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Benutzerhandbuch

Der Inhalt dieses Dokuments kann sich unangekündigt ändern


und stellt keine Verpflichtung seitens der NATIVE INSTRUMENTS
GmbH dar. Die in diesem Dokument beschriebene Software wird
unter einer Lizenzvereinbarung zur Verfügung gestellt und darf
nicht kopiert werden. Ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung
der NATIVE INSTRUMENTS GmbH, im Folgenden als NATIVE
INSTRUMENTS bezeichnet, darf kein Teil dieses Handbuchs in
irgendeiner Form kopiert, übertragen oder anderweitig reproduziert
werden. Alle Produkt- und Firmennamen sind Warenzeichen ihrer
jeweiligen Eigentümer.
Desweiteren bedeutet die Tatsache, dass Sie diesen Text lesen,
dass Sie der Besitzer einer legalen Version sind und nicht einer
illegalen Raubkopie. Nur aufgrund Ihrer Loyalität und Ehrlichkeit
kann NATIVE INSTRUMENTS auch in Zukunft innovative Audio-
Software entwickeln. Wir bedanken uns im Namen der gesamten
Belegschaft.

Der Autor dieses Handbuchs: NATIVE INSTRUMENTS


Version: 1.0.2 (05/2008)

Besonderer Dank gebührt dem Beta-Test-Team, das uns nicht nur


eine unschätzbare Hilfe beim Aufspüren von Fehlern war, sondern mit
seinen Vorschlägen ein besseres Produkt entstehen lassen hat.
This package includes a Windows only version of Steinberg® Cubase®
LE. Within this manual, Cubase LE is referenced to explain general
use cases of sequencer applications. If you do not use Cubase LE
but another sequencing software, the usage is similar. In case you
don’t know how to adapt the given examples, please consult your
sequencer’s manual.
Mac OS, Macintosh, iTunes, Logic, Mac and Apple are a registered
trademarks of Apple Inc., registered in the U.S. and other countries.
Windows is a registered trademark of Microsoft Corporation in the United
States and/or other countries. Winamp is a registered trademark of
AOL LLC. The Bluetooth word mark is a registered trademark owned
by Bluetooth SIG. Cirrus Logic is a registered trademark of Cirrus Logic
Inc. Steinberg, Cubase and VST are registered trademarks of Steinberg
Media Technologies GmbH, Hamburg.
All other product and company names are ® registered trademarks or
™ trademarks of their respective owners.
Germany
Native Instruments GmbH
Schlesische Str. 28
D-10997 Berlin
Germany
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www.native-instruments.de

USA
Native Instruments North America, Inc.
5631 Hollywood Boulevard
Los Angeles, CA 90028
USA
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www.native-instruments.com
.

© Native Instruments GmbH, 2008. Alle Rechte vorbehalten��.


1. Herzlich Willkommen zur
AUDIO KONTROL 1!
Vielen Dank, dass Sie AUDIO KONTROL 1 gewählt haben! Ausgestattet mit hoch-
wertigen Digital-/Analog-Wandlern, kombiniert die AUDIO KONTROL 1 vielseitige
Audio-Eingänge und -Ausgänge, mit denen sie sich nahtlos in Ihr Setup einfügt.
Die AUDIO KONTROL 1 bietet außerdem MIDI-Anschlüsse sowie frei zuweisbare
Controller auf der Oberseite des Gehäuses und ermöglicht so den direkten Zugriff
auf Ihre Software.
Die AUDIO KONTROL 1 hat zwei Eingänge und vier Ausgänge, die es Ihnen er-
lauben, die Hardware flexibel in einer Vielfalt von Umgebungen zu nutzen. Sie
können zum Beispiel ein Mikrofon anschließen, um eine Stimme aufzunehmen
und gleichzeitig eine Gitarre aufnehmen oder virtuelle Instrumente mit Ihrem MIDI-
Keyboard spielen. Alternativ können Sie AUDIO KONTROL 1 auch dazu benutzen,
zwei komplett unterschiedliche Stereo-Signalen abzuhören; eine Funktion, die vor
allem für DJ-Applikationen wie TRAKTOR 3 nützlich ist.
Die NATIVE-INSTRUMENTS-Software, die mit AUDIO KONTROL 1 mitgeliefert
wird, bietet alles, was Sie benötigen, um Ihre Audioschnittstelle sofort zu benutzen:
Traktor 3 LE ist eine komplett ausgestattete, digitale DJ-Software. Schließen Sie
Ihre Gitarre oder Ihren Bass an den Instrumenten-Eingang der AUDIO KONTROL 1
an und spielen Sie das Instrument durch GUITAR RIG LE, das Ihnen den Klang
klassischer Gitarrenverstärker und Effekte in Ihr Heimstudio bringt. Außerdem bietet
KORE PLAYER eine große Zahl außergewöhnlicher Keyboard-Instrumente - alle
sofort auf Ihrem Masterkeyboard spielbar. Zusätzlich kommt AUDIO KONTROL 1
mit Cubase® LE von Steinberg, das Ihnen eine mächtige Umgebung für Sequencing
und Audio-Aufnahmen bietet.

AUDIO KONTROL 1 – 
Und schließlich bietet die AUDIO KONTROL 1 drei Buttons und einen Regler
auf der Oberseite der Hardware. Sie können diesen Bedienelementen
jede Tastaturkombination oder MIDI-Nachricht zuweisen. Dies macht die
AUDIO KONTROL 1 zu einem vielseitigen Controller, der es Ihnen erlaubt, Ihre
Software anzufassen, sei es eine der mitgelieferten Applikationen, Ihr bevorzugter
Sequenzer, Ihre Grafiksoftware oder andere Medien-Applikationen wie Winamp2
pt oder iTunes2 pt. Setup-Dateien für populäre Programme sorgen für einen prob-
lemlosen Einsatz dieser Funktionen.
Dieses Handbuch wird Ihnen helfen, die Funktionen von AUDIO KONTROL 1 zu
benutzen.Es ist in drei Teile aufgeteilt:
► Kapitel 3 und 4: Der erste Teil erklärt kurz und bündig die Einrichtung Ihrer
AUDIO KONTROL 1. Hier werden die verschiedenen Teile des Produktes be-
schrieben und Sie werden durch den Installationsprozess geführt.
► Kapitel 5 und 6: Im zweiten Teil geht es um praktische Beispiele, von einfachsten
Anwendungen bis hin zu komplexeren Konfigurationen. Über diesen praxisori-
entierten Ansatz werden Sie den Umgang mit der AUDIO KONTROL 1 schnell
lernen.
► Kapitel 7 und 8: Im dritten Teil finden Sie den Referenzabschnitt für die
Bedienoberfläche und ihre Funktionalität. Lesen Sie diesen Abschnitt, um die
komplette Bandbreite der Funktionen zu verstehen. Dort finden Sie auch ein
Kapitel über Optimierung und Fehlersuche.

AUDIO KONTROL 1 – 
2. Sicherheitshinweise

Achtung
► Lesen Sie vor Inbetriebnahme der AUDIO KONTROL 1 bitte das Handbuch und
beachten Sie die folgenden Anweisungen.
► Die Hardware der AUDIO KONTROL 1 enthält keine Bestandteile, die vom
Nutzer gewartet oder repariert werden können. Öffnen Sie die Hardware nicht
und versuchen Sie auch nicht, Teile der Hardware zu demontieren oder aus-
zutauschen. Stellen Sie den Betrieb des Controllers bei Hardware-
Fehlfunktionen jeglicher Art sofort ein und wenden Sie sich zur Reparatur an
qualifiziertes Fachpersonal.
► Schützen Sie das Gerät vor Regen und nutzen Sie es nicht in unmittelbarer
Nähe von Wasser oder in nasser Umgebung. Stellen Sie nichts oben auf den
Controller und achten Sie darauf, dass keine Gegenstände oder Flüssigkeiten
in das Gerät gelangen.
► Dieses Produkt kann in Kombination mit Verstärkern, Lautsprechern oder
Kopfhörern sehr hohe Signalpegel erzeugen, die Ihre Ohren schädigen können.
Nutzen Sie es also nicht über längere Zeit bei hoher Lautstärke. Sollten Sie
Gehörprobleme oder ungewöhnliche Klingel- oder Rauschklänge im Ohr be-
merken, suchen Sie bitte umgehend einen Facharzt auf.
► Die Hardware der AUDIO KONTROL 1 wird durch den USB-Anschluss mit
Strom versorgt. Die Funktion der Hardware ist nur als alleiniges Gerät an einem
USB2-Anschluss des Rechners oder an einem USB2-Hub mit Stromversorgung
gewährleistet.

AUDIO KONTROL 1 – 
Vorsicht
► Schalten Sie die AUDIO KONTROL 1 bitte vor dem Anschluss an andere elek-
tronische Geräte aus. Setzen Sie alle Lautstärkepegel auf Minimum, bevor Sie
Ihr System hoch- oder herunterfahren. Um die gewünschte Arbeitslautstärke
herzustellen, stellen Sie während des Spiels den Lautstärkeregler vorsichtig
auf den gewünschten Pegel ein.
► Stellen Sie die Hardware der AUDIO KONTROL 1 nicht instabil auf, so dass sie
versehentlich auf den Boden fallen könnte.
► Entfernen Sie alle verbundenen Kabel, bevor Sie die AUDIO KONTROL 1
bewegen.
► Setzen Sie die Hardware niemals extremen Temperaturen (zum Beispiel direktem
Sonnenlicht in einem geschlossenen Fahrzeug oder in der Nähe einer Heizquelle)
oder intensiven Vibrationen aus.
► Üben Sie keine starken Kräfte auf Knöpfe, Regler, Schalter oder Anschlüsse aus.
► Benutzen Sie ein weiche s, trockene s Tuch zur Reinigung Ihrer
AUDIO KONTROL 1. Verwenden Sie niemals Lösungsmittel, Farbverdünner,
Reinigungsflüssigkeiten oder chemisch imprägnierte Wischtücher.

Wichtige Hinweise
► Haftungsausschluss: Die Native Instruments GmbH kann zu keinem Zeitpunkt
für etwaige Schäden oder Datenverluste zur Verantwortung gezogen werden,
die durch unsachgemäßen Betrieb oder durch Modifikationen der
AUDIO-KONTROL-1-Hardware oder der Software entstehen. Es liegt in Ihrer
Verantwortung, Daten, die Sie nicht verlieren wollen, zu sichern.
► Änderung der Spezifikation vorbehalten: Zum Zeitpunkt der Drucklegung wur-
den die Informationen in diesem Handbuch als korrekt betrachtet. Die Native
Instruments GmbH behält sich vor, die Spezifikationen der Software oder der
Hardware jederzeit unangekündigt und ohne Verpflichtung zum Update bereits
existierender Geräte zu ändern.

AUDIO KONTROL 1 – 
► Typenschild: Das Typenschild befindet sich auf dem Boden der
AUDIO KONTROL 1. Es listet die Modellbezeichnung des Produktes und an-
dere technische Informationen auf. Auch die Seriennummer befindet sich auf
dem Boden des Gerätes.
► Hinweis zur Entsorgung: Sollte dieses Produkt irreparabel beschädigt werden
oder auf andere Weise das Ende seiner Lebensdauer erreichen, stellen Sie bitte
sicher, dass es nach Maßgabe der Richtlinien zur Entsorgung elektronischer
Geräte Ihres Landes behandelt wird.
► Copyright: © Native Instruments GmbH, 2008. Alle Rechte vorbehalten. Ohne
ausdrückliche schriftliche Genehmigung der Native Instruments GmbH darf
dieses Handbuch weder komplett noch in Teilen in irgendeiner Form zusam-
mengefasst, gesendet, abgeschrieben, zur Wiederauffindung gespeichert, in
eine andere Sprache oder Form übersetzt werden oder anderweitig reproduzi-
ert werden.
► Alle Produkt- und Firmennamen sind Warenzeichen oder eingetragene
Warenzeichen ihrer jeweiligen Eigentümer.

AUDIO KONTROL 1 – 
3. Aufbau des Produkts
In diesem Abschnitt werden wir kurz die Hardware und Software der
AUDIO KONTROL 1 beschreiben. Bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um
dieses Kapitel sorgfältig durchzulesen; es wird Ihnen das grundlegende Wissen
darüber vermitteln, wie die AUDIO KONTROL 1 funktioniert
Wenn Sie abkürzen möchten, springen Sie in Kapitel 4. Dort wird die Einrichtung
Ihrer AUDIO KONTROL 1 im Detail beschrieben.

3.1. Hardware

3.1.1. Vorderseite
Die Vorderseite der AUDIO KONTROL 1 bietet Ihnen die Anschlüsse und Regler,
die Sie vermutlich am meisten benutzen werden. Dazu gehören die Audio-Eingänge
und Ihre Bedienelemente, die Hauptausgänge und Monitor-Regler sowie der
Kopfhörerausgang.

AUDIO KONTROL 1 – 10
Die Vorderseite der AUDIO KONTROL 1.

1: Kombinierte Eingangsbuchse (In put 1)


Dieser analoge Audio-Eingang kann sowohl mit Klinken- als auch mit XLR-Steckern
genutzt werden. Die XLR-Buchse (Mono symmetrisch) erlaubt Ihnen den Anschluss
eines Mikrofons, wobei das Signal durch den Mikrofon-Vorverstärker geleitet wird.
Die Klinkenbuchse (Mono symmetrisch) ermöglicht den Anschluss einer Vielzahl von
anderen Audiogeräten mit Line-Pegel (Mischpulte, MIDI-Klangerzeuger, usw.).
Bitte beachten Sie, dass Sie - abhängig davon, ob Sie die XLR- oder Klinkenbuchse be-
nutzen - mit dem Schalter für Mic/Line (2) den richtigen Signal-Pegel wählen müssen.
Vergessen Sie nicht, den Schalter für die Phantomspeisung (18) zu aktivieren, wenn Sie
ein Kondensatormikrofon verwenden,

AUDIO KONTROL 1 – 11
2: Pegelschalter für den Eingang 1 (Mic/Line)
Mit diesem Schalter wählen Sie den Signaltyp für Eingang 1 (Input 1).
Wenn Sie ein Mikrofon mit XLR-Stecker anschließen, aktivieren Sie den Schalter
(Schalter gedrückt). Das eingehende Signal wird dann zum Mikrofon-Vorverstärker
geleitet und sein Pegel kann über den Mic-Regler (3) eingestellt werden.
Wenn Sie ein Gerät mit Line-Pegel über einen Klinkenstecker anschließen, muss
der Schalter deaktiviert werden (Schalter nicht gedrückt). Das eingehende Signal
wird dann in die Schaltung für Line-Pegel geleitet und sein Pegel kann über den
Line-Regler (6) eingestellt werden.

3: Regler für die Eingangsempfindlichkeit des Mikrofoneingangs (Mic)


Mit diesem Regler stellen Sie den Pegel von Eingang 1 ein, wenn ein Mikrofon
über einen XLR-Stecker angeschlossen ist. Der Regler steuert die Verstärkung des
Signals im Mikrofon-Vorverstärker.
Wenn Sie an den Eingang 1 einen Klinkenstecker anschließen, hat dieser Regler
keine Funktion. Der Pegel Ihres Signals kann dann mit dem Line-Regler (6) ein-
gestellt werden.

4: Eingangsbuchse 2 (Input 2)
Dieser analoge Eingang nimmt Klinkenstecker (TRS Mono symmetrisch) auf. Mit
diesem Eingang können Sie eine Vielzahl von Line-Level Audiogeräten (Mixer, MIDI
Sound-Modul, Gitarre etc.) verbinden.
Bitte beachten Sie, dass Sie - abhängig vom angeschlossenen Gerät - mit dem
Inst/Line-Schalter (5) die richtige Eingangsimpedanz wählen müssen.

5: Schalter für die Eingangsimpedanz (Inst/Line)


Mit diesem Schalter können Sie je nach angeschlossenem Gerät für den Eingang
2 zwischen hoher und niedriger Eingangsimpedanz wählen.

AUDIO KONTROL 1 – 12
Wenn Sie einen Mixer, einen Hardware Sampler, einen MIDI-Expander oder andere
Line-Level Audiogeräte verbinden, wählen Sie die normale, niedrige Impedanz (Line:
Schalter herausgedrückt).
Wenn Sie eine Gitarre oder einen Bass anschließen (zum Beispiel für die Nutzung
mit GUITAR RIG 3 LE siehe Kapitel 5.3), wählen Sie die hohe Impedanz (Inst:
Schalter gedrückt).

6: Regler für die Eingangsempfindlichkeit Line/Instrument (Line)


Mit diesem Regler stellen Sie den Eingangspegel ein. Dies bezieht sich auf das
Signal, das am Eingang 2 anliegt - allerdings nicht ausschließlich: Wenn für den
Eingang 1 mit dem Schalter Mic/Line (2) Line ausgewählt wurde (und daher ein
Klinkenstecker im Eingang 1 steckt) stellt der Regler auch den Eingangspegel für
den Eingang 1 ein.
Dieser Regler steuert ebenfalls den Pegel von Eingang 2, wenn dieser mit hoher
Impedanz arbeitet, d.h. wenn der Schalter für die Eingangsimpedanz (5) aktiviert ist.
Um es zusammenzufassen: Der Mic-Regler (3) bezieht sich nur auf das Mikrofonsignal,
das am Eingang 1 anliegt und der Line-Regler gilt für alle anderen Signale an Eingang
1 und 2.

7, 8: Regler für die Ausgangspegel (1/2 & 3/4)


Diese Regler stellen die Ausgangslautstärke für jedes Paar Hauptausgangsbuchsen
(Out 1-4) auf der Rückseite der Hardware (17) ein.

9: Monitor An-/Aus-Schalter (On)


Dieser Schalter schaltet den Direct-Monitoring-Bus an bzw. aus. Der Direct-
Monitoring-Bus erlaubt es Ihnen, die Eingangssignale direkt abzuhören: Dieser
Signalweg umgeht die AD- und DA-Wandler, den USB-Prozessor und die CPU,
so dass Sie die Signale, die an der AUDIO KONTROL 1 anliegen, direkt hören.
Das Monitorsignal wird mit dem Signal aus dem Rechner gemischt und auf ei-
nem der Ausgangspaare (oder - falls erwünscht - auf beiden) ausgegeben. Die

AUDIO KONTROL 1 – 13
Auswahl des Ausgangspaares, welches das Monitorsignal ausgibt, geschieht
in den Treibereinstellungen (siehe Kapitel 7.2) und nicht an der Hardware der
AUDIO KONTROL 1.

10: Mono-/Stereo-Schalter für das Monitoring (mono)


Wenn dieser Schalter aktiviert (gedrückt) ist, werden die beiden Eingänge für das
Monitoring zu einem Monosignal gemischt. Das kann zum Beispiel nützlich sein,
wenn Sie nur einen Eingang der AUDIO KONTROL 1 nutzen: Sie hören das Signal
dann auf dem linken und rechten Kanal.

11: Regler für den Monitor-Pegel


Dieser Regler stellt die Monitor-Lautstärke für die Mischung mit dem Signal aus
dem Rechner ein. Ganz nach links gedreht hören Sie nur das Signal, das aus dem
Computer kommt, d.h. das Monitor-Signal ist stumm geschaltet. Ganz nach rechts
gedreht hören Sie das Eingangssignal mit auf seinem ursprünglichen Pegel; das
Computer-Signal behält seinen Pegel bei.

12: Wahlschalter für den Kopfhörerausgang (1/2 - 3/4)


Mit diesem Schalter können Sie wählen, welches Ausgangspaar (1/2 oder 3/4) aus
den Hauptausgangsbuchsen (17) zu den Kopfhörerausgängen geschickt wird.

13: Kopfhörerbuchse
Dieser analoge Ausgang dient zum Anschluss eines Kopfhörers (Stereoklinke). Der
Anschluss eines Kopfhörers hat keinerlei Auswirkungen auf die Hauptausgänge.

14: Regler für die Lautstärke des Kopfhörers


Dieser Regler stellt die Lautstärke des Kopfhörerausgangs ein.

AUDIO KONTROL 1 – 14
3.1.2 Rückseite
Auf der Rückseite der AUDIO KONTROL 1 finden Sie die Anschlüsse, für die Sie
die Verkabelung nicht bei jedem Projekt ändern. Dazu gehören die Hauptausgänge,
die MIDI-Ein- und Ausgänge und die USB2-Buchse. Außerdem befindet sich hier
der Schalter für die Phantomspeisung des Mikrofoneingangs.

Die Rückseite der AUDIO KONTROL 1.

15: MIDI-Ein- und Ausgänge (MIDI In/Out)


Diese Anschlüsse erlauben es Ihnen, MIDI-Geräte mit Ihrem Computer zu verbinden
und MIDI-Nachrichten zu senden und zu empfangen.

16: USB2-Buchse
Benutzen Sie diese Buchse, um die AUDIO KONTROL 1 mit Ihrem Computer zu
verbinden.

AUDIO KONTROL 1 – 15
17: Hauptausgangsbuchsen (1 bis 4)
Diese analogen Audio-Ausgänge nehmen Klinkenstecker (mono, symmetrisch) auf.
Sie können Sie benutzen, um die Ausgangssignale zu einem Verstärker oder anderen
Geräten (Mischpult, Effektgeräte, ...) zu schicken.

18: Schalter für die Phantomspeisung (48V)


Dieser Schalter muss aktiviert (gedrückt) sein, wenn Sie ein Mikrofon am
Eingang 1 benutzen, das Phantomspeisung benötigt (zum Beispiel ein
Kondensatormikrofon).

3.1.3. Die Oberseite


Während die Vorder- und Rückseite sich um die Anschlüsse für Audio- und MIDI-
Signalen drehen, beherbergt die Oberseite der AUDIO KONTROL 1 die manuellen
Bedienelemente. Hier befindet sich ein Satz von vier Controllern, die wie eine
Fernsteuerung für Ihre Software funktionieren. Diese Controller gibt es in zwei
Ausführungen: Als Drehregler und als linken, mittleren und rechten Button.
Auf der Oberseite befinden sich außerdem zahlreiche LEDs, die Ihnen die Aktivitäten
der Hard- und Software anzeigen.

AUDIO KONTROL 1 – 16
Die Oberseite der AUDIO KONTROL 1.

AUDIO KONTROL 1 – 17
19: Controller-Regler, 20: Linker Button, 21: Mittlerer Button, 22: Rechter Button
Der Gebrauch dieser vier Controller wird in den nächsten Abschnitten ausführlich
erklärt. Sie sind das Herz der AUDIO-KONTROL-1-Fernbedienung.

23, 24: Info-LEDs


Diese LEDs informieren Sie über verschiedene Aspekte der AUDIO KONTROL 1.
► 48V: Zeigt den Zustand des Schalters für die Phantomspeisung (18) an.
► Input 1: Zeigt die Aktivität am ersten Audioeingang der Hardware an. Die LEDs
leuchten rot, wenn das Signal übersteuert. In diesem Fall sollten Sie den Pegel
am Eingang 1 reduzieren.
► Input 2: Zeigt die Aktivität am zweiten Audioeingang der Hardware an. Die LEDs
leuchten rot, wenn das Signal übersteuert. In diesem Fall sollten Sie den Pegel
am Eingang 2 reduzieren.
► Output 1/2: Zeigt die Aktivität am ersten Audioausgangspaar der Hardware an
(Hauptausgangsbuchsen 1/2, 17).
► Output 3/4: Zeigt die Aktivität am zweiten Audioausgangspaar der Hardware an
(Hauptausgangsbuchsen 3/4, 17).
► USB: Zeigt den Status der USB-Verbindung an. Wenn Die Verbindung aufgebaut
ist, leuchtet die LED ständig. Sie blinkt, wenn die Komponenten initialisiert
werden.
► MIDI-In: Zeigt an, ob am MIDI-Eingang (15) der Hardware MIDI-Daten empfangen
werden.
► MIDI Out: Zeigt an, ob der MIDI-Ausgang (15) der Hardware MIDI-Daten sendet.
► Monitor 1/2: Zeigt an, ob das Direct-Monitoring-Signal zum ersten
Audioausgangspaar gesendet wird (Hauptausgangsbuchsen 1/2, (17)).
► Monitor 3/4: Zeigt an, ob das Direct-Monitoring-Signal zum zweiten
Audioausgangspaar gesendet wird (Hauptausgangsbuchsen 3/4, (17)).

AUDIO KONTROL 1 – 18
3.2. Software

Der Software-Teil der AUDIO KONTROL 1 ist in zwei Programme unterteilt:


► Den Treiber, der die Kommunikation zwischen der AUDIO KONTROL 1 und
Ihrem Computer handhabt.
► Die Zuweisungs-Software, die auf Ereignisse wartet, die (vermittelt durch den
Treiber) von den Bedienelementen der Hardware-Oberfläche kommen und diese
in Software-Aktivität umsetzt.

