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NOTSTROMAUTOMATIK SN - 2100 / SYN - 2200

Bedienungsanleitung

Die Notstromautomatik SN-2100 ist ein mikroprozessorgesteuertes und programmierbares Steuergerät für Not-
stromanlagen. Im Typ SYN-2200 ist zusätzlich ein Synchronisiergerät mit Frequenzregelung integriert.
Die Automatik enthält alle Funktionen zum Aufbau einer Notstrom-Schaltanlage gem. VDE 0107 / 0108.
Durch Programmierung entsprechend den individuellen Anforderungen können einzelne Funktionen geändert, ergänzt oder
neu definiert sowie Ablaufzeiten und Meßwerte zur Spannungs-, Frequenz- und Drehzahlmessung eingestellt werden. Die
folgende Beschreibung bezieht sich auf die Standardeinstellung der Automatik.

Stand 46 / 99
Notstromautomatik SN-2100 / SYN-2200 - Bedienung

INHALT

Seite Seite
1. Bedienung und Anzeige 3 2.4 Parallebetrieb 4
1.1 Bedientatstatur 3 3. Störmeldungen 5
1.2 Störmelde- und Betriebsanzeigen 3 4. Sprinklerbetrieb 5
2. Funktionsablauf 4 5. Technische Daten 6
2.1 Motorsteuerung 4 6. Einbaumaße 7
2.2 Lastumschaltung 4 7. Kodierschalter 7
2.3 Übergabesynchronisierung 4 8 Anschlußplan 8

L 1 L 5

L 2 L 6

L 3 L 7

L 4 L 8

L 9 L 11

L 10 L 12

HUPE AUS
T 1

L 13 L 16
L 17
ENTSPERREN
T 2 T 4 L 14 T 6

L 18
LAMPENTEST
T 3 T 5 L 15 T 7

AUS HAND HANDSTART PROBE AUTOMATIK

L 19 L 20 L 21 L 22 L 23

T 8 T 9 T 10 T 11 T 12

Abb. 1: Position der Bedientasten und Anzeige-LED auf der Frontplatte

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Notstromautomatik SN-2100 / SYN-2200 - Bedienung

1. BEDIENUNG UND ANZEIGE


L 11: STARTKONTROLLE
Langsames Blinken: Startbereitschaft bei HAND,
1.1 BEDIENTASTATUR Schnelles Blinken: Startverzögerung, Vorglühzeit oder
Startpause laufen ab,
T 1: HUPE AUS Blinken kurz-lang: Warten auf Freigabe Startrelais,
Hupenquittierung bei neuer Störmeldung, gleichzeitig Um- Eingang Kl. 39 (Anlasser gesperrt)
schaltung der blinkenden Störungsanzeige auf Dauerlicht. oder kein Motorstillstand.
Dauerlicht: Startrelais eingeschaltet,
T 2: ENTSPERREN
Anzeige aus: Motor läuft oder Abstellbefehl.
Störmeldequittierung und Entsperren der durch Störmel-
dungen gesperrten Funktionen.
L 12: MOTOR LÄUFT
Langsames Blinken: Motor wird abgestellt,
T 3: LAMPENTEST
Schnelles Blinken: Motor läuft, Überwachungs-
Funktionsprüfung aller Leuchtdioden auf der Frontplatte.
einschaltverzögerung läuft ab,
T 4: NETZSCHALTER EIN Dauerlicht: Motor läuft, Überwachung ein,
manuelle Vorwahl Netzschalter im HAND- oder PROBE- Anzeige aus: Motorstillstand.
Betrieb, Umschaltung erfolgt, sofern alle weiteren Voraus-
setzungen für Netzbetrieb gegeben sind. Netzschalter- L 13: NETZSCHALTER ANGEWÄHLT
Vorwahl wird durch Leuchtdiode in der Taste angezeigt. Dauerlicht: Netzschalter manuell vorgewählt im
HAND- oder PROBE-Betrieb.
T 5: NETZSCHALTER AUS
Netzschalter Vorwahl gelöscht, Leuchtdiode in Taste L 14: NETZSPANNUNG
NETZSCHALTER EIN erlischt. Umschaltung erfolgt in Schnelles Blinken: Netzspannung im eingestellten
Abhängigkeit von weiteren Bedingungen. Bereich,Einschaltverzögerung läuft ab,
(s. unter 2.2 Lastumschaltung). Dauerlicht: Netzspannung im eingestellten
Bereich, Einschaltverzögerung
T 6: GENERATORSCHALTER EIN abgelaufen.
Funktion sinngemäß wie NETZSCHALTER EIN. Anzeige aus: Netzspannung außerhalb des
eingestellten Bereichs.
T 7: GENERATORSCHALTER AUS
Funktion sinngemäß wie NETZSCHALTER AUS. L 15: NETZSCHALTER EIN
Langsames Blinken: Rückmeldung Netzschalter
T 8: AUS Aggregat Aus entspricht nicht der Ansteuerung, d.h.
T 9: HAND Handbetrieb Rückmeldung vorhanden ohne
Einschaltbefehl oder Rückmeldung
T 10: HANDSTART fehlt bei anstehendem Einschaltbefehl,
Taste ist nur aktiv in Betriebsart HAND bei startbereitem Schnelles Blinken: Synchronisiervorgang läuft,
Motor, die Startbereitschaft wird durch langsames Blinken Netzschalter wird zugeschaltet,
der Leuchtdiode in der Taste angezeigt. Dauerlicht: Netzschalter ist eingeschaltet.
Anzeige aus: Netzschalter ist ausgeschaltet.
T 11: PROBE Probebetrieb
T 12: AUTOMATIK Automatikbetrieb L 16: GENERATORSCHALTER ANGEWÄHLT
Funktion sinngemäß wie NETZSCHALTER ANGEWÄHLT
Die gewählte Betriebsart wird durch Leuchtdioden in der
jeweiligen Taste angezeigt L 17: GENERATORSPANNUNG
Funktion sinngemäß wie NETZSPANNUNG

