Sie sind auf Seite 1von 1016

MAN Bildungszentrum Wien

BUS
Produktkennzeichnung

©2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG BILDUNGSZENTRUM Wien


Nachdruck, Vervielfältigung oder Übersetzung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung
der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG nicht gestattet. Alle Rechte nach dem Gesetz über das
Urheberrecht bleiben der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG ausdrücklich Vorbehalten.
MAN Bildungszentrum Wien

1.1 Fahrzeug-Identifizierungsnummer 3
1.2 Fahrzeugnummer 5
1.3 Typenbezeichnung Motor 6
1.4 Motornummer 8

Seite 2 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien L^Z^LNS

1.1 Fahrzeug-Identifizierungsnummer
Diese Nummer ist auf dem Fahrzeugrahmen rechts vorne und auf dem Fabrikschild
(Typenschiid) auf der Beifahrertür zu finden.

WMA A21 ZZX3 B 023275

WMA
WMA
Weltherstellerkennzeichen, WMI=World Manufacturer Identifier gibt
an, welches Unternehmen das Fahrzeug selbständig plant, baut und
vertreibt.

WMA MAN Nutzfahrzeuge AG


VAO (Null) MAN Sonderfahrzeuge AG, Wien, Österreich
VAN MAN Steyr AG, Steyr, Österreich
NMA MAN Türkiye A.S., Ankara, Türkei
SUS MAN Trucks & Buses sp. z o. o., Starachowice, Polen
SAF MAN ERF UK Ltd., Swindon, Großbritannien
WAG Neoplan Bus GmbH, Stuttgart, Deutschland
WVM Ehemalige Arbeitsgemeinschaft MAN-VW (G-Reihe)

A21

A 21 Typschlüsselnummer
A Bus
E ÖAF-LKW
F MAN Schwere Reihe (F90)
H MAN TGA (Trucknology Generation Schwere Reihe) MAN Leichte Reihe
L (L2000)
M MAN Mittlere.Reihe (M2000)
T MAN Schwere Reihe (F2000)
U Unterflur
X KAT-Fahrzeuge

ZZ

zz Füllzeichen, ohne Bedeutung

X
X Prüfzeichen (Check Digit), eingeführt ab 01.10.2003
Das Prüfzeichen ermöglicht es, Schreibfehler in der Fahrzeug-
Identnummer zu erkennen und ist für die Serviceorganisation ohne
Bedeutung.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 3


MAN Bildungszentrum Wien

3
3 Modelljahr
Y 01.07.1999 bis 30.06.2000
1 01.07.2000 bis 30.06.2001
2 01.07.2001 bis 30.07.2002 usw. bis
3-9 01.07.2008 bis 30.06.2009
A 01.07.2009 bis 30.06.2010
B 01.07.2010 bis 30.06.2011 usw.

B
B Bandkennzeichen Montageband/Werk

B
C
F Salzgitter, Deutschland (Bus)
G Salzgitter, Deutschland (Bus) Starachowize, Polen, (Lkw, Bus)
H Salzgitter, Deutschland (Lkw)
J Salzgitter, Deutschland (Bus)
K Salzgitter, Deutschland (Bus)
L München, Deutschland (Lkw) Wien-Liesing, Österreich (Lkw, Bus)
M München, Deutschland (Lkw)
R Tarnowo Podgorne, Polen (Bus) Salzgitter, Deutschland (Bus)
S Ankara, Türkei (Bus)
T Salzgitter, Deutschland (Lkw)
W Steyr, Österreich (Lkw)
Y Stuttgart, Deutschland (Neoplan, Bus) Pilsting, Deutschland (Neoplan,
3 Bus) Plauen, Deutschland (Neoplan, Bus) Ehrenhain, Deutschland
4 (Neoplan, Bus)
5
6

023275

023275 Fortschrittszahl am Band/Werk, bandabhängig

Das og. Fahrzeug ist also das 023.275ste Fahrzeug, das bis dahin in Salzgitter gebaut wurde.
Die Fortschrittzahl wird typunabhängig für alle auf einem Band verbauten Fahrzeuge vergeben,
und zwar in der Reihenfolge, in der sie vom Band laufen. Sie ist deshalb immer in Verbindung mit
dem Bandkennzeichen zu sehen.

Seite 4 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien KÜZSXCNS

1.2 Fahrzeugnummer
Die Fahrzeugnummer (früherPlanungsnummer) besteht aus der Typschlüsselnummer und
einer vierstelligen Zählnummer. Die Zählnummer kann auch Buchstaben erhalten.
Sie wird typabhängig vergeben, wenn der Bau eines Fahrzeuges festgelegt wird, unabhängig
davon, auf welchem Band es schließlich gebaut wird.
Die Fahrzeugnummer ist auf dem Fabrikschild (Typenschild) auf der Beifahrertür
zu finden.

A21 2689

A21

A21 Typschlüsselnummer
A Bus
E ÖAF-LKW
F MAN Schwere Reihe (F90)
H MAN TGA (Trucknology Generation Schwere Reihe)
L MAN Leichte Reihe (L2000)
M MAN Mittlere Reihe (M2000)
T MAN Schwere Reihe (F2000)
U Unterflur
X KAT-Fahrzeuge

2689
2689 Typabhängige Zählnummer
Das Fahrzeug mit der oben genannten Nummer ist also der 2689ste A21, der
bis dahin gebaut wurde. Der Nummernkreis wird bei Bedarf um Buchstaben
erweitert.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 5


MAN Bildungszentrum Wien

1.3 Typenbezeichnung Motor

D 2866 LUH 24
D ~
Betriebsstoff
D Diesel
E Erdgas
G Flüssiggas

28 _________________________________
Code für Bohrungsdurchmesser in mm
02 + 100 = 102 mm Bohrung
08 + 100 = 108 mm Bohrung
20 + 100 = 120 mm Bohrung
25 + 100 = 125 mm Bohrung
28 + 100 = 128 mm
Bohrung
6 ________________________
Code für Hub in mm (Näherungswert)
2x10 + 100 = ca 120 mm Hub
3x10 + 100 = ca 130 mm Hub
4x10 + 100 = ca 140 mm Hub
5x10 + 100= 150 mm Hub
6x10 + 100= 155 mm Hub
7x10 + 100= 166 mm Hub

6 ___________________________________________
Zylinderanzahl
Die Anzahl der Zylinder ist nicht codiert.

L
Aufladung
T Turbo
L Ladeluftkühlung
K kombinierte Aufladung

Seite 6 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

UH ____________________
Motoreinbau
F Frontlenker
H Hauber (bis Aug/84 ohne Code) und Omnibus-Heckmotor
U Unterflur
A Allrad
GF G-Reihe

24 ___________________________________________________
Variantenkennung
Durch die Emissionsschutzbestimmungen wurde eine flexiblere Kennzeichnung der
Motorvarianten notwendig. Deshalb fügt MAN ab 1990 eine zweistellige Zahl am Ende der
Typbezeichnung an, um die unterschiedlichen Werte (Nenndrehzahl, -leistung, Schadstoff und
Lärmemission) zum Ausdruck zu bringen. Aus den Kennzahlen können keine logischen
Rückschlüsse gezogen werden, da sie in der Reihenfolge der Erstabnahme vergeben werden
und keiner Gesetzmäßigkeit unterliegen.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 7


MAN Bildungszentrum Wien

1.4 Motornummer

386 0299 165 1211

386
Typschlüssel

0299
Montagetag
Der Montagetag des Werkes Nürnberg wird fortlaufend numeriert.

165
Fortschrittszahl am Montagetag

1
Schwungrad
Diese Stelle in der Motor-Nr. gibt u.a. den Durchmesser der
Kupplungsscheibe an. Die häufigsten Codes für Motor "D28":
1 Schwungrad für Getriebe ZF HP 500/600
2 380 mm
D 400 mm
3 420 mm
B 430 mm
Q Schwungrad für WSK 440

2
Einspritzpumpe/Regelung

1 Bosch Leerlauf-Enddrehzahlregler, sowie mit


Verstellregler RQVK-flach
2 Bosch mit Elektronikregelung
3 Bosch mit Verstellregler, auch RQVK-steil

1
Luftpresser
Mit diesem Code kann der Luftpressen ziemlich genau und auch
schon mal ohne MA identifiziert werden.
Beispiele:
1 1-Zylinder-Luftpressen 300 cm3
2 2-Zylinder-Luftpressen 550cm3

1
Sonderausrüstung
Geringfügige Bedeutung, da zu allgemein.

Seite 8 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG
Bildungszentrum Wien 03

KAPITEL 0

MAN

Partner Net - After Sales

Reparaturanleitungen

©2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG BILDUNGSZENTRUM Wien


Nachdruck, Vervielfältigung oder Übersetzung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung
der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG nicht gestattet. Alle Rechte nach dem Gesetz über das
Urheberrecht bleiben der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG ausdrücklich Vorbehalten.
Hl MAN Bildungszentrum Wien

Partner Net - After Sales


Seit Oktober 2003 bietet MAN Nutzfahrzeuge - gemäß der EU-Richtlinie GVO 1400/2002 -
freien Werkstätten, technischen Redaktionen, dem freien Teilehandel, Pannendiensten,
Fuhrparkbetreibern, Aufbauherstellern und weiteren Interessierten über das Internet die
Möglichkeit technische Informationen für Fahrzeug-Wartung und Reparatur zu beziehen.
Klicken Sie auf diesen Link:

https://portal.mn.man.de/aftersales

So sieht die Start-Seite im Internet aus:

Zurück * ' ' @ 1 3 Lif j ^Suchen [Jy^vor-t


- .4 -u- 's -n
Adresse |^] https://portai mrs.man
ue/aftersaiei/de/index.isp .„1^,..-.^* i,' - -,-r7I» —- -j
aML-v. '*, fr S-1ÄJ 1 .*■
V '7 * \ . - • * ' ?

b=£

:Home Support MAN Nutzfahrzeuge Gruppe

| deutsch an Willkommen Anwendungen


i WEB MANTIS Service
Zy _ __ Im MAN Partner Net - After Sales
Dokumente »
Spezialwerkzeuge /
' '.JLiiSr-*- Ä. Prüfmittel MAN-cats II
Registrieren Sie sich jetzt
und nutzen WEB MANTIS - kostenlos!
Die MAN Nutzfahrzeuge Gruppe bietet Ihnen mit dem MAN Partner Net - After Sales schnell und
I einfach die notigen Informationen für Service, Wartung und Reparatur ihres MAN Fahrzeugs. Unter
anderem erhalten Sie den Zugang zu folgenden Quellen:

s MAN Teiiekataloa WEB MANTIS


•ü Servicedokumentation und Betriebsanleitungen
Zur Zeit leider noch nicht im vollem Umfang verfügbar.
Bitte wenden Sie sich an ihren nächst gelegenen MAN Partner j
Informationen zum Diagnosesystem MAN-cats II a Informationen zu
Konditionen SE3 Snezialwerkzeuoen und Prüfmitteln

Interesse?
Um das MAN Partner Net - After Sales im vollen Umfang zu nutzen, registrieren Sie sich hier.

Das Partner Net beginnt mit Informationen zu Service und Reparatur von MAN
Fahrzeugen sowie dem elektronischen Teilekatalog WEB MANTIS.
Um Zugang zu allen derzeit verfügbaren Informationen zu haben, müssen Sie sich im MAN
Partner Net - After Sales registrieren. Nach Eingabe Ihrer Daten erhalten Sie eine E-Mail, um
Ihre E-Mail Adresse zu bestätigen. Nach einem Klick auf den Link in der E-Mail wird ein Brief mit
Ihrem Passwort an Sie versendet werden. Sobald Sie dieses Passwort haben, können Sie sich
im MAN Partner Net - After Sales anmelden.

Seite 2 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien Bö

Der Einstieg in das MAN Partner Net - After Sales ist kostenlos (Gebühren für
Internetzugang u.ä. nicht berücksichtigt). Die Nutzung des WEB MANTIS ist
kostenpflichtig; es wird eine 24-Stunden-Pauschale von 9,40 EURO (excl. MwSt.)
berechnet.

Das MAN Partner Net - After Sales steht weltweit jedem zur Verfügung.

MAN Nutzfahrzeuge AG
Zentralbereich Informationssysteme und Organisation Technologie für Internet, Groupware,
Host-TP (IKT) Dachauer Str. 667 D-80995 München

Tel.: +49 89 1580 4531 / Fax: +49 89 1580 914531 mailto:manfred schurer@mn.man.de

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 3


H! MAN Bildungszentrum Wien

Übersicht Reparaturanleitungen

Aggregat / Anlage Reparaturanleitung Bestellnummer


Motor D2866 LUH20 / 21 / 22 A 12. (4. Ausgabe) 81.99598.4260 DE
Motor D0826 LUH12/13 A 14, (2. Ausgabe) 81.99598.4200 DE
Motor D0826 LOH03 A 13, (3. Ausgabe) 81.99593.4240 DE
EDC MS 5 Stufe 3 T 17-A1 (3. Ausgabe) 81.99598.4020 DE
EDC MS 6.4 Stufe 2 T 17-A2 (3. Ausgabe) 81.99598.4660 DE
VOITH DIWA MAN-Cats
ZF HP 500 MAN-Cats
Antriebsachse HOY 0955 F10 2. Ausgabe 81.99598.4630
Antriebsachse HONP 13 100 F12 81.99298.4140
Nachlaufachse HN9-72GL-01 H6 81.99598.4570
Vorderachse V9 7-72 GL H6 81.99598.4570
Vorderachse V9 60 NL-07 H7 81.99198.4020
Scheibenbremse LUCAS D-ELSA P106 81.99598.4400 DE
Scheibenbremse LUCAS D-ELSA2 P108 81.99598.5860 DE
Scheibenbremse Knorr SB6500 P104 81.99598.4200 DE
Scheibenbremse Knorr SB6... Knorr RA-SB0002-D E
Spreitzkeilbremse P101 (2. Ausgabe) 81.99198.8470 DE
Elektrische Anlage A21 T 22 81.99598.4060 DE
Elektrische Anlage A23 T 23 81.99598.4080 DE
Multiplex T64-A1 81.99298.4480.DE
CAN-Controller Area Network T 51 81.99598.4380 DE
ECAS T17 R 81.99598.8220 DE
ECAS (CAN/ISO) T79 81.99598.5410 DE
EBS Bus T61-A1 81.99298.4450 DE
Bremsanlage P75 81.99298.8200 DE

-j S'l L

fv ^vv\ —

Seite 4 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


Technische Schulung MAN 19.1

19 Aufbau der Reparatur- und

Wartungsanleitung 19.3

19.1 Reparaturanleitung 19.3


19.1.1 Aggregatbezeichnung 19.3
19.1.2 Aufbau 19.4
19.1.2.1 Reparaturanleitung (weiss) 19.4
19.1.2.2 Technische Daten (blau) 19.4
19.1.2.3 Spezialwerkzeuge (rosa) 19.4
19.1.3 Aktualisierung 19.4

19.2 Wartungsanleitung 19.4

19.3 Reparatur- und Wartungsliteratur für den Linienbus 19.5

Anhang:
> Abkürzungen (Auszug aus Reparaturanleitung T64-A1)
> Schnellübersicht Symbole / Sicherheitshinweise

C:\DATEN_BM\TECH_SCHULUNG\2004-122\KURSCODE_122_ALGBUS\TE19A_REPANL.DOC / 02.04 / BM / TAS


Technische Schulung MAN H3 19.2

C:\DATEN BM\TECH SCHULUNG\2004-122\KURSCODE 122 ALGBUS\TE19A REPANL.DOC / 02.04 / BM / TAS


Technische Schulung MAN CT8! 19.3

19 Aufbau der Reparatur- und Wartungsanleitung

19.1 Reparaturanleitung
Die Reparaturanleitungen werden in Blattform lose verpackt angeliefert. Diese
können in entsprechenden Ordnern (MAN Bestellnummer: 81.99198.8009)
eingeordnet werden. Ein entsprechendes Symbol und ein Buchstabe gibt
Aufschluss auf das beschriebene Aggregat.

19.1.1 Aggregatbezeichnung
A) Motor
B) Kupplung
C) Schaltgetriebe- Vorschaltgruppe
E) Verteilergetriebe
F) Angetriebene nicht lenkbare Achse (Hinterachse)
G) Angetriebene lenkbare Achse (Vorderachse)
H) Nicht angetriebene Achse (Vorder-, Voriauf-, Nachlauf-)
K) Lenkung
L) Hydrolenkung (Lenkhilfen)
M) Nachläufer Gelenkbusse
N) Pneumatische und hydraulische Anlagen
P) Bremsanlagen
Q) Dauerbremse
R) Federung
S) Kraftübertragung
T) Elektrische Anlage
U) Fahrerhaus, Karosserie, Aufbau
V) Fahrgestell, Rahmen

C:\DATEN_BM\TECH_SCHULUNG\2004-122\KURSCODE_122_ALGBUS\TE19A_REPANL.DOC / 02.04 / BM / TAS


Technische Schulung MAN 03 19.4

19.1.2 Aufbau
Die Raparaturanieitungen sind dreiteilig aufgebaut.

19.1.2.1 Reparaturanleitung (weiss)


Im weissen Teil der Reparaturanleitung ist eine Kurzbeschreibung des Aggregates,
sowie die Arbeitsanweisung zur Reparatur beschrieben. Über ein Inhalts /
Stichwortverzeichnis kann das entsprechende Bauteil gesucht werden.

19.1.2.2 Technische Daten (blau)


Die blauen Blätter sind anschliessend zur Reparaturanleitung eingereiht. Sie
enthalten alle technischen Angaben zu den Aggregaten. Über das Inhaltsver-
zeichnis können die entsprechenden Aggregate gesucht werden.

19.1.2.3 Speziaiwerkzeuge (rosa)


Der Anhang Spezialwerkzeuge listet die für die Aggregate nötigen Spezial-
werkzeuge auf. Diese sind bildlich und mit einer Spezialwerkzeugnummer
aufgelistet. Die Auflistung erfolgt entsprechend den Kapiteln der Reparatur-
anleitung.

19.1.3 Aktualisierung
Die Reparaturanleitungen werden bei Bedarf aktualisiert. Dies geschieht durch
Nachträge. (Beispiel: 1.N = 1. Nachtrag). Im Nachtrag werden einzelne Seiten der
bestehenden Reparaturanleitung ergänzt, oder ersetzt. Ein beigelegtes
Hinweisblatt gibt Auskunft darüber.
Bei Änderungen werden bis zur Ausgabe der aktualisierten Nachträge Service
Informationen (Sl) abgegeben.
Erscheint eine Neuausgabe der Reparaturanleitung, wird diese mit einer
Ausgabenummer bezeichnet (Beispiel: 2. = 2. Ausgabe).

19.2 Wartungsanleitu ng
Neben der Reparaturanleitung gibt es, für die Wartungen eine Wartungsanleitung.
In dieser sind die Arbeiten beschrieben, welche gemäss Wartungsblatt durchgeführt
werden müssen. Auch sind technische Werte und Füllmengen darin aufgeführt. Die
Wartungsanleitung hat die Kurzbezeichnung WA. Über die verschiedenen
Betriebsstoffe gibt die Wartungs- und Betriebsstoffempfehlung (MAN
Bestellnummer: 81.99589.4930), oder das Internet unter www. mn. man.
de/index/mn_deu!motor/betriebsstoffe.htm auskunft.

C:\DATEN_BM\TECH_SCHULUNG\2004-122\KURSCODE_122_ALGBUS\TE19A__REPANL.DOC / 04.04 / BM / TAS


Technische Schulung MAN 19.5

19.3 Reparatur- und Wartungsliteratur für den Linienbus


MAN; A20 bis A26
Neoplan; N45xx

Stand: Februar 2004


Rep.-/
Aggregat System Wart.Anleitung MAN Bestellnummer
D2866 LUH A12 81.99598.4260
Motor
Motorst. EDC MS5 T17-A1 81.99598.4020
ECAS Luftfederung T17-R 81.99598.8220
Vorderachse H6 81.99598.4570
Hinterachse F12 81.99298.4140
Nachlaufachse
Fahrwerk H6 81.99598.4570
A25/A26
Lenkung L0 81.99598.4300
RAS-Lenkung
L06 81.99598.4450
(Nachlaufachse)
ZF Ecomat
Getriebe 5HP500/590/600 ZF16/1EST 81.99598.8970
Voith 864.3 V08 81.99598.4150
A20 / A21 / N4516 122 81.99298.4060
Elektrische A23 / N4522 T23 81.99298.4080
Anlage Multiplexverfahren
T64-A1 81.99298.4480
Omnibus
Scheibenbremse
P106 81.99598.4400
Lucas D-Elsa
Bremssystem El. Bremssystem
T61-A1 81.99298.4450
(EBS)
Geräteliste P60 81.99598.5020
Brems-u. Luftfede-
rungsanlage A20 / P87 81.99298.4660
A21 / N4516
Luftsystem
Brems-u. Luftfede-
rungsanlage A23 / P88 81.99298.4630
N4522
Drehgelenk A23/N4522 P88 81.99298.4630
Wartung Wartunasanleitung WA44 (2.) 81.99297.4300
__________
Änderungen, ______________
aufgrund von Aktualisierungen Vorbehalten.

C:\DATEN_BM\TECH_SCHULUNG\2004-122\KURSCODE„122^ALGBUS\TE19A_REPANL.DOC / 02.04 / BM / TAS


ELEKTRISCHE ANLAGE

Abkürzungen stand: 11.01

a Beschleunigung
ABE Allgemeine Betriebserlaubnis
ABS Anti-Blockier-System
ABV Automatischer Blockierverhinderer
AC Air Condition (Klimanlage)
ACC Adaptive Cruise Control (Tempomat mit Abstandsregelung)
ACK Autocheck
ADC Analog-Digital-Converter (Umsetzung von analogen in digitale Signale)
ADR Internationale Vereinbarung für den Straßentransport gefährlicher Güter
AGB Automatischer Geschwindigkeits-Begrenzer
AGND Analog Ground (Analoge Masse)
AGR Abgasrückführung
AHK Anhängerkupplung
AHV Anhängerbremsventil
ALB Automatisch lastabhängige Bremskraftregelung
AMA Antennen-Mast-Anlage
ANH Anhänger/Auflieger
AS Automatisches Schaltgetriebe
ASD Anhängersteckdose
ASM Anhängersteuermodul
ASR Antriebs-Schlupf-Regelung
ASV Anhängersteuerventil
ATC Automatic Temperature Control (Automatische Temperaturregelung)
ATF Automatic Transmission Fluid(Automatikgetriebeöl)
AU Abgasuntersuchung
AV Auslassventil
AVS Automatisches Vorwahl-System

BA Betriebsanleitung
BBA Betriebsbremsanlage
BBV Betriebsbremsventil
BKR Bremskraftregler
BUGH Bugheizung
BV Backupventil (Rückhaltventil)
BVA Belagverschleißanzeige
BVS Belagverschleißsensor
BVV Belagverschleißsensor-Versorgung
BW Bundeswehr
BWG Bremswertgeber
BZ Bremszylinder

CAN Controller Area Network (Datenbussystem mit bit-serieller Übertragung)


CAN-H Datenleitung CAN-high
CAN-L Datenleitung CAN-low
CATS Computer-Assisted Testing and diagnosting System (Rechnergestütztes Prüf- und Diagnosesystem)
CCVS Cruise Control Vehicle Speed (Tempomat)
CKD Complete Knocked Down (Komplett zerlegtes Fahrzeug)
CNG Compressed Natural Gas (Komprimiertes Erdgas)
CPU Central Processing Unit (Zentralrechner)
CRT Continously Regenerating Trap (Abgasschalldämpfer, Oxydationskatalysator, Dieselpartikelfilt.) CS
Comfort Shift

DAHL Dachlüfter
DBR Dauerbremsrelais
DECKE Decke (für Türen)
DF Drehzahlfühler
DFÜ Datenfernübertragung
DIA Diagnose und Informations-Anzeige

T 64-A1 0.13 - 1
ELEKTRISCHE ANLAGE

Abkürzungen

DIAK Diagnose, K-Leitung (Datenleitung)


DIAL Diagnose, L-Leitung (Reizleitung)
DIAR Diagnose, Weiterreizung
DIN Deutsche Industrie Norm
DKE Drosselklappenerhöhung (ASR-Regelung)
DKH Dachkanalheizung
DKL Dachklappen
DKR Drosselklappenreduzierung (Reduzierungsanforderung von ASR an EDC/EMS)
DKV Drosselklappenvorgabe (Lastgebersignal vom Pedalwertgeber EDC/EMS)
DLB Druckluftbremsanlage
DM Diagnostic message (Diagnose Botschaft)
DNR Drive Neutral Rückfahr (Wählhebelschalter bei Automatik)
DPF Diesel-Partikel-Filter
DRM Druckregelmodul
DS Drucksensor
DSV Drucksteuerventil
DV Drosselventil
DWA Diebstahl-Warnanlage
DZG Drehzahlgeber
DZM Drehzahlmesser

EBS Elektronisches Bremssystem


ECAM Eiectronically Controiied Air Management (Elektronisch geregelte Druckluftbeschaffungsanlage) ECAS
Eiectronically Controiied Air Suspension (Elektronisch geregelte Luftfederung)
ECE Notabschaltung nach ECE 36
ECU Electronic Control Unit (Steuergerät)
EDC Electronic Diesel Control (Elektronisch geregelte Dieseleinspritzung)
EDM Elektronische Diesel-Verbrauchs-Messanlage
EDR Enddrehzahlregelung
EEC Elektronische Motorüberwachung (Electronic engine Controller)
EEPROM Lösch- u. beschreibbarer (programmierbarer) nichtflüchtiger Lesespeicher
EFR Elektronische Fahrwerksregelung
EFS Elektrischer Fahrersitz
EHAB Elektro-hydraulischer Absteller
ELAB Elektrischer Absteller
ELF Elektronische Luftfederung
EMS Elektronische Motorleistungs-Steuerung
EMV Elektromagnetische Verträglichkeit
EOL End Of Line (Bandende-Programmierung)
EP Einspritzpumpe
ER Engine-Retarder (Motorbremse)
ESAC Electronic Shock Absorber Control (Elektronische Fahrwerksregelung)
ESP Electronic Stability Program (Elektronisches Stabilitätsprogramm)
ESR Elektrisches Sonnenrollo
EST Elektronisches Steuergerät
EV Einlassventil
EVB Exhaust Valve Brake (Auspuffklappenbremse)

FAP Fahrerarbeitsplatz
FAQ Frequently Asked Questions (Häufig gestellte Fragen)
FBA Feststellbremsanlage
FDR Fahrdynamikregelung
FFR Fahrzeugführungsrechner
FGB Fahrgeschwindigkeitsbegrenzung
FGR Fahrgeschwindigkeitsregelung
FHS Fahrerhaus
FIN Fahrzeug Identifizierungsnummer (Fahrgestellnummer)
FM Fahrzeugmanagement
FMI Failure Mode Idetifikation (Fehlerart)

0.13 - 2 T 64-A1
ELEKTRISCHE ANLAGE

Abkürzungen

FMR Fahrzeug-Motor-Regelung
FOC Front Omnibus Chassis (Omnibusfahrgestell mit Frontmotor)
FSCH Frontscheibenheizung
FSG Faltstraßen-Gerät
FSH Fenster-Spiegelheizung
FTW Fahrertrennwand
FUNK Funkanlage
FZA Fahrzielanlage

GDK Geregelter Diesel-Katalysator


GEN Generator
GET Getriebe
GGVS Gefahrgutverordnung Straße
GND Ground (Masse)
GP Getriebe-Planetengruppe (Nachschaltgruppe)
GS Getriebesteuerung
GV Getriebe-Vorschaltgruppe (Splitgruppe)

HA Hinterachse
HBA Hilfsbremsanlage
HG 8 Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung
HGS Hydraulische Gangschaltung
HLUE Hydrostatischer Lüfter
HOC Heck Omnibus Chassis (Omnibusfahrgestell mit Heckmotor)
HSS Highside Schalter
HST Hauptschalttafel
HU Hauptuntersuchung
Hz Hertz (Wechsei/Periode pro sec)
HZA Haltezeichenanlage
HZG Hilfsdrehzahlgeber

IBEL Innenbeleuchtung
IBIS Integriertes Bord-Informationssystem
IC Integrated Circuit (Integrierter Schaltkreis)
ID Identifikation
IMR Integriertes mechanisches Relais (Startsteuerung)
INA Informationsanzeige (z. B. Kontrolleuchte)
IR Individualregelung (ABS)
IRM Individualregelung modifiziert (ABS)
ISO Internationale Standardardisierungs Organisation
1WZ Inkrementales Winkel-Zeit Messsystem

KBZ Kombibremszylinder
KFH Kraftstofffilerheizung
KITAS Kienzle Intelligenter Tachografen-Sensor
KLI Klimaanlage
KNEEL Kneeling
KSM Kundenspezifisches Steuermodul
KSW Kundensonderwunsch
KWP Key Word Protocol (Protokoll zur Diagnose mit MAN-cats)

LBH Luftbehälter
LCD Liquid Crystal Display (Flüssigkristallanzeige)
LDA Ladedruckabhängiger Volllastanschlag
LDF Ladedruckfühler
LDS Luftfeder Dämpfersystem
LED Light Emitting Diode (Leuchtdiode)
LF Luftfederung
LGS Lane Guard System (Spurführungssystem)

T 64-A1 0 . 1 3 -3
ELEKTRISCHE ANLAGE

Abkürzungen

LDS Luftfeder Dämpfersystem


LED Light Emitting Diode (Leuchtdiode)
LF Luftfederung
LGS Lane Guard System (Spurführungssystem)
LL Leerlaufdrehzahl
LLA Leerlaufdrehzahl Anhebung
LLR Leerlaufdrehzahl-Regelung
LNG Liquified Natural Gas (Flüssiges Erdgas)
LOE Lenköl Überwachung
LPG Liquified Petroleum Gas (Flüssiggas)
LWR Leuchtweitenregulierung

M-TCO Modularer EU-Tachograph


MAB Magnetventilabstellung (Motorabstellung mittels Hochdruckmagnetventil in der Einspritzpumpe)
MAN-cats MAN-computer assisted testing and diagnosting System (MAN-rechnergestütztes Prüf- und
Diagnosesystem)
MAR Magnetventilabstellungsrelais (Relais redundante Motoranstellung)
MDB Motordrehzahlbereich
MES Mengenstellwerk
ML Midiine
MMI Mensch-Maschine-Interface
MOTB Motorbremse
MP Motor-Power-Kasten (Kabelkanal am Motorblock)
MR Motorregler - ASR
MSG Motorsteuergerät (EDC)
MV Magnetventil
MZ Membranzylinder

n Drehzahl
NA Nebenabtrieb
NBF Nadelbewegungsfühler
NES Neue Elektronik-Struktur
NFZ Nutzfahrzeug
NLA Nachlaufachse
NSL Nebelschlussleuchte
NSW Nebelscheinwerfer

OBDU On board diagnostic unit


OC Occurrence Count (Häufigkeitszähler....eines Fehlers)
OEAB Ölabscheider
OENF Ölnachfüllung

p Druck
PBM Pulse Breadth Modulation (Pulsbreitenmoduliertes Signal siehe auch PWM)
PLM Programmierbares Logik-Modul
PSG Pumpensteuergerät (EDC)
PTO Power Take Off (Nebenabtrieb)
PWM Pulse Width Modulation (Pulsweitenmoduliertes Signal -» siehe auch PBM)

RA Reparaturanleitung
RAH Raumheizung
RAM Random Access Memory (flüchtiger Schreib-/Lesespeicher)
RAS Rear Axle Steering (Gelenkte Hinterachse)
RAS-EC Rear Axle Steering-Electronic Controlled (Elektronisch gesteuerte gelenkte Hinterachse)
RDRA Reifendruck-Regelanlage
RDS Radio Data System
RET Retarder
RKL Rundumkennleuchte
RLV Relaisventil

0.13-4 T 64-A1
ELEKTRISCHE ANLAGE

Abkürzungen
RME Raps Methyl Ester (Biodiesel)
ROM Read Only Memory (nur-Lesespeicher)
SA Sonderausstattung
SAE Society of Automoiv Engineers (Arbeitsgemeinschaft der Automobilingenieure)
SAMT Semi Automatic Mechanic Transmission (Halbautomatisches mechanisches Getriebe)
SB Service-Betrieb
sec Sekunde
SER Serie
SG Steuergerät
SH Seiect-High-Regeiung (ABS)
SKD Semi Knocked Down (Halb zerlegtes Fahrzeug)
SL Select-Low-Regelung (ABS)
SML Seitenmakierungsleuchten
SML Seitenmarkierungsleuchte
SPN Suspect Parameter Number (Fehlerort-Nummer)
STA Motor Start Stopp
SWR Scheinwerferreinigungsanlage

t Zeit
TC Traction Control (Antriebsschlupfregelung)
TCM Trailer Control Modul (Anhänger Steuermodul)
TCO Tachograpn
TKU Technische Kundenunterlage
TMC Traffic Message Channel (Reise-Informations-Kanal)
TRS Technische Richtlinien Straße
TSC Torque Speed Control (Bremsmoment)
TUER Türsteuerung

Ußat Batteriespannung
UDS Unfalldaten Speicher

v Geschwindigkeit
VA Vorderachse
VG Verteilergetriebe
VLA Vorlaufachse

WA Wartungsanleitung
WAB Wasserabscheider
WLE Wechsel-Lade-Einheit
WR Warnrelais
WS Wegsensor
WSK Wandler-Schalt-Kupplung

z Abbremsung
ZBR Zentraler Bordrechner
ZBRO Zentraler Bordrechner Omnibus
ZDR Zwischendrehzahlregelung
ZE Zentralelektrik
ZR Zentralrechner
ZS Zentralschmierung
ZUSH Zusatzheizung
ZWS Zeit-Wartungs-System

K Schlupf
p Reibbeiwert
MC Mikrocontroller (Mikroprozessor)

T 64-A1 0.13 - 5
ALLGEMEINES

Sicherheitshinweise

In der vorliegenden Schnellübersicht werden wichtige Vorschriften zusammengefasst und nach Schwerpunkten
gegliedert, um das Wissen zu vermitteln, das zur Vermeidung von Unfällen mit Personen-, Sach- und
Umweltschäden erforderlich ist.
Zusätzliche Hinweise sind in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs enthalten.

Wichtig:
Geschieht trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch ein Unfall, insbesondere auch durch Kontakt mit ätzender
Säure, Eindringen von Kraftstoff in die Haut, Verbrühen durch heißes Öl, Gefrierschutzmittelspritzer in die Augen
usw. sofort einen Arzt aufsuchen.

Vorschrift zur Vermeidung von Unfällen mit Personenschäden.

Prüf-, Einstell- und Reparaturarbeiten dürfen nur durch autorisiertes Fachpersonal ausgeführt wer-
den.

Fahrzeuge gegen Wegrollen sichern.


Bei Arbeiten an der Luftfeder- bzw. Federanlage, Rahmen abstützen.
Aggregate beim Ausbauen sichern.

Anlassen und Betrieb des Motors sind nur durch autorisiertes Personal erlaubt.

Wenn der Motor läuft, nicht zu nahe an drehende Teile kommen und enganlie-
gende Arbeitskleidung tragen.

Betriebswarmen Motor nicht mit bloßen Händen anfassen: Verbrennungsgefahr!

• Motorumgebung, Steigleiter und Treppen öl- und fettfrei halten. Unfälle durch
Ausrutschen können folgenschwer sein.
• Nur mit einwandfreiem Werkzeug arbeiten. Beschädigte oder aufgeweitete
Schraubenschlüssel rutschen ab: Verletzungsgefahr!
Personen dürfen sich nicht unter einem am Kranhaken hängenden Motor aufhal-
ten. - Hebezeug in Ordnung halten -.

• Austretende Bremsflüssigkeit auffangen. Bremsflüssigkeit ist Sondermüll I


Sicherheitsvorschriften zur Vermeidung von Umweltschäden beachten.
• Bremsflüssigkeit ist giftig! Nicht mit Nahrungsmitteln und offenen Wunden in
Verbindung bringen.

• Kühlmittelkreislauf nur bei abgekühltem Motor öffnen. Ist ein Öffnen bei betriebs-
warmem Motor nötig, die Anweisungen im Kapitel „Wartung und Pflege“ der Be-
triebsanleitung beachten. •

• Unter Druck stehende Rohrleitungen und Schläuche


(Schmierölkreis, Kühlmittelkreis und evtl, nachgeschalteter
Hydraulikölkreis) weder nachziehen noch öffnen:
Verletzungsgefahr durch ausströmende Flüssigkeiten!
Bei Prüfung der Einspritzdüsen, die Hände nicht unter den Kraftstoff strahl halten.
Kraftstoffnebel nicht einatmen.

T 64-A1 1 .2 0 - 1
ALLGEMEINES

• Bei Arbeiten an der Fahrzeugelektrik, Batterie grundsätzlich abklemmen.


Achtung! In geschlossenen Batteriekästen kann sich Knallgas bilden. Beim Ab-
klemmen der Batterien können durch nicht abschaltbare Dauerverbraucher, Fahrt-
schreiber etc. Funken entstehen, die das Gas entzünden. Batteriekasten vor dem
Abklemmen mit Pressluft belüften!
• Fahrzeug nur mit angeklemmten Batterien anschleppen (Mindestladung 40%)l
Keine Starthilfe mit Schnellladegrät! Schnellladung der Batterien nur bei abge-
klemmter Plus- und Minusleitung!

• Batterien bei abgestellten Fahrzeugen abklemmen und alle 4 Wochen nachladen.


Vorsicht! Batteriesäure ist giftig und ätzend. Batteriegase sind explosiv.
• Herstellervorschriften für den Umgang mit Batterien beachten.
• Spannungsmessungen nur mit geeigneten Messgeräten vornehmen!
Der Eingangswiderstand eines Messgeräts soll mindestens 10 Mfi betragen.
• Kabelbaumstecker von elektronischen Steuergräten nur bei ausgeschalteter
Zündung abziehen oder aufsteckenl
Beim Elektroschweißen Schutzgerät „ANTIZAP-SERVICE-WÄCHTER“
(MAN-Sachnummer 80.78010.0001) oder die verbesserte Ausführung SES-1
(MAN-Sachnummer 80.78010.0002) gemäß der dem Gerät beiliegenden Anleitung
anschließen.
Steht dieses Gerät nicht zur Verfügung, Batterien abklemmen und die Plusleitung
mit der Minusleitung elektrisch leitend verbinden.
In jedem Fall Erdung des Schweißgeräts möglichst nahe an der Schweißstelle an-
bringen. Kabel des Schweißgeräts nicht parallel zu elektrischen Leitungen im Fahr-
zeug legen.
Für weitere Maßnahmen zur Unfallverhütung beachten Sie bitte die „Merkblätter für
Schweißer“.

Der Rahmen ist nicht als Masserückführung vorgesehen!


• Bei nachträglichen Anbauten - z. B. einer Ladebordwand - müssen zusätzliche
Masseleitungen mit ausreichendem Querschnitt verlegt werden, da die Masse-
verbindung sonst über Seilzüge, Kabelbäume, Getriebewellen, Getriebzahnräder
etc. zustande kommt. Schwere Schäden sind die Folge.

• Bei Lackierarbeiten dürfen elektronische Bauteile nur kurzfristig hohen Tempe-


raturen (max. 95° C) ausgesetzt werden; bei max. 85° C ist eine Dauer bis
ACHTUNG!
ca. 2 Stunden zulässig, Batterien abklemmen.

Polyamidrohre
Achtung! - Schadens- und Brandgefahr!
• Nebenstehendes Warnschild finden Sie an der Beifahrertür unter dem Tür-
schloss. Es warnt davor, in der Nähe von Kunststoffrohren zu schweißen oder zu
bohren.

POLYAMID-fiOHRE
TUBE ■ l’LAS'FIQÜE
PLASTIC - TUBE

1.20-2 T 64-A1
MAN Bildungszentrum Wien

©2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG BILDUNGSZENTRUM Wien


Nachdruck, Vervielfältigung oder Übersetzung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung
der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG nicht gestattet. Alle Rechte nach dem Gesetz über das
Urheberrecht bleiben der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG ausdrücklich Vorbehalten.
Technische Schulung MAN (21 17.1

17 Wartungshinweise 17.3

17.1 Periodische Kontrollen 17.3


17.1.1 Motorenöl 17.3
17.1.1.1 Ölstandskontrolle bei kaltem Motor: 17.3
17.1.1.2 Ölstandskontrolle bei warmem Motor: 17.3
17.1.2 Kühlflüssigkeit 17.4
17.1.3 Scheibenwaschanlage 17.4
17.1.4 Automatikgetriebeöl Voith D 864 17.5
17.1.4.1 Ölstandsprüfung bei stillstehendem 17.5
17.1.4.2 Ölstandshauptprüfung bei warmen Getriebeöl 17.5
17.1.5 Automatikgetriebeöl ZF 5HP 592C / 602C 17.6
17.1.5.1 Ölstandsprüfung bei stillstehendem 17.6
17.1.5.2 Ölstandsvorprüfung bei kaltem Getriebeöl 17.6
17.1.5.3 Ölstandshauptprüfung bei warmen Getriebeöl 17.6
17.1.6 Lenkhilföl 17.7
17.1.7 Hydrostatischer Lüfterantrieb 17.7
17.1.8 Lufttrockner 17.8
17.1.9 Reifendrücke 17.9
17.1.10 Täglich, vor Fahrtantritt: 17.10
17.2 Kühlflüssigkeit 17.11

Anhang:
> Beschrieb über das Wartungssystem Profit-Check
> Wartung Klimaanlage
> Diverse Techn. Daten und Füllmengen

C:\DATEN_BM\TECH_SCHULUNG\2004-122\KURSCODE_122_ALGBUS\TE17_WARTUNGSH.DOC / 02.04 / BM / TAS


Technische Schulung MAN ca 17.2

C:\DATEN BM\TECH SCHULUNG\2004-122\KURSCODE 122 ALGBUS\TE17 WARTUNGSH.DOC / 02.04 / BM / TAS


Technische Schulung MAN 13) 17.3

17 Wartungshinweise

17.1 Periodische Kontrollen


Auszug aus der Betriebsanleitung
(DiePrüfzyklen entnehmen Sie den Dokumentationen, Betriebs- und
Wartungsanleitung)

17.1.1 Motorenöl

Der Motorenölstand muss täglich


kontrolliert werden.
Bei Fahrzeugen mit Frischölautomatik
Motorölstandsprüfung während des
Einfahrbetriebes täglich, danach wö-
chentlich vornehmen. Es ist darauf zu
achten, dass der Bus waagrecht
steht.

D:\Q53_A23\Bilder\A23_2\025.tif

17.1.1.1 Olstandskontrolle bei kaltem Motor:


Ölmessstab ziehen. Ölstand muss zwischen der oberen und unteren Kerbe des
Messstabes sein.

17.1.1.2 Ölstandskontrolle bei warmem Motor:


Motor nach der Fahrt ca. 30 Sekunden im unteren Drehzahlbereich laufen lassen.
Danach Motor abstellen und 20 Minuten warten, damit sich das gesamte Öl in der
Ölwanne sammeln kann.
Ölmessstab ziehen. Ölstand muss zwischen der oberen und unteren Kerbe des
Messstabes sein.

Eine Überschreitung des Ölstandes über die obere Markierung (Kerbe) am


Ölmessstab ist unzulässig. Dieses fördert nur zusätzlichen Ölverbrauch, ist
unwirtschaftlich und im Extremfall kann ein Motor- sowie CRT schaden auftrete n
Die Nachfüllmenge von der unteren bis zur oberen Markierung am Ölmessstab
beträgt ca. 6 Liter.
Genauere Angaben entnehmen Sie der Betriebsanleitung.

C:\DATEN_BM\TECH_SCHULUNG\2004-122\KURSCODE_122__ALGBUS\TE17_WARTUNGSH.DOC / 02.04 / BM / TAS


«sagjyiag Technische Schulung MAN Ea 17.4

17.1.2 Kühlflüssigkeit
Seitenklappe hinten rechts öffnen, Kühlflüssigkeit am
Behälter täglich prüfen. Dieser darf bei kaltem Motor nicht
unterhalb der Markierung -Min- am Einfüllstutzen des
Ausgleichsbehälters stehen.

17.1.3 Scheibenwaschanlage
Der Behälter der Scheibenwaschanlage ist innerhalb
der Bugklappe angeordnet. Der Flüssigkeitsstand
sollte wöchentlich kontrolliert werden.

C:\DATEN_BM\TECH_SCHUUJNG\2004-122\KURSCODE_122_ALGBUS\TE17_WARTUNGSH.DOC / 02.04 / BM / TAS


Technische Schulung MAN 09 17.5

17.1.4 Automatikgetriebeöl Voith D 864

1. Einfüllöffnung

2. Ölmesstab

D:\1 betrieb\Q89A21 _2\GRAF IK-R

17.1.4.1 Ölstandsprüfung bei stillstehendem Motor und kaltem Getrie-


beöl (Standmessung):

Nach längeren Standzeiten des Busses bzw. nach Getriebeölwechsel vor


dem starten des Motors bei waagerecht stehendem Bus:
Wartungsklappe im Fahrgastraum öffnen
Messtab ziehen

Der Ölstand muss ca. 20 mm über der Markierung "max" am Messstab stehen.
Liegt er darunter, muss über die Einfüllöffnung nachgefüllt werden.

Nach dem Motorstart ist eine Ölstandshauptprüfung bei warmem Getriebeöl


durchzuführen.

17.1.4.2 Olstandshauptprüfung bei warmen Getriebeöl


> Getriebe betriebswarm fahren (Getriebeöltemperatur min. 60°C.
> Bus waagerecht stellen
> Feststellbremse betätigen
> Getriebe in Neutralstellung schalten
> Motor mit Leerlaufdrehzahl laufen lassen
> Ölmesstab ziehen.

Der Ölstand muss zwischen der Markierung "min" und "max" am Messtab stehen,
ggf. über Einfüllöffnung Frischöl nachfüllen

Mengendifferenz zwischen "min" und "max" des Messtabes ca. 2.5 Liter.

Nicht über die "max" Markierung auffüllen, da sonst Verlustleistung auftritt und
damit erhöhter Kraftstoffverbrauch resultiert.

C:\DATEN BMVTECH SCHULUNG\2004-122\KURSCODE 122 ALGBUS\TE17 WARTUNGSH.DOC / 02.04 / BM / TAS


Technische Schulung MAN |y#i 17.6

17.1.5 Automatikgetriebeöl ZF 5HP 592C / 602C


17.1.5.1 Ölstandsprüfung bei stillstehendem Motor und kaltem Getriebeöl
(Standmessung):

Nach längeren Standzeiten des Busses bzw. nach Getriebeölwechsel vor Starten
des Motors bei waagerecht stehendem Bus:
Vorletzte Wartungsklappe im Fahrgastraum hinten öffnen.
Messstab ziehen.

Ölstand muss sich mindestens innerhalb oder über den Pfeil-Markierungen


"Motorstillstand / stop" befinden. Liegt der Ölstand niedriger, muss Öl nachgefüllt
werden.

Nach dem Motorstart ist eine Ölstandshauptprüfung bei warmem Getriebeöl d u


rchzufü h re n.

17.1.5.2 Ölstandsvorprüfung bei kaltem Getriebeöl


Bei laufendem Motor und einer Öltemperatur von ca. 30°C. muss sich der Ölstand
innerhalb der Pfeilmarkierungen "kalt/cold" auf dem Ölmesstab befinden.

17.1.5.3 Ölstandshauptprüfung bei warmen Getriebeöl


Bei warmen Getriebeöl (ca. 80 bis 90°C.) muss bei laufendem Motor (Leer-
laufdrehzahl und gedrückter Neutraltaste) der Ölstand innerhalb der "warm/hot"
Markierung auf dem Messtab sein.