3.2.1. Treiber
Der Treiber verhält sich wie jeder andere Treiber, der einem mit Ihrem Computer
verbundenes Gerät zur Funktion verhilft. Er ist eine Schnittstelle zwischen Ihrem
Rechner und der wirklichen Welt (in unserem Fall der AUDIO KONTROL 1). Der
Treiber der AUDIO KONTROL 1 verarbeitet verschiedene Signaltypen: Audiosignale
werden zum entsprechenden Audiotreiber (ASIO™, Core Audio™, ...) Ihres Rechners
geleitet, MIDI-Signale werden an Ihre Musikanwendungen weitergegeben und
Aktivitäten der Bedienelemente auf der Oberfläche der Hardware (sogenannte
Hardware-Ereignisse) werden zur Zuweisungs-Software weitergereicht.
Einige der Treiber-Parameter können über das Bedienfeld des Treibers eingestellt
werden. Bitte lesen Sie Kapitel 7.2 für mehr Informationen über die Anpassung
der Treiber-Parameter.

AUDIO KONTROL 1 – 19
3.2.2. Zuweisungs- Software
Mit AUDIO KONTROL 1 können Sie Ihre Musikanwendungen (oder jede andere
Applikation) über die vier Controller auf der Oberseite der Hardware fernsteuern.
Diesen Controllern werden verschiedene Kommandos in der Zielanwendung (zum
Beispiel ein Tastaturkürzel oder eine MIDI-Nachricht) zugewiesen.
Die Zuweisungsanwendung steuert das Zuweisungs-System, das die Interaktionen
mit den vier Controllern verwaltet: Dem Drehregler und den linken, mittleren und
rechten Buttons. Das Zuweisungs-System definiert die Verbindungen zwischen
Hardware- und Software.
Lassen Sie uns ein kleines Beispiel näher betrachten, um den Fernsteuerungs-
Signalfluss der AUDIO KONTROL 1 zu verstehen. Wenn Sie den Drehregler auf der
Oberseite der AUDIO KONTROL 1 bewegen, schickt das Gerät dieses Ereignis über
die USB2-Verbindung zu Ihrem Computer. Der Treiber empfängt dieses Ereignis,
übersetzt es und schickt es der Zuweisungs-Software. Das Programm führt dann die
entsprechende Software-Aktion aus, zum Beispiel die das Erhöhen oder Verringern
der Winamp® -Lautstärke.
Jeder Button kennt noch einen speziellen Modus, der Modifier genannt wird. In
diesem Modus spielt der Button die Rolle einer Umschalt- oder Strg-Taste: Er
führt keine spezielle Aktion in der Zielsoftware aus, wenn er aber gedrückt wird,
verändert er das Verhalten der anderen Controller (dem Drehregler und den zwei
anderen Buttons) in der Zielsoftware. Auf diesem Weg ist es möglich, mehrere
Zuweisungen für denselben Regler zu definieren - abhängig davon, ob ein anderer
Button, der als Modifier definiert wurde, gedrückt wurde, oder nicht. Dies schafft
verschiedene Layer (Ebenen) im Zuweisungs-System: Eine Hauptebene (Main-
Layer), wenn kein Modifier gedrückt wurde und drei zusätzliche Ebenen, eine für
jeden Button (wenn er als Modifier definiert wurde). Mehr Informationen darüber
finden Sie in ��Kapitel 7.3.

AUDIO KONTROL 1 – 20
Die Zuweisungs-Software (Display View)

Das Zuweisungs-System ist frei konfigurierbar: Mit der Zuweisungs-Software können


Sie jedem Regler und sogar Kombinationen aus ihnen eine Fülle von Aktionen zu-
weisen; dadurch entscheiden Sie mit jeder Veränderung, die Sie auf der Oberfläche
der Hardware vornehmen, was in Ihrer Musikanwendung ausgeführt werden soll.
Ein kompletter Satz an Zuweisungen für die vier Controller wird Page genannt. Die
Zuweisungs-Software bringt bereits mehrere, vorbereitete Pages mit. Diese Pages
wurden zur Steuerung von NATIVE-INSTRUMENTS-Produkten, den wichtigsten
Sequenzern und anderen Audio-Applikationen erstellt. Sie können diese Pages
verändern sowie eigene entwerfen, die Ihren Bedürfnissen entsprechen.
Um mehr über die Konfiguration der Zuweisungs-Software zu erfahren, lesen
Sie bitte den Abschnitt 7.4. Außerdem finden Sie in den Kapiteln 5 und 6
Anwendungsbeispiele für die Zuweisungs-Software.

AUDIO KONTROL 1 – 21
4. Einrichtung

4.1. Hardware

Verbinden Sie die AUDIO KONTROL 1 nicht mit Ihrem Rechner, bevor
Sie nicht die Software-Installation und die Einrichtung des Treibers (siehe
Kapitel 4.2) abgeschlossen haben. Während der Installation des Treibers
werden Sie zum geeigneten Zeitpunkt dazu aufgefordert, die Hardware an
den Rechner anzuschließen.

Dieser Abschnitt beschreibt in Kürze bildhaft einige mögliche Anwendungen für


die AUDIO KONTROL 1 in verschiedenen Umgebungen. Hier geben wir Ihnen nur
eine kurze Einführung, die Details zu diesen Beispielen finden Sie in den Kapiteln
5 und 6. Bitte beachten Sie auch, dass Sie in Kapitel 3.1 detaillierte Informationen
über die Hardware finden.
Benutzen Sie bitte immer symmetrische Kabel, da die Audioeingänge und
Audioausgänge Ihrer AUDIO KONTROL 1 ebenfalls symmetrisch sind.

AUDIO KONTROL 1 – 22
KEYBOARD / STUDIO
GUITAR
4.1.1. Beispiel 1: Keyboard/Studio
CONTROL ROOM

Line/Mic Switch set to Mic

Line/Mic Line/Inst 1/2-3/4


HEADPHONE AMPLIFIER Switch Switch Switch
RECORDING ROOM set to Mic set to Inst set to 1/2

DJ - INTERNAL MIXER

DJ - EXTERNAL MIXER

AUDIO KONTROL 1 – 23
Hier sehen Sie, wie Sie die AUDIO KONTROL 1 in einer Studio-Umgebung nutzen
können. Dies beinhaltet:
► Alles, was für die Aufnahme einer Stimme nötig ist. So wird zum Beispiel am
Eingang 1 ein Mikrofon benutzt und es gibt zwei verschiedene Signale für den
Kontrollraum (Kopfhörer, Aktivlautsprecher) sowie den Aufnahmeraum
(Kopfhörer).
► Ein kleines MIDI-Setup, d.h. das Master-Keyboard ist mit dem MIDI-Eingang
der AUDIO KONTROL 1 verbunden.

Dieser Aufbau dient als Basis für den Anwendungsvorschlag in Kapitel 6.1, wo er
im Detail erklärt wird.

AUDIO KONTROL 1 – 24
4.1.2. Beispiel 2: DJing (Interner Mixer)
DJ - INTERNAL MIXER

DJ - EXTERNAL MIXER

1/2-3/4 Switch

LINE 1 R

LINE 2 R
LINE 1 L

LINE 2 L
set to 1/2

Dieser Aufbau kann mit der mitgelieferten Version des NATIVE-INSTRUMENTS-


Produktes TRAKTOR 3 LE genutzt werden. Er erlaubt Ihnen, anspruchsvolle
Mixarbeit, nur mit Hilfe Ihres Computers, der AUDIO KONTROL 1, einem Kopfhörer
und einem Verstärkersystem. Diesen Aufbau finden Sie auch im Schnelleinstieg in
Kapitel 5.2; dort finden Sie weitere Informationen.

AUDIO KONTROL 1 – 25
4.1.3. Beispiel 3: DJing
DJ - EXTERNAL MIXER (Externer Mixer)

LINE 1 R

LINE 2 R
LINE 1 L

LINE 2 L

Wenn Sie lieber Ihren Hardware-Mixer zum Auflegen mit dem Rechner benutzen wol-
len, ist dieser Aufbau der richtige. Alle Verbindungen zwischen Ihrem Mixer und an-
deren Geräten (Kopfhörer, Verstärkersystem, ...) sind die eines Standard DJ-Setups.
Der einzige Unterschied besteht darin, dass Ihr Mixer seine Eingangssignale von
der AUDIO KONTROL 1 bekommt anstatt von Plattenspielern. TRAKTOR 3 LE un-
terstützt dieses Setup ebenfalls. Bitte lesen Sie dazu auch das separate Handbuch
zu TRAKTOR 3 LE.

AUDIO KONTROL 1 – 26
GUITAR

4.1.4. Beispiel 4: Gitarre/Bass

Line/Mic Line/Inst 1/2-3/4


HONE AMPLIFIER Switch Switch Switch
set to Mic set to Inst set to 1/2

Das Software-Paket der AUDIO KONTROL 1 beinhaltet das großartige


GUITAR RIG 3 LE, das eine ganze Reihe schöner Gitarrenverstärker und gitar-
renspezifischer Effekte in Ihren Rechner packt. Das Bild zeigt Ihnen, wie Sie Ihre
elektrische Gitarre anschließen. Sie können auch gleichzeitig ein Mikrofon benut-
zen. Daher ist das Instrument mit Eingang 2 verbunden (Line/Inst-Schalter auf
DJ - EXTERNAL
Inst gestellt) MIXER
und das Mikrofon mit Eingang 1 (Mic/Line-Schalter auf Mic gestellt).
Dieser Aufbau wird im Detail im Schnellstart in Kapitel 5.3 erklärt.

AUDIO KONTROL 1 – 27
4.2. AUDIO KONTROL 1 Software-Installation

AUDIO KONTROL 1 ist ein System eng miteinander verzahnter Software und
Hardware: Bevor Sie die AUDIO KONTROL 1 benutzen, müssen Sie die Software
installieren - insbesondere den Treiber. Zusätzlich können Sie noch die mitgelieferten
Programme KORE PLAYER, TRAKTOR 3 LE, GUITAR RIG 3 LE und Cubase® LE
installieren.
Verbinden Sie die AUDIO KONTROL 1 erst mit Ihrem Computer, wenn die
Installation der Software und des Treibers (siehe unten) abgeschlossen ist.����� Das
Installationsprogramm des Treibers wird Sie zur rechten Zeit zum Anschluss der
Hardware auffordern. Legen Sie die AUDIO-KONTROL-1-DVD in Ihre optisches
Laufwerk, um mit der Installation zu beginnen. Öffnen Sie den Windows ® Explorer
(PC) oder den Finder (Mac®) und führen Sie einen Doppelklick auf das CD-Symbol
aus, um die Dateien der DVD anzuzeigen. Starten Sie die Installation, indem Sie
einen Doppelklick auf "AUDIO KONTROL 1 Setup" (Windows ®) ausführen bzw. den
"AUDIO KONTROL 1 Installer" (Mac OS ® X) starten.
Dies startet das Installationsprogramm. Sie werden gefragt, welche Teile der
AUDIO-KONTROL-1-Software Sie installieren möchten:
► Der Treiber der AUDIO KONTROL 1
► Die Zuweisungs-Software der AUDIO KONTROL 1
► Das Service Center

Achten Sie darauf, dass Sie auf jeden Fall den AUDIO KONTROL 1 Treiber
und die Zuweisungs-Software der AUDIO KONTROL 1 installieren, wenn
Sie dieses Produkt zum ersten Mal auf Ihrem Rechner installieren. Ohne
diese beiden Programme wird die AUDIO KONTROL 1 nicht richtig funk-
tionieren.

AUDIO KONTROL 1 – 28
Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, nur eine Auswahl der möglichen Pakete
zu installieren, können Sie das Installationsprogramm problemlos zu einem anderen
Zeitpunkt erneut starten, um auf bequeme Art und Weise noch nicht installierte
Pakete nachzuinstallieren. Installieren Sie bereits installierte Pakete nicht ein
zweites Mal auf Ihrem System: Dies könnte zu Problemen mit Ihrem Betriebssystem
führen.

Wenn Sie GUITAR RIG 3 LE oder TRAKTOR 3 LE installieren möchten,


müssen Sie auch das Service Center installieren. Diese kleine Applikation
wird für den Registrierungsprozess über das Internet benötigt. Detaillierte
Informationen über die Aktivierung finden Sie im separaten Dokument Setup
Guide, das sich nach der Installation im Startmenü-Eintrag des Service
Centers befindet (Windows ®) bzw. im Application-Ordner des Service
Centers (Mac OS ® X). Sollte bei Ihnen das Service Center bereits als Teil
eines anderen NATIVE-INSTRUMENTS-Produktes installiert sein, brauchen
Sie es nicht erneut zu installieren.

Nachdem Sie Ihre Auswahl an Paketen bestätigt haben, indem Sie zur nächsten
Seite des Installers gewechselt sind, wird die Software installiert. Dies wird von
mehreren kleinen Installationsprogrammen durchgeführt, die durch das Haupt-
Programm gesteuert werden. Während der Installation werden eine Reihe von Fragen
hinsichtlich des Speicherortes bestimmter Komponenten gestellt. In den meisten
Fällen können Sie einfach die Standardauswahl übernehmen, außer Sie haben gute
Gründe, diese zu ändern.

AUDIO KONTROL 1 – 29
Der Installationsprozess des Treibers der AUDIO KONTROL 1 fordert Sie
an einem bestimmten Punkt der Installation dazu auf, die Hardware an
den Rechner anzuschließen. Bitte folgen Sie genau den Anweisungen. Am
Ende der Installation werden Sie dazu aufgefordert, einen Neustart Ihres
Systems durchzuführen, um die Einstellungen wirksam zu machen. Führen
�������
Sie den Neustart erst durch, wenn alle ausgewählten Prozesse komplett
beendet wurden!

Nachdem die Installation aller ausgewählten Pakete abgeschlossen ist und der
Computer neu gestartet wurde, können Sie die AUDIO KONTROL 1 mit Ihrer Audio-
Umgebung verbinden. Hier sind fünf Schritte, die Sie tun sollten, bevor Sie anfan-
gen, Musik zu machen:
► Lesen Sie weiter in diesem Handbuch. Es hilft Ihnen bei der optimalen Nutzung
aller Funktionen der AUDIO KONTROL 1.
► Lesen Sie die Handbücher der mitgeliefer ten Software-Produkte
TRAKTOR 3 LE, GUITAR RIG 3 LE, KORE PLAYER und Cubase ® LE. Wenn Sie
diese Pakete installieren, finden Sie die Handbücher in den entsprechenden
Startmenü-Einträgen (Windows ®) bzw. dem Programme-Ordner (Mac®).
► Überprüfen Sie die Einstellungen des Treibers der AUDIO KONTROL 1 Treibers.
Eine detaillierte Beschreibung der Treiber-Einstellungen befindet sich in Kapitel
7.2. Wenn der Treiber einmal installiert ist, bekommen Sie wie folgt Zugang zu
den Einstellungen:
► Klicken Sie oben rechts im Fenster der Zuweisungs-Software auf den
Treiber-Button.
► Als Mac ® -User stellen Sie die Audio-Einstellungen innerhalb Ihrer
Systemeinstellungen ein.
► Unter Windows ® öffnen Sie bitte die Verknüpfung mit dem "Control
Panel", die während der Treiberinstallation in Ihrem Startmenü erstellt
wurde.

AUDIO KONTROL 1 – 30
► Konfigurieren Sie die von NATIVE INSTRUMENTS mitgelieferte Software so,
dass die AUDIO KONTROL 1 als Audio- und MIDI-Schnittstelle genutzt wird.
Dieser Vorgang ist in dem separaten Dokument "Setup Guide" genauer erklärt,
das mit dem Service Center installiert wird. Als Abkürzung können Sie auch
die Quickstart-Abschnitte (in Kapitel 5) in diesem Handbuch lesen.
► Konfigurieren Sie die Software von Drittanbietern, die Sie mit der
AUDIO KONTROL 1 benutzen wollen, zum Beispiel Ihr Betriebssystem, Ihren
Sequenzer oder Programme wie Winamp ® und iTunes ®. Lesen Sie die
Dokumentation der jeweiligen Software, um detaillierte Informationen zur
Einrichtung erhalten. Im folgenden Kapitel finden Sie eine kurze Einführung.

Wichtig: Sie können die zusätzlichen Software-Pakete über die separaten


Installations-Programme auf der DVD installieren.

4.3 Software von Drittanbietern konfigurieren

4.3.1. Die MIDI-Anschlüsse der AUDIO KONTROL 1


Die AUDIO KONTROL 1 hat hardware-seitig einen MIDI-Eingang und einen MIDI-
Ausgang. Wenn Sie Ihre Software-Anwendung für die Zusammenarbeit mit der
AUDIO KONTROL 1 konfigurieren, werden Sie bemerken, dass der Treiber ein
weiteres MIDI-Eingangs/Ausgangs-Paar zur Verfügung stellt.
Die ersten beiden virtuellen MIDI-Anschlüsse können dazu benutzt werden, um auf
die Hardware-Anschlüsse zuzugreifen. Aktivieren Sie sie, wenn Sie Ihre Software
mit einem externen MIDI-Gerät steuern möchten (zum Beispiel mit einem Master-
Keyboard) oder wenn Sie MIDI-Daten zu anderer Hardware schicken möchten.

AUDIO KONTROL 1 – 31
Auf das zweite Paar Anschlüsse kann natürlich von der Hardware aus nicht zugeg-
riffen werden. Stattdessen wird es von der Zuweisungs-Software dazu benötigt,
MIDI-Nachrichten zu Ihren Applikationen zu schicken. Nur, wenn Ihre Anwendung
dieses zweite Paar MIDI-Anschlüsse benutzt, kann die Zuweisungs-Software sie
über MIDI steuern.
Natürlich können Sie beide Anschlüsse miteinander verbinden, d.h. Ihr Programm
kann den externen und den virtuellen MIDI-Ausgang zur selben Zeit benutzen.

4.3.2. AUDIO KONTROL 1 als Standard-Audiogerät unter Windows® XP


Um die AUDIO KONTROL 1 als Standard-Audiogerät unter Windows ® XP zu be-
nutzen, verfahren Sie wie folgt:
► Öffnen Sie "Start" > "Systemsteuerung" > "Sounds und Audiogeräte".
► Klicken Sie auf "Audio"
► In den Abschnitten Soundwiedergabe, Soundaufnahme und MIDI-Wiedergabe wählen
Sie jeweils unter Standardgerät "AUDIO KONTROL 1 Out 1", "AUDIO KONTROL 1 In
1" bzw. "AUDIO KONTROL 1 MIDI Out 1".
► Bestätigen Sie mit OK und schließen Sie den Dialog "Sounds und
Audiogeräte".

4.3.3. AUDIO KONTROL 1 als Standard-Audiogerät unter Mac OS ® X


Um die AUDIO KONTROL 1 als Standard-Audiogerät unter Mac OS® X zu benutzen,
verfahren Sie wie folgt:
► Wählen Sie "Systemeinstellungen" vom Apple® -Menü.
► Dann klicken Sie auf den Reiter "Toneffekte" und wählen "AUDIO KONTROL 1"
vom Menü "Warnton & Toneffekte abspielen".
► Klicken Sie auf Ausgänge und wählen Sie die "AUDIO KONTROL 1" von der
Liste der Geräte.
► Klicken Sie auf Eingänge und wählen Sie AUDIO KONTROL 1 aus der Liste der
Geräte

AUDIO KONTROL 1 – 32
4.3.4. Cubase® LE für die AUDIO KONTROL 1 konfigurieren (ASIO™)
Um Cubase® LE, das im Software-Paket enthalten ist, für die AUDIO KONTROL 1
zu konfigurieren, verfahren Sie wie folgt:
► Wählen Sie "Geräte konfigurieren..." aus dem Geräte-Menü. Der Dialog "Geräte
konfigurieren" öffnet sich.
► Wählen Sie "VST-Audiosystem" aus der Geräteliste auf der linken Seite.
► Wählen Sie das Tab Setup aus.
► Wählen Sie den Treiber für die AUDIO KONTROL 1 aus dem Menü "Asio-
Treiber" auf der rechten Seite.

Diese Prozedur ist in jeder Anwendung ähnlich, die ASIO™ für die Kommunikation
mit Ihrer Audio-Hardware nutzt. Bitte lesen Sie das entsprechende Handbuch für
eine detaillierte Beschreibung.

4.3.5. Cubase® oder Cubase® LE für die AUDIO KONTROL 1 konfigurieren


(ASIO™)
Um Cubase® oder Cubase® LE für die AUDIO KONTROL 1 zu konfigurieren, verfahren
Sie wie folgt:
► Wählen Sie "Geräte konfigurieren..." aus dem Geräte-Menü. Der Dialog "Geräte
konfigurieren" öffnet sich.
► Wählen Sie "VST-Audiosystem" aus der Geräteliste auf der linken Seite.
► Wählen Sie den Treiber für die AUDIO KONTROL 1 aus dem Menü "Asio-
Treiber" auf der rechten Seite.

Diese Prozedur ist in jeder Anwendung ähnlich, die ASIO™ für die Kommunikation
mit Ihrer Audio-Hardware nutzt. Bitte lesen Sie das entsprechende Handbuch für
eine detaillierte Beschreibung.

AUDIO KONTROL 1 – 33
4.3.6. Logic® für die AUDIO KONTROL 1 konfigurieren (CoreAudio™)
Um Logic® 7 Pro für die AUDIO KONTROL 1 zu konfigurieren, verfahren Sie bitte
wie folgt:
► Wählen Sie aus dem Menü "Audio" den Eintrag "Audio Hardware & Drivers" aus.
Der folgende Dialog zeigt automatisch die Registerkarte "Audio/Drivers/
CoreAudio".
► Wählen Sie den Treiber für die AUDIO KONTROL 1 aus dem Treiber-Menü.

Diese Prozedur ist in jeder Anwendung ähnlich, die Core Audio™ für die
Kommunikation mit Ihrer Audio-Hardware nutzt. Bitte lesen Sie das entsprechende
Handbuch für eine detaillierte Beschreibung.

AUDIO KONTROL 1 – 34
5. Schnellstart
An dieser Stelle gehen wir davon aus, dass Sie Ihre MIDI-Tastatur bereits an den
Rechner angeschlossen haben - entweder per USB oder über den MIDI-Eingang
der AUDIO KONTROL 1. Außerdem nehmen wir an, dass Sie die MIDI-Tastatur
in Ihrem Betriebssystem als MIDI-Eingabegerät konfiguriert haben, so dass sie
für MIDI-Anwendungen verfügbar ist. Sollte dies nicht der Fall sein, tun Sie dies
jetzt. Um mehr über den Anschluss von MIDI-Geräten an den MIDI-Eingang der
AUDIO KONTROL 1 zu erfahren, lesen Sie bitte das Kapitel 4.3.2 in diesem
Handbuch. Wenn Sie Ihre MIDI-Tastatur über USB direkt an Ihren Rechner an-
schließen möchten, was bei aktuellen Tastaturen die Norm ist, lesen Sie dazu bitte
die Dokumentation Ihrer MIDI-Tastatur.
Soviel zum physikalischen Teil. Zusätzlich sollte die Zuweisungs-Software bereits
laufen, da sie beim Start des Systems automatisch geladen wird. Sollte dies nicht
der Fall sein, schlagen Sie bitte in Kapitel 4.2 nach. Sie sollten auch bereits das
Softwarepaket, das mit der AUDIO KONTROL 1 mitgeliefert wurde, installiert haben.
Mehr dazu finden Sie in Kapitel 4.2.
Wir nehmen ebenfalls an, dass Sie das Kapitel 3.1 gelesen haben, in dem alle
Anschlüsse und Regler der AUDIO KONTROL 1 erklärt werden.
Im Folgenden lernen Sie, wie die AUDIO KONTROL 1 für die Fernsteuerung der
mitgelieferten Software eingesetzt wird.
Für komplexere Umgebungen und fortgeschrittene Anwendungen der
AUDIO KONTROL 1 lesen Sie bitte das Kapitel 6 direkt im Anschluss.

AUDIO KONTROL 1 – 35
5.1. Steuerung von KORE PLAYER

Auf der Installations-DVD für die AUDIO KONTROL 1 befindet sich auch
KORE PLAYER, ein Software-Instrument mit einer großen Ladung an hochwertigen
Klängen, die Sie sofort Über Ihre MIDI-Tastatur spielen können. In den folgenden
Abschnitten erfahren Sie, wie die MIDI-Eingänge von KORE PLAYER konfiguriert
werden müssen und wie Sie KORE PLAYER über die Regler und Buttons der
AUDIO KONTROL 1 steuern.
Für allgemeine Informationen über KORE PLAYER lesen Sie bitte das sepa-
rate Handbuch, das Sie im Installations-Ordner von KORE PLAYER auf Ihrer
Festplatte finden. Im Folgenden benutzen wir einige Ausdrücke, die sich auf
bestimmte Bedienelemente und Funktionen von KORE PLAYER beziehen. Wenn
diese Ausdrücke Ihnen nichts sagen, sollten Sie zunächst einen Blick in das
Handbuch von KORE PLAYER werfen, um mehr über grundlegende Konzepte und
die Bedienoberfläche von KORE PLAYER zu erfahren.
Abgesehen vom Empfang von MIDI-Noten, kann KORE PLAYER auch MIDI-Control-
Change-daten nutzen (abgekürzt MIDI-CC). Da die AUDIO KONTROL 1 solche Daten
erzeugt, können Sie sie die Regler und Buttons der Hardware bequem zur Steuerung
von Parametern in KORE PLAYER nutzen.

AUDIO KONTROL 1 – 36
Bevor Sie die AUDIO KONTROL 1 für die Steuerung von KORE PLAYER nutzen können, müssen Sie den
entsprechenden Eintrag vom Input-Menü wählen.

