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Inkunabel

Als Inkunabeln (von lateinisch incunabula, „Windeln, Wiege, Ursprung“) oder


Wiegendrucke werden die zwischen der Fertigstellung derGutenberg-Bibel im Jahr 1454 und
dem 31. Dezember 1500 mit beweglichen Lettern gedruckten Bücher und Einblattdrucke
bezeichnet.

Wiegendrucke waren in Format, Typografie und Illustration zunächst vom Erscheinungsbild


mittelalterlicher Handschriften geprägt, das sich mit der technischen und ökonomischen
Entwicklung seit Beginn des 16. Jahrhunderts zum modernen Buchdruck wandelte. Ihre
Herstellung erfolgte durch namentlich genannte Drucker, die sie auch vertrieben. Inkunabeln
sind Zeugnisse für den Beginn der technisch gestützten Verbreitung von Schriftgut in Europa
und heute ein wertvollesKulturgut.

Die Zahl der weltweit erhaltenen Inkunabeln wird auf rund 27.500 Werke mit einer
Gesamtzahl von 550.000 Exemplaren geschätzt.[2] Buchdruckwerke aus dem anschließenden Valerius Maximus, gedruckt
in Mainz von Peter Schöffer,
frühen 16. Jahrhundert werden bisweilen alsPostinkunabeln bezeichnet.
18. Juli 1471[1]

Inhaltsverzeichnis
Zum Begriff
Vorläufer
Entwicklung
Verbreitung
Ökonomie
Inhalte
Handschriften
Typografie und Satz
Kennzeichnung
Einbände des 15. Jahrhunderts
Nachfolger
Postinkunabel Sebastian Brant: Stultifera
Ausblick ins 16. Jahrhundert Navis, per Jacobum Locher
in latinum traducta.
Wertungen
Gedruckt in Straßburg von
Verzeichnisse Johann Grüninger, 1. Juni
Verteilung nach Orten und Sprache 1497, fol. 47v
Literatur
Einzelnachweise
Weblinks

Zum Begriff
Die Beschränkung, nur bis zum 31. Dezember 1500 erschienene Druckwerke als Inkunabeln zu bezeichnen, ist eine auf älteren
Verzeichnissen basierende Konvention der Buch- und Bibliothekswissenschaft des 20. Jahrhunderts, um eine Übersicht über die
Bestände zu gewährleisten. Völlig willkürlich ist diese Übereinkunft indes nicht, denn im ersten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts
gewannen Typografie und Satz deutlich an technischer Raffinesse, auch wenn in dieser Zeit noch zahlreiche Drucke hergestellt
wurden, die das Erscheinungsbild früherer Dekaden aufwiesen.

Die metaphorische Bezeichnung Inkunabel für ein Druckwerk weist auf die Frühzeit des Buchdrucks hin, als ein Druckwerk und
seine Herstellung noch gleichsam in der Wiege und in den Windeln lagen. Die Erstverwendung des Terminus wurde 2009 dem
niederländischen Mediziner und Philologen Hadrianus Junius (Adriaan de Jonghe, 1511/1512-1575) zuerkannt, in dessen Werk
Batavia (entstanden ab 1569, veröffentlicht in Leyden 1588) von einer prima artis incunabula die Rede ist, von einer ersten Wiege
der Kunst.[3][4] Nachgewiesen ist der Begriff des Weiteren in der zwischen 1640 und 1657 entstandenen handschriftlichen
Bibliografie Antiquarum impressionum a primaeva artis typographicae origine et inventione ad usque annum secularem MD
deductio des Bernhard von Mallinckrodt. Der deutschen Bezeichnung Wiegendruck werden im Grimm'schen Wörterbuch zwei
weitere Bücherverzeichnisse aus dem 17. Jahrhundert als Quelle zugeschrieben.[5] Im frühen 19. Jahrhundert wurde der Begriff
zunächst von Sammlern, später auch von den Forschern als Fachterminus eingeführt und ist heute international (in einigen Sprachen
auch in der lateinischen Fassung) in derBuchwissenschaft und in der Inkunabelforschung etabliert.

In Anlehnung an den bibliotheksspezifischen Begriff werden gelegentlich frühe Zeugnisse der druckgrafischen Künste, die in
unterschiedlichen technischen Verfahren wie Holzschnitt, Kupferstich, Radierung und Lithografie hergestellt worden sind, ebenfalls
als Inkunabeln bezeichnet. Sie werden als Erstlinge der jeweiligen grafischenechnik
T angesehen.[6]

Vorläufer
Seit 1400 waren Hochdruckverfahren in Deutschland bekannt; die von Hand betriebene
Druckerpresse für den Druck z. B. von Spielkarten und Einblattdrucken existierte Mitte des
15. Jahrhunderts bereits. Es entstanden Blockbücher, in denen die Doppelseiten komplett mit
Bild und Text aus dem jeweiligen hölzernen Druckstock geschnitten wurden und die einseitig
bedruckten Blätter hernach, in der Mitte gefalzt, zum Umblättern gegeneinandergelegt und
zusammengeheftet werden konnten. Auf Blockbuchseiten herrschten die Bilder vor; der
Negativ-Schnitt der Buchstaben war schwierig, meistens wurde der Text von Hand eingefügt.
Der Druckstock aus Holz erlaubte nur eine vergleichsweise geringe Auflage.[7]

