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ENERGIEEFFIZIENZ

DURCH ALTBAUSANIERUNG IN RHEINLAND-PFALZ

ENERGIEEFFIZIENZ DURCH ALTBAUSANIERUNG IN RHEINLAND-PFALZ
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ENERGIEEFFIZIENZ

DURCH ALTBAUSANIERUNG IN RHEINLAND-PFALZ

im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz

in Zusammenarbeit mit der rheinland-pfälzischen Energieagentur EOR e.V.

bearbeitet von der TU Kaiserslautern, Fachgebiet Bauphysik / TGA / Baulicher Brandschutz

Dezember 2007

Energieeffizienz durch Altbausanierung

Energieeffizienz durch Altbausanierung In den letzten drei Jahren hat sich der Heizölpreis, der wichtigste Preisindikator

In den letzten drei Jahren hat sich der Heizölpreis, der wichtigste Preisindikator für den Be-reich der privaten Haushalte, mehr als verdop- pelt. Demgegenüber bietet die energetische Modernisierung bei vielen Wohngebäuden Einsparpotentiale zwischen 50 und 80%.

41% des Endenergieverbrauchs in Rheinland-Pfalz entfallen auf die Haushalte und Kleinverbraucher. In den Haushalten wird knapp 90% des Energiebedarfs für Wärme benötigt. Diese kosten- und klimarele- vanten Energieverbräuche für die Wärmebereitstellung sind vorwiegend von der Beschaffenheit des Wohngebäudes abhängig. Die Typologie der Gebäude weist regionale Unterschiede auf. Daher ist es von großer Bedeutung, diese Unterschiede in die Ermittlung von Einsparpotenzialen und die Bewertung von Energieeinsparmaßnahmen einzubeziehen. Die Technische Universität Kaiserslautern hat die Gebäude systematisch untersucht und landesspezifische Durchschnittsverbrauchswerte ermittelt.

VORWORT

Die ermittelten Zahlen zeigen ein großes Einsparpotenzial. So liegt der Energieverbrauch bei freistehenden Einfamilienhäusern, die vor 1968 gebaut wurden, deutlich über 200 kWh pro Quadratmeter und Jahr; das entspricht 20 Litern Heizöläquivalent pro Quadratmeter und Jahr. Die dargestellten Best-Practice-Beispiele zeigen mit 80% Energieeinsparung, welche Erfolge möglich sind.

Diese Broschüre soll Ihnen eine erste Hilfe sein, in Ihrem eigenen Umfeld geeignete Einspar- möglichkeiten zu finden. Diese Broschüre kann aber nicht die Aufgabe einer umfassenden En- ergieberatung übernehmen, die immer der erste Schritt bei Ihrem Modernisierungsvorhaben sein sollte.

Nutzen Sie die in vielfältiger Weise in Rheinland-Pfalz zur Verfügung stehenden Beratungs- angebote. Die Berater helfen Ihnen, die wirtschaftlichsten Maßnahmen zu finden und geben Ihnen Tipps zur fachgerechten Durchführung. Damit kann Ihr investiertes Geld einen maxima- len Nutzen für Sie entfalten. In vielen Fällen stehen Ihnen Fördermittel zur Finanzierung der Modernisierungsmaßnahmen zur Verfügung. Die wichtigsten finden Sie auch in der vorliegen- den Broschüre.

Eine aktuelle Übersicht über die Beratungsangebote und Fördermöglichkeiten enthält das In- ternetangebot des Umweltministeriums (www.unser-ener.de).

Nutzen Sie die Chancen, die die energetische Modernisierung bietet, um steigenden Energie- kosten ein Schnäppchen zu schlagen.

um steigenden Energie- kosten ein Schnäppchen zu schlagen. Margit Conrad Staatsministerin für Umwelt, Forsten und

Margit Conrad Staatsministerin für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz

Warum Energiesparen? Gesetzliche Anforderungen

Beurteilung des eigenen Energieverbrauchs Was kann man alles verbessern? Einordnung des eigenen Gebäudes

Wie viel Energie kann man durch Sanierung einsparen? Best-Practice-Beispiele Gebäudetypologie Rheinland-Pfalz

Mosel-Eifel

Häuser der Region

Mittelrhein-Westerwald

Hunsrück-Nahe Pfalz-Rheinhessen Wie findet man Schwachstellen am Gebäude? Wofür gibt es Geld vom Staat? Glossar Ansprechpartner

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INHALT
INHALT
Weltweit Aktuelle Szenarien zur Weltenergienachfrage erwarten bis 2020 einen deutlichen Zuwachs beim Ener- giebedarf
Weltweit
Aktuelle Szenarien zur Weltenergienachfrage erwarten bis 2020 einen deutlichen Zuwachs beim Ener-
giebedarf infolge von wachsender Weltbevölkerung und zunehmender Industrialisierung. Der Energie-
bedarf ist aber von Land zu Land unterschiedlich. In den Indus-
trieländern sind der Energiebedarf und die damit verbundene
Umweltbelastung pro Kopf wesentlich höher als in den nicht
oder wenig industrialisierten Gebieten. Bevölkerungswachstum,
Rohstoffmangel, Folgen des Klimawandels und nicht zuletzt die
zur Neige gehenden Öl- und Gasvorräte werden den Energie-
bedarf in Zukunft wesentlich beeinflussen. Um die Armut in der
Welt effektiv bekämpfen und die Versorgung der zwei Milliarden
ärmsten Menschen mit Energie gewährleisten zu können, ist
ein höherer Energieanteil für Entwicklungs- und Schwellenlän-
der erforderlich. Immer mehr Verbrauchsregionen werden von
immer weniger Lieferregionen abhängig sein.
Entwicklung der Rohölpreise von 1960 bis 2006
Eine generationengerechte weltweite Energieversorgung kann
nur durch einen effizienten Umgang mit der vorhandenen Energie gesichert werden. Dies hat verringer-
te Klimagasemissionen und weniger Umweltverschmutzungen zur Folge und kann durch den Ausbau
von nicht erschöpfbaren Energiequellen, den so genannten Erneuerbaren Energien, erfolgen.
WARUM ENERGIESPAREN?

Deutschland gehört mit einem großen Anteil am Kohlendioxidausstoß zu den am Kyoto-Protokoll teil- nehmenden Staaten (weltweit mehr als 140 Nationen) und übernimmt die Verpflichtung, bis 2012 sei- ne Emissionen des →CO 2 -Gases durch energiebewusstes und umweltschonendes Verhalten um 21% gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren.

Der Ausstoß an Kohlendioxid ist vor allem durch den Verbrauch von Energie bedingt. Durch seine Verpflichtung am Kyoto-Pro- tokoll will Deutschland eine weltweite Vorreiterrolle bezüglich der Emissionsreduktion übernehmen und konnte bereits eine Reduktion von ca. 19% verzeichnen. Dies wurde neben der Abgasreduzierung in Verkehr und Industrie vor allem durch en- ergetisch sinnvolle Bestandssanierungen bzw. energetisch op- timierte Neubauplanung erreicht. Im Gebäudebestand wie auch bei Neubauten spielt der Wärmeschutz des Gebäudes mit aus- reichenden Wärmedämm-Maßnahmen die wichtigste Rolle.

aus- reichenden Wärmedämm-Maßnahmen die wichtigste Rolle. Energieverbrauch allgemein in Deutschland Fast die Hälfte

Energieverbrauch allgemein in Deutschland

Fast die Hälfte der Energie, die in Deutschland jährlich verbraucht wird, entfällt auf den Sektor „private Haushalte“ und „Kleinverbraucher“, also zum Heizen, zur Beleuchtung, zum Kochen und zur Warmwas- serbereitung. Die andere Hälfte setzt sich aus auf Industrie und Verkehr (Straßen-, Schienen-, Wasser- und Luftverkehr) zusammen.

(Straßen-, Schienen-, Wasser- und Luftverkehr) zusammen. Energieverbrauch in einem durchschnittlichen privaten

Energieverbrauch in einem durchschnittlichen privaten Haushalt in Deutschland

Der Energieanteil der Privathaushalte hängt in hohem Maße von der Bauweise sowie der zum Einsatz kommenden Bau-, Heiz- und Gerätetechnik ab. In einem durchschnittlichen Haus- halt wird am meisten Energie zur Erzeugung von Raumwärme benötigt. Dies stellt somit auch das größte Einsparpotential an Energie dar. Betrachtet man zusätzlich noch die Trinkwarmwas- sererwärmung, die oft auch über die Heizungsanlage geschieht, so ergibt sich ein Anteil am Gesamtenergieverbrauch von etwa

90%.

Für den Einzelnen

Eine entsprechende Energieersparnis erreicht man im Privathaushalt bereits durch einfache Maßnah- men:

- Räume nicht übermäßig heizen

- Heizungen mit möglichst hohem Wirkungsgrad betreiben

- Wärmedämmung von Decken und Wänden verbessern, die an unbeheizte Räume grenzen

- Dachflächen bzw. Dachschrägen dämmen

- energiesparende Wärmeschutzfenster einbauen

Durch die Reduzierung des Energieverbrauchs erreicht man eine Ressourcenschonung und Umwelt- entlastung. Für den einzelnen Hausbesitzer, der in eine energetische Modernisierungsmaßnahme inves- tiert, ergeben sich jedoch auch eine Reihe von direkten Vorteilen. Die drei wichtigsten Aspekte sind:

Kosten senken

Natürlich vermindert eine Reduzierung des Energieverbrauchs auch die Energiekosten. Die Mehrkosten für den erhöhten Wär- meschutz stellen sich meist wirtschaftlich dar, wenn energetisch relevante Sanierungsmaßnahmen in Zusammenhang mit ohne- hin anstehender Sanierung durchgeführt werden. Ein weiterer Aspekt ist, dass man sich von der zukünftigen Entwicklung der Energiepreise ein Stück weit unabhängig macht.

Wertsteigerungen und Werterhalt

weit unabhängig macht. Wertsteigerungen und Werterhalt WARUM ENERGIESPAREN? Um den Werterhalt einer Immobilie zu

WARUM ENERGIESPAREN?

Um den Werterhalt einer Immobilie zu sichern und auch um Bauschäden vorzubeugen, sind ohnehin ständig Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten durchzuführen. Die hierbei durchgeführten energeti- schen Sanierungsmaßnahmen sind oft schon allein durch ihre Energiekosteneinsparung wirtschaftlich. Weiterhin bedeuten solche Maßnahmen jedoch auch eine Wertsteigerung der Immobilie beim Verkauf sowie höhere erzielbare Einnahmen bei Vermietung. Dies ist besonders interessant in Anbetracht der Einführung des →Energiepasses für Gebäude im Jahr 2008.

Erhöhter Wohnkomfort

Ein besserer Wärmeschutz bewirkt ein besseres Raumklima, da sich im Gebäude höhere Oberflächentemperaturen einstellen. Dies bedeutet also höheren Wohnkomfort. Gleiches gilt auch für eine Verbesserung der Luftdichtheit. Durch die Vermeidung von Zuglufterscheinungen steigt das Wohlbefinden für den Nutzer.

steigt das Wohlbefinden für den Nutzer. ENERGIEEFFIZIENZ DURCH ALTBAUSANIERUNG IN RHEINLAND-PFALZ /

GESETZLICHE ANFORDERUNGEN

Energieeinsparverordnung

Im Februar 2002 trat die erste →Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft und löste die bis dahin geltende Wärmeschutzverordnung von 1995 (WSchV) und die Heizungsanlagenverordnung von 1998 (HeizAnlV) ab. Im Dezember 2004 wurde die EnEV 2002 novelliert und nun durch die EnEV 2007 er- setzt, die am 01. Oktober 2007 in Kraft getreten ist. Die EnEV definiert Mindeststandards für neue und zu sanierende Wohngebäude hinsichtlich des Wärmeschutzes und der Qualität der Heizanlagentechnik mit dem Ziel, gegenüber bisherigen Vorschriften eine weitere Energieeinsparung bei der Gebäudebe- heizung zu erreichen. So sind z.B. im Gebäudebestand (im Falle eines Eigentümerwechsels) die obersten Geschossdecken beheizter Räume und Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen in nicht beheizten Räumen zu dämmen sowie alte Heizkessel, d.h. bis 1978 installierte Anlagen, bis Ende 2008 durch neue Heizkes- sel zu ersetzen. In Verbindung mit Normen wird festgelegt, wie der Energiebedarf eines Gebäudes zu berechnen ist und welche Grenzwerte eingehalten werden müssen. Durch die Umsetzung dieser Ver- ordnungen und ständig weiterentwickelte Verschärfungen soll eine →CO 2 -Minderung erzielt werden. Der Heizwärmebedarf wird durch Energieverluste maßgeblich beeinflusst, welche aus der Wärmelei- tung durch Bauteile (→Transmissionswärmeverluste) und den Verlusten durch Austausch der Luft in beheizten Räumen mit Außenluft (→Lüftungswärmeverluste) resultieren.

   

Maßnahme

Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden mit Innentemperatu- ren > 19°C

Zonen von Nichtwohngebäuden mit Innentemperaturen von 12 bis < 19°C

Zeile

Bauteil

nach

maximaler Wärmedurchgangskoeffizient U max 1) in W/(m²·K)

 

1

2

3

4

1

a

Außenwände

allgemein

0,45

0,75

b

Nr. 1 b, d und e

0,35

0,75

2

a

Außen liegende Fen- ster, Fenstertüren, Dachflächenfenster

Nr. 2 a und b

1,7 2)

2,8 2)

 

b Verglasungen

Nr. 2 c

1,5 3)

keine Anforderung

c Vorhangfassaden

allgemein

1,9 4)

3,0 4)

3

a

Außen liegende Fen- ster, Fenstertüren, Dachflächenfenster mit Sondervergla- sungen

Nr. 2 a und b

2,0 2)

2,8 2)

b

Sonderverglasungen

Nr. 2 c

1,6 3)

keine Anforderung

c

Vorhangfassaden mit

Nr. 6 Satz 2

2,3 4)

3,0 4)

Sonderverglasungen

4

a

Decken, Dächer und Dachschrägen

Nr. 4.1

0,3

0,4

b

Flachdächer

Nr. 4.2

0,25

0,4

5

a

Decken und Wände

Nr. 5 b und e

0,4

keine Anforderung

b

gegen unbeheizte

Nr. 5 a, c, d und f

0,5

keine Anforderung

Räume oder Erdreich

Grenzwerte für die Gebäudesanierung (Anlage 3 Tabelle 1 EnEV 2007)

Transmissionswärmeverluste

Die wichtigste Kenngröße zur Beurteilung der →Transmissionswärmeverluste durch Bau- teile ist deren Wärmedurchgangskoeffizient,

der U-Wert. In älteren, unsanierten Ein- und Zweifamilienhäusern machen diese Wärme- verluste durch die Gebäudehülle etwa 70% des gesamten Heizwärmebedarfs aus. Hier gibt es also ein hohes Einsparpotential. Die in der EnEV geforderten U-Werte müssen bei der Sanierung von Außenbauteilen bestehender Gebäude eingehalten werden (siehe Tabelle). Ausnahmen bestehen im Bereich des Denk- malschutzes oder im Falle einer Sanierung von weniger als 20% der Bauteilfläche gleicher Orientierung.

