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Dragan-Effekt

Autor:
medienfux

Inhalt:
Mit dem Dragan-Effekt, benannt nach dem polnischen Fotografen Andrzej
Dragan, erhalten Porträts einen interessanten und unverwechselbaren Look.
Wie man diesen Effekt in Adobe Photoshop nachempfinden kann, wird in
diesem Tutorial erklärt. Während der Bearbeitung kommt ein Grafiktablett zum
Einsatz. Die Nutzung wird für ein besseres Ergebnis empfohlen - ist jedoch
nicht zwingend erforderlich.
Dragan-Effekt
Mit dem Dragan-Effekt, benannt nach dem polnischen Fotografen Andrzej
Dragan, erhalten Porträts einen interessanten und unverwechselbaren Look.
Wie man diesen Effekt in Adobe Photoshop nachempfinden kann, wird in
diesem Tutorial erklärt. Während der Bearbeitung kommt ein Grafiktablett zum
Einsatz. Die Nutzung wird für ein besseres Ergebnis empfohlen - ist jedoch
nicht zwingend erforderlich.

Ich verwende als Ausgangsbild ein Foto einer Person mit deutlich
gezeichnetem Gesicht. Das wirkt sich unterstützend auf den gezeigten Effekt
aus, da bei dieser Bearbeitungsweise in besonderer Art und Weise auf die
jeweiligen Gesichtszüge eingegangen wird.

Unser Ausgangsbild (links: Fotolia_21678831_M-© D. Ott - Fotolia.com. Rechts:


© V. Kudryavtsev - Fotolia_3283580_M).

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Das Resultat in Bildern:

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Schritt 1: Geraderücken
Zunächst öffne ich das Bild und rücke es in die richtige Perspektive. Dazu
bediene ich mich der klassischen Transformationswerkzeuge. Je nach
Ausgangsbild sind das im Wesentlichen die Funktion Drehen oder
Perspektivisch verzerren.

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Danach beschneide ich das Bild mit dem Freistellen-Werkzeug.

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Schritt 2: Tiefen und Lichter
Das Ausgangsbild wirkt noch sehr hell und etwas fad. Um dies zu ändern,
benutze ich im Folgenden die Korrekturoption Tiefen/Lichter über das Menü
Bild>Korrekturen. Je nach Ausgangsbild treffe ich verschiedene Einstellungen,
um ein ausgewogeneres Gesamtbild zu erhalten.

Für mein verwendetes Foto nehme ich folgende Einstellungen vor:

Regler Stärke bei den Tiefen: ca. 30 %


Regler Tonbreite bei den Tiefen: ca. 40 %
Der Stärkeregler bei den Lichtern wird auf ca. 10 % gesetzt

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Schritt 3: Einstellungsebene
Ich benutze für die weitere Optimierung eine Einstellungsebene. Dazu klicke
ich in der Ebenenpalette auf das entsprechende Icon und wähle die
Tonwertkorrektur aus.

Die Tiefen werden auf den Wert: 35,


die Mitteltöne auf 1,00 und
die Helligkeitswerte auf 215 gesetzt.

Nun verfüge ich über mehr Sättigung und Kontrast.

Merke: Der entscheidende Vorteil einer Einstellungsebene ist, dass sie


jederzeit ohne die Veränderung der Originaldatei abgeändert bzw. angepasst
werden kann.

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Schritt 4: Monochrom
Ich möchte nun den Bearbeitungsstand sichern und füge auf einer neuen
Ebene alle Arbeitsschritte zusammen. Dazu erstelle ich mir zunächst eine neue
(leere) Ebene und benenne diese in „Zusammengefasst“. Bei markierter Ebene
drücke ich die Tastenkombination Umschalt+Strg+Alt+E, um alle sichtbaren
Ebenen auf dieser neuen zusammenzufassen. Diese neue Ebene wird
anschließend über den Menüpunkt: Bild>Korrekturen>Sättigung verringern
bearbeitet.

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Schritt 5: Tonwerte
Ich füge erneut eine Einstellungsebene Tonwertkorrektur hinzu und verwende
dabei die Werte (von links nach rechts):

Tiefen: 25
Mitteltöne: 1,00
Lichter: 235

Ich erziele dadurch einen höheren Tonwertumfang im Bild. Erneut füge ich
alle sichtbaren Ebenen über die Tastenkombination Umschalt+Strg+Alt+E
zusammen und benenne diese Ebene „Zusammengefasst 2“.

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Schritt 6: Umkehren, Weichzeichnen und verblenden
Die Ebene „Zusammengefasst 2“ soll nun umgekehrt werden. Dazu drücke ich
Strg+I auf meiner Tastatur.

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Zusätzlich wende ich nun einen Weichzeichnungsfilter an. Den Radius setze ich
dabei auf einen Wert zwischen 10 und 15 Pixeln in Abhängigkeit vom
Ausgangsbild.

Die so entstandene weichgezeichnete Ebene versehe ich mit der Füllmethode


Ineinanderkopieren und regle die Deckkraft etwas herunter.

TIPP: Auch die erste zusammengefasste Ebene bekommt eine Anpassung der
Deckkraft auf ca. 80 Prozent.

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Schritt 7: Tiefen und Lichter durch Überlagern (neutralgraue
Ebene anlegen)
Um den besonderen Kontrasteffekt zu erreichen, muss man dafür sorgen, dass
Teile des Bildes abgedunkelt (nachbelichtet) oder aufgehellt (abgewedelt)
werden. Damit man die Änderungen korrigieren kann, empfiehlt es sich, nicht
direkt auf dem Ausgangsbild zu malen, sondern sich einer Hilfsebene mit
einem neutralen Grau zu bedienen.

