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Wie schreibe ich eine (philosophische) Hausarbeit?

I. Allgemeine Bemerkungen
1. Formales
2. Themenfindung/Themenwahl

II. Zu den einzelnen Bestandteilen einer Hausarbeit


1. Titelblatt
2. Gliederung der Arbeit/„Inhaltsverzeichnis“
3. Einleitung
4. Darstellungsteil
5. „Zusammenfassung“/ „Schlußbemerkung“/ „Ausblick“
6. Quellen- und Literaturverzeichnis
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I. Allgemeine Bemerkungen1

Die vorliegenden Richtlinien und Hilfestellungen beziehen sich auf am Philosophischen


Seminar der Universität zu Köln anzufertigende Hausarbeiten. Für die in Proseminaren
verfaßten Hausarbeiten liegt der Richtwert des Umfangs bei etwa 15 Seiten, für
Hauptseminararbeiten bei 20-25 Seiten, für Magister- und Staatsexamensarbeiten bei
etwa 60 Seiten (vgl. entsprechende Angaben in den einzelnen
Rahmenstudienordnungen). Alle an dieser Stelle aufgeführten Hinweise sind als
Empfehlungen zu verstehen, die in begründeten Fällen modifizierbar sind. Höchste
Priorität kommt dem Prinzip der Einheitlichkeit und Wissenschaftlichkeit zu!

1. Formales
– DIN A4, einseitig bedruckt, Blocksatz
– Schriftgröße 12, 1½-zeilig (Fußnoten, längere Zitate im Text und Bibliographie
Schriftgröße 10, 1-zeilig)
– Ränder ca. 2,5 cm rechts und ca. 3,5 cm links, 1,5 cm jeweils oben und unten
– Seitenzahlen (oben oder unten)
– Fußnoten möglichst auf der dazugehörigen Seite
– am besten im Schnellhefter o.ä. abgeben

2. Themenfindung/Themenwahl

Bemühen Sie sich, Ihrer Dozentin/Ihrem Dozenten ein selbständig gewähltes Thema
für die zu verfassende Hausarbeit vorzuschlagen. Themen ergeben sich entweder aus
besuchten Seminaren und Vorlesungen oder aus selbständiger Beschäftigung mit
philosophischen Quellentexten und wissenschaftlicher Forschungsliteratur. Zudem
können sich Ideen aus dem Umgang mit verschiedenen philosophischen Hilfsmitteln
ergeben.
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II. Zu den einzelnen Bestandteilen einer Hausarbeit t

Folgende Bestandteile bilden das formale Grundgerüst einer wissenschaftlichen

Hausarbeit

 Titelblatt
 Gliederung der Arbeit („Inhaltsverzeichnis“)
 Einleitung
 Darstellungsteil
 Zusammenfassung (auch „Schlußbemerkung“ oder „Ausblick“)
 Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Titelblatt (Bsp.)
Das Titelblatt trägt keine Seitenzahl, wird jedoch in der Gesamtzählung mitgerechnet.

UNIVERSITÄT ZU KÖLN
Philosophisches Seminar
Semester

Titel des Seminars


Seminarleiter/in

Titel der Arbeit (evtl. Untertitel)

Name der Verfasserin/des Verfassers,


Studiensemester, Studienfächer
Anschrift (mit E-mail-Adresse und Tel.-Nr.)
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2. Gliederung der Arbeit/“Inhaltsverzeichnis“

 Erste grobe Anhaltspunkte für die Gliederung der Arbeit: Einleitung – Hauptteil –
Schluss (muß dann weiter differenziert werden...)
 Das „Inhaltsverzeichnis“ erhält die Gliederungspunkte, die im Verlauf der Arbeit
an den entsprechenden Stellen als Überschriften wieder aufgenommen werden
(das Inhaltsverzeichnis erhält selbst keinen Gliederungspunkt, sondern ist nur
Überschrift).
 Besprechen Sie Ihre Gliederung am besten frühzeitig mit Ihrer Dozentin/Ihrem
Dozenten, um den Rahmen der Bearbeitung des Themas und Ihre
Vorgehensweise abzustimmen. Auf diesem Wege lassen sich nachträgliche
Streichungen von bereits Geschriebenem bzw. die Hinzufügung von noch
notwendigen Bearbeitungsteilen am Ende vermeiden!
Mögliche Gliederungspunkte: I. ... 1. ...
(Dazu die jeweiligen I.1 ... 1.1 ...
Überschriften und Seitenzahlen) I.1.1 ... 1.1.1 ...
I.1.2 ... 1.1.2 ...
I.2 ... 1.2 ...
II. ... 2. ...
II.1 ... 2.1 ...
usw. usw.