C:\DATEN_BM\TECH_SCHULUNG\2004-122\KURSCODE_122_ALGBUS\TE17_WARTUNGSH.DOC / 02.04 / BM / TAS


Technische Schulung MAN m 17.7

17.1.6 Lenkhilföl
Der Flüssigkeitsstand muss bei stillstehendem Motor an der Markierung - MAX-(1)
stehen.

17.1.7 Hydrostatischer Lüfterantrieb


Messstab (2) am Ausgleichsbehälter ziehen Ölstand muss zwischen oberer und
unterer Markierung am Messstab stehen. Fehlendes Öl (siehe Broschüre
“Wartungsempfehlungen”) über Einfüllöffnung (3) nachfüllen.

Achtung! - Gefahr von Motorschaden!


Wenn der Ölstand im Ausgleichsbehälter absinkt und Öl nachgefüllt werden
muss, dann muss der hydrostatische Lüfterantrieb umgehend überprüft
werden.

C:\DATEN BM\TECH SCHULUNG\2004-122\KURSCODE 122 ALGBUS\TE17 WARTUNGSH.DOC / 02.04 / BM / TAS


Technische Schulung MAN lyfl 17.8

17.1.8 Lufttrockner

BVB\DISC4\MVC-003L.JPG BVB\DISC4\MVC-007L.JPG

Die Entlüftungsleitungen für die Druckluftvorratsbehälter im Dachkanal befinden


sich jeweils links und rechts im Motorraum (1), die anderen Vorratsbehälter (2) sind
von unten zugänglich.

Funktion und Wirksamkeit prüfen:


Einmal im Monat (bei hoher Luftfeuchtigkeit öfters) bei aufgefüllter Druckluft-
aniage an allen Druckluftvorratsbehäitern die Entwässerungs-Ventilkegel mit Ring
seitlich ziehen. Es darf nur Luft entweichen.
Tritt Kondenswasser aus, nach ein paar Tagen nochmals prüfen. Ist dann wieder
Kondenswasser vorhanden, müssen die Trockenmittelpatronen ausgetauscht
werden.

C:\DATENLBM\TECH_SCHULUNG\2004-122\KURSCODE_122_ALGBUS\TE17_WARTUNGSH.DOC / 02.04 / BM / TAS


Technische Schulung MAN ca 17.9

17.1.9 Reifendrücke

F0-11\MVC-006L.JPG

Typ Vorderachse Mittelachse Triebachse


A20/A21/N4516 7.0 bar 6.5 bar
A23/N4522 7.0 bar 5.5 bar 6.5 bar
> Anzugsdrehmoment der Radmuttern: 550-600 Nm (Bundmuttern)
> Reifengrösse: 275/70 R 22.5
> Felgengrösse: 22.5 x 7.5
Die genauen Angaben befinden sich auf der Innenseite der Tankklappe.

C:\DATEN_BM\TECH_SCHULUNG\2004-122\KURSCODE_122_ALGBUS\TE17_WARTUNGSH.DOC / 02.04 / BM / TAS


Technische Schulung MAN ca 17.10

17.1.10 Täglich, vor Fahrtantritt:

Motoröldruck prüfen
• Bei zu geringem Öldruck leuchtet die rote Warnleuchte der Alarmstufe auf und
es ertönt zusätzlich ein dreimaliger Alarmton. Im Display wird entsprechende
Meldung angezeigt.

Bremsanlage
• Auf Abblasgeräusch des Druckreglers achten! Vor Beginn der Fahrt eine
Bremsprobe der Betriebs- und Feststellbremse vornehmen. Die rote
Warnleuchte der Alarmstufe darf bei Antritt der Fahrt nicht leuchten. Im Display
muss für beide Bremskreise vor Antritt der Fahrt ein Vorratsdruck von
mindestens 5,4 - 5,8 bar angezeigt werden.
• Abschaltdruck der Druckluftanlage 10,0 ± 0,2 bar (nur Luftfederanlage).
Druckreduzierung vor dem Vierkreisschutzventil auf 7,8 + 0,3 bar für alle übrigen
Druckluft-Vorratsbehälter.
• Erst iosfahren, wenn im Display die Mitteilung Bremsdruck erlischt.

C:\DATEN_BM\TECH_SCHULUNG\2004-122\KURSCODE_122_ALGBUS\TE17_WARTUNGSH.DOC / 02.04 / BM / TAS


Technische Schulung MAN H 17.11

17.2 Kühlflüssigkeit
Zur Verhütung von Korrosion, Kavitation und als Kälteschutz wird Kühlsystem
und Heizanlage aller Fahrzeuge ganzjährig ab Werk mit einer Mischung aus 40 Vol.
% Gefrierschutzmittel und 60 Vol. % trinkbarem Leitungswasser befüllt (frostsicher
bis - 27 °C).
Dieses Mischungsverhältnis ist immer einzuhalten, da unter 40 Vol. % Ge-
frierschutzmittel kein ausreichender Korrosionsschutz gewährleistet ist. Eine
Konzentration von mehr als 50 Vol. % ist zu vermeiden.
Kühlsystem und Heizanlage sind so ausgelegt, dass in Mitteleuropa die
Kühlflüssigkeit mit 40 Vol. % Gefrierschutzmittel auch im Sommer im System
bleiben kann.

Korrosionsschutzmittel (ohne Gefrierschutz)


Sollte für bestimmte Einsatzfälle der Gebrauch von Gefrierschutzmittel nicht
möglich sein, sind Korrosionsschutzmittel nach Werknorm MAN 248 zu verwenden.

Kühlflüssigkeit erneuern
Unabhängig von den Intervallen gemäss Wartungs-Checkliste muss die
Kühlflüssigkeit erneuert werden, wenn sie sich braun verfärbt oder eintrübt.

C:\DATEN BM\TECH SCHULUNG\2004-122\KURSCODE 122 ALGBUS\TE17 WARTUNGSH.DOC / 02.04 / BM / TAS


ProFit-Check von MAN
Seite 1

Wartungssystem

ProFit-Check
für
Omnibusse

Systembeschreibung

Gültigkeit

Das vom Lkw L, M und F 2000 bekannte Wartungssystem ProFit-Check ersetzt das derzeit geltende
Wartungssystem für Reise-, Linien- und Überlandlinienomnibusse.
Das Wartungssystem ProFit-Check wird ab IAA 2000 für folgende Neufahrzeug - Omnibusse se-
rienmäßig eingesetzt:
A01 / A02 / A03 / A04 / A09 / A10 / A11 / A12 / A13 / A14 / A20 / A21 / A 22 / A23 / A24 / A25 / A26 / A27 /
A28 / A30 / A31 / A32 / A33 / A72
Für FOC-/HOC-Fahrgestelle gilt weiterhin das Wartungssystem nach Wartungsgruppen gemäß
Wartungsempfehlungen.
Bereits produzierte Busse können nach Einzelfallprüfung durch BVS ggf. rückwirkend in das War-
tungssystem ProFit-Check eingegliedert werden. Die hierzu erforderlichen Umstellungsmaßnahmen
werden im Einzelfall von BVS bekanntgegeben.

Die wichtigsten Änderungen

Alle Omnibusse (Serie ab IAA 2000) werden nur noch zu den Diensten W6 (alle 6 Monate) und W12 (alle
12 Monate) gewartet. Fällige Ölwechsel finden in der Regel zeitgleich mit dem Wartungstermin W6 oder
W12 statt.
Die Ölwechsel im E-Dienst entfallen.
Nach 1.000 - 5.000 km findet lediglich ein Erst-Service statt, der Zustands-, Funktions- und Festsitz-
prüfungen beinhaltet.
Die Aufteilung der Fahrzeuge nach ihrem Einsatz in Wartungsgruppen C, B, A, A+ entfällt.
Es wird nach Bussen im Reiseverkehr (mit Motor D28) und nach Bussen im Stadtverkehr (mit Motor D08
bzw. D28) unterschieden.
Überlandlinienomnibusse ohne Automatikgetriebe sind wie Busse im Reiseverkehr zu warten.
Busse mit Automatikgetriebe sind dem Stadtverkehr zugeordnet.
Bei jedem Wartungsdienst wird zusammen mit dem Kunden die voraussichtliche km-Laufleistung für das
nächste Halbjahr festgelegt.
Aus dieser Angabe wird anhand der Ölwechsel - Matrix (Blatt 1 - Annahmeblatt) der optimale Schmierstoff
bestimmt, mit dem problemlos der nächste Wartungstermin W6 oder W12 erreicht werden kann.
Bei sehr hohen Jahresfahrleistungen kann je ein zusätzlicher Ölwechsel S3 (nach 3 Monaten) und S9 (nach
9 Monaten) erforderlich sein.
Die ermittelten Fälligkeitstermine werden in das Wartungsheft eingetragen und dienen dem Kunden und
der Werkstatt als Wartungsplan.
Durch die Verknüpfung der Fristen, Schmierstoffe und Leistungsmerkmale im Annahmeformular ist die
gezielte Auswahl optimaler Schmierstoffe wesentlich vereinfacht.
Zeitlich optimierte Wartungstermine veringern durch Wartung bedingte Standzeiten!
Die Wartungskosten reduzieren sich, besonders durch verlängerte Ölwechselintervalle.
Die Leistungen sind in Blöcke aufgeteilt, für die separate Arbeitswerte ermittelt werden.
ProFit-Check von MAN
Seite 2

Zusatzaufträge
Leistungen bei E, W6, W12 Sonderölwechsel
S3, S9
werden separat Betriebsbedingte Schmierdienst Technische Technische Vorbeugende Prüf- und
beauftragt Leistungen Sicherheit Sicherheit Inspektion Pflegear- bei hohen
Allgemein Bremse beiten Laufleistungen
Prüf-, Einsteil- nur Ölwechsel
Je nach Verschleiß feststel- zwischen
und Ausstattung Betriebs- und Zustand Bremse, len, Flüssigkeitsständ
Austauscharbeite Funktion und den Diensten W6 und
erforderlich Verkehrssicherheit Reparaturbedarf e,
n Wirkung Bremse Bereifung W12
erkennen

Sicherheitsprüfun Sicherheitsprüfu
g ng
(SP)
(SP)
Prüfungen der Technischen Sicherheit
Abgasuntersuchun Allgemein und Technischen Sicherheit
Bremse überdecken sich mit Leistungen
g der in Deutschland gesetzlich
vorgeschriebeneri Sicherheitsprüfung.
Hauptuntersuchung Bei gleichzeitiger Durchführung von ge-
EG-Kontrollgerät setzlich vorgeschriebener
Sicherheitsprü-
(Fahrtschreiber) fung und Wartung in einer
MAN-Werkstatt
Winterdienst können die oben genannten Prüfungen
auf
weitere Technische Sicherheit entfallen.
ProFit-Check von MAN
Seite 3
Die Wartungsblöcke
Wartung E, W6, W12
Die Wartungsleistungen erfolgen nur beim Erst-Service sowie pro Betriebsjahr beim Dienst W6 und W12.
Die halbjährlichen Wartungsdienste W6 nach 6 Monaten und W12 nach 12 Monaten sollen möglichst so
gelegt werden, dass sie mit den gesetzlich geforderten Untersuchungen zusammenfallen (in Deutschland
z.B. Sicherheitsprüfung oder Hauptuntersuchung).
Die Wartungsdienste W6 und W12 sind unabhängig vom Ölwechsel immer erforderlich.

Ölwechsel
Ölwechsel finden je nach Fälligkeit anläßlich der Dienste W6, W12, S3 oder S9 statt. Die Fälligkeit wird
anhand der Prüfliste 81.99296-4130 bzw. 81.99296-4160 bestimmt.

Durch die Wahl des optimalen Schmierstoffes für die im nächsten Halbjahr geplante Laufleistung wird der
nächste S- oder W- Dienst erreicht.
Bei sehr hohen Laufleistungen kann nach 3 Monaten bzw. nach Erreichen des max. zulässigen km-
Standes je ein zusätzlicher Ölwechsel S3 und S9 fällig werden. Die Ölwechsel S3 und S9 liegen dann
zwischen den Wartungsterminen W6 und W12.
Bei niedrigen Laufleistungen kann der Ölwechsel je Aggregat nur 1 mal pro Betriebsjahr oder auch alle 2, 3
oder 4 Jahre fällig werden.
Mit dem Motorölwechsel ist immer das Erneuern des Öl- und des Kraftstofffilters verbunden.

Folgende Symbole geben die Fälligkeit von Ölwechseln an:


IV. = alle 4 Jahre
III. = alle 3 Jahre
II. = alle 2 Jahre
O = Ölwechsel anläßlich W6 nach 6 Monaten
□ = Ölwechsel anläßlich W12 nach 12 Monaten

©, ® = zusätzliche Ölwechsel zwischen W6 und W12, keine weiteren Wartungsleistungen Wartung nach

Jahren
ProFit-Check sieht bestimmte Wartungen nach mehreren Jahren oder km-Limit vor.
Diese Leistungen sind im Wartungsheft bereits voreingetragen.
Zusatzaufträge
Zusatzaufträge können gesetzlich vorgeschriebene Untersuchungen, Winterdienst oder Wartung von
Sonderausstattungen betreffen.

Betriebsbedingte Leistungen
Durchführung von betriebsbedingten Prüf-, Einstell- und Austauscharbeiten.

Schmierdienst
Je nach Fahrzeugausstattung ist das Schmieren erforderlich.

Technische Sicherheit
Die Prüfung TECHNISCHE SICHERHEIT - ALLGEMEIN und TECHNISCHE SICHERHEIT - BREMSE kann
entfallen, wenn die Sicherheitsprüfung (SP) vom MAN-Service gleichzeitig im Zusammenhang mit Wartung
durchgeführt wird.
Achtung! Die Prüfungen TECHNISCHE SICHERHEIT sind erforderlich, auch wenn die jeweilige Lan-
desgesetzgebung die Durchführung einer Sicherheitsprüfung (SP) nicht vorschreibt.

Vorbeugende Inspektion
Prüfung auf unerwarteten Verschleiß, eventuellen Reparaturbedarf erkennen.

Prüf- und Pflegedienst


Diese Leistungen sind in der Betriebsanleitung beschrieben und können auch von einem qualifizierten
Fahrer selbst durchgeführt werden. Soweit auf besonderen Kundenwunsch dieser Dienst entfallen soll, ist
dies zu vermerken und vom Kunden zu bestätigen.

Die Gewährleistung ist nur gegeben, wenn alle Leistungen (außer Prüf- und Pflegedienst) vollständig vom
MAN-Service erbracht werden.
ProFit-Check von MAN
Seite 4
Auftragsannahme
Grundsätzlich gilt für die Auftragsannahme die gleiche Vorgehensweise wie bei Lkw L, M und F 2000.
Kurz die wichtigsten Verfahrensschritte:

Ersteintragungen im Wartungsheft
=> Kunden um das Wartungsheft bitten.
=> Fahrzeugdaten gemäß Datenkarte eintragen (Titelblatt-Rückseite).
=> Service Anschriften und Halterdaten eintragen (Seite 4 - 5).
=> Die für das Fahrzeug zutreffenden Aggregate gemäß Datenkarte durch Ankreuzen festlegen
(Seite 8 - 9 bzw. 10-11).

Wartungsheft auswerten
=> Im Wartungsheft den heute fälligen Dienst feststellen.
Kein Ölwechsel beim E-Dienst
=> Damit nach ProFit-Check zu wartende Omnibusse sofort erkennbar sind,
wird in der Serie der nebenstehend abgebildete Aufkleber im Einstieg-
bereich der vorderen Fahrgasttür in der Nähe des Typschildes angebracht.

Annahmeblatt - Blatt 1, Seite 1


=> Alle Eintragungen im Annahmeblatt ( Blatt 1 - Seite 1) werden für die Werkstatt auf das Werkstattblatt
(Blatt 2 - Seite 1) durchgeschrieben.
=> Das Annahmeblatt verbleibt beim Service-Berater und wird nach Auftragserledigung in die Pla-
nungsablage nach Datum der nächsten Fälligkeit eingeordnet.
Ölwechsel mit Ölfilter und Kraftstofffilter
=> Aus dem Wartungsheft Seite 8 - 9 bzw. 1 0 - 1 1 die voreingetragenen Aggregate des Fahrzeugs durch
Ankreuzen in die Aggregate-Spalte des Annahmeblattes übertragen.
=> Den Kunden nach der geplanten Laufleistung für das nächste halbe Jahr befragen.
=> In der Kopfzeile der Ölwechsel-Matrix die zutreffende km-Zahl ankreuzen.
=> Dabei bedeutet z.B. die Zahl “60”: das Fahrzeug soll im nächsten Halbjahr bis zu 60.000 km fahren.
=> Pro vorhandenem Aggregat in der festgelegten Spalte das Symbol für den heute fälligen Dienst
aufsuchen und wenn vorhanden, ankreuzen:
a) Sollte das Symbol für den heute fälligen Dienst nicht im jeweiligen Feld enthalten sein, ist heute kein
Ölwechsel fällig.
b) Entwertete Felder dürfen nicht verwendet werden.
Hinweis zur Öl-Erstbefüllunq
Grau unterlegte Felder in der Spalte E zeigen die werksseitige Erstbefüllung an.
Werkstattblatt - Blatt 2, Seite 1
=> Prüfen, ob die Eintragungen gut lesbar auf das Werkstattblatt durchgeschrieben sind.
Werkstattblatt - Blatt 2, Seite 2
=> Ermitteln, ob eine Wartung nach Jahren fällig ist.
=> Feststellen, in welchem Betriebsjahr sich das Fahrzeug befindet, z. B. im Wartungsheft.
=> Fällige “Wartung nach Jahren” durch Ankreuzen der betreffenden Leistung kenntlich machen.

Werkstatt
Wartungsunterlagen zusammenstellen
=> Werkstattblatt - Blatt 2 in die Prüfliste Blatt 3 (Format DIN A3 gefaltet) einlegen und in die Werkstatt
geben.
a) Die Prüfliste Blatt 3 enthält alle Wartungsleistungen ohne Ölwechsel.
b) Der komplette Wartungsumfang ergibt sich aus den Inhalten von Werkstattblatt und Prüfliste Blatt 3.
ProFit-Check von MAN
Seite 5

Wartungsheft
Wartungsdienst bestätigen / Planungsdaten eintragen
=> Im Wartungsheft die Seite mit dem heute fälligen Dienst aufschlagen.
=> Die heute durchgeführten Ölwechsel durch Ankreuzen in der Spalte “Ja” bestätigen.
=> Aggregate in der Spalte “Nein” durchkreuzen, bei denen heute kein Ölwechsel durchgeführt wurde.
=> Sollte eine Wartung nach Jahren erfolgt sein, diese durch Ankreuzen der Ja- und Durchkreuzen der
Nein-Felder kennzeichnen (siehe Blatt 2 “Wartung nach Jahren”).
=> Die Durchführung des heutigen Wartungsdienstes bestätigen.
=> Die Planungsdaten für den nächsten fälligen Dienst in das Wartungsheft eintragen:
a) Im Kopf von Blatt 1 ist in der Zeile “Wartungsplanung” der nächste fällige Dienst ersichtlich.
b) Die Planungsdaten “Fällig am” und “km-Stand max.” sind in der gleichen Zeile ersichtlich.
=> Die beim nächsten Dienst fälligen Ölwechsel durch Ankreuzen in der Spalte “Ölwechsel fällig” vor-
merken (siehe Blatt 1 - Ölwechsel-Matrix).

Wartungs-Aufkleber
=> Kennzeichnen Sie den Fäiligkeitsmonat auf dem Wartungs-Aufkleber
und tragen Sie das Jahr ein.
Zu diesem Termin ist der nächste W- oder S-Dienst fällig.
=> Die Jahreszahl ergänzen.
=> Tragen Sie den maximalen km-Stand zum nächsten Ölwechsel in ein.
Der Motorölwechsel ist spätestens mit Erreichen dieses km-Standes fällig.
=> Tragen Sie nach dem km-Stand die Motorölspezifikation ein, z.B M 3277.
=> Die Daten erhalten Sie aus dem Kopf der Prüfliste Blatt 1 oder 2.
=> Befestigen Sie den Aufkleber im Einstiegbereich der vorderen Fahrgasttür.

Besondere Fälle
Die tatsächlichen km übersteigen die geplanten km deutlich:
=> Den Kunden auf die mögliche Schädigung des Aggregates aufmerksam machen.
=> Die heute geplanten km den tatsächlichen km anpassen.
=> Alle voreingetragenen Ölwechsel prüfen und bei Bedarf ändern.
=> Bei starker Überziehung des Ölwechseltermines kann der sofortige Wechsel aller Öle erforderlich
werden.

Der Ölwechsel wurde ausgelassen, das Wartungsheft ist nicht verfügbar, das verwendete Öl ist für
die Werkstatt nicht eindeutig dokumentiert:
=> In diesen Fällen muß ein kompletter Ölwechsel erfolgen, so daß abhängig von der für das nächste
Halbjahr geplanten Laufleistung der der nächste Dienst W6 oder W12 erreicht wird.
ProFit-Check von MANBiatt 1 - Annahmeblatt BUS IM STADTVERKEHR
Kunde Fz.-Typ / Auftragsnummer
Ident.-Nr. / Kennzeichen
Datum Winterdienst § Sicherheitsprüfung ❖E ® S3 O W6 <D S9 □
; W12

km nächster Dienst: bei max.


S3 | W6 S9 | W121 Kilometer: am:

heute - Prüf- und Pflegedienst l - Technische Sicherheit ALLGEMEIN ! - Technische Sicherheit


JBREMSE
Bei Entfall
entwerten
Ölwechsel mit Öl- und Kraftstofffilter E3 = Erstbefüllung E = 1.000 km bis 5.000 km
Tkm imnächsten Halbiahr: E 10 15 22,5 30: 45 90
60 80

Motor D08/D28 M 3277 □ □ □ □ O□ O□ o□ O□


® ®; ®©
|mit Nebenstromölfilter M 3275 □ □i □: □ öa o□ O □: JJ
oder nicht bei EUR03 ® ®! ®©
mit 10 I Zusatzölbehälter MAN 271 □' □ O□ o□ o□ o□
nicht bei EUR03 ® ®! \//
®®
Motor D08/D28 M 3277 □ □ □ o□ o□
o□ o□ o□
® ®i ® ©: ®®
; M 3275 □ oa o□ o□ oa
lohne Nebenstromölfilter nicht bei EUR03 © ®:
oder ® ®:
ohne 10 I MAN 271 □ □ o□ o□ O Q: O □:
Zusatzölbehälter nicht bei EUR03 © ©■ ® ®:
□ □ o□ oQ
ZF Schaltgetriebe ATF mineral MAN 339 JJ o□
S6 -36 S6-85 Typ D, F ®® ® ®:
MAN 341 SL II. II. II. II. II. II. □ u
ZF Schaltgetriebe
ohne Intarder
MAN 341 N □ □ □ o□ O□ O□ o□
® ®: ©©
Retardier Voith M 3277 J J □ J □ JJ JJ J□
©© ©©
angetriebene HOY MAN 342 SL II. II. II. II. □ □ JJ o□
Achsen
IM 3343 ML, SL MAN □ □ □ □ ..... □!" o □ 'o “Q o□
:A
342 ML i

MAN 342 N \ / : □; □ □ □ o□ o□ Ö □: o□
: © ®: ©©
angetriebene AP Achsen MAN 342 SL II. II. Qi □ □ □: o□ o□
:
:;
MAN 342 N. ML ly'i □! □ □! □! o□ O□ o□ o□
M 3343 ML ®® ©©
angetriebene i HONP MAN 342 SL IV. IV. IV. IV. II. II. □
Achse 13100
nicht angetr. MAN 342 N. ML II. II. II. II. □ □ o□ "QU\
Mittelachsen HO.. :
ZF-Ecomat (HP) III. III. ii. II. ’. .. Q\ o□ J □
ATF synthetic MAN 339
Typ D, F
ATF mineral MAN 339 II. II. □; □ O Qi O □; ö□ O □:
Typ D, F ® ®: ©©
Voith Diwa D8.. III. III. II. II. □ □ O□ o□
ATF synthetic MAN 339
Typ D, F
ATF mineral MAN 339 II. II. □ □ O□ o□
"Ö"ÜF o□
Typ D, F ® ®- © ®;

li
Wartungsanleitung 0.60 - 1
ProFst-Check von MANSiatt 1 - Ännahmeblatt BUS IM STADTVERKEHR
Kunde Fz.-Typ /
Auftragsnummer
* WinterdienstIdent.-Nr. -v- E ® S3 O W6 @ S9 □
/ Kennzeichen
§ Sicherheitsprüfung
W12
Datum
km heute - nächster Dienst: bei max.
| S3 | W6 | S9 | Wt2) Kilometer: am:
Bei Entfall entwerten - Prüf- und Pflegedienst > - Technische Sicherheit ALLGEMEIN : - Technische Sicherheit
BREMSE

Tkm imnächsten Halbjahr: E 10: 15; 22,5 30 45 60 80 90

Motor D08/D28 M 3277 □ □3 □ 3□ 3□ ‘“oaTo a


® ®l ® ®:
mit Nebenstromölfilter M 3275 Q. □: O□ 3□ 3□3□
oder nicht bei EUR03 : ® ®i © ®i
mit 10 I Zusatzölbehälter MAN 271 □I 0 □: O □' O O□ \ ’ \ / :•
nicht bei EUR03
Motor D08/D28 M 3277 3 □3 3□ O□ 3□ 3□3□
. ®® ® ®i ® ®-
ohne Nebenstromölfilter M 3275 □: □> 0 □; O□ O □- O□ \ ’ /;
oder nicht bei EUR03 © ®® :/(\
ohne 10 I MAN 271 □: □3□ O □O O□
Zusatzölbehälter nicht bei EUR03 ®® ® ©:
ZF Schaltgetriebe ATF mineral □ □3□ 3□ 3□ 3□
S6-36/S6-85 MAN 339 Typ D, F ® ®:
ZF Schaltgetriebe MAN 341 SL II. II. II. II. II. II. □□
ohne Intarder
MÄN W'N ..... ... . ...... □ □□ □ 3□ 3□ O□Ü□
CT) (§)■. fä)-

Retarder Voith M 3277 □ □□ □ 3□ 3333


® ®! © ®:
angetriebene HOY MAN 342 SL II. II. II. II. □ □ 3303
Achsen
: M 3343 ML, SL ~ar U ÖT ... □: .... O O □ 0 3!.... Ö □!
MAN 342 ML ,/\ ;
;MAN 342 N V'" □ ~ÜC Er ’W O □; 3 □! 0 3i 0 □;
/\ © ®: © ®;
angetriebene AP MAN 342 SL II. II. 3 □! □; 0 3! 0 3!
Achsen
MAN 342 N, ML \/l □! □i □: □i O □! O □ 33O□
M 3343 ML /A\ I i © ® © ®ä
iangetriebene HONP MAN 342 SL IV. IV. IV. IV. 11. II. 3 □;
Achse 13100 : j
nicht angetr. (MAN 342 N, ML II. !l. II. II. □! □ 0 3' 0 3:
Mittelachsen HO..

ZF-Ecomat (HP) ATF synthetic MAN 339 III. III. II. II. □ 3333
Typ D, F
" ATF mineral II. II. □ □! O 3 □3 3 O
MAN 339 Typ D, F ©®©m
Voith Diwa D8..
ATF synthetic MAN 339 in. III. II. II. □ □ 3 3 3 3
Typ D, F
ATF mineral II. II. □ O □ 3 □: 3 □ 0 3:
MAN 339 Typ D, F © © ®:

Wartungsanleitung 0.60 -1
ProFit-Check von MAN ßiatt 2 - Werkstattblatt BUS IM STADTVERKEHR

| Wartung nach km oder Jahren nach maximal j

| km Jahren !

| Gelenkwelle Bus im Stadtverkehr: Kreuzgelenke schmieren 15.000 — □I


| Lufttrockner Granulatpatrone erneuern — □I
2
I Kühlflüssigkeit, Arbeitsventil und Verschlussdeckei erneuern 1)
500.000 4 □j
i
| Kontrolle Hohlraumkonservierung (siehe Sl 23812)
i Bei Omnibussen mit Erstzulassung ab 01.01.99 Kontrolle der Geripperohre 4 Jahre und _ 4 □I
19 Jahre nach Erstzulassung — 9 □1
| Danach weitere Kontrolle 12 Jahre nach Erstzulassung — 12 □|
500.000 4 □|
j Radlagerfett bei nicht angetriebenen Achsen und angetriebner HONP 13100 erneuern. Fett
spätestens bei jedem Bremsscheibenwechsel erneuern, dabei Zustand der Radlager prüfen.
Fristen gelten nur bei Verwendung von Hochtemperaturfett nach MAN 284.

I
Die Achsen V9-72 GL, V9-82 SL und HN9-72 GL sind wartungsfrei.
Inspektion Lenkung
1. Inspektion ZF Servocom - Hydrolenkung (Typ 8090 - 8098) bei 500.000 □1

1. Inspektion Nachlaufachslenkung ZF RAS-EC1 bei 500.000 — □|


Jede weitere Lenkungs-Inspektion nach 250.000 _ □1
1>
nicht bei Schraub-Verschlussdeckel
| Hinweise für Kunden
i Gewährleistung Die Durchführung des vollständigen Wartungsdienstes ist Voraussetzung zum Erhalt der !
1 Gewährleistungsansprüche. |
j Prüfung Die Prüfung TECHNISCHE SICHERHEIT - ALLGEMEIN kann entfallen, wenn die
! TECHNISCHE j SICHERHEIT Sicherheitsprüfung ! (SP) vom MAN-Service im Zusammenhang mit Wartung durchgeführt wird. j
1 Die Prüfung TECHNISCHE SICHERHEIT - BREMSE kann entfallen, wenn die
Sicherheitsprüfung jj (SP) vom MAN-Service im Zusammenhang mit Wartung durchgeführt wird. !
Achtung: Die Prüfungen TECHNISCHE SICHERHEIT sind erforderlich, auch wenn die jeweilige
! Landesgesetzgebung die Durchführung einer SP nicht vorschreibt. j

Hinweise für die Werkstatt 1


Wartungssystem Nennt zugelassene Betriebsstoffe, Füllmengen siehe Broschüre „Wartungsempfehlungen“. j
Wartungsarbeiten Siehe entsprechende Wartungsanleitung. jj Probefahrt Nach Abschluß der Wartungsarbeiten kurze
Probefahrt mit Bremsprüfung durchführen. 1
Verbleib Prüfliste Nach Fertigstellung mit Auftrag abheften!
Aufkleber SD 526 Ausfüllen und im Einstiegsbereich der vorderen Fahrgasttür Nähe Typschiid ankieben! |
Ausführung j
i
i
Gefrierschutz .................................................... 0 C j
Öl aufgefüllt und Ölstand geprüft ....................... Q 1
Ölablassschrauben festgezogen ........................ □ j
Fahrzeug betriebsbereit ..................................... □ 1

Radmuttern festgezogen .................................... □ 1

Durchgeführt Datum J

s
j
Unterschrift Ausführender I

0.60 - 4 Wartungsanleitung
KLIMAANLAGEN-WARTUNGSPLAN

KLIMAANLAGEN-WARTUNGSPLAN

für zusätzliche Wartungsarbeiten bei


MAN-Linienomnibussen mit Klimaanlagen

Halbjährlich (W 6) - Kältemittelfüll- und -zustand der Anlage prüfen, ggf. nachfüllen ..................................... □
- Kompressor-Ölstand prüfen...................................................................................... □
- Spannung und Zustand des Kompressor-Keilriemens prüfen*) ............................... □
- Magnetkupplung und Kompressor auf ungewöhnliche Geräusche prüfen*) ............ □
- Umluftfiltermatte im hinteren Fahrgastraum prüfen, ggf. reinigen oder wechseln*). □
- Luftfiltermatten am Verdampfer prüfen, ggf. reinigen oder wechseln*) .................... □
*) je nach Klimaeinflüssen, Einsatz- und Betriebsbedingungen öfter

Jährlich (W 12) - Kompressor-Ölwechsel mit Ansaugsiebreinigung (erstmals nach 6 Monaten) ......... □


- Kompressor-Befestigung und -anbauteile auf Festsitz prüfen .................................. □
- Kompressor-Spannrolle auf korrekten Sitz und ungewöhnliche Geräusche
prüfen ............................................................................................................................ □
- Filtertrockner wechseln (erstmals nach 6 Monaten) ................................................... □
- Gebiäsefunktion des Verdampfers prüfen .................................................................. □
-Zustand des Verdampfers prüfen, ggf. reinigen und Lamellen ausrichten .................... □
- Gebläsefunktion des Kondensators prüfen................................................................. □
- Zustand des Kondensators prüfen, ggf. reinigen und Lamellen ausrichten................ □
- Kondenswasserabläufe auf Durchgang prüfen .......................................................... □
- Arbeitsdrücke des Kältemittelkreislaufs prüfen ........................................................... □
- Kältemittelleitungen und -Verschraubungen auf Dichtheit prüfen .............................. □
-Zusatzeinrichtungen, wie z.B. Leistungsregelung und Druckschalter auf Funktion prüfen □
- Elektrische Komponenten auf Zustand und Funktion prüfen ...................................... □
-Thermisches Expansionsventil und Isolation des Fühlers prüfen sowie Filter reinigen .. □

Wartungsanleitung 0.65 - 1
v-f

Wartungssystem ProFit-Check

Prüfliste Blatt 3

Bus
Reise-/Stadtverkehr
Wartungsleistungen ohne Ölwechsel

gültig für Typen


A01 /A03/A04/A09/A10/A11 /A12/A13/A14/A20/A21 /A23/A24/A25/
A26/A27/A28/A30/A31/A32/A33/R02/R03

Klimaanlagen siehe Wartungsanleitungen

Achtung: Blatt 2, Werkstattblatt “Ölwechsel” gehört dazu!

Auftrag

erledigt am

erledigt von

81.99296-4290 Seite 1 06.2002 (2.)


ProFit-Check von MAN Bus im Reise-/Stadtverkehr
PRÜF- UND PFLEG E DIENS T
PRÜFEN: Flüssigkeitsstand E W 6 W 12
Kühl- und Heizanlage, auch Mindestkonzentration Frostschutz (Korrosionsschutz) beachten :O■ □
i Motoröl (auch Frischölautomatik) i O| □
; Hydrostatischer Lüfterantrieb o; □
Automatikgetriebe
O! □
: Lenkung, hydraulisch O □
( Kupplungsbetätigung, hydraulisch O! □
; Scheibenwaschanlage, Scheinwerferreinigungsanlage
■O: □
Batterien ;O;
□;
I PRÜFEN: Funktion, Zustand, Wirkung
I Bereifung: Zustand und Luftdruck mit Reserverad
Elektrische Anlage: Signalanlage, Leuchten, Schalter, Wisch-Waschanlage, sonstige Stromverbraucher ■Oi □:
;OI □:

WINTERDIENST
: Scheibenwaschanlage frostsicher machen □
Kühl- und Heizanlage Frostschutz prüfen, wenn nötig ergänzen □
Zusatzheizung Funktion und Zustand prüfen a
Flammstartanlage auf Funktion prüfen


;
Scheinwerfereinstellung prüfen, ggf. einstellen
: Türschließzylinder schmieren (Fett 09.15014-0024)

: Batterie: Säuredichte prüfen

Wartungsarbeiten für Austauschmotor (nur E-Dienst), nach Durchführung dieser Wartungsarbeiten wer-
den die Wartungsarbeiten für den Austauschmotor in den normalen Wartungsrhythmus des Fahrzeuges integriert.
Umfang
Arbeiten, Wartungsstellen
E(A)
PRÜFEN: Zustand, Funktion, Wirkung, Dichtheit, Verlegung, Beschädigung, Korrosion, Scheuerstellen
Motor □
; Kupplung
Ansaug-/Auspuffanlage cf
~n
; Betätigung: Motorbremse
i Kühl- und Heizanlage "cf
Kraftstoffanlage
i Kabelverbindung und -befestigungen: Batterie, Starter, Generator, Massepunkt
■ Lenkanlage
PRÜFEN: Festsitz, Sicherung □
Schrauben und Muttern: Motor
: Schlauchschellen des Kühl- und Ladeluftsystems nachziehen (entfällt bei Federschellen)
PRÜF- UND EINSTELLARBEITEN:
Zylinderkopfschrauben nachziehen (bei Motor D28 mit Drehwinkelschrauben)
: Mindestfahrleistung 1.000 km, maximal 20.000 km
; Ventilspiel prüfen, ggf. einstellen □
Keilriemenspannung und -zustand prüfen
ÖLWECHSEL
; Motor mit Filterwechsel □
SCHMIEREN MIT ÖLKANNE BZW. FETT:
■ Gestänge, Züge, Gelenke, Lager, Scharniere □

81.99296-4290 Seite 4 06.2002 (2.)


Technische Schulung MAN

Fahrzeugaufbau und Korrosionsschutz

D:\AKTENKOFFER\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE13.DOC / 03.00 / RZ / TAS


Konstruktionsmerkmale

Gerippe
Technische Schulung MAN

Bei der Konstrukti-


on des Aufbaus
wurde höchster
Wert auf Sicher-
heit in Verbindung
mit Haltbarkeit und
Umweltverträglich-
keit der Werkstoffe
gelegt. Seitenwände und Türsäulen wurden
von 40 auf 50 mm Dicke erhöht, um die Fe-
stigkeit des Aufbaus bei Unfällen zu erhöhen.

Einige Eckdaten:
> Selbsttragende Gitterbauweise.
> Seitenwandgerippe aus verschweissten
Vierkantrohren.
> Bodengruppe aus verschweissten Vierkan-
trohren, Pressteilen und U-Profilen.
> Aktiver Korrosionsschutz durch eine
Wachsschicht an den korrosionsgefährdeten
Stellen der Vierkantprofile.

D:\AKTE.. . JFFER\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE13.DOC / 03.00 / R/.. A


Technische Schulung MAN

Korrosionsschutzmassnahmen Materialien:
> Alle korrosionsgefährdeten Teile sind in Kunststoff
bzw. GFK ausgeführt, z.B. Bug- und Heckverkleidung,
Stossfänger vorne und hinten, Einstiege, Kühler- und
Motorraumklappe, Dachverkleidung, Dachluken,
Kraftstofftank, usw.
> Aluminium findet man an allen Stellen, die korro-
sionsbeständig und gewichtseinsparend konstruiert
wurden. Es sind dies: Seitenwandklappen, Türrahmen,
Heck.
> Verzinktes Stahlblech wird eingesetzt bei: Seiten-
wand, Radkästen, Batteriekasten, Heizungskasten,
Werkzeugkasten, usw.

Lackierung:
> Der Buskörper ist einfarbig in Acrylfarbe lackiert.
> Die Dachmittelbahn besteht aus weissem, nicht
lackiertem Kunststoff.
> Die Türinnenseiten sind schwarz, die Scheibenräder
sind in Körperfarbe lackiert.
> Die Unterkante der Karosserie ist streifenweise mit
Korrosionsschutzlack "V60" versehen.
> Der Unterboden ist mit Unterbodenschutz versiegelt.

D:\AKTENKOFFER\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE13.DOC / 03.00 / RZ /


Technische Schulung MAN Omnibus-Fussböden

OMNIBUS- FUSSBÖDEN
Der Fahrzeugboden ist sowohl von der Fahrzeu-
ginnen- als auch von der Fahrzeugunterseite her
grossen Belastungen ausgesetzt. Um teure Fol-
geschäden zu vermeiden, ist eine regelmässige,
sachgerechte Reinigung und Kontrolle, sowie ggf.
eine fachmännische Reparatur beginnender Ver-
schleissschäden erforderlich.

REINIGEN DES FAHRZEUGBODENS:


• Täglich mit Besen reinigen, erforderlichenfalls
feucht wischen. Unbedingt auch darauf achten,
dass keine „Schmutznester“ in Ecken - insbe-
sondere im Bereich der Türdrehsäulen - entstehen.
Keinesfalls täglich mit Wasser ausspritzen!
• 1/4 - jährlich mit Wasserschlauch und normalem
Leitungswasserdruck ausspritzen, anschliessend
austrocknen. Stehendes Wasser muss entfernt
werden.
Die Verwendung von Reinigern mit Alkoholzusätzen
(Isopropanol oder Ethanol) ist zulässig.

Nicht zulässig ist:


• Tägliches ausspritzen
• Hochdruck- und Hoissdsmpfröinigung
• Verwendung von Reinigern, die Lösemittel wie
Aceton, Toluol, Xylol, Verdünner oder Benzin
enthalten

1/4- JÄHRLICHE KONROLLE DES FUSSBO-


DENS IM FAHRZEUGINNENRAUM

Die Kontrolle muss von einer autorisierten MAN-


Service-Werkstatt durchgeführt werden. Schäden
müssen von geschultem Personal gemäss Sl 97 06
11 /6 repariert werden. Unsachgemässe Reparatur
hat die Zerstörung des Fussbodenun- terbaus zur
Folge!

Die Kontrolle umfasst:


• Bodenbeläge auf Beschädigungen, Risse, Ablö-
sungen, Blasenbildung prüfen
• Belagschweissnähte auf Dichtheit (Aufwerfung des
Bodenbelags neben der Naht), Risse, Ablösungen
prüfen
• Einstiegstrittleisten auf Risse und Ablösungen
prüfen
• Podestkantentrittleisten auf Risse und Ablösungen
prüfen

D:\Aktenkoffer\Wa44\W44831 .doc / 03.00 / RZ / TAS 8.31 -1


Technische Schulung MAN Omnibus-Fussböden

1/2 - JÄHRLICHE KONROLLE DER FUSSBO-


DEN-UNTERSEITE (FAHRZEUGUNTERBODEN)

Beschädigung des Unterbodenschutzes führt zu


Unterwanderung der Belagträgergrundierung mit
Feuchtigkeit. Dies wiederum hat zur Folge, dass sich
das Klebebett zwischen Geripperohr und Fussboden
löst.
• Unterbodenschutz im Wurfbereich der Achsen auf
Ablösung oder Beschädigung durch Steinschlag
sowie auf mechanisches Abtragen des Wachses
prüfen

Schäden müssen von geschultem Personal gemäss


Sl 93 08 20 / 12 inkl. Nachtrag vom 25. 03. 1996
repariert werden. Unsachgemässe Reparatur hat die
Zerstörung des Fussbodenunterbaus zur Folge!

Die Durchführung der Prüfmassnahmen ist im


Wartungsnachweis zu vermerken.

D:\Aktenkoffer\Wa44\W44831.doc / 03.00 / RZ / TAS 8.31 -2


MAN Bildungszentrum Wien

KAPITEL 2

Motor

©2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG BILDUNGSZENTRUM Wien


Nachdruck, Vervielfältigung oder Übersetzung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung
der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG nicht gestattet. Alle Rechte nach dem Gesetz über das
Urheberrecht bleiben der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG ausdrücklich Vorbehalten.
MAN Bildungszentrum Wien

Inhaltsverzeichnis
MAN-LINIENBUS-MOTOREN ....................................... 4
Motortypen und Bezeichnungen ................................................................. 6
Aufschlüsselung der Typenbezeichnung .........................................................................7
Konstruktionsmerkmale .............................................................................. 7
Kurbelgehäuse / Kurbeltrieb ...........................................................................................7
Verbrennungsverfahren ..................................................................................................7
Turboaufladung mit Ladeluftkühler ..................................................................................8
Ventilspieleinstellung .................................................................................. 9
Zwei-Ventil Motoren (Euro 2) ..........................................................................................9
Vier-Ventil Motoren (Euro 3) ......................................................................................... 10
Einstellungsvarianten .................................................................................................... 11
Ventildeckel 1. Zylinder ................................................................................................. 11
Einspritzsystem - Einspritzdüsen ............................................................. 12
Einspritzdüse aus- und einbauen .................................................................................. 12
Prüfen /reparieren von Einspritzdüsen .......................................................................... 16
Einspritzleitungen ......................................................................................................... 18
Einspritzpumpeneinbau, Einstellungen ......................................................................... 18
Frischölautomatik ...................................................................................... 21
Mechanische Frischölautomatik D 2866 ....................................................................... 22
Elektrische Oelnachfüllung ........................................................................................... 23
Zylinderkopfschrauben ............................................................................. 24
Spezialwerkzeug........................................................................................................... 24
Ventilspiel ..................................................................................................................... 24
Allgemeine Hinweise .................................................................................................... 24
Anziehen ...................................................................................................................... 24
Nachziehen................................................................................................................... 25
Hydrostatischer Lüfter ............................................................................... 37
Funktionsschema.......................................................................................................... 37
Wirkungsweise ............................................................................................................. 39
Montagehinweis ............................................................................................................ 39
Notfunktionen ............................................................................................................... 40
Abgasrückführung (AGR) .......................................................................... 42
Allgemeines .................................................................................................................. 42
Funktion ...................................................................................................................... 43
Abgasrückführung (AGR) - schematischer Aufbau........................................................ 44

Seite 2 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

CRT-System .................................................................................................45
Einleitung...................................................................................................................... 45
Partikelfiltersystem ....................................................................................................... 45
Steuerung ..................................................................................................................... 47
Allgemeine Hinweise .....................................................................................................50
Prüf sch rittliste CRT - Steuergerät ................................................................................51
Diagnose mit MAN-Cats ................................................................................................54

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 3


MAN Bildungszentrum Wien

MAN-LINIENBUS-MOTOREN

TABELLE EINSTELLWERTE FÖRDERBEGINN


DÜSENBEZEICHNUNGEN

Motor Typ D0826 LUH 13 D0836 LOH 03


Schadstoffklasse EURO 2 EURO 3
Ventilspiel E/A 0,50mm E/A 0,50mm
kW/PS/1/min 191/260/2300 162/220/2400
Förderbeginn 0° -1° 4° -1° nach OT
Düsenabspritzdruck 320/300 bar 300 bar +8
Düsenbezeichnung Bosch DSLA 154 P 625 Bosch DSLA 157 P 955

MAN-Ersatzteile- Nummer 51.10102.0237 51.10102.0260


MAN-Nr, Düsenhalter mit Düse 1X 51.10100.7386 5X 1X 51.10100.7441 5X
51.10100.7387 51.10100.7442
Regler EDO MS5 EDO 6.4

Motor Typ D0836 LUH 01 D0836 LUH 02


Schadstoffklasse EURO 3 (mit AGR) EURO 3 (mit AGR)
Ventilspiel E/A 0,50mm E/A 0,50mm
kW/PS/1/min 206/280/2400 162/220/2000
Förderbeginn 4° 4° -1°
Düsenabspritzdruck 330 bar 330 bar
Düsenbezeichnung Bosch DSLA 154 P 960 Bosch DSLA 154 P 955

MAN-Ersatzteile- Nummer 51.10102.0258 51.10102.0260


MAN-Nr. Düsenhalter mit Düse 1X 51.10100.7434 5X 1X 51.10100.7441 5X
51.10100.7436 51.10100.7442
Regler EDO MS6.4 EDO MS6.4

Seite 4 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Motor Typ D2866 LUH 21 D2866 LUH 22


Schadstoffklasse EURO 2 EURO 2
Ventilspiel E/A 0,50mm E/A 0,50mm
kW/PS/1/min 257/350/2000 191/260/2000
Förderbeginn 0° -1° 0°-1°
Düsenabspritzdruck 320/300 bar 320/300 bar
Düsenbezeichnung Bosch DLLA 152P566 Bosch DLLA 152P566

MAN-Ersatzteile- Nummer 51.10102.0233 51.10102.0233


MAN-Nr. Düsenhalter mit Düse 1X 51.10100.7394 5X 1X 51.10100. 7392 5X
51.10100. 7382 51.10100. 7382
Regler EDO MS5 EDO MS5

Motor TVD D2866 LUH 26 D2866 LUH 23-4V


#i
Schadstoffklasse EURO 2 EURO 3 (mit AGR)
Ventilspiel E/A 0,50mm E/A 0,50/0,60mm
kW/PS/1/min 228/310/2000 191/260/1900

O
0

0
0
h_
Förderbeginn 0° -1° (OT)

1
Düsenabspritzdruck 320/300 bar 300 bar+ 8bar
Düsenbezeichnung Bosch DLLA 152P566 Bosch DLLA 152P967

MAN-Ersatzteile- Nummer 51.10102.0233 51.10102.0259


MAN-Nr. Düsenhalter mit Düse 1X 51.10100.7392 5X 1X 51.10100. 7453 5X
51.10100.7382 51.10100. 7430
Regler EDO MS5 EDO MS5/5.32

Motor Typ D2866 LUH 24-4V D2866 LUH 23-4V


Schadstoffklasse EURO 3 (mit AGR) EURO 3 (mit AGR)
Ventilspiel E/A 0,50/0,60mm E/A 0,50/0,60mm
kW/PS/1/min 228/310/1900 265/360/1900
Förderbeginn 0° -1° (OT) 0° -1° (OT)
Düsenabspritzdruck 300 bar+ 8bar 300 bar+ 8bar
Düsenbezeichnung Bosch DLLA 152P967 Bosch DLLA 152P967

MAN-Ersatzteile- Nummer 51.10102.0259 51.10102.0259


MAN-Nr. Düsenhalter mit Düse 1X 51.10100.7453 5X 1X 51.10100. 7453 5X
51.10100.7430 51.10100.7430
Regler EDO MS5/5.32 EDO MS5/5.32

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 5


MAN Bildungszentrum Wien

D2866 LUH

Euro 2 Euro 3

Motortypen und Bezeichnungen


Die Busse der Niederflurgeneration sind mit liegenden 6 Zylindern Reihenmotoren (Euro 2
und 3) mit 6,9 (D08) bzw.12 Liter (D28) Hubraum und EDC MS5 ausgestattet. In der
Schweiz werden standardmässig folgende Euro 3 Motoren angeboten (Stand Februar
2004):

D0836LOH40 206 (280) 1100 Nm/1200-1800 CR A37


D2866LUH23 191 (260) 1050 Nm/ 900-1300 3• A20-A23
D2866LUH24 228(310) 1400 Nm/ 900-1300 3 A20-A25
D2866LUH25 285 (360) 1700 Nm / 900-1300 3 A20-A25
Pumpentyp: VP=Verteilerpumpe / CR=Commonrail / RP=Reihenpumpe

Seite 6 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Aufschlüsselung der Typenbezeichnung

28

UH

26

Konstruktionsmerkmale
Kurbelgehäuse / Kurbeltrieb
Bei den D2866LUH.. Motoren sind Zylinderblock und Kurbelgehäuse aus einem Stück
gegossen. Weitere wichtige Merkmale sind auswechselbare, nasse Zylinderlaufbüchsen und
Einzelzylinderköpfe.

