchristlichen Jahrhunderts vor3), so daß man die
donauländischen Gruppenbilder ebensogut auf orientalischen Einfluß zurückführen könnte.
Vorderasiatische Siegel gelangten ja als Import bis in den ägäischen Raum. So lückenhaft
die besprochenen Bildergedanken überliefert sein mögen, unter den Ornamentmotiven der
inkrustierten Keramik, in den Gruppenbildern von Klicevac (Taf. 2, 7) und 2uto Brdo,
in den Amuletten von Nagy Hangos (Taf. 4, 4), im Idol von Klicevac (Taf. 3, 4) und in
den Tiergefäßen und den Gefäßen mit Tierprotomen (z. B. K 5, 67, 98; vgl. Taf. 2 ,1 —2.6;
5, 3) lassen sich immer wiederkehrende Elemente einer spezifischen Grundidee nach weisen,
deren Sinngehalt freilich nicht näher ermittelt werden kann. Daß alle diese Bilder und
Geräte, zu denen sich noch ein Tonstuhl aus der Nekropole von Klicevac gesellt4), sakralen
Zwecken dienten, dürfte jedoch nicht zu bezweifeln sein.
Mit der neolithischen Vorstellungswelt haben diese religiösen Äußerungen inhaltlich
wohl kaum mehr etwas zu tun. Schon die Tatsache, daß die bronzezeitlichen Idole auch
in Gräbern gefunden wurden, deutet auf einen umfassenderen Bedeutungsinhalt hin als
ihn die neolithischen Idole besaßen, die nur aus Siedlungen stammen, soweit der heutige
Bestand an Funden erkennen läßt. Doch lassen sich noch andere Veränderungen fest­
stellen, vor allem, wie M. Hoernes bemerkte, ,,eine Ablenkung zum symbolischen, bilder­
schriftlichen Ausdruck religiöser Ideen” 5). Die volle, maskenhafte Gesichtsdarstellung des
Idols von Klicevac (Taf. 3 ,4 ) wirkt altertümlich, verglichen mit anderen, gleichzeitigen
Idolen, bei denen man oft auf die Angabe von Details verzichtete (Taf. 2, 3—5; 3 ,2 ).
Desto größeren Wert legte man auf die symbolhaft-ornamentale Ausgestaltung.
Bedeutungsvoller als die Wandlung der Idolform ist die Hinwendung zum Gruppenbild,
zur szenischen Komposition, zur inhaltlichen Bezogenheit von Mensch und Tier. Sehen
wir von den wenigen szenischen Bildern des osteuropäischen Neolithikums ab, so läßt sich
dieses Phänomen im Vogel wagen von Dupljaja (H 50) zum erstenmal mit aller Klarheit
beobachten (T a f.l). Es ging hier nicht mehr darum, einzelne wichtige Elemente einer
naturgebundenen Gedankenwelt darzustellen, sondern ein Ineinanderwirken, ein Ge­
schehen zu gestalten. Man denkt an eine zeremonielle Handlung, die ein zentrales Ereignis
im Ablauf des Lebens wiederholt, an die plastische Gestaltung eines Vegetationskultes,
dem ein mythisches Geschehen zugrunde liegt. Wieder bieten sich entsprechende ägäische
Motive zum Vergleiche an, obgleich ein unmittelbarer Zusammenhang nicht zu erweisen
ist6).

*) D . Berciu a. a. O. 129 Abb. 165 (z. T. Stiersymbole ?).


2) M. P. Nilsson a. a. O. Taf. 12, 3 ; 20, 6. 7 ; 21, 1.
3) Dacia 516, 1935/36, 158 Abb. 6 (Poiana). CI. Schaeffer, Stratigraphie comparee et Chronologie de I’Asie Occidentale
(1948) 408ff. 410 Abb. 30, 4 (Gezer). Vgl. auch A . Moortgat, Die bildende Kunst des Alten Orients und die Bergvölker
.(1932) 33 f. passim.
4) R ev .A rch . 3. Ser. 40, 1902, 187£ A b b. 19— 22.
5) M. Hoernes u. O. Menghin a. a. O. 57.
6) -Vgh die Bemerkungen von M. P. Nilsson a. a. O. 303 ff. zu den Bildern des Sarkophags aus Hagia T riada ,.

2* 11
In den Boden des Wagenkorbes von Dupljaja (Taf. 3, lb ) ist ein Speichenrad eingeritzt,
auf dem — richtige Rekonstruktion vorausgesetzt — ein Idol steht, welches männliche
und weibliche Züge in sich vereinigt. Vor ihm sitzt ein Wasservogel, während die geteilten
Deichselenden in Vogelköpfe auslaufen. Ferner fand sich ein glockenförmiger, verzierter
und durchbohrter Deckel, den J. Petroviö auf Grund der Bohrungen an Rücken und Kopf
des Idols als eine Art Baldachin rekonstruierte, der als Himmelsgewölbe gedeutet werden
könnte. Die Vogelprotomen der Deichselenden vertraten gleichsam die Zugtiere des drei­
rädrigen Gefährts und sollten es vermutlich in einen Bereich ziehen, den diese Vögel ver­
körpern; in oder über das Wasser, wo nach dem Glauben antiker und heutiger Natur­
völker der Kreis des Lebens sich schließt. Diesen Lebenskreis durchwandert die Sonne
als lebenspendendes Element, und so kommt es wohl auch, daß das Sonnensymbol, das
Radkreuz am Boden des Wagens, dem Idol als Standfläche dient, es also gewissermaßen
trägt. Ob das Idol selbst die Sonne manifestieren sollte, worauf der Einzelvogel hinweisen
könnte, wenn man ihn im Sinne der Vogelepiphanie einer Gottheit deuten würde, bleibt
freilich fraglich. Der gleiche Fundplatz ergab noch einen anderen, zweirädrigen Wagen,
auf dem ein (weibliches ?) Idol steht, welches auf dem Scheitel, auf beiden Seiten der Brust
und unter dem Bauch das Svastika-Symbol trägt. Dieses Symbol wird ja ebenfalls als
Sonnenzeichen gedeutet, so daß bei beiden Wagen der Bezug von Sonne und anthropo-
morpher Gestalt durch Speichenrad und Svastika gegeben ist1).

Die hauptsächlichen Kennzeichen des Idolkreises im Bereiche der materiellen Kultur,


die inkrustierte Keramik und in der Ornamentik die Spirale und der Mäander, kehren
zum Teil auch in anderen donauländischen Kulturgruppen wieder, z. B. in Siebenbürgen
oder besser auf siebenbürgischen Bronzen, welche auch außerhalb des engeren Geltungs­
bereiches der Werkstätten, die sie verfertigten, eine weite Verbreitung besitzen. Sie finden
sich, die March-, Oder und Elbelinie entlang, auch im nordischen Kreis. Es kann nun
kaum auf Zufall beruhen, wenn hier etwas später, in der Periode Montelius II, eine blühende
Spiralornamentik, aber auch anthropo- und zoomorphe Plastiken begegnen, etwa die Sta­
tuette von Stockhult in Schonen*1 2) oder der Wagen von Trundholm in Jütland. Der Trund-
holmer Wagen wird jedoch nicht wie der von Dupljaja von Vögeln, sondern von einem
Pferd gezogen, so daß man zwar in der Grundidee, aber nicht in der Ausdrucksform Über­
einstimmungen zwischen den beiden Kultgeräten feststellen kann. Sind die nordischen
Arbeiten von Stockhult und Trundholm tatsächlich vom nordwestbalkanischen Idolkreis
angeregt, dann hätte freilich allein der nordische Kreis donauländische Idolplastik und
die Idee bildlich gestalteter Mythen rezipiert. Bei allen anderen Kulturgruppen Mittel­
europas ist das nämlich nicht der Fall, obgleich diese Gruppen seit Beginn der Hügelgräber­
bronzezeit zahlreiche donauländische Anregungen aufnahmen: das Stichschwert, gewisse
Streitaxtformen, dann auch Traehteigentümlichkeiten (Sichelnadeln) und Schmuckformen
(Armringe mit Fischblasenzier)3). Zu diesen donauländischen Einflüssen gehören ferner die
für die südostdeutsch-böhmischen Hügelgräbergruppen typischen Amulette in „Rinder­
hornform“ 4), wahrscheinlich aber auch Radamulette, von denen einige aus Verhältnis-
>
1) Rekonstruktion des Vogelwagens: Starinar 3. Ser. 5, 1930, 29. Zur Vogelepiphanie M. P . Nilsson a.a. 0 . 269ff.
C. Clemen, Urgeschiehtliche Religion (1932) 131 glaubt an die Darstellung eines Sonnengottes, welcher Annahme das
weibliche (?) Idol des zweiten Wagens von Dupljaja widersprechen könnte: Starinar a. a. O. Taf. 8. Eine Verbindung
mit Apollo Belenus versucht J. Petrovic a. a. O. 21ff. Ähnlich M. Garasanin in Starinar NS. 2, 1951, 270ff. Zur Deutung
mykenischer Idole M. P . Nilsson a. a. 0 . 265f. u. B. Schweitzer, Gnomon 9, 1933, 185ff.
a) Fomvännen 1909, 183f. A bb. 15.
3) Vgl. J . E . Forssander, Europäische Bronzezeit in Meddelanden frän Lunds Univ. hist. mus. 1939, 38ff. bes. 54ff.
Vgl. ferner J . Werner, Lit. s. oben S. 1 Anm. 1.
4) Zu den Amuletten vgl. Fr. Holste in Germania 26, 1942, lf f .

12
mäßig frühen Grabfunden Bayerns und Württembergs bekannt geworden sind (z. B.
A 8. 42. 47. 148). Sie zeigen ebenso wie die Rinderhornamulette, daß sich die donau­
ländischen Anregungen nicht nur auf die materielle Kultur beschränkten, sondern auch
auf das geistige Leben der süddeutsch-böhmischen Hügelgräbergruppen Einfluß gewannen
(s. u. S. 21), freilich, verglichen mit den Verhältnissen während der frühen Urnenfelderzeit,
in sehr geringem Umfange.
Der Idolkreis nahm innerhalb der donauländischen Kulturen eine besondere Stellung
ein. Der nach einer Abschnittsbefestigung bei Otomani benannten, in Westrumänien
verbreiteten Kultur sind zwar z. B. Keramik mit Spiralen und Mäander und bronzene
Anhängeramulette mit eingerollten Hörnerenden bekannt, aber anthropomorphe Idol­
plastik scheint hier zu fehlen1). Spiraien und Mäander sind auch in der Ornamentik
der sog. Witenbergkultur Siebenbürgens und Westrumäniens geläufig. Anthropomorphe
Idolplastik hat man jedoch bisher unter den freilich spärlichen und unsystematisch
geborgenen Funden dieser Kultur noch nicht beobachten können, wohl aber einen
verhältnismäßig großen und reich verzierten Vogelkopf aus Ton, der wahrscheinlich
einer Schale aufgesetzt war*2). Im engeren Verbreitungsgebiet des Idolkreises selbst,
im Banat, liegt ein Fundplatz, der ein ganz anderes keramisches Formengut und
andere religiöse Ausdrucksformen zeigt als sie in seiner Umgebung üblich sind. Es
handelt sich um eine Siedlung und ein Gräberfeld von Vatina bei Vr§ac, eine Station,
die einer selbständigen Kulturgruppe den Namen gab3). Anthropomorphe Idolplastik ist
nur durch eine flache brettartige Statuette vertreten, welche eine geometrische Ritz­
verzierung trägt und in Form und Ornament von den inkrustierten Glockenidolen stark
abweicht. Ferner begegnen hier Fußamulette, ein Phallos und mehrere Tiergefäße. Sie
stellen ausnahmslos Schweine dar (Taf. 2 ,1 . 2.6), die im Bereich des Idolkreises wiederum
zu fehlen scheinen (im Idolkreis überwiegen hauptsächlich Stiere und Vögel). Schließlich
fand man einige Tonlampen4). Die Keramik aus Vatina ist nicht inkrustiert, sondern hat
lediglich eingeritzten, meist linear-geometrischen Dekor.
Die inkrustierte Keramik Westungarns steht der inkrustierten Keramik des Idolkreises
am nächsten, obwohl gewisse Unterschiede im Ornamentsystem und in der Auswahl der
Ornamente bestehen5). Trotzdem war der Idolkult im Bereiche dieser westungarischen
Keramik ebensowenig lebendig wie im übrigen Westungarn (Lovasbereny-Vatya-Gruppe)
oder im nordöstlichen Teil des Landes, im oberen Theißgebiet (Töszeg-Egyek-Pilin-
Gruppe), so daß sich für diese Gebiete ein ähnliches Bild ergibt wie es während des Neo­
lithikums das Verhältnis der Lengyel- bzw. Theißkultur zur Idole führenden Vincakultur
bot. Aus West- und Nordostungarn sind hingegen Tierplastiken und Tiergefäße bekannt
geworden, aus Szeremle, Kom. Pest, z. B. ein Vogel (K 91, Taf. 5,12) und aus Füzesabony,
Kom. Heves, ein vierbeiniges Tier6), während Töszeg Rinder- und Pferdeplastik ergab7).
In Pilin, ehern. Kom. Nogräd, fand sich Vogel- und Schweineplastik, ein Stiefel, Tonäxte
und andere Miniaturwaffen, die z. T. auch im Bereich der Banat er und oltenischen in­
krustierten Keramik auftreten8). Bronzene Anhänger mit eingerollten Hörnerenden sind
wohl beiden Kulturprovinzen Ungarns bekannt gewesen.

*) 22. Ber. R G K . 1932, 89ff. (J. Nestor).


2) H. Schroller, Die Stein- und Kupferzeit Siebenbürgens (1933) Taf. 11, 10.
3) Vgl. V . G. Childe a. a. O. 287 ff. Die Sonderstellung von Vatina betont VI. Milojcic mündlich.
4) B. Milleker, A vattinai östelep in Törtenelmi ös Regöszeti firtesitö 21, 1905 Taf. 11, 7— 9 (Lampen); 19,1 (Idol),
k j l (Fuß). 4— 5 (Gefäß u. K o p f in Eberform); 2 0 ,1 (Eberkopf); 23,1 (Phallos).
5) M. Hoemes u. O. Menghin a. a. O. 826.
e) 24./25. Ber. R G K . 1934/35 Taf. 40, 20.
7) V . G. Childe a. a. O. 290 (Töszeg C).
8) J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 71.

13
Der Idolkreis gab am Ende seiner Entwicklung seinen keramischen Formenbestand an­
scheinend zugunsten jener kannelierten, gerieften Ware mit Buckelschmuck und hori­
zontalen und gedrehten Kanneluren auf, deren Leitform ein Gefäß mit hohem Kegelhals
ist („Villanovaurne“ ). Die Herkunft und Entstehung dieser plastisch verzierten Keramik
ist vorläufig noch unbekannt. Eine bodenständige Entwicklung an der unteren Donau,
etwa im Gebiet der Klieevac-Dubovac-Gruppe, im Banat und in Nordwestserbien wurde
zwar in Erwägung gezogen1), aber damit weder die weite Verbreitung dieser Ware noch
der Wechsel im Formenschatz und im Wesen der Ornamentik erklärt. Dieser Wechsel
fällt höchstwahrscheinlich in den Beginn der Urnenfelderzeit (im mitteleuropäischen Sinne),
denn in Pecica barg ein Gefäß des neuen Stils frühurnenfelderzeitliche Bronzen*2). Der
Wandel im keramischen Formengut muß kurze Zeit vor oder nach der Niederlegung der
außerordentlich zahlreichen Horte an der mittleren und unteren Donau stattgefunden
haben, in einer Zeit, in der erhebliche Unruhen und vielleicht auch kriegerische Ausein­
andersetzungen zum Verstecken des Vermögens zwangen. Das Auftreten der Kultur­
gruppen mit den sog. ,,Villanova“ -Gefäßen bedeutete also vermutlich einen tiefen Ein­
schnitt in dem bronzezeitlichen Kulturgefüge. Mit den Ereignissen, die den Kulturwandel
an der Wende von der Bronze- zur Urnenfelderzeit auslösten, hängt es wohl auch zu­
sammen, daß in der Urnenfelderzeit gewisse religiöse Äußerungen auch dort verbreitet
sind, wo man sie nicht unmittelbar aus der bronzezeitlichen Grundkultur ableiten kann:
im nördlichen Pannonien und in Nordostungarn.

*) 22. Ber. R G K . 1932, 113f. (J. Nestor).


2) Ethn. Mitt. aus Ungarn 9, 1905, 9.

14
II. Symbolgut in frühurnenfelderzeitlichen Funden (HA A i).
Verbreitung in westlichen Periphergebieten.

Die religiösen Äußerungen der frühen Urnenfelderzeit werden in den mittleren Donau­
ländern durch einen erstaunlichen Reichtum an Amuletten charakterisiert. Anthropo-
morphe Idolplastik fehlt allerdings im Gegensatz zur Bronzezeit fast ganz, jedoch könnte
ihr Fehlen vielleicht auch mit der ungleichmäßigen und lückenhaften Fund Überlieferung
Zusammenhängen. Die einzelnen Fundgattungen sind nämlich in den Donauländern für
die Dauer der Urnenfelderzeit quantitativ ganz anders verteilt als in der Stein- und
Bronzezeit, so daß bei einer religionsgeschichtlichen Betrachtung in jeder dieser Epochen
jeweils ein anderer Ausschnitt geistigen Lebens beleuchtet und die Beantwortung der
Frage nach der Kontinuität einer bestimmten Erscheinung in besonderem Maße erschwert
wird: aus dem Neolithikum sind hauptsächlich Siedlungen bekannt geworden; über Gräber
und damit über Einzelheiten des Totenbrauchtums, der Jenseitsvorstellungen usw. sind
wir verhältnismäßig schlecht unterrichtet. Der bronzezeitliche Fundstoff entstammt
beiden Quellengattungen. Urnenfelderzeitliche Gräber und Siedlungen sind dagegen in
den mittleren Donauländern außerordentlich selten. Die einzige nun reichlicher fließende
Quelle, die zahlreichen Versteckfunde, liefern deshalb nur eine sehr begrenzte und z. T.
wohl auch willkürliche Auswahl religiöser Äußerungen. Wenn anthropomorphe Tonplastik
in donauländischen Kulturgruppen der frühen und älteren Urnenfelderzeit fehlt, besagt
das also noch nicht, daß sie in diesen Gruppen vollständig unbekannt gewesen wäre. Bei
einem weiter fortgeschrittenen Stand der Forschung könnten sich Idole in Gräbern oder
Siedlungen oder sogar in beiden Fundgattungen noch einstellen. Viel bezeichnender scheint
zu sein, daß anthropomorphe Plastik aber auch in jenen mitteleuropäischen Peripher­
kulturen ausbleibt1), die einen großen Teil ihrer materiellen und geistigen Kulturelemente
donauländischem Einfluß verdankten und deren Gräber, Versteckfunde und z. T. auch
Siedlungen verhältnismäßig gut bekannt sind. Wie auch immer dieser Tatbestand zu inter­
pretieren ist, eine Kontinuität des bronzezeitlichen Symbolgutes kann man nur in den
Amuletten, in der Vogelplastik und im Kultgerät (Vogel- und Kesselwagen) aufzeigen,
und zwar allein auf Grund von Material aus frühurnenfeiderzeitlichen Versteckfunden der
mittleren Donauländer. Da das Ende der bronzezeitlichen Idolkultur wahrscheinlich zur
Niederlegung dieser Horte in kausaler Beziehung steht, ist in ihnen ein materialbedingter
Ausschnitt spätbronzezeitlichen Symbolgutes zu erwarten, also Amulette und Kultgeräte,
die auf die religiösen Äußerungen der Idolkultur zurückgehen. Das ist in der Tat der Fall,
wie ein Vergleich der auf den Idolen eingeritzten Amulette mit den Anhängern jener Horte
zeigt.
An dem bronzezeitlichen Idol von Klicevac (Taf. 3, 4, s. o. S. 9) sind Anhänger und
Gürtel besonders betont. Das gleiche ist auf der Rückseite des Idols der Fall. Vom Kopf 9
9 Als einzige bisher bekannte Ausnahme vgl. die anthropomorphen Tonidole vom Martinsberg bei Kreuznach,
W . Dehn, Katalog Kreuznach (1941) 54 Abb. 28 u. 57 Abb. 32, 3 (Tonrad).

15
der Figur gehen drei Schnüre oder Kettchen aus, die sich in einem kreisrunden Mittelstück
vereinigen. Von diesem Mittelstück hängen weitere divergierende Kettchen herab. An
ihnen sind dreieckige Anhänger befestigt. Eine andere Kette verbindet das Mittelstück
mit einem anderen Gehänge, das im folgenden als Dreipaß bezeichnet werden soll. Seine
Unterseite besteht aus einem horizontalen, spiralig aufgerollten Balken, von dem mehrere
Dreiecke herabhängen. Beide Gehänge vereinigen drei Elemente: Anhänger, Mittelstück
und deren Verbindung durch Kettchen oder Schnüre.
Ein kürzlich entdeckter umfangreicher Metallversteckfund von Gay, Bez. Kovin im
Banat, enthält wohl die besten Analogien zu dem eingeritzten Zopfgehänge des Idols1).
Neben zahlreichen Schmuckbronzen, Arm- und Halsringen und kleinen geschlossenen
Ringen mit Aufhängerösen, fanden sich ein Griff­
zungenmesser, ein Tüllenbeil, ein halbmondförmi­
ger Nadelschützer in durchbrochener Arbeit und
schließlich zwei 12,5 cm hohe, dreieckige, aus
Bronze gegossene Gehänge (Abb. 1). Die Grund­
leisten der dreieckigen Mittelstücke sind nicht wie
in Kliöevac an den Enden spiralig aufgerollt, son­
dern nur aufgebogen. Die Verbindung zur Auf­
hängeröse besteht nicht aus drei, sondern nur aus
zwei leistenartigen Stegen, die Anhängeramulette
selbst sind nicht dreieckig, sondern bestehen aus
runden, profilierten Scheiben mit Mittelöffnung,
gleichen also eben jenen kreisrunden Amuletten,
die vom Gürtel des Idols von KliCevac herab­
hängen (Taf. 3, 4). Alle diese Abweichungen be­
ziehen sich also nur auf wenige formale Einzel­
heiten. Das Gehänge des Idols und die beiden
Bronzen aus dem Versteckfund sind im Aufbau
Gehänge von Gay (Banat). Bronze. 1:2. und in der Wahl der Amulett form doch so eng
miteinander verwandt, daß man sie unbedingt als
Ausdruck der gleichen Idee ansprechen und auch der gleichen Kultur zuschreiben muß. Der
Fundort des Hortes liegt ja im Kerngebiet der Idole führenden bronzezeitlichen Kultur mit in­
krustierter Keramik. Überdies sind in dem Funde viele rein bronzezeitlichen Formen ver­
treten. Andererseits zeigen das Tüllenbeil und der Nadelschützer in Halbmondform, der
uns noch im Zusammenhang mit anderen Amulettformen begegnen wird, daß die Bronzen
von Gay am Ende der Idolkultur in den Boden geraten sein müssen, als Unruhen zum Ver­
stecken der Habe zwangen.
Eine Anzahl ähnlicher aus Bronze gegossener Gehänge wurde auch aus frühurnenfelder-
zeitlichen Horten Nordost- und Nordungarns bekannt, so z.B. aus dem Fund von Gurusläu-
Bez. Salaj im Biharmassiv, nicht weit von der oberen Theiß (Taf. 10,3 )*2). Das Gehänge
besteht aus einer runden, konzentrisch profilierten Scheibe. Durch Bronzeringe wird sie
mit einem rechteckigen Mittelstück verbunden, das mit zwei vierspeichigen Rädern in
Durchbrucharbeit verziert ist. Daran sind Ketten mit dreieckigen, an der Basis gezackten
Anhängern befestigt. Der Dreipaß des Klicevacer Idols ist hier also durch ein Rechteck
ersetzt. Durch diese Eigentümlichkeit stellt sich das Gehänge zu anderen, die in den nord­

J) Rad Vojvodjanskij M uzeji (Novi Sad) 1, 1952, 38ff. 41 Taf. 1, 7. 7a.


2) Dacia 11/12, 1945/47 (1948) 257ff. Abb. 3. Vergesellschaftet Schmuckplatten mit Randwulst und Rüokensteg,
Tüllenbeile mit hochgezogenem Mundsaum und Armreife (massiv, dick, ovaler oder rhombischer Querschnitt), ferner
Knöpfe mit Rückenöse und ein Gußzapfen.

16
ungarisch-slowakischen Komitaten Szabolcs, Gömör und Hont verbreitet sind (Taf. 10,5 )1) .
Die Kompositionselemente sind hier profilierte Scheiben, vierspeichige Räder und doppel­
axtförmige Gebilde, zwei gegeneinander gestellten Halbmonden ähnlich. Alle diese Ge­
hänge sind sicher nicht in Nordungarn oder in der Slowakei beheimatet. Vorlagen aus
älterer Zeit fehlen hier gänzlich, Rad- und Doppelaxtsymbole sind im Ornamentschatz
gleichzeitiger Keramik oder gleichalter Bronzen unbekannt.
Ganz anders sieht es in Südungarn und Westrumänien aus, wie der siebenbürgische
Hort von Gusteri^a-Hammersdorf zeigt (H 91). Dieser Hort enthält neben kleineren,
S-förmig geschwungenen Aufsteckvögelchen (Taf. 6,17) reich verzierte breite Bronzeblech­
gürtel, deren flächenhafter Dekor — punktierte Linienbänder, Halbbögen, gefüllte Drei­
ecke usw. — von der bronzezeitlichen inkrustierten Keramik übernommen zu sein scheint.
Darauf deutet auch die Ornamentik mehrerer Gürtelbruchstücke und Armringfragmente
aus dem Hortfund von Spälnaca, Jud. Alba de jos (B 61), hin: bogenbesetzte Girlanden,
Spiralen und konzentrische Kreise überziehen die Fläche. In diesem Hort fanden sich auch
ein Radanhänger (Typ Taf. 16,6), Lanzettanhänger mit Ärmchen (Typ Taf. 16, 23) und
wahrscheinlich ein Messer mit Vogelkopfgriff (A 155). Die Herkunft der Gürtelornamentik
aus dem Musterschatz der inkrustierten Keramik darf als gesichert gelten. Einige wenige
Motive zweifellos symbolischen Werts lassen nun eine Verbindung zu den erwähnten Ge­
hängen zu. In der Mitte der metopenartig gegliederten Fläche eines Gürtelblechs aus dem
Hort von Gu§terita steht ein vierspeichiges Rad, das drei weitere Räder auf der einen,
ein sanduhrförmiges Gebilde auf der anderen Seite flankieren. Ein Blech aus dem sieben-
bürgischen Hort von Uioara de Sus (A 174) ist etwas anders aufgeteilt. Ein horizontales
Band aus sanduhrförmigen Gebilden wird von parallelen Linien eingefaßt und durch große
Speichenräder und konzentrische Ringscheiben mit zwischengeschalteten „ Doppeläxten4c
unterbrochen {Taf. 4, 3). In dem gleichen Hort befanden sich vierspeichige Radanhänger
(Typ Taf. 16,5), ein Rad mit breiter profilierter Felge, ein Sanduhranhänger (ähnlich Taf.
16, 21), ein dreieckiger Anhänger mit gezackter Basis wie in Guruslau und ein stabartiger,
geschwungener Vogelkopf. Ein Hortfund von Caransebe§ im Banat (A 22) enthielt u. a.
Gürtelblechbruchstücke mit dem Sanduhrmotiv und Dreieck-, Lanzett- und Radanhänger.
In dem syrmischen Hort von Bingula-Divo§ (A 12) fanden sich mehrere der besprochenen
Anhängertypen vereinigt*2) : ein breites Gehänge, in Radform durchbrochen gearbeitet,
ein Dreipaß, ein zweites rahmenartiges Gehänge mit Vogelaufsatz, ein Radanhänger, ein
sanduhrförmiger Anhänger und lanzettförmiger Behang.
Der stangenförmige Vogelkopf aus dem Hort von Uioara de Sus ist nach seinem Ver­
wendungszweck schwer zu beurteilen. Vielleicht ist er als Zubehör eines Kesselwagens
anzusehen. So zeigt ein solcher bronzener Kesselwagen von Szaszvarosszek {Taf. 4 ,7 ;
H 227) aufgebogene Fortsätze der Längsachsen und des Deckels, die in stilisierten Vogel­
köpfen enden. Auch der bekannte Kesselwagen von Skallerup auf Seeland (B 60) besitzt
verlängerte Längsachsen, die mit je einem plastischen, S-förmig geschwungenen Vogel
abschließen (Taf. 6,12).

x) Rimaszombat, K om . Gömör, Hort. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 112, Taf. 10, 5. — Kemecs, K om . Szabolcs, H ort,
a. a. 0 . 3 Taf. 196 = 1 Taf. 62 ,1. 4. — Fo. unbek., Mus. Gödöllö, K om . Pest, a. a. 0 . 1 Taf. 63, 4. — Zu vgl. Tibold-
Daröc, Bükkgeb., Hort, Arch. Brt. 46, 1932/33, 164ff. Abb. 90—91. — Det6r, K om . H ont, H ort, J . Hampel a. a. O. 1
Taf. 63, 2— 3. — Abauj-Szemere, Mitt. d. Anthr. Ges. W ien 44, 1914 (49) Abb. 1.
2) Bingula-Divos ist der aus der Fülle verfügbarer Horte einzige Fund, in dem Sanduhr-, Rad- und Lanzettanhänger
mit Gehängen und Vogelplastik zusammen Vorkommen. Das bedeutet, daß man im Gebiet der inkrustierenden Idol­
kultur nur im Ausnahmefall derlei Dinge einem Brucherzhort mitgab. Denn um Brucherzhorte, um Ansammlungen von
Altmetall als Vermögenswert handelt es sich in dieser Z eit; um so ungewöhnlicher scheint es, eine ganze Serie von Amu­
letten dem übrigen Bestände wie Beilen, Sicheln, Schwertbruchstücken, Armringen usw. in diesem Funde beigegeben zu
sehen. Eine stichhaltige Erklärung haben wir dafür nicht, wenn man nicht den Schutzzweck der Anhänger oder die These
ins Feld führen will, daß jene Formen ihres ursprünglichen Bedeutungsgehaltes nunmehr völlig verlustig gegangen seien.

Böm.-Germ. Forschungen 20. 3 17


Die Kompositionselemente der Gehänge, die Anhänger und die Motive der Gürtelbleche
lassen sich auf wenige Grundformen zurückführen: das Rad, das Sanduhrmotiv, welches
wegen seiner konkav eingeschnittenen Seiten vielleicht als Mondbild oder als Doppelaxt
zu deuten ist (vgl. Taf. 16, 22), und das Lanzettmotiv. Diese Grundformen begegnen in
verschiedener Gestalt und verschiedenem Bezug, teils in Anhängerform, teils auf Gürtel­
blechen eingeritzt, teils als Elemente größerer Gehänge. Daraus dürfen wir mit Sicherheit
folgern, daß ihnen ein ganz bestimmter Sinn zukam. Die Anhänger waren Amulette, die
Gehänge und Kesselwagen Kultgerät, die Gürtelmotive Symbole, die Vogelplastiken
Heilszeichen.
Ihre Kombination zu Symbolkomplexen kann man im Peripherbereich nur in Funden
der frühen Urnenfelderzeit und dann nur dort antreffen, wo — wie in Skallerup — direkter
donauländischer Import vorliegt oder wo die entsprechenden Kulturgruppen unter starkem
donauländischen Einfluß standen (vgl .T a f. 20). In Grab 3 von Gemeinlebarn, Nieder­
österreich, fanden sich z. B. ein vierspeichiger Radanhänger, Lanzett- und Sanduhr­
anhänger (A 60), im mährischen Hort von Sazovice ein etwas erweitertes Ensemble (A 146)
und in dem Hort von Berlin-Spindlersfeld ( A 10) verschiedene Radformen, lanzettförmige
und anthropomorphe Amulette. Alle diese Funde kennzeichnen die Richtung eines früh-
urnenfeiderzeitlichen, über Niederösterreich, Mähren, die Mark Brandenburg und Mittel­
pommern zum nordischen Kreis verlaufenden Kulturstromes, welcher die Entwicklung der
von ihm berührten Gruppen für längere Zeit zu beeinflussen vermochte (Taf .20). Aber
auch ein gleichzeitiger, die Donau aufwärts über das süddeutsche Voralpenland und Süd­
westdeutschland nach Südostfrankreich gerichteter Kulturstrom kann durch entsprechende
Funde belegt werden. So enthielt der mittelfränkische Hort von Stockheim, Ldkr. Gunzen­
hausen, einen S-förmig geschwungenen plastischen Aufsteckvogel (Taf. 6,18) und Lanzett-
anhänger (3 62), der Hort von Eßlingen, Ldkr. Weißenburg, ein wellenförmiges Gehänge,
an dem anthropomorphe, schwalbenschwanzförmige Anhänger befestigt sind (C 14;
Taf. 15,1)*). In Kulturen, die von diesen donauländischen Strahlungen nicht unmittelbar
berührt wurden, finden sich jedoch nur vereinzelte Spuren jener Ausdrucksformen, die
in ihrer donauländischen Heimat gerade durch die gegenseitige Koppelung als Gürtel­
ornament oder Kompositionsmittel größerer Gehänge und durch Fundkombinationen für
ein einheitliches, in sich geschlossenes Gedankengut sprachen.
Dieses Verhältnis zwischen dem donauländischen Kulturkreis und den mitteleuropäi­
schen Peripherkulturen wird beleuchtet durch die Verbreitung der lanzett-, rad- und
sanduhrförmigen Amulette und der Vogelplastik. Herkunft und Bedeutung des l a n z e t t ­
f ö r m ig en B e h an g e s sind unbekannt. Vermutlich liegt ihm eine Waffenform zugrunde.

Diese Annahme wird durch formal verwandte Miniaturdolche der bronzezeitlichen Sied­
lung von Pilin, Kom. Nograd, und durch punktierte Zeichnungen auf den Lanzett-
anhängern von Malsch, Kr. Karlsruhe, und Pfäffikon, Kt. Zürich (Taf. 16, 24; B 34, 44),
gestützt, welche lanzen- oder dolchförmigen Gravierungen auf bronzezeitlichen Äxten mit
Nackenscheibe aus Siebenbürgen ähnlich sehen2). Freilich geht aus dem Bezug des Symbols
auf die Waffe nicht hervor, ob sich im Lanzettbehang ein Waffenkult spiegelt, wie er bei
vielen Völkern des Altertums verbreitet war. Daß der Lanzettbehang durch Ärmchen­
bildung aber auch anthropomorphe Gestalt annehmen konnte (z. B. Taf. 16, 23; 27) läßt
einen Zusammenhang mit der bronzezeitlichen Idolatrie vermuten, wenn auch Lanzett­
behang im bronzezeitlichen Idolkreis Südungarns und Westrumäniens bisher noch nicht
belegt ist.*8

1) Die Form des in süddeutschen Urnenfeldem auch sonst belegten Gehänges kehrt im H ort von Nagy-Sink (Groß-
Schenk) in Siebenbürgen (B 41) zusammen mit einem Lanzettanhänger wieder.
8) J. Nestor, Marburger Studien (1938) 181. Vgl. die A x t v. Uhe, Ksp. Ringgive, Dänemark. Meddelanden frän Lunds
universitets historiska museum 1939, 65 Abb. 15, 1.

18
Die einzelnen Fundplätze mit lanzettförmigen Amuletten umklammern das Gebiet der
ungarischen Tiefebene zwischen Maros und Theißbogen und erstrecken sich auf Nordwest­
ungarn, Niederösterreich und das mährische Marchtal. Die Amulette des Hortes von
Berlin-Spindlersfeld (B 8) und der Kesselwagen von Skallerup (B 60) gelangten wohl die
March entlang nach Norden. Dieser Wagen vereinigt Kultwagen, Vogelplastik und
Amulette zu einer religiösen Ausdrucksform, an deren donauländischer Herkunft man
nicht zweifeln kann. Nach dem heutigen Fundbestand muß er als donauländisches
Importstück angesprochen werden1).

Viel weniger sicher ist der Importcharakter jener Lanzettanhänger, die aus Nordtiroler
Urnenfeldern der zweiten Zeitgruppe K . H. Wagners bekannt geworden sind*2). Sie be­
zeugen jedoch ebenso eindeutig donauländischen Einfluß wie die Lanzettamulette im süd­
deutschen Urnenfelderkreis, welche in ihrer Verbreitung eng an den Donaulauf gebunden
sind. Wie weit dieser westlich gerichtete Kulturstrom vordrang, zeigt im Bereich der
materiellen Kultur der elsäßische Fund von Pfaffenhofen mit einer Bronzeblechtasse vom
Typus Friedrichsruhe, einer „barocken“ Nadel und Armreifen, die z. T. Schrägstrich­
gruppen mit eingespanntem Leitermuster tragen3), zeigen vor allem jene fremden Nadel­
formen, die sich um den Typ der Mohnkopfnadel gruppieren4). Als Repräsentanten der
gleichen Zeit gelten seit den eingehenden Untersuchungen Fr. Holstes56 ) auch die „ge­
zackten“ Nadeln. Sie besitzen hügelgräberbronzezeitliche Vorformen und finden sich in
Kulturgruppen, die donauländisches Fremdgut bis weit nach Ostfrankreich hinein ver­
mittelten. So wird verständlich, daß die Nekropole von Veuxhaulles, Dep. Cöte d’ Or (B 74),
einen Dreipaß mit Lanzettbehang und eine gezackte Nadel, der mittelfränkische Hort von
Stockheim, Ldkr. Gunzenhausen (B 62), Vogelplastik, mehrere Lanzettanhänger und
wiederum den gleichen Nadeltyp aufweisen.

Die lanzettförmigen Amulette sind also meist mit materiellem Kulturgut donauländischer Herkunft
vergesellschaftet, in den Donauländern selbst mit anderen religiösen Äußerungen der gleichen Gedanken­
welt wie z. B. in den Horten von Spälnaca, Caransebes, Bingula Divos und Markowac bei Vrsae (B 9, 11,
61, 35). Im Hort von Markovac fand sich u. a. ein Dreieckanhänger mit gezahnter Basis wie in Gurusläu.
Die westungarische Siedlung von Apatdomb am Rande des Plattensees (B 4) enthielt neben Lanzett-
anhängem einen frühurnenfelderzeitlichen, für chronologische Querverbindungen wichtigen Nadelschützer
wie auch der Hortfund von Gay 6), Stiefelamulette, Tiergefäße und eine kleine männliche Terrakotte.
Von Pannonien wird die Verwendung von Lanzettbehang, ähnlich den Gehängen von Bingula-Divos,
in das Bükkgebirge gekommen sein, wo Gehänge und Lanzettamulette in dem Hort von Tibold-Daröc

x) Vgl. dazu E. Sprockhoff, Handelsgeschichte 214ff.


2) K . H . Wagner, Nordtiroler Urnenfelder (1943). Ungarische Beziehungen 56 Anm. 1— 3.
3) Bei Zabern. R . Henning, Denkmäler der Elsäßisehen Altertumssammlung zu Straßburg (1912) Taf. 7 ,1 — 6. Zu
den Typen s. u. S. 20 Anm. 2.
4) Zur Zeitstellung und Verbreitung W . K im m ig in Bad. Fundber, 17, 1941/1947, 148ff.
5) Prähist. Zeitschr. 30/31, 1939/40, 412ff.
6) Weitere Beispiele: Gannacker, Ldkr. Straubing (B 20). — Jordansmühl, K r. Nimptsch, Grab. Altschlesien 3, 1931,
163 Abb. 1, 6. 8. — Breslau-Klein Tschanseh, Grab 42. Altschlesien a. a. O. 167 Abb. 4. — Drhovice, Tabor, aus Hügel­
gräber^ !). J. Böhm, Zäklady hallstattske periody v Cechäch (1937) Abb. 78,12. Brandbestattungen, Kerbschnitt­
keramik/!!). — Drslavice bei Ung. Brod, Mähren, Hort. Pravek 2, 1904, 7ff., 48 ff. Taf. 10, 9. In diesem Funde reich ver­
zierte Gürtelbleche (Omamentmotiv Taf. 4 ,1 ) wie im H ort von Uioara de Sus (A 174). D er gezahnte Anhänger des
Fundes, den Stücken unserer Gehänge verwandt, kehrt mit einer Kugelkopfnadel (gerippter, geschwollener Hals) im
H ort von Alsö-Jära, K om . Torda-Aränyos, wieder, J . Hampel, Bronzkor 1 Taf. 18, 2—3. Taf. 52, 4— 6. Taf. 54, 12, eine
Nadel mit abgerundet doppelkonischem K o p f und geschwollenem, fazettiertem Hals in der frühurnenfelderzeitliehen
Nekropole von Baierdorf, Verw.-Bez. Hollabrunn, Mitt. d. Anthr. Ges. Wien 61, 1931 Taf. 2, 4 (hier auch Riegsee-
sehwerter) und im H ort von Deva, K om . Hunyad, Nachweis J. Werner, wo auch ein Nadelschützer unseres Typs
und ein Sanduhranhänger {F 4a). — Pancevo, Hort, Mus. Pancevo, Nachweis J. Werner, hier auch eine (alte) Vasen­
kopfnadel der Riegseeform und wie Mühlau, Grab mit Vogelplastik (H 139). — Weitere Funde nennt J. Nestor, 22. Ber-
R G K . 1932, 126 Anm. 513.

3* 19
(B 71) begegnen. Auch die Siedlung von Velem St. Vid nordwestlich des Plattensees (B 72) und die
Nekropole von Gemeinlebarn in Niederösterreich (B 21) ergaben neben Lanzettanhängern noch andere
Amulettypen, z. B. sanduhrförmige.
Die mährischen Brandgräber von Hrubcice, Velatice und Lysice (B 23, 32, 71a) enthielten ebenso wie
die Schatzfunde von Borsice, Sazovice und Hulin (B 10, 24, 58) meist mitteldonauländisch beheimatetes
Kulturgut.
In Niederbayern liegt Lanzettbehang aus einem Brandgrab von Gannacker, Ldkr. Straubing, vor
(B 20), in dem sich auch ein halbmondförmiger, durchbrochen gearbeiteter Nadelschützer wie in Apatdomb
fand, ferner ein Dreipaß als Mittelstück, an dem mehrere Lanzettamulette mit doppelten Ärmchen be­
festigt sind, und schließlich Armringe und Nadeln, deren K opf und Schaft starke Rippung zeigen1).
Ein gleiches Gehänge lag in einem Grabe des Straubinger Urnenfeldes „im Königreich“ (Taf. 16, 27),
doch könnte es auch einer fortgeschritteneren Entwicklungsphase der niederbayerischen Urnenfelder­
kultur angehören (B 63). Früh ist hingegen das halbkreisförmige Bronzeblechgehänge von Aislingen
(B 1), das wahrscheinlich einem Hügelgrab entstammt. Das Amulett hat Ärmchen und sitzt zwischen
mehreren schwalbenschwanzförmigen Anhängern. An gleicher Stelle wurden tordierte Armringe mit
Leitermotiv und Schrägstrich Verzierung, ferner eine Goldscheibe und zwei Nadeln vom Mainzer Typ
gefunden*2), beide verbogen, beide zu einer großen Familie „barocker“ Nadeln gehörig, deren plastische
Tendenz auf östliche, donauländische Anregungen zurückgeht und die überall dort erscheinen, wo früh-
urnenfelderzeitliche Fremdformen in die späten hügelgräberbronzezeitlichen Kulturen Süddeutsclüands
eindrangen.
Die R a d a n h ä n g e r (T a f. 1 6 , 1 — 2 0 ) sind mit Sicherheit ein Ausdruck jenes Gedanken­
gutes, das in der bronzezeitlichen Kultur Südostungarns und Westrumäniens verwurzelt
ist. Ein sehr frühes, bronzezeitliches vierspeichiges Radamulett bot der Hortfund von
Temes-Nagyfalu3), so daß der Schluß erlaubt ist, daß bereits zur Zeit der inkrustierten
Keramik Amulette in Radform getragen wurden. Rad, Sanduhrmotiv und Vogelplastik
bilden in diesem Kreise auch später eine Einheit, wie ihr Auftreten in frühurnenfelder-
zeitlichen Horten, der Motivschatz der Gürtelbleche und die Verwendung des Rades als
Kompositionsmittel für Klappergehänge nahelegen.
Fragt man, woher das Radmotiv gekommen ist und welche Kulturgruppe es in Mittel­
und Südosteuropa zuerst als Amulett verwendete, wird man keine einheitliche Antwort
finden. Auf der Keramik der frühbronzezeitlichen slowenisch-ostalpinen Laibach-Vutedol-
Kultur ist das Motiv bereits vorhanden. Will man eine kontinuierliche Pflege frühbronze­
zeitlicher Symbole im Bereich der Vuöedol-Kultur leugnen, dann muß man schon auf

*) Zu diesem Typ vgl. Fr. Holste, Bayer. Vorgeschichtsbl. 13, 1935, 4 ff. Ungarische Parallelen: RegÖly, Korn. Tolna,
Funde verschiedener Zeitalter, doch die Violinbogenfibel vertreten, Arch. F rt. 1902, 427. — Csampa, Hort, Nat. Mus.
Budapest, Nachweis Fr. Holste. — Zu den nordböhmisch-mährischen Exemplaren vgl. J. Filip, Pamätky Arch. 41,
1936/1938, 51.
2) Zum Mainzer Nadeltyp vgl. Fr. Holste a. a. O., die Armringe mit Leiterm otiv: Fr. Holste, Die Bronzezeit im nord-
mainischen Hessen (1939) 66, die Goldscheibe: G. v. Merhart, Schumacher-Festschrift (1930) 118 und W . Dehn, Katalog
Kreuznach (1941) 182 Anm. 152. Die frühurnenfelderzeitlichen Goldvorkommen sind zusammenfassend noch nicht be­
handelt worden. Es scheint, als ob ein Teil dieser Goldarbeiten kultgeschichtlicher Analyse zugänglich sei. Erwähnt sei
der „G oldene H ut“ von Schifferstadt, Ldkr. Speyer, G. Behrens, Bronzezeit Süddeutschlands (1916) 20 Abb. 7, 1. Die
hier als Ziermittel verwendeten Kreisaugen sind charakteristisch. Ein Stempel mit solchen Kreisaugen findet sich im
H ort von Stockheim (darauf macht mich A. Stroh freundlichst aufmerksam), Prähist. Bl. 15, 1903 Taf. 2, 1 zusammen
mit Vogelplastik und Lanzettanhängern (H 220), hier in die früheste Urnenfelderzeit datiert. Kreisaugenverzierung, die
sich vielleicht, dem Material entsprechend, als Sonnensymbol deuten läßt, griff auch auf einheimische hügelgräber­
bronzezeitliche Keramik über, bezeichnenderweise in Gebieten, die nahe an der Verkehrsader der Donau liegen: Halden-
wang, Ldkr. Günzburg (Aislingen unmittelbar benachbart), Mainzer Zeitschr. 35, 1940, 36 Abb. 8, ferner Abbach, Ldkr.
Kelheim, G. Behrens a. a. O. 117 Abb. 25. Zu vergleichen sind ferner die Gürtelbleche von Paseka in Böhmen, H. Richty,
Die Bronzezeit in Böhmen (1894) Taf. 25, 4, Pfullendorf, Kr. Überlingen, Bad. Fundber. 18, 1948/1950 Taf. 19, 5, und
Binningen, Kanton Basel, Bonn. Jahrb. 131, 1926 Taf. 8, 1 (Binningen stellt das Material der gleichnamigen frühumen-
felderzeitlichen „Fremdgruppe“ ). Damit ist ein Anhalt gegeben, auch die geometrische Ornamentik in den Kreis der
Betrachtung miteinzubeziehen.
a) Zur Datierung stehen zur Verfügung: Streitaxt mit Nackenscheibe T yp B 3a J. Nestors, Marburger Studien (1938)
185, 192. Ferner ein Messer mit Warzengriff, vergleichbar bronzezeitlichen Schwertern Siebenbürgens, Dacia 7/8,
1937/1940, 119 ff.

20
vorderasiatischer Symbole zurückgreifen, unter denen das Rad eine gewisse Rolle spielt1).
Eine andere Möglichkeit für die Herleitung bieten die in süddeutschen, vor allem mittel­
rheinischen Hügelgräbergruppen weit verbreiteten Radnadeln; eine Möglichkeit, die be­
sonders bestechend ist, weil sie zugleich auch die Frage nach der Herkunft des R adam uletts
zu lösen scheint. Gibt es doch, wie erwähnt, in Bayern und Württemberg mehrere hügel­
gräberbronzezeitliche Radamulette, die mit den R adnadeln gleichzeitig verwendet wurden
und nicht jünger als der besprochene Fund von Temes-Nagyfalu sind. Diese Anhänger
besitzen wie die donauländischen hin und wieder vier Speichen. Auch kommen sechs-
und achtspeichige Anhänger und solche mit Quadrantenverstrebungen in den Sektoren vor
(Typen Taf. 16, 4. 11. 13. 14), die in den mittleren Donauländern nicht begegnen und
daher in Süddeutschland sehr wohl in Anlehnung an heimische Radnadelformen selbst
entstanden sein können und wohl auch tatsächlich entstanden sind. Betrachtet man jedoch
die Gesamtverbreitung der Nadeln und Amulette, dann schließen sich beide Formen nahezu
aus: Radnadeltracht und Anhängersitte sind zweierlei; die Sitte, radförmige Amulette
zu tragen, dürfte ebenso aus „Ungarn“ im Verlaufe der Hügelgräberbronzezeit und dann
wieder am Ende dieser Periode, d. h. also während der frühen Urnenfelderzeit nach Süd­
deutschland gekommen sein wie jenes andere zahlreiche „materielle“ Kulturgut, das den
Beginn beider Zeitabschnitte als donauländisch charakterisiert2). Wenn das Amulett in
Süddeutschland gewisse Speichenschemata der heimischen Radnadeln übernahm, so
zeigt das, daß die primäre donauländische Vorstellung in den Peripherkulturen abgewandelt
und der heimischen angenähert wurde. Darüber hinaus läßt sich zeigen, daß die Verbindung
des Radsymbols mit anderen, adäquaten Ausdrucksmitteln des geistigen Lebens außer­
halb der Donauländer verloren ging: im süd- und südwestdeutschen Urnenfelderkreis
sind Radanhänger z. B. niemals mit Lanzettanhängern und nur vereinzelt mit Vogel­
plastik vergesellschaftet. In diesem Kulturkreis maß man also dem Radanhänger kaum
mehr die gleiche Bedeutung bei wie in seiner Heimat. Die Radanhängersitte wurde
eine Eigentümlichkeit der Tracht, sie erstarrte zur Mode, vieleicht zum dekorativen Prinzip.
Dagegen gibt es in Niederösterreich, Mähren, Nordtixol und wahrscheinlich auch im Spind-
lersfelder Kreis der Mark Brandenburg eine ganze Anzahl von Funden oder Fundkomplexen,
die neben Radamuletten auch noch mehrere andere Ausdrucksformen donauländischer
Herkunft enthalten. Die Kulturgruppen dieser Gebiete müssen für donauländisches Ge­
dankengut empfänglicher gewesen sein. Wenn sie es auch nicht vollständig rezipierten,
so nahmen sie doch gewisse zusammenhängende Bestandteile auf. Darin zeigt sich bereits

x) Laibach-Vucedol: M. Hoernes-O. Menghin, Urgeschichte der bildenden Kunst3 (1925) 345, rechte Reihe Mitte.
S. 347 mehrere Beispiele. Die Kontinuität des Radsymbols bleibt während der frühen und mittleren Bronzezeit bestehen:
Radnadel von Gemeinlebarn, N.-Ö., J . Szombathy, Flachgräber von Gemeinlebam (1929) Taf. 13, 11. Ferner eine Rad­
nadel von Lovasbereny bekannt, V . G. Childe, Danube Taf. 10 B 4. Vgl. ferner die vielleicht als Gürtelbesatz dienenden
runden, zweimal gelochten Scheiben mit einfachem, stegartigem Vierspeichenkreuz: H ort von Nagy-Hangos, V . G.
Childe a. a. 0 . 277 A bb. 149, 4. — Puszta- Särkänytö, K om . Somogy, J. Hampel, Bronzkor 3 Taf. 222, 6. 7. 9. —
Simontornya, K om . Tolna, Gräber, Arch. f. Anthr. N .F. 15, 1917, 256, Hockernekropole. — Eipeltal, Mitt. d. Anthr. Ges.
Wien 64, 1934 Taf. 6, 10— 13. — Zu den ostmittelmeerischen Vorkommen vgl. A . Roes, De oorsprong der geometrische
Kunst (1931) und dies., Greek Geometrie Art, its Symbolism and its Origin (1933).
a) Zur Herkunft der mitteleuropäischen Radanhängersitte hat man sich im allgemeinen mit ziemlicher Bestimmtheit
geäußert. Für eine Abkunft von westdeutschen Radnadeln: K . Willvonseder, Die mittlere Bronzezeit in Österreich
(1936) 150. N. Äberg, Chronologie 5, 75f. Für östliche Entstehung: J. Eisner, Pamätky Arch. 33, 1922/23, 220. Nur
W . A . v. Brunn äußert sich vorsichtig. Die K ultur der Hausumengräberfelder in Mitteldeutschland zur frühen Eisenzeit,
Jahresschr. f. d. Vorg. d. Säehs.-thür. Länder 30, 1939, 53f.
Zur Herstellungstechnik finden sich nur vereinzelt Angaben in der Literatur: G. K raft, Bronzezeit 37. M. Hell,
Germania 17, 1933, 189. K . Willvonseder a. a. O. 150. W. A . v. Brunn a. a. 0 . 53. — Da die Räder meist eine gewölbte
Ober- und eine flache Rückseite haben, ist mit einfacher Gußtechnik zu rechnen. Kastenguß ist bei Exemplaren voraus­
zusetzen, die beiderseitige Profilierung tragen. Guß in verlorener Form wird von M. Hell für einen Anhänger aus Salzburg-
Maxglan (A 137) fü r sicher gehalten. Es fällt auf, daß wohl die meisten Radanhänger im Rohgußzustand den Horten oder
den Gräbern mitgegeben wurden. Gußformen: V . Groß, Les Protohelvötes (1883) Taf. 28, 2 ; ferner A 57 (zweiteilig und
in zweiter Verwendung); A 135a (zweiteilig).

21
die verschiedene Keaktionsart der einzelnen frühurnenfelderzeitlichen Kulturgruppen, die
in späterer Zeit noch deutlicher in Erscheinung tritt.
Die Verbreitung und die Chronologie der verschiedenen Rand anhängertypen wird durch zahlreiche
Fundkombinationen belegt. Die Funde von Uioara de Sus (A 174), Caransebes (A 22), Bingula Divos
(A 12) und Temes-Nagyfalu (A 165) wurden bereits erwähnt. Überall fanden sich vierspeichige Räder,
vor allem Räder mit profilierter Felge und eingeschwungenen konvex-konkaven Speichen.
Außerhalb des westrumänisch-nordserbisch-syrmischen Kreises war diese Form nahezu unbekannt.
Ähnliches läßt sich von gestielten, vierspeichigen Radanhängern mit profilierter Felge sagen (Typ Taf. 16,2),
die aber erst in der der Frühstufe folgenden älteren Urnenfelderzeit häufiger begegnen. Daneben gibt es
vierspeichige Räder entweder ohne Aufhängevorrichtung (Caransebes) oder solche, die als Befestigungs­
mittel eine halbrunde Öse (Uioara de Sus) oder eine zungenförmige Hülse (Temes-Nagyfalu) besitzen.
Vierspeichige Räder ohne Öse und Mittelring (Typ Taf. 16, 3) begegnen z. T. in Vergesellschaftung
mit Lanzettanhängern, etwa in Gemeinlcbarn Grab 3 (A 60) und im Hort von Berlin-Spindlersfeld (A 10).
Hinzuzufügen ist noch ein nordmährischer Hort von Mankendorf (A 93), dessen Inventar dem gleichen
Importstrom entstammt, der im Inventar der Horte von Sazovice und Hulin erkennbar war. Hierher
gehören u. a. breitflächige, verzierte Armspiralen, sog. dalmatinische Brillenspiralen mit Zwischen­
windungen, gewisse Nadelformen der rippenverzierenden Gruppe (Mohnkopf, Kolbenkopf, solche mit
gebauchtem, fazettiertem Zwischenstück), Armringe, Lanzenspitzen mit geschwungenem Blatt, halb­
mondförmige Nadelschützer, Lanzettanhänger und dekorierte Gürtelbleche, wie sie aus dem Brucherzhort
von Drslavice bekannt geworden sind (s. S. 28 Anm. 3). Derselbe Hort enthielt auch das Bruchstück
eines Rades mit breiter, profilierter Felge, alles in allem Formen, die vielleicht schon als Brucherz nach
Mähren kamen. Vierspeichige Radamulette mit Zapfen- und Zungenfortsatz finden sich in den Horten
von Temes-Nagyfalu im Banat (A 165) und Sazovice in Mähren (A 146), vielleicht auch noch in dem Bruch­
erzfund von Mancovice (Mankendorf) (A 93). Aus Süd- und Südwestdeutschland ist je ein Amulett von
Mühltal, Oberbayern und Onstmettingen, Württemberg, bekannt. Das Stück aus Mühltal Grab 5 (A 108)
diente offenbar als Aufsatz, wurde also nicht als Anhänger, sondern als Nadel getragen. Henkelschalen,
wie dasselbe Grab sie in einem Exemplar bietet, sind andernorts oft mit bayerischer Kerbschnittware
vergesellschaftet. Man darf sie daher in die jüngste Bronzezeit datieren (Stufe D )1). Das Exemplar von
Onstmettingen (A 116) wurde zusammen mit einer gezackten Nadel gefunden und wird damit in die
gleiche Zeit wie Mühltat Grab 5 datiert. Zum Inventar des Onstmettinger Grabes gehören u. a. noch ein
ösenloses Rad mit einfacher Quadranten Verstrebung, d. h. Winkelbildung in den Sektoren (Typ Taf. 16,14),
und ein weiteres mit acht Speichen, Mittelring und Öse (Typ Taf. 16,11).
Beide Typen sind aus Ungarn, dem Banat und Westrumänien bislang noch nicht bekannt geworden.
Zwei ösenlose Räder mit Quadrantenverstrebung fanden sich in Bestattung 4 eines Hügels von Ebingen,
Kr. Balingen (A 47) zusammen mit einer Radnadel, Dolch, Armreifen mit Kreuzmuster u. a. m., also
hügelgräberbronzezeitlichen Formen. Das Grab von Onstmettingen enthielt eine gezackte Nadel, die
chronologisch bestimmend ist. So überrascht es nicht, ein Rad mit doppelter Quadrantenverstrebung
(Typ Taf. 16, 9) auch im Hort von Vernaison, Dep. Rhone (A 185), mit einer gezackten Nadel und einer
schwer gerippten Nadel vergesellschaftet zu sehen. Man darf vermuten, daß der in der zeitlich folgenden
älteren Urnenfelderzeit im schweizerischen Pfahlbaugebiet beliebte Radanhängertyp mit einfacher Qua­
drantenverstrebung und Achsenkreuz ohne Mittelring auf die durch gezackte Nadeln repräsentierte
Kulturgruppe zurückgeht.
Die Form mit Mittelring (Typ Taf. 16, 13) war besonders im Gebiet zwischen Ammer- und Staffelsee
beliebt. Hier ist die endbronze-frühurnenfelderzeitliche Fremdgruppe um Riegsee verbreitet. Chrono­
logisch ausschlaggebend sind die Fundkombinationen von Riegsee selbst und von Uffing (A 134, 173).
Daß im oberpfälzischen Grabe von Brunn bei Laaber (A 17) ein solcher Anhänger mit zwei vierspeichigen
Radnadeln zusammen in einem Grabe lag, verwundert um so weniger, als wir hier wie auf der Schwäbischen
Alb altes Hügelgräbergebiet betreten und die obere zeitliche Grenze von Radnadeln solchen Schemas am
Ende der reinen Bronzezeit liegt, in der sich bereits frühurnenfelderzeitliche Einflüsse bemerkbar machen*2).
Der Hort von Berlin-Spindlersfeld (A10) ist der einzige bisher bekannte Fund, in dem Typ Taf. 16,13
mit Lanzettanhängern vergesellschaftet ist.
Eine ähnliche Verbreitung und Zeitstellung wie die Radamulette mit Quadrantenverstrebung besitzen
die achtspeichigen Radanhänger. Sie treten in verschiedenen Varianten auf. Die Zeitstellung der Stücke
mit freiem Mittelring und halbkreisförmiger Öse (Typ Taf. 16,11), von denen eines im Onstmettinger
Grabe (A 116) gefunden wurde, ergibt sich aus chronologisch gut bestimmbaren Grabfunden des Riegsee-

J) Bayer. Vorgeschichtsbl. 15, 1938, 31f.


2) Beispiele: Wiesloch, E. Wagner, Fundstätten und Funde 2 (1911) 320 Abb. 265. — Lhotka, H. Richty, Die Bronze­
zeit in Böhmen (1894) Taf. 16— 18.

22
gebietes, Mittelfrankens und Württembergs (A 48, 116, 177). In jüngerer Zeit war hauptsächlich das
schweizerische Pfahlbaugebiet an der Verbreitung des Typs beteiligt. Daß der achtspeichige Radanhänger
wahrscheinlich donauländischer Herkunft ist, legen einige italische Fundkombinationen einer der älteren
Urnenfelderzeit entsprechenden Periode oder noch späterer Zeit nahe (A 169).
Etwas anders scheinen die Dinge bei den sechsspeichigen Rädern zu liegen (Typ Taf. 16, 4). Ein solcher
Anhänger fand sich mit einem weiteren vierspeichigen mit Rundöse in einem Skelettgrab von Aying,
Ldkr. München (A 8), dessen übrige Beigaben hügelgräberbronzezeitlich sind. Parallelen für das sechs-
speichige Rad finden sich in Südböhmen und in der Oberpfalz. Mähren ist wiederum mit dem Hort von
Sazovice (A 146) vertreten. Die südböhmischen Vorkommen werden durch den Befund von Vrhavec
(A 190) in die jüngste Bronzezeit datiert, in eine Zeit, in der wohl noch Bronzezeit-C-Typen, aber doch
auch schon jüngere Formen auftreten1). Die Verbindung zu Süddeutschland stellt der Anhänger von
Trischelberg bei Burglengenfeld her (172a).
Ein vierspeichiges Rad mit freiem Mittelring aus der südböhmischen Hügelgräbernekropole von Svärec
(A 160), nach der J. Böhm eine der Bronzezeitstufe D entsprechende Zeitgruppe benannte*2), blieb ver­
einzelt und ohne Nachfolge (Typ Taf. 16, 6). Das östlichste Exemplar dieses Typs findet sich im Hort
von Uioara de Sus (A 174), das westlichste, das noch frühurnenfelderzeitliches Alter beanspruchen
kann, in einem Grabhügel von Upflamör-Lautrieb (Schwäbische Alb) (A 178), der neben 11 Bestattungen
* ein Brandgrab enthielt. Etwa gleichzeitig ist das Inventar des Grabes 1 von Kronstorf-Unterwinkling in
Niederösterreich (A 82).
Ebenso wie das Radsymbol diente auch das S a n d u h r m o t iv in donauländisehen Kul­
turen als Kompositionsmittel größerer Gehänge und als Ornament auf Gürtelbleehen
(Taf. 16,21.22.29). Als Amulette sind beide Motive in geschlossenen Funden vergesell­
schaftet, z. B. in Bingula-Divos und in Uioara de Sus (F 3, 30).
Die sanduhrförmigen Amulette unterscheiden sich in ihrer Verbreitung (Taf. 20) von
den Radanhängern insofern, als sie auch im Gebiet zwischen Maros und Theißbogen Vor­
kommen. Außerhalb der Donauländer finden sie sich in Niederösterreich3), Mähren und
in der Mark Brandenburg4), dagegen nicht in Süd- und Süd Westdeutschland und in Tirol.
Die bronzenen V o g e lpla stik e n verhalten sich in ihrer Verbreitung außerhalb der Donau­
länder genau umgekehrt (Taf. 20): in Mähren und in der Mark Brandenburg sind sie un­
bekannt, in Süddeutschland und in Nordtirol dagegen häufiger. In diesen Gebieten sind
sie dem gleichen danubisch-rheinisch gerichteten Kulturstrom zuzuordnen, der auch die
rad- und lanzettförmigen Amulette brachte: im Hort von Stockheim (H 220; T a f.6 ,1 8)5)
sind Lanzettanhänger mit einer Vogelplastik vergesellschaftet, Nordtiroler Urnenfelder
ergaben sowohl Radamulette als auchAufsteckvögel. Die Zeitstellung dieser Vogelplastiken

0 Germania 20, 1936, 17f.


2) J. Böhm, Zäklady 162 Anm. 80. Der Anhänger befand sich in Hgl. 10 der Nekropole, kombiniert mit einem Absatz­
beil (böhm. Typ), einem Armring mit senkrechter Strichgruppenverzierung, mehreren Bruchstücken von Armbergen und
einer schwer gerippten Nadel.
8) Gemeinlebarn Grab 1 (F 7). Die im Fund von Felsö-Potsaga (F 6) enthaltene Zierscheibe m it Profilierung und E nd­
knopf begegnet auch in einem etwa gleichalten Grabe von Gemeinlebarn (J. Szombathy a. a. O. Taf. 2, 5 ; 23, 4), aber
auch in noch wieder anderen, jedenfalls frühurnenfelderzeitlichen Funden, vgl. Altschlesien 3, 1931, 163 ff. A bb. 1, 4
und 22. Ber. R G K . 1932, 122 Anm. 505b. — Die Sanduhranhänger von Felsö-Potsaga und Gemeinlebarn sind einander
fast gleich.
4) Die Sanduhranhänger des Fundes von Straupitz, K r. Lübben (F 25) sind also genau so zu bewerten wie die Amulette
des Hortes von Berlin-Spindlersfeld, der einer von E. Sprockhoff herausgearbeiteten Fibelgruppe den Namen gab. Die
Verbreitung der Spindlersfelder Ovalbügelfibeln der Periode Montelius II I mit Sanduhrmuster, also dem gleichen Motiv,
das auch den besprochenen Amuletten zugrunde liegt, und die Verbreitung der frühurnenfelderzeitlichen Lanzett- und
Sanduhranhänger sind fü r weite Gebiete fast kongruent, vgl. Prahlst. Zeitschr. 32/33, 1941/42, 75 Abb. 8 (O. Kleemann);
zu den ungarischen Blattbügelfibeln vgl. W . Dehn, Katalog Kreuznach (1941) 58 Abb. 33, 5 und B 46 Taf. 4, 2. Das
Sanduhr- oder D oppelastm otiv war also nicht nur Bestandteil der Gürtelblechornamentik, sondern auch der Bügel­
verzierung von Ovalblattfibeln. Mittel- und Südböhmen sperrten sich bezeichnenderweise ebenso gegen solche Ovalbügel­
fibeln wie gegen die Lanzett- und Sanduhramulette.
5) Die zwiespältige Stellung des Hortes von Stockheim hat Fr. Holste, Prähist. Zeitschr. 30/31, 1939/40, 416, 428f.,
an Hand der gezackten Nadel meisterhaft gekennzeichnet und auf mehrere analoge Fälle hingewiesen, um mit wenig
überzeugender Argumentation daraus auf ein Nebeneinander zweier Volksgruppen zu schließen: Bayer. Vorgesehichtsbl.
13, 1935, 20.

23
sichern die Funde von Stockheim, Pöpinville (H 160)1) und Mühlau, Grab 1 (H 139;
T af.6,14)«).
Alle besprochenen Einzeltypen stellen sicher nur eine Auswahl des ursprünlichg Vor­
handenen dar; eine Lückenhaftigkeit, die größtenteils durch die ungleichmäßige Über­
lieferung, zumal durch den Hort Charakter der meisten frühurnenfelderz eitliehen Funde
mit Amuletten verursacht ist. Selbst in den Donauländern ist nur ein Bruchteil des ur­
sprünglich Vorhandenen erhalten geblieben. Das muß man beachten, wenn man die
Herkunft einiger a n th r o po m o r ph e r A m u lette und einer Anzahl von G ehängem ittelstücken
aus frühurnenfeiderzeitlichen Funden erörtern will, die in den mittleren Donauländern
nicht Vorkommen. Die anthropomorphen, schwalbenschwanzförmigen Anhänger sind aber
nur aus solchen Peripherkulturen bekannt geworden, die ohnehin starke donauländische
Beziehungen erkennen lassen, z. B. aus Mähren und der Mark Brandenburg, wo sie in den
Horten von Sazovice und Berlin- Spindlersfeld mit Bädern und Lanzetten vergesellschaftet
erscheinen (C 7, 36; Taf. 15, 7). Ähnliche Anhänger lieferten die Horte von Mäbenberg in
Mittelfranken und Beaujeu, Dep. Haute-Saöne (C 4, 25; Taf. 15,3), schließlich die Ais-
linger Kiesgrube in Bayerisch-Schwaben (C 1). Ihre Gesamtverbreitung entspricht also der
Verteilung des Lanzettbehanges. Aus diesen Gründen darf man wohl eine donauländische
Herkunft der anthropomorphen Amulettart annehmen.
Die Kombination etwas anders geformter Schwalbenschwanzanhänger mit Gehängetyp
Taf. 15, 8 stützt diese Annahme. Dieser Gehängetyp besteht aus einem doppelten Drei­
paß mit einer gestängeartigen Aufhängevorrichtung, ist also eine Weiterbildung jener ein­
fachen Dreipaßmittelstücke (Taf. 16,27), die in Bingula-Divos, Straubing und Veux-
haulles zusammen mit Lanzettanhängern begegneten (B 9, 63, 74). Einen doppelten Drei­
paß enthält z. B. ein westungarischer Hortfund von Lengyeltot, Kom. Somogy, der noch
einen Radahhänger und mehrere Zierstücke mit Tierkopfplastik lieferte, aber schon in die
ältere Urnenfelderzeit (Stufe HA A 2) datiert werden muß (A 88). Schwalbenschwanz­
förmige Anhänger fanden sich in ihm nicht. Die Kombination solcher Amulette mit dop­
pelten Dreipässen begegnet jedoch in einigen frühurnenfeiderzeitlichen Gräbern und
Horten Niederbayerns, z. B. in Mintraching, Ldkr. Begensburg, Bottau, Ldkr. Griesbach,
und Unterparkstetten, Ldkr. Straubing (C 28, 35, 37). Zu diesen Exemplaren gesellt sich
ein weiteres von der Peterinsel des Bieler Sees (C 32), das zwar entwickelter wirkt, aber
mit den niederbayerischen Gehängen typologisch zusammengeht.
Die Verbreitung des Mittelstücktyps (Taf. 20) konzentriert sich auf Niederbayern. Seine Zeitstellung
verdeutlicht der Hort von Winklsaß, Ldkr. Mallersdorf, der jüngstbronze- und frühurnenfelderzeitliehe
Typen enthält, eine Mischung, die nach den Untersuchungen Fr. Holstes für den Beginn der Urnenfelder­
zeit in Niederbayern kennzeichnend ist*2
3). Außerhalb Niederbayerns findet sich die Kombination von
Mittelstück und Anhänger mit einer Ausnahme in Böhmen (B 36b) nicht mehr.

*) Das Griffangelschwert des Fundes ist vielleicht zur Monzaform zu rechnen, die einer endbronzezeitlieh-frühurnen,
felderzeitlichen Gräbergruppe den Namen gab, G. Kraft, die Stellung der Schweiz, S. A . Anz. f. Schweiz. Altkde. 1927/28.
43 ff. — Über die geschwollene, gerippte Nadelhülse äußerte sich Fr. Holste in Prähist. Zeitschr. 30/31, 1939/40, 424ff-
E r sah sie als Bastardform zwischen gerippten und gezackten Nadeln an und gab ihr damit doch wohl eine ähnliche
zeitliche Übergangsstellung wie den ausgebildeten gezackten Nadelformen. Das mag auch fü r die Kugelkopfnadel mit
zwei direkt untereinander liegenden Halsrippen gelten, vgl. W . Kim m ig, Urnenfelderkultur in Baden (1941) 201. Gleiche
Zeitstellung erfordert auch das gedrungene Griffzungenmesser des Grabes, die abgesetzte Griffzunge läßt es mit dem
Messer von Mannheim-Seckenheim vergleichen, W . Kimmig a. a. O. Taf. 2 A 5, das schon der ausgebildeten Stufe H A A
zugehört. Die Entstehung der Form liegt jedoch noch in der jüngsten Hügelgräberbronzezeit (Stufe D ). W . Kimmig
a. a. O. 29: „d a s Skelettgrab von Phpinville . . . i s t . . . wahrscheinlich ganz an den Anfang von Hallstatt A zu stellen“ .
2) Vgl. G. v . Merhart, Schumacher-Festschr. (1930) 116ff. Zeitbestimmend Glasperlen mit weißlicher, in Schrauben­
linien laufender Einlage auf jetzt gedunkeltem blauen Grund. Sie kommen auch in Mecklenburg während der Periode
Mont. I I I vor. — Besatzbuckel mit Zwingen, Vasenkopfnadeln und Gürtelhaken können jedoch auch jünger sein. Die
Violinbogenfibel ergibt einen terminus post quem.
3) Bayer. Vorgeschichtsbl. 13, 1935, Iff.

24
Fr. Holste trat dafür ein, daß die Mittelstücke vom Typus Winklsaß (Taf. 15, 8) dem
gleichen Kulturkreis entstammten, der auch die in der frühen Urnenfelderzeit weit ver­
breiteten Nadeln mit doppelkonischem Kopf und geknotetem Schaft entwickelte1). Beide
Typen dürfen dem gleichen donauländischen Kulturstrom zugeordnet werden. So ergeben
sich bei der Verbreitung der Mittelstücke und ihres anthropomorphen Amulettbehanges
ähnliche Verhältnisse wie bei den Lanzett-, Sanduhr- und Radanhängern und bei der
Vogelplastik: mit dem Strom materieller Kulturgüter wanderten auch einzelne religiöse
Ausdrucksformen aus den Donauländern in peripher gelegene Gebiete ab. Die sinnvolle
Bezogenheit dieser Ausdrucksformen, die für den Bereich des südungarisch-westrumäni­
schen Kulturkreises kennzeichnend schien, ging dabei verloren. Ein begrenzter Ausschnitt
findet sich in den Kulturgruppen östlich der Enns-Marchlinie, in der mittleren Mark
Brandenburg, in Niederbayern und in Nordtirol. Im süd- und südwestdeutschen Urnen­
felderkreis gibt es dagegen keine einzige frühurnenfelderzeitliche Kulturgruppe, die auch
nur im Entferntesten bereit gewesen wäre, ganze Symbolkomplexe jener donauländischen
* Gedankenwelt zu rezipieren oder — will man den Kulturwandel am Beginn der Urnen­
felderzeit mit Wanderungen in Verbindung bringen — als zugewanderte „Fremdgruppe“
mitzuführen.

*) Bayer. Vorgeschichtsbl. 13, 1935, 14f.

Röm.-Germ. Forschungen 20. 4 25


III. Symbolgut in Funden der älteren Urnenfelderzeit (HA A 2).

Im Bereiche des bronzezeitlichen Idolkreises findet man religiöse Ansdrucksformen der


älteren Urnenfelderzeit nur noch in sehr geringem Umfange, häufiger dagegen in Gebieten,
die außerhalb seiner Verbreitung lagen: in West- und Nordostungarn.
Die Horte von Svilos in Syrmien und Suseni in Westrumänien enthielten Fibeln mit
Lanzettbehang (B 66, 68)x), der Hort von Nagy-Sink in Siebenbürgen (B 41) einen Tutulus
mit doppeltem Vogelkopf (Taj. 11, 12) einen Lanzettanhänger und einen Stierkopf­
beschlag, der Hort von Karlsdorf im Banat (F 1) einen Sanduhranhänger. Alle anderen
Funde mit einschlägigem Material liegen in Westungarn, etwa der Hort von Lengyeitöt,
Kom. Somogy (A 88) mit einem Radanhänger (Typ Taf. 16, 6), Tutuli mit doppelten
Vogelköpfen wie in Nagy-Sink, einem Dreipaß und einem Gehängemittelstück vom Typ
Winklsaß (wie Taf. 15, 8). In Kanya, Kom. Tolna, fand man im Brandgrab eines Hügels
einen Kesselwagen aus Ton (Taf. 4,6). Ein Zylinderhalsgefäß mit geriefter Schulter und
vier Rädern war mit einer Turbanrandschüssel zugedeckt, dazu gehörte eine Bronze­
pinzette. Vergleichbare Keramik kehrt im nordöstlichen Lausitzer Kulturkreis und im
mitteldeutschen Steinkistenkreis der älteren Urnenfelderzeit wieder*2). Nicht weit von
Kanya entfernt liegt Siöagard, woher aus einem Hort ein vierspeichiger Radanhänger mit
Zapfenfortsatz stammt (A 151). Im Hort von Ker, Kom. Somogy, fand sich ein verzierter
Lanzettanhänger (B 26), im Hort von Nagydem, Kom. Veszprem, ein bronzener Aufsteck­
vogel, der sich formal in einem Exemplar von Dolyän in der Slowakei wiederholt (H 48,
141). Die Siedlung von Velem St. Vid südlich des Neusiedler Sees (H 240) erbrachte
schließlich gestielte Radanhänger (Typ Taf. 16,2), die auch im westlichen Rumänien be­
gegnen (A 150), ferner einen bronzenen Aufsteckvogel und einen Doppelvogel mit Auf­
hängevorrichtung (Taf. 11, 2).
Der Kesselwagen aus Ton, die Vogelplastik und die rad-, sanduhr- und lanzettförmigen
Amulette dieser Funde erweisen sich als Erbe älterer Zeit. Um Neubildungen handelt es sich
bei den Tutuli mit doppeltem Vogelkopf von Lengyeltöt und Nagy-Sink (Taf. 11,12) und
bei dem Ringanhänger mit doppeltem Vogelkopf von Velem St. Vid (Taf .11,2). Das Motiv
ist einer anderen, hauptsächlich in West- und Nordostungarn verbreiteten Symbolgruppe
anzuschließen, deren Einzelmotive man stets auf den gleichen Gedanken zurückführen
kann: auf die heraldische Gruppierung von Vögeln oder Vogelköpfen und ihre Kombination
mit Kreisscheiben oder Rädern.
Dieser Bildergedanke schmückt z. B. ein als Beinschiene angesprochenes ovales Bronze­
blech aus dem Hort von Rinyaszentkiräly (I 37; Taf. 8,10). Vier Speichenräder sind im
Quadrat angeordnet, darüber und darunter befinden sich je zwei gegeneinandergestellte

x) Sviloä durch eine Nadel mit Profilierung und konischer, spitz ausgezogener Kopfscheibe mit Bingula-Divos (A 12)
zeitlich verbunden. Zu Suseni vgl. J. Nestor, 22. Ber. R G K . 1932, 127f.
2) Vgl. Fürstengrab von Bahn, Erw.- u. Forschungsber. d. Pomm. Lds.-Mus. Stettin 1936 Tafelabb. 9 und 1. Beiheft
1936 Textabb. S. 5. — Pohlsberg bei Latdorf, Kr. Bernburg, Jahressehr. f. d. Vorg. d. Sächs.-Thür. Länder 4, 1905 Taf. 9.

26
Wasservögel. Die Verzierung ist gepunzt. Schnäbel, Augen und Schwanzspitzen sind mit
größeren Buckeln angedeutet, Körper, Hals und Kopf füllen gleich große Punkte, die
Füße enden in Krallen.
Die Beinschiene von Rinyaszentkiraly ist wohl die älteste Mitteleuropas und gehört
einem Typus an, welcher in jüngerer Zeit von der Etsch, aus Unteritalien und aus Bosnien
bekannt ist*1). Sie deutet auf eine Veränderung der Kampfesart und der Bewaffnung hin,
die im östlichen Alpengebiet erst während der jüngeren Urnenfelder- und älteren Hallstatt­
zeit vollends zum Durchbruch kam und schwere Schutzwaffen wie Metallhelme, Panzer
und Beinschienen notwendig machte. Die Waffen dieser Zeit wurden gern mit symbol­
haften Ornamenten verziert, die Unheil abwehren und das Leben des Kriegers erhalten
sollten, die vielleicht aber auch als totemistisehe Heilszeichen zu deuten sind. Man darf
annehmen, daß eine ähnliche Vorstellung auch der Vogelzier auf der Beinschiene von
Rinyaszentkiraly und zwei gleicharmigen „Streitäxten“ zugrunde lag, die aus dem nord­
ostungarischen Komitat Szabolcs und aus Bratislava-Preßburg (H 19, 225) stammen und
wahrscheinlich als Hoheitszeichen dienten. Die Arme dieser Äxte tragen plastische Einzel­
vögel. Die eine Axt ist mit einem sonst an Dreiwulstschwertern üblichen Sternmuster ver­
ziert und dementsprechend in die Stufe H A A 2 datiert, mit der Vogelheraldik der Bein­
schiene also gleichzeitig.
Ähnlich komponierte Motive finden sich im nordostungarischen Tiefland — an der
oberen Theiß. Sie schmücken getriebene Bronzeblechgefäße bestimmter Typen, Eimer mit
seitlichen Stabgriffen (Typ Hajdu-Böszörmeny, I 15), Siebe (Typ Budszentmihäly, I 5)
und doppelkonische Amphoren (Typ Bjärsjöholm, I 3 )2). Die Verzierung dieses Bronze­
blechgeschirrs ist in Buckelpunkttechnik getrieben. Man kann zwei Motivgruppen unter­
scheiden. Eine erste Motivgruppe zeigt in gleiche Richtung schauende, miteinander verbundene
Vogelköpfe, zwischen denen je drei gleich große getriebene Buckel stehen (I 5). Die zweite
Gruppe wird durch eine ,,Vogelbarke“ repräsentiert: untereinander verbundene, nach
außen blickende Protomen umfahren ein Scheibenrad, wobei der Vogelleib zur Aufnahme
der Scheibe nach unten oder oben ausbiegt (Taf. 8,15. 17). Die über die Zentralscheibe
gelegte Vogelbarke ist bisher nur an donauländischen Importstücken oder doch donau­
ländisch beeinflußten Bronzegefäßen aus dem nordischen Kreis geläufig. Diese Abwei­
chungen erklären sich wohl aus Werkstatteigentümlichkeiten, die aber immerhin soviel
Gewicht haben, daß sie sich auch in den Peripherkulturen deutlich bemerkbar machen.

') Zur Zeitstellung des Hortes von Rinyaszentkiraly: Ringgriffmesser, J. Hampel, Bronzkor 3 Taf. 215, 6, und Hohl-
armreif, Taf. 215, 7, wiederholen sieh ebenso im H ort von Kurd, K om . Tolna, Hampel Taf. 210, 13 u. Taf. 212, 1— 2, wie
ein Bronzeblecheimer mit zwei seitlichen Bandhenkeln, Taf. 215, 12 bzw. Taf. 211, 1, welcher T yp im (älterurnenfelder-
zeitlichen) H ort von Merlara, Montagnana, wiederkehrt, Hot. Scavi 1933, 390ff., mit Terramarebeilen und Sicheln. Die
Bronzebleehstreifen mit Reihen gleich großer Buckel und Leisten, Taf. 215, 13. 14, finden sich in jedenfalls älterurnen-
felderzeitlichen Fundkombinationen wieder: 0 . Kunkel, Oberhessens vorgeschichtliche Altertümer (1926) Abb. 104 und
108. A. K och, Vor- und Frühgeschichte Starkenburgs (1939) Taf. 18 Abb. 90a. Schumaeher-Festschr. (1930) Taf. 3B
(Hort von Weidachwies). J. Böhm, Zäklady 119 Abb. 53. Für die Bronzehülse mit Schlußscheibe (zur Aufnahme eines
rechtwinklig gebogenen Stabes), Taf. 215 links unter dem Text, finden sich zeitlich entsprechende Parallelen im H ort von
Nagydem, Kom . Vcszprem, Taf. 195,15-16 (in diesem Hort auch eine Vogelplastik H 141) und im H ort von Bonyhädtvidek
Kom . Tolna, Hampel 2 Taf. 153, 51, welcher durch ein rechteckiges Bronzestück mit döppeltem Dornfortsatz mit dem
Hort von Pfestavlky (hier Lanzettanhänger B 46) verbunden wird, wo auch die Bronzehülse erscheint, Jahrb. f. Alkde.
1, 1907 Taf. 5. Pfestavlky wie Kurd enthält eine Nadel, die in die Familie der reich profilierten, „barocken“ Exemplare
gehört. Das Radmuster der Beinschiene von Rinyaszentkiraly begegnet auch an einer Fibel vom Spindlersfelder Typ, die
E. Sprockhoff Marburger Studien (1938) Taf. 88b (Breslau-Oswitz) nicht jünger als in die IV. Periode Montelius datiert.
Parallelen zur Beinschiene: Torre Galli, Mon. Ant. 31, 1926, 51 Abb. 34. 59 Abb. 44. 67 Abb. 51. Auch N . Äberg,
Chronologie 1 (1930) 54 A bb. 146. Bosnien: Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzegowina 5, 1895, 7 Abb. 8, 9. 11 Abb. 24-25.
15 Abb. 39. — Trentino: 1 33. Zur Frage der Herkunft vgl. G. v. Merhart, Bonn. Jahrb. 147, 1942, 18.
2) G. v . Merhart, Studien über einige Gattungen von Bronzegefäßen in Festschr. d. Rom.-Germ. Zentralmuseums in
Mainz 2 (1952) lf f . Wichtige Materialsammlungen E. Sprockhoff, Zur Handelsgeschichte der germanischen Bronzezeit
(1930) und O. G. Lindgren, Om importen av ungerska bronskärl i nordisk bronsalder in kulturhistoriska Studier, tillägnade
Nils Äberg (1938) 61 ff.

4* 27
Die Bronzegefäße mit solcher Protomenheraldik können in Ungarn in den älterurnen-
felderzeitlichen Horthorizont, im Norden in die Periode Montelis IV datiert werden. Das
chronologische Verhältnis dieser Stufen zur süddeutschen Urnenfelderkultur wird ver­
schieden beurteilt. Man geht wohl nicht fehl, wenn man die ältesten Erzeugnisse der nordost­
ungarischen Bronzegefäßwerkstätten, von denen die besprochenen Motive verwendet wur­
den, in die vollentwickelte Urnenfelderzeit (jüngerer Teil der Stufe HA A = HA A 2) datiert1).
Das Vogelbarkenmotiv (Taf. 8,17) ist insofern wichtig, als es auch plastisch in Form der
erwähnten Barkenamulette (T af. 11, 2) und in Gestalt eines Schiffchens mit Vogelsteven
überliefert ist [Taf. 11,19; H 226). Diese nordostungarische Bronze führt zweifellos den
Gedanken fort, der in den frühurnenfelderzeitlichen, mit Vögeln oder Vogelköpfen ver­
sehenen Kesselwagen zum Ausdruck kommt (Taf. 4, 7), schlägt also letztlich eine Brücke
zwischen dem Vogel-Rad-Motiv des Wagens von Dupljaja (T af. 1), der Heraldik der Bein­
schiene von Rinyaszentkiräly und dem Protomendekor nordostungarischer Bronzegefäße
(Taf. 8,17). Andererseits manifestiert sich das Prinzip, zwei Tierköpfe mit dem Rad zu
verknüpfen, auch in einem ungarischen Gehänge, das aus zwei voneinander abgewandten
Vogelköpfen und fünf vierspeichigen Rädern besteht (Taf. 10, 9\ H 271 K). Es wird durch
halbmondförmige Anhänger (Mondsymbol?) wohl ebenfalls in den älterurnenfelderzeit-
lichen Horthorizont Ungarns datiert1 2).
W o das Motiv selbst jedoch entstanden ist, dürfte ebenso schwer zu entscheiden sein,
wie die Frage nach der Herkunft der Vorstellung, aus der heraus es gestaltet wurde. Eine
motivische Vorlage bietet vielleicht ein reich verziertes bronzenes Gürtelblech aus dem
frühurnenfelderzeitlichen Hort von Drslavice in Mähren (Taf. 4, l ) 3). Halbkreisbögen säu­
men hier ein horizontales Band aus geschlängelten Linien. Dieser Mittelstreifen wird von
übereinander angeordneten Kreisscheiben mit Konturlinien metopenartig unterbrochen
und jede Scheibe von Linienbündeln flankiert, welche an den Enden aufgebogen sind.
Die Elemente dieses Dekors, vor allem die säumenden Halbkreisbögen und die großen
Zentralscheiben anderer Gürtelfragmente desselben Hortes finden sich auf siebenbürgi-
schen Gürtelblechen wieder4) und entstammen letztlich dem Motivschatz der inkrustierten
Keramik des bronzezeitlichen Idolkreises. Antithetische Darstellungen sind hier ja nicht
selten. Auf oltenischer Keramik begegnet u. a. eine Figur, die aus einem Kreis mit Kontur­
linie besteht, den eine weite Spirale zu beiden Seiten flankiert (Taf. 4,2). Wie das Flecht­
bandmotiv und die antithetische Gruppe von 2uto Brdo und Klicevac (Taf. 2 ,7 ) erinnert
auch dieses Symbol in Verbindung mit den geflügelten Scheiben des mährischen Gürtels
an vorderasiatische Bildergedanken, vor allem an die Flügelsonne, deren inhaltlicher Bezug
zu vogelköpfigen Mischwesen in der Steinschneidekunst des Mitannireiches um 1500 v.Chr.,
also zur Zeit der mitteleuropäischen Hochbronzezeit entwickelt wurde5). Wie auch immer
1) Ist man der Meinung, daß alle jene Erscheinungen, die nach der Violinbogenfibelzeit liegen, jungurnenfelderzeitlich
seien, also der Vogtschen Stufe H A B angehörten, dann sind der H ort von Hajdu-Böszörmeny und relativchronologisch
entsprechende Funde dieser Stufe zuzuweisen. Trotzdem sind diese Horte älter als andere, welche sich zu einem jüngsten
Horizont ungarisch-siebenbürgischer Horte zusammenschließen. Erst dieser Horizont ist (zumindest zum Teil) mit der
Stufe H A B gleichzeitig, J. Nestor, Prähist. Zeitschr. 26, 1935, 57. Die ungarischen Horthorizonte sind also mit den
Stufen der westlichen Urnenfelderkultur nicht kongruent. Vermutlich entsprechen die Funde der A rt Hajdu-Böszörmeny
chronologisch einer fortgeschrittenen Phase der Stufe H A A („H A A 2“ ). Daß die Vogelbarke jedenfalls in der älter-
urnenfelderzeitlichen Periode Montelius IV belegt ist, zeigt ja das Lappenbeil von Osternienburg (J 34).
2) Parallelen zu diesen Anhängern im H ort von Kurd, Kom . Tolna. J. Hampel, Bronzkor 3 Taf. 213, 11— 17.
3) Pravek 1904 Taf. 9 = N. Aberg, Chronologie 5 (1935) 43 Abb. 67.
4) Z. B. H ort von Uioara de Sus, Fr. Holste, Hortfunde Südosteuropas (1951) Taf. 44, 1. 3.
5) Vgl. A. Moortgat, Die bildende Kunst des alten Orients und die Bergvölker (1932) 33. 36. 39f. 48f. — Die mit Hirsch
und Stier verbundenen Sonnenscheiben aus den Fürstengräbern von Hüyük bei Alaca (Zentralanatolien) stammen bereits
aus der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends, H. Th. Bossert, Altanatolien (1942) 63, 301— 306. Der in diesen Scheiben
zum Ausdruck kommende K ult lebt bis in hethitische Zeit hinein fort, doch findet die Vorstellungswelt dieser Zeit sonst
ganz andere bildliche Gestaltungen. Von einer formalen Kontinuität dieses frühen Kultgeräts kann keine Rede sein,
vgl. K . Bittel, Grundzüge der Vor- und Frühgeschichte Kleinasiens (1945) 19f. — Philisterschiffe mit Vogelsteven aus
Medinet H abu: Jahrb. Arch. Inst. 55, 1940, 65 Abb. 5. 59 Abb. 1.