1.2 STÖRMELDE- und BETRIEBSANZEIGEN L 18: GENERATORSCHALTER EIN


Funktion sinngemäß wie NETZSCHALTER EIN
L 1-8: STÖRMELDUNGEN 1 - 8
Schnelles Blinken: Erste nicht quittierte Stör- L 19: Betriebsart AUS angewählt
meldung,
Langsames Blinken: nachfolgende nicht quittierte L 20: Betriebsart HAND angewählt
Störmeldung,
Dauerlicht: Störmeldung gespeichert und L 21: HANDSTARTKONTROLLE
quittiert, Im HAND-Betrieb identisch mit L 11 (STARTKONTROLLE),
in allen anderen Betriebsarten Aus.
L 9: NOT-AUS / MOTORSTÖRUNG
(Störmeldung 0) Funktion wie Störmeldungen 1 - 8 L 22: Betriebsart PROBE angewählt

L 10: AUTOMATIK GESPERRT L 23: Betriebsart AUTOMATIK angewählt


Dauerlicht: Motor Stop und Generatorschalter
gesperrt aufgrund gespeicherter
Störmeldungen.

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Notstromautomatik SN-2100 / SYN-2200 - Bedienung
Betriebsart HAND
2. FUNKTIONSABLAUF Netz- und Generatorschalter können über die Tasten
NETZSCHALTER EIN/AUS bzw. GENERATORSCHALTER
EIN/AUS beliebig zu- und abgeschaltet werden. Die
2.1 MOTORSTEUERUNG
Schalteransteuerung ist nur von der manuellen Schalter-
vorwahl abhängig, sofern nicht der Generatorschalter durch
Betriebsart AUS
abstellende oder lastabwerfende Störmeldungen gesperrt
Der Motor wird unverzögert abgestellt, die Leuchtdiode
ist. Im Störungsfall (abstellende oder lastabwerfende
MOTOR LÄUFT blinkt langsam bis Motorstillstand und
Störmeldung) wird nur der Generatorschalter ausge-
erlischt bei stehendem Motor, die Überwachung verzögerter
schaltet, es erfolgt keine automatische Rückschaltung von
Störmeldungen ist ausgeschaltet.
Generator- auf Netzbetrieb. Beide Schalter können gleich-
zeitig ausgeschaltet werden.
Betriebsart HAND
Vor Einschalten des Generatorschalters wird automatisch
Der Motor kann mit der Taste HANDSTART gestartet
der Netzschalter ausgeschaltet und umgekehrt.
werden, sofern die Leuchtdiode in der Taste langsam blinkt.
Ist beim Wechsel in den HAND-Betrieb der Generator-
Die Taste HANDSTART muß gedrückt bleiben bis der Motor
schalter bereits eingeschaltet, so wird dieser automatisch
läuft, andernfalls wird der Startvorgang abgebrochen und
vorgewählt, um unbeabsichtigten Schalterabwurf zu
muß neu gestartet werden.
verhindern.
Während der Vorglühzeit blinkt die Leuchtdiode schnell,
danach wird der Anlasser eingeschaltet und die LED
Betriebsart PROBE
schaltet auf Dauerlicht. Die LED erlischt, wenn der Motor
Manuelle Umschaltung erfolgt grundsätzlich wie bei
seine Zünddrehzahl erreicht hat.
Handbetrieb, jedoch ist immer ein Schalter angewählt, d.h.
Abwechselndes Blinken lang - kurz signalisiert, daß vor dem
Ausschaltbefehl für Generatorschalter ist gleichzeitig
Einspuren des Anlassers eine weitere externe
Einschaltbefehl für Netzschalter und umgekehrt. Bei
Startbedingung (Startverriegelung Kl. 39) gegeben sein muß
Netzausfall während des Probebetriebes wird automatisch
oder der Motor noch nicht stillsteht. Die Leuchtdiode in der
auf Generatorbetrieb umgeschaltet, sofern die Grund-
Handstarttaste ist im Handbetrieb funktionsgleich mit der
voraussetzungen für Generatorbetrieb erfüllt sind (s.o.).
Leuchtdiode STARTKONTROLLE.
Mit dem Erreichen der Zünddrehzahl wird der Start
unverzögert abgebrochen und die Überwachungsein- Betriebsart AUTOMATIK