Um ein MIDI-Gerät für KORE PLAYER zur Verfügung zu stellen, machen Sie
Folgendes:
► Starten Sie KORE PLAYER.
► Laden Sie in KORE PLAYER einen KoreSound®, indem Sie ihn aus der Search
Results List auf den Global Controller ziehen.
► Wählen Sie in KORE PLAYER “Audio and MIDI Settings” vom File-Menü. Es
erscheint ein Dialog, in dem Sie die Audio- und MIDI-Einstellungen von
KORE PLAYER bearbeiten können.
► In diesem Dialog klicken Sie auf den MIDI-Reiter, um die verfügbaren MIDI-Geräte
zu sehen.

AUDIO KONTROL 1 – 37
► Auf der MIDI-Seite finden Sie unter "Input Interfaces" sämtliche auf Ihrem
System verfügbaren MIDI-Eingangsgeräte. Finden Sie auf der Liste den EIntrag
für die AUDIO KONTROL 1. Schauen Sie, ob im Feld rechts vom Eintrag für
die AUDIO KONTROL 1 "on" steht, was bedeuten würde, dass die Hardware in
KORE PLAYER bereits aktiviert ist. Wenn dort "off" steht, klicken Sie darauf,
um den Eintrag auf "on" umzuschalten.

Wenn Sie alle gewünschten MIDI-Geräte aktiviert haben, schließen Sie den Dialog
und arbeiten mit KORE PLAYER weiter.
► Klicken Sie in KORE PLAYER auf den Control Tab, um das interne MIDI-Menü
zu sehen.
► Wählen Sie "Audio Kontrol 1 Virtual MIDI In" vom Input-Menü.

Sie haben nun die AUDIO KONTROL 1 als MIDI-Fernsteuerung für KORE PLAYER
eingerichtet. Es gibt nur noch Eins zu tun: Sie müssen KORE PLAYER sagen, welche
Parameter Sie über die AUDIO KONTROL 1 steuern möchten. Das geht am besten,
indem Sie wie im Folgenden beschrieben eine fertige Controller Page anwählen.
Auf der Oberseite der AUDIO KONTROL 1 befinden sich vier Controller. Das
Zuweisungs-System für die vier Controller wird auf den sogenannten Controller
Pages organisiert. Eine einzelne Controller Page entspricht einem kompletten Satz
Zuweisungen für die vier Controller auf den vier Ebenen.
Wenn das alles neu für Sie ist, empfehlen wir Ihnen die Lektüre der relevanten
Abschnitte in Kapitel 2. Das Ebenen-Konzept wird detailliert in Kapitel 7.3 dieses
Handbuchs erläutert.
Die AUDIO KONTROL 1 wird mit einer Vielzahl von Werks-Pages für viele Anwendungen
geliefert und natürlich ist auch eine für KORE PLAYER dabei. Um die Fernsteuerungs-
Funktionen der AUDIO KONTROL 1 in KORE PLAYER zu nutzen, muss zunächst die
richtige Controller Page geladen werden. Für den schnellen Einstieg haben wir eine
Controller-Page für die Zuweisungs-Software der AUDIO KONTROL 1 vorbereitet, mit
der Sie die Sounds in KORE PLAYER effizient steuern können:

AUDIO KONTROL 1 – 38
► Der linke Button der AUDIO KONTROL 1 schaltet den Parameter-Button 1 in
KORE PLAYER (der Button ganz links in der oberen Reihe) an bzw. aus.
► Der mittlere Button tut dasselbe für den Parameter-Button 2 (rechts neben
dem Paramater-Button 1).
► Wenn Sie den großen Regler der AUDIO KONTROL 1 drehen, bewegt sich der
Sound-Variation-Morph, ausgehend von der Sound Variation 1 in der linken
oberen Ecke, horizontal über das Sound-Variation-Grid. Um das Optimum aus
der innovativen Morph-Funktion von KORE PLAYER herauszuholen, sollten Sie
diese Funktion also dem Regler der AUDIO KONTROL 1 zuweisen.
► Der rechte Button arbeitet als Modifier: Druck auf diesen Button schaltet die
Zuweisungen der anderen Controller auf einen anderen Layer um. Wenn Sie
den rechten Button gedrückt halten, während Sie den Drehregler benutzen,
bewegen Sie den Sound-Variation-Morph vertikal und erreichen so auch die
Sound Variations der unteren Reihe. Wenn Sie den rechten Button gedrückt
halten und zugleich den linken oder mittleren Button betätigen, wird der
Zustand der Parameter-Buttons 5 bzw. 6 in KORE PLAYER umgeschaltet.

Tun Sie Folgendes, um in KORE PLAYER die Controller Pages für die AUDIO
KONTROL 1 zu laden:
► Holen Sie die Zuweisungs-Software in Ihrem Betriebssystem nach vorne:
Doppelklicken Sie auf das Symbol der Anwendung im Infobereich der Taskleiste
von Windows ® XP (bzw. in der Menüleiste des Finders in Mac OS ® X). Wenn
Sie hier kein Symbol finden, läuft die Anwendung nicht. Starten Sie in diesem
Fall die Software aus dem Startmenü (Windows ®) oder dem Anwendungs-
Ordner (Mac OS ® X).
► In der Zuweisungs-Software ist der Button ganz links oben entweder mit
"Assign" oder mit "Display" bezeichnet. Wenn hier "Display" steht, klicken Sie
darauf, um auf den Display View umzuschalten. Wenn Sie "Assign" sehen, lassen
Sie alles wie es ist, da wir bereits sind, wo wir hin möchten: im Display-View.

AUDIO KONTROL 1 – 39
► Das Menü in der oberen Reihe wird Page-Select-Menü genannt. Klicken Sie
darauf, um die richtige Controller Page zur Steuerung von KORE PLAYER an-
zuwählen. Wählen Sie den Eintrag "NI Kore Player". Die Zuweisungs-Software
lädt daraufhin die Seite und Sie können im Fenster sämtliche Zuweisungen
sehen.

Die Zuweisungs-Software mit geladener Page für KORE PLAYER.

Nun können Sie KORE PLAYER wie oben beschrieben steuern. Um zu überprüfen,
ob alles wie gewünscht funktioniert, spielen und halten Sie einige Noten auf Ihrer
MIDI-Tastatur und drücken Sie den linken Button auf der AUDIO KONTROL 1. Der
Parameter-Button ganz links oben auf der Controller Page in KORE PLAYER sollte
jetzt jedesmal, wenn Sie auf den Button der AUDIO KONTROl 1 drücken, seinen

AUDIO KONTROL 1 – 40
Schaltzustand ändern. Drehen Sie jetzt einmal den Regler der AUDIO KONTROL
1, während Sie einige Noten spielen und achten Sie darauf, wie sich der Klang
verändert, wenn der Sound-Variation-Morph sich über das Sound-Variation-Grid
bewegt. Drücken Sie den rechten Button, um den Sound-Variation-Morph vertikal
zu bewegen und so die untere Reihe der Sound Variations zu erreichen.
Der untere Teil der Zuweisungs-Software, Hardware-Area genannt, spiegelt die Oberseite
der Hardware wider. Wenn Sie Ihre Maus über einen der angezeigten Regler bewegen,
zeigt der obere Teil des Fensters, die Information-Area, die Zuweisungen für diesen
Controller an. Wir werden später noch darauf zurück kommen.

5.2. Steuerung von TRAKTOR 3 LE

Kümmern wir uns jetzt einmal um die Steuerung von TRAKTOR 3 LE. Für den
Anfang bringen wir zunächst das Fensrter von Traktor nach vorne. Bewegen Sie nun
den Controller-Regler auf Ihrer Hardware: Der Master-Regler im Mixer folgt sofort den
Bewegungen des Controllers und regelt die Gesamtlautstärke Ihres Mixes.
Wenn Sie einen der drei Buttons drücken, passiert nichts: Sie sind alle im Modifier-
Modus, d.h. sie haben keine spezielle Funktion. Stattdessen verändern Sie das
Verhalten des Reglers.
Drücken und Halten Sie zum Beispiel einmal den linken Button. Sie steuern jetzt
Deck A. Der Regler der AUDIO KONTROL 1 steuert nicht mehr die Master-Lautstärke,
sondern den Parameter Fine Pitch für das entsprechende Deck. Dieser Parameter wird
auf der Bedienoberfläche von TRAKTOR 3 LE nicht dargestellt, er kann nur über MIDI
gesteuert werden - und daher auch über die AUDIO KONTROL 1. Wie der Name schon
sagt, handelt es sich bei diesem Parameter um die Feinsteuerung der Geschwindigkeit
und er ist deutlich präziser als die normalen Tempo-Regler der Decks.

AUDIO KONTROL 1 – 41
Wenn der linke Button gedrückt wird steuern außerdem der mittlere und rechte Button
die Play- bzw. Cue-Buttons für Deck A. Man muss nun nicht mehr die Maus benutzen,
um die Wiedergabe zu starten, zu stoppen oder um im Track zu spulen - drücken
und halten Sie einfach den linken Button und spielen Sie dann mit den beiden
anderen Buttons. Ganz einfach, oder? Genau darum geht es bei der Fernsteuerung
mit der AUDIO KONTROL 1.
Nun, da wir wissen, was der linke Button macht, lassen Sie ihn los und drücken
stattdessen den rechten Button und halten ihn gedrückt. Jetzt können Sie genau
dieselben Funktionen steuern, nur diesmal auf Deck. Fine Pitch, Play und Cue für
Deck B befinden sich auf der Bedienoberfläche der Hardware direkt unter Ihren
Fingerspitzen.
Bisher haben wir immer mit dem Main-Layer (, kein Button wird gedrückt oder
gehalten) und dem Left- und Right-Layer (linker oder rechter Button wird gedrückt
und gehalten) gearbeitet. Der letzte Layer, der Middle-Layer wird logischerweise
aktiviert, indem Sie den mittleren Button drücken. Dann haben Sie Zugang zu
den folgenden Parametern: Der Regler steuert den Crossfader und der linke und
rechte Button steuern den ersten bzw. zweiten Button des aktuell in TRAKTOR
geladenen Master-Effekts.
Mit vier Controllern auf Ihrer Hardware steuern Sie über 10 Parameter in der
Software. Laden Sie eine andere Werks-Page für TRAKTOR 3 LE oder erstel-
len Sie eine eigene User-Page und Sie erhalten weitere 10 Parameter auf Ihrer
AUDIO KONTROL 1.
Wie Sie Ihre eigenen Controller-Pages programmieren, lernen Sie in den Kapiteln
6.2 und 6.3; alle Detail-Informationen darüber befinden sich in Kapitel .7.4.4.

AUDIO KONTROL 1 – 42
5.3 Steuerung von GUITAR Rig 3 LE

Wir bewegen uns jetzt in eine andere musikalische Welt: Das Königreich der elek-
trischen Gitarre bzw. des elektrischen Basses. Dem Konzept von AUDIO KONTROL 1
hinsichtlich Multifunktionalität entsprechend liefern wir eine weitere Software mit:
GUITAR Rig 3 LE. Ausgerüstet mit einigen der besten Verstärkern und Effekten aus
dem preisgekrönten GUITAR RIG 3, haben Sie mit GUITAR RIG 3 LE eine ganze
Welt an Gitarren- und Bassklängen in Studioqualität zu Ihrer Verfügung.

Mit GUITAR RIG LE können Sie Ihre Lieblings-Gitarrenausrüstung überall hin mitnehmen.

AUDIO KONTROL 1 – 43
Ein solches System, das auf Rechner und Software basiert, hat im Vergleich zum
Anschluss der Gitarre an einen Verstärker deutliche Vorteile: Es ist äußerst einfach,
die Verstärker und Effekte Ihrer Wahl in einer Laptop-Tasche mit dabei zu haben.
Bauen wir das alles einmal auf. Wir folgen hier den Richtlinien, die uns das Bild
in Kapitel 4.1.4 liefert.

5.3.1. Audio-Anschlüsse
Um Ihr Instrument über einen Verstärker oder Ihren Kopfhörern hören zu können,
führen wir die folgenden Schritte aus:
► Vergessen Sie nicht, alle relevanten Signale leise zu stellen, bevor Sie mit der
Verkabelung beginnen: An Ihrem Instrument genauso wie am Linepegel-Regler
Ihrer AUDIO KONTROL 1.
► Zuerst müssen wir die Gitarre (oder den Bass) an den Instrumenteneingang der
AUDIO KONTROL 1 anschließen.
► Stecken Sie den Stecker, der von Ihrem Instrument kommt in die
Eingangsbuchse von Eingang 2. Da Gitarre und Bass hochohmige Instrumente
sind, müssen Sie an der AUDIO KONTROL 1 die hohe Impedanz wählen, indem
Sie den Schalter für die Eingangsimpedanz auf "Inst" stellen.

AUDIO KONTROL 1 – 44
► Pegeln Sie dein Eingang ein: Spielen Sie ein paar Akkorde auf der Gitarre und
drehen Sie den Regler für die Eingangsempfindlichkeit auf der Vorderseite der
Hardware langsam hoch, während Sie ständig die Eingangs-LED 2 auf der
Oberseite der Hardware im Auge behalten. Diese LED gibt Ihnen einen Hinweis
auf den anliegenden Signalpegel an diesem Eingang: Wenn hier kein Signal
eingeht, bleibt die LED aus; ein eingehendes Signal mit akzeptablem Pegel
lässt die LED grün aufleuchten; ist das eingehende Signal zu laut, leuchtet die
LED rot. Wir möchten, dass die LED im grünen Bereich bleibt und nicht rot
aufleuchtet. Dazu spielen Sie auf Ihrer Gitarre mit der maximalen, gewünsch-
ten Lautstärke und betrachten dabei die LED: Wenn sie immer grün bleibt,
drehen Sie den Regler für die Line-Eingangempfindlichkeit etwas auf, bis die
LED anfängt, rot zu leuchten. An diesem Punkt angelangt, drehen Sie den
Knopf herunter, bis die LED nicht mehr rot aufleuchtet. Jetzt haben Sie das
Signal auf einen optimalen Pegel eingestellt und Sie können den größten
Dynamikbereich ohne Übersteuerung nutzen.

Nach den Eingängen kümmern wir uns jetzt um die Ausgänge. Zunächst achten
Sie aber darauf, dass der Asugangs-Regler, genau wie der Lautstärkeregler Ihres
Verstärkers, ganz zugedreht ist. Als Beispiel werden wir die ersten beiden Ausgänge
der AUDIO KONTROL 1 benutzen, wie es in Kapitel 4.1.4 dargestellt ist. Wenn Sie
es nicht sowieso schon getan haben, verbinden Sie jetzt bitte die Hauptausgangs-
Buchsen 1 und 2 hinten an der Hardware mit Ihrem Verstärkersystem.

AUDIO KONTROL 1 – 45
5.3.2 GUITAR RIG 3 LE einrichten
Wie bei KORE PLAYER, TRAKTOR 3 LE und jeder anderen Musikanwendung,
müssen wir kurz das die Einstellungen für die Audio-Hardware in der Software
überprüfen.
► Wählen Sie in GUITAR RIG 3 LE “Audio and MIDI Settings” vom File-Menü.
► Klicken Sie im Dialog auf den Reiter "Soundcard".
► Auf der Soundcard-Seite stellen Sie sicher, dass das angewählte Ausgabegerät
“ASIO™ AUDIO KONTROL 1” heißt.
► Klicken Sie nun auf den Reiter Routing.����������������������������������
Die Eingänge von GUITAR RIG 3 LE
müssen unter "Inputs" mit den Eingängen der AUDIO KONTROL 1 verbunden
werden (in diesem Fall nur Input 2). Unter "Outputs" verbinden Sie die Ausgänge
mit den physikalischen Ausgängen, die wir in der AUDIO KONTROL 1 Hardware
nutzen (in diesem Falle Ausgänge 1 und 2).

Der Audio-Teil ist damit erledigt. Sie können alle entsprechenden Pegel wieder auf-
drehen (aber verstellen Sie nicht den Regler für die Eingangsempfindlichkeit!).
Anmerkung: Wenn Ihnen etwas an den Nerven Ihrer Nachbarn und Mitbewohner
gelegen ist, können Sie anstatt eines Verstärkers auch einen Kopfhörer benutzen:
► Drehen Sie den Regler für die Ausgänge 1/2 komplett herunter, um Ihre
Nachbarn nicht unnötigerweise mit hoher Lautstärke zu nerven.
► Schließen Sie Ihren Kopfhörer an die Kopfhörerbuchse an.
► Deaktivieren Sie den Schalter ür den Kopfhörerausgang, so dass Sie die
Hauptausgänge 1 und 2 abhören (die wir in unserem Beispiel nutzen).
► Drehen Sie den Lautstärkeregler für den Kopfhörer vorsichtig auf eine ange-
nehme Lautstärke. Aber vergessen Sie nicht: Der Gebrauch von Kopfhörern bei
hoher Lautstärke und/oder für eine lange Zeit kann Ihren Ohren gefährlich
werden!

AUDIO KONTROL 1 – 46
5.3.3. GUITAR RIG 3 LE steuern
Um Parameter von GUITA RIG LE über die AUDIO KONTROL 1 zu steuern, müssen
Sie GUITAR RIG 3 LE mit der Zuweisungs-Software "verbinden". Das ist nötig, damit
GUITAR RIG 3 LE MIDI-Daten von der Zuweisungs-Software empfangen kann. Um
die Verbindung herzustellen, folgen Sie diesen Schritten:
► Genau wie bei den Audio-Einstellungen öffnen Sie zunächst die "Audio und
MIDI Settings" über das File-Menü von GUITAR RIG 3 LE.
► Wählen Sie den MIDI-Reiter und aktivieren Sie beide Eingänge der
AUDIO KONTROL 1, indem Sie auf ihre "off"-Felder klicken. Wenn die Felder
bereits für beide Eingänge auf "on" stehen, müssen Sie nichts tun.
► Schließen Sie den Dialog durch einen Klick auf "OK".

Jetzt müssen Sie nur noch die Control Page der AUDIO KONTROL 1 auswählen, die
während der Installation von GUITAR RIG 3 LE erzeugt wurde. Navigieren Sie im
Sidekick von GUITAR RIG 3 LE zu den Options und öffnen Sie den Abschnitt für die
Controller. Sie können die Templates wie im folgenden Bild dargestellt auswählen.
Bitte lesen Sie das Handbuch zu GUITAR RIG 3 LE, um mehr zu erfahren.

AUDIO KONTROL 1 – 47
Wenn Sie den Mauszeiger über einem Regler oder Button schweben lassen, zeigt die Information Area
die aktuelle Zuweisung für das jeweilige Bedienelement an.

Bringen Sie die Zuweisungs-Software in den Vordergrund. Ganz oben in der


Application-Control-Bar zeigt der erste Button entweder Assign oder Display an.
Wenn Sie "Display" sehen, klicken Sie darauf, um in den Display View zu gelangen.
Wenn Sie "Assign" sehen, lassen Sie alles wie es ist, da wir bereits sind, wo wir hin
möchten: im Display View.
Klicken Sie rechts auf das Menü Page Select und wählen Sie den Eintrag "NI
GUITAR RIG 3". Die Zuweisungs-Software lädt daraufhin die Page und Sie können
im Fenster sämtliche Zuweisungen sehen.

AUDIO KONTROL 1 – 48
Die Zuweisungs-Software mit der Page "NI GUITAR RIG 3 ".

Der untere Teil der Zuweisungs-Software spiegelt die Oberseite der Hardware wider.
Wenn Sie Ihren Mauszeiger über einen der angezeigten Regler bewegen, zeigt
der obere Teil des Fensters, der Informationsbereich, die Zuweisungen für diesen
Controller an.

AUDIO KONTROL 1 – 49
Wie in der Zuweisungs-Software bereits gezeigt, ist diese Page recht einfach aufge-
baut. Es gibt nur vier Controller, die den folgenden Parametern von GUITAR RIG 3 LE
entsprechen und daher über die Hardware zugänglich sind:
Lassen Sie uns nun ein bisschen mit den Controllern der AUDIO KONTROL 1
herumspielen.
► Der Controller-Regler steuert die Lautstärke.
► Der linke Button lädt das vorherige Preset der aktuellen Bank.
► Der mittlere Button schaltet den Vollbildmodus von GUITAR RIG 3 LE an bzw.
aus.
► Der rechte Button lädt das nächste Preset der aktuellen Bank.

Wenn Sie andere Zuweisungen die Bedienelemente Ihrer Hardware haben möchten,
erzeugen Sie einfach Ihren eigenen Satz an Zuweisungen, wie es inden Kapiteln
6.2, 6.3 und 7.4.4 beschrieben wird.

5.4. Fernsteuerung von Winamp® /iTunes®

Dieses letzte Beispiel behandelt eine alltägliche Computeraufgabe, die weit häufiger
als das Spielen einer Gitarre oder das Auflegen in einem Club anfällt. Hier geht
es darum, Musik zu hören. Dazu übernimmt die AUDIO KONTROL 1 die Kontrolle
über den Audio-Player Ihrer Wahl. Wir gehen in diesem Abschnitt davon aus, dass
Sie Winamp ® auf einem PC oder iTunes ® auf einem Mac® verwenden. Sollten Sie
einen anderen Audio-Player benutzen, können Sie natürlich eine oder mehrere User
Pages erstellen, um Ihren Player über die AUDIO KONTROL 1 zu steuern.
Hier müssen wir keine besonderen Audioverbindungen herstellen - außer denen
üblichen zwischen Rechner und Hi-Fi- bzw. Verstärkersystem. Wir beschreiben diese
kurz, in der Annahme, dass Sie bereits die vorhergehenden Schnellstart-Abschnitte

AUDIO KONTROL 1 – 50
gelesen haben. Das wäre dann nämlich das vierte Mal, dass wir die Ausgänge von
AUDIO KONTROL 1 mit einem Verstärkersystem verbinden... Falls etwas unklar
sein sollte, lesen Sie bitte noch einmal die vorhergehenden Abschnitte.
► Drehen Sie alle relevanten Lautstärke-Regler herunter.
► Verbinden Sie die Hauptausgangsbuchsen 1 und 2 mit Ihrem Verstärkersystem.
► Falls erwünscht, schließen Sie Ihren Kopfhörer an die Kopfhörerbuchse an.
► Drehen Sie alle relevanten Lautstärke-Regler auf einen angemessenen Pegel.

Das war's auf der Hardware-Seite. Auf der Software-Seite muss das Betriebssystem
die AUDIO KONTROL 1 als Standardschnittstelle benutzen, da Winamp ® und
iTunes® auf die Einstellungen im Betriebssystem zurückgreifen. Die nötigen Schritte,
um AUDIO KONTROL 1 als Standard-Audioschnittstelle einzurichten, werden in
den Kapiteln 4.3.2 (Windows ®) und 4.3.3 (Mac®) beschrieben.
Nun laden wir die richtige Controller-Page:
► Bringen Sie die Zuweisungs-Software in den Vordergrund.
► Wählen Sie "Winamp" (Windows ®) bzw. "iTunes" (Mac®) aus dem Auswahlmenü
für die Pages.

Das war's; alles ist nun so eingerichtet, dass Ihr Audio-Player von der
AUDIO KONTROL 1 aus gesteuert werden kann.
Von jetzt an haben Sie über den Controller-Regler und die drei Buttons Zugriff auf
die folgenden Funktionen:
Ohne gedrückte Buttons:
► Der Controller-Regler steuert die Lautstärke.
► Der linke Button macht nichts (siehe unten).
► Der mittlere Button ist der Start-Schalter.
► Der rechte Button ist der Schalter für Pause/Fortfahren.

AUDIO KONTROL 1 – 51
Linker Button gedrückt:
► Der Controller-Regler kann dazu benutzt werden, im aktuellen Track vorwärts
oder rückwärts zu spulen.
► Der mittlere Button wechselt zum vorherigen Titel in Ihrer Wiedergabeliste.
► Der rechte Button wechselt zum nächsten Titel Ihrer Wiedergabeliste.

Nach ein paar Minuten werden Sie feststellen, dass die Fernsteuerung eine viel
ergiebigere Methode ist als das Greifen nach der Maus oder Ihrer Tastatur; vor al-
lem, weil Sie die entsprechende Anwendung nicht im Vordergrund haben müssen,
um die AUDIO KONTROL 1 als Fernsteuerung zu nutzen.
Wie immer können Sie auch hier beliebige andere Controller-Pages gemäß Ihren
Wünschen konfigurieren.
In diesen vier Schnellstart-Abschnitten haben Sie die Grundlagen der Arbeit mit der
AUDIO KONTROL 1 gelernt. Das nächste Kapitel wird Ihnen ein paar komplexere
Situationen erläutern, in denen die AUDIO KONTROL 1 sowohl Ihre Effizienz als
auch die Qualität Ihrer Arbeitsweise verbessern kann.

