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SINUMERIK 840D sl/840Di sl/ 840D/840Di/810D SinuCom Inbetriebnahme- /Servicetools Bedienhandbuch Gültig für Steuerung

SINUMERIK 840D sl/840Di sl/

840D/840Di/810D

SinuCom Inbetriebnahme- /Servicetools

Bedienhandbuch

Gültig für

Steuerung

SINUMERIK 840D sl/ 840DE sl SINUMERIK 840Di sl/ 840DiE sl

SINUMERIK 840D/840Di/810D

Software

Version

SinuCom

7.50

07/2008

Produkt SinuCom

Installation

Allgemeine

Bedienabläufe

SinuCom NC:

Funktionen

SinuCom FFS:

Funktionen

SinuCom CFS:

Funktionen

SinuCom ARC:

Funktionen

SinuCom PCIN:

Funktionen

Anhang

Index

1

2

3

4

5

6

7

8

A

I

SINUMERIK®-Dokumentation

Auflagenschlüssel

Die nachfolgend aufgeführten Ausgaben sind bis zur vorliegenden Ausgabe erschienen.

In der Spalte "Bemerkung" ist durch Buchstaben gekennzeichnet, welchen Status die bisher erschienenen Ausgaben besitzen.

Kennzeichnung des Status in der Spalte "Bemerkung":

A Neue Dokumentation.

B Unverändeter Nachdruck mit neuer Bestell-Nummer.

C Überarbeitete Version mit neuem Ausgabestand.

Ausgabe

Bestell-Nr.

Bemerkung

06.03

Nur in der Online-Hilfe enthalten-

A

03/2007

Nur in der Online-Hilfe enthalten

C

07/2008

Nur in der Online-Hilfe enthalten-

C

Marken

Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Druckschrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen können.

Haftungsausschluss

Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft. Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden jedoch regelmäßig überprüft, und notwendige Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten.

© Siemens AG, 2008. All rights reserved

Bestell-Nr. Nur in der Online-Hilfe enthalten-

Siemens Aktiengesellschaft

07/2008

Vorwort

Vorwort

SINUMERIK-Dokumentation

Die SINUMERIK-Dokumentation ist in 3 Ebenen gegliedert:

Allgemeine Dokumentation

Anwender-Dokumentation

Hersteller/Service-Dokumentation

Eine monatlich aktualisierte Druckschriften-Übersicht mit den jeweils verfügbaren Sprachen finden Sie im Internet unter:

http://www.siemens.com/motioncontrol Folgen Sie den Menüpunkten "Support" "Technische Dokumentation" "Do- kumentation bestellen" "Gedruckte Dokumentation".

.

Die Internet-Ausgabe der DOConCD, die DOConWEB, finden Sie unter:

Informationen zum Trainingsangebot und zu FAQs (frequently asked questions) finden Sie im Internet unter:

http://www.siemens.com/motioncontrol und dort unter Menüpunkt "Support"

Zielgruppe

Die vorliegende Dokumentation wendet sich an Hersteller von Werkzeugmaschi- nen mit SINUMERIK 840D sl/840Di sl/ SINAMICS S120 und 840D/840Di/810D/SIMODRIVE 611D.

Standardumfang

In der vorliegenden Programmieranleitung ist die Funktionalität des Standardum- fangs beschrieben. Ergänzungen oder Änderungen, die durch den Maschinenher- steller vorgenommen werden, werden vom Maschinenhersteller dokumentiert. Es können in der Steuerung weitere, in dieser Dokumentation nicht erläuterte Funktionen ablauffähig sein. Es besteht jedoch kein Anspruch auf diese Funktio- nen bei der Neulieferung bzw. im Servicefall.

Ebenso enthält diese Dokumentation aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht sämt-

liche Detailinformationen zu allen Typen des Produkts und kann auch nicht jeden denkbaren Fall der Aufstellung, des Betriebes und der Instandhaltung berücksich-

tigen.

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iii

Vorwort

07/2008

Technical Support

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an folgende Hotline:

 

Europa / Afrika

Telefon

+49 180 5050 - 222

Fax

+49 180 5050 - 223

Internet

 

Amerika

Telefon

+1 423 262 2522

Fax

+1 423 262 2289

E-Mail

 

Asia / Pazifik

Telefon

+86 1064 719 990

Fax

+86 1064 747 474

E-Mail

Hinweis

Landesspezifische Telefonnummern für technische Beratung finden Sie im Inter- net:

Anrufe sind gebührenpflichtig, z. B. 0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz. Tarife anderer Telefonanbieter können abweichen.

Fragen zum Handbuch

Bei Fragen zur Dokumentation (Anregungen, Korrekturen) senden Sie bitte ein Fax oder eine E-Mail an folgende Adresse:

Fax:

+49 (0) 9131 / 98 - 2176

Faxformular: siehe Rückmeldeblatt am Schluss der Druckschrift.

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07/2008

Vorwort

Internetadresse SINUMERIK

Gegenstand des Handbuches

Die vorliegende Druckschrift erläutert die Installation des SinuCom Inbetriebnah- me-/Servicetools und beschreibt dessen Bedienung und Funktionalität. Das SinuCom Inbetriebnahme-/Servicetools soll die Inbetriebnahme der SINUMERIK 840D sl/840Di sl/ 840D/840Di/810D erleichtern. Bei der SINUMERIK 840D/810D wird das Tool vom PG/PC aus im Online-Betrieb (PG/PC-Steuerung über BTSS-Schnittstelle) gestartet. Bei der SINUMERIK 840Di ist es Bestandteil der Software.

Standardumfang

Diese Druckschrift beschreibt den Standardfunktionsumfang. Eventuell durch den Maschinenhersteller zum Standardumfang vorgenommene Erweiterungen oder Änderungen in Hinblick auf den Standardumfang werden durch den Maschinen- hersteller dokumentiert. Zu Informationen zu weiteren Druckschriften für SINUMERIK 840D sl/ 840Di sl/ 840D/840Di/810D und Druckschriften, die für alle

SINUMERIK-Steuerungen gelten (z. B. Universalschnittstelle, Messzyklen

den Sie sich bitte an Ihre örtliche Siemens-Vertretung. Es können weitere, in dieser Dokumentation nicht beschriebene Funktionen in der Steuerung ablauffähig sein. Es besteht jedoch kein Anspruch auf diese Funktionen bei Neulieferung bzw. im Servicefall.

) wen-

! Wichtig

Diese Systembeschreibung gilt für folgende Steuerungstypen:

SINUMERIK 840D sl / SINUMERIK 840DE sl (Exportvariante) SINUMERIK 840Di sl / SINUMERIK 840DiE sl (Exportvariante) SINUMERIK 840D powerline / 840DE powerline Exportvariante) SINUMERIK 840Di powerline / 840DiE powerline Exportvariante)) SINUMERIK 810D powerline / 810DE powerline Exportvariante) mit den Bedientafeln OP 010, OP 010C, OP 010S, OP 12 bzw. OP 15 (PCU 50, PCU 70, NCU 710, NCU 720, NCU 730)

Hinweise

Folgende Hinweise mit spezieller Bedeutung werden in der Dokumentation ver- wendet.

Hinweis

Dieses Symbol erscheint in dieser Dokumentation immer dann, wenn weiterfüh- rende Sachverhalte angegeben werden.

! Wichtig

Dieses Symbol erscheint in dieser Dokumentation immer dann, wenn ein wichti- ger Sachverhalt zu beachten ist.

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v

Vorwort

07/2008

Vorwort 07/2008 Bestelldaten-Ergänzung Dieses Symbol taucht in der Dokumentation immer dann auf, wenn eine be-

Bestelldaten-Ergänzung

Dieses Symbol taucht in der Dokumentation immer dann auf, wenn eine be- schriebene Funktion nicht in der Standardversion enthalten ist, aber als Option bestellt werden kann.

Sicherheitshinweise

Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise zu Ihrer per- sönlichen Sicherheit sind durch ein Warndreieck hervorgehoben, Hinweise zu al- leinigen Sachschäden stehen ohne Warndreieck. Je nach Gefährdungsstufe wer- den die Warnhinweise in abnehmender Reihenfolge wie folgt dargestellt.

!
!

Gefahr

bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

!
!

Warnung

bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

!
!

Vorsicht

mit Warndreieck bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Vorsicht

ohne Warndreieck bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die ent- sprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

Achtung

bedeutet, dass ein unerwünschtes Ergebnis oder Zustand eintreten kann, wenn der entsprechende Hinweis nicht beachtet wird.

Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur je- weils höchsten Stufe verwendet. Wenn in einem Warnhinweis mit dem Warndrei- eck vor Personenschäden gewarnt wird, dann kann im selben Warnhinweis zusätz- lich eine Warnung vor Sachschäden angefügt sein.

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07/2008

Vorwort

Qualifiziertes Personal

Das zugehörige Gerät/System darf nur in Verbindung mit dieser Dokumentation eingerichtet und betrieben werden. Inbetriebsetzung und Betrieb eines Gerä- tes/Systems dürfen nur von qualifiziertem Personal vorgenommen werden. Quali- fiziertes Personal im Sinne der sicherheitstechnischen Hinweise dieser Dokumen- tation sind Personen, die die Berechtigung haben, Geräte, Systeme und Strom- kreise gemäß den Standards der Sicherheitstechnik in Betrieb zu nehmen, zu er- den und zu kennzeichnen.

Bestimmungsgemäßer Gebrauch

!
!

Beachten Sie Folgendes:

Warnung

Das Gerät darf nur für die im Katalog und in der technischen Beschreibung vor- gesehenen Einsatzfälle und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen bzw. zugelassenen Fremdgeräten und -komponenten verwendet werden. Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung und Montage, sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung voraus.

 

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vii

Vorwort

07/2008

© Siemens AG, 2008. All rights reserved

07/2008

Inhalt

Inhalt

1

Produkt SinuCom

1-13

1.1 Produktmerkmale

1-14

1.2 Lieferumfang

1-16

1.3 Einsetzbare PC-Plattformen

1-17

2

Installation

2-19

2.1 Installationsvarianten

2-20

2.2 Installation von SinuCom NC

2-20

2.3 Installation von SinuCom FFS

2-22

2.4 Installation von SinuCom CFS

2-23

2.5 Installation von SinuCom ARC

2-24

2.6 Installation von SinuCom PCIN

2-25

2.7 Deinstallation

2-26

3

Allgemeine Bedienabläufe

3-27

3.1 Inbetriebnahme mit SinuCom NC

3-28

3.2 Hilfefunktionen

3-29

3.3 Benutzung der Tastatur

3-32

4

SinuCom NC: Funktionen

4-33

4.1

Dokumentumfang und unterstützte Systeme

4-34

4.1.1 Umfang dieses Handbuchs

4-34

4.1.2 Unterstützte Systeme und Versionen

4-34

4.1.3 Unterstützte Sprachen

4-34

4.2 Neue Features bei SinuCom NC 7.50

4-35

4.3 Hauptmenü

4-35

4.4 Symbolleistenschaltflächen

4-36

4.5 Alarmmeldungen

4-36

4.6 Maschinendaten ("MD")

4-37

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ix

Inhalt

07/2008

4.6.1 Ansicht und Konfiguration der MD

4-37

4.6.2 Maschinendaten-Projektbaum

4-39

4.6.3 Servicedaten

4-41

4.7 Archivierung

4-42

4.8 SinuCom NC Trace

4-43

4.8.1 Übersicht

4-44

4.8.2 Sitzungen und deren Inhalt

4-48

4.8.3 Referenzkurven

4-51

4.8.4 Symbolleisten und Menüs

4-54

4.8.5 Kontextmenü

4-67

4.8.6 Dialogfenster

4-71

4.8.7 Trace Symbolimport-Assistent (TSIW):

4-87

4.8.8 Trace Setup-Assistent (TSW)

4-93

 

