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Die

Wahre Christliche Religion

enthaltend
die ganze Theologie der Neuen Kirche,

so wie sie

vom Herrn bei Daniel Kap. 7,13.14. und


in der Offenbarung Kap. 21,1.2.

vorhergesagt worden ist.

Von
Emanuel Swedenborg,
einem Diener des Herrn Jesus Christus.

Aus der lateinischen Urschrift ins Deutsche übersetzt.

Zweite Auflage

Stuttgart.
Verlag der Neukirchlichen Buchhandlung
1873

Daniel Kap 7, Vers 13.14


Ich sah in den Gesichten der Nacht, und siehe mit der Himmel Wolken war kommend wie ein Menschensohn;
und Diesem ward gegeben Herrschaft, Herrlichkeit und Reich, und alle Völker, Nationen und Zungen werden Ihn
verehren; Sein Herrschen ist ein ewig Herrschen, das nicht vorübergehen, und Sein Reich, das nicht vergehen
wird.

Offenbarung Kap. 21,1.2.5.9.10.


Ich Johannes sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem,
herabkommen von Gott aus dem Himmel, zubereitet wie eine Braut, geschmückt für ihren Mann. Und der Engel
sprach mit mir, und sagte: Komm, ich will dir die Braut, des Lammes Weib zeigen; und er entrückte mich im
Geist auf einen grossen und hohen Berg, und zeigte mir die grosse Stadt, das heilige Jerusalem, herabkommend
aus dem Himmel von Gott. Der auf dem Throne Sitzende sprach: Siehe, Ich mache alles neu; und Er sprach zu
mir: Schreibe, denn diese Worte sind wahr und gewiß.

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Die wahre christliche Religion,
enthaltend
die ganze Theologie des Neuen Himmels und der Neuen Kirche.

DER GLAUBE DES NEUEN HIMMELS UND DER NEUEN KIRCHE.

1. Die allgemeine und besondere Glaubensform wird vorausgeschickt, damit dieselbe wie ein Umriss vor dem
Werke, welches folgt, und wie die Pforte sei, durch die man in den Tempel eintritt, und auch, damit sie die
kurze Zusammenfassung bilde, in der die Einzelnheiten, welche folgen, in ihrer Weise enthalten sind. Es wird
gesagt der Glaube des Neuen Himmels und der Neuen Kirche, weil der Himmel, in dem die Engel sind, und die
Kirche, in der die Menschen sind, Eins ausmachen, wie das Innere und das Aeussere bei dem Menschen; in
Folge dessen der Mensch der Kirche, der sich im Guten der Liebe aus den Wahrheiten des Glaubens, und in den
Wahrheiten des Glaubens aus dem Guten der Liebe befindet, dem Inwendigen seines Gemüthes nach ein Engel
des Himmels ist, und daher auch nach dem Tod in den Himmel kommt, und dort je nach dem Zustand der
Verbindung jener beiden sich der Glückseligkeit erfreut. Es wird zur Kenntnis gebracht, dass in dem Neuen
Himmel, der eben jetzt vom Herrn eingerichtet wird, dieser Glaube der Umriss, die Pforte und der kurze Inhalt
ist.

2. Der Glaube des Neuen Himmels und der Neuen Kirche in seiner allgemeinen Form ist folgender: Der Herr
von Ewigkeit, welcher Jehovah ist, kam in die Welt, um die Höllen zu unterjochen, und Sein Menschliches zu
verherrlichen; ohne dieses hätte kein Sterblicher selig werden können; und diejenigen werden selig, welche an
Ihn glauben. Es wird gesagt „in der allgemeinen Form“, weil darin das Allgemeine des Glaubens besteht, und
das Allgemeine des Glaubens das ist, was sich im Ganzen und im Einzelnen finden muss. Allgemeines des
Glaubens ist, dass Gott dem Wesen und der Person nach Einer ist, in Welchem eine göttliche Dreieinheit ist,
und dass der Herr Gott Heiland Jesus Christus dieser Eine Gott ist. Allgemeines des Glaubens ist, dass kein
Sterblicher hätte selig werden können, wenn der Herr nicht in die Welt gekommen wäre. Allgemeines des
Glaubens ist, dass Er in die Welt kam, um die Hölle von dem Menschen zu entfernen, und dass Er sie entfernt
hat durch Kämpfe wider sie und durch Siege über sie; so hat Er sie unterjocht, und in Ordnung und unter Seinen
Gehorsam gebracht. Allgemeines des Glaubens ist, dass Er in die Welt kam, um Sein Menschliches, das Er in
der Welt angenommen, zu verherrlichen, das heisst, es mit dem Göttlichen, aus dem es stammte, zu vereinigen;
so hält Er ewig die Hölle in Ordnung und unter Seinem Gehorsam. Weil dies nicht anders geschehen konnte, als
durch — gegen Sein Menschliches zugelassene — Versuchungen bis zu deren letzter, und die letzte derselben
das Leiden am Kreuz war, darum hat Er diesem sich unterzogen. Dies sind die allgemeinen Stücke des Glaubens
betreffend den Herrn. Das Allgemeine des Glaubens auf Seiten des Menschen ist, dass er an den Herrn glaube;
denn durch das Glauben an Ihn wird eine Verbindung mit Ihm, und durch diese die Seligmachung bewirkt: an
Ihn glauben, heisst Vertrauen zu Ihm haben, dass Er selig mache; und weil nur Vertrauen haben kann, wer einen
guten Lebenswandel führt, so wird auch dies unter dem Glauben an Ihn verstanden. Dies sagt auch der Herr bei
Johannes: „Das ist der Wille des Vaters, dass Jeder, der an den Sohn glaubt, das ewige Leben habe,“ 6,40. und
anderwärts: „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben: wer aber dem Sohne nicht glaubt, wird das Leben
nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm,“ 3,36.

3. Der Glaube des Neuen Himmels und der Neuen Kirche in seiner besondern Form ist folgender: Jehovah Gott
ist die Liebe selbst und die Weisheit selbst oder er ist das Gute selbst und das Wahre selbst, und nach dem
Göttlich=Wahren, welches das Wort ist, und welches Gott bei Gott war, kam Er herab und nahm das
Menschliche an, um alles, was im Himmel, und alles, was in der Hölle, und alles, was in der Kirche war, in
Ordnung zu bringen, weil damals die Macht der Hölle die Macht des Himmels, und auf Erden die Macht des
Bösen die Macht des Guten überwog, und in Folge dessen eine gänzliche Verdammnis vor der Thüre stand und
hereinzubrechen drohte. Diese künftige Verdammnis hat Jehovah Gott durch Sein Menschliches, welches das
Göttlich=Wahre war, aufgehoben, und so die Engel und die Menschen erlöst: und nachher hat Er in Seinem
Menschlichen das Göttlich=Wahre mit dem Göttlich=Guten, oder die Göttliche Weisheit mit der Göttlichen
Liebe vereinigt, und ist so in Sein Göttliches, in dem Er von Ewigkeit war, zugleich mit und in dem
verherrlichten Menschlichen zurückgekehrt. Dies ist zu verstehen unter Folgendem bei Johannes: „Das Wort war
bei Gott, und Gott war das Wort, und das Wort ward Fleisch,“ Kap 1,1.14. und bei Ebendemselben: „Ich bin
vom Vater ausgegangen, und in die Welt gekommen; wiederum verlasse Ich die Welt, und gehe zum Vater,“
Kap. 16,28. und ferner unter Folgendem: „Wir wissen, dass der Sohn Gottes gekommen ist, und uns Einsicht
gegeben hat, dass wir den Wahren erkennen, und wir sind in dem Wahren, in Seinem Sohne Jesus Christus:
dieser ist der wahre Gott, und das ewige Leben,“ 1.Joh. 5,20.21. Hieraus erhellt, dass ohne die Ankunft des
Herrn in die Welt, niemand hätte selig werden können. Ebenso ist es heut zu Tage; wofern daher der Herr nicht
abermals in die Welt käme im Göttlich=Wahren, welches das Wort ist, so könnte niemand selig werden. Das
Besondere des Glaubens von Seiten des Menschen ist:
1. Gott ist Einer, und in Ihm ist eine Göttliche Dreieinheit, und Dieser ist der Herr Gott Heiland Jesus Christus.
2. Der seligmachende Glaube ist an Ihn glauben.

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3. Das Böse soll man nicht thun, weil es Sache des Teufels und vom Teufel ist.
4. Das Gute soll man thun, weil es Sache Gottes und von Gott ist.
5. Dieses soll der Mensch wie aus sich selbst thun, dabei aber glauben, dass es vom Herrn bei ihm und durch
ihn geschehe.
Die zwei erstern Stücke sind Sache des Glaubens, die zwei letztern Sache der Liebthätigkeit, und das fünfte ist
Sache der Verbindung der Liebthätigkeit und des Glaubens, somit des Herrn und des Menschen.

Erstes Kapitel

Gott der Schöpfer.

4. Die christliche Kirche hat von der Zeit des Herrn an Christus ist, wie die Seele, der Leib, und das
die Altersstufen von der Kindheit bis zum letzten Hervorgehende im Menschen, und dass in dieser
Greisenalter durchlaufen; ihre Kindheit war zur Zeit, Weise Gültigkeit hat, was in dem Athanasischen
da die Apostel lebten, und in der ganzen Welt Busse Glaubensbekenntnis steht, dass in Christus Gott und
und Glauben an den Herrn Gott Heiland predigten; Mensch, oder Göttliches und Menschliches, nicht
dass sie diese zwei Stücke predigten, ergibt sich aus zwei, sondern in Einer Person sind; und dass, wie die
Folgendem in der Apostelgeschichte: „Paulus vernünftige Seele und das Fleisch Ein Mensch sind,
ermahnte Juden und Griechen zur Busse gegen Gott so Gott und Mensch Ein Christus ist.
und zum Glauben an unsern Herrn Jesus Christus“,
Kap. 20,21. Merkwürdig ist, dass der Herr vor einigen Die Einheit Gottes.
Monaten Seine zwölf Jünger, nun Engel,
zusammenberufen, und sie in die ganze geistige Welt 5. Da die Anerkennung Gottes in Folge der
ausgesandt hat, mit dem Auftrag, das Evangelium von Erkenntnis desselben das eigentlich Wesentliche und
Neuem daselbst zu predigen, weil die vom Herrn die Seele aller Dinge in der gesammten Theologie ist,
durch sie gegründete Kirche gegenwärtig so sehr zu so ist nothwendig, dass der Ausgangspunkt von der
ihrem Ende gelangt, ist, dass kaum noch einige Einheit Gottes genommen werden, welche der
Ueberreste von ihr vorhanden sind; und es dazu Ordnung nach durch folgende Abschnitte
gekommen ist, weil man die Göttliche Dreieinheit in nachgewiesen werden soll:
drei Personen zertheilt hat, von welchen jede Gott und I. Die ganze heilige Schrift, und von daher die Lehren
Herr ist; und es von da aus sich wie ein Wahnsinn der Kirchen in der christlichen Welt lehren, dass Gott
über die tanze Theologie, und so über die Kirche Einer ist.
verbreitete, welche vom Namen des Herrn her die II. Es besteht ein allgemeiner Einfluss in die Seelen
christliche genannt wird; Wahnsinn, sage ich, weil die der Menschen, dahin gehend, dass ein Gott ist, und
menschlichen Gemüther dadurch in solche dass Er Einer ist.
Verrücktheit gerathen sind, dass sie nicht wissen,, ob III. Daher kommt, dass es in der ganzen Welt nicht
Gott Einer ist, oder ob es drei sind; Einer ist Er in der ein Volk von Religion und gesunder Vernunft gibt,
Rede des Mundes, drei aber sind es im Denken des das nicht einen Gott, und dass Er Einer ist, anerkenne.
Gemüthes; weshalb sich das Gemüth mit seinem IV. Ueber die Beschaffenheit dieses Einen Gottes sind
Mund, oder der Gedanke mit seiner Rede im die Nationen und Völker aus verschiedenen Ursachen
Widerspruch befindet; aus welchem Widerstreit die in ihren Ansichten von einander abgewichen und
Folgerung hervorgeht, dass kein Gott sei; der heut zu weichen noch ab.
Tage herrschende Naturalismus hat keinen andern V. Die menschliche Vernunft kann, wenn sie will, aus
Ursprung. Erwäge, wenn es beliebt, ob nicht, wenn Vielem in der Welt abnehmen oder schliessen, dass
der Mund Einen ausspricht, und das Gemüth drei ein Gott ist und dass Er Einer ist.
denkt, inwendig mitten auf dem Wege das Eine das VI. Wofern Gott nicht Einer wäre, hätte das Weltall
Andere aufhebt, und umgekehrt; daher der Mensch nicht erschaffen und erhalten werden können.
sich Gott kaum anders denkt, wofern er überhaupt VII. Der Mensch, welcher Gott nicht anerkennt, ist
denkt, als nach dem blossen Worte Gott, ohne irgend von der Kirche ausgeschlossen und verdammt.
einen die Erkenntnis desselben in sich schliessenden VIII. Bei dem Menschen, der nicht Einen Gott
Sinn. Da nun der Begriff von Gott sammt jeder anerkennt, sondern mehrere, hängt nichts von der
Vorstellung von Ihm so zerrissen ist, so will ich in Kirche zusammen.
gehöriger Ordnung von Gott dem Schöpfer, von dem Doch dies soll nun im Einzelnen entwickelt werden.
Herrn Erlöser, und von dem Heiligen Geist, dem
Einwirkenden [operatore], und zuletzt von der 6. I. DIE GANZE HEILIGE S CHRIFT, UND VON DAHER
Göttlichen Dreieinheit handeln, damit das Zerrissene DIE LEHREN DER KIRCHEN IN DER CHRISTLICHEN
wieder als Ganzes hergestellt werde, welches WELT LEHREN, DASS ES EINEN GOTT GIBT, UND
geschieht, wenn die menschliche Vernunft aus dem DASS ER EINER IST.
Wort und dem aus diesem kommenden Licht Dass die ganze heilige Schrift lehrt, dass es einen Gott
überzeugt wird, dass eine Göttliche Dreieinheit besteht gibt, hat seinen Grund darin, dass in ihrem Innersten
und dass diese in dem Herrn Gott Heiland Jesus nichts Anderes als Gott, das heisst, das Göttliche ist,

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das von Gott ausgeht, denn sie ist von Gott diktiert, eingeschlossenes Götzenbild von Gold, wozu der
und von Gott kann nichts ausgehen, als was Er selbst öffnende Schlüssel blos bei den Kirchenvorstehern ist,
ist und das Göttliche heisst; dies ist in ihrem und diese, wenn sie das Wort lesen, haben keine
Innersten. Im abgeleiteten aber, das unterhalb ist, und Wahrnehmung irgend eines Lichtes, das darin
von daher stammt, ist diese Heilige Schrift dem enthalten oder davon abgeleitet ist, nicht einmal
Verständnis der Engel und der Menschen angepasst; in darüber, dass Gott Einer ist; das Wort ist ihnen wie
diesem ist in gleicher Weise das Göttliche, aber in mit Flecken besudelt, und in Rücksicht der Einheit
anderer Form, und in dieser heisst es das Himmlische, Gottes verdeckt; sie sind es, welche vom Herrn
Geistige und Natürliche Göttliche, welche nur beschrieben werden bei Matthäus: „Mit dem Gehör
Umhüllungen Gottes sind, weil nämlich Gott selbst, werdet ihr hören, und nicht verstehen, und sehend
wie Er im Innersten des Wortes, wo Gott in Seinem werdet ihr sehen, und nicht unterscheiden: ihre Augen
Sein und Wesen ist, dennoch aber scheint das haben sie verschlossen, damit sie nicht mit ihren
Göttliche, das im Innersten ist, und durch solche Augen sehen, und mit den Ohren hören, und sich
Dinge, welche den Wahrnehmungen der Engel und bekehren, und Ich sie heile,“ Kap. 13,14.15. Diese
Menschen angepasst sind, umhüllt wird, hervor wie alle sind wie die, welche das Licht fliehen und in
das Licht durch kristallene Formen, jedoch Gewölbe gehen, in welchen keine Fenster sind, und an
verschieden je nach dem Zustand des Gemüths, den den Wänden herumtappen, und nach Nahrung und
sich der Mensch aus Gott oder aus sich selbst Geld suchen, und zuletzt eine Sehkraft gleich jener der
angebildet hat. Für Jeden, der den Zustand seines Nachteulen erborgen, und in der Finsternis sehen; sie
Gemüths aus Gott gebildet hat, ist die heilige Schrift sind einem Weibe ähnlich, das mehrere Männer hat,
wie ein Spiegel, in dem er Gott sieht, jedoch jeglicher und daher nicht Gattin, sondern zuchtlose Buhlerin
auf seine Weise; die Wahrheiten, die er aus dem Worte ist; sie sind auch gleich einer Jungfrau, welche von
lehrt, und durch ein denselben gemässes Leben sich mehreren Freiern Ringe annimmt, und nach der
aneignet, machen jenen Spiegel aus: hieraus erhellt Hochzeit mit dem Einen die Nächte theilt, und dann
für‘s Erste, dass die heilige Schrift die Fülle Gottes auch mit den Uebrigen.
ist. Dass sie nicht nur lehrt, dass es einen Gott gibt,
sondern auch dass Er Einer ist, kann aus den
Wahrheiten erhellen, welche, wie gesagt, jenen 8. II. ES BESTEHT EIN ALLGEMEINER EINFLUß VON
Spiegel bilden, indem sie in Einem Verband GOTT IN DIE S EELEN DER MENSCHEN, DAHIN
zusammenhängen und machen, dass der Mensch sich GEHEND, DASS EIN GOTT IST, UND DASS ER EINER
Gott nur als Einen denken kann; daher kommt, dass IST.
Jeglicher, dessen Vernunft einige Heiligkeit aus dem Dass ein Einfließen von Gott in den Menschen Statt
Wort in sich aufgenommen hat, wie von selbst weiss, hat, ergibt sich offenbar aus dem Bekenntnis Aller,
dass Gott Einer ist, und es ihm gewissermassen als dass alles Gute, das an sich gut ist, und im Menschen
Wahnsinn erscheint, zu sagen, es gebe mehrere; die ist, und von ihm geschieht, von Gott stammt; ebenso
Engel können den Mund nicht öffnen, um Götter alles, was zur Liebthätigkeit, und alles, was zum
auszusprechen; denn die Himmelsluft, in der sie leb glauben gehört; denn man liest: „Der Mensch kann
en, widersteht. Dass Gott Einer sei, lehrt die heilige nichts nehmen, wenn es ihm nicht aus dem Himmel
Schrift nicht nur in der allgemeinen Weise, von der gegeben worden ist,“ Joh. 3,27. und Jesus sagte:
die Rede war, sondern auch im Besonderen in vielen „Ohne Mich könnet ihr nichts thun,“ Joh. 15,5. das
Stellen, wie in folgenden: „Höre, Israel, Jehovah, ist, nichts, das zur Liebthätigkeit und zum Glauben
unser Gott, ist ein Jehovah,“ 5.Mose 6,4. ebenso gehört. Dass dieser Einfluß in die Seelen der
Mark 12,29: „Nur bei dir ist Gott, und ausser Mir ist Menschen stattfindet, hat seinen Grund darin, dass die
kein Gott,“ Jes 45,14.15. „Bin Ich nicht Jehovah, und Seele das Innerste und Höchste des Menschen ist, und
ausser Mir kein Gott mehr?“ Jes 45,20.21. „Ich der Einfluß von Gott in dieses geht, und von da
Jehovah, dein Gott, und einen Gott ausser Mir sollst niedersteigt in das, was unterhalb ist, und es bleibt je
du nicht anerkennen,“ Hos 13,4. „So sprach Jehovah, nach Maßgabe der Aufnahme; die Wahrheiten, welche
der König Israel‘s: Ich bin der Erste und der Letzte, die des Glaubens sein sollen, fließen zwar durch das
und ausser Mir ist kein Gott,“ Jes 44,6. „An jenem Hören ein, und werden so dem Gemüth eingepflanzt,
Tage wird Jehovah König über die ganze Erde sein, an somit unterhalb der Seele, allein der Mensch wird
jenem Tage wird Jehovah Einer sein, und Sein Name durch diese Wahrheiten blos zur Aufnahme des
Einer,“ Sach 14,9. Einflusses aus Gott durch die Seele vorbereitet, und
wie die Vorbereitung ist, so ist die Aufnahme, und so
7. Dass in den Lehren der Kirchen in der christlichen die Umgestaltung des natürlichen Glaubens in
Welt gelehrt wird, dass Gott Einer ist, ist bekannt; es geistigen Glauben. Dass ein Einfließen von Gott in
wird dies deshalb darin gelehrt, weil alle ihre Lehren die Seelen der Menschen stattfindet, dass Gott Einer
aus dem Wort sind, und sie in so weit ist, hat seinen Grund darin, dass alles Göttliche
zusammenhängen, als sie Einen Gott nicht blos mit sowohl im Ganzen, als im einzelnen genommen, Gott
dem Munde, sondern auch mit dem Herzen ist, und weil alles Göttliche als Eines
anerkennen. Denjenigen, welche blos mit dem Munde zusammenhängt, so muß es nothwendig dem
Einen Gott, dagegen aber drei mit dem Herzen Menschen die Idee Eines Gottes eingeben, und diese
bekennen, wie dies heut zu Tage bei Vielen in der Idee gewinnt von Tag zu Tag an Stärke, so wie der
Christenheit geschieht, ist Gott nichts Anderes als ein Mensch von Gott in‘s Licht des Himmels erhoben
Ausspruch des Mundes, und alles Theologische ist für wird; denn die Engel können in ihrem Lichte sich
sie nichts Anderes, als ein in einen Behälter nicht dazu zwingen, Götter zu sagen, wie denn auch

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ihre Rede am Ende eines jeden Sinnes sich in ewige Majestät; so ist der Vater Gott, der Sohn ist
Rücksicht der Betonung in Eines endigt; und dies Gott, und der Heilige Geist ist Gott; wie wir aber
kommt nicht anderswoher, als aus einem Einfluß in durch die christliche Wahrheit angetrieben werden,
ihre Seelen, dass Gott Einer ist. Dass nun aber, jede Person für sich als Gott und Herrn zu bekennen,
obwohl in die Seelen aller Menschen einfließt, Gott so werden wir durch die allgemeine Religion
sei Einer, dennoch Viele denken, Seine Gottheit sei in verhindert, drei Götter und drei Herren zu nennen“.
Mehrere desselben Wesens getheilt, das hat seinen Von solcher Art ist der christliche Glaube betreffend
Grund darin, dass jener Einfluß, wenn er niedersteigt, die Einheit Gottes; dass aber in diesem Bekenntnis
in nicht entsprechende Formen fällt, und eben die die Dreiheit Gottes und die Einheit Gottes einander
Form ihn verändert, wie dies bei allen Gegenständen widersprechen, wird man in dem Kapitel von der
der drei Naturreiche geschieht; derselbe Gott, der jedes göttlichen Dreieinheit sehen. Die übrigen Völker in
Thier belebt, ist es auch, der den Menschen belebt; der Welt, welche Religion und gesunde Vernunft
allein die aufnehmende Form macht, dass das Thier haben, stimmen bei, dass Gott Einer ist: so alle
ein Thier, und der Mensch ein Mensch ist; das Muhamedaner in ihren Reichen; die Afrikaner in
Gleiche geschieht mit dem Menschen, so lang er sein vielen Gebieten ihres Welttheils, und auch die Asiaten
Gemüth mit der Form eines Thieres umkleidet: das in vielen des ihrigen, und überdies die heutigen
gleiche Einfließen findet Statt von der Sonne her in Juden. Die Urmenschen im goldenen Zeitalter,
jeden Baum; allein es wird verändert je nach eines diejenigen nämlich, bei welchen eine Religion war,
jeden Form; das gleiche findet Statt in den verehrten Einen Gott, den sie Jehovah nannten; ebenso
Weinstock, wie in den Dornstrauch; allein wenn der die Alten im folgenden Zeitalter, bevor die
Dorn auf den Weinstock gepfropft wird, so wird jener Regierungen monarchisch geworden waren, und mit
Einfluß verkehrt, und geht nach der Form des Dornes diesen weltliche, und zuletzt fleischliche
vor sich. Das Gleich geschieht bei den Gegenständen Lieblingsneigungen die höheren Gebiete des
des Mineralreiches; das in den Kalkstein und in den Verstandes zu verschliessen begannen, welche früher
Diamant einfließende Licht ist dasselbe, allein in geöffnet, und dann wie Tempel und Allerheiligstes für
diesem scheint es durch, und in jenem wird es die Verehrung Eines Gottes waren. Um sie aber wieder
eingesogen. Was die menschlichen Gemüther betrifft, aufzuschließen, und so die Verehrung Eines Gottes
so zeigen sie Verschiedenheiten je nach ihren Formen, wiederherzustellen, stiftete Gott der Herr die Kirche
welche inwendig geistig sind gemäß dem Glauben an bei den Nachkommen Jakob‘s, und stellte allen
Gott und zugleich dem Leben aus Gott, und diese Religionsvorschriften derselben die voran: „Es soll
Formen werden durchsichtig und engelartig durch den kein anderer Gott vor Meinem Angesichte sein,“
Glauben an Einen Gott, umgekehrt aber werden sie 2.Mose 20,3. Auch bedeutet Jehovah, wie Er Sich
dunkel und thierartig durch den Glauben an mehrere von Neuem vor ihnen nannte, das höchste und einzige
Götter, welcher nur wenig verschieden ist von dem Wesen, aus dem Alles stammt, was im Weltall ist
Glauben an keinen Gott. und besteht. Die alten Heiden erkannten als höchsten
Gott den Jupiter [Jovem] an, so vielleicht genannt von
Jehovah, und schrieben auch mehreren Andern, welche
9. III. DAHER KOMMT, DASS ES IN DER GANZEN dessen Hof bildeten, Göttlichkeit zu; allein die
WELT NICHT EIN VOLK VON R ELIGION UND Weisen des folgenden Zeitalters, wie Plato und
GESUNDER VERNUNFT GIBT, DAS NICHT EINEN Aristoteles, bekannten, dass diese nicht Götter,
GOTT, UND DASS ER EINER IST, ANERKENNTE. sondern eben so viele Eigenschaften, Beschaffenheiten
Aus dem göttlichen Einfluß in die Seelen der und Attribute Gottes seien, welche Götter genannt
Menschen, von dem so eben die Rede war, ergibt wurden, weil ihnen allen die Göttlichkeit innewohnte.
sich, dass eine gewisse innere Stimme jedem sagt,
dass es einen Gott gibt, und dass Er Einer ist: dass es 10. Jede gesunde Vernunft, wenn sie auch nicht
gleichwohl Solche gibt, welche Gott läugnen, und religiös ist, sieht, dass alles Getheilte, wofern es nicht
Solche, welche die Natur als Gott anerkennen, und von Einem abhängt, von selbst zerfällt, wie der aus so
Solche, welche mehrere Götter, und sogar Bilder als vielen Gliedmassen, Eingeweiden, Empfindungs- und
Götter verehren, hat seinen Grund darin, dass sie das Bewegorganen zusammengewobene Mensch, wofern er
Inwendige ihrer Vernunft oder ihres Verstandes mit nicht von Einer Seele, und der Körper selbst, wofern
weltlichen und körperlichen Dingen vollgepfropft, und er nicht von Einem Herzen, ebenso das Reich, wofern
durch diese die ursprüngliche Idee von Gott oder die es nicht von Einem König, das Haus, wofern es nicht
ihrer Kindheit verwischt, und zugleich dann die von Einem Herrn, und jede Verwaltung, deren es in
Religion von der Brust hinter den Rücken jedem Reiche viele giebt, wofern sie nicht von Einem
zurückgeworfen haben. Dass die Christen Einen Gott Beamten abhängt. Was würde ein Kriegsheer gegen
anerkenne, aber in welcher Weise, erhellt aus ihrem die Feinde vermögen ohne einen Feldherrn, der die
Glaubensbekenntnisse, das folgendermaßen lautet: oberste Gewalt hat, und dem Offiziere untergeordnet
„Der allgemeine Glaube ist der, dass wir Einen Gott sind, von welchen jeder seine Befugnis über die
in der Dreiheit, und eine Dreiheit in der Einheit Soldaten hat? Ebenso verhielte es sich mit der Kirche,
verehren; es sind drei göttliche Personen, der Vater, wofern sie nicht Einen Gott anerkennte, und auch mit
der Sohn, und der Heilige Geist, und doch sind nicht dem Engelshimmel, welcher das Haupt der Kirche auf
drei Götter, sondern es ist Ein Gott; und eine andere Erden ist, worin der Herr die eigentliche Seele ist,
ist die Person des Vaters, eine andere die des Sohnes, weshalb auch der Himmel und die Kirche Sein Leib
und eine andere die des Heiligen Geistes, und sie heißen; würden diese nicht Einen Gott anerkennen, so
haben Eine Gottheit, gleiche Herrlichkeit, und gleich

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wären beide wie ein entseelter Leib, der, weil er zu dem geoffenbarten Wort geschöpft werden; in der
nichts nütze wäre, weggeworfen und begraben würde. Mitte des Verstandes findet nämlich ein
Zusammentreffen der Einflüsse Statt, und hier wird
der natürliche Glaube, der eigentlich nur eine
11. IV. UEBER DIE B ESCHAFFENHEITDIESES EINEN Ueberredung ist, zu einem geistigen, der die wirkliche
GOTTES SIND DIE NATIONEN UND VÖLKER AUS Anerkennung ist; weshalb der menschliche Verstand
VERSCHIEDENENURSACHEN IN IHREN ANSICHTEN wie eine Wechselbank ist, in welcher der Umsatz
VON EINANDER ANGEWICHEN UND WEICHEN NOCH geschieht.
AB.
Die erste Ursache ist, weil Erkenntnis Gottes und
somit Anerkennung Gottes ohne Offenbarung nicht 12. V. DIE MENSCHLICHE VERNUNFT KANN, WENN
möglich ist; und Kenntnis vom Herrn, und somit SIE WILL, AUS VIELEM IN DER WELT ABNEHMEN
Anerkennung, dass in Ihm die ganze Fülle der ODER SCHLIEßEN, DASS EIN GOTT IST UND DASS ER
Gottheit leiblich wohnt, nur aus dem Worte EINER IST.
stattfinden kann, welches die Krone der Offenbarung Diese Wahrheit kann durch Unzähliges in der
ist; denn der Mensch kann zufolge der gegebenen sichtbaren Welt begründet werden; denn das Weltall
Offenbarung Gott entgegenkommen, und den Einfluß ist wie eine Schaubühne, auf welcher dafür, dass es
aufnehmen, und so von einem natürlichen ein einen Gott gibt, und dass Er Einer ist, fortwährend
geistiger werden. Nun hatte zwar die Uroffenbarung Zeugnisse auftreten. Doch um dies zu beleuchten, weil
sich über den ganzen Erdkreis verbreitet; allein der ich folgende Denkwürdigkeit aus der geistigen Welt
natürliche Mensch hatte sie in vielfacher Weise anführen. Während ich einst mit Engeln mich
verkehrt; daher Meinungsverschiedenheiten, unterredete, waren einige Neulinge aus der natürlichen
Uneinigkeiten, Irrlehren und Spaltungen in den Welt zugegen; als ich diese sah, wünschte ich ihnen
Religionen. Die zweite Ursache ist, weil der natürliche Glück zu ihrer Ankunft, und erzählte ihnen vieles
Mensch nichts von Gott, sondern nur von der Welt Unbekannte aus der geistigen Welt; und nach der Rede
etwas vernehmen und sich aneignen kann; weshalb fragte ich sie, welche Ansicht von Gott und von der
eine der Grundlehren der christlichen Kirche sagt, dass Natur sie aus der Welt mitbrächten; sie sagten: die,
der natürliche Mensch wider den geistigen sei und sie dass die Natur alles wirke, was in dem erschaffenen
wider einander kämpfen; daher kommt, dass die, Weltall geschieht, und dass Gott nach der Schöpfung
welche aus dem Wort oder aus anderer Offenbarung diese Fähigkeit und Kraft in sie gelegt und ihr
erkannt hatten, dass ein Gott ist, über die eingedrückt habe, und dass Gott jene Dinge blos
Beschaffenheit Gottes und über seine Einheit von stütze und erhalte, damit sie nicht vergehen; weshalb
einander abwichen und noch abweichen. Weshalb denn alles, was auf Erden entsteht, geboren und
die, deren Geistesblick von den Sinnen des Körpers wiedergeboren wird, heut zu Tage der Natur
abhängig war, die aber gleichwohl Gott sehen wollten, zugeschrieben werde. Ich aber entgegnete, dass die
sich Bilder machten von Gold, Silber, Stein und Natur aus sich gar nichts wirke, sondern Gott durch
Holz, um unter ihnen, als Gegenständen des Gesichts, die Natur; und weil sie Beweis forderten, sagte ich:
Gott anzubeten; und dass Andere, welche aus Religion Die, welche an eine göttliche Wirksamkeit im
die Bilder verwarfen, sich Gott unter dem Bilde der Einzelnen der Natur glauben, können aus Vielem, das
Sonne und des Mondes, der Gestirne und vieler sie in der Welt sehen, sich für Gott weit mehr als für
andern Dinge auf der Erde vorstellten. Solche jedoch, die Natur bestärken; denn diejenigen, welche sich für
welche sich für weiser hielten als den gemeinen die göttliche Wirksamkeit im Einzelnen der Natur
Haufen, dennoch aber natürliche Menschen blieben, bestärken, richten ihre Aufmerksamkeit auf das
erkannten wegen der Unermeßlichkeit und Wundervolle, das in den Hervorbringungen sowohl
Allgegenwart Gottes beim Erschaffen der Welt die der Pflanzen, als der Thiere wahrgenommen wird; in
Natur als Gott an, Einige dieselbe in ihrem Innersten, den Hervorbringungen der Pflanzen: dass aus einem in
und Einige dieselben in ihrem Aeussersten; und einige die Erde geworfenen Samenkörnchen eine Wurzel
erdachten, um Gott von der Natur zu trennen, ein hervorgeht, und durch die Wurzel ein Stengel, und
Allerallgemeinstes, das sie das Wesen [Ens] des nach und nach Aeste, Zweige, Blätter, Blüthen,
Universums nannten; und weil sie nichts weiter von Früchte, bis wieder zu neuem Samen, gerade wie
Gott wissen, so wird dieses Wesen bei ihnen zu einem wenn der Same die Ordnung der Aufeinanderfolge
Gedankending, das ein Nicht=Etwas bedeutet. Wer oder den Entwickelungsgang wüßte, nach dem er sich
kann nicht einsehn, dass die Kenntnisse von Gott erneuern soll. Welcher Vernünftige kann denken, dass
Spiegel Gottes sind, und dass die, welche nichts von die Sonne, die blos ein Feuer ist, dieses wisse, oder
Gott wissen, Gott nicht in einem den Augen solches zu bewirken, in ihre Wärme und ihr Licht
zugekehrten Spiegel, sondern in einem umgewandten hineinlegen, und Nutzzwecke beabsichtigen könne?
Spiegel oder in dessen Rückseite sehen, welche mit Ein Mensch, dessen Vernunft gehoben ist, kann, wenn
Quecksilber oder schwarzem Leim überzogen ist, und er diese Dinge sieht und gehörig erwägt, nicht umhin,
das Bild nicht zurückwirft, sondern aufsaugt? Der zu denken, sie kommen von Ihm, der unendliche
Glaube an Gott bringt in den Menschen auf einem Weisheit hat, also von Gott her; diejenigen, welche
apriorischen oder inneren Wege, nämlich von der ein göttliches Wirken im Einzelnen der Natur
Seele her in die oberen Gebiete des Verstandes ein; die anerkennen, bestärken sich auch darin, wenn sie diese
Kenntnisse von Gott hingegen dringen auf einem Dinge sehen; wogegen aber die, welche es nicht
aposteriorischen oder äußern Wege ein, weil sie anerkennen, dergleichen nicht mit den Augen der
vermittelst der Sinne des Körpers vom Verstand aus Vernunft in der Stirne, sondern im Hinterhaupt sehen;

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diese sind diejenigen, welche alle Vorstellungen ihres Ton und Gestalt ihre Genossen erkennt; dann auch
Denkens aus den Körpersinnen und deren welche unter den andern Vögeln, ihre Freunde, und
Täuschungen begründen, indem sie sagen: Siehest du welche ihre Feinde sind; dass sie die Begattung unter
nicht, dass die Sonne durch ihre Wärme und ihr Licht der Federbedeckung kennen, Ehen schließen, mit
alle jene dinge bewirkt? Was kann das sein, was man Kunst Nester bauen, Eier darin legen, über ihnen
nicht sieht, ist es wohl ein Etwas? Die, welche sich brüten, die Dauer der Brütezeit wissen, nach deren
für das Göttliche bestärken, merken auf das Ablauf sie die Jungen ausbrüten, die sie dann auf‘s
Wundervolle, das sie in den Hervorbringungen der Zärtlichste lieben, unter ihren Flügeln wärmen, ihnen
Thiere sehen; um hier zuerst der Eier zu gedenken, Speise darreichen, und sie ernähren bis sie
dass in diesen das Junge in seinem Keime liegt mit selbstständig werden, und Gleiches thun können.
jedem Erfordernisse zur Bildung, und auch mit dem Jeder, der über den göttlichen Einfluß durch die
ganzen Entwickelungsgang nach der Ausbrütung, bis geistige Welt in die natürliche denken will, kann ihn
es zum Vogel wird in der Gestalt der Mutter. Merkt in diesen Dingen sehen; er kann auch, wenn er will, in
man weiter auf die Flügeltiere überhaupt, so stellen seinem Herzen sagen: solche Kenntnisse können ihnen
sich dem tiefer denkenden Geiste Dinge dar, welche nicht aus der Sonne durch deren Wärme und Licht
Erstaunen erregen, dass z.B. in den kleinsten gegeben werden; denn die Sonne, aus der die Natur
derselben wie in den größten, in den unsichtbaren wie ihren Ursprung und ihr Wesen hernimmt, ist bloßes
in den sichtbaren, das heisst, in den Insektchen wie in Feuer, und somit sind ihre Ausflüsse von Wärme und
dem Geflügel und den großen Thieren Sinnesorgane, licht völlig todt; und so kann der Schluß gezogen
nämlich des Gesichtes, des Geruchs, des Geschmacks werden, dass dergleichen von einem göttlichen
und des Gefühls, dann Bewegorgane, das ist, Muskeln Einfluß durch die geistige Welt in das Unterste der
sind, (denn sie fliegen und schreiben,) so wie auch Natur herrührt. Jeder kann aus dem Sichtbaren in der
Eingeweide, welche an dem Herzen und der Lunge Natur sich für das Göttliche bestärken, wenn er die
hängen, und von den Gehirnen aus in Thätigkeit Raupen sieht, welche aus dem Lustreiz eines gewissen
gesetzt werden. Die alles der Natur zuschreiben, sehen Triebes nach einer Umwandlung ihres irdischen
zwar diese Dinge, denken aber blos, dass sie seien, Zustandes in einen dem himmlischen analogen
und sagen, die Natur bringe sie hervor; und dies sagen Zustand trachten und streben, und darum an gewisse
sie, weil sie den Geist vom Denken an das Göttliche Oerter kriechen, sich mit einer Hülle umgeben, und so
abgewendet haben, und solche, die sich vom sich in einen Mutterleib versetzen, um wiedergeboren,
Göttlichen abgewandt haben, können, wenn sie das und dort Puppen, Goldpuppen, Nymphen, und zuletzt
Wundervolle in der Natur sehen, darüber nicht Schmetterlinge zu werden, und wenn sie die
vernünftig, und noch weniger geistig denken, sondern Verwandlung durchgemacht haben, und je nach ihrer
sie denken sinnlich und materielle; sie denken dann in Art mit schönen Flügeln angethan sind, sich in die
der Natur aus der Natur, und nicht über sie [erhaben], Luft wie in ihren Himmel emporschwingen und hier
und unterscheiden sich von den Thieren blos darin, wonnevoll spielen, und sich begatten, Eier legen, und
dass sie Vernunftanlage haben, das heisst, verständig sich eine Nachkommenschaft verschaffen, und dabei
sein können, wenn sie wollen. Die, welche sich vom sich mit lieblicher und süßer Kost aus Blumen
Denken an das Göttliche abgewendet haben, und nähren. Wer, der sich aus den sichtbaren Dingen in der
dadurch fleischlich=sinnlich geworden sind, bedenken Natur für das Göttliche bestärkt, sieht nicht ein bild
nicht, dass der Gesichtsinn des Auges so stumpf und des irdischen Zustandes des Menschen in ihnen als
materielle ist, dass er eine Mehrheit kleiner Insekten Raupen, und ein Bild des himmlischen Zustandes in
nur wie Einen dunkeln Punkt sieht, während doch ihnen als Schmetterlinge? Diejenigen hingegen,
jedes derselben organisiert ist, zu empfinden und sich welche sich für die Natur bestärken, sehen zwar diese
zu bewegen, und so mit Fibern und Gefäßen, ferner Dinge, weil sie aber den himmlischen Zustand aus
mit Herzchen, Luftröhrchen, Eingeweidchen und ihrem Gemüthe verbannt haben, so nennen sie
Gehirnchen ausgestattet ist, und diese aus den reinsten dieselben bloße Wirkungen der Natur. Jeder kann sich
Theilen in der Natur zusammengewoben sind, und aus dem Sichtbaren in der Natur für das Göttliche
diese Gewebe dem Leben auf der untersten Stufe bestärken, wenn er auf das achtet, was von den Bienen
entsprechen, aus welchem die kleinsten Theile bekannt ist, dass sie nämlich wissen, aus Rosen und
derselben unterschiedlich in Thätigkeit gesetzt werden. Blumen Wachs zu sammeln, Honig auszusaugen,
Wenn nun das Gesicht des Auges so stumpf ist, dass Zellen wie kleine Häuser zu bauen, und sie in die
ihm eine Vielheit mit unzähligen Dingen in Form einer Stadt zu bringen, mit Gassen, durch sie
jeglichem, nur als ein kleiner dunkler Punkt erscheint, eingehen und ausgehen; dass sie schon von Ferne die
und wenn gleichwohl die, welche sinnlich sind, Blumen und Kräuter wittern, aus welchen sie Wachs
diesem Sehen gemäß denken und urtheilen, so ist für das Haus, und Honig zur Nahrung sammeln
offenbar, wie stumpf ihr Geist geworden ist, und in mögen; und dass sie mit diesen beladen in gerader
welcher Finsternis sie in Folge dessen in Beziehung Richtung wieder ihrem Bienenstock zufliegen und so
auf geistige Dinge sind. Jeder kann aus den sichtbaren sich Nahrung für den kommenden Winter einlegen als
Dingen in der Natur sich, wenn er will, für das ob sie diesen vorhersähen; wie sie denn auch eine
Göttliche bestärken, und Derjenige, welcher an Gott Herrscherin als Königin über sich setzen, aus der eine
und Seine Allmacht im Erschaffen des Weltalls, und Nachkommenschaft fortgepflanzt werden soll, und für
an Seine Allgegenwart im Erhalten desselben denkt, die sie gleichsam einen Hof über sich mit
bestärkt sich auch dafür, wenn er z.B. bei den Vögeln Schutzwachen rings umher anlegen, und welche, wenn
des Himmels sieht, dass jede Art derselben ihre die Gebärzeit kommt, in Begleitung der Leibwachen,
Nahrung kennt, und wo sich diese befindet; das sie an die Drohnen genannt werden, von Zelle zu Zelle geht,

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und Eier legt, die der nachfolgende Haufen rings den sichtbaren Dingen dieser Welt für die Natur sich
umstreicht, damit sie von der Luft nichtleiden; woraus bestärkt hatten, als solche erschienen, welche am Ende
ihnen dann ein neuer nachwuchs kommt, der später, Gottesläugner wurden, und deren Verstand sich im
wenn er sein Alter erreicht hat, in dem er das Gleiche geistigen Licht nach unten geöffnet, nach oben aber
thun kann, aus dem Hause vertrieben wird, worauf der verschlossen zeigte; und dies darum, weil sie in ihrem
Schwarm sich zuerst in einen Klumpen sammelt, Denken abwärts zur Erde, und nicht aufwärts zum
damit der Verein nicht zerrissen werde, und dann Himmel sahen: über dem Sinnlichen, welches das
ausfliegt, um sich eine Wohnstätte aufzusuchen; gegen Unterste des Verstandes ist, erschien wie eine aus
den Herbst werden jene Drohnen, weil sie weder höllischem Feuer blitzende Decke, bei Einigen
Wachs noch Honig eingetragen hinausgeführt, und schwarz wie Russ, und bei Anderen bleifarbig wie ein
ihrer Flügel beraubt, damit sie nicht zurückkommen, Leichnam. Hüte sich also Jeder vor Begründungen für
und ihre Speisevorräthe, auf die sie keine Mühe die Natur, und bestärke sich vielmehr für Gott; es
verwendet hatten, aufzehren möchten. Und so vieles fehlt nicht an Stoff.
Andere; woraus erhellen kann, dass sie um des
Nutzens willen, den sie dem menschlichen
Geschlechte leisten, in Folge eines göttlichen 13. VI. WOFERN GOTT NICHT EINER WÄRE, HÄTTE
Einflusses durch die geistige Welt eine DAS WELTALL NICHT ERSCHAFFEN UND ERHALTEN
Regierungsform haben, wie sei bei den Menschen auf WERDEN KÖNNEN.
Erden, ja bei den Engeln in den Himmeln ist. Wer, Dass man aus der Schöpfung des Weltalls auf die
der im Besitze seiner vollen Vernunft ist, sieht nicht, Einheit Gottes schließen kann, gründet sich darauf,
dass dergleichen Erscheinungen bei ihnen nicht aus dass das Weltall ein Werk ist, welches vom Ersten bis
der natürlichen Welt stammen? Was hat die Sonne, zum letzten als Eines zusammenhängt, und von
aus der die Natur stammt, mit einer Regierung Einem Gott abhängt, wie der Leib von seiner Seele;
gemein, welche eine Nachahmung der Himmlischen das Weltall ist so geschaffen worden, dass Gott
ist? Aus diesen und ähnlichen Dingen bei den allgegenwärtig sein, und das Ganze und das einzelne
vernunftlosen Thieren bestärkt sich der Bekenner und unter Seiner Leitung halten, und fortwährend als Eines
Verehrer der Natur für die Natur, während der zusammenhalten kann, was so viel als erhalten heisst.
Bekenner und Verehrer Gottes aus ebendenselben sich Daher kommt auch, dass Jehovah Gott sagt, Er sei
für Gott bestärkt; denn der geistige Mensch sieht in „der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende,
ihnen Geistiges und der natürliche Mensch sieht in das Alpha und das Omega,“ Jes 44,6; Offenb 1,8.17.
ihnen Natürliches, und so Jeder, je nachdem er selbst und anderwärts, dass „Er aus Sich alles mache, die
beschaffen ist. Was mich betrifft, so waren mir Himmel ausspanne und die Erde ausdehne“, Jes
dergleichen Erscheinungen Zeugnisse für den von Gott 44,24. Dieses große System, welches das Weltall
stammenden Einfluß der geistigen Welt in die heisst, ist darum ein vom Ersten bis zum Letzten als
natürliche. Erwäge auch, ob du über irgend eine Eines zusammenhängendes Werk, weil Gott bei
Regierungsform, oder über irgend ein bürgerliches Erschaffung desselben sich Einen Endzweck vorgesetzt
Gesetz, oder über irgend eine moralische Tugend, oder hatte, nämlich den Engelshimmel aus dem
über irgend eine geistige Wahrheit analytisch denken menschlichen Geschlecht, und Mittel zu diesem
könntest, wenn nicht das Göttliche aus seiner Zweck alle die Dinge sind, aus welchen die Welt
Weisheit durch die geistige Welt einflösse? Ich für besteht; denn wer den Zweck will, will auch die
meinen Theil konnte es nicht, und kann es nicht; denn Mittel; wer also die Welt als ein die Mittel zu jenem
ich habe von diesem Einfluß nun schon 26 Jahre Zweck enthaltendes Werk betrachtet, der kann auch
hindurch eine deutliche und fühlbare Wahrnehmung das erschaffene Weltall als ein Werk betrachten, das
gehabt, daher ich dies aus eigener Erfahrung rede. als Eines zusammenhängt, und kann sehen, dass die
Kann wohl die Natur sich Nutzzwecke vorsetzen, und Welt ein Inbegriff von Nutzzwecken in
die Nutzzwecke in Ordnungen und Formen bringen? aufeinanderfolgender Ordnung für das menschliche
Dies kann nur ein Weiser; und das Weltall so ordnen Geschlecht ist, aus dem der Engelshimmel besteht.
und bilden kann nur Gott, der unendliche Weisheit Die göttliche Liebe kann sich keinen andern Endzweck
hat. Wer anders vermöchte vorherzusehen und setzen, als die ewige Seligkeit der Menschen aus
vorzusehen, was zur Nahrung und Kleidung für die ihrem Göttlichen, und die göttliche Weisheit kann
Menschen nothwendig ist, die Nahrung aus den nichts Anderes hervorbringen als Nutzwirkungen,
Ernten des Feldes, aus den Früchten der Erde und aus welche Mittel zu jenem Zwecke sind; aus der
den Thieren, und die Kleidung aus ebendenselben? Zu Betrachtung der Welt in dieser allumfassenden Idee
dem wundervollen hiebei gehört auch, dass jene kann jeder Weise entnehmen, dass der Schöpfer des
geringen Würmer, die man Seidenraupen nennt, Weltalls Einer ist, und dass Sein Wesen Liebe und
sowohl Frauen als Männer, von den Königinnen und Weisheit ist; weshalb es in ihr nicht ein einziges Ding
Königen bis herab zu den Mägden und Knechten, mit gibt, in dem nicht näher oder entfernter ein Nutzzweck
Seide bekleiden und prachtvoll schmücken sollten, für den Menschen verborgen läge; für seine Nahrung
und dass jene unscheinbaren Insekten, die man Bienen aus den Früchten der Erde, und auch aus den Thieren,
nennt, Wachs zu den Lichtern liefern sollten, durch und für seine Kleidung aus ebendenselben. Zu dem
welche die Tempel und Paläste erglänzen. Diese und Wundervollen gehört, [wie gesagt,] dass jene geringen
viele andere Erscheinungen sind redende Beweise, daß Würmer, Seidenraupen genannt, sowohl Frauen als
Gott von sich aus durch die geistige Welt alles wirkt, Männer, von den Königinnen und Königen bis herab
was in der Natur geschieht. Diesem ist noch zu den Mägden und den Knechten in Seide kleiden
beizufügen, dass in der geistigen Welt die, welche aus und prächtig schmücken, und dass geringe Insekten,

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Bienen genannt, Wachs liefern für Kerzen, durch nicht verschließen; denn wenn er dies vermöchte und
welche Tempel und Paläste erglänzen. Diejenigen, thäte, so wäre der Mensch nicht mehr Mensch;
welche [nur] Einiges in der Welt vereinzelt, und nicht sondern die Liebe seines Willens bethört dann die
in umfassender Weise alles in der Reihenfolge höhern Gebiete seines Verstandes mit Falschem; und
betrachten, in welcher die Zwecke, die Mittel und die in Folge dessen wird der Verstand gleichsam
Wirkungen zu einander stehen, so wie diejenigen, verschlossen in Rücksicht der Wahrheiten, die dem
welche die Schöpfung nicht von der göttlichen Liebe Glauben angehören, und in Rücksicht des Guten, das
durch die göttliche Weisheit ableiten, können nicht der Liebthätigkeit angehört, somit mehr und mehr
sehen, dass das Weltall das Werk Eines Gottes ist, wider Gott, und zugleich wider die geistigen Dinge
und dass Er, weil im Endzweck, auch in den einzelnen der Kirche; und so wird er ausgeschlossen von der
Nutzwirkungen wohnt; denn jeder, der im Zweck ist, Gemeinschaft mit den Engeln des Himmels, und ist er
ist auch in den Mitteln, weil inwendigst in allen von dieser ausgeschlossen, so setzt er sich in
Mitteln der Zweck ist, welcher die Mittel treibt und Gemeinschaft mit den Satanen der Hölle und denkt in
leitet. Diejenigen, welche das Weltall nicht als ein Einheit mit ihnen; alle Satane ab er läugnen Gott und
Werk Gottes, und als die Wohnung Seiner Liebe und denken albern von Gott und von den geistigen Dingen
Weisheit, sondern als ein Werk der Natur und als die der Kirche. Ebenso der mit ihnen verbundene Mensch;
Wohnung der Wärme und des Lichtes der Sonne dieser, wenn er seinem Geisteszuge folgt, was der Fall
betrachten, verschließen die höheren Gebiete ihres ist, wenn er zu Hause, sich selbst überlassen, seine
Gemüthes für Gott, und öffnen die untern Theile ihres Gedanken von den Lustreizen des Bösen und
Gemüthes für den Teufel, und ziehen in Folge dessen Falschen, die er bei sich empfangen und geboren hat,
das Menschliche aus, und das Thierische an, und geleitet werden läßt, denkt dann es sei kein Gott,
glauben nicht nur, dass sie den Thieren ähnlich seien, sondern Gott sei ein bloßes Wort, das von den
sondern werden es auch; denn sie werden Füchse in Kanzeln herabschallt, um den Pöbel an den Gehorsam
Rücksicht der Schlauheit, Wölfe in Rücksicht der gegen die Gesetze der Gerechtigkeit, welche die der
Wildheit, Panther in Rücksicht der Tücke, Tiger in Gesellschaft sind, zu binden; und dann denkt er auch,
Rücksicht der Grausamkeit, Krokodile, Schlangen, dass das Wort, aus dem die Geistlichen Gott
Uhu und Nachteulen je nach deren Natur; die, welche verkündigen, etwas Schwärmerisches und
so sind, erscheinen auch in der geistigen Welt von Zusammengestoppeltes sei, das die Macht und das
Ferne als jenen wilden Thieren ähnlich; die Liebe zu Ansehen mit Heiligkeit umkleidet haben; ferner, dass
ihrem Bösen gestaltet sie so. der Dekalog oder der Katechismus ein Büchlein sei,
das, nachdem es von den Händen der Knaben
abgenützt worden ist, weggeworfen werden kann, weil
14. VII. DER MENSCH, WELCHER GOTT NICHT es einschärft, dass man die Eltern ehren, nicht tödten,
ANERKENNT, IST VON DER KIRCHE nicht Unzucht treiben, nicht stehlen, nicht falsch
AUSGESCHLOSSEN UND VERDAMMT. zeugen solle, und wer wisse nicht eben diese Dinge
Dass ein Mensch, der Gott nicht anerkennt, von der schon aus dem bürgerlichen Gesetze? Von der Kirche
Kirche ausgeschlossen ist, gründet sich darauf, dass denkt er, sie sei blos ein Zusammenlauf von
Gott Alles in Allem der Kirche ist, und die göttlichen Einfältigen, Leichtgläubigen und Feigherzigen, welche
Dinge, welche das Theologische heißen, die Kirche sehen, was sie nicht sehen; vom Menschen und von
ausmachen; weshalb die Läugnung Gottes eine sich als Menschen denkt er gerade wie vom Thier; und
Läugnung aller Dinge der Kirche ist; und eben diese vom Leben nach dem Tode gerade wie vom Leben des
Läugnung schließt ihn aus, somit schließt der Mensch Thieres nach demselben. So denkt sein innerer
sich selbst und nicht Gott ihn aus. Dass er verdammt Mensch, wie sehr auch der äußere anders reden mag;
ist, gründet sich darauf, dass wer von der Kirche denn, wie gesagt, jeder Mensch hat ein Inneres und
ausgeschlossen ist, auch vom Himmel ausgeschlossen ein Aeusseres, und sein Inneres macht den Menschen,
ist, denn die Kirche auf Erden und der Engelshimmel welcher der Geist heisst, und nach dem Tode lebt, und
machen Eines aus, wie das Innere und das Aeussere, das Aeussere, aus dem er durch sittliches Handeln den
und wie das Geistige und das Natürliche bei dem Heuchler spielt, wird begraben; und dann wird er
Menschen; und der Mensch ist von Gott so wegen der Läugnung Gottes ein Verdammter. Jeder
geschaffen, dass er seinem Innern nach in der geistigen Mensch ist seinem Geiste nach seines Gleichen in der
Welt und seinem Aeusseren nach in der natürlichen geistigen Welt beigesellt, und ist wie Einer unter
Welt ist; mithin ist er als Eingeborner beider Welten ihnen; und es ist mir öfter gegeben worden, die
geschaffen, zu dem Ende, dass das Geistige, das Geister noch lebender Menschen einige in engelischen
Angehör des Himmels ist, dem Natürlichen, das und einige in höllischen Gesellschaften zu sehen; auch
Angehör der Welt ist, eingepflanzt werde, wie dies ward mir gegeben, Tage lang mit ihnen zu reden, und
mit dem Samen im Boden geschieht, und dass so der ich wunderte mich, dass der Mensch selbst, der noch
Mensch ewige Beständigkeit und Fortdauer erhalte. in seinem Körper lebte, gar nichts davon wußte;
Ein Mensch, der durch die Läugnung Gottes sich von hieraus war offenbar, dass der, welcher Gott läugnet,
der Kirche und so auch vom Himmel ausgeschlossen schon unter den Verdammten ist, und dass er nach
hat, hat den innern Menschen in Rücksicht des dem Tode zu den Seinen versammelt wird.
Willens, somit in Rücksicht seiner Lieblingsneigung
bei sich verschlossen; denn der Wille des Menschen
ist das Aufnahmsgefäss seiner Liebe und wird die 15. VIII. BEI DEM MENSCHEN, DER NICHT EINEN
Wohnstätte derselben; dagegen aber kann er in GOTT ANERKENNT, SONDERN MEHRERE, HÄNGT
Rücksicht des Verstandes seinen innern Menschen NICHTS VON DER KIRCHE ZUSAMMEN.

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Wer Einen Gott im Glauben anerkennt und im Herzen eröffnen, wie ihr dieselben in der natürlichen Welt,
verehrt, der ist in der Gemeinschaft der Heiligen auf aus der ihr vor Kurzem angekommen, gefasst hattet;
Erden und in der Gemeinschaft der Engel in den und nun heftete der Primas seinen Blick auf mich,
Himmeln; diese heißen Gemeinschaften, und sind es und sagte: „Ich sehe, dass du ein Laie bist, und will
auch, weil sie in dem Einen Gott sind, und der Eine dir daher die Vorstellungen meines Denkens über
Gott in ihnen ist; eben dieselben sind auch in dieses große Geheimnis enthüllen und dich belehren;
Verbindung mit dem gesammten Engelshimmel, und meine Vorstellungen waren, und sind noch, dass Gott
ich möchte zu sagen wagen, mit Allen und Jeden in der Vater, Gott der Sohn, und Gott der Heilige Geist
ihm; denn sie sind alle wie Kinder und Nachkommen in der Mitte des Himmels auf herrlichen und
aus Einem Vater, deren Gesinnungen, Sitten und erhabenen Stühlen oder Thronen sitzen; Gott der Vater
Gesichtszüge etwas Gleichartiges haben, woran sie auf einem Thron von gediegenem Gold mit dem
sich gegenseitig erkennen. Der Engelshimmel ist in Scepter in der Hand; Gott der Sohn zu Seiner Rechten
Gesellschaften zusammengeordnet gemäß allen auf einem Thron von dem feinsten Silber mit einer
Verschiedenheiten der Liebe zum Guten, welche Krone auf dem Haupte; und Gott der heilige Geist
Verschiedenheiten in Einer allumfassendsten Liebe, neben ihnen auf einem Thron von glänzendem
welche die zu Gott ist, zusammentreffen; aus dieser Krystall, eine Tube in der Hand haltend; und dass
Liebe sind Alle entsprossen, welche Einen Gott als rings um sie her in dreifacher Reihe schwebende
Schöpfer des Weltalls, und zugleich als Erlöser und Lampen von Edelsteinen schimmern; und dass fern ab
Wiedergebärer im Glauben anerkennen und im Herzen von diesem Kreise unzählig viele Engel stehen, alle
verehren. Ganz anders dagegen die, welche nicht anbetend und lobpreisend; und dass überdies Gott der
Einen, sondern mehrere Götter angehen und anbeten, Vater sich mit Seinem Sohne fortwährend bespricht
oder auch Einen mit dem Munde und drei im Denken über die, welche gerechtfertigt werden sollen, und dass
anerkennen, wie dies diejenigen in der heutigen Kirche sie unter sich beschließen und festsetzen, welche auf
thun, welche Gott in drei Personen zertheilen, und Erden würdig sein sollten, von ihnen unter die Engel
jede Person für sich als Gott erklären, und jeder aufgenommen und mit dem ewigen Leben gekrönt zu
besondere Beschaffenheiten oder Eigenschaften, werden; ferner dass Gott der Heilige Geist, nachdem er
welche die andere nicht hat, zuschreiben; wovon dann ihre Namen vernommen, als bald über den Erdkreis
die Folge ist, dass nicht nur die Einheit Gottes, hin zu ihnen eile, die Gaben der Gerechtigkeit als eben
sondern auch die Theologie selbst, und ebenso das so viele Unterpfänder des Heiles für die zu
menschliche Gemüth, in dem diese sein soll, Rechtfertigenden mit sich führend, und im
thatsächlich zerspalten wird; was Anders geht hieraus Augenblick, wie er ankommt und anhaucht, die
hervor, als Verwirrung und Verbandlosigkeit in den Sünden zerstreut, wie der Ventilator den Rauch aus
Dingen der Kirche? Dass dies der Zustand der dem Ofen und diesen weiß macht; wie er denn auch
heutigen Kirche ist, soll in einem Anhang zu diesem aus den Herzen die Härte des Steines hinwegnimmt
Werke nachgewiesen werden; der wahre Thatbestand und die Weichheit des Fleisches in sie bringt, und
ist, dass die Zertheilung Gottes oder des göttlichen zugleich ihre Geister oder Gemüther erneuert, und sie
Wesens in drei Personen, von welchen jede für sich von Neuem gebiert, und ihnen ein kindliches
oder besondern genommen Gott ist, die Läugnung Aussehen gibt, und endlich ihre Stirnen mit dem
Gottes nach sich zieht; es ist, wie wenn jemand, um Zeichen des Kreuzes besiegelt, und sie Auserwählte
anzubeten, in einen Tempel tritt, und auf einer Tafel und Kinder Gottes nennt.“ Nachdem jener Primas
über dem Altar den einen Gott als Alten der Tage, den diese Rede beendigt, sagte er zu mir: „So hab ich
andern als Hohenpriester und den Dritten als jenes große Geheimnis in der Welt entziffert, und da
fliegenden Aeolus gemalt sieht, mit der Unterschrift: die meisten unseres Standes daselbst diesen meinen
diese Drei sind Ein Gott; oder etwa auch, wie wenn er Aussprüchen Beifall gaben, so bin ich überzeugt, dass
darin die Einheit und die Dreiheit gemalt sähe als auch du, der du ein Laie bist, ihnen Glauben
einen Menschen mit drei Köpfen auf Einem Körper, beimessen wirst.“ Auf diese Worte des Primas faßte
oder mit drei Körpern unter Einem Kopf; dies wäre ich ihn und zugleich die Domherren bei ihm in‘s
die Gestalt eines Scheusals, und würde jemand mit Auge und bemerkte, dass diese alle mit vollem Beifall
einem solchen Denkbild in den Himmel eintreten, so zustimmten; weshalb ich die Erwiederung begann,
würde er gewiß jählings hinabgestürzt werden, und sagte: Ich habe die Aussprüche deines Glaubens
obschon er sagen würde, das Haupt oder die Häupter erwogen, und aus ihnen entnommen, dass du von dem
bedeuten das Wesen, und der Körper oder die Körper dreieinigen Gott eine ganz natürliche und sinnliche, ja
die besonderen Eigenschaften. materielle Vorstellung gefaßt hast und hegst, aus
welcher unvermeidlich die Vorstellung dreier Götter
16. Diesem will ich eine Denkwürdigkeit beifügen: hervorgeht. Heisst es nicht sinnlich denken von Gott,
Ich sah, wie Einige, welche erst vor Kurzem aus der dem Vater, dass Er auf einem Throne mit dem Scepter
natürlichen Welt in die geistige Welt gekommen in der Hand sitze, und vom Sohne, dass er auf Seinem
waren, mit einander sprachen über die drei göttlichen Throne mit einer Krone auf dem Haupt, und vom
Personen von Ewigkeit; sie waren Domherrn gewesen, heiligen Geist, dass er auf dem seinigen mit einer
und Einer von ihnen Bischof; diese traten zu mir Taube in der Hand sitze, und jene nach den
heran, und nach einiger Unterredung über die geistige vernommenen Beschlüssen den Erdkreis
Welt, von der sie vorher gar nichts gewußt hatten, durchwandere? Und weil sich eine solche Vorstellung
sagte ich: Ich hörte euch über die drei göttlichen aus ihnen ergibt, kann ich deinen Aussprüchen keinen
Personen von Ewigkeit reden, und bitte euch, mir Glauben bemessen: ich nämlich konnte von meiner
dieses große Geheimnis nach euren Vorstellungen zu Kindheit an keine andere Vorstellung in mein Gemüth

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aufnehmen, als die eines einzigen Gottes, und da ich 17. Nachher erkundigte ich mich, wo ich wohl aus
blos diese aufgenommen habe und festhalte, so fällt den Gebildeten diejenigen träfe, welche den schärfsten
bei mir alles das, was du gesagt hast, zu Boden; und Verstand haben, und für die in drei Personen getheilte
dann sah ich auch, dass unter dem thron, auf welchem göttliche Dreieinigkeit einstehen; und es standen drei
nach der Schrift Jehovah sitzen soll, das Reich da, zu welchen ich sprach: Wie könnt ihr die göttliche
verstanden wird, unter Scepter und Krone die Dreieinheit in drei Personen zertheilen und behaupten,
Regierung und Herrschaft, und unter dem Sitzen zur dass jede Person für sich und einzeln genommen Gott
Rechten die Allmacht Gottes durch Sein und Herr sei? Ist nicht so das Bekenntnis des Mundes,
Menschliches; und unter den Dingen, die dem dass Gott Einer sei, eben so weit von dem Gedanken
heiligen Geist zugeschrieben werden, die entfernt, als der Mittag von der Mitternacht? Hierauf
Wirksamkeiten der göttlichen Allgegenwart; nimm erwiederten sie: “Es ist gar nicht davon entfernt, weil
nur, mein Herr, wenn es gefällig ist, die Idee eines die drei Personen Ein Wesen haben, und das Göttliche
Gottes an, und erwäge sie gehörig in deinem Denken, Wesen Gott ist; wir waren in der Welt die Beschützer
so wirst du zuletzt deutlich wahrnehmen, dass es so der Personendreiheit, und der Mündel, dessen
ist. Ihr saget zwar auch, dass Ein Gott sei, und dies Vormundschaft wir führten, war unser Glauben, in
darum, weil ihr jenen drei Personen ein einziges und dem jede göttliche Person ihren Antheil erhalten hat;
untheilbares Wesen gebet; dagegen aber gestattet ihr Gott der Vater den Antheil, dass er zurechnet und
nicht, dass jemand sage, jener Eine Gott sei Eine schenkt, Gott der Sohn denjenigen, dass er vertritt
Person, sondern dass es wirklich drei sein sollen, und und vermittelt, und Gott der Heilige Geist denjenigen,
dies thut ihr, damit nicht die Vorstellung von drei dass er die wohlthätigen Wirkungen der Zurechnung
Göttern, wie ihr sie hab t, verloren gehe; und dann und Vermittelung in Anwendung bringt.“ Ich fragte
sprechet ihr auch jeder Person eine Eigenthümlichkeit nun aber: „Was verstehet ihr unter dem göttlichen
zu, die von der der andern geschieden ist; zertheilet ihr Wesen? Sie sagten: „Wir verstehen darunter die
aber nicht hiedurch euer göttliches Wesen? Und ist Allmacht, Allwissenheit, Allgegenwart,
dem so, wie könnt ihr sagen und zugleich denken, Unermesslichkeit, Ewigkeit, Gleichheit der Majestät;“
dass Gott Einer sei? Ich würde es euch verzeihen, worauf ich sagte: Wenn dieses Wesen aus mehreren
wenn ihr sagtet, dass Ein Göttliches sei; wenn aber Göttern Einen macht, so könnt ihr noch mehrere
jemand hört, der Vater sei Gott, der Sohn sei Gott, hinzufügen, so zum Beispiel einen vierten, der bei
und der heilige Geist sei Gott, und jede einzelne Moses, Ezechiel und Hiob erwähnt, und Gott
Person für sich sei Gott, wie kann er alsdann sich Schaddai genannt wird; ebenso machten es auch die
denken, dass Gott Einer sei? Ist dies nicht ein Alten in Griechenland und Italien, welche ihren
Widerspruch, dem man niemals Glauben beimessen Göttern, z.B. dem Saturn, Jupiter, Neptun, Pluto,
kann? Das man auf diese Weise nicht von Einem Apolle, der Juno, der Diana, der Minerva, ja selbst
Gott, sondern nur von einem ähnlichen Göttlichen dem Merkur und der Venus gleich Attribute und so
reden kann, mag durch Folgendes beleuchtet werden: ein ähnliches Wesen zuschrieben; dennoch aber
Von einer Mehrzahl von Menschen, welche zusammen konnten sie nicht sagen, dass diese alle ein Gott seien;
Einen Senat, Ein Kollegium oder Ein Konzilium und auch ihr, die ihr drei seid, und, wie ich bemerke,
ausmachen, kann man nicht sagen, sie seien Ein von gleicher Gelehrsamkeit, und so in Rücksicht
Mensch; haben aber alle und jede Eine Meinung, so derselben von gleichem Wesen, könnt euch doch nicht
kann man sagen, sie denken Eines; auch kann man in Einem Gelehrten zusammenschmelzen.“ Darüber
nicht von drei Diamanten Einer Substanz sagen, sie lachten sie aber und sagten: „Du scherzest; anders
seinen Ein Diamant, sondern nur, dass sie Eines der verhält es sich mit dem göttlichen Wesen, dieses ist
Substanz nach seien, und auch, dass jeder Diamant Eines, und nicht dreigetheilt; es ist auch untheilbar,
sich vom andern unterscheide in Rücksicht des Werths und somit unzertheilt; Zertrennung und Zertheilung
je nach seinem eigenen Gewicht; anders aber, wenn es verträgt sich nicht mit demselben.“ Als ich das hörte,
Einer ist und nicht drei. Ich merke jedoch, dass ihr die erwiederte ich: Lassen wir uns denn auf diesen
drei göttlichen Personen, deren jede einzeln für sich Kampfplatz nieder, und fechten hier die Sache aus!
Gott sein soll, darum Einen Gott nennet, und Und ich fragte: Was verstehet ihr unter Person, und
einschärfet, damit Jeder in der Kirche so rede, weil die was bedeutet sie? Sie erwiederten: „Das Wort Person
erleuchtete und gesunde Vernunft auf dem ganzen bedeutet nicht einen Theil oder eine Beschaffenheit in
Erdkreis anerkennt, dass Gott Einer ist, und ihr daher einem Andern, sondern was selbstständig für sich
mit Schamröthe übergossen werden müßtet, wenn besteht; so definiren allen Häupter der Kirche die
nicht auch ihr so sprächet; dennoch aber zieht, indem Person, und wir mit ihnen;“ ich frage dann: Ist dies
ihr Einen Gott aussprechet, obgleich ihr drei denket, die Definition der Person? Und sie antworteten: Ja!
jenes Schamgefühlt doch nicht diese zwei Wörter in Worauf ich erwiederte: Also ist kein Theil des Vaters
den Munde zurück, sondern ihr sprecht sie aus. im Sohne, noch irgend ein Theil dieser beiden im
Nachdem der Bischof diese Worte gehört hatte, zog er Heiligen Geist; woraus denn folgt, dass jeder seine
sich mit seinen Domherrn zurück, und wandte sich eigene Selbstbestimmung, Selbstständigkeit und
beim Weggehen um und wollte ausrufen: Es ist Ein Gewalt hat, und somit nichts vorhanden ist, das
Gott; allein er vermochte es nicht, weil sein Denken verbindet, als der Wille, der jedem eigen, und so nach
seine Zunge zurückzog, und stieß dann mit weit Gefallen mittheilbar ist: Sind denn also die drei
geöffnetem Munde drei Götter heraus. Die Personen nicht drei besondere Götter? Höret noch
Dabeistehenden lachten, als sie dieses Wunderzeichen weiter: Ihr habt die Person auch dahin definirt, dass
sahen, laut auf, und gingen ab. sie etwas sei, das selbstständig für sich besteht, dass
mithin drei Substanzen seien, in die ihr das göttliche

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Wesen zertheilt habt, und doch ist dieses, wie ihr entstanden, als aus dem nicht verstandenen Göttlichen
ebenfalls sagt, unzertrennbar, weil es Eines und Sein.
untheilbar ist; und überdies schreibet ihr jeder Doch dies soll nun im Einzelnen beleuchtet werden.
Substand, das heisst, Person, Eigenschaften zu,
welche nicht in der andern sind, und welche der
andern auch nicht mitgetheilt werden können, als da 19. I. JENER EINE GOTT WIRD JEHOVAHGENANNT
sind die Zurechnung, Vermittelung und Einwirkung; VON DEM S EIN, SOMIT DARUM, WEIL ER ALLEIN
was ergibt sich aber auch hieraus Andres, als dass die IST, W AR UND S EIN WIRD, UND WEIL ER DER ERSTE
drei Personen drei Götter sind? Auf diese Worte zogen UND DER LETZTE, DER ANFANG UND DAS ENDE, DAS
sie sich zurück, und sagten: „Wir wollen die Sache ALPHA UND OMEGA IST.
[unter uns] besprechen, und nach der Besprechung Dass Jehovah bedeutet Ich bin und das Sein, ist
antworten.“ Es stand ein gewisser Weiser dabei, der bekannt; und dass Gott von den ältesten Zeiten her so
sagte, als er dies hörte: „Ich will diesen erhabensten genannt wurde, erhellt aus dem buche der Schöpfung
Gegenstand nicht durch so feine Gitter betrachten, oder dem ersten buch Mosis, wo Er im ersten Kapitel
sehe aber außerhalb jener Spitzfindigkeiten in hellem Gott genannt wird, im zweiten und den folgenden aber
Lichte, dass in den Vorstellungen eures Denkens drei Jehovah Gott: und nachher, als die Nachkommen
Götter sind, weil es jedoch eine Schande ist, sie vor Abrahams von Jakob her während ihres Aufenthaltes
der ganzen Welt kund zu geben, und man euch, wenn in Aegypten den Namen Gottes vergessen hatten,
ihr sie verkündigen würdet, Verrückte und Narren wurde er in‘s Gedächtnis zurückgerufen; wovon es
heißen würde, so hilft es, um die Schmach zu heisst: „Moses sprach zu Gott: Welches ist Dein
vermeiden, dass ihr Einen Gott mit dem Munde Name? Gott sprach: Ich bin der Ich bin: so sollst du
bekennet.“ Allein hierauf achteten jene drei, welche zu den Kindern Israels sprechen: der Ich bin hat mich
beharrlich an ihrer Meinung festhielten, gar nicht, zu euch gesandt, und du sollst sagen: Jehovah, der
sondern murmelten beim Weggehen einige aus der Gott eurer Väter, hat mich zu euch gesandt; dies ist
Metaphysik entlehnte Kunstwörter hervor, woraus ich mein Name in Ewigkeit, und dies mein
abnahm, dass diese ihr Dreifuß sein sollten, von Gedenkzeichen von Geschlecht zu Geschlecht,“
welchem herab sie die Antworten geben wollten. 2.Mose 3,14.15. Weil Gott allein das Ich bin und das
Sein, oder Jehovah ist, so gibt es in dem erschaffenen
Weltall kein Etwas, das nicht sein Sein von Ihm her
DAS GÖTTLICHE S EIN, WELCHES JEHOVAH IST. hätte; in welcher Weise aber, wird man unten sehen;
dies wird auch verstanden unter den Worten: „Ich bin
18. Es wird zuerst von dem Göttlichen Sein, und der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende,
nachher von dem Göttlichen Wesen gehandelt; es das Alpha und Omega,“ Jesai 41,4; 44,6; 48,12; und
scheint zwar, als ob diese zwei Eines und dasselbe Offenb Kap 1,8.11.17; 2,8; 21,6; 22,13; wodurch
wären, allein das Sein ist immerhin universeller, als bezeichnet wird, dass Er sei das Selbst und das
das Wesen; denn das Wesen setzt das Sein voraus, Einzige vom Ersten bis zum Letzten, aus dem Alles
und aus dem Sein wird das Wesen. Das Sein Gottes ist. Dass Gott das Alpha und Omega, der Anfang und
oder das göttliche Sein kann nicht beschrieben das Ende heisst, kommt daher, dass das Alpha der
werden, weil es über jede Vorstellung des erste, und das Omega der letzte Buchstabe im
menschlichen Denkens erhaben ist; dieses erfaßt nur griechischen Alphabet ist, und sie daher Alles im
was erschaffen und endlich ist, nicht aber das Inbegriff bezeichnen; der Grund hievon ist, dass jeder
Unerschaffene und Unendliche, somit nicht das Buchstabe des Alphabets in der geistigen Welt irgend
Göttliche Sein; das Göttliche Sein ist das Sein selbst, eine Sache bedeutet, und der Vokal, weil er zur
aus dem Alles ist, und das in Allem sein muß, damit Betonung dient, irgend etwas von einem Gefühl oder
es sei. Ein weiterer Begriff von dem Göttlichen Sein einer Liebe, darin hat die geistige oder Engelssprache
kann sich aus den folgenden Abschnitten erben, ihren Ursprung, und auch die Schrift daselbst; allein
welche lauten wie folgt: dies ist ein bis jetzt unbekanntes Geheimnis; es gibt
I. Jener Eine Gott wird Jehovah genannt von dem nämlich eine Universalsprache, welche allen Engeln
Sein, somit darum, weil Er allein Ist, War und Sein und Geistern eigen ist, und diese hat nichts mit irgend
wird, und weil er der Erste und der Letzte, der Anfang einer Sprache der Menschen in der Welt gemein; in
und das Ende, das Alpha und Omega ist. den Besitz dieser Sprache kommt jeder Mensch nach
II. Dieser Eine Gott ist die Substanz selbst und die dem Tode, denn sie ist jedem Menschen von der
Form selbst, und die Engel und die Menschen sind Schöpfung her eingepflanzt; weshalb in der
Substanzen und Formen aus Ihm, und in wie weit sie gesammten geistigen Welt ein Jeder den Andern
in Ihm sind, und Er in ihnen ist, in so weit sind sie verstehen kann. Ich durfte öfters diese Sprache hören,
Ebenbilder und Aehnlichkeiten von Ihm. und ich verglich sie mit den Sprachen in der Welt,
III. Das Göttliche Sein ist das Sein in Sich, und und fand, dass sie auch nicht in irgend einem
zugleich das Existiren in Sich. kleinsten Theile mit den Sprachen in der Welt
IV. Das Göttliche Sein und Existiren in sich kann übereinkommt; sie unterscheidet sich von diesen
kein anderes Göttliches, das ein Sein und Existiren in schon in ihrem Ursprünglichen, welches ist, dass jeder
sich wäre, hervorbringen, folglich ist ein anderer Gott einzelne Buchstabe eines jeden Wortes irgend eine
desselben Wesens nicht möglich. Sache bezeichnet. Daher kommt nun, dass Gott das
V. Eine Mehrheit von Göttern ist in den alten Zeiten, Alpha und Omega heisst; wodurch bezeichnet wird,
und auch in den gegenwärtigen nicht anderswoher dass Er das Selbst und das Einzige ist, aus dem Alles
ist, vom Ersten bis zum Letzten: von dieser Sprache

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und deren Schrift, die aus dem geistigen Denken der nicht zu dem Unendlichen paßt, das von Ewigkeit
Engel fließt, sehe man jedoch in dem Werke von der heisst, und weil es auch einen andern Gott, welcher
ehelichen Liebe, Nr. 316 bis 329, und auch im der Gott in sich Ist, somit einen Gott von Gott
Folgenden. voraussetzt, oder dass Gott sich Selbst gebildet habe,
und sonach nicht der Unerschaffene, noch der
Unendliche wäre, weil Er so aus Sich oder aus einem
20. II. DIESER EINE GOTT IST DIE S UBSTANZSELBST Andern Sich verendlicht hätte. Daraus, dass Gott das
UND DIE F ORM SELBST, UND DIE ENGEL UND DIE Sein in sich ist, folgt, dass Er die Liebe in sich, die
MENSCHEN SIND S UBSTANZEN UND F ORMEN AUS Weisheit in sich, und dass Er das Leben in sich ist,
IHM, UND IN WIE WEIT SIE IN IHM SIND, UND ER IN und dass er das Selbst ist, aus dem Alles ist, und auf
IHNEN IST, IN SO WEIT SIND SIE EBENBILDERUND das Alles sich zurückbezieht, damit es etwas sei; dass
AEHNLICHKEITEN VON IHM. Gott das Leben in sich, und dadurch Gott ist, erhellt
Weil Gott das Sein ist, so ist Er auch die Substanz; aus den Worten des Herrn bei Johannes Kap. 5,26,
denn das Sein, wenn es nicht Substanz ist, ist ein und bei Jesajas: „Ich Jehovah mache alles, spanne
bloßes Gedankending; die Substanz ist nämlich ein allein die Himmel aus, dehne aus die Erde aus Mir
Wesentliches, das besteht; und wer Substanz ist, ist selbst,“ Kap. 44,24. Und dass Er der alleinige Gott
auch Form; denn die Substanz, wenn sie nicht auch sei, und außer Ihm kein Gott, Jesaj. 45,14.15.20.21;
Form ist, ist ein Gedankending; weshalb von Gott Hosch. 13,4. Dass Gott nicht nur das Sein in sich,
beides ausgesagt werden kann, doch so, dass er die sondern auch das Existiren in sich ist, gründet sich
einzige, eigentliche und erste Substanz und Form sei. darauf, dass das Sein kein Etwas ist, wofern es nicht
Dass diese Form die eigentliche menschliche ist, das existirt, in gleicher Weise das Existiren, wofern es
heisst, dass Gott der eigentliche Mensch ist, an dem nicht aus dem Sein ist; weshalb wenn das Eine
alles unendlich ist, ist in der zu Amsterdam im Jahre gegeben ist, auch das Andere gegeben sein muß;
1763 herausgegebenen ‚Engelweisheit betreffend die ebenso die Substanz, wofern sie nicht auf Form ist;
göttliche Liebe und Weisheit‘ nachgewiesen worden; von der Substanz, wenn sie nicht Form ist, kann kein
desgleichen, dass die Engel und die Menschen Etwas prädicirt werden, und ein Solches ist, weil es
Substanzen und Formen sind, erschaffen und keine Qualität hat, in sich nichts. Dass hier das Sein
organisirt zur Aufnahme des durch den Himmel in sie und das Existiren genannt werden, und nicht das
einfließenden Göttlichen; weshalb sie im buche der Wesen und die Existenz, kommt daher, weil
Schöpfung Ebenbilder und Aehnlichkeiten Gottes unterschieden werden muß zwischen Sein und Wesen,
heißen, Kap. 1,26.27; und anderwärts, dass sie Seine und in Folge dessen zwischen Existiren und Existenz,
Kinder und aus Ihm geboren seien; dass aber der wie zwischen dem Früheren und dem Späteren, und
Mensch in so weit, als er unter göttlicher Leitung das Frühere allgemeiner ist als das Spätere; an das
lebt, das heisst, sich von Gott führen läßt, mehr und göttliche Sein [und Existiren] schliesst sich die
mehr innerlich sein Ebenbild wird, wird im Verfolg Unendlichkeit und Ewigkeit an, dagegen aber an die
dieses Werkes umständlich nachgewiesen werden. göttliche Wesenheit und Existenz schliesst sich die
Bildete man sich von Gott nicht die Idee, dass Er die göttliche Liebe und Weisheit an, und mittelst dieser
erste Substanz und Form sei, und von Seiner Form, beiden die göttliche Allmacht und Allgegenwart, von
dass sie die eigentlich menschliche sei, so würden die welchen deshalb in ihrer Ordnung gehandelt werden
menschlichen Gemüther leicht auf Wahngebilde, wird.
Gespenstern gleich, verfallen von Gott, von der
Entstehung der Mensche, und von der Schöpfung der 22. Dass Gott das Selbst, das Einzige und das Erste
Welt; von Gott würden sie sich keinen andern Begriff ist, das genannt wird das Sein und Existiren in sich,
machen, als wie von der natur des Weltalls in ihrem aus dem alles stammt, was ist und existirt, darauf
Ersten, somit wie von dessen Umfang oder wie vom kann der natürliche Mensch durch seine Vernunft
Leeren oder Nichts; von der Entstehung der Menschen durchaus nicht kommen; denn der natürliche Mensch
wie von einem zufälligen Zusammenfließen der kann aus seiner Vernunft nichts Anderes
Elemente in eine solche Form; von der Schöpfung der herausnehmen, als was der natur angehört, denn dieses
Welt, dass ihre Substanzen und Formen entstanden stimmt zu ihrem Wesen, indem von dem Kindes- und
seien aus Punkten und hernach geometrischen Linien, Knabenalter an nichts Anderes in sie einging; da aber
die, weil sich von ihnen nichts aussagen läßt, auch an der Mensch dazu geschaffen ist, auch geistig zu sein,
sich kein Etwas sind; bei Solchen ist alles zur Kirche weil er nach dem Tode fortleben und dann unter den
Gehörige wie der Styx oder das Dunkel des Tartarus. Geistigen in ihrer Welt sein soll, darum trug Gott
Vorsorge für das Wort, in welchem Er nicht nur Sich
selbst offenbarte, sondern auch, dass es einen Himmel
21. III: D AS GÖTTLICHES EIN IST DAS S EIN IN SICH, und eine Hölle gibt, und dass jeder Mensch in dem
UND ZUGLEICH DAS EXISTIREN IN SICH. einen oder dem andern derselben in Ewigkeit leben
Jehovah Gott ist das Sein in sich, weil Er ist der Ich wird, jeglicher gemäß seinem Leben und zugleich
bin, das Selbst, das Einzige und das Erste von seinem glauben; auch hat Er in Seinem Worte
Ewigkeit zu Ewigkeit, aus dem Alles ist, was ist, geoffenbart, Er sei der Ich bin oder das Sein, und das
damit es etwas sei; so und nicht anders ist Er der Selbst und das Einzige, das in sich ist, und so das
Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte, und Erste oder der Urgrund, aus dem Alles stammt? Von
das Alpha und Omega. Man kann nicht sagen, dass dieser Offenbarung rührt her, dass der natürliche
sein Sein von sich [a se] sei, weil dieses aus Sich [ex Mensch sich über die Natur, somit über sich selbst
se] ein Früheres, und so eine Zeit voraussetzt, was erheben, und Solches sehen kann, das Gottes ist,

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immer jedoch nur wie von Erne, obwohl Gott jedem gerade so viel ist, als die Idee der Einheit Gottes, und
Menschen nahe ist; denn Er ist mit seinem Wesen in mit dieser allen Begriff der Göttlichkeit gänzlich
ihm; und weil dem so ist, so ist er [ganz besonders] vernichten, und so bewirken, dass alles Geistige der
nahe denen, die Ihn lieben, und diejenigen lieben Ihn, Vernunft verbannt wird; in Folge dessen ist dann der
welch nach Seinen Geboten leben und an ihn glauben; Mensch nicht mehr Mensch, sondern wird ganz und
diese sehen ihn gleichsam. Was ist der Glaube gar natürlich, und unterscheidet sich dann blos darin
Anderes, als ein geistiges Sehen, dass Er ist, und was vom Thier, dass er reden kann; auch ist er gegen alle
das Leben nach seinen Geboten Anderes, als die geistigen Dinge der Kirche; den diese nennt der
thatsächliche Anerkennung, dass von Ihm das Heil natürliche Mensch Verrücktheiten; daraus und nirgend
und das ewige Leben kommt? Diejenigen hingegen, anders woher sind so ungeheure Irrlehren über Gott
welche keinen geistigen, sondern einen natürlichen entsprungen; und daher hat die in drei Personen
Glauben, der nur ein Wissen ist und von daher ein zertheilte göttliche Dreieinheit nicht nur Nacht,
ähnliches Leben haben, sehen zwar Gott, aber von sondern auch Tod in die Kirche gebracht. Dass die
Ferne, und dies blos wenn sie von ihm reden; der Identität dreier göttlichen Wesen der Vernunft ein
Unterschied zwischen jenen und diesen ist wie Gräuel ist, stellt sich mir an den Engeln heraus,
zwischen denen, welche im hellen Lichte stehen, und welche sagten, sie könnten drei gleiche Gottheiten
die Menschen in ihrer Nähe sehen, und sie berühren, nicht einmal aussprechen; und wenn Jemand zu ihnen
und zwischen denen, die in einem dichten Nebel käme, und sie aussprechen wollte, so müßt er sich
stehen, und aus ihm heraus nicht sehen können, ob es wegwenden, und werde nach dem Aussprechen wie ein
Menschen, oder Bäume oder Felsen sind. Oder auch menschlicher Rumpf; er werde dann hinabgeworfen,
wie zwischen Solchen, die auf einem hohen Berge, wo und begebe sich nachher zu denen in der Hölle, die
eine Stadt ist, stehen, und dahin und dorthin gehen, keinen Gott anerkennen. Es ist eine Thatsache, dass
und mit den städtischen Genossen reden, und einem Kind und Knaben die Vorstellung dreier
Solchen, die von jenem Berge hinabblicken, und nicht göttlicher Personen einpflanzen, der unvermeidlich die
erkennen, ob, was sie sehen, Menschen, oder Thiere Vorstellung dreier Götter anhängt, so viel heisst, als
oder Bildsäulen sind. Ja es ist ein Unterschied wie ihnen alle geistige Muttermilch, und hierauf alle
zwischen Solchen, die auf einem Planeten stehen, und geistige Speise, und zuletzt alles geistige Urtheil
die Ihrigen dort sehen, und Solchen, die auf einem entziehen, und über die, welche sich darin bestärken,
andern Planeten sind mit Fernröhren in den Händen, den geistigen Tod bringen. Der Unterschied derer,
und dorthin blicken, und sagen, sie sehen daselbst welche im Glauben und im Herzen Einen Gott als
Menschen, während sie doch nichts sehen, als ganz Schöpfer des Weltalls, und diesen zugleich als Erlöser
allgemein festes Land wie das Helle des Mondes, und und Wiedergebärer anerkennen, ist wie der der Stadt
Wasser wie Flecken. Ein ähnlicher Unterschied ist Zion zur Zeit Davids, und der Stadt Jerusalem zur
zwischen dem Sehen Gottes und des von Ihm Zeit Salomo‘s, nachdem der Tempel erbaut war;
ausgehenden Göttlichen in ihrem Geist bei denen, wogegen die Kirche, welche an drei Personen und an
welche im Glauben und zugleich im Leben der jede einzelne als einen besondern Gott glaubt, der
Liebthätigkeit sind, und denen, die blos eine Kenntnis Stadt Zion und Jerusalem ähnlich ist, nachdem sie
davon haben; mithin zwischen den natürlichen und von Vespasian zerstört und der Tempel darin verbrannt
den geistigen Menschen. Diejenigen aber, welche die war. Ferner wird ein Mensch, der Einen Gott verehrt,
göttliche Heiligkeit des Wortes läugnen und dennoch in welchem eine göttliche Dreieinheit ist, und welcher
die zur Religion gehörigen Dinge wie in einem Sack sonach eine Person ist, mehr und mehr lebendig, und
auf dem rücken tragen, sehen Gott nicht, sondern ein Engelmensch; wer hingegen in einer Mehrheit von
stoßen nur den Laut Gott hervor, mit wenig Göttern in Folge der Mehrheit der Personen sich
Unterschied von den Papageien. bestärkt, wird nach und nach wie ein mit beweglichen
Gliedern versehenes Standbild, in dessen Mitte der
Satan steht, und durch dessen gegliederten Mund
23. IV. DAS GÖTTLICHE S EIN UND EXISTIREN IN spricht.
SICH KANN KEIN ANDERES GÖTTLICHES, DAS EIN
S EIN UND EXISTIREN IN SICH WÄRE,
HERVORBRINGEN, FOLGLICH IST EIN ANDERER GOTT 24. V. EINE MEHRHEIT VON GÖTTERN IST IN DEN
DESSELBEN WESENS NICHT MÖGLICH. ALTEN ZEITEN, UND AUCH IN DEN GEGENWÄRTIGEN
Dass der eine Gott, welcher Schöpfer des Weltalls ist, NICHTANDERSWOHERENTSTANDEN, ALS AUS DEM
das Sein und Existiren in sich, somit Gott in sich sei, NICHT VERSTANDENEN GÖTTLICHEN S EIN.
ist im Bisherigen gezeigt worden; daraus folgt, dass Dass die Einheit Gottes dem Gemüth eines jeden
ein Gott von Gott nicht denkbar ist, weil das Menschen inwendigst eingeschrieben ist, indem sie
eigentlich Wesentliche des Göttlichen, welches das sich mitten in Allem befindet, was in die Seele des
Sein und Existiren in sich ist, in ihm nicht denkbar Menschen von Gott einfließt, ist oben Nr. 8 gezeigt
ist; es ist gleichviel, ob man sagt von Gott gezeugt worden; dass sie aber dessen ungeachtet von da nicht
werden, oder hervorgehen; es ist doch immerhin ein in den menschlichen Verstand niederstieg, davon ist
von Gott Hervorgebracht werden, und dies ist wenig die Ursache, dass es an den Kenntnissen fehlte, durch
verschieden von dem Geschaffenwerden; weshalb denn die der Mensch Gott entgegen kommen und
den Glauben in die Kirche einführen, dass drei hinansteigen muß; denn jeder muß Gott den Weg
göttliche Personen seien, deren jede für sich Gott ist, bereiten, das heisst, sich zur Aufnahme zubereiten,
und desselben Wesens, und der eine von Ewigkeit und dies muß durch Erkenntnisse geschehen. Die
geboren, und der dritte von Ewigkeit hervorgehend, Erkenntnisse, an welchen es fehlte, so dass der