28
diese Beziehungen zu denken sind, der motivische Bezug von Vogel und Rad ist mit Sicher­
heit ein Erbe der bronzezeitlichen Idolkultur Südungarns (vgl. auch Taf. 4,4), Nord­
serbiens und Westrumäniens und zeugt von einer Kontinuität religiöser Gedanken, die
allein in den Donauländern festzustellen ist. Es fällt jedoch auf, daß neben den von
Vögeln gezogenen Wagen (Taf. 1) jetzt die Vorstellung einer Barke mit Vogelsteven ge­
treten ist. Liegt darin eine Wandlung des mythischen Gedankens oder wurde vielmehr
das orientalische Vorbild der geflügelten Sonne der heimischen Vorstellung von der magi­
schen Kraft der Wasservögel angenähert und die Flügel deshalb zu einer Barke mit Vogel­
köpfen umgedeutet ?
Die Frage, wie sich die mitteleuropäischen Peripherkulturen zu diesen religiösen Äuße­
rungen West- und Nordostungarns verhielten, läßt sich deshalb nicht generell beantworten,
weil nicht immer mit Sicherheit zu entscheiden ist, was auf frühurnenfeiderzeitliches Erbe,
was auf neue donauländische Anregung zurückgeht.
In Nordostböhmen ist die Sitte, R a d a m u l e t t e z u tragen, erst in der älteren Urnen­
felderzeit üblich geworden und deshalb wahrscheinlich auf donauländische Einflüsse der
gleichen Zeit zurückzuführen. Ähnliches gilt auch für die süddeutsche Urnenfelderkultur.
Die Urnenfelder der Münchner Umgebung z. B. enthalten nicht einen einzigen Radtyp
der endbronze-frühurnenfelderzeitlichen Riegseegruppe. Man darf deshalb damit rechnen,
daß die Donauländer zu neuen Formen und zur Gestaltung selbständiger Symbolzeichen
anregten. Das mag auch für Nordtirol gelten. Die untermainisch-schwäbische und die rhei­
nische Urnenfeldergruppe lieferten auf deutschem Boden nur einen spärlichen Bestand an
Radanhängern, ganz im Gegensatz zu der benachbarten und verwandten schweizerischen
Pfahlbaukultur, wo frühurnenfelderzeitliches Erbe und vielleicht auch neue donauländische
Anregungen zu einer erstaunlichen Mannigfaltigkeit der Formen führten. Daraus kann
man jedoch nicht ohne weiteres schließen, daß das Pfahlbaugebiet donauländischer Sitte
gegenüber etwa aufgeschlossener war als das süddeutsche Kulturgebiet, da die spärlichen
süddeutschen Radamulette aus Gräbern und die zahlreichen schweizerischen aus Sied­
lungen stammen.
Einfache vierspeiehige Rädchen ohne Mittelring und Öse, Typ Taf. 16, 3 (Velem St. Vid, A 181) —
am Beginn der Urnenfelderzeit hauptsächlich östlich verbreitet — finden sich in Mähren, im nordöst­
lichen Böhmen und im nördlichen Hinterland der Spindlersfelder Gruppe (A 92, 76, 109). Die Lausitzer
Kultur (Stufe der gerieften Keramik) scheint diese Amulettform nicht zu kennen. Doch begegnet sie in
der schweizerischen Pfahlbaukultur (A 7, 34) und vereinzelt in der oberbayerischen Urnenfelderkultur
(A 65), hier wie dort mit Rädern vergesellschaftet, die einen freien Mittelring besitzen (Tj^p Taf. 16, 6).
Dieses Speichenschema war in der frühen Urnenfelderzeit bzw. am Ende der Bronzezeit in Siebenbürgen,
Südböhmen, Oberösterreich und Württemberg üblich, wird es jetzt jedoch in Westungarn (Lengyeltöt
A 88), Galizien (A 111), Oberbayern (in Grab 1 von Grünwald zusammen mit Protomenanhängern
Taf. 11, 5 gefunden, A 65), Nordtirol (A 107) und in der Schweiz (A 7). Die entsprechenden Amulette
aus Württemberg dürften auf jene älteren heimischen Vorlagen zurückgehen (A 59).
Eine Sonderform Oberbayerns scheinen vierspeichige Räder mit doppeltem Felgenkranz (Typ Taf. 16,8)
zu sein (A 62, 65). Räder, die aus Felge, Mittelring und zwei divergierenden Speichen bestehen (Typ
Taf. 16,10) sind Oberbayern, Nordtirol und der Schweiz gemeinsam (A 62, 105, 194). In dem schweize­
rischen Pfahlbau von Estavayer (A 50) fand sich ein Gabelspeichenrad {Typ Taf. 16,19), das ebenso wie
die Bogenfibeln der Station Wollishofen italische Beziehungen verrät1) und in der oberitalischen Ne-

0 J. Heierli, Der Pfahlbau Wollishofen (1886) Taf. 3, 25. — Weitere Verbindungen durch Nadeln mit gedrücktem
Kugelkopf und geschwollenem, in 3 Zonen wechselnd schräg gerieftem Hals (für das Exemplar aus Fontanella G. v.
Merhart, Bonn. Jahrb. 147, 1942,46 Anm. 1) und gravierte Armreife mit flach dreieckigem Querschnitt: Montenero,
Prov. Livorno, Hort, Bull. Paletn. Ital. 13, 1887 Taf. 4. Larnaud, Dep. Jura, Hort, E. Chantre, Age du Bronze Taf. 49,
1— 3. Badia Pavese, Bull. Paletn. Ital. 54, 1934 Taf. 1— 3, liegt auf dem Weg zwischen Montenero und Larnaud, wie auch
Bogenfibeln und doppelkonische Protovillanovaurnen in frühen Golaseccagräbern (G. v. Merhart a. a. O. 41 f. u. 43ff.)
jene Verbindungen ebenso dokumentieren wie der Mäanderdekor, der neben zeitlich früheren Vorkommen in der adria­
tischen Kultur an Kegelhalsgefäßen der Protovillanovakultur und in den Pfahlbauten der Schweiz anscheinend bereits
in der Stufe H A A erscheint, V. Geßner, Die geometrische Ornamentik des spätbronzezeitlichen Pfahlbaukreises der
Schweiz (1946) 111 ff.

29
kropole von Fontanella und dem mittelitalisehen Hortfund von Tolfa-Coste del Marino (A 55, 169)
wiederkehrt. In Fontanella begegnet auch ein Rad mit einfachem Speichenkranz und Öse (Typ Taf. 16, 1)
— Parallelen in der südwestdeutsehen Urnenfelderkultur (A 95, 195) —, im Hort von Coste del Marano
ein gestielter Radanhänger (Typ Taf. 16, 2)1). Räder mit einer Stäelöse zu versehen, war eine sieben-
bürgiseh-ungarische Eigenart, so daß man annehmen darf, daß Mittelitalien die Radform diesen Bereichen
entlehnte. Ob das aber auch für andere italischen Typen gilt, ist unsicher, doch möchte man es für
wahrscheinlich halten, z. B. bei dem vierspeichigen Rad mit Mittelring und Rundöse aus dem Tolfahort,
bei dem achtspeichigen Rad des gleichen Fundes (Typ Taf. 16,11) — Parallelen in der schweizerischen
Pfahlbaukultur und in Südostfrankreich (A 9) — und bei dem Radtyp mit Quadrantenverstrebung
{Taf. 16,14), der aus Fontanella bekannt geworden ist und in der Schweiz ebenso wiederkehrt wie im
Burgenland (A 7, 55, 115). Ähnlich darf man vielleicht das Verteilungsbild sechsspeichiger Räder deuten
{Taf. 16, 4). Sie kommen in Italien und in der Westschweiz vor.
L a n z e t t a n h ä n g e r ( Taf. 16, 2 3 — 3 2 ) waren in verhältnismäßig wenigen Peripherkulturen
üblich. Die Vorkommen in Mähren und Nordböhmen und ein vereinzeltes Stück aus der
Lausitzer Kultur dürften als donauländischer Import anzusprechen sein, während die
Lanzette aus niederbayerischen Gräbern der älteren Urnenfelderstufe und diejenigen aus
der schweizerischen Pfahlbaukultur anscheinend auf frühurnenfeiderzeitliche Vorläufer
zurückgingen. Eine Rezeption des Amuletts läßt sich nur in der Schweiz feststellen. Dafür
spricht seine formale Umgestaltung, seine Verzierung nach eigenen ornamentalen Prin­
zipien und seine Beliebtheit in diesem Gebiet bis zum Ende der Urnenfelderzeit.
Ein Grab von Veuxhaulles, Dep. Cote d ’Or (B 74) ergab einen Dreipaß und Lanzettbehang und damit
eine Kombination, die auch in Straubing und im Hort von St. Katharein bei Troppau zu finden ist
(B 57, 63). Sie kam wohl ebenso durch die Burgundische Pforte nach Südostfrankreich wie die Radamulette
mit Quadrantenverstrebung oder die gezackten Nadeln der frühen Urnenfelderzeit. Beide Formen lagen
zusammen in dem Hort von Vernaison, Dep. Rhone (A 185), eine gezackte Nadel obendrein in einem
weiteren Grabe von Veuxhaulles. Man darf annehmen, daß der schweizerische Pfahlbaukreis teils an dieser
frühurnenfelderzeitliehen Zufuhr donauländischer Amulette beteiligt war, teils jene südostfranzösischen
Formen aufnabm und seinem Symbolrepertoire einfügte, aus dem in der Folgezeit weder Rad- nochLanzett-
anhänger wegzudenken sind. Die Wandlung, welcher die donauländischen Lanzettanhänger in der Pfahl­
baukultur unterworfen waren, ist eindeutig: die Ärmchen der Amulette — in Niederbayern noch geläufig —
verschwinden. Ist die Länge der östlich verbreiteten Exemplare auf 6—7 oder 7 cm begrenzt, so sind in
der Schweiz Stücke mit 15 cm Länge keine Seltenheit. Der dreieckige oder rhombische Querschnitt der
Ausgangsform wurde durch eine ausgeprägte Mittelrippe, meist aber durch ein flaches, breitflächiges
Blatt ersetzt, die Fläche durch lineare oder kurvolineare Ornamentik dekoriert. Ein Teil dieser umge­
bildeten, reich verzierten Amulette mag bereits jungurnenfelderzeitlich sein. Die Tendenzen, die in dieser
Stufe voll entwickelt erscheinen, machen sich aber bereits bei jenen Funden bemerkbar, die mit einiger
Sicherheit in die Stufe HA A 2 datiert werden können, z. B. bei dem Kettengehänge von Theil, Dep. Loire-
et-Cher (B 70), an dessen Enden zwei mit Fischgrätenmuster verzierte, etwa 23 cm lange Lanzette befestigt
sind. Zwischen den äußeren größeren befinden sich noch 16 kleinere Stücke, deren Ösen hirtenstabartig ge­
bildet sind, etwa 12 cm lang. Sie sind mit einer durch waagerechte Punktreihen abgeteilten, anscheinend
getriebenen Verzierungszone dekoriert. Der Fund wird durch ein Goldblech, ein mittelständiges Lappenbeil
mit gekniffenen Seiten und einem Kammhelm wahrscheinlich in die Stufe HA A 2 datiert1 2). Kammhelm,
Goldblech und Kettengehänge — ein mit Lanzetten kombiniertes Exemplar fand sich in Eggenburg in
Niederösterreich, ein weiteres im Hort von St. Katharein (B 18, 57) — unterstreichen die ursprünglich
donauländische Herkunft des Amuletts. Ein Urnengrab von Löhningen im Oberklettgau bietet einen
weiteren chronologischen Anhaltspunkt (B 31). Der Anhänger trägt an den Rändern je eine Schrägstrich­
zone, die durch punktierte Halbkreisbänder begleitet werden. Er gehört zu einer Kette aus am Rand
gekerbten Bronzeringen und bandförmigen Verbindungsstücken und wird durch elf Armreifen in die
ältere Urnenfelderzeit datiert. Der kleine Hort von Veynes, Dep. Hautes-Alpes (B 75), ist chronologisch
nicht so eindeutig. Er enthält drei Lanzette , eines davon mit ausgeprägtem Mittelgrat, zwei weitere mit
durchbrochenem Griff. In dem wohl schon jungurnenfelderzeitlichen Hort von Benevent-en-Champsaur,

1) Zur Herkunft der Radanhänger Italiens vgl. L. Pigorini in Mon. Ant. 1, 1889, 34ff. und A. Colini in Bull. Paletn.
ital. 31, 1905, 205ff.; 35, 1910,116ff. — M. Hoernes, Urgeschichte der bildenden K unst1 (1898) 460. — Die Anhänger
Siziliens hielt P. Orsi fü r griechischen Import, Bull. Paletn. ital. 23, 1897, 178 Anm. 2, fügt aber später der „fattura
greca“ ein „forse“ hinzu, a. a. O. 47, 1927, 56. — Zu donauländischen Einflüssen in Fontanella vgl. G . v. Merhart in
Bonn. Jahrb. 147, 1942, 41. 46.
2) Vgl. G. v. Merhart, 30. Ber. R G K . 1940, 24f.

30
Dep. Hautes-Alpes, fanden sich u. a. ein Anhänger mit ausgeprägtem Mittelgrat, ein weiterer mit durch­
brochenem Griff, an einem Kettengehänge befestigt, und Ösenräder mit acht Speichen und Quadranten­
verstrebung (B 7). Die Exemplare mit ausgeprägtem Mittelgrat wuchsen in Veynes auf 16, in Benevent-
en-Champsaur auf 13 cm Länge. Diejenigen mit durchbrochenem Griff ahmen wahrscheinlich eine weit
verbreitete frühurnenfelderzeitliche Dolchform nach1), welche in Verbindung mit der donauländisehen
Anhängersitte das Größenwachstum und die Griffgestaltung der westalpinen Lanzettanhänger angeregt
haben mochte.
Die Verbreitung der Sitte, rad- und lanzettförmige Amulette zu tragen, bietet für die
Frage nach dem Verhältnis zwischen den außerdonauländischen und den ungarischen
Kulturen keine neuen Gesichtspunkte. Es wäre viel wichtiger zu wissen, ob von den
Peripherkulturen auch anderes donauländisches Symbolgut, z. B. die motivische Kop­
pelung von Vogel und Rad, rezipiert wurde. Diese Frage läßt sich jedoch nicht befriedigend
beantworten, weil religiöse Äußerungen in Ungarn fast nur aus Hortfunden, in den außer-
donauländi&ehen Kulturen dagegen meist aus Gräbern und Siedlungen stammen. Beide
Fundgattungen enthalten ja einen jeweils ganz anderen Ausschnitt religiöser Ausdrucks­
formen. Tiergefäße, Tierzeichnungen auf Keramik, Gefäße auf Menschenfüßen und Ton­
schuhe, Dinge, die in den Siedlungen und Gräbern der bronzezeitlichen Idolkultur noch
durchaus üblich waren (K 67, 98; Taf. 2,1.2. 6), fehlen natürlich in den donauländischen
Metallverstecken der älteren Urnenfelderzeit und begegnen nur hin und wieder in den
wenigen gleichzeitigen Siedlungen (K 99). In den im Vergleich zu Ungarn zahlreichen
Gräbern und Siedlungen der älterurnenfeiderzeitlichen Peripherkulturen dagegen sind
diese keramischen Formen viel häufiger, ohne daß man aber in jedem einzelnen Fall ihre
donauländische Herkunft zwingend erweisen kann. Wenn die betreffenden Kulturgruppen
jedoch auch im übrigen Symbolgut und in der materiellen Kultur unter donauländischem
Einfluß standen, wird man eine solche Herkunft allerdings für sehr wahrscheinlich halten,
selbst wenn das quantitative Verhältnis dagegen spricht. Man muß sich also dem über­
lieferten Symbolgut der einzelnen Kulturen selbst zuwenden, um entscheiden zu können,
was davon donauländische Einflüsse verrät.
Aus dem slowakischen „Piliner“ Kulturkreis zwischen Gran und oberer Theiß — der
nördostungarisehen Kulturprovinz unmittelbar benachbart — ist bisher nur die Gußform
für einen Äufsteckvogel bekannt geworden (H 48), obgleich dieses Gebiet in der frühen
Urnenfelderzeit donauländische Beziehungen in den breitflächigen, durchbrochen ge­
arbeiteten Gehängen mit Amulettbehang erkennen ließ (Taf. 10, 5). Die bronzezeitliche
Ansiedlung von Pilin selbst enthielt zahlreiche Tierterrakotten, darunter auch Vogel­
plastik, Fußamulette, Miniaturäxte aus Ton und bronzene Miniaturwaffen, von denen die
Dolche dem Lanzettbehang außerordentlich ähnlich sind; die wohl doch wieder etwas jünge­
ren, spätbronzezeitlichen Nekropolen von Tureianska Bela und Zagyvapalfalva ergaben
Gefäße auf Menschenfüßen, welche sicher von Pannonien her beeinflußt sind1 2). Keines
dieser Ausdrucksmittel fand sich bisher in älterurnenf eiderzeitlichen Funden diesesKreises,

1) Mit R ast: Castellazzo bei Rogorea di Rogoredo, Grab, L .: 11,8 em, O. Montelius, Civ. prim. Taf. 32, 1. Bull. Paletn.
Ital. 13, 1887 Taf. 1. — Brianza, casate nuovo, Spitze abgebrochen, erh. L .: 11,7 em. Riv. di Como 88, 1925, 67 Abb. 3. —
Höhenrain, Ldkr. Wolfratshausen, Oberb., Staatsmlg. München. L .: 19,7 cm. — „R onsolden“ , Ldkr. Parsberg, Oberpf.,
Mus. Regensburg, L .: 11,6 cm. — Ham merbei Nürnberg, mit Radnadel, Brandschicht, Mus. Nürnberg. L. : 17,8 cm. —
Bidingen, Ldkr. Markt Oberdorf, Bay. Schwaben, Mus. Augsburg, Pundumst. ? G. Behrens, Bronzezeit Süddeutschlands
(1916) 117 Nr. 176; L .: 17,7 cm. — Svüree, Südböhmen, Grab 42, mit Scheibennadel, Mus. Plzen, Nachweis Pr. Holste.
Ohne R ast: Isola Virginia, Lago di Varese, R . Munro, Les stations lacustres (1908) 191 Taf. 27, 6, L .: 14,6 cm. —
Monza (Milano). Urnengrab mit Armreif und 2 Nadeln, 0 . Montelius, Civ. prim. Taf. 40, 1. Bull. Paletn. Ital. 17,1891 Taf. 3,6 .
2) Pilin: J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 70f. Tureianska Bela, Bez. Ture Sv. Martin: B. Varsic, Slovanske D ejiny 1, 1
(1947) Taf. 24, 5. Zagyvapalfalva: Arch. Ert. 43, 1929, 39 Abb. 19 unt. Reihe Mitte. Weitere Beispiele 24./25. Ber. R G K .
1934 Taf. 25, 3 (Iväncsa, K om . Fejer) u. Pundber. aus d. Reichsgauen d. Ostmark 3, 1942 Taf. 3 (Maiersch, Verw.Bez.
Horn). Vgl. dazu Bonn. Jahrb. 147, 1942, 25f. (G. v . Merhart). — Tonplatte auf menschlichen Füßen im Mus. Pecs.
Nachweis Fr. Holste.

31
eben weil uns seine zivilisatorische Ausrüstung hauptsächlich aus Hortfunden bekannt
geworden ist. Die planmäßige Aufdeckung größerer Gräberfelder und Siedlungen kann
das Bild vollständig verändern. Das gilt auch für die nördliche Slowakei, wo donauländisches
Symbolgut ausschließlich in umfangreichen Metallversteckfunden begegnet. Ein Bronze­
blecheimer vom Typ Hajdu-Boszörmeny mit Tierfries lag z. B. zusammen mit einem
Bronzekessel mit kreuzförmigen Henkelattaschen und einem Knopfhelm in einem Hort
von Lüeky, Bez. Rosenberg (Taf. 8,16; 122). Das Protomenband des Eimers ist mit
schrägen Punktlinien gefüllt, ein Ornamentdetail, welches auf den Eimern von Siem in
Jütland und Biernacice in Polen und auf der Amphore von Lavindsgaard auf Fünen
(Taf.8,15; I 1 , 21, 49) wiederkehrt und für eine gemeinsame, wohl in der Slowakei zu
lokalisierende Werkstatt dieser Bronzegefäße spricht. Der Hortfund von Komjäth, ehern.
Kom. Liptau (H 107), lieferte eine Radnabenbüchse, deren Achsenstift in drei Vogelköpfe
ausläuft ( Taf. 6, 27) und damit an ähnliche Kombinationen von Vogel und Wagenbe­
schlagteilen aus Ob erÖsterreich und Niederbayern erinnert (H 87, 217). Ein Bronzeblech­
kessel mit Dreieckattasche und eine Posamenteriefibel datieren den Hort von Komjäth
in die ältere Urnenfelderzeit1). Auf donauländische Vorstellungen geht schließlich die
Kombination von plastischen Vögeln und Lanzettamuletten zu Vogelschiebern an Posa-
menteriefibeln zurück, die in der nördlichen Slowakei und im mittleren und nördlichen
Mähren mit Ausstrahlungen nach Nordböhmen verbreitet sind (z. B. Taf. 6, 11. 25;
H 195, 242).

Die Posamenteriefibeln mit Vogelstegen stellen die einzige Fundgruppe aus Mähren,
die Vogelplastik der älteren Urnenfelderzeit ergab. Sonst fehlt Vogelplastik in Horten und
Siedlungen vollständig. Wie stark donauländischer Einfluß in Mähren trotzdem war, zeigen
die rad- und'lanzettförmigen Amulette, beweisen aber vor allem die vielleicht allerdings
noch frühurnenzeitlichen Funde von Väzan bei Kromerize und Lednice an der Thaya.
In Väzan*2) fand sich neben einheimischer Keramik ein Gefäß mit ovaler Mündung, zwei
abstehenden, hohen Henkeln und kurvolinearem Ornament, ferner eine anthropomorphe
Statuette aus Bronze, deren Arme horizontal ausgestreckt sind und deren Füße zusammen­
laufen. Kann die Herkunft der Statuette nicht mit Sicherheit ermittelt werden, so
ist das Gefäß doch im Kreise der südpannonisch-nordwestbalkanischen inkrustierten
Keramik beheimatet. Seine Henkelbildung kehrt an einer Schale aus Lednice-Eisgrub
a. d. Thaya wieder, welche auf zwei menschlichen Füßen steht, ein Zug, der ja ebenfalls
in die Donauländer weist3). Ähnlich scheint es sich mit Tiergefäßen und Tonfüßen bzw.
Tonschuhen zu verhalten, die in Mähren in sicher älterurnenfelderzeitlichen Funden nach­
zuweisen sind (K 38, 55). Nirgends in Mähren hingegen, so scheint es, stellen sich Vogel­
gefäße dieser Zeit ein, obgleich sie in der donauländischen Heimat der Tiergefäße während
der Bronzezeit üblich waren (K 67). Auch im Lausitzer Kulturkreis der älteren Urnen­
felderzeit fehlen sie, doch sind hier ebenso wie in Mähren vierbeinige Tiergefäße und Ton-

x) Die Achselkapsel kehrt ähnlich im H ort von Rohow, Kr. Ratibor wieder, E. Sprockhoff, Handelsgeschichte 74
Taf. 13 b, hier auch eine Bronzeblechtasse vom Typ Fuchsstadt, welcher in die voll entwickelte Stufe H A A datiert wird.
Der Bronzeblechkessel mit Dreieckattaschen ■— in K om jäth in Bruchstücken vorhanden — wird durch Grab 11 von
Ostemienburg (H 157) in die IV . Per. Mont, datiert, E. Sprockhoff a. a. O. Taf. l l o . Gegenstücke in Aszöd, Kom . Pest,
J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 65, 5. Nach B. G. Lindgren a. a. 0 . 66 Anm. 26 Fundort Väc-Szentläszlö, mit einer Tasse
vom T yp Friedrichruhe (Hampel Taf. 65, 2) kombiniert, die auch in Osternienburg erscheint. Lindgren nennt a. a. 0 . 67
Anm. 32 weitere Fundorte.
2) Casopis Olmütz 54, 1941, 10ff. Abb. auf S. 11. Gefäßparallelen in Vinca: M. M. Vassic, Prehistoriska Vinca 2 (1936)
Taf. 77, 291. Taf. 95, 357 (33 A 0.8). Vatina: M. Hoernes u. O. Menghin, Urgeschichte der bildenden Kunst3 (1925) 407
Abb. 3. In der Henkelstellung den mährischen Exemplaren verwandt Omoljica, C. V. A. Yougoslavie3 (Belgrad) Taf. 20,10
und Pancevo a. a. 0 . Taf. 24, 3 (hier auch Riefung der Gefäßschulter, Rankenverzierung freilich nicht).
3) Jahrb. d. Zentralkomm. 2, 1904, 2 Abb. 1. Zeitschr. d. mähr. Landesmus. 5, 1905, 35 ff.

32
schuhe bzw. Stiefelpokale verbreitet1), hauptsächlich, sieht man von mittelschlesischen
Vorkommen ab, in jener ostbrandenburgisch-westpolnischen Randzone, die der Spindlers-
felder Formenkreis einnahm.
An Hand des Hortfundes von Berlin-Spindlersfeld (A 10) ließ sich zeigen, daß der
S pindlersfelder F orm en k reis bereits während der frühen Urnenfelderzeit donauländische
Amulette wie Räder, Lanzette und anthropomorphe Anhänger aufnahm. Auch in der
Keramik machen sich donauländische Einwirkungen bemerkbar, z. B. im Doppelkonus
und wohl etwas später in der plastischen Riefung der Gefäße*2). Dieser Kulturstrom brachte
vielleicht auch die Anregung zu bildlicher Gestaltung religiöser Ideen mit. Die Vorliebe
für figürliche Darstellung wurde im Verbreitungsgebiet der Spindlersfelder Fibel in ganz
hervorragendem Maße heimisch3). Sie war nach Meinung W. Grünbergs noch in den Reiter­
bildern und in den Prozessionsszenen der früheisenzeitlichen Kulturen Nordostdeutsch­
lands lebendig4).
Älterurnenfelderzeitliche Tierbilder begegnen z. B. auf den Kannen von Premnitz,
Kr. Westhavelland, Gr. Methling, Amt Malchin, und Fänger, Kr. Naugard5*). Auf eine
Kanne von Liebe, Kr. Angermünde, ist eine Zeichnung geritzt, die einem menschlichen
Gesicht oder einer Maske ähnelt, auf einen Krug von Alt-Töplitz, Kr. Zaueh-Belzig, eine
Krötendarstellung6). Tiergefäße fanden sich in Schmiedeberg, Kr. Angermünde, Oderberg-
Bralitz, Kr. Prenzlau, und in Buch bei Berlin (K 7, 64, 82; Taf. 5,7.9). Dergischow,
Kr. Teltow, lieferte ein Gestell eines Votiv Wägelchens aus Ton ( T a f . 4 , 5 ) 7). Daß Tier­
zeichnung und Tierplastik auch in den mittelpommerschen Oderraum drang, zeigt der

J) Verf. wurden folgende Fundplätze mit Tonsehuhen der Urnenfelder- und Hallstattzeit bekannt: Keszthely-Apätdomb
K om . Zala. Nachweis Fr. Holste, Mus. Keszthely. — Dubovac, Mus. Vräae (Werschetz), Nachweis V I. M ilojcic. — Kata-
halom, Kom . Szaboles, G. Gierke, Die Tracht der Germanen (1922) Taf. 28 e. — Velem St. Vid, K om . Vas, K . v. Miske,
Velem St. Vid Taf. 55, 7. Tonfüße Taf. 54, 28 u. 55, 8 —9. — Uhersky-Brod, Casopis Olmütz 1903 Taf. 4, 8. — Sfcafecho-
vice, Mähren, Casopis Olmütz 43, 1930, 67 Taf. 1,10. Rocenka Proßnitz 7, 1930 Taf. 1,1 1. — Nasedlovice b. K yjova ,
Pamätky Arch. NF. 6/8, 1936/38 Abb. 3 0 ,1 —2. — Nemcice b. Prerov, a. a. O. Abb. 30, 4. — Tesänky b. Kromefffce,
a. a. O. Abb. 30, 3. — Kostelec b. Holesova, J. Filip, Pravek6 Ceskoslovensko (1948) 227 Abb. 55, 3. Ebert 12 (1928)
T a f 108 f. — Menik b. N ovy BydÄov, J . Schr&nil, D ie Vorgeschichte Böhmens und Mährens (1928) Taf. 36, 30. — Jikev
b. Nymburk, a. a. O. Taf. 39, 36. Pamätky Arch. N. F. 4/5, 1934/35, 106 Abb. 3, 8. — Leitmeritz, Sudeta 2, 1926, 23
Abb. 1, 1 (Fuß). — Hostomiee, Bez. D ux, a. a. O. Abb. 1, 2. — Dehlau, Bez. Kaaden, a. a. O. A bb. 1 ,3 . — Peltschütz,
Kr. Breslau, G. Gierke a. a. O. 57. — Jordansmühl, K r. Nimptsch, Mannus 22,1930, 258 f. — Breslau-Gr. Tschanseh,
R . Glaser, Die bemalte Keramik d. fr. Eisenzt. i. Schlesien (1937) 69. — Zottwitz, K r. Ohlau, a. a. O. 108. — Biezdrowo,
K r. Szamotulski (Samter), Ebert a. a. O. Taf. 108 e u. Gierke a. a. O. Taf. 28 a. — Wilhelmshöhe, Kr. Kolmar, Mannus 5,
1913, 319ff. Taf. 26, 7 — Sudeta 2, 1926, 28 Abb. 4. — Sierpöw, K r. L§ezyna (Lentschütz), Öwiatowit 17, 1936/37, 140
Abb. 14, 1. — Wriezen, K r. Freienwalde, Mainzer Zeitschr. 31, 1936, 72 Abb. 10, 3. — Brieskow, K r. Lebus, G. Gierke
a. a. O. Taf. 28 b. — Templin, Uckermark, A . Gierke a. a. O. 57. — Wartin, K r. Greifenhagen, frdl. Mifct. Dr. O. Kunkel. —
Leipzig-Connewitz, K . H . Jakob, Zur Prähistorie Nordwestsachsens (1911) Taf. 24,181. I. Undset, Das erste Auftreten
des Eisens in Nordeuropa (1882) Taf. 22, 1. — Staßfurt, K r. Kalbe, Jahresschr. f. d. Vorg. d. Sächs.-thür. Länder 6, 1907
Taf. 16, 2— 5. W . Schulz, Vor- und Frühgeschichte Mitteldeutschlands (1939) 115 Abb. 134. — Halle-Giebichenstein,
Ebert a. a. O. 437. — Steinkirchen, Ldkr. Deggendorf, Bayer. Vorgeschichtsbl. 13, 1936, 93 Abb. 1 (Grab 21). — Este,
O. Montelius, Civ. Prim. Taf. 52, 6. 8 .1 1 ; 57 ,17. G. Gierke a. a. O. Taf. 27 a —c. — Novilara, O. Montelius a. a. 0 . Taf.
150, 8 —9. — Vetulonia, O. Montelius a. a. O. Taf., 178 12; 190,14. Gierke a. a. O. Taf. 27d. I. Falchi, Vetulonia
(1891) Taf. 16, 15 (circ. della Sagrona). Vgl. auch S. 63 Anm. 2.
2) W . Grünberg, Die Grabfunde der jüngeren und jüngsten Bronzezeit im Gau Sachsen (1943) 54f. 61ff. Vgl. dazu
Bad. Fundber. 17,1941/47, 395 f. (H . Müiier-Karpe).
s) W . Grünberg a. a. 0 . 52.
4) W . Grünberg a. a. O. 97.
5) Premnitz: E. Sprockhoff, Marburger Studien (1938) Taf. 96, 3. Altsehlesien 5, 1934, 356 A bb. 1 mit Taf. 80, 4 u.
Germania 20, 1936, 4 A bb. 5, gereihte Pferde ( ?) zwischen Kreisaugen. — Gr. Methling, Marburger Studien Taf. 96, 7 u.
Altsehlesien a. a. O. 395 A bb. 4. — Fänger: Erw. u. Forschgs.-Ber. d. Pomm. Lds.-Mus. Stettin 1939 Taf. 7 u. Naeh-
richtenbl. f. Deutsche Vorz. 16, 1940, 178f. Taf. 40, 2 S. 179: „ähnliche Tierzeichnungen finden sich noch auf mehreren
anderen Scherben Mittelpommems“ . Beziehungen zum Spindlersfelder Kreis sind auch im übrigen keramischen Be­
stand deutlich.
8) Liebe: Zeitschr. f. Ethn. 22, 1890 (370) A bb. 6. — Alt-Töplitz: Mannus 32,1940, 490 A bb. 6 (Zeitstellung ?).
7) Teltower Kreiskalender 29,1932, 74 Taf. 4 ,1 2 . Altschlesien 3, 1931,202 A bb. 11.

Böm.-Geim. Forschungen 20. 5 33


tönerne Vogel wagen eines Hügelgrabes von Rosenfelde, Kr. Regenwalde ( Taf. 4,8; H 187) l)
und ein bronzener Aufsteckvogel von Ramsberg, Kr. Kammin, der auf einem Blech auf­
genietet ist und vielleicht zu einer Fibel gehörte (Taf. 6,15; H 176). Ein Radamulett fand
sich in Nassenheide, Kr. Randow (A 109). Aber auch aus dem westlichen Polen wurden
Tierzeichnungen bekannt-). Vereinzelte Tiergefäße und Stiefelpokale aus dem Gebiet
zwischen oberer Warthe und Weichsel (Taf. 5,1 ; K 85)*2 3) gehen vielleicht eher auf mähri­
sche als auf brandenburgische Vorlagen zurück.
Merkwürdigerweise setzen Tierbilder im älterurnenfelderzeitlichen Fundstoff der L a u ­
sitzer K u ltu r zwischen Elbe, Neiße und Oder nahezu aus. Ein vereinzeltes Tierkopfgefäß
«And sich in Übigau bei Dresden, doch könnte es auch jungurnenfelderzeitlich sein (K 95).
Das Bruchstück eines Rinderkopfgefäßes aus einer Knovizer Siedlung Nordböhmens (K36)
ist ebenfalls nicht sicher genug datiert und läßt deshalb kaum Schlüsse auf Herkunft und
Verbreitung der Tiergefäßsitte in Böhmen zu. Man darf vielmehr annehmen, daß sie weder
in der Milavecer noch in der Knovizer Kultur, noch in der sächsischen Lausitzer Kultur
während der älteren Urnenfelderzeit üblich war, obgleich sich in diesen Kulturgebieten
zahlreiche Elemente finden, die zweifellos donauländischer Herkunft oder doch von den
Donauländern beeinflußt waren. So sind z. B. lanzettförmige Amulette sowohl in Nord­
böhmen als auch in Sachsen bekannt (B 50, 73).
Ganz anders liegen die Verhältnisse in M itteldeutschland, wo donauländisches Fremdgut
nicht selten ist. Im Hort von Lützkendorf, Kr. Querfurt ( T a f . 6, 2 ; H 124) fanden sich
zwei Fibeln mit Kreuzbalkennadeln vom Lausitzer Typ, auf deren Bügel Vogelschieber
aufgesteckt sind4). An ihnen hängen mehrere Amulette, die in je drei divergierenden
spitzen Stacheln enden und vermutlich aus der Lausitzer Kultur Sachsens stammen5).
Sie begegnen auch im Grab 11 von Osternienburg, Kr. Köthen (H 157), dessen übrige
Beigaben, ein feronzeblechkessel, ein Bronzeeimerfragment und eine Bronzeblechtasse vom
Typ Friedrichsruhe, offensichtlich ungarische Einflüsse verraten6). Das gilt sicher auch
von einem Doppelvogel mit Ringfuß und von der Vogelbarke, die auf der Klinge eines
„Terramarebeils“ 7) desselben Grabes eingepunzt ist. Ungarische Beziehungen lassen sich
auch sonst in der materiellen Kultur Mitteldeutschlands nachweisen, so z. B. im Inhalt eines
Brandgrabes von Zschornewitz, Kr. Bitterfeld, in dem sich neben Gefäßen „ungarischer“

0 Das Grabinventar wird in die Periode Mont. IV datiert.


2) J. Kostrzewski, Prehistorja ziem polskich (1939) 231 Taf. 68, 17.
3) Tiergefäß (K 85) und Tonschub von Sierpöw, Kr. L§czyna (Lentsehütz) (Lit. S. 33 Anm. 1) werden von J. Ber
in die Periode Mont. I I I datiert.
4) Die Datierung des Lützkendorfer Hortes ist für die Zeitstellung der anderen Vogelschieber, ja der Posamenteriefibeln
überhaupt von entscheidender Bedeutung. Posamenteriefibeln (Verbreitungskarte G. v. Merhart, Bonn. Jahrb. 147, 1942
Taf. 5) haben zweifellos den zweiteiligen mitteldeutschen Fibeln mit Kreuzbalkennadeln und Vogelschiebern zugrunde
gelegen. N. Äberg, Chronologie 5 (1935) 55 u. 61 und mit ihm 0 . Kleemann, Prähist. Zeitschr. 32/33, 1941/1942, 125f.
datierten den H ort in die Periode Mont. III, während E . Sprockhoff (nach frdl. Mitt. auch W . A. v. Brunn) für die Per.
Mont. IV ein treten. Zur Geschichte der Fibel: Jungbronzezeitliche Hortfunde in Norddeutschland (1937) 35, zu den in
Lützkendorf vertretenen Armspiralen 50ff. nach G. Kossinna Mannus 8, 1917, 51 ff. Der H ort von Lützkendorf muß
in jeder Hinsicht in die ältere Urnenfelderzeit datiert werden. Die Konsequenzen für die Chronologie der ungarischen
Horte sind evident.
6) Lausitzische Exemplare erw. W . Grünberg a. a. 0 . 83 mit Hinweis auf die Gegenstücke in Lützkendorf und Oster-
nienburg Grab 11. Vgl. auch E. Sprockhoff, Jungbronzezeitliche Hortfunde Norddeutschlands (1937) Taf. 27, 2 (Gußform
von Illeben, Kr. Gotha, Siedlung!). Weitere Exemplare kennt nach frdl. Mitt. W. A . v. Brunn.
*) B. G. Lindgren tritt a. a. 0 . 67 mit Hinweis auf E. Sprockhoff für eine Datierung in die späte Per. Mont. I I I ein,
letzterer hält jedoch Handelsgeschichte 90 Per. IV für wahrscheinlich. Die zugehörige Riefenkeramik und das Urnen-
felderme8ser mit umgeschlagenem Griffdorn sprechen eindeutig für Per. IV. H. Agde, Bronzezeitliche Kulturgruppen im
mittleren Elbegebiet (1938) 94 Abb. 36, 6—8 ; 37, 8. 95; Abb. 38, 7— 11; 39, 1— 8.
7) Die Beilform hat italische Parallelen, z. B. Ortucchio, Prov. Aquila, 0 . Montelius, Civ. prim. Taf. 131, 11. Südlich
des P o : a. a. 0 . Taf. 35, 2. Trentino: Materiaux 1878, 534 Abb. 240. Tirol: Zeitschr. d. Ferdinandeums 3. F. 36, 1892
Taf. 6 ,1 . 2.

34
Form auch ein Sehwertgrifffragment eines Dreiwulstschwertes des Liptauer Typs fand1).
Wieder in den Kreis religiöser Ausdrucksformen gehört schließlich ein Stiefelpokal aus
Staßfurt*2). Staßfurt ist der westlichste Fundplatz dieser Gefäßgattung.
In den süddeutschen Urnenfeldergrupp&n fehlen Stiefelpokale mit Ausnahme eines
niederbayerischen Tonschuhes vollständig3). Niederbayern nahm im süddeutschen Urnen­
felderkreis schon deshalb eine besondere Stellung ein, weil die geographische Lage des
Landes Kultur- und Handelsbeziehungen zu den Donauländern begünstigte. So strömte
zu Beginn dieser Epoche neben Geräten und Schmuck auch donauländisches Symbolgut
ein, das sich z. T. bis in die ältere Urnenfelderzeit hinein zu halten vermochte: bestimmte
Gehängetypen ( Taf. 15, 8), Amulettformen wie Lanzett- und Schwalbenschwanzanhänger,
später dann Tonschuhwerk und metallene Vogelplastik (Taf. 6,10.16), welche im übrigen
Süddeutschland sich nicht durchsetzen konnte. In Niederbayern ist Vogelplastik ebenso
wie in der Slowakei bisweilen mit Wagenteilen kombiniert (H 87), woraus man auf einen
sehr engen Kontakt mit donauländischem Ideengut der frühen Urnenfelderzeit schließen
kann, in dem ja die motivische Koppelung von Wasservogel und Wagen eine zentrale Be­
deutung hatte. All dies donauländische Symbolgut erreichte Niederbayern in zeitlicher
Staffelung, nacheinander und nicht gleichzeitig. Ähnliches gilt vielleicht auch für Nord­
tirol, wo rad- und lanzettförmige Amulette, metallene Vogelplastik und ein vereinzeltes
Tiergefäß chronologisch über einen längeren Zeitraum verteilt sind und nur eine begrenzte
Auswahl dessen darstellen, was die Donauländer zu bieten hatten. Doch bildete die Nord­
tiroler Urnenfeldergruppe ebenso wie Oberbayern und die Schweiz auch selbständige
Amulettformen aus (Taf. 16, 8.10. 25—26. 31—32).
Von den übrigen Urnenfeldergruppen hat allein die schweizerische Pfahlbaukultur einen
umfassenderen Bestand an religiös-kultisch ausdeutbaren Gegenständen aufzuweisen.
An heimischem Symbolgut begegnen verhältnismäßig häufig theriomorphe Plastiken,
wohl meist Rinderfigürchen. Doch kann man nur wenige dieser Statuetten sicher datieren4).
Ob in der älteren Periode der Pfahlbaukultur (HA A 2) schon Vogelplastik oder Vogel­
gefäße bekannt waren, ist ebenfalls unsicher. Aber selbst wenn es der Fall war, umschreiben
alle diese Vorkommen das Bild, das man sich vom geistigen Leben dieser Kultur ent­
werfen kann, nur in sehr geringem Maße. Sie war aufs Ganze gesehen ausgesprochen
bildfeindlich eingestellt, was sich z. B. in der Ausgestaltung der auch im süddeutschen
Urnenfelderkreis weit verbreiteten Feuerböcke äußert, den sog. Mondidolen, die ur­
sprünglich sicher kultisch verwendet wurden und in den Donauländern bis in die ältere
Hallstattzeit hinein, ausgeschmückt mit theriomorphen Details, besonders beliebt waren.
Solche Tierapplikationen finden sich jedoch bei den Mondidolen der westlichen Urnen­
felderkultur nur ganz vereinzelt. W. Dehn kennt nur ein Exemplar, das zwei antithetische
Rinderköpfe trägt. Andeutungen figürlicher Elemente sind allerdings bisweilen fest­
zustellen56 ).
Auf Tiergefäße gehen zweifellos zahlreiche Saugfläschchen der süddeutschen Urnen­
feldergruppen und der schweizerischen Pfahlbaukultur zurück. Aber auch bei ihnen

*) Abb. bei H . Agde, Bronzezeitliche Kulturgruppen im mittleren Elbegebiet (1938) 57 A bb. 30 u. W . Schulz, Vor-
und Frühgeschichte Mitteldeutschlands (1939) 126 A bb. 151. Vgl. G. v. Merhart, Bonn. Jahrb. 147, 1942, 82 Anm. 145.
2) Lit. S. 33 Anm. 1.
3) Lit. S. 33 Anm. 1 ; der Tonschuh kam in einem Gräberfeld zum Vorschein, das wederAnhänger noch Tiergefäße
oder dgl. lieferte. Die Keramik gehört dem entwickelten Attinger Typus an und ist sicher später als die Ware aus den
Gräbern mit Lanzettbehang und Mittelstücken der Typen Winklsaß und Katharein (B 63).
4) E. Vogt, Die spätbronzezeitliche Keramik der Schweiz und ihre Chronologie (1930) 69. Eine Liste stellt V . Geßner
zusammen: Die geometrische Ornamentik des spätbronzezeitlichen Pfahlbaukreises der Schweiz (1946) 121 Anm. 28 u.
145 Anm. 293.
6) Germania 24, 1940,175ff. Ders., K atalog Kreuznach (1941) 48 Anm. 115— 116 (zahlr. ältere Lit.). Bes. wichtig
0 . Tschumi, Vorgeschichtl. Mondbilder u. Feuerböcke in Jahresber. d. Hist. Mus. Bern 1911 (1912) Beil. 3 ff.

5* 35
scheinen theriomorphe Elemente nur eine untergeordnete Rolle zu spielen1) . Theriomorphes
hatte auch in der Ornamentik der Gebrauchskeramik keinen Raum, welche trotz plasti­
scher Elemente geometrisch-abstrakte, rein optische Wirkungen hervorruft* 2). Dieser
eigentümliche Formungswille zeigt sich bei der Umgestaltung des Lanzettbehanges in der
schweizerischen Pfahlbaukultur besonders deutlich. Das Kantige, Profilierte des ursprüng­
lichen Dolchamuletts (Taf. 16,23. SO) verflacht, das Blatt der Waffe trägt rein geometrische
Ornamentik (Taf. 16, 25. 32). Man wird unwillkürlich an reich verzierte frühbronzezeit­
liche Blechanhänger des Wallis erinnert, die als Vorlage jener breitflächigen Pfahlbau­
lanzette angesprochen werden könnten, klaffte nicht eine unüberbrückbare zeitliche
Lücke3).
Lanzett-, Rad- und anthropomorphe Amulette in Schwalbenschwanzform sind in der
Pfahlbaukultur ungleich zahlreicher als in der rheinischen, untermainisch-schwäbischen
oder oberbayerischen Urnenfeldergruppe. Einen gewissen Teil dieses Amulettbestandes
darf man als Erbe der voraufgegangenen Zeit bezeichnen, anderes wird vermutlich der
Wirksamkeit neuer donauländischer Kulturströme zuzuschreiben sein. Trotzdem fragt es
sich, inwieweit auch donauländisches Ideengut übernommen wurde und ob jene ur­
sprünglich donauländischen Symbole im Pfahlbaugebiet noch den geistigen Inhalt be­
saßen, den man in ihrer Heimat voraussetzen muß. Kesselwagen aus Ton oder Bronze
fehlen ebenso wie Stiefelpokale, Vogelplastik (?), das Vogelbarkenmotiv und Protomen-
amulette (Taf. 11,1. 2. 5), welche ja in Ungarn hauptsächlich begegneten.
Bestimmte Radanhängertypen (Taf. 16,4. 5.11.14.19) fanden sich sowohl in der
Schweiz als auch in O ber- und M ittelita lien , so daß man entweder direkte Beziehungen
oder aber ein gemeinsames Strahlungszentrum annehmen darf. Diese Frage kann man
auf Grund anderer religiöser Ausdrucksmittel aus der Protovillanovazeit Italiens be­
antworten.
So stammt ein verhältnismäßig frühes Urnenfeldermesser mit Vogelkopfgriff von einem
Fundplatz am Lago di Fucino (Aquila) (H 64), das in einem ähnlichen Messer von Wackonig
in Kärnten eine Parallele hat (H 257). Einer Bronzeblechtasse mit Stierkopfhenkel aus
dem Hort von Tolfa-Coste del Marano (Rom) (K 92) entspricht eine ähnliche aus dem
Hort von Hajdu-Samson, Kom. Hajdu (K 34); dieser wiederum gleichen zwei Tassen aus
mitteldeutschen Funden (K 18 a, 20)4) und eine weitere aus einem spätgeometrischen
Grabe des Kerameikos von Athen (K 2), so daß man ein gemeinsames donauländisches Her­
stellungszentrum aller dieser Tassen mit Stierkopfhenkel annehmen darf. In dem Hort
von Coste del Marano (I 55) finden sich neben den besprochenen Radanhängern noch
Ovalbügelfibeln und Pinzetten mit einer degenerierten Protomenheraldik nordostun­
garischer Art, welche auf mehreren Tongefäßen aus den Nekropolen von Bismantova
(Mantua), Pianello (Ancona) und Colle del Capitano (Perugia) (I 4, 7, 35) wiederkehrt.
Es sind meist um Zentralbuckel gelegte Vogelbarken (Taf. 9, 1—2), die Buckel sind
bisweilen in die Augenumrahmungen der Vogelköpfe gesetzt. Die Vogelheraldik erstarrt
auf der Keramik vollends zum Dekorativen.

x) Alte Mainzer Zeitschr. 4,1900, 346ff. (P. Reinecke). K . H. Wagner, Nordtiroler Urnenfelder (1943) 21 Taf. 10, 2
u. Taf. 19, 4.
2) V. Geßner a. a. 0 . 73ff. Verf. in Bonner Jahrb. 150, 1951,110 ff.
3) Vgl, die Exemplare von Drone bei Sariöse, Skel. Gr., J . Heierli u. W . öcbsli, Urgeschichte des Wallis. Mitt. d.
Antiqu. Ges. Zürich 24, 1896 Taf. 2, 2. — Chiez zw. Aigle und Ollon, Steinkiste mit Skel. Mitt. d. Antiqu. Ges. Zürich 2
H. 8 Taf. 1, 3. — Ohne Fundort, aus „Gräbern“ , Rev. Prehist. 1906 Taf. 13. — Mitt. d. Anthr. Ges. Wien 32, 1902, 117
Abb. 90 (P. Reinecke). V . Geßner nimmt a. a. O. 94ff. zum Anteil der frühbronzezeitlichen Muster an der spätbronze­
zeitlichen Ornamentik eingehend Stellung.
4) In dem Grabe von Falkenberg fanden sich noch eine Bronzeblechtasse vom Typ Fuchstadt und Keramik, scharf­
kantig, gerillt und fazettiert: Periode Montelius IV. Durch die Zeitstellung dieses wichtigen mitteldeutschen Grabes, aber
auch des Hortes von Dobritz, ist auch fü r Haj du-Samson eine chronologische Vergleichsmöglichkeit gegeben.

36
Plastische Vogelzier fand sich, auf eine Bogenfibel aufgesteckt, im Hort von Monte
Primo (Macerata) (H 136), Tiergefäße, Tierterrakotten und anthropomorphe Idole scheinen
in der Protovillanovazeit Italiens jedoch unbekannt zu sein. Das wenige Vorhandene reicht
aber aus, auch im Bereich des geistigen Lebens dieser Zeit donauländischen Einfluß nach­
zuweisen, welcher sich in den materiellen Kulturgütern (Bronzen, Keramik) ganz besonders
stark manifestiert1). Man nimmt im allgemeinen sogar eine Zuwanderung nordwest-
balkanischer Bevölkerungsgruppen zu Beginn der Protovillanovazeit an. Wenn dem so
ist, dann hätten diese Zuwanderer freilich nur einen sehr begrenzten Ausschnitt an
religiösen Ausdrucksmitteln nach Italien mitgebracht: die Radanhängersitte, metallene
Vogelplastik, die Stierkopfhenkeltasse und dieVogelkopfmotive auf Bronzen und Keramik.
Diese Einzelformen scheinen im Verlauf der Urnenfelderzeit aus donauländischen Kulturen
aber eher eingesickert zu sein; denn daß sie am Beginn der Protovillanoavazeit von
wandernden donauländischen Stammesteilen nach Italien mitgebracht wurden, ist wenig
wahrscheinlich. Aber auch eine Übernahme aus der spätbronzezeitlichen Terramare- und
Appeninkultur der Halbinsel läßt sich nicht nachweisen, obgleich man dafür gewichtige
Gründe ins Feld führen könnte: Radanhänger gab es bereits in späten Terramaren
(A 19, 24, 30), Stierkopfhenkel an Tongeschirr sowohl im padanischen Kreis als auch in
der Appeninkultur der Bronzezeit*2) und Vogelköpfe aus Ton ebenso in einer norditalischen
Terramare wie in Apulien und in einer frühurnenfelderzeitlichen Siedlung bei Tarent
(K 13, 73, 83).
Eine Kontinuität dieser Symbole ist aber schon deshalb unwahrscheinlich, weil die
materielle und geistige Kultur der Protovillanovazeit von dem Kulturinventar der späten
Terramaren in wesentlichen Zügen abweicht. Tierterrakotten und anthropomorphe Idole
— in der späten padanischen und in der Appeninkultur in einiger Anzahl vorhanden3) —
fehlen in der Protovillanovazeit ebenso wie in der älteren Urnenfelderzeit der Donauländer
und Mitteleuropas. Doch ist zu beachten, daß die Bronzen und die Keramik der Terramare-
zeit hauptsächlich aus Siedlungen, die der Protovillanovazeit dagegen aus Horten und
Gräbern bekannt geworden sind.
Schließlich wäre das Verhalten des nordischen Kreises donauländischem Symbolgut
gegenüber zu prüfen. Dieser Kreis hatte ja schon am Beginn der Urnenfelderzeit (Periode III)
Donauländisches aufgenommen; er beschränkte sich jedoch ausnahmslos auf importierte
Kesselwagen, von denen einer mit Vogelplastik und Lanzettbehang versehen ist (H205).
Von einer selbständigen Weiterbildung dieses Kultgeräts, der Vogelplastik oder der
lanzettförmigen Anhänger kann indessen keine Rede sein. So darf man ein vereinzeltes
Vorkommen plastischer Vogelzier in der Periode IV auf neue donauländische Impulse
während der älteren Urnenfelderzeit zurückführen. Es handelt sich um die vogelverzierte

J) Ausführliche Analyse durch G. v. Merhart in Bonn. Jahrb. 147, 1942, lff.


a) G. v. Kaschnitz-Weinberg in Handb. d. Archäologie 2, 1 (1950) 351 ff., 358. Zum mediterranen Stierkult bes.
G. Patroni, Preistoria d’Italia 2 (1937) 561 f. Stierhenkelprotomen sind sowohl im padanischen Kreis als auch in der
Appeninkultur geläufig.
3) Tierterrakotten und anthropom. Idole durch U. Antonielli zusammengestellt in Ipek 1, 1925, 64ff. bes. 64ff. Zahlr.
Lit. bei G. v. Kaschnitz-Weinberg a. a. O. 358 f. Ob diese religiösen Ausdrucksformen zum autochthonen Erbe zählen
können, scheint zumindest fü r die Vorkommen aus Terramaren fraglich, deren kannelierte, polierte Keramik von den
Donauländern sicher stark beeinflußt ist; vgl. J . E. Forssander, Europäische Bronzezeit, Meddelanden Lund 1939, 83ff.
Man denkt an Beziehungen zur Töpferware von Töszeg, doch ist gerade die Töszeg-Kultur außerordentlich arm an Idolen.
Auch die Zeitstellung der Tierplastik der Terramaren ist nicht eindeutig: eine sehr stilisierte Terrakotte stammt „nella
base dei deposito“ von Gorzano (Modena), G. Säflund, Le Terramare (1939) 24 Nr. 40. Die übrigen Tierfiguren, welche
G. Säflund verzeichnet (a. a. 0 . 148 Taf. 40, 1— 18) stammen aus Stationen, die sämtlich noch Material der Stufe TM I I B
lieferten. Vgl. auch L . Pigorini in Bull. Paletn. Ital. 42, 1918, 94f. u. U. Antonielli a. a. O. 70. Vielleicht treten sie in
Norditalien mit der Vogelplastik gleichzeitig auf ? Gilt das womöglich auch für die anthropomorphen Idole ? Vgl. die
beiden Idole vom Scoglio del Tonno, Bull. Paletn. Ital. 26, 1900, 286f. Abb. 1—2, von denen das eine ein mykenischer
Typ, das andere einheimische Arbeit ist.

37
Kette einer der beiden Luren von Maltbäk in Jütland (H125). Die Luren von Maltbäk
waren wie die meisten Musikinstrumente dieser Art paarweise im Moor vergraben. Paar­
weise im Moor fanden sich auch die Bronzeeimer von Siem in Jütland und Granzin in
Mecklenburg (I 14, 49), welche je zwei Vogelbarken mit Zentralscheiben in Treibarbeit
tragen und als Import aus den Donauländern gelten können. Das trifft wohl auch für ähnlich
verzierte Amphoren aus Schonen und Fünen zu (13,21). Im Moor war schließlich auch
das Helmpaar von Viks0 auf Seeland geborgen (I 60), das ja gleichfalls getriebene Vogel-
barkenzier trägt. Bei allen diesen Funden haben wir es mit Weihegaben zu tun, bei den
Luren und bei den Eimern womöglich um Geräte, die zu kultischen Zwecken benutzt
wurden. Die Tatsache, daß jeweils Gegenstandspaare auftreten, findet im Vogelkopfpaar
der Barke und in der Zweizahl der Scheibenbarken im Fries der Bronzeblechgefäße und
schließlich auch in plastisch geformten Vogelpaaren Parallelen (H 157). Wir dürfen
deshalb annehmen, daß der Gedanke des Vogelpaars (vgl. Taf.11,6), der „Vogelbarke“ ,
während der älteren Urnenfelderzeit in die Ideenwelt des Nordens aufgenommen wurde,
ja, daß sie hier in den Mittelpunkt des religiösen Denkens rückte. Die „Entwicklung“
der Ornamentik auf nordischen Basiermessern von der IV. zur V. Periode zeigt, daß der
donauländische Wasservogel die heimischen Symbole allmählich verdrängte; der Pferde­
kopf, als Rasiermessergriff in der IV. Periode gang und gäbe und als Zeugnis für die Ver­
ehrung des Pferdes im Norden bis zum Wagen von Trundholm hin zurück zu verfolgen,
wird mit der Wende zur V. Periode vom Vogelkopf abgelöst; als Messerzier werden nun
Vogelbarken verwendet.

Unsere Überschau warf zahlreiche Fragen auf, die hier zusammengefaßt werden sollen.
In den Donauländern, dem Zentrum unserer Studien, war es auf Grund der Quellenlage
nur in begrenztem Umfange möglich, traditionsgebundenes Symbolgut von motivischen
Neuschöpfungen der älteren Urnenfelderzeit (HA A 2) eindeutig abzusetzen. Diese Unsicher­
heit macht sich besonders bei der Beurteilung von keramischem Symbolgut bemerkbar.
Trctzdem wird man sagen dürfen, daß Tiergefäße und Miniaturschuhe oder Gefäße auf
Füßen anthropo- oder zoomorpher Form bei religiösen Bräuchen in den Donauländern
ebenso verwendet wurden wie am Beginn der Epoche oder in der Bronzezeit. Ob das auch
für anthropomorphe Tonidole gilt, ist fraglich, weil jeder Nachweis für ihre Verwendung
fehlt. Dagegen wurden die Amulette der Stufe HA A 1 in der Stufe HA A 2 mit Sicher­
heit weiterbenutzt, desgleichen gewisse Gehängemittelstücke und Miniaturwagen, die jedoch
keine Vogelapplikationen mehr tragen, sofern der einzige bisher bekannte Wagen dieser
Zeit Rückschlüsse erlaubt. Ganzbilder von Vögeln traten ja gleichfalls in den Hintergrund
und wurden von Vogelprctomen abgelöst. Die motivische Koppelung von Vogel und Rad
und die Doppelung des heiligen Tieres blieb erhalten, ja der Darstellung des Vogelpaares
scheint erhöhte Bedeutung beigemessen worden zu sein. Diese gesteigerte Wertschätzung
eines auf ältere Vorbilder zurückgehenden Motivs setzte in der gleichen Zeit ein wie
die Vogelbarke, die zweifellos als donauländische Neuschöpfung — wohl unter vorder­
asiatischem Einfluß — zu gelten hat. Dies Motiv begegnet auch in der folgenden Zeit
neben der alten Idee des Vogel wage ns und wurde wohl in Anlehnung an eben diese
Idee mit dem Rad in Beziehung gesetzt. Daß Vogelbilder nun auch auf Waffen Übergriffen,
darf gleichfalls als Signal für die weitere Entwicklung während der jüngeren Urnenfelder­
zeit angesehen werden. Ein zweiter Fragenkomplex betrifft das Verhalten der Peripher­
kulturen zum donauländischen Symbolgut der älteren Urnenfelderzeit. Wir fragen, welche
Kulturgruppen entwickelten schon in der Frühurnenfelderzeit übernommenes Symbolgut
selbständig weiter, welche von ihnen nahmen jene donauländischen Neuschöpfungen auf
und welche Gruppen rezipierten zum erstenmal in ihrer Geschichte während der Stufe
HA A 2 donauländische Symbole „alter“ oder „neuer“ Form? Eine strenge Abgrenzung

38
wird sich hier freilich nicht durchführen lassen. Das beruht zunächst auf der einstweilen
mangelhaften chronologischen Trennung der Stufen HA A 1 und HA A 2, zum anderen
aber auf einer unabwägbaren Möglichkeit: es könnte nämlich sein, daß bestimmtes Ge­
dankengut bereits am Beginn der Urnenfelderzeit in die Peripherkulturen ausstrahlte,
aber erst während der folgenden Periode (HA A 2) im archäologischen Fundstoff greifbar
wird. Diese Möglichkeit muß man bei der Beurteilung der Tiergefäße, der Stiefelpokale
und der Tonschuhe aus Mähren, der Lausitzer Kultur und dem Spindlersfelder Kreis in
Erwägung ziehen. Diese Gruppen griffen in der älteren Urnenfelderzeit ja auch in ihren
sonstigen religiösen Ausdrucksmitteln offensichtlich auf donauländische Anregungen der
frühen Urnenfelderzeit zurück, was in gewissem Maße auch für die Urnenfeldergruppen
Süddeutschlands, Nordtirols und der Schweiz zutrifft. In allen diesen Gruppen sind selb­
ständige Weiterbildungen ,,alter“ donauländischer Formen festzustellen. Das kennzeich­
nende Symbol der älteren Urnenfelderzeit jedoch, die Vogelbarke in Verbindung mit zen­
tralen Scheiben oder Rädern, sucht man in Süddeutschland, in Tirol und in der Schweiz
vergeblich bis auf einzelne Vorkommen, die, wie ein Blick auf die Verhältnisse in der jüngeren **
Urnenfelderzeit lehrt, ohne Wirkung auf die heimischen Vorstellungen blieben. Im Gegen­
satz zu diesen Gruppen stehen die Slowakei, die italische Protovillanovakultur, die mittel­
deutsche Gruppe und der nordische Kreis. Sehen wir von der Slowakei als Nachbarn
„Ungarns“ ab, dann handelt es sich um Kulturen, die zum erstenmal engen Kontakt
mit, der donauländischen Ideenwelt hatten. Sie rezipierten jenes „neue“ Gedankengut,
das dann in der folgenden Periode vollends zum Durchbruch kam.

39
IY . Religiöse Äußerungen der jüngeren Urnenfelder-
und älteren Hallstattzeit.

1. Donauländisches Erbe.

Im Mittelpunkt der Untersuchung des jungurnenfelder- und hallstattzeitliehen Symbol­


gutes steht der ostalpine oder „östliche“ Hallstattkreis, der sich in weitem Bogen um das
östliche Alpenmassiv erstreckte. Im Vergleich zu den gleichzeitigen Kulturen Griechen­
lands und Italiens ist er verhältnismäßig arm an religiösen Äußerungen. Der geringe
Bestand an Amuletten und die wenigen religionsgeschichtlich bedeutsamen Einzelmotive
und Motivgruppen reichen aber dennoch für die Beantwortung der Frage aus, was donau­
ländisches Erbe, was Zutat fremder, aktiver Kräfte ist.

# A m u le tte .
Die Sitte, Amulette in Anhängerform zu tragen, hielt sich im ostalpinen Kulturgebiet
bis in die Hallstattzeit. Die Fliegenhöhle von St. Kanzian im Küstenland (A 142) ergab
unter ihren reichhaltigen jungurnenfeiderzeitlichen Funden auch zwei R a d An h än g er
mit Speichenkreuz (Typ Taf. 16, 3) bzw. mit vier Speichen und Mittelring (Typ Taf. 16, 5).
Dieser Typ kehrt in den gleichzeitigen Urnenfeldern von Marburg a. d. Drau und Kis-
Köszeg, Kom. Baranya wieder (A 79, 96). Gräber der Stufe HA C aus Salzburg und West­
ungarn (A 91, 137) enthielten Radanhänger mit Quadrantenverstrebung (Typ Taf.16, 9).
Die Verbreitung dieser Typen außerhalb des ostalpinen Kulturgebietes umfaßt räumlich
und kulturell oft weit voneinander entfernte Kulturen: die Pfahlbaukultur der Schweiz,
die mitteldeutsche Steinkistenkultur der Periode V und einige Gruppen Mittel-, Ost- und
Süditaliens. In der Lausitzer Kultur sind Radanhänger verhältnismäßig spärlich, obwohl
ihr das Radsymbol selbst als keramische Zier bekannt war1) ; spärlich auch in der jüngeren
Urnenfelderkultur und in den nachfolgenden Hallstatt gruppen Bayerns (A 78). Aus Este
kennt man lediglich ein vierspeichiges Rädchen, aus der Nordgruppe der Villanovakultur
nur ein Exemplar aus dem Hort von San Francesco in Bologna (A 14, 51), obgleich in
Este und in Bologna ostalpines Symbolgut dieser Zeit nicht selten ist.
Typ Taf. 16, 3 begegnet vereinzelt im Schatzfund von San Francesco in Bologna (A 14) und in der
Fossanekropole von Torre Galli in Kalabrien (A 171), mehrmals im schweizerischen Pfahlbaugebiete,
selten in Mitteldeutschland (A 15), wo wiederum Typ Taf. 16, 5—6 behebt war, vor allem die Variante
mit liegendem Kreuzspeichenschema, die sonst nur noch in Umbrien wiederkehrt und vermutlich ein*

x) Vgl. O. F. Gandert, Jahresschr. f. d. Vorgesch. d. Säehs.-thür. Länder 24, 1936, 186 Amn. 2. J . Deichmüller, Ober­
laus. Jahresh. 1, 1890, 52. W . Grünberg, Die Grabfunde der jüngeren u. jüngsten Bronzezeit im Gau Sachsen (1943)
Taf. 63, 15 (Dresden-Übigau, Gr. 28). W . Frenzei, Urgeschiehtsfunde des Kreises Rotenburg 33 Abb. 17, 15 (Muskauer
Heide). Nachrichtenbl. f. Deutsche Vorz. 9, 1933, 196 (Gallun, K r. Teltow). Zeitschr. f. Ethn. 17, 1885 (142) (Tam owo bei
Wongrowitz). Plastische Radzier ist aber auch im Ostalpengebiet (M. Much a. a. O. Taf. 70, 5) und in Este bekannt
(0 . Montelius, Civ. prim. Taf. 70, 5).

40
gemeinsames Ausstrahlungszentnim besitzt (A 64, 192; 4,112,136,166). Der Grundtyp mit axialen
Speichen ist noch aus Kleinpolen, Galizien, Südostfrankreich, der Schweiz, Unteritalien und Sizilien
bekannt (A 3, 5, 52, 54, 104, 111, 131, 133). Sizilien und das Picenum sind der Streuungsbereich des
Typs Taf. 16, 14 (A 114, 138), dazu kommen noch einige Exemplare aus der Schweiz und aus Südost­
frankreich. Noch lockerer sind Radanhänger vom Typ Taf. 16, 7 verbreitet: in Bosnien, im Picenum und
in der Toscana, in der Lombardei, in der Schweiz und in der Rheinprovinz, ferner in Mitteldeutschland
und in der nordwestlichen Mark Brandenburg (A 21, 37, 40, 41, 56, 57, 99, 105, 106, 129, 195). Nur Typ
Taf. 16, 20 ist auf ein kulturell fester umrissenes Gebiet beschränkt und zeitlich einheitlich in die Stufe
H A B zu datieren: er findet sich in der schweizerischen Pfahlbau- und rheinischen Urnenfelderkultur
(A7, 61).
Die Verbreitung der jungurnenfeiderzeitlichen S a n d u h r An h ä n g e r ist schärfer Umrissen
und beschränkt sich auf Kulturen, die auch im materiellen Inventar miteinander verbunden
sind. In der frühen Urnenfelderzeit war das Amulett meist östlich verbreitet, jetzt findet es
sich weiter westlich, in Westungarn (F 10, 27) und in der Steiermark (F 12, 23), in Mähren
(F 19) und in Nordostböhmen (F 15, 17, 24). Der Weg führt weiter die Elbe entlang zu der
Heidenschanze von Dresden-Coschütz (F 5) und die Oder entlang in das südliche Ost­
pommern, wo die Amulettform zusammen mit Pferdegeschirr in einem Hort von Pyritz
lag (F21). Diese Fundkombination ist insofern von Bedeutung, als sie hier einmal die
Verwendungsart des Behanges als Schmuck des Pferdegeschirrs beleuchtet. Was er jedoch
sonst für seine Träger bedeutete, wissen wir nicht. Amulette in Doppelaxtform, welche für
die frühe Urnenfelderzeit kennzeichnend waren, scheinen im allgemeinen nicht mehr üblich
gewesen zu sein, sieht man von einigen wenigen wirklichen Miniaturäxten aus der west-
schweizerischen Pfahlbaukultur und südostfranzösischen Horten ab1).
In der entwickelten Hallstattzeit fehlen sanduhrförmige Amulette anscheinend voll­
ständig. Das trifft auch für die L a n z e t t a n h ä n g e r z u , die während der jüngeren Urnen­
felderzeit in der schweizerischen Pfahlbaukultur und in Südostfrankreich noch außer­
ordentlich zahlreich, im östlichen Urnenfeldergebiet, z. B. in Nordostböhmen dagegen
nur mehr sporadisch auftreten (B 65).
Das Ausbleiben der beiden Amulettformen in der reinen Hallstattzeit hängt vielleicht
damit zusammen, daß sie ihren ursprünglichen Sinn verloren hatten. Sie wurden von
anthropomorphen Amuletten abgelöst, von denen die sch w a lbe n sc h w an zfö rm ig e n A n h än ger
(Taf. 1 5 ,1 — 5 ) sicher auf urnenfelderzeitliche Formen zurückgehen. Am Beginn der Urnen­
felderperiode waren sie längs der bayerischen Donau bis in die schweizerische Pfahlbau-
kultur verbreitet. In der Schweiz und im westlichen Urnenfelderkreis finden sie sich auch
in der jüngeren Urnenfelderzeit, nur weicht ihre gedrungene, straffe Form von den älteren,
viel mehr anthropomorph gesehenen Amuletten merklich ab {Taf. 15, 5 ). In der Hallstatt­
zeit des Westens ist das Amulett dann nicht mehr sonderlich häufig vertreten, während
es im östlichen Hallstattkreis zu dieser Zeit überhaupt erst einsetzt; bezeichnenderweise
mit anthropomorphen Formen, die an die Anhänger der frühen Urnenfelderzeit erinnern,
und bisweilen in Verbindung mit größeren Gehängen (Typ Thailing), deren Tierappli­
kationen für kultische Verwendung sprechen (C 18, 38).
Für die Frage nach der Heimat der anthropomorphen Amulette ist ihre Verbreitung in
Oberitalien wichtig. In Grab 236 von Este-St. Stefano — in den Beginn der älteren
Hallstattzeit datiert — hängen sie an einem Bronzeblecheimer mit seitlichen Stabgriffen
(C 15). Der Eimer und ein zweiter eines anderen Grabes*2) wurde sicher nicht in Este
gefertigt. Wir begegneten diesem Typ ja bereits im Zusammenhang mit der Vogelheraldik
in Nordostungarn. Die hallstattzeitlichen Eimer der gleichen Form gibt es jedoch nicht
mehr in Nordostungarn, sondern — freilich meist unverziert • — hauptsächlich im östlichen

*) E. Chantre, Age du bronze Taf. 25 (H ort v. Ribier, Dep. Hautes-Alpes) u. Congrös Prehist. de France 9, 1913 Taf. 6,10
(Hort v. Larnaud, Dep. Jura). — Corcelettes, Antiquitres Lacustres (Album Lausanne) (1896) Taf. 28, 11.
2) N ot. Scavi 1907, 181 Abb. 22.

Rom.-Germ. Forschungen 20. 6 41


Jpengebiet1), so daß Fr. Holste und G. v. Merhart, auf eine ganze Reihe anderer, ähnlich
elagerter Fälle gestützt, eine Verlagerung gewisser Bronzegefäß Werkstätten aus Nordost-
ngarn in das ostalpine Kulturgebiet erschließen konnten1 2). Der Eimer des Grabes aus
]ste und sein Amulettbehang waren also Import aus einer ostalpinen Werkstatt. Für
inen Teil der übrigen Beigaben des Grabes mochte man wenigstens Beeinflussung durch
stalpine Vorbilder annehmen3).
Vom Ostalpengebiet strahlte die Sitte des anthropomorphen Amulettbehanges auch
ach Südtirol aus, wo solche Anhänger in Pfatten (C 40) an Trensenknebeln in Gestalt
ines Pferdes hängen4). Mehrere Anhänger, z. T. mit Ärmchen fanden sich in der Um-
ebung von Como und in der San-Vitale-Nekropole von Bologna (C 8, 9). Die anthro-
omorphen Amulette gehören also zum ältesten ostalpinen Symbolgut südlich der Alpen
nd wurden von Kulturen aufgenommen, die auch in ihrem sonstigen Inventar mit ost-
lpinen Gruppen eng verbunden sind, vornehmlich vom Como- und Este-Kreis und von der
lordgruppe der Villanovakultur, die durch die Bologneser Nekropolen repräsentiert wird.
Neben rad- und schwalbensch wanzfÖrmigemBehang gibt es im ostalpinen Hallstattkreis
ahlreiche d r e ie c k ig e A n h ä n g e r , die wohl ebenfalls anthropomorph gesehen wurden (Taf. 15,
. 9.14). Sie gehen sicher auf donauländische Vorformen der jüngeren Urnenfelderzeit zurück
D 28,45). In einem Falle wurden sie gar mit anderem Klapperwerk alter donauländischer Art
ombiniert (D 60), mit einem breitfelgigen Speichenrad und mit Mittelstücken in Dreipaß-
rrm. Die meisten jungurnenfeiderzeitlichen Dreieckanhänger besitzen Rippen und Rillen
ls Zier in streng tektonischem Aufbau (Taf. 15,9.10.12). Darin folgen ihnen die gleich­
eformten Amulette der schweizerischen Pfahlbaukultur (Taf. 15,11.13.14), obgleich
ier sonst flächenhafte Ornamentik in höchster Blüte stand56 ) ; die Dreieckamulette der
'chweiz dürften also von Osten her beeinflußt sein.
In der Hallstattzeit waren sie im Westen genau so wie die schwalbenschwanzförmigen
mmlette nicht mehr üblich, ganz im Gegensatz zum Ostalpengebiet, wo sie, wie betont,
ur geläufigsten Amulettform gehörten. Bisweilen kombinierte man hier das Amulett mit
lastischem Vogelschmuck zu Ä rm chen dreiecken m i t V o g e l b a r k e n (Taf. 1 2 , 1 —10), wie man
i auch schwalbenschwanzförmige, also ebenfalls anthropomorph gesehene Anhänger zu
lastischen Vögeln an größeren, radförmigen Gehängen in Beziehung brachte (Typ Thal-
ng C 18, 38). Wie beliebt das andere Mischmotiv, die Dreiecke mit Vogelköpfen, wurde,
eigt seine weite Verbreitung; sie erstreckt sich nördlich der Alpen bis nach Westpolen
Razmierz) und in die Cote d’Or, südlich der Alpen von Südtirol, Venetien und dem Como-
ebiet bis nach Bologna und bis nach Etrurien.
Ein Mischmotiv stellen auch die A n h ä n g e r m it e in g e r o l l t e n E nden u n d V o g e l b a r k e dar
Taf. 12,11—18), deren Heimat gleichfalls nur das Ostalpengebiet gewesen sein kann.
)ie einzelnen Kompositionselemente dieses Typs, Vogelbarkenanhänger und Anhänger
iit eingerollten Enden, sind in den Donauländern zu Haus, ihre Kombination, wohl die
Iischung von Vogelbarke und Rindergehörn, wird im ostalpinen Kulturkreis entstanden
3in. Der Typ läßt sich in Bologna aus der Zeit der Benacci-Caprara- und Arnoaldi­

1) Hallstatt: I. Gaisberger, Die Gräber von Hallstadt (1848) Taf. 9, 4. Frög: Mus. Klagenfurt. R ivoli 1 38.
s) G. v. Merhart, Lit. s. o. S. 27 Anm. 2.
8) So z. B. ein Antennenschwert, ein endständiges Lappenbeil, ein Tüllenbeil, eine Vasenkopfnadel, eine Bronze­
lechtasse mit überhöhtem Bandhenkel, ein tordierter Bronzegefäßhenkel mit Vogelkopfende, eine kettenbehangene
lalbmondfibel. An Keramik: ein Wasserkrug, eine bikonische Schale.
4) Ein Bronzeblech mit Würfelaugen (Ringbuckel) und ein Gehänge aus Achterspiralen, welcher Typ in anderen
räbern mit Scheibenkopfnadeln oder anderen späten Formen zusammengeht, lassen sich freilich kaum noch in die
rnenfelderzeit datieren. Die Stufe H A B scheint in Pfatten jedoch noch vertreten zu sein.
6) Vgl. E. Vogt, Der Zierstil der späten Pfahlbaubronzen, Zeitschr. f. Schweiz. Arch. u. Kunstgesch. 4, 1942, 193ff.
. Geßner, die geometrische Ornamentik des spätbronzezeitlichen Pfahlbaukreises der Schweiz (1946) u. die Bespr. d.
erf. in Bonn. Jahrb. 150, 1951, llO ff.

2
friedhöfe belegen, in Vetulonia findet er sieb im Circolo del Tridente und in Corneto am
Schild aus der Tomba del Guerriero, Gräber, die bereits hallstattzeitlich im mittel­
europäischen Sinne sind. In Tirol ist das Amulett von der jüngsten Urnenfelderzeit
(Pfatten H 236; Taf. 12,13.14) bis in die späteste Hallstattkultur dieses Landes nach­
zuweisen (Sanzeno, H 199; Taf. 12,11.15), während das Exemplar aus Frög in Kärnten
(Taf 12, 18; H 63) sicher in die Stufe HA C datiert wird.
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Mischbildungen ist die einfache V o g e l b a r k e . Sie
erscheint auch in Amulettform und gehört zu dem wenigen hallstattzeitlichen Symbolgut,
welches älterurnenfeiderzeitliche Vorlagen morphologisch verhältnismäßig rein weiter­
führte. Dies kommt aber bei den Amuletten weniger in der ostalpinen Hallstattkultur
selbst als vielmehr im westbalkaniseh-adriatiseh-italisehen Kulturkreis zum Ausdruck.
Ein leider undatiertes Schiffchen mit doppeltem Vogelkopf aus Corneto (H40e) kann z. B.
nur mit der Vogelbarke aus der Theiß, Kom. Szatmar, verglichen werden (Taf. 11,19),
deren inhaltliche Zugehörigkeit zu der älterurnenfeiderzeitlichen Vogelheraldik nordost­
ungarischer Bronzegefäße bereits oben besprochen wurde (H 226). Die Cornetaner Barke
wird im Verlaufe der jüngeren Urnenfelderzeit zusammen mit zahlreichem anderen
Formengut nordwestbalkanischer Herkunft nach Mittelitalien gelangt sein.
Viel häufiger als die plastische Vogelbarke erschei­
nen Doppelvögel als Amulette, von einfachen, mit
Hingen kombinierten Formen bis hin zu vierfacher
Protomenbildung ( Taf. ID und zahlreichen Mischungs­
typen wie Beilanhängern oder Deckeln mit Vogel­
köpfen, welche Miniaturgefäßen aufgesetzt sind
(Taf. 7,16.17). Und wieder nahmen italische Gruppen
an den Vorstellungen teil, die jenen Bildungen zu
Grunde lagen: die Gehänge von Fejerd in Sieben­ Abb. 2. Gehänge von Fejerd
bürgen (Abb. 2) und aus dem ungarischen Komitat (Siebenbürgen). Bronze. 2:3.
Borsöd aus zwei übereinander gesetzten Doppelpro­
tomen (Taf. 11,17; H 18, 59) entsprechen gedanklich völlig ähnlichen Anhängern, die mit
balkanisehen Formen zusammen in Apulien gefunden wurden (H 14; Taf. 11, 7) oder
unvermittelt in Cumae bei Neapel erscheinen H 4 1 ; Taf. 11,10). Die in Apulien übliche
Sitte, doppelte Vogelköpfe mit Beilamuletten zu kombinieren, kehrt bezeichnenderweise in
dem epirotischen Heiligtum von Dodona (H 45) wieder, dessen Bestand an Opfergaben
ebenso balkanische Züge trägt wie eine Anzahl makedonischer Bronzen, unter denen
Gefäßanhänger mit Protomendeckeln (Abb. 3 Taf. 7,16.17) und einfache Vogelanhänger
nicht eben selten sind (Taf.7, 2.11). In den hallstattzeitlichen GlasinacgräbernBosniens
liegen ihre nächsten Parallelen (Taf. 7, 5.12.15), von denen die einfachen Amulette aus
doppelten Vogelköpfen (Taf. 11, 3) vollends nicht von ähnlichen Bildungen Ungarns
(Taf. 11, 2.11) und Apuliens (Taf. 11, 4. 7) zu trennen sind. Wir fassen mit diesen Formen
einen balkaniseh-adriatischen Kreis, der durch zahlreiche materielle Kulturgüter gleicher
oder verwandter Form zusammengeschlossen wird (Brillenfibel u. a. m.) und wahrscheinlich
mit dem illyrischen Sprachenkreis des Balkans und der adriatischen Gebiete gleichgesetzt
werden darf.
T ierk op fgeh ä n ge.

Das Motiv der einfachen plastischen Vogelbarke wanderte gleichsam in außerdonau-


ländisehe Kulturbezirke ab. Die Bedeutung, die es in seiner Heimat in älterer Zeit besaß
(Taf. 11 ,1.2.5.11.12.19), scheint es in der jüngeren Urnenfelder- und in der Hallstatt­
periode zugunsten der vierfachen Protomenamulette, aber vor allem der mit Vogelbarken

6* 43
kombinierten anthropomorphen Dreieckanhänger und Stierkopfamulette (Taf. 12,1—18)
eingebüßt zu haben. Die Mischung ursprünglich selbständiger Einzelsymbole zu neuen
Formen manifestiert sich aber wohl am besten in den Tierkopfgehangen, deren Geschichte
die Wandlung der zugrunde liegenden Vorstellung ebenso deutlich widerspiegelt wie die
umgestaltende Kraft der Rezeptionskulturen.
Aus der ostalpinen Hallstattkultur sind nur die Gehänge vom Typ Thailing (G d,
Taf. 17,1), die beiden späthallstattzeitlichen Stücke von Watsch und Vinji Vrh (Taf. 17,
2.4) und mehrere, wohl schon frühlatenezeitliehe Gehänge mit doppelten Pferdeköpfen
(G b ) überliefert. Die Kompositionselemente sind stets die gleichen: zwei Tierköpfe sind
waagerecht oder halbkreisförmig miteinander verbunden und mit Stegen oder Ketten an
einer Aufhängevorrichtung in Radform oder in anthropomorpher Gestalt befestigt; an
der Unterkante des Gehänges sind Ösen zur Aufnahme von Rasselwerk angebracht
(Taf. 10,1. 4. 6.10; 17,1.2.4). Das mit dem Rade kombinierte ungarische Vogelbarken­
motiv der älteren Urnenfelderzeit (Taf. 8 ,1 5 —17; 10,9; 11,11) ist gewissermaßen das
erste Glied einer Entwicklungskette, deren Ende man in den späten krainischen Gehängen
(Taf. 17, 2.4) erkennt, die ebenso wie die Amulette Taf. 12,1—10 mit anthropomorphen
Gestalten kombiniert sind. Bei dem Stück von Vinji Vrh ( Taf. 17,4) macht der inhaltliche
Bezug von anthropomorpher Figur, Vogel, Rad und Klapperbehang besonders deutlich,
wie weit sich die religiöse Vorstellung, die darin zum Ausdruck kommt, von den
Äußerungen der älteren Urnenfelderzeit bereits entfernt hat.
Jungurnenfelderzeitliche Zwischenglieder dieser Entwicklungskette sind bisher nur aus
Peripherkulturen bekannt geworden, z. B. aus dem Picenum, wo sich ein solches Tierkopf­
gehänge in einem Frauengrab von Ancona fand ( G a l , Taf. 10,1). G. v. Merhart datierte
es in die späte Protovillanovazeit, in eine Periode also, der in Mitteleuropa die jüngste
Urnenfelderzeitf(HA B) entspricht1)- Wie dieses, so gehen auch die gleichzeitigen Tierkopf­
gehänge aus der Zone nordwärts der Alpen selbst alle auf donauländische Einflüsse zurück.
Das gilt sowohl von dem Stück vom Jenzig bei Jena (H 101; Taf. 11,18), als auch von
den Bronzen von Charroux, Dep. Allier, und Horath, Kr. Bernkastel (G c 1. 4, Taf. 10,10),
denen noch eine ganze Reihe ähnlicher an die Seite gestellt werden kann (Verbreitung
Taf. 25). Dem Gehänge von Ancona (Taf.10,1) am nächsten verwandt ist das von
Charroux (Taf. 10,10). Es lag in einem jungurnenfeiderzeitlichen Hort und kann deshalb
mit dem Anconitaner Fund auch zeitlich verglichen werden. Typologisch stärker ab­
gewandelt sind die Gehänge von Vaison-Vaucluse (G c 5; Taf. 10, 6. 7). Kann man bei
dem einen (Taf. 10, 6) die Vogelköpfe eben noch erkennen, so besitzt das zweite (Taf. 10,7)
anstatt der Vogelköpfe schon Ringösen. Dadurch ist es einem Mittelstück aus dem Hort
von Devoc, Dep. Ardeche (G c 2), verwandt, der u. a. auch ein vierspeichiges Rad mit
Mittelring und Stielösen und ein breitfelgiges und profiliertes Scheibenrad mit konkaver
Speichenführung lieferte. Solche Scheibenräder wurden in der Urnenfelderzeit auch im
Ostalpengebiet, ja selbst noch in Siebenbürgen als Amulett getragen (A 117). Die Gehänge
von Vaison-Vaucluse, Devoc und Venat, Döp. Charente (G c 2, 5, 6) sind halbrund ge­
bogen. Eine andere Variante, die bereits in Charroux begegnete und in Horath, Kr. Bern­
kastel und Hochstadt, Kr. Hanau (G c 3, 4) wiederkehrt, zeigt noch den einst horizontalen
Balken, der nun bisweilen verdoppelt wurde und dessen Tierapplikationen bis zur Un­
kenntlichkeit degenerierten.
Bei den westlichen Gehängen finden sich aber auch Kompositionselemente, die in
Ancona fehlen. Eines davon ist sicher ein „donauländischer“ Dreipaß vom Typ Winklsaß
(Taf. 15, 8) oder einer verwandten Form (Taf.10,2), wie sie in Tirol und im ehemals
österreichischen Küstenland bis in die späte Hallstattzeit hinein noch verwendet wurde

x) Bonn. Jahrb. 147,1942, 9 f. Entspr. Stücke aus Nin im Mus. Zadar (Dalmatien).

44
4
(Gg).‘ Ein anderes Kompositionselement sind Speichenräder mit Ösenkranz (Taf. 10,10),
wie sie bereits in Vinji Vrh (Taf .17,4) und in Kombination mit dreieckigen Amuletten
in Ungarn begegneten, aber als Mittelstück auch in Oberitalien Vorkommen (D 60;
Taf. 10,8).
Die einzelnen Elemente der Gattung Charroux sind donauländischer Herkunft, die
Verbindung des Rades mit dem doppelten Vogelkopf nicht minder. Die Bedeutung, die
diesen Ausdrucksformen zugrunde lag, scheint der westlichen Urnenfelderkultur jedoch
verschlossen gewesen zu sein. Die Tierprotomen, welche ursprünglich einen Sinngehalt
besaßen und auch an den hallstattzeitlichen, mit anthropomorphen Amuletten kom-
binerten Gehängen vom Typ Thailing {Taf .17, 1; G d) nicht fehlen, verkümmerten hier zum
rudimentären Ornament (Taf .10,6). Ferner ist es bezeichnend, daß man solches Gerät
zum Brucherz der Horte gab. Hätte man in den Donauländern das gleiche getan, wäre über
ihren Bestand an Kultgerät mehr bekannt. Daß sich die westliche Anhängersitte dennoch
auf geistig-religiöse Vorstellungen gründete, wird niemand leugnen wollen. Nur waren
diese Vorstellungen anderer Art als z. B. in Ungarn oder im östlichen Alpengebiet.
Die westliche Urnenfelderkultur lehnte schon in der älteren Urnenfelderzeit das Vogel­
barkenmotiv ab und damit wohl auch das in ihm ausgedrückte Mythologem. Nur im
Osten blieb dieses Motiv bis in die Hallstattzeit hinein lebendig, wie es auch die Geschichte
der nordostungarischen Vogelheraldik zeigt.

G etrieben e und g ra v ierte V ogelheraldik.

Die Fliegenhöhle von St. Kanzian im Küstenland (I 43) lieferte zahlreiche Bronzen
der jüngeren Urnenfelderzeit, die als Weihegaben bezeichnet werden können1)- Darunter
fanden sich neben den erwähnten Radanhängern mehrere Kammhelme mit heraldisch
gruppierten Vögeln (Taf. 8,5) und Vogelprotomen, welche gegen eine Kreisscheibe
blicken. Die Verzierung der Helme ist in Buckel-Punkt-Technik getrieben. Die Vogelköpfe
sind durch größere Buckel miteinander verbunden, während die Konturlinien aus Punkt­
reihen bestehen (ähnlich Taf. 9, 3). Die gegen eine Kreisscheibe gestellten Vogelbarken
gehen zweifellos auf den Ornamentschatz älterer nordostungarischer Eimer und Amphoren
zurück (Taf. 8,17). Die zentrale Scheibe befindet sich dort jedoch in der Barke, während
sie jetzt zwischen zwei Barken steht. Eine Anzahl anderer Bronzen, meist Waffen, mit
gleichem Dekor erlaubt den Schluß, daß das Motiv nicht eine formale Werkstatteigentüm-
lichkeit, sondern Ausdruck einer spezifischen, wohl magischen Vorstellung war.
Das Kanzianer Motiv findet sich z. B. an einem der Bronzeblechkessel mit Zwillings­
attaschen aus dem gleichzeitigen galizischen Hort von Kunisowce, Bez. Horodenka (I 20).
Die Werkstatt, welche die Bronzegefäße dieses Fundes fertigte, lag wahrscheinlich im
Gebiet zwischen Donau und Alpenrand*2).

0 Prähist. Zeitschr. 26, 1935, 70f. (Pr. Holste). Zu den Helmen 30. Ber. R G K . 1940, .30ff. (G . v. Mcrhart).
2) Das Motiv befindet sich an einem von mehreren Kesseln gedrückter Form mit Zwillingsattasehen und glatten
Tragbügeln. Ferner fand sich ein doppelkonischer Kessel mit getrennten Attaschen und tordierten Tragbügeln, welcher
Typ für die jüngste Urnenfelderzeit bzw. den letzten donauländischen Horthorizont charakteristisch ist: J. Nestor, Prä-
hist. Zeitschr. 26, 1935, 54f. u. unten S. 47 Anm. 3. Donauländischer Im port ist in Galizien nicht selten: in einem Hort
von Niedzieliska, Bez. Przenryslany ist ein Bronzeblechkessel mit einem vierspeichigen Radanhänger (T yp Taf. 16, 6)
vergesellschaftet (A 111), im H ort von Ruda, gl. Bez., erscheint eine Blechtasse vom Typ Hostomitz-Stillfried: äwiatowit
17, 1936/37, 262 A bb. 9 = A . u. h. V . 5 (1911) Nr. 1023, welche als Leitform der Stufe HA B gilt und wahrscheinlich in
den östl. Alpenländern beheimatet ist, E. Sprockhoff, Handelsgeschichte 84ff. und neuerdings R . Pittioni, Jahrb, d. Ver.
f. Ldskde. von Niederöst. 1944/48, lö ff. Aus Podolien stammt ein in Buckel-Punkt-Technik verzierter Kammhelm,
dessen Herkunft in die gleiche Richtung weist, Öwiatowit a. a. O. 296 Abb. 2. 297 Abb. 2a. 30. Ber. R G K . 1940, 21
A bb. 6, 3. Blechtassen und Helme verwandter A rt scheinen auch in Mittelitalien ostalpiner Herkunft zu sein.

45
Wahrscheinlich nicht in diesem Werkstättenkreis hergestellt, sondern wohl nur in
ufbau und Ornamentik von ihm angeregt sind zwei Bronzehelme, welche in einem Moore
d Viks0 in Dänemark gefunden wurden (I 60). Die mit gegossenen Hörnern und Kamm-
hrungsschienen versehenen Blechhauben waren nach nordischer Sitte paarweise nieder­
legt. Daraus geht hervor, daß es sich hier um einen Opferfund handelt. Das Barken-
otiv ist an ihnen insofern verändert wiedergegeben, als die Zentralscheibe verloren ging,
leichfalls abgewandelt ist das Motiv auf einem Bronzeblechpanzer angeblich aus Neapel
28). Buckel- und Punktreihen wechseln miteinander ab, die Brustwarzen werden
irch zwei gepunktete Kreisscheiben angedeutet, darunter befinden sich zwei gegenein-
Lder gestellte Protomen, zwischen ihnen ein Mittelbuckel. Dekor und Wahl der Zier-
unente entsprechen ganz donauländischer Art und wiederholen sich auf den jung-
nenfeiderzeitlichen Panzern von Fillinges in Obersavoyen ( 1 13). Auch hier sind die
rustwarzen durch je zwei Kreisscheiben betont, welche in zwei Fällen in heraldisch
uppierte Vogelköpfe auslaufen (Taf. 9,10). Das Kanzianer Motiv wird hier also ab­
kürzt wiedergegeben. Die in schrägen Linien punktierte Füllung der säumenden Bänder
heint der Toreutik der gleichen donauländischen Werkstatt entlehnt worden zu sein,
3 die älterurnenfeiderzeitlichen Bronzegefäße von Siem (Jütland), Lavindsgaard
ünen), Biernacice (Polen) und Lüeky (Slowakei, hier mit einem Knopf heim vergesell-
haftet) angefertigt hat (I 1, 21, 22, 49). Bedeutsam ist, daß diese Ornamentik in Fillinges
Ld Neapel auf Schutzwaffen erscheint. Das verbindet diese Funde mit der Beinschiene
■n Rinyaszentkiräly (I 37), der ältesten bisher bekannten Schutzwaffe aus dem Gebiet
dsehen Donau und östlichem Alpenrand: auch sie ist mit heraldisch gruppierten Vögeln
^af. 8,10) und vierspeichigen Rädern geschmückt. Auf den jüngeren Beinschienen von
rgine bei Trient (I 33) ist die Protomenheraldik mit zentralen Kreisscheiben verbunden,
iem Ornamentdetäil, das sicher nordostungarischer Herkunft ist.
Da auf allen besprochenen Schutzwaffen immer wieder gleiche oder ähnliche, jeden-
-ls von den Donauländern her beeinflußte theriomorphe Motive erscheinen, wird man
3 Panzer von Fillinges und Neapel und wohl auch die Kammhelme von St. Kanzian als
odukte eines einzigen Werkstättenkreises ansprechen dürfen. Diese Werkstätten werden
er Wahrscheinlichkeit nach im Ostalpengebiet (einschließlich Westungarn) gearbeitet
ben, selbst wenn Panzer in den Ostalpen selbst erst aus hallstattzeitlichen Funden be-
nnt geworden sind1) . Die Waffenschmiede wählten die Vogelheraldik sicherlich nicht will-
rlich zum Schmuck, vielmehr muß diese Ornamentik ihrem Sinngehalt nach der Idee
r Schutzwaffe entsprochen, also die Schutzwirkung der Panzer und Helme magisch
rstärkt haben. Die Vogelheraldik gehörte in den Bereich der magischen Heilszeichen.
Kammhelme mit Vogelzier gibt es auch in Mittelitalien (I 8, 63 A )2). Die Ziermotive
3ser Helme gehören zwei verschiedenen Gruppen an. Die eine umfaßt hintereinander
ceihte Vogelköpfe, die andere einfache Vogelbarken (ähnlich Taf. 9,3), deren zentrale
•eisscheiben nicht mehr in der urnenfelderzeitlichen Buckel-Punkt-Technik, sondern als
istisch herausgetriebene Ringbuckel gearbeitet sind.
Die Geschichte des Motivs der gereihten Vogelkö'pfe läßt sich bis in die ältere Urnen-
derzeit (HA A 2) zurückverfolgen, in der es auf einem Bronzeblechsieb von Budszent-
haly, Kom. Szabolcs, erscheint (I 5). In der jüngeren Urnenfelderzeit (H A B ) findet
h das Motiv bezeichnenderweise auf Waffen, so z. B. auf einem der Griffzungen-
lwerter des nordostungarischen Hortes von Podhering, Kom. Bereg (J 37; Taf. 9,6. 8).
if beiden Seiten der Klingen sind — ganz wie auf dem Sieb von Budszentmihäly —
shrere Vogelköpfe hintereinander gereiht. Eine punktierte Linie führt von den Augen

) G. v. Merharfc, 30. Ber. R G K . 1940, 36ff.