4.9

SinuCom NC SI

4-98

4.9.1 SinuCom NC SI bedienen

4-99

4.9.2 Gemeinsame Bildschirminhalte

4-100

4.9.3 Benutzerdefinierte Vorlagen

4-104

5

SinuCom FFS: Funktionen

5-109

5.1 Bedienung

5-110

5.2 NC-Bild anzeigen

5-110

5.3 FFS-Bild anzeigen/bearbeiten

5-110

5.4 NC-Bild auf NC-Karte schreiben/von NC-Karte lesen

5-111

6

SinuCom CFS: Funktionen

6-113

6.1

Bedienung

6-114

6.1.1 Projekt anlegen

6-114

6.1.2 Projektansichten einrichten

6-116

6.1.3 Abbild erstellen

6-117

6.1.4 Abbild auf die CompactFlash Card einspielen/auslesen

6-118

6.1.5 Sprache auswählen

6-119

7

SinuCom ARC: Funktionen

7-121

7.1 Bedienung

7-122

7.2 Archivinhalt anzeigen

7-122

7.3 Archivinhalt bearbeiten

7-122

7.4 Archiv erstellen

7-124

8

SinuCom PCIN: Funktionen

8-125

8.1

Bedienung

8-126

© Siemens AG, 2008. All rights reserved

07/2008

Inhalt

8.2 Funktionen

8-126

8.3 Datei WINPCIN.ini

8-127

A

Anhang

A-129

A.1

Abkürzungen

A-129

A.2 Definitionen

A-131

I Index

I-137

I.1 Stichwortverzeichnis

I-137

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xi

Inhalt

07/2008

© Siemens AG, 2008. All rights reserved

07/2008

1 Produkt SinuCom

1 Produkt SinuCom

1.1 Produktmerkmale

1

1.1 Produktmerkmale

1-14

1.2 Lieferumfang

1-16

1.3 Einsetzbare PC-Plattformen

1-17

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1-13

1 Produkt SinuCom

07/2008

1.1 Produktmerkmale

1.1 Produktmerkmale

Die SinuCom Inbetriebnahme-/Servicetools dienen zur einfachen Inbetriebnahme der Steuerungen SINUMERIK 840D sl/840Di sl/ und SINUMERK 840D/ 840Di/ 810D an CNC-Maschinen.

Bei der SINUMERIK 810D/ 840D/ 840D sl wird das Programm vom PG/PC aus im Online-Betrieb (PG/PC-Steuerung über BTSS-Schnittstelle) gestartet, bei der SINUMERIK 840Di/ 840Di sl ist es Bestandteil der Software.

Produktbestandteile

Die SinuCom Inbetriebnahme-/Servicetools beinhalten fünf Hilfsprogramme:

Funktionen

1. SinuCom NC

SinuCom NC Trace

SinuCom NC SI

2. SinuCom FFS

3. SinuCom CFS

4. SinuCom ARC

5. SinuCom PCIN

Die SinuCom Inbetriebnahme-/Servicetools bieten folgende Funktionen:

Nutzung der Trace-Funktionalität

Assistent beim Safety Integrated Abnahmetest

Erstellung von Abbildern der CompactFlash Card

Verwaltung der Serieninbetriebnahmedateien

Übertragung von CNC-Anwenderdaten

Hinweis

Das Programmieren der NC-Card erfolgt über Standardprogramme (z. B. Cardware), die nicht im Lieferumfang von SinuCom FFS enthalten sind.

Ein Flash File System (FFS) ist vergleichbar mit einem DOS-Datenträger z. B. Diskette. Bevor Daten abgelegt werden können, muss das System formatiert werden. Danach können Verzeichnis-Strukturen angelegt und Dateien in beliebigem Format gespeichert werden. Der Datenträger ist ein elektrisch löschbares EPROM. Das bedeutet, dass vor jedem Schreiben der entsprechende Bereich gelöscht werden muss. Zum Löschen und Schreiben sind entsprechend der Baustein-Identifikation angepasste Algorithmen erforderlich. Sie bestimmen weitgehend die Geschwindigkeit, mit der die Daten geschrieben werden können. Ein FFS-System kann direkt von DOS/WINDOWS gelesen werden. Da auf der NC-Card zusätzlich die nicht im FFS-Format abgespeicherte NC- Systemsoftware abgelegt wird, ist dies nur mit dem Programm "SINUCOPY-FFS" möglich.

1-14

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07/2008

1 Produkt SinuCom

1.1 Produktmerkmale

Hinweis

Für die Duplizierung von Software sind die A&D-Software-Vermarktungsricht- linien zu beachten.

SinuCom NC Trace

SinuCom NC Trace dient zur dynamischen Aufzeichnung von Variablen der CNC, der PLC, des HMI und von Antriebssignalen, die über die CNC verfügbar sind. Diese können ähnlich wie auf einem Oszillografen oder Logikanalysator dargestellt, ausgedruckt oder in eine Datei gespeichert werden. Die Funktion SinuCom NC Trace gibt Hilfestellung bei:

Fehlersuche und Fehlerbeseitigung

Maschinenleistungsanalyse, Benchmarking und Tuning

Prozessleistungsanalyse, Benchmarking und Tuning

SinuCom NC SI

SinuCom NC SI dient zum Automatisieren des Safety Integrated Abnahmetests, sie unterstützt den Maschinenhersteller und optimiert den Ablauf:

Verifizierung von Maschinen nach EG-Maschinenrichtlinie EN 954-1 (Steuerungskategorie 3).

Test der Sicherheitsfunktionen (teilautomatisiert) im Rahmen der Maschinenabnahme.

Protokollieren der gemessenen Daten und Testergebnisse einschl. Messschriebe aus den Trace-Funktionen.

Test von Einzel-/Sondermaschinen, Maschinenteilen (als partieller Test) und Serienmaschinen als Serieninbetriebnahme.

Kürzere Inbetriebnahmezeiten, da im neuen Abnahmemodus Power-On- Alarme während des Abnahmetests durch RESET quittiert werden.

Einfache Bedienung durch geführten Ablauf und automatische Konfiguration der Trace-Funktionen.

Eindeutiger Qualitätsnachweis für Maschinenhersteller und Endkunden und gegenüber Behörden.

SinuCom FFS

SinuCom FFS ermöglicht das Erstellen eines Abbildes für die PC-Card der CCU/NCU der Steuerung SINUMERIK 810D/ 840D. Es enthält:

Flash-File-System bearbeiten

Abbild für das Programmieren der PC-Card bereitstellen (Die eigentliche Programmierung der PC-Card erfolgt über Standardprogramme, die nicht mitgeliefert werden)

Integrierte Hilfe

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1-15

1 Produkt SinuCom

07/2008

1.2 Lieferumfang

SinuCom CFS

SinuCom CFS ermöglicht das Erstellen eines Abbildes für die CompactFlash Card im Format Ext3 der NCU der SINUMERIK 840D sl. Es enthält:

Abbild bereitstellen für das Programmieren der CompactFlash Card

Integrierte Hilfe

SinuCom ARC

Mit SinuCom ARC können Serieninbetriebnahmedateien einfach bearbeitet werden:

Dateien lesen, löschen, einfügen und ändern von Serieninbetriebnahme- Files

Integrierte Hilfe

SinuCom PCIN

SinuCom PCIN dient zum einfachen Senden und Empfangen von CNC- Anwenderdaten, z. B. Maschinendaten und Teileprogramme, über die serielle Schnittstelle zwischen dem PC/PG und der Steuerung. Es enthält:

V.24-Schnittstelle einstellen und Status abfragen

Archivdateien editieren

Dateien aus Verzeichnissen einzeln ablegen

Gesicherte Datenübertragung

Integrierte Hilfe

SinuCom PCIN ist mit der Maus oder über Tastatur bedienbar.

1.2 Lieferumfang

Lieferform

Die SinuCom Inbetriebnahme-/Servicetools werden auf DVD ausgeliefert.

Lizenzen

Folgende Lizenzen werden angeboten:

Einfache Lizenz

Lizenzen ohne Datenträger

Pflegeservice

Update auf Bestellung eines bestimmten Software-Standes

Fremdsprachen

Die SinuCom Inbetriebnahme-/Servicetools werden in 6 Sprachen (Englisch/Deutsch/Französisch/Spanisch/Italienisch/Chinesisch) ausgeliefert.

1-16

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07/2008

1 Produkt SinuCom

Bestelldaten

1.3 Einsetzbare PC-Plattformen

Bestelldaten

Bestellnummer

 

SinuCom Inbetriebnahme-/Servicetools auf DVD einschließlich SinuCom NC (Trace/SI) SinuCom FFS, SinuCom CFS, SinuCom ARC, SinuCom PCIN, Dokumentation Sprachen: Deutsch/Englisch

6FC5250-

 

AY00-

 

AG

 

Lizenz

           

Einfache Lizenz, aktueller SW-Stand

-

0

-

0

 

0

Einfache Lizenz, bestimmter SW- Stand

-

-

 

0

Kopierlizenz

-

0

-

0

 

1

Softwarepflege

           

Software-Pflegeservice

-

0

-

0

 

2

Update auf Bestellung, bestimmter SW-Stand

-

-

 

3

Beispiel für bestimmten Softwarestand, z. B. SW 7.3: 6FC5 250-7

-3

 

1.3 Einsetzbare PC-Plattformen

Die Produktbestandteile von SinuCom Inbetriebnahme-/Servicetools sind auf folgenden PC-Plattformen einsetzbar:

SW

Windows

Windows

Windows

Windows

Windows

Windows

95

98

ME

2000

NT

XP

SinuCom

-

-

-

-

Ja

Ja

NC

SinuCom

-

-

Ja

-

Ja

Ja

FFS

SinuCom

-

-

-

-

-

Ja

CFS

SinuCom

-

-

Ja

Ja

Ja

Ja

ARC

SinuCom

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

Ja

PCIN

Hinweis

SinuCom Version 07.01 und höher können nur auf Windows XP installiert werden.

 

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1 Produkt SinuCom

07/2008

1.3 Einsetzbare PC-Plattformen

1-18

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07/2008

2 Installation

2 Installation

2.1 Installationsvarianten

2

2.1 Installationsvarianten

2-20

2.2 Installation von SinuCom NC

2-20

2.3 Installation von SinuCom FFS

2-22

2.4 Installation von SinuCom CFS

2-23

2.5 Installation von SinuCom ARC

2-24

2.6 Installation von SinuCom PCIN

2-25

2.7 Deinstallation

2-26

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2-19

2 Installation

07/2008

2.1 Installationsvarianten

2.1 Installationsvarianten

Die SinuCom Inbetriebnahme-/Servicetools können in fünf verschiedenen Varianten installiert werden:

1. Nur SinuCom NC

2. Nur SinuCom FFS

3. Nur SinuCom CFS

4. Nur SinuCom ARC

5. Nur SinuCom PCIN

2.2 Installation von SinuCom NC

Voraussetzungen

SinCom NC läuft ausschließlich mit Windows® XP professional (SP1 oder SP2).

SinuCom NC belegt ca. 7 MB im Windows® Systemverzeichnis und ca. 52 MB im SinuCom Verzeichnis. Weitere 156 MB Speicherplatz werden für die Installation von HMI Advanced benötigt.

Das Programm ist im Lieferumfang der SINUMERIK 840Di sl bereits enthalten.

Ausführung

1. DVD in das Laufwerk des PGs/PCs einlegen.

2. Explorer starten (oder eine MS-DOS-Eingabeaufforderung).

3. Zum CD/DVD-Laufwerk wechseln.

4. Ordner "SinuCom-NC" öffnen.

5. Das Programm "Setup.exe" starten. Dieses Programm führt die Installation von SinuCom NC benutzergeführt aus.

6. Nach der Installation muss ein Warmstart am PG/PC durchgeführt werden.

Die Info-Dateien "siemensd.txt" (deutsch) und "siemense.txt" (englisch) werden vom SETUP auf die Festplatte in das SinuCom NC Verzeichnis kopiert. Somit stehen diese Informationen auch nach der Installation zur Verfügung.