Verbrennungsverfahren
Die EURO 2 - Motoren, D0826LUH.. und D2866LUH.. sind mit EDC MS5 (EDC = Electronic
Diesel Control) ausgestattet. Die Einspritzung erfolgt über Mehrlochdüsen direkt in den
Muldenbrennraum im Kolben. Der Düsenöffnungsdruck beträgt über 320 bar.

Die Euro 3 Motoren haben zusätzlich Vierventiltechnik, sowie eine geregelte Abgasrückführung
(AGR).
Die Einspritzung erfolgt über Mehrlochdüsen direkt in den Muldenbrennraum im
Kolben. Der Düsenöffnungsdruck beträgt 300 bar.
Das elektronische Motormanagement vergleicht und überwacht unmittelbar die Ist- Werte mit
den abgespeicherten Soll-Werten. Es erfolgt eine kontinuierliche Angleichung an die optimal
vorgegebenen Sollwerte. Verwendet wird eine jeweils auf den Motortyp abgestimmte
Ausführung.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 7


MAN Bildungszentrum Wien

Turboaufladung mit Ladeluftkühler


Alle Motoren haben eine Turboaufladung mit Ladeluftrückkühlung (L). Die für die
Verbrennung notwendige Ansaugluft wird zur weiteren Steigerung der Zylinderfüllung und
zur thermischen Entlastung nach der Vorverdichtung im Ladeluftkühler auf ca. 50° C
abgekühlt und den Zylindern zugeführt.

Legende:
1 Ansaugluft vom Filter
2 Abgasturbolader
3 Ansaugkrümmer
4 Ladeluft ca. 120 °C
5 Ladeluftkühler
6 Wasserkühler
7 Kühlluft
8 Ladeluft ca. 50°C
9 Ventilator
10 Kühlwasserkreislauf
11 Abgaskrümmer
12 Abgas zum Auspuff

Seite 8 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Turbolader
Häufig wird bei zu hohem Motorenölverbrauch, zu geringer Leistung oder abnormalen
Ansaug- bzw. Abgasgeräuschen, der Turbolader gewechselt. Bei Ueberprüfung der
angeblichen Defektteile durch den Hersteller wird dann oft festgestellt, dass der Lader in
Ordnung ist.
Um sicherzustellen, dass nur defekte Turbolader ausgetauscht werden, sind vorher
Kontrollen gemäss Kapitel 6.31 in der Reparaturanleitung A12 durchzuführen:

Ladedruck-Regelventil (Waste Gate)


Die D2866 Motoren haben kein Ladedruck-Regelventil.

Ventilspieleinstellung
Zwei-Ventil Motoren (Euro 2)
Ventilspiel nur bei kaltem Motor
(Kühlflüssigkeitstemperatur max. 50 °C)
einstellen. Fühlerlehre (Pos. 1, MAN
80.99607.6019) zwischen Ventilschaft und
Kipphebel schieben, Kontermutter lösen und
Einstellschraube mit Einsteilschlüssel
(Pos. 2, MAN 80.99603.6007 /
08.06460.0003 Schlüssel / Hebel) so weit
verdrehen, bis die Fühlerlehre mit leichtem
Widerstand (saugend) bewegt werden kann.
Kontermutter festziehen und Spiel nochmals
überprüfen.
Zum Drehen des Motors wird die
Motordrehvorrichtung (Pos. 3, MAN
80.99626.6008) in Kombination mit der
dazugehörigen Knarre (Pos. 4, MAN
80.99627.0001) verwendet.

Zündreihenfolge: 1 - 5- 3- 6- 2- 4

Ventiispiel:
Einlassventil 0,5 mm
Auslassventil0,5 mm

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 9


MAN Bildungszentrum Wien

Vier-Ventil Motoren (Euro 3)

Beim Vier-Ventilmotor wird das


Ventilspiel mit der Fühlerlehre zwischen
der Druckschraube und der Brücke
gemessen.
Wichtig: Zur Prüfung muss die
Ventilbrücke mit einem Schraubenzieher
bis zum Anschlag heruntergedrückt
werden (->).

Zündreihenfolge: 1 - S- 3- 6- 2- 4

Venteinst_4V
Ventilspiel:
Einlassventil 0,5 mm
Auslassventile,6 mm

Seite 10 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien L^ÄLNI

Einstellungsvarianten
Es kommen zwei Varianten zur Anwendung.

Herkömmliche Einstellung
6-Zylindermotor Zylindernummer
Ventile im Wechsel 6 2 4 1 5 3
Einzustellende Ventile 1 5 3 6 2 4

Einstellung mit Kurbelwellen-OT

Wenn der 1. Zylinder auf Ueberschnei-


dung ;k-hl diese Ventile einstellen:

/TSJN
(®d))
((§>(D) (®(D)
(®jj)
Schwung- Lüfter
radseite seite
Wenn der 6. Zylinder auf Ueberschnei-
dung -stf !ii diese Ventile einstellen:
Ventil-D2866.CDR / WMF

Nach dieser Methode wird die Kurbelwelle zunächst auf die nächstgelegene OT-
Stellung gedreht, so dass sich entweder der Zylinder 1 oder der Zylinder 6 in
Zünd-OT befindet. In dieser Stellung lassen sich 6 Ventile einstellen.
Anschliessend wird der Motor um 1 Umdrehung wieder auf OT weitergedreht und die
restlichen 6 Ventile eingestellt.

Anzug der Kontermutter der Ventileinstellschrauben: 45Nm.

Ventildeckel 1. Zylinder
Bei der Montage des Ventildeckels bei Vier-Ventil
Motoren, ist beim Deckel des Ersten Zylinders
darauf zu achten, dass die Dichtung (1) am der
Durchführung des Nadelbewegungsfühler-
Anschlusskabels korrekt sitzt.

Anzug der Ventildeckel: 22 Nm

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 11


IMJÄKJb MAN Bildungszentrum Wien

Einspritzsystem - Einspritzdüsen
Einspritzdüse aus- und einbauen
Zwei-Ventilmotor
Ausbau:
Nach der Demontage der Druckleitung [1] an
Einspritzdüse und Einspritzpumpe sowie der
Leckölleitungen, kann die Einspritzdüse mit
der Stecknuss (MAN 80.99603.0121 /
80.99603.0246 - mit Fixiermutter für E-Düsen
ohne NBF [2] / für E-Düse mit NBF [3]) gelöst
und mit dem Abziehwerkzeug [4] (MAN
80.99602.0011 / 80.99602.0059 - Abzieher /
Adapter) herausgezogen werden.

Seite 12 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


Bildungszentrum

3.4.11 Spezialwerkzeug Motor D28 NFG


Übersicht Spezialwerkzeug 4-Ventil Zylinderköpfe

Spezialwerkzeuge für 4-Ventil-Zylinderköpfe von [611 bis [711

[711 Werkzeugkoffer, komplett mit Spezialwerkzeuq [61] bis [70] . ...80.99606-6096


Werkzeuqkoffer,-leer (auch universal verwendbar)................ ...80.99606-0521
Seqmentbehälter 1 .. .......................... ....................... ...... ..... . ...80.99606-0531
Seqmentbehälter2 .„....„ ............... .............. .............. ...... ...... ...80.99606-0532
Seqmentbehälter 3 ........ .... ............ ...;.................. ....... ....... . ...80.99606-0533

[611 Äusziehvorrichtunqfür Einspritzdüsen = ........... ......................... ... 80.99602-6005

[621 Adapter zum Abdrücken der Einspritzdüsen...... .............. ......... ...80.99607-6018

[63] Maqnetheber für Druckrohrstutzen * .... ....„ ....... .... ......... ...80.99639-0009

[64] Adapter zum Schlaqauszieher [18] ..................... ......... ........... ...80.99602-0140


zum Herausziehen der Kipphebelwelien

[66] Zentrier- und Einpreßvorrichtunq ........ ......... ........ ......... ...80.99606-6090


für Kipphebelwellen bei 4-Ventil-Zylinderkopf -

[67] Anschlußstück .......... .............. ................... .................... .......... „80.99607-0158


für Kompressionsdruckprüfer bei 4-Ventil-Zylinderkopf

[68] Montadevorrichtünq...................... ....... ......................... r. .......... ..80.99606-6087


zum Aus- und Einbau von Ventilfedern und Keqelstücken
Montagevorrichtung besteht aus:
Zentrierplatte ......................................... 80.99606-0512
Führunqshülse ....... ..............................80.99606-0513
Distanzring . .......................... ......... ..... 80.99606-0514
Hülse . ..................... ............. ............ ...80.99606-0515
Haltegabel . ................ ........................... 80.99606-6092
Druckqabel...... ......... .„ .......................... 80.99606-6093
’ Verlängerung ................ .......... ............. 80.99606-6094
Montaqepatrone ........ ........ ...: ......... ....80.99606-6095.
6kt.-Schraube M 8 x 140.-8.8- ............... 06.01013-3129
6kt.-Schraube M 10x25-8:8-..:............. 06.01289-0102

[69] De- und Montaqevorrichtunq für Ventilschaftabdichtunqen ...... „80.99606-6088


in Verb, mit Montaqehülsen [70]

[70] Montagehülsen für Ventilschaftabdichtungen


D 28..-4-Venti!-Zylinderkopf... ....... .......................... ......... „8099606-0516
D 25../ D 28.. -2-Ventil-Zylinderkopf ................ „80.99606-0355
D 02../ D 08 ........................ ................ .............................. „80.99606-0278 '

[72] Einpreßvorrichtunq ..................... : ............ ......... ; ........................ „80.99604-6024


für Ventilführungen und Ventilsitze (4-Ventil-Zylinderkopf)

nicht im Werkzeugkoffer [71] enthalten:

[65] Montaqeplatte ............................................ ........................................ .... 80.99606-6089


für 2-Ventil-Zylinderkopf,
4-Ventil-Zylinderkopf und Kipphebel-Laqerqehäuse

Anschlußadapter zum Kompression prüfen .............................. .....80.99607-0157

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 27


Bildungszentrum

Inhalt Werkzeugkoffer 4-Ventil Zylinderköpfe

Seite 28 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


4-VentiI Zylinderkopf

Einspritzdüse mit
Nadelbewegungsfühler
am 1. Zylinder

Kipphebel-
agergehäuse

Beim Zusam-
menbau
Dichtmittel
04.10394-9272
(Loctite- '
N703-A2)
verwenden

Kupferhülse zur t Rücklauf des Vorlauf des Kraftstoffes


O-Ring zur Aufnahme der Einstel|schejbe Kraftstoffes über das Druckrohr
Wasser- Einspritzdüse “scheibe überden mit Stabfilter
abdlChtUng Düsenüberstand Ringkanal

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG, Bildungszentrum Wien Oktober 2003 14


4-Ventil Zylinderkopf
Nacharbeit nicht zulässig
Ventilschaftabdich-
tung am Auslassventil

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG, Bildungszentrum Wien Oktober 2003 15


4-Ventil Zylinderkopf
Einbau Düsenhalter
3.) 25 Nm +90s
Achtung:
Bei E-Dienst 90°
nachziehen
Pratze 2.) 40 Ntti
Kugel^
scheibe
\ ■. \l mJ? > .

Kugelsdieibe
□•■Hing leicht
einfetten (eicht einölert
Ö- Ring Peicht
einfetten

Hülst mit Kleber


(04 90300 3016) Kupferscfteibe (51 38701 0111)
Loctite S40 68 verklebt immer erneuern!

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG, Bildungszentrum Wien Oktober 2003 16


4- Ventil Zylinderkopf
Montage Einsßritzleitung

4.) 10 Mm

5. ) +■ 60° bei Erstmontage


# MF bei Folgern ontage

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG, Bildungszentrum Wien Oktober 2003 17


4-Ventil Zylinderkopf
Dichtheitsprobe Düsenhalter

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG, Bildungszentrum Wien Oktober 2003 18


Werkzeugkoffer 4-Ventil Hl
Zylinderköpfe

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG, Bildungszentrum Wien Oktober 2003 19


Anzug der
Zylinderkopf schrauben
Anzugsreihenfolge Ansaugseite

1
22 Nm

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG, Bildungszentrum Wien Oktober 2003 20


Anzug der
Zylinderkopfschra üben

Unter den Bund OPTIMOLY PASTE

Anzugsmomente
1) 10 Nm
L= max. Länge der Zylinderkopfschrauben 2) 80 Nm
zur Wiederverwendung: 3) 150 Nm
kurz= 200,0 mm 4) + 90°
lang= 261,5 mm 5) +90°

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG, Bildungszentrum Wien Oktober 2003 21


MAN Bildungszentrum Wien

Einbau

> Vor Einbau der Einspritzdüsen Montagespray "Never Seeze" auf die
Druckschraubeninnenseite, das Druckschraubengewinde und den Düsenhalter (siehe
gerasterte Fläche) auftragen

> Neuen Dichtring einsetzen und Düsenhalter mit Düse in den Zylinderkopf einführen. Bei
nachgearbeiteten Zylinderköpfen auf Düsenüberstand achten. Wenn nötig, dickeren
Dichtring einsetzen.
> Verfügbare Dichtringstärken:
> Normalmass: 1 mm
> Untermass: 0,5 mm
> Uebermass: 1,5/2,0 mm

> Düsenhalter mit Druckschraube unter Verwendung des Zapfenschlüssels auf


vorgeschriebenen Wert festziehen. Einspritzleitungen auf sch rauben und auf
vorgeschriebenen Wert festziehen.
> Neue Leckölleitungen anbauen bzw. kontrollieren, alle Dichtringe ersetzen. Neue
Gummiabschlusskappe an der letzten Düse aufstecken.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 13


MAN Bildungszentrum Wien

Vier-Ventilmotor
Ausbau:

> Einspritzleitung und Anschlusstück (5)


lösen und abnehmen.
> Druckrohr (4) und Stabfilter, mit Hilfe eines
Magneten, herausnehmen.

> Befestigungsmutter für Düsenniederhalter


abschrauben.
> Einspritzdüsen Ausziehvorrichtung
montieren. (MAN 80.99602.6005)
> Das Kabel für den Nadelbewegungsfühler
durch das Ausziehrohr führen.

> Brücke über Ausziehrohr aufsetzen. Diese


stützt sich auf den Zylinderkopfschrauben
ab.
> Rändelmutter (3) aufschrauben und durch
Drehen die Düse herausziehen.

Beim herausziehen der Düse darauf


achten, dass der Kupferring nicht im
Düsenmantel sitzen bleibt.

DÜSEN_4V2

Seite 14 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Einbau:

> Vor dem Einbau der Düse neuen O- Ring


und neuen Kupferring aufsetzen. O-Ring
einfetten.

> Einspritzdüse von Hand einsetzen und von


Hand andrücken. Auf Zulaufbohrung von
druckrohr achten.
> Niederhalter aufsetzen und mit 10Nm
voranziehen.
DÜSEN_4V3

> Druckrohr (4) mit Stabfilter einbauen. Das


Druckrohr an beiden Enden mit "Optimol
White T" einfetten und in den Zylinderkopf
einsetzen.
> Das dünnere Ende des Druckrohrs zeigt
zur Einspritzdüse!
> O-Ring (5) der "Pratze" leicht einfetten.
"Pratze" eindrücken und so ausrichten,
dass die Einspritzleitung spannungsfrei
montiert werden kann.
> Pratze mit Befestigungsschraube
anziehen (40Nm)
> Einspritzleitung anziehen:
> Erstmontage: 10Nm+60°
> Wiederholmontage:10Nm+30°

> Anschliessend Bundmutter zur


Einspritzdüsenbefestigung
anziehen. 25 Nm + 90°

> Nach der Probefahrt ist die


Bundmutter nochmals um 90°
nachzuziehen! (Siehe Sl 95500a)

Beim E-Service ist die Bundmutter


ebenfalls um 90° nachzuziehen. Danach
ist ein gelber Punkt neben den Aufkleber
"Nachzug der Zylinderkopfschrauben"
DÜSEN_4V3
anzubringen.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 15


MAN Bildungszentrum Wien

Dichtheitsprüfung

Nach dem Einbau der Einspritzdüsen muss unbedingt geprüft werden, ob die
Abdichtung des Düsenhaltersitzes, des Druckrohrs und des Leckölkanals in
Ordnung ist, da bei Undichtigkeit, Dieselkraftstoff in das Motorenöl und auch
unkontrolliert in den Verbrennungsraum gelangt.

Vorgehensweise:
> Einspritz- und Leckölleitung lösen.
> Prüfmanometer mit absperrbarem
Druckluftanschluss an die
Leckölleitung anschliessen.
> 1 bis 6 bar Druck auf die Leitung
geben und die Druckluftzufuhr
absperren.
> Motor von Hand mit Drehvorrichtung
zwei mal durchdrehen (720°)
> Der Druck darf innerhalb 3 Minuten
nicht absinken.
> Einspritz- und Leckölleitung wieder
festschrauben. DÜSEN_4V6

Prüfen /reparieren von Einspritzdüsen


Nadelbewegungsfühler
Die Einspritzdüsen ohne Nadelbewegungsfühler (NBF) können gemäss
Reparaturanleitungen A12 kontrolliert und instandgesetzt werden.
Eine Reparatur der Einspritzdüsen mit NBF ist, laut Angaben von Bosch, nicht
zulässig.

Seite 16 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Stabfilter (Euro 2 Motoren)


Gelegentlich werden bei Reklamationen über schlechte Zugleistung, hohen
Verbrauch und starke Rauchentwicklung in Verbindung mit starkem Motorschütteln
erfolglos umfangreiche Reparaturen durchgeführt. Mehrmals wurden verrutschte
Stabfilter (->) im Düsenzulauf festgestellt. Ein verrutschter Stabfilter drosselt
und verlängert die Einspritzung und führt deshalb zu obengenanntem
Motorverhalten. Der Stabfilter darf ca. 5 mm in den Düsenhalter eingepresst sein.
Bei grösserer Einpresstiefe ist der Düsenhalter zu erneuern.
Achtung!
Beim Abdrücken der Düse zeigt sich bei verrutschtem Stabfilter kein
erkennbarer Fehler, weil der Abspritzvorgang dabei ohnehin wesentlich
langsamer als im Motor erfolgt. Deshalb unbedingt die Einpresstiefe messen.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 17


MAN Bildungszentrum Wien

Einspritzleitungen Montage der


Einspritzleitungen
Es werden vorverfestigte Einspritzleitungen eingebaut, deshalb bei Reparaturen die
Einspritzleitungen korrekt anziehen. Die Leitungen müssen, auch wenn dies bei
Unterflurmotoren beschwerlich ist, im Anlieferungszustand eingebaut werden, nicht biegen !
Allenfalls ist ein geringfügiges, vorsichti-ges Nachbiegen über runde Gegenstände zur
Vermeidung von Einbauspannungen zulässig.
Die Leitungen müssen spannungsfrei verschraubt sein und ein gegenseitiges Berühren der
Leitungen muss ausgeschlossen werden. Bei Undichtigkeiten dürfen die Leitungen
nicht nachgezogen werden. Sollten Undichtigkeiten auftreten, Leitungen lösen und erneut
mit vorgeschriebenem Anzugs-drehmoment anziehen. Kann damit keine Abhilfe geschaffen
werden, so sind die Leitungen zu ersetzen.

Anzug der Einspritzleitungen


Achtung: Zu starkes Anziehen bewirkt Leistungsminderung, weil der Leitungsquerschnitt
verengt wird. Deshalb müssen die nachfolgenden Anzugsvorschriften unbedingt beachtet
werden.
> neue Leitungen 10 Nm +60°
> gebrauchte Leitungen 10 Nm +30°

Einspritzpumpeneinbau, Einstellungen Förderbeginn


Im Zusammenhang mit EDC MS5 ist es eigentlich nicht ganz korrekt von
Förderbeginneinstellung zu sprechen, denn es handelt sich hier ausschliesslich um eine
statische Grundeinstellung. Der effektive Förderbeginn wird durch das Kennfeld im
EDC-Steuergerät festgelegt und mit dem Hub-schieber eingestellt.

Grundanbau
Bei allen EDC-Motoren mit Hubschieberpumpen ist besonders darauf zu achten, dass der
Grundanbau der Einspritzpumpe exakt eingehalten wird. Bei falschem Grundanbau (vor
allem in Richtung zu früher Grundanbau) kann die Nockenwelle der Einspritzpumpe
zerstört werden.
Förderbeginndaten:
D2866LUH21 0° -1
D2866LUH22 0° -1
D2866LUH23 0° +1
D2866LUH24 0° bis1° nach OT
D2866LUH25 0° bis1° nach OT
D2866LUH26 0° -1

Seite 18 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Förderbeginngeber
Alle EDC Einspritzpumpen werden jetzt mit
einem Förderbeginngeber [1] ausgeliefert,
der eine einfache und genaue Einstellung
bzw. Prüfung des Förderbeginns
(Grundeinstellung) ermöglicht.
Der Förderbeginn darf an diesen Pumpen
nur mit dem Lichtsignalgeber [2] (MAN
80.99605.6002) überprüft bzw. eingestellt
werden.
Eine Überprüfung / Einstellung nach der
"Hochdruck - Überlaufmethode" ist nicht
zulässig.

Lichtsignalgeber
Der Lichtsignalgeber kann unter gleicher Teilenummer in zwei verschiedenen Ausführungen
geliefert werden. Während der Lichtsignalgeber KDEP 1600 zur Stromversorgung an die
Fahrzeugbatterie angeschlossen wird, hat der Lichtsignalgeber KDEP 1601 eine eigene
Stromversorgung (9 Volt - Blockbatterie). Zur Beachtung: Bei der Verwendung der von MAN
gelieferten Lichtsignalgeber ist auf deren Bezeichnung zu achten. Wird der Lichtsignalgeber
KDEP 1601 an die Fahrzeugbatterie angeschlossen, so wird er zerstört!

Förderbeginn kontrollieren
> Motor von Hand so lange durchdrehen, bis Zylinder 1 im
Verdichtungshub in die Nähe des FB kommt. Dabei die
Lämpchen des Signalgebers beobachten.
> Kurz vor FB beginnt Lämpchen A zu leuchten.
> Motor langsam weiterdrehen bis beide Lämpchen, A und B,
leuchten und FB-Markierung am Schwungrad ablesen.
> Leuchtet nur Lämpchen B, wurde der FB überfahren. In
diesem Fall den Motor bis vor den FB zurückdrehen und den FB-StGNALGEBERLAMPEN

Vorgang wiederholen.

Achtung
Beim Ablesen des FB darauf achten, dass die Gradskala auf der
Schwungscheibe immer senkrecht zur Schwungradmitte über
die Schaulochnase anvisiert wird.
Die beste Einstellmethode ist nutzlos, wenn durch "schiefes"
Ablesen ein Parallaxenfehler in die Messung kommt.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 19


KJZ^L^L MAN Bildungszentrum Wien

Förderbeginn einstellen
Verschlussstopfen an der Einspritzpumpe
demontieren und Signalgeber montieren.
Motor auf Förderbeginn stellen [1],
Verschlussdeckel [2] zum
Einspritzpumpenantriebsrad abschrauben
und Befestigungsschrauben [3] des
Einspritzpumpenantriebsrades lösen.
Mit einem am Steuergehäuse
abgestützten Schlüssel lässt sich jetzt an
den Schrauben die Pumpennabe so
verdrehen [4], dass beide Lämpchen (A
und B) am Lichtsignalgeber leuchten.
Achtung: Verdrehen der Pumpennabe gegen FB nicht mit Dorn und Hammer
vornehmen. Durch die Erschütterungen könnten die Linearmagneten im Stellwerk
aus ihrer Position gebracht und die Pumpe zerstört werden.
Befestigungsschrauben [3] mit vorgeschriebenem Drehmoment (Voranzug 10 Nm,
Endanzug 30 Nm) anziehen und Förderbeginn nochmals kontrollieren.
Deckel [2] mit neuer Dichtung aufsetzen und festziehen. Signalgeber demontieren und
Verschlussstopfen einschrauben.

Blockierbolzen für Einspritzpumpe


Bei Einspritzpumpen mit Förderbeginngeber, die von
MAN bezogen werden, ist die Nockenwelle in der
Position FB mit einem Blockierbolzen (MAN
80.99605.0217) am Signalgeber arretiert. Derselbe
Bolzen kann auch für den Einbau nach einer Reparatur
als Montagehilfe verwendet werden.
Achtung: Wird die Nockenwelle der Einspritzpumpe
auf Verdrehung belastet oder gar gedreht, ohne dass
der Blockierbolzen ausgebaut wird, so brechen Teile Biockiervomcht.CDR/WMF
des Bolzens ab und fallen in den Regler.

Seite 20 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Frischölautomatik
Aufgabe / Systeme
Jeder Motor verbraucht mehr oder weniger Oel. Die Aufgabe der Frischölautomatik ist es, das
während dem Betrieb des Motors verbrauchte Oel automatisch nachzufüllen, bzw. ein
konstantes Oelniveau in der Motorölwanne sicherzustellen. Weil ein korrektes Oelniveau nur
bei stehendem Motor ermittelt werden kann, ist die Oelnachfüllung bei laufendem Motor
gesperrt.
Beim Oelwechsel wird das benötigte Oel wie bei Fahrzeugen ohne Frischölautomatik über das
Oeleinfüllrohr eingefüllt. Das Niveau kann wie üblich mit dem Oelmessstab kontrolliert werden.
Es gibt zwei verschiedene Oelnachfüllsysteme. Bei den älteren Fahrzeugen kommt ein
mechanisches Oelnachfüllsystem zur Anwendung. Dieses erkennt man am roten
Absperrhahn am Vorratsbehälter. Fahrzeuge mit NES haben ein elektronisch
gesteuerte Oelnachfüllsystem verbaut. Erkennbar ist die elektronisch gesteuerte
Nachfüllung durch einen Sperrschalter, rechts im Motorraum sowie einem elektrischen
Absperrventil am Vorratsbehälter. Im Normalfall muss die Frischölautomatik während dem
Betrieb / der Fahrt immer eingeschaltet sein, d.h. Schalter auf "EIN". Die Frischölautomatik wird
nur bei Problemen mit der Anlage bzw. beim Oelwechsel ausgeschaltet.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 21


LvtJ/SxDS MAN Bildungszentrum Wien

Mechanische Frischölautomatik D 2866

MAX Legende
1 Vorratsbehälter
2 Absperrhahn
3 Motorblock
4 Sperrschieber
5 Oeldruckanschluss
6 Oelmessstab
7 Oeleinfüllrohr
(Oelwechsel)
8 Oelwanne
9 Schwimmerventil
10 Oelniveau in der
Oelwanne

Funktionsweise
Im Gegensatz zur Frischölautomatik an den D08 Motoren, hat die Version für die D28 Motoren
keine elektrischen Bauteile zur Steuerung.
Das Schwimmerventil [9] überwacht den Oelstand in der Motorölwanne [8]. Sinkt der
Oelstand unter das vorgegebene Niveau ab, so öffnet das Kegelventil im Schwimmerventil den
Durchlass.
Bei stehendem Motor kann nun, überden Sperrschieber [4] und das
Schwimmerventil, Oel vom Vorratsbehälter [1] nachfliessen. Ist das vorgegebene Niveau
erreicht, so verschliesst das Kegelventil die Bohrung wieder, der Durchfluss wird gestoppt.
Bei laufendem Motor wird über eine Leitung direkt vom Druckölkreis der
Motorschmierung [5] Oeldruck an den Steueranschluss des Sperrschiebers angelegt. Dieser
verschliesst nun den Durchgang zum Schwimmerventil. Es kann also kein Oel vom
Vorratsbehälter nachfliessen, auch wenn das Schwimmerventil geöffnet ist.
Zum Oelwechsel oder bei Reparaturen an der Frischölautomatik, muss der Absperrhahn am
Vorratsbehälter geschlossen (waagrecht) sein.
Da das Oel nur sehr langsam nachfliesst, kann es bis zu einer Stunde dauern, bis das Sollniveau
erreicht ist. Das korrekte Oelniveau soll zwischen der MIN- und der MAX-Markierung am
Oelmesstab [6] liegen.

Seite 22 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Elektrische Oelnachfüllung
Seit der Einführung des Multiplex (NES) ist eine elektrische Oelnachfüllung auch bei den
D2866 Motoren erhältlich.

Funktionsweise
Ein Schwimmer (B 264) ist in der Oelwanne von unten montiert.
Fällt das Oelniveau zu tief, wird im Schwimmer ein Kontakt geschlossen. Die vom Motorblock
am Schalter anliegende Masse wird durch geschaltet und gelangt mittels Kabel 99117 zum
Schalter (S409) im Motorenraum. Von diesem Schalter kann die Nachfüllanforderung
unterbrochen werden (bei Defekt der Anlage, sowie bei Wartungs- und Unterhaltsarbeiten).
Nach dem Schalter gelangt das Signal zum Multiplexknoten 418/Pin D6 im Heck des
Fahrzeuges. Von dort aus wird es über den Zentralrechner verarbeitet.
Hat der Zentralrechner nach dem Ausschaltern der Zündung des Signal für zu tiefes Oelniveau
länger als 3 Minuten anliegen, wird die Oelnachfüllung aktiv.
Vom Multiplexknoten 428/Pin E11 gelangt ein Plussignal an das Magnetventil Y 206 für die
Oelnachfüllung. Dieses öffnet und füllt solange nach, bis das Niveau korrekt ist. Sobald der
Schwimmer korrektes Oelniveau meldet, schliesst das Magnetventil. Zugleich wird der
Rechner des Multiplexsystems heruntergefahren.

rH H 2 1 TÄt
:©<j
is!
i®<
j stm
To/*

r'WS.'jj
i|"'<f\

1
xm
A
XS15

©i X113

,M6S

X337

'*
©
6364;

©1
1 ' ' ' 5 ' ' ' ‘ 10 Qlnochfüilung
Querschnittsbezeichnung nur
wenn u

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 23


MAN Bildungszentrum Wien

Zylinderkopfschrauben
der Motoren der Baureihe D02, D08, D20, D25, D28
Auszug aus Sl 142000

Spezialwerkzeug
Benötigtes Spezialwerkzeug der gültigen Ausgabe der entsprechenden Reparaturanleitung
entnehmen.

Ventilspiel
Das Ventilspiel ist nach jedem Erstanzug einzustellen.
Beim Nachziehen braucht das Ventilspiel nicht geprüft werden, wenn die Kipphebel montiert
bleiben. Müssen zum Nachziehen der Zylinderkopfschrauben die Kipphebel ausgebaut werden,
muss das Ventilspiel überprüft werden.

Allgemeine Hinweise
Zum Anziehen der Zylinderkopfschrauben sind geeichte Drehmomentschlüssel zu verwenden.
Das vorgeschriebene Anziehdrehmoment muss bei Festanzug mit Torsionsschlüssel
mindestens 5 Sekunden gehalten werden.
Mit „schnappenden“ Drehmomentschlüsseln Schrauben langsam festziehen, da sonst das
eingestellte Drehmoment nicht voll an die Schrauben weitergegeben wird.

Anziehen
Drehwinkelschrauben vor dem Einsetzen am Gewinde - nicht im Gewindeloch - ölen und an der
Auflagefläche des Schraubenkopfes mit Montagepaste Optimoly White T, Teilenummer
09.16012-0117, bestreichen.
Bei Drehwinkelschrauben mit Scheiben, Anlagefläche des Schraubenkopfes mit Montagepaste
bestreichen, nicht die Anlagefläche der Scheibe bestreichen.
Bei ungeschmierten Schrauben wird ein beträchtlicher Teil des Anziehdrehmomentes in
Reibung umgesetzt und geht somit für die Schraubenvorspannung verloren.
Keine MoS 2 -haltigen Öle oder Ölzusätze verwenden!
Zum Fixieren der Zylinderköpfe die Zylinderkopfschrauben nur leicht anlegen.
Einzelzylinderköpfe durch Anschrauben des Richtlineals 80.99605-0175 oder des
Auspuffkrümmers ausrichten.
In der richtigen Reihenfolge und mit dem vorgeschriebenem Anziehdrehmoment/- drehwinkel
stufenweise festziehen.
Werden beim Voranziehen einzelne Schrauben zu fest anqezoqen, verspannt sich der
Zylinderkopf,

Seite 24 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Diese Verspannung kann durch das folgende vorschriftsmäßige Anziehen nicht mehr beseitigt
werden.

Nachziehen
Ob und wann Zylinderkopfschrauben nachgezogen werden müssen, entnehmen Sie bitte den
Hinweisen zu den einzelnen Motoren auf den folgenden Seiten.
Dort ist auch jeweils darauf hingewiesen, ob die Zylinderkopfschrauben bei betriebswarmem
oder kaltem Motor nachzuziehen sind (kalt = Kurbelgehäuse handwarm oder kälter).
Beim Nachziehen von Drehmomentschrauben in vorgeschriebener Reihenfolge jeweils eine
Schraube lösen, Auflagefläche der Schrauben ölen und mit vorgeschriebenem
Endanziehdrehmoment anziehen.
Beim Nachziehen von Drehwinkelschrauben die Schrauben in vorgeschriebener Reihenfolge
ohne vorheriges Lösen um den vorgeschriebenen Wert weiterdrehen.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 25


Seite 26

Motor D02 mit Drehmomentschrauben

Zylinderkopfschraube Wiederverwendung Anziehdrehmoment Nachziehen


Schraubenkopf ohne Immer, wenn keine me- 1. Voranzug 10 Nm Wartung Nach Reparatur
Symbol chanische Beschädigung
2. Voranzug 80 Nm Erster Nachzug Zweiter Nachzug
3. Voranzug 160 Nm - frühestens nach 1 Stunde Fahrt unter Belastung
4. Endanzug 210 Nm kein Nachzug - spätestens nach 500 km
- bei kaltem Motor mit 210 Nm kein Nachzug

o
- Ventilspiel einstellen

Anziehschema Aufkleber

7 1 4 6
©©©©
keinen Aufkleber anbringen
Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG

iS® ©O cM
5 3 2 8

Motor D02 mit Drehwinkelschrauben


Zylinderkopfschraube Wiederverwendung AnziehdrehmomentAwinkel Nachziehen
Schraubenkopf mit Nur wenn Maß „L-max“ 1. Voranzug 10 Nm Wartung Nach Reparatur
Winkelsymbol nicht überschritten 2. Voranzug 80 Nm
wird L-neu 3. Voranzug 150 Nm
L-ma Erster Nachzug Zweiter Nachzug
x. 4. Voranzug 90°
132+0,5 mm 133,5 mm 5. Endanzug 90° kein Nachzug

£ kein Nachzug kein Nachzug

Anziehschema Aufkleber

MAN Bildungszentrum Wien


Aufkleber 51.97801 -0150 auf einen der Ventildeckel
kleben (falls noch nicht vorhanden oder beschädigt)
MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004

MAN Bildungszentrum Wien


Motor D08 mit 6kt-Drehwinkelschrauben

Zylinderkopfschraube Wiederverwendung Anziehdrehmoment Nachziehen


Drehwinkelschraube mit Grundsätzlich alle 1. Voranzug 10 Nm Wartung Nach Reparatur
6kt-Kopf und Winkelsymbol gelösten Schrauben Aufgeladener Motor:
erneuern 2. Voranzug 80 Nm Erster Nachzug Zweiter Nachzug
- nach 20.000 bis 30.000 km Aufgeladener Motor:
3. Voranzug 150 Nm Aufgeladener Motor:
- nach 400 Betriebsstunden - nach frühestens 50 km oder nach
4. Voranzug 90° 20 Betriebsstunden - nach 20.000 bis 30.000 km
bei kaltem oder warmem
5. Endanzug 90° Motor um 90° (1/4 Um- oder nach 400 Betriebs-
bei kaltem oder warmem
drehung) weiterdrehen stunden
Motor um 90° (1/4 Umdrehung)
Ventilspiel einstellen weiterdrehen - bei kaltem oder warmem
Motor um 90° (1/4 Umdre-
Saugmotoren:
Ventilspiel einstellen
hung) weiterdrehen
Saugmotoren:
- kein Nachzug Ventilspiel einstellen
kein Nachzug!
Saugmotoren:
- kein Nachzug!

Anziehschema Aufkleber
Saugmotor:
Aufkleber 51.97801-0150 auf einen der Ventildeckel kleben (falls
noch nicht vorhanden oder beschädigt).

Aufgeladener Motor erster Nachzug:


Erster Nachzug dar Zyjinderkopfschrauben
Premier resserrage des vis de culasses effectuö
erledigt
Aufkleber 51.97801-0211 bzw.
First retightening of cySnder- head-bofts Primer reapriete de los tomiilos de cu lata 51.97801-0213 auf einen der Ventildeckel kleben, vorhandene
compieted efectuado
^--------- „alte“ Aufkleber entfernen
51.97801-0211 51.97801-0213
..... .. ....................... Aufgeladener Motor zweiter Nachzug:
Zweiter Nachzug der Zylinder- kopfschrauben Second resserrage des vis de cuiasses effectue
erledigt

Second retightening of cyllnder- head-bolts Segundo reapriete de los tornillos de cuiata Aufkleber 51.97801-0212 bzw.
compieted efectuado 51.97801-0214 auf einen der Ventildeckel kleben, vorhan dene
„alte“ Aufkleber entfernen
51.97801-0212 51.97801-0214
Seite 27
Seite 28

Motor D08 mit Außensechsrund-Drehwinkelschrauben (Torx)

Zylinderkopfschraube Wiederverwendung Anziehdrehmoment Nachziehen


Drehwinkel- rmn schraube mit Grundsätzlich alle
1. Voranzug 10 Nm Wartung Nach Reparatur
Außensechs- IW W1 Vzx rund (Torx) gelösten Schrauben
erneuern 2. Voranzug 80 Nm
Lo Erster Nachzug Zweiter Nachzug
3. Voranzug 150 Nm
4. Voranzug 90° kein Nachzug

5. Voranzug 90° kein Nachzug kein Nachzug


6. Endanzug 90°

Anziehschema Aufkleber
Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG

Aufkleber 51.97801-0150 auf einen der Ventildeckel kleben,


(falls noch nicht vorhanden oder beschädigt)

MAN Bildungszentrum Wien


MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004

Motor D08 Common Rail

Zylinderkopfschraube Wiederverwendung Anziehdrehmoment Nachziehen §?


a.
Drehwinkel- mm schraube mit Grundsätzlich alle Wartung Nach Reparatur c
Jj 1 TJ rund (Torx) 1. Voranzug 10 Nm 13
Außensechs- (W gelösten Schrauben ca
erneuern 2. Voranzug 80 Nm w
N
Erster Nachzug Zweiter Nachzug CD
3. Voranzug 150 Nm 5
c
4. Voranzug 90° kein Nachzug 3
5. Voranzug 90° kein Nachzug kein Nachzug
6. Endanzug 90° CD
ZS

Aufkleber
Kein Aufkleber

Anziehschema
Seite 29
Seite 30

Motor D20 Common Rail

Zylinderkopfschraube Wiederverwendung Anziehdrehmoment Nachziehen


Drehwinkel- m schraube mit f /1K^>N\ Grundsätzlich alle Wartung Nach Reparatur
1. Voranzug 10 Nm
JEH Außensechs- ( K J L j fr " i1 rund gelösten Schrauben
(Torx) ! erneuern 2. Voranzug 150 Nm
Erster Nachzug Zweiter Nachzug
3. Voranzug 300 Nm
L<d
4. Voranzug 90° kein Nachzug
5. Voranzug 90° kein Nachzug kein Nachzug
6. Endanzug 90°

Aufkleber
kein Aufkleber
Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG

Anziehschema

MAN Bildungszentrum Wien


MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004

MAN Bildungszentrum Wien


Motor D25, D28, E28 mit Drehmomentschrauben

Zylinderkopfschraube Wiederverwendung Anziehdrehmoment Nachziehen


Drehmomentschraube ohne Kenn- Immer wenn keine 1. Voranzug 10 Nm
zeichnung oder mit Kennzeichnung mechanische Be- Wartung Nach Reparatur
„Kreis“ schädigung 2. Voranzug 50 Nm Erster Nachzug Zweiter Nachzug
- bei kaltem Motor
3. Voranzug 100 Nm
- frühestens nach 1 Stunde
4. Endanzug 220 Nm Fahrt unter Belastung
kein Nachzug
- spätestens nach 1000 km kein Nachzug
- mit 220 Nm
Seite 31
Seite 32

2 Ventil Motor D25, D28, E28 mit 6kt-Drehwinkelschrauben

EV0Z^DN3L!
Zylinderkopfschraube Wiederverwendung Anziehdrehmoment Nacbziehen
Drehwinkeischrau Nur wenn Maß „L-max.“ 1. Voranzug 10 Nm Wartung Nach Reparatur
be mit nicht überschritten wird.
2. Voranzug 80 Nm - Bei Km-Stand 2.000 bis
6kt-Kopf und L-neu L-max. Erster Nachzug
Zweiter Nachzug
45.000
Winkelsymbol 3. Voranzug 150 Nm - nach 2.000 km bis 45.000
168-0,5 mm 170 mm - bei kaltem oder warmem - frühestens nach
1 Stunde Fahrt unter km
144-0,5 mm 146 mm 4. Voranzug 90° Motor um 90° (1/4
109-0,5 mra. 111 mm Umdrehung) weiterdre- Belastung spätestens nach - bei kaltem oder warmem
5. Endanzug 90° hen 1000 km Motor um 90° (1/4
^-0 ----- fc*-
Umdrehung) wei-
- bei kaltem Motor oder
E
terdrehen
warmem Motor um 90°
(1/4 Umdrehung) wei-
terdrehen

Anziehschema Aufkleber
Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG

Erster Nachzug Zweiter Nachzug Erster Nachzug:


Erster Nachzug der Zylinder- Premier resserrage des vis de
kopfschrauben erledigt culasses effectuö
tz_z„ -------------: ...............................: ------ ---------- zz _______ zz Aufkleber 51.97801-0211 bzw.
First retightening of cylinder-
Primär reapriete de los tomillos 51.97801-0213 auf einen der
de culata efectuado
head-bolts compieted ^ -------- . -------- Ventildeckel kleben, vorhandene
--------- —-j „alte“ Aufkleber entfernen
51.97801-0211 51.97801-0213

Zweiter Nachzug:

Aufkleber 51.97801-0212 bzw.

MAN Bildungszentrum Wien


51.97801-0214 auf einen der
Ventildeckel kleben, vorhandene
51.97801-0212 51.97801-0214 „alte“ Aufkleber entfernen
MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004

MAN Bildungszentrum Wien


2 Ventil Motor D28, E28 mit Außensechsrund-Drehwinkelschrauben (Torx)

Zylinderkopfschraube Wiederverwendung Anziehdrehmoment Nachziehen


Drehwinkelschraube mit Nur wenn Maß „L-max.“ 1 . Voranzug 10 Nm Wartung Nach Reparatur
Außensechsrund nicht überschritten wird. 2. Voranzug 80 Nm - Bei Km-Stand 2.000 bis
Erster Nachzug Zweiter Nachzug
3. Voranzug 150 Nm 45.000
L-neu L-max. - frühestens nach - nach 2.000 km bis 45.000
- bei kaltem oder warmen 1 Stunde Fahrt unter km
168-0,5 mm 170 mm 4. Voranzug 90° Motor um 90° (1/4 Um- Belastung spätestens nach - bei kaltem oder warmem
144-0,5 mm 146 mm drehung) weiterdrehen
5. Endanzug 90° 1000 km Motor um 90° (1/4
109-0,5 mm 111mm
- bei kaltem Motor oder Umdrehung) wei-
O- warmem Motor um 90° terdrehen
(1/4 Umdrehung) wei-
terdrehen

Anziehschema Aufkleber
Erster Nachzug Zweiter Nachzug '■ ---------- ------------------- \ "■................................................................ Erster Nachzug:
Erster Nachzuq der Zylinder- Premier resseccaos des vis de
kopfschrauben erledigt cutassss effectue
Aufkleber 51.97801-0211 bzw.
51.97801-0213 auf einen der
First retightening of cylinder- Primer reapriete de los tomillos
head-boits completed de culata efectuado Ventildeckel kleben, vorhandene
c ---------------- -- ---- — „alte“ Aufkleber entfernen
----------------- V
51.97801-0211 51.97801-0213

V ----- - ------------------------- -- ----------------


f, - --- --- ----- ------------------ --- - ..... -------■N
Zweiter Nachzuq der Zylinder- Second resserrage des vis de culasses
kopfschrauben erledigt effectuö
Zweiter Nachzug:
Second retightening of cylinder- Segundo reapriete de ios tomillos de Aufkleber 51.97801-0212 bzw
head-bolts completed culata efectuado
51.97801-0214 auf einen der
51.97801-0212 51.97801-0214 Ventildeckel kleben, Vorhände ne „alte“
Aufkleber entfernen
Seite 33
Seite 34

4 Ventil Motor D28, E28 (Nicht Common Rail) mit Außensechsrund-Drehwinkelschrauben (Torx)

Zylinderkopfschraube Wiederverwendung Anziehdrehmoment Nachziehen

Drehwinkelschraube mit Nur wenn Maß „L-max.“ 1. Wartung Nach Reparatur


Außensechsrund nicht überschritten wird.
Voranzug 10 Nm Bei Km-Stand 2.000 bis Erster Nachzug Zweiter Nachzug
L-neu L-max. 2. 45.000
frühestens nach 1 Stunde nach 2.000 km bis
bei kaltem oder warmen Fahrt unter Belastung 45.000 km
198,0-0,5 mm 200 mm Voranzug 80 Nm Motor um 90° (1/4 Um- spätestens nach 1000 km
259,5-0,5 mm 261,5 mm bei kaltem oder warmem
3. Voranzug 150 Nm drehung) weiterdrehen
bei kaltem Motor oder Motor um 90° (1/4
4. Voranzug 90° warmem Motor um 90° Umdrehung) wei-
(1/4 Umdrehung) wei- terdrehen
5. Endanzug 90° terdrehen
Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG

MAN Bildungszentrum Wien


MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004

MAN Bildungszentrum Wien


Motor D28 mit Zylinderlaufbuchsen wie in Sl 124000 beschrieben (Zylinderlaufbuchsen, Zylinderkopfdichtungen etc. wie 028 Common Rail)

Zylinderkopfschraube Wiederverwendung Anziehdrehmoment


Nachziehen
Drehwinkelschraube mit Außen- Nur wenn Maß „L-max.“ 1. Voranzug 10 Nm
Wartung Nach Reparatur
sechsrund nicht überschritten wird.
L-neu 2. Voranzug 80 Nm Erster Nachzug Zweiter Nachzug
L-ma 3. Voranzug 150 Nm
x. 4. Voranzug 90°
198-05 mm 200 mm 259,5-0,5
mm 261,5 mm 5. Endanzug 90° - nach 2.000 km bis 45.000 km
- bei kaltem oder warmem
- nach 2.000 km bis 45.000 km
Motor um 90°
nawtimnm (14 Umdrehung) weiterdrehen
- bei kaltem oder warmem
kein Nachzug
Motor um 90°
(14 Umdrehung) weiterdrehen

Anziehschema Aufkleber

/2= ------ fr ................. . ................................. .........