schaltverzögerung läuft ab. Die Umschaltung erfolgt vollautomatisch abhängig von Netz-
und Generatorspannung bzw. Fernstartbefehl, manueller
Betriebsart PROBE Eingriff ist nicht möglich. Bei einem Netzausfall und
Unverzögerter Startvorgang, identisch mit Automatik- anstehender Generatorspannung wird auf Generator-betrieb
betrieb. umgeschaltet, nach Netzrückkehr und Ablauf der
Rückschaltverzögerung wird auf Netzbetrieb zurück-
Betriebsart AUTOMATIK geschaltet und der Kühlnachlauf des Motors beginnt. Bei
Der Motor wird nach Ablauf der Startverzögerung auto- Netzrückkehr vor Erreichen der stabilen Generator-
matisch gestartet, wenn die Startbedingungen für auto- spannung erfolgt keine Umschaltung auf Generatorbetrieb,
matischen Start vorliegen (Netzausfall, Fernstart, der Netzschalter bleibt eingeschaltet. Ein erneuter
Sprinkleranforderung,). Mit Erreichen der Zünddrehzahl wird Netzausfall bei laufendem Aggregat bewirkt unverzögerte
der Start unverzögert abgebrochen und die Über- Umschaltung auf Generatorbetrieb.
wachungseinschaltverzögerung läuft ab. Wird nach Ablauf
der Startimpulsdauer die Zünddrehzahl nicht erreicht, so 2.3 ÜBERGABESYNCHRONISIERUNG
wird nach einer Startpause der Startvorgang wiederholt.
Hat der Motor nach dem letzten Startversuch (Standard: 3 Typ SN-2100: Bei aktivierter Übergabesynchronisierung wird
Versuche) seine Zünddrehzahl nicht erreicht, wird im Falle einer Umschaltung sofort der neu einzuschaltende
Motorstörung angezeigt. Schalter angesteuert, die zugehörige LED in der Frontplatte
Liegen die Startbedingungen für Automatikbetrieb nicht blinkt schnell. Der Synchronimpuls muß über eine externe
mehr vor (z.B. Netzrückkehr, Fernstart aus), beginnt nach Relaisschaltung auf den jeweiligen Schalter geschaltet
der Rückschaltung auf Netzbetrieb die Kühlnachlaufzeit werden. Mit der Rückmeldung des neuen Schalters wird der
abzulaufen, danach wird der Motor automatisch abgestellt. bisher eingeschaltete nach ca. 100ms abgeworfen.
Übergabesynchronisierung ist nur möglich, wenn Netz- und
Generatorspannung anstehen sowie keine abstellenden
2.2 LASTUMSCHALTUNG oder lastabwerfenden Stör-meldungen gespeichert sind.
Typ SYN-2200: Bei einer Umschaltung erfolgt automa-
Grundsätzlich kann der Generatorschalter nur eingeschaltet tischer Frequenz- und Phasenabgleich, der Synchron-impuls
werden, wenn wird intern direkt auf den einzuschaltenden Schalter
gegeben, die Überbrückung der externen Verriegelung
Generatorspannung vorhanden nach Ablauf der
erfolgt über den Ausgang „Verriegelung aus“, der restliche
Einschaltverzögerung und
Ablauf ist wie bei Typ SN-2100.
kein Abstellbefehl und
keine lastabwerfenden Störmeldungen anstehen.
Bei jeder Umschaltung Netz- <-> Generatorschalter sind für 2.4 PARALLELBETRIEB
die Dauer der Lastumschaltverzögerung beide Schalter
ausgeschaltet, die Schalter sind über ihre Rückmeldungen Im Parallelbetrieb bleibt der bisher eingeschaltete Schalter
gegenseitig verriegelt. auch nach der Zuschaltung des neuen Schalters ange-
steuert.
Betriebsart AUS Im Übrigen gelten sinngemäß die gleichen Voraus-
Generatorschalter aus, Netzschalter ein, keine Umschal- setzungen wie bei Übergabesynchronisierung.
tung möglich.