AUDIO KONTROL 1 – 52
6. Anwendungsbeispiele
Wir gehen hier davon aus, dass Sie bereits die vorhergehenden Kapitel (Einzelteile
des Produkts, Einrichtung und Schnellstart) gelesen und verstanden haben. Sollten
Sie bereits ein erfahrener Nutzer sein, müssen Sie sicherlich nicht alle vorherge-
henden Kapitel genau durchlesen. Dennoch denken wir, dass es eine gute Idee ist,
ein paar Minuten auf die Grundlagen zu verwenden (und wenn Sie ein erfahrener
Benutzer sind, sollte dies nicht allzuviel Zeit in Anspruch nehmen). Darüber hinaus
lernen Sie in den Schnellstart-Abschnitten auch, wie Sie die AUDIO KONTROL 1
als Fernsteuerung einsetzen können. An diesem Punkt setzen wir ein. Sollten
Sie sich über den einen oder anderen Aspekt noch nicht im Klaren sein, zögern
Sie nicht auf die vorherigen Abschnitte zurückzukommen oder einen Blick in den
Referenzabschnitt des Handbuchs zu werfen.

6.1 Stimmaufnahmen

Das erste Anwendungsbeispiel, das wir uns näher anschauen werden, ist die
Aufnahme von Stimmen. Die Audioschnittstelle der AUDIO KONTROL 1 erlaubt quali-
tativ hochwertige Aufnahmen- natürlich nur, wenn Sie auch ein qualitativ hochw-
ertiges Mikrofon benutzen... Die AUDIO KONTROL 1 hat genug Anschlüsse, um
ein effizientes Aufnahmesystem für Stimmen zu sein. Wir realisieren hier ein ähn-
liches Setup wie es im Kapitel 4.1.1 abgebildet ist, allerdings ohne den MIDI-Teil
(Master-Keyboard).

AUDIO KONTROL 1 – 53
6.1.1. Wie ist unsere Situation und was müssen wir verkabeln?
Sie sitzen also bequem im Kontrollraum. Der Song wurde bereits aufgenommen,
er ist in Ihre bevorzugte Mehrspuraufnahme-Software geladen und nur noch die
Stimmspur fehlt. Die Sängerin steht im Aufnahmeraum. Sie möchten jetzt:
► Ihre Stimme aufnehmen,
► Ihr den Song auf den Kopfhörer geben, so dass sie darüber singen kann,
► Das Ergebnis live und direkt in Ihrem Kontrollraum abhören, d.h. die Wiedergabe
des Songs und der aufzunehmenden Stimme.

Zunächst schließen wir den symmetrischen XLR-Stecker des Mikrofons an die


Combo-Buchse der AUDIO KONTROL 1 an.
Abhängig vom Mikrofontyp, den Sie für Ihre Aufnahme benutzen, muss der Schalter
für die Phantomspeisung aktiviert werden. Sie finden ihn auf der Rückseite der
AUDIO KONTROL 1. Bitte lesen Sie die Dokumentation Ihres Mikrofons, wenn Sie
sich nicht sicher sind, ob Sie Phantomspeisung brauchen. Eine falsche Einstellung
kann Ihr Mikrofon beschädigen!
Vergessen Sie nicht, den Pegelschalter für Eingang 1 zu aktivieren, damit das einge-
hende Signal durch den Mikrofonvorverstärker der AUDIO KONTROL 1 läuft. Der
Signalpegel des Eingangs kann auf Hardware-Seite durch den Pegel-Regler des
Mikrofoneingangs eingestellt werden. Beachten Sie, dass Sie möglicherweise auch
den Eingangsregler in Ihrer Aufnahmesoftware nachstellen müssen.
Wie schon erwähnt folgen wir hier dem Diagramm aus Kapitel 4.1.1. In diesem
Diagramm werden die Ausgänge 1 & 2 für das Monitoring benutzt, d.h. sie werden
zum Verstärkersystem in Ihrem Kontrollraum geleitet. Das Signal, das die Sängerin
hört, stammt von den Ausgängen 3 & 4.
Verbinden wir also das Monitor-System mit den Ausgängen 1 & 2 auf der Rückseite Ihrer
AUDIO KONTROL 1 und den Kopfhörer-Verstärker mit den Ausgängen 3 & 4.

AUDIO KONTROL 1 – 54
Wenn Sie möchten, können Sie auch Ihre eigenen Kopfhörer an die Kopfhörerausgang
der AUDIO KONTROL 1 anschließen. Natürlich erlaubt es Ihnen der Wahlschalter
für den Kopfhörerausgang zwischen Ihrem eigenen Mix im Aufnahmeraum und dem
Signal für die Sängerin hin- und herzuschalten.
Die physikalischen Verbindungen sind damit abgeschlossen. Nun müssen wir unsere
Aufnahmesoftware konfigurieren.

6.1.2. Konfiguration der Aufnahmesoftware


Allgemeine Einstellungen
Wir gehen davon aus, dass Sie den Anweisungen zur Einrichtung gefolgt sind und
Ihre AUDIO KONTROL 1 daher bereits mit Cubase® LE/Cubase® /Logic® /Sonar™/…
funktioniert.
Wie werden hier Steinbergs Cubase ® LE nutzen, das sich im Softwarepaket der
AUDIO KONTROL 1 befindet. Für andere Aufnahmesoftware lesen Sie bitte die
entsprechende Dokumentation. Die grundlegenden Aufnahmefunktionen funktio-
nieren überall auf ähnliche Weise.
Wir wollen die Aufnahmesoftware so einrichten, dass der Hauptmix zu den
Ausgängen 3 & 4 der AUDIO KONTROL 1 geschickt wird. Dafür müssen wir die
virtuellen Busse der Aufnahmesoftware konfigurieren.
In Cubase® LE öffnen Sie das Fenster für die VST-Verbindungen im Geräte-Menü. Dort
können Sie die benötigten Busse einrichten. Klicken Sie auf den Reiter "Eingänge"
und prüfen Sie, ob die Eingänge 1&2 der AUDIO KONTROL 1 für den benutzten
Eingangs-Bus ausgewählt sind (Eigentlich brauchen Sie nur Eingang 1, wenn Sie
die Stimme mono aufnehmen).
Dann öffnen Sie vom Geräte-Menü die VST-Ausgänge. Klicken Sie auf den Reiter
"Outputs" und prüfen Sie, ob die Ausgänge 1, 2, 3 und 4 der AUDIO KONTROL 1
für den genutzen Ausgangs-Bus ausgewählt sind.

AUDIO KONTROL 1 – 55
Anmerkung: Wenn Sie möchten, können Sie jeden Bus so umbenennen, dass
Sie im Mixer von Cubase® LE sofort sehen können, wo jede Spur hingeht,
zum Beispiel "Kontrollraum rechts/ links", "Eingang links/ rechts" usw.

Projekteinstellungen
Wir gehen hier davon aus, dass Sie für diesen Song bereits ein Projekt mit einer
Mixdown-Spur oder mehreren Audiospuren zur Wiedergabe erstellt haben, über
denen die Sängerin Ihr Talent ausdrücken wird.
Falls Sie dies noch nicht getan haben, sollten Sie jetzt ein vorhandenes Projekt
öffnen oder ein neues erstellen, indem Sie eine Mono-Spur für das Stimme erstellen
sowie eine oder mehrere andere Audio-/MIDI-Spuren für das Wiedergabematerial.
Ihr Projektfenster sollte ungefähr so aussehen:

6.1.3. Abhör-Konfiguration (Monitoring)


Monitoring
Monitoring (Abhören), das heißt das Hören des Eingangs-Signals während der
Aufnahme, kann auf drei verschiedenen Wegen geschehen:
► innerhalb Ihrer Aufnahmesoftware,
► extern über die Direct-Monitoring-Funktionen der AUDIO KONTROL 1,
► über ASIO™ Direct Monitoring, was eine Kombination der ersten beiden
Methoden darstellt.

AUDIO KONTROL 1 – 56
Monitoring über Ihre Aufnahmesoftware
Wenn Sie über Ihre Aufnahmesoftware abhören, wir das Eingangs-Signal mit
der Audio-Wiedergabe gemischt. So können Sie den Monitor-Pegel und die
Stereoposition Ihres Eingangs-Signals vom Software-Mixer aus steuern und
das Monitor-Signal direkt mit EQs oder Effekten bearbeiten, wie jede andere
Projekt-Spur. Das mögliche Problem bei dieser Arbeitsweise besteht aus der re-
sultierenden Verzögerung des Monitor-Signals um die aktuelle Audio-Latenz der
AUDIO KONTROL 1. Je nach CPU-Leistung Ihres Rechners kann das manchmal
problematisch werden.
Um das Monitoring für die Stimmspur einzuschalten, müssen Sie den Monitor-
Schalter im Mixer, im Hauptprojektfenster oder im Inspector aktivieren.

Bit te beachten Sie, das s Cubase ® LE, wie viele andere, ak tuelle
Aufnahmeanwendungen auch, sehr komplexe Aufnahme-Konfigurationen mit
verschiedenen Bussen/Mixes/Einstellungen verwalten kann, um unzählige
Aufgabestellungen abzudecken. Hier zeigen wir ein sehr einfaches Beispiel einer
Aufnahme-Konfiguration, da wir hier nicht in ein paar Zeilen beschreiben können,
was das Handbuch der Aufnahmesoftware auf dutzenden von Seiten vermittelt. Für
weiterführende Informationen über die Fähigkeiten Ihrer Aufnahmesoftware lesen
Sie bitte das entsprechende Handbuch.
Cubase® LE bietet Ihnen auch automatische Monitoring-Funktionen. Bitte lesen Sie
wiederum das Handbuch zu Cubase® LE, um mehr darüber zu erfahren.

AUDIO KONTROL 1 – 57
Direct-Monitoring mit der AUDIO KONTROL 1
Die AUDIO KONTROL 1 bietet ihre eigenen Monitoring-Funktionen. Diese Lösung
hat einige Vorteile:
► Sie haben die direkte Kontrolle auf der Hardware.
► Das Monitorsignal wird nicht von etwaigen Latenzen beeinflusst.

Das Hardware-Monitoring der AUDIO KONTROL 1 wird folgendermaßen aktiviert:


► Schalten Sie den Monitor-On/Off-Schalter auf dem Vorderseite der Hardware an.
Auf der Oberseite der Hardware leuchtet dann - abhängig von den Einstellungen
in der Zuweisungs-Software (siehe unten) - eine der beiden Monitoring-LEDs
auf (oder beide).
► Aktivieren Sie den Mono/Stereo-Schalter für das Monitoring daneben, so dass Sie
die Stimme auf beiden Ausgangs-Kanälen hören können.
► In der Zuweisungs-Software können Sie einstellen, zu welchem Ausgang das
Eingangs-Signal geschickt wird. Öffnen Sie den Eintrag "Monitoring" des
Hauptmenüs: Wenn die Sängerin ihre Stimme im Kopfhörer hören möchte,
wählen Sie 1/2 and 3/4. Wenn die Sängerin ihre Stimme nicht hören möchte,
wählen Sie nur 1/2, so dass das Stimmsignal nur zu den Monitor-Lautsprechern
gelangt.
► Sie können den Regler für den Monitor-Pegel jederzeit nutzen, um die Mischung
zwischen Musik-Spur, die vom Rechner kommt und der Stimme, die direkt vom
Eingang 1 kommt, zu verändern.

AUDIO KONTROL 1 – 58
ASIO™ Direct Monitoring
ASIO™ Direct Monitoring ist eine Kombination aus den beiden zuvor beschriebenen
Methoden. Das Monitoring geschieht direkt in der AUDIO KONTROL 1, so dass das
Abhör-Signal nicht durch die Aufnahme-Software laufen muss (und so Probleme
mit Audio-Latenzen vermieden werden). Sie können das Monitoring innerhalb der
Software allerdings trotzdem aktivieren und so von den verschiedenen Monitoring-
Modi profitieren. Weil das Monitoring-Signal nicht durch die Software läuft, kann
es nicht von EQs oder Effekten bearbeitet werden.
Wählen Sie den Eintrag Geräte konfigurieren... vom Geräte-Menü und schalten Sie die
Option Direktes Mithören auf der Seite für das VST-Audiosystem ein, um ASIO™ Direct
Monitoring zu aktivieren.
Um das Monitoring für die Stimmspur einzuschalten, müssen Sie den Monitor-
Schalter im Mixer, im Hauptprojektfenster oder im Inspector aktivieren.

Im Monitoring-Menü der Zuweisungs-Software können Sie einstellen über welchen


Ausgang das EIngangs-Signal abgehört wird (siehe oben).
Cubase® LE bietet Ihnen auch automatische Monitoring-Funktionen. Bitte lesen Sie
wiederum das Handbuch zu Cubase® LE, das Sie als PDF im Installations-Ordner
finden, um mehr darüber zu erfahren.

AUDIO KONTROL 1 – 59
6.1.4. Die Pegel überprüfen
Zuerst müssen wir den Eingangspegel der AUDIO KONTROL 1 einstellen. Dies
geschieht mit dem Regler für die Eingangsempfindlichkeit des Mikrofoneingangs ("Mic"
auf der Vorderseite). Hier geht es darum, einen möglichst hohen Eingangspegel
zu erhalten (für den größten Dynamik-Umfang und das geringste Rauschen in der
Aufnahme), ohne den Eingang zu übersteuern. Dafür bitten Sie Ihre Sängerin, mal
so richtig Lärm zu machen - ungefähr auf dem lautesten Pegel, den sie bei der
Aufnahme singen wird. Verfahren Sie dann wie folgt:
► Drehen Sie zunächst den Mic-Regler ganz herunter.
► Drehen Sie ihn so lange langsam auf, bis die LED auf der Oberseite der
Hardware anfängt rot aufzuleuchten.
► Dann drehen Sie den Mic-Regler ein kleines Stück zurück, so dass die LED nur
noch grün leuchtet und kein Rot mehr zu sehen ist.
► Das war's schon; auf der Hardware-Seite ist der Eingangs-Pegel nun korrekt
eingestellt.

Wahrscheinlich können Sie den Eingangspegel auch in Ihrer Aufnahme-Software


prüfen. In Cubase ® LE kann der Eingangs-Pegel auf der Eingangs-Spur ganz
links auf dem Mixer eingestellt werden. Achten Sie darauf, dass der Pegelanzeige
den Pre-Fader-Pegel anzeigt: In Cubase ® LE machen Sie dies, indem Sie einen
Rechtsklick (Windows ®) oder Ctrl-Klick (Mac®) im Mixer-Fenster ausführen und
"Eingangs-Anzeige" im Mixer-Kontextmenü auswählen (Lesen Sie das Handbuch Ihrer
Aufnahme-Software für mehr Informationen).
Je nachdem, wie Sie die Stimme aufnehmen möchten, müssen Sie auch die Pegel
in der Aufnahme-Software im Auge behalten.
► Wenn Sie die EQs und Effekte direkt auf den Eingangs-Bus anwenden möchten,
können diese Einstellungen den Pegel des aufgenommenen Signals erhöhen
oder reduzieren. Überprüfen Sie daher, ob das aufgenommene Signal laut
genug ist, ohne zu übersteuern (Clipping).
► Wenn Sie die Stimme pur aufnehmen wollen, brauchen Sie keine weiteren
Pegel für die Aufnahme zu überprüfen.

AUDIO KONTROL 1 – 60
Wir empfehlen Ihnen, das die Verwendung von EQs oder Effekten auf demEingangs-
Bus zu vermeiden, da diese nach der Aufnahme nicht mehr aus dem Signal entfernt
werden können. Es ist immer besser, die Stimme ohne Bearbeitung aufzunehmen.
Später haben Sie immer noch alle Möglichkeiten die aufgenommene Stimme ganz
nach Wunsch mit EQs und Effekten zu bearbeiten.

6.1.5. Aufnahme der Stimme


Zuletzt müssen wir noch die entsprechende Spur zur Aufnahme scharf schalten,
bevor wir mit der Aufnahme beginnen können. In Cubase ® LE tun Sie dies auf der
Spur im Projektfenster, im Mixer oder im Inspector, indem Sie auf den Schalter
"Aufnahme aktivieren" neben dem Monitor-Schalter klicken (der Schalter "Aufnahme
aktivieren" wird rot):

Wahrscheinlich können Sie den Eingangspegel auch in Ihrer Aufnahme-Software


prüfen. In Cubase® LE wir der Aufnahme-Pegel bei gestoppter Aufnahme auf dem
jeweiligen Audio-Kanal sowohl auf der Pegelanzeige der Spur-Liste als auch im
Mixer des Kanals angezeigt.
Nun, da alles eingerichtet ist, können Sie die Aufnahme mit einer der verschiedenen
Methoden, die im Handbuch Ihrer Aufnahmesoftware beschrieben werden, durch-
führen (klicken Sie zum Beispiel auf die Aufnahme-Taste in der Transport-Zeile).
Auch hier gilt, dass wir nur eine sehr kurzen Abriss dessen geben können,
was mit der AUDIO KONTROL 1 in Kombination mit jeder ernstzunehmen-
den Aufnahmesoftware erreicht werden kann. Lesen Sie das Handbuch Ihrer
Aufnahmesoftware; Sie werden hier mehr über qualitativ hochwertige Aufnahmen
in komplexeren Zusammenhängen erfahren.

AUDIO KONTROL 1 – 61
6.2. Steuerung eines Sequenzers - Zuweisungen mit
Tastaturkommandos erstellen

Wir werden nun zwei andere Beispiele betrachten, in denen die Fernsteuerung über
die AUDIO KONTROL 1 es Ihnen ermöglicht, Ihre Musiksoftware ganz nach Ihren
Wünschen zu bedienen.
Im ersten Fall geht es um eine Sequenzer-Anwendung. Richtige Sequenzer sind große
Software-Umgebungen mit hunderten von Funktionen. Abhängig davon, was Sie tun
möchten, benötigen Sie oft nur einen Teil der Funktionalität. Hier werden wir uns mit
der Fähigkeit der AUDIO KONTROL 1 beschäftigen, Tastaturkommandos zu erzeugen.
Alle großen Sequenzer-Programme haben unzählige Tastaturkürzel, die eine schier
unübersehbare Fülle von Softwarefunktionen abdecken. Indem Sie die am häufigsten
gebrauchten Funktionen der Fernsteuerung zuweisen, können Sie Zeit sparen, in dem
Sie die am häufigsten wiederholten Maus- oder Tastatur-Aktionen vermeiden.
Natürlich benutzen wir in diesem Beispiel wiederum Cubase ® LE. Ob Sie diesen
oder einen anderen Sequenzer benutzen - wir empfehlen Ihnen, das Handbuch Ihres
Sequenzers zu lesen, um alle nötigen Informationen zu den Tastaturkommandos
der Anwendung zu erhalten.

6.2.1. Übersicht über die Werks-Pages


Laden einer Werks-Page
Wir fangen mit einer Werks-Page an, die für Cubase ® LE entwickelt wurde.
Machen Sie in Ihrem Betriebssystem die Zuweisungs-Software zum aktiven Fenster
und klicken Sie dann auf das Menü Page Select oben in der Application-Control-Bar.
Wählen Sie “Cubase LE” aus dem Menü.

AUDIO KONTROL 1 – 62
Die Controller Page wird geladen und die Zuweisungen der Hardware-Controller
sind nun wie folgt:
Ohne gedrückte Buttons:
► Der Controller-Regler steuert die Vorspul-/Rückspul-Befehle (entsprechend den
Tasten "+"/"-" auf dem numerischen Tastenfeld).
► Der mittlere Button steuert den Start-/Stopp-Befehl (Tastenkürzel: Leertaste).
► Der rechte Button regelt die Aufnahme-Befehle (Tastenkürzel: * auf dem nu-
merischen Tastenfeld).

Linker Button gedrückt:


► Der Controller-Regler steuert immer noch die Vorspul-/Rückspul-Befehle.
► Der mittlere Button steuert jetzt den An-/Aus-Befehl für die Schleifenwiedergabe
(Tastenkürzel: "/" auf dem numerischen Tastenfeld).
► Der rechte Button setzt den Cursor zurück auf Null (Tastenkürzel: "," auf dem
numerischen Tastenfeld).

Dieser Satz Zuweisungen ist definitiv Transport-orientiert: Von der Oberfläche der
AUDIO KONTROL 1 aus haben Sie Zugang zu allen wichtigen Transport-Funktionen in
Cubase® LE. Dies erlaubt es Ihnen beispielsweise, Ihre Maus-Aktionen auf den Mixer
oder die Plugins zu konzentrieren. Der Controller-Regler eignet sich hervorragend zur
intuitiven Steuerung von Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen, vergleichbar mit den
Jog-Wheels, die man auf Hardware zur Audio- oder Videobearbeitung findet.

Analyse des Assign-Views


Hier werden wir einen genaueren Blick auf die Zuweisungen werfen, um zu ver-
stehen, wie Sie wirklich funktionieren. Machen Sie die Zuweisungs-Software zum
aktiven Fenster und wechseln Sie im Assign-View: Wenn Sie den Assign-Button oben
in der Application-Control-Bar sehen, klicken Sie ihn an. Wenn nicht, sind Sie bereits
in der Zuweisungsansicht.

AUDIO KONTROL 1 – 63
Im oberen Teil des Fensters (Selection-Area) sehen Sie alle Controller-Zuweisungen.
Indem Sie auf links auf einen der vier Layer-Reiter klicken, wählen Sie die
Zuweisungen für diesen Layer an. Wenn Sie dann auf eine der vier Controller-Areas
klicken (oder auf einen der vier oberen Reiter), können Sie die Zuweisung für den
entsprechenden Controller (Regler, Left, Middle und Right Button - linker, mittlerer
und rechter Button) wählen.
Beginnen wir mit einem Klick auf den Main-Reiter auf der linken Seite. Es wird Sie
kaum überraschen, dass Sie in der Spalte namens "Left Button" das Wort "Modifier"
lesen. Tatsächlich wird der linke Button auf dieser Page als Modifier benutzt: Er
löst keine spezielle Aktion in Cubase ® LE aus, sondern ändert die Befehle der
anderen Controller.
Da der linke Button als Modifier arbeitet, ist der Left-Layer (zweiter Reiter links)
verfügbar.

AUDIO KONTROL 1 – 64
Da die zwei anderen Buttons des Main-Layers gerade nicht im Modifier-Modus
arbeiten, sind die entsprechenden Reiter auf der linken Seite grau und daher nicht
verfügbar.
Klicken Sie auf die erste Controller-Area, die für den Controller-Regler zuständig ist.
Im unteren Teil des Fensters, genannt Definition-Area, können Sie alle Zuweisungs-
Details für den Controller-Regler im Main-Layer sehen. Links in diesem Bereich
sehen, Sie was passiert, wenn der Regler nach links gedreht wird und rechts das
Ereignis bei einer Rechtsdrehung. Schauen wir uns den linken Teil der Definition-
Area an: Unter der Anzeige "Rewind" sehen Sie ein Menü, mit dem Eintrag "Key",
was bedeutet, dass die Aktion "Drehen des Controller-Reglers nach links" in der
Zielanwendung einen Tastaturbefehl auslöst. Die Zielanwendung wird im Program-Menü
ausgewählt und heißt in unserem Fall "Cubase LE". Darunter zeigt das Key-Textfeld
"Numpad -" an - den Tastaturbefehl, der durch das Ereignis "Drehen des Controller-
Reglers nach links" ausgelöst wird.
Beachten Sie bitte, dass Tastaturbefehle in Windows ® XP und Mac OS ® X unter-
schiedlich gehandhabt werden. Schlagen Sie weitere Informationen bitte in Kapitel
7.3.4 nach.
Klicken Sie nun auf die Reiter Left (links). Hier sehen Sie die Zuweisungen für die
Controller bei gedrücktem linken Button. Sie werden bemerken, dass die Zuweisung
für den Controller-Regler dieselbe ist, wie im Main-Layer (d.h. wenn kein Button
gedrückt wurde). So können Sie die Vorspul-/Rückspul-Befehle immer über den
Controller-Regler steuern, ob Sie nun den linken Button drücken oder nicht.
Die Einstellungen werden in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

AUDIO KONTROL 1 – 65
Drehregler Middle Button - mittlerer
Left Button - linker Button Right Button - rechter Button
(Controller-Regler) Button
Forward/Rewind
Main-Layer Vorspulen/Zurückspulen Start/Stopp
Modifier Aufnahme (Ziffernblock)
Hauptebene (Numpad +/-) Leertaste
(Ziffernblock +/-)
Cycle On/ Off
Forward/Rewind Cursor at Zero
Schleifenwiedergabe
Left-Layer Vorspulen/Zurückspulen Positionsmarkierung
An/Aus
linke Ebene (Numpad +/-) auf Null
(Numpad /)
(Ziffernblock +/-) Ziffernblock ,
(Ziffernblock /)
Middle-Layer
mittlere Ebene
Right-Layer Zoom In/Out
rechte Ebene (H/G)

6.2.2. Ihre eigenen Zuweisungen erstellen


Vielleicht möchten Sie das Verhalten des Reglers bei gedrücktem linken Button
ändern, um zum Beispiel Zugang zu einer anderen Funktion in der Zielanwendung
zu haben (in unserem Fall Cubase® LE). Man könnte zum Beispiel Befehle für das
anspringen der vorherigen/nächsten Markierung implementieren, wenn der linke
Button gedrückt wird. Dafür müssen Sie nur die folgenden Schritte ausführen:
► Suchen Sie in Ihrer Zielanwendung nach dem entsprechenden Tastaturbefehl für
diese spezielle Funktion. In unserem Fall sind die Tastaturbefehle, um sichin
Cubase ® LE zur vorherigen/nächsten Markierung zu bewegen in der
Grundeinstellung von Cubase® Umschalten+B/N.
► Klicken Sie in der Zuweisungs-Software auf jedes Key-Textfeld und geben Sie die
neuen Tastaturbefehle über die Tastatur Ihres Rechners ein. Die Key-Textfelder
zeigen die neuen Tastaturbefehle inklusive der relevanten Modifier-Tasten an: In un-
serem Fall bleiben die Key-Textfelder unverändert aber Sie sehen, dass das
Kästchen "Shift" (Umschalten) jetzt im linken und rechten Abschnitt aktiviert ist.
► Achten Sie auf die korrekten Einstellungen für das Ziel, dass also die
Zielanwendung und das Fenster richtig konfiguriert sind.