Aufkleber
Nachzug der Zylinder- Resserrage des vis de cuiasses
effectue conformement
51.97801- 0315 bzw.
kopfschrauben erledigt
51.97801- 0316 auf einen
Rapriete de los torniilos
der Ventildeckel kleben,
Retightening of cylinder
head bolts completed de culata efectuado vorhandene „alte“ Auf-
----- )j * .................... - ...... ... .. .-■...... —)) kleber entfernen
51.97801-0315 51.97801-0316
Seite 35
MAN Bildungszentrum Wien
Motor D28 mit Common Rail
Seite 36 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG
MAN Bildungszentrum Wien

Hydrostatischer Lüfter
Funktionsschema

Leqende
1 Ladelufttemperaturfühler (Motorraum links, in der Ansaugleitung kurz vor dem Ansaugrohr)

2 Kühlwassertemperaturfühler (Motorraum rechts oben, in der Rücklaufleitung vom Kühler)

3 Mehrkanalelektronik (Dachkanal hinten rechts, beim EDC-Steuergerät)


4 Ueberdruckventil (öffnet bei 4 bar)
5 Oelkühler
6 Oelvorratsbehälter
7 Bypassleitung
8 Hydraulikpumpe (angeflanscht am Kompressor)
9 Druckleitung zum Lüftermotor
10 Proportional-Druckbegrenzungsventil
11 Messanschluss
12 Lüftermotor
13 Bypassleitung
14 Umgehungsleitung
15 Entlüftungsleitung

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 37


MAN Bildungszentrum Wien

Leqende
1 Ladelufttemperaturfühler (Motorraum links, in der Ansaugleitung kurz vor dem Ansaugrohr)
2 Kühlwassertemperaturfühler (Motorraum rechts oben, in der Rücklaufleitung vom Kühler)
3 Mehrkanalelektronik (Dachkanal hinten rechts, beim EDC-Steuergerät)
4 Ueberdruckventil (öffnet bei 4 bar)
5 Oelkühler
6 Oelvorratsbehälter
7 Bypassleitung
8 Hydraulikpumpe (angeflanscht am Kompressor)
9 Druckleitung zum Lüftermotor
10 Proportional-Druckbegrenzungsventil
11 Messanschluss
12 Lüftermotor
13 Bypassleitung
14 Umgehungsleitung

Seite 38 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Wirkungsweise
Die direkt vom Kompressor angetriebene Hydraulikpumpe [8] saugt Oel aus dem
Vorratsbehäiter [6] an und fördert es über eine Schlauchleitung [9] zum Lüftermotor [12]
mit angebautem Proportional Druckbegrenzungsventil [10].
Das Proportional Druckbegrenzungsventil steuert, über ein Kennfeld in der
Mehrkanalelektronik [3], abhängig von der Kühlmittel- und/oder der
Ladelufttemperatur, die Lüfterdrehzahl. Bei niedriger Kühlmittel- / Ladelufttemperatur lässt
er das Drucköl von der Lüfterpumpe über eine Bypassleitung [13] direkt wieder zum
Vorratsbehälter zurücklaufen, bei steigender Kühlmittel- / Ladelufttemperatur wird die
Bypassleitung zunehmend verschlossen, so dass das Drucköl in immer stärkerem Masse den
Lüftermotor durchströmt und dessen Drehzahl erhöht.

^ Max. Bestromung des Magnetventils^ Lüfter läuft mit Schleppdrehzahl

> Kein Strom am Magnetventil Lüfter läuft mit voller Drehzahl


Nach dem Lüftermotor strömt das Oel über einen Oelkühler [5] in den Vorratsbehälter, in
welchem auch eine Filterpatrone untergebracht ist. Eine Umgehungsleitung [14] mit einem
Ueberdruckventil ohne Rückströmung [4] sorgt dafür, dass der Druck im Oelkühler nicht
über den zulässigen Wert ansteigen kann.

Schaltpunkte:
Kühlwasser Ein 89°C Aus 83°C
Ladeluft Ein 65°C Aus 45°C
Widerstand bei 20°C: beide 1000 Q Montagehinweis

Das Magnetventil (*-) des Lüftermotors muss in


Einbaulage unbedingt nach unten weisen, um eine
Luftblasenbildung zu verhindern. Bei falscher Montage
kommt es zu unkontrollierten Regelzuständen.

HYDRAULIKMOTOR LUEFTER.JPEG

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 39


MAN Bildungszentrum Wien

Notfunktionen
Bei Ausfall der Versorgungsspannung läuft der Lüfter mit voller Drehzahl. Falls der Lüfter
nicht mit maximaler Leistung läuft:
1. Möglichkeit:
Sicherung F 159 (6A) (*-) im
Dächquerkanal auf der Sicherungsplatine
herausziehen. Der Lüfter muss sofort mit
voller Leistung laufen.
Die Sicherungen sind auf der Platine
beschriftet.

2. Möglichkeit:
elektrischen Anschluss (*-) am Motor des
hydrostatischen Lüfterantriebs (Bild
rechts) abziehen. Der Lüfter muss sofort
mit voller Leistung laufen.
Der elektrische Anschluss befindet sich
rechts im Motorraum in der Nähe des
Lüfterflügels neben dem
Ausgleichsbehälter für den
hydrostatischen Lüfterantrieb.

Problemlösungen Kühlmitteltemperatur zu hoch


Vor Ausbau von Hydropumpe oder Hydromotor die Drehzahl überprüfen.
Oftmals liegt eine zu hohe Kühlmitteltemperatur gar nicht am Lüfterantrieb (siehe auch Sl
31500 vom 21.05.1999).

Die Drehzahl wird mittels Stroboskop gemessen, dazu:


• Stecker am Temperaturfühler abziehen
• Motor auf Nenndrehzahl bringen
• Lüfterdrehzahl messen, min. 2100 min-1 bei einer Motordrehzahl von 2000 min-1

Seite 40 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Lüfter erreicht Solldrehzahl:


> Die Ursache für die zu hohe Kühlmitteltemperatur liegt nicht am Lüfterantrieb, sondern ist im
Kühlsystem (Kühler verschmutzt, Kühlflüssigkeitsverlust, Thermostat defekt, etc.) oder
einer falschen Temperaturanzeige zu suchen.

Lüfter läuft mit zu niedriger Drehzahl:


> Wenn der Lüfter nur mit Schleppdrehzahl läuft, deutet dies auf einen elektrischen Defekt
(Temperaturgeber, Steuergerät, Proportionalventil) hin.
> Wenn der Lüfter bis ca. 75% der Solldrehzahl hochläuft, deutet dies auf zu wenig Oel,
verunreinigtes Oel oder beschädigte Bauteile (Hydromotor, Hydropumpe,
Proportionalventil) hin.

Lüfter läuft immer mit voller Drehzahl:


> Dies deutet auf einen Defekt an der Verkabelung der Temperaturgeber oder dem
Magnetventil (Leitungsunterbrechung) hin.

Zuviel Öl im System:
> Falls sich zu viel Oel im System befindet, tritt Oel am Entlüfterventil des Vorratsbehälters
aus. Ansonsten hat zu hoher Oelstand keine Auswirkungen auf die Funktion des
Systems. Dennoch soll natürlich zu hoher Oelstand wegen der daraus resultierenden
Verschmutzung von Bauteilen und Umwelt vermieden werden.

Zuwenig Öl im System:
> Undichtheiten im System beseitigen, Oelstand richtigstellen. Falls der Hydromotor oder die
Hydropumpe undicht ist, diese abdichten bzw. ersetzen.
> Bei zu niedrigem Oelstand kann das Oel schäumen und damit Kavitationsschäden an
Hydropumpe / Hydromotor verursachen, deshalb nach Beseitigung der Undichtheit und
Richtigstellen des Oelstands noch einmal die Lüfterdrehzahl überprüfen.
> Ist die Lüfterdrehzahl nach dem Richtigstellen des Oelstands in Ordnung, sind die Bauteile
unbeschädigt.

Verunreinigtes Oel:
Falls der Lüfter seine Solldrehzahl nicht erreicht, ist häufig ein durch
verunreinigtes Oel verstopftes oder beschädigtes Vorsteuerventil des
Proportionalventils, also nicht ein defekter Hydromotor, die Ursache. In diesem
Fall:
> Oel des Lüfterantriebs ablassen. Vorratsbehälter ausbauen und mit sauberem
Dieselkraftstoff spülen (nicht erforderlich, wenn die Anlage nach einem Oelwechsel erst
kurze Zeit gelaufen ist).
> Rücklauffilter (MAN 81.06670.6002) erneuern.
> Proportionalventil ausbauen und Sieb an der Verbindungsstelle Lüftermotor /
Proportionalventil entnehmen, reinigen und wieder einsetzen,

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 41


MAN Bildungszentrum Wien

Proportionalventil wieder montieren,


Hinweis: Falls kein Sieb vorhanden, ist noch eine alte Hydromotorausführung eingebaut,
in diesem Fall Hydromotor tauschen,
> Anlage mit voller Leistung laufen lassen (Stecker abgezogen), dabei prüfen, ob
Solldrehzahl erreicht wird.
> Proportionalventil nochmals ausbauen und Sieb kontrollieren. Falls noch
Verschmutzungen vorhanden sind, Vorgang wiederholen. Wenn Sieb sauber ist und
Solidrehzahl erreicht wird, die Anlage zusammenbauen und mit absolut sauberem
Motoröl befüllen (auf saubere Gefässe achten und Einfülltrichter mit Filter verwenden).

Abgasrückführung (AGR)
Allgemeines
Die ab Oktober 2000 geltenden Euro-3-Richtlinien fordern eine Reduzierung der Stickoxide
(NO X ) im Abgas auf weniger als 5 g/kWh. Die technischen Massnahmen zur Einhaltung
dieses Wertes führen zu Kraftstoffmehrverbrauch.
Um diesen Mehrverbrauch zu minimieren, sind die Euro-3-Motoren mit einer gekühlten
Abgasrückführung (AGR) ausgestattet.
MAN hat mit dem patentierten System der gekühlten AGR die Weichen für die Zukunft gestellt.
Laut einhelliger Expertenmeinung können z. B. die Euro-4- Grenzwerte ohne AGR nicht
eingehalten werden.

Seite 42 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien H S6 T\ £wvt; i>

1 Abgasabnahmestellen
2 Wärmetauscher
3 AGR-Ventil
4 Kühlwasseranschluss
5 Ansaugtrakt

Funktion
Von zwei Abnahmestellen vor dem Turbolader wird Abgas in getrennten Rohren durch einen
Wärmetauscher geführt, welcher an den Kühlkreislauf angeschlossen ist. Das abgekühlte
Abgas wird über Druckspitzenventile, welche den pulsierenden Druck des Abgasstromes
ausnutzen, der angesaugten Luftmenge im Ansaugkrümmer beigemischt. Der
Sauerstoffüberschuss der Ladeluft wird damit vermindert und deren spezifische
Wärmekapazität gesenkt.
Beide Einflüsse senken die Verbrennungstemperatur und damit die Stickoxidbildung im Abgas.
Eine Verstellung des Einspritzzeitpunkts nach spät ist nicht notwendig, eine übermässige
Belastung des Motoröls durch Verbrennungsruss wird vermieden. Abhängig vom
Betriebszustand des Motors steuert das EDC-Steuergerät eine elektropneumatische
Absperrklappe im Verbindungsrohr zwischen dem AGR-Kühler und dem Ansaugrohr. Damit
wird bei Kaltstart und im Motorbremsbetrieb die AGR abgeschaltet. Am elektropneumatischen
Ventil steht ein Vorratsdruck von 12,5 bar an. Die Absperrklappe schliesst gedämpft, sie ist
drucklos geschlossen. Von einem Reedkontakt im Betätigungszylinder erhält das
Steuergerät die Information, ob die Absperrklappe geöffnet oder geschlossen ist.
Im Ansaugkrümmer ist der Ladelufttemperaturfühler angebracht. Er dient zur Abschaltung der
AGR bei zu heisser (> 70 °C) oder zu kalter (< 10 °C) Ansaugluft.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 43


MAN Bildungszentrum Wien

Bilder: TGA

Abgasrückführung (AGR) - schematischer Aufbau


Ansaugkrümmer

Seite 44 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien jU^Z^LrsLL

CRT-System
Einleitung
Durch ständig steigende Anforderungen an das Abgas eines Kraftfahrzeugs ist es notwendig
zusätzliche Abgasnachbehandlungssysteme zu verbauen, um die gesetzlichen oder
kundenspezifischen Anforderungen erfüllen zu können.
Das CRT = Continuously Regenerating Trap (selbstregenerierendes Russfilter) ist eines dieser
Abgasnachbehandlungssysteme.
Da sich das CRT nur in bestimmten Betriebszuständen selbstregenerierend verhält, ist eine
Regel- und Überwachungslogik notwendig, die dafür sorgt, dass sich diese Betriebszustände zu
bestimmten Zeitpunkten einstellen, um so das CRT zu regenerieren.

Das CRT System besteht aus folgenden Einzelkomponenten:


> Auspufftopf mit integriertem Oxidationskatalysator und Partikelfiltersystem.
> Abgasrückführungssystem (AGR) der Euro 3 Motoren und zusätzlicher
Abgasrückführungsdrosselklappe
> Motorstauklappe
> CRT Steuergerät

Das CRT Filtersystem ist überwacht. Unregelmässigkeiten werden dem Fahrer mittels
Displaymitteilung angezeigt. Die Diagnose des Systems erfolgt über das Diagnosesystem
MAN-CATS 2.

Partikelfiltersystem
Das Partikelfiltersystem wird anstelle des Auspufftopfes eingebaut. Es umfasst einen Oxidationskatalysator
den Partikelfilter und zugleich den Schalldämpfer. Bei neueren CRT Systemen ist dieses modular aufgebaut.
Zur periodischen Reinigung des Partikelfilters kann das System zerlegt werden.

Oxidationskatalysator Partikelfilter
2NO + 02-> 2N02 C + 2N02 -> C02 + 2NO

2CO + 02 2C02
CHX+02^ 2C02 + H20

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 45


MAN Bildungszentrum Wien

Oxidationskatalysator
Der Oxidationskatalysator besteht aus einem mehrkanaligen, dünnwandigen keramischen
Element, dessen Oberschicht mit einer dünnen, Platinartigen Schicht überzogen ist.
Im Katalysator werden die Abgase Kohlenmonoxid (CO) und Kohlenwasserstoff (CHX),
zusammen mit Sauerstoff (02) in Kohlendioxid (C02) und Wasser (H20) zersetzt.
Das Stickstoffmonoxid (NO) wird mit Sauerstoff (02) zu Stickstoffdioxid (2N02) angereichert
weiches für die Russzersetzung im Partikelfilter benötigt wird.

Partikelfilter
Der Partikelfilter besteht ebenfalls aus einem Mehrkanaligen Keramikblock. Gegenüber dem
Oxidationskatalysator sind die Kanäle jedoch grösser und einseitig verschlossen. Die Abgase
werden durch die Kanalwand in einen anderen Kanal gedrückt (Wandstromfilter), dessen
Öffnung sich Richtung Ausgang befindet. Die Russpartikel bleiben dabei an der Wand hängen.
Es findet eine Reaktion zwischen den Russpartikeln und der vom Oxidationskatalysator
kommenden Stickstoffdioxiden statt. Der Russ wird dabei zersetzt. Diese Reaktion funktioniert
bereits ab 250°C. Abgastemperatur, während im Normalfall der Russ erst mit einer Temperatur
von 600°C. verbrannt würde.

Seite 46 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Steuerung
Um eine kontrollierte Regeneration des CRT Systems zu haben wird diese mittels einer
Steuerung geregelt. Dieses umfasst folgende Aufgaben:

> Ansteuerung von Aktoren um eine optimale Betriebstemperatur des CRT Systems zu
erhalten.
> Überwachen des CRT Systems, bei Unregelmässigkeiten Information an den Fahrer und Ablage
des Fehlers in den Fehlerspeicher.
> Diagnosemöglichkeit des Steuergerätes über MAN-CATS 2.

Warnlampe
A bga sdifferenzdruck

Abgastemperatur

Ladelufttemperatur AGR-Drosselklappe
sc haltbar

schema_CRT System .tif

Funktion
Durch die verschiedenen Streckenprofile der Linien ist es nicht immer möglich, den CRT
Filter bei seiner optimalen Reaktionstemperatur zu halten. Dies macht sich durch
Entsprechend frühzeitige Reinigung, aufgrund des zu hohen Abgasgegendruckes im
System, bemerkbar.
Mit Hilfe der CRT Steuerung soll ermöglicht werden, eine möglichst konstante Temperatur im
System zu halten. Dazu werden, unter Einbezug verschiedener Messdaten, durch
Ansteuerung verschiedene Klappen im Abgasseitigen Bereich, die Temperaturen konstant
gehalten, beziehungsweise für eine Regeneration erhöht.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 47


MAN Bildungszentrum Wien

Steuergerät
Das CRT-Steuergerät wird zusammen mit der EDC 5 Stufe 5 und dem CRT verbaut. Es dient
zur Überwachung und kontrollierten Regeneration des CRT Dazu wird mit Hilfe von
Abgastemperatur-, Abgasdruck und
Ladelufttemperatursensoren der aktuelle Zustand des CRT bestimmt. Das Signal des
Ladelufttemperatursensors wird nicht zum EDC Steuergerät, sondern direkt zum CRT
Steuergerät geführt. Daneben erhält das Steuergerät über den CAN-Bus folgende
Informationen über den Zustand des Motors.

> Aktuelles Motorendrehmoment


> Aktuelle Motorendrehzahl
> Kühlwassertemperatur
> Leerlaufsignal

Aus diesen Informationen werden die Signale für die Stellglieder berechnet. Über eine virtuelle
Ladelufttemperatur, die über einen PWM-Ausgang des CRT- Steuergeräts an der EDC anliegt,
kann Einfluss auf den Spritzbeginn und die AGR genommen werden. Zusätzlich können noch
eine geregelte Motorstau- und eine AGR-Biende angesteuert werden.

Werden Unregelmässigkeiten am System festgestellt, wird dies als Fehler dem Fahrer
mitgeteilt. Eine genaue Diagnose erfolgt über das Diagnosesystem MAN- CATS2
Die Überwachung der Abgastemperatursonde erfolgt durch das CRT Steuergerät.

Klappen
Zusätzlich zur AGR Klappe, welche nach wie vor durch die EDC angesteuert wird, kommt eine
zweite Klappe im AGR System zur Verwendung. Diese AGR- Drosselklappe ist als
Lochklappe (Blende) vor den AGR Flatterventilen positioniert. Angesteuert durch das CRT
Steuergerät wird der Durchfluss der Abgasmenge reguliert.
Vor dem CRT Filtertopf kommt eine Motorstau klappe zur Anwendung. Angesteuert durch
das CRT Steuergerät reduziert diese den Abgasstrom, so dass dieser sich den Weg durch das
geöffnete AGR System sucht.

Durch den Korrekturwert der Ladelufttemperatur, generiert durch das CRT Steuergerät, kann
die AGR Klappe über das EDC Steuergerät geöffnet werden.

Seite 48 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Funktionszustände

Warnlampe
Abgasdifferenzdruck ijgffik
uergoiat- ______
Abga stemperatur
fFFRj
La del ufttemp eratur
n,AI,d AGR-Drosselklap|
schaltbar

Ausgabe
des CRT-Steuergerätes

Ladelufttemperatur
eingang Verdichter

CRT te
p ■Hr
.. »| - lH

schema^CRT System .tif

Fährbetrieb Zustand Motorstau klappe AGR-Klappe AGR


(MSK) Drosselklappe
Fahrzeug im Motor warm, CRT kalt
geschlossen nach EDC geschlossen
Leerlauf (Regenerationsphase)
Fahrzeug im Motor warm, CRT kalt offen
geschlossen (Bedingung) offen
Schubbetrieb (Regenerationsphase)
Normaler
Fährbetrieb - offen nach EDC geschlossen

Fährbetrieb CRT Temperatur über


reduziert Leistungsreduzierung über EDC
Maximalwert

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 49


MAN Bildungszentrum Wien

Allgemeine Hinweise
Für den Betrieb des CRT Filters sind die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gültigen MAN
Richtlinien einzuhalten. Aufgrund der zur Zeit immer noch anhaltenden Entwicklungsphase,
können diese fortlaufenden Änderungen unterliegen, weshalb an dieser Stelle nur auf die
wichtigsten Punkte verwiesen werden kann.

> Um das frühzeitige Verstopfen des CRT Filters zu vermeiden, dürfen nur Motorenöle nach
der MAN Norm M3277 und einem maximalen Aschegehalt von 1.35% eingesetzt werden. In
Ausnahmefällen dürfen auch aschearme Öle nach M3275 verwendet werden. Bitte
beachten Sie dabei die unterschiedlichen Ölwechselintervalle!
Eine aktuelle Liste der Motorenöle finden Sie im Internet unter: www.
mn. man. de/index/mn_ deu/motor/betriebsstoffe.htm

> Es darf nur Dieselkraftstoff nach EN590, vorzugsweise mit einem Schwefelgehalt <10ppm
verwendet werden.

> Es sind periodisch Abgasgegendruckmessungen, gemäss MAN bzw. des CRT Herstellers
zu machen und diese auf einem Prüfblatt einzutragen.

> Wird dem Fahrer ein Defekt am System angezeigt, ist umgehend zur Werkstatt zu fahren
um den Defekt beheben zu lassen.

Seite 50 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien UESL^^K:

Prüfschrittliste CRT - Steuergerät

SN / Werkstatt Prüfer
Kunde Erstzulassung
Fahrzeugtyp Fahrgestell-Nr.:
Motortyp Motor-Nr.:
Einspritzpumpe CRT-Steuergerät-Nr.:

Laufleistung Datum:

'S i'iJK.kE?' i

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 51


MAN Bildungszentrum Wien

1. Prüfung beim stehendem Motor


> CRT-Steuergerät nicht am Kabelbaum angeschlossen
> Zündung ausschalten

1.1 CRT-Steuergerätseitige Prüfung


> Widerstand am Steuergerät zwischen den folgenden PINs messen
Sollwert
gemessener
PIN+ PIN- (KOhm) Wert
(KOhm)
Abgasdifferenzdruckgeber III/4 I/5 59-73

Abgastemperaturgeber vor Filter 111/14 IV/18 um 2,535

II/6 IV/18 um 2,535


Abgastemperaturgeber nach Filter *

Ladelufttemperaturgeber * 11/1 IV/18 um 4,08

1/14 1/15
TS-CAN (CAN_H) (CAN_L) um 37,22

* Prüfung nur notwendig, wenn verbaut

1.2 Kabelbaumseitige Prüfung


> Widerstand am CRT- Kabelbaumstecker zwischen den folgenden PINs messen

Sollwert
gemessener
PIN+ PIN- (KOhm) Wert
(KOhm)
Abgasdifferenzdruckgeber III/4 I/5 um 5,46

Abgastemperaturgeber vor Filter 111/14 IV/18 um 0,35

II/6 IV/18
Abgastemperaturgeber nach Filter *

Ladelufttemperaturgeber * 11/1 IV/18

TS-CAN um 0,06
1/14 1/15
(CANJH) (CAN_L)
* Prüfung nur notwendig, wenn verbaut

Seite 52 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

1.3 Spannungenmessung

> CRT-Steuergerät am Kabelbaum angeschlossen

> Spannung zwischen den folgenden PINs messen

Sollwert gemessener
PIN+ PIN- Bemerkung
(V) Wert (V)
CRT-Steuergerät: 1/1 I/3 Ußat Zündung ein
Spannungsversorgung
Ußat Zündung ein
Klemmer 15 I/2 I/3
0 Zündung aus
ADD Geber: II/5 I/5 um 5 Zündung ein
Spannungversorgung
LadeT emp_an_EDC I/8 I/3 0,3 - 0,7 Zündung ein

1. Prüfung bei laufendem Motor

> Kühlwasser-Temperatur > 60°C

> Spannung zwischen den folgenden PINs messen


Sollwer gemessener
PIN+ PIN- t Bemerkung
Wert (V)
(V)
Ubat Schub
AGRD - Pow * IV/4 I/3
0 Leerlauf
Ubat
Leerlauf (MSK soll
MSK-Pow IV/14 I/3 geschlossen sein)
0 > 800 rpm (MSK
soll offen sein)
Abgasdifferenzdruckgeb III/4 I/5 0.5-0.7 leerlauf
er

Abgastemperaturgeber vor 111/ IV/18 0,7-1,7 leerlauf


14
Filter
Abgastemperaturgeber II/6 IV/18 0,7-1,7 leerlauf
nach Filter *
Ladelufttemperaturgeber 11/1 IV/18 1,5-4 leerlauf

* Prüfung nur notwendig, wenn verbaut

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 53


MAN Bildungszentrum Wien

3. Fehler- Diagnose prüfen:


> PIN 111/14 und II/5 verbinden (AGT v.F. nach + 5V kurzschließen)
=> Warnlampe muss leuchten => Motorleistung wird reduziert.
=> Spannung zwischen PIN+ I/8 und PIN-1/3 > 4 V.
Verbindung zwischen PIN 111/14 und II/5 wieder aufheben.

4. Fehlerspeicher löschen !
Nach Abschluss der Prüfungen muss der Fehlerspeicher mit „Diagnose-Adapter“
(Pegelwandler) gelöscht werden. Nach erneutem Einschalten der Zündung darf kein Fehler
abgelegt sein, andernfalls muss der Fehler gesucht und behoben werden.

Diagnose mit MAN-Cats


Mit Version 03.02.00 ist die Diagnose über MAN-Cats voll durchzuführen.

Seite 54 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004

CO

MAN Bildungszentrum Wien


o
:r
Legende _______ tu
U8 $ER:2/K A640 613 Steuergerät CR f ECU
A640

X864
©( B123 341 lemperalurluhier lodeluli EDC
B561 374 Abgastemperotursensor 1 (vor CRT) B662 374 tu
* fxi/1 fxi/2 fxt/ |X3/1< Abaostemperniursensor 2 (noch CRH 3
(X2/6 |X1/4
* F514 121 Sicherung Reserve Heck 130022) o
F602 118 Sicherung ORT-ECU (Ki 30) J3
F603 118 Sicherung CRT-ECU (Kl 15)
H
K1057 100 Retois CRT Zuendung
F6031 T F6B2'
i *4
s X3710 ) X371D X615 Verteler Hg 31000 Verteiler Ltg 30022
X3212 X3212 X3212 X3212 X3212 X864 Stv E0C/CN6 Gerdtepialte Verteiler I tg
X3709 ■b >4

F5UJi
X3709
© © 0 0 'C X1167 31000 Stv Geraieplatle Dach Stv HST • (D
CO © X1795 CRT Filfersystem Stv CRT -
M; X1952
X3211
Hülortrennsielle Stv Adoption CRT
Fillersystem Stv Adoplion CRT

,X;32,1@T X3212
X3288
Fitlersyslein Stv Adaption CRT /EDC Stv
Adoplion EDCACRT
\@ X3212 X3212
X3353
X3709
1 k '6 X3710

0 0 C0 Y398 126 Magnetventil CRT Notorsiouklopoe


X3211
©
X1952
•13
©
X3353 X3353 X3212
X3288 X3288 ’(?} '0
0
X1167
'3
\@ X3211

r
i0B561 © '8562
[-Ü !(V) ÄL
|3 _KJ057 \fj' -
(J X615
©
©
•19
Adopt ion CRT Fi Itersystem:
r
rV'B123 ©
:® Serienmäflige Steckverbindung
X1795^
B562 für Serie X3709 auftrennen !
nicht verbaut Siecker X3709/BU mit X3710/ST
X3211 A' ( d )
©I zusammenstecken 1 Stecker
X615
©
X1795
X3709/ST mit X3710/BU
zusammenstecken !
©I

25 35

Stromversorgung ORT - ECU Temperaiursensor Lade Iuf t Abgastemperatursensor 1 Abgosiemperatursensor 2 CRT Molorstauklappe
Querschnitlsbezeichnung nur wenn ungleich \ 2 1 le»Ov«<wnj 'TeTchnV-AusFT'WsF TÄF~
711117 CAO-Za 'Benennung"
Bearb RUPLAM
vi in WlfT
Änderu A20-A30 Geprüft SCHALTPLAN CR1
Seite 55

Norm
8h 15519 0 0/ 03 ng
mil
02866
LUH23/2A/26 mit EDC Ko-Abt 1 SFB WiZM FILTERSYSTEM
Sacnnunimer '
NIT TBTott
t—(ankreii?
neuem 55 FDC 81 99289.5895 ©-[
Orig tntslo
MAN - PROFR IET"ARV
;xr: Alle Hechle vorbenpllen gemOQ DIN 3t »eiiereobe unfl Vemnltunp des tihnlls ohne scEtlfll. Zustimmung der MAN verbolaa
Seite 56

~7 ................................................... ....~ " _ .............................. —r....~ , 1


_ _ 1 _J _________________________ ..2.. .......................... .... .............. L _ . . . _L . ‘ ... _L -.5_. SI 1 8

Legende
A64G AtU <96 Steuergerät Bolorregulierung AUS 247
Steuergerät Getriebe A360 281 Huüiplex
©< Zentralrechner IZBRO}
A4Ö2 337 Steuergeroet EBS A64Ö 613
Steuergerät CRT - ECU
R155 122 Abschtunwiderstand T-CAN
X337 Slv. EDC/CN5 - Hotortrennstelle
X1Ö01 Stecker CAN-Oatenbus Motorregulierung
X1002 Stv. CAN Datenbus Getriebe X1O07
Stecker CAN-Datenbus CRT - ECU
X1788 U-Schweilkerb. ZBRO (T-CANj X1791
Stecker CAN Datenbus EBS X3212 Stv. CRT -
Motorlrennslelle X3288 Slv. Adoption CRT
Filtersystem X3354 Stv. Adaption CRT
FiUersystem

.X1007 X3212
^2 ©
©
Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG

X3354 2 X3354 j 1
X3288 ’(8) X3288|2@

X1788 X1791 X1001 X1001 X337 X337


© '2 X1791 ' '2 '1
© 1
© © ©
©

r\
jA/12 ji Xl/1 |X1/3
__ i1': jl/17
___li1
1 * A360 s 1 1 5 5 1 1 * 5 1 I i 5 § i
i 8 A402 3 i i * A14 6 5 « A142

MAN Bildungszentrum Wien


; ©< ! I ©x l ©X £
[
i ®< i |

45 50

1-CAN Datenbus BII I CRT CRT Lodetuftiemperatursignal


Querschnittsbezeichnung nur wenn ungleich 1 1 I 2UU2 I CAP-2o BÜPIAN | Benennung
iBesrlirtmrg SCHALTPLAN CRT
sh.Ffergobeliste) A20-A3Ö
8t .85780.0 1Ö.Ö2
Änderung
1 tral ntrunn Qt»
02866 : lllt-tt- FILTERSVSTEM MIT EDC 5.5
— — XI ErslfrelQatie LUH23/24/25 ZMAMI HuWoiirzsugs Sachnummer
rait EDC 5.5 «llenjesellscfloll
81.99289.5895
An «sehe i Vorgang Mikro
Zusl zahl And -Nr Dotum Name Nofm
n *—(ankreuzen! film
HAN-PRnPRU<TARY
... Rechte vorSohallfln qemöfl OH 3t. Teilerpaae u
{Fr s für:
I

Technische Schulung MAN


Seite 1
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT/ 20.02.2002 © R. Zimiker

Motorsteuerung - EDC MS5


Technische Schulung MAN
Seite 2

TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT/ 20 02.2002 © R. Zimiker

Einleitung - Regelungsarten
Mechanische Regelung / Steuerung
Die schematische Darstellung links zeigt eine
Einspritzpumpe mit mechanischer Regelung,
wobei der Ausdruck Regelung nicht korrekt
ist.
Im diesem Fall spricht man von einer Steue-
rung, d.h. mit Hilfe einer Stellgrösse (Fahrpedal)
wird die Einspritzung beeinflusst, ohne dass
eine Rückwirkung von der zu steuernden Grös-
se auf die Stellgrösse erfolgt.

Merkmale der Steuerung:


^ gerichteter Wirkungsweg
% offene Wirkungskette (Steuerkette)
Technische Schulung MAN Seite 3
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT/ 20.02.2002 , .;.. © R. Zimiker

Einleitung - Regelungsarten
Elektronische Regelung
Die schematische Darstellung links zeigt eine
Einspritzpumpe mit elektrischem Stellwerk,
wobei der Ausdruck Regelung nun zutreffend
ist.
Bei einer Regelung wird die zu regelnde Grös-
se fortlaufend erfasst, mit der Führungsgrösse
verglichen und, abhängig vom Ergebnis dieses
Vergleichs, an die Führungsgrösse angepasst.
Der Wiirkungsablauf findet in einem geschlos-
senen Kreis, dem Regelkreis, statt.

Merkmale der Regelung.


% Wirkungsablauf in geschlossenem Kreis
(Regelkreis)
^ Rückkopplung / Vergleich
Technische Schulung MAN
Seite 4
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT / 20.02.2002 © R Zimiker

Systembeschreibung
E= Electronic M=
Mengenregelung
D= Diesel S=
Spritzbeginnregelung
C= Control 5 = Baumuster (intern
Bosch)
Wie bei herkömmlichen, mechanisch geregelten Dieseleinspritzsystemen, ist auch beim EDC-System
die Einspritzpumpe das Kernstück der Einspritzanlage. Die Hubschieberpumpe entspricht im Aufbau
und in der Grundfunktion weitgehend der Hochdruck-Einspritzpumpe der Grösse P in verstärkter
Ausführung.
Für die Einspritzmengenregelung wird jedoch, anstelle eines mechanischen Fliehkraftreglers, ein
elektromagnetisches Stellwerk mit Linearmagneten eingesetzt. Dieses ist direkt an die Einspritz-
pumpe angeflanscht.
Um den Spritzbeginn exakt den Anforderungen des Motors anzupassen, sind die Pumpenelemente
mit sogenannten Hubschiebern ausgestattet und werden durch einen Linearmagneten angesteuert,
welcher sich im gleichen Gehäuse wie der Linearmagnet für die Mengenregelung befindet.
Die Ansteuerung beider Linearmagnete erfolgt über ein in Mikroprozessortechnik ausgeführtes
Steuergerät, in dessen Programmspeicher die Kennfelder für alle möglichen Betriebszustände des
Motors abgelegt sind.
Technische Schulung MAN Seite 5
:: !
TECH-SGHULyNG\RQKU:P\By§yg0^23\Tifilll‘i!NI V '20-A23 TE03.PPT! 20.02,2002 -f. ■> © R. Zimiker

Systembeschreibung
Leerlaufdrehzahlregelung
Das System beinhaltet eine Leerlaufdrehzahlregelung, so dass bei Belastungsänderungen, wie z.B.
Wandlerbetrieb oder bei kaltem Motor, die Leerlaufdrehzahl immer stabil gehalten werden kann. Dies
bedeutet gleichzeitig, dass sich die Leerlaufdrehzahl immer auf den optimal niedrigsten Stand
einregelt.
Starten des Motors
Der Motor kann ohne Gas zu geben gestartet werden. Um unzulässige Rauchentwicklung zu
vermeiden und unnötiges Hochdrehen des Motors nach dem Start zu verhindern, werden Startmenge,
Starterabwurfdrehzahl und Kalt-Leerlaufdrehzahl, abhängig von der Kühlmitteltemperatur begrenzt.
Gasbetätigung
Beim EDC-System gibt es keine mechanische Verbindung vom Fahrpedal zum Regler. Das Fahr-
pedal ist mit einem Pedalwertgeber gekoppelt, welcher den Fahrerwunsch an das Steuergerät wei-
terleitet.
Technische Schulung MAN
Seite 6
TECH-§ÖHÜLÜRölDÖKU-D\BUS\A20-A23\TECH-E!NF\A20-A23 TE03.PPT/ 20.02.2002 -''v"™'."”'” © R. Zimiker

Systembeschreibung
Drehmoment und Rauchbegrenzung
Zum Schutz vor Ueberlastungen des Motors und um unzulässige Rauchentwicklung zu vermeiden,
erfolgen Korrekturen in Abhängigkeit von Kraftstoff- und Kühlmitteltemperatur sowie Drehzahl und
Ladedruck.
Geschwindigkeitsbegrenzung
Die Höchstgeschwindigkeit kann bei Bedarf mittels MAN-Cats programmiert werden.

Motorbremsfunktion
Wird die Motorbremse betätigt, so wird die Einspritzmenge auf Nullförderung geregelt. Das Steu-
ergerät erfasst zu diesem Zweck das Signal der Motorbremsbetätigung und erfüllt auch die Funktion
des Grenzwertgebers zur drehzahlabhängigen Abschaltung der Motorbremse bei ca. 850 min1.
Ueberhitzungsschutz
Wird die Kühlflüssigkeitstemperatur von 100 °C überschritten, so wird zum Schutz des Motors das
maximale Drehmoment auf ca. 75 % reduziert.
Technische Schulung MAN
Seite 18
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Hubschieberpumpe - Hubschieber
Hubschieber Verstelimechanik
1) Pumpenkolben
2) Hubschieber
3) Hubschieber-Verstellwelle
4) Regelstange

Aufbau und Funktion:


Im Elementzylinder befindet sich ein
Fenster und ein auf dem Elementkolben
gleitender Hubschieber.
Im Hubschieber befinden sich die Steuer-
bohrungen für Förderbeginn und För-
derende. Da der Hubschieber in der
Höhe verstellt werden kann, kann somit
auch der Förderbeginn und Förderende
verändert werden.
Technische Schulung MAN
Seite 17
TECH-SCHULUN(3\DQKy-D\|y§\^M23\TgCHtEINF\A20-A23 JE03.PRJ / . © R. Zimiker

Hubschieberpumpe / Spritzbeginnregelung
Der im Pumpenelement eingebaute Hubschieber ermöglicht, durch absenken bzw. anheben, eine
Verstellung des Förderbeginns in Richtung früh bzw. spät.
Bewegt wird die Verstellwelle durch die Federkraft in Richtung spät und durch den Linearmagneten in
Richtung früh. Die Ansteuerung der Spritzbeginnregelung erfolgt, ähnlich wie bei der Men-
genregelung, überein PWM-Signal.
Die Rückmeldung des tatsächlichen Förderbeginns an das Steuergerät erfolgt über den Nadelbe-
wegungsfühler und die Drehzahlgeber.
Die Grundeinstellung des Förderbeginns erfolgt, wie im Kapitel Motor beschrieben, mit dem Licht-
Technische Schulung MAN
Seite 16
tECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A2Ö-A23\TECH-EINF\Ä2Ö-Ä23 TE03.PPT/20.02:2002 © R. Zimiker

Hubschieberpumpe / Mengenregelung
In der Stellung Nullförderung wird die Regelstange durch eine Feder in die Stoppstellung gedrückt. Der
Linearmagnet ist dabei stromlos.
Bei einer Regelung in Richtung Vollförderung wird, mit einem PWM-Signal (pulsweitenmoduliertes
Signal), der Linearmagnet angesteuert, welcher die Regelstange gegen die Federkraft in Richtung
Vollförderung drückt.

Regelweggeber
Um der Elektronik eine Rückmeldung über den tatsächlichen Stand der Regelstange zu geben, ist ein
Regelweggeber ins Stellwerk integriert. Er besteht aus einem Eisenkern, einer Referenzspule, einer
Messspule und einem feststehenden sowie dem mit der Regelstange verbundenen Kurzschluss- ring.
Der Messeffekt beruht darauf, dass der einen Schenkel des Eisenkerns umschliessende Kurz-
schlussring das von der Spule erzeugte, magnetische Wechselfeld abschirmt.
Die Ausdehnung des Felds wird auf den Bereich zwischen Spule und Kurzschlussring begrenzt, was
zu einer von der Stellung des Kurzschlussrings abhängigen Induktivität führt.
Eine Auswertschaltung wandelt das Verhältnis von Mess- zu Referenzinduktivität in ein zum Regel-
weg proportionales Spannungsverhältnis um.
Technische Schulung MAN
Seite 15
TECH-SGHULUNG\pOKU-D\BUS\Ä20-A23\TECH-ElNF\A20-A23 TE03.RRT/ 20.02.2002 © R. Zimiker

Hubschieberpumpe / Stellwerke
Mengenstellwerk
Das Mengenstellwerk arbeitet in gleicher Weise wie bei den bekannten EDC-RE-Stellwerken in
Verbindung mit der P-Pumpe (M7 / M(S)5).
Wichtigstes Bestandteil des Mengenstellwerkes ist ein Linearmagnet, dessen Anker direkt auf die
Mengenregelstange wirkt und somit über den Regelweg die Einspritzmenge bestimmt.

In stromlosem Zustand wird die Regelstange durch eine Feder in Stopplage gehalten.

Vorhub-/Förderbeginn-Stellwerk
Das Vorhub-/Förderbeginn-Stellwerk enthält ebenfalls einen Linearmagneten, dessen Anker über einen
Verstellhebel eine Drehbewegung der Hubschieber-Verstellwelle bewirkt.
In stromlosem Zustand wird die Verstellwelle ebenfalls durch eine Feder so eingestellt, dass sich die
Hubschieber in ihrer oberen Lage, also in Förderbeginn-Spät-Stellung, befinden.
Achtung: Die beiden Linearmagneten dürfen nicht mit 24 Volt angesteuert werden. Im Zuge einer
Funktionsprüfung darf kurzzeitig maximal 5 Volt Gleichspannung angelegt werden.

Als weitere Komponenten befinden sich im RE-Stellwerk ein Regelwegsensor und eine Oelrück-
förderpumpe.
Technische Schulung MAN
Seite 14
TECH-SCHU[:UNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EiNF\A20-A23 TE03.PPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Hubschieberpumpe / Stellwerk
An der Einspritzpumpe ist das elektromagnetische Stell-
werk angeflanscht, in welchem die beiden Baugruppen
Mengenstellwerk und Vorhub-/Förderbeginn-Stellwerk
sowie eine Oelpumpe untergebracht sind.

Bauteile im Stellwerk
1 Förderbeginn-Stellmagnet
2 Hubschieber-Verstellwelle
3 Regelweg-Stellmagnet
4 induktiver
Regelstangenweggeber
5 Steckanschluss
6 Scheibe für Förderbeginn-
blockierung und Teil der
Oelrückförderpumpe

EDC STELLWERK.JPG
Technische Schulung MAN Seite 13
TEGH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\Ä20-A23VTEGH-ElNF\A20-A23 TE03.PPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Steuergerät
Das Steuergerät steuert den gesamten Ablauf der Einspritzanlage. Zu
diesem Zweck verarbeitet es die Daten der Sensoren und steuert, in Abhän-
gigkeit der gespeicherten Kennfelder, die Linearmagneten im Stellwerk
an. Im weiteren übernimmt das Steuergerät Ueberwachungs- und Ersatz-
funktionen.

Sicherheitsfunktionen
Die Sicherheit von Fahrzeug und Motor muss bei Ausfall von Komponen-
ten und Funktionen, die für einen regulären Betrieb erforderlich sind, ge-
währleistet sein. Insbesondere Situationen wie ungewolltes Gasgeben, zu
hohe Kraftstoffzufuhr, Ueberdrehzahl und Durchgehen des Motors, sollen
vermieden werden.