Starten von SinuCom NC

Es gibt folgende Möglichkeiten die Funktion "SinuCom NC" zu starten:

1. Doppelklick auf das Symbol "SinuComNC".

2. Über die Windows-Taskleiste des PG/PC: "Start" "Programme" "SinuCom" "SinuComNC".

2-20

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07/2008

2 Installation

Hinweis

Bei 840Di mit optionaler HMI-Advanced Software wird SinuCom NC nicht automatisch über Softkey 9 installiert. Dieser Softkey kann erst verwendet werden, wenn SinuCom NC erneut nach der vollständigen Installation der 840Di Software installiert worden ist.

Hinweis

SinuCom NC kann nicht ohne Maus bedient werden.

Verbindung zur NC-Steuerung herstellen (BTSS)

Bei der Inbetriebnahme der Steuerung ist der NCU-Verbindungsassistent (NCU Connection Wizard, NCW) das geeignete Tool, um NCK, PLC und Antrieb zu verbinden.

NCU-Verbindungsassistent starten

Über die Windows-Taskleiste des PG/PC: "Start" "Programme" "SinuCom" "NC Connect Wizard".

Wenn die Steuerung beim Hochlauf keine Verbindung herstellen kann, erscheint automatisch eine Meldung, die die Anwahl des NCU- Verbindungsassistent anbietet.

Aufgrund der Antworten auf einige Fragen stellt der NCU-Verbindungsassistent einige MPI- und Ethernet-Verbindungen zur Auswahl. Änderungen, die bei der Verwendung des NCU-Verbindungsassistenten gemacht werden, werden erst nach einem Neustart von SinuCom NC wirksam.

Für SINUMERIK powerline wird eine MPI-Verbindung benötigt, für die eine Anzahl von Treibern zur Verfügung stehen. Wenn jedoch der Treiber für Ihre MPI- Hardware nicht erscheint, ist es evtl. notwendig, den Treiber separat zu installieren (z. B. aus der SIMATIC-Software).

Für SINUMERIK solution line wird eine Ethernet-Verbindung verwendet, die keine Treiber benötigt.

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2-21

2 Installation

07/2008

2.3 Installation von SinuCom FFS

2.3 Installation von SinuCom FFS

Voraussetzungen

SinuCom FFS benötigt als Software-Plattform Windows Me/NT 4.0/XP.

SINUMERIK 810D/840D powerline.

SinuCom FFS belegt ca. 1,2 MB Speicherplatz.

Vor der Installation von SinuCom FFS müssen, bis auf den Explorer, alle Anwendungen beendet werden.

Für die Duplizierung von Software sind die A&D-Software-Vermarktungsrichtlinien zu beachten!

Ausführung

1. DVD in das Laufwerk des PGs/PCs einlegen.

2. Explorer starten (oder eine MS-DOS-Eingabeaufforderung).

3. Zum CD/DVD-Laufwerk wechseln.

4. Ordner "SinuCom-FFS" öffnen.

5. Das Programm "setup.exe" starten. Dieses Programm führt die Installation von SinuCom FFS benutzergeführt aus.

6. Nach der Installation muss ein Warmstart am PG/PC durchgeführt werden.

Die Info-Dateien "siemensd.txt" (deutsch) und "siemense.txt" (englisch) werden vom SETUP auf die Festplatte in das SinuCom FFS Verzeichnis kopiert. Somit stehen diese Informationen auch nach der Installation zur Verfügung.

Hinweise

Die Laufwerkbezeichnung für das OMNI97-Gerät ist frei wählbar: Geben Sie im Menü "Systemsteuerung/Gerätemanager/Laufwerke/OMNI97" den Laufwerksbuchstaben ein.

bei Windows NT: Im Menü "OmniControl/DriveLetter" geben Sie den Laufwerkbuchstaben ein.

SinuCom FFS starten

Es gibt folgende Möglichkeiten die Funktion "SinuCom NC" zu starten:

1. Doppelklick auf das Symbol "SinuCom FFS"

2. Über die Windows-Taskleiste des PG/PC: "Start" "Programme" "SinuCom" "SinuComFFS"

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07/2008

2 Installation

2.4 Installation von SinuCom CFS

Voraussetzungen

2.4 Installation von SinuCom CFS

SinuCom CFS benötigt als Software-Plattform Windows XP.

Für die Installation der System-Software von SINUMERIK 840D sl wird 156 MB Speicherplatz benötigt.

SinuCom CFS belegt ca. 1 MB Speicherplatz.

Vor der Installation von SinuCom CFS müssen alle Anwendungen (nicht den Explorer) beendet werden.

Ausführung

1. DVD in das Laufwerk des PGs/PCs einlegen.

2. Explorer starten (oder eine MS-DOS-Eingabeaufforderung).

3. Zum CD/DVD-Laufwerk wechseln.

4. Ordner "SinuCom-CFS" öffnen.

5. Das Programm "setup.exe" starten. Dieses Programm führt die Installation von SinuCom CFS benutzergeführt aus.

6. Nach der Installation muss ein Warmstart am PG/PC durchgeführt werden.

SinuCom CFS starten

Es gibt folgende Möglichkeiten die Funktion "SinuCom CFS" zu starten:

1. Doppelklick auf das Symbol "SinuCom CFS"

2. Über die Windows-Taskleiste des PG/PC: "Start" "Programme" "SinuCom" "SinuComCFS".

Die Info-Dateien "siemensd.txt" (deutsch) und "siemense.txt" (englisch) werden vom SETUP auf die Festplatte in das SinuCom CFS Verzeichnis kopiert. Somit stehen diese Informationen auch nach der Installation zur Verfügung.

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2 Installation

07/2008

2.5 Installation von SinuCom ARC

2.5 Installation von SinuCom ARC

Voraussetzungen

SinuCom ARC benötigt als Software-Plattform Windows ME, Windows NT 4.0, Service Pack 6), WindowsXP oder Windows 2000.

SinuCom ARC belegt ca. 0,7 MB.

Vor der Installation von SinuCom ARC müssen bis auf den Explorer, alle Anwendungen beendet werden.

Ausführung

1. DVD in das Laufwerk des PGs/PCs einlegen.

2. Explorer starten (oder eine MS-DOS-Eingabeaufforderung).

3. Zum CD/DVD-Laufwerk wechseln.

4. Ordner "SinuCom-CFS" öffnen.

5. Das Programm "setup.exe" starten. Dieses Programm führt die Installation von SinuCom CFS benutzergeführt aus.

6. Nach der Installation muss ein Warmstart am PG/PC durchgeführt werden.

SinuCom ARC starten

Es gibt folgende Möglichkeiten die Funktion "SinuCom ARC" zu starten:

1. Doppelklick auf das Symbol "SinuCom ARC".

2. Über die Windows-Taskleiste des PG/PC: "Start" "Programme" "SinuCom" "SinuComARC".

3. Aus dem Programm "SinuCom NC" über das Menü "Extras" "SinuComARC".

Die Info-Dateien "siemensd.txt" (deutsch) und "siemense.txt" (englisch) werden vom SETUP auf die Festplatte in das SinuCom ARC Verzeichnis kopiert. Somit stehen diese Informationen auch nach der Installation zur Verfügung.

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07/2008

2 Installation

2.6 Installation von SinuCom PCIN

Voraussetzungen

2.6 Installation von SinuCom PCIN

SinuCom PCIN benötigt als Software-Plattform Windows 95/ 98/ ME/ 2000/ XP/ NT 4.0.

SinuCom PCIN belegt ca. 1,2 MB.

SINUMERIK 810D/ 840D powerline

HMI-Advanced ab Stand 6.1.05.

Vor der Installation von SinuCom PCIN müssen, bis auf den Explorer, alle Anwendungen beendet werden.

Ausführung

1. DVD in das Laufwerk des PGs/PCs einlegen.

2. Explorer starten (oder eine MS-DOS-Eingabeaufforderung).

3. Zum CD/DVD-Laufwerk wechseln.

4. Ordner "SinuCom-PCIN" öffnen.

5. Das Programm "setup.exe" starten. Dieses Programm führt die Installation von SinuCom PCIN benutzergeführt aus.

6. Nach der Installation muss ein Warmstart am PG/PC durchgeführt werden.

SinuCom PCIN starten

Es gibt folgende Möglichkeiten die Funktion "SinuCom PCIN" zu starten:

1. Doppelklick auf das Symbol "SinuCom PCIN".

2. Über die Windows-Taskleiste des PG/PC: "Start" "Programme" "SinuCom" "SinuCom PCIN".

Die Info-Dateien "siemensd.txt" (deutsch) und "siemense.txt" (englisch) werden vom SETUP auf die Festplatte in das SinuCom PCIN Verzeichnis kopiert. Somit stehen diese Informationen auch nach der Installation zur Verfügung.

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2-25

2 Installation

07/2008

2.7 Deinstallation

2.7 Deinstallation

Voraussetzungen

Vor der Deinstallation der SinuCom Inbetriebnahme-/Servicetools müssen alle Anwendungen beendet werden.

Ausführung

1. Über die Windows-Taskleiste des PG/PC: "Start" "Einstellungen" "Systemsteuerung" "Software". Im Fenster "Software" werden alle installierten Programme angezeigt.

2. Das zu löschende Programm anwählen und auf die Schaltfläche "Entfernen" klicken.

3. Nach dem Warmstart sind die SinuCom Inbetriebnahme-/Servicetools entfernt.

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07/2008

3 Allgemeine Bedienabläufe

3.1 Inbetriebnahme mit SinuCom NC

3

3 Allgemeine Bedienabläufe

3.1 Inbetriebnahme mit SinuCom NC

3-28

3.2 Hilfefunktionen

3-29

3.3 Benutzung der Tastatur

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3-27

3 Allgemeine Bedienabläufe

07/2008

3.1 Inbetriebnahme mit SinuCom NC

3.1 Inbetriebnahme mit SinuCom NC

Dialogbasierte Inbetriebnahme

SinuCom NC ermöglicht eine dialogbasierte Inbetriebnahme der Steuerungen SINUMERIK 840D sl/ 840Di sl/ 840D/ 840Di/ 810D.

Projekt anlegen

Bei der Inbetriebnahme wird über SinuCom NC

1. ein "Projekt" angelegt (Applikationsfenster) und

2. ein Projektbaum zur Verfügung gestellt (Projektfenster),

3. über den die Funktionen parametriert werden (Parametrierfenster).

den die Funktionen parametriert werden (Parametrierfenster). Bild 3-1 Einstiegsbild SinuCOM NC (Applikationsfenster) 3-28

Bild 3-1

Einstiegsbild SinuCOM NC (Applikationsfenster)

Bild 3-1 Einstiegsbild SinuCOM NC (Applikationsfenster) 3-28 Bild 3-2 Projektbaum mit Parametriefenster © Siemens

3-28

Bild 3-2

Projektbaum mit Parametriefenster

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07/2008

3 Allgemeine Bedienabläufe

Projekt

3.2 Hilfefunktionen

Im Applikationsfenster werden Projekte angelegt und verwaltet.

Projektbaum

Der Projektbaum enthält als Zweige die zu parametrierenden Funktionen, die An- ordnung entspricht der Inbetriebnahme-Reihenfolge (muss nicht eingehalten wer- den).

Parametrierfenster

Im Parametrierfenster werden die erforderlichen Daten eingegeben. Bei Rückfra- gen kann die Online-Hilfe benutzt werden

!

Wichtig

Durch den Start von SinuCom werden neben SinuCom NC die HMI- Basissystemapplikationen MMC 101/102 Leitsteuerung, Daten-Cache, MMCEnv, AccVar und arcdrv in der Task-Leiste bzw. im Task-Manager angezeigt. Diese Basissystemapplikationen werden beim Beenden von SinuCom NC auto- matisch geschlossen und dürfen nicht von Hand beendet werden, da SinuCom NC sonst nicht mehr fehlerfrei weiterarbeiten kann.