Lüftungswärmeverluste

Der Austausch der Raumluft durch Außenluft bewirkt →Lüftungswärmeverluste, da in der Heizzeit die zugeführte kalte Außenluft auf Raumtemperaturniveau angehoben werden muss. Bei Altbauten liegen diese Wärmeverluste etwa bei 30% der gesamten Wärmeverluste. Bei energetisch modernisierten Altbauten ist dies anders. Der relative Anteil an Lüftungswärmeverlusten kann durch stark herabgesetzte Transmissionswärmeverluste über 60% ansteigen. Einerseits sind unkontrollierte Lüftungswärmeverluste gegeben, die durch Undichtigkeiten entstehen. Die Gebäudehülle sollte daher möglichst luftdicht ausgebildet werden. Mit einer →Blower-Door- Messung kann man dies messtechnisch überprüfen. Werden bestimmte Grenzwerte eingehalten, so ergibt sich für die Berechnung von Neubauten ein Bonus. Andererseits sind aber auch die kontrollierten Lüftungswärmeverluste zu beachten, die sich durch bewusst durchgeführtes Lüften (z.B. durch Fensteröffnen) ergeben, um die erforderliche Luftqualität aufrecht zu erhalten. Durch den Einsatz von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung kann man hier Energie einsparen.

Der Energieausweis für Wohngebäude

In der →EU-Richtlinie „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“ (Energy Performance of Buildings Directive - EPBD) vom 16. Dezember 2002 ist die weitere Entwicklung von energetischen Gebäudestan- dards beschrieben. Mit in Kraft treten der EnEV 2007 wurde diese Richtlinie nun in nationales Recht umgesetzt. Ziel ist es, eine „ganzheitliche“ Methode zur gemeinsamen Bewertung von Gebäudehülle und An- lagentechnik für Alt- und Neubauten auf Grundlage des Primärenergiebedarfs zu erreichen.

Forderungen der Richtlinie nach nationalen Standards für die energetische Effizienz von Gebäuden im Neubau wie im Bestand wurden mit der EnEV 2002 bereits gesetzt. Bereits 2002 wurde der Energie- bedarfsausweis für Neubauten zur Pflicht, der Informationen über den zu erwartenden Energiebedarf des Gebäudes liefert.

Mit der EnEV 2007 werden Energieausweise nun auch schrittweise ab 01.07.2008 in den Gebäudebe- stand eingeführt. Nach der Richtlinie besteht die Pflicht, bei Errichtung eines Gebäudes, beim Ver- kauf und der Neuvermietung von vermieteten Immobilien einen Energieausweis des Gebäudes auszustellen und ihn dem Käufer bzw. dem neuen Mieter vorzulegen.

Der Energieausweis gibt einen Kennwert an, der die Gesam- tenergieeffizienz des Gebäudes repräsentiert. Zudem werden Maßnahmen für eine energetische Sanierung aufgezeigt. Da- mit soll das Bewusstsein der Verbraucher für die energetische Effizienz erhöht und die Motivation zu entsprechenden Ener- giesparmaßnahmen gestärkt werden.

Es ist möglich Energieausweise sowohl auf der Grundlage von Bedarfsrechnungen (neutrale Berechnung, der tatsächliche Verbrauch durch den Nutzer spielt keine Rolle) als auch auf der Grundlage von Verbrauchsmessungen bei größeren Gebäuden (Berücksichtigung von individuellem Nutzerverhalten sowie von Klimaeinflüssen) zu erstellen.

Bei allen Gebäuden besteht bis zum 01. Oktober 2008 Wahlfrei- heit zwischen verbrauchsbasierten und bedarfsbasierten Ener- gieausweisen. Danach sind für Wohngebäude mit weniger als fünf Wohnungen, für die ein Bauantrag vor dem 01. November 1977 gestellt wur- de, nur noch Bedarfsausweise zulässig. Für Nichtwohngebäude, Wohngebäude, für die ein Bauantrag nach dem 01. November 1977 gestellt wurde, Wohngebäude mit mehr als vier Wohneinheiten sowie Wohngebäude, die das Niveau der 1. Wärmeschutzverordnung erfüllen, besteht weiter- hin Wahlfreiheit zwischen verbrauchsbasierten und bedarfsba- sierten Energieausweisen. Wer sein Gebäude weder verkauft noch vermietet benötigt laut EnEV 2007 keinen Energieausweis, eine Energieberatung ist aber auch hier sinnvoll.

eine Energieberatung ist aber auch hier sinnvoll. Beispiel für den bedarfsbasierten Energieausweis

Beispiel für den bedarfsbasierten Energieausweis

GESETZLICHE ANFORDERUNGEN

→Infos unter: www.enev-online.de, www.dena.de, www.zukunft-haus.de, www.eor.de

BEURTEILUNG DES EIGENEN ENERGIEVERBRAUCHS

Beurteilung des Energieverbrauchs im eigenen Haushalt

Eine einfache, allerdings noch grobe Bewertung des Heizenergieverbrauchs Ihres Hausehaltes können Sie durch einen Heizenergie-Check im Internet bekommen. Dieser wird seit November 2005 auf der Homepage der rheinland-pfälzischen Energieagentur EOR e.V., www.eor.de, und auf der Seite www.unser-ener.de angeboten. Mit Hilfe dieses Heizenergie-Checks erhalten Sie als Besitzer oder Bewohner eines Wohngebäudes bzw. einer Wohneinheit eine erste Einschätzung über den Heizenergieverbrauch ihres Gebäudes.

über den Heizenergieverbrauch ihres Gebäudes. Heizenergie-Check auf der Homepage der EOR Heizenergie-Check

Heizenergie-Check auf der Homepage der EOR

Heizenergie-Check Rheinland-Pfalz

Zur Berechnung des Heizenergie-Wertes werden lediglich eini- ge wenige Informationen zum Objekt (Baujahr des Gebäudes, beheizte Wohnfläche (m²), Art des Hauses), Heizenergie- verbrauch pro Jahr sowie Angaben zur Trinkwassererwär- mung benötigt. Anhand des online berechneten Wertes kann man feststellen, ob der Energieverbrauch des Gebäudes gering ist, d.h. im effi- zienten Bereich (grün) liegt, ob das Gebäude einen mittleren Energieverbrauch (gelb) und damit Einsparpotentiale durch entsprechende Sanierungsmaßnahmen aufweist, oder ob auf- grund eines sehr hohen Energieverbrauchs (rot) dringender Handlungsbedarf zur Energieeinsparung besteht (siehe Beispiel auf der folgenden Seite).

Energiekennwert für Heizung

Eine auf häufige Energieträger reduzierte Version, um den eigenen Heizenergieverbrauch abzuschät- zen, bietet die folgende Tabelle. Hierzu sollten Sie die gelb hinterlegten Felder ausfüllen:

Heizölverbrauch in Liter pro Jahr oder Erdgasverbrauch in m³ pro Jahr

 

x

10

kWh/a

Holzverbrauch in Ster pro Jahr

 

x

1800

kWh/a

Stromverbrauch für Heizung in kWh/a

 

x

1

=

kWh/a

     

Summe

kWh/a

 

wenn das Trinkwasser von der Heizung erwärmt wird:

 

Warmwasserverbrauch in kWh/a

 

x

1

=

kWh/a

 

ist dies nicht bekannt:

 

Warmwasserverbrauch in m³ pro Jahr oder

 

x

60

=

kWh/a

Gesamtwasserverbrauch in m³ pro Jahr oder

 

x

20

=

kWh/a

Anzahl der Personen im Haushalt

 

x

1100

=

kWh/a

Gesamt

 

Trinkwarmwasser

 

Heizung

 

Wohnfläche

Energiekennwert für Heizung

kWh

-

kWh

=

kWh

:

m

2

kWh/(m 2 a)

Berechnungs-Beispiel Heizenergie-Check (aus Online-Version)

Gebäudetyp:

EFH

Baujahr:

1961

Wohnfläche:

194 m2

Erdgas-Verbrauch:

5 200 m3 Erdgas pro Jahr

zus. Verbrauch im Holzofen:

0,5 Ster pro Jahr

Auswertung:

Angaben zum Gesamtenergieverbrauch

Ster pro Jahr Auswertung: Angaben zum Gesamtenergieverbrauch Erdgas 5 200 m 3 /Jahr Ster/Jahr = 52

Erdgas

5 200

m 3 /Jahr Ster/Jahr

=

52 000

kWh

Hartholz

0,5

=

900

kWh

 

52

900

kWh

Angaben zur Trinkwassererwärmung (TWW) keine Trinkwassererwärmung über Heizung

Berechneter Heizenergieverbrauch

Gesamtenergieverbrauch - Anteil der Trinkwassererwärmung

 

52 900

kWh

 

-0

kWh

 

52

900

kWh

Bewertung:

spez. Endenergieverbrauch für Heizung

273 kWh/(m 2 a)

Dieses Gebäude 273 kWh/m 2 a 0 50 100 150 200 250 300 350 400
Dieses Gebäude
273 kWh/m 2 a
0
50
100
150
200
250
300
350
400
>400
KfW-40-Haus
EnEV-Neubau
Nicht modernisiertes Gebäude
KfW-60-Haus
Teilmodernisiertes Gebäude

Endenergieverbrauch

BEURTEILUNG DES EIGENEN ENERGIEVERBRAUCHS

grün:

Geringer Energieverbrauch, Sie können zufrieden sein

gelb:

Mittlerer Energieverbrauch, es bestehen bei einer Sanierung Einsparpotentiale

rot:

Hoher Energieverbrauch, es besteht Handlungsbedarf und ein hohes Einsparpotnetial

Und wie hoch ist der Heizenergieverbrauch von IHREM HAUS?

→Infos: z.B. FG Bauphysik der TU Kaiserslautern und www.eor.de

WAS KANN MAN ALLES VERBESSERN?

Verbesserung des Wärmeschutzes

Der Wärmeschutz eines Gebäudes kann mit Hilfe von bauphysikalischen und anlagentechnischen Maß- nahmen verbessert werden.

Nach bauphysikalischen Anforderungen sollte die Hülle eines Gebäudes so ausgebildet sein, dass nur wenig Energie von Innen nach Außen transportiert wird (siehe Kapitel: →Transmissionswärmeverlus- te, →Lüftungswärmeverluste). Dazu müssen die Bauteile einen hohen Wärmeschutz aufweisen. Dies erreicht man durch den Einsatz von Baustoffen, deren Wärmeleitfähigkeit gering ist. Wände, Decken und Dächer, die beheizte Räume zur Außenluft oder zu unbeheizten Räumen abgrenzen, sollten daher mit →Wärmedämmung versehen werden, um den Wärmeschutz beste- hender Gebäude zu verbessern. Im Sommer verhindert eine Dämmung der Außenwand auch, dass merklich Wärme von außen in ein Haus eindringt, es sich somit nicht aufheizt. So wird ein verbessertes Raumklima geschaffen. Im Winter schränkt eine Dämmung die Wärmeverluste durch die Gebäude- hülle ein und bewirkt damit eine Heizenergie- und Brennstoffeinsparung.

bewirkt damit eine Heizenergie- und Brennstoffeinsparung. Als Maßnahmen sind zu empfehlen: - Dämmung der
bewirkt damit eine Heizenergie- und Brennstoffeinsparung. Als Maßnahmen sind zu empfehlen: - Dämmung der

Als Maßnahmen sind zu empfehlen:

- Dämmung der Außenwände

- Dämmung der Decke zum unbeheizten Dachraum

- Dämmung der Decke des unbeheizten Kellers

- Dämmung der Dachschrägen

- Austausch alter Fenster durch Wärmschutzfenster

- Dämmung der Wände zu unbeheizten Räumen

Bei solchen Maßnahmen sind die Bestimmungen der EnEV ein- zuhalten (siehe Kapitel: Gesetzliche Anforderungen). Während für die nachträgliche Verbesserung der Wärmedämmung meist eine Außendämmung verwendet wird, ist bei der Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden oft nur eine Innendämmung möglich. Allerdings kann der Einsatz einer Innendämmung zu bauphysikalischen Problemen führen. Es sollte deshalb auf je- den Fall fachmännischer Rat hinzugezogen werden.

Wärmebrücken

Die Wärmedämmschicht der Gebäudehülle sollte möglichst lückenlos den gesamten beheizten Bereich umschließen. Lü- cken oder Schwachstellen in der Dämmung bilden →Wärme- brücken und führen zu erhöhtem Wärmestrom von innen nach außen, also zu einem erhöhtem Energiebedarf. Die Oberflä- chentemperatur auf der Innenseite ist an solchen Stellen meist stark herabgesetzt. Dies birgt die Gefahr, dass es an den Bau- teiloberflächen zu Tauwasserbildung und zu Schimmel- pilzwachstum kommt.

Eine professionelle Planung berücksichtigt die individuellen De- tailprobleme und kann angepasste Lösungsvorschläge erarbei- ten.

