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Konzernnorm VW 50190

Ausgabe 2011-01
Klass.-Nr.: 50202

Schlagwörter: Farbmetrik, Innenausstattung, Farbkonstanz, Farbunterschied, Musterstandard, Urstandard, Glanzgrad,


Chromoberfläche

Bauteile der Fahrzeuginnenausstattung


Messtechnische Beurteilung von Farbe und Glanzgrad
Visuelle Beurteilung von Chromoberflächen

Frühere Ausgaben
VW 50190: 2000-11, 2006-10

Änderungen
Gegenüber der VW 50190: 2006-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
– Norm vollständig überarbeitet

Norm vor Anwendung auf Aktualität prüfen.


Die elektronisch erzeugte Norm ist authentisch und gilt ohne Unterschrift. Seite 1 von 19
Fachverantwortung Normung
GQL-LP/2 Dirk Wegner Tel.: +49 5361 9-91476
GQL-LP/2 Heiko Kuschel EKDV/4 Jürgen Wiesner EKDV
GQL-L Dr. Roger Hillert Tel.: +49 5361 9-29064 Manfred Terlinden
Vertraulich. Alle Rechte vorbehalten. Weitergabe oder Vervielfältigung ohne vorherige Zustimmung einer Normenabteilung des Volkswagen Konzerns nicht gestattet.
Vertragspartner erhalten die Norm nur über die B2B Lieferantenplattform www.vwgroupsupply.com.
© Volkswagen Aktiengesellschaft VWNORM-2010-08e
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VW 50190: 2011-01

1 Anwendungsbereich
Die vorliegende Norm legt die Anforderungen an Farbabweichungen sowie die Mess- und Auswer‐
tebedingungen zur gerätetechnischen Bestimmung von Farbunterschieden für Bauteile der Fahr‐
zeuginnenausstattung fest und gilt für die Muster- und Serienüberwachung folgender Materialen:
Unifarbene und nicht lumineszente Textilien
– strichunempfindlich ohne Struktur
– strichunempfindlich mit Struktur
– strichempfindlich ohne Struktur
Kunststoffteile
– mit genarbten Oberflächen (Ledernarbe, Feinstruktur usw.)
– mit lackierten Oberflächen (Softlack, Dekolack usw.)
– Slushteil, Schaumfolie, PU-Hartschaum (Instrumententafelbereich, Sonnenblende)

Lackierte Metallteile (ausgenommen: in Karosseriefarbe lackierte Teile)


Leder (Echt- und Kunstleder)

2 Begriffe

2.1 Designfreigabemuster
Vom Design freigegebene Farbidee. Das Designfreigabemuster stellt eine farbmetrische Referenz
dar und ist die Basis für den Urstandard sowie die Musterstandards.

2.2 Musterstandard

2.2.1 Musterstandard für die Marke Volkswagen


Reproduktion des Designfreigabemusters hinsichtlich Farbe, Glanz, Haptik, Textur und Narbung in
Form von Musterplatten, Abschnitten aus Fertigteilen oder Fertigteilen.
Musterstandards dienen der visuellen Bemusterung.

2.2.2 Musterstandard für die Marke Audi


Als Vorlage zur visuellen und farbmetrischen Bewertung für alle Oberflächen wird der lackierte Mus‐
terstandard verwendet. Dieser lackierte Musterstandard für Farbe besteht aus einer lackierten DIN
A5-Kunststofftafel. Er dient als visuelle und farbmetrische Referenz, wobei der visuelle Eindruck
überwiegt. Musterstandards für z. B. Leder gelten lediglich als Vorlage für Struktur und Haptik.

2.3 Urton
Rechnerischer Mittelwert der Absolut-Farbkoordinaten aller (maximal 300) Musterstandards.

2.4 Urstandard
Der dem rechnerischen Urton am nächsten liegende Musterstandard ist der Urstandard. Dieser stellt
die alleinige farbmetrische Referenz dar.
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2.5 Fertigteilmuster
Komplexes Bauteil, kann aus verschiedenen Materialien mit unterschiedlichen Oberflächen bestehen
(z. B. Lenkrad, Dachkonsole, Türverkleidung)

2.6 Unifarben
Unifarbene Oberflächen sind solche Oberflächen, die einen visuell gleichfarbigen Gesamteindruck
zeigen.

2.7 Strichunempfindlich
Strichunempfindlich sind diejenigen Textilien, welche beim Bestreichen von Hand keine visuell er‐
kennbaren Kontrastunterschiede aufzeigen.

2.8 Strichempfindlich
Strichempfindlich sind diejenigen Textilien, welche beim Bestreichen von Hand visuell erkennbare
Kontrastunterschiede aufzeigen (z. B. Veloure, Tuftings, Alcantara).

