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Inhalt

1.Allgemeines ................................................................................................................................................ 3
1.1 Vorsätze ............................................................................................................................................... 3
1.2 Die SI-Einheiten .................................................................................................................................. 4
1.3 Das korrekte lösen einer Aufgabe ....................................................................................................... 4
2 Mechanik .................................................................................................................................................... 5
2.1.Kinematik ............................................................................................................................................ 5
2.1.1 Gleichförmige Bewegung ............................................................................................................. 5
2.1.2 Durchschnittsgeschwindigkeit ...................................................................................................... 6
2.1.3 Beschleunigung ............................................................................................................................ 6
2.1.4 Gleichförmige Kreisbewegung ..................................................................................................... 8
2.2 Dynamik .............................................................................................................................................. 8
2.2.1 Die Newtonschen Axiome ............................................................................................................ 8
2.2.2 Kraft .............................................................................................................................................. 9
2.2.3. Energetik.................................................................................................................................... 11
2.2.4. Leistung ..................................................................................................................................... 12
2.2.5 Wirkungsgrad ............................................................................................................................. 12
2.2.6. Arbeit ......................................................................................................................................... 13
2.3. Hydrostatik ....................................................................................................................................... 13
2.3.1. Dichte ........................................................................................................................................ 13
2.3.2. Druck ......................................................................................................................................... 14
2.3.3. Auftrieb...................................................................................................................................... 15
2.4 Gravitation nach Newton .................................................................................................................. 16
2.4.1 Keplersche Gesetze .................................................................................................................... 16
2.5 Impuls ................................................................................................................................................ 17
2.6 Reibung .............................................................................................................................................. 18
2.6.1 Haftreibung................................................................................................................................. 18
2.6.2 Gleitreibung ................................................................................................................................ 18
3. Wärmelehre ............................................................................................................................................. 19
3.1. Temperatur und Teilchenmodell ...................................................................................................... 19
3.2. Wärmeausdehnung ........................................................................................................................... 20
3.3 Allgemeines Gasgesetz...................................................................................................................... 21
3.4 Innere Energie ................................................................................................................................... 22
3.5 Wärmeübertragung ........................................................................................................................... 24
4 Elektrizitätslehre....................................................................................................................................... 25
4.1 Ladungen ........................................................................................................................................... 25
4.2 Elektrisches Feld ................................................................................................................................ 26
4.3 Stromkreise ....................................................................................................................................... 27
4.4 Magnetismus ..................................................................................................................................... 29
5 Optik ......................................................................................................................................................... 30
1.Allgemeines

1.1 Vorsätze

Vorsätze benutzt man, um Grössen anders auszudrücken. Sie sind für alle Grössen anwendbar.

Beispiele dafür sind: kg, MB, oder mm

Hier ist eine Liste mit den wichtigsten Vorsätzen. Diese findet man auch in der FoTa auf der
Zweitletzten Seite.

Vorsatz Kürzel Potenz


Deka da 101
Hekto h 102
Kilo k 103
Mega M 106
Giga G 109
Dezi d 10-1
Centi c 10-2
Milli m 10-3
Mikro µ 10-6
Nano n 10-9
1.2 Die SI-Einheiten

Die SI-Einheiten sind die Basiseinheiten, welche man als solche Definiert hat. Beispielsweise die
Länge eines Meters (welche die Strecke ist, welche das Licht in 1/299792458 Sekunden
durchläuft. Aus den SI-Einheiten lassen sich die anderen uns bekannten Einheiten herleiten.
Lösungen müssen immer in SI-Einheiten oder in den daraus resultierenden Einheiten angegeben
werden.(Also längen sollen in Metern und nicht in Fuss angegeben werden)

Die SI-Einheiten sind Folgende:

Meter – m

Kilogramm – kg

Sekunden – s

Ampère – A

Kelvin – K

Candela – cd

Mol – mol

Masse ist die Einzige SI-Einheit, welche ein k als Vorsatz hat.

1.3 Das korrekte lösen einer Aufgabe

Damit eine Aufgabe korrekt gelöst wird, muss man als Erstes schauen, wie die Lösung verlangt
ist. Falls man die Lösung Formal angeben muss, müssen die Formeln nach der gesuchten
Variabel aufgelöst werden. Die Lösungsformel dürfen keine Zahlen enthalten; jede Angabe
muss als Variabel angegeben werden. Es dürfen nur bekannte Variablen angegeben werden. Falls
man mit Zwischenresultaten rechnet, ist die Aufgabe falsch gelöst.

Falls die nummerische Lösung gesucht ist, sollte man das Resultat mit dem Einsetzen der
Variablen erhalten und das Resultat der eigenen Variabel gleichsetzen. (Also zB. a=?, v=1m/s,
t=1s, dh. a=v/t=(1m/s)/1s=1m/s^2=a)

Beim runden der Lösung muss die Signifikante Stelle beachtet werden. Diese ist ersichtich aus
der aus der Aufgabe gegebenen Angabe, welche die wenigsten Stellen hat. Nach dieser Angabe
muss man sich richten. Das Resultat darf nur gleich viele Ziffern haben wie diese. (Wenn also die
kleinste Angabe 20.01m ist, muss das Resultat auf 4 Stellen gerundet werden.)Das Resultat kann
in der wissenschaftlichen Schreibweise verlangt werden. Bei dieser Schreibweise setzt man nach
der ersten bekannten Zahl einen Punkt und fügt hinten ein 10 hoch x an. (Bsp: 21'000=2.1*10x)
2 Mechanik

2.1.Kinematik

Kinematik ist ein Gebiet der Mechanik, welches die Bewegung von Körpern rein geometrisch
beschreibt mit den Größen Zeit, Ort, Geschwindigkeit und Beschleunigung. Unberücksichtigt
bleibt die Kraft, die Masse der Körper und alle davon abgeleiteten Größen wie Impuls oder
Energie. Die Kinematik beschreibt somit nur wie sich ein Körper bewegt und wird daher auch als
Bewegungsgeometrie bezeichnet.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie sich ein Körper bewegen kann. Eine Möglichkeit ist die
gleichförmige Bewegung:

2.1.1 Gleichförmige Bewegung

Bei einer geradlinigen Bewegung ist die Geschwindigkeit v konstant. Das heisst der Körper
erfährt keine Beschleunigung.

v=konst a=0

Für die Gleichförmige Bewegung gilt die Formel


s
V= und s = s0 + vt
t

Übungsbeispiel: Eine Gewehrkugel trifft ein Ziel, welches 500m weit weg ist nach 0.75
Sekunden. Wie schnell ist die Kugel?
2.1.2 Durchschnittsgeschwindigkeit

Für die Durchschnittsgeschwindigkeit gilt:

Δs
Vd =
Δt

Sie wird berechnet mit dem zurückgelegten Weg und der dafür benötigten Zeit. Die
Geschwindigkeiten in einem Intervall müssen also nicht konstant sein und können variieren. Im
unteren Graphen sieht man v rot markiert.