Ersatzfunktionen
Der Motor ist so lange wie möglich betriebsfähig und steuerbar zu halten,
damit ein Liegenbleiben des Fahrzeugs nach Möglichkeit vermieden werden
kann. Dies wird durch redundante Funktionen, redundante Komponenten
und Ersatzfunktionen erreicht.
Technische Schulung MAN
Seite 12
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT1 20.02 2002 © R. Zimiker

Komponenten / Signale
1 Primärdrehzahlgeber
2 Hilfdrehzahlgeber
©©©©©®
rritn r>i
ff
3 Pedalwertgeber □

4 Nadelbewegungsfühler ¥

5 Ladedruckfühler
6 Kraftstofftemperaturfühler ir ir

ill I
il

7 Kühlflüssigkeitstemperaturfühler ©
1 Ü
8 Bremssignal (über ZBRO)
9 Display / Warn- / Störungsleuchte ¥ IJi I

10 Steuergerät
J k /i lk i k

A Geschwindigkeitssignal
B Signal Motorbremse / Retarder
y
©
C Spannungsversorgung Klemme 30 EDC IVIS5 KOMPONENTEN A20-23.CDR / JPG ®©© ©©i j
D Spannungsversorgung Klemme 15 F Anschluss ISO-Diagnose (MAN-Cats)
E PWM-Signal (z.B. ZF-Ecomat) G Anschluss Diagnosetaster (Blinkcode)
Technische Schulung MAN Seite 11
TECH-SCHULUNG\DOKll-D\BUS\A20-A23VTECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Einfluss
grossen

EDC EINFLUSSGROESSEN.CDR / JPG


Technische Schulung MAN Seite 10
:
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF'A20-A23 TE03.PPT / 20.02 2002 ^^ ./ © R. Zirniker

Vorteile der EDC-Anlage


+ Optimales Motorverhalten in jedem Betriebszustand durch Abfrage von motorspezifischen
Kennfeldern.
+ Klare Trennung der Einzelfunktionen. Die Regelcharakteristik und der Einspritzmengenverlauf sind
nicht mehr voneinander abhängig vielfältigere Einflussmöglichkeiten bei der Applikation. +
Erweiterte Verarbeitung von Einflussgrössen welche bisher mechanisch nicht berücksichtigt werden
konnten (z.B. lastunabhängige Leerlaufdrehzahlregelung).
Hohe Regelgenauigkeit und Regelkonstanz über die gesamte Motordrehzahl durch Reduzierung
von Toleranzeinflüssen.
+ Verbesserung des Fahrverhaltens. Die Speicherung von Kennfeldern erlaubt die Wahl von Pa-
rametern in weiten Grenzen und ermöglicht damit eine Optimierung zwischen Motor und Fahr-
zeug.
+ Erweiterter Funktionsumfang. Funktionen wie Fahrgeschwindigkeits- und Zwischendrehzahl-
regelung sind ohne grossen Zusatzaufwand realisierbar.
Kopplung mit anderen elektronischen Systemen eröffnen Möglichkeiten, die das Fahrzeug in
Zukunft insgesamt komfortabler, wirtschaftlicher, umweltfreundlicher und sicherer machen.
■F Varianten nach Bedarf. Kennfelder oder Parameter werden erst am Ende des Produktionsbandes
in das Steuergerät eingelesen. Dadurch lässt sich das Steuergerät für verschiedene Motor- und
Fahrzeugvarianten einsetzen.
Technische Schulung MAN
Seite 9

TECH-SCHULyNG\DqKy-D\ByS\%2Q.;A23\TECH-EI^F\^2Q-A23 TE03.PPT / 20,02,3092 . © R. Zimiker

Systembeschreibung
Hinweise:
Da die elektronische Regelung eine sehr sensible Einrichtung ist, muss auf sauberen und was-
serfreien Kraftstoff geachtet werden.
Ein zu geringer Vordruck im Saugraum der Einspritzpumpe führt zu schlechter Leistung, hohem
Kraftstoffverbrauch und Fehlern im Nadelbewegungsfühler.
Der Kraftstoffvordruck soll deshalb im ganzen Betriebsbereich bei 2,5 bis 3,0 bar liegen.
Technische Schulung MAN
Seite 8
TECH-SCHÖLUNG\DOKU-D\BUS'A20:A23\TECH-EtNF\A20-A23 TE03.PPT / 20.02.2002 ”:'© I^Ximiker

Systembeschreibung
Kraftstoffversorgung
Die Versorgung des Niederdruck-
systems erfolgt, wie bisher, mit- D
tels einer mechanischen Förder-
pumpe, welche von der Einspritz-
pumpennockenwelle angetrieben
t
,
©
wird. ,l I I | 11 I L
1 Ansaug (vom Tank)
2 Grobfilter D

3 Handpumpe
4 Förderpumpe p
®S©
5 Kraftstoffilter
©
6 Ueberströmventil (2,5 bar)
7 Rücklauf zum Tank (über
Kraftstoffkühler)
© r
EDC HYDR A20-23.CDR / JPG
8 Lecköl von den Einspritzdüsen
Technische Schulung MAN Seite 7
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINh\A20-A23 TE03.PPT / 20 02.2002 © R. Zimiker

Systembeschreibung
Abstellen des Motors
Der Motor kann durch Drehen des Zündschlüssels abgestellt werden. Dabei wird die Stromversorgung
des Linearmagneten der Mengenregelung unterbrochen und die Feder in der Einspritzpumpe schiebt
die Regelstange in Position Nullförderung.
Schnittstelle
Lieber eine Schnittstellenleitung (PWM-Eingang am Steuergerät) lassen sich EDC-interne Grössen
(z.B. Einspritzmenge oder Fahrpedalstellung) an andere Fahrzeugsysteme (z.B. Getriebesteuerung,
Klimaanlage) anpassen. Diese Systeme können über eine getrennte Leitung die eingespritzte Kraft-
stoffmenge zwischen Leerlauf und Vollgas vorgeben (Mengeneingriff). Eine Kompatibilität mit ASR
(Antriebsschlupfregulierung) ist gegeben.
EOL-Programmierung (EOL = End of Line)
Mittels MAN-Cats besteht die Möglichkeit, verschiedene Parameter im EDC-Steuergerät zu pro-
grammieren. Die EOL-Programmierung bleibt jedoch, aus Gründen der Produkthaftpflicht, den
MÄN-Werkstätten Vorbehalten.

-
Technische Schulung MAN
* Seite 19
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT I 20.02.2002 © R. Zimiker

Hubschieberpumpe - Hubschieber
Im Pumpengehäuse befindet sich eine drehbare Versteliwelle mit Förderbeginn Förderende

Mitnehmern, welche jeweils in eine Nut am Hubschieber eingreifen. Hochdruckraum

Wird die Welle gedreht, so werden alle Hubschieber gleichmässig in


der Höhe verstellt und somit Vorhub und Förderbeginn verändert. Hubschieber

Saugraum

Förderbeginn
Pumpenkolben
Sobald der Pumpenkolben bei seiner Aufwärtsbewegung einen be-
Pumpenzyiinder
stimmten Hub zurückgelegt hat, verschliesst die Unterkante des Hub-
schiebers die Steuerbohrung im Pumpenkolben. Danach wird im
Hoch-
druckraum Druck aufgebaut und die Förderung beginnt.

Förderende
Die Förderung endet, sobald beim weiteren Aufwärtshub die schräge
Steuerkante des Pumpenkolbens die Absteuerbohrung des Hubschie-
bers erreicht hat. Durch das Verdrehen des Pumpenkolbens lässt sich
das Förderende und somit die geförderte Kraftstoffmenge variieren.
EDC FB-HUBSHIEBER.CDR / JPG
Technische Schulung MAN
Seite 20
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23>TECH-EINF\A20 A23 TE03.PPT / 20.02.2002 .^- [fflmiker

Förderbeginn- / Spritzbeginn-Aenderung
Die Förderbeginn-Aenderung und somit die Spritzbeginn-Aenderung erfolgt wie bereits erwähnt durch
ein Verstellen des Hubschiebers in Förderrichtung.
Eine Stellung des Hubschiebers näher am oberen Totpunkt bedeutet grossen Vorhub und somit
späteren Förderbeginn.
Eine Stellung näher am unteren Totpunkt bedeutet kleinen Vorhub und damit früheren För-
derbeginn.
Entsprechend der verwendeten Nockenform ändert sich dabei mit der Fördergeschwindigkeit auch die
Förderrate (theoretische Menge des geförderten Kraftstoffes je Grad Nockenwinkel) bzw. der
Einspritzdruck.
Technische Schulung MAN
Seite 21
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT / 20 02.2002 .... © R. Zimiker

Nadelbewegungsfühler (NBF)
Motoren mit EDC MS5 haben für den ersten Zylinder eine Einspritzdüse mit
Nadelbewegungsfühler. Dieser erfasst den Spritzbeginn mittels eines
Sensors, welcher direkt in den Düsenhalter integriert ist. Der Sensor besteht
im wesentlichen aus einer Geberspule und einem Druckbolzen, welcher
beim
Oeffnen der Düse in der Spule verschoben wird. Der Zeitpunkt der Kraftstoff-
einspritzung wird durch die Erfassung der Nadelbewegung wiedergegeben.
Die Elektronik setzt das NBF-Signal in ein Verhältnis zum Drehzahlsignal
und ermittelt so den tatsächlichen Förderbeginn.
Hinweis: Bei kurzzeitigem, grundlosen Aufleuchten der EDC-Kontrollampe
kann es sein, dass der Nadelbewegungsfühler eine Fehlermeldung veran-
lasst hat, ohne dass tatsächlich ein Fehler vorliegt. Die Gründe sind
meistens
elektromagnetische Felder in der Umgebung (z.B. Lichtsignalanlagen, Hoch-
spannungsleitungen usw.). Der Nadelbewegungsfühler soll deshalb nur
Aus technischen Gründen (Einstellung des Oeffnungsignals fürs Steuergerät)
dann
dürfen die
ersetzt Einspritzdüsen
werden, wenn auchmit Nadelbewegungsfühler
tatsächlich nicht revidiert werden!
ein Fehler vorliegt.
Technische Schulung MAN
Seite 22

TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23'iTECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT / 20 Ö2.2002 © R. Zimiker

Drehzahlgeber (DZG) - Aufbau und Funktion


Der Drehzahlsensor besteht aus einem Permanentmagnet und einer Spu-
le mit hoher Windungszahl.
Wird nun am Magnetkern eine Nute (Anzahl Nuten entspricht der Zylinder-
zahl des Motors) vorbeigeführt, so ändern sich die Magnetlinien und in der
Spule wird eine Induktionsspannung erzeugt. Die Distanz zum Schwung-
rad beträgt ca. 1 mm.
Bei EDC MS5 werden zwei solcher Sensoren verwendet. Die beiden Dreh-
zahlgeber unterscheiden sich nur in der Pinbelegung des Anschluss-
steckers und in der Numerierung am Schutzrohr.

Vorteile des induktiven Sensors: Nachteile des induktiven Sensors:


% Enorme Robustheit Berührungsfreies ^ Kleiner Signalpegel durch langsam drehende
Messen ^ Kei ne empfindlichen elektrischen Zahnräder
Teile am Sensor ^ Drehzahl selbst beeinflusst die Höhe der
Induktionsspannung
Ungleicher Abstand Zahn - Magnet
(unrunder Lauf) ergibt wechselnde
Induktionsspannung (Fehlerquelle).
Technische Schulung MAN
Seite 23
TECH-SCHULyNG\ppKUrD\ByS\A20-^23\TEGH-EINF^20-A23 TEQ3.PPT / 20.02,2002 -v ■ © R. Zimiker

Drehzahlgeber (DZG) - Unterscheidung


Primär- bzw. Systemdrehzahlgeber
Der Primärdrehzahlgeber (1) ist so im Schwungradgehäuse
eingebaut, dass 10° nach OT ein Drehzahlimpuls ausgelöst
wird. Aus derZeit vom Nadelbewegungsfühlerimpuls bis zum
ersten folgenden Drehzahlgeberimpuls errechnet EDC MS5
den Einspritzzeitpunkt (Spritzbeginn).
Hilfsdrehzahlgeber (HZG)
Der Hilfsdrehzahlgeber (2) ist so im Schwungradgehäuse
eingebaut, dass 18° nach OT ein Hilfsdrehzahlimpuls ausge-
löst wird. Die Signale des Hilfsdrehzahlgebers dienen nur zur
redundanten Drehzahlerfassung und haben keine Funktion
bei der Spritzbeginnberechnung.
Kennzeichnung der Drehzahlgeber:
+ Der Primärdrehzahlgeber ist auf dem Kabelbaum mit der
Nummer 1 gekennzeichnet.
der Hilfsdrehzahlgeber mit der Nummer 2.
Technische Schulung MAN
Seite 24

TECH-SCHULÜNG\DOKU-D\BUS\Ä20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT / 20.02:2002 © R. Zimiker

Drehzahlgeber (DZG) - Vorsichtsmassnahmen


Wichtig:
Wird der Primärdrehzahlgeber an der Position des Hilfsdrehzahlgebers eingebaut (Vertauschen
DZG-Position und HZG-Position im Schwungradgehäuse), wird von der EDC ein 8° zu später
Spritzbeginn eingeregelt.

Mögliche Folgen:
Weissrauchentwicklung, vor allem bei kaltem Motor und eventuell Zerstörung der Einspritz-
pumpennockenwelle.
Technische Schulung MAN
Seite 25
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT/20.02.2002 ^v © R. Zimiker

Pedalwertgeber
Der Pedalwertgeber gibt den Fahrerwunsch an das Steuer-
gerät weiter. Zu diesem Zweck werden die Winkelgrade über
ein Potentiometer erfasst und als Spannungsteilerwerte dem
Steuergerät übergeben.
Lieber einen Sicherheitsschalter erkennt das Steuergerät die
Leerlaufstellung.
Der Pedalwertgeber lässt sich beliebig austauschen, ohne
dass ein Abgleich auf die anderen EDC-Komponenten not-
wendig ist.
Als Vollastanschlag ist ein externer Anschlag vorgesehen.
Bei der Einstellung "Vollast und Leerlauf sind die Spannungs-
werte gemäss Reparaturanleitung zu beachten.
Technische Schulung MAN
Seite 26
TECH-SCHUI_UNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Temperaturfühler Kraftstoff und Kühlflüssigkeit


Die Temperaturfühler für Kraft-
stoff und Kühlflüssigkeit sind NTC-
Widerstände.
Der Kühlflüssigkeitsternperatur-
fühler befindet sich, wie der Name
schon sagt, im Kühlkreislauf.
Der Kraftstofftemperaturfühler
ist direkt in die Einspritzpumpe ein-
geschraubt.
Sie liefern dem Steuergerät die
notwendigen Informationen über
die Kühlflüssigkeits- bzw. Kraft-
stofftemperatur.
1 = NTC - Perle
2 = Isolation
3 = Vergussmasse
4 = Flachsteckanschluss Kennlinie
Technische Schulung MAN
Seite 27
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT/ 20.02.2002 . .. © R. Zimiker

Ladedruckfühler
Für die Druckmessung des Ladedrucks werden piezo-resistive Drucksen-
soren verwendet.
Bei diesem Messverfahren handelt es sich um Halbleiter-Dehnungsmess-
streifen.
Das Drucksensor-Element besteht aus einer Si-Membrane, die mehrere
piezo-resistive (druckempfindliche) Halbleiter-Widerstände enthält.
Der zu messende Druck "verbiegt" die federnde Membrane. An der Oberflä-
che der Membrane entstehen dadurch Zonen, die gedehnt oder gestaucht
werden.

Die an dieser Stelle angebrachten Halbleiter-Widerstandsbahnen verändern durch


die Krafteinwirkung ihre elektrischen Werte. Diese Werte sind ein Mass für den zu
messenden Druck.
Bei der Prüfung des Fühlers gilt es zu beachten, dass die Druckangaben meistens in pabs
(absoluter Druck) angegeben sind und demnach, der Atmosphärendruck (ca. 1 bar) bei
einer Messung berücksichtigt werden muss.

Bei Druckangaben in kPa (Kilo-Pascal) gilt: 100 kPa = 1 bar


Technische Schulung MAN
Seite 28
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23'TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT / 20 02.2002 © R. Zimiker

Ladedruckfühler 4 bar - Kennlinie / Messwerte


Kennlinie bei Versorgungsspannung = 5 V Spannung
Ladedruck
bar Volt
0.0 1.07
0,1 1.20
0,2 1.30
0.4 1.55
0.6 1.77
0.8 1.97
1,0 2,23
1.2 2.45
1,4 2.66
1,6 2,94
0,5 1 2 3 4 1.8 3.16
Pabs [bar] 2,0 3.43
Technische Schulung MAN
Seite 29
:TEGH-SCyyLyNQ\DQKUrD\ByS^20-^2g\XiCH-E|NF\A20-A23 TE03.PPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Widerstandsgruppe P»J ü
\
Je nachdem welche Widerstände an PIN 35 bzw. 54
des EDC-Steuergeräts geschaltet werden, können
unterschiedliche Funktionen / Reaktionen von der
EDC-Elektronik abgerufen werden.

Beim Linienbus sind dies:


Höchstgeschwindigkeit
■ppt Geschwindigkeitsbegrenzung
iMpfs« beim Rückwärtsfahren (nur Gelenkbus)
EDC WID-GRUPPE.JPG
Technische Schulung MAN
Seite 30

TECH-SCHÖtÜM\BÖlU-D\BÜSMö-Ä23\f£cR-EINl:\A2Ö--A23 TE03PPf7 20.02:2002 © R. Zimiker

Diagnose
Eigendiagnose
Die EDC-Anlage überprüft sich ständig selbst. Zu diesem Zweck läuft ein Signal-Range-Check ab. Bei
dieser Ueberprüfung werden alle Signale in einem bestimmten Zeitraster (bestimmt durch die Software)
auf Vorhandensein und Plausibilität abgefragt.
Das Steuergerät selbst wird ebenfalls während der gesamten Programmlaufzeit ständig überprüft. Die
erste Ueberprüfung erfolgt immer beim Einschalten der Zündung.
Treten während des Betriebes Fehler auf, so werden diese Fehler zum Zweck des späteren Abfragens
gespeichert. Es können maximal 5 Fehler gleichzeitig im Fehlerspeicher abgelegt werden. Die Fehler
werden in der Reihenfolge abgelegt, in der sie aufgetreten sind. Sollten mehr als 5 Fehler auftreten, so
wird der geringfügigste Fehler gelöscht.
Bei der Fehlerspeicherung findet eine Zuordnung der Fehlerpriorität, eine Identifikation der Fehlerart,
eine Erfassung der Fehlerhäufigkeit sowie eine Erfassung der Randbedingungen zum Zeitpunkt der
Fehlereinstufung statt.
Technische Schulung MAN
Seite 31
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECHEINF\A20-A23 TE03.RPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Diagnose
Ein vorhandener Fehler wird über das Display sowie über eine
Warnleuchte angezeigt.
gelb = Vorwarnstufe - leichter Fehler

^ rot = Alarmstufe - schwerer Fehler EDC
EMR
Es werden nur aktuell vorliegende Fehler angezeigt.
Gespeicherte, aber nicht aktuell anliegende Fehler werden nicht
Ausfall
Motorregelung
< IO
angezeigt.
ABS
ASR

Motor läuft: Taste


(x
Sporadische Fehler werden nach ihrem erstmaligen Erscheinen
durch einen Häufigkeitszähler festgehalten.
Motor steht: Service ©
>
Es gibt zwei Fehlerspeicher: ) EDC FEHLERMELDUNG A20-23.CDR / JPG
+ Fehlerspeicher für Diagnose über ISO-Schnittstelle.
Dieser kann mittels MAN-Cats gelesen und gelöscht werden.
** Fehlerspeicher für Diagnose über Blinkcode.
Der Blinkcode-Speicher kann mit Hilfe des Diagnosetasters ausgelesen und gelöscht werden.
Fehler werden immer in beide Speicher gleichzeitig eingetragen und können nach Aus- und Wie-
dereinschalten der Zündung ausgelesen werden.
Technische Schulung MAN
Seite 32
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Diagnose
Je nach Wertung eines aufgetretenen Fehlers werden folgende Massnahmen automatisch einge
leitet:
Umschalten auf geeignete Ersatzfunktion für weiteren, jedoch eingeschränkten Fährbetrieb, um
eine Weiterfahrt bis zur nächsten MAN-Werkstatt zu ermöglichen.
Sofortiges Abstellen des Motors, sofern dies aus Sicherheitsgründen erforderlich ist. Je nach
Fehler erfolgt das Abstellen durch Abregeln der Menge auf Null oder durch Notabstellung mittels
Sicherheitsrelais.

Fehlerspeicher auslesen
Das Auslesen des Fehlerspeichers wird im Kapitel Diagnose beschrieben. Die aktuellen Fehlercodes
entnehmen Sie bitte der Broschüre SD 206 bzw. der Sl CD (nur Servicenetz MAN).
Technische Schulung MAN
Seite 33
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINFVA20-A23 TE03.PPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Schnellübersichten EDC MS5


Bitte beachten Sie:
Der Sinn der Schnellübersichten liegt darin, die Zusammenhänge übersichtlicherzu gestalten. Aus
diesem Grund sind in den Schnellübersichten nur die wichtigsten Steckverbindungen eingezeichnet.
Die Aufschlüsselung der Leitungsnummern finden Sie im Kapitel "Elektrische Anlage".

Legende zu den Schnellübersichten - A20 / A21 und A23


A142 Steuergerät EDC B198 Nadelbewegungsfühler
A301 Zentralrechner 1 B199 Primärdrehzahlgeber
A/11 Signal "Bremse betätigt" B200 Hilfsdrehzahlgeber
D/7 Displayanzeige / Warnleuchte B/2 Signal
F163 Sicherung EDC -15 A
"Gaspedal betätigt" zum Lösen der
Haltestellenbremse und Ausschalten von NBS K170 Relais Spannungsversorgung EDC Kl. 30
(Neutral bei Stillstand) K298 Relais Start-Stop
B124 Temperaturfühler Kühlflüssigkeit K324 Relais EDC, redundante Abstellung
B125 Ladedruckfühler B127 K368 Relais "Gasreduzierung - Knickschutz"
Pedalwertgeber B197 Temperaturfühler K371 Relais "Rückfahrleuchte" - Signal "Rück
Kraftstoff wärtsgang eingelegt" für Relais K386
Technische Schulung MAN
Seite 34

TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE03.PPT / 20 02.2002 © R, Zimiker

Schnellübersichten EDC MS5


K386 Relais "Gasreduzierung - Rückwärtsgang" X1126 Stecker Vorderwagen - Drehkranz rechts
P100 Fahrtschreiber D/3 - Geschwindigkeitssignal X1128 Stecker Drehkranz - Motorwagen rechts Y130
Q101 Lenkradschloss Signal "Kontakt ein“ Stellwerk Einspritzpumpe
R134 Widerstandsgruppe
S176 Schalter Motor Start / Stop (Heck) - Signal "Motor
stop" extern
X102 Klemmbrett Hauptschalttafel (Masse)
X200 Diagnosesteckdose MAN-Cats
X210 Diagnosesteckdose Taster
X232 Verteiler Leitung 60001
X337 Steckverbindung EDC - Motortrennstelle
X627 Masseverteiler EDC auf Geräteplatte 2
X852 Verteiler Leitung 60501
X874 Klemmbrett Hauptschalttafel (Kl. 30)
X980 Stecker Hauptschalttafel - Baugruppe Getriebe
(nicht angeschlossen)
X990 Stecker Hauptschalttafel - EDC
Schnellt -sicht EDC MS 5 Stufe 3 - Niederflurbus |20 / A21

KZ1 11.1999
EDC MS5 SCHNELLUEBERSICHT A20-21 ODR / JPG
X990 X1226 1X1128
15
60201 -^■3 60201 10 60201 l10^j 60201 15
o a> -my- 48
CM
- I
X z»
o
60200 z 60200 I 9
14
2> m >-60200 J
-uy- «y- 60200 48
60. 07 60107 , 8,j 1
o 1> '-my-60107 -my- 60107 20 2
CM 31000 15 (20 68504 j20,j 9
68504 68504 6
X 3> «>- my-
11
4» 31000
x
h4«J- 43300
~my~
43300 43300 43 10
l X102/1
3
15002 15002 '2,3 , 15002 47
-~my~
C
o B/2 O
o A/11 C (44)
< O 6000
n (37)
87a , 87a
X (26)
^30022^1-4^60000 ____________ 33
o ___ -SA , 8/ 60001. (25)
/I ------- 36
T” * 30 rj 37 F163 30 i
<N 13
O
31511.
15A
60000,
.
60519 X 46
X 85 86 85
K298 K170
io
i •» t 43315 19 34
tn 31006

18

A 53

1
13
4 21

K371/5 <
2 22
17
35
X627/7
K386
54 17
Pedalwertgeber - B 127 . 32
-| X12261 X1128"1 18
ca. 1kW 3/ge
«j 60513 60513 .60513
=90- Hl>- 39 52
|6/qr|[j 60501 29
51
s/br 60501 60501
"►X852/8 50
23
27
42
45 5

RZ/11.1999
| X232
60Q0Hf 1 2 SU werk -Y130
rv ■ T .
J
Mengenstellwerk

Messspule

Referenzspule

Hubschieber
stellwerk

60502 60502 rt
-c ■-
60102 60102 Ladedruck-
60501 J7 60501 60501 fühler-B 125
< m-
X852

60103 60103
Temperaturfühler
60501
< m- 60501 Kraftstoff-B 197

60101 s, _ ! 60101 C1«3 !


Temperaturfühler
,605011 60501 ■1 60501 Kühlflüssigkeit - B 124
X1128/4-*
I
1
F- _ 1 bl J_1 ' Primärdrehzahl-
wsbl ef _ 1 wsbl / 11 geber - B 199
1 J _—————
wsgn N _1 wsgn r i i Hilfdrehzahl-
gn P,_ i gn / dm geber-B 200
J
I
wsrs ul wsrs ,\ 1 _________ 1 Nadelbewegungs-
1
i wsbr 1
fühler- B 198
wsbr i
X sw sw i
rxi^s1 Ixme1 X990 ABS/ASR
74501 74501 74501
74501 '13
’<■-
74502 '12<»- 74502 *12. 74502 I 74502
16503
16503 -Xd 16503 4^, < m- 16503 -►P100-D/3
60572 ilZ 60572 -OZc, 60572 17 60572
<»- <■—T -►K368/5
60525 114 60525 fl 4 60525 60525 ^ ...................
<*- < *- ---------- ►
43520 J15!C* 43520 '15, 43520 h0. 43520 Klimaanlage
>X980/1
43521 -r%!r3-
- 43521 <16 ^21 '11 c »..... L .. 4352J_>X980/4

EDC MS5 SCHNELLUEBERSICHT A23.CDR / JPG Quelle:


Plan 81.99289.5375 Stand: 03.1997
Schnellübersicht EDC MS 5 Stufe 5 mit AGR

Name: Edzard Horn Abt. VMT


1.00
MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG
Bildungszentrum Wien B9

Fehlersuch- und
Reparat u r h i n weise
EDO MS5

©2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG BILDUNGSZENTRUM Wien


Nachdruck, Vervielfältigung oder Übersetzung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung
der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG nicht gestattet. Alle Rechte nach dem Gesetz über das
Urheberrecht bleiben der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG ausdrücklich Vorbehalten.
09 MAN Bildungszentrum Wien

3.1 Allgemeines über Eigendiagnose ..................................................... 3


3.2 Diagnoselampe ................................................................................... 3
3.2.1 EDCM7....................................................................................................... ...4
3.2.2 EDC MS5 / M(S)5 und MS6.4 ......................................................................... 4 X
3.3 Fehlerspeicher .................................................................................... 5
3.3.1 Fehlerspeicher auslesen ................................................................................ 5
3.3.2 Blinkcode bei EDC M7, EDC MS5 / M(S)5 und MS6.4 ................................... 5
3.3.3 Fehlerspeicher löschen .................................................................................. 6
3.4 Anschlussschema für Blinkcodetaster............................................. 7 *
3.5 Tabellen Blinkcode mit Schnellprüfliste ........................................... 8
-37571—-^ebflellöbefsiohFBlifvkeede-MTU™.......................................................................................................................
K
3.5.2 Tabelle Blinkcode mit Schnellprüfliste EDC MS 5 ........................................... 9
3.5.3 Schnellübersicht Blinkcode EDC MS5 Stufe 2 .............................................. 14*
3.5.4 Schnellübersicht Blinkcode EDC MS5 Stufe 3-5 ........................................... 15*'
3.5.5 Schnellübersicht Blinkcode MS 6.4............................................................... 17
3.6 Fehlersuch- und Prüfanweisung EDC-Systeme ............. .............. 18
3.6.1 Fehlersuche im Niederdrucksystem der Einspritzanlage EDC MS5....18
—3.-6r2 ----- Hyd rau I ische Rrjjfsehfittliste' &DC?-Gommm~F^^
3.6.3 Fehlersuche in der Elektrik eines EDC-Systemes......................................... 23
3.6.1 Schnellprüflisten MS 5 einschließlich Stufe 5 und M(S)5 .............................. 23
3T6T3 ..... SGfmeHprüffisterEDC-M'S^rl-fFGA)..... ........................................................ 27
3.6.3 Schnellprüfliste EDC MS6.4 . . . < $ . T i .................................... 30
3.6.4 -- Schaetiprüfiiste--EBG-M7,JCiMuster7-G-ommQn-~Rail— ............... ^,^^^^^^.35
3.7 Prüfen des Kabelstranges mit Lastwiderstand .............................. 37
3.7.1 Ladedruckfühler EDC MS 5 Stufe 3, 4 und 5 prüfen ..................................... 39
3.8 Werkzeug für EDC-Prüfung .............................................................. 40
3.9 Fehler und ihre möglichen Ursachen.............................................. 42

Seite 2 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien 0

3.1 Allgemeines über Eigendiagnose


Die EDC-Anlage überprüft sich ständig selbst. Zu diesem Zweck läuft ein Signal- Range-Check
ab. Bei dieser Überprüfung werden alle Signale in einem bestimmten Zeitraster (bestimmt
durch die Software) auf Vorhandensein und Plausibilität abgefragt.
Das Steuergerät selbst wird ebenfalls während der gesamten Programmlaufzeit ständig
überprüft. Die erste Überprüfung erfolgt immer beim Einschalten der Zündung.
Treten während des Betriebes Fehler auf, so werden diese Fehler zum Zweck des späteren
Abfragens gespeichert.
Es können maximal 5 Fehler, bei MS6.4 maximal 10 gleichzeitig im Fehlerspeicher abgelegt
werden. Die Fehler werden in der Reihenfolge abgelegt, in der sie aufgetreten sind. Sollten
mehr Fehler auftreten, so wird der geringfügigste Fehler gelöscht.
Bei der Fehlerspeicherung findet eine
• Zuordnung der Fehlerpriorität,
• Identifikation der Fehlerart,
• Erfassung der Fehlerhäufigkeit,
• Erfassung der Randbedingungen zum Zeitpunkt der Fehlereinstufung, statt. Sporadische
Fehler werden nach ihrem erstmaligen Verschwinden durch einen Häufigkeitszähler
festgehalten. D.h. es wird eine bestimmte Häufigkeitszahl gesetzt, die bei jedem Startvorgang
um eins zurückgesetzt wird. Tritt der Fehler nicht mehr auf, wird er bei Erreichen der Zahl Null
gelöscht (gilt nicht bei EDC MS6.1 TG-A).

3.2 Diagnoselampe
Kontrollampenprüfunq:
Nach Einschalten der Zündung leuchtet die Kontrollampe bei M7 so lange auf bis der Motor
gestartet wird. Bei MS5 / M(S)5 und MS6.1 für ca. 2 sec. zum Lampentest.
Je nach Wertung eines aufgetretenen Fehlers werden folgende Maßnahmen automatisch
eingeleitet:
• Umschalten auf geeignete Ersatzfunktion für weiteren, jedoch eingeschränkten
Fährbetrieb, um eine Weiterfahrt bis zur nächsten MAN-Service-Werkstatt zu ermöglichen.
• Sofortiges Abstellen des Motors, sofern dies aus Sicherheitsgründen erforderlich ist. Je
nach Fehler erfolgt das Abstellen durch Abregeln der Menge auf Null oder durch
Notabstellung mittels EHAB bzw. Sicherheitsrelais.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 3


H MAN Bildungszentrum Wien

Zur Fehlermeldung wird die Diagnoselampe je nach Wertung:

3.2.1 EDCM7
Dauerlicht Fehler im EDC-Steuergerät
Blinklicht Fehler in der EDC-Peripherie
Achtung: Die EDC-Lampe blinkt auch bei Fehlbedienungen auf.

3.2.2 EDC MS5 / M(S)5 und MS6.4


Dauerlicht schwerwiegende Fehler kein
Licht leichte Fehler
Es werden nur aktuell vorliegende Fehler angezeigt Gespeicherte, aber nicht aktuell
anliegende Fehler werden nicht angezeigt.

Seite 4 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien B)

3.3 Fehlerspeicher
Es gibt zwei Fehlerspeicher:
• Fehlerspeicher für Diagnose über ISO-Schnittstelle. Dieser kann mittels MAN- Cats
gelesen und gelöscht werden.
• Fehlerspeicher für Diagnose über Blinkcode. Der Blinkcode-Speicher kann mit Hilfe des
Diagnosetasters ausgelesen und gelöscht werden.

3.3.1 Fehlerspeicher auslesen


Fehler werden immer in beide Speicher gleichzeitig eingetragen und können nach Aus- und
Wiedereinschalten der Zündung ausgelesen werden.

3.3.2 Blinkcode bei EDC M7, EDC MS5 / M(S)5 und MS6.4

1. Bei stehendem oder laufendem Motor und eingeschalteter Zundung, Diagnose-


Anforderungstaster mindestens 2 Sekunden drücken. Diagnoselampe leuchtet nicht.

2. Nach einer Pause von ca. 3 Sekunden beginnt der Blinkvorgang. Der Blinkcode wird bei
M7 mit kurzen Impulsen dargestellt. Bei MS5 bzw M(S)5 ist er in lange und kurze Impulse
aufgeteilt.

3. Die Diagnose gibt immer nur einen Fehler aus. Um festzustellen ob mehrere Fehler
abgespeichert sind, muß die Fehlerabfrage solange wiederholt werden, bis der zuerst
angezeigte Fehler wieder erscheint.

Beispiel einer Blincodeausgabe bei MS5 / M(S)5 und MS6.4

Dunkelphase vor der Ausgabe: 3 sec


Leuchtdauer eines langen Impulses: 2 sec
Dunkelphase zwischen zwei langen Impulsen: 1 sec
Dunkelphase zwischen langen und kurzen Impulsen: 5 sec
Leuchtdauer eines kurzen Impulses: 0,5 sec
Dunkelphase zwischen zwei kurzen Impulsen: 0,5 sec

Fehler 25

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 5


0 MAN Bildungszentrum Wien

3.3.3 Fehlerspeicher löschen


Mit Blinkcodetaster
• Anforderungstaster drücken
• Zündung einschalten
• Anforderungstaster weitere 3 sec gedrückt halten
Mit dem Blinkcodetaster kann nur der Blinkcodefehlerspeicher gelöscht werden. Für MAN-Cats
ist der Fehler weiterhin auslesbar.

Mit MAN-Cats
Beim Beenden der MAN-Cats-Diagnose wird nach Abfrage der Fehlerspeicher gelöscht. Der
Fehler steht dann über die Blinkcodeabfrage ebenfalls nicht mehr zur Verfügung.

Seite 6 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 I

-n
(o
Taster 81.25503.0108 o
T>° Abdeckung
Glühlampe
81.25503.0106
81.25901.7070

1 2 3 4 5 6 7 8

o>
1 5 OJ
o
2 6 m
CO
3 7 uo
CM
4 8

X 124
2 6
v v

CO
T|
<0 5 1 cg
O xr
ü) 6 2 om
Steckkontakt für 0475: 07.91202.2612
CD
D
CD
N‘
7 3 c Steckkontakt für 0474: 07.91201.2908
5'
x- g
CD
00
o
o
Q.
CD
C
e 4
CD D
CQ

Steckkontakt für 0429: 07.91202.2612


Steckkontakt für 0423: 07.91201.2908
Seite 7
3.4 Anschlussschema für Blinkcodetaster
T|
IO
O
O
O

1 2 3 4 5 6 7 8

Steckkontakt für 0052. 07.91201.2512

* Bei Systeme die eine plusgesteuerte Kontrollampe besitzen, ist


PIN 4 = Kl. 31
ia MAN Bildungszentrum Wien

3.5 Tabellen Blinkcode mit Schnellprüfliste

3.5.1 Schnellübersicht Blinkcode M7

Blinkzahl fehlerhafte Komponenten


1 Pedalwertgeber

3 Temperatursensor Luft
4 Primärdrehzahlsensor

5 Ladedrucksensor

6 Regelweggeber
7 Temperatursensor Kühlwasser
8 Geschwindigkeitssignal
9 Leerlaufschalter im Pedalwertgeber fehlerhaft Schaltpunkt unplausibel
10 Mengenstellwerk Regelabweichung

13 Steuergerät defekt (Hauptfahrrechner)

14 Hilfsdrehzahlsensor

15 Steuergerät defekt (Überwachungsfunktion)

Seite 8 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien 01

3.5.2 Tabelle Blinkcode mit Schnellprüfliste EDC MS 5


Hinweis:
Die Messung an den entsprechenden Klemmen beziehen sich auf den
Steuergerätestecker (kabelbaumseitig) bzw. auf den Buchsenkasten. Die
Schnellprüfliste bezieht sich rein auf schnell zu ermittelnde Fehlerquellen..

Prüfung von Prüfhinweis/ Messung Sollwerte


Prüfbedingungen
Blinkzah 1 Komponenten/ zwischen
Lang Kurz Funktionen Klemmen
1 Pedalwertgeber
Widerstandsmessung ab
45 und 13 700...1400Q
defekt
Leitungsstecker Steuergerät
Gesamtwiderstand
3 Temperaturfühler Widerstandsmessung ab 55 und 13 4,17...2,62V
Luft Leitungsstecker Steuergerät
Nur VorserielO Lufttemperatur 15 30°C
4 Primär- Widerstandsmessung ab 21 und 13 500.. .700Ü oder
Drehzahlgeber
Leitungsstecker Steuergerät 800.. .1000Q
Gesamtwiderstand
5 Ladedruckfühler Zündung einschalten
Spannungsmessung am
Buchsenkasten 36 und 13
Leerlauf 1.35.. ,1,65V
Volllast 1.70.. .2.20V
Regelweggeber Widerstandsmessung ab 11 und 10 11 17.. .230
6 17.. .230
Leitungsstecker Steuergerät und 9
6 Regelweggeber AC-Spannungsmessung ab 9 und 13
Leitungsstecker Steuergerät,
stehender Motor, Leerlauf LL: ca. ,0,5V VL:
stehender Motor, Volllast ca. 1,2V
7 Temperaturfühler Zündung einschalten
Kühlmittel
Spannungsmessung am
53 und 13
Buchsenkasten Temperatur: 30
90°C 4,17...2,62V

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 9


Bö MAN Bildungszentrum Wien

Prüfung von Prüfhinweis / Messung Sollwerte


Blinkzahl Komponenten/ Prüfbedingungen zwischen
Lang Kurz Funktionen Klemmen

8 Fahrgeschwindig- Widerstandsmessung der


keitsgeber
Leitung vom Stecker Steuergerät
siehe Text ca. OQ

PIN 51 zum Stecker B7


9 Leerlaufschalter Widerstandsmessung ab
Pedalwertgeber Leitungsstecker Steuergerät
fehlerhaft Fahrpedal in Leerlaufstellung 39 und 13 coQ
Fahrpedal in Vollaststellung 39 und 13 ca 1 kO
10 Mengenstellwerk Widerstandsmessung ab 15 und 1 0,7...1,20
Leitungsstecker Steuergerät
14 Hilfsdrehzahl- Widerstandsmessung ab 22 und 17 500...7000 oder

geber Leitungsstecker Steuergerät 800... 10000


1 0 Umschaltung HGB Schalter u. Verkabelung HGB
1 1 Temperaturfühler Zündung einschalten
Kraftstoff Spannungsmessung am
Buchsenkasten Temperatur: 10 - 34 und 13 4,17...2,62V
50°C
1 3 Spannungsver- Zündung einschalten
sorgung Steuer- Spannungsmessung am 15 und 18 UBatt
gerät Buchsenkasten 47 und 19 UBatt

1 4 Bremse Zündung einschalten


Plausibilität
Spannungsmessung am
Buchsenkasten Stufe 2
unbetätigt: 43 und 19 0,0...2,0V
24 und 19 UBatt

betätigt: 43 und 19 UBatt


Hinweis: Schaltpunkt der 24 und 19 0.0...2.0V
Näherungsschalter der Bremse
muss zeitgleich sein.
Stufe 3: Pin 24 ist frei
43 und 19
Schalter ist Schließer unbetätigt: 0,0...2,OV
betätigt: UBatt

Seite 10 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien B!

Prüfung von Prüfhinweis/ Messung Sollwerte


Prüfbedingungen
Blinkzahl Lang Komponenten/ zwischen
(Kurz Funktionen Klemmen
1 5 Kupplungs Zündung einschalten
schalter
Spannungsmessung am
Buchsenkasten
Stufe 2: betätigt 26 und 19
unbetätigt
Stufe 3: betätigt 0,0 2,OV Ubatt
unbetätigt Ubatt 0,0 2,OV
1 6 Steuergerät Keine weitere Prüfung
defekt
erforderlich
1 7 Überdrehzahl Systemdrehzahlgeber und
Hilfsdrehzahlgeber überprüfen
Eventuell Fahrerfehler

1 8 Spritzbeginn Hubschieberstellwerk 15 und 3 0,7 2,0 Q


regelabweichung
1 9 Ladedruckregel Ladedruckgeber
abweichung
1 10 Madelbewegungs Widerstandsmessung ab 32 und 17 90 130 ü
fühler
Leitungsstecker Steuergerät
1 11 Mechanischer Einspritzdüse mit Nadelbe-
Defekt am Nadel- wegungsfühler (1 .Zylinder)
Dewegungsfühler wechseln.
1 12 Mehrstufen- Widerstandsmessung ab Leitung 35 und 13
schalter
Steuergerät Stufe 2 ZDR nicht
aktiv: ZDR 1 aktiv:
ZDR 2 aktiv Stufe 3 Stufe 0 Stufe Oü
1 Stufe 2
3.9 kü 8,2kQ
Stufe 3(dzt.nicht aktiv)
0,36 0,69kD
1.10 1,68 kü
2,50 3,81 kQ
6,15.11,62kQ

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 11


Hl MAN Bildungszentrum Wien

Prüfung von Prüfhinweis/ Messung Sollwerte


Prüfbedingungen
Blinkzah 1 Komponenten/ zwischen
Lang Kurz Funktionen Klemmen
1 13 Komfortbedienteil Zündung einschalten 44 und 13
Spannungsmessung am
Buchsenkasten
unbetätigt 3,12 3,90V 1,41
MEMORY 2,01V 0,55
SET+ 1,16V 2,26
SET- 2,87V 3,96
Aus 4,58V
1 ooQ
14 PBM-Eingang Widerstandsmessung ab 52 und 19
(DKR)
Leitungsstecker Steuergerät
ooQ
1 15 System CAN Widerstandsmessung ab nicht belegt
Schnittstelle Leitungsstecker Steuergerät
ooQ
2 0 ABS Widerstandsmessung ab 28 u. 19
Leitungsstecker Steuergerät
ooQ
2 1 ASR (DKV) Widerstandsmessung ab 29 und 19
Leitungsstecker Steuergerät
ooQ
3 Getriebe Schnittstelle Widerstandsmessung ab noch nicht
2
Leitungsstecker Steuergerät belegt
2 4 Pedalwertgeber Bremsschalter und ev. Bremse und Fahrpedal
Plausibilität mit Leerlaufschalter im gleichzeitig betätigt
Bremse Pedalwertgeber überprüfen
2 5 Hauptrelais Zündung einschalten
hängt UBatt
Spannungsmessung am
Buchsenkasten 15/16 und 18
2 7 Höchstge- Widerstandsmessung Stufe 0 54 und 13
Schwindigkeitsbe- Stufe 1 Stufe 2 0,36 0,69kQ
grenzung. Nur bei Stufe 3 (dzt. nicht aktiv.) 1,10 1,68 kü
EDO Stufe 3 2,50 3,81 kQ
6,15.11,62kÜ
2 8 Atmosphären Steuergerät defekt
druckerfassung
2 10 ASR-ER Botschaft Widerstandsmessung ab nicht
Leitungsstecker Steuergerät belegt

Seite 12 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien 01

Prüfung von Prüfhinweis/ Messung Sollwerte


Prüfbedingungen
Blinkzahl Lang Komponenten/ zwischen
Kurz Funktionen Klemmen
GS-ER Botschaft Widerstandsmessung ab nicht belegt
2 11
Leitungsstecker Steuergerät
2 12 FM-ER Botschaft Widerstandsmessung ab nicht belegt
Leitungsstecker Steuergerät
2 13 FM Botschaft derzeit nicht aktiv
2 14 ETC1 Botschaft derzeit nicht aktiv
3 1 Nachlauf EHAB Fehler Spannungsversorgung Klemme 30
zu früh abgeschaltet oder Wackel-
kontakt

3 2 EEPROM Rechner 1 Steuergerät defekt


Fehler
3 3 EEPROM Rechner 2 Steuergerät defekt
Fehler
3 4 Stop-Extern- Spannungsmessung am
Erfassung
Buchsenkasten
Antigas, Leistungsreduktion
betätigt: UBatt
nicht betätigt: 50 und 19 50 und 19 OV
3 5 VTG - Regelung Turboladerregelung derzeit nicht
aktiv
3 6 Ladeluftkühlerbypass Derzeit nicht aktiv
3 7 Endstufenfehler Leitungen prüfen, abhängig von der
Steckverbindungen prüfen, falls Komponente
kein Fehler feststellbar,
versuchsweise Steuergerät
erneuern
3 8 Nachlauf nicht beendet Spannungsversorgung Klemme 30
zu früh abgeschaltet

3 9 Nachlauf ev. Steuergerät defekt


Watchdog Fehler
3 10 Wackelkontakt Leitungen prüfen, 11 und 9 11 und 10 9 18-25Q 18-250 34 -
Regelweggeber
Steckverbindungen prüfen, falls und 10 460
kein Fehler feststellbar, E- Pumpe
instandsetzen
3 11 AGR-Steller Leitungen prüfen, Rückmeldeschalter 15
bleibende Steckverbindungen prüfen, falls und 24 Magnetventil
Regelabweichung kein Fehler feststellbar, AGR- Steller 7 und 18
tauschen < 10 39 - 470
3 12 CAN-Signal EBC 1 Prüfung gern. Rep-Anl. T51

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 13


MAN Bildungszentrum Wien

3.5.3 Schnellübersicht Blinkcode EDC MS5 Stufe 2

Blinkzahl fehlerhafte Komponenten Art der


Lang Kurz Fehleranzeige

1 Pedalwertgeber Dauerlicht
3 Temperaturfühler Luft kein Licht
4 Primärdrehzahlgeber (DZG) Dauerlicht
5 Ladedruckfühler Dauerlicht
6 Regelweggeber Dauerlicht
7 Temperaturfühler Kühlmittel Dauerlicht
8 Signal Fahrgeschwindigkeitsgeber B7 Dauerlicht
9 Leerlaufschalter im Pedalwertgeber Dauerlicht
10 Mengenstellwerk (bleibende Regelabweichung) Dauerlicht
14 Hilfsdrehzahlgeber (HZG) Dauerlicht
1 1 Temperaturfühler Kraftstoff kein Licht
1 3 Überwachung Batteriespannung kein Licht
4 Bremse (Plausibilität zwischen beiden Schaltern) kein Licht
1
1 5 Kupplungsschalter Dauerlicht
1 6 Rechnerkopplung defekt (Steuergerät defekt) Dauerlicht
1 7 Überdrehzahl Dauerlicht
1 8 Spritzbeginnregelabweichung Dauerlicht
1 10 Nadelbewegungsfühler (NBF) kein Licht
1 11 Mechanischer Defekt im NBF ( Nadelklemmen) kein Licht
1 12 Mehrstufenschalter (unplausibler Spannungsbereich) kein Licht
1 13 Bedienteil Dauerlicht
1 14 PBM-Eingang (DKR) kein Licht
2 1 ASR (DKV) kein Licht
2 4 Pedalwertgeber, Plausibilität mit Bremse kein Licht
2 5 Hauptrelais Dauerlicht

Seite 14 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien BB

3.5.4 Schnellübersicht Blinkcode EDC MS5 Stufe 3-5

Blinkzahl fehlerhafte Komponenten Art der


Lang Kurz Fehleranzeige

1 Pedalwertgeber Dauerlicht
4 Primärdrehzahlgeber (DZG) Dauerlicht
5 Ladedruckfühler Dauerlicht
6 Regelweggeber Dauerlicht
7 Temperaturfühler Kühlmittel Dauerlicht
8 Signal Fahrgeschwindigkeitsgeber B7 Dauerlicht
10 Mengenstellwerk (bleibende Regelabweichung) Dauerlicht
14 Hilfsdrehzahlgeber (HZG) Dauerlicht
1 1 Temperaturfühler Kraftstoff kein Licht
1 3 Überwachung Batteriespannung kein Licht
1 4 Bremse (Plausibilität) kein Licht
1 5 Kupplungsschalter Dauerlicht
1 6 Rechnerkopplung defekt (Steuergerät defekt) Dauerlicht
1 7 Oberdrehzahl Dauerlicht
1 8 Spritzbeginnregelabweichung Dauerlicht
1 9 Ladedruckregelabweichung kein Licht
1 10 Nadelbewegungsfühler (NBF) kein Licht
1 12 Mehrstufenschalter (unplausibler Spannungsbereich. kein Licht
1 13 Bedienteil Dauerlicht
1 14 PBM-Eingang (DKR) kein Licht
1 15 System CAN, nur bei SAMT-Getriebe kein Licht
2 1 TSC1 Botschaft, ASR (DKV), bei SAMT-Getriebe kein Licht
2 3 TSC1 GS Botschaft, nur bei SAMT-Getriebe kein Licht
2 4 Pedalwertgeber, Plausibilität mit Bremse kein Licht
2 5 Hauptrelais Dauerlicht
2 7 Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung Dauerlicht
2 8 Atmosphärendruckerfassung, Steuergerät def. Dauerlicht
2 10 ASR-ER Botschaft, Lesefehler Dauerlicht
2 11 GS-ER Botschaft, Lesfehler Dauerlicht
2 12 FM-ER Botschaft, dzt. nicht verwendet Dauerlicht
2 13 FM Botschaft, dzt. nicht verwendet Dauerlicht
2 14 ETC1 Botschaft, ab 2/95 nur bei SAMT-Getriebe Dauerlicht
3 1 Nachlauf EHAB- Fehler kein Licht
3 2 EEPROM Rechner 1 Fehler, ev. unbef. Manipulation kein Licht

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 15


03 MAN Bildungszentrum Wien

Blinkzahl [fehlerhafte Komponenten |Art der


Lang iFehleranzeige
Kurz
3 3 |EEPROM Rechner 2 Fehler, ev. unbef. Manipulation (kein Licht (****
3 4 (Stop extern Erfassung, Antigas kein Licht
3 5 VTG Regelung, Turbolader, derzeit nicht belegt kein Licht
3 6 |Ladeluftkühler-Bypass, derzeit nicht belegt kein Licht (**
3 7 (Endstufenfehler kein Licht
3 8 Nachlauf nicht beendet kein Licht
3 9 Nachlauf - Watchdog Fehler kein Licht
3 10 jwackelkontakt Regelweggeber kein Licht
3 11 AGR-Steller bleibende Regelabweichung Dauerlicht
3 12 CAN-Signal EBC 1 Dauerlicht

Legende:
(° CAN-Bus Fehler
Steuergerätetausch wenn der Motor nicht anspringt oder
häufig abstirbt und dieser Fehler angezeigt wird.
(** Emulation zur Zeit nicht verwendet ( LLK-Bypass a. 10/95 )
(*** Ab 12/95 nur in Fahrzeugen mit SAMT-Getriebe,
(**** Steuergerät lässt sich nicht programmieren,
ev. Manipulationsversuch von nicht berechtigter Seite.