2.9 Strukturen
Strukturen sind Einprägungen und regelmäßige Nahtverläufe, welche zu stellenweise unterschiedli‐
chen Florhöhen führen und damit visuell erkennbare Kontrastunterschiede hervorrufen.

2.10 Glanzgrad
Auch Oberflächenglanz genannt, ist die Beschreibung der Reflektionseigenschaften von Oberflächen
und Materialien. Die messtechnische Angabe erfolgt in Glanzeinheiten (GE).

3 Bezeichnung
Farbkonstanz nach VW 50190

4 Anforderungen

4.1 Grundsätzliche Anforderungen


Als Basis der messtechnischen Toleranzen dient eine Plausibilitätsprüfung der messtechnisch er‐
mittelten Grenzen zur visuellen Akzeptanz, welche durch die Volkswagen AG im Rahmen der Vor‐
entwicklung festgelegt wird. Aufgrund technischer Einflussfaktoren kann eine Überarbeitung in der
Serienphase erfolgen.
Vom Lieferant wird eine Prozessprüfung in Form einer statistischen Prozesskontrolle gefordert.
Bauteile sind vom Lieferanten ausnahmslos zu messen und mit dem entsprechenden Protokoll an‐
zuliefern. Zusätzlich ist eine Prüfung der Messwerte auf Plausibilität zum optischen Eindruck durch‐
zuführen (auch bei messtechnischer i. O.-Bewertung).
Alle messtechnischen und visuellen Bewertungen erfolgen ausnahmslos unter den beiden Norm‐
lichtarten D65 (Tageslicht) und F11 (Kunstlicht). In den Prüfberichten und Messprotokollen sind die
Werte entsprechend aufzuführen.
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Die farbmetrische Bewertungen erfolgen in jedem Fall, unter Beachtung der entsprechenden Glanz‐
gradwerte. Diese Werte sind ebenfalls in den Prüfberichten und Messprotokollen einzutragen.
Bei farbmetrischen Bewertungen von nicht lackierten Kunststoff-Bauteilen wird, unabhängig vom
Werkstoff, grundsätzlich der teilkristalline Musterstandard als Vorgabe herangezogen.
Bei farbmetrischen Bewertungen von Leder wird grundsätzlich die Kunstleder Variante als Vorgabe
herangezogen.
Die Schwankungsbreite von 10 Einzelmessungen in den Farbwerten darf nicht größer als ± 0,15
CIELAB-Einheiten sein (Ausnahme: ΔL*).
Die Bewertung erfolgt grundsätzlich vorbehaltlich der visuellen Akzeptanz in Einbaulage.
Die in dieser Norm festgelegten Toleranzrichtwerte dienen zu Beginn der Bemusterungsphase als
Zielgröße, die je nach Material und Farb-Variante abweichend sein kann. Ist dies der Fall, so werden
die abweichenden Toleranzwerte in der entsprechenden TL, in der Zeichnung oder auf den Muster‐
standards vermerkt, bzw. den prüfenden Stellen mitgeteilt. Sind keine abweichenden Toleranzwerte
vereinbart, gelten die Vorgaben der vorliegenden Norm.
Wenn ein Farbtonstandard nicht mit der entsprechenden Narbung ausgeführt ist, wird empfohlen,
die alternativen Narbungen aus Tabelle 1 für die farbmetrische Beurteilung zu verwenden.

Tabelle 1
Nicht verfügbare 1. Alternative 2. Alternative
Narbung
K43 K31 -
K86 K31 -
K30 K31 -
K41 K31 -
K24 K31 -
K64 K09 K9A
K8A K09 K9A
K9A K09 -
K08 K09 K9A
K3A K09 K9A
K2G K09 K9A
K2K K09 K9A
K50 K09 K9A
K77 K85 -
K3D K85 -

Für die Marke Audi sind die Toleranzen für Farbe immer auf der Rückseite der Musterstandards für
Farbe angegeben (Beispiele dazu siehe Anhang A. Die Vorgaben für den Glanz sind über den Bau‐
teilbetreuer bei I/GQ-33 zu erfragen („Glanzliste“). Wenn die visuelle Akzeptanz dies erfordert, kön‐
nen in Abhängigkeit von Werkstoff und Einbaulage mit dem zuständigen Bauteilbetreuer von I/GQ-33
Ausnahmen vereinbart werden. In jedem Fall überwiegt der visuelle Eindruck in Einbaulage vor der
Messung.
Nachfolgende Toleranzen unter Abschnitt 4.2 sind daher für die Audi AG nicht bindend.
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4.2 Toleranzvorgaben
Es werden drei Abweichungsbereiche vorgegeben:
– „i. O.“ = (Note 1) = Freigabe,
– „b. i. O.“ = (Note 3) = Eingriffsgrenze der Qualitätssicherung; bedingt über Abweicherlaubnis
verbaubar,
– „n. i. O.“ = (Note 6) = Ablehnung.
Die zweite Nachkommastelle der delta-Werte wird wie folgt gerundet: < 5 = abrunden; ≥ 5 = aufrun‐
den.

