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Ausschachtungen

neben Gebäuden C 467

Schutzmaßnahmen
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Voraussetzungen (Gebäude,
Boden und Grundwasser)
 Gründung auf Streifenfunda-
menten oder biegesteifer Stahl-
betonplatte.
 Vertikale Fundamentlast ≤ 250
kN/m (i.d. R. 5 Vollgeschosse).
 Vorhandene Nutzlast auf
Kellerfußböden hinter dem
Streifenfundament ≤ 3,5 kN/m2.
 Einhaltung der zulässigen
Bodenpressungen nach DIN
1054 bzw. Nachweis der Grund-
bruchsicherheit nach DIN 4017.
 In den Baugrund werden
überwiegend lotrechte Lasten
eingeleitet.
 Es wirken keine maßgebenden
2 horizontalen Kräfte, z.B. aus
Gewölbewirkung 2 .
 Grundwasserspiegel während
der Bauausführung mindestens
seitliche Kräfte aus Gewölbe 0,50 m unterhalb neuer Grün-
dungsebene.
 Mindestens mitteldicht ge-
lagerter nichtbindiger oder min-
destens steifer bindiger Boden.

Zusätzliche Hinweise
stützende zu Planung und
Kräfte aus Bauvorbereitung
Erddruck
 Örtliche Gegebenheiten, Bau-
grund, vorhandene Fundamen-
tunterkanten, Standsicherheit
des Gebäudes, im Baugrund
Gefährdungen Allgemeines wirkende Kräfte (z.B. waage-
 Nicht fachgerecht geplante  Standsicherheit des Gebäudes/ rechte Krafteinleitung aus Ge-
und ausgeführte Ausschach- von Gebäudeteilen ist abhängig wölbe- oder Rahmenwirkung)
tungsarbeiten im Einfluss- von Setzungen im Bereich der erkunden und prüfen.
bereich bestehender Gebäude Fundamente.  Beweissicherung, z.B. Doku-
können die Standsicherheit des  Setzungen können hervor- mentation bereits vorhandener
Gebäudes und der Baugrube/ gerufen werden durch: Risse.
des Grabens beeinträchtigen. – nicht fachgerechte Bösch-  Zusammenstellung der
Hierdurch können Beschäftigte ungen (zu steil/zu dicht), erforderlichen Informationen in
und Anwohner gefährdet – verbaubedingte Boden- bautechnischen Unterlagen,
werden. bewegungen 1 . z.B. in Plänen.

07/2017
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alte Geländeoberfläche bestehendes
Gebäude
geplante
Baugruben- ≥ 2,0 m
sohle g Kellerfußboden
gun
gsnei
n ≥ 0,50 m
chu ≤ 1:2
Bös
≤ 4,0 m

≥ 0,50 m

Grundwasser

Zusätzliche Hinweise
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zur Bauleitung
 Bauleiter oder fachkundiger Bodenaushubgrenze
Vertreter muss für die ordnungs- nach DIN 4123
gemäße Ausführung der Arbeiten
sorgen und während der Arbeiten
auf der Baustelle anwesend sein.
 Zur Kontrolle Setzungs- und
ggf. Verschiebungsmessungen
während der Bauphase durch-
führen und dokumentieren.
 Beobachtung von Rissen,
z.B. durch Gipsmarken.
 Arbeitstägliche Dokumentation
des Baufortschrittes.

Zusätzliche Hinweise
zur Bodenaushubgrenze
 Gebäude nicht bis zu seiner
Zusätzliche Hinweise
Fundamentunterkante oder
tiefer freischachten. zu Sicherungsmaßnahmen
 Standsicherheit der bestehen- an bestehenden Gebäuden
den Fundamente durch Einhal-  Instandsetzen von Mauerwerk
tung der Bodenaushubgrenze oder Beton.
gem. DIN 4123 sicherstellen 3 .  Rückverankern oder Abstützen
Maßnahmen bei Nichteinhal- gefährdeter Gebäudeteile.
ten der Bodenaushubgrenze  Versteifen von Wänden,
 Verformungsarme Verbau- z.B. durch Ausmauern von
weisen wählen. Öffnungen.
 Verbau statisch nachweisen.  Verbesserung des Verbundes
 Verformungsnachweis für zwischen Außen- und Quer-
Verbau führen. wänden.
 Auswirkungen von möglichen Weitere Informationen:
DGUV Vorschrift 38 Bauarbeiten
Setzungen auf das Gebäude DIN 1054
prüfen/nachweisen 4 . DIN 4017
 Ggf. Sicherungsmaßnahmen DIN 4123
DIN 4124
erforderlich.