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Notstromautomatik SN-2100 / SYN-2200 - Bedienung

3. STÖRMELDUNGEN
Mit dem Taster HUPE AUS kann die Hupe abgeschaltet
Die Automatik enthält serienmäßig 9 Störmeldekreise. werden, alle Leuchtanzeigen wechseln auf Dauerlicht.
Durch Störmeldezusätze von je 8 Meldungen sind max. 33 Nach einer manuellen Hupenquittierung wird wiederum die
Störmeldungen möglich. erste folgende Störmeldung durch schnelles Blinken
angezeigt, auch wenn noch vorhergehende Störmeldungen
MOTORSTÖRUNG / NOT-AUS anstehen.
Die Störmeldung MOTORSTÖRUNG/NOT-AUS ist eine Die Hupe quittiert sich selbst nach Ablauf der eingestellten
kombinierte Meldung und wird unverzögert ausgelöst durch Zeit, die Blinkanzeige bleibt bis zur manuellen Quittierung
die internen Fehlermeldungen STARTSTÖRUNG bzw. erhalten.
AUSFALL DREHZAHLMELDUNG ohne Abstellbefehl sowie Mit der Taste ENTSPERREN werden alle Störmeldungen
das Eingangssignal NOT-AUS. Der NOT-AUS-Eingang wird gelöscht, bei denen kein Eingangssignal mehr wirksam ist.
unter Umgehung des Mikroprozessors direkt auf das Relais Noch anstehende Störmeldungen können nicht gelöscht
STOP / BETRIEBSMAGNET geschaltet. Damit ist eine werden.
Notabstellung des Aggregates auch bei einem evtl. Ausfall Der Relaisausgang SAMMELSTÖRUNG schließt mit
des Mikroprozessors gewährleistet. Auflaufen der ersten Störmeldung und öffnet nach dem
Die Störmeldung bewirkt unverzögerte Abstellung des Löschen der letzten.
Aggregates, Generatorschalterabwurf und Blockierung der In der Betriebsart AUS werden gespeicherte Störungen
Automatik. gelöscht, die Hupe quittiert und anstehende Störmel-dungen
durch Dauerlicht angezeigt. Störmeldungen mit
Ausschaltverzögerung können erst nach Ablauf dieser
ÖLDRUCKMANGEL
Verzögerungszeit gelöscht werden, der Zeitablauf beginnt
Die Störmeldung ist erst nach Ablauf der Überwachungs-
mit dem Abschalten des Störmeldeeingangssignals.
einschaltverzögerung wirksam und bewirkt unverzögerte
Motorabstellung, Generatorschalterabwurf und Blockie-rung
Abweichend von den beschriebenen Standardfunktionen
der Automatik.
können alle Störmeldungen entsprechend den jeweiligen
Anforderungen individuell konfiguriert werden, z.B.
MOTORÜBERTEMPERATUR
Die Störmeldung ist ständig wirksam und bewirkt unver-
einschaltverzögert,
zögerte Motorabstellung, Generatorschalterabwurf und
Blockierung der Automatik. ausschaltverzögert,
Aufschaltung interner Meßwerte (z.B. Drehzahl,
ÜBERDREHZAHL: Spannungen, Frequenz)
Die Störmeldung ist intern mit der Frequenzmessung Funktionsänderung wie z.B. Ruhestromaus-
verbunden und löst aus bei Generatorfrequenz > 55,0 Hz. lösung, nicht speichernd, keine Hupenaus-
Außerdem kann sie jederzeit über die zugehörige lösung, weitere Sammelstörmeldekreise etc.
Eingangsklemme (Kl. 23) ausgelöst werden.
Sie bewirkt unverzögerte Motorabstellung, Generator- Nähere Angaben dazu in der Programmieranleitung.
schalterabwurf und Blockierung der Automatik.