2.1.3 Beschleunigung

Für eine Beschleunigung gilt: Für eine gleichmässige Beschleunigung


gilt:

v 𝑠 Δv
a= = a=
t 𝑡^2 Δt

Beschleunigungen können ungleichmässig sein, so wie die Beschleunigung von Autos, aber auch
gleichmässig, wie die Gravitation.
Graphisch:

Übungsbeispiel: Die Erdbeschleunigung ist 9.81m/s2. Wie schnell ist eine Melone nach 7
Sekunden freiem Fall?

Für eine gleichmässige Beschleunigung gilt ausserdem:


𝑣1+𝑣2
v = v0 + at und vd =
2
Übungsbeispiel: Ein aus einem Flugzeug gesprungener Fallschirmspringer hat nach einer
gewissen Zeit eine Geschwindigkeit von 20m/s. Wie schnell ist er nach 5 weiteren Sekunden.
(Angenommen er öffnet seinen Fallschirm noch nicht)?
2.1.4 Gleichförmige Kreisbewegung
Eine gleichförmige Kreisbewegung ist eine Bewegung, bei
der die Bahnkurve auf einem Kreis verläuft. Die
Geschwindigkeit ist konstant. Somit auch die
Geschwindigkeit eines Punktes auf dem Kreis. Der Vektor
verändert sich aber ständig, da er seine Richtung ändert.
Wichtige Formeln: (Auch in den Formelsammlungen)
Umlaufzeit: T
1
Frequenz: 𝑓 = 𝑇
360°
Winkelgeschwindigkeit: 𝑤 = 𝑇

Bahngeschwindigkeit: 𝑣 = 𝑟𝑤 (r = Radius)
𝑣2
Zentripetalbeschleunigung: 𝑎𝑧 = = r𝑤 2
𝑟

Zentripetalkraft: 𝐹𝑧 = 𝑚𝑤 2 𝑟
Übungsbeispiel: Berechne die fehlende Größe des sich bewegenden Objektes: Die Frequenz sei F
= 5/s, der Radius betrage r = 2m. Berechne die Geschwindigkeit v.

2.2 Dynamik

Die Dynamik ist ein weiteres Teilgebiet der Mechanik. Diese befasst sich mit den Einwirkungen
von Kräften. In der Physik wird unter Dynamik die Beschreibung der Bewegung von Körpern in
ihrer Abhängigkeit von den einwirkenden Kräften verstanden.
Teilgebiete der Dynamik sind Beispielsweise: Kraft/Energetik/Gravitation
2.2.1 Die Newtonschen Axiome

Dies sind die Newtonschen Axiome:

1. Trägheitsprinzip

Ein Körper beharrt im Zustand der Ruhe oder der gleichförmig geradlinigen Bewegung, solange
keine äusseren Einflüsse auf ihn wirken. Die Geschwindigkeit eines solchen sich «frei»
bewegenden Körpers ist nach Betrag und Richtung konstant.
2. Beschleunigungsprinzip

Durch einwirkende Kräfte erfährt ein Körper eine Beschleunigung, die der Kraft proportional ist
und deren Richtung besitzt: Kraft = Masse x Beschleunigung. (Zu Ehren Newtons wird die
Einheit der Kraft 1 N (Newton) genannt.)

3. Wechselwirkungsprinzip (actio = reactio)

Übt ein Körper A auf einen Körper B eine Kraft aus (actio), so übt auch B auf A eine Kraft aus,
Gegenkraft (reactio) genannt, die entgegengesetzt gleich der ersten Kraft ist.

Die Newtonschen Axiome treffen eine Aussage über den Bewegungszustand von Körpern in
Abhängigkeit von einer äußeren Größe (die Kraft) und einer Eigenschaft des Körpers (Masse).

2.2.2 Kraft

In der klassischen Physik versteht man unter Kraft eine Einwirkung, die einen statischen Körper
verformen und bewegliche Körper beschleunigen kann. Kräfte sind gerichtete Physikalische Grössen (Sie
haben also einen Vektor). Das Zeichen für Kraft ist 𝐹. Kräfte werden in Newton angegeben. Kräfte
können sich addieren, subtrahieren oder aufheben. Beispiele Für Kräfte sind; die Gravitationskraft, die
𝑘𝑔·𝑚
Reibungskraft oder die Fliehkraft. Die Kraft besteht aus den Folgenden SI-Einheiten: 𝐹 = 𝑠2
. Generell
kann man sagen, dass

𝐹 = 𝑚·a

Es gibt jedoch noch andere Formeln, welche alle im Formelbuch zu finden sind. Kräfte lassen sich
vektoriell darstellen;
Übungsbeispiel: Ein Boxer schlägt seinem Gegner auf den Kopf. Sein Arm hat eine Beschleunigung von
20m/s2 und eine Masse von 8kg. Wie viel Kraft hat dieser Schlag?
Warum wird nur sein Arm als Masse genommen und nicht sein ganzer Körper?
2.2.3. Energetik

Energie ist eine fundamentale physikalische Größe, die in allen Teilgebieten der Physik sowie in
der Technik, Chemie, Biologie und der Wirtschaft eine zentrale Rolle spielt. Energie hat die
Einheit Joule (𝐽 = 𝑁 · 𝑚).