AUDIO KONTROL 1 – 66
Das war's! Von nun an löst der Controller-Regler - wenn kein anderer Button ge-
drückt ist - die Vorspul-/Rückspul-Funktionen aus und bei gedrücktem linken Button
löst er die Sprungfunktionen zu den Markierungen aus, was Ihnen mehr Kontrolle
über die Position gibt und zwar auf sehr intuitive Art.

Anmerkung: Wenn Sie die Tastaturbefehle in der Zielanwendung ändern,


werden die Zuweisungen für die AUDIO KONTROL 1 nicht automatisch
aktualisiert! Die Controller senden nur Tastaturkommandos. Bitte prüfen Sie,
dass sie den Tastaturbefehlen entsprechen, die Sie in Ihrer Zielanwendung
brauchen. Darüber hinaus können Sie in vielen Sequenzer-Anwendungen oft
mehrere Sätze an Tastaturbefehlen für verschiedene Aufgaben verwalten.
Überprüfen Sie also, welche Tastaturbefehle gerade in Ihrer Zielanwendung
aktiv sind (In Cubase ® LE verwalten Sie die Befehle über den Dialog
"Tastaturbefehle..." im Datei-Menü.).

Nehmen wir einmal an, das Projekt, an dem wir gerade in Cubase® LE arbeiten, be-
nutzt keinerlei Aufnahmefunktionen, es handelt sich nur um einen Mixdown und wir
werden die Aufnahme-Taste nicht benutzen. Die Zuweisung für den rechten Button ist
daher nicht besonders nützlich - zumindestens nicht im Main-Layer (ohne gedrückten
Modifier-Button). Man überlegt sich natürlich: Gibt es einen Weg, diesen rechten
Button im Projekt für eine sinnvollere Funktion zu nutzen?
Wir können den Aufnahme-Befehl durch etwas ersetzen, das Sie öfter benutzen.
Aber es gibt hier noch etwas Interessanteres (zumindest aus der Sicht dieses
Handbuchs gesprochen). Schauen Sie einmal hier:
► Verwandeln Sie den rechten Button in einen Modifier-Button: Wir verlieren damit
zwar seine Zuweisungen in der Hauptebene, aber er aktiviert einen neuen Layer
von Zuweisungen für die anderen Controller.
► In diesem frisch aktivierten, Right-Layer weisen wir dem Controller-Regler einen
neuen Tastaturbefehl zu, z.B. die Zoom-Funktion.

AUDIO KONTROL 1 – 67
Dabei gehen Sie folgendermaßen vor:
► Wählen Sie in der oberen Selection-Area den Main-Layer an und dann den Reiter
für den Right-Button (oben).
► In der Definition-Area darunter klicken Sie auf das Menü oben, das bisher
"Trigger" angezeigt hat. Wählen Sie den Eintrag "Modifier". Der rechte Button
verliert seine Zuweisungen und wird ein Modifier für die anderen Controller.
Sie sehen jetzt, dass der Reiter Right auf der linken Seite der Selection Area
nicht mehr grau ist.
► Klicken Sie auf den frisch aktivierten Right-Layer in der Selection-Area, um
die neuen Zuweisungen zu definieren.

Als Zuweisung für den Controller-Regler im neuen Right-Layer möchten wir die Zoom-
In-/Out-Funktionen implementieren. Klicken Sie auf den Bereich für den Controller-
Regler (oder den Reiter Knob ganz oben) und führen Sie folgende Schritte für die
linken und rechten Abschnitte der unteren Definition-Area aus:
► Zunächst geben Sie einen Namen (Label) für die linken und rechten Aktionen
ein (zum Beispiel "Zoom Out" für die Linksdrehung und "Zoom In" für die
Rechtsdrehung).
► Geben Sie die Art des Ereignisses an, das Sie erzeugen wollen (in unserem Fall
für beide Seiten "Key").
► Im Program-Menü wählen Sie bitte “Cubase LE”. Das Menü zeigt alle möglichen
Zielanwendungen an, die derzeit laufen.
► Klicken Sie in das Key-Textfeld und geben Sie die Tastaturbefehle von Cubase®
LE für Zoom-In/Out ein (Standardmäßig sind das "G" und "H").

AUDIO KONTROL 1 – 68
Die Zuweisungen sehen nun folgendermaßen aus:
Left-Button
Drehregler (Controller-Regler) Middle-Button - mittlerer Button Right-Button - rechter Button
linker Button

Forward/Rewind
Main-Layer Vorspulen/Zurückspulen Start/Stopp
Modifier Modifier
Hauptebene (Numpad +/-) Leertaste
(Ziffernblock +/-)

Cycle On/ Off Cursor at Zero


Vorherige/Nächste Markierung
Left-Layer Schleifenwiedergabe An/Aus Positionsmarkierung auf Null
anspringen
linke Ebene (Numpad /) (Numpad ,)
Umschalten + N/B
(Ziffernblock /) (Ziffernblock ,)

Middle-Layer
0
mittlere Ebene
Right-Layer Zoom In/Out
rechte Ebene (H/G)

Sie können weitere Änderungen an dieser Seite vornehmen, indem Sie andere
Zuweisungen hinzufügen (zum Beispiel "Zoom out auf den gesamten Song" für
den linken Button, wenn der rechte gedrückt ist). Bauen Sie so lange andere
Zuweisungen ein, bis die Page Ihren Anforderungen entspricht.
Mit dem Save-Button speichern Sie Ihre Arbeit in einer User-Page. Die Werks-
Pages können nicht überschrieben werden. Beantworten Sie den sich öffnenden
Dialog also mit "Save to User Page", geben Sie einen Namen ein (z.B. "Cubase LE
verbessert"), klicken Sie OK und fertig. Sie können die User-Pages genau wie die
Werks-Pages über das Page-Select-Menü aufrufen.

AUDIO KONTROL 1 – 69
6.3. Steuerung eines Synthesizers – Erstellung von
Zuweisungen mit MIDI-Befehlen

Das dritte Anwendungsbeispiel, das wir näher betrachten wollen, dreht sich um
die Steuerung eines Synthesizers, aber diesmal über MIDI-Befehle anstatt von
Tastaturbefehlen. Die meisten, wenn nicht gar alle Software-Synthesizer können
über MIDI gesteuert werden - egal, ob sie nun auf eingehende MIDI-Noten, die von
einem Master Keyboard gesendet werden, reagieren oder einige Filterparameter
von einem MIDI-Controller verändern. Sie können mit der MIDI-Schnittstelle der
AUDIO KONTROL 1 übrigens Ihre MIDI-Geräte an Ihren Computer anschliessen,
um Ihre Software-Synthesizer zu steuern.
Wir möchten hier aber das gleiche über die Fernsteuerungs-Funktionen der Hardware
erreichen. Diese Lösung bietet viele Vorteile:
► Sie müssen keine MIDI-Controller konfigurieren (nicht einmal welche besitzen).
► Ihre Fernsteuerung liegt immer direkt neben Ihrem Computer und seine Regler
sind direkt neben Ihren Fingern.
► Sie können direkt an Ihrem Computer schnell und einfach alle Zuweisungen
ändern, speichern und erneut aufrufen.
► Die Zuweisungs-Software erinnert sich immmer an sämtliche Zuweisungen.
(Keinerlei Fragen mehr, wie "Was macht noch der siebte Regler in der mittleren
Reihe des MIDI-Controllers?" oder "Wo ist mein Klebeband? Ich hätte gleich
alles auf den Controller schreiben sollen", usw.)
► Darüber hinaus können Sie mit der AUDIO KONTROL 1 MIDI- und
Tastaturbefehle nahtlos miteinander mischen, so dass äußerst clevere Kontroll-
Schemata möglich werden.

AUDIO KONTROL 1 – 70
Wenn Sie bereits einen MIDI-Controller benutzen, kann die Oberseite der AUDIO
KONTROL 1 immer noch ein nützliches, zusätzliches Steuergerät für die wichtigsten
Funktionen Ihrer Software sein.
Wir werden hier KORE PL AYER benutzen, das im Softwarepaket der
AUDIO KONTROL 1 enthalten ist. Wie schon erwähnt, ist für KORE PLAYER auch
schon eine Werks-Page verfügbar.
Es ist hierbei sehr wichtig, dass die Anwendung mit beiden MIDI-Ausgängen der
AUDIO KONTROL 1 verbunden ist. Beachten Sie, dass nur einer davon Hardware-
seitig vorhanden ist. Der andere Ausgang exisitiert nur virtuell im Rechner, was
sich auch an seinem Namen in der Zielanwendung - "Audio Kontrol 1 Virtual In"
- ablesen lässt. Er wird dazu benutzt, eine Verbindung zwischen der Zuweisungs-
Software und der zu steuernden Zielanwendung herzustellen, in unserem Fall also
mit KORE PLAYER. Die Einrichtung dieser MIDI-Verbindung wurde schon im ersten
Schnellstart-Abschnitt erklärt. Lesen Sie also bitte jenen Abschnitt (5.1) oder die
Dokumentation zu KORE PLAYER, um zu erfahren, wie die MIDI-Eingänge konfigu-
riert werden. Da wir nicht jedesmal alle Details wiederholen möchten, empfehlen
wir Ihnen, das Anwendungsbeispiele und Schnellstart-Kapitel weiter oben im Text
zu lesen, um sich mit der Terminologie vertraut zu machen (Layer, Reiter, usw.). Im
Referenzabschnitt finden Sie ebenfalls immer alle relevanten Informationen.

6.3.1. Übersicht über die Werks-Pages


Laden einer Werks-Page
Werfen wir einen Blick auf die Pages. Sollte die KORE-PLAYER-Software noch
nicht laufen, starten Sie sie.
Bringen Sie die Zuweisungs-Software in den Vordergrund, öffnen Sie das Page-Select-
Menü mit einem Mausklick und wählen Sie die Page "NI KORE PLAYER". Die Werks-
Page wird nun geladen. Auf dieser Page sind zwei Buttons als Schalter eingerichtet,
während der rechte Button als Modifier arbeitet, das heißt er verändert das Verhalten

AUDIO KONTROL 1 – 71
der anderen Controller, wenn er gedrückt gehalten wird (wie die Umschalt-Taste auf
der Tastatur Ihres Rechners).
Hier einmal die Funktionen des Controller-Reglers:
► Solange kein Button gedrückt wird, bewegt er den Sound-Variation-Morph,
ausgehend von der Sound-Variation 1 in der linken oberen Ecke des Grids,
horizontal über das Sound-Variation-Grid
► Wenn der rechte Button gedrückt wird, bewegt der Regler den Sound-Variation-
Morph vertikal und ermöglicht Ihnen den Zugang zur unteren Reihe der Sound-
Variations.

Analyse des Assign-Views


Um zu verstehen, wie dies funktioniert (und wie man es gegebenenfalls ändert...),
müssen wir über den Assign-Button, der sich oben in der Application-Control-Bar
befindet, in der Zuweisungs-Software den Assign-View auswählen (wenn der Button
nicht sichtbar ist, sind sie bereits in der Assign-View).

AUDIO KONTROL 1 – 72
Im oberen Selection-Area sehen Sie alle Controller-Zuweisungen. Indem Sie auf
links auf einen der vier Layer-Reiter klicken, wählen Sie die Zuweisungen für diesen
Layer an. Wenn Sie dann auf eine der vier Controller-Areas klicken oder auf einen
der vier oberen Reiter, können Sie die jeweiligen Zuweisung für den entsprechenden
Controller auswählen.
Klicken Sie auf den Knob-Reiter, um die Zuweisungen für den Controller-Regler zu
sehen. In der unteren Definition-Area sehen Sie alle Zuweisungs-Details für den
Regler im Main-Layer (im linken Abschnitt für die Aktion "Linksdrehung", im rech-
ten Abschnitt für die Aktion "Rechtsdrehung" - siehe obige Abbildung). In beiden
Abschnitten zeigt das Menü für den Software-Event-Type unter den Textfeldern für
die Namen (Labels) den Eintrag "MIDI". Wenn Sie den Controller-Regler bewegen,
werden also MIDI-Daten erzeugt.

AUDIO KONTROL 1 – 73
Unten sehen Sie alle Details über die MIDI-Nachricht, die bei der Drehung des
Reglers nach links gesendet wird. Im Channel-Menü stellen Sie den gewünschten
MIDI-Kanal ein. Das Status-Menü definiert das Status-Byte der MIDI-Nachricht (das
heißt, die Art der MIDI-Nachricht) - in unserem Fall ist dies "CC Internal": Diese
Art von Nachricht wird genutzt, um den Wert des Continuous Controller (CC), der
im Controller-Menü definiert wird, zu erhöhen oder zu reduzieren. In unserem Fall
ist der CC-Wert 24 in KORE PLAYER mit der horizontalen Bewegung des Sound-
Variation-Morphs verknüpft.
Schließlich gibt es drei numerische Felder zur Einstellung der inkrementellen
Schrittweite (negativ zum Verringern) sowie der Minimal- und Maximalwerte.

Hinweis: Ihnen ist vielleicht bereits aufgefallen, dass - anders als bei den
Tastaturbefehlen in den vorherigen Anwendungsbeispielen - für die MIDI-
Befehle keine Zielanwendungen definiert werden. Die MIDI-Befehle werden
zum Rechner geschickt und jedes MIDI-fähige Programm, das auf dem
Computer installiert ist, kann sie empfangen, solange es über beide MIDI-
Eingänge der AUDIO KONTROL 1 empfangsbereit ist. Wenn Sie sicher gehen
möchten, dass nur ein Programm auf diese Befehle reagiert, stellen Sie die
Kanal-Nummern in der Zuweisungs-Software und in Ihren Programmen
entsprechend ein.

Klicken Sie auf den Right-Reiter, um die Zuweisungen für den Regler und den mit-
tleren bzw, linken Button bei gedrücktem, rechten Button (���������������������������
der als Modifier fungiert��)
zu sehen. Sie sollten dann etwas in dieser Richtung sehen:

AUDIO KONTROL 1 – 74
In der unteren Definition-Area steht im Status-Menü “CC Internal”: “CC” steht natürlich
für Control-Change, und “Internal” heißt “relativ zum aktuellen Preset”.
Schauen Sie sich einmal in den anderen Zuweisungen um und machen Sie sich mit
der Arbeitsweise vertraut. Es wird Ihnen sicher auffallen, dass sämtliche Button-
Zuweisungen im Trigger-Modus arbeiten und das zusätzlich nur der Gedrückt-Zustand
(Press-State; auf der linken Seite der Definition-Area) definiert ist. Anders ausge-
drückt: Ein Druck auf einen der Buttons löst etwas aus, das Loslassen des Buttons
jedoch nicht. Näheres hierzu finden Sie im Referenzabschnitt dieses Handbuchs.
In der folgenden Tabelle sind die Zuweisungen der Page "NI Kore Player" zusam-
mengefasst:

AUDIO KONTROL 1 – 75
Drehregler Left-Button Middle-Button mit- Right-Button
(Controller-Regler) linker Button tlerer Button rechter Button
Morph
Main-Layer Erster Button 2nd Button On/Off
Links/Rechts Modifier
Hauptebene An/aus 2. Button ein/aus
(CC 74)
Left Layer
linke Ebene
Middle Layer
mittlere Ebene
Right Layer Morph Up/Down
rechte Ebene (CC 74)

Die erste Werks-Page dreht sich um die allgemeine Steuerung der


KEYBOARD COLLECTION. Die drei anderen Pages konzentrieren sich eher auf
speziellere Aufgaben, wie zum Beispiel auf den unteren oder oberen Layer und
auf die Parameter der Effekte.

6.3.2. Ihre eigenen Zuweisungen erstellen


Beachten Sie, dass es keinen Zweck hat, dem linken Button im Left-Layer einen
Befehl zuzuweisen: Der Ausdruck "Left-Layer" bedeutet ja genau, dass der linke
Button gedrückt wurde, was das Verhalten der anderen Controller ändert. Dasselbe
gilt für den mittleren Button im Middle-Layer und den rechten Button im Right-
Layer.
Öffnen Sie beispielsweise einmal die Page mit den Effekt-Parametern. Bringen Sie
die Zuweisungs-Software in den Vordergrund, öffnen Sie das Page-Select-Menü mit
einem Mausklick und wählen Sie die Page "MIDI Demo Page". Die Zuweisungen
der Page können wie folgt zusammengefasst werden:

AUDIO KONTROL 1 – 76
Drehregler Left Button Middle Button Right Button
(Controller-Regler) linker Button mittlerer Button rechter Button
Main Layer
Master Volume Modifier Modifier Modifier
Hauptebene
Left Layer
Chorus Dry/Wet Decrease Depth Increase Depth
linke Ebene
Middle Layer
Delay Dry/Wet Decrease Time Increase Time
mittlere Ebene
Right Layer
Reverb Dry/ Wet Decrease Time Increase Time
rechte Ebene

Sie sehen, dass jeder Layer sich mit einem einzigen Effekt beschäftigt:
► der Main-Layer (kein Button gedrückt) steuert nur die Gesamtlautstärke
► der Left-Layer (linker Button gedrückt) steuert einige Chrous-Parameter
► der Middle-Layer (mittlerer Button gedrückt) steuert Parameter des Delays
► der Right-Layer (rechter Button gedrückt) steuert Hall-Parameter

Angenommen, Sie spielen gerade einen schönen KoreSound® in KONTAKT PLAYER 2


aber Sie nutzen bei diesem Klang nie das Delay. Warum also nicht das Middle-Layer
dazu benutzen, um andere Parameter zu steuern, die Ihnen wichtiger sind? Zum
Beispiel könnten Sie mit dem Controller-Regler die Geschwindigkeit der Chorus-
Modulation (Speed) und mit dem rechten bzw. linken Button den Parameter Reverb-
Color steuern. Machen wir das einfach einmal:
In der Zuweisungs-Software sollte der Assign-View immer noch aktiv sein. Wenn
nicht, klicken Sie auf den Assign-Button oben in der Application-Control-Bar.
Der mittlere Button ist bereits im Modifier Modus, hier müssen wir also nichts ändern.
Klicken Sie im oberen Selection-Area auf den Reiter für den Middle-Layer. Alles wird
sich auf diesem Layer abspielen.

AUDIO KONTROL 1 – 77
Klicken Sie nun oben auf den Reiter Controller-Knob (oder direkt in die Controller-
Knob-Area). So werden in der unteren Definition-Area seine Zuweisung angezeigt. Im
linken Teil sehen Sie die Zuweisung für die Linksdrehung und im rechten Bereich
für die Rechtsdrehung des Controller-Reglers.
Schauen wir uns kurz die verschiedenen Parameter der Zuweisung an. Von oben
nach unten finden wir im linken und im im rechten Bereich der Definition-Area:

Der linke Teil der Definition-Area für den Controller-Regler auf dem Middle-Layer der Page "MIDI
Demo Page".

► das Feld Event Label erlaubt es Ihnen, der Zuweisung einen Namen zu geben
► mit dem Menü Software Event Type wählen Sie zwischen Tastaturbefehl und
MIDI-Befehl
► das Channel-Menü sendet die MIDI-Daten auf Kanal 1
► mit dem Status-Menü wählen Sie die Art der erzeugten MIDI-Befehle, in unserem
Fall ein inkrementeller (Internal) Continuous Controller (CC)
► das Menü Controller Number setzt die CC-Nummer fest, die gesendet wird (hier
die Nummer 23)
► die letzte Reihe steuert die Schrittweite und den Wertebereich der gesendeten
Nachricht

AUDIO KONTROL 1 – 78
Eine detaillierte Beschreibung aller Zuweisungs-Parameter finden Sie im
Referenzabschnitt dieses Handbuchs.
Für den Moment ist der Controller-Regler dem CC 23 zugewiesen, was Sie am
Controller-Number-Menü erkennen können und dem Dry/Wet-Parameter des Delay
entspricht. Der Parameter für den Chorus-Speed ist über den CC 22 erreichbar
(siehe Tabelle im Appendix). Wir müssen also nur auf das Menü Controller-Number
klicken und anstatt "23" die "22" von der Liste wählen. Vergessen Sie nicht, dies im
rechten und linken Teil der Definition Area zu tun, um unliebsame Überraschungen
zu vermeiden.
Sowohl im linken als auch im rechten Abschnitt müssen wir auch noch die Einträge
der Event-Label-Felder ändern, damit die neuen Befehle auch dort repräsentiert
werden.

Die Definition-Area sollte jetzt folgendermaßen aussehen:

Um Ihre Änderungen zu überprüfen, holen Sie KONTAKT PLAYER 2 nach vorne


und klicken Sie auf den Chorus-Reiter, um zu sehen, was hier passiert. Dann drü-
cken Sie den mittleren Button auf Ihrer AUDIO KONTROL 1 (was die Zuweisungen
des Middle-Layers aktiviert) und drehen den Controller-Regler auf der Hardware
nach links und rechts. Sie sehen, dass sich der Parameter Speed entsprechend
ändert.

AUDIO KONTROL 1 – 79
Das ist alles in Sachen Controller-Regler. Wir werden jetzt die Befehle ändern, die
gesendet werden, wenn der linke und der rechte Button gedrückt werden (immer noch
bei gehaltenem, mittleren Button), so dass nicht mehr die Zeit-Parameter des Delay
sondern der Parameter Reverb-Color gesteuert wird.
Klicken Sie dazu in der oberen Selection-Area auf die Left-Button-Area, um in der
unteren Definition-Area die Zuweisungen zu sehen. Die Situation ähnelt der vorhe-
rigen, nur dass hier nur der linke Teil, das heißt der Gedrückt-Zustand des Buttons,
zugewiesen ist. Das entspricht unserem Wunsch, dass etwas passiert, wenn wir den
Button drücken aber nichts, wenn wir ihn loslassen.
Wie sie im Menü Controller-Number sehen, steuert der Button momentan den CC 24,
der tatsächlich dem Parameter Delay-Time entspricht. Wir möchten, dass er den
Parameter Reverb-Color steuert, der über den CC 28 erreichbar ist. Wir müssen
also nur auf das Menü Controller-Number klicken und "28" anstatt "24" wählen.
Tun Sie dasselbe für den rechten Button auf diesem Layer. Rechter und linker
Button sollten jetzt den Parameter Reverb-Color steuern. Sie können dies überprü-
fen, indem Sie KONTAKT PLAYER 2 nach vorne bringen und die beiden Buttons
bei gehaltenem mittleren Button betätigen.

Es ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass beim ersten Druck auf einen der
Buttons der Wert des Parameters einen ungewöhnlich großen Sprung
macht. Das liegt am Modus "CC-Internal", der im Status-Menü angewählt
ist: Die Zuweisungs-Software merkt sich den zuletzt auf diesem CC ge-
sendeten Wert und addiert beim nächsten Button-Druck den Schritt-Wert
dazu. Wenn es allerdings das erste mal ist, dass der Button gedrückt wird
(bei einer neuen Zuweisung), kann die Zuweisungs-Software den aktuellen
Parameter-Wert nicht kennen. Das gilt auch für den Fall, dass Sie den
Parameter mit der Maus verändern: Wenn Sie danach den Button drücken,
kann die Zuweisungs-Software nicht wissen, dass Sie unterdessen über die
Bedienoberfläche der Software Änderungen vorgenommen haben...seien Sie
also vorsichtig, es könnten überraschende Sprünge entstehen.

AUDIO KONTROL 1 – 80
Nun möchten wir noch präzisere Kontrolle über die Reverb-Color erreichen.
Reduzieren Sie dazu die Schrittweite für die einzelnen Betätigungen des linken
bzw. rechten Buttons, indem Sie auf den Parameter Step-Size klicken und "smaller
step size" (kleinere Schrittweite) auswählen. Sie können den Schritt-Wert entweder
durch Klicks auf die zwei kleinen Pfeile ändern oder indem Sie auf den Wert klicken
und die Maus bei gehaltener Taste nach oben oder unten ziehen.
Noch einmal: Vergessen Sie nicht, dies mit beiden Buttons zu tun, wenn Sie aus-
gewogene Kontrolle haben möchten (was nicht unbedingt der Fall sein muss: Sie
könnten auch einen Controller erzeugen, der den Parameter-Wert über den linken
Button langsam reduziert, ihn mit dem rechten aber schnell erhöht!)
Wenn Sie den kompletten Wertebereich nicht benötigen, können Sie ihn einfach
über die beiden Clip-Values einschränken. Sie bestimmen die Minimal- und Maximal-
Werte, die mit dem jeweiligen Button erreichbar sind. Die beiden Felder werden
genau so wie die Step-Size verändert (über die Pfeile oder durch Ziehen mit der
Maus).
Der Middle-Layer sollte nun folgendermaßen aussehen:

Drehregler Left Button Middle Button Right Button


(Controller-Regler) linker Button mittlerer Button rechter Button
Middle Layer Decrease Reverb Increase Reverb
Chorus Speed
mittlere Ebene Color Color

Mit dem Save-Button speichern Sie Ihre Arbeit in einer User-Page. Die Werk-Pages
können nicht überschrieben werden. Klicken Sie daher auf "Save to User Page",
geben Sie einen neuen Namen ein (zum Beispiel "MIDI Page - For My Preset"),
klicken Sie auf OK und das war's schon. Sie können die User-Pages genau wie die
Werks-Pages über das Page-Select-Menü aufrufen.