Lüftung

Temperatur und Feuchte der Raumluft, Zugluft, Gerüche sowie Luft-Schadstoffe beeinflussen wesent- lich unser Wohlbefinden beim Aufenthalt in Räumen (mehr als 90% unseres Lebens verbringen wir in Gebäuden). Das Klima in der Wohnung ist abhängig von der Feuchte und Temperatur in den jeweiligen Räumen wie Schlaf-, Wohnraum, Küche oder Bad. Feuchte sowie Geruchsbelastung sollten am Ent- stehungsort und während bzw. unmittelbar nach ihrer Entstehung „weggelüftet“ werden. Daher ist ein regelmäßiger Luftaustausch notwendig, um ein gesundes Wohnklima zu gewährleisten. Warme Luft nimmt mehr Feuchte auf als kalte Luft. Im Winter wird jedoch durch Lüften die warme Innenluft durch kalte Außenluft ersetzt. Die kalte Luft muss wiederum durch Heizen auf eine angenehme Raumtempe- ratur gebracht werden.

Aus hygienischen Gründen sollte man möglichst viel, aus energetischen Gründen möglichst wenig lüf- ten. Der optimale Luftwechsel geschieht über gezielte Fensterlüftung oder eine →Lüftungsanlage.

In bestimmten Zeitabständen sollte bei der Fensterlüftung eine Stoßlüftung durchgeführt werden. Ein ständig gekipptes Fens- ter führt zu einem in der Regel zu hohen Luftwechsel und da- mit zu sehr hohem Energieverbrauch. Außerdem besteht die Gefahr von Feuchteschäden im Bereich des Fenstersturzes. Unkontrollierte Lüftung über Fugen und andere Undichtigkeiten führt zu Zugerscheinungen und zu einem Bauschadensrisiko. Es ist deshalb auf eine möglichst luftdichte Gebäudehül- le zu achten.

Mit dem Einsatz einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewin- nung werden in der Regel über 80% der Wärme aus der Abluft gewonnen. Dadurch kann sowohl der Energiebedarf sehr stark reduziert als auch der Wohnkomfort erhöht werden.

stark reduziert als auch der Wohnkomfort erhöht werden. Moderne Heiztechnik und Regenerative Energien Die Abgas- und

Moderne Heiztechnik und Regenerative Energien

Die Abgas- und Abstrahlungsverluste an alten Heizungsanla- gen sind oft sehr hoch. Daher ist der Ersatz alter Anlagen durch moderne Heiztechnik auch mit einer hohen Energieeinsparung verbunden. Außerdem ist der Schadstoffausstoß neuer Anlagen geringer. (Brennwertkessel) Durch den Einsatz erneuerbarer Energien kann weiterhin ein zusätzlich hohes Einsparpotential an →CO 2 erreicht werden. Holz bindet beim Wachstum genau so viel CO 2 aus der Atmo- sphäre wie es beim Verbrennen wieder freisetzt. Deshalb kann das Heizen mit Holz als fast CO 2 -neutral angesehen werden. Zudem ist Holz ein heimischer Energieträger. Zur Trinkwassererwärmung ist es sinnvoll thermische Solar-

anlagen einzusetzen. Oft decken diese sowohl im Sommer als auch in der Übergangszeit den gesamten Wärmebedarf. Aufs Jahr bezogen bedeutet das eine Deckung des Energiebedarfs für die Wassererwärmung von etwa 60 - 75%! Noch größere Einsparungen liefert eine Solaranlage mit Heizungsunterstützung. Mit Hilfe von →Wärmepumpen ist es möglich Erdwärme umweltfreundlich zu nutzen. Sie funktionieren am besten mit Fußboden- und großflächigen Wandheizungen, die niedrigere Vorlauftemperaturen be- nötigen als herkömmliche Heizkörper. Wärmepumpen sind jedoch nur sinnvoll bei bereits energetisch sanierten Gebäuden.

Eine →Photovoltaikanlage bietet eine weitere Art der Nutzung von Sonnenenergie. Sie verwandelt das natürliche Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom.

das natürliche Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom. →Infos: Broschüre „Gesund Wohnen durch richtiges

→Infos: Broschüre „Gesund Wohnen durch richtiges Lüften und Heizen

WAS KANN MAN ALLES VERBESSERN?

EINORDNUNG DES EIGENEN GEBÄUDES

Gebäudetypologie des Landes Rheinland-Pfalz

Das Fachgebiet Bauphysik / TGA / Baulicher Brandschutz der TU Kaiserslautern hat im Auftrag der EOR sowie des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz eine Gebäu-dety- pologie unter energetischen Gesichtspunkten für das Gebiet des Landes Rheinland-Pfalz erstellt.

Die vorliegende Studie untersucht die Energieeinsparpotentiale von Heizenergie in Wohngebäuden unterschiedlicher Altersgruppe, Konstruktion und Größe in Rheinland-Pfalz. Dazu wurde zunächst die Gebäudestruktur in den verschiedenen Landkreisen und kreisfreien Städten analysiert, um die Vielzahl der unterschiedlichen Wohngebäude auf eine überschaubare Anzahl von Haustypen zu reduzieren. Auf der Grundlage der herausgebildeten Typen wurden Gebäudemodelle erstellt, um den Heizwärmebedarf zu berechnen und Aussagen zur Wirksamkeit energetischer Sanierungsmaßnahmen treffen zu können. Anhand des Anteils der einzelnen Typen am absoluten Heizwärmebedarf kann abgeschätzt werden, wo im Gebäudebestand die größten Einsparpotentiale liegen. Für den Interessenten bietet die hier aufgeführte Übersicht über die Ergebnisse der Studie die Möglichkeit sein eigenes Gebäude einzustufen und zu beurteilen.

Dargestellt sind die wesentlichen Merkmale für den Gebäudebestand in Rheinland-Pfalz, der bis 1983 errichtet wurde (unterteilt nach regionalen Besonderheiten) und somit als „energetischer Altbaubestand“ angesehen werden kann. Jüngere Gebäude wurden nicht erfasst, da sie bereits energetisch besser gebaut wurden. Mögliche Einsparpotentiale durch Sanierung werden aufgezeigt. Bei ohnehin anstehen- den Sanierungsarbeiten können in den meisten Fällen die Maßnahmen wirtschaftlich umgesetzt wer- den, was bedeutet, dass sie sich über die eingesparte Energie quasi selbst finanzieren.

Vom energetischen Gesichtspunkt her wird der Bestand der vor 1984 errichteten Gebäude in Rhein- land-Pfalz in 3 Baualtersklassen unterteilt:

- bis 1948

- 1949 bis 1968

- 1969 bis 1983

Innerhalb dieser Baualtersklassen wird unterschieden nach der Gebäudegröße und ob es sich um freistehende Gebäude oder Reihenhausbebauung handelt, da beides Einfluss auf den →Jahres- heizwärmebedarf Q h “ hat. Für jeden Gebäudetyp kann man einen durchschnittlichen →Jahresheiz- wärmebedarf Q h “ ermitteln. Bei der Betrachtung des Heizwärmeverbrauchs im Vergleich zum berech- neten Heizwärmebedarfs ist zu beachten, dass zusätzlich zu den Verlusten des Gebäudes im Verbrauch auch noch die Verluste der Heizungsanlage enthalten sind. Bei alten Anlagen können diese zusätzlich mehr als 30% des →Jahresheizwärmebedarfs Q h “ betragen. Hier wird der →Jahresheizwärmebe- darf (in kWh) auf die beheizte Fläche bezogen und auf ein Jahr angegeben.

Über 80% des Gebäudebestandes wurde vor 1983 errichtet. Hier ist bei ohnehin anstehender Sanierung der Gebäudehülle eine Verbesserung des Wärmeschutzes leicht und meist wirtschaftlich lohnend zu er- reichen. Man erkennt deutlich, dass für diese Altersklassen sehr hohe Einsparpotentiale bestehen.

In den folgenden Tabellen sind Gebäude der einzelnen Baualtersklassen mit durchschnittlichen →Jah- resheizwärmebedarfs-Werten (Q h “) aufgeführt. Hier gilt: Je älter das Gebäude ist, desto größer ist auch der →Jahresheizwärmebedarf im Vergleich zu jüngeren Gebäuden ähnlicher Wohnfläche und Bauart.

Anhand von Wohnfläche und Baujahr Ihres Gebäudes können Sie Ihr Haus in eine der genannten Bau- altersklassen einordnen und die Relation des Heizwärmeverbrauchs Ihres Hauses zu dem älterer bzw. jüngerer Häuser einschätzen.

Achtung: Vergleicht man den Heizwärmeverbrauch des eigenen Hauses mit den in der Tabelle darge- stellten Zahlen, so muss man beachten, dass sich diese Mittelwerte auf eine bestimmte Gebäudegröße beziehen. Bei größeren Gebäuden liegen die Werte in der Regel etwas geringer, bei kleineren Gebäuden etwas höher.

Zur detaillierten Beurteilung des Energieverbrauches im eigenen Haus sollten Sie jedoch den →Heiz- energie-Check anwenden.

Wohnfläche 100 - 250 m 2 250 - 500 m 2 ≥ 500 m 2
Wohnfläche
100 - 250 m 2
250 - 500 m 2
≥ 500 m 2
Beispiel:
Beispiel:
Beispiel:
EFH 200 m 2
Q h “ = 255 kWh/(m 2 a)
EFH 400 m 2
Q h “ = 186 kWh/(m 2 a)
MFH 640 m 2
Q h “ = 158 kWh/(m 2 a)
Beispiel:
Beispiel:
EFH 200 m 2
Q h “ = 192 kWh/(m 2 a)
MFH 400 m 2
Q h “ = 136 kWh/(m 2 a)
Beispiel:
Beispiel:
Beispiel:
EFH 200 m 2
Q h “ = 204 kWh/(m 2 a)
MFH 400 m 2
Q h “ = 150 kWh/(m 2 a)
MFH 800 m 2
Q h “ = 118 kWh/(m 2 a)
Beispiel:
EFH 200 m 2
Q h “ = 168 kWh/(m 2 a)
Beispiel:
Beispiel:
Beispiel:
EFH 200 m 2
Q h “ = 170 kWh/(m 2 a)
MFH 400 m 2
Q h “ = 132 kWh/(m 2 a)
MFH 860 m 2
Q h “ = 100 kWh/(m 2 a)
Beispiel:
EFH 200 m 2
Q h “ = 137 kWh/(m 2 a)
angebautangebautangebaut
freistehendfreistehendfreistehend
Baualtersklasse 3
1969 - 1983
Baualtersklasse 2
1949 - 1968
Baualtersklasse 1
bis 1948
ca. 29% der Wohngebäude
ca. 31% der Wohngebäude
ca. 40% der Wohngebäude

EINORDNUNG DES EIGENEN GEBÄUDES

WIE VIEL ENERGIE KANN MAN DURCH SANIERUNG EINSPAREN?

Einsparpotential bei Altbauten

Die Bauweise von Wohngebäuden weist in Deutschland generell regionale Unterschiede auf. Die folgende Tabelle zeigt typische →U-Werte von Bauteilen in Rheinland-Pfalz unter Berücksichtigung regionaler und lokaler Besonderheiten. Entscheidungen bezüglich Energieeinsparkonzepten und Sa- nierungsmöglichkeiten müssen auf diese Besonderheiten eingehen. Dies betrifft insbesondere die Sa- nierungsmöglichkeiten im denkmalgeschützten Bereich. In den nachfolgenden Tabellen werden Gebäude unterschiedlicher Baualtersklassen und Größen be- züglich ihres Heizwärmebedarfs im unsanierten sowie in sanierten Zustand miteinander verglichen. So wird deutlich, wie wirtschaftlich eine Sanierung des Altbaubestandes ist. Die hier genannten U-Werte stammen aus berechneten Musterhäusern.

 

Typische U-Werte einzelner Baualtersklassen

Bauteil

bis 1948

1949 bis 1968

1969 bis 1983

Außenwände:

Mauerwerk

1,8 bis 2,2

1,1 bis 1,4

0,9 bis 1,2 0,3 bis 0,6

Fachwerk

2,0

1,6

Oberste Geschossdecke: massiv Holz

2,1

2,1

0,8 bis 1,0 0,8 bis 1,0

0,9 bis 1,3

0,8 bis 1,2

Dachschräge

1,6 bis 2,0

1,2 bis 1,8

0,5 bis 0,8

Kellerdecke / Erdreich berührendes Bauteil

1,1 bis 1,3

0,8 bis 1,2

0,8 bis 1,0

Fenster*

2,8 bis 3,2

2,8 bis 3,2

2,8 bis 3,2

*Annahme: Einfachverglaste Fenster wurden in den 70er / 80er Jahren schon durch zweifachverglaste Fenster ersetzt

Nachdem Sie Ihr Haus in eine der genannten Baualtersklassen eingeordnet haben, können Sie anhand der folgenden Beispielwerte erkennen, wie viel Energie durch entsprechende Sanierungsmaßnahmen verglichen mit dem Ist-Zustand eingespart werden kann.

verglichen mit dem Ist-Zustand eingespart werden kann. Baualtersklasse bis 1948 Baualtersklasse   bis 1949
verglichen mit dem Ist-Zustand eingespart werden kann. Baualtersklasse bis 1948 Baualtersklasse   bis 1949

Baualtersklasse bis 1948

Ist-Zustand eingespart werden kann. Baualtersklasse bis 1948 Baualtersklasse   bis 1949   Gebäudetyp
Ist-Zustand eingespart werden kann. Baualtersklasse bis 1948 Baualtersklasse   bis 1949   Gebäudetyp

Baualtersklasse

 

bis 1949

 

Gebäudetyp

RH (200m² Wfl.)

EFH (200m² Wfl.)

MFH (400m² Wfl.)

GMFH (860m² Wfl.)

U-Werte in W/(m²K)

Bestand

Saniert

Bestand

Saniert

Bestand

Saniert

Bestand

Saniert

Außenwand

2,0

0,3

2,0

0,3

2,0

0,3

2,0

0,3

Decke zu Dach

1,1

0,23

1,1

0,23

1,1

0,23

1,1

0,23

Dachschräge

1,8

0,25

1,8

0,25

1,8

0,25

1,8

0,25

Kellerdecke

1,2

0,51

1,2

0,51

1,2

0,51

1,2

0,51

Fenster

3,0

1,4

3,0

1,4

3,0

1,4

3,0

1,4

Heizwärmebedarf

192

48

255

57

186

44

158

38

in kWh/(m²a)

Einsparung

75%

78%

76%

76%

RH: Reihenhaus; EFH: Einfamilienhaus; MFH: Mehrfamilienhaus; GMFH: Großes Mehrfamilienhaus

Baualtersklasse 1949 bis 1968

Baualtersklasse 1949 bis 1968 Baualtersklasse   1949 bis 1968 Gebäudetyp RH (200m² Wfl.) EFH
Baualtersklasse 1949 bis 1968 Baualtersklasse   1949 bis 1968 Gebäudetyp RH (200m² Wfl.) EFH
Baualtersklasse 1949 bis 1968 Baualtersklasse   1949 bis 1968 Gebäudetyp RH (200m² Wfl.) EFH
Baualtersklasse 1949 bis 1968 Baualtersklasse   1949 bis 1968 Gebäudetyp RH (200m² Wfl.) EFH

Baualtersklasse

 

1949

bis 1968

Gebäudetyp

RH (200m² Wfl.)