) A . a. O. 27 ff.
der Vögel zu einem Halbkreis, so daß auch hier im Grunde eine Verbindung von Vogel­
heraldik und Kreis vorliegt. Eine Punktlinie, die die Vogelköpfe säumt, ist vielleicht als
Kamm zu deuten1). Die gleichen Merkmale kehren auf der Klinge des Antennenschwertes
von Szilagysomlyö, Kom. Szilagy wieder (J 45; Taf. 9, 7 ): die punktierte Konturlinie der
Köpfe, die punktierte Verbindungslinie zwischen Auge und Scheibe und die Reihung der
Vögel. Wie bedeutungsvoll das Motiv gewesen sein muß, zeigt seine Verbreitung. Es findet
sich an einem Griffzungenmesser aus dem Pfahlbau von Estavayer am Neuenburger See
(J 11), an der Klinge eines Griffzungenschwertes aus einem Moorfund von S0nder Lyngby
in Jütland (J 43) und mit dem Vogelbarkenmotiv kombiniert auf einem Rasiermesser
aus der Umgebung von Lathen, Kr. Aschendorf-Hümmling in Niedersachsen (J 25).
Dieses Messer mag als Beispiel für zahlreiche andere nordische Rasiermesser gelten, deren
Ornamentik von der doanuländischen Protomenheraldik abhängig ist*2).
Der Bezug der Tiere zur Kreisscheibe verlor sich jedoch bei den Arbeiten der mittel­
italischen Toreuten, so daß die einzelnen Vogelköpfe, gleichsam vom Rumpf getrennt, in
additiver Reihung auf ein horizontales Band gesetzt erscheinen. In dieser Form begegnet
das Motiv nicht allein auf mittelitalischen Kammhelmen, sondern auch auf einer Bronze-
blechsitula aus Bisenzio-Capodimonte (I 2). Dagegen wurde es auf dem Bronzekessel mit
Kreuzhenkelattaschen aus Veji (I 58) mit anthropomorphen Gestalten kombiniert; diese
sind also offensichtlich an die Stelle der Zentralscheibe getreten.
Das zweite Motiv, die einfache Vogelbarke, kommt in Italien nur an einem einzigen
Helm vor. Er stammt aus der Monterozzi-Nekropole in Corneto (I 8). Die Verbindung
der Protomen untereinander und damit der Charakter der Barke ist freilich nicht mehr
vorhanden. Sinnvoll scheint das Motiv jedoch auf einem doppelkonischen Bronzeblech­
kessel mit Kreuzhenkelattaschen von Rossin in Pommern verwendet (I 41; Taf. 9, 3),
obgleich auch hier Ringbuckel die gebuckelten und punktierten Scheiben ersetzen. Der
Kessel ist nach den Untersuchungen Fr. Holstes ostalpiner Herkunft3). Das gleiche gilt
mit Sicherheit auch für die Bronzeblechamphore aus Prenzlawitz, Kr. Graudenz (I 35),
die mit einfachen Vogelbarken und dem Ganzbild eines Vogels verziert ist. Dieses Gefäß
gehört in eine große Familie gleicher oder ähnlicher Amphoren aus Slawonien, West­
ungarn, Nordböhmen, der Provinz Brandenburg, Dänemark und Mittelitalien4). In
Steiermark begegnet die einfache Vogelbarke auf einem Zistendeckel von Klein-Glein
(1 19), in Südtirol hielt sie sich bis in die Spätzeit der Hallstattkultur dieses Landes (J 9,23).
Ein anderes Vogelmotiv findet sich auf einem bronzenen Schildüberzug aus Dänemark
(Fundort unbekannt): drei große, von konzentrischen Punktkreisen umsäumte, getriebene
Mittelbuckel, die oben und unten von je einer Vogelbarke umfahren werden (I 63D; ähn­
lich Taf. 9, 4). Dieser Schild entzieht sich einer typologischen Zuordnung. Nur die Auf­
teilung seines Ornaments und die doppelten spiegelbildlichen Vogelbarken haben andernorts
Parallelen, die Komposition des Dekors z. B. auf einem Schild aus Italien5). Er ist zwar
nicht mit Vögeln, aber mit in Punkt-Buckel-Technik getriebenen Scheiben verziert, in
der Wahl der Ziermittel also ebenso wie die Ornamentik des Schildtyps von Herzsprung
sicher donauländisch beeinflußt. G. v. Merhart vermutet deshalb, daß der dänische und
der italische Schild aus Werkstätten nördlich der Adria stammen6). Die weite Verbrei­
tung eines so komplizierten Motivs wie der doppelten Vogelbarke (Dänemark, Steiermark,

!) Zur Kammbildung und zur Wirkung solcher Vögel im Ornamentschatz des nordischen Kreises vgl. N. Äberg,
Chronologie 5 (1935) 134 ff.
2) Darüber zuletzt ausführlich A. Althin, Studien zu den bronzezeitlichen Felszeichnungen von Skäne (1945) 117 ff.
8) Vgl. jetzt G. v. Merhart, Studien in Festschr. d. Röm.-Germ. Zentralmuseums in Mainz 2 (1952) 4 ff. Liste S. 63f.
4) E. Sprockhoff, Handelsgeschichte 91 ff. B. G. Lindgren, Äberg-Festschr. (1938) 79 Abb. 5.
5) 30. Ber. R G K . 1940 Taf. 1, 2.
fl) A . a. 0 . 38.

47
Este und Bologna), das ja in plastischer Form sowohl in Siebenbürgen und Ungarn als
auch in Südostitalien und Makedonien erscheint, läßt sich ebenfalls nur dann verstehen,
wenn man für seine Herkunft einen zentral gelegenen Werkstättenkreis annimmt.
In Steiermark begegnet die doppelte Vogelbarke nicht auf Schutzwaffen, sondern auf
Bronzeblechgeschirr, nämlich drei Eimern mit Bandhenkeln — der Typ geht auf
urnenfelderzeitliche Vorformen zurück — aus den hallstattzeitlichen Grabhügeln
von Klein-Glein (I 19). In Este findet sich das Motiv auf zwei Gürtelblechen der
Stufe Este 2 (J 12) und auf vier Situlen mit angehämmertem Boden (I 12, Taf. 9, 4). Auf
diesen sind die Doppelbarken mit gepunkteten und gebuckelten Kreisscheiben verbunden.
Kreisscheiben ohne Vogelbarken kehren an einer gleichartigen Situla eines anderen
Grabes aus Este wieder1), das nach beigegebener schwarz-rot-gebänderter Keramik in
den Übergang von der 2. zur 3. Estestufe zu datieren ist*2), während die erwähnten Barken-
situlen in einer Spätphase der 2. Stufe in den Boden kamen3).
Da motivische Vorläufer in Este fehlen und die geometrisch stilisierten Protomen der
Situla im Ornamentschatz estensicher Situlenkunst offensichtlich fremd sind, scheint das
Motiv der doppelten Vogelbarken von den Südostalpen aus nach Venetien gelangt zu sein.
Ostalpinen Einfluß verrät auch der Deckel einer späten Eippenziste aus Monteveglio bei
Bologna, welcher ebenfalls mit spiegelbildlichen Vogelbarken verziert ist (I 25; Taf. 9, 5).
Heimisch sind sie aber weder in Bologna noch in Mittelitalien geworden, wo sie nur auf
weiblichen Trachtstücken, nämlich auf ovalen Bronzeblechgürteln erscheinen4).
Die ursprüngliche Fassung des Motivs bleibt allein auf den Gürteln von Este und Bologna
gewahrt (1 4 ; J 5, 12), während die mittelitalische Fossakultur stets einseitige Doppel­
köpfe verwendete, die mit der Zentralscheibe keinen Zusammenhang mehr besitzen (z. B.
I 8; J 8, 27). Überall erscheint an den mittelitalischen Gürteln in Graviertechnik sonst
die für die Fossakultur so bezeichnende Ornamentik: Mäander, Kreuze mit Dreieckarmen,
Gräten- und Zickzackmuster, Sparren, gefüllte Dreiecke, Rosetten, Sterne, Räder u. a. m.
Einen ähnlichen Ritzdekor benutzte auch ein südostalpiner oder küstenländischer Werk­
stättenkreis, der Bronzekessel mit kreuzförmigen Henkelattaschen und einer breiten,
meist aus Mäandern bestehenden Randborten Verzierung fertigte5). Die Mäander dieser
Kessel sind vorliniert. Vorlinierung war auch bei den Graveuren der Gürtelbleche beliebt.
Gürteldekor und Kesselzier stimmen also in motivischen und technischen Einzelheiten
überein, so daß sie nur dem Musterschatz und der Arbeitsweise eines gemeinsamen
südostalpin-küstenländischen Werkstättenzentrums entstammen können.
Die besprochenen Motive gehen also alle auf die älterurnenfelderzeitliche Protomen-
heraldik Nordostungarns zurück. Doch hat sich entweder ihre Gestalt oder ihr Bezug zum
materiellen Kulturgut gewandelt. Neben Bronzeblechgeschirr sind in der späten Urnen­
felder- und Hallstattzeit Schutz- oder Angriffswaffen ihre hauptsächlichen Träger: Pro-
tomenreihung findet sich nördlich und östlich der Alpen auf Schwertern, in Italien auf
Helmen. Vogelbarken, gegen eine Kreisscheibe gestellt, gehören im allgemeinen zu Helmen
und Panzern, zu Helmen auch einfache Barken und zu Schilden jenes Motiv der doppelten
Barken, das in Italien und auch im nordischen Kreis6) zum Schmuck von Trachtzubehör
verwendet wurde.
Die Geschichte der Ganzbilder von Vögeln {Taf. 8 , 1 —14) läßt ähnliche Beobachtungen
zu. Die ältesten ,,realistisch“ getriebenen Vögel schmückten in Verbindung mit Speichen-
*) Nachweis Fr. Holste, Mus. Este.
2) N. Äberg, Chronologie 1 (1930) 194.
3) 0 . Randall Maclver, The Iron Age in Italy (1927) 18.
4) Zur Formgesehichte Verf. in Prähist. Zeitschr. 34/35, 1949/50, 132ff.
5) Vgl. G. v. Merhart, Finska Fornm. Tidskr. 45, 1945 (Tallgren-Festschr.) 87 Anm. 2. — Zu den Kreuzen mit Dreiecks­
armen vgl. M. Much, Atlas 87 A bb. 15. Starinar NF. 1, 1906 Taf. 1 u. S. 5 A bb.; 3, 1908, 190 Abb. 1, 2.; 5,1910 Taf. 5.
6) Vgl. E. Sprockhoff, Niedersächsische Depotfunde der jüngeren Bronzezeit (1932) 94ff.

48
rädern die Beinschiene von Rinyszentkiraly, Kom. Somogy (I 37, Taf.8,10). Kontur­
linien sind hier nicht zu erkennen, Körper und Hals werden durch gleich große Buckel
wiedergegeben. Vergleichbaren Vogelschmuck tragen die Kammhelme aus der Fliegen­
höhle von St. Kanzian (I 43; Taf. 8, 5), doch bestehen hier Hals und Schnabel der
Tiere bereits aus Konturlinien, die die Augenbuckel und die Halsfüllung säumen. Ebenso
ist es bei den Vögeln der Prenzlawitzer Amphore (I 35; Taf. 8, 11) und bei dem Schild
von Nackhälla in Schweden (I 27; Taf. 8,6). Die Vogelbilder von St. Kanzian, Prenz-
lawitz und Nackhälla schließen sich also zu einer Gruppe zusammen, die starke Einflüsse
des nordostungarischen Protomenstils verrät, aber die „realistisch gesehenen“ Grundformen
des Typs von Rinyaszentkiraly (Taf. 8,10) beibehält. Alle Tiere besitzen jenen scharfen
Stirnabsatz, der den Protomen auf älterurnenfelderzeitlichen Eimern und Amphoren
(Taf. 8,15 —17) eigentümlich ist. Das gleiche gilt von den wenigen Ganz-Bildern von
Vögeln auf italischen Gürtelblechen: die Vögel des Bleches von Populonia (J 39) sind
mit einer Doppellinie umrahmt und diejenigen von Poggio-Bustone (J 38; Taf. 8,13)
zeigen noch die einstige Buckellinie des Halses und des Körperrandes. Die Punktfüllung
der Kanzianer Tiere wurde hier durch Striche ersetzt, die Enden des Dreieckschwanzes
sind (wie auf der Beinschiene von Rinyaszentkiraly das Körperende und die Schnabel­
spitze) durch Kreise betont.
Einige andere Vogelgestalten lassen ebenso deutlich die Mischung von Protomenstil
und „realistischer“ Darstellungsweise erkennen. Sie schmücken wiederum Schwerter
und führen das Reihungsmotiv auf den Waffen von Szilagysomlyö und Podhering weiter
( Taf. 9, 6—8). Die Klingenzier eines Schwertes aus der Saone bei Mäcon (J 26; Taf .9,9)
stellt bereits eine Abwandlung des Reihungsmotivs dar: die punktierte Kammbildung,
die Kreisscheibe und die Verbindungslinie von Scheibe und Auge fehlen. Den S-förmig
gekrümmten Leibern ist eine punktierte Rückenlinie aufgesetzt und ein Dreiecksschwanz
hinzugefügt, der ebenso wie in Poggio-Bustone (Taf. 8,13) von zwei Kreisaugen abge­
schlossen wird. Ein Vergleich dieser Vögel mit den heraldisch gruppierten Tieren auf
einem Antennenschwert von Bothenheiligen, Kr. Langensalza (J 6) verdeutlicht diese
Umformung des Protomenstils. Der Körper der Vögel wird durch ein eingeritztes, ge­
schwungenes Linienbündel wiedergegeben, dem ein halbkreisförmiges Band aufgesetzt
ist, der Kopf durch einen Kreis mit Punktauge, der Schwanz wie in Le Macon durch ein
strichgefülltes Dreieck. Von den Füßen sind nur divergierende Krallen sichtbar. Die
spiegelbildliche Anordnung der Tiere blieb erhalten. Sie wurden jetzt aber schnäbelnd
gegeneinander gestellt. Ähnliche Vogelformen finden sich auf einigen Urnenfeldermessern
aus Pfatten in Südtirol (J 49; Taf .8, 7—9).
Die Vogelbilder des Schildes von Nackhälla, der Prenzlawitzer Amphore, des Antennen­
schwertes von Bothenheiligen, der Pfattener Messer, aber auch einiger italischer Gürtel­
bleche vereinigen zwei grundverschiedene Stilmerkmale. Die Protomenheraldik Nordost­
ungarns lebte in ihnen ebenso fort wie die „realistisch“ gesehene Vogelform der west­
ungarischen Beinschiene von Rinyaszentkiraly. Es muß also eine Mischung, ein Ausgleich
verschiedener Werkstatteigentümlichkeiten stattgefunden haben, eine Verschmelzung
verschiedener Formprizipien, die nur mit der von Fr. Holste und G. v. Merhart erschlosse­
nen Verlagerung nordostungarischer Bronzegefäß Werkstätten in die Ostalpen zu er­
klären ist.
Die aus den beiden Stilmerkmalen erwachsene Vogelform sank in der östlichen Hall­
stattkultur zum Standarddekor toreutischer Massenware ab. Daß das Symbol hier nun
hauptsächlich mechanisch gestempelt wurde, hängt mit seiner außerordentlichen Beliebt­
heit zusammen, der die hallstättischen Werkstätten durch vereinfachte Produktionsver­
fahren entsprechen mußten.

Röm.-Germ. Forschungen 20. 7 49


D ie V o g e ls te m p e l w u r d e n a ls D e k o r v o n B ron zeseh a len , Situ len, R isten u n d a n d eren G e fä ß ty p e n in
d r e i v e rs ch ie d e n e n F o r m e n v e r w e n d e t. D ie e rste F o r m is t ein e N a ch a h m u n g d es N a ek h ä lla ty p u s. D er
S tim a b s a tz w ir d b e s o n d e rs b e t o n t (I 16, G ra b 5 0 7 ; T af. 8 ,1 ). M eist w u rd en R in g b u c k e l a ls Z w isc h e n ­
o r n a m e n t d e r F rie se a n g e b r a c h t, in H a lls t a tt v e re in ze lt a u ch S p eich en rä d er, w as d a r a u f h in w eist, d a ß
d e r B e d e u tu n g s in h a lt d e s M o tiv s n o c h le b e n d ig w a r.
D ie z w e ite S te m p e lg r u p p e u n te rs ch e id e t sich d a d u r ch v o n d e r e rsten , d a ß d e r S tirn a b sa tz d e r T iere aus
d e r o r g a n is ch e n V e r b in d u n g m it d em H a lse g e lö s t w ird u n d als H o r n e rsch ein t (1 5 4 ; Taf. 8 ,4 ). D ie K ra llen
sin d a u sein a n d erg ezog en . S o lch e S te m p e l s in d s o w o h l au s d e r sü d ö s tlic h e n als a u ch au s d e r w estlich en
H a lls ta ttk u ltu r, a b e r a u c h au s B ö h m e n u n d S ch le sie n b e k a n n t. D a ß im W e s te n u n d in B ö h m e n im a ll­
g em ein en e in S te rn , in H a lls t a tt s e lb s t, im Ö stlichen A lp e n g e b ie t u n d in B o lo g n a m e ist e in R in g b u ck e l
zw isch en d ie V ö g e l d e s F rieses e in g e s ch a lte t w u r d e , d ü r ft e a u f W e r k sta tte ig e n tü m lich k e ite n z u rü ck z u ­
fü h r e n sein .
D ie d r itte S te m p e lg r u p p e g le ic h t d e r zw e ite n ( 1 16, G ra b 1 4 ; T af. 8, 3), d o c h w u rd en d e m ein en H o r n
d e s K o p fe s n o c h w e ite r e H ö r n e r h in z u g e fü g t, s o d a ß e in K a m m e n tsta n d . Z w isc h e n o rn a m e n t is t ein
S tern , n u r in H a lls t a t t s e lb s t u n d a u f e in e m o b e r b a y e r is ch e n G ü rte lb le ch d e r R in g b u c k e l. O rn a m e n t­
tr ä g e r is t im a llg e m e in e n d ie B r e itra n d s ch a le , in s p ä te re r Z e it je d o c h a u ch d a s G ü rtelb leeh .

V oge lp las ti k, Tiergefäße, Deichselwagen.

Die meist als Gefäßaufsatz oder als Amulett verwandte metallene Vogelplastik der
ostalpinen Hallstattkultur wird durch jenen realistischen Stil gekennzeichnet, der den
gepunzten Vogelbildern auf Bronzeblechgefäßen und in plastischer Form einer in Bosnien,
Makedonien und Griechenland verbreiteten Vogelgruppe eigentümlich ist (Taf. 6, 20;
7,13.18. 20. 22). Jungurnenfelderzeitliche Vorformen fehlen in Ungarn und im Ostalpen­
gebiet vorerst noch völlig, kommen dagegen vereinzelt in Nordostböhmen, in Westpreußen
und wohl als Import in Südostfrankreich vor (H 61, 77, 224; Taf. 6,1.19).
Die zahlreichen anderen jungurnenfeiderzeitlichen Vogelstatuetten der östlichen Urnen­
felderkulturen ^ sind hingegen noch ganz im alten Urnenfelderstil geformt (H 97, 249;
Taf. 6, 23). Es ist auffallend, daß metallene Vogelplastik dieser Zeit allein in den Rand­
gebieten der Lausitzer Kultur verbreitet ist, wo sie in der älteren Urnenfelderzeit voll­
ständig fehlte. Man darf daher für diese Gebiete neue donauländisch-ostalpine Einflüsse
annehmen, wenn auch gleichzeitige Parallelen aus dem westungarisch-ostalpinen Raum
bisher noch nicht bekannt wurden; denn solche Einflüsse sind im übrigen Inventar jener
Kulturgruppen reichlich zu belegen. Der Hort von Floth in Westpreußen z. B. (H 61;
Taf .6, 1 ) enthielt neben einer Vogelplastik noch eine Bronzeblechtasse, deren Form von
ostalpinen Werkstätten angeregt wurde, und ovale Gürtelhaken, welche mit Vogel­
protomen verziert sind und wahrscheinlich aus Fibelbügeln der späten Spindlersfelder
Gattung herausgeschnitten wurden. Solche Fibeln sind ja häufiger mit Vogeldekor
geschmückt und in dieser ornamentalen Einzelheit mit den besprochenen italischen
Gürtelblechen verwandt2), deren Dekor und Form mit Sicherheit eine nordwestbalkanisch-
ostalpine Heimat haben.
Auch Tiergefäße und Vogelklappern3) aus Ton begegnen hauptsächlich im östlichen
Urnenfelder- und Hallstattkreis (Taf .5, 4—9; 21; 24), teilweise in Kulturgruppen, die

x) Chronologisch und stilistisch entspricht sizilische Vogelplastik aus der Nekropole von Molino della Badia (H 134).
a) Marburger Studien (1938) 205ff. Taf. 93, 4 u. 94, 1 (E. Sprockhoff). Zu diesen Beziehungen schon Helbig, Das
Homerische Epos (1884) 200 Anm. 5 u. P. Orsi, Atti e Mem. di storia di Romagna 3, 1885, 68.
3) Folgende Fundliste war die Grundlage der Karte auf Taf.2±: M ÄH RE N : Trsice b.Lipnik a.d.B ecva. J. Schranil,
Die Vorgeschichte Böhmens und Mährens (1928) Taf. 35, 11. Casopis Olmütz 3, 1886, 36 Abb. 1. — Häjovyeh b. Urcice.
A . Gottwald, Müj archeologieky' v^zkum Taf. 29, 12. Rocenka Proßnitz 7, 1930 Taf. 3, 12. — Urcice = Kumberkach.
Casopis Brünn 14, 1914, 25ff. Abb. 15,1. — Urcice. Nachrichtenbl. f. Deutsche Vorz. 4, 1928, 7. — Domamyslice. Roöenka
Proßnitz 6, 1929, 39 Taf. 8, 2. — Mährisch-Neustadt, Pinker Berg. K . Schirmeisen, Aus Mährens Vorzeit in Nordmähren­
land 2,1942 Taf. 2 (Mitte) {Taf. 4 ,5 ). — BÖHM EN: Skalicka b. Hrädec-Krälove (Königgrätz). J. Schranil a. a. 0 . Taf. 35,
10. Pamätky Arch. NF. 4/5, 1934/35, 107 Abb. 4 ,1 . 108 Abb. 5, 4. — Predmeiice b. Hrädec-Krälove. A. a. O. 107 Abb. 4,

50
durch gewisse keramische Formen, Zierweisen auf Keramik (z. B. Bronzenagelung) und
schließlich auch durch bestimmte Fibelformen (wie etwa die Harfenfibeln) mit dem ost­
alpinen Kulturkreis eng verbunden sind (Taf.22)1).
Sofern die Vogelklappern als Totenzubehör verwendet wurden, hatten sie wohl vor­
nehmlich religiöse Bedeutung, wenn man auch nicht beweisen kann, daß sie in jedem
einzelnen Fall Ausdruck der gleichen Vorstellungen waren. In einigen Fällen dienten sie
wahrscheinlich profanen Zwecken, als Kinderspielzeug2). Das dürfte auch für die wenigen
Klappern der westlichen Urnenfelderkultur zutreffen, weil sie fast nur aus Siedlungen
stammen. Analoges gilt von den Tiergefäßen, die im Westen wohl immer, im Osten
gelegentlich als Lampen dienten.

2—3. — Praha-Stfesovice. A . Stocky, LaBoheme ä Tage du fer (1933) Taf. 4,14. S. auch H170. — SCH LESIEN : Zur Ver­
breitung vgl. R . Glaser, Die bemalte Keramik der frühen Eisenzeit in Schlesien(1937) 22:bemalte ( ?) Klappern „fehlen in
Ober-, N ord-und Niederschlesien“ . Fundliste der bem. Klappern a. a. O. 161. — Ferner: Kronendorf, K r. Oels. Sehles.
Vorz. 6, 1896, 463A bb.3. — Großsärchen, K r. Hoyerswerda. Jahresh. Oberlausitz 2,1909,289 Abb. 12. — Massel, Kr. Treb­
nitz. I. Undset, Das erste Auftreten des Eisens in Nordeuropa (1882) 60. — Polgsen, Kr. Wohlau. A . a. O. Taf. 9,1 0.
Schles. Vorz. a. a. O. Abb. 5. 7. — Auras, Kr. W ohlau. A. a. 0 . 466. — Porschwitz, Kr. Steinau. A . a. O. NF. 8, 1924
Taf. 4, 12. — Camöse, K r. Nimptsch. Büsching, Die heidnischen Alterthümer Schlesiens (1821) Taf. 3, 2. 3 .— Göllschau,
Kr. Goldberg. Schles. Vorz. 6, 1896, 463 Abb. 4 u. 6. — Ober-Bielau, K r. Goldberg. R . Zimmer, Die bemalten Tongefäße
Schlesiens (1889) Taf. 2, 14. R . Glaser a. a. O. 59. — Jakobsdorf, K r. Schweidnitz. H . Kühn, Vorgeschichtliche Kunst
Deutschlands (1935) 327 Abb. 3— 4. — Ullersdorf, K r. Bunzlau. W . K ropf, Die Billendorfer K ultur a u f Grund der Grab­
funde (1938) Abb. 256. R . Glaser a. a. 0 . 52. — Nieder-Gorpe, Kr. Sagan. Nachrichtenbl. f. Deutsche Vorz. 9, 1933, 43
(„Tonvogel“ ). — P O L E N : Blotniki (Blotnik), K r. Babimojski (Bomst). I. Kostrzewski,Wielkopolska(1914)53Abb. 149. —
Zaborowo, Kr. Babimojski. I. Undset a. a. 0 . 81. — Starkowo, K r. Babimojski. W . Schwarz, Materialien zu einer prähist.
Karte der Provinz Posen, Nachtrag 1881. — Dobieszewko, Kr. Szamotulski (Samter). A . a. O. 86. — Wroblewo, Kr,
Szubihski (Schubin). Zeitschr. f. Ethn. 14, 1882 (562). — Wilhelmshöhe, Kr. Kolmar. Mannus 5, 1913 Taf. 27, 6. — Kreuz,
Kr. Czamikau. Crüger, Über die im Reg.-Bez. Bromberg aufgef. Alterthümer (1872) 43. — Biskupin, K r. Znin,
J. Kostrzewski, Biskupin (1938) Taf. 32, 1—8. — Okalew, K r. Wielnü. Przeglgd 6, 1937/39, 170 Taf. 6, 5. — Laski,
K r. K§pi_nski. Swiatowit 17, 1936/37, 171 ff. — B R A N D E N B U R G : Dechsel, Kr.Landsberg a. W . Zeitschr. f. Ethn. 34,
1902 (53). — Kleinheide, K r. Landsberg a. W . Nachrichtenbl. f. Deutsche Vorz. 3, 1927, 71. — Graupenmühle, Kr.
Königsberg/Neumark. Zeitschr. f. Ethn. 19, 1887 (400). — Pfeifferhahn, Kr. Crossen. A . Götze, Vorgeschichte der
Neumark (1897) 32. — Biegen, Kr. Lebus. A. Götze, Die vor- und frühgeschichtlichen Denkmäler des Kreises Lebus
(1920) 7 A bb. 22 {Taf. 5, 4). — Umgebung von Frankfurt a. O. I. Undset a. a. 0 . 187. — Kräsem, K r. West-Sternberg.
Nachr. über Deutsche Altertumsfunde 7,1896, 15 A bb. 2. — Balkow b. Ziebingen, Kr. West-Sternberg. Zeitschr. f. Ethn.
19,1887 (400) Abb. 2. — Werder, K r. Zauch-Belzig. G. Voigt, Die vorgeschiehtl. Besiedlung des Fläming (1942) 53 u. r. —
Lüssen, K r. Zauch-Belzig. Nachr. über Deutsche Altertumsfunde 6, 1895, 4 Abb. 11. 6 Abb. 22. Hügel mit Steinkreis­
packung, Inventar H A A (gesichert ?). — Bobersberg, Kr. Krossen. Zeitschr. f. Ethn. 7, 1875 (93). 15, 1883 (202). —
Drebkau, Kr. Kottbus. Zeitschr. f. Ethn. 9, 1877 (448) Taf. 20, 6. I. Undset a. a. 0 . Taf. 19, 3. — Pohsen, K r. Guben.
Niederlaus. Mitt. 1, 1890, 535. — Guben. A . a. O. Taf. 5, 16. Zeitsehr. f. Ethn. 9, 1877 (298). — Ströbitz, K r. Kalau.
Niederlaus. Mitt. 2, 1892, 266. — Pforten, K r. Sorau. A . a. O. 1, 1890, 535. Zeitschr. f. Ethn. 7, 1875 (93). — Friedland,
Kr. Lübben. Niederlaus. Mitt. 1, 1890, 535. — M ECK LEN BU RG : Roggow, Kr. Wismar. I. Undset a. a. O. 256 nach
Fr. Lisch, Friederico-Francisceum 162 Taf. 35 ,16. H. J. Hundt, Die jüngere Bronzezeit in Mecklenburg (nach frdl. Mitt.,
in Vorbereitung) Taf. 118, 1.— PRO VIN Z SACHSEN: Borken, Kr. Schweinitz. H .Agde, Bronzezeitliche Kulturgruppen
im mittleren Elbegebiet (1938) 34 Abb. 12, 4. 40 Abb. 20, 4. — Bahnsdorf, Kr. Schweinitz. A . a. O. 40 Abb. 20, 3. —
Buckau, K r. Schweinitz. A. a. O. 40 Abb. 20, 11. — Torgau, Forst Plückuff, Kr. Torgau. A . a. O. 42,180. — Plossig,
Kr. Torgau. A .a .0 .4 2 . — LAND SACHSEN: Leipzig-Connewitz. K .H . Jacob, Zur Prähistorie Nord west-Sachsens (1911)
Taf. 24,178— 180. — Zeithain, Kr. Großenhain. H. Kühn a. a. O. 327 A bb. 5. — Dresden-Dobritz. Mus. Dresden. Nach­
weis W . Coblenz. S. auch K 18a. — Kobeln, K r. Großenhain. Nachrichtenbl. f. Deutsche Vorz. 18,1942 Taf. 54, 2. — Bautzen,
näherer Fo. unbek. Niederlaus. Mitt. 1, 1890, 535. W. Frenzei, Bautzener Geschh. 4, 1926, 182. A. a. O.: „Klappern in
dieser Gestalt sind in der Oberlausitz bisher noch nicht nachgewiesen worden“ . — W ESTD EU TSCH LAN D : Zu­
sammengestellt durch W. Dehn in Trierer Zeitschr. 14, 1939, 19ff. — B A Y E R N : Prächting, Ldkr. Staffelstein. Mus.
Bamberg. — Degerndorf, Ldkr. Parsberg. A. u. h. V . 5 (1911) Taf. 69, 1304. — Mettendorf, Ldkr. Hilpoltstein. Beitr.
z. Anthr. u. Urgesch. Bayerns 15, 1904, 181 f. — Reutti, Ldkr. Neu-Ulm. E. Preßmar, Vor- u. Frühgeschichte des Ulmer
Winkels (1938) 131 f. A bb. 25, 2. A. Rieth, Vorgeschichte der Schwäbischen Alb (1938) 132 A bb. 79, 2.
J) Vgl. Chr. Pescheck in Strena Praehistorica (Festschr. M. Jahn) (1948) 174 Abb. 10 (Karte der bemalten Keramik)
u. G. v. Merhart in Bonn. Jahrb. 147, 1942 Taf. 5 (Karte der Harfenfibeln).
V-.2) A . Wrzosek stellt Swiatowit 17, 1936/37, 171 ff. bei Vorlage eines Urnenfeldes von Laski, Bez. K§pinski, fest, daß
Tonklappem ausschließlich in Kindergräbern Vorkommen (12— 13 Jahre), soweit der Leiehenbrand untersucht ist. Der
Schluß, in diesen Klappern weniger ein Heilszeichen als vielmehr Spielzeug zu sehen (so auch O. Kunkel in Erw. u.
Forsch-Ber. d. Pomm. Lds.-Mus. Stettin 1939, 38), scheint berechtigt, solange er sich auf exakte Leichenbrandunter­
suchungen stützen kann. Das ist nicht immer der Fall, wenn man den Heilscharakter der Klappern verneint und sie
n u r als Kinderspielzeug anspricht. Der Bedeutungswandel vom Symbol zum Spielzeug bleibt fü r ein Periphergebiet
bezeichnend genug.

1 * 51
Tiergefäße oder besser Tierprotomen an Gefäßen sind im Gegensatz zur westlichen
fallstattkultur im ostalpinen Hallstattkreis außerordentlich häufig (Taf 21). Von hier
prahlte die Sitte, tiergestaltige Gefäße dem Toten mit ins Grab zu geben, in die Este-
ultur (Taf. 5 , 2 ) , in die Villanova- und Picenter Kultur aus.
Unter den zahlreichen Varianten der gleichen Grundidee findet sich der Gedanke,
lefäße in Vogelform mit vierrädrigen Wagengesteilen zu fahrbaren Vogelwagen zu kom-
inieren (H 40e, 57, 69,121,191,271 Au. E; Taf . 21), der gleiche Gedanke, der den Kessel­
wagen der frühen Urnenfelderzeit zugrunde lag. Aber nur die Wagen aus Este und Um-
ebung und aus der Basilicata tragen richtige Vögel, bei allen anderen sind die Vögel mit
tierköpfen vermischt. In Corneto hat der Vogelleib z. B. einen gehörnten Kopf und einen
>eckel mit Rindergehörn, auf dem Wagengestell von Salerno ist gar nur ein Tierleib
efestigt mit plastischem Vogelschmuck auf Deckel und Kopf, woran lanzettförmige
Linulette hängen.
Das Vogel-Stiermotiv begegnet auch nördlich der Alpen: in der Slowakei an einem
ronzenen Vogelgefäß von Cicarovce (H 3 4 ; Taf. 5,11), in Westungarn am Deichsel-
eschlag eines Totenwagens aus dem hallstattzeitlichen Kriegergrab von Pecs-Jakabhegy
11159; Taf. 14,6). Solche Bronzetüllen mit gehörnten Vogelköpfen oder auch Vogel-
öpfen allein sind ferner aus der Slowakei1), Nordostböhmen, der Mark Brandenburg und
on den dänischen Inseln Fünen und Falster bekannt (H 51, 95, 206, 224, 268; Taf. 14,
—5 .9 ; Taf. 26) und sind schließlich auch der Hauptbestandteil einer Anzahl von
>eichselwagen aus der Mark Brandenburg und Schlesien (z. B. H 62; Taf. 4,9).
Die gehörnten Vogelkopftüllen aus Dänemark sind nicht die einzigen Symbole südöst-
eher Herkunft im nordischen Kreis, wo gleichzeitige Tierplastik ja verhältnismäßig
äufig ist12). Eine Bronze aus dem jütischen Hort von Faardal (Hö8), ein gehörnter,
oppelter Tierkopf/in dessen Mitte ein plastischer Vogel steht, entspricht kompositionell
anz dem Vogelbarkenmotiv der nordostungarischen Toreuten, nur daß man die Vogel­
rotomen durch gehörnte Tierköpfe und die Zentralscheibe durch einen Einzelvogel
csetzte. Man erreichte damit jene motivische Kombination, die für die Vogelwagen
baliens ebenso charakteristisch ist wie für die Wagenbeschläge und Deichselwagen nördlich
er Alpen.
Die Kombination von Vogel und Stier an Beschlägen und Miniaturwagen, ja auch an
en oben besprochenen Amuletten mit hornartig eingerollten Enden und doppelten

1) Für eine jungurnenfelderzeitliehe Datierung der Tülle von Zsujta spricht die Schwertklinge des Hortes, wahrscheinlich
ich der nierenförmige K nauf des Schwertes. Gegenstücke in der Fliegenhöhle von St. Kanzian, Mitt. Prähist. Komm.
rien 2, 1912 A bb.72, 74—75. Vgl. ferner E. Sprockhoff, Die germanischen Vollgriffschwerter der jüngeren Bronzezeit
934) 20ff. zu den nordischen Nierenknaufschwertern, die ihre Blüte in der V . Periode Montelius besitzen, von donau-
ndischen Verlagen wie Zsujta beeinflußt sein könnten und gerade in den Gebieten verbreitet sind, die Vogelplastik,
italpine Bronzegefäße mit Vogelheraldik (Prenzlawitz) und späte Spindlersfelder Fibeln mit Protomendekor so über-
is reichhaltig ergaben: Brandenburg, Hinterpommern undWestpreußen. — Svijäny: zur Datierung vgl. jedoch A . Stock^,
i Boheme ä Tage du fer (1933) und J. Schränil, Die Vorgeschichte Böhmens und Mährens (1928) 202. In Svijäny liegt
n Urnenfeld der schlesischen Stufe (Stufe H A B ), L . Pie, Starofcitnosti 2, 3, 290 Taf. 11— 13. Es wäre zu untersuchen,
welcher Beziehung H ort und Nekropole stehen. Ist er womöglich vor Belegung der Ortschaft durch die schlesische
ultur in den Boden geraten ?
2) Für die Tierplastik in Mecklenburg, Vorpommern und im mittleren Elbegehiet E . Sprockhoff, Jungbronzezeitliehe
ortfunde Norddeutschlands (1937) Taf. 30. Für den nordischen Kreis s. die Zusammenfassung von J. E. Forssander,
oban und Hallstatt, Meddelanden fran Lunds Univ. hist. Mus. 1942, 176ff. Vestby, J . E . Forssander a. a. O. 178f.
bb. 2— 3 nach Universitets Oldsamlings Skrifter 2, 1929, 35ff. (Oslo, H ort Per. VI). Falköping, J. E. Forssander a. a. O.
i3 Abb. 5. Alvena a. a. 0 . 183 A bb. 6 = 0 . Montelius, Minnen frän vär fom tid (1917) Abb. 1337. Vgl. auch den Hort
>n Eskelhelm: Radgehänge mit zwei gegeneinander gestellten plastischen Vögeln, H ort Per. V I mit zahlreichem Pferde-
:schirr(!), H 55. Abgeb. auch C. A . Moberg, Zonengliederungen der vorchristlichen Eisenzeit in Nordeuropa (1941) Taf. 4.
3le: J. E . Forssander a. a. O. 193 Abb. 11. 195 Abb. 12. Parallele aus Ungarn nach S. Gallus und T. Horvath a. a. 0 .
ff. 44, 2 (Kom. Turöcz). Taf. 44, 1 Särvizkanal. Ein ähnliches Gerät aus Kis-Köszeg a. a. O. Taf. 54, 2. Faardal: Aar-
jger 1927, 242ff. J . Brandsted, Danmarks Oldtid 2 (1939) 203ff. und J. E . Forssander a. a. 0 . 177 Abb. 1. G. Rosen-
;rg, E t Gudebillede fra Bronzealderen, Danske Studier 1929, lf f .

2
Vogelköpfen (Taf. 12,11—15) ist so auffallend, daß man darin eben nicht allein ein neues
Motiv, sondern die bildnerische Gestaltung einer ganz bestimmten Idee erblicken darf,
die weder bei dem Vogelwagen von Dupljaja (Taf. 1 ) , noch auch bei den Kessel- und
Vogelwagen der älteren Urnenfelderzeit (Taf.4 , 7 . 8 ) zum Ausdruck kam.
Die Vermischung, Zusammenstellung und Umbildung ursprünglich selbständiger
Symbole zu neuen Motiven scheint für die jüngere Urnenfelder- und ältere Hallstattzeit
charakteristisch zu sein: anthropomorphe Amulette wurden zu Tierkopfgehängen in
Beziehung gebracht, Vogelbarken mit Beilamuletten oder Vasenanhängern kombiniert
und zu Gehängen und Anhängern mit doppelten „Barken“ umgeformt {Taf. 7,16.17;
11, 7. 9.10. 17. 20), doppelte Vogelköpfe und anthropomorphe Anhänger zu einer neuen
Amulettform verschmolzen ( Taf. 12,1—10), aus der Vogel-Sonnenheraldik Nordost­
ungarns und des ostalpinen Kulturgebietes die spiegelbildlichen, doppelten Vogelbarken
(Taf. 9, 4) und Ganzbilder von Vögeln entwickelt (Taf. 8 , 6 ) , die nun vor allem die
Waffen des Kriegers schmücken.
Diese neuen Motive verbreiteten sich in mehreren Wellen, zeitlich gestaffelt in Kulturen,
die nach Herkunft und Lage ganz verschieden waren: in den östlichen Urnenfelder­
kulturen, im nordischen Kreis und in Italien. Das gemeinsame Strahlungszentrum kann
nur auf dem Nordwestbalkan und im Ostalpengebiet gelegen haben. T. J. Arne1) suchte
es in „einem Grenzgebiet zwischen hallstättischer und skythiseher Kultur, etwa in Süd­
westrußland oder auf der Balkanhalbinsel“ .

2. Neue Motive.

Die Beobachtung T. J. Arnes1 2), daß die nordbalkanisch-donauländisehe Kontaktzone


zwischen der ostalpinen Hallstattkultur und den Reiternomaden des Ostens für die hall­
stattzeitliche Motivgeschichte von großer Bedeutung war, darf — modifiziert — auch
heute noch Gültigkeit beanspruchen. Den direkten Einfluß der vorskythischen Reiter­
völker wird man freilich geringer einschätzen müssen als dies die nahe Verwandtschaft
einzelner „hallstättischer“ Kulturelemente mit solchen Südrußlands und des Kaukasus
erwarten läßt. Die Bedeutung dieser Kontaktzone für Mitteleuropa liegt vielmehr in der
Auseinandersetzung des ostalpinen Hallstattkreises mit der materiellen und geistigen
Kultur des Reiternomadentums. Welche Rolle bei einer solchen Begegnung Aufnahme­
bereitschaft, Herkommen und geschichtliche Situation der beteiligten Kulturen spielten,
lehrt in späterer Zeit Attilas Hunnenreich, jener Schmelztiegel und Filter verschieden­
artiger Strömungen, welche die Kulturentwicklung der folgenden Jahrhunderte bestimmen
sollten3). Nach den grundlegenden Forschungen von S. Gallus und Th. Horvath4) kann
man die Situation in der jüngeren Urnenfelderzeit ähnlich beurteilen: vorskythische
Reitervölker stießen wie später die Skythen und Hunnen über die Karpaten hinweg oder
den Donauweg entlang nach Westen vor. Ihre Bewegungsenergien und ihre Gestaltungs-

1) Mannus 24, 1932, 16ff. (T. J. Arne). Elbinger Jahrb. 15, 1938, 52f. Taf. 10 (B. Nerman).
2) S. o. Anm. 1.
3) Vgl. H. Zeiß, Germania 21, 1937, 34£f. 38f.
4) S. o. S. 5 Anm. 3.

53
ift schlossen geographisch oft weit voneinander entfernte Gebiete kulturell zusammen x) .
3 weite Verbreitung von spezialisiertem, metallenem Pferdegeschirr ist wohl das ein-
lckvollste Zeugnis dafür. In der südwestdeutschen Urnenfelderkultur wurde es ebenso
n festen Besitz wie in Italien oder im norddeutschen Flachland.
Die Aufnahme nordostungarischer Werkstattradition in der Herstellung von Bronze-
nhgefäßen im Ostalpengebiet und die motivische Weiterführung nordostungarischer
gelheraldik im östlichen Hallstattkreis hängt wahrscheinlich gleichfalls mit dem politi-
Len Druck östlicher Völker nach Westen zusammen. Seine geschichtlichen Auswirkungen
chnen sich schließlich in der gleichzeitigen Niederlegung zahlreicher Horte und in jener
iialen Differenzierung ab, die am Ende der Jungurnenfelderzeit begann und in der
warfen gesellschaftlichen Gliederung am Ende der Hallstattzeit gipfelte. Dem schwert-
Lrenden Bauernadel der älteren Hallstattzeit (HA C) entsprach in der jüngeren (HA D)
vissermaßen eine ritterliche Kriegerkaste. Szenische Darstellungen auf ostalpinen und
•ditalienischen Situlen spiegeln ihre Lebensgewohnheiten besonders anschaulich wider,
mpfspiele und Prozessionen bewaffneter Reiterkrieger nehmen unter den Motiven dieser
iral verzierten Metallarbeiten den ersten Platz ein. Trachtliche Besonderheiten, ja
ichttypen betonen das Individuelle der dargestellten Personen, Zweikämpfe um Helm-
phäen, Reiterkämpfe und Trinkgelage spiegeln höfisches Leben.
)ie Entwicklung von der verhältnismäßig undifferenten Sozialorganisation der Urnen-
lerzeit zu der kontrastreichen Gesellschaftsordnung der späten Hallstattzeit verlief in
L einzelnen mitteleuropäischen Kulturgruppen sicherlich nicht gleichmäßig und im
ichen Tempo. Im Ostalpengebiet schritt sie bei weitem rascher voran als im Westen,
: die überaus reich ausgestatteten Adelsgräber von Klein-Glein in der Steiermark (I 19)
eugen. Aus der westlichen Hallstattkultur können in der Qualität der Beigaben nur
wohl jüngeren Fürstengräber Württembergs (H A D) zum Vergleich herangezogen
:den. Daß die soziale Schichtung im Ostalpengebiet früher einsetzte als im Westen,
Lgt vermutlich mit der räumlichen Nähe der östlichen Reiterkrieger und der inten-
3ren politischen und kulturellen Auseinandersetzung zwischen dem Reiternomadentum
l der bäuerlichen Lebensform des östlichen Hallstattkreises zusammen.
Vohl aus jeder gesellschaftlichen Differenzierung resultiert für die sozial unabhängige,
rende Schicht ein gesteigertes Bewußtsein für die Individualität ihrer einzelnen Mit-
der. Dieser Vorgang scheint auch in der Art des Symbolgutes der jüngsten Urnenfelder-
Lälteren Hallstattzeit seinen Ausdruck gefunden zu haben. Sah man in älterer Zeit im
;el, im Radkreuz oder dergleichen Symbolen numinose Kraft schlechthin, so diente
ses Symbolgut jetzt ganz bestimmten Zwecken des Einzelnen. Das persönliche Ver-
bnis des Menschen und seines Sozialverbandes zur Gottheit rückte in den Mittelpunkt
Denkens. Radkreuz und Vogel schützten als Heilszeichen die schwerbewaffneten,
igen Krieger, schmückten ihre Helme, Panzer, Schilde und Beinschienen.
laneben gewannen, vermutlich von östlichen Reiternomaden angeregt, neue Motiv-
ibinationen an Bedeutung, wie die Koppelung von Stier und Vogel und Vogel und
cd, wobei allein die Pferdeplastik und Pferdezeichnung als direkter Einfluß der ost­
en Nachbarn gelten darf. Die übrigen Motive waren keineswegs Neuschöpfungen. Erst
gegenseitiger Bezug und ihre Verbindung mit bestimmten Geräten lassen darauf
ließen, daß sich ihre Stellung im religiösen Weltbild gegen früher in mancher Hinsicht
nächtlich verschoben hatte.S .

S. Gallus, Die Urgeschichte des Karpatenbeckens und die „Indogermanisierung“ Italiens, Arch. firt. 3. Ser. 5/6,
'45, 57 ff., 60 f.
P f e r d e p l a s t i k und P f e r d e z e i c h n u n g .

Das Pferd als Kulttier trat nun bisweilen an die Stelle des Vogels, etwa bei zwei Ton­
wägen aus ballstattzeitliehen Grabhügeln von Podzemlj und Dragadus in Krain1). Diese
auf vierrädrigen Wagengestellen montierten Miniaturpferde sollten offensichtlich den oben
erwähnten Vogel wagen ersetzen.
Pferdeplastik ist sonst besonders in Westungarn verbreitet, z. B. als Aufsatz eines
rhytonartigen Gefäßes aus dem Urnenfeld von Dalj und in Amulettform in der Nekropole
von Kis-Köszeg und in der Siedlung von Velem St. Vid*2). Sie findet sich aber auch in
Mähren3), Mitteldeutschland und Mecklenburg4)5 und gehört schließlich zu dem wenigen
östlichen Symbolgut, das auch die süddeutsche Hall Stattkultur rezipierte5).
Pferdezeichnungen auf Keramik aus Mecklenburg und Vorpommern brachte E. Sprock­
hoff mit ähnlichen Bildern aus Este in Zusammenhang6), wo sie bezeichnenderweise eines
jener Stiefelamulette schmücken, deren weite Verbreitung nördlich und südlich der Alpen
ja ähnlich beurteilt werden muß wie die Verteilung der Pferdedarstellungen in weitab von­
einander entfernten Kulturen. Zu diesen weiträumig verbreiteten Symbolen, die keinen
direkten Zusammenhang erkennen lassen, gehört auch das Motiv des Reiters. Es tritt vor
allem dort häufig auf, wo ostalpiner Kultureinfluß zu spüren ist: in Este7), in der Nord-
und Südgruppe der Villanovakultur — hier mitunter mit Vogel- und Stierplastik kom­
biniert — in den früheisenzeitlichen Gruppen der Lausitzer Kultur, selbst in der nordost­
bayerischen Hallstattkultur, wo ja auch Pferdeplastik auf kultische Verehrung des Pferdes
schließen läßt8).

r) Wiener Prähist. Zeitschr. 2, 1915, 120 Abb. 7, 1. — Dragadus, Bez. Tsebemem bl: Naturbist. Mus. Wien.
2) C. V. A. Yougoslavie 2 : Zagreb Taf. 34, 3 (Dalj). •— Wiener Präbist. Zeitschr. 4, 1917, 40 Abb. 8,4 1 A b b. 9
= S. Gallus und T. Horväth, Un peuple cavalier pr^scythique en Hongrie, Diss. Pann. 2, 9 (1939) Taf. 35,6; 54,7 (Kis-
Köszeg). K . v. Miske, Die prähistorische Ansiedlung von Velem St. Vid Taf. 54, 1 (Taf. 54, 17 Henkelbruehstüek mit
Pferdekopf). Alle diese Vorkommen sind leider nicht exakt zu datieren. Jedoch werden sie kaum jünger als älterhallstatt-
zeitlich und jedenfalls in der jüngeren Urnenfelderzeit verwurzelt sein. Vgl. noch J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 68, 1.
8) J. Schränil, Die Vorgeschichte Böhmens und Mährens (1928) Taf. 41, 35.
4) E. Sprockhoff, Jungbronzezeitliche Hortfunde Norddeutschlands (1937) Taf. 30, 3 (Varchentin bei Stavenhagen)
u. 5 (K l. Rössen, Kr. Schweinitz, abgeb. auch Jahresschr. f. d. Vorgesch. d. Sächs.-thür. Länder 24, 1936, 181 A bb. 5).
Ukraine: Swiatowit 17, 1936/37, 293 Abb. 1, von A. Szlanköwna mit dem Kammhelm von Krzemienna (a. a. O. Abb. 2),
dem Kahnfibelbruchstück von Hrebeny (a. a. O. Abb. 3), dem halbmondförmigen Rasiermesser von Belczek (a. a. 0 .
Abb. 5) und einem ukrainischen Antennenschwert in Zusammenhang gebracht. „D en Beginn der Handelsbeziehungen
wenn nicht mit Italien, so doch mit den Ostalpenländern kann man auf die Zeit um 1000— 850 v. Chr. setzen“ , a. a. O. 305.
5) Z. B. Zainingen, Kr. Urach. A. Rieth, Vorgeschichte der Schwäbischen Alb (1938) 132 Abb. 79, 1 (Plastik). Beckers­
lohe, Gmde. Kirchsittenbach, Ldkr. Hersbruqk. K . Hörmann, Vorgeschichte der Heimat (1925) Taf. 4. Abhdl. Naturhist.
Ges. Nürnberg 21, 1925, 207ff. (Plastik mit Schale). Zw. Hollenberg u. Körbelsdorf, Ldkr. Pegnitz. A. a. O. 208 (ver­
schollene Plastik).
6) Germania 20, 1936, 1 ff., w o die Verbindung von Rad und Tier allerdings im Sinne des Trundholmer Wagens ge­
deutet wird. E. Sprockhoff und mit ihm J. Brondsted (Acta Archaeologica 2, 1931, 199ff.) betonen jedoch, daß der
Trundholmer Vorstellungskreis erstaunlich lange ohne eigentliche Dokumentation blieb, da zwischen Trundholm und
den erw. Zeichnungen auf Keramik und Rasiermessern einige Jahrhunderte liegen. Auch au f den Felszeichnungen er­
scheint die von einem Pferd gezogene Kreisscheibe sehr selten, vgl. A . Oldeberg, Fomvännen 1935,343 ff. Die Beziehungen
zum Ostalpengebiet sind viel eindringlicher dokumentiert. Este: Germania 20, 1936, 5 Abb. 8 u. 9. Montelius Civ. prim.
Taf. 52,14 u. Mitt. prähist. Komm. Wien 1, 3, 1893, 109 A bb. 50. Stiefel: O. Montelius a. a. O. Taf. 5 2 ,11a. Weiteres
Gefäß im Mus. Este, Nachweis Fr. H olste: Morlungo-Capodoglio Grab 3.
7) Tonreiter Mus. Este, O. Montelius, Civ. prim. Taf. 57,11. Von sieben Pferdchenfibeln mit kurzem Fuß verzeichnet
J. Sundwall, Die älteren italischen Fibeln (1943) 253 f. allein fü n f aus Este.
8) Für Italien vgl. J. Wiesner, Arch. Anz. 1942, 397ff. G. Hanfmann, Altetruskische Plastik (1936) 72ff. Beispiele
fü r das Ostalpengebiet: Frög b. Rosegg, Kärnten. M. Much, Kunsthistorischer Atlas Taf. 48, 15— 18. Carinthia I 140,
1950, 104 Abb. 7— 8 (W . Modrijan). Lausitzer Kultur: Biskupin, K r. Znin. Przeglqd Arch. 5, 1933/1936 Taf. 33, 14.
Taf. 34, 11 (Hirsch u. Reiter). 6, 1937/1939, 123 Abb. 7. 124 Abb. 12. — Beispiel fü r Nordostbayern: Beilngries, Ried
(Z .M .A .). Münchner Jahrb. 1913, 310 Abb. 1. Zu den Reiterbildem au f Keramik des Weichselmündungsgebietes vgl.
jetzt W . L a Baume in Prähist. Zeitschr. 34/35, 1949/50, 158ff.

55
Die Kombination von Vogel und Pferd ist — abgesehen von Darstellungen aus Griechen­
land1) — hauptsächlich auf die Slowakei und auf Italien beschränkt und meist an figür­
liche Trensenknebel, also an das Zaumzeug des Pferdes selbst gebunden. In Zolyom in der
Slowakei fand sich ein solcher Knebel in Form eines Pferdes mit aufgesetztem zweiten
Pferd, zwischen den Beinen des ersten sind zwei Vögel heraldisch gruppiert (H 267;
Taf. 12, 24). In anderer Anordnung der Vögel und ohne Rückenpferd begegnet das Motiv
in Bologna (H 16d) und in Vetulonia (H 248a), während Knebel mit Rückenpferd, Vogel
und Vierfüßler in Massa Marittima, Rom, Vetulonia und Volterra erscheinen (H 129, 184,
248 c, 255; Taf. 12,20). Bei einem Knebel unbekannten Fundorts im Museum Perugia
sitzt der Vogel auf dem Schwanz des Pferdes (H 271 F). Alle diese Stücke werden durch
geschlossene Funde in die entwickelte Hallstattzeit datiert. Die Vogelplastik findet sich
nicht viel später auch auf anderem Gerät, so z. B. an einzelnen Trensenteilen und Riemen­
verteilern, bisweilen auch an Dreifüßen, auf denen Reiter, Pferd und Vogel sitzen*2).
Trensenknebel in Form eines Pferdes ohne Vogelschmuck begegnen dagegen viel seltener
als die besprochenen figürlich verzierten: in der Schweiz und in Südtirol, wo ein Paar
solcher einfacher Pferdeknebel zusammen mit schwalbenschwanzförmigen Amuletten in
einem Grabe von Pfatten lag (C 40)3).

Trinkhörner, Stierrhyta.

In der späten Lausitzer Kultur zwischen Elbe und Weichsel, in Nordostböhmen und in
Mähren, in dem gleichen Raum also, in dem auch Tiergefäße, Vogelklappern und Vogelkopf-
und Stierkopftüllen verbreitet sind, begegnen in zahlreichen Gräbern Miniaturtrinkhörner
aus Ton {Taf. M, 12; 26), in Mitteldeutschland ein vereinzelter bronzener Trinkhorn­
beschlag mit plastischer Vogelzier, im Weichselgebiet und in der Schweiz größere benutz­
bare Trinkhörner, die aber nicht aus Gräbern, sondern aus Horten und aus einer Siedlung
stammen {Taf. 26) 4) . Das schweizerische Horn wurde am gleichen Fundplatz gefunden
wie der oben erwähnte Trensenknebel in Gestalt eines Pferdes, von den westpreußischen
Exemplaren lagen allein zwei in dem Hort von Prenzlawitz, dessen vogelverzierte Bronze­
blechamphore uns als ostalpines Importstück bereits beschäftigte.
!) O. Montelms, Die typologische Methode (1903) 53 Abb. 183. A . Roes, De oorsprong der geometrische Kunst (1931)
112 Abb. 118— 119. Athen. Mitt. 48, 1918 Taf. 4 ,5 . A. Furtwängler, Olympia 4 (1890) Taf. 14,216. Vgl. ferner den An­
hänger aus Voghenza (Ferrara) H 254: Pferd, a u f Schwanz und K o p f je ein Vogel.
2) Zu dem Dreifuß aus Vetulonia vgl. J. Wiesner, Areh. Anz. 1942, 404 A bb. 1. Die Ausführungen J. Wiesners seien
hier vorausgesetzt.
3) Zürich: 10. Pfahlbauber. 1924 Taf. 3, 2. Zu diesem Trensenknebel neuerdings E. V ogt in Jahresber. d. Schweiz. Ges.
f. Urgesch. 40, 1949/50, 22. Zur Verbreitung des Typs V. G. Childe, Proc. Prehist. Soc. 1948, 196ff. Abb. 9.
4) Bei der Kartierung Taf. 26 wurden folgende Fundplätze berücksichtigt: OSTPOMMERN / W E STPREU S SE N /PO LE N :
Wurchow, Kr. Neustettin, Hort. Ebert 14, 448 f. — Prausterkrug, Kr. Danziger Höhe, Hort. Prähist. Zeitschr. 7, 1915,
163 A bb. 38. — Prenzlawitz, Kr. Graudenz, H ort. Das westpreuß. Prov.-Mus. 1880/1905 (1905) Taf. 52, 2— 4. —
Deutsch-Poppen, K r. Schmiegel, Grab. Vor- und frühgesch. Altertümer d. Prov. Posen, Ausstellung im Kaiser-Friedrich-
Mus. Posen (1909) 107 Taf. 9, 1698. — Hummer, K r. Babimojski (Bomst), Grab. I. Undset, Das erste Auftreten des
Eisens in Nordeuropa (1882) Taf. 11, 20. — Obiezierze, Kr. Wongrowitz, Grab. W . Schwarz, Materialien zur prähist.
Kartographie d. Prov. Posen (1875). — Zaborowo, K r. Babimojski, Grab. Zeitschr. f. Ethn. 7, 1875 (133). J. Kostrzewski,
Wielkopolska (1914) Taf. 3, 211. 214. — K onojad, K r. Kosciahski, Grab. Mannus 4, 1912 Taf. 12, 63. — SCHLESIEN:
Alt-Jauer, K r. Jauer, Grab. R . Glaser, Die bemalte Keramik der frühen Eisenzeit in Schlesien (1937) 60. — Giesdorf,
K r. Namslau, Grab. A . a. O. 101 Taf. 15, 21. — Leschwitz, K r. Liegnitz, Grab. A . a. O. 23. — Leubus, K r. Wohlau.
Grab. Naehrichtenbl. f. Deutsche Vorz. 10, 1934, 77. — Carlsruh, Kr. Steinau, Grab. Sehles. Vorz. NF. 2, 1902, 15
Abb. 22, 23. — Groß-Tschansch, K r. Breslau, Grab. Schles. Vorz. NF. 8, 1924, 15 A bb. 22. 23. — Zottwitz, Kr. Ohlau,
Grab. Naehrichtenbl. f. Deutsche Vorz. 5, 1929, 122. — B R A N D E N B U R G /P R O V . SA CH SEN /LAN D SACHSEN:
Bindow, Kr. Crossen, Grab. A. Götze, Vorgeschichte der Neumark (1897) 32 Abb. 58. — Billendorf, Kr. Sorau, Grab.
W . K ropf, Die Billendorfer Kultur auf Grund der Grabfunde (1938) 115f. Abb. 238. — Jessen-Jüritz, Kr. Sorau, Grab.
A. a. O. 116 ( — Güritz, Oberlaus. Jahresh. 1, 1890, 34?). — Belten, K r. Kalau, Grab. A. Kiekebusch in Landeskde.
d. Mark Brandenburg 3 (1912) Taf. 7, 22. — Göritz, K r. Kottbus, Grab. Zeitschr. f. Ethn. 7, 1875 (133). — Töpferberg

56
Vor Beginn der jüngeren Urnenfelderzeit wurde in Mitteleuropa das Stiergehörn als
Trinkgefäß nie in Metall oder Ton nachgebildet, und da Miniaturhörner als Zier an „thrako-
kimerischem“ Pferdegeschirr aus Ungarn hängen ( Taf. 14,1 ) und ein bronzener Trinkhorn-
beschlag im Grab von Steinkirchen in Niederbayern mit Pferdegeschirr östlicher Herkunft
vergesellschaftet war (Taf. 14, 8 f 1), dürfte die Trinkhornsitte in Mitteleuropa auf reiter­
nomadische Einflüsse zurückzuführen sein, was auch E. Vogt für wahrscheinlich hält2).
Trinkgefäße in Form einfacher Rinderhörner kennt die östliche Hallstattkultur an­
scheinend nicht3), zumindest sucht man die Trinkhornsitte im Bildervorrat der ost­
alpinen figural verzierten Situlen vergeblich, obgleich hier Trinkgelage neben kriegerischen
Prozessionsszenen eine große Rolle spielen. Man verwendete kein Horn, sondern eine me­
tallene Trinkschale, dazu häufig mit gehörnten Vogelkopfgriffen versehene Schöpfer und
Mischkessel.
In der jüngeren Urnenfelderkultur des Ostalpengebietes und in chronologisch späteren
Funden der beiden Gruppen der Villanovakultur ist jedoch noch eine andere Trinksitte
belegt. Hier gibt es nämlich askosartige Rhyta mit Standfläche, die man nicht wie das
Horn in einem Zuge leeren oder von Hand zu Hand weiterreichen mußte, sondern wie die
Trinkschale absetzen, hinstellen konnte.
Diese Rhyta, deren typologische Weiterbildungen von Slawonien über die Slowakei
und Nordwestböhmen bis in die Mark Brandenburg und bis in den nordischen Kreis hin­
ein sich finden, wurden stierförmig gebildet (Taf.14,10—11). Als Parallelen bieten sich
kaukasische Trinkhörner mit Stierkopfenden an, obgleich die Trinksitte hier eine andere
war als bei den Rhyta mit Standfuß (Taf. 14, 7 ) * ) . Die Hörner und die Rhyta gehören
vermutlich in die gleiche Zeit.

b. Forst, Fundumst. ? A. a. 0 . — Reichersdorf, K r. Guben, Grab. Niederlaus. Mitt. 3,1894, 316. — Radibor, K r. Bautzen,
Grab. Bautzener Geschichtsh. 4, 1926, 90, 181 f. — Leipzig-Connewitz, Grab. Tasse m it Spitzboden. K . H . Jacob, Zur
Prähistorie Nordwestsachsens (1911) Taf. 24, 177.Vgl.auch o. S. SOf.Anra. 3 .— Düben, Kr. Zerbst, Grab.Nachrichtenbl.
f. Deutsche Vorz. 4, 1928, 75. — Schlieben, Kr. Schweinitz, Grab. H . Agde, Bronzezeitl. Kulturgruppen im mittl. Elbe­
gebiet (1938) 42. — Hoym , Kr. Ballenstedt, Grab mit Hausurne. Fr. Behn, Hausurnen (1924) Taf. 7 c. — B A Y E R N :
Steinkirchen, Ldkr. Deggendorf, Grab. Bronzenes Trinkhornende. Wiener Prähiat. Zeitsehr. 27, 1940, 9 Abb. 2, 9. —
Döckingen, Ldkr. Gunzenhausen, Grab. A. u. h. V . 5 (1911) Abb. 1303.— BÖHM EN/M ÄHREN: Menik b. Novy Bydzov,
Grab. Becher mit Spitzboden? J. Schränil, Die Vorgeschichte Böhmens und Mährens (1928) Taf. 35, 5. — Svijäny b.
Turnov, Grab. Homähnlich. A . a. 0 . Taf. 35, 14. Pamätky Arch. NF. 4/5, 1934/35, 106 Abb. 3, 3. — Star^-Kolin b. Kolin,
Grab. J. Schränil a. a. O. Taf. 39, 25. Pamätky Arch. a. a. O. 106 A bb. 3, 7 {Taf. 14,12). — Platenice b. Pardubice, Grab.
Pamätky Arch. 20, 1903 Taf. 56, 10. — Redice b. Pardubice, Grab. J. Schränil a. a . 0 . 195. Pamätky Arch. 15, 1890/1892
Taf. 10, 32. — Dobfenice, Kr. Hradec Krälove, Grab. I. Filip, Pravekä Ceskoslovensko (1948) 227 Abb. 55. — Skalice,
Kr. Hradec Rrälovä, Grab. Henkelbecher mit Spitzboden. A . a. O. NF. 4/5, 1934/35, 106 Abb. 3, 1. — Pfedmöfice,
Kr. Hradec-Krälovä, Grab. A . a. O. Abb. 3, 4. 6. — T febeiov, Kr. Rychnov, Grab. A . a. O. Abb. 3, 2. — Pfedmosti,
Grab. J. Schränil a. a. O. 175. Form wie Menik. — U N G A R N : Fundort unbekannt. S. Gallus u. T. Horväth a. a. 0 .
Taf. 50, 1. — SC H W E IZ: Auvernier, Neuenburger See, Pfahlbau. Jahresber. d. Schweiz. Ges. f.U rgesch.40,1949/50,222
Taf. 26,6. — Einhornähnlicher Spitzbecher ebendaher, 3. Pfahlbauber. 1860 Taf. 7, 22. F . Keller, The Lake Dwellings
o f Switzerland2 (1878) Taf. 94,29 — R H Y T A : Laibach, aus einer Nekropole der jüngsten Urnenfelderzeit zwei Exemplare.
Stadt. Mus. Laibach {Taf. 14,10) — Bologna, Benacci Grab 525. 0 . Montelius, Civ. prim. Taf. 81, 2. Rind mit Reiter
{Taf. 14,11). — Corneto. Not. Scavi 1882 Taf. 13. Arch. Anz. 1942, 449 Abb. 14 (J. Wiesner). P. Romanelli, Itinerario
Tarquinia (1940) Taf. 61, 3. Rind, auf dem Rücken zwei menschliche Figuren. Verwandt die Bügelkannen von Bisenzio,
0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 257, 10 u. Vetulonia, a. a. 0 . Taf. 176, 16. — Unter dem Einfluß eines Rhytons: Dalj, C. V.
A. Yougoslavie 2 (Zagreb) Taf. 34, 3 mit Pferdchenaufsatz. — Vesele, Waagtal, Slowakei. Altschlesische Bl. 1939, 53 ff.
67 Abb. 2 (mit, Henkel). Ähnlich, doch ohne Henkel: Breslau-Ohlewiesen (Tschansch), a. a. 0 . 67 Abb. 1. — Platenice,
Pamätky Arch. 20,1903 Taf. 56,9. — Bergheide, Kr. Luckau, Niederlaus. Mitt. 3, 1894, 397 ff. Taf. 4 = K . H. Marschallek,
Vorgeschichte des Kreises Luckau (1944) Taf. 24b („Rassel“ ). — Hejrede, Slemminge Sogn., H. C. Broholm, Danmarks
Bronzealder 4 (1949) 175 Taf. 52, 4.
') S. o. S. 56f. A nm .4.
a) Jahresber. d. Schweiz. Ges. f. Urgesch. 40, 1949/50, 222 f.
8) Vgl. jedoch die freilich viel spätere Darstellung auf einer Grabkiste aus Stein von Ribic in Bosnien, Prähist.Zeitschr.
27, 1936, 213 Abb. 1. Zur ganzen Gruppe jetzt D. Sergejevski in Glasnik Sarajevo NS. 4/5, 1949/50, 45ff.
4) Ipek 1930, 48ff. mit zahlr. Abb. (A. M. Tallgren). Rekom : a. a. 0 . Taf. 6, 11. Ferner Bull, dos M useesRoyaux 1931,
59 Abb. 26. A. Roes, Greek Geometrie Art 104 Abb. 87 (Luristan). Mater. Arch. Kaukasus 8, 349.

Hörn.-Germ. Forsehungeu 20. 8 57


Die Kombination von Trinkborn und Stierkopf als Symbol eines heiligen Tieres — Stiere
sind neben Vögeln im pontischen Bereich die am häufigsten dargestellten Tiere — findet
wohl im traditionellen Stierkult Südrußlands ihre Erklärung1). Es scheint nun, als hätte
der Stierkult Südrußlands in den Donauländern altes neolithisches Erbe geweckt, das nun
einerseits in der hallstattzeitlichen Stierplastik, die weit über das Maß des älterurnen-
feiderzeitlichen Brauchtums hinaus gepflegt wurde, andererseits in dem Mischmotiv von
Stier und Vogel zur Wirkung und Entfaltung kam. Östliche Reiterkrieger regten vermutlich
auch dazu an, stiergestaltige Rhyta und einfache Trinkhörner bei Gelagen zu benutzen,
Trinksitten, die bezeichnenderweise dort gebräuchlich waren, wo auch metallenes Pferde­
geschirr oder Pferdeplastik und Mischmotive aus fremden und einheimischen Elementen
(Pferd-Vogel und Vogel-Stier) verbreitet sind, wo also die geistige Auseinandersetzung
mit den Reiternomaden im Kulturbild Mitteleuropas wirksam wurde.

A n th rop om orp h e M otive und H ausurnen.

Gewisse anthropomorphe Amulette der Hallstattzeit waren zwar bereits in der Urnen­
felderzeit bekannt, wie z. B. schwalbenschwanzförmiger und dreieckiger Behang mit
Ärmchen (Taf. 15,1.7). Aber es ist doch bezeichnend, daß sie in der östlichen Hallstatt­
kultur in besonderem Maße verwendet und zur Tiergestalt, vor allem zum Vogel in Be­
ziehung gesetzt wurden (Taf. 12,1—10; 17). Es entwickelte sich das Motiv „Mensch
zwischen zwei Tieren“ . Im früheisenzeitlichen Italien finden sich zahlreiche Weiter­
bildungen. So ergab der Hort von San Francesco in Bologna (H 16e), wohl ein in Not­
zeiten geborgener oder geraubter Schatz eines Kultraumes, eine Henkelscheibe, welche
eine menschliche Gestalt inmitten zweier Vögel zeigt. Dieser Henkelscheibentyp ( Taf. 13,1)
ist in Etrurien, Bologna und in der Umgebung von Rimini verbreitet und gehört zu
Bronzegeschirr, dessen donauländischen Ursprung G. v. Merhart ermittelte*2), v. Merhart
stellte eine typologische Entwicklungsreihe der Rahmenfiguren auf, an deren Anfang ein­
fache Hörnerrahmen mit plastischen Einzelvögelchen stehen, so daß sich ein Motiv ergibt,
welches bei den mittelitalienischen Vogelwagen, den brandenburgischen Deichselwagen
und den stierköpfigen Vogeltüllen wiederkehrt ( Taf .13,2). Die Entwicklung schreitet über
die Doppelung des Rinderhornrahmens und die Hinzufügung einer anthropomorphen Figur
bis zu komplizierteren Gebilden fort, bei denen der äußere Rahmen mit einzelnen Vogel­
köpfen und vierbeinigen Tieren geschmückt ist.
v. Merhart verglich das Motiv „Mensch zwischen zwei Vögeln“ mit entsprechenden
Bildergedanken aus Kampanien und der Basilicata, wo öfters mit einer anthropomorphen
Figur verbundene plastische Vogelbarken begegnen (H 223, 271 A, D). Eine Gefäßträgerin
auf einer Vogelbarke ziert einen Kandelaber aus Vetulonia (H 248f), während ein Bronze­
blechkessel mit Kreuzattaschen aus Veji einfache Vogelbarken und dazwischen anthropo­
morphe Gestalten trägt (I 58). Dieser Kessel ist in Form und Ornamentik sicher donau­
ländischer Herkunft und für die Frage nach dem Ursprung der besprochenen Motive be­
sonders aufschlußreich. Daß die Barken des Kessels und somit vermutlich auch die
plastischen Barken aus Vetulonia, aus Kampanien und der Basilicata auf die nordost­
ungarische Vogelheraldik der älteren Urnenfelderzeit zurückgehen, dürfte keinem Zweifel
unterliegen. Auf den Bronzeblechgefäßen Nordostungarns waren die Barken jedoch meist
mit Kreisscheiben verbunden (Taf. 8, 15—17). Man muß annehmen, daß diese
Scheiben durch eine anthropomorphe Gestalt ersetzt wurden. Mag manches bei

J) Vgl. Fr. Hancar in 33. Ber. R G K . 1943/1950, 48f.


2) Finska Fom m . Tidskr. 45, 1945, 81 ff. mit Fundliste. G. Hanfmann, Altetruskisehe Plastik 1 (1936) 61 f.

58
der Hinzufügung der menschlichen Gestalt zur Vogelbarke in Italien für orienta­
lischen Einfluß sprechen1), die andere Möglichkeit, daß auch im ostalpin-nordwest-
balkanischen Kulturraum sich diese Verbindung vollzog, ist keinesfalls abzuweisen. Die
motivische Kombination von anthropomorpher Figur und Vogelbarke ist zwar aus dem
Ostalpengebiet bisher nur aus verhältnismäßig späten Funden in Form größerer Gehänge
(Taf.17) bekannt geworden. Doch fanden sich in der hallstattzeitlichen Nekropole von
Frög in Kärnten mehrere Bleifiguren, die wahrscheinlich als plastische Zier auf Tongefäßen
verwandt wurden und inhaltlich den etruskischen Henkelscheiben zu entsprechen
scheinen*2). Es handelt sich um viereckige Rahmen, die unten durch zwei konzentrische
Kreisscheiben begrenzt sind und menschliche Gestalten einspannen, aus deren Knien zwei
antithetische Tiere herauswachsen. Ferner stammt aus der Umgebung von Cilli in Unter­
steiermark eine kleine fragmentierte Bleistatuette (H 35; Taf. 13, 4). Ein Arm
fehlt, der andere ist erhoben und läuft in einen Vogelkopf aus. Der Kopf trug ver­
mutlich einen Ring. Ähnliche Plastiken aus Bronze liegen aus Novilara im Picenum,
Villanova und Falerii (Etrurien) vor (H 144, 150,250; Taf. 13,5). Den völlig gleichen
Stücken aus Novilara und Villanova ist ein Kopfring beigegeben, den zwei plastische
Vögel flankieren. Die Hüfte trägt gleichfalls Vögel, während die Arme in Adorantenhaltung
nach oben weisen. Die Figur von Falerii ist in einen vogelgeschmückten Rahmen ein­
gespannt, ihr Kopf und ihre Hüften sind mit Vögeln besetzt, die Arme als Vögel gebildet.
Der Rahmen aus Falerii dürfte mit den oben genannten Henkelscheiben der Bronze­
blechtassen gleichzeitig sein. Sie gehören in das späte 8. bzw. in den Beginn des 7. Jahr­
hunderts v. Chr. Eine Vorstellung ist allen diesen südostalpinen und italischen Bronzen
gemeinsam: der Mensch steht im Mittelpunkt der Szene, er gilt vermutlich als Beherrscher
der Tiere. Es scheint jedoch sehr zweifelhaft, ob diese Gestalt als eine Personifikation des
Sonnensymbols aufzufassen ist, als welches die zentralen Scheiben der nordostungarischen
Vogelheraldik gelegentlich gedeutet werden.
Die zentrale Stellung einer bestimmten menschlichen Gestalt kommt auch in dem
Plattenwagen von Strettweg in Steiermark zum Ausdruck: die weibliche Figur in der
Mitte steht, richtige Rekonstruktion vorausgesetzt, auf einem Speichenrade (wie die Statu­
ette des Wagens von Dupljaja) und überragt alle anderen an Größe und trägt ebenso
wie die Kandelaberfigur aus Vetulonia ein Gefäß auf dem Kopf. Menschliche Gestalten
führen Hirsche am Geweih, Bewaffnete und berittene Krieger begleiten sie34 ).
Die Gefäßträgerin des Wagens gehört einem Idoltypus an, der aus zahlreichen Funden
der „orientalisierenden“ Zeit bekannt geworden ist (Taf.13,3)*). Vermutlich stammt
dieses Motiv aus dem Ostmittelmeerraum, wie Statuetten aus Kypern zeigen. Die Ägäis
nahm den Bildgedanken auf (vgl. Idole in den Heiligtümern von Samos, Olympia und

*) Motivische Entsprechungen aus dem Ägina-Fund und aus dem Heiligtum der Artemis Orthia von Sparta führt
G. v. Merhart a. a. O. 94f. an.
2) Mitt. Prähist. Komm. Wien 1, 4, 1897, 210 Abb. 33 (M. Hoernes). M. Much, Kunsthist. Atlas (1889) Taf. 47,12.
Carinthia I 140, 1950, 99 Abb. 1. 105 Abb. 10, 1. 133ff. (W. Modrijan).
3) W . Schmid, Der Kultwagen von Strettweg (1934). Reiter und Hirsch spielen auch in den figürlichen Szenen auf
nordostdeutsch-polnischer Keramik der gleichen Zeit eine Rolle: Lahse, Kr. Wohlau. Schles. Vorz. 7, 1899, 229 Abb.
E. Petersen, Schlesien von der Eiszeit bis ins Mittelalter (1935) Abb. 204. — Biskupin, Kr. Znin. Lit. S. 55 Anm. 8. —
Elsenau, Kr. Schlochau. Bl. f. Deutsche Vorgesch. 1, 1924, 20 Abb. 16 (W. La Baume). Vgl. ferner W . L a Baume in
Prähist. Zeitschr. 34/35, 1949/50, 172f.
4) Ausführlich G. Hanfmann a. a. O. 57 ff. Cypern: V. Müller, Frühe Plastik in Griechenland und Vorderasien (1929)
Abb. 438. Fr. Winter, Die Typen der figürlichen Terrakotten (1903) 14 Abb. 2— 4. — K reta: a. a. O. Abb. 231. —
Rhodos (Kamiros): Fr. Winter a. a. O. 20 Abb. 7. — Samos: frdl. Mitt. Prof. Dr. O. Kunze. — Olympia: V. Müller
a .a .O . Abb. 300— 301. A. Furtwängler a. a. O. Taf. 15, 266. — Tegea: Bull. Corr. Hell. Stud. 1921, 355 Abb. 17, 51. —
Ungarn: Arch. firt. 33, 1913, 410 (Somlyo) (Taf. 13, 3). — Gemeinlebarn, Niederöst.: Mitt. Prähist. K om m . Wien 1, 2,
1890, 49ff, Taf. 2, 2. 5. 6. M. Hoernes u. O. Menghin, Urgesch. d. bild. Kunst3 (1925) 485 Abb. 2. Dazu ferner Pferde
mit Reiter und ein Hirsch( ?). — Verona: Mitt. Prähist. Komm. Wien 1,4 , 1897, 215 Abb. 40. — Novilara: a .a .O .
186f. Abb. 2 —3 = Urgesch. d. bild. K unst 451 A bb. 6. — Vetulonia H 248f. — Narce: Mon. Ant. 4, 1894, 184 Abb. 71

8* 59
Tegea); griechische Kolonisten brachten ihn nach Cumae, wo Vögel zusammen mit
anderen Tieren und gefäßtragende Frauen einen silbernen Gürtel schmücken. Der Idol­
typ erreichte, vielleicht unabhängig von Griechenland, auch Ungarn ( T af .1 3 ,3 ) und
Niederösterreich und gelangte wohl über die Adria hinweg nach Novilara im Picenum,
Verona und südlich des Appenin nach Narce und Vetulonia. Daß alle diese Statuetten
lokale Arbeiten sind, beweist ihre verschiedene Ausführung und die voneinander ab­
weichenden Formen der Gefäße, die sie tragen. Ob dem Typ im Gesamtgebiet seiner Ver­
breitung der gleiche Sinn zukam, kann nicht entschieden werden. Daß es sich aber um
kein alltägliches Genremotiv handelt, erweist die Kombination von Gefäßträgerinnen mit
anderen anthropomorphen Motiven (Heiter) auf der Urne von Gemeinlebarn in Nieder­
österreich, auf dem Wagen von Strettweg und auf dem Kandelaber aus Vetulonia.
Ein anderer Idoltyp, eine weibliche Gestalt mit vorgehaltenem Gefäß (T af . 1 3 , 6 —9)
hat eine so bezeichnende Verbreitung1), daß man seine Herkunft im Zusammenhang mit
anderen Formen der materiellen und geistigen Kultur unschwer bestimmen kann. Er findet
sich nämlich ebenso wie gewisse anthropomorphe Einzelfiguren einfacherer Art in Mittel­
italien, im Ostalpen gebiet und in der Randzone des nordischen Kreises, wo überall auch
Antennenschwerter mittelitalischen Typs, Bronzeblechtassen vom Typ Hostomitz-Stillfried,
doppelkonische Bronzeblechkessel mit kreuzförmigen Attaschen und Bronzeblechampho­
ren der Prenzlawitz-Seddiner Art Vorkommen (Taf. 23B ) , die außeritalischen, nordwest-
balkanisch-ostalpinen Werkstätten entstammen. Eine weitere Parallele ergibt die Ver­
breitung des Hausurnengedankens, der freilich nicht im ostalpinen Kulturgebiet begegnet,
sich aber in Mittelitalien, in Este und an der Peripherie und im Zentrum des nordischen
Kreises zu gleicher Zeit einstellte ( T a f . 2 3 A ) : im Norden in der Periode Montelius V
(Stufe HA B)* 2), in Mittelitalien zusammen mit den erwähnten jungurnenfeiderzeitlichen
Formen außeritalischer Herkunft3). Chronologische Querverbindungen erlaubt die Kom­
bination von Hausurne und Antennenschwert mittelitalischen Typs in einem Grabe von
Seddin, Kr. Westprignitz4). Aus einem Grab der gleichen Hügelgruppe stammt das Bruch­
stück eines Pferdegeschirrzierrats, an dessen ostalpiner Herkunft — ein Bruchstück
lag in dem Wagengrab von Strettweg — man nach heutiger Kenntnis nicht zweifeln
kann5) ; aus der gleichen Gemarkung wurde das an Totenzubehör außerordentlich reiche,
sog. Königsgrab von Seddin bekannt6). Es enthielt u. a. die gleiche, von südostalpinen
Werkstätten beeinflußte Amphorenform aus Bronzeblech wie der Moorfund von Roerbaek
in Jütland, während man aus einem Gräberfeld in der Nähe dieses Fundes eine Hausurne
barg7). Das Tonidol einer weiblichen Gestalt mit Gefäß aus dem Grabe von S. Lorenzo
Vecchio (Latium) (Taf. 13, 9) war seinerseits mit einer Hausurne vergesellschaftet.
Da Gräber mit Hausurnen und anthropomorphen Statuetten bzw. Hausurnen mit ein­
geritzten menschlichen Gestalten in Mittelitalien öfter begegnen, darf man diese einzelnen
*) Dechsel, K r. Landsberg a. W . Zeitschr. f. Ethn. 34, 1902 (50)ff. M. Ebert 2, 350 {Taf. 13, 7). — Kernein, Kr. Lands­
berg a.W . Forsch, u. Fortschr. 7, 1931, 370. — Beringstedt, Kr. Rendsburg (Itzehoe). G. Schwantes, Vorgeschichte
Schleswig-Holsteins (1939) 523 A bb. 842. 562 Abb. 884 {Taf. 13, 8). — St. Vid, Koni. Vas. Arch. firt. 28, 1908, 266.
{Taf. 13, 6). — San Lorenzo Vecchio, Gemde. R occa di Papa, Latium. Bull. Paletn. Ital. NS. 4, 1940, 177ff. Taf. 1
{Taf. 13, 9).
а) Vgl. H. J. Eggers in Mitt. d. Vorgesch. Sem. d. Univ. Greifswald 11/12, 1940, 117 ff. Gegen H. Hanssons Datierung
gotländischer Hausurnengräberfelder in die Periode Montelius IV (Gotlands Bronsälder, 1927, 58ff.) C. A. Moberg,
Zonengliederungen der vorchr. Eisenzeit in Nordeuropa (1941) 20.
3) A . W . Bryan, Italic H ut Urns and H ut Urn Ceraetries (1925). G. v. Merhart in Bonn. Jahrb. 147, 1942, 49f. 82.
E ste: Not. Scavi 1930, 39 (Hinweis K . Kromer).
4) E. Sprockhoff, Die Vollgriffschwerter der jüngeren Bronzezeit (1934) Taf. 16, 2. 4. 6— 8. 10— 11.
б) A. Götze, Die vor- und frühgeschichtlichen Denkmäler des Kreises Westprignitz (1912) 38 Abb. 54. — Strettweg:
W . Schmid a. a. O. 14 Abb. 4 (falsch rekonstruiert, Original Mus. Graz). — Leibnitzer F eld : Mus. Graz. Mindelheim,
Bayer. Schwaben: Bayer. Vorgeschichtsbl. 18/19, 1952 Taf. 21, 1— 2.
®) A . Kiekebusch, Das Königsgrab von Seddin (1928).
7) H. C. Broholm, Studier over jmgre Bronzeäldor i Danmark (1933) 191, 232.

60
Symbole wohl als Äußerungen eines ganz bestimmten Vorstellungskomplexes innerhalb
des Totenglaubens ansprechen. In diesen Glaubensvorstellungen muß auch die Kom­
bination von Vogelbildern mit Hausurnen eine gewisse Rolle gespielt haben.
Wieder bieten sich für Mittelitalien die Verhältnisse in den Randkulturen des
nordischen Kreises zum Vergleiche an. So wurde eine Hausurne mit Vogelschmuck aus
der Hausurnenkultur Mitteldeutschlands bekannt1), wo die aus etwas älterer Zeit stam­
menden Radanhänger mit liegendem Kreuzspeichenschema, die heraldisch gruppierten
Vögel auf dem Antennenschwert von Bothenheiligen (J 6), die theriomorphen Gefäße und
innerhalb der materiellen Kultur ein doppelkonischer Bronzeblechkessel mit kreuzförmigen
Attaschen*2) Verbindungen zu Mittelitalien erkennen lassen.
Man wird den so weit verbreiteten und in den verschiedensten Kulturen etwa gleich­
zeitig auftretenden anthropomorphen Statuetten, Amuletten, Tierbildern und Haus­
urnen3) gern eine ganz bestimmte gleichbleibende Bedeutung, aber auch eine gemeinsame
Heimat zusprechen wollen. Die Gemeinsamkeiten in den religiösen Ausdrucksformen des
Nordens, Mitteldeutschlands und Mittelitaliens sind durch direkte Beziehungen schon
deshalb nicht zu erklären, weil der archäologische Fundstoff solche nirgends erkennen läßt.
Die Heimat dieser Symbolkomplexe muß außerhalb der Gebiete ihrer hauptsächlichen
Verbreitung gelegen haben, und zwar dort, wohin das gleichzeitige, in Italien und im
Norden fremde materielle Kulturgut führt: im Ostalpengebiet einschließlich Westungarns
und des nördlichen Balkans.

In der Verbreitung und Zusammensetzung des besprochnenen Symbolgutes darf man


letztlich die Auswirkungen jenes dynamischen Geschehens sehen, dem vor allem das ost­
alpine Kulturgebiet an der Wende von der Urnenfelder- zur Hallstattzeit unterworfen
war. Die eingangs gestellte Frage, welche religiösen Äußerungen donauländisches Erbe
älterer Zeit, welche Zutat frischer, aktiver Kräfte seien, kann sich in der Tat nur auf die
Zusammensetzung einzelner Motive zu ganzen Symbolkomplexen beziehen, nicht auf ihre
äußere Form allein. Wir müssen fragen, welche Symbole eine vorherrschende Rolle spielten
und wie sie motivisch aufeinander bezogen wurden. Allein daraus ergeben sich Schlüsse
auf den geistigen Wandel und Verbindungsmöglichkeiten zu den politischen Geschehnissen
der Epoche.
Symbole wie das Speichenrad, der Stier und der Vogel, die Tiergefäßsitte und die
anthropomorphen Idole hielten sich von der Bronzezeit bis in die späte Hallstattzeit hin­
ein, nicht dagegen die Amulette in Sanduhr- oder Doppelaxtform und der lanzettförmige
Behang. Sie wurden seit dem Beginn der Hallstattzeit nicht mehr verwendet. Um so
größere Bedeutung gewannen die anthropomorphen Amulette in Schwalbenschwanz- und
Dreieckform, die man nun viel häufiger benutzte als früher und bezeichnenderweise mit
den Vogelbarkenamuletten der älteren Zeit und mit dem Rinderhornsymbol zu neuen
Formen mit neuem Aussagewert und anderer magischer Geltung koppelte. Unter den
heiligen Tieren wurde der Stier in viel stärkerem Maße verehrt als vorher, und wie man
die anthropomorphen Motive mit anderen Symbolen kombinierte, gleichsam auf den

x) Fr. Beim, Hausurnen (1924) Taf. 6e 1 u. e 2.


2) W . Schulz, Vor- und Frühgeschichte Mitteldeutschlands (1939) 81 Abb. 96. Zur Verbreitung des Typs vgl. o. S. 45.
3) Bonn. Jahrb. 147, 1942, 50f. Vgl. auch die Hausmodelle des ägäischen Kreises: H. Payne, Perachora (1940) 34ff.
Mäanderbemalung. S. 37: „is certain that they are, at latest, earlier than the middle o f the eighth Century. They may
belong to the beginning o f that Century, or conceivably even to the ninth“ . Das Exemplar aus einer Tholos von Knossos,
J. H.S. 64, 1944, 87 Abb. 4, das erste und einzige aus einem Grab. Vgl. ferner Athen Mitt. 1923, 52 ff. (argiv. Heraion,
K . Müller). Vgl. noch die Hausurne von Ras Schamra, H. Th. Boseert, Altsyrien (1951) 197 Abb. 649.

61
enscben als Träger numinoser Macht bezog, so koppelte man die Stierembleme mit
Dgelbildern, so daß sich bisweilen ganz neue, eigentümliche Mischwesen ergaben. Die
ärehrung des Pferdes geht auf fremde, reiternomadische Einflüsse zurück. Aber es ist
.arakteristisch, daß man das Pferd mit dem heimischen Kulttier, dem Wasservogel,
otivisch kombinierte, dadurch das Fremde assimilierte und so einen ganz neuartigen,
Ld doch dem Gewohnten entsprechenden magischen Aussagewert erreichte. Die in
berer Zeit in den Donauländern und in ihren Periphergebieten übliche Sitte, Kessel mit
iligem Wasser, den mittelalterlichen Aquamanilen vergleichbar, auf Wagen zu stellen
td dem Toten ins Grab mitzugeben, verlor mit der Wende von der Urnenfelder- zur
allstattzeit an Bedeutung. Selbst die jetzt in den südlichen Peripherkulturen verwendeten
rgestaltigen Kesselwagen spielten in der ostalpinen Hallstattkultur keine, große Rolle,
elmehr fuhr hier der Tote selbst auf einem Wagen ins Totenreich, ausgerüstet wie zu
ibzeiten, damit er jenseits des Stroms die gleiche Stellung einnehme und die gleichen
jchte erhielte, die er auf Erden genoß. Die nun geläufige Sitte, mit Vogelbildern als
ülszeichen die Waffen des Kriegers gegen Unglück im Kampf zu sichern, scheint zum
nstigen Ideengut dieser Zeit zu passen: die magischen Kräfte konzentrieren sich in anthro-
morphen Gestalten mit einer ganz bestimmten Funktion. Daher können wir auch von fest
rrissenen Idoltypen sprechen und von ihrer Kombination mit anderen religiösen Äußer-
igen. Der Mensch als Träger magischer Kräfte rückte in den Mittelpunkt des Denkens1).
Die Wandlungen in den religiösen Anschauungen hängen mit politisch-geschichtlichen
eignissen zusammen, die sich in der gleichzeitigen Niederlegung zahlreicher, nicht mehr
borgener Horte ebenso widerspiegeln wie in der weiten Verbreitung vieler gleichartiger
rate der materiellen und geistigen Kultur. Sie spiegeln sich in der Aufnahme eindeutig
dieher, reiternomadischer Ausrüstung wie Pferdezaumzeug und Trinkhorn, in der Ver-
(erung nordostungarischer Metallwerkstätten nach Westen ins ostalpine Kulturgebiet,
5sich auch in den motivischen Mischbildungen der ostalpinen Vogelheraldik anzudeuten
leint. Alle diese Fakten kann man mit dem Vordringen östlicher Reiternomaden nach
3sten in Verbindung bringen. Dies verursachte kriegerische Verwicklungen und zwang
*/ Träger der ostalpinen Hallstattkultur zu einer straffen Sozialorganisation: ein
torisches Ereignis, das die materielle und geistige Kultur der späten Urnenfelder- und
illstattzeit stark umzuformen vermochte.

3. Donauländisches Symbolgut in Griechenland und Italien.

Eine alte Lehrmeinung führt die zivilisatorische Ausrüstung der Hallstattkultur in


sentlichen Teilen auf griechische und besonders italische Einflüsse zurück. Diese Meinung
ries sich als unhaltbar, soweit sie sich auf bestimmte technische Fertigkeiten und Geräte
* materiellen Kultur gründete. Immerhin kann man noch griechische und italisch-

Die steigende Bedeutung des anthropomorphen Idols, seine zentrale Stellung im Glauben der Zeit setzt ein gesteigertes
rußtsein von der eigenen Persönlichkeit voraus, das mit einem individuellen Verhältnis des Menschen zur Gottheit
mmengeht. Ein Beispiel sind dafür die Totenmasken aus den Fürstengräbem von Klein-Glein in der Steiermark
Trebenischte in Makedonien und ausChiusi in Etrurien. W . Schmid sieht in diesen Masken das Abbild des Toten, den
religiöse Denken als höheres, verklärtes Wesen betrachtete, und zieht einen Vergleich zu den Totenmasken aus den
Isgräbem von Mykenae. Damit wird der soziale Hintergrund erkennbar, auf dem solche Vorstellungen möglich waren,
n in Mykenae, Trebenischte und Klein-Glein handelt es sich bei den Toten um Angehörige einer Oberschicht, eines
(fliehen Adels, also um die kulturell tonangebende Gesellschaftsschicht. Prähist. Zeitschr. 24. 1933. 2ASAbb. 32. 282.
filow, Die archaische Nekropole von Trebenischte (1927) Taf. 1. — Tonmasken auch in der westl. Urnenfelder-und
^stattkultur verbreitet: W . Dehn, Germania 17, 1933, 285ff. (Bretzenheim, K r. jKreuznach). Mainzer Festschr. (1927)
■f. G. Behrens, Bodenurkunden aus Rheinhessen (1927) 126ff. (Siefersheim, Rheinhessen). Zu den Totenmasken
Chiusi v. Duhn, Italische Gräberkunde (1924) 352ff.
etruskische Anregungen bei der für die Hallstattkultur so kennzeichnenden Wiederkehr
anthropomorpher Plastik und bei der motivischen Koppelung donauländischer und reiter-
nomadischer Kulttiere erwägen (Vogel, Pferd, Stier und Hirsch). Bei der Erörterung dieser
Frage zeigt es sich jedoch, daß diese Symbole in ihrer für die Donauländer charakteristi­
schen Zusammensetzung in Griechenland und in Italien entweder völlig fehlen oder zu­
sammen mit anderen Formen balkanisch-donauländischer Herkunft erscheinen.