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Verstand nicht bis dahin vordringen konnte, um zu Natur bleibt, in welchen er die Augen, die Ohren und
sehen, dass Gott Einer ist, und dass ein göttliches die Nase zuhält, und aus welchen er keine andere
Sein nicht denkbar ist, wofern es nicht ein Einziges Vorstellungen vom Himmel und von Gottes Sein und
ist, und dass alles zur Natur Gehörige von ihm ist, Wesen schöpft, als lustige und materielle, und der aus
sind folgende: diesen denkende Mensch bildet sich keinerlei Urtheil
1. Es hatte bis jetzt niemand etwas [Näheres] gewußt über Gott, ob Er sei, oder nicht sei, oder ob Einer
von der geistigen Welt, in der die Geister und Engel oder mehrere seien; und noch weniger, wie Er Seinem
sind, und in die der Mensch nach dem Tode kommt. Sein und Wesen nach beschaffen sei. Daraus entstand
2. Eben so wenig, dass in jener Welt eine Sonne gibt, die Mehrheit von Göttern in den alten Zeiten, und
welche die reine Liebe aus Jehovah Gott ist, der in auch in den jetzigen.
ihrer Mitte ist.
3. Dass aus dieser Sonne Wärme hervorgeht, welche 25. Diesem will ich folgende Denkwürdigkeit
ihrem Wesen nach Liebe ist, und Licht, das seinem beifügen: Als ich einst vom Schlaf erwachte, versank
Wesen nach Weisheit ist. ich in tiefes Nachdenken über Gott; und wie ich
4. Dass von daher alles, was sich in jener Welt aufblickte, sah ich über mir am Himmel ein ganz
befindet, geistig ist, und den innern Menschen anregt, blendend weißes Licht in eirunder Gestalt; und als ich
und dessen Willen und Verstand bildet. den Blick auf dieses Licht heftete, verzog sich das
5. Dass Jehovah Gott aus Seiner Sonne nicht nur die Licht nach den Seiten und ging in die Umkreise über;
geistige Welt und all ihr Geistiges, das unzählig und siehe da, nun stand mir der Himmel offen, und
vieles und substanziell ist, sondern auch die natürliche ich sah herrliche Dinge und Engel in kreisförmiger
Welt und all ihr Natürliches, das ebenfalls unzählig Aufstellung in der mittäglichen Seite der Oeffnung
vieles, aber materiell ist, hervorgebracht hat. stehend, welche sich mit einander unterredeten; und
6. Bis jetzt hat niemand den Unterschied zwischen weil ich von Verlangen brannte, zu hören, was sie
dem Geistigen und Natürlichen gewußt, noch was das sprachen, so ward mir gegeben, zuerst den Klang ihrer
Geistige seinem Wesen nach ist. Stimmen selbst zu hören, der voll himmlischer Liebe
a7. Auch nicht, dass es drei Stufen der Liebe und war, und hernach das Gespräch selbst, das voll von
Weisheit gibt, nach welchen die Engelshimmel Weisheit aus jener Liebe war. Sie sprachen unter
geordnet sind. einander von dem Einen Gott, von der Verbindung
8. Und dass das menschliche Gemüth in eben so viele mit Ihm und der daraus folgenden Seligmachung; sie
Stufen abgetheilt ist, damit es in einen von den drei redeten unaussprechliche Dinge, von welchen das
Himmeln nach dem Tode erhoben werden könne, was Meiste nicht in Wörter irgend einer natürlichen
seinem Leben und zugleich seinem Glauben gemäß Sprache fallen kann; weil ich aber einige Mal im
geschieht. Umgang mit den Engeln in dem Himmel selbst, und
9. Und endlich, dass von diesem allen auch nicht Ein dann, weil in ähnlichem Zustand, auch in ähnlicher
Punkt hätte anders entstehen können, als aus dem Rede mit ihnen gewesen war, so konnte ich sie jetzt
göttlichen Sein, welches das in sich Selbstständige, verstehen und aus ihrem Gespräch Einiges
und so das Erste und der Urgrund ist, aus dem alles herausnehmen, was sich durch Worte einer natürlichen
stammt. Sprache in vernunftmäßiger Weise darlegen läßt. Sie
Diese Erkenntnisse hatten bisher gefehlt, und doch sagten, das göttliche Sein sei das Eine, Dasselbe,
muß durch sie der Mensch emporsteigen, und das Selbstständige und Untheilbare. Dies beleuchteten sie
Göttliche Sein erkennen. Wir sagen, der Mensch durch geistige Ideen, indem sie sagten, dass das
steige empor, es wird aber darunter verstanden, dass er göttliche Sein nicht Mehreren, von welchen jeder
von Gott erhoben werde; denn der Mensch hat den göttliches Sein hätte, zukommen, und dabei dennoch
freien Willen, sich die Erkenntnisse zu erwerben, und das Eine, Dasselbe, Selbstständige und Untheilbare
so wie er sich dieselben aus dem Wort erwirbt, sein könne; denn jeder würde aus seinem Sein heraus
mittelst des Verstandes, so ebnet er den Weg, auf dem aus sich und einzeln für sich denken; dächte er dann
Gott niedersteigen und ihn erheben kann. Die auch einmüthig aus den Andern und durch die
Erkenntnisse, durch welche dem menschlichen Andern, so wären es mehrere einmüthige Götter und
Verstande das Emporsteigen ermöglich wird, während nicht Ein Gott; denn da die Einmüthigkeit eine
Gott ihn bei der Hand hält und führt, können Uebereinstimmung Mehrerer und zugleich eines Jeden
verglichen werden den Sprossen der dem Jakob aus sich und für sich ist, so stimmt sie nicht mit der
erschienenen Leiter, welche auf der Erde aufstand, Einheit Gottes zusammen, sondern mit einer Mehrheit
deren Spitze in den Himmel hineinreichte, auf der die – von Göttern, sagten sie nicht, weil sie nicht
Engel hinanstiegen, und über der Jehovah stand, 1. konnten; denn das Himmelslicht, aus dem ihr Denken
Mose 28,12.13. Ganz anders verhält es sich, wenn kam, und die Himmelsluft, in der ihre Rede sich
jene Erkenntnisse fehlen, oder der Mensch sie fortbewegte, widerstrebten; sie sagten auch, das, wenn
verschmäht; alsdann kann die Erhebung des sie Götter und jeden derselben als Person für sich
Verstandes einer Leiter verglichen werden, die von der aussprechen sollten, der Versuch, sie auszusprechen,
Erde aus an ein Fenster des ersten Stockwerks eines alsbald in Eines, ja in den einzigen Gott fallen würde.
prächtigen Palastes, in dem Menschen wohnen, Diesem fügten sie bei, dass das göttliche Sein ein
angelegt ist, und nicht an die Fenster des zweiten göttliches Sein in sich, nicht von sich sei, weil das
Stockwerks, in dem die Geister, und noch weniger an von sich ein Sein in sich von einem Andern,
die Fenster des dritten Stockwerks, in dem die Engel Früheren, somit einen Gott von Gott voraussetzt, was
sind; wovon die Folge ist, dass der Mensch nur in eine Undenkbarkeit ist; was von Gott ist, heisst nicht
den Atmosphären und den materiellen Dingen der Gott, sondern Göttliches; denn was ist ein Gott von

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Gott, was also ein von Ewigkeit her von Gott Vorstellungen der christlichen Kirchen von der
gezeugter Gott? Und was ein Gott, der durch den von Personendreiheit in der Einheit, und von ihrer Einheit
Ewigkeit her gezeugten Gott von Gott ausgeht? [Was in der Dreiheit bei Gott, und dann auch von dem
sind diese Anderes] als Wörter, welchen kein Licht Gezeugtwerden des Sohnes Gottes von Ewigkeit, und
aus dem Himmel innewohnt? Weiter sagten sie, das sagten nun: „Was denkst du? Denkst du nicht diese
Göttliche Sein, das in sich Gott ist, sei Dasselbe, Dinge aus dem natürlichen Licht, mit dem unser
nicht ein einfaches Dasselbe, sondern ein unendliches, geistiges Licht nicht zusammenstimmt? Entfernst du
das heisst, Ebendasselbe von Ewigkeit zu Ewigkeit; also nicht die Vorstellungen dieses Denkens, so
es sei Ebendasselbe überall, und Ebendasselbe bei verschließen wir dir den Himmel, und gehen weg.“ Da
Jeglichem und in Jeglichem; alles Verschiedene und sagte ich aber: Gehet nur tiefer in mein Denken ein, so
Wandelbare aber sei in dem Aufnehmenden; der werdet ihr vielleicht Uebereinstimmung sehen; und sie
Zustand des Aufnehmenden mache dies. Dass das machten es so, und sahen, dass ich unter den drei
göttliche Sein, welches Gott in sich ist, das Selbst Personen drei hervortretende göttliche Attribute,
oder Selbstständige sei, beleuchteten sie so: Gott ist nämlich Schöpfung, Erlösung und Wiedergebärung,
das Selbst, weil er die Liebe selbst und die Weisheit und zwar so verstehe, dass diese Attribute Einem Gott
selbst, oder weil er das Gute selbst und das Wahre zukommen; ferner das ich unter dem Geborenwerden
selbst und in Folge dessen das Leben selbst ist; wären des Sohnes Gottes von Ewigkeit Sein von Ewigkeit
diese nicht das Selbst in Gott, so wären sie kein her vorhergesehenes und in der Zeit vorgesehenes
Etwas im Himmel und in der Welt, weil es alsdann Geborenwerden verstehe; und dass es nicht über dem
gar keine Beziehung derselben zu einem natürlichen und Vernünftigen, sondern wider das
Selbstständigen [einem Absoluten] gäbe; alle Qualität Natürliche und Vernünftige sei, zu denken, dass von
erhält ihre Qualität davon, dass es ein Selbstständiges Gott irgend ein Sohn von Ewigkeit her geboren
gibt, aus dem sie stammt und auf das sie sich worden sei; nicht so aber, dass der von Gott in der
zurückbezieht, damit sie eine solche sei. Dieses Zeit durch die Jungfrau Maria geborene Sohn der
Selbst, welches das Göttliche Sein ist, ist nicht an Einzige und Eingeborne Sohn Gottes sei; und dass ein
einem Ort, sondern es ist bei denen und in denen, die jeder andere Glaube ein ungeheurer Irrthum sei. Und
an einem Orte sind, je nach der Aufnahme; denn von nun erzählte ich, dass ich mein natürliches Denken
der Liebe und Weisheit oder dem Guten und Wahren, über die Personendreiheit und die Einheit und über
und somit vom Leben, welche das Selbstständige in das Geborenwerden des Sohnes Gottes von Ewigkeit
Gott, ja Gott Selbst sind, kann kein Ort noch ein von der kirchlichen Glaubenslehre her hatte, die ihren
Fortbewegen von Ort zu Ort ausgesagt werden; daher Namen von Athanasius herleitet; dann sagten die
die Allgegenwart; weshalb der Herr sagt, Er sei mitten Engel: Gut! Und sie baten mich, ich möchte aus
unter ihnen; dann auch, Er sei in ihnen und sie in ihrem Munde sagen, dass wer sich nicht an den Gott
Ihm. Weil Er aber von Keinem so, wie Er in sich ist, des Himmels und der Erde selbst wendet, nicht in den
aufgenommen werden kann, so erscheint Er, wie Er in Himmel kommen könne, weil der Himmel Himmel
Seinem Wesen ist, als Sonne über den engelischen aus diesem Einzigen Gott ist, und dass dieser Gott
Himmeln, und das aus dieser Hervorgehende ist als Jesus Christus ist, welcher sei Jehovah, der Herr, der
Licht Er selbst in Rücksicht der Weisheit, und als Schöpfer von Ewigkeit her, der Erlöser in der Zeit,
Wärme ist es Er selbst in Rücksicht der Liebe; Er und der Wiedergebärer in Ewigkeit, und somit
selbst ist nicht jene Sonne, sondern die zunächst von zugleich Vater, Sohn und Heiliger Geist, und dass
Ihm ausgehende Göttliche Liebe und Weisheit, rings dies das Evangelium sei, das verkündigt werden soll.
um Ihn her, erscheinen vor den Engeln als Sonne; Er Nach diesem zog sich das himmlische Licht, das ich
selbst in der Sonne ist Mensch, ist unser Herr Jesus früher gesehen hatte, über die Oeffnung zurück, und
Christus, sowohl nach dem Ur=Göttlichen, als nach ließ sich von da allmälig herab, und erfüllte das
dem Göttlich=Menschlichen, weil das Selbstständige, Inwendige meines Gemüths, und erleuchtete meine
welches die Liebe selbst und die Weisheit selbst ist, Ideen von der Dreieinheit und Einheit Gottes, und
bei Ihm die Seele vom Vater her war, somit das dann sah ich die zu Anfang darüber gefassten
Göttliche Leben, welches das Leben in sich ist; anders Vorstellungen, welche blos natürlich waren,
in jeglichem Menschen, in diesem ist die Seele nicht abgesondert, wie sich die Spreu von dem Weizen aus
Leben, sondern Aufnahmsgefäss des Lebens; dies lehrt der geschwungenen Wurfschaufel absondert, und wie
auch der Herr, indem Er sagte: „Ich bin der Weg, die von dem Winde nach dem Norden des Himmels
Wahrheit und das Leben,“ und anderwärts: „Wie der fortgetragen und zerstreut.
Vater das Leben in Sich selbst hat, so hat Er auch
dem Sohn gegeben, das Leben in Sich Selbst zu
haben,“ Joh. 5,26. Das Leben in Sich Selbst ist Gott. GOTTES UNENDLICHKEIT, ODER UNERMEßLICHKEIT
Diesem fügten sie noch bei, dass diejenigen, welche UND EWIGKEIT.
einigermaßen in geistigem Lichte sind, hieraus
abnehmen können, dass das Göttliche Sein, weil es 27. Es gibt zwei Eigenthümlichkeiten der natürlichen
das Eine, Dasselbe, das Selbstständige und somit Welt, welche machen, dass in ihr alles endlich ist: die
Untheilbare ist, nicht in Mehreren möglich sei, und eine ist der Raum, und die andere ist die Zeit; und
wenn man sagte, es sei möglich, dies etwas ganz weil Gott die Welt, und zugleich damit die räume und
handgreiflich sich selbst Widersprechendes wäre. Zeiten erschaffen hat, wodurch erstere begränzt oder
endlich gemacht wird, so muß von den zwei
26. Nachdem ich dies angehört hatte, bemerkten die Ausgangspunkten der letzteren, welche die
Engel in meinem Denken die gewöhnlichen Unermeßlichkeit und Ewigkeit sind, gehandelt

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werden; denn Gottes Unermeßlichkeit bezieht sich auf Sein oder in Seiner Substanz ist; dass es vielmehr
die Räume, und Seine Ewigkeit auf die Zeiten, und genügt, Ihn aus den endlichen, das heisst, aus
die Unendlichkeit begreift sowohl die geschaffenen Dingen zu erkennen, in welchen Er auf
Unermeßlichkeit, als die Ewigkeit in sich. Weil aber unendliche Weise ist; der Mensch, der tiefer grübeln
die Unendlichkeit das Endliche, und die Erkenntnis will, kann einem in die Luft herausgezogenen Fische
derselben das endliche Gemüth übersteigt, so muß, verglichen werden, oder einem unter die Luftpumpe
damit sie einiger Massen erfaßt werden möge, in gesetzten Vogel, der, so wie die Luft herausgepumpt
folgender Reihenfolge von ihr gehandelt werden. wird, zu röcheln anfängt und zuletzt stirbt; auch kann
I. Gott ist der Unendliche, weil Er in Sich ist und er einem Schiffe verglichen werden, das, wenn es vom
Existirt, und alles im Weltall aus Ihm ist und existirt. Sturm überwältigt wird, und nicht mehr dem
II. Gott ist der Unendliche, weil Er vor der Welt war, Steuerruder gehorcht, auf Klippen und Sandbänke
und bevor Räume und Zeiten entstanden sind. getrieben wird; so geht es denen, die Gottes
III. Gott ist nach Erschaffung der Welt im Raum ohne Unendlichkeit von innen erkennen wollen, nicht
Raum, und in der Zeit ohne Zeit. zufrieden, dass sie dieselbe von außen auf den Grund
IV. Die Unendlichkeit heisst in Beziehung auf die zu Tage liegender Belege anzuerkennen vermögen.
Räume Unermeßlichkeit, und in Beziehung auf die Man liest von einem gewissen Philosophen bei den
Zeiten Ewigkeit, und obwohl diese Beziehungen Alten, er habe sich in‘s Meer gestürzt, weil er die
bestehen, ist dennoch nichts von Raum in Seiner Ewigkeit der Welt im Lichte seines Geistes nicht
Unermeßlichkeit, und nichts von Zeit in Seiner sehen oder begreifen konnte: was würde wohleben
Ewigkeit. derselbe gethan haben, wenn er die Unendlichkeit
V. Die erleuchtete Vernunft kann aus sehr Vielem in Gottes hätte begreifen wollen?
der Welt die Unendlichkeit Gottes, des Schöpfers,
ersehen.
VI. Alles Erschaffene ist endlich, und das Unendliche 29. II. GOTT IST DER UNENDLICHE, WEIL ER VOR
ist in den endlichen Subjekten wie in DER WELT WAR, UND BEVOR R ÄUME UND ZEITEN
Aufnahmsgefässen, und in den Menschen wie in ENTSTANDEN SIND.
seinen Ebenbildern. In der natürlichen Welt gibt es Zeiten und Räume, in
Doch dies soll nun im Einzelnen erklärt werden. der geistigen Welt hingegen nicht so in der
Wirklichkeit, dennoch aber der [äußern]
Erscheinlichkeit nach. Dass Zeiten und Räume in die
28. I. GOTT IST UNENDLICH, WEIL ER IN S ICH IST Welten eingeführt wurden, geschah zu dem Ende,
UND EXISTIRT, UND ALLES IM WELTALL AUS IHM IST damit das Eine von dem Andern, das Grosse vom
UND EXISTIRT. Kleinen, das Viele von dem Wenigen, somit die
Im Bisherigen ist gezeigt worden, dass Gott Einer ist, Quantität von der Quantität, und so auch die Qualität
und dass er das Selbstständige und das Ursein von von der Qualität unterschieden würde; und damit
Allem ist, und das alles, was im Weltall ist, entsteht durch sie die Sinne des Körpers ihre Gegenstände, und
und besteht, aus ihm ist; daraus folgt, dass Er die Sinne des Geistes die ihrigen unterscheiden, und
unendlich ist. Dass die menschliche Vernunft aus sehr so angeregt werden, denken und wählen könnten. Die
Vielem im Weltall dies sehen kann, wird in Zeiten sind in die natürliche Welt dadurch eingeführt
Folgendem nachgewiesen werden. Obgleich aber der worden, dass die Erde sich um ihre Axe dreht, und
menschliche Geist daraus sich überzeugen kann, dass dass diese Umdrehungen von Station zu Station nach
das Urseiende oder Ursein unendlich ist, so kann er dem Thierkreise sich fortsetzen, und diese Wechsel
doch nicht erkennen, wie es beschaffen ist, mithin es scheinbar durch die Wonne bewirkt werden, von
nicht anders bestimmen, als dass es das unendliche welcher dem ganzen Erd= und Wasser=Rund seine
All sei, und dass es in sich bestehe, und daher die Wärme und sein Licht kommt; hierher rühren die
eigentliche und einzige Substanz sei, und – weil von Tageszeiten, oder Morgen, Mittag, Abend und Nacht,
der Substanz nichts ausgesagt werden kann, wofern sie und die Jahreszeiten, oder Frühling, Sommer, Herbst
nicht Form ist – dass es die eigentliche und einzige und Winter; die Tageszeiten für Licht und Finsternis,
Form sei: allein was ist auch damit gewonnen? und die Jahreszeiten für Wärme und Kälte. Die Räume
Hieraus ergibt sich noch nicht, wie das Unendliche hingegen sind in die natürliche Welt dadurch
beschaffen ist; denn der menschliche Geist, wenn er eingeführt worden, dass die Erde in eine Kugel
auch noch so sehr Alles ergründet und in die Höhe zusammengeballt und mit Materien angefüllt worden
strebt, ist dennoch endlich, und das Endliche in ihm ist, deren Theile unter sich geschieden und zugleich
kann nicht entfernt werden; weshalb der ausgedehnt sind. In der geistigen Welt dagegen gibt es
schlechterdings unfähig ist, die Unendlichkeit Gottes, keine materiellen Räume und ihnen entsprechende
wie sie in sich ist, somit Gott zu schauen; er kann Zeiten, dennoch aber gibt es [äußere]
aber Gott im Schatten von hinten sehen, wie zu Erscheinlichkeiten derselben, und diese
Moses gesagt wurde, als er bat, Gott sehen zu dürfen; Erscheinlichkeiten verhalten sich gemäß den
wo es von ihm heisst: er sei in eine Felsenkluft Unterschieden der Zustände, in welchen sich die
gestellt worden, und habe die Rückseite von ihm Gemüther der Geister und Engel daselbst befinden;
gesehen, 2.Mose 33,20-33., unter der Rückseite weshalb die Zeiten und räume daselbst sich nach den
Gottes werden aber die sichtbaren Dinge in der Welt, Gefühlen ihres Willens und den daraus
und besonders die wahrnehmbaren Dinge im Worte hervorgehenden Gedanken ihres Verstandes richten;
verstanden. Hieraus erhellt, dass es ein vergebliches diese Erscheinlichkeiten sind aber real, weil sie
Beginnen ist, erkennen zu wollen, wie Gott in Seinem Bestand haben je nach ihren Zuständen. Die

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gewöhnliche Meinung vom Zustand der Seelen nach einigermaßen jedoch mittelst einer geistigen Idee
dem Tode, und somit auch der Engel und Geister ist begriffen werden; es kann aber deshalb nicht durch
die, dass sie nicht in einem Ausgedehnten, mithin eine blos natürliche Vorstellung begriffen werden,
nicht in Raum und Zeit seien, und in Folge dieser weil in derselben Räumlichkeit enthalten ist; denn sie
Vorstellung sagt man von den Seelen nach dem Tode, ist aus solchen Dingen gebildet, die in der Welt sind,
sie befinden sich in einem Pu oder Irgendwo, und die in deren Allem und Jedem, was mit den Augen
Geister und Engel seien geistige Wesen [pneumata], geschaut wird, räumliche Ausdehnung ist; alles
unter welchen man sich nichts Anderes denkt, als Grosse und Kleine in ihr ist Räumliches, alles Lange,
Aether, Luft, Hauch oder Wind, während sie doch Breite und Hohe in ihr gehört dem Raum an; mit
substanzielle Menschen sind, und unter einander Einem Wort, alles Maß, alle Gestalt und Form ist
Leben wie die Menschen der natürlichen Welt in Angehör des Raumes; dennoch aber kann der Mensch
Räumen und Zeiten, welche, wie gesagt, sich nach es einigermaßen mit dem natürlichen Denken erfassen,
den Zuständen ihrer Gemüther richten. Wäre es anders, sobald er nur etwas geistiges Licht in dasselbe einläßt.
das heisst, wären sie ohne jene, so könnte jenes Zuerst aber soll etwas von den Vorstellungen des
Universum in das die Seelen übergehen, und in dem geistigen Denkens gesagt werden; diese entlehnen
die Engel und Geister sich aufhalten, durch ein nichts vom Raume, sondern nehmen all das Ihrige
Nadelöhr gezogen, oder auf Einer Haarspitze vom Zustand; und Zustand wird ausgesagt von der
konzentriert werden; was auch möglich wäre, wenn es Liebe, vom Leben, von der Weisheit, von den
dort kein substanzielles Ausgedehntes gäbe; weil es Gefühlen, von den Freuden, überhaupt vom Guten
aber dort ein solches gibt, so wohnen die Engel unter und Wahren; die wahrhaft geistigen Vorstellungen von
einander eben so gesondert und geschieden, ja noch denselben haben nichts mit dem Raum gemein, sie
viel mehr von einander geschieden, als die Menschen, sind höher und sehen auf die räumlichen
die ein materielles Ausgedehntes haben. Die Zeiten Vorstellungen unter ihnen herab, wie der Himmel auf
sind aber dort nicht in Tage, Wochen, Monate und die Erde. Dass Gott im Raume gegenwärtig ist ohne
Jahre abgetheilt, weil die Sonne dorrt nicht auf= und Raum, und in der Zeit ohne Zeit, davon ist die
unterzugehen, noch sich herumzubewegen scheint, Ursache die, dass Gott immer derselbe ist, von
sondern unverrückt im Osten auf der mittleren Höhe Ewigkeit zu Ewigkeit, somit wie vor der
zwischen dem Zenith und dem Horizont stehen bleibt; Weltschöpfung, so auch nach derselben, und dass in
und Räume haben sie, weil in jener Welt alles und bei Gott vor der Schöpfung nicht Räume und
substanziell ist, was in der natürlichen Welt materiell Zeiten waren, sondern nach derselben, daher Er denn,
ist. Doch mehr hierüber soll in dem Anhang dieses weil Er [stets] derselbe ist, im Raum ohne Raum, und
Kapitels, über die Schöpfung gesagt werden. Aus dem in der Zeit ohne Zeit ist, woraus folgt, dass die Natur
oben Gesagten kann man ersehen, dass die Räume und von ihm getrennt ist, und Er doch in ihr
Zeiten Alles und Jedes, was in beiden Welten ist, allgegenwärtig ist; kaum anders als wie das Leben in
begränzen oder endlich machen, und dass somit die allem Substanziellen und Materiellen des Menschen,
Menschen nicht blos in Rücksicht ihrer Körper, obgleich es sich mit diesem nicht vermischt;
sondern auch in Rücksicht ihrer Seelen endlich sind, vergleichungsweise wie das Licht in den Augen, der
und ebenso die Engel und Geister. Aus diesem allen Schall in den Ohren, der Geschmack in der Zunge,
läßt sich der Schluß ziehen, dass Gott unendlich, das oder wie der Aether in den Erden und Gewässern,
heisst, nicht endlich ist, weil Er als Schöpfer, Bildner durch welchen Der Erd= und Wasserball
und Werkmeister des Weltalls alles abgegrenzt hat und zusammengehalten und herumgetrieben wird, und so
zwar durch Seine Sonne, in deren Mitte Er ist, und weiter; würden diese wirksamen Kräfte
welche aus dem Göttlichen Wesen besteht, das aus weggenommen, so würden jene Substanzen und
Ihm als Sphäre hervorgeht; in ihr und aus ihr ist der Materien im Augenblick zusammen= oder
Abgrenzung Erstes; allein ihre Fortbewegung schreitet auseinanderfallen; ja der menschliche Geist würde,
bis zum Letzten in der Natur der Welt fort; das Er in wenn Gott nicht überall und zu jeder Zeit in ihm
sich unendlich ist, weil unerschaffen, folgt hieraus. gegenwärtig wäre, wie eine Blase in die Luft
Allein das Unendliche erscheint dem Menschen als ein zerfließen, und beide Gehirne, in welchen er von den
Nichts, und dies darum, weil der Mensch endlich ist, Ausgangspunkten aus thätig ist, würden sich in
und aus Endlichem denkt; daher ihm denn, wenn das Schaum auflösen, und so alles Menschliche zu
Endliche, das seinem Denken anhängt, weggenommen Erdenstaub und zu einem in der Atmosphäre
würde, das Uebrigbleibende als ein Nicht=Etwas fliegenden Geruchstheilchen werden. Weil Gott in
vorkäme; der wahre Thatbestand ist aber, dass Gott in jeder Zeit ohne Zeit ist, darum spricht Er im Wort
unendlicher Weise Alles, und der Mensch im von der Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart,
Vergleich damit aus sich nichts ist. wie bei Jesajas: „Ein Knabe ist uns geboren, ein Sohn
ist uns gegeben, dessen Name ist Held,
Friedensfürst,“ Kap. 9,5 und bei David: „Verkünden
30. III. G OTT IST NACH ERSCHAFFUNG DER WELT IM will Ich vom Beschlossenen, Jehovah sprach zu mir:
R AUM OHNE R AUM, UND IN DER ZEIT OHNE ZEIT. Mein Sohn bist Du, Ich habe heute dich gezeugt,“ Ps
Dass Gott und das Göttliche, das unmittelbar aus Ihm 2,7. Dies von dem Herrn, der kommen sollte; weshalb
hervorgeht, nicht im Raume sei, obgleich er auch bei Ebendemselben gesagt wird: „Tausend Jahre
allgegenwärtig ist, und bei jeglichem Menschen in der sind in Deinen Augen wie der gestrige Tag,“ Ps 90,4.
Welt, und bei jeglichem Engel im Himmel, und bei Dass Er überall in der ganzen Welt gegenwärtig ist,
jeglichem Geist unter dem Himmel ist, kann nicht und doch nichts der Welt Eigenthümliches in Ihm ist,
mittelst einer blos natürlichen Vorstellung, das heisst, nichts, das dem Raum und der Zeit

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angehört, kann von den Sehenden und Aufmerkenden ein berathschlagendes Denken möglich sei, außer
aus vielen andern Stellen im Wort ersehen werden, andern nutzlosen Dingen; damit ich aber durch
wie z.B. aus folgender bei Jeremias: „Bin ich [nur] dergleichen nicht auf Wahngedanken gerathen möchte,
Gott in der Nähe, und nicht [auch] aus der Ferne? ward ich vom Herrn in die Sphäre und in das Licht
Wird sich jemand in Schlupfwinkeln verbergen, dass erhoben, worin die inwendigeren Engel sind, und
Ich [ihn] nicht sehe? Den ganzen Himmel und die nachdem die Vorstellunge des Raumes und der Zeit,
ganze Erde erfülle Ich,“ Kap. 23,23.24. in der sich mein Denken früher bewegte, dort ein
wenig entfernt war, ward mir gegeben zu begreifen,
dass die Ewigkeit Gottes nicht eine Ewigkeit der Zeit
31. IV. DIE UNENDLICHKEIT GOTTES HEISST IN ist, und dass es, weil es vor der Welt keine Zeit gab,
B EZIEHUNG AUF DIE R ÄUME UNERMESSLICHKEIT, ganz nichtig wäre, von Gott so etwas zu denken; da
UND IN B EZIEHUNG AUF DIE ZEITEN EWIGKEIT, UND ferner das von Ewigkeit her bestehende, somit über
OBWOHL DIESE B EZIEHUNGEN BESTEHEN, IST alle Zeit erhabene Göttliche nicht Tage, Jahre und
DENNOCH NICHTS VOM R AUM IN S EINER Jahrhunderte in sich schließt, sondern diese alle für
UNERMESSLICHKEIT, UND NICHTS VON ZEIT IN Gott Gegenwart sein mußten, so schloß ich, dass die
S EINER EWIGKEIT. Welt von Gott nicht in der Zeit erschaffen wurde,
Die Unendlichkeit Gottes heisst in Beziehung auf die sondern dass die Zeiten von Gott mit der Schöpfung
Räume darum Unermeßlichkeit, weil das eingeführt wurden. Diesem will ich folgendes
Unermeßliche von dem Grossen und Weiten und auch Denkwürdige beifügen: Es erscheinen an Einem
vom Ausgedehnten und in diesem vom Geräumigen äußerten Ende der geistigen Welt zwei Bildsäulen in
ausgesagt wird. Die Unendlichkeit Gottes heisst aber monströser Menschengestalt mit aufgesperrtem Mund
in Beziehung auf die Zeiten Ewigkeit darum weil „in und weitgeöffnetem Rachen, von welchen, wie es
Ewigkeit“ ausgesagt wird von Fortschreitendem, das ihnen scheint, diejenigen verschlungen werden, die
durch die Zeiten gemessen wird, [aber] endlos ist; so über Gott von Ewigkeit sich nichtige und unsinnige
zum Beispiel: auf den Erd= und Wasserball an sich Gedanken machen; allein es sind Phantasien, in
betrachtet werden Raumbestimmungen, und auf seine welche sich diejenigen stürzen, welche von Gott vor
Umdrehung und seinen Lauf werden Erschaffung der Welt Ungereimtes und
Zeitbestimmungen bezogen, auch verursachen diese Ungebührliches denken.
die Zeiten und jene die Räume, und sie stellen sich
beide auf diese Weise in der Wahrnehmung der
denkenden Geister von den Sinnen aus dar; in Gott 32. V. DIE ERLEUCHTETE VERNUNFT KANN AUS
hingegen ist, wie oben gezeigt worden, nichts von SEHR VIELEM IN DER WELT DIE UNENDLICHKEIT
Raum und Zeit, und doch stammen die Anfänge GOTTES ERSEHEN.
derselben von Gott her. Daraus folgt, dass Seine Es soll Einiges aufgezählt werden, aus welchem die
Unendlichkeit in Beziehung auf die Räume unter der menschliche Vernunft die Unendlichkeit Gottes
Unermeßlichkeit, und Seine Unendlichkeit in ersehen kann, und zwar Folgendes:
Beziehung auf die Zeiten unter der Ewigkeit I. Es gibt in dem erschaffenen Weltall nicht zwei
verstanden wird. Im Himmel dagegen denken sich die Dinge, die Dasselbe sind; dass es eine solche Identität
Engel unter der Unermeßlichkeit Gottes die bei gleichzeitigen Dingen nicht gibt, hat die
Göttlichkeit in Rücksicht des seins, und unter der menschliche Wissenschaft aus der Vernunft gesehen
Ewigkeit die Göttlichkeit in Rücksicht des Existirens; und begründet, und doch sie die substanziellen und
dann auch unter der Unermeßlichkeit die Göttlichkeit materiellen Dinge desselben, individuell für sich
in Rücksicht der Liebe, und unter der Ewigkeit die betrachtet, unendlich an Zahl; dass es auch keine
Göttlichkeit in Rücksicht der Weisheit; und dies Identität zweier Wirkungen bei den
darum, weil die Engel von der Göttlichkeit Räume aufeinanderfolgenden Dingen in der Welt gibt, kann
und Zeiten ferne halten, und alsdann sich jene Begriffe man aus der Umdrehung der Erde schließen, sofern
ergeben. Da aber der Mensch nicht anders denken nämlich ihr Exzentrisches an den Polen macht, dass
kann, als aus Vorstellungen, die aus den dem Raum niemals etwas ganz Identisches wiederkehrt. Dass dem
und der Zeit angehörenden Dingen hergenommen so ist, zeigt sich augenscheinlich an den menschlichen
sind, so kann er auch von Gottes Unermeßlichkeit vor Gesichtern, sofern es in der ganzen Welt nicht Ein
den Räumen und von Seiner Ewigkeit vor den Zeiten Gesicht gibt noch in Ewigkeit geben kann, das dem
sich keine Begriffe machen, ja wenn er sie begreifen eines Andern ganz gleich oder ganz mit ihm dasselbe
will, so ist es als ob sein Geist von Sinnen käme, wäre; diese unendliche Mannigfaltigkeit kann von gar
beinahe wie Einer, der in‘s Wasser gefallen, im nichts Anderem herkommen, als aus der
Zustand des Schiffbrüchigen ist, oder der, bei einem Unendlichkeit Gottes, des Schöpfers.
Erdbeben versinkend, im Zustand des II. Keines Einzigen Gesinnung ist der des Andern
Verschlungenwerdens ist; ja, wenn er dennoch darauf ganz gleich; weshalb man sagt: so viel Köpfe, so viel
besteht, in dieselben einzudringen, so kann er sich Sinne; mithin ist auch nicht eines Einzigen Gemüth,
leicht eine Geistesverwirrung zuziehen und aus dieser das heisst, sein Wille und Verstand,, dem eines
in Läugnung Gottes verfallen. Einmal war auch ich in Andern gleich, oder mit ihm dasselbe, folglich sind
einem ähnlichen Zustand, als ich darüber nachsann, auch weder die Rede des Einen in Rücksicht der
was Gott von Ewigkeit, was Er vor Erschaffung der Betonung und des Gedankens, aus dem sie
Welt gethan, ob Er über die Schöpfung sich hervorgeht, noch die Handlung des Einen in
berathschlagt, und die Ordnung ausgedacht habe, nach Rücksicht der Geberde und der Neigung derjenigen
der [sie geschehen sollte], ob in dem absolut Leeren eines Andern durchaus gleich; aus welcher

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unendlichen Verschiedenheit die Unendlichkeit des Wohnsitz hat, dennoch alle dort so verbunden sind,
Schöpfers auch wie in einem Spiegel ersehen werden dass der gesammte Engelshimmel Einen Göttlichen
kann. Menschen, und die gesammte Hölle Einen monströsen
III. Jedem Samen, sowohl der Thiere als der Pflanzen, Teufel darstellt; an diesen beiden und unendlich vielen
ist eine gewisse Unermesslichkeit und Ewigkeit Wundererscheinungen in denselben läßt sich die
eingepflanzt; eine Unermeßlichkeit, sofern er in‘s Unermeßlichkeit zugleich mit der Allmacht Gottes
Unendliche fort vervielfältigt werden kann; und eine deutlich ersehen.
Ewigkeit, sofern diese Vervielfältigung von der VII. Wer auch vermöchte nicht, bei einiger Erhebung
Schöpfung der Welt an ununterbrochen fortgedauert der Vernunftthätigkeit seines Geistes, einzusehen, dass
hat bis jetzt und in Ewigkeit fortdauert. Aus dem das ewig fortdauernde Leben, das jedem Menschen
Thierreich nimm nur die Fische des Meeres, welche, nach dem Tode zu Theil wird, nicht anderswoher
wenn sie sich nach der menge der Samen vermehrten, kommen kann, als von dem Ewigen Gott?
innerhalb zwanzig oder fünfzig Jahren des Ozean so VIII. Ausserdem gibt es eine gewisse Unendlichkeit in
anfüllen würden, dass er aus lauter Fischen bestände vielen Dingen, die in das natürliche Licht sowie auch
und sein Wasser die ganze Erde überschwemmen und in das geistige Licht bei dem Menschen fallen; in das
so verderben würde; damit aber dieses nicht geschehe, natürliche Licht, dass es in der Geometrie
ist von Gott vorgesehen worden, dass ein Fisch dem verschiedene Reihen gibt, welche ins Unendliche
andern zur Speise diene. Aehnliches würde mit dem fortgehen; dass zwischen den drei Höhegraden ein
Samen der Pflanzen geschehen, welche, wenn eben so Fortschreiten ins Unendliche stattfindet, sofern
viele, als jährlich aus Einem hervorwachsen, gepflanzt nämlich der erste Grad, welcher der natürliche heisst,
werden würden, innerhalb zwanzig oder dreißig Jahren nicht vervollkommnet und erhöht werden kann zur
die Oberfläche nicht blos Eines Erdballs, sondern Vollkommenheit des zweiten Grades, welcher der
sogar mehrerer anfüllen würden; es gibt auch geistige heisst, noch dieser zur Vollkommenheit des
Sträucher, von welchen jeder Same hundert und dritten, welcher der himmlische heisst; das gleiche
tausend andere hervorbringt; stelle nur eine findet Statt zwischen dem Endzweck, der Ursache und
Berechnung darüber an und führe den Ertrag von der Wirkung, dass nämlich die Wirkung nicht so
einem einzigen zwanzig oder dreißig Jahre hindurch vervollkommnet werden kann, dass sie wie ihre
fort, so wirst du es sehen; aus diesen und jenen Ursache wird, noch die Ursache so, dass sie wie ihr
Erscheinungen sowie an den gemeinsamen Endzweck wird. Es läßt sich dies an den Atmosphären
Gesichtszügen läst sich die göttliche Unermeßlichkeit verdeutlichen, deren es drei Abstufungen gibt; den es
und Ewigkeit, welche nothwendig ein Abbild von gibt eine oberste Himmelsluft, einen Aether unter ihr,
sich erzeugen müssen, ersehen. und eine Luft unter diesem; und keinerlei Qualität der
IV: Die Unendlichkeit Gottes kann vor der Luft kann zu irgend einer Qualität des Aethers erhöhet
erleuchteten Vernunft auch aus der Unendlichkeit werden, noch die des letztern zu irgend einer der
erscheinen, zu der jede Wissenschaft und in Folge Himmelsluft; und doch gibt es in jeglicher eine
dessen eines Jeden Einsicht und Weisheit Erhöhung der Vollkommenheiten in‘s Unendliche: in
hinanwachsen kann, von welchen die eine und die das geistige Licht, das die natürliche Liebe, welche
andere wachsen kann wie der Baum aus den Samen, die des Thieres ist, nicht erhöht werden kann in die
und die Wälder und Gärten aus den Bäumen; denn es geistige Liebe, welche von der Schöpfung her in den
gibt keine Grenze derselben; das Gedächtnis des Menschen gelegt ist; eben so verhält es sich mit dem
Menschen ist ihr Boden, im Verstand geschieht ihr natürlichen Verstand des Thieres gegenüber der
Keimen und im Willen bringen sie Früchte hervor; geistigen Einsicht des Menschen; doch diese Dinge
und diese zwei Vermögen, der Verstand und der sollen, weil sie noch unbekannt sind, anderwärts
Wille, sind von der Art, dass sie ausgebildet und erklärt werden.
vervollkommnet werden können in der Welt bis ans Aus diesen Beispielen kann erhellen, dass die
Ende des Lebens und nachher in Ewigkeit. allgemein herrschenden Grunderscheinungen der Welt
V. Die Unendlichkeit Gottes des Schöpfers kann man fortlaufende Typen der Unendlichkeit Gottes des
auch ersehen aus der unendlichen Zahl der Sterne, Schöpfers sind; wie aber die Einzelerscheinungen den
welche eben so viele Sonnen und in Folge dessen allgemein herrschenden nacheifern, und die
eben so viele Welten sind; dass in dem Unendlichkeit Gottes vorbilden, das ist ein Abgrund,
Fixstern=Himmel auch Erdkörper sind, auf welchen es und ist ein Ocean, auf welchem der menschliche Geist
Menschen, Thiere, Vögel und Pflanzen gibt, ist in gleichsam umherschiffen kann; allein er sei auf der
einem gewissen, nach Geschautem verfaßten Hut vor dem aus dem natürlichen Gemüth
Schriftchen gezeigt worden. aufsteigenden Sturm, der vom Hintertheile her, wo der
VI. Die Unendlichkeit Gottes stellt sich mir noch sich selbst vertrauende natürliche Mensch steht, das
augenscheinlicher an den Engelshimmel und auch an Schiff mit Masten und Segeln versenken würde.
der Hölle heraus, sofern diese beiden in unzählige
Gesellschaften oder Vereine nach allen
Verschiedenheiten der Liebe zum guten und Bösen 33. VI. ALLES ERSCHAFFENE IST ENDLICH, UND DAS
geordnet und zusammengestellt sind, und Jeder gemäß UNENDLICHE IST IN DEN ENDLICHEN S UBJEKTEN
seines Liebens eine Stelle dort erhält; denn es sind WIE IN AUFNAHMSGEFÄSSEN, UND IN DEN
dort alle aus dem menschlichen Geschlecht, von der MENSCHEN WIE IN SEINEN EBENBILDERN.
Schöpfung der Welt an gesammelt und sollen von Alles Geschaffene ist endlich, weil alles von Jehovah
allen Zeiten bis in alle Zeiten gesammelt werden; und Gott [geschaffen wurde] durch die Sonne der geistigen
auch sofern sie, obgleich Jeder seine Stelle oder seinen Welt, welche Ihn zunächst umgibt, und diese Sonne

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aus der Substanz ist, die von Ihm ausging, und deren der Mensch den Weg ebnet oder die Thüre öffnet; thut
Wesen Liebe ist; aus dieser Sonne ist durch ihre er dies bis zum höchsten oder himmlischen Grad,
Wärme und ihr Licht das Weltall von seinem Ersten dann wird der Mensch wahrhaft Gottes Ebenbild, und
bis zu seinem Letzten erschaffen worden; allein den nach dem Tode wird er ein Engel des obersten
Gang der Schöpfung der Ordnung nach Himmels; ebnet er aber den Weg oder öffnet die Thüre
auseinanderzusetzen, ist hier nicht der Ort; im blos bis zum mittlern oder geistigen Grad, so wird der
Folgenden wird ein kurzer Abriß davon gegeben Mensch zwar ein Bild Gottes, aber nicht in jener
werden. Hier liegt nur daran, zu wissen, dass das Eine Vollkommenheit, und nach dem Tode wird er ein
von dem Andern gebildet worden ist, und dass in Engel des mittleren Himmels; ebnet er hingegen den
Folge dessen Abstufungen entstanden sind, drei in der Weg oder öffnet die Thüre nur bis zum letzten oder
geistigen Welt, und drei ihnen entsprechende in der natürlichen Grad, dann wird der Mensch, wenn er Gott
natürlichen Welt, und eben so viele in dem Ruhenden, anerkennt und Ihn mit werkthätiger Frömmigkeit
aus dem der Erd= und Wasserball besteht; woher aber verehrt, ein Bild Gottes im untersten Grad, und nach
diese Abstufungen und wie sie beschaffen sind, ist in dem Tode wird er ein Engel des untersten Himmels.
der im Jahr 1763 zu Amsterdam erschienen Wenn er aber Gott nicht anerkennt und Ihn nicht mit
‚Engelsweisheit betreffend die göttliche Liebe und werkthätiger Frömmigkeit verehrt, so legt er das Bild
Weisheit‘, und in dem im Jahr 1769 zu London Gottes ab und wird einem Thier ähnlich, nur dass er
herausgegebenen Schriftchen von der ‚Verbindung der das Vermögen hat zu denken und in Folge dessen zu
Seele und des Leibes‘ vollständig auseinandergesetzt reden; wenn er alsdann den obersten natürlichen Grad
worden. Durch diese Abstufungen ist bewirkt worden, verschließt, welcher dem obersten himmlischen
dass alles Spätere Aufnahmsgefäss des Früheren, und entspricht, so wird er in Rücksicht des Liebens einem
dieses des noch Früheren, und so der Ordnung gemäß Thier der Erde ähnlich; verschließt er aber den mittlern
Aufnahmsgefäss des Ursprünglichen ist, aus welchem natürlichen Grad, welcher dem mittlern geistigen
die Sonne des Engelshimmels besteht, und somit, entspricht, so wird er in Rücksicht des Liebens wie
dass die endlichen Dinge Aufnahmsgefässe des ein Fuchs, und in Rücksicht der Sehkraft des
Unendlichen sind; dies trifft auch zusammen mit der Verstandes wie ein Nachtvogel..; verschließt er
Weisheit der Alten, nach welcher alle und jede Dinge hingegen auch den untern natürlichen Grad in
bis ins Unendliche theilbar sind. Die gewöhnliche Rücksicht seines Geistigen, so wird er in .Ansehung
Vorstellung ist, dass die endlichen Dinge, weil des Liebens wie ein wildes Thier und in Ansehung
Endliches nicht das Unendliche fassen kann, nicht des Verständnisses des Wahren wie ein Fisch. Das
Aufnahmsgefässe des Unendlichen sein können; allein göttliche Leben, das durch den Einfluß aus der Sonne
aus dem, was in meinen Werken über die Schöpfung des Engelshimmels den Menschen in Thätigkeit setzt,
vorgetragen worden ist, ergibt sich, dass Gott Seine kann dem Licht aus der Sonne der Welt und seinem
Unendlichkeit zuerst abgegrenzt hat durch Substanzen, Einfluß in einen durchsichtigen Gegenstand verglichen
die Er von sich ausgehen ließ, aus welchen Seine werden; die Aufnahme des Lebens im obersten Grade
nächste Umgebung entstand, welche die Sonne der dem Einfluß des Lichtes in den Diamant; die
geistigen Welt ausmacht; und dass Er nachher durch Aufnahme des Lebens im zweiten Grade dem Einfluß
diese Sonne die übrigen Umkreise bis zum letzten des Lichtes in Krystall, und die Aufnahme des Lebens
herab, der aus Ruhendem besteht, vollendet, und so im untersten Grade dem Einfluß des Lichtes in Glas
die Welt durch Abstufungen mehr und mehr oder in durchscheinendes Pergament; würde aber
verendlicht hat; dies ist zu dem Ende angeführt dieser Grad in Rücksicht seines Geistigen gänzlich
worden, damit der menschlichen Vernunft, welche verschlossen, was alsdann geschieht, wenn Gott
nicht ruht, wenn sie den Grund nicht sieht, ein geläugnet, und der Satan verehrt wird, dann könnte
Genüge geschehe. die Aufnahme des Lebens von Gott verglichen werden
dem Einfluß des Lichtes in undurchsichtige
34. Dass das Unendliche Göttliche in den Menschen Gegenstände der Erde, wie z.B. in faules Holz, oder in
als in seinen Ebenbilder ist, ist aus dem Worte Sumpfrasen, oder in Mist u.s.w.; denn der Mensch
bekannt, wo man Folgendes liest: „Endlich sprach wird alsdann ein geistiger Leichnam.
Gott: Lasst uns den Menschen machen in unserem
Bilde, nach unserer Aehnlichkeit; erschuf also Gott 35. Diesem will ich folgende Denkwürdigkeit
den Menschen in Sein Bild, in das Bild Gottes schuf beifügen. Einst war ich im Staunen über die große
Er ihn,“ 1.Mose 1,26.27., woraus folgt, dass der Menge von Menschen, welche die Schöpfung, und
Mensch ein aufnehmendes Organ Gottes ist, und dass somit alles, was unter der Sonne, und alles, was über
er Organ ist je nach Beschaffenheit der Aufnahme. Das der Sonne ist, der Natur zuschreiben, und, wenn sie
menschliche Gemüth, aus welchem und nach welchem etwas sehen, mit Zustimmung ihres Herzens sagen:
der Mensch Mensch ist, ward in drei Regionen nach „Gehört dies nicht der Natur an?“ und wenn man sie
den drei Abstufungen gebildet: im ersten Grad ist es fragt, warum sie es der Natur und nicht Gott
himmlisch, und in ihm sind auch die Engel des zuschreiben, während sie doch zuweilen mit der
obersten Himmels; im zweiten Grad ist es geistig, Gemeinde sagen, Gott habe die Natur geschaffen, und
und in ihm sind auch die Engel des mittleren daher von dem, was sie sehen, eben so gut sagen
Himmels; und im dritten Grad ist es natürlich, und in können, es gehöre Gott an, als es sei der Natur
ihm sind auch die Engel des untersten Himmels. Nach zuzuschreiben, so antworten sie mit verhaltenem,
diesen drei Graden organisirt, ist das menschliche beinahe unvernehmlichem Tone: „Was ist Gott
Gemüth Aufnahmsgefäss des göttlichen Einflusses; anderes als die Natur?“ Diese alle erscheinen in Folge
dennoch aber fließt das Göttliche nicht weiter ein, als ihrer Ansicht von der Schöpfung des Weltalls aus der

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Natur, und weil sie diesen Unsinn für Weisheit halten, Wände fliegen, welche in diesem nächtlichen
als Prahlhanse, so dass sie auf alle, welche die Mondlicht wie schöne indische Vögel erschienen;
Erschaffung des Weltalls durch Gott anerkennen, als wenn wir aber die Thüre öffneten, sieh da erschienen
Ameisen herabsehen, welche auf dem Boden kriechen sie in dem Tageslicht der Sonne als Nachtvögel mit
und den gebahnten Weg betreten, auf andere aber als netzförmigen Flügeln; es waren nämlich
auf Schmetterlinge, die in der Luft fliegen, und deren Scheinwahrheiten, welche durch die Begründungen zu
Lehrbestimmungen sie Träumereien nennen, weil sie Trugschlüssen wurden, die von ihm scharfsinnig in
sehen, was sie nicht sehen, wobei sie fragen: „Wer hat Reihen verbunden worden waren. Nachdem wir dies
Gott gesehen, und wer sieht nicht die Natur?“ Als ich gesehen, traten wir zu dem Tisch hin, und fragten ihn,
nun so im Stauen war über die Menge Solcher, stand was er nun schreibe; er sagte: „Ueber jenes Erste: ob
mir ein Engel zur Seite, und sprach zu mir: „Worüber die Natur dem Leben, oder ob das Leben der Natur
sinnest du nach?“ und ich antwortete: Ueber die angehöre?“ und bemerkte dabei, er könne beides
Menge derer, welche glauben, die Natur sei aus sich, begründen und zur Wahrheit machen; weil aber
und so die Schöpferin des Weltalls; und der Engel inwendig etwas verborgen liege, das er fürchte, so
sagte mir: „Die ganze Hölle besteht aus Solchen, und habe er blos das zu begründen gewagt, dass die Natur
sie heißen dort Satane und Teufel; Satane die, welche dem Leben angehöre, das heisst, aus dem Leben sei,
sich für die Natur bestärkt, und in Folge dessen Gott nicht aber, dass das Leben der Natur angehöre, das ist,
geläugnet, Teufel die, welche lasterhaft gelebt und so aus der Natur sei. Wir fragten freundlich, was denn
aus ihren Herzen alle Anerkennung Gottes verbannt das sei, das inwendig verborgen liege, und das er
haben; allein ich will dich zu den Kollegien in der fürchte; er antwortete, er könnte von den Geistlichen
südwestlichen Gegend führen, wo sich solche ein Naturalist, und somit ein Gottesläugner, und von
befinden, ohne schon in der Hölle zu sein. Nun nahm den Laien ein Mann von ungesunder Vernunft genannt
er mich bei der Hand, und führt mich dahin; und ich werden, weil jene und diese entweder einen blinden
sah kleine Häuser, in welchen Kollegien waren, und in Glauben anhangen, oder mit den Augen derer sehen,
deren Mitte eines, das wie die Vorsteherwohnung welche diesen begründen. Nun aber redeten wir ihn
unter den übrigen aussah; dies war aus pechschwarzen mit einer gewissen Entrüstung des Eifers für die
Steinen gebaut, die mit Blättchen wie von Glas mit Wahrheit an, und sagten: „Freund, du bist sehr im
einer Art von Gold= und Silberschimmer überzogen Irrthum; deine Weisheit, welche in der Gabe,
waren, wie die sind, welche man Seleniten oder scharfsinnig zu schreiben, besteht, hat dich verführt,
Marienglas nennt; und hie und da waren glänzende und die Sucht, dir einen Namen zu machen, hat dich
Muscheln zwischeneingesprengt. Da gingen wir hin verleitet, zu begründen, was du nicht glaubst. Weißt
und klopften an, und bald öffnete Einer die Thüre, du nicht, dass der menschliche Geist über das
und hieß uns willkommen; und lief dann zu einem Sinnliche, das heisst, über das, was in den Gedanken
Tische hin und holt vier Bücher, und sprach: „Diese aus den Sinnen des Körpers ist, erhoben werden kann,
Bücher sind die Weisheit, der eine Menge von und das er, wenn erhoben, das zum Leben Gehörige
Reichen heut zu Tage Beifall zuklatscht; diesem oben, und das zur Natur Gehörige unten sieht? Was ist
Buche oder dieser Weisheit huldigen Viele in das Leben Anderes als Liebe und Weisheit, und was
Frankreich, diesem da Viele in Deutschland, diesem die Natur anderes, als deren Aufnahmsgefäss, durch
Einige in Holland, und diesem Einige in Britannien.“ welches jene ihre Wirkungen oder Nutzleistungen
Weiter sagte er: „Wenn ihr wollt, so will ich machen, hervorbringen? Können diese in anderer Weise Eins
dass diese vier Bücher vor euren Augen leuchten; und sein, als wie das Hauptsächliche und das
nun goß er die Glorie seines Rufes aus und verbreitete Werkzeugliche? Kann das Licht Eines sein mit dem
sie rings umher, und bald erglänzten die Bücher wie Auge, oder der Schall mit dem Ohr? Woher kommen
von Licht; allein dieses Licht verschwand vor unsern diesen ihre Sinne, als aus dem Leben, und woher ihre
Augen sogleich wieder; und wir fragten nun, was er Formen, als aus der Natur? Was ist der menschliche
jetzt schreibe, und er antwortete, er lange jetzt gerade Körper anderes, als ein Organ des Lebens? Ist nicht
die Frage der innersten Weisheit aus seinen Schätzen alles und jedes in ihm organisch dazu gebildet,
hervor, und bringe sie zu Tage, welche in kurzer dasjenige hervorzubringen, was die Liebe will und der
Zusammenfassung folgende seien: Verstand denkt? Stammen nicht die >Organe des
I. Ob die Natur dem Leben, oder ob das Leben der Körpers aus der Natur, und die Liebe und das Denken
Natur angehöre. aus dem Leben? Und sind diese nicht gänzlich von
II.. Ob der Mittelpunkt dem Umkreise, oder der einander unterschieden? Erhebe den Blick deines
Umkreis dem Mittelpunkte angehöre. Scharfsinns noch ein wenig höher, so wirst du sehen,
III. Von dem Mittelpunkte des Umkreises und des dass dies Angeregtwerden und Denken dem Leben,
Lebens. und zwar das Angeregtwerden der Liebe, und das
Nachdem er dies gesagt, ließ er sich wieder auf dem Denken der Weisheit, und beide dem Leben
Sessel an dem Tische nieder, wir aber ergingen uns in angehören; denn, wie gesagt, die Liebe und die
seinem Kollegium, das geräumig war; er hatte auf Weisheit sind das Leben. Erhebst du deine Denkkraft
dem Tisch ein Licht stehen, weil es dort keinen noch etwas höher, so wirst du sehen, dass es keine
Sonnenschein, sondern nur einen nächtlichen Liebe und Weisheit geben könnte, wenn nicht
Mondschein gab; und zu meiner Verwunderung schien irgendwo ihr Ursprung wäre, und das ihr Ursprung die
das Licht sich zwar rings umher zu verbreiten und zu Liebe selbst, und die Weisheit selbst, und somit das
beleuchten, weil es aber nicht geschnäuzt war, so Leben selbst ist; und diese sind Gott, von welchem
erleuchtete es nur wenig; und als er schrieb, sahen wir die Natur stammt.“ Nach diesem sprachen wir mit
Bilder in mancherlei Gestalten vom Tisch aus an die ihm über das Andere, ob der Mittelpunkt dem

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Umkreise, oder ob der Umkreis dem Mittelpunkte entstehe? Und kann sie aus Menschen Engel, und aus
angehöre; und wir fragten, warum er dies zum diesen einen Himmel machen, und machen, dass die,
Gegenstand der Untersuchung mache; er antwortete: welche in diesem sind, ewig fortleben? Nimm dies
„Zu dem Ende, dass er über den Mittelpunkt und einmal an, und denke ihm nach, so wird deine
Umkreis der Natur und des Lebens, somit über den Vorstellung von der Entstehung der Natur aus der
Ursprung des einen und des andern einen Schluß Natur zusammenfallen.“ Nach diesem fragten wir
ziehen könne;“ und als wir fragten, was seine Ansicht ihn, was er gedacht habe, und was er jetzt denke über
davon sei, gab er darüber die gleiche Antwort wie das Dritte, über den Mittelpunkt und den Umkreis der
früher, dass er nämlich beides begründen könne, aber Natur und des Lebens; ob er glaube, dass der
aus Furcht vor dem Verlust seines Rufes nur Mittelpunkt und der Umkreis des Lebens dasselbe sei
begründe, dass der Umkreis dem Mittelpunkte mit dem Mittelpunkt und dem Umkreis der Natur. Er
angehöre, das heisst, von dem Mittelpunkte sagte, er stehe an; früher habe er gedacht, die innere
herkomme; obwohl [fügte er bei] ich weiß, dass vor Thätigkeit der Natur sei das Leben, und die Liebe und
der Sonne etwas da war, und zwar allenthalben im Weisheit, welche wesentlich des Menschen Leben
Umkreis, und dass dieses von selbst in eine Ordnung ausmachen, stammen daher, und das Feuer der Sonne
und so in einen Mittelpunkt zusammenfloß. Da bringe durch die Wärme und das Licht mittelst der
redeten wir ihn aber wieder mit unwilligem Eifer an, Atmosphären es hervor; jetzt aber sei er in Folge
und sagten: „Freund, du redest Unsinn;“ und als er dessen, was er vom Leben der Menschen nach dem
dies hörte, zog er seinen Sessel vom Tisch zurück und Tode gehört, in Ungewissheit, und diese
sah uns schüchtern an, und lieh uns alsdann sein Ohr, Ungewissheit trage seinen Geist bald nach oben, bald
jedoch mit Lächeln; wir aber fuhren fort, und sagten: nach unten; wenn nach oben, so erkenne er einen
„Was ist unsinniger, als zu sagen, dass der Mittelpunkt an, von dem er früher nichts gewusst
Mittelpunkt von dem Umkreis herkomme? Unter habe, und wenn nach unten, so sehe er den
deinem Mittelpunkte verstehen wir die Sonne, und Mittelpunkt, den er für den einzigen gehalten, und
unter deinem Umkreis verstehen wir das Weltall, und dass das Leben aus dem Mittelpunkt sei, von dem er
somit, dass das Weltall ohne Sonne entstanden sei. früher nichts gewusst hatte, und dass die Natur aus
Macht nicht die Sonne die Natur und alle ihre dem Mittelpunkt sei, den er früher für den einzigen
Eigenschaften, welche einzig von dem Licht und der gehalten, und dass jeder der beiden Mittelpunkte einen
Wärme abhängen, die aus der Sonne durch die Umkreis um sich her habe.
Atmosphären hervorgehen? Wo waren diese vorher? Hierauf sagten wir: Gut! nur möchte er auch aus dem
Doch woher sie sind, wollen wir in der folgenden Mittelpunkt und Umkreis des Lebens auf den
Erörterung sagen. Sind nicht die Atmosphären und Mittelpunkt und Umkreis der Natur hinsehen und
alles, was auf der Erde ist, wie die Oberflächen, und nicht umgekehrt; und wir unterrichteten ihn, dass über
die Sonne, wie ihr Mittelpunkt? Was sind diese alle dem Engelshimmel eine sonne sei, welche lautere
ohne die Sonne? Können sie auch nur einen Liebe und der Erscheinung nach feurig wie die
Augenblick bestehen? Was waren also diese alle vor Weltsonne ist, und dass aus der Wärme, welche aus
der Sonne? Konnten sie wohl entstehen? Ist nicht das jener Sonne hervorgeht, den Engeln und den
Bestehen ein fortwährendes Entstehen? Da also das Menschen Willen und Liebe, und aus dem Lichte von
Bestehen aller Dinge der Natur von der Sonne daher ihnen Verstand und Weisheit komme; und dass
herrührt, so folgt, dass auch das Entstehen aller Dinge das, was von daher kommt, Geistiges heisse, und das,
von ihr herkommt. Dies sieht und erkennt Jeder aus was aus der Sonne der Welt hervorgeht, Behälter und
eigener Anschauung: Hat nicht das Spätere von dem Aufnahmsgefäss des Lebens sei, und Natürliches
Früheren wie sein Entstehen, so auch sein Bestehen? heisse; ferner, dass der Umkreis des
Wäre der Umkreis das Frühere, und der Mittelpunkt Lebens=Mittelpunktes die geistige Welt heisse,
das Spätere, würde dann nicht das Frühere durch das welche durch ihre Sonne besteht, und der Umkreis des
Spätere bestehen, was jedoch gegen die Gesetze der Natur=Mittelpunktes die natürliche Welt, welche
Ordnung ist? Wie kann das Spätere Früheres durch ihre Sonne besteht. Da nun von der Liebe und
hervorbringen, oder das Auswendige Inwendiges, oder Weisheit sich nicht Räume und Zeiten aussagen
das Gröbere Feineres? Wie könnten also die lassen, sondern statt derselben Zustände, so folge,
Oberflächen, welche den Umkreis bilden, den dass der Umkreis um die Sonne des Engelshimmels
Mittelpunkt hervorbringen? Wer sieht nicht, dass dies nicht das Ausgedehnte dennoch aber in dem
gegen die Naturgesetze wäre? Wir haben diese Beweise Ausgedehnten der natürlichen Sonne, und bei den
aus der Vernunftanalyse angeführt, um zu begründen, lebendigen Subjekten in ihm gemäss der Aufnahme
dass der Umkreis aus dem Mittelpunkt entsteht, und ist, und die Aufnahme sich gemäss den Formen und
nicht umgekehrt, obwohl ein Jeder, der richtig denkt, Zuständen verhält.“
es ohne diese Beweise sieht. Du sagtest, der Umkreis Nun fragte er aber, woher das Feuer der Sonne der
sei von selbst in den Mittelpunkt zusammengeflossen: Welt oder Natur komme; wir antworteten, es sei aus
Floss denn jener von Ungefähr in eine so wundervolle der Sonne des Engelshimmels, die nicht Feuer,
und staunenswerthe Ordnung zusammen, dass das sondern die göttliche Liebe ist, welche zunächst von
Eine um des Andern, und Alles und jedes um des Gott ausgeht, Der in ihrer Mitte ist; und weil er sich
Menschen und seines ewigen Lebens willen da ist? darüber wunderte, so wiesen wir es ihm also nach:
Kann die Natur aus irgend einer Liebe durch „Die Liebe ist ihrem Wesen nach ein geistiges Feuer,
irgendwelche Weisheit sich Zwecke vorsetzen, auf die und darum bedeutet im Worte in dessen geistigem
Ursachen hinsehen, und so für die Wirkungen Sinne das Feuer die Liebe; weshalb die Priester in den
Vorsorge tragen, damit dergleichen in seiner Ordnung Tempeln beten, dass himmlisches Feuer, unter dem

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sie die Liebe, die Herzen erfüllen möge; das _Feuer IV. Die Liebe und die Weisheit in Gott machen Eins
des Altars, und das Feuer des Armleuchters in der aus.
Stiftshütte bei den Israeliten stellte nichts Anderes V. Das Wesen der Liebe ist, Andere ausser sich
vor, als die Göttliche Liebe; die Wärme des Blutes, lieben, eins mit ihnen sein und sie durch sich
oder die Lebenswärme des Menschen und der Thiere beglücken wollen.
überhaupt, stammt nirgend anderswoher, als aus einer VI. Diese [Wesensbestimmungen] der Göttlichen
Liebe, die ihr Leben macht; daher kommt, dass der Liebe waren der Grund der Schöpfung des Weltalls
Mensch entbrennt, erglüht und entflammt wird, wenn und sind der Grund seiner Erhaltung.
seine Liebe sich in Eifer steigert, oder zum Zorn und Doch hievon im Einzelnen.
Grimm aufgeregt wird: weshalb denn eben daraus,
dass die geistige Wärme, welche eine Liebe ist, eine
natürliche Wärme bei den Menschen hervorbringt, so 37. I. GOTT IST DIE LIEBE SELBST UND DIE WEISHEIT
dass sie deren Gesichter und Glieder erhitzt und SELBST, UND DIESE BEIDEN MACHEN SEIN WESEN
entflammt, sich entnehmen lässt, dass das Feuer der AUS.
natürlichen Sonne nirgend anderswoher entstanden ist, Dass die Liebe und Weisheit die zwei Wesenheiten
als aus dem Feuer der geistigen Sonne, welche die sind, auf welche sich alles Unendliche, das in Gott ist
göttliche Liebe ist. Da nun, wie wir oben sagten, der und das von Ihm ausgeht, zurückbezieht, wurde schon
Umkreis aus dem Mittelpunkt entsteht und nicht in der Urzeit gesehen; die folgenden Weltalter aber
umgekehrt, und der Mittelpunkt des Lebens, welcher waren in dem Mass, als sie allmählig die Gemüther
die Sonne des Engelshimmels ist, die göttliche Liebe vom Himmel abzogen und sie in Weltliches und
ist, welche unmittelbar aus Gott hervorgeht, Der in Körperliches versenkten, unfähig, es zu sehen; denn
der Mitte dieser Sonne ist; und da von daher der sie begannen nicht mehr zu wissen, was die Liebe in
Umkreis dieses Zentrums stammt, welcher die ihrem Wesen und was die Weisheit in dem ihrigen ist,
geistige Welt heisst, und da aus jener Sonne die nicht wissend, dass es keine formlose Liebe geben
Weltsonne entstanden ist, und aus dieser ihr Umkreis, kann und dass sie in der Form und durch die Form
welcher die natürliche Welt heisst: so ist offenbar, wirkt. Da nun Gott die Substanz selbst und die Form
dass das Weltall von Gott erschaffen worden ist.“ selbst, und die einzige, und somit die Ursubstanz und
Nach diesem begaben wir uns weg, und er begleitete Urform ist, deren Wesen Liebe und Weisheit ist, und
uns bis über den Vorhof seines Kollegiums hinaus, da aus Ihm alles geworden ist, was geworden ist, so
und sprach mit uns über Himmel und Hölle, und über folgt, dass Er das Weltall mit Allem und Jedem
die göttliche Leitung, nach dem neuerlangten desselben aus der Liebe durch die Weisheit erschaffen
Scharfblick seines Geistes. hat, und dass in Folge dessen die Göttliche Liebe
zugleich mit der Göttlichen Weisheit in allen und
jeden erschaffenen Subjekten ist; auch ist die Liebe
GOTTES WESEN, WELCHES IST DIE GÖTTLICHELIEBE das Wesen, das nicht nur alles bildet, sondern es auch
UND WEISHEIT. vereinigt und verbindet, und so das Gebildete im
36. Wir haben unterschieden zwischen dem Sein Zusammenhang hält. Dies kann durch unzählige
Gottes und dem Wesen Gottes, weil zwischen der Dinge in der Welt veranschaulicht werden; wie z.B.
Unendlichkeit Gottes und der Liebe Gottes; und die durch die Wärme und das Licht aus der Sonne, welche
Unendlichkeit auf das Sein Gottes, die Liebe aber auf die zwei Wesenheiten sind, welche überall
das Wesen Gottes bezogen wird; denn das Sein Gottes vorherrschen und auf der Erde vorhanden sind, durch
ist, wie schon oben gesagt worden, umfassender welche Alles und Jedes auf der Erde entsteht und
[universalius], als das Wesen Gottes, und ebenso die besteht; diese sind auf der Erde vorhanden, weil sie
Unendlichkeit umfassender als die Liebe Gottes; der Göttlichen Liebe und der Göttlichen Weisheit
weshalb auch „unendlich“ als ein Bestimmungswort entsprechen; denn die Wärme, welche aus der Sonne
für die Wesentheile und Eigenschaften Gottes der geistigen Welt hervorgeht, ist ihrem Wesen nach
gebraucht wird, welche alle „unendlich“ heissen; wie Liebe, und das Licht von daher ist seinem Wesen nach
man denn von der göttlichen Liebe sagt, sie sei Weisheit. Sie können auch veranschaulicht werden
unendlich, von der göttlichen Weisheit, sie sei durch zwei Wesentheile, welche überall [beim
unendlich, und von der göttlichen Macht in gleicher Menschen] vorherrschen und durch welche die
Weise; nicht als wäre das Sein Gottes früher da menschlichen Gemüther entstehen und bestehen,
gewesen, sondern weil es in das Wesen eindringt, als nämlich durch den Willen und den Verstand; denn aus
ein damit zusammenhängender, bestimmender, diesen beiden besteht eines Jeglichen Gemüth, und
bildender und zugleich erhebender Bestandtheil. diese beiden sind und wirken in Allem und Jedem
Allein dieser Theil des vorliegenden Kapitels muss, desselben; die Ursache ist, weil der Wille der Behälter
wie die früheren, in folgende Abschnitte zerlegt und Wohnsitz der Liebe und der Verstand in gleicher
werden: Weise derjenige der Weisheit ist; weshalb diese beiden
I. Die Liebe selbst und die Weisheit selbst ist Gott, der Göttlichen Liebe und der Göttlichen Weisheit, aus
und diese beiden machen sein Wesen aus. welchen sie ursprünglich ihr Dasein haben,
II. Das Gute selbst und das Wahre selbst ist Gott, entsprechen. Noch weiter kann dasselbe
weil das Gute Angehör der Liebe und das Wahre veranschaulicht werden durch die zwei Wesentheile,
Angehör der Weisheit ist. welche überall in den menschlichen Körpern
III. Die Liebe selbst und die Weisheit selbst sind das vorherrschen und wodurch dieselben entstehen und
Leben selbst, welches das Leben in sich ist. bestehen, nämlich durch das Herz und die Lunge, oder
die Zusammenziehung und Erweiterung des Herzens

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und das Athmen der Lunge: dass diese beiden in der Liebthätigkeit ist, macht, dass das Angenehme
Allem und Jedem derselben wirksam sind, ist Gutes heisst; und das Anmuthige der Weisheit,
bekannt; die Ursache ist, weil das Herz der Liebe welches auch das Anmuthige des Glaubens ist, macht,
entspricht und die Lunge der Weisheit, welche dass die Wahrheiten Wahrheiten heissen; denn das
Entsprechung in der zu Amsterdam herausgegebenen Angenehme und Anmuthige macht ihr Leben aus;
‚Engelweisheit, betreffend die Göttliche Liebe und ohne das Leben aus ihnen ist das gute und Wahre wie
Weisheit‘, vollständig nachgewiesen worden ist. Dass unbeseelt, und ist auch unfruchtbar. Allein das
die Liebe wie der Bräutigam und Gatte alle Formen Angenehme der Liebe ist von gedoppelter Art, ebenso
hervorbringt oder erzeugt, jedoch durch die Weisheit das Anmuthige, das als dasjenige der Weisheit
als Braut und Gattin, kann durch Unzähliges in beiden erscheint; nämlich Angenehmes der Liebe zum Guten
Welten, der geistigen und natürlichen, unwiderleglich und Angenehmes der Liebe zum bösen, und daraus
dargethan werden: es soll nur dies erwähnt werden, Anmuthiges des Glaubens an Wahres und Anmuthiges
dass der gesammte Engelshimmel in seine Form des Glaubens an Falsches; jene zweierlei Arten des
gebracht und in ihr zusammengehalten wird aus der Angenehmen heissen in den Trägern, in welchen sie
Göttlichen Liebe durch die Göttliche Weisheit. sind, in Folge des Gefühls derselben Gutes, und diese
Diejenigen, welche die Schöpfung der Welt zweierlei Arten des Anmuthiges des Glaubens heissen
anderswoher als aus der Göttlichen Liebe durch die in Folge der Wahrnehmung derselben auch Gutes;
Göttliche Weisheit ableiten und nicht wissen, dass weil sie aber im Verstande sind, so sind sie nachts
jene beiden das Göttliche Wesen ausmachen, steigen Anderes als Wahres, obgleich sie einander
von dem Sehen der Vernunft herab zum Sehen des entgegengesetzt sind und das Gute der einen Liebe
Auges und küssen die Natur als Schöpferin des gutes und das der andern Liebe Böses ist, und dann
Weltalls und empfangen von daher Chimären und auch das Wahre des einen Glaubens Wahres und das
gebären Gespenster; sie ersinnen Trugschlüsse, des andern Glaubens Falsches ist. Aber die Liebe,
vernünfteln aus ihnen und brüten Eier aus, in welchen deren Angenehmes wesentlich Gutes ist, ist wie die
sich Nachtvögel befinden; solche können nicht befruchtende und belebende Sonnenwärme, welche auf
Gemüther genannt werden, sondern Augen und Ohren den fruchtbaren boden, auf die nutzbaren Bäume und
ohne Verstand, oder Gedanken ohne Seele; sie reden auf die Saaten einwirkt; und wo sie einwirkt, da
von den Farben, als entständen sie ohne Licht; von entsteht eine Art von Paradies, ein Garten Jehovah‘s,
der Entstehung der Bäume, als erfolgte sie ohne und gleichsam ein Land Kanaan; und das Anmuthige
Samen, und von allen Dingen der Welt, als wären sie des Wahren ist wie das Licht aus der Sonne zur Zeit
ohne Sonne entstanden, indem sie das Abgeleitete des Frühlings und wie das Licht, das in ein
zum Ursprünglichen und das Verursachte zur Ursache Krystallgefäss einfliesst, in dem schöne Blumen sind
machen, und so alles in‘s Entgegengesetzte verkehren, und bei dessen Oeffnung Wohlgerüche hervorduften;
und die Wachposten der Vernunft einschläfern, und so wogegen das Angenehme der Liebe zum Bösen wie
Träume sehen. die austrocknende und ertödtende Sonnenwärme ist,
welche in unfruchtbaren Boden und in schädliche
Bäume z.B. Stachelgewächse und Dornsträuche
38. II. GOTT IST DAS GUTE SELBST UND DAS WAHRE einwirkt, und wo sie wirkt, da entsteht eine arabische
SELBST, WEIL DAS GUTE ANGEHÖR DER LIEBE UND Wüste, in der Schlangen, Hydern und Drachen hausen;
DAS WAHRE ANGEHÖR DER WEISHEIT IST. und das Anmuthige ihrs Falschen ist wie das Licht
aus der Sonne zur Zeit des Winters und wie das Licht,
Es ist allgemein bekannt, dass alles eine Beziehung das in einen Schlauch einfliesst, in dem Würmer, die
auf das gute und Wahre at; ein Anzeichen, dass alles im Essig schwimmen, und kriechende Thiere von
aus der Liebe und Weisheit entstanden ist; denn alles, widerlicher Ausdünstung sind. Man muss wissen,
was aus der Liebe hervorgeht, heisst Gutes, weil dass alles Gute sich durch die Wahrheiten gestaltet
dieses gefühlt wird und das Angenehme, durch das die und auch durch sie sich bekleidet, und so sich von
Liebe sich offenbart, für einen Jeden sein Gutes ist; anderem Guten unterscheidet; desgleichen auch, dass
alles das aber, was aus der Weisheit hervorgeht, heisst das Gute von Einer Sippschaft sich in Bündel
Wahres, weil die Weisheit nur aus Wahrheiten besteht verknüpft und zugleich diese umhüllt, und so sich
und sie ihre Gegenstände mit dem Anmuthigen des von anderem unterscheidet. Dass in dieser Weise
Lichtes afficirt, und dieses Anmuthige, wenn es Bildungen entstehen, stellt sich in Allem und Jedem
empfunden wird, Wahres aus Gutem ist; daher die im menschlichen Körper heraus; dass Aehnliches im
Liebe der Inbegriff aller Arten von Gutem und die menschlichen Gemüthe vorgeht, ergibt sich daraus,
Weisheit der Inbegriff aller Wahrheiten ist; allein diese dass eine fortlaufende Entsprechung Statt hat zwischen
beiden sind von Gott, welcher die Liebe selbst und allen Theilen des Geistes und allen Theilen des
somit das Gute selbst, und die Weisheit selbst und Körpers: woraus folgt, dass das menschliche Gemüth
somit das Wahre selbst ist. Daher kommt es, dass in inwendig aus geistigen Substanzen und auswendig aus
der Kirche zwei wesentliche Stücke sind, welche die natürlichen Substanzen und zuletzt aus materiellen
Liebthätigkeit und der glaube heissen, aus welchen organisirt ist; dasjenige Gemüth, bei dem das
Alles und Jedes in ihr besteht und welche in Allem Angenehme der Liebe das Gute ist, inwendig aus
und Jedem derselben sein müssen; der Grund ist, weil geistigen Substanzen, wie sie im Himmel sind,
alles Gute der Kirche Angehör der Liebthätigkeit ist dasjenige Gemüth hingegen, dessen Angenehmes das
und Liebthätigkeit heisst, und alle ihre Wahrheiten Böse ist, inwendig aus geistigen Substanzen, wie sie
Angehör des Glaubens sind und Glaube heissen: das in der Hölle sind. Das Böse des letztern wird in
Angenehme der Liebe, welches auch das Angenehme Bündel zusammengebunden durch Falsches, und das

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Gute des erstern in Bündel durch Wahrheiten; und erleuchtet, so auch belebt; und dass mithin, weil
weil solches Zusammenbündeln des Guten und des Licht, Leben und Weisheit eines sind, die Weisheit
Bösen Statt hat, darum sagt der Herr, dass das nicht erschaffbar ist, und ebenso auch nicht der
Unkraut in Bündel gesammelt werden solle zum Glaube, noch das Wahre, noch die Liebe, noch die
Verbrennen, und ebenso die Aergernisse. Matth. Liebthätigkeit, noch das Gute, sondern dass die sie
13,30.40.41; Joh. 15,6. aufnehmenden Formen erschaffen worden sind; die
menschlichen und engelischen Gemüther sind diese
Formen. Hüte sich also Jeder, sich zu
39. III. GOTT, WEIL ER DIE LIEBE SELBST UND DIE bereden, dass er aus sich lebe und aus sich weise sei,
WEISHEIT SELBST IST, IST DAS LEBEN SELBST, glaube, liebe, das Wahre inne werde und das Gute
WELCHES DAS LEBEN IN SICH IST. wolle und thue. Denn in wie weit er sich dieses
Es heisst bei Johannes: „Das Wort war bei Gott, und einredet, in so weit wirft er sein Gemüth vom
Gott war das Wort, in ihm war das Leben, und das Himmel auf die Erde herab und wird aus einem
Leben war das Licht der Menschen,“ Kap. 1,1.4; unter geistigen Menschen ein natürlicher, sinnlicher und
Gott wird hier die Göttliche Liebe und unter dem fleischlicher; denn er verschliesst die obern Regionen
Wort die Göttliche Weisheit verstanden; und die seines Gemüthes; und in Folge dessen wird er in
Göttliche Weisheit ist im eigentlichen Sinne das Rücksicht auf alles, was Gott, was den Himmel und
Leben, und das Leben ist im eigentlichen Sinne das was die Kirche betrifft, blind, und dann geht alles,
Licht, das hervorgeht aus der Sonne der geistigen was er etwa darüber denkt, urtheilt und spricht, in
Welt, in deren Mitte Jehovah Gott ist; die Göttliche Thorheit vor sich, weil in der Finsternis, und er
Liebe bildet das Leben, wie das Feuer das Licht versenkt sich zugleich in die Zuversicht, dass dies
bildet. Im Feuer ist zweierlei: die Brennkraft und Weisheit sei; denn wenn die obern Regionen des
der Glanz; aus seiner Brennkraft geht die Wärme Gemüths verschlossen sind, in welchen das wahre
hervor und aus seinem Glanze geht das Licht hervor; Licht des Lebens wohnt, so öffnet sich die Region des
in gleicher Weise gibt es auch zweierlei in der Liebe; Gemüths unterhalb derselben, in welche nur Licht der
das Eine, dem die Brennkraft des Feuers entspricht, Welt eingelassen wird, und dieses Licht ist, wenn
ist etwas den Willen des Menschen inwendigst getrennt von dem Lichte der obern Regionen, ein
Anregendes, und das Andere, dem der Glanz des Irrlicht, in welchem das Falsche als Wahres und das
Feuers entspricht, ist etwas den Verstand des Wahre als Falsches erscheint, und das Vernünfteln aus
Menschen inwendigst Anregendes; daraus kommt dem Falschem als Weisheit, und [die Schlüsse] aus
Menschen Liebe und Einsicht; denn, wie schon einige Wahrem als Unsinn, und dann glaubt ein Solcher den
Mal gesagt worden ist, aus der Sonne der geistigen Scharfblick des Adlers zu haben, obgleich er von den
Welt geht Wärme hervor, die ihrem Wesen nach Liebe Dingen der Weisheit nicht mehr sieht, als die
ist, und Licht, das seinem Wesen nach Weisheit ist. Fledermaus beim Tageslicht.
Diese zwei fliessen in Alles und Jedes des Weltalls
ein und regen es in seinem Inwendigsten an, und bei
den Menschen fliessen sie in ihren Willen und 41. IV. DIE LIEBE UND DIE WEISHEIT MACHEN IN
Verstand, welche beide zu Aufnahmsgefässen des GOTT EINS AUS.
Einflusses geschaffen sind, der Wille zum Jeder Weise in der Kirche weiss, dass alles Gute der
Aufnahmsgefäss der Liebe, und der Verstand zum Liebe und Liebthätigkeit von Gott ist, und ebenso
Aufnahmsgefäss der Weisheit. Daraus erhellt, dass das alles Wahre der Weisheit und des Glaubens; dass dem
Leben des Menschen im Verstand wohnt und dass so ist, kann auch die menschliche Vernunft sehen,
letzterer so beschaffen ist, wie seine Weisheit, und sobald sie nur weiss, dass die Liebe und die Weisheit
dass die Liebe des Willens dieselbe verändert. ihren Ursprung in der Sonne der geistigen Welt haben,
in deren Mitte Jehovah Gott ist, oder was dasselbe ist,
40. Bei Johannes liest man auch: „Wie der Vater das dass sie denselben haben von Jehovah Gott durch die
Leben in Sich selbst hat, so hat Er auch dem Sohn Sonne, die rings um Ihn her ist; denn die aus dieser
gegeben, das Leben in sich selbst zu haben,“ Kap Sonne hervorgehende Wärme ist ihrem Wesen nach
5,26., worunter verstanden wird, dass gleichwie das Liebe, und das aus ihr hervorgehende Licht ist seinem
Göttliche Selbst, das von Ewigkeit war, in Sich lebt, Wesen nach Liebe, und das aus ihr hervorgehende
so auch das Menschliche, das es in der Zeit Licht ist seinem Wesen nach Weisheit; daraus aber
angenommen, in Sich lebt; das Leben in sich ist das ersieht man wie am hellen Tage, dass die Liebe und
eigentliche und einzige Leben, aus dem alle Engel und die Weisheit in diesem ihrem Ursprung, somit in
Menschenleben. Die menschliche Vernunft kann dies Gott, in welchem der Ursprung der Sonne ist, Eines
an dem Lichte sehen, das aus der Sonne der sind. Es lässt sich dies auch verdeutlichen an der
natürlichen Welt hervorgeht; [sie kann sehen,] dass Sonne der natürlichen Welt, welche reines Feuer ist,
dieses nicht geschaffen werden konnte, sondern das sofern nämlich aus ihrer feurigen Substand Wärme
Formen erschaffen wurden, die es aufnehmen; denn hervorgeht, und aus dem Glanze derselben Licht und
die Augen sind die aufnehmenden Formen desselben, so beide in ihrem Ursprung eines sind. Dass sie aber
und das einfliessende Licht aus der Sonne macht, dass im Fortgang getheilt werden, zeigt sich an den
sie sehen. Ebenso verhält es sich mit dem Leben, Subjekten, von welchen einige mehr Wärme, und
welches, wie gesagt, das aus der Sonne der geistigen andere mehr licht aufnehmen. Dies geschieht
Welt hervorgehende Licht ist, dass [nämlich] dieses besonders bei den Menschen; in diesen werden das
nicht erschaffbar ist, sondern fortwährend einfliesst Licht des Lebens, welches Einsicht ist, und die
und den Verstand des Menschen, wie es ihn Wärme des Lebens, welche Liebe ist, getheilt, und

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dies geschieht darum, weil der Mensch umgebildet den Menschen nach und nach geöffnet; die unterste
und wiedergeboren werden soll, und dies nicht Region, in welcher das Leben im geringsten Grad ist,
möglich ist, wofern nicht das Licht des Lebens, von der Kindheit bis zum Knabenalter, und dies
welches Einsicht ist, lehrt, was man wollen und geschieht durch Kenntnisse; die zweite Region, wo
lieben soll. Man muss jedoch wissen, dass Gott das Leben in höherem Grad ist, vom Knabenalter bis
unablässig auf die Verbindung der Liebe und Weisheit zum Jünglingsalter, und dies geschieht durch das
bei dem Menschen hinwirkt, der Mensch hingegen, Denken aus den Kenntnissen, und die oberste Region,
wenn er nicht zu Gott aufsieht und an ihn glaubt wo das Leben im höchsten Grad ist, von dem
fortwährend auf die Theilung hinarbeitet; in wie weit Jünglingsalter bis zum Mannesalter und weiter fort,
daher jene beiden, das Gute der Liebe oder und dies geschieht durch das Innewerden der
Liebthätigkeit und das Wahre der Weisheit oder des moralischen und geistigen Wahrheiten. Ferner ist
Glaubens bei dem Menschen verbunden werden, in so zu bemerken, dass die Vervollkommnung des Lebens
weit wird der Mensch ein Ebenbild Gottes, und wird nicht im Denken besteht, sondern im Innewerden des
erhoben zum Himmel und in den Himmel, wo die Wahren aus dem Lichte des Wahren; die
Engel sind; und umgekehrt, in wie weit jene beiden Lebensverschiedenheiten bei den Menschen lassen sich
von dem Menschen getheilt werden, in so weit wird hieraus abnehmen; denn es gibt solche, die, sobald sie
der Mensch ein Bild Luzifers und des Drachen, und das Wahre hören, sogleich inne werden, dass es wahr
wird vom Himmel auf die Erde herabgeworfen und ist; diese werden in der geistigen Welt durch Adler
hernach unter die Erde in die Hölle. In Folge vorgebildet; es gibt solche, die das Wahre nicht inne
der Verbindung jener beiden wird der Zustand des werden, sondern es erschliessen aus Begründungen
Menschen wieder Zustand des Baumes zur Zeit des durch Scheinbarkeiten; diese werden durch Singvögel
Frühlings, wenn die Wärme sich in gleichem Mass vorgebildet; es gibt solche, die etwas für wahr halten,
mit dem Licht verbindet, was dann sein Ausschlagen, weil es von einem Mann von Ansehen vorgesprochen
Blühen und Fruchtbringen bewirkt; umgekehrt worden ist; diese werden durch Elstern vorgebildet.
hingegen wird in Folge der Theilung jener Beiden der Ausserdem gibt es auch solche, die das Wahre nicht
Zustand des Menschen wie der Zustand des Baumes inne werden wollen, und dann auch solche, die es
zur Zeit des Winters, wenn die Wärme sich vom nicht inne werden können, sondern nur das Falsche
Lichte zurückzieht, wodurch er dann von allen und dies darum, weil sie in einem Irrlichte sind, in
Blättern und allem Laubwerk entblösst und kahl welchem Lichte das Falsche als Wahres, und das
wird. Wenn die geistige Wärme, welche Liebe ist, Wahre entweder als etwas über dem Haupt in dichter
sich trennt von dem geistigen Licht, welches Weisheit Wolke Verborgenes, oder als eine Lufterscheinung,
ist, oder, was dasselbe ist, die Liebthätigkeit vom oder als Falsches erscheint; die Gedanken Solcher
Glauben [sich trennt], so wird der Mensch wie ein werden durch Nachtvögel und ihre Reden durch
sauer oder faul werdender boden, in welchem Würmer Eulengeschrei vorgebildet; denjenigen unter ihnen,
entstehen, und wo, wenn er Sträucher hervorbringt, welche sich in ihrem Falschen bestärkt haben, ist es
dessen Blätter mit Läusen angefüllt und verzehrt unerträglich, das Wahre zu hören, und sobald etwas
werden; denn die Lockungen der Liebe zum Bösen, Wahres an der Mündung ihres Ohres anklopft, stossen
welche in sich Begierden sind, brechen hervor, und sie es aus Abneigung zurück, fast ebenso, wie der mit
die Einsicht zähmt und zügelt sie nicht, sondern liebt Galligem angefüllte Magen die Speise in Folge von
sie, zieht sie gross und ernährt sie: mit Einem Wort, Uebelkeit wieder von sich gibt.
die Liebe und die Weisheit, oder die Liebthätigkeit
und den Glauben trennen, welche beide Gott
fortwährend zu verbinden strebt, ist 43. V. DAS WESEN DER LIEBE IST, ANDEREAUSSER
vergleichungsweise eben so viel als das Angesicht der SICH ZULIEBEN, EINS MIT IHNEN SEIN UND SIE AUS
Röthe berauben, wodurch dann Blässe wie die eines SICH BEGLÜCKEN ZU WOLLEN.
Todten entsteht, oder das Weisse von dem Roth Es gibt zweierlei Dinge, welche das Wesen Gottes
wegnehmen, wodurch dann das Angesicht wie eine ausmachen, die Liebe und die Weisheit; allein drei
angezündete Fackel wird. Auch ist es, wie wenn man Dinge sind es, welche das Wesen Seiner Liebe
das eheliche Band zwischen Zweien auflöst und ausmachen: andere ausser sich lieben, eins mit ihnen
macht, dass das Weib zur Buhlerin, und der Mann sein, und sie aus sich beglücken wollen; dieselben
zum Ehebrecher wird; denn die Liebe oder drei Dinge machen auch das Wesen Seiner Weisheit
Liebthätigkeit ist wie der Gatte, und die Weisheit oder aus, weil, wie oben gezeigt worden ist, die Liebe und
der Glaube ist wie die Gattin, und wenn diese beiden die Weisheit in Gott eins ausmachen, die Liebe aber
getrennt werden, so entsteht eine geistige Buhlerei jene Dinge will, und die Weisheit sie hervorbringt.
und Hurerei, welche Verfälschung des Wahren und Das erste Wesentliche, welches ist, Andere ausser sich
Schändung des Guten sind. lieben, wird erkannt an der Liebe Gottes gegen das
ganze menschliche Geschlecht, und wegen desselben
42. Ueberdies muss man wissen, dass es drei Grade liebt Gott alle Dinge, die Er erschaffen hat, weil sie
der Liebe und Weisheit, und in Folge dessen drei Mittel sind; denn wer den Zweck liebt, liebt auch die
Grade des Lebens gibt, und dass das menschliche Mittel. Alle und Alles im Weltall sind ausserhalb
Gemüth nach diesen Graden wie in Regionen Gottes, weil sie endlich sind, und Gott der
abgetheilt ist, und dass das Leben sich in der obersten Unendliche ist; die Liebe Gottes verbreitet und
Region im höchsten Grad, in der zweiten Region im erstreckt sich nicht blos über die Guten und das Gute,
geringeren Grade, und in der untersten Region im sondern auch über die Bösen und das Böse, mithin
geringsten Grade befindet. Diese Regionen werden bei nicht blos über diejenigen und über dasjenige, was in