AUDIO KONTROL 1 – 81
Noch mehr Kontrolle
Und jetzt? Eine Idee könnte die Implementierung einer Page nur für den Chorus
sein, wobei der Controller-Regler die drei Parameter des Chorus intuitiv steuert,
einen auf jedem Layer. Sie könnten die Zuweisungen für die Buttons auch entfernen,
um die Page zu vereinfachen. Lassen Sie uns dies als Übung einmal ausprobieren.
Die Page sollte danach so aussehen:

Drehregler (Control- Left Button - linker Middle Button - mit- Right Button - rechter
ler-Regler) Button tlerer Button Button
Main Layer Master Volume
Modifier Modifier Modifier
Hauptebene (CC 7)
Left Layer Chorus Dry/Wet
linke Ebene (CC 20)
Middle Layer Chorus Depth
mittlere Ebene (CC 21)

Right Layer Chorus Speed�


rechte Ebene (CC 22)

Eine andere Idee könnte es sein, eine oder mehrere Program-Change-Nachrichten für be-
stimmte Presets zu erzeugen, die Sie z.B. auf der Bühne benutzen wollen. Sie könnten
dann Gebrauch vom anderen Typ an Program-Change-Nachrichten machen, "PC
Fixed" und eine bestimmte Program-Change-Nummer festsetzen, die das Preset
aufruft, das Sie immer verfügbar haben möchten.
Probieren Sie ruhig weiter herum, die AUDIO KONTROL 1 bietet Ihnen schier
endlose Zuweisungs-Möglichkeiten!

AUDIO KONTROL 1 – 82
7. Referenzteil
In diesem Absatz werden wir sämtliche Elemente der Benutzeroberfläche der AUDIO
KONTROL 1 beschreiben. Wie bereits erwähnt, gibt es zwei Software-Teile: Den
Treiber und die Zuweisungs-Software (siehe Kapitel 3.2).

7.1. Der Treiber

Auf den Treiber selbst haben Sie keinen Zugriff : Wie jeder andere Treiber Ihres
Betriebssystems auch, wird er im Hintergrund geladen, wenn Ihr System startet.
Der Treiber kümmert sich um alle Audio- und MIDI-Signale, die über die USB2-
Verbindung von der AK1-Hardware kommen oder zu Ihr laufen.
Während der Treiber selbst keine Benutzeroberfläche hat, stellt er Schnittstellen
zur Verfügung, die andere Anwendungen auf Ihrem System nutzen können. Diese
Schnittstellen, wie z.B. ASIO™ unter Windows® oder CoreAudio™ unter Mac OS® X,
machen es möglich, die AUDIO KONTROL 1 aus einem anderen Programm heraus
zu benutzen (z.B. einem Sequenzer oder Winamp ® /iTunes ®). Sie müssen dem
Programm lediglich beibringen, die Schnittstelle der AUDIO KONTROL 1 zu be-
nutzen. Beispiele dafür werden in den Schnellstart-Abschnitten gegeben (Siehe
Kapitel 5).

AUDIO KONTROL 1 – 83
Auf den Treiber selbst können Sie also nicht zugreifen, Sie können aber einige
seiner Einstellungen nutzen, um sein Verhalten an Ihre Audio-Umgebung anzupas-
sen. Abhängig davon, ob Sie mit Windows ® XP oder Mac OS ® X arbeiten gibt
es verschiedene Möglichkeiten, diese Einstellungen vorzunehmen. Lesen Sie das
folgende Kapitel, um mehr zu erfahren.
Der Treiber verarbeitet auch Steuer-Befehle: Er liest die Hardware-Aktionen auf der
Oberfläche der AUDIO KONTROL 1, verarbeitet sie und sendet sie zur Zuweisungs-
Software.

7.2. Das Bedienfeld des Treibers

Auf das Bedienfeld des Treibers kann auf verschiedenen Wegen zugegriffen werden:
► Über die Verknüpfung ("Control Panel") im Startmenü (Windows ®) oder den
Systemeinstellungen (Mac®)
► aus der Zuweisungs-Software über den Driver-Button in der Application-Control-
Bar, (siehe unten).

AUDIO KONTROL 1 – 84
7.2.1. Das Bedienfeld des Treibers unter Windows® XP

► Presets: Einige Presets (Voreinstellungen) sind bereits vorhanden, von mini-


maler Latenz für schnelle Systeme, bei der die CPU wenig belastet ist, bis hin
zu hohen Latenzen, die für langsamere Systeme oder schnelle Systeme mit
hohen CPU-Auslastungen geeignet sind. Experten können auch benutzerdefini-
erte Einstellungen (User Defined Settings) verwenden (siehe nächster
Abschnitt).
► USB-Puffergröße und Audio-Puffergröße (USB Buffersize/Audio Buffersize):
Diese Parameter sind solange nicht verfügbar (grau), bis Sie anstelle einer
Voreinstellung (Preset) benutzerdefinierte Einstellungen (User Defined Settings)
auswählen. Beachten Sie bitte, dass der Audio-Puffer mindestens doppelt so
groß sein muss wie der USB-Puffer. Zusammen definieren diese Parameter die
Systemlatenz, d.h. die Zeit, die vom dem Moment an verstreicht, in dem ein
Audio-Signal in die AUDIO KONTROL 1 Hardware geschickt wird, das dann
digital vom Computer bearbeitet wird, bis zu dem Moment, in dem dann das

AUDIO KONTROL 1 – 85
Signal die Ausgänge der Hardware weider verlässt. Beachten Sie bitte, dass
der Parameter USB-Buffersize einen starken Effekt auf die CPU-Last Ihres
Systems hat. Die resultierende CPU-Last unterscheidet sich von Computer zu
Computer, so dass es durchaus sinnvoll ist, verschiedene USB-Einstellungen
auszuprobieren. Die USB-Buffersize hat auch einen direkten Einfluss auf den
Audio-Puffer, da der Audio-Puffer mindestens doppelt so groß sein muss, wie
die USB-Latenz.
► Sample-Rate: Wählen Sie eine Sample Rate (Abtastrate), die zu Ihrer
Musikanwendung kompatibel ist. Hohe Abtastraten erzeugen eine höhere CPU-
Last als niedrigere - dafür bieten Sie eine bessere Klangqualität.

Bit-Resolution: Wählen Sie die bevorzugte Amplituden-Auflösung. Eine größere


Anzahl Bits liefert einen besseren Dynamikumfang, aber Audiodaten, die mit
höheren Auflösungen aufgenommen werden, beanspruchen beim Speichern mehr
Platz. Wenn Sie Tonausfälle ("Drop-Outs") mit dem Preset "Minimal Latency" haben,
versuchen Sie "Low Latency" oder "Standard Latency". Je höher Sie den Audio
Buffer einstellen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von Audio-Drop-Outs.
Die Presets sollten für die meisten Anwendungsfälle ausreichen. Bitte aktivieren Sie
die benutzerdefinierten Einstellungen (User Defined Settings) nur, wenn Sie wissen,
was die Parameter für USB-Buffersize und Audio-Buffersize machen.
Es gibt zwei Statusfelder unten im Dialog, die anzeigen, ob die AUDIO-KONTROL-
Hardware bereit ("Ready") und angeschlossen ("Connected") ist.

7.2.2. Das Bedienfeld des Treibers unter Mac OS ® X


Das Dialogfeld bietet unter Mac OS ® X keine weiteren Einstellungen. Er zeigt ledi-
glich Informationen über die Treiber- und Firmwareversion an. Sollten Sie Probleme
mit der Hardware haben, sind diese Informationen nützlich, wenn Sie den Support
kontaktieren.

AUDIO KONTROL 1 – 86
Alle Eigenschaften (wie Latenz und Abtastrate) können in den Anwendungen ein-
gestellt werden, die das Audio-Interface verwenden. Sie können auch einige der
Einstellungen aus den Voreinstellungen (Preferences) heraus erreichen, die in
Kapitel 4.3 beschrieben werden.

7.3. Grundlagen der Fernsteuerung

Um in Gänze zu verstehen, wie die AUDIO KONTROL 1 als Fernbedienung eing-


esetzt wird und wie man sie am Besten nutzt, ist es nötig, die grundlegende
Konzepte hinter dem Arbeitsfluss der AUDIO KONTROL 1 zu beschreiben.

Bitte beachten Sie, dass die Fernsteuerung von der Zuweisungs-Software


verwaltet wird. Dieses Programm muss laufen, um diese Funktion nut-
zen zu können. Normalerweise startet es automatisch beim Hochfahren
des Rechners. Sie wird dann in den System-Tray (Windows ® XP) oder die
Status Bar (Mac OS ® X) minimiert, und läuft im Hintergrund. Können Sie
es nicht dort finden, starten Sie es aus dem Start-Menü (Windows ®) oder
dem Programme-Ordner (Mac OS ® X).

Wir werden die folgenden vier wichtigsten Begriffe beschreiben: Hardware-Aktionen,


Hardware-Ereignisse, Sofware-Ereignisse und Layer (Ebenen). Sie alle spielen eine
wichtige Rolle in der Zuweisungs-Software und einmal verstanden, machen sie den
Gebrauch der Software zum Kinderspiel.

AUDIO KONTROL 1 – 87
7.3.1. Hardware-Aktionen oder: Was passiert auf der Hardware?
Die Hardware-Aktionen werden mit den vier Bedien-Elementen auf der Oberseite der
Hardware ausgeführt, den Controllern. Damit können Sie viele Dinge tun:
► Controller-Regler: Im oder gegen den Uhrzeigersinn drehen (rechts/links)
► Linker Button: Drücken/Loslassen
► Mittlerer Button: Drücken/Loslassen
► Rechter Button: Drücken/Loslassen

Diese Aktionen werden dem Treiber übermittelt, der sie in Hardware-Ereignisse


umwandelt.

7.3.2. Hardware-Ereignisse oder: Wie Ihr Rechner sie versteht


Ein Hardware-Ereignis ist im Wesentlichen durch zwei Dinge definiert:
► der ursprünglichen Hardware-Aktion (zum Beispiel Drehen am Controller-
Regler)
► wie es von der Zuweisungs-Software verstanden wird (zum Beispiel zu definie-
ren, wann eine Bewegung des Reglers groß genug ist, um als Rotations-Ereignis
imterpretiert zu werden)

Hier ist eine Liste aller möglichen Hardware-Ereignisse.


Der Controller-Regler kann im und gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden. Wenn
eine Bewegung des Reglers eine bestimmte Schwelle überschreitet, wird ein
Hardware-Ereignis erzeugt - entweder "Linksdrehung" oder "Rechtsdrehung. Wird
der Controller-Regler weiter in dieselbe Richtung gedreht, werden in gleichmäßigen
Abständen weitere Dreh-Ereignisse erzeugt.
Für alle Buttons gibt es drei Hardware-Ereigniss-Modi: Jeder Button kann im Trigger-
(Auslöse-), Toggle- (Umschalt-) oder Modifier-Modus (Modifikations-) verwendet
werden, was unterschiedliche Hardware-Ereignisse zur Folge hat:

AUDIO KONTROL 1 – 88
► Im Trigger-Modus werden Press- (Druck-) und Release- (Loslass-)-Ereignisse
erzeugt, die dem gedrückten oder nicht gedrückten Zustand des Buttons ent-
sprechen. Beide Hardware-Events können Software-Ereignissen zugewiesen
werden. Beispielsweise könnte ein Druck auf den linken Buttons den Master-
Effekt von TRAKTOR 3 LE einschalten und das Loslassen des Buttons könnte
ihn wieder ausschalten.
► Im Toggle-Modus erzeugt ein Druck auf den Buttonein On-Ereignis (An), wird
er ein zweites Mal gedrückt, wird ein Off-Ereignis (Aus) generiert. Das Loslassen
des Buttons erzeugt kein Ereignis. Sowohl On- als auch Off-Ereignissen können
Software-Ereignisse zugewiesen werden. Beispielsweise könnte das Drücken
des rechten Buttons die Wiedergabe in iTunes ® starten, und erneutes Drücken
würde sie dann wieder stoppen (wie ein Wiedergabe-/Pause-Schalter).
► Im Modifier-Modus erzeugt das Drücken oder Loslassen eines Buttons kein
Ereignis. Stattdessen werden die Einstellungen für alle anderen Controller ver-
ändert, solange der Button gehalten wird (Logischerweise kann er sich nicht
selber verändern). Dies ist vergleichbar mit der Umschalt- oder der Strg-Taste
Ihrer Computertastatur die die Zuweisung und Funktionalität für andere Tasten
verändern. So könnte der Controller-Regler in KORE PLAYER den Sound-
Variation-Morph horizontal bewegen, wenn kein Button gedrückt wird und ver-
tikal, wenn der rechte Button gedrückt wird. Der rechte Button agiert dann als
Modifier.

7.3.3. Das Konzept der Layer (Ebenen) oder: Wie vervielfache ich einen
Button?
Die Modifier-Funktion führt zu vier verschiedenen Layern (Ebenen) von Hardware-
Ereignissen: Der Main-Layer (Hauptebene) enthält alle Ereignis, die ohne jeden
Modifier generiert werden. Die anderen drei Layer stehen nur zur Verfügung, wenn
der entsprechende Button im Main-Layer als Modifier definiert ist.

AUDIO KONTROL 1 – 89
Der Modifier-Modus steht nur im Main-Layer zur Verfügung. Dies bedeutet
insbesondere, dass Sie keine Modifier-Kombinationen benutzen können, um
ein Hardware-Ereigniss auszulösen (wie Sie es auf Ihrer Computertastatur
zum Beispiel mit Strg+Umschalten+A tun können).

Abhängig von den Modifier-Einstellungen der drei Buttons gibt es 4 (kein Button
als Modifier definiert) bis zu 10 (alle Buttons als Modifier definiert) Paare an
Hardware-Ereignissen... und ebenso viele Software-Ereignisse. Das Bild unten
zeigt das Konzept der Layer:

Verschiedene Konfigurationen von Modifiern.

AUDIO KONTROL 1 – 90
Konfiguration mit 0 Modifiern (oben links):
Jeder Regler kann ein Paar von Hardware-Ereignissen (Drehung links/rechts oder
Button gedrückt/losgelassen) erzeugen, was insgesamt 4 Paare möglicher Hardware-
Ereignisse ergibt. Es gibt nur eine Ebene, den Main-Layer.

Konfiguration mit 1 Modifier (oben rechts):


Jeder Regler, außer dem Modifier, kann ein Paar Hardware-Ereignisse auslösen.
► Wenn der Modifier (in unserem Falle ist dies der linke Button) losgelassen wird,
befinden wir uns im Main-Layer und das ergibt 3 mögliche Ereignis-Paare
(Controller-Regler, mittlerer und rechter Button).
► Wenn der Modifier gedrückt wird, gelangen wir in den Left-Layer (Ebene linker
Button) und finden dort drei weitere mögliche Ereignis-Paare, was insgesamt
also sechs Paare an möglichen Ereignissen ergibt.

Sie können jeden der drei Buttons als Modifier definieren (das Bild oben zeigt nur
eine der drei Möglichkeiten).

Konfiguration mit 2 Modifiern (unten links):


Werfen wir einen Blick auf jeden Layer.
► Im Main-Layer sind zwei Buttons als Modifier definiert. Es gibt noch zwei
verbleibende Controller für die Erstellung von Hardware-Ereignis-Paaren ( in
unserem Fall der Controller-Regler und der rechte Button).
► Wenn wir den linken Button drücken, erreichen wir den Left-Layer (Ebene des
linken Buttons), der andere Zuweisungen für die drei anderen Controller enthält.
Tatsächlich wird der mittlere Button, der im Main-Layer ein Modifier war, nun
zu einem normalen Button (d.h. im Trigger- oder Toggle-Modus) sobald ein
anderer Layer ausgewählt wird. Wie wir bereits oben erwähnt, können Sie
Modifier nur im Main-Layer definieren, so dass Kombinationen von Modifiern
nicht möglich sind. Das bedeutet, dass wir drei mögliche Paare in diesem Layer
haben: Controller-Regler, mittlerer und rechter Button.

AUDIO KONTROL 1 – 91
► Drücken wir den mittleren Button, erreichen wir den Middle-Layer (Ebene des
mittleren Buttons), wo wir (aus denselben Gründen wie oben) drei andere
mögliche Hardware-Ereignis-Paare vorfinden: Controller-Regler, linker und re-
chter Button.

Zusammen ergibt das 2+3+3 = 8 Paare möglicher Hardware-Ereignisse.


Auch hier hätten Sie zwei andere Buttons als Modifier auswählen können.

Konfiguration mit 3 Modifiern (unten rechts):


Wir betrachten wieder jeden Layer.
► Main-Layer: Nur der Controller-Regler hat ein Paar möglicher Hardware-
Ereignisse, da alle Buttons als Modifier definiert wurden.
► Left-Layer (Ebene des linken Buttons): Die anderen drei Controller stehen zur
Verfügung, das bedeutet, dass es drei mögliche Hardware-Ereignis-Paare gibt
(Controller-Regler, mittlerer und rechter Button).
► Middle-Layer (Ebene des mittleren Buttons): Wie auch beim Left-Layer gibt es
hier drei mögliche Hardware-Ereignis-Paare (Controller-Regler, linker und re-
chter Button).
► Right-Layer (Ebene des rechten Buttons): Wie bei den bei den beiden oben
genannten gibt es drei mögliche Hardware-Ereignis-Paare (Controller-Regler,
linker und mittlerer Button).

Das ergibt insgesamt 1+3+3+3 = 10 mögliche Hardware-Ereignis-Paare in dieser


Konfiguration mit allen Buttons als Modifier.
Beispiel: Sollte Ihnen diese Konfiguration mit drei Buttons als Modifier noch im-
mer seltsam vorkommen, betrachten Sie einmal dieses kleine Beispiel. Stellen Sie
sich vor, dass Sie an einem 3-Spur-Projekt in Ihrem Lieblings-Sequenzer arbeiten.
Durch die korrekte Einstellung der Zuweisungs-Software der AUDIO KONTROL 1,
könnten Sie die Hardware folgendermaßen einsetzen:

AUDIO KONTROL 1 – 92
► Wenn im Main-Layer kein Button gedrückt ist, verhält sich der Controller-Regler
wie der Master-Level-Fader im Mixer Ihres Projekts;
► Drücken und Halten eines Buttons (andere Layer) würde die entsprechende
Spur in Ihrem Projekt "auswählen";
► Der Controller-Regler würde sich dann wie ein Level-Fader für ebendiese Spur
verhalten;
► Die zwei anderen Buttons würden sich entsprechend wie die Solo- und Mute-
Buttons der jeweiligen Spur verhalten.

Abschnitt 7.4 weiter unten beschreibt die Benutzeroberfläche der Zuweisungs-


Software und wird Ihnen das Konzept der Layer (Ebenen) noch näher bringen.
Es handelt sich um ein wichtiges Konzept, das es Ihnen erlaubt, die Zuweisungs-
Möglichkeiten Ihrer AUDIO KONTROL 1 zu vervielfachen. Einige der Schnellstart-
Abschnitte (Kapitel 5) und Anwendungs-Beispiele (Kapitel 6) zeigen Ihnen die
Möglichkeiten des Modifier-Konzepts.

7.3.4. Software-Ereignisse, oder: Was wird zu Ihren Anwendungen ge-


schickt?
Die Hardware-Ereignisse, die wir oben beschrieben haben, werden von der Zuweisungs-
Software verarbeitet, in Software-Ereignisse umgewandelt und zur gewünschten,
auf Ihrem Rechner laufende Anwendung geleitet. Sowie Sie eine Hardware-Aktion
durchführen, sendet die Zuweisungs-Software das entsprechende Software-Ereignis
zur Anwendung in Form eines Tastaturbefehls oder einer MIDI-Nachricht:
► Tastaturbefehle simulieren in der Zielanwendung eine Eingabe auf der
Computertastatur (üblicherweise als "Tastaturkürzel" für diese Anwendung be-
zeichnet). Beachten Sie, dass die Zielanwendung das Tastaturkürzel sogar
empfängt, wenn sie in das System-Tray (Windows ®) oder das Dock (Mac ®)
minimiert wurde.

AUDIO KONTROL 1 – 93
Beachten Sie bitte, dass Tastaturbefehle in Windows ® XP und Mac OS ® X
unterschiedlich gehandhabt werden. Unter Windows® wird das Tastaturbefehl
in das Hauptfenster der Zielanwendung geschickt. Unter Mac OS ® X gibt es
so ein Hauptfenster jedoch nicht. Daher wird der Tastaturbefehl in das mo-
mentan aktive Fenster geschickt, wenn die Zielanwendung im Vordergrund
läuft. Ist die Zielanwendung im Hintergrund, wird der Tastaturbefehl direkt in
die Anwendung geschickt und nicht zu einem seiner Fenster. Abhängig von
der Zielanwendung können manche Tastaturkürzel durch diese Besonderheit
von Mac OS ® X nicht zugänglich sein.

► MIDI-Nachrichten können auch benutzt werden, um Befehle zu senden, da nah-


ezu alle Musikprogramme diese Art der Fernsteuerung unterstützen.

MIDI-Nachrichten werden durch einen zweiten, virtuellen Ausgang gesendet.


Das Programm, das Sie mit MIDI-Nachrichten fernsteuern wollen, muss mit
diesem virtuellen MIDI-Ausgang verbunden sein - überprüfen Sie, ob die
MIDI-Schnittstelle der Zielanwendung richtig eingestellt ist.

Alle Details über diese Tastaturbefehle und MIDI-Nachrichten können im Kapitel


7.4.4 nachgelesen werden; dort wird der Assign-View der Zuweisungs-Software
beschrieben.

AUDIO KONTROL 1 – 94
7.3.5. Zusammenfassung
Lassen Sie uns eine kurze Verschnaufpause einlegen und zusammenfassen, was
wir bisher über den Signalfluss bei der Fernsteuerung gelernt haben.
Die Hardware der AUDIO KONTROL 1 übermittelt Ihre Befehle in Form von
Hardware-Aktionen.
Diese Hardware-Aktionen werden in Hardware-Ereignisse umgewandelt - abhängig
davon, wie die Aktionen interpretiert werden sollen (welche Controller werden in
welcher Ebene und in welchem Modus bedient...).
Die Zuweisungs-Software empfängt diese Hardware-Ereignisse und weist sie der
gewünschten Anwendung in Form von Tastaturbefehlen oder MIDI-Nachrichten
zu. Ihre Anwendung führt die erwünschten Aufgaben bei Empfang der Befehle aus. Das
nächste Kapitel beschreibt, wie man all diese Aufgaben mit nur ein paar Mausklicks
in der Zuweisungs-Software konfigurieren kann.

7.4. Die Zuweisungs-Software

D ie Zu weisung s- S o f t w ar e is t die Zent r ale Ihr e s AUDIO - KO N T RO L-


Fernsteuerungssystems. Sie speichert die Verknüpfungen zwischen den Hardware-
Aktionen (die Sie auf der Oberfläche der AUDIO KONTROL 1 ausführen) und den
Software-Ereignissen (den Dingen, die innerhalb einer bestimmten Software passie-
ren sollen). Wir werden hier systematisch alle Elemente der Benutzeroberfläche der
Zuweisungs-Software beschreiben, die die zuvor erklärten Hardware- und Software-
Aktionen/-Ereignisse und andere Layer steuert und organisiert.
Natürlich empfehlen wir Ihnen, dass Sie jedes Element Ihrer Zuweisungs-Software
ausprobieren, wenn wir es im Handbuch beschreiben. Lernen durch Ausprobieren
und Handbuchlesen ist der Schlüssel zum Erfolg!

AUDIO KONTROL 1 – 95
Die Zuweisungs-Software bietet zwei Ansichtsmodi: Den Display-View (Anzeigeansicht)
und den Assign-View (Zuweisungsansicht). Beide teilen sich die Application-Control-Bar
(Kontrolleiste der Anwendung) oben im Fenster. Schauen wir uns jedes Element
einmal genauer an.

7.4.1. Die Menüs der Zuweisungs-Software


Die Menüleiste der Zuweisungs-Software enthält drei Menüs: das File-Menü (Datei-
Menü), das Monitoring-Menü und das Help-Menü (Hilfe-Menü).