Bei der Steuergeräteversion V12 ist der Fehler Lang 3 Kurz 1 mit dem Fehler Lang 3 Kurz 8
vertauscht und umgekehrt.

ASR-ER ASR an Engine Retarder ( Motorbremse )


GS-ER Getriebe an Engine Retarder ( Motorbremse )
FM-ER Fahrzeug Management an Engine Retarder ( Motorbremse )
ETC Engine-Transmission-Comunication
TSC1-ASR ASR an alle
TSC1-GS Getriebe an alle

Seite 16 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien B9

3.5.5 Schnellübersicht Blinkcode MS 6.4


Blinkzahl fehlerhafte Komponenten Art der

Lang Kurz Fehleranzeige


1 Pedalwertgeber ja
2 Mengenmagnetventil Plausibilität Ansteuerdauer ja
4 Drehzahlgeber ja
5 Ladedruckfühler ja
7 Temperatursensor Kühlflüssigkeit ja
8 Fahrgeschwindigkeitssignal ja
9 PSG-Selbsttest (Pumpenkennfeld nicht vorhanden) ja
1 2 Test: Abstellen über Menge 0 ja
1 3 Unterspannung nein
1 4 Näherungsschalter Bremse nein
1 5 Näherungsschalter Kupplung ja
1 6 Steuergerät Überwachungsmodul
1 7 Überdrehzahl ja
1 8 Spritzbeginn Regelabweichung ja
1 9 Nacxhlauftest, Abstellen über Spannungsüberwachung
1 10 Nadelbewegungsfühler Signal nein
1 11 Plausibilität MAB-Signal (Abstellsignal) ja
1 12 Widerstandsgruppe, Steuergerät Pin B 28 nein
1 13 Bedienteil (Lenkstockschalter) ja
1 14 ASR-Schnittstelle (DKR) nein
1 15 Steuergerät (CAN-System) nein
2 1 CAN-Signal ASR nein
2 2 Abstellen über Relais MAR
2 3 CAN-Signal Getriebesteuerung nein
2 4 Pedalwertgeber, Plausibilität mit Bremse nein
2 5 Hauptrelais nein
2 6 NL-Test: Abstellen über Überwachungsmodul ja
2 8 Atmosphärendruckfühler ja
2 9 Magnetventil im Pumpensteuergerät ja
2 10 CAN-Fehler ABS an Motorbremse ja
2 11 CAN-Fehler Getreibe an Motorbremse ja
2 12 CAN-Fehler Fahrzeugmanagement an Motorbremse ja
2 13 CAN-Fehler Fahrzeugmanagement an EDC ja
2 14 CAN-Fehler Getriebe an EDC ja
2 15 Magnetventil-Schaltzeit nein
3 8 Nachlaufsteuerung ja
4 1 Pumpensteuergerät-Selbstest (MV-Spannungsmessung) ja
4 2 Pumpensteuergerät -Pumpentemperatur nein
4 3 CAN zum Pumpensteuergerät (Busoff) ja
4 4 CAN-Schnittstelle zum Pumpensteuergerät ja

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 17


MAN
BB MAN Bildungszentrum Wien

3.6 Fehlersuch- und Prüfanweisung EDC-Systeme


Bei der Fehlersuche an EDC-Systemen ist grundsätzlich zwischen zwei Fehlerarten zu
unterscheiden:
• Fehler im Niederdrucksystem der Einspritzanlage
• Fehler in der Elektrik
Fehler im Niederdrucksystem (=Kraftstoffsystem) wirken sich oft auch auf das elektrische
System aus, d. h, dass Fehler im Kraftstoffsystem als elektrische Fehler erkannt und im
Fehlerspeicher abgelegt werden.
Ein Beispiel: Fehlerursache ist Luft im Kraftstoff System, Auswirkung davon ist
Leistungsmangel und Fehlereintrag „Nadelbewegungsfühler Signal1 im Fehlerspeicher.
Wenn ein EDC-Motor nicht anspringt, obwohl der Motor vom Starter gedreht wird, hat es keinen
Sinn durch Anschleppen zu versuchen den Motor in Gang zu setzen. Besser ist es, MAN-cats
anzuschließen, den Fehlerspeicher auszulesen und mit „Monitoring“ zu prüfen, ob vom
EDC-Steuergerät Drehzahlsignale erkannt werden. Ohne Drehzahlsignal keine
Kraftstoffeinspritzung.

3.6.1 Fehlersuche im Niederdrucksystem der Einspritzanlage EDC MS5 EHAB und

Überströmventil
Bei zu niedrigem Vordruck werden ein oder mehrere Einspritzpumpenelemente nicht befüllt,
worauf unter Umständen der Nadelbewegungsfühler eine Fehlermeldung erzeugt. Das
EDC-System reagiert mit Leistungsreduktion und ev. erhöhtem Verbrauch.
Ein Tausch des EHAB oder Überströmventiles ist erst dann gerechtfertigt, wenn ein Defekt
nach der Prüfung zweifelsfrei festgestellt wurde.

Daher bei Leistungs- und Verbrauchsreklamationen:


Unbedingt Vordruck messen!
Der Vordruck im Saugraum der Einspritzpumpe soll
im unteren Leerlauf ( ca. 600 1/min) >2,3 bar
im oberen Leerlauf ( ca. 1600 1/min) >2,9 bar
und während der Fahrt bei Volllast*) zwischen 2,5 und 2,9 bar betragen.

*) Der richtige Vordruck im Saugraum bei Volllast kann erst bei maximalem Ladedruck und
nach ca. 1 min. Beharrung ( konstant hohem Ladedruck ) gemessen werden.

> (ix,^ k^Q


I C<v
J'
Seite 18 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG
MAN
MAN Bildungszentrum Wien H

Prüfung des Niederdrucksystemes der Einspritzanlage


Der richtige Vordruck im Niederdrucksystem der Einspritzanlage kann nur dann erreicht
werden, wenn das System dicht ist und vor allem keine „Luftsauger" vorhanden sind. Bei
Verdacht auf Undichtheit sind die Anschlüsse im Saugbereich zu demontieren und die
Dichtflächen der Bauteile und Anschlußstücke auf Beschädigungen zu prüfen. Nicht
einwandfreie Teile sind auszuwechseln. Bei der Montage sind grundsätzlich neue Dichtringe
(geglühte Cu-Dichtringe) zu verwenden.

Außerdem kann die Kraftstofförderpumpe nur dann genügend Menge und Druck bringen, wenn
der Kraftstoff im Behälter ungehindert angesaugt und durch Vorreiniger und Feinfilter gepumpt
werden kann. Prüfen Sie daher den Treibstofftank, den Vorreinger, das Leitungssystem und die
Stufenfilter auf Verunreinigungen (Putzpapier, Farbreste usw.).

Erst nachdem diese Punkte alle geprüft und für in Ordnung befunden wurden, ist eine weitere
Fehlersuche an EHAB und Überströmventil sinnvoll.

Dichtheitsprüfung von EHAB und Überströmventil


Seit Baujahr 1994 ist der EHAB entfallen und durch ein Sicherheitsrelais ersetzt worden. Die
Prüfung des EHAB ist bei neueren Fahrzeugen daher nicht mehr notwendig. Sinngemäß die
gleich Prüfung ist aber für das Übersrömventil immer noch gültig und genau so wichtig.
Vorqehensweise:

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 19


Hl MAN Bildungszentrum Wien

a. ) Vor und nach dem Kraftstoffstufenfilter je ein Manometer ( gedämpfte


Ausführung, Messbereich 0 - 6 bar) anschließen und Zündung einschalten (das
Einschalten der Zündung kann bei Motoren ohne EHAB entfallen).
b. ) Mit der Handförderpumpe bei stehendem Motor Druck aufbauen, bis das
Überströmventil öffnet. Der Öffnungsdruck soll zwischen 2,0 und 2,5bar betragen.
e.) Danach ohne Pumpbewegungen den Schließdruck beobachten. Der
Schließdruck des Überströmventiles liegt ca. 1 bar unter dem Öffnungsdruck. Bei
dichtem System darf der Druck also nicht wesentlich unter 1 bar abfallen. Sinkt der
Druck relativ rasch unter 1 bar, so ist entweder das Überströmventil, der EHAB oder
die Kraftstoff-Förderpumpe undicht.

d.) Fällt der Druck zu rasch unter 1bar, Retourleitung vom Überströmventil zu Kraftstofftank
abschließen und Anschlußstutzen blindschließen, so dass am Überströmventil kein
Kraftstoff mehr austreten kann. Bleibt der Druck, erhalten, so ist das Überströmventil
defekt. Sinkt der Druck weiterhin ab, so scheidet das Überströmventil als Fehlerquelle
aus.

Hinweis: Das Kraftstoffsystem gilt als dicht, wenn der Vordruck nach 10 sec. nicht mehr als 0,5
bar abgesunken ist.

Seite 20 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Überströmventil
blindschließen

KRAFTSTOFFILTER

i|
1
iil LLLL

e.) Wenn der Vordruck trotz blindgeschlossenem Überströmventil immer noch abfällt, dann
Externe Pumpe ( z. B. Hochdruckpumpe 80.99620.0014 für die ehemalige
Förderbeginnkontrolle ) und das Manometer am Anschluss „Fi" des EHAB anschließen
und vorsichtig einen Druck von 2,5 bis 3,0 bar aufbauen. Bleibt der Vordruck erhalten,
so ist Kraftstoffförderpumpe undicht. Fällt der Druck wieder ab, so ist der EHAB die
Ursache dafür.

Hinweis:

Bei Motoren ohne EHAB kann die unter „e“ beschriebene Prüfung entfallen. Ladedruck

prüfen
a. ) Ladedruckmanometer ( Messbereich 0 - 4 bar) am Saugrohr anschließen.
Wenn keine Anschlüsse zugängig sind, beiliegende Einschraubstutzen M20x1,5 oder
M32x1,5 mit Bohrung M12x1,5 anstelle der Flammglühkerzen einbauen und dort das
Manometer anschließen.
b. ) Der Ladedruck ist möglichst mit beladenem Fahrzeug am Berg im
größtmöglichen Gang zu prüfen. Bei dieser Probefahrt muss während der Fahrt bei
Volllast im Saugraum der Einspritzpumpe ein Vordruck zwischen 2,0 und 2,5 bar
erreicht werden. Außerdem ist wichtig, dass der Druck vor und nach dem Kraftstofffilter
annähernd gleich hoch ist. Bei einem wesentlichen Druckunterschied sind die
Filtereinsätze zu erneuern.
Wie bereits erwähnt, kann ein gültiger Wert für den Saugraumvordruck bei Volllast erst bei
maximalem Ladedruck und nach ca. 1 min. Beharrung ( konstant hohem Ladedruck )
gemessen werden. Mindestladedrücke siehe Reparaturanleitung Motor (A11, A12, A13, A14
Kapitel 9, technische Daten).
MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 21
03 MAN Bildungszentrum Wien

3.6.2 Hydraulische Prüfschrittliste EDC7 Common Rail

Mit Hilfe des MAN-CR-Kraftstoffschemas und des Prinzipbildes für den


Kraftstoffniederdruckkreislauf sollen folgende Druckvorgaben überprüft werden.

Achtung:
Die Montage bzw. Demontage von Messinstrumenten am CR-System darf nur bei
Motorstillstand und entlastetem Rail stattfinden.

Alle Druckangaben sind Absolutdruckangaben. Manometer sind entsprechend vorher bezüglich


der messbaren Druckbereiche zu überprüfen.

Komponente Messstelle Soll bei n=LL Soll bei n=OLL Ist bei n=LL Ist bei n=OLL
Zahnradpumpe Saugseite/Eingang 0.5 bis 1.0 bar 0.5 bis 1.0 bar
Filter Schmutzseite 6.2 bis 8.2 bar 6.2 bis 8.2 bar
Reinseite 6.2 bis 8.2 bar 6.2 bis 8.2 bar
Hochdruckpumpe Eingang 6.2 bis 8.2 bar 6.2 bis 8.2 bar
Rücklauf 1) < 1.2 bar < 1.2 bar
Raildruck MANCATS 300 bis 500 bar 300 - 500 bar
Injektor Rücklauf < 2.0 bar < 2.0 bar
sammelpunkt
Öldruck MANCATS gern. MAN- gern. MAN-
Vorgaben Vorgaben
Messen nur bei Startproblemen
1) Messung nach Umbauarbeiten am Tanksystem notwendig
LL = Leerlauf
OLL = oberer Leerlauf

Seite 22 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien Hl

3.6.3 Fehlersuche in der Elektrik eines EDC-Systemes


Alle elektrischen Prüfungen an Leitungen und Komponenten werden mittels Buchsenkasten (
Kabelbaumadapter) und einem handelsüblichen Vielfach- Messgerät durchgeführt. Für die
Prüfung der beiden Drehzahlgeber, des Regelweggebers und des Nadelbewegungsfühlers wird
ein Oszilloskop ( z.B. Fluke AUTO-SKOPEMETER oder FLUKE 123) benötigt.

Wichtige Hinweise:
Messungen am Steuergerätestecker dürfen nur mit dem Buchsenkasten vorgenommen
werden. Für Messungen an den übrigen Steckverbindungen und an Komponenten sind
geeignete Prüfadapter mit passenden Steckern, Steckhülsen und Steckhülsengehäusen
anzufertigen.
Auf keinen Fall dürfen ungeeignete Mittel wie Drahtenden, Schraubenzieher, Büroklammern
oder Ähnliches verwendet werden. Neben der Kurzschlussgefahr werden die
Steckverbindungen dadurch vorgeschädigt und sind dann die Ursache für spätere
Kontaktprobleme.
Werden Widerstandsmessungen durchgeführt, muss am Buchsenkasten die Verbindung zum
Steuergerät getrennt werden.

Schnellprüflisten
Hinweise:
Die Messung an den entsprechenden Klemmen beziehen sich auf den Steuergerätestecker
(kabelbaumseitig) bzw. auf den Buchsenkasten.
Die Schnellprüfliste bezieht sich rein auf schnell zu ermittelnde Fehlerquellen.
Widerstandsmessungen: Steuergerät immer abgeschlossen Spannungsmessungen:
Steuergerät immer angeschlossen

3.6.1 Schnellprüflisten MS 5 einschließlich Stufe 5 und M(S)5


1. Widerstandsmessungen
Prüfvoraussetzunqen
- Motortemperatur ca. 20° C
- Zündung aus
- Steuergerät nicht angeschlossen
- Buchsenkasten (Prüfbox) angeschlossen*)
- Widerstandswerte zwischen PIN + und PIN - mit Multimeter messen
*) Hinweis: Gelegentlich kommt es zu Fehldiagnosen, weil die Stecker A und B des

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 23


£3 MAN Bildungszentrum Wien

Buchsenkasten vertauscht auf das Steuergerät aufgesteckt werden. Dies liegt zum einen
daran, dass die Beschriftung der Buchsenkastenschablone falsch ist, und zum anderen daran,
dass die Codierung der Stecker entfernt wurde, um den Buchsenkasten für MS6.1 und 6.4
verwenden zu Können. Derzeit werden neue Schablonen und Stecker für MS 6.1 ausgeliefert.

PIN PIN Sollwert gemessener Wert

Regelweggeber 11 9 18-25 Ohm .......................... Ohm

11 10 18-25 Ohm .......................... Ohm

Masseführung (RWG) 18 9 >10 M Ohm .......................... Ohm

Masseführung (RWG) 18 10 >10 M Ohm .......................... Ohm

Drehzahlgeber (DZG) 21 13 0,5-0,7 kOhm .......................... K Ohm

Drehzahlgeber (DZG) neu *) 21 13 0,8-1,0 kOhm .......................... K Ohm

Hilfdrehzahlgeber (HZG) 22 17 0,5-0,7 kOhm .......................... K Ohm

Hilfdrehzahlgeber (HZG) neu *) 22 17 0,8-1,0 kOhm .......................... KOhm


Hubschieberstellwerk 15 3 1,2-2,0 Ohm .......................... Ohm

Masseführung 18 3 >10 M Ohm .......................... M Ohm

16 4 1,2-2,0 Ohm .......................... Ohm


Nadelbewegungsfühler 32 17 90-130 Ohm .......................... Ohm

Masseführung (NBF) 17 19 >10 M Ohm ......................... M Ohm

13 18 >10 M Ohm
Sicherheitsrelais 14 19 ... Ohm .......................... Ohm

EHAB 14 19 30 - 70 Ohm .......................... Ohm

AGR-Ansteuerung (nur Euro 3) 7 18 39-47 Ohm .......................... M Ohm

AGR-Rückmeldung (nur Euro 3) 15 24 < 1 Ohm .......................... Ohm

*) Seit August 1997 werden neue Drehzahlfühler (51.27120-0008 /-0009) verbaut, die sich im el
Widerstand von den alten unterscheiden, ansonsten aber funktionsgleich sind.

Überprüfung Menqenstellwerk
• Sicherheitsrelais abziehen
• Brücke zwischen Klemme 30 und 87 im Relaissockel anschließen
• Widerstand zwischen PIN+ und PIN- messen.
PIN+ PIN- Sollwert gemessener Wert

Mengenstellwerk 15 1 0,7-1,3 Ohm ..................... Ohm


Masseführung 18 1 >10 MOhm ..................... M Ohm
16 2 0,7-1,3 Ohm ..................... Ohm

Seite 24 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien 0

2. Prüfungen bei laufendem Motor und stehendem Fahrzeug


• Motor-Temperatur >30°C
• Kabeibaumadapter an Steuergerät angeschlossen
• Drehzahl bei folgenden Betriebspunkten messen

Sollwert gemessener Wert Bemerkung MAN-CAT’s

Drehzahlgeber (DZG) n-unterer Leerlauf n- ................ 1/min PWG Min (u.LL) Drehzahl
n-oberer Leerlauf n=................ 1/min PWG Max (o.LL) (Monitoring 2)

Hilfsdrehzahlgeber * n-unterer Leerlauf n- ................ 1/min PWG Min (u.LL) Hilfsdrehzahl


(HZG) n-oberer Leerlauf n- ................ 1/min PWG Max (o.LL) (Monitoring 2)

* Pin 21 und 13 kurzschließen (DZG-Defekt wird angezeigt)


• EDC läuft weiter mit HZG-Signal (Im MAN-CATs Monitoring ist DZG-
Drehzahl 0 1/min)
• Spannung zwischen PIN+ und PIN- mit Multimeter messen
PIN+ PIN- Bemerkung Drehzahl
Sollwert gemessener MAN-CATs
Wert (Monitoring)
[V] [V]
Versorgung Steuergerät 15 18 U-Batt Leerlauf
(U-Batt) 47 19 U-Batt Leerlauf

Referenzspannung (Uref) 45 13 4,75 - 5,25 Leerlauf


33 13 4,75 - 5,25 Leerlauf

Pedalwertgeber (PWG) 27 13 0,30 - 0,42 PWG Min Leerlauf 0%


2,90-5,25 PWG Max Oberer LL 100%

Leergasschalter (LGS) 39 13 4,75 - 5,25 PWG Min Leerlauf 0%


Schließer 0-2V PWG Max Oberer LL 100%

Kraftstofftemp.-Fühler (KTF) 34 13 4,17-2,62 10 - 50°C Leerlauf 10-50°C


Wassertemp.-Fühler (WTF) 53 13 3,46- 1,22 30 - 90°C Leerlauf 30-90°C
Ladelufttemp.-Fühler (LDFT) 55 13 3,46 - 1,22 30 - 90°C Leerlauf 30-90°C
Referenzspannung (Uref) 45 13 4,75 - 5,25 Leerlauf
33 13 4,75 - 5,25

Ladedruckfühler (LDF) 36 13 0,94-1,20 PWG Min Leerlauf 900-1050 mbar


36 13 1,10- 1,40 PWG Max oberer LL 1000-1400 mbar

FGR Bedienteil 44 13 3,15-3,55 Unbetätgt Leerlauf Neutral


1,41 - 1,80 WA bet. WA-Drehz. Memory
0,65 - 0,97 SET+ bet. Drehz. Steigt SET+
2,30 - 2,75 SET- bet. Drehz. Sinkt SET-
3,72 - 4,33 AUS bet. Leerlauf AUS
Mehrstufenschalter (MSS) 35 13 0,75 - 1,25 Pos 0 Leerlauf Fahrkennlinie
Momentbegr. Retarder aktiv 1,75-2,25 Pos 2 Mehrstufenschalter Pos 1
Retarder LKW betätigt 2,75 - 3,25 Pos2 Mehrstufenschalter Pos 2
Drehzahlbegrenzung aktiv 3,75 - 4,25 Pos3 Mehrstufenschalter Pos 3
Höchsgeschwindigkeits- 54 13 0,75 - 1,25 Pos 0 HGB 1 Geschwindigkeit 1
begrenzungsschalter (HGB) 1,75-2,25 Pos 1 HGB 2 Geschwindigkeit 2
Bremskontakt 43 19 0,0-2,0 Unbetätigt Leerlauf Offen
(Schließer) *) U - Batt. betätigt geschlossen
Kupplungsschalter 26 19 0,0-2,0 Unbetätigt Leerlauf Offen
(Schließer) *) U - Batt. betätigt geschlossen
Motorbremsschalter (MBR) 42 19 0,0-2,0 Unbetätigt Leerlauf Offen
(Schließer) U - Batt. betätigt geschlossen

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 25


H MAN Bildungszentrum Wien

*) Schalter müssen schließen, bevor Kupplung trennt oder Bremse anspricht (ca. 20mm
Pedalweg).
PIN+ PIN- Bemerkung Drehzahl
Sollwert gemessener MAN-CATs
Wert (Monitoring)
[V] [V]
Motorbremsansteuerung 5 19
0,0-2,0 U - Unbetätigt Drehzahl >
Batt. betätigt 850 U/min
FGR/FGB-Schalter 25 13 0,0-2,0 U - aus
Batt. ein
Antigas 50 13
0,0-2,0 U - Unbetätigt
Batt. betätigt
Tachosignal (FGR) 51 13 > 0,6 Leerlauf 0 km/h
Ladelufttemperatur (LTF) 55 13 4,2 - 2,2 0 - 60°C Leerlauf

3 Hauptrelais prüfen

PIN+ PIN- Bemerkung


Sollwert gemessener
Wert
[V] [V]
Hauptrelais ♦ 47 13 UBatt Zünd. ein

0V Zünd. aus

46 13 0V Zünd. ein

Ubatt Zünd. aus

♦ Pin 46 muß mit einer Verzögerung von 0,5 bis 5 s nach dem Ausschalten der Zündung auf UBatt schalten.

ZDR Funktionsprüfunq
Abschaltbedingungen (PWG-Eingriff, Bremse, Kupplung) in jedem ZDR-Modus 0...3 prüfen, ggf.
umprogrammieren.
PIN 23 Volt PIN 41 Volt ZDR POS

0 0 ZDR Drehzahl S 0
24 0 ZDR Drehzahl 1 1
0 24 ZDR Drehzahl 2 2
24 24 ZDR Drehzahl 3 3

Sicherheitsrelais-Prüfunq (PWG Max, Motor im oberen Leerlauf)


• Spannungsversorgung zum Sicherheitsrelais unterbrechen (PIN 14), Motor stellt ab
(max. 10sec.)
• Bei diesem versuch kann es zum Fehlereintrag „Mengenstellwerküberwachung“ kommen
(Blink-Code 10x kurz)
• Zündung ausschalten, Fehlerspeicher löschen.

Seite 26 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien ca

3.6.2 Schnellprüfliste EDC MS6.1 (TGA) Vvy

1. Prüfungen bei stehendem Motor (Zündung aus. Steuergerät nicht


anqeschlossen)
• Motor-Temperatur = 20°C
• Steuergerät nicht (!!!) angeschlossen, Kabelbaumadapter angeschlossen
• Widerstand zwischen PIN+ und PIN- mit Multimeter messen
PIN PIN Sollwert gemessener Wert

Regelweggeber 33 A 35 A 18-25 Ohm .............................. Ohm


34 A 35 A 18-25 Ohm .............................. Ohm

Masseführung (RWG) 33 A 1B >10 MOhm .............................. Ohm


Masseführung (RWG) 34 A 2B >10 MOhm .............................. Ohm

Drehzahlgeber (DZG) 1A 13 A .............................. kOhm


0,8-1,1
kOhm
Hilfdrehzahlgeber (HZG) 2A 14 A .............................. kOhm
0,8-1,1
kOhM
Hubschieberstellwerk 3A 24 A 1,2-2,0 Ohm .............................. Ohm

Masseführung 24 A 1B >10 MOhm .............................. MOhm


Nadelbewegungsfühler 29 A 15 A 90-130 Ohm .............................. Ohm

Masseführung (NBF) 29 A 1B >10 MOhm .............................. MOhm

Versorgung über 2 Leitg. von 1B 2B 0-4 Ohm .............................. Ohm


Mengen- und Hubschieberstellw. 3B 4B 0-4 Ohm .............................. Ohm

Masse Ladelufttemp.-Fühler 1B 4A >10 MOhm .............................. MOhm


(LTF)
1B 6A >10 MOhm .............................. MOhm
MasseKraftstofftemp.-Fühler
(KTF)
Masse Wassertemp.-Fühler 1B 5A >10 MOhm .............................. MOhm
(WTF)
Masse Ladedruckfühler (LDF) 1B 17 A >10 MOhm .............................. MOhm

Mengenstellwerk 25 A 27 A 0,7-1,3 Ohm .............................. Ohm


Masseführung 27 A 1B >10 MOhm ............................. MOhm
26 A 28 A 0,7-1,3 Ohm ............................. Ohm
CAN-Verbindung zu FFR 11 B 12 B ............................. Ohm
115-125
Ohm
AGR-Ansteuerung (nur Euro III) 31 A 1B 39 - 47 Ohm ............................. Ohm
AGR-Rückmeldung (nur Euro III) 21 A 3B < 1 Ohm ............................. Ohm

IMR-Überprüfung:
Kabelbaumadapter Buchse 18B => Anlasser Klemme 50e (M6) Rsoii < 1 Ohm, Rist ....................... Ohm

Kabelbaumadapter Buchse 18B => Anlasser Klemme 85 (M4) Rsoii 16-20 Ohm, Ris, ................................... Ohm

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 27


so MAN Bildungszentrum Wien

2. Prüfungen bei laufendem Motor und stehendem Fahrzeug


• Hinweis: Am Pin 20 A gegen 16 A wird der Regelweg der Einspritzpumpe (U-ist)
ausgegeben
• Motor-Temperatur >30°C
• Kabeibaumadapter an Steuergerät angeschlossen
• Drehzahl bei folgenden Betriebspunkten messen
• FSP auslesen, kein Fehler vorhanden?

Sollwert gemessener Wert Bemerkung MAN-CATs

Drehzahlgeber (DZG) n-unterer Leerlauf n- ................ 1/min PWG Min (u.LL) Drehzahl

n-oberer Leerlauf n- ................ 1/min PWG Max (o.LL) (Monitoring)


Hilfsdrehzahlgeber * n-unterer Leerlauf n- ................ 1/min PWG Min (u.LL) Hilfsdrehzahl
(HZG) n-oberer Leerlauf n- ................ 1/min PWG Max (o.LL) (Monitoring)

* Pin 1 A und 13 A kurzschließen (DZG-Defekt wird provoziert)

• EDC läuft weiter mit HZG-Signal (Im MAN-CATs Monitoring ist DZG-
Drehzahl 0 1/min)

3. Spannung zwischen PIN+ und PIN- mit Multimeter messen

PIN+ PIN- Bemerkung Drehzahl


Sollwert gemessener MAN-CATs
Wert (Monitoring)
[V] [V]
Versorgung Steuergerät 3B 1B U-Batt Leerlauf
(U-Batt) 4B 2B U-Batt Leerlauf
Zündung 15 B 1B U-Batt Leerlauf
cn

Kraftstofftemp.-Fühler (KTF) 11 A 6A 4,17-2,62 Leerlauf 10-50°C


O
o

Wassertemp.-Fühler (WTF) 22 A 5A 3,46-1,22 30 - 90°C Leerlauf 30-90°C


Referenzspannung LDF (Uref) 23 A 17 A 4,75 - 5,25 Leerlauf
Ladedruckfühler (LDF) 12 A 17 A 0,94- 1,20 PWG Min Leerlauf 900-1050 mbar
12 A 17 A 1,10- 1,40 PWG Max oberer LL 1000-1400 mbar
Versorgung ÖDF 16 B 35 B 4,75 - 5,25 Leerlauf
Signal ÖDF 23 B 35 B 1,96- 4,81 1,5 - 5,4bar Leerlauf
Versorgung KDF 19 A 16 A 4,75 - 5,25 Leerlauf
Signal KDF 19 B 16 A 2,33 - 3,43 2 - 3,5bar Leerlauf
Ladelufttemperatur (LTF) 10 A 4A 4,2-2,2 0 - 60° C Leerlauf

Seite 28 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien H

4. Hauptrelais prüfen

P1N+ PIN- Bemerkung


Sollwert gemessener
Wert
[V] [V]

Hauptrelais ♦ 15 B 1B UBatt Zünd. ein

0V Zünd. aus

27 B 1B 0V Zünd.aus

UBatt Zünd. ein

★ Pin 27 B muss mit einer Verzögerung von 0,5 bis 5 s nach dem Ausschalten der Zündung auf Ubatt
schalten.

5. Kapazitätsreserve des Reqelweqqeberschwinqkreises prüfen:


• Kapazitätsdekade zwischen PIN 33 A und 35 B anschließen (am
Kabelbaumadapter)
• Zusatzkapazität zuschalten bis Motor nicht mehr startet
• Wert festhalten
Sollwert > 300 pF ohne Kabelbaumadapter
die Kapazität des RB-Kabelbaumadapters: ca. 100 pF.

6. Fehlerspeicher löschen
Nach Abschluß der Prüfungen muß der Fehlerspeicher mit MAN-Cats gelöscht werden.
Nach erneutem Einschalten der Zündung darf kein Fehler abgelegt sein, andernfalls muß
der Fehler gesucht und behoben werden.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 29


HO MAN Biidungszentrum Wien

3.6.3 Schnellprüfliste EDC MS6.4

1. Widerstandsmessungen
Prüfvoraussetzunqen
- Motortemperatur ca. 20° C
- Zündung aus
- Motorsteuergerät nicht angeschlossen
- Buchsenkasten (Prüfbox) angeschlossen*)
- Widerstandswerte zwischen PIN + und PIN - mit Multimeter messen
Prüfung PIN + PIN - Sollwert
Drehzahlgeber A1 A13 740 - 1200 O

Nadelbewegungsfühler A29 A15 65- 160 0


CAN B11 B12 120 0
CAN zum Pumpensteuergerät A24 A27 120 0
Sicherheitsrelais (MAR) B18 B1 240 - 300 O
Widerstandsgruppe B28 B35 511 O
ASR-Schnittstelle DKR B30 131/2 ooO

*) Hinweis: Gelegentlich kommt es zu Fehldiagnosen, weil die Stecker A und B des


Buchsenkasten vertauscht auf das Steuergerät aufgesteckt werden. Dies liegt zum einen
daran, dass die Beschriftung der Buchsenkastenschablone falsch ist, und zum anderen daran,
dass die Codierung der Stecker entfernt wurde, um den
Buchsenkasten für MS6.1 und 6.4 verwenden zu können. Derzeit werden neue
Schablonen und Stecker für MS 6.1 ausgeliefert.

2. Prüfung bei laufendem Motor und stehendem Fahrzeug


Prüfvoraussetzunqen
- Motortemperatur > 30° C
- Buchsenkasten (Prüfbox) angeschlossen
- Motor läuft, Fahrzeug steht
- Spannungswerte zwischen PIN + und PIN - mit Multimeter messen

2.1 Drehzahlmessung
Prüfung Sollwert Bemerkung
Drehzahlgeber unterer Leerlauf PWG min (uLL)
oberer Leerlauf**) PWG max (oLL)
Drehzahlgeber in Pumpe*) unterer Leerlauf PWG min
(oLL)
oberer Leerlauf PWG max
*)Pin A1 und Pin A13 kurzschließen (Simulation Drehzahlgeber-Defekt —> Diagnoselampe leuchtet
dauernd). EDC läuft mit IWZ-Signal weiter.
**) oberer Leerlauf (oLL) — > Abregeldrehzahl

Seite 30 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien 03

2. Spannungsmessung

Prüfung PIN + PIN - Sollwert MAN-cats Drehzahl Bemerkung


B15 B1 UBAT Leerlauf
B3 B2 UBAT Leerlauf
Versorgung Steuergerät
B15 B27 UBAT Leerlauf
Pedalwertgeber B23 B35 0,30 - 0,42 V 0% Leerlauf PWG min
2,90 - 4,50 V 100% oberer LL PWG max
Leergasschalter B17 B9 2,30 - 2,80 V offen Leerlauf PWG min
0 - 0,40 V geschlossen oberer LL PWG max
Kühlmitteltemperatursensor A22 A5 3,00 - 1,15 V 30 - 90° C Leerlauf 30 - 90° C
Ladedruckfühler A12 A17 0,95- 1,12 V Leerlauf PWG min
1,00 - 1,52 oberer LL PWG max
FGR-Bedienteil B8 B9 3,35 - 3,74 V Neutral Leerlauf unbetätigt
1,60-2,00 V Memory WA-Dreh MEMORY
z.
0,83- 1,21 V Set+ steigt SET+
2,53 - 2,97 V Set- sinkt SET-
4,18-4,53 V Aus Leerlauf AUS
Widerstandsgruppe B28 B35 0,75 - 1,25 V Fahrkennlinie Leerlauf Pos. 0
Momentbegrenzung aktiv 1,75 -2,25 V Momentbegrenzun Pos. 1
2,75 - 3,25 g aktiv
Retarder Pos. 2
Retarder betätigt
Drehzahlbegrenzung aktiv 3,75 -4,75 V Drehzahlbegrenzung S Pos. 3
Höchstgeschwindigkeits B21 B2 0 , 0 -2 , 0 V Geschwindigkeit 1 HGB 1 Pos. 0
begrenzungsschalter UBAT Geschwindigkeit 2 HGB 2 Pos. 1
FGR/FGB-Schalter B22 B2 0 , 0 -2 , 0 V FGR aktivierbar aus
UBAT FGB aktivierbar ein
Leerlaufanforderung B31 B2 0,0 -2 , 0 V offen unbetätigt
UBAT geschlossen betätigt
Zwischendrehzahl Eingang 1 B32 B2 0 , 0 -2 , 0 V offen aus
UBAT geschlossen ein
Zwischendrehzahl Eingang 2 B33 B2 0 , 0 -2 , 0 V offen aus
UBAT geschlossen ein
Näherungsschalter B26 B2 0 , 0 -2 , 0 V offen Leerlauf unbetätigt
Bremssignal UBAT geschlossen betätigt
Näherungsschalter B20 B2 0 , 0 -2 , 0 V offen Leerlauf unbetätigt
UBAT geschlossen betätigt
Kupplungssignal
Schalter Motorbremse A18 B2 0 , 0 -2 , 0 V unbetätigt
UBAT A00 '/min betätigt
Geschwindigkeitsignal B29 B2 > 0,6 V Fahrtschreiber Leerlauf Zündung ein

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 31


MAN Bildungszentrum Wien

Prüfung PIN+ PIN. -Sollwert MAN-cats Drehzahl Bemerkung


Relais Versorgung Kl. 15 B15 B2 UBAT Zündung ein
(K264) 0,0 V Zündung
aus
Relais Versorgung Kl. 30 B27 B2 0,0 V Zündung ein
(K170) UBAT Zündung
aus
Magnetventilabstellungsrelais (MAR) UBAT
B18 B2 Zündung ein
(Sicherheitsrelais K324) 0,0 V Zündung
aus
Pumpensteuergerät Pin 5 B3 A20 UBAT Zündung ein
(Magnetventilabstellung MAB) 0,0 V Zündung
aus

3. Blinkcode-Diagnose-Prüfung
Prüfvoraussetzungen
- Steuergerät angeschlossen
- Buchsenkasten angeschlossen
- Motor läuft

Prüfablauf
Drehzahlgeber kurzschließen; dazu Pin A1 mit Pin A13 verbinden Diagnoselampe leuchtet
auf und die Drehzahl des Motors wird bei 1800'/min begrenzt
Drehzahl wird mitels IWZ-Signal ermittelt (sh. Seite 2.13 -14)
Verbindung zwischen Pin A1 und Pin 13 wieder trennen
Diagnosetaster in Diagnosesteckdose einstecken und mindestens 3 Sekunden,
aber höchstens
10 Sekunden betätigen
Blinkcode überprüfen (4x kurz = Drehzahlgeber) oder
mit MAN-cats Fehlerspeicher auslesen (Drehzahlgeberdefekt momentan
vorhanden)
Fehlerspeicher löschen; dazu Zündung ausschalten, Taster betätigen, Zündung
einschalten, Taster
mindestens 3 Sekunden, aber höchstens 10 Sekunden gedrückt halten oder
Fehlerspeicher mit MAN- cats löschen.

Seite 32 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien 09

4. Magnetvetil-Abschaltung (Sicherheitsrelais (MAR), redundante Abstellung K324) prüfen


Prüfvoraussetzunqen
Steuergerät angeschlossen
Buchsenkasten (Prüfbox) angeschlossen
Motor läuft im oberen Leerlauf —> Abregeldrehzahl (PWG max)

Prüfablauf
Pin B18 unterbrechen
Motor muß nach spätestens 10 Sekunden abstellen Zündung
ausschalten, Spannungsversorgung wieder herstellen

5. Schaltpunkt von Bremse und Kupplung prüfen


Prüfvoraussetzunqen
Steuergerat angeschlossen Buchsenkasten (Prüfbox) angeschlossen
Prüfablauf
Spannungsmessung zwischen Pin B26 und B2 (Bremse) bzw. Pin B20 und B2 (Kupplung)
Schalter müssen nach spätestens 20 mm Pedalweg schließen und vor Erreichen der
Ruhestellung wieder öffnen

6. Abschaltbedingungen für Zwischendrehzahlen (ZDR) prüfen Prüfvoraussetzunqen


Steuergerät angeschlossen Motor läuft Prüfablauf
Bremse, Kupplung, Feststellbremse und Retarder müssen die jeweils eingeregelte ZDR
abschalten (Die Abschaltbedingungen müssen eventuell mit MAN-cats aktiviert werden)

7. Bremsschalterüberwachung prüfen, Tempostat prüfen


Prüfvoraussetzunqen
Steuergerät angeschlossen Buchsenkasten (Prüfbox) angeschlossen Fahrzeug fährt
Prüfablauf
Pin B26 unterbrechen
Im Tempostatbetrieb Fahrzeug stark abbremsen

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 33


B MAN Bildungszentrum Wien

Tempostat muss abschalten (Bremsschalter wird als defekt eingestuft) und darf erst nach
Aus- und
Einschalten der Zündung wieder aktivierbar sein
Fahren mit Tempostat mit einer Geschwindigkeit > 40 km/h
Nach Gangwechsel und Betätigung der MEMORY-Taste muss die letzte
Geschwindigkeit wieder
eingeregelt werden

Fehlerspeicher löschen
Nach Abschluss der Prüfungen muss der Fehlerspeicher mit MAN-cats gelöscht werden. Nach
erneutem Einschalten der Zündung darf kein Fehler abgelegt sein, andernfalls muss der Fehler
gemäß Fehlersuchplan in der Reparaturanleitung T17 - A1 gesucht und behoben werden.

Seite 34 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien BS

3.6.4 Schnellprüfliste EDC 7, C-Muster, Common Rail


SN: Prüfer:
Kunde: Erstzulassung:
Fahrzeugtyp: Fahrgestell-Nr.:
Motortyp: Motornummer:
Einspritzpumpe: Steuergerät-Nr.:
Laufleistung: Datum:

1. Prüfungen bei stehendem Motor (Zündung aus, Steuergerät nicht angeschl.)


• Motor-Temperatur ~ 20°C
• Steuergerät nicht (M) angeschlossen, Kabelbaumadapter angeschlossen
• Widerstand Zwischen PIN+ und PIN- mit Multimeter messen
NIE AN DEN STECKERKONTAKTEN SELBER OHNE GEEIGNETE PRÜFSPITZEN
MESSEN! (Gefahr der Kontaktaufweitung)
PIN PIN Sollwert gemessener Wert
Drehzahlinkrementgebsr (DZG) 1.73 1.55 0,75 -1,1 kOhm ................................. kOhm
Masseführung 1.55 1.03 >10 MOhm ............................................MOhm
Drehzahlsegmentgeber (HZG) 1.72 1.54 0,75-1,1 kOhm .............................................kOhm
Masseführung 1.54 1.03 >10 MOhm ............................................MOhm
Masse Ladelufttemp.-Fühler (LTF) 1.57 1.03 >10 MOhm ........................................... MOhm
(nur bei Motoren mit externer AGR)
MasseKraftstofftemp.-Fühler (KTF) 1.56 1.03 >10 MOhm ............................................MOhm
Bei D08 Motoren nicht verbaut
Masse Wassertemp.-Fühler (WTF) 1.58 1.03 >10 MOhm ............................................MOhm
Masse Ladedruckfühler (LDF) 1.62 1.03 >10 MOhm ............................................MOhm
Masse Öldruckfühlsr (ÖDF) 1.38 1.03 >10 MOhm ........................................... MOhm
Masse Krat'tstoffdruckfühler (KDF) 1.37 1.03 >10 MOhm ............................................MOhm
Bei D08 Motoren nicht verbaut
Masse Raiidrucksensor 1.61 1.03 >10 MOhm ............................................MOhm
Masse AGR-Rückmeldesignal 1.39 1.03 >10 MOhm ............................................MOhm
Masse Zumesseinheit 1.10 1.03 >10 MOhm ............................................MOhm
CAN-Verbindung zu FFR 2.22 2.21 115-125 Ohm .............................................. Ohm
AGR-Ansteuerung 1.17 1.11 80- 110 Ohm .............................................. Ohm
AGR-Rückmeldung 1.23 1.22 < 1 Ohm .............................................. Ohm
ZME der CP3 1.08 1.10 2,5-4,5 Ohm .............................................. Ohm
Zylinder 1 3.04 3.13 .............................................. Ohm
Zylinder 3 3.01 3.16 .............................................. Ohm
Injektoren Zylinder5 3.05 3.12 < 2 Ohm .............................................. Ohm
Zylinder 6 3.02 3.15 .............................................. Ohm
Zylinder 2 3.11 3.06 .............................................. Ohm
Zylinder 4 3.03 3.14 .............................................. Ohm
Zylinder 1 3.13 ............................................MOhm
Zylinder 5 3.16 ............................................MOhm
Masse Injektoren Zylinder 3 3.12 1.03 >10 MOhm ............................................MOhm
Zylinder 6 3.15 ............................................MOhm
Zylinder 2 3.06 ............................................MOhm
Zylinder 4 3.14 ............................................MOhm
IMR-Relais 1.16 1.19 1 5 - 3 0 O h m . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Oh m
Ladedrucksteller (falls verbaut) 1.02 1.04 55 - 85 Ohm .............................................. Ohm

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 35


Hl MAN Bildungszentrum Wien

2. Prüfungen bei stehendem bzw. laufendem Motor und stehendem Fahrzeug


• Motor-Temperatur >30°C
• Kabelbaumadapter an Steuergerät angeschlossen FSP auslesen,
• Kein Fehler vorhanden?

Spannung zwischen PIN+ und PIN- mit Multimeter messen


PIN+ PIN- Sollwert gemessener Bemerkung Drehzahl MAN-CATs
Wert (Monitoring)
V V
Signal Raildrucksensor 1.80 1.61 0,2-0,8 ca. 0 MPa Stillstand
Versorgung Steuergerät 1.01 1.03 U-Batt Leerlauf
(U-Satt) 1.07 1.09 U-Batt Leerlauf
1.12 1.14 U-Batt Leerlauf
1.13 1.15 U-Batt Leerlauf
Zündung 2.36 1.03 U-Batt Leerlauf
Kraftstofftemp.Fühler (KTF) 1.75 1.56 4,17 - 2,62 10 - 50°C Leerlauf 10-50°C
(Bei D08 Motoren nicht verbaut)
Wassertemp.-Fühler (WTF) 1.77 1.58 3,46- 1,22 30 -90°C Leerlauf 30-90°C
Referenzspannung LDF (Uref) 1.25 1.62 4,75 - 5,25 Leerlauf
Ladedruckfühler (LDF) 1.81 1.62 0,94-1,20 PWG Min Leerlauf 900-1050 mbar
1.81 1.62 1,10- 1,40 PWG Max oberer LL 1000-1400 mbar
Versorgung Oldruckfühler (ODF) 1.24 1.38 4,75 - 5,25 Leerlauf
Signal Öldruckfühler(ÖDF) 1.21 1.38 1,96-4,81 1,5-5,4 bar Leerlauf
Versorgung Kraftstoffdruckfühler (KDF) 1.40 1.37 4,75 - 5,25 Leerlauf
Signal Kraftstoffdruckfühler (KDF) 1.20 1.37 2,33 - 3,43 2,0 - 3,5 bar Leerlauf
(Bei D08 Motoren nicht verbaut)
Versorgung Raildrucksensor 1.43 1.61 4,75 - 5,25 Leerlauf
o
<q
o

Signal Raildrucksensor 1.80 1.61 20 - 40 MPa Leerlauf


Ladelufttemperatur (LTF) 1,76 1.57 4,2-2,2 0 -60°C Leerlauf
(nur bei Motoren mit externer AGR)

3. Hauptrelais prüfen
PIN+ PIN- Sollwert gemessener Bemerkung

Wert
M M
Hauptrelais 2.36 1.03 UBatt 0 V Zünd. ein
Zünd. aus
1.40 1.03 4,75 - 5,25V 0 V Zünd. ein
Zünd. aus
* Pin 1.40 muss mit einer Verzögerung von 0,5 bis 5 s nach dem Ausschalten der Zündung auf 0 V schalten.