4.2.1 Toleranzen für die Bemusterung von strichunempfindlichen Textilien mit und ohne Struktur
(z. B. Himmeldekor, Uni-Polsterstoffe)
Siehe Tabelle 2.

Tabelle 2
„i. O.“-Bereich (1) „b. i. O.“-Bereich (3) „n. i. O.“-Bereich (6)
|ΔL*| ≤ 0,7 0,8 ≤ |ΔL*| ≤ 0,9 |ΔL*| ≥ 1,0
|Δa*| ≤ 0,3 0,4 ≤ |Δa*| ≤ 0,5 |Δa*| ≥ 0,6
|Δb*| ≤ 0,3 0,4 ≤ |Δb*| ≤ 0,5 |Δb*| ≥ 0,6

4.2.2 Toleranzen für die Bemusterung von strichempfindlichen Textilien ohne Struktur (z. B.
Laderaumverkleidungen, Teppiche)
Siehe Tabelle 3.

Tabelle 3
„i. O.“-Bereich (1) „b. i. O.“-Bereich (3) „n. i. O.“-Bereich (6)
|ΔL*| ≤ 0,9 0,8 ≤ |ΔL*| ≤ 1,2 |ΔL*| ≥ 1,3
|Δa*| ≤ 0,3 0,4 ≤ |Δa*| ≤ 0,5 |Δa*| ≥ 0,6
|Δb*| ≤ 0,3 0,4 ≤ |Δb*| ≤ 0,5 |Δb*| ≥ 0,6

4.2.3 Basistoleranz für die Bemusterung von nichttextilen Bauteilen oder Bauteilen mit nicht‐
textilen Oberflächen (Farbgruppierung nach Innentrimfarben)

4.2.3.1 Schwarze Farben (z. B. Satinschwarz, Titanschwarz, Anthrazit) sowie braune Farben
(z. B. Naturbraun, Walnut, Tobacco, Sevilla, Buffalo)
Siehe Tabelle 4.

Tabelle 4
„i. O.“-Bereich (1) „b. i. O.“-Bereich (3) „n. i. O.“-Bereich (6)
|ΔL*| < 0,35 0,35 ≤ |ΔL*| ≤ 0,45 |ΔL*| > 0,45
|Δa*| < 0,25 0,25 ≤ |Δa*| ≤ 0,35 |Δa*| > 0,35
|Δb*| < 0,25 0,25 ≤ |Δb*| ≤ 0,35 |Δb*| > 0,35
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4.2.3.2 Graue Farben (z. B. Artgrey, Perlgrau, Classicgrey, Moonrock, Seashell, St. Tropez)
Siehe Tabelle 5.

Tabelle 5
„i. O.“-Bereich (1) „b. i. O.“-Bereich (3) „n. i. O.“-Bereich (6)
|ΔL*| < 0,45 0,45 ≤ |ΔL*| ≤ 0,55 |ΔL*| > 0,55
|Δa*| < 0,25 0,25 ≤ |Δa*| ≤ 0,35 |Δa*| > 0,35
|Δb*| < 0,25 0,25 ≤ |Δb*| ≤ 0,35 |Δb*| > 0,35

4.2.3.3 Beige Farben (z. B. Purebeige, Sonnenbeige, Cornsilk, Latte Macciato, Nougat, Nutria‐
beige) und Blaue Farben (z. B. Navyblue, Petrol)
Siehe Tabelle 6.

Tabelle 6
„i. O.“-Bereich (1) „b. i. O.“-Bereich (3) „n. i. O.“-Bereich (6)
|ΔL*| < 0,45 0,45 ≤ |ΔL*| ≤ 0,55 |ΔL*| > 0,55
|Δa*| < 0,25 0,25 ≤ |Δa*| ≤ 0,35 |Δa*| > 0,35
|Δb*| < 0,35 0,35 ≤ |Δb*| ≤ 0,45 |Δb*| > 0,45

4.2.3.4 Grüne Farben (z. B. Schilfgrün, Steppe)


Siehe Tabelle 7.