EFH (200m² Wfl.)

MFH (400m² Wfl.)

GMFH (860m² Wfl.)

U-Werte in W/(m²K)

Bestand

Saniert

Bestand

Saniert

Bestand

Saniert

Bestand

Saniert

Außenwand

1,25

0,27

1,25

0,27

1,25

0,27

1,25

0,27

Decke zu Dach

1,0

0,23

1,0

0,23

1,0

0,23

1,0

0,23

Dachschräge

1,5

0,25

1,5

0,25

1,5

0,25

1,5

0,25

Kellerdecke

1,0

0,47

1,0

0,47

1,0

0,47

1,0

0,47

Fenster

3,0

1,4

3,0

1,4

3,0

1,4

3,0

1,4

Heizwärmebedarf

168

50

204

56

149

41

118

35

in kWh/(m²a)

Einsparung

70%

73%

72%

70%

RH: Reihenhaus; EFH: Einfamilienhaus; MFH: Mehrfamilienhaus; GMFH: Großes Mehrfamilienhaus

Baualtersklasse 1969 bis 1983

GMFH: Großes Mehrfamilienhaus Baualtersklasse 1969 bis 1983 Baualtersklasse   1969 bis 1983 Gebäudetyp
GMFH: Großes Mehrfamilienhaus Baualtersklasse 1969 bis 1983 Baualtersklasse   1969 bis 1983 Gebäudetyp
GMFH: Großes Mehrfamilienhaus Baualtersklasse 1969 bis 1983 Baualtersklasse   1969 bis 1983 Gebäudetyp
GMFH: Großes Mehrfamilienhaus Baualtersklasse 1969 bis 1983 Baualtersklasse   1969 bis 1983 Gebäudetyp

Baualtersklasse

 

1969

bis 1983

Gebäudetyp

RH (200m² Wfl.)

EFH (200m² Wfl.)

MFH (400m² Wfl.)

GMFH (860m² Wfl.)

U-Werte in W/(m²K)

Bestand

Saniert

Bestand

Saniert

Bestand

Saniert

Bestand

Saniert

Außenwand

1,05

0,21

1,05

0,21

1,05

0,21

1,05

0,21

Decke zu Dach

0,9

0,22

0,9

0,22

0,9

0,22

0,9

0,22

Dachschräge

0,9

0,25

0,9

0,25

0,9

0,25

0,9

0,25

Kellerdecke

0,9

0,44

0,9

0,44

0,9

0,44

0,9

0,44

Fenster

3,0

1,4

3,0

1,4

3,0

1,4

3,0

1,4

Heizwärmebedarf

137

50

169

55

132

43

100

34

in kWh/(m²a)

Einsparung

64%

67%

67%

66%

WIE VIEL ENERGIE KANN MAN DURCH SANIERUNG EINSPAREN?

RH: Reihenhaus; EFH: Einfamilienhaus; MFH: Mehrfamilienhaus; GMFH: Großes Mehrfamilienhaus

BEST-PRACTICE BEISPIELE

BEST-PRACTICE BEISPIELE Best-Practice-Beispiele Beispiel 1 - vorher Objektdaten Gebäudetyp EFH Lage im

Best-Practice-Beispiele

Beispiel 1 - vorher

Objektdaten

Gebäudetyp

EFH

Lage im Stadtgefüge

freistehend

Baujahr

1961

Wohnfläche

165 m² (nach Umbau)

Anzahl der Wohneinheiten

1

Adresse

Mackenbach, Siedlung 8

Eigentümer

Helmut Ciba

Energieberatung

Ingenieurbüro Dr. Dahlem Dr.-Ing. K.-H. Dahlem Mittelstraße 1 67688 Rodenbach

Einordnung des Gebäudes in die Baualtersklasse:

Rodenbach Einordnung des Gebäudes in die Baualtersklasse: Durchgeführte Maßnahmen Dach Dämmung der Dachschrägen

Durchgeführte Maßnahmen

Gebäudes in die Baualtersklasse: Durchgeführte Maßnahmen Dach Dämmung der Dachschrägen mit 18 cm Mineralfaser (

Dach

Dämmung der Dachschrägen mit 18 cm Mineralfaser (WLG 035) Anbringen eines 12 cm WDVS (WLG 035) Wärmedämmung der Kellerdecke mit 7 cm Polystyrol (WLG 035)

Außenwände

Kellerdecke

Fenster

Ersetzen der alten Fenster durch Fenster mit Wärmeschutzverglasung

Heizung

Ersetzen des alten Ölkessels durch einen Gas-Brennwertkessel →Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung

Trinkwarmwasser

Laufzeit Umbaumaßnahme

2004/2005

Finanzierung

KfW-Kredit

nachher

Vergleich vorher - nachher

U-Werte in W/(m²K)

Bestand

Saniert

Außenwand z.T. neue Wände Decke zu Dach Kellerdecke / Bodenplatte Fenster

1,23

 

0,24

0,16

1,30

0,23

1,25

0,40

2,80

1,50

Heizung

alter Ölkessel

Gas-Brennwert

+

Solar

Trinkwasser

Elektro-Speicher

Gas-Brennwert

+

Solar

Primärenergiebedarf pro m²/a

524 kWh/m²a

105 kWh/m²a

Einsparung

419 kWh/m²a

(80%)

105 kWh/m²a Einsparung 419 kWh/m²a (80%) Dieses Gebäude 524 kWh/m 2 a 0 50 100 150
Dieses Gebäude 524 kWh/m 2 a 0 50 100 150 200 250 300 350 400
Dieses Gebäude
524 kWh/m 2 a
0
50
100
150
200
250
300
350
400
>400
KfW-40-Haus
EnEV-Neubau
Nicht modernisiertes Gebäude
KfW-60-Haus
Teilmodernisiertes Gebäude

Primärenergiebedarf Bestand (alt)

BEST-PRACTICE BEISPIELE

Dieses über 40jährige Gebäude wurde also so saniert, dass es energetisch einem Neubau nach EnEV 2007 entspricht.

Dieses Gebäude 105 kWh/m 2 a 0 50 100 150 200 250 300 350 400
Dieses Gebäude
105 kWh/m 2 a
0
50
100
150
200
250
300
350
400
>400
KfW-40-Haus
EnEV-Neubau
Nicht modernisiertes Gebäude
KfW-60-Haus
Teilmodernisiertes Gebäude

Primärenergiebedarf Saniert (neu)

BEST-PRACTICE BEISPIELE

BEST-PRACTICE BEISPIELE Objektdaten Beispiel 2 - vorher Gebäudetyp Lage im Stadtgefüge Baujahr Wohnfläche Anzahl der

Objektdaten

Beispiel 2 - vorher

Gebäudetyp Lage im Stadtgefüge Baujahr Wohnfläche Anzahl der Wohneinheiten

Adresse

Eigentümer

Planung

MFH Reihenendhaus 1959 (grundlegender Umbau) 255 m² 2 + Büro/Praxis + Laden (nach Umbau) Speyer, Maximilianstraße 61-62 Kerner Grundstücks GmbH & Co KG, Speyer Architekturbüro de Fries Augustastraße 71 67655 Kaiserslautern

Einordnung des Gebäudes in die Baualtersklasse:

Einordnung des Gebäudes in die Baualtersklasse: Durchgeführte Maßnahmen Dach Dämmung des Daches mit 14

Durchgeführte Maßnahmen

Gebäudes in die Baualtersklasse: Durchgeführte Maßnahmen Dach Dämmung des Daches mit 14 cm Zwischensparren- und

Dach

Dämmung des Daches mit 14 cm Zwischensparren- und teilweise 4 cm Untersparrendämmung (Mineralfaser →WLG 035) 5 cm Innendämmung WLG 040

Außenwände

Heizung

Neue Heizung (Brennwert) Zentrale Lüftungsanlage mit →Wärmerückgewinnung Heizungsanlage (Brennwert) zur Warmwasserbereitung

Lüftung

Trinkwarmwasser

Laufzeit Umbaumaßnahme

2004

Finanzierung

KfW-Kredit + Eigenmittel

nachher

Vergleich vorher - nachher

U-Werte in W/(m²K)

Bestand

Saniert

Außenwand z.T. neue Wände Decke zu Dach

1,10

0,45

3,20 und 3,80

0,27 und 0,30

Fenster

5,60

1,50

Heizungb /

Gas-Zentralheizung

Gas-Zentralheizung

Trinkwarmwasser

(Konstant-tempera-

(Brennwert)

tur)

Lüftungsanlage

Lüftung

Fensterlüftung

mit WRG

Primärenergiebedarf pro m²/a

420 kWh/m² a

87 kWh/m²a

Einsparung

332 kWh/m²a

(80%)

a 87 kWh/m²a Einsparung 332 kWh/m²a (80%) Dieses Gebäude 420 kWh/m 2 a 0 50 100
Dieses Gebäude 420 kWh/m 2 a 0 50 100 150 200 250 300 350 400
Dieses Gebäude
420 kWh/m 2 a
0
50
100
150
200
250
300
350
400
>400
KfW-40-Haus
EnEV-Neubau
Nicht modernisiertes Gebäude
KfW-60-Haus
Teilmodernisiertes Gebäude

Primärenergiebedarf Bestand (alt)

BEST-PRACTICE BEISPIELE

Dieses Gebäude 87 kWh/m 2 a 0 50 100 150 200 250 300 350 400
Dieses Gebäude
87 kWh/m 2 a
0
50
100
150
200
250
300
350
400
>400
KfW-40-Haus
EnEV-Neubau
Nicht modernisiertes Gebäude
KfW-60-Haus
Teilmodernisiertes Gebäude

Primärenergiebedarf Saniert (neu)

BEST-PRACTICE BEISPIELE

BEST-PRACTICE BEISPIELE Objektdaten Beispiel 3 - vorher Gebäudetyp Eigentümer MFH Lage im Stadtgefüge

Objektdaten

Beispiel 3 - vorher

Gebäudetyp

Eigentümer

MFH

Lage im Stadtgefüge

Freistehend in Wohnquartier

Baujahr

1951

Wohnfläche

674 m²

Anzahl der Wohneinheiten

9

Adresse

Knietschstraße 3-5, Ludwigshafen LUWOGE / GEWOGE

Planung

Ludwigshafen Beck-Brandl-Engel Arch. + Ing. Bruchstraße 54a, 67098 Bad Dürkheim

Einordnung des Gebäudes in die Baualtersklasse:

Dürkheim Einordnung des Gebäudes in die Baualtersklasse: Durchgeführte Maßnahmen Dach Dämmung des Daches mit 20

Durchgeführte Maßnahmen

Gebäudes in die Baualtersklasse: Durchgeführte Maßnahmen Dach Dämmung des Daches mit 20 cm Aufsparren- und 10

Dach

Dämmung des Daches mit 20 cm Aufsparren- und 10 cm Zwischensparren- dämmung (Neopor →WLG 035) Anbringen von 20 cm WDVS (Neopor WLG 035) Ersetzen der alten Fenster durch Fenster mit Wärmeschutzverglasung (Drei- fachverglasung) Passive Solarnutzung durch vergrößerte Fensterflächen Ersetzen des alten Ölkessels durch ein Erdgas-Brennstoffzellen-Kleinstkraft- werk zur Strom- u. Heizwärmegewinnung und Nahwärmenetz (BHKW) Zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Außenwände

Fenster

Heizung

Lüftung

Laufzeit Umbaumaßnahme Finanzierung

1999 - 2001 Partner + Eigenmittel

nachher

Vergleich vorher - nachher

U-Werte in W/(m²K)

Bestand

 

Saniert

Außenwand Decke zu Dach Kellerdecke / Bodenplatte Fenster

1,65

 

0,15

1,12

0,12

1,25

0,16

3,00

0,89

Heizung

alter Ölkessel

Brennstoffzelle

+

Nahwärme

Trinkwasser

Elektro-Speicher

Brennstoffzelle

+

Nahwärme

Jahresheizwärme-

 

bedarf

250 kWh/m² a

27 kWh/m²a

Einsparung

223 kWh/m²a

(80%)

a 27 kWh/m²a Einsparung 223 kWh/m²a (80%) Dieses Gebäude 250 kWh/m 2 a 0 50 100
Dieses Gebäude 250 kWh/m 2 a 0 50 100 150 200 250 300 350 400
Dieses Gebäude
250 kWh/m 2 a
0
50
100
150
200
250
300
350
400
>400
KfW-40-Haus
EnEV-Neubau
Nicht modernisiertes Gebäude
KfW-60-Haus
Teilmodernisiertes Gebäude

Endenergieverbrauch Bestand (alt)

BEST-PRACTICE BEISPIELE

Dieses Gebäude 27 kWh/m 2 a 0 50 100 150 200 250 300 350 400
Dieses Gebäude
27 kWh/m 2 a
0
50
100
150
200
250
300
350
400
>400
KfW-40-Haus
EnEV-Neubau
Nicht modernisiertes Gebäude
KfW-60-Haus
Teilmodernisiertes Gebäude

Endenergieverbrauch Saniert (neu)

GEBÄUDETYPOLOGIE RHEINLAND-PFALZ

Unterschiede in der Gebäudetypologie

Die Bauweise von Wohngebäuden in Deutschland weist aufgrund verschiedener geographischer Gege- benheiten generell regionale Unterschiede auf. Daher ist es notwendig für genauere und besser ange- passte Entscheidungen von Energieeinsparkonzepten auf die regionalen und lokalen Besonderheiten einzugehen. Sowohl die Bauweise als auch die Form historischer Gebäude sind vor allem auch ab- hän-gig von den mineralischen Bodenschätzen einer Landschaftsform, aus denen die entsprechenden Baumaterialien gewonnen werden konnten.