File-Menü
Das File-Menü erlaubt es Ihnen, die Controller-Pages zu verwalten, auf das Treiber-
Bedienfeld zuzugreifen und die Zuweisungs-Software zu schließen. Das Menü en-
thält die folgenden Einträge:
► New Page (Neue Seite): Lädt die Datei "New.xml", die Sie im Ordner mit den
Werks-Pages finden. Wurde die Page nach der letzten Speicherung geändert,
erscheint ein Warndialog mit dem Hinweis, dass jegliche ungespeicherten
Daten bei Speicherung verloren gehen.
► Open Page (Seite öffnen): Liefert eine Liste von Pages, ähnlich dem Page-Select-
Menü in Application-Control-Bar.
► Save Page (Seite speichern): Speichert die Page mit ihrem aktuellen Namen,
wie der Save-Button auf der Benutzeroberfläche. Wurde die Page aus dem
Ordner mit den Werks-Pages geladen, erscheint ein Dialog, in dem darauf
hingewiesen wird, dass die Seite im Ordner für die User-Pages gespeichert
wird. Stimmen Sie zu, wählen Sie "Save to User Content" (In den
Benutzerinhalten speichern); falls nicht, wählen Sie Cancel (Abbrechen). Ist
der Name der aktuellen Page "New" (z.B. weil sie durch den Befehl "New Page"
erstellt wurde), ist der Ablauf ähnlich wie beim Befehl "Save Page As..." (Seite
speichern unter...).

AUDIO KONTROL 1 – 96
► Save Page As... (Seite speichern unter...): Im folgenden Dialog können Sie einen
Namen für die Page eingeben. Ein Warndialog fragt nach Bestätigung, falls
der ausgewählte Dateiname schon einmal verwendet wurde; Sie können dann
entscheiden, ob Sie die bereits existierende Page überschreiben möchten
(Replace) oder abbrechen möchten (Cancel), um dann einen anderen Namen
auszuwählen.
► Delete Page... (Seite löschen...): Dieser Eintrag ist inaktiv, wenn eine Werks-Page
geladen wurde. Ist eine User-Page geladen, erscheint ein Warnhinweis, in dem
nach Bestätigung der Löschung gefragt wird (mit den selbsterklärenden
Auswahlmöglichkeiten Delete/Löschen und Cancel/Abbrechen). Nach dem
Löschen wird automatisch die Datei "New.xml" geladen.
► Audio Settings... (Audio Einstellungen): Öffnet das Treiber-Bedienfeld (genau wie
der Treiber-Button in der Kontrollleiste der Zuweisungs-Software). Für mehr
Informationen über das Treiber-Bedienfeld lesen Sie bitte Kapitel 7.2.
► Exit (Ausgang): Schließt die Zuweisungs-Software. Bitte beachten Sie, dass
dann die Fernsteuerungs-Funktionen der AUDIO KONTROL 1 deaktiviert
werden, da zum ordnungsmäßigen Gebrauch die Zuweisungs-Software ausge-
führt werden muss.

Monitoring-Menü
Dieses Menü erlaubt es Ihnen, für das Direct-Monitoring-Signal eine der vier Audgangs-
Buchsen auszuwählen. Sie können die Paare 1/2 und 3/4 oder beide wählen. Für
mehr Informationen über die Nutzung von Direct-Monitoring lesen Sie bitte für die
Theorie das Kapitel 3.1.1 und für die Praxis das Kapitel 6.1.

AUDIO KONTROL 1 – 97
Help-Menü
Das Help-Menü bietet Ihnen die folgenden Einträge:
► About (Über): Öffnet den About-Dialog (genau wie ein Klick auf das
NATIVE-INSTRUMENTS-Logo oder das AUDIO-KONTROL-1-Logo). Dieser
Dialog enthält wertvolle Informationen über die Software, wie z.B. die
Versionsnummer.
► Visit AUDIO KONTROL 1 on the web (AUDIO KONTROL 1 im Internet): Öffnet in Ihrem
Internet-Browser die AUDIO-KONTROL-1-Seite der NATIVE-INSTRUMENTS-
Website.

7.4.2. Die Application-Control-Bar


Die Application-Control-Bar ist immer sichtbar. Sie enthält die globalen Befehle der
Zuweisungs-Anwendung, wie das Wechseln zwischen den Ansichten, das Verwalten
Ihrer Controller-Pages und das Aktivieren des Treiber-Bedienfeldes.

Die Application-Control-Bar ist immer sichtbar.

Assign/Display-Button
Dieser Button erlaubt es Ihnen, zwischen den beiden Ansichtsmodi der Zuweisungs-
Anwendung hin- und herzuschalten. Der Button zeigt immer den Namen des an-
deren, gerade nicht aktiven Modus an. Klicken Sie auf den Button, um zur anderen
Ansicht zu gelangen.

AUDIO KONTROL 1 – 98
Page-Select-Menü (Page-Auswahl)
Das Page-Select-Menü bietet eine Liste der verfügbaren Controller-Pages. Sie
können es öffnen, indem Sie mit der Maus darauf klicken; das Auswählen eines
Eintrags lädt die entsprechende Page. Jede Page enthält einen kompletten Satz
an Controller-Zuweisungen.
Jede Page wird als separate XML-Datei gespeichert. Es gibt zwei Arten von Pages:
► Die AUDIO KONTROL 1 wird mit einem umfangreichen Satz vorbereiteter
Werks-Pages für verschiedene NATIVE-INSTRUMENTS-Produkte sowie für die
gängigsten Sequenzer und Multimedia-Anwendungen geliefert.
► Sie können aber auch Ihre eigenen User-Pages erstellen, z.B. indem Sie eine
Werks-Page an Ihre Wünsche anpassen.

Das Page-Select-Menü zeigt alle verfügbaren Pages: Ganz oben stehen die User-
Pages. Dann folgen die Werks-Pages, die durch eine schmale Linie abgetrennt sind.
Gibt es keine User-Pages, weil Sie zum Beispiel noch keine gespeichert haben,
werden nur die Werks-Pages angezeigt.

Save-Button (Speichern)
Ein Klick auf den Save-Button speichert die Page mit seinem aktuellen Namen,
ähnlich wie der Save-Eintrag im File-Menü. Handelt es sich um eine Werks-Page,
öffnet sich ein Dialog, der darüber informiert, dass die Seite in den User-Page-
Ordner gespeichert wird. Stimmen Sie zu, wählen Sie Save to User Content (In den
Benutzerinhalten speichern); falls nicht, wählen Sie Cancel (Abbrechen). Ist der
Name der aktuellen Page New (z.B. weil sie durch den Befehl New Page erstellt
wurde), ist der Ablauf ähnlich wie beim Befehl Save Page As... (Seite speichern
unter...).

Driver-Button (Treiber)
Der Driver-Button öffnet das Driver-Control-Panel. Für mehr Informationen über den
Treiber schlagen Sie bitte in Kapitel 7.2 nach.

AUDIO KONTROL 1 – 99
AUDIO-KONTROL-1-Logo und NATIVE-INSTRUMENTS-Logo
Ein Klick auf das AUDIO-KONTROL-1-Logo oder das NATIVE-INSTRUMENTS-Logo öffnet
den About-Dialog. Dieser Dialog enthält wertvolle Informationen über die Software,
wie z.B. die Versionsnummer.

7.4.3. Der Display-View


Im Display-View (Anzeigeansicht) sehen Sie die Zuweisungen für die vier Controller
auf Ihrer AUDIO KONTROL 1.
Ist der Display-View nicht aktiv, klicken Sie auf den Display-Button in der Application-
Control-Bar (Sollte sich kein Display-Button in der Leiste befinden, bedeutet dies,
dass Sie sich bereits im Display-View befinden).

Der Display-View der Zuweisungs-Software mit der Information-Area oben und dem Hardware-Area
darunter.

AUDIO KONTROL 1 – 100


Der Display-View besteht aus zwei Teilen: Die Hardware-Area im unteren Bereich
spiegelt die Oberseite der AUDIO KONTROL 1 wider. Oben in der Information-Area
werden abhängig von der Position Ihres Mauszeigers INformationen angezeigt. Wenn
Sie den Mauszeiger über ein Bedienelement in der Hardware-Area bewegen, werden
Ihnen in der Information-Area alle Zuweisungs-Informationen für den jeweiligen
Controller angezeigt.

7.4.4. Assign-View (Zuweisungsansicht)


Im Assign-View (Zuweisungsansicht) können Sie die Aktion jedes Controllers auf der
Oberseite Ihrer Hardware präzise definieren. Wie wir im vorhergehenden Kapitel 7.3
bereits beschrieben haben, leitet jede menschliche Interaktion mit einem Controller
eine Hardware-Aktion ein, die vom Treiber in ein Hardware-Ereignis übersetzt wird, das
wiederum von der Zuweisungs-Software in ein Software-Ereignis umgewandelt wird,
das dann zur entsprechenden Anwendung gesendet wird. Sollte dies neu für Sie
sein, lesen Sie bitte das oben genannte Kapitel.
Der Assign-View (Zuweisungsansicht) ist der Ort, an dem Sie die Übersetzung
zwischen Hardware-Aktionen und Software-Ereignissen konfigurieren.
Ist der Assign-View nicht aktiv, klicken Sie auf den Assign-Button in der Application-
Control-Bar (Sollte sich kein Assign-Button in der Leiste befinden, bedeutet dies,
dass Sie sich bereits im Assign-View befinden).
Genau wie der Display-View, ist auch der Assign-View in zwei Bereiche aufge-
teilt: in die Selection-Area oben im Fenster und die untere Definition-Area. In der
Selection-Area wird das Element bestimmt, dessen Zuweisungen in der Definition-
Area bearbeitet werden.

AUDIO KONTROL 1 – 101


Der Assign-View der Zuweisungs-Software mit der Selection-Area oben und der Definition-Area un-
ten.

Selection-Area (Auswahlbereich)
Die Selection-Area besteht aus vier horizontalen Controller-Areas und vier vertikalen
Layer-Reitern.
Die Controller-Areas stehen für die vier Controller (Controller-Regler, linker, mittlerer
und rechter Button). Jeder von Ihnen zeigt den Hardware-Ereignis-Modus des jeweili-
gen Controllers an (z.B. Toggle oder Rotate) sowie seine beiden Event-Labels (z.B.
On: Aktiviere Reverb, Off: Deaktiviere Reverb). Sie können mit der Maus ausgewählt
werden. Wenn eine Controller-Area angewählt wurde, werden die Einstellungen des
entsprechenden Elements in der unteren Definition-Area angezeigt.

AUDIO KONTROL 1 – 102


Der Layer-Reiter wählt die Ebene für die Controller-Areas aus. Ein Klick auf den Main-
Reiter wird z.B. die Controller-Zuweisungen für die Hauptebene anzeigen, d.h., wenn
kein Modifier gedrückt wurde. Wenn der rechte Button im Main-Layer im Modifier-
Modus arbeitet, zeigt ein Klick auf den +Right-Reiter die Controller-Zuweisungen an,
die für den Fall definiert wurden, dass der rechte Button gedrückt ist.
Wenn ein Button nicht als Modifier definiert wurde, ist der entsprechende Layer-
Reiter nicht aktiv und sein Name wird grau dargestellt.

Definition-Area
Die Definition-Area zeigt die Einstellungen an, die für die oben in der Selection-Area
angewählte Controller-Area gelten. Hier können Sie diese Einstellungen an Ihre
eigenen Bedürfnisse anpassen.
Oben in der Mitte der Definition-Area finden wir das Menü für den Hardware-Ereignis-
Modus, über das Sie den erwünschten Ereignis-Modus für den jeweiligen Controller
wählen können. Es enthält für die Buttons die Einträge Toggle, Trigger und Modifier.
Für den Controller-Regler bietet es nur den Modus Rotate (Drehen) an.
Ist für einen Button der Modus Modifier ausgewählt, gibt es für diesen Button ke-
ine weiteren Wahlmöglichkeiten (da ein Modifier nicht gleichzeitig auch noch ein
Software-Ereignis steuern kann). Daher ist der entsprechende Bereich deaktiviert.
Der Rest der Defintion-Area ist in zwei identische Bereiche auf der linken und
rechten Seite eingeteilt. Jeder dieser Bereiche definiert eines der beiden Hardware-
Ereignisse der zugehörigen Controller-Area. Sie bestehen aus den folgenden
Elementen (von oben nach unten):
Der Event-Type-Indicator (Anzeige für den Ereignis-Typ) zeigt abhängig vom Hardware-
Ereignis-Modus, der im vorherigen Menü eingestellt wird, die beiden möglichen
Zustände des Controllers an:
► Rotate (Drehen): Left (Links) auf der linken Seite, Right (Rechts) auf der rechten
Seite.
► Toggle: On (An) auf der linken Seite, Off (Aus) auf der rechten Seite.
► Trigger: Press (Drücken) auf der linken Seite, Release (Loslassen) auf der rech-
ten Seite.

AUDIO KONTROL 1 – 103


Das Event-Label-Feld enthält den Namen der jeweiligen Aktion. Indem Sie auf das
Feld klicken, können Sie das entsprechende Label erreichen. Drücken Sie die
Eingabe-Taste auf Ihrer Computertastatur, um den neuen Namen zu speichern.
Dieses Event-Label wird in der entsprechenden Controller-Area (oben in der Selection-
Area) und in der Information-Area des Display-Views benutzt, um die Funktion des
Controllers zu beschreiben.
Das Menü für den Software-Event-Type enthält die verfügbaren Software-Ereignisse,
die dem in der oberen Selection-Area gewählten Hardware-Ereignis zugewiesen
werden können.
Dies Sind:
► Off: Die Zuweisung für dieses Hardware-Ereignis ist deaktiviert.
► Key: Erzeugt einen Tastaturbefehl, der in der Zielanwendung eine Eingabe auf
der Computertastatur simuliert.
► MIDI: Sendet eine MIDI-Nachricht an die Zielanwendung.
Die Specification-Area (Funktions-Bereich) enthält alle Informationen, die zur
Ausführung des jeweiligen Software-Ereignisses nötig sind. Je nach gewähltem
Software-Ereignis-Typ, der im vorherigen Menü gewählt wird, besteht die
Specification-Area aus unterschiedlichen Elementen.
Wenn das Menü für den Software-Ereignis-Typ auf Off steht, ist die Specification-
Area deaktiviert:

Keine Specification-Area, wenn Off angewählt wurde.

AUDIO KONTROL 1 – 104


Wird im Menü für den Software-Ereignis-Typ Key (Taste) ausgewählt, bietet die
Specification-Area Elemente, mit denen Sie einen Tastaturbefehl bestimmen kön-
nen:

Specification-Area für das Software-Ereignis Key.

Von oben nach unten sind das:


► Program-Menu (Programm-Menü): In diesem Menü können Sie die Zielanwendung
für das Hardware-Ereignis bestimmen. Das Menü enthält alle momentan ak-
tiven Anwendungen auf, die Tastaturbefehle empfangen können. Ihr zustand
(Fenster aktiv oder nicht, Fenster angezeigt oder nicht, minimiert oder ver-
steckt, usw.) wirkt sich auf diese Auswahl nicht aus.
► Rechts vom Program-Menü öffnet der Browse-Button (…...) einen Datei-Dialog,
über den Sie eine Anwendung wählen können, die gerade nicht ausgeführt wird.
► Key: Dieses Textfeld und seine vier Wahlfelder für die Modifikationstasten darunter
erlaubt Ihnen die Eingabe des gewünschten Tastaturbefehls. Nachdem Sie auf
das Feld geklickt haben, geben Sie den Tastaturbefehl auf Ihrer
Computertastatur ein und die Zuweisungs-Software speichert die Tasten-
Kombination inklusive der benutzen Modifikationstasten ab. Die
Modifikationstasten sind Umschalten, Steuerung, Alternativ und Win auf
Windows ® -Systemen und Umschalten, Steuerung (ctrl), Alternativ und Apfel
auf dem Mac®.

AUDIO KONTROL 1 – 105


► Continuous-Schalter: Dieser Schalter aktiviert den Continuous-Modus (Kontinuierlicher
Modus): Normalerweise wird ein Tastaturbefehl durch die Simulation eines
tastendrucks mit anschliessendem, sofortigen Loslassen der Taste simuliert.
Diese Simulation ist für die meisten Situationen ausreichend. Manchmal ist es
allerdings nötig, einen Tastendruck zu simulieren, der für eine gewisse Zeit
gehalten wird. Dieses Verhalten kann mit dem Continuous-Modus nachgebildet
werden. Er simuliert, dass die Taste gedrückt wird, wenn das Hardware-Ereignis
eintrifft, z.B. wenn der Regler in eine Richtung gedreht wird. Aber anstatt sofort
danach das Loslassen der Taste zu simulieren, geschieht dies erst, wenn der
Regler nicht mehr gedreht wird. So wird die Taste "gehalten", bis die Drehung
endet. Aufgrund dieser Funktionsweise kann der Continuous-Schalter nur für
Rotate-Ereignisse und das Press-Ereignis des Trigger-Modus aktiviert werden
und nicht für Release, On oder Off.

Wenn im Menü für den Software-Ereignis-Typ MIDI ausgewählt ist, zeigt Ihnen die
Specification-Area die Parameter der gesendeten MIDI-Nachricht an.

MIDI-Nachrichten werden über einen zweiten, virtuellen Ausgang gesendet.


Das Programm, das Sie mit MIDI-Nachrichten fernsteuern möchten, muss
mit diesem virtuellen MIDI-Ausgang verbunden sein - überprüfen Sie, dass
die MIDI-Schnittstelle der Zielanwendung richtig eingestellt ist.

AUDIO KONTROL 1 – 106


Specification-Area für den Software-Ereignis-Typ MIDI.

Das Channel-Menü wählt den MIDI-Kanal, auf dem die MIDI-Daten gesendet werden.
Sie können zwischen allen 16 Kanälen wählen und ein OMNI-Eintrag exisitiert eb-
enfalls (Standardeinstellung), der die Message im OMNI-Modus, d.h. auf allen
Kanälen gleichzeitig sendet.
Das Status-Menü wählt den Typ der verwendeten MIDI-Nachricht aus. Technisch ge-
sehen wird hier das Message-Status-Byte definiert(für mehr Informationen darüber,
was ein Status-Byte ist, lesen Sie bitte einen Referenztext zur MIDI-Spezifikation).
Abhängig vom ausgewählten Eintrag in diesem Menü, zeigt der Bereich darunter
die zugehörigen Elemente an. Das Menü bietet die folgenden Einträge:
► Note: Sendet eine MIDI-Note-On-Nachricht. Zwei Ausklappmenüs bestimmen
die Tonhöhe und Anschlagsdynamik (Velocity) der Nachricht (siehe obiges Bild).
Wenn die Velocity auf 0 steht, wird die Nachricht als MIDI-Note-Off interpre-
tiert. Dies kann benutzt werden, um Samples in einem Sampler oder Phrasen
in einem Sequenzer anzusteuern.

AUDIO KONTROL 1 – 107


► Aftertouch: Sendet eine MIDI-Nachricht, die den Aftertouch-Wert einer Note
definiert. Zwei Menüs bestimmen die Werte für Pitch (Tonhöhe) und Pressure
(Druck) der Nachricht. Das Pitch"-Menü bietet einen All-Eintrag: Wenn dieser
Eintrag angewählt wird, werden MIDI-Channel-Pressure-Nachrichten (der
Aftertouch-Wert gilt für alle Noten des MIDI-Kanals) gesendet; in allen anderen
Fällen werden Polyphonic-Key-Pressure-Nachrichten gesendet (jede Note hat
Ihren eigenen Aftertouch-Wert).

AUDIO KONTROL 1 – 108


► CC Fixed: Sendet eine MIDI-Control-Change-Nachricht. Zwei Menüs bestimmen
die Controller-Number (Nummer) und den Controller-Value der MIDI-Nachricht.
Benutzen Sie diese Funktion beispielsweise, um einen Effekt oder jeden an-
deren Zustand An- oder Auszuschalten - z.B. indem bei einem Hardware-Press-
Ereignis (Button-Druck) der CC-Wert 127 und beim Loslassen (Release) ein
CC-Wert von 0 gesendet wird.

► CC Internal: Sendet eine MIDI Control-Change-Nachricht. Ein Menü bestimmt die


Controller-Number der Nachricht. Drei zusätzliche Werte-Felder (bestimmen die
Step-Size (Schrittweite), die auch negativ sein kann, sowie die Minmal- und
Maximalwerte, die der Controller erzeugen kann; höhere und niedrigere Werte
dann nicht gesendet. Dies kann dazu benutzt werden, einen Controller-Wert
kontinuierlich zu verändern, z.B. den Controller für das Modulationsrad oder
für die Effekt-Insensität.

AUDIO KONTROL 1 – 109


Wenn Sie den Controller-Wert in der Zielanwendung auf anderen Wegen
ändern (z.B. mit der Maus), wird die Zielanwendung dies der Zuweisungs-
Software nicht mitteilen. Eine darauffolgende über die Hardware der AUDIO
KONTROL 1 ausgelöste CC-Internal-Nachricht kann daher einen plötzlichen
Sprung des Controller-Wertes zur Folge haben!

► Program Change Fixed: Erzeugt eine MIDI-Program-Change-Nachricht. Ein Menü be-


stimmt die Programm-Nummer der Nachricht.

► Program Change Internal: Erzeugt eine MIDI-Program-Change-Nachricht. Im


Ausklappmenü wird bestimmt, ob die Programm-Nummer erhöht (nächstes
Preset) oder reduziert (vorheriges Preset) wird. Dies kann benutzt werden, um
schrittweise durch die Patches eines Plug-Ins zu schalten.

AUDIO KONTROL 1 – 110


Wenn Sie die Programmnummer in der Zielanwendung auf anderen Wegen
ändern (zum Beispiel mit der Maus), kann die eingehende PC-Internal-
Nachricht einen plötzlichen Sprung der Programmnummer zur Folge ha-
ben!

► Channel Mode: Sendet eine MIDI-Channel-Mode-Nachricht. Über ein Menü wird


bestimmt, diese Nachricht eine All-Sound-Off-, eine All-Notes-Off-Nachricht
oder beides sein soll. Dies kann z.B. als Panik-Button von Nutzen sein.

► Extended: Erzeugt eine generische MIDI-Nachricht. Sie finden hier ein Textfeld zur
Eingabe der Nachricht. Der Inhalt wird Byte-weise eingegeben. Die Bytes wer-
den durch Leerzeichen und/oder Kommata abgetrennt. Der Wert des Bytes
kann in dezimaler oder hexadezimaler Notation eingetragen werden. Die hexa-

AUDIO KONTROL 1 – 111


dezimale Notation wird durch ein "h" angegeben, dem der Wert des Bytes ohne
Leerzeichen bzw. Komma folgt. Das Channel-Menü hat keinen Effekt, wenn
Extended-MIDI-Nachrichten gesendet werden. Dies kann benutzt werden, um
sämtliche MIDI-Nachricht generisch zu erzeugen, insbesondere SysEx-Befehle.
In Kombination mit der MIDI-Learn-Funktion, kann dies sogar dazu benutzt
werden, kleine MIDI-Phrasen aufzuzeichnen, die dann direkt von der Hardware
aus abgespielt werden können!

Ein Mausklick auf den Learn-Schalter aktiviert den MIDI-Learn-Modus. Die Zuweisungs-
Software wartet dann auf MIDI-Nachrichten im MIDI-Datenstrom des Treibers, und
Sie können die MIDI-Nachricht von jedem MIDI-Controller oder Master-Keyboard
aus eingeben. Dies betrifft nicht die Channel- und Status-Auswahl - stattdessen
werden die Nachrichten von diesen Einstellungen gefiltert. So bleibt der Learn-
Modus in Bezug auf bestimmte Modi, wie CC-Fixed/Internal selektiv. Wenn das
Status-Menü auf Extended steht, werden alle Nachrichten ohne Filterung gelernt, mit
der Ausnahme von MIDI-Echtzeit-Nachrichten. Im Extended Modus können auch
nachfolgende Nachrichten gelernt werden; in allen anderen Fällen überschreibt
eine neue Nachricht die vorherige. Um den MIDI-Learn-Modus wieder zu verlassen,
klicken Sie erneut auf den Learn-Schalter.

AUDIO KONTROL 1 – 112


7.5. Zusätzliche Software

AUDIO KONTROL 1 bringt drei großartige Programme von NATIVE INSTRUMENTS mit:
KORE PLAYER (inklusive des KORE SELECTION SOUNDPACKS), GUITAR RIG 3 LE
und TRAKTOR 3 LE, und außerdem noch eine komplette Aufnahme- und Sequenzer-
Software, Cubase® LE von Steinberg. Alle diese Programme sind zusammen mit
der Zuweisungs-Software Teil des Softwarepakets. Diese Produkte haben Ihre ei-
genen Handbücher, die Sie in den entsprechenden Installations-Verzeichnissen
finden. Außerdem können Sie auch die Verknüpfungen im Start-Menü (bzw. im
Ordner Programme unter Mac OS ® X) benutzen. Bitte beachten Sie, dass die
NATIVE-INSTRUMENTS-PRODUKTE separat über das Service Center registriert
werden müssen. Für mehr Informationen über den Registrierungs-Prozess lesen Sie
bitte den separaten Setup Guide, der sich in Ihrem Installationsordner befindet.