Tabelle 7
„i. O.“-Bereich (1) „b. i. O.“-Bereich (3) „n. i. O.“-Bereich (6)
|ΔL*| < 0,45 0,45 ≤ |ΔL*| ≤ 0,55 |ΔL*| > 0,55
|Δa*| < 0,35 0,35 ≤ |Δa*| ≤ 0,45 |Δa*| > 0,45
|Δb*| < 0,25 0,25 ≤ |Δb*| ≤ 0,35 |Δb*| > 0,35

4.2.3.5 Rote Farben (z. B. Grenadine, Teak, Sioux, Deepred, Trüffel, Furioso, Terrabraun)
Gemeint sind Farben, die wegen ihrer Lage im CIELAB-Farbraum mit den Parametern Chroma
„C*“ und Buntton „H*“ bewertet werden.
Siehe Tabelle 8.

Tabelle 8
„i. O.“-Bereich (1) „b. i. O.“-Bereich (3) „n. i. O.“-Bereich (6)
|ΔL*| < 0,35 0,35 ≤ |ΔL*| ≤ 0,50 |ΔL*| > 0,50
|ΔC*| < 0,40 0,40 ≤ |ΔC*| ≤ 0,55 |ΔC*| > 0,55
|ΔH*| < 0,25 0,25 ≤ |ΔH*| ≤ 0,35 |ΔH*| > 0,35
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4.2.4 Toleranzen in Abhängigkeit der Einbaulage, der Oberflächenstruktur und der Werkstoff‐
gruppe
Die vorgegebenen Basistoleranzen in den Tabellen 2 bis 8 können in Abhängigkeit von der Einbau‐
lage sowie der Oberfläche des zu prüfenden Bauteils durch die freigebende Stelle mit einem Faktor
versehen werden.
Die Einstufung erfolgt entsprechend:
– Formintegrierte Übergänge im direkt sichtbaren Bereich = Basistoleranz × 1.
– Nicht formintegrierte Übergänge sowie Bauteile im nicht direkt sichtbaren Bereich = Basistole‐
ranz × 1,5.
– Für Bauteile, welche aus einem amorphen Material gefertigt werden, kann für den Parameter
ΔL* die Basistoleranz um den Faktor × 2,5 erweitert werden, sofern diese gegen die teilkristalline
Farbtonvorgabe verglichen wurde. Diese Methode kann auch bei Vergleichen zwischen Leder
und Kunstleder Anwendung finden, sofern die Lederprobe gegen die Kunstledervorgabe vergli‐
chen worden ist.
– Für lackierte Bauteile mit einem Glanzgrad > 20,0 GE kann für den Parameter ΔL* die Basisto‐
leranz um den Faktor × 2,5 erweitert werden.

4.2.5 Toleranzen und Zielwerte für den Oberflächenglanz (GE)

4.2.5.1 Geltungsbereich: Nicht lackierte Kunststoffbauteile im Innentrimmbereich mit den Nar‐


bungen K08 / K09 / K8A / K9A / K63 / K2G / K3D / K85
Siehe Tabelle 9.

Tabelle 9
Trimmfarbe Zielwert (GE) i. O.-Toleranz
Titanschwarz, Satinschwarz, Anthrazit, Latte Macchiato,
2,0 ± 0,2
Naturbraun u. ä.
Perlgrau, Classicgrey, Moonrock, Artgrey, Seashell, St.
2,2 ± 0,2
Tropez u. ä.
Purebeige, Cornsilk, Desertbeige, hellbeige u. ä. 2,8 ± 0,3

4.2.5.2 Geltungsbereich: Nicht lackierte Kunststoffbauteile im Innentrimmbereich mit den Nar‐


bungen K31 und K77
Siehe Tabelle 10.

Tabelle 10
Trimmfarbe Zielwert (GE) i. O.-Toleranz
Titanschwarz, Satinschwarz, Anthrazit, Latte Macchiato,
2,4 ± 0,3
Naturbraun u. ä.
Perlgrau, Classicgrey, Moonrock, Artgrey, Seashell, St.
2,6 ± 0,3
Tropez u. ä.
Purebeige, Cornsilk, Desertbeige, hellbeige u. ä. 2,8 ± 0,3
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4.2.5.3 Geltungsbereich: Nicht lackierte Kunststoffbauteile im Innentrimmbereich mit der Narbung


K29
Siehe Tabelle 11.

Tabelle 11
Trimmfarbe Zielwert (GE) i. O.-Toleranz
Titanschwarz, Satinschwarz, Anthrazit, Latte Macchiato,
3,4 ± 0,3
Naturbraun u. ä.
Perlgrau, Classicgrey, Moonrock, Artgrey, Seashell,
3,6 ± 0,3
St. Tropez u. ä.
Purebeige, Cornsilk, Desertbeige, hellbeige u. ä. 4,2 ± 0,4

4.2.5.4 Glanzbeurteilung von Baugruppen und Fertigteilmustern


Die Glanz-Zielwerte werden von Volkswagen Design definiert. Die Zielwerte werden auf den Mus‐
terstandards vermerkt. Falls diese Daten nicht vorhanden sind, gelten die Tabellen 9 bis 11.
Bauteilgruppen und Fertigteilmuster müssen grundsätzlich einen visuell harmonischen Gesamtein‐
druck aufweisen. Bei Bauteilen bzw. Einzelteilen einer Baugruppe mit der gleichen Oberflächen‐
struktur (Narbung) muss das ∆GE der Einzelteile zueinander < 0,4 sein. In diesem Fall können auch
Abweichungen zu den Zielwerten akzeptiert werden.
Bauteile mit einer K31-Narbung und einem GE > 5,5 bei einem Reflektometerwinkel (RW) von 60°
sind grundsätzlich nicht zu akzeptieren.

