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Epilog

„…und So haben die Helden dem quecksilberzüngigen Greifwin seine Macht


genommen und dafür gesorgt, dass er sich in Zukunft zweimal überlegen wird, mit
wem er sich anlegt.“ Mit diesen Schlussworten legt der alte Haimamud einen Scheit
auf das beruhigend knisternde Feuer.
„Die Geschichte ist doof!“ ruft Ayshe vorlaut und verschränkt trotzig die Arme.
Wohlwissend lächeln fragt der alte Mann sie neckisch „Warum gefällt dir die
Geschichte nicht?“
„Wir wissen gar nicht, was aus Abraxas und Rahjane geworden ist. Konnte sich
Al’Ankras Gilde befreien? Und wurde Greifwin irgendwann zur Rechenschaft
gezogen? Außerdem hast du uns gar nicht erzählt, was aus den Kindern und
Al’Ibliqis und seinen Leuten geworden ist.“ Plappert das Kind drauf los ohne Luft zu
holen.
Der Greis streichelt beschwichtigend ihr schwarz-
braunes Haar. „Es gibt viele Geschichten mein Kind.
Und viele Abende, an denen sie erzählt werden
wollen“
„Und so lieb wir Großväterchen Chadim und
seine Märchen auch haben. Es ist schon spät und
er braucht seinen Schlaf. Und du auch mein
kleiner Wüstenwind.“ Das Gesicht der Frau ziert
eine abscheuliche Narbe. Doch der Blick ihres
Auges und ihr Lächeln strahlen eine vertraute
Einfühlsamkeit aus. Mit der Antwort des Alten
nicht ganz zufrieden will Ayshe protestieren während
sie von den kräftigen Armen der Frau zu einem
Wagen getragen wird „Aber Mama“.
„Shhh, mein Kind“ wird sie von ihrer
Mutter unterbrochen „Morgen haben wir
einen langen Tag vor uns. Dein großer
Bruder will morgen auf der Parade zeigen,
was er alles auf der Gauklerschule gelernt
hat und das willst du doch nicht verpassen.
oder?“
Mit einem müden „Nein, Mama“ gibt sich
Ayshe schließlich geschlagen und noch
bevor sie in ihrem Bett angekommen ist
schlummert sie bereits auf dem Arm ihrer
Mutter.