Bis gegen Ende des 17. Jahrhunderts bestanden die meisten bäuerlichen Wohnbauten in Rheinland- Pfalz aus Fachwerk. Stein wurde lediglich für die Fundamente sowie für die Wetterseiten der Gebäude verwendet und auch nur dort, wo es ein ausreichendes Natursteinvorkommen gab. Aufgrund regionaler Begebenheiten entwickelte sich die sog. →Mischbauweise, bei der bereits das Erdgeschoss massiv ausgeführt war. Man baute hohe Fundamentsockel, Hochkeller oder ganzen Seitenwänden aus Natur- stein. Die bisher üblichen Dacheindeckungen aus (Roggen-)Stroh oder Rohr wurden mit der Zeit von gebrannte Ziegeln oder Schieferpfannen abgelöst.

Ab dem 18. Jahrhundert wurden bereits Großbauten wie z.B. Drei- oder Vierseithöfe aus Bruchstein gefertigt, der aufwendiger zu verarbeiten und damit wesentlich kostenintensiver war als das übliche Fachwerk aus Fichten- oder Eichenholz. Kleinere Gehöfte wie z.B. Winkelhöfe oder Einhäuser bestanden immer noch aus Fachwerk- oder Mischbauweise. Im Laufe der Zeit mauerte man die Ge- fache des Fachwerks, die ursprünglich aus Lehm bestanden, aus oder verputzte bzw. verblendete die einst dekorative und aufwendige Konstruktion z.B. mit Schiefertafeln.

und aufwendige Konstruktion z.B. mit Schiefertafeln. Übersichtskarte Rheinland-Pfalz Im 19. Jahrhundert breitete

Übersichtskarte Rheinland-Pfalz

Im 19. Jahrhundert breitete sich die Massivbauweise aus ge- brochenem Naturstein auch auf die Bauweise einfacher Wohn- häuser aus. An einem Gebäude kamen verputzte Fassaden und Fassaden aus Sichtmauerwerk nebeneinander vor. Dabei war die Bruchsteinmauer nur dort sichtbar, wo man sie nicht von der Straße aus sehen konnte oder wo es sich nicht um ein repräsentatives Wirtschaftsgebäude handelte. Wer sich keinen teueren Massivbau leisten konnte, verputzte das Fachwerk zu- mindest an der von der Straße aus sichtbaren Hauptfassade des Wohnhauses so, dass es wie eine verputzte Massivwand aussah. (Dieses verputzte Fachwerk kann heute durch eine thermographische Untersuchung sichtbar gemacht werden (sie- he Kapitel „Thermographie“). So kann geprüft werden, ob es sich gegebenenfalls lohnt das Fachwerk freizulegen.)

Anfang des 20. Jahrhunderts führte die Entwicklung in Rhein- land-Pfalz zu dem bis dahin zwar entwickelten, aber teueren Backstein als Fassadenmaterial; Bruchstein wurde nur noch an den Nebenwänden verwendet.

Durch die im 20. Jahrhundert vermehrt entstandenen Aussiedlerhöfe erfuhren die regionaltypischen Baukonstruktionen sowie die verschiedenen Gebäudetypen einen Wandel. Die ursprüngliche Struktur innerhalb des gewachsenen Dorfgefüges wurde zerstört. Heutige Probleme vor allem aus denkmal- pflegerischer Sicht bestehen vor allem in den zahlreichen leer stehenden Bauernhäusern, verlassenen Scheunen und Ställen. Das Dorf und damit die ländliche Architektur stehen im Umbruch. Die Moderne (auch im energetischen Sinne) hat auch auf dem Land Einzug gehalten, so dass die regionaltypischen Bauernhausformen immer mehr an Bedeutung verlieren und oftmals standardgemäßen Neubauten wei- chen müssen.

Rheinland-Pfalz besteht aus 24 Landkreisen und 12 kreisfreien Städten. Die Städte machen allerdings nur einen sehr geringen Anteil an der Gesamtfläche von Rheinland-Pfalz aus. 95% des Bundeslandes sind ländliches Gebiet. Dort befinden sich auch 4/5 des Gesamtbestandes an Wohngebäuden, obwohl ein Viertel aller Rheinland-Pfälzer in Städten wohnen und damit die Einwohnerdichte (EW pro km²) dort wesentlich höher ist als auf dem Land. Während Städte von jeher Ergebnisse einer vorangegangenen Planung sind, resultieren Dörfer aus fortwährenden Wachstumsprozessen. Man kann in Rheinland-Pfalz zwischen sog. Vollstädten (z.B. Koblenz, Mainz, Trier, Kaiserslautern, Ludwigshafen) und Minderstädten mit der Haupterwerbsquelle der Landwirtschaft und des Weinbaus differenzieren. Nach historischen Gesichtspunkten unterschei- det man zwischen städtischen Bürgerhäusern und ländlichen Bauernhäusern. Durch ständige Prozes- se der Stadterweiterung und Verstädterung von Dörfern sind allerdings nach heutiger Sicht nur noch schwerlich Abgrenzungen zwischen Stadthaus und Landhaus zu machen. Während sich im städtischen Gebiet auch Bauernhäuser befinden, wurden manche Dörfer im Laufe der Zeit durch städtisch-höfische Bauvorstellungen geprägt.

Die unterschiedlichen alten Bauernhausformen in Rheinland-Pfalz sind sich in der Regel sehr ähnlich. Sie gehören alle zur Gruppe der mitteldeutschen Bauernhäuser. Es gibt gleichartige Häuser im Süden und Osten des Bundeslandes, die sich von der Gebäudegruppe im Norden und Westen hauptsächlich aufgrund ihrer Dachneigung unterscheiden. Diese verschiedenen →Gebäudetypen verweisen jeweils in Verbindung mit der örtlichen Bauweise und den Baumaterialien auf ihren geologischen und land- schaftlichen Standort.

Daher kann man das Land Rheinland-Pfalz aufgrund seiner Landschaftsformen in vier Regionen unterteilen:

seiner Landschaftsformen in vier Regionen unterteilen: Regionen in Rheinland-Pfalz Die Region Mosel-Eifel umfasst

Regionen in Rheinland-Pfalz

Die Region Mosel-Eifel umfasst die Landkreise Cochem-Zell, Bitburg-Prüm und Daun. Ihre Landschaft ist geprägt von Tei- len des Rheinischen Schiefergebirges sowie von Teilen des deutsch-belgischen Naturparks Hohes Venn und des deutsch- luxemburgischen Nationalparks Südeifel. Zur Region Mittelrhein-Westerwald gehören neben der kreis- freien Stadt Koblenz die Landkreise Ahrweiler, Altenkirchen, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Lahn und Westerwald. Die Flusslandschaft zwische Bingen und Koblenz zählt aufgrund ih- rer kultur- und naturräumlichen Besonderheiten zum UNESCO- Welterbe. Landschaftlich gesehen erstreckt sich die Region über die beiden Naturparks Nassau und Rhein-Westerwald, ebenfalls Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Zwischen Mosel und Nahe befindet sich die Region Hunsrück- Nahe mit den Landkreisen Bad Kreuznach, Birkenfeld, Rhein- Hunsrück, Bernkastel-Wittlich, Trier-Saarburg sowie der Stadt Trier. Hierzu gehören die Naturparks Saar-Hunsrück und Soon-

wald-Nahe. Der Naturpark Pfälzerwald zählt wie auch die Deutsche Weinstraße zur Region Pfalz-Rheinhessen. Sie umfasst die Städte Frankenthal, Kaiserslautern, Landau, Ludwigshafen a.R., Mainz, Neustadt a.d.W., Pirmasens, Speyer, Worms und Zweibrücken sowie die Landkreise Alzey-Worms, Bad Dürkheim, Don- nersberg, Germersheim, Kaiserslautern, Kusel, Südliche Weinstrasse, Rhein-Pfalz, Mainz-Bingen und Südwestpfalz.

GEBÄUDETYPOLOGIE RHEINLAND-PFALZ

HÄUSER DER REGION MOSEL-EIFEL

Typische Häuser

in der Region Mosel-Eifel

In Rheinland-Pfalz ist der Typ des →Einhauses am weitesten verbreitet. Bedingt durch die verschie- denen Ansprüche der Wirtschaftsformen von Ackerbau, Viehzucht und Weinbau kommt er in zahlreichen Abwandlungen vor. Die Anwesen der Kleinstädte unterscheiden sich von den agrarisch geprägten Siedlungen durch kleinere Grundstücke mit einem kleinerem Wirtschaftstrakt, da die geographischen Gegebenheiten kaum Viehzucht und Ackerbau zulassen. An den abfallenden Hängen befinden sich oft Hinterhäuser für wirtschaftliche Zwecke, die höher sind als das vordere Wohnhaus. Meist sind die Häuser in Massivbauweise errichtet und immer verputzt. Für die Süd- und Westeifel, das Gebiet an der luxemburgischen Grenze sowie an der Obermosel sind Bauten aus dem ortstypischen Bruchstein üblich, z.B. aus Buntsandstein, Kalkstein oder Schiefer. Die in Rheinland-Pfalz meist verbreitete Fach- werkkonstruktionen kommen in dieser Region fast ausschließlich im nördlichen Teil der Eifel und an der unteren Mosel vor. Im ländlichen Gebiet der Eifel haben sich im Laufe der Zeit durch Zusammenfassen einzelner Gebäu- deteile verschiedene Hofformen entwickelt, von denen vor allem die →Streckhofanlage zur Ausführung kam und das ursprüngliche →Streugehöft mit seinen willkürlich auf dem Hof verteilten Gebäuden er- setzte. Bestimmt durch die natürlichen Gegebenheiten dieser Region sind diese Hofformen in →Hau- fendörfern zusammengefasst. Alleinstehende Einzelgehöfte sind relativ selten.

Alleinstehende Einzelgehöfte sind relativ selten. Quereinhaus in der Eifel Mosel-Haus Das Wohnhaus des

Quereinhaus in der Eifel

Einzelgehöfte sind relativ selten. Quereinhaus in der Eifel Mosel-Haus Das Wohnhaus des Eifel-Types ist dem

Mosel-Haus

Das Wohnhaus des Eifel-Types ist dem Wirtschaftsteil recht- winklig angefügt und nicht wie beim benachbaren →Querein- haus in seiner Längsrichtung hintereinander weiterlaufend. Ein Charakteristikum dieser Region, vergleichbar mit vielen ande- ren Mittelgebirgslandschaften, ist das →offene Gehöft, bei dem die Hofflächen gegenüber dem öffentlichen Raum nicht abgegrenzt, oft nicht einmal erkennbar sind. Das sog. Trierer Haus, das Bauern- oder Winzerhaus der Region moselauf- wärts, steht quer zur Straße und weitet diese durch seinen nicht abgegrenzten Hof auf.

Eine Sonderform des giebelständig erschlossenen →Ein- hauses, das regionaltypische →Saalgeschosshaus, auch Mosel-Haus genannt, steht aus Schutz vor Hochwasser meist nicht direkt am Fluss sondern auf den erhöht gelegenen Ufer- partien und orientiert sich mit seiner repräsentativen Stirnseite zur Hauptstrasse hin. Das Wohngebäude ist bereits im frühen Mittelalter ein Massivbau mit Fachwerkwänden in den oberen Wohnebenen (→Mischbauweise). Typisch für diese Bauwei- se ist eine Auskragung des Obergeschosses über das Erdge- schoss, die vor allem in den Städten als Gewinn an Wohnraum sowie in den Flussniederungen als Schutz vor Überflutung fun- gierte. In den Tälern und Hochwassergebieten der Mosel exis- tierte im frühen Mittelalter der Gebäudetyp der sog. Wehr- und Wohntürme aus Stein. Diese fast quadratischen Türme wa- ren ursprünglich Bestandteil von hölzernen Hofanlagen, die in ihrer Gesamtheit die Zeiten nicht überdauern konnten.

Es lässt sich hinsichtlich der Ortsstrukturen keine eindeutige Ordnung feststellen,da der Anteil der je- weiligen Hofform auf dem Land von Ort zu Ort sehr stark schwankt. Manche Orte in der Eifel bestehen fast ausnahmslos aus →Streckhöfen und →Quereinhäusern, andere vorwiegend aus →Mehrseitge- höften, während unterschiedliche Mischungen vorkommen.

in der Region Mittelrhein-Westerwald

Die Typologien des ländlichen Bauernhauses in den Flussniederungen von Rheinland-Pfalz, also an Rhein und Mosel, können in der Regel gleichgestellt werden. Das in diesen Gebieten typische Bauern- haus, auch Winzerhaus genannt, weist sämtliche Parallelen zu dem bereits vorgestellten Trierer Haus bzw. Mosel-Haus auf und ist in den Tallagen der Flüsse städtischer geprägt als in den Höhenlagen der Region. Auch in der Region Mittelrhein-Westerwald sind die Gebäudeform des →Streckhofes und die des →Einhauses vorherrschend.

Typisch für das Bauernhaus in den Bergen des Westerwaldes, das sog. Westerwald-Haus, ist auch hier das quererschlossene →Einhauses, genannt Wohnstallhaus. Dieser Häusertyp variiert mitunter als Kleingehöft und steht quer zu den Anhöhen des Westerwaldes, so dass sich der Stall auf der Talseite befindet. Man unterscheidet zwischen dem Kleinsthaus ohne landwirtschaftliche Nutzung, das die Brei- te von nur einem Raum hat, und einem Typus, dessen Grundfläche doppelt so groß ist und durch einen →Niederlass erweitert wurde. Sein Erscheinungsbild ist von der Verschieferung der Dächer und Wän- de geprägt. Die Giebel- und Wetterseiten waren ursprünglich oft mit einer senkrechten Verbretterung aus breiten, stumpf gestoßenen Eichendielen verkleidet, die später durch den witterungsbeständigen Schiefer ersetzt wurden.