AUDIO KONTROL 1 – 113


8. Optimierung und Fehlersuche

8.1. Hardware-Fehlersuche

Hardware-Produkte von NATIVE INSTRUMENTS entsprechen den höchsten pro-


fessionellen Standards. Alle Produkte werden während der Entwicklungsphase
ausgiebig in lebensechten Situationen getestet. Sollten Sie dennoch Probleme mit
Ihrer Hardware haben, folgen Sie bei der Fehlersuche bitte diesen Schritten:
► Überprüfen Sie, ob Sie die aktuellen Treiber und Software-Updates installiert haben.
Für weitere Informationen besuchen Sie die Website von NATIVE INSTRUMENTS.
► Stellen Sie sicher, dass die AUDIO KONTROL 1 an einen USB2-Anschluss Ihres
Computers angeschlossen ist.
► Überprüfen Sie, dass die Hardware direkt an einen USB-Anschluss des
Rechners angeschlossen ist und nicht über einen USB-Hub.
► Testen Sie ein anderes USB-Kabel.
► Entfernen Sie alle anderen USB-Geräte vom Computer (außer Maus und
Tastatur).
► Probieren Sie den Anschluss an eine andere USB-Schnittstelle Ihres
Rechners.

AUDIO KONTROL 1 – 114


In den folgenden Abschnitten finden Sie detailliertere Informationen über diese
Schritte.
Sollte Ihr Produkt dennoch umgetauscht werden müssen, wird Ihnen das tech-
nische Support-Team eine RA (Return Authorization) Nummer zuweisen, um die
Bearbeitung des Umtauschs zu beschleunigen. Bitte setzen Sie sich vor Einsendung
jeglicher Ware mit unserem technischen Support-Team. Die Kontaktinformationen
finden Sie unter folgender URL:
http://www.nativeinstruments.de/index.php?id=contactinfo_de

Pakete, die ohne die RA Nummer eingeschickt werden, können nicht genau zuge-
ordnet und somit nicht richtig bearbeitet werden.

8.2. Wie überprüft man, ob der Treiber korrekt instal-


liert wurde?

Auf einem PC sollte im Startmenü von Windows ® ein neuer Eintrag zu sehen
sein: "Native Instruments AUDIO KONTROL 1 Controller Driver". Dort finden Sie
die Hilfsanwendungen "Audio Statistics" und "Control Panel". Versichern Sie sich,
dass die AUDIO KONTROL 1 mit dem Rechner verbunden ist und öffnen Sie
das Control-Panel (Bedienfeld). Wenn alle Menü grau sind (d.h. es gibt keine
Voreinstellungen in den Listen, keine Werte für Sample-Raten und Auflösungen), ist
etwas mit der Verbindung nicht in Ordnung. Fehlt der Eintrag “Native Instruments
AUDIO KONTROL 1 Controller Driver” im Startmenü, wurde der Treiber sehr wahrs-
cheinlich überhaupt nicht installiert.

AUDIO KONTROL 1 – 115


Control-Panel (Bedienfeld) PC - AUDIO KONTROL 1 nicht angeschlossen

AUDIO KONTROL 1 – 116


Control -Panel (Bedienfeld) PC - AUDIO KONTROL 1 angeschlossen

Unter Mac OS® X rufen Sie aus den Systemeinstellungen das "NATIVE INSTRUMENTS
USB Audio Control Panel" auf. Öffnen Sie das Control-Panel, um zu überprüfen,
ob das Gerät erkannt wurde. Wenn kein Gerät gefunden wurde, werden die Werte
im Bedienfeld grau dargestellt. Wenn das Symbol des Control-Panels fehlt, wurde
der Treiber vermutlich nicht installiert.
Wenn der Treiber nicht installiert wurde, können Sie ihn mit dem Setup-Programm,
das in Kapitel 4.2 dieses Handbuchs beschrieben wird, installieren.
Wenn der Controller nicht erkannt wurde, gibt es ein paar Dinge, die Sie überprüfen
sollten. Lesen Sie die folgenden Abschnitte um Details zu erfahren.

AUDIO KONTROL 1 – 117


8.2.1. USB 2.0 erforderlich
Der AUDIO-KONTROL-1-Controller ist ein USB-2.0-Gerät und funktioniert nicht
mit USB 1.0/1.1.
Darüber hinaus kennen wir einige wenige Computer-Modelle, deren USB-2.0-
Anschlüsse die in der USB-Spezifikation festelegte Stromstärke von 500 mA
nicht liefern können. In diesem Fall erscheint eventuell eine Warnmeldung, die
Sie darauf hinweist, dass nicht genug Strom für die Versorgung Ihres Geräts zur
Verfügung steht.
In solch einem Fall kann es passieren, dass Ihre AUDIO KONTROL 1 Knistern
produziert oder sogar überhaupt nicht funktioniert.

8.2.2. Probieren Sie ein anderes USB-Kabel aus


Ein defektes USB-Kabel kann durchaus für Signal-Ausfälle oder andere
Verbindungsprobleme verantwortlich sein. Wenn Sie derartige Schwierigkeiten ha-
ben, empfehlen wir Ihnen, das Kabel zu wechseln; verwenden Sie nur Kabel mit
dem offiziellen USB-Logo.

8.2.3. Nutzung eines USB-2.0-Hubs mit Stromversorgung


Es ist am Besten, die AUDIO KONTROL 1 direkt mit an einem USB-2.0-Anschluss
Ihres Rechners zu verbinden. Dennoch kann in bestimmten Situationen ein mit
Strom versorgter USB-Hub auch eine Lösung sein, falls Sie Probleme haben, Ihre
AUDIO KONTROL 1 über einen eingebauten USB-Anschluss zu betreiben. In die-
sem Fall sollten Sie es - soweit möglich - vermeiden, andere Geräte an den Hub
anzuschließen, da diese die Gesamtmenge an verfügbarer Leistung verringern.

AUDIO KONTROL 1 – 118


8.2.4. USB-Energiespar-Modi deaktivieren
Sollten Sie Probleme mit der AUDIO KONTROL 1 in Form von Abstürzen oder
schlechter Leistung auf Windows ® -Maschinen haben, besteht der erste Schritt da-
raus, die Energieverwaltung der USB-Hubs zu deaktivieren. In der Grundeinstellung
aktiviert XP diese automatisch. Gehen Sie in den Gerätemanager (Systemsteuerung
> System > Hardware) und führen Sie einen Rechtsklick auf den USB-Hub aus,
um seine Eigenschaften zu öffnen. Deaktivieren Sie alle Auswahlkästchen auf der
Energieverwaltungsseite. Wiederholen Sie diesen Schritt für jeden Hub und starten
Sie den Rechner neu.

8.2.5. Aktualisieren Sie den Treiber


Besuchen Sie regelmäßig die NATIVE-INSTRUMENTS-Website, um Updates für
die AUDIO KONTROL 1 zu erhalten.

8.3. Wie wird die Fernsteuerungs-Funktion benutzt?

Bitte beachten Sie, dass die Fernsteuerung von der Zuweisungs-Software verwaltet
wird. Dieses Programm muss laufen, um diese Funktion nutzen zu können. Sollte
also die Fernsteuerung nicht funktionieren, sollten Sie zunächst überprüfen, ob die
Zuweisungs-Software läuft. Normalerweise startet sie automatisch beim Hochfahren
des Rechners. Sie wird dann in den System-Tray (Windows® XP) oder die Status-Bar
(Mac OS ® X) minimiert, und läuft im Hintergrund. Wenn Sie sie nicht dort finden
können, starten Sie sie über das Startmenü (Windows ®) oder dem Programme-
Ordner (Mac OS ® X) neu.

AUDIO KONTROL 1 – 119


Sollte dies nicht helfen (die Zuweisungs-Software läuft, aber Sie können die
Fernsteuerungs-Funktionen nicht benutzen), könnte das Problem auch von einer
nicht-etablierten MIDI-Verbindung herrühren. Um eine Anwendung (z.B. einen virtu-
ellen Synthesizer wie KORE PLAYER) mit MIDI-Nachrichten zu bedienen, muss die
Zielanwendung mit beiden MIDI-Ausgängen der AUDIO KONTROL 1 verbunden sein.
Bitte überprüfen Sie, dass sie in der Zielanwendung korrekt aktiviert wurden.
Es werden allerdings nicht alle Programme über MIDI gesteuert, Winamp ® oder
iTunes® werden zum Beispiel durch Tastaturbefehle gesteuert und benötigen keine
MIDI-Verbindung. Können diese Anwendungen nicht gesteuert werden, prüfen Sie
im Assign-View der Zuweisungs-Software, ob die geladene Controller-Page auf die
richtige Anwendung und das richtige Fenster zugreift. Für detailliertere Informationen
über den Assign-View schlagen Sie Kapitel 7.4.4 nach.

8.4. Wie man Brummschleifen vermeidet

Brummschleifen sind in jeder Umgebung, in der verschiedene elektrische Geräte an


den selben Stromkreislauf angeschlossen sind, ein bekanntes Problem. In komplexen
Umgebungen kann es schwierig sein, die Ursachen des Störgeräusches auszumachen.
Brummschleifen werden üblicherweise als Brummen oder Summen in Ihrem Audiosignal
wahrgenommen, aber sie können auch Klänge übermitteln oder verstärken, die von
anderen am gleichen Stromkreis angeschlossenen Geräten stammen. Ein weit ver-
breitetes Problem ist z.B. dass Sie klickende Geräusche hören, die innerhalb Ihres
Rechners entstehen.

AUDIO KONTROL 1 – 120


Die Quelle dieser Störgeräusche ist normalerweise der Computer und seine internen
und externen Geräte z.B. externe Laufwerke. (Bitte beachten Sie, dass Sie sich
auch Störungen einfangen können, wenn Ihr Notebook nicht an den Stromkreis
angeschlossen ist - zum Beispiel über am Notebook angeschlossene Geräte, die
wiederum über eigene Netzteile verfügen.) Die Quelle kann aber auch jedes andere
Gerät sein, das am gleichen Mixer angeschlossen ist (z.B. ein Fernseher).
Der Grund dafür, warum das Störgeräusch in den Monitorboxen-Eingängen vorhan-
den ist, hat mit einer Schleife im Aufbau der elektrischen Verbindungen und
Audiokabelverbindungen in Ihrem Studio zu tun. Üblicherweise tritt diese Schleife
durch die Erdung eines oder mehrerer dieser Kabel auf. Wenn wir dies im Kopf be-
halten, sollten uns die folgenden Punkte helfen, Brummschleifen zu eliminieren.

8.4.1. Versuchen Sie, die Schleife zu eliminieren


Wir gehen davon aus, dass Sie die AUDIO KONTROL 1 an ein Mischpult ang-
eschlossen haben. Daher ist der erste Schritt bei der Fehlersuche, alle Geräte
vom Pult zu trennen, die Sie derzeit nicht benötigen. Dies gilt auch für alle an-
deren Peripheriegeräte, die Sie an Ihren Rechner angeschlossen haben (externe
Datenspeicher, CD-Brenner usw.).

8.4.2. Benutzen Sie symmetrische Kabel


Benutzen Sie, soweit möglich, immer symmetrische Audiokabel, um Ihre
AUDIO KONTROL 1 an das Mischpult anzuschließen. Sollte Ihr Mischpult über
symmetrische und unsymmetrische Eingänge verfügen, vermeiden Sie die Nutzung
der unsymmetrischen Eingänge.

AUDIO KONTROL 1 – 121


8.4.3. Unterbrechen Sie die Schleife mit einer DI-Box
Wenn Sie Ihre Probleme mit Brummschleifen nicht durch Entfernen von Geräten
oder die Nutzun symmetrischer Kabel in den Griff bekommen, haben Sie im-
mer noch die Möglichkeit, eine DI-Box (Direct Input) zwischen die Ausgänge der
AUDIO KONTROL 1 und die Eingänge des Mischpults zu schalten (das ist die Art
Gerät, die benutzt wird, um ein Instrument mit Line-Pegel zu verwenden, wie z.B.
eine Gitarre,). Diese DI-Boxen haben meistens einen Ground-Lift-Schalter, der dazu
genutzt werden kann, die brummschleife zu unterbrechen und die Störgeräusche zu
vermeiden. Eine DI-Box ist besonders bei Mischpulten ohne symmetrische Eingänge
zu empfehlen.

8.5 Verwendung der AUDIO KONTROL 1 mit einem


Laptop

8.5.1. Prüfen Sie die Audio-Latenz des Laptops


Prüfen Sie zunächst, ob Ihr Computer dafür geeignet ist, Audio in Echtzeit zu
verarbeiten, ohne dass Sie Aussetzer im Signal hören. Audio-Aussetzer (Dropouts)
können von bestimmten Komponenten in Ihrem Computer verursacht werden. Bitte
laden Sie sich ein Programm herunter, das Ihren Computer auf seine Eignung für
Audio-Verarbeitung prüft. Ein geeignetes Werkzeug finden Sie auf: www.thesycon.
de/deu/latency_check.shtml. Es ist keine Software-Installation notwendig, öffnen
Sie nach dem Download einfach das Tool durch Doppelklick.
Das Tool zeigt an, ob Ihr Laptop Audiostreaming in Echtzeit ohne Audio-Ausfälle
leisten kann (AUDIO KONTROL 1 nicht angeschlossen!).

AUDIO KONTROL 1 – 122


DPC ohne angeschlossene AUDIO KONTROL 1

AUDIO KONTROL 1 – 123


DPC mit angeschlossener AUDIO KONTROL 1

Für den Fall, dass Ihr Computer nicht in der Lage ist, Audio störungsfrei und
in Echtzeit zu verarbeiten, wird das Programm Ihnen rote Latenzbalken anzei-
gen und unten einen Bericht ausgeben. Lassen Sie es mit beiden Einstellungen
– mit und ohne angeschlossener AUDIO KONTROL 1 – laufen, um etwas über die
Leistungfähigkeit Ihres Computers zu erfahren.

AUDIO KONTROL 1 – 124


8.5.2. Vermeiden Sie gemeinsam genutzten Speicher (Shared Memory)
Es ist generell nicht zu empfehlen, Laptops mit Shared-Memory-Grafikkarten zu
benutzen. Eine Shared-Memory-Grafikkarte greift auf denselben Speicher zu wie die
CPU. Andere Grafikkarten haben Ihren eigenen Speicher, so dass der Hauptspeicher
für die Audioverarbeitung reserviert ist. Sie werden den gesamten, verfügbaren
Speicher und die CPU-Leistung für Ihre Audioprojekte brauchen.

8.5.3. Vermeiden Sie den Batteriebetrieb


Es wird nicht empfohlen, den Laptop im Batteriebetrieb zu verwenden, weil der
Computer dann manchmal die Taktfrequenz der CPU herunterregelt.

8.5.4. Deaktivieren Sie Geräte


Entfernen Sie zunächst alle zusätzliche Hardware (Drucker, Scanner usw.), die
Sie nicht brauchen, wenn Sie mit der AUDIO KONTROL 1 arbeiten. So muss der
Computer keine überflüssigen Geräte verwalten.
Abgesehen davon sind Laptops oft mit eingebauten Geräten ausgestattet, die die
Verarbeitung von Audio-Signalen stören. Ein Beispiel dafür ist eine WLAN-Karte.
Wenn Sie starke Probleme mit Dropouts haben, sollten Sie diese Geräte während
der Arbeit mit der AUDIO KONTROL 1 deaktivieren.

Windows ® XP
Öffnen Sie den Gerätemanager (Start > Ausführen > eintippen: devmgmt.
msc). Sie können ein Gerät deaktivieren (z.B. den Netzwerkadapter), indem
Sie auf Netzwerkadapter klicken und mit einem Doppelklick auf das Gerät den
Eigenschaften-Dialog öffnen. Im unteren Teil des Dialogs können Sie das Gerät
über ein Menü deaktivieren. Bitte deaktivieren Sie es und klicken Sie dann "OK".
Sie sollten dann ein rotes Kreuz über dem Gerät sehen, was bedeutet, dass es
deaktiviert wurde.

AUDIO KONTROL 1 – 125


Übliche, interne Geräte sind: Netzwerkadapter, WLAN-Karten, Bluetooth ® -
Adpater, Infrarot-Controller, Printer-Controller, usw. Versuchen Sie zunächst, die
Netzwerkadapter und die WLAN-Hardware zu deaktivieren, da diese in Bezug
auf das Audio-System die problematischsten Geräte sind. Deaktivieren Sie keine
Geräte, die für den Betrieb Ihres Laptops unentbehrlich sind. Hier ist eine Liste
von Geräten, die Sie nicht deaktivieren sollten: System Timer, Tastatur, System
CMOS/ Real Time Clock, Microsoft ACPI-Compliant System, Numeric Data Processor,
Primary IDE Channel, Secondary IDE Channel, Graphics Controller, Ultra ATA Storage
Controllers.

Mac OS ® X
Sollten Sie eine WLAN-Karte und Bluetooth® installiert haben, sollten Sie diese
abschalten, wenn Sie Ihr Audio-Interface benutzen (dies können Sie in der oberen
Menüleiste von Mac OS ® X tun).

AUDIO KONTROL 1 – 126


9. Appendix

9.1. Technische Spezifikationen und Block Diagramm

AUDIO KONTROL 1 – 127


Audio Inputs (A/D)  

Kanäle 2

Sample Rate: 44,1, 48, 96, 192 kHz

Bit-Auflösung: 16, 24 Bit

Converter Cirrus Logic®

Line-Eingänge  

Eingangswiderstand: 44 kOhm symmetrisch


Voller Pegel bei maximaler Eingangslaut-
+2 dBu+2 dBu
stärke
Maximaler Eingangspegel: +16 dBu
SNR (gewichtet): 100 dB
THD+N: 0,006%
Frequenzbereich: 20 - 20000 Hz (+0 / -0,5 dB)

Mikrofoneingang  

Eingangsimpedanz: 4.8 kOhms balanced

Voller Pegel bei maximaler Eingangslaut-


-40 dBu
stärke

Maximaler Eingangspegel: +10 dBu

SNR (gewichtet): 100 dB

Eingangsrauschen: -128 dBu (gewichtet)

THD+N: 0,007%

Frequenzbereich: 20 - 20000 Hz (+0 / -0,5 dB)

AUDIO KONTROL 1 – 128


Instrumenten-Eingang  

Eingangswiderstand: 1 MOhms unsymmetrisch


Voller Pegel bei maximaler Eingangslaut-
-4 dBu
stärke
Maximaler Eingangspegel: +10 dBu
SNR (gewichtet): 100 dB
THD+N: 0,006%
Frequenzbereich: 20 - 20000 Hz (+0 / -0,5 dB)

Audio-Ausgänge (D/A)  
Kanäle 4
Sample-Rate: 44,1, 48, 96, 192 kHz
Bit-Auflösung: 16, 24 Bit
Converter Cirrus Logic®
Line-Ausgänge  
Ausgangswiderstand: 100 Ohms unsymmetrisch, 200 Ohms symmetrisch
Maximaler Ausgangspegel: +13 dBu
SNR (gewichtet): 103 dB
THD+N: 0,005%
Frequenzbereich: 20 - 20000 Hz (+0 / -0,5 dB)

AUDIO KONTROL 1 – 129


Kopfhörerausgang  
Last-Impedanz: 100 Ohm
4,26 V rms,
Maximaler Ausgangspegel:
100 mW @ 100 Ohms
SNR (gewichtet): 102,5 dB
THD+N (60 Ohm): 0,006%
Frequenzbereich: 20 - 20000 Hz (+0 / -0,5 dB)

Andere Schnittstellen  
Computerschnittstelle: USB 2, bus-powered
MIDI: 1 Eingang, 1 Ausgang

Steuer-Element  
Endlosregler: 1
Buttons: 3

Abmessungen  
Höhe: 52 mm
Breite: 52 mm
Länge: 52 mm
Gewicht: 400 g

AUDIO KONTROL 1 – 130


9.2. MIDI-CC-Tabelle
0 Bank-Auswahl 0-127
1 Modulationsrad 0-127
2 Breath-Controller 0-127
3 Nicht definiert 0-127
4 Fußregler 0-127

5 Portamento-Zeit 0-127

6 MSB Dateneingabe 0-127


7 Kanallautstärke 0-127
8 Balance 0-127
9 Nicht definiert 0-127
10 Pan 0-127
11 Expression-Controller 0-127
12 Effect-Control 1 0-127
13 Effect-Control 2 0-127
14 Nicht definiert 0-127
15 Nicht definiert 0-127
16 General Purpose Controller 1 0-127
17 General Purpose Controller 2 0-127
18 General Purpose Controller 3 0-127
19 General Purpose Controller 4 0-127
20 Nicht definiert 0-127
21 Nicht definiert 0-127
22 Nicht definiert 0-127
23 Nicht definiert 0-127

AUDIO KONTROL 1 – 131


24 Nicht definiert 0-127
25 Nicht definiert 0-127
26 Nicht definiert 0-127
27 Nicht definiert 0-127
28 Nicht definiert 0-127
29 Nicht definiert 0-127
30 Nicht definiert 0-127
31 Nicht definiert 0-127

32 LSB for Control 0 (Bank Select) 0-127


33 LSB for Control 1 (Modulation Wheel) 0-127
34 LSB for Control 2 (Breath Controller) 0-127
35 LSB for Control 3 (Undefined) 0-127
36 LSB for Control 4 (Foot Controller) 0-127
37 LSB for Control 5 (Portamento Time) 0-127
38 LSB for Control 6 (Data Entry) 0-127
39 LSB for Control 7 (Channel Volume) 0-127
40 LSB for Control 8 (Balance) 0-127
41 LSB for Control 9 (Undefined) 0-127
42 LSB for Control 10 (Pan) 0-127
43 LSB for Control 11 (Expression Controller) 0-127
44 LSB for Control 12 (Effect control 1) 0-127
45 LSB for Control 13 (Effect control 2) 0-127
46 LSB for Control 14 (Undefined) 0-127
47 LSB for Control 15 (Undefined) 0-127
48 LSB for Control 16 (General Purpose Controller 1) 0-127
49 LSB for Control 17 (General Purpose Controller 2) 0-127
50 LSB for Control 18 (General Purpose Controller 3) 0-127

AUDIO KONTROL 1 – 132


51 LSB for Control 19 (General Purpose Controller 4) 0-127
52 LSB for Control 20 (Undefined) 0-127
53 LSB for Control 21 (Undefined) 0-127
54 LSB for Control 22 (Undefined) 0-127
55 LSB for Control 23 (Undefined) 0-127
56 LSB for Control 24 (Undefined) 0-127
57 LSB for Control 25 (Undefined) 0-127
58 LSB for Control 26 (Undefined) 0-127
59 LSB for Control 27 (Undefined) 0-127
60 LSB for Control 28 (Undefined) 0-127
61 LSB for Control 29 (Undefined) 0-127
62 LSB for Control 30 (Undefined) 0-127
63 LSB for Control 31 (Undefined) 0-127
64 Damper Pedal on/off (Sustain) <63 off, >64 on
65 Portamento An/Aus <63 off, >64 on
66 Sustenuto On/Off <63 off, >64 on
67 Soft Pedal On/Off <63 off, >64 on
<63 Normal,
68 Legato Footswitch
>64 Legato
69 Hold 2 <63 off, >64 on
70 Sound Controller 1 (default: Sound Variation) 0-127
Sound Controller 2 (default: Timbre/Harmonic
71 0-127
Intens.)
72 Sound Controller 3 (default: Release Time) 0-127
73 Sound Controller 4 (default: Attack Time) 0-127
74 Sound Controller 5 (default: Brightness) 0-127
75 Sound Controller 6 (default: Decay Time) 0-127
76 Sound Controller 7 (default: Vibrato Rate) 0-127

AUDIO KONTROL 1 – 133


77 Sound Controller 8 (default: Vibrato Depth) 0-127
78 Sound Controller 9 (default: Vibrato Delay) 0-127
79 Sound Controller 10 (default: undefined) 0-127
80 General Purpose Controller 5 0-127
81 General Purpose Controller 6 0-127
82 General Purpose Controller 7 0-127
83 General Purpose Controller 8 0-127
84 Portamento Control 0-127
85 Nicht definiert ---
86 Nicht definiert ---
87 Nicht definiert ---
88 Nicht definiert ---
89 Nicht definiert ---
90 Nicht definiert ---
91 Effects 1 Depth (default: Reverb Send Level) 0-127
92 Effects 2 Depth 0-127
93 Effects 3 Depth (default: Chorus Send Level) 0-127
94 Effects 2 Depth 0-127
95 Effects 2 Depth 0-127
Nicht ange-
96 Data Increment (Data Entry +1)
geben
Nicht ange-
97 Data Decrement (Data Entry -1)
geben
98 Non-Registered Parameter Number (NRPN) - LSB 0-127
99 Non-Registered Parameter Number (NRPN) - MSB 0-127
100 Registered Parameter Number (RPN) - LSB 0-127
101 Registered Parameter Number (RPN) - MSB 0-127
102 Nicht definiert ---

AUDIO KONTROL 1 – 134


103 Nicht definiert ---
104 Nicht definiert ---
105 Nicht definiert ---
106 Nicht definiert ---
107 Nicht definiert ---
108 Nicht definiert ---
109 Nicht definiert ---
110 Nicht definiert ---
111 Nicht definiert ---
112 Nicht definiert ---
113 Nicht definiert ---
114 Nicht definiert ---
115 Nicht definiert ---
116 Nicht definiert ---
117 Nicht definiert ---
118 Nicht definiert ---
119 Nicht definiert ---

Die Controller-Nummern 120-127 sind für Channel-Mode-Nachrichten reserviert,


die keine Parameter steuern, sondern den Arbeits-Modus des Kanals beeinflus-
sen.

AUDIO KONTROL 1 – 135