3.2 Hilfefunktionen

Um während der Inbetriebnahme sicherzustellen, dass alle evtl. benötigten Infor- mationen verfügbar sind, verfügt SinuCom NC über folgende Online-Hilfen:

Kontext-Hilfe Dialogfenster

Kontext-Hilfe SW-Funktionen (DOCONCD)

Maschinendaten-Hilfe

Alarm-Hilfe

Bedienhandbuch SinuCom Inbetriebnahme-/Servicetools in Deutsch und Eng- lisch als PDF (Bestandteil der Online-Hilfe)

Kontext-Hilfe Dialogfenster

Der Aufruf der Kontext-Hilfe erfolgt durch Klicken mit der Maus auf das Hilfesymbol

in der Symbolleiste Steuerelement.

Maus auf das Hilfesymbol in der Symbolleiste Steuerelement. und anschließendem Klicken in den Dialog bzw. auf

und anschließendem Klicken in den Dialog bzw. auf das

Es wird zu jedem Dialog bzw. Steuerelement ein Hilfedialog geöffnet mit Auflistung der zugehörigen Maschinendaten. Wird ein Steuerelement (z. B. Textfeld) ausgewählt, so erscheinen nur die von die- sem Steuerelement verwendeten Maschinendaten. Wird im Hintergrund des Dialogs geklickt, so erscheinen alle im Dialog verwende- ten Maschinendaten.

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3 Allgemeine Bedienabläufe

3.2 Hilfefunktionen

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3 Allgemeine Bedienabläufe 3.2 Hilfefunktionen 07/2008 Bild 3-3 Maschinendaten-Hilfe Kontext-Hilfe von

Bild 3-3

Maschinendaten-Hilfe

Kontext-Hilfe von Software-Funktionen

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

Die DVD "DOCONCD" liegt im CD/DVD-Laufwerk und wurde installiert. Aufruf:

Die Kontext-Hilfe Software-Funktionen wird aus der Kontexthilfe Dialogfenster über die Schaltfläche "DOCONCD" aufgerufen. Werden mehrere Hilfethemen ausgegeben, können diese gezielt angewählt wer- den:

ausgegeben, können diese gezielt angewählt wer- den: Bild 3-4 Kontext-Hilfe Software -Funktionen: mehrere

Bild 3-4

Kontext-Hilfe Software-Funktionen: mehrere Hilfethemen

Hinweis

Falls die DOCONCD nicht installiert ist, fehlt die Schaltfläche "DocOnCD".

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07/2008

3 Allgemeine Bedienabläufe

3.2 Hilfefunktionen

Maschinendaten-Hilfe

Der Aufruf der Kontext-Hilfe erfolgt durch Klicken mit der Maus auf das Hilfesymbol

in der Symbolleiste Steuerelement.

Maus auf das Hilfesymbol in der Symbolleiste Steuerelement. und anschließendem Klicken in den Dialog bzw. auf

und anschließendem Klicken in den Dialog bzw. auf das

Es wird zu jedem Dialog bzw. Steuerelement ein Hilfedialog geöffnet mit Auflistung der zugehörigen Maschinendaten. Die Maschinendaten sind nach Nummern auf- steigend sortiert und als Link dargestellt. Durch Anklicken eines dieser Links wird die zugehörige Maschinendatenhilfe geöffnet. Der Hilfedialog bleibt solange geöffnet, bis die Schaltfläche "schließen" betätigt o- der ein anderer Dialog angewählt wird (mehrere Hilfetexte können angewählt wer- den).

Alarm-Hilfe

Aufruf Wenn während der dialoggeführten Installation bzw. Inbetriebnahme ein Alarm auf- tritt, können Sie die Alarmhilfe aufrufen, indem Sie in der Alarmzeile auf das

Info-Symbol

aufrufen, indem Sie in der Alarmzeile auf das Info-Symbol klicken und dann auf den entsprechenden Alarm.

klicken und dann auf den entsprechenden Alarm.

Die Alarmhilfe zu dem entsprechenden Alarm wird geöffnet. Der Hilfedialog bleibt solange geöffnet, bis die Schaltfläche "schließen" betätigt o- der ein anderer Dialog angewählt wird (mehrere Hilfetexte können angewählt wer- den).

Bedienhandbuch SinuCom

Dieses Bedienhandbuch "SinuCom Inbetriebnahme-/Servicetools" ist Bestandteil der Online-Hilfe und liegt in folgendem Verzeichnis: "SinuCom NC" "840dincd" (deutsch) und "840dince" (englisch).

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3 Allgemeine Bedienabläufe

3.3 Benutzung der Tastatur

07/2008

3.3 Benutzung der Tastatur

Folgende Funktionen können über Tastenkombinationen der Tastatur aufgerufen werden:

Tabelle 3-1 Funktionsaufruf über Tastenkombination

Tastenkombination

Bedeutung

"F1"

Kontext-Hilfe Dialogfenster, Maschinendaten-Hilfe aufrufen

"<Strg> + F"

Suchen-Dialog öffnen (nur Expertenliste)

"F3"

Weitersuchen (nur Expertenliste)

"<Strg> + Pos1"

zum Anfang der Tabelle springen (nur Expertenliste)

"<Strg> + Ende"

ans Ende der Tabelle springen (nur Expertenliste)

">" bzw. "<"

Stufenweises Erhöhen oder Vermindern der Werte (nur Expertenliste)

"<Strg> + E"

Umschaltung zwischen Expertenliste und Dialogan- sicht

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07/2008

4 SinuCom NC: Funktionen

4.1 Dokumentumfang und unterstützte Systeme

4 SinuCom NC: Funktionen

4.1 Dokumentumfang und unterstützte Systeme

4.1.1 Umfang dieses Handbuchs

4.1.2 Systeme und Versionen

4.1.3 Sprachen

Unterstützte

Unterstützte

4-34

4-34

4-34

4-34

4

4.2

Neue Features bei SinuCom NC 07.05

4-35

4.4

Hauptmenü

4-35

4.5

Symbolleistenschaltflächen

4-36

4.6

Alarmmeldungen

4-36

4.7

Maschinendaten ("MD")

4-37

4.7.1 Ansicht und Konfiguration der MD 4-37

4.7.2 Maschinendaten-Projektbaum 4-39

4.7.3 Servicedaten

4-41

4.8 Archivierung

4-42

4.9 SinuCom NC Trace

4-43

4.9.1 Übersicht 4-44

4-48

4.9.3 Referenzkurven 4-51

4-54

4.9.5 Kontextmenü 4-67

4.9.4 Symbolleisten und Menüs

4.9.2 Sitzungen und deren Inhalt

4.9.6 Dialogfenster

4-71

4.9.7 Trace Symbolimport-Assistent (TSIW):

4-87

4.9.8 Trace Setup-Assistent (TSW) 4-93

4.10 SinuCom NC SI

4-98

4.10.1 SinuCom NC SI starten

4-99

4.10.2 Gemeinsame Bildschirminhalte

4-100

4.10.3 Benutzerdefinierte Vorlagen

4-104

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4 SinuCom NC: Funktionen

07/2008

4.1 Dokumentumfang und unterstützte Systeme

4.1 Dokumentumfang und unterstützte Systeme

4.1.1 Umfang dieses Handbuchs

Diese Version des Handbuchs unterstützt SinuCom Version 7.50. Informationen zu weiteren Versionen dieser Software finden Sie in dem entsprechenden Handbuch.

4.1.2 Unterstützte Systeme und Versionen

SinuCom unterstützt folgende SINUMERIK-Steuerungen:

840D sl

840Di sl

840D

840Di

810D

SinuCom ist kombinierbar mit NCU 710/ 720/ 730 ab SW 1.3 und der Steuerungen 810D/ 840D ab SW 6.x.

Wird der Maschinendaten-Server von SinuCom auf einer älteren NCK-Version ge- startet, erscheint eine entsprechende Warnmeldung. Weiterhin werden verschie- dene Fehlermeldungen ausgegeben, da diese Versionen nicht voll unterstützt wer- den.

SinuCom NC läuft unter HMI-Advanced bzw. HMI-Base ab SW 7.5.

SinuCom NC ist nur auf Windows XP ablauffähig.

Für die SinuCom NC Ressourcenanzeige ist NCU-SW 6.4 ab Version 06.04.18.(oder höher) erforderlich. Auf älteren Versionen erfolgt kein Alarm, da sie diese Funktion nicht beinhalten.

SinuCom NC Trace unterstützt IPO Servo und PLC-Signalen für NCU-SW 6.4 ab Version 06.04.15.(oder höher) vollständig.

Der SinuCom NC SI (Abnahmetest) wird für NCU-SW 6.4 ab Version 06.04.15.(oder höher) unterstützt.

4.1.3 Unterstützte Sprachen

SinuCom unterstützt dieselben Standardsprachen wie SINUMERIK. Die Sprach- einstellungen werden über die Auswahl "Tools" im Hauptmenü aufgerufen. Die neuen Spracheinstellungen werden mit der nächsten Applikation wirksam.

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07/2008

4 SinuCom NC: Funktionen

4.2 Neue Features bei SinuCom NC 7.50

4.2 Neue Features bei SinuCom NC 7.50

Keine

4.3 Hauptmenü

Das SinuCom NC Hauptmenü ist größtenteils selbsterklärend. Die Auswahlmög- lichkeiten können direkt im Produkt kennengelernt werden. Dies empfiehlt sich mehr als nur die Bereitstellung einer Liste der hierunter verfügbaren Funktionen. Auswahlmöglichkeiten, die sich nicht selbst erklären, werden im jeweiligen Zu- sammenhang an anderer Stelle in diesem Handbuch angesprochen.

Hinweis

Einige Auswahlmöglichkeiten können permanent grau hinterlegt sein. Diese Auswahlmöglichkeiten sollen zukünftige Leistungsmerkmale wie Offline SinuCom unterstützen.

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4 SinuCom NC: Funktionen

07/2008

4.4 Symbolleistenschaltflächen

4.4 Symbolleistenschaltflächen

Suchen

Mit dieser Schaltfläche wird ein Dialogfenster aufgerufen, mit

dessen Hilfe die Variablen nach Zeichenfolge gesucht wer- den. Diese Variablen können zur Anzeige von

dessen Hilfe die Variablen nach Zeichenfolge gesucht wer- den. Diese Variablen können zur Anzeige von Teilmengen

Info

wie "Alle Daten", "NUR allgemeine Daten", "Nur Achsdaten", "NUR Kanaldaten" und "NUR Antriebsdaten" gefiltert werden.

Werden Maschinendaten (in der Dialogansicht oder in der Expertenliste) angezeigt, gibt diese Schaltfläche über die

Werden Maschinendaten (in der Dialogansicht oder in der Expertenliste) angezeigt, gibt diese Schaltfläche über die Maschinendatenversion Auskunft. Außerhalb einer Maschi-

Diese Schaltfläche zeigt eine verfügbare Kontexthilfe an.

Kontexthilfe

nendatenansicht wird die SinuCom NC-Version angezeigt.

Durch Anklicken dieser Schaltfläche und weiteres Anklicken eines Dialogs oder Steuerelements wird ein Hilfefenster auf-

Durch Anklicken dieser Schaltfläche und weiteres Anklicken eines Dialogs oder Steuerelements wird ein Hilfefenster auf-

Verbindung

gerufen. Wird ein Steuerelement (z. B. Textfeld) ausgewählt, so erscheinen nur die von diesem Steuerelement verwende- ten Maschinendaten. Wird auf den Hintergrund des Dialog- felds geklickt, so erscheinen alle im Dialogfeld verwendeten Maschinendaten.

öffnen

Mit dieser Schaltfläche wird die Verbindung zum NCU geöff- net.

Schaltfläche wird die Verbindung zum NCU geöff- net. Verbindung Mit dieser Schaltfläche wird die Verbindung

Verbindung

Mit dieser Schaltfläche wird die Verbindung zur NCU geöff-

schließen

net.

wird die Verbindung zur NCU geöff- schließen net. Online-Projekt 4.5 Alarmmeldungen Mit dieser Schaltfläche

Online-Projekt

zur NCU geöff- schließen net. Online-Projekt 4.5 Alarmmeldungen Mit dieser Schaltfläche wird das Projekt

4.5 Alarmmeldungen

Mit dieser Schaltfläche wird das Projekt online gesetzt, und es erscheint ein Häkchen neben "Online-Projekt" im Drop- down-Menü.