VI. Milojcic wies nach, daß zahlreiche materielle und religiöse Kulturzüge in G r iech en ­
land von zugewanderten Bevölkerungsteilen mitgebracht wurden, die den ägäischen Raum
vom Balkan her im Verlaufe des 13. bis zum 8. vorchristlichen Jahrhundert in mehr­
maligem Zustrom erreichten1). Unter diesen balkanisch-donauländisch beheimateten
Formen begegnen anthropomorphe Idole und theriomorphe Symbole, von denen der
Wasservogel, der Stier und der Hirsch als die bemerkenswertesten in der Religion des
Ostmittelmeerraumes freilich schon seit sehr früher Zeit eine bedeutende Rolle spielten*2).
Trotzdem fragt es sich, ob die Stellung aller dieser religiösen Äußerungen im Weltbild
der Zeit durch Jahrtausende hindurch im weiten Umkreis ihrer Verbreitung stets die
gleiche blieb. Das ist schon deshalb unwahrscheinlich, weil sich kaum ein Symboltyp
kontinuierlich bis in nachmykenische Zeit hinein fortentwickelte. Anthropomorphe Idole
z. B. erscheinen auf dem griechischen Festland nach der spätneolithischen Diminizeit nur
mehr sporadisch, um in der mittelheliadischen Phase ganz auszusetzen. Sie kehrten erst
im letzten Abschnitt der späthelladisehen Periode wieder, ohne daß einheimische Vorstufen
nachzuweisen sind3). Die wenigen Idole der spätprotogeometrischen Stufe erweisen sich
ebenfalls als fremd, so daß von einer Kontinuität der anthropomorphen Plastik in Griechen­
land keine Rede sein kann.
Die protogeometrischen Gräber der Kerameikos-Nekropole Athens geben in dieser Hinsicht
besonders wichtige Aufschlüsse. In dem gleichen Grabe wie ein bronzener Vogelkopf, der
zu einem Gefäßanhänger des Typs Taf. 7,16 gehört haben könnte, fanden sich ein be­
maltes Hirschgefäß (das älteste nachmykenische Tiergefäß Attikas) und zwei hand­
gemachte Krüge einer Form, die öfters wiederkehrt und mit anderer handgefertigter,
ritzverzierter Töpferware unter der sonst durchgängig üblichen qualitätvollen Scheiben-

x) Arch. Anz. 1948/49, 12ff.


2) Zur ostmittelmeerischen Tiergefäßsitte vgl. S. 8 Anm. 1. Vgl. ferner die Vogelnadeln aus der ersten Stadt von
Thermi, W . Lamb, Excavations at Thermi (1936) 166 Taf. 25, 31, 18; 47, 31, 19. W . Lamb führt Parallelen an, u. a.
auch die Elfenbeinnadel der sechsten Stadt Trojas: H. Schliemann, Ilios (1881) 671 Nr. 1406. — Vogelplastik an Gefäßen
z. B. aus der eyprischen Nekropole von Vounous-Bellapais (spätes 3., frühes 2. Jahrtausend v. Chr.): Zeitsehr. f. Ethn.
31, 1899 (47) Abb. 2, 17 passim. Archaeologia 88, 1940, l f f . Taf. 1 0 b .c; 14— 16; 19e; 35 (P. Dikaios). Hier auch Ton­
hörner: Taf. 2 a ; 38a— b .e ; 41a. — F. A. Sehaeffer, Stratigraphie comperarße et Chronologie de l’Asie occidentale (1948)
Taf. 50. Ferner Abb. 200,1. — Im kleinasiatisch-ostmittelmeerischen Kulturkreis des 3. Jahrtausends erscheinen Hirsch
und Stier in Verbindung mit Sonnenzeichen, sie sind bis weit ins 2. Jahrtausend lebendig. Vgl. K . Bittel, Grundzüge
der Vor- und Frühgeschichte Kleinasiens (1945) 19f. Abb. 11 —12 (Alaca Hüyük). H. Th. Bossert, Altanatolien (1942)
A bb. 297— 306. Kleinasiatischer Import dürfte das Tiergefäß des vierten Schachtgrabes von Mykenae sein, H . Th. Bossert
a. a. O. Abb. 8 —9. Vgl. Abb. 397—398 u. 402—403, Tiergefäße aus Kültepe, w o sich auch Stiefelgefäße fanden: a. a. O.
Abb. 399 —400. — Zur Vogel-Sonnendarstellung vgl. u.a. ein Silberblech von Syros, Ipek 1926, 247 Abb. 4. — Es ist
bezeichnend, daß in Griechenland der statische Wasservogel im Gegensatz zum fliegenden Vogel erst in spätmykenischer
Zeit Eingang findet. Eines der frühesten Beispiele plastischer Vogelzier des statischen Typs ist der Vogelaufsatz des
Bronzebechers aus dem spätmykenischen Hortfund von Tiryns (H 231). Hierzu ausführlich G. Karo in Athen. Mitt.
55,1930. Vogelzier (freilich fliegende Vögel) an Bechern bereits bei dem mykenischen Nestorbecher, G. Karo, Die Schacht­
gräber von Mykenai (1930/1933) Taf. 109. Vogelanhänger an dem Dreifuß des Hortes, darüber G. Karo, Athen. Mitt.
a. a. O. 133. Zum Typ a. a. O. 45, 1920, 128ff. 131 Abb. 4 : Kesselwagen von Lamaka (Cypern) mit plastischer Vcgelzier.
3) Übersicht bei V. Müller, Frühe Plastik in Griechenland und Vorderasien (1929). Zu den mykenischen Idolen 55ff.
Eine ganz andere Entwicklung durchläuft Kreta, wo eine Kontinuität gesichert scheint. Daß das auch von Kultstätten
gilt, zeigt die Höhle von Psychrö, deren Votive von MM II b bis über das Ende der minoischen Kultur hinaus andauern.
Lit. Handb. d. Archäol. 2 (1950) 237 (Fr. Matz). Unter den Weihegaben anderer Stätten (Petsofä) finden sich auch
anthropomorphe Idole, was nicht bei allen Kultstätten der Fall zu sein scheint (z. B. Kamares, w o ausschließlich Keramik.)
Die A rt der Weihegaben der einzelnen Höhlen ist noch nicht zusammenfassend ausgewertet worden.

63
wäre völlig fremdartig wirkt1). Die „primitive4"' Keramik wurde auch in Grab 48 ermittelt,
dazu noch ein Stierkopfhenkel eines Bronzegefäßes und zwei anthropomorphe Idole
(Totendiener?)*2). Das Idolpaar und die handgefertigte Ton wäre wiederholen sich in
Grab 33, wo ebenso wie in Grab 37 eine ritzverzierte Pyxis mit Deckel der „primitiven“
Art erscheint, welche mit den bronzenen Gefäßanhängern mit Protomendeckeln f Taf.7,16)
formal verwandt ist3). Alle diese Gräber werden in die ausgehende protogeometrische
Phase, an das Ende des 10. Jahrhunderts oder, verglichen mit Mitteleuropa, in den Beginn
der jüngsten Urnenfelderzeit datiert. Pferdedarstellungen treten nicht viel früher auf, und
in die gleiche Zeit fallen die frühesten, fertig ausgebildeten Mäander, ohne daß für sie
einheimische Vorstufen zu erweisen wären. Grab 38 lieferte das älteste nachmykenische
Steinmal, im Grabe selbst fand sich wiederum ein handgemachter Krug4).
Für die Idolform und den Mäander wies VI. Milojci6 bedeutend ältere donauländische
Entsprechungen an der unteren Donau nach5), und zwar aus jener spätbronzezeitlichen
Gruppe mit inkrustierter Keramik ( Taf. 1; 3 ,4 ), die als Heimat zahlreichen Symbolgutes
auch der mitteleuropäischen Urnenfelderkulturen angesprochen werden darf. Die Gefäß­
anhänger mit Protomendeckel kamen wahrscheinlich aus Epirus, Makedonien oder Bosnien
nach Athen. Man kennt sie z. B. aus Kumanovo nördlich Skoplje, aus Radanja, Chauchitsa
und Pateli (Makedonien) (Abb. 3; H 31, 111, 158, 174a). Gefäßanhänger ohne Tierappli­
kationen waren sowohl in Makedonien als auch in Bosnien beliebt, in sehr viel frühe­
rer Zeit auch im Banat, wo sie in einem Hort von Alt-Moldawa mit gehörnten
Tieren vergesellschaftet sind6). In Neoehori am Tachinosee (Makedonien) fand man
ein kleines Bronzegefäß mit Würfelaugendekor und plastischer Vogelbarke, in der
ein ebenfalls plastisch ausgeformtes Pferdchen steht (Naturhist. Mus. Wien). Diese
Bronze läßt ja die gleiche motivische Kombination von Vogel und Pferd erkennen wie
die Trensenknebel in Pferdeform aus der Slowakei und Italien und wie noch wieder andere
symbolische Darstellungen aus Griechenland selbst78 ). An den Gefäßanhängern aus grie­
chischen Temenoi wie Pherae in Thessalien (H 162a) und Olympia kommen sowohl Vogel-
als auch Pferdeköpfe vors). Die offensichtliche Doppelbedeutung dieser Amulette bzw.
die Kombination zweier verschiedener Heilszeichen kann noch um eine religionsgeschicht­
lich wichtige Form erweitert werden. An den Gefäßamuletten begegnen bisweilen auch
vierfache Protomen (T a f.7 ,1 7 ), die wiederum an ähnliche Bildungen aus Ungarn und
Siebenbürgen, aber auch aus Apulien erinnern, wo nun gelegentlich Beilamulette mit

*) Grab 39. Kerameikos 4 (1943) 31. 39f. Taf. 39 M 2 8 a (Bronzevogel). Taf. 26 = Athen. Mitt. 63, 1938, 594 Abb. 7
(Hirsch). Taf. 28 Inv.-Nr. 2109/10 (nicht 1100 u. 1101) (Krüge).
2) A . a. O. 44ff. 29 Abb. 5 u. Taf. 39 M 4 a (Stierkopfhenkel) — K 2. Taf. 29—30 (Keramik). Taf. 31 Inv.-Nr. 2035/36
(Idole). — Zur Bronzeschale Taf. 38 M 1 vgl. Bull. Paletn. Ital. 47,1927, 53 Abb. 4 (Hort v. S. Cataldo, Sizilien, s. A 138).
Die Kerameikosnekropole enthielt noch zwei weitere Vögel auf den Henkeln eines Bronzekessels aus einem Grabe im
Rundbau am Eridanos: Arch. Anz. 1940, 346 Abb. 23. K . Gebauer datiert das Grab a. a. O. 338 a u f Grund zweier Schalen
mit menschlichen Protomen und Lotosblüten, die in der Tomba Bernardini (Praeneste) eine Entsprechung finden, in die
erste Hälfte des 7. Jahrhunderts. Die Exemplare sind der dritten griechischen Vogelgruppe (mit abfallendem Rücken)
sehr ähnlich. In Italien findet sich nichts dergleichen, so daß „etruskischer Import“ unwahrscheinlich ist. Da das Grab­
inventar unsicher ist, läßt sich chronologisch Verbindliches nicht ermitteln.
3) Grab 33: a. a. O. Taf. 31 oben (Idole u. Pyxis). 36 f. — Grab 37: Taf. 31, 1075 (Pyxis). Taf. 28, 1078 (Krug).
4) A . a. O. 39. Grab 38 schneidet Grab 37.
8) S. o. S. 63 Anm. 1.
6) In Chauchitsa Grab 1 mit einer Pferdeskulptur vergesellschaftet: The Antiquaries Journal 1, 1927 Taf. 6, Abb. 1.
Diese Krugform auch als Anhänger auf Vögelchen: BSA. 26, 1923— 1925 Taf. 5, lb . — Radanja: Fouilles et recherches
(Sofia) 1, 1948, 92 Abb. 61. Selbst unter den Weihebronzen des Apollotempel von Ägina, Nachweis Fr. Holste. Ebenso
Aphaiatempel. — Bosnien: als Beispiel Podlace Hgl. 2, vergesellschaftet mit bosnischem Vogelanhänger, Brandgrab,
Mitt. d. Anthr. Ges. Wien 19, 41 ff. Abb. 75. Alt-Moldawa: Nachweis Fr. Holste, Mus. Vräac.
7) S. o. S. 56 Anm. 1.
8) Olympia: Ergebnisse der Ausgrabungen 4, A . Furtwängler, Die Bronzen und Kleinfunde (1890) Taf. 23, 416.
Gefäßanhänger mit Doppelprotomendeckel übrigens auch im Kaukasus: Suargom, Worowskaja, Mater. Arch. Kaukasus
8, 116 Abb. 104. Es ist immerhin möglich, daß auch in dieser Form pontisches Erbe steckt.

64
doppelten „ Vogelbarken“ Vorkommen (Taf. 11, 7.17). Ein Beilamulett mit einfacher
Barke fand man — bezeichnend genug — im Heiligtum von Dodona (Epirus) (H 45).
Die Kombination von Vogel und Pferd und Vogel und Beil im nordgriechisch-makedoni­
schen, „thrakischen“ Randgürtel ist ohne donauländische Impulse nicht denkbar, und
wenn man von diesen Symbolen aus eine Brücke zu historisch überlieferten Kulten, etwa
zur Verehrung einer Pferdegottheit mit all ihren Bezügen zu anderen religiösen Äuße­
rungen, schlagen will, dann könnten sich auch für inhaltlich entsprechendes Symbolgut
der Donauländer selbst Anhaltspunkte für eine fundierte Interpretation ergeben.
Bosnien und Makedonien dürften schließlich die Heimat zahlreicher Anhänger in Vogel­
form gewesen sein, die es in mehreren Varianten gibt und die ebenfalls in griechischen
Heiligtümern wiederkehren (Abb. 3).
Typ 1, der „bosnische Typ“ , wird durch kleine, zierliche Vögel gekennzeichnet (Taf. 7,
2 .5 .1 0 .1 1 .1 2 .1 5 ; H 31, 69, 155a, 164) und ist vor allem aus Chauchitsa, Olynthos und
aus den Gräbern der Glasinac-Nekropole in Bosnien bekannt geworden. Typ 2, Vögel
mit kompaktem Körper, gewölbtem Bug und schmächtigem Kopf (Taf. 7,8), fand man
sowohl in Kroatien als auch in Makedonien, vor allem aber in den Heiligtümern von

Köiu.-Oarra. Forschuagen 20. 8 65


'herae (Thessalien), Peraehora bei Korinth und Delphi1). Typ 3, durch ausgewogene,
galistisch gsehene, „volle“ Vogelstatuetten gekennzeichnet, ist von Istrien über Kroatien
is zur Peloponnes verbreitet*2). An der Verbreitung von Typ 4, der Pfauhähne mit Kamm
nd Schweif enthält (Taf .7 ,2 1 .2 2 ), hatte Makedonien ebenso teil wie der ägäisch-grie-
hische Raum bis nach Sizilien: in einem Grabe des späten 8. oder des beginnenden 7.
ahrhunderts von Megara Hyblaea (H 133) lag ein solcher Pfauhahn zusammen mit
inem „bosnischen“ Vogelanhänger und einem vierspeichigen, profilierten Radamulett,
relches in fast gleicher Form unter den Weihegaben des Aphaiatempels in Ägina und in
inem makedonischen Grabhügel von Radanja wiederkehrt3).
Balkanisch-donauländische Beziehungen bezeugen endlich die Radanhänger aus den
[eiligtümern von Olympia und Peraehora4), die thessalischen Rädergestelle mit Vogel-
lastik (Taf. 7,6), Vögel mit kreisrunden Scheiben und Doppelvögel mit radförmigen Stand-
asen5)6, Motive und Motivkoppelungen, die in den Donauländern in viel früherer Zeit
ls in Griechenland nachzuweisen sind und daher zweifellos auf donauländische Anregungen
rrückgehen oder wahrscheinlicher noch von donauländisch-balkanischen Zuwanderern
ir Zeit der dorischen Wanderung nach Griechenland mitgebracht und hier dann weiter-
gbildet und umgeformt wurden. Die Häufung der in A bb.3 kartierten Vogelbilder auf
er Peloppones und auf Rhodos legt die Vermutung nahe, daß die Dorer selbst daran
eteiligt waren.
Es gibt aber auch Symbolgut, das in Griechenland, auf dem Balkan und in der öst-
chen Hallstattkultur fast gleichzeitig auftritt. Dazu zählen z. B. geschlitzte Bommeln
us Griechenland, Kroatien, Ungarn, Niederösterreich, Böhmen, der Schweiz und Italien,
jrner Glöckchen aus dem samischen Heraion, Makedonien, Bosnien und dem Ostalpen­
gbiet und schließliph eine Vogelgruppe mit markant ausgeprägtem, rechtwinklig gebogenem
•ug aus Lindos, von der Akropolis in Athen,aus Delphi, Pherae, Olympia, dem argivischen
leraion, aus Sparta und aus Ungarn (Taf.7,19)*). Eine ähnliche Verbreitung besitzen

x) Delphi: Fouilles de Delphes 5, 1908 Abb. 140. Pherae: Nachweis Fr. Holste. Peraehora: H. Payne, Perachora
940) Taf. 37, 1. Kum anovo, Radanja u. Prozor s. H 111,172,174a. Ferner ein Exemplar aus Istambuler Kunsthandel
ich frdl. Mitt. von Dr. Fr. Brommer, in dessen Besitz sich das Stück befindet.
2) Diese Vogelgruppe läßt sich in zwei Typen scheiden: Vögel mit abfallendem Rücken {Typ Taf. 7,13. 20) und solche
it durchgebogenem Rücken und aufgerichtetem Schwanz ( Typ Taf. 7,1.18). Zu 1: Sparta. R . M. Dawkins a. a. O.
tf. 76g {Taf. 7,13). Bull. Corr. Hell. Stud. 12, 1888, 48 Abb. 4. — Argivisches Heraion. Chr. Waldstein a. a. O. Taf. 76,
. — Nesazio, Istrien, H 146 ; Taf. 7,20. — Zu 2 : Sparta. A .a . O. Taf. 76h. — Peloponnes. Arch. Anz. 1938,428 Abb. 6. —
amiros auf Rhodos. Clara Rhodos 6/7 (1932) 334 Abb. 80, 13. — Siebeneich, Tirol, H 204; Taf. 7,18. — Zahlreiche
jgel dieser Typen sind mit Standbasen versehen, geschlitzten Kugeln, Scheiben und polygonalen Füßen. Zu 1: Olympia,
reifuß. A. Furtwängler a. a. 0 . Taf. 29, 638 {Taf. 7, 7). — Zu 2: Olympia. A . a. 0 . Taf. 23, 412 {Taf. 7 ,1 ); 24, 418. —
elphi. Fouilles de Delphes 6 (1908) Abb. 144— 145. — Tegea. Bull. Corr. Hell. Stud. 45, 1921, 350 Abb. 10, 30.31. —
gl. ferner The Brit. Mus. Quarterly 8, 1934 Taf. 45, 13.
3) Pfauhähne im ägäisdien Raum: Pateli: Nachweis Fr. Holste. Mus. Istambul. — Gewgeli: Prähist. Zeitschr. 9, 1917,
■Abb. 1. -— Pherae (Thess.): Nachweis Fr. Holste. Nat.-Mus. Athen. U. a. auch Doppeltiere. — Lindos auf Rhodos:
ir.Blinkenberg, Lindos 1 (1931) 103 Abb. 235 —236. — Argos, Heraion: Chr. Waldstein, The Argive Heraeum 2 (1905)
'5 Taf. 77, 46—48. — Sparta: R . M. Dawkins, Artemis Orthia (1929) Taf. 76k. — Tegea: Bull. Corr. Hell. Stud. 45,
21, 340ff. Abb. 6, 23; 10, 24. 26. — Delphi: Delphes (1943) 15 Abb. 7. — Perachora: H. Payne a. a. O. Taf. 37, 2.
SA. 33, 1932/33, 215 Abb. 2. — Theben: Nachweis Fr. Holste. Mus. Theben. — Vgl. ferner Chr. Blinkenberg a. a. 0 .
'3. The Brit. Mus. Quarterly 8, 1934 Taf. 45, 15. Bull. Metrop. Mus. New York 30, 1935, 255 {Taf. 7, 22). — Breit-
gige Räder: Aphaiatempel. Mus. Ägina. Nachweis Fr. Holste. Radanja: Fouilles et recherches (Sofia) 1, 1948, 95 Abb. 66.
4) Olympia: A. Furtwängler a. a. O. Taf. 24, 472. — Perachora: H. Payne, Perachora (1940) Taf. 78, 16. Ferner
ykenae: H. Schliemann, Mykenae (1878) 83, 120.
5) Rädergestelle: Volo. Ipek 1939/40, 60 Abb. 7 {Taf. 7, 6). — Pherae. Nachweis Fr. Holste. Nat. Mus. Athen. —
igel auf senkrechten Scheiben: Delphi. Fouilles de Delphes 5 (1908) Abb. 145. — Sparta. R . M. Dawkins a. a. O. Taf. 80h. —
:gea. Bull. Corr. Hell. Stud. 45, 1921, 350 Abb. 10, 31. — Pherae. Nachweis Fr. Holste. Nat. Mus. Athen u. Mus.
)lo, u. a. auch ein Doppelvogel. W . Lamb, Greek and Roman Bronzes (1929) Taf. 13 b.
6) Vgl. die Bommeln mit Vogelplastik aus den böhmischen Horten von Krondorf und Rataje {H 108,178). Zu den
öckchen H. Möbius, Kaukasische Glocken in Samos in Marburger Studien (1938) 156ff. — Vogeltyp mit rechtwinklig
bogenem Bug: Lindös (oder Ephesos). Nachweis Fr. Holste. Mus. Istambul. — Athen, Akropolis. A. de Ridder, Cata-
jue de bronzes trouves sur l’acropole. Bibi, des 6coles francaises d’Athönes et de Rom e 74 (1896) 84 A bb. 54 (246); 85

)
anthropomorphe Idole, welche ein Gefäß auf dem Kopfe tragen (s. oben S. 59 f .; Taf. 13,3).
Man darf annehmen, daß in all diesen über weite Gebiete verbreiteten Symbolen letztlich
orientalischer Einfluß zum Ausdruck kommt.
Die Datierung der besprochenen Bronzen kann sich nur auf einige wenige geschlossene
Funde und auf stilistische Erwägungen stützen.
Grab 30 von Tiryns enthielt eine Vogelplastik auf durchbrochenem Standfuß, die ver­
mutlich zu dem erwähnten Typ mit rechtwinklig gebogenem Bug gehört (Typ Taf. 7 ,1 9 )1).
Die Keramik des Grabes wurde in eine fortgeschrittene Phase der geometrischen Periode
datiert. Grab 660 von Megara Hyblaea mit Pfauhahn, Vogelanhänger (Typen Taf. 7,2.22)
und Badamulett datieren ein Alabastron und ein Aryballos in die Zeit um 700. Vogel­
plastik und Badamulette müssen in Makedonien vor dieser Zeit bereits bekannt gewesen
sein. In der Tat erweist sich eine frühe Schicht makedonischer Nekropolen durch Be­
ziehungen zur „thrako-kimmerischen“ Denkmälergruppe der Donauländer als mit der
jüngsten Urnenfelderzeit Mitteleuropas gleichzeitig. Die Gräber von Chauchitsa mit
bosnisch-makedonischen Anhängern und Vasenanhängern mit Protomendeckeln (Taf. 7,2.
11.16.17) möchte man auf Grund von Brillenfibeln mit Achterschleifenbügel und auf
Grund eines Antennenschwertes derselben Nekropole in die gleiche Zeit setzen. Die Zirkel­
stilkeramik dieser makedonischen Fundkomplexe steht wiederum mit der protogeo-
metrischen Phase Attikas in Verbindung. In spätprotogeometrische Zeit werden schließ­
lich die handgemachten Deckelpyxiden, der Stierkopfgriff und der Best eines Protomen-
deckels( ?) im Kerameikos von Athen datiert.
Die Votive der Heiligtümer sind zeitlich viel schwieriger zu bestimmen. In Pherae
(Thessalien), woher Vögel mit rechtwinklig gebogenem Bug (Typ Taf. 7,19), kompakte
„makedonische“ Vögel (Typ Taf. 7, 8) und Vogelplastik zierlicher Form mit rad- oder
kreisscheibenförmigen Basen stammen, überlagert der Tempel des Heiligtums der Enodia
eine ungestörte frühgeometrische Nekropole, so daß Gleichzeitigkeit der Votivgaben mit
diesem Gräberfeld ausgeschlossen erscheint2). Das Heiligtum der Artemis Orthia in Sparta
enthielt neben Vogeltyp Taf. 7,13.18 zahlreiche Basisstatuetten (geschlitzte Bommeln,
Scheiben, Bäder) zierlicher Form in der Art mitteleuropäischer Urnenfeldervögel
(Taf. 6 ,8 ), häufig aber auch Vögelchen, die aus einem Blechstreifen gebogen und
mit einem Stift vernietet sind3). Die Masse der bronzenen Votive des Heiligtums
wurde unter einer Sandschicht angetroffen, welche die dritte Schicht des Heiligtums
überdeckte4). Schicht 3 enthielt die Beste eines archaischen Altars und einen kleinen
Tempel mit Keramik, die „all the styles up to including Laconia I I “ barg, alles durchein­
ander gewürfelt5). Es wird bemerkt, daß die Bronzen hauptsächlich mit protokorinthischer
Ware vergesellschaftet gewesen seien6), jedoch werden die zierlichen Basisstatuetten und
die Blechvögel offenbar für die frühesten Votive des Heiligtums gehalten7). Der häufig

Abb. 55 (248). Hier auch Gefäß mit doppelten Vogelprotomen: 141 Abb. 96. — Delphi. Fouilles de Delphes 5 (1908)
Taf. 15, 4. — Olympia. A . Furtwängler a. a. O. Taf. 13, 210. Arch. Anz. 1935, 97 Abb. 22 mit weiteren Zitaten. — Argi-
visehes Heraion. Chr. Waldstein a.a. 0 . Taf. 77, 4 2 .— Sparta. BSA. 13, 1906/07, 111 Abb. 2b. — Tegea. Bull. Corr.
Hell. Stud. 45, 1921, 350 Abb. 10, 38. — Pherae. W . Lamb a. a. 0 . Taf. 13c. Pateli. Albania 4, 1932, 40ff. Abb. 11. —
„Ungarn“ , H 271 K {Taf. 7,19).
x) W . Müller u. Fr. Oelmann, Tiryns 1 (1912) 132 Abb. 6. Zur Chronologie 163f.
2) R E . Suppl. 7 (1940) 1002. 1004.
3) R . M. Dawkins a. a. O. Taf. 80 h. n. {Taf. 6, 8). — Vgl. ferner Olympia. A . Furtwängler a. a. 0 . Taf. 23, 417. —
Argivisches Heraion. Chr. Waldstein a. a. 0 . Taf. 76, 40, vgl. auch andere Exemplare dieser Taf. — Tegea. Bull. Corr.
Hell. Stud. 45, 1921, 378 Abb. 40, 200. 425 Abb. 64, 34. — Delphi, Nachweis Fr. Holste. — Pherae. W. Lamb a. a. O.
Taf. 13b. — Blechvögel: R . M. Dawkins a. a. O. Taf. 76e. Bes. BSA. 13,1906/07, 111 Abb. 2c.
4) R . M. Dawkins a. a. O. 197.
5) A. a. 0 . 14.
6) A . a. 0 . 15f.
7) A . a. 0 . 197.

9* 67
aufgebogene Schnabel dieser Stücke kehrt an den Protomen der Vasendeckel wieder
( T ai. 7,16.17). Leider wird nicht vermerkt, in welcher Schicht und mit welcher Keramik
jene Vögel gefunden wurden. So klar die frühesten Straten unterhalb der (3.) archaischen
Altarschicht herausgearbeitet wurden, so wenig sagen sie für eine chronologische Alters­
folge der Bronzeplastik aus. Ungünstiger noch liegen die Verhältnisse in Olympia. Einen
terminus ante quem bietet die berühmte sog. Steinersche Figur, die Bronzestatuette eines
behelmten Kriegers aus dem Heraion I b, als deren Zeitstellung die Jahrzehnte zwischen
750 und 690 angegeben werden1). Freilich bleibt die obere zeitliche Grenze der primitiven
und die der stilistisch entwickelten Weihebronzen in Olympia ungewiß. Nach J. Wiesner
umfassen sie die Zeit vom 10. zum 7. Jahrhundert*2), während nach E. Kirsten in Pherae
auf Grund von Parallelfunden in Sparta kein Fund vor dem 8. Jahrhundert in den Boden
gelangte3).
Für die Datierung des Beginns der anthropomorphen Weihegaben stehen dagegen günsti­
gere Anhaltspunkte zur Verfügung. Nach D. Ohly wurden im Heraion von Samos anthropo-
morphe Statuetten erst in verhältnismäßig später Zeit geopfert4), ebenso wohl auch in dem
kyprischen Heiligtum von Ajia Irini, das von der späten kyprischen Bronzezeit bis zum
Ende des 6. Jahrhunderts in ununterbrochener Folge benutzt wurde5*). Aus der spät­
bronzezeitlichen Periode dieses Heiligtums kennt man lediglich eine Rinderfigur, während
in der geometrischen Zeit neben Rindern auch Mischwesen von Mensch und Tier und in
der spätgeometrisch-früharchaischen Zeit die ersten menschlichen Figuren auftreten. Unter
Altar II des samischen Heraion nun, etwa vor 850, fand sich eine vereinzelte zoomorphe
Tonfigur, unter Altar III, dessen Bauzeit in die erste Hälfte des 8. Jahrhunderts fällt,
lagen fünf Rinderterrakotten, ein Tonpferd und eine menschliche Figur. Vor Errichtung von
Altar V im späten 8. Jahrhundert wurden meist Rinderfiguren und fünf anthropomorphe
Terrakotten ge\feiht. Sind massive Pferdchen noch in der „Füllung Altar V“ in der Minder­
zahl, so gewinnen sie in der Zeit danach unter Zurücktreten der Rinder stark an Bedeutung.
Auch Reiterdarstellungen wurden erst in der spätgeometrischen Periode beliebt. D.Ohly
verglich diesen Befund mit der analogen Entwicklung in der griechischen Vasenmalerei.
„ D er W andel in der Them astellung der V otivplastik, deren entscheidendes M om ent . . . in
der zw eiten H älfte des 8. Jahrhunderts liegt, spiegelt zw eifellos einen W endepunkt in der
K ultgeschichte des H eiligtu m s w ider. D a s Verhältnis der M enschen zur Gottheit m u ß unter
ein neues geistiges Z eich en getreten sein . E in n eu er, individueller Z ug m u ß die Z eit bestimmt
haben“ «).
Für die Heiligtümer des griechischen Festlandes liegen leider keine genauen Beob­
achtungen über das quantitative Verhältnis von Tierfiguren zu anthropomorphen Votiven
vor. A. Furtwängler weist auf die relativ geringe Anzahl menschlicher Figuren gegenüber
den Tieren in den tiefsten Schichten der Altis von Olympia hin, soweit es sich um Bronzen
handelt. Meist wurden Pferde, Rinder und Vögel geweiht. Bei der quantitativ kleineren
Gruppe der Terrakotten, die Furtwängler für entschieden älter als die Bronzen hält,
scheint diese Relation für die anthropomorphen Weihegaben etwas günstiger auszufallen7).
Trotzdem dürfte der Befund im samischen Heraion kaum von nur lokaler kultgesehicht-

J) RE . 35 (1939) 108. In der gleichen Tiefe Gefäßscherben aus der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts, vgl. E. Buschor
u. B. Schweitzer, Athen. Mitt. 37, 1922, 48. Verf. durfte sich der Beratung durch Prof. Dr. E. Kunze erfreuen, wofür
auch an dieser Stelle herzlich gedankt sei.
2) R E . 35 (1939) 78.
3) A. a. O. Suppl. 7 (1940) 1007.
4) D. Ohly, Frühe Tonfiguren aus dem Heraion von Samos in Athen. Mitt. 65, 1940, 57ff. 66, 1941, lff.
®) Athen. Mitt. 65, 1940, 91. Befund nach E. Gjerstad, Swed. Cyprus Exp. 2 (1935) 820ff. E. Sjöqvist, Arch. f.
ReIigionswi8s. 30, 1933, 308.
«) Athen. Mitt. 66,1941, 2.
7) A. Furtwängler a. a. O. 2f. 28f. 38. 43 f.

68
licher Bedeutung sein. Es scheint nämlich, als ob der individuelle Zug, den D. Ohly aus
dem Wandel in der Wahl der Votivgaben erschließt, sich auch in der thematischen Ent­
wicklung der anthropomorphen Plastik selbst bemerkbar machte. Denn neben Statuetten,
die ein „primitiver, traditionsloser Naturalismus“ kennzeichnet, finden sich Bronzen mit
gegenständlichem Detail1), z. B. Kriegerfiguren mit Lanze, Schild und Helm. Diesen thema­
tischen Wandel, der aus der Zweckbestimmung der Figuren allein nicht zu erklären ist,
verdeutlicht ein Vergleich mit den mykenischen und auch noch den protogeometrischen
Idolen, welche im allgemeinen menschliche Gestalten schlechthin wiedergeben.

Wie in der nachmykenischen Zeit Griechenlands, so wurden mit dem Beginn der Urnen­
felderzeit anscheinend auch in I t a l i e n die religiösen Ausdrucksformen der Bronzezeit auf­
gegeben. Anthropomorphe Idole verschwanden ebenso wie Tierterrakotten. Dagegen
stellten sich mit der Protovillanovazeit, welche zeitlich der protogeometrischen Phase
Attikas (Kerameikos) entspricht, Tierbilder (Vogel und Stier) und Amulette in Radform
ein, die ebenso von donauländisch-nordwestbalkanischen Vorbildern abhängig waren wie
das materielle Kulturinventar dieser Zeit.
Ein neuer donauländischer Zustrom erreichte Italien mit der Villanovakultur, deren
Frühphase nördlich des Appenin vor allem in Bologna und südlich des Gebirges besonders
in Corneto-Tarquinia und in Vetulonia nachzuweisen ist. Wenn überhaupt, dann wäre
donauländisches Symbolgut in Bologna zu erwarten, weil diese Station für außeritalische
Zuwanderer viel leichter zu erreichen war als die Siedlungsplätze südlich des Appenin.
Die frühesten Nekropolen Bolognas sind die Gräberfelder in San Vitale und Savena,
deren älteste Gräber mit der jüngeren Urnenfelderzeit nördlich der Alpen noch zeitgleich
sein müssen. Trotz zahlreicher donauländisch beeinflußter Geräte enthalten sie aber nicht
ein einziges Zeugnis für donauländischen Kult. Aus den etwas jüngeren Gräbern der frühen
Benaccizeit, die ebenfalls noch als jungurnenfelderzeitlich im mitteleuropäischen Sinne
bezeichnet werden kann, liegen nur Trensenknebel mit Vogelkopfschmuck und Rasier­
messer mit Vogelkopfansätzen vor, denen wohl der gleiche magische Gedanke zu Grunde
lag wie den nordischen Rasiermessern mit Vogelkopfgriff und in gewissem Sinne auch den
mit doppelten Vogelköpfen versehenen Bronzekämmen aus der schweizerischen Pfahlbau­
kultur (Taf. 11,13.14). Die wenigen Anhänger und die spärliche Vogelplastik aus dem
Hort von San Francesco (A 14) sind wahrscheinlich bereits hallstattzeitlich, desgleichen
die schwalbenschwanzförmigen Amulette aus einem Grabe von San Vitale (C 8).
An der Grenze von der jüngeren Urnenfelder- zur älteren Hallstattzeit stehen vogel­
verzierte Gürtelbleche aus dem Hort von San Francesco ( J 5) und aus Gräbern der beiden
Benacci-Nekropolen (I 4, J 5).
Die Bleche des Hortes zeigen bisweilen Ganzbilder „realistischer“ Vögel der Reihe
Nackhälla-Prenzlawitz (vgl. Taf. 8, 6. 11. 13). Sie sind außeritalische, nachträgliche
Zutat und im Falle von San Francesco wahrscheinlich dem Fossakreis Mittelitaliens ent­
lehnt. Die anderen Bleche tragen doppelseitige, spiegelbildliche Protomen in Gravier- und
Treibtechnik (Typ Taf. 9, 4). Das Motiv ist ostalpiner Herkunft und erst in Bologna zum
Gürtelschmuck verwendet worden. Der Gürteltyp selbst stand hier schon eine Zeitlang in
Gebrauch, denn das älteste Gürtelblech Bolognas aus einem Grabe von San Vitale ist
noch unverziert.
Selbst wenn der Symbolgehalt der Heraldik auf den Gürteln derselbe war wie im ost­
alpinen Kulturraum, so können die Bleche unmöglich zu den ältesten Zeugnissen jener

J) V. Müller, Frühe Plastik in Griechenland und Vorderasien (1929) 70ff. 84f.

69
Einwanderer außeritalischer Herkunft gehören. Denn die Protomenheraldik gelangte erst
nach Bologna, als die Niederlassung selbst schon eine geraume Zeit bestand. Was sie an
donauländisch-ostalpinem Symbolgut besaß, wurde nicht von Einwanderern mitgebracht,
sondern im Laufe der Zeit von außerhalb zugetragen.
Demgegenüber hat es nicht allzuviel Gewicht, wenn Rasiermesser mit Vogelkopf bis an das Ende der
Benaccinekropolen Verwendung fanden und langfüßige Navieellafibeln mit Vogelbesatz gebräuchlich
wurden — sicherlich ein Einfluß Mittelitaliens, wo Sanguisugafibeln mit wenig verlängerten Füßen und
gereihten Vogelköpfen älter sind als in Bologna.
Größere Bedeutung kommt anderen Kultäußerungen der späten Benacci- und Arnoaldi­
zeit zu, die einen unmittelbaren Vergleich mit Griechenland und dem Hallstattkreis
gestatten. Zu diesen neuen religiösen Ausdrucksformen gehört in erster Linie das Misch­
motiv Pferd-Vogel, welches in Verbindung mit Trensenknebeln auch nach Italien kam.
Solche Trensenknebel in Gestalt eines Pferdchens ergab Grab 34 von Benacci-Caprara
(H 16d; vgl. T a f . 12,20.24), eine Nekropole, die am Ende der älteren Bologneser Friedhöfe
steht. Grab 39 von Caprara enthielt neben Pferdegeschirr, Bronzegefäßen, einem „Rauch­
tischchen“ und anderem Gerät ein Doppelgefäß, auf dem eine plastische Pferdefigur steht,
ferner eine bronzene Pferdeplastik mit Aufsteckzapfen, die in griechischen Heiligtümern
Entsprechungen findet, ein Antennenschwert mit Möriger Heftabschluß und einem Griff
aus schnäbelnden Vogelköpfen, ein Räuchergefäß mit Protomendeckel und Protomen­
griffen und Anhänger mit eingerollten Enden und doppeltem Vogelkopf (H 16d). Ferner
begegnen in der späten Benaccizeit ein Rhyton in Form eines Stieres mit Pferd und Reiter
als Aufsatz ( T a f . 14,11), Doppelgefäße mit zwei Pferden, Räuchergefäße mit gestempeltem
und plastischem Vogelschmuck, Anhänger mit eingerollten Enden und Doppelprotomen
( T a f . 12,16.17) und anthropomorphe Amulette mit Vogelarmen ( T a f . 12,8). Diese
Amulettform sqhlägt eine Brücke zu dem Motiv der anthropomorphen Rahmenfiguren an
Henkelscheiben von Bronzegeschirr (Typ Ta f. 13,1). Eine solche Henkelscheibe fand
sich bezeichnenderweise in dem Hort von San-Francesco (H 16e), der u. a. auch eine
anthropomorphe Plastik männlichen Geschlechts ergab1).
Seit der späten Benaccizeit werden Grabstelen verwendet, rechteckige, meist nach unten
verjüngte Steinplatten, die oben mit einer aufrecht stehenden runden Scheibe abschließen.
Die Scheibe trägt ebenso wie der obere Teil der Stele geometrischen und figürlichen
Schmuck. Das älteste Exemplar wurde als Baumaterial eines Grabes in Benacci-Caprara
verwendet1 2), so daß die Stele selbst entweder zu einem älteren Grabe gehört oder eine
fremde Zutat ist. Ihr Dekor ist besonders bedeutungsvoll. Ein Mann mit Lanze und Schild
steht zwischen zwei Tieren, vielleicht Pferden, darüber sind zwei große Speichenräder
angebracht. Der Krieger ist nur im Umriß gegeben, so daß ungewiß bleibt, ob er einen
Helm trägt. Helmträger sind in dieser Zeit nicht selten, wie die Plastiken des 1. Grabes
des Circolo del Tridente in Vetulonia und eine Kriegerfigur aus Este zeigen3). Schwieriger
sind die Speichenräder zu deuten. Die Parallele zu anderen anthropomorph gestalteten
Stelen legt die Vermutung nahe, daß die Speichenräder des Grabsteins von Benacci-
Caprara als Andeutung der Brüste einer Menschengestalt verstanden werden dürften4).
Form und Dekor der Stele von Benacci-Caprara sind voneinander nicht zu trennen.
Sie ist das Denkmal eines Menschen, der als Krieger zu einer bestimmten Gesellschafts­
schicht gehörte, ist folglich als Invidualdenkmal zu bezeichnen. Berücksichtigt man
1) O. Montelius, Civ. prim. Taf. 70, 15.
2) Zu den Totenstelen allgemein vgl. G. Hanfmann a. a. 0 . 48f. Caprarastele Not. Scavi 1893, 181 Abb. 5 = 0 . Mon­
telius a. a. 0 . 1, 365 Abb. b = D. Randall M aclver a. a. 0 . 33 Abb. 3. Lit. Fr. v. Duhn, Italische Gräberkunde (1924) 159.
3) O. Montelius a. a. 0 . 422 Abb. 1 (Tridente). Fr. v. Duhn u. Fr. Messerschmidt, Italische Gräberkunde 2 (1939)
Taf. 9 c (Este). Zum Typus G. Hanfmann a. a. O. 69ff. Zum Motiv Mann zwischen Tieren a. a. 0 . 87. Beispiele: E. Hall-
Dohan, Italic Tom b Groubs (1942) Taf. 1, 1; 18, 6 (Narce); Mon. Ant. 4, 1894, 240 Abb. 105. 199 Abb. 85 (Narce).
4) Fr. v. Duhn a. a. O. 160.

70
die differenzierten Kulturverhältnisse zur Zeit der Caprara-Gräber, drängt sieb trotz
gegenteiliger Auffassung Fr. v. Duhns die Vermutung auf, der Stifter der Stele habe ein
Erinnerungsmal an die individuelle Persönlichkeit des Toten aufrichten wollen1). So
scheint es, als ob das ausgehende 8. und der Beginn des 7. Jahrhunderts auch in
Bologna einen entscheidenden Einschnitt in der Entwicklung des kultisch-religiösen
Lebens bedeutete, in dem nun das aufkeimende Persönlichkeitsbewußtsein des Einzelnen
und seines Sozialverbandes zum Ausdruck kam. Daß diese Entwicklung etwa von Etrurien
maßgeblich beeinflußt wurde, läßt sich nirgends erkennen. Denn die soziale Differenzierung,
die man dem Unterschied zwischen arm und reich ausgestatteten Gräbern entnehmen
kann, und die wachsende Bedeutung der menschlichen Gestalt im Motivschatz sind in
Etrurien keineswegs früher nachzuweisen als in Bologna oder im östlichen Alpengebiet
oder im ägäischen Raum.
In der Südgruppe der Villanovakultur treten Totenstelen etwa zur gleichen Zeit wie in
Bologna-Benacci-Caprara auf, nämlich in der Nekropole auf dem Poggio Selciatello-Sopra
von C orn eto*2) . Die Stelen der Gräber 189 und 190 tragen ein Dach, sind also Abbilder
des Totenhauses, in dem der Tote wohnen sollte. In den übrigen Gräbern dieses Friedhofes
fanden sich vereinzelt Radamulette (Gr. 118 u. 142, A 35) und rohe Tierplastiken aus Ton
(Gr. 44)3). Die Nekropole auf dem Poggio Selciatello-Sopra ist sicher älter als die Tomba
del Guerriero von Corneto, deren Inventar im mitteleuropäischen Sinne bereits hallstatt­
zeitlich ist, gehört jedoch in eine jüngere Zeit als die benachbarten Nekropolen von
Selciatello und Impiccato. Aus Selciatello werden nur zwei vierspeichige Räder (A 35)
und eine Hausurne mit eingeritzten Figuren erwähnt, welche als Menschen oder als
Krötenbilder angesprochen werden können. Das Inventar der übrigen Gräber dieses
ältesten Friedhofes ist ziemlich gleichförmig. Eine quantitative und qualitative Diffe­
renzierung der Grabbeigaben, welche sicher den Beginn einer sozialen Schichtung spiegelt,
läßt sich erst bei den Gräbern der Impiccato-Nekropole feststellen. Bezeichnenderweise
ergaben lediglich die beiden reicheren Kriegergräber des Friedhofes donauländisch
beeinflußtes Symbolgut, Grab 1 z. B. neben einem Schwert und einer Lanze einen Kamm­
helm und eine Bronzeblechtasse vom Typ Hostomitz-Stillfried, ein Halbmondrasiermesser
mit Vogelkopfgriff, einen Radanhänger und ein Bronzeblechbüchschen mit Vogelbarken­
deckel, an dem eine Kette befestigt ist (A 35, H 40 a). In Grab 2 fand sich ein Kammhelm
mit gereihten Vogelköpfen in Buckel-Punkt-Technik (I 8)4).
Die Krieger Cornetos stellten sich also unter den Schutz der gleichen Unheil abwehren­
den Mächte wie die Helmkrieger von St. Kanzian. Sie benutzten donauländische Schutz­
waffen und donauländische Symbole.
Zusammen mit den Hausurnen und den Rasiermessern mit Vogelgriff hielt sich die Sitte, Radamulette
zu tragen, bis in etruskische Zeit. Es ist allerdings anzunehmen, daß gewisse Radformen, vor allem die
Mehrfelgenräder aus Corneto (A 35, Tomba del Guerriero), Volterra, Vetulonia und Poggibonsi bei
Siena (A 123, 186, 189) von außeritalischen, wahrscheinlich ostalpinen Vorlagen beeinflußt sind. Zum
Teil gehörten die Anhänger zum Pferdegeschirr (Corneto, Vetulonia, Volterra). Protomenheraldik an
Bronzegefäßen, Bronzehelmen und Gürtelblechen ist in Corneto nur noch in der Monterozzinekropole
nachzuweisen, so z. B. in dem Pozzo vom 22. 2. 1882, aus dem ein Bronzegefäß in Villanovaurnenform
stammt, welches mit Ringbuckeln verbundene Vogelbarken trägt (I 8). Ferner fand sieh ein Gürtelblech
mit einseitigen, getriebenen Doppelprotomen, Zentralscheibe und zweifüßigem Doppelvogel. Das Pozzo-
grab vom 8. 3.1883 enthielt neben einem vogelverzierten Gürtel eine Bronzeblechsitula mit Vogelschmuck
und eine Sanguisugafibel mit drei plastischen Vogelköpfen und etwas verlängertem Fuß (H 40c), eine

q A . a. 0 . 159.
2) Not. Scavi 1907, 227 Abb. 28 (Grab 189). 228 Abb. 29 (Grab 190).
8) A. a. 0 . 243 Abb. 48.
4) Vgl. G. v. Merhart, Bonn. Jahrb. 147, 1942, 50. Hausurne vom Poggio Selciatello N ot. Scavi 1907, 322 Abb. 56.
Im piccato: a. a. O. 56 Abb. 9 (Firstprotomen).

71
Form, die allerdings ebenso eine Neubildung Mittelitaliens ist wie der Typ der vogelverzierten Beilchen-
anhänger (Naree-Falerii, S. Martino, Caraeupa, Bologna und Novilara) und der Anhänger aus gegenein­
ander gestellten Einzelvögeln (H 16g, 26, 126, 144, 150, 193; Taf. 11, 8 ; 12, 19).
Mit dem Beginn der etruskischen Zeit, seit der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts,
stellt sich im Gebiet zwischen Tiber und Arno zahlreiches vom Orient her beeinflußtes
Symbolgut ein. Es gelingt nur selten, Orientalisches von Donauländischem und ein­
heimisch Italischem zu trennen; alle drei Komponenten sind miteinander verwoben, wie
ja überhaupt der ungeheure Reichtum an religionsgeschichtlich Bedeutsamem in der
frühorientalisierenden Periode Mittelitaliens als Ergebnis eines kulturellen Ausgleiches
verschiedener Elemente verstanden werden muß. Trotzdem kann man Vergleiche zu der
donauländisch-ostalpinen Entwicklung ziehen. Wenn z. B. bei den mittelitalischen Vogel­
wagen (H 40e, 191, 252, 271E), die sicher donauländisches Ideengut verkörpern, Vogel-
und Stierelemente gemischt erscheinen, dann kündigen sich darin jene Neuerungen der
jüngsten Urnenfelder- und älteren Hallstattzeit an, die sowohl in der östlichen Hallstatt­
kultur und ihren mitteleuropäischen Peripherkulturen als auch in Bologna als Einschnitt
in der kontinuierlichen Entwicklung gewertet werden müssen. Zu den für Italien und
Mitteleuropa gleich bedeutsamen Neuerungen gehören ferner die Trensenknebel in Gestalt
eines Pferdes (T a f.12,20.24), für die das Motiv Pferd-Vogel kennzeichnend ist. Dieses
Motiv begegnet u. a. auch an einem Dreifuß aus dem Circolo di Bes von Vetulonia. Auf
den Füßen dieses Dreifußes stehen Pferde mit Reitern, unter ihnen plastische Vögel
(H 248c). Damit tritt erstmals das Reitermotiv in Italien auf, das hier ebenso fremd ist
wie in Mitteleuropa. Weitere Verbindungen zum ostalpinen Hallstattkreis verdeutlichen
eine Askoskanne in Form eines Rindes aus Corneto1), ferner Tierplastiken an Bronze­
gefäßen. In Circolo delle sfingi in Vetulonia fand sich z. B. neben einem doppelkonischen
Bronzeblechke»sel mit kreuzförmigen Henkelattaschen ein Bandhenkel, der in einen
Rinderkopf ausläuft und überdies eine Rinderfigur trägt*2). Ist der Kessel wie auch ein
entsprechendes Stück aus Bologna3) sicher von ostalpinen Werkstätten beeinflußt, so
darf der Rinderkopfhenkel mit ähnlichem Kesselschmuck aus Hallstatt und Frög ver­
glichen werden4). Grab 10 von Capodimonte (H 13a) ergab einen Tüllenbeschlag, der
Vogel- und Stierelemente vereinigt, ferner dreieckige Protomenanhänger und Pferde­
geschirr, welches Vogelplastik und anthropomorphe Gestalten trägt. Die Stiefelgefäße
vom Poggio alla Guardia und aus den Circoli della Sagrona von Vetulonia finden nicht
nur in Griechenland, sondern auch in Este und nördlich der Alpen genügend Parallelen5).
Alle diese donauländisch beeinflußten Einzelformen hatten in Italien, verglichen mit
dem orientalisierenden Kunstgut der zweiten Hälfte des 8. und des beginnenden 7. Jahr­
hunderts, freilich nur eine geringe Bedeutung. Denn in dieser Zeit begann die anthro­
pomorphe Gestaltung religiöser Ideen, an welcher orientalischer Einfluß, wie G. Hanf-
mann zeigen konnte, hervorragenden Anteil hatte6). Vor der orientalisierenden Periode
läßt sich in Etrurien keine anthropomorphe Plastik nachweisen, ,,die Italiker beginnen
erst unter dem Einfluß des Orients, den die Etrusker vermitteln, die menschliche Gestalt
zu bilden“ 7), obgleich die Motive des Orients abgewandelt, gleichsam in die Stilsprache des
Italischen übersetzt erscheinen. So kommt es, daß sich in diesen Motiven auch donau­
ländische Elemente finden, z. B. in den Rahmenfiguren der Henkelscheiben (T af .13,1),

*) Vgl. G. Hanfmann a. a. O. 98. S. oben S. 57.


2) 0 . Montelius a. a. O. Taf. 179, 9 = N. Äberg, Chronologie 1, 85 Abb. 207.
3) 0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 81, 7. Zur Verbreitung und Herkunft des Typs s. o. S. 47.
4) Hallstatt: E. v. Sacken a. a. 0 . Taf. 23. Frög, M. Much, Kunsthist. Atlas 117 Abb. 13.
5) Guardia: O. Montelius a. a. O. Taf. 178,17. Sagrona: H . Falchi, Vetulonia (1891) Taf. 16,15. 0 . Montelius a. a. 0 .
Taf. 190, 14. — G. Pinza, Mon. Ant. 15, 1905, 597 f. Abb. 175b.
8) A . a. 0 . 8 ff.
7) G. Kaufm ann a. a. 0 . 106.

72
in der Kandelaberfigur aus dem Circolo dei coni von Vetulonia (H 248b) oder in dem
Hängerahmen aus Falerii (H 144). Die mit Vögeln kombinierten Gestalten dieser Arbeiten
begegneten auch in der östlichen Hallstattkultur (T af. 13 >4) und wurden hier aus ein­
heimischen Motiven entwickelt. Donauländisch ist ferner die Barkenfigur mit Gefäß­
aufsatz des Dreifußes aus dem 2. Circolo delle Pellicei von Vetulonia, orientalisch dagegen
das Motiv der Gefäßträgerin selbst (H 248 f). Die orientalisierenden Motive, vor allem die
anthropomorphe Plastik, setzten in Etrurien in der gleichen Zeit ein wie in Griechenland
und wie die besprochenen Neuerungen der jüngsten Urnenfelder- und älteren Hallstatt­
zeit im östlichen Alpengebiet und seinem mitteleuropäischen Hinterland.
Zu den ältesten menschlichen Statuetten Vetulonias rechnen die Helmkrieger aus dem 1. Grab des
Circolo del Tridente*). In Grab 3, 2 fand sich eine sitzende Bernsteinfigur, in Grab 3, 1 eine Henkelscheibe
mit einem Adoranten inmitten zweier Tiere, in Grab 2 lagen Amulette aus doppelten Vogelbarken an
einem Gabelspeichenrad (H 248e, Typ ähnlich Taf. 16,19) und ein „ostalpiner“ Tonschöpfer mit Vogel­
griff*2). Aus dem etwa gleichalten Circolo di Bes stammen Bernstein- und Bronzestatuetten, ferner der
besprochene Dreifuß mit Reitern und Vogelplastik und Knebel in Gestalt eines Pferdes mit Rückenpferd
und Vogel zwischen den Beinen (H 248). Die Circoli delle Pelliccie (2), delle Sfingi und dei coni gehören
einer jüngeren Gräbergruppe an (nach 700). Im Circolo delle Sfingi fand man den oben erwähnten Kreuz-
attaschenkessel und Tierkopfhenkel, ferner Pferdegeschirr, das mit plastischen, menschlichen Figuren
verziert ist (Ringhalter); im Circolo dei coni: Pferdegeschirr mit antithetischen Vögeln, eine gefäßtragende
Statuette, einen Bronzegefäßhenkel mit Steinbock und Vogel, einen Kandelaber, auf dem ein Adorant
steht, dessen Arme Vögel halten (H 248b); im 2. Circolo delle Pelliccie schließlich: eine gefäßtragende
anthropomorphe Figur an einem Kandelaber, Pferdegeschirr mit Ringhaltern und mehrfelgige Radan­
hänger (H 248f).
Die Anthropomorphisierung zeigt sieb nirgends deutlicher als in Chiusi, wo zahlreiche
menschengestaltige Grabgefäße und an Leichenbrandbehälter montierte Ton- und Bronze­
masken das Individuelle des Toten charakterisieren3). Man nimmt an, daß die Masken
den Kanopen zeitlich vorausgehen, deren älteste Exemplare vielleicht noch im ausgehenden
8. Jahrhundert geformt wurden4). Kanopen wie Masken dürfen ebenso wie die Grabstelen
von Bologna und Corneto als Individualdenkmäler der Toten gelten und hängen in dieser
Sicht zweifellos mit den in Klein-Glein( Steiermark) und in Trebenischte (Makedonien) nach­
gewiesenen Totenmasken, aber auch mit den Gesichtsurnen des Weichselmündungs­
gebietes zusammen5).
In Latium scheint anthropomorphe Plastik früher als in Etrurien aufzutreten und aus
dem gleichen Vorstellungskreis heraus gestaltet worden zu sein wie die Hausurne, mit
der sie z.B. in S. Lorenzo vecchio (T af .13,9 J,CastelGandolfo und Grottaferrata zusammen
vorkommt. Die Hausurnenkultur Latiums bringt man im allgemeinen mit zugewanderten
Bevölkerungsteilen in Zusammenhang, die starke Beziehungen zu den Donauländern
besaßen, so daß die Plastik möglicherweise auf donauländische Anregungen zurückging
und zusammen mit der Idee der Hausurne oder des Totenhauses in Gefäßform nach
Mittelitalien kam. Eine thematische Kontinuität bis in etruskische Zeit war ihr hier
jedoch nicht beschieden6).
In den gleichen Vorstellungskomplex wie die Hausume und die Idolplastik gehört vermutlich auch die
Sitte, Gefäße mit menschlichen Füßen zu versehen. Sie wurde aus Rom und aus Grotteferrata bekannt

!) S. o. S. 70 Anm. 3.
2) Grab 3, 2 : O. Montelius a. a. O. 437 Abb. 21. Grab 3, 1: 435 Abb. 19. Grab 2 : 425 Abb. 3 (Anhänger). A bb. p
(Tonschöpfer).
3) Lit. vgl. Fr. v. Duhn a. a. 0 . 349f. 352ff.
4) Vgl. Handb. d. Archäologie 2 (1950) 381 (G . v. Kaschnitz-Weinberg).
5) Vgl. Fr. v. Duhn u. Fr. Messerschmidt, Italische Gräberkunde 2 (1939) 329. Zu den Gesichtsurnen des Weichsel­
mündungsgebietes vgl. jetzt W . La Baume, Prähist. Zeitschr. 34/35, 1949/50, 158ff.
®) G. Hanfmann a. a. O. 112f.

Rom.-Germ. Forschungen 20. 10 73


ad findet sich darüber hinaus in der kalabrischen Fossastation von Canale Janehinax). In der Haus­
menkultur Roms und der Albaner Berge begegnen schließlich Herdmodelle (Calefattoio); z. T. sind sie
i t Hausurnen vergesellschaftet und besitzen in den Donauländern ebenso Entsprechungen wie die
efaße auf Menschenfüßen2). Aus Rom selbst sind als donauländisch beeinflußte Symbole noch zwei
3gelverzierte Gürtelbleche vom Quirinal und vom Amphitheater (J 40), Protomenamulette eines Schildes
am Esquilin und ein Pferdchenknebel mit Vogelbesatz zu erwähnen.
In der früheisenzeitlichen Kultur des Picenum, wo Tierkopfgehänge (Typ Taf. 10,1)
nd Radamulette (z. B. Typ Taf. 16,14) transadriatisches Symbolgut verkörpern, be-
innen anthropomorphe Darstellungen in der gleichen Zeit wie im ostalpinen Kultur-
ebiet und im übrigen Italien. Sie gehören weit verbreiteten Standardtypen an, so etwa
ie Gefäßträgerin und die weibliche Figur mit Vogelapplikationen aus Novilara (Typen
’a f. 1 3 ,3 .6 ).
Im Gegensatz zu der Hügelgräberkultur Apuliens, aus der zwar balkanisch-donau-
tndische Symbole theriomorpher Art (H271 A ; Taf. 11, 4 .7 .1 0 ), aber kaum anthro-
omorphe Sinnbilder bekannt wurden, ergaben die Basilicata und Kampanien zahlreiche
Lotivische Mischbildungen aus Mensch und Tier; vor allem jene merkwürdigen, von
gürlicher Plastik schier überladenen Bildwerke auf kreisrunden Bronzescheiben, deren
nzelne Motive ganz verschiedenen Ursprung haben3).
Stets kehrt eine menschliche Figur wieder, die auf einem Doppelvogel, in einer ,,Vogel-
arke“ steht. Der Bildergedanke selbst ist keineswegs neu. Wir finden ihn an einem
'andelaber aus Vetulonia, wo eine Gefäßträgerin — durch ihre Armhaltung kampanischen
iguren aufs nächste verwandt — in einer Barke steht (H 248f). In etwas anderer Form
3gegnet das Motiv an den Henkelscheiben Etruriens, Umbriens und Bolognas ( Taf. 13,1),
3ren menschliche Figuren ebenso wie die kampanischen Barkengestalten geschlechtslos
i sein scheinen. Darin weichen sie von der ,,Vogelgöttin4£ aus Villanova und Novilara
raf.13,5) und von der Kandelaberfigur aus Vetulonia ab. Doch dürften allen diesen
iguren ähnliche Vorstellungen zugrunde gelegen haben wie den Tierkopfgehängen vom
yp Ancona (Taf. 10,1.10) und der Sonnen-Vogelheraldik Nordostungarns (Taf. 8,15—17),
iir wurde die zentrale Sonnenscheibe der Gehänge und der Protomenheraldik in Mittel­
ad Süditalien wie ja auch im Südostalpengebiet (Taf .17) durch eine menschliche Gestalt
•setzt. Wie stark die kampanischen Bildwerke von den Donauländern her beeinflußt
nd, zeigen durchbrochen gearbeitete Dreiecke mit seitlichen Vogelköpfen und gelochter
nterkante, an denen Klapperschmuck befestigt werden sollte (Taf .11, 15—16), die man
)er zusammen mit Vogelbarken, plastischen Einzelvögeln, Rindern und menschlichen
iguren auf jenen kreisrunden Bronzeplatten befestigte. Allein in Suessula scheinen sie
s wirkliche Gehänge gedient zu haben (Taf. 11,15); außeritalische Entsprechungen
aden sich bezeichnenderweise wieder nur im Ostalpengebiet, in Krain (Taf. 11,16).
ier wie dort wurde das gleiche Vogelbarkenmot’v verwendet.
Anthropomorphe Gehänge mit Vogelapplikationen und anthropomorphe Gestalten in
ogelbarken kehren auch in den Nekropolen von Cumae und Suessula wieder (Gb;
223; Taf. 10, 4; Taf. 11,15). In beiden Stationen fanden sich noch andere donauländisch
ieinflußte Symbole: radförmige Amulette, eine Halbmondfibel mit verbreitertem Bügel,
ogelaufsätzen und Vogelanhängern und ein Wasserkrag mit eingeritztem Krötenbild
tnz in der Art der Zeichnungen auf Hausurnen Latiums4).

x) R om : Forum Grab C (Pozzo). N ot. Scavi 1903, 154 Abb. 32. — Grottaferrata: Not. Scavi 1902, 182 Abb. 91— 92. —
aale Janehina: Mon. Ant. 31, 1926 Taf. 14, 6. Vgl. dazu G. v. Merhart, Bonn. Jahrb. 147, 1942, 25f.
a) Z. B. Rom , Forum, Doliopozzo Grab Y , Not. Scavi 1906, 289 Abb. 35. — Albaner Berge: 0 . Montelius a. a. O.
f. 241,15. 19. 21. Zur Herkunft vgl. G. v. Merhart a. a. O. 52.
3) M. H oemes u. O. Menghin, Urgeschichte der bildenden Kunst8 (1925) 640.
4) Mon. Ant. 22,1914 Taf. 12,1, la .
Das Veneterland bildete in der materiellen und geistigen Kultur lediglich eine Provinz
des ostalpinen Kreises.
Im ostalpinen Kulturkreis wurde die Protomenheraldik auf estensischen Situlen und
Gürtelblechen entwickelt (Taf. 9 ,4 ). Daß die Graveure Estes im Gegensatz zu den mittel­
italischen Werkstätten an der heraldischen Form der doppelten Barke festhielten, zeigt,
daß nicht nur das Motiv selbst, sondern auch sein Inhalt entlehnt wurde. Eine selbständige
Fabrikation in Este ist durch Tonmodeln gesichert1). Die frühen Vogelwagen von Lozzo
und Este (Ho7f, 121), ein wohl vereinzeltes tönernes Tiergefäß (K 1 9 ; Taf. 5 ,2 ), die
motivische Kombination von Pferd und Radsymbol, die freilich spärlichen Radanhänger
und die wenigen anthropomorphen Amulette in Dreieck- und Schwalbenschwanzform
können ebenfalls nur aus ostalpin-nordwestbalkanischer Tradition heraus verstanden
werden. Auf ostalpinen Einfluß gehen ferner Handamulette, die auch in der Steiermark
begegnen*2), und mit Metallblech verkleidete Stäbe zurück, für die sich Analogien in
Krain und, mit Vogelbarken verziert, in Tirol finden (J 9, 23). Daß der Vogel im Kult
des Veneterkreises eine große Rolle spielte, bezeugt ein Relief von Padua, das eine weib­
liche Gestalt wiedergibt, welche einen Vogel anbetet, oder eine Inschriftenstele vom
gleichen Fundort, auf der eine Frau einem Manne, der einen jener Stäbe hält, einen Vogel
überreicht3). Das Motiv des „Menschen zwischen zwei Vögeln“ [Taf. 13,1. 5) fand sich
in Este bisher anscheinend nicht.
In der Golasecca-Comokuliur erscheint ostalpin beeinflußtes Symbolgut in Gestalt von
anthropomorphen, schwalbenschwanzförmigen Amuletten, radförmigen Anhängern, Amu­
letten mit doppelten Vogelköpfen und Vogelgefäßen (A 57, C 9, H 25, K 12); zwei figural-
verzierte Bronzeblecheimer aus Kriegergräbern mit Wagenbestattung von Sesto Calende
(Südzipfel des Lago Maggiore) sind in dieser Hinsicht besonders aufschlußreich (148).
Die Eimerform selbst ist sicher ostalpiner Herkunft. Hallstattzeitliche Parallelen sind aus
der Steiermark, Kärnten und Hallstatt bekannt, dazu gesellen sich mehrere Exemplare
aus frühorientalisierenden Funden Mittelitaliens und des Picenum. Urnenfelderzeitliche
Prototypen lieferten Ost- und Westungarn und Venetien. Urnenfelderzeitliches Erbe ist
auch die Verzierungstechnik der Eimer von Sesto Calende, während ihre szenische Kom ­
position den figuralen Friesen von Klein-Glein in Steiermark ähnelt, in denen Tiere,
Reiter und spiegelbildliche Vogelbarken als wichtigste Motive verwendet werden (I 19).
Entsprechendes kehrt in Sesto Calende wieder: Vögel in Reihung {Taf. 8,12), darunter
Tiere in Verbindung mit menschlichen Gestalten, welche teilweise mit Schwert und Beil
bewaffnet und beritten sind, vereinzelt sogar Vogelmasken tragen. Unter den anthro­
pomorphen Figuren begegnen solche mit ausgestreckten Armen, unter den Tieren noch
Hirsche und Rehe.
Unter den vielen donauländisch beeinflußten religiösen Ausdrucksformen der italischen
Früheisenzeit gibt es nur wenige, die als geistiger Besitz einer einzigen Kulturgruppe
angesprochen werden können. Kulturräume, die sonst nur lockere Beziehungen zueinander
haben, scheinen durch die gleiche Aufnahmebereitschaft für donauländische Ausdrucks-
mittel miteinander verbunden. Die Verbreitung des Vogelwagengedankens z. B. schließt
Este mit mittel- und süditalischen Gruppen zusammen; die Sitte, vogelverzierte Gürtel­
bleche zu tragen, verbindet Este, Bologna, die mittelitalische Fossakultur und die Süd­
gruppe der Villanovakultur, Klapper- und Kettengehänge sind der Picenter Kultur und
dem Golasecca-Comokreis gemeinsam. Obwohl Donauländisches von fast allen Kultur-

J) Fr. v. Duhn u. Fr. Messerschmidt, Italische Gräberkunde 2 (1939) 42. Ob dieses späte Vorkommen auch fü r die
Frühzeit zeugt, bleibe dahingestellt.
2) Nekropole von Klein-Glein, Prahlst. Zeitschr. 24, 1933, 246f. Abb. 27a u. b.
3) Fr. v. Duhn u. Fr. Messerschmidt a. a. 0 . 57f. Lit. Anm. 140 (Vogelanbeterin). 53 mit Taf. 12d (Inschriftenstele).

10* 75
gruppen Italiens aufgenommen wurde, zeigen sieh doch Unterschiede im Ausmaß der
Rezeption. Der Estekreis z. B. läßt ungleich engere Beziehungen zum ostalpinen Kultur­
kreis erkennen als Bologna, Bologna wiederum nähere als der Golasecca-Comokreis.
Die ungleichmäßige Verteilung und lückenhafte Überlieferung der besprochenen Motive
erschwert natürlich einen religionsgeschichtlichen Anschluß an historisch überlieferte
bzw. erschließbare Kulte, Mythen und religiöse Gemeinschaften einzelner Stämme
Italiens. Eine Beziehung zu den historischen Kulten findet man jedoch vermutlich in der
steigenden Bedeutung der menschlichen Gestalt im Motivschatz des späten 8. und des
beginnenden 7. Jahrhunderts. Diese Entwicklung ist deshalb so wichtig, weil sich in ihr
ein neues, individuelles Verhältnis des Menschen zu übernatürlichen Mächten äußert, das
erst die Voraussetzung für die Personifikation und Vermenschlichung der Gottheit in
historischen Zeiten ist. Es ist sicher kein Zufall, daß die „Anthropomorphisierung“ des
Symbolgutes in Italien, Griechenland und im ostalpinen Hallstattkreis etwa gleichzeitig
erfolgte, als Ausdruck einer parallel verlaufenden geistig-religiösen Entwicklung dieser
Gebiete.

4. Westlicher Urnenfelder- und Hallstattkreis.

Die schweizerische Pfahlbaukultur und der Rhonekreis erreichten sehr bald einen Aus­
gleich zwischen donauländischen Anregungen und Bodenständigem. Zu den mannig­
faltigen, donauländisch beeinflußten Amuletten wie Rad- und Dreiecksanhängern, anthro-
pomorphen Anhängern in Schwalbenschwanzform, Gehängemittelstücken, zu den Tier­
gefäßen und Tonvögeln gesellte sich hier nämlich auch selbständig entwickeltes Symbol­
gut: Amulette in Form von Rasiermessern und runden, gelochten Scheiben (Taf. 15,15-17).
Die Rasiermesseranhänger (Taf. 15,15—16) scheinen sich auf Mittel-, Süd- und Südost­
frankreich einschließlich der Westschweiz zu beschränken, während ostschweizerische
und hessische Exemplare ebenso als Einfuhrgut gelten dürfen wie vereinzelte Stücke aus
einem neumärkischen Hort der Periode Montelius V und aus dem Rheinmündungsgebiet
(E 14, 16; Karte Taf. 25). Bei einer Kartierung fallen Unterschiede in der Form insofern
auf, als Anhänger mit spitz auslaufenden Enden und stegloser Öse für sich nur am Zürcher,
Genfer und Bourget-See auftreten, am Neuenburger See aber mit den übrigen Varianten
zusammen Vorkommen. Unter den Stücken mit Stegöse und spitz endendem Blatt sind
die Anhänger aus den Horten von Homburg v. d. Höhe und Choussy, Dep. Loire-et-Cher
wegen ihrer Größe bemerkenswert (E 4, 17a). Die Zeitstellung aller dieser Amulette ist
durch geschlossene Funde gesichert: sie werden ausnahmslos in die Stufe H A B datiert1) .
Scheibenanhänger (Taf. 15,17) finden sich in Süd-, Mittel- und Südostfrankreich, in
der Westschweiz und am Mittelrhein (Taf. 25, s. Fundliste E). Daß sie auch aus Ost­
preußen bekannt wurden, erklärt sich aus den Fernwirkungen rheinisch-schweizerischer
Werkstätten. Pfahlbauimport ist in Ostpreußen nicht selten2). Die scheibenförmigen
Mittelstücke wie die Anhänger gehören, nach den geschlossenen Funden zu urteilen, in
die jüngere Urnenfelderstufe (HA B). Ähnlich den Tonklappern in Vogelform halten sich
die Scheibenanhänger vereinzelt bis in die Hallstattzeit, wie ein solches Amulett aus
einem Koberstadter Grab von Ockstadt in Oberhessen zeigt (E 25). Vielleicht läßt sich
eine solche Kontinuität religiöser Ausdrucksformen auch bei vereinzelten anthropo-

1) Zur Grundform des RasiermeBseranhängers vgl. K . JEf. Wagner, Nordtiroler Urnenfelder (1943) 28 Taf. 1 4 ,2 ;
22, 20—21. Eine Zusammenstellung bei J. Filip, Popelnicova Abb. 62 u. 64.
a) Vgl. W . Kimmig, Germania 19,'1935, 122. W . Gaerte, Urgeschichte Ostpreußens (1929) Abb. 60,1.

76
morphen Tonmasken nachweisen, von denen eine zusammen mit einem Tonvogel in
einer jungurnenfelderzeitlichen Siedlung von Siefersheim in Rheinhessen lag1).
Von den zahlreichen donauländisch beeinflußten Amuletten des schweizerischen Pfahl­
baukreises und der rheinischen Urnenfelderkultur bleibt in der Hallstattzeit nahezu nichts
übrig. Radanhänger begegnen z. B. nur noch ganz vereinzelt (A 152), Dreieckbehang
findet sich zusammen mit einem importierten Bronzeblechkessel und Bronzeblechbecken
in einem Hügelgrab von Favargettes, Kt. Neuenburg (D 15), Schwalbenschwanzanhänger,
lanzettförmige Amulette, Tierkopfgehänge, Rasiermesser- und Scheibenanhänger fehlen.
Selbst eine so ausgesprochen im Volksglauben verwurzelte, auf Fruchtbarkeitszauber
bezogene Amulettform wie der mit Doppelvögeln versehene Kamm (Taf. 11,13.14) stirbt
mit dem Ende der Pfahlbaukultur aus. Figürliche Darstellungen wie der Tierfries auf
einer getriebenen Goldschale aus Zürich-Altstetten*2) bleiben völlig vereinzelt und stehen
zu der allgemein üblichen linear-abstrakten Ornamentik des westlichen Hallstattkreises
in starkem Gegensatz. Das gilt auch von den geometrischen Symbolen dieser Schale,
welche als Sonnen- und Mondsinnbilder gedeutet werden dürfen.
Der hallstattzeitliche Fundstoff Südostfrankreichs zeigt ähnliche Verhältnisse. Nur die
späte Hallstattkultur des französischen Jura nimmt eine Sonderstellung ein. Hier finden
sich durchbrochen gearbeitete Leistengehänge mit Ringketten- und Radbesatz und mit­
unter Vogelschmuck, vereinzelt auch schwalbenschwanzartig eingeschnittene Bleche3).
Das gehört aber alles der Spätzeit an, verbindende Fäden zur jüngeren Urnenfelderzeit
kann man nirgends erkennen. Daneben steht Einfuhrgut aus Italien und aus der östlichen
Hallstattkultur, z. B. die weit gerippte Ziste von Monceau-Laurent in der Cöte d’ Or, an
deren Griffen Protomenamulette hängen (H 135), eine Bronzeblechkanne mit Vogelkopf­
griff von Chavignieres (H 32) und ein vierrädriger Wagen mit einem Eimer darauf von
La Cote- Saint-Andree in der Dauphine4). Der Wagen erinnert an die Toten wagen des
östlichen Hallstattkreises (Frög, Pecs-Jakabhegy). Man darf deshalb annehmen, daß be­
stimmte Vorstellungen des Totenglaubens dieses Kreises auch in der späten Hallstattkultur
Westfrankreichs Eingang fanden. Gebrauchswagen sind ja in Kriegergräbern dieser Zeit
keine Seltenheit.
Wie schwach jedoch die Östlichen Einflüsse sind, zeigt der Dekor der Gürtelbleche in
der späten Hallstattzeit des Westens. Bringt die östliche Hallstattkultur auf den Gürteln
einen bedeutenden Ausschnitt ihres kultisch-religiösen Erlebens an, so verharrt die
Ornamentik der westlichen Bleche in geometrischer Abstraktheit. Figürliche Stempel wie
Vögel, Pferde und Adoranten scheinen, verglichen mit der Masse der linear verzierten
Stücke5), den Toreuten nur in den seltensten Fällen zur Verfügung gestanden zu haben.
Ähnlich steht es mit der oberrheinischen und württembergischen Hallstattkultur (Alb-
gruppe). Nur verhältnismäßig wenige Bleche der Spätzeit tragen hier figürlichen Schmuck;

!) S. o. S. 62 Anm. 1.
*) Anz. f. Schweiz. Altkde. 9, 1907, lf f . Ebert 8 Taf. 82 c.
3) Beispiele: Moidons (Jura), Bull. Soc. Prehist. Fran$.1933,309 A b b .ll, 2. Reihe links (Gehänge, Räder). 307 Abb. 10 links
oben: Räder von Chilly (Jura). 309 Abb. 11, 2. Reihe rechts = J. Dechelette, Manuel 2 ,2 (1927) 142 Abb. 251 Gehänge
mit Vögeln und Rädern vom gleichen Fundort. A u f der gleichen Abb. ein Gehänge mit geschlitzten Bommeln (Doubs). —
Aus einer Vitrine, die Materialien aus Chilly und Hügelgräbern anderer Fundorte enthielt, bildet Revue des Mus6es 1926,
118 A bb. 1— 3 einen Radanhänger, ein Bruchstück eines solchen, eine geschlitzte Bommel und einen Tonnenarmreif ab.
A. a. O. 232 Abb. 6 u. 9 ein Radanhänger und eine geschlitzte Bommel von Grange Perrey bei Arbois (Jura) (dazu Pauken­
fibel, Palette, Tonnenarmband). S. 233 Abb. 11 ein schwalbenschwanzförmig eingeschnittener Anhänger, dazu ein Rad­
anhänger. Gleicher Fundort. — Matäriaux pour l’histoire de l’homme 1877, 345ff. Abb. 153: Radanhänger aus Hügeln
des Mäconnais, Saone-et-Loire.
4) La Cöte-Saint-Andree: Prähist. Zeitschr. 18, 1927, 174 Abb. 34, 5 (K . H. Jacob-Friesen).
6) Vgl. F. A . Schaeffer, Les tertres fun6raires prehist. dans la foret de Haguenau 2 (1930) 37 Abb. 31 (Königsbrück
Hgl. 14). 97 Abb. 85 (Weitbruch Hgl. 1) (Hirsche!). 127 Abb. 111 (Ohlungen Hgl. 3). 157 Abb. 141 (Maegstub Hgl. 30)
sind die wenigen figürlich verzierten Bleche des Hagenauer Forstes unter der Masse der linear ornamentierten.

77
ferdehen oder Männchen mit ausgestreckten Armen bilden das ganze Stempelrepertoire,
n übrigen spielt donauländisches Symbolgut eine erstaunlich geringe Rolle. Der Aufsteck-
)gel und das Dreieckamulett eines Wagengrabes von Villingen (H 251), die Tonpferdchen
m Zainingen und die Aufsteckvögel vom Römerhügel in Ludwigsburg (H 122) bedeuten
igesichts des sonst überaus zahlreich überlieferten Fundstoffes wenig. Selbst der anthro-
jmorph gebildete Grabstein von Stockach in Württemberg besitzt nur geringe Aussage-
:aft, weil er bisher vereinzelt blieb1). Die spärlichen Schwalbenschwanz- und Dreieck-
lhänger haben nur ganz selten Bezug zu kultisch ausdeutbarem Gerät2), so daß uns
r geistiger Inhalt verschlossen bleibt.
Von der württembergischen Albgruppe weichen die Ostalb und Bayerisch-Schwaben
ilturell ab. Aus diesem Kulturbereich stammt ein vereinzelter Tonvogel3), welcher ver-
utlich ebenso auf Einfluß der nordostbayerischen Hallstattgruppe zurückzuführen ist
ie der geringe Bestand an Bronzegefäßen mit Vogelornamentik aus Tannheim im Illertal
ler die Gehänge aus dem Ulmer Winkel und dem Oberamt Heidenheim (Gd 1—2. 4—5;
54). Aber alle diese Geräte sind natürlich auch in Nordostbayern ursprünglich nicht
iimisch, sondern zeigen Einfluß des östlichen Hallstattkreises an. Das gilt sowohl von
m Gehängen (Typ Thailing, Taf. 17,1) als auch von den Tonvögeln, den Tonpferdchen,
m anthropomorphen Darstellungen, den Stierkopfsymbolen, der Keramik und dem
jgelverzierten Bronzeblechgeschirr dieser Hallstattgruppe, erst recht von den zahlreichen
albmondfibeln mit Vogelplastik und Dreieckbehang (Taf. 17, 3), welche vor allem in
idbayern und vereinzelt in Württemberg verbreitet sind4). Eine unmittelbare religions-
5sehichtliehe Aussagekraft besitzt im westlichen Hallstattkreis im allgemeinen nur ost-
piner Import oder Symbolgut, welches von der ostalpinen Hallstattkultur beeinflußt
t. Einheimische, auf der Grundlage der westlichen jüngeren Urnenfelderkultur ent-
ickelte religiöse Aüsdrucksmittel stehen uns nur spärlich zur Verfügung und beziehen
ch meist nur auf den Grabkult und die Vorstellungen, die um den Toten und seine Reise
s Jenseits kreisen. Dieser Tatbestand erschwert natürlich die Interpretation und den
hgionsgeschichtlichen Vergleich mit dem Symbolgut des Ostens. Die Spärlichkeit ent­
brechenden Fundstoffes in der westlichen Hallstattkultur ist in ihrer Bildfeindlichkeit,
rer abstrakt-geometrischen, „Ornamentalen“ Darstellungsweise begründet, die keines-
11s zufällig, sondern der Ausdruck einer ganz bestimmten geistigen Veranlagung ist,
>r die gestaltliche Erfassung überirdischer Kräfte fremd war. Andererseits ist das Wenige,
as dieser Kulturkreis an östlichem Gedankengut aufnahm (Amulette, Gehänge, Gürtel­
empel figürlicher Art, Pferdeplastik- und Zeichnung, Stierkopfsymbole usw.), so fest
it dem übrigen Kulturinventar verbunden, daß es in der Tat als sein geistiger Besitz
igesehen werden muß. Einen inhaltlichen Bezug einzelner Symbolelemente aufeinander,
ne Koppelung bestimmter Einzelmotive kann man im Gegensatz zur östlichen Hallstatt-
iltur jedoch in keiner Kulturgruppe des Westens feststellen.

!) Germania 25, 1941, 85ff. Taf. 10 (G. Rick).


2) Vgl. z. B. die Tülle von Gr. Engstingen, Kr. Reutlingen mit Dreieckbehang (D 19). Parallele in Favargettes
t. Neuenburg) (D 15). Vgl. ferner C 5, 26, 27; D 22, 26, 34, 44.
3) S. r. S. 50f. Anm. 3.
4) Halbmondfibeln: Lit. e. D. — Die typologische Entwicklung aus Bogenfibeln mit doppelter Spirale, deren Bügel
einem schmalen, dann leistenartig verbreiterten Blechstreifen auswächst, stellte G. v. Merhart mündlich dar. —
noch C 6,14, 23/24; H 8, 22, 43,105,127, 148,169, 230, 263; K 68.

*
Zusammenfassung.

Die mitteleuropäischen Kulturgruppen der Urnenfelderzeit verdankten einen großen


Teil ihrer materiellen und geistigen Kulturelemente einem gemeinsamen donauländischen
Zentrum, welches in periodischer Folge immer von neuem befruchtend wirkte und die
Peripherkulturen zu eigenen Leistungen anregte. Die Grenzen zwischen in Glaubens­
äußerungen verwandten, aufnahmebereiten und fremden, passiven Kulturen lassen sich
aber bereits im Neolithikum erkennen, als bäuerliche Lebensformen und bestimmte
religiöse Vorstellungen aus den neolithischen Kulturen des Nordwestbalkans in Mittel­
europa Eingang fanden. Eine kennzeichnende Ausdrucksform dieser Vorstellungen ist
die anthropomorphe Idolplastik der Vinca- und Gumelnitakultur Nordserbiens, Südost­
ungarns und Südrumäniens ( Taf. 18). Außerhalb dieses scharf umrissenen, idolführenden
Kulturkreises war anthropomorphe Plastik im Zusammenhang mit anderen, adäquaten
Ausdrucksformen in größerer Menge nur in jenen neolithischen Peripherkulturen Mittel­
europas festzustellen, die auch in ihrem materiellen Formengut in engerer Beziehung zu
donauländischen Kulturen standen: in der Lengyelkultur Niederösterreichs, in der mäh­
rischen Kultur mit bemalter Keramik und in der „Lengyelkultur“ Südpolens. Von den
westlichen bandkeramischen Gruppen kommen nur die nordostböhmische (hier z. T. ver­
bunden mit bemalter Keramik) und die mitteldeutsche Bandkeramik in Betracht. Im
übrigen bandkeramischen Kreis traten anthropomorphe Idole nur ganz vereinzelt auf,
obgleich ein gewisser Ausschnitt donauländischen Ideengutes wie anthropomorphe,
reliefierte Adoranten, Tiergefäße und Tierprotomen an Gefäßen hier und da anzutreffen
waren. Das Ausbleiben anthropomorpher Idolatrie in der mitteleuropäischen Band-
keramik und ihre im Vergleich zu den bemalenden Gruppen der Donauländer andere
Form der Glaubensäußerungen lassen sich also kaum durch eine ausgesprochene Bild­
feindlichkeit erklären. Die Glaubensformen selbst müssen andere gewesen sein als im
Bereich der Idolkulturen. Gilt hier die geschlechtsbetonte anthropomorphe Gestalt als
Sinnbild der Fruchtbarkeit schlechthin, so verzichtete man dort im allgemeinen überhaupt
auf eine gestaltliche Erfassung numinoser Macht oder verband sie höchstens mit der
Tiergestalt.
Die Diskrepanz in den Glaubensäußerungen mitteleuropäischer und donauländischer
Kulturen bestand bis in die Bronzezeit kontinuierlich fort. Nur im „Idolkreis“ Südungarns,
Nordserbiens und Westrumäniens hielt sich die Idolatrie {Taf. 19), hielten sich therio-
morphe Plastik, Tiergefäße, Tonschuhe usw. In diesen Landschaften stellten sich darüber
hinaus neue religiöse Ausdrucksformen ein, deren Ideengehalt dem neolithischen Symbol­
gut gegenüber sich wohl grundlegend gewandelt hatte. Das zeigt sich vor allem in jenen
Bildergedanken, die ursprünglich selbständige Einzelelemente miteinander vereinigen,
inhaltlich aufeinander beziehen und wahrscheinlich ein zentrales Geschehen im Jahres­
ablauf (Vegetationsritus o. ä.) darstellen sollten. Ein Beispiel dafür sind die antithetischen
Gruppenbilder von Klicevac und Zuto Brdo {Taf. 2, 7) und die Idolwagen von Dulpjaja
{ T a f . l ) . Und schließlich wurde die anthropomorphe Plastik zu solaren Symbolzeichen,

79
Radkreuz und der Svastika, in Beziehung gesetzt und mit Amuletten versehen,
n magische Bedeutung zukam (Scheiben- oder Rinderhornform). Der bronzezeitliche
creis muß ein jähes Ende gefunden haben. Das geht aus der gleichzeitigen Nieder-
ig zahlreicher Versteckfunde ebenso hervor wie aus der Tatsache, daß die reiche,
ocke“ Spiraldekoration im Ornamentschatz der Keramik und der Bronzen plötzlich
icht. Was an religiösen Ausdrucksformen der frü hen U rnenfelderzeit aus dem Gebiet
nitteldonauländischen Idolkreises bekannt geworden ist, stellt denn auch in der Tat
ein Endstadium der bronzezeitlichen Entwicklung dar, charakterisiert durch eine
Sendung zum Anikonischen, zum Symbolhaften bestimmter religiöser Äußerungen
durch das Auftreten anthropomorpher Amulette. Eine echte Kontinuität läßt sich
in gewissen Amulettformen, in der ungeminderten Bedeutung bestimmter Kulttiere
el und Stier) und vereinzelt auch im Kultgerät (Vogel-Kesselwagen) feststellen,
end die Idolplastik aus Ton bereits in der frühen Urnenfelderzeit auszusetzen scheint.
Ausbleiben hängt vielleicht aber auch nur damit zusammen, daß diese letzten Aus-
r des bronzezeitlichen Symbolgutes fast ausnahmslos in frühurnenfelderzeitlichen
llversteckfunden zu finden sind und man eine motivische Fortbildung weniger auf
Boden des Idolkreises selbst als vielmehr in den nordöstlichen und vor allem in den
liehen Teilen Ungarns weiterverfolgen kann.
der gleichen Zeit strahlten aus den Donauländern von neuem viele Kulturelemente
e mitteleuropäischen Peripherkulturen aus und bedingten in erheblichem Ausmaß
i Kulturwandel, der archäologisch mit der Ablösung der Hügelgräberbronzezeit
h die frühe Urnenfelderzeit deutlich wird. Diese neuen Kulturströme rissen manchen
ter donauländischen Ideengutes mit ( T a f . 2 0 ). Wir führten die frühurnenfelderzeit-
n Kesselwagen als Beispiel an, nannten einige Amulettformen wie Räder, Lanzette
doppelaxt- oder Sanduhrförmige Gebilde und betrachteten schließlich die Vogel-
ik. Handelte es sich aber im bronzezeitlichen Idolkreis und selbst noch in den mittel-
uländischen Metallhorten der frühen Urnenfelderz eit fast immer um inhaltlich auf-
lder bezogene Einzelsymbole, um ganze Symbolkomplexe, so in den Peripherkulturen
fc lediglich um eine Auswahl einzelner Bestandteile donauländischen Symbolguts.
Radanhänger verbreitet sind, hauptsächlich in den alten Hügelgräbergebieten Süd-
aens, Nord- und Oberbayerns und Württembergs, fehlen lanzett-, schwalbenschwanz­
sanduhrförmige Amulette und Vogelplastik. Wo diese Elemente erscheinen, fehlen
erum die Räder usw. Selbst aufnahmebereiten Kulturgruppen wie denen des Mareh-
, Brandenburgs, Niederbayerns und Nordtirols blieben wesentliche Symbole der
iuländer unbekannt, in Mähren und Brandenburg z. B. die Vogelplastik, in Nordtirol
anthropomorphe, schwalbenschwanzförmige und das sanduhrförmige Amulett, in
erbayern mit einer Ausnahme Radbehang und Vogelplastik. Kombiniertes Symbolgut
;t sich in einiger Menge nur dort, wo donauländischer Import oder ein besonders
:er donauländischer Einfluß auch für das übrige, materielle Kulturinventar nachzu-
m ist. Welche Gründe im Einzelnen für diesen Zerfall ursprünglich zusammen-
riger Symbolkomplexe verantwortlich waren, bleibt uns verschlossen. Man darf
?icht geltend machen, daß die Aufnahmebereitschaft der Peripherkulturen ver-
den war, daß aber vor allem das Kultgerät und die Amulette der mitteldonau-
ischen Metallverstecke selbst eben den Abschluß der bronzezeitlichen Entwicklung
Augen führen, nicht den Beginn neuer religiöser Ausdrucksmittel, daß sie Spätformen
ddonauländiseher Kulturgruppen waren, die ihre Blütezeit bereits überschritten
jn.
s Spätformen sind auch die älterurnenfelderzeitlichen Gefäße auf Menschenfüßen, die
chuhe und Gefäße in Stier- und Widdergestalt aus Mähren, Nordostböhmen, Branden-
bürg und Polen zu bezeichnen, da der Gedanke, der diesen Gefäßen zugrunde lag, bereits
in bronzezeitlichen Kulturgruppen der mittleren Donauländer nachzuweisen ist, in den
genannten Periphergebieten dagegen erst in der älteren Urnenfelderzeit erscheint. Wenn
solche Gefäßbildungen in älterurnenfeiderzeitlichen Fundzusammenhängen der mittleren
Donauländer heute noch fehlen, dann wohl nur deshalb, weil Gräber und Siedlungen
dieser Zeit hier kaum bekannt geworden sind. Denn in den Amulettformen (Räder,
Lanzette, Sanduhr- oder Doppelaxtanhänger), im Kultgerät (Kesselwagen) und in be­
stimmten Kulttieren (Vogel und Stier) ist die Kontinuität des Symbolgutes gesichert.
Auch Neubildungen oder besser Umformungen wie die heraldischen Vogelbarkenmotive
Nordostungarns und die plastischen Vogelpaare und Vogelkopfbarken in Amulettform
Siebenbürgens und Westungarns gehen auf bronzezeitliches Gedankengut des mittel­
donauländischen Idolkreises zurück. Alle diese religiösen Ausdrucksmittel finden sich
jedoch nicht mehr in seinem engeren Verbreitungsgebiet, sondern in Landschaften, die
eine ganz andere Entwicklung durchliefen, so daß jene Kontinuität zwar formal, aber
keineswegs räumlich begründet ist.
Wie in der frühen, so findet man auch während der älteren Urnenfelderzeit in den
mitteleuropäischen Peripherkulturen nur Splitter dieser in den Donauländern heimischen
Motivkomplexe. Auch jetzt haben nur ganz bestimmte Kulturgruppen an ihnen teil, aller­
dings nicht immer auf Grund einer erneuten Rezeption. Man darf vielmehr annehmen,
daß vieles weiterwirkte, was während der frühen Urnenfelderzeit Aufnahme fand. Ver­
mutlich war schon in dieser Zeit mit der Aufnahme allenthalben eine Sinnwandlung des
Übernommenen verbunden. Die Radanhängersitte z. B. hatte sich längst von adäquaten
Ausdrucksmitteln gelöst, hatte sich verselbständigt, der Radanhänger wurde in vielen
Fällen ein Zubehör der Tracht. Die Verbreitung der älteruxnenfelderzeitlichen Radanhänger
spiegelt deshalb weit mehr die Ausbreitung einer bestimmten Trachteigentümlichkeit
wider als diejenige eines übereinstimmenden Ideengehalts. Vielleicht läßt sich so die For­
menfülle und die Häufigkeit des Radanhängers in den süddeutschen und schweizerischen
Kulturgruppen erklären. Der Lanzettbehang war einer ähnlichen Entwicklung unter­
worfen. Mit seiner Aufnahme in die schweizerische Pfahlbaukultur wandelte sich nämlich
seine Form, wenn es auch den Anschein hat, als ob zunächst zumindest seine Bedeutung
den Trägern noch verständlich geblieben sei. Dasselbe läßt sich für die ältere Urnenfelderzeit
aus der Verbreitung schwalbenschwanzförmiger Anhänger (wohl anthropomorpher Amu­
lette) folgern. Ihre Verbindung mit eigentümlichen Gehängen, an deren donauländischer
Herkunft nicht gezweifelt werden kann, blieb im allgemeinen nur in der niederbayerischen
Urnenfeldergruppe gewahrt, welche bezeichnenderweise die westlichste Urnenfelder­
provinz ist, die auch Lanzettbehang donauländischer Formgebung und metallene Vogel­
plastik in einiger Menge kannte. Nur Nordtirol bietet sonst noch eine annähernd ge­
schlossene Auswahl donauländischen Symbolgutes (Lanzette, Räder, Vögel, vereinzelt
Tiergefäße).
Alle diese Amulette, von denen in vielen Kulturgruppen die Radanhänger wahrschein­
lich als Trachtzubehör verwendet wurden, finden sich in den östlicher gelegenen Urnen­
feldergruppen, in Mähren, Böhmen und Ostdeutschland verhältnismäßig selten. Radförmige
Amulette sind hier ebenso schwach vertreten wie sanduhrförmiger Behang. Lanzettförmige
Amulette begegnen vor allem in der Slowakei, in Mähren und Böhmen in Kombination
mit Vogelplastik als Schieber auf Posamenteriefibeln. Ganzbilder von Vögeln und Vogel­
heraldik wurden wohl nur in Mecklenburg, in Mitteldeutschland und im nordischen Kreis
rezipiert. In allen diesen Fällen handelt es sich aber um donauländischen Import (Vogel­
plastiken von Vietgest, Lützkendorf, Osternienburg, Bronzeeimer mit Vogel-Sonnen­
motiv) ; einheimische Nachbildungen lassen sich nicht nachweisen. Wie wirksam aber trotz-

Röm.-Germ. Forschungen 20. 11 81


dem hauptsächlich in den Kulturgruppen längs der March, in Nordostböhmen, dann in
der nördlichen und östlichen Randzone der Lausitzer Kultur, vor allem aber in Mittel­
deutschland und im nordischen Kreis donauländisches Gedankengut gewesen sein muß,
zeigt die Verbreitung der Tier- und Schuhgefäße und der gezeichneten Tierbilder, die sich
fast ganz auf die östliche Urnenfelderkultur beschränkt, lehrt aber auch die im nordischen
Kreis übliche Sitte, importiertes oder heimisches, mit Vogelbarken geschmücktes Gerät
in Zweizahl in Mooren zu weihen. Der östlichen Tiergefäßsitte ist im westlichen Urnenfelder­
gebiet kaum Analoges entgegenzusetzen. Denn die Tiergefäße der schweizerischen Pfahl­
baukultur — ausnahmslos Siedlungsfunde — gehören wahrscheinlich erst in die jüngere
Urnenfelderzeit (HA B). Wie gering gerade im Pfahlbaukreis die Neigung zu figürlichem
Gestalten war, zeigt nicht nur sein abstrakt-geometrisch gehaltener Ornamentschatz, son­
dern auch eine Abart der östlichen Tiergefäße, die Sauggefäße, die ihre ursprüngliche
Tiergestalt fast ganz eingebüßt haben.
Tierbilder fehlen mit wenigen Ausnahmen auch in den protovillanovazeitlichen Gruppen
Italiens, obgleich diese Gruppen in ihrer materiellen Kultur und in ihrem Amulettbestand
(Radanhänger) von den Donauländern abhängig waren. Jene Ausnahmen beziehen sich
auf Umbildungen der nordostungarischen Protomenheraldik, die also allein in Italien
und im nordischen Kreis in die heimische Vorstellungswelt aufgenommen wurde, während
sie sonst nördlich der Alpen nur an sicherem donauländischem Importgut auftritt.
Die religiösen Ausdrucksformen der älteren Urnenfelderzeit im Donaugebiet und in
den mitteleuropäischen Peripherkulturen wurzeln ausnahmslos in der Vorstellungswelt
der bronzezeitlichen Kulturen der nordwestlichen Randzone des Balkans und der mittleren
Donauländer. Diese formale Kontinuität kann man bis in die jü n gere U rnenfelder- und
ältere H allstattzeü hinein verfolgen, in deren Verlauf sich im östlichen Alpengebiet jener
Kulturkreis konsolidierte, der für Mitteleuropa und für Italien von zentraler Bedeutung
wurde. Was der ostalpine Jungurnenfelder- und Hallstattkreis aus älteren, donauländischen
Kulturen übernahm und was früher einen spezifischen Bedeutungsinhalt besaß, wurde nun
zum stereotypen Emblem auf toreutischer Massenware. Vieles hielt sich noch im Volks­
glauben wie der umfangreiche Amulettbestand, Tierkopfgehänge, bestimmte Tierbilder
(Vogel und Stier), Tiergefäße, Gefäße auf Menschenfüßen, Vogelwagen usw.; Amulette,
die keine Lebenskraft mehr besaßen, verschwanden (Lanzett- und Sanduhranhänger),
während man Bildergedanken, die über ein allgemeingültiges Mythologem berichteten,
teils beibehielt, teils in ihren Einzelelementen neu zu kombinieren suchte (Umbildung
der nordostungarischen Vogelheraldik). Dabei muß sich das Verhältnis der Bilder­
gedanken zueinander oft beträchtlich verschoben haben. Die Kreisscheibe der älteren
Vogelheraldik verlor z. B. ihre zentrale Stellung im Bildgedanken, an ihre Stelle trat bis­
weilen eine anthropomorphe Gestalt. In der Plastik wurden Kulttiere miteinander ver­
bunden und vermischt, die urspünglich eine selbständige Bedeutung hatten (stierköpfige
Vögel an Beschlagteilen, Deichselwagen und Vogelwagen). Und schließlich stellten sich
Neuschöpfungen ein, die die alten Motive teilweise verdrängten: Pferd und Reiter, Hirsch
und Hirschjagden, anthropomorphe Idole (Gefäßträger, ttötvicc 6r]pcov-Motiv) und anthro­
pomorphe Masken, endlich kultische Szenen (Strettweg, Situlenfriese), in denen der
Mensch im Mittelpunkt der Darstellung steht. Alle diese Motive und z. T. auch die Misch­
bildungen aus neuen und alten Elementen (Pferd-Vogel) führten vom Volksglauben, der
an der alten Überlieferung festhielt, in die geistige Welt der kulturell tragenden und
politisch führenden ritterlichen Kriegerkaste der ostalpinen Hallstattkultur.
In dem Gegensatz von reich ausgestatteten Adelsgräbern und gleichzeitigen, zahl­
reichen armen Bestattungen der Hallstattkulturen spiegelt sich eine soziale Differenzierung
wider, die vermutlich aus der politischen und kulturellen Auseinandersetzung mit vor-

82
skythischen Reiternomaden resultierte. Daß die Reiternomaden die Lebensgewohnheiten
und die Kampfesart der mitteleuropäischen Urnenfelder- und Hallstattkulturen zu
beeinflussen vermochten, geht aus der weit verbreiteten Trinkhornsitte (Taf. 26) und aus
der Verwendung des Reitpferdes hervor. Die vorskythischen Reiterkrieger wirkten indirekt
auf ganz verschiedene und geographisch oft weit voneinander entfernt liegende Kultur­
einheiten ein (gemeinsame Kulturelemente in Italien, in Norddeutschland und Skandi­
navien, Taf. 21—23). Ein Reflex jener Auseinandersetzung findet sich aber auch in den
religiösen Äußerungen der ostalpinen Hallstattkultur, etwa in der im Vergleich zur älteren
Urnenfelderzeit gesteigerten Bedeutung des Stieres als Kulttier, in der kultischen Ver­
ehrung des Pferdes, im Totenglauben (Totenwagen mit Pferdegeschirr), vor allem aber
in der Verwendung jener anthropomorphen Motive, aus denen ein ganz anderes Verhältnis
der Menschen zur Gottheit zu erschließen ist als in älterer Zeit. Einzelne dieser Motive
(Gefäßträger, iro-nua Orjpcov) mögen aus dem Einfluß des Orients herzuleiten sein. Aber-
die Aufnahme und Weiterbildung anthropomorpher Motive setzten im östlichen Alpen
gebiet erst mit jener sozialen Differenzierung ein, die als Voraussetzung für eine persönliche
Beziehung des Menschen zur Gottheit, für eine Anthropomorphisierung der Kräfte und
Mächte jenseits menschlicher Erfahrung angesprochen werden muß. Dies schien sich aus
folgenden Beobachtungen zu ergeben: das Symbolgut der Hallstattkultur stammt häufig aus
Gräbern einer wohlhabenden Kriegerkaste und scheint darüber hinaus mit dem Leben
des Kriegers verbunden zu sein (Vogelheraldik auf Helmen, Panzern, Beinschienen und
Schilden, z. T. auch auf Schwertern). So erklärt sich auch der individuelle Charakter
mancher Arbeiten wie z. B. der Totenmasken besonders reich ausgestatteter Gräber (KJein-
Glein, Trebenischte, aber auch Chiusi). Das Weltbild der sozial führenden Schicht
wurde individuell, die Kunstübung gipfelte in einem primitiven Realismus. Die hervor­
ragende Stellung und Persönlichkeit mancher Fürsten war vielleicht der Anlaß für die
Vorstellung, daß sie mit göttlichen Kräften besonderer Art begabt seien. Die soziale Eman­
zipation des Kriegertums, die individuelle Machtentfaltung, der materielle Wohlstand,
wie er sich in den Funden spiegelt, und die Unabhängigkeit des Adels von den Sorgen des
Alltags mögen diesen Vorgang begünstigt haben.

