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Nationalsozialismus und Zweiter

Weltkrieg
Vladuta Marian Robert X-a B

Kriegsende
Die Bilanz des Zweiten Weltkrieges ist erschütternd: Als am 8. Mai 1945 die Waffen
endlich schwiegen, waren mehr als 50 Millionen Menschen tot. Gefallen an der Front, ermordet
in Konzentrationslagern, verbrannt in Bombennächten, gestorben an Hunger, Kälte und Gewalt
auf der großen Flucht. Mehr als sechs Millionen europäische Juden wurden ermordet. Tausende
Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, politisch Andersdenkende und Homosexuelle
wurden verfolgt und getötet. Weite Teile Europas waren zerstört.

Dieser Krieg schuf neue Gesellschaften, er war Voraussetzung für einen anderen, den
Kalten, Krieg. Der Holocaust konnte nur unter den Bedingungen dieses Krieges vollstreckt
werden.

Nach dem Ende der Kämpfe begann die Rache der Sieger - Rache für millionenfaches
Leid, das von Deutschen und ihren Helfern angerichtet worden war. 14 Millionen Deutsche
wurden vertrieben. Es waren vor allem die Frauen, die für Hitlers Krieg bezahlen mussten:
Vergewaltigungen, Plünderungen und Morde waren an der Tagesordnung.

Das Ende des Krieges war nicht die Ursache für Flucht, Vertreibung und Unfreiheit. Die
Ursache liegt vielmehr in seinem Anfang und im Beginn jener Gewaltherrschaft, die zum Krieg
führte. Der 8. Mai 1945 darf nicht vom 30. Januar 1933 - dem Tag der Machtübergabe an Hitler -
getrennt werden.

Nazismus
Das Wort Nazismus ist eine Kurzform des Ausdrucks Nationalsozialismus. Es wird seit
spätestens 1933 verwendet.

Die Verwendung der Kurzform war zunächst in der DDR, nicht aber der Bundesrepublik
üblich. Das Wort ist leicht verwechselbar mit dem ähnlich klingenden Wort Narzissmus.

Mit Hitlers Reichskanzlerschaft begann am 30.

Januar 1933 der Weg in die nationalsozialistische Diktatur.


Robert

Die zu diesem Ziel führenden Schritte waren in denGrundzügen bei Hitlers Amtsantritt
bereits vorgesehen und wurden bei sich bietenden Gelegenheiten noch beschleunigt, sodass der
Prozess der „Machtergreifung“ durch die Ausschaltung sowohl der politischen Gegner als auch
der anfänglichen Regierungspartner unter Beseitigung hinderlicher Verfassungsbestimmungen
binnen weniger Monate durchschlug

Nachdem die militärische Front des NS-Reiches und seiner Verbündeten 1942 ihre größte
Ausdehnung im Osten erreicht hatte, setzte mit der verlorenen Schlacht um Stalingrad der
Umschwung ein, der auf deutscher Seite in einen noch mehr als zwei Jahre währenden Krieg der
erzwungenen Rückzüge, Zwischenoffensiven, Kapitulationsverbote und Durchhalteparolen
mündete; und zwar nicht nur im Osten, sondern auch in Nordafrika und im Italien des
verbündeten Faschistenführers Benito Mussolini; nach der angloamerikanischen Invasion in der
Normandie im Juni 1944 schließlich auch im Westen. Seit 1943 tauchten lange nach jenen
Luftangriffen, mit denen deutsche Bomber im Spanischen Bürgerkrieg zunächst Gernika, im
Zuge der Luftschlacht um England dann vor allem London und Coventry verwüstet hatten, die
alliierten Luftstreitkräfte vermehrt über deutschen Großstädten auf und richteten mit Spreng- und
Brandbomben verheerende Schäden an.

Der Widerstand gegen das NS-Regime blieb auch angesichts der sich anbahnenden
Kriegsniederlage begrenzt und durch den Terror-Apparat (Reichssicherheitshauptamt, Gestapo)
beherrschbar, zumal die Propaganda bis zuletzt auf den „Endsieg“ einschwor. Im
zeitgenössischen Umfeld praktisch wirkungslos blieben auch die heute berühmten
Flugblattaktionen der Weißen Rose oder das von Mitgliedern des Kreisauer Kreises inspirierte
Attentat vom 20. Juli 1944, das Claus Schenk Graf von Stauffenberg erfolglos auf Hitler verübte.
Einige Wirkung zeigte immerhin der öffentliche Einsatz des Münsteraner Bischofs von Galen
gegen die Morde im Rahmen des Euthanasie-Programms. Im Regelfall wurden aktiv
Widerständige als Hoch- und Landesverräter behandelt und hingerichtet, teils auch ohne
Aburteilung durch den Volksgerichtshof.

In den letzten Kriegsmonaten kam es mit dem Vorrücken der Roten Armee an die
Reichsgrenzen zu Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung im Osten, mitbedingt
durch die sowjetischerseits betriebene Westverschiebung Polens. Betroffen waren mehr als 12
Millionen Deutsche, von denen über zwei Millionen dabei umkamen. Während der Schlacht um
Berlin erschoss sich Hitler am 30. April 1945. Die deutsche Kapitulation wird auf den 8. Mai
1945 datiert. Die Verhaftung der letzten Reichsregierung unter Karl Dönitz in Flensburg-Mürwik
erfolgte erst am 23. Mai 1945.