Eine Zufuhr von Energie ist unter anderem nötig, um einen Körper zu beschleunigen oder ihn
entgegen einer Kraft zu bewegen, um eine Substanz zu erwärmen, ein Gas zusammenzudrücken,
elektrischen Strom fließen zu lassen oder elektromagnetische Wellen abzustrahlen, sowie um im
leeren Raum materielle Teilchen entstehen zu lassen. Energie benötigt man auch für den Betrieb
von Computersystemen, für Telekommunikation und für jegliche wirtschaftliche Produktion.

Energie kann ich diversen Zuständen vorkommen:


- Kinetische Energie
Kinetische Energie ist die Energie, welche ein Körper mit einer Geschwindigkeit hat. Also zum
Beispiel ein fahrendes Auto. Die Formel zur Berechnung dieser ist:
𝐸𝑘𝑖𝑛 = 𝑚 · 𝑣 2
- Potentielle Energie
Potentielle Energie oder auch Lageenergie genannt, ist die Energie welche ein Körper mit Masse
hat, der eine bestimmte hohe relativ zu einem Boden hat. Ein Beispiel wäre eine Tasse, welche
auf einem Tisch steht. Die Tasse hat relativ zum Boden eine gewisse Energie. Die Formel zur
Berechnung dieser Energie ist:
𝐸𝑝𝑜𝑡 = 𝑚 · g · h

Dies sind die beiden Formen von Energie in der Mechanik. Es gibt jedoch auch hier wieder
andere Formen der Energie, wie thermische Energie, elektrische Energie oder auch Spannenergie
bei Federn. Auch hier sind alle relevanten Formeln in der Formelsammlung zu finden.
2.2.4. Leistung

Bei vielen Tätigkeiten kommt es nicht nur darauf an, welchen Betrag an Arbeit man verrichtet,
sondern auch darauf, in welcher Zeit diese Arbeit erledigt wird. Denke z.B. nur an einen Hundert-
Meter-Lauf.
Mit der Größe "Leistung" erfasst man, in welcher Zeit eine bestimmte Arbeit verrichtet wird und
definiert:

verrichtete Arbeit
𝐿𝑒𝑖𝑠𝑡𝑢𝑛𝑔 =
dafür benötigte Zeit
Oder Formell:

Δ𝐸 Δ𝑊
𝑃= =
Δ𝑡 Δ𝑡

Leistung hat die Einheit Watt (W) und wird von der Energie abgeleitet.
Bsp: Ein 50kg schwerer Bub möchte seine Leistungsfähigkeit testen. Dazu rennt er so schnell er
kann von Parterre in den 15m darüberliegenden vierten Stock des Rupprecht-Gymnasiums und
stoppt als benötigte Zeit 25s. Berechne die "Hubleistung", die der Bub dabei aufbringt.

2.2.5 Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad ist mit der Effizienz eines Systems gleichzusetzen.

Bei Energiewandlern (z.B. einem Kraftwerk) soll die zugeführte Energie (z.B. chemische Energie der
Kohle) in eine gewünschte Energieform (z.B. elektrische Energie) übergeführt werden. Es leuchtet ein,
dass der Energiewandler besonders effizient ist, wenn er von der zugeführten Energie ΔEzu möglichst viel
in die gewünschte Energieform ΔEnutz umwandelt. Zur Beschreibung der Effizienz des Energiewandlers
führt man den Begriff des Wirkungsgrades η ein, er ist der Quotient aus Nutzenergie und zugeführter
Energie.

Der Wirkungsgrad ist Einheitslos und wird folgendermassen berechnet:

Δ𝐸(𝑛𝑢𝑡𝑧)
𝜂=
Δ𝐸(𝑧𝑢)
Beispiel: Schlagbohrer
Im Elektromotor gehen 30% der zugeführten elektrischen Energie verloren (Wärme- und
Reibungsverluste).
Im Getriebe gehen 10% der vom Motor zugeführten mechanischen Energie aufgrund der Reibung
verloren. Somit ist der Wirkungsgrad des Elektromotors ηemotor = 70% = 0,70 und der des
Getriebes ηgetriebe= 90% = 0,90. Wie gross ist der Gesamtwirkungsgrad?

2.2.6. Arbeit

Die Energie in einem abgeschlossenen System bleibt erhalten, wenn dem System von außen keine
Energie zugeführt wird bzw. vom System keine Energie nach außen abgegeben wird. Wird dem System
jedoch von außen mechanisch Energie zugeführt oder gibt das System mechanisch Energie ab, so wird
aus physikalischer Sicht Arbeit verrichtet.
Die Arbeit wird mit dem Formelzeichen W für das englische "work" bezeichnet und hat die Einheit Joule.

Es wird physikalische Arbeit W verrichtet, wenn eine Kraft F längs eines Weges s wirkt. Es gilt:

W=Fs⋅s

Durch eine Kraft von 25N wird ein Körper über eine 5m lange Strecke gezogen. Welche Menge an Arbeit
wird dabei verrichtet? Wie groß ist die Arbeit der Schwerkraft auf diesem Weg, wenn der Körper eine
Gewichtskraft von 100N hat?

2.3. Hydrostatik

2.3.1. Dichte

Die Dichte ρ ist das Verhältnis von Masse m und Volumen V. Du kannst die Dichte berechnen,
indem du den Quotienten aus der Masse m und dem Volumen V bildest:
𝑚
ρ= 𝑉

Die Einheit der Dichte ist:

[ρ]=1kg/m3

Bsp: Welche Dichte besitzt ein Körper mit der Masse m=2000kg und dem Volumen V=2m3?
2.3.2. Druck

Wirkt senkrecht auf eine Fläche mit dem Flächeninhalt


A eine Kraft mit dem Betrag F, so bezeichnet man den
Quotienten als Druck:
𝐹
𝑝=
𝐴
Für die Einheit [p] des Drucks gilt nach dieser
Definition [p]=[F][A]=1N1m2=1Nm2=1Pa(Pascal).

Bsp: Ein Zebra balanciert auf einem Bein. Es hat eine Masse von 60kg und ein Huf hat eine
Fläche von 20cm2. Wie gross ist der Druck auf den Boden?