Der Glaube, daß die Individualität des Einzelnen und die sozialen Schranken, die ihn
von den übrigen Stammesmitgliedern trennten, auch nach dem Tode fortdauern würden,
muß jedenfalls vorhanden gewesen sein. Daraus darf man folgern, daß im Glauben des
Hallstattmenschen die Ordnung innerhalb seiner Götterwelt der gesellschaftlichen Stufung
innerhalb seines Stammes entsprochen hat.

Parallele Vorstellungen finden sich sowohl in Italien als auch in Griechenland. Homers
Götterlehre, im späten achten und im siebenten Jahrhundert entstanden, war von der
Gesellschaftsordnung seinerzeit sicher nicht unbeeinflußt, genau so wie die Auswahl an Bilder­
gedanken in der figürlichen Kunstübung Italiens der gleichen Periode. Diejenigen religiösen
Ausdrucksformen im ägäischen Raum, die wir mit Ostalpin-Donauländischem verglichen,
hatte die dorische Wanderung mitgebracht. Auch später strömte immer wieder „Balkanisches“
aus der thrakisch-illyrischen Randzone nach Griechenland ein. Entsprechendes gilt für
Italien, wo Donauländisches“ ja gleichfalls seit dem neunten Jahrhundert in zeitlichem
Nacheinander einsickerte und im Verlaufe des siebenten Jahrhunderts dann ebenso wie
in Griechenland mit „ Orientalisierendem“ verschmolz. An der Herausbildung der religiösen
Ausdrucksformen des östlichen Hallstattkreises waren gleichfalls altes donauländisches
Gedankengut und orientalisierender Einfluß beteiligt, in entscheidendem Maße aber die
gesellschaftliche Entwicklung in diesem Kreise selbst, die ihrerseits ihre Impulse aus der
Auseinandersetzung mit östlichen Reiterkriegern empfing.

li* 83
Ebenso aufschlußreich wie Gestalt und Entwicklung der religiösen Äußerungen ist die
hochgradige Aufnahmebereitschaft für donauländisch-ostalpines Symbolgut bei einzelnen
Kulturgruppen Mitteleuropas. Das Verhältnis der älterurnenfeiderzeitlichen Peripher­
kulturen zu den Donauländern blieb auch während der jüngeren Urnenfelder- und älteren
Hallstattzeit konstant. Die Erscheinungsformen und die räumlichen Schwerpunkte der
mitteleuropäischen Kulturen veränderten sich jedoch erheblich, nicht minder der Inhalt
und die Intensität der vom Südosten ausgehenden Kulturströme. Die motivischen Neu­
schöpfungen und Umbildungen des östlichen Hallstattkreises strahlten bezeichnender­
weise mit vereinzelten Ausnahmen (Pferdeplastik, Reiterbilder in der westlichen Hallstatt­
kultur) nur in jene östlichen Urnenfeldergebiete längs der March, Elbe und Oder aus,
die sich auch schon während der frühen und älteren Urnenfelderperiode als besonders
aufnahmebereit für donauländisches Symbolgut erwiesen (Taf. 21; 24; 26). Ostalpines
Kultgut strömte aber auch nach Italien und in den nordischen Kreis ein, so daß sich
nördlich wie südlich der Alpen Parallelerscheinungen einstellen, die allein aus den Aus­
strahlungen eines gemeinsamen ostalpinen Zentrums und einer allen diesen peripheren
Gruppen eigentümlichen, vielleicht sozial begründeten Aufnahmebereitschaft verständ­
lich werden (Taf. 21; 23).
Ganz anders verhielt sich der westliche Urnenfelder- und Hallstattkreis. In Ostfrank­
reich und in der Schweiz läßt sich während der jüngeren Urnenfelderzeit ein außerordent­
lich aktiver Gegenpol zum ostalpinen Kulturkreis erkennen, dessen blühendes Metall­
gewerbe den Güteraustausch weiter Teile Mitteleuropas beeinflußte. Im Zentrum dieser
Kultur und in ihrem Geltungsbereich beobachtet man nun zum erstenmal selbständige,
„westliche“ geistige Ausdrucksformen in Siedlungen und Gräbern, jedoch nur für die
kurze Dauer der jüngeren Urnenfelderzeit (HA B) (Amulette in Rasiermesserform und
scheibenartige Kl^ppergehänge, Taf. 25). Im übrigen gibt es nur Umbildungen älterer
donauländischer Typen (Radanhänger mit Gitterwerk, Räder mit mehreren Felgen,
Schwalbenschwanz- und Dreieckbehang, Leistengehänge mit verkümmerten Tierappli­
kationen). Nur wenige neue Anregungen wurden rezipiert, zum Beispiel Vogelklappern,
die zunächst jedoch nicht wie im östlichen Urnenfeldergebiet in Gräbern, sondern in
Siedlungen erscheinen (Taf. 24). Erst in der Hallstattzeit dienten sie als Grabbeigaben.
Auch Tiergefäße treten hin und wieder in Siedlungen auf, während anthropomorphe Ton­
masken und Zeugnisse für die im Osten einsetzende Trinkhornsitte selten bleiben. Man
darf daraus schließen, daß die Vorstellungen, die diesen religiösen Äußerungen zugrunde
liegen, für das religiöse Leben des westlichen Urnenfelderkreises nur von untergeordneter
Bedeutung waren. Erst in der reinen Hallstattzeit stellen sich in diesem westlichen Kultur­
gebiet zwischen Rhein, Moldau und Enns, deutschem Mittelgebirgszug und Alpenrand
religiöse Äußerungen ein, die sich in ihrem Bedeutungsinhalt mit denen des östlichen
Hallstattkreises unmittelbar vergleichen lassen. Abgesehen von spärlichem, ostalpin
beeinflußtem Kultgerät und Symbolgut (Gehängetyp Thailing, vereinzelt anthropomorphe
Plastik und Amulette, Vogel- und Pferdeplastik, Reiterbilder) beschränkten sie sich
jedoch auf das Totenbrauchtum (Wagengräber), das hier wie nirgends sonst jene soziale
Differenzierung widerspiegelt, die für die Hallstattperiode charakteristisch ist. Um so
bezeichnender ist es, daß das Symbolgut des westlichen Hallstattkreises trotz gleicher
sozialer Bedingungen und trotz ostalpinen Einflusses von den religiösen Ausdrucksformen
des Südostens so grundverschieden ist. Diese Diskrepanz in den Glaubensäußerungen
des westlichen Mitteleuropa und der Donauländer ist keine einmalige, isolierte
Erscheinung, sondern wiederholt sich in kontinuierlicher Folge seit neolithischer Zeit als
Ausdruck einer Wesensverschiedenheit, die Zeiten und Kulturen überdauerte.

84
A i —i8

Fundlisten.
Aufschlüsselung nach Typen und Typenvarianten im Sachverzeichnis.

A. Radanhänger.

( l . A g a t h a z e ll, Gemde. Burgberg, Ldkr. Sonthofen, Bayer. Schwaben, Grab. 2 E x. Mus. Kempten. T yp Taf. 16, 5.
2. A l b r e c h t i c e , Bez. T^n nad Vltavou (Moldautein), Südböhmen, Gräber. Mitt. d. Anthr. Ges. W ien 23, 1893, 31
Taf. 1, 8. J . Schränil, Die Vorgeschichte Böhmens und Mährens (1928) 161. T yp Taf. 16, 4.
3. A m e n d o la r a (Cosenza), Kalabrien, Gräber. Not. Scav. 1939, 369 A bb. 1. Typ Taf. 16, 6.
4. A m m e n d o r f, Saalkreis, Prov. Sachsen, Steinkiste. W . A . v. Brunn, Die Kultur der Hausurnengräberfelder in
Mitteldeutschland zur frühen Eisenzeit in Jahresschr. f. d. Vorgesch. d. Sächs.-thür. Länder 30, 1939, 154 Taf. 17 d.
Typ Taf. 16, 5, liegendes Kreuzspeichenschema.
5. A r z - en Couserans, D ep. Ariöge, Südfrankreich, Hort. Materiaux 1882/83, 212 Taf. 3 ,1 . J. Dechelette, Manuel 2
h App. 1 (1910) 13. T yp Taf. 16, 6.
6. A s t e n , Verw.-Bez. Enns, Oberösterreieh, Grab. Mus. Enns. T yp wie 159.
7. A u v e r n ie r , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Westsehweiz, Pfahlbau. V . Groß, Les Protohelvetes (1883) Taf. 23, 8.
25. 28. 32 (Mittelstück). 33 (Mittelstück). 44. 49. 52. 55. — 4. Jakresber. d. Schweiz. Ges. f. Urgeschichte 1912, 76
Abb. 18, 2. 3 (Mittelstück). 5. 8. 11. 14 (Mittelstück). 79 A bb. 20, 35. — F. Keller, The Lake Dwellings (1878)
Taf. 5 7 ,1 0 .— 7. Pfahlbauber. 1876 Taf. 8, 8. 16. Typen Taf. 16, 3.5. 6.11 (keine Öse). 14 (Dreiecköse). 20. — 8. auch
B 5 , C 2, D l , E l,O e 6. g 1.
. 8. A y in g , Ldkr, München, Oberbayern, Grabhgl. 1, Best. 1. Bayer. Vorgeschichtsbl. 10, 1932, 76 A bb. 2. Typen
Taf. 16,1. 4 (Rundöse).
9. B e n e v e n t -e n -C h a m p s a u r , Dep. Hautes-Alpes, Südostfrankreich, Hort. G . de Manteyer, Les deux parures de
bronzes frmines et religieuses trouvees dans le d6p. H .-A . (1933) (Bull. soc. d ’Etudes des Hautes-Alpes 6. ser. 2,1933)
64ff. Taf. 8. Bull. Soc. Prehist. Fran?. 1933, 302 Abb. 4 Mitte. 3 Radanh. Typen Taf. 16,11.14 (Rundöse). S. B 7, D2.
10. B e r lin - S p in d le r s f e ld , Hort. Marburger Studien (1938) Taf. 82,19. 34. Typen Taf. 16, 3.13. S . B 8, O 7.
11. B ih a r ia , Jud. Bihor, westl. Rumänien, Hort. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 54, 2. Fr. Holste, Hortfunde Südost­
europas (1951) Taf. 48, 26. Gestielter Radanhänger T yp Taf. 16, 2. Dieses Stück wird auch von J. Nestor, 22. Ber.
R G K . 1932, 119 Anm. 490, m it sechs anderen dieses Typs erwähnt, aber auch für einen Grabfund von Oradea Mare
(Großwardein) in Anspruch genommen: R . A . Smith, Antiquities o f the bronze age from Hungary in The British Mus.
Quärterly 1 Nr. 4, 92 mit Taf. 50. Hier wird es sieh aber um eine willkürliche Zusammenstellung eines Händlers
handeln, wie J . Nestor zeigen konnte. Pr. Holste skizzierte im Museum Großwardein zwei Funde aus Bihar,
von denen der eine außer einem gezeichneten Anhänger noch ein Messer mit abgebrochenem (? ) Griffdorn enthält
und zwei rundstabige Armringe, die verziert sind und in spitze Enden auslaufen. Der zweite Fund besteht aus zwei
Anhängern unseres Typs, einem (siebenbürgischen) Tüllenbeil und mehreren Gußbrocken, also jenem Bestand, den
auch M. Roska, Eurasia 12, 1938, 155 Nr. 7, angibt. Bestehen beide Inventare zu Recht, dann hätten beide H orte
9 Anhänger ergeben. S. F 18.
12. Zwischen B in g u la u. D i v o l , Syrmien, Hort. Fr. Holste, Hortfunde Südosteuropas (1951) Taf. 11, 24. Gestielter
Radanhänger vom T yp Taf. 16, 2. — Taf. 11, 23 (Gehänge aus durchbrochenen Rädern). S. B 9, F 3, H 12.
13. B o i r o n , K t. W aadt, Westschweiz, Grab 2. Anz, f. Schweiz. Altkde. 10, 1908, 202 Abb. 91, 62. Typ Taf. 16,1,
liegendes Kreuzspeichenschema. — Brandgrab in einer Steinkiste. Keramik datiert in die Stufe H A B : E . Vogt,
Die spätbronzezeitliche Keramik der Schweiz (1930) 4.
14. B o lo g n a , San Francesco, Hort. O. Montelius, Civ. prim. Taf. 70, 17— 18. Typen Taf. 16, 3.11 (keine Öse).
S. auch C 8, H 16, 1 4 , J 5, K 4.
15. B o r k e n , K r. Schweinitz, Prov. Sachsen, Grab. H. Agde, Bronzezeitliche Kulturgruppen im mittleren Elbegebiet
(1938) 178. Typ Taf. 16, 3.
16. B r u c k a. d. Alz, Ldkr. Altötting, Oberbayem, Hügelgräber. Mus. Landshut. Einf. Typ Taf. 16,14.
17. B r u n n bei Laaber, Ldkr. Parsberg, Oberpfalz, Hügelgrab. G . Behrens, Bronzezeit Süddeutschlands (1916) 123
Taf. 9, 5. T yp Taf. 16,13.
18. B u t r in t o (Epirus), Albanien, Akropolis. Bull. Paletn. Ital. 47, 1927, 184ff. Taf. 6. T yp Taf. 16,3.

85
A 19 — j o

19. C a m p e g g in e (Reggio), Emilia, Terramare. G. Säflund, Le Terramare (1939) Taf. 65, 17. 0 . Montelius a. a. 0 .
Taf. 15, 15. T yp Taf. 16, 4.
20. C a n a le b. Locri (Reggio), Kalabrien, Grab 93. Mon. Ant. 31, 1926, 298 Abb. 212. Typ Taf. 16,17.
21. C a p r ia n o b. Renate, Lombardei, Torffunde. E. Chantre, Age du bronze 1 (1875) 191 Abb. 144 = R . Munro, Les
stations lacustres (1908) Abb. 56,17. Typ Taf. 16, 7 (Öse).
22. C a ra n s e b e s , ehern. K om . Krasso-Szöreny, Westrumänien, Hort. Fr. Holste, Hortfunde Südostcaropas (1951)
Taf. 18, 10. 'Typ Taf. 16, 3. S. B l l , D 8 a .
23. C a rm in e , Kr. Militsch, Niederschlesien, Hort. Schles. Vorz. 6, 1894, 371ff. Taf. S. 372 Abb. 16. Typ Taf. 16,16
(Öse).
24. C a s t e lla z z o (Parma), Emilia, Terramare oder Gräberfeld. 0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 23, 14. Typ Taf. 16, 4.
25. C e r n ic e , Bez. Plzeh (Pilsen), Südwestböhmen, Hügelgräber. J . Schräml, Die Vorgeschichte Böhmens und Mährens
(1928) 128. F orm ?
26. C e t o n a (Siena), Toscana, Gräber. Mon. Ant. 9, 1900, 154 Abb. 6. Typ Taf. 16, 79.
27. C h e v r o u x , Neuenburger See, K t. Waadt, Westschweiz, Pfahlbau. Antiquites Lacustres (Album Lausanne) (1896)
Taf. 30, 9. Typ Taf. 16, 5. S. B 12, E 3.
28. C h illy , Dep. Jura, Grabhügel. Rev. des Musöes 1926, 118 Abb. 1 (4 Speichen, Mittelring ausgefüllt, Öse). — Bull.
Soc. Prehist. Framy. 1933, 307 Abb. 10. 309 Abb. 11 (4, 5, 7 u. 8 Speichen, Mittelring ausgefüllt, Öse).
29. C o l f i o r i t o (Perugia), Umbrien, zerst. Gräber. Not. Scav. 1934, 454 Abb. l c . T yp Taf. 16, 14.
30. C o lo m b a r e d i B e r s a n o (Piacenza), Emilia, Terramare. G. Säflund a. a. O. Taf. 65, 15. Typ Taf. 16, 6.
31. C o m o -L a r a (Como), Lombardei, Fundumst. unbek. Riv. di Como 79/81, 1919/21, 57 Abb. 26. Typ Taf. 16,11
(keine Öse).
32. „D ans les C o r b ie r e s “ , Dep. Herault, Südfrankreich, Fundumst. unbek. Materiaux 1869 Taf. 2, 26. Typ Taf. 16, 3.
33. C o n c is e , Neuenburger See, K t. Waadt, Pfahlbau. R . Munro a. a. O. Taf. 11, 12. Vgl. auch Antiquites Lacustres
(Album Lausanne) (1896) Taf. 30, 31. Taf. 16, 20. S. auch B 13, D 9.
34. C o r c e le t t e s , Neuenburger See, K t. Waadt, Pfahlbau. 7. Pfahlbauber. 1876 Taf. 8, 9. 18. — F. Keller a. a. 0 .
Taf. 57, 13. — R . Munro a. a. 0 . Taf. 11, 5. — Antiquites Lacustres (Album Lausanne) (1896) Taf. 30, 8. — Korre-
8pondenzbl. d. Deutsch. Ges. f. Anthr., Ethn. u. Urgesch. 12,1881 Taf. 4 ,4 .1 2 .— Typen Taf. 16, 3. 4. 6.11 (keine
Öse). 20 — S. auch B 14, C 12, D 10, E 5, H 39, K 14.
C o r n e s t i s. Sinfalva.
35. C o r n o t o -T a r q u in ia (Rom a), Lazio. Selciatello, Grab 65: Not. Scav. 1907, 33 4.4 Speichen. Impiccato, Grab I :
a. a. O. 53 Abb. §. T yp Taf. 16, 4 (Zapfenöse). — Sopra Selciatello, Grab 118: a. a. 0 . 252. Fragment. — Grab
142: a. a. O. 236 Abb. 41; Typ Taf. 16, 4, Zapfenöse. — Monterozzi, Tomba del Guerriero: O. Montelius a. a. 0 .
Taf. 288, 15. 17. T yp Taf. 16, 9. - 2 Felgen, Mittelring, 8 Speichen. S. auch H 40, 1 8 , J 8.
36. C o r t a illo d , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Westschweiz, Pfahlbau. Materiaux 1878 Abb. 128. Typ Taf. 16, 4.
S. auch C 13, D 11, E 6, Gh 1.
37. C r v l je v ic a planina, Bez. Bosn. Petrovac, Bosnien, Gräber. Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzegowina 11, 1909
Taf. 18, 7. Typ Taf. 16, 7.
38. C u m a e (Napoli), Kampanien. Gräber ohne Inv. Mon. Ant. 22, 1913, 75 Abb. 22 Taf. 20, 2. 5. Typen Taf. 16, 7.17.
S. auch Gb, Gg 4, H 41 ,1 9.
39. D ä n e m a r k , Fundort ? J. Brondsted, Danmarks Oldtid 3 (1940) 23 Abb. 9. Typ. Taf. 16, 4 (Öse).
40. D e b e lo b r d o , Bez. Serajevo, Bosnien, Siedlung. Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzegowina 5, 1897 Taf. 54, 4.
Typ Taf. 16, 7.
41. D ie b z ig , Kr. Dessau-Köthen, Prov. Sachsen, Brandgräber. W . A. v. Brunn, Die Kultur der Hausurnengräberfelder
in Mitteldeutschland zur frühen Eisenzeit in Jahresschr. f. d. Vorgesch. d. Sächs.-thür. Länder 30,1939,154 Taf. 18h.
Typ Taf. 16, 7 (Öse).
42. D ie n h a u s e n , Ldkr. Kaufbeuren, Bayer. Schwaben, Grabhügel 13, Skel.-Best. Beitr. z. Anthr. u. Urgesch. Bayerns
15, 1904, 108. Typ Taf. 16, 5.
43. D o m n ic k s r u h , K r. Heiligenbeil, Ostpreußen, Hort. W . Gaerte, Urgeschichte Ostpreußens (1929) 67 Abb. 41. 108
Abb. 75b. Typ Taf. 16, 5. Identisch mit Skandau? S. d. S. auch E 7.
44. D o n ja D o lin a a. d. Save, Bosnien, Gräber. Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzegowina 9, 1904, 125 Taf. 72, 20. 21.
Sonderformen. S. auch H 49, J 10, K 17.
45. D o t t e r n h a u s e n , K r. Rottweil, Württemberg, Grab. Fundber. aus Schwaben 4, 1896, l f . Fr. Holste, Die Bronze­
zeit im nordmainischen Hessen (1939) 54 Anm. 2. Mus. Stuttgart. Typ Taf. 16,1.
46. D r e n o v i d o , Bez. Brca, Bosnien, Hort. Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzegowina 11, 1909, 56 Taf. 16, 16. Typ
Taf. 16,15 (Öse).
47. E b in g e n , K r. Balingen, Württemberg, Grabhügel. Fundber. aus Schwaben NF. 5, 1930, 27f. Typ Taf. 16,14.
48. E i c h s t ä t t , Mittelfranken, Staatswaldabtlg. Biebich, „Götzelhard“ , Grabhügel 3. Fr. Winkelmann, Katalog
Eichstätt (1926) 142 Abb. 28, 9. Typ Taf. 16,11.
49. E r p fin g e n , Kr. Reutlingen, Württemberg, Gräber. G. Kraft, Die Kultur der Bronzezeit in Süddeutschland (1926)
117 B 25. G. Behrens, Bronzezeit Süddeutschlands (1916) 162 Nr. 337. Typ Taf. 16,13.
50. E s t a v a y e r , Neuenburger See, K t. Freiburg, Westschweiz, Pfahlbau. Antiqua 1885 Taf. 14, 9. — R . Munro a. a. O.
Abb. 6, 2. 3. — V. Groß a. a. 0 . Taf. 23, 20. 41. — Typen Taf. 16,1 (liegende Speichen). 7 (Öse). 11 (keine Öse).
14 (Dreiecköse). 19. S. auch D 13, H 56, J 11.

86
A y i— 82

51. E s te (Padova), Venetien. 0 . Montelius a.a. 0 . Taf. 50,5 = N. Äberg, Chronologie 1 (1930) 184 Abb.537 („G rab 2“ ,
2 Felgen, Mittelring, 8 Speichen, Zapfenfortsätze). — Morlungo, Grab 23. Nachweis Fr. Holste. Mus. Este. T yp
_ Taf. 16,1. — S. auch 0 15, H 57, 112, J 12, K 19.
52. F a c im ie c h , Bez. Krakov, Kleinpolen, Grab. Z. Durczewski, Grupa Görnoslasko — malopolska kultury Luzyckiej
V- " w Polsce (1948) Taf. 98, 14. Typ Taf. 16, 6. — S. D 14.
53. F e h A rtö bei Hödmezö-Vasärhely, Kom . Csongrdd, Ostungarn, Hort. Arch. firt. 3. Ser. 5/6, 1944/45 Taf. 14, 5— 6.
Typ Taf. 16,18 (Dreiecköse).
F e ls ö u jv a r S. Uioara de Sus.
54. F i n o c c h i t o (Siracusa), Sizilien, Gräber. Bull. Paletn. Ital. 23, 1897 Taf. 7, 18. Typ Taf. 16, 6.
F iz e s u l - G h e r lii s. Ürdöngös-Füzes.
55. F o n t a n e lla (Mantua), Gräber. Nachweis Fr. Holste. Mus. Preistorico Rom. Bull. Paletn. Ital. 35, 1910, 124f.
Abb. 15. 16. Typen Taf. 16,1. 14 (Dreiecköse). 19.
56. F r a n c a v illa -M a r it t im a (Cosenza), Gräber. Not. Scavi 1936, 82 Abb. 4. Typ Taf. 16, 7.
51; F r e g h e r a , Gemeinde Cermenate (Como), Lombardei, Hort (? ). Gußform. 0 . Montelius, Civ. prim. Taf. 29, 9.
Typ Taf. 16, 7 (Öse). S. Og 6.
58. F r ie d in g e n , Kr. Riedlingen, Württemberg, Hügelgrab 1. Fragment (Nadel ?). P. Gooßler, Die vor- und früh­
geschichtliche Besiedlung des Oberamtes Riedlingen (1923) 190 Abb. 5, 19. Typ Taf. 16,11.
59. G a m m e r tin g e n , Kr. Hechingen, Hohenzollern, Doppelskelettgrab. Fundber. aus Schwaben NF. 4, 1926/28,
150 (22) ff. Taf. 25 (4). Typ Taf. 16, 6.
’ 60. G e m e in le b a r n , Verw.Bez. St. Pölten, Niederösterreich, Nekropole A, Grab 3. J. Szombathy, Flachgräbor von
Gemeinlebarn. Röm.-Germ. Forsch. 3 (1929) 46 Taf. 16, 1. Typ Taf. 16, 3. S. B 21, F 7.
61. G e rin g , Kr. Mayen, Rheinprov., Grab. Mannus 5, 1913, 309f. Taf. 20b. Typ Taf. 16, 20.
62. G e r n lin d e n , Ldkr. Fürstenfeldbruck, Oberbayern, Grab 86. Fragment. Staatssmlg. München. Typen Taf. 16,
8.10.16 ( ?).
63. G ra n g e P e r r e y b. Arbois, Dep. Jura, Grabhügel. Rev. des Musees 1926, 232 Abb. 6. Typ. Taf. 16, 5 (Mittelring
ausgefüllt).
64. G reppin-Pfählerm ark, Kr. Bitterfeld, Prov. Sachsen, Gräber. H. Agde, Bronzezeitliche Kulturgruppen im mitt­
leren Elbegebiet (1938) 181. Typ Taf. 16, 6.
65. G r ü n w a ld , Ldkr. München, Grab 1. Beitr. z. Anthr. u. Urgesch. Bayerns 19, 1915, 20f. Abb. 8. Typen Taf. 16, 3.
6 .8 .1 7 (1 ). Ferner 5 Speichen, Mittelring, keine Öse. — S. H 83.
66. G u e v a u x , Murtnor See, K t. Freiburg, Pfahlbau. Antiquitas Lacustres (Album Lausanne) (1896) Taf. 30, 23.
„ Typ Taf. 16,14 (Öse). S. auch C 20, D 20, H 84.
67. G y e r m e l, Bez. Komärom (Kom äm o), Slowakei, Hort. J. Hampel, Bronzkor 2 Taf. 159, 31. Typ. Taf. 16,18.
68. H a lt n a u , Bodensee, K r. Überlingen, Pfahlbau. R . Munro a. a. O. Abb. 47,13. Typ Taf. 16, 5. S. auch C 22.
69. H a r la c h in g , Kr. München, Einzelfund. Staatssammlung München. Typ Taf. 16,1.
70. H ä r v e n i, Härveni Sn., Uppland, Hort. 0 . Montelius, Minnen frän vär forntid (1917) Abb. 1235. 2 profil. Felgen,
5 profil. Speichen, Mittelbuckel, Rundöse.
71. H a t z e n h o f, Ldkr. Parsberg, Oberpfalz, Gräber ohne sichere Fundumst. Korrespondenzbl. d. Deutsch. Ges. f.
Anthr., Ethn. u. Urgesch. 33, 1902, 53f. Typ Taf. 16,13.
72. H j a d s t r u p , Am t Odense, Fünen, Hort. E. Sprockhoff, Die germanischen Vollgriffschwerter. Röm .-Germ . Forsch.9
(1934) Taf. 13,10— 13. Typ Taf. 16, 3.
H ö d m e z ö -V a s ä r h e ly s. Fehertö.
73. H ö t t in g , Verw.Bez. Innsbruck, Tirol, Grab. K . H. Wagner, Nordtiroler Urnenfelder (1943) 73 Taf. 2, 7. Typ
Taf. 16,16 (?).
.74. I g e , Dep. Saone-et-Loire, Grabhügel, Best. 1. Meteriaux 1877, 345ff. A bb. 153. Typ Taf. 16, 6 (Mittelring ausgefüllt).
75. I m m e n s ta a d , Bodensee, Kr. Überlingen, Pfahlbau. Fundber. aus Schwaben 3, 1895, 2 Abb. 3. Typ Taf. 16, 1.
S. auch D 27.
I s p ä n la k a s. Spälnaca.
76. J a r o m e f , Bez. Kralnüv Dvür (Königinhof), Nordostböhmen, Grab. 5 Räder. Pamätky Arch. 41,1936/38,21 A b b .7.
Typ Taf. 16, 3.
77. J e s k y n i S ip c e bei Stramberka, Bez. N ovy Jicln (Neutitsehein), Mähren, Fundumst. ? Casopis Olmütz 3, 1888, 64.
Typ Taf. 16, 3.
K a r ä n s e b e s s. Caransebes.
78. K e lh e im , Ldkr. Kelheim, Niederbayern, Grab 229. H. Müller-Karpe, Das Umenfeld von Kelheim (1952) Taf. 26
G 3. 2 Räder. Typ Taf. 16,11, eines mit 7 Speichen, Mittelring, Öse.
79. K is - K ö s z e g , Kom . Baranya, Westungarn, Gräber. Nachweis Fr. Holste. Nat.-Hist. Mus. Wien. Gußform.
Typ Taf. 16, 5. S. auch D 28, F 10, H 104, K 40.
80. K o d r a m , K r. Usedom-Wollin, Pommern, Hort. E. Sprockhoff, Die germ. Vollgriffschwerter (1934) Taf. 10,10.
Typ Taf. 16,16.
81. K ö n ig s b r ü c k bei Hagenau, Elsaß, Hügelgrab 10. F. A. Schaeffer, Les tertres funöraires pröhistoriques dans Ia
foret de Haguenau 1 (1926) 78 Abb. 75s— u. Typ Taf. 16,12.
82. K ron storf-U n terw in klin g, Verw.Bez. Linz, Oberösterreich, Grab 2. K . Willvonseder, Die mittlere Bronzezeit in
Österreich (1937) 149. 349 Taf. 44, 2— 3. 2 Räder. Typ Taf. 16, 5.

87
A 83— 1 1 4

83: K r u m s in , Mähren, Gräber. L. Cervinka, Morava za praveku (1902) 222 Abb. 104, 8. Typ Taf. 16,18.
84. L a B a u m e a. d. Areuse, K t. Neuenburg, Westschweiz, Siedlung. Materiaux 1887 Taf. 20, 2. 3. Typ Taf. 16, 4.
85. L a r n a u d , D6p. Jura, H ort. E. Chantre, Age du bronze 1 (1875) Taf. 47, 3— 5. — Congres Prehist. de France9 (1913)
Taf. 4, 24— 26. 29. Typen Taf. 16,1. 8 ( ?). 14 (Variante, einmal mit Öse). — S. B 28, D 30, Of 3, H 114.
86. L e D e v o c (Grottes de Vallon), Dep. Ardöche, Südfrankreich, Hort. Materiaux 1884 Abb. 137— 138. Typ Taf. 16, 2,
Treffpunkt d. Sp. gelocht. — Rad m. br., profilierter Felge, 4 konkaven Speichen, Treffpunkt gelocht. Vgl.
J. Dechelette, Manuel 2, 1 (1924) 297 Abb. 112, 4. S. auch Gc2.
87. L e n g e n fe ld , Ldkr. Parsberg, Oberpfalz, Grabhügel. Beitr. zu. Anthr. u. Urgesch. Bayerns 12, 1898, 57. Verhandl.
d. hist. Ver. v. Oberpfalz u. Regensburg 54, 1902, 231 ff. Taf. 6, 1. 5a— e. 2 Räder. Typ Taf. 16, 6. Mit Pferde­
geschirr.
88. L e n g y e lt ö t , K om . Tolna, Westungarn, Hort. Dolgozatok 16, 1940 Taf. 1, 22. T yp Taf. 16, 6. S. G el u. H 115.
89. L o c r i — Patariti Basso (Reggio), Kalabrien, Grab 68. Mon. Ant. 31, 1926, 283 Abb. 200. Typ Taf. 16,15.
90. M a a r, Kr. Lauterbach, Oberhessen, Hort. Nachweis H. Müller-Karpe. Mus. Darmstadt. Wahrsch. Typ Taf. 16,12.
91. M a g y a r -K e r e s z t e s , K om . Vas, Westungarn, Hort. N. Äberg, Chronologie 2 (1931) 41f. A bb. 75. Arch. firt. 3.
Ser. 3, 1942, 155 Taf. 15, 26. Typ Taf. 16, 9 (Dreiecköse). S. auch I 23.
92. M a lo s t o v ic e bei Tisnov, Bez. Brno (Brünn), Mähren, Hort. J. Schränil, Die Vorgeschichte Böhmens und Mährens
(1928) Taf. 36, 24. 29. Typ Taf. 16, 3. Profilierte Räder mit 4 Speichen.
93. M a n c o v ic e ( ?) (Mankendorf bei Zauchtl), Bez. N ovy Jicin Neu titschein), Nordmähren, Hort. Nachweis Fr. Holste.
Mus. Olomouc (Olmütz) u. Brno (Brünn). 9 Räder. Typen Taf. 16,1. 3. Wahrsch. = Mitt. Zentralkomm. 1891,
Beil. 14. Sudeta 6, 1930, 40 Anm. 1.
94. M a n d e lk o w , Kr. Soldin, Hinterpommern, Hort. Phot. Album d. Ausst. prähist. u. anthr. Funde Deutschlands
(1880) Sect. 3 Taf. 6 oben. Erw. E. Sprockhoff, Handelsgeschichte 91 Anm. 5. Typ Taf. 16,1.
95. M annheim -Seckenheim , Nordbaden, Gräber. Bad. Fundber. 17, 1941/47, 276 Taf. 68 D 2. Typ Taf. 16,1.
S. auch K 57.
96. M a r b u rg (Maribor) a. d . Drau, Steiermark, Gräber. Nachweis H . Müller-Karpe. Mus. Marburg. Typ Taf. 16, 5.
S. auch F 12.
97. M a r c h e , Fundort unbek. U . Calzoni, Itinerario Perugia (1940) 63 Abb. Typen Taf. 16,14.15 (noch Diagonal­
speichen).
. - M a r ib o r s. Marburg.
98. M a r s ilia n a d ’A lb e g n a (Grosseto), Toscana. Banditella, Grab 47. A . Minto, Marsiliana d’Albegna (1921) Taf. 32,
3— 5. ösenlos# Räder v. Typ Taf. 16, 7 (noch 4 halbe Diagonalspeichen) 12 (12. Speichen). S. auch H 128, 1 24.
99. M a s s a M a r itt im a , L agodel’Accessa (Grosseto), Toscana, Fossagrab 1. Mon. Ant. 35,1933. Taf. 5, l f . Typ Taf. 16,7.
S. auch H 129.
100. M e h lb e c k , K r. Steinburg, Holstein, „angeblich in einer Urne“ . K . Kersten, Die Vorgeschichte des Kreises Stein­
burg (1939) Abb. 71. Typ Taf. 16,12.
'101. M eg a ra H y b lä a (Siracusa), Sizilien, Gräber. Bull. Paletn. Ital. 23, 1897,178 Anm. 2. T yp Taf. 16,6. Grab 660 ?
In diesem Grabe nach Fr. Holste der Anhänger, dazu ein vierspeichiges Rad mit breiter Felge (durchlocht ?), ohne
Öse, eine Nadel, eine bronzene Vogelplastik (Pfau s. H 133), ein Vogelanhänger vom „bosnischen“ Typ, Alabastron,
protokor. Aryballos. Mus. Syrakus. Mon. Ant. 1, 1889, 911 ein Rad vom Schema wie Massa Marittima.
102. M e ik ir c h , K t. Bern, Schweiz, Hort. O. Tschumi, Urgeschichte der Schweiz (1926) Taf. 11 oben. Typ Taf. 16,11
. (keine Öse).
103. M o k r o n o g , Krain, Gräber. Nachweis J. Werner. Mus. Ljubljana (Laibach). Typ Taf. 16, 3.
104. M o lin o d e lla B a d ia b. G r a m m ic h e le (Caltagirone), Sizilien, Gräber. Bull. Paletn. Ital. 31, 1906, 122 A bb. 26.
Typ Taf. 16, 6. S. auch H 134.
105. M o n t lin g e r B e r g , K t. St. Gallen, Ostschweiz, Siedlung. 40. Jahresber. d. Schweiz. Ges. f. Urgesch. 1949/50
Taf. 46, 2 Typen Taf. 16, 6. 7.10.14 (Öse). 15. S. auch B 38, C 29, D 35.
105a. M ö r ig e n , Bieler See, K t. Bern, Westschweiz, Pfahlbau. E. Desor, Le bei age du bronze Lacustre en Suisse
(1874) Taf. 3, 8. Typ Taf. 16,11. S. auch D 36, G g 9, H 138, K 60.
106. M o z ig k a u , K r. Dessau, Prov. Sachsen, Gräber. Nachweis W . A . v. Brunn. Mus. Köthen. T yp Taf. 16, 7.
107. M ü h la u , Verw.Bez. Innsbruck, Tirol, Grab 15 oder 20. K . H . Wagner, Nordtiroler Umenfelder (1943) 89f. Taf. 17,8.
T yp Taf. 16, 6. S. auch B 39, H 139, K 61.
108. M ü h lta l, Ldkr. Starnberg, Oberbayern, Grabhügel 5. J. Naue, Die Bronzezeit in Oberbayern (1894) 39ff. Prähist.
Staatssmlg. München. Typ Taf. 16,1.
109. N a s s e n h e id e , K r. Randow, Pommern, H ort. E. Sprockhoff, Jungbronzezeitliche Hortfunde Norddeutschlands
(Periode IV ) 15 Taf. 26, 24. Typ Taf. 16, 3.
110. N id a u -S t e in b e r g , Bieler See, K t. Bern, Schweiz, Pfahlbau. 2. Pfahlbauber. 1858 Taf. 2, 44. 47. F. Keller, The
Lake Dwellings (1878) Taf. 36, 37. 41. Typen Taf. 16, 6.11. S. auch D 37, E 24.
111. N ie d z ie lis k a , Bez. Przem^slany, Galizien, Hort. Öwiatowit 17, 1936/37 Taf. 5, 6. Typ Taf. 16,6.
112. N o r c ia (Perugia), Umbrien, Gräber. Bull. Paletn. Ital. 35, 1910, 126 Abb. 17. Typ Taf. 16, 5 (liegende Speichen).
113. N o v ä H u t , Bez. Rakonice, Böhmen, Hügelgräber. J. Schränil a. a. 0 . 128. Form unbek.
114. N o v ila r a (Pesaro), Marche, Molaroni, Grab. O. Montelius, Civ. prim. Taf. 148, 23. Typ Taf. 16,14. S. auch
Ga 4, H 150,130.

88
A i i j — 14 8

115. O g g a u , Verw.Bez. Eisenstadt, Burgenland, Fundumst. unsicher. R . Pittioni, Beiträge zur Urgeschichte der Land­
schaft Burgenland im Reichsgau Niederdonau (1941) 65 Taf. 13,1. T yp Taf. 16,14 (Öse).
116. O n s t m e t t in g e n , K r. Balingen, Württemberg, Hügelgrab, Best. 4. G. Kraft, Die Kultur der Bronzezeit in Süd­
deutschland (1926) 115 A 14, 4 u. Nachweise Fr. Holste. Zum Inventar gehören noch a. a. 0 . Taf. 19,4; 2 6 ,1 3 ; 33, 2 ;
34, 3. — Typen Taf. 16,1.11.14.
117. Ö r d ö n g ö s -F ü z e s (Fizesul-Gherlii), Kom . Szolnok-Doboka (Jud. Somes), Westrumänien, Hort. J. Hampel,
Bronzkor 3 Taf. 219. 4 konkave Speichen, breite, profil. Felge, Öse.
118. O s tr o Änik (Friedau), Krain, Gräber. Nachweis J . Werner. Mus. Ljubljana (Laibach). Typ Taf. 16, 7 (8 Speichen).
119. P ä h l, Ldkr. Weilheim, Oberbayern, wohl Gräber. Nachweis J. Werner. Mus. Erlangen. T yp Taf. 16,1.
120. P e t i t - V i l l a t t e , Gemde. Neuvy sur-Barangeon, Dep. Cher, Hort. Radanh. nach J . D^chelette, Manuel 2 App. 1
(1910) 23.
121. P ia n e llo d i G e n g a (Ancona), Marche, Gräber. Bull. Paletn. Ital. 40, 1914 Taf. 7, 5. T yp Taf. 16, 4. S. auch J 35.
122. P ic e n u m , Fundorte unbek. 0 . Montelius, Civ. prim. Taf. 161, 1 (Mus. Ascoli-Piceno, T yp Taf. 16,12). 3 (Mus.
Ascoli-Piceno, 7 Felgen).
123. P o g g ib o n s i (Siena), Toscana, Grab. Bull. Paletn. 31, 1905, 207 Abb. 2. 12, davon 4 durchlaufde. Speichen, Mittel­
ring, k. Öse. S. H 165.
124. P o la , Istrien, Grab. Jahrb. d. Zentralkomm. NF. 1, 1903, 82 A b b . 80. T yp Taf. 16, 6.
125. P o m e lw in k e l, Mecklenburg-Strelitz, Form ? E. Sprockhoff, Handelsgeschichte 91 Anm. 5.
126. P o u c h o v , Bez. Hradec Krälove (Königgrätz), Nordostböhmen, Gräber. Pamätky Arch. 41,1936/38, 26 A bb. 12, 35.
Typ Taf. 16, 3.
127. P o z z o d i G o t t o (Messina), Kalabrien, Gräber. Bull. Paletn. Ital. 41, 1916 Taf. 2, 2. T yp Taf. 16,17.
128. P r ä s t h a g e n , Ksp. Hogrän, Gotland, Grab. O. Almgren u. B. Nerman, Die ältere Eisenzeit Gotlands (1923) 9
Abb. 11. Typ Taf. 16, 4.
129. P r e d d ö h l, Kr. Ostprignitz, Brandenburg. Fundumst. ? W . Bohm, Die ältere Bronzezeit in der Mark Branden­
burg (1935) 57 Taf. 10, 1. 2. T yp Taf. 16, 7 (Öse).
130. P u c h ö , K om . Trencsen (Trencin), Slowakei, Hort. Arch. £ r t. 24, 1904, 207 Abb. 7. Typ Taf. 16,11 (kein Mittel­
ring). Behang: Lanzettanh. S. B 48.
131. R ä a lo n , Dep. Hautes-Alpes, Südfrankreich, Hort. E. Chantre, Age du bronze 1 (1875) Taf. 20, 5. Typ Taf. 16, 5.
S. D 42, H 179 ( ?).
132. R e ic h e ls h e im , K r. Friedberg, Oberhessen, Gräber. H . Müller-Karpe, Die Urnenfelderkultur im Hanauer Land
(1948) Taf. 49 D 2 (Anh. oder Nadel ?) Typ Taf. 16,12 (mit Öse).
133. R i b ie r , Döp. Hautes-Alpes, Südfrankreich, Hort. E. Chantre a. a. O. Taf. 26, 4. 7. Typen Taf. 16,5.15. S.
auch D 43.
134. R ie g s e e , Ldkr. Weilheim, Oberbayern, Hügel 8, Brandplatz. J. Naue, Die Bronzezeit in Oberbayem (1894) 32f.
Taf. 8, 5. — A . u. h. V. 5 (1911) Taf. 38, 635. 2 Räder. Typen Taf. 16,11.13. — Hügel 34, Brandgrab. J. Naue
a. a. O. 35 Taf. 23, 10.11. 2 Räder. Typ Taf. 16,13 (einmal k. Öse). — Hügel 35. A. a. O. 35 Taf. 9, 1; 23, 8. 2Räder.
T yp wie oben. S. auch H 181.
135. R im in i (Forli), Emilia. Scorticata, ungeteilte Gräber. Bull. Paletn. Ital. 26, 1900, 23. T yp Taf. 16,19, Derivat.
135a. R ö t h a -G e s c h w itz ,K r .B o m a ,L a n d Sachsen, Siedlung. Gußform fü r Typ Taf. 16, 7 (noch vier halbe Diagonal­
speichen) und Taf. 16,19 (halbrunde Gabeln, Keine Öse). Ehern. Mus, Leipzig, Nachweis W . Jorns. S. auch K 75a.
136. S a c h s e n d o r f, K r. Calbe, Prov. Sachsen, Grab. W . A . v. Brunn, Die Kultur der Hausurnengräberfelder in Mittel­
deutschland zur frühen Eisenzeit in Jahresschr. f. d. Vorgesch. d. Sächs.-thür. Länder 30, 1939, 155. Typ Taf. 16, 5,
liegendes Kreuzspeichenschema.
137. S a lz b u r g -M a x g la n , Salzburg, Hügelgrab. Germania 17, 1933,188 Abb. 2— 3. Typen Taf. 16,9.14.
138. S a n C a t a ld o (Caltanissetta), Sizilien, Hort. Bull. Paletn. Ital. 47, 1927 Taf. 4. Typen Taf. 16, 6.14.17.
139. S t. A n d r ä bei Etting, Ldkr. Weilheim, Oberbayem, Grabhügel 7, Brandgrab. Mit Riegseeschwert. J . Naue, Die
Bronzezeit in Oberbayern (1894) 15. Frgm. T yp Taf. 16,13 (keine Öse).
140. S t. D e n is , Dep. Seine, Fundumst. unbek. Festschrift f. O. Montelius (1913) 167 Abb. 14. Typ Taf. 16,11 (k.
Mittelring). S. D 46.
141. S t. J o h a n n in P o n g a u , Salzburg, Grab. Arch. Austriaca 7, 1950, 61 Abb. 2, 5. 2 Felgen, Mittelring, m. d. Felge
durch eine senkr. und 2 divergierende Speichen verbunden. Vgl. Straubing.
142. St. K a n z ia n (San Canziano) (Triest), Fliegenhöhle, Hort. Mitt. d. Prähist. Komm. W ien 2 ,2 , 1912, 157 Abb. 134
- 135. Typen Taf. 16, 3. 5. S. I 43.
143. S t. M ic h a e l bei Adelsberg, Krain, Gräber. Mitt. d. Anthr. Ges. Wien 18, 1888, 239 Abb. 54. T yp Taf. 16, 6.
144. S a n ta L u c ia bei Tolmino (Triest), Grab 430. C. Marchesetti, Scavi nella necropoli d i S. Lucia presso Tolmino
1885— 1892 (1893) Taf. 11, 4. An Bogenfibel. 5 Speichen, Mittelring, k. Öse. S. auch D 48, Qg 11, H 198, 146.
145. S a rr a z , D ep. Doubs, Grabhügel. Materiaux 1881 Taf. 2, 8. Rev. des Musees 1925, 83 A bb. 8. T yp Taf. 16, 3.
146. S a z o v ic e , Bez. Zlin, Mähren, Hort. L . Cervinka, Morava za praveku (1902) Taf. 18. Typen Taf. 16,1 . 4 (Öse).
Insgesamt 3 Räder. S. B 58, G 36, F 22.
147. S c h m id a fe ld , Verw.Bez. Horn, Niederösterreich, Brandgrab. 2 Räder. K . Willvonseder, Die mittlere Bronzezeit
in Österreich (1937) 151. Form ?
148. S c h w a b e g g , Ldkr. Augsburg, Bayerisch-Schwaben, Grabhügel, Brandgrab. Zeitschr. d. H ist.Ver. f. Schwaben u.
Neuburg 24,1897,130. Typ Taf. 16,13 (k. Öse).

Itöm.-Germ. Forschimgen 20. 12 89


A 14 9 — 18j

149. S c h w a n e fe ld , K r. Neuhaldensleben, Prov. Sachsen. Nachweis W . A . v. Brunn. Priv.-Bes. Typ Taf. 16, 5 (liegende
Speichen).
150. S in fa lv a (Cornesti), K om . Torda Aranyos (Jud. Turda), Siebenbürgen, Hort. M. Roska, Die Vorgeschichte des
Seklerlandes in Festschr. zum öOjähr. Jubil. d. Sekler-Nat. Mus. (1929) 46 Abb. 54; 2 Räder, gestielt. Typ Taf. 16,2.
Vgl. J. Nestor, 22. Ber. R G K . 1932, 137 Anm. 546.
151. S iö a g ä r d , K om . Tolna, Westungam, Hort. Fr. Holste, Hortfunde Südosteuropas (1951) Taf. 43, 28. Typ Taf. 16,1.
152. S it t e n , K t. Wallis, Südschweiz, Grab. Anz. f. Schweiz. Altkde. 3, 1870 Taf. 13, 9. Typ Taf. 16,1.
153. S k a n d a u , K r. Gerdauen, Ostpreußen, H ort. C. Engel, Vorgeschichte der altpreußischen Stämme (1935) Taf. 104d.
Typ Taf. 16, 5. Identisch m. Domnicksruh ? S. d. S. E 29.
154. S o p r o n N y e k , K om . Sopron, Westungarn, geschloss. Fund ? J. Hampel, Bronzkor 3 Taf. 194, 2— 4. Typ Taf. 16, 3,
Treffpunkt gebuckelt, i. d. Längsachse Stielfortsatz.
155. S p ä ln a c a (Ispänlaka), Jud. Alba, Westrumänien, Hort. Nachweis Fr. Holste. Mus. Aiud. Typ Taf. 16, 6, ferner
Rad m. prof. Felge u. konkav-konvexen Speichen. S. B 61, H 215.
156. S p e z z a n o C a la b r o (Cosenza), Kalabrien, Fondo S. Lorenzo, Grab. Not. Scav. 1902, 35 Abb. 6. Typ Taf. 16, 3.
157. S t a r n b e r g , Ldkr. Starnberg, Oberbayern. Angeblich aus Grabhügeln der Umgebung nach frdl. Mitt. Prof. Dr.
P. Reinecke. 4. K atalog d. Bayer. Nat.Mus. (1892) Taf. 4, 14 (hier Angerholz bei Stockdorf). 2 Räder. Typ Taf. 16,13.
157a. S t e in t h a lle b e n , K r. Sonderhausen, Hort. Nachweis W . A . v. Brunn. Typ Taf. 16,6.
158. S t it a r y bei Hostoun (Hostau), Bez. Horsovsky Tyn (Bischofteinitz), Böhmen, Grabhügel. J. Schränil a. a. 0 .
128. Form n. angegeben.
159. S t r a u b in g , Ldkr. Straubing, Niederbayern, „im Königreich“ , Grab. Mus. Straubing 2566. Typ Taf. 16,10, jedoch
Achsenkreuz, 1 senkr. u. 2 divergierende Speichen. S. auch B 63, C 37, Gf 5.
160. S v ä r e c bei Blovice, Bez. Plzeh (Pilsen), Böhmen, Grabhügel 10. Nachweis Fr. Holste. Mus. Plzen. Typ Taf. 16, 5.
161. ' S y r a k u s (Siracusa), Sizilien, Fusco, Gräber. Not. Scavi 1895, 140 Abb. 19. T yp Taf. 16,6.
162. T a lin e , Bez. Rogatica (Glasinac), Bosnien, Gräber. Mitt. d. Anthr. Ges. Wien 19, 1889, 37 Abb. 35. 39 Abb. 50.
Typen Taf. 16, 3. 14.
163. T a r n o b r z e g , Polen. T. Sulimirski, Bronzy malopolski srodkowej (1929) Taf. 4, 4. Typ Taf. 16,15 (Öse).
164. T a s o v c iö i , Bez. Mostar, Bosnien. Hügelgrab. Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzegowina 11, 1909 Taf. 18,9.
Typ Taf. 16, 6, jedoch 6 Felgen.
165. T e m e s -N a g y fa lu , Bez. Temesvar, Banat, Hort. Mus. Vräac (Wersehetz). Nachweis J. Werner. Typ Taf. 16,1.
166. T e r n i (Perugi^), Umbrien, Gräber. Bull. Paletn. Ital. 35,1910,127 Abb. 18. 4 Sp., Z apfenö., Mittelring. — G. Eroli,
Oggetti antichi scavati in Terni dal 1880 al 1885 (1886) 15 Taf. Abb. 30. Typ Taf. 16, 5 (liegende Speichen).
167. T e s a n j, Bez.Tesanj, Bosnien, Gräber. Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzegowina 11,1909, 63 Abb. 15. TypTaf.16,3.
168. T o le n t i n o (Macerata), Marche. Fundumst. ? O. Montelius, Civ. prim. Taf. 157, 6. Typ Taf. 16,11.
169. T o lf a (Roma), Coste del Marano, Hort. Bull. Paletn. Ital. 35, 1910 Taf. 9, 3 ; 10,1. 3. 7. Typen Taf. 16, 2. 5.11.19.
S. auch 1 55, K 92.
170. T o m a j, Küstenland, „Gradisce“ . Sitzungsber. d. Anthr. Ges. Wien 1905/6 (141) Abb. 2, 8a. Typ Taf. 16,3.
171. T o r r e G a lli (Catanzaro), Kalabrien, Grab 45. Mon. Ant. 31, 1926, 41 f. Abb. 26. Typ Taf. 16, 3.
172. T o r r e d e l M o r d illo (Cosenza), Kalabrien, Grab 12f. Not. Scavi 1888 Taf. 15,13 (4 Speichen, Mittelring, 4 Felgen). —
Grab 78: a. a. O. Taf. 19, 2 (Typ Taf. 16,17, jedoch 2 Felgen).
172a. T r is c h e lb e r g , Ldkr. Regensburg, Oberpfalz, Grab. Mus. Regensburg. Typ Taf. 16, 4.
173. U ffin g , Ldkr. Weilheim, Oberbayern, Hügel 1, Brandgrab. J. Naue a. a. O. 26. Typ Taf. 16,13 (keine Öse). —
Hügel 2, Brandgrab: a. a. O. 26. Typ Taf. 16,13. — S. auch H 233.
174. U io a r a d e S u s (Felsöujvär), Jud. Alba, Siebenbürgen, Hort. Fr. Holste, Hortfunde Südosteuropas (1951) Taf. 44,
32. Typ Taf. 16, 5. — Taf. 44, 1. 3— 4 Gürtelblech mit Rädern, Doppeläxten usw. S. F 30, H 234.
175. U n t e r h a c h in g , Ldkr. München, Oberbayern, Grab 98. Staatssmlg. München. Form fraglich. S. auch K 97.
176. U n te r h a u s e n , Kr. Reutlingen, Württemberg, Grabhügel. Mus. Tübingen. Typ Taf. 16,11.
177. U n t e r s ö c h e r in g , Ldkr. Weilheim, Oberbayern, Hügel 1, Brandgrab. 2 Räder. J. Naue a. a. O. 21 Taf. 23, 9.
Inv. zus.-geh. ? Verseh. Patina! Typ Taf. 16,11.
178. U p fla m ö r (Lautrieb), K r. Riedlingen, Württemberg, Grabhügel m. Brandgrab. G. Kraft a. a. 0 . 119 C 8 Taf. 31,4.
Typ Taf. 16, 5.
179. U r a c h , Kr. Urach, Württemberg, Fundumst, unbek. Nachweis Fr. Holste. Mus. Stuttgart A 3165. Typ Taf. 16, 6.
180. V a lla m a n d , Murtner See, K t. Waadt, Westschweiz, Pfahlbau. R . Munro a. a. O. Abb. 8,1 0. Typ Taf. 16,14
(Öse). S. auch C 41, H 238.
181. V e le m S t. V id , K om . Vas, Westungam, Siedlung. K . v . Miske, Die prähist. Ansiedlung von Velem St. Vid (1907)
Taf. 32, 37 = J. Hampel, Bronzkor 3 Taf. 238, 52 (gestielter Anh. Typ Taf. 16, 2). K . v. Miske a. a. O. Taf. 22, 2
(Typ Taf. 16, 3). S. auch B 72, D 52, F 29, H 240, K 99.
182. V e lik i M o s u n j, Bosnien, Hort. Nachweis W . Kimmig. Mus. Serajevo. T y p T a f.1 6 ,3 .
183. V e lk ä D o b r ä bei Unhost, Bez. Smiehov, Böhmen, Grabhügel. H. Richly, Die Bronzezeit in Böhmen (1894)
Taf. 51, 8. J . Schränil a. a. O. Taf. 33, 28. Typ Taf. 16, 3, Treffpunkt d. Speichen durchlocht.
184. V e n a t , Gemde, Saint Yrieux, Dep. Charente, H ort. Bull. Soc. Arch. et Hist, de la Charente 1894 Abb. 257. Frgm.
eines breitfelgigen Rades, 4 Speichen. S. E 30, Qc 6.
185. V e r n a is o n , Dep. Rhone, Hort. E. Chantre, Age du bronze 1 (1875) 191 Abb. 148. Typ Taf. 16, 9 (Öse).

90
A 186— B i j

186. V e t u lo n ia (Grosseto), Toscana, Cire. d. Acquastrini. I. Falchi, Vetulonia (1891) Taf. 17, 36. T yp Taf. 16, 7 (noch
vier halbe Diagonalspeichen). — Ulivastri. O. Montelius, Civ. prim. Taf. 195,10 (Typ wie oben). — Pelliccie 2.
l . Falchi a. a. O. Taf. 15, 35 = O. Montelius a. a. O. Taf. 196, 7 (Typ wie oben). — Duce. I. Falchi a. a. O. Taf. 9, 4 =
O. Montelius a. a. O. Taf. 184, 6 (Sonderform). — Tridente, Grab 2. Not. Scavi 1908, 424 Abb. 2. T yp Taf. 16,19. —
S. auch H 248,1 69, J 53.
187. V i l i , Verw.Bez. Innsbruck, Tirol, Heiligtum (? ). H . Miltner, Die Illyrersiedlung von Vill (1944) Abb. 11. Typ
Taf. 16, 4.
188. V ö ls , Verw.Bez. Innsbruck, Tirol, Grab ? K . H . Wagner a. a. 0 . 118 Taf. 25, 16. Typ Taf. 16, 6.
189. V o l t e r r a (Pisa), Toscana, Grab. O. Montelius, Civ. prim. Taf. 171, 15. 12, davon 4 durehlfde. Speichen, Mittelring,
k. Öse. S. H 255.
190. V r h a v e c , Bez. Mies, Böhmen, Grabhügel 1, Grab 1— 2. Mus. Plzen (Pilsen). Nachweis Fr. Holste. T yp Taf. 16, 4
(Öse).
191. W a iz e n h o fe n , Ldkr. Hilpoltstein, Mittelfranken, Grabhügel 2. Prähist. Bl. 5, 1893, 51 Taf. 6, 14— 19. Typ
Taf. 16, 5, 2 Räder.
192. W e fe n s le b e n , K r. Haldensleben, Prov. Sachsen, Hort. Nachweis W . A. v. Brunn, Ehern. Mark. Mus. Berlin.
Typ Taf. 16, 6.
193. W ild e n r o t h , Ldkr. Fürstenfeldbruck, Oberbayem. „I m Mühlhart“ . Hügel 25, Skelettgrab. Prähist. Bl. 8, 1896,
7f. Taf. 1, 6. Typ Taf. 16,11, 2 Räder. Grabinv. kaum gesichert.
194. W ilt e n , Verw.Bez. Innsbruck, Tirol, Grab 86. K . H . Wagner, Nordtiroler Urnenfelder (1943) 132 Taf. 34, 16. Zus.
m. Vogelanh., s. B 76, H 264. Typ Taf. 16,10.
195. W in n in g e n a. d. Mosel, K r. Koblenz, Rheinprov., Grab. Zeitschr. f. Ethn. 36, 1904, 603 Nr. 106 (hier als Rad­
n a d e ln ). Nachweis Fr. Holste. Mus. Wiesbaden. Typen Taf. 16,1. 7 (Öse). 14 (Öse). S. D 55.
196. W o ll is h o fe n , Züricher See, K t. Zürich, Pfahlbau. 9. Pfahlbauber. 1888 Taf. 7, 13. 14. 10 = R . Munro a. a. O.
Taf. 3, 18. Typen Taf. 16, 5.14. Ferner 12, davon 4 durchlaufende Speichen, Mittelring, keine Öse. S. auch C 45,
D 57, E 33, K 106.

B. Lanzettanhänger. j
Abkürzungen: G F = Grundform, Typen Taf. 16, 23. 24. 27. 28. 30. W =westalpine Weiterbildung,
Typen Taf. 16, 25—26. 31—32.1

1. A is lin g e n , Ldkr. Dillingen, Bayer. Schwaben, Kiesgrube. W ohl aus Grabhügel. Jahrb. d. Hist. Ver. Dillingen 4,
1891, lOf. Mus. Dillingen. GF, Ärmchen. Zusammen mit C I an einem halbkreisförm. Bleehgehänge.
2. A lfe d e n a (Aquila), Abruzzi, Gräber. Mon. ant. 10, 1901, 338 Abb. 96c. GF. S. auch H 4.
3. A o s t a (Torino), Piemont, Fundumst. ? O. Montelius, Civ. prim. Taf. 32, 2. W.
4. A p ä t d o m b , K om . Zala, Westungam, Siedlung. Arch. Ert. 29, 1909, 350 Abb. 7, 1— 2. GF, einmal Ärmchen.
5. A u v e r n ie r , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. V. Groß, Les Protohelvätes (1883) Taf. 14, 43 — Jahresber.
d. Schweiz. Ges. f. Urgesch. 4,1912, 78 Abb. 19,17. GF, keine Ärmchen, verz. V. Groß a. a. O. Taf. 23, 37 = Jahres­
ber. a. a. O. A bb. 19, 9. GF. V . Groß a. a. O. Taf. 23, 31 = Jahresber. a. a. O. Abb. 19, 5. W . V . Groß a. a. O.
Taf. 14, 11 = 12. Jahresber. a. a. O. Abb. 19, 11. 22. Taf. 16, 31. 32 W . S. auch A 7 ,C 2 ,D 1 ,E 1 , Ge 6, g 1.
6. B a b o t a , Siebenbürgen, „Erdgruben“ . Arch. Közlemenyek 7, 1868, 174 Abb. 118. C. Goss, Skizzen zur vor­
römischen Kulturgeschichte der mittleren Donaugegenden. Arch. d. Ver. f. Siebenbürgische Landeskde. 1876/77
Taf. 6, 2. GF. Ärmchen.
7. B 6 n ö v e n t -e n -C h a m p s a u r , D6p. Hautes Alpes, Hort. Lit. s. A 9. A . a. O. Taf. 11, 2 (W ); 12 (GF). S. D 2.
8. B e r lin - S p in d le r s f e ld , H ort. Marburger Studien (1938) Taf. 82, 21. 32. GF. S. A 10 u. C 7.
9. Z w is c h e n B in g u la u. D iv o s , Syrmien, H ort. Fr. Holste, Hortfunde Südosteuropas (1951) Taf. 11, 26. GF.
S. auch A 12, F 3, H 12.
10. B o r s ic e (Borsehitz), Bez. Uherske Hradiäte (Ung. Hradischt), Mähren, Hort. Nat. Hist. Mus. Wien. GF.
11. C a ra n s e b e s , ehern. K om . Rrassö-Szöreny, Hort. Fr. Holste, Hortfunde Südosteurops (1951) Taf. 18, 7. GF,
Ärmchen. S. A 22, D 8a.
12. C h e v r o u x , Neuenburger See, K t. Waadt, Pfahlbau. Album Lausanne (1896) Taf. 30, 23. GF. S. auch A 27, E 3.
13. C o n c is e , Neuenburger See, K t. Waadt, Pfahlbau. Antiqua 1886 Taf. 11,14 = R . Munro, Les stations lacustres
(1908) Taf. 11, 9. W . S. auch A 33, D 9.
14. C o r e eie t t e s , Neuenburger See, K t. Waadt, Pfahlbau. 7. Pfahlbauber. (1876) Taf. 5, 11. W . Antiquites Lacustres
(Album Lausanne) (1896) Taf. 30, 18. W . S. auch A 34, C 12, D 10, E 5, H 39, K 14. Taf. 16, 25. 26.
15. C s a b -R e n d e k , K om . Zala, Westungarn, Fundumst.? Arch. Ert. 4,1884,231 Abb. D 6. 7. GF, 1 St. Ärmchen.
16. C z a la n k e r t, Westungarn. Nachweis Fr. Holste. Mus. Ödenburg.
17. D o la n y , Bez. Olomouc (Olmütz), Mähren, Hort. J. Schränil, Die Vorgeschichte Böhmens und Mährens (1928) T a f
41, 37. GF, Ärmchen. S. H 46.

12* 91
B i8 ~ j2

18. E g g e n b u r g , Verw.Bez. Horn, Niederöat., Fundumst.? E. v. Sacken, Über Ansiedlungen und Funde aus heid­
nischer Zeit (1873) Taf. 2, 49. GF.
19. E n g e ls c h a lk in g , Ldkr. München, Brandgrab. Fragment. GF. Staatssammlung München.
19a. E s c h e n z , Bodensee, K t. Thurgau, Pfahlbau. Mus. Frauenfeld. Nachw. VI. Milojcic. GF/YV. S. auch D 12a, E 7b.
20. G a n n a c k e r , Ldkr. Straubing, Niederbayern, Grab. Jahresber. d. Hist. Ver. Straubing 40, 1937, 11. GF, doppelte
Ärmchen. S. G f2.
21. G e m e in le b a r n , Verw.Bez. St. Pölten, Niederöst., Nekropole A, Grab 3. J. Szombathy, Flachgräber von Gemein-
lebam (1929) Taf. 16, 5 GF. S. auch A 60, F 7.
G r o ß -S c h e n k s. N agy Sink.
G ro ß T s c h e r n o s e k s. Velkö Zernoseky.
22. H a u t e r iv e , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. V. Groß a. a. 0 . Taf. 18, 48. GF/W . S. auch D 24, E 15,
Gg 7, U 94.
23. H r u b c ie e , Bez. Prostejov (Proßnitz), Mähren, Grab. Pravek 4,1908,100. A. Gottwald, Müj archeologicky vyzkum
(1931) Taf. 7, 9. GF, Ärmchen. S. auch F 9, K 38.
24. H u lin (Hullein), Bez. Kremsier, Mähren, Hort. Nachweis Fr. Holste. Mus. Olomouc (Olmütz). GF.
25. I n t r o b b i o (Como), Grab. Bull. Paletn. Ital. 12, 1886 Taf. 11, 40. GF, zweif. Ärmchen.
I s p ä n la k a s. Spalnäca.
K a r ä n s e b o s s. Caransebef.
26. K e r , K om . Somogy, Westungarn, Hort. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 118, 16. GF. Ärmchen, verz.
27. K r i v o k l ä t , Bez. Puehöv, Slowakei, H ort (? ). B. Varsik, Slovenske Dejiny 1,1 (1947): Slovensko v pravfeku
Taf. 21, 9. GF, Ärmchen. S. H 109.
28. L a r n a u d , Dep. Jura, Hort. E. Chantre, Age du bronze 1 (1875) Taf. 45, 5 (W). 6 = Congres Prehist. de France 9,
1913 Taf. 5, 30 (W ). S. A 85, D 30, Gf 3, H 114.
29. L ä z ä r p a t a k , K om . Bereg, Nordostungarn, Hort. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 109, 32—34. GF.
30. L e s E a u x V iv e s , Genfer See, K t. Geneve, Pfahlbau. R . Munro a. a. O. Taf. 12, 11. W . S. auch D 31, E 21.
31. L ö h n in g e n , K t. Schaffhausen, Grab. Jahresber. d. Schweiz. Ges. f. Urgesch. 32, 1940/41, 211 Abb. 58d— g. 59.
W /G F. Taf. 16,28.
32. L y s ic e (Lissitz), Bez. Boskovice, Mähren, Grab. Zeitschr. f. d. Gesch. Mährens u. Schlesiens 32, 77ff. Abb. 2, 4.
GF, Ärmchen.
33. M a lä B ö lä b. Bakov a. d. Iser, Bez. Mnichovo Hradiste (Münchengrätz), Nordostböhmen, Grab. Pamätky Arch. 41,
1936/38, 26 Abfi. 12, 17. GF, Ärmchen. S. auch K 55.
34. M a ls c h , K r. Karlsruhe, Einzelfund. Moorpatina. Bad Fundber. 17,1941/47, 283 Taf. 68 A 4. GF, verz. Taf. 16,24.
35. M a r k o w a c , Banat, H ort. Fr. Holste, Hortfunde Südosteuropas (1951) Taf. 21, 24. GF, Ärmchen.
36. M e d v e d z ie (Medvedze), Bez. Orava (Ärva), Slowakei, Hort. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 40. GF, keine Ärmchen.
S. H 132.
37. M ix n it z , Verw. Bez. Bruck a. d. Mur, Steiermark, Drachenhöhle. Das Joanneum 2, 5 Taf. 3, 10. GF. Taf. 16, 30.
38. M o n t lin g e r B e r g , K t. St. Gallen, Siedlung. Postkarte. GF, Ärmchen. S. auch A 105, C 29, D 35.
39. M ü h la u , Verw.Bez. Innsbruck, Grab. K . H. Wagner, Nordtiroler Urnenfelder (1943) 89 Taf. 12, 14. GF, Ärmchen.
S. auch A 107, U 139, K 61.
40. M u 2 k y, Bez. Mnichovo Hradiste, Flur Dräbskö svetnicky, Fundumst.? J. Filip, Dejinne Pocätky Ceskeho Raje
(1947) Taf. 36, 7. GF, Ärmchen.
4L N a g y -S in k (Groß Schenk), Kom . Küküllö, H ort. Nachweis P. Reinecke. GF. S. H 143.
42. N e u ffe n , K r. Nürtingen, Württemberg, Hort. A. Rieth, Vorgeschichte der Schwäbischen Alb (1938) 79 Abb. 30.
Kettengehänge, s. auch C 30. GF, 3mal mit Ärmchen, lm al mit Ringen.
43. O n n e n s, Neuenburger See, K r. Waadt, Pfahlbau. Antiquitas Lacustres (Album Lausanne) (1896) Taf. 30, 21. W .
S. auch C 31, D 39, E 27.
44. P f ä f f i k o n , Pfäffiker See, K t. Zürich, Pfahlbau. 3. Pfahlbauber. 1860 Taf. 6, 11. GF, Ringarme wie Nr. 42,
Innenzeichnung wie Nr. 34.
45. P o p u lo n ia bei Piombino (Livorno), Toscana, Grab. Bull. Paletn. Ital. 42, 1915, 107f. Abb. A /B u. Taf. 3, 2. GF,
Sonderform. S. auch H 166,1 36, J 39.
46. P f e s t a v lk y , Bez. P ferov, Mähren, Hort. Jahrb. f. Altkde. 1, 1907 Taf. 4, 13. GF.
47. P r ic a r -L u S a n s k a , Bez. Slov. Brod, Slawonien, Fundumst. ? Nachweis W . Kimmig. Mus. Zagreb. GF, Ärmchen.
S. auch D 41, F 20.
48. P u c h ö , Bez. Trencin, Slowakei, Hort. Arch. Ert. 24, 1904,207 Abb. 7,19. GF, durchbrochener Griff, an einem
achtsp. Rad ohne Mittelring, s. A 130.
49. P u y -d T s s o lu d , Saint-Denis-prös Märtel, Döp. Lot, Siedlung. Bull. Soc. Pr6hist. Fran 9. 1932,594 Abb. 1 unten. W.
50. R a d e b u r g , Kr. Großenhain, Sachsen, Grab. W . Grünberg, Die Grabfunde der jüngeren und jüngsten Bronzezeit
ira Gau Sachsen (1943) Taf. 37, 14. GF.
51. R e ä lo n , D6p. Hautes-Alpes, Hort. Lit. wie A 8 Taf. 26; 27; 28 (bis zu 17,7 Länge, durchbrochener Griff, W).
Auch Bull. Soc. Prehist. Fran 9. 1933, 302 Abb. 4.
52. R e t t e n w a n d h ö h le , Murtal, Bez. Bruck a. d. Mur, Steiermark, Höhlenfunde. Nachweis H . Müller-Karpe. Mus.
Kapfenberg. GF.

92
B J 3 -C 9

53. S a in t D e n is -H o r s , D6p. Indrc-et-Loire, Hort. L. Dubrcuil-Chambardel, La Touraine prehistorique (1923) 55


Abb. 24. GF. S. auch D 47.
54. S a in t J e a n bei Macon, D6p. Saöne-et-Loire, Einzelfund. Bull. Soc. Prehist. Fran?. 1917, 192 Abb. 52. GF.
55. SalaS bei Velehrad, Mähren, Hort. Mitt. d. Zentralkomm. 1905, 492 Abb. 100. Casopis Brünn 5, 1905, 191. GF,
Ärmchen. S. auch H 190.
56. S a le r n o , Kampanien, Fundumst. ? Ipek 1939/40, 68 Abb. 17. GF. An Vogelwagen. S. H 191.
57. St. K a t h a r e in (Katefinku), Bez. Troppau, Mähren, Hort. Sudeta 6, 1930, 37ff. Abb. 3. 5 (GF, Ärmchen). Abb. 2
(GF, zweifache Ärmchen). S. auch Gf 4, H 195.
58. S a z o v ic e , Bez. Zlin, Hort. S. A 146, C 36, F 22. A . a. O. Taf. 18, 26. GF, Ärmchen.
59. S is t r a n s , Verw.Bez. Innsbruck, Tirol, Grab. K . H . Wagner a. a. O. 105 Taf. 1, 13. GF, Ärmchen.
60. S k a lle r u p , Ksp. U dby, A m t Prästö, Seeland, Grab. Lit. E. Sprockhoff, Zur Handelsgeschichte der germanischen
Bronzezeit (1930) 124ff. GF. S. auch H 205.
61. S p ä ln a c a , K om . Alsö-Fejbr, Hort. J. Hampel, Bronzkor 2 Taf. 146, 20; 149, 21. GF, Ärmchen. S. auch A 155,
H 215.
62. S t o c k h e im , Ldkr. Gunzenhausen, Mittel franken, Hort. Prähist. Bl. 15, 1903 Taf. 2, 5. GF. S. auch H 220.
63. S t r a u b in g , Ldkr. Straubing, „im Königreich“ , Grab 3. Jahresber. d. Hist. Ver. Straubing 42, 1939, 12 Taf. 1
oben. Bayer. Vorgeschichtsbl. 17, 1948 Taf. 14, 2. GF, zweifache Ärmchen. S. A 159, C 37, Gf 5. Taf. 16, 27.
64. S t r e l e c - H r d o n o v ic e bei Sobötka, Bez. Jicin, Nordböhmen, H ort. J. Filip, Döjinne Pocätky Ceskeho Raje (1947)
Taf. 31. GF, Ärmchen. S. H 222.
65. S v ij ä n y , Bez. Turnov, Nordböhmen, Hort. H. Richly, Die Bronzezeit in Böhmen (1894) Taf. 38, 2. GF, Sonder­
form. S. auch H 224.
66. S v ilo s , Bez. Ilok a. d. Donau, Syrmien, Hort. N. Aberg, Chronologie 5 (1935) 56 Abb. 99. GF.
67. S ü lb ö , Westungarn, Fundumst. unbekannt. Nachweis Fr. Holste. Mus. Esztergom (Gran a. d. Donau). GF,
Ärmchen.
68. S u s e n i, Jud. Mures, Westrumänien, Hort. Dacia 1, 1924, 361 Abb. 3. GF.
69. S z a r a z d , K om . Tolna, Westungarn, Hort. Fr. Holste, Hortfunde Südosteuropas (1951) Taf. 21, 41. GF, Ärmchen.
70. T h e il bei Billy, Dep. Loire-et-Cher, Siedlung? Materiaux 1875, 111 ff. Abb. 51. GF/W , graviert u. getrieben.
71. T i b o l d - D a r b e , Bükkgebirge, H ort ( ?). Arch. Frt. 46, 1932/33, 164ff., 213ff. Abb. GF.
71a. V e l a t i c e , Bez. Brno (Brünn), Gräber. Nachweis Fr. Holste. Mus. Brno. GF, zweifache Ärmchen ( ?).
72. V e le m St. V id , K om . Vas, Westungam, Siedlung. S. A 181, D 52, F 29, H 240, K 99. A. a. 0 . Taf. 32, 20— 23;
37,54— 55; 38 ,13. J. Hampel, Bronzkor 3 Taf. 235, 13; 238,45— 48. Hier „lelet“ (H ort ?). GF. K . v. Miske
a. a. 0 . Taf. 37, 56— 57. GF, Ärmchen.
73. V e lk e Z e r n o s e k y (Groß Tschernosek), Bez. Litomefice (Leitmeritz), Hort. Sudeta NF. 1, 1939/40 Taf. 21. GF.
S. H 242.
74. V e u x h a u lle s , D<§p. Cote d’or, Grab. Materiaux 1873 Taf. 20, 2. GF. S. Gf 6.
75. V e y n e s , Dbp. Hautes-Alpes, Hort. Matbriaux 1878, 188 Abb. 2, 3. GF, W .
76. W ilt e n , Verw.Bez. Innsbruck, Grab. K . H. Wagner a. a. 0 . 121 Taf. 27, 5. GF, Ärmchen. S. A 194, H 264.
77. Z ir l , Verw.Bez. Innsbruck, Grab. K . H. Wagner a. a. O. 144 Taf. 26, 15— 16. GF, Ärmchen.

C. Anthropomorphe Anhänger (Schwalbenschwanzform).1

1. A is lin g e n , Ldkr. Dillingen, Kiesgrube, wahrsch. aus Grabhügeln. Jahresber. d. Hist. Ver. Dillingen 49/50, 1936/38,
76f. Abb. 30— 33. S. auch B 1.
2. A u v e r n ie r , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. Antiqua 1888 Taf. 3, 3. V . Groß, Les Protohelvbtes
(1883) Taf. 23, 30. 33 (an Ösenrad mit 4 Speichen hängend, s. A 6) = 4. Jahresber. d. Schweiz. Ges. f. Urgesch. 1912,
76 Abb. 18, 14. 79 Abb. 20, 16 (Variante, durch Ärmchen anthropomorph). R . Munro, Les stations lacustres (1908)
Abb. 74, 7. Taf. 15, 6. S. auch A 7, B 5, D 1, E 1, Ge 6. g 1.
3. B a b o w , Kr. Kottbus, Brandenburg, Hort. H. Schaal, Vom Tauschhandel zum Welthandel (1931) Taf. 3, 2.
4. B e a u je u bei Gray, Dbp. Haute-Saone, Hort. Rev. Prbhist. 5, 1912,14ff. Taf. 3, 7.
5. B e b e n h a u s e n , K r. Tübingen, Grabhügel. Mus. Tübingen.
6. B e r a t z h a u s e n , Ldkr. Parsberg, Oberpfalz, Grabhügel. Staatssammlung München.
7. B e r lin - S p in d le r s f e ld , Hort. Marburger Studien (1938) Taf. 82, 27. S. A 10, B 8. Taf. 15, 7.
8. B o lo g n a , San Vitale, Grab 776. Nachweis Fr. Holste. Mus. Bologna. Kurze Fundzusammenstellung bei N. Aberg,
Chronologie 1 (1930) 170 Nr. 1 Abb. 486. 494. J. Sundwall, Die älteren italischen Fibeln (1943) 141 Abb. 205. Mem.
d. R . Accad. d. scienze d. Ist. di Bologna, Ser. 2, 5/7, 1923, 37 (P. Ducati). D. Randall Maclver, Villanovans and
Early Etruscans (1924) 13. S. auch A 14, H 16, I 4, J 5, K 4.
9. B r e c c ia (Como), Villa Rondineto, Grab. N ot. Seavi 1878,203ff. Taf. 12, 4. 6. = O. Montelius, Civ. prim. Taf. 47,17.

93
C 10 — 48

10. B r e tz e n h e im , K r. Mainz, Grab. A. u. h. V. 5 (1911) Abb. 699— 701. G. Behrens, Bodenurkunden aus Rheinhessen
(1927) 24 Abb. 123. Taf. 15, 5. S. Gg 3.
11. B u ch a u a. Federsee, K r. Riedlingen, Württemberg, Siedlung. H. Reinerth, Das Federseemoor als Siedlungsland
des Vorzeitmenschen (1929) Taf. 40, 1. Ders., Die Wasserburg Buchau (1928) Taf. 21, 1. S. auch K 8.
12. C o r c e le t t e s , Neuenburger See, K t. Waadt, Pfahlbau. Antiquites Lacustres, Album Lausanne (1896) Taf. 30, 37.
9. Pfahlbauber. 1888 Taf. 12, 18. S. auch A 34, B 14, D 10, E 5, H 39, K 14.
13. C o r t a illo d , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. 5. Pfahlbauber. 1863 Taf. 16, 19. F . Keller, The Lake
Dwellings (1878) Taf. 93, 3. S. auch A 36, D 11, E 6, Gh 1.
14. E ß lin g e n bei Solnhofen, Ldkr. Weißenburg, Mittelfranken, Hort. 53. Jahresber. d. Hist. Ver. f. Mittelfranken 1906,
94 ff. Taf. 2, 6. 7. Taf. 15,1.
15. E s te (Padova), St. Stefano Grab 236. Bull. Paletn. Ital. 38, 1913, 92ff. Taf. 3— 4 = R . M aclver, The Iron Age
in Italy (1927) Taf. 2, 1— 15. S. auch A 51, I I 57, 1 12, J 12, K 19.
16. F r a n k fu r t /M a in , Baggerfund. Germania 18, 1934, 145 Abb. 3. S. D 17.
17. F r e ih a u s e n , Ldkr. Beilngries, Oberpfalz, Grab. Staatssammlung München. S. G d l.
18. G a is h e im , Ldkr. Sulzbach, Oberpfalz, Beckerhölzl, Grabhügel. Abhandl. Naturhist. Ges. Nürnberg 20, 1913,
113 ff. Taf. 34. S. G d 2, H 65.
19. G r o ß e r H a fn e r , Züricher See, K t. Zürich, Pfahlbau. R . Munro a. a. O. Taf. 2, 27 = Antiqua 1883 Taf. 15f.
20. G u ö v a u x , Murtner See, K t. Freiburg, Pfahlbau. Antiquites Lacustres (Album Lausanne) (1896) Taf. 30, 25.
S. auch A 66, D 20, H 84
21. H a l ls t a t t , Verw.Bez. Gmunden, Grab 106. E. v. Sacken, Das Grabfeld von Hallstatt (1868) Taf. 12, 13 (s. G d 3 );
13, 1 (Grab 507). 8 (Grab 778); 15, 2 (Grab 577, hier u. a. auch ankerförm. Anhänger, welche auch an dem Eimer
Taf. 20, 2). L ’Anthropologie 5, 1894, 298 Abb. 112. — S. auch D 23, H 90, 1 16, J 19.
22. H a ltn a u , Bodensee, K r. Überlingen, Pfahlbau. E. v. Tröltsch, Die Pfahlbauten des Bodenseegebietes (1902) 177
Abb. 439— 440. Taf. 15, 4. S. auch A 68.
23. H o u b ir g , Ldkr. Hersbruck, Mittelfranken, Siedlung. Festschr. Nürnberg (1901) 47 Taf. 9, 6.
24. L e n g e n fe ld , Ldkr. Parsberg, Oberpfalz, Grabhügel. Verhandl. d. Hist. Ver. f. Oberpfalz u. Regensburg 54, 1902,
231 ff. Taf. 6, 1. 5 a— e.
25. M ä b e n b e r g , Ldkr. Schwabach, Mittelfranken, Hort. Jahresber. d. Hist. f. Mittelfranken 54, 1907, 116ff. Abb. 3.
Taf. 15, 3.
26. M e h r s t e tte n , Kr. Münsingen, Württemberg, Hügelgrab, Skelett. Fundber. aus Schwaben NF. 8, 1935, 58f. Taf. 9.
27. M e id e ls t e t t e if, K r. Münsingen, Hügelgrab. Mus. Tübingen. S. D 34.
28. M in t r a c h in g , Ldkr. Regensburg, Hort. Germania 18, 1934 Taf. 32, 1. S. G e 2.
29. M o n t lin g e r B e r g , K t. St. Gallen, Siedlung. V. Geßner, Die geometrische Ornamentik des spätbronzezeitlichen
Pfahlbaulareises der Schweiz (1946) 146 Anm. 294 = D 351 S. auch A 105, B 38.
30. N e u ffe n , K r. Nürtingen, Hort. S. B 42.
31. O n n e n s, Neuenburger See, K t. Waadt, Pfahlbau. Antiquites Lacustres (Album Lausanne) (1896) Taf. 30, 29.
S. auch B 43, D 39, E 27.
32. P e t e r in s e l, Bieler See, K t. Bern, Pfahlbau. 7. Pfahlbauber. 1876 Taf. 8, 3. F. Keller, The Lake Dwellings (1878)
Taf. 56, 3. S. G e 8, auch H 162.
33. P f e ffin g e n , Kr. Balingen, Württemberg, Hort. Korrespondenzbl. d. Deutsch. Ges. f. Anthr., Ethn. u. Urgesch.
21,1890, 52ff. Abb. S. 63. Nachträge Prähist. Bl. 11, 1899, 17 ff. Taf. 3, 1— 4.
34. P r a h a - X I V - P a n c r ä c , Grab. J. Böhm, Zäklady hallstattskö periody v Cechach (1937) 79 Abb. 32.
35. R o t t a u , Ldkr. Griesbach, Niederbayern, G rab? Bayer. Vorgeschichtsbl. 17, 1948 Taf. 17, 2. S .G e 3 . Taf. 15, 8.
36. S a z o v ic e , Bez. Zlin, Hort. S. A 146, B 58, F 22. A . a. O. Taf. 18, 21.
36a. S c h w a n e n b e k , K r. Saatzig, Hinterpommem, Hort. O. Kunkel, Pommersche Urgeschichte in Bildern (1931)
Taf. 40.
36b. S ta r e S e d lo , Bez. Milevsko, Böhmen, Hort. Obzor prehist. 14, 1950, 387f. Abb. 1, 20a. b. S. auch G e3a.
37. S t r a u b in g , Ldkr. Straubing, ,,im Königreich“ Grab 10. Jahresber. d. Hist. Ver. Straubing 42, 1939, 13 Taf. 2
unten. S. auch A 159, B 63, G f 5.
38. T h a ilin g , Verw.Bez. Linz, Oberösterreich, Grabhügel. Mitt. Anthr. Ges. Wien 56, 1926, 351 A bb. 3.7 . S. Gd 6, H229.
39. U n t e r p a r k s t e t t e n , Ldkr. Straubing, Niederbayern, Grab. Jahresber. d. Hist. Ver. Straubing 30, 1927, 16 Abb. 1.
Bespr. d. Grabes durch Fr. Holste in Bayer. Vorgeschichtsbl. 13,1935, 4. 15 u. R . Eckes in Marburger Studien (1938)
44f. Taf. 20, 1. Taf. 15, 2. S. G e 4.
40. V a d e n a -P fa tte n b e iC a ld a ro (Kaltem), Tirol, Grab 112/13. Mon. ant. 38,1940,399f. A b b .79,4. S. auch H 236,J 49.
41. V a lla m a n d , Murtner See, K t. Waadt, Pfahlbau. V. Geßner a. a. O. 146 Anm. 294. S. auch A 180, H 238.
42. W a n g e n , K t. Bern, Grab. O. Tschumi, Vorgeschichte des Oberaargaues (1924) Taf. 3, 22.
43. W e in h e im -N ä c h s t e n b a c h , Kr. Weinheim a. d. Bergstraße, Baden, Hort. Bad. Fundber. 3, 1933, lff. Taf. 4, 55.
44. W e t z ik o n , K t. Zürich. V. Geßner a. a. O. 146 Anm. 294 nach Hist.-Biogr. Lex. d. Schweiz 7, 693 Abb. 8.
45. W o ll is h o fe n , Züricher See, K t. Zürich, Pfahlbau. R .M u n ro a .a . O. Taf. 3, 29. 30. S. auch A196, D 57, E 33, K106.
46. W o llm e s h e im , Kr. Landau, Pfalz, Grab. F. Sprater, Urgeschichte der Pfalz2 (1928) Abb. 99.
47. Z u g -S u m p f, K t. Zug. V. Geßner a. a. O. 146 Anm. 294: Gußform für 3 Anhänger in Menschenform und einen
vierten in etwas veränderter Art. Mus. Zug. S. auch D 59.
48. O h n e F u n d o r t : Festschr. Mainz (1927) 103 A bb. 21. S. G d7.