Aus China und Korea war im Mittelalter mit dem Weg über den arabischsprachigen Raum die
Kunst des Papiermachens auch nach Europa gelangt. Im 11. Jahrhundert hatte man sich in
China auch mit dem Druck in einzelnen Schriftzeichen versucht, in einem Verfahren, das
allerdings sehr dünnes Papier erforderte, deshalb nur den einseitigen Druck erlaubte und sich Die Hälfte eines als
Doppelseite angefertigten
nicht durchsetzte. Nachdem die Papierherstellung in Europa im 15. Jahrhundert ihren
Drucks aus einem
Siegeszug angetreten und begonnen hatte, das teure Pergament unaufhaltsam zu verdrängen,
Blockbuch: Biblia
hatte sie damit auch der technischen Vervielfältigung die Basis geliefert. Die Leistung von Pauperum, 15. Jh. (National
Johannes Gutenberg, der als Erfinder des Buchdrucks in Europa gilt, bestand in der Gallery of Art, Washington)
Entwicklung eines Handgießinstruments und einer Legierung zur Produktion von einzelnen
Lettern aus Metall. 1454 beendete er den Druck einer nach der Anzahl der Zeilen pro Seite
sogenannten 42-zeiligen lateinischen Bibel, der „B42“ oder Gutenberg-Bibel; finanziell erfolgreich verwerten konnte er seine
Erfindung allerdings nicht.[8]

Entwicklung
Peter Schöffer, der Gutenberg beim Druck der B42 assistiert hatte, erkannte die Möglichkeiten, die neue Technik der
Letternherstellung kommerziell zu nutzen. In Johannes Fust, einem wohlhabenden Mainzer Bürger, fand er einen Mitstreiter, der
bereit war, Geld in den Buchdruck zu investieren. Nach dem Mainzer Vorbild verbreitete sich die neue Technik innerhalb von etwa
30 Jahren in ganz Europa, überall entstandenOffizine genannte Druckwerkstätten mit eigenen Markenzeichen.
Verbreitung
Neben Straßburg, wo Johannes Mentelin um 1458 eine Offizin eröffnet hatte und 1466 die
erste Bibel in deutscher Sprache herausgab sowie später in den 1480er Jahren Johann
Grüninger die Erfolge der ersten Drucker-Generation fortsetzte, bildeten in den 1460er und
1470er Jahren die Städte Köln, Nürnberg, Bamberg und Augsburg weitere Druckzentren aus.
So wirkten in Köln Ulrich Zell aus Hanau und Johann Koelhoff d. Ä., der aus Lübeck
stammte. In Nürnberg druckte Anton Koberger seit etwa 1470 erfolgreich; sein Druck der
Weltchronik von Hartmann Schedel 1493 ist neben der Gutenberg-Bibel eine der bekanntesten
Inkunabeln. In Bamberg, wo Albrecht Pfister von 1460 bis 1464 wirkte, etablierte sich der
Druck deutschsprachiger und volkstümlicher Literatur. In Augsburg ließ sich um 1468
Günther Zainer nieder, der das Drucken bei Mentelin in Straßburg erlernt hatte.[9]

In den 1470er Jahren eröffnete Lübeck dem neuen Gewerbe den Zugang zum Ostseeraum;
Lucas Brandis, bereits einer Druckerfamilie entstammend, war hier ab 1473 tätig. Leipzig, die
spätere deutsche Hauptstadt des Buchdrucks, fand erst spät den Anschluss an die neue Kunst;
Seite aus dem Reisebuch
Marcus Brandis ist in dieser Stadt mit einem ersten Druck 1481 belegt. In Basel widmeten
des Bernhard von
sich die Drucker insbesondere der Verbreitung der Ideen des Humanismus; ab 1477 druckte
Breydenbach:Sanctae
und vertrat Johann Amerbach die Schriften aus diesem Kreis. Zudem entwickelte sich in Basel peregrinationes, illustriert
die Buchillustration zu einer geschätzten Kunst, zu der auch der junge Dürer beigetragen und gedruckt in Mainz von
hat.[10] Erhard Reuwich, 11.
Februar 1486

Ökonomie
Bis 1480 blieb der Absatz von Druckwerken begrenzt; das städtische Publikum war durchweg
nicht in der Lage, die in vergleichsweise kleiner Auflage von 200 bis 250 Stück hergestellten
und noch sehr teuren Druckwerke zu erwerben. Zu den sichersten Stützen des jungen
Gewerbes zählten daher kirchliche Großaufträge, etwa für Messbücher, wie zum Beispiel das
Missale Aboense.