Druck kann auch in Form des Schweredrucks aufkommen. Berechnung des Schweredruckes am
Boden einer Flüssigkeitssäule der Dichte ρ, der Querschnittsfläche A und der Höhe h:
𝐹𝑔
p= Da Fg = m · g ist (g: Erdbeschleunigung) und sich die Masse durch
𝐴
Volumen und Dichte der Säule ausdrücken lasst, kann man sagen, dass;

𝑉⋅𝜌⋅𝑔
m = V · ρ und somit p=
𝐴

Für das Volumen lässt sich V = A · h schreiben und somit:

p=ρ⋅g⋅h

Bsp: Wie schwer ist der Schweredruck in 85.98346m Wassertiefe?


2.3.3. Auftrieb

Der Betrag der Auftriebskraft ist gleich dem Betrag der Gewichtskraft der verdrängten
Flüssigkeit bzw. des verdrängten Gases.

Der Betrag FA der Auftriebskraft eines Körpers in einem Medium ist also gleich dem Betrag
FG,Medium der Gewichtskraft der verdrängten Flüssigkeit oder des verdrängten Gases; diese
wiederum lässt sich aus der Dichte ρMedium des Mediums, dem Volumen VK des in das Medium
eingetauchten Körpers und dem Ortsfaktor g berechnen. Es gilt also:

Gesetz des Archimedes (formal)

FA=FG,Medium=ρMedium⋅VK⋅g
Die Auftriebskraft wächst also mit dem Volumen des Körpers und der Dichte des Mediums.

Da die Gewichtskraft so wie die Auftriebskraft Dichteabhängige Grössen sind, kann man sagen,
dass ein Körper in einem Medium sinkt, wenn seine Dichte Grösse als das des Mediums ist, schwebt,
wenn die dichten gleich sind und schwimmt, wenn die Dichte kleiner als die des Mediums ist.

Bsp: Ein Ballon erfährt leer zusammen mit der Gondel die Gewichtskraft G0=12000N. Er wird
mit Wasserstoff (ρWa=0,09kgm3) gefüllt. Er hat dann das Volumen V=1600m3.

a. Welche Auftriebskraft erfährt der Ballon, wenn die Dichte von Luft ρLu=1,29kgm3 ist?
b. Mit welcher Steigkraft hebt der Ballon ab?
c. Warum nimmt mit wachsender Höhe die Steigkraft immer mehr ab?
2.4 Gravitation nach Newton

Das Graviationsgesetz beschreibt die Kräfte zwischen zwei Körpern 1 und 2 mit den Massen m1
und m2, deren Schwerpunkte sich in einem Abstand r voneinander befinden. Dabei bezeichnen
wir die beiden Kräfte mit F⃗ 12 (Kraft, die Körper 1 auf Körper 2 ausübt) und F⃗ 21 (Kraft, die
Körper 2 auf Körper 1 ausübt); die beiden Kräfte sind nach dem 3. Newtonschen Axiom
entgegengesetzt gerichtet und betragsgleich, d.h. F=∣∣F⃗ 12∣∣=∣∣F⃗ 21∣∣. Die folgende Animation
zeigt die prinzipielle Abhängigkeit der beiden Kräfte F⃗ 12 und F⃗ 21 von den Größen m1, m2
und r.
Die Gravitationskraft kann wie Folgt berechnet werden:
𝑚1⋅𝑚2
F=G⋅ 𝑟^2

Bsp: Wie gross ist die Gravitationskraft zwischen Erde und Sonne? (alle Werte sollten in der
Formelsammlung zu finden sein)

2.4.1 Keplersche Gesetze


Der Astronom Johannes Kepler (1571-1630) entdeckte die grundlegenden Gesetze der
Planetenbewegung. Seine Erkenntnisse sind zusammengefasst in den nach ihm benannten drei
keplerschen Gesetzen:

1. keplersches Gesetz: Das 1. keplersche Gesetz beschreibt die


Bahnen, auf denen sich Planeten um die Sonne bewegen (Bild). Es
lautet: Die Planeten bewegen sich auf elliptischen Bahnen. In
einem gemeinsamen Brennpunkt steht die Sonne.

2. keplersches Gesetz: Das 2. keplersche Gesetz macht Aussagen


über die Bewegung von Planeten längs ihrer Bahn. Es lautet: Die
Verbindungslinie Sonne-Planet überstreicht in gleichen Zeiten
gleich große Flächen.

3. keplersches Gesetz: Das 3. keplersche Gesetz beschreibt den


Zusammenhang zwischen der Größe der Bahn und der Zeit für einen
Umlauf um die Sonne.
Es lautet: Die Quadrate der Umlaufzeiten zweier Planeten verhalten
sich wie die dritten Potenzen der großen Halbachsen ihrer Bahnen.
2.5 Impuls
Der Bewegungszustand eines Körpers ist neben seiner Geschwindigkeit auch durch seine Masse
gekennzeichnet. Der Impuls eines Körpers kennzeichnet die Wucht, die dieser Körper bei einer
Bewegung hat. Der Impuls eines Körpers ist gleich dem Produkt aus seiner Masse und seiner
Geschwindigkeit :

Die Einheit des Impulses ist gemäß der Definition.

Der Impuls ist eine vektorielle Größe und zeigt in die gleiche Richtung wie die
Geschwindigkeit . Der Impuls eines Körpers ändert sich, wenn sich entweder seine
Geschwindigkeit ändert (in Betrag oder Richtung), oder wenn sich seine Masse ändert. Wenn
keine äußeren Kräfte auf das System wirken, dann ist der Gesamtimpuls konstant. Dieser
empirisch gefundene Sachverhalt wird Impulserhaltung genannt und stellt neben der Erhaltung
der Energie einen der wichtigsten Erhaltungssätze in der Physik dar.

Elastische Stösse: Elastische Stösse sind Stösse zwischen zwei nicht deformierbaren Medien.
Bei elastischen Stössen gilt der Impulserhaltungssatz, so wie der Energie-Erhaltungssatz. Ein
Beispiel wäre das Aufeinanderprallen von zwei Billardkugeln, da diese nach dem Aufprall Ihre
Form nicht verändern.