94
D 1 — 37

D. Dreieckanhänger.
Skandinavische Dreieckanhänger sind nicht berücksichtigt. — Dreieckanhänger an Halbmondfibeln 8. ft. Beltz, Zeitschr.
f. Ethn. 45, 1913, 847 ff.

1. A u v e r n ie r , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. 7. Pfahlbauber. 1876 Taf. 9, 39. Antiqua 1886 Taf. 11, 11.
E. Chantre, Age du bronze 1 (1875) 184 Abb. 131. V. Groß, Les Protohelvetes (1883) Taf. 23, 33. 4. Jahresber. d.
Schweiz. Ges. f. Urgesch. 1912, 78 Abb. 19. 19. F. Keller, The Lake Dwellings (1878) Taf. 59, 17; 94, 3. S. auch
A 7, B 5, C 2, E 1, G e 6. g 1.
2. B 6 n ä v e n t-e n -C h a m p s a u r , Dep. Hautes Alpes, Hort. S. A 9, B 7. A. a. O. Taf. 11, 3—6.
3. B la t n ic z a , K om . Turöcz, Slowakei, Hort ( ?). S. Gallus u. T. Horväth, Un peuple cavalier prdscythique en Hongrie
(1939) Taf. 29. S. auch G g 2.
4. B lö d e s h e im , Kr. Worms, Rheinhessen, Hort. G. Behrens, Bodenurkunden aus Rheinhessen (1927) Abb. 112, 13.
5. B o r o n ö w , Bez. Lubliniec, Polen, Grab. Wiadomosci Arch. 11, 1932 Taf. 5, 6.
6. B u d iä ic b. Krupanj, Nordwestserbien, Hort. Fr. Holste, Hortfunde Südosteuropas (1951) Taf. 20, 34.
7. B y c i sk ä la bei Adamov, Mähren, Grab. Nachweis Fr. Holste. Mus. Brno (Brünn). S. auch K 9.
8. C a llie s , Kr. Dramburg, Hort. Arch. f. Anthr. 15, 1885 Suppl.-Bd. lf f . Taf. 13, 6.
8a. C a ra n s e b e s , ehern. K om . Krassö-Szöreny, Hort. S. A 22, B 11. A. a. 0 . Taf. 18, 13.
8b. C h a v a g n a c bei Terrasson, Dep. Dordogne, Fundumst. ? Lit. s. A 9 Taf. 34, 18.
9. C o n c is e , Neuenburger See, K t. Waadt, Pfahlbau. Antiqua 1890 Taf. 7, 5. R . Munro a. a. 0 . Taf. 11, 13. L ’Anthro­
pologie 5, 1894, 298 Abb. 111. J. Heierli, Urgeschichte der Schweiz (1901) Abb. 250. S. auch A 33, B 13.
10. C o r c e le t t e s , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. 3. Pfahlbauber. 1860 Taf. 7, 17. 9. Pfahlbauber. 1888
Taf. 12, 21. S. auch A 34, B 14, C 12, E 5, H 39, K 14.
11. C o r t a illo d , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. 5. Pfahlbauber. 1863 Taf. 16, 20. F . Keller, a. a. 0 .
Taf. 93, 1. Taf 15,11. S. auch A 36, C 13, E 6, G h 1.
12. D e r z ö w , Kr. Zydaczow, Hort. Przegl%d Arch. 8, 1949 Taf. 57, 12.
12a. E s c h e n z , Bodensee, K t. Thurgau, Pfahlbau. Mus. Frauenfeld. Naehw. VI. Milojcid. S. auch B 19a, E 7b.
13. E s t a v a y e r , Neuenburger See, K t. Freiburg, Pfahlbau. V. Groß a. a. 0 . Taf. 23, 26. 27. R . Munro a. a. O. Abb. 6,
10. S. auch A 50, H 56, J 11.
14. F a c im ie c h , Bez. Krakov, Grab. Z. Durczewki, Grupa Görnoslasko-malopolska Kultury Luzyckiej w Polske
(1948) Taf. 98, 14. S. auch A 52.
15. F a v a r g e t t e s , K t. Neuenburg, Hügelgrab. Materiaux 1869 Taf. 12, 5.
16. (L a )F e r te H a u t e r iv e , Gemde. Plaine Echerolles, Dep. Allier, Hort. Materiaux 1878, 225 Abb. 142. S. E 8.
17. F r a n k fu r t a. M a in , Baggerfund. Germania 18, 1934, 145 Abb. 3. S. C 16.
18. G rä s in e , Lac du Bourget, Dep. Savoie, Pfahlbau. E. Chantre a. a. 0 . Taf. 64, 21. S. auch E 12, K 29.
19. G r o ß E n g s t in g e n , Kr. Reutlingen, Württemberg, Grabhügel. A . Rieth, Vorgeschichte der Schwäbischen Alb
(1938) 109 Abb. 46, 10.
20. G u ö v e a u x , Murtner See, K t. Freiburg, Pfahlbau. Antiquites Lacustres (Album Lausanne) (1896) Taf. 30, 20.
26. 28. S. auch A 66, C 20. H 84.
21. H a g n a u , Bodensee, K r. Überlingen, Pfahlbau. Mus. Tübingen. S. auch E 13, H 88.
22. H a ilt in g e n , Kr. Riedlingen, Württemberg, Grabhügel. Nachweis H. Zürn.
23. H a l ls t a t t , Verw.Bez. Gmunden, Grab 577. E . v. Sacken, Das Grabfeld von Hallstatt (1868) Taf. 15, 2. S. auch
C 21, G d 3, H 9 0 ,1 16, J 19.
24. H a u t e r iv e , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. V. Groß a. a. 0 . Taf. 18 ,39.50 . S. auch B 22, E 15,
G g 7, H 94.
25. H r ä d e n in , Bez. Kolin, Nordostböhmen, Grab. Fr. Dvorak, Wagenbestattungen der älteren Eisenzeit in Böhmen
(1938) 16 Abb. 13, 2. S. auch H 99.
26. H u n d e r s in g e n , K r. Riedlingen, Württemberg, Grabhügel. Nachweis H. Zürn.
27. I m m e n s ta a d , Bodensee, Kr. Überlingen, Pfahlbau. Fundber. aus Schwaben 3, 1895, 2 Abb. 3. S. auch A 75.
28. K is - K ö s z e g , K om . Baranya, Westungarn, Gräber. Wiener Prähist. Zeitschr. 4, 1917, 41 Abb. 9. S. Gallus u.
T. Horväth a. a. 0 . Taf. 7, 7— 10. S. auch A 79, F 10, H 104, K 40. Taf. 15, 9.10.12.
29. K w a c z la , Kr. Chrzanow, Bez. Krakow, Gräber. Wiadomosci Arch. 13, 1935 Taf.'36, 2— 4.
30. L a r n a u d , Dep. Jura, H ort. E. Chantre a. a. O. Taf. 45, 4. Congrfes Prehist. de France 9, 1913 Taf. 5,1 2. 20. 23. 26.
G. u. A . Mortillet, La musee prehist.2 (1903) Abb. 1140. 1141. S. A 85, B 2 8 ,G f 3 ,H 114.
31. L e s E a u x V iv e s , Genfer See, K t. Genöve, Pfahlbau. E. Chantre a. a. O. Taf. 78, 5. 11. R . Munro a. a. 0 . Taf. 12 ,
14.15. S. auch B 30, E 21.
32. L o r z e n d o r f, Kr. Namslau, Niederschlesien, Hort. Schles. Vorz. 7, 1896, 197 Abb. 4— 9.
33. M ä je a n , Gemde. Saint Chäly-du-Tarn, D6p. Lozöre, Hort. Materiaux 1875, 363 Abb. 114.
34. M e id e ls t e t t e n , K r. Münsingen, Württemberg, Grabhügel. A. Rieth a. a. 0 . 109 Abb. 46, 7. S. C 27.
35. M o n t lin g e r B e r g , K t. St. Gallen, Siedlung. S. A 105, B 38, C 29.
36. M o r in g e n , Bieler See, K t. Bern, Pfahlbau. Th. Ischer, Die Pfahlbauten des Bieler Sees (1928) Taf. 14, 12. S. auch
A 105 a, G g 9 , H 138, K 60.
37. N id a u -S t e in b e r g , Bieler See, K t. Bern, Pfahlbau. F. Keller a. a. 0 . Taf. 35, 9. S. auch A 110, E 24.

95
D 38— E yb

38. O b e r -V in t l, Verw.Bez. Bruneck, Tirol, Hort. Nachweis H. Müller-Karpe. Mus. Innsbruck. M. Much. Kunst­
historischer Atlas 157 Taf. 69, 7.
39. O n n e n s, Neuenburger See, K t. Waadt, Pfahlbau. Antiquites Lacustres (Album Lausanne) (1896) Taf. 30, 19.
34— 35. 38. S. auch B 43, C 31, E 27. Taf. 15,14.
40. P ia s e k , Bez. Lubliniec, Polen, Grab. Przgl^d Arch. 4, 1928,61 Abb. 37a— c.
41. P rica r-L u fca n sk a bei Slav. Brod, Slawonien, Hort. Nachweis W . Kimmig. Mus. Zagreb. B. B 47, F 20.
42. R d a lo n , D6p. Hautes-Alpes, Hort. E. Chantre a. a. O. Taf. 21, 4. 5. S. A 131, H 179 ( ?).
43. R i b ie r , Dep. Hautes Alpes, Hort. E. Chantre a. a. 0 . Taf. 26, 6. S. A 133.
44. R is s t is s e n , K r. Ehingen, Württemberg, Grabhügel. Nachweis H. Zürn.
45. S p u re oberhalb Postela, Steiermark, Hort. Nachweis H. Müller-Karpe. Mus. Maribor (Marburg).
46. S a in t D e n is , Dep. Seine, Fundumst. ? S. A 140.
47. S a in t -D e n is -H o r s , Dep. Indre-et-Loire, Hort. S. B 53. A. a. 0 .
48. S a n ta L u c ia bei Tolmino (Triest), Grab 1600. C. Marchesetti, Scavi nella necropoli di S. Lucia (1893) Taf. 11, 5. —
Grab 2667 a. a. O. Taf. 12, 2. An einf. Bogenfibeln mit glatten und gerippten Bügeln. S. auch A 144, O g 11,
U 198, I 46.
49. S t r e t t w e g , zwischen Knittelfeld und Judenburg, Steiermark, Grabhügel. W . Schmid, Der K ult wagen von
Strettweg (1934) Taf. 4, 4.
50. T h o n o n , Genfer See, Dep. Haute-Savoie, Pfahlbau. R . Munro a. a. 0 . Abb. 11, 9.
51. Ü b e r lin g e n , K r. Überlingen, Bodensee, Pfahlbau. G. Behrens, Bronzezeit Süddeutschlands (1916) Taf. 24, 12. 13.
52. V e le m St. V id , Kom . Vas, Siedlung. K . v. Miske, Die prähistorische Ansiedlung von Velem St. Vid (1907) Taf. 32,
24; 38, 17. S. auch A 181, B 72, F 29, H 240, K 99.
53. V illa n o v a bei Cittanuova, Istrien, Grab. Mitt. Anthr. Ges. Wien 24, 1894, 177 Abb. 213.
54. V illin g e n , Kr. Villingen, Baden, Grabhügel. E. Wagner, Fundstätten und Funde 1 (1908) 112 Abb. 74 p. S. H 251.
55. W in n in g e n , Kr. K oblenz, Grab. Nachweis Fr. Holste. Mus. Wiesbaden. S. A 195.
56. W it z w il, Neuenburger See, K t. Bern, Pfahlbau. 12. Pfahlbauber. 1930, 39 Abb. 12. O. Tschumi, Urgeschichte
der Schweiz (1926) Taf. 8.
57. W o ll is h o fe n , Züricher See, K t. Zürich, Pfahlbau. J. Heiorli, Der Pfahlbau Wollishofen (1886) Taf. 3. R . Munro
a. a. 0 . Taf. 3, 30. — Haumesser: Antiqua 1884 Taf. 7, 48. Taf. 15,13. S. auch A 196, C 45, E 33, K 106.
58. W ö r g l, Verw.Bez. Kufstein, Tirol, Grab. Germania 22, 1928, löOff. Taf. 30,14.
59. Z u g -S u m p f, Zuger See, K t. Zug. Zuger Neujahrsbl. 1928 Taf. 5. S. auch C 47.
60. F u n d o r t u n b e k a fln t: Ungarn. J. Hampel, Bronzkor 3, 157 Abb. 28. S. Q f7 .

E. Anhänger in Rasiermesserform und Scheibenanhänger.


A b k ü r z u n g e n : R = Rasiermesserform. Sch = Scheibenanhänger. Mst: Mittelstück.1

1. A u v e r n ie r , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. V. Groß, Les Protohelvötes (1883) Taf. 14, 42 (R ); 23, 33
(Sch). 35 (R). 39. 45 (Sch). — 4. Jahresber. d. Schweiz. Ges. f. Urgeseh. 1912, 76 Abb. 18, 1. 7. 10.12. 14. 17 (Sch);
78 Abb. 19, 14. 16 (R ). — R . Munro, Les stations lacustres (1908) Taf. 9. 24 (R). — 7. Pfahlbauber. 1876 Taf. 6, 9
(Sch.) 10 (R ); 8, 14. 15 (Sch). — F. Keller, The Lake Dwellings (1878) Taf. 53,1 (R ); 57, 3. 8 (Sch). — Matöriaux
1866, 174 Abb. 40 (R). — Taf. 15,15.16. S. auch A 7, B 5, C 2, D l , G e G .g l.
2. B le ib e s k o p f, Kr. Homburg v. d. H., Hessen, Ringwall. H. Müller-Karpe, Die Urnenfelderkultur im Hanauer
Land (1948) Taf. 50 B 21. R .
3. C h e v r o u x , Neuenburger See, K t. Waadt, Pfahlbau. Antiquites Lacustres (Album Lausanne) (1896) Taf. 30, 30. R.
S. auch A 27, B 12.
4. C h o u s s y , Dep. Loire-et-Cher, Hort. Rev. Prehist. de l’Est de la France 5, 1912, 97ff. Taf. 5, 73 (Sch). 74. 75 (R).
5. C o r c e le t t e s , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. Korrespondenzbl. d. Deutsch. Ges. f. Anthr., Ethn. u.
Urgeseh. 12, 1881 Taf. 3, 3 (R ). — Album Lausanne (1896) Taf. 30, 24 (R ). — J. Heierli, Urgeschichte der Schweiz
(1909) Abb. 249 (Sch). — S. auch A 34, B 14, C 12, D 10, H 39, K 14.
6. C o r t a illo d , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. 5. Pfahlbauber. 1863 Taf. 16, 21 (R ). — 7. Pfahlbauber.
1876 Taf. 9, 26 (R). — R . Munro a. a. O. Taf. 10, 10. 21 (R). — E. Chantre, Age du bronze (1875) 187 Abb. 138
(R). — F. Keller a. a. O. Taf. 59, 5 ; 92, 6— 8 (R ). S. auch A 36, C 13, D 11, G h 1.
7. D o m n ic k s r u h , K r. Heiligenbeil, Ostpreußen, Hort. W . Gaerte, Urgeschichte Ostpreußens (1929) Abb. 75 a. c
(Sch). Identisch mit Skandau, K r. Gerdauen ? S. d. S. auch A 43.
7a. E g e m o s e n , Am t Svendorg,Fünen, Hort. Danske Oldsager 4, H. C. Broholm, Yngre Bronzealder (1953) 51 A b b .416.
R . S. auch H 51.
7 b . E s c h e n z , Bodensee, K t. Thurgau, Pfahlbau. Mus. Frauenfeld. Nachw. VI. Müojciö. R . S. auch B 19a, D 12.

>6
E 8 - F io

8. (L a )F e r te H a u t e r iv e , Gemde. Plaine Echerolles ,Dep. Allier, Hort. Materiaux 1878, 228 Abb. 144. J. Dechelette'
Manuel 2, 1 (1924) 303 Abb. 117, 2. Mst. S. D 16.
9. F r a n k fu r t -H ö c h s t , wohl aus dem Main. Mainzer Zeitsehr. 35, 1940 Taf. 7 B. Sch, Mst.
10. F r o u a r d , Dep. Meurthe-et-Moselle, Hort. Jajhrb. d. Ges. f. Lotlir. Gesch. u. Altkde. 12, 1900, 409 Taf. 3. Mst,
Sch. Taf. 15,17.
11. G a m b a c h , Kr. Friedberg, Hessen, Hort. O. Kunkel, Oberhessens vorgeschichtliche Altertümer (1926) U l f . Sch.
12. G r e s in e , Lac du Bourget, Dep. Savoie, Pfahlbau. R . Munro a. a. O. Taf. 14, 3 (R). — A. u. G. Mortillet, Musee
prehist.2 (1903) Abb. 1138 (R). — E. Chantre a. a. O. Taf. 64, 19 (Sch). 20 (R). — S. auch D 18, K 29.
13. H a g n a u , Bodensee, Kr. Überlingen, Pfahlbau. Mus. Konstanz. Sch. S. auch D 21, H 88.
14. H a ls te r e n , Prov. Hertogenbosch, Niederlande, Fundumst. ? Mus. Leiden. R.
15. H a u t e r iv e , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. V. Groß a. a. O. Taf. 14, 38 = R . Munro a. a. O. Abb. 74,
16. R( ?). S. auch B 22, D 2 4 ,G g 7, H 94.
16. H e r m s d o r f, Kr. Friedeberg, Neumark, Hort. Mannus 17, 1925, 80 Abb. 7. R.
17. H o c h s t a d t , K r. Hanau, Hessen, Hort. Album d. Berliner Ausst. (1880) Sekt. 7 Taf. 1, 11. Mst. S. G c 3.
17a. H o m b u r g v. d. H., Hort. A. u. h. V. 5 (1911) Abb. 435 (R).
18. H o r a t h , Kr. Bemkastel, Rheinland, Hort. Trierer Zeitschr. 13, 1938, 39 Abb, 9. Sch. S. G c 4, H 98.
19. I h ln ic k e n , Kr. Fischhausen, Ostpreußen, Fundum st.? C. Engel, Vorgeschichte der altpreußischen Stämme
(1935) Taf. 102 d. Sch.
20. fL e S a u t, Lac du Bourget, K t. Savoie, Pfahlbau. E. Chantre a. a. O. Taf. 64, 22. Sch.
21. L e s E a u x V iv e s , Genfer See, Dep. Geneve, Pfahlbau. R . Munro a. a. O. Taf. 12, 8 (Sch). 17 (R). S. auch B30, D 31
22. M a n n h e im -F r e u d e n h e im , Fundumst.? Nachweis G. v. Merhart. Sch.
23. M a n so n , Gemde. Saint-Genes-Champanelle, Dep. Puy-de-Döme, Hort. Materiaux 1874 Taf. 5, 4. 8. R . Sch.
24. N id a u - S t e in b e r g , Bieler See, K t. Bern, Pfahlbau. F. Keller a. a. O. Taf. 36, 39. Sch. S. auch A 110, D 37.
25. O c k s t a d t , Kr. Friedberg, Hort. O. K unkela. a. O. U l f . A bb. 94, 12. 13. — Grab. H . Müller-Karpea. a .0 .5 7 . Sch.
26. O ffe n t h a l, Kr. Offenbach, Hessen, Fundumst. unbek. Germania 26, 1942, 207 Abb. 1. Gußform, Sch.
27. O n n e n s, Neuenburger See, K t. Waadt, Pfahlbau. V. Groß a. a. O. Taf. 16, 6 (? ). 7 (Sch). 8 (Mst). — R . Munro
a. a. O. 74, 1 (Sch). 3 (Mst). S. auch B 43, C 31, D 39.
28. ^ S a a r la u te r n (Saarlouis), Hort. Germania 26, 1942 Taf. 1,29. Sch.
29. S k a n d a u , Kr. Gerdauen, Ostpreußen, Hort. C. Engel a. a. O. Taf. 104 e. e. Identisch mit Domnicksruh? S. d.
S. A 153.
30. V e n a t , Gemde. Saint Yrieux, D6p. Charente, Hort. Bull. Soc. Arch. et Hist, de la Charente 1894 Abb. 226— 229
R u. Sch. S. A 184, G c7.
31. W a lle r fa n g e n (Vaudrevanges), Kr. Saarlautern (Saarlouis), Hort. F. Hettner, 111. Führer durch das Provinzialmus.
in Trier (1903) 118 Abb. 6. J. Deehelette 2, 1 (1924) 303 Abb. 117, 1. Mst, Sch.
32. W a lls t a d t , K r. Mannheim, Hort. Germania 19, 1935, 119 Taf. 7, 1. Sch.
33. W o llis h o fe n , Züricher See, K t. Zürich, Pfahlbau. J. Heierli, Der Pfahlbau Wollishofen (1886) Taf. 3, 24. R.
S. auch A 196, C 45, D 57, K 106.
Vgl. ferner die mährischen Anhänger:
34. D o m a m y s lic e , Bez. Prostöjov, Gräber. A. Gottwald, Müj archeologicky vyzkum (1931) Taf. 32, 12. 38. „R “ .
35. O b fa n y , Bez. Brno, Gräber. Nachweis Fr. Holste. Mus. Brno. „ R “ .
36. S t a fe c h o v ic e , Mähren, Gräber. A. Gottwald a. a. O. Abb. 73. „S ch “ .

E. Anhänger in Sanduhrform („Doppeltextanhänger“).1

1. B a n a ts k i K a r lo v a c (Karlsdorf), Banat, Hort. Fr. Holste, Hortfunde Südosteuropas (1951) Taf. 17, 11.
2. B ic ä c s P e ä r , Kom . Bihar, Westrumänien, Hort. Fr. Holste a. a. O. Taf. 49, 24.
3. Z w is c h e n B in g u la u n d D iv o ä , Syrmien, Hort. Fr. Holste a. a. O. Taf. 11, 25. S. A 12, B 9, H 12.
4. B o s z ö k , Kom . Baranya, Westungarn, Hort. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 100,20. Rückenöse.
4a. D ö v a , ehern. Kom . Hunyad, Hort. Nachweis W . Kimmig. Mus. Deva.
5. D r e s d e n -C o s c h ü t z , Heidenschanzo, Hort. Nachriehtenbl. f. Deutsche Vorz. 18, 1942 Taf. 54. S. auch G f 1.
6. F e ls ö -P o t s a g a , K om . Aranyos, Siebenbürgen, Hort. J. Hampel, Bronzkor 2 Taf. 165, 6— 8.
E e ls ö u jv & r s. Uioara de Sus.
7. G e m e in le b a r n , Verw.Bez. St. Pölten, Niederöst., Nekropole A Grab 3. S. A 60, B 21. A. a. O. Taf. 16, 7 {Taf. 16,
29). — Grab 1: a. a. O. Taf. 15, 2.
8. H a b a r t ic e , Böhmen, Grab. L. Pic, Starozitnosti zeme Ceske 1, 2 (1900) Taf. 9, 6—7.
9. H r u b ö ic e , Bez. Prostejov, Mähren, Grab. Nachweis Fr. Holste. Mus. Prostejov. Rückenöse. S. auch B 23, K 38.
10. K is - K ö s z e g , Kom . Baranya, Gräber. Wiener Prähist. Zeitschr. 4, 1917, 41 Abb. 9. S. Gallus u. T. Horväth,
Un peuple cavalier prescythique en Hongrie (1939) Taf. 7, 8 (? , s. D 28). S. auch A 79, H 104, K 40.

Köm.-Germ. Forschungen 20. 13 97


F i i — G c

11. L u k o v n a bei Kunetice, Bez. Pardubice, Nordostböhmen, Gräber. Pamätky Arch. 31, 1919, 138 Abb. 111.
12. M a r b u rg (Maribor) a. d. Drau, Steiermark, Gräber. Nachweis H. Müller-Karpe. Mus. Marburg. Form wie 13.
S. auch A 96.
13. M a r ia -R a s t , Steiermark, Grab 110. Nachweis H. Müller-Karpe. Form ähnlich 12.
14. M a ä k o v ic e , Bez. Litomerice (Leitmeritz), Nordböhmen, Hort. H. Richly, Die Bronzezeit in Böhmen (1894)
Taf. 20, 24.
15. M ö n ik , Bez. N ovy Bydfcov, Nordostböhmen, Gräber. L. Pic a. a. 0 . 2, 3 (1905) Taf. 19, 20.
16. M isc k e P u s z t a , K om . Bihar, Westrumänien, Hort. M. Roska, Thesaurus antiquitatum transsilvanicarum 1:
prehistorica (1942) 181 Abb. 219.
17. N e p a s ic e , Bez. Hradec Krälove, Nordostböhmen, Gräber. J. Filip, Popelricovä pole Abb. 27, 8.
18. O ra d e a M a re, K om . Bihar. S. A 11.
19. P o lk o v ic e , Bez. K ojetin (Kojetein), Mähren, Hort. Nachweis Fr. Holste. Mus. Brno.
20. P r ica r-L u Ä a n s k a bei Slov. Brod, Slawonien, Hort. Nachweis W . Kimmig. Mus. Zagreb. S. B 47, D 41.
21. P y r it z , Kr. Pyritz, Hinterpommern, Hort. G. Dorka, Urgeschichte des Weizackerkreises Pyritz (1936) 178f.
Taf. 36. O. Kunkel, Pommerns Urgeschichte in Bildern (1931) Taf. 49 unten.
22. S a z o v ic e , Bez. Zlin, H ort. S. A 146, B 58, C 36. A. a. O. Taf. 18, 30. Taf. 16, 21.
23. R o h it s c h , Untersteiermark, Hort. Nachweis H . Müller-Karpe.
24. S k a lic e , Bez. Hradec Krälove, Nordostböhmen, Gräber. J . Filip a. a. O. Abb. 27, 6.
25. S t r a u p it z , Kr. Lübben, Brandenburg, Hort. Festschr. f. O. Montelius (1913) 165 Abb. 10. Zeitschr. f. Ethn. 15,
1883 (244).
26. S z e le v d n y , K om . Csongräd, Ostungarn, Fundumst. ? Dolgozatok Koloszvär 9, 1918, 114 Abb. 2, 2.
27. T a m ä s i, K om . Tolna, Westungarn, Gräber. M. Wosinsky, Tolnavärmegye az öskortöl a Hontoglalasig (1896)
Taf. 119, 2. S. auch H 228.
28. T is z a -S z e n t im r e , K om . Großkumanien, Nordungarn, Hort. J. Hampel, Bronzkor 2 Taf. 172,5.
29. V e le m St. V id , K om . Vas, Siedlung. S. A 181, B 72, D 52, H 240, K 99. A. a. O. Taf. 37, 59.
30. U io a r a d e S u s , Jud. Alba, Westrumänien, Hort. Fr. Holste a. a. O. Taf. 44, 44. S. A 174, H 234.
31. Ü fe t ic e bei Chrudim, Böhmen, Grab. L. Pic a. a. O. 2, 3 (1905) Taf. 24, 31— 33.

G. Mittelstücke.

a) T yp A n co n a (Taf. 10,1).
1. A n c o n a , Marche, Colle Cardeto 1907, Grab. Not. Scavi 1910, 334ff. 337 Abb. 5 = Bull. Paletn. Ital. 37, 1912,
49ff. 52 Abb. E = Bonn. Jahrb. 147, 1942 Taf. 6 Abb. 2, 1. Taf. 10,1. S. H 5.
2. Zwischen C u p r a m a r ittim a und G r o t ta m a r e (Ascoli Piceno), Marche, Grab. R . Maclver, The Iron Age in
Ita ly (1927) Taf. 28 = O. Montelius, Civ. prim. Taf. 160, 6. S. H 42.
3. M o n t e r o b e r t o bei Jesi (Ancona), Marche, Grab. N ot. Scavi 1880 Taf. 9, 8 = O. Montelius a. a. O. 761. S. H 137.
4. N o v ila r a (Pesaro), Marche, Molaroni, Grab 135. 0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 148,12. S. auch A 114, H 150, 130.
/•
b) P a r a l l e l b il d u n g e n des T yps A n con a .
I t a lie n : K a m p a n ie n . Mitt. Prähist. Komm. Wien 1, 1897, 190 Abb. 7 = Archaeologia 36, 1855 Taf. 27,1 =
M. H oem es u. O. Menghin, Urgeschichte der bildenden Kunst3 (1925) 499. S. auch H 271 D. — S u e s s u la (Caserta),
Kampanien, Grab. S. H 223. Taf. 11,15. — C u m ae (Napoli), Kampanien, ohne Inventar. Mon. Ant. 22, 1913
Taf. 25, 5. Taf. 10, 4. (S. auch A 38, O g 4, H 41, I 9).
N o r d w e s t b a lk a n und O s t a lp e n g e b ie t : Beispiele in Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzegowina 3, 1895, 122
Abb. 305 passim. — A . Mahr, Prehist. Grave Material from Carniola (Mecklenburgsammlung) (1934) Taf. 13, 58
passim. — St. M a r g a r e th e n bei Littai, Bez. Laibach, Grab. Mitt. Anthr. Ges. Wien 14, 1884, 94 Taf. 7, 6. Taf. 11,
16. S. H 197,145 u. K 77. Taf. 11,16.

e) T y p Ch a r r o u x (Taf. 10,10) und V erw andtes.


1. C h a r r o u x bei Gannat, Ddp. Allier, H ort. E. Chantre, Age du bronze 1 (1875) 186 A bb. 135. J. Ddchelette, Manuel
2, 1 (1924) 442 Abb. 184, 1. Matdriaux 1878, 224 Abb. 139. Taf. 10,10. S. H 30.
2. L e D d v o c , Grottes de Vallon, Ddp. Ardeche, Hort. Materiaux 1884, 211 ff. Abb. 135. S. A 86.
3. H o c h s t a d t , Kr. Hanau, Hort. H. Müller-Karpe, Die Urnenfelderkultur im Hanauer Land (1948) Taf. 34, 15
S. E 17.
4. H o r a t h , K r. Bemkastel, Hort. S. E 18, H 98. Westd. Zeitschr. 9, 1890 Taf. 17,1.
5. V a is o n , Ddp. Vauoluse, Hort. E . Chantre a. a. O. A b b. 133.134. Taf. 10, 6. 7. S. H 237.

98
G b-h

6. V e n a t , Gemde. Saint Yrieux, Dep. Charente. S. A 184, E 30. A . a. 0 . Abb. 224. 236.
7. C a s te n a d a , Schweiz. Anz. f. Schweiz. Altkde. 4, 1880 Taf. 8, 9.
8. O b e r r ö b lin g e n , Kr. Sangerhausen, Hort. Nachweis W. A. v. Brunn.

d) T yp T h ä llin g (Typ Taf. 17,2).


1. F r e ih a u s e n , Ldkr. Beilngries, Hügelgrab. S. C 17. Erw. Prähist. Zeitschr. 24, 1933, 112 Anm. 34.
2. G a is h e im , Ldkr. Sulzbach, Hügelgrab im „Beckerhölzl“ . S. C 18, H 65.
3. H a l ls t a t t , Verw.Bez. Gmunden, Grab 106, s. C 21. A. a. 0 . Taf. 12, 13; 13, 1 (Grab 507). S. auch D 23, H 90,
116, J 19.
4. H e id e n h e im , K r. Heidenheim, Württemberg, Aktienbrauerei, wohl aus Hügelgrab. F. Hertlein, Die Altertümer
des Oberamts Heidenheim (1912) Taf. 3, 4.
5. O b e r fa h lh e im , Ldkr. Neu-Ulm, Bayerisch-Schwaben, Grabhügel. E. Preßmar, Vor- und Frühgeschichte des
Ulmer Winkels (1938) 47 Abb. 31.
6. T h a ilin g , Verw. Bez. Linz, Grabhügel. S. C 38, H 229 (Taf. 17, 2).
7. F u n d o r t u n b e k a n n t , s. C 48.

e) T y p W in k s a s s (Taf. 15, 2).


1. L e n g y e lt o t , K om . Tolna, Hort. Dolgozatok 16, 1940 Taf. 1, 16. S. A 88, H 115.
2. M in t r a c h in g , Ldkr. Regensburg, Hort. S. C 28.
3. R o t t a u , Ldkr. Griesbach, G rab? S. C 35.
3a. S ta r e S e d lo , Bez. Milevsko, Böhmen. S. B 36b.
4. U n t e r p a r k s t e t t e n , Ldkr. Straubing, Grab. S. C 39. Taf. 15,2.
5. W in k ls a ß , Ldkr. Mallersdorf, Niederbayern, Hort. Bayer. Vorgeschichtsbl. 13, 1935, 1 ff. Taf. 1, 12.
V a r ia n t e n :
6. A u v e r n ie r , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. V. Groß, Les Protohelvetes (1883) Taf. 23, 24. S. auch
A 7, B 5, C 2, D 1, E 1, O g 1.
7. O -F u tta k , K om . Bacs-Bodrog, Südungarn, Hort. Nachweis W . Kimmig. Mus. Budapest. S. H 155.
8. P e t e r in s e l, Bieler See, K t. Bern, Pfahlbau. S. C 32. S. auch H 162.

f) T y p S t . K a t h a r e in (Taf. 16, 27).


1. D r e s d e n -C o s c h ü t z , Heidenschanze. Nachrichtenbl. f. Deutsche Vorz. 18, 1942, 218. S. auch F 5.
2. G a n n a c k e r , Ldkr. Straubing, Grab. S. B 20.
3. L a r n a u d , Dep. Jura, Hort. Congrös Prehist. de France 9, 1913 Taf. 4, 32. S. A 85, B 28, D 30, H 114.
4. St. K a t h a r e in , Bez. Troppau, Hort. S. B 57, H 195. A . a. O. Abb. 5.
5. S t r a u b in g , Ldkr. Straubing, „im Königreich“ , Grab 3. S. A 159, B 63, C 37. Taf. 16, 27.
6. V e u x h a u lle s , Dep. Cöte d ’or, Grab. S. B 74.
7. U n g a r n , Fundort unbek. S. D 60.

g) T y p B r e t z e n h e im (Taf. 10, 2).


1. A u v e r n ie r , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. 7. Pfahlbauber. 1876 Taf. 9, 6. G. u. A . Mortillet, Musöe
pröhist.2 (1903) Abb. 1145. F . Keller, The Lake Dwellings (1878) Taf. 58, 6. Taf. 10, 2. — S. auch A 7, B 5, C 2,
D l , E l , O e 6.
2. B l a t n ic z a , Kom . Turöcz, H ort (? ). S. Gallus u. T . Horväth, Un peuple cavalier prescythique en Hongrie (1939)
Taf. 32, 1. Sonderform. S. auch D 3.
3. B r e t z e n h e im , Kr. Mainz, Grab. S. D 10.
4. C u m ae (Napoli), Grab. Mon. Ant. 22, 1913 Taf. 24, 3. S. auch A 38, G b, H 41, 1 9 .
5. D e r c o lo , Tirol, Hort. Nachweis H. Müller-Karpe. Mus. Innsbruck. S. auch J 9.
6. F r e g h e r a (Como), Hort. O. Montelius, Civ. prim. Taf. 29, 10. Gußform. S. A 57.
7. H a u t e r iv e , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. V. Groß, Les Protohelvötes (1883) Taf. 18,29. S. auch
B 22, D 24, E 15, H 94.
8. K ö ln (näherer Fundort?), Fundumst. ? Ebert 8 (1927) Taf. 156 B 12.
9. M ö r ig e n , Bieler See, K t. Bern, Pfahlbau. 5. Pfahlbauber. 1863 Taf. 16,17. E. Chantre, Age du bronze 1 (1875)
187 Abb. 137 („Latöne“ ). S. auch A 105a, D 36, H 138, K 60.
10. S a lz b u r g , Gruberraühle, Fundumst.? Nachweis H . Müller-Karpe. Mus. Salzburg.
11. S a n ta L u c ia bei Tolmino (Triest), Grab 885. S. A 144, D 48, H 19 8 ,1 46. A. a. O. Taf. 24. 20.

h) T y p Sä c k in g e n .
1. C o r t a illo d , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. R . Munro, Les stations lacustres (1908) Taf. 10,12 = ( ?)
5. Pfahlbauber. 1863 Taf. 16, 22 u. E. Chantre a. a. O. 1, 186 Abb. 136 („Latöne“ ). S. auch A 36, C 13, D 11, E 6.
2. S ä c k in g e n , Kr. Säckingen, Baden, Oberer Lauenstein, wohl Hort. E. Wagner, Fundstätten und Funde 1 (1908)
126 A bb. 80.

13* 99
H i — i 6

H. Vogelplastik.
Nordische Rasiermesser m it Vogelkopfgriff sind ebenso wenig berücksichtigt wie frühgriechische Vogelplastik, sofern
es sich nicht um Vogelamulette der Typen Taf. 7, 2. 16,17 handelt

1. A c k e n b a e h -H ö fe , Gemde. Homberg, K r. Überlingen, Baden, Hort. K . Bissinger, Der Bronzefund von Aeken-
bach. Beilage zum Programm d. großherzogl. Progymnasiums zu Donaueschingen (1893) Taf. A bb. 32. G. Behrens,
Bronzezeit Süddeutschlands (1916) 15. Taf. 6, 22, nach Skizze W . Kimmig. Mehrere Aufsteckvögel.
2. A d a s e v e ih , Kroatien, Pundumst. ? S. Ljubiö, Popis Zagreb 1 (1889) Taf. 11,41. Gestielte Protomenanhänger.
3. Ä k e t o r p bei Repplinge, Öland, Fundumst. ? 0 . Montelius, Minnen fran vär fom tid (1917) Abb. 1346. Nord.
Plattenfibel, auf den Platten je eine in zwei Vogelköpfe auslaufende Reliefspirale.
4. A lfe d e n a (Aquila), Abruzzi, Gräber. Mon. Ant. 10, 1901, 322 Abb. 59 a. c. d. Durchbrochene Scheiben, in den
4 Sektoren je ein Vogel, stilisiert. S. B 2.
5. A n c o n a , Marche, Colle Cardeto (1907) Grab. S. G a l.
5a. A t h e n , Kerameikos Grab 39. S. o. S. 64 Anm. 1. Gefäßanhänger mit Vogelkopfdeckel. S. auch K 2.
6. B a lly m o n e y , Co. Antrim, Irland, Fundumst, ? L ’Anthropologie 7, 1896, 171 Abb. 354. — A Guide to the Anti-
quities o f the Bronze Age, British Mus. (1920) 103f. Abb. 109. „Flesh-hook“ mit Vogelbesatz.
7. B a u lm e s , K t. W aadt, Grab. Fr. Troyon, Habitations lacustres (1860) Taf. 17, 15. Navieellafibel, langer Fuß,
1 Vogelfig. m. Standfuß.
8. B e iln g r ie s , Ldkr. Beilngries, Oberpfalz, Ried, Zimmermannsacker, Grab. Prähist. Zeitsehr. 24,1933, 106. 10 A uf­
steckvögel aus T on au f einem Gefäß.
9. B e llu n o (Belluno), Fundumst. ? Atti del R . Ist. Veneto Ser. 4, 1, 1871/72 Taf. 3, 17. Strichverz. Vogel m. auf­
gewölbter Brust, gezahnter Schwanz, Kamm, Aufhänger am K opf.
10. B e lm o n t e (Ascoli Piceno), Marche, Gräber. R . Maclver, The Iron Age in ItaJy (1927) 128 T af. 26, 4. Dall’Osso,
Guida del Museo Nazionale di Ancona (1915) 131. J. Sundwall, Die älteren italischen Fibeln (1943) 260 J I I ß b 1.
Nav.-Fibel, langer Fuß, Vogelköpfe als Abschluß, 3 Vogelköpfe auf dem Bügel.
11. B e r a v c i , Slawonien, Hort. Fr. Holste, Hortfunde Südosteuropas (1951) Taf. 2,10. Vogel mit Stierhörnem.
12. Z w is c h e n B in g u la u n d D iv o s , Syrmien, Hort. Fr. Holste a. a, O. Taf. 11, 22. Gehänge, Vogel. S. auch A 12,
B 9, F 3. *
13. B is e n z io (Capodimonte) am Bolsener See (Roma), a) Le Bucacce, Grab 10. Mon. Ant. 21, 1912, 458 Abb. 50
(Dreieckanh. m . Doppelprotom, Taf. 12, 7). 455 Abb. 48. 457 Abb. 49 = R . Maclver, Villanovans and Early Etruscans
(1924) Taf. 32, 9 (Pferdegeschirr mit Vogelplastik). Mon. Ant. a. a. 0 . 453 Abb. 44 (2 Halbmondrasiermesser m.
Vogelköpfen am G riff). 455 Abb. 46 (Vogel-Stierkopftülle). S .1 2 . — b) Contrada Palazetta, Grab 2. Not. Seavi 1928,
439 Abb. 7 = Finska Fornm. Tidskrift 45, 1945, 89 Abb. 3, 6 (Henkelscheibe [ ?] mit Doppelprotom an menschl.
Gestalt, Protomen am äußeren Rahmen, Taf. 13,1 . Bronzeleiste mit Würfelaugendekor, in Vogelköpfe endend).
Not. Seavi a. a. O. 440 A bb. 9 (Vogelanh. an Dreifußkesselwagen). — c) verschiedene Fundstellen. O. Montelius,
Civ. prim. Taf. 254,11. 16 = F. Behn, Hausurnen (1924) 74 Nr. 2 Taf. 33 b; 77 Nr. 8 Taf. 34b (Hausurnen, Sparren­
protomen bzw. Firstprotomen). — O. Montelius a. a. O. 257, 7 = Bull. Paletn. Ital. 20, 1894, 188 A bb. 1 (Hausume,
Sparrenvögel).
14. B i t o n t o , Murge Baresi (Bari), Apulien, Gräber. Bull. Paletn. Ital. 30, 1904 Taf. 7, 1. 3 (Beilanh., Doppelprotom,
Aufhänger). 10 (zweifache Doppelprotomen [doppelte Vogelbarke], Stielöse). Taf. 11, 7. 9.
15. B o d r o g - K ö z , K om . Szabolcs (Nordostungarn) Hort. Nachweis W . Kimmig. Mus. Nyiregyhaza. Aufsteckvogel.
Taf. 6,13.
16. B o lo g n a , a) San Vitale, Grab 652. Nachweis Fr. Holste. Mus. Bologna. Halbmondrasiermesser, Vogelköpfe
am Griff.
b) Benacci 1. Grab 255. O. Montelius a. a. O. Taf. 73, 7 (Trensenknebel, beiderseitig in zweifache Protomen aus­
laufend). N. Äberg, Chronologie 1 (1930) 155 Abb. 451 (2 Tronsenknebel m. gebogenem Ast u. Schlußknopf, Vogel­
köpfe). — Grab 668. Nachweis Fr. Holste. Mus. Bologna. Wie Grab 690. — Grab 657. Nachweis Fr. Holste. Mus.
Bologna (Halbmondrasiermesser, Vogelköpfe am Griff). — Grab 673. W ie 657. — Grab 699. N. Äberg a. a. O. 155
Nr. 19. Nachweis Fr. Holste. Mus. Bologna (Trensenknebel m. gebogenem Ast u. Schlußknopf, Vogelprotomen). —
Grab 855. Nachweis Fr. Holste. Mus. Bologna (Trensenknebel m. Vogelprotomen, Halbmondrasiermesser m.
Vogelköpfen am Griff).
c) Benacci II. Grab 66. P. Ducati, Storia di Bologna 1 (1928) 113 Abb, 56. J. Sundwall a. a. O. 259 J II ß a 1
Abb. 442 (Nav.-Fibel, langer Fuß, Vogel m. gewölbter Brust). O. Montelius a. a. O. Taf. 79, 2 = A. Grenier, Bologne
villanovienne et 6trusque (1912) 293 A bb. 93, 5 = J. Sundwall a. a. O. 253 Abb. 421 J I a 1 (Fibel m. Vogelbügel). —
Grab 118. Nachweis Fr. Holste. Mus. Bologna. Dreieckanh. m. Doppelprotom. Taf. 12, 8 . — Grab 119. 0 . Mon­
telius a. a. 0 . 394. Nav.-Fibel, langer Fuß, 1 Vogel m. Standfuß. — Grab 220. O. Montelius a. a. 0 . Taf. 81, 6 =
Bull. Paletn. Ital. 38, 1913 Taf. 1 = N. Äberg a. a. 0 . 169 Abb. 497 (Incensiere, G riff zwei plastische Vogelköpfe,
Deckelgriff 1 Ausfteckvogel m. eingerolltem Schnabel, alle drei mit Kamm. S. I 4). — Grab 463. O. Montelius
a. a. O. 396. Navieellafibel, langer Fuß, 3 Vögel. — Grab 397. O. Montelius a. a. 0 . Taf. 86, 3 (Typ) (Schöpfer m.
Vogelkopfgriff); 81, 5 = R . M aclver a. a. 0 . Taf. 7, 8 (Anhänger m. eingerollten Enden u. degeneriertem Doppel­

100
H 17-27

protom an Bronzegefäß). — Grab 494. Nachweis Fr. Holste. Mus. Bologna (Trensenknebel mit aufgebogenem Ast,
Schlußknopf u. Vogelprotomen. Halbmondrasiermesser mit Vogelköpfen am Griff). M. Hoernes u. 0 . Menghin,
Urgeschichte der bildenden Kunst8 (1925) 459 Abb. 14 (mehrere Doppelprotomenanh. m. Stielöse, Variante der
Anh. m. eingerollten Enden).
d) Benacci-Caprara. Grab 16. Not. Scavi 1889, 305. O. Montelius a. a. O. Taf. 78, 3 = R . M aclver a. a. O. Taf. 5,
8. 9 (Halbmondrasiermesser in. Vogelköpfen am Griff, Ritzdekor, u. a. Beildarstellung). — Grab 34. P. Ducati
a. a. 0 . 112 Abb. 54. Trensenknebel in Gestalt eines Pferdes, 2 Vögel. — Grab 87. P. Ducati a. a. O. 98 Abb. 37.
Situla vom T y p Bologna, Deckel mit Doppelvogelgriff. — Grab 39. Not. Scavi 1889 Taf. 1 = 0 . Montelius a. a. 0 .
Taf. 76, 13. 32 = R . Maclver a. a. 0 . Taf. 7, 3. 5— 7; 5, 5 = Bull. Paletn. Ital. 38, 1913 Taf. 2, 2. Anh. m. eingerollten
Enden u. Doppelprotom an Bronzegefäßen. Knebeltrensen m. aufgebogenem Ast, Schlußknopf u. Vogolprotomen.
Doppelkon. Bronzekännchen m. Vogelkopfgriff. Deckel eines Bronzegefäßes, Griff Doppelvogel. Räuchergefäß,
Henkel Vogelköpfe m. Kamm, Deckel Doppelprotom. Schwert, Antennengriff, zwei schnäbelnde Vogelköpfe. —
Grab 53. O. Montelius a. a. 0 . Taf. 77, 1. R . M aclver a. a. O. Taf. 5, 4. Pferdegeschirr, Vogelprotomen. Beil m.
seitlichen Vogelprotomen. Halbmondrasiermesser mit Vogelköpfen am Griff. — Grab 56. Not. Scavi 1889, 337ff.
0 . Montelius a. a. O. Taf. 73, 9 = N. Äberg a. a. O. 161 Abb. 466 (2 Trensenknebel mit aufgebogenem Ast, Schluß­
knopf u. Vogelprotomen). O. Montelius a. a. O. Taf. 76, 32 (Typ) (Deckel eines Bronzegefäßes, Doppelvogel).
Ferner Anh. mit zweifachem Doppelvogelprotom, z. T. m. eingerollten Enden.
e) San Francesco, Hort. A. Zannoni, La fonderia di Bologna Taf. 41 A 42; 44 A 108. O. Montelius a. a. O. Taf. 71, 10
(Aufsteckvögel, z. T. auf Fibeln, Taj. 6, 7). A. Zannoni a. a. O. Taf. 44 A 64. 70. 0 . Montelius a. a. O. Taf. 69, 20. 21
(Anhänger m. eingerollten Enden u. Doppelprotom, Taf. 12,17). A. Zannoni Taf. 41, 40. 41 (Fibel, Bügel 2 nach
außen schauende Vogelköpfe); 44 A 171— 173. O. Montelius a. a. O. Taf. 69, 1 (Halbmondrasiermesser, Protomen-
ring); 70, 16. Finska fornm. Tidskrift 45, 1945, 89 Abb. 3, 7 (Henkelscheibe, menschl. Gestalt, Doppelvögel).
f) Arnoaldi. O. Montelius a. a. 0 . Taf. 86, 13 (weitger. Ziste m. Anh. m. eingerollten Enden u. Doppelprotom). —
J. Gozzadini, Scavi Arnoaldi Taf. 7 (wie oben). — P. Ducati a. a. 0 . Abb. 65. 0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 86, 3.
N. Äberg a. a. 0 . Abb. 506—507 (Schöpfer u. Kanne mit Vogelkopfgriffen, so auch Schles. Vorz. NF. 2, 1902, 2). —
O. Montelius a. a. O. 403 Abb. a (Doppelprotom, Pferdegeschirr). — R . Maclver a. a. O. Taf. 10, 4 (Nadel mit
vogelähnliehen Aufsätzen).
g) Romagnoli, Grab 10. Nachweis Fr. Holste. Mus. Bologna. Anhänger m. eingerollten Enden u. Doppelprotom.
Pferdegeschirr m. Vogelprotomen. Beilanh. m. einer Vogelfig. ( = O. Montelius a. a. O. 404 Abb. e ? u. Not. Scavi
1893, 186 Abb. 9 ?).
h) Arsenal, Grab 8. Nachweis Fr. Holste. Mus. Bologna. Schöpfer m. Vogelkopfhenkel.
i) Guglielmini. Bull. Paletn. Ital. 38, 1913,12 A bb. A . Incensiere, Deckelgriff Doppelvogel.
k) Certosa, Grab 357. A . Zannoni, Scavi della Certosa Taf. 118, 1. Engger. Ziste, Dreieekanh. m. Doppelprotom.
Taf. 12,10.
l) Verschiedene Grabkomplexe. M. Hoernes u. O. Menghin a. a. 0 . 459 Abb. 13.15 (Anh. m. eingerollten Enden u.
Doppelprotom, Taf. 12,16). Daremberg-Saglio, Dietionaire 1105 Abb. 2988 (Navicellafibel, langer Fuß, 3 Vögel). —
Antiqua 1888 Taf. 3, 12 (Nav.-Fibel, Fuß fragmentiert, 3 Vögel). — Westd. Zeitsehr. 6 Taf. 6, 7 (Schöpfer m.
Vogelkopfgriff). — G. Hanfmann, Altetruskische Plastik 1 (1936) 61 f. Abb. 13 = Finska Fornm. Tidskrift 45, 1945,
89 Abb. 3, 10 (Henkelscheibe, menschl. Gestalt, Doppelvögel): „G egend von Bologna“ . — A. Roes, D e oorsprong
der geometrische Kirnst (1931) 113 Abb. 120 B, Stiergefäß, auf dem Rücken Vogel. — S. auch A 14, C 8 ,1 4, J 6, K 4.
17. B o r n t in , Kr. Anklam, Vorpommern, Hort. E. Sprockhoff, Jungbronzezeitliche Hortfunde Periode IV (1937) 56
Abb. 18. Vogelnadel.
18. B o r s ö d , Komitat, Nordungarn, Fundort unbekannt. J. Hampel, Bronzkor 3, 160 Abb. 29. Zwei Doppelprotomen
m. Aufhänger, das untere Paar durchbrochen gearbeitet. Kammbildung. Taf. 11,17. — Arch. firt. 3, 1884 Taf. 2.
Gestielte Protomenanh.
19. B r a t is la v a (Preßburg), Fundort unbekannt. J . Hampel, Bronzkor 2 Taf. 182, 1. „K om m andoaxt“ , auf den
Armen je ein Vogel.
20. B r e z ije , Bez. Rogatica, Glasinae, Bosnien, Hügelgrab. Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzegowina 6, 1899, 16.
Vogelanh.
21. B u c h a. Erlbach, Ldkr. Landshut, Niederbayem, Hügelgrab. Mus. Regensburg. Halbmondfibel.
22. B ü c h e n b a c h , Ldkr. Pegnitz, Oberfranken, Hügelgrab. Zeitschr. f. Ethn. 33, 1901 (279). Vogelkopfschöpfer.
23. B u r g , K r. Kottbus, Brandenburg, Fundumst. ? Altschlesien 3, 1931, 190 Abb. 6. Taf. 12a. 2 Deichselwagen, einer
davon 3 Räder. Stierkopftüllen, 3 Vögel.
24. B u r s c h e n , Kr. Oststernberg, Neumark, Fundumst. ? Schles. Vorz. 4, 1907, 30 Anm. 2. Spiralplattenfibel mit
Kreuzbalkennadel, 3 Vögel.
25. C a m o r ta (Como), Gräber. Riv. di Como 88/89, 1925, 39ff. 61 Abb. 46 = R . Maclver, The Iron Age in Italy (1927)
Taf. 19, 12. Dreieekanh. m. Doppelprotomen. Taf. 12, 5.
26. C a r a c u p a zw. Norba u. Sermoneta (Roma), Fossa 31. Not. Scavi 1903, 318 Abb. 35 (Anh. aus gegeneinander
gestellten Vögeln, Queröse). — Fossa 35. A . a. O. Abb. 38. 39. Beilanh. m. 1 Vogelfig. Aufsteckvogel.
27. C a rls r u h , Kr. Steinau, Niederschlesien, Gräber. Schles. Vorz. NF. 2, 1902, 1. Vogelkopfschöpfer. S. auch K 10.

101
H 2 8 — 49

28. C a s a le tt o (Lodi), Gräber. Bull. Paletn. Ital. 9, 1883 Taf. 8, 9. 10. Matöriaux 1884 Abb. 199. 0 . Montelius a. a. 0 .
Taf. 65, 4. 5. Ringe m. Vögeln.
C e lje s. Cilli.
29. C e r v e t e r i (Caere) (Rom a), Tom ba Regolini Galassi. 0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 335, 9. Gestängedreifuß, Vogel­
protomen (u. a. wie gestielte Protomenanhänger).
30. C h a r r o u x bei Gannat, D6p. Allier, Hort. S. G e l . Taf. 10,10.
31. C h a u c h it s a (Kalindoia), Bez. Saloniki, Gräber. Ann. BSA. 24, 1919/21, 18 Abb. 12b. 26, 1923/25 Taf. 5, 1. 2a. —
The Antiquaries Journal 1, 1928 Taf. 6, 2; 7, 1. — S. Casson, Macedonia, Trace and Illyria Abb. 54, 2. Vasenanh.
m. Protomendeckel u. Vogelanhänger vom „bosnischen T yp“ . Taf. 7, 2.11.16.17.
32. C h a v ig n ie r e s , Dep. Hautes-Alpes, Hügelgrab. G. de Manteyer, La tombe sacerdotale de Chavignieres (1931)
(Bull. soc. d ’Etudes des Hautes-Alpes 50, 1931) Taf. 8 u. 9. Rhodania 12, 1930 Taf. 15. Bronzekanne m. Vogel­
kopfhenkel.
33. C h iu si (Siena), Toscana, Zirograb. Mon. Ant. 30, 1925, 344 Abb. 44. Henkelscheibe mit Doppelprotomen. Zwei
nach außen schauende K öpfe auf dem Rahmen.
34. C ic a r o v c e (Csicser) s. K 11.
35. C illi (Celje), Slovenien. Nachweis H . Müller-Karpe. Mus. Cilli. Anthropomorphe Plastik, Vogelarme. Taf. 13, 4.
36. C iv it e lla San P a o l o (Rom a), Kammergrab 20. Not. Scavi 1905, 315 Abb. 2. „Borchia o fermaglia“ . Doppelvögel,
oben 2 (erh.) Vogelfiguren.
37. C le r m o n t -F e r r a n d , Dep. Puy-de-Döme, Fundumst. ? J. Döchelette, Manuel 2, 1 (1924) 448 Abb. 187, 2. Vogel­
kopftüllenbeschlag.
38. C les im Nonsberg (Trento). Nachweis H . Müller-Karpe. Mus. Innsbruck. Navicella-Fibel, langer Fuß, 3 stilisierte
Vögel.
39. C o r c e le t t e s , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. 9. Pfahlbauber. 1888 Taf. 12, 19. 20. Kämme mit
Vögelköpfen. S. auch A 34, B 14, C 12, D 10. E 5, K 14.
40. C o r n e t o -T a r q u in ia (Rom a), a) Poggio dell Impiccato, Grab I. Not. Scavi 1907, 53 Abb. 8 = N. Ä berg'a. a. O.
Abb. 210 = R . M aclver, Villanovans and Early Etruscans (1924) Taf. 12, 4 (Büchsendeckel m. Doppelprotom,
Halbmondrasiermesser mit Vogelköpfen). S. A 35. — Grab 39. Not. Scavi 1907, 77 Abb. 26 (Doppelprotomen). —
Grab 25. A . a. O. 56 Abb. 9 (Hausurne, Sparrenprotomen).
b) Sopra-Selciatello, Grab 38. Not. Scavi 1907, 234 Abb. 38. Halbmondrasiermesser alter Form mit Vogelköpfen
am Griff. — Grab 73. A . a. O. 243 Abb. 37. Wie Grab 38, doch junge Form. — Grab 203. A . a. O. 261 Abb. 55.
Wie Grab 73. *■
c) Monterozzi, P ozzo v. 8. 3 .1 8 8 3 . O. Montelius a. a. O. Taf. 282, 2 = N. Äberg a. a. 0 . Abb. 229 = J. Sundwall
a. a. O. 258 Abb. 440, J I I a c 4. Sanguisugafibel, Fuß etwas verlängert, 3 Vogelprotomen. S . I 8, J 8. — Fossa-
grab. Not. Scavi 1882, 193 Taf. 13 bis, 2 = 0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 285, 7 = J. Sundwall a. a. O. 258 J II a c 3.
2 Sanguisugafibeln, Fuß etwas verlängert, 3 Vogelprotomen. — Fossagrab (Monterozzi ?). 0 . Montelius a. a. 0 .
Taf. 291, 8 = N. Äberg a. a. 0 . 65 Abb. 173. Halbmondrasiermesser, Vogelköpfe am Griff.
d) Tomba del Guerriero. 0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 287, 6 = N. Äberg a. a. 0 . Abb. 301 (Anhänger m. eingerollten
Enden u. degenerierten Vogelprotomen am Griff, am Schild). O. Montelius a. a. O. Taf. 287, 4 (Lapponbeil, 2 Vogel­
köpfe); 288, 12 = N. Äberg a. a. 0 . Abb. 298 (Halbmondrasiermesser, Vogelköpfe am Griff).
e) Verschiedene Fundkomplexe. Not. Scavi 1882 Taf. 13 bis, 19 = 0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 276, 10 = Finska
fom m . Tidskrift 45, 1945, 89 Abb. 3, 3 (Henkelscheibe, Doppelvogel, 2 nach außen schauende Vogelköpfe auf d.
Rahmen), aus Pozzo. — 0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 279, 8. Zeitschr. f. Ethn. 22, 1890, 49 (Vogelwagen, Stierköpfe). —
0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 277, 2 (Vogelbarko, T on ); 275, 12 = F. Behn a. a. 0 . 78 Nr. 9 Taf. 34c (Hausurne, Sparren­
protomen). 0 . Montelius a. a. O. Taf. 275, 11 = F. Behn a. a. O. 79 Nr. 11 Taf. 34d (Hausurne, Firstdoppel­
protomen u. „Luken“ -Protomen. — O. Montelius a. a. 0 . Taf. 275, 10 = F. Behn a. a. 0 . 80 Nr. 13 Taf. 3 4 f (Haus­
urne, „Luken“ -Protomen). 0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 275, 13 (Hausurne, Sparren- und „Luken“ -Protomen). —
S. auch A 35, I 8, J 8.
41. C u m a e (Napoli), Gräber. Mon. Ant. 22,1913 Taf. 2 5 ,4 (Doppelprotomon m. einer einzelnen Vogelfigur als Auf­
hänger), Taf. 11,10. — S. G b, Taf. 10, 4. — Mon. Ant. a. a. 0 . 72 Abb. 22 = J . Sundwall a. a. 0 . 175 Abb. 278,
E I I b 10 (Vierpaßfibel mit Vogel). S. auch A 38, G b, G g 4, 1 9.
42. Z w is c h e n C u p r a m a r ittim a u n d G r o t t a m a r e (Ascoli Piceno), Marche, Grab. S. G a 2 (Tierkopfgehänge).
43. D ie t k ir c h e n , Ldkr. Neumarkt, Oberpfalz, Hügelgrab. Prähist. Zeitschr. 24,1933,107. Kanne m. Vogelkopfhenkel.
44. D o b a , K om . Veszpröm, Westungarn, Grab. S. Gallus u. T. Horväth, Un peuple cavalier preseythique en Hongrie
(1939) Taf. 62, 8. Arch. l2rt. 15, 1885, 323 Taf. 3, 8. Gestielter Protomenanh.
45. D o d o n a , Epirus, Heiligtum. Mitt. Anthr. Ges. Wien 71, 1941, 338 Abb. 1. Beilanh., Doppelprotom.
46. D o la n y , Bez. Olomouc, Hort. S. B 17. Posamenteriefibel, Vogelschieber.
47. D o le , Dep. Jura, Fundumst. ? L ’Anthropologie 5, 1894, 301 Abb. 125. Kamm m. Vögeln. Taf. 11,13.
48. D o ly ä n , K om . N gräd, Slowakei, Siedlung. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 49, 4 (plast. Vogelbesatz). — Mainzer
Zeitschr. 2, 1907, 44 Abb. 7 (Aufsteckvogel, Gußform).
49. D o n ja - D o lin a a. d. Save, Gräber. Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzogowina 9, 1904 Taf. 58, 18 (Doppelprotomen­
gehänge, Dreieckanh.). 155 Abb. 108 (Gußform f. Vogelplastik). S. auch A 44, J 10, K 17.
D r o s s e n s. Frankfurt a. 0 .

102
H j o — 69

50. D u p l ja j a , Bez. Bela-Crlcva (Weißkirchen), Banat, Siedlung. Starinar 1930 Taf. 9, 1. Altschlesien 3 Taf. 12b.
Prehistoire 1, 1932, 41 Abb. 10. Vogelwagen m. Idol. Taf. 1; 3,1.
51. E g e m o s e n , Am t Svendborg, Fünen, Hort. J. Undset, Das erste Auftreten des Eisens in Nordeuropa (1882) 365
A bb. 44. Tüllenbeschl. m. Stier-Vogelkopf. Taf. 13, 2. S. auch E 7a.
52. E m m e r in g e n , K r. Oschersleben, Prov. Sachsen, Grab. W . A . v. Brunn, Die Kultur der Hausurnengräberfelder,
Jahressehr. f. d. Vorgesch. d. Sächs.-thür. Länder 30, 1939 Taf. 3f. Eisenmesser mit Bronze-Vogelkopf.
E n n s, Oberösterreich, s. unter Nr. 258.
53. E p h e s u s , Fundumst. ? Nachweis Fr. Holste. Mus. I3tambul. Protomendeckel (Vasenanh.).
E r d ö s z e n t g y ö r g y s. Sf.-Gheorghe Pädureni.
54. E s in o - L a r io (Como), Gräber. R iv. di Como 121/122, 1939, 133ff. Abb. 3 ,4 . Vogelring.
55. E s k e lh o m (Prästgärden), Gotland, Hort. 0 . Montelius, Minnen frän vär forntid (1917) Abb. 1451 (Radgehänge,
2 Vögel auf dem Rand, gegeneinander gestellt). 1452. 1453 (Zierat, in Vogelköpfe auslaufend). H. Hansson, Gotlands
Bronsälder (1927) Taf. 53.
56. E s t a v a y e r , Neuenburger See, K t. Freiburg, Pfahlbau. R . Munro, Les stations lacustres (1908) Abb. 6, 5. Kamm,
Doppelprotomen. S. auch A 50, D 13, J 11.
57. E s te (Padova). a) St. Stefano, Grab 155. Nachweis Fr. Holste. Mus. Este (Löffel mit Vogelkopfgriff). — Grab 233.
Nachweis Fr. Holste. Mus. Este (Sieblöffel m. Vogelkopfgriff). — Grab 236. R . Maclver, Iron Age in Italy (1927)
Taf. 2, 3. 7. Bull. Paletn. Ital. 38, 1912 Taf. 3. N. Äberg a. a. 0 . Abb. 538. 539 (Schwert, Antennengriff aus 2
schnäbelnden Vogelköpfen. Halbmondrasiermesser m. 2 Vogelköpfen am Griff). S. C 15.
b) Benvenuti. R . M aclver a. a. O. Taf. 7, 4. Knochenleisten, 2 Vogelköpfe, voneinander abgewandt.
c) Randi, Grab 14. Nachweis Fr. Holste. Mus. Este. Anh. m. eingerollten Enden u. degenerierten Vogelprotomen.
d) Predio Alfonsi, Grab 13. Not. Scavi 1909, 156 Abb. 8. Nadel m. Vogelplastik.
e) Colombare, Grab 44. N ot. Scavi 1935, 11. Nav. — Fibel, langer Fuß, 3 Vögel. — Vgl. auch a. a. O. Abb. 7, J. Sund­
wall a. a. O. 259 Abb. 443 J II/? a 4.
f ) Pelä, Grab 2. Fr. v. Duhn u. Fr. Messerschmidt, Italische Gräberkunde 2 (1939) Taf. 10c. Fr. Messerschmidt,
Bronze- und frühe Eisenzeit in Italien (1935) Taf. 16 o. 1. A . Callegari, II Museo Nazionale Atestino in Este. Itinerari
dei Musei 59 (1936) 50 Abb. 2. Vogelwagen.
g) Verschiedene Fundkomplexe. Not. Scavi 1882 Taf. 7, 18 (Feuerbock m. Protomenenden). — Mitt. Prähist. Komm.
Wien 1, 3, 1893, 103 Abb. 26 = M. Hoemes u. O. Menghin a. a. 0 . 49 Abb. 9 (durchbrochener Dreieckanh., doppelte
Vogelköpfe, Taf. 12, 9). S. auch A 51, C 15, I 12, J 12, K 19.
58. F a a r d a l, A m t Viborg, Hort. J . Brondsted, Danmarks Oldtid 2 (1939) 206 Abb. 191b. Vogelplastik.
59. F e je r d (Feiurd), K om . Kolozs, Siebenbürgen, Hort. Nat.-Hist. Mus. Wien. Gehänge, vierfache Vogelprotomen.
F e ls ö u jv & r s. Uioara de Sus.
60. F le n s t o f t e , Am t Odense, Fünen. S. Müller, Oldtidens Kunst i Danmark 2 (1921) 52 Abb. 182. Trapezförm.
Rasiermesser, Doppelvogel, 2 Vogelköpfe.
61. F lo t h , Kr. Czarnikau, Westpreußen, Hort. J. Undset, Etudes sur Tage de bronze en Hongrie (1880) Taf. 6. Zeit-
schr. f. Ethn. 8, 1876 (125) Taf. 25, 8. N. Äberg, Chronologie 5 (1935) 146 Abb. 240. Spiralplattenfibel m. Kreuz­
balkennadel, Vogelplastik. Taf. 6 ,1 . S. J 14.
62. Z w is c h e n F r a n k fu r t a. d. O. u. D r o s s o n , K r. Drossen, Fundumst.? Altschlesien 3, 1931, 188 Abb. 4. Dort
weitere Lit. Deichselwagen, 3 Räder, Stierkopftülle, 4 Vögel. Taf. 4, 9.
63. F r ö g , Ger.Bez. Rosegg, Verw.Bez. Villach, Kärnten, Gräber. M. Much, Kunsthistorischer Atlas (1889) Taf. 47, 19.
20; 48, 19 (Aufsteckvögel aus Blei). — Hügel 8. Carinthia I 140, 1950, 105 Abb. 9 (Aufsteckvögel, einmal S-Form,
B lei).— Hügel auf Parzelle 1504. Mitt. d. Zentralkomm. Wien NF. 17,1891,25 Taf. 2,8. 9 (S-Vögel, Blei).— Nachweis
H. Müller-Karpe. Mus. Klagenfurt. Weitere Bleivögel. Navicella( ?)-Fibel, langer Fuß, 1 Vogelfigur. Anhänger
mit eingerollten Enden und Doppelprotomen. Taf. 6, 4; 12,18. S. auch K 21.
64. F u c in o (Aquila), Abruzzi, Gräber. Nachweis Fr. Holste. Mus. Preistorico Rom . Messer mit Vogelkopfgräff. —
Vom gleichen Fundort: Griffzungenschwert, Bull. Paletn. Ital. 35, 1910 Taf. 14 = O. Montelius a. a. O. Taf. 142, 5.
Messer: Taf. 142, 3 bzw. Taf. 142, 4.
65. G a is h e im , Ldkr. Sulzbach, Beckerhölzl, Hügelgrab. S. C 18, G d 2 .
66. G e is in g e n , Kr. Ludwigsburg, Hügelgrab. Zeitsehr. f. Ethn. 45, 1913, 687 Abb. 37 = J. Sundwall a. a. 0 . 63.
Abb. 33a. -Navicellafibel, langer Fuß, 1 Vogelfigur.
67. G e m e in le b a r n , Verw.Bez. St. Pölten, Niederöst., Hügelgrab. Mitt. Prähist. Komm. W ien 1, 1903, 57 Abb. 24.
25 = Prähistoriea 4, 1939 Taf. 4, 7. 8. M. Hoernes u. 0 . Menghin a. a. O. 519 Abb. 7. 8. 485 A bb. 2. Aufsteckvögel
auf Gefäß. Taf. 6, 21. S. auch K 22.
68. G e n ä v e , wohl aus Pfahlbau. 7. Pfahlbauber. 1876 Taf. 24, 18. R . Munro a. a. 0 . Taf. 12, 16. Kam m , Doppel­
protomen.
68a. G ilg e n b e r g , Verw.-Bez. Braunau, „Gansfuß“ , Grab. Bronzeschöpfer mit Vogelkopfgriff. Mus. Linz.
69. G la s in a c , zwischen Serajewo und Visegrad, Bez. Rogatica, Bosnien. Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzegowina 1,
1893, 101 Abb. 181.187. 188 (Vogelanhänger). — Praehistorica 4, 1939 (O. Seewald, Der Vogelwagen vom Glasinae)
Taf. 1: Vogelwagen mit Dreieckschwanz, Kamm, Gehörn. Taf. 3, 2 : Gestielte Protomenanhänger mit Kamm.
Taf. 3, 4. 5: Achsenvögel mit Kamm. Aus geschlossenem Grab. Weitere Lit. a. a. O. 1 Anm. 1. 6 Anm. 4. — Mitt.
Anthr. Ges. Wien 22, 1892, 116 Abb. 120 (Doppelvogel als Anhänger, gestielte Ringöse, Fuß). Taf. 7, 5.10.15; 11, 3.

103
H j o — 96

70. G o la s e c c a (Como), Grab. Nachweis G. v. Merhart. Mus. Mailand. Navicellafibel, Fuß fragmentiert, 2 Vogelfig.
m. Standfuß.
71. G o ld e s , Ger.Bez. Arnfels, Steiermark, Tschoneggerwald, Hügelgrab. Nachweis J. Werner. Mus. Graz. Schöpfer
m. Vogelkopfgriff. — S. auch K 25.
72. G ö r li t z , Kr. Görlitz, Fundort unbekannt. Altschlesien 6, 1936, 196 f. Abb. 6. Brachst. (Achse u. Tülle) eines Deichsel­
wagens. Tierkopfende (Ansatz).
73. G o r s z e w ic e (Kazmierz), K r. Szamotulski (Samter), Prov. Posen, Grab. J. Kostrzewski, Wielkopolska2 (1923) 115
Abb. 403. Dreieckanh. m. Doppelprotomen. Taf. 12, 3. — S. auch K 27.
74. G o t la n d , Fundort unbekannt. 0 . Montelius, Minnen frä vär forntid (1917) Abb. 1336. Aufsteckvogel.
75. G r a fr a th , Ldkr. Fürstenfeldbruck, Oberbayern, Hügelgrab. Prähist. Bl. 8, 1896, 67 Taf. 8, 7. Nav.-Fibel, langer
Fuß, 1 Vogelfig.
76. G r e in , Verw.Bez. Perg, Oberösterreich, Grab. Fundber. aus Österreich 1, 1933, 186. Tonvogel. — Donaustrudel:
Bronzene Vogelfigur mit Zapfen und Rückenring. Mus. Linz. Erwähnt Mitt. Antr. Ges. Wien 46, 1916, 27 Anm. 2.
77. G r e o u lx , Dep. Basses-Alpes, Fundumst. ? J . Döchelette 2, 1 (1924) 448 Abb. 187, 1. Aufsteckvogel.
78. G r o ß b u r g , K r. Strehlen, Schlesien, Grab. Nachrichtenbl. f. Deutsche Vorz. 13, 1937, 265ff. Abb. 2. Bronze­
schöpfer, Vogelkopfgriff.
79. G r o ß -Ö r n e r , Mansfelder Gebirgskreis, Prov. Sachsen, Grab. W. Schulz, Vor- und Frühgeschichte Mitteldeutsch­
lands (1939) 114 Abb. 132. Vogel in Verbindung m. Gefäß. Ton.
80. G r o ß -P e r s c h n it z , Kr. Militsch, Grab. Altschlesien 3, 1931, 185ff. Taf. 12. Deichselwagen, 2 Exempl., 2 Räder.
Stierkopftülle und Vogelkopftülle. A u f den Achsen 3 bzw. 4 Vögel. Taf. 6, 5. 9.
81. G r o ß -T s c h a n s c h , K r. Breslau, Grab. Altschlesien 3, 1931, 192 Abb. 7. Tonvögel auf Gefäß. S. auch K 31.
G r o ß -T s c h e r n o s e k s. Velke ^ernoseky.
82. G r o ß - W e i k e r s d o r f , Verw.Bez. Tulln, Niederöst., Grab. Mitt. Anthr. Ges. Wien 71, 1941, 260. — Fundber. aus
Österreich 3, 1948, 143f. Vogelplastik, Ton. S. auch K 32.
83. G r ü n w a ld , Ldkr. München, Grab. Beitr. z. Anthr. u. Urgesch. Bayerns 19, 1915, 21 Abb. 8. 27 Abb. 11. Gestielte
Doppelprotomen, Ringanh. S. A 65. Taf. 11, 5.
84. G u e v e a u x , Murtner See, K t. Freiburg, Pfahlbau. Album Lausanne (1896) Taf. 30, 2. 3. Kämme mit Doppel­
protomen. — S. auch A 66, C 20, D 20.
85. G ü n d lin g e n , Kr. Breisach, Baden, Grabhügel. E . Wagner, Fundstätten und Funde 1 (1908) 183 Abb. 11 d.
Schöpfer m. Vogelkopfgriff.
86. M a ie r s c h , Kirf Horn, Niederösterreich, Grab. Chr. Pescheck, Die junghallst. Kultur im Reichsgau Niederdonau
(Habil.-Sehrift Wien 1942) Taf. 34, 4. Vogelbarkenanhänger.
87. H a d e r , Ldkr. Griesbach, Niederbayern, Hort. 7. Jahresber. d. Hist. Ver. f. Straubing 1904, 86 Taf. 1,16. —
Verhandl. d. Hist. Ver. f. Niederbayern 41, 1905, 339ff. Taf. 1, 16. Durehlochter Aufsteckvogel in Verbindung
mit Wagenteilen. Taf. 6,16 (nach Öriginal Mus. Landshut).
88. H a g n a u , Bodensee, K r. Überlingen, Pfahlbau. E. v. Tröltsch, Die Pfahlbauten des Bodenseegebietes (1902) 176.
Vogelfigur aus Ton ra. Stierhörnern. S. auch D 21, E 13.
89. H a h n e fe ld , Jahnatal, Land Sachsen, Gräber. Landesver. Sachs. Heimatschutz 21, 1932, 6 Abb. 3. — Neues Laus.
Magazin 22, 1844, 105ff. m. Abb. ,,Trinkhom“ -BeschIag m. Vogelfig., Bronze.
90. H a l ls t a t t , Verw.Bez. Gmunden, Grab 174. M. Hoernes, Das Gräberfeld bei Hallstatt (1921) 34 (2 Halbmond­
fibeln m. Tierplastik, Vögel ?). — Grab 505. A . a. 0 . 34. E. v. Sacken, Das Grabfeld von Hallstatt (1868) Taf. 15, 1
(2 Halbmondfibeln, 3 Vögelchen u. 2 aus einem Gefäß fressende Tierfig.). — Grab 507. E. v. Sacken a. a. 0 . Taf. 22,
3 b (Vogel auf Bronzegefäß). — Grab 551. A. a. O. Taf. 14, 6 = M. Hoemes a. a. O. Abb. 4 ,1 (2 Halbmondfib. m.
Vogelköpfen. Nach E. v . Sacken a. a. O. 65 mehr als 20 Eexmpl. in Brandgräbern). — Grab 606. M. Hoernes
a. a. O. 34 (2 Halbmondfibeln, 2 Tierfig.). — Grab 836. E . v. Sacken a. a. O. Taf. 18, 35 (Aufsteckvogel m. Ohren
u. Hörnern). — Grab 900. M. Hoernes a. a. O. 34 (1 Halbmondfibel, 2 Tierfig.). — Grab 912. E. v. Sacken a. a. O.
Taf. 24, 4 = Prähistorica 4, 1939 Taf. 4, 6. M. Hoernes a. a. O. 13 (Aufsteckvögel). — Ohne Grab-Nr.: E. v. Sacken
a. a. O. Taf. 25, 4 (Vogelkopfgriffe an Schale u. Kanne). — E. v. Sacken a. a. 0 . Taf. 25, 4 = J. Dechelette, Manuel
3 (1927) 266 Abb. 302, 5 (Schöpfer m. Vogelkopfgriff). — A tti del R. Ist. Veneto Ser. 4, 1, 1871/72 Taf. 3, 16 (Vogel-
anh., m. gewölbtem Bug, Schwanz, Kamm). — K . Willvonseder, Oberösterreich in der Urzeit (1933) 71 Abb. 76, 1
(Halbmondfibel, 2 Vogelprotomen). Taf. 6, 3. 20; 17, 3. — S. auch C 21, D 23, G d 3 ,1 1 6 , J 19.
91. H a m m e r s d o r f (Gusterita, Erzsebetfalva, Szenterszebet), Kom . Szeben, Hort. C. Goos, Chronik der archäol.
Funde Siebenbürgens (1876) 26f. J. Hampel, Bronzkor 2, 143ff. V. Parvan, Getica (1926) 309. 312 Abb. 200, 3. 4.
Eurasia 12, 1938,160 Nr. 62. Aufsteckvögel. Taf. 6,17.
92. H a r t , K r. Kolmar, Elsaß, Fundumst. ? Faudel u. Bleicher, Materiaux pour une etude prehistorique de l’Asace 3
Taf. 15, 4. Halbmondrasiermesser m. degenerierten Vogelköpfen am Griff.
93. H a s s e n h a u s e n , Ldkr. Marburg-Kirchhain, Hügelgrab. Prähist. Zeitschr. 28/29, 1937/38, 15ff. 36 Abb. 11, 10,
Fibel, Vogelplastik.
94. H a u t e r iv e , Neuenburger See, K t. Neuchätel, Pfahlbau. V. Groß, Les Protohelvetes (1883) Taf. 26, 66. Tonvogel,
Zinneinlagen. S. auch B 22, D 24, E 15, G g 7.
95. H e e g e r m ü h le , K r. Eberswalde, Gräber (? ). C. Schuchhardt, Der Goldfund vom Messingwerk bei Eberswalde
(1914) 12. — Altschlesien 3, 1931, 200 Abb. 100. Vogelkopftüllen. Tülle mit 3 ganzen Vögeln und 2 Protomen.
Taf. 14, 4.
96. H o c h b ü h e l bei Meran, Tirol. Nachweis H. Müller-Karpe. Mus. Innsbruck. Doppelprotomengehänge.

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H 9 7 — 128

97. H o h e n w a ld e , K r. Landsborg a. W ., Hort. J. Undset, Das erste Auftreten des Eisens in Nordeuropa (1882)
Taf. 20,14. — E. Sproekhoff, Niedersäehsische Depotfunde der jüngeren Bronzezeit (1932) 57. — Germania 28,
1944/50, 21 f. (Chr. Pescheek). Zierbuekel mit ganzen Vogelfiguren oder Doppelvögeln. „E in paar 100“ .
98. H o r a t h , Kr. Bernkastel, Hort. S. E 18, G c 4. Tierkopfgehänge.
99. H r ä d e n in , Bez. Kolin, Nordostböhmen, Gräber. F. Dvorak, Wagenbestattungen der älteren Eisenzeit in Böhmen
(1938) 96 Abb. 65. Bronzegefäßhenkel m. Stierfigur u. Vogel. S. auch D 25.
100. H r a s t je bei Großlup, Krain, Hügelgrab. M. Much, Kunsthistorischer Atlas (1889) Taf. 57, 2 = Mitt. Anthr. Ges.
Wien 14, 1884, 52 Abb. 6 = J. Sundwall a. a. O. 61 Abb. 31c. Dragofibel, langer Fuß m. Endknöpfen, Vogelfigur.
101. J e n z ig bei Jena, Siedlung. Mannus 32, 1940, 244 Abb. 1. Gußform f. Gehänge: Dreieckaufhänger, Doppelprotomen,
2 Ringe als Abschluß. Taf. 11,18.
102. K a s t l h o f bei Riedenburg, Ldkr. Beilngries, Oberpfalz, Hügelgrab. Bayer. Vorgesehichtsbl, 12, 1934, 14 A bb. 1, 9.
Figurenfibel m. Vogelbesatz.
103. K ir ä ly s z e n t i s t v ä n , Westungarn. Nachweis Fr. Holste. Mus. Veszprem. Vogelfig. aus Ton, 2 Füße. 2 Exemplare.
104. K is - K ö s z e g , K om . Baranya, Gräber. Wiener Prähist. Zeitschr. 4, 1917,40 Abb. 8. Bogenfibel m. Dreieckfuß u.
Doppelprotomen. Gestielter Protomenanh. Vgl. Mainzer Zeitschr. 2, 1907, 42 Abb. 5, 9. S. auch A 79, D28, F 10, K 40.
105. K le in le e s a u , Ldkr. Pegnitz, Oberfranken, Grab. Prähist. Zeitschr. 24, 1933, 107 Abb. 2, 2. Bronzeschale m.
Vogelkopf henkel.
106. K o l z i g , K r. Grünberg, Hort. Schles. Vorz. NF. 4, 1907, 30 Abb. 38. Altsehlesien 6, 1936, 154 Abb. 84. Spiral­
plattenfibel m. Kreuzbalkennadel, 3 Vögel auf dem Bügel.
107. K o m jä t h , Kom . Liptö (Liptau), Slowakei, Hort. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 56, 1; 120, 21— 23. Achsenstifte,
3 Vogelprotomen. Taf. 6, 27.
108. K r e n d o r f , Bez. Laun, Böhmen, Hort. M. Much, Kunsthistorischer Atlas (1889) Taf. 27, 7. Geschlitzte Bommel
m. 2 Protomen (Vögel?).
109. K r i v o k l ä t , Bez. Puchöv, Slowakei, H ort (? ). S. B 27 (Vogelschieber, Lanzettanh.).
110. K u d r y n c e , Bez. Borszczöw, Polen, Fundumst. ? W iener Prähist. Zeitsehr. 25, 1938, 129ff. 144 Taf. 2, 5. Przeglgd
Arch. 8, 1949, 239 Taf. 42. Gestielte Protomenanhänger.
111. K u m a n o v o , Bez. Skoplje, Grab. Spomenik Akad. Beograd 77, 141/48, 271 A bb. Vogelanh., Protomendeckel eines
Vasenanh.
112. L a M o t t e d’A t t a n c o u r t , D6p. Haute-Marne, Hügelgrab. J . Döchelette, Manuel 2 ,1 (1924) 464 A bb. 195. Ring,
Vogelbarken. Latönezeit.
113. L a n d s b e r g a. W ., K r. Landsberg, Grab. Nachrichtenbl. f. Deutsche Vorz. 1, 1925, 37. 2, 1926, 45. „ 1 Tonplastik
in Gestalt eines Vogels“ .
114. L a r n a u d , Dep. Jura. H ort. E . Chantre, Age du bronze 1 (1875) Taf. 50, 6. Aufsteckvogel. S. A 85, B 28,D 30, G f3 .
115. L e n g y e lt ö t , K om . Tolna, H ort. Dolgozatok 16, 1940, 57ff. Taf. 1, 8. 9. Tutuli m. doppeltem Vogelkopf. S. A 88
u. G e l .
116. L e s c h w it z , K r. Liegnitz, Grab. M. Zimmer, Die bemalten Tongefäße Schlesiens (1889) Taf. 2,1 1. Vogelkopf-
schöper, Ton.
117. L im o n e b. Montenero (Livorno), Toscana, Gräber. O. Montelius, Civ. prim. Taf. 169, 5. Trensenknebel, gebogener
Ast, Schlußknopf, Vogelprotomen. S. auch J 28.
118. L in d o s auf Rhodos, Heiligtum. Chr. Blinkenberg, Lindos 1 (1931) Abb. 221. Vasenanhänger, einseitiger (? )
Vogelkopf.
119. L i t i c , Südböhmen, Hügelgrab. Sbornik Pilsen 8, 1923, 11 Abb. 6. Aufst.-Vogel.
120. L ju b u r ic a p o lj e zw. Marincovgrad u. Kusace, Bez. Rogatiea, Glasinac, Bosnien, Hügelgrab. Wiss. Mitt. aus
Bosnien u. d. Herzegowina 1, 1893, 124 Abb. 30. Doppelvogel m. gestielter Ringöse u. Standfuß.
121. L o z z o A t e s t in o (Padova), Grab. O. Montelius, Civ. prim . Taf. 50, 8. Fr. v. Duhn u. Fr. Messerschmidt, Italische
Gräberkunde 2 (1939) Taf. 10 d. Vogelwagen.
122. L u d w ig s b u r g (Pflugfelden), „Röm erhügel“ . O. Paret, Urgeschichte Württembergs (1921) 69 A bb. 13, 2. 3 Frgmte.
von Bronzevögeln m. lang ausgezogenem, verz. Schwanz.
123. L ü t k e n b e r g b. Burg, Kr. Kottbus, Brandenburg, Grab. Zeitschr. f. Ethn. 29, 1897 (362). T on vogel in Schale. Zur
Verbr. d. Schalentyps a. a. O. (591) (H . Jentseh).
124. L ü t z k e n d o r f, K r. Querfurt, P rov. Sachsen, Hort. N. Äberg, Chronologie 5 (1935) 64 Abb. 116. 2 Spiralplatten­
fibeln m. Kreuzbalkennadeln, Vogelschieber. Taf. 6, 2.
M a ie r sc h . S. Nr. 86.
125. M a lt b a e k , A m t Ribe, Jütland, Moorfund. S. Müller, Oldtidens Kunst 2 (1921) 34 Abb. 126. Prähist. Zeitschr. 7,
1915, 116f. 106 A bb. 7 b. Lure, auf der K ette Vögel.
126. M a r in o (Roma), Fossagrab 29. N ot. Scavi 1924, 500 Abb. 46. Anh. aus gegeneinandergestellten Einzelvögeln,
Queröse. S. auch Grab 26, a. a. 0 . 472 A bb. 22.
127. M a r k s t ä t t e n , Ldkr. Parsberg, Oberpfalz, Gräber. Prähist. Zeitschr. 24, 1933, 106. Beitr. z. Anthr. u. Urgesch.
Bayerns 9, 1891, 146. Aufsteekvögel auf Tongefäßen. 8 Exempl.
128. M a r s ilia n a d’A lb e g n a (Grosseto), Toscana, Banditella, Gräber 32 u. 53. A . Minto, Marsiliana (1921) Taf. 24, 5 ;
32,1 (Pferdegeschirr m. Vogelprotomen oder ganzen Vögeln). — Fossa con eircolo di Perazzeta. A . a. O. Taf. 3 3 ,7. 8;
34, 3 (wie oben). — Banditella, Grab 1. A . a. O. Taf. 46, 5 (Aufsatz m. Vogelfig. Eisen). S. auch A 9 8 ,1 24.

liüin.-ßcrm. Forschungen 20. 14 105


H 129— i?)

129. M assa M a r it t im a , Lago delFAccessa (Grosseto). Mon. Ant. 35, 1933 Taf. 5, 1c. Trensenknebel in Gestalt eines
Pferdes, Rückenpferd, zw. d. Beinen Vierfüßler u. Vogel. — S. auch A 99.
130. M a tr e i, Verw. Bez. Innsbruck, Tirol. Nachweis H. Müller-Karpe. Mus. Innsbruck. Kamm, 2 Vogelköpfe.
131. M e ch e l (Meclo) im Nonsberg (Trento), Tirol, Gräber. L. Campi, Sepolcreto di Meclo Taf. 7, 11 (Nav.-Fibel, Fuß
fragm., 1 Vogel). 15 (Vogel m. Gabelschwanz). — Mon. Ant. 37,1938, 414 Abb. 166 (Dreieckanh. m. Doppelprotomen).
132. M e d v e d z ie , Bez. Orava. S. B 36 (VogelSchieber, Lanzettanh.).
133. M e g a ra H y b lä a (Siracusa), Gräber. S. A 101 (Vogelanh.). — Mon. Ant. 1, 1892, 910 Abb. Wie oben.
133a. M in d e lh e im , Bayerisch-Schwaben, Grab. Bayer. Vorgeschichtsbl. 18/19, 1952, 187 Abb. 30, 2. Bronzeschöpfer
m. Vogelkopfgriff.
134. M o lin o d e lla B a d ia b. Krammichele (Caltagirone), Gräber. Bull. Paletn/ Ital. 31, 1905, 124 A bb. 28. Aufsteck­
vogel. K o p f stilisiert. S. auch A 104. Taf. 6, 24.
135. M o n c e a u -L a u r e n t , Gemde. Magny-Lambert, Dep. Cote d’or, Hügelgrab. J. Döchelette, Manuel 3 (1927) 130
Abb. 246, 6 = M. Hoornes u. O. Menghin a. a. O. 49 Abb. 10. Durchbrochene Dreieckanh. m. vierfachen Vogel-
protomon an einer weitgerippten Ziste. — Fragment eines Vogelkopfschöpfers: J. Dechelette a. a. O. 2, 2, 642
Abb. 246, 2.
136. M o n te P r im o b. Pioraco (Macerata), Marche, Hort. O. Montelius a. a. O. Taf. 120, 19 = N. Äberg, Chronologie 1
(1930) 30 A bb. 75 = J . Sundwall a. a. O. 258 Abb. 437 (J I I a b 1). Bogenfibel m. eingesteckter Leiste, 6 Auf-
steekvögel.
137. M o n t e r o b e r t o bei Jesi (Ancona), Marche. S. G a 3 (Tierkopfgehänge).
138. M ö r ig e n , Bieler See, K t. Bern, Pfahlbau. 7. Pfahlbauber. 1876 Taf. 10, 1. „Schlüssel“ m. Vogelplastik. S. auch
A 105 a, D 36, Gg 9, K 60.
139. M ü h la u , Verw.Bez. Innsbruck, Tirol, Grab. Schumacher-Festschr. (1930) 116ff. Taf. 2, 12 = K . H. Wagner,
Nordtiroler Urnenfelder (1943) Taf. 9, 12 = Mon. Ant. 37, 1938, 203 Abb. 69. Durchlochter Aufsteckvogel. Taf. 6,14.
S. auch A 107, B 39, K 61.
140. N a g y b a r ä t i, K om . Györ, Westungarn, Grab. S. Gallus u. T. Horväth, Un peuple cavalier proscythique (1939)
Taf. 65, 7. 9. Gestielte Protomenanh.
141. N a g y d ö in, K om . Veszprem, Westungarn, Hort. J. Hampel, Bronzkor 3 Taf. 195, 18. Aufsteckvogel.
142. N a g y k a n ic z a , K om . Zala, Westungarn, Fundumst. ? Arch. Frt. 33, 1913, 339 Taf. 19, 154. Fibel, Vogelbügel.
143. N a g y -S in k , K om . Küküllö, Hort. S. B 41. Tutulus m. Doppelprotomen. Taf. 11,12.
144. N a r c e - F a l e j i i (Roma), Lazio, Petrina, Grab 16 (24). Mon. Ant. 4, 1894 Taf. 9, 47 = O. Montelius a. a. O. Taf. 316,
6 (Anh. aus gegeneinandergestellten Vögeln, Queröse). Mon. ant. a. a. O. Taf. 12, 4 = 0 . Montelius a. a. O. Taf. 316,
5 = A. Roes, Greek Geometrie Art (1933) 74 Abb. 62 (Beilanh., 1 Vogel). Taf 11, 8. — Falerii-Montarano, Grab 27.
Mon. Ant. a. a. O. Taf. 12, 2 (Beil, 2 seitl. Vogelköpfe. Halbmondrasiermesser m. degenerierten Vogelköpfen). —
Monte lo Greco, Grab 18. Mon. Ant. a. a. O. Taf. 8, 4 (Incensiere, Deckel m. Doppelvogel); 21, 9 (Stab, 2mal 2 Vogel­
köpfe). — Falerii, Grab 25. Mon. Ant. a. a. O. Taf. 12, 53 (Halbmondrasiermesser, degenerierte Vogelköpfe am
Ringgriff). — Narce, Grab 19 M. E. Hall Dohan, Italic Tom b Groups (1942) Taf. 20, 14 (Dreieckanh., Vogelbarke,
Ärmchen). — Verschiedene Funde. Not. Scavi 1887 Taf. 6, 4 (Pferdegeschirrteil, Vögel). 6 (Rahmenaufsatz m. weibl.
Figuren, Rahmen u. Fig. m. Vögeln besetzt). — H. Th. Bossert, Geschichte des Kunstgewerbes 1 Taf. 16 (Auf­
steckvogel). S. auch I 26, J 32.
145. N e m e jic e , Südböhmen, Hügelgräber. A. Stocky, La Boheme k Tage du fer (1933) Taf. 1 8 ,6 .9 . 10 (Aufsteck­
vögel). — Prehistoire 1, 1932, 25 Abb. 2m . J. Schränil, Die Vorgeschichte Böhmens und Mährens (1928) 234. Gürtel­
teil (vierspeichiges Rad, Ösen m. Dreieckanh. behängen) mit 4 aus einem Gefäß pickenden Vögeln. „Latönezeit“ (?).
146. N e s a z io (Pola), Istrien, Gräber. A . Puschi, La necropoli preromana di Nesazio (1905) 110 Abb. 91. Aufsteckvogel
m. gewölbtem Bug. Taf. 7, 20. S. auch J 33.
147. N e u b r a n d e n b u r g , Mecklenburg-Strelitz, Hort. E. Sprockhoff, Jungbronzezeitliche H ortfunde Periode IV (1937)
Taf. 16, 1. 3 Ringe, Vogelkopfenden.
148. N e u h a u s , Ldkr. Beilngries, Oberpfalz, Hügelgrab. Prähist. Zeitschr. 24, 1933, 107. Beitr. z. Anthr. u. Urgesch.
Bayerns 19, 1915, 46. Kanne m. Vogelkopfhenkel. Tonvögel.
149. N ie s it z , Württemberg, Hügelgrab. Matöriaux 1881,81 Abb. 65. Schöpfer m. Vogelkopfgriff.
150. N o v ila r a (Pesaro), Marche, Molaroni, Grab 135, s . G a 4 (Tierkopfgehänge). — Servici, Grab 1. Mon. Ant. 5, 1895
Taf. 9, 21 (Incensiere, Griffe 2 Vogelköpfe). — Grab 5. A . a. O. Taf. 11, 3 = 0 . Montelius a, a. O. Taf. 144, 11
(Nav.-Fibel, 2 ganze Vögel, reicher Kettenbehang, anthropom. Anh.). — Grab 30. O. Montelius a. a. O. Taf. 150,
11 = R . M aclver, The Iron Age in Italy (1927) Taf. 23, 11 (Incensiere, Henkel 2 Vogelköpfe m. Kamm, Deckelgriff
Doppelvogel). — Grab 58. O. Montelius a. a. O. Taf. 148, 13 = R . M aclver a. a. 0 . Taf. 25, 8 (anthrop. Gestalt m.
Aufstecknadel, je 2 Vögel am Aufhängering u. auf d. Oberschenkeln). — Ferner Not. Scavi 1892, 16 (Beilanh.,
1 Vogelfig.). — S. auch A 114, G a 4, 1 30.
151. O b e r k e h le , K r. Trebnitz, Fundumst. ? Altschlesien 3, 1931, 189 Abb. 5. Deichselwagen, 3 Räder, Stierkopftülle,
Vogelplastik. Taf. 6, 26.
152. O b e r m e d n it z , Kr. Sagan, Hort. Schles. Vorz. NF. 9, 1928, 5 Abb. 2. Spiralplattenfibel m. Kreuzbalkennadel,
Vogelplastik.
153. O d e r d in g , Ldkr. Weilheim, Oberbayern, Hügelgrab. Beitr. z. Anthr. u. Urgesch. Bayerns 19, 1915, 91f. Taf. 22,
75. 2 Halbmondfibeln, Vogelprotomen.