Im Falle eines Alarms erscheint der Alarmanzeigebereich am oberen Bildschirm- rand. Der jeweils aktuellste Alarm erscheint im Alarmtextfenster, einer Dropdown- Liste, die zur Anzeige der jeweils aktuellsten Alarme erweitert wird. Wenn ein A- larm ausgewählt werden kann, dann stehen mit Klicken auf die Informationstaste folgende Informationen zur Verfügung. Ausführliche Alarminformationen in Form einer PDF-Datei (Definitionen, Reaktio- nen, Behebung und Programmfortsetzungsdaten). Hierbei werden ausführliche A- larminformationen in Form einer PDF-Datei bereitgestellt (Definitionen, Reaktionen, Behebung und Programmfortsetzungsdaten). Über die Schaltfläche "Alarm Log" werden chronologische Alarmdaten angezeigt. Mit der Schaltfläche "Alarmbehe- bung" wird durch einen Prozess geführt, mit dem der Alarm gelöscht wird.

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07/2008

4 SinuCom NC: Funktionen

4.6 Maschinendaten ("MD")

4.6 Maschinendaten ("MD")

4.6.1 Ansicht und Konfiguration der MD

Maschinendaten können entweder in der Dialogansicht (Standard) oder in der Ex- pertenliste betrachtet werden. Die Dialogansicht bietet bessere Navigationsmög- lichkeiten und eine Gruppierung der Datenpunkte, während die Expertenliste eine höhere Datendichte auf dem Bildschirm bereitstellt. Sie können mit "Strg + E" oder vom Menü "Ansicht" aus, zwischen diesen beiden Ansichten hin- und herschalten.

Der MD-Server wird vom Projektbaum (linke Seite des Bildschirms) aus mit einem Maschinendatenbaustein gestartet. Dazu wird folgender Ablauf ausgeführt:

"Online-Projekt öffnen" über entsprechende Symbolleistenschaltfläche oder über "Target Syst." im Hauptmenü auswählen.

SINUMERIK-Ordner erweitern, auf "MD-Baustein" klicken und anschließend auf das Symbol "MD-Block 1" doppelklicken.

Auf eines der unter MD-Baustein 1 in dem Baum dargestellten Elemente klicken, um die Konfiguration dieses Elements anzuzeigen oder zu ändern.

Hinweis

Die Einheiten werden abhängig vom eingestellten Maßsystem angezeigt.

Hinweis

Variablen mit weißem Hintergrund können geändert werden. Variablen mit grau- em Hintergrund sind schreibgeschützt.

Dialogansicht

Bei Auswahl eines Ordners wird der Dialog der ersten Ebene angezeigt. Wird ein Dialog innerhalb des Ordners angewählt, werden die jeweiligen Daten aus der NC gelesen.

Mit den Schaltflächen "Kanal +" oder "Kanal -" (bzw. "Achse +", "Achse -", usw. wird der Dialog mit den Daten des nächsten/vorherigen Kanals angewählt. Nach einem NCK-Reset (Warmstart) werden Projektbaum und Dialogansicht neu aufge- baut. Bei Beenden des Dialogs werden die angezeigten Statusdaten in die NC ge- schrieben.

Hinweis

Bei einkanaligen Systemen enthält die Strukturansicht keine(n) Kanalordner. In diesem Fall sind die achsspezifischen Dialoge direkt unter dem Steuerungsord- ner eingehängt.

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4-37

4 SinuCom NC: Funktionen

07/2008

4.6 Maschinendaten ("MD")

Expertenliste

Es werden alle verfügbaren kundenspezifischen Expertenlisten angezeigt. (Eine kundenspezifische Expertenliste beinhaltet eine kleine Untermenge von Daten, die für eine spezielle Aufgabe wichtig sind, wie z. B. Safety Integrated-Projektierung.)

Hinweis

In SinuCom NC können keine kundenspezifischen Expertenlisten bearbeitet oder generiert werden. Dies muss über die Bedienoberfläche von HMI-Advanced er- folgenden.

Literatur:

Bedienhandbuch, HMI-Advanced

Alle Konfigurationsmöglichkeiten in der Dialogansicht stehen auch in der Experten- liste zur Verfügung. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Darstellung. Die tabella- rische Struktur der Expertenliste bietet ein hohes Maß an Flexibilität ohne die Füh- rung durch die Dialogansicht.

Ein rechter Mausklick auf die Expertenliste öffnet ein Kontextmenü mit Tools zum Arbeiten mit folgender Liste:

Suchen nach (bei kundenspezifischen Expertenlisten nicht möglich)

Suche nächste

Biteditor *

Anzeigeoptionen

Klartext

* Mit dem Biteditor werden bitorientierte Werte verändert (d.h. solche mit dem Suf- fix "H" wie z. B. "3EABH" oder "0H"). Der Biteditor kann außerdem durch Doppel- klick auf das jeweilige Maschinendatum (MD) aufgerufen werden, oder über die "5" auf dem Nummernblock.

Zur Unterstützung des Suchvorgangs können vier verschiedene Maschinendaten- Bereiche der Expertenliste vom Projektbaum aus aufgerufen werden.

Allgemeine MDs

Kanalspezifische MDs

Achsspezifische MDs

Antriebs-MDs.

Folgende Tastenkombinationen können zum Suchen einer Position in der Exper- tenliste verwendet werden:

Tabelle 4-1 Tastenkombination zum Suchen in der Expertenliste

F1

Öffnet die Hilfe für die angewählten Maschinendaten

Strg + F

Öffnen des Dialogfelds "Suchen"

F3

Weiter

Strg + Pos1 Strg + Ende

Sprung zum Anfang der Tabelle Sprung ans Ende der Tabelle

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07/2008

4 SinuCom NC: Funktionen

4.6 Maschinendaten ("MD")

Hinweis

Die Beziehung zwischen einer MD-Nummer und der dazugehörigen Beschrei- bung kann über das Dialogfenster "Suchen" im Menü "Bearbeiten" oder durch die Tastenkombination "Strg" + "F" aus dem Expertenmenü ermittelt werden.

Mit den Tasten "<" und ">" können die Werte um jeweils 10% erhöht oder verrin- gert werden.

Farbe und Schriftart von Titel, Werten, Tabelle und Statusleiste können über die Auswahl "Tools" aus dem Hauptmenü, anschließend über "Einstellungen" und "Ex- pertenliste" aufgerufen werden. Die Einstellungen sind ab sofort gültig und bleiben auch nach einem erneuten Systemstart erhalten.

Ändern und Aktivieren der MD

Die Änderung eines Maschinendatenpunkts erfolgt in zwei Schritten:

Änderung des Datenpunkts

Aktivierung des Datenpunkts

Änderung eines Maschinendatenpunkts:

(Nur Dialog anzeigen) Gibt es eine Schaltfläche "Ändern", klicken Sie sie an, um mit der Änderung zu beginnen.

Setzen Sie den Cursor in das Feld oder wählen Sie ein Dropdown-Menü aus.

Geben Sie die gewünschten Daten ein oder wählen Sie sie aus.

(Nur Expertenliste) Drücken Sie auf "Enter", um die Änderung fertig zu stellen.

Um die Änderung zu aktivieren, muss die in der Symbolleiste beschriebene Aktion durchgeführt werden (z. B. NCK-Reset).

4.6.2

Optionen

Maschinendaten-Projektbaum

Randbedingung: Diese Option gilt nur für 840D sl und 840Di sl.

Über dieses Dialogfenster können gekaufte Steuerungsoptionen sowie das ent- sprechende Upgrade des Lizenzschlüssels installiert werden. Eine Benutzerfüh- rung zum Erlangen eines Lizenzschlüssels über das Internet ist ebenfalls hier mög- lich.

Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in folgender Dokumentation:

Literatur:

SINUMERIK 840Di sl Handbuch, Kapitel: Lizenzmanagement

Trace Setup-Assistent

Für weitere Informationen zum Trace Setup-Assistenten siehe Kapitel "Trace Se- tup-Assistent".

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4.6 Maschinendaten ("MD")

Antriebsbuskonfiguration

Über dieses Dialogfenster können die Antriebe der Maschine konfiguriert werden.

Kanal-Betriebsartengruppen-Zuordnung

Über dieses Dialogfenster können Kanäle einer vorgegebenen beziehungsweise keiner Betriebsartengruppe zugewiesen werden.

Achsdaten

Dieses ausführliche Dialogfenster ermöglicht die Konfiguration der gesamten Aus- wahl an Maschinenachsen sowie der verschiedensten Attribute einzelner Maschi- nenachsen. Beachten Sie, dass das Setup der Achsantriebe ebenfalls in diesem Bereich erfolgt.

Achskopplungen (Funktionen)

Über dieses Dialogfenster können Achskopplungen konfiguriert werden. Dieser er- scheint nur, wenn folgende Steuerungsoptionen eingerichtet sind:

Gantry-Achsen

Master-Slave-Kopplung

Synchronspindel

Messen (Funktionen)

Über dieses Dialogfenster wird die elektrische Polarität jedes angeschlossenen Sensors (Messfühlers) eingestellt.

Schutzbereiche (Funktionen)

Das Dialogfenster Schutzbereiche wird für die Einstellung der Anzahl der Dateien für maschinen- und kanalbezogene Schutzbereiche verwendet.

Ressourcenanzeige (Funktionen)

Es gibt vier Kategorien für Ressourcen-Anzeigen. Auf sie kann über den Ordner "Funktionen" im Maschinendaten-Projektbaum zugegriffen werden:

Taktfrequenzen

Memory

DRAM

SRAM

Diese Ressourcen können, nachdem es sich um MD-Variablen handelt, entspre- chend der Beschreibung im Abschnitt "Maschinendaten starten" betrachtet und ge- ändert werden.

Detaillierte Beschreibungen und Grundvoraussetzungen für die Änderung spezifi- scher Parameter der Ressourcenanzeige sind im Umfang dieses Handbuchs nicht enthalten. Wenden Sie sich für weitere Informationen bitte an den Siemens Sup- port.

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4 SinuCom NC: Funktionen

Taktfrequenzen

4.6 Maschinendaten ("MD")

Die Zykluszeiten und Last an der NCU werden angezeigt, so dass die System- Grundfrequenz und den Interpolator-Taktfaktor berechnet werden können.

Es werden Daten für die Taktfrequenzen aller Kanäle und für einzelne Kanal- Taktfrequenzen angezeigt. Werden einzelne Kanal-Taktfrequenzen angewählt, er- scheint eine Dropdown-Liste zur Auswahl des Kanals. Spezifische Parameter sind der aktuellen Anzeige zu entnehmen.

Die Aktualisierung von Feldern wird über die Schaltflächen "Start" und "Stop" ge- startet und angehalten.

Memory

Mit dieser Funktion kann der gesamte Benutzerspeicherplatz folgender zwei RAM- Arten zugewiesen werden:

Statisch (SRAM) -zu speichernde Daten (z. B. Konfigurationsdaten)

Dynamisch (DRAM) - nicht zu speichernde Daten (z. B. gegenwärtige Achsposi- tion)

DRAM und SRAM

Mit Hilfe dieser Funktionen kann Speicherplatz entsprechend der Beschreibung in der dargestellten Ressourcenanzeige nach und nach zugewiesen werden. (Die tat- sächlich konfigurierbaren Variablen werden auf der entsprechenden Maske darge- stellt.) Diese Speicherbereiche werden während eines allgemeinen NCK-Resets auf passende Standard-Unterbereiche eingestellt. Diese Bereiche können durch Änderung der relevanten Maschinendatenpunkte so anpasst werden, dass eine optimale Speichernutzung erreicht wird. Diese Speicherkonfiguration wird erst nach einem NCK-Reset wirksam.

4.6.3

Servicedaten

Die Servicedaten-Ansicht wird über die Auswahl "Diagnose" im Hauptmenü und anschließend über die Auswahl "Servicedaten" geöffnet. Die Seite Serviceüber- sicht gibt Auskunft über den Gesamtzustand der Achsen und Antriebe der Maschi- ne. In der Ansicht "Achsen" werden die Ist- und Sollwerte der wichtigsten Achs- und Antriebsparameter angezeigt.

SinuCom NC verfügt hierfür über einen Profibus-Diagnosebildschirm. Dieser Bild- schirm zeigt max. drei Profibus-Netzwerktypen an und kann bei der Statusauswer- tung sehr nützlich sein.

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4 SinuCom NC: Funktionen

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4.7 Archivierung

4.7 Archivierung

Ein Archiv ist ein Backup der Konfigurationsdaten. Der Standard-Ablagepfad für Archivdateien entspricht dem bei HMI-Advanced. Ein Archiv:

kann manuell über das Menü "Datei" in SinuCom NC gesteuert werden; (Dies wird vor Konfigurationsänderungen empfohlen, um eine Fehlerbehebung nach einem Fehler zu ermöglichen.)

kann vom System angefordert werden, wenn eine Änderung am NCK vorge- nommen wurde, die eine Speicherreorganisation erfordert. Die Meldung "NCK- Reset erforderlich" erscheint, und während des darauf folgenden Resets wird ein Archiv ausgeführt.

Bei ähnlichen Maschinen kann unmittelbar nach der Installation und dem ersten Hochlauf von SinuCom NC ein Standard-Archiv eingelesen werden.

Archiv erstellen

1. Klicken Sie auf "Datei" "Archiv" und anschließend auf "Erstellen …". Das Dia- logfenster "Archiv erstellen" erscheint.

2. Wählen Sie:

-

Datenhaltung

-

Filesystem

-

NC-Card

3. (Nur 840D) Wählen Sie mit Hilfe der runden Optionsfelder eine der folgenden Dateiarten:

- "Serieninbetriebnahme" (binär)

- "Upgrade" (ASCII)

4. Wählen Sie über die runden Optionsfelder den Archivinhalt; dieser kann folgen- de Punkte umfassen:

NC (mit / ohne Kompensationsdaten)

PLC

MMC (HMI-Daten)

Compile-Zyklen

Antriebsdaten

5. Klicken Sie nun auf die Schaltfläche "Weiter>".

6. Geben Sie, wenn die Eingabeaufforderung erscheint, den gewünschten Namen und Pfad der .arc-Datei an.

7. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Fertig stellen", um den Vorgang abzuschlie- ßen.

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4 SinuCom NC: Funktionen

Archiv lesen

4.8 SinuCom NC Trace

1. Klicken Sie auf "Datei" "Archiv" und anschließend auf "Einlesen…". Das Dia- logfenster "Archiv einlesen" erscheint.

2. Wählen Sie:

- Datenhaltung

- Filesystem

- NC-Karte

3. Klicken Sie nun auf die Schaltfläche "Weiter>".

4. Geben Sie bei der Eingabeaufforderung einen Dateinamen ein.

5. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Fertig stellen", um den Vorgang abzuschlie- ßen.

4.8 SinuCom NC Trace

Hinweis

SinuCom NC Trace verwendet mehrere Termini, die speziell nur für SinuCom NC Trace so verwendet werden. Schlagen Sie daher zum besseren Verständnis der in diesem Kapitel enthaltenen Beschreibungen im Anhang "Abkürzungen und Begriffe – SinuCom NC Trace" nach.

Begriffe und deren Verwendung

SinuCom NC Trace (in diesem Dokument auch einfach Trace genannt) ist eine Einrichtung unter SinuCom NC zur dynamischen Aufzeichnung von Daten der NC, der PLC oder von HMI. Diese Daten können nach ihrer Aufzeichnung ähnlich wie auf einem Oszilloskop oder einem Logikanalysator dargestellt sowie ausgedruckt oder in eine Datei gespeichert werden. Die gespeicherten Dateien können dann wieder in Trace geladen werden, um später betrachtet zu werden, was selbst auf einer anderen Maschine möglich ist.

Trace ist als Hilfestellung für Maschinenhersteller, Endanwender und das Service- personal von Siemens bei folgenden Handlungen gedacht:

Fehlersuche und Fehlerbeseitigung

Maschinenleistungsanalyse, Benchmarking und Tuning

Prozessleistungsanalyse, Benchmarking und Tuning

Kompatibilität mit Siemens-Software

NCU-SW Version 05.03 oder 06.03 (Grundfunktionalität). NCU-SW Version 06.04 oder höher (erweiterte Funktionalität).

Hinweis

Die zur Verfügung stehende Trace-Funktionalität wird beim Erkennen der NCU- Version automatisch beim Hochlauf ermittelt.

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4.8 SinuCom NC Trace

Kompatibilität mit Microsoft Windows®

Trace ist eine Microsoft Windows®-Anwendung, die auf allen Standard-Windows- PC-Plattformen mit folgenden Betriebssystemen läuft:

Windows® XP (SP1 oder SP2)

Es werden die allgemein bekannten Windows®-Bedienelemente, wie Bildlaufleis- ten, Symbolleisten, Dialogfenster mit Registern usw., verwendet. Zur Auswahl, zum Ziehen von Objekten usw. ist entweder eine Maus oder ein anderes Zeigegerät er- forderlich.

Beziehung zwischen Trace und SinuCom NC

Trace kann aus SinuCom NC durch Auswahl des Menüpunkts Trace im Menü "Di- agnose" gestartet werden. Wenn bei Anwahl des Menüs bereits eine Trace-Sitzung im NCK aktiv ist, wechselt SinuCom NC in die aktive Trace-Sitzung.

Trace läuft als getrennt ausführbare Anwendung (.exe-Datei) in einem eigenen Anwendungsfenster. Das bedeutet, dass Trace seine eigenen Menüs hat, die mit SinuCom NC nichts zu tun haben. Diese Tracespezifischen Menüs sind im Kapitel "Symbolleisten und Menüs" beschrieben.

4.8.1

Übersicht

Trace wird normalerweise zur Aufzeichnung von Daten (Signalen) kurz vor oder nach einem Ereignis verwendet. Dazu kann folgender Ablauf ausgeführt werden:

1. Geben Sie an, welche Signale aufgezeichnet werden sollen.

2. Geben Sie an, wann die Aufzeichnung beginnen bzw. enden soll (hier ist es auch möglich, eine Startbedingung anzugeben).

Hinweis

Der als "endloses Aufzeichnen" bezeichnete Betriebsmodus kann aktiviert wer- den, indem einfach keine Stop-Bedingung spezifiziert wird (d.h., der Aufzeich- nungsvorgang läuft so lange weiter bis er manuell gestoppt wird). Dieser Modus funktioniert wie ein Bandschreiber. Die Daten werden jedoch nicht auf Papier ausgedruckt. Vielmehr werden die ältesten Daten verworfen, wenn der Daten- speicherbereich voll ist, um Platz für die neuesten Daten zu schaffen (d.h., die Daten werden also in einem "Ring-Speicher" abgelegt).

3. Beginnen Sie nun mit der Aufzeichnung durch Aktivieren des Triggers.

4. Die Meldung "Erwarte Stop" wird so lange angezeigt bis die Datenaufzeichnung anhält.

Hinweis

Um die Kurven der aufgezeichneten Daten zu sehen, aktivieren Sie "Daten im NCK behalten"

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4 SinuCom NC: Funktionen

4.8 SinuCom NC Trace

5. Betrachten Sie die entstandene(n) Kurve(n).

6. Bearbeiten Sie die Kurve(n) wie gewünscht, um weitere Einzelheiten näher zu betrachten (z. B. Zoomen, Scrollen usw.).

7. Optional können/kann die Kurve(n) auch ausgedruckt oder in eine Datei ge- speichert werden.

Hinweis

Siemens oder der Maschinenhersteller können Installationsdateien liefern, die für bestimmte Aufgaben, wie Fehlersuche und -beseitigung oder Leistungsanalysen, vorkonfiguriert sind.

Praktisches Beispiel

Am einfachsten lässt sich Trace durch praktische Anwendung begreifen. Daher wird in diesem Abschnitt die grundlegende Verwendung des Tools Schritt für Schritt erklärt.

1. Aktivieren Sie SinuCom NC.

2. Klicken Sie im Menü "Diagnose" auf das Hauptmenü in SinuCom NC.

3. Klicken Sie im Menü "Diagnose" auf Trace. Der Startbildschirm von Trace er- scheint.

Hinweis

Oben im Grafikfenster erscheint ein gelbes (oder rotes) Meldungsfenster (in die- sem Fall mit der Anzeige "Keine Kurven"). Dieses Fenster kann optional ange- zeigt werden, wenn ein Grafikfenster erscheint. Darin kann eine der folgenden drei Meldungen angezeigt werden:

 

"Keine Kurven" – Für die Anzeige ist keine Kurve festgelegt ("hinzugefügt") worden.

"Keine Kurven zur Anzeige" – Bei allen Kurven, die festgelegt worden sind, befindet sich im Kontrollkästchen "Anzeigen" kein Häkchen (siehe Bild 4-2).

"Erwarte Stop" - Die Aufzeichnung läuft; das Kontrollkästchen "Daten behal- ten bis zum Stillstand der NCU" ist angekreuzt (siehe Bild 4-5).

"Trace-Daten verloren gegangen. Segmente insgesamt (x) " – wobei "(x)" für die Anzahl der verloren gegangenen Segmente steht. (Siehe "Ausfälle ausblenden/Ausfälle anzeigen" für zusätzliche Informationen über verloren gegangene Daten.)

4.

Klicken Sie eine beliebige Stelle im Grafikfenster mit der rechten Maustaste an, um das "Grafikfenster-Kontextmenü" aufzurufen.

5.

Klicken Sie auf den Menüpunkt "Kurve hinzufügen…". Die Maske "Kurven hin- zufügen" erscheint.

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4 SinuCom NC: Funktionen

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4.8 SinuCom NC Trace

6. Geben Sie im Feld "Enthält: " "acTime" ein. Auf der rechten Seite des Bild- schirms werden drei Kandidaten angezeigt, in deren Namen diese Zeichenfolge vorkommt.

7. Klicken Sie nun zum Markieren der Zeile auf den Namen "acTime" (Auswahl ganz oben).

8. Klicken Sie nun auf die Schaltfläche "Hinzufügen". Nun ist das Signal zur Auf- zeichnung bereit.

9. Klicken Sie nun auf die Schaltfläche "Schließen". Es erscheint nun erneut ein Grafikfenster, nun allerdings ohne Kurve, aber mit Achsbezeichnungen und ei- ner Registerkarte für die neue Kurve.

10.Klicken Sie nun auf das Symbol "Aufzeichnung starten" (

Sie nun auf das Sy mbol "Aufzeichnung starten" ( ). Der "Aufzeich- nungszustand" ändert sich von

). Der "Aufzeich-

nungszustand" ändert sich von "angehalten" auf "bereit" bzw. "Aufzeichnung läuft". Damit läuft die Aufzeichnung der Daten.

11.Klicken Sie nach einer gew. Zeit auf das Symbol (

Daten. 11.Klicken Sie nach einer gew. Zeit auf das Symbol ( ) "Aufzeichnung been- den". Die

) "Aufzeichnung been-

den". Die Kurve, die die aufgezeichneten Daten darstellt, wird nun gezeichnet.

12.Die Bild unten ist eine Vergrößerung dessen, was auf der Anzeige links unten dargestellt wird. Klicken Sie auf die Schaltflächen "Höhe an Fenster anpassen" und "Zeit an Fenster anpassen", um die gesamte Kurve in ihrer maximalen Größe darzustellen.

Bild 4-1

Abwärts blättern Y komprimieren Y expandieren Größe an Fenster
Abwärts blättern
Y komprimieren
Y expandieren
Größe an
Fenster

anpassen

Y komprimieren Y expandieren Größe an Fenster anpassen Zeit an Fenster anpassen Nach links blättern X

Zeit an

Fenster

anpassen

Nach links blättern X komprimiernen X expandieren

Skalieren und Scrollen der Symbole

Nun wird die gesamte Kurve in ihrer maximalen Größe angezeigt. Der Plot ist ent- weder eine Diagonale oder ein Sägezahn.

Hinweis

Aufgrund des Datenlimits oder vorher eingestellten Abtastraten und Verstärkun- gen kann die Skalierung der beobachteten Kurve unterschiedlich sein. Die Skalie- rung der Y-Achse fällt unterschiedlich aus, je nachdem, wann "Aufzeichnung star- ten" und "Aufzeichnung beenden" geklickt worden sind. Hinzu kommt, dass die veränderliche Zeit "acTime" ein ständig mitlaufende Uhr ist, die auf Null überlau- fen kann. Mit Beginn eines jeden Satzes fängt diese wieder von Null an zu laufen. Dadurch kommt es, dass die darzustellende Kurve als Sägezahn angezeigt wird.

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4.8 SinuCom NC Trace

Das oben angeführte Beispiel ist als Einführung in die Funktion Trace gedacht. Wenn Sie die weiteren Darlegungen in diesem Abschnitt lesen und weiter mit Trace arbeiten, werden Sie noch eine Vielzahl zusätzlicher Möglichkeiten entde- cken.

Kennwörter

In Trace gibt es verschiedene Funktionen, für die ein Passwort erforderlich ist:

Bereich "Variablen" – Einige Variablen können nur auf bestimmten Passwort- ebenen ausgewählt werden, d. h. bestimmte Variablen werden nur angezeigt und können nur aufgezeichnet werden, wenn das entsprechende Passwort ein- gegeben worden ist.

Funktionen – Einige Funktionen stehen nur auf bestimmten Passwortebenen zur Verfügung (z. B. Auswahl der Signale nicht über den Namen, sondern über die Adresse).

Sitzungen – Der Benutzer, der eine Sitzung angelegt hat, kann festlegen, dass die Sitzung schreibgeschützt oder der Zugriff nur über ein Passwort möglich ist (z. B. könnte eine Sitzung zur Fehlersuche über den einen Bediener ausführbar sein, während das Setup nur durch einen Techniker geändert werden darf).

Aufzeichnungsgrundlagen: Daten und Ereignisse

Es gibt zwei grundlegende Aspekte, die beim Aufzeichnen zu berücksichtigen sind:

der Datenaspekt (d.h. was ist auszuzeichnen, manchmal auch das "Signal" ge- nannt) und

der Ereignisaspekt (d.h. wann aufgezeichnet werden soll, auf Pro-Punkt-Basis)

Der Datenaspekt kann als Untermenge folgender Datenarten ausgewählt werden:

Alle NC-Variablen (Achsdaten, Antriebsdaten, Kanaldaten usw.)

Einige PLC-Daten

Die Daten werden normalerweise nach dem Namen ausgewählt, können aber auch nach der Adresse ausgewählt werden (siehe Kap. "Dialogfenster", Dialog: Anlegen von Kurven). Bitte beachten Sie, dass für einige Datenarten eine weitere Eingren- zung des Signals notwendig ist (so ist z. B. für die "Achsdaten" auch die spezifi- sche Achse zu definieren.)

Hinweis

"Nur Ereignis" ist ein Sonderfall, bei dem keine Daten aufgezeichnet werden; hier wird nur das Auftreten des Ereignisses aufgezeichnet.

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4 SinuCom NC: Funktionen

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4.8 SinuCom NC Trace

Beim Ereignisaspekt muss für jede Kurve ein "Ereignis" ausgewählt werden. In folgender Liste werden drei Beispiele für solche Ereignisse genannt:

Ereignisse – Unvollständige Liste

Interpolationszyklus (IPO-Zyklus)

IPO Interpolationszyklus 1 1

Prot File Begin

Protokollierung starten

Block Begin S1

Satzanfang; mit oder ohne Zwischensätze (alle Programmebenen) (Vorverarbeitung)

Bei Auswahl des Ereignisfeldes für die erste Kurve der Sitzung wird ein Dropdown- Menü aller Ereignisse zur Verfügung gestellt. Bei dem für die erste Kurve ausge- wählten Ereignis handelt es sich entweder um ein Ereignis "mit Vorlauf" oder "ohne Vorlauf". Innerhalb einer Sitzung müssen alle Ereignisse entweder solche mit oder ohne Vorlauf sein. Um diese Kontinuität zu gewährleisten, zeigt das System ledig- lich geeignete Ereignisse (mit oder ohne Vorlauf) für die nachfolgenden Kurven an.

4.8.2 Sitzungen und deren Inhalt

Sitzungen

Eine Trace-Sitzung ist eine speziell für den Zweck des Sammelns von Daten ent- wickelte Umgebung. Diese Daten können zur Anzeige einer oder mehrerer Kurven verwendet werden, wobei sich diese Anzeige projektieren lässt. Attribute einer Sit- zung sind Setup (Projektierung) und "Trace-Zustand" (z. B. angehalten, Aufzeich- nung läuft, keine Kurve, usw.), d.h. jede Sitzung hat zu einer bestimmten Zeit un- abhängig von anderen Sitzungen ein bestimmtes Setup einen bestimmten Zu- stand. Es können auch mehrere Sitzungen gleichzeitig existieren, wobei alle vorhandenen Sitzungen unabhängig voneinander bedient werden können und unabhängig von- einander aufzeichnen können. Es ist auch jederzeit möglich, eine neue Sitzung an- zulegen (vorausgesetzt, es sind genügend Speicher, Festplattenkapazität, Res- sourcen im NCK usw. verfügbar). Möglich ist es z. B., dass eine Sitzung einen Satz Signale aufzeichnet, während die andere auf die Triggerbedingung wartet. Wenn die Aufzeichnung manuell gestartet oder gestoppt wird (d. h. durch Klicken

manuell gestartet oder gestoppt wird (d. h. durch Klicken auf die Schaltfläche "Aufzeichnung starten" in der
manuell gestartet oder gestoppt wird (d. h. durch Klicken auf die Schaltfläche "Aufzeichnung starten" in der

auf die Schaltfläche "Aufzeichnung starten"

in der Symbolleiste), so hat dies nur Einfluss auf die gerade aktive Sitzung (die ak- tive Sitzung ist immer die gerade angezeigte). Analog gilt das Gleiche, wenn das Setup geändert wird, dass davon nur die aktive Sitzung beeinflusst wird.

bzw. "Aufzeichnung beenden",

1 Als "zyklisch" bezeichnete Ereignisse treten mit konstanter Häufigkeit mehrfach auf. Kurven für Daten, die zu nichtzyklischen Ereignissen aufgezeichnet worden sind haben besondere Eigenschaften und zeigen ein anderes Verhalten als sonst in diesem Handbuch beschrieben.

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4 SinuCom NC: Funktionen

4.8 SinuCom NC Trace

Eine Sitzung wird in der Regel durch Klicken auf "Neue Sitzung

tei" angelegt. In einer späteren Version wird es auch möglich sein, eine Sitzung

durch Anweisungen im NC-Teileprogramm anzulegen (auch "Batch-Modus" ge- nannt). Die Daten der Sitzung werden immer in der selben Weise aufgezeichnet und betrachtet, unabhängig davon, mit welcher Methode die Sitzung angelegt wur- de.

" im Menü "Da-

Siehe auch Kapitel: "Symbolleisten und Menüs", "Offene Sitzungen…0" und "Ge- schlossene Sitzungen", zu Datei-Wartungsinformationen, einschließlich Informatio- nen zu "geschützten" Sitzungen.

Grafikfenster

Ein Grafikfenster ist der Bildschirmbereich, in dem erfasste Daten als Kurven an- gezeigt werden. Es ist möglich, mehr als ein Grafikfenster einzublenden, wobei al- lerdings die Kurven in allen Grafikfenstern von dem selben Satz aufgezeichneter Daten (innerhalb einer Sitzung) stammen müssen. In jedem Grafikfenster können mehrere Kurven miteinander kombiniert und überlagert werden.

Das nachfolgende Beispiel zeigt die Beziehung zwischen vier aufgezeichneten Kurven. Die Kurven 1, 2 und 4 werden im oberen Grafikfenster angezeigt, während die Kurven 2 und 3 im unteren Grafikfenster angezeigt werden (bitte beachten Sie, dass es auch eine 5. Kurve gibt, diese aber nicht zur Anzeige ausgewählt wurde). Jedes Grafikfenster kann entsprechend den in Microsoft Windows® üblichen Kon- ventionen vergrößert, verkleinert, neben anderen angeordnet werden oder sich mit anderen Grafikfenstern überlappen.

werden oder sich mit anderen Grafikfenstern überlappen. Bild 4-2 Mehrfachgrafikfenster (horizontal überlappt) Jedes

Bild 4-2

Mehrfachgrafikfenster (horizontal überlappt)

Jedes Grafikfenster kann mit einem anwenderdefinierten Untertitel versehen sein. Alle in diesem Kapitel beschriebenen Einstellungen sind unabhängig vom jeweili- gen Grafikfenster. Jedes Grafikfenster kann wie folgt bearbeitet werden:

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4 SinuCom NC: Funktionen

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4.8 SinuCom NC Trace

Durch den Fokus des Grafikfensters wird festgelegt, welche der angezeigten Kurven bearbeitet werden können. Sie können mit den Fokus auf andere Kur- ven positionieren, indem Sie auf die entsprechende farbige Registerkarte oder auf die entsprechende Kurve selbst klicken. Sie können diese farbige Regis- terkarte so projektieren, dass entweder die Nummer der Kurve angezeigt wird oder die Beschreibung/der Name der Kurve (wie in "Grafikfenster 1" in Bild 4- 2 weiter oben). Die Kurve, auf die der Fokus positioniert ist, wird auf der farbi- gen Registerkarte durch einen Farbumschlag angezeigt.

Der Fokus kann gleichzeitig auf mehrere Kurven angewandt werden, wenn beim Anklicken einer anderen Kurve oder Registerkarte die Strg-Taste ge- drückt gehalten wird. Diese Funktion ist sinnvoll, wenn mehrere Kurven gleichzeitig für Vorgänge wie Ziehen, Größe ändern, Anzeigen/Ausblenden, Entfernen und Ausschneiden/Kopieren/Einfügen bearbeitet werden sollen. Ist der Fokus auf zwei Kurven gestellt, erscheinen Häkchen und Y-Achsen- Bezeichnungen gleichzeitig für beide Kurven. Ist der Fokus auf mehr als zwei Kurven gestellt, erscheinen Häkchen und Y-Achsen-Bezeichnungen lediglich für die letzten beiden ausgewählten Kurven.

Mit einem Kontrollkästchen Anzeigen/Ausblenden kann die Kurve, auf die der Fokus positioniert ist, ausgeblendet bzw. angezeigt werden. Wenn der Haken im Kontrollkästchen gesetzt ist, wird die Kurve, auf die der Fokus positioniert ist, angezeigt, und die dazugehörige Registerkarte wird farbig hinterlegt; ist kein Haken im Kontrollkästchen, wird die Kurve, auf die der Fokus gestellt ist, ausgeblendet, und die dazugehörige Registerkarte wird grau.

Hinweis

Der Fokus kann gleichzeitig auf mehr als eine Kurve gestellt sein. In diesem Fall gilt der obige Absatz für alle Kurven mit Fokus.

Die Bezeichnungen der Achsen X und Y sind die Nummern, die neben den Häkchen angezeigt werden. Sie gelten jeweils immer für die Kurve, auf die der Fokus zeigt. Diese Bezeichnungen ändern sich automatisch je nachdem, wie die Skale schwenkt, gezoomt wird oder sich anderweitig ändert. Die numeri- sche Auflösung (Zahl der Dezimalstellen) kann ebenfalls ausgewählt werden.