4.2.5.5 Bezeichung/Einstufung von Glanz


Siehe Tabelle 12.

Tabelle 12
Bezeichnung GE (60°-Winkel)
Hochglanz 70 bis 100
Seidenglanz 45 bis 70
Seidenmatt 20 bis 45
Matt < 20

4.2.5.6 Messtechnische Bedingungen zur Bestimmung der Glanzeinheit (GE)


Grundsätzlich werden Glanzeinheiten mit einem Reflektionswinkel von 60° gemessen. Ausnahme
sind hochglänzende Oberflächen > 70 GE. Diese werden mit einem Reflektionswinkel von 20° ver‐
glichen.

4.3 Colourmatching: Farbbewertung von Bauteilgruppen und Fertigteilmuster (ZSB Bauteile


wie z. B. Lenkräder, Dachkonsolen)
Bauteilgruppen und Fertigteilmuster müssen grundsätzlich einen visuell harmonischen Gesamtein‐
druck aufweisen.
Darüber hinaus gilt für Fertigteilmuster der Marke Volkswagen:
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Die maximale Abweichung von Oberflächen mit gleichen Materialien zueinander darf die einfache
Basistoleranz nicht überschreiten. Ausnahme hierbei stellen nicht direkt ineinander übergehende
Bereiche dar. In diesem Fall ist darauf zu achten, dass eine maximale Abweichung von |ΔL*| 1,2 aller
Materialien zueinander nicht überschritten werden darf. Die Einzelmaterialien müssen visuell zum
jeweiligen Musterstandard akzeptabel sein.
Bei Baugruppen mit Einzelteilen (amorph und/oder teilkristallin) sollten die messtechnischen Abwei‐
chungen der Einzelteilen zueinander die einfache Basistoleranz nicht überschreiten.

4.4 Bezugsvorgabe
Für die Marke Volkswagen gilt soweit nicht anders vereinbart als Bezugsvorgabe das Designfreiga‐
bemuster. Abweichend dazu kann auch der Urstandard verwendet werden. Die Angabe der Bezugs‐
vorgabe ist auf den Musterstandards dokumentiert. Die jeweils vorgeschriebenen Bezugsvorgaben
sind im Labor abgelegt.

4.4.1 Fertigteilmuster
Bei konstruktiv bedingter Farbbeeinflussung sind in Abstimmung mit Volkswagen Design Fertigteil‐
musterstandards zu erstellen. Anforderungen an die Farbkonstanz siehe Abschnitt 4.3.

5 Prüfung

5.1 Prüfgerät
– Die Farbmessungen erfolgen mit einem Spektralphotometer (DIN 5033-4).
– Für lackierte und genarbte Kunststoffoberflächen sowie lackierte Metallteile ist 45°/0 und deren
Umkehrung die geeignete Geometrie.
– Für hochglänzende Oberflächen, mit Ausnahme der Effektfarben und Lacke, kann die d/8° Geo‐
metrie verwendet werden.
– Für die Prüfung von textilen Oberflächen eignen sich sowohl die 45°/0- als auch die d/8°-Geo‐
metrie sowie deren Umkehrungen. Wenn D/8°-Geometrie oder deren Umkehrung verwendet
werden, hat ein Abgleich zu dem im Labor bevorzugten 45°/0-Gerät zu erfolgen.
– Da bei Bauteilen der Audi AG unabhängig vom Reflexionsverhalten unterschiedlicher Oberflä‐
chen der lackierte Musterstandard als Farbvorlage dient, wird bei Audi generell mit der d/8° unter
Glanzausschluss (SCE) gemessen.
– Die spektrale Auflösung des Farbmessgerätes soll mindestens 5 nm, höchstens 10 nm betragen.
– Die Wiederholgenauigkeit der Messung soll 0,07 ΔE* CIELAB betragen.
– Der Spektralmessbereich muss mindestens den Bereich von 400 nm bis 700 nm umfassen.
– Es werden die Normlichtart D65 nach DIN 5033-7 (für den 10° Normalbeobachter) und die
Kunstlichtart F11 nach DIN 6172 verwendet. Diese Lichtarten dienen ebenfalls der Metamerie‐
bestimmung.
– Die Glanzmessungen erfolgen mit einem Reflektometer nach DIN EN ISO 2813.