106
H jj4 — i 8i

164. O e d e n b u r g (Sopron), Westungarn, Hügelgräber. Mitt. Prähist. K om m . Wien 1 ,4 ,1 8 9 7 ,2 3 1 A bb. 44. Mitt.
Anthr, Ges. Wien 21, 1891, 73 ff. Abb. 15. Tonschale, Aufsteckvögel. — S. auch K 65.
155. O -F u t t a fc , K om . Bäcs-Bodrog, Südungarn, H ort. Nachweis W . Kim m ig. Mus. Budapest. Aufsteckvogel. S.
auch G e7.
165a. O ly n t h o s , Chalcis (Saloniki), Heiligtum. Vogelanhänger. Nachweis Fr. Holste.
156. O ss e ro auf Cherso (Fiume), Gräber. Not. Seavi 1924,147 A bb. 26. 27. Dreieckanh., Doppelprotomen. Taf. 12,1. 6.
157. O s te r n ie n b u r g , K r. Köthen, Anhalt, Grab 11. E. Sprockhoff, Zur Handelsgeschichte der germanischen Bronze­
zeit (1930) Taf. 11, 2. Ders., Jungbronzezeitl. Hortfunde Taf. 26, 15. Ring, Vogelpaar. S. J 34.
158. P a t e li, Makedonien. Nachweis Fr. Holste. Vasenanh., Doppelprotomen. Ferner Pfauhahn (Mus. Istanbul).
159. P e c s - J a k a b h e g y , K om . Baranya, Westungarn, Hügelgrab. Arch. Frt. 77, 1950, 6 Abb. 4. Taf. 6. Bronzetülle
m. 2 gehörnten Vogelköpfen. Taf. 14, 6.
160. P e p in v ille bei Reichersberg, Lothringen, Grab. Jahrb. d. Ges. f. Lothr. Gesch. u. Altkde. 15, 1903 Taf. 30, 8.
Aufsteckvogel.
161. P e r u g ia , Fundort unbekannt. Finska Fornm. Tidskrift 45, 1945, 89 Abb. 3 ,1 1. Henkelscheibe, anthropomorphe
Gestalt, Doppelvogel.
162. P e t e r in s e l, Bieler See, K t. Bern, Pfahlbau. Th. Ischer, Die Pfahlbauten des Bieter Sees (1928) 129 Abb. 124, 1.
Kamm mit Doppelvogel. Taf. 11,14. S. auch C 32, G e 8.
162a. P h e r a e , Thessalien, Heiligtum. Gefäßanhänger mit Protomendeckel. Vogelanhänger. Nachweis Fr. Holste.
163. P iz z u g h ih ü g e l (Parenzo), Istrien, Gräber. Bull. Paletn. Ital. 11, 1885 Taf. 2, 12. A . Amoroso, Le neeropoli
preistoriche dei Pizzughi (1889) Taf. 9, 13. 19. Aufsteckvogel, Vögel m. gewölbtem Bug, am K o p f Aufhänger (? ).
S. auch J 36.
164. P o d la c e , Bez. Rogatica, Glasinac, Bosnien, Hügelgrab. Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzegowina 1, 1893, 101
Abb. 182 = Mitt. Anthr. Ges. Wien 19, 1889, 41 ff. Abb. 79. Vogelanh. „bosnischen“ Typs. Taf. 7,12.
165. P o g g ib o n s i, Val d’Elsa (Siena), Toscana, H ort (?). Bull. Paletn. Ital. 31, 1905, 212 Abb. 4 u. 5. Nav.-Fibel,
2 plast. Vögel, fragm. Fuß (gelängt). S. A 123.
166. P o p u lo n ia bei Piombino (Livorno), Toscana, Poggio delle Granate, Grab. Not. Scavi 1921, 205 Abb. 10 (Halb­
mondrasiermesser m. Vogelköpfen am Griff). — Poggio della Porcareccia, Fossagrab. Mon. Ant. 34, 1931, 378
Abb. 45 (Anh. m. eingerollten Enden u. degeneriertem Doppelprotom). — Podere di S. Cerbone, Kammergrab.
Not. Scavi 1934, 374 Abb. 27 = J. Sundwall a. a. O. A bb. 447 (J I I ß b 2) (Nav.-Fibel, Fuß fragm., 3 Vogelfig.). —
Ferner N ot. Scavi 1923, 141 Abb. 11 (Rotellina m. Achsenschaft, Vögel m. aufgewölbter Brust). S. auch B 45,
I 36, J 39.
167. P o r t , Bieter See, K t. Bern. Festsehr. f. E. Tatarinoff (1938) 22ff. Jahrb. d. Bern. Hist. Mus. in Bern 17, 1937, 82.
Ring m. Kugelbesatz u. Vögeln. Latenezeit.
168. P o t s d a m - E ic h e , H ort (? ). Germanenerbe 1937, 107 Abb. Deichselwagen, Stierkopftülle, 3 Räder, Vögel (nur
ein E x. erh., ursprüngl. vier).
169. P r ä c h t in g , Ldkr. Staffelstein, Oberfranken, Hügelgrab. Prähist. Zeitsehr. 24, 1933, 107. Bronzeschale m. Vogel­
kopfhenkel.
170. P r a h a - S t f e s o v i c e , Grab. J. Sehränil, Die Vorgeschichte Böhmens und Mährens (1928) Taf. 40, 6. Bronzeschate
m. Vogelkopfgriff. S, o. S .5 0 f. Anm. 3 (Vogelklapper).
171. P r ä n e s te (Palestrina) (Roma), Tom ba Bemardini. O. Montelius, Civ.prim .Taf. 366,17. Feuerbock m. Vogelkopfenden
P r e ß b u r g s. Bratislava.
172. P r o z o r bei Otocac, Bez. Gospiö, Kroatien. S. Ljubiö, Popis Zagreb 1 (1889) Taf. 22, 118. 119 (Vögel m. gewölbtem
Bug, zwei Ringösen, zwei Füße, bei einem Vogel Kamm). 132. 134. 138 (Anh. in Menschengestalt m. Vogelarmen).
Taf. 7, 8. 21.
173. Q u a d e r n a (Bologna), Grab. O. Montelius a. a. 0 . Taf. 9 4,17 = J. Sundwall a. a. O. 255 A bb. 427 (J I c 1). Fibel
m. Bügel aus doppeltem Vogelkopf.
174. Q u e r n , K r. Flensburg, Schleswig, Fundumst. ? A . u. h. V. 2 (1864) 3 Taf. 4,11. Kamm, im Rund 2 gegeneinander-
gekehrte Vögel.
174a. R a d a n ja , Makedonien, Gräber. Fouilles et reeherches (Sofia) 1,1948, 91 Abb. 60 (Gefäßanhänger mit Protomen­
deckel). 93 Abb. 62. 63 (Vogelanhänger).
175. R a m o n te b. Marzabotto (Bologna), Gräber. G . Gozzadini, D e quelques mors de cheval italiques et l’epee de
Ronzano (1875) Taf. 3, 8. Anh. m. eingerollten Enden u. doppeltem Vogelkopf. Taf. 12,12.
176. R a m s b e r g , K r. Cammin, Pommern, H ort. 2. Beiheft z. Erw. u. Forschungsber: Stettin 1936,13. Vogelplastik
auf Blechfragment. Taf. 6,15.
177. R a p p e n a u , K r. Sinsheim, Baden, Hügelgrab. E . Wagner, Fundstätten und Funde 2 (1911) 349. N . Äberg,
Chronologie 2 (1931) 58 Abb. 117. Vogelkopfhenkel an Bronzegef.-Frgm.
178. R a t a je bei Säzav, Böhmen, H ort. Pamätky Arch. 43,1947/48 (1950), 102ff. Abb. 1. Geschlitzte Bommel, doppelter
Vogelkopf.
179. R e a lo n , Dep. Hautes-Alpes. S. A 131 (flankierende Protom en?), D 42.
180. R e m e ls , Kx. Leer, Ostfriesland, H ort. E . Sprockhoff, Jungbronzezeitliehe Hortfunde Periode IV (1937) Taf. 16, 20.
K . H. Jacob-Friesen, Einführung in Niedersachsens Urgeschichte 174 Abb. 204. Bronzeröhre, Vogelpaar. Taf. 11, 6.
181. R ie g s e e , Ldkr. Weilheim, Oberbayern, Hügelgrab. J . Naue, Die Bronzezeit in Oberbayern (1894) 32 Taf. 18, 5 .1 1 5
Anm . 1. Messer, G riff mit Vogel( ?)-kopfende. S. auch A 134.

14 * 107
H 1 8 2 — 209

182. R im a s z o m b a t , K om . Gömör, Slowakei, Hort. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 112, 4. Gehänge, Vogelkopf (?).
Taf. 10, 5.
183. R i v o l i (Verona), Gräber. M. Hoernes u. O. Menghin a. a. 0 . 459 Abb. 12. Anh., degenerierte Vogelköpfe, Variante
d. Anh. m. eingerollten Enden. S. I 38.
184. R o m a , Forum, Pozzo C. N ot. Scavi 1903, 151 Abb. 29 (Hausurne, doppelter Vogelkopf über „L u ke“ ). — Doliopozzo
Y . Not. Scavi 1906, 289 Abb. 35 (wie oben). — Esquilin, Via Lanza, Grab 94. Mon. Ant. 15, 1905 Taf. 11, 6. 20
(Dreieckanh. m. doppl. Vogelkopf, am Schild). — Grab 85. A. a. O. Taf. 12, 27 = J. Sundwall a. a. O. 258 J I I a c 5
(Sanguisugafibel, etwas verlängerter Fuß, 3 Vögel). — Verschiedene Fundstellen. Prehistoire 1,1932, 25 Abb. 2
(Ring m. Vögeln). — G. Gozzadini a. a. O. Taf. 1, 4. 9 (Trensenknebel in Gestalt eines Pferdes, 1 Vierfüßler u.
1 Vogel zwischen den Beinen). — S. auch I 40, J 40.
185. R o n z a n o (Bologna), Gräber. G. Gozzadini a. a. 0 . Taf. 1, 1 (Trensenknebel, gebogener Ast, Schlußknopf, Pferdchen­
besatz, Protomenenden).
186. R o r b e c k , A m t Frederiksborg, Seeland, Hügelgrab. A. P. Madsen, Afbildninger a f danske Oldsager, Broncealderen
(1876) Taf. 23, 12. Antennengriffmesser m. Vogelplastik.
187. R o s e n fe l d e , K r. Regenwalde, Hinterpommern, Grab. Erw.- u. Forschungsber. Stettin 1935 Abb. 2. Nachrichtenbl.
f. Deutsche Vorz. 14, 1938 Taf. 42, 1. „Deichselwagen“ , 3 Räder, 3 Vögel, Ton. Taf. 4, 8.
188. R o v is c e , Ger.Bez. Gurkfeld (Krsko), Bez. Ran (Bresice), Krain, Hügelgrab. Wiener Prähist. Zeitschr. 2, 1915, 116
Abb. 5, 11. 13. Vogelfiboln, langer Nadelhalter, Abschluß Vogel m. Standfuß.
189. S a b a c (Sabäc), Bez. Loänica, Nordwestserbien, Fundumst. ? S. Gallus u. T. Horväth a. a. O. Taf. 50, 2. Gestielter
Protomenanhänger.
190. S a la s bei Velehrad (Bez Stare Mesto, Mähr. Altstadt), Hort. S. B 55. (Vogelschieber, Lanzettbehang).
191. S a le r n o , Kampanien, Fundumst.? S. B 56 (Vogelwagen, Lanzettbehang).
192. Z w is c h e n S a m o w it z u n d N ik o p o l, bulgar. Donauufer. Bucuresti 2, 1936, 17 Abb. 4. Gestielter Protomenanh.
193. S a n M a r tin o , Terr. Capenate (Roma), Grab. Mon. Ant. 16, 1906, 396 Abb. 21. Beilanh., 1 Vogelfig. m. gewölbtem
Bug. Taf. 12,19.
194. St. K a n z ia n (Triest), Grab. A . Mahr, Grave Material from Carniola (Mecklenburg-Collection) (1934) Taf. 27, 159.
Vogel, gehobener Gabelschwanz.
195. St. K a t h a r e in (Katefinku), Bez. Troppau, Hort. S. B 57, G f 4 (Vogelschieber, Lanzettbehang). Taf. 6,11.
196. S t. M a r e in , Magdalenenberg, Krain, Hügelgrab. Wiener Prähist. Zeitschr. 2, 1915, 99 Abb. 1,18. Figurenfibel,
am Fuß Vogelplastik.
197. St. M a r g a r e th e n b. Littai, Bez. Laibach, Gräber. Materiaux 1884, 135 Abb. 77. Strichverz. Vogelanh. m. ge­
wölbter Brust. — Mitt. Anthr. Ges. Wien 14, 94 Taf. 7, 6, Protomengehänge. S. G b, I 45, K 77. Taf. 11, 16.
198. S a n ta L u c ia bei Tolmino (Triest), Grab 314. C. Marchesetti, Scavi nella necropoli di S. Lucia presso Tolmino
1885— 1892 (1893) Taf. 20,12 (Pferdchenfibel, auf dom Nadelhalter eine Vogelfig.). — Grab 1311 (wie oben) a. a. 0 .
Taf. 20, 9. — Grab 1932. — A . a. O. Taf. 20, 10 (wie oben). — Grab 2235. A. a. 0 . Taf. 24, 37 (Vogel m. Aufhänger,
gezacktem Schwanz u. gewölbtem Bug). — Grab 2935. A . a. 0 . Taf. 29, 7 (Aufsteckvogel). S. auch A 144, D 48,
G g 11, I 46.
199. S a n z e n o (Trento). Mon. Ant. 37, 1938, 414 Abb. 165. Anh. m. eingerollten Enden u. dopp. Vogelkopf. Weitere
Exempl. Nachweis G. v. Merhart. Mus. Innsbruck. Taf. 12,11.15. Ebendort Pferdegeschirrteil aus 2 Pferdeköpfen,
darunter zwei Vogelköpfe.
200. S a r d in ie n . Vdlenza, Hort. Mon. Ant. 11, 1901 Taf. 16, 7 = Not. Scavi 1882 Taf. 18, 14 (Bronzeschiff, Vogel­
besatz). — St. Cristina bei Paulitatino. Bull. Paletn. Ital. 39, 1914 Taf. 6, 3 = Not. Scavi 1913, 102 Abb. 3 (Bronze­
schiff, Widderkopf, Vogelbesatz). — Monte Sa Idda, Hort. Bull. Paletn. Ital. 44, 1924 Taf. 11, 6 = Mon. Ant. 27,
1921, 63 Abb. 89 (Henkelscheibe eines Bronzegefäßes [ ?], 2 Vögel). — Santa Vittoria di Serri. Not. Scavi 1911, 307
Abb. 15; 1922, 316 Abb. 27— 29. 317 Abb. 30— 33. Mon. Ant. 23, 1914, 369 Abb. 40; 34, 1931,19 Abb. 9. 10 (Vogel­
plastik).
201. S c h w a c h e n w a ld e , K r. Arnswalde, Neumark, Hort. A . Bastian u. A . Voß, Die Bronzeschwerter (1878) Taf. 3, 24.
Plattenfibel, auf dem Bügel 2 nach außen schauende Vögel.
202. S e lin u n te (Trapani), Sizilien, Santuario della Melaphoros. Mon. Ant. 32, 1927, 354 Abb. 149. Vogelköpfe versch.
Form.
203. S f.-G h e o r g h e P ä d u r e n i (Erdöszentgyörgyi), Hort. M. Roska, Vorgeschichte des Seklerlandes 40 Abb, 49, 28.
Schöpfer m. Vogelkopfgriff.
204. S ie b e n e ic h , Gemde. Terlan (Bolzano), Südtirol. Bozener Jahrb. f. Gesch., K ultur u. Kunst 1931/34, 298 Abb. 4, 3.
Mitt. d. Zentralkomm. 1877, C X IV . Aufsteckvögel m. gewölbtem Bug. Taf. 7,18.
205. S k a lle r u p , Ksp. U dby, Am t Prästö, Seeland, Grab. S. B 60 (Kesselwagen, Lanzettanh.). Taf. 6,12.
206. S k je r n e , Falster, Hort. A . P. Madsen a. a. O. Taf. 40, 17 = I. Undset, Das erste Auftreten des Eisens in Nord­
europa (1882) Taf. 30, 10 = S. Müller, Oldtidens Kunst 2 (1921) 52 Abb. 185. Tüllenbeschlag m. Stier-Vogelkopf.
Taf. 13, 3.
207. S lim m in g e , Am t Vemmenhögs, Schonen, Grab. O. Montelius, Minnen frän vär forntid (1917) Abb. 1343. Nord.
Plattenfibel, als Nadelrast eine Vogel( ?)-Figur.
208. S m ilja n , Bez. Gospic, Kroatien, Gräber. Vjesnik Zagreb 8, 1905,195 Abb. 25, 9. Anh. in Mensehengest., als
Arme zwei ganze Vögel.
209. S o c o l a c , Bez. Rogatica, Glasinac, Bosnien, Hügelgrab. Mitt. Anthr. Ges. Wien 19,1889,144 Abb. 189 = Prä-
historica 4, 1939 Taf. 4, 11. Vogelanh. „bosnischen“ Typs.

108
H 2 1 0 — 2)8

210. S ö d e r m a n la n d , Fundort, Fundumst. ? 0 . Montelius, Svenska fornsaker (o. J.) 64 Abb. 223. Nord. Plattenfibel,
Nadelring aus zwei Vogelköpfen.
211. S o m ly ö v a s ä r k e ly , Kom . Veszprem, Westungarn, Hügelgrab. 24./2S. Ber. R G K . 1934, 104f. Tonvögel.
212. S o v a n a bei Arbello, Gräber. A. Mahr, Prehist. Grave Material from Carniola Taf. 27, 161. Dreieckanh., 2 Vogelköpfe.
213. S p a d a r o lo (Forli), Fundumst.? Not. Scavi 1894,308 Abb. 17 = Finska Fornm. Tidskrift 45, 1945, 189 A b b .3,
9 = 0 . Montelius, Civ. prim. Taf. 96,10 = O. Hoernes u. O. Mengbin a. a. 0 . 60 Abb. 2. Henkelscheibe (? ), menschl.
Gestalt, Doppelvogel.
214. S p a tz e n h a u s e n , Ldkr. Weilheim, Oberbayern, Hügelgrab. J. Naue, Die Hügelgi'äber zwischen Ammer- und
Staffelsee (1887) Taf. 36, 3. Svenska Fornm. Tidskrift 11, 1902, 17 Abb. 15. Kanne m. Vogelkopfhenkel.
215. S p ä ln a c a (Ispänlaka), K om . Alsö-Fejer, Westrumänien, Hort. Fr. Holste, Hortfunde Südosteuropas (1951)
Taf. 47, 25. Messer m. Vogelkopfgriff. Ferner: Aufsatzvogel. S. A 155, B 61.
216. S t a t z e n d o r f, Verw.Bez. St. Pölten, Niederösterreieh, Grab. Jahrb. d. Zentralkomm. NF. 2, 1, 1904, 60 Abb. 69.
Gestielter Protomanh. — S. auch K 87.
217. S t a u d a c h , Ger.Bez. Wildshut, Oberösterreieh, Hort. Mitt. Anthr. Ges. Wien 67,1937, 288ff. Abb. 1 = Prae-
historica 4, 1939 Taf. 4, 2 = K . Willvonseder, Oberösterreich in der Urzeit (1933) 68 Abb. 72. 3 Vögel auf Ring.
Wagenteile. Taf. 6, 6.
218. S t e in b e e k , K r. Oberbarnim, Brandenburg, Hort. I. Undset, Etudes sur Tage de bronze en Hongrie (1880) 98
Taf. 11, 1. Nord. Plattenfibel, auf d. Bügel 2 nach außen schauende Vögel.
219. S t e in k ir c h e n , Ldkr. Deggendorf, Niederbayern, Grab. Wiener Prähist. Zeitschr. 27,1940, 9 Abb. 2, 1. Schöpfer
m. Vogelkopfgriff, Punkt-Buckel-Dekor.
220. S t o c k h e im , Ldkr. Gunzenhausen, Hort. S. B 62. A . a. O. Taf. 2, 6. Aufst.-Vogel. Taf. 6,18.
221. S t r a s k o v bei Roudnice, Bez. Hradec Krälove, Nordostböhmen, Grab. Fr. Dvoräk, Wagengräber der älteren
Eisenzeit in Böhmen (1938) Abb. 12. Trensenknebelring m. Vogelkopf.
222. S t f e l e c - H r d o h o v i e e bei Sobötka, Bez. Jiem, Hort. S. B 64 (Vogelschieber, Lanzette).
223. S u e s s u l a (Caserta), Kampanien, Gräber. Röm . Mitt. 1887, 251 Abb. 20, 17 (Halbmondfib., ganze plastische Vögel,
Vogelanh.). — Archaeologia 36, 1855 Taf. 27, 3 (Halbmondfib., ganze plast. Vögel). — Röm . Mitt. a. a. O. 250
Abb. 19, 5 = Mitt. Prähist. Komm. 1, 4, 1897, 189 Abb. 6 (Pseudoviolinbogenfibel, Vogelbarke, menschl. Gestalt,
vgl. auch J. Sundwall a. a. O. 257 Abb. 435 J l i a a 1). — R öm . Mitt. a. a. O. Abb. 19,18 s. G b (Dreieckgehänge,
durchbrochen, Vogelköpfe, Taf. 11,15). — Not. Scavi 1878, 107 Taf. 6, 6. Mon. Ant. 15, 1905 Taf. 24, 1. J. Sund­
wall a. a. O. 259 Abb. 441 J I I « c 6 (Sanguisugafibel, Diskusfuß, 3 Vögel, gewölbter Bug u. Rücken).
224. S v ij ä n y , Bez. Turnov, Nordostböhmen, Hort. S. B 65. A . a. O. Taf. 38, 1 - 3 . A. Stocky, La Boheme ä l’äge du
fer (1933) Taf. 10, 1 - 6 . 8. 9. 13 - 15. 17. 19 - 21. 23. 24. J. Dechelette, Manuel 2, 1 (1924) 448 Abb. 187, 3. Auf­
steckvögel, Vogelkopftüllen. Taf. 6,1 9 ; 14, 5.
225. S z a b o lc s , K om ., Nordungarn (Theißgebiet), Fundort u. Fundumst. imbekannt. J. Hampel, Bronzkor 2 Taf. 182,
3. Fragm. „K om m andostab“ , auf dem (erh.) Arm Vogelplastik.
226. S z a m o s bei Szatmär, K om . Szatmär. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 69, 7. Vogelbarke. Taf. 11,19.
227. S z ä s z v ä r o s s z e k , K om . Hunyad, Westrumänien, Fundumst. ? J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 58, 2 = Prähistorica 4,
1939 Taf. 1, 2 = Prehistoire 1932, 51 Abb. 15, 2. Kesselwagen, Längsachsen u. Deckel m. Vogelköpfen. Taf. 4, 7.
228. T a m ä s i, K om . Tolna, Westungarn, Gräber. M. Wosinsky, Tolnavärmegye az öskortöl a Hontoglalasig (1896)
Taf. 119, 8. Fibel, verlängerter Fuß, 6 Vogel( ?)-Köpfe. S. auch F 27.
229. T h a ilin g , Verw.Bez. Linz, Hügelgrab. S. G 38, 0 d 6. Tierkopfgehänge. A. a. O. Taf. 10,1.
230. T h a lm ä ß in g , Ldkr. Hilpoltstein, Mittelfranken, Hügelgrab. Altbayer. Monatsschr. 5, 1905, 44. „Bronzezwingen,
die beiderseits Schwanenprotomen entsenden“ (zu Pferdegeschirr).
231. T ir y n s (Navplion), Argolis, Hort. Athen. Mitt. 55,1930, Beil. 34,1. Becher m. Aufsteckvogel. — Beil. 33 m. Abb.
Vogelanh. v. „bosnischen“ Typ an Dreifuß.
232. T ö g in g , Ldkr. Altötting, Oberbayern, im Inn gefunden. Bayer. Vorgeschichtsbl. 17, 1948 Taf. 17,1. Aufsteck­
vogel. Taf. 6,10.
233. U f f in g , Ldkr. Weilheim, Oberbayern, Hügelgrab. Beitr. z. Anthr. u. Urgesch. Bayerns 19,1915, 92 Taf. 22, 74. 2
Halbmondfibeln m. Vogelköpfen. — S. auch A 173.
234. U io a r a d e Sus (Felsöujvär), Jud. Alba, Hort. Fr. Holste, Hortfunde Südosteuropas (1951) Taf. 44, 43. Aufsteck­
vogel. Vogel m. zwei Füßen (Nachweis J. Werner, Mus. Klausenburg). S. A 174, F 30.
235. Ü fe t ic e , Bez. Chrudim, Böhmen, Grab. J. Schränil, Die Vorgeschichte Böhmens und Mährens (1928) Taf. 40,12.
Bronzegefäßhenkel, Stier- u. Vogel( ?)-köpfe.
V a c e s. Watsch.
236. V a d e n a -P fa t t e n bei Caldaro (Kaltem), Tirol, Grab 138. Mon. Ant. 38, 1940, 416 Abb. 95. Anh. m. eingerollten
Enden u. dopp. Vogelkopf. Weitere Exempl. Nachweis H. Müller-Karpe. Mus. Innsbruck. Taf. 12,13.14. S. auch
G 40, J 49.
237. V a is o n , Dep. Vaucluse, Hort. S. G c 5 (Tierkopfgehänge).
238. V a lla m a n d , Murtner See, K t. W aadt, Pfahlbau. R . Munro, Les stations lacustres (1908) Abb. 8, 11.12. Kämme
m. dopp. Vogelköpfen. S. auch A 180, C 41.

109
H 2 M - 2 J 3

239. V e ji (Rom a), Grab 18. O. Montelius, Civ. prim. Taf. 348, 2 = N. Äberg, Chronologie 1 (1930) Abb. 240 (Halb-
mondrasiermesser m. degenerierten Vogelköpfen am Griff). — Grab 780. N. Äberg a. a. 0 . 91 Verz. Nr. 30 (San-
guisugafibel, Fuß etwas verlängert, 3 Vogelköpfe). — Valle la Fata, Grab 5. Not. Scavi 1929, 337 Abb. 12 (Halb­
mondrasiermesser m. Vogelköpfen am Griff). — Verschiedene Funde. O. Montelius a. a. O. Taf. 348, [6. 7. Bull.
Paletn. Ital. 22, 1896, 241 Abb. 7. Vogelplastik. — O. Montelius a. a. O. Taf. 352, 7. Plattenwagen m. Vogelplastik.
S. auch I 58, J 51.
240. V e le m St. V id , Korn. Vas, Siedlung. S. A 181, B 72, D 52, F 29, K 99. K . v. Miske a. a. O. Taf. 23, 19; 38, 15;
54, 4. 5. 25. 26; 55, 14. 15. J. Hampel, Bronzkor 3 Taf. 238, 18. 19. Aufsteekvogel. Dreieckanh. m. dopp. Vogel­
kopf (ein weiteres Exempl. m. Ring, ohne Innenzeichnung des Blattes im Nat. Hist. Mus. Wien). Doppelprotomen.
Doppelvogel, Stielöse (u. a. Gußform!). Tonvögel. Taf. 11,2 ; 12,2.
241. V e l ik i M o s u n j, Bosnien, Hort. Nachweis W . Kirnmig. Mus. Serajevo. Aufsteckvögel.
242. V e lk e Z e r n o s e k y (Groß Tschernosek), Bez. Litomefice, Hort. S. B 73 (Vogelschieber, Lanzettanh.). Taf. 6, 25.
243. V e l le t r i (Rom a), Fundumst. ? Fr. v. Duhn u. Fr. Messerschmidt, Italische Gräberkunde 2 (1939) 65 m. Lit.
Anm. 13. Vogelwagen.
244. V e r o n a , Fundumst.? Mitt. Prähist. Komm. Wien 1 ,3 , 1893, 103 Abb. 27. Dreieckanh. m. dopp. Vogelkopf an
Feuerbock.
245. V e r u c c h io bei Rimini (Forli), Lavatoio, Grab. Not. Scavi 1894, 292. Henkclscheibe.
246. V e t r a lla (Rom a), Montano, Fossagrab 3. Not. Scavi 1914,314 Abb. 7 = J. Sundwall a. a. O. 258 J I I a c 2 .
Sanguisugafibel, Fuß fragm., 3 Vogelköpfe.
247. V e t r o p ä c z (Vetropatz), Serbien, Fundumst.? Arch. ß rt. 16, 1896, 188 Abb. 2; 18, 1898,448. S. Gallus u.
T. Horväth a. a. O. 39 Taf. 56, 2. 4. Gestielte Protomanh.
248. V e t u lo n ia (Grosseto), Toscana, a) Poggio alla Quardia. Not. Scavi 1928, 48 (Gebißteil, Vogelköpfe). O. Montelius
a. a. 0 . Taf. 178, 7 (Trensenknebel in Gestalt eines Pferdes, Doppelvogel). J. Falchi, Vetulonia (1891) Taf. 6, 9
= N. Äberg a. a. O. Abb. 195 (Hausurne, Firstdoppelprotom).
b) Circolo dei coni. I. Falchi a. a. 0 . Taf. 13, 14 = 0 . Montelius a. a. O. Taf. 189, 9 (Knebelring, Vogelplastik);
180, 7 (Bronzegefäßgriff, 1 Aufsteekvogel). 17 = Not. Scavi 1895, 312 Abb. 26 (Kandelaber, Adorantengestalt,
4 Vögel).
e) Circolo di Bes. I. Falchi a. a. O. Taf. 8, 10. 13 = O. Montelius a. a. 0 . Taf. 181,15 = N. Äberg a. a. O. Abb. 302
(Trensenknebel in Gestalt eines Pferdes, 1 Vierfüßler, 1 Vogel. Daran Anh. m. Vogelköpfen). I. Falchi a. a. 0 .
Taf. 8, 16 (Bropzegefäßhenkel m. Vogel); 20, 20 (Dreifuß m. Reiter- u. Vogelplastik).
d) Circolo dei Lebeti. Not. Scavi 1913, 346 Abb. 21. Plattenwagen m. Vogelplastik.
e) Circolo del Tridente, Grab 2. R . Maclver, Villanovans and Early Etruscans (1924) Taf. 23 = Not. Scavi 1908, 425
Abb. 3 (Anh. m. eingerollten Enden u. zweifachen Doppolprotomen). S. A 186. O. Montelius a. a. 0 . 869ff. Abb. p
(Schöpfer m. Vogelkopfhenkel, Ton). Grab 3 ,1 . Not. Scavi 1908, 435 Abb. 19 = Finska Fornm. Tidskrift45, 1945,
89 Abb. 3, 8 (Henkelscheibe m. menschl. Gestalt u. Doppelvogel).
f) Circolo delle Pelliccie 2. I. Falchi a. a. O. Taf. 15, 33 (Pferdegeschirrteil m. Vogelplastik). 5 = R . M aclver a. a. 0 .
Taf. 24 unten = M. Hoemes u. 0 . Menghin a. a. 0 . 499 Abb. 9 (Kandelaber, 2 Vogelbarken m. Gefäßträgerin als
Abschluß).
g) Circolo degli Acquastrini. I. Falchi a. a. O. Taf. 17, 26 (Pferdgeschirrteil m. Vogelplastik).
h) Tomba del Duce. Milani, Studi e materiali 2 Abb. 274 = R . Maclver a. a. 0 . Taf. 22,1 (Bronzeschiff, Doppel-
und einfache S-Protomen).
i) Circolo delle Lande. I. Falchi a. a. 0 . Taf. 17, 11 (wie Acquastrini).
j) Ripostiglio della bambina bei dem circolo del Guerriero. Not. Scavi 1900, 473 Abb. 2. 0 . Montelius a. a. 0 .
Taf. 190, 2 {Knebeltrense m. gebogenem Ast, Schlußknopf, Pferdebesatz m. Vogelköpfen).
k) Val di campo. I. Falchi a. a. 0 . Taf. 18, 6 = 0 . Montelius a. a. O. Taf. 183, 21 = Finska Fornm. Tidskrift 45,
1945, 89 Abb. 3, 4 (Henkelscheibe, Vogelbarke, zwei nach außen schauende Vogelköpfe auf dem Rahmen).
l) Ripostiglio des Franchettatales. Not. Scavi 1900, 492 Abb. 33 = Bull. Paletn. Ital. 37, 1901,181 Abb. 11 = 0 . Mon­
telius a. a. 0 . Taf. 197, 9 = R . M aclver a. a. 0 . Taf. 26, 8 = Finska Fornm. Tidskrift 45, 1945, 89 Abb. 3, 2 (Henkel­
scheibe, Vogelbarke, zwei nach außen schauende Vogelköpfe auf dem Rahmen). Taf. 13, 2.
m) Caldana. Not. Scavi 1928, 51 Abb. 4 (Knebelbehang, Vogelplastik).
n) Ferner Not. Scavi 1900, 473 Abb. 2 (Trensenknebel m. gebogenem Ast, Schlußknopf u. Vogelköpfen). 481 Abb. 15
(Kandelaber, auf den Füßen 4 Vögel). S. auch A 186, I 59, J 53.
249. V ie t g e s t , Kr. Güstrow, Mecklenburg-Schwerin, H ort. A . u. h. V . 3, 3 (1881) Taf. 2, 8. E . Sprockhoff, Jungbronze­
zeitliche Hortfunde Periode IV (1937) 22 Taf. 30, 10. Tutulusvogel. Taf. 6, 23.
250. V illa n o v a (Bologna), Gräber. 0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 95, 9 (Prunkbeil, 2 seitl. Vogelköpfe); V III, 86 = 90,
7 = J. Sundwall a. a. 0 . 259 J I I /S a 2 (Nav.-Fibel, langer Fuß, 4 Knöpfe, 1 Vogel m. Standfuß). 0 . Montelius
a. a. 0 . Taf. V III, 89 = 90, 8 = J. Sundwall a. a. 0 . 259 J II/? a 3 (wie oben, 3 Vögel m. gewölbtem Bug u. Stand­
fuß). M. Hoemes u. 0 . Menghin a. a. O. 459 Abb. 7 (Frauenstatuette m. Ring, je zwei Vögel auf Hüfte u. Ring,
Taf. 13, 5). — Vogelkopfschöpfer: 0 . Montelius Taf. 91, 19. — S. auch J 54.
251. V illin g e n , Kr. Villingen, Hügelgrab. E. Wagner, Fundstätten und Funde 1 (1908) 112 Abb. 74. Aufsteekvogel.
S. D 54.
252. V i t e r b o (Roma), wohl aus Grab. Zeitschr. f. Ethn. 22, 1890,51. Vogelwagen, Stierkopf.
253. V la s k o S e lo , Vratsaebene, Bulgarien, Einzelfund. Bull, de ITnstitut Arch. Bulgare 2, 1923/24, 126 Abb. 58d.
2 gestielte Protomanh. Taf. 12, 23.

110
H 2J4— 2 j i G

254. V o g h e n z a (Ferrara), Fundumst. ? Mitfc. Prähist. Komm. 1, 3, 1893, 107 Abb. 42. Pferdchenanh., auf K o p f u.
Schwanz je eine Vogelfigur.
255. V o l t e r r a (Livorno), Monte Bradoni, Pozzo. Bull. Paletn. Ital. 2,1876, 151 Taf. 5, 5 = 0 . Montelius a. a. 0 .
Taf. 171, 23 = A . Roes, D e oorsprong der geometrische Kunst (1931) 193 Abb. 120 A . Trensenknebel in Gestalt
eines Pferdes, 1 Vierfüßler, 1 Vogel zw. d. Beinen. Taf. 12, 20. — O. Montelius a. a. O. Taf. 171, 25. Rasiermesser
m. Vogelköpfen am Griff. S. A 189.
256. V u lc i (Roma), Grab. 0 . Montelius a.a .O . Taf. 258,10 = N. Äberg a. a. 0 . Abb. 235. Halbmondrasiermesser m.
Vogelköpfen am Griff.
257. W a c k o n ig , Bez. Klagenfurt, Karten, Fundumst.? Nachweis H. Müller-Karpe. Mus. Klagenfurt. Messer m.
Vogelkopfgriff.
258. E n n s , Oberösterreich, Schottergrube. Mitt. Anthr. Ges. W ien 46,1916,27 Taf. 3. Gußform einer gestielten Vogelfigur.
259. W a s s e ln h e im , K r. Molsheim, Elsaß, Fundumst.? Antiqua 1891 Taf. 20, 4. Stabhenkel eines fragm. Bronze­
gefäßes, 2 gegeneinandergestellte Vögel, aufgewölbter, rechtwinkliger Bug.
260. W a t s c h (Vace), Ger.Bez. Littai (Litija), Krain. Nachweis H . Müller-Karpe. Mus. Laibach. Navicellafibeln, langer
Fuß, Endknopf, 1 Vogel bzw. 1 Vogel auf Fuß. — S. auch I 61.
261. W e in it z (Vinica), Krain, Grab. A . Mahr, Prehistoric Grave Material from Carniola (The Mecklenburg Collection)
Taf. 16, 88. Dreieckanh. m. doppeltem Vogelkopf.
262. W ic ^ n , Bez. Zloczöw, Gräber. Przeglqd Areh. 8, 1949, 239 Taf. 41. Gestielte Protomanh.
263. W ie s e n a c k e r , Ldkr. Parsberg, Oberpfalz, Grab. N . Äberg, Chronologie 2 (1931) 46 Abb. 85. 49 A bb. 94. Zeitschr.
f. Ethn. 33, 1901 (279) Abb. 3-4. Schöpfer m. Vogelkopfgriff, Ton u. Bronze. — S. auch I 62.
264. W ü t e n , Verw.Bez. Innsbruck, Grab. K . H. Wagner, Nordtiroler Umenfelder (1943) 132 Taf. 3 4 ,1 7 ; 38,11.
Vogelanh. S. A 194, B 76.
265. W il z h o fe n , Ldkr. Weilheim, Oberbayem, Hügelgrab. Beitr. z. Anthr. u. Urgesch. Bayerns 19,1915, 91 Taf. 23, 76.
Halbmondfibeln m. Vogelköpfen, 2 Exempl.
266. Z o la P r e d o s a (Bologna), Grab. P. Ducati, Storia di Bologna 1 (1928) 101 Abb. 40. Anh. m. eingerollten Enden u.
Doppelprotom, an Ziste. Schöpfer m. Vogelkopfgriff.
267. Z ö ly o m , K om ., Slowakei, Fundort unbek. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 60 ,5. Trensenknebel in Gestalt eines
Pferdes, Rückenpferd, zwischen den Beinen 2 gegeneinandergestellte Vögel. Taf. 12, 24.
268. Z s u jt a , K om . Abauj, Slowakei, Hort. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 57. Tüllenbeschlag, Vogelkopf. Taf. 13,9.
269. Z ü r ic h -A lp e n q u a i, K t. Zürich, Pfahlbau. 10. Pfahlbauber. 1924 Taf. 3, 5. „Schlüssel“ m. Vogel. — S. auch
K 112.
270. Z w e t e s c h b. Watsch, Ger.Bez. Littai, Krain, Grab. Mitt. Anthr. Ges. W ien 13, 1883, 177ff. Taf. 14. Nav.-Fibel,
langer Fuß, Endknopf, 1 Vogel m. Standfuß.
271. Fundorte unbekannt.
A. B a s ilic a t a . Prehistoire 1,1932, 53 Abb. 16, 6 (Vogelwagen, „Canosa“ ). — Mitt. Prähist. K om m . W ien 1, 1897,
195 Abb. 15 = M. Hoemes u. O. Menghin a. a. 0 . 499 Abb. 2 (Zistendeckel, u. a. Vogelbarke m. menschl.
Gestalt, „Basilikata“ ).
B. A p u lie n . Mitt. Anthr. Ges. Wien 47,1917,133 Abb. 25-26 (Vogelbarken auf Kugeln, Ringaufhänger, Taf. 11,4).—
M. Mayer, Apulien (1914) Taf. 5, 10 (Beilanh., doppelte Vogelbarken).
C. S ü d it a lie n . O. Montelius a. a. O. Taf. V 36 = J . Sundwall a. a. 0 . 439 J l i a c 1 (Fibel, Sanguisugaform,
Bügel bandartig, Drahtsaum, 3 Vögel m. Standfuß).
D. K a m p a n ie n . Mitt. prähist. K om m . Wien 1, 3, 1893, 107 Abb. 43 (Pferdchenfibel, 1 Vogel m. Standfuß auf
dem Rücken). — A . a. 0 . 1,1897, 190 Abb. 7 = Arohaeologia 36, 1855 Taf. 27 = M. Hoernes u. 0 . Menghin
a. a. O. 499 Abb. 3 (Plattenwerk, u. a. Einzelvögel, Dreieckgehänge m. seitl. Vogelköpfen, s. G b, Vogelbarken
m. menschl. Gestalten, Vogelköpfe (? ) um „Sonnenscheiben“ . — Mitt. Prähist. Komm. Wien a. a. O. 195
Abb. 13 = Arehaeologia a. a. 0 . Taf. 27, 2 (Pseudoviolinbogenfibel, u. a. Aufsteekvögelchen, aus dem gleichen
Grab wie Plattenwerk ?).
E. M it t e lit a lie n . O. Montelius a. a. 0 . 377 Abb. 4a-c (Vogelwagen, Stierköpfe). — Finska Fornm. Tidskrift 45.
1945, 82 A bb. 1 (Henkelscheibe m. 2 schnäbelnden Vögeln). — O. Montelius a. a. 0 . Taf. 375, 5. 9. 12 (Prunkbeile
m, Vogelköpfen oder ganzen Vögeln). — A . a. O. Taf. 375, 1 = N. Äberg a. a. O. 65 Abb. 172 (Halbmond­
rasiermesser m. degenerierten Vogelköpfen am Griff).
F. U m b r ie n . A . Roes, De oorsprong der geometrische Kunst (1931) Abb. 120c = Dies., Greek Geometrie A rt
(1933) 24 Abb. 15b (Pferdeanh., Vogelfig. au f dem Rücken). — U. Calzoni, II Museo preistorico in Perugia.
Itinerari dei Musei 71, 1940, 60 = Finska Fornm. Tidskrift 45, 1945, 89 A bb. 3, 5. 11 (2 Henkelscheiben, eine
mit menschl. Gestalt und 2 Vögeln, die andere ohne menschl. Gestalt, Doppelvogel [ ?]).
G. P ic e n u m . R . M aclver, Iron Age in Italy (1927) Taf. 28 unten (Tierkopfgehänge). — 0 . Montelius a .a .O .
Taf. 160, 6 (wie oben).

111
H 271H—I 10

H. I ta lie n . M. Hoernes, Urgeschichte der bildenden Kunst1 (1898) Taf. 10,9 (Boilanh., dopp. Vogelkopf). —
A. Roes, Greek Geometrie A rt (1933) 102 Abb. 84 (Pferdeplastik, auf dem Rücken Vogel m. aufgewölbtem
Bug). — Mitt. Prähist. K om m . Wien 1, 1887, 195 Abb. 14 = M. Hoernes u. ö . Menghin a. a. O. 499 Abb. 4
(Plattenwerk, u. a. Aufsteckvögel). — Mitt. Prähist. Komm. a. a. O. 190 Abb. 16 = M. Hoernes u. 0 . Menghin
a. a. O. 499 Abb. 1 (Scharniergürtel, aufgesteckte Vögel). — A . Roes, a. a. 0 . 86 Abb. 69 (Beilanh., dopp. Vogel­
kopf, an Ösen „A ffen “ , Taf. 11, 20). — Archaeologia 36, 1855 Taf. 26, 14 (Nadel, Vogel). — L ’Anthropologie 7,
1896, 171 Abb. 351 = Antiqua 1890 Taf. 15, 5 = J. Dechelette, Manuel 2, 1 (1924) 481 Abb. 205 (Beilanh. m.
Vogelfig.). — 0 . Montelius a. a, 0 . Taf. V 37 = J. Sundwall a. a. O. 258 Abb. 438 J II a b 2 (Bogenfibel, auf
dem Bügel 5 Vögel).
I. S c h w e iz . Antiqua 1885 Taf. 14,4 (Kamm m. Vogelköpfen).
K . U n g a rn . J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 56, 2 (Achsenstift, 3 Vogelköpfe); 68 ,5 (Vogelgefäß, s. K 96); 63 ,4
(Radgehänge, dopp. Vogelkopf, Taf. 10,9); 66 ,3 (Flachrelief, Vogel). 6 c (gest. Protomanh., Taf. 12,21);
69, 6 (Vogelbesatz). 3, 121 Abb. 3 = S. Gallus u. T. Horvath a. a. 0 . Taf. 47, 6; 46, 1. Arch. firt. 29, 1909, 251
Abb. 9, 10 (gestielte Protomanhänger, Taf. 12, 22). — Arch. Ert. 14, 1894, 386 (Vogel auf geschlitzter Bommel
m. Standfuß, rechteckig gebogener Bug, Taf. 7, 19). — I. Undset, Etudes sur Tage de bronze en Hongrie (1880)
Taf. 9, 5 (Doppelvogel, Taf. 11,1). — Mainzer Zeitschr. 2, 1907, 44 Abb. 7 (gestielter Protomanh.). — Ipek
1939/40, 62 Abb. 11b (Doppelvogel, Stielöso, Taf. 11,11). — Nachweis W . Kimmig, Mus. Budapest (Messer m.
Vogelkopfgriff).
L. D ä n e m a rk . 1. Undset, Das erste Auftreten des Eisens in Nordeuropa (1882) Taf. 30, 9 (Trapezrasiermesser,
2 Vogelköpfe, ein ganzer Vogel). 8 (Pinzette m. Vogel).
M. S c h o n e n . I. Undset a. a. 0 . Taf. 30, 4 (Antennengriffmesser, Vogelkopf).

I. Vogelbilder in Treibarbeit.
Abkürzungen: BP = Buckel-Punktdekor. — P = gleichgroße Punkte. — ST = Stempel. — K S = Kreisscheibe. —
f R B = Itingbuckel, Würfelauge.

1. B ie r n a c ic e , Kr. Turek, Polen, Hort. Przeglqd Arch. 7, 1946, 106ff. Abb. 1. Bronzeblecheimer, Vogelbarken
an KS, BP.
2. B is e n z io (Capodimonte), Bolsener See (Roma), Le Bucacce, Grab 10. Mon. Ant. 11, 1901, 450 Abb. 38 = R . Mac-
Iver, Villanovans and Early Etruscans (1924) Taf. 32, 4. Goldscheiben, S-Vögel. S. II 13. — Grab 8. Not. Scavi
1928, 450 Abb. 46. Situla, gereihte Vogelköpfe, BP, RB.
3. B jä r s jö h o lm , Bjäresjö Sn., Herrestad Hr., Schonen, Hort. O. Montelius, Minnen fran vär forntid (1917) Abb. 1167.
Doppelkon. Amphore, Vogelbarke, K S , BP.
4. B o lo g n a , Benacci II, Grab 220. Bull. Paletn. 38, 1913, Taf. 1 (ST, RB). S. H 16c. — Grab 543. O. Montelius
a. a. 0 . Taf. 74, 4 = R . M aclver a. a. 0 . Taf. 4, 6 = Prähist. Zeitschr. 34/35, 1949/50, 136 Taf. 2, 4. Gürtelblech,
dopp. Vogelbarke. K S , BP, R B . — S. A 14, C 8, H 16, J 5, K 4.
5. B u d s z e n t m ih ä ly , K om . Szabolcs, Nordungarn (Theißgebiet), Fundumst.? Kulturhistoriska studier tillägnade
N. Äberg (1938) 82 Abb. 7. Protomenreihung, BP.
6. C a n n s t a t t, Württemberg, Hügelgrab. Germania 19, 1935, 265 Abb. 11 Taf. 35, 3. Goldbleche m. gereihten
S-Vögeln. Wohl ST.
7. C e r in a s ca d ’A r b e d o (Bellinzona), K t. Tessin, Grab. R . Ulrich, Die Gräberfelder in der Umgebung von Bellinzona
(1914) Taf. 17, 4 = R . M aclver, Iron Age in Italy (1927) Taf. 22, 6. Gürtelblech, ST.
8. C o r n e t o -T a r q u in ia (Roma), Poggio pell Impiccalo, Grab 2. Not. Scavi 1907, 64 Abb. 17 a = 30. Ber. R G K .1940,
7 Abb. 1, 11 (A II 2) (Kappenhelm, gereihte Vogelköpfe, BP, R B ). — Monterozzi, Pozzo v. 22. 2. 1882. O. Montelius,
Civ. prim. Taf. 281, 29 = Not. Scavi 1882 Taf. 18, 19 = N. Äberg, Chronologie 1 (1930) Abb. 215 (Gürtelblech,
einseitige zweifache Vogelköpfe an K S , Doppelvogel auf 2 Füßen, ST). O. Montelius a. a. O. Taf. 281, 26 = N. Äberg
a. a. 0 . Abb. 211 = Zeitschr. f. Ethn. 23, 1891, 244 Abb. 10 (Bronzegefäß in Villanovaurnenform, Vogelbarken an
RB , P). — Pozzo v. 8. 3. 1883. 0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 282, 19 (Bronzegefäß, Vögel m. Gabelschwanz, RB,
s. H 40c, J 8). — Not. Scavi 1885 Taf. 14, 5 = 30. Ber. R G K . 1940, 7 Abb. 1, 13 (A I I 3) (Kappenhelm, gereihte
Vogelköpfe, BP). — Not. Scavi 1882, 180 = O. Montelius a. a. 0 . Taf. 276, 11 = Ber. R G K . a. a. O. 21 Abb. 6, 1
(C II I 5) (Kammhelm, einfache Vogelbarken, BP, RB). — Tomha del Guerriero. O. Montelius a. a, O. Taf. 288, 13 ==
N. Äberg a. a. O. 98 Abb. 294 (Goldblech, Doppelköpfe u. ganze Vögel, ST). — S. auch A 35, H 40, J 8.
9. C u m ae (Napoli), Grab 48. Mon. Ant. 22, 1913, 254 Abb. 92. Silberband, darauf Vogel-ST, Gefäßträger. S. auch
A 38, Gb, G g 4, H 41.
10. D e js in a , Bez. Plzen, Südwestböhmen, Hügelgrab. J. Schränil, Die Vorgeschichte Böhmens und Mährens (1928)
Taf. 40, 1. L. Pic, Starozitnosti 1 ,2 (1900) 54 Abb. 9, 20. Breitrandschüssel, Vogel-ST, Sterne.

12
I II — 29

11. E n t ic la r zw. Kurtatsch u. Margroid, Tirol, Fundumst. ? Mitt. Zentralkomm. Wien NF. 9, 1883, 34 Abb. 13.
M. Kunsthistorischer Atlas (1889) Taf. 69, 9. Mon. Ant. 37, 1938, 394 Abb. 154. Fragm. einer Breitrandschale {? ),
Vogel-ST.
12. E s t e (Padova), Pia casa di Ricovero, Grab. Bull. Paletn. Ital. 27,1901, 196 Abb. 2. Taf. 11 B (Situla, dopp.
Vogelbarken an K S, BP, RB). — Capodoglio, Grab. A . a. 0 . Taf. 12 = Mon. Ant. 7, 1897, 19 A bb. 4a. 21 Abb. 4 b =
R . Maclver, Iron Age in Italy (1927) Abb. 6 = N. Äberg a. a. O. 189 Abb. 545 (Situla, dopp. Vogelbarken an KS,
BP, RB ). Taf. 9, 4. — 2 weitere Situlen mit doppelten Vogelbarken aus dem ehern. Museo del Cataio, jetzt Naturhist.
Mus. Wien. G. v. Merhart, Studien in Festschr. d. Röm.-Germ. Zentralmuseums in Mainz 2 (1952) 49 Taf. 23, 2. —
Damit ergeben sich für Este, soweit ersichtlich, 4 Situlen mit doppelten Vogelbarken. — Grab 49. N. Äberg a. a. 0 .
190 Abb. 548 (Blech, Vogel-ST). — S. auch A 51, H 57, C 15, J 12, K 19.
13. F illin g e s , Dep. Haute-Savoie, Fundumst.? Prehistoire 3, 1934, 99 Abb. 7, 2. 3. 101 Abb. 8. 102 Abb. 9 ( = Ur­
schweiz 10, 1946, 33 Abb. 21). 103 Abb. 10. 104 Abb. 11. Rev. Arch. 3. Ser. 39, 1901, 313 Abb. 4. Panzer m. ge­
triebener Protomenverz., geöffnete K S, PB. Taf. 9,10.
14. G r a n z in , Kr. Parchim, Mecklenburg-Schwerin, Hort. E . Sprockhoff, Zur Handelsgeschichte der germanischen
Bronzezeit (1930) Taf. 29a. A . u. h. V . 5 (1911) Taf. 56, 1018. Svenska Fornm. Tidskrift 11,1902, 10 Abb. 9. Eimer,
Vogelbarke um K S , BP.
15. H a jd u b ö s z ö r m e n y , K om . Hajdu, Nordostungam, Hort. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 65, 3 = S. Gallus u.
T. Horvath, Un peuple cavalier prescythique en Hongrie (1939) Taf. 17, 5. Eimer, Vogelbarken an K S, BP. Taf. 8,17
16. H a l ls t a t t , Verw.Bez. Gmunden, Grab 14. J. Gaisberger, Die Gräber bei Hallstatt (1848) Taf. 7, 3. M. Hoernes,
Das Gräberfeld von Hallstatt (1921) 12 (Breitrandschüssel, Vogel-ST, Sterne). — Grab 260. M. Hoernes a. a. O. 5f.
(Breitrandschüssel, Vogel-ST, R B ). — Grab 271. E. v. Sacken, Das Grabfeld von Hallstatt (1868) Taf. 22, 2 (weit­
gerippte Ziste, Vogel-ST, RB ). — Grab 273. M. Hoernes a. a. O. 8 (wie Grab 260). — Grab 500. E. v. Sacken a. a. O.
Taf. 23, 3 = N. Äberg, Chronologie 2 (1931) Abb. 12 (Kanne m. Hörnerhenkol, Vogel-ST). — Grab 507. E. v. Sacken
a. a. O. Taf. 22, 3 (doppelkon. Kessel, Vogel-ST, Radornament); 24 ,7 = K . Willvonseder, Oberösterreich in der
Urzeit (1933) Abb. 75, 2 (? ) (Breitrandschüssel, Vogel-ST, Buckel); 8 ,8 (Bronzeplatte m. Kammvögeln, ohne
Schwanz, ST). — Grab 577. M. Hoernes a. a. O. 21 (wie Grab 260). — Grab 607. M. Hoernes a. a. O. 5 (wie Grab 260,
doch Sterne). — Grab 664. M. Hoernes a. a. O. 22 (Gürtelblech, Vogel-ST). — Grab 669. E. v. Sacken Taf. 9, 8
(Gürtel, Vogel-ST). — Grab 671. E. v. Sacken a. a. O. 11, 3 (Gürtel, Vogel-ST, RB ). — Grab 677. M. Hoernes
a. a. 0 . 34 (wie Grab 607). — Grab 789. M. Hoernes a. a. O. 24 (wie Grab 607). — Grab 836. E. v. Sacken Taf. 11, 4
(wie Grab 669). — E. v. Sacken Taf. 10, 7 (wie Grab 669); 24, 6 (Breitrandschüssel, Vogel-ST, RB ). 8 (Breitrand-
sehüssel, Vogel-ST, Sterne). — A . u. h. V. 2, 3 (1864) Taf. 5, 4 (Breitrandschüssel, Vogel-ST, RB ). — S. auch C 21,
G d 3, H 90, J 19.
17. H o la s k y , Bez. Brno, Mähren, Hügelgrab. J. Schränil a. a. 0 . 196. Breitrandschüssel, Vogel-ST, Sterne.
18. H o r ä k o v , Bez. Brno, Mähren, Grab. L. Cervinka, Kultura popelnicovych poli na Moravö 2 (1911) 42. Pamätky
Arch. 35, 1926/27, 383. Nachweis Fr. Holste. Mus. Brno. Breitrandschüssel, Vogel-ST, Sterne.
19. K le in - G l e in , Sulmtal, Ger.Bez. Arnfels, Steiermark. Prähist. Zeitsehr. 24, 1933, 219ff. Pommerkogel. A. a. O.
Abb. 9. 10a (Eimer, doppelte Vogelbarke an K S, BP). Abb. 18 (Ziste 2, ganze Vögel m. aufgewölbtem Bug, BP).
239 (Ziste 4, ein W'asservogel). Abb. 22 (Zistendeckel 5, ganze Vögel m. Gabelschwanz, S T ? RB ). — Schmiedkogel.
A. a. O. Abb. 28. Taf. l a (Ziste 7, ganze Vögel, ST u. BP). Abb. 29 (Zistendeckel 9, ganze Vögel, S-Form m. Gab­
elschwanz, Kammbildung, ST). Abb. 30 u. S. 252, ferner A. u. h. V . 3, 7 [1881] Taf. 3, la ) (Zistendeckel 10 u. 10a:
einfache Vogelbarken, BP). — Kröllkogel. A. a. O. Taf. l c (Ziste 13, S-Vögel in BP, Dreiecke, in Vogelköpfe aus­
laufend, BP). 258 Abb. 35 (2 Eimer, doppelte Vogelbarke an K S , BP). Abb. 42— 44 (Ziste 11, Vögel, Halbkreis­
schwanz, gewölbter Bug, BP). A bb. 45a. b (Ziste 12 wie Ziste 11). 269f. u. Abb. 46 (Zistendeckel 12 u. 13, S-Vögel,
BP). — S. auch K 41.
20. K u n is o w c e , Bez. Horodenka, Galizien, Hort, äwiatowit 17, 1936/37, 273 Taf. 7, 4. Bronzeblechkessel, Vogel­
barken, K S, BP.
21. L a v in d s g a a r d , Amt Ronninge, Fünen, Hort. Svenska Fornm. Tidskrift 11, 1902 A bb. 2 J. Brondsted, Danmarks
Oldtid 2 (1939) 171 Abb. 156 . Bronzeblechamphore, Vogelbarken um K S , BP.
22. L ü c k y , Bez. Ruzomberok (Rosenberg), Slowakei, H ort. Sbornik raus. slov. spolocnosti 15,1910, 31 Abb. 1. Eimer,
Vogelbarken um K S , BP. Taf. 8,16.
23. M a g y a r k e r e s z t e s , Kom . Vas, Grab. Arch. firt. 3. Ser. 3, 1942, 155f. Taf. 15, 27— 32. Vogel-ST. S. auch A 91.
24. M a r s ilia n a d ’A lb e g n a (Grosseto), Banditella, Fossagrab 14. A . Minto, Marsiliana (1921) Taf. 12, 19a (Goldblech
m. gereihten S-Vögeln, wohl ST). — Fossagrab 2. A . a. O. Taf. 14, 13— 16 (wie oben). — Fossagrab 41. A. a. O. 88.
261 Abb. 26 (Vogel-St. auf Schild). — Fossa di Perazzeta. A . a. 0 . Taf. 13, 9 (Goldblech, Vogel-ST, S-Form).
S. auch A 98, H 128.
25. M o n t e v e g lio (Bologna), Grab. E . Gerhard, Etruskische Spiegel (1843) Taf. 1, 7 = P. Ducati, Storia di Bologna 1
(1928) 249 Abb. 115. Deckel einer gerippten Ziste, überkreuzte doppelte Vogelbarken an K S , BP. Taf. 9, 5.
26. N a r c e -F a le r ii (Roma), Grab 38. N. Äberg, Chronologie 1 (1930) Abb. 331. Doppelkon. Bronzegefäß m. Stab­
griff u. kon. Fuß. Vogel-ST., R B . — S. auch H 144, J 32.
27. N a c k h ä lla , Ksp. Spannarps, Hailand, Moorfund. A . u. h. V. 3, 7 (1881) Taf. 2, 3 = E. Sproekhoff, Handels­
geschichte Taf. 6. Bronzeschild m. gereihten Vögeln, Dreieckschwanz, Füße. BP. Taf. 8, 6.
28. N a p o li, Fundumst.? Pröhistoire 3,1 934,130 A bb. 41, 3. Panzer, 2 gegeneinander gewendete Vögel, BP.
29. N e u s ie d le r S e e , Fundumst.? Mainzer Zeitschr. 35, 1940, 33 Abb. 1. Situla, Vogel-ST, RB .

Röm.-Germ. Forschungen 20. 15 113


130 - j j
30. N o v ila r a (Pesaro), Marche, Servici Grab 83. R . Maclver, The Iron Age in Italy (1927) Taf. 25, 20. Breitrandschale,
Vogelprotomen, BP, R B . — S. auch A 114, Q a 4, H 150.
31. O h lu n g e n , Kr. Hagenau, Elsaß, Hügelgrab. F. A . Schaeffer, Les tertres funeraires prehistoriques dans la foret de
Haguenau 2 (1930) 124. 127 Abb. 7. Taf. 9. Gürtelblech, Vogel m. Federschweif u. Kamm, menschl. Gestalt,
adorierend. ST.
32. O t t la k a , K om . Arad, Südostungarn, Fundumst. ? Arch. jfirt. 29, 1909, 407 A bb. 4. 408 Abb. 6. Goldscheibe, Vogel­
darstellungen. P.
33. P e r g in e , Bez. Trient, Hort. Wiener Prähist. Zeitschr. 30, 1943, 73ff. Abb. 1— 4. Arch. Anz. 1941, 379 Abb. 20.
Le Arti 3, 1940/41, 138f. Abb. 12. Beinschienen aus Bronzeblech, Vogelheraldik. BP.
34. P ie d i lu c o bei Terni (Perugia), Hort. O. Montelius a. a. 0 . 594 Abb. g. Bull. Paletn. Ital. 35, 1910, 183 A b b .36.
Fibelfuß (Diskus), S-Vögel, P.
35. P r e n z la w it z , K r. Graudenz, Westpreußen, Hort. Svenska Fornm. Tidskrift 11, 1902 Abb. 4. E. Sprockhoff,
Handelsgeschichte Taf. 37 b. N. Äberg, Chronologie 5 (1935) Abb. 230. Amphore, Trichterfuß, einfache Vogelbarken,
ganze Vogelfigur, BP, RB . Taf. 8,11.
36. P o p u lo n ia (Livorno), Flabelligrab. Mon. Ant. 34, 1931, 331 Abb. 9. Schild m. Vogel-ST, Halbkreisschwanz wie
Klein-Glein, Kröllkogel. S. auch B 45, 11166, J 39.
37. R i n y a s z e n t k ir d ly , K om . Somogy, Westungam, Hort. J. Hampel, Bronzkor 3 Taf. 215. Beinschiene, Vögel auf
Speichenrädern, P. Taf. 8,10.
38. R i v o l i (Verona), Gräber. O. Montelius a. a. O. Taf. 48, 10. Mon. Ant. 7, 1897, 34 Abb. 7. Bull. Paletn. Ital. 27,
1901,199 Abb. 3a. 202 Abb. 3b. E. Sprockhoff, Handelsgeschichte Taf. 12a. Eimer, Vogelbarken an K S, BP, RB .
S. H 183.
39. R o g a , Kr. Friedland, Mecklenburg-Strelitz, Hort. Svenska Fornm. Tidskrift 11, 1902 Abb. 74 = N. Äberg a. a. O.
145 Abb. 235. Mannus 28, 1936, 153 ff. Prähist. Zeitschr. 13/14, 1921/22, 125 Abb. 45. Gürtelblech, punktierte
Vogelschlingen m. Kammbildung, RB.
10. R o m a , Fundumst.? Antiqua 1887 Taf. 16, 2. Bronzeblech, gereihte Vögel, PB. S. auch H 184, J 40. Vgl. jedoch
O. Montelius a. a. O. Taf. 159, 21: „ ä Test des Apennins“ .
11. R o s s in , K r. Anklam, Vorpommern, Hort. A. u. H. V. 3, 7 (1881) Taf. 3, 2. Zeitschr. f. Ethn. 23, 1891, 244 Abb. 11.
Svenska fornm. Tidskrift 11, 1902, 16 Abb. 14. E. Sprockhoff, Handelsgeschichte Taf. 30 b. Doppelkon. Kessel,
einfache Vogelbarken, BP, R B . Taf. 9, 3.
12. R u d o lfs w e r t h (N ovo Mesto), Krain, Grabhügel. Carniola 1, 1908 Taf. 15. Situla, Vogel-ST, RB . Von „R udolfovo“
notierte J. Werner iA Mus. Laibach 2 Situlen m. d. gl. Verz.
13. S t. K a n z ia n (Triest), Hort, Fliegenhöhle. Mitt. Prähist. K om m . W ien 2, 1912 Abb. 101. 102. 104. 30. Ber. R G K .
1940, 23 Abb. 8, 1. 2 (Kammhelme C I V 1, 2, ganze Vögel, Vogelbarken, gegen K S gestellt, BP). Taf. 8, 5. S. A 142.
14. S t. M a g d a le n a bei St. Marein, Krain, Grab. A. Müllner, Typische Formen Taf. 20, 9. Wiener Prähist. Zeitsehr. 2,
1915 Abb. 1, 8. Situla, Vogel-ST, RB.
15. St. M a r g a r e th e n bei Littai, Ger.Bez. Laibach, Grab. Mitt. Anthr. Ges. Wien 14, 94 Taf. 7, 13. Blech, Vogel­
darstellung, gewölbter Bug (oder P ferd?). — S. auch Ob, H 197, K 77.
16. S a n ta L u c ia bei Tolmino (Triest), Grab 320. Mon. Ant. 7, 1897, 41 Abb. 9 C. C. Marchesetti, Scavi nella necropoli
di S. Lucia presso Tolmino 1885— 1892 (1893) Taf. 3, 4 (Situla, Vogel-ST, RB ). 26 ,1 (Gürtel, Vogol-ST). — Grab 2868.
Mon. Ant. a. a. O. 42 Abb. 10 C. C. Marchesetti a. a. O. Taf. 3 ,1 (Situla, Vögel m. Federschwanz, BP). — S. auch
A 144, D 48, Q g 11, H 198.
17. S e n y ö , K om . Szabolcs, Nordostungarn, Hort. Arch. firt. 22, 1902, 277. V. Parvan, Getica (1927) Abb. 202.
Eimer, Vogelbarken an K S , BP.
18. S e s to C a le n d e (Novara), Grab. B. Biondelli, Di una tom ba gallo-italica scoperta a Sesto Calende sul Ticino (1867).
Maclver, The Iron Age in Italy (1927) 72 Abb. 21. Taf. 14, 1. O. Montelius a. a. O. Taf. 62. Eimer, Reiterszene,
Vögel, BP. — E . Ghislanzoni, Una nuova tomba di guerriero scoperta a Sesto Calende (1944) Abb. 9. W ie oben.
Taf. 8,12.
19. S ie m , Am t Alborg, Himmerland, Hort. Zeitschr. f. Ethn. 23, 1891, 244 Abb. 12. Svenska Fornm. Tidskrift 11,
1902, 9 Abb. 8. A. P. Madsen, Afbildninger a f danske Oldsager 2 (1876) Taf. 24. Kulturhistoriska studier tillägnade
N. Äberg (1938) 76 Abb. 4. G. Schwantes, Geschichte Schleswig-Holsteins 1 (1939) Taf. 56 Abb. 615. J. Brondsted
a. a. O. 190 Abb. 177. Eimer, Vogelbarken an K S, BP.
>0. S lu p c a , Bez. Kaliski, Polen, Fundumst. ? E. Sprockhoff, Handelsgeschichte Taf. 40a. Geschnürte, gerippte Ziste,
Vogel-ST, Sterne.
»1. S u la u , Kr. Militsch, Fundumst. ? A. u. h. V. 5 (1911) Abb. 1029. Schles. Vorz. NF. 6, 1911, 45 Abb. 8. E. Sprock­
h off a. a. O. 99 Taf. 29 b. Amphore, Vogel-ST.
»2. S z e n n y e 8 p u s z t a , K om . Szabolcs, Nordostungarn, Hort. Man 1926, 131. V. G. Childe, The Danube in Prehistory
(1929) Abb. 212. Bronzeblecheimer, Vogelbarken an K S , BP.
13. S z e n t e s -N a g y h e g y , K om . Csongräd, Südostungarn, Hort. Folia Arch. 2,1939 Taf. 2 ,4 . Fragm. eines Bronze­
blecheimers, Vogelbarke, BP.
»4. T a n n h e im , Kr. Leutkirch, Württemberg, Hügelgrab. M. Geyr u. P. Goessler, Hügelgräber im Illertal (1910)
Taf. 11,1. A. u. h. V . 5 (1911) Abb. 1025— 1027. Weitgerippte Ziste, Vogel-ST, Sterne.
>5. T o lf a (Roma), Coste del Marano, Hort. Bull. Paletn. Ital. 35, 1910 Taf. 6, 2. 6. 8 ; 7, 8. Blattbogenfibeln m. Vogel­
heraldik. Taf. 9,1. 2. Pinzette m. Vogelbarken. P , Zentralbuckel. — S. A 169, K 92.

14
I j6 - J 8

56. U g r a , K om . Bihar, Hort. S. Gallus u. T . Horväth, Un peuple cavalier prescythique en Hongrie (1939) Taf. 15, 7 ;
16, 7. Umgearbeitete Fragm. eines Bronzeblecheimers, Vogelbarken an K S , B P (?).
57. U n te r g la u h e im , Ldkr, Dillingen, Bayerisch-Schwaben, Grab. A . u. h. V. 4 (1900) Taf. 19, 1. Bronzeblecheimer,
Vogelbarken an K S , BP.
58. V e j i (Roma), Valle la Fata, Grab. Not. Scavi 1929, 345ff. Abb. 28. 29. Bronzeblechkessel, doppelkonisch, gereihte
Vogelköpfe, R B , BP, vorlinierte, geritzte Borte. — S. auch H 239, J 51.
59. V e t u lo n ia (Grosseto), Toscana, Poggio alla Guardia, Tom ba della Straniera. I. Falchi, Vetulonia (1891) Taf. 5, 17.
N ot. Scavi 1887 Taf. 19, 3. O. Montelius, Civ. prim. Taf. 183, 8. N. Äberg, Chronologie 1 (1930) 99 A bb. 295.
Silberblech, R B , ganze Vögel in Reihung. — Circolo degli Acquastrini. 0 . Montelius a. a. O. Taf. 1929 = N. Äberg
a. a. 0 . 99 Abb. 296. Silberblech m. Hakenornament, ganze Vögel. — S. auch A 186, H 248, J 53.
60. V i k s o , Seeland, Hort. H. Norling-Christensen, Bronzealderhjaelmene fra Vikso. Nationalmuseets Gule Boger
(1946) 9 Abb. 3. Kammhelm m. Hörnern, gegeneinandergestellte Vogelköpfe (degenerierte Barken), P.
61. W a ts c h (Vace), Ger.Bez. Littai, Krain, Grab. A. Müllner, Typische Formen Taf. 28, 2. Materiaux 1894,121
A bb. 64. Gürtel, Vogel-ST, R B . K . Willvonseder, Oberöst. i. d. Urzeit (1933) 65 Abb. 66, 1. Weitgerippe, geschnürte
Ziste, Vogelstempel, R . B. Naturhist. Mus. Wien.
62. W ie s e n a c k e r , Ldkr. Parsberg, Grabhügel. N . Äberg, Chronologie 2 (1931) 47 Abb. 88. Breitrandschalen aus
Bronzeblech, Vogel-ST, Sterne. — S. auch H 263.
63. Fundorte unbekannt.
A. I t a lie n . Mon. Ant. 15, 1905, 639 A bb. 196 = 30. Ber. R G K . 1940, 21 A bb. 6, 2 (C I I I 13) (Kammhelm, gereihte
Vogelköpfe, B P, RB ).
B. S ü d o s ta lp e n . Nachweis H. Müller-Karpe, Mus. Klagenfurt (Situla, Vogel-ST, R B ). — Mitt. Anthr. Ges.
Wien 12, 1882, 114 A bbt 99 (Blech, getriebene Vogelköpfe m, Leistendekor).
C. B a y e r n . R ev. Arch. 1895,20 Abb. 5 ,4 4 = F. Birkner, Ur- und Vorzeit Bayerns (1936) 151 A bb. 33 (Gürtel
aus Bronzeblech, Vogel-ST, RB).
D . D ä n e m a rk . Zeitschr. f. Ethn. 23, 1891, 245 Abb. 13 = J. Brondsted, Danmarks Oldtid 2 (1939) 191 Abb. 178b
= 30. Ber. R G K . 1940 Taf. 1, 1 (Bronzebleehschild, doppelte Vogelbarken an K S , BP).

J. Gravierte Vogelfiguren.
A b k ü r z u n g : K S = Kreisscheibe.

1. B a ld a r ia bei Cologna Veneta (Verona), Gräber. Bull. Paletn. Ital. 23,1897, 143 Abb. 12. Gürtel, doppelte Vogel­
barke an K S (Rosette).
2. B a z z a n o (Bologna), Gräber. O. Montelius, Civ. prim. Taf. 94, 6. Keramik im Arnoaldistil, Vogelstempel.
3. B e llin z o n a , K t. Tessin, Grab. R . Ulrich, Die Gräberfelder in der Umgebung von Bellizona (1914) Taf. 28, 13
= R . M aclver, Iron Age in Italy (1927) Taf. 22, 7. Gürtel, Vogelfigur.
4. B is m a n t o v a (Mantua), Gräber. O. Montelius a. a. 0 . Taf. 41,17. Tongefäß, Vogelprotomen.
5. B o lo g n a , Benacci 1, Grab 543. O. Montelius a. a. 0 . Taf. 74, 3a. b (Gürtel, doppelte Vogelbarke an K S , s. 1 4). —
Grab 801. A . a. O. Taf. 74, 2 = R . Maclver, Villanovans and Early Etruscans (1924) Taf. 4, 4 = N . Äberg, Chrono­
logie 1 (1930) Abb. 463 (Gürtel, wie oben). — Grab 907. O. Montelius a. a. O. Taf. 74,1 = R . M aclver a. a. O.
Taf. 4, 5 = Bull. Paletn. Ital. 34, 1908, 106 A bb. G (doppelte, einseitige Vogel-Protomen an K S ). — Benacci II,
Grab 543a. P. Ducati, Storia d i Bologna 1 (1928) 95 Abb. 33 (Gürtel, doppelte Vogelbarke an K S ). — Grab 491.
O. Montelius a. a. O. Taf. 80, 5 = R . M aclver a. a. 0 . Taf. 5, 3 (Beilanh., S-Vögel). — San Francesco, Hort. Zannoni,
La fonderia di Bologna Taf. 46. 0 . Montelius a. a. 0 . Taf. 71 (Bruchst. v. Gürteln, ganze Vögel, z. T. m. Dreieck­
schwanz u. Kamm, spiegelbildliche Vogelköpfe, z. T. m. Kamm, einseitig oder gegen die K S gestellt). — Arnoaldi.
Beispiele f. Vogelstempel a u f Keramik: R . M aclver a. a. 0 . Taf. 9 ,1 . 5. O. Montelius a. &. O. Taf. 85, 4. N. Äberg
a. a. 0 . 172 Abb. 500. 502. — S. auch A 14, G 8, H 16, I 4, K 4.
6. B o t h e n h e ilig e n , Kr. Langensalza, Prov. Sachsen, Hort. Jahresschr. f. d. Vorgesch. d. Sächs.-thür. Länder 19,
1931, 44ff. Taf. 5. N. Äberg, Chronologie 5 (1935) 125 Abb. 215. E. Sproekhoff, Die germanischen Vollgriffschwerter
der jüngeren Bronzezeit (1934) Taf. 20. Antennenschwert, schnäbelnde Vögel auf der Klinge.
7. C o lle d e l C a p it a n o , Monteleone di Spoleto (Perugia), Gräber. N. Äberg, Chronologie 1 (1930) 32 Abb. 83. Ton­
krug, Vogelkopfornamentik.
8. C o r n e t o -T a r q u in ia (Roma), Monterozzi, P ozzo v. 8. 3.1883. Ann. d. Ist. Arch. 60, 1883, 286ff. Mon. d. Ist. 11
Taf. 59, 4a. b. O. Montelius, Civ. prim. Taf. 282, 4 = N . Äberg a. a. 0 . Abb. 230. Gürtel m. Vogelköpfen. Not.
Scavi 1885, 444 Taf. 14, 2. — Fossagrab v. 21. 3. 1883. Bull. Paletn. Ital. 34, 1908, 110 Abb. N = 0 . Montelius
a. a. 0 . Taf. 285, 4 a = Ann. d. Ist. Arch. 1883, 292 Taf. d ’agg. R 2a. b. Gürtel, dopp. Vogelköpfe gegen K S gestellt,
eine ganze Vogelfigur, Dreieckschwanz, Kamm. S. auch A 35, H 40c, 8.

15* 115
J 9 — 3J

9. D e r c o lo , Tirol. Nachweis H. Müller-Karpe. Mus. Innsbruck. Vogelbarke auf Bronzestab m. profilierten Enden,
Tremolierstich. S. auch G g 5.
0. D o n ja D o lin a a. d. Save, Siedlung. Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzegowina 9, 1904 Taf. 33, 20 a. Sandstein-
Pyramide, Vogelkopf. S. auch A 44, H 49, K 17.
1. E s t a v a y e r , Neuenburger See, K t. Freiburg, Pfahlbau. 3. Pfahlbauber. 1860 Taf. 5, 22. A . u. h. V. 2, 3 (1864)
Taf. 2, 10. Griffzungenmesser, Vogelköpfe, punktierte Linie zu Würfelaugenmuster. S. auch A 50, D 13, H 56.
2. E s te (Padova), Pelä Grab 8. Not. Scavi 1882 Taf. 4, 23. O. Montelius a. a. O. Taf. 52, 1 = N. Äberg a. a. O. 190
Abb. 547 = Bull. Paletn. Ital. 34, 1908,115 Abb. Q. Gürtel, doppelte Vogelbarke an K S (Rosetten), ein ganzer
Vogel. — Bei R . Maclver, Iron Age in Italy (1927) 14 das abgebildete Blech in gleicher Gestalt und Verz. aus anderem
Grabzusammenhang. — S. auch A 51, C 15, H 57, 1 12, K 19.
3. F e ic h t e n b o d e n bei Bad Fischau, Verw.Bez. Wiener Neustadt, Niederöst., Grab. Mitt. Anthr. Ges. Wien 54,
1924, 177ff. Taf. 7, 752. 771. Ganzer Vogel u. Doppelvogel auf Tongefäßen.
4. F lo t h , Kr. Czamikau, Hort. Zeitschr. f. Etn. 8,1876 (125) Taf. 17, 3. 7. N. Äberg, Chronologie 5 (1935) 148 A b b .242.
Gürtelhaken (aus ovalen Fibelbügeln des Spindlerfelder Typs ?) mit Vogelköpfen u. Vogelbarken. S. H 61.
5. F o v lin g , Amt Malt, Dänemark, Grab. S. Müller, Oldtidens Kunst 2 (1921) Abb. 127. Gereihte Vogelfiguren auf
Tongefäß.
6. G a m m a u , K r. Ratibor, Oberschlesien, Hort. Altschlesien 6, 1936, 75ff. Abb. 1. Antermenschwert, unter dem
K nauf u. auf dem H eft Vogelbarken.
7. G iu b ia s c o (Bellinzona), K t. Tessin, Grab. R . Ulrich a. a. 0 . Taf. 42, 6. Gürtel, 4 gereihte Adoranten, Treiber m.
3 Enten.
8. G r u m s d o r f, Kr. Bublitz, Hinterpommern, Hort. N. Äberg, Chronologie 5 (1935) 149 A bb. 243. Marburger Studien
(1938) Taf. 93, 4. Spindlersfelder Fibeln, Vogelköpfe an punktgesäumten Buckeln.
9. H a l ls t a t t , Verw.Bez. Gmunden, Grab 696. E. v. Sacken, Das Grabfeld von Hallstatt (1868) Taf. 10, 7 (Gürtel,
Vogel m. Gabelschwanz u. Kamm, graviert ?). — Materiaux 1886, 54 Abb. 25 (Halbmondfibelderivat, S-förmige
Vogelschlingen an schraffierten Dreiecken). — E. v. Sacken a. a. 0 . Taf. 9, 4 (Gürtel, degenerierte doppelte Vogel­
köpfe). — S. auch C 21, D 23, G d 3, H 90, 1 16.
0. H e js lu n d , Ksp. Hafdhem, Gotland, Grab. O. Almgren u. B. Nerman, Die ältere Eisenzeit Gotlands (1923)
(1923) Taf. 2,1 8. Halsring m. ovalen Plattenenden, gepunktete Vögel m. Halbkreisschwanz, doppelte Vogelbarken
K S , Punkte.
1. H o c h b ü h e l, bei Meran, Tirol. Nachweis H. Müller-Karpe. Mus. Innsbruck. Bronzeblech. Gereihte Vögel, Spiel­
hahnschwanz. r
2. K a r p a lu n d bei Kristianstad, Färlöfs Sn., Ö. Göringe H d., Schonen, Grab. 0 . Montelius, Minnen frän vär forntid
(1917) Abb. 1106. Rasiermesser m. Vogelkopfgriff, Schiffsdarstellung, Vogel m. Dreieckschwanz.
3. K r o n b u r g , Tirol, Hort. Nachweis H . Müller-Karpe. Mus. Innsbruck. Wie Dercolo.
4. K u l s b je r g , Am t Baarse, Dänemark, Grab. S. Müller a. a. O. Abb. 159. Tongefäß, Vogelfigur.
5. L a t h e n , Kr. Aschendorf-Hümling, Fundumst. unbek. Altschlesien 5, 1934, 365 Abb. 3. Rasiermesser m. Vogel­
kopfgriff. 2 Vogelbarken.
3. L e M ä c o n , Dep. Saone-et-Loire in der Saone. De Ferry, Le Mäconnais prähistorique Taf. 39, 4. E. Chantre, Age
du bronze 1 (1875) Taf. 15 bis. Sch wertklingenVerzierung m. gereihten Vögeln. Taf. 9, 9.
7. L e p r ig n a n o (Roma), Le Saliere. Nach Bull. Paletn. Ital. 38, 1913, 147f. (Taf. 5. 7) sind die Gräber ungetrennt.
Inv.-Teilung bei N. Äberg, Chronologie 1 (1930) 91 Verz. 38— 42. H. Th. Bossert, Geschichte des Kunstgewerbos 1
191 Abb. 3. Gürtel, einseitige, doppelte Vogelköpfe m. Kammbildung.
3. L im o n e bei Montenero (Livorno). Hort. O. Montelius, Civ. prim. Taf. 121, 4. 18. Meißel, punktierte S-Vögel
Armreif, Vogelschlingen ( ?). S. auch H 117.
9. M ä s t e r b y , Ksp., Gotland, Grab. O. Almgren u. B. Nerman a. a. 0 . Taf. 2, 17. Halsring m. ovalen Plattenenden,
gepunktete Vogelfiguren, T-Schwanz. Doppelte Vogelbarke an K S.
). M o n , Sköns Sn., Medelpad, H ort. 0 . Montelius, Minnen Abb. 1213. Schwertklingenverz., u. a. Vogel- (oder
Pferde-)Köpfe.
1. M o n te S. A n g e lo , Faliskerland (Rom a), Grab. Mon. Amt. 4, 1894, 77 Taf. 10, 2. Bull. Paletn. Ital. 35, 1910, 182
Abb. 35 = J . Sundwall, Die älteren italischen Fibeln (1943) 115 Abb. 145 (B I I I d 3 ). Diskusfibel, geritzte Vogel­
schlingen um Buekelchen.
2. N a r c e -F a le r ii , Faliskerland (Roma), Fundumst. unbek. Bull. Paletn. Ital. 34, 1908, 109 Abb. M (Gürtel, ein­
seitige dopp. Vogelköpfe an Sternen, ganze Vogelfig. Taf. 8,14, Dreieckschwanz, Kammbildung). — Pizzo Piede,
Grab 23. Mon. Ant. 4, 1894, 371 = N. Äberg, Chronologie 1 (1930) 92 Verz. 57 (? ). (Gürtel, Vogelköpfe, Enten­
figuren) ( = oben?). — S. auch H 144, I 26.
i. N e s a z io (Pola), Istrien, Grab. A . Puschi, La neeropoli preromana di Nesazio (1905) 119 A bb. 96. Blech, Vogel­
figuren. S. auch H 146.
1. O s te r n ie n b u r g , K r. Köthen, Grab. S. H 157. A. a. O. Taf. l l d . Lappenbeil, Vogelbarke an K S, Punkte.
5. P ia n e llo bei Genga (Ancona), Marche, Gräber. Bull. Paletn. Ital. 39, 1914, 36 Abb. 6. 37 Abb. 7. 39 Abb. 9. 45
Abb. 14. 57 Abb. 24. 58 A bb. 25. Taf. 2, 6. Doppelte Vogelköpfe u. Vogelschlingen a u f Keramik vom „Transizione-
typ“ . S. auch A 121.

6
J ) 6 - K 6

36. P iz z u g h ih ü g e l (Parenzo), Istrien, Gräber. A. Amoroso, Le necropoli preistoriche dei Pizzughi (1889) Taf. 4, 3 ;
10, 8. 9. N. Äberg, Chronologie 1 (1930) 205 Abb. 593. 594. Vogelfig. m. Spielhahn-(Gabel-) und Dreieckschwanz.
Blech, Keramik. S. auch H 163.
37. P o d h e r in g , Kom . Bereg, Nordostungarn, Hort. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 9 2 ,2 ( = 90 ,2). 4 ( = 90 ,4) =
N. Äberg, Chronologie 5 (1935) 123 Abb. 206. 208. Griffzungenschwerter, Vogelfiguren. Taf. 9, 6. 8.
38. P o g g io B u s t o n e (Perugia), Fundumst. unbek. Bull. Paletn. Ital. 34, 1908, 108 Abb. J = (? ) O. Montelius, Civ.
prim. Taf. 251, 8. Gürtel, ganze Vögel, Dreieckschwanz, Kammbildung. Taf. 8,13.
39. P o p u lo n ia bei Piombino (Livorno), Poggio delle Granate, Fossagrab 1. A. Minto, Populonia (1922) 102 A bb. 11, 2.
N. Äberg, Chronologie 1 (1930) 71 Abb. 204. P. Ducati, Storia dell arte etrusca (1927) Taf. 11, 38. Gürtel, einseitige,
doppelte Vogelköpfe an K S, Doppelvogel, Vogelfigur m. Dreieckschwanz. S. auch B 45, H 166, I 36.
40. R o m a , Quirinal, Stelle „ e f “ , Fosse. Bull. Paletn. Ital. 34, 1908, 104 A bb. D . P. Not. Scavi 1907, 514 Abb. 21. 22.
Gürtel, einseitige, doppelte Vogelköpfe an K S, diese m. Schrägstrichfüllung. Keramik des Grabes m. Brandgräber­
inventar untermischt. — Amphitheater, Fundumst. unbek. Mon. Ant. 15, 1905, 258 Abb. 104. Bull. Paletn. Ital.
a. a. O. 105 Abb. E. Gürtel, einseitige, doppelte Vogelköpfe an K S (Stern). — S. auch H 184,1 40.
41. S a n M a r in o bei Rimini, Grab. Bull. Paletn. Ital. 13, 1887, 122 Anm. 1. 34, 1908, 106 Anm. 9.
42. S c h r o t z h o fe n , Ldkr. Parsberg, Oberpfalz, Hügelgrab. H. Scheidemantel, Über Hügelgräberfunde bei Parsberg
(2) (1902) Taf. 3 ,1 . A. u. h. V . 5 (1911) 400 Abb. 2. N. Äberg, Chronologie 2 (1931) 91 Abb. 182. Gürtel, doppelte
Vogelköpfe, ganze Vogelfiguren, Dreieckschwanz, gestrichelte Kammbildung.
43. S o n d e r -L in g b y , Jütland, Hort. A. P. Madsen, Afbildninger a f danske Oldsager 2 (1876) Taf. 6. N. Äberg,
Chronologie 5 (1935) 124 Abb. 210. Schwertklingenverz. aus Vogelschlingen. Griffzungen-Antennenschwert.
44. S t e g e r s , Kr. Schlochau, Westpreußen, Hort. Marburger Studien (1938) Taf. 94, 1. Spindlersfelder Fibel, Vogel­
köpfe, gegeneinandergestellt u. gereiht, Bruchstück.
45. S z ilä g y s o m l y ö , K om . Szilägy, Westungarn, Fundumst.? N. Äberg, Chronologie 5 (1935) 125 Abb. 213. An­
tennenschwert, Klingenverz. aus gereihten Vögeln. Taf. 9, 7.
46. T r e v ig n a n o R o m a n o , Falisker Land (Roma), Pozzograb. Not. Scavi 1913, 41 Abb. 4. Gürtel, Vogelköpfe.
47. T u n a , Tunaläns H d., Smäland, Fundumst. ?. O. Montelius, Minnen Abb. 1215. Schwertklinge, Vogelköpfe.
48. V a a g , Norrland, Norwegen, Hort. E. Sprockhoff, Die germanischen Griffzungenschwerter (1931) Taf. 24, 8.
Hallstattschwert, Klingenverz., u. a. Vogelköpfe.
49. V a d en a -P fa tten bei Caldaro (Kaltem), Tirol, Gräber. P. Orsi, II sepolcreto italico di Vadena. 9. Ann. della soc.
degli Alpinisti Tridentini 1882/83 Taf. 7, 3. 4. Mon. Ant. 38, 1940, 326f. Abb. 9. Taf. 1, 5. 395f. Abb. 78. Taf. 1, 7b
(Messer m. Zwischenstück, gereihte Vögel). 409f. A bb. 90 (Rasiermesser, Vogelkopf). Taf. 8, 7-9. S. auch C 40, H236.
50. V a n d lin g , Jütland. J. Brondsted, Danmarks Oldtid 2 (1939) 273 Abb. 257c. Rasiermesserklinge, ganze Vogelfigur.
51. V e j i (Roma), Fossagrab. N. Äberg, Chronologie 1 (1930) 91 Verz.Nr. 29. Gürtel m. Vogelköpfen an K S. — S. auch
H 239, 158.
52. V e r m o (Pisino), Istrien, Gräber. 7. Ber. d. Prähist. K om m . d. Akad. d. Wiss. Sitz.-Ber. mathem.-naturwiss. K l. 89,1
(1884) 11 ff. Taf. 4 ,1 4 (C. Moser). Stilisierte Vogelfiguren m. Gabelschwanz auf Bronzeblech.
53. V e t u lo n ia (Grosseto), Fundumst. unbek. Bull. Paletn. Ital. 34, 1908,107 Abb. H. Gürtel, einseitige, doppelte
Vogelköpfe an K S, Bruchstück. S. auch A 186, H 248, I 59.
54. V illa n o v a (Bologna), Gräber. Beispiele f. Vogelstempel auf Keramik im Arnoaldistil: R . M aclver, Villanovans
and Early Etruscans (1924) Taf. 9, 2— 4. — O. Montelius a. a. 0 . Taf. 95, 7 (Beil, S-Vögel, gereiht). — S. auch H 250.