Die Wohngebäude in den Tälern des Mittelrheins kennzeichnen im städtischen Bereich (z.B. in Koblenz) sowohl große Miethäu- serzeilen mit teilweise überbauten Hinterhöfen als auch Einzel- bauten, Villen oder nach früherem Sprachgebrauch Landhäuser. Diese sind häufig zu einem Doppelhaus zusammengefasst. Obwohl Steinbauten im Vergleich zu Fachwerkbauten im Mit- telalter weniger vertreten waren (mit Ausnahme der Häuser und Höfe von Adelsgeschlechtern), standen auch hier bereits im 12. und 13. Jahrhundert wehrhafte →Wohntürme aus Stein.

Bei den übrigen Wohngebäuden der Weinregion unterschei- det man zwischen „Gebäuden aus Stein“, deren Erdgeschoss über einem Gewölbekeller üblicherweise massiv und das obere Geschoss aus Fachwerk ausgebildet war, und „Gebäuden von Fachwerk“. Meist waren auch hier die Häuser verputzt.

Im Westerwald waren fast ausschließlich Gebäude aus regello- sem Fachwerk aus Eichenholz vom Parterre bis zum Gebäude- giebel vorhanden. In der Rheinebene hatten Bauten aus dem 19. Jahrhundert häufig eine Verblendung mit Klinkern; (bunt gla- sierte) Ziegel sowie Formziegel waren relativ selten. Im Keller- und Sockelbereich wurde vielfach regionaler Bruchstein (z.B. devonische Grauwacke, roter Sandstein, Quarzit) verwendet, zur Sockelverblendung bisweilen Basaltlava. Die Seitenwände der Wohngebäude sind meistens ab dem ersten Obergeschoss in Schwemmstein (Bims) ausgeführt. Naturschieferdeckung bil- det die Regel. Außerdem bestimmte heller Sandstein die Archi- tekturgliederungen wie Fensterbänder, Gesimse u.ä

Archi- tekturgliederungen wie Fensterbänder, Gesimse u.ä Westerwald-Haus Wohn- und Wehrturm am Mittelrhein HÄUSER

Westerwald-Haus

wie Fensterbänder, Gesimse u.ä Westerwald-Haus Wohn- und Wehrturm am Mittelrhein HÄUSER DER REGION

Wohn- und Wehrturm am Mittelrhein

HÄUSER DER REGION MITTELRHEIN-WESTERWALD

HÄUSER DER REGION HUNSRÜCK-NAHE

in der Region Hunsrück-Nahe

Die Besitzverhältnisse „arm“ und „reich“ waren früher im gesamten Bundesland unterschiedlich defi- niert. Auf dem ländlichen Hunsrück zeichnet sich daher gegenüber von Tal- und Höhenlage eine soziale Mehrschichtigkeit ab: aufwendiges Fachwerk im Tal, schlichte Gebäude oberhalb. Die Dorfbewoh- ner waren entweder nur Bauern oder auch Handwerker. Landbesitz und kleine Viehaltung waren in der Regel unverzichtbare Bestandteile der Existenzgrundlage. Auf der Hunsrücker Höhenlage bestimmt das Bauerndorf mit seinen verbliebenen landwirtschaftlichen Kleinst- oder Nebenerwerbsbetrieben die ländliche, bäuerlich geprägte Architektur. Hier dominieren recht verschiedenen Formen der Kleingehöfte im gleichen Dorf. Giebel- und traufständige Wohngebäude stehen meist frei oder an Nebengebäude so angebaut, dass das meist im Hintergrund stehende Wirtschaftsgebäude einen großen Hof zur Straße hin offen lässt. Die anzutreffende Ortsform auf dem Hunsrück wie an der Nahe ist das →Haufendorf oder die „geschlossene Dorfform“, bei der die Gebäude aneinandergereiht sind.

Das regionaltypische Bauernhaus, das einfache Hunsrück-Haus, sind auch in dieser Gegend der Streckhof sowie das klassische quererschlossene →Einhaus aus Fachwerk. Bei größeren Anwesen setzt sich im 18. Jahrhundert eine achsensymmetrische Weiterentwicklung durch, bei der zu beiden Seiten des Wirtschaftsgebäudes Ställe angeordnet sind.

Seiten des Wirtschaftsgebäudes Ställe angeordnet sind. Bauernhaus mit rückwärtig angeordnetem Wirtschaftsteil

Bauernhaus mit rückwärtig angeordnetem Wirtschaftsteil

Bauernhaus mit rückwärtig angeordnetem Wirtschaftsteil Quereinhaus im Hunsrück Im westlichen Teil des Hunsrücks,

Quereinhaus im Hunsrück

Im westlichen Teil des Hunsrücks, dem Gebiet von Hochwald und Obermosel, ist eine seltene Form des bäuerlichen Anwe- sens vorzufinden, bei der Wohn- und Wirtschaftsteil unter einem Giebel vereinigt sind, das sog. Ackerbürgerhaus. Die Er- schließung von Wohnbereich sowie von den Stallungen dieses senkrecht zur Straße stehenden Hauses befindet sich hier an der breiten Stirn- und Straßenseite. Desweiteren kommt in der Naheregion die Form des um einen mittleren Hof gruppierten Gehöfts vor, welches sich im 19. Jahrhundert aus dem Typ des →Quereinhauses entwickelt hat. Eine rechtwinklig angefügte Scheune mit weiteren Stallungen erweiterte das Einhaus zum Winkel- oder Hakenhof.

Im innerstädtischen Bereich brachte das →Quereinhaus eine Sonderform hervor. Der auf dem Land meist seitlich angefügte Wirtschaftsteil schließt hier rückwärtig an das Wohngebäude an, so dass die Straßenfront der Wohnteil mit der großen Ein- fahrt verschmilzt.

Schon früh wurde im westlichen Hunsrück die Fachwerkkons- truktion durch die Massivbauweise ersetzt. Abgesehen von den Bereichen des heimischen Kalksteins sowie des Sandsteins findet sich in dieser Region außerdem Schiefer für Mauerwerk und Dacheindeckung wieder. Neben Schieferdächern kommen aber auch Holzschindeleindeckungen vor; auf die im Hunsrück noch im 19. Jahrhundert verwendeten Strohdächer weist heute nichts mehr hin.

in der Region Pfalz-Rheinhessen

Üblich in der Region ist die „geschlossene“ Haus-Hof-Bauweise. Hier finden sich auch Formen von Kleingehöften wieder, nur sind die Höfe mit hohen Mauern, in denen sich gewölbte Tore und Türchen befinden, zur Straße hin geschlossen.

Besonders in den ausgeprägten →Straßendörfern in der Pfalz beherrscht der Hakenhof das Orts- bild. Sein L-förmiger Grundriss zeigt ein giebelständiges Wohnhaus an der Straße und rückwärtig eine querliegende Scheune. Dazwischen befinden sich oft Stallgebäude und Schuppen. Der vor allem in der Pfalz verbreitete Dreiseithof stellt eine Erweiterung des Hakenhofes um zusätzliche Wirtschafts- gebäude dar. Er verteilt die einzelnen Gebäudeteile U-förmig um den Innenhof herum. Rechts- oder linksbündig mit der Grundstücksgrenze steht das ein- bis zweigeschossige, von der Hofseite her er- schlossene Wohnhaus. Der Typus des Vierseithofes, dessen Hofraum allseits von Gebäuden um- schlossen wird, ist relativ selten. Er kommt in der Regel meistens nur bei den großen ehemaligen Höfen der geistlichen Güter vor. Im Gegensatz zu den anderen Regionen von Rheinland-Pfalz kommt hier der Streckhof ebenfalls seltener vor. Sog. Parallelgehöfte mit traufständigem Wohnhaus und einem gleich ausgerichteten Scheunengebäude finden sich vereinzelt in Rheinhessen.

Die Kleinhäuser für Tagelöhner und Handwerker, das sog. Tagelöhnerhaus kennzeichnet meist eine Fachwerkkonstruk- tion im Giebel. Dieses typische Arbeiterhaus der Vororte hatte zunächst nur ein- bis eineinhalb Geschosse, später sogar mit optimaler Wohnnutzung des Dachgeschosses. Sehr häufig war die platzsparende Lösung die des →Doppelwohnhauses. Eine Sonderform der Wohnhäuser bildet das für die Deutsche Weinstraße typische sog. →Unterstallhaus oder Hochwohn- haus. Dieses gestelzte Wohnhaus ist über den teilweise obertä- gigen Weinkellern oder Stallungen errichtet und nur dort anzu- treffen, wo ehemals verstärkt Weinbau betrieben wurde.

Als Bauweise der Wohnhäuser und Scheunen war wie in allen Regionen von Rheinland-Pfalz bis zum Ende des 17. Jahrhun- derts das offenliegende Fachwerk vorherrschend. Bereits im frühen Mittelalter wurde hier die regionaltypische →Mischbau- weise, d.h. Fachwerk über massivem Erdgeschoss (in Rhein- hessen z.T. aus Backstein), angewandt. Bereits früh erstellte man im Auftrag wohlhabender Bürger massive zweigeschossige Putzbauten, während andernorts bis zum 19. Jahrhundert von verputztem, schmucklosem Fachwerk auszugehen ist. Üblich war bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts die einfache Sand- steingliederung. Mit der Putzbauweise konkurrierte die weit ver- breitete Ausführung in unverputztem Bruchsteinmauerwerk, oft in Verbindung mit Gliederungsele-menten aus Ziegeln. Als die häufigste Dachform tritt das Satteldach in Erscheinung, daneben im 18. und frühen 19. Jahrhundert das Krüppelwalm- dach, bisweilen auch das Walm- bzw. Mansardwalmdach.

dach, bisweilen auch das Walm- bzw. Mansardwalmdach. Tagelöhnerhaus in der Westpfalz Dreiseithof in der

Tagelöhnerhaus in der Westpfalz

Walm- bzw. Mansardwalmdach. Tagelöhnerhaus in der Westpfalz Dreiseithof in der Vorderpfalz HÄUSER DER REGION

Dreiseithof in der Vorderpfalz

HÄUSER DER REGION PFALZ-RHEINHESSEN

WIE FINDET MAN SCHWACHSTELLEN AM GEBÄUDE?

Thermographie

Von allen Gegenständen in unserer Umgebung, die eine Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunk- tes (-273°C) aufweisen, wird Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung) abgegeben. Im Vergleich zum sicht- baren Licht ist diese Strahlung sehr langwellig und kann mit dem Auge nicht wahrgenommen werden. Die von einem betrachteten Objekt ausgehende Wärmestrahlung wird mit Hilfe einer Thermokamera (Wärmebildkamera) abgetastet und zu einem Bild (→Thermogramm) zusammengesetzt. Beeinflusst wird die von einem Körper abgegebene Strahlung von dessen Temperatur und dem Emissionskoeffizi- enten (Strahlungszahl), welcher bei den üblichen Baustoffen näherungsweise als konstant angesehen werden kann.

Treten an Schwachstellen in der Gebäudehülle erhöhte Energieverluste (Wärmetransport) auf, so bewirken diese auf der Außenoberfläche erhöhte Oberflächentemperaturen. Aus diesen hö- heren Oberflächentemperaturen folgt auch eine erhöhte Wärmeabstrahlung, was mittels einer Thermokamera erfasst werden kann.

Für die erfolgreiche Durchführung einer thermographischen Untersuchung müssen in der Praxis be- stimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Grundsätzlich ist eine solche Untersuchung nur möglich, sobald sich das zu untersuchende Objekt durch eine ausreichende Wärmestrahlung von der Umgebung ab- hebt. Dies bedeutet, dass die Temperaturen im Innern eines Gebäudes mindestens 10-15°C über der Außentemperatur liegen müssen. Nur unter dieser Bedingung können sich thermische Effekte an der Außenoberfläche mit ausreichender Deutlichkeit ausprägen. Thermographische Untersuchungen der Gebäudehülle können aus diesem Grund nur bei niedrigen Außentemperaturen (im Winterhalbjahr) durchgeführt werden. Außerdem muss die Thermographie vor Sonnenaufgang stattfinden, um Verfäl- schungen durch die solare Strahlung zu vermeiden.

Verfäl- schungen durch die solare Strahlung zu vermeiden. Originalbild und Thermographie eines Einfamilienhauses Die

Originalbild und Thermographie eines Einfamilienhauses

Die →Thermogramme sind Falschfarbendarstellungen. Es besteht kein Zusammenhang zwischen den wiedergegebenen Farben und der realen Gebäudefarbe. Die Farbtöne geben die Temperaturverteilung an der Gebäudeoberfläche wieder. Eine Gebäudethermographie wird zunächst von außen durchge- führt, um einen Überblick zu gewinnen. Da aus physikalischen Gründen die Messgenauigkeit bei Außenaufnahmen gering ist und sich manche Bauteile von außen nicht sinnvoll thermogra- phieren lassen, schließt sich prinzipiell immer (bis auf wenige Ausnahmen) eine Innenthermographie an, bei der das Gebäude begangen werden muss. Dabei können auch weitere Besonder- heiten (wie nicht beheizte Räume etc.) festgestellt werden, was für die schriftliche (qualitative und quantitative) Dokumentation der →Thermographie notwendig ist.

Eine Thermographie für Ein- und kleinere Mehrfamiliengebäude kostet in der Regel zwischen 500,- und 1.000,- €. Bedauerlicherweise gibt es immer wieder Thermographieangebote, die sich nicht an die oben genannten Regeln halten und deswegen „billig“ angeboten werden. Diese sind oft genauer betrachtet wertlos und damit eigentlich immer zu teuer. Thermographien haben nur eine Aussagekraft, wenn zu- sätzlich ein Bericht mit Auswertung und Erläuterungen erstellt wird.

Blower-Door-Messung

Wie bereits angesprochen ist nicht nur aus Gründen der Energieeinsparung eine hohe Dichtheit der Gebäudehülle erstrebenswert, sondern auch um Bauschäden und gesundheitliche Beeinträchtigungen infolge von Tauwasserbildung und →Schimmelpilzwachstum gar nicht erst entstehen zu lassen. Oftmals ist heute immer noch zu hören bzw. zu lesen, dass Luftdichtheit ungesund oder gar gefährlich sei. Dies ist falsch, wie im Kapitel „Lüftung“ dargelegt ist. Diese Dichtheit ist in der Baupraxis nicht immer ganz einfach zu gewährleisten. Besonders Altbauten zeigen oft erhebliche Undichtigkeiten, mit denen ein unkontrollierbarer Luftwechsel verbunden ist. Beim Neubau und bei Sanierungsmaßnahmen sind eine sorgfältige Planung sowie die entsprechend sorgfältige Ausführung von Details eine wichtige Vor- aussetzung zum Erreichen der erforderlichen Dichtheit.