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der Hölle ist, also nicht blos über Michael und dem Freunde die besseren Stücke, küsst ihn, fast seine
Gabriel, sondern auch über den Teufel und Satan, Hand und drückt sie, und sagt ihm seine besten
denn Gott ist überall und von Ewigkeit zu Ewigkeit Dienste zu. Die Erscheinungen der Sympathie und das
derselbe; Er sagt auch, dass Er Seine Sonne aufgehen Streben der gleichartigen und ähnlichen Dinge nach
lasse über Gute und Böse, und Regen sende über Verbindung haben nirgend anderswoher ihren
Gerechte und Ungerechte, Matth. 5,45; dass aber Ursprung. Eben jene göttliche Sphäre wirkt auch in
gleichwohl die Bösen böse sind, und das Böse böse Unbeseeltes, wie in bäume und Kräuter ein, allein
ist, liegt in den Trägern und Gegenständen selbst, mittelst der Weltsonne und deren Wärme und Licht;
sofern sie Gottes Liebe nicht so, wie sie ist, und dem denn die Wärme dringt von aussen in sie ein, und
Innersten innewohnt, aufnehmen, sondern so wie sie verbindet sich mit ihnen, und macht, dass sie treiben,
selbst sind, gerade wie es der Dornstrauch und die blühen und Frucht bringen; Erscheinungen, welche die
Brennessel mit der Wärme der Sonne und mit dem Stelle der Glückseligkeit bei den beseelten Wesen
Regen des Himmels machen. Das zweite Wesentliche vertreten; dies bewirkt jene Wärme, weil sie der
der Liebe Gottes, welches ist, eins mit ihnen sein geistigen Wärme entspricht, welche die Liebe ist. Von
wollen, wird auch erkannt an Seiner Verbindung mit dem Wirken dieser Liebe gibt es auch Vorbildungen
dem Engelshimmel, mit der Kirche auf Erden, mit in verschiedenen Gegenständen des Mineralreichs; das
Jeglichem in ihr, und mit allem Guten und Wahren, Typische desselben stellt sich dar in den Erhöhungen
das in den Menschen und in die Kirche eingeht und jener Dinge zur Nutzbarkeit und der damit gegebenen
sie ausmacht; auch ist die Liebe an sich betrachtet Kostbarkeit.
nichts anderes als Streben nach Verbindung; weshalb
denn, damit dieses Ziel, welches zum Wesen der 45. Aus der Beschreibung des Wesens der Göttlichen
Liebe gehört, erreicht würde, Gott den Menschen Liebe lässt sich ersehen, welcherlei das Wesen der
schuf zu Seinem Bild und Aehnlichkeit, womit eine teuflischen Liebe ist; man kann dieses aus dem
Verbindung geschehen kann. Dass die göttliche Gegensatze sehen; die teuflische Liebe ist die Liebe zu
Liebe fortwährend nach Verbindung strebt, erhellt aus sich, auch diese heisst Liebe, ist aber in sich
den Worten des Herrn, Er wolle, dass sie eins seien, betrachtet Hass; den sie liebt niemanden ausserhalb
Er in ihnen, und sie in Ihm, und dass die Liebe ihrer, noch will sie mit Andern verbundne werden, um
Gottes in ihnen sei, Joh. 17,21.22.23.26. Das dritte ihnen, sondern blos um sich wohlzuthun; sie trachtet
Wesendliche der Liebe Gottes, welches ist, Andere aus ihrem Innersten fortwährend darnach, über Alle zu
von sich aus beglücken, wird an dem ewigen Leben herrschen, und auch die Güter Aller zu besitzen, und
erkannt, welches Seligkeit, Segen und Glück ohne zuletzt wie Gott angebetet zu werden; und dies ist die
Ende ist, und die Gott denen gibt, die Seine Liebe in Ursache, warum die in der Hölle Gott nicht
sich aufnehmen; denn Gott ist, wie die Liebe selbst, anerkennen, sondern diejenigen als Götter, welche an
so auch die Seligkeit selbst, weil alle Liebe Macht über Andere hervorragen, also niedere und
Angenehmes von sich ausströmen lässt, und die höhere, oder kleinere und grössere Götter je nach der
göttliche Liebe das Selige, Segensvolle und Beglückte Ausdehnung der Gewalt, und weil dies Jeder dort im
selbst für alle Ewigkeit ist; auf solche Weise beseligt Herzen trägt, so brennt er auch von Hass gegen seinen
Gott die Engel, und die Menschen nach dem Tode Gott, und dieser gegen diejenigen, die unter seiner
von Sich aus, und dies geschieht durch die Herrschgewalt stehen, und sieht sie als verächtliche
Verbindung mit Ihnen. Sklaven an, mit denen er zwar freundlich spricht, so
lange sie ihn anbeten, gegen die übrigen aber und
44. Dass die göttliche Liebe von der Art ist, erkennt inwendig oder in seinem Herzen selbst gegen
man an ihrer Sphäre, welche das Weltall durchdringt, Schützlinge wie mit Feuer wüthet; denn die
und Jeglichen gemäss seinem Zustand anregt; sie regt Selbstliebe ist ganz dasselbe mit der Liebe der
besonders die Eltern an, und daher kommt, dass sie Räuber, welche sich einander küssen, so lange sie auf
ihre Kinder, welche ausserhalb ihrer sind, zärtlich dem Raube sind, nachher aber von Begierde brennen,
lieben, dass sie eins mit ihnen sein, und dieselben aus die Genossen zu tödten, um auch ihre Beute zu
sich beglücken wollen: diese Sphäre der göttlichen rauben. Diese Liebe macht, das ihre Begierden in der
Liebe regt nicht nur die Guten, sondern auch die Hölle, wo sie herrscht, von Ferne wie verschiedene
bösen an, und nicht blos die Menschen, sondern auch Arten wilder Thiere erscheinen, einige wie Füchse und
die Säugethiere und die Vögel aller Art. Worauf Panther, einige wie Wölfe und Tiger, und einige wie
anders denkt die Mutter, wenn sie ihr Kind geboren Krokodile und giftige Schlangen; und dass die
hat, als mit ihm gleichsam sich zu vereinigen, und für Wüsten, in welchen sie leben, aus nichts als
sein Wohl zu sorgen? worauf anders der Vogel, wenn Steinhaufen, oder aus blossem Kies bestehen, mit
er die Jungen aus den Eiern ausgebrütet hat, als sie untermischten Sümpfen, in welchen Frösche quaken;
unter seinen Flügeln zu wärmen, und durch Küsse und dass über ihren Hüten Klagevögel fliegen und
Speise in ihre Kehlen zu bringen? Dass auch die krächzen; die Ochim, Zijim und Jjim, welche in den
Schlangen und Nattern ihre Brut lieben, ist bekannt. prophetischen Theilen des Wortes, wo von der
Diese allgemein durchwaltende Sphäre regt besonders Herrschsucht und Selbstliebe die Rede ist, genannt
diejenigen an, welche jene Liebe Gottes in sich werden, sind nichts anderes, Jes. 13,21; Jer. 50,39;
aufnehmen, und dies sind die, welche an Gott Psalm 74,14.
glauben, und den Nächsten lieben; die Liebthätigkeit
ist bei ihnen das Ebenbild jener Liebe. Auch die
Freundschaft zwischen Nicht-Guten nimmt den Schein 46. VI. DIESE F ORDERUNGEN DER GÖTTLICHEN
jener Liebe an; denn der Freund gibt an seinem Tische LIEBE WAREN DIE URSACHE DER S CHÖPFUNG DES

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WELTALLS UND SIND AUCH DIE URSACHE SEINER andere aus dem südlichen Himmel war; als diese
ERHALTUNG. bemerkten, dass ich über die Geheimnisse der
Dass jene drei Wesentheile der Göttlichen Liebe die Weisheit betreffend die Liebe nachdachte, fragten sie:
Ursache der Schöpfung waren, kann man ersehen, „Weisst du etwas von den Schulen der Weisheit in
wenn man sie durchgeht und untersucht. Dass unserer Welt?“ Ich antwortete: Noch nicht! und sie
jenes Erste nämlich andere ausser sich lieben, Ursache sagten: Es gibt deren mehrere, und die, welche die
war, zeigt sich an dem Weltall, sofern es ausserhalb Wahrheiten aus geistiger Neigung lieben, oder die
Gottes ist, wie die Welt ausserhalb der Sonne ist, und Wahrheiten lieben, weil sie Wahrheiten sind, und weil
[dasjenige ist,] über das Er Seine Liebe verbreiten, durch sie Weisheit kommt, treten auf ein gegebenes
und in dem Er sie üben, und so ruhen kann; man liest Zeichen zusammen, und besprechen sich, und fassen
auch, dass Gott, nachdem Er Himmel und Erde Beschlüsse über Gegenstände tieferer Forschung.
geschaffen hatte, geruht habe, und von daher der Sie nahmen mich hierauf bei der Hand, und sagten:
Ruhetag eingesetzt worden sei, 2.Mose 2,2.3. „Folge uns, und du wirst sehen und hören; es ist
Dass das Zweite, nämlich eins mit ihnen sein wollen, heute das Zeichen zur Versammlung gegeben worden.“
Ursache war, ergibt sich aus der Schöpfung des Ich wurde nun über eine Ebene zu einem Hügel
Menschen zu Gottes Bild und Aehnlichkeit, unter hingeführt, und siehe, am Fusse des Hügels war ein
welchen verstanden wird, dass der Mensch zu einer die von oben bedeckter Gang von Palmen, der bis zur
Liebe und Weisheit von Gott aufnehmenden Form Spitze desselben hinauf sich fortsetzte; in diesen
gemacht worden sei, so dass also Gott Sich mit ihm gingen wir hinein, und stiegen hinan, und auf der
vereinigen kann, und um seinetwillen mit allen und Spitze oder dem Scheitel des Hügels zeigte sich ein
jeden Dingen des Weltalls, welche nichts anderes sind Lustwäldchen, zwischen dessen bäumen die
als Mittel; denn eine Verbindung mit der Endursache aufgeworfene Erde eine Art Schaubühne bildete,
ist auch eine Verbindung mit den Mittelursachen; dass innerhalb welcher eine mit vielfarbigen Steinplättchen
alle Dinge um des Menschen willen erschaffen worden belegte Ebene war; rings um diese herum im Quadrat
sind, erhellt auch aus dem Buche der Schöpfung oder waren Sitze angebracht, auf welchen die Liebhaber der
der Genesis Kap. 1,28.29.30. Dass das Dritte, Weisheit sassen; und in der Mitte der Schaubühne war
welches ist, sie aus sich beseligen, Ursache ist, stellt ein Tisch auf welchem ein versiegeltes Blatt Papier
sich an dem Engelshimmel heraus, sofern dieser für lag: die auf den Stühlen Sitzenden luden uns ein, auf
jeden Menschen, der die Liebe Gottes aufnimmt, den noch leeren Stühlen Platze zu nehmen, und ich
vorgesehen ist, und in ihm eine Beseligung Aller aus antwortete: ich bin von den beiden Engeln hieher
dem Alleinigen Gott Statt findet. Das jene drei geführt worden, um zu sehen und zu hören, und nicht
Wesentheile der Liebe Gottes auch die Ursache der um einen Sitz einzunehmen: Und nun gingen
Erhaltung des Weltalls sind, kommt daher, dass die die beiden Engel in die Mitte der Ebene zu dem
Erhaltung eine fortwährende Schöpfung ist, wie das Tische hin und lösten das Siegel des Papiers, und
Bestehen ein fortwährendes Entstehen ist; und die lasen den Sitzenden die auf das Blatt geschriebenen
göttliche Liebe von Ewigkeit zu Ewigkeit dieselbe ist, Geheimnisse der Weisheit vor, die sie nun besprechen
mithin so wie sie war im Erschaffen der Welt, so auch und entwickeln sollten; sie waren von Engeln des
ist und bleibt in der erschaffenen. dritten Himmels geschrieben, und auf den Tisch
herabgelassen worden; es waren drei Geheimnisse;
47. Hat man dies gehörig gefasst, so kann man daraus das Erste: „Was ist das Bild Gottes, und was die
ersehen, dass das Weltall ein vom Ersten bis zum Aehnlichkeit Gottes, zu welchen der Mensch
Letzten zusammenhängendes Werk ist, weil es ein erschaffen worden ist?“ das Zweite: „Warum wird
Werk ist, das die Endzwecke, die Ursachen und die der Mensch nicht in die Kenntnis irgend einer Liebe
Wirkungen in unauflöslichem Verband in sich geboren, da doch die [Säug=] Thiere und die Vögel,
schliesst; und weil in aller Liebe ein Endzweck ist, sowohl die edlen als die unedlen, in die Kenntnisse
[und] in aller Weisheit eine Beförderung des aller ihrer Triebe geboren werden?“ das
Endzwecks durch Mittelursachen ist, und durch diese Dritte: „Was bedeutet der Baum des Lebens, und was
zu Wirkungen, welche Nutzleistungen sind, so folgt der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, und
auch, dass das Weltall ein Werk ist, das die göttliche was das Essen von denselben?“ Darunter war
Liebe, die Göttliche Weisheit und die Nutzleistungen geschrieben: „Verbindet diese drei in Einen Spruch
in sich schliesst, und so ein vom Ersten bis zum und schreibet diesen auf ein neues Blatt, und leget
Letzten durchaus zusammenhängendes Werk ist. Dass dasselbe auf diesem Tische nieder, und wir werden
das Weltall aus fortlaufenden Nutzzwecken besteht, sehen; wenn der Spruch auf der Wagschale wagerecht
welche durch die Weisheit hervorgebracht und von der und richtig erscheint, so wird Jeden von euch ein
Liebe ausgegangen sind, kann jeder Weise wie im Preis der Weisheit gegeben werden.“ Nachdem
Spiegel erblicken, wenn er sich eine allgemeine Idee die beiden Engel dies gelesen, traten sie ab, und
von der Schöpfung erwirbt, und in ihr das Besondere wurden wieder in ihre Himmel erhoben. Und nun
unterbringt; denn das Besondere schmiegt sich seinem begannen die auf den Stühlen Sitzenden die ihnen
Allgemeinen an, und das Allgemeine bringt es in eine vorgelegten Geheimnisse zu untersuchen und zu
Form, dass sie zusammenstimmen; dass dem so ist, entwickeln, und sprachen der Reihe nach; zuerst die,
wird im Folgenden durch Mehreres beleuchtet werden. welche gegen Mitternacht, dann die, welche gegen
Abend, hernach die, welche gegen Mittag, und zuletzt
48. Diesem soll folgende Denkwürdigkeit beigefügt die, welche gegen Morgen sassen; und zwar nahmen
werden. Einst sprach ich mit zwei Engeln, sie den ersten Gegenstand der Erörterung vor, welcher
von welchem der eine aus dem östlichen Himmel, der war: „Was ist das Bild Gottes, und was die

29
Aehnlichkeit Gottes, zu welchen der Mensch Gott die Liebe selbst und die Weisheit selbst ist; die
geschaffen worden ist?“ zuvörderst wurden nun aus Aehnlichkeit oder der Anschein, dass die Liebe und
dem Buche der Schöpfung Allen die Worte Weisheit, oder das Gute und Wahre in dem Menschen
vorgelesen: „Gott sprach, lasst uns den Menschen in als sein eigen seien, macht, dass der Mensch Mensch
unser bild, nach unserer Aehnlichkeit; und Gott schuf ist, und dass Er mit Gott verbunden werden, und so
den Menschen in Sein bild, in das Bild Gottes schuf ewig leben kann; und daraus geht hervor, dass der
Er ihn“, 1.Mose 1,26.27. „An welchem Tage Gott den Mensch dadurch Mensch ist, dass er ganz wie von
Menschen schuf, machte Er ihn in die Aehnlichkeit sich das Gute wollen und das Wahre verstehen und
Gottes,“ 1.Mose 5,1. Die, welche gegen dennoch wissen und glauben kann, dass es von Gott
Mitternacht sassen, sprachen zuerst, und sagten: „Das ist; denn wie er dies weiss und glaubt, legt Gott Sein
Bild Gottes und die Aehnlichkeit Gottes sind die zwei Bild in dem Menschen an; anders wäre es, wenn er
Leben, welche dem Menschen von Gott eingehaucht glaubte, dass es von ihm und nicht von Gott sei.“
wurden, und welche das Leben des Willens und das Nachdem sie dies gesagt hatten, kam aus der Liebe zur
Leben des Verstandes sind, denn man liest: „Jehovah Wahrheit ein Eifer über sie, aus dem sie Folgendes
Gott hauchte in die Nase Adams die Seele der Leben, sagten: „Wie kann der Mensch etwas von Liebe und
und der Mensch ward zur lebendigen Seele,“ 1.Mose Weisheit in sich aufnehmen, und es festhalten, und
2,7; worunter verstanden zu werden scheint, dass ihm wieder hervorbringen, wenn er es nicht fühlt als das
der Wille des guten und das Innewerden des Wahren, Seinige, und wie kann es eine Verbindung mit Gott
und somit die Seele der Leben eingehaucht worden durch die Liebe und Weisheit geben, wenn nicht dem
sei; und weil das Leben von Gott ihm eingehaucht Menschen etwas Gegenseitiges der Verbindung
worden ist, so bedeutet das Bild und die Aehnlichkeit gegeben ist? denn ohne Gegenseitiges kann es keine
Gottes die Reinheit der Gesinnung aus der Liebe und Verbindung geben, und das Gegenseitige der
Weisheit, und aus der Gerechtigkeit und dem Gericht Verbindung ist, dass der Mensch Gott liebt, und das,
in ihm“ Diesen stimmten diejenigen bei, die gegen was Gottes ist, wie von sich thut, und doch glaubt,
Abend sassen, doch setzten sie noch hinzu, dass der dass es von Gott ist. Ferner, wie kann der Mensch
von Gott ihm eingehauchte Stand der Reinheit jedem ewig leben, wenn er nicht mit dem ewigen Gott
Menschen nach ihm beständig eingehaucht werde; verbunden ist; wie kann sonach der Mensch Mensch
dass er aber in dem Menschen wie in einem sein ohne diese Aehnlichkeit Gottes in ihm?“
Aufnahmsgefäss und der Mensch, je nachdem er ein Diesen Aussprüchen stimmten Alle bei, und sagten:
Aufnahmsgefäss ist, Bild und Aehnlichkeit Gottes „Daraus werden folgender Beschluss: Der Mensch ist
sei.“ Hierauf sagten die dritten in der Reihe, ein Aufnahmsgefäss Gottes, und das Aufnahmsgefäss
welche die waren, die gegen Mittag sassen: „Das Bild Gottes ist das Bild Gottes; und weil Gott die Liebe
Gottes und die Aehnlichkeit Gottes sind zwei selbst, und die Weisheit selbst ist, so ist der Mensch
verschiedene Dinge, die jedoch in dem Menschen von das Aufnahmsgefäss derselben; und das
der Schöpfung her vereinigt sind; und wir sehen, wie Aufnahmsgefäss wird ein Ebenbild Gottes dadurch,
aus einem inwendigeren Lichte, dass der Mensch das dass er in sich fühlt, dass das, was von Gott ist, in
Bild Gottes verlieren kann, nicht aber die ihm wie das Seinige ist, dennoch aber wird er aus
Aehnlichkeit Gottes; dies lässt sich, wie durch ein dieser Aehnlichkeit nur in so weit ein Ebenbild
Gitter, daraus ersehen, dass Adam die Aehnlichkeit Gottes, als er anerkennt, dass die Liebe und Weisheit,
Gottes behielt, nachdem Er das Ebenbild Gottes oder das Gute und Wahre in ihm nicht sein eigen, und
verloren hatte, denn man liest nach der Verfluchung daher auch nicht von ihm, sondern allein in Gott, und
noch: „Siehe, der Mensch ist geworden wie Einer von daher auch von Gott sind.“ Nach diesem nahmen sie
uns, wissend Gutes und Böses,“ 1.Mose 3,2; und den andern Gegenstand der Erörterung vor: „Warum
nachher wird er eine Aehnlichkeit Gottes genannt, und wird der Mensch nicht geboren in die Kenntnis irgend
nicht ein Bild Gottes, 1.Mose 5,1. Doch überlassen einer Liebe, während doch die [Säug=] Thiere und die
wir es unsern Mitgenossen, die gegen Morgen sitzen, Vögel, sowohl die edlen als die unedlen, in die
und daher in einem höheren Lichte sind, zu sagen, Kenntnisse aller ihrer Triebe geboren werden?“ Sie
was eigentlich das Bild Gottes, und was eigentlich die begründeten zuerst die Wahrheit dieses Satzes durch
Aehnlichkeit Gottes sei;“ und nun, nachdem es stille allerlei, als z.B. von dem Menschen, dass er in keine
geworden war, erhoben sich die gegen Morgen Kenntnis geboren wird, nicht einmal in die Kenntnis
Sitzenden von ihren Stühlen, und blickten auf zum der ehelichen Liebe; und sie erfuhren auf Befragen von
Herrn, und liessen sich wieder auf ihre Stühle nieder, den Forschern, dass das Kind nicht einmal aus
und sprachen: „Das Bild Gottes ist das angeborenem Wissen die Brust der Mutter kenne,
Aufnahmsgefäss Gottes, und weil Gott die Liebe sondern sie von der Mutter oder der Säugamme durch
selbst und die Weisheit selbst ist, so ist das Bild Anlegung kennenlerne; und dass es nur zu saugen
Gottes das Aufnahmsgefäss der Liebe und Weisheit wisse, und auch dies nur von dem beständigem
von Gott in ihm; die Aehnlichkeit Gottes aber ist die Saugen im Mutterleibe her habe;, auch das es nachher
vollkommene Aehnlichkeit und der völlige Anschein, nicht zu gehen, noch den Ton zu irgend einer
als ob die Liebe und Weisheit in dem Menschen, und menschlichen Stimme zu artikuliren wisse; ja auch
somit gänzlich sein eigen wären; denn der Mensch nicht die Gefühle einer Liebe durch den ton zu
empfindet nicht anders, als dass Er von sich liebe, erkennen zu geben wie die Thiere; und weiter, dass es
und von sich weise sei, oder dass Er das Gute wolle keine ihm zuträgliche Nahrung kenne, wie die Thiere,
und das Wahre verstehe von sich, während doch gar sondern das ihm Aufstossende sei es rein unrein,
nichts von ihm, sondern [alles] von Gott ist. Gott ergreife, und in den Mund bringe. Die Forscher
allein liebt von sich, und ist weise von sich, weil sagten, dass der Mensch ohne Unterricht ganz und gar

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nichts wisse von der Art und Weise, das Geschlecht denn die angebornen Kenntnisse und Triebe einer
zu lieben, ja nicht einmal die Jungfrauen und Liebe setzen jenem Fortschreiten Grenzen, hingegen
Jünglinge ohne Belehrung von Andern; mit einem die angebornen Fähigkeiten und Hinneigung setzen
Wort, der Mensch wird körperlich geboren wie der keine Grenzen [nihil finiunt]; daher der Mensch in
Wurm, und bleibt körperlich, wofern er nicht von Wissenschaft, Einsicht und Weisheit in Ewigkeit fort
Andern zu wissen, zu verstehen und weise zu sein vervollkommnet werden kann. Nun kam die
lernt. Nach diesem bewiesen sie, dass die Thiere, Reihe an die Südlichen, und sie gaben ihren
sowohl die edlen als die unedlen, als die Thiere der Ausspruch ab, und sagen, dass dem Menschen
Erde, die Vögel des Himmels, die kriechenden Thiere, unmöglich sei, irgend ein Wissen aus sich selbst zu
die Fische, die Würmchen, die man Insekten nennt, in nehmen, sondern dass er es von Andern nehmen
alle Kenntnisse der Triebe ihres Lebens geboren müsse, weil ihm keine Kenntnis angeboren ist, und
werden, als z.B. in alles, was zur ihrer Ernährung, in weil er kein Wissen aus sich selbst nehmen kann, so
alles, was zu ihrer Wohnung, in alles, was zur kann er auch keinerlei Liebe aus sich nehmen, da ja,
Geschlechtsliebe und zur Fortpflanzung, und in alles, wo kein Wissen ist, auch keine Liebe ist; das Wissen
was zum Aufziehen ihrer Jungen gehört. Dies und die Liebe sind unzertrennliche Gefährten, und
begründeten sie durch die Wunderdinge, die sie sich können eben so wenig getrennt werden, als Wille und
in‘s Gedächtnis zurückriefen aus dem, was sie Verstand, oder Neigung und Gedanke, ja eben so
gesehen, gehört und gelesen hatten in der natürlichen wenig, als Wesen und Form; so wie daher der Mensch
Welt, in der sie früher gelebt hatten, und in der es das Wissen von Andern hernimmt, so gesellt sich
nicht vorbildende Thiere, sondern wirkliche Thiere diesem auch eine Liebe als sein Gefährte bei; die
gibt. Nachdem die Wahrheit des Satzes also dargethan durchwaltende Liebe, welche sich beigesellt, ist die
war, schickten sie sich an, die Ursachen zu erforschen Liebe, zu wissen und hernach zu verstehen und weise
und aufzufinden, durch welche sie dieses Geheimnis zu sein; diese Liebesarten gehören nur dem Menschen
enthüllen und entdecken könnten; und alle sagen, und keinem Thier an, und fliessen von Gott ein. Wir
diese Dinge müssen nothwendig von der göttlichen kommen mit unsern Genossen vom Westen darin
Weisheit herkommen, damit der Mensch Mensch und überein, dass der Mensch nicht mit irgend einer Liebe
das Thier Thier sei; und dass so die und somit auch nicht mit irgend einem Wissen
Unvollkommenheit der Geburt des Menschen seine geboren wird, sondern allein mit einer Hinneigung
Vollkommenheit sei, und die Vollkommenheit der zum lieben, und in Folge dessen mit dem Vermögen,
Geburt des Thieres seine Unvollkommenheit sei. Kenntnisse ins ich aufzunehmen, nicht von sich,
Hierauf begannen die Nördlichen zuerst ihre Ansicht sondern von Andern her, das ist, durch Andere; durch
zu eröffnen, und sagten, der Mensch werde geboren Andere, sagen wir, weil auch diese kein Wissen von
ohne Kenntnisse, damit er alle aufnehmen könne; sich selbst her in sich aufgenommen haben, sondern
würde er aber mit Kenntnissen geboren, so könnte er ursprünglich von Gott. Wir stimmen auch mit unsern
ausser denen, mit welchen er geboren worden, keine in Genossen vom Norden darin überein, dass der
sich aufnehmen, und könnte sich dann auch keine neugeborne Mensch wie ein Boden ist, dem keinerlei
einzige aneignen. Dies beleuchteten sie durch folgende Samen eingepflanzt sind, dem jedoch alle Samen,
Vergleichung: „Der neugeborene Mensch ist wie ein sowohl edle als unedle, eingepflanzt werden können;
Boden, in den keine Samen eingepflanzt sind, der aber daher kommt, dass er Homo [Mensch] genannt
gleichwohl alle aufnehmen, und sie hervortreiben und worden ist von Humus [Boden, Erdreich], und Adam
fruchtbar machen kann; das Thier hingegen ist wie ein [Mensch] von Adamah, das ist Boden [Humus].
schon besäeter, und mit Gräsern und Kräutern erfüllter Diesem fügen wir bei, dass die Thiere geboren werden
boden, welcher neben den eingepflanzten keine andere mit Naturtrieben, und in Folge dessen mit
Samen aufnimmt, und wenn andere [dazu kämen], Kenntnissen, welche diesen entsprechen, und das sie
diese ersticken würde. Daher kommt, dass der Mensch gleichwohl gar nichts aus den Kenntnissen wissen,
mehrere Jahre braucht um heranzuwachsen, innerhalb denken, verstehen, noch weise daraus sind, sondern zu
welcher er, wie ein boden, angebaut werden und denselben hingeleitet werden von ihren Trieben,
gleichsam alle Arten von Saaten, Blumen und Bäume beinahe wie die Blinden durch die Strassen von
hervorbringen kann; das Thier aber nur wenige Jahre Hunden, denn rücksichtlich des Verstandes sind sie
braucht, in welchen es zu nichts Anderem, als dem blind; oder vielmehr wie die Nachtwandler, die aus
Angeborenen ausgebildet werden kann. Hierauf blindem Wissen, bei eingeschläfertem Verstande thun,
sprachen die Weltlichen und sagten, der Mensch werde was sie thun. Zuletzt sprachen die Oestlichen und
nicht geboren als Wissen, wie das Thier, sondern als sagten: „Wir stimmen dem bei, was unsere Brüder
Fähigkeit und Hinneigung, als Fähigkeit zum Wissen, gesagt haben, dass der Mensch nichts aus sich weiss,
und als Hinneigung zum Lieben; und dass ergeboren sondern aus Andern und durch Andere, damit er
werde als Fähigkeit, nicht nur das zu lieben, was sein einsehe und anerkenne, dass alles, was er weiss,
und der Welt, sondern auch das, was Gottes und des versteht, und worin er weise ist, von Gott kommt;
Himmels ist; folglich dass der Mensch geboren werde und dass der Mensch nicht anders vom Herrn geboren
als ein Organ, das kaum mit den äussern Sinnen, und gezeugt, und Sein Bild und Seine Aehnlichkeit
ausser [nur ganz] dunkel, lebt, aber mit keinen innern, werden kann; denn ein Bild Gottes wird er dadurch,
und dies darum, damit er allmählig in‘s Leben trete, dass er anerkennt und glaubt, dass er alles Gute der
und ein Mensch werde, zuerst ein natürlicher, hernach Liebe und Liebthätigkeit, und alles Wahre der
ein vernünftiger, und zuletzt ein geistiger. Dies würde Weisheit und des Glaubens empfangen hat und
aber nicht geschehen, wenn er mit Kenntnissen und empfängt aus Gott, und nichts aus sich, und eine
mit einem Lieben, wie die Thiere, geboren würde; Aehnlichkeit Gottes ist er dadurch, dass er jenes in

31
sich fühlt, wie wenn es aus ihm selbst wäre; dieses Essen von dem Baume des Lebens die Aufnahme des
fühlt er, weil er nicht mit Kenntnissen geboren wird, ewigen Lebens, und durch das Essen von dem Baume
sondern dieselben empfängt, und dass er sie empfängt, des Wissens des Guten und des Bösen die Aufnahme
das erscheint ihm als aus ihm selbst kommend, so zu der Verdammnis; unter der Schlange wird verstanden
empfinden wird dem Menschen ebenfalls von Gott der Teufel in Rücksicht der Liebe zu sich und des
gegeben, damit er Mensch sei, und nicht Thier, weil Dünkels eigener Einsicht, und diese Liebe ist der
er dadurch, dass er will, denkt, liebt, weiss, versteht Besitzer jenes Baumes, und die Menschen, die in dem
und weise ist wie aus sich, Kenntnisse in sich Dünkel aus jener Liebe sind, sind solche Bäume.
aufnimmt, und sie zur Einsicht, und durch ihre Diejenigen befinden sich also in grobem Irrthum,
Anwendung zur Weisheit erhöht. So verbindet Gott welche, welche glauben, Adam sei weise gewesen und
den Mensche mit Sich, und der Mensch sich mit habe das Gute gethan aus sich, und dies sei der Stand
Gott; dies hätte nicht geschehen können, wofern nicht seiner Unverdorbenheit gewesen, da doch Adam eben
von Gott vorgesehen worden wäre, dass der Mensch in wegen dieses Glaubens verflucht wurde; denn dies
gänzlicher Unwissenheit geboren werde.“ Nach diesem wird bezeichnet durch das Essen von dem Baume des
Ausspruch wollten Alle, dass aus dem Verhandelten Wissens des Guten und des Bösen; weshalb er eben
ein Beschluss gemacht werde, und es ward folgender dann aus dem Stand der Unverdorbenheit fiel, in dem
gemacht: „Der Mensch wird in kein Wissen geboren, er dadurch gewesen war, dass er glaubte, er sei weise
damit er zu jeglichem gelangen, und zur Einsicht und und thue das Gute aus Gott, und nichts aus sich; denn
durch diese zur Weisheit fortschreiten könne; und er dies wird verstanden unter dem Essen von dem
wird mit keiner Liebe geboren, damit er zu jeder Baume des Lebens. Der Herr allein, da Er in der Welt
gelangen könne durch die Anwendungen der war, war weise aus sich, und that das Gute aus sich,
Kenntnisse aus der Einsicht, und zur Liebe zu Gott weil das Göttliche selbst von der Geburt her in Ihm
durch die Liebe zum Nächsten, und somit Gott und Sein eigen war; daher Er auch aus eigener macht
verbunden, und dadurch zum Menschen werden und Erlöser und Heiland wurde. Aus diesem und jenem
ewig leben könne.“ Nach diesem nahem sie das Blatt, machten sie den Beschluß: Unter dem Baum des
und lasen den dritten Gegenstand der Untersuchung Lebens und unter dem Baum des Wissens des Guten
ab, welcher war: „Was bedeutet der Baum der Lebens, und des Bösen, und unter dem Essen von denselben
was der Baum der Erkenntnis des guten und bösen, ist zu verstehen, dass das Leben für den Menschen
und was das Essen von denselben?“ und alle baten, Gott in ihm sei, und dass ihm dann der Himmel und
dass die, welche vom Osten her waren, dieses das ewige Leben zu Theil werde, dass aber der Tod für
Geheimnis entwickeln möchten, weil es nämlich den Menschen die Beredung und der Glaube sei, das
Sache tieferer Einsicht ist, und die aus dem Osten in Leben für den Mensch sei nicht Gott, sondern er
flammendem Lichte, das ist, in der Weisheit der Liebe selbst, daher ihm dann die Hölle und der ewige Tod,
sind, und diese Weisheit verstanden wird unter dem welcher die Verdammnis ist, zu theil wird.“ Hierauf
Garten Edens, in welchem jene zwei bäume standen; blickten sie in das von den Engeln auf dem Tisch
und sie antworteten: „Wir wollen es sagen, weil aber zurückgelassene Blatt und sahen darunter geschrieben:
der Mensch nichts nimmt aus sich, sondern aus Gott, „Vereiniget jene drei in Einen Spruch!“ und dann
so wollen wir es aus Ihm sagen, dennoch aber von uns nahmen sie dieselben zusammen und sahen, dass jene
wie von uns selbst,“ und nun sagten sie: „Der Baum drei in Einer Reihe zusammenhängen und dass diese
bedeutet den Menschen, und seine Frucht das Gute Reihe oder Sentenz folgende ist: „Der Mensch ist dazu
des Lebens; daher wird durch den Baum des Lebens geschaffen, die Liebe und die Weisheit von Gott
der aus Gott lebende Mensch bezeichnet, und weil die aufzunehmen, jedoch in aller Aehnlichkeit wie von
Liebe und Weisheit, und die Liebthätigkeit und der sich, und zwar dies um der Aufnahme und
Glaube, oder das Gute und Wahre, das Leben Gottes Verbindung willen; und deshalb wird der Mensch
in dem Menschen ausmachen, so wird durch den nicht mit irgend einer Liebe, noch mit irgend einem
Baum des Lebens der Mensch bezeichnet, in welchem Wissen geboren, ja nicht einmal mit einem
jene aus Gott sind, und daher hat er das ewige Leben; Vermögen, zu lieben und weise zu sein aus sich; wenn
Aehnliches wird bezeichnet durch den Baum des er daher alles Gute der Liebe und alles Wahre der
Lebens, von welchem zu essen gegeben werden wird, Weisheit Gott zuschreibt, so wird er ein lebendiger
Offenb. 2,7; 22,2.14. Durch den Baum der Erkenntnis Mensch, schreibt er es aber sich zu, wo wird er ein
des Guten und des Bösen wird der Mensch bezeichnet, todter Mensch.“ Dies schrieben sie auf ein neues Blatt
welcher glaubt, dass er aus sich und nicht aus Gott und legten es auf den Tisch; und siehe, plötzlich
lebe; mithin dass die Liebe und Weisheit, die waren Engel in glänzend weißer Wolke da und trugen
Nächstenliebe und der Glaube, das ist, das Gute und das Blatt in den Himmel, und nachdem es dort
das Wahre, in dem Menschen sein eigen, und nicht gelesen worden, hörten die auf den Stühlen Sitzenden
Gottes sei, und welcher dieses glaubt, weil er denkt von dort her die Worte: „Gut, Gut, gut!“ Und alsbald
und will, und redet und thun, in aller Aehnlichkeit erschien Einer von dort her wie fliegend, welcher zwei
und Scheinbarkeit wie aus sich; weil aber der Mensch Fittige an den Füssen und zwei an den Schläfen hatte
in Folge dessen sich beredet, er sei auch Gott, darum und die Preise trug, die in Ehrenkleidern, Hüten und
sagte die Schlange: „Gott weiß, dass, welches Tages Lorbeerkränzen bestanden; und er ließ sich nieder und
ihr essen werdet von der Frucht jenes Baumes, eure gab denen, welche gegen Mitternacht saßen,
Augen werden aufgethan werden, und ihr sein werdet Ehrenkleider von Opalfarbe; denen gegen Abend
wie Gott, wissen das Gute und das Böse.“ 1.Mose Ehrenkleider von scharlachrother Farbe, denen gegen
3,5. Durch das Essen von jenen Bäumen wird Mittag Hüte, deren Säume Bänder von Gold und
bezeichnet die Aufnahme und Aneignung, durch das Perlen, und die Erhöhungen der linken Seite

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blumenförmig geschnittene Diamanten schmückten; zukommt, nicht aber der Göttlichen Liebe durch die
denen gegen Morgen aber gab er Lorbeerkränze, an Göttliche Weisheit, ist ein Geheimnis aus dem
welchen Rubine und Saphire waren; und mit diesen Himmel, das noch in keines Einzigen Verstand
Preisen geschmückt, gingen alle freudig von der gekommen ist, weil bis jetzt noch Keiner gewußt hat,
Schule nach Hause. was die Liebe ihrem Wesen nach und was die
Weisheit aus ihr dem ihrigen nach ist, und noch
weniger [Jemand etwas gewußt hat] von dem
GOTTES ALLMACHT, ALLWISSENHEIT UND Einfließen der einen in die andere, dass nämlich die
ALLGEGENWART. Liebe mit Allem und Jedem, was ihr angehört, in die
Weisheit einfließt und in dieser thront wie ein König
49. Es ist von der Göttlichen Liebe und Weisheit in seinem Reich, oder wie ein Hausherr in seinem
gehandelt und gezeigt worden, dass diese zwei das Haus, und alle Verwaltung der Gerechtigkeit ihrem
Göttliche Wesen sind; es folgt nun von Gottes Gericht überläßt, und, weil die Gerechtigkeit Sache
Allmacht, Allwissenheit und Allgegenwart, weil diese der Liebe und das Gericht Sache der Weisheit ist, alle
Drei aus der Göttlichen Liebe und der Göttlichen Herrschaft der Liebe ihrer Weisheit überläßt; doch dies
Weisheit hervorgehen, kaum anders, als die Kraft und Geheimnis wird im Folgenden Licht erhalten,
Gegenwart der Sonne in dieser Welt und in Allem und inzwischen mag dies als Leitsatz dienen. Dass Gott
Jedem derselben durch die Wärme und das Licht; auch der Allmächtige, der Allwissende und der
ist die Wärme aus der Sonne der geistigen Welt, in Allgegenwärtige ist durch die Weisheit Seiner Liebe,
deren Mitte Jehovah Gott ist, ihrem Wesen nach wird auch unter Folgendem bei Johannes verstanden:
göttliche Liebe, und das Licht von daher ist seinem „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott,
Wesen nach göttliche Weisheit; woraus erhellt; dass und Gott war das Wort; alle Dinge sind durch
wie die Unendlichkeit, Unermesslichkeit und dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts
Ewigkeit zum Göttlichen Sein gehören, so die gemacht, was gemacht ist. In Ihm war das Leben, und
Allmacht, Allwissenheit und Allgegenwart zum das Leben war das Licht der Menschen; und die Welt
Göttlichen Wesen. Da aber diese Drei allgemeinen ist durch dasselbe gemacht worden: und das Wort
Bestimmungen des Göttlichen Wesens bisher nicht ward Fleisch,“ Kap. 1,1.3.4.10.14; unter dem Wort
verstanden worden sind, weil ihre Fortbewegung nach wird hier das Göttliche Wahre, oder, was auf dasselbe
ihren Wegen, welche die Gesetze der Ordnung sind, hinaus läuft, die Göttliche Weisheit verstanden;
unbekannt war, so müssen sie in‘s Licht gesetzt weshalb es auch das Leben und das Licht genannt
werden durch besondere Abschnitte, welche sein wird, das Leben und das Licht aber sind nichts
werden: Anderes, als die Weisheit.
I. Der Göttlichen Weisheit aus der Göttlichen Liebe
kommt Allmacht, Allwissenheit und Allgegenwart zu. 51. Da im Worte die Gerechtigkeit von der Liebe und
II. Gottes Allmacht, Allwissenheit und Allgegenwart das Gericht von der Weisheit prädicirt wird, so sollen
können nicht erkannt werden, wofern man nicht weiß, einige Stellen dafür angeführt werden, dass die
was die Ordnung ist, und nicht von dieser das weiß, Regierung Gottes durch diese beiden in der Welt Statt
dass Gott die Ordnung ist und dass Er zugleich mit hat; dieselben sind folgende: “Jehovah, Gerechtigkeit
der Schöpfung eine Ordnung eingeführt hat sowohl in und Gericht sind Deines Thrones Stütze,“ Psalm
das Weltganze, als in Alles und Jedes desselben. 89,15 “Es rühme, wer da rühmet, dies, dass Jehovah
III. Gottes Allmacht im Weltganzen und in Allem und Gericht und Gerechtigkeit übt auf Erden,“ Jerem 9,23.
Jedem desselben geht vor sich und wirkt gemäß den “Erhoben werde Jehovah, denn Er erfüllete das Land
Gesetzen Seiner Ordnung. [Zion] mit Gericht und Gerechtigkeit,“ Jes 33,5. “Es
IV. Gott ist allwissend, das heisst, Er nimmt wahr, wird wie Wasser fließen das Gericht und die
sieht und weiß bis zum Kleinsten herab Alles und Gerechtigkeit gleichwie ein starker Strom,“ Amos
Jedes, was der Ordnung gemäß geschieht, und aus 5,24. “Jehovah, Deine Gerechtigkeit ist wie die Berge
diesem auch das, was wider die Ordnung geschieht. Gottes, Deine Gerichte [sind] ein großer Abgrund,“
V. Gott ist allgegenwärtig vom Ersten bis zum Psalm 36,7. „Jehovah wird wie das Licht hervorziehn
Letzten Seiner Ordnung. deine Gerechtigkeit, und [dein] Gericht gleichwie den
VI. Der Mensch ist zur Form der Göttlichen Ordnung Mittag,“ Psalm 37,6. “Jehovah wird richten dein Volk
geschaffen worden. in Gerechtigkeit, und deine Elenden im Gericht,“
VII. Der Mensch ist in so weit in der Macht gegen das Psalm 72,2. “Wenn ich gelernet die Gerichte Deiner
Böse und Falsche aus der Göttlichen Allmacht, und in Gerechtigkeit, siebenmal des Tages lob‘ ich Dich ob
so weit in der Weisheit in Rücksicht des Guten und der Gerichte Deiner Gerechtigkeit,“ Psalm 119,7.164.
Wahren aus der Göttlichen Allwissenheit, und in so “Ich will mich Dir verloben in Gerechtigkeit und
weit in Gott vermöge der Göttlichen Allgegenwart, als Gericht,“ Hosch 2,19. “Zion wird in dem Gericht
er nach der Göttlichen Ordnung lebt. erlöset werden, und [seine] Umkehrenden in der
Doch dies soll im Einzelnen entwickelt werden. Gerechtigkeit,“ Jes 1,27. Sitzen wird Er „auf David‘s
Thron und über Seinem Reich, es zu befestigen in
dem Gericht und in Gerechtigkeit,“ Jes 9,6. “Ich will
50. I. DER GÖTTLICHEN WEISHEIT AUS DER dem David einen gerechten Sproß erwecken, der als
GÖTTLICHEN LIEBE KOMMT ALLMACHT, König herrschen, und Gericht und Gerechtigkeit üben
ALLWISSENHEIT UND ALLGEGENWART ZU. wird auf Erden,“ Jerem 23,5; 33,15 und anderwärts,
Dass der Göttlichen Weisheit aus der Göttlichen Liebe dass man Gerechtigkeit und Gericht üben solle, wie
die Allmacht, Allwissenheit und Allgegenwart Jes 1,21; 5,16; 58,2; Jerem 4,2; 22,3.13.15.; Ezech

33
18,5; 33,14.16.19; Amos 6,12; Micha 7,9; 5.Mose soll in dem [diesem Kapitel] folgenden Zusatze von
33,21; Joh 16,8.10.11. der Schöpfung gegeben werden. Festzuhalten ist, dass
im Weltall Alles und Jedes, damit es durch sich
bestehe, in seine Ordnung erschaffen worden ist, und
52. II. GOTTES ALLMACHT, ALLWISSENHEITUND zwar von Anfang an so, dass es mit der Ordnung des
ALLGEGENWART KÖNNEN NICHT ERKANNTWERDEN, Weltganzen sich verbinde, und dies zu dem Ende,
WOFERN MAN NICHT WEIß, WAS DIE ORDNUNGIST, damit die Einzeln-Ordnungen in der Gesammtordnung
UND NICHT VON DIESER DAS WEIß, DASS GOTT DIE ihren Bestand haben, und so Eins ausmachen mögen;
ORDNUNG IST UND DASS ER ZUGLEICH MIT DER doch zu einigen Beispielen:
S CHÖPFUNG EINE ORDNUNG EINGEFÜHRT HAT - Der Mensch ist in seine Ordnung geschaffen, und
SOWOHL IN DAS WELTGANZE, ALS IN ALLES UND auch Jegliches an ihm in die seinige; so der Kopf in
JEDES DESSELBEN. die seinige, der Leib in die seinige, das Herz, die
Wie viele und was für Albernheiten in die Lunge, die Leber, die Gekrösdrüse, der Magen in die
menschlichen Gemüther, und in Folge dessen durch ihrigen, jedes Bewegorgan, das man Muskel nennt, in
die Häupter der Wiederhersteller in die Kirche sich die seinige, und jedes Sinnorgan, als Auge, Ohr,
dadurch eingeschlichen haben, dass sie die Ordnung Zunge, in das seinige; ja es gibt kein Aederchen und
nicht verstanden, in welche Gott das Weltall und kein Fiberchen, das nicht in die seinige geschaffen
Alles und Jedes desselben erschaffen hat, wird schon wäre, und doch verbinden sich diese zahllosen
aus der bloßen Aufzählung derselben im Folgenden Einzelntheile mit ihrem gemeinsamen Ganzen und
erhellen können. Hier aber wollen wir die Ordnung fügen sich diesem so ein, dass sie zusammen Eins
eröffnen durch eine Art von Generaldefinition ausmachen.
derselben, welche folgende ist: Die Ordnung ist die Ebenso verhält es sich mit den übrigen Gegenständen,
Beschaffenheit der Einrichtung, Bestimmung und deren bloße Aufzählung schon zur Beleuchtung
Thätigkeit der Theile, Substanzen oder Wesen, welche hinreicht; jedes Thier der Erde, jeder Vogel des
die Form ausmachen, daher der Zustand, dessen Himmels, jeder Fisch des Meeres, jedes kriechende
Vollkommenheit die Weisheit aus ihrer Liebe Thier, ja jeder Wurm bis herab zur Motte ist in seine
hervorbringt, oder dessen Unvollkommenheit die Ordnung geschaffen worden; ebenso jeder Baum, jedes
Verkehrtheit der Vernunft aus der Begierde ausbrütet. Gebüsch, Gesträuch und Hülsengewächs in die
In dieser Definition werden Substanz, Form und seinige; und überdies jeder Stein und jedes Minerals
Zustand genannt, und unter der Substanz verstehen bis zu jedem Erdenstäubchen herab in die ihrige.
wir zugleich die Form, weil jede Substanz Form ist,
und die Beschaffenheit der Form ihr Zustand ist, 55. Wer sieht nicht, dass es keinen Kaiserstaat, kein
deren Vollkommenheit oder Unvollkommenheit Königreich, kein Herzogthum, keinen Freistaat, keine
Ergebnis der Ordnung ist. Allein diese Dinge müssen, Stadt und kein Haus gibt, die nicht durch Gesetze
weil sie Metaphysisches sind, nothwendig in zusammengehalten werden, welche die Ordnung und
Dunkelheit sein, diese wird jedoch im Folgenden so die Form ihrer Regierung bilden; in jedem
zerstreut werden durch Anwendungen auf beleuchtende einzelnen derselben nehmen die Gesetze der
Beispiele. Gerechtigkeit die oberste Stelle ein, die
administrativen die zweite und die ökonomischen
53. Dass Gott die Ordnung ist, gründet sich darauf, Gesetze die dritte, und wenn diese mit dem Menschen
dass Er die Substanz selbst und die Form selbst ist; verglichen werden, so bilden die Gesetze der
die Substanz, weil aus Ihm alle Dinge, welche Gerechtigkeit sein Haupt, die administrativen seinen
bestehen, entstanden sind und entstehen; die Form, Leib und die ökonomischen Gesetze die Kleider,
weil alle Beschaffenheit der Substanzen von Ihm weshalb auch diese wie die Kleider gewechselt werden
ausgegangen ist und ausgeht; nicht anderswoher als können. Was aber die Ordnung betrifft, in welche die
aus der Form kommt die Qualität. Da nun Gott die Kirche von Gott eingesetzt wurde, so ist sie die, dass
eigentliche, einzige und erste Substanz und Form ist, Gott in Allem und Jedem derselben sei, und der
und zugleich die eigentliche und einzige Liebe, und Nächste, gegen die die Ordnung beobachtet werden
die eigentliche und einzige Weisheit, und da die soll. Der Gesetze dieser Ordnung sind eben so viele,
Weisheit sich verhält gemäß der Ordnung in ihr, so als der Wahrheiten im Worte; die Gesetze, welche
folgt, dass Gott die Ordnung selbst ist; und mithin, Gott betreffen, sollen ihr Haupt ausmachen, die
dass Gott aus Sich die Ordnung sowohl in das Gesetze, welche den Nächsten betreffen, sollen ihren
Weltganze, als in Alles und Jedes desselben eingeführt Leib und die Gebräuche die Kleider bilden; denn
hat; und dass Er die vollkommenste Ordnung wofern jene nicht von diesen in ihrer Ordnung
eingeführt hat, weil alles, was Er geschaffen hat, gut zusammengehalten würden, so wäre es, wie wenn der
war, wie man liest im Buche der Schöpfung. Dass das Leib entblößt und der Hitze im Sommer und der Kälte
Böse zugleich mit der Hölle, somit nach der im Winter ausgesetzt würde, oder wie wenn aus dem
Schöpfung entstanden ist, wird an seinem Orte Tempel Wände und Decken weggenommen und so das
nachgewiesen werden. Doch nun zu Solchem, was innere Heiligthum, der Altar und die Rednerbühne
dem Verstand näher liegt, ihn heller erleuchtet und unter freiem Himmel den mancherlei
sanfter berührt. Gewaltthätigkeiten preisgegeben wären.

54. Wie aber die Ordnung beschaffen ist, in die das


Weltall geschaffen wurde, ließe sich nur auf mehreren
Bogen auseinander setzen; ein kurzer Abriß von ihr

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56. III. G OTTES ALLMACHT IM WELTGANZEN UND IN Ort in der Wüste Arabiens sich vergnügen können.
ALLEM UND JEDEM DESSELBEN GEHT VOR SICH UND Was bedarf es dann mehr als der zwei Wörtchen
WIRKT GEMÄß DEN GESETZEN S EINER ORDNUNG. Allmacht und Glaube, um sofort vor dem großen
Gott ist der Allmächtige, weil er Alles aus Sich Haufen eben so viele Muthmassungen, Mährchen und
vermag und alle Andern nur aus Ihm etwas vermögen; läppische dinge auszustreuen, als deren nur in die
Sein Können und Sein Wollen sind Eins, und weil Er Sinne des Körpers fallen mögen; denn von beiden
nichts als das Gute will, so kann Er auch nur das Gute wird die Vernunft ausgestoßen; was hat aber nach
thun; in der geistigen Welt kann niemand etwas wider Ausstossung der Vernunft das Denken des Menschen
seinen eigenen Willen thun; dies hat man dort von voraus vor der Vernunft des über seinem Kopfe
Gott her, sofern Sein Können und Wollen Eins sind; fliegenden Vogels? Oder was ist alsdann das Geistige,
auch ist Gott das Gute selbst, weshalb Er, wenn Er das der Mensch vor den Thieren voraus hat, anderes,
das Gute thut, in sich ist, und aus Sich nicht als etwas wie der Qualm in den Thierbehältern, der
herausgehen kann. Hieraus erhellt, dass Seine zwar den in ihnen befindlichen wilden Thieren zusagt,
Allmacht innerhalb der Sphäre der Ausdehnung des nicht aber dem Menschen, wofern er ihnen nicht
Guten, welche unendlich ist, vor sich geht und wirkt, ähnlich ist? Erstreckte sich die Göttliche Allmacht
denn diese Sphäre erfüllt vom Innersten heraus das eben so auf das Thun des Bösen, als auf das des
Weltall und Alles und Jedes in ihm, und regiert vom Guten, welcher Unterschied wäre dann zwischen Gott
Innersten heraus die Dinge, welche außerhalb sind, so und dem Teufel? Etwa ein anderer, als der zwischen
weit diese ihren Ordnungen gemäß sich verbinden, zwei Monarchen, von welchen der eine König und
und wenn sie sich nicht verbinden, so erhält sie zugleich Tyrann ist, und der andere ein Tyrann, dessen
dieselben dennoch aufrecht und arbeitet mit aller Gewalt aber beschränkt ist, daher er nicht König zu
Anstrengung darauf hin, sie in eine Ordnung nennen ist? Oder zwischen einem Hirten, dem
zurückzubringen, welche einstimmig ist mit der zugelassen ist, das Schaf und auch den Panther zu
allumfassenden, in welcher Gott in Seiner Allmacht treiben, und einen Hirten, dem dieses nicht zugelassen
ist und nach der Er handelt; und wenn dies nicht ist? Wer vermöchte nicht zu wissen, dass das Gute
erfolgt, so werden sie außerhalb Seiner geworfen, wo und das Böse Gegensätze sind, und dass, wenn Gott
Er sie aber nichts desto weniger vom Innersten heraus nach Seiner Allmacht das eine und das andere zu
erhält. Hieraus kann offenbar sein, dass die Göttliche wollen, und aus dem Wollen zu thun vermöchte, Er
Allmacht durchaus nicht aus Sich herausgehen kann, gar nichts vermöchte, somit keine Macht, am
um mit irgend einem Bösen in Berührung zu treten, wenigsten Allmacht hätte? Es wäre dies, wie wenn
noch dieses von Sich aus fortschaffen kann; denn das sich zwei Räder in entgegengesetzter Richtung wider
Böse wendet sich ab; und daher kommt, dass es einander bewegten; wo dann in Folge der
gänzlich von Ihm getrennt und in die Hölle geworfen Gegenwirkung beide Räder stehen bleiben, und ganz
ist, zwischen welcher und dem Himmel, wo Er ist, und gar ruhen würden; oder wie ein Schiff, das im
sich eine große Kluft befindet. Aus diesem Wenigen Strome wider dessen Lauf triebe, und, wenn es nicht
kann man sehen, wie sehr diejenigen irregehen, welche auf dem Anker ruhete, fortgerissen würde und
denken, und noch mehr die, welche glauben, und noch unterginge; oder wie ein Mensch, der zwei einander
mehr die, welche lehren, dass Gott Jemanden widerstreitende Willen hätte, wo dann, wenn der eine
verdammen, Jemanden verfluchen, Jemanden in die thätig ist, der andere nothwendig ruhen muß, wenn
Hölle werfen, Jemands Seele zum ewigen Tode aber beide zugleich thätig wären, seinen Geist
vorherbestimmen, Beleidigungen rächen, zürnen, Wahnsinn oder Schwindel befallen würde.
strafen könne; ja Er kann sich nicht einmal vom
Menschen abwenden und ihn mit harter Stirne ansehn; 58. Wäre die Allmacht Gottes, dem heutigen Glauben
dieses und Aehnliches ist wider Sein Wesen, und gemäß, eine absolute, so dass sie sowohl das Gute,
wider dieses ist wider Ihn selbst. als das Böse thun könnte, wäre es dann Gott nicht
möglich, ja leicht, die ganze Hölle in den Himmel zu
57. Die heut zu Tage herrschende Meinung ist, dass erheben, und die Teufel und Satane in Engel
die Allmacht Gottes sei wie die absolute Gewalt eines umzuwandeln, und auf Erden jeden Gottlosen in
Königs in der Welt, welcher nach Willkühr alles thun einem Augenblick von Sünden zu reinigen, zu
kann, was er will, freisprechen und verurtheilen, wen erneuen, zu heiligen, wiederzugebären, aus einem
er will, den Schuldigen zum Unschuldigen machen, Sohn des Zornes zu einem Sohn der Gnade zu mache,
den Ungetreuen für getreu erklären, den Unwürdigen das heisst, zu rechtfertigen, was blos, durch
und Verdienstlosen über den Würdigen und Zuerkennung und Zurechnung der Gerechtigkeit
Verdienten erheben, ja dass er unter jeglichem Seines Sohnes geschehen würde? Allein Gott vermag
Vorwand den Untergebenen ihre Güter entreißen, und dies nicht aus Seiner Allmacht, weil es gegen die
dann auch den Tod über sie verhängen könne und Gesetze Seiner Ordnung im Weltall, und zugleich
dergleichen mehr. Aus dieser albernen Meinung, gegen die Gesetze der Ordnung ist, die in jeden
Glaubensansicht und Lehre von der göttlichen Menschen gelegt sind, und welche sind, dass eine
Allmacht sind eben so viele Irrthümer, Trugschlüsse wechselseitige Verbindung von beiden Seiten Statt
und Hirngespinste in die Kirche eingedrungen, als es haben muß. Dass dem so ist, wird man im Verfolg
Momente, Gliederungen und Zeugungen des Glaubens dieses Werkes sehen. Aus jener albernen Meinung und
in ihr gibt, und es können deren noch weiter eben so Glaubensansicht von der Allmacht Gottes würde
viele eindringen, als Krüge mit Wasser aus einem hervorgehen, dass Gott jeden Bock=Menschen in
großen See gefüllt werden, oder als Schlangen aus einen Lamm=Menschen verwandeln, und nach
ihren Höhlen hervorkriechen, und an einem sonnigen Gefallen von Seiner linken auf Seine rechte Seite

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versetzen könnte; ferner dass Er die Geister des im Lichtglanz sind, als sie in der Weisheit sind; und
Drachen nach Gefallen in Engel Michaels umwandeln, daher kommt auch, dass im Worte da, wo das Licht
und einen Menschen, dessen Verstand dem des genannt wird die Weisheit verstanden wird.
Maulwurfs gleicht, mit dem Blick des Adlers
beschenken, mit einem Wort, aus einem 60. Dass Gott alles, was der Ordnung gemäß
Uhu=Menschen einen Tauben=Menschen machen geschieht, bis zum Kleinsten herab wahrnimmt, sieht
könnte; dies kann Gott nicht, weil es gegen die und weiß, kommt daher, dass die Ordnung eine
Gesetze Seiner Ordnung ist, obgleich Er es allumfassende ist aus dem Allereinzelnsten, denn das
fortwährend will und anstrebt. Hätte Er dergleichen Einzelne zusammen genommen heisst das
gekonnt, so würde Er dem Adam nicht zugelassen Allumfassende; wie das Besondere zusammen
haben, auf die Schlange zu hören, und die Frucht von genommen das Allgemeine heisst; das Allumfassende
dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu zusammt seinem Einzelnsten ist ein als Eines
pflücken, und sie zum Munde zu führen; hätte er es zusammenhängendes Werk, so dass nicht Ein Punkt
gekonnt, so hätte er dem Kain nicht zugelassen haben, berührt und angeregt werden kann, ohne dass einige
seinen Bruder zu tödten; nicht dem David, das Volk Empfindung davon auf die übrigen übergehe. Von
zu zählen; nicht dem Salomo, Götzentempel dieser Beschaffenheit der Ordnung im Weltganzen
aufzubauen, noch den Königen Juda‘s und Israels, den rührt her, dass Aehnliches in allem Geschaffenen in
Tempel zu entheiligen, was sie so oft gethan haben; ja der Welt vorkommt; doch dies soll durch
wenn Er jenes gekonnt hätte, wo würde Er durch die Vergleichungen erläutert werden, die von den
Erlösung Seines Sohnes das ganze menschliche sichtbaren Dingen herzunehmen sind. Allenthalten im
Geschlecht, Keinen ausgenommen, errettet, und die Menschen gibt es Gemeinsames und Besonderes, und
ganze Hölle ausgerottet haben. Die alten Heiden das Gemeinsame schließt das Besondere in sich, und
schrieben eine solche Allmacht ihren Göttern und sie fügen sich in solchen Verband zusammen, dass das
Göttinnen zu, und daher entstanden ihre Mythen, z.B. Eine dem Andern angehört; dies geschieht dadurch,
von Deukalion und Pyrrha, dass Steine, die sie hinter dass eine gemeinsame Umhüllung um jedes Glied an
ihren Rücken geworfen, zu Menschen geworden seien; ihm ist, und diese in die einzelnen Theile desselben
von Apollo, dass er Daphne in einen Lorbeerbaum hineinläuft, damit sie bei jeder Dienst=Verrichtung
verwandelt habe; von der Diana, dass sie einen Jäger und Nutzleistung als Eines zusammenwirken; so zum
in einen Hirsch, und von einer andern ihrer Göttinnen, Beispiel dringt die Umhüllung jedes Muskels in die
dass sie die Jungfrauen des Parnassus in Elstern einzelnen Bewegfibern ein, und umkleidet sie aus
verwandelt habe. Ein ähnlicher Glaube in Beziehung sich; in gleicher Weise die Umhüllung der Leber, der
auf die Göttliche Allmacht findet heut zu Tage Statt, Gekrösdrüse und der Milz in deren einzelne
daher so viel Fanatisches und in Folge dessen Bestandtheile, welche inwendig sind; in gleicher
Ketzerisches überall, wo eine Religion besteht, in die Weise die Umhüllung der Lunge, die man Brustfell
Welt eingeführt wurde. nennt, in deren Inwendiges; und in gleicher Weise der
Herzbeutel in Alles und Jedes des Herzens; und in
allgemeiner Weise das Bauchfell durch
59. IV. GOTT IST ALLWISSEND, DAS HEISST, ER Zusammenmündungen in die Hüllen aller Eingeweide;
NIMMT WAHR, SIEHT UND WEIß BIS ZUM KLEINSTEN in ähnlicher Weise die Gehirnhäute; diese dringen
HERAB ALLES UND JEDES, WAS DER ORDNUNG durch Fäden, die sie von sich absondern, in alle unter
GEMÄSSGESCHIEHT, UND AUS DIESEM AUCH DAS , ihnen liegenden Drüsen ein, und durch diese in alle
WAS WIDER DIE ORDNUNG GESCHIEHT. Fibern, und durch diese in alle Theile des Körpers;
Dass Gott der Allwissende ist, das heisst, Alles daher kommt, dass das Haupt von den Gehirnen aus
wahrnimmt, sieht und weiß, hat seinen Grund darin, alles und jedes ihm Untergebene regiert. Diese Dinge
dass Er die Weisheit selbst und das Licht selbst ist, sind nur zu dem Ende angeführt worden, damit man
und die eigentliche Weisheit alles wahrnimmt, und sich aus dem Sichtbaren einiger Massen eine
das eigentliche Licht alles sieht. Dass Gott die Vorstellung bilden könne, wie Gott bis zum Kleinsten
Weisheit selbst ist, ist oben gezeigt worden, Er ist herab alles, was nach der Ordnung geschieht,
aber auch das Licht selbst, weil Er die Sonne des wahrnimmt, sieht und weiß.
Engelshimmels ist, welche den Verstand Aller,
sowohl der Engel, als der Menschen, erleuchtet; denn 61. Dass Gott aus dem, was der Ordnung gemäß ist,
wie das Auge von dem Lichte der natürlichen Sonne Alles und Jedes, was gegen die Ordnung geschieht,
erleuchtet wird, so wird der Verstand von dem Lichte bis zum Kleinsten herab wahrnimmt, weiß und sieht,
der geistigen Sonne erleuchtet, und nicht blos gründet sich darauf, dass Gott Den Menschen nicht im
erleuchtet, sondern auch mit Einsicht erfüllt je nach Bösen hält, sonder ihn vom Bösen abhält, somit ihn
der Liebe, es in sich aufzunehmen, weil dieses Licht nicht führt, sondern mit ihm kämpft; aus diesem
seinem Wesen nach Weisheit ist; weshalb es bei beständigen Gegenkampf, Widerstreben, Widerstand,
Paulus heisst, dass Gott in einem unzugänglichen Widerstreit und Gegenwirken des Bösen und Falschen
Lichte wohne; und in der Offenbarung, dass man im gegen das Gute und Wahre, somit gegen Sich, wird er
Neuen Jerusalem nicht bedürfe einer Leuchte, weil der sowohl dessen Größe, als Beschaffenheit inne. Dies
Herr Gott sie erleuchtet; und bei Johannes, dass das folgt aus der Allgegenwart Gottes in Allem und
Wort, welche bei Gott war, und Gott war, das Licht Jedem Seiner Ordnung, und zugleich aus Seiner
sei, das jeden Menschen erleuchtet, der in die Welt Allwissenheit in Beziehung auf Alles und Jedes in
kommt; unter dem Wort wird die Göttliche Weisheit dieser; vergleichungsweise wie derjenige, dessen Ohr
verstanden. Daher kommt, dass die Engel in so weit im Harmonischen und Zusammenstimmenden ist, das

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Disharmonische und Mißtönende, nach dem Maß und Brustschleife einer Königin, oder wie die buntfarbigen
der Art seiner Abweichung, scharf bemerkt, sobald es Blumen eines Straußes zu Vergnügung des Auges;
davon berührt wird; in gleicher Weise derjenige, Verhältnisse sind also in jedem der beiden
dessen Sinn im Angenehmen ist, sobald Entgegengesetzten, sowohl im Guten, als im bösen,
Unangenehmes sich zwischen einmischt. Ebenso und sowohl im Wahren, als im Falschen, somit
derjenige, dessen Auge auf Wohlgestaltetem ruht, es sowohl im Himmel, als in der Hölle; allein die
genau sieht, wenn sich diesem etwas Mißgestaltetes Verhältnisse in der Hölle sind alle den Verhältnissen
zur Seite befindet; weshalb die Maler neben einem in dem Himmel entgegengesetzt. Da nun Gott alle
schönen Angesicht gewöhnlich ein häßliches Verhältnisse im Himmel aus der Ordnung, in der Er
anbringen. Ebenso verhält es sich mit dem Guten und selbst ist, inne wird und sieht, und daher erkennt, und
Wahren, wenn Böses und Falsches gegen dasselbe in Folge dessen auch alle Verhältnisse in der Hölle
ankämpft, dass nämlich dieses aus jenem deutlich inne wird, sieht und erkennt, wie dies aus dem oben
wahrgenommen wird; denn jeder, der im Guten ist, Gesagten folgt, so ist offenbar, dass Gott allwissend
kann das Böse anerkennen, und wer im Wahren ist, ist in der Hölle wie in dem Himmel, und ebenso bei
das Falsche sehen, und dies darum, weil das Gute in den Menschen in der Welt; und dass Er somit ihr
der Wärme des Himmels, und das Wahre in dessen Böses und Falsches wahrnimmt, sieht und erkennt aus
Licht, das Böse aber in der Kälte der Hölle, und das dem Guten und Wahren, in dem Er ist, und das in
Falsche in deren Finsternis ist. Dies kann dadurch seinem Wesen Er selbst ist; denn er sagte: „Stiege ich
beleuchtet werden, dass die Engel des Himmels alles in den Himmel, so bist da, bettete ich mich in die
sehen können, was in der Hölle vorgeht, und Unterwelt, siehe, so bist du da,“ Psalm 1329l8. und
welcherlei Mißgestalten sich dort befinden; hingegen anderwärts: „Grüben sie auch durch in die Unterwelt,
die Geister der Hölle nichts von dem sehen können, meine Hand würde sie von da zurückholen,“ Amos
was im Himmel vorgeht, und nicht einmal von den 9,2.3.
Engeln mehr als ein Blinder, oder als ein Auge, das in
die Luft oder in den leeren Aether hinausblickt.
Diejenigen, deren Verstand sich im Lichte aus der 63. V. GOTT IST ALLGEGENWÄRTIG VOM ERSTEN
Weisheit befindet, gleichen Solchen, die um die BIS ZUM LETZTEN S EINER ORDNUNG.
Mittagszeit auf einem Berge stehen, und alles, was Dass Gott allgegenwärtig ist vom Ersten bis zum
unten ist, deutlich erblicken; und die sich in noch Letzten Seiner Ordnung wird bewirkt durch die
höherem Lichte befinden, sind vergleichungsweise wie Wärme und das Licht aus der Sonne der Geistigen
Solche, die durch Ferngläser die um sie her und unter Welt, in deren Mitte Er ist; durch diese Sonne ist die
ihnen befindlichen Dinge wie gegenwärtig sehen; Ordnung geschaffen worden, und dieser gemäß
diejenigen hingegen, die in dem falschen Lichte der entsendet sie Wärme und Licht, welche das Weltall
Hölle sind in Folge der Selbstbestärkung im vom Ersten bis zum Letzen desselben durchdringen,
Falschen, gleichen Solchen, die auf demselben Berge und das Leben bei Menschen und Thieren, sowie die
zur Nachtzeit mit Laternen in der Hand stehen, und Pflanzenseele in jedem Keim auf Erden hervorbringen;
nichts als die nächstliegenden Dinge, und auch von und jene beiden fließen in Alles und Jedes ein, und
diesen nur undeutlich die Umrisse und die Farben machen, dass jegliches Subjekt lebt und wäschst nach
verworren sehen. Ein Mensch, der in einigem Lichte der von der Schöpfung her in sie gelegten Ordnung;
des Wahren, und dabei doch im Bösen des Lebens ist, und weil Gott nicht ausgedehnt ist, und doch alles
der sieht, so lang er im Angenehmen der Liebe seines Ausgedehnte des Weltalls erfüllt, ist Er
Bösen ist, die Wahrheiten anfangs nicht anders, als allgegenwärtig. Dass Gott in allem Raum ohne Raum,
die Fledermaus, die in einem Garten aufgehängten und in aller Zeit ohne Zeit ist, und dass in Folge
Tücher, auf welche sie als ihre Zufluchtsstätten dessen das Weltall dem Wesen und der Ordnung nach
zufliegt; und nachher wird er wie eine Nachteule, und die Fülle Gottes ist, ist anderwärts gezeigt worden,
zuletzt wie ein Uhu; und dann wird er auch wie ein und weil dem so ist, so nimmt Er durch Seine
Schornsteinfeger, der im Dunkel des Rauchfangs Allgegenwart alles wahr, sieht durch Seine
hängt, und, wenn er die Augen nach oben erhebt, den Allwissenheit alles vor und wirkt durch Seine
Himmel durch den Rauch hindurch sieht, und wenn er Almacht alles; woraus erhellt, dass die Allgegenwart,
nach unten blickt, den Herd sieht, von dem jener Allwissenheit und Allmacht Eins ausmachen, der das
Rauch aufsteigt. die eine die andere voraussetzt, und dass sie somit
nicht getrennt werden können.
62. Wohl zu merken ist, dass die Wahrnehmung der
Gegensätze eine andere ist, als die Wahrnehmung der 64. Die Göttliche Allgegenwart kann durch die
Verhältnisse; denn Gegensätze sind, was außerhalb, wunderbare Gegenwart der Engel und der Geister in
und wider das ist, das innerhalb ist; das der Geistigen Welt beleuchtet werden; weil in jener
Entgegengesetzte entsteht nämlich, während das eine Welt kein Raum, sondern nur die äußere Scheinbarkeit
ganz aufhört, etwas zu sein,,, und das Andere dann des Raumes ist, so kann ein Engel oder ein Geist dem
sich erhebt mit dem Streben, gegen jenes erstere zu andern in einem Augeblick gegenwärtig dargestellt
wirken, wie ein Rad, das gegen ein Rad wirkt, und werden, sobald er nur in eine ähnliche Neigung der
ein Strom gegen einen Strom; die Verhältnisse sind Liebe und hieraus ein ähnliches Denken kommt; denn
eine Folge der Zusammenstellung vieler und diese beiden bringen die Scheinbarkeit des Raumes
vielgestaltiger Dinge in eine Ordnung, so dass sie hervor. Dass eine solche Gegenwart Aller dort Statt
zusammentreffen und übereinstimmen, wie die hat, ward mir dadurch offenbar, dass ich Afrikaner und
Edelsteine von verschiedenen Farben an der Indier dort in der Nähe sehen konnte, obgleich sie auf

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der Erde so viele Meilen entfernt sind; ja dass ich Mensch ist; wie denn auch eine vollkommene
denen, die auf den Planeten dieser [Sonnen=] Welt Entsprechung zwischen diesem Himmel und dem
sind, und auch denen, die auf Planeten in andern Menschen Statt hat, denn es gibt im Himmel keine
Welten außerhalb dieses Sonnensystems sind, Gesellschaft, die nicht irgend einem Glied,
gegenwärtig dargestellt werden konnte; in Folge Eingeweide oder Organ im Menschen entspräche.
solcher Gegenwart, nicht des Ortes, sondern der Deshalb sagt man im Himmel, diese [oder jene]
Scheinbarkeit des Ortes, sprach ich mit den Aposteln, Gesellschaft sei entweder im Gebiete der Leber oder
mit verstorbenen Päpsten, Kaisern und Königen, mit der Gekrösdrüse, oder der Milz, oder des Magens,
den Reformatoren der gegenwärtigen Kirche, Luther, oder des Auges, oder des Ohres, oder der Zunge und
Calvin und Melanchthon, und mit Andern aus so weiter; auch wissen die Engel selbst, in welchem
entlegenen Gegenden. Kommt nun den Engeln und Gebiet eines Theiles des Menschen sie wohnen. Dass
den Geistern eine solche Gegenwart zu, warum sollte dem so sei, ist mir durch lebendige Erfahrung zu
nicht eine Göttliche Gegenwart im Weltall Statt wissen gegeben worden; ich sah eine Gesellschaft, die
finden, welche unendlich ist? Die Ursache, dass den aus einigen tausend Engeln bestand, als Einen
Engeln und Geistern eine solche Gegenwart zukommt, Menschen; woraus offenbar war, dass der Himmel in
ist die, dass alle Neigung der Liebe und hieraus alles seiner Zusammenfassung ein Ebenbild Gottes ist, und
Denkend des Verstandes im Raum ohne Raum, und in das Ebenbild Gottes die Ausgestaltung der Göttlichen
der Zeit ohne Zeit ist; denn es kann jemand an seinen Ordnung ist.
Bruder, Schwager oder Freund, der in Indien ist,
denken, und dann ihn wie gegenwärtig bei sich haben, 66. Man muß wissen, dass alles, was aus der Sonne
und ebenso kann er auch in Folge der Erinnerung an der geistigen Welt hervorgeht, in deren Mitte Jehovah
sie von Liebe zu ihnen angeregt werden. Durch diese Gott ist, einen Menschen darstellt, und daher alles,
[Erfahrung] kann, weil sie dem Menschen bekannt was in jener Welt entsteht, zur menschlichen Gestalt
sind, die Göttliche Allgegenwart einiger Massen in‘s anstrebt und sie in seinem Innersten darstellt; daher
Licht gesetzt werden; dann auch durch die alle Gegenstände, welche dort den Augen sich zeigen,
menschlichen Gedanken, sofern, wenn sich jemand Vorbildungen des Menschen sind. Es erscheinen
in‘s Gedächtnis zurückruft, was er auf seinen Reisen daselbst alle Arten von Thieren, und diese sind
an verschiedenen Orten gesehen hat, er darin ist wie in Aehnlichkeiten der Neigung der Liebe, und der aus
Gegenwärtigem. Ja das Sehen des Körpers sucht eben diesen hervorgehenden Gedanken der Engel; ebenso
diese Vergegenwärtigung nachzuahmen; es bemerkt die Baumpflanzungen, Blumenbeete und grünen
die Abstände nicht, außer durch die dazwischen Plätze daselbst; auch ward mir zu wissen gegeben,
liegenden Dinge, nach welchen dieselben gleichsam welche Neigung dieser oder jener Gegenstand
bemessen werden; selbst die Sonne würde hart vor vorbildet; und wenn ihnen das innerste Gesicht
dem Auge, ja wie in dem Auge sein, wenn nicht die geöffnet wird, so erkennen sie, merkwürdiger Weise,
dazwischen liegenden Dinge verriethen, dass sie so ihr Ebenbild in denselben; und dies geschieht darum,
entfernt ist; dass dem so ist, haben auch die weil jeder Mensch sein Lieben und hieraus sein
Schriftsteller über die Optik in ihren Büchern Denken ist; und wie die Neigungen und in Folge
bemerkt. Eine solche Vergegenwärtigung liegt in dessen die Gedanken bei jeglichem Menschen
beiderlei Sehen des Menschen, sowohl dem verschieden und mannichfaltig sind, und einige
intellektuellen, als dem körperlichen; denn sein Geist derselben die Neigung dieses Thieres, und andere die
sieht durch seine Augen; aber ein ähnliches findet sich eines andern abbilden, darum stellen sich die Bilder
nicht bei irgend einem Thier, weil diese kein geistiges ihrer Neigungen also dar; allein hierüber wird man
Sehen haben. Hieraus kann erhellen, dass Gott Weiteres im folgenden Abschnitte von der Schöpfung
allgegenwärtig ist vom Ersten bis zum Letzten Seiner sehen. Hieraus erhellt auch die Wahrheit, dass der
Ordnung; dass er auch in der Hölle allgegenwärtig ist, Endzweck der Schöpfung der Engelshimmel aus dem
ist in dem vorigen Abschnitte gezeigt worden. menschlichen Geschlecht, folglich der Mensch war, in
welchem Gott als in Seinem Aufnahmsgefäss wohnen
könnte; daher der Grund, warum der Mensch zur Form
65. VI. DER MENSCH IST ZUR F ORM DER der Göttlichen Ordnung geschaffen wurde.
GÖTTLICHEN ORDNUNG GESCHAFFEN WORDEN.
Der Mensch ist zur Form der Göttlichen Ordnung 67. Gott war vor der Schöpfung die Liebe selbst und
geschaffen, weil er zum Bild und zur Aehnlichkeit die Weisheit selbst, und diese beiden im Streben,
Gottes geschaffen ist, und da Gott die Ordnung selbst Nutzwirkungen hervorzubringen; denn Liebe und
ist, so ist er auch zum Bild und zur Aehnlichkeit der Weisheit ohne Nutzleistung sind blos flüchtige
Ordnung geschaffen. Es sind zwei [Quellen], aus Gebilde der Vernunft, und verfliegen auch, wenn sie
welchen die Ordnung entstand und durch welche sie nicht in nützliches Wirken übergehen; wirklich sind
besteht, die Göttliche Liebe und die Göttliche auch die beiden erstern, wenn getrennt vom dritten,
Weisheit, und der Mensch ist zum Aufnahmsgefäss wie Vögel, welche über dem großen Weltmeer fliegen,
derselben geschaffen; und deshalb ist er auch in die und endlich vom Flug ermattet herabfallen und
Ordnung geschaffen, nach welcher jene beiden im versinken. Daraus ist ersichtlich, dass das Weltall von
Weltall wirken, und hauptsächlich nach derjenigen, Gott erschaffen worden ist, damit Nutzwirkungen
nach welcher sie im Engelshimmel wirken, und in entstehen; daher denn auch das Weltall ein Schauplatz
Folge dessen dieser ganze Himmel eine Form der der Nutzwirkungen genannt werden kann; und weil der
Göttlichen Ordnung in größter Ausgestaltung ist, und Mensch der Hauptzweck der Schöpfung ist, so folgt,
dieser Himmel auch vor dem Auge Gottes wie Ein dass Alles und Jedes um des Menschen willen

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erschaffen ist, und somit auch, dass Alles und Jedes Mensch noch weit weniger gegen das Böse und das
der Ordnung in ihn gelegt und in ihm konzentrirt ist, Falsche aus diesem, weil er in das Böse geboren ist,
damit Gott durch ihn die Hauptnutzwirkungen und das Böse nicht wider sich selbst handeln kann.
hervorbringen könne. Die Liebe und die Weisheit Hieraus folgt, dass der Mensch, wenn er nicht nach
ohne ihr Drittes, welches die Nutzwirkung ist, können der Ordnung lebt, das heisst, wofern er nicht Gott,
der Wärme und dem Licht der Sonne verglichen seine Allmacht, und den Schutz aus dieser gegen die
werden, welche, wenn sie nicht in die Menschen, die Hölle anerkennt, und wofern er nicht auch von seiner
Thiere und die Pflanzen einwirken, nutzlose Dinge Seite mit dem Bösen bei sich kämpft, – denn dies
wären; sie werden aber zu reellen Dingen durch den gehört zugleich mit jenem zur Ordnung, – nothwendig
Einfluß in dieselben und durch das Wirken in ihnen. in die Hölle hinabsinken und in ihr untersinken, und
Es sind auch drei Dinge, die der Ordnung nach auf daselbst vom Bösen, von einem nach dem andern, wie
einander folgen, der Endzweck, die Ursache und die ein Nachen auf dem Meer von Stürmen
Wirkung, und in der gelehrten Welt weiß man, dass umhergetrieben werden muß.
der Endzweck nichts ist, wenn er sich nicht nach der
wirkenden Ursache umsieht, und dass jener Endzweck 69. Dass der Mensch in so weit in der Weisheit in
und diese Ursache nichts sind, wenn nicht die Betreff des Guten und Wahren aus der Göttlichen
Wirkung entsteht. Zwar können Endzweck und Allwissenheit ist, als er nach der Göttlichen Ordnung
Ursache abstrakt im Gemüth erwogen werden, lebt, hat seinen Grund darin, dass alle Liebe zum
dennoch aber immer einer Wirkung wegen, welcher Guten und alle Weisheit des Wahren, oder alles Gute
der Endzweck beabsichtigt und die Ursache der Liebe und alles Wahre der Weisheit von Gott
hervorbringt; in ähnlicher Weise verhält es sich mit stammt. Dass dem so ist, ist auch dem Bekenntnis
der Liebe, Weisheit und Nutzwirkung, und die aller Kirchen in der christlichen Welt gemäß; woraus
Nutzwirkung ist das, was die Liebe beabsichtigt, und folgt, dass der Mensch nicht inwendig in irgend
durch die Ursache hervorbringt, und wenn die einem Wahren der Weisheit sein kann, außer von
Nutzwirkung hervorgebracht ist, so haben die Liebe Gott, weil Gott Allwissenheit, das heisst, unendliche
und die Weisheit wirkliches Bestehen, und nehmen Weisheit hat. Der menschliche Geist ist in drei
sich in ihr Wohnung und Sitz, und ruhen in ihr wie in Abstufungen abgetheilt, wie der Engelshimmel, und
ihrem Hause. Ebenso verhält es sich mit einem kann daher auf eine immer höhere Stufe erhoben
Menschen, in dem die Liebe und Weisheit Gottes ist, werden, und eben so auch auf eine immer tiefere Stufe
während er Nutzen schafft; und damit er Nutzwecke hinabsinken; in wie weit er aber auf die höheren
Gottes erfülle, ist er zum Bild und zur Aehnlichkeit, Stufen erhoben wird, in so weit wird er in die
das heisst, zur Form der göttlichen Ordnung Weisheit, weil in soweit in das licht des Himmels
erschaffen worden. erhoben, und dies kann nur von Gott bewirkt werden;
in wie weit er dahin erhoben wird, in soweit ist er
Mensch, und wie weit er aber auf die niedern Stufen
68. VII. D ER MENSCH IST IN SO WEIT IN DER MACHT hinabsinkt, in so weit geräth er in das Irrlicht der
GEGEN DAS B ÖSE UND F ALSCHE AUS DER Hölle, und in so weit ist er nicht Mensch, sondern
GÖTTLICHEN ALLMACHT, UND IN SO WEIT IN DER Thier: darum steht auch der Mensch aufrecht auf
WEISHEIT IN R ÜCKSICHT DES GUTEN UND WAHREN seinen Füssen, und blickt mit dem Gesicht gen
AUS DER GÖTTLICHEN ALLGEGENWART, ALS ER Himmel, und kann dieses bis zum Zenith erheben; das
NACH DER GÖTTLICHEN ORDNUNG LEBT. Thier dagegen steht eben deshalb auf seinen Füssen in
Dass der Mensch in so weit in der Macht wider das einer mit der Erde parallelen Lage, das ganze Gesicht
Böse und Falsche aus der Göttlichen Allmacht ist, als dieser zugekehrt, und kann es nur mit Unbehagen
er nach der Göttlichen Ordnung lebt, gründet sich gegen den Himmel emporrichten. Der Mensch, der
darauf, dass dem Bösen und dem daraus sein Gemüth zu Gott erhebt und anerkennt, dass Alles
entspringenden Falschenniemand widerstehen kann, Wahre der Weisheit von Ihm kommt, und zugleich der
als allein Gott; denn alles Böse und daraus Ordnung gemäß lebt, ist wie jemand, der auf einem
entspringende Falsch ist aus der Hölle, und sie hängen hohen Thurme steht, und eine volkreiche Stadt und
in der Hölle als Eines zusammen, ganz wie alles Gute zugleich auch alles, was auf den Strassen da vorgeht,
und die daraus hervorgehenden Wahrheiten in dem unter sich sieht; ein Mensch hingegen, der sich darin
Himmel; denn, wie gesagt, der ganze Himmel ist vor bestärkt, dass alles Wahre der Weisheit aus dem
Gott wie Ein Mensch, und umgekehrt ist die Hölle natürlichen Lichte bei ihm, somit aus ihm selbst ist,
wie ein Riese, der ein Ungeheuer ist; daher denn es ist wie der, welcher in einer Höhle unter jenem Thurm
mit Einem Bösen und dem daraus hervorgehenden sich aufhält, und durch die Spalten in ihr nach
Falschen aufnehmen so viel ist als es mit einem derselben Stadt hinsieht; ein solcher sieht nichts als
ungeheuren Riesen oder der Hölle aufnehmen, und die Wand Eines Hauses in ihr, und wie die
dies kann niemand als Gott, weil Er allmächtig ist. Ziegelsteine daran aufeinander liegen. Weiter ist ein
Hieraus erhellt, dass der Mensch, wofern er sich nicht Mensch, der Weisheit aus Gott schöpft, wie ein
an Gott den Allmächtigen wendet, gegen das Böse Vogel, der in der Höhe fliegt, und alles überschaut,
und das daraus hervorgehende Falsche aus sich nicht was sich in den Gärten, Wäldern und Landhäusern
mehr vermag, als der Fisch gegen den Ozean, als der befindet, und auf dasjenige zufliegt, das zu seinem
Floh gegen den Wallfisch, und ein Stäubchen gegen Gebrauche dient; ein Mensch hingegen, welcher die
einen einstürzenden Berg, und noch viel weniger als Dinge der Weisheit aus sich schöpft, ohne den
eine Heuschrecke gegen einen Elephanten, oder eine Glauben, dass sie dennoch Gott sind, ist wie eine
Fliege gegen ein Kameel; und überdies vermag der Horniss, welche über dem Boden hinfliegt, und wo