K. Tiergefäße.
Sauggefäße ohne Füße und ohne Tierkopf sind in dieser Fundliste ebenso nicht berücksichtigt wie Wagengestelle mit
Vogelgefäßaufsatz. Diese befinden sich in der Fundliste H. Bügelkannen in Tiergestalt sind gleichfalls nicht aufgeführt.
Zu den Tierrhyta vgl. S. 56 f. Anm. 4.

1. A b s b e r g , Gemde. Absdorf, Pol.Bez. Tulln, Niederösterreich, Siedlung. Fundber. aus Österreich 3, 1948, 48.
Widderprotom.
2. A t h e n , Kerameikos, Grab. Kraiker u. Kübler, Kerameikos 4 (1943) 31 Taf. 39 M 4a. Bronzeblechgefäß mit
Stierkopfhenkel. S. auch H 5a.
3. B a u e r w it z , K r. Leobschütz, Grab. Schles. Vorz. 6, 1896,474. Vielleicht Schwein.
4. B o lo g n a , Fundumst. ? Roes, De oorsprong der geometrische Kunst (1931) 133 Abb. 120 B. Stiergefäß m. Vogel.
, S. auch A 14, C 8, H 16, 1 4, J 5.
5. B ö k e n y -M in d s z e n t bei Szeged, K om . Csongräd, Südostungarn, Grab. M. Much, Kunsthistorischer Atlas (1889)
Taf. 35, 12. Vogelgefäß. Taf. 5, 3.
6. B r a u c h it s c h d o r f , K r. Lüben, Grab. I. Undset, Das erste Auftreten des Eisens in Nordeuropa (1882) Taf. 9 ,1 3.
Vogel.

117
K 6a —$$

6a. B r e z je , Bez. N ovo Mesto (Rudolfswerth), Grab. Naturbist. Mus. Wien. Stierkopf.
7. B u ch bei Berlin, Siedlung. Präbist. Zeitscbr. 2,1910, 393 Abb. 10. Horntier.
8. B u c b a u , Kr. Riedlingen, Federsee, Siedlung. Bonn. Jabrb. 131,1927 Taf. 12, 7. H. Reinertb, Die Wasserburg
Buchau (1928) Taf. 17, 1. Vierfüßler (Vogel?). S. auch C 11.
9. B y c i s c ä la , Bez. Brno, Mähren, Höhle. Ipek 1932/33 (1934) 80ff. Taf. 16. Stier. S. auch D 7.
10. C a rlsr u h , Kr. Steinau, Grab. Schles. Vorz. 6, 1896,468 Abb. 10. R . Glaser, Die bemalte Keramik der frühen
Eisenzeit in Schlesien (1937) Taf. 15,15. Vogelprotome. S. auch H 27.
11. C i c a r o v c e , Bez. Vel’ke Kapusany, Slowakei, Hort. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 67, 3. Vogelgefäß mit Stierkopf.
Taf. 5,11. S. H 34.
12. C o m o , Grab. R . M aclver, The Iron Age in Italy (1927) Taf. 20,13. Vogeldrilling.
13. C o p p a N e v ig a t a (Foggia), Siedlung. Mon. Ant. 19, 1909 Taf. 12, 9. Ipek 1, 1925 Taf. 21, 15. Vogelkopfhenkel.
14. C o r c e le t t e s , Neuenburger See, K t. Waadt, Pfahlbau. V. Groß, Les Protohelvetes (1883) Taf. 26, 65; 32, 28.
Anz. f. Schweiz. Altkde. 22,1920 Taf. 6, 9. Schwein u. Viei’beiner. S. auch A 34, B 14, C 12, D 10, E 5, H 39.
15. D e s c h k a , K r. Görlitz, Grab. Studien zur vorgeschichtlichen Archäologie, A. Götze dargebracht (1925) 146 Abb. 25.
Vogel.
16. D ie b z i g , Kr. Köthen, Anhalt, Grab. H. Agde, Bronzezeitliche Kulturgruppen im mittleren Elbegebiet (1939) 114.
Vierbeiner.
16a. D o n a u w ö r t h , Bayerisch-Schwaben, Stadtwald „Schaufelwies“ , Grabhügel. Mus. Donauwörth. Vogel.
17. D o n ja D o lin a a. d. Save, Siedlung. Wiss. Mitt. aus Bosnien u. d. Herzegowina 9, 1904 Taf. 9, 11. Vogelgefäß.
S. auch A 44, H 49, J 10.
18. D o n n e r s k ir e h e n , Verw.Bez. Eisenstadt, Burgonland, Grab. Trierer Zeitschr. 14, 1939, 13 Abb. 3. Chr. Pescheck,
Bemalte Keramik vor 2500 Jahren (1945) Taf. 3, 1. Stierprotomen.
18a. D r e s d e n -D o b r it z , K l. Dresden, ehern. Königreich Sachsen, Hort. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsi­
schen Denkmalpflege 2, 1952, 147 Abb. 15; 148 Abb. 16; Taf. 29. Bronzeblechtasse, am Bandgriff Hörnerenden.
S. auch S. 36 Anm. 4 u. S. 50 f. Anm. 3.
19. E s te (Padova), S. Stefano, Grab 131. A . Callegari, Museo Nazionale Atestino in Este. Itinerari dei Musei 59, 1937,
51. Schwein. Taf. 5, 2. — S. auch A 51, G 15, H 57, 1 12, J 12.
20. F a lk e n b e r g , K r. Liebenwerda, Prov. Sachsen, Grab. Jahresschr. f. d. Vorgesch. d. Sächs.-thür. Länder 24, 1936,
182 Abb. 6 c. 7. Bronzeblechsieb, am Bandgriff Hömerenden.
20a. F r ie d r ic h s a u e , K r. Quedlinburg. A. Hemprich, Führerd. Stadt. Mus. zu Halberstadt 21/22 (1937) 15. W ie 29a.
21. F r ö g , Ger.Bez. Roßegg, Kärnten, Grab. Trierer Zeitschr. 14, 1939,13. Vierfüßler. S. auch H 63.
22. G e m e in le b a r n , Verw.Bez. St. Pölten, Niederösterreich, Grab. Mitt. Prähist. Komm. Wien 1, 2,1890, 66ff. Taf. 3.
Ebert 9 (1927) Taf. 198b— c ; 199b. Stierprotomen. S. auch H 67.
23. Z w is c h e n G ie s e n s d o r f u n d F a lk e n b e r g , Kr. Beeskow-Storkow, Brandenburg, Grab. Mannus 10, 1918, 217.
M. Klittke, Prähistorische Funde aus Frankfurt/O. und Umgebung (1902) Taf. 2, 30— 31 (nicht zugänglich).
24. G la u s c h e , K r. Namslau, Schlesien, Grab. Schles. Vorz. 7, 1899, 358. Vierbeiner (Vogel?).
25. G o ld e s , Ger.Bez. Amsfels, Steiermark, Tschonegger, Grab. Trierer Zeitschr. 14, 1939, 13. Vierbeiner und Stier­
protome. — S. auch H 71.
26. G o r s k o , K r. Babimojski (Bomst), Prov. Posen, Grab. Mannus 4, 1912 Taf. 12, 62. Vogelprotome.
27. G o r s z e w ic e , K r. Szamotulski (Samter), Grab. E. Schwartz, 2. Nachtrag zu den „Materialien zur prähistorischen
Kartographie der Provinz Posen (1880) Taf. 2, 6. Mannus 4, 1912 Taf. 12, 61. Stiergef. Fundortbez. auch Kazmierz.
S. auch H 73.
28. G ö t t in , K r. Zaueh-Belzig, Brandenburg, Grab. Nachrichtenbl. f. Deutsche Vorz. 10, 1934, 234.
29. G r e s in e , Lac du Bourget, Dep. Savoie, Pfahlbau. L. Rabut, Habitations lacustres de La Savoie (1864) Taf. 7, 1.
A. Perrin, Etüde prehistorique sur la Savoie, specialement sur l ’epoque lacustre (äge du bronze) (1870) Taf. 6 ,1 .
Vierbeiner m. Vogelschwanz. S. auch D 18, E 12.
29a. G r o n in g e n , K r. Oschersleben. A. Hemprich, Führer d. Stadt. Mus. zu Halberstadt 21/22 (1937) 15 Taf. 14.
Vierbeiniges Tier, 2 Henkel; gehörnt.
30. G ro ß C z e t t r it z , K r. Landsberg a. W ., Grab. Zeitschr. f. Ethn. 1, 1875 (93). I. Undset a. a. O. 188. A . Götze, Die
Vorgeschichte der Neumark (1897) 27 Abb. 39. Vogel.
31. G r o ß T s c h a n s c h , K r. Breslau, Grab. Schles. Vorz. 6, 1896, 469 Abb. 11. Vogelgef. Taf. 5, 8. S. H 81.
32. G r o ß W e ik e r s d o r f, Verw.Bez. Hollabrunn, Niederösterreich, Grab. Nachweis Chr. Pescheck. Vierbeiner. S.
auch H 82.
33. H a d e r s d o r f a. Kamp, Verw.Bez. Krems, Niederösterreich, Grab. M. Hoernes, Die Urgeschichte des Menschen
(1892) 597 Abb. 253. Stiergef.
34. H a jd u - S a m s o n , K om . Hajdu, Nordostungarn, Hort. V . G. Childe, The Danube in Prehistory (1929) 374 Abb. 310.
Bronzeblechgefäß mit Hörnerhenkel.
35. H a r d e g g bei Ormoz. Nachweis W . Kimmig, Mus. Pettau. Erwähnt Tierer Zeitschr. 14, 1939, 13 (W . Dehn).
Stierkopf.
36. H o s t k a , Böhmen, Grab. Pamätky Arch. 35, 1926/27 Taf. 13, 1. Stiergef.
37. H r d ly bei Roudnice, Bez. Hradec Krälove, Nordostböhmen, Grab. J. Schränü, Die Vorgeschichte Böhmens und
Mährens (1928) 194. Vierbeiner.
38. H r u b c ic e , Bez. Prostejov, Mähren, Grab. Pamätky Arch. NF. 6/8, 1936/38, 17 Abb. 3, 4. Stiergef. S. auch
B 23, F 9.

[18
K 39 ~7&

39. K e r k w it z , K r. Guben, Brandenburg, Grab. Zeitsehr. f. Ethn. 41, 1909 (727). Vogel.
40. K is -K ö s z e g , Kom . Baranya, Gräber. Nat. Hist. Mus. Wien. Vierbeiner, Doppelkopf, Sfcier. S. auch A 79, D 28,
F 10, H 104.
41. K le in -G l e in im Sulmtal, Ger.Bez. Arnsfels, Gräber. Bronzebleehgefäße mit Stierkopfhenkeln und mehrere
Stierköpfe aus Ton vom Pommerkogel. Mus. Graz. Vgl. auch Prähist, Zeitschr. 24, 1935, 234 A bb. 14. 245f.
Abb. 25. Stierkopf. — S. auch 1 19.
42. K lie s t o w , Kr. Lebus, Brandenburg, Grab. Mannus 10, 1918, 216 Abb. 1. 2. Krötengef.
43. K l u c o v , Bez. Cesky Brod, Böhmen. Pamätky Arch. 22, 1908, 595f. Abb. a. b. Vierbeiner.
44. K lu k , Bez. Podebrady, Böhmen, Grab. Pamätky Arch. 36, 1928/30, 102 Abb. 10. NF. 6/8, 1936/38, 17 Abb. 3, 3.
Vierbeiner (Fragm.).
45. K n i e g it z , Kr. Liegnitz, Grab. M. Zimmer, Die bemalten Thongefäße Schlesiens (1889) Taf. 2, 10. Stierkopf.
46. K o b e n , K r. Steinau, Grab. Schles. Vorz. 6, 1896, 470 Abb. 12. Vierbeiner, Vogelkopf.
47. K o lin , Fundort? Nachweis Chr. Pescheck. Mus. Kolin. Vierbeiner, Vogelleib.
48. K o w a le w k a , Kr. Obornik, Grab. Swiatowit 17, 1936/37, 139.
49. L a c du B o u r g e t , Dep. Savoie, aus Pfahlbau. F. Keller, The Lake Dwellings (1878) Taf. 106, 3; 152, 1.
50. L e o p o ld s h a ll, K r. Bernburg, Prov. Sachsen, Grab. H. Agde a. a. 0 . 120 Abb. 52. Mainzer Zeitschr. 31, 1936, 74
Abb. 14. Stiergef.
51. L in d a u , Kr. Freystadt, Grab. Altschlesien 3, 1930, 301 Abb. 12. Horntier.
52. L u b a s z , K r. Czarnikau, Westpreußen, Grab. Przegl^d Arch. 4, 1928, 174 Abb. 3. Vierbeiner.
53. L y c h e n , Kr. Templin, Grab. Zeitschr. f. Ethn. 19, 1887 (400) Abb. 3. Vierbeiner.
54. M a ie r s c h , Verw.Bez. Horn, Niederösterreich, Grab. Fundber. aus Österreich 3, 1948,191. Widderkopf. S. auch
H 86.
55. M a lä B e lä b. Bakov a. d. Iser, Bez. Mniehovo Hradiste, Nordostböhmen, Grab. J. Filip, Dejinnö pocätky Ceskeho
räje (1947) Taf. 26, 2. Vierbeiner. S. auch B 33.
56. M a n ie c z k i, Kr. äremski (Schrimm), Posen, Grab. Niederlaus. Mitt. 1, 535ff. E. Schwartz, Materialien zur prä­
historischen Kartographie der Prov. Posen (1875) 3. Vogel.
57. M a n n h e im -S e c k e n h e im , Siedlung. Mannheimer Geschichtsbl. 1935, 186 Abb. 6, 1. Vogelgefäß. S. auch A 95.
58. M a rz, Verw.Bez. Eisenstadt, Burgenland, Grab. Mitt. Prähist. Komm. Wien 1, 2, 1890 Taf. 4, 1. Mitt. Anthr. Ges.
Wien 20, 1890 (80) Abb. 20. Tierköpfe.
59. M ik o la je w , Kr. Czarnikau, Westpreußen, Grab. Bonn. Jahrb. 131, 1927 Taf. 12,8. Vogel.
60. M ö r ig e n , Bielor See, K t. Bern, Pfahlbau. Th. Ischer, Die Pfahlbauten des Bieler Sees (1928) 132 Abb. 127.
S. auch A 105a, D 36, G g 9, H 138.
61. M ü h la u , Verw.Bez. Innsbruck, Grab. K . H. Wagner, Nordtiroler Urnenfelder (1943) Taf. 10, 2 („Sauggefäß in
Vierfüßlerform“ ). S. auch A 107, B 39, H 139.
62. M ü s ch e n , Kr. Kottbus, Grab. Jahreshefte Oberlausitz 1, 1890, 33f. Vogel.
63. N a d z ie je w o , K r. Sredski, Posen, Grab. Zeitschr. f. Ethn. 6, 1874 (111). I. Undset a. a. O. 85. Vogel.
64. O d e r b e r g -B r a lit z , K r. Angermünde, Brandenburg, Grab. Mainzer Zeitschr. 27, 1932, 89 Abb. 12, 2. Stiergef.
Taf. 5, 9.
65. Ö d e n b u r g (Sopron), Gräber. Arch. l5rt. 13, 1893, 26 Abb. Mitt. Anthr. Ges. Wien 24,1894 (61) Abb. 16. Widdergef.
(Drilling). — S. auch H 154.
66. O s s in g e n , K t. Zürich, Grab. V. Gessner, Die geometrische Ornamentik des spätbronzezeitlichen Pfahlbaukreises
der Schweiz (1946) 145 Anm. 293. Vierbeiner.
67. O s tr o v u l-M a r o , Oltenien, Gräber (z. T. ?). D. Berciu, Arheologia preistoricä a Olteniei (1939) 121 Abb. 143. 125,
Abb. 159,1. 5. 126 Abb. 160, 1— 2. Vogel- und Stierköpfe an Gef.
68. P a u lu s h o fe n , Ldkr. Beilngries, Oberpfalz, Grab. Staatsslg. München. Stierkopf.
69. P la t e n ic e , Bez. Pardubice, Nordostböhmen, Grab. Pamätky 20, 1906 Taf. 56, 12. Vierbeiner.
69a. Q u e d lin b u r g , A. Hemprich, Führer d. Städt. Mus. zu Halberstadt 21/22 (1937) 15. Wie 29a. Vierbeiner.
70. R a b e n s b u r g , Verw.Bez. Mistelbach, Niederösterreich, Grab. Ipek 1932/33 Taf. 17, 9. Chr. Pescheck, Bemalte
Keramik vor 2500 Jahren (1945) Taf. 3, 2. Stiergef.
71. R a m p it z a. d. Oder, Brandenburg. Die Kunsthalle 1, 1875, 74 (E. Friedei).
72. R a t h s d o r f , Kr. Freienwalde, Brandenburg, Grab. Mainzer Zeitschr. 26, 1931, 105. Stiergef.
73. R e d ü (Modena), Terramare. G. Säflund, Le Terramare (1939) 145 Taf. 38, 4. Vogelkopf aus Ton, wahrscheinlich
Gefäßhenkel.
74. R e ic h e n h a ll, Oberbayern, Siedlung. A. u. h. V. 5 (1911) 395 Abb. 10. Stierkopf.
75. R e i c h e r s d o r f, Kr. Guben, Grab. Niederlaus. Mitt. 1, 535ff. Taf. 5, 17. Jahresh. 1, 1890, 33f. Zeitschr. f. Ethn. 14,
1882 (530). Vogel.
75a. R ö t h a -G e s c h w it z , Kr. Borna, Land Sachsen, Siedlung. Ehern. Mus. f. Völkerkunde. Leipzig. Nachweis W .
Coblenz. Vogel. S. auch A 135a.
76. St. A n d r ä a. d. Traisen, Verw.Bez. St. Pölten, Niederösterreich, Grab. Nachriehtenbl. f. Deutsche Vorz. 12, 1936,
190. Wiener Prähist. Zeitschr. 22, 1935, 65 ff. Stierkopf.
77. St. M a r g a re th e n bei Littai, Bez. Laibach, Grab. Mitt. Prähist. Komm. Wien 1,2 , 1890,76 Anm. 1. E bert 11
(1927/28) 200. Stierkopf. S. auch G b, H 197, I 45.
78. S c h a n d o r f, Verw.Bez. Oberwarth, Burgenland, Grab. Nachriehtenbl. f. Deutsche Vorz. 10, 1934, 70. Fundber.
aus Österreich 1, 1934, 218. Stierkopf.

119
K 7 9 — ii2

79. S c h e b it z , Kr. Trebnitz, Grab. Nachrichtenbl. f. Deutsche Vorz. 15, 1939, 125 f. Taf. 34,1. 2. Widderkopf.
80. S c h la u p e , Kr. Neumarkt, Grab. Schles. Vorz. 6, 1896, 463 Abb. 2. Vogel.
81. S c h le s ie n , Fundort unbekannt. Schles. Vorz. NF. 8, 1924 Taf. 4, 10. Vogelkopf.
82. S c h m ie d e b e r g , Kr. Angermünde, Grab. Mannus 15, 1923, 50 Abb. 34. Mainzer Zeitsehr. 27, 1932, 89 Abb. 12, 1.
Widdergef. Taf. 5, 7.
83. S c o g lio d e l T o n n o (Tarent), Siedlung. „D R A G M A “ Martino P. Nilsson (1939) 458ff. Not. Scavi 1900, 440.
84. S ie g e r s d o r f, Kr. Bunzlau, Grab. Jahresh. Oberlaus. 2, 1905 Taf. 4, 7. Horntier (K opf).
85. S ie r p ö w , Lr. L^czyca (Lentschütz), Grab. Swiatowit 17, 1936/37, 140 Abb. 1 4 ,3 .4 . Schwein. Taf. 5,1.
86. S o m ly ö v ä s ä r h e ly , K om . Veszprem, Westungarn, Fundumst. ? Nachweis Fr. Holste. Mus. Veszpröm. Stierkopf.
W . Dehn erwähnt Trierer Zeitschr. 14, 1939,13 ein Tiergefäß von Somlyo. S. auch H 211.
87. S t a t z e n d o r f, Verw.Bez. St. Pölten, NiederÖsterreich, Grab. Jahrb. d. Zentralkomm. NF. 2, 1, 1904 Abb. 77. 81.
Mitt. prähist. K om m . W ien 2, 1, 1908, 27 Abb. 126. Chr. Pescheck a. a. O. Taf. 22, 4. Stier- u. unbestimmbare
Tierköpfe. — S. auch H 216.
88. S t o lp e r B u s c h bei Bredenfelde, Kr. Stargard, Fundumst.? Kunst- und Geschichtsdenkmale des Freistaates
Mecklenburg-Strelitz 1, 1 Taf. 3, 19. Mitt. Dr. H. J. Hundt. Vierbeiner m. Hörnern.
88a. S t r a ß g r ä b c h e n , K r. Kamenz, LandSachsen, Fundumst. u. A uf bewahrungsort unbekannt. Nachweis W .Coblenz.
Vogel.
89. S ü m e g , K om . Zala, Westungarn, Schloßberg, Fundumst.? Nachweis Fr. Holste. Mus. Sümeg. Erwähnt Trierer
Zeitschr. 14, 1939, 13. Stiergef.
90. S z e n t a n d r ä s , K om . Temes, Südostungarn, Fundumst.? Nachweis Fr. Holste. Mus. Szegzärd.
91) S z e r e m le , K om . Pest. M. Wosinsky, Die inkrustierte Keramik (1904) Taf. 69, 5. Vogel. Taf. 5,12.
92. T o lfa (Roma), Coste del Marano, Hort. Bull. Paletn. Ital. 35, 1910 Taf. 11. 6. Svenska Fornm. Tidskrift 11,1902.83.
Abb. 89. Bronzeblechtasse mit Stierkopfhenkel. S. auch A 169, I 55.
93. T r e p lin , K r. Lebus, Stadtberg, Grab. A . Götze, Vor- und Frühgeschichte des Kreises Lebus (1920) 66 Abb. 139.
Vierbeiner.
94. T u lln e r F e ld , Niederösterreich, Fundumst.? M. Much, Kunsthistorischer Atlas (1889) Taf. 72,14. Vierbeiner.
95. Ü b ig a u bei Dresden. Abhandl. d. Naturforsch. Ges. Isis zu Dresden 1884 Taf. 1, 12. Hörnertier.
96. U n g a r n , Fundort unbekannt. J. Hampel, Bronzkor 1 Taf. 68, 5. Vogelgefäß. Taf. 5,10. S. H 271 K.
97. U n t e r h a c h in g , Ldkr. München, Grab. Staatssammlung München. Vogel (?). S. auch A 175.
97a. V a lic n a v a s , Bez. N ovo mesto (Rudolfswerth), Slovenien, Grab. Mus. Ljubljana. Stierkopf.
98. V a tin a bei Vrsac, Banat. Törtenelmi es Regeszeti Ertesitö 21, 1905 Taf. 19, 4. 5; 20, 1. Schweine (B. Milleker).
Tierkopf nach Mitt. VI. Milojcid. Mus. Vrsac. Taf. 2,1. 2. 6.
99. V e le m S t. V id , K om . Vas, Siedlung. K . v. Miske, Die prähistorische Ansiedlung von Velem St. Vid (1907) Taf. 54,
20. Vierbeiner. S. auch A 181, B 72, D 52, F 29, H 240.
100. W a r t in , Kr. Randow, Pommern, Grab. Nachweis O. Kunkel. Mus. Stettin. Kröte.
101. W ie s , Gemde. Klein Glein, Ger.Bez. Arnfels, Steiermark. Grab. Mitt. d. Hist. Ver. f. Steiermark 7, 1857 Taf. 2, 8.
Mitt. Anthr. Ges. Wien 15, 1885 Taf. 12, 7. Stierkopf.
102. W ie s e n a u , Kr. Guben, Grab. Mannus 22, 1930, 237 Abb. 1. 2. Krötengefäß.
103. W ije w o , K r. Wschowski, Grab. J. Kostrzewski, Wielkopolska (1914) Taf. 3, 209. Stier.
104. W ilh e lm s h ö h e b e i U s c h , Kr. Kolmar, Posen, Grab. Mannus 5, 1913 Taf. 27, 2. 3. Vögel.
105. W o is c h w it z , Kr. Breslau, Grab. Schles. Vorz. 6,1896, 471 Abb. 13. 14. Schwein.
106. W o ll is h o fe n , Züricher See, K t. Zürich, Pfahlbau. J. Heierli, Der Pfahlbau Wollishofen (1886) Taf. 3, 6. Vier­
beiner. S. auch A 196, C 45, D 57, E 33.
107. Z a b o r o w o , Kr. Babimojski, Posen, Grab. Zeitschr. f. Ethn. 5, 1873 Taf. 13, 1. J. Kostrzewski a. a. O. Taf. 3, 204.
Stiergef.
108. Z a c h o w , K r. Königsberg, Neumark, Fundumst.? Marburger Studien (1938) 233. F orm ?
109. Z a k r z e w , Kr. Turecki, Grab. Swiatowit 17, 1936/37, 139. Hammel.
110. Z ie le h o w i t z , Bez. Mährisch-Ostrau, Grab. Nachrichtenbl. f. Deutsche Vorz. 14, 1938 Taf. 36, 8. Horntier. Taf. 5,6.
111. Z n o jm o (Znaim), Mähren, Grab. Sudeta 6, 1930, 73 Abb. 1. Horntier.
112. Z ü r ic h -A lp e n q u a i, Züricher See, K t. Zürich, Pfahlbau. 10. Pfahlbauber. 1924 Taf. 7, 5. 8. — S. auch H 269.

120
Verzeichnis der Textabbildungen und Tafeln.
Die kursiven Buchstaben und Ziffern beziehen sich a u f die Fundlisten A — K .

Abb. 1 (S. 16). Gay, Bez. K ovin. Nach der S. 16 Anm. 1 zitierten Literatur. 1:2 .
Abb. 2 (S. 43). Fejerd [H 59). Nach dem Original. 2 :3 .
Abb. 3 (S. 65). Nachweise fü r Vasenanhänger: H 5a,31, 53,111,118,158,162a, 174a, ferner die S. 64 genannten Exem ­
plare von Neochori und Olympia; fü r Vogeltyp 1: H 31, 69, 133, 155a, 164, 209; fü r Vogeltyp 2: S. 66
Anm. 1; fü r Vogeltyp 3 : S. 66 Anm. 2, ferner H 172 (mit Kam m ); für Vogeltyp 4 : S. 66 Anm. 3.

Taf. 1. Dupljaja. F oto Marburg. Ohne Maßstab.


Taf. 2. 1— 2. 6 Vatina. 3. 4 Dubovac. 5 Vrsac. 7 K licevac. Fotos Nationalmuseum Beograd. Ohne Maßstab.
Taf. 3. 1 Dupljaja (H 50). 2 Oräava (S. 10 Anm. 2). 3 K ovin (S. 10 Anm. 2). 4 Klicevac. F oto Nationalmuseum
Beograd.
1, l a 2 :3 . l b 1 :3 . 4 1 :2 . 2—3 ohne Maßstab.
Taf. 4. 1 Drslavice (S. 28 Anm. 3). 2 Ostrovul Mare (S. 11 Anm. 1). 3 Uioara de Sus (H 244). 4 Nagy Hangos
(S. 10 Anm. 4). 5 Dergisehow (S. 33 Anm. 7). 6 Känya, nach Arch. Lrt. 3. Ser. 3, 1943 Taf. 6, 1, s. o. S. 7.
7 Szäszvärosszek (H 227). 8 Rosenfelde, Rekonstruktion nach O. Kunkel (H 187). 9 Zwischen Drossen u.
Frankfurt, nach F oto E . Weisker, Zieten-Mus. Neuruppin (H 62).
4 1:1 . 5 1 :3 . 6 1 :4 . 7 3 :4 . 9 etwa 1:2 . 1— 3 u. 8 ohne Maßstab.
Taf. 5. 1 Sierpöw (K 85). 2 Este (K 19). 3 Bökeny-Mindszent (K 5). 4 Biegen (S. 50 f. Anm. 3). 5 Mährisch-Neustadt
(S. 50 Anm. 3). 6 Zielchowitz (K 110). 7 Schmiedeberg (K 82). 8 Groß Tsehansch (K 31). 9 Oderberg-
Bralitz (K 64). 10 Ungarn, Fundort unbekannt (K 96). 11 Cicarovce (K 11). 12 Szeremle (K 91).
1. 6. 8. 12 2 :3 . 3 1 :4 . 4. 7 .9 1:2 . 10. 11 3 :5 . 2. 5 ohne Maßstab.
Taf. 6. 1 Floth (H 61). 2 Lützkendorf (H 124). 3 Hallstatt (H 90). 4 Frög (H 63). 5 Groß-Perschnitz (H 80). 6 Stau­
dach (H 217). 7 Bologna (H 16 e). 8 Sparta, Artemis Orthia (S. 67 Anm. 3). 9 Groß-Perschnitz (H 80).
10 Töging (H 232). 11 St. Katharein (H 195). 12 Skallerup (H 205). 13 Bodrog-Köz (H 15). 14 Mühlau (H 139).
15 Ramsberg (H 176). 16 Hader (H 87). 17 Gusterita, nach Zeichnung W . Kimmig (H 91). 18 Ackenbach, nach
Zeichnung W . Kimmig (H 1). 19 Svijäny (H 224). 20 Hallstatt (H 90). 21 Gemeinlebam (H 67). 22 Stockheim,
nach dem Original (U 220). 23 Vietgest (H 249). 24 Molino della Badia (H 134). 25 Vel’ke Zernoseku (H 242).
26 Oberkehle (H 151). 27 K om jäth (H 107).
1— 10. 12— 18. 20— 24. 26 1:1 . 11. 19. 25 1:2 . 27 2 : 3.
Taf. 7. 1. 7. Olympia (S. 66 Anm. 2). 2. 11. 16. 17 Chauehitsa (H 31). 3 Chodzali, Transkaukasus, nach Zeitschr. f.
Ethn. 27, 1895 (549) Abb. 6. 4. 9 Lindos, Chr. Blinkenberg, Fibules Grecques (1926) 90 Abb. 89. 93 A bb. 96
(auf Fibeln). 5. 10. 15 Glasinac (H 69). 6 Volo (S. 66 Anm. 5). 8. 21 Prozor (H 172). 12 Podlace (H 164). 13
Sparta, Artemis Orthia (S.66 Anm. 2). 14Kamiros, Chr. Blinkenberg a. a. o. 93f. (IV 5 c). 18 Siebeneich (H204).
19 Ungarn, Fundort? (271 K ). 20 Nesazio (H 146). 22 Fundort imbekannt (S. 66 Anm. 3).
1. 3— 5. 7— 10. 12— 13. 15. 20— 21 1 :1 . 16 6 :7 . 17— 18 2 :3 . 2. 6. 11. 14. 19. 22 ohne Maßstab.
Taf. 8. 1— 4 Stempelformen von verschiedenen Bronzegefäßen, meist Hallstatt. 5 St. Kanzian (I 43). 6 Nackhälla,
schematische Zeichnung (I 27). 7— 9 Vadena-Pfatten (J 49). 10 Rinyaszentldräly (I 37). 11 Prenzlawitz (I 35).
12 Sesto Calende (I 48). 13 Poggio Bustone (J 38). 14 Falerii (J 32). 15 Lavindsgaard (I 21). 16 Lücky (I 22).
17 Hajdu-Böszörmeny (115).
7— 9, 14 etwa 1 :1 . 12 etwa 1 :2 . 15. 17 etwa 1 :3 . 1— 6. 10— 11. 13. 16 ohne Maßstab.
Taf. 9. 1. 2 Tolfa-Coste del Marano ( / 55). 3 Rossin ( / 41). 4 Este (112). 5 Monteveglio (I 25). 6. 8 Podhering (J 37).
7 Szilägysomlyo (J 45). 9 Saöne bei Maeon (J 25). 10 Fil inges ( 1 13).
1 1 :1 , übriges ohne Maßstab.
Taf. 10. Ancona (G a l). 2 Auvemier (G g l). 3 Gurusläu (S. 16 Anm. 2). 4 Cumae (G b). 5 Rimaszombat (H 182).
6 Vaison (G c 5). 7 D 6voc (G c 2). 8 Correggio, nach Bull. Paletn. Ital. 18, 1882 Taf. 8, 2. 9 Ungarn, Fundort
unbekannt (H 271 K). 10 Charroux (G e l).
1 2 :5 . 2 . 4 1 :1 . 3 etwa 1 :3 . 5 1:4 . 6 . 9 1:3 . 7 .8 .1 0 2 :3 .

Köm.-Germ. Forschungen 20. 16 121


Taf. 11. 1 Ungarn, Fundort unbekannt (H 271 K). 2 Velem St. Vid (H 240). 3 Glasinae (H 69). 4 Apulien, Fundort
unbekannt (H 271 B). 5 Grünwald (H 83). 6 Remels (H 180). 7 Bitonto (H 14). 8 Narce (H 144). 9 Bitonto
(H 14). 10 Cumae (U 41). 11 Ungarn, Fundort unbekannt ( / / 271 K ). 12 Nagy-Sink, nach Skizze P. Reinecke
(H 143). 13 Dole (H 47). 14 Peterinsel, Bieter See (H 162). 15 Suessula (H 223). 16 St. Margarethen (H 197).
17 K om . Borsöd, Fundort unbekannt (H 18). 18 Jenzig bei Jena (H 101). 19 Szamos bei Szatmär (H 226).
20 Italien, Fundort unbekannt (H 271 H).
1. 3. 5. 7. 10 1 :1 .2 . 6. 19 2 : 3 .4 1:3 . 9 .1 8 3 :5 .1 2 . 16 etwa 1:2 . 15 3:8 . 8. 11. 13. 14. 17. 20 ohne Maßstab
Taf. 12. 1. 6 Ossero (H 156). 2 Velem St. Vid (H 240). 3 Gorszewice (H 73). 4 Fundort unbekannt (nach Mitt. Anthr.
Ges. Wien 71, 1941, 338 Abb. 1. 5 Camorta (H 25). 7 Bisenzio (H 13). 8. 10. 16. 17 Bologna (H 16). 9 Este
(H 57). 11. 15 Sanzeno ( I I 199). 12 Ramonte (H 175). 13. 14 Vadena-Pfatten (H 236). 18 Frög, nach Original
(H 63). 19 S. Martino (H 193). 20 Volterra (H 255). 21— 22 Ungarn, Fundort unbekannt (H 271 K ). 23 Vlasko
Selo (H 253). 24 K om . Zölyom , Fundort unbekannt (II 267).
1. 3. 5— 7. 9— 15. 18— 19 1 :1 . 2. 17. 21 2 :3 . 20. 22. 24 1:2 . 4. 8. 16. 23 ohne Maßstab.
Taf. 13. 1 Capodimonte-Bisenzio (H 13). 2 Vetulonia (H 248 l). 3 Somlyö (S. 59 Anm. 4). 4 Cilli nach Originalzeichnung
H . Müller-Karpes. Mus. Cilli. 5 Villanova (H 250). 6 Velem St. Vid (S. 68 Anm. 1). 7 Dechsel (S. 60 Anm. 1).
8 Beringstedt (Itzehoe) (S. 60 Anm. 1). 9 San Lorenzo Vechio (S. 60 Anm. 1).
2 2 :5 . 3—5 1 :1 . 6 2 :3 . 7— 8 1:2 . 9 5 :6 . 1 ohne Maßstab.
Taf. 14. 1 Ungarn, Fundort unbekannt (S. 56 f. Anm. 4). 2 Egemose (H 51). 3 Skjerne (77 206). 4 Heegermüble b.
Eberswalde (H 95). 5 Svijäny (H 224). 6 Pecs-Jakabhegy (H 159). 7 Rekom, Kaukasus (S. 57 Anm. 4).
8 Steinkirchen (S. 56 f . Anm. 4). 9 Zsujta (H 268). 10 Laibach, nach Foto Stadt. Mus. Laibach. 11 Bologna
(S. 5 6f. Anm. 4). 12 Stary K olin (S. 5 6 f. Anm. 4).
1— 3. 7— 9. 11 1 :2 . 4 3 :4 . 5 1 :1 . 12 2 :3 . 6. 10 ohne Maßstab.
Taf. 15. 1 Eßlingen (C 14). 2 Unterparkstetten (C 39). 3 Mäbenberg (C 25). 4 Haltnau (C 22). 5 Bretzenheim (C 10).
6 Auvernier (G 2). 7 Berlin-Spindlersfeld (C 7). 8 Rottau (C 35). 9. 10. 12 Kis-Köszeg (D 28). 11 Cortaillod
(D 11). 13 Wollishofen (D 57). 14 Onnens (D 39). 15. 16 Auvernier (E 1). 17 Frouard (E 10).
I. 13 1:2 . 2. 5. 6. 8— 10. 12 1 :1 . 7. 11. L L -1 6 2 :3 . 3. 4. 17 ohne Maßstab.
Taf. 16. 1— 20 Speichenschemata der Radamulette. 21 Sazovice (F 22). 22 Ungarn, Fundort unbekannt, nach J. Hampel,
Bronzkor 1 Taf. 54, 9. 23 Ungarn, Fundort unbekannt, nach Zeichnung Fr. Holstes, Mus. Budapest. 24 Malsch
(B 34). 25. 26 Corcelettes (B 14). 27 Straubing-Königreich (B 63). 28 Löhningen (B 31). 29 Gemeinlebam
(F 7). 30 Mixnitz-Drachenhöhle (B 37). 31. 32 Auvernier (B 5).
2 1 .3 0 1 :1 . 22 2 :5 . 24— 2 6 .2 8 .3 1 — 32 1 :2 . 27 2 :3 . 29 3 :4 . 1—2 0 .2 3 ohne Maßstab.
Taf. 17. 1 Thailing (G ct6). 2 Watsch, nach Original, Naturhist. Mus. Wien. 3 Hallstatt (H 90). 4 Vinji Vrh, nach
Original, Mus. Laibach.
1— 2. 4 2 :3 . 3 ohne Maßstab.
Taf. 18. Entwurf nach der Literatur. Ergänzende Nachweise J. Koroäec.
Taf. 19. Entwurf nach der S. 10 Anm. 2 gegebenen Literatur.
Taf. 20. Bronzezeitliche und frühurnenfelderzeitliche Anhängertypen und Bronzevogelplastik nach den Fundlisten; die
Gehängetypen nach der S. 17 Anm. 1 gegebenen Literatur. Das schweizerische Pfahlbaugebiet wurde bei der
Kartierung absichtlich nicht berücksichtigt, da chronologische Anhaltspunkte derzeit noch zu fehlen scheinen.
Damit soll nicht gesagt sein, daß die schweizerische Pfahlbaukultur in der frühen Urnenfelderzeit die kartierten
Formen nicht gekannt habe.
Taf. 21. Grundlage der Karte Fundliste K.
Taf. 22. Grundlage die S. 51 Anm. 1 gegebene Literatur.
Taf. 23. A . Nach A . W . Bryan, Italic H ut U m s (1925), W . A. v. Brunn, Die Kultur der Hausurnengräberfelder (1939),
Fr. Behn, Hausumen (1924), H. C. Broholm, Studier over den yngre bronzealder i Danmark (1933), H . Hansson,
Gotlands bronsalder (1927) und H. J . Eggers in Mitt. d. Vorgesch. Seminars Univ. Greifswald 11/12, 1940, 123
Abb. 4. — Este: S. 60 Anm. 3.
B . Nach der S. 27 Anm. 2 gegebenen Literatur.
Taf. 24. Grundlage die S. 50 f. Anm. 3 gegebene Literatur. DieVogelklappem des südostalpinen und ungarischen Kultur­
gebietes sind nicht kartiert.
Taf. 25. Grundlage Fundliste E und G c.
Taf. 26. Grundlage die S. 56 f. Anm. 4 gegebene Literatur. Vogelkopf- und Stierkopftüllen nach Fundliste H.

122
Sachverzeichnis.
Zahlen hinter dem Kom m a beziehen sich auf die Anmerkungen im Text, kursive Zahlen auf die Fundlisten.

Ägäis, Beziehungen zu den Donauländern 8. 11. 59. 60. 62. Gehänge 9. 1 5 -2 0 . 31. 4 3 -4 5 . 53. 75. 82. 84
67. 83 s. Menschendarstellung, Pferdedarstellung, Rad,
Amulett, Allgemeines 2. 9. 15. 21. 80. 82 Sanduhrmotiv, Vogel
in Dreieckform, Basis gezahnt 16. 17.19.19,6. 34 Gesellschaft, Organisation 54. 62. 70. 71. 82—84
(Stachelende) Gesichtsurne 73
in Halbmondform 28 Gesiehtsumenkultur 33. 55,8. 73
in Scheibenforn 10. 16. 76. 77. 80. 84 Glöckchen 66
Kapsel 34 Golaseccakultur 29,1. 75
s. Bommeln, Fuß, Gefäß, Glöckchen, Hand, Goldblattkreuz 4
Kamm, Lanzettbehang, Menschendarstellung, Grabstele 64. 70. 71. 73. 78; s. Rad
Miniaturwaffe, Pferdedarstellung, Phallos, Rad, Griechenland 50. 56. 6 2 -7 0 . 72. 73. 76. 83
Rasiermesser, Rind, Sanduhrmotiv, Schuh, Gumelnitakultur 7. 7,6. 9. 79
Vogel Gürtel s. Heilszeichen
Anthropomorphes Symbol s. Menschendarstellung
Anthropomorphismus 8. 44. 47. 54. 58. 59. 62. 68. 70—73. Hakenkreuz 12. 80
76. 8 2 - 8 3 Hallstattkultur, Westgruppe 52. 55. 77. 78. 84
Apulische Grabhügelkultur 43. 64. 74 Hand, als Am ulett 75
A xt, aus Ton s. Miniaturwaffe Haus, Tonmodell 7. 7,6. 8
als Urne 4. 60. 61. 71. 73. 74
Totenhaus 71. 73
Badener Kultur 9 s. Menschendarstellung, Vogel
Baldachin 10. 12 Heiligtum 3. 43. 64. 70
Bandkeramik 8. 9. 79 Heilszeichen, Allgemeines 4. 18. 27. 38. 53. 54. 62. 83
Bleifigur 59 auf Fibeln 27,1. 33. 34. 36. 37. 50. 55,7.
Bommel, geschlitzt 66. 67. 77,3; s. Vogel 70. 71. 74. 78. 81
Bosnische Grabhügelkultur 43. 50. 64. 65 auf Gefäß 4. 13. 27. 28. 32. 3 6 - 3 8 . 42,3.
43. 4 5 - 5 0 . 57. 58. 63,2. 64. 66f., 6. 67.
7 0 -7 3 . 75. 77. 78. 81. 82
Doppelaxt s. Sanduhrmotiv
au f Gürtel 17. 18. 19,6. 20. 20,2. 22. 28.
Dorer 66. 83
4 8 - 5 0 . 6 9 -7 1 . 74. 75. 77. 77,5. 78
Dreieckanhänger s. Menschendarstellung
an Idol (anthropomorph) 9. 10. 12. 15. 16.
Dreipaß s. Mittelstück
59. 80
an Rasiermesser 38. 47. 69—71
Eber s. Schwein auf Waffen, Beinschiene 26—28. 46. 49
Egyekkultur 13 Helm 38. 4 5 - 4 9 . 71
Estekultur 48. 52. 55. 75 Panzer 46
Schild 4 7 - 4 9 . 74
Schwert 4 6 -4 9 . 61. 70
Felszeichnung 65,6
Streitaxt 27. 34
Feuerbock 35; s. Vogel
s. Menschendarstellung, Pferdedarstellung,
Flechtband 10. 11. 28
Rind, Rad, Sanduhrmotiv, Vogel
Fossakultur, Latium: 48. 69. 73—75
Herd, Tonmodell 74
Kampanien: 43. 48. 74
Hirsch 28,5. 55,8. 59. 75. 77,5. 82
Fremdgruppe 6. 25; Riegseegruppe
in Gefäßform 63
Fuß, als Amulett 7. 9,3. 13. 31. 32; s. Gefäß
in Verbindung mit der Sonnenscheibe 63,1
s. Reiter
Gefäß, als Am ulett 43. 53. 63. 64. 67. 69. Homerische Gedichte 83
au f Menschenfü ßen 31. 32. 38. 73. 74. 80. 82 Horgener Kultur 9,2
Tonplatte au f Menschenfüßen 31,2
s. Haus, Hirsch, Kanope, K röte, Menschendarstel­ Idolkultur (Hügelgräberbronzezeitl. Kultur Südostungarns,
lung, Pferdedarstellung, Rhyton, Rind, Schuh, u. Nordserbiens mit inkrustierter Keramik) 9 —16. 18.
Schwein, Tier, Trinkhom, Vogel, W agen, Widder 20. 26. 28. 29. 31. 64. 7 9 -8 1
123
Kamm 10; s. Vogel Mittelstück 38. 76
Kanope 73 Dreipaß 16. 17. 19. 20. 24. 26. 30. 42
Kette, Bronze, an Gehängen 30. 38. 44. 77 Scheibenform 76
Kaukasus 7,6. 57 Typ Bretzenheim 44. 45
Klicevac-Dubovac-Gruppe 14 Typ Winklsaß 2 4 - 2 6 . 35. 44. 81
Knovizer Kultur 34 s. Menschendarstellung, Rad
K röte 7. 33. 71. 74 Mondsymbol 18. 28. 77; s. Amulett, Feuerbock
in Gefäßform K 42.100. 102 Mykenische Kultur 63. 63,2. 69

Nadelschützer (halbmondförmig) 16. 19. 20. 22


Laibach-Vucedol-Kultur 9. 20. 21,1 Nordischer Kreis 12. 18. 27. 37. 38. 46. 47. 52. 53. 55. 55,6.
Lampe, Ton 13. 51 57. 60. 69. 81. 82. 84
Lanzettbehang 17—20. 20,2. 21 —23. 23,4. 2 4 —26.
3 0 -3 7 . 41. 77. 8 0 - 8 2
Herkunft 18 Orient, Beziehungen zum 4. 8. 8,1. 11. 21. 28. 38. 59. 67.
Lengyelkultur 8. 79 72. 83
Lausitzer Kultur 26. 29. 30. 3 2 - 3 4 . 39. 40. 5 0 - 5 3 . 55. 56. Otomanikultur 13
82
Lovasbereny-Gruppe 13 PferdedarsteUung 13. 54. 55. 58. 6 2 -6 4 . 68. 70. 78. 8 2 - 8 4
Lure 38 Amulett 54. 55. 64 (an Gefäßamulett)
an Gehänge 44
auf Gürtel 77. 78
Mährische bemalte Keramik 7. 7,6. 8. 79 in Form eines Knebels 56. 64. 70. 72—74.
Makedonische Früheisenzeit 43. 48. 50. 64—67 H 16 d. 129. 184. 248 a. c. 255. 267
Maske 8. 33. 62,1. 73. 75—77. 83. 84 in Verbindung mit Radsymbol 33,5
Menschendarstellung, Allgemeines 2. 7 — 13. 15. 16. 18. 19. (Würfelaugen). 75
32. 33. 37. 38. 5 8 -6 4 . 70. 72—76.
als Rasiermessergriff 38
7 8 -8 0 . 8 2 -8 4 auf Rhyton 55
Amulett in Dreieckform 17. 42. 45. in Verbindung mit Vogelsymbol 54—56.
58. 61. 7 5 - 7 8 . 84 58. 62. 64. 65. 70. 72. 82. H 254. 271
in Dreieckform mit Vogel­
D. F. H (s. o., Knebel in Form eines
barke 42. 44. 53. 58. 61.
Pferdes).
, 70. 72. 74. 75. 77. H 13.
in Verbindung mit Wagengestell 12. 38.
16 c. k. 25. 57 g. 73.131.
55. 55,6
135. 144. 156. 184. 212. s. Reiter
240. 244. 261 Pferdegeschirr 41. 42. 52, 2. 54. 57. 58. 60. 62. 6 9 -7 1 . 83.
in Schwalbenschwanzform
s. Menschendarstellung, Pferdedarstellung, Vogel
18. 20. 24. 33. 35. 36. 41.
Phallos 13
42. 53.58.61.69. 7 5 -7 8 .
Picenter Kultur 52. 74. 75
80. 81. 84
Piliner Kultur 13. 31
in Gefäßform 7. 8. 73
Protovillanovakultur 29,1. 30. 36. 37. 39. 44. 69. 82
Gefäßträger, plastisch 59. 60. 67.
73. 74. 82
an Gehängen 44. 45. 59 Rad 9. 21. 54. 61. 80
auf Gürtel 77. 78 Amulett 10. 12. 13. 17. 18. 2 0 -2 6 . 2 9 -3 7 . 4 0 -4 2 .
au f Hausurne 60. 71 44. 45. 61. 66. 67. 69. 71. 7 3 -7 7 . 8 0 -8 2 .
Idol, mit Amulettbehang 10. 15. 16 84
mit Gehängemittelstück 16 Guß verfahren 21,1
mit Gürtel 9. 15 Herkunft 20. 21. 30,1 (Italien). 66 (Griechen­
mit Radsymbol 10. 59 land)
mit Z o p f 9. 16 Traehteigentümlichkeit 21. 81
Kriegerdarstellung 68—70. 73. 75 Typ Taf. 16,1: A 8. 13. 45. 50. 51. 55. 69.
a u f Pferdegeschirr 72. 73 75. 85. 93 -9 5 .1 0 8 . 116.
auf Miniaturwagen 10— 12. 28. 53. 119. 145. 151. 152. 165
59. 79 2 : A 11. 12. 86. 150. 169
mit Vogelsymbol kombiniert 10—12. 3 : A 7. 10. 14. 15. 18. 22. 32.
42. 44. 47. 53. 5 8 -5 9 . 70. 7 2 -7 5 . 34. 60. 65. 72. 76. 77. 92.
82. 83. H 13. 16 e. I. 35. 144. 93. 103. 109. 126. 142.
150. 161. 172. 208. 213. 223. 245. 145. 154. 156. 162. 167.
248 b. e. f. 250. 271 A . D. F. 170. 171
s. Anthropomorphismus, Gefäß, Ge­ 4 : A 2. 8. 19. 24. 3 4 -3 6 . 39.
sichtsurne, Grabstele, Maske, 84. 121. 128. 145
Reiter 5: A 1 . 4 . 7 . 27. 42. 43. 68. 79.
Milavec-Kultur 34 82. 96. 112. 131. 133.
Miniaturwaffen 7. 13. 18. 31. 4 L ; s A xt, Vogel 136. 142. 149. 153. 160.
Mitanni 28 166. 169. 174. 178

124
T yp Taf. 16, 6 : A 3. 5. 7. 30. 34. 52. 54. 59. 64. an Deichselwagen 52. 58. 82. U 23. 62.
65. 87. 88. 101. 104. 105. 72. 80. 151. 168
107. 110. 111. 124. 138. an Gefäßen auf Wagengebilden
143. 155. 157 a. 161. 179 („Vogelwagen“ ) 52. 82. H 40c. 69.
7: A 21. 37. 38. 40. 41. 50. 56. 191. 252. 271 E
57. 89.105. 106. 118. 129. an Henkelscheibe 52
135 a s. Rhyton, Trinkhorn
8: A 62. 65. 85(1) s. Rhyton, Trinkhorn
9: A 35. 91. 137
10: A 6. 62. 105. 159
Sanduhrmotiv 9. 17. 18. 20. 23. 41
11: A 7. 9. 14. 31. 34. 48. 50. 58.
Amulett 17. 18. 19,6. 20. 23. 25. 26. 41. 6 1 .8 0 -8 2
78. 102. 105a. 110. 116.
au f Fibeln 23,4
130. 134. 140. 168. 169.
an Gehängen 23
176. 177
auf Gürtel 17. 18. 23
12: -4 81. 90. 100. 122. 132
Schuh 7. 7,6. 13. 3 1 -3 6 . 38. 39. 63,1. 72. 79. 80. 82
13: A 10. 17. 49. 71. 134. 139.
Am ulett 19. 55
148. 157. 173
Schwein, in Gefäßform 7. 13. K 3. 14. 19. 85. 98. 105
14: A 7. 9. 16. 29. 47. 50. 55. 66.
Siegelzylinder 11
85. 97. 105. 114-116
Sizilien, frühe Eisenzeit 41. 50,1. 66. 67
137. 138. 162. 180
Sonne, Symbol 12. 28,5. 63,i . 77. 79
15: A 46. 89. 97. 105. 133. 163
Flügelsonne 28— 29
16: A 23. 62(1). 73(1). 80
G ott 12,1
17: A 20. 38. 65(1). 127. 138. 172
s. Hakenkreuz, Hirsch, Rad, Rind
18: A 53. 67. 83
Spielzeug, Ton, in Gräbern 51
19: A 26. 50. 135. 169
Spindlersfelder Kulturgruppe 21. 23,4. 25. 29. 33. 34. 39.
20: 7. 33. 34. 61
80. 82
auf Fibel 27,1
Steinbock 73
auf Gefäß (Ton) 40
Steinschneidekunst 28
an Gehänge 16. 17. 20. 28. 44. 45. 52,2
Stele s. Grabstele
auf Grabstele 70
Stiefel s. Schuh
auf Gürtel 17. 18
Stier s. Rind
als Mittelstüek größerer Gehänge 42. 45. A 7
Stuhl, Ton 7. 11
als Nadelkopf (Radnadel) 21. 21,2. 22
Szenische Komposition 2. 8. 11. 54. 57. 75. 77. 79. 82
in Verbindung mit Vogelsym bol 12. 26—28. 31. 38.
4 4 -4 6 . 48. 49. 52,2. 66. 67. 73
auf Waffen 26. 27 Theißkultur 8 . 13
s. Menschendarstellung (Idol), V ogel (Amulett) Tier, vollplastisch 7. 7,6. 8. 12. 13. 24. 31. 35. 37. 52. 64.
Rasiermesser, als Amulett 76. 77. 84; s. Heilszeichen* 71. 79
Pferdedarstellung, Vogel in Gefäßform 2. 7. 8,1. 9. 11. 13. 19. 22. 3 1 -3 9 .
50. 52. 56. 61. 63,1. 75. 76. 79. 8 0 -8 2 . 84
Reh 75
in Zeichnung 2. 7. 31. 33. 34. 82
Reiter 33. 65. 56. 59. 60. 68. 70. 72. 73. 75. 82. 84 s. Hirsch, Kröte, Reh, Rind, Schwein, Steinbock,
a u f Hirsch 55,8. 59,3 Vogel, Widder, Ziege
in Verbindung mit V ogel H 248c Trinkhorn 56—58. 62. 63,1. 83. 84; s. Rhyton
Reiternomade 53. 54. 57. 58. 62. 63. 83 Töszeg-Kultur 13
Rhyton 54. 67. 58. 70. 72; s. Pferdedarstellung Tripoljekultur 7. 7,6. 8
Riegseegruppe 22. 29
R ind 7. 11,1. 13. 35. 58. 61. 63. 68. 74. 8 0 - 8 3 Urnenfelderkultur, Frankreich 18. 19. 22. 30. 31. 41. 44.
Am ulett (Gehörn) 10. 12. 13. 42. 80 50. 76. 77. 84
Am ulett (Gehörn) mit Vogelbarke kombiniert Mähren 2 0 - 2 2 . 32. 39. 56. 8 0 -8 2 . 84
4 2 - 4 4 . 62. 53. 61. 70. H 16c—g.l. 40d. 57c. 63. Mitteldeutschland 26. 34. 35. 40. 61.
166. 175. 183. 199. 236. 248 e. 266 81. 82
in Gefäßform 13. 34. 52. 80. K 4. 6 a. 9. 11. 18. 22. Niederbayern 20. 24. 25. 30. 35. 80. 81
25. 27. 33. 35. 36. 38. 40. 41. 45. 50. 64. 67. 68. 70. Nordtirol 19. 21. 23. 25. 29. 35. 39. 80.
72. 74. 7 6 -7 8 . 86. 87. 89. 97a. 101. 103. 107 81
Protomina an Bronzebeschlag 26 Schweiz 22. 23. 29. 30. 35. 36. 3 9 -4 2 .
an Griffen von Ton- u. Bronzeblech­ 56. 69. 76. 77. 81. 82. 84
geschirr 36. 37. 46. 64. 67. 72. K 2. Slowakei 16. 17. 31. 32. 39. 52. 56.
18a. 20. 34. 92 57. 81
an Sonnenscheibe 28,5. 63,1 Süddeutschland, Allgemeines 20. 21.
an Trinkhorn 57. 58 25. 29. 30. 35. 36. 39. 51. 8 0 - 8 2
in Verbindung mit Vogelsymbol 52. 54. 58. 62. 82. s. Lausitzer Kultur, Spindlersfelder
H 11. 16 l. 23. 40 e. 88. 90. 99. 200. 271 E Kulturgruppe
an Amulett (s. o.)
an Bronzetülle 51. 56. 58. 72. 82. Vatinakultur 13
H 13. 37. 51. 95.159. 206. 224. 268 Vatya-Kulturgruppe 13

125
Vegetationskult 11. 79 an Gefäß (Ton und Metall) 13. 42,3. 57.
Villanovakultur 43. 46. 47. 52. 5 5 —57. 69—73. 75; s. 63,2. 64,2. 66f., 6. 70. 73. 77. H 8.
Bologna (Ortsverzeichnis) 16c. d .i. 79. 81. 90. 123. 144. 145.
Vogel, P lastik , Statuetten, Aufsteckvögel usw. 7. 7,6. 9.
150. 154. 231. 259. - K 67. - An
Schöpfern, Sieblöffeln u. Kannen: H
13. 1 7 -1 9 . 19,6. 20. 20,2. 21. 2 3 -2 7 .
16c. d. f. h. I. 22. 27. 32. 43. 57a. 68a.
27,1. 31. 33. 3 5 - 3 8 . 50. 52. 63,1. 2.
71. 78. 85. 90. 99. 105. 116. 133a.
6 5 - 6 9 . 74. 81. 84. H 1. 11. 15. 16 e.
26. 48. 49. 63. 67. 74. 76. 77. 82. 87. 135. 148. 149. 169. 170.177. 203. 214.
90. 91. 94. 103. 113. 114. 119. 122. 219. 235. 248b. c. e. 263. 266
127. 134. 136. 139. 141. 144-146. 148. an Hausume 61. 71,4. H 13. 40a. e. 184.
154. 155. 160. 163. 172. 176. 194. 198. 248 t.
200. 202. 204. 211. 215. 220. 224. 231. Klapper (Ton) 50. 51. 56. 7 6 -7 8 . 84
232. 234. 239-241. 251. 271 D. H. K an Lure 38. H 125
an Messer 17. 36. H 52. 64.181.186. 215.
Amulett, Ganzfigur 43. 63,2. 65—67. 72.
257. 271 K. M
74. H 9. 13. 20. 31. 69. 76.
90. 133.155a. 163. 164. 174a. Nadel 63,2. H 16f. 17. 57d. 271 H
Vogelpaar 34. 38. H 157. 180
197.198. 209. 223. 231. 248c.
an Pinzette H 271 L
250. 264
an Pferdegeschirr 56. 69. 72. 73. H 13.
D oppelkopf 26. 29. 36. 42—44.
61. 81. H 18. 26. 41. 49. 69.
1 6 b .c.d .f.g . 117. 128. 144. 185. 199.
83. 86. 96. 101. 120. 126. 221. 230. 248a. b. f. g. i. j. m. n.
in Verbindung mit Bädern, Ringen oder
144. 240. 271 B
Vogelkopf, gestielt H 2. 18.
Scheiben 28. 34. 66. 67. H 28. 54. 55.
112. 145. 157. 166. 167. 179. 184. 217.
29. 44. 69. 104.110.140.189.
271 K
192. 216. 247. 253. 258. 262.
am Schiff 28. 28,5. H 200. 248h
271 K
an Schlüssel H 138
Beil 43. 53. 64. 65. 72. H 14.
auf Tutulus 26. H 97. 115. 143. 249
16g. 26. 45. 144. 150. 193.
an Trinkhom 56. H 89
271 B. H
an Waffen 70. H 16d. 19. 40d. 57a. 225.
Bommel, geschlitzt H 108. 178.
250. 271 E
271 K
an Wagen, Deichselwagen 52. 58. 82.
Gefäß (Vogelkopfdeckel) 43. 63.
H 23. 62. 72. 80. 151. 168.
r 64. 67.—69. H 5 a. 31. 40 a.
187
53. 111. 118. 158. 162a. 174a
Kesselwagen 17. 19. 28. 63,2.
Gehänge, mit Vogelköpfen 17.
H 205. 227
28. 43. 44. 52,2. 74. 77. H
Plattenwagen H 239. 248d
5. 12. 30. 42. 137. 150. 182.
Vogelwagen 10— 12. 15. 28.
197. 223. 271 D. G
29. 34. 38. 52. 53. 55. 58.
mit vierfachen Protomina 43.
62. 72. 75. 79. 80. 82.
48. 53. H 59. 135
H 40 e. 50. 57f. 69. 121.
T y p Charroux 44. 45. 84. H
191. 243. 252. 271 A .E
98. 237
in Verbindung mit Wagen­
T y p Thailing 41. 42. 44. 45.
teilen 32. 35. 52. H 87.107.
78. 84. H 65. 229
217. 271 K
Kamm 69. 77. H 39. 47. 56. 68.
84. 130. 162. 174. 238. 2711
Barke 28. 43. 74. H 40 e. 226; s. auch T r e ib a r b e it , Ganzbilder, auf Beinschiene 2 6 — 2 8 .
H 36. 40a. 230. 240. 271 K 46. 48. 49. I 37
an Feuerbock H 57g. 171. 244 auf Bronzegefäß 49. 75.
an Fibel 32. 34. 37. 70. 71. 74. 78. 81. 1 19. 35. 46. 48
H 3. 7 .1 0 .16c. e. I. 21.24. 38. au f Goldscheibe I 32
40c. 41. 46. 57e. 61. 63. 66. auf Gürtel 71. I 8. 40
70. 75. 90. 93. 100. 102. 104. auf Helm 45. 49 . 1 43
106. 109. 124. 131. 132. 136. auf Schild 49. I 27
142. 150. 152. 153. 165. 166. Stempel 49. 50. 70. 78.
173. 184. 188. 190. 195. 196. I 2. 4. 6 -1 2 . 1 6 -1 9 .
198. 201. 207. 210. 218. 223. 23. 24. 26. 29. 31. 36.
228. 233. 239. 242. 246. 250. 42. 44. 46. 50. 51. 54.
260. 265. 270. 271 C. H 6 1 -6 3 B .C
an Fleischhaken H 6 Vogelbarke mit Kreisscheibe 2 7 . 3 2 .
Vogel, fliegend 63,2 38. 43. 45. 46. 58. 81. 82. I 1. 3.
in Form eines Gefäßes 32. 35. 52. 75. 14. 15. 21. 22. 38. 47. 49. 52. 53.
K 5. 6. 8( ?). 1 0 -1 3 .1 5 .16a. 17. 24( ?). 56. 57
26. 29 -3 1 . 39. 46. 47. 56. 57. 59. 62. Vogelbarke, einfach auf Bronzegefäß
63. 67. 73. 75. 75a. 80. 81. 83. 88. 91. 47.58. 7 1 . 1 8. 19. 20. 35. 41
96. 97(7). 104 auf Helm 45 —47. 1 8. 43. 60

126
Vogelbarke, doppelt, auf Bronzegefäß Vogelbarke, doppelt, auf Gürtel
48. 75. I 12. 19. 25 75. J 1,5
a u f Gürtel 48. 69. I 4 auf Halsring J 20. 29
a u f Schild 47. I 63 D Doppelkopf, einseitig an Kreis-
Doppelkopf, einseitig an Kreisscheibe, scheibe, auf Gürtel 48. J 5.
auf Gürtel 48. 71. I 8 8. 12. 27. 32. 39. 40. 51. 53
Protomina, gereiht, auf Bronzegefäß Protomina, gereiht, a u f Fibel
27. 46. 47. 71. I 2. 5. 58. J 44
auf Helm 4 6 ^ 8 . 71. I 8. 63 A auf Messer 47. J 11
Sonstige Vogelkopfzier, auf Bein­ auf Schwert 46—48. J 37.
schiene 46. I 33 45
auf Bronzegefäß I 30 Sonstige Vogelkopfzier, auf Beil
auf Bibel 36. 50. I 34. 55 J5
auf Gürtel 50. I 39 auf Fibel 50. J 18. 19. 31
auf Panzer 46. I 13. 28 auf Gürtel J 8. 14. 19. 42.
auf Pinzette 36. I 55 46
G ravierte V ögel, Ganzbilder, auf Gürtel 49. 69. auf Keramik 36. J 4. 7. 35
J 3. 5. 8. 12. 17. 19. auf Schwert J 30. 43. 47.
21 (? ). 32. 38. 39. 42 48
auf Halsring J 20. 29 s. Menschendarstellung, Pferdedarstellung, Rad,
au f Keramik J 13. 15. 24. Rind
36 Vincakultur 7 —9. 13, 79
au f Messer 49. J 49
auf Rasiermesser J 22. 50
auf Schwert 49. 61. J 6. 26 W agen 62. 75. 77. 78. 83. 84
Stempel, auf Keramik J 2. Votivwagen 10— 12. 15. 17—19. 26. 28. 29. 32—38. 52.
5. 54 53. 55. 55,6. 58. 59. 62. 63,2. 72. 77. 7 9 - 8 2
Vogelbarke mit Kreisscheibe, s. Menschendarstellung, Pferdedarstellung, Rind, Vogel
auf Beil 34. J 34 Weihefund 38. 43. 45. 46. 58. 63,2. 68. 69. 82; s. Heiligtum
Vogelbarke, einfach, auf Bronze­ Widder, vollplastisch und in Gefäßform 7. 80. K 1. 54. 65.
stab 75. J 9. 23 79. 82. 109
a u f Gürtel J 14 Witenbergkultur 13
a u f Keramik J 35
auf Rasiermesser 38. 47.
J 25 Ziege 7
auf Schwert J 16 Z o p f s. Mensehendarstellung (Idol)

127
Ortsverzeichnis.
Nur die im Text und in den Anmerkungen (Zahlen hinter dem Komma) angeführten Fundorte sind berücksichtigt.
Vgl. noch die Fundlisten A —K S. 85 ff.

Abauj-Szemerc, Ungarn 17,1 Bjärsjöholm, Schonen 27


Abbach, Bayern 20,2 Blotniki, Polen 50f., 3
Ägina 59,1. 64,6. 66 Bobersberg, Brandenburg 50f., 3
Aislingen, Bayern 20. 24 Bodrogkeresztur, Ungarn 7,6
Ajia Irini, Cypern 68 Bologna 40. 42. 48. 50. 56. 56f., 4. 58. 69— 73. 75
Alaca, Anatolien 28,5. 63,2 Bonyh&dtvidek, Ungarn 27,1
Alsö-Jära, Siebenbürgen 19,6 Borken, Prov. Sachsen 50f., 3
Alt-Jauer, Schlesien 56,4 Boräice, Mähren 20
Alt-Moldawa, Banat 64 Bothenheiligen, Prov. Sachsen 49. 61
Alt-Töplitz, Brandenburg 33 Bratislava 27
Alvena, Gotland 52,2 Breslau-Oswitz 27,1
Ancona, Picenum 44. 74 -Tschansch 19,6. 33,1. 56f., 4
Apätdomb, Ungarn 10,2. 19. 20. 33,1 Bretzenheim, Rheinhessen 62,1
Argos 61,3. 66. 66,2. 3. 67,3 Brianza, Lombardei 31,1
Äsle, Västergötland 52,2 Brieskow, Brandenburg 33,1
Aszöd, Ungarn 32,1 Brunn, Bayern 22
Athen, Akropolis 66 Buch, Berlin 33
Kerameikos 36. 63. 64. 67 Buckau, Prov. Sachsen 50 f., 3
Auras, Schlesien 50f., 3 Budszentmihäly, Ungarn 27. 46
Auvernier, Schweiz 56 f., 4 Bygholm, Jütland 1
Aying, Bayern 23
Camöse, Schlesien 50f., 3
Babska, Slawonien 10. 10,2 Canale, Kalabrien 74
Badia Pavese bei Pavia, Piemont 29,1 Capodimonte s. Bizenzio
Bahn, Pommern 26,2 Caracupa, Etrurien 72
Bahnsdorf, Prov. Sachsen 50 f., 3 Caransebes, Rumänien 17. 19. 22
Baiersdorf, Niederösterreich 19,6 Carlsruh, Schlesien 56,4
Balkow, Brandenburg 50f., 3 Cäma, Oltenien 10,2
Bautzen, Land Sachsen 60f., 3 Castei Gandolfo, Latium 73
Beaujeu, Frankreich 24 Castellazzo, Emilia 31,1
Beckerslohe s. Kirchensittenbach Charroux, Frankreich 44
Beilngries, Bayern 55,8 Chauchitsa, Makedonien 64. 65. 67
Belczek, Polen 55,4 Chavigniöres, Frankreich 77
Belten, Brandenburg 56,4 Chiez, Frankreich 36,3
Benevent-en-Champsaur, Frankreich 30. 31 Chilly, Frankreich 77,3
Bergheide, Brandenburg 56 f., 4 Chiusi, Etrurien 62,1. 73
Bering8tedt, Holstein 60,1 Choussy, Frankreich 76
Berlin-Spindlersfeld 18. 19. 22. 23,4. 24. 33 Cißarovee, Slowakei 52
Bidingen, Bayern 31,1 Cilli, Slowenien 59
Biegen, Brandenburg 50 f., 3 Colle del Capitano, Umbrien 36
Biemacice, Polen 32. 46 Corcelettes, Schweiz 41,1
Biezdrowo, Polen 33,1 Corneto, Etrurien 43. 47. 52. 56f., 4. 69. 71—73
Bijelo Brdo, Slawonien 9,5 Csampa, Ungarn 20,1
Billendorf, Brandenburg 56,4 Cumae, Kampanien 43. 60. 74
Bindow, Brandenburg 56,4 Cypern 59,4
Bingula-Divos, Syrmien 17. 19. 22—24. 26,1
Binningen, Schweiz 20,2 D alj, Slawonien 10,2. 55. 56f., 4
Bisenzio, Etrurien 47. 56f., 4. 72 Dechsel, Brandenburg 50f., 3. 60,1
Biskupin, Polen 50f., 3. 55,8. 59,3. Degerndorf, Bayern 50f., 3
Bismantova, Lombardei 36 Dehlau, Böhmen 33,1

128
Delphi 66. 66,2. 3. 5. 67,3 Groß-Engstingen, Württemberg 78
Dergischow, Brandenburg 33 Groß-Methling, Mecklenburg 33
Deter, Ungarn 17,1 Groß-Särchen, Schlesien 50f., 3
Deutsch-Poppen, Polen 56,4 Grottaferrata, Latium 73
Deva, Rumänien 19,6 Grünwald, Bayern 29
Devoc, Frankreich 44 Guben, Brandenburg 50f., 3
Dobieszewko, Polen 50f., 3 Gurusldu, Rumänien 16. 19
Dobrenice, Böhmen 56 f., 4 Gusterita s. Hammersdorf
Döckingen, Bayern 5 6 f.,4
Dodona, Epirus 43. 65 Hagia Triada, Kreta 11,3
Dolyän, Slowakei 26 Hajdu-Böszormöny, Ungarn 27. 28,1
Domamyslice, Mähren 50,3 Hajdu-Sämson, Ungarn 36
Dragaduä, Krain 55 Hdjovych, Mähren 50,3
Drebkau, Brandenburg 50f., 3 Haldenwang, Bayern 20,2
Dresden-Coschütz 41 Halle a. d. Saale (Giebichenstein) 33,1
-Dobritz 36,4. 50f., 3 Hallstatt, Oberösterreich 42,1. 50. 72
Drhovice, Böhmen 19,6 Hammer, Bayern 31,1
Dröne, Wallis 36,3 Hammersdorf, Siebenbürgen 17
Drslaviee, Mähren 19,6. 22. 28 Hejrede, Laaland 56f., 4
Dubovac, Banat 10,2. 33,1 Hochstadt, Hessen 44
Düben, Prov. Sachsen 56f., 4 Höhenrain, Bayern 31,1
Dupljaja 10. 10,2. 11. 12. 28. 53. 59. 79 Hollenberg/Körbelsdorf, Bayern 55,5
Homburg v. d. H ., Hessen 76
Ebingen, Württemberg 22 Horath, Rheinland 44
Eggenburg, Niederöstorreich 30 Hostomice, Böhmen 33,1
Elsenau, Polen 59,3 Hoym, Prov. Sachsen 56f., 4
Eskolhelm, Gotland 52,2 Hrebeny, Ukraine 55,4
Eßlingen, Bayern 18 HrubCice, Mähren 20
Estavayer, Schweiz 29. 47 Huhn, Mähren 20. 22
Este, Venetien 33,1. 40. 40,1. 41. 42. 48. 52. 55. 60. 70. Hummer, Polen 56,4
72. 75
Illeben, Thüringen 34,5
Faardal, Jütland 52 Isola Virginia, Lombardei 31,1
Falerii s. Narce Itzehoe s. Beringstedt
Falkenberg, Prov. Sachsen 36,4 Iväncsa, Ungarn 31,2
Falköping, Västergötland 52,2
Fänger, Pommern 33 Jakobsdorf, Schlesien 50f., 3
Favargettes, Schweiz 77. 78,2 Jena 44
Fejerd, Siebenbürgen 43 Jessen-Jüritz, Brandenburg 56,4
Felsö-Potsaga, Siebenbürgen 23,3 Jlkev, Böhmen 33,1
Fillinges, Savoyen 46 Jordansmühl, Schlesien 1. 19,6. 33,1
Floth, Polen 50
Fontanella, Lombardei 29,1. 30 Kamareshöhle, Kreta 63,3
Forst (Töpferberg), Brandenburg 56f., 4 Kamiros, Rhodos 59,4. 66,2
Frankfurt/Oder, Brandenburg 50f., 3 Kanya, Ungarn 26
Friedland, Brandenburg 50f., 3 Karlsdorf, Banat 26
Frög, Kärnten 42,1. 43. 55,8. 59. 72. 77 Katahalom, Ungarn 33,1
Füzesabony, Ungarn 13 Kemecs, Ungarn 17,1
K6r, Ungarn 26
Gallun, Brandenburg 40,1 Kernein, Brandenburg 60,1
Gannacker, Bayern 19,6. 20 Kirchensittenbach (Beckerslohe), Bayern 55,5
Gärla Mare, Oltenien 10,2 Kis-Köszeg, Jugoslawien 40. 52,2. 55
Gay, Banat 16. 19 Klein-Glein, Steiermark 47. 48, 54. 62,1. 73. 75
Gemeinlebarn, NiederÖsterreich 18. 20. 21,1. 22. 23,3. Kleinheide, Brandenburg 50f., 3
59,4. 60 Klein-Rössen, Prov. Sachsen 55,4
Gewgeli, Makedonien 66,3 Kliöevac, Serbien 9. 10. 10,2. 11. 15. 16. 28. 79
Gezer, Palästina 11,3 Knossos, Kreta 61,3
Giesdorf, Schlesien 56,4 Kobeln, Land Sachsen 50f., 3
Glasinac, Bosnien 43. 65 Kom jäth, Slowakei 32
Golasecca, Lombardei 29,1 Königsbrück, Elsaß 77,5
Göllschau, Schlesien 50f., 3 K onojad, Polen 56,4
Göritz, Brandenburg 56,4 K orbovo, Serbien 10,2
Gorzano, Emilia 37,3 Kostelec, Mähren 33,1
Grange-Perrey, Frankreich 77,3 Kostisli, Ukraine 8,4
Granzin, Mecklenburg 38 K ovin, Banat 9,5. 10,2
Graupenmühle, Brandenburg 50f., 3 Kräsem, Brandenburg 50f., 3

17 129
Krendorf, Böhmen 66,6 Montenero, Etrurien 29,1
Kreta 59,4 Monte Primo, Picenum 37
Kreuz, Polen 50 f., 3 Monteveglio, Emilia 48
Kronendorf, Schlesien 50f., 3 Monza, Lombardei 31,1
Kronstorf, Oberösterreich 23 Mühlau, Tirol 24
Krynyöka, Podolien 8,4 Mühltahl, Bayern 22
Krzemienna, Ukraine 55,4 Muskauer Heide, Land Sachsen 40,1
Kültepe, Anatolien 63,2 Mykenae 11. 62,1. 63,2. 66,4
Kumanovo, Makedonien 64. 66,1
Kunisowce, Galizien 45 Nackhälla, Schweden 49
Kurd, Ungarn 27,1. 28,2 Nagydem, Ungarn 26. 27,1
Kurvin Grad, Serbien 10,2 Nagy-Hangos, Ungarn 10. 11. 21,1
Nagy-Sink, Siebenbürgen 18,1. 26
La Cöte-Saint-Andree, Frankreich 77 Narce, Etrurien 59. 59,4. 60. 70,3. 72. 73
Lago di Fucino, Mittelitalien 36 Nasedlovice, Mähren 33,1
Lahse, Schlesien 59,3 Nassenheide, Pommern 34
Laibach, Krain 56 f., 4 Neapel 46
Larnaka, Cypern 63,2 Nemöice, Mähren 33,1
Larnaud, Frankreich 29,1. 41,1 Neochori, Makedonien 64
Laski, Polen 50f., 3. 51,2 Nesazio, Istrien 66,2
Lathen, Niedersachsen 47 Nieder-Gorpe, Schlesien 50f., 3
Lavindsgaard, Fünen 32. 46 Niedzieliska, Galizien 45,2
Lednice, Mähren 32 Novilara, Picenum 33,1. 59. 59,4. 60. 72. 74
Leibnitz, Steiermark 60,5
Leipzig-Connewitz 33,1. 50f., 3. 56f., 4 Obcr-Bielau, Schlesien 50f., 3
Leitmeritz 33,1 Obiezierze, Polen 56,4
Le Maeon, Frankreich 49 Ockstadt, Hessen 76
Lengyeltöt, Ungarn 24. 26. 29 Oderberg-Bralitz, Brandenburg 33
Leschwitz, Schlesien 56,4 Ohlungen, Elsaß 77,5
Leubus, Schlesien 56,4 Okalew, Polen 50f., 3
Lhotka, Böhmen 22,2 Olympia 56,1. 59. 59,4. 64. 66. 66,2. 67,3. 68
Liebe, Brandenburg 33 Olynthos 65
Lindos, Rhodos 66. 66*3 Omoljica, Banat 32,2
Löhningen, Schweiz 30 Onstmettingen, Württemberg 22
Lovasbereny, Ungarn 21,1 Orsava (Orsova), Rumänien 10. 10,2
Lozzo, Venetien 75 Ortucchio, Abruzzen 34,7
Ltiöky, Slowakei 32. 46 Osternienburg, Prov. Sachsen 28,1. 32,1. 34
Ludwigsburg, Württemberg 87 Ostrovul Corbului, Oltenien 10,2
Luristan 57,4 Otomani, Rumänien 13
Lüssen, Brandenburg 50f., 3
Lützkendorf, Prov. Sachsen 34 Padua, Venetien 75
Lysice, Mähren 20 Panöevo, Banat 19,6. 32,2
Paseka, Böhmen 20,2
Mäbenberg, Bayern 24 Patelf, Makedonien 64. 66,3
Maeonnais, Frankreich 77,3 Peöica, Ungarn 14
Maegstub, Elsaß 77,5 P6cs, Ungarn 52. 77
Mährisch-Neustadt, Mähren 50,3 Peltschütz, Schlesien 33,1
Maiersch, Niederösterreich 31,2 P^pinville, Lothringen 24
Malsch, Baden 18 Perachora 61,3. 66. 66,3
Maltbäk, Jütland 38 Pergine, Südtirol 46
Mankendorf, Mähren 22 Peterinsel, Schweiz 24
Mannheim-Seckenheim, Baden 24,1 Petsofahöhle, Kreta 63,3
Marburg a. d. Drau, Slowenien 40 Pfaffenhofen, Elsaß 19
Markowac, Banat 19 Pfäffikon, Schweiz 18
Massa Marittima, Etrurien 56 Pfatten, Südtirol 42. 43. 49. 56
Massel, Schlesien 50f., 3 Pfeifferhahn, Brandenburg 50f., 3
Medinet Habu, Ägypten 28,5 Pforten, Brandenburg 50f., 3
Megara Hyblaea, Sizilien 66. 67 Pfullendorf, Baden 20,2
Menxk, Böhmen 33,1. 56f., 4 Pherae, Thessalien 64. 66. 66,3. 5. 67. 67,3. 68
Merlara, Venetien 27,1 Pianello, Picenum 36
Mettendorf, Bayern 50f., 3 Pilin, Slowakei 13. 18. 31
Mindelheim, Bayern 60,5 Platenice, Böhmen 56f., 4
Mintraching, Bayern 24 Plossig, Prov. Sachsen 50f., 3
Moidons, Frankreich 77,3 Podhering, Ungarn 46. 49
Molino della Badia, Sizilien 50,1 Podlace, Bosnien 64,6
Monceau-Laurent, Frankreich 77 Podzemlj, Krain 55

130
Poggio Bustone, Umbrien 49 SiDesa, Rumänien 10,2
Pohlsberg bei Latdorf, Prov. Sachsen 26,2 Siebeneich, Südtirol 66,2
Pohsen, Brandenburg 50f., 3 Siefersheim, Rheinhessen 62,1. 77
Poiana, Rumänien 11,3 Siem, Jütland 32. 38. 46
Polgsen, Schlesien 50f., 3 Sicrpöw, Polen 33,1. 34,3
Populonia, Etrurien 49 Simontornya, Ungarn 21,1
Porschwitz, Schlesien 50f., 3 Siöagärd, Ungarn 26
Prächting, Bayern 50f., 3 Skalice, Böhmen 56f., 4
Praeneste, Latium 64,2 Skaliöka, Böhmen 50,3
Prag-Streso vice 50f., 3 Skallerup, Schonen 17 — 19
Prausterkrug, Danzig 56,4 Somlyö, Ungarn 59,4
Pfedmöfice, Böhmen 50,3. 56f., 4 Sonder Lyngby, Jütland 47
Pfedmosti, Mähren 56f., 4 Spälnaca, Siebenbürgen 18. 19
Premnitz, Brandenburg 33 Sparta 59,1. 66. 6 6 ,2 .3 .5 . 67. 68
Prenzlawitz, Westpreußen 47. 49. 52,1. 56 Stafechovice, Mähren 33,1
Preßburg s. Bratislava Starkowo 50f., 3
Prestavlky, Mähren 27,1 Stary-Kolm, Böhmen 65f., 4
Prozor, Kroatien 66,1 Staßfurt, Prov. Sachsen 33,1. 35
Psychr höhle, Kreta 63,3 Steinkirchen, Bayern 33,1. 56 f., 4. 57
Puszta-Särkänytö, Ungarn 21,1 Stockach, Württemberg 78
Pyritz, Pommern 41 Stockheim, Bayern 18. 19. 20,2. 23. 24
Stockhult, Schonen 12
Radanja, Makedonien 64. 66. 66,1 Straubing, Bayern 20. 24. 30
Radibor, Land Sachsen 56f., 4 Straupitz, Brandenburg 23,4
Ramsberg, Pommern 34 Strettweg, Steiermark 59. 60
Ras Schamra, Syrien 61,3 Ströbitz, Brandenburg 50f., 3
Rataje, Böhmen 66,6 Suessula, Kampanien 74
Redice, Böhmen 56f., 4 Suargom, Kaukasus 64,8
Regöly, Ungarn 20,1 Suseni, Rumänien 26
Reichersdorf, Brandenburg 56f., 4 SväreC, Böhmen 23. 31,1
Rekom, Ossetien 57,4 Svijäny, Böhmen 52,1. 56f., 4
Reutti, Bayern 50f., 3 SviloS, Syrmien 26
Ribic, Bosnien 57,3 Syros 63,2
Ribier, Frankreich 41,1 Szäszvärosszek, Siebenbürgen 17
Riegsee, Bayern 22 Szeremle, Ungarn 13
Rimaszombat, Slowakei 17,1 Szilägy-Somlyö, Ungarn 47. 49
Rinyaszentkiräly, Ungarn 26—28. 46. 49
Roerbaek, Jütland 60 Tannheim, Württemberg 78
Roggow, Mecklenburg 50f., 3 Tarnowo, Polen 40,1
Rohow, Schlesien 32,1 Tarquinia s. Corneto
Rom 56. 73. 74 Tegea 59,4. 60. 66,2. 3. 6. 67,3
Ronsolden, Bayern 31,1 Temes-Kubin s. Kovin
Rosenfelde, Pommern 34 Temes-Nagyfalu, Banat 10. 20—22
Rossin, Pommern 47 Templin, Brandenburg 33,1
Rottau, Bayern 24 Tesänky, Mähren 33,1
Ruda, Galizien 45,2 Theben, 66,3
Theil, Frankreich 30
Saleia, Rumänien 10,2 Thermi, Lesbos 63,2
Salerno, Kampanien 52 Tibold-Daröc, Ungarn 17,1. 19
Salzburg (Maxglan) 21,2. 40 Tiryns 63,2. 67
Samos 59. 59,4. 68 Tolfa (Coste del Marano), Etrurien 30. 36
San Cataldo, Sizilien 64,2 Torgau, Prov. Sachsen 50f., 3
San Lorenzo Vecchio, Latium 60. 60,1. 73 Torre Galli, Kalabrien 27,1. 40
San Martino, Etrurien 72 Töszeg, Ungarn 13. 37,3
Sankt Kanzian, ehern, österr. Küstenland 40. 45. 46. 49. Trebenischte, Makedonien 62,1. 73
52,1. 71 Tfebeäov, Böhmen 56f., 4
Sankt Katharein, Mähren 30 Trischelberg, Bayern 23
Sanzeno, Südtirol 43 Troja 63,2
Särvizkanal, Ungarn 52,2 TrSiee, Mähren 50,3
Sazovice, Mähren 18. 20. 22—24 Trundholm, Seeland 12. 38. 55,6
Schifferstadt, Rheinhessen 20,2 Turüianska Belä, Slowakei 31
Schlieben, Prov. Sachsen 56f., 4
Schmiedeberg, Brandenburg 33 Übigau, Land Sachsen 34. 40,1
Scoglio del Tonno, Apulien 37,3 Uffing, Bayern 22
Seddin, Brandenburg 60 Uhe, Dänemark 18,2
Sesto Calende, Lombardei 75 Uhersk^-Brod, Mähren 33,1

131
Uioara de Sus, Siebenbürgen 17. 19,6. 22. 23. 28,4 Voghenza, Emilia 56,1
UI, Kaukasus 7,6 Volo, Thessalien 66,5
Ullersdorf, Schlesien 50f., 3 Volterra, Etrurien 56. 71
Unterparkstetten, Bayern 24 Vounous Bellapais, Cypern 63,2
Upflamör, Württemberg 23 Vrhaveö, Böhmen 23
Uröice, Mähren 50,3 Vrsac, Banat 10. 10,2
Vucedol, Slawonien 9. 9,3
Vac-Szent-Läszld, Ungarn 32,1 Waekonig, Kärnten 36
Vadena s. Pfatten Wartin, Pommern 33,1
Vaison-Vaucluse, Frankreich 44 Watsch, Krain 44
Vajuga, Serbien 10,2 Weidachwies, Bayern 27,1
Varchentin, Mecklenburg 55,4 Weitbruch, Elsaß 77,5
Vatina, Banat 10,2. 13. 32,2 Werder, Brandenburg 50f., 3
Väzan, Mähren 32 Werschetz s. Vrsac
Veji, Etrurien 47. 58 Wiesloch, Baden 22,2
Velatice, Mähren 20 Wilhelmshöhe, Polen 33,1. 50f., 3
Velem St. Vid, Ungarn 20. 26. 29. 33,1. 55. 60,1 Winklsaß, Bayern 24
Velesniza, Serbien 10,2 Wollishofen, Schweiz 29
Venat, Frankreich 44 Wriezen, Brandenburg 33,1
Vernaison, Frankreich 22. 30 Wroblewo, Polen 50f., 3
Verona 59,4. 60 Wurchow, Pommern 56,4
Vesele, Slowakei 56f., 4
Vestby, Norwegen 52,2 Zaborowo, Polen 50 f., 3. 56,4
Vetulonia, Etrurien 33,1. 43. 56. 56,2. 4. 58. 59,4. 60. Zägyvapälfalva, Ungarn 31
6 9 -7 4 Zainingen, Württemberg 55,5. 78
Veuxhaulles, Frankreich 19. 24. 30 Zeithain, Land Sachsen 50f., 3
Veynes, Frankreich 30. 31 Zdlyom, Slowakei 56
Vidra, Rumänien 7 Zottwitz, Schlesien 33,1. 56,4
Vikso, Seeland 38. 46 Zschornewitz, Prov. Sachsen 34. 35
Villanova, Emilia 59. 74 Zsujta, Slowakei 52,1
Villingen, Baden 78 Zürich-Alpenquai 56,3
Vinji Vrh, Krain 44. 45*. -Altstetten 77
Vinöa, Serbien 7. 8,4. 10,2. 32,2 Zuto Brdo, Serbien 10. 10,2. 5. 11. 28. 79

32
R Ö M IS C H -G E R M A N IS C H E F O R S C H U N G E N 20 TAFEL 1
K O S S A C K , S T U D IE N

Vogehvagen von Du pl jaja, Banat. Ton.


TAFEL 2

Tiergefäße und anthropomorphe Idolplastik der mittleren Donauländer. Ton.


TA FE L 3
R Ö M ISC H -G E R M A N ISC H E F O R SC H U N G E N 20
K O S S A C K , ST U D IE N

Bronzezeitliche Idolplastik der mittleren Donauländer. Ton.


^FEL 4

Symbolgut der Bronze- und Urnenfelderzeit. 5 — 7 Kesselwagen. 8— 9 Deichselwagen. 1, 3— 4, 7, 9 Bronze. 2, 5—6, 8 Ton.
R Ö M ISC H -G E R M A N ISC H E F O R SC H U N G E N 20 TA FE L 5
KOSSACK, STUDIEN

Tiergefäße und Vogelklappern der Bronze- und Urnenfelderzeit. 1— 9, 12 Ton. 11 Bronze. 10 ohne Materialangabe.
TA FE L 6

Urnenfelder- und hailstattzeitliche Vogelplastik aus Mitteleuropa. Bronze.


R Ö M IS C H -G E R M A N IS C H E F O R SC H U N G E N 20 TA FE L 7
K O S S A C K , ST U D IE N

Hallstattzeitliche Vogelplastik aus Ungarn (19), Tirol (18), Istrien (20), Kroatien ( 8 , 21), Bosnien (10,12,15), Griechenland (1— 2 , 4 —'7,
9, 11, 13— 14, 16— 17, 22) und aus dem Kaukasus (3). Bronze.
TA FE L 8

jestempelte (1— 4), getriebene (5— 6 , 10— 12) und gravierte Vogelbilder (7—9, 13— 14). Nordostungarische Vogelheraldik (15 17).
Bronzeblech.
R Ö M IS C H -G E R M A N IS C H E F O R SC H U N G E N 20 T A FE L 9
K O S S A C K , ST U D IE N

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Ungarische, ostalpine und italische Vogelheraldik auf Bronzegefäßen, Panzern, Schwertern und Fibeln. Bronze.
T A F E L io

Gehänge, Tierkopfgehänge, Mittelstücke. Bronze.


R Ö M ISC H -G E R M A N ISC H E F O R SC H U N G E N 20 TAFEL ii
K O S S A C K , ST U D IE N

Vogelbarkenamulette. Bronze.
T A FE L 12

1— 10 Anthropomorphe Amulette mit doppelten Vogelköpfen. 11— 18 Vogelbarkenamulette mit eingerollten Hörnerenden. 19 Bei!-
amulett. 20, 24 Trensen knebel. 21— 23 Vogelkopfanhänger. Bronze.
R Ö M IS C H -G E R M A N IS C H E F O R S C H U N G E N 20 TA FE L 13
K O SSA C K , ST U D IE N

Anthropomorphe Symbole. 1— 2 Henkelscheiben. 3 Gefäßträgerin. 4— 5 „Vogelgottheit“ . 6 — 9 Gefäßträger. 1— 6 , 8 Bronze. 7 ,9 Ton


T A FE L 14

7 — 8 ,1 2 Trinkhörner und Trinkhornbeschläge. 2— 6 ,9 Stierkopf-und Vogelkopftüllen. 10— 11 Stierrhyta. 1— 9 Bronze. 10 12 Ton


R Ö M ISC H -G E R M A N ISC H E F O R SC H U N G E N 20 TA FEL 15
K Ö S S A C K , ST U D IE N

1 -8 Schwalbenschwanzamulette. 9 - 1 4 Dreieckamulette. 1 5 -1 7 Amulette in Rasiermesser- und Scheibenform. Bronze,


TA FE L 16

1—20 Radanhänger (Konstruktionsschemata). 21—2 2, 29 Sanduhramulette („Doppeläxte“ ). 23— 2 8 , 3 0 — 32 Lanzettförmige


Amulette. Bronze.
R Ö M IS C H -G E R M A N IS C H E F O R SC H U N G E N 20 TA FE L 17
K O S S A C K , ST U D IE N

Tierkopfgehänge der ostalpinen Hallstattkulturen. Bronze.


T A F E L
i8

Neolithische Fundplätze mit vollplastischen anthropomorphen Idolen (Entwurf).


Die schraffierten Flächen geben die Besiedlungsräume der donauländischen Kulturen wieder: Band- und Stichbandkeramik.
Lengyelkultur^JJjJJJJJJJ Theißkultur. Vineakultur.
R Ö M ISC H -G E R M A N ISC H E F O R SC H U N G E N 20 TA FE L 19
K O S S A C K , ST U D IE N
T A F E L 20

Verbreitung frühurnenfelderzeitlicher Anhängertypen und Vogelplastik.


R Ö M ISC H -G E R M A N ISC H E F O R SC H U N G E N 20 TA FEL 2]
K O S S A C K , ST U D IE N

Verbreitung der Tiergefäße (I), der Gefäße mit Tierprotomen (2), der Vogelgefäße (3) und Vogelwagen (4. Vögel, 5. stierköpfige Vögel).
Bronze-, Urnenfelder- und Hallstattzeit.
T A F E L 22

Verbreitung der Harfenfibeln und der Gefäße mit Bronzenagelung.


R Ö M ISC H -G E R M A N ISC H E F O R SC H U N G E N 20 T A F E L 23
K O SSA C K , ST U D IE N
TA FE L
24

Verbreitung der Vogelklappern.


KOSSACK, STUDIEN
R Ö M IS C H -G E R M A N IS C H E F O R S C H U N G E N 20
T A F E L 25

Verbreitung der Rasiermesser- und Scheibenanhänger und der Tierkopfgehänge vom Typ Charroux (Tafel 10, 10).
T A F E L 26

Verbreitung der Trinkhörner, der Vogelkopf- und Stierkopftüllen und der Stierrhyta.