Unelastische Stösse: Bei unelastischen Stössen gilt ebenfalls der Impulserhaltungssatz. Der
Energie-Erhaltungssatz gilt hingegen nicht – durch die unelastische Verformung wird
mechanische Energie in Wärme oder Deformation umgewandelt. Ein Beispiel wäre das
Aufeinanderprallen von zwei Autos, welche nach dem Stoss deformiert werden.

Bsp 1:
Borim wiegt 200 kg und fährt mit 2 m/s auf seinem 2 kg schweren Reichstrotti. Jetzt springt er
nach hinten ab, so dass er stehend mit v = 0 m/s aufkommt. Wie schnell schießt das davon?

Bsp 2: Ein Wagen prallt


unelastisch
mit 6 m/s auf zwei gekoppelte, jeweils gleich schwere ruhende Wagen.

Wie schnell und in welche Richtung bewegen sich die Wagen
nach dem Stoss?

Wie viel Prozent der Bewegungsenergie werden in Wärme umgewandelt?
2.6 Reibung
Egal ob zwei Gegenstände aufeinander liegen, gleiten oder rollen, es tritt so genannte Reibung auf.
Reibung beruht auf der Beschaffenheit der Kontaktflächen von Körpern. Bei rauen Flächen benötigt man
große Kräfte, um die Körper relativ zueinander zu bewegen. Bei glatten Flächen genügen geringe Kräfte.
Schaut man sich die Flächen auf mikroskopischer Ebene an, so erkennt man eine "Rauheit" auf diesen
Flächen. Diese sorgt dafür, dass sich die Gegenstände ineinander verhaken und diese halten sich somit
gegenseitig fest. Das folgende Bild zeigt euch diese Verhakungen zwischen zwei Materialien:

Es gibt im Grunde genommen zwei Arten von Reibungen: Haft- und Gleitreibung. (Theoretisch gäbe es
noch die Rollreibung, diese ist jedoch irrelevant für die Matura).

2.6.1 Haftreibung
Haftreibung liegt vor, wenn ein Körper auf einem anderen haftet. Dabei liegen zwei Körper aufeinander,
ohne dass diese sich zueinander bewegen (v = 0 ). Wie stark die Haftreibung ist, hängt von der
Beschaffenheit der Berührungsflächen so wie der Kraft, mit der die Körper aufeinander wirken ab. Ohne
Haftreibung wäre es für Menschen unmöglich, sich auf dem Boden weiter zu bewegen. Beschrieben
werden kann diese Kraft durch folgende Formel:

FH ≤ μH⋅FN
Wobei μH ein im Formelbuch zu findender Koeffizient ist und FN die Normalkraft, welche durch
die Gravitation auf den Körper wirkt.

2.6.2 Gleitreibung
Gleitreibung liegt vor, wenn zwei Körper aufeinander gleiten. Ein Beispiel: Ziehen wir an dem Klotz aus
dem vorigen Beispiel so stark, dass er sich bewegt, liegt anschließend ein gleiten der beiden Körper vor.
Die Geschwindigkeit ist somit ungleich Null. Die Gleitreibung ist dabei geringer als die Haftreibung, weil
bei der Gleitreibung die Verkeilung an der Oberfläche geringer ist. Für die Gleitreibung gilt folgende
Formel:

FG = μG⋅FN
Wobei μG ein im Formelbuch zu findender Koeffizient ist und FN wiederum die Normalkraft.

Bsp: Damit der 50kg schwere Inhalt einer 20kg schweren Holzkiste bequem entnommen werden
kann, muss diese auf einem Steinfußboden ein Stück weitergerückt werden. Mit einer Kraft von
490N setzt sie ein Arbeiter in Bewegung. Beim Schieben muss er nur noch eine Kraft von 210N
aufbringen. Berechne die Haftreibungszahl μH und die Gleitreibungszahl μG für Holz auf Stein.
3. Wärmelehre
3.1. Temperatur und Teilchenmodell
Alle Medien bestehen aus Teilchen. Je nach Aggregatszustand ist die Anordnung der Teilchen
verschieden. Der Aggregatszustand ist abhängig von der Teilchenbewegung, also der
Geschwindigkeit der einzelnen Teilchen (oder auch: deren kinetischer Energie). Diese
Teilchenbewegung bezeichnen wir als Temperatur. Bei festen Medien haben die Teilchen einen
festen Platz und schwingen um diesen. Beim flüssigen Zustand können sich die Teilchen frei im
Medium bewegen. Beim Gasförmigen Zustand können sich die Teilchen vom Medium lösen und
können sich dadurch frei im Raum bewegen.

Die Temperatur wird in der Regel in Grad Celsius gemessen. Die SI-Einheit der Temperatur ist
jedoch Kelvin. Ein Grad Celsius entspricht einem Kelvin, weshalb die Umrechnung recht simpel
ist:
X °C = (X+273.15) K
Null Kelvin entspricht dem absoluten Nullpunkt. Bei diesem findet keine Teilchenbewegung
statt. Nach Definition gibt es nicht unter diesem.
Beispiel: Wie viel Grad Celsius sind 987K?
Wie viel Kelvin sind 100 °C?
3.2. Wärmeausdehnung
Die meisten Stoffe verändern ihr Volumen bei einer Temperaturerhöhung. Im Teilchenmodell
bedeutet Temperaturerhöhung eine Erhöhung der mittleren kinetischen Energie der Teilchen.
Warme Teilchen schwingen also stärker hin und her. Du kannst dir sicher vorstellen, dass schnell
hin und her bewegende Teilchen mehr Raum beanspruchen. Im folgenden Bild ist diese
Vorstellung auf Menschen übertragen, die, wenn sie wie beim Tanzen in Bewegung sind, ebenso
mehr Platz brauchen.