Bei dem Blower-Door-Verfahren wird eine luftdichte Folie mit einem Rahmen in die Eingangstür oder eine andere Öffnung der Gebäudehülle eingebaut. In der Folie ist ein starker Ventilator integriert, welcher Luft in das Gebäude bläst bzw. aus dem Gebäude heraus saugt. Zwischen Gebäude und Um- gebung entsteht dabei ein Über- bzw. Unterdruck. Um eine bestimmte Druckdifferenz aufrecht zu erhal- ten, muss der Ventilator aufgrund der Undichtigkeiten in der Gebäudehülle kontinuierlich Luft fördern. Je undichter ein Gebäude ist, umso höher ist dieser Volumenstrom. Die Kenngröße, die meist erwähnt und für welche auch Grenzwerte angegeben werden, ist die Lüftungsrate bei einer Druckdifferenz Δp von 50 Pa zwischen Innen und Außen. Diese wird n 50 bezeichnet. Sie wird ermittelt, indem man den gemessenen Volumenstrom durch das Luftvolumen des Gebäudeinnern teilt. Beispiel: Bei einem Ge- bäudevolumen von 400 m³ und einem Volumenstrom von 880 m³/h ergibt sich n 50 = 2,2 h -1 .

Nach Energieeinsparverordnung und DIN V 4108-7 wird für Gebäude mit Fensterlüftung gefordert, dass der n 50 -Wert unter 3 h -1 liegt, für Gebäude mit raumlufttechnischer Anlage unter 1,5 h -1 . Das heißt, dass die Luftmenge, die der Ventilator fördert und die durch Fugen oder ähnliche Fehlstellen entweicht, höchstens 3mal pro Stunde (bei Gebäuden mit Lüftungsanlagen höchstens 1,5mal) die Luft innerhalb des Gebäudes austauschen darf. Leckstellen in der Gebäudehülle können leicht gefunden werden, während eine negative Druckdifferenz aufgebaut ist und sich ein Unterdruck im Haus befindet. Schon mit der bloßen Hand lassen sich viele Leckstellen ertasten. Es zieht sozusagen „aus allen Ritzen“.

Zur visuellen Darstellung und genauen Eingrenzung von Le- ckagen (Undichtigkeiten) sowie kleinsten Luftströmungen kann in der Regel ganzjährlich eine Thermokamera (→Thermogra- phie) eingesetzt werden. Hierbei wird der Effekt genutzt, dass einströmende Kaltluft die Bauteiloberflächentemperatur herab- setzt. Das Blower-Door-Verfahren sollte möglichst in einer

Bauphase erfolgen, in der die konstruktiven Luftdichtheitskom- ponenten eingebaut sind, aber die Innenausstattung noch nicht fertig gestellt ist, so dass gegebenen- falls vorhandene Undichtigkeiten mit relativ geringem Aufwand nachgebessert werden können.

mit relativ geringem Aufwand nachgebessert werden können. Gebäudeeingangstür eines Altbaus bei der

Gebäudeeingangstür eines Altbaus bei der Blower-Door-Messung

WIE FINDET MAN SCHWACHSTELLEN AM GEBÄUDE?

Eine solche Blower-Door-Untersuchung kostet für Ein- und kleinere Mehrfamiliengebäude in der Regel zwischen 400,- und 600,- €. Hinzu kommen gegebenenfalls noch Kosten für eine durchgeführte Lecka- geortung mit einem zugehörigen Bericht.

→Infos: Broschüre „Bauen für die Zukunft“

WOFÜR GIBT ES GELD VOM STAAT?

Förderprogramme

KfW-Kredite

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet bundesweit unterschiedliche Kredite und Zuschüsse für Gebäudesanierung und auch für energetisch besonders hervorragende Neubauten an. Für die Gebäu- desanierung sind vor allem das „CO 2 -Gebäude-Sanierungsprogramm“ und das Programm „Wohnraum Modernisieren“ zu nennen.

Das „CO 2 -Gebäude-Sanierungsprogramm“ ist Bestandteil des Nationalen Klimaschutzprogramms und dient der zinsgünstigen langfristigen Finanzierung von besonders umfangreichen Investitionen zur CO 2 - Minderung und zur Energieeinsparung in Wohngebäuden des Altbaubestandes. Sowohl Privatpersonen als auch Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Gemeinden können für die Sanie- rung von Wohnungen und Wohngebäuden sowie von Wohnheimen, Alten- und Pflegeheimen dieses Darlehen in Anspruch nehmen. Unterschiedliche Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, die Energie- einsparungen zur Folge haben, können hierbei gefördert werden. Eine Voraussetzung ist, dass das Ge- bäude vor 1984 fertig gestellt worden ist. (teilweise auch für Gebäude bis 1994 Förderung möglich). För- derfähig sind die Erneuerung von Heizanlagen und Fenstern, die Dämmung von Wänden, des Daches, der Dachdecke und der Kellerdecke. Im Sinne der Energieeinsparverordnung sind die entsprechenden Mindestanforderungen hierbei einzuhalten. Wichtig: KfW-Kredite müssen vor Baubeginn über die Haus- bank beantragt werden. Die KfW gibt folgende Maßnahmenpakete vor, die förderfähig sind:

Maßnahmenpaket 0

Maßnahmenpaket 1

• Wärmedämmung der Außenwände und

• Austausch der Heizung und

• Wärmedämmung des Daches und

• Wärmedämmung des Daches und

• Wärmedämmung der Kellerdecke oder von erdbe- rührten Außenflächen beheizter Räume und

• Wärmedämmung der Außenwände

• Erneuerung der Fenster

Maßnahmenpaket 2

Maßnahmenpaket 3

• Austausch der Heizung und

• Austausch der Heizung und

• Wärmedämmung des Daches und

• Wärmedämmung der Außenwände und

• Wärmedämmung der Kellerdecke oder von erdbe- rührten Außenflächen beheizter Räume und

• Erneuerung der Fenster

• Erneuerung der Fenster

Maßnahmenpaket 4 Maßnahmenkombination aus mindestens 3 Maßnah- men aus nebenstehender Liste.

• Wärmedämmung der Außenwände

• Wärmedämmung des Daches oder der obersten Ge- schossdecke

Die Maßnahmen müssen von einem durch einen in Bundesprogrammen zugelassenen Energieberater oder einer nach Landesrecht berechtigten Person für die Aufstellung/Prüfung der Nachweise nach der Ener- gieeinsparverordnung empfohlen und als Paket ausge- führt werden.

• Wärmedämmung der Kellerdecke oder von erdbe- rührten Außenflächen beheizter Räume oder von Wänden zwischen beheizten und unbeheizten Räumen

• Austauschder Fenster

• Erneuerung der Fenster

 

• Austausch der Heizung

• Einbau einer Lüftungsanlage

Maßnahmenpakete für KfW-Kredite (Stand Oktober 2007)

Bis zu 100% der Investitionskosten, maximal jedoch 50 000 € pro Wohneinheit werden über das „CO 2 - Gebäudesanierungsprogramm“ als Kredit mit bis zu 20jähriger Laufzeit gefördert. Für energetische Sanierungsmaßnahmen können auch Zuschüsse beantragt werden. Wird bei der Sanierung das Neubau-Anforderungsniveau nicht erreicht, so beträgt der Zuschuss 5,0 % der Investitionssumme (max. 2500,- €), bei Unterschreitung des Neubau-Anforderungsniveaus beträgt der Zuschuss 10,0 % der Investitionssumme (max. 5000,- €). Erreicht man eine Unterschreitung des Neubau-Anforderungsniveaus um 30 % beträgt der Zuschuss sogar 17,5 % der Investitionssumme (max. 8750,- €).

Für Einzelmaßnahmen, die nicht in eines der Maßnahmenpakete passen, steht ein weiteres Programm unter dem Titel „Wohnraum Modernisieren“ zur Verfügung. Darin unterscheidet man zwischen STANDARD-Maßnahmen (alle Modernisierungs- und Instandset- zungsmaßnahmen von Wohngebäuden) und klimaschutzrelevanten ÖKO-PLUS-Maßnahmen.

STANDARD-Maßnahmen sind z.B.:

• bauliche Maßnahmen zur Gebrauchswertverbesserung (z.B. Sanitärinstallation) und Verbesserung der allgemeinen Wohnverhältnisse (z.B. Anbau von Balkonen)

• Instandsetzungsmaßnahmen zur Behebung baulicher Mängel durch Reparatur und Erneuerung (z.B. Fußboden, Fenster)

• alten- und behindertengerechte Umbauten (barrierefreies Wohnen)

• Erneuerung von Heizungsanlagen auf Basis von Gas und Öl (Brennwertkessel), die ohne den Ein- satz erneuerbarer Energien betrieben werden

• Verbesserung der Außenanlagen bei Mehrfamilienhäusern

ÖKO-PLUS-Maßnahmen sind z.B.:

• Wärmeschutz der Gebäudeaußenhülle (z.B. Dämmung der Außenwände, des Daches, von obersten Geschossdecken zu nicht ausgebauten Dachräumen sowie der Kellerdecke)

• Erneuerung der Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Nah-/Fernwärme (z.B. solarthermische Anlagen, Biomasseanlagen, Wärmepumpen)

WOFÜR GIBT ES GELD VOM STAAT?

Bis zu 100% der Investitionskosten, maximal jedoch 100 000 € pro Wohneinheit werden bei STANDARD sowie maximal 50 000 € für ÖKO-PLUS als Kredit mit bis zu 30jähriger Laufzeit gefördert. Die Auszahlung von ÖKO-PLUS erfolgt zu 100%, bei STANDARD zu 96%.

Zur langfristigen zinsgünstigen Finanzierung von energieeffizienten Neubauten dient das Programm „Ökologisch Bauen“. Weitere unterschiedliche Kredite (z.B. für den Einsatz von →Photovoltaikanlagen) können ebenfalls bei der KfW beantragt werden. Die aktuellen Konditionen, Kriterien und Vorgaben zu den Förderprogrammen sind auf der Homepage der Kreditanstalt für Wiederaufbau unter www.kfw- foerderbank.de beschrieben.

BAFA – Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert im Rahmen des Marktanreizprogramms des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Maßnahmen zur Nutzung erneuer- barer Energien. Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit fossiler Energieressourcen und aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes steht bei der Förderung das Ziel im Vordergrund, den Absatz von Technologien der erneuerbaren Energien im Markt durch Investitionsanreize zu stärken und deren Wirt- schaftlichkeit zu verbessern.

Sowohl Privatpersonen als auch freiberuflich Tätige, kleine und mittlere private gewerbliche Unterneh- men und Unternehmen, an denen mehrheitlich Kommunen beteiligt sind sowie Kommunen, kommu- nale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und gemeinnützige Investoren können die Zuschussförderung für folgende Maßnahmen in Anspruch nehmen:

• thermische Solaranlagen

• Biomasseanlagen

• Wärmepumpen

Nähere Informationen sowie die aktuellen Förderkonditionen der Programme finden Sie auf der Home- page des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unter www.bafa.de.

→Ansprechpartner: www.kfw-foerderbank.de, www.fm.rlp.de, www.bine.info, www.foerderdata.de, www.eor.de, www.bafa.de

WOFÜR GIBT ES GELD VOM STAAT?

Förderprogramme des Landes Rheinland-Pfalz

Das rheinland-pfälzische Ministerium der Finanzen bietet derzeit zinsgünstige Darlehen (Hausbankver- fahren) bzw. Investitionszuschüsse (Behördenverfahren) aus dem Programm „Modernisierung 2007“ zur sozialen Wohnraumförderung an, um die Schaffung selbst genutzten Wohneigentums zu unterstüt- zen. Gefördert werden der Neubau oder der Kauf einer selbst genutzten Wohnung sowie der Kauf ge- brauchter Immobilien oder der Kauf der bereits bewohnten Mietwohnung. Ebenso können Fördermittel für Ausbau, Umbau, Umwandlung und Erweiterung der Wohnung beantragt werden. Die Förderung soll Haushalten zugute kommen, die sich am Markt nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können, insbesondere Haushalten mit Kindern, mit schwer behinderten Menschen und Alleinerziehenden. Nä- here Informationen zu dem Modernisierungsprogramm sind auf der Homepage des Finanzministeriums www.fm.rlp.de nachzulesen. Informationen zu Fördermöglichkeiten auf kommunaler Ebene sind bei der EOR (EffizienzOffensive Energie Rheinland-Pfalz e.V.) zu erfragen (Mail: kontakt@eor.de) oder direkt bei den Kommunen. Eine umfangreiche Fördermitteldatenbank mit aktuellen Förderungen der Städte, Landkreise, Gemein- den, Energieversorger, Bundesländer und des Bundes für alle Vorhaben im Bereich Bauen, Sanieren und Energie sparen finden Sie im Internet unter www.energiebig.de. Mit Hilfe des Onlineservices er- halten Sie eine Zusammenstellung der für Sie in Frage kommenden Förderprogramme.

der für Sie in Frage kommenden Förderprogramme. typ. Einsparpotential bei entsprechenden

typ. Einsparpotential bei entsprechenden Sanierungsmaßnahmen

BAFA – Vor-Ort-Beratung

Die „BAFA-Vor-Ort-Beratung“ ist eine Energieeinsparberatung für Wohngebäude, die vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gefördert wird. Vorraussetzung für die Förderung ist, dass die Baugenehmigung der entsprechenden Wohngebäude in den alten Bundesländern vor 1984 und in den neuen Bundesländern vor 1989 erteilt wurde. Die Hülle des Gebäudes darf nicht aufgrund späterer Baugenehmigungen zu mehr als 50% verändert worden sein, und mehr als die Hälfte seiner Fläche muss zu ständigen Wohnzwecken genutzt wer- den. Antragsberechtigt sind als Gebäudeeigentümer natürliche Per- sonen, rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen

Wirtschaft einschließlich der Wohnungswirtschaft sowie Betriebe des Agrarbereichs, juristische Per- sonen und sonstige Einrichtungen mit gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zielen. Die Antrag- stellung zur Förderung sowie die geförderte Vor-Ort-Beratung erfolgt durch anerkannte Energieberater. Die Förderung besteht in der Gewährung eines nichtrückzahlbaren Zuschusses zu dem Beratungs- honorar. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Anzahl der Wohneinheiten des betrachteten Gebäudes. Nähere Informationen zur Förderung sowie die Liste der vom BAFA anerkannten Energieberater sind auf der Homepage www.bafa.de nachzulesen.