Da die Auflagenerhöhung vom Bedarf abhing, versuchte man sich vielerorts gegen
Konkurrenz und Nachdruck mit behördlicherseits erteilten Druckprivilegien zu schützen. Der
Beruf des Druckers wurde zum Wanderberuf. Insbesondere in Italien richteten deutsche
Drucker Offizine ein; auch in Frankreich, Spanien und Schweden sind niedergelassene
deutsche Drucker im 15. Jahrhundert belegt. Besonders einflussreich wurde der Augsburger
Erhard Ratdolt in Venedig, der dort vor allem astronomische und mathematische Werke
druckte. Aldus Manutius, der bekannteste italienische Drucker Venedigs, begünstigte ab 1495
mit seiner Aldinen genannten Serie griechischer Klassiker deren Verbreitung auch über
Blatt mit Holzschnitt aus
Italiens Grenzen hinaus.
Francesco Colonnas
Hypnerotomachia Poliphili,
Ab 1480 entwickelten sich die Offizine allmählich zu Großbetrieben, bestehend aus Verlag,
gedruckt von Aldus
Herstellung und Vertrieb, oft verbunden mit einer Buchbinderei; die Auflagenhöhe lag bei Manutius in Venedig, 1499
1000 Stück, die Bücher wurden billiger und handlicher. Der für das frühe 16. Jahrhundert
bedeutende Basler Drucker Johann Froben, Mitarbeiter in der Amerbachschen Offizin,
druckte 1491 eine lateinische Bibel im Taschenformat.

Inhalte
Die Inhalte der Drucke folgten der Entwicklung der Offizine zu Verlagen und Händlern, es entstand die Autorschaft. Neben Bibeln,
frommen (und ketzerischen) Schriften, wie Predigten und Briefen, deckte der Buchdruck ab den 1470/80er Jahren bereits die
thematische Bandbreite ab, die bis auf den heutigen Tag ihre Leserschaft findet: Gelehrtes (auf Latein, der europäischen lingua
franca), Volkstümliches und Landessprachliches, Welt-, Lehr- und Kräuterbücher, Juristisches
und Medizinisches, Literarisches von Wolfram bis Boccaccio, Reiseberichte, Satiren und
Kalender; in Rom druckte der Ingolstädter Ulrich Han, vermutlich assistiert von dem aus
Passau stammenden Stephan Plannck, 1476 den Notensatz eines Missale Romanum.[11]
Ottaviano dei Petrucci, Erfinder des Notendrucks mit beweglichen Lettern, gilt als erster
bedeutender Musikverleger.

Mit zunehmender Produktion folgte der Buchdruck nicht mehr nur dem durch Auftraggeber
bestimmten Lesebedürfnis, sondern begann es durch die Aussicht auf Neuheiten auch zu
wecken. Damit jedoch war ein beträchtliches unternehmerisches Risiko verbunden. Durchaus
nicht alle Offizine vermochten dieses auch zu tragen, wie zum Beispiel der Betrieb von
Johann Zainer in Ulm, einem Verwandten des Augsburger Druckers, der sich hoch
verschuldete.[12] Deutschsprachige
Erstausgabe von
Boccaccios De claris
Handschriften mulieribus (dt. Übersetzung
Die klerikalen Kreise blieben durchweg in ganz Europa der Von etlichen Frowen von
Heinrich Steinhöwel),
Entwicklung des Buchdrucks gegenüber skeptisch; sie
gedruckt in Ulm von Johann
richteten eigene Offizine nur zögerlich ein, wie zum Beispiel Zainer, nicht vor dem 14.
in den Klöstern St. Ulrich und Afra in Augsburg oder in August 1473
Blaubeuren, und gaben weiterhin in den Skriptorien
Handschriften in Auftrag. Die Schreiberwerkstätten
vermochten sich zunächst noch der jungen Buchdruckerkunst gegenüber zu behaupten, indem sie
neben den kirchlichen Auftraggebern die an bekannter Literatur interessierten Käufer mit
Manuskripten zu erreichen versuchten, die rasch und mit sicherer Hand von professionellen Zeichnern
Buchmalerei: illustriert wurden. Zum Beispiel gelang es der bis in die 1470er Jahre belegten Werkstatt von Diebold
Missale, italienisch, Lauber im elsässischen Hagenau auf Vorrat zu produzieren und eine Zeit lang mit den
1532
Verkaufsstrategien der Drucker zu konkurrieren.[13]

So führte der unaufhaltsame Siegeszug des Buchdrucks die Handschriftenproduktion zu einer letzten
großen Blüte in Europa, und zwar in der Buchmalerei. Wie in den Stundenbüchern, Brevieren und Erbauungsbüchern erklärte die
Malerei auch in liturgischen Handschriften den Text zu einer Marginalie, zu einem Teil des Bildes. Die Buchmalerei des späten 15.
und des frühen 16. Jahrhunderts lieferte einem exklusiven Publikum die große
Tafelmalerei der Renaissance en miniature.