Es gibt jedoch auch Anomalien, so wie Wasser oder Gummi, bei denen noch weitere Faktoren
eine Rolle spielen.
In der Regel kann man auch sagen, dass sich Gase am schnellsten mit der Temperatur ausdehnen.
Ebenso dehnen sich Flüssigkeiten schneller als Feststoffe aus.
Festkörper dehnen sich in der Regel in alle Raumrichtungen gleich aus. Daher kann die
Längenausdehnung wie folgt berechnet werden:
Δl=α⋅l0⋅ΔT
Wobei α ein Materialspezifischer Wert ist, welcher in der Formelsammlung zu finden ist.
Die Volumenausdehnung wird wie folgt berechnet:
ΔV= γ ⋅V0⋅ΔT
Wobei man γ=3 α setzen kann.
Beispiel: 1. Zwischen 10 m langen Eisenbahnschienen bleibt ein Abstand von 6 mm. Bei
welcher Temperaturdifferenz stoßen die Schienenenden aufeinander? (α = 14 • 10-6 K-1). Zu
beachten: Weil sich auch die benachbarten Schienen ausdehnen, wird für eine Schiene nur Δl/2
gerechnet.

2. Um wie viel grösser wird 1l Eisen, wenn es von 150K auf 250K erhitzt wird?
3.3 Allgemeines Gasgesetz
Das allgemeine Gasgesetz beschreibt ein Modellsystem eines idealen Gases, bei dem man
annimmt, dass die Atome oder Moleküle kein Eigenvolumen haben und keine Wechselwirkung
untereinander zeigen. Das Gesetz lautet folgendermassen:

p·V=n·R·T
p = Druck (in Pa)
V = Volumen (in m3)
n = Stoffmenge (in mol)
R = allg. Gaskonstante (8,31 J/ (mol · K))
T = Temperatur (in K)
Die Gleichung gibt den Zusammenhang zwischen Druck, Volumen, Teilchenanzahl und
Temperatur an. Es gibt noch einige Anwendungen bei diversen Umständen:
Konstante Temperatur:
Das Gesetz von BOYLE-MARIOTTE gibt den Zusammenhang zwischen dem Druck p und dem
Volumen V eines idealen Gases unter Konstanthaltung der Temperatur T des Gases und der
Teilchenzahl N des Gases an. Eine solche Zustandsänderung der Gasmenge bei konstanter
Temperatur T nennt man isotherm.
Bei konstanter Temperatur T und konstanter Teilchenzahl N ist bei einem Idealen Gas der Druck
p umgekehrt proportional zum Volumen V, kurz:
1
P ∼ 𝑉 bzw. p⋅V = konstant, bzw. p1⋅V1 = p2⋅V2
Konstanter Druck:
Das Gesetz von GAY-LUSSAC gibt den Zusammenhang zwischen dem Volumen V und der
Temperatur T eines Idealen Gases bei Konstanthaltung des Drucks p und der Teilchenzahl N an.
Eine solche Zustandsänderung der Gasmenge bei konstantem Druck p nennt man isobar.
Bei konstantem Druck p und konstanter Teilchenzahl N ist bei einem Idealen Gas das Volumen V
proportional zur Temperatur T, kurz:
𝑉 𝑉1 𝑉2
V∼T bzw. 𝑇 = konstant, bzw.𝑇1 = 𝑇2

Konstantes Volumen:
Das Gesetz von AMONTONS gibt den Zusammenhang zwischen dem Druck p und der
Temperatur T bei einem Idealen Gas unter Konstanthaltung des Volumens V und der
Teilchenzahl N an. Eine solche Zustandsänderung der Gasmenge bei konstantem Volumen V
nennt man isochor.
Bei konstantem Volumen V und konstanter Teilchenzahl N ist bei einem Idealen Gas der Druck p
proportional zur Temperatur T, kurz:
𝑝 𝑝1 𝑝2
p∼T bzw. 𝑇 = konstant bzw. 𝑇1 = 𝑇2
3.4 Innere Energie
Jeder Stoff, egal in welchem Aggregatszustand befindet, besitzt eine innere Energie, welche sich unter
anderem aus der kinetischen zusammensetzt. Daher ist die innere Energie von der Temperatur stark
abhängig. Bei der Zufügung von Wärme ändert sich demnach auch die innere Energie des Stoffes. Der
Stoff speichert die Energie als thermische Energie und kann diese, je nach äusseren Bedingungen,
speichern, wieder abgeben oder weitere aufnehmen. Die Änderung der inneren Energie ist proportional
zur Temperaturänderung und zur Masse. Daher kann folgende Formel für die Änderung der inneren
Energie bei einer Temperaturänderung angegeben werden:

ΔQ = c⋅m⋅ΔT
ΔQ = Änderung der inneren Energie

c = Material- und Aggregatszustandspezifischer Faktor, zu finden im Formelbuch

m = Masse

ΔT= Temperaturdifferenz

Wenn ein Stoff ein bestimmtes Energielevel (=eine bestimmte Temperatur) erreicht hat, kann es durch
die Zugabe weiterer Energie seine Molekülstruktur ändern und in einen höheren Aggregatszustand
übergehen. Dies ist auch umgekehrt der Fall. Wenn ein Stoff Energie abgeben muss und er bis zu einem
bestimmten Energielevel (=einer bestimmte Temperatur) bereits jegliche thermische Energie abgegeben
hat. Ändert sich seine Molekülstruktur in eine Energetisch günstigere und es wird zusätzlich Energie
abgegeben. Dies ist auch der Grund, weshalb man sich durch das Gefrieren des Wassers auf der Haut
verbrennen kann. Die vom Wasser zu Eis abgegebene Energie wird auf die Haut übertragen, weshalb
man sich verbrennt.

Formell kann man die Energie für die Aggregatszustandsveränderungen folgendermassen berechnen:

𝑄 = 𝐿𝑓 ⋅ 𝑚
𝑄 = 𝐿𝑣 ⋅ 𝑚
Q = Spezifische Schmelz/Erstarrungs- Verdampfungs/Kondensationswärme

m = Masse

Lf = Faktor der spez. Schmelz/Erstarrungswärme (zu finden im Formelbuch)

LV = Faktor der spez. Verdampfungs/Kondensationswärme (zu finden im Formelbuch)

Ein Stoff kann auf längere Zeit in zwei Aggregatszuständen existieren, solange Die Schmelz- bzw.
Verdampfungstemperatur erreicht ist. Daher kann man aus einer Angabe, in welcher ein stabiler Zustand
zweier Aggregatszustände beschrieben wird auf eine bestimmte Temperatur schliessen. Ein Beispiel
hierzu wäre eine Eis-Wasser Mischung. Da Wasser bei 0°C gefriert, jedoch nur ein Teil des Wassers
geschmolzen ist, sieht man, dass das System keine Energie abgibt noch aufnimmt. Daher ist die
Temperatur dieses Gemischs eindeutig 0°C.
Wenn wir uns das Diagramm der inneren Energie, abhängig von der Temperatur anschauen…

…sehen wir, dass Bei zunehmender Energie die Temperatur immer bei den
Aggregatszustandsveränderungen konstant bleibt. In diesem Diagramm wird die benötigte Energie für
die Aggregatszustandsveränderungen veranschaulicht.

