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Tags /Urkundenfälschung Immobilien, Unberechtigtes Eintragen in das

Grundbuch, Darlehensvertrag Grundbucheintrag, Urkundenfälschung Banken,


Fehler im Grundbuch, Grundbuchberichtigungsanspruch, Vergehen der
Urkundenfälschung nach § 267 StG, Urkundenfälschung Ausland,
Wirtschaftsverbrechen,

Betrug bei Immobilienfinanzierungen

Schon seit einiger Zeit wird mit sogenannten Schrottimmobilien unbedarften


Anlegern das Geld aus der Tasche gezogen. Die Täter beziehen aus den Verkäufen
hohe Provisionen, für die Geschädigten endet das Geschäft nicht selten in der
Privatinsolvenz. Dahinter steckt ein ausgeklügeltes Vertriebssystem, mit dem
Menschen durch unseriöse Renditeversprechen zum weit überteuerten Kauf einer
Wohnung bewegt werden.
Die Vorgehensweise ist ähnlich:
Potenziellen Käufer werden die angeblich großen steuerlichen Vorteile einer
Immobilieninvestition aufgezeigt. Ein Hochglanz-Exposé wird vorgelegt: Eine
Immobilie – saniert, vermietet und in idealer Lage. Die Kreditraten der Bank
würden sich durch die Mieteinnahmen und die Steuerersparnis quasi von selbst
tragen.
Der Käufer muss lediglich einen geringen Betrag selbst hinzuzahlen. Nach zehn
Jahren kann er die Wohnung dann mit Gewinn verkaufen. Falls die Wohnung
unvermietet ist, wird sogar eine Mietgarantie abgegeben. Besonders schmackhaft
wird dem Käufer gemacht, dass alle Nebenkosten angeblich der Verkäufer trägt,
was sonst nicht üblich ist.
Dabei hat der Käufer nie eine Chance einen Gewinn zu erzielen. Die Immobilien
wurden häufig günstig aus Zwangsversteigerungen angekauft, notdürftig saniert
(sog. Pinselsanierung) und dann zu deutlich über dem Marktwert liegenden
Preisen weiterverkauft. Dazu kommen noch die Kaufnebenkosten und eine
Vermittlerprovision von bis zu 35%, der im Kaufpreis versteckt ist.
Den “Gewinn” machen die anderen. Das kriminelle Potenzial ist dabei
hoch: Es werden betrügerische Aussagen getroffen, Urkunden werden
verfälscht

Betrügereien, Urkundenfälschungen und auch Geldwäsche

Für den Berliner Immobilienexperten Siegfried Nehls, Vorstand des


Projektentwicklers SANUS AG, eine perfide Masche: „Leider stellen wir immer
wieder fest, dass Betrügereien, Urkundenfälschungen und auch Geldwäsche im
Immobilienbereich immer wieder vorkommen. Ich kann jedem Betroffenen nur
empfehlen, sich bei solchen Angeboten eine gesunde Skepsis zu bewahren und
genau hinzuschauen. Im Idealfall zieht man zusätzlich einen Experten zu Rate.
Auch ein Blick ins Grundbuch kann nie schaden.“

Immobilien sind oft auch ein probates Mittel für die Geldwäsche. Laut
Bundeskriminalamt eignet sich der Immobilienmarkt ganz besonders für diese Art
der Kriminalität: wegen der hohen Kaufsummen - und der guten
Tarnmöglichkeiten, etwa durch Strohmänner. Auf der anderen Seite stehen
deutsche Haus- und Grundstücksmakler, die gar nicht nach der Herkunft der
Millionen-Summen fragen.

„Der Immobilienmarkt ist der zweitgrößte Wirtschaftszweig in der Bundesrepublik


Deutschland. Mit knapp einer Million Transaktionen im Jahr. Das zeigt schon, hier
kann unbemerkt viel Geld durchgeschleust werden. Weiterhin muss man natürlich
sagen, dass die Globalisierung der Märkte, das heißt ausländische Investoren
investieren nach Deutschland, natürlich auch die ganzen Transaktionen
komplizierter und schwerer ermittelbar machen", so Siegfried Nehls.

Dennoch handelt es sich bei Kriminellen im Immobilienbereich, die Betrug und


Urkundenfälschung praktizieren, für Siegfried Nehls um schwarze Schafe: „Mit
Immobilien lässt sich viel Geld verdienen. Das zieht natürlich Kriminelle an – so
wie in anderen Branchen auch.
Auch wir sind regelmäßig mit Betrügereien und Urkundenfälschungen
konfrontiert. Dennoch ist die Branche aus meiner Sicht weitgehend seriös.“
Anlegern und Investoren empfiehlt Nehls, Dokumente immer genau zu prüfen und
Aussagen auch mal zu hinterfragen. „Ein zweiter Blick schadet nie. Das gilt nicht
nur für den Immobilienbereich.“

In anderen Ländern in denen ein Grundstueckskauf auch mit einem formlosen


Vertrag ohne Notar abgewickelt werden kann, gibt es hingegen des oefteren
komplikationen bis hin zu klaren Rechtsbruechen wie Urkundenfälschung und
Betrug- Die Rechtssicherheit& die das Grundbuch bietet, rechtfertigt den
zusätzlichen Auf!and in hohem Mass.