GENERATOR-ÜBERLAST: 4. SPRINKLERBETRIEB
Die Störmeldung kann ständig über die Eingangsklemme
(Kl. 24) ausgelöst werden. Sie bewirkt unverzögerten Bei Sprinklerbetrieb werden alle Störmeldungen auf
Generatorschalterabwurf und Motorabstellung nach Ablauf warnende Funktion umgestellt. In der Stellung AUTO-
der Kühlnachlaufzeit. MATIK-Betrieb wird das Aggregat automatisch gestartet.
Nach Erreichen der Zünddrehzahl des Motors ist kein
BATTERIEUNTERSPANNUNG: manueller Eingriff mehr möglich. Die Lastumschaltung auf
Die Störmeldung ist intern mit der Batterie- Generatorbetrieb erfolgt automatisch bei Netzausfall. Nach
spannungsmessung verbunden und löst aus, wenn die Abschalten des Eingangssignals (Kl. 40) läuft das Aggregat
Batteriespannung länger als 30 Sekunden den vor- zeitlich unbegrenzt weiter und muß manuell über die Taste
eingestellten Wert von 24 V unterschreitet. Die Auslösung AUS abgestellt werden. Dies wird durch Blinken der AUS-
wird während des Startvorganges unterdrückt. Außerdem Taste signalisiert.
kann sie ständig über die zugehörige Eingangsklemme (Kl. Alternativ kann die Automatik so eingestellt werden, daß
25) ausgelöst werden. nach Ende des Sprinklerbetriebes das Aggregat nach einer
Sie hat warnende Funktion. verlängerten Nachlaufzeit von 10 Minuten automatisch
abgestellt wird.
KRAFTSTOFFMANGEL: Mit Abschalten des Sprinklereinganges sind alle abstel-
Kraftstoffmangel kann ständig über die Eingangsklemme lenden und lastabwerfenden Störmeldefunktionen wieder
(Kl. 26) ausgelöst werden und hat warnende Funktion. wirksam. Der Sprinklerbetrieb kann bei Bedarf auch über
entsprechend kodierte Störmeldungen ausgelöst werden.
Zwei weitere Störmeldekreise stehen zur freien Verfügung Weitere Ausgangssignale betreffs Sprinklerbetrieb stellt die
(Kl. 27 + 28), die Voreinstellung ist warnende Funktion. frei programmierbare Logik zur Verfügung wie z.B.
SPRINKLERANFORDERUNG UND KEIN AUTOMATIK-
Alle Störmeldungen werden durch Leuchtdioden angezeigt. BETRIEB oder SPRINKLERBETRIEB-ENDE, START-
Die erste auflaufende Störmeldung wird durch schnelles WECHSEL BEI SPRINKLERBETRIEB (2. Starterbatterie)
Blinken angezeigt und aktiviert die Hupe. Jede etc.
nachfolgende Störmeldung wird durch langsames Blinken
angezeigt.

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Notstromautomatik SN-2100 / SYN-2200 - Bedienung

5. TECHNISCHE DATEN Werkseinstellungen:


SN-2100 Notstromautomatik
Batteriespannung 6 - 40 V = Dieselmotor mit Stopmagnet
kurzzeitiges (ca. 200 ms) Unterschreiten 3 Startversuche
des Mindestwertes zulässig Drehzahlerfassung mit Lichtmaschine
Steuerspannung max. 40 V = Netzüberwachung 3-phasig