Wenn man die benötigte Energie für zb. einen Eisklotz, welcher von -5°C auf 30°C berechnen muss, dann
muss man die einzeln Verlaufenden Abläufe einzeln berechnen. Das obige Diagramm kann dafür eine
gute Hilfe sein. Als Erstes muss man das Eis auf 0°C erwärmen, es danach schmelzen lassen und nachdem
das entstandene Wasser auf 30° erwärmen. Also muss man Änderung der inneren Energie des Eises auf
0°C berechnen, danach die spezifische Schmelzwärme dazurechnen und zuletzt die Änderung der
inneren Energie des Wassers auf 30°C dazuzählen.

Beispiele:
1) Es werden 15 l Wasser von 14 °C auf 38 °C erwärmt. Wie groß ist die benötigte Wärme?

2) Es sollen 16 kg Öl mittels 1500 J erwärmt werden. Welche Ausgangstemperatur müsste das Öl gehabt
haben, wenn die erreichte Temperatur bei 79 °C liegt?

3) OK kaltes Eis wird um 3300K erhitzt, wie viel Energie wird dafür benötigt? Wie viele kcal wären dies?
3.5 Wärmeübertragung
Wärme kann auf den Folgenden 3 Wegen Transportiert werden:

- Die Wärmeleitung: Hier wird die Wärme durch Stöße zwischen verschiedenen Teilchen
übertragen. Die Teilchen selbst verbleiben jedoch an ihrer Stelle. Bsp.: Herdpatte
- Die Konvektion (Wärmeströmung): Hier wird die Wärme durch die Bewegung von Materie (Gas
oder Flüssigkeit) transportiert. Die Wärme wandert mit der Materie. Bsp.:
Heisswasserheizungen)
- Die Temperaturstrahlung (Wärmestrahlung): Hier wird die Wärme durch Strahlung wie bspw.
Licht oder Infrarotstrahlung übertragen. Dies ist auch über große Entfernungen und durch ein
Vakuum wie das Weltall möglich. Bsp.: Sonne/Wärmelampe

Bei der Wärmeleitung wandert die Energie von einem Ort höherer Temperatur durch makroskopisch in
Ruhe befindliche Materie zu einem Ort niedrigerer Temperatur. Die Weitergabe der Energie erfolgt
durch ungeordnete Teilchenstöße. Die Teilchen selbst bewegen sich dabei nicht zu dem Ort, sondern
bleiben im Wesentlichen an ihren ursprünglichen Orten (makroskopisch in Ruhe).

Wärme wird Materialspezifisch verschieden gut geleitet. Als Faustregel kann man sich merken, dass
Metalle gute Wärmeleiter (wegen des Elektronengases) sind, Flüssigkeiten und Gase jedoch nicht.

Beispiel: Warum hat das Thermosgefäß einen doppelwandigen, luftleer gepumpten Glasmantel, der
außerdem noch verspiegelt ist?
4 Elektrizitätslehre
Die Elektrizitätslehre beschäftigt sich mit elektrischen Ladungen, elektrisch geladenen Körpern, dem
Magnetismus, elektrischen Strömen und deren Wirkungen, den Gesetzen in elektrischen Stromkreisen,
der Erzeugung und Umformung elektrischer Energie, elektrischen Schaltungen und Bauelementen sowie
den elektromagnetischen Schwingungen und Wellen. Für die Matura ist vieles nicht verlangt zu wissen,
daher beschränkt sich die Zusammenfassung nur auf das Wichtigste.

4.1 Ladungen
Ladungen kennen wir schon aus dem Aufbau des Atoms. Wir wissen, dass Elektronen negativ geladen
sind und Protonen positiv. Die Teilchen besitzen die Kleinstmögliche Ladung, die Elementarladung (e =
1.602*10-19C). Ladungen von grösseren Objekten setzen sich aus dem Überschuss bzw. dem Fehlen von
Elektronen zusammen. Die Gesamtladung setzt sich also folgendermassen zusammen:

𝑄 =𝑛·e
Q = Gesamtladung

n = Anzahl Elementarteilchen

e = Elementarladung (Bei Elektronen negativ)

Wir kennen ebenfalls die Beziehungen zwischen diesen Ladungen:

- Positiv und positiv stossen sich ab


- Negativ und negativ stossen sich ab
- Positiv und negativ ziehen sich an

Zwischen zwei geladenen Körpern wirkt demnach eine Kraft. Diese Kraft wird Coulombkraft genannt.
Wenn die Kraft positiv ist, dann herrscht eine Abstossung, falls sie negativ ist eine Anziehung. Berechnet
wird sie mit:

1 𝑄1 𝑄2
𝐹= ⋅ 2
4𝜋 ⋅ 𝜖 𝑟
F = Coulombkraft

ϵ = elektrische Feldkonstante

Q1/Q2 = einzelne Ladungen

r = Distanz zwischen den Ladungen

Beispiel:

Wie gross ist die Ladung zweier gleich positiv geladener Körper, wenn sie einen Abstand von 2mm
voneinander haben, und deren Abstossende Kraft 100N beträgt? Wie viele Elektronen fehlen pro
Körper?
4.2 Elektrisches Feld
Elektrische Felder werden erzeugt, wenn es eine Ladungsdifferenz zwischen verschiedenen Körpern hat.
Die Feldlinien, welche dieses Feld repräsentieren verlaufen immer von + zu -. Die Dichte der Linien
deuten meist die Stärke des Feldes an. In elektrischen Feldern werden geladene Teilchen je nach Ladung
abgelenkt.