Energieberatung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Sowohl private Endverbraucher als auch Eigentümer, Bauherren, Kaufinteressenten, Vermieter und Mieter von Mietwohnungen können bei der Verbraucherzentrale in über 40 Orten in Rheinland-Pfalz nach Terminvereinbarung eine Energieberatung in Anspruch nehmen. Die Beratung ist kostenlos, da sie von Bund und Land gefördert wird. Sie umfasst alle Energiesparmaßnahmen im und am Haus, unter anderem den baulichen Wärmeschutz, Haustechnik, erneuerbare Energien, Nutzerverhalten, Strom sparen, Fördermöglichkeiten und die Umsetzung von Maßnahmen in Eigenleistung. Weitere Informationen sowie die Energieberatungsorte finden Sie im Internet unter www.energiebera- tung-rlp.de

→Infos: Broschüre „Fördergeld für Energieeffizienz und erneuerbare Energien“

→Ansprechpartner: www.kfw-foerderbank.de, www.fm.rlp.de, www.bine.info, www.foerderdata.de, www.eor.de, www.bafa.de, www.energieberatung-rlp.de

Begriffe

Blower-Door-Messung / Blower-Door-Methode

Luftdichtheitstest; Methode, um die Dichtheit eines Gebäudes zu untersuchen und zu bewerten (siehe Kapitel: Blower-Door-Messung)

Brennwertkessel

Moderner Heizkessel mit hohem Wirkungsgrad, da die in der Abluft enthaltene Wärme noch zur Heizungswassererwärmung genutzt wird (durch Kondensa- tion)

CO 2

Kohlendioxid; entsteht bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe

Dreiseithof

Form des →Mehrseitgehöftes, bei dem der Innenhof auf drei Seiten von Ge- bäudeteilen umschlossen wird; die offene Seite wird meist durch eine Mauer mit Toreinfahrt zur Straße hin abgegrenzt

Einhaus

bäuerliche Gebäudeform, bei der Wohnbereich, Wirtschaftstrakt und Stall in Längsrichtung unter einem durchlaufenden Dach angeordnet sind

Energieeinsparverordnung / EnEV

Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende An- lagentechnik; löste 2002 die Wärmeschutzverordnung und die Heizanlagen- verordnung ab

Energieausweis /

Zertifikat, in dem der energetische Zustand eines Gebäudes dargestellt und

Energiepass

bewertet wird; wird ab 2008 verpflichtend (siehe Kapitel: gesetzliche Anforde- rungen)

EU-Richtlinie „Gesamtenergie- effizienz von Gebäuden“

Richtlinie, die 2006 in den EU-Mitgliedsländern in Kraft tritt, nach welcher ein Energiepass für Gebäude vorgeschrieben wird (siehe Kapitel: gesetzliche An- forderungen)

Fossile Energien

Erdöl, Erdgas und Kohle; organische Biomasse, die durch geologische Pro- zesse umgewandelt wurde und als Brennstoff nutzbar ist

Gebäudehülle

Fläche aller Bauteile, die den beheizten Gebäudebereich nach außen oder zu unbeheizten Bereichen hin abgrenzt

Gebäudetypen

Gruppe gleicher oder gleichartiger Hausformen

Hakenhof / Winkelhof

Form einer bäuerlichen Hofanlage, bei der sich Wirtschaftstrakt bzw. Stal- lungen rechtwinklig an das Wohngebäude anschließen

Haufendorf

Form eines Dorfes aus freistehenden, nicht zusammenhängenden Gebäuden

Jahresheizwärmebedarf

Summe des Transmissions- und Lüftungswärmebedarfs abzüglich der inter- nen und solaren Wärmegewinne

Lüftungsanlage

Technische Anlage, die für einen geregelten Luftaustausch im Gebäude sorgt, indem Frischluft mittels Ventilatoren ins Gebäude und verbrauchte Luft aus dem Gebäude gefördert wird

Lüftungswärmeverluste

Energieverluste, die durch Austausch der Raumluft beheizter Räume durch kalte Frischluft entstehen

Mehrseitgehöft

Form einer bäuerlichen Hofanlage, bei der sich Wohnbereich, Wirtschaftstrakt und Stall um einen gemeinsamen Innenhof gruppieren

Mischbauweise

Massivbau mit Fachwerkwänden in den oberen Geschossen

Natürliche Lüftung

Lüftung durch Öffnen von Türen und Fenstern

Niederlass

Hauserweiterung im Sinne intensiverer Stallhaltung unter einem einseitig ge- schleppten Dach, das dem Gebäude eine asymmetrische Form verleiht

Niedertemperaturkessel

Moderne Heizkesseltechnologie, die mit abgesenkter oder gleitender Kessel- wassertemperatur arbeitet

Offenes Gehöft

Bäuerliche Hofanlage, die zur Straße hin nicht abgegrenzt ist (z.B. durch Mau- ern, Zäune, Tore, o.ä.)

Parallelgehöft

Form einer bäuerlichen Hofanlage, bei der Wirtschaftstrakt bzw. Stallungen so ausgerichtet ist wie das parallel zu ihnen stehende Wohngebäude

Pascal (Pa)

Druckeinheit (N/m²)

Photovoltaikanlage

Anlage zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht

GLOSSAR

GLOSSAR

Primärenergie

Energie in der (Roh-)Form, wie sie in der Natur vorkommt (z.B. Rohöl); diese muss umgewandelt werden, damit sie genutzt werden kann (z.B. Heizöl)

Quereinhaus

Sonderform des →Einhauses, das mit seiner Längsseite zur Straße hin steht und ebenfalls von dieser aus erschlossen wird

Raumlufttechnische Anlage

RLT-Anlage; siehe →Lüftungsanlage

Regenerative Energien

Energie aus erneuerbaren Quellen; z.B. Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme, nachwachsende Rohstoffe

Saalgeschosshaus

Sonderform des →Einhauses, in dessen massiven Sockel sich eine hallen- artige Küche mit direktem Zugang nach außen befindet, welche sich über zwei Geschosse erstreckt und so mit Hilfe der offenen Feuerstelle die oberen Räume beheizt

Straßendorf

Form eines Dorfes, in dem die Wohngebäude auf der Straßenbegrenzungsli- nie stehen und giebelständig aneinandergereiht sind; der seitlich angeordnete Hof ist zur Straße hin abgeschlossen (geschlossene Bebauung)

Streckhof

Wohn- und Wirtschaftstrakt sind als unterschiedlich hohe Gebäudeteile in Fir- strichtung (längs) hintereinander angeordnet

Streugehöft

Form einer bäuerlichen Hofanlage, bei der Scheune, Tenne und Wohngebäude willkürlich auf dem Grundstück verteilt sind

Tagelöhnerhaus

eingeschossiges Kleinsthaus, das lediglich eine Gebäudebreite von nur einem Raum hat, bestehend aus einer Flurküche mit Hauseingang sowie einem Wohn- und Schlafraum

Tauwasserbildung / Schimmel- pilzwachstum

An kalten Bauteiloberflächen kann es im Winter zu Tauwasserbildung kom- men, was oft in unsanierten Altbauten zu Schimmelpilzwachstum führt.

Thermische Solaranlagen

dienen zur Wassererwärmung durch Solarenergie

Thermographie

Sichtbarmachung von Wärmestrahlung durch spezielle Kameras und Auswer- tungstechniken (siehe Kapitel: Thermographie)

Thermogramm

Bild einer Thermokamera; Falschfarbendarstellung, die die Temperaturvertei- lung an der Gebäudeoberfläche wiedergibt (siehe Kapitel: Thermographie)

Transmissionswärmeverluste

Energieverluste, die aus der Wärmeleitung durch Bauteile resultieren

U-Wert

(früher k-Wert) Wärmedurchgangskoeffizient; Maß für den Wärmetransport durch Transmission; je höher der U-Wert desto höher die Wärmeverluste

Vierseithof

Form des →Mehrseitgehöftes, bei dem der Innenhof allseits von Gebäude- teilen umschlossen wird

WDVS

WärmeDämmVerbundSystem; System, bei dem Dämmmaterial, Putzträger und Außenputz eine Einheit bilden

Wärmebrücke

Schwachstelle einer Baukonstruktion mit deutlich höherem Wärmeverlust u. geringeren Oberflächentemperaturen verglichen mit den angrenzenden Berei- chen

Wärmedämmung

Baustoff mit geringer →Wärmeleitfähigkeit

Wärmeleitfähigkeit

Eigenschaft eines Baustoffes, Wärme zu leiten; je höher die Wärmeleitfähig- keit, umso höher ist der Wärmetransport und desto schlechter ist der Baustoff im Hinblick auf Energieeinsparung

Wärmepumpe

Sie entzieht der direkten Umgebung Wärme, die vor allem zum energiespa- renden Heizen und Warmwasserbereiten genutzt wird.

Wärmerückgewinnung

Nutzbarmachung von Abwärme aus Abluft oder Abwasser

WLG

WärmeLeitfähigkeitsGruppe; Angabe bei Wärmedämmstoffen; je kleiner der Wert, desto besser die Dämmwirkung

Wohnturm

mehrgeschossiger massiver Turm mit kellerartigem Parterre; darüber liegender Wohnraum mit Küche und obere Etagen sind über eine Außentreppe erreichbar

Ansprechpartner

Energieberatung des Landes Rheinland-Pfalz

Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz Kaiser-Friedrich-Straße 1

55116 Mainz

Fon: +49 6131 16-0 Fax: +49 6131 16-4646 Mail: Poststelle@mufv.rlp.de www.mufv.rlp.de www.unser-ener.de

Architektenkammer Rheinland-Pfalz Landesgeschäftsstelle Hindenburgplatz 6

55118 Mainz

Fon: +49 6131 9960-0 Fax: +49 6131 614926 Mail: lgs@akrp.de www.diearchitekten.org

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. Ludwigsstraße 6

55116

Fon: +49 6131 2848-0 Fax: +49 6131 2848-66 Mail: info@vz-rlp.de www.verbraucherzentrale-rlp.de

Mainz

Regionale Energieberatung

Handwerkskammer Koblenz Friedrich-Ebert-Ring 33

56068 Koblenz

Fon: +49 261 398-100 Fax: +49 261 398-398 Mail: hwk@hwk-koblenz.de www.hwk-koblenz.de

Handwerkskammer Rheinhessen Dagobertstraße 2

55116

Fon: +49 6131 250 50 92

Fax: +49 6131 880 76 44 Mail: m.meurer@hwk.de www.hwk.de

Mainz

BAFA-Vor-Ort-Beratung (bundesweit)

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Referat 411 Frankfurter Straße 29 – 35

65760 Eschborn

Fon: +49 6196 908-211, -400 oder -403 Mail: poststelle@bafa-bund.de www.bafa.de

EOR die rheinland-pfälzische Energieagentur Geschäftsstelle an der TU Kaiserslautern Paul-Ehrlich-Straße Gebäude 29

67663 Kaiserslautern

Fon: +49 631 3503020 Fax: +49 631 3503022 Mail: kontakt@eor.de www.eor.de

Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz Schusterstraße 46 - 48

55116 Mainz

Fon: +49 6131 95986-0 Fax: +49 6131 95986-33 Mail: info@ingenieurkammer-rlp.de www.ingenieurkammer-rlp.de

IHK – Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz Herzogenbuscher Straße 12

54292

Fon: +49 651 9777-0 Fax: +49 651 9777-150 Mail: info@trier.ihk.de www.ihk-arbeitsgemeinschaft-rlp.de

Trier

Handwerkskammer der Pfalz Am Altenhof 15

67655 Kaiserslautern

Fon: +49 631 3677-0 Fax: +49 631 3677-180 Mail: info@hwk-pfalz.de www.hwk-pfalz.de

Handwerkskammer Trier Loebstraße 18

54292

Fon: +49 651 207-0 Fax: +49 651 207-115 Mail: info@hwk-trier.de www.hwk-trier.de

Trier

ENERGIEEFFIZIENZ DURCH ALTBAUSANIERUNG IN RHEINLAND-PFALZ / ANSPRECHPARTNER

ANSPRECHPARTNER

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Herausgeber

Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz Kaiser-Friedrich-Straße 1

55116 Mainz

Fon: +49 6131 16-0 Fax: +49 6131 16-4646 Mail: Poststelle@mufv.rlp.de www.mufv.rlp.de

6131 16-4646 Mail: Poststelle@mufv.rlp.de www.mufv.rlp.de Unterstützung EOR die rheinland-pfälzische Energieagentur

Unterstützung EOR die rheinland-pfälzische Energieagentur

Geschäftsstelle an der TU Kaiserslautern Paul-Ehrlich-Straße Gebäude 29

67663 Kaiserslautern

Fon: +49 631 3503020 Fax: +49 631 3503022 Mail: kontakt@eor.de www.eor.de

Fax: +49 631 3503022 Mail: kontakt@eor.de www.eor.de © Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz

© Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz + EOR

Konzept / Text / Layout Technische Universität Kaiserslautern Fachgebiet Bauphysik / TGA / Baulicher Brandschutz Prof. Dr. H. Heinrich, Dr. K.-H. Dahlem, S. Lamy, S. vom Berg, S. Groh Erwin-Schrödinger-Straße 67663 Kaiserslautern Fon: +49 631 205-3993 Fax: +49 631 205-4131 Mail: hheinric@rhrk.uni-kl.de www.uni-kl.de/Bauphysik

Mail: hheinric@rhrk.uni-kl.de www.uni-kl.de/Bauphysik Fotos Helmut Ciba, Mackenbach Architekturbüro de Fries,

Fotos Helmut Ciba, Mackenbach Architekturbüro de Fries, Kaiserslautern LUWOGE, Ludwigshafen Ingenieurbüro Dr. Dahlem, Rodenbach Fachgebiet Bauphysik / TGA / Baul. Brandschutz der TU KL

Druck

Druckhaus Roch

Kaiserslautern

Auflage 2. Auflage, Dezember 2007, 15.000 Exemplare