 Wählen Sie möglichst sinnvolle Gliederungseinheiten (sind Unterpunkte, die


lediglich eine halbe Seite umfassen, tatsächlich notwendig?) Vermeiden Sie –
zumindest in Pro- und Hauptseminararbeiten – Gliederungspunkte von allzu
großer Ausdifferenzierung, z.B.: 1.2.1.1.3.
 Das Inhaltsverzeichnis trägt keine Seitenzahl, wird jedoch in der Gesamtzählung
mitgerechnet.
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3. Einleitung

Die Einleitung dient der (knappen) Erläuterung des Themas, soll auf die
Problemstellung eingehen, die Quellenlage erörtern, die eigene Schwerpunktbildung
legitimieren etc. Ab hier werden alle Seiten mit Seitenzahlen versehen.

 Mögliche (interne) Struktur der Einleitung


(i) Systematische und/oder historische Entwicklung der Problemstellung
(ii) Formulierung des eigenen Erkenntnisinteresses
(iii) Falls nötig und möglich: Vorstellung und Diskussion der themenspezifischen
Forschungsliteratur
(iv) Erörterung der Quellenlage (Primärtexte!)
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(v) Darlegung der eigenen Vorgehensweise und Erörterung der Gliederung
der Arbeit
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4. Darstellungsteil

 Machen Sie sinngliedernde Absätze im Text!


 Kursivierung bei einzelnen fremdsprachlichen Termini
 Es können verschiedene Textelemente vorkommen:
- Eigene Darstellung
- Darstellung/Paraphrase des Quellentextes oder von Forschungsliteratur (muß
dann in der Fußnote angegeben werden)

Zitate
 Im Haupttext längere Zitate einrücken!
 Zitationswürdige Editionen verwenden!
Fußnoten
Fußnoten (durchlaufend numeriert) haben den Zweck, alle zusätzlichen Bemerkungen
und Hinweise, die nicht unmittelbar in den Haupttext gehören, zu präsentieren
(bibliographische Angaben, wissenschaftliche Verweise und kurze Kommentare zur
zitierten Literatur).

 Die Fußnotenzeichen stehen im Haupttext am Ende eines Satzes oder Zitats, die
entsprechenden Fußnoten auf derselben Seite am Seitenende.
 Direkte Zitate erfolgen ohne, indirekte Zitate und Paraphrasen mit dem der
Angabe in der Fußnote vorangestellten Zusatz „vgl.“.

 Bibliographische Angaben in den Fußnoten


(i) selbständige Publikationen:
Auflage
Vorname Nachname, Titel. Untertitel, Ort Jahr.
Bsp.: P. Müller, Der ontologische Gottesbeweis. Neue Quellen, Berlin 21997.
(ii) Zitation von Aufsätzen aus Zeitschriften:
Vorname Nachname, Aufsatztitel, in: Zeitschrift Band (Jahr), S. x-y.
Bsp.: P. Müller, Der ontologische Gottesbeweis, in: Mediaeval Studies 23
(1961), S. 27-49.
(iii) Zitation aus Reihen:
Vorname Nachname, Aufsatztitel, in: Vorname Nachname (Hg. oder ed.),
Titel. Untertitel, Ort Jahr, S. x-y.
Bsp.: P. Müller, Der ontologische Gottesbeweis, in: H. Fischer (Hg.),
Gottesbeweise im Mittelalter. Dokumente und Studien, Berlin 1995, S. 12-
38.
(iv) Internetquellen: Angabe der URL-Seite
- Bezugnahme auf vorangegangene Fußnoten: (vgl. Anmerkung xy)
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- Bei derselben Angabe in einer direkt nachfolgenden Fußnote: Ebd.
(=Ebenda)
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5. Zusammenfassung/Schlußbemerkung/Ausblick

Die Schlußbetrachtung (Zusammenfassung) bietet ein Resümée des Geleisteten,


einen thematischen Ausblick sowie eine Formulierung des Ergebnisses, wie es in der
Einleitung als Frage aufgeworfen wurde.
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6. Quellen- und Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis werden alle Titel alphabetisch nach Autorennamen


nachgewiesen, die in der Arbeit zitiert oder in irgendeiner Art verwendet werden. Der
Sinn liegt aber nicht im Anspruch einer kompletten Bibliographie zum jeweils
behandelten Thema.

 Zuerst wird die verwendete Primärliteratur angegeben (I. „Quellen“ oder


„Primärliteratur“), danach die Sekundärliteratur (II. „Darstellungen“ oder
„Sekundärliteratur“). Die Zitation der einzelnen Titel erfolgt wie unter ‚Fußnoten’ (vgl.
4.) angegeben.
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