5.1.1 Kalibrierung und Prüfmittelüberwachung


Vor Beginn der Messung ist eine wie durch den Messgerätehersteller vorgegebene Kalibrierung des
Messgerätes durchzuführen.
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Es ist darauf zu achten, dass am Gerät eine ausreichende Batteriespannung vorliegt, da bei zu ge‐
ringer Batteriespannung fehlerhafte Messwerte auftreten können.
In regelmäßigen Abständen ist eine Prüfmittelüberwachung der Messgeräte durchzuführen. Hierzu
sind zur Prüfung der Gerätekonstanz die ΔL*-, Δa*- und Δb* -Werte der aktuell eingemessenen Prüf‐
platte gegenüber dem ursprünglich eingemessenen Datensatz auf Konstanz zu prüfen. Die Daten
sind entsprechend zu protokollieren. Als Prüfplatte kann ein buntes Prüfnormal mit einer hohen
Farbkonstanz verwendet werden (ideal hierfür ist eine bunte, grüne Farbe).
Zur Prüfung des Musterstandards ist eine regelmäßige Vergleichsmessung zu den im Gerät gespei‐
cherten L*, a*, b*-Werten durchzuführen, welche nach Erhalt des Musterstandards ermittelt wurden.
Die Daten sind entsprechend zu protokollieren.
Alle zur Kalibrierung und Prüfmittelüberwachung erforderlichen Messungen sind im Normal-Raum‐
klima durchzuführen.
Werden abweichende Werte ermittelt sind die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten (Geräte‐
überprüfung oder Schaffung eines neuen Musterstandards).

5.2 Probenvorbereitung
Die Proben sind visuell auf Inhomogenitäten in der Narbung und im Glanzgrad zu prüfen. Die Ober‐
fläche darf keine Verschmutzungen aufweisen. Beschädigte Bereiche, welche nicht gezielt im Rah‐
men einer Prüfung entstanden sind (z. B. Kratzprüfung, Weißbruch), sind von der Messung auszu‐
schließen. Kunststoffteile und lackierte Bauteile müssen für die Prüfung nicht besonders vorbereitet
werden.
Strichempfindliche Textilien müssen vor Beginn der Messung gebürstet werden: zuerst 1-mal ent‐
gegen der Strichrichtung (Probe erscheint dunkler), anschließend 10-mal in Strichrichtung (Probe
erscheint heller und homogener in der Struktur). Als Bürste ist eine Kleiderbürste zu verwenden,
welche Polyesterborsten der ungefähren Abmessung Länge 18 mm und Dicke 0,3 mm aufweist.
Bei Nadelvliesmaterialen genügt das Streichen mit der sauberen, fettfreien Handfläche, zuerst 1-mal
entgegen der Strichrichtung (Probe erscheint dunkler), anschließend 10-mal in Strichrichtung (Probe
erscheint heller und homogener in der Struktur).
Strichunempfindliche Textilien müssen nicht vorbehandelt werden.
Bei Mehrfarbfasersystemen ist eine mögliche Scheckigkeit auszuschließen.

5.3 Durchführung der Messung

5.3.1 Allgemeine Anforderungen


Die Messöffnung ist der jeweiligen Probengeometrie anzupassen und im Falle textiler Proben so groß
wie möglich zu wählen.
Als Messflächen sind Flächen zu wählen, welche planeben sind und keine Druckstellen aufweisen.
Bei der Wahl der Messstellen ist darauf zu achten, dass diese über die gesamte Probenfläche verteilt
liegen und wenn möglich mindestens 3 cm vom Rand entfernt sein sollten.
Bei durchscheinenden Textilien ist ein Untergrund zu wählen, welcher der Hinterlegung des Fertig‐
teils entspricht bzw. sind Musterstandards aus dem Fertigteil zu erstellen. Bei diesen Materialien
gelten die Musterstandards nicht für Vorfertigungsprodukte.
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5.3.2 Messung des Musterstandards


