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apl. Prof. Dr.

Waltraud Kahle
Dipl.-Math. Martin Radloff INSTITUT FÜR MATHEMATISCHE STOCHASTIK

Sommersemester 2017
4. April 2017, 16:20

Gruppenübungen zur Vorlesung


„Stochastik für Ingenieure“
Blatt 1 – Ereignisse, Wahrscheinlichkeit, bedingte Wahrscheinlichkeit†
Besprechung in den Gruppenübungen 10.04. - 21.04.2017 (15. und 16. Kalenderwoche)

Aufgabe 1.1
Vier Erzeugnisse werden geprüft. Geben Sie mit Hilfe der Ereignisse

A ={„Mindestens ein Stück ist einwandfrei.“}

B ={„Höchstens ein Stück ist einwandfrei.“}

in Worten die Bedeutung folgender Ereignisse an: A , B , A ∪ B , A ∩ B , A ∩ B , A ∩ B


und A \ B !
Bestimmen Sie anschließend den Ereignisraum Ω und formulieren Sie obige Ereignisse als
Teilmengen von Ω.

Aufgabe 1.2
Zwei Glücksräder mit vier gleich großen Sektoren, die jeweils mit den Zahlen 1 bis 4
beschriftet sind, werden gedreht.

a) Bestimmen Sie den Ereignisraum.


b) Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, mit der zwei gleiche Zahlen erscheinen.
c) Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist die Summe der beiden Gewinnzahlen kleiner als
vier?

Aufgabe 1.3
Drei voneinander unabhängige Relais arbeiten mit den Wahrscheinlichkeiten 0.9, 0.8 und
0.95 einen Tag lang ohne Ausfall. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeiten dafür, dass

a) kein Relais ausfällt,


b) genau ein Relais ausfällt,
c) wenigstens ein Relais nicht ausfällt!


https://elearning.ovgu.de/course/view.php?id=2985

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Aufgabe 1.4
Ein Postbote liefert in beliebiger Reihenfolge, aber nacheinander, die acht Pakete 1, 2,
3, 4, 5, 6, 7, 8. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Pakete 2, 4, 6, 8 direkt
nacheinander geliefert werden und zwar

a) in der angegebenen Reihenfolge, bzw.


b) in beliebiger Reihenfolge?

Aufgabe 1.5
Wie oft muss ein fairer Würfel mindestens geworfen werden, damit mit einer Wahrschein-
lichkeit von mindestens 0.9 mindestens einmal eine 6 fällt?

Aufgabe 1.6
Bei der Produktion im Werk C werden Teile weiterverarbeitet, die von den Werken A und
B mit den Anteilen 36 % und 64 % geliefert werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass
ein Teil vom Betrieb A geliefert wurde und qualitätsgerecht ist, sei gleich 0.32.

a) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein vom Werk A geliefertes Teil qualitäts-
gerecht ist?
b) Die Wahrscheinlichkeit, dass ein im Werk C weiterzuverarbeitendes Teil qualitäts-
gerecht ist, soll 0.92 betragen. Wie groß muss dazu die Wahrscheinlichkeit sein, dass
ein im Werk B gefertigtes Teil qualitätsgerecht ist?
c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit (mit Annahme der Werte unter b)), dass ein
nicht-qualitätsgerechtes Teil seinen Ursprung im Werk B hatte?