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sie einen Misthaufen sieht, darauf zufliegt, und sich und seinen Gegenständen zur Zeit des Winters zurück,
an dessen Qualm ergötzt. Jeder Mensch wandelt, so und das Licht zieht sich zur Zeit der nacht zurück, und
lang er in der Welt lebt, in der Mitte zwischen dies geschieht, weil der Erdkörper durch
Himmel und Hölle, und ist daher im Gleichgewicht, Umdrehungen und Umläufe diese Zeiten bewirkt;
und so in der Wahlfreiheit aufwärts zu Gott, oder nicht so aber die geistige Wärme und das geistige
niederwärts zur Hölle zu blicken; blickt er aufwärts zu Licht; denn Gott ist durch Seine Sonne bei beiden
Gott, so erkennt er an, dass alle Weisheit von Gott gegenwärtig, und macht keinen Wechsel durch, wie
ist, und ein solcher ist seinem Geist nach wirklich bei dies scheinbar die Sonne der Welt thut; der Mensch
den Engeln im Himmel; wer hingegen abwärts blickt, selbst wendet sich ab vergleichungsweise wie die Erde
wie dies jeder thut, der im falschen aus dem Bösen von ihrer Sonne, und wenn er sich von den
ist, der ist seinem Geiste nach bei den Teufeln in der Wahrheiten der Weisheit abwendet, so ist er wie die
Hölle. von ihrer Sonne abgewandte Erde zur Nachtzeit, und
wenn der Mensch sich vom Guten der Liebe
70. Dass der Mensch in so weit in Gott vermöge der anwendet, so ist er wie der von seiner Sonne
Göttlichen Allgegenwart ist, als er nach der Ordnung abgewandte Erdkörper zur Winterzeit; ein solches
lebt, hat seinen Grund darin, dass Gott allgegenwärtig Entsprechungsverhältnis findet Statt zwischen den
ist, und dass da, wo Er in Seiner Göttlichen Ordnung Wirkungen und Nutzleistungen aus der Sonne der
ist, Er wie in Sich ist, weil Er selbst die Ordnung ist, geistigen Welt und den Wirkungen und
wie oben gesagt worden; da nun der Mensch zur Form Nutzleistungen aus der Sonne der natürlichen Welt.
der Göttlichen Ordnung erschaffen ist, so ist Gott in
ihm, jedoch dies in so weit, als er völlig nach der 71. Diesem sollen drei Denkwürdigkeiten beigefügt
Göttlichen Ordnung lebt; in wie weit er hingegen werden. Die erste ist folgende: Einst hörte ich unter
nicht nach der Göttlichen Ordnung lebt, ist Gott mir etwas wie Meerestosen, und fragte, was das sei,
gleichwohl in ihm, aber nur in seiner obersten und es sagte mir jemand, es sei ein Tumult unter
Region, und verleiht, dass er das Wahre einsehen und Versammelten auf der untern Erde, die zunächst über
das Gute wollen kann, das heisst, Er gibt ihm das der Hölle ist; und bald öffnete sich der Boden,
Vermögen zu verstehen, und die Hinneigung zum welcher eine Decke über ihnen bildete, und siehe
Lieben; in wie weit aber der Mensch wider die durch die Kluft flogen Nachtvögel in Schaaren heraus,
Ordnung lebt, in so weit verschließt er die untern welche sich gegen die Linke hin zerstreuten; und
Regionen seines Gemüths oder Geistes, und gleich nach ihnen erhoben sich Heuschrecken, welche
verhindert so Gott, herabzusteigen, und die untern auf dem Rasen des Bodens hinhüpften und überall
Regionen desselben mit Seiner Gegenwart zu erfüllen; alles zur Wüste machten, und bald nachher vernahm
daher Gott zwar in ihm ist, aber er nicht in Gott. Im ich zu wiederholten Malen von jenen Nachtvögeln her
Himmel wird als allgemeine Regel anerkannt, dass wie ein Klaggeschrei, und zur Seite ein verworrenes
Gott in jeglichem Menschen, sowohl dem Bösen, als Rufen wie von Gespenstern in den Wäldern. Nach
dem Guten ist, dass aber der Mensch nicht in Gott ist, diesem sah ich schöne Vögel aus dem Himmel,
wofern er nicht der Ordnung gemäss lebt: denn der welche sich rechtshin verbreiteten; diese Vögel
Herr sagt: „Er wolle, dass der Mensch in Ihm, und Er prangten mit Fittigen wie von Gold, mit
im Menschen sei,“ Joh 15,4.5. Der Mensch ist aber untermengten Streifen und Tropfen wie von Silber,
durch ein der Ordnung gemäßes Leben darum in Gott, und auf den Köpfen einiger waren Kämme in Gestalt
weil Gott im Weltall, sowie im Innersten aller und von Kronen. Als ich dieses sah und darüber
jeder Dinge desselben gegenwärtig ist, denn dieses ist verwundert war, erhob sich plötzlich aus der untern
in der Ordnung; in demjenigen dagegen, was gegen Erde, wo jener Tumult war, ein Geist, der sich in
die Ordnung ist, und dies ist blos Solches, was einen Engel des Lichts gestalten konnte, und rief:
außerhalb des Innersten ist, ist Gott Allgegenwärtig „Wo ist jener, der von der Ordnung, an die sich Gott
durch unablässiges Kämpfen mit demselben und durch der Allmächtige in Rücksicht des Menschen gebunden
das fortwährende Streben, es in die Ordnung habe, redet und schreibt? Wir haben unten durch die
zurückzubringen; in wie weit daher der Mensch sich in Decke hindurch davon gehört.“ Dieser durchlief,
die Ordnung zurückbringen läßt, in so weit ist Gott in sobald er oberhalb jener Erde war, den gebahnten
seinem Ganzen allgegenwärtig, und folglich ist in so Weg, und kam endlich zu mir, und verstellt sich
weit Gott in ihm, und er in Gott. Eine Abwesenheit sogleich in einen Engel des Himmels, und sagte,
Gottes vom Menschen ist ebenso wenig möglich, als indem er in einem ihm nicht eigenen Tone sprach:
eine Abwesenheit der Sonne von der Erde in „Bist du der, der über die Ordnung denkt und spricht?
Rücksicht ihrer Wärme und ihres Lichtes; allein die Sag‘ mir in Kürze, was die Ordnung ist, und Einiges,
Objekte der letztern empfinden deren Kraft nur in so was zur Ordnung gehört.“ Ich erwiederte: „Ich will dir
weit, als sie jene beiden Ausflüsse von ihr in sich die Hauptpunkte sagen, nicht aber das Besondere, weil
aufnehmen, was zur Zeit des Frühlings und Sommers du dieses nicht fassest,“ und ich sagte:
geschieht. Dies läßt sich auf Gottes Allgegenwart in I. Gott ist die Ordnung selbst.
der Art anwenden, dass der Mensch in so weit in II. Er hat den Menschen aus der Ordnung, in der
geistiger Wärme und zugleich in geistigem Licht, das Ordnung und für die Ordnung erschaffen.
heisst, im Guten der Liebe und in den Wahrheiten der III. Er hat dessen vernünftiges Gemüth nach der
Weisheit ist, als er in der Ordnung ist; allein die Ordnung der ganzen geistigen Welt, und seinen
geistige Wärme und das geistige Licht sind nicht wie Körper nach der Ordnung der ganzen natürlichen Welt
die natürliche Wärme und das natürliche Licht; denn geschaffen; weshalb der Mensch von den Alten ein
die natürliche wärme zieht sich von dem Erdkörper

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Himmel im Kleinen und eine Welt im Kleinen dort das Meer Suph nennt, und die Heuschrecken
genannt wurde. folgten ihnen in Sprüngen, und die Luft ward
IV. Von daher ist es Gesetz der Ordnung, dass der gereinigt, und die Erde wurde gereinigt von jenen
Mensch aus seinem Himmel im Kleinen oder seiner wilden Thieren, und der Tumult unten hörte auf, und
geistigen Welt im Kleinen seine kleine Welt oder es ward ruhig und heiter.
seine natürliche Welt im Kleinen regieren solle, wie
Gott aus Seinem großen Himmel oder Seiner 72. Zweite Denkwürdigkeit. Einst hörte ich ein
geistigen Welt die große Welt oder die natürliche Welt ungewöhnliches Gemurmel aus der Ferne, und, im
in Allem und Jedem derselben regiert. Geiste befindlich, folgte ich der Richtung des Tones,
V. Ein daraus folgendes Gesetz der Ordnung ist, dass und trat hinzu, und als ich an die Stelle kam, von wo
der Mensch sich in den Glauben durch die Wahrheiten er ausging, siehe da war es eine Schaar von Geistern,
aus dem Worte, und in die Liebthätigkeit durch die welche über Zurechnung und Vorherbestimmung
guten Werke einführen, und so sich umbilden und stritten: es waren Holländer und Britten, und einige
wiedergebären müsse. aus andern Staaten untermischt; und diese riefen am
VI. Gesetz der Ordnung ist, dass der Mensch durch Schluß der einzelnen Beweisführungen: „Wir staunen!
eigene Mühe und Kraft sich von Sünden reinige, und Wir staunen!“ Der Streit dreht sich um die Frage:
nicht im Glauben seines Unvermögens stehe, und „warum rechnet Gott nicht allen und jeden von Ihm
erwarte, dass Gott unmittelbar seine Sünden Geschaffenen und nachher noch dazu Erlösten das
abwasche. Verdienst und die Gerechtigkeit Seines Sohnes zu? Ist
VII. Gesetz der Ordnung ist auch, dass der Mensch Er nicht der Allmächtige? Kann Er nicht, wenn Er
Gott von ganzer Seele und von ganzem Herzen und will, den Lucifer, den Drachen, und alle Böcke zu
den Nächsten wie sich selbst liebe, und nicht zaudere Erzengeln machen? Ist Er doch allmächtig. Warum
und erwarte, dass diese gedoppelte Liebe von Gott läßt Er zu, dass die Ungerechtigkeit und Gottlosigkeit
unmittelbar in sein Gemüth und in sein Herz, wie das des Teufels triumphirt über die Gerechtigkeit Seines
Brot vom Bäcker in den Mund, gebracht werde; und Sohnes, und über die Frömmigkeit der
so vieles andere mehr. Gottesverehrer? Was ist für Gott leichter, als Alle des
Nachdem er dies gehört, erwiederte jener Satan mit Glaubens und so der Seligkeit zu würdigen? Was
freundlicher Stimme, in welcher inwendig List war: bedarf es hiezu mehr, als eines Wörtchens? Und wenn
„Was soll das sein, dass du sagst, der Mensch solle es nicht geschieht, handelt Er alsdann nicht wider
sich aus eigener Kraft in die Ordnung einführen Seine Worte, welche sind, dass Er das Heil Aller und
dadurch, dass er jene ihre Gesetze übt? Weißt du keines Einzigen Tod wolle? Sagt also, woher und
nicht, dass der Mensch nicht unter dem Gesetz, worin ist denn die Ursache der Verdammnis derer,
sondern unter der Gnade steht, dass alles unverdient welche verloren gehen?“ Und nun sagte ein
geschenkt wird, und dass der Mensch nichts nehmen supralapsarischer Prädestinatianer von den Holländern:
kann, es sei ihm denn aus dem Himmel gegeben „Beruht dies nicht auf dem Wohlgefallen des
worden, und dass er in geistigen Dingen nicht mehr Allmächtigen? Darf der Thon den Töpfer schelten,
aus sich thun kann, als das in eine Bildsäule dass er aus ihm einen Nachttopf gemacht hat?“ Und
verwandelte Weib Lot‘s, oder nicht mehr als Dagon, ein Anderer sagte: „Das Heil eines Jeden ist in Seiner
das Götzenbild der Philister zu Ekron, und dass daher Hand wie eine Wage mit zwei Schalen in der Hand
dem Menschen unmöglich ist, sich zu rechtfertigen, des Wägenden.“ Auf den Seiten standen Einige von
sofern dieses durch den Glauben und die einfältigem Glauben und rechtschaffenem Herzen,
Liebthätigkeit geschehen soll?“ Allein hierauf einige mit flammenden Augen, einige wie betäubt,
antwortete ich blos, „Gesetz der Ordnung ist auch, einige wie betrunken, und einige wie am Ersticken,
dass der Mensch durch eigene Mühe und Macht sich welche unter einander murmelten: „Was sollen uns
den Glauben mittelst der Wahrheiten des Wortes diese Albernheiten? Es hat sie ihr Glaube bethört,
erwerben, und dennoch glauben soll, dass nicht ein welcher ist, dass Gott der Vater die Gerechtigkeit
Körnchen Glaube aus ihm selbst komme, sondern von Seines Sohnes wem Er will und wann Er will
Gott, dann auch, dass der Mensch durch seine zurechne, und den heiligen Geist sende, die
Thätigkeit und Kraft sich rechtfertigen, dabei aber Verpflichtungen dieser Gerechtigkeit zu erfüllen; und
doch glauben soll, dass nicht Ein Pünktchen der damit der Mensch bei Bewirkung seines Heils auch
Rechtfertigung aus ihm selbst komme, sondern von nicht ein Körnchen für sich in Anspruch nehme, soll
Gott. Ist nicht befohlen, dass der Mensch an Gott er im Geschäft der Rechtfertigung ganz wie ein Stein,
glauben, und Gott lieben soll mit allen seinen und in geistigen Dingen wie ein Klotz sein;“ und nun
Kräften, und den Nächsten wie sich selbst? Bedenke drang einer von ihnen in die Schaar ein, und sprach
dies, und sag‘, wie konnte dies von Gott befohlen mit erhobener Stimme: „O ihr Thoren! Ihr streitet über
werden, wenn der Mensch keine Kraft zu gehorchen ein Nichts [de lana caprinea]; ihr wisset gar nicht, dass
und zu thun hatte?“ Nachdem er dies gehört, ward Gott der Allmächtige die Ordnung selbst ist, und dass
jener Satan seinem Gesicht nach verändert, welches der Gesetze der Ordnung Myriaden sind, so viele
aus einem weißen zuerst ein bleifarbiges und bald ein nämlich, als Wahrheiten im Worte, und dass Er nicht
schwarzes wurde, und aus dessen Mund sprach er nun, wider sie handeln kann, weil dies so viel wäre, als
und sagte: „Du hast Lehrwidriges über Lehrwidriges gegen Sich selbst, und so nicht nur gegen Seine
vorgebracht!“ und alsbald sank er dann hinab zu den Gerechtigkeit, sondern auch gegen Seine Allmacht
Seinigen, und verschwand; und die Vögel zur Linken handeln.“ Hier sah er in der Ferne zur Rechten etwas
gaben zugleich mit den Gespenstern ungewöhnliche wie ein Schaf und ein Lamm, und eine fliegende
Töne von sich, und stürzten sich in‘s Meer, das man Taube, und zur Linken etwas wie einen Bock, einen

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Wolf und einen Geier, und sprach: „Glaubet ihr, dass somit in die Ordnung, in der sie sein soll, und nach
Gott vermöge Seiner Allmacht jenen Bock in ein der Er sie regieren will, und Er hat in das Weltall und
Schaf, oder jenen Wolf in ein Lamm, oder jenen Geier in Alles und Jedes desselben seine Ordnung gelegt, in
in eine Taube verwandeln könne, oder umgekehrt? den Menschen die seinige, in das Säugtier die seinige,
Gewiß nicht! Denn es ist gegen die Gesetze Seiner in jeden Baum, ja in jeden Grashalm die seinige; doch
Ordnung, von welchen, nach Seinen eigenen Worten, um dies mit Beispielen zu beleuchten, will ich in
auch nicht ein Häkchen zur Erde fallen kann; wie kann Kürze folgende anführen: zu den in den Menschen
Er also die Gerechtigkeit der Erlösung Seines Sohnes gelegten Gesetzen der Ordnung gehört, dass der
in irgend Einen hineinbringen, der gegen die Gesetze Mensch sich Wahrheiten aus dem Wort aneigne, und
Seiner Gerechtigkeit widerspänstig ist? Wie kann die über sie natürlich, und so weit er es vermag vernünftig
Gerechtigkeit selbst eine Ungerechtigkeit begehen, denke, und so sich einen natürlichen Glauben
und Jemanden zur Hölle vorherbestimmen, und in das verschaffe; die Gesetze der Ordnung auf Seiten Gottes
Feuer werfen, an dem der Teufel mit Bränden in der sind alsdann, dass Er sich nahe, die Wahrheiten mit
Hand steht, und schürt? O ihr Thoren und Geistlose, Seinem Göttlichen Licht, und so den natürlichen
euer Glaube hat euch irre geführt: Ist er nicht in euren Glauben desselben, welcher nur ein Wissen und
Händen wie eine Schlinge, die Tauben zu fangen?“ Bereden ist, mit dem Göttlichen Wesen erfülle; so
Bei diesen Worten machte ein gewisser Magier aus und nicht anders wird der Glaube ein seligmachender.
jenem Glauben eine Art Schlinge, und hieng sie an Ebenso verhält es sich mit der Liebthätigkeit; doch
einem Baume auf, und sagte: „Ihr sollt sehen, dass ich wir wollen in Kürze Einiges aufzählen; Gott kann
jene Taube fangen werde;“ und gleich nachher flog ein nach Seinen Gesetzen keinem Menschen die Sünden
Habicht herbei, streckte seinen Hals in die Schlinge, vergeben, außer in wie weit der Mensch Seinen
und blieb hangen, die Taube aber flog bei‘m Anblick Gesetzen gemäß von denselben absteht; Gott kann den
des Habichts vorüber; die Dabeistehenden waren Menschen nicht geistig wiedergebären, außer in wie
verwundert, und riefen: „In diesem Spiel zeigt sich weit der Mensch Seinen Gesetzen gemäß sich
allerdings die Gerechtigkeit.“ natürlich wiedergebiert; Gott ist in unablässigem
Streben, den Menschen wiederzugebären und so selig
73. Am folgenden Tage kamen Einige aus der Schaar, zu machen, allein Er kann dies nur in so weit
die in dem Glauben an Vorherbestimmung und bewerkstelligen, als der Mensch sich zum
Zurechnung waren, zu mir und sagten: „Wir sind wie Aufnahmsgefäss zubereitet und so Gott den Weg
betrunken, nicht von Wein, sondern von der gestrigen bahnt und die Thür öffnet; der Bräutigam kann nicht
Rede jenes Mannes; er sprach von der Allmacht und in das Schlafgemach der noch nicht angetrauten
zugleich von der Ordnung, und schloß damit, dass Jungfrau eintreten; diese verschließt die Thüre und
wie die Allmacht Göttlich ist, so auch die Ordnung verwahrt inwendig bei sich den Schlüssel, nachdem
göttlich sei, ja dass Gott selbst die Ordnung sei; auch aber die Jungfrau angetraut worden ist, gibt sie dem
sagte er, dass es eben so viele Gesetze der Ordnung Bräutigam den Schlüssel. Gott hätte nicht durch Seine
gebe, als Wahrheiten im Worte, deren es nicht blos Allmacht die Menschen erlösen können, wenn Er
Tausende, sondern Myriaden von Myriaden sind, und nicht Mensch geworden wäre; noch hätte Er sein
das sowohl Gott an Seine darin gegebenen Gesetze als Menschliches Göttlich machen können, wenn nicht
der Mensch an die seinigen gebunden sei; was ist aber Sein Menschliches zuerst wie das Menschliche eines
alsdann die Göttliche Allmacht, wenn sie an Gesetze Kindes, und dann wie das Menschliche eines Knaben
gebunden ist? Denn so fällt ja von der Allmacht alles gewesen wäre, und wenn Er nicht nachher das
Unbedingte weg. Hat nicht Gott auf diese Weise Menschliche zu einer Aufnahmsstätte und Wohnung
weniger Macht, als ein König der Welt, der ein gebildet hätte, in die Sein Vater eingehen konnte, was
Alleinherrscher ist? Dieser kann die Gesetze der dadurch geschah, dass Er alle Dinge des Wortes, das
Gerechtigkeit wenden wie seine Hände, und heisst, alle Ordnungsgesetze in ihm erfüllte, und in
unumschränkt handeln wie Octavius Augustus, und wie weit Er dies vollbrachte, in so weit vereinigte Er
auch unumschränkt wie Nero; wir sind, als wir uns Sich mit dem Vater und der Vater Sich mit Ihm.
eine an Gesetze gebundene Allmacht dachte, wie Allein dies ist nur Weniges, der Verdeutlichung
Berauschte geworden, und wenn uns nicht bald wegen angeführt, damit ihr sehet, dass die Göttliche
geholfen wird, in Gefahr, von Sinnen zu kommen; Allmacht in der Ordnung ist, und Seine Regierung,
denn wir haben nach unserem Glauben gebetet, Gott welche die Vorsehung heisst, der Ordnung gemäß
der Vater möchte sich unserer um des Sohnes willen Statt hat, und dass sie unausgesetzt und in Ewigkeit
erbarmen, und glaubten, Er könne sich erbarmen, fort den Gesetzen Seiner Ordnung gemäss und nicht
wessen Er wolle, und die Sünden vergeben, wem es gegen dieselben wirkt, noch sie auch nur in einem
Ihm gefalle, und selig machen, wen Er mag, und wir Häkchen ändern kann, weil die Ordnung mit allen und
wagten nicht, Seiner Allmacht auch nur das Geringste jeden Gesetzen derselben Er selbst ist.“ Bei diesen
zu entziehen; Gott also an die Ketten einiger Seiner Worten floss ein Lichtschimmer in goldener Färbung
Gesetze binden, betrachten wir als einen Frevel, weil durch die Dachung ein und bildete schwebende
als im Widerspruch stehend mit Seiner Allmacht.“ Cherube in der Luft, und der Feuerglanz daraus
Nachdem sie dies gesagt, blickten sie mich an und ich erleuchtete bei Einigen die Schläfe vom Hinterhaupte
sie, und ich fand sie bestürzt und sagte: „Ich will zum her, aber noch nicht von der Seite der Stirne her; denn
Herrn beten und von Ihm her Hülfe bringen, indem sie murmelten: „Wir wissen noch nicht, was Allmacht
ich diese Sache in‘s Licht setze, doch für jetzt nur ist;“ und ich sagte: „Sie wird enthüllt werden, wenn
durch Beispiele;“ und ich sprach: „Gott, der erst über das bis jetzt Gesagte einiges Licht bei euch
Allmächtige, schuf die Welt aus der Ordnung in Ihm, eingedrungen ist.“

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und in so weit verbindet Sich Gott mit hm und ihn
74. Dritte Denkwürdigkeit: Ich sah in der Ferne viele mit Sich; in Folge dessen wird dann sein Glaube
Versammelte mit Hüten auf dem Kopf, einige, die lebendig und seligmachend, und auch sein Thun zur
vom geistlichen Stande waren, mit lebendigen und beseligenden Liebthätigkeit: allein
seidenumwundenen Hüten, andere, welche vom man muß wissen, dass Gott beständig zugegen ist,
weltlichen Stande waren, mit Hüten, deren Saum und fortwährend im Menschen strebt und wirkt, und
goldene Bänder zierten, diese alle waren Gelehrte und auch dessen freien Willen berührt, niemals aber
Gebildete: und außer ihnen sah ich einige mit Mützen, beeinträchtigt; denn würde Er den freien Willen des
welche Ungelehrte waren. Ich ging hinzu und hörte sie Menschen beeinträchtigen, so hörte das Wohnen des
mit einander reden über die schrankenlose Göttliche Menschen in Gott auf, und es bliebe blos ein Wohnen
Macht, und dass dieselbe, wenn sie nach irgend Gottes im Menschen, und dieses Wohnen hat in Allen
welchen Gesetzen, die zu Gesetzen der Ordnung Statt, sowohl in denen, die auf Erden, als denen, die
gemacht worden, sich fortbewegte, nicht eine in den Himmeln, und auch in denen, die in den
schrankenlose, sondern eine beschränkte, und somit Höllen sind; denn daher kommt ihr Können, Wollen
eine Macht, aber nicht Allmacht wäre; wer sieht aber und Verstehen; allein das gegenseitige Wohnen des
nicht, dass keinerlei Gesetzesnothwendigkeit die Menschen in Gott findet nur bei denen Statt, welche
Allmacht zwingen kann, so und nicht anders zu nach den im Worte gegebenen Gesetzen der Ordnung
handeln? So viel ist gewiß, wenn wir uns die leben, und diese werden Bilder und Aehnlichkeiten
Allmacht denken und zugleich Gesetze der Ordnung, von Ihm, und ihnen wird das Paradies zum Besitz,
nach welchen sie sich fortbewegen muß, so fallen und die Frucht des Baumes des Lebens zur Speise
unsere voraus gefaßten Vorstellungen von der gegeben; die übrigen hingegen Schaaren sich um den
Allmacht zu boden, wie die Hände nach zerbrochenem Baum der Erkenntnis des Guten und bösen, und
Stab.“ Als diese mich in der Nähe erblickten, liefen besprechen sich daselbst mit der Schlange, und essen,
etliche herzu und sagten mit einiger Heftigkeit: „Bist werden aber dann aus dem Paradiese vertrieben;
du der, welcher Gott in Gesetze wie in Bande gleichwohl jedoch verläßt nicht Gott sie, sondern sie
eingeengt hat? Welch ein freches Beginnen! Du hast verlassen Gott.“ Dies fassten die mit Hüten und
so auch unsern Glauben zerrissen, auf welchem unser pflichteten bei, die mit Mützen aber läugneten es und
Heil beruht, in dessen Mitte wir die Gerechtigkeit des sagten: „Ist nicht so die Allmacht beschränkt? Eine
Erlösers stellen, über ihn die Allmacht Gottes, des beschränkte Allmacht ist aber ein Widerspruch.“
Vaters, und zu dessen Anhängsel wir die Einwirkung Allein ich antwortete: „Es ist kein Widerspruch,
des Heiligen Geistes machen, sammt dessen allmächtig zu handeln nach den Gesetzen der
Wirksamkeit bei den Menschen absolutem Gerechtigkeit mit Urtheil, oder nach den der Liebe
Unvermögen in geistigen Dingen, dem es genug ist, eingeschriebenen Gesetzen aus der Weisheit; sondern
von der Fülle der Rechtfertigung zu reden, die in ein Widerspruch ist es, dass Gott gegen die Gesetze
Folge der Allmacht Gottes jenem Glauben innewohnt? Seiner Gerechtigkeit und Liebe handeln könne, und
Allein, wie ich gehört, findest du eine Hohlheit in dies hieße auch ohne Urtheil und ohne Weisheit
diesem Glauben, weil nichts von göttlicher Ordnung handeln; einen solchen Widerspruch schließt euer
auf Seiten des Menschen in ihm ist.“ Nachdem ich Glaube in sich, welcher ist, dass Gott einen
dies gehört, öffnete ich den Mund und sagte mit Ungerechten aus bloßer Gnade rechtfertigen und mit
erhobener Stimme: „Lernet die Gesetze der Göttlichen allen Geschenken der Seligkeit und allen Belohnungen
Ordnung und decket dann jenen Glauben auf, so des Lebens schmücken könne. Allein ich will mit
werdet ihre eine sehr große Oede finden, und in dieser Wenigem sagen, was die Allmacht Gottes ist: Gott
den gekrümmten und länglichten Leviathan, und hat aus Seiner Allmacht das Weltall erschaffen, und
ringsum diesen her Netze wie in einen unentwirrbaren zugleich in Alles und Jedes Seine Ordnung eingeführt;
Knoten geschlungen; aber macht es, wie man von Gott erhält auch aus Seiner Allmacht das Weltall, und
Alexander liest, der, als er den gordischen Knoten sah, behütet in ihm die Ordnung mit ihren Gesetzen für
das Schwert entblößte, denselben entzwei hieb, und so und für, und wenn etwas aus der Ordnung herausfällt,
dessen Verschlingungen löste, und ihn auf die Erde so bringt Er es zurück und stellt es wieder her. Gott
warf, und seine Fäden mit dem Schuh zertrat.“ Bei hat ferner aus Seiner Allmacht die Kirch gegründet
diesen Worten bissen sich die Versammelten in die und die Gesetze Seiner Ordnung im Worte
Zungen, und wollten sie zu anzüglichen Reden geoffenbart; und als sie aus der Ordnung herausfiel,
scharfen; allein sie wagten es nicht, weil sie über mir stellt Er sie wieder her, und als sie gänzlich gefallen
den Himmel geöffnet sahen und von da eine Stimme war, stieg Er selbst in die Welt herab, und zog durch
hörten: „Höret erst mit Gelassenheit an, was die Annahme des Menschlichen die Allmacht an, und
Ordnung ist, nach deren Gesetzen Gott der stellt sie wieder her. Gott erforscht durch Seine
Allmächtige handelt.“ Und ich sprach: „Gott hat aus Allmacht und Allwissenheit Jeglichen nach dem Tod,
Sich, als der Ordnung, in der Ordnung, für die und bereitet die Gerechten oder die Schafe zu ihren
Ordnung das Weltall erschaffen, und ebenso den Stellen im Himmel zu, und bildet aus ihnen den
Menschen, in welchem Er die Gesetze Seiner Himmel, und bereitet die Ungerechten oder die Böcke
Ordnung, durch welche derselbe zum Bild und zur zu ihren Stellen in der Hölle zu, und bildet aus ihnen
Aehnlichkeit Gottes wurde, befestigt, und welche in die Hölle; auch ordnet Er beide in Gesellschaften und
kurzer Zusammenfassung sind, dass er an Gott Vereine nach allen Verschiedenheiten ihrer Liebe,
glauben und den Nächsten lieben soll, und in wie weit deren es im Himmel eben so viele gibt, als Sterne am
er beides aus natürlicher Kraft thun, in so weit macht Firmamente der Welt; und die Gesellschaften im
er sich zum Aufnahmsgefäss der Göttlichen Allmacht, Himmel verbindet Er in eines, damit sie vor Ihm wie

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Ein Mensch seien, ebenso die Vereine in der Hölle, entsprechen; und ebenso verhält es sich mit dem
damit sie wie Ein Teufel seien, und diese trennt Er Uebrigen hier und dort.
von jenen durch eine Kluft, damit die Hölle nicht dem V. Es besteht ein Entsprechungsverhältnis zwischen
Himmel Gewalt anthue, und damit nicht der Himmel den Dingen, die in der geistigen Welt sind, und
der Hölle Pein verursache; denn die in der Hölle denen, die in der natürlichen Welt sind.
leiden in dem masse Pein, als der Himmel einfließt. VI. Es besteht eine Ordnung, in welche Alles und
Würde Gott nicht jeden Augenblick durch Seine Jedes in beiden Welten erschaffen ist.
Allmacht dieses und jenes thun, so würde thierische VII. Von allen diesen Dingen muß man sich
Wildheit in die Menschheit eindringen, bis dahin, nothwendig erst eine Vorstellung verschaffen;
dass sie nicht mehr durch Gesetze irgend einer widrigen Falls verfällt das menschliche Gemüth aus
Ordnung im Zaum gehalten werden könnten, und so bloßer Unkunde derselben leicht in die Vorstellung
würde das menschliche Geschlecht zu Grunde gehen; von der Erschaffung des Weltalls durch die Natur und
dieses und Aehnliches würde erfolgen, wenn Gott sagt blos in Folge der kirchlichen Autorität, die Natur
nicht die Ordnung und in der Ordnung allmächtig sei von Gott erschaffen worden; dann aber, weil es das
wäre.“ Nachdem sie dies gehört, gingen die, welche Wie nicht weiß, versinkt es bei tieferem Forschen
Hüte aufhatten, hinweg, die Hüter unter dem Arm, darüber gar leicht in den Gott läugnenden
und lobten Gott; (denn in jener Welt haben die Naturalismus.
Verständigen Hüte auf;) nicht so hingegen die mit In Betracht nun aber, dass dies im Einzelnen gehörig
Mützen Bedeckten, weil sie kahl sind und die auseinander zu setzen und zu erweisen, ein Werk von
Kahlheit den Stumpfsinn bezeichnet; auch gingen großem Umfang erfordern würde, wie denn auch
diese nach der Linken, jene aber nach der Rechten. dergleichen nicht eigentlich zu den Lehrbestimmungen
oder dem Inhalt eines theologischen Systemes, der
Aufgabe dieses Werkes, gehört, so will ich blos einige
DIE S CHÖPFUNG DES WELTALLS Denkwürdigkeiten anführen, aus welchen man eine
Idee von der Schöpfung des Weltalls durch Gott
75. Weil in diesem ersten Kapitel von Gott dem empfangen, und aus der Empfängnis eine sie
Schöpfer gehandelt wird, so soll auch von der vorstellende Frucht erzeugen kann.
Schöpfung des Weltalls durch Ihn, so wie im
folgenden Kapitel von dem Herrn Erlöser, und dann 76. Erste Denkwürdigkeit. Eines Tags war ich im
auch von der Erlösung gehandelt werden; allein man Nachdenken über die Schöpfung des Weltalls, und
kann sich keine rechte Vorstellung von der Schöpfung weil dies die Engel bemerkten, die über mir zur
des Weltalls machen, wenn nicht einige allgemeine rechten Seite waren, wo sich solche befanden, die auch
Kenntnisse vorausgeschickt werden und den Verstand schon einige Mal über diesen Gegenstand nachgedacht
in den Zustand des Innewerdens versetzen, und diese und Schlüsse gezogen hatten, so stieg Einer herab und
werden folgende sein: lud mich ein, und ich kam in den Geist und
I. Es gibt zwei Welten, die geistige Welt, in welcher begeleitete ihn; und nachdem ich eingetreten war,
die Engel und Geister, und die natürliche Welt, in ward ich zum Fürsten geführt, an dessen Hof ich
welcher die Menschen sind. gegen hundert versammelte, mit dem Fürsten in ihrer
II. In beiden Welten ist eine Sonne und die Sonne der Mitte, fand; und nun sagte Einer von ihnen: „Wir
geistigen Welt ist die reine Liebe aus Jehovah Gott, haben hier bemerkt, dass du über die Schöpfung des
der in ihrer Mitte ist; und aus dieser Sonne gehen Weltalls nachdachtest; auch wir waren einige Mal in
Wärme und Licht hervor, und die aus ihr ähnlichem Nachdenken, konnten aber zu keinem
hervorgehende Wärme ist ihrem Wesen nach Liebe, Schlusse kommen, weil unsern Gedanken die
das aus ihr hervorgehende Licht aber ist seinem Wesen Vorstellung von einem Chaos anhing, als wäre dies
nach Weisheit; und diese beiden regen den Willen und wie ein großes Ei gewesen, aus dem Alles und Jedes
Verstand des Menschen an, die Wärme seinen Willen des Weltalls in seiner Ordnung ausgebrütet wurde,
und das Licht seinen Verstand; die Sonne der während wir doch jetzt inne werden, dass ein so
natürlichen Welt aber ist reines Feuer, und darum ist großes Weltall nicht in solcher Weise ausgebrütet
die Wärme und ebenso das Licht aus ihr todt, sie werden konnte; dann hing unsern Gemüthern auch
dienen jedoch der geistigen Wärme und dem geistigen noch eine andere Vorstellung an, welche war, dass von
Licht als Hülle und Träger, damit diese zum Gott alles aus Nichts erschaffen wurde, und doch
Menschen gelangen. erkennen wir jetzt, dass aus Nichts nichts wird; und
III. Ferner sind jene beiden, welche aus der Sonne der aus diesen zwei Vorstellungen konnten unsere
geistigen Welt hervorgehen, und daher auch alle Gemüther sich noch nicht herauswickeln, um in
Dinge, welche durch sie in dieser entstehen einigem Licht die Schöpfung zu sehen, wie sie vor
substanziell, und heißen geistig, und die zwei sich ging; deshalb haben wir dich von dem Orte, wo
ähnlichen [Stoffe], welche aus der Sonne der du warst, hieher gerufen, damit du die Ergebnisse
natürlichen Welt hervorgehen, und daher auch alle deines Nachdenkens darüber uns mittheilen mögest.“
Dinge, welche durch sie in dieser entstehen, sind Hierauf antworte ich: „Ich will sie mittheilen;“ und
materiell und heißen natürlich. ich sagte: „Ich hatte lange darüber nachgedacht, aber
IV. In beiden Welten bestehen drei Abstufungen, vergebens; nachher aber, als ich vom Herrn in eure
welche Grade der Höhe heißen, und daher drei Welt eingelassen wurde, erkannte ich, dass es
Regionen, nach welchen die drei Engelshimmel und vergeblich wäre, etwas über die Schöpfung des
nach welchen die menschlichen Gemüther geordnet Weltalls erschließen zu wollen, wenn man nicht
sind, welche so jenen drei Engelshimmeln vorher weiß, dass es zwei Welten gibt, eine, in der die

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Engel, und eine andere, in der die Menschen sind, und erschaffen wurde, wird bei Johannes verstandne unter
dass diese durch den Tod in die andere übergehen; und den Worten: „Das Wort war bei Gott, und Gott war
dann sah ich auch, dass es zwei Sonne gibt, eine, aus das Wort; alles ist durch Dasselbe gemacht, und die
der alles Geistige, und eine andere, aus der alles Welt ist durch Dasselbe gemacht,“ Kap. 1,1.3.10.-
Natürliche hervorgeht, und dass die Sonne, der alles Gott bedeutet hier die Göttliche Liebe, und das Wort
Geistige entströmt, die reine Liebe aus Jehovah Gott das Göttliche Wahre, oder die Göttliche Weisheit;
ist, der in ihrer Mitte ist, und dass die Sonne, der daher das Wort hier das Licht genannt, und unter dem
alles Natürliche entströmt, reines Feuer ist. Nachdem Lichte, wo von Gott die Rede ist, die Göttliche
ich dies erkannt hatte, wurde mir einst, als ich in der Weisheit verstanden wird. Nachdem dies verhandelt
Erleuchtung war, inne zu werden gegeben, dass von war, fielen, als ich Abschied nahm, Funken des
Jehovah Gott durch die Sonne, in deren Mitte Er ist, Lichtes aus der dortigen Sonne durch die
das Weltall geschaffen wurde, und dass, weil die Engelshimmel hindurch in ihre Augen, und durch
Liebe nur zugleich mit der Weisheit denkbar ist, das diese in die Wohnstätten ihres Geistes, und so
Weltall von Jehovah Gott aus der Liebe durch die erleuchtet gaben sie dem von mir Gesagten Beifall,
Weisheit geschaffen wurde. Dass dem ist, beweist und folgten mir in den Vorhof, der vorige Begleiter
Alles und Jedes, was ich in der Welt sah, in der ihr aber bis zu dem Hause, in dem ich war, und stieg von
seid, und was ich in der Welt sah, in der ich dem da wieder in seine Gesellschaft hinauf.
Körper nach bin. Wie aber der Verlauf der Schöpfung
von ihrem Urbeginn an vor sich ging, wäre zu 77. Zweite Denkwürdigkeit. Eines Morgens als ich
weitläufig auseinander zu setzen; ich ward jedoch, als vom Schlaf erwacht war, und im heitern Morgenlichte
ich in der Erleuchtung war, inne, dass mittelst des vor dem völligen Wachen mich meinen Betrachtungen
Lichtes und der wärme aus der Sonne eurer Welt hingab, sah ich durchs Fenster etwas wie
geistige Atmosphären, die in sich substanziell sind, Blitzesleuchten, und bald darauf hörte ich wie
geschaffen wurden, eine aus der andern; und weil rollenden Donner; da ich mich wunderte, woher dies
deren drei sind, und daher drei Abstufungen, so sind wohl kommen möchte, hörte ich aus dem Himmel, es
drei Himmel entstanden, einer für die Engel, die im befänden sich einige nicht ferne von mir, welche
obersten Grade der Liebe und Weisheit sind, ein heftig über Gott und die Natur mit einander stritten;
anderer für die Enge, die im zweiten Grade, und ein und die Schwingung des Lichtes wie bei dem Blitze,
dritter für die Engel, die im untersten Grade sind. und das Rauschen der Luft wie bei dem Donner seien
Weil aber dieses geistige Weltall nicht bestehen kann Entsprechungen, und in Folge dessen äußere
ohne ein natürliches Weltall, in dem es seine Erscheinungen des Kampfes und Zusammenstossens
Wirkungen und Nutzzwecke hervorbringen kann, [so der Beweisgründe, auf der einen Seite für Gott, und
erkannte ich], dass alsdann zugleich eine Sonne auf der andern für die Natur. Der Anfang dieses
geschaffen wurde, aus der alles Natürliche hervorging, geistigen Kampfes war folgender: Es waren einige
und durch diese in gleicher Weise mittelst des Lichtes Satane in der Hölle, welche unter sich sagten:
und der Wärme drei Atmosphären, welche jene „Dürften wir nur mit den Engeln des Himmels reden,
früheren umgeben, wie die Schalen den Kern, oder die so würden wir bündig und unwiderleglich beweisen,
Rinde die Hölzer, und zuletzt durch diese der Erd= dass die Natur das ist, was sie Gott nennen, von dem
und Wasserball, auf dem es Menschen, Säugthiere und alles herstammen soll, und dass somit Gott nur ein
Fische gibt, ferner Bäume, Sträucher und Kräuter aus Wort ist, wofern man nicht die Natur darunter
den Erdmassen, welche aus Erdarten, Steinen und versteht;“ und weil diese Satane von ganzem Herzen
Mineralien bestehen. Dies ist jedoch nur der und ganzer Seele dies glaubten, und ein Verlangen
allgemeinste Umriß der Schöpfung und ihres Verlaufs, hatten, mit den Engeln des Himmels zu reden, so
das Besondere und Einzelne aber ließe sich nur durch ward ihnen gegeben, aus dem Koth und der Finsternis
bändereiche Werke auseinandersetzen; allein alles führt der Hölle heraufzusteigen, und mit zwei Engeln,
zu dem Schluß, dass Gott das Weltall nicht aus welche alsdann aus dem Himmel herabstiegen, zu
Nichts erschaffen hat, weil, wie ihr gesagt habt, aus reden. Sie waren in der Geisterwelt, welche zwischen
Nichts nichts wird, sondern durch die Sonne des dem Himmel und der Hölle in der Mitte ist; die
Engelshimmel, welche aus Seinem Sein, und daher Satane liefen, als sie die Engel hier ansichtig wurden,
lauter Liebe zugleich mit der Weisheit ist. Dass das rasch herbei, und reifen mit wüthender Stimme: „Seid
Universum, unter welchem beide Welten, die ihr die Engel des Himmels, mit denen wir uns über
natürliche und die geistige, verstanden werden, aus der Gott und die Natur in einen Streit einlassen dürfen?
göttlichen Liebe durch die göttliche Weisheit Man nennt euch Weise, weil ihr Gott anerkennt, aber
erschaffen wurde, bezeugt und bekundet Alles und o wie einfältig seid ihr! Wer hat Gott gesehen, wer
Jedes desselben, und wenn ihr dasselbe in seiner erkennt, was Gott ist? Wer faßt, dass Gott das
Ordnung und in seinem Zusammenhang erwäget, so Weltganze und Alles und Jedes desselben regiert und
könnt ihr es aus dem Lichte, in dem die regieren könnte? Wer außer dem Pöbel und dem
Wahrnehmungen eures Verstandes sind, deutlich großen Haufen erkennt an, was er nicht sieht, noch
sehen, es ist jedoch wohl zu merken, dass die Liebe versteht? Was ist offenkundiger, als dass die Natur
und Weisheit, welche in Gott Eins ausmachen, nicht Alles in Allem ist? Wer hat mit dem Aug etwas
Liebe und Weisheit im abstrakten Sinne, sondern in Anderes gesehen als die Natur, wer mit dem Ohr
Ihm als Substanz sind; denn Gott ist die eigentliche etwas Anderes gehört, als die Natur, wer mit der Nase
einzige und daher urerste Substanz und Wesenheit, Anderes geschmeckt, als die Natur, wer mit irgend
welche in sich Ist und Besteht. Dass Alles und Jedes einer Berührung der Hand und des Körpers etwas
aus der Göttlichen Liebe und Göttlichen Weisheit Anderes gefühlt, als die Natur? Sind nicht die Sinne

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unseres Körpers die Zeugen der Wahrheiten? Wer kann Wahren sind, jene garstigen und unreinen Dinge in
nicht auf sie schwören, dass es so sei? Ist nicht das den Höllen dagegen Entsprechungen der Neigungen
Athmen, durch das auch unser Körper lebt, ein Zeuge? der Liebe zum Bösen und Falschen sind. Aus diesem
Was athmen wir anders ein, als die Natur. Sind nicht und jenem machet nun den Schluß, ob Gott oder die
unsere und eure Köpfe in der Natur? Woher sonst ein Natur Alles in Allem ist.“ Hierauf entgegneten die
Einfluß in die Gedanken der Köpfe, als aus ihr? Satane: „In dem Zustand, in dem wir jetzt sind,
Vermöget ihr, wenn sie weggenommen wird, irgend können wir aus dem Gehörten den Schluß machen,
etwas zu denken?“ Nachdem die Engel dieses und dass ein Gott ist; allein wenn die Luft des Bösen
Aehnliches mehr von gleichem Schlag angehört unsere Gemüther einnimmt, so sehen wir nichts als
hatten, antworteten sie: „Ihr sprecht so, weil ihr ganz die Natur.“ Jene zwei Engel und die Satane standen
sinnlich seid; bei Allen in der Hölle sind die nicht weit von mir, weshalb ich sie sah und hörte;
Denkvorstellungen in die Sinne des Körpers versenkt, und siehe, ich erblickte um sie her Viele, die in der
und sie können ihren Geist nicht über diese erheben, natürlichen Welt durch ihre Gelehrsamkeit berühmt
weshalb wir euch verzeihen; das Leben des Bösen und waren, und ich wunderte mich, dass diese Gelehrten
der daraus hervorgehende Glaube an Falsches hat das bald bei den Engeln, bald bei den Satanen standen,
Inwendige eurer Gemüther so sehr verschlossen, dass und denen, bei welchen sie standen, Beifall gaben.
eine Erhebung über das Sinnliche bei euch nicht Und es ward mir gesagt: Die Veränderungen ihrer
möglich ist, außer in einem vom Bösen des Lebens Stellung sind Veränderungen des Zustandes ihres
und vom Falschen des Glaubens entfernten Zustand; Gemüthes, welches bald dem einen Theil, bald dem
denn ein Satan kann eben so gut als ein Engel das andern günstig ist; denn sie waren ihrem Glauben
Wahre einsehen, wenn er es hört; allein er behält es nach wie Vertumne [Götter der wechselnden
nicht, weil das Böse das _Wahre verwischt und Jahreszeiten]; auch wollen wir dir ein Geheimnis
Falsches einführt. Wir bemerken jedoch, dass ihr in sagen; wir blickten hinab auf die Erde auf die ihrer
einem davon entfernten Zustande seid, und dass ihr Gelehrsamkeit wegen Berühmten, und wir fanden
somit das Wahre, das wir reden, einsehen könnet; so sechshundert unter tausend für die Natur und die
merket denn auf das, was wir sagen werden!“ und sie übrigen für Gott, und zwar diese für Gott, weil sie
sagten: “Ihr waret in der natürlichen Welt, und starbet nicht aus dem Verstande, sondern blos aus dem
daselbst, und jetzt seid ihr in der geistigen Welt: Habt Gehörten, dass die Natur von Gott sei, häufig redeten,
ihr nun früher als jetzt etwas von dem Leben nach und das häufige Reden aus dem Gedächtnis und der
dem Tode gewußt? Habt ihr nicht früher es geläugnet, Erinnerung, obschon nicht zugleich aus dem Denken
und euch den Thieren gleich gemacht? Habt ihr früher und der Einsicht, eine Art von Glauben beibringt.“
etwas gewußt von dem Himmel und der Hölle, etwas Nach diese ward den Satanen eine Wache gegeben,
von dem Licht und der Wärme dieser Welt? Und und sie stiegen mit den zwei Engeln in den Himmel
davon, dass ihr nicht mehr innerhalb der Natur, hinauf, und sahen Herrliches und Glänzendes, und in
sondern über ihr seid? Denn diese Welt und alle Dinge der Erleuchtung von dem Himmelslicht daselbst
derselben sind geistig, und die geistigen Dinge sind erkannten sie an, dass ein Gott ist, und dass die Natur
über den natürlichen, so dass von der Natur, in der ihr erschaffen wurde, um dem Leben, das von Gott ist,
waret, nicht das Geringste in diese Welt einfließen dienstbar zu sein, und dass die Natur in sich todt ist,
kann; allein weil ihr die Natur für Gott oder die und so von sich nichts wirkt, sondern von dem Leben
Göttin hieltet, so glaubet ihr auch, das Licht und die in Thätigkeit gesetzt wird. Nachdem sie Jenes gesehen
Wärme dieser Welt sei das Licht und die Wärme der und erkannt hatten, stiegen sie hernieder, und wie sie
natürlichen Welt, während doch dem durchaus nicht niedersteigen, kehrte die Liebe zum Bösen zurück,
so ist, denn das natürliche Licht ist hier Finsternis, und verschloß ihren Verstand nach oben, und öffnete
und die natürliche Wärme ist hier Kälte. Habt ihr ihn nach unten, und dann erschieb über demselben
etwas gewußt von der Sonne dieser Welt, aus der eine Art von Schirm, der von höllischem Feuer
unser Licht und unsere Wärme hervorgehen? Habt ihr blitzte; und sogleich wie sie die Erde mit ihren
gewußt, dass diese Sonne lauter Liebe, und die Sonne Füssen berührten, that sich der Boden unter ihnen auf
der natürlichen Welt lauter Feuer ist, und dass die und sie fielen wieder zu den Ihrigen hinab.
Sonne der Welt, welche lauter Feuer ist, dasjenige ist,
aus dem die Natur entstanden ist und besteht, die 78. Dritte Denkwürdigkeit.
Sonne des Himmels aber, welche lautere Liebe ist, Am folgenden Tage kam ein Engel aus einer andern
dasjenige ist, aus dem das Leben selbst, welches die Gesellschaft des Himmels zu mir, und sagte: „Wir
Liebe zugleich mit der Weisheit ist, entstanden ist haben dort gehört, dass du wegen deiner Forschungen
und besteht; und dass somit die Natur, die ihr zum über die Schöpfung des Weltalls in eine der unsern
Gott oder zur Göttin macht, gänzlich todt ist? Ihr benachbarte Gesellschaft geholt worden bist, und dort
könnt, wenn euch eine Wache gegeben wird, mit uns über die Schöpfung Dinge vorgetragen hast, denen sie
in den Himmel aufsteigen, und wir können, wenn Beifall gaben, und über die sie sich nachher freuten;
Geleit gegeben wird, mit euch in die Hölle ich will dir nun zeigen, wie Thiere und Pflanzen
hinabsteigen; dann werdet ihr im Himmel Herrliches jeglicher Art von Gott hervorgebracht worden sind.“
und Glänzendes sehen, in der Hölle hingegen Und er führte mich auf ein weites grünes Feld, und
Garstiges und Unreines; dieser Unterschied findet sagte: Schau dich um,“ und ich schaute mich um, und
Statt, weil Alle im Himmel Gott verehren, und Alle sah Vögel in den schönsten Farben einige fliegend,
in der Hölle die Natur verehren, und jene herrlichen einige auf bäumen sitzend, und einige auf dem Felde
und glänzenden Dinge in den Himmeln Blättchen von den Rosen abzupfend; unter den Vögeln
Entsprechungen der Gefühle der Liebe zum Guten und waren auch Tauben und Schwäne. Als diese aus

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meinem Gesicht entschwunden waren, sah ich nicht Zeugungen fortwährende, liegt darin, dass die
weit von mir Heerden von Schafen mit Lämmern, von Atmosphären und Erden unserer Welt geistig, und die
Böcken und Ziegen, und rings um diese Heerden sah Atmosphären und Erden eurer Welt natürlich sind,
ich Heerden von Stieren und Kälbern, dann auch von und die natürlichen Dinge geschaffen sind, die
Kameelen und Maulthieren, und in einem gewissen geistigen zu umkleiden, wie die Häute die Körper der
Haine Hirsche mit hohem Geweih, und auch Menschen und Thiere, die Rinden und der Bast die
Einhörner. Nachdem ich dieses gesehen, sagte er: Stämme und Aeste der Bäume, die mittleren und die
„Wende dein Gesicht nach Osten!“ und ich sah einen äußern und innern Gehirnhäute die Gehirne, die
Garten, und in ihm Fruchtbäume, Pomeranzenbäume, Nervenscheiden die Nerven, und die dünnen Häutchen
Citronenbäume, Oelbäume, Weinstöcke, deren Fibern und so weiter; daher kommt es, dass alle
Feigenbäume, Granatbäume und auch Sträucher, Dinge, die in eurer Welt sind, beständig sind, und
welche Beeren trugen. Hierauf sagte er: „Jetzt blick von Jahr zu Jahr beständig wiederkehren.“ Diesem
nach Süden!“ und ich sah Saatfelder mit mancherlei fügte er noch bei: „Was du gesehen und gehört hast,
Getreidearten, Weizen, Hirsen, Gerste und Bohnen, das berichte den Bewohnern deiner Welt, weil sie
und rings umher Blumenbeete mit Rosen von bisher in völliger Unwissenheit waren in Rücksicht
schönem Farbenwechsel; gegen Norden aber der geistigen Welt, und ohne Kenntnis derselben
Lustwälder voll von Kastanienbäumen Palmen, niemand wissen, ja nicht einmal ahnen kann, dass in
Linden, Platanen und andern blätterreichen Bäumen. unserer Welt eine fortwährende Schöpfung Statt hat,
Nachdem ich dies gesehen, sprach er: „Alle diese und dass eine dieser ähnliche in der eurigen Statt
Dinge, die du gesehen, sind Entsprechungen von den hatte, als das Weltall von Gott erschaffen wurde.“
Gefühlen der Liebe der Engel, die sich in der Nähe Nach diesem sprachen wir noch über mancherlei
befinden,“ er gab auch an, welchen Gefühlen die Dinge, und zuletzt über die Hölle, dass durchaus
einzelnen Dinge entsprachen, „und überdies [fuhr er nichts von solchen Dingen, die im Himmel sind, dort
fort] sind nicht nur diese, sondern auch die übrigen gesehen werde, sondern blos Entgegengesetztes, weil
Einzelnheiten, welche sich vor unsern Augen sichtbar die Neigungen ihrer Liebe, welche die Begierden des
darstellen, Entsprechungen, wie z.B. die Häuser, dass Bösen sind, entgegengesetzt sind den Neigungen der
Geräthe darin, die Tische und die Speisen, die Liebe, in welchen die Engel des Himmels sind;
Kleider, dann auch die Gold= und Silbermünzen, wie weshalb bei denen in der Hölle, und überhaupt in
auch die Diamanten und andere kostbare Steine, mit ihren Wüsten, Nachtvögel erscheinen, wie
welchen die Frauen und Jungfrauen in den Himmeln Fledermäuse, Eulen und Uhu, und auch Wölfe,
geschmückt werden; wir erkennen in diesen und jenen Panther, Tiger, Ratten und Mäuse, dann auch alle
Dingen, wie Jeglicher seiner Liebe und Weisheit nach Arten von giftigen Schlangen, wie Drachen und
beschaffen ist. Die in unsern Häusern befindlichen Krokodile, und wo etwas Grasiges ist, da schießen
Dinge, welche zum Gebrauche dienen, bleiben Dornsträuche, Nesseln, Stachelgewächse und Disteln
fortwährend daselbst, vor denen hingegen, die von und einige Giftpflanzen auf, welche kommen und
Gesellschaft zu Gesellschaft wandern, verändern sich verschwinden, und dann erscheinen blos Steinhaufen
solche je nach den gesellschaftlichen Verbindungen. und Sümpfe, in welchen Frösche quaken; diese und
Diese Dinge sind dir zu dem Ende gezeigt worden, jene Dinge sind auch Entsprechungen, allein, wie
dass du die Gesammtschöpfung wie in einem gesagt, Entsprechungen von Neigungen ihrer Liebe,
besondern Musterbild sehen mögest; denn Gott ist die welche Begierden des Bösen sind. Dennoch aber
Liebe selbst und die Weisheit selbst, und Seiner Liebe werden dergleichen Dinge dort nicht von Gott
gehören unendliche Neigungen, und Seiner Weisheit erschaffen, noch wurden sie von ihm erschaffen in der
unendliche Wahrnehmungen an, und alle und jede natürlichen Welt, in der Aehnliches entsteht, denn
Dinge, die auf der Erde erscheinen, sind alles, was Gott erschaffen hat und erschafft, war und
Entsprechungen derselben, daher die Vögel und die ist gut; sondern solcherlei Dinge entstanden auf der
[Säug=] Thiere, daher die Bäume und die Sträucher, Erde zugleich mit der Hölle, welche sich aus
daher die Saaten und die Ernten, und daher die Kräuter Menschen bildete, die durch ihre Abwendung von
und Gräser; denn Gott ist nicht ausgedehnt, Er ist aber Gott nach dem Tode Teufel und Satane wurden.
dennoch überall im Ausgedehnten, somit im Weltall Allein weil diese Entsetzlichkeiten unsere Ohren zu
von dessen Erstem bis zu dessen Letztem, und weil Er beleidigen begannen, wandten wir unsere Gedanken
Allgegenwärtig ist, so sind solche Entsprechungen der von ihnen ab und vergegenwärtigten uns wieder das,
Neigungen Seiner Liebe und Weisheit in der ganzen was wir im Himmel gesehen hatten.
natürlichen Welt; allein in unserer Welt, welche die
geistige Welt heisst, sind ähnliche Entsprechungen bei 79. Vierte Denkwürdigkeit. Einst als ich im
denen, welche von Gott Neigungen und Nachdenken über die Schöpfung des Weltalls war,
Wahrnehmungen in sich aufnehmen; der Unterschied traten Einige aus der christlichen Welt herzu, welche
ist, dass dergleichen Dinge in unserer Welt gemäß den zu ihrer Zeit zu den berühmtesten Philosophen gehört
Neigungen der Engel von Gott augenblicklich hatten, und für weiser als die Uebrigen gehalten
geschaffen werden, während sie in eurer Welt zwar im wurden, und sagten: „Wir bemerken, dass du über die
Anfang in ähnlicher Weise geschaffen wurde, dabei Schöpfung nachdenkst, sag‘ uns, was deine Ansicht
aber vorgesehen wurde, dass sie durch Zeugungen des darüber ist;“ ich erwiederte aber: „Sagt mir zuerst, was
Einen aus dem Andern fortwährend erneuert werden, die eurige ist;“ da sagte Einer: „Meine Ansicht ist,
und so die Schöpfung fortgesetzt wird. Die Ursache, dass die Schöpfung von der Natur herrührt, und dass
warum in unserer Welt die Schöpfung eine somit die Natur sich selbst geschaffen hat, und diese
augenblickliche ist, und in der eurigen eine durch von Ewigkeit her war; denn es gibt nichts Leeres und

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kann keines geben; nun aber was anders sehen wir mit gehört hatte, sagte: Eure Weisheit, die blos
den Augen, vernehmen wir mit den Ohren, riechen wir philosophisch ist, hat euch irre geführt und das
mit der Nase und athmen wir mit der Brust ein, als Inwendige eurer Gemüther so sehr verschlossen, dass
die Natur? Und weil diese außer uns ist, ist sie auch kein Licht aus Gott und aus Seinem Himmel
in uns.“ Ein Anderer sagte, als er dies hörte: „Du einfließen, und euch erleuchten konnte, ihr habt es
nennst die Natur, und machst diese zur Schöpferin des ausgelöscht;“ und er sagte: „Untersuchet also und
Weltalls; du weißt aber nicht, wie die Natur das entscheidet unter euch, woher eure Seelen stammen,
Weltall hervorgebracht hat, daher ich es sagen will: die unsterblich sind, ob aus der Natur, oder ob sie mit
Sie wälzte sich in Wirbel zusammen, die wider in jenem großen Chaos waren.“ Nachdem er dies
einander stießen, wie die Wolken unter einander, und gehört, ging der Vorgedachte zu seinen genossen hin
wie die Häuser bei einem Erdbeben, wenn sie und bat sie, sie möchten mit ihm diesen Knoten der
zusammenstürzen, und in Folge dieses Frage lösen, und sie vereinigten sich zu dem Schluß,
Zusammenstoßen vereinigten sich die festeren Theil dass die menschliche Seele nichts sei als Aether, und
zu Einem, woraus der Erdkörper entstand, und die das Denken nichts als eine Modifikation des Aethers
flüssigen Theile sonderten sich von diesen ab, und durch das Sonnenlicht, und der Aether der Natur
thaten sich ebenfalls in Eines zusammen, woraus die angehöre. Dann sagten sie: „Wer weiß nicht, dass wir
Meere sich bildeten, und von diesen scheiden sich mittelst der Luft reden, und was ist das Denken
wieder die leichteren Theile ab, wovon der Aether und anderes als ein Reden in der reineren Luft, welche
die Luft, und aus deren Leichtestem die Sonne sich Aether heisst, in Folge dessen der Gedanke und die
bildete; hast du nicht gesehen, dass wenn Oel, Wasser Rede Eins ausmachen? Wer kann dies nicht an dem
und Staub unter einander gemengt werden, sie sich Menschen, so lang er noch Kind ist, wahrnehmen?
von selbst scheiden, und in der Ordnung über einander Dieses lernt zuerst reden, dann allmälig mit sich
stellen?“ Dann bemerkte ein Anderer, der dies reden, und dieses heisst Denken; was ist als das
angehört hatte: „Ihr redet aus der Phantasie: Wer weiß Denken Anderes als eine Modifikation des Aethers;
nicht, dass der Uranfang aller Dinge ein Chaos war, und der Ton der Rede, was ist er anderes, als eine
das mit seinem Umfang den vierten Theil des Weltalls Schwingung desselben? Und hieraus schließen wir,
ausgefüllt hatte, und dass in der Mitte desselben dass die Seele, welche denkt, der Natur angehört.“
Feuer, rings um dieses Aether, und um diesen her Allein einige von ihnen waren zwar nicht anderer
Materie war, und dass dieses Chaos Risse bekam und Ansicht, beleuchteten aber die Stellung der Frage,
durch diese das Feuer herausbrach, wie aus dem Aetna indem sie sagten, „die Seelen seien entstanden, als der
und Vesuv, daher die Sonne; und dass nach diesem Aether aus jenem großen Chaos sich herausdrängte,
der Aether sich herauswand, und rings umher sich und habe sich dann in der obern Region in unzählige
ergoß, daher die Atmosphäre; und endlich die untheilbare Formen zertheilt, welche in die Menschen
zurückgebliebene Materie sich in eine Kugel eindringen, indem diese aus der reineren Luft zu
zusammenballte, daher die Erdkörper? Was die Sterne denken beginnen, und dann nenne man sie Seelen.“
betrifft, so sind sie bloße Leuchten an der Wölbung Nachdem er dies gehört, sagte ein Anderer: „Ich gebe
des Universums, entstanden aus der Sonne und deren zu, dass der vom Aether in der obern Region
Feuer und Licht; denn die Sonne war zuerst wie ein gebildeten untheilbaren Formen unzählige waren,
Feuermeer, das, um die Erde nicht anzuzünden, dennoch aber übersteigen die von der Schöpfung der
leuchtende Flämmchen von sich aussprühte, welche Welt angebornen Menschen die Zahl derselben; wie
im Umkreis ihre Stellen erhielten, und so das Weltall hätte da jene ätherischen Formen zureichen können?
vollendeten; daher dessen Firmament.“ Es stand aber Ich dachte daher bei mir, dass die durch den Mund der
Einer unter ihnen, welcher sagte: „Ihr irret, ihr sterbenden Menschen herausgehenden Seelen nach
erscheinet euch als weise, und ich erschine euch als einigen Jahrtausenden zu ebendenselben zurückkehren,
einfältig; allein ich habe stets in meiner Einfalt und ein dem vorigen ähnliches Leben anfangen und
geglaubt, und glaube noch, dass das Weltall von Gott fortführen; dass Viele von den Weisen Aehnliches und
erschaffen wurde, und da die Natur zum Weltall eine Seelenwanderung glauben, ist bekannt.“ Ausser
gehört, zugleich dann auch die Natur; hätte die Natur diesen wurden auch von den Uebrigen andere
sich selbst geschaffen, wäre sie dann nicht von Muthmassungen vorgebracht, die ich aber, weil sie
Ewigkeit her, welch ein verrückter Gedanke wäre dies Unsinn waren, übergehe. Nach einer kleinen Stunde
aber?“ Und nun lief Einer von den sogenannten kehrte der Priester zurück, und nun berichtete ihm
Weisen näher und näher zu diesem Sprechenden, und jener, der früher über die Schöpfung des Weltalls von
hielt das linke Ohr an dessen Mund (sein rechtes Ohr Gott gesprochen hatte, ihre Beschlüsse über die Seele;
war wie mit Baumwolle verstopft) und fragte, was er nach deren Anhörung sagte aber der Priester zu ihnen:
gesprochen habe; und jener wiederholte Dasselbe. Da „Ihr habt ganz so gesprochen wie ihr in der Welt
sah sich dann der Herbeigekommene um, ob irgend gedacht habt, nicht wissen, dass ihr nicht in jener
ein Priester zugegen wäre, und erblickte Einen zur Welt seid, sondern in einer andern, welche die geistige
Seite dessen, der gesprochen hatte, und erwiederte Welt heisst; alle die, welche fleischlich=sinnlich
nun: „Auch ich bekenne, dass die gesammte Natur geworden sind in Folge der Selbstbestärkung für die
von Gott ist, aber“–; hier ging er weg, und sagte, mit Natur, wissen nicht anders, als dass sie noch in
einem Genossen flüsternd: „Ich sagte so, weil ein derselben Welt seien, in der sie geboren und erzogen
Priester zugegen war; ihr und ich wir wissen, dass die wurden; der Grund ist, weil sie dort in einem
Natur von der Natur ist, und weil so die Natur von materiellen Leib waren, hier aber in einem
Gott ist, so sagte ich, dass die gesammte Natur von substanziellen Leibe sind, und der substanzielle
Gott sei, aber“ – allein der Priester, der ihr Geflüster Mensch sich und seine Genossen um ihn her ganz so,

48
wie der materielle Mensch sich und seine Genossen 80. Fünfte Denkwürdigkeit. Einst stieg nach erhaltner
um ihn her sieht; denn das Substanzielle ist das Erlaubnis ein Satan aus der Hölle herauf in Begleitung
Ursprüngliche des Materiellen. Und weil ihr denket, eines Weibes, und kam auf das Haus zu, in dem ich
seht, riechet, schmecket, und redet gerade wie in der war; als ich sie ansichtig wurde, schloß ich das
natürlichen Welt, darum glaubet ihr, dass hier dieselbe Fenster, sprach aber doch durch dasselbe mit ihnen,
Natur sei, während doch zwischen der Natur dieser und fragte den Satan, woher er käme; er sagte, „aus
Welt und der Natur jener Welt eine solche der Gemeinschaft der Seinigen;“ ich fragte: „woher das
Verschiedenheit und ein solcher Abstand ist, wie Weib;“ die Antwort war: „Desgleichen.“ Sie war aus
zwischen dem Substanziellen und Materiellen, oder der Rotte der Sirenen, die sich darauf verstehen, durch
dem Geistigen und dem Natürlichen, oder dem Phantasien sich alle Manieren und Gestalten der
Früheren und dem Späteren; und weil die Natur der Schönheit und Anmuth zu geben; bald stellen sie die
Welt, in der ihr gelebt habt, vergleichungsweise todt Schönheit einer Venus, bald den holdseligen Redefluß
ist, so seid ihr in Folge der Selbstbestärkung für jene einer Muse dar, bald schmücken sie sich wie
wie Todte geworden, nämlich in Betreff dessen, was Königinnen mit Kronen und reichverzierten
Gott, den Himmel und die Kirche, und auch in Gewändern, und gehen auf einen silbernen Stab
Beziehung auf das, was eure Seelen betrifft; gestützt prächtig einher; solche sind in der Geisterwelt
gleichwohl jedoch kann jeder Mensch, sowohl der Buhlerinnen, und legen sich auf Phantasien; die
böse, als der gute, seinem Verstande nach bis in das Phantasie entsteht durch das sinnliche Denken, währen
Licht, in dem die Engel des Himmels sind, erhoben die aus irgend einem inwendigeren Denken
werden, und dann sehen, dass es einen Gott, und dass hervorgehenden Ideen verschlossen sind. Ich fragte den
es ein Leben nach dem Tode gibt, und dass die Seele Satan, ob jene seine Ehefrau sei; er antwortete: „Was,
des Menschen nicht ein Aethergebilde, und somit Ehefrau, davon weiß ich nichts, und weiß meine
nicht aus der Natur dieser Welt, sondern geistig ist, Gesellschaft nichts; sie ist meine Buhldirne;“ und nun
und darum ewig fortleben wird; der Verstand kann in hauchte sie dem Manne Wollust ein, worauf sich auch
diesem engelischen Lichte sein, sobald nur die die Sirenen trefflich verstehen, und nachdem er jene in
natürlichen Grundneigungen, welche aus der Welt und sich aufgenommen, küßte er sie; und sagte: „ach,
für diese und deren Natur, und aus dem Körper und meine Süße [Adonis]! Doch zu ernsten Dingen: Ich
für diesen und dessen Eigenes sind, entfernt werden.“ fragte den Satan, was seine Beschäftigung sei, und er
Und sofort wurden jetzt durch den Herrn diese sagte: „Meine Beschäftigung sind gelehrte Studien:
Grundneigungen beseitigt, und es ward ihnen gegeben Siehst du nicht der Lorbeer auf meinem Haupt?“
mit den Engeln zu reden, und aus deren Rede (Diesen hatte seine Geliebte [Adonis] durch ihre Kunst
erkannten sie in diesem Zustand, dass ein Gott ist, gewunden, und ihm von hinten her aufgesetzt); und
und dass sie nach dem Tod in einer andern Welt ich sagte: „Weil du aus einer Gesellschaft herkommst,
leben, weshalb sie mit Schamröthe übergossen in der es akademische Würden gibt, so sag‘ mir, was
wurden, und ausriefen: „Wir waren toll, wir waren glaubst du und was glauben deine Genossen von
toll!“ Weil aber dieser Zustand nicht ihr eigener war, Gott?“ Er bemerkte: „Gott ist uns das Weltall, das wir
und daher nach einigen Minuten widerig und auch die Natur nennen, und die Einfältigen unter uns
unangenehm wurde, wandten sie sich von dem die Atmosphäre, die ihnen die Luft ist, die Weisen
Priester weg, und wollte seine Rede nicht weiter hören hingegen die Atmosphäre, zu der auch der Aether
und kehrten so in ihre früheren Grundneigungen gehört; Gott, Himmel, Engel, und Aehnliches, wovon
zurück, welche blos natürlich, weltlich und fleischlich Viele Vieles schwatzen, sind leere Worte, und
waren, und gingen zur Linken ab, von Gesellschaft zu Erdichtungen, hergenommen von den
Gesellschaft, und zuletzt kamen sie auf einen Weg, auf Lufterscheinungen, die hier Vielen vor den Augen
dem die Lustreize ihrer Grundneigungen sie anwehten, spielen. Sind nicht alle Dinge, die auf der Erde
und sie sagten: „Diesen Weg wollen wir gehen!“ Und erscheinen, von der Sonne erschaffen worden?
nun gingen sie ihn, und stiegen abwärts, und kamen Entstehen nicht jedesmal bei ihrer Ankunft zur Zeit
zuletzt zu Solchen, die in den Lustreizen ähnlicher des Frühlings Insekten mit und ohne Flügel, und
Lieblingsneigungen waren und noch weiter; und weil macht nicht ihre Wärme, dass sich die Vögel
ihre Lust war die Lust, Böses zu thun, und sie auch gegenseitig leiben und sich fortpflanzen, und treibt
wirklich auf dem Wege Vielen Böses zufügten, so nicht die durch ihre Hitze erwärmte Erde aus den
wurden sie eingekerkert und wurden Dämonen; nun Samen Keime hervor, und zuletzt Früchte als ihre
aber verwandelte sich ihre Lust in Unlust, weil sie Sprößlinge? Ist nicht so das Weltall Gott, und die
durch Strafen und durch die Furcht vor diesen von Natur die Göttin? Und [ist es nicht so, das] diese als
ihrer früheren Lust, welche ihre Natur ausmachte, des Weltalls Göttin sie empfängt, gebiert, erzieht und
zurückgeschreckt und zurückgehalten wurden; und sie nährt?“ Ich fragte weiter, was seine Gesellschaft und
fragten die, welche in demselben Kerker waren, ob sie was er von der Religion halte; er antwortete: „Die
ewig so leben würden. Einige daselbst antworteten: Religion ist uns, die wir durch Bildung über die
„Wir sind schon einige Jahrhunderte hier und werden Menge hervorragen, nichts als ein Zauber für den
in Ewigkeit hier bleiben, weil die Natur, die wir uns Pöbel, der das Gefühls= und Phantasieleben desselben
in der Welt angebildet haben, nicht verändert, noch wie eine Himmelsluft umgibt, in der die
durch Strafen ausgetrieben werden kann, und, wenn Vorstellungen der Frömmigkeit wie Schmetterlinge in
sie auch durch diese ausgetrieben wird, dennoch nach der Luft umherflattern, und ihr glaube, der diese
Verfluss kurzer Zeit wieder zurückkehrt.“ Vorstellungen wie zu einer Kette verknüpft, wie eine
Seidenraupe in ihrem Seiden=Gespinst, aus dem sie
als König der Schmetterlinge hervorfliegt; denn die

49
ungebildete Gemeinde liebt die Bilder mehr als die vielleicht ein Dunst – der von dem Leichnam im Grab
Sinneswahrnehmungen des Körpers und des Denkens in Menschengestalt aufstieg, oder etwas, das man
aus diesen, aus Begierde zu fliegen, und so machen Gespenst nennt, und von dem Einige fabeln – in die
sie sich denn Flügel, um sich wie die Adler zu Phantasien der Leute gebracht hatte.“ Als ich dies
erheben, und sich vor den Erdbewohnern zu rühmen, hörte, konnte ich das Lachen nicht mehr zurückhalten,
und sagen zu können: „Schaut auf mich!“ Wir und sagte: „Satan, du sprichst ganz und gar
hingegen glauben, was wir sehen, und lieben, was wir Verrücktes; was bist du denn jetzt? Bist du nicht in
greifen“; und nun berührte er seine Buhldirne, und aller Form ein Mensch? Sprichst, siehst, hörst,
sagte: „Dies glaube ich, weil ich es sehe und berühre; schreitest du nicht? Erinnere dich, dass du in einer
wir werfen aber dergleichen Spielereien zu unsern andern Welt gelebt hast, die du vergessen, und dass
Guckfenstern hinaus, und treiben sie durch das du nun nach dem Tode fortlebst, und ganz so
Hohngelächter fort.“ Nachher fragte ich noch, was er gesprochen hast, wie früher!“ Und jetzt ward ihm die
nebst seinen Genossen von dem Himmel und der Rückerinnerung gegeben, und er entsann sich, und
Hölle glaube; er antwortete laut auflachend: „Was ist schämte sich nun, und rief: „Ich bin verrückt, ich sah
der Himmel Anderes als das Aetherfirmament in den Himmel oben, und hörte die Engel
seiner Höhe, und was die Engel dort Anderes, als um unaussprechliche Dinge reden; allein dies war, als ich
die Sonne herum irrende Flecken, und die Erzengel, vor Kurzem hier anlangte; nun will ich es aber
als Irrsterne mit langem Schweif, auf dem der behalten, und meinen Genossen erzählen, von denen
Schwarm von jenen wohnt? Und was ist die Hölle ich hergekommen bin, und vielleicht werden sie sich
Anderes als Sümpfe, wo die Frösche und Krokodile in in gleicher Weise schämen;“ und er behielt im Munde,
ihrer Phantasie Teufel sind; außer diesen dass er sie Verrückte nennen wolle, allein wie er
Vorstellungen von Himmel und Hölle sind das niederstieg, trieb die Vergessenheit die
Uebrige läppische Dinge, von irgend einem Rückerinnerung aus, und als er dort war, rast er in
Kirchenhaupt eingeführt, um sich bei dem gleicher Weise, und nannte die Dinge, die er von mir
unwissenden Volk in Ansehen zu setzen.“ Dies alles gehört hatte, Verrücktheiten. Von dieser Art ist der
aber sagte er ganz so, wie er darüber in der Welt Zustand des Denkens und Redens der Satane nach
gedacht hatte; er wußte nicht, dass er nach dem Tode dem Tode; es heißen aber dort Satane diejenigen,
lebte, und hatte alles vergessen, was er bei seinem welche sich im Falschen bis zum Glauben bestärkt
ersten Eintritt in die Geisterwelt gehört hatte; weshalb haben, und Teufel diejenigen, welche sich im Bösen
er auch auf die Frage über das Leben nach dem Tod durch das Leben bestärkt haben.
erwiederte: es sei ein Gebilde der Phantasie, das

Zweites Kapitel.

DER HERR, E RLÖSER.

81. Im vorigen Kapitel ist von Gott dem Schöpfer, apostolischen Kirche, wie dies aus dem
und zugleich dann auch von der Schöpfung gehandelt Glaubensbekenntnis erhellt, welches das apostolische
worden; in diesem Kapitel aber soll von dem Herrn, Symbol genannt wird. Der Grund war, weil die Juden
Erlöser, und zugleich auch von der Erlösung, und im Jehovah der Heiligkeit wegen nicht zu nennen wagten,
folgenden Kapitel vom Heiligen Geist, und zugleich und unter Jehovah auch verstanden wird das Göttliche
von der göttlichen Einwirkung gehandelt werden. Sein, welches von Ewigkeit her war, und das
Unter dem Herrn als Erlöser verstehen wir Jehovah im Menschliche, das Er in der Zeit annahm, nicht dieses
Menschlichen; denn dass Jehovah selbst sich Sein war; was das Göttliche Sein oder Jehovah sei, ist
herabgelassen und das Menschliche angenommen hat, im vorigen Kapitel, Nr. 18 bis 26; und Nr. 27 bis 35
um die Erlösung zu vollbringen, wird im Folgenden gezeigt worden; aus diesen Gründe verstehen wir hier
bewiesen werden. Dass Er der Herr und nicht Jehovah und im Folgenden unter dem Herrn Jehovah in
genannt wird, hat seinen Grund darin, dass der Seinem Menschlichen. Da nun die Erkenntnis des
Jehovah des Alten Testaments im Neuen Herr heisst, Herrn alle Erkenntnisse, die es in der Kirche, ja selbst
wie dies aus folgendem erhellen kann; es heisst bei im Himmel gibt, an Erhabenheit übertrifft, so soll,
Mose: „Höre, Israel, Jehovah, unser Gott, ist Ein damit diese Kenntnis in's Licht trete, eine geordnete
Jehovah: du sollst lieben Jehovah, [deinen] Gott, aus Eintheilung des Stoffes Statt haben, und diese wird
deinem ganzen Herzen, und aus deiner ganzen Seele,“ folgende sein.
5.Mose 6,4.5; bei Markus aber: “Der Herr, unser Gott, I. Jehovah, der Schöpfer des Weltalls, ist
ist Ein Herr: du sollst lieben den Herrn, deinen Gott, herabgekommen und hat das Menschliche
aus deinem ganzen Herzen, und aus deiner ganzen angenommen, um die Menschen zu erlösen und zu
Seele,“ Kap. 12,29.30. ferner bei Jesajas: Bereitet beseligen.
einen Weg Jehovah, ebnet in der Oede einen Fußteig II. Er ist herabgekommen als das Göttliche Wahre,
unserem Gott,“ Kap. 40,3; bei Lukas aber: “Du wirst welches das Wort ist, ohne jedoch das Göttliche Gute
vor dem Angesicht des Herrn hergehen, ihm Wege zu davon zu trennen.
bereiten,“ Kap. 1,76; und so auch in andern Stellen. III. Er hat das Menschliche angenommen, gemäss
Auch gebot der Herr Seinen Jüngern, Ihn Herr zu Seiner Göttlichen Ordnung.
nennen, und darum wurde Er auch von den Aposteln IV. Das Menschliche, durch das Er sich in die Welt
in ihren Briefen so genannt, und nachher in der sandte, ist, was der Sohn Gottes heisst.

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V. Der Herr hat sich durch die Handlungen der und Gerechtigkeit üben wird auf Erden, und dies Sein
Erlösung zur Gerechtigkeit gemacht. Name, Jehovah unsere Gerechtigkeit,“ Jer 23,5.6;
VI. Durch eben diese Handlungen hat Er Sich mit 33,15.16. Ebenso in andern Stellen, in welchen die
dem Vater, und der Vater Sich mit Ihm vereinigt; Ankunft des Herrn genannt wird der Tag Jehovah‘s,
auch gemäss der Göttlichen Ordnung. wie Jes 13,6.9.13.22; Ezech 31,15; Joel 1,15;
VII. So ist Gott Mensch geworden, und der Mensch 2,1.2.11; 3,2.4; 4,1.14.18; Amos 5,13.18.20; Zeph
Gott in Einer Person. 1,7 bis 18; Sach 14,1.4 bis 21. und in andern mehr.
VIII. Das Fortschreiten zur Vereinigung war der Stand Dass Jehovah selbst herabstieg und das Menschliche
Seiner Entäußerung, und die Vereinigung selbst der annahm, erhellt deutlich bei Lukas, wo es heisst:
Stand Seiner Verherrlichung. „Maria sprach zu dem Engel: Wie wird dies
IX. Von nun an kommt Keiner von den Christen in geschehen, da ich von keinem Manne weiss? Der
den Himmel, wenn er nicht an den Herrn Gott Engel gab ihr zur Antwort: Der Heilige Geist wird
Seligmacher glaubt, und sich allein an Ihn wendet. über dich kommen, und die Kraft des Höchsten dich
Doch dies soll im Einzelnen erklärt werden. überschatten; daher wird das Heilige, das aus dir
geboren wird, Sohn Gottes genannt werden,“ Kap
1,34.35; und bei Matthäus: “Der Engel sprach zu
82. I. JEHOVAH GOTT IST HERABGEKOMMEN UND Joseph, dem Verlobten Maria‘s, im Traum: Das in ihr
HAT DAS MENSCHLICHE ANGENOMMEN, DIE Erzeugte ist aus dem Heiligen Geist; und Joseph
MENSCHEN ZU ERLÖSEN UND SELIG ZU MACHEN. erkannte sie nicht, bis sie [ihren erstgebornen] Sohn
In den christlichen Kirchen glaubt man heut zu Tage, geboren hatte, und nannte Seinen Namen Jesus,“ Kap
Gott der Schöpfer des Alls habe einen Sohn von 1,20.25; dass unter dem Heiligen Geist verstanden
Ewigkeit gezeugt, und dieser sei herabgestiegen und wird das Göttliche, das von Jehovah Gott ausgeht,
habe das Menschliche angenommen, die Menschen zu wird man im dritten Kapitel dieses Werkes sehen. Wer
erlösen und selig zu machen; allein dies ist ein weiss nicht, dass das Kind aus dem Vater die Seele
Irrthum, und fällt von selbst, sobald man nur bedenkt, und das Leben hat, und dass aus der Seele der Leib
dass Gott Einer ist, und dass es mehr als stammt? Was wird also deutlicher gesagt, als dass der
mährchenhaft vor der Vernunft ist, dass der Eine Gott Herr aus Jehovah Gott Seele und Leben hatte, und da
von Ewigkeit her einen Sohn gezeugt habe und auch, das Göttliche nicht getheilt werden kann, dass des
dass Gott der Vater zusammt dem Sohn und sammt Vaters Göttliches selbst Seine Seele und Sein Leben
dem Heiligen Geist, von welchen jeder für sich war? Deshalb nannte der Herr so oft Jehovah Seinen
besonders Gott sein soll, Ein Gott sei; dieses Vater, und Jehovah Gott nannte Ihn Seinen Sohn.
Mährchenhafte verschwindet völlig wie eine Was könnte man demnach Ungereimteres hören, als
Sternschnuppe in die Luft, sobald aus dem Worte dass die Seele unseres Herrn aus der Mutter Maria
bewiesen wird, dass Jehovah Gott selbst war, wie heut zu Tage nicht nur die
herabgestiegen, und Mensch und auch Erlöser Römisch=Katholischen, sondern auch die Protestanten
geworden ist. Was das Erste anbelangt, dass nämlich träumen, und noch nicht durch das Wort aufmerksam
Jehovah Gott Selbst herabgestiegen, und Mensch geworden sind?
geworden ist, so erhellt es aus folgenden Stellen:
“Sieh‘, die Jungfrau wird empfangen, und einen Sohn 83. Dass irgend ein von Ewigkeit gezeugter Sohn
gebären, den man nennen wird Gott mit uns,“ Jes. herabgestiegen sei und das Menschliche angenommen
7,14; Matth 1,22.23. “Ein Knabe ist uns geboren, ein habe, zerfällt als ganz irrig und wird zerstreut durch
Sohn ist uns gegeben, auf dessen Schulter die Stellen im Wort, in welchen Jehovah selbst sagt, dass
Herrschaft ist, und Seinen Namen wird man nennen Er der Heiland und Erlöser sei, und diese sind
Wunderbar, Gott, Held, Vater der Ewigkeit, Fürst des folgende: “Bin Ich nicht Jehovah, und ausser Mir kein
Friedens,“ Jes 9,5.6. “ an wird an jenem Tage Gott mehr, ein gerechter Gott und Heiland ist nicht
sprechen: Siehe, der ist unser Gott, den wir erwartet ausser Mir,“ Jes 45,21.22. “Ich Jehovah, und ausser
haben, dass Er uns befreie; dieser ist Jehovah, den wir Mir kein Heiland,“ Jes 43,11. “Ich Jehovah dein Gott,
erwarteten, frohlocken, laßt uns und uns freuen in und ausser Mir sollst du keinen Gott anerkennen, und
Seinem Heil,“ Jes 25,9. “Die Stimme eines Rufers in kein Heiland [ist] ausser Mir,“ Hosch 13,4. „Dass
der Wüste: Bereitet einen Weg Jehovah, ebnet in der wisse alles Fleisch, dass Ich Jehovah dein Heiland bin
Oede einen Fußsteig unsrem Gott, und sehen wird und dein Erlöser,“ Jes 49,26; 60,16. “Was unsern
[ihn] alles Fleisch zugleich, Jes 40,3.5. “Sieh‘, der Erlöser anbelangt, so ist Jehovah Zebaoth Sein
Herr Jehovah kommt im Starken, und Sein Arm wird Name,“ Jes 47,4. “Ihr Erlöser, der starke, Jehovah
für Ihn herrschen, sieh‘ Sein Lohn [ist] mit Ihm, Zebaoth Sein Name,“ Jer 50,34. “Jehovah, mein Fels
gleich einem Hirten wird Er Seine Herde weiden,“ Jes und mein Erlöser,“ Psalm 19,15. „So sprach Jehovah,
40,10.11. “Es sprach Jehovah: Juble, und sei fröhlich, dein Erlöser: Ich Jehovah, der alles macht, und allein
Tochter Sion‘s, siehe, Ich komme, um in deiner Mitte von Mir Selbst,“ Jes 44,24. “So sprach Jehovah, der
zu wohnen: alsdann werden viele Völkerschaften zu König Israels, und dessen Erlöser Jehovah Zebaoth:
Jehovah halten an jenem Tag,“ Sach 2,14.15. “Ich Ich bin der Erste und der Letzte, und ausser Mir ist
Jehovah rief dich in Gerechtigkeit, und werde dich kein Gott,“ Jes 44,6. “Du Jehovah, unser Vater, unser
zum Bund des Volkes geben, Ich Jehovah, dies Mein Erlöser [ist] von Ewigkeit Dein Name,“ Jes 63,16.
Name, Meine Herrlichkeit wird‘ Ich nicht einem “Mit ewigem Erbarmen will Ich erbarmen Mich, so
Andern geben,“ Jes 42,1.6.7.8. “Sieh‘ die Tage sprach Jehovah, dein Erlöser,“ Jes 54,8. “Du hattest
kommen, da Ich David einen gerechten Sproß mich erlöst, Jehovah, [Gott] der Wahrheit,“ Palm
erwecken werden, der als König herrschen und Gericht 31,6. ““Hoffen soll auf Jehovah Israel, weil bei

51
Jehovah Erbarmen, mächtige Erlösung bei Ihm ist;
erlösen wird Er Israel von allen seinen Missethaten,“ 85. II. JEHOVAH GOTT KAM HERAB ALS DAS
Psalm 130,7.8. “Jehovah Gott, und dein Erlöser, der GÖTTLICHE WAHRE, WELCHES DAS WORT IST, OHNE
Heilige Israels, der Gott der ganzen Erde wird Er JEDOCH DAS GÖTTLICHE GUTE DAVON ZU TRENNEN.
heissen,“ Jes 54,5. Aus diesen und gar vielen andern Zweierlei ist, was das Wesen Gottes ausmacht, die
Stellen kann jeder Mensch, welcher Augen und einen Göttliche Liebe und die göttliche Weisheit, oder, was
durch die Augen geöffneten Geist hat, sehen, dass dasselbe ist, das göttliche Gute und das Göttliche
Gott, welcher Einer ist, herabgestiegen und Mensch Wahre; dass diese beiden das Wesen Gottes sind, ist
geworden ist, um die Erlösung zu vollbringen. Wer oben Nr. 36 bis 48 nachgewiesen worden. Diese
kann dies nicht wie im Morgenlichte sehen, wenn er beiden werden im Wort auch unter Jehovah Gott
auf jene göttlichen Aussprüche selbst, welche verstanden, unter Jehovah die Göttliche Liebe oder das
angeführt worden sind, Acht hat? Diejenigen göttliche gute, und unter Gott die Göttliche Weisheit
hingegen, welche im Schatten der Nacht sind infolge oder das Göttliche Wahre; daher kommt, dass sie im
der Selbstbestärkung für die Zeugung eines zweiten Wort in mancherlei Weise unterschieden werden, und
Gottes von Ewigkeit, und für dessen Herabkunft und bald allein Jehovah, bald allein Gott genannt wird;
Erlösungswerk, die verschließen bei jenen göttlichen denn wo vom Göttlichen Guten gehandelt wird, da
Aussprüchen die Augenlider, und sinnen unter diesen, heisst es Jehovah, und wo vom Göttlichen Wahren, da
wie sie dieselben auf ihr Falsches anwenden und heisst es Gott, und wo von beiden, Jehovah Gott.
verdrehen mögen. Dass Jehovah Gott als das göttliche Wahre, welches
das Wort ist, herabgekommen, erhellt bei Johannes,
84. Dass Gott die Menschen nicht anders erlösen, das wo es heisst: „Im Anfang war das Wort, und das Wort
heisst, sie aus der Verdammnis und der Hölle war bei Gott, und Gott war das Wort, alles ist durch
herausziehen konnte, als durch das angenommene Dasselbe gemacht und ohne Dasselbe ist nichts
Menschliche, davon gibt es mehrere Ursachen, welche gemacht, was gemacht ist. Und das Wort ward
im Folgenden der Reihe nach enthüllt werden sollen; Fleisch, und wohnte unter uns,“ Kap 1,1.3.14. Dass
denn die Erlösung war eine Unterjochung der Höllen, unter dem Wort hier das Göttliche Wahre verstanden
und ein Ordnen der Himmel, und nach diesen ein wird, hat seinen Grund darin, dass das in der Kirche
Gründen der Kirche; dies konnte Gott durch Seine befindliche Wort, das Göttliche Wahre selbst ist; denn
Allmacht nicht anders bewirken, als durch das es ist von Jehovah selbst diktirt, und was von
Menschliche, so wie Niemand eine Handarbeit Jehovah diktirt wird, das ist rein das Göttliche Wahre,
verrichten kann, wenn er nicht einen Arm hat; auch und kann auch nichts Anderes sein; weil es aber durch
heisst Sein Menschliches im Worte der Arm die Himmel hindurchgieng bis in die Welt, so ward es
Jehovah‘s, Jes 40,10; 53,1; dann auch wie man eine den Engeln im Himmel und auch den Menschen in
befestigte Stadt nicht anders angreifen und die in ihr der Welt angepaßt; in Folge dessen ist im Wort ein
befindlichen Götzentempel zerstören kann, als durch geistiger Sinn, in welchem das Göttliche Wahre im
vermittelnde Kräfte. Dass Gott in diesem Göttlichen Licht ist, und ein natürlicher Sinn, in welchem das
Werk Allmacht hatte durch Sein Menschliches, ist Göttliche Wahre im Schatten ist; weshalb das
auch aus dem Worte klar; denn Gott, welcher im Göttliche Wahre in diesem Worte das ist, was bei
Innersten und somit Reinsten ist, konnte durchaus Johannes verstanden wird; dies erhellt noch weiter
nicht anders zu dem Aeussersten in dem die Höllen daraus, dass der Herr in die Welt kam, um alles im
sind, und in dem die Menschen jener Zeit waren, Worte zu erfüllen; weshalb man so oft liest, dass
hindurchdringen, wie vergleichungsweise die Seele dieses und jenes Ihm geschehen sei, damit die Schrift
nichts ohne den Körper verrichten kann, oder wie erfüllt würde. Auch wird nichts Anderes als das
niemand Feinde besiegen kann, die ihm nicht vor die Göttliche Wahre verstandne unter dem Messias oder
Augen kommen, oder denen er nicht mit irgend Christus, und nichts Anderes unter dem Sohn des
welchen Waffen, als Lanzen, Schilden oder Flinten, Menschen, auch nichts Anderes unter dem Beistand,
bekommen und sich nähern kann; ohne das dem Heiligen Geist, den der Herr nach Seinem
Menschliche die Erlösung auszuführen, war für Gott Hingang sandte. Dass er in der Verklärung vor den
ebenso unmöglich als es dem Menschen ist, die Indier drei Jüngern auf dem Berge, Matth 17; Mark 9 und
zu unterjochen, ohne vorher Krieger dahin hergeschifft Luk 9 so wie auch vor Johannes in der Offenbarung,
zu haben; oder Bäume zum Wachsthum zu bringen Kap 1,12 bis 16, Sich als jenes Wort darstellte, wird
blos durch Wärme und Licht, ohne das die Luft, durch man im Kapitel von der Heiligen Schrift sehen. Dass
welche diese hindurchgehen, und die Erde geschaffen der Herr in der Welt das Göttlich=Wahre war, erhellt
wäre, aus der sie hervorgebracht werden; ja es ist aus diesen Seinen Worten: “Ich bin der Weg, die
ebenso unmöglich, als Netze in die Luft auszuwerfen, Wahrheit, und das Leben,“ Joh 14,6; und aus
und hier Fische zu fangen, statt in den Gewässern; Folgendem: “Wir wissen, dass der Sohn Gottes
denn Jehovah, wie Er in Sich ist, kann mit Seiner gekommen ist, und uns das Verständnis gegeben hat,
Allmacht keinen Teufel in der Hölle, noch einen dass wir die Wahrheit erkennen, und wir sind in der
Teufel auf der Erde erreichen, und ihn und seine Wuth Wahrheit, in Seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist
in Schranken halten, und seine Heftigkeit zähmen, der wahre Gott und das ewige Leben,“ 1.Joh 5,20.21;
wofern Er nicht im Letzten ist wie im Ersten; im und noch weiter daraus, dass Er das Licht heisst, wie
Letzten ist Er in Seinem Menschlichen; weshalb Er in folgenden Stellen: “Er war das wahre Licht, das
im Worte der Erste und der Letzte, das Alpha und jeden Menschen erleuchtet, der in die Welt kommt,“
Omega, der Anfang und das Ende heisst. Joh 1,4.9. Jesus sagte: „Noch kurze Zeit ist das Licht
bei euch; wandelt, so lang ihr das Licht habt, damit

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euch die Finsternis nicht ergreife; so lang ihr das auch augenscheinlich herausstellt in den Ohnmachten
Licht habt, glaubet an das Licht, damit ihr Kinder des bei den Erstickten und in‘s Wasser Gefallen, bei
Lichtes seiet,“ Joh 12,35.36.46. “Ich bin das Licht der welchen das Athmen aufhört, während die
Welt,“ Joh 9,5. “Simeon sagte: Meine Augen haben zusammenziehende Thätigkeit des Herzens noch
dein Heilbringendes gesehen, ein Licht zur fortdauert; dass sie keine Bewegung und Empfindung
Erleuchtung der Heiden,“ Luk 2,30.31.32. “Das ist haben, ist bekannt. Aehnliches findet Statt bei den
das Gericht, dass das Licht in die Welt kam: wer die Embryonen im Mutterleib; die Ursache ist, weil das
Wahrheit thut, kommt zum Licht,“ Joh 3,19.21. und Herz dem Willen und dessen Gutem, und die Lunge
in andern Stellen; unter dem Licht wird das Göttliche dem Verstand und dessen Wahrheiten entspricht. In
Wahre verstanden. der geistigen Welt stellt sich die Macht des Wahren
ganz besonders deutlich heraus; ein Engel, der in den
86. Dass Jehovah Gott als das Göttliche Wahre in die Göttlichen Wahrheiten vom Herrn her ist, kann,
Welt herabkam, geschah, um die Erlösung zu obwohl er dem Leibe nach so schwach ist, wie ein
vollbringen, und die Erlösung war die Unterjochung Kind, dennoch eine ganze Schaar höllischer Geister,
der Höllen, und das Ordnen der Himmel, und nach wenn sie auch wie die Enakim und Nephilim, das
diesen die Gründung der Kirche; dies zu heisst, wie Riesen erscheinen, in die Flucht jagen, bis
bewerkstelligen vermag das Göttliche Gute nicht, zur Hölle verfolgen und in die dort befindlichen
sondern das Göttliche Wahre aus dem Göttlichen Höhlen hinabstoßen; und wenn sie aus diesen
Guten; das Göttliche Gute an sich betrachtet ist wieder hervorgehen, so wagen sie nicht zu einem Engel
runde Griff eines Degens, oder wie ein abgestumpftes hinzuzutreten. Diejenigen, welche in den Göttlichen
Holz, oder wie ein bloßer bogen, wogegen das Wahrheiten vom Herrn sind, sind in jener Welt wie
göttliche Wahre aus dem Göttlichen Guten wie ein Löwen, obgleich sie den Leibern nach nicht stärker
scharfes Schwert, und ein zum Speer verarbeitetes sind als Schafe. Ebenso verhält es sich mit Menschen,
Holz, und wie ein Bogen mit Pfeilen ist, welche die in den göttlichen Wahrheiten vom Herrn her sind,
gegen die Feinde etwas vermögen: unter den gegenüber dem Bösen und falschen, somit gegenüber
Schwertern, Speeren und Bogen werden auch im den dicht geschlossenen Schaaren der Teufel, die
geistigen Sinn des Wortes die kämpfenden Wahrheiten ihrem Wesen nach nichts Anderes sind, als Böses und
verstanden, (man sehe die Enthüllte Offenbarung, Nr. Falsches. Dem Göttlichen Wahren wohnt aber darum
52.299.436, wo dies nachgewiesen worden ist.) Auch eine solche Stärke inne, weil Gott das Gute selbst und
das böse und Falsche, in dem die gesammte Hölle war das Wahre selbst ist, und durch das Göttliche Wahre
und fortwährend ist, konnte nicht anders, als durch das Weltall geschaffen hat, und alle Ordnungsgesetze,
das Göttliche Wahre aus dem Worte bekämpft, durch die Er das Weltall erhält, Wahrheiten sind;
überwunden und unterjocht werden; noch konnte weshalb es bei Johannes heisst, dass durch das Wort
durch etwas Anderes der neue Himmel, der damals alles gemacht wurde, und ohne Dasselbe nichts
auch geschaffen wurde, gegründet, gebildet und gemacht wurde, was gemacht ist, Kap 1,3.10., und
geordnet werden; noch konnte durch etwas Anderes bei David: “Durch‘s Wort Jehovah‘s sind die Himmel
eine neue Kirche auf Erden gegründet werden; auch gemacht, und all ihr Heer durch Seines Mundes
sonst gehört alle Stärke, alle Kraft und macht Gottes Geist,“ Psalm 33,6.
dem Göttlichen Wahren aus dem Göttlichen Guten an.
Dies war der Grund, warum Jehovah Gott als das 88. Dass Gott, obwohl Er als das Göttliche Wahre
Göttliche Wahre, welches das Wort ist, herniederstieg; herabkam, dennoch das Göttliche Gute nicht davon
darum heisst es auch bei David: „Gürte Dein Schwert trennte, erhellt aus der Empfängnis, von der man liest,
um [Deine] Hüfte, Mächtiger! Und steig hinan in dass die Kraft des Höchsten Maria überschattet habe,
Deiner Herrlichkeit, reit auf dem Wort der Wahrheit, Luk 1,35, wo unter der Kraft des Höchsten das
Dich wird Wunderbares Deine Rechte lehren, Deine göttliche gute verstanden wird; dasselbe erhellt aus
Geschosse sind scharf, es werden fallen unter Dir die Stellen, in welchen Er sagt, dass der Vater in Ihm sei
Feinde,“ Psalm 45,4.5.6.; dies in Beziehung auf den und Er im Vater; dass Alles, was der Vater hat, sein
Herrn, Seine Kämpfe mit den Höllen und Seine Siege sei, und dass der Vater und Er Eins seien, und andern
über sie. mehr; unter dem Vater wird das Göttliche Gute
verstanden.
87. Wie das Gute ohne das Wahre, und wie das Wahre
ohne das Gute beschaffen ist, zeigt sich deutlich an
dem Menschen; all sein Gutes hat seinen Sitz im 89. III. G OTT NAHM DAS MENSCHLICHEANGEMÄSS
Willen, und alles Wahre den seinigen im Verstand; S EINER GÖTTLICHEN ORDNUNG.
und der Wille kann aus seinem guten gar nichts thun, In dem Abschnitt von der Göttlichen Allmacht und
ausser durch den Verstand, er kann nicht wirken, nicht Allwissenheit ist gezeigt worden, dass Gott zugleich
reden und nicht empfinden, alle seine Kraft und Macht mit der Schöpfung sowohl in das Weltganze, als in
äußert sich durch den Verstand, mithin durch das Alles und Jedes desselben eine Ordnung eingeführt
Wahre; denn der Verstand ist das Aufnahmsgefäss und hat; und dass darum Gottes Allmacht im Weltganzen
die Wohnstätte des Wahren. Es verhält sich damit und in allen und jeden Theilen desselben gemäss den
ebenso wie mit der Wirksamkeit des Herzens und der Gesetzen Seiner Ordnung verfährt und wirkt, wovon
Lunge im Körper; das Herz bringt ohne das Athmen oben Nr. 49 bis 74 der Reihe nach gehandelt worden
der Lunge gar keine Bewegung, noch irgend eine ist. Da nun Gott herabkam, und da Er selbst die
Empfindung hervor, sondern diese beiden bringt das Ordnung ist, wie gleichfalls dort gezeigt wurde, so
Athmen der Lunge aus dem Herzen hervor, was sich konnte Er, um auch in der Wirklichkeit Mensch zu

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werden, nicht umhin, empfangen, im Mutterleibe hineinlegen wie eine einfache Wolfische Substanz, in
getragen, geboren, erzogen zu werden, und nach und welcher, wie der Urheber selbst sagt, das Verdienst
nach Kenntnisse in sich aufzunehmen, und durch diese des Sohnes dem ganzen Inhalt nach sich befinde, die
in die Einsicht und Weisheit eingeführt zu werden; jedoch nicht getheilt werden könne, weil sie, wenn sie
weshalb Er dem Menschlichen nach Kind war wie ein getheilt wird, in ein Nichts zerfalle; und überdies,
Kind, Knabe wie ein Knabe, und so weiter; mit dem dass Er wie durch eine päpstliche Bulle die Sünden
alleinigen Unterschied, dass Er schneller, wem Er will vergeben, und auch den ganz Gottlosen
vollständiger und vollkommener als Andere diesen von seinem finstern Bösen reinigen, und so den, der
Lauf vollendete. Dass Er der Ordnung gemäss so schwarz wie der Teufel ist, weißglänzend wie einen
fortschritt, erhellt aus Folgendem bei Lukas: “Der Engel des Licht machen könne, ohne dass der Mensch
Knabe Jesus wuchs und erstarkte am Geist, und nahm sich mehr als ein Stein bewegt, sondern während dem
zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den stehen bleibt wie eine Standsäule oder ein Götzenbild;
Menschen,“ Kap 2,40.52; dass Er schneller, nicht zu gedenken vieler andern Verrücktheiten,
vollständiger und vollkommener als Andere [zunahm], welche diejenigen, die eine unbedingte göttliche
erhellt aus dem, was bei demselben Evangelisten von Macht ohne Kenntnis und Anerkennung irgend einer
Ihm gesagt wird, nämlich, dass Er schon als Knabe Ordnung annehmen, wie der Worfler die Spreu in die
von zwölf Jahren im Tempel mitten unter den Lehrern Luft ausstreuen können; diese können in geistigen
saß und lehrte, und dass alle, die Ihn hörten, staunten Dingen, welche den Himmel und die Kirche und
über Seine Einsicht und Seine Antworten, Kap somit das ewige Leben betreffen, von den göttlichen
2,46.47; und nachher Kap 4,16 bis 22.32. Dies ist Wahrheiten abirren, wie der Blinde im Walde, der
geschehen, weil es göttliche Ordnung ist, dass der bald über Steine fällt, bald die Stirn an einen Baum
Mensch sich selbst zur Aufnahme Gottes zubereite, stößt, bald die Haare in dessen Zweige verstrickt.
und je wie er sich zubereitet, so Gott in ihn als in
Seine Wohnstätte und Behausung eingehe; und diese 91. Die göttlichen Wunder sind auch der göttlichen
Zubereitung geschieht durch Erkenntnisse Gottes und Ordnung gemäss geschehen, allein nach der Ordnung
der geistigen Dinge, die zur Kirche gehören, und so des Einflusses der geistigen Welt in die natürliche
durch Einsicht und Weisheit; denn Gesetz der Welt, von welcher Ordnung bisher niemand etwas
Ordnung ist, dass in wie weit der Mensch zu Gott wußte, weil niemand etwa wußte von der geistigen
hintritt und sich Ihm naht, was er ganz wie von sich Welt; welcherlei aber diese Ordnung ist, wird seiner
thun soll, in so weit Gott zum Menschen hinzutrete Zeit kund gethan werden, wenn von den göttlichen
und sich ihm nahe, und in dessen Mitte sich mit ihm Wundern und von den magischen Wundern die Rede
verbinde; dass der Herr nach dieser Ordnung bis zur sein wird.
Vereinigung mit Seinem Vater fortschritt, wird im
Folgenden noch weiter gezeigt werden.
92. IV. DAS MENSCHLICHE, DURCH DAS GOTT S ICH
90. Solche, die nicht wissen, dass die Göttliche IN DIE WELT SANDTE, IST DER S OHN GOTTES.
Allmacht der Ordnung gemäss verfährt und wirkt, Der Herr hat oft gesagt, dass der Vater Ihn gesandt
können Vieles, das der gesunden Vernunft habe und dass Er vom Vater gesandt worden sei, z.B.
zuwiderläuft und sich selbst widerspricht, aus der Matth 10,40; 15,24; Joh 3,17.34; 5,23.24.36.37.38;
Phantasie ausbrüten, wie z.B. warum Gott nicht 6,29.39.40.44.57; 7,16.18.28.29; 8,16.18.29.42; 9,4
unmittelbar, ohne solchen Entwicklungsgang, das und sehr oft anderwärts; und dies sagt Er, weil unter
Menschliche annahm; warum Er nicht aus den dem in die Welt gesandt werden verstanden wird, sich
Elementen von den vier Weltgegenden Sich einen herablassen und zu den Menschen kommen, und dies
Körper schuf oder zusammenfügte, und so als geschehen ist durch das Menschliche, das Er durch die
Gottmensch vor dem jüdischen Volk, ja vor der Jungfrau Maria annahm; auch ist das Menschliche
ganzen Welt Sich sichtbar darstellte; oder, wenn Er wirklich der Sohn Gottes, weil es von Jehovah Gott
geboren werden wollte, warum Er nicht schon dem als dem Vater empfangen wurde, nach Luk 1,32.35.
Embryo oder Sich als Kind all Sein Göttliches Es heisst Sohn Gottes, Sohn des Menschen und Sohn
eingoß, oder warum Er nicht [gleich] nach der Geburt Maria‘s, und unter dem Sohne Gottes wird verstanden
sich zur Leibeshöhe eines Erwachsenen erhob und Jehovah Gott in Seinem Menschlichen, unter dem
alsbald aus der göttlichen Weisheit redete. Solche und Sohn des Menschen der Herr in Rücksicht des Wortes,
ähnliche Dinge können die, welche über die Göttliche und unter dem Sohn Maria‘s das eigentlich
Allmacht ohne Hinzunahme der Göttlichen Ordnung Menschliche, das Er annahm. Dass unter dem Sohne
denken, empfangen und ausgebären, und so die Kirche Gottes und unter dem Sohne des Menschen jene zwei
mit Wahngedanken und läppischen Dingen erfüllen, verstanden werden, wird im Folgenden bewiesen
wie dies auch wirklich geschehen ist, z.B. darin, dass werden; dass unter dem Sohn Maria‘s das blos
Gott einen Sohn von Ewigkeit habe zeugen und Menschliche verstanden wird, stellt sich deutlich an
machen können, dass dann auch ein dritter Gott aus der Zeugung des Menschen heraus, sofern die Seele
Ihm und dem Sohne hervorging; ferner, dass Er auf aus dem Vater ist und der Leib aus der Mutter; denn
das menschliche Geschlecht habe können zürnen, es dem Samen des Vaters wohnt die Seele inne, und
mit Fluch belegen und wollen, dass Er durch den diese wird mit einem Körper umkleidet bei der
Sohn zum Erbarmen zurückgebracht werde, und zwar Mutter, oder, was dasselbe ist, alles Geistige, das
durch Fürbitte und die Erinnerung an dessen Kreuz; Mensch hat, ist vom Vater, und alles Materielle
und überdies die Gerechtigkeit Seines Sohnes in den kommt ihm von der Mutter; was den Herrn betrifft, so
Menschen hineinversetzen und in sein Herz war das Göttliche, das Er hatte, von Jehovah dem

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Vater, und das Menschliche hatte Er von der Mutter; werden,“ Luk 1,35. Dass Jehovah und der Heilige
diese zwei vereinigt sind der Sohn Gottes; dass dem Israel‘s Eins sind, obwohl sie besonders genannt
so ist, erhellt deutlich aus der Geburt des Herrn, von werden, kann aus den auch hier angeführten Stellen
der es bei Lukas heisst: “Der Engel Gabriel sprach zu erhellen, nach welchen Jehovah jener Heilige Israel‘s
Maria: Der heilige Geist wird über dich kommen und ist. Dass der Herr der Gott Israel‘s heisst, erhellt auch
die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum aus sehr vielen Stellen, als: Jes 17,6; 21,10.17;
wird das Heilige, das aus dir geboren wird, Gottes 24,25; 29,23; Jerem 7,3; 9,14; 11,3; 13,12; 16,9;
Sohn genannt werden,“ Kap 1,35. Der Herr nannte 19,3.15; 23,2; 24,5; 25,15.27; 29,4.8.21.25; 30,2;
sich den vom Vater Gesandten, auch darum, weil 31,23; 32,14.15.36; 33,4; 34,2.13; 35,13.17.18.19;
durch den Gesandten Gleiches bezeichnet wird, wie 37,7; 38,17; 39,16; 42,9.15.18; 43,10; 44,2.7.11.25;
durch den Engel, indem Engel in der Grundsprache 48,1; 50,18;51,33; Ezech. 8,4; 9,33; 10, 19.20; 1,22;
einen Gesandten bedeutet; denn bei Jesajas heisst es: 43,2; 44,2; Zeph 2,9; Psalm 41,14; Ps 59,6; Ps 68,9.
“Der Engel der Angesichte Jehovah‘s hat sie befreit,
um Seiner Liebe und um Seiner Gnade willen hat Er 134. In den christlichen Kirchen unserer Zeit ist es
sie erlöst,“ Kap 63,9., und bei Malachia: “Schnell gewöhnlich, den Herrn unsern Heiland den Sohn
wird zu Seinem Tempel kommen der Herr, den ihr Maria‘s zu nennen, und selten den Sohn Gottes,
suchet, und der Bundesengel, nach dem ihr verlanget,“ ausser wenn man den von Ewigkeit gezeugten Sohn
Kap 3,1, andere Stellen zu übergehen. Dass eine Gottes darunter versteht; dies kommt daher, dass die
Göttliche Dreiheit, Gott Vater, Sohn und heiliger Römisch=Katholiken die Mutter Maria mehr als die
Geist im Herrn ist, und dass der Vater in Ihm das Uebrigen geheiligt, und sie wie eine Göttin oder
Urgöttliche, der Sohn das Göttliche Menschliche, und Königin allen ihren Heiligen vorgesetzt haben,
der heilige Geist das ausgehende Göttliche ist, wird während doch der Herr, als Er Sein Menschliches
man im dritten Kapitel dieses Werkes sehen, wo von verherrlichte, alles, was Er von Seiner Mutter hatte,
der göttlichen Dreieinheit die Rede sein wird. auszog, und alles, was dem Vater angehörte, anzog,
wie dies im Verfolg dieses Werkes vollständig
93. Weil von dem Engel Gabriel zu Maria gesagt nachgewiesen werden wird. Aus dieser gewöhnlichen
wurde: “Das Heilige, das aus dir geboren werden wird, [Ausdrucksweise], die in Aller Mund ist, Ihn den
wird Gottes Sohn genannt werden,“ so sollen aus dem Sohn Maria‘s zu nennen, flossen mehrere Gräuel in
Worte Stellen angeführt werden, nach welchen der die Kirche ein, besonders bei denen, welche bei ihrem
Herr dem Menschlichen nach der heilige Israel‘s Urtheil nicht berücksichtigten, was im Worte vom
heisst: “Ich war sehend in Gesichten, und siehe, ein Herrn steht, z.B. dass der Vater und Er Eins seien,
Wächter und Heiliger stieg aus dem Himmel herab,“ dass Er im Vater und der Vater in Ihm sei, dass alles,
Dan 4,10.20. “Gott wird aus Theman kommen, und was der Vater hat, Sein sei, dass Er Jehovah Seinen
der Heilige vom Berge Paran,“ Habak 3,3. “Ich Vater nannte, und Jehovah der Vater Ihn Seinen Sohn.
Jehovah, der Heilige [Israel‘s], der Schöpfer Israel‘s, Die Gräuel, die in die Kirche davon einflossen, dass
euer Heiliger, Jes 43,3.11.14.15. “So sprach Jehovah, man Ihn den Sohn Maria‘s und nicht den Sohn Gottes
der Erlöser Israel‘s, Sein Heiliger,“ Jes 49,7. “Ich nennt, sind, dass die Idee der Göttlichkeit des Herrn
Jehovah, dein Gott, der Heilige Israel‘s, dein verloren geht, und mit dieser auch alles das, was im
Heiland,“ Jes 42,1.3. Was unsern Erlöser anbelangt, Worte in Beziehung auf Ihn als Sohn Gottes gesagt
so ist Jehovah Zebaoth Sein Name, der Heilige worden ist; ferner dass dadurch hereinbricht der
Israel‘s,“ Jes 43,14; 48,17. “Jehovah Zebaoth Sein Judaismus, der Arianismus, der Socinianismus, der
Name, und dein Erlöser, der Heilige Israel‘s,“ Jes Calvinismus, wie dieser in seinem Anfang war, und
54,5. “Sie versuchten Gott und den Heiligen Israel‘s,“ zuletzt der Naturalismus, und mit diesem der
Psalm 78,41. “Sie verließen Jehovah und forderten Fanatismus, dass Er der Sohn der Maria aus Joseph
heraus den Heiligen Israel‘s,“ Jes 1,4. „Sie sprachen: gewesen sei; ferner, dass Er Seine Seele aus der
Schafft weg von unsern Angesichtern den Heiligen Mutter hatte und dass Er somit Sohn Gottes heiße,
Israel‘s; darum sprach also der heilige Israel‘s,“ Jes ohne es zu sein; es frage sich Jeder, sowohl der
30,11.12. “Die da sprachen: Er beschleunige Sein Geistliche, als der Laie, ob er von dem Herrn als dem
Werk, dass wir es sehen, und es nahe sich und komme Sohn der Maria eine andere Vorstellung als die eines
der Rathschluß des Heiligen Israel‘s“ Jes 5,19. “An blossen Menschen gefasst habe und hege. Weil eine
jenem Tage werden sie sich auf Jehovah stütze, auf solche Vorstellung schon im dritten Jahrhundert, da
den Heiligen Israel‘s in der Wahrheit,“ Jes 10,20. die Arianer aufstanden, unter den Christen
„Jauchze und juble, Tochter Sions, denn gross in vorzuherrschen begann, so erdichtete die Nicänische
deiner Mitte ist der Heilige Israel‘s,“ Jes 12,6. Kirchenversammlung, um dem Herrn die Göttlichkeit
“Ausspruch des Gottes Israel‘s: An jenem Tage zu retten, einen von Ewigkeit her gezeugten Sohn;
werden seine Augen auf den Heiligen Israel‘s allein durch diese Erdichtung wurde zwar damals und
schauen,“ Jes 17,7. “Die Dürftigen unter den wird bei Vielen auch noch heut zu Tage das
Menschen werden frohlocken in dem Heiligen Menschliche des Herrn zum Göttlichen erhoben,
Israel‘s,“ Jes 29,1941,16. Das Land ist voll jedoch nicht bei denen, welche unter der
Verschuldung gegen den Heiligen Israel‘s, Jer 51,5 hypostatischen Vereinigung eine Vereinigung wie
und außerdem Jes 55,5; 60,9 und anderwärts. Unter zwischen Zweien verstehen, von welchen der Eine
dem Heiligen Israel‘s wird verstanden der Herr in oben und der Andere unten ist. Was Anderes ist
Rücksicht des Göttlich=Menschlichen; denn der Engel jedoch die Folge hievon, als dass die ganze christliche
sprach zu Maria: “Das Heilige, das aus dir wird Kirche, welche einzig auf die Verehrung Jehovah‘s im
geboren werden, wird der Sohn Gottes genannt Menschlichen, mithin auf den Gottmenschen

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gegründet ist, zu Grunde geht? Dass niemand den erretten,“ Jes 63,1. “Sitzen wird Er auf dem Throne
Vater sehen, noch Ihn erkennen, noch zu Ihm David‘s und über dessen Reich, es zu befestigen in
kommen, noch an Ihn glauben kann, ausser durch dem Gericht und in Gerechtigkeit,“ Jes 9,6. “Zion
Sein Menschliches, erklärt der Herr in vielen Stellen; wird in Gerechtigkeit erlöset werden,“ Jes 1,27.
geschieht dies nicht, so verkehrt sich aller edle Same
der Kirche in unedlen Samen, der Same des Oelbaums 96. Die, welche bei uns die erste Stelle in der Kirche
in Samen der Fichte, der Same des einnehmen, beschreiben die Gerechtigkeit des Herrn
Pomeranzenbaums, des Zitronenbaums, des Apfel= ganz anders, und machen überdies durch Uebertragung
und des Birnbaums in Samen der Weide, der Ulme, derselben auf den Menschen dessen Glauben zum
der Linde, der Stechpalme; der Weinstock in seligmachenden, während jedoch die Wahrheit ist,
Schilfrohr, der Weizen und die Gerste in Spreu, ja alle dass die Gerechtigkeit des Herrn, weil sie von solcher
geistige Speise wird wie der Staub, den Schlangen Beschaffenheit und solchen Ursprungs, und in sich
fressen; denn in dem Menschen wird das geistige rein göttlich ist, nicht mit irgend einem Menschen
Licht zum natürlichen und zuletzt zum verbunden werden, und somit keinerlei Beseligung
Fleischlich=Sinnlichen, das an sich betrachtet ein hervorbringen kann, ebensowenig als das göttliche
Irrlicht ist; ja der Mensch wird alsdann wie ein Vogel, Leben, welches die Göttliche Liebe und Weisheit ist;
dem, während er in der Höhe fliegt, die Flügel der Herr kehrt zwar mit diesen bei jeglichem
abgerissen werden, worauf er auf die Erde herabfällt Menschen ein, wofern aber der Mensch nicht nach der
und nun auf dieser einherschreitend nichts weiter um Ordnung lebt, so ist zwar jenes Leben in ihm, trägt
sich her sieht, als was vor seinen Füssen liegt; und aber gar nichts zu seinem heile bei, sondern verleiht
dann denkt er über die geistigen Dinge der Kirche, die im blos die Fähigkeit, das Wahre einzusehn und das
für das ewige Leben berechnet sind nicht anders als Gute zu thun. Nach der Ordnung leben, heisst nach
ein Gaukler; dies geschieht, wenn der Mensch den den Geboten Gottes leben, und wenn der Mensch so
Herrn Gott Erlöser und Heiland als blossen Sohn der lebt und thut, so erwirt er sich Gerechtigkeit; nicht die
Maria, somit als blossen Menschen ansieht. Gerechtigkeit der Erlösung des Herrn, sondern den
Herrn selbst als die Gerechtigkeit; solche sind es, die
verstanden werden unter folgendem: “Wofern eure
95. V. DER HERR HAT S ICH DURCH DIE Gerechtigkeit nicht besser ist als die der
HANDLUNGENDERERLÖSUNG ZUR GERECHTIGKEIT Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr nicht in das
GEMACHT. Himmelreich eingehen,“ Matth. 5,20. “Selig sind, die
Dass der Herr Allein Verdienst und Gerechtigkeit habe Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen, denn
durch den Gehorsam, den Er Gott dem Vater in der ihrer ist das Himmelreich,“ Matth. 5,10. “In der
Welt geleistet, und besonders durch das Leiden am Vollendung des Zeitlaufs werden die Engel ausgehn,
Kreuz, sagt und glaubt man heut zu Tage in den und die Bösen ausscheiden aus der Mitte der
christlichen Kirchen; allein man meinte, das Leiden Gerechten,“ Matth 13,49., und so noch anderwärts;
am Kreuz sei die eigentliche Handlung der Erlösung unter den Gerechten werden im Worte die verstanden,
gewesen, während es doch nicht eine Handlung der die nach der göttlichen Ordnung gelebt haben, den die
Erlösung war, sondern eine Handlung der göttliche Ordnung ist die Gerechtigkeit. Die
Verherrlichung Seines Menschlichen, wovon im Gerechtigkeit selbst, zu welcher der Herr durch die
folgenden Abschnitt von der Erlösung; die Handlungen der Erlösung geworden ist, kann dem
Handlungen der Erlösung, durch welche der Herr Sich Menschen nicht anders zugeschrieben, eingeschrieben,
zur Gerechtigkeit machte, waren, dass Er das Letzte angepaßt und verbunden werden, als das Licht dem
Gericht, das in der geistigen Welt Statt hatte, Auge; der Schall dem Ohr, der Wille den Muskeln des
vollbrachte, und dabei die Bösen von den Guten und Handelnden, der Gedanke der Lippen des Redenden,
die Böcke von den Schafen ausschied, und die, welche die Luft der athmenden Lunge, die Wärme dem Blut,
Eins ausmachten mit den Thieren des Drachen, aus und so weiter, und dass diese einfließen und sich
dem Himmel stieß, und aus den Würdigen einen beifügen, ohne sich zu verbinden, nimmt Jeder an sich
neuen Himmel gründete, und aus den Unwürdigen wahr. Die Gerechtigkeit wird aber erworben, in wie
eine Hölle; und nach und nach in beiden alles in weit der Mensch Gerechtigkeit übt; und er übt
Ordnung brachte, und überdies eine neue Kirche Gerechtigkeit, in wie weit er aus Liebe zum Gerechten
gründete. Diese Handlungen waren die Handlungen und Wahren mit dem Nächsten verfährt; in dem Guten
der Erlösung, durch welche der Herr Sich zur selbst, oder in dem Nutzen selbst, den er schafft,
Gerechtigkeit machte; denn die Gerechtigkeit ist, alles wohnt die Gerechtigkeit; denn der Herr sagt, dass
der göttlichen Ordnung gemäss thun und in die jeder Baum an seiner Frucht erkannt werde; wer
Ordnung zurückbringen, was von der Ordnung erkennt nicht den Andern an seinen Werken, wenn er
abgewichen ist, denn die göttliche Ordnung ist selbst darauf Acht hat, zu welchem Endzweck und mit
die Gerechtigkeit. Diese Dinge werden verstanden welchem Willensvorsatz, mit welcher Absicht und aus
unter folgenden Worten des Herrn: “Mir kommt zu, welchem Grund sie geschehen? Darauf merken alle
alle Gerechtigkeit (Gottes) zu erfüllen,“ Matth 3,15; Engel und auch alle Weisen in unserer Welt;
und unter folgenden im Alten Testament: “Sieh‘, Die überhaupt wird jedes Gewächs und jeder Sprößling
Tage werden kommen, da Ich David einen gerechten aus der Erde an seiner Blüte und an seinem Samen,
Sproß erwecken werde, der als König herrschen und und an deren Nutzen erkannt; jedes Metall an seiner
üben wird Gerechtigkeit auf Erden, und dies Sein Güte; jeder Stein an seiner Qualität; jeder Acker an der
Name: Jehovah unsere Gerechtigkeit,“ Jer 23,5.6.; seinigen; jede Speise an der ihrigen, dann auch
33,15.16. “Ich rede in Gerechtigkeit, mächtig zu jegliches Thier der Erde und jeder Vogel des Himmels

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an der seinigen; um wie viel mehr der Mensch? Doch Leben hatte; weshalb Er sagt, “dass Er und der Vater
über die Beschaffenheit der Werke des Menschen, Eins seien,“ Joh 10,30. “Dass wer Ihn sieht und
woher sie kommt, wird im Kapitel vom Glauben erkennt, den Vater sieht und erkennt,“ Joh 14,9.
Aufschluss gegeben werden. “Würdet ihr Mich kennen, so würdet ihr auch Meinen
Vater kennen,“ Joh 8,19. “Wer Mich aufnimmt,
nimmt Den auf, der Mich gesandt hat,“ Joh 13,20.
97. VI. DURCH DIESELBEN HANDLUNGE HAT DER Dass Er „im Schosse des Vaters sei,“ Joh 1,18. Dass
HERR S ICH MIT DEM VATER UND DER VATER S ICH „alles, was der Vater hat, Sein sei,“ Joh 16,15. Dass
MIT IHM VEREINIGT. Er Vater der Ewigkeit heiße, Jes 9,5. Dass Er daher
Die Vereinigung geschah durch die Handlungen der Gewalt über alles Fleisch habe, Joh 17,2 und alle
Erlösung, weil der Herr sie aus Seinem Menschlichen Gewalt im Himmel und auf Erden, Matth 28,18. Aus
wirkte, und je wie Er sie wirkte, so trat das Göttliche, diesen und vielen Stellen im Worte kann man deutlich
das unter dem Vater verstanden wird, näher hinzu, sehen, dass die Vereinigung des Vaters mit Ihm wie
stand bei und wirkte mit, und zuletzt verbanden sie die der Seele und des Leibes ist; weshalb Er auch im
sich so, dass sie nicht mehr zwei, sondern Eines Alten Testament öfter Jehovah, Jehovah Zebaoth und
waren; und diese Vereinigung ist die Verherrlichung, Jehovah der Erlöser heisst, man sehe oben Nr. 83.
von der im Folgenden. 98. Dass der Vater und der
Sohn, das heisst, das Göttliche und das Menschliche, 99. Dass diese Vereinigung eine gegenseitige ist,
im Herrn vereinigt sind, wie Seele und Leib, ist zwar erhellt deutlich aus folgenden Stellen im Worte:
ein Theil des Glaubens der heutigen Kirche, und “Philippus, glaubest du nicht, dass Ich im Vater bin,
gründet sich auch auf das Wort, allein dennoch gibt es und der Vater in Mir ist? Glaubet Mir, dass Ich im
unter hundert kaum fünf, oder unter tausend kaum Vater bin, und der Vater in Mir ist,“ Joh 14,10.11.
fünfzig, die dies wissen; der Grund liegt in der Lehre “Damit ihr erkennet und glaubet, dass der Vater in mir
von der Rechtfertigung durch den blossen glauben, auf ist, und Ich im Vater bin,“ Joh 10,36.38. “Damit alle
die sich die Meisten von der Geistlichkeit, die nach Eins seien, wie Du, Vater, in Mir, und Ich in Dir,“
dem Ruf der Gelehrsamkeit um der Ehrenstellen und Joh 17,21. “Vater, alles Meine ist dein, und alles
des Gewinnes willen streben, mit allem Eifer legen, Deine ist mein,“ Joh 17,10. Die Vereinigung ist aber
bis dies Lehre wie heutzutage ihr ganzes Gemüth gegenseitig, weil es keinerlei Vereinigung oder
eingenommen und besetzt hält, und weil dieselbe ihre Verbindung zwischen Zweien gibt, wen nicht
Gedanken wie der Weingeist, Alkohol genannt, wechselseitig der Eine dem Andern entgegenkommt;
berauscht hat, so sehen sie auch als Betrunkene dieses alle Verbindung im ganzen Himmel, und in der
Wesentlichste der Kirche nicht, dass nämlich Jehovah ganzen Welt, und im ganzen Menschen entsteht aus
Gott herabstieg und das menschliche annahm, nichts Anderem, als aus dem gegenseitigen
während doch einzig durch dies Vereinigung dem Hinzutreten des Einen zum Andern, und dann davon,
Menschen Verbindung mit Gott, und durch die dass der Eine Eines und dasselbe mit dem Andern
Verbindung Seligmachung zu Theil wird; dass das will; daraus entsteht das Gleichartige und
Heil von der Erkenntnis und Anerkennung Gottes Sympathisirende, und das Einmüthige und
abhängt, kann Jedem gewiß sein, welcher erwägt, dass Zusammenstimmende in dem Einzelnen von beiden.
Gott alles in allem des Himmels, und somit alles in Eine solche gegenseitige Verbindung ist die der Seele
allem der Kirche, folglich auch alles in allem der und des Leibs bei jeglichem Menschen; eine solche
Theologie ist. Allein zuerst soll hier nachgewiesen Verbindung ist die des Menschengeistes mit den
werden, dass die Vereinigung des Vaters und des Sinn= und Bewegorganen seines Körpers; eine solche
Sohnes, oder des Göttlichen und des Menschlichen im Verbindung ist die des Herzens und der Lunge; eine
Herrn, sich verhält wie die Vereinigung der Seele und solche Verbindung ist die des Willens und
des Leibs, und dann, dass diese Vereinigung eine Verstandes; eine solche Verbindung ist die aller
gegenseitige ist; dass eine Vereinigung wie die der Glieder und Eingeweide in sich und unter einander bei
Seele und des Leibs stattfindet, ist festgestellt in dem den Menschen; eine solche Verbindung der Gemüther
Athanasischen Glaubensbekenntnis, das in der ganzen besteht zwischen Allen, die sich innig lieben, denn sie
christlichen Welt als die Lehre von Gott angenommen ist aller Liebe und Freundschaft eingeschrieben, weil
ist; in ihm liest man Folgendes: “Unser Herr Jesus die Liebe lieben und geliebt werden will. Eine
Christus ist Gott und Mensch; und obwohl Er Gott gegenseitige Verbindung findet bei allem Statt, was
und Mensch ist, so sind doch nicht zwei, sondern es gehörig verbunden ist; eine ähnliche Verbindung ist
ist Ein Christus; Er ist Einer, weil das Göttliche das die der Sonnenwärme mit der Wärme des Holzes und
Menschliche zu sich hinzugenommen hat; ja Er ist des Steins, der Lebenswärme mit der Wärme aller
völlig Einer, und ist Eine Person, denn wie Seele und Fibern in den beseelten Wesen, eine ähnliche die des
Leib Ein Mensch sind, so ist Gott und Mensch Ein Bodens mit der Wurzel, durch die Wurzel mit dem
Christus.“ Allein hier wird verstanden, dass eine Baum, und durch den Baum mit der Frucht, eine
solche Vereinigung bestehe zwischen dem Sohne solche die des Magnets mit dem Eisen und so weiter.
Gottes von Ewigkeit und dem in der Zeit gebornen Geschieht die Verbindung nicht durch das Hinzutreten
Sohn; da aber Gott Einer ist, und nicht drei, so des Einen zum Andern gegenseitig und
stimmt, wenn unter dieser Vereinigung die mit dem wechselwirkend, so entsteht nur eine äußere
Einen Gott von Ewigkeit verstanden wird, jene Lehre Verbindung, und nicht eine innere, und jene zerfällt
mit dem Wort überein; in dem Worte liest man mit der Zeit beiderseits von selbst, und zuweilen so,
Folgendes: “Dass Er empfangen sei von Jehovah dem dass sie einander nicht mehr kennen.
Vater,“ Luk 1,34.35., von daher [also] Seele und

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100. Da nun keine Verbindung, die wirklich der Herr nach dem Menschlichen verstanden, bei
Verbindung wäre, möglich ist, wofern sie nicht David: „Von dem Beschlossenen will ich Kunde
gegenseitig und wechselwirkend erfolgt, so ist auch geben, Jehovah sprach: Mein Sohn bist Du, Ich habe
die Verbindung des Herrn mit dem Menschen keine heute Dich gezeugt: küsset den Sohn, dass Er nicht
andere, wie dies deutlich erhellt aus folgenden Stellen: zürne, und ihr [nicht] umkommt auf dem Wege,“
“Wer Mein Fleisch isset, und Mein Blut trinkt, der Psalm 2,7.12. Hier wird nicht ein Sohn von Ewigkeit
bleibt in Mir, und Ich in ihm,“ Joh 6,56. “Bleibet in verstanden, sondern der in der Welt geborne Sohn;
Mir, und Ich in euch; wer in Mir bleibt, und Ich in denn es ist eine Weissagung von dem Herrn, der
ihm, der bringt viele Frucht,“ Joh 15,4.5. “Wer die kommen sollte, weshalb es ein Beschlossenes heisst,
Thüre aufthut, zu dem werde Ich eingehen, und von dem Jehovah dem David Kunde gab, und es wird
Abendmahl mit ihm halten, und er mit Mir,“ Offenb in diesem Psalm vorausgeschickt: „Ich habe Meinen
3,20., und so in andern Stellen. Diese Verbindung König über Sion gesalbt,“ Vers 6, und es folgt: „Ich
wird dadurch bewirkt, dass der Mensch zum Herrn will die Völkerschaften Ihm zum Erbe geben,“ Vers 8;
hinzutritt, und der Herr zu ihm; denn es ist ein weshalb Heute hier nicht bedeutet von Ewigkeit,
zuverlässiges und unabänderliches Gesetz, dass in wie sondern in der Zeit, denn bei Jehovah ist die Zukunft
weit der Mensch zum Herrn hinzutritt, in so weit der Gegenwart.
Herr zum Menschen hinzutritt; doch hierüber wird
man Weiteres im Kapitel von der Liebthätigkeit und 102. Man glaubt, der Herr sei in Rücksicht des
dem Glauben sehen. Menschlichen der Sohn Maria‘s nicht nur gewesen,
sondern sei es auch noch; allein hierin irrt sich die
christliche Welt sehr; dass Er der Sohn Maria‘s
101. VII. SO IST GOTT MENSCHGEWORDEN, UND gewesen, ist wahr, dass Er es aber noch sei, ist nicht
DER MENSCH GOTT IN EINER P ERSON. wahr; denn durch die Handlungen der Erlösung legt Er
Dass Jehovah Gott Mensch wurde, und der Mensch das Menschliche aus der Mutter ab, und zog das
Gott in Einer Person, folgt aus Schlussatz aus allen Menschliche aus dem Vater an, und daher kommt,
vorausgeschickten Abschnitten dieses Kapitels, dass das Menschliche des Herrn göttlich ist, und dass
besonders aus den zweien, dass Jehovah der Schöpfer in Ihm Gott Mensch, und der Mensch Gott ist. Dass
des Weltalls herabgestiegen sei und das Menschliche Er das menschliche aus der Mutter ablegte, und das
angenommen habe, um die Menschen zu erlösen und Menschliche aus dem Vater anlegte, welches das
selig zu machen, wovon oben Nr. 82.83.84; und dass Göttlich=Menschliche ist, kann man daraus sehen,
der Herr durch die Handlungen der Erlösung Sich mit dass Er selbst Maria niemals Seine Mutter nannte, wie
Vater, und der Vater sich mit Ihm vereinigt habe, dies aus Folgendem erhellen kann: “Es sprach die
somit gegenseitig und in Wechselwirkung, wovon Mutter Jesu zu Ihm: Sie haben keinen Wein! Jesus
oben Nr. 97 bis 100; aus dieser gegenseitigen sprach zu ihr: Was habe Ich mit Dir zu schaffen,
Vereinigung geht deutlich hervor, dass Gott Mensch, Weib, noch ist Meine Stunde nicht gekommen,“ Joh
und der Mensch Gott wurde in Einer Person. Ebendies 2,3.4. und anderwärts: “Jesus sieht vom Kreuze aus
folgt auch aus der Vereinigung beider, sofern sie sein die Mutter, und den Jünger, den Er lieb hatte, bei ihr
soll wie die zwischen Seele und Leib; dass dies dem stehen, und sagt zu Seiner Mutter: Weib, siehe dein
Glauben der heutigen Kirche aus dem Athanasischen Sohn, hernach sagte Er zu dem Jünger: Siehe deine
Symbol gemäss ist, sehe man oben Nr. 98; dann auch Mutter,“ Joh 19,26.27., und daraus, dass Er sie
gemäss dem Glauben der Evangelischen in einmal gar nicht anerkannte: “Man meldete Jesu, und
demjenigen Theil ihrer Bücher der Rechtgläubigkeit, sprach: Deine Mutter, und deine Brüder stehen
welcher die Concordienformel genannt wird, wo draußen, und wollen Dich sehen; Jesus antworte, und
sowohl aus der Heiligen Schrift, als aus den Vätern, sprach: Meine Mutter und Meine Brüder sind Die,
und auch durch Vernunftgründe bündig dargethan welche das Wort Gottes hören, und es thun,“ Luk
wird, dass die menschliche Natur Christi zur 8,20.21; Matth 12,46 bis 49; Mark 3,31 bis 35. Der
göttlichen Majestät, Allmacht und Allgegenwart Herr nannte sie also nicht Mutter, sondern Weib, und
erhoben wurde, so wie auch, dass in Christus der gab sie Johannes zur Mutter; in andern Stellen wird
Mensch Gott und Gott Mensch ist, und zwar hierüber sie zwar Seine Mutter genannt, aber nicht aus Seinem
daselbst S. 607.765; noch weiter ist in dieser Munde. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass Er
Abtheilung dargethan worden, dass Jehovah Gott Sich nicht als den Sohn Davids anerkannte; denn man
Seinem Menschlichen nach heisst Jehovah, Jehovah liest bei den Evangelisten: “Jesus fragte die Pharisäer,
Gott, Jehovah Zebaoth, ferner der Gott Israels; und sprach: Was dünket euch von Christus? Wesen
weshalb Paulus sagt, dass in Jesu Christo die ganze Wohn ist er? Sie sagten zu Ihm: Davids; Er erwiederte
Fülle der Gottheit leiblich wohne, Koloß 2,9, und ihnen: Wie nennt Ihn denn David im Geist seinen
Johannes, dass Jesus Christus der wahre und das Herrn, indem er spricht: Es sprach der Herr zu meinem
ewige Leben sei, 1.Joh 5,20.21. Dass unter dem Sohn Herrn: Setze dich zu Meiner Rechten, bis Ich Deine
Gottes im eigentlichen Sinne Sein Menschliches Feinde gelegt zum Schemel Deiner Füße: nennt Ihn
verstanden wird, sehe man oben Nr. 92 folg. Und nun David den Herrn, wie ist Er denn sein Sohn? Und
überdies nennt Jehovah sowohl Sich, als Ihn den niemand konnte Ihm ein Wort entgegnen,“ Matth
Herrn; denn man liest: “Es sprach der Herr zu meinem 22,41 bis 44; Mark 12,35.36.37; Luk 20,41 bis 44;
Herrn: Setze Dich zu Meiner Rechten,“ Psalm 110,1; Psalm 110,1. Diesem will ich folgendes Neue
und bei Jesajas: „Ein Knabe ist uns geboren, ein Sohn beifügen: “Es ward mir einst gegeben, mit der Mutter
ist uns gegeben, dessen Name ist Gott, Vater der Maria zu sprechen; sie ging einmal vorüber, und
Ewigkeit,“ Kap 9,5.6.; unter dem Sohne wird auch erschien im Himmel über meinem Haupt in weissem

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Gewand wie von Seide, und verweilte dann ein wenig, gewissen Umhüllung aus den Elementen der Natur;
und sagte, sie sei die Mutter des Herrn gewesen, weil durch diese bildet sich im Gebärleib der Mutter ihr
Er von ihr geboren worden, nachdem Er aber Gott Körper, was entweder nach der Aehnlichkeit des
geworden, habe Er alles Menschliche aus ihr abgelegt, Vaters oder nach derjenigen der Mutter geschehen
und darum bete sie Ihn an als ihren Gott, und wolle kann, während jedoch immer das Bild des Vaters
nicht, dass jemand Ihn für ihren Sohn erkenne, da in innerhalb derselben bleibt, und fortwährend sich
Ihm alles göttlich sei.“ Hieraus leuchtet nun die hervorzuarbeiten bestrebt ist, und daher, wofern es
Wahrheit hervor, dass in dieser Weise Jehovah dies nicht in der ersten Nachkommenschaft vermag, es
Mensch ist wie im Ersten, so auch im Letzen, gemäss in den folgenden durchsetzt. Dass das Bild des Vaters
den Worten: “Ich bin das Alpha und Omega, der in seiner Fülle im Samen ist, hat seinen Grund darin,
Anfang und das Ende, Der, welcher Ist, welcher War, dass, wie gesagt, die Seele von ihrem Ursprung her
und welcher Kommen wird, der Allmächtige,“ Offenb geistig ist, und das Geistige nichts gemein hat mit
1,8.11. “Als Johannes den Sohn des Menschen sah in dem Raum, daher es sich gleich ist in kleinem
Mitten der sieben Leuchter, fiel er zu Seinen Füssen Umfang wie in großem. Was den Herrn betrifft, so hat
wie todt, Er aber legte Seine Rechte auf ihn, und Er durch die Handlungen der Erlösung alles
sprach: Ich bin der Erste und der Letzte,“ Offenb. Menschliche aus der Mutter abgelegt, und das
1,13.17; Kap 21,6. “Siehe, Ich komme bald, um Menschliche aus dem Vater, welches das Göttliche
Jeglichem zu geben nach seinem Werk; Ich bin das Menschliche ist, angezogen, und daher kommt, dass
Alpha und Omega, der Anfang und das Ende, der in Ihm der Mensch Gott, und Gott Mensch ist.
Erste und der Letzte,“ Offenb 22,12.13 und bei
Jesajas: „So sprach Jehovah, der König Israels, und
sein Erlöser Jehovah Zebaoth: Ich bin der Erste und 104. VIII. DAS F ORTSCHREITENZUR VEREINIGUNG
der Letzte,“ Kap 44,6; 48,12. WAR DER S TAND S EINER ENTÄUßERUNG, UND DIE
VEREINIGUNG SELBST DER S TAND S EINER
103. Diesem will ich folgendes Geheimnis beifügen: VERHERRLICHUNG.
Die Seele, welche aus dem Vater ist, ist der Mensch Dass der Herr, während Er in der Welt war, zwei
selbst, und der Leib, der aus der Mutter ist, ist nicht Zustände hatte, welche die der Entäußerung und der
der Mensch in sich, sondern aus ihm; er ist nur dessen Verherrlichung heissen, ist in der Kirche bekannt; der
Umkleidung, zusammengewoben aus Dingen, die in erste Zustand, welcher der der Entäußerung heisst,
der natürlichen Welt sind, die Seele hingegen aus wird in vielen Stellen im Worte beschrieben,
solchen, die in der geistigen Welt sind; ein jeder besonders in den Psalmen Davids, und auch bei den
Mensch legt nach dem Tode das Natürliche, das er Propheten, und in‘s Einzelne gehend bei Jesajas Kap
von der Mutter an sich hatte, ab, und behält das 53, wo es heisst, dass Er bis zum Tod entäußerte
Geistige, das er vom Vater hatte, bei, zugleich mit Seine Seele, Vers 12. Eben dieser Zustand war der
einer gewissen Umsäumung aus den reinsten Theilen Zustand Seiner Erniedrigung vor dem Vater; denn in
der Natur um dasselbe her; allein dieser Saum ihm betet Er zum Vater, und sagt, dass Er dessen
[limbus] ist bei denen, die in den Himmel kommen, Willen thue, und schreibt alles, was Er gewirkt und
unterhalb, und das Geistige oberhalb, wogegen dieser gesprochen, dem Vater zu; dass Er zum Vater betete,
Saum bei denen, die in die Hölle kommen, oberhalb, erhellt aus folgenden Stellen, Matth 14,23; [26,36-
und das Geistige unterhalb ist; daher kommt, dass der 44;] Mark 1,35; 6,46; 14,32 bis 39; Luk 5,16; 6,12;
Engelmensch aus dem Himmel redet, somit Gutes 22,41 bis 44; Joh 17,9.15.20 dass Er den Willen des
und Wahres, der Teufelmensch aber aus der Hölle Vaters that, Joh 4,34; 5,20; dass Er alles, was Er
redet, wenn aus seinem herzen heraus, und wie aus wirkte und sprach, dem Vater zuschrieb, Joh
dem Himmel, wenn aus dem Munde; dies thut er 8,26.27.,28; 12,49.50; 14,10; ja am Kreuze rief Er
auswärts, jenes aber zu hause. Da nun die Seele des sogar aus: „Mein Gott, Mein Gott, warum verlässest
Menschen der Mensch selbst ist, und da sie geistig ist Du mich?“ Matth 27,47; Mark 15,34; und überdies
vermöge ihres Ursprungs, so ist offenbar, woher es hätte Er ohne diesen Zustand nicht gekreuzigt werden
kommt, dass das Gemüth, die Gesinnung, die Anlage, können. Der Zustand der Verherrlichung ist auch der
die Neigung und die Richtung der Liebe des Vaters Zustand der Vereinigung; in diesem Zustand war Er,
den Kindern und Kindeskindern innewohnt, und als Er vor seinen drei Jüngern verklärt wurde, und
zurückkehrt und sich sichtbar herausstellt von auch wenn Er Wunder that, und so oft Er sagte, dass
Geschlecht zu Geschlecht; daher rührt, dass viele der Vater und Er Eins seien, dass der Vater in Ihm,
Familien, ja selbst Völkerschaften an ihrem und Er im Vater sei, dass alles, was der Vater hat,
Stammvater erkannt werden; es ist ein gemeinsames Sein sei; und nach der völligen Vereinigung, dass Er
Gepräge in den einzelnen Gesichtern der Gewalt über alles Fleisch habe, Joh 17,2 und alle
Nachkommenschaft, das sich herausstellt, und dieses Gewalt im Himmel und auf Erden, Matth 28,18;
Gepräge wird nicht verändert ausser durch die ausser vielen andern Stellen.
geistigen Dinge der Kirche. Dass das gemeinsame
Gepräge Jakobs und Judas noch in ihren Nachkommen 105. Dass der Herr sich in diesen zwei Zuständen,
sich erhält, und dass man sie durch dasselbe von dem der Entäußerung und dem der Verherrlichung
Andern unterscheidet, hat seinen Grund darin, dass sie befand, hatte seinen Grund darin, dass kein anderes
bis daher ihrem Religionsglauben beharrlich anhingen; Fortschreiten zur Vereinigung möglich ist, weil diese
es ist nämlich in eines Jeden Samen, aus dem er der göttlichen Ordnung gemäss Statt hat, welche
empfangen wird, ein Absenker oder Fortleiter der unwandelbar ist; göttliche Ordnung ist, dass der
Seele des Vaters in ihrer Fülle innerhalb einer Mensch sich zur Aufnahme Gottes geschickt mache,

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und sich zum Aufnahmgsgefäss und zur Wohnung von Lehrern und Aufsehern ist; der andere Zustand
zubereite, in die Gott eingehen, und wie in Seinem aber wird durch den Stand ebendesselben vorgebildet,
Tempel darin wohnen kann; dies soll der Mensch wie wenn er sein eigener Herr und selbstständig, oder
von sich selbst thun, dennoch aber anerkennen, dass seinem eigenen Willen und Verstand überlassen wird,
es von Gott kommt; er soll dies anerkennen, weil er in dem er die Gewalt in seinem Hause hat. So wird
die Gegenwart und Wirksamkeit Gottes nicht der erste Stand auch vorgebildet durch den Stand des
empfindet, obgleich Gott alles Gute der Liebe und Prinzen oder des Sohnes eines Königs oder Herzogs,
alles Wahre des Glaubens bei dem Menschen in bevor er König oder Herzog wird; ebenso durch den
unmittelbarster Gegenwart wirkt. Nach dieser Ordnung Stand eines jeden Bürgers, bevor er eine obrigkeitliche
schreitet jeder Mensch fort, und soll nach ihr Person wird; eines jeden Untergebenen, bevor er ein
fortschreiten, damit er aus einem natürlichen ein Amt erhält; dann eines jeden Studirenden, der in den
geistiger werde; ebenso der Herr, um Sein Natürliches geistlichen Stand eingeleitet wird, bevor er Geistlicher
Menschliche zum Göttlichen zu machen; daher wird, und weiterhin ebendesselben, bevor er Pastor,
kommt, dass Er zum Vater betete, dass Er Dessen und hernach durch den letztern bevor er Reichsbischof
Willen that, dass Er alles, was Er wirkte und redete, wird; dann durch den einer jeden Jungfrau, bevor sie
Ihm zuschrieb, und am Kreuze sagte: „Mein Gott, Gattin; und ein er jeden Magd, bevor sie Gebieterin
Mein Gott, warum verlässest Du mich?“ In einem wird; im Allgemeinen durch den eines jeden
derartigen Zustand nämlich erscheint Gott als Lehrlings, bevor er Kaufmann, eines jeden Soldaten,
abwesend; allein nach diesem Zustand kommt ein bevor er Offizier, und eines jeden Knechts, bevor er
anderer, welcher der Zustand der Verbindung mit Gott Herr wird; ihr erster Zustand ist der Stand der
ist; in diesem handelt der Mensch in gleicher Weise, Dienstbarkeit, und der andere der des eigenen Willens
allein jetzt aus Gott, und hat nunmehr nicht nöthig, und des Verstandes aus diesem. Diese zwei Zustände
noch so, wie früher, alles Gute, das er will und thut, werden auch durch mancherlei Dinge im Thierreich
und alles Wahre, das er denkt und redet, Gott vorgebildet; der erste durch die [Säug=] Thiere und
zuzuschreiben, weil dies seinem Herzen Vögel, so lange sie noch bei den Müttern und Vätern
eingeschrieben, und daher in jeder seiner Handlungen sind, welchen sie dann beständig folgen, und von
und Reden ist. In ähnlicher Weise vereinigte Sich der ihnen ernährt und geleitet werden; und der andere
Herr mit Seinem Vater, und der Vater Sich mit Ihm; Zustand, wenn sie diese verlassen, und für sich selbst
mit Einem Wort, der Herr verherrlichte Sein sorgen; in gleicher Weise durch die Raupen; der erste,
Menschliches, das heisst, machte es zum Göttlichen, so lang sie kriechen und sich von Blättern nähren, der
wie der Herr den Menschen wiedergebiert, das heisst, zweite, wenn sie die Hülle abwerfen, und
ihn geistig macht. Dass jeglicher Mensch, der aus Schmetterlinge werden. Weiter werden diese zwei
einem natürlichen ein geistiger wird, in beide Zustände auch in den Subjekten des Pflanzenreichs
Zustände kommt, und dass er durch den ersten in den dargestellt; der erste, so lange die Pflanze aus dem
andern, und so aus der Welt in den Himmel tritt, wird Samen hervorschießt, und mit Aesten, Zweigen und
in den Kapiteln von dem freien Willen, von der Blättern geschmückt wird, und der andere, wenn sie
Liebthätigkeit und dem Glauben und von der Früchte trägt, und neue Samen hervorbringt; man
Umbildung und Wiedergeburt vollständig kann dies der Verbindung des Guten und Wahren
nachgewiesen werden; hier nur dies, dass in dem vergleichen, weil alles, was zum Baume gehört, den
ersten Zustand, welcher der Zustand der Umbildung Wahrheiten entspricht, und die Früchte dem Guten.
heisst, der Mensch in völliger Freiheit ist, nach der Derjenige Mensch hingegen, der im ersten Zustand
Vernunft seines Verstandes zu handeln, und dass er in stehen bleibt, und nicht in den zweiten tritt, gleicht
dem zweiten, welcher zur Zustand der Wiedergeburt einem Baume, der nur Laub, nicht aber Früchte trägt,
ist, auch in ähnlicher Freiheit ist, dass er aber nun und von dem es im Worte heisst, dass er abgehauen,
will und handelt, und denkt und redet aus der neuen und in‘s Feuer geworfen werden soll, Matth 21,19;
Liebe und der neuen Einsicht, welche vom Herrn sind; Luk 3,9; 13,6 bis 10; Joh 15,5.6.; auch ist er wie ein
denn in dem ersten Zustand nimmt der Verstand die Sklave, der nicht frei sein will, und in Beziehung auf
erste, und der Wille die zweite Stelle ein, im andern welchen verordnet war, dass er an eine Thüre oder an
dagegen nimmt der Wille die erste und der Verstand eine Pfoste gestellt, und sein Ohr mit einer Pfrieme
die zweite Stelle ein, immer jedoch der Verstand vom durchbohrt werden solle, 2.Mose 21,6. Die Sklaven
Willen her, nicht aber der Wille durch den Verstand; sind die, welche nicht mit dem Herrn verbunden
die Verbindung des Guten und Wahren, der werden, die Freien hingegen die, welche mit ihm
Liebthätigkeit und des Glaubens, und des innern und verbunden werden; denn der Herr sagt: „Wenn der
äussern Menschen findet in keiner andern Weise Statt. Sohn euch frei macht, so seid ihr wahrhaft frei,“ Joh
8,36.
106. Diese beiden Zustände werden durch mancherlei
Dinge im Weltall vorgebildet; der Grund ist, weil sie
der göttlichen Ordnung gemäss sind und die göttliche 107. IX. VON NUN AN KOMMT KEINER VON DEN
Ordnung alles und jedes bis zum einzelnsten im C HRISTEN IN DEN HIMMEL, WENN ER NICHT AN DEN
Weltall erfüllt. Der erste Zustand wird bei jedem HERRN GOTT S ELIGMACHERGLAUBT, UND SICH AN
Menschen vorgebildet durch den Stand seines IHN ALLEIN WENDET.
Kindes= und Knabenalters bis zu seinem erwachsenen Man liest bei Jesajas: „Siehe, Ich erschaffe einen
Jünglings= und angehenden Mannesalter, welcher neuen Himmel und eine neue Erde, und nicht mehr
Stand der seiner Erniedrigung vor den Eltern und dann wird der früheren erwähnet werden, noch wird man sie
der des Gehorsams, so wie auch der des Unterrichts zu Herzen nehmen; und siehe, Jerusalem will Ich zum

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Jauchzen schaffen, und sein Volk zur Freude,“ Kap Herrn bleiben sollen, und der Herr in ihnen,“ Joh
65,17.18. und in der Offenbarung: „Ich sah einen 14,20; 15,1 bis 5; 17,23., was durch den Glauben
neuen Himmel und eine neue Erde, und sah das geschieht. “Paulus ermahnte sowohl die Juden als die
heilige Jerusalem herniedersteigen von Gott aus dem Griechen zur Umkehr zu Gott und zum Glauben an
Himmel, zubereitet wie eine Braut für ihren Mann und unsern Herrn Jesus Christus,“ Apg 20,21. “Ich bin der
es sprach der auf dem Throne sitzende: Siehe, Ich Weg, die Wahrheit und das Leben; Niemand kommt
mache alles neu,“ Kap 21,1.2.5., und mehrmals, dass zum Vater denn durch Mich,“ Joh 14,6. Dass, wer an
keine Andern in den Himmel eingehn werden, als die den Sohn glaubt, an den Vater glaubt, weil, wie oben
geschrieben stehen im Lebensbuch des Lammes, gesagt worden, der Vater in Ihm ist, wie die Seele im
Offenb 13,8; 17,8; 20,12.15; 21,27. Unter dem Leib, erhellt aus Folgendem: “Würdet ihr Mich
Himmel wird hier nicht verstanden der unsern Augen kennen, so würdet ihr auch Meinen Vater kennen,“
sichtbare Himmel, sondern der Engelshimmel; unter Joh 8,19; 14,7. “Wer mich siehet, siehet den, der
Jerusalem nicht irgend eine Stadt aus dem Himmel, Mich gesandt hat,“ Joh 12,45. “Wer Mich aufnimmt,
sondern die Kirche, die aus jenem Himmel vom Herrn nimmt Den auf, der mich gesandt hat,“ Joh 13,20.
herabkommen wird; und unter dem Lebensbuch des Der Grund ist, weil Niemand „den Vater sehen und
Lammes wird nicht irgend ein im Himmel leben kann,“ 2.Mose 33,20; weshalb der Herr sagt:
geschriebenes Buch, das aufgeschlagen werden soll, „Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborne Sohn,
sondern das Wort verstanden, das vom Herrn ist, und der im Schosse des Vaters ist, der hat [Ihn] offenbar
von Ihm handelt. Dass Jehovah Gott, welcher der gemacht,“ Joh 1,18. “Nicht hat den Vater jemand
Schöpfer und Vater genannt wird, hernieder gestiegen gesehen, ausser Der bei dem Vater ist, Dieser hat den
ist, und das Menschliche angenommen hat, auch zu Vater gesehen,“ Joh 6,46. “Nicht die Stimme des
dem Ende, dass Er zugänglich und verbindbar werde, Vaters habt ihr je gehört, noch Seine Gestalt gesehen,“
ist im Vorhergehenden dieses Kapitels begründet, Joh 5,37. Diejenigen aber, welche nichts vom Herrn
dargethan und festgestellt worden; wer auch, der zu wissen, wie die meisten in den beiden Weltteilen Asia
einem Menschen hingeht, wendet sich an dessen und Afrika, und auch in Indien, werden, wenn sie an
Seele, und vermag dies? Er wendet sich vielmehr an Einen Gott glauben, und nach den Vorschriften ihrer
den Menschen selbst, den er von Angesicht zu Religion leben, in Folge ihres Glaubens und Lebens
Angesicht sieht, und mit dem er von Mund zu Mund selig; denn Zurechnung findet bei den Wissenden
spricht; ebenso verhält es sich mit Gott dem Vater Statt, nicht aber bei den Nicht=Wissenden, so wie sie
und dem Sohn, denn Gott der Vater ist im Sohne, wie nicht Statt hat bei Blinden, wenn sie anstoßen; denn
die Seele in ihrem Leib. Dass man an den Herrn Gott der Herr sagt: “Wäret ihr blind, so hättet ihr keine
Heiland glauben soll, erhellt aus Folgendem im Sünde, nun ihr aber sprechet: Wir sehen, so bleibt
Worte: “Also hat Gott die Welt geliebt, dass Er eure Sünde,“ Joh 9,41.
Seinen Eingebornen Sohn gab, damit Jeder, der an Ihn
glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben 108. Dieses noch weiter zu begründen, will ich
habe,“ Joh 3,15.16. “Wer an den Sohn glaubt, wird berichten, was ich weiss, weil ich es gesehen habe,
nicht gerichtet, wer aber nicht glaubt, ist schon und darum bezeugen kann; es ist dies, dass eben jetzt
gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des vom Herrn der Neue Engelshimmel gegründet wird,
eingebornen Sohnes Gottes,“ Joh 3,18. “Wer an den und dass er gegründet wird aus denen, welche an den
Sohn glaubt, hat ewiges Leben, wer aber dem Sohne Herrn Gott Heiland glauben, und sich unmittelbar an
nicht glaubt, wird das Leben nichts sehen, sondern der Ihn wenden, und dass die übrigen verworfen werden;
Zorn Gottes wird über ihm bleiben,“ Joh 3,36. “Das kommt daher von nun an jemand aus der Christenheit
Brot Gottes ist das, welches aus dem Himmel in die geistige Welt, was mit jedem Menschen nach
herabkommt, und der Welt Leben gibt; wer zu Mir dem Tode geschieht, und er glaubt nicht an den Herrn,
kommt, den wird nicht hungern, und wer an Mich und wendet sich nicht an Ihn allein, und kann dies
glaubt, den wird nie dürsten,“ Joh 6,33.35. “Das ist alsdann auch nicht annehmen, weil er böse gelebt,
der Wille Dessen, der mich gesandt hat, dass Jeder, oder im Falschen sich bestärkt hat, so wird er bei‘m
der den Sohn sieht, und an Ihn glaubt, ewiges Leben ersten Schritt zum Himmel zurückgestoßen, und sein
habe, und Ich ihn auferwecke am letzten Tage,“ Joh Angesicht davon abgekehrt, und der untern Erde
6,40. “Sie sagten zu Jesu: Was sollen wir thun, dass zugewendet, wohin er auch geht, und sich da mit
wir die Werke Gottes wirken? Jesus antwortete: Das denjenigen verbindet, die in der Offenbarung unter
ist das Werk Gottes, dass ihr an Ihn glaubet, den der dem Drachen und falschen Propheten verstanden
Vater gesandt hat,“ Joh 6,28.29. “Wahrlich, Ich sage werden. Auch wird in den christlichen Ländern von
euch: wer an Mich glaubt, hat ewiges Leben,“ Joh nun an kein Mensch, der nicht an den Herrn glaubt,
6,47. “Jesus rief und sprach: „So jemand dürstet, der erhört; seine Bitten sind im Himmel wie
komme zu Mir, und trinke; wer an Mich glaubt, aus Uebelgerüche, und wie Auswürfe aus einer kranken
dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers Lunge; und während man meint, sein Gebet sei wie
fließen,“ Joh 7,37.38. “Wofern ihr nicht glaubet, dass das Duften des Weihrauchs, so steigt es doch zum
Ich bin, so werdet ihr sterben in euren Sünden,“ Joh Engelshimmel nicht anders als wie der Rauch eines
8,24. “Jesus sagte: Ich bin die _Auferstehung und das Brandes empor, der von einem niederwärts fahrenden
Leben, wer an Mich glaubt, wird leben, obgleich er Sturmwind in seine Augen zurückgetrieben wird, oder
stürbe: jeder aber, welcher lebt, und an Mich glaubt, wie der Dampf aus einem Rauchfasse unter der Kutte
wird ewig nicht sterben,“ Joh 12,46; 8,12. “So lang eines Mönchs. So geschieht es nach dieser Zeit mit
ihr das Licht habt, glaubet an das Licht, damit ihr aller Frömmigkeit, die sich an die geschiedene, und
Söhne des Lichtes seid,“ Joh 12,36. “Dass sie im nicht an die verbundene Dreiheit richtet; dass im

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Herrn die göttliche Dreiheit verbunden sei, ist der sollte, und er sah ihn, und freute sich: Ich sage euch,
Hauptgegenstand dieses Werkes. Hier will ich die ehe Abraham war, bin Ich,“ Joh 8,56.58. Weil aber
Neuigkeit beifügen, dass vor einigen Monaten die damals der Herr nur vorgebildet wurde, was durch
zwölf Apostel vom Herrn zusammenberufen, und in Engel geschah, darum wurden alle zur Kirche
die gesammte geistige Welt, wie früher in die gehörigen Dinge bei ihnen vorbildlich; nachdem Er
natürliche, ausgesandt wurden, mit dem Befehl, dies aber in die Welt gekommen war, verschwanden diese
Evangelium zu predigen, wobei jeden Apostel sein Vorbildungen. Der tiefere Grund hievon war der, dass
Bezirk angewiesen wurde; und diesem Befehl der Herr in der Welt auch das Natürliche Göttliche
unterziehen sie sich auch mit allem Eifer und Fleiß. anzog, und aus diesem nicht nur den innern geistigen
Doch hierüber im letzten Kapitel dieses Buches, wo Menschen erleuchtet, sondern auch den äußern
von der Vollendung des Zeitlaufs, von der Ankunft natürlichen Menschen, und der Mensch, wofern nicht
des Herrn, und von der Neuen Kirche im Besondern diese beiden zugleich erleuchtet werden, wie im
gehandelt werden wird. Schatten ist; wogegen er, wenn beide zugleich
erleuchtet werden, wie in Tageshelle ist; denn wenn
blos der innere Mensch erleuchtet wird und nicht
ZUSATZ. zugleich der äußere, oder wenn blos der äußere und
nicht zugleich der innere, so ist es, wie wenn Jemand
109. Alle Kirchen, welche vor der Ankunft des Herrn schläft und träumt, und unmittelbar darauf, wenn er
bestanden hatten, waren vorbildliche Kirchen, welche erwacht, sich den Traum wieder zurückruft, und aus
die göttlichen Wahrheiten nur im Schatten sehen ihm Verschiedenes folgert, das jedoch ein Spiel der
konnten; allein nach der Ankunft des Herrn in die Phantasie ist; und es ist auch wie wenn jemand im
Welt ist eine Kirche von Ihm gegründet worden, Schlafe wandelt, und meint, die Gegenstände, die er
welche die Göttlichen Wahrheiten im Lichte sah, oder sieht, sehe er am Tageslicht. Der Unterschied
vielmehr sehen konnte; der Unterschied ist wie der zwischen dem Zustand der Kirche vor der Ankunft des
zwischen Abend und Morgen, auch heisst der Zustand Herrn und demjenigen nach Seiner Ankunft ist auch
der Kirche vor der Ankunft des Herrn im Worte der wie der zwischen Einem, der des Nachts bei‘m Licht
Abend, und der Zustand der Kirche nach Seiner des Mondes und der Sterne eine Schrift liest, und
Ankunft heisst der Morgen. Der Herr war zwar vor demjenigen, der dies bei‘m Sonnenlicht thut; dass das
Seiner Ankunft in die Welt gegenwärtig bei den Auge bei dem erstgenannten Lichte, das nur ein
Menschen der Kirche, allein mittelbar durch Engel, weisschimmerndes ist, sich irrt, bei dem zuletzt
die Ihn vorstellten, nach Seiner Ankunft hingegen ist erwähnten aber, das auch ein flammiges ist, sich nicht
Er bei den Menschen der Kirche unmittelbar irrt, ist offenbar. Daher liest man vom Herrn: “Es
gegenwärtig; denn in der Welt zog Er auch das sprach der Gott Israels, es redete zu Mir der Fels
Natürliche Göttliche an, in dem Er bei den Menschen Israels: Er [ist] wie das Licht des Morgens, wenn die
gegenwärtig ist; die Verherrlichung des Herrn ist die Sonne aufgeht, des wolkenlosen Morgens,“ 2. Sam
Verherrlichung Seines Menschlichen, das Er in der 23,3.4. Der Gott Israels und der Fels Israels ist der
Welt annahm, und das verherrlichte Menschliche des Herr; und anderwärts: „Das Licht des Mondes wird
Herrn ist das Natürliche Göttliche. Dass dem so ist, sein wie das Licht der Sonne, und das Sonnenlicht
geht augenscheinlich daraus hervor, dass der Herr mit wird siebenfach sein, wie das Licht von sieben Tagen,
Seinem ganzen Körper, den Er in der Welt hatte, aus an dem Tage, da Jehovah Seines Volks Bruch
dem Grab auferstand, und nichts in diesem zurückließ, verbinden wird,“ Jes 30,25.26; dies wird von dem
dass Er mithin das Natürliche Menschliche selbst vom Zustand der Kirche nach der Ankunft des Herrn
Ersten bis zum Letzten desselben von da mit Sich gesagt. Mit einem Wort, der Zustand der Kirche vor
nahm: weshalb Er nach der Auferstehung zu den der Ankunft des Herrn kann einer alten Frau
Jüngern, die einen Geist zu sehen glaubten, sagte: verglichen werden, deren Angesicht geschminkt war,
“Seht Meine Hände und Meine Füße, dass Ich es und die sich schön dünkte vom Purpur der schminke;
selbst bin; greifet Mich, und sehet; denn ein Geist hat wogegen der Zustand der Kirche nach der Ankunft des
nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, das Ich habe,“ Herrn einer Jungfrau verglichen werden kann, die von
Luk 24,37.39.; woraus erhellt, dass Sein Natürlicher eigenem Purpur schön ist; auch kann der Zustand der
Körper durch die Verherrlichung Göttlich wurde; Kirche vor der Ankunft des Herrn verglichen werden
weshalb Paulus sagt, dass in Christo die ganze Fülle der Schale irgend einer Frucht, wie der Pomeranze,
der Gottheit leiblich wohne, Kol 2,9., und Johannes, des Apfels, der Birne, der Traube und ihrem
dass der Sohn Gottes Jesus Christus der wahre Gott Geschmack, wogegen der Zustand der Kirche nach
sei, 1.Br 5,10.21. Hieraus wissen die Engel, dass der Seiner Ankunft verglichen werden kann den
Herr allein in der gesammten geistigen Welt ein inwendigen Theilen dieser Früchte und deren
völliger Mensch ist. Bekannt ist in der Kirche, dass Geschmack, und mit anderem dergleichen mehr; und
der ganze Gottesdienst bei dem israelitischen und dies darum, weil der Herrn, nachdem Er auch das
jüdischen Volk ein blos äußerlicher war, und dass Natürliche Göttliche angezogen hat, den innern
derselbe ein Schattenriß des innern Dienstes war, den geistigen Menschen und den äußern natürlichen
der Herr eröffnete; und dass so der Gottesdienst vor zugleich erleuchtet; denn wenn blos der innere Mensch
der Ankunft des Herrn in Typen und Bildern bestand, erleuchtet wird, und nicht zugleich der äußere, so
welche den wahren Gottesdienst in seinem richtigen entsteht Schatten, ebenso wenn blos der äußere und
Abriß vorbildeten. Der Herr selbst erschien zwar bei nicht zugleich der innere.
den Alten, denn Er sagte zu den Juden: „Abraham,
euer Vater jauchzte auf, dass er Meinen Tag sehen

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110. Hier sollen folgende Denkwürdigkeiten angeführt dass der Herr, als Er in der Welt war, eine Seele hatte
werden. Die Erste. Einst sah ich in der geistigen Welt wie jeder andere Mensch. Woher hatte Er diese, als
ein Irrlicht, das aus der Luft auf die Erde herabfiel, aus Gott dem Vater? Dass dem so ist, erhellt sattsam
und einen Lichtschein rings um dasselbe her; es war aus dem Wort der Evangelisten; was ist nun das, Was
eine Lufterscheinung, die man gemeinhin einen der Sohn heisst, Anderes, als das Menschliche, das
Drachen nennt; ich merkte die Stelle, an der sie von dem Göttlichen des Vaters empfangen und von
niederfiel, allein mit der Morgendämmerung, sobald der Jungfrau Maria geboren wurde? Die Mutter kann
die Sonne aufging, verschwand sie, wie dies bei nicht die Seele empfangen; dies widerstreitet ganz und
jedem Irrlichte der Fall ist. Nach dem Anbruch des gar der Ordnung, nach der jeder Mensch entsteht; noch
Morgens ging ich zu der Stelle hin, wo ich ihr kann Gott der Vater die Seele aus Sich hineingeben
Herabfallen in der Nacht gesehen hatte, und siehe, hier und hernach zurücktreten, wie jeder Vater in der Welt,
bestand der Boden aus einem Gemisch von Schwefel, weil Gott Sein Göttliches Wesen, und dieses eines
Eisenfeilspänen und Lehm; und alsbald erschienen und untheilbar ist, und, weil untheilbar, Er selbst ist;
daselbst zwei Zelte, das eine gerade über der Stelle, daher kommt, dass der Herr sagt, dass der Vater und
und das andere zur Seite gegen Mittag, und ich blickte Er Eins seien, und dass der Vater in Ihm und Er im
hinauf und sah einen gewissen Geist wie einen Blitz Vater sei, und vieles Aehnliche mehr. Dies haben auch
vom Himmel fallen und in das Zelt hineinstürzen, das die Verfasser des Athanasischen Bekenntnisses von
gerade über der Stelle des Niederfalls der Ferne gesehen, weshalb sie, nachdem sie Gott in drei
Lufterscheinung stand; und ich stand in dem andern, Personen zertheilt haben, dennoch sagen, in Christus
das daneben gegen Mittag war, am Eingang desselben, seien Gott und Mensch, das heisst, das Göttliche und
und sah den Geist im andern auch am Eingang seines das Menschliche, nicht zwei, sondern Eines, wie Seele
Zeltes stehen, und fragte ihn nun, warum er so vom und Leib im Menschen. Dass der Herr in der Welt
Himmel herabgefallen sei, worauf er antwortete, er sei zum Vater wie zu einem Andern betete und Sich vor
herabgeworfen worden als Engel des Drachen von den dem Vater wie vor einem Andern erniedrigte, geschah
Engeln Michael‘s, weil ich [sagte er] Einiges über nach der von der Schöpfung her festgestellten
meinen Glauben, in dem ich mich in der Welt bestärkt Ordnung, welche unwandelbar ist und nach welcher
hatte, sprach; worunter auch das war, dass Gott der Jeder zur Verbindung mit Gott fortschreiten soll; diese
Vater und Gott der Sohn zwei seien, und nicht Einer; Ordnung ist, dass wie der Mensch durch ein Leben
denn in den Himmeln glauben heut zu Tag alle, das nach den Gesetzen der Ordnung, welche Gottes Gebote
dieselben Eins seien wie Seele und Leib; und alles sind, sich mit Gott verbindet, so Gott Sich mit dem
Reden dagegen ist wie ein Stachel in ihrer Nase, und Menschen verbindet, und ihn aus einem natürlichen zu
wie ein Pfriemen, der ihre Ohren durchbohrt, wodurch einem geistigen macht. In ähnlicher Weise vereinigte
ihnen Aufregung und Schmerz entsteht, und darum Sich der Herr mit Seinem Vater, und der Vater Sich
wird dem, der widerspricht, befohlen, sich mit Ihm; war nicht der Herr, da Er noch Kind war,
fortzumachen, und wenn er zögert, wird er wie ein Kind, da Er noch Knabe war, wie ein Knabe?
hinabgeworfen. Nachdem ich dies gehört, sagte ich zu Liest man nicht, dass Er zugenommen habe an
ihm: „Warum hast du nicht geglaubt wie jene?“ Er Weisheit und Gnade, und nachher, dass Er den Vater
erwiederte: „Nach dem Austritt aus der Welt kann bat, seinen Namen, das heisst, Sein Menschliches, zu
niemand etwas Anderes glauben, als was er durch verherrlichen? Verherrlichen heisst, durch die
Begründung sich eingeprägt hat; dieses bleibt Vereinigung mit Sich Göttlich machen; daraus erhellt,
festgewurzelt und kann nicht ausgerissen werden, dass der Herr im Zustand Seiner Erniedrigung,
besonders dasjenige nicht, in dem man sich in welcher der Zustand Seines Fortschreitens zur
Beziehung auf Gott bestärkt hat, weil in den Himmeln Vereinigung war, zum Vater betete. Eben diese
Jeder seine Stelle gemäss seinem Begriffe von Gott Ordnung ist von der Schöpfung her jedem Menschen
hat. Weiter fragte ich, wodurch er sich bestärkt habe, eingeschrieben; so wie nämlich der Mensch durch die
dass der Vater und der Sohn zwei seien; er sagte, Wahrheiten aus dem Worte seinen Verstand
durch diejenigen Stellen im Worte, nach welchen der zubereitete, so macht er ihn geschickt zur Aufnahme
Sohn zum Vater gebetet hat, nicht nur vor dem Leiden des Glaubens von Gott, und so wie er durch die
am Kreuze, sondern auch während desselben, so wie Werke der Liebthätigkeit den Willen zubereitet, so
auch durch die, nach welchen Er Sich vor dem Vater befähigt er diesen zur Aufnahme der Liebe von Gott;
erniedrigte. Wie können sie unter solchen Umständen denn wie der Künstler den Diamant schneidet, so
Eins sein, wie Seele und Leib Eins sind im richtet er diesen zu zur Aufnahme und Ausstrahlung
Menschen? Wer betet wie zu einem Andern, und des Lichtglanzes; und so weiter. Sich zur Aufnahme
erniedrigt Sich wie vor einem Andern, wenn er selbst Gottes und zur Verbindung zubereiten, heisst nach der
dieser ist? Dies thut Keiner, am wenigsten der Sohn göttlichen Ordnung leben, und Gesetze der Ordnung
Gottes; und zudem hatte die gesammte christliche sind alle Gebote Gottes; diese hat der Herr bis auf
Kirche zu meiner Zeit die Gottheit in Personen jedes Häkchen erfüllt, und so Sich zum
zertheilt, und eine jede Person ist Eins für sich, und Aufnahmsgefäss der Gottheit in aller Fülle gemacht;
wird auch dahin definirt, dass sie sei, was für sich weshalb Paulus sagt, dass in Jesu Christo die ganze
besteht. Wie ich dies von ihm hörte, antwortete ich: Fülle der Gottheit leiblich wohne, und der Herr selbst,
aus deiner Rede habe ich wahrgenommen, dass du gar dass alles, was der Vater hat, sein sei. Noch weiter ist
nicht weißt, wie Gott der Vater und der Sohn Eins festzuhalten, dass der Herr bei jedem Menschen allein
sind, und weil du das wie nicht weißt, so hattest du thätig, und dass der Mensch aus sich blos leiden,
dich in dem Falschen begründet, in dem die Kirche durch den Einfluss des Lebens vom Herrn aber auch
sich noch in Bezug auf Gott befindet. Weißt du nicht, thätig ist; in Folge dieses beständigen Einflusses vom

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Herrn erscheint es dem Menschen, als ob er thätig aus doppeltes Denken, ein äußeres und ein inneres, denn
sich heraus sei; und weil es so ist, hat er freien der Mensch kann aus dem innern Denken reden und
Willen, und dieser ist ihm gegeben, damit er sich zugleich dann aus dem äußern Denken, und er kann
zubereite zur Aufnahme des Herrn, und so zur aus dem äußern Denken reden, indem er nicht aus dem
Verbindung, welche nicht Statt finden kann, wenn sie innern, sondern wohl gar wider das innere redet; daher
nicht gegenseitig ist, und gegenseitig wird sie, wenn denn Gleissnerei, Schmeichelei, Heuchelei; in der
der Mensch aus seiner Freiheit heraus handelt, und Geistigen Welt hingegen hat der Mensch kein
doch aus dem Glauben heraus dem Herrn alles Thätige zweifaches Reden, sondern ein einfaches; er spricht
zuschreibt. Nach diesem fragte ich, ob er wie andere dort wie er denkt, widrigen Falls wird sein Ton
seiner Genossen bekannt habe, dass Gott Einer sei; er zischend und beleidigt die Ohren; dennoch aber kann
antwortete, er habe es bekannt: und nun sagte ich: „Ich er schweigen und so unterlassen, die Gedanken seines
fürchte aber, dass deines Herzens Bekenntnis ist, dass Gemüthes preiszugeben; weshalb der Heuchler, wenn
es keinen Gott gibt; geht nicht alles Reden des er unter Weise geräth, entweder weggeht, oder sich in
Mundes aus dem Denken des Geistes hervor? Wie einen Winkel des Zimmers zurückzieht, und sich
kann es daher anders sein, als dass das Bekenntnis des unsichtbar macht, und stumm da sitzt. Einst nun
Mundes, es sei Ein Gott, den Gedanken, dass drei waren Viele in der Geisterwelt versammelt und
seien, aus dem Geist austreibt, und umgekehrt, dass besprachen sich über diesen Gegenstand, indem sie
der Gedanke des Geistes aus dem Munde das sagten: nicht anders reden können, als man denkt, sei
Bekenntnis, es sei Einer, austreibt? Was ergibt sich im geselligen Verkehr der Guten hart für die, welche
aber hieraus Anderes, als dass kein Gott ist? Wird über Gott und über den Herrn nicht richtig gedacht
nicht so alles Dazwischenliegende, nämlich vom hatten. In der Mitte der Versammelten waren die
Gedanken bis zum Munde, und vom Munde zurück Evangelischen, und zwar viele von der Geistlichkeit,
bis zum Gedanken, zur Leere gemacht, und auf und ihnen zunächst die Päpstlichen mit Mönchen;
welchen andern Schluß kommt dann der Geist in diese und jene aber sagten zuerst, dies sei nicht hart;
Beziehung auf Gott, als dass die Natur Gott sei, und wozu man denn anders zu reden brauche, als man
in Beziehung auf den Herrn, als dass Er Seine Seele denkt, und ob wer etwa nicht richtig denkt, nicht die
entweder von der Mutter oder von Joseph hatte? Zwei Lippen zusammendrücken und Stillschweigen
Dinge, von welchen als von Schauderhaftem und beobachten könne? Und die Geistlichen fragten: „Wer
Abscheulichem alle Engel des Himmels sich denkt denn nicht richtig über Gott und den Herrn?“
wegwenden.“ Als ich dies gesagt, ward jener Geist in Einige aus den Versammelten aber sagten: „Stellen
den Abgrund verwiesen, von dem in der Offenbarung wir sie auf die Probe!“ und sie sagten zu denen, die
Kap 9,2 u.folg. die Rede ist, wo die Engel des sich in Absicht auf Gott in einer Personendreiheit
Drachen die mystischen Dinge ihres Glaubens bestärkt hatten, sie möchten aus ihrem Denken heraus
verhandeln. Als ich den Tag darauf auf den nämlichen sagen „Ein Gott“; allein sie konnten es nicht; sie
Ort hinsah, sah ich an der Stelle der Zelte zwei krümmten und falteten die Lippen in mehrere
menschenähnliche Standbilder aus dem Staub einer Windungen, konnten aber den Ton in keine andere
Erde gemacht, welche eine Mischung von Schwefel, Wörter gliedern, als die mit den Vorstellungen ihres
Eisen und Thon war, und die eine Bildsäule schien Denkens übereinstimmend waren, und diese waren die
einen Scepter in der linken Hand, eine Krone auf dem dreier Personen, und somit dreier Götter. Ferner sagte
Haupt und ein Buch in der rechten hand zu haben, man denen, welche den von der Liebthätigkeit
dann eine Brustbedeckung, die mit einer Schnur von getrennten Glauben begründet hatten, sie sollten
kostbaren Steinen schief umwunden war, und auf dem „Jesum“ nennen, allein sie konnten es nicht, alle
Rücken eine Toga, die zur andern Bildsäule hinwallte; hingegen konnten sagen „Christus“ und auch „Gott
allein damit war diese Bildsäule durch die Phantasie Vater“; darüber verwunderten sie sich und fragten nach
bekleidet worden; und nun hörte man von da eine der Ursache, und fanden die, dass sie zu Gott dem
Stimme von einem Angehörigen des Drachen her: Vater um des Sohnes willen gebetet hatten, und nicht
“Dieses Bild stellt unsern Glauben als Königin vor, gebetet hatten zum Heiland selbst, Jesus aber bedeutet
und das andere hinter ihm die Liebthätigkeit als ihre Heiland. Weiter sagte man ihnen, sie sollten aus dem
Magd. Diese war aus einem ähnlichen Gemisch von Denken über das Menschliche des Herrn das
Staubarten gegossen, und war hinter den äußersten Göttlich=Menschliche nennen; allein niemand von der
Saum der vom Rücken der Königin herabwallenden Geistlichkeit, die hier zugegen war, vermochte es,
Toga hingestellt und hielt ein Blatt in der Hand, auf wohl aber vermochten es einige von den Laien;
dem geschrieben stand: „Hüte dich, näher zu treten weshalb man darüber in ernste Untersuchung einging;
und die Toga zu berühren!“ Plötzlich aber fiel ein und es wurden ihnen jetzt
Regenguß vom Himmel und durchdrang beide I. folgende Stellen bei den Evangelisten vorgelesen:
Standbilder, welche, weil sie aus einem Gemisch von “Der Vater hat alles in die Hand des Sohnes gegeben,“
Schwefel, Eisen und Thon bestanden, aufbrausten, wie Joh 3,35. “Der Vater hat dem Sohne Macht über alles
dies in Folge der Vermischung dieser Staubarten zu Fleisch gegeben,“ Joh 17,2. “Alles ist Mir übergeben
geschehen pflegt, wenn Wasser darüber gegossen wird, vom Vater,“ Matth 11,27. “Mir ist gegeben alle
und so von innerem Feuer entzündet, zerflossen sie Gewalt im Himmel und auf Erden,“ Matth 28,18; und
und wurden zu Haufen die nachher wie Grabhügel über es wurde ihnen gesagt: „Behaltet von daher im
jenem Lande hervorragten. Gedanken, dass Christus sowohl Seinem Göttlichen,
als Seinem Menschlichen nach der Gott des Himmels
111. Zweite Denkwürdigkeit. In der natürlichen Welt und der Erde ist, und sprechet so das
hat der Mensch ein doppeltes Reden, weil ein Göttlich=Menschliche aus;“ allein sie konnten es

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dennoch nicht, sondern sagten, sie behielten zwar V. Noch wurde ihnen Folgendes aus Johannes
etwas von einem Denken aus dem Verstande darüber, vorgelesen: “Das Wort war bei Gott, und Gott war das
dennoch aber nichts von einer Anerkenntnis, und Wort, und das Wort ward Fleisch,“ 1,1.14., und auch
darum vermöchten sie es nicht. dies: “Jesus Christus ist der wahre Gott und das ewige
II. Nachher wurde ihnen aus Lukas Kap 1,32.34.35. Leben,“ 1. Brief 5,20., und aus Paulus: “In Christo
vorgelesen, dass der Herr in Rücksicht des Jesu wohnt die ganze Fülle der Gottheit leiblich,“ Kol
Menschlichen der Sohn Jehovah Gottes sein sollte, 2,9., und man sagte ihnen, sie möchten ebenso
und dass Er hier der Sohn des Höchsten heisst und denken, nämlich dass Gott, welcher das Wort war,
überall anderwärts der Sohn Gottes, und auch der Mensch wurde; dass Er der wahre Gott sei; und dass
Eingeborne, und man bat, sie möchten dieses im die ganze Fülle der Gottheit leiblich in Ihm wohne;
Gedanken behalten, und auch dies, dass der und sie machten es so, aber blos im äußern Denken,
Eingeborne Sohn Gottes, der in der Welt geboren daher konnten sie wegen des Widerstrebens des innern
wurde, nothwendig Gott sein müsse, wie der Vater das Göttlich=Menschliche nicht aussprechen, sondern
Gott ist, und dann sollten sie das sagten offen, sie könnten sich keine Vorstellung von
Göttlich=Menschliche aussprechen; allein sie sagten: dem Göttlich=Menschlichen machen; denn [sagten
„Wir könnten nicht, weil unser geistiges Denken, sie] Gott ist Gott, und der Mensch ist Mensch, und
welches das inwendigere ist, in das der Rede zunächst Gott ist ein Geist, und vom Geist dachten wir nicht
liegende Denken keine andere als gleichartige anders, als wie vom Wind oder Aether.
Vorstellungen einläßt,“ und daraus [setzten sie hinzu] VI. Endlich ward zu ihnen gesagt: Ihr wisset, dass der
erkenne sie, dass sie jetzt nicht mehr ihre Gedanken Herr sagte: „Bleibet in Mir, und Ich in euch; wer in
zertheilen dürfen, wie in der natürlichen Welt. Mir bleibt, und Ich in ihm, der bringt viele Frucht;
III. Hierauf wurden ihnen die Worte des Herrn an denn ohne Mich könnt ihr nichts thun,“ Joh 15,4.5;
Philipopus vorgelesen, welche sind: „Philippus sagte: und weil Einige von der Geistlichkeit Englands
Herr, zeige uns den Vater, und der Herr sprach: Wer zugegen waren, ward aus einem ihrer Gebete bei der
Mich siehet, siehet den Vater; glaubest du nicht, dass heiligen Kommunion vorgelesen: „For, when we
Ich im Vater bin, und der Vater in Mir ist?“ Joh 14,8 spiritually eat the flesh of Christ and drinkt the blood,
bis 11; und auch andere Stellen, dass der Vater und Er then we dwell in Christ, and Christ in us“ [denn,
Eins seien, wie Joh 10,30; und es ward ihnen gesagt, wenn wir geistig essen das Fleisch Christi, und
sie sollten es im Gedanken behalten, und so das trinken das Blut, so bleiben wir in Christus, und
Göttlich=Menschliche aussprechen. Allein weil dieser Christus in uns]; „denket ihr nun, dass dies nicht
Gedanke nicht in der Ueberzeugung wurzelte, dass der möglich sei, wofern nicht das Menschliche des Herrn
Herr Gott sei auch dem Menschlichen nach, so göttlich ist, so sprecht denn aus der Ueberzeugung im
verzogen sie die Lippen bis zum Aerger und wollten Denken das Göttlich=Menschliche aus;“ allein sie
ihren Mund zum Heraussagen zwingen, allein sie konnten dennoch nicht; so tief war in ihnen die
vermochten es nicht; die Ursache war, weil die Vorstellung eingewurzelt, dass das Göttliche nicht
Vorstellungen des Denkens, welche aus der menschlich und das Menschliche nicht Göttlich sein
Ueberzeugung hervorgehen, Eins ausmachen mit den könnte, und dass Sein Göttliches vom Göttlichen des
Wörtern der Sprache bei denen, welche in der Sohnes von Ewigkeit her war, und Sein Menschliches
geistigen Welt sind; und wo jene Vorstellunge nicht ähnlich dem Menschlichen eines andern Menschen;
sind, da finden sich auch die Wörter nicht, denn die allein man sagte ihnen: „Wie könnt ihr so denken,
Vorstellungen werden zu Wörtern in der Rede. kann den ein vernünftiges Gemüth je denken, dass
IV. Weiter wurden ihnen aus der in der gesammten Gott irgend einen Sohn von Ewigkeit gezeugt habe?“
christlichen Welt angenommen Lehre die Worte VII. Hierauf wandten sie sich an die Evangelischen
vorgelesen: „dass das Göttliche und das Menschliche und sagten: Die Augsburgische Konfession und
im Herrn nicht zwei seien, sondern Eines, ja Eine Luther haben gelehrt, dass der Sohn Gottes und der
Person, vereint wie Seele und Leib im Menschen,“ Menschensohn in Christus Eine Person sei, und dass
dies aus dem Athanasischen Glaubensbekenntnis, das Er auch der Menschlichen Natur nach der Allmächtige
auch von den Concilien anerkannt ist; und es ward und Allgegenwärtige sei, und in Rücksicht derselben
ihnen gesagt: Von daher könnt ihr gewiß eine aus zur Rechten Gottes des Vaters sitze, und alles in den
Ueberzeugung kommende Vorstellung haben, dass das Himmeln und auf Erden regiere, alles erfülle, bei uns
Menschliche des Herrn Göttlich sei, weil Seine Seele sei, und in uns wohne und wirke; und dass kein
Göttlich ist; denn es ist ja ein Stück von der Lehre Unterschied in der Anbetung sei, weil durch die
eurer Kirche, die ihr in der Welt anerkannt hattet; Natur, die man sieht, die Gottheit angebetet werde,
überdies ist die Seele das eigentliche Wesen des die man nicht sieht, und dass in Christus Gott
Menschen, und der Leib ist dessen Form; Wesen und Mensch und der Mensch Gott sei. Als sie dies hörten,
Form aber machen Eins aus wie Sein und Existiren, erwiederten sie: „Ist dem wirklich so?“ und sahen sich
und wie die Ursache, welche die Wirkung hervorbringt dann um, und sagten sofort: „Dies haben wir früher
und die Wirkung selbst; sie hielten diese Vorstellung nicht gewußt, daher wir das Göttlich=Menschliche
fest, und wollten aus ihr heraus das nicht nennen können:“ der Eine und der Andere aber
Göttlich=Menschliche aussprechen; allein sie konnten sagte: „Wir haben es gelesen und geschrieben; immer
es nicht, denn ihre inwendige Vorstellung von dem aber waren es, wenn wir bei uns darüber dachten, blos
Menschlichen des Herrn vertrieb und vertilgte diese Worte, deren inwendige Vorstellung wir nicht hatten.“
neue, hinzugenommene Vorstellung, wie sie dieselbe VIII. Endlich wandten sie sich an die Päpstlichen und
nannten. sagten: Vielleicht könnt ihr das Göttlich=Menschliche
nennen, da ihr ja glaubet, dass in eurer

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Abendmahlsreichung im Brod und Wein und in jedem Geiste war, dies hörte, trat ich hinzu und sagte: „Ich
Theile derselben der ganze Christus sei, und ihr auch bin da, was gibt es?“ Und sogleich ergriff Einer von
Ihn anbetet, indem ihr die Hostien zeiget und ihnen, der, wie ich nachher hörte, ein Deutscher war,
herumtraget, als den Heiligsten Gott; sodann auch, aus Sachsen gebürtig, das Wort, und sagte im Tone
weil ihr die Maria eine Gottgebärerin oder Mutter der Autorität: „Wie kommst du zu der Kühnheit, die
Gottes nennet, folglich anerkennet, dass sie Gott, das Gottesverehrung umzustürzen, die in der christlichen
ist, das Göttlich=Menschliche, geboren hat.“ Auch sie Welt so viele Jahrhunderte hindurch festgestellt war,
wollten es nun aussprechen, weil sich aber jetzt die und darin bestand, dass Gott der Vater als Schöpfer
materielle Vorstellung vom Leib und Blut Christi des Weltalls, und Sein Sohn als Mittler, und der
einstellte, so wie auch der Glaube, dass Sein Heilige Geist als Einwirkender angerufen werden
Menschliches vom Göttlichen trennbar sei, und dass sollen, wogegen du den Ersten und den Letzten Gott
es in Wirklichkeit getrennt sei bei dem Papst, auf von unsern Personen ausscheidest, während doch der
welchen blos Seine Menschliche Gewalt, nicht aber Herr selbst sagt: „Wenn ihr betet, so betet also: Unser
die Göttliche übertragen wurde, so konnten sie es Vater, der Du bist in den Himmeln, geheiliget werde
nicht aussprechen. Und nun erhob sich ein Mönch und Dein Name, es komme Dein Reich! Ist also nicht
sagte, er könne sich ein Göttlich=Menschliches befohlen, dass wir Gott den Vater anrufen sollen?
denken bei der heiligsten Jungfrau Maria, und auch Nachdem er dies gesagt, entstand eine Stille, und alle,
bei dem Heiligen seines Klosters; und ein anderer die ihm günstig waren, standen da wie tapfere Streiter
Mönch trat herzu und sagte: „Ich kann aus der auf Kriegsschiffen, wenn sie die feindliche Flotte
Vorstellung meines Denkens, die ich jetzt hege, das erblicken, und eben rufen wollen: „Auf, zum Kampf,
Göttlich=Menschliche eher von dem Heiligsten Papst, der Sieg ist [uns] gewiß!“ Und nun begann ich zu
als von Christus aussagen;“ da zogen ihn aber Einige reden, und sagte: „Wer von euch weiss nicht, dass
von den Päpstlichen zurück und sagten: „Schäme Gott vom Himmel hernieder kam und Mensch wurde,
dich!“ denn man liest ja: „Das Wort war bei Gott, und Gott
Nach diesem sah man den Himmel offen, und es war das Wort, und das Wort ward Fleisch;“ wer von
erschienen Zungen wie Flämmchen, welche euch weiss ferner nicht, – und hier blickte ich auf die
herabkamen und bei Einigen einflossen, und diese Evangelischen, unter welchen jener Diktator war, der
feierten nun das Göttlich=Menschliche des Herrn und mich angeredet hatte, – dass in dem aus der Jungfrau
sagten: „Entfernet die Vorstellung von drei Göttern Maria gebornen Christus Gott Mensch und der
und glaubet, dass im Herrn die ganze Fülle der Mensch Gott ist?“ Allein hierüber machte diese
Gottheit leiblich wohnt, und dass der Vater und Er Versammlung ein Geräusch, weshalb ich sagte: „Wisst
Eins sind, wie Seele und Leib Eins sind, und dass ihr dies nicht? Es ist ja nach der Lehre eures
Gott nicht ein Wind und Aether, sondern dass Er Bekenntnisses, das man die Konkordienformel nennt,
Mensch ist, und dann werdet ihr mit dem Himmel in der dies gesagt und durch Vieles bekräftigt wird.“
verbunden werden, und vom Herrn her Jesum nennen, Und nun wandte sich jener Diktator an die
und das Göttlich=Menschliche aussprechen können. Versammlung und fragte, ob sie dies wüßten, und sie
antworteten: Wir haben in diesem Buche wenig über
112. Dritte Denkwürdigkeit. Als ich einst nach der die Person Christi studirt, sondern darin blos im
Morgendämmerung erwacht war, ging ich in den Artikel über die Rechtfertigung durch den blossen
Garten vor dem haus, und sah die aufgehende Sonne Glauben uns abgearbeitet; dennoch aber, wenn man es
in ihrem Strahlenglanz, und rings um sie her eine darin liest, so sind wir es zufrieden;“ und nun
Umgürtung, die erst schwach war, dann aber stärker erinnerte sich dessen Einer, und sagte: „Es steht darin
hervortrat, und wie von Gold schimmerte, und ein und mehr noch, dass die Menschliche Natur Christi
unter ihrem Rand sich erhebendes Gewölke, das, zur Göttlichen Majestät und zu allen deren Attributen
einem Karfunkel gleich, von der Flamme der Sonne erhoben worden sei, und auch, dass in Ihr Christus zur
erglänzte; und nun verfiel ich in Nachdenken aus Rechten Seines Vaters sitze.“ Nachdem sie dies
Anlaß der Mythen der Menschen der Urwelt, in gehört, schwiegen sie; nach dieser Verständigung
welchen sie die Morgenröthe mit silbernen Fittigen nahm ich wieder das Wort und sagte: „Da es sich nun
und mit Gold im Munde darstellten. Während mein so verhält, was ist dann der Vater Anderes als der
Gemüth sich daran ergötzte, kann ich in den Geist, Sohn, und was der Sohn Anderes als auch der Vater?“
und hörte Einige mit einander reden, und sagen: Weil aber dies abermahls ihren Ohren zuwider war, so
„Dürften wir doch mit Neuerer reden, der den Apfel fuhr ich fort und sagte: Höret die eigenen Worte des
der Eris unter die Kirchenhäupter hineingeworfen hat, Herrn, und wenn ihr sie früher nicht beachtet habt, so
auf den viele von den Laien zuliefen, ihn aufhoben, beachtet sie jetzt; denn er sprach: „Ich und der Vater
und unsern Augen vorhielten.“ Unter diesem Apfel sind Eins; der Vater ist in Mir, und Ich im Vater;
verstanden sie das Schriftchen mit dem Titel: „Kurze Vater, alles Meinige ist Dein, und alles Deinige ist
Darstellung der Lehre der Neuen Kirche,“ und sie Mein; wer Mich siehet, siehet den Vater;“ was heisst
sagten: „Es ist wirklich so schismatisch, wie bis jetzt dies Anderes, als dass der Vater im Sohne sei, und der
noch niemand gedacht hat;“ und Einen von ihnen Sohn im Vater, und dass sie Eins seien wie Seele und
hörte ich schreien: „Was schismatisch? Ketzerisch ist Leib im Menschen, und somit, dass sie Eine Person
es;“ Einige ihm zur Seite entgegneten aber: seien? Dies wird auch wirklich ein Stück eures
„Schweige, verstumme; es ist nicht ketzerisch, es Glaubens sein, wenn ihr dem Athanasischen
führt eine Menge Stellen aus dem Wort an, auf welche Bekenntnisse glaubet, in dem Aehnliches steht;
unsere Fremden, unter denen ich die Laien verstehe, nehmet aber aus den angeführten Stellen blos diesen
achten und ihnen beistimmen.“ Als ich, weil ich im Ausspruch des Herrn heraus: „Vater, alles Meinige ist

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Dein, und alles Deinige ist Mein,“ was heisst dies Herabregnen, und unter diesem wie einen Platzregen
Anderes, als dass das Göttliche des Vaters dem zur Zeit des Spätherbstes, und darunter etwas wie
Menschlichen des Sohnes, und das Menschliche des Thau zur Zeit des ersten Frühlings, und alsbald hörte
Sohnes dem Göttlichen des Vaters angehöre, folglich ich dann auf, im Geist zu sein, und war im Körper,
dass in Christus Gott Mensch und der Mensch Gott und kehrte so aus der geistigen Welt zurück in die
sei, und somit das sie Eins seien wie Seele und Leib natürliche Welt.
Eins sind? Gleiches kann auch jeder Mensch von
seiner Seele und von seinem Leibe sagen, nämlich: 113. Vierte Denkwürdigkeit. Ich blickte in die
alles Deinige ist mein, und alles Meinige ist dein, du geistige Welt hinaus, und sah ein Heer auf fuchsrothen
bist in mir und ich in dir, wer mich siehet, sieht dich, und auf schwarzen Pferden; die auf ihnen Sitzenden
wir sind Eins der Person nach und dem Leben nach; sahen aus wie Affen, mit Gesicht und Brust dem
der Grund ist, weil die Seele im Ganzen und in jedem Kreuz und Schwanz der Pferde, und mit dem
Theile des Menschen ist, denn das Leben der Seele ist Hinterhaupt und Rücken dem Genick und Kopf
das Leben des Leibes und es besteht eine derselben zugekehrt, und die Zügel um den Hals der
Wechselseitigkeit zwischen denselben; hieraus erhellt, Reiter hängend, welche riefen: [„Auf zum Kampf]
dass das Göttliche des Vaters die Seele des Sohnes gegen die Reiter auf weißen Pferden!“ Und sie
ist, und dass das Menschliche des Sohnes der Leib arbeiteten mit beiden Hände an den Zügeln, zogen
des Vaters ist. Woher ist die Seele des Sohnes als von aber so die Pferde von dem Kampf zurück und so fort
dem Vater, und woher Sein Leib als von der Mutter? und fort. Nun ließen sich aus dem Himmel zwei
Es wird genannt das Göttliche des Vaters und darunter Engel nieder, und kamen zu mir, und sprachen: „Was
der Vater selbst verstanden, da ja Er und Sein siehest du?“ und ich erzählte, welche possierliche
Göttliches Eines und Dasselbe ist; auch ist dieses Reiterei ich sehe, und fragte, was dies bedeute, und
Eines und untheilbar. Das dem so ist, erhellt auch aus wer jene seien; und die Engel antworteten: „Sie sind
folgenden Worten des Engels Gabriel an Maria: „Die aus dem Ort, der Harmagedddon heisst,“ Offenb
Kraft des Höchsten wird dich überschatten, und der 16,16, wohin sie sich zu einigen Tausenden
Heilige Geist wird über dich kommen, und das versammelt haben, zu streiten wider die von der
Heilige, das aus dir wird geboren werden, wird der Neuen Kirche des Herrn, welche das Neue Jerusalem
Sohn Gottes genannt werden,“ und kurz vorher wird heisst; sie sprachen an jenem Ort über Kirche und
Er der Sohn des Höchsten, und anderwärts der Religion, während doch bei ihnen gar nichts von der
Eingeborne Sohn genannt; ihr aber, die ihr Ihn blos Kirche, weil gar nichts geistig wahres, noch etwas von
den Sohn der Maria nennet, zerstöret den Begriff der Religion, weil gar nichts geistig Gutes war; sie
Seiner Gottheit; es zerstören diesen jedoch keine sprachen dort mit dem Mund und den Lippen über
andern, als die Gelehrten aus der Geistlichkeit und die diese und über jene, aber blos um durch dieselben zu
Gebildeten unten den Laien; wenn diese ihre herrschen; sie hatten in ihrer Jugend gelernt, den
Gedanken über das Sinnliche ihres Körpers erheben, blossen Glauben zu begründen, und Einiges von Gott;
so sehen sie auf die Herrlichkeit ihres Rufes, welche nachdem sie aber zu höheren Aemtern in der Kirche
nicht blos umdunkelt, sondern auch das Licht gelangt waren, behielten sie diese Dinge noch eine
auslöscht, durch das die Herrlichkeit Gottes eindringt. Zeit lang bei; allein da sie nun anfiengen, nicht mehr
Doch kehren wir um Gebete des Herrn zurück, in dem an Gott und an den Himmel zu denken, sondern an
es heisst: „Unser Vater, der Du bist in den Himmeln, sich und die Welt, also nicht an die ewige Seligkeit
geheiliget werden Dein Name, Dein Reich komme;“ und Wonne, sondern an zeitliche Hoheit und Macht,
ihr, die ihr hier seid, verstehet darunter den Vater blos so verwiesen sie die in der Jugend angenommenen
in Seinem Göttlichen, ich aber Ihn in Seinem Lehren aus den inneren Regionen des vernünftigen
Menschlichen, und Dieses ist auch der Name des Gemüths, die mit dem Himmel Gemeinschaft haben,
Vaters; denn der Herr sagte: „Vater, verherrliche und daher im Licht des Himmels sind, hinab in die
Deinen Namen,“ das heisst, Dein Menschliches; und äußern des vernünftigen Gemüths, welche mit der
wenn dies geschieht, dann kommt das Reich Gottes, Welt Gemeinschaft haben, und daher blos im Licht
und dieses Gebet ward für diese Zeit anbefohlen, dass der Welt sind, und zuletzt stießen sie dieselben hinab
nämlich Gott der Vater durch Sein Menschliches in das Sinnlich=Natürliche; in Folge dessen sind die
angegangen werden solle. Der Herr sagt auch: kirchlichen Lehren bei ihnen blos Sache des Mundes
„Niemand kommt zum Vater, denn durch Mich;“ und geworden und nicht mehr des Denkens aus der
bei dem Propheten: „Ein Knabe ist uns geboren, ein Vernunft, noch weniger des Gefühls aus der Liebe;
Sohn ist uns gegeben, dessen Name ist Gott, Held, und weil sie sich eine solche Natur angeeignet haben,
Vater der Ewigkeit;“ und anderwärts: „Du Jehovah so nehmen sie auch nichts Göttlich=Wahres an, das
unser Vater, unser Erlöser ist von Ewigkeit Dein zur Kirche, und nichts echt Gutes, das zur Religion
Name,“ und noch in tausend andern Stellen, in gehört. Die innern Regionen ihres Gemüths sind
welchen der Herr unser Heiland Jehovah genannt wird. vergleichungsweise geworden wie Schläuche, die mit
Dies ist die wahre Auslegung der Worte jenes einer Mischung von Eisenfeilspänen und
Gebetes. Nachdem ich dies gesagt, blicket ich sie an, Schwefelpulver angefüllt sind; wird in diese Wasser
und bemerkte Veränderungen ihrer Gesichter, je nach gegossen, so entsteht zuerst ein Aufbrausen und dann
den Veränderungen des Zustandes ihrer Gemüther, eine Flamme, wovon jene Schläuche zerrissen werden.
einige beifällig und mich anblickend, andere Ebenso Jene, wenn sie etwas vom lebendigen Wasser,
ungünstig und sich von mir abwendend, und nun sah welches das echte Wahre des Wortes ist, hören, und
ich zur Rechten eine opalfarbige Wolke und zur dieses durch ihre Ohren eindringt, so entbrennen und
Linken eine finstere Wolke, und unter beiden wie ein entflammen sie heftig, und verwerfen es als etwas, das

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ihre Köpfe zerbräche. Diese sind es, welche dir wie Woher seid ihr? Wir gebieten euch kraft unserer
Affen erschienen, mit rückwärts gekehrtem Körper auf Obergewalt: entfernet euch!“ Wir antworteten aber:
fuchsrothen und auf schwarzen Pferden reitend und die „Ihr habt keine Obergewalt, uns dies zu gebieten; zwar
Zügel um den Hals geworfen, weil die, welche das seid ihr in euren Augen wie die Enakim, und diese
Wahre und Gute der Kirche aus dem Worte nicht hier wie Zwerge; gleichwohl aber habt ihr keine
lieben, auch nicht gegen das Vordertheil des Pferdes, Gewalt und kein Recht hier, ausser etwa durch Ränke,
sondern gegen dessen Hintertheil hinsehen wollen, welche jedoch nichts ausrichten werden. Meldet daher
denn das Pferd bezeichnet das Verständnis des Wortes, den Eurigen zurück, dass wir aus dem Himmel hieher
das fuchsrothe Pferd das in Ansehung des Guten gesandt sind, zu untersuchen, ob Religion bei euch sei
verdorbene Verständnis des Wortes, und das schwarze oder nicht, und ist keine da, so werdet ihr aus jenem
Pferd das in Ansehung des Wahren verdorbene Ort ausgestoßen werden. Darum leget ihnen folgende
Verständnis des Wortes. Sie riefen zum Kampfe wider Stelle vor, in welcher das Wesentliche der Kirche und
die Reiter auf weißen Rossen, weil das weiße Ross der Religion enthalten ist, nämlich wie sie die Worte
das Verständnis des Wortes in Ansehung des Wahren in dem Gebet des Herrn verstehen: Unser Vater, der
und Guten bezeichnet; du sahst sie mit dem Hals ihre Du bist in den Himmeln, geheiliget werde Dein
Pferde zurückziehen, weil sie den Kampf scheuten, Name, Dein Reich komme!“ Nachdem sie dies gehört,
damit das Wahre des Wortes nicht unter viele und so sagten sie zuerst: „Wozu dies?“ nachher aber, sie
in‘s Licht käme; dies ist die Auslegung.“ Weiter wollten es vorlegen; sie gingen auch hin und sagten es
sagten die Engel: „Wir sind aus der Gesellschaft des den Ihrigen, welche erwiederten: „Was ist dies für eine
Himmels, welche Michael heisst, und erhielten vom Aufgabe, und wozu? Doch sie erriethen das
Herrn Befehl, hinabzusteigen in den Ort genannt Geheimnis; sie wollen [sagten sie], wissen, ob jene
Harmageddon, aus welchem die Reiterei, die du Worte den Weg unseres Glaubens zu Gott dem Vater
gesehen, hervorbrach. Durch Harmageddon wird bei bestätigen.“ Sie sagten daher: „Nach diesen Worten ist
uns im Himmel bezeichnet der Zustand und der Trieb klar, dass man zu Gott dem Vater beten soll, und zwar
des Streitens aus verfälschten Wahrheiten heraus, dass man, weil Christus unser Mittler ist, zu Gott
entspringend aus der Liebe zu herrschen und über dem Vater beten soll um des Sohnes willen;“ und im
Andere hervorzuragen; und weil wir bei dir ein Unwillen beschlossen sie sofort, zu uns zu gehen, und
Verlangen wahrnahmen, von dem Kampf dort etwas uns dies mündlich vorzutragen, und auch, wie sie
zu erfahren, so wollen wir dir Einiges davon erzählen. sagten, unsere Ohren gellen zu machen. Wirklich
Nach unserer Herabkunft aus dem Himmel näherten verließen sie auch jenen Ort, und begaben sich in
wir uns jenem Orte, der Harmageddon heisst, und einen in der Nähe jener beiden Häuser, in welchen die
sahen daselbst einige Tausende versammelt; doch Knaben mit den Lehrern waren, befindlichen Hain, in
gingen wir nicht in ihre Versammlung, sondern es dessen Mitte sich ein erhabener ebener Raum einem
standen zwei Häuser auf der Mittags=Seite jenes Ringplatz ähnlich befand. Sie faßten sich bei den
Ortes, wo sich Knaben mit ihren Lehrern befanden; Händen und traten in diesen Ringplatz herein, wo wir
dort hinein gingen wir und sie nahmen uns freundlich waren und sie erwarteten; es waren da Aufwürfe von
auf. Wir ergötzten uns an ihrem Umgang; bei Allen Erde wie kleine Hügel; auf diese ließen sie sich
war zufolge des Lebens in den Augen und des Eifers niedern, denn sie sagten unter einander: „Vor diesen
in der Rede eine gewisse Anmuth über das Gesicht stehen wir nicht, sondern nehme Platz!“ Und einer
ausgebreitet; das Leben in den Augen hatten sie vom von ihnen, der die gestalt eines Engels des Lichts
Innewerden des Wahren, und den Eifer in der Rede annehmen konnte, und von den Uebrigen den Auftrag
von der Liebe zum Guten; weshalb wir ihnen auch hatte, mit uns zu reden, hob nun an: „Ihr habt uns
Hüte gaben, deren Saum Bänder von Goldfäden und aufgefordert, unsere Ansicht zu sagen über die ersten
Perlen darauf schmückten; auch gaben wir ihnen bunte Worte im Gebet des Herrn, wie wir sie verstehen; so
Kleider von weißer und Hyacinthfarbe. Wir fragten sag‘ ich euch denn, wir verstehen sie so, dass man
sie, ob sie gegen den benachbarten Ort, der beten soll zu Gott dem Vater, und weil Christus unser
Harmageddon heiße, hingesehen hätten; sie sagten: Mittler ist und wir durch Sein Verdienst selig werden,
„Ja, durch ein Fenster unter dem Dach des Hauses;“ dass man aus dem Glauben an Sein Verdienst zu Gott
hier hätten sie eine Versammlung gesehen, aber unter dem Vater beten soll.“ Hierauf sagten wir ihnen aber:
mancherlei Gestalten, bald als hochgebaute Männer, „Wir sind aus der Gesellschaft des Himmels, welche
bald wieder nicht als Menschen, sondern als Statuen Michael heisst, und sind gesandt, nachzusehen und zu
und gehauene Götzenbilder, und um sie her die untersuchen, ob ihr, die ihr an jenem Orte
Versammlung auf den Knieen; auch diese [sagten sie] zusammentratet, Religion habt oder nicht; denn der
erschienen uns unter verschiedenen Gestalten, einige Begriff von Gott dringt in alles ein, was zur Religion
als Menschen, einige als Pardel und einige als Böcke, gehört, und durch ihn geschieht eine Verbindung, und
und zwar diese mit abwärts gekehrten Hörnern, mit durch die Verbindung die Beseligung; wir im Himmel
denen sie den Boden aufwühlten. Wir erklärten ihnen lesen täglich jenes Gebet, wie die Menschen auf
nun jene Verwandlungen, wen sie vorbildeten und was Erden, und denken dann nicht an Gott den Vater, weil
sie bezeichneten. Doch zur Sache! Als die Er unsichtbar ist, sondern an Ich in Seinem
Versammelten erfuhren, dass wir in jenen Häusern Göttlich=Menschlichen, weil Er in diesem sichtbar
eingekehrt wären, so sagten sie unter einander: „Was ist; und in diesem nennet ihr Ihn Christus, wir aber
wollen diese bei jenen Knaben? Senden wir Einige aus Herr, und so ist der Herr uns der Vater im Himmel,
unserer Versammlung ab, sie auszuwerfen!“ Wirklich wie den auch der Herr gelehrt hat, dass Er und der
sandten sie auch Einige, und als sie kamen, sagten sie Vater Eines seien; dass der Vater in Ihm und Er im
zu uns: „Warum seid ihr in jene Häuser gegangen? Vater sei, und dass wer Ihn sieht, den Vater sehe;

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ferner dass niemand zum Vater komme ausser durch auch nach folgenden Stellen: “Ein Knabe ist uns
Ihn, und dann auch, es sei der Wille des Vaters, dass geboren, ein Sohn ist uns gegeben, dessen Name ist
man an den Sohn glaube, und wer nicht an den Sohn Gott, Held, Vater der Ewigkeit,“ Jes 9,5. Du unser
glaubt, das Leben nicht sehe, ja das der Zorn Gottes Vater, Abraham kennet uns nicht, und Israel erkennet
über ihm bleibe; woraus erhellet, dass der Vater durch uns nicht an, Du Jehovah unser Vater, unser Erlöser
Ihn und in Ihm angegangen wird; und weil dem so von Ewigkeit Dein Name,“ Jes 63,16. Sagte er nicht
ist, so hat Er auch gelehrt, dass Ihm gegeben sei alle zu Philippus, als dieser den Vater sehen wollte:
Gewalt im Himmel und auf Erden. Es heisst in jenem “Philippus, du kennest Mich nicht? Wer Mich siehet,
Gebet: Geheiliget werde Dein Name, Dein Reich siehet den Vater,“ Joh 14,9; 12,45. Wer anders ist
komme, und wir bewiesen aus dem Worte, dass Sein denn der Vater, als der, den Philippus mit seinen
Göttlich=Menschliches der Name des Vaters ist, und Augen sah? Diesem fügen wir noch bei: In der ganzen
dass das Reich des Vaters alsdann da ist, wann christlichen Welt sagt man, dass die, welche zur
unmittelbar der Herr, und durchaus nicht, wann Gott Kirche gehören, den Leib Christi ausmachen und in
der Vater unmittelbar angegangen wird; weshalb auch Seinem Leibe seien; wie kann da ein Glied der Kirche
der Herr seinen Jüngern befohlen hat, sie sollten das sich an Gott den Vater anders wenden, als durch Ihn,
Reich Gottes predigen, und dieses ist das Reich zu dessen Leib es gehört? Anders müsse es, um sich
Gottes. Nachdem sie dies gehört, erwiederten die Ihm zu nahen, nothwendig aus dem Leibe
Gegner: „Ihr führet Vieles aus dem Wort an; vielleicht herausgehen. Zuletzt belehrten wir sie, dass
haben auch wir dergleichen darin gelesen, wir gegenwärtig vom Herrn die neue Kirche gegründet
entsinnen uns aber dessen nicht; schlaget daher vor wird, welche verstanden wird unter dem Neuen
uns das Wort auf und leset jene Stellen daraus vor, Jerusalem in der Offenbarung, in welchem allein der
besonders, das, dass das Reich des Vaters dann Herr der Gegenstand der Gottesverehrung sein wird,
komme, wann das Reich des Herrn kommt;“ und nun wie im Himmel, und dass in dieser Weise alles werde
sagten sie zu den Knaben: „Bringet das Wort her,“ erfüllt werden, was im Gebet des Herrn von Anfang
und sie brachten es, und wir lasen folgende Stellen bis zu Ende enthalten ist; wir begründeten alles aus
daraus vor: “Johannes predigte das Evangelium des dem Wort bei den Evangelisten, und bei den
Reiches, indem er sprach: Erfüllt ist die Zeit, genähert Propheten und aus der Offenbarung, in welcher von
hat sich das Reich Gottes,“ Mark 1,14.15; Matth 3,2. Anfang bis zu Ende von dieser Kirche gehandelt wird,
“Jesus selbst predigte das Evangelium des Reichs, mit solch einer Menge von Stellen, dass sie müde
und dass das Reich Gottes nahe herbei gekommen wurden, sie anzuhören. Als die Harmageddonen dies
sei,“ Matth 4,17.23; 9,35. “Jesus gebot den Jüngern, mit Aerger anhörten, wollten sie hin und wieder
zu predigen und zu verkündigen das Reich Gottes,“ unsere Rede unterbrechen; und zuletzt zerrissen sie
Mark 16,15; Luk 8,1; 9,60. Desgleichen den dieselbe wirklich, indem sie ausriefen: „Ihr habt wider
Siebzigen, die Er aussandte, Luk 10,9.11 ausser die Lehre unserer Kirche gesprochen, welche ist, dass
andern Stellen, als: Matth 11,5; 16,27.28; Mark 8,35; Gott der Vater unmittelbar angegangen und an Ihn
9,1.27; 10,29.30; 11,10; Luk 1,19; 2,10.11; 4,43; geglaubt werden solle; ihr habt euch demnach einer
7,22; 21,30.31; 22,18. Das Reich Gottes, das Verletzung unseres Glaubens schuldig gemacht; geht
verkündigt wurde, war das Reich des Herrn, und daher von hinnen, wo nicht, so werdet ihr
somit das Reich des Vaters. Dass dem so sei, erhellt hinausgeworfen werden.“ Und wirklich gingen ihre
aus Folgendem: “Der Vater hat alles in die Hand des erhitzten Gemüther von Drohungen zum Versuch der
Sohnes gegeben,“ Joh 3,35 “Der Vater hat dem Sohn Ausführung über; jetzt aber schlugen wir sie vermöge
Gewalt über alles Fleisch gegeben,“ Joh 17,2. “Mir ist der uns verliehenen Gewalt mit Blindheit, und in
gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden,“ Folge dieser brachen sie, ohne uns zu sehen, hinaus,
Matth 28,18. und noch weiter aus Folgendem: und liefen im Irrsaal aus einander und Einige fielen in
“Jehovah Zebaoth sein Name, und Erlöser der Heilige den Abgrund, von dem in der Offenbarung 9,2 die
Israels, der Gott der ganzen Erde wird Er heissen,“ Jes Rede ist, und der jetzt in der mittägigen Gegend
54,5. “Ich sah, und siehe wie ein Menschensohn, dem gegen Aufgang ist, wo diejenigen sind, welche die
übergeben wurde Herrschaft, Herrlichkeit und Reich, Rechtfertigung durch den blossen Glauben begründen,
und alle Völker und Nationen werden Ihn verehren; und die, welche denselben aus dem Worte begründen,
Sein Herrschen ist ein ewig Herrschen, das nicht in eine Wüste hinausgewiesen werden, in der sie bis
vorübergehen, und Sein Reich, das nicht vergehen an das äußerste Ende der christlichen Welt schweifen,
wird,“ Dan 7,13.14. “Als der siebente Engel in die und sich mit den Heiden vermengen.
Posaune stieß, ließen sich laute Stimmen in den
Himmeln hören, welche riefen: Es sind die Reiche der
Welt unseres Herrn und Seines Christus geworden, DIE ERLÖSUNG.
und Er wird regieren in die Zeitläufe der Zeitläufe,“
Offenb 11,15; 12,10. Und überdies unterrichteten wir 114. Dass in dem Herrn zwei Aemter, das priesterliche
sie aus dem Wort, dass der Herr in die Welt kam, und das königliche, vereinigt sind, ist in der Kirche
nicht blos um die Engel und die Menschen zu erlösen, bekannt, allein Wenige wissen, worin das eine und
sondern auch, damit sie mit Gott dem Vater vereinigt das andere besteht, weshalb es gesagt werden soll. Der
würden durch Ihn und in Ihm; denn er lehrte, in denen Herr ward nach Seinem priesterlichen Amt Jesus
die an Ihn glauben, sei Er, und sie in Ihm, Joh 6,56; genannt, und nach Seinem königlichen Amt Christus;
14,20; 15,4.5 Als sie dies hörten, fragten sie: „Wie auch heisst Er nach Seinem priesterlichen Amt im
kann denn also euer Herr Vater genannt werden? Wir Worte Jehovah und Herr, und nach dem königlichen
sagten: „Auf Grund dessen, was gelesen worden, und Amt Gott und der Heilige Israels; so wie auch König;

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diese zwei unterscheiden sich unter einander wie die London herausgegebenen Werkchen kund gethan. Dass
Liebe und die Weisheit oder, was Dasselbe ist, wie die Unterjochung der Höllen, die Anordnung der
das Gute und das Wahre unter sich. Alles also, was Himmel und die Gründung der Neuen Kirche die
der Herr that und wirkte aus der Göttlichen Liebe oder Erlösung waren, hat seinen Grund darin, das ohne sie
dem Göttlichen Guten, das that und wirkte Er kein Mensch hätte können selig werden; sie folgen
vermöge Seines priesterlichen Amtes, alles dagegen, auch der Ordnung nach auf einander; denn zuerst
was aus der Göttlichen Weisheit oder dem Göttlichen müssen die Höllen unterjocht werden, bevor der Neue
Wahren, vermöge Seines königlichen Amts; auch Engelshimmel gebildet werden kann, und dieser muss
bedeutet im Worte Priester und Priesterthum das erst gebildet werden, bevor die Neue Kirche auf Erden
Göttliche Gute, König und Königthum aber das gegründet werden kann; denn die Menschen der Welt
Göttliche Wahre; diese beiden wurden in der sind mit den Engeln des Himmels und mit den
Israelitischen Kirche durch die Priester und die Könige Geistern der Hölle so verbunden, dass sie in den
vorgebildet. Was die Erlösung anbetrifft, so gehört sie inwendigen Regionen der Gemüther auf beiden Seiten
beiden Aemtern an; was jedoch davon zu dem einen Eins ausmachen; doch hierüber im letzten Kapitel
und was zu dem andern gehört, soll im Verfolg dieses Werks, wo von der Vollendung des Zeitlaufs,
enthüllt werden. Damit aber das Einzelne klar von der Ankunft des Herrn und von der Neuen Kirche
geschieden aufgefaßt werden, soll die Erörterung im Besondern gehandelt werden soll.
darüber in Leitsätze oder Abschnitte zerlegt werden,
welche folgende sein sollen:
I. Die Erlösung selbst war eine Unterjochung der 116. Dass der Herr, während Er in der Welt war,
Höllen und Ordnen der Himmel, und mittelst dieser gegen die Höllen kämpfte, und sie besiegte und
eine Vorbereitung zu einer neuen geistigen Kirche. unterjochte, und so sie unter seinen Gehorsam brachte,
II. Ohne diese Erlösung hätte kein Mensch selig erhellt aus vielen Stellen im Worte, von welchen ich
werden, noch die Engel im Zustand der Reinheit diese wenigen herausheben will, bei Jesajas: „Wer ist
bestehen können. Der, so aus Edom kommt, mit bespritzten Kleidern
III. Der Herr hat auf diese Weise nicht blos die aus Bozra, der ehrenwerth in Seiner Kleidung,
Menschen, sondern auch die Engel erlöst. einhergehend in der Größe Seiner Kraft? Ich, der Ich
IV. Die Erlösung war ein rein Göttliches Werk. rede in Gerechtigkeit, mächtig zu erretten; warum bist
V. Eben diese Erlösung konnte nicht anders Du geröthet an Deinem Kleid, und Dein Gewand wie
geschehen, als durch den menschgewordenen Gott. eines Keltertreters? Die Kelter habe ich allein getreten,
VI. Das Leiden am Kreuz war die letzte Versuchung, und von dem Volke ist kein Mann mit Mir; darum
die Er als der grösste Prophet aushielt, und sie war trat Ich sie in Meinem Zorn, und zertrat sie in
das Mittel der Verherrlichung Seines Menschlichen, Meinem Grimm, darum ist der Sieg über sie gespritzt
das heisst, der Vereinigung mit dem Göttlichen auf Meine Kleider; denn ein Tag der Rache ist in
Seines Vaters, nicht aber die Erlösung. Meinem Herzen, und das Jahr Meiner Erlösten ist
VII. Der Glaube, das Leiden am Kreuz sei die gekommen; Heil verschaffte Mir Mein Arm; zu boden
Erlösung gewesen, ist ein Grundirrthum der Kirche, ließ Ich fallen ihren Sieg. Er sprach: Siehe, Mein
und dieser Irrthum zugleich mit dem Irrthum von drei Volk sind jene, Kinder, darum ward Er ihnen zum
göttlichen Personen von Ewigkeit hat die ganze Erretter; ob Seiner Liebe und ob Seiner Gnade hat Er
Kirche zu Grunde gerichtet, so dass kein geistiger sie erlöst,“ Kap 63,1 bis 9. Dies von dem Kampf des
Ueberrest mehr in ihr vorhanden ist. Herrn gegen die Höllen; unter dem Kleid, in dem Er
Dies soll nun im Einzelnen entwickelt werden. ehrenwerth, und das geröthet, wird das Wort
verstanden, dem vom Jüdischen Volke Gewalt
angethan worden; der Kampf selbst gegen die Höllen,
115. I. DIE ERLÖSUNG SELBST WAR EINE und der Sieg über sie wird dadurch beschrieben, dass
UNTERJOCHUNG DER HÖLLEN UND EIN ORDNENDER Er sie in Seinem Zorn getreten, und in Seinem
HIMMEL, UND MITTELST DIESER EINE Grimm zertreten habe; das Er allein und aus eigener
VORBEREITUNG ZU EINER NEUEN GEISTIGEN Macht gekämpft habe, wird beschrieben durch die
KIRCHE. Worte: vom Volke war kein Mann mit Mir, Heil
Dass diese drei die Erlösung sind, kann ich mit aller verschaffte Mir Mein Arm, zu Boden fallenließ Ich
Gewißheit sagen, weil der Herr auch gegenwärtig eine ihren Sieg; dass Er dadurch sie errettet und erlöst
Erlösung vollbringt, die im Jahre 1757 begann habe, durch die Worte: darum ward Er ihnen zum
zugleich mit dem Letzten Gericht, das damals Erretter, ob Seiner Liebe und Gnade hat Er sie erlöst;
gehalten wurde; von jener Zeit an dauerte die Erlösung dass dies der Grund Seiner Ankunft war, wird
bis jetzt fort. Der Grund hievon ist, weil gegenwärtig verstanden unter den Worten: ein Tag der Rache ist in
die zweite Ankunft des Herrn Statt hat und die Neue Meinem Herzen, und das Jahr Meiner Erlösten ist
Kirche gegründet werden soll, welche nicht gegründet gekommen. Wiederum bei Jesajas: “Er sah, dass
werden kann, wenn nicht die Unterjochung der Höllen niemand da ist, und staunete, dass sich kein Helfer
und die Anordnung der Himmel vorausgeht; und weil zeigt, darum verschaffte Rettung Ihm Sein Arm, und
mir gegeben wurde, alles zu sehen, so kann ich die Gerechtigkeit erhob Ihn; darum zog Er an
beschreiben, wie die Höllen unterjocht worden sind, Gerechtigkeit wie einen Panzer, und setzte auf Sein
und wie der Neue Himmel gegründet und geordnet Haupt den Helm des Heils, und zog die Rachekleider
worden ist; allein dies würde ein ganzes Werk an, und deckte Sich mit Eifer wie mit einem Mantel,
erfordern; wie aber das Letzte Gericht abgehalten dann kam für Zion ein Erlöser,“ 59,16.17.20. Bei
worden ist, habe ich in einem im Jahr 1758 zu Jeremia: „Sie sind bestürzt, zerschlagen ihre Starken,

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sie haben die Flucht ergriffen, und nicht mehr sie heftig, und gerathen in Flammen und stoßen es
zurückgesehen; dieser Tag dem Herrn Jehovah Zebaoth von sich als etwas, das ihre Köpfe zerbräche.
ein Tag der Rache, damit Er Rache nehme an Seinen
Feinden, das Schwert [sie] fresse und gesättigt 117. Die Unterjochung der Höllen, die Anordnung der
werden,“ 46,5.10. Dieses und jenes vom Kampfe des Himmel, und hernach die Gründung der Kirche
Herrn wider die Höllen, und vom Sieg über sie. Bei können durch mancherlei Gleichnisse beleuchtet
David: „Gürte das Schwert um Deine Lenden, werden; sie lassen sich beleuchten durch die
Mächtiger; Deine Pfeile sind scharf; es werden fallen Aehnlichkeit mit einem Heer von Räubern oder
die Völker unter Dir, aus dem Herzen des Königs Aufrührern, die in ein Reich oder in eine Stadt
Feinde: Dein Thron [steht] für immer und ewig; Du einfallen, und die Häuser darin in Brand stecken, die
hast geliebt Gerechtigkeit, darum salbete Dich Gott,“ Güter der Einwohner plündern, und den Raub unter
Ps 45,4 bis 7; und so in sehr vielen andern Stellen. sich theilen, und darüber frohlocken und sich rühmen;
Weil der Herr allein die Höllen überwand, ohne Hülfe die Erlösung selbst aber kann beleuchtet werden durch
irgend eines Engels, darum heisst Er Held und die Aehnlichkeit mit einem gerechten König, der mit
Kriegsmann, Jes 42,13; 9,6; König der Herrlichkeit, seinem Heer diese angreift, einen Theil derselben dem
der tapfere Jehovah, der Kriegsheld, Psalm 24,8.10; Schwert übergibt, und einen Theil in Zuchthäuser
der Tapfere Jakobs, Psalm 132,2 und in vielen einsperrt, und den Raub ihnen abnimmt, und seinen
Stellen: Jehovah Zebaoth, da ist, Jehovah Der Unterhanen zurückstellt, und dann das Reich in
Kriegsheere: und auch Seine Ankunft wird genannt der Ordnung bringt, und es gegen ähnliche Ueberfälle
Tag Jehovahs, der schreckliche, der grausame, der sicherstellt. Sie kann auch beleuchtet werden durch die
(Tag) der Entrüstung, des Grimms, des Zorns, der Aehnlichkeit mit zusammengeschaarten wilden
Rache, des Untergangs, des Kriegs, der Trompete, des Thieren, die aus dem Wald hervorbrechen, und die
Posaunenhalls, des Getümmels usw. Bei den Heerden kleinen und grossen Viehes, und auch die
Evangelisten liest man Folgendes: “Jetzt ist der Menschen anfallen; weshalb der Mensch nicht
Gericht der Welt, [jetzt] wird der Fürst dieser Welt ausserhalb der Mauern seiner Stadt zu gehen und das
ausgestoßen werden,“ Joh 12,31. “Der Fürst dieser Land zu bestellen wagt, in Folge dessen dann die
Welt ist gerichtet,“ Joh 16,11. “Fasset Vertrauen, Ich Felder wüste, und die Stadtbewohner in Gefahr sind,
habe die Welt überwunden,“ Joh 16,33. “Ich sah den durch Hunger umzukommen. Auch kann die Erlösung
Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen,“ Luk beleuchtet werden durch die Tödtung und Ausrottung
10,18, unter der Welt, dem Fürsten der Welt, Satan jener wilden Thiere, und durch die Sicherstellung der
und Teufel wird die Hölle verstanden. Ausserdem Aecker und Felder gegen weitere Einfälle von solchen.
wird in der Offenbarung von Anfang bis zu Ende Sie kann auch beleuchtet werden durch
beschrieben, wie die christliche Kirche heut zu Tage Heuchschrecken, welche alles Grün des Bodens
beschaffen ist, und dann auch, dass der Herr wieder abfressen, und durch die Mittel gegen ihr weiteres
kommen, und die Höllen unterjochen, und einen vordringen; ebenso durch die Raupen zur ersten Zeit
neuen Engelshimmel schaffen und hernach eine Neue des Sommers, welche die Bäume der Blätter, und so
Kirche auf Erden gründen werde. Dieses alles ist dort auch der Früchte berauben, so dass sie entblöst wie
vorhergesagt, aber nicht früher als jetzt enthüllt mitten im Winter da stehen; und durch das
worden; der Grund ist, weil die Offenbarung, wie alle Herabschütteln derselben, und so die
prophetischen Bücher des Wortes, in lauter Wiederherstellung des Gartens in den Zustand seines
Entsprechungen geschrieben war, und wenn diese Erblühens und Fruchttragens. Aehnliches würde der
nicht vom Herrn enthüllt worden wären, kaum jemand Kirche widerfahren sein, wenn nicht der Herr durch die
auch nur ein Verschen darin hätte verstehen können. Erlösung die Guten von den Bösen ausgeschieden und
Jetzt aber ist um der Neuen Kirche willen alles darin diese in die Hölle geworfen, und jene in den Himmel
Enthaltene enthüllt worden in der zu Amsterdam im erhoben hätte. Was würde aus einem Kaiserstaat oder
Jahr 1766 herausgebenen ‚Enthüllten Offenbarung,‘ Königreich werden, wenn in ihnen nicht Gerechtigkeit
und sehen werden es Die, welche dem Worte des und Gericht beständen, durch welche die Bösen aus
Herrn bei Matthäus Kap 24, über den Zustand der der Mitte der Guten weggenommen, und die Guten
gegenwärtigen Kirche und über Seine Ankunft vor Verletzungen geschützt werden, damit Jeder in
glauben; allein dieser Glaube wankt einzig noch bei Sicherheit in seinem Hause leben, und, wie es im
denen, welche den Glauben der gegenwärtigen Kirche Worte heisst, unter seinem Feigenbaum und
an eine Dreiheit göttlicher Personen von Ewigkeit und Weinstock in Ruhe sitzen kann.
an das Leiden Christi, als ob es die Erlösung selbst
gewesen wäre, ihren Herzen so tief eingedrückt haben,
dass er nicht mit der Wurzel ausgerissen werden kann; 118. II. OHNE DIESE ERLÖSUNG HÄTTE KEIN
diese gleich aber, wie in der Denkwürdigkeit Nr. 113 MENSCH SELIG WERDEN , NOCH DIE ENGEL IM
gesagt worden, den mit Eisenfeilspänen und ZUSTAND DER R EINHEIT BESTEHEN KÖNNEN.
Schwefelstaub angefüllten Schläuchen, in welche Zuerst soll gesagt werden, was die Erlösung ist;
Wasser gegossen wird, in Folge dessen zuerst eine Erlösen bedeutet von der Verdammnis befreien, von
Erhitzung und dann eine Flamme entsteht, durch dem ewigen Tode erretten, aus der Hölle reissen, und
welche diese Schläuche zerrissen werden, ebenso jene, die Gefangenen und Gebundenen der hand des Teufels
wenn sie etwas von dem lebendigen Wasser, welches entziehen; dies ist vom Herrn dadurch geschehen, dass
das echte Wahre des Wortes ist, hören, und dieses Er die Höllen unterjocht, und einen neuen Himmel
durch die Augen oder Ohren eindringt, so entbrennen gegründet hat. Dass der Mensch ausserdem nicht hätte
selig werden können, hat seinen Grund darin, dass die

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geistige Welt mit der natürlichen Welt in solcher Höhe, auf der er selbst steht, sich erheben, selbst
Verknüpfung steht, dass sie nicht getrennt werden überströmt wird, wofern er nicht in irgend einem
können, diese Verknüpfung aber vorzugsweise mit Fahrzeug,, das auf den Fluten heranschwimmt, sein
dem Inwendigen der Letztern, das man ihre Seelen Heil finden kann; ebenso wenn Jemand von dem
und Gemüther nennt, und daher bei den Guten mit Berge herab einen dichten Nebel mehr und mehr von
den Seelen und Gemüthern der Engel, und bei den der Erde emporsteigen, und Felder, Landhäuser und
Bösen mit den Seelen und Gemüthern der höllischen Städte verhüllen sieht, und dann, wenn dieses
Geister besteht; sie sind so eng vereinigt, dass wen Nebelmeer bis zu ihm hinangedrungen ist, gar nichts
diese vom Menschen entfernt würden, der Mensch mehr sieht, auch sich selbst nicht, noch wo er ist.
todt wie ein Klotz niederfiele; eben so wenig könnten Ebenso verhält es sich mit den Engeln, wenn die
die Engel und Geister bestehen, wenn ihnen die Kirche auf Erden zugrunde geht, dass nämlich alsdann
Menschen entzogen würden. Daraus erhellt, warum die auch die untern Himmel entweichen; der Grund ist:
Erlösung in der geistigen Welt geschah, und warum weil die Himmel aus Menschen von der Erde her
Himmel und Hölle erst geordnet werden müssen, bestehen, und wenn nichts Gutes des Herzens und
bevor die Kirche auf Erdengegründet werden kann; nichts Wahres des Wortes mehr übrig ist, die Himmel
dass dem so ist, erhellt deutlich in der Offenbarung, von dem Bösen, das heraufsteigt, überschwemmt, und
dass nämlich, nachdem der Neue Himmel hergestellt davon wie von stygischen Gewässern erstickt werden.
war, aus diesem das Neue Jerusalem herabstieg, Dennoch aber werden sie vom Herr sonst irgendwo
welches die Neue Kirche ist, Kap 21,1.2. verwahrt, und bis zum Tage des letzten Gerichts
aufbehalten, und dann in den Neuen Himmel erhoben;
119. Dass auch die Engel nicht im Zustande der diese sind es, welche in der Offenbarung unter
Reinheit hätten bestehen können, wenn nicht vom Folgenden verstanden werden: „Ich sah unter dem
Herrn die Erlösung vollbracht worden wäre, hat seinen Altar die Seelen derer, die um des Wortes Gottes und
Grund darin, dass der gesammte Engelshimmel um des Zeugnisses willen, das sie hatten, getödtet
zugleich mit der Kirche auf Erden vor dem Herrn wie worden waren; und sie riefen mit starker Stimme, und
Ein Mensch ist, dessen Inneres der Engelshimmel, sprachen: Wie lange, Herr, Du Heiliger und
und das Aeussere die Kirche bildet, oder bestimmter, Wahrhaftiger, richtest Du nicht, und rächst nicht unser
dessen Haupt der oberste Himmel, die Brust und blut an denen, die auf Erden wohnen? Und es wurden
mittlere Gegend des Leibes der zweite und unterste ihnen jedem weisse Kleider gegeben, und ihnen
Himmel, und die Lenden und Füsse die Kirche auf gesagt, sie sollten noch eine kleine Zeit ruhen, bis
Erden sind, während der Herr selbst die Seele und das vollzählig seien ihr Mitknechte und Brüder, die wie
Leben dieses ganzen Menschen ist; weshalb denn, sie getödtet werden würden,“ Kap 6,9.10.11.
wofern nicht der Herr die Erlösung vollbracht hätte,
dieser ganze Mensch zerstört worden wäre; in 120. Dass ohne die vom Herrn bewirkte Erlösung
Rücksicht der Füsse und Lenden, sobald die Kirche Missethat und Bosheit über die ganze Christenheit in
auf Erden, in Rücksicht der Bauchgegend, sobald der beiden Welten, der natürlichen und der geistigen, sich
unterste Himmel, in Rücksicht der Brust, sobald der verbreiten würde, davon gibt es mehrere Ursachen,
zweite Himmel wich, in Folge dessen dann das unter welchen auch die ist, dass jeder Mensch nach
Haupt, weil es kein Entsprechungsverhältnis mit dem dem Tod in die Geisterwelt kommt, und dann ganz
Leibe hat, in Ohnmacht fällt. Doch dies soll durch derselbe ist, der er zuvor war, und beim Eintritt
Gleichnisse beleuchtet werden; es ist wie wenn niemand abgehalten werden kann von der Unterredung
abgestorbenes Fleisch die Füsse angreift, und das mit den verstorbenen Eltern, Brüdern, Verwandten
Absterben dann weiter und weiter hinaufsteigt und und Freunden; jeder Gatte sucht dann zuerst seine
zuerst die Lenden, und dann die Eingeweide des Gattin, und jede Gattin ihren Gatten, und von jenen
Unterleibes ansteckt, und endlich die benachbarten und diesen werden sie eingeführt in mancherlei
Theile des Herzens ergreift; dass aber alsdann der Genossenschaften von Solchen, welche auswendig wie
Mensch dem Tod unterliegt, ist bekannt. Es kann Schafe erscheinen, inwendig aber wie Wölfe sind, und
auch beleuchtet werden durch Vergleichung mit den von diesen werden auch Solche verkehrt, welche sich
Krankheiten der Eingeweide, die unterhalb des der Frömmigkeit beflissen hatten; dadurch und in
Zwerchfells sind, sofern, wenn diese kraftlos werden, Folge verruchter Küste, die in der natürlichen Welt
das Herz zu klopfen, und die Lunge schwer zu athmen unbekannt sind, ist jene Welt so angefüllt mit
anfängt, und endlich beide still stehen. Auch kann es Bösewichtern, wie ein von Froscheiern gründender
beleuchtet werden durch Vergleichung mit dem innern Sumpf. Dass das Zusammensein mit Bösewichtern
und dem äussern Menschen, sofern der innere Mensch auch diese Wirkung hat, lässt sich durch Folgendes
so lange in Kraft ist, als der äussere sich gehorsam anschaulich machen; es ist nämlich, wie wenn jemand
seinen Verrichtungen unterzieht, wogegen, wenn der mit Strassen= oder Seeräubern zusammenlebt, zuletzt
äussere Mensch nicht gehorcht, sondern widerstrebt, wird er ihnen ähnlich; auch ist es, wie wenn jemand
und mehr noch, wenn er jenen bekämpft, der innere mit Ehebrechern und feilen Dirnen zusammenhaust,
zuletzt wankend gemacht, und am Ende von den am Ende achtet er die Ehebrüche für nichts; wieder ist
Lustreizen des äussern fortgerissen wird, bis er diesem es, wie wenn jemand sich unter Aufrührer mischt, am
geneigt wird und beistimmt. Und dann kann es auch Ende macht er sich nichts daraus, an Jedem
beleuchtet werden durch Vergleichung mit einem Gewaltthätigkeiten zu verüben; denn alles böse ist
Menschen, der auf einem Berge steht, und unter sich ansteckend, und kann der pest verglichen werden, die
überschwemmte Länder sieht, und dass die Gewässer sich durch das blosse Anhauchen und durch die
mehr und mehr steigen, und welcher, wenn sie zu der Ausdünstung mittheilt; so wie auch dem Krebs und

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heissen Brand, welcher sich weiter verbreitet und die weil, wie oben gesagt, gegenwärtig Seine zweite
benachbarten Theile und allmählig auch die Ankunft Statt hat, welche in der Offenbarung
entfernteren in Fäulnis setzt, bis endlich der ganze allenthalben, und bei Matthäus Kap 24,.30; bei
Körper zu Grunde geht; die Lustreize des Bösen, in Markus Kap 13,26; bei Lukas Kap 21,27; und in der
welche Jeglicher geboren wird, sind die Ursache Apostelgeschichte Kap 1,11 und anderwärts
davon. Hieraus kann nun erhellen, dass ohne die vom vorausgesagt worden ist; der Unterschied ist, dass bei
Herrn bewirkte Erlösung Niemand selig werden kann, Seiner ersten Ankunft die Höllen so sehr angewachsen
und auch die Engel nicht im Zustand der Reinheit waren von Götzendienern, Magiern und Verfälschern
fortbestehen können; die einzige Zuflucht, dass man des Wortes, bei dieser Zweiten hingegen von
nicht untergehe, ist die zum Herrn; denn Er sagt: sogenannten Christen, sowohl solchen, die den
„Bleibet in Mir, und auch Ich in euch; gleichwie die Naturalismus eingesogen, als solchen, die das Wort
Rebe nicht Frucht bringen kann von sich selbst, wenn verfälscht hatten durch Begründungen ihres
sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, mährchenhaften Glaubens an drei göttliche Personen
wofern ihr nicht in Mir bleibet: Ich bin der von Ewigkeit, und an das Leiden des Herrn, sofern es
Weinstock, ihr die Reben; wer in Mir bleibt, und Ich die Erlösung selbst gewesen sein soll; denn diese sind
in ihm, der bringt viele Frucht; denn ohne Mich es, die unter dem Drachen und seinen zwei Thieren in
könnt ihr nichts thun; wenn jemand nicht in Mir der Offenbarung Kap 12 und 13 verstanden werden.
bleibt, so wird er hinausgestossen, und dürr geworden 2. die zweite Ursache davon, dass der Herr auch die
wird er in‘s Feuer geworfen und verbrannt,“ Joh Engel erlöste, ist die, dass nicht nur jeglicher Mensch,
15,4.5.6. sondern auch jeglicher Engel durch den Herrn vom
Bösen zurückgehalten, und im guten festgehalten
wird; denn Keiner, weder der Engel, noch der Mensch,
121. III. DER HERR HAT AUF DIESE WEISE NICHT ist von sich im guten, sondern alles Gute ist vom
BLOS DIE MENSCHEN SONDERN AUCH DIE ENGEL Herrn; wenn nun der Fusschemel der Engel, den sie in
ERLÖST. der Geisterwelt haben, weggezogen ist, so ergeht es
Dies folgt aus dem im vorigen Abschnitt gesagten, ihnen, wie dem, der auf einem Stuhle sitzt, wenn
dass nämlich ohne die vom Herrn bewirkte Erlösung dessen Fussgestell weggenommen wird. Dass die
auch die Engel nicht hätten bestehen können; zu den Engel vor Gott nicht rein sind, erhellt aus den
oben bemerkten Ursachen kommen noch folgende prophetischen Schriften des Wortes, und auch aus
hinzu; Hiob; dann auch daraus, dass es keinen Engel gibt,
1. Dass zur Zeit der ersten Ankunft des Herrn die der nicht früher Mensch war.
Höllen so emporgewachsen waren, dass sie die Durch Obiges wird bestätigt, was in dem diesem
gesammte Geisterwelt, welche in der Mitte zwischen Werke vorangeschickten Glauben des Neuen Himmels
dem Himmel und der Hölle ist, erfüllten, und so nicht und der Neuen Kirche in seiner allgemeinen und in
nur denjenigen Himmel, welcher der unterste heisst, seiner besonderen Form gesagt ist, nämlich „Dass der
in Verwirrung brachten, sondern auch den mittleren Herr in die Welt kam, um die Hölle vom Menschen
Himmel angriffen, und auf tausenderlei Weisen zu entfernen, und dass Er sie entfernte durch Kämpfe
befehdeten; und dieser wäre auch, wofern der Herr ihn gegen sie, und durch Siege über sie, und sie
nicht aufrecht erhalten hätte, zerstört worden. ein unterjochte, und unter seinen Gehorsam brachte.“
solcher Anlauf der Höllen wird verstanden unter dem Dann auch durch folgendes daselbst: „dass Jehovah
im Lande Schinear erbauten Thurm, dessen Spitze bis Gott herabkam und das Menschliche annahm, um
an den Himmel reichen sollte, und wobei der Versuch alles, was im Himmel, und alles, was in der Kirche
der [Erbauer] durch die Verwirrung der Lippen sein wird, in Ordnung zu bringen, weil damals die
verhindert wurde, und sie zerstreut wurden, und die macht des Teufels, das ist, der Hölle, die macht des
Stadt genannt wurde Babel, 1.Mose 11,1 bis 9; was Himmels, und auf Erden die macht des Bösen die
hier unter dem Thurm, und was unter der Verwirrung macht des Guten überwog, und in Folge dessen eine
der Lippen verstanden wird, ist in den zu London gänzliche Verdammnis vor der Thüre stand und
herausgegebenen ‚Himmlischen Geheimnissen‘ erklärt hereinzubrechen drohte; diese bevorstehende
worden. Die Ursache, warum die Höllen zu solcher Verdammnis hat Jehovah Gott durch Sein
Höhe hinanwuchsen, war, dass zur Zeit, da der Herr in Menschliches aufgehoben, und so die Engel und die
die Welt kam, der ganze Erdkreis durch Götzendienst Menschen erlöst; woraus erhellt, dass ohne die
und Magie sich ganz von Gott entfernt hatte, und die Ankunft des Herrn Keiner hätte selig werden können.
Kirche, die bei den Kindern Israels, und zuletzt bei Eben so ist es heut zu Tage; daher denn, wenn der
den Juden war, durch Verfälschung und Verdrehung Herr nicht abermals in die Welt käme, auch niemand
des Wortes ganz zerstört worden war, und diese und selig werden könnte;“ man sehe oben Nr. 2.3.
jene alle nach dem Tod ein die Geisterwelt kamen,
und ihre Zahl dort zuletzt so anwuchs und anschwoll, 122. Dass der Herr die geistige Welt errettet hat, und
dass sie von da nicht anders ausgetrieben werden durch sie die Kirche von der allgemeinen Verdammnis
konnten, als durch die Herabkunft Gottes selbst, und erretten wird, kann beleuchtet werden durch die
dann durch die Kraft Seines Göttlichen Arms, und wie Vergleichung mit einem Könige, der die Prinzen,
dies bewirkt wurde, ist in dem im Jahr 1758 zu seine Söhne, die vom Feinde gefangen, in Kerker
London herausgegebenen Werkchen vom letzten eingeschlossen, und mit Ketten gebunden worden,
Gericht beschrieben worden. Dies ward vom Herrn durch Siege über jenen befreit, und an seinen Hof
vollbracht, als Er in der Welt war; ein ähnliches ist zurückführt. Dann auch durch Vergleichung mit einem
auch in unsern Tagen vom Herrn gehalten worden, Hirten, der, wie Simson und David, seine Schafe dem

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Rachen des Löwen oder des Bären entreisst, oder diese nicht von mir beschrieben, weil das Ordnen der
wilden Thiere, wenn sie aus den Wäldern in die Himmel und der Hölle vom Tage des Letzten Gerichts
Wiesen hervorbrechen, hinauswirft, und bis an die an bis zur gegenwärtigen Zeit fortgedauert hat und
äussersten Grenzen verfolgt, und sie zuletzt in Sümpfe noch fortdauert; allein nach Herausgabe dieses Buchs
oder in wüsten drängt, und dann zu den Schafen wird es, auf Verlangen, veröffentlicht werden. Was
zurückkehrt, und sie in Sicherheit weidet, und aus mich anbelangt, so sah ich und sehe ich in Beziehung
Quellen klaren Wassers sie tränkt. Auch lässt es sich auf diese Sache jeden Tag die Göttliche Allmacht des
beleuchten durch einen, der eine spiralförmig Herrn wie von Angesicht; dieses Letzte aber gehört im
gewundene Schlange am Wege liegen sieht, bereit, der eigentlichen Sinne zur Erlösung, jenes Frühere
Ferse des Wanderers einen Stich beizubringen, und hingegengehört eigentlich zum Letzten Gericht; die,
nun ihren Kopf ergreift, und sie, obwohl sie sich um welche diese beiden mit Unterscheidung betrachten,
seine Hand herum schlingt, doch nach Hause trägt, können Vieles, was im prophetischen Theile des
und dort ihr den Kopf abhaut, und das Uebrige ins Wortes unter Bildern verborgen, und doch beschrieben
Feuer wirft. Auch lässt es sich beleuchten durch einen ist, sehen, sobald es durch die Auslegung der
Bräutigam oder Ehemann, der, wenn er einen Entsprechungen in das Licht des Verstandes
Ehebrecher sieht, im Begriff, seiner Braut oder Gattin hervorgezogen wird. Dieses und jenes Göttliche Werk
Gewalt anzuthun, ihn ergreift, und entweder die Hand kann nicht anders in‘s Licht gesetzt werden, als durch
desselben mit dem Schwert verwundet, oder ihm Vergleichungen, wiewohl auch so nur dürftig; es kann
Beine und Lenden zerprügelt, oder ihn durch seine beleuchtet werden durch Vergleichung mit dem Kampf
Diener auf die Strasse wirft, die ihn mit Knitteln bis gegen die Heere aller Nationen in der ganzen Welt,
in sein Haus verfolgen, worauf er die so Befreite in versehen mit Spiessen, Schildern, Schwertern,
sein Schlafgemach heimführt; unter der Braut und Schiessgewehren und Feldstücken, und geleitet von
Gattin wird auch im Worte die Kirche des Herrn listigen und verschlagenen Feldherrn und Offizieren;
verstanden, und unter den Ehebrechern werden dies wird gesagt, weil die Meisten in den Höllen sich
verstanden, die ihr Gewalt anthun, welche diejenigen auf Künste verstehen, die in unserer Welt unbekannt
sind, die Sein Wort schänden; und weil die Juden dies sind, und in welchen sie sich unter einander einüben,
thaten, wurden sie vom Herrn ein ehebrecherisches wie sie die aus dem Himmel angreifen, in Hinterhalt
Geschlecht genannt. locken, belagern und bekämpfen wollen. Der Kampf
des Herrn mit der Hölle kann auch, wiewohl nur
ungenügend, verglichen werden dem Kampf gegen die
123. IV. DIE ERLÖSUNG WAR EIN REIN GÖTTLICHES wilden Thiere des ganzen Erdkreises, und ihrer
WERK. Niederlage und Bezähmung, bis dass keines derselben
Wer da weiss, wie die Hölle beschaffen ist, und bis zu mehr wagt hervorzukommen und auf irgend einen
welcher Höhe sie zur Zeit der Ankunft des Herrn die Menschen, der im Herrn ist, einen Anfall zu machen,
ganze Geisterwelt überschwemmte, dann mit welcher und sich daher, sobald Jemand eine drohende Miene
Macht der Herr die ganze Geisterwelt niederwarf und macht, alsbald zurückzieht, wie wenn es einen Geier
zerstreute und hernach sie zusammt dem Himmel in im Inneren seiner Brust fühlte, im Begriff, dasselbe
Ordnung brachte, muss nothwendig erstaunen und bis zum Herzen zu durchhacken; unter den wilden
ausrufen, dass dies alles ein rein göttliches Werk war. Thieren werden auch wirklich im Worte die höllischen
Zuerst, wie die Hölle beschaffen ist; sie besteht aus Geister beschrieben; und diese werden auch unter den
Myriaden von Myriaden, weil aus allen denen, die wilden Thieren, bei welchen der Herr 40 Tage lang
von der Schöpfung der Welt her durch Böses des war, bei Markus Kap 1,13 verstanden. Derselbe kann
Lebens und Falsches des Glaubens sich von Gott ach verglichen werden mit dem Widerstand gegen den
entfernt haben. Das Andere, bis zu welcher Höhe die ganzen Ozean, wenn dieser, nach Durchbrechung der
Höllen zur Zeit der Ankunft des Herrn die ganze Dämme, mit seinen Fluten in die Länder und Städte
Geisterwelt überschwemmten, ist einiger Massen in eindringt; die vom Herrn bewirkte Unterjochung der
den vorhergehenden Abschnitten aus einander gesetzt Hölle wird auch verstandne unter dem, dass Er das
worden; wie sie zur Zeit der ersten Ankunft des Herrn Meer dadurch bezähmte, dass Er sprach: „Schweig‘,
[emporgeschwollen] war, ist niemand kund geworden, verstumme,“ Mark 4,38.39; Matth 8,26; Luk 8,23.24;
weil es nicht im Buchstabensinn des Wortes denn durch das Meer wird hier, wie in vielen andern
geoffenbart ist; wie sie aber zur Zeit der zweiten Stellen, die Hölle bezeichnet. Mit gleicher göttlicher
Ankunft des Herrn war, durfte ich mit meinen Augen Macht kämpft der Herr auch heut zu Tage gegen die
sehen, und dieses, aus dem man auf das Frühere Hölle bei jeglichem Menschen, der wiedergeboren
schliessen kann, ist beschrieben worden in dem in wird; denn die Hölle fällt alle diese mit teuflischer
London im Jahr 1758 herausgegebenen Werkchen vom Wuth an, und wofern ihr nicht der Herr widersteht,
‚Letzten Gericht‘; desgleichen auch, mit welcher und sie zähmt, muss jeder Mensch nothwendig
Macht der Herr jene Hölle niederwarf und zerstreute; unterliegen; denn die Hölle ist wie Ein scheusslich
allein hieher übertragen, was ich in jenem Werkchen gestalteter Mensch, und wie ein grimmiger Löwe, mit
als Augenzeuge beschrieben habe, wäre ein dem sie auch im Worte verglichen wird; daher denn,
überflüssiges Werk, weil jenes vorliegt, und noch wenn der Herr nicht diese Löwen oder jenes
Exemplare in Menge bei dem Buchdrucker in London Ungethüm mit Hand= und Fusseisen gebunden hielte,
aufbewahrt sind; Jeder, der es liest, kann deutlich der Mensch, aus sich, wenn er aus einem Bösen
sehen, dass es ein Werk des Allmächtigen Gottes war. herausgerissen wird, nothwendig in ein anderes, und
Das Vierte, wie der Herr nachher alles sowohl im so fort in mehr und mehr fallen müsste.
Himmel, als in der Hölle in Ordnung brachte, ist noch

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worden ist; dass Er z.B. die Hügel und Berge, welche
124. V. EBEN DIESE ERLÖSUNG KONNTE NICHT die Höllischen in der Geisterwelt besetzt hatten, aus
ANDERS GESCHEHEN, ALS DURCH DEN ihren Stätten losriss, und in ferne Gegenden versetze,
MENSCHGEWORDENEN GOTT. und einige versenkte, und dass Er ihre Städte,
Im vorhergehenden Abschnitt ist gezeigt worden, dass Landhäuser und Felder mit einer Wasserfluth
die Erlösung ein rein göttliches Werk war, folglich überschwemmte, und ihre Ländereien von Grund aus
nur von dem Allmächtigen Gott ausgeführt werden herausriss, und sie zusammt den Bewohnern in
konnte. Dass diese nicht ohne sein Fleischwerden, das Schlünde, Seen und Sümpfe schleuderte, und so
heisst, ohne dass Er Mensch wurde, bewirkt werden weiter; und dies alles that der Herr allein durch die
konnte, hat seinen Grund darin, dass Jehovah Gott, Macht des Göttlichen Wahren aus dem Göttlichen
wie Er in Seinem unendlichen Wesen ist, Sich nicht Guten.
der Hölle nahen, noch weniger in sie eintreten kann,
denn Er ist im Reinsten und Ersten; daher denn 125. Dass Jehovah Gott solche Dinge nur durch Sein
Jehovah Gott, sofern Er in Sich so beschaffen ist, die, Menschliches in‘s Werk setzen und vollbringen
welche in der Hölle sind, wenn Er sie auch nur konnte, kann durch mancherlei Vergleichungen
anhauchte, augenblicklich tödten würde; denn Er sagte beleuchtet werden; so kann z.B. ein Unsichtbarer nicht
zu Moses, als dieser ihn sehen wollte: „Du kannst mit Jemanden handgemein werden und sich in Rede
Mein Angesicht nicht sehen, denn kein Mensch kann einlassen, so lange er ihm nicht sichtbar ist; selbst
Mich sehen, und leben,“ 2.Mose 33,20; wenn nun nicht ein Engel und ein Geist mit dem Menschen,
Moses es nicht konnte, so können es noch weniger wenn er auch neben dessen Körper und vor seinem
die, welche in der Hölle sind, wo alle im Letzten und Angesicht stände. Noch kann jemands Seele anders
Gröbsten, und so im Entferntesten sind, denn sie sind mit jemand reden und verkehren, als durch ihren Leib.
Natürliche auf der untersten Stufe. Hätte somit Es kann nicht die sonne mit ihrem Licht und ihrer
Jehovah Gott nicht das Menschliche angenommen, Wärme eindringen in einen Menschen, in ein Thier
und so sich mit einem Körper bekleidet, der im und in einen Baum, wenn sie nicht zuvor eindringt in
Letzten ist, so dürfte Er vergebens irgend eine die Luft und durch diese wirkt; ebensowenig in die
Erlösung unternommen haben; denn wer kann einen Fische anders, als durch die Gewässer; den sie muss
Feind angreifen, wenn er sich diesem nicht naht, und durch das Element wirken, in dem der Gegenstand ist.
mit Waffen zum Kampf ausgerüstet ist? Oder wer Es kann nicht einmal jemand einen Fisch mit dem
kann Drachen, Hydern und Basilisken in einer Wüste Messer abschuppen, noch einen Raben rupfen, ohne
vertreiben und vernichten, ohne den Leib in einen die Finger; noch in die Tiefe eines See‘s hinabsteigen
Panzer und das Haupt in eine Sturmhaube zu hüllen, ohne eine Taucherglocke; mit Einem Wort: Jegliches
und ohne einen Spiess in der Hand? Oder wer kann muss dem Andern angepasst sein, bevor ein Verkehren
Wallfische im Meere fangen ohne Schiff und die zum und ein Wirken gegen dasselbe oder mit demselben
Fang geeigneten Werkzeuge? Dieses und Aehnliches Statt hat.
kann nicht sowohl zur Vergleichung, als vielmehr nur
zu Beleuchtung des Kampfes des Allmächtigen Gottes 126. VI. DAS LEIDEN AM KREUZ WAR DIE LETZTE
mit den Höllen dienen, den Er nicht hätte eingehen VERSUCHUNG, WELCHE DER HERR ALS DER
können, ohne zuvor das Menschliche angezogen zu GRÖSSTE P ROPHET BESTAND, UND ES WAR DAS
haben. Man muss jedoch wissen, dass der Kampf des MITTEL ZUR VERHERRLICHUNG S EINES
Herrn mit den Höllen kein Mundkampf war, wie er MENSCHLICHEN, DAS IST, ZUR VEREINIGUNG MIT
zwischen Streitenden und Zankenden Statt hat, ein DEM GÖTTLICHEN S EINES VATERS, NICHT ABER DIE
solcher Kampf ist dort völlig wirkungslos, sondern es ERLÖSUNG.
war ein geistiger Kampf, nämlich des Göttlichen Zwei Dinge sind es, wegen welcher der Herr in die
Wahren aus dem Göttlichen Guten, welches das Welt kam, und durch die Er die Menschen und die
eigentliche Leben des Herrn war; dem Einfluss dieses Engel errettete, nämlich die Erlösung und die
letztern mittelst des Anblicks kann in den Höllen Verherrlichung Seines Menschlichen; diese zwei sind
niemand widerstehen; es wohnt ihm eine solche unter sich geschieden, machen aber doch Eins aus zum
Macht inne, dass die höllischen Genien schon beim Behuf der Seligmachung. Was die Erlösung sei, ist in
Innewerden desselben entfliehen, sich in die Tiefe den vorhergehenden Abschnitten gezeigt worden, dass
stürzen, und sich in unterirdische Schlupfwinkel sie nämlich war ein Kampf mit den Höllen, ihre
werfen, um sich zu verbergen; dies eben ist es, was Unterjochung, und hernach ein Ordnen der Himmel;
bei Jesajas beschrieben wird: „Sie werden in die die Verherrlichung aber ist die Vereinigung des
Höhlen der Felsen gehen und in die Klüfte des Menschlichen des Herrn mit dem Göttlichen Seines
Staubes, aus Angst vor Jehovah, wenn Er sich erheben Vaters; diese ging nach und nach vor sich, und kam
wird, die Erde zu schrecken,“ Kap 2,19; und in der vollständig zu Stande durch das Leiden am Kreuz;
Offenbarung: „Alle werden sich verbergen in den denn jeder Mensch muss von seiner Seite sich Gott
Felshöhlen und in den Felsen der Berge, und zu den nahen, und in wie weit er Ihm sich naht, in so weit
Bergen und Felsen sprechen: Fallet über uns, und geht Gott Seinerseits in ihn ein. Es verhält sich damit
verberget uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem gerade wie mit einem Tempel, dieser muss zuerst
Throne sitzt, und vor dem Zorn des Lammes,“ Kap gebaut werden, und dies geschieht mit
6,15.16.17. Wie gross die Macht des Herrn, die Er Menschenhänden, und dann muss man ihn einweihen,
aus dem Göttlich=Guten hatte, war, als Er im Jahre und hierauf erst beten, Gott möge gegenwärtig sein
1757 das Letzte Gericht hielt, kann aus dem erhellen, und Sich mit der Kirche darin vereinigen. Die
was in dem Werkchen über dieses Gericht beschrieben Vereinigung selbst aber wurde darum durch das

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Leiden am Kreuz vollständig bewirkt, weil dieses die werden, ist offenbar: „Vater, die Stunde ist
letzte Versuchung war, der Sich der Herr in der Welt gekommen, verherrliche Deinen Sohn, damit Dein
unterzog, und durch die Versuchungen eine Sohn auch Dich verherrliche,“ Joh 17,1.5.; es heisst
Verbindung bewirkt wird; in diesen wird nämlich der so, weil die Vereinigung eine gegenseitige war und,
Mensch scheinbar sich allein überlassen, obgleich er wie gesagt wird, der Vater in Ihm, und Er im Vater.
nicht verlassen ist; denn Gott ist alsdann in seinem „Nun ist Meine Seele betrübt; und Er sprach: Vater,
Innersten auf‘s unmittelbarste gegenwärtig, und verherrliche Deinen Namen, und es kam eine Stimme
unterstützt ihn; wenn daher jemand in der Versuchung vom Himmel: Ich habe ihn nicht nur verherrlicht,
überwindet, so wird er mit Gott auf‘s Innigste sondern werde ihn auch ferner verherrlichen,“ Joh
verbunden, und so wurde der Herr mit Seinem Vater 12,27.28. Dies ist gesagt worden, weil die
auf‘s Innigste vereinigt. Dass der Herr im Leiden am Verherrlichung nach und nach geschah. „Musste nicht
Kreuz Sich selbst überlassen war, erhellt aus Seinem Christus dieses leiden, und in Seine Herrlichkeit
Ausruf am Kreuz: ‚Gott, warum hast du Mich eingehn?“ Luk 24,26. Die Herrlichkeit bedeutet im
verlassen?‘“ und auch aus folgenden Worten des Worte da, wo vom Herrn die Rede ist, das Göttliche
Herrn: „Niemand nimmt die Seele von Mir, sondern Wahre vereinigt mit dem Göttlichen Guten. Hieraus
Ich lasse sie von Mir selbst, Ich habe macht, sie zu geht deutlich hervor, dass das Menschliche des Herrn
lassen, und habe macht, sie wieder zu nehmen, dies Göttlich ist.
Gebot habe Ich von Meinem Vater empfangen,“ Joh
10,18. Hieraus kann nun erhellen, dass der Herr nicht 129. Dass der Herr bis zum Leiden am Kreuz versucht
dem Göttlichen, sondern dem Menschlichen nach werden wollte, hatte seinen Grund darin, dass Er der
gelitten hat, und dass alsdann die innigste und somit Prophet Selbst war, und die Propheten ehemals die
vollständige Vereinigung erfolgt ist. Dies kann Lehre der Kirche aus dem Worte bezeichneten, und in
dadurch beleuchtet werden, dass während der Mensch folge dessen die Kirche, wie sie beschaffen war, durch
dem Körper nach leidet, seine Seele nicht leidet, mancherlei Dinge vorbildeten, und zwar auch durch
sondern betrübt ist, Gott aber nimmt diese Betrübnis üble, harte, ja selbst durch frevelhafte, die ihnen von
nach dem Sieg hinweg und wischt sie ab, wie jemand Gott auferlegt worden waren. Der Herr aber, weil Er
die Thränen von den Augen abwischt. das Wort selbst war, bildete durch das Leiden am
Kreuz als der Prophet Selbst die jüdische Kirche vor,
127. Diese beiden, die Erlösung und das Leiden am wie diese das Wort selbst entweihte. Zu diesem
Kreuz, sind wohl zu unterscheiden, sonst geräth das Grunde kommt auch noch der weitere hinzu, dass Er
menschliche Gemüth wie ein Schiff auf Sandbänke so als Heiland beider Welten in den Himmeln
und Klippen, und geht zusammt dem Steuermann, anerkannt werden sollte; denn alle Theile Seines
dem Schiffsherrn, und den Seeleuten zu Grunde, das Leidens bezeichnen solche Dinge, die zur Entweihung
heisst, es irrt in allen Dingen, welche die des Wortes gehören, und die Engel verstehen sie
Seligmachung durch den Herrn betreffen; denn der geistig, während die Menschen der Kirche sie
Mensch ist ohne klar geschiedenen Begriff von jenen natürlich verstehen. Dass der Herr der Prophet selbst
beiden wie im Traum, und sieht leere Gebilde und war, erhellt aus folgenden Stellen: „Der Herr sagte.
zieht Deutungen aus diesen, die er für Wirklichkeiten Ein Prophet ist nirgends weniger geachtet, als in
hält, während sie doch Wahnbilder sind; oder es ist seinem Vaterlande und in seinem Hause,“ Matth
wie wenn jemand in der Nacht wandelt, und wenn er 13,57; Mark 6,4; Luk 4,24. „Jesus sagte: Es geht
das Laubwerk eines Baumes anfasst, es für die Haare nicht an, dass ein Prophet ausserhalb Jerusalems
eines Menschen hält, und näher hinzutritt und seine umkomme,“ Luk 13,33. „Furch ergriff alle, sie lobten
Haare darein verwickelt. Obgleich aber die Erlösung Gott, und sagten, es sei ein grosser Prophet unter
und das Leiden am Kreuz zwei verschiedene Dinge ihnen erweckt worden,“ Luk 7,16. „Sie sagten von
sind, so machen sie doch zum Behuf der Jesus: Jener Prophet von Nazareth,“ Matth 21,11; Joh
Seligmachung Eines aus, weil der Herr durch die 7,40.41. „Dass aus der Mitte der Brüder ein Prophet
Vereinigung mit Seinem Vater, welche durch das erweckt werden würde, dessen Worten sie gehorchen
Leiden am Kreuz vollbrach wurde, Erlöser in Ewigkeit sollten,“ 5.Mose 18,15 bis 19.
geworden ist.
130. Dass die Propheten den Zustand ihrer Kirche in
128. Von der Verherrlichung, unter welcher die Rücksicht der Lehre aus dem Wort und des dieser
Vereinigung des Göttlich=Menschlichen des Herrn gemässen Lebens vorbildeten, erhellt aus folgenden
mit dem Göttlichen des Vaters verstanden wird, dass Stellen: dem Propheten Jesajas ward befohlen, den
sie nämlich durch das Leiden am Kreuz vollständig Sack von seinen Lenden, und den Schuh von seinem
vollbracht wurde, spricht der Herr selbst bei den Fusse zu lösen, und entblösst und barfuss zu gehen
Evangelisten also: drei Jahre lang, zum Zeichen und Wunder, Jes 20,2.3.
„Nachdem Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Dem Propheten Ezechiel ward befohlen, den Zustand
Nun ist des Menschen Sohn verherrlicht, und Gott ist der Kirche dadurch vorzubilden, dass er Wandergeräthe
verherrlicht in Ihm; ist Gott verherrlicht in Ihm, so machte, und an einen andern Ort zog vor den Augen
wird Ihn Gott auch in Sich selbst verherrlichen, und der Kinder Israels, und das Geräthe bei Tage
wird Ihn sogleich verherrlichen,“ Joh 13,31.32. Hier herausthat, und des Abends durch eine durchbrochene
wird die Verherrlichung sowohl von Gott dem Vater, Wand ging, und das Angesicht verhüllte, so dass er
als dem Sohn ausgesagt; denn es heisst: „Gott ist das Land nicht sah, und so dem Hause Israels ein
verherrlicht in Ihm,“ und „Gott wird Ihn in sich selbst Wunderzeichen sein, und sprechen sollte: Sieh, ich
verherrlichen,“ und dass dies so viel ist, als vereinigt bin euer Vorzeichen; wie ich gethan habe, so wird

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euch geschehen, Ezech 12,3 bis 7.11. Dem Propheten dies vom Jüdischen Volke geschah, bei welchem
Hoschea ward befohlen, den Zustand der Kirche damals das Wort war, denn Judas bildete dieses vor;
dadurch vorzubilden, dass er sich eine Buhlerin zum dass Er von den Oberpriestern und Aeltesten ergriffen
Weibe nehme; und diese nahm er auch, und sie gebar und verurtheilt wurde, war ein Zeichen, dass dies von
ihm drei Söhne, von welchen er den einen Jisreel, den jener ganzen Kirche geschah; dass man Ihm
andern Nicht=Erbarmungswürdig und den dritten Backenstreiche gab, Ihm in‘s Angesicht spie, Ihn
Nicht=Volk nannte. Und wider wurde ihm befohlen, geisselte, und Ihn mit einem Rohr auf‘s Haupt schlug,
hinzugehen und ein Weib zu lieben, das von seinen bedeutete, dass sie Aehnliches am Worte verübten in
Genossen geliebt, und eine Ehebrecherin war, die er rücksichten der Göttlichen Wahrheiten desselben; dass
sich dann auch verschaffte, Hosch. 1,2 bis 9; 3,2.3. man Ihm eine Dornenkrone aufsetzte, bezeichnete,
Einem gewissen Propheten wurde auch befohlen, dass sie jene verfälschten und ihnen Gewalt anthaten;
Asche über seine Augen zu streuen, und sich stossen dass man Seine Kleider zertheilte, und über Sein
und schlagen zu lassen, 1.Kön 20,35.37. Dem unterkleid das Loos warf, bedeutete, dass sie alle
Propheten Ezechiel ward befohlen, den Zustand der Wahrheiten des Wortes zerstreuten, nicht aber dessen
Kirche dadurch vorzustellen, dass er einen Ziegelstein geistigen Sinn, welches das Unterkleid des Herrn
nahm, und die Stadt Jerusalem darauf eingrub, eine bezeichneten; dass sie Ihn kreuzigten, bedeutete, dass
Belagerung anstellte, und einen Wall und einen sie das ganze Wort zerstörten und entweihten; dass
Damm gegen sie aufwarf, eine eiserne Pfanne man ihm Essig zu trinken reichte, bedeutete, dass blos
zwischen sich und die Stadt stellte, und sich auf die Verfälschtes [bei ihnen war,] weshalb Er jenen nicht
linke Seite legte, und [hernach] auf die rechte Seite; trank; dass man Seine Seite durchstach, bedeute, dass
dass er sodann Weizen, Gerste, Linsen, Hirsen und sie alles Wahre des Wortes und alles gute desselben
Spelt nahm, und Brot daraus machte, und auch einen völlig auslöschten; dass Er begraben wurde, bedeutete
Gerstenkuchen mit Mist von Menschenkoth; und weil die Verwerfung des Ueberrestes von der Mutter; dass
er sich dies verbat, ward ihm gestattet, denselben mit Er am dritten Tage wieder auferstand, bedeutete die
Ochsenmist zu machen. Es wurde ihm gesagt: Liege Verherrlichung oder die Vereinigung Seines
auf deiner linken Seite, und lege die Missethat des Menschlichen mit dem Göttlichen des Vaters. Hieraus
Hauses Israel darauf; die Zahl der Tage, die du darauf erhellt nun, dass unter dem Tragen der Missethaten
liegen wirst, sollst du ihre Missetat tragen; denn Ich nicht deren Wegnahme verstanden wird, sondern das
will dir die Jahre ihrer Missethat zu Tagen machen, Vorbilden der Entweihung der Wahrheiten des Wortes.
nach der Zahl zu 390 Tagen, dass du tragest die
Missethat des Hauses Israel: wirst du aber diese 131. Auch dies lässt sich durch Vergleichungen
vollendet haben, so sollst du auf deiner rechten Seite beleuchten, was um der Einfältigen willen geschieht,
liegen, damit du tragest die Missethat des Hauses welche mittelst Vergleichungen besser sehen, als
Jehudah, Ezech 4,1 bis 15. Dass der Prophet dadurch durch analytisch gebildete Deduktionen aus dem Wort
die Missethaten des Hauses Israel und des Hauses und aus der Vernunft. Jeder Bürger oder Unterthan
Jehudah getragen, nicht aber sie weggenommen und wird mit dem König dadurch vereinigt, dass er dessen
so versöhnt, sondern nur vorgebildet und gezeigt Befehle und Verordnungen befolgt, und mehr noch,
habe, erhellt aus Folgendem daselbst: „So, spricht wenn er für ihn Beschwerden erträgt, und noch mehr,
Jehovah, werden die Kinder Israels ihr unreines Brot wenn er für ihn in den Tod geht, was in Kämpfen und
essen: siehe, Ich breche den Stab des Brotes, dass sie Schlachten geschieht; in gleicher Weise werden der
des Brotes und Wassers mangeln, und verlassen Freund mit dem Freunde, der Sohn mit dem Vater,
werden der Mann und sein Bruder, und verschmachten und der Diener mit dem Herrn dadurch vereinigt, dass
ob ihrer Missethat,“ Vers 13,16.17. in demselben sie das, was deren Wille ist, thun, und mehr noch,
Kapitel. Aehnliches wird daher in Beziehung auf den wenn sie dieselben gegen ihre Feinde vertheidigen,
Herrn darunter verstanden, wo es heisst: „Er nahm auf und noch mehr, wenn sie für die Ehre derselben
Sich unsere Krankheiten, und trug unsere Schmerzen; streiten. Wer wird nicht mit einer Jungfrau, die er zur
Jehovah liess auf Ihn fallen unser aller Missethaten; Braut haben möchte, vereinigt, wenn er mit denen, die
durch Sein Wissen wird Er viele gerecht machen, ihren guten Namen antasten, kämpft, und mit dem
darum weil Er ihre Missethaten selbst getragen hat,“ Nebenbuhler sich bis zur Verwundung schlägt? Dass
Jes 53,4.6.11., wo im ganzen Kapitel vom Leiden des sie durch dergleichen vereinigt werden, geschieht
Herrn gehandelt wird. Dass der Herr als der Prophet vermöge eines eingeschriebenen Naturgesetzes. Der
selbst den Zustand der jüdischen Kirche in Rücksicht Herr sagt: „Ich bin der gute Hirte; der gute Hirt lässt
des Wortes vorgebildet hat, ergibt sich aus den sein Leben für die Schafe, darum liebt Mich Mein
Einzelnheiten seines Leidens, z.B. „dass Er von Judas Vater,“ Joh 10,11.17.
verrathen wurde; dass Er von den Oberpriestern und
den Aelteste ergriffen und verurtheilt wurde; dass man 132. VII. DER GLAUBE, DAS LEIDEN AM KREUZ SEI
ihm Backenstreiche gab, [Ihm in‘s Angesicht spie, DIE ERLÖSUNGGEWESEN, IST EIN GRUNDIRRTHUM
und Ihn geisselte;! dass man Ihm mit dem Rohr auf DER KIRCHE, UND DIESER IRRTHUM ZUGLEICH MIT
das Haupt schlug; dass man Ihm eine Dornenkrone DEM IRRTHUM VON DREI GÖTTLICHEN P ERSONEN
aufsetzte; dass sie Seine Kleider [unter sich] theilten, VON EWIGKEIT HAT DIE GANZE KIRCHE ZU GRUNDE
und über Sein Unterkleid das Loos warfen; dass sie GERICHTET, SO DASS KEIN GEISTIGER UEBERREST
Ihn kreuzigten; dass man Ihm Essig zu trinken gab; MEHR IN IHR VORHANDEN IST.
dass man Ihm die Seite durchstach, dass Er begraben Was füllt und stopft heut zu Tage die Bücher der
wurde, und am dritten Tage wieder auferstand.“ Dass Orthodoxen mehr, und was wird in den höheren
Er von Judas verrathen wurde, war ein Zeichen, dass Lehranstalten eifriger gelehrt und eingeflösst, und von

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den Kanzeln herab häufiger gepredigt und ausgerufen, so wird alles zur Kirche Gehörige geistig, ist er aber
als dass Gott der Vater, erzürnt über das menschliche natürlich, so wird alles zur Kirche Gehörige natürlich:
Geschlecht, dieses nicht nur von Sich entfernt, da nun die Vorstellung von Gott und von der
sondern auch es zu allgemeiner Verdammnis Erlösung blos natürlich, das heisst, sinnlich und
verurtheilt, folglich es mit dem Fluch belegt habe; fleischlich geworden ist, so ist auch alles blos
dass Er aber, weil Er gnädig ist, Seinen Sohn natürlich, was die Häupter und Glieder der Kirche in
bewogen oder erweckt habe herabzusteigen, und die ihren Lehrbestimmungen überliefert haben und
beschlossene Verdammnis auf sich zu nehmen, und so überliefern; und daraus kann nichts als Falsches
den Zorn Seines Vaters zu versöhnen, und dass Er nur ausgebrütet werden, weil der natürliche Mensch
so und nicht anders den Menschen mit einiger Gunst fortwährend gegen den geistigen ankämpft, und daher
anblicken könnte; dann auch, dass dies wirklich durch die geistigen Dinge für Gespenster und Lustgebilde
den Sohn bewirkt worden sei, dass dieser nämlich die ansieht. Man kann daher sagen, dass in Folge dieser
Verdammnis des menschlichen Geschlechts auf sich sinnlichen Vorstellung von der Erlösung, und somit
nehmend, sich von den Juden habe geisseln in‘s von Gott, die Wege zum Himmel, welche die zu dem
Angesicht speien, und hernach wie ein Fluch Gottes Herrn Gott Heiland sind, von Dieben und Räubern
sich kreuzigen lassen, 5.Mose 21,23, und dass der besetzt worden seien, Joh 10,1.8.9., und das in den
Vater, nachdem dies geschehen, besänftigt worden sei, Kirchen die Thürflügel niedergerissen, und so
und aus Liebe zum Sohne die Verdammnis Drachen, Uhu, Zijim und Jjim eingedrungen sind und
zurückgezogen habe, jedoch nur von denen, für welche misstönig zusammen schreien. Dass diese Vorstellung
derselbe einstehen würde, und dass Er so zum Mittler von der Erlösung und von Gott dem heutigen Glauben
vor Seinem Vater für immer geworden sei? Dieses und einverleibt ist, ist bekannt; und dieser geht dahin,
Aehnliches hört man heut zu Tage in den Kirchen, dass man zu Gott dem Vater beten solle, Er möchte
und hallt wieder von den Wänden, wie das Echo aus um des Kreuzes und Blutes Seines Sohnes willen die
den Wäldern, und erfüllt die Ohren Aller in ihnen. Vergehungen erlassen, und zu Gott dem Sohn, Er
Allein wer, dessen Vernunft aus dem Worte erleuchtet möchte bitten und einstehen für sie, und zu Gott dem
und gesund geworden ist, kann nicht sehen, dass Gott heiligen Geist, Er möchte rechtfertigen und heiligen.
die Barmherzigkeit und Gnade selbst, weil die Liebe Was heisst dies aber Anderes, als zu drei Göttern in
und das Gute selbst, ist, und dass diese Sein Wesen ihrer Ordnung flehen, und was ist alsdann der
ausmachen, und das es daher ein Widerspruch ist, zu Gedanke an die göttliche Regierung Anderes als der an
sagen, dass die Barmherzigkeit selbst oder das Gute ein aristokratisches oder hierarchisches Regiment, oder
selbst einen Menschen mit Zorn anblicken, und wie der an ein Triumvirat, dergleichen einst zu Rom
dessen Verdammnis beschliessen, und dabei doch bestand, das aber statt ein Triumvirat vielmehr ein
Sein Göttliches Wesen bleiben könne? So etwas lässt Triumpersonat genannt werden kann; und was ist
sich kaum von einem gut denkenden, sondern nur von alsdann dem Teufel leichter, als zu thun, wie man
einem schlecht denkenden Menschen, und nicht von sagt: Theile und herrsche! das heisst, die Gemüther zu
einem Engel des Himmels, sondern nur von einem trennen und meuterische Bewegungen zu erregen, bald
Geist der Hölle erwarten, weshalb es abscheulich ist, gegen dein einen Gott, bald gegen den andern, wie
es Gott zuzuschreiben. Forscht man aber nach der dies von der Zeit des Arius an bis jetzt geschehen ist,
Ursache, so ist es die, dass diese das Leiden am Kreuz und so den Herrn Gott Heiland, der alle Gewalt im
für die Erlösung selbst nahmen; daraus flossen jene Himmel und auf Erden hat, vom Throne zu stossen
Dinge hervor, wie aus einem Falschen Falsches in und einen seiner Anhänger darauf zu setzen und
stetiger Reihe, oder wie aus einem Essigkrug nichts diesem die Gottesverehrung zuzuerkennen, oder, weil
als Essig, oder aus einem verrückten Geist nichts als diesem, auch dem Herrn selbst die Gottesverehrung zu
Verrücktes; denn aus Einem Erschlossenen folgen entziehen.
wieder Sätze derselben Sippschaft, sie liegen inwendig
in dem Schlusse verborgen, und gehen nach einander 134. Diesem sollen folgende Denkwürdigkeiten
daraus hervor, und aus jenem vom Leiden am Kreuz, beigefügt werden. Die Erste. Einst trat ich in der
dass es die Erlösung war, können noch weitere Geisterwelt in einen Tempel, in dem Viele
ärgerliche und für Gott schimpfliche Folgerungen versammelt waren, und vor der Predigt über die
hervorgehen und gezogen werden, so das endlich Erlösung mit einander verhandelten. Der Tempel war
geschieht, wie Jesajas sagt: „Priester und Prophet ein Viereck und hatte keine Fenster an den Wänden,
taumeln von starkem Getränk, sie wanken im Urtheil, sondern eine grosse Oeffnung oben in Mitten des
alle Tische sind voll vom Auswurf der Entleerung,“ Daches, durch welche Licht aus dem Himmel
Kap 28,7.8. hereinfiel und mehr Helle gab, als wenn Fenster an
den Seiten gewesen wären; und siehe, plötzlich
133. In Folge dieser Vorstellung von Gott und von während sie noch im Gespräch über die Erlösung
der Erlösung wurde die ganze Theologie aus einer waren, bedeckte eine vom Norden heranziehende
geistigen in eine natürliche auf der niedrigsten Stufe schwarze Wolke die Oeffnung, wodurch eine solche
verwandelt, und dies geschah, weil man Gott blos Finsternis entstand, dass Keiner den Andern, und
natürliche Eigenschaften zuschrieb, während doch von kaum noch jemand seine Hand sah. Wie sie nun
dem Begriff über Gott und von dem Begriff über die hierüber verblüfft da standen, siehe, da zertheilte sich
Erlösung, welche Eins ausmacht mit der jene schwarze Wolke in der Mitte, und durch den
Seligmachung, alles zur Kirche Gehörige abhängt; Spalt erblickte man Engel, die sich aus dem Himmel
denn dieser Begriff ist, wie das Haupt, von dem alle herniederliessen, und diese zerstreuten die Wolke nach
Theile des Körpers ausgehen; ist daher jener geistig, beiden Seiten, worauf es im Tempel wieder hell

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wurde; und nun sandten die Engel Einen von ihnen in herausgegangen sei, denn es ist Er selbst von
den Tempel herab, der an ihrer Statt die Versammelten Ewigkeit zu Ewigkeit. Und ist es nicht auch eine
fragte, worüber sie stritten, da eine so finstere Wolke Unmöglichkeit, in irgend ein Ding, dergleichen euer
über sie kam, das Licht wegnahm und Finsternis Glaube ist, die Gerechtigkeit der Erlösung, die in sich
herbeiführte. Sie antworteten: Ueber die Erlösung, und eine Eigenschaft der Göttlichen Allmacht ist, hinein
dass diese vom Sohn Gottes bewirkt worden sei durch zu versetzen, und sie einem Menschen zuzurechnen
das Leiden am Kreuz; und dass Er durch dieses das und zuzusprechen und diesen ohne irgend welche
menschliche Geschlecht entsündigt, und von der andere Mittel für gerecht, rein und heilig zu erklären?
Verdammnis und dem ewigen Tode befreit habe.“ Ist es nicht unmöglich, Jemanden die Sünden zu
Hierauf erwiederte aber der herabgesandte Engel: „Was vergeben und Jemanden zu erneuern, wiederzugebären
heisst durch das Leiden am Kreuz? Erkläret mir, und selig zu machen in Folge bloßer Zurechnung, und
warum durch dieses;“ und nun kam ein Priester, und in dieser Weise die Ungerechtigkeit in Gerechtigkeit
sagte: „Ich will der Reihe nach erklären, was wir und den Fluch in Segen umzuwandeln? Kann er nicht
wissen und glauben, dass nämlich Gott der Vater, so die Hölle in den Himmel, und den Himmel in die
erzürnt über das menschliche Geschlecht, es Hölle, oder den Drachen in Michael, und Michael in
verdammt, und von Seiner Gnade ausgeschlossen, und den Drachen verwandeln, und so den Kampf zwischen
Alle für Verbannte und Verfluchte erklärt und der denselben abschneiden? Was braucht es mehr, als dem
Hölle zugesprochen hatte; und dass Er wollte, das Einen die Zurechnung eures Glaubens zu entziehen
Sein Sohn diese Verdammnis auf sich nehme, worein und sie in den Andern hinein zu versetzen? Auf diese
auch der Sohn willigte, und deshalb herniederstieg, Weise müßten wir, die wir im Himmel sind, ewig
und das Menschliche annahm, und sich kreuzigen, zittern. Auch ist es nicht der Gerechtigkeit und dem
und so die Verdammnis des menschlichen Geschlechts Recht gemäss, dass der Eine den Frevel des Andern
auf sich übertragen lies, denn man liest: Verflucht ist auf sich nehme, und der Frevler schuldlos, und der
Jeder, der am Holz des Kreuzes hängt; und dass so der Frevel in dieser Weise abgewaschen werde; ist dies
Sohn den Vater besänftigt habe durch Vertretung und nicht sowohl gegen die göttliche, als die menschliche
Ermittelung; und dass nun der Vater aus Liebe zum Gerechtigkeit? Die christliche Welt weiss noch nicht,
Sohn und gerührt durch das Elend, in dem Er Ihn am dass es eine Ordnung gibt, und noch weniger, worin
Holz des Kreuzes sah, unverbrüchlich festgesetzt habe: die Ordnung besteht, die Gott, als Er die Welt schuf,
“Ich will vergeben, jedoch nur denen, welchen Ich zugleich einführte, und dass Gott nicht ihr zuwider
deine Gerechtigkeit zurechne; diese will Ich aus handeln kann, weil Er so wider Sich selbst handeln
Kindern des Zorns und Fluchs zu Kindern er Gnade würde; denn Gott ist die Ordnung selbst.“ Der Priester
und des Segens machen, und sie rechtfertigen und faßte das vom Engel Gesagte, weil die Engel, welche
beseligen; die übrigen sollen, wie früher beschlossen oben waren, Licht vom Himmel her eingossen; und
war, Kinder des Zornes bleiben.“ Dies ist unser nun seufzte er, und sprach: „Was ist zu machen? Alle
Glaube, und jenes die Gerechtigkeit, welche Gott der predigen, beten und glauben heut zu Tage so; in Aller
Vater in unsern Glauben legt, der allein rechtfertigt Mund ist: „“Guter Vater, erbarme Dich unser, und
und selig macht.“ Der Engel schwieg, als er dies vergieb uns unsere Sünden um des Blutes Deines
hörte, lange; denn Staunen übernahm ihn, dann aber Sohnes willen, das Er am Kreuz für uns vergossen;““
brach er das Schweigen, und sprach: „Kann die und zu Christus: „“Herr, trete für uns ein!““ Nun aber
christliche Welt in so hohem Grade wahnsinnig sein sagte der Engel: „Ich habe bemerkt, dass die Priester
und von der gesunden Vernunft in solche aus dem Wort, das sie nicht in seinem Innern
Verrücktheiten verfallen, und aus jenen verstanden, Augensalben bereiten, die sie über die
Widersinnigkeiten das Grunddogma des Heiles durch ihren Glauben erblindeten Augen streichen, oder
folgern? Wer kann nicht sehen, dass jene dinge in aus diesem sich eine Art von Pflaster machen, das sie
geradem Widerspruch zu dem eigensten göttlichen auf die durch ihre Dogmen geschlagenen Wunden
Wesen, das heisst, zu Seiner göttlichen Liebe und zu legen, dennoch aber diese nicht heilen, weil sie
Seiner göttlichen Weisheit, und zugleich zu Seiner veraltet sind; geh daher zu jenem hin, der dort steht, –
Almacht und Allgegenwart stehen? So kann kein und er zeigte mit dem Finger auf mich – er wird dich
billig denkender Herr gegen seine Knechte und Mägde lehren in Betreff des Herrn, dass das Leiden am Kreuz
verfahren, ja nicht einmal ein wildes Thier gegen seine nicht die Erlösung war, sondern die Vereinigung des
junge Brut; es ist gräulich. Ist es nicht wider Sein Menschlichen des Herrn mit dem Göttlichen des
Göttliches Wesen, eine Berufung zu vernichten, die an Vaters; dass hingegen die Erlösung eine Unterjochung
alle und Jede aus dem menschlichen Geschlecht der Höllen und ein Ordnen der Himmel war, und dass
ergangen ist? Ist es nicht gegen das Göttliche Wesen, es ohne deren Vollbringung von Seiten des Herrn, als
die von Ewigkeit her festgesetzte Ordnung zu ändern, Er in der Welt war, kein Heil gäbe für irgend Jemand
welche ist, dass Jeglicher nach seinem Leben gerichtet auf Erden, noch für irgend Jemand in den Himmeln;
werde? Ist es nicht gegen das göttliche Wesen, Seine und er wird dich noch weiter die von der Schöpfung
Liebe und Barmherzigkeit irgend einem Menschen zu her eingeführte Ordnung lehren, nach der man leben
entziehen, und vollends dem gesammten muss, um selig zu werden, und dass die, welche nach
menschlichen Geschlecht? Ist es nicht gegen das derselben leben, den Erlösten beigezählt und Erwählte
göttliche Wesen, durch das am Sohn gesehene Elend genannt werden.“ Nachdem er dies gesagt hatte,
zum Erbarmen zurückgebracht zu werden, und da das entstanden im Tempel Fenster an den Seiten, durch
Erbarmen das Wesen Gottes selbst ist, in Sein Wesen welche Licht von den vier Weltgegenden einfloß, und
zurückgebracht zu werden? Und verrucht ist der es erschienen Cherube, welche im Glanze des Lichte
Gedanke, dass Er jemals aus demselben flogen, und der Engel ward zu den Seinen über die

79
Oeffnung emporgehoben; und wir gingen fröhlich Vertretung, Versöhnung und Entsündigung, welche
zurück. von ihnen der zweiten Person, oder dem Sohne,
zugeschrieben werden, jedoch nicht früher, als
135. Zweite Denkwürdigkeit. Eines Morgens erschien nachdem Er Mensch geworden, und Mensch ward Er
mir, als ich vom Schlaf erwacht war, die Sonne der erst viele Jahrhunderte nach der Schöpfung, als jene
geistigen Welt in ihrem Strahlenglanz, und unter mich vier Heilsmittel noch nicht bestanden, und so der
sah ich die Himmel, in einem Abstand, wie die Erde Vater noch nicht versöhnt, das menschliche
von ihrer Sonne; und nun ließen sich aus den Geschlecht noch nicht entsündigt, und noch niemand
Himmeln unaussprechliche Worte hören, die aus dem Himmel gesandt war, der dazwischen trat und
zusammengefaßt sich gliederten in das Aussprechbare: vermittelte. Und nun sprach ich mit ihnen in Folge
“Es ist Ein Gott, welcher Mensch ist, und Seine der mir gewordenen Eingebung, und sagte: „Tretet
Wohnung ist in jener Sonne.“ Dies Artikulirte fiel herzu, so viele eurer können, und höret, was im Wort
herab durch die mittlern Himmel in den untersten, und Vermittelung, Vertretung, Entsündigung und
und aus diesem in die Geisterwelt, in der ich war; und Versöhnung verstanden wird. Diese vier sind
ich nahm war, dass der Begriff Eines Gottes, welchen Prädikate der Gnade des Einen Gottes in Seinem
die Engel hatten, je nach den Stufen des Niederfallens Menschlichen; Gott dem Vater kann man sich
in die Vorstellung dreier Götter verkehrt wurde; und durchaus nicht nahen, noch kann Er sich irgend einem
als ich dies bemerkte, ließ ich mich in ein Gespräch Menschen nahen, weil Er unendlich und in Seinem
ein mit denen, welche sich drei Götter dachten, und Sein ist, welches Jehovah ist, und wenn Er von
sagte: „O welche Vernunftwidrigkeit! woher kommt diesem aus dem Menschen sich nahen würde, so
euch diese?“ Und sie antworteten: „Wir denken drei in würde Er ihn auflösen, wie Feuer das Holz auflöst,
Folge unseres Denkbildes von dem dreieinigen Gott, und es in Asche verwandelt; dies erhellt daraus, dass
allein dieses kommt nicht in unsern Mund herab; Er zu Moses, der Ihn sehen wollte, sagte, niemand
wenn wir reden, so sagen wir immer aus vollem könne Ihn sehen, und leben, 2.Mose 33,20; und dass
Mund, dass Gott Einer sei; ist ein anderes in unsern der Herr sagt, niemand habe Gott je gesehen, als der
Gemüthern, so mag es sein, wenn es nur nicht Sohn, der im Schoosse des Vaters ist, Joh 1,18;
herabdringt, und die Einheit Gottes im Munde Matth 11,27; ferner, niemand habe die Stimme des
zerreißt; von Zeit zu Zeit freilich dringt es herab, weil Vaters gehört, noch Seine Gestalt gesehen, Joh 5,37.
es darin ist, und sprächen wir es alsdann aus, würden Man liest zwar, Moses habe Jehovah von Angesicht
wir sagen „“drei Götter;““ allein davor hüten wir uns, zu Angesicht gesehen, und mit ihm gesprochen von
damit wir nicht dem Gelächter der Zuhörer ausgesetzt Mund zu Mund; allein dies geschah durch einen
werden:“ Und nun sprachen sie offen aus ihrem Engel, und in gleicher Weise bei Abraham und
Denken heraus, und sagten: „Gibt es denn nicht drei Gideon. Da nun Gott der Vater in sich so beschaffen
Götter, da es drei Personen gibt, deren jede Gott ist? ist, so gefiel es Ihm, das Menschliche anzunehmen,
Auch können wir nicht anders denken, da der und in diesem die Menschen vorzulassen, und so sie
Vorstand unserer Kirche aus dem Schrein seiner zu hören und mit Ihnen zu reden; und dieses
heiligen Dogmen dem Einen die Schöpfung, dem Menschliche ist es, was der Sohn Gottes heisst, und
Andern die Erlösung, und dem Dritten die Heiligung dieses ist es, was vermittelt, vertritt, versöhnt und
zuschreibt, und um so weniger, da er einem jeden von entsündigt. So will ich denn sagen, was jene vier
ihnen auch Eigenschaften zuerkennt, die er für Prädikate von dem Menschlichen Gottes bezeichnen:
unmittheilbar erklärt, nämlich nicht blos die die Vermittlung bedeutet, dass dasselbe das
Schöpfung, Erlösung und Heiligung, sondern auch die Zwischeninneliegende sei, durch das der Mensch Gott
Zurechnung, die Vermittelung und die Einwirkung. dem Vater, und Gott der Vater Sich dem Menschen
Ist denn so nicht Einer, der uns erschaffen hat, und der nahen, und so ihn lehren und führen kann, damit er
auch zurechnet, ein Anderer, der uns erlöst hat, und selig werde; weshalb der Sohn Gottes, unter welchem
der auch vermittelt, und ein Dritter, der die vermittelte das Menschliche Gottes, des Vaters, verstanden wird,
Zurechnung in‘s Werk setzt, und der auch heiligt? Wer der Heiland, und in der Welt Jesus heisst, das ist, das
weiss nicht, dass der Sohn Gottes von Gott dem Vater Heil. Die Vertretung bedeutet die fortwährende
in die Welt gesandt wurde, das menschliche Vermittelung; denn die Liebe selbst, der die
Geschlecht zu erlösen, und so Entsündiger, Mittler, Barmherzigkeit, Milde und Gnade angehört, vertritt
Versöhner und Vertreter zu werden, und da dieser fortwährend, das heisst, sie mittelt, für die, welche
Einer und derselbe ist mit Sohn Gottes von Ewigkeit, Seine Gebote halten, und die Er liebt. Die
sind sie denn nicht zwei von einander verschiedene Entsündigung bedeutet die Entfernung der Sünden, in
Personen? Da ferner diese zwei im Himmel sind, die die der Mensch sich stürzen würde, wenn er dem
eine zur Rechten der andern sitzend, muss denn nicht blossen Jehovah sich nahete. Die Versöhnung bedeutet
eine dritte Person da sein, welche die im Himmel die Wirksamkeit der Milde und Gnade, damit der
gefassten Beschlüsse in der Welt in Ausführung Mensch nicht durch die Sünden in die Verdammnis
bringt?“ Wie ich dies hörte, schwieg ich, dachte aber gerathe, desgleichen die Obhut, damit er die
bei mir selbst: O welche Albernheit! Sie wissen gar Heiligkeit nicht entweihe; dies bedeutete der
nicht, was im Wort unter der Vermittlung verstanden Gnadenstuhl über der Lade in der Stiftshütte. Es ist
wird, und nun stiegen auf Befehl des Herrn drei Engel bekannt, dass Gott im Worte durch Scheinbarkeiten
aus dem Himmel herab, und gesellten sich mir zu gesprochen hat, z.B. dass Er zürne, sich räche,
dem Ende bei damit ich aus tieferem Innewerden mit versuche, strafe, in die Hölle werfe, verdamme, ja dass
denen, die in der Vorstellung dreier Götter waren, Er Böses thue, während Er doch auf niemanden zürnt,
reden möchte, und insbesondere über die Vermittlung, sich nicht rächt, nicht versucht, straft, in die Hölle

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wirft, verdammt; was eben so weit von Gott entfernt Welt gebornen Menschensohn theile. Als ich das
ist, als der Himmel von der Hölle, ja noch unendlich hörte, wunderte ich mich sehr, dass die Gebildeten,
weiter, daher es ein Sprechen nach dem Scheine ist. obwohl sie schon einige Zeit in der geistigen Welt
Ein solches Sprechen nach dem Schein ist in anderem verweilt hatten, doch so unwissend in den
Sinn auch die Entsündigung, Versöhnung, Vertretung himmlischen Dingen waren; allein die Ursache war,
und Vermittelung, unter welchen verstanden werden wie ich erfuhr, dass sie im Vertrauen auf eigene
Prädikate des Zugangs zu Gott und der Gnade von Einsicht sich nicht von den Weisen unterrichten
Gott durch Sein Menschliches; und weil diese nicht ließen. Damit sie jedoch nicht länger in der
verstanden wurden, so hat man Gott in Drei zertheilt, Unwissenheit in Rücksicht des Sitzens des Sohnes zur
und auf diese Drei die ganze Kirchenlehre gegründet, Rechten des Vaters bleiben möchten, erhob ich die
und so das Wort verfälscht; daher kommt der Gräuel Hand, und bat, mir Gehör zu schenken für Weniges,
der Verwüstung, der vom Herrn bei Daniel und weiter das ich darüber zu sagen wünsche; und da sie
bei Matthäus Kap 24 vorhergesagt worden.“ Nachdem einwilligten, sagte ich: “Wisst ihr nicht aus dem
ich dies gesagt, trat die Geisterschaar, die um mich Worte, dass der Vater und der Sohn Eins sind, und
her war, zurück, und ich bemerkte, dass die, welche dass der Vater im Sohn und der Sohn im Vater ist?
sich wirklich drei Götter dachten, zur Hölle blickten, Der Herr sagt dies offen, Joh 10,30, und 14,10.11;
und die, welche sich Einen Gott dachten, in dem eine wenn ihr dies nicht glaubet, so theilet ihr Gott in
göttliche Dreieinheit ist, und dass diese im Herrn Gott zwei, und müßt dann nothwendig natürlich, sinnlich,
Heiland sei, zum Himmel blickten, und diesen ja materiell von Gott denken, was denn in der Welt
erschien die Sonne des Himmels, in welcher Jehovah auch geschehen ist seit der Zeit der Nicänischen
Gott in Seinem Menschlichen ist. Kirchenversammlung, welche drei göttliche Personen
von Ewigkeit einführte, und dadurch die Kirche in ein
136. Dritte Denkwürdigkeit. Ich sah von ferne fünf Theater verwandelte, in dem sie gemalte Vorhänge
Hochschulen; Licht vom Himmel umfloß eine jede; aufhing, zwischen welchen Verlarvte neue Szenen
die erste Hochschule umfloß ein Purpurlicht, wie es in aufführten. Wer weiss und erkennt nicht, dass Gott
den Wolken vor dem Aufgang der Sonne zur Einer ist? Wenn ihr dies mit Herz und Geist
Morgenzeit auf Erden ist; die zweite Hochschule anerkennet, so verschwindet von selbst alles, was ihr
umfloß ein gelbliches Licht, wie das der Morgenröthe gesprochen, und verfliegt in die Luft wie läppische
nach Sonnenaufgang; die dritte Hochschule umfloß Dinge vor dem Ohr des Weisen.“ Auf diese Worte
ein glänzend weißes Licht, wie es in der Welt zur erglühten Viele von Zorn, und brannten, meinen
Mittagszeit ist; die vierte Hochschule umfloß ein Ohren zu kränken, und mir Stillschweige zu gebieten;
Zwielicht, wie es ist, wenn es sich mit dem Schatten der Vorsteher der Versammlung aber sagte unwillig:
des Abends zu mischen beginnt; und die fünfte „Hier ist nicht die Rede von Gottes Einheit und
Hochschule stand im vollen Schatten des Abends. Die Mehrheit, da wir an beide glauben, sondern davon,
Hochschulen in der Geisterwelt sind Berathungsörter, was die Worte in sich schließen, dass der Sohn zur
in welchen die Gebildeten zusammenkommen, und Rechten seines Vaters sitze; wenn du darüber etwas
mancherlei Geheimnisse erörtern, die zu ihrer weißt, so sag‘ es!“ Und ich antwortete: „Ich will es
Wissenschaft, Einsicht und Weisheit dienen. Nachdem sagen, bitte aber, dem Lärmen zu steuern;“ und ich
ich sie gesehen, überkam mich ein Verlangen, zu einer sprach: „Unter dem Sitzen zur Rechten wird nicht
von denselben hinzugehen; und ich ging im Geiste zu verstanden zur Rechten sitzen, sondern es wird
derjenigen hin, die von Zwielicht umflossen war, und verstanden die Allmacht Gottes durch das
trat hinein, und sah da eine Versammlung von Menschliche, das Er in der Welt annahm; durch dieses
Gebildeten, welche die Frage besprachen: „Was ist Er im Letzten wie im Ersten, durch dieses begab er
schließen die Worte in sich, die vom Herrn sich in die Höllen, zerstörte und unterjochte sie, und
geschrieben stehen, dass Er, in den Himmel erhoben, durch dieses ordnete Er die Himmel, und erlöste so
zur Rechten Gottes sitze, Mark 16,19?“ Die meisten durch dieses sowohl die Menschen, als die Engel, und
von den Versammelten sagten, man müsse dies ganz erlöst sie in Ewigkeit. Wenn ihr das Wort fraget, und
nach den Worten verstehen, dass nämlich der Sohn so von der Art seid, dass ihr erleuchtet werden könnet, so
neben dem Vater sitze; allein man fragte: „Warum werdet ihr wahrnehmen, dass in ihm unter der Rechten
so?“ Einige sagten, der Sohn sei vom Vater zur die Allmacht verstanden wird, wie bei Jesajas: “Meine
Rechten erhoben worden wegen der Erlösung, die er rechte hat die Erde gegründet, und Meine Rechte die
vollbracht; einige, er sitze so aus Liebe; einige, dazu, Himmel ausgespannt,“ Kap 48,13. “Gott schwor bei
dass er sein Rathgeber sei, und als solcher Ehre vor Seiner Rechten, und bei dem Arme Seiner Stärke,“
den Engeln habe; und einige: „darum, weil ihm vom Kap 62,8. “Deine Rechte stützt mich,“ Psalm 18,36.
Vater verliehen ist, an Seiner Statt zu regieren; denn “Blick auf den Sohn, Du hattest [ihn] gestärkt Dir,
man liest, dass Ihm alle Gewalt im Himmel und auf Deine hand [sei] für den Mann der Rechten, für den
Erden gegeben worden sei;“ ein großer Theil aber: Menschensohn, den Du Dir stärktest,“ Psalm
„damit er von der Rechten her höre, welche er vertrete; 80,16.17. Hieraus erhellt,, wie Folgendes verstanden
denn alle in der Kirche wenden sich heut zu Tage an wird: “Jehovah‘s Spruch zu meinem Herrn: Setze dich
Gott den Vater, und beten, Er möchte sich erbarmen zu Meiner Rechten, bis Ich deine Feinde gelegt zum
um des Sohnes willen, und dies macht, dass der Vater Schemel deiner Füsse; das Szepter deiner Stärke wird
sich zu ihm wendet, damit Er die Vermittelung Jehovah senden aus Zion; herrsche in Mitten deiner
entgegennehme;“ einige dagegen sagten, dass der Feinde,“ Psalm 110,1.2. Es wird in diesem ganzen
Sohn Gottes von Ewigkeit blos zur Rechten des Psalm vom Kampf des Herrn mit den Höllen und von
Vaters sitze, damit er seine Gottheit mit dem in der deren Unterjochung gehandelt; weil die Rechte Gottes

81
die Allmacht bedeutet, darum sagt der Herr, dass Er Heilandes, und dessen Vermittelung und Versöhnung;
sitzen werde zur Rechten der macht, Matt 26,63.64; und da er diese nicht sah, so sah er auch nicht die
und zur Rechten der Kraft Gottes, Luk 22,69. Allein Wunder seiner Rechtfertigung, nämlich die
hierüber machte die Versammlung ein Geräusch; ich Sündenvergebung, Wiedergeburt, Heiligung und
sagte aber: „Nehmt euch in Acht, es möchte vom Seligmachung. Dieser Mann hat statt unseres höchst
Himmel her eine Hand erscheinen, die, wenn sie beseligenden, weil an die drei göttlichen Personen,
erscheint, wie sie mir erschien, einen unglaublichen somit an den ganzen Gott gerichteten Glauben, [den
Schrecken vor der Macht einjagt, was mir eine Glauben] übergetragen auf die zweite Person, und
Bestätigung war, dass die Rechte Gottes die Allmacht nicht einmal auf diese, sondern auf ihr Menschliches,
bedeutet.“ Kaum war dies gesagt, so erschien eine und dieses nenne wir zwar göttlich wegen der
ausgereckte hand unter dem Himmel, bei deren Menschwerdung des Sohnes von Ewigkeit: allein wer
Anblick ein solcher Schrecken in sie fuhr, dass sie denkt dabei an etwas Anderes, als an ein blos
haufenweise den Thoren, und einige den Fenstern Menschliches, und was Anderes ist die Folge davon,
zurannten, um sich hinaus zu stürzen, und einige als ein Glaube, aus dem wie aus einem Brunnquell der
athemlos niederfielen; ich aber blieb unerschrocken, Naturalismus hervorbricht? Und ein solcher glaube ist,
und begab mich nach ihnen langsam weg; und in weil er nicht geistig ist, wenig verschieden von dem
einiger Entfernung wandte ich mich um, und sah jene Glauben an den Statthalter, oder an einen Heiligen; ihr
Hochschule rings mit einer dunkeln Wolke bedeckt; wisst, was zu seiner Zeit Calvin von der
und es ward mir aus dem Himmel gesagt, es sei dies Gottesverehrung aus einem solchen Glauben gesagt
darum geschehen, weil sie aus dem Glauben an drei hatte; und nun bitte ich, es möge Einer von euch
Götter gesprochen hatten, und das frühere Licht um sagen, woher der Glaube ist; ob nicht unmittelbar von
dasselbe werde wiederkehren, sobald sich Gott, dem so alles zum Heil Gehörige innewohnt.““
Vernünftigere daselbst versammeln werden. Hierüber klatschten seine Genossen von der linken
Seite, die mit bartlosem Kinn, mit gekräuselten
137. Vierte Denkwürdigkeit. Perücken und kranförmigen Halskrausen, lauten
“Ich hörte, dass Synedrium zusammenberufen sei, Beifall zu und schrien: „“Höchstweise hast du
bestehend aus Solchen, die durch ihre Schriften und gesprochen; wir wissen, dass wir nichts nehmen
ihre Gelehrsamkeit in Rücksicht des heutigen können, das nicht aus dem Himmel gegeben wird;
Glaubens und der Rechtfertigung der Erwählten durch möge jener Prophet uns sagen, woher der Glauben,
denselben berühmt geworden waren. Dies war in der und was Glaube ist, wenn nicht jenes;““ „“es ist [fuhr
Geisterwelt, und es ward mir gegeben, im Geiste jener fort,] unmöglich, dass er ein anderer sei, und
dabei gegenwärtig zu sein, und ich sah anderswoher stamme; einen andern Glauben, der
Zusammenberufene aus der Geistlichkeit, die glaube wäre, herausbringen, als diesen, ist ebenso
miteinander übereinstimmten, und solche, die von unmöglich, als zu irgend einer Sterngruppe am
einander abwichen; auf der rechten Seite standen die, Himmel hinanreiten, und einen Stern von da
welche in der Welt apostolische Vätergenannt worden wegnehmen, und ihn in die Rocktasche stecken, und
waren, und in den Jahrhunderten vor der Nicänischen wegtragen;““ dies sagte er, damit seine Mitgenossen
Kirchenversammlung gelebt; und auf der linken Seite jeden neuen glauben verlachen möchten. Nachdem sie
standen Männer, die nach jenen Jahrhunderten einen dies gehört, entrüsteten sich die Männer von der
Ruf erlangt hatten durch Pergamenthefte, die [später] rechten Seite, die mit dem bärtigen Kinn und ihren
dem Druck übergeben, oder von Schülern natürlichen Haaren, und es erhob sich einer von ihnen,
abgeschrieben worden waren; viele von diesen hatten ein Greis, der aber später als junger Mann erschien;
kahles Kinn, und waren mit einer Lockenhülle denn er war ein Engel aus dem Himmel, wo sich jedes
bedeckt, die aus Weiberhaaren zusammengekräuselt Alter verjüngt; dieser ergriff das Wort, und sagte:
war, und einige von diesen hatten Glockenkrausen, ““Ich habe angehört, wie euer glaube beschaffen ist,
einige Flügelkrausen; jene dagegen hatten bärtiges den der Mann auf dem Katheder so hoch erhoben hat;
Kinn und ihre natürlichen Haare. Vor jenen und diesen allein was ist dieser glaube anderes als das Grab
stand ein Mann, der die Schriften dieses Jahrhunderts unseres Herrn nach der Auferstehung, das von den
kritisirte und recensirte, mit einem Stab in der Hand, Soldaten des Pilatus wieder verschlossen wurde? Ich
mit dem er auf den Boden schlug, und Stillschweigen habe ihn geöffnet, und nichts darin gesehen, als die
gebot; dieser bestieg die höhere Stufe des Katheders, Zauberstäbe, durch welche die Magier in Aegypten
stiess einen Seufzer aus, und wollte aus diesem einen Wunder thaten; von massivem Gold, und mit
lauten Ausruf thun, allein der Seufzerhauch zog den kostbaren Steinen besäet, der aber, wenn man ihn
Ausruf wieder in die Kehle zurück; endlich aber ergriff öffnet, leer ist, ausser dass sich etwa in seinen
er das Wort, und sagte: ““Brüder, ach, welch‘ ein Winkeln Staub von den Reliquien der Päpstlichen
Jahrhundert! Da ist Einer aus der Laienschaar, ohne findet; denn diese haben ebendenselben, nur dass er
Mantel, ohne Tiare, ohne Lorbeer aufgestanden, und heut zu Tage von ihnen mit äußern Heiligkeiten
hat unsern Glauben aus dem Himmel herabgezogen, überdeckt ist; er ist auch, um mich einige Gleichnisse
und in den Styx geworfen! O des Frevels! Ist doch zu bedienen, wie eine in der Erde vergrabene Vestalin
dieser allein unser Stern, der wie der Orion in den der Alten, welche das heilige Feuer ausgelöscht hatte;
Nächten, und wie der Morgenstern in den und ich kann versichern, dass er in meinen Augen wie
Morgenstunden leuchtet. Jener Mann, obgleich hoch das goldene Kalb ist, um das die Kinder Israels
in Jahren, ist doch völlig blind in den Geheimnissen tanzten, nachdem Moses weggegangen und auf den
unseres Glaubens, weil er ihn nicht geöffnet, und in Berg Sinai zu Jehovah aufgestiegen war; wundert euch
ihm nicht gesehen hat die Gerechtigkeit des Herrn und nicht, dass ich von eurem Glauben in solchen

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Vergleichungen rede; denn so reden wir von ihm Christus nach Seiner Menschlichen Natur angerufen
Himmel. Unser glaube aber ist, war und wird sein werden solle, bewiesen aus Aussprüchen der Schrift
Ewigkeit an den Herrn Gott Heiland, dessen daselbst, S. 226. Dass die Augsburgische Konfession
Menschliches Göttlich, und dessen Göttliches diese Gottesverehrung ganz besonders gut heisse, S.
Menschlich ist; in dieser Weise ist er zur Aufnahme 19.““ Nachdem dies vorgelesen war, wandte ich mich
geschickt, und von ihm aus wird das geistige an den Kathedermann und sagte: ““ Ich weiss, dass
Göttliche mit dem Natürlichen des Menschen alle hier Anwesenden mit ihres Gleichen in der
vereinigt, und es entsteht ein geistiger glaube im natürlichen Welt zusammengesellt sind; sag‘ an, wenn
Natürlichen, in Folge dessen das Natürliche wie ich bitten darf, ob du weißt, mit wem du zusammen
durchsichtig wird von dem geistigen Licht, in dem bist?““ Er antwortete in gemessenem Tone: „Ich weiss
unser Glaube ist. Der Wahrheiten, aus denen er es, ich bin einem hochberühmten Manne beigesellt,
besteht, sind eben so viele, als Verschen in dem dem Anführer der Scharen vom Heere der
heiligen buch, und diese Wahrheiten sind alle wie ausgezeichneten Männer der Kirche;““ und da er in so
Sterne, die mit ihren Lichtstrahlen ihn verdeutlichen gemessenem Tone geantwortet hatte, sagte ich:
und gestalten; der Mensch nimmt ihn aus dem Wort „Verzeih mir die Frage: Weißt du, wo jener
mittelst seines natürlichen Lichtes, in dem das Hochberühmte wohnt?““ Er sagte: „“ Ich weiss es;
Wissen, Denken und Ueberreden ist; allein der Herr erwohnt nicht weit von dem Grabhügel Luthers;““
macht bei denen, die an Ihn glauben, dass es zur darauf sagte ich lächelnd: „“Warum sagst du
Ueberzeugung, zum Vertrauen und zur Zuversicht Grabhügel, weißt du nicht, dass Luther auferstanden
wird; so wird er geistig natürlich und durch die ist, und dass er heut sich losgesagt hat von seiner
Liebthätigkeit lebendig; dieser glaube ist bei uns wie irrigen Rechtfertigung durch den Glauben an drei
eine Königin, geschmückt mit eben so vielen Göttliche Personen von Ewigkeit, und darum unter
Edelsteinen, wie die Mauer hes Heiligen Jerusalems, die Seligen des Neuen Himmels versetzt worden ist,
in der Offenbarung Kap 21,17 bis 20. Damit ihr aber und das er seine Nachbeter im Unsinn sieht und über
nicht glaubet, dass das, was ich gesagt, blos Worte sie lacht?“ Er erwiederte: ““Ich weiss es, aber was geht
der Uebertreibung seien, und es nicht deshalb gering das mich an?““ Und nun sprach ich in gleichem Tone
geachtet werde, will ich Einiges aus dem heiligen zu ihm, wie er zu mir, und sagte: „“Hinterbringe
Worte vorlesen, woraus erhellen wird, dass unser deinem Hochberühmten, dem du beigesellt bist, dass
Glaube nicht, wie ihr meinet, einen Menschen, ich fürchte, er habe in jenem Augenblick, der
sondern den wahren Gott zum Gegenstand hat, in Orthodoxie seiner Kirche zuwider, dem Herrn sein
welchem alles Göttliche ist; Johannes sagt: „Jesus Göttliches entzogen, oder seine Feder eine Furche
Christus ist der wahre Gott, und das ewige Leben, ziehen lassen, in die er unversehens den Naturalismus
1.Joh 5,20 Paulus: In Christus wohnt die ganze Fülle säete, als er gegen die Verehrung unsers Herrn und
der Gottheit leiblich, Kol 2,9, und in der Heilandes schrieb.““ Darauf erwiederte jener: „Dies
Apostelgeschichte, dass er den Juden und Griechen die vermag ich nicht, da ich und er zwar in Rücksicht
Umkehr zu Gott und den Glauben an unsern Herrn dieser Sache beinahe ein Gemüth ausmachen, er aber
Jesus Christus gepredigt habe, Kap 20,21, und der das, was ich sage, nicht einsieht, obschon ich alles,
Herr selbst, dass ihm alle Gewalt gegeben sei im was sagt, deutlich verstehe; (denn die geistige Welt
Himmel und auf Erden, Matth 28,18, doch dies ist dringt in die natürliche ein, und nimmt die Gedanken
noch Weniges.““ Hierauf blickte der Engel mich an, der Menschen in ihr wahr, nicht aber umgekehrt; dies
und sagte: „“Du weißt, was die sogenannten ist der Zustand der Zusammengesellung der Geister
Evangelischen vom Herrn, dem Heiland, glauben oder und Menschen.) Da ich nun einmal mit dem
glauben wollen; lies Einiges vor, damit wir wissen, Kathedermann zu reden angefangen hatte – so sagte
ob sie albern genug sind zu glauben, dass Sein ich; „“Ich will, wenn es erlaubt ist, noch einige
Menschliches ein blos Menschliches sei, oder ob diese Fragen einschieben: Weißt du, dass die Orthodoxie
Ihm etwas Göttliches zuschreiben, oder wie.““ Und der Evangelischen in dem Handbuch ihrer Kirche,
nun las ich den Versammelten aus Auszügen aus dem genannt die Konkordienformel, lehrt, dass in Christus
Buch ihrer Rechtgläubigkeit, die Konkordienformel Gott Mensch und der Mensch Gott ist, und dass Sein
genannt, nach der zu Leipzig im Jahre 1756 Göttliches und Menschliches in ungetheilter Person
erschienenen Ausgabe, folgende Stellen vor: ““Dass in ist und bleibt in Ewigkeit? Wie konnte da jener und
Christus die göttliche und die Menschliche Natur so wie kannst du die Verehrung des Herrn mit dem
vereinigt seien, dass sie eine Person ausmachen, Seite Naturalismus beflecken?““ worauf er antwortete: „Ich
606.762. Dass Christus wahrer Gott und Mensch in weiss es, und weiss es gleichwohl nicht;““ daher fuhr
ungetheilter Person sei, und in Ewigkeit bleibe, S. ich fort, und sagte: „Ich frage jenen, obwohl er
609. 673. 762. Dass in Christus Gott Mensch sei, abwesend ist, oder dich an seiner Stelle: Woher war
und der Mensch Gott, S. 607. 765. Dass die die Seele unseres Herrn und Heilandes? Antwortet ihr:
Menschliche Natur Christi zu aller Göttlichen von der Mutter, so redet ihr Unsinn; wenn aber: von
Majestät erhoben worden sei, und zwar dies auch nach Joseph, so entweiht ihr das Wort; wenn hingegen vom
vielen Vätern, S. 844 bis 852. 860 bis 865. 869 bis Heiligen Geist, so sprecht ihr wahr, wofern ihr nur
878. Dass Christus Einer Menschlichen Natur nach unter dem Heiligen Geist das ausgehende und
Allgegenwärtig sei, und Alles erfülle, S. 768. 783. einwirkende göttliche verstehet, und somit dass Er der
784. 785. Dass Christus nach der Menschlichen Natur Sohn Jehovah Gottes ist. Wieder frage ich: Was ist
alle Gewalt im Himmel und auf Erden habe, S. 775. die hypostatische Vereinigung? Antwortet ihr, sie sei
776. 780. Dass Christus Seiner Menschlichen Natur wie zwischen zweien, von welchen der eine oben und
nach zur Rechten des Vaters sitze, S. 608. 764. Dass der andere unten ist, so redet ihr Unsinn, denn so

83
hättet ihr aus Gott dem Heiland zwei machen können, Mich; und wer nicht mit Mir sammelt, der zerstreut,
wie aus Gott drei; saget ihr aber, sie sei eine Vers 30.“ Bei diesen Worten schlug der Beigesellte
persönliche Vereinigung wie die der Seele und des die Augen nieder, erhob sie aber bald wieder, und
Leibes, so sagt ihr recht, und dies ist auch eurer Lehre sagte: „Härteres, als eben vor dir, habe ich noch nie
gemäss, so wie auch derjenigen der Väter, befrage nur gehört;“ ich erwiederte aber: Daran sind die zwei
die Konkordienformel, Seite 765 bis 768, und befrage Ausdrücke schuld: Naturalismus und
das Athanasische Glaubensbekenntnis, in dem Mohamedanismus, welche schändliche, arglistig
Folgendes steht: Der rechte Glaube ist, dass wir erfundene Lügen und zwei tödtliche Brandmaale sind,
glauben und bekennen, dass unser Herr Jesus Christus die Willen abzuwenden und abzuschrecken von
Gott und Mensch ist; dass aber, obwohl Er Gott und frommer Verehrung des Herrn; dann wendete ich noch
Mensch ist, doch nicht zwei sind, sondern Ein an den letztern Beigesellten, und sprach: „Sag‘, wenn
Christus, Einer ganz und gar, nicht durch du kannst, Jenem zu Gothenburg, er möge lesen, was
Vermischung der Substanz, sondern durch die Einheit vom Herrn in der Offenbarung Kap 3,18, und auch
der Person: den wie die vernünftige Seele und das das, was Kap 2,16 daselbst gesagt worden.“ Bei
Fleisch Ein Mensch ist, so ist Gott und Mensch Ein diesen Worten entstand ein Lärmen; derselbe ward
Christus.“ Noch frag‘ ich: „Worin sonst bestand das jedoch gestillt durch ein vom Himmel herabgelassenes
verdammlich Ketzerische des Arius, wegen dessen Licht, in Folge dessen mehrere von denen, die zur
vom Kaiser Konstantin dem Grossen die Nicänische Linken waren, zu jenen zur Rechten übergingen,
Kirchenversammlung zusammen berufen wurde, als während Solche zurückblieben, die nur Leeres denken,
dass er die Göttlichkeit des Menschlichen des Herrn und darum blind an dem Mund jedes Lehrers hängen,
läugnete? Saget ferner: Wen verstehet ihr unter und auch Solche, die im Herrn nur Menschliches
Folgendem bei Jeremias: „Sieh, die Tage werden erblicken; von diesen und jenen schien das vom
kommen, da Ich David einen gerechten Sprosss Himmel herabgelassene Licht wie zurückgeworfen zu
erwecken werden, der als König herrschen wird, und werden, und in diejenigen einzufliessen, welche von
dies Sein Name: Jehovah unsere Gerechtigkeit,“ Kap der linken Seite zur Rechten übergegangen waren.“
23,5.6.; 33,15.16? Sagt ihr: den Sohn von Ewigkeit,
so redet ihr Unsinn; denn dieser war nicht Erlöser;
sagt ihr aber: den in der Zeit gebornen Sohn, welcher
der Eingeborne Sohn Gott war, Joh 1,18; 3,16, so
redet ihr recht. Dieser ist durch die Erlösung die
Gerechtigkeit geworden, aus der ihr euren glauben
macht. Leset auch Jes 9,5, ausser andern Stellen, in
welchen vorausgesagt wird, dass Jehovah selbst in die
Welt kommen werde.““ Hierauf schwieg der
Kathedermann, und wandte sich weg. Nachdem dies
verhandelt war, wollte der Vorsitzende das Synedrium
mit einer Rede schliessen; da brach aber aus dem
Haufen zur Linken plötzlich ein Mann hervor, der eine
Tiare auf dem Haupt, und einen Hut über dieser hatte,
und mit dem Finger den Hut berührte, und dann das
Wort nahm, und sprach: „Ich bin auch einem Mann in
deiner Welt beigesellt, der dort in hohen Würden
steht, ich weiss dies, weil ich aus ihm, wie aus mir
rede;“ ich fragte: „Wo wohnt dein Hochgestellter?“
seine Antwort war: „Zu Gothenburg, und aus ihm
heraus dacht ich einst, deine neue Lehre rieche nach
Mahomedanismus.“ Bei diesem Wort sah ich alle zur
Rechten, wo die apostolischen Väter standen, wie
vom Blitz getroffen die Züge wechseln, und hörte aus
ihren Gemüthern hervor durch ihren Mund die Worte
ausrufen: „O der Schandthat, o welch ein
Jahrhundert!““ Um jedoch ihre gerechte Aufwallung zu
stillen, hob ich die Hand empor, und bat um Gehör;
nach dessen Erlangung sprach ich: „Ich weiss, dass der
Mann jener hohen Stellung so etwas in einen Brief
hineingeworfen hat, der nachher gedruckt wurde; allein
wenn er damals gewusst hätte, welch eine
Gotteslästerung dies ist, so würde er ihn wohl mit den
Fingern zerrissen und dem Vulkan zum Verbrennen
übergeben haben; von dieser Art ist jene Schmähung,
welche verstanden wird unter den Worten des Herrn an
die Juden, welche gesagt hatten, Christus habe aus
einer andern als der göttlichen Macht die Wunder
gethan, Matt 12,22 bis 32; wo der Herr noch
ausserdem sagt: Wer nicht mit Mir ist, der ist wider

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Drittes Kapitel

DER HEILIGE GEIST UND DIE GÖTTLICHE EINWIRKUNG

138. Alle vom geistlichen Stande, welche irgend eine VI. Der Geist des Menschen ist dessen Gemüth, und
richtige Idee von unserem Herrn und Heiland gehegt alles, was aus diesem hervorgeht.
haben, werden, sobald sie in die geistige Welt
eintreten, was meistens am dritten Tage nach dem 139. I. DER HEILIGE GEIST IST DIE GÖTTLICHE
Hingang geschieht, zuerst von der göttlichen WAHRHEIT, UND AUCH DIE GÖTTLICHEKRAFT UND
Dreieinheit unterrichtet, und insbesondere betreffend EINWIRKUNG, HERVORGEHEND VON DEM EINEN
den heiligen Geist, dass er nicht ein Gott für sich sei, GOTT, IN WELCHEM EINE GÖTTLICHE DREIEINHEIT
sondern dass unter ihm im Worte verstanden werde IST, SOMIT VON DEM HERRN GOTT HEILAND.
die von dem Einen und Allgegenwärtigen Gott Durch den Heiligen Geist wird im eigentlichen Sinne
ausgehende Einwirkung, der Grund, warum sie bezeichnet das Göttliche Wahre, somit auch das Wort,
insbesondere in Betreff des Heiligen Geistes und in diesem Sinn ist der Herr selbst auch der
unterrichtet werden, ist der, dass die meisten Heilige Geist; weil aber in der Kirche heut zu Tage
Schwärmer nach dem Tod in die verrückte Einbildung durch den Heiligen Geist die göttliche Einwirkung
verfallen, sie selbst seien der Heilige Geist; und dass beschrieben wird, welche die wirkliche Rechtfertigung
Viele von der Kirche, die in der Welt geglaubt hatten, ist, so wird diese hier für den Heiligen Geist
der Heilige Geist habe durch sie gesprochen, Andere genommen, und von ihr vorzugsweise gehandelt, auch
schrecken durch die Worte des Herrn bei Matthäus, aus dem Grund, weil die Göttliche Einwirkung durch
dass dem widersprechen, was der Heilige Geist ihnen das Göttliche Wahre geschieht, das aus dem Herrn
eingegeben, eine unerlassbare Sünde sei, Kap hervorgeht, und das, was hervorgeht, Eines und
12,31.32. Diejenigen, welche nach der Belehrung von desselben Wesens ist mit Dem, aus dem es
dem Glauben, dass der Heilige Geist ein Gott für sich hervorgeht, wie die Drei: Seele, Leib und
sei, abtreten, werden nachher über die Einheit Gottes Hervorgehendes, welche Ein Wesen ausmachen, bei
unterrichtet, dass sie nicht dreigetheilt sei in dem Mensch ein blos Menschliches, bei dem Herrn
Personen, deren jede einzeln für sich Gott und Herr aber ein Göttliches und zugleich Menschliches, die
sein soll nach dem Athanasischen Bekenntnis, nach der Verherrlichung so vereinigt sind, wie das
sondern dass die Göttliche Dreieinheit im Herrn und Frühere mit seinem Späteren, oder wie das Wesen mit
Heiland sei, wie Seele, Leib und hervorgehende Kraft seiner Form; so sind die drei Wesentheile, welche
bei jedem Menschen; diese werden hernach zubereitet Vater, Sohn und Heiliger Geist genannt werden, im
zur Annahme des Glaubens des Neuen Himmels, und Herrn Eins. Dass der Herr das Göttliche Wahre selbst
ihnen wird, nachdem sie zubereitet sind, der Weg zu oder die Göttliche Wahrheit sei, ist oben gezeigt
einer Gesellschaft im Himmel, in der ein ähnlicher worden; dass aber der Heilige Geist jenes ist, ergibt
Glaube ist, geöffnet, und ihnen eine Wohnung sich aus folgenden Stellen: “Ein Reis wird ausgehn
gegeben bei Mitbrüdern, mit welchen sie in Seligkeit aus Jschai‘s Stamme, ruhen wird auf Ihm Jehovahs
zusammenwohnen sollen in Ewigkeit. Da nun Geist, der Geist der Weisheit und der Einsicht, der
gehandelt worden ist von Gott dem Schöpfer und von Geist des Rathes und der Kraft; Er wird die Erde
dem Herrn Erlöser, so ist nothwendig, dass auch von schlagen mit der Ruthe Seines Mundes, und mit
dem Heiligen Geist gehandelt werde; und diese Seiner Lippen Geist den Frevler tödten, die
Abhandlung soll, wie die übrigen, in ihre Abschnitte Gerechtigkeit wird Seiner Lenden Gürtel, und die
zerlegt werden, welche folgende sind: Wahrheit Seiner Hüften Gürtel sein,“ Jes 11,1.2.4.5.
I. Der Heilige Geist ist die Göttliche Wahrheit, und “Kommen wir Er wie ein enger Strom, der Geist
auch die Göttliche Kraft und Einwirkung, Jehovahs wird ein Zeichen auf Ihn setzen, dann wird
hervorgehend von dem Einen Gott, in welchem eine für Zion ein Erlöser kommen,“ Jes 59,19.20. “Der
Göttliche Dreieinheit ist, somit von dem Herrn Gott Geist des Herrn Jehovah ist auf Mir, es salbte Mich
Heiland. Jehovah; frohe Botschaft den Armen zu verkünden
II. Die Göttliche Kraft und Einwirkung, welche unter sandt‘ Er Mich,“ Jes 61,1; Luk 4,18. “Dies ist Mein
dem Heiligen Geist verstanden wird, ist im Bund: Mein Geist, der auf Dir ist, und Meine Worte
Allgemeinen die Umbildung und Wiedergeburt, und werden nicht von Deinem Munde weichen von nun an
diesen gemäss die Erneuerung, Belebung, Heiligung bis in Ewigkeit,“ Jes 59,21. Weil der Herr die
und Rechtfertigung, und diesen gemäss die Reinigung Wahrheit selbst ist, so ist alles das, was aus Ihm
vom Bösen und die Vergebung der Sünden, und hervorgeht, Wahrheit, und dies wird verstanden unter
zuletzt die Seligmachung. dem Paraklet [Beistand], der auch genannt wird der
III. Jene Göttliche Kraft und Einwirkung, welche unter Geist der Wahrheit und der Heilige Geist; dies ergibt
der Sendung des Heiligen Geistes verstanden wird, ist sich aus folgenden Stellen: “Ich sage euch die
bei den Geistlichen insbesondere die Erleuchtung und Wahrheit: es ist euch gut, dass Ich hingehe, denn
Unterweisung. ginge Ich nicht hin, so käme der Beistand nicht zu
IV. Der Herr wirkt diese Kräfte in denen, die an Ihn euch; gehe Ich aber hin, so werde Ich ihn euch
glauben. senden,“ Joh 16,7. “Wenn jener, der Geist der
V. Der Herr wirkt aus Sich vom Vater her, und nicht Wahrheit, gekommen sein wird, so wird er euch in
umgekehrt. alle Wahrheit leiten; er wird nicht aus sich selbst
reden, sondern was er gehört hat, das wird er reden,“

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Joh 16,13. “Er wird mich verherrlichen, weil er aus Ungereimtheiten angeführt werden, die aus jener in
dem Meinigen empfangen, und euch es verkündigen Personen zertheilten Dreieinigkeit als Folgerungen
wird; alles, was der Vater hat, ist Mein, darum sagte hervorgehen: Es wäre nämlich damit gerade, wie wenn
ich, dass er von dem Meinigen empfangen, und euch ein Diener der Kirche von der Kanzel herab lehrte, was
es verkündigen werde,“ Joh 16,14.15. “Ich will den man glauben und was man thun soll, und neben ihm
Vater bitten, dass Er euch einen andern Beistand gebe, ein anderer Geistlicher stände, und ihm in‘s Ohr
den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen flüsterte: „Das hast du recht gesagt,“ und noch etwas
kann, weil sie ihn nicht sieht, noch ihn erkennt; ihr dazu; und beide einem Dritten, der auf der Treppe
aber erkennet ihn, weil er bei euch bleibt und in euch stände, sagten: „Geh hinab in die Kirche, öffne ihre
sein wird; Ich werde euch nicht als Waisen Ohren, und flösse jenes ihren Herzen ein, und mach
zurücklassen, Ich komme zu euch, und ihr werdet zugleich, dass sie Reinheiten, Heiligkeiten und
Mich sehen,“ Joh 14,16.17.18.19. “Wenn der Pfänder der Gerechtigkeit werden.“ Die göttliche
Beistand gekommen sein wird, den Ich euch senden Dreieinigkeit, zertheilt in Personen, deren jede einzeln
werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, derselbe für sich Gott und Herr ist, ist auch gleich drei Sonnen
wird zeugen von mir,“ Joh 15,26. Er wird der heilige in Einer Welt, hoch oben eine neben einer zweiten,
Geist genannt, Joh 14,26. Dass der Herr unter dem und unterhalb eine dritte, welche Engel und Menschen
Beistand oder Heiligen Geist Sich selbst verstand, umstrahlt, und die Wärme und das Licht jener beiden
erhellt aus jenen Worten des Herrn: die Welt erkennt mit aller Macht in die Gemüther, Herzen und Leiber
ihn noch nicht, ihr aber erkennet ihn; Ich werde euch derselben hineinbringt, und sie, wie das Feuer die
nicht als Waisen zurücklassen, Ich komme zu euch, Stoffe in den Retorten, schärfer macht, läutert und
ihr werdet Mich sehen, und anderwärts: “Siehe, Ich sublimirt. Wer sieht nicht, dass, wenn dies geschähe,
bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des der Mensch zu Asche verbrannt werden würde? Die
Zeitlaufs,“ Matth 28,20., dann auch aus dem: er wird Regierung dreier göttlichen Personen im Himmel
nicht aus Sich selbst reden, sondern aus dem würde auch der Regierung dreier Könige in Einem
Meinigen empfangen. Reich ähnlich sein oder dem Oberbefehl dreier
Feldherrn von gleicher Gewalt über Ein Heer oder
140. Da nun unter dem Heiligen Geist die Göttliche vielmehr der römischen Regierung vor den Zeiten der
Wahrheit verstanden wird, und diese im Herrn, und Kaiser, da es einen Konsul, einen Senat und einen
der Herr selbst war, Joh 14,6.; und da sie nicht Volkstribun gab, unter welche zwar die Macht getheilt
anderswoher hervorgehen konnte, so sagte Er [durch war, dennoch aber alle zusammen die höchste Gewalt
Seinen Apostel]: “Noch war kein heiliger Geist, weil inne hatten. Wer sieht nicht das Ungeräumte,
Jesus noch nicht verherrlicht war,“ Joh 7,39; und nach Lächerliche und Verrückte, ein solches Regiment in
der Verherrlichung „hauchte Er die Jünger an, und den Himmel einzuführen? Dieses wird aber eingeführt,
sagte: Empfanget den Heiligen Geist,“ Joh 20,22. wenn man eine Gewalt wie die des höchsten Konsuls
Dass der Herr die Jünger anhauchte, und jenes sagte, Gott dem Vater, eine Gewalt wie die des Senats dem
geschah deshalb, weil das Anhauchen ein Sohne, und eine Gewalt wie die des Volkstribuns dem
vorbildliches äusseres Zeichen der göttlichen Heiligen Geist beilegt, was alsdann geschieht, wenn
Eingebung war; die göttliche Eingebung aber ist eine jedem ein eigener Wirkungskreis zugetheilt, und noch
Versetzung in engelische Gesellschaften. Hieraus kann mehr, wenn hinzugesetzt wird, diese Eigenschaften
von dem Verstande Folgendes begriffen werden, was seien unmittheilbar.
durch den Engel Gabriel von der Empfängnis des
Herrn gesagt worden war: “Der Heilige Geist wird 142. II. DIE GÖTTLICHE KRAFT UND EINWIRKUNG,
über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird WELCHE UNTER DEM HEILIGEN GEISTVERSTANDEN
dich überschatten, darum auch das Heilige, das aus dir WIRD, IST IM ALLGEMEINEN DIE UMBILDUNGUND
geboren wird, der Sohn Gottes genannt werden wird,“ WIEDERGEBURT, UND DIESEN GEMÄSS DIE
Luk 1,35. Ferner: „Der Engel des Herrn sprach im ERNEUERUNG, BELEBUNG, HEILIGUNG UND
Traume zu Joseph: Scheue dich nicht, Maria, deine R ECHTFERTIGUNG, UND DIESEN GEMÄSS DIE
Verlobte, zu dir zu nehmen, denn was in ihr erzeugt R EINIGUNG VOM B ÖSEN UND DIE VERGEBUNGDER
ist, das ist aus dem heiligen Geist; und Joseph S ÜNDEN, UND ZULETZT DIE S ELIGMACHUNG.
berührte sie nicht, bis sie ihren erstgebornen Sohn Diese sind der Reihe nach die Kräfte, welche der Herr
geboren hatte,“ Matth 1,20.25. Der Heilige Geist ist bei denen wirkt, die an Ihn glauben, und sich zu
hier das aus Jehovah dem Vater hervorgehende Seiner Aufnahme und Wohnung fähig und geschickt
Göttliche Wahre, und dieses Hervorgehende ist die machen; und dies geschieht durch das Göttliche
Kraft des Höchsten, welche damals die Mutter Wahre, und bei den Christen durch das Wort; denn
überschattete; dies fällt auch zusammen mit dieses ist das einzige Mittel, durch das der Mensch
Folgendem bei Johannes: “Das Wort war bei Gott, dem Herrn sich naht, und in das der Herr eingeht;
und Gott war das Wort, und das Wort ward Fleisch,“ denn der Herr ist, wie oben gesagt worden, das
Kap 1,1.14.; dass unter dem Wort hier das Göttliche Göttliche Wahre selbst, und alles, was aus diesem
Wahre verstanden wird, sehe man im Glauben der hervorgeht, ist selbiges; allein man muss darunter das
Neuen Kirche, oben Nr. 3. Göttliche Wahre aus dem Guten verstehen, welches
ein und dasselbe ist mit dem glauben aus der
141. Dass die Göttliche Dreieinheit im Herrn ist, ist Liebthätigkeit; denn der Glaube ist nichts Anderes als
oben nachgewiesen worden, und wird im Folgenden, Wahrheit, und die Liebthätigkeit nichts Anderes als
wo von ihr ausführlich gehandelt werden soll, noch Güte. Durch das Göttliche Wahre aus dem guten, das
weiter nachgewiesen werden; hier sollen nur einige heisst durch den Glauben aus der Liebthätigkeit wird

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der Mensch umgebildet und wiedergeboren, sodann der Neigungen und der daraus hervorgehenden
erneuert, lebendig gemacht, geheiligt, gerechtfertigt, Gedanken sind betreffend die Wiedergeburt und
und je nach dessen Fortschreiten und Wachsthum wird Reinigung bei Einigen, die in der Nähe stehen; sobald
er vom Bösen gereinigt, und die Reinigung von sie daher zu diesen hingehen, und mit ihnen über
diesem ist die Vergebung der Sünden. Allein diese einen andern Gegenstand reden, als der in ihren
Einwirkungen des Herrn können hier nicht alle einzeln Gedanken war, während jene Erscheinung sich zeigte,
auseinandergesetzt werden, weil jede ihre aus dem verschwinden die Tauben sogleich. Es verhält sich
Worte begründete und durch die Vernunft beleuchtete damit gerade wie mit Vielem, das den Propheten
Analyse fordert, und dies hier nicht an seiner Stelle erschien, wie z.B. dass dem Johannes ein Lamm auf
ist; weshalb der Leser auf die Stücke verwiesen wird, dem Berge Sion erschien, Offenb 14,1., und
die in diesem Werke der Reiche nach folgend, nämlich anderwärts. Wer weiss nicht, dass der Herr nicht jenes
die von der Liebthätigkeit, vom Glauben, vom freien Lamm war, noch in dem Lamm, sondern dass das
Willen, von der busse, und von der Umbildung und Lamm eine Vorbildung Seiner Unschuld war? Dies
Wiedergeburt. Man muss wissen, dass der Herr diese stellt den Irrthum derer in‘s Licht, die aus der Taube,
Heilswirkungen bei jeglichem Menschen fortwährend die über dem Herrn erschien, als Er getauft wurde, und
wirkt, denn sie sind die Stufen zum Himmel; der Herr aus der Stimme, die dann aus dem Himmel sich hören
will nämlich das Heil Aller; das Heil Aller ist Ihm liess: „dies ist Mein geliebter Sohn,“ drei Personen
also der Zweck, und wer den Zweck will, will auch der Dreieinigkeit folgern. Dass der Herr den Menschen
die Mittel; um des Heils der Menschen willen geschah wiedergebiert durch den Glauben und die
Seine Ankunft, Sein Erlösungswerk und Sein Leiden Liebthätigkeit, wird unter dem verstanden, dass
am Kreuz, Matth 18,11; Luk 19,10 und weil das Heil Johannes der Täufer sagte: “Ich taufe euch mit Wasser
Aller Ihm Zweck war und in Ewigkeit ist, so folgt, zur Busse, der aber nach mir kommen wird, der wird
dass die oben bemerkten Wirkungen die Mittelzwecke euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen,“
sind, und die Seligmachung der Endzweck ist. Matth 3,11; Mark 1,8; Luk 3,16. mit Heiligem Geist
und mit Feuer taufen heisst wiedergebären durch das
143. Die Wirksamkeit dieser Kräfte ist der Heilige Göttliche Wahre, das Gegenstand des Glaubens, und
Geist, welchen der Herr zu denjenigen sendet, die an durch das Göttliche Gute, das Gegenstand der Liebe
Ihn glauben und sich zu Seiner Aufnahme geschickt ist. Aehnliches wird durch folgende Worte des Herrn
machen, sie wird auch unter dem Geist verstanden in bezeichnet: „Wofern nicht jemand geboren wird aus
folgenden Stellen: “Ich will ein neues Herz und einen Wasser und Geist, kann er nicht eingehn in das Reich
neuen Geist geben; Meinen Geist will Ich in eure Gottes,“ Joh 3,5. Durch das Wasser wird hier, wie
Mitte geben, und machen, dass ihr auf dem Weg des anderwärts im Worte, das Wahre im natürlichen oder
heiles wandelt,“ Ezech 36,26.27; 11,19. “Ein reines äußern Menschen bezeichnet, und durch den Geist das
Herz schaff in uns, Gott, und einen festen Geist Wahre aus dem Guten im geistigen oder innern
erneuere in Mitten meiner; bringe mir zurück die Menschen.
Freude deines Heils, und ein williger Geist erhalte
mich.“ Psalm 51,12.14. “Jehovah bildet des 145. Da nun der Herr das Göttliche Wahre selbst aus
Menschen Geist in dessen Mitte,“ Sach 12,1. “Meine dem göttlichen Guten, und dieses sein eigentliches
Seele harret auf Dich des Nachts, und mit meinem Wesen ist, Jeder aber aus seinem Wesen heraus thut,
Geist in mir erwartete ich Dich des Morgens,“ Jes was er thut, so ist offenbar, dass der Herr jedem
26,9. “Macht euch ein neues Herz und einen neuen Menschen fortwährend Wahres und Gutes oder
Geist; warum wollt ihr sterben, Haus Israel‘s, Ezech Glauben und Liebthätigkeit einpflanzen will, und
18,31.; und so auch anderwärts. In diesen Stellen wird nichts Anderes wollen kann. Dies kann durch Vieles
unter dem neuen Herzen verstanden der Wille zum in der Welt beleuchtet werden, wie dadurch, dass jeder
Guten, und unter dem neuen Geist das Verständnis Mensch aus seinem Wesen heraus will, und denkt,
des Wahren; dass der Herr diese bei denen wirkt, die und, so weit er darf, redet und handelt, wie z.B. der
das Gute thun und das Wahre glauben, somit bei getreue Mensch Getreues denkt und beabsichtigt, der
denen, die im Glauben der Liebthätigkeit sind, erhellt ehrenhafte, rechtschaffene, fromme und religiöse
deutlich aus den Worten: Gott gibt Seele den darin Mensch Ehrenhaftes, Rechtschaffenes, Frommes und
Wandelnden, und aus dem, dass ein freiwilliger Geist religiöses, und umgekehrt der hochmüthige,
genannt wird; und dass der Mensch seinerseits arglistige, betrügerische, habsüchtige Solches, das mit
mitwirken muss, aus den Worten: Mach euch ein seinem Wesen Eins ausmacht; der Schwärmer will
neues Herz und einen neuen Geist; warum wollt ihr nichts als Schwärmerisches reden, und der Thor nichts
sterben, Haus Israel‘s? als Solches schwatzen, das dem entgegengesetzt ist,
was Sache der Weisheit ist; mit Einem Wort, der
144. Man liest, dass, als Jesus getauft wurde, die Engel sinnt und strebt nur Himmlischem nach, und
Himmel sich aufthaten und Johannes den Heiligen der Teufel nur Höllischem. Ebenso verhält es sich mit
Geist herabsteigen sah wie eine Taube, Matth 3,16; jedem Subjekt der niedern Gattungen des Thierreichs,
Mark 1,10; Luk 3,21; Joh 1,32.33. Dies geschah, wie mit dem Vogel, dem Fisch, dem [vierfüssigen]
weil die Taufe die Wiedergeburt und Reinigung Thier, dem geflügelten und nicht geflügelten Insekt;
bezeichnete, ebenso die Taube; wer kann nicht jegliches wird an seinem Wesen oder seiner natur
einsehen, dass die Taube nicht der Heilige Geist, und erkannt, aus jenem und ihm gemäss hat jedes seinen
der Heilige Geist auch nicht in der Taube war? Im Instinkt. Ebenso im Pflanzenreich, jeder Baum, jedes
Himmel erscheinen öfter Tauben, und so oft sie Gesträuch, und jedes Küchenkraut wird an seiner
erscheinen, wissen die Engel, dass sie Entsprechungen Frucht und an seinem Samen erkannt; diesen ist ihr

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Wesen eingepflanzt, und es kann daraus nichts und daher noch heftiger schreien, und die Seufzer noch
Anderes hervorgebracht werden, als seines Gleichen tiefer aus der Brust holen, als die, welche in dem Eifer
und ihm Angehöriges; ja nach dem Wesen wird über aus himmlischer Liebe sind. Dass bei den Geistlichen
jede Erdart, über jede Thonart, über jeden Stein, noch zwei weitere geistige Einwirkungen Statt haben,
sowohl den edlen, als den unedlen, und über jedes sehe man unten Nr. 155.
Mineral und jedes Metall geurtheilt.
147. Der Kirche ist fast noch unbekannt, dass in allem
Wollen und Denken, und in folge dessen in jeder
146. III. JENE GÖTTLICHE KRAFT UND EINWIRKUNG, Handlung und Rede des Menschen ein Inneres und ein
WELCHE UNTER DER S ENDUNG DES HEILIGEN Aeusseres ist, und dass der Mensch von Kindheit an
GEISTES VERSTANDEN WIRD, IST BEI DEN eingeübt worden ist, aus dem Aeussern zu reden, wie
GEISTLICHEN INSBESONDERE DIE ERLEUCHTUNG sehr auch das Innere anders denkt; daher denn
UND UNTERWEISUNG. Verstellung, Schönthuerei und Heuchelei; dass er also
Die im vorigen Abschnitt aufgezählten göttlichen zweifältig, und nur derjenige einfältig ist, dessen
Einwirkungen, nämlich die Umbildung, Aeusseres aus dem Innern heraus denkt und redet, und
Wiedergeburt, Erneurung, Lebendigmachung, will und handelt, und Solche werden auch unter den
Heiligung, Rechtfertigung, Reinigung, Einfältigen im Wort verstanden, z.B. Luk 8,15;
Sündenvergebung und zuletzt die Seligmachung, 11,34., und anderwärts, obgleich sie weiser sind, als
fliessen sowohl bei den Geistlichen, als bei den Laien die Zweifältigen. Dass eine Zweifaltigkeit und
vom Herrn her ein, und werden von denen, Dreifaltigkeit in allem Geschaffenen ist, zeigt sich an
aufgenommen, die im Herrn sind und in welchen der Folgendem im menschlichen Leib: jeder Nerv in ihm
Herr ist, Joh 6,56; 14,20; 15,4.5. Dass aber [bei besteht aus Fibern, und die Fiber aus Fäserchen; jeder
jenen] insbesondere Erleuchtung und Unterweisung Muskel aus Fiberbündeln, und diese aus Bewegfibern;
ist, hat seinen Grund darin, dass diese zu ihrem Beruf jede Arterie aus Häuten in dreifacher Reihenfolge;
gehören, und die Einweihung in das geistliche Amt Aehnliches ist im menschlichen Gemüth, dessen
sie mit sich bringt, und sie auch glauben, dass sie, geistiger Organismus ebenso ist; es ist nämlich, wie
während sie mit Eifer predigen, inspirirt werden, wie oben gesagt worden, das menschliche Gemüth in drei
die Jünger des Herrn, die der Herr anhauchte, und Regionen abgetheilt,,, deren oberste, welche auch die
sprach: „Nehmet hin den Heiligen Geist,“ Joh 20,22. innerste ist, die himmlische, die mittlere die geistige,
und Weiteres bei Mark 13,11; einige bezeugen auch, und die unterste die natürliche heisst. Die Gemüther
dass sie den Einfluss gespürt haben. Sie mögen sich aller derjenigen Menschen, welche die Heiligkeit des
jedoch wohl hüten, sich einzureden, dass der Eifer, Wortes und die Göttlichkeit des Herrn läugnen,
von dem Viele während des Predigens ergriffen denken in der untersten Region, weil sie aber von
werden, eine göttliche Einwirkung in ihren Herzen sei; Kindheit an auch die geistigen Dinge, welche zur
denn es findet ein ähnlicher, ja ein noch feurigerer Kirche gehören, gelernt haben, so nehmen sie auch
Eifer bei den Enthusiasten Statt, und auch bei Denen, diese auf, stellen sie aber unterhalb der natürlichen
die im Extrem des Falschen der Lehre sind, ja selbst Dinge auf, welche die mancherlei wissenschaftlichen,
bei Solchen, die das Wort geringschätzen, und die politischen und bürgerlich moralischen Dinge sind;
Natur statt Gottes verehren, und Glauben und und weil sie ihren Sitz im Gemüth zu unterst und in
Liebthätigkeit wie in einen Sack hinter den Rücken der nächsten Nähe der Rede haben, so reden sie aus
werfen, und, so lange sie predigen und lehren, vornen ihnen in der Kirche und in den Versammlungen, und
ein Art von Wiederkaumagen anhängen, aus dem sie merkwürdiger Weise wissen sie alsdann nicht anders,
Solches hervorlangen und herausschütten, was, wie sie als dass sie aus ihrem Glauben reden und lehren,
wissen, den Zuhörern zur Speise dient. Der Eifer ist während doch, wenn sie in ihrer Freiheit sind, was zu
nämlich an sich betrachtet ein natürliches Auflodern Hause der Fall ist, die Thüre geöffnet wird, welche
des Menschen; wenn inwendig in diesem Liebe zum das Innere ihres Geistes verschlossen hielt, und sie
Wahren ist, so ist es wie das heilige Feuer, das in die nun zuweilen über das lachen, was sie vor der
Apostel einfloss, und von dem es in ihrer Geschichte Gemeinde vorgetragen hatten, indem sie in ihrem
heisst: “Es erschien ihnen zertheilte Zungen, wie von Herzen sprechen, die theologischen Dinge seien artige
Feuer, und es setzte sich auf Jeglichen von ihnen, Schlingen, die Tauben zu fangen.
daher sie alle mit Heiligem Geist erfüllt wurden,“ Kap
2,3.4; liegt aber inwendig in dem Eifer oder jenem 148. Das Innere und das Aeussere von Solchen kann
Auflodern Liebe zum Falschen verborgen, so ist es mit überzuckertem Gift verglichen werden; dann auch
wie das im Hol eingeschlossene Feuer, das mit den Koloquinthen, welche die Prophetenknaben
hervorbricht und das Haus anzündet. Du, der du die sammelten, und in das Gemüse thaten, und als sie
Heiligkeit des Wortes und die Göttlichkeit des Herrn davon assen, ausriefen: der Tod in dem Topfe! 2.Kön
läugnest, nimm doch deinen Sack von deinem rücken 4,38 bis 43. Auch können sie verglichen werden mit
herab, und öffne ihn – was du in Freiheit zu Hause dem Thier aus dem Meer, das zwei Hörner hatte wie
thust, – so wirst du es sehen. Ich weiss, dass die, ein Lamm, und redet wie der Drache, Offenb 13,11.,
welche unter Luzifer bei Jesajas verstanden werden, wo im Folgenden dieses Thier der falsche Prophet
welche die aus Babel sind, wenn sie in die Kirche genannt wird. Auch sind sie wie Strassenräuber in
gehen, und mehr noch wenn sie auf die Kanzel einer Stadt, in der gesittete Bürger sind, wo sie dann
steigen, besonders die, welche sich von der auch sittlich handeln und vernünftig reden, dagegen
Gesellschaft Jesu nennen, von einem Eifer hingerissen aber, wenn sie wieder in die Wälder kommen, wilde
werden, den viele aus einer höllischen Liebe haben, Thiere sind; oder auch wie Seeräuber, welche am

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Lande Menschen sind, auf der See hingegen Reinigung vom Bösen, und zuletzt in der
Krokodile; diese und jene gehen, wenn sie am Land Seligmachung ist; der Herr wirkt diese bei jeglichem
oder in der Stadt sind, wie Panther in Schafsfelle Menschen, das heisst, Er sucht sie [in ihn]
gehüllt einher; oder wie Affen, die in Menschenkleider hineinzubringen, und wenn der Mensch sich zur
gesteckt sind, und eine Menschenmaske vor dem Aufnahme fähig und geschickt macht, so bringt er sie
Gesicht haben. Auch können sie einer Buhldirne in ihn hinein; das Thätige in dem Fähig= und
verglichen werden, die sich mit Balsam einreibt, das Geschicktmachen ist auch vom Herrn; nimmt sie aber
Gesicht mit Purpur schminkt, und sich in weisse der Mensch nicht mit freiwilligem Geist in sich auf,
Seide mit eingestickten Blumen kleidet, dann aber, so kann sie der Herr über das Streben hinaus, das
wenn sie nach Hause zurückkehrt, sich vor den unablässig fortdauert, nicht in ihn hineinbringen.
Buhlern entblösst, und sie mit ihrem Aussatz
ansteckt. Dass aber die, welche das Heilige dem Wort 151. An den Herrn glauben, heisst nicht blos Ihn
und das Göttliche dem Herrn im Herzen entziehen, so anerkennen, sondern auch Seine Gebote halten; denn
beschaffen sind, ist mir durch vieljährige Erfahrungen Ihn nur anerkennen, ist blos ein Werk des Denkens
in der geistigen Welt zu erkennen gegeben worden; aus irgend einem Verstehen, hingegen Seine Gebote
denn dort werden alle zuerst in ihrem Aeussern halten, ist auch ein Werk der Anerkennung aus dem
gehalten, später aber nach dessen Wegnahme in ihr Wollen; das Gemüth des Menschen besteht aus
Inneres versetzt, und dann wird ihre lustige Rolle zur Verstand und Willen, und Sache des Verstandes ist
tragischen. das Denken, Sache des Willens aber das Thun; wenn
sonach der Mensch nur aus dem Denken des
Verstandes anerkennt, so wendet er sich nur mit
149. IV. DER HERR WIRKT DIESE KRÄFTE IN DENEN, halbem Gemüth an den Herrn, thut er hingegen es
DIE AN IHN GLAUBEN. auch, so geschieht es mit dem ganzen Gemüth, und
Dass der Herr jene Kräfte, die unter der Sendung des dies heisst glauben; ausserdem kann der Mensch sein
Heiligen Geistes verstanden werden, in denjenigen Herz theilen, und dessen Oberfläche dahin bringen,
wirkt, die an Ihn glauben, das heisst, dass er sie dass sie sich nach oben erhebt, während sein Fleisch
umbildet, wiedergebiert, erneuert, lebendig macht, sich nach unten kehrt, und er so wie ein Adler
heiligt, rechtfertigt, vom Bösen reinigt, und zuletzt zwischen Himmel und Hölle schwebt; und gleichwohl
selig macht, erhellt aus allen jenen Stellen im Wort, folgt der Mensch nicht seinem Aufblick, sondern der
welche bestätigen, dass das Heil und das ewige Leben Lust seines Fleisches, und weil diese in der Hölle ist,
denen zu Theil wird, die an den Herrn glauben, welche so fliegt er dort hinab, und nachdem er daselbst seinen
Stellen man oben Nr. 107 angeführt finden kann; und Lüsten gefröhnt, und den Dämonen Trankopfer mit
ausserdem auch aus folgender: „Jesus sprach: Wer an jungem Wein gebracht hat, so überzieht er sein
mich glaubt, aus dessen Leibe werden, wie die Schrift Gesicht mit heiterer Laune, und seinen Blick mit
sagt, Ströme lebendigen Wassers fliessen; dies sagte Feuerfunken, und verstellt sich so in einen Engel des
Er von dem Geiste, den empfangen sollten die an Ihn Lichts; solche Satane werden diejenigen nach dem
Glaubenden,“ Joh 7,38.39. Dann auch aus dieser: Tode, welche den Herrn anerkennen, aber Seine
“Das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung,“ Gebote nicht halten.
Offenb 19,10; unter dem Geist der Weissagung wird
das Wahre der Lehre aus dem Worte verstanden; die 152. In obigem Abschnitt ist gezeigt worden, dass das
Weissagung bezeichnet nichts Anderes als die Lehre, Heil und das ewige Leben der Menschen der erste und
und weissagen heisst sie lehren, und unter dem letzte Zweck des Herrn sind; und da der erste und der
Zeugnis Jesu wird verstanden das Bekenntnis aus dem letzte Zweck die Mittelzwecke in sich schliessen, so
glauben an Ihn; Aehnliches wird verstanden unter folgt, dass die oben erwähnten geistigen Kräfte
Seinem Zeugnis in folgender Stelle: “Die Engel allzugleich im Herrn sind, und auch vom Herrn her im
Michaels besiegten den Drachen durch das Blut des Menschen, dennoch aber nur nach und nach
Lammes, und durch das Wort ihres Zeugnisses; und hervortreten; denn das Menschliche Gemüth wächst
der Drache ging hin, um Krieg zu führen mit den wie sein Leib, und zwar dieser an Grösse, jenes aber
Uebrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes an Weisheit; in diesem Mass wird auch letzteres von
hielten, und das Zeugnis Jesu Christi haben,“ Offenb. Region zu Region erhoben, nämlich aus der
12,11.17. natürlichen in die geistige, und aus dieser in die
himmlische; in letzterer Region ist der Mensch weise,
150. Dass die an den Herrn Jesus Christus in jener ist er einsichtsvoll, in der untersten wissen;
Glaubenden jene geistigen Kräfte empfangen werden, allein diese Erhebung des Gemüths findet nur von
hat seinen Grund darin, dass Er selbst das Heil und Zeit zu Zeit Statt, je wie der Mensch sich Wahrheiten
das ewige Leben ist; das Heil ist Er, weil Er der erwirbt, und sie mit dem Guten verbindet. Es verhält
Heiland ist, und dies drückt auch Sein Name Jesus sich damit gerade wie mit Einem, der ein Haus baut;
aus; das ewige Leben, weil denen, in welchen Er ist, zuerst verschafft er sich die Baumaterialien, z.B.
und die in Ihm sind, ewiges Leben zu Theil wird; Backsteine, Ziegel, Balken, Pfähle, und legt so den
weshalb er auch das ewige Leben heisst bei Johannes, Grund, führt Mauern auf, scheidet in Gemächer, setzt
1. Br. 5,20. Da Er nun das Heil und das ewige Leben in ihnen Thüren, und an den Wänden Fenster ein, und
ist, so folgt, dass Er auch alles das ist, wodurch das baut Treppen von Stockwerk zu Stockwerk; dies alles
Heil und das ewige Leben erlangt wird, dass Er somit liegt zugleich beisammen im Zweck, welcher die
Alles in der Umbildung, Wiedergeburt, Erneuerung, bequeme und anständige Wohnung ist, die derselbe
Lebendigmachung, Heiligung, Rechtfertigung, vorhersieht und vorsieht. Ebenso verhält es sich mit

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einem Tempel; wenn dieser gebaut wird, so liegt alles in die Hand des Sohnes gegeben habe,“ Joh 3,35.
zum Bau Gehörige im Zweck, welcher der Ferner: „Wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so
Gottesdienst ist. Gleiches ist der Fall bei allen andern hat Er auch dem Sohn gegeben, das Leben in Sich
Dingen, z.B. Gärten und Feldern, und auch bei selbst zu haben,“ Joh 5,26. so wie auch: „Die Worte,
Aemtern und Geschäften, zu welchen der Zweck selbst die Ich rede, sind Geist und Leben,“ Joh 6,63. Dass
die Hülfsmittel herbeischafft. der Herr sagt, der Geist der Wahrheit gehe vom Vater
aus, Joh 15,26, hat seinen Grund darin, dass derselbe
vom Vater ausgeht in den Sohn, und aus dem Sohn
153. V. DER HERR WIRKT AUS S ICH VOM VATER vom Vater her; weshalb Er auch sagt: “An jenem Tage
HER, UND NICHT UMGEKEHRT. werdet ihr erkennen, dass der Vater in Mir ist, und Ich
Unter dem Wirken wird hier das Gleiche verstanden, im Vater bin, und ihr in Mir, und Ich in euch,“ Joh
wie unter dem Senden des Heiligen Geistes, weil die 14,11.20. Diesen deutlichen Aussprüchen des Herrn
oben erwähnten Einwirkungen, nämlich im gegenüber stellt sich offen der Irrthum heraus, in dem
Allgemeinen die Umbildung, Wiedergeburt, die christliche Welt ist, dass nämlich Gott der Vater
Erneuerung, Lebendigmachung, Heiligung, den heiligen Geist zu dem Menschen sende, und der
Rechtfertigung, [Reinigung] vom Bösen und Irrthum der griechischen Kirche, dass Gott der Vater
Sündenvergebung, welche heut zu Tage dem Heiligen ihn unmittelbar sende; eben dies, dass der Herr ihn
Geist als Gott für sich zugeschrieben werden, aus Sich vom Vater her sende, und nicht umgekehrt,
Einwirkungen des Herrn sind. Dass diese aus dem ist aus dem Himmel, und die Engel nennen es ein
Herrn vom Vater her sind, soll zuerst aus dem Worte Geheimnis, weil es in der Welt noch nicht enthüllt
bewiesen, und hernach durch Mehreres aus der ist.
Vernunft in‘s Licht gesetzt werden; aus dem Wort
durch Folgendes: “Wenn gekommen sein wird der 154. Dies kann durch Vieles, das im Bereich der
Beistand, den Ich euch senden werden vom Vater, der Vernunft liegt, in‘s Licht gesetzt werden, wie z.B.
Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird er durch Folgendes: Es ist bekannt, dass die Apostel,
von Mir zeugen,“ Joh 15,26. “Wenn ich nicht nachdem sie vom Herrn mit dem Heiligen Geist
hinginge, so käme der Beistand nicht zu euch, gehe beschenkt worden waren. Das Evangelium in einem
Ich aber hin, so will Ich ihn zu euch senden,“ Joh grossen Theile des Erdkreises predigten, und dass sie
16,7. “Der Beistand, der Geist der Wahrheit, wird es mündlich und schriftlich verkündigten, und dies
nicht aus sich selber reden, sondern aus dem Meinigen thaten sie aus ihnen selbst vom Herrn her; denn anders
nehmen, und euch verkündigen; alles, was der Vater lehrte und schrieb Petrus, anders Jakobus, anders
hat, ist Mein; darum sagte Ich, dass er aus dem Johannes, und anders Paulus, jeder nach seiner
Meinigen nehmen, und euch verkündigen werde,“ Joh Einsicht; der Herr erfüllte sie alle mit Seinem Geist,
16,13.14.15. “Der Heilige Geist war noch nicht, weil aber jeder nahm davon seinen Theil je nach der
Jesus och nicht verherrlicht war,“ Joh 7,39. ““Jesus Beschaffenheit seiner Auffassung, und sie führten es
hauchte die Jünger an, und sagte: Nehmet hin den aus je nach der Beschaffenheit ihres Vermögens. Alle
Heiligen Geist,“ Joh 20,22. “Alles, was ihr bitten Engel in den Himmeln sind vom Herrn erfüllt, denn
werdet in Meinem Namen, das will Ich thun, damit sie sind im Herrn, und der Herr in ihnen; allein dessen
der Vater verherrlicht werde im Sohne; wenn ihr etwas ungeachtet redet und handelt jeder gemäss dem
bitten werdet in Meinem Namen, so will Ich es thun,“ Zustand seines Geistes, die einen einfältig, die andern
Joh 14,13.14. Aus diesen Stellen geht deutlich weise, und so mit unendlicher Verschiedenheit, und
hervor, dass der Herr den Heiligen Geist sendet, das doch redet jeder aus sich vom Herrn her. In ähnlicher
heisst, jene Dinge wirkt, die heut zu Tage dem Weise verhält es sich mit jedem Diener der Kirche,
Heiligen Geist als Gott für sich zugeschrieben werden; sowohl demjenigen, der in Wahrem, als demjenigen,
denn Er sagte: “Ich will ihn senden vom Vater, Ich der in Falschem ist; jeder hat seinen eigenen Mund
will ihn senden zu euch, der Heilige Geist war noch und seine eigene Einsicht, und jeder redet aus seinem
nicht, weil Jesus noch nicht verherrlicht war“; nach Gemüth heraus, das ist, aus seinem Geist, den er
der Verherrlichung hauchte Er die Jünger an, und besitzt. Wenn die Protestanten, heissen diese nun
sagte: „Nehmet hin den Heiligen Geist;“ dann sagte Er Evangelische oder Reformirte, in den von Luther,
auch: “Alles was ihr bitten werdet in Meinem Namen, Melanchthon und Calvin vorgetragenen
das will Ich thun, so wie auch: Der Beistand wird von Lehrbestimmungen unterrichtet sind, so reden nicht
dem Meinigen nehmen, und euch verkündigen.“ Dass diese oder deren Lehrbestimmungen durch sie,
der Beistand einer und derselbe ist mit dem Heiligen sondern sie alle selbst aus sich von jenen her; auch
Geist, sehe man Joh 14,26. Dass Gott der Vater jene kann jegliche Lehrbestimmung auf tausenderlei
Kräfte nicht aus Sich durch den Wohn wirkt, sondern Weisen ausgelegt werden, denn jede ist wie ein
der Sohn aus sich vom Vater her, erhellt aus Füllhorn, aus dem jeder herausnimmt, was seinem
Folgendem: “Gott hat Keiner je gesehen, der Geschmacke zusagt und sich verähnlicht, und er legt
Eingeborne Sohn, der im Schoss des Vaters ist, Er hat es aus je nach seiner Gabe. Dies kann versinnlicht
[Ihn] kund gethan,“ Joh 1,18 und anderwärts: „Nicht werden durch die Wirkung des Herzens in der Lunge
habt ihr die Stimme des Vaters je gehört, noch Seine und auf diese, und durch die Rückwirkung der Lunge
Gestalt gesehen,“ Joh 5,37. Hieraus folgt nun, dass aus sich vom Herzen her; diese sind zwei
Gott der Vater im Sohn und in den Sohn wirkt, nicht Unterschiedene, dennoch aber gegenseitig vereint; die
aber durch den Sohn, sondern dass der Sohn aus Sich Lunge athmet aus sich vom Herzen her, nicht aber das
vom Vater her wirkt; denn Er sagt: “Alles, was der Herz durch die Lunge; würde dies geschehen, so
Vater hat, ist Mein,“ Joh 16,15; “dass der Vater alles müssten beide stille stehen; ebenso verhält es sich

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auch mit der Wirkung des Herzens in den innern Menschliche ist Sein Körper, und das Menschliche
Theilen und auf die innern Theile des ganzen Körpers; bittet nicht von seinem Göttlichen, ihm zu sagen, was
das Herz sendet Blut aus nach allen Richtungen, die es reden und wirken solle; weshalb der Herr sagt: “An
innern Theile aber nehmen es in sich auf, jeder seinen jenem Tage werdet ihr in Meinem Namen bitten, und
Antheil je nach der Beschaffenheit des Nutzzweckes, Ich sage euch nicht, dass Ich den Vater für euch bitten
dem er dient, und diesem gemäss ist er auch in werde; denn Er selbst, der Vater, liebt euch, weil ihr
Thätigkeit, somit in verschiedener Weise. Eben Mich geliebt habt,“ Joh 16,26.27; an jenem Tage,
dasselbe kann auch durch Folgendes verdeutlicht heisst, nach der Verherrlichung, das ist, nach der
werden: Das Böse von den Eltern her, welches das vollkommenen und absoluten Vereinigung mit dem
Erbböse heisst, wirkt im Menschen und auf den Vater. Dies Geheimnis ist vom Herrn selbst für
Menschen; in gleicher Weise das Gute vom Herrn her, diejenigen, die zu Seiner Neuen Kirche gehören
dieses oberhalb oder innerhalb, jenes unterhalb oder werden.
ausserhalb; würde das Böse durch den Menschen
thätig sein, so wäre der Mensch nicht besserungsfähig; 155. Oben im dritten Abschnitt ist gezeigt worden,
weil aber beides von der Wahlfreiheit des Menschen dass jene göttliche Kraft, welche unter der Einwirkung
abhängt, so wird er schuldig, wenn er aus sich vom des Heiligen Geistes bei den Geistlichen verstanden
Bösen her handelt, und schuldlos, wenn er aus sich wird, insbesondere die Erleuchtung und Unterweisung
vom Guten her handelt; da nun das Böse der Teufel, ist, zu diesen zweien treten aber noch zwei in der
und das Gute der Herr ist, so wird er schuldig, wenn Mitte liegende hinzu, welche sind die Wahrnehmung
er vom Teufel her handelt, und schuldlos, wenn vom und die Stimmung; daher es vier sind, welche bei den
Herrn her; in jener Wahlfreiheit, die jedem Menschen Geistlichen der Reihe nach folgen: die Erleuchtung,
gelassen ist, liegt der Grund, dass der Mensch die Wahrnehmung, die Stimmung und die
gebessert werden kann. Ebenso verhält es sich mit Unterweisung; die Erleuchtung ist vom Herrn; die
allem Innern und Aeussern bei dem Menschen; diese Wahrnehmung ist bei dem Menschen gemäss dem
sind zwei Unterschiedene, dennoch aber wechselseitig Zustand seines Gemüths, der sich durch die
vereinigt; das Innere wirkt im Aeussern und auf Lehrbestimmungen gebildet hat; sind diese wahr, so
dasselbe, allein es wirkt nicht durch das Aeussere; wird die Wahrnehmung eine klare von dem Licht, das
denn das Innere bewegt in sich tausenderlei Dinge, erleuchtet; sind sie falsch, so wird die Wahrnehmung
von welchen das Aeussere blos das zu seinem eine dunkle, welche jedoch als eine klare erscheinen
Gebrauche Verwendbare hervorlangt; denn im Innern kann in Folge der Begründungen; allein dies kommt
des Menschen, unter dem sein wollendes und von einem scheinbaren Licht her, das vor dem blos
erkennendes Gemüth verstanden wird, sind Gruppen natürlichen Blick von gleicher Klarheit ist. Die
von Ideen zusammengehäuft; strömten diese durch den Stimmung aber stammt aus der Neigung der Liebe des
Mund des Menschen heraus, so wäre es wie ein Willens; die Lust dieser Liebe versetzt in eine
Windstoss aus dem Blasebalg. Weil das Innere das Stimmung; ist sie die der Liebe zum Bösen und des
Universelle in sich bewegt, lässt es sich vergleichen Falschen aus diesem, so erregt sie einen Eifer, der von
dem Ozean, oder einem Blumenbeet oder Garten, aus aussen rauh, wild, brennend und feuersprühend ist,
welchem das Aeussere so viel herausnimmt, als zum und inwendig Zorn, Wuth und Unbarmherzigkeit; ist
Bedarf genügt; das Wort des Herrn ist wie der Ozean, sie aber die zum Guten und zum Wahren aus diesem,
das Blumenbeet und der Garten; ist das Wort in so ist derselbe von aussen glatt, sanft, donnernd und
einiger Fülle im Innern des Menschen, so redet und blitzend, und von innen Liebe, Milde und Erbarmen.
handelt der Mensch aus sich vom Wort her, nicht aber Die Unterweisung aber folgt als Wirkung aus diesen
das Wort durch ihn. Ebenso verhält es sich mit dem als den Ursachen. So verwandelt sich die Erleuchtung,
Herrn: weil Er selbst das Wort ist, das heisst, das die vom Herrn ist, in mancherlei Licht= und in
Göttliche Wahre und das Göttliche Gute darin, so mancherlei Wärmestrahlen, bei Jeglichem je nach dem
wirkt der Herr aus Sich oder aus dem Wort im Zustand seines Gemüths.
Menschen und auf ihn, nicht aber durch ihn, weil der
Mensch frei handelt und redet vom Herrn her, wenn
vom Wort her. Dies lässt sich aber noch näher 156. VI. DER C HRIST DES MENSCHEN IST DESSEN
beleuchten durch den Wechselverkehr der Seele und GEMÜTH, UND ALLES, WAS AUS DIESEM
des Körpers, welche zwei Unterschiedene, aber HERVORGEHT.
gegenseitig Vereinigt sind; die Seele wirkt im Körper Unter dem Geist des Menschen wird im Besonderen
und auf den Körper, aber nicht durch den Körper, der nichts Anderes verstanden, als sein Gemüth, denn
Körper hingegen wirkt aus sich von der Seele her; dieses ist es, was nach dem Tode fortlebt, und alsdann
dass die Seele nicht durch den Körper wirkt, hat Geist genannt wird; wenn er gut ist, ein engelischer
seinen Grund darin, dass sie nicht mit einander zu Geist, und nachher ein Engel, wenn er böse ist, ein
Rathe gehen und Ueberlegungen anstellen, noch die satanischer Geist, und nachher ein Satan. Das Gemüth
Seele befiehlt oder bittet, dass der Körper dieses oder eines jeden Menschen ist sein innerer Mensch, der
jenes thue, oder durch seinen Mund rede, noch der wirklich Mensch, und inwendig im äußern Menschen
Körper fordert oder verlangt, dass die Seele etwas gebe ist, der dessen Körper ausmacht; daher er denn, wenn
oder darreiche; denn alles zur Seele gehörige gehört der Körper abgelegt wird, was nach dem Tode
auch dem Körper an, und so gegenseitig und geschieht, in völliger Menschengestalt ist. Es irren
umgekehrt. Ebenso verhält es sich mit dem Göttlichen also diejenigen, welche glauben, das Gemüth des
und Menschlichen des Herrn; denn das Göttliche des Menschen sei nur im Haupt; es ist hier blos in seinem
Vaters ist die Seele Seines Menschlichen, und das Ursprünglichen, von welchem zuerst alles ausgeht,

91
was der Mensch aus dem Verstande denkt, und aus der Zustand, in dem ich nun schon 26 Jahre hindurch
dem Willen thut; im Körper aber ist es im war, mit dem Unterschied, dass ich im Geist und
Abgeleiteten, das zum Empfinden und Handeln zugleich im Körper und nur einige Male ausserhalb
gebildet ist, und da es dem Körperlichen inwendig des Körpers war. Dass Ezechiel, Sacharias, Daniel und
anhängt, so bringt es in dieses Empfindung und Johannes, während er die Offenbarung schrieb, in
Bewegung, und haucht ihm auch Wahrnehmung ein, diesem Zustande waren, erhellt aus folgenden Stellen:
wie wenn der Körper aus sich dächte und handelte, Ezechiel sagt: „Der Geist hob mich auf, und führte
was jedoch, wie jeder Weise weiss, nur eine mich zurück nach Chaldäa zur Gefangenschaft in dem
Trugvorstellung ist. Da nun der Geist des Menschen Gesichte Gottes, im Geiste Gottes; so stieg über mir
aus dem Verstande denkt, und aus dem Willen auf das Gesicht, das ich sah,“ Kap 11,1.24. Dass ihn
handelt, und der Körper nicht aus sich, sondern aus der Geist aufgehoben, und er hinter sich ein Erdbeben
jenem, so folgt, dass unter dem Geist des Menschen gehört habe, Kap 3,12.14. Das ihn der Geist zwischen
verstanden wird dessen Einsicht und die Neigung die Erde und den Himmel emporgehoben und nach
seiner Liebe, und was immer aus diesen hervorgeht Jerusalem entrückt, und er dort Gräuel gesehen habe,
und wirkt. Dass der Geist des Menschen Solches Kap 8,3 folg. Dass er vier Thiere, welche Cherube
bedeutet, was zu seinem Gemüth gehört, erhellt aus waren, und Verschiedenes bei ihnen gesehen habe,
vielen Stellen im Wort, aus welchen, sobald sie nur Kap 1 und Kap 10. Ferner eine neue Erde und einen
angeführt werden, jeder ersehen kann, dass sie nichts neuen Tempel, und einen Engel, der sie mass, Kap 40
anderes sind; von den vielen mögen nur diese wenigen bis 48; das er damals im Gesicht und im Geiste war,
hier stehen: “Bezaleel wurde auch erfüllt mit dem Kap 40,2; 43,5. Aehnliches geschah mit Sacharias, in
Geiste der Weisheit, der Einsicht und des Wissens,“ welchem damals ein Engel war, als er einen Mann
2.Mose 31,3. Nebuchadnezar sagte von Daniel: dass sah, der zwischen Myrten ritt, Kap 1,8 folg.., vier
ein trefflicher Geist des Wissens, der Einsicht und Hörner, und einen Mann, in dessen Hand eine
Weisheit in ihm war, Dan 4,5[5,12.14.] Erfüllt ward Messschnur war, Kap 2,1.5. folg. Joschua, den
Joschua mit dem Geist der Weisheit, 5.Mose 34,9. Hohenpriester, [Kap 3,1 f., einen Leuchter und zwei
“Schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist,“ Oelbäume, Kap 4,1 f., eine fliegende Buchrolle und
Ezech 18,31. “Selig sind die Armen am Geist, denn ein Epha] 1 Kap 5,1.6., vier Wagen, welche zwischen
ihr ist das Himmelreich,“ Matth 5,3. “Ich wohne in zwei Bergen hervorkamen, und Pferde, Kap 6,1 f. In
dem zerschlagenen und demüthigen Geist, lebendig zu ähnlichem Zustand war Daniel, als er vier Thiere aus
machen den Geist der Demüthigen,“ Jes 57,15. “Die dem Meere aufsteigen, und Mehreres von ihnen sah,
Opfer Gottes sind ein zerknirschter Geist,“ Psalm Kap 7,1 folg., als er die Kämpfe des Widders und des
51,19. “Ich will den Mantel der Lobpreisung geben Bockes sah, Kap 8,1 folg. Dass er diese Dinge in
statt des verzagten Geistes,“ Jes 61,3 und so in andern einem Gesicht sah, Kap 7,1.2.7.13.; 8,2; 10,1.7.8.
Stellen mehr. Dass der Geist [auch] Solches bedeutet, Dass der Engel Gabriel ihm im Gesicht erschien, und
was Sache eines verkehrten und verderbten Gemüthes mit ihm sprach, [Kap 9,21] Aehnliches geschah mit
ist, erhellt aus folgenden Stellen: „Er sprach zu den Johannes, als er die Offenbarung schrieb; dieser sagt,
thörichten Propheten, die ihrem eigenen Geiste er sei im Geiste gewesen an des Herrn Tage, Offenb
folgen,“ Ezech 13,3. “Empfanget Unrath, und gebäret 1,10; dass er in die Wüste entrückt worden sei im
Stoppeln, eurem Geiste nach, wird Feuer euch Geist, Kap 17,3., auf einen hohen Berg im Geist, Kap
verzehren,“ Jes 33,11. “Ein Mann der seinem Geiste 21,10. Dass er [Pferde] gesehen habe im Gesicht, Kap
nach umherschweift, und Lügen ausstösst,“ Micha 9,17., und anderwärts, dass er die Dinge, die er
2,[11.] “Ein Geschlecht, dessen Geist an Gott nicht beschrieben, gesehen habe, z.B. den Menschensohn in
festhält,“ Psalm 78,8. “Der Geist der Hurereien,“ Mitten von sieben Leuchtern; die Stiftshütte, den
Hosch 5,4; 4,12. Dass jedes Herz zerschmelze und Tempel, die Bundeslade und den Altar im Himmel;
aller Geist zusammenschrumpfe, Ezech 21,12. Was ein mit sieben Siegeln versiegeltes Buch, und sechs
über euren Geist aufsteigt, soll nie geschehen, Ezech Pferde, die aus diesem hervorkamen; vier Thiere um
20,32. “Nur dass nicht Trug in seinem Geiste sei,“ einen Thron; 12'000 Erwählte aus jedem Stamme; ein
Psalm 32,2. Der Geist Pharao‘s ward unruhig, 2.Mose Lamm dann auf dem Berge Sion; Heuschrecken, die
41,8 ebenso derjenige Nebuchadnezars, Dan 2,3. Aus aus dem Abgrund aufstiegen; den Drachen und seinen
diesen und sehr vielen andern stellen erhellt deutlich, Kampf mit Michael; das Weib, das einen männlichen
dass der Geist das Gemüth des Menschen und Solches Sohn gebar und in die Wüste floh wegen des Drachen;
bedeutet, das dem Gemüth angehört. zwei Thiere, von welchen das eine aus dem Meer, und
das andere aus der Erde aufstieg; ein Weib, das auf
157. Da nun unter dem Geist des Menschen sein einem scharlachrothen Thiere sass; den Drachen
Gemüth verstanden wird, so wird unter im Geiste hinausgeworfen in den Feuer= und Schwefelpfuhl; ein
sein, das einige Male im Worte vorkommt, der weisses Pferd und ein grosses Abendmahl; die
Zustand des vom Körper getrennten Gemüthes herabsteigend Heilige Stadt Jerusalem, beschrieben
verstanden, und weil in diesem Zustand die Propheten nach ihren Thoren, ihrer Mauer und deren Grundlagen;
Dinge sahen, die in der geistigen Welt existiren, so einen Strom lebendigen Wassers und Bäume des
heisst derselbe ein Gesicht Gottes; sie waren alsdann Lebens, welche jeden Monat Früchte brachten, und
in dem Zustand, in dem die Geiste rund Engel selbst anderes mehr. In ähnlichem Zustand waren Petrus,
in jener Welt sind; in diesem Zustand kann der Geist Jakobus und Johannes, als sie Jesum verklärt sahen;
des Menschen, somit sein Gemüth, in Rücksicht des
Sehens von einem Ort an den andern versetzt werden,
während der Körper in dem seinigen bleibt. Dies ist 1 [Aus d.L.d.N.J. vom Herrn §. 52.]

92
und Paulus, als er Unaussprechliches aus dem Engeln im Himmel war, sah ich unten in der Ferne
Himmel hörte. einen grossen Rauch, und ein aus diesem von Zeit zu
Zeit hervorbrechendes Feuer, und dann sagte ich zu
den Engeln, die mit mir im Gespräche waren, dass
ZUSATZ Wenige hier wissen, dass der Rauch, den man in den
Höllen sieht, aus dem durch Vernünfteleien
158. Da in diesem Kapitel von dem Heiligen Geist begründeten Falschen entsteht, und dass das Feuer der
gehandelt worden ist, so verdient wohl noch bemerkt Zorn ist, der gegen die Widersprechenden auflodert;
zu werden, dass im Wort des Alten Testaments ich fügte noch hinzu, es sei in dieser Welt eben so
nirgends der Heilige Geist genannt wird, sondern nur unbekannt, wie in der meinigen, in der ich dem
der Geist der Heiligkeit in drei Stellen, einmal bei Körper nach leben, dass die Flamme nichts anderes
David, Psalm 51,13; und zweimal bei Jesajas, Kap ist, als entzündeter Rauch; dass dem so ist, habe ich
63,10.11. Dagegen aber im Wort des Neuen oft beobachtet; ich sah auf dem Herd Rauchsäulen von
Testaments, sowohl bei den Evangelisten, als in der den Scheitern aufsteigen, und wenn ich mit einem
Geschichte der Apostel und in deren Briefen häufig; Brande Feuer an sie brachte, so sah ich diese
der Grund ist, weil der Heilige Geist dann erst war, Rauchsäulen sich in Flammen verwandeln, welche
als der Herr in die Welt kam; denn derselbe geht aus ganz die gleiche Gestalt behielten; denn die einzelnen
Ihm vom Vater her hervor; denn der Herr ist der Theilchen des Rauches werden zu Fünkchen, welche
alleinige Heilige, Offenb 15,4; daher auch von dem zusammen entbrennen, wie dies bei entzündetem
Engel Gabriel zu Maria, der Mutter, gesagt wird: “Das Schiesspulver der Fall ist; eben so verhält es sich mit
Heilige, das aus dir geboren werden wird,“ Luk 1,35. dem Rauch, den wir unten sehen, dieser besteht aus
Dass gesagt wurde: „Noch war nicht der heilige Geist, eben so vielen Falschheiten, und das in ihm als
weil Jesus noch nicht verherrlicht war,“ Joh 7,39 und Flamme hervorbrechende Feuer ist die Entzündung
gleichwohl früher gesagt wird, der Heilige Geist habe des Eifers für dieselben. Da sagten die Engel zu mir:
Elisabeth erfüllt, Luk 1,41, sodann Sacharias, Luk „Beten wir zum Herrn, dass wir hinabsteigen und
1,67., so wie auch Simeon, Luk 2,25., hatte seinen hinzutreten dürfen, damit wir wahrnehmen, welcherlei
Grund darin, dass der Geist Jehovahs, des Vaters, sie Falschheiten es sind, die bei ihnen so rauchen und
erfüllte, welcher der Heilige Geist genannt wurde brennen;“ und es ward erlaubt; und siehe, es erschien
wegen des Herrn, der schon in der Welt war. Dies ist eine Lichtsäule um uns her, welche sich bis an jenen
der Grund, warum im Wort des Alten Testaments Ort fortsetzte, und nun sahen wir vier Geisterschaaren,
nirgends gesagt wird, die Propheten hätten aus dem welche steif und fest behaupteten, man müsse Gott
Heiligen Geist gesprochen, sondern aus Jehovah; denn den Vater anbeten und verehren, weil dieser unsichtbar
überall heisst es: Jehovah sprach zu Mir, das Wort ist, nicht aber Seinen in der Welt gebornen Sohn, weil
ward von Jehovah zu Mir gesprochen, Jehovah sprach, dieser ein Mensch und sichtbar ist. Als ich nach den
Jehovahs Spruch; damit niemand zweifle, dass dem so Seiten hinsah, erschienen zur Linken Gelehrte aus den
sei, will ich nur aus Jeremias Stellen anführen, in Geistlichen und hinter ihnen Ungelehrte; und zur
welchen so gesagt wird, als: Rechten Gebildete aus den Laien und hinter ihnen
Kap.1,4.7.11.12.13.14.19./2,1.2.3.4.5.9.19.22.29.31. Ungebildete; zwischen uns und ihnen aber hatte sich
/3,1.6.10.12.14.16./4,1.3.9.17.27./5,11.14.18.22.29./ eine Kluft aufgethan, welche nicht überschritten
6,6.9.12.15.16.21.22./7,1.3.11.13.19.20.21./8,1.3.12 werden konnte; wir wendeten aber Augen und Ohren
.13./9,2.6.8.12.14.16.21.23.24./10,1.2.18./11,1.6.9.1 gegen die Linke hin, wo die Gelehrten aus den
1.17.18.21.22./12,14.17./13,1.6.9.11.12.13.14.15.25 Geistlichen und hinter ihnen die Ungelehrten waren,
./14,1.10.14.15./15,1.2.3.6.1.19.20./16,1.3.5.9.14.16 und hörten sie über Gott also raisonniren: „Wir wissen
./17,5.19.20.21.24./18,1.5.6.11.13./19,1.3.6.12.15./2 aus der Lehre unserer Kirche, welche in Rücksicht auf
0,4./21,1.4.7.8.11.12./22,2.5.6.11.18.24.29.30./23,2. Gott nur eine ist in der ganzen europäischen Welt,
5.7.12.15.24.29.31.38./24,3.5.8./25,1.3.7.8.9.15.27. dass man an Gott den Vater, weil Er unsichtbar ist,
2.29.32./26,1.2.18./27,1.2.4.8.11.16.19.21.22./28,2. und zugleich dann an Gott den Sohn und Gott den
12.14.16./29,4.8.9.16.19.20.21.25.30.31.32./30,1.2. Heiligen Geist, welche auch unsichtbar sind, sich
3.4.5.8.10.11.12.17.18./31,1.2.7.10.15.16.17.23.27. wenden soll, weil diese gleich ewig sind mit dem
28.31.32.33.34.35.36.37.38./32,1.6.14.15.25.26.28.3 Vater; auch darum, weil Gott der Vater der Schöpfer
0.36.42./33,1.2.4.10.12.13.17.19.20.23.25./34,1.2.4. des Weltalls, und daher im Weltall allenthalben,
8.12.13.17.22./35,1.13.17.18.19./36,1.6.27.29.30./3 wohin wir auch unsere Augen wenden mögen,
7,6.7.9./38,2.3.17./39,15.16.17.18./40,1./42,7.9.15.1 gegenwärtig ist, und uns, wenn wir zu Ihm beten,
8.19./43,8.10./44,1.2.7.11.24.25.26.30./45,1.2.5./46, gnädig erhört und, nachdem Er vom Sohn die
1.23.25.28./47,1./48,1.8.12.30.35.38.40.43.44.47./4 Vermittelung empfangen, den Heiligen Geist sendet,
9,2.5.6.7.12.13.16.18.26.28.30.32.35.37.38.39./50,1 der die Herrlichkeit der Gerechtigkeit Seines Sohnes
.4.10.18.20.21.30.31.33.35.40./51,25.33.36.39.52.58 in unsere Herzen bringt und uns selig macht. Wir, die
. erwählten Doktoren der Kirche, haben, wenn wir
Dies nur bei Jeremias; ebenso heisst es auch bei allen predigten, die heilige Einwirkung dieser Sendung in
übrigen Propheten, und nicht, dass der Heilige Geist unserer Brust empfunden, und in Folge seiner
gesprochen habe, auch nicht, dass Jehovah durch den Gegenwart in unsern Gemüthern Andacht geathmet;
Heiligen Geist zu ihnen gesprochen habe. wir werden in dieser Weise angeregt, weil wir alle
unsere Sinne auf den unsichtbaren Gott richten, der
159. Diesem will ich folgende Denkwürdigkeiten durch Seinen ausgesandten Geist nicht vereinzelt im
beifügen. Die Erste: Einst als ich im Umgang mit Sehen unseres Verstandes, sondern im ganzen System

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unseres Gemüthes und unseres Körpers allumfassend heraufgeholt, und, über Gott gefragt, sprachen sie
wirkt; solche Wirkungen würde die Verehrung eines ebenso wie zuvor jene, und überdies: „Was ist Gott?
sichtbaren Gottes, oder eines solchen, von dem die wir können Götter machen, so viele wir wollen.“ Nun
Gemüther das Denkbild eines Menschen hätten, nicht aber sagten wir: „Es ist vergeblich, mit euch über den
hervorbringen.“ Diesen Worten klatschten die in der Welt gebornen Sohn Gottes zu reden; dennoch
Ungelehrten aus den Geistlichen, welche hinter jenen aber wollen wir dies aussprechen: Damit nicht der
standen, Beifall zu, und fügten noch bei: „Woher Glaube über Gott, an Ihn und von Ihm, um deswillen,
anders kommt Heiligkeit, als von dem unschaubaren weil niemand Ihn sah, und derselbe somit wie eine
und unerkennbaren Göttlichen? Bei ihm, sobald es an Wasserblase in der Luft, die im ersten und zweiten
die Pforte unseres Gehörs anklopft, erweitern wir Weltalter in schönen Farben spielte, im dritten und im
unsere Gesichtszüge, und erheitern uns wie vom folgenden in Nichts zerflösse, gefiel es Jehovah Gott,
sanften Anwehen einer balsamischen Himmelsluft, herabzusteigen, das Menschliche anzunehmen, und so
und schlagen auch an unsere Brust; anders aber bei Sich dem blicke darzustellen und Gewissheit zu
dem Schaubaren und Erkennbaren; wenn dieses in geben, dass Gott nicht ein Gedankending ist, sondern
unser Ohr eindringt, so wird es zum blos Natürlichen, das Selbst, das War, Ist und Sein wird von Ewigkeit
und nicht zum Göttlichen; aus gleichem Grunde zu Ewigkeit, und dass Gott nicht ein Wort von drei
singen auch die Römisch=Katholischen ihre Messen Silben, sondern Alles in Allem [omne rei] vom Alpha
in lateinischer Sprache ab, und nehmen die Hostien, bis zum Omega ist, und folglich, dass er das Leben
von denen sie göttliche Mysterien vorgeben, aus den und das Heil aller Derer ist, die an Ihn, den
verborgenen Behältern der Altäre heraus und halten sie Sichtbaren, glauben, und nicht Derer, die sagen, sie
empor, wovor dann als dem Allergeheimsten das Volk glauben an den unsichtbaren Gott; denn das Glauben,
auf die Kniee fällt und Andacht athmet.“ das Sehen und das Erkennen machen Eins aus;
Hierauf wandten wir uns zur Rechten, wo die weshalb der Herr zu Philippus sagte: Wer Mich sieht
Gebildeten, und hinten ihnen die Ungebildeten aus und erkennt, sieht und erkennet den Vater, und
den Laien standen, und von den Gebildeten herhörte anderwärts: es sei der Wille des Vaters, dass man an
ich Folgendes: „Wir wissen, dass die Weisesten von den Sohn glaube, und wer an den Sohn glaubt, Das
den Alten einen unschaubaren Gott verehrten, den sie ewige Leben habe, wer aber dem Sohne nicht glaubt,
Jehovah nannten, dass sie aber nach diesen im das Leben nicht sehen werde, sondern der Zorn Gottes
folgenden Zeitalter sich Götter aus verstorbenen über ihm bleibe; dieses und jenes sagt Er bei Johannes
Herrschern machten, zu welchen Saturn, Jupiter, Kap 3,15.16.36; 14,6 bis 15. Nachdem sie dies
Neptun, Pluto, Apolle, dann Minerva, Diana, Venus, gehört, entbrannten Viele aus den vier Schaaren so
Themis gehörten, und dass man ihnen Tempel baute sehr, dass Rauch und Feuer aus ihren Nasen
und göttliche Verehrung zuerkannte, aus welchem hervorging; wir gingen daher weg, und die Engel,
Gottesdienst dann mit dem Fortgang der Zeit der nachdem sie mich nach Hause begleitet hatten, stiegen
Götzendienst entstand, durch den am Ende die ganze in ihren Himmel auf.
Welt in Irrsinn gerieth; wir treten daher unsern
Geistlichen und Lehrern einstimmig bei, dass drei 160. Zweite Denkwürdigkeit. Einst erging ich mich in
Göttliche Personen von Ewigkeit, von welchen jede Begleitung von Engeln in der Geisterwelt, welche in
Gott ist, waren und sind; uns genügt, dass sie der Mitte zwischen dem Himmel und der Hölle ist,
unschaubar sind.“ Diesem fügten die Ungebildeten und in die alle Menschen nach dem Tode zuerst
hinter ihnen hinzu: „Wir stimmen bei: Ist nicht Gott kommen und vorbereitet werden, die Guten zum
Gott, und der Mensch Mensch; wir wissen aber, dass Himmel und die Bösen zur Hölle; und ich besprach
wenn jemand Gott als Menschen darstellt, der Pöbel mich mit ihnen über mancherlei Dinge, und unter
der Gemeinde, der eine sinnliche Vorstellung von Anderem auch darüber, dass in der Welt, in der ich
Gott, beitreten wird.“ Nach diesen Worten wurden dem Körper nach bin, zur Nachtzeit unzählige Sterne,
ihnen die Augen geöffnet, und sie sahen uns in ihrer grössere und kleinere, erscheinen, und dass sie eben so
Nähe, und im Aerger darüber, dass wir sie gehört viele Sonnen sind, die nur Licht in unsere Sonnenwelt
hatten, verstummten sie; die Engel aber verschlossen herunterwerfen; und [fuhr ich fort] da ich sah, dass
jetzt vermöge der ihnen verliehenen Macht das man auch in eurer Welt Sterne sieht, so meinte ich, es
Auswendige oder Untere ihrer Gedanken, aus dem sie seien deren eben so viele, als in der Welt, in der ich
gesprochen hatten, und öffneten das Inwendige oder bin.
Obere, und nöthigten sie, aus diesem über Gott zu Die Engel, über diese Rede erfreut, sagten, es möchten
reden, und nun fuhren sie fort, und sagten: „Was ist wohl eben so viele sein, weil eine jede Gesellschaft
Gott? Wir haben Seine Gestalt nicht gesehen, noch des Himmels vor denen, welche unter dem Himmel
Seine Stimme gehört; was ist also Gott Anderes als sind, zuweilen wie ein Stern leuchtet, und die
die Natur in ihrem Ersten und Letzten? Diese haben Gesellschaften des Himmels unzählig sind, alle
wir gesehen, weil sie vor unsern Augen leuchtet, und geordnet je nach den Verschiedenheiten der
sie gehört, weil sie in unsern Ohren tönt.“ Nachdem Affektionen der Liebe zum Guten, die in Gott
wir dies gehört, sagten wir zu ihnen: „Habt ihr wohl unendlich und in Folge dessen aus Ihm unzählig sind,
jemals Socinus gesehen, der blos Gott den Vater und weil diese vor der Schöpfung vorhergesehen
anerkannte, oder Arius, der das Göttliche des Herrn waren, so halte ich dafür, dass nach deren Zahl ebenso
und Heilandes läugnete, oder einige Anhänger viele Sterne in der Welt, in welcher Menschen, und
derselben?“ worauf sie antworteten: „Wir haben sie zwar in einem natürlichen Körper sein sollten,
nicht gesehen.“ „Sie sind,“ sagten wir, „in der Tiefe vorgesehen, das heisst, geschaffen wurden. Indem wir
unter euch;“ und alsbald wurden einige von da so zusammensprachen, sah ich im Norden einen

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gebahnten Weg, der so dicht mit geistern überfüllt Kunde gebracht haben?“ Ein vierter neben ihm sagte:
war, dass zwischen zweien kaum noch für einen „Ich will dir sagen, warum noch Keiner zurückkam
Fusstapfen Raum war; und ich sagte zu den Engeln, und Kunde brachte: der Grund ist, weil der Mensch,
„diesen Weg hätte ich auch früher schon gesehen, und wenn er die Seele ausgehaucht hat und todt ist,
Geister gleich Heerschaaren auf demselben, und ich alsdann entweder ein Gespenst wird, und
hätte gehört, dies sei der Weg, den alle durchlaufen, verschwindet, oder ist wie der hauch des Mundes, der
die aus der natürlichen Welt abscheiden; dass dieser blos ein Wind ist; wie könnte ein solcher
Weg mit einer so grossen Menge Geister angefüllt ist, zurückkehren und mit jemanden reden?“ Ein Fünfter
kommt daher, dass jede Woche einige Myriaden nahm das Wort, und sagte: „Freunde, wartet bis zum
Menschen sterben, und diese alle nach dem Tod in Tag des letzten Gerichts, weil alsdann Alle in ihre
jene Welt übersiedeln.“ Diesem fügten die Engel noch Körper zurückkehren werden, und ihr sie sehen und
bei: „Jener Weg endigt sich in dieser Welt in deren mit ihnen reden werdet, und Jeder alsdann seine
Mitte, wo wir eben sind; und in dieser Mitte darum, Schicksale dem Andern erzählen wird.“ Ein Sechster,
weil auf der Seite gegen Morgen diejenigen der gegenüber stand, sagte lächelnd: „Wie kann ein
Gesellschaften sind, die sich in der Liebe zu Gott und Geist, der ein Wind ist, zurückkehren in den von
dem Nächsten befinden, und zur Linken gegen Abend Würmern zerfressenen Körper, und zugleich in dessen
die Gesellschaften derer, die wider diese Liebesarten von der Sonne ausgebranntes und in Staub zerfallenes
sind, und nach vornen im Mittag die Gesellschaften Gerippe; und wie kann ein Aegypter, der zur Mumie
derer, die einsichtsvoller als die übrigen sind; daher gemacht, und vom Apotheker mit Extrakten oder
kommt, dass die neuen Ankömmlinge aus der Emulsen vermischt worden ist, die alsdann getrunken
natürlichen Welt hier zuerst anlanden. Wenn sie hier oder gegessen wurden, zurückkehren und etwas
sind, so sind sie in dem Aeussern, in dem sie erzählen? Darum wartet nur, wenn ihr den Glauben
unmittelbar vorher in der natürlichen Welt waren, und daran habt, auf jenen letzten Tag, ihr werdet aber
nachher werden sie allmählig in ihr Inneres versetzt, immer und ewig vergebens warten.“ Ein Siebenter
und ihrer Beschaffenheit nach geprüft, und nach der nach diesem sagte: „Wenn ich einen Himmel und eine
Prüfung werden die Guten an ihre Stellen im Himmel Hölle, und somit auch ein Leben nach dem Tode
und die Bösen an ihre Stellen in der Hölle gebracht.“ glauben würde, so würde ich auch glauben, dass die
Wir stellten uns in die Mitte, wo der Weg des Vögel und [andere] Thiere fortleben werden; sind nicht
Zuströmens sich endigte, und sagten: „Lasst uns hier einige von ihnen ebenso sittlich und vernünftig wie
ein wenig verweilen und mit einigen die Menschen? Man läugnet das Fortleben des
Neuangekommenen reden;“ und wir wählten uns von Thieres, darum läugne ich das der Menschen; der
den Anlangenden zwölf aus; und weil sie alle frisch Grund ist der gleiche, das Eine folgt aus dem Andern;
aus der natürlichen Welt kamen, so wussten sie nicht was ist der Mensch Anderes, als ein Thier?“ Ein
anders, als dass sie noch dort seien; und wir fragten Achter, der hinter diesem stand, trat herzu, und sagte:
sie, was sie von dem Himmel und der Hölle, und was „Glaubet, wenn ihr wollt, einen Himmel, ich aber
vom Leben nach dem Tode dächten; worauf Einer von glaube keine Hölle. Ist nicht Gott allmächtig, und
ihnen antwortete: „Unser heiliger Stand hat mir den kann Er nicht Jeglichen selig machen?“ Da drückte ein
Glauben eingeprägt, dass wir nach dem Tode fortleben Neunter diesem die hand, und sagte: „Gott ist nicht
werden, und dass es einen Himmel und eine Hölle nur allmächtig, sondern auch gnädig; Er kann Keinen
gebe, und darum habe ich geglaubt, dass alle, die in‘s ewige Feuer werfen, und ist jemand darin, so
sittlich leben, in den Himmel kommen, und dass, kann Er nicht anders, als ihn von da herausziehen und
weil alle sittlich leben, niemand in die Hölle komme erheben.“ Ein Zehnter lief aus der Reihe in die Mitte
und somit die Hölle ein Mährchen sei, von der hervor, und sagte: „Auch ich glaube an keine Hölle;
Geistlichkeit erdichtet, um uns vom schlechten hat nicht Gott Seinen Sohn gesandt, und hat nicht
Lebenswandel zurückzuschrecken. Was liegt daran, ob dieser die Sünden der ganzen Welt versöhnt und
ich von Gott so oder so denke? Der Gedanke ist blos weggenommen? Was vermag also der Teufel dagegen;
wie ein Schaum oder eine Blase auf dem Wasser, und da er nichts vermag, was ist dann die Hölle?“ Der
welche zerfliesst und verschwindet.“ Ein Anderer Elfte, welcher Priester war, ergrimmte, als er dies
neben ihm sagte: „Mein Glaube ist, dass es einen gehört, und sagte: „Weisst du nicht, dass die, welche
Himmel und eine Hölle gibt, und dass Gott den den Glauben erlangt haben, dem das Verdienst Christi
Himmel und der Teufel die Hölle regiert, und weil sie eingeschrieben ist, selig werden, und dass die, welche
Feinde, und daher einander entgegengesetzt sind, der Gott erwählt hat, diesen Glauben erlangen? Beruht
Eine böse nennt, was der Andere gut heisst, und dass nicht die Erwählung auf dem Wohlgefallen des
der sittliche Mensch als Gleissner, der dem Bösen den Allmächtigen und auf Seinem Urtheil, welche dessen
Schein des Guten und dem Guten den Schein des würdig seien? Wer könnte sich gegen diese setzen?“
Bösen geben kann, es mit beiden Theilen hält. Was Der Zwölfte, der ein Staatsmann war, schwieg, sagte
liegt alsdann daran, ob ich zu dem einen oder dem aber, als man ihn bat, den Antworten die Krone
andern Herrn stehe, wenn er mit nur gewogen ist? Die aufzusetzen: „Ich will über den Himmel, die Hölle
Menschen vergnügt ebenso das Böse, wie das Gute.“ und das Leben nach dem Tode gar nichts aus meiner
Ein Dritter auf dessen Seite sagte: „Was habe ich Brust hervorholen, weil niemand etwas davon weiss;
davon, wenn ich glaube, dass es einen Himmel und lasset aber immerhin ohne Rüge geschehen, dass die
eine Hölle gibt; denn wer ist von da gekommen und Priester die Dinge predigen, denn so werden die
hat Nachricht gegeben? Wenn jeder Mensch nach dem Gemüther der Menge durch ein unsichtbares Band an
Tode fortleben würde, warum sollte nicht von einer so die Gesetze und an die Führer gebunden, und hängt
grossen Menge Einer wiedergekommen sein und nicht davon das öffentliche Wohl ab?“ Wir staunten

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als wir dergleichen Dinge hörten, und sagen unter uns: diese sah, stieg ich hinab, und ging hinein; und siehe,
„Diese, obwohl sie Christen heissen, sind nicht es war ein gewölbtres Zimmer, in dem ich einen alten
Menschen und nicht Thiere, sondern Thiermenschen;“ Mann sah, der zwischen Büchern sass, vor sich das
um sie jedoch aus dem Schlaf aufzuwecken, sagten Wort hatte, und daraus Belegstellen für seine Lehre
wir: „Es gibt einen Himmel und eine Hölle, und ein aufsuchte; rings umher lagen Blättchen Papier, auf die
Leben nach dem Tode; dass sie vorhanden sind, er das dazu Dienliche niederschrieb. In dem
werdet ihr überführt werden, sobald wir die anstossenden Gemach waren Schreiber, welche die
Unwissenheit über den Lebenszustand, in dem ihr Blättchen sammelten, und in ein Heft
jetzt seid, entfernen; denn Keiner weiss in den ersten zusammenschrieben. Ich fragte ihn zuerst über die
Tagen nach dem Tod anders, als dass er noch in Bücher um ihn her, und er sagte, sie handeln alle von
derselben Welt leben, in der er zuvor war; die dem rechtfertigenden Glauben, und zwar mit
verflossene Zeit ist nämlich wie ein Schlaf, nach Gründlichkeit die aus Schweden und Dänemark, mit
welchem der Erwachende nicht anders fühlt, als dass noch mehr Gründlichkeit die aus Deutschland, mit
er noch sei wo er war; eben so verhält es sich heute noch mehr die aus Britannien, und am gründlichsten
mit euch; weshalb ihr eben so sprachet, wie ihr in der die aus Holland; wobei er noch hinzufügte, dass sie in
vorigen Welt gedacht hattet;“ die Engel benahmen Verschiedenem von einander abweichen, in dem
ihnen aber ihre Unwissenheit, und nun sahen sie sich Artikel von der Rechtfertigung und Seligmachung
in einer andern Welt und unter Solchen, die sie früher durch den blossen Glauben aber alle übereinstimmen.
nicht gekannt hatten, und jetzt riefen sie aus: „Ach, Nach diesem sagte er mir, dass er gegenwärtig Stellen
wo sind wir?“ und wir sagten: „Ihr seid nicht mehr in für den ersten Satz des rechtfertigenden Glaubens
der natürlichen, sondern in der geistigen Welt, und sammle, dass der Vater Seine Gnade gegen das
wir sind Engel.“ Dann, nachdem sie ganz erwacht menschliche Geschlecht wegen der Missethaten
waren, sagten sie: „Seid ihr Engel, so zeiget uns den desselben zurückgezogen hatte, und dass daher, damit
Himmel!“ und wir antworteten: „Weilet hier ein die Menschen gerettet würden, vor Gott die
wenig, wir werden wieder kommen;“ und als wir nach Nothwendigkeit entstanden war, dass eine
einer halben Stunde zurückkehrten, sahen wir sie noch Genugthuung, Versöhnung, Entsündigung und
auf uns warten, und sagten: „Folget uns in den Vermittlung durch jemanden geschähe, der die
Himmel!“ Sie folgten auch, und wir stiegen mit ihnen Verdammnis der Gerechtigkeit auf sich nähme, und
hinauf; und weil wir bei ihnen warne, so öffneten die dass dies nur durch Seinen einzigen Sohn habe
Wächter die Pforte und liessen sie hinein: und wir geschehen können; dass aber, nachdem dies
sagten denen, die an der Schwelle die Ankömmlinge geschehen, der Zugang zu Gott dem Vater um
empfingen: „Prüfet sie!“ und sie kehrten dieselben seinetwillen nun geöffnet sei, da wir sagen: „Vater,
herum und sahen, dass ihre Hinterhäupter sehr hohl erbarme Dich unser um des Sohnes willen!“ wobei er
waren, und sagten nun: „Weichet von hier, da die hinzufügte: „Ich sehe und habe gesehen, dass dies der
Lust, Böses zu thun, in euch ist, und ihr daher nicht Vernunft und der Schrift ganz gemäss ist; denn wie
mit dem Himmel verbunden seid; denn in euren hätte man anders Zutritt zu Gott dem Vater erhalten
Herzen habt ihr Gott geläugnet und die Religion können, als durch den Glauben an das Verdienst des
verachtet;“ wir aber sagten ihnen nun: „Zaudert nicht, Sohnes?“ Als ich dies hörte, staunte ich, dass er
denn sonst werdet ihr hinausgeworfen!“ und sie eilten gesagt, es sei vernunft= und schriftgemäss, da es doch
hinab, und gingen weg. Auf dem Weg nach Hause gegen die Vernunft und gegen die Schrift ist, was ich
sprachen wir über die Ursache, warum die ihm auch offen sagte; allein er erwiederte hierauf im
Hinterhäupter derer, die in der Lust sind, Böses zu Auflodern seines Eifers: „Wie kannst du so reden?“
thun, in jener Welt hohl sind, und ich nannte als Ich legte daher meine Ansicht offen dar, und sprach:
Ursache den Umstand, dass der Mensch zwei Gehirne „Ist es nicht vernunftwidrig, zu denken, dass Gott der
hat, das eine im Hinterhaupt, welches das kleine Vater Seine Gnade gegen das menschliche Geschlecht
Gehirn heisst, und das andere im Vorderhaupt, zurückgezogen, und es verworfen und in den Bann
welches das grosse Gehirn heisst, und dass im kleinen gethan habe? Ist nicht die göttliche Gnade ein Attribut
Gehirn die Lebe des Willens wohnt, und im grossen des göttlichen Wesens? Aus Seiner Gnade fallen, wäre
Gehirn das Denken des Verstandes, und dass dann, demnach nichts anderes, als aus Seinem göttlichen
wenn das Denken des Verstandes die Liebe des Wesen fallen, und aus Seinem göttlichen Wesen
Willens des Menschen nicht leitet, das Innerste des fallen, hiesse nicht mehr Gott sein; kann Gott sich
kleinen Gehirns, das in sich himmlisch ist, selbst entfremdet werden? Glaube mir, dass die Gnade
zusammensinkt, daher dann die Hohlheit. auf Seiten Gottes ebenso ewig als unendlich ist; zwar
von Seiten des Menschen kann, wenn er sie nicht
161. Dritte Denkwürdigkeit. Einst hörte ich in der annimmt, die Gnade Gottes eingebüsst werden; würde
geistigen Welt ein Klappern wie von einer Mühle; es aber die Gnade von Gott zurückweichen, so wäre es
war in deren nördlicher Gegend; zuerst wunderte ich geschehen um den ganzen Himmel und um das ganze
mich, was es wohl sein möchte; ich erinnerte mich menschliche Geschlecht; die Gnade Gottes bleibt
aber, dass unter der Mühle und dem Mahlen daher von Seiten Gottes auf ewig, nicht nur gegen die
verstanden wird aus dem Worte heraussuchen, was zur Engel und die Menschen, sondern auch sogar gegen
Lehre dient; daher ging ich auf den Ort zu, von die Teufel in der Hölle. Da nun dies der Vernunft
welchem aus jenes Klappern gehört wurde, und als ich gemäss ist, warum sagst du denn, der einzige Zutritt
nahe dabei war, hörte das Klappern auf, und ich sah zu Gott dem Vater sei durch den Glauben an das
etwas Gewölbtes über die Erde hervorragen, zu dem Verdienst des Sohnes, während doch ein beständiger
der Eingang durch eine Grotte offen stand. Als ich Zutritt zu Ihm Statt findet durch die Gnade? Warum

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sprichst du aber von einem Zugang zu Gott dem Vater dem Vater gebetet, und sich in der Rechtfertigung
um des Sohnes willen, und nicht durch den Sohn? Ist durch den blossen Glauben bestärkt hatten; sie waren
nicht der Sohn Vermittler und Seligmacher selbst? Ist dieselben, von welchen in der Offenbarung Kap 9,1
Er nicht Gott und Mensch? Wer geht wohl auf Erden bis 11 gehandelt wird; diese sagten: jenes, dass der
unmittelbar zu einem Kaiser, König oder Fürsten hin? Mensch durch den blossen glauben, ohne die Werke
Muss nicht ein Mittelsmann da sein, der ihn zu des Gesetzes, gerechtfertigt werden, sehen sie im
demselben einführt? Weisst du nicht, dass der Herr in hellen Lichte, und zwar auch aus dem Worte; man
die Welt kam, um selbst zum Vater einzuführen, und fragte sie: „durch welchen Glauben?“ Sie Antworteten:
das es keinen Zutritt gibt ausser durch Ihn, und dass „Durch den an Gott den Vater;“ nachdem sie aber
dieser Zutritt fortwährend offen ist, wenn du dich geprüft waren, ward ihnen aus dem Himmel gesagt,
unmittelbar an den Herrn wendest, weil Er im Vater, dass sie auch nicht eine einzige Lehrwahrheit aus dem
und der Vater in Ihm ist? so suche denn in der Schrift, Worte wüssten; worauf sie aber erwiederten, sie sähen
und du wirst sehen, dass dies derselben gemäss ist, doch ihre Wahrheiten im Lichte; allein man sagte
und dass dein Weg zu dem Vater ihr ebensosehr ihnen, sie sähen dieselben in einem Irrlicht; sie
zuwiderläuft als er gegen die Vernunft ist. Ich sage dir fragten, was ein Irrlicht sei, und man belehrte sie, dass
auch, dass es eine Vermessenheit ist, zu Gott dem das Irrlicht ein Licht der Bestärkung im Falschen sei,
Vater aufzusteigen, anders als durch Ihn, der im und dass dieses Licht dem Licht entspreche, in dem
Schoosse des Vaters, und allein bei Ihm ist; hast du die Nachteulen und Fledermäuse sind, für welche die
nicht Joh 14,6 gelesen?“ Nachdem er dies gehört, Finsternis Licht, und das Licht Finsternis ist. Dies
ergrimmte jener Geist so sehr, dass er vom Sitz wurde dadurch bestätigt, dass sie, wenn sei aufwärts
aufsprang, und seinen Schreibern zurief, sie sollten zum Himmel blickten, wo das Licht selbst war,
mich hinauswerfen: da ich aber sogleich von selbst Finsternis, wenn sie aber hinab in den Abgrund
hinausging, so warf er mir vor die Thüre hinaus ein blickten, von dem sie hergekommen, Licht sahen.
Buch nach, das ihm gerade in die Hände fiel, und Ueber diesen Beleg entrüstet, sagten sie, dass auf
dieses Buch war das Wort. diese Weise das Licht und die Finsternis nichts
Wirkliches, sondern blos ein Zustand des Auges
162. Vierte Denkwürdigkeit: Es entstand ein Streit seien, dem zu Folge man das Licht Licht und die
unter den Geistern, ob jemand irgend eine Finsternis Finsternis heisse; allein es wurde gezeigt,
theologische Lehrwahrheit im Worte anderswoher dass sie wirklich ein Irrlicht haben, das ein Licht der
sehen, könne als aus dem Herrn; darin waren Alle Bestärkung im Falschen ist, und dass dieses ihr Licht
einig, dass es Niemand könne ausser von Gott, weil nur eine Thätigkeit ihres Geistes sei, die aus dem
der Mensch nichts nehmen könne, es werde ihm denn Feuer ihrer Lüste entspringe, nicht unähnlich dem
aus dem Himmel gegeben, Joh 3,27. es wurde deshalb Lichte der Katzen, deren Augen in Folge ihrer
darüber gestritten, ob es jemand könne, ohne sich brennenden Begierde nach Mäusen in den
unmittelbar an den Herrn zu wenden. Die von der Speisekammern zur Nachtzeit wie Lichter erscheinen.
einen Seite sagten, man müsse sich geradezu an den Nachdem sie dies gehört, sagten sie zornig, sie seien
Herrn wenden, weil Er das Wort ist; die von der keine Katzen, und auch den Katzen nicht ähnlich, weil
andern aber: man sehe die Lehrwahrheit auch, wenn sie [sehen] könnten, wenn sie wollten; allein weil sie
man sich unmittelbar an Gott den Vater wende; der die Frage fürchteten, warum sie denn nicht wollten,
Streit dreht sich daher zuerst um die Frage, ob es entfernten sie sich, und liessen sich hinab in ihren
einem Christen erlaubt sei, sich unmittelbar an den Abgrund; wirklich werden auch die, welche sich
Vater zu wenden, und so über den Herrn hinauf daselbst aufhalten, und ihnen ähnlich sind, von den
zusteigen, ob dies nicht vielmehr eine ungebührliche Engeln Nachteulen und Fledermäuse und auch
und unbesonnene Anmassung und Vermessenheit sei, Heuschrecken genannt. Als sie zu den Ihrigen im
da ja der Herr sage: Niemand komme zum Vater Abgrund gekommen waren, und Ihnen erzählt hatten:
ausser durch Ihn, Joh 14,6; allein darüber gingen sie „die Engel haben gesagt, wir wüssten gar keine
weg, und sagten, der Mensch könne das Lehrwahre Lehrwahrheit, nicht einmal eine einzige, und sie
aus dem Wort von seinem eigenen natürlichen Licht nannten uns Nachteulen, Fledermäuse und
aus sehen; dies wurde jedoch verworfen, weshalb sie Heuschrecken,“ entstand daselbst ein Lärmen, und sie
darauf bestanden, dass es von denjenigen gesehen sagten: „Beten wir zu Gott, dass wir hinaufsteigen
werden könne, die zu Gott dem Vater beten. Man las dürfen, und wir wollen deutlich beweisen, dass wir
ihnen daher Einiges aus dem Worte vor, und sie viele Lehrwahrheiten hab en, welch selbst die Erzengel
beteten auf den Knieen, Gott der Vater möchte sie anerkenne werden.“ Und weil sie zu Gott beteten,
erleuchten; und bei den Worten, die ihnen aus dem erhielten sie Erlaubnis, und es stiegen gegen
Worte vorgelesen worden waren, sagte sie, dies und dreihundert herauf, und über der Erde erschienen,
jenes sei das Wahre darin, was jedoch Falsches war; sagten sie: „Wir sind in der Welt gefeiert und berühmt
so zu wiederholzten malen bis zum Ueberdrusse; gewesen, wie wir die Geheimnisse der Rechtfertigung
endlich bekannten sie, dass sie es nicht könnten; die durch den blossen glauben gewusst und gelehrt, und
von der andern Seite hingegen, welche sich in Folge der Beweisgründe das Licht nicht nur
unmittelbar an den Herrn wandten, sahen das Wahre, gesehen, sondern auch als einen Strahlenglanz erblickt
und unterrichteten jene. Nachdem der Streit auf diese haben, wie dies nun auch in unseren Zellen der Fall
Weise geschlichtet war, stiegen Einige aus dem ist; dessen ungeachtet haben wir von unsern
Abgrunde herauf, welche anfänglich wie Genossen, die bei euch waren, gehört, dass jenes Licht
Heuschrecken, nachher aber wie Zwerge erschienen; sie kein Licht, sondern Finsternis sein solle, weil wir,
bestanden aus Denjenigen, welche in der Welt zu Gott wie ihr sagtet, keine Lehrwahrheit aus dem Worte

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haben; wir wissen, dass jede Wahrheit des Wortes eure Finger verbrannt haben;“ und nun sagten ihnen
leuchtet, und wir glaubten, dass daher jenes die hinter ihnen Stehenden: „Ihr habt nun gesehen,
Schimmern bei uns komme, wenn wir in tiefes dass die Wahrheiten, die ihr zu Begründung der
Nachdenken über unsere Geheimnisse versunken Geheimnisse eurer Rechtfertigung gemissbraucht, zwar
waren; wir werden daher beweisen, dass wir an und für sich Wahrheiten sind, dass sie aber in euch
Wahrheiten aus dem Worte in reicher Fülle haben.“ verfälschte Wahrheiten sind.“ jene blickten nun in die
Sie sagten also: „Haben wir nicht die Wahrheit, dass Höhe, und der Himmel erschien ihnen wie blut, und
es eine Dreieinigkeit giebt, bestehend aus Gott dem nachher wie dicke Finsternis; und sie selbst erschienen
Vater, dem Sohn, und dem heiligen Geist, und dass vor den Augen der Engelgeister einige wie
man an die Dreieinigkeit glauben soll? Haben wir Fledermäuse, einige wie Nachteulen und einige wie
nicht die Wahrheit, dass Christus allein die Uhu; und sie entflohen in ihre Finsternis, welche vor
Gerechtigkeit ist, und Ihm allein verdienst zukommt, ihren Augen wie ein Irrlicht leuchtete. Die
und dass derjenige ungerecht und gottlos ist, der sich Engelgeister, welche anwesend waren, verwunderten
selbst etwas von dem Verdienst und der Gerechtigkeit sich, weil sie von jenem Orte und von dem Tische
desselben zuschreiben will? Haben wir nicht die daselbst früher nichts gewusst hatten; und nun tönte
Wahrheit, dass kein Sterblicher etwas Geistig=Gutes ihnen eine Stimme aus der mittäglichen Gegend zu,
aus sich selbst thun kann, sondern dass alles Guten, und sprach: „Tretet herzu, und ihr sollt noch
das an sich gut ist, von Gott ist? Haben wir nicht die Wunderbareres sehen!“ Da traten sie hinzu, und gingen
Wahrheit, dass es ein auf Verdienst ausgehendes und in ein Gemach, dessen Wände wie von Gold
auch ein heuchlerisches Gute gibt, und dass dieses erglänzten; hier sahen sie auch einen Tisch, und auf
und jenes Gute Böses ist? [Haben wir nicht die diesem lag das Wort, ringsum mit Edelsteinen in
Wahrheit, dass der Mensch aus eigenen Kräften nichts himmlischen Formen umgeben; und der hütende
zu seinem Heile beitragen kann?]2 Haben wir nicht die Engel sprach: „Wenn das Wort geöffnet wird, so
Wahrheit, dass man dennoch gute Werke thun soll? schimmert ein Licht von unaussprechlichem Glanze
Haben wir nicht die Wahrheit, dass es einen Glauben hervor, und zugleich verbreitet sich aus den
giebt, und dass man an Gott glauben soll, und dass Edelsteinen ein Farbenbogen über und um das Wort;
ein jeder, so wie er glaubt, auch Leben hat; und so kommt nun ein Engel aus dem dritten Himmel herzu,
vieles andere aus dem Worte? Wer von euch kann eine [und blickt auf das geöffnete Wort hin,] so erschient
von diesen Wahrheiten läugnen? Und doch sagtet ihr, „über und um das Wort ein Farbenbogen auf rothem
dass wir in unseren Schulen gar keine Wahrheiten Grund, kommt aber ein Engel aus dem zweiten
hätten, nicht einmal eine einzige; habt ihr uns Himmel herzu und blickt hin, so erscheint ein
dergleichen nicht mit Unrecht vorgeworfen?“ Hierauf Farbenbogen auf himmelblauem Grunde; kommt
erhielten sie aber zur Antwort: „Alles, was ihr hingegen ein Engel aus dem untersten Himmel herzu,
angeführt habt, ist zwar und für sich Wahres, allein und blickt hin, so erscheint ein Farbenbogen auf
bei euch ist es Verfälschtes, das die Eigenschaft des glänzend weisem Grunde; kommt endlich ein guter
Falschen von einem falschen Prinzip her an sich hat; Geist herzu, und blickt hin, so erscheint ein buntes
dass men so ist, davon wollen wir euch sogar einen Lichtspiel wie bei Marmor. Dass dem so ist, ward
augenscheinlichen Beweis geben. Nicht weit von hier ihnen auch durch den Augenschein gezeigt. Weiter
ist ein Ort, in welchen Licht unmittelbar aus dem sagte der hütende Engel: „Tritt Einer herzu, der das
Himmel einfliesst; in seiner Mitte ist ein Tisch, wenn Wort verfälscht hatte, so verschwindet zuerst der
man auf diesen ein Blatt legt, auf das eine Wahrheit Glanz, und wen er nahe hingeht, und seine Augen auf
aus dem Worte geschrieben ist, so leuchtet das Blatt das Wort heftet, so wird er ringsum wie Blut, und
von der Wahrheit, die auf dasselbe geschrieben ist, man ermahnt ihn nun, sich zu entfernen, weil Gefahr
wie ein Stern; so schreibet nun eure Wahrheiten auf da ist.“ Es trat aber Einer, der in der Welt einer der
ein Blatt, und man lege dasselbe auf den Tisch, und angesehensten Schriftsteller über die Lehre vom
ihr sollt sehen.“ Sie machten es so, und gaben es rechtfertigenden blossen Glauben war, dreist hinzu,
einem Hüter, der es auf den Tisch legte, und dann zu und sagte: „Ich habe, so lang ich in der Welt war, das
ihnen sagte: „Entfernet euch, und sehet auf den Tisch Wort nicht verfälscht; ich habe zugleich mit dem
hin,“ sie entfernten sich, und sahen hin, und siehe, Glauben auch die Liebe erhoben, und gelehrt, dass der
jenes Blatt leuchtete wie ein Stern, und nun sagte der Mensch im Zustande des Glaubens, in dem er Liebe
Hüter: „Ihr sehet, dass es Wahrheiten sind, die ihr auf übt und deren Werke thun, vom Heiligen Geist
das Blatt geschrieben, tretet aber näher hin, und heftet erneuert, wiedergeboren und geheiligt werde; ferner
euren blick auf das Blatt;“ und sie machten es so, und dass alsdann der Glaube nicht allein sein könne, das
plötzlich verschwand nun das Licht, und das Blatt heisst, ohne gute Werke, so wie ein guter Baum nicht
ward schwarz, wie mit Ofenruss überzogen; und weiter ohne Frucht, die Sonne nicht ohne Licht und das
sagte der Hüter: „Berühret das Blatt mit euren Feuer nicht ohne Wärme; ich habe euch diejenigen,
Händen, nehmet euch aber in Acht, dass ihr die welche sagten, die guten Werke seien nicht
Schrift nicht berühret:“ und als sie es so gemacht, nothwendig, getadelt, und überdies die zehn Gebote
brach eine Flamme hervor, und verzehrte es. Nachdem und auch die Busse hoch erhoben; und so habe ich auf
sie dies gesehen, sagte man ihnen: „Hättet ihr die wunderbare Weise alles im Worte dem Artikel vom
Schrift berührt, so würdet ihr einen Knall gehört, und Glauben angepasst, den ich gleichwohl als allein
seligmachend herausgestellt und nachgewiesen habe.“
Dieser nun trat im Vertrauen auf seine Behauptung,
2 [aus der Enthüllten Offenbarung, § 566. dass er das Wort nicht verfälscht, zu dem Tische hin,
Anm.d.Uebers.] und berührte wider die Warnung des Engels das Wort;

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da brach aber plötzlich Feuer mit Rauch aus dem Beschaffenheit aus dem Schoosse des Guten zöge.
Worte hervor, und es erfolgte eine Entladung mit Damit man aber mit beiden Augen sehe, was die
grossem Krachen, wodurch er in einen Winkel des Göttliche Dreieinheit ist, soll die Darstellung in
Gemaches geworfen ward und eine kleine Stunde wie Abschnitte zerlegt werden, welche folgende sein
todt daselbst lag. Darüber waren die Engelgeister werden:
verwundert, allein es ward ihnen gesagt, dass jenes I. Es gibt eine Göttliche Dreieinheit, bestehend aus
Kirchenhaupt zwar mehr als die Uebrigen das Gute der Vater, Sohn und Heiligem Geist.
Liebthätigkeit als aus dem glauben hervorgehend II. Diese Drei, Vater, Sohn und Heiliger Geist, sind
erhoben, darunter aber gleichwohl keine andern Werke die drei Wesenheiten des Einen Gottes, welche Eins
verstandne habe, als politische, die man auch sittliche ausmachen, wie die Seele, der Leib und die
und bürgerlich=Gute heisst, und die man, um der Wirksamkeit bei dem Menschen.
Welt und des Fortkommens in ihr, und durchaus nicht III. Vor Erschaffung der Welt war diese Dreieinheit
um der Seligkeit willen thun wollt; ferner, dass er nicht, sondern sie ist nach Erschaffung der Welt, als
auch unsichtbare Werke des Heiligen Geistes Gott Mensch wurde, vorgesehen und verwirklicht
untergeschoben habe, von welchen der Mensch nichts worden, und zwar in dem Herrn Gott Erlöser und
weiss, und die dem Glauben im Stande desselben Heiland Jesus Christus.
eingepflanzt werden. Hierauf sprachen die Engelgeister IV. Die Dreiheit Göttlicher Personen von Ewigkeit,
unter einander von der Verfälschung des Wortes, und oder vor Erschaffung der Welt, ist in den
kamen darin überein, dass das Wort verfälschen Denkvorstellungen eine Dreiheit von Göttern, und
heisse, die Wahrheiten aus ihm herausnehmen, und diese kann nicht ausgemerzt werden durch das
zur Begründung des falschen anwenden, was so viel Mundbekenntnis Eines Gottes.
sei, als sie aus dem Zusammenhang des Wortes V. Die Personendreiheit war in der apostolischen
herausreissen, und tödten; so zum Beispiel alle jene Kirche unbekannt, sie wurde aber von der Nicänischen
Wahrheiten, welche oben von denen aus dem Abgrund Kirchenversammlung ausgeheckt, und von da aus in
angeführt worden sind, auf den heutigen Glauben die römisch=katholische Kirche, und von dieser in die
anwenden, und sie aus diesem erklären; und dass von ihr getrennten Kirchen eingeführt.
derselbe mit Falschem geschwängert ist, wird im VI. Aus der Nicänischen und zugleich der
Folgenden bewiesen werden; ferner aus dem Worte die Athanasischen Dreieinigkeit entstand ein Glaube, der
Wahrheit herausnehmen, dass man Liebe üben und die ganze christliche Kirche verkehrte.
dem Nächsten Gutes thun soll; wenn dann Einer zwar VII. Von daher stammt jener Gräuel der Verwüstung
bestätigt, dass man dies thun soll, aber nicht um der und jene Trübsal, dergleichen nie war, noch sein wird,
Seligkeit willen, weil nichts Gutes, das der Mensch und die der Herr bei Daniel und den Evangelisten,
thun, gut sei, da es auf Verdienst ausgehe, so reist er sowie in der Offenbarung vorhergesagt hat.
diese Wahrheit aus dem Wort und dessen VIII. Dann auch dies: Wenn nicht der Herr einen
Zusammenhang heraus, und tödtet sie, da ja der Herr Neuen Himmel und eine Neue Kirche gründete, würde
in Seinem Worte jedem Menschen, der selig werden kein Fleisch erhalten werden.
will, auferlegt, den Nächsten zu lieben, und aus Liebe IX. Aus der Dreiheit der Personen, von welchen, nach
ihm gutes zu thun. Ebenso im Uebrigen. dem Athanasischen Bekenntnis, jede einzeln für sich
Gott ist, entstanden mehrere ungereimte und
DIE GÖTTLICHE DREIEINHEIT. fremdartige Vorstellungen von Gott, welche
Wahnbilder und Fehlgeburten sind.
163. Es ist von Gott dem Schöpfer und zugleich dann Doch dies soll nun im Einzelnen entwickelt werden.
von der Schöpfung, und nachher von dem Herrn
Erlöser und zugleich dann von der Erlösung, und
zuletzt von dem Heiligen Geist und zugleich dann von 164. I. ES GIBT EINE GÖTTLICHE DREIEINHEIT,
der Göttlichen Einwirkung gehandelt worden, und BESTEHEND AUS VATER, SOHN UND HEILIGEM
weil somit von dem Dreieinigen Gott gehandelt GEIST.
worden ist, so ist nothwendig, dass auch gehandelt Dass es eine Göttliche Dreieinheit gibt, bestehend aus
werde von der Göttlichen Dreieinheit, welche in der Vater, Sohn und Heiligem Geist, erhellt deutlich aus
christlichen Welt bekannt, und dennoch unbekannt ist; dem Wort, und zwar aus folgenden Stellen in ihm:
denn nur durch sie erlangt man einen richtigen Begriff Der Engel Gabriel sprach zu Maria: Der Heilige Geist
von Gott, und der richtige Begriff von Gott ist in der wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten
Kirche wie das innere Heiligthum und der Altar im wird dich überschatten, darum auch das Heilige, das
Tempel, und wie die Krone auf dem Haupt und das aus dir geboren wird, der Sohn Gottes genannt werden
Scepter in der Hand des auf dem Thron sitzenden wird,“ Luk 1,35; hier werden drei genannt: der
Königes; von ihm hängt auch wie eine Kette von Höchste, welcher Gott der Vater ist, der Heilige Geist,
ihrem obersten Ring der ganze theologische und der Sohn Gottes. “Als Jesus getauft wurde, siehe,
Organismus ab, und es erhält, wenn ihr es glauben da thaten sich die Himmel auf, und Johannes sah den
wollt, Jeglicher seine Stelle in den Himmeln gemäss Heiligen Geist, wie eine Taube herabsteigen und über
seinem Begriffe von Gott; denn dieser ist wie der Ihn kommen, und eine Stimme aus dem Himmel
Probirstein, durch den das Gold und Silber, das ist, sprach: Dieser ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich
das Gute und Wahre, wie diese bei den Menschen Wohlgefallen habe,“ Matth. 3,15.17; Mark 1,10.11;
beschaffen seien geprüft wird, denn es gibt bei ihm Joh 1,32. Noch deutlicher aus folgenden Worten des
gar kein heilbringendes Gute, das nicht von Gott Herrn an die Jünger: Gehet hin, machet zu Jüngern
wäre, noch irgend etwas Wahres, das nicht seine alle Völker, taufet sie im Namen des Vaters, und des

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Sohnes, und des Heiligen Geistes,“ Matt 28,19; und verglichen werden, die ein Tuch vor die Augen binden
überdies aus Folgendem bei Johannes: “Drei sind die und in gerader Richtung vorwärts gehen wollen, und
da zeugen im Himmel, der Vater, das Wort, und der auch glauben gerade aus zu gehen, dennoch aber
Heilige Geist,“ 1.Br. Kap 5,7. und außerdem, dass der Schritt für Schritt zur Seite abweichen, und endlich in
Herr zu Seinem Vater gebetet, und dass Er von Ihm entgegengesetzter Richtung fortgehen, an einen Stein
und mit Ihm gesprochen, und gesagt habe, er werde stoßen und fallen. Auch sind sie Seefahrern ähnlich,
den Heiligen Geist senden, und dass Er diesen auch die ohne Kompaß segeln, und das Schiff auf Klippen
gesandt habe. Und überdies, dass die Apostel in ihren führen und zu Grunde gehen. Auch sind sie wie Einer,
Briefen häufig sowohl den Vater, als den Sohn und der über ein sehr weites Feld in dichtem Nebel
den Heiligen Geist genannt haben. Hieraus erhellt, wandelt, und einen Skorpion sieht, und in der
dass es eine göttliche Dreieinheit gibt, bestehend aus Meinung, es sein ein Vogel, ihn mit der Hand fassen
Vater, Sohn und Heiligem Geist. und aufheben will, und dann eine tödtliche Wunde
erhält; auch gleicht er einer Tauchente, oder Weihe,
165. Wie aber jene Stellen zu verstehen sind, ob so, welche etwas vom Rücken eines großen Fisches über
dass es drei Götter gebe, welche dem Wesen und Wasser sieht, und hinfliegt, und den Schnabel darin
somit auch dem Namen nach Ein Gott sind, oder so, einhackt, dann aber von dem Fisch hinabgezogen und
dass sie drei Objekte Eines Subjektes, dass sie also ertränkt wird; und wieder ist er wie Einer, der ohne
blos Eigenschaften oder Attribute Eines Gottes seien, Führer oder Faden in ein Labyrinth hineingeht, und je
welche so genannt werden, oder ob anders, kann die tiefer er eindringt, desto mehr die Ausgangswege
sich selbst überlassene Vernunft durchaus nicht sehen; verliert. Ein Mensch, der nicht unter der Leitung des
was ist nun zu thun. Es gibt keinen andern Rath, als Herrn das Wort liest, sondern unter der Leitung der
dass der Mensch sich an den Herrn Gott Heiland eigenen Einsicht, hält sich für einen Luchs und für
wende, und unter Seiner Leitung das Wort lese, denn vieläugiger als Argus, während er doch inwendig gar
Er ist der Gott des Wortes; dann wird er erleuchtet nichts Wahres sieht, sondern blos Falsches, das ihm,
werden und Wahrheiten sehen, die auch die Vernunft nachdem er sich davon überredet hat, wie ein Leitstern
anerkennen wird. Dagegen aber, wenn du dich nicht an erscheint, nach dem er alle Segel seines Denkens
den Herrn wendest, so magst du tausendmal das Wort richtet, alsdann aber die Wahrheiten nicht besser sieht,
lesen, und darin eine Göttliche Dreieinigkeit und auch als der Maulwurf, und wenn er sie sieht, dieselben zu
eine Einheit sehen, jedoch du wirst nichts anderes Gunsten seiner Phantasie dreht, und so die heiligen
herausbringen, als dass drei Göttliche Personen, deren Dinge des Wortes verkehrt und verfälscht.
jede einzeln für sich Gott ist, und somit drei Götter
sind; weil aber dies dem allgemeinen
Menschenverstand Aller in der ganzen Welt 166. II. DIESE DREI, VATER, SOHN UND HEILIGER
widerstreitet, so kam man, um den Schmähungen zu GEIST, SIND DIE DREI WESENHEITEN DES EINEN
entgehen, auf die Erfindung, dass obwohl ihrer in GOTTES, WELCHE EINS AUSMACHEN, WIE DIE
Wahrheit drei seien, doch der Glaube dringend fordere, S EELE, DER LEIB UND DIE WIRKSAMKEIT BEI DEM
dass nicht drei Götter genannt werden, sondern Einer; MENSCHEN.
und überdies, um nicht mit Tadel überschüttet zu Es gibt allgemeine und auch besondere Wesenheiten
werden, dass ganz besonders in dieser Rücksicht der Eines Gegenstandes, und diese machen mit jenen Ein
Verstand eingekerkert und unter dem Gehorsam des Wesen aus; die allgemeinen Wesenheiten Eines
Glaubens gefesselt gehalten werden müsse; und dies Menschen sind dessen Seele, Leib und Wirksamkeit;
solle hinfort vermöge christlicher Ordnung ein dass diese Ein Wesen ausmachen, kann man daraus
unantastbares Heiligthum in der christlichen Kirche sehen, dass das Eine aus dem Andern und um des
sein. Eine solche gliederlahme Frucht ward dadurch Andern willen ist, in stetiger Reihenfolge; denn der
erzeugt, dass man nicht unter der Leitung des Herrn Mensch nimmt seinen Anfang mit der Seele, welche
das Wort las; und Jeder, der nicht unter Seiner das eigentliche Wesen des Samens ist; sie bildet nicht
Leitung das Wort liest, der liest es unter der Leitung nur den Ausgangspunkt für alles, was zum Körper
der eigenen Einsicht, und diese ist wie eine Nachteule gehört, sondern bringt es auch seiner Ordnung nach
für Dinge, die im geistigen Lichte sind, wohin alles hervor, und nachher dasjenige, was aus diesen beiden,
Wesentliche der Kirche gehört. Und während ein der Seele und dem Leib, zugleich hervorgeht und
Solcher die Stellen im Worte, welche die deren Wirksamkeit genannt wird; aus dem
Dreieinigkeit betreffen, liest, und sich auf deren Grund Hervorgebracht werden des einen von dem andern, und
denkt, sie seien, obwohl drei, doch nur Eines, so der damit gegebenen Einimpfung und Verbindung
erscheint ihm dies als eine Antwort vom Dreifuß erhellt daher, dass diese drei Eines Wesens sind, und
herab, die er, weil er sie nicht begreift, zwischen den deshalb die Wesenheiten genannt werden.
Zähnen hin und her wirft; denn brächte er sie vor die
Augen, so wäre sie ein Räthsel, das je mehr er sich 167. Dass in dem Herrn Gott Heiland diese drei
bemüht, es zu lösen, nur um so mehr sich in Wesenheiten waren und sind, nämlich Seele, Leib und
Finsternis verwickelt, bis er darüber ohne Verstand zu Wirksamkeit, erkennt jeder an; dass Seine Seele von
denken anfängt, was dann eben so viel ist als ohne Jehovah dem Vater war, kann nur von einem
Auge sehen. Kurz, die, welche das Wort unter der Antichristen geläugnet werden; denn in dem Worte
Leitung der eigenen Einsicht lesen, was bei allen der beider Testamente heisst Er der Sohn Jehovahs, der
Fall ist, die nicht den Herrn als Gott des Himmels Sohn Gottes, des Höchsten, der Eingeborne; es ist
und der Erde anerkennen, und daher nicht einzig Ihn also das Göttliche des Vaters, wie die Seele im
angehen und verehren, können spielenden Knaben Menschen, Sein erstes Wesentliche; dass der Sohn,

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den Maria geboren, der Leib Seiner Göttlichen Seele die Vernunft abweicht, und dem sie entgegenstimmt,
ist, folgt daraus; denn nichts anderes als der aus der was ist alsdann das Reden anderes als ein albernes?
Seele empfangene und abstammende >Leib wird im Heut zu Tage ist die menschliche Vernunft in
Mutterleib zubereitet; dieser ist also das andere Rücksicht der Göttlichen Dreieinheit eine gefesselte,
Wesentliche; dass die Wirksamkeit das dritte gleich einem mit Hand und Fußeisen Gefesselten im
Wesentliche ausmacht, gründet sich darauf, dass sie Kerker, und kann einer Vestalin verglichen werden,
aus der Seele und dem Leib zusammengenommen welche in die Erde eingegraben wurde, weil sie das
hervorgeht, und das, was hervorgeht, desselben heilige Feuer auslöschte, während doch die göttliche
Wesens mit dem ist, durch das es hervorgebracht Dreieinheit in den Gemüthern der Menschen der
wird. Dass die drei Wesenheiten, welche sind der Kirche wie eine Lampe leuchten soll, da Gott in
Vater, der Sohn und der Heilige Geist, in dem Herrn Seiner Dreifaltigkeit und in deren Einheit [das Ein
Eins sind, wie Seele, Leib und Wirksamkeit im und] Alles ist in allen Heiligthümern des Himmels
Menschen, erhellt deutlich aus den Worten des Herrn, und der Kirche. Denn wenn man aus der Seele Einen
dass der Vater und Er Eins seien, und dass der Vater Gott machen wollte, und aus dem Leib einen andern,
in Ihm und Er im Vater sei; desgleichen dass Er und und aus der Wirksamkeit einen dritten, was Anderes
der Heilige Geist Eines sind, weil der Heilige Geist wäre dies, als aus diesen drei Wesenheiten Eines
das aus dem Herrn vom Vater hervorgehende Göttliche Menschen drei von einander getrennte Theile machen,
ist, wie oben Nr. 153.154 vollständig aus dem Worte und was dies anderes, als ihn verstümmeln und
nachgewiesen wurde; weshalb es abermals beweisen, tödten?
ein überflüssiges Wiederkäufen und so viel wäre, als
nach der Sättigung den Tisch noch mit Speisen
beladen. 170. III. VOR DER ERSCHAFFUNG DER WELT WAR
DIESE DREIEINHEITNICHT, SONDERN SIE IST NACH
168. Wenn man sagt, der Vater, der Sohn und der ERSCHAFFUNG DER WELT, ALS GOTT MENSCH
Heilige Geist seien drei Wesenheiten des Einen WURDE, VORGESEHEN UND VERWIRKLICHT
Gottes, wie Seele, Leib und Wirksamkeit bei dem WORDEN, UND ZWAR IN DEM HERRN GOTT ERLÖSER
Menschen, so erscheint es vor dem menschlichen UND HEILAND JESUS C HRISTUS.
Gemüth, wie wenn diese drei Wesenheiten drei In der christlichen Kirche wird heut zu Tage eine
Personen wären, was jedoch nicht möglich ist; Göttliche Dreieinigkeit vor Erschaffung der Welt
versteht man es aber so, dass das göttliche des Vaters, anerkannt, sofern nämlich Jehovah Gott von Ewigkeit
welches die Seele ausmacht, und das Göttliche des her einen Sohn gezeugt habe, und alsdann aus beiden
Sohnes, welches den leib ausmacht, und das Göttliche der heilige Geist ausgegangen, und jeder von diesen
des Heiligen Geistes oder das ausgehende Göttliche, Dreien für sich oder einzeln genommen Gott sei, weil
welches die Wirksamkeit ausmacht, drei Wesenheiten jeder Eine aus sich bestehende Person sei; allein dies
Eines Gottes seien, so geht es in den Verstand ein; wird, weil es gar nicht in die Vernunft eingeht, ein
denn Gott der Vater ist Sein Göttliches, der Sohn aus Geheimnis genannt, in das man blos in so ferne
dem Vater das seinige, und der Heilige Geist aus eindringen könne, als jene drei Ein Göttliches Wesen
beiden seinige, und weil diese Eines Wesens und haben, unter dem man die Ewigkeit,
einmüthig sind, so machen sie Einen Gott aus. Nennt Unermesslichkeit, Allmacht, und somit die gleiche
man aber dieses Dreifache Göttliche Personen, und Göttlichkeit, Herrlichkeit und Majestät versteht; dass
schreibt einer jeden ihre Eigenthümlichkeiten zu, wie aber diese Dreieinigkeit die dreier Götter und somit
dem Vater die Zurechnung, dem Sohne die keine Göttliche Dreieinheit ist, wird im Folgenden
Vermittelung, und dem Heiligen Geist die nachgewiesen werden; dass hingegen die Dreieinheit,
Einwirkung, so wird das Göttliche Wesen, das doch nämlich eben die des Vaters, des Sohnes und des
Eines und untheilbar ist, ein getheiltes, und somit ist Heiligen Geistes, welche nachdem Gott in‘s Fleisch
keiner von den dreien in Fülle Gott, sondern jeder nur getreten war, somit nach Erschaffung der Welt,
in einem Drittel der Macht, was der gesunde Verstand vorgesehen und verwirklicht wurde, eine Göttliche
nothwendig verwerfen muss. Dreieinheit ist, weil sie die Eines Gottes ist, ist aus
allem Bisherigen ersichtlich. Diese Göttliche
169. Wer könnte also nicht die Dreieinheit im Herrn Dreieinheit ist aber in dem Herrn Gott Erlöser und
an der Dreiheit in jedem Menschen ersehen? In Heiland Jesus Christus, weil die drei Wesenheiten des
jeglichem Menschen ist eine Seele, ein Leib und eine Einen Gottes, welche Ein Wesen ausmachen, in Ihm
Wirksamkeit, ebenso im Herrn; denn im Herrn wohnt, sind. Dass in Ihm, wie Paulus sagt, die ganze Fülle
nach Paulus, die ganze Fülle der Gottheit leiblich, der Gottheit ist, erhellt auch aus den Worten des Herrn
Kol 2,9; daher ist die Dreieinheit im Herrn eine selbst, dass nämlich alles, was der Vater hat, sein sei,
Göttliche, im Menschen aber eine menschliche. Wer und dass der Heilige Geist nicht aus sich selbst,
sieht nicht, dass an jener mystischen [Lehre], nach der sondern aus Ihm rede; und überdies, dass Er, als Er
es drei göttliche Personen, und doch nur Einen Gott auferstand, Seinen ganzen menschlichen Körper,
geben, und dass dieser Gott, obgleich Er Einer ist, sowohl dem Fleisch als den Gebeinen nach mit Sich
doch nicht Eine Person sein soll, die Vernunft ganz genommen habe, Matth 28,1 bis 8, Mark 16,5.6; Luk
und gar keinen Theil hat, sondern eingeschläfert ist, 24,1.2.3.; Joh 20,11 bis 15., zum Unterschied von
dennoch aber den Mund antreibt, zu reden wie ein jedem andern Menschen; wovon er auch den Jüngern
Papagei! Ist die Vernunft eingeschläfert, was anderes ein lebendiges Zeugnis gab, indem Er sagte: “Seht
ist alsdann das Reden des Mundes, als ein Meine Hände, und Meine Füße, dass Ich es selbst bin,
seelenloses? Wenn der Mund Solches redet, von dem betastet Mich, und sehet; denn ein Geist hat nicht

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Fleisch und Bein, wie ihr sehet, dass ich habe;“ Luk einzeln für sich als Gott und Herrn anzuerkennen, so
24,39; Hiedurch kann jeder Mensch, wenn er will, werden wir durch die katholische Religion verhindert,
überzeugt werden, dass das Menschliche des Herrn drei Götter oder drei Herren zu nennen.“ Dieses
Göttlich ist, dass also in Ihm Gott Mensch und der Glaubensbekenntnis ist aber als ein ökumenisches
Mensch Gott ist. oder allgemeines von der ganzen christlichen Kirche
angenommen, und alles, was man heut zu Tage von
171. Die Dreieinigkeit, welche die heutige christliche Gott weiss und anerkennt, ist aus ihm. Dass von
Kirche angenommen, und die sie ihrem Glauben denen, die auf der Nicänischen Kirchenversammlung
einverleibt hat, geht dahin, dass Gott der Vater von waren, aus der das sogenannte Athanasische Symbol
Ewigkeit her einen Sohn gezeugt habe, und dass als ein nachgeborner Sprößling hervorging, keine
alsdann der Heilige Geist von beiden ausgegangen, andere Dreieinigkeit als eine Dreieinigkeit von
und dass jeder [von diesen] Gott für sich sei; diese Göttern, verstanden wurde, kann Jeder, der es nur mit
Dreieinigkeit kann von den menschlichen Gemüthern offenen Augen liest, sehen; dass eine Dreiheit von
nicht anders aufgefaßt werden, denn als eine Göttern nicht blos von ihnen verstanden worden ist,
Dreiherrschaft, und als die Regierung dreier Könige in sondern auch keine andere Dreiheit in der christlichen
Einem Reich, oder dreier Feldherrn über ein Heer, Kirche verstanden wird, ist eine Folge davon, weil
oder dreier Herrn in Einem Haus, von welchen jeder alle Erkenntnis von Gott daher stammt, und Jeder im
die gleiche Gewalt hat; was anderes würde hievon die Glauben an die darin enthaltenen Worte bleibt. Dass
Folge sein, als Zerstörung? Wollte jemand diese keine andere Dreieinigkeit als eine Dreieinigkeit von
Herrschaft Dreier und zugleich deren Einheit im bild Göttern heut zu Tage in der christlichen Kirche
oder Schattenriß vor dem Auge des Geistes darstellen, verstanden wird, dafür berufe ich mich auf Jeden, den
so könnte er sie seinem Blick nicht anders vorstellen, Laien wie den Geistlichen, die belorbeerten Magister
als in der Gestalt Eines Menschen mit drei Köpfen auf und Doktoren, wie die geweihten Bischöfe und
Einem Körper, oder dreier Körper unter Einem Kopf. Erzbischöfe, und auch die bepurpurten Kardinäle, ja
Ein so ungeheuerliches Bild der Dreieinigkeit muss den römischen Papst selbst; es frage sich jeder, und
vor denen erscheinen, welche an drei göttliche dann spreche er sich aus gemäss den Vorstellungen
Personen, von welchen jede Gott für sich ist, glauben, seines Geistes; aus den Worten dieser allgemein
und sie zu Einem Gott verbinden und läugnen, dass angenommenen Lehre von Gott ist dies so offenbar
Gott, weil Er Einer ist, auch Eine Person ist. Dass ein und durchscheinend, wie das Wasser durch einen
von Ewigkeit gezeugter Sohn Gottes herabgestiegen krystallenen Becher, dass nämlich drei Personen seien,
sei und das Menschliche angenommen habe, kann mit und jede von ihnen Gott und Herr; ferner dass man,
den Mythen der Alten verglichen werden, nach der christlichen Wahrheit gemäss, jede der Personen
welchen die menschlichen Seelen seit Urbeginn der einzeln für sich als Gott und Herrn bekennen oder
Welt erschaffen sind, und dann in Leiber eingehen und anerkennen müsse, dass aber die Religion, d.h. der
Menschen werden; dann auch mit jenen ungereimten katholische oder christliche Glaube verbiete, drei
Annahmen, dass, wie Viele in der Jüdischen Kirche Götter und Herren auszusprechen oder zu nennen; und
geglaubt hatten, die Seele des Einen in einen Andern dass sonach die Wahrheit und die Religion oder die
übergehe, z.B. die Seele des Elias in den Leib Wahrheit und der Glaube nicht Ein Ding, sondern
Johannes des Täufers, und dass David in seinen Leib zwei einander widerstreitende Dinge seien. Dass aber
oder in den eines Andern zurückkehren, und herrschen beigesetzt wurde, es seien nicht drei Götter und
werde über Israel und Juda, weil es bei Ezechiel Herren, sondern Ein Gott und Herr, das geschah,
heisst: “Ich wird einen Hirten über sie erwecken, der damit man nicht vor der ganzen Welt dem Gelächter
sie weiden soll, ihn, Meinen Diener David, dieser soll ausgesetzt würde; denn wer würde nicht laut auflachen
ihr Hirt sein, und Ich Jehovah werde sein ihr Gott, bei drei Göttern? Wer aber sieht dabei nicht den innern
und David Fürst in ihrer Mitte,“ Kap 34,23.24.25; Widerspruch? Hätte man hingegen gesagt, Göttliches
andere Stellen zu übergehen; sie wußten nicht, dass Wesen komme dem Vater, Göttliches Wesen dem
hier unter David der Herr verstanden wird. Sohn, und göttliches wesen dem Heiligen Geist zu, es
seien jedoch nicht drei göttliche Wesen, sondern nur
eines und Dieses untheilbar, dann wäre jenes
172. IV. DIE DREIHEIT GÖTTLICHERP ERSONENVON Geheimnis erklärbar gewesen, sofern nämlich unter
EWIGKEIT, ODER VOR ERSCHAFFUNG DER WELT, dem Vater das Urgöttliche, unter dem Sohn das
IST IN DEN DENKVORSTELLUNGEN EINE DREIHEIT Göttliche Menschliche aus diesem, und unter dem
VON GÖTTERN, UND DIESE KANN NICHT Heiligen Geist das hervorgehende Göttliche verstanden
AUSGEMERZT WERDEN DURCH DAS wird, welche drei Einem Gott angehören; oder wenn
MUNDBEKENNTNIS EINES GOTTES. man unter dem Göttlichen des Vaters Aehnliches
Dass die Dreiheit göttlicher Personen von Ewigkeit versteht, wie bei dem Menschen unter der Seele, unter
eine Dreiheit von Göttern ist, erhellt deutlich aus dem Göttlich=Menschlichen Aehnliches wie unter
Folgendem im Athanasischen Glaubensbekenntnis: dem Leib dieser Seele, und unter dem Heiligen Geist
“Eine andre ist die Person des Vaters, eine andere die Aehnliches wie unter der Wirksamkeit, die aus beiden
des Sohnes, und eine andere die des Heiligen Geistes; hervorgeht, alsdann werden drei Wesenheiten
Gott und Herr ist der Vater, Gott und Herr ist der verstanden, die Einer und derselben Person angehören,
Sohn, und Gott und Herr ist der Heilige Geist; und so zugleich ein einziges und untheilbares Wesen
dennoch aber sind nicht drei Götter und Herren, ausmachen.
sondern es ist ein Gott und Herr; wie wir durch die
christliche Wahrheit angetrieben werden, jede Person

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173. Dass die Vorstellung von drei Göttern nicht durch das Mundbekenntnis eines einzigen Gottes
beseitigt werden kann durch das Mundbekenntnis beseitigen, ebenso unmöglich sei, als einen Baum
Eines Gottes, kommt daher, dass dieselbe von dem durch seinen Samen, oder das Kinn eines Menschen
Knabenalter an dem Gedächtnis eingepflanzt worden durch eines seiner Barthaare hindurchziehen.
ist, und jeder Mensch aus dessen Inhalt denkt. Denn
das Gedächtnis ist bei dem Menschen, wie der
Wiederkäumagen bei Vögeln und [Land=] Thieren; 174. V. DIE P ERSONENDREIHEIT WAR IN DER
diese bringen in denselben die Speisen, von denen sie APOSTOLISCHENKIRCHEUNBEKANNT, SIE WURDE
nach und nach ernährt werden, und nehmen sie von ABER VON DER NICÄNISCHEN
Zeit zu Zeit von da heraus, und lassen sie in den KIRCHENVERSAMMLUNGAUSGEHECKT, UND VON
eigentlichen Magen hinab, in dem diese Speisen DA AUS IN DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE,
verdaut und zu allen Nutzzwecken des Körpers UND VON DIESER IN DIE VON IHR GETRENNTEN
verwendet werden; der menschliche Verstand ist dieser KIRCHEN EINGEFÜHRT.
Magen, wie das Gedächtnis der erstere. Dass die Unter der apostolischen Kirche wird nicht