Für die Freigabe von Musterstandards darf ausschließlich ein Messgerät verwendet werden, welches
ein Instrumentagreement < 0,20 ΔE* CIELAB zum Volkswagen-Master-Gerät aufweist.
Auf den Musterstandards nachstehender Materialien sind mindestens 5 Einzelmessungen durchzu‐
führen, die über die gesamte Fläche der jeweils definierten Oberfläche verteilt sind (siehe Bild 1 und
Bild 2): Kunststoffplatten, lackierte Kunststoffplatten, Lackplatten, Folien, Leder und Kunstleder. Bei
den lackierten Musterstandards der Audi AG ist der genarbte Bereich einzulesen. Wird mit der glatten
Fläche als Referenz gearbeitet, so ist dies auf dem Toleranzaufkleber auf der Rückseite der Kunst‐
stofftafel explizit anzugeben (siehe Bild A.2).
Auf Textil-Musterstandards mit der 45°/0-Geometrie sind 10 Einzelmessungen durchzuführen (siehe
Bild 3) und daraus der Mittelwert zu bilden. Bei der Verwendung eines Gerätes mit Kugelgeometrie
ist zur Ermittlung eines Messwertes die Probe jeweils 3-mal um 90° zu drehen (siehe Bild 4). In
diesem Fall wird der Mittelwert aus 5 Messwerten gebildet.
Musterstandards werden für eine Probenbewertung nicht ständig neu eingemessen, da hierbei Feh‐
ler bei der Handhabung oder auch Verunreinigungen am Musterstandard in die Bewertung der Probe
verschleppt werden. Eine wiederholte Messung hierbei dient nur der Qualitätskontrolle des Muster‐
standards.

Bild 1 – Musterstandardplatte mit einer defi‐ Bild 2 – Musterstandardplatte mit mehreren


nierten Oberfläche Feldern von definierten Oberflächen

Bild 3 – 45°/0 - 0/45° (zirkular) Bild 4 – d/8° - 8°/d Kugel


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5.3.3 Messung am Bauteil / an Proben


Bei Kunststoffproben (lackiert oder unlackiert) sind vorzugsweise 5 (mindestens jedoch 3) Einzel‐
messungen verteilt über die gesamte Probenfläche durchzuführen.
Auf Textilproben sind mit der 45°/0 Geometrie 10 Einzelmessungen durchzuführen und daraus der
Mittelwert zu bilden. Bei der Verwendung eines Gerätes mit Kugelgeometrie ist zur Ermittlung eines
Messwertes die Probe jeweils 3-mal um 90° zu drehen. In diesem Fall wird der Mittelwert aus 5
Messwerten gebildet. Die Messpunkte sind vorab zwischen den prüfenden Stellen zu vereinbaren.

6 Anforderungen an Designfreigabemuster, Ur- und Musterstandards für die Marke Volks‐


wagen
Die Ur- und Musterstandards müssen dem Designfreigabemuster entsprechen.
Zur Vermeidung von optischen Veränderungen der Musterstandards sind diese in einer Schutzhülle
dunkel, trocken und kühl zu lagern. Die optisch relevante Seite wird in der Schutzhülle mit einem
rauen, neutralgrauen Blatt Recyclingpapier (z. B. Fabrikat Cycloprint®) abgedeckt.
Die Gestaltung der Covers und die Beschriftung der Volkswagen Musterstandards muss den Vor‐
gaben von Volkswagen Corporate Design entsprechen, sodass sie eindeutig als Volkswagen Mus‐
terstandard zu erkennen sind.
Die Musterstandards der Audi AG müssen dem im Anhang A dargestellten Design entsprechen:
Bild A.1, Messung auf Struktur,
Bild A.2, Messung auf glatter Fläche,
Bild A.3, Musterstandard Cover Format DIN A5.
Sofern nicht anders vereinbart, sind alle Ur- und Musterstandards mit einem Label zu versehen,
welches folgende Kennungen beinhalten muss: Musterstandard, Farbkennzeichen, Farbbezeich‐
nung, Ausgabedatum.
Im Rahmen einer Laborprüfung werden die Messbedingungen in Form von Angaben über das ver‐
wendete Messsystem sowie die Abweichung der Farbkoordinaten nach CIELAB des jeweiligen Mus‐
terstandards vom Designfreigabemuster/Urstandard vermerkt.
Mindestabmessungen:
– für lackierte Kunststoffe ohne Narbung: Format DIN A6,
– für lackierte und unlackierte Kunststoffe mit Narbungen: Format DIN A5,
– für alle übrigen Materialien (Folien, Kunstleder, Leder, Textilien): Format DIN A4 oder DIN A5.
Die vorgegebene Toleranzgrenze für Musterstandards liegt bei etwa 1/3 der für diese Materialien
gültigen Serientoleranzvorgabe.

7 Auswertung
Farbe, Glanz, Struktur und Oberfläche sowie Verarbeitung der Proben werden bewertet. Die Bewer‐
tung der Farbe erfolgt messtechnisch (nach DIN 6174) gegen die eingemessenen Daten des Ur‐
standards.
Der Glanzgrad wird als Reflektometerwert im Prüfwinkel 60° nach DIN EN ISO 2813 geprüft und im
Bericht angegeben. Sofern nicht anders vereinbart gilt der für die zu prüfende Oberfläche definierte
Bezug (siehe Abschnitt 4.4).
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8 Nicht messbare Bauteile


Nach vorheriger Vereinbarung oder bei geometriebedingt nicht messbaren Bauteilen wird visuell
nach PV 3965 gegen den Musterstandard bewertet.
Bei visuellen Bewertungen ist die Abweichung des Musterstandards zum Urstandard zu berücksich‐
tigen.