Die senkrechten Bildlaufleisten können angeklickt und somit Bereiche des Grafikfensters, die nicht sichtbar sind, in den sichtbaren Bereich gezogen werden (entsprechend den unter Microsoft Windows® üblichen Konventio- nen). Beim Scrollen und Skalieren gelten folgende Besonderheiten:

Die horizontale Bildlaufleiste wird als Minibild der gesamten Kurve dargestellt (siehe Bild 4-2.). Dieser Balken kann wie eine ganz normale Windows®- Bildlaufleiste verschoben oder an eine andere Stelle gezogen werden. Außer- dem ist ein bestimmter Bereich des Balkens mit einem Rechteck überlagert, das einem bestimmten Bereich der angezeigten Kurve entspricht. Dieses Rechteck kann auseinander gezogen werden, um so die horizontale Skalie- rung zu verändern.

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4 SinuCom NC: Funktionen

4.8 SinuCom NC Trace

Entlang der vertikalen und horizontalen Laufleisten befinden sich Schaltflä- chen zur schrittweisen Vergrößerung bzw. Verkleinerung der Achsenskalie- rung. Alternativ können die vertikalen und horizontalen Achsen so gedehnt werden, dass die Skalierung vergrößert oder verkleinert wird. Zudem ist es möglich, mit den Schaltflächen "Höhe an Fenster anpassen" und "Zeit an Fenster anpassen" die gesamte Kurve so zu bearbeiten, dass sie in die An- sicht passt (siehe Bild "Skalieren und Scrollen der Symbole").

Nach Anwahl von "Zoom X und Y" im Menü "Ansicht" kann ein Teil der Kurve so angepasst werden, dass sie in den entsprechenden Bereich gezoomt wird. Drücken Sie dazu die linke Maustaste und ziehen Sie diese dann nach oben (zu Einzelheiten der Zoom-Funktion siehe Kap.: "Symbolleisten und Menüs:

Ansicht").

Es können auch andere Aspekte des Grafikfensters konfiguriert werden, wie Dar- stellungsart der Grafik, Gitterlinien, Art der Skalierung usw. (Einzelheiten siehe "Dialogfenster: Setup-Anzeige").

4.8.3

Referenzkurven

Die Erklärung folgender Begriffe wird zum besseren Verständnis dieses Abschnitts beitragen:

Kurve - Eine einzelne grafischer Darstellung einer Reihe von aufgezeichneten Da- tenpunkten.

Standardkurve – Eine Kurve, die beim Anklicken der Schaltfläche "Aufzeichnen" mit neuen Daten aktualisiert wird.

Referenzkurve – eine statische Kurve, generiert aus einer vorhandenen Kurve (Standard- oder Referenzkurve). Diese Kurve, wird nicht beim Anklicken der Schaltfläche "Aufzeichnen" mit neuen Daten aktualisiert.

Kopieren (einer Kurve) – Auswählen einer Kurve und Platzieren eines Duplikats in der Windows®-Zwischenablage. Eine solche Kurve kann nachfolgend in eine SinuCom NC Sitzung eingefügt werden.

Einfügen (einer Kurve) – Das Platzieren des Duplikats einer Kurve von einer Sit- zung in eine andere.

Laden (einer Kurve) – Ein Prozess zur Kurvenanalyse, der beim Öffnen einer Sit- zungsdatei ausgeführt wird. Kurven können entweder als "Standardkurven" oder "Referenzkurven" geladen werden.

Eine Referenzkurve kann entlang von gerade erst aufgezeichneten Daten ange- zeigt werden (d.h. ist als Grundlinienreferenz oder als Vergleich zu einer bekann- ten Signatur zu verwenden).

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4.8 SinuCom NC Trace

Referenzkurven weisen viele Merkmale von Standardkurven auf und können ähn- lich bearbeitet werden. Sie unterscheiden sich jedoch in folgenden wichtigen Punk- ten:

Sie führen das Präfix "R" vor ihrer Nummer, um sie von Standardkurven zu unterscheiden. Zudem werden sie mit einer gestrichelten Linie gezeichnet.

Ihre Daten und Anzeige ändern sich nicht bei Beginn einer neuen Aufzeich- nungssitzung (d.h., ihre Daten werden während einer Aufzeichnungssitzung nicht aktualisiert).

Sie können horizontal verschoben werden (beispielsweise um sie mit früher aufgezeichneten Kurven zu synchronisieren).

Sie können aus einer bestehenden Kurve mit aufgezeichneten Daten erstellt werden, entweder durch das "Kopieren" einer Kurve in die aktuelle Sitzung oder durch das "Einfügen" einer Kurve als Referenz von einer anderen Datei.

Erstellen von Referenzkurven

Es gibt drei Möglichkeiten zum Erstellen einer Kurve:

1. durch "Kopieren einer Kurve / Kurve als Referenz einfügen" (das Kopieren zwi- schen Sitzungen wird unterstützt);

2. beim Öffnen einer Sitzungsdatei, durch Bezeichnung einer oder mehrerer Kur- ven als Referenz (mittels Kontrollkästchen);

3. beim "Einfügen" (d.h. "anhängen") einer bereits bestehenden Sitzungsdatei, durch Bezeichnung einer oder mehrerer Kurven als Referenz (mittels Kontroll- kästchen).

Hinweis

Eine zuvor ohne Daten gespeicherte Kurve kann nur als Standardkurve geladen werden.

Hinweis

Das Bearbeiten von Kurven kann zu einer oder mehreren Kurven führen, die aus einzelnen Signalen bestehen und keine aufgezeichneten Daten aufweisen (z. B. nicht zyklische Signale mit der Y-Plot-Option "Gleiches Y"). Wird beim Bearbeiten eine Kurve mit unvollständigen Daten generiert, werden alle aufgezeichneten Da- ten für diese Kurve verworfen.

Manuelle Ausrichtung von Referenzkurven ("Ziehen")

Eine Referenzkurve kann horizontal gezogen werden, um sie visuell mit früher auf- gezeichneten Daten zu synchronisieren. Dieses Ziehen wirkt sich auf die Anzeige dieser Kurve in allen Fenstern aus.

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4 SinuCom NC: Funktionen

4.8 SinuCom NC Trace

Hinweis

Wird der Mauszeiger über einer Referenzkurve oder aktiven Kurve bewegt, er- scheint ein Pfeil-Cursor, der die Richtung(en) anzeigt, in der/die die Kurve gezo- gen werden kann. Ist das Ziehen der Kurve nicht möglich, erscheint ein Padlock- Cursor.

Horizontales Ziehen ist nur aktiv, wenn keine der folgenden Bedingungen zutrifft:

Auswahl eines Zooms (nach Beendigung des Zoom-Vorgangs ist das Ziehen der Kurve wieder möglich);

ein Trace wird aufgezeichnet;

Ziehen eines Kommentars.

Merkmale des Ziehens:

Wird eine Referenzkurve gezogen, wird diese aus ihrer ursprünglichen Position "herausgezogen", d.h., die ursprüngliche Kurve bleibt in Form einer hellen Punktli- nie zurück.

Sowohl eine numerische absolute Position als auch eine Delta-Position werden während des Ziehens in Echtzeit im Grafikfenster dargestellt.

Die ursprüngliche Kurve und die Positionsdaten werden aus der Anzeige entfernt, sobald die Maustaste losgelassen wird.

Während die Maustaste gedrückt bleibt, kann das Ziehen durch die Abbruchtaste "Esc" beendet werden. Nach dem Loslassen der Maustaste kann das Ziehen auch durch Auswahl von "Rückgängig" rückgängig gemacht werden. Beide Vorgänge stellen die Kurvenposition vor dem Ziehen und die Position des Fensterausschnitts wieder her.

Alle Referenzkurven in derselben Skalierungsgruppe werden gleichzeitig gezogen.

Sind mehrere Kurven ausgewählt, werden diese gleichzeitig gezogen.

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4 SinuCom NC: Funktionen

07/2008

4.8 SinuCom NC Trace

4.8.4 Symbolleisten und Menüs

Die "Trace-Funktionen" werden über Dialogfenster (werden später in diesem Hand- buch besprochen), Symbolleisten und Menüs aufgerufen. Siehe auch das Kapitel "Kontextmenüs".

Symbolleisten

Das Haupt-(Start-)menü von Trace mit den einzelnen Symbolleisten ist in Bild 4-2 dargestellt. Menüpunkte, die auch in Symbolleisten von Microsoft Windows® vor- kommen, werden hier zwar dargestellt nicht aber näher beschrieben. Es werden nur die für Trace spezifischen Menüpunkte beschrieben.

Menü Datei Menü Bearbeiten Alles anpassen: Überlagert Verkleinern Menü Steuern Menü Ansicht Menü Einrichten
Menü Datei
Menü Bearbeiten
Alles anpassen: Überlagert
Verkleinern
Menü Steuern
Menü Ansicht
Menü Einrichten
Vergrößern
Messungscursor
Cursor-Steuerung
x und Y im Rahmen
vergrößern
Cursor-Position
Rückgängig
machen
Wiederholen
Anmerkungen
Start-Schaltfläche
Bildschirm löschen
Trace-Status
Schaltfläche Trace-Stop
Alles anpassen:

Schaltfläche für Trace-Start

getrennt

Bild 4-3 Haupt-(Start-)menü und Symbolleisten von Trace

Menü "Datei"

Über das Menü "Datei" können folgende Funktionen aufgerufen werden:

Sitzungsverwaltung

Datenexport

Druckmanagement

Folgende Auswahlmöglichkeiten stehen im Menü zur Verfügung:

Neue

Bei Anwahl dieses Menüpunkts wird eine neue Sitzung an-

Sitzung…

gelegt. Es erscheint ein Dialogfenster, in dem Ihnen ein Name vorgeschlagen wird (z. B. "Sitzung 1"), wobei die Na- mensvergabe für die Sitzungen beliebig ist. Durch Anwahl dieses Menüpunkts wird automatisch ein neues Grafikfens- ter für die neue Sitzung angelegt.

Sitzung laden…

Bei Anwahl dieses Menüpunkts öffnet sich ein Untermenü, in dem Sie entweder eine Sitzung "Aus Liste gespeicher- ter Sitzungen" auswählen können oder "Sitzung von Da- tei" (zu diesen beiden Bezeichnungen siehe Beschreibung direkt im Anschluss weiter unten).

Hinweis:

Wird eine Sitzung aufgerufen, wird diese zur aktiven Sitzung (d.h., sie ersetzt eine aktuell angezeigte Sitzung).

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4 SinuCom NC: Funktionen

4.8 SinuCom NC Trace

Menüpunkt "Aus Liste gespeicherter Sitzungen…" Bei Anwahl dieses Menüpunkts öffnet sich das Dialogfenster "Gespeicherte Sitzungen" mit Anzeige einer Liste aller aktu- ell in der NCU gespeicherten Sitzungen. Hier kann nun ei- nen beliebige Sitzung aus der Liste ausgewählt werden, und die ausgewählte Sitzung wird zur aktiven Sitzung.

Menüpunkt "Sitzung von Datei…" Mit Anwahl dieses Menüpunkts können Sie eine gespeicher- te Sitzung über das Standard-Dialogfenster "Öffnen" von Microsoft Windows® laden. Durch Auswahl einer bestimm- ten Datei wird das Dialogfenster "Sitzungsinhalt zum Laden auswählen" geöffnet. Über ein Kontrollkästchen können Sie auswählen, was über den Dialog geladen wird:

Setup für Kurven, Sammeln und Auslösen

Anzeige einstellen

Alle Kurvendaten

Der Punkt "Alle Kurvendaten" kann durch das Kontrollkäst- chen "Zeit ab Satzbeginn in Sekunden" näher spezifiziert werden.

Wenn die Signaldaten geladen werden, werden diese sofort so angezeigt, als ob diese gerade erst aufgezeichnet wor- den wären.

Hinweis Siemens bzw. der Maschinenhersteller kann vorkonfigurierte Sitzungsdateien für allgemeine Aufgaben liefern. Wenn dies der Fall ist, braucht für das gewünschte Setup nur noch die ent-