4. Fehlerspeicher löschen
Nach Abschluss der Prüfungen muss der Fehlerspeicher mit MAN-Cats gelöscht werden.
Nach erneutem Einschalten der Zündung darf kein Fehler abgelegt sein, andernfalls muss
der Fehler gesucht und behoben werden.

Seite 36 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN
MAN Bildungszentrum Wien H

3.7 Prüfen des Kabelstranges mit Lastwiderstand


Übergangswiderstände durch schlechte Krimpung oder oxidierte Steckverbindungen sind in
der Praxis relativ schwer zu lokalisieren. Eine bewährte Methode ist die Prüfung der Kabel mit
einem Lastwiderstand. Dabei werden die elektrischen Leitungen und Steckverbindungen mit
einem Strom von ca. 2,5A belastet und der durch den Leiter verursachte Spannungsverlust
gemessen.
Bei dieser Prüfmethode ist sehr vorsichtig und gewissenhaft vorzugehen, da bei falscher
Anwendung des Belastungswiderstandes elektrische Leitungen und / oder Bauteile zerstört
werden können.
Aus Sicherheitsgründen sind daher bei der Prüfungen des Kabelbaumes mittels
Belastungswiderstand das Steuergerät, die Einspritzpumpe, der Nadelbewegungsfühler, die
Drehzahlgeber und die Temperaturfühler abzuschließen. Außerdem sollten die auf der
folgenden Seite beschriebenen Prüfungen nur von Personen durchgeführt werden, welche
überausreichende Kenntnisse in der Elektrotechnik verfügen.

Auf der nächste Seite finden Sie ein Beispiel, wie bei einem F2000 der Übergangswiderstand
der Verkabelung des Nadelbewegungsfühlers mit einem Belastungswiderstand geprüft
werden kann (EDC MS5 Stufeß). Bei anderen EDC- Systemen ist diese Methode sinngemäß
anzuwenden.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 37


03 MAN Bildungszentrum Wien

NADELBEWEGUNGSFUHLER EDC MS5STUFE 2 oder3


Prüfung der Verkabelung mit dem Belastungswiderstand

VORGANGSWEISE:
• Stecker Steuergerät abziehen
• Nadelbewegungsfühler abstecken und Kurzschlußstecker anstecken
• Steckverbindungen gemäß Zeichnung hersteilen
• Belastungswiderstand anschließen
• Zündung einschatten
• Voltmeter (Fluke 87) anschließen
Messgerät Einstellung: V DC, min/max

• Steckverbindungen und Kabelstränge bewegen (


37poligen Stecker an Stirnwand )
• Spannungsabfall am Messgerät ablesen

Spannungsabfall bei Neufahrzeugen: ca. 1V

ACHTUNG:

Verpolung bzw. das Messen ohne Belastungswiderstand ist unbedingt zu vermeiden:


KABELBRANDGEFAHR

r KURZSGH LUSSTECKER
s
1

Nadelbewegungsfühler .. • F90: X118 -.


B67 (F90) & j* wi v 37 poliger Stecker in der
B198 (F2000) U*—F20Ö0: X337 •
V Fahrerhaus-Stirnwand
VOLTMETER BELASTUNGSWIDERSTAND

BUCHSENKASTEN ^

Seite 38 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien B9

3.7.1 Ladedruckfühler EDC MS 5 Stufe 3, 4 und 5 prüfen

51.27421.0102 51.27421.0128

Ladedruck Abg gebene Spannung 1 Volt ung von


in e bei einer ii 5,25 V
bar 4,75 V Versorgungsspan
0,0 1,03 n 1,05
5,0 V 1,11
0,5 1,56 1,62 1,72
1,0 2,07 2,18 2,31
1 ,5 2,63 2,75 2,91
2,0 3,18 3,38 3,52

Vorgangsweise:
a. ) Versorgungsspannung des Ladedruckfühlers prüfen: Buchsenkasten PIN 33
und 13, Sollwert 4,75 bis 5,25 V.
b. ) Ladedruckfühler vom Saugrohr des Motors abbauen und am Prüfadapter
montieren.
c. ) Ladedruckmanometer an den Prüfadapter anschließen.
d. ) Pumpe für die Dichtheitsprüfung des Kühlsystemes an den Prüfadapter
anschließen und Ladedruck simulieren, Werte am Manometer ablesen und die
entsprechenden Spannung mittels Multimeter zwischen Pin 13 und 36 am
Buchsenkasten messen.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 39


CrS MAN Bildungszentrum Wien

3.8 Werkzeug für EDC-Prüfung


in der folgenden Tabelle wurde Werkzeug für die Prüfung von EDC-Motoren aufgelistet.
Stk. Benennung Sachnummer bzw.
Lieferfirma
Metallkoffer Fa. Baumax Nr.: 900 146 673
1
1379
1 Ladedruckmanometer 0/4 bar, Klasse 1 Fa.WIKA, Typ 213.40.100
1 Gummischutzkappe 100mm Fa. WIKA, Nr,:909.09.16
1 Übergangsstutzen 1/2" x 1/4" Fa. WIKA, Nr.: 909.02.74
1 Dichtring 1/2" Fa. WIKA, Nr.:909.08.19
1 Übergangsstutzen 1/4" x M12x1,5 Fa. WIKA, Nr.:909.02.40
1 Dichtring 1/4" x M12x1,5 Fa.WIKA, Nr.:909.08.00
1 Übergangsstecker M12x1,5 06.71819.0007
1 Steckanschluß 6mm 06.71812.5302
1 Kappe 06.71819.0114
5m Kraftstoffschlauch 51.96330.0070
1 Ringleitstück 12 mm 06.78200.0606
1 Hohlschraube M12x1,5 06.78340.0105
1 Hohlschraube M12x1,Slang 51.98150.0031
1 Verschlußschraube M12x1,5 06.08092.0143
1 Verschlußschraube M20x1,5 mit Bohrung M12x1,5 06.08069.0026

1 Verschlußschraube M32x1,5 mit Bohrung M12x1,5 51.90310.0117

1 Dichtring 32 mm 06.56190.0734
1 Prüfadapter zur Prüfung des Ladedruckfühlers Anfertigung Bildungszentrum
1 Sockel 81.06115.2008
1 Ladedruckfühler Stufe 3 51.27421.0102
Manometer 0/6 bar, Klasse 1 Fa.WIKA, Nr.: 213.40.63
2
zur Messung des Kraftstoffvordruckes
2 Gummischutzkappe NG63 Fa. WIKA, Nr.: 909.08.94
2 Übergangsstutzen 1/4xM12x1,5 Fa. WIKA, Nr.: 909.02.40
2 Dichtring 1/4" x M12x1,5 Fa. WIKA, Nr.: 909.08.00
2 Übergangsstecker M 12x1,5 06.71819.0007
2 Steckanschluß 6mm 06.71812.5302
2 Kappe 06.71819.0114
10m Kraftstoffschlauch 51.96330.0070
2 Ringleitstück 14 mm 51.98103.0030
2 Hohlschraube M14x1,51ang 51.98150.0071

Seite 40 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien 1^1

Stk. Benennung Sachnummer bzw.


Lieferfirma
1 Verschlußschraube M14x1,5 06.08092.0144
1 Belastungswiderstand Anfertigung
Bildungszentrum
1 Widerstand 1052 81.25907.0026
1 Prüfkabel rot, LK 410/50 Fa. Distrelec, Nr.-. 10 04 20
2 Prüfkabel blau, LK 410/50 Fa. Distrelec, Nr.: 10 04 21
2 Prüfkabel schwarz, LK 410/50 Fa. Distrelec, Nr.: 10 04 23
1 Buchse schwarz, D=4mm, BIL 20 Fa. Distrelec, Nr.: 10 06 10
Buchse rot, D=4mm, BIL 20 Fa. Distrelec, Nr.: 10 06 11
1 Kurzschlußstecker für NBF und Drezahlgeber 81.25435.0438
1 Kurzschlußstecker für NBF neu 81.25435.0641
1 Kurzschiußstecker für Anschluß E-Pumpe 81.25435.0450
1 Kurzschlußstecker für Pedalwertgeber 81.25435.0429
1 Torxeinsatz 3/8" 3244 7x30 Fa. Seitz, Nr.: 9 51164 206
1 Umschaltknarre Fa. Seitz, Nr.-. 9 51255 103

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 41


BQ MAN Bildungszentrum Wien

3.9 Fehler und ihre möglichen Ursachen

ln diesem Kapitel wurden Fehler, welche in der Praxis bereits öfter vorgekommen sind,
zusammengefasst. Außerdem haben wir Hinweise gesammelt, welche Ihnen besonders bei im
Fehlerspeicher eingetragenen Nadelbewegungsfühler- und Steuergerätefehlern Fehldiagnosen
und damit unnötig hohe Kosten vermeiden helfen sollen.
Die Auflistung der mögliche Ursachen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie ist
lediglich als Hilfestellung gedacht.

Blinkcode Möglicher Fehler Abhilfemaßnahme


1/8 Elektr. Leitung an den Kabelbinder lösen und

Regelabweichung Einspritzleitungen Kabelstrang anders verlegen.


Spritzbeginnstellwerk befestigt. Wenn diese Fragen mit „nein“
Wird Leistung reduziert? beantwortet werden können, gibt
Wird Drehzahl auf 1700 - es kein technisches Problem:
1900 U/min. reduziert? Fehler ignorieren.
Leuchtet EDC- Sonst Fehlersuche gemäß
Kontrolleuchte? Fehlersuchplan.
1 /10 Elektr. Leitung an den Kabelbinder lösen und
Nadelbewegungsfühler Kabelstrang anders verlegen.
Einspritzleitungen
befestigt.
Wird Leistung reduziert? Wenn diese Fragen mit „nein“
Wird Drehzahl auf 1700 - beantwortet werden können, gibt
1900 U/min. reduziert? es kein technisches Problem:
Leuchtet EDC- Fehler ignorieren.
Kontrolleuchte?

Sonst Fehlersuche gemäß


Fehlersuchplan.

Oft erfolgt der Fehlereintrag schon


nach kleinen Unregelmäßigkeiten
wie z. B. Luftblasen im Kraftstoff-
system nach Filterwechsel.
Gehen sie daher wie folgt vor:
> Fehlerspeicher löschen
> Probefahrt durchführen, dabei ggf.
Fehlerspeicher nochmals löschen,

Seite 42 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN
MAN Bildungszentrum Wien 0

Fortsetzung > Erst wenn der Fehler wieder


1 /10 auftaucht weitere Reparaturen
Nadelbewegungsfühler durchführen:
Wackelkontakt im Steckerfehler beheben,
Stecker, Überströmventil Vordruck prüfen (>2,5 bar), ev.
defekt bzw. Vordruck zu Überströmventil erneuern.
niedrig
Kraftstoffanlage auf „Luftsauger“ und
Dichtheit prüfen, EHAB auf Dichtheit
prüfen
Einspritzdüse Düsenhalter aller sechs Zylinder
verschlissen od. undicht ausbauen und prüfen.

Gründe für einen Fehlereintrag trotz funktionierendem


Nadelbewegungsfühler:

A, Störsignale im Motorbremsbetrieb
Ursache:
Im Motorbremsbetrieb können die Ventile gelegentlich so hart aufsetzen, daß
Steuergerät einen vermeintlich zu frühen Einspritzzeitpunkt und damit eine
Spritzbeginn-Regelabweichung erkennt. Dieser Fehler wird im Fehlerspeicher
abgelegt, wirkt sich aber im Fährbetrieb nicht aus. Vorqehensweise:
Fehlerspeicher mit MAN-Cats auslesen. Ist dieser Fehler abgelegt und im Feld
„Umweltbedingungen“ die Motordrehzahl höher als die Nenndrehzahl, so handelt es
sich um den oben beschriebenen Vorgang und der Nadelbewegungsfühler ist
nicht auszutauschen.

B. Signalhöhe des Nadelbewegungsfühlers zu klein


Ursache:
Durch Bauteiltoleranzen kann es Vorkommen, dass das Signal des
Nadelbewegungsfühlers deutlich unter dem Sollwert von 0,6 bis 0,8V liegt. Das
Steuergerät kann Signale ab 0,28V erkennen, so dass im Fährbetrieb diese
Toleranzen nicht zum tragen kommen.
ABER: Wenn beim Anfahren die Motordrehzahl durch Belastung unter die
Leerlaufdrehzahl gedrückt wird, kann die Signalhöhe unter 0.28V absinken, das
Steuergerät erkennt das Signal nicht mehr und es erfolgt ein Eintrag in den
Fehlerspeicher.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 43


Hl MAN Bildungszentrum Wien

Vorqehensweise:
Fehlerspeicher mit MAN-Cats auslesen. Ist dieser Fehler abgelegt und im Feld
„Umweltbedingungen“ die Motordrehzahl niedriger als die Leerlaufdrehzahl, so
handelt es sich um das oben beschriebene Problem und der
Nadelbewegungsfühler ist nicht auszutauschen.

C. Luft im Kraftstoffsystem
Ursache:
Der Nadelbewegungsfühler reagiert so empfindlich auf Luft im Kraftstoffsystem, dass
mit einem Fehlereintrag praktisch nach jedem Eingriff in das Kraftstoffsystem zu
rechnen ist. Bereits kleine Luftbläschen, welche sich im Fährbetrieb praktisch nicht
auswirken, führen dazu, dass sich die Nadel nur unzureichend oder gar nicht mehr
bewegt und somit ein nicht auswertbares Signal erzeugt. Hierfür genügt z. B. ein
Kraftstoffilterwechse! im Pehmen eines Wartungsdienstes.
Vorqehensweise:
Auch hier ist der Nadelbewegungsfühler nicht auszutauschen.
Hinweis:
Ein Entlüften des Kraftstoffsystemes führt nicht immer zum vollständigen Entfernen
der Luft, deshalb ggf. Probefahrt durchführen.

D. Sonstige Störsignale
Ursache:
Erschütterungen (z. B. Kolbenbewegungen des Luftpressers) werden bis zum
Nadelbewegungsfühler übertragen und können vom Steuergerät irrtümlich als
Einspritzvorgänge interpretiert werden. Dies kann im Fährbetrieb zu einem
Eintrag im Fehlerspeicher führen. In seltenen Fällen kann es auch zu kurzzeitigen
Leistungs- und Drehzahlreduktionen kommen. Vorqehensweise:
Auch hier den Nadelbewegungsfühler nicht austauschen, sondern ausbauen
und an einem anderen Zylinder wieder einbauen.
Ursache:
Falsches oder beschädigtes Schwungrad eingebaut (Schwungrad des
5-Zylindermotors in 6-Zylindermotor)
Vorqehensweise:
Schwungrad tauschen.

Seite 44 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


Bildungszentrum

Darstellung Kraftstoffservice Center KSC

Seite 74 Stand: September 2003 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


Bildungszentrum

Achtung: Sl 71600 beachten.


Im Beanstandungsfall Rückschlagventil einbauen
Ausbauen: Kugel und Ventilsitz
Einbauen: Rückschlagventil 51.12505-0021

Rückschlagventil einbauen

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2003 Seite 75


Im ONginalsa&staD ?OC IMI
Technische Schulung MAN
MAN Bildungszentrum Wien B^Z^ONS

KAPITEL 3

Achsen, Lenkung
Scheibenbremse
HUB-UNIT-Radlager
Drehgelenk
Falten balg

©2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG BILDUNGSZENTRUM Wien


Nachdruck, Vervielfältigung oder Übersetzung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung
der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG nicht gestattet. Alle Rechte nach dem Gesetz über das
Urheberrecht bleiben der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG ausdrücklich Vorbehalten.
MAN Bildungszentrum Wien EMDZ^DSS

KAPITEL 3

Radlager,
Scheibenbremse,
Drehgelenk

©2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG BILDUNGSZENTRUM Wien


Nachdruck, Vervielfältigung oder Übersetzung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung
der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG nicht gestattet. Alle Rechte nach dem Gesetz über das
Urheberrecht bleiben der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG ausdrücklich Vorbehalten.
MAN Bildungszentrum Wien

3.1 Hub-Unit-Radlagerung ....................................................................... 3


3.1.1 Hinweise .........................................................................................................3
3.1.2 Spezialwerkzeuge zum Lösen der Mutter: .......................................................6
3.1.3 Spezialwerkzeuge zum Abziehen der Radlagereinheit: ...................................6
3.1.4 Spezialwerkzeuge zum Aufziehen der Radlagereinheit: ..................................8
3.1.5 Hinweis .........................................................................................................10
3.2 Scheibenbremse LUCAS D - ELSA ............................................ 11
3.2.1 Querschnitt LUCAS D-ELSA .........................................................................13
3.2.2 Aufbau und Funktion .....................................................................................15
3.2.3 Nachstellung prüfen ......................................................................................18
3.2.4 Bremsbeläge prüfen ......................................................................................19
3.2.5 Bremsscheibe prüfen ....................................................................................20
3.2.6 Führungssystem ............................................................................................22
3.2.7 Bremsbeläge ersetzen ..................................................................................24
3.2.8 Bremsscheiben-Zustandskontrolle ................................................................27
3.2.9 Technische Daten .........................................................................................29
3.3 Drehgelenk Hemscheidt .................................................................. 30
3.3.1 Knickschutzsystem ........................................................................................31
3.3.2 Funktion Hydraulische Dämpfung..................................................................32
3.3.3 Noteigenschaften ..........................................................................................33
3.3.4 Manuelle Eingriffsmöglichkeiten ....................................................................34
3.3.5 Prüfung der Momentenreduzierung ...............................................................36
3.3.6 Wartung ........................................................................................................36
3.3.7 Druckmessung ..............................................................................................37

Seite 2 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

3.1 Hub-Unit-Radlagerung
(verkapselte Radnaben- / Lagereinheit)

3.1.1 Hinweise

Diese Radlagerung ist nicht einstellbar und mit einer Lebensdauerfettfüllung (106 km bzw.
15 Jahre) geschmiert.
Radnabe, Lager, Wellendichtring und ABS-Impulsrad sind verkapselt und eine Einheit. Ist
auch nur ein Teil schadhaft, muss die ganze Einheit ausgewechselt werden.
Beim Auswechseln der Bremsscheiben verbleibt die Radlagerung als eine geschlossene
Einheit auf dem Achsschenkel sitzen.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 3


MAN Bildungszentrum Wien

Verschleisskontrolle

Zur Ueberprüfung des Axialspiels der Hub-Unit-


Radlagerung dafür Sorge tragen, dass sich das
Vorderrad frei drehen kann.
Magnetstativ mit Messuhr unten auf die Innenseite
der Bremsscheibe "kippfrei" aufsetzen.
Taster auf die vordere Spurhebelschraube aufsetzen
und senkrecht zur Bremsscheibe ausrichten.
Durch wechselseitiges Ziehen und Drücken das Rad
kippen und den Weg an der Messuhr ablesen.

Verschleissgrenze 0,25 mm Kippweg

Ist der Kippweg grösser als 0,25 mm, so muss die


Hub-Unit-Lagerung (Radnabe) ausgetauscht werden.

Erklärung:
Im Versuch wurde eine Hub-Unit-Lagerung mit 0,2 mm
Axialspiel (Verschleissgrenze) montiert.
Der Kippweg betrug an der Messuhr 0,25 mm.
Folgerung:
Axialspiel 0,2 mm = 0,25 mm Kippweg.

Seite 4 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Bremsscheibe ausbauen

Befestigungsschrauben für Radflansch (1)


herausschrauben.

Radflansch abnehmen.

Drei Abdrückschrauben (2) in


Bremsscheibe einsetzen und
Bremsscheibe abdrücken.

VORSICHT
Bremsscheibe ist schwer.
Verletzungsgefahr durch
herunterfallen der
Bremsscheibe.

Bremsscheibe hinten mit eingehängtem


Haken und vorn an einer eingeschraubten
Abdrückschraube abnehmen.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 5


MAN Bildungszentrum Wien

Hub-Unit-Lagerung ausbauen

Nutmutter (2) mit Nutmuttemschlüssel


abschrauben, Druckscheibe (1) abnehmen.
Radnabe mit Lagerung abziehen.

3.1.2 Spezialwerkzeuge zum Lösen der


Mutter:

^ Nutmuttemschlüssel
Kraftverstärker ^
Gegenhalter
in Verbindung mit:
^ Drehmomentschlüssel
Verlängerung ^t>
Schlagschrauber

3.1.3 Spezialwerkzeuge zum Abziehen der


Radlagereinheit:

Ab- und Aufziehflansch


% Adapter
in Verbindung mit:
^ Buchse
Abziehdeckel
Spindel

Seite 6 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Achtung:
Radnabe, Lager, Wellendichtring und ABS-Impulsrad sind verkapselt und eine
Einheit.
Ist auch nur ein Teil schadhaft, muss die ganze Einheit ausgewechselt werden.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 7


MAN Bildungszentrum Wien

Hub-Unit-Lagerung einbauen Wichtig:

Vor der Montage der Hub-Unit- Radlagerung,

Achsschenkel unbedingt Molykote-Paste, MAN

09.15011.0001, einstreichen.

Lagereinheit bis Anschlag auf Achsschenkel

aufsetzen.

3.1.4 Spezialwerkzeuge zum Aufziehen der


Radlagereinheit:

^ Ab- und Aufziehflansch Adapter


in Verbindung mit:
% Buchse ^ Abziehdeckel % Spindel

Druckscheibe aufsetzen, dabei auf


Verdrehsicherung (abgeflachte Fläche am
Achsschenkel) achten.
Neue Nutmutter aufschrauben und mit anziehen.

vorgeschriebenem Drehmoment

Hinweise:
Keine weitere Lagereinstellung erforderlich!
Eine einmal gelöste Nutmutter muss erneuert werden (selbstsichernd).

Seite 8 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Bremsscheibe einbauen
Den Zentrierbund (Kontaktflächen) von
Bremsscheibe und Radnabe mit
Hochtemperaturfett einfetten.

Bremsscheibe hinten mit eingehängtem Haken


und vorne an einer eingeschraubten
Abdrückschraube auf Lagereinheit (Radnabe)
aufsetzen, Abdrückschraube herausnehmen und
Lochkreis zur Lagereinheit justieren.

Den Zentrierbund (Kontaktflächen) von


Radflansch und Bremsscheibe mit
Hochtemperaturfett einfetten.

Radflansch gegen Bremsscheibe ansetzen.

Lochkranz zur Bremsscheibe und Lagereinheit


justieren, Befestigungsschrauben (1) einsetzen
und mit vorgeschriebenem Drehmoment KB
über Kreuz anziehen.

Bei Fahrzeugen mit ABS:


Klemmhülse (1) mit Hochtemperaturfett MAN
284 Li-H2 einfetten und bis zum Anschlag
eindrücken.
Drehzahlfühler (Stabsensor) (2) einfetten und
soweit eindrücken (nicht schlagen) bis er am
Impulsrad anliegt, dabei gleichzeitig die
Radnabe 2 bis 3 mal drehen.

Das erforderliche Lüftspiel stellt sich


selbsttätig ein.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 9


MAN Bildungszentrum Wien

Drehmomentrichtwerte

3.1.5 Hinweis

Um das richtige Anziehen von Schraubverbindungen mit dem vorgesehenen


Anziehdrehmoment zu gewährleisten und um ein Fressen der Auflageflächen - insbesondere
der Kopfauflageflächen von Drehwinkelschrauben - zu vermeiden, sind Schrauben und Muttern
am Gewinde und an den Auflageflächen leicht einzuölen. Keine MoS2-haltigen Oele oder
Oelzusätze verwenden!
Ausnahme: Verzinkte Rippschrauben und Muttern sind speziell vorbehandelt und dürfen nicht
zusätzlich geschmiert werden.

Schraubverbindungen sollen, mit Ausnahme von untergeordneten- oder Heftverbindungen,


immer mit werkstattüblichen Drehmomentschlüsseln oder Präzisionsdrehschraubern
angezogen werden. Die aufgebrachten Anzugsdrehmomente sollen von den angegebenen
Einstellwerten nicht mehr als ±15% abweichen. Es dürfen nur einwandfreie Schrauben, Muttern
und Beilagscheiben verwendet werden!

Bei Reparaturen niemals Schrauben mit niedrigerer Güteklasse als die serienmässig eingebauten verwenden!

Drehmomentrichtwerte sind in Nm angegeben (10 Nm = 1 kpm).

El Radmuttern anziehen

Mittenzentrierung (mit Druckteller) ........................... M 22 x 1,5 ................................. 575


Nm

O Bremsenteile

Radflansch an Bremsscheibe / Radnabe


(Hub-Unit) .......................................................... M 18x 1,5 .......... 10.9 ..430 Nm

El Radlagereinstellung

Nutmutter für Hub-Unit-Radlagerung ....................... M 58 x 1,5 ..................... 740 Nm


(selbstsichernde Mutter)

ACHTUNG I Selbstsichernde Muttern nur einmal verwenden!

Seite 10 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

3.2 Scheibenbremse LUCAS D - ELSA

(Quelle: Reparaturanleitung P106, Stand 07.97)

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 11


MAN Bildungszentrum Wien

Scheibenbremse LUCAS D - ELSA

Beim Ausbau der Bremsbeläge und sonstigen Radbremsteilen wird die Radnabe
nicht ausgebaut. Ein Ausbau der Radnabe ist nur bei einer Erneuerung der Radiager und
deren Abdichtungen erforderlich. Die konstruktiven Unterschiede bei den einzelnen
Radnaben haben auf die Reparatur der Scheibenbremse keinen Einfluss. Auf die
unterschiedlichen Bremszylinder (Membranbremszylinder) wird, soweit erforderlich,
hingewiesen.

Besondere Merkmale (Vorteile im Vergleich zur Trommelbremse):


> Rahmenkonstruktion mit servicefreundlichem einfachem Bremsbelag Wechsel.
> Grösseres Bremsbeiagverschieissvoiumen und geringerer
Umfangsschrägverschleiss auf Grund der gleichmässigeren Kraftverteilung durch
2-Stempel-Zuspannung.
> Integrierte, verschleissabhängig arbeitende, automatische Nachstellung,
synchron wirkend auf beide Zuspannstempel. In der Nachstellung integriertes
Zwangslüftspiel. Das vorgegebene Lüftspiel bleibt daher über die gesamte
Bremsbelaglebensdauer konstant.
> Hoher Wirkungsgrad und geringe Hysterese durch wenige bewegliche Teile und
reibungsarme Lagerungen.
> Direkt angeflanschte Bremszylinder an Vorder- und Hinterachse, dadurch Entfall
von externen Bremshebeln und Fernbetätigungen.
> Gute Feststellbremswirkung und bessere Dosierbarkeit der Bremse aufgrund des
höheren Wirkungsgrades und der damit verbundenen geringen Hysterese.
> Auf Grund der konstruktiven Auslegung grösstmögliche Wärmeableitung.

Seite 12 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien EM]/S\[NS

3.2.1 Querschnitt LUCAS D-ELSA


Legende
1 Schenkelfeder
2 Sattelgehäuse
3 Bremsbelag aussen
4 Bremsbelag innen
5 Bremsträger
6 Bremsscheibe
7 Faltenbalg
Führungshülse
8 Kunststoffbuchse
9 Führungshülse lang
10 Kunststoffbuchse
11 Nachstellmutter
12 Zylinderschraube lang
13 Verschlusskappe
14 Druckscheibe
15 Rolle
16 Stössel
17 Exzenterwelle
18 Feder
19 Druckscheibe
20 Rolle
21 Nachstellmutter
22 Stössel
23 Verschlusskappe
24 Zylinderschraube kurz
25 Bronzebuchse
26 Führungshülse kurz
27 Faltenbalg
Führungshülse
28 Faltenbalg
Stössel

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 13


MAN Bildungszentrum Wien

Querschnitt Nachstellvorrichtung
n 12 3 4
/ 5
Legende:

1 Nachstellrad
2 Lamellenkupplung
3 Nachstellring
4 Feder
5 Reibfeder
6 Hülsenrad
7 Verstellbolzen
8 Schutzkappe
9 Stift
10 Nachstellmutter
11 Stössel
12 Zwischenrad
13 Exzenterwelle
14 Sicherungsblech
15 Nachstellmutter

Seite 14 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

3.2.2 Aufbau und Funktion

Die Bremse "D - ELSA" ist für den Einsatz in Lastkraftwagen und Omnibussen an Vorder- und
Hinterachsen als Betriebs-, Hilfs- und Feststellbremse vorgesehen. Sie wird mechanisch über
Membran- oder Federspeicherbremszylinder betätigt. Dieser ist direkt an einem Deckel des
Bremssattels befestigt. Die komplette Scheibenbremse besteht einschliesslich
Betätigungszylinder aus zwei Baugruppen:

Bremssattel und Bremsenträger

Zwei Führungshülsen (9/26) sind mittels Schrauben (12/24) am Bremsträger (5) angeschraubt.
Der Bremsträger ist mit dem Achsschenkel verbunden. Das Gehäuse (2) ist schwimmend auf
den Führungshülsen gelagert. Die Führung erfolgt über 3 Buchsen:
> eine Bronzebuchse (25) auf der Seite der kurzen Führungshülse (26)
> zwei Kunststoffbuchsen (8/10) auf der Seite der langen Führungshülse (9)
die im Gehäuse eingepresst sind.

Das Führungssystem ist nach Aussen mittels Faltenbälgen (7/27) und zwei Verschlusskappen
(13/23) abgedichtet. Die Betätigung der Bremse erfolgt über einen Membranzylinder (nicht
eingezeichnet), der direkt auf die Exzenterwelle (17) wirkt.

Die automatische Nachstellung


Durch die automatische Nachstellung wird im Betrieb der Bremse der Belagverschleiss
ausgeglichen. Dazu wird bei jeder Betätigung sensiert, ob ein Nachstellvorgang erforderlich ist,
oder ob sich das Laufspiel zwischen Bremsbelägen und Bremsscheibe noch im Bereich des
installierten Lüftspiels befindet und nicht nachgestellt werden muss.
Das installierte Lüftspiel wird mechanisch durch das Spiel zwischen den Nasen der
Mitnehmerscheiben der Lamellenkupplung (2) im Schlitz des Nachstellrings (3) vorgegeben.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 15


MAN Bildungszentrum Wien

a) Betätigung ohne Nachstellvorgang


Bei der Betätigung ohne Nachstellvorgang befindet sich das Laufspiel im Rahmen des
installierten Lüftspiels. Die Drehbewegung der Exzenterwelle (13) wird durch den Stift (9) und
den Kulissenstein auf das Hülsenrad (6) übertragen. Dieses ist über die Reibfeder (5) mit dem
Nachstellring (3) kraftschlüssig gekoppelt, der sich dann im Rahmen des installierten Lüftspiels
bis zur Anlage an die Kupplungslamellen dreht. Das Laufspiel ist dann übernommen und die
Beläge sind an die Scheibe angelegt.
Es kommt zum Kraftaufbau an den Stösseln (11/16). Am Nachstellrad (1) steht das durch die
Spannkraft erzeugte Gewindereibmoment der Stössel (11/16) in den Nachstellmuttern (10 bzw.
15) an.
Das Haltemoment am Nachstellrad (1) ist grösser als das Rutschmoment der
Lamellenkupplung (2), so dass keine Verdrehung der Nachstellmuttern erfolgt.

b) Betätigung mit Nachstellvorgang


Durch Belagverschleiss ist das Laufspiel grösser als das installierte Lüftspiel. Bei einer
Betätigung wird der Nachstellring (3) wieder im Rahmen der Schlitzbreite verdreht.
Das nominelle Laufspiel ist damit übernommen. Es kommt allerdings noch nicht zu einem
Spannkraftaufbau, da durch vorangegangenen Belagverschleiss ein zusätzlicher Weg
zurückgelegt werden muss. Lieber die Lamellenkupplung (2) verdreht der Nachstellring (3) im
weiteren Verlauf der Betätigung das Nachstellrad (1). Dieses nimmt über die Verzahnung und
das Zwischenrad (12) beide Nachstellmuttern (10/15) mit. Da die Stössel (11 bzw. 16) durch ein
Sicherungsblech (14) gegen Verdrehen gesichert sind, kommt es zu einem axialen
Herausschrauben aus den Nachstellmuttern (10 bzw. 15).
Beide Stössel (11/16) werden solange herausgedreht, bis die Spannkraft über die Erhöhung
des Gewindereibmomentes die Lamellenkupplung (2) zum Durchrutschen bringt. Der
Nachstellprozess ist damit beendet.

Damit im Rückhub beim Lösen der Bremse der Nachstellbetrag nicht wieder aufgestellt wird,
läuft nach Anlage des Nachstellrings (3) an den Mitnehmerscheiben der Lamellenkupplung (2)
die Reibfeder (5) frei. Das System befindet sich nun wieder in seiner Ausgangsstellung.

Seite 16 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Drehrichtung des Nachstellers Typ "A" Membranzylinder axial


angeordnet (VA)
Die Drehrichtung des Nachstellers muss bei
Reparaturen bzw. Prüfung der Bremse
beachtet werden. Sie ist unabhängig von der
Einbaulage der Bremse, jedoch
unterschiedlich bei Typ "A" und Typ "B"
(Zylinderanbau).

Scheibenbremstyp "A"

Befindet sich der Verstelibolzen links vom


Betätigungszylinder, dann dreht sich der
Schlüssel nach links (2) und stellt damit nach,
d.h. das Spiel zwischen Belag und
Bremsscheibe wird kleiner, entgegengesetzte
Drehrichtung (1), Spiel wird grösser.

Befindet sich der Verstellbolzen rechts vom Typ "B" Membranzylinder radial
Betätigungszylinder, dann dreht sich der angeordnet (HA)
Schlüssel nach rechts (2) und stellt damit nach,
d.h. das Spiel zwischen Belag und
Bremsscheibe wird kleiner, entgegengesetzte
Drehrichtung (1), Spiel wird grösser.

Scheibenbremstyp "B"
Befindet sich der Verstellbolzen links vom
Betätigungszylinder, dann dreht sich der
Schlüssel nach rechts (2) und stellt damit
nach, d.h. das Spiel zwischen Belag und
Bremsscheibe wird kleiner, entgegengesetzte
Drehrichtung (1), Spiel wird grösser.
Befindet sich der Verstellbolzen rechts vom
Betätigungszylinder, dann dreht sich der
Schlüssel nach links (2) und stellt damit nach,
d.h. das Spiel zwischen Belag und
Bremsscheibe wird kleiner, entgegengesetzte
Drehrichtung (1), Spiel wird größer.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 17


MAN Bildungszentrum Wien

3.2.3 Nachstellung prüfen

Schutzkappe vom Nachsteller (->)


abnehmen
^ Mit Ringschlüssel SW 10 am
Sechskant des Nachstellers (->)
zurückdrehen
Bremse 5 - 1 0 mal betätigen (ca. 2
bar). Bei funktionsfähiger
Nachstellung muss sich der
Ringschlüssel (->) im
Uhrzeigersinn taktweise
zurückdrehen.

Achtung!
Keine Überbeanspruchung am Sechskant
(SW 10) des Nachstellers vornehmen.
y Keinen Gabelschlüssel verwenden. J
Hinweis:
Mit zunehmender Taktzahl wird der
Verdrehwinkel bzw. die Bewegung des
Ringschlüssels kleiner bzw.
langsamer.
Dreht sich der Ringschlüssel wie
beschrieben zurück, so ist die
Nachstellung in Ordnung.

Eventuell auftretende Fehler:


Der Nachsteller bzw. Ringschlüssel
verdreht sich
a) gar nicht
b) nur bei der ersten Betätigung
c) bei jeder Betätigung vor und wieder zurück

so ist die Nachstellung nicht in Ordnung.

In diesen Fällen muss die Bremse ausgetauscht werden. Der Bremssattel ist dann zu
tauschen. Ringschlüssel (->) abnehmen. Kappe (->) aufstecken, dabei auf dichten Sitz
achten.

Seite 18 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

3.2.4 Bremsbeläge prüfen

Bremsbelagstärke ist in regel-


mässigen Abständen und in
Abhängigkeit vom Fahrzeugeinsatz
bei Wartungsintervallen sowie im
Rahmen der gesetzlichen
Ueberwachung zu prüfen. Die
Restbelagstärke darf ein Mass von
2 mm nicht unterschreiten.
A = Gesamtbelagstärke 20 mm
B = min. Restbelagstärke 2 mm
Bei Restbelagstärke A < 2 mm
Bremsbeläge erneuern.

Von aussen ist der Verschleiss der


Bremsbeläge auch ohne Demontage
der Räder an der Stellung des
Bremssattels (1) erkennbar. Dazu
eine Abdeckkappe (2) der
Führungsbuchse entfernen.
Ragt die Führungshülse (3) etwa um
Zylinderkopfschraubenhöhe über die
im Bremssattel (1) feststehende
Bremssattelführungsbuchse (4)
heraus, so sind die Bremsbeläge
Normalmass bzw. Neuzustand (C).
Wenn das Ende der Führungshülse
(3) mit der Führungsbuchse (4)
fluchtet (D), ist der Bremsbelag
abgenutzt und muss erneuert werden.
C = Neuzustand
D = Bremsbelag abgenutzt, Bremsbelag
und Bremsscheibenprüfung bzw. f' Achtung! \
Erneuerung bei abgebauten Rädern Um eine Beschädigung der Bremsscheibe zu
erforderlich. vermeiden, müssen die Bremsbeläge spätestens
1 Bremssattel dann ersetzt werden, wenn an der schwächsten
3 Führungshülse Stelle 2 mm Bremsbelagstärke über dem
4 Führungsbuchse Bremsbelagträgerblech gemessen wird.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand:Juni 2004 Seite 19


MAN Bildungszentrum Wien

3.2.5 Bremsscheibe prüfen

Bremsscheibenstärke "A" messen.

Gesamtstärke neue Bremsscheibe


45 mm

Gesamtstärke neuer Bremsbelag 28


mm

Gesamtstärke

Übermassbremsbelag 30mm

Verschleissmasse:

A= 45 mm - 41 mm:

Belag mit 8 mm Rückenplatte


verwenden

A = 40 mm - 38 mm:
(höchstzulässiges Abdrehmass)
Uebermassbelag mit 10 mm Rückenplatte
h
verwenden

A = 35 mm: _________________________________ ^
Absolutes Verschleissmass.
$ mm
I 1Ö mm

Bremsscheiben umgehend achsweise erneuern !

Mindeststärke Bremsbelag 2 mm - absolute Mindeststärke Bremsbelag, die


Bremsbeläge müssen erneuert werden !

Seite 20 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Abdrehmasse:
A = 41 mm:
Letzter zulässiger Belagwechsel bei Verwendung von Belägen mit 8
mm Rückenplatte,
A = 38 mm:
Letzter zulässiger Belagwechsel bei Verwendung von Uebermassbelägen mit 10
mm Rückenplatte.

Achtung!

Die mindest zulässige Scheibendicke von 35 mm für Uebermassbeläge mit 10 mm


Rückenplatte ist das absolute Verschleissmass und darf nicht als Abdrehmass
betrachtet werden. Die Bremsscheibe muss bei 35 mm erneuert werden.

*?> Bei Nichtbeachtung dieser Vorschrift besteht die Gefahr, dass bei abgefahrenen
Bremsbelägen keine ausreichende Abstützung der Belagrückenplatten mehr
vorhanden ist und es zum Ausfall der Bremsen kommt.

Zu den Uebermassbelägen gehören auch die im Rep.-Satz enthaltenen


Uebermass-Belaghaltefedern.

Scheibenschlag:

Maximaler Scheibenschlag von


0,15 mm ist zulässig.

Hinweis:
Bremsscheiben und Bremsbeläge immer achsweise erneuern.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 21


MAN Bildungszentrum Wien

3.2.6 Führungssystem

Verschiebbarkeit des Bremssattels

1. Beläge ausbauen

2. Das Bremssattelgehäuse in
Pfeilrichtung hin- und
herschieben. Es muss von Hand
leicht verschiebbar sein. Im
Zweifelsfall Verschiebekraft mittels
Dynamometer oder Druckwaage
messen. Der Grenzwert liegt bei
150 N.

3. Anschliessend Verschleisskontrolle der Führungsbuchsen durchführen

Verschleisskontrolle der
Führungsbuchsen
EEE5
TT

Hinweis: □
Für diese Kontrolle wird eine Messuhr r □
benötigt, die nacheinander an zwei
verschiedenen Messpunkten angebracht
3 L



....... ....... .......... • ...... M»>-^ ........ ........................ ^

Messpunkt 1 □
1. Schwimmrahmen Richtung
Felgenseite verschieben (Beläge sind
ausgebaut).
J E= ----- 7

32

1. Messuhr (2) anbringen und auf


Null stellen, wobei die Linie (3)
eine Verlängerung der Mittellinie
der kurzen Führungshülse (4)
darstellt. Bremssattelgehäuse an
der langen Hülse beidseitig
anfassen, dabei nicht
verschieben, und in Pfeilrichtung
(1) schwenken. Abgelesener
Grenzwert an der Messuhr soll
kleiner oder gleich 2,5 mm sein.

Seite 22 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Messpunkt 2

1. Messuhr (2) wie gezeigt anbringen


und auf Null stellen, wobei
Position (4) die Draufsicht des
Gehäuses darstellt und die
Position (3) die Gewindebohrung
der Schraube für Belaghaltebügel.
Bremssattelgehäuse an
Aussenbelagseite und
Betätigungszylinder anfassen,
dabei nicht verschieben, und in
Pfeilrichtung (1), schwenken.
Abgelesener Grenzwert an der
Messuhr soll kleiner oder gleich
1,5 mm sein.

Mögliche Messergebnisse:

Messergebnis Massnahme

Verschiebekraft > 150N Messwerte im Toleranzbereich


Führungssystem reparieren

Verschiebekraft > 150N *3> Messwerte nicht im


Führungssystem reparieren
Toleranzbereich

% Verschiebekraft < 150N ^ Messwerte nicht im


Führungssystem reparieren
Toleranzbereich

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 23


MAN Bildungszentrum Wien

3.2.7 Bremsbeläge ersetzen

Bremsbelag ausbauen:

Schraube (9) des


Bremsbelagniederhaltebügels (2)
lösen.

Bremsbelagniederhaltebügel (2) aus


Bremssattel entnehmen.

Verschlusskappe (4) für Nachsteller


(5) aus Bremssattelgehäuse
entnehmen.

Nachstellung durch Zurückdrehen der


Gewindespindeln am Sechskant des
Nachstellers (5) zurückstellen.

Vor Entfernen der alten Bremsbeläge


wird Nachsteller entsprechend
solange gedreht, bis Entnahme der
Beläge aus Belagschacht leicht
möglich ist.

Seite 24 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Bremsbelag (6) an der


Druckstückstösselseite lösen und aus
Belagschacht des Bremssattels (1)
entnehmen.

Bremssattel (1) in Richtung


Felgenseite (->) verschieben,
Bremsbelag (6) felgenseitig lösen und
aus Belagschacht entnehmen.

Belagschacht (Pfeile) mit Drahtbürste


bzw. Flachschaber von Korrosion und
Schmutz reinigen.

Mit Nachstellschraube (5)


Druckstücke (7) in Richtung
Belagschacht drehen (zustellen) bis
Faltenbälge (8) sichtbar werden.

Faltenbälge der beiden Druckstücke


auf Verschleiss bzw. Beschädigungen
prüfen, ggf. erneuern.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 25


MAN Bildungszentrum Wien

Bremssattel (1) in Richtung Druckseite


verschieben.

Faltenbälge (10) der Führungsbolzen auf


Verschleiss bzw. Beschädigungen prüfen,
ggf. erneuern.

Bremssattel (1) von Hand auf


Führungsbolzen verschieben und auf
Leichtgängigkeit prüfen.

Bei Schwergängigkeit Führungsbolzen und


Buchsen sowie Faltenbälge erneuern.

Prüfen der Betätigungseinheit


(Zuspanneinheit):

Nachsteller (5) am Sechskant mit Schlüssel


an Bremsscheibe herandrehen (zustellen),
dabei Gewindegänge der Gewindespindeln
auf Korrosion und Beschädigungen sowie
auf Leichtgängigkeit prüfen.

Nach Prüfung der Zuspanneinheit


Nachsteller (5) wieder bis Anschlag
zurückdrehen. Schlüssel auf Nachsteller
(5) stecken lassen, nicht festhalten. Mit
mehrmaligem Betätigen der Bremse (ca. 2
bar) prüfen, ob Nachstelleinheit
automatisch nachstellt, Schlüssel muss
sich in Richtung "Zustellen" bewegen.

Seite 26 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

3.2.8 Bremsscheiben-
Zustandskontrolle

Bremsscheibe auf Risse und


Oberflächenbeschaffenheit sowie auf
maximales Verschleissmass prüfen.

A netzwerkartige Rissbildung zulässig


B zur Nabenmitte verlaufende Risse bis
max. 0,5 mm (Breite u. Tiefe) zulässig
C Unebenheiten der
Scheibenoberflächen unter 1,5
mm
zulässig
D durchgehende Risse unzulässig

Bremsscheibenschlag prüfen:
Bei montierter Bremsscheibe, den
Bremsscheibenschlag durch Drehen der
Radnabe gemäss Skizze prüfen
(Grenzwert 0,15 mm). Bei höheren Werten
Bremsscheibe nacharbeiten bzw.
erneuern.

Bremsbelag Einbau:
Die beiden Druckstössel (2), die mittels
Blech (Pfeil) gegen Verdrehen gesichert
sind, müssen zur Montage der neuen
Beläge durch Drehen des Nachstellers (5)
zurückgestellt werden.

Bremssattel (1) soweit verschieben, bis


genügend Abstand zur Bremsscheibe (3)
auf der Felgenseite für das Einlegen des
Bremsbelages vorhanden ist.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 27


MAN Bildungszentrum Wien

Bremssattel (1) verschieben bis Belag (6)


auf der Felgenseite an der Bremsscheibe
anliegt, Belag (6) auf der Betätigungsseite
in Belagschacht einsetzen.

Lüftspiel (0,6 - 0,9 mm) grob mit Schlüssel


an Nachstellmutter einstellen.
Drehmoment der Nachstellschraube
während des Drehvorganges (zwischen
10 bis 15 Nm) darf nicht überschritten
werden. Bremsbelagniederhaltebügel erst
nach der Lüftspieleinstellung montieren,
Feineinstellung von Lüftspiel der Bremse
durch mehrere Bremsbetätigungen (ca. 10
x Bremspedal betätigen, stellt automatisch
auf Sollmass nach) einsteilen.
Hinweis:
Lüftspiel zwischen Bremsbelagdruckstück und
Bremsbelagrücken mit Fühlerlehre prüfen.

Niederhaltebügel (40) in Nut von Bremssattel


(1) einsetzen und mit Schraube befestigen.

Hinweis:
Bei jedem Bremsbelagwechsel neue ^
Bremsbelagniederhaltefedern verwenden. >

Gummikappe in Nachstellerbohrung (->)


eindrücken (Bild 20). Radnabe auf
Freigängigkeit prüfen. Räder montieren.

Hinweis:
Bremse nach Abschluss der Arbeiten auf
Rollenprüfstand prüfen.