9 Beurteilung von Chromoberflächen in dem Farbton VCR-3Q7 Aluminium

9.1 Farbbeurteilung
Für die Beurteilung von Chromoberflächen in VCR-3Q7 wird, wie bei anderen Oberflächen üblich,
die entsprechende Urmustertafel herangezogen und visuell im Vergleich Bauteil/Urmuster beurteilt
(siehe Bild 5).

Bild 5

9.2 Glanzbeurteilung
Um den richtigen Glanz bzw. die Mattigkeit zu bestimmen wird das Bauteil an das Auge des Beur‐
teilenden herangeführt (siehe Bild 5). Dabei achtet der Beurteilende auf die Reflektion seines Auges.
Sollten alle Einzelheiten wie Wimpern, Augenbrauen oder die Iris deutlich zu erkennen sein (siehe
Bild 6), ist die Chrom-Oberfläche eindeutig zu glänzend und entspricht nicht der Vorgabe VCR-3Q7.
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Bild 6 – n. i. O. Die Reflektion ist deutlich er‐ Bild 7 – i. O. Matt. Die Reflektion ist nur „ver‐
kennbar = Bauteil ist zu glänzend schwommen“ erkennbar

10 Prüfbericht
Auf dem Messprotokoll werden für Farbtöne mit einem Buntheitswert C*ab < 5 die Absolutdaten L*,
a*, b*, die Differenzwerte ΔL*, Δa*, Δb* und ΔE*ab als Mittelwert der Absolutwerte der Einzelmes‐
sungen bezogen auf die Messwerte des Urstandards dokumentiert.
Für Farbtöne mit einem Buntheitswert C*ab > 5 sind zusätzlich die Absolutwerte C*ab, hab und die
Differenzwerte ΔC*ab und ΔH*ab als Mittelwert der Absolutwerte der Einzelmessungen bezogen auf
die Messwerte des Urstandards zu dokumentieren.
Die ermittelten Δ-Werte für L*, a*, b* bzw. für L*, C*, H* müssen innerhalb eines vorgegebenen To‐
leranzbereiches entsprechend dieser Norm liegen.
Die Reflektometerwerte vom Bezug als Sollwert und die der gemessenen Probe als Istwert werden
im Prüfprotokoll aufgeführt.
Glanzwerte werden als Absolutdaten in 1/10 GE (Glanzeinheiten) angegeben.
Weiterhin sind im Prüfprotokoll folgende Angaben zu vermerken:
– Firmenname,
– Prüfgerät mit Angabe des Geräteherstellers und Typbezeichnung,
– Messgeometrie und Beobachterwinkel,
– Name (Farbkennzeichen), Nummer und Ausgabedatum des verwendeten Urstandards, Muster‐
standards, Designmusters,
– genaue Werkstoffangaben sowie Chargennummer bei Materialneuentwicklungen,
– Bauteilbezeichnung und Teilenummer bei Teilen aus der Erstbemusterung,
– zusätzliche Beobachtungen und Veränderungen, wie z. B. Farbabweichungen bei Kett- und/oder
Schussfaden; Unterschiede in Struktur und Haptik; abweichende Narbtiefe; Glanzstellen,
– von dieser Norm abweichende, vereinbarte Bedingungen.

11 Mitgeltende Unterlagen
Die folgenden in der Norm zitierten Dokumente sind zur Anwendung dieser Norm erforderlich:

PV 3965 Dekorative Oberflächen am und im Fahrzeug; Visuelle Abmusterung der


Farbe nach DIN EN ISO 3668
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DIN 5033-4 Farbmessung; Spektralverfahren


DIN 5033-7 Farbmessung; Meßbedingungen für Körperfarben
DIN 6172 Metamerie-Index von Probenpaaren bei Lichtartwechsel
DIN 6174 Farbmetrische Bestimmung von Farbmaßzahlen und Farbabständen im
angenähert gleichförmigen CIELAB-Farbenraum
DIN EN ISO 2813 Beschichtungsstoffe - Bestimmung des Reflektometerwertes von Be‐
schichtungen (außer Metallic-Beschichtungen) unter 20°, 60° und 85°
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Anhang A (informativ) Musterstandards der Audi AG

Bild A.1 – Messung auf Struktur


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Bild A.2 – Messung auf glatter Fläche


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Bild A.3 – Musterstandard Cover Format DIN A5


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Bild A.4 – Musterstandard Audi, Cover NEU