Bei elektrischen Feldern unterscheidet man zwischen homogenen elektrischen Feldern und
inhomogenen elektrischen Feldern.

Homogene elektrische Felder:

Bei einem homogenen Feld verlaufen die Feldlinien eines elektrischen


Feldes an allen Stellen parallel, gleichgerichtet und gleich dicht. Die Kraft auf
einen Probekörper in dem Feld ist an allen Stellen gleich.

Inhomogenes elektrisches Feld:

Bei nicht parallelen Feldlinien spricht man von einem


inhomogenen Feld. Bei diesem ist das Feld von Ort zu Ort
unterschiedlich stark.

Die elektrische Feldstärke "E" ergibt sich aus dem Quotienten von wirkender Kraft "F" und Ladung "Q" im
Feld. Die Formel unter Berücksichtigung der vektoriellen Größen lautet damit wie folgt:
𝐹
𝐸=
𝑄
Beispiel:

Zeichne in der rechten Graphik das Elektrische Feld


ein, so wie die Laufbahn eines negativ geladenen
Teilchens, welches von unten dem Feld senkrecht
eintritt.
4.3 Stromkreise
Ein Stromkreis besteht aus einer Spannungsquelle, welche verantwortlich für die Elektronenbewegung
ist. Die Elektronenbewegung folgt aus der Spannung U (V), welche die Spannungsquelle erzeugt. In
einem Stromkreis befinden sich noch elektrische Leiter, welche den Strom leiten und ein Verbraucher,
welcher unter Aufwendung von Strom eine Arbeit verrichtet. Dieser Verbraucher hat einen Widerstand
R(Ω). Der Strom I(A) ist definiert als Ladungsverschiebung über der Zeit:
Δ𝑄
𝐼=
Δ𝑡
In einem Stromkreis hängen Stromstärke I, Spannung U und widerstand R folgendermassen zusammen:

𝑈 =𝑅⋅I
Die Leistung P lässt sich mit folgender Formel berechnen:

𝑃 =𝑈 ⋅I
Der gesamte Widerstand eines Stromkreises nennt man Ersatzwiderstand. Je nach der Art der Schaltung
wird dieser anders berechnet. Man unterscheidet zwischen den folgenden zwei Arten von Schaltungen:

Serienschaltung:

In Serienschaltungen sind alle Widerstände


hintereinandergeschaltet. Der Ersatzwiderstand setzt sich
aus der Summe der Widerstände zusammen:

𝑅 = 𝑅1 + 𝑅2
Bei Serienschaltungen ist die Stromstärke überall gleich,
jedoch variieren die einzelnen Spannungen. Die Spannungen
geben in Ihrer Summe die angelegte Spannung.

𝑈 = 𝑈1 +𝑈2
𝐼 = 𝐼1 = 𝐼2
Parallelschaltung:

In Parallelschaltungen sind die Widerstände


nebeneinandergeschaltet. Der Ersatzwiderstand muss in
diesem Fall wie folgt berechnet werden:
1 1 1
=( + )
𝑅 𝑅1 𝑅2
Bei der Parallelschaltung sind die Stromstärken verschieden.
Der Gesamtstrom setzt sich aus den einzelnen Teilströmen
zusammen. Die Spannung ist konstant.

𝑈 = 𝑈1 = 𝑈2
𝐼 = 𝐼1 + 𝐼2
Wenn ein Stromkreis sowohl Parallel als auch Serienschaltungen aufweist, kann man bestimmte Bereiche
als einzelne Teilschaltungen betrachten. Dadurch lässt sich zb der Ersatzwiderstand eines Bereiches
bestimmen, welchen man nun als einen einzigen Widerstand betrachten kann.

Wenn man Beispielsweise den


Ersatzwiderstand des Gesamten
Stromkreises haben will, muss man
diesen in einzelnen Schritten
berechnen:

1) R6 + R7 = Rx1
2) 1/Rx2 = 1/R5 + 1/Rx1
3) Rx2 + R4 = Rx3
4) R2 + R3 = Rx4
5) 1/Rx3 + 1/Rx4 = 1/Rx5
6) Rx5 + R1 = RErsatz

Beispiele:

Wie groß ist der Strom I?

Wie gross ist die Leistung P?

Wie gross ist der Ersatzwiderstand


mit

R1 = 5Ω

R2 = 15 Ω

UGes = 50V

IGes= 35 A

R3 = R4
4.4 Magnetismus
Ein Magnetfeld ist vergleichbar mit einem
elektrischen Feld. Jedoch gibt es einige
Unterschiede. Magnetpole treten stets
paarweise auf. Entlang diesen verlaufen die
Magnetfeldlinien auf stets geschlossenen
Bahnen. Die Pfeile der Magnetfeldlinien
zeigen innerhalb des Magneten in Richtung
Nordpol, außerhalb des Magneten in
Richtung Südpol. Gleiche Magnetpole stoßen
sich ab, unterschiedliche Magnetpole ziehen
sich an. Die magnetische Wirkung nimmt mit
zunehmendem Abstand von den
Magnetpolen ab. Sind mehrere Magneten in gleicher Richtung ausgerichtet, so verstärken sich ihre
Wirkungen zu einem Gesamtmagnetfeld. Bei wechselnder Ausrichtung ist nach außen hin (fast) keine
magnetische Wirkung feststellbar. Magnetfelder lassen sich bereits durch dünne magnetisierbare Platten
(beispielsweise aus Eisen) abschirmen, durchdringen hingegen nicht magnetisierbare Materialien nahezu
ohne Abschwächung. Wenn man einen Magneten in der Mitte spaltet, so entstehen zwei neue
Magneten, welche je einen Nord und Südpol besitzen. Die Felder werden durch die Lage von Dipolen im
Magneten selber hervorgerufen.

Magnetfelder können jedoch nicht nur durch Permanentmagneten


hervorgerufen werden. Magnetische Felder können auch durch
einen elektrischen Fluss induziert werden. Konzentriert werden
können diese Felder in Magnetfeldspulen.

Man kann aber auch durch eine Veränderung eines Magnetfeldes in


einem Leiter, einen Strom erzeugen.
5 Optik