Betriebstemperatur - 20 ... + 70 °C

Meßwerte Voreinstellung Meßbereich Maximum


Batterieunterspannung 24,0 V 10,0 - 30,0 V = 40 V =
Lichtmaschinenspannung 3,0 - 30,0 V = 40 V =
Lichtmaschine- Zünddrehzahl 10,0 V
Pulsfrequenz 10 Hz - 10 kHz
(bei Drehzahlmessung, Umin = 1,5 V)
Netzspannung 50 - 350 V ∼ eff 500 V ∼ eff
Netzspannung ein 208 V ∼ eff
Netzspannung aus 196 V ∼ eff
Netzasymmetrie 22 V ∼ eff > 10 V ∼ eff
Generatorspannung 50 - 350 V ∼ eff 500 V ∼ eff
Generatorspannung ein 208 V ∼ eff
Generatorspannung aus 184 V ∼ eff
Generatorfrequenz 10 Hz - 100 Hz
Generatorüberfrequenz (= Überdrehzahl) 55,0 Hz

Eingangssignale:
Plus-Signal Uein > 8 V
Minus-Signal Uein < 4 V
Wirkverzögerung ca. 100 ms

Belastbarkeit der Ausgänge: Ablaufzeiten: Voreinstellung


Netzschalter Startverzögerung 2,0 Sek.
Generatorschalter potentialfrei Vorglühzeit 0,0 Sek.
Motor läuft 250 V ∼ eff, 4 A oder Startimpuls 10 Sek.
Hupe 30 V =, 100 W Startpause 5,0 Sek.
Sammelstörung Überwachung ein 8 Sek.
Batterieunterspannung Generatorspannung ein 2,0 Sek.
Startrelais Steuerspannung, Umschaltverzögerung 2,0 Sek.
Stoprelais max. 20 A (Notstrom)
Vorglühen Steuerspannung, Netzrückschaltverzögerung 60 Sek.
max. 100 W Kühlnachlaufzeit 180 Sek.
Transistorschalter max. 100 mA Stopimpuls 1) 30 Sek.
Kl. 33, 34, 35 je Ausgang Hupenselbstquittierung 60 Sek.
Batterieunterspannung ein 30 Sek.

Abmessungen:
Abmessungen Frontplatte 170 x 220 mm (B x H)
Einbautiefe 100 mm
Gewicht ca. 1.800 g
1) Zeitablauf beginnt nach Unterschreiten der Zünddrehzahl

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Notstromautomatik SN-2100 / SYN-2200 - Bedienung

6. EINBAUMASSE

155

Einbauöffnung
185

200

Befestigungsbohrungen 3,5
Abmessungen in mm

Frontplatte Abb. 2: Einbaumaße

150

7. KODIERSCHALTER

Umschaltung Stop- / Betriebsmagnet Kodierung


2 Betriebsmagnet Lichtmaschinenvorerregung
1 Stopmagnet

AUS 24 V 12 V

Lichtmaschinenvorerregung

Abb. 3 Kodierschalter für


Stop- / Betriebsmagnet,
Kodierung Lichtmaschinen-
vorerregung

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Notstromautomatik SN-2100 / SYN-2200 - Bedienung

8. ANSCHLUSSPLAN

**) bei SYN-2200 ohne SYNC-RZ:

*) bei Einstellung als Dauersignal: Ausgang Kl. 1 - 2

1
Netzschalter *)

Klemmenbelegung bei Standardausführung


Notstromautomatik SN-2100 / SYN-2200 - Anschlußplan
bei Einstellung als Wischimpuls: Ausgang Kl. 2 - 3

2
Kl. 35: Drehzahl tiefer
Kl. 34: Drehzahl höher
Kl. 33: Schalterverriegelung aus

3 4 5 6
Generatorschalter

Glühen

7 8
Start
Ladegerät

9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40
Stop/Betriebsmagnet
Steuerspannung

Motor läuft

Hupe

Sammelstörung
Rückmeldung Netzschalter
Rückmeldung Generatorschalter
Lichtmaschine
Störmeldung 1
Störmeldung 2
Störmeldung 3
Störmeldung 4
Störmeldung 5
Störmeldung 6
Störmeldung 7
Störmeldung 8
Batterie Plus
Batterie Minus

Batteriestörung

Ausg.Automatik **)
Ausg. Probe **)
Ausg. Hand **)
Not-Aus
Imax ca. 100 mA je Ausgang

Fernstart
automat. Start gesperrt
Anlasser gesperrt
Sprinklerbetrieb
L1 N PE L1 L2 L3 N

Generatorspannung Industrieelektronik
Paul GmbH
Schutzleiter
Ludwigsfelder Str. 7
D - 80999 München
Tel: 089 - 812 67 66
Netzspannung Fax: 089 - 812 68 29

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