Seite 28 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

3.2.9 Technische Daten

** Bremsscheibendicke mit Neubelägen höchstens 45 mm


* Mindestbremsscheibendicke (absolute Verschleissmassgrenze) 35 mm

Bremsbelagstärke mit Belagrücken (Normalmass Gesamtstärke) 28 mm


Gesamtstärke (Uebermass) 30 mm
Bremsbelagstärke 20 mm
* Bremsbelagstärke (Uebermass) 20 mm
* Trägerblechstärke 8 mm
* Trägerblechstärke (Uebermass) 10 mm

Maximal zulässiger Verschleiss des Belages 18,0 mm


Lüftspiel zwischen Belag und Scheibe 0,6 bis 0,9 mm

Spezialwerkzeug

Fühlerlehre

Hinweise:
*^>,.Bei jedem Bremsbelagwechsel Bremsbelagniederhaltefedern erneuern.

^>..Nach dem Bremsbelagwechsel Gewaltbremsungen und länger anhaltendes Bremsen


vermeiden.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 29


MAN Bildungszentrum Wien

3.3 Drehgelenk Hemscheidt


mit Dämpfungs und Knickschutzfunktion

Vorderwagen

Motorwagen

Einleitung
Bei den Niederflur Gelenkbussen A23 und N4522 kommt das Drehgelenk mit
integriertem, hydraulischen Dämpfungs- und Knickschutzsystem von Hemscheidt
zum Einsatz.
Es besteht aus zwei massiven Gussteilen - dem Gehäuse (Vorderwagen) und dem
Drehschemel (Motorwagen) welche durch ein Kugellager miteinander verbunden und
somit zueinander beweglich sind.
Das Gehäuse des Gelenkes wird mit 8 Schrauben an der vorderen Bushälfte befestigt.
Der Motorwagen ist durch gummierte Gelenklager mit dem Drehgelenk verbunden. Diese
spezielle Lagertechnik bringt eine grosse räumliche Beweglichkeit. Hierdurch wird das
Busgestell weniger beansprucht.

Technische Angaben
Max. zulässiger Knickwinkel: ± 52,5°
Max. zulässiger Nickwinkel: ± 10°
Max. Geschwindigkeit bei Rückwärtsfahrt (begrenzt
3 km/h
durch Ansteuerung des EDC-Steuergeräts):

Seite 30 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

3.3.1 Knickschutzsystem

Gelenkbusse mit Heckmotor und Antrieb auf der letzten Achse, sogenannte
gedrückte oder geschobene Gelenkbussysteme, benötigen u.a. auch für den
Wintereinsatz, eine Knickschutzanlage. Diese ist aufgebaut in einem direkten
(Knickschutz im Gelenk) sowie einem indirekten Knickschutz, mittels
Drehmomentanpassung am Motor.

Knickschutz im Gelenk
Das Dämpfungs- und Knickschutz -System (DKS) an MAN-Gelenkbussen sorgt für
ein optimales und sicheres Fahrverhalten. Das unerwünschte Einknicken bzw.
Ausscheren wird systematisch progressiv oder konstant gedämpft und die Neigung
zu Pendelschwingungen des Motorwagens bei höheren Fahrgeschwindigkeiten
unterdrückt.

Beschreibung
Beim MAN-Dämpfungs- und Knickschutz-System handelt es sich um einen elektro -
hydraulisch geregelten und wartungsfreien "Synchronknickwinkeldämpfer", der als
Bestandteil des Vorderwagenrahmens zusammen mit dem "Kragträger" am
Motorwagen die gelenkige Verbindung der beiden Fahrzeugteile herstellt.
Alle Versorgungsleitungen für Hydrolenkung, Heizung, Bremse, Klimaanlage, usw.,
liegen gebündelt, über eine Polyamidscheibe gleitend, auf dem im mittleren Bereich
abgesenkten Drehschemel.
Damit sind die Leitungen den kleinsten Schwenkbewegungen ausgesetzt und von
oben, über die beiden Fussboden - Drehscheibenhälften, gut zugänglich.
Die bei Nickbewegungen des Gelenkbusses unvermeidbare
Horizontalverschiebung der hinteren Fussboden-
Drehscheibenhälfte ist sehr klein, weil die
"elastischgelenkigen" Motorwagenaufhängungspunkte (->)
am Drehschemel unmittelbar unter dem Faltenbalgträger und
somit auf vorteilhafte Weise sehr nahe an der
Fussbodenebene liegen. Der "Synchron -
Knickwinkeldämpfer (SKD)" selbst hat nicht nur die Aufgabe,
die Gelenkigkeit des Busses (knicken bis ± 52,5° / nicken bis
± 10°) sicherzustellen, sondern, bedingt durch den
Heckantrieb heutiger Gelenkbusse, Pendelbewegungen des
Motorwagens, insbesondere bei höheren Fahr-
zeuggeschwindigkeiten (über ca. 60 km/h) zu verhindern.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 31


MAN Bildungszentrum Wien

Zusammenbau
Das System basiert auf dem Prinzip, dass Drehbewegungen des Motorwagens (um die
Hochachse) über ein mit dem kugelgelagerten Drehschemel verbundenes Zahnrad auf zwei
als Zahnstangen ausgebildete Kolbenstangen übertragen werden die links und rechts im
Dämpfergehäuse angeordnet sind.

Zahnrad und Zahnstangen sind im Innern


des Gelenkes angeordnet. Es entsteht somit
kein Verschleiss durch Verschmutzung. Sie
sind aus speziellem, gehärtetem Material
gefertigt, was eine lange Lebensdauer
garantiert. Eine Schmierung ist nicht
notwendig, da Zahnrad und Zahnstange im
Oelbad angeordnet sind.
Das Gelenk hat einen geschlossenen
Oelkreislauf und wird bei der Herstellung mit
Oel gefüllt.

3.3.2 Funktion Hydraulische Dämpfung


Die Dämpferzylinder sind zueinander verbunden. Die Durchflussmenge wird über drei
Dämpfungsventile und zwei Elektroventile in drei Stufen gesteuert.

Unterhalb 60 km/h wirkt eine von der


Drehgeschwindigkeit abhängige Dämpfung (Kurve
1), die geringer ist als die ebenfalls von der
Drehgeschwindigkeit abhängige Dämpfung oberhalb 60
km/h (Kurve 2).
Die dritte, hohe Dämpferstufe arbeitet unabhängig
von der Drehgeschwindigkeit und schaltet sich bei
einer Knicklage ab 48° automatisch zu (Kurve 3).

Seite 32 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien SN^JZ^DNS

Die Umschaltung auf die Druckstufe 2


erfolgt mit Hilfe vom elektrisch gesteuerten
Ventil V1 (->) indem der Kolbenweg im
Zyiinder ein Regelventii verschliesst.
Die hohe Dämpferstufe (Kurve 3) kann
zusätzlich vom Fahrer in jeder Stellung des
Gelenkes eingeschaltet werden (Ventil 2).
Danach wirkt diese hohe Stufe über den
Dämpfungsventil DKS-VENTILE
gesamten Drehbereich des Gelenkes. Somit
kann ein Einknicken beim Anfahren verhindert
werden (siehe Manuelle Eingriffsmöglichkeiten).

Einknickalarm
Wird ein Knickwinkel von 48° erreicht, löst eines der
Sensorbleche ein Signal am Näherungsschalter (1) des
Drehgelenks aus. Es erfolgt ein akustischer Alarm beim Fahrer.
Zugleich erscheint das Symbol Drehegelenk (2) im Display.

3.3.3 Noteigenschaften
Die Gelenkdämpfung arbeitet so, dass selbst bei einer elektrischen Störung der Gelenkbus
betriebsfähig bleibt.
> Durch die Schaltung der Ventilsteuerung ist bei Stromausfall die Grunddämpfung (Kurve 1)
noch vorhanden.
> Die hohe Dämpfung (Kurve 3) ab 48° Knickwinkel ist unabhängig von der elektrischen
Ventilsteuerung sowie bei einer Störung der Elektrik noch aktiv (Funktion in den beiden
Zylindern integriert).

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 33


MAN Bildungszentrum Wien

3.3.4 Manuelle Eingriffsmöglichkeiten


Bei Vorwärtsfahrt
Durch Betätigung des Knickschutz Tasters (1)
auf der Bedientafel links vom Fahrersitz kann
der Fahrer bei jeder Winkelstellung des
Gelenkes die Druckstufe III
(Konstantdämpfung) zuschalten.
Insbesondere für Anfahrvorgänge bei Schnee-
oder Eisglätte kann das Anfahrknicken
dadurch frühzeitig verhindert werden.
Der Taster aktiviert die Konstantdämpfung nur
unterhalb einer Geschwindigkeit von 40 km/h
und nur solange wie er gedrückt wird.
Der Taster soiite nur im Bedarfsfall gedrückt
werden.
Bei Rückwärtsfahrt:
Bei Rückwärtsfahrt ist die Tasterbetätigung durch den Fahrer und daher nur für den
Rangiervorgang zulässig, um sich aus einem festgefahrenen Zustand (bei eingelegtem
Rückwärtsgang und Drehwinkel > 48° ist die Haltestellenbremse automatisch eingelegt) zu
befreien.
Achtung! - Gefahr von Gerippeschäden!
Der Taster sollte nur in Notfällen, wenn die Situation ein Vorwärtsfahren nicht erlaubt, betätigt
werden. Nicht zu heftig oder mit zu hoher Motorleistung in die mechanischen Endanschläge
des Knickschutzes fahren, da es sonst zu Gerippeschäden kommen kann.
Den Taster nur solange drücken, bis man sich aus der festgefahrenen Stellung befreit hat!
Bei Tasterbetätigung sind ausser der Konstantdämpfung (Druckstufe Mi) folgende
DKS-Funktionen ausgeschaltet:
> Haltestellenbremse
> Gasrücknahme auf Motorleerlauf
> akustisches Signal

Seite 34 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Knickschutz mittels Reduzierung des Drehmomentes


Wird bei eingeknicktem Gelenk, zum Beispiel bei der Wegfahrt aus der Haltestellenbucht, oder
beim beschleunigen aus dem Kreisel zu stark beschleunigt, kann es bei schlechten
Strassenverhältnissen Vorkommen, dass das Fahrzeug über die Mittelachse wegschiebt. Um
das zu verhindern wird bei Kurvenfahrt das Drehmoment des Motors reduziert.

Funktion
Wird das Gelenk bei Kurvenfahrt
mehr als 17° eingeknickt, wird die
Motorleistung auf ca. 220 PS
gedrosselt. Eine auf dem Drehkranz
befestigte Sichel (1) steuert einen
Näherungsschalter (2), welcher das
Signal an das EDC Steuergerät
weitergibt.
Ein zweiter Näherungsschalter wird
von der äusseren Sichel (3)
überfahren, wenn das Gelenk 47°
eingeknickt ist. Dabei wird die
Druckstufe 3 geschaltet und das
Gelenk mittels den zwei eingebauten
Ventilen hydraulisch gedämpft.
Zugleich ertönt ein akustisches
Warnsignal. Bei Rückwärtsfahrt wird
ab dieser Stellung mittels der
Haltestellenbremse das Fahrzeug
gebremst.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 35


MAN Bildungszentrum Wien

3.3.5 Prüfung der Momentenreduzierung


Die Funktion der Momentenreduzierung wird folgendermassen durchgeführt:

> Fahrzeug aus dem Stand auf 50 Km/h beschleunigen und die dabei benötigte Zeit messen.

> Sicherung F328 entfernen und Fahrzeug aus dem Stand auf 50 Km/h beschleunigen und
die dabei benötigte Zeit messen.

> Die Funktion der Drehmomentbegrenzung ist in Ordnung, wenn die bei Prüfung 2 benötigte
Zeit um ca. 8 Sekunden länger ist als die Zeit bei Prüfung 1.

3.3.6 Wartung
Das Drehgelenk ist absolut wartungsfrei. Bei Bedarf kann jedoch das Oelniveau
kontrolliert, bzw. ergänzt werden.
Zum Nachfüllen des Oels müssen als erstes die beiden Befestigungsschrauben (1)
der Polyamidabdeckung (Gleitschutz für die Leitungen) herausgenommen werden.
Als zweites wird das Gelenk voll eingeschlagen und durch Verschieben der
Polyamidscheibe die Einfüllschraube (2) zugänglich gemacht.
Die zentrale Einfüllschraube (3) ist im
eingebauten Zustand nicht zugänglich, weil ja
die Versorgungsleitungen (Hydrolenkung,
Heizung, Bremse, Klimaanlage, usw.) zentral
über das Drehgelenk geführt werden.
Das Oelniveau soll maximal bis zum unteren
Gewindeanfang reichen. Im Bedarfsfall muss
Motorenöl (MAN 270, SAE 10 - siehe auch
MAN-Wartungsempfehlungen) nachgefüllt
werden.
Wichtig: Nicht überfüllen !

Seite 36 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

3.3.7 Druckmessung

Das Drehgelenk bedarf keiner Wartung, deshalb ist


bei normalem Fahrverhalten eine Überprüfung der
Dämpfung nicht notwendig !
Es besteht jedoch die Möglichkeit, im Bedarfsfall mit
Hilfe der Messanschlüsse auf der rechten und linken
Seite des Gelenks eine Öldruckmessung
vorzunehmen.
> Während einer Linksdrehung des Gelenks
(Rechtskurve) hat der rechte Messanschluss
Öldruck.
> Während einer Rechtsdrehung des Gelenkes
(Linkskurve) hat der linke Messanschluss Öldruck.
Zur Druckmessung sind zwei Oeldruckmanometer
(links und rechts je ein Manometer) mit einem
Messbereich von 400 bar notwendig.

Der gemessene Öldruck ist abhängig von der Drehgeschwindigkeit des Gelenks sowie
von der Dämpfstufe des Dämpfungsventiis. Deshalb handelt es sich bei den
nachfolgenden Werten ausschliesslich um Richtwerte.
Der gemessene Öldruck ist abhängig von der Drehgeschwindigkeit des Gelenks sowie von der
Dämpfstufe des Dämpfungsventils. Deshalb handelt es sich bei den nachfolgenden Werten
ausschließlich um Richtwerte.

Druckanstieg bei ganz leichten, langsamen


Druckstufe 1 bis ca. 40 bar
Kurvenbewegungen <48°
Druckanstieg bei v < 60 km/h Druckstufe 1 -4 ca. 40 bis 100 bar
Druckanstieg bei v > 60 km/h Druckstufe 2 ca. 100 bis 180 bar

Druckanstieg bei Tasterbetätigung bzw.bei


Druckstufe 3 ca. 220 bis 300 bar
Knickwinkel > 48 °

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: Juni 2004 Seite 37


MAN Bildungszentrum Wien

Messanschlüsse

Ersatzteilnummer:
Messanschluss Hydrotechnik: 88.98125-6030
Dichtring A18x22-CU DIN 7603 06.56190-0713
Siehe dazu auch Sl 60104

Anziehdrehmoment der Muttern (2) 60 Nm

Weitere Angaben zum Drehgelenk siehe Reparaturanleitung P88

Seite 38 Stand: Juni 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


Technische Schulung MAN
Seite 1
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE04.PPT 120.02,2002 © R. Zimiker

Achsen und Lenkung

LENKUNG A20-23 COR/JPG

VA EINBAU OBEN.CDR/JPG

HA HONP 1310Q.CDR/JPG
ZF-SERVOCOM.JPG
Technische Schulung MAN
Seite 2

TECH-SCHULUNG\OOKU-D\BUS\A20-Ai2Ä\TECH-ElNPA20-A23 TE04.PPT f 20:02.2002 © R. Zimiker

Vorderachse - V9-72 GL
Technische Schulung MAN
Seite 3
TECH-gCHyLy_NQ\ßQKU-p\Byg^|Q-A23\TECH-E!NF\M0:A23 JE04iPpJ/2P.02:.2pOg © R. Zimiker

Vorderachse - V9-72 GL
Erläuterung der Achsbezeichnung V9-72 GL
V = Vorderachse 9 = Baureihe
72 = Nenntraglast (72 : 10 = 7,2 Tonnen)
G = Gussachse L = lenkbar

Eigenschaften
** wartungsfreie Radlager (Hub-Unit)
verwindungsfreie, kastenförmige Gussachsbrücke robuste, ausgereifte Konstruktion mit
präziser Radführung kompakte Bauweise, speziell für die Niederflurbusse ausgelegt
weit auseinander angeordnete Luftfedersätze ergeben einen breiten Mittelgang im Fahrzeug

Wichtig: Zur Montage der Hub-Unit-Radlagerung unbedingt Molykote-Paste, MAN 09.15011.0001,


verwenden. Ergänzende Informationen zur Hub-Unit-Radlagerung am Ende dieses Kapitels.
Technische Schulung MAN
Seite 4

TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-E1NF\A20-A23 TE04.PPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Vorderachse - V9-72 GL
Hub-Unit-Radlagerung
Mit Einführung der aktuellen Linien-
busgeneration wurde die Vorderrad-
lagerung auf eine Lagereinheit (Hub-
Unit) umgestellt.
Beim Scheibenwechsel verbleibt die
Radlagerung als komplette, ge-
schlossene Einheit am Achsschenkel.
Die Radlagerung braucht nicht mehr
eingestellt und vermessen zu werden.
Die Lagereinheit ist dauergeschmiert
und abgedichtet (106 km bzw. 15
Jahre). Die bisher vorgeschriebenen
jährlichen Fettwechsel entfallen.

1 Radflansch 3 Hub-Unit-Radlagerung Abdichtung ist eine Einheit)


2 Bremsscheibe (Radnabe, Radlager und 4 Bremsträger
Technische Schulung MAN
Seite 5
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE04.PPT/20.02.2002 © R. Zimiker

Vorderachse - V9-72 GL
ABS-Drehzahlsensoren

Drehzahlfühler ausbauen
+ Drehzahlfühler aus der Lagerbüchse herausziehen.
Aufnahmehülse aus der Lagerbohrung herausziehen.
Drehzahlfühler einbauen
Aufnahmehülse und Drehzahlfühler mit Hochtemperaturfett
MAN 284 Li-H2 (MAN 09.15006.0001) einfetten.
+ Aufnahmehülse bis Anschlag in Lagerbohrung des Achsschenkels
eindrücken.
Drehzahlfühler in Aufnahmehülse soweit eindrücken (nicht
schlagen) bis er am Impulsrad anliegt, dabei gleichzeitig die
Radnabe zwei- bis dreimal drehen.
+ Das Lüftspiel zwischen Drehzahlfühler und Impulsrad stellt
sich automatisch ein.
Auf saubere Kabelführung achten, nicht knicken.
Technische Schulung MAN
Seite 6
TECH-SCHUl.l)NG\DOKU-D'BUS\A2C-A23\TECH FINFVA20-A23 TE04.PPT / 20 02 2002 © R. Zimiker

Vorderachse - V9-72 GL
Prüfung der Kugelgelenke
Max. zulässiges Axialspiel ($) unbelaste 0 mm
t 2 mm
belastet
Max. zulässiges Radialspiel (O) 0,25 mm

Korrosionsprüfung - Dichtungsbalg auf Beschädigung prüfen:


+ Es dürfen keine Löcher, Risse oder Scheuerstellen erkennbar sein.
Ein beschädigter Balg kann wegen des möglichen Wassereintritts in
das Gelenk, Ursache eines sehr kurzfristigen Ausfalls des Gelenkes
sein.
+ Bei Verformung des Balges von Hand (massieren), ist Fettaustritt an
der Balgöffnung zulässig.
+ Spann- und Klemmringe pressen den Balg zur Abdichtung gegen das
Gehäuse bzw. Zapfen.
Der Balg darf sich von Hand (kein Werkzeug nehmen) nicht auf dem
Gehäuse drehen lassen.
VA KUGELGEL-KORRPRUEF.JPG
Technische Schulung MAN Seite 7
TECH-SCHULUNG\DOKUrD\BUS\A20-A23\TECH-ElNF\A20-A23 TE04.PPT / 20.02.2002 , © R. Zimiker

Vorderachse - V9-72 GL
Einstellungen der Vorderachse
1. Einstellbedingungen:
Fahrzeug muss auf einer waagrechten und ebenen
Fläche stehen. Die Luftfederhöhe muss richtig ein-
gestellt und der Reifendruck in Ordnung sein.
2. Sturz
Sollwert 30' - Toleranz ±15'
Der Sturz ist nicht korrigierbar.
VA EINBAU SEITE.CDR/JPG

3. Spreizung Die Einstellung des Nachlaufs wird mit Bei-


lagblechen zwischen Rahmen und Achslen-
Sollwert 7°30' - Toleranz ±15' kern vorgenommen.
Die Spreizung ist nicht Eine Beilage von 1 mm ergibt Nachlaufände-
korrigierbar. rung von:
unter beiden oberen Achslenkern (2) = +12'
4. Nachlauf (1)
KST- unter beiden unteren Achslenkern (3) = -15'
Sollwert 2° - Toleranz ±30'
Technische Schulung MAN
Seite 8
TECH-SCHUl_UNG\DOKU-D\BUS\A2Ö-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE04.PPT7 20.02:2002 © R. Zimiker

Vorderachse - V9-72 GL
5. Spurdifferenzwinkel
Sollwert 1°02! - Toleranz ±30'
6. Vorspur
Sollwert 0° bis -0°05' bzw. 0 bis -0,9 mm
Bei einer Felgengrösse von 22,5" entspricht eine
Vorspur von 0,9 mm einem Winkel von 5'.
Die Fahrzeugbelastung soll dem Leergewicht des
betriebsfertigen Fahrzeugs entsprechen.
7. Winkligkeit
Winkligkeit zur Fahrzeugmitte 90° - Toleranz ±5'
Sie wird durch Flinzufügen von Beilagbtechen am
oberen (2) und unteren (3) Lenker einer Seite ein-
gestellt.
»sr Eine Beilage von 1 mm ergibt eine
Winkeländerung von 3'.
VA EINBAU OBEN.CDR/JPG
Technische Schulung MAN
Seite 9
TECH-SCHULUNg\DOKU-q\BUS\A20-A23\TEqH-EINF\A20-A23 TE04.PPT / 20 02 2002 © R. Zimiker

Vorderachse - V9-72 GL
Anzugsdrehmomente Achsführungteile
Lenker unten am Rahmen ..................................... .. .M 18x2 . ...10.9 .............. ... 390 Nm
Lenker unten am Achskörper ...... . E;. ..:io9 . . . . . . 390 Nm
Lenker oben am Rahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .M 14x 1 5 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...10.9 . . . . . . . . . . . . . . . ... 185 Nm

Lenker oben am Achskörper . . . . . . . . . . . . . . . . . . .


. . . . . . . .
10 9 ............ 185 Nm

Lenkungsteile
.

... 190
Umlenkhebellager an Rahmen ............... . . . M 14 x 1 5 .109 Nm
Lenksch.ub^tange an Hebel (Konusverb.) •10 9 .......... 275 Nm
. .

Spurstange an Hebel (Konusverb.) ........ .......... M 24x1,5 ................ 10.9 ... 275 Nm . .

, J:.,* .......... M 12x1.5 ..VlO^vv.;:.::::;: 80 Nm


. . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Klemmschelle an Lenkschubstange ...... :-


Klemmschelle an Spurstange
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . M 12x 1.5. ...10.9 . 120 Nm . . . . . . . . . . . . . . . . .

ACHTUNG ! Selbstsichernde Muttern inmal verwenden; ■HH||


nune

Stoßdämpferbefestigung
Stoßdämpfer Fichtel & Sachs . . . . . . . . . . . . . . . . . . M 16x 1 5 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 Nm
Stoßdämpfer KONI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . :....8 . . . . . . . . . . . . . :■ . . 100 Nm

Luftfederteile

Abrollstempel an Luftfedertragbock . . . . . . . . . . . . . . . . . . M 18x2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8.8 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 270 Nm


Technische Schulung MAN
Seite 10

TECH-SCHÜLUNG\DÖKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20 Ä23 TE04.PPT / 2Ö.02.2ÖÖ2 ' © R Zimiker

Hinterachse - HONP 13100 /1300


Bei den Niederflurbussen der Typen A2C), A21 und A23
kommen an der Hinterachse Portalachsen von ZF zur
Anwendung. Es handelt sich dabei um nicht lenkbare
Starrachsen, welche durch die Anordnung der Achs-
brücke und des Portaltriebes eine niedrigere Einstiegs-
i
Technische Schulung MAN
Seite 11
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A2Q-A23 TE04.PPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Hinterachse - HONP 13100 /1300


Achstypen und Einsatz:
HONP 13100 angetriebene Achse
HONP 1300 nicht angetriebene Achse (Hinterachse am Vorderwagen bei Gelenkbussen)

Erläuterung der Achsbezeichnung HONP 13100-00:


HONP = Hinterachse, Portalachse für Niederflurbus (angetrieben oder nicht angetrieben)
13 = Nenntraglast in Tonnen
100 = Eingangsdrehmoment in daNm
00 = Variante
Eigenschaften:
Achsführung durch Längslenker und aufgelösten Dreieckslenker zur Seitenführung + Alle
Achsführungselemente der Hinterachse sind wartungsfrei + schneekettentauglich
+ sechs verschiedene Achsübersetzungen wählbar
+ Die weit aussen angeordneten Luftfederbälge und die breite Stossdämpferspur (Federspur =
Radspur) ergeben eine weiche Fahrzeugfederung bei ausgezeichneter Wankstabilität.
Technische Schulung MAN
Seite 12

TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\rECH-EINF\A20-A23TE0APPT/20.02.2002 © R. ZimiKer

Hinterachse - HONP 13100 /1300


Kraftverlauf
Bei der angetriebenen Portalachse HONP 13100 wird die
Kraft vom Motor über das Getriebe und die Gelenkwelle
zum Antriebsflansch des Antriebskegelrades geleitet.
Diese Kraft wird vom Antriebskegelrad auf das Tellerrad
und weiter durch das Ausgleichsgetriebe über die Steck-
wellen auf das Antriebsrad des Portaltriebs übertragen.
Das Antriebsrad des Portaltriebs überträgt die Kraft über
zwei Zwischenräder auf das Abtriebsrad des Portaltriebs.
Von hier aus erfolgt über die Achswellen der Kraftschluss
auf die Radnabe und die Antriebsräder.

HA HONP 13100 DIFF.CDR/JPG


Technische Schulung MAN
Seite 13
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE04.PPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Hinterachse - HONP 13100 /1300


Radnabe angetriebene Achse Radnabe nicht angetriebene Achse
HONP 13100 HONP 1300
Technische Schulung MAN
Seite 14
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE04.PPT / 20.02 2002 © R. Zimiker

Hinterachse - HONP 13100 /1300

Bremsen
Die Hinterachsen sind mit einer pneumatisch betätigten
Scheibenbremse LUCAS D-ELSA ausgestattet. Die
Feststellbremse wirkt über die Federspeicher der Bremszylinder.

ABS
Der ABS -Sensor (*►) befindet sich im Portaltrieb. Die
Impulsscheibe für das ABS befindet sich auf dem
Abtriebsrad des Portaltriebs.
Achtung: Drehzahlfühler und Klemmhülse mit Höch-
te mperaturfett - MAN 284 Li-H2 - montieren.
Technische Schulung MAN
Seite 15
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE04.PPT / 20,02.2002 ) R.Zimiker

Hinterachse - HONP 13100 /1300


Radlagerspieleinstellung
Innere Nutmutter (3) mit ca. 550 Nm festschrauben,
dabei Radnabe (4) zwei- bis dreimal drehen und mit
einem Plastikhammer auf die Radnabe schlagen, da-
mit die Kegelrollenlager spielfrei anliegen. Innere Nut-
mutter 60° lösen.
Neues Sicherungsblech (2) einsetzen und äussere
Nutmutter (1) mit 550 Nm festschrauben.
Radlagerspiel - 0,01 bis 0,05 mm - mit Messuhr prü-
fen. Dazu Radnabe hin- und herbewegen und Wert
ablesen. Spiel wenn nötig einstellen.
Aeussere Nutmutter durch Einschlagen des Siche-
rungsblechs in eine geeignete Nut sichern.
Dichtfläche der Achswelle vor der Montage mit Dichtmittel THREE-Bond weiss einstreichen. Achs-
welle einschieben und unter Verwendung von neuen Rippschrauben mit 200 Nm festziehen.
Nutmutternschlüssel MAN 80.99603.0258 verwenden.
THREE-Bond weiss (MAN 04.10160.9172)
Technische Schulung MAN
Seite 16
5 v , ;
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EjNF\A2Ö Ä23 TE04.PPT / 20.02.2002 r t . C 1 © R; Zimiker

Hinterachse - HONP 13100 /1300


Hinweise zur Wiederverwendung beschichteter, selbstsichernder Schrauben
Einmal gebrauchte Schrauben können wiederverwendet werden wenn nachfolgendes beachtet wird:
Gewinde mit Drahtbürste von ausgehärteten Resten der Beschichtung reinigen.
Gesäuberte Schrauben in “OMNIFIT-Aktivator” tauchen, mit “OMNIFIT 30 H /150 H” bestreichen
und einschrauben
Sie härten innerhalb von 12 bis 14 Stunden aus. Die Verschraubung ist bereits nach kurzer
Trockenzeit dicht.

Flüssige Schraubensicherung
+ THREE - Bond blau 04.10160.915
+ OMNIFIT-blau 30 H 1
+ OMNIFIT-grün 150 H 04.10160.902
OMNIFIT-Aktivator 0
04.10160.901
9
04.10190.900
8
Technische Schulung MAN
Seite 17
TECH,SCHULUNG\DOKU.D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE04.PPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Hinterachse - HONP 13100 /1300


Sicherheitsrelevante Anzugsdrehmomente:
Radmuttern M22x1,5 575 Nm
Muttern am Kombibremszylinder M16x1,5 180 Nm
Schrauben Bremssattel an Bremsträger M18x1,5 (Voranzug) 100 Nm
+ Schrauben Bremssattel an Bremsträger M18x1,5 (Fertiganzug) 410 Nm
+ Schrauben Achsrohr an Bremsträger M20x1,5 570 Nm
+ Schrauben Bremsträger an Portalgehäuse M14x1,5 185 Nm
Technische Schulung MAN
Seite 18
7
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE04 PPT / 20.02.2002

Lenkung - Allgemeines
Die Niederflurbusse der Typen A20, A21 und
A23 sind alle mit dem vom Lkw bekannten Lenk-
getriebe - ZF-Servocom 8098 - ausgerüstet. Im
Gegensatz zum Lkw ist das Lenkgetriebe jedoch
liegend eingebaut.
Das Zweispeichen-Lenkrad mit 420 mm 0 ist,
zusammen mit dem Instrumententräger, in Hö-
he und Neigung verstellbar. Die Entriegelung
erfolgt pneumatisch mit einem Fussschalter
(■►) und ist normalerweise nur bei eingelegter
Feststell- oder Haltestellenbremse möglich.

Die Kugelgelenke und Zwischenhebellager sind


wartungsfrei.
Technische Schulung MAN
Seite 19
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE04.PPT / 20.02 2002 . © R Zimiker

Lenkung - ZF-Servocom 8098


Aufbau
Im Gehäuse der ZF-Servocom sind Steuerventil, Arbeits-
zylinder sowie ein komplettes mechanisches Lenkgetrie-
be vereint.

Legende
A Gehäuse H Nachsaugventil
B Kolben Q Oelbehälter
C Drehschieber/ R Flügelpumpe
Lenkspindel S Strombegrenzungsvent
D Steuerbüchse / il
Schnecke
E Drehstab
F Segmentwelle
G Druckbegrenzungs
ventil
ZF SERVOCOM AUFBAU.TIF
Technische Schulung MAN
Seite 20
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE04.PPT/ 20 02.2002 •v---.-;- © R. Zimiker

Lenkung - Hydraulische Lenkbegrenzung


Aufgabe
Die hydraulische Lenkbegrenzung verhindert, dass mit
vollem hydraulischen Druck an die Radanschläge ge-
lenkt werden kann.
Sie dient zum Schutz der Pumpe, des Lenkgestänges
und vermeidet erhöhte Oeltemperaturen.

Aufbau
Im Kolben (B) ist in Richtung seiner Längsachse ein
zweiseitig wirkendes Lenkbegrenzungsventil mit feder-
belasteten Ventilstiften (T / U) angeordnet, die über die
Y W U B V X rechte und linke Kolbenstirnfläche hinausragen.
HYDR-LENKBEGRENZ-01 .CDR/JPG

Legende
B Kolben W Linker Zylinderraum
T Rechter Ventilstift des Lenkbegrenzungsventils X Rechte Einstellschraube
U Linker Ventilstift des Lenkbegrenzungsventils V Y Linke Einstellschraube
Rechter Zylinderraum
Technische Schulung MAN
Seite 21
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\Ä20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TEQ4.PPT / 20.02.2002 © R. Zimiker

Lenkung - Hydraulische Lenkbegrenzung


Funktion
Die Ventilstifte (T / U) werden bei Verschiebung des Kolbens nach rechts oder links in Richtung End-
anschlag von den im Gehäuse und Zylinderdeckel fixierten Einstellschrauben (X / Y) betätigt. Das
Lenkbegrenzungsventil bleibt geschlossen, bis ein Ventilstift an der Einstellschraube anläuft.
Bei Kolbenbewegung, z.B. nach rechts (siehe Abbildung unten), läuft der rechte Ventilstift (T) vor Er-
reichen der Kolbenendstellung an der Einstellschraube (X) an. Der Ventilstift (U) wird dabei vom
Drucköl verschoben, wodurch das Oel vom Arbeitszylinderraum (W) in den Arbeitszylinderraum
(V) abfliessen und in den Rücklauf gelangen kann. Bei Kolbenbewegung nach links kehrt sich der Vor-
gang um. Kolbenbewegung nach rechts - Lenkbegrenzungsventil
Wenn das Lenkbegrenzungs- geöffnet - Oeldruck stark vermindert,
ventil geöffnet ist, kann die Len- ! \l~^
kung mit erhöhtem Kraftauf- — *— ----- ° *
wand und stark verminderter hyd-
raulischer Unterstützung bis zum
Radanschlag bzw. bis zum An-
schlag in der Lenkung weiter ein-
gedreht werden.
HYDR-LENKBEGRENZ-02.CDR/JPG
Technische Schulung MAN
Seite 22

TEGH-SCHUilÜN6ffiÖkÜ-b\BÜS\ft2pÄ23\THCH-EiNF\A20-A23 fE04.PPf / 2Ö!Ö2!SÖ02 . , r ,, : ©R; Zimier

Lenkung - Hydraulische Lenkbegrenzung


Prüfen der hydraulischen Lenkbegrenzung
Lenkrad bei aufgebockter Lenkachse im Uhrzeigersinn drehen. Dabei muss ein zweiter Mechaniker
ein Distanzbiech von 3 mm Dicke zwischen die Radanschlagteile halten.
Wenn der Anschlag erreicht ist, wird durch kurzzeitiges Weiterdrehen am Lenkrad (max. 5 Sek.) die
Rückstellkraft des Lenkungsventils überwunden, bis ein fester Anschlag erreicht ist. Dazu ist eine
Umfangkraft am Lenkrad von ca. 100 - 200 Nm erforderlich.
In dieser Stellung wird der Oeldruck am Manometer abgelesen, er darf nicht höher sein, als unter den
nachfolgenden Sollwerten angegeben.
Messung bei nicht eingelegtem Distanzblech wiederholen. Der Oeldruck muss jetzt niedriger sein, als
bei eingelegtem Distanzblech.
Prüfung beim Lenken gegen den Uhrzeigersinn auf die gleiche Weise durchführen.

Einstellen der hydraulischen Lenkbegrenzung


Falls die ermittelten Werte vom Sollwert abweichen, muss die Lenkbegrenzung neu eingestellt
werden.
Technische Schulung MAN Seite 23
TEgy-SCHULUN@\DpKU-D\BU§^2p-A23\TECHTE|NF\A20-A23 TE04.PPT / 20,02.2002 V5i-5 .-fc: ä ;Ss il. © R. Zimiker

Lenkung - Hydraulische Lenkbegrenzung


Sollwerte
Bei Volumenstrom bis 16 dm3/min (Leerlaufdrehzahl des Motors)
40 bis 45 bar bei 50°C
Oeltemperatur 40 bis 50 bar bei
30°C Oeltemperatur
Bei Volumenstrom über 16 dm3/min (Leerlaufdrehzahl des Motors)
50 bis 55 bar bei 50°C
Oeltemperatur 55 bis 60 bar bei
30°C Oeltemperatur
Bei Volumenstrom über 20 dm3/min (Leerlaufdrehzahl des Motors)
70 bis 75 bar bei 50°C
Oeltemperatur 75 bis 80 bar bei
30°C Oeltemperatur
Zur Korrektur wird die entsprechende Kontermutter gelöst und die Einstellschraube ein- oder aus-
Technische Schulung MAN
Seite 24

TECH-SCHUEUNG\DOKU-D\BUS\Ä20-Ä23\TECH-EINF\A20-A23TE04.PPT7 20.02.2002 © R. Zimiker

Lenkung - Hydraulische Lenkbegrenzung


Die Einstellung für den zweiten Radanschlag wird in gleicher Weise x
durch-
geführt.
Einstellschraube (X) muss verstellt werden, wenn der Lenkstock-
hebel in Richtung "A" bewegt wird.
Einstellschraube (Y) muss verstellt werden, wenn der Lenkstock-
hebel in Richtung "B" bewegt wird.
Nach der so vorgenommenen Einstellung soll die hydraulische Unter-
stützung bis kurz vor Erreichen des Radanschlages vorhanden sein.
Die vorgenommene Einstellung wird zweckmässig überprüft, indem das
Fahrzeug normal beladen und langsam fahrend so weit eingelenkt wird
bis
die hydraulische
In dieser StellungUnterstützung
soll zwischenabschaltet.
den Radanschlagteilen noch ein Spalt von ca. 1 - 3 mm vorhanden
sein. Mit dieser Prüfung kann gleichzeitig die richtige Stärke der aufzulegenden Distanzscheiben er-
mittelt werden.
Technische Schulung MAN Seite 25
TECH-SCHULUNG\DOKU-D\BUS\A20-A23\TECH-EINF\A20-A23 TE04.PPT / 20.02.2002 : © R. Zimiker

Lenkung - Hydraulische Lenkbegrenzung


Fällt der Druck bei der Drehung des Lenkstockhebels in Richtung "A" oder "B" zu früh bzw. zu spät ab,
so müssen die Einstellschrauben (X oder Y) wie folgt beschrieben verdreht werden.
Wenn ein höherer Druck gemessen wird, muss die entsprechende Einstellschraube weiter
eingeschraubt werden (im Uhrzeigersinn).
Wenn ein niedriger Druck gemessen wird, muss die entsprechende Einstellschraube weiter
herausgedreht werden (entgegen Uhrzeigersinn).
Reparatur- und Hill HÜBNER
HÜBNER GmbH • Heinrich-Hertz-Str. 2 ■ D-34123 Kassel
Tel. +49 (561) 95 95-5 00 ■ Fax +49 (561) 95 95-5 43

Wartungsanleitung Faltenbalg
Artnr. 0492 00031 00-0001 (D) D 00031D.doc

Inhalt Seite
1. Inhaltsverzeichnis für Reparatur-Set groß/klein .................................. 2
2. Was ist zu tun wenn.....? ....................................................................... 4
2.1 Faltenbalgstoff ist aus dem Einfaßrahmen herausgezogen ............. 4
2.2 Rahmenbruch am Faltenbalg ............................................................... 5
2.3 Löcher und Risse im Faltenbalg .......................................................... 6
2.4 Eingerissenes Einfaßband am Faltenbalg .......................................... 7
2.5 Nachträgliches Abdichten von Faltenbälgen ...................................... 8
Wartungsanleitung Faltenbalg ...................................................................... 9

Seite 1/9
Reparaturanleitung Faltenbalg n
D 00031D.doc

1. Inhaltsverzeichnis für Reparatur-Set groß/klein

Seite 2/9
Reparaturanleitung Faltenbalg
D_00031D.doc

1. Inhaltsverzeichnis für Reparatur-Set groß/klein

Pos. Benennung Art.-Nr. Menge Lieferzeit


Wo
.01 Reparatur-Set, vollst. groß 0491 00020 00 1 4

..02 Reparatur-Set, vollst. klein 0491 00022 00 1 4


...03 Klebstoff 0445 00249 00 1 1
...04 Reiniger HK-R 4401 0,5 I 0447 00432 00 2 1
...05 Reparaturanleitung 0492 00031 00 0001 1 1

...06 Pinsel 0560 0447 00186 00 5 1


...07 Nahtroller, Moosgummi 45 mm 0447 00187 00 1 1

...08 Schleiflgewebe Körnung 100 0457 00087 00 0002 3 1


...09 Stoffzuschnitt - T5 grau 210x300 0421 00799 00 0022 3 1
...10 Stoffzuschnitt - T3 grau 210x300 0421 00850 00 0002 3 1
...11 Hohlniet NK10 0448 00068 00 20 1
...12 Hohlniet NN 7 C 0448 00069 00 20 1
..13 Schonhammer Gr. 3 32 mm 0447 00201 00 1 1
..14 Aufbiegezange 0455 00003 00 1 4
..15 Sickenzange 0455 00100 00 1 4
..16 Handschließzange 0455 00055 00 1 4
..17 Blindniet 4x13,9 0443 01214 00 20 1
..18 Profil 11 x18x500 0441 00012 00 0007 5 1

Seite 3/9
Reparaturanleitung Faltenbalg
D 00031D.doc

2. Was ist zu tun wenn ...... ?

2.1 Faitenbalgstoff ist aus dem Einfaßrahmen herausgezogen


1. Profil am Faltenbalg mit der Aufbiegezange aufbiegen.

2. Faltenbalgstoff in das Profil bis zum Anschlag einschieben.

3. Mit der Sickenzange das Profil alle 5 cm sicken und in den Radien alle 3 cm

4. Mit der Handschließzange das Profil am Faltenbalg verschließen.

Seite 4/9
Reparaturanleitung Faltenbalg
D 00031D.doc

2.2 Rahmenbruch am Faltenbalg

Auf das gebrochene Aluminiumprofii (7x16) am Faltenbalg wird das Übersetzprofil (11x18)
Bild Pos.1 aufgeschlagen und an den Enden mit Popnieten (5x15), Bild Pos.2 vernietet.

Sollte der Rahmen in Radiusbereich gebrochen sein, können passende Reparaturecken


nach Bekanntgabe der Faltenbalg-Seriennummer bei uns bestellt werden.

Seite 5/9
Reparaturanleitung Faitenbalg
D 00031D.doc

2.3 Löcher und Risse im Faltenbalg

1. Der Faitenbalg ist auf der Außenseite im Bereich der Löcher oder Risse mit Kaltreiniger
(Art. Nr. 0447 00237 00) zu reinigen.

2. Der Bereich, in dem der Flicken aufgesetzt wird ist mit Schmirgelleinen, Körnung 100
aufzurauhen

3. Der auf die passende Größe zugeschnittene Flicken ist ebenfalls auf einer Seite
aufzurauhen. (Die Ecken sind rund zu schneiden)

4. Beide Oberflächen nochmals mit Kaltreiniger reinigen.

5. Auf die gesäuberten Flächen am Faltenbalg und am Flicken wird der Kleber Kövulfix (Art.
Nr. 0445 00249 00) mit einem Pinsel dünn aufgetragen.

6. Nach einer Ablüftzeit von ca. 10 min. wird der Flicken auf den Faltenbalg gepreßt.
Verwenden Sie hierzu auf der Faltenbalg-Innenseite ein Brett o. ä. und rollen Sie den
Flicken von außen mit dem Nahtroller auf.

Seite 6/9
Reparaturanleitung Faltenbalg
D 00031D.doc

2.4 Eingerissenes Einfaßband am Faltenbalg

Das eingerissene Einfaßband im Bereich der Faltenbalgecken wird mit


vorgefertigten Reparaturecken aus Alu-Profil repariert.

Durch Bekanntgabe der Faltenbalg-Seriennummer ( eingeschlagen in eines der


mittleren äußeren Alu-Profile ) können wir passende Reparaturecken liefern.

Die Reparaturecke wird von Stoßnaht bis Stoßnaht in die Faltenbalgecke


aufgesetzt. Mit einer Spezial-Sickenzange wird die Reparaturecke mit
mnh rnr/sn Ci/>l/Ar»punkten au •f
IIICIIICICII vjiurxci I
ri L _ l i I i C I I O i C I I I I I I U I I
rsm
i UUI I I

Seite 7/9
Reparaturanleitung Faltenbalg
D 00031D.doc

2.5 Nachträgliches Abdichten von Faltenbälgen

Das Nahtabdichtmittel EAPT Art.Nr. 0445 00104 00 wird Ihnen in Form von 2 Komponenten
geliefert, welche erst kurz vor der Verarbeitung gemischt werden sollte:
PU Lack HK D4104 und Härter HK D4103.

Nach dem Mischen der beiden Komponenten, muß das Abdichtmittel innerhalb von max. 4
Stunden verarbeitet sein. Ansonsten muß neues Abdichtmittel angesetzt werden.

Folgende Punkte müssen beachtet werden:

1. Mischverhältnisse von PU - Lack und Härter beachten ( siehe Tabelle ).


2. PU - Lack und Härter gut durchrühren.
3. Abzudichtenden Bereich von Staub und Schmutz befreien.
4. Abdichtmittel EAPT mit Pinsel von außen auf den abzudichtenden Bereich auftragen.
5. Abdichtmittel EAPT gut ablüften lassen.
6. Verarbeitungszeit von max. 4 Stunden unbedingt einhalten.

Mischverhältnisse

Auf 2000 Gramm PU - Lack ------------ ------- 100 Gramm Härter


Auf 1000 Gramm PU - Lack ------------ ------- 50 Gramm Härter
Auf 700 Gramm PU - Lack ------------ ------- 35 Gramm Härter

Auf 500 Gramm PU - Lack ------------ ------- 25 Gramm Härter


Auf 400 Gramm PU - Lack ------------ ------- 20 Gramm Härter
Auf 200 Gramm PU - Lack ------------ ------- 10 Gramm Härter
Auf 100 Gramm PU - Lack ------------ ------- 5 Gramm Härter

Nahtabdichtmittel EAPT Art.Nr. 0445 00104 00 ist nicht im Reparatur-Set enthalten.

Seite 8/9
Wartungsanleitung Faltenbalg
D 00031D.doc

Faltenbalgreinigung

Zur Reinigung können verschiedene Reinigungsmittel verwendet werden:

a) Für leichte Verschmutzung:

> gebräuchliche Haushaltsreiniger


b) Für schwerere Verschmutzungen oder Graffiti-Verunreinigungen können Reinigungsmittel auf
Orangen- und Zitronensäurebasis verwendet werden:

> Graforang
> Comorcap LG
/f\ Der Faltenbalg darf nicht mit einem Hochdruckreiniger gereinigt werden. / • \ Der
Hochdruck führt zur Beschädigung der Nähte.
WARNUNG

Seite 9/9
MAN Bildungszentrum Wien

KAPITEL 4

Elektrik Grundlagen
Serienplan
Fahrtzielanzeige

©2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG BILDUNGSZENTRUM Wien


Nachdruck, Vervielfältigung oder Übersetzung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung
der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG nicht gestattet. Alle Rechte nach dem Gesetz über das
Urheberrecht bleiben der MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG ausdrücklich Vorbehalten.
MAN Bildungszentrum Wien

Inhaltsverzeichnis

4.1 Sicherheitshinweise ............................................... ..3


4.1.1 Masseverbindungen ....................................................... ...4
4.1.2 Haftungsbeschränkung für Zubehör und Teile ................ ,..4
4.1.3 Fremdstarten / Starthilfe ................................................. ,..5
4.2 Fahrzeugelektrik ..................................................... