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Die Wörter innerhalb der

„Futhark“-Reihe Joannes Richter (jwr47)

Abstract
From the very beginning I knew the most important letter had been the Yod, which also had been
given the central position of an axis inside the alphabet.
The alphabet had been designed as a well-thought concept by starting at a central foundation focus,
which has been expanded to the end with dedicated terminal vowels to the left and right.
I understood this concept of alphabetic expansions also might have used the vowels as synthesizing
blocks for the linguistic fundamentals, especially for the prominent classes gods, personal pronouns
of the 1st person and words for eternity, law, scripture, matrimony, etc. .
Some variants of the runic alphabets contain integrated phrases for the three Germanic sky-gods
(“Wuth-an”, “Thuw”, “Thor” - “þor”) and/or personal pronouns of the 1 st person singular (“Æ”,
“IA”), respectively dual (“ƿiþ” or “ƿuþ”).
This report describes the potential dictionary which might have veen encoded in the „Futhark“-
array of symbols.

Zusammenfassung (Intro)
Von Anfang an war mir bewusst dass der Vokalbuchstabe Jod der wichtigste Buchstabe ist, weshalb
dieser auch eine Zentralstelle in der Mitte des Alphabets bildet.
Das Alphabet wurde durchaus als wohldurchdachtes Konzept entworfen, das von einer zentralen
Stelle ausgehend anschließend in links und rechts abrundenden Randvokalen endet.
Es war mir auch klar, dass die alphabetische Erweiterungen auch zusammenhängen mit der Bildung
der Vokalreihen für die wichtigsten Götterklassen, Personalpronomina der ersten Person und
Begriffe wie Ewigkeit, Gesetz, Schrifttum, Ehen, usw.
Das Alphabet selbst scheint jedoch keine Wortstrukturen zu enthalten. Jeder Buchstabe für sich
entspricht einer eigenen, individuellen Klangerzeugung.
Dagegen enthalten einige Varianten der „Futhark“-Runenreihe durchaus zusammenhängende
Phrasen wie zum Beispiel die Namen der drei germanischen Himmelsgötter (“Wuth-an”, “Thuw”,
“Thor” - “þor”) und/oder die Personalpronomina der ersten Person Singular (“Æ”, “IA”),
beziehungsweise Dual (“wiþ” oder “wuþ”).
Dieser Bericht beschreibt den möglichen Wortschatz, der in der „Futhark“ Runen-Reihe
verschlüsselt sein könnte.
Die Runenreihe
Runenreihen1 wurden in verschiedenen Varianten gefunden, die von Runologen entschlüsselt
worden sind.
Verglichen mit den römischen und griechischen Alphabeten sind die entsprechenden „Futhark“
Runenreihen relativ jung. Falls tatsächlich Wörter in diesen Reihen nachweisbar sind liefern diese
Strukturen vielleicht einen wertvollen Beitrag zum Verständnis der alten Sprachen.
Vererbte Alphabete wie das Runen-Alphabet wurden wohl immer mit Schlüsselsymbolen aus den
Vorgängerreihen ausgestattet, die dann ergänzt wurden mit Zusatzinformationen.
Meine Hauptquelle zum Verständnis der Runen ist Udo Waldemar Dieterich, der in seinem Buch
Runen-Sprach-Schatz2 (1844) die skandinavische Runenschrift dokumentiert. Dabei erwähnt er zum
Beispiel, dass der Buchstabe „O“ später hinzugefügt worden ist und deshalb relativ jung ist. Es ist
jedoch auch denkbar, dass der Buchstabe „O“ ursprünglich vorhanden war und später weggelassen
wurde.

1: Skandinavische Runenreihe, dokumentiert in Runen-Sprach-Schatz (1844)

Die Zeichenfolge der Runenreihe wird bisher nicht als interpretierbar betrachtet, was offensichtlich
bedeutet, dass es noch niemand versucht hat3:
Eine magische Funktion der Runen wird schon nahegelegt durch die zahlreichen
Inschriften, die die Runenreihe (f u th a r k …, oft ergänzt durch die Runenmeister-
Signatur) enthalten. Überliefert sind in Schweden die Namen der Runenmeister Hjälle,
Hjälm, Huarpr, Osbjörn und Tryggve.

Einen Mitteilungswert besitzt diese Zeichenfolge nicht – sie muss als Schriftmagie
und/oder als Ausdruck eines Bewusstseins, dass Schrift an sich einen Eigenwert habe,
gelten. Auch der Name der Runen, der ‚Geheimnis‘ bedeutet, bezeugt diese Aura.[174]

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Runenreihen relativiert sich da die Anfangsphrase
(„f u th o r k“) bis auf dem „A“ oder „O“-Buchstaben immer unverändert vorhanden ist.

1 Das altnordische Wort entspricht altenglisch rūn „Geheimnis, geheime Beratung, Runenzeichen“, gotisch rūna
„Geheimnis, Ratschluss“ und althochdeutsch rūna „geheime Beratung, Geheimnis, Geflüster“.
2 Runen-Sprach-Schatz oder Wörterbuch über die ältesten Sprachdenkmale Skandinaviens
3 Runen als magische Zeichen
4 Aswynn, Freya: Die Blätter von Yggdrasil. Runen, Götter, Magie, nordische Mythologie & weibliche Mysterien. 2.
durchges. Auflage. Ed. Ananael, Bad Ischl 1994, ISBN 3-901134-07-7.
Þor, Þuƿ, Ƿuþan und Ƿuþ

Die Entzifferung des Namens „Thor“ (þor)


Was mir in der Buchstabenreihe auffiel war der Göttername “Thor” (“þor”) im skandinavischen
Runen-Alphabet, wie es dokumentiert wurde in Runen-Sprach-Schatz (1844).
Obwohl Runen-Sprach-Schatz diesen Namen “Thor” (“þor”) auch als Wort “Thur” (“þur”) erwähnt
gibt es verschiedenen Eigennamen die sich auf “þor”-Wörtern beziehen. Vielleicht waren die
Vokale O und U gleichwertig und austauschbar.

2: Thors Name in der Runen-Reihe in Runen-Sprach-Schatz

Das Personalpronomen der ersten Person Dual („wir beide“) Wuth (ƿuth)
Ein zusätzlicher, bedeutsamer Hinweis des Autors Dieterich war die Notiz, dass der erste Buchstabe
„F“ des “Futhork”-Alphabets in einigen Wörtern auch als „W“ verstanden werden sollte, sodass
„Futhork“ auch als „Wuthork“ gelesen werden konnte.
Diese Variante erlaubt es die Anfangskombination „Wut“ sowohl als Personalpronomen der ersten
Person Dual (Wuth oder ƿuth: „wir beide“) als auch den Himmelsgottnamen „Tuw“ (Þuƿ)
abzulesen. „Tuw“ (Þuƿ) entsteht dabei wenn man die Anfangskombination „Wut“ rückwärts liest,
was in den Runen-Reihen bekanntlich ganz normal ist.
In der altniederländischen Sprache wurde das Personalpronomen „wir beide“ als „wut“ oder „wit“
geschrieben5.
In der deutschen Sprache wird „Wir beide“ von Grimm folgendermaßen als Zusatz zur Pluralform
„wir“ beschrieben, wobei die Gebrüder Grimm den Buchstaben „t“ als Merkmal des Duals
dokumentieren („t ist angehängte zweizahl“):
Neben der pluralform steht im älteren germ. der dual wit (t ist angehängte zweizahl) 'wir
beide', vgl. got. ags. asächs. wit, anord. vit (viþ), der sich auf deutschem boden nur im
nordfries. erhalten hat, sonst durch den plural ersetzt und schon ahd. nicht mehr bezeugt
ist; vgl. lit. vèd. 6

In einigen Dialekten wie „nordfriesisch“ wird das Dualpronomen „wir beide“ auch als „wat“
beschrieben:
Verschiedene nordfriesische Dialekte konnten Dualpronomina in der ersten und zweiten
Person (z. B. wat für „wir beide“ und jat „ihr beide“), das Sylterfriesische auch in der
dritten Person, bis ins frühe 20. Jahrhundert erhalten.7

5 Vergeten woorden | Taaldacht


6 wir, pron. In DWB = Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig
1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971.
7 Dual (Grammatik)
In Englisch lautet das Dual-Pronomen „wir beide“ der ersten Person ƿit8 („wit“). Auffällig ist, dass
diese Wörter („wit“, „wat“, „wut“) sich von allen ausgestorbenen Dual-Formen am längsten
gehalten haben und erst vor wenigen Jahrzehnten ausgestorben sind.

Die Identifizierung von Wotan (Ƿuthan)


In Kapitel 7 der Deutschen Mythologie beschreibt Jacob Grimm Wotan als den bedeutsamsten
germanischen Himmelsgott, der in Graubünden „Vut“ und in der lettischen Sprache wohl auch als
„Vidvut“, d.h. als „Vodan der Viden (Letten)“ genannt wird:
Longobarden schrieben Wôdan oder Guôdan, Altsachsen Wuodan, Wôdan, wiederum in
Westfalen, mit dem vortritt des G, Guôdan, Gudan, Angelsachsen Vôden, Friesen Wêda,
nach der neigung ihres dialects auslautendes N wegzuwerfen, und ô auch ohne
folgendes i umzulauten [Fußnote]. die nord. form ist Ođinn, bei Saxo Othinus, færöisch
Ouvin (gen. Ouvans, acc. Ouvan).

In Graubünden, woraus die tiefhochdeutsche verbreitung des namens hervorgeht, hat die
romanische sprache den ausdruck Vut Alamannen oder Burgunden der frühsten zeit
abgehört, und, im sinn von abgott, götze (1 Cor. 8, 4) bis heute bewahrt [Fußnote]
[Fußnote9].

Wotan wurde jedoch im Christentum verteufelt:


Seit dem christenthum muste eine verwandlung der fabel eintreten. statt des götterzugs
erschien nunmehr ein grausenhaftes gespensterheer mit finstern, teuflischen zuthaten
entstellt10.

Wenn im Norden wie im Süden „Vut“ als die kürzeste Bezeichnung für Wotan gilt, kann es meines
Erachtens auch als gemeinsame Benennung am Anfang des Alphabets „Vuthark“ oder „Vuthork“
gelten.

Die Identifizierung von Tuw (Þuƿ)


Der Göttername Þuƿ (“Thuw” oder in alt-Niederländisch “Tuw”11) kann im Alphabet identifiziert
werden indem man die ersten drei Buchstaben rückwärts liest und dabei das erste Zeichen als “w”
interpretiert, d.h. “Futhork” als “Wuthork”).

Die Identifikation der drei Götternamen Vut (Wotan), Thor und Tuw (Tyr)
Diese Einsicht erlaubt uns in der Anfangskombination „Vuthork“ oder „Wuthork“ die drei
bedeutsamste Götternamen (Vut, Thor und Tuw) zu identifizieren. Dieses Trio ist auch in den
Wochentagen dokumentiert: Wotan in Mittwoch (Wednesday), Thor als Thur in Thursday, Tiw in
Tuesday). Faktisch könnte man sogar den Buchstaben „k“ aus der Anfangskombination weglassen
und de Namen für das Alphabet verkürzen auf “'Wuthor'-Alphabet”.

8 Old English/Pronouns - First person


9 Im Nachtrag (Seite 48) wird Vidvut als Vodan der Viden (Letten) erwähnt
10 Jacon Grimm in Kapitel 31, Deutsche Mythologie - Projekt Gutenberg - Spiegel Online (1835)
11 Vergeten woorden | Taaldacht
Die drei Götternamen sind alle drei dreistellig, was auch mit den dreimal gezogenen drei
Elementen in der Germania von Tacitus übereinstimmt:
Ein frühes Zeugnis für das germanische Losorakel im 1. Jahrhundert n. Chr. ist im 10.
Kapitel der Germania des Tacitus erhalten. Man streute mit „gewissen Zeichen“ (notis
quibusdam) bezeichnete hölzerne Stäbchen auf ein weißes Tuch. Darauf wurden auf gut
Glück drei dieser Stäbchen aufgehoben und gedeutet. Dies wurde nacheinander
dreimal durchgeführt12.

Das skandinavische Ego-Pronomen


Das skandinavische Ego-Pronomen wechselt zwischen æ, eg, ek und jeg. Die Runen-Bezeichnung
wurde von Dieterich als IAK gelesen.
In vielen westlichen, nördlichen und südwestlichen norwegischen Dialekten und in westdänischen
Dialekten auf Thy sowie Südjütland, wird æ als Ego-Pronomen („ich“) benutzt und in Textform als
æ geschrieben13. Auch im dänischen Dialekt in Fjolde gilt Æ als normales Ego-Pronomen („ich“)14.

Dieterichs Einträge
Dieterich beschreibt das Wort AI als unverständlich, obwohl es wohl mit AIFIK (→ Ewigkeit, Ehe,
Gesetz, Vertrag) zusammenhängt:

3: Dieterichs Einträge für die Runen-Wörter AI (???) und AIFIK (Ewigkeit)

12 Runen als magische Zeichen


13 Æ in Other Germanic languages
14 Æ in Anders Bjerrum and Marie Bjerrum (1974), Ordbog over Fjoldemålet, Copenhagen: Akademisk Forlag.
Das Abschlusssymbol “R-Finale” (Aur, Yr, Stupmadr)
Dieterich beschreibt ebenfalls das letzte Symbol der Runen-Reihe als “R-final” (Aur, Yr,
Stupmadr), das im Sanskrit „auch“ als Vokal benutzt worden sei15:

4 Dieterichs Eintrag für das Runen-Symbol “R-finale” (Aur, Yr, Stupmadr)

Dieser Buchstabe “R” galt wohl auch als Abschlusselement des Alphabets und als Endbuchstabe
oder Abschlussvokal für einige Wörter wie „milde“.

Stablose Runen (~11ten Jahrhundert)


In seinem Werk erläutert Dieterich auch wie die vereinfachte stablose Runen in einem O-losen
Alphabet um einer zentralen „I“-Vokal in zwei symmetrischen Hälften gruppiert werden können,
die jeweils 6 Konsonanten und 1 Randvokal aufgeteilt werden können. Die linke Flügelgruppe
enthält ein “U” und die rechte Seite ein “A” als Vokale.
Laut Aussage von Dieterich gelten die Vokale I, U und A als Urvokale.

5: Stablose Runen (staveless runes, vereinfacht, ohne O)

6: Stablose Runen (staveless runes, ausgeprägte versionen, ohne O)

15 Vergleichendes Wörterbuch der gothischen Sprache" by Diefenbach, Lorenz, 1806-1883


Die Röker Runeninschrift
Eine ähnliche Struktur um der zentralen Vokalbuchstabe „I“ kann abgelesen werden aus der Röker
Runeninschrift, die ebenfalls auf der linken Seite 6 Symbole (f-u-th-oa-r-k), in der Mitte einen
zentralen Abschnitt (h-n-i-a-s) und rechts 5 Elemente (t-b-m-l-R) aufweist. Die Röker
Runeninschrift wird mit einem R-Stupmadr abgeschlossen:

7: Die Röker Runeninschrift, dokumentiert von Ludvig Wimmer – Die Runenschrift (1887)

Bemerkenswerte Merkmale der “futhork”-Struktur


Folgende Merkmale kann man in der “futhork”-Struktur ablesen:
1. Die “futhork”-Struktur enthält einen zentralen Vokalbuchstaben “I”
2. “Futhork” kann auch als “Wuthork” interpretiert werden.
3. Das Wort “Thor” (“þor”) ist ablesbar in der “futhork”-Struktur.
4. Der Name “Tyr” oder “Tiw” hat einen eigenen Rune “T”.
5. Der Name “Wuthan” kann mit dem Personalpronomen “wuth” (“wir beide”)
zusammenhängen.
6. Im Anfangswort „Wuthoark“ kann “wut” als alt-niederländisch Personalpronomen ("wir
zwei"), und in alt-Friesisch „wit“ bzw. in alt-Englisch „ƿit“ geschrieben wird.
7. Das Wort “Tuw” (Þuƿ) kann rückwärts aus den drei Anfangsbuchstaben (“wuth”) abgelesen
werden .
8. Ein skandinavisches Ego-Pronomen ist ablesbar als “IA” oder “Æ”
9. Ein Runen-Symbol “R-finale” (Aur, Yr, Stupmadr) und ein Sanskrit-Vokal werden als
Schlusssymbol abgelesen.
Diese symbolische Elemente werden nun mit ähnlichen Mechanismen in den übrigen europäischen
Alphabeten verglichen.

Der Abschied des wütenden Charakters von Wotan


Falls wir Wotan mit dem Personalpronomen „wut16“ ("wir zwei") der ersten Person Dual korrelieren
können müssen wir wohl auch Abschied nehmen von Wotans Wut, der vielleicht in der
Christianisierungszeit entstanden ist.

16 Vergeten woorden | Taaldacht (in Niederländisch)


Die Englische Runenreihe
Alt-Englisch wurde zunächst in Runen geschrieben und zwar mit der Symbolreihe futhork –
die vom 24-stelligen elder futhark abgeleitet wurde. Hinzu fügte man 5 extra Runen um die
angelsächsische Vokalklänge zu beschreiben und gelegentlich noch andere Zeichen.
Die englische Sprache fügte dem Alphabet folgende 4 angelsächsischen Zeichen hinzu:
• der “æ”-Klang (ash), der für bedeutsame Symbole wie Gesetz, Schrifttum, Ehe und
Ewigkeit verwendet wird. In Runenschrift wird dieses Symbol auch als “Aifik” codiert.
• der “W”-Klang (ƿ in ƿit) in der Form des Wynn (“uu” oder “w”) für die Personalpronomina
“wut” oder “wit”.
• die “Θ”-Klänge þ (thorn) und ð (eth), die in Mittel-Englisch in “th” verwandelt wurden.
Einige dieser Zeichen wurden in bedeutsame Wörter benötigt, wie zum Beispiel þ (thorn) und
befinden sich ganz vorne in futhork. Andere Zeichen wie æ (“æsc”) befinden sich am „Ende“ der
futhorc- Reihe17.

8: Runenreihe für die altenglische Sprache (vor der Einführung des Lateinischen Alphabets)

enthält alle 34 Runen des Angelsächsischen Fuþorc,


ergänzt durch : Rursus (talk) Anglosaxonrunes-editable (public domain)

17 The runic alphabet used to write Old English before the introduction of the Latin alphabet
Das römische Alphabet

Das frühere römische Alphabet


Das frühere römische Alphabet wurde abgeleitet aus dem etruskischen Alphabet und enthielt die
Buchstabenreihe A-D-E-F-H-I-K-M-N-O-S-V18, die man auch wie folgt anordnen kann:

A -D-E-F-H- I -K-M-N-O-S- V
Das alte Alphabet beginnt und endet mit den Vokalen A & V, während der zentrale Vokal I eine
Spezialrolle erfüllt.
Das Latein verlor die symmetrische Vokalstruktur mit der Einführung der spezifisch griechischen
Buchstaben Y und Z (im Jahre 146 BC). 19 Das moderne Alphabet beginnt mit einem Vokal aber
endet mit dem Konsonanten Z.

Das klassische römische Alphabet


Das klassische römische Alphabet lautet:
A-B-C-D-E-F-G-H-I-(J)-K-L-M-N-O-P-Q-R-S-T-V-X-Y-Z

Diakritische Symbole
Die religiöse Symbolik erfordert lange Vokale für die bedeutsame Begriffe. Kurze Symbole wurden
als unbedeutender eingestuft.
Latein verfügte über 5 Vokalen A, E, I, O, U. Das wichtigste diakritisches Zeichen ist der Apex,
womit man lange Vokale20 markiert, die man zuvor doppelt geschrieben hatte. Das lange I 21 wurde
jedoch nicht mit einem Apex markiert aber als extra Symbol höher gestaltet.22
Der lange I-Klang (long I-vowel) bildete deshalb vielleicht die höchste Symbolordnung in den
Alphabeten und Klangreihen. Es ist auch oft das I-Symbol, das als Anfangsbuchstabe für den
Himmelsgott (wie IU-piter) oder für die Ego-Pronomina (ieu, iau, iou, io, I, …) gewählt wird.

9: Diakritische Zeichen für die Vokalreihe


A, E, I, O, U in Latein

18 The Story of Writing: Alphabets, Hieroglyphs & Pictograms by Andrew Robinson) (1995) page 170
19 Encryption and Decryption of the Alphabetical Hieroglyphs
20 long vowels
21 long I-vowel
22 Eternity - a Pre-Thales-Root for Western Philosophy
Die Claudische Buchstaben
Kaiser Claudius regierte vom 24. Januar 41 n. Chr. bis zu seinem Tod im Jahr 54.
Neben seinen schriftstellerischen Tätigkeiten plante er eine Reform des Lateinischen
Alphabets durch Hinzufügung dreier neuer Buchstaben.

• Der erste – Ɔ (antisigma) – entsprach einem gespiegelten lunaren Sigma und stand
sehr wahrscheinlich für den Lautwert des griechischen Psi.[76]

• Der zweite – Ⅎ (digamma inversum) – war dem archaischen griechischen Digamma


nachempfunden, jedoch gedreht; er sollte zur Kennzeichnung des Lautes [v] im
Gegensatz zu [u] und [w] (durch den Buchstaben V) dienen.[77]

• Der dritte – Ⱶ – ähnelte einem halben H und diente für den Laut zwischen [u] und [i],
analog zum griechischen Ypsilon.[78]

Die Erweiterung des Alphabets konnte sich nicht durchsetzen und wurde später anders gelöst. Die
U/V-Verwirrung wurde mit der Einführung des Vokals „U“ gelöst. Die Rolle des mittleren I/U-
Klangs (sonus medius) wurde mit der Einführung des griechischen Buchstabens Y gelöst.
Bemerkenswert ist, dass zwei von diesen drei Verbesserungen Vokale betrifft.

Friedrichs Signatur A-E-I-O-U


Auffällig ist die Signatur, die Kaiser Friedrich III. (1415–1493) bereits während seiner Jugendzeit
gewählt, aber nie öffentlich entschlüsselt hat:
A.E.I.O.U. ist ein habsburgischer Wahlspruch, den Kaiser Friedrich III. (1415–1493)
als Signatur auf seinem Tafelgeschirr, seinem Wappen sowie auf Bauwerken, wie der
Burg in Wiener Neustadt, dem Linzer Schloss sowie an Dom und Burg in Graz,
anbringen ließ. Unter Erzherzogin Maria Theresia wurde dieser Wahl- und
Eignungsspruch auch im Wappen und auf der weltältesten Militärakademie (1752) in
Wiener Neustadt angebracht.
Das griechische Alphabet

Das frühgriechische Alphabet


Das frühgriechische Alphabet wurde aus dem Punischen Alphabet übernommen und enthielt die
Buchstaben: A-Β-Γ-Δ-Ε-(F23)-Ζ-H-Θ-I-Κ-Λ-Μ-Ν-O-Π-(M24)-(Q25)-Ρ-Σ-Τ26, die auch
folgendermaßen geordnet werden können:
A -Β-Γ-Δ- Ε -(F)-Ζ- H -Θ- I -Κ-Λ-Μ-Ν- O -Π-(M)-(Q)-Ρ-Σ-Τ27
Dieses Alphabet wurde auch um einem Zentralelement “I” gruppiert und fängt mit dem Vokal A an.
Der Abschlussbuchstabe „T“ ist jedoch ein Konsonant. Das lange O wurde durch Verdoppelung
symbolisiert.

Das klassische griechische Alphabet


Das klassische griechische Alphabet wurde auch um einem Zentralelement “I” gruppiert, fängt mit
dem Vokal A an und endet mit dem langen Vokal Omega, der für die lange O- und OU-Klänge
reserviert wurde. Die Struktur lautet:
A -Β-Γ-Δ- Ε -(F)-Ζ- H -Θ- I -Κ-Λ-Μ-Ν- O -Π-Ρ-Σ-(Τ)- Υ -Χ- Ω
mit den langen Vokalen H – Ω und den Kurzvokalen Ε - O.

Der Verlust der Vokalsymmetrie im griechischen Alphabet


Die griechische Sprache hat die Symmetrie der Vokalstruktur mit der Einführung der langen
Vokalen H und Ω verloren (im 6ten Jahrhundert vor Christus)28.
Man hätte das Alphabet leicht mit einem Υ anstelle Ω enden lassen können. Der Buchstabe Υ ist
jedoch nicht für alle Wortbildungen verfügbar.

23 digamma
24 san
25 qoppa
26 The Story of Writing: Alphabets, Hieroglyphs & Pictograms by Andrew Robinson) (1995) page 170
27 In Latin symbols: A-B-C-D-E-(F)-Z-H-Th-I-K-L-M-N-O-P-(M)-(Q)-Q-R-S-T
28 Encryption and Decryption of the Alphabetical Hieroglyphs
Götternamen als Vokalreihen
Das Basiskonzept der Trinität kann als 3-stellige Vokalreihe ΙΑΩ geschrieben werden, in dem die
Anfangsbuchstabe A als Vokal, die zentrale Vokalachse I und der Endbuchstabe als vokal Ω
vorhanden sind. Die Kombination ΙΑΩ bildet auch der Anfang der 7-stellige Vokalreihe
ΙΑΩΟΥΗΕ (Jehovah), wozu verschiedene Expansionsphasen für Einzelvokale gehören können:
I,
IA,
IAU oder ΙΑΩ beziehungsweise ιαω29,
IAUA,
IEOUA,
IHEHOUA,
ΙΑΩΟΥΗΕ.. 30
Manche Vokalreihen werden jenseits der 7 Vokalen ΙΑΩΟΥΗΕ expandiert. Extreme Beispiele
dieser Vokalreihen sind dokumentiert in den magischen Papyri in der Mithras Liturgie31.
Selbstverständlich erlauben sämtliche Alphabete die Zusammensetzung der Götternamen aus den
vorhandenen Vokalen.

Die Wortsynthese aus Vokalkombinationen


Zu den wichtigsten Wörtern, die man aus Vokalen zusammenbauen kann gehören: (1) Götter, (2)
Ego-Pronomina und (3) Wörter für Ewigkeit, Schrifttum, Tradition, Gesetzgebung, Ehe, usw...
Zu den Götternamen gehören auch Jahweh (IEUE) und Jupiter (IOUE).
IU ist die 2-stellige Wurzel für IEUE (Jeve), IOUE (Jove), -- IOU-piter's Kernsymbol (Jupiter). Die
IU-Wurzel korreliert auch mit den Wörtern just, Justiz, Jura, usw..
Die Ähnlichkeit zwischen IEUE (Jeve) und IOUE (Jove) wurde schon früher dokumentiert, wurde
aber von der Kirche abgelehnt:
Some of the documents seem to refer to the similarity of the vowel cores of the Hebrew and
the Roman names. According to Giovanni Pico della Mirandola (1463-1494) numerous
Hebrew scholars believed that the name Iehoua had been derived from the name Ioue
(Jupiter) converting into Ioua and subsequently to Iehoua.
This however has been rejected by archbishop Gilbert Génébrard (in his book written in
1568 to defend the Trinity). He attacked the form Ioua used by Chateillon 32 reminding that
St Augustine had explained according to the writer Varro that the Jews had worshiped Ioue
(Jupiter!), and that the use of Ioua was thus a return to paganism. He proposed the verbal
form Iehue or Iihue for the divine name corresponding to the Aramaic yihweh, rather than
Iehoua, the usual Hebrew name. This should be sufficient to deny any correlation between
Jupiter and Iehoua33.
Auch die Ego-Pronomina der ersten Person Singular (iau, ieu, ious, je, ja, yo, io, I, æ….) werden
häufig zusammengesetzt aus Vokalen, die dem zugehörigen Namen des Himmelsgottes entsprechen.

29 The Seven Temples of Harran - Explaining the vowel symbols in ΙΑΩ


30 Notes to Sefer Yetzirah
31 The Vowels AEEIOYO in the Mithras Liturgy | Jehovah | Tetragrammaton
32 Sebastian Castellio or Chateillon - Castellio decided to translate the Bible into his native French
33 Quele: The Name Of God Yehowah. Its Story, By Gerard Gertoux (quoted from The Vowels in the Divine Name(s))
Die Wortsynthese aus den Runenreihen
Folgende Wörter wurden aus dem Runen-Sprach-Schatz34 (1844) von Udo Waldemar Dieterich
abgelesen. Ein bedeutsames Wort ist das Wort „Thu“, das rückwärts gelesen wird aus „Futhark“.
Abgesehen von den Götternamen (Vut, Tuw, Thor) scheint mir das bedeutsamste Wort „FuþiR“
(Futter) zu sein. Zu Dieterich's Erläuterungen gehören ernähren, gebären, füttern, fett werden →
fett, Futteral, Scheide, Vagina, männliche & weibliche Scham. Diese archaische Wortbildungen
deuten m.E. auf ein hohes Alter.

Eine andere Ableitung bildet sich aus der „Wit“-Gruppe, die sich aus den bedeutenden
Charaktereigenschaften „Wissen“ und „Gewissen“ (Justiz), Zeugen und „Zeugnis“ zusammensetzt.
Eine dritte Gruppe bildet sich aus der „IA“-Gruppe, in dem sich die ego-pronomina æ und I
befinden und ebenfalls mit dem Ewigkeitsbegriff (ewig), Gesetzgebung (aye, ǣ(w) und Ehe)
zusammenhängen.
In folgender Tabelle wird die Ableitungsquelle im Futhark gelb markiert, z.B. für „Thor“ (þor):
f u þ o r k h n i a s t b m l ʀ.
Der Anfangsbuchstabe „F“ der Futhark-Runenreihe wird in diesem Bericht auch als Buchstabe „Digamma“
interpretiert, die im punischen Alphabet als Waw den Buchstaben „W“ symbolisierte und später auch für die
F-, V- , U- und Y-Klänge Pate gestanden hat. Möglicherweise wurde diese Rune bereits früh für diese
Klangsymbole benutzt.

34 Runen-Sprach-Schatz oder Wörterbuch über die ältesten Sprachdenkmale Skandinaviens


Tabelle der Wortsynthese aus den Runenreihen
Runenquelle Linguistische Abgeleitete Wörter Deutsch Quelle / Hinweis
Long-branch runes Quelle
Younger Futhark
f u þ o r k h n i a s t --- all --- Thor Thor Himmelsgott
bmlʀ (Thursday)
Alt-Niederländisch Vut (Wut-an) Woden Himmelsgott
(Wednesday)
Alt-Niederländisch Tuw Tue, Tiw, Tyr, Ziu Himmelsgott
(Tuesday)
vuþąrkhniast
bmlʀ Niederländisch voedsel Futter
Niederländisch vod Anus
Niederländisch foedraal (van fóðr. Schwerthülle
= foedraal, schede) Vagina
Niederländisch foeteren Toben
(vom Alt-Nieder-
ländisch: zeugen)
v u þ ą r k h n i a s t Deutsch Thu (þu) Du Personalpronomen
bmlʀ English Thou (þu) zweite Person Sing.
wiþąrkhniast Alt-Englisch wit Wir beide Personalpronomen
bmlʀ
Alt-Friesisch wit Wir beide Oudfries
Woordenboek
Englisch wit → wissen
Englisch wit → Zeuge
Alt-Friesisch wit Zeuge, Zeugnis
wiþąrkhniast Alt-Friesisch wita Wissen, einsehen
bmlʀ Alt-Friesisch wita Versorgen
Alt-Friesisch wæta Hostie
Weihwasser
Alt-Friesisch witat Schlau, Oudfries
intelligent, weise Woordenboek
wiþąrkhniast Alt-Friesisch wite Strafe
bmlʀ
wiþąrkhniast Niederländisch wij Wir Personalpronomen
bmlʀ
Dänisches Dialekt æ Ich Personalpronomen
Englisch I Ich Personalpronomen
fuþąrkhniast
bmlʀ Englisch aye Immer, ewig Ewigkeit
Alt-Englisch ǣ(w) Gesetz Justiz
Alt-Niederländisch ee Ehe Stabilität
Niederländisch eeuw 100 J. (Ewigkeit) Ewigkeit

Tabelle 1: Wörter die aus der Runenreihe“f u þ ą r k h n i a s t b m l ʀ” abgeleitet wurden


Zusammenfassung (Abschluss)
Die römische und griechische Alphabete wurden um der zentralen Vokalachse des I-Symbols
angeordnet der in der Mitte zwischen andere Vokalen gruppiert wird.
Zunächst war die Zahl der Vokalen auf 3 begrenzt. Das initiale Vokaltrio war vielleicht I, A und
U/V. Manche Alphabete benutzen Anfangsbuchstaben „A“ und enden oder endeten mit Vokalen
(U/V oder Ω).
Die Vokale wurden benutzt zur die Wortsynthese der (1) Götternamen, (2) Ego-Pronomina und (3)
Wörter für Ewigkeit, Schrifttum, Tradition, Gesetzgebung, Ehe, usw...
Manche Varianten der Runenreihen enthalten die Namen der drei germanischen Himmelsgöttern als
dreistellige Buchstabenkombinationen (“Wuth-an”, “Thuw”, “Thor” - “þor”) und/oder die
Personalpronomina der ersten und zweiten Person Singular (“Æ”, “IA”, Thu und “þu“),
beziehungsweise dual (“ƿiþ” / “ƿuþ”).
Abgesehen von den Götternamen (Vut, Tuw, Thor) und Personalpronomina (wit, wut und æ)
scheinen mir zu den bedeutsamsten Wörtern zu gehören: (1) „FuþiR“ (Futter), (2) „wit“ (Wissen,
Zeugnis, „wir beide“) und (3) die Wortgruppe: „Ehe“, „ewig“, „aye“ („immer“) und „ǣ(w)“ (in Alt-
Englisch: ewig, Schrifttum, Ehe, Tradition, Zeremonie) zu sein.
Der Anfangsbuchstabe „F“ der Futhark-Runenreihe wird in diesem Bericht auch als Buchstabe „Digamma“
interpretiert, die im punischen Alphabet als Waw den Buchstaben „W“ symbolisierte und später auch für die
F-, V- , U- und Y-Klänge Pate gestanden hat.
Contents
Abstract ................................................................................................................................................1
Zusammenfassung (Intro).....................................................................................................................1
Die Runenreihe.....................................................................................................................................2
Þor, Þuƿ, Ƿuþan und Ƿuþ..................................................................................................................3
Die Entzifferung des Namens „Thor“ (þor)................................................................................3
Das Personalpronomen der ersten Person Dual („wir beide“) Wuth (ƿuth)................................3
Die Identifizierung von Wotan (Ƿuthan).....................................................................................4
Die Identifizierung von Tuw (Þuƿ).............................................................................................4
Die Identifikation der drei Götternamen Vut (Wotan), Thor und Tuw (Tyr)..............................4
Das skandinavische Ego-Pronomen.................................................................................................5
Dieterichs Einträge......................................................................................................................5
Das Abschlusssymbol “R-Finale” (Aur, Yr, Stupmadr)..................................................................6
Stablose Runen (~11ten Jahrhundert)..............................................................................................6
Die Röker Runeninschrift................................................................................................................7
Bemerkenswerte Merkmale der “futhork”-Struktur........................................................................7
Der Abschied des wütenden Charakters von Wotan........................................................................7
Die Englische Runenreihe...............................................................................................................8
Das römische Alphabet.........................................................................................................................9
Das frühere römische Alphabet........................................................................................................9
Das klassische römische Alphabet...................................................................................................9
Diakritische Symbole.......................................................................................................................9
Die Claudische Buchstaben...........................................................................................................10
Friedrichs Signatur A-E-I-O-U......................................................................................................10
Das griechische Alphabet...................................................................................................................11
Das frühgriechische Alphabet .......................................................................................................11
Das klassische griechische Alphabet ............................................................................................11
Der Verlust der Vokalsymmetrie im griechischen Alphabet .........................................................11
Götternamen als Vokalreihen .............................................................................................................12
Die Wortsynthese aus Vokalkombinationen...................................................................................12
Die Wortsynthese aus den Runenreihen.........................................................................................13
Tabelle der Wortsynthese aus den Runenreihen............................................................................14
Zusammenfassung (Abschluss)..........................................................................................................15