Dazu legen wir eine neue Ebene mittels der Tastenkombination


Umschalt+Strg+N an. Beim Modus im Dialogfenster stelle ich die Füllmethode
auf Ineinanderkopieren ein und setze den Haken bei Mit neutraler Farbe … Zur
besseren Orientierung benenne ich diese Ebene noch in „Lichter und
Schatten“ um.

Änderungen am Bild sind durch den Modus Ineinanderkopieren noch nicht zu


erkennen und werden erst mit den folgenden Schritten sichtbar.

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Schritt 8: Gesichtszüge nachbearbeiten
Mittels schwarzer und weißer Pinsel kann man jetzt die Gesichtszüge betonen.
Schwarze Pinsel dunkeln das Bild ab - weiße hingegen hellen bestimmte
Bereiche auf. Ich benutze ein Grafiktablett und setze bei einer großen,
weichen Pinselspitze mit Schwarz die Schattenbereiche des Gesichtes in Szene.
Dabei gehe ich mit geringer Deckkraft von ca. 10 % an die zu bearbeitenden
Bereiche heran. Dank einer Deckkraftregulierung und variabler Pinselspitzengröße
(Tasten Ö & # zum Vergrößern und Verkleinern) kann ich sehr detailliert
vorgehen.

Achtung: Diese Arbeit ist die wichtigste Komponente und beansprucht etwas
mehr Zeit.

Im sogenannten Schichtmodus modelliere ich die Schatten förmlich aus dem


Gesicht heraus. Dabei liegt das besondere Augenmerk auf den Falten, die
charakteristisch für ein Gesicht sind und ihre eigenen Geschichten erzählen.

Helle Bereiche werden mit einer weißen Pinselspitze bewusst betont. Auch
hier sollte man die nötige Sorgfalt walten lassen. Je nach Ausgangsbild und
weil unser Fokus beim Betrachten von Gesichtern im Wesentlichen darauf
liegt, betone ich die Augen, indem ich das Augenweiß und die Iris
entsprechend nachbearbeite. Hierzu stelle ich eine kleine Pinselspitze ein und
setze die Deckkraft etwa auf 30 % hoch.

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Schritt 9: Farbige Ausgestaltung
Das Ausgangsbild hat nun verschiedene Bearbeitungsschritte hinter sich und
nähert sich dem Finish. Damit ich eine homogene Farbwirkung erziele, füge
ich erneut alle Ebenen über Umschalt+Strg+Alt+E zusammen. Dazu erstelle ich
zunächst eine neue, leere Ebene und benenne sie in „Färben“ um. Mit Strg+J
dupliziere ich die soeben erstellte Ebene gleich noch einmal und blende die
Kopie vorübergehend aus.

Auf der zuerst erstellten Ebene nehme ich nun Korrekturen bei Farbton und
Sättigung vor. Dazu gehe ich über das Menü Bild>Korrekturen>Farbton/
Sättigung. Im Dialogfeld senke ich die Sättigung auf einen Wert von -30.

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Nun wird die Ebenenkopie „Färben Kopie“ wieder eingeblendet und erneut
das Dialogfeld Farbton/Sättigung aufgerufen. Ich setze den Haken in der
Checkbox auf Färben und verstelle mittels Regler den Farbton auf ca. 30 und
die Sättigung ca. auf den Wert 15.

Die Füllmethode dieser Ebene wird auf den Modus Ineinanderkopieren gesetzt.
Die Deckkraft der Fläche & Ebene kann daraufhin auf den Wert von ca. 60 %
gesetzt werden.

Die Ebene „Tiefen und Lichter“ kann bei Bedarf zusätzlich nach oben im
Ebenenstapel verschoben und deren Deckkraft für einen „dramatischeren“ Look
reduziert werden.

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Schritt 10: Das Wesentliche hervorheben
Mein Porträtfoto enthält zurzeit noch unwichtige Elemente, die vom
eigentlichen Effekt ablenken. Diese sollen in den folgenden Schritten
ausgeblendet werden. Dazu erstelle ich eine neue Ebene und drücke die
Tastenkombination Umschalt+ F5. Im Dialogfeld stelle ich unter Verwenden:
Schwarz ein. Diese nun erstellte Ebene erhält eine Ebenenmaske.

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Mit Schwarz und Weiß kann ich nun störende Details in unmittelbarer Nähe
des Gesichtes ausblenden. Ziel ist es, einen schwarzen Hintergrund zu
erhalten, der nur das eigentliche Porträt beinhaltet und dies damit zur
Geltung bringt.

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Schritt 11: Zusätzliche Arbeiten/Fertigstellung
Eventuell ist es wie auf meinem Ausgangsfoto so, dass bestimmte Bildteile
wie hier der Turban eine weitere Bearbeitung erfordern. In meinem Beispiel
habe ich diesen vom Originalbild entnommen, mittels einer Maske freigestellt
und den Ebenenmodus Luminanz gewählt.

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Abschließend erstelle ich eine neue Ebene und füge alle vorhanden Ebenen
über Umschalt+Strg+Alt+E zusammen. Ich möchte gern einen höheren
Schärfegrad erreichen und benutze den Filter Scharfzeichnungsfilter>Unscharf
Maskieren mit den Werten:

• Stärke: 232
• Radius: 0,5
• Schwellenwert: 6.

Das Bild ist nun fertig.

Wer mehr über den Fotografen erfahren möchte und sich für diese Technik
interessiert, kann sich auf seiner Homepage: http://andrzejdragan.com/
umsehen.

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