Typografie und Satz


Ziel und Aufgabe des Druckers war es, den Text als Block in einem einheitlichen
Satzspiegel erscheinen zu lassen; ihm standen dafür nach dem Vorbild
mittelalterlicher Manuskripte gegossene Ligaturen und Abbreviaturen, das sind
Buchstaben mit z. B. Tilden oder anderen Zeichen, die zur Abkürzung von u. a.
häufig vorkommenden Flexionsendungen im Lateinischen dienten, ebenso zur
Verfügung wie in verschiedenen Breiten gegossene Lettern, um die Zeilen in einen
einheitlichen und ausgeglichenen Absatz bringen zu können. Gutenberg hatte
beispielsweise für seine B42 insgesamt 290 verschiedene Lettern angefertigt. Dem
gewohnten Erscheinungsbild von Handschriften entsprechend wurden die Initialen Theodulus, Ecloga, gedruckt von
nicht gedruckt, sondern später von Hand gemalt und geschmückt, die Versalien zum Konrad Kachelofen in Leipzig, 1492:
Teil ebenfalls mit der Hand nachgetragen und der gedruckte Text in wechselnd Rot Incipit
und Blau (oder nur in Rot) rubriziert. Illustrationen wurden als Holzschnitt in der
Regel in den Satz eingebaut, zuweilen wurden die Druckstöcke durch gesonderte
Schmuckleisten, auch Bordüren genannt, dem Satzspiegel angepasst; Kolorierungen wurden im fertigen Druck einzeln von Hand
ausgeführt.

Die Drucke hatten keine Titelseiten, der Verfasser und sein Gegenstand tauchten in
den einleitenden Sätzen, dem Incipit, auf. Der Drucker setzte am Ende des Werkes
als Explicit den Kolophon, einen Vermerk mit seinem Namen, dem Ort und dem
Datum seiner Arbeit, und schloss den Druck mit seinerMarke ab.[14]
Valerius Maximus, gedruckt in Mainz
Die Typografie orientierte sich in Deutschland zunächst an dem den Lesern von Peter Schöffer, 18. Juli 1471:
vertrauten Schriftbild der Manuskripte. Ab etwa 1470 wurde diese Anlehnung Kolophon mit Druckvermerk und
zunehmend aufgegeben. In Augsburg entstand um 1472 mit der Schwabacher die bis Druckermarke
in die Mitte des 16. Jahrhunderts in Deutschland vorherrschende Druckschrift. Adolf
Rusch, Schwiegersohn Johannes Mentelins und den Ideen des Humanismus
zugeneigt, führte 1474 mit dem Druck des Rationale divinorum officiorumdie Antiqua-Type nördlich der Alpen ein; Erhard Ratdolt,
der 1486 aus Venedig nach Augsburg zurückgekehrt war, druckte dort ein erstes Schriftmusterblatt einer Antiqua. Zu Beginn des
16. Jahrhunderts setzte sich mit den von Kaiser Maximilian I. beförderten Drucken allerdings mit der Theuerdank eine Frakturschrift
durch. Die Buchstaben hatten jedoch bereits zuvor, im Vergleich zu Gutenbergs Lettern oder zur Theuerdank, begonnen, zunehmend
schlanker zu werden und sich zu weiten zugunsten eines stärkeren Weiß-Anteils und damit einer Aufhellung des Satzbildes, das auch
bei kleinerer Schriftgröße gut lesbar blieb. Auf farbige Rubrizierungen wurde zunehmend verzichtet, ornamentierte Initialen
erschienen nunmehr gedruckt.

Kennzeichnung
Viele Inkunabeln enthalten keine Informationen zu ihrer Produktion, wie sie heute im Impressum verfügbar sind. Rund die Hälfte
aller Inkunabeln hat nur unvollständige Angaben zu Drucker
, Druckort oder -datum, die Exemplaresind „teil“- oder „unfirmiert“. Zur
Bestimmung müssen deshalb andere Daten genutzt werden, wie zum Beispiel die verwendeten Typen, die im „Digitalen
Typenrepertorium“ erfasst werden. Da die Drucker ihr typographisches Material meist selbst herstellten, lässt sich über individuelle
Merkmale eine Zuordnung der Offizin vornehmen.[15]

Einbände des 15. Jahrhunderts


Auch wenn häufig eine Buchbinderwerkstatt mit der Druckerei verbunden war, wurden
Drucke überwiegend als Bogen ungebunden gelagert, in oTnnen versandt und erst vom Käufer
am Absatzort gebunden. Dabei gab es verschiedene Logistikzentren, wie zum Beispiel Lübeck
für den Ostseeraum.

Die Einbände der Drucke unterschieden sich zunächst nicht von denen der Handschriften. Die
Inkunabeln der ersten Jahrzehnte, durchweg im Folio- oder Quartformat gedruckt, bekamen in
der Regel eine Buchdecke aus zwei Holzplatten, die mit Leder oder Pergament, den gehefteten
Rücken umschließend, bezogen wurden. Leder und Pergament erhielten häufig eine Prägung
mit schmückenden Ornamenten, die mit erhitzten Metallstempeln oder -rollen in das feuchte
Material gepresst wurden. Die Verzierung mit Metallbeschlägen diente auch als Abstandhalter
für das aufliegende Buch, um den Einband zu schonen; Schließen aus Metall oder Leder
diente dazu, das Buch in Form zu halten. Häufig ließ man, nicht zuletzt aus Kostengründen, Einband 15. Jh.:
Kettenbuch, darin drei
gleich mehrere verschiedene Druckwerke gleichen Formats zusammen einbinden.
Inkunabeln
Bücher, ob Handschriften oder Drucke, waren im 15. Jahrhundert Kostbarkeiten; an den zusammengebunden
Leseplätzen in den Klosterbibliotheken wurden sie oft mit einer schweren Kette befestigt, um
sie vor dem Herabfallen oder dem unbefugten Entfernen zu schützen. Komplette
Kettenbücher
sind selten erhalten, da spätere Besitzer diese sperrige und unhandliche Sicherung in der Regel entfernten; gleichwohl zeigen eine
[16]
ganze Reihe der erhaltenen Originaleinbände noch die Spuren des Kettenanschlags am Rückdeckel.
Im 15. Jahrhundert durchaus noch üblich war der Einband als schon aus dem Mittelalter bekanntes Kopert; das ist ein weicher
Umschlag aus Pergament oder Leder, der über der Vorderseite des Buches übereinander geschlagen und am Rücken des gebundenen
Druckwerks befestigt war und so das Buch rundherum schützte. Auch Einbände in Form von Beutelbüchern, die eine
Tragevorrichtung integriert hatten, wurden vom Besitzer eines Drucks beim Buchbinder in Auftrag gegeben. Mit der Entwicklung des
Buchdrucks zu kleineren und billigeren Formaten wurde auch die Buchdecke weniger gewichtig gestaltet; im 16. Jahrhundert setzten
[17]
sich über Pappe kaschierte Einbände endgültig durch.

Die Sichtung und Erforschung der erhaltenen Einbände, insbesondere auch ihrer Details, wie zum Beispiel der sogenannten
Pergamentmakulatur, hat sich im 20. Jahrhundert im Rahmen der Buchwissenschaft auf dem Gebiet der Inkunabelkunde
herausgebildet. Viele Originaleinbände wurden wegen schwerer Beschädigung oder aus optischen Gründen noch bis ins
20. Jahrhundert hinein entfernt und die Bindung samt Buchdecke erneuert. Durch diesen radikalen Eingriff gingen oft auch
Besitzeinträge und andere Zeichen, die die Erforschung der Provenienz eines Buches ermöglichen, verloren. Die vorhandenen
Bestände werden in der noch relativ jungen Einbandforschung erfasst und in der Einbanddatenbank verzeichnet; mit Hilfe der dort
angebotenen Durchreibungen können Einbände den einzelnen Buchbinder-Werkstätten zugeordnet werden.

Nachfolger
Ab dem 1. Januar 1501 bis etwa 1520 gedruckte Schriften werden als Postinkunabeln oder
Frühdrucke bezeichnet; manchmal wird der Begriff auch auf den Zeitraum bis 1530 oder 1550
ausgedehnt.

Postinkunabel
Eine der bekanntesten Postinkunabeln ist der von Kaiser Maximilian I. gemeinsam mit zwei
Hofleuten verfasste Theuerdank, in dem der Kaiser selbst der Held ist; das illustrierte Werk
wurde 1517 von Propst Melchior Pfintzing in Nürnberg herausgegeben und erfuhr bereits
1519 die zweite Auflage. Der Kaiser verherrlichte sich in diesem Werk, weil er den
propagandistischen Wert des Buchdrucks erkannte; seine der eigenen, eher konservativen
Reichspolitik dienenden Kundgebungen hatte er durchweg im Druck vervielfältigen lassen.
Während der Zeit der Reformation bekam der Buchdruck anschließend zum ersten Mal in
seiner Geschichte Gelegenheit, Kampf- wie Aufklärungsmittel auch für neue Ideen zu sein.

Bis 1520 ähnelten viele Frühdrucke in ihrem Erscheinungsbild noch sehr ihren Vorgängern Johann Geiler von
aus dem Jahrhundert zuvor. Vielerorts wurden erfolgreiche Titel, wie z. B. das Straßburger Kaysersberg: Navicula sive
Speculum fatuorum.
Heldenbuch, neu gedruckt und dabei zunächst noch in ihrer älteren Form belassen; lateinische
Straßburg 1510
Übersetzungen von in ihrer Landessprache erfolgreichen Werken, wie zum Beispiel des
Reynke de vos oder Sebastian Brants Narrenschyff, eröffneten den Büchern einen
europäischen Markt.[18]

Ausblick ins 16. Jahrhundert


Im 16. Jahrhundert erweiterte sich die Leserschaft unaufhaltsam, und um 1550 gab es im städtischen Milieu in Europa bereits ein
begeistertes Lesepublikum, wobei die Leser nicht immer auch schreiben konnten. Frühdrucke dokumentieren in Inhalt, Druck und
Ausstattung die Rasanz, mit der die technische Entwicklung im Buchdruck zu Beginn des 16. Jahrhunderts voranging – mit kleineren
und handlicheren (und auch: preisgünstigen) Formaten, auf der Basis sich verbessernder Gusstechniken und Legierungen, damit auch
schlanker werdender Typografien und der nunmehr sorgfältigen Ausgestaltung von Titelblättern als Anreiz für den Käufer. Mit der
Präferenz des Textes verdeutlichen die Drucke der ersten Jahrzehnte des 16. Jahrhunderts den Sieg des gedruckten Wortes über das
Bild, das, in der reduzierten Form des Drucks verbreitet, sich als Illustration dem Text unterordnete und die gemalte Pracht der
Handschriften in die Nische verwies. Typografen, wie zum Beispiel Francesco Torniello, suchten wie die Künstler nach der idealen
Form. Der Buchdruck des 15. Jahrhunderts und des frühen 16. Jahrhunderts in Europa repräsentiert eine einmalige Kongruenz von
Ästhetik und Technik.[19]

Wertungen
Der Wert der Inkunabeln ist seit langem bekannt; sie sind als Zimelien bei Sammlern hochbegehrt, werden als solche von den
Bibliotheken gehütet und von den Philologen und Historikern als Quellen geschätzt. Seit den 1990er Jahren begannen auf dem
internationalen Markt für alte Schriften die Preise auch für Inkunabeln ins Astronomische zu steigen; so verkaufte ein internationales
Auktionshaus im Jahr 2002 einen keineswegs einmaligen Druck von Peter Schöffer und Johannes Fust für eine halbe Million Pfund.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts tauchten auch verstärkt illustrierte Einzelblätter auf, zunehmend insbesondere auf den internationalen
Online-Marktplätzen. Seither wird von Wissenschaftlern, Archivaren und Bibliothekaren gegenüber dem Handel immer wieder der
Vorwurf erhoben, alte und seltene Bücher zum Zwecke des profitableren Absatzes von Einzelblättern „aufzubrechen“.

Inkunabeln und Frühdrucke sind für die europäische Geschichte, nicht nur für die des Geistes, ein Kulturgut ersten Ranges. Victor
Hugo schrieb hierzu:

„Die Erfindung der Buchdruckerkunst ist das größte Ereignis der Geschichte, die Mutter aller Revolutionen. Sie
gab der Menschheit ein neues Ausdrucksmittel für neue Gedanken. Der Geist verwarf die alte Form und griff
nach einer anderen; er häutete sich völlig und endgültig wie die Schlange, die seit Adam sein Sinnbild ist.
Als gedrucktes Wort ist der Gedanke unvergänglicher denn je. Es sind ihm Flügel gewachsen; er ist ungreifbar,
unzerstörbar geworden. In den Zeiten der Baukunst häufte er Berge auf und bemächtigte sich gewaltsam eines
Jahrhunderts und eines Ortes: Jetzt gesellt er sich den Vögeln, zerstreut sich in alle vier Winde und ist überall
gegenwärtig.“[20]

Verzeichnisse
Nach derzeitiger Zählung der weltweit erhaltenen
Bestände haben sich zwischen 28.000 und 30.000
verschiedene Ausgaben von Inkunabeln erhalten, von
denen sich ungefähr 125.000 Einzelexemplare in
Deutschland befinden.[21][22]

Der erste überlieferte gedruckte Katalog einer


Sammlung von Inkunabeln, der Catalogus librorum
proximis ab inventione annis usque ad a. Chr. 1500
editorum der Nürnberger Stadtbibliothek, wurde
erstmals 1643 von Johannes Saubert d. Ä. erwähnt. Im
18. Jahrhundert fasste Georg Wolfgang Panzer in den
ersten fünf Bänden seines Monumentalwerks Annales
typographici, erschienen in Nürnberg 1793 bis 1797, die
Druckwerke des 15. Jahrhunderts zusammen. Ab 1800
begannen Bibliothekare, in älteren Bücherverzeichnissen die Drucke aus dem 15. Jahrhundert zu markieren oder als handschriftlichen
Appendix gesondert zu erfassen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts verstärkte sich das Interesse der Sammler und zunehmend auch der
Forscher an den Inkunabeln; das Ansinnen, sich einen Überblick über die aus der Frühphase des Buchdrucks überkommenen
Druckwerke zu verschaffen, führte zu einer Reihe von Verzeichnissen. Das bekannteste und für die im 20. Jahrhundert begonnene
systematische Erfassung grundlegende wurde das Repertorium bibliographicum von Ludwig Hain, das zwischen 1826 und 1838
entstand und 16.299 Titel aufführte.
Sämtliche Drucke des 15. Jahrhunderts (mit Standortnachweisen) werden in alphabetischer Reihenfolge im Gesamtkatalog der
Wiegendrucke (GW) verzeichnet, der seit 1925 im Hiersemann Verlag erscheint. Bisher liegen zehn Bände vor, Band 11 ist in
Vorbereitung. Damit werden die Buchstaben A-H vollständig erfasst sein. Die Redaktion des GW erfolgt in der Staatsbibliothek zu
Berlin, die inzwischen auch eine Datenbank (mit Zugriff auch auf die bisher im Druck noch nicht veröffentlichten Materialien)
erstellt hat.

Die Inkunabeln des deutschen Sprach- und Kulturraums fallen im Rahmen der Sammlung Deutscher Druckein den Aufgabenbereich
der Bayerischen Staatsbibliothek, die selbst 16.785 Exemplare bei 9573 Titeln hält. Die Bibliothek erarbeitet dazu einen eigenen
Inkunabelkatalog sowie den Inkunabel-Census für die Bundesrepublik Deutschland. Außerdem unterhält sie für Einblattdrucke die
Datenbank Einblattdrucke der Frühen Neuzeit und arbeitet am internationalen Incunabula Short Title Catalogue (ISTC) mit. Der
ISTC wird von der British Library in London geführt und ist mit etwa 28.000 Titeln die weltweit größte Datenbank für Inkunabeln.
INKA, das Inkunabelverzeichnis deutscher Bibliotheken, wird durch die Universitätsbibliothek Tübingen betreut und weist aktuell
70721 Exemplare nach.

Aufbauend auf den oben genannten Ressourcen ist seit Mitte des Jahres 2005 die Verteilte Digitale Inkunabelbibliothekonline, in der
gut 1000 Inkunabeln aus den Beständen der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln sowie der Herzog August Bibliothek als
Digitalisate vorliegen.

Verteilung nach Orten und Sprache

Druckorte von Inkunabeln nach Region Inkunabeln nach


Inkunabeln Sprache

Die graphischen Darstellungen beruhen auf dem Datensatz desIncunabula Short Title Catalogue.[23]

Literatur
Fritz Funke: Buchkunde. Ein Überblick über die Geschichte des Buch- und Schriftwesens. Verlag Dokumentation,
München-Pullach 1969.
Fritz Funke: Buchkunde. Die historische Entwicklung des Buches von der Keilschrift bis zur Gegenwart . Edition
Albus, Wiesbaden 2006,ISBN 3-928127-95-0.
Ferdinand Geldner: Inkunabelkunde. Eine Einführung in die Welt des frühesten Buchdrucks. Reichert, Wiesbaden
1978, ISBN 3-920153-60-X.
Konrad Haebler: Handbuch der Inkunabelkunde. Leipzig 1925, Hiersemann, Stuttgart 1979 (Repr .), ISBN 3-7772-
7927-7.
Konrad Haebler: Typenrepertorium der Wiegendrucke. Haupt, Halle a.d. Saale 1905– ;Nachdruck der Ausgabe
1905–1924, Kraus u.a., Nendeln/Liechtenstein 1968 (=Sammlung bibliothekswissenschaftlicher Arbeiten)
Helmut Hiller, Stephan Füssel: Wörterbuch des Buches. Klostermann, Frankfurt am Main 2002,ISBN 3-465-03220-
9.
Albert Kapr: Buchgestaltung. Verlag der Kunst, Dresden 1963.
Hellmuth Lehmann-Haupt:Peter Schöffer aus Gernsheim und Mainz. Wiesbaden 2002, ISBN 3-89500-210-0.
Ursula Rautenberg (Hrsg.):Reclams Sachlexikon des Buches. Reclam, Stuttgart 2003,ISBN 3-15-010542-0.
Hendrik D.L. Vervliet (Hrsg.): Liber Librorum. 5000 Jahre Buchkunst. Eine geschichtliche Übersicht von Fernand
Baudin u. a. Editions Arcade, Brüssel 1972, Weber Verlag, Genf 1973. (v. a. die Kapitel Johannes Gutenberg von
Helmut Presser und Das Buch im 15. und 16. Jahrhundertvon H. Vervliet)
Barbara Tiemann (Hrsg.): Die Buchkultur im 15. und 16. Jahrhundert.Erster Halbband. Maximilian-Gesellschaft,
Hamburg 1995, ISBN 3-921743-40-0.
Ernst Voulliéme: Die deutschen Drucker des fünfzehnten Jahrhunderts. 2. Auflage. Verl. d. Reichsdruckerei, Berlin
1922 (landesbibliothek.at).

Einzelnachweise
1. Felicitas Noeske: Inkunabel (7). (https://histgymbib.hypotheses.org/1947)In: bibliotheca.gym. 26. Mai 2016,
abgerufen am 18. November 2017.
2. Badische Landesbibliothek:Nachweis von Inkunabeln der Badischen Landesbibliothek(http://www.blb-karlsruhe.de/
blb/blbhtml/besondere-bestaende/handschriften/inkunabeln.html) , abgerufen am 18. März 2011
3. Yann Sordet: Le baptême inconscient de l'incunable : non pas 1640 mais 1569 au plus tard . In: Gutenberg Jahrbuch.
Nr. 84. Harrassowitz Verlag, 2009, S. 102–105 (Abstract : The origins of the term "incunabula", employed to qualify
the early printed books, and especially the books printed in the XVth century, are to be found in an historical treatise
of Hadrianus Junius (Batavia), published in 1588 but known from a 1569 manuscript.).
4. Joost Roger Robbe: Der mittelniederländische Spieghel onser behoudenisse und seine lateinische Quelle .
Waxmann Verlag, 2010, ISBN 978-3-8309-7345-4.
5. Wiegendruck (http://woerterbuchnetz.de/DWB/wbgui_py?lemid=GW20141&mode=linking) . In: Jacob Grimm,
Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Band 29. Hirzel, Leipzig 1960, Sp. 1548–1549 woerterbuchnetz.de
( (http://
woerterbuchnetz.de), Universität Trier).
6. Inkunabel. In: Lexikon der Kunst, Band II, Berlin 1981; S. 400
7. Ursula Rautenberg (Hrsg.):Reclams Sachlexikon des Buches. Stuttgart 2003; S. 74f.
8. Albert Kapr: Buchgestaltung. Dresden 1963; S. 21–27
9. Fritz Funke: Buchkunde. Ein Überblick über die Geschichte des Buch- und Schriftwesens . München Pullach 1969, S.
82–89.
10. Fritz Funke: Der Buchholzschnitt. In: ders.: Buchkunde. Ein Überblick über die Geschichte des Buch- und
Schriftwesens. München Pullach 1969; S. 225–238
11. Mary Kay Duggan: Italian Music Incunabula. Berkeley 1992; S. 80 (http://content.cdlib.org/xtf/view?docId=ft409nb31
c&chunk.id=d0e1517&toc.depth=1&toc.id=d0e1517&brand=eschol)(englisch), S. 68
12. Vgl. dazu die Schwerpunkte der Produktion vonPeter Schöffer in: Hellmuth Lehmann-Haupt:Peter Schöffer aus
Gernsheim und Mainz. Wiesbaden, 2002; S. 54
13. Fritz Funke: Buchkunde. Ein Überblick über die Geschichte des Buch- und Schriftwesens . München Pullach 1969; S.
68
14. Fritz Funke: Buchkunde. Ein Überblick über die Geschichte des Buch- und Schriftwesens . München Pullach 1969, S.
99–101.
15. Falk Eisermann: Auf der Spur der seltsamen Typen. Das digitale Typenrepertorium der Wiegendrucke. In:
Bibliotheksmagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München , 3/2014, S. 41–48.
16. Helmut Hiller: Wörterbuch des Buches. Frankfurt a.M. 1991, S. 60–61, 164–165.
17. Ursula Rautenberg (Hrsg.):Reclams Sachlexikon des Buches. Stuttgart 2003, S. 56–57, 309.
18. Fritz Funke: Buchkunde. Ein überblick über die Geschichte des Buch- und Schriftwesens . München Pullach 1969; S.
103–109
19. Albert Kapr: Buchgestaltung. Verlag der Kunst, Dresden 1963, S. 29–34.
20. Victor Hugo: Notre Dame von Paris. Leipzig 1962, S. 197. Zit. nach: Kapr 1963, S. 28
21. British Library: Incunabula Short Title Catalogue (http://www.bl.uk/catalogues/istc/index.html)nennt 29,777
Ausgaben am Stichtag des 8. Januar 2008, worin allerdings auch einige Druckwerke aus dem 16. Jahrhundert
enthalten sind (Stand 11. März 2010).
22. Laut Bettina Wagner: Das Second-Life der Wiegendrucke. Die Inkunabelsammlung der Bayerischen
Staatsbibliothek. In: Rolf Griebel, Klaus Ceynowa (Hrsg.):Information, Innovation, Inspiration. 450 Jahre Bayerische
Staatsbibliothek. Saur, München 2008, ISBN 978-3-598-11772-5, S. 207–224, hier S. 207f. – beläuft sich die Zahl
der im Incunabula Short Title Catalogue eingespeisten Ausgaben mit Erscheinungsjahr vor 1501 auf 28.107.
23. Incunabula Short Title Catalogue (http://www.bl.uk/catalogues/istc/index.html). British Library. Abgerufen am 2. März
2011.

Weblinks
Commons: Incunabula – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Inkunabeln – Quellen und Volltexte
Wiktionary: Inkunabel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: incunabula – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Literatur zum Thema Inkunabelnim Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Datenbank des Gesamtkatalogs der Wiegendrucke der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz (GW)
Inkunabelkatalog Deutscher Bibliotheken (INKA)
TW - Typenrepertorium der Wiegendrucke
Inkunabelkatalog der British Library (ISTC)
Inkunabelkatalog der Bayerischen Staatsbibliothek (bsb-ink)
Inkunabelzensus Österreich
Wolfgang Beinert: Erst- und Inkunabeldrucker mit eigener Offizin
Index Possessorum Incunabulorum
Digitale Inkunabelbibliothek der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
Digitalisierte Inkunabeln der Dombibliothek Freising und der Bibliothek des Metropolitankapitels München
Digitalisierte Gutenberg-Bibel der Bayerischen Staatsbibliothek
Niedersächsische landes- und Universitätsbibliothek Göttingen:Gutenberg Digital

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