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Dušica Dinić

Diese Parabel „Gibs auf” von Franz Kafka ist am Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben
worden. Er schuf seine Werke in der Epoche des Avantgardismus, genauer im Existentialismus.
Die Geschichte könnte viele Bedeutungen haben und das ist sehr typisch für diese Epoche des
Avantgardismus. Diese Geschichte wurde in Form des Ich-Erzählers geschrieben und wir lesen
über einen Mann, der sich wahrscheinlich in einer Stadt verirrt hat. Wenn wir weiter analysieren,
sehen wir, dass er sich nicht nur in der Stadt verirrt hat, sondern auch in der „Kunst“ des Lebens.

Was wir sehen,ist in vielen Fällen nicht genau das, was wir bekommen. Dieser Text ist
zwar klein, aber trägt eine Menge von Bedeutungen durch seine Metaphern. Diese trivialen
Ereignisse sind nur eine Maske für die wirklichen Probleme des Protagonisten. Wir wissen auch
nicht, ob er ein Mann oder eine Frau ist. Das ist die typische Asexualität, die zeigt, dass diese
Verwirrung für jeden Menschen gleich sein kann. Der Text besteht aus fünf, zum Teil sehr
langen und parataktischen Sätzen. Die atemlosen Pausen zwischen den Sätzen (besonders im
zweiten Satz, wo alle Teile durch Kommas getrennt sind) zeigen, dass der Held in Panik geraten
ist. Der Tempus, welchen er benutzt, ist das Präteritum, und nur einen Satz im Plusquamperfekt.
Plusquamperfekt zeigt wie spät es eigentlich war. Uhren sind eine von sechs Metaphern, die in
diesem Text sind. Es gibt zwei Uhren in dieser Parabel – eine Turmuhr und die Uhr unseres
Protagonisten. Die Turmuhr ist eine Metapher für die fremde Ordnung, und die Armuhr für die
bürgerliche Zeit. Weitere Metaphern sind die Stadt, der Schutzmann, der Weg, die Straße und
der Bahnhof. Besonders interessant ist der Weg, der die einzige undurchsichtliche Metapher ist.
Es ist nicht ganz klar, was der Weg bedeutet. Wir wissen nur, dass das Ziel der Bahnhof ist, aber
der Protagonist weiss nicht, warum er dort hingeht. Die Straßen zeigen die Entscheidungen
unseres Protagonisten. Die Stadt mit all den leeren Straßen könnte sein eigenes Leben
darstellen. Die Stadt ist groß und leer und sehr einschüchternd. Wenn er die Stadt nocht kennt,
wird er nicht in der Lage sein, den richtigen Weg zu wählen. Der Schutzmann ist die Metapher
für die apsolutistische Ordnung. Der Protagonist fragt den Schutzmann um Hilfe. Seine
Antwort ist auch der Titel der Parabel. „Gibs auf“ sagt er, und das kann doppelt verstanden
werden. Jene, die die Macht haben, haben keine Lust, sich mit normallen Menschen
zu betreffen.
„Gibs auf“ kann bedeuten, dass er ihm einfach nicht helfen will. Aber, es kann auch
bedeuten, dass der Held aufgeben soll.

Man lebt nur mit der Illusion, dass Sie Wahlmöglichkeiten haben. Eine Illusion, die von anderen
erstellt wurde. Dann ist es ziemlich leicht, sich in den leeren Straßen zu verirren. Die
einzige Hoffnung in diesem Fall wäre die hilfreiche Hand eines Fremden, die selten zu
finden ist. Bevor man es weiß, übernimmt jemand einfach die Kotrolle über dein
Leben, und alles, was du tun kannst, ist wandern ohne Ziel. Bis jemand merkt, dass etwas mit
der Turmuhr nicht stimmt, wird es so weiter gehen.