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Fertigkeitentraining

Didaktik
Dr. Daniela Ionescu-Bonanni
Aufbau der Fertigkeiten

 rezeptive Fertigkeiten
• Hören
• Lesen
 produktive Fertigkeiten
• Sprechen
• Lesen
 Nebenfertigkeiten / Inhalte
• Wortschatz
• Grammatik
Lesen

 Bedeutung von Strategien und Textsorten


 Zweckgerichtete kommunikative Handlung
 Wie wir lesen, hängt von Textsorte und
Leseinteresse ab. Lesestrategien/-stile
 Progression der Stile
 Nie alle
 Nie eine Aufgaben wie: „Lesen Sie den Text.“
Lesen Sie folgende Aufgaben,
welcher Lesestil ist das?

• Scannen der Titel nach Informationen


• Lesen der Überschriften und entscheiden,
welcher Artikel interessant ist.
Globales/ kursorisches Lesen

Ziel
• Erfassen wesentlicher Informationen und
Aussagen im Text/ den wichtigsten
Gedankengang
Was tun wir?
• Verschaffung eines Eindrucks
• Vernachlässigung von Nebensächlichkeiten
und unbekannten Wörter.
• Suchen wesentlicher Aussagen/ Informationen
im Text. (Worum geht es konkret?)
Lesen Sie folgende Aufgaben,
welcher Lesestil ist das?
• Beantwortung von Fragen (z.B. W-Fragen)
• Markierung wesentlicher Informationen/
Schlüsselbegriffe im Text
• Gezielt nach einer Information im Text suchen
Selektives/ suchendes Lesen

Ziel
• Suche nach spezifischer Information im Text
Was tun wir?
gezieltes Herausfiltern von Informationen aus
dem Text, die wir für einen bestimmten Zweck
nötig sind
• Erkennen wichtiger Details beim flüchtigen
Lesen von kurzen Texten
Lesen Sie folgende Aufgaben,
welcher Lesestil ist das?
• Suche nach Namen, Zahlen
• Konkrete Informationen notieren/markieren
Beispiele
• Lesen des Fernsehprogramms: Auf welchem
Sender/ zu welcher Uhrzeit läuft die Sendung X
• Lesen von Anzeigen/ touristischen Prospekten:
Suchen nach passender Unterkunft
• Lesen von Veranstaltungstipps: Suchen nach
Filmangeboten am Wochenende
Detailliertes/ totales Lesen

Ziel
• genau wissen
• vollständige und tiefgründige Erfassung eines
Textinhaltes
Was tun wir?
• = langsam und gründlich lesen
• Verstehen aller Haupt- und Nebeninformationen
Phasen der Textarbeit

1. Phase = vor dem Lesen: Aktivierungs-/


Hinführungsphase
• Vorbereitung des Textverstehens
• Aktivierung von Vorwissen, Aufbau einer
Leseerwartung
• Nachdenken über passenden Lesestil
• Aktivierung von Verstehensstrategien
Phasen der Textarbeit

2. Phase = während des oder unmittelbar nach


dem Lesen: Verstehensphase

• unterschiedliche Aufgaben zum


Textverständnis
• ein oder mehrere Verstehensdurchgänge
(zunehmendes, tiefes Textverständnis)
• = Kategorie der Verstehens-/Testaufgaben
(Zuordnungsaufgaben, Multiple-Choice, richtig/
falsch, …)
Phasen der Textarbeit

3. Phase = nach dem Lesen: Anschlussphase

• unterschiedlich lang/ kurz


• Anschluss von kommunikativen Aufgaben unter
Einbeziehung anderer Fertigkeiten
• z.B. themengebundene TN-Äußerungen,
Einführung/ Üben von Redemitteln,…
Hören

 Alleinstellungsmerkmale im Vergleich zu den


anderen Fertigkeiten
 Dialogisch vs. Monologisch vs Hör-Seh-Texte
 Hörstile, wie beim Lesen
 Phasen, wie beim Lesen
 Nie eine Aufgaben wie: „Hören Sie den Text.“
 Überleitung zu anderen Themen
 Probleme
– mehrfaches Abspielen schrittweiser Aufbau
– Pausen
– relevante Textstellen isolieren
Phasen beim Hören
• Vorentlastung
– Assoziogramme
– visuelle Impulse (Bilder(salat), Fotos, Grafiken,…)
– Besprechung des Themas
– Vorgabe von Schlüsselwörtern
– Zuordnungsübung
– richtige Reihenfolge erstellen bei Bildern/ Texten

• Während des Hörens


– Informationen notieren (Namen, Orte, Zahlen, Bingo)
– Multiple Choice
– Lückentexte ergänzen
– Richtig/ Falsch bzw. Ja/Nein-Aussagen
– Beantwortung von globalen (W-Fragen)
– Informationen zuordnen
– visuelles Diktat (Weg auf Plan verfolgen, Gymnastikübung)
Phasen beim Hören
• Nach dem Hören
– oft Kontrollfunktion
– Arbeit am Text
– Zuordnung (Text-Text, Bild-Bild, Bild-Text)  Erinnerung
– Beantwortung von Fragen (Zeitknappheit beim HV)
– Notizen in ganzen Text umsetzen
– Titel für Hörtext formulieren
– Hypothesen für den Weitergang formulieren
– Beziehungen zwischen den Sprechern herstellen
– persönlich Stellung nehmen
– Hörtext bewerten
Wichtig für rezeptive
Fertigkeiten!
 Einsicht Nicht-Verstehen von Wörtern/einzelnen
Elementen bedeutet nicht, dass gar nichts
verstanden wird.
 Entwicklung von „Unsicherheitstoleranz“
 Fokussierung auf Verstandenes  weniger
Kapitulation vor Defiziten
 Gefühl von Lernfortschritt
Produktive Fertigkeiten:
Schreiben
• keine Einheitlichkeit
• Ort für Herstellung von Korrektheit
• Schreiben ist kontrollierbares Tun
• Mittlerfähigkeit (kann Unterstützend wirken)
• Kommunikationsanfang für das Handeln im
Leben
• Unterschied Schreiben als Ziel/ als Mittel zum
Zweck
Produktive Fertigkeiten:
Schreiben
• authentische schriftsprachliche Aktivitäten üben
• Verfassen von Mustertexten
• Schreiben = Probehandeln
• Schreiben stets im interkulturellen Kontext
sehen
Produktive Fertigkeiten:
Schreiben und Sprechen
Organisation der Produktion

• vorsprachliche Planungsebene
• sprachliche Planungsebene
• Ausführungsebene
• Monitor für die Planung und Ausführung
Produktive Fertigkeiten:
Schreiben und Sprechen
Vorbereitende Übungen:
• Phonetik
• Wortschatz und Grammatik
• Sprechflüssigkeit (Klang und Sprechmelodie)
• Kompensationsstrategien
• Aufmerksamkeit signalisieren
• Redemittel
Produktive Fertigkeiten:
Schreiben und Sprechen
Aufbauende Übungen:
• Satzkarten
• Sprechkarten
• Dialogarbeit (Modelle + Redemittel), inkl.
Telefongespräch
• Diskussionen/ Aushandlungen (Modelle +
Redemittel)
• Monologarbeit (Modelle + Redemittel)
Produktive Fertigkeiten:
Schreiben und Sprechen
Simulierende Übungen:
• Rollenspiele / Diskussionen
• Dialoge
– Auskünfte einholen
– um Hilfe bitten
– Anweisungen verstehen und rückfragen
– Meinungen austauschen
– sich beschweren
– sich entschuldigen
– …
• Monologe
– Erzählungen und Geschichten
– Berichte
– Beschreibungen
– Stellungnahmen
– (Präsentationen und Vorträge)
Spezielle Aspekte

• Schreiben
• Bedeutung der Korrektur
• Schreiben durch Schreiben

• Sprechen
• strategische, soziolinguistische, diskursive,
lexikalische und grammatische Kompetenz
• Lernervoraussetzungen
– Vorkenntnisse
– Lerngewohnheiten
– soziales Umfeld
– Kontakte zu Deutschen
– Gründe, warum Deutsch gelernt wird
– Bildungshintergrund
– Zeit zum Deutschlernen
– Persönlichkeit
Umgang mit Sprechangst
• Motivation zum Sprechen schaffen
 Atmosphäre
 Sozialformen
 Themen, die sie mitbestimmen
• Umgang mit Fehlern
 behutsam
 zur Selbstständigkeit erziehen
 Feedbackzettel
• Tipps und Tricks
 Chorsprechen
 jeder kommt dran
 Routinen schaffen (Dialoge im Kreis)
 Flüssigkeit trainieren
 Online-Übungen
Sprechen bei jedem Anlass

• Fast jede andere Übung, kann zu einem


gewissen Anteil auch Sprechen enthalten (TN
darauf hinweisen)
• Auch aus Grammatikübungen Sprechübungen
machen.
• Auch bei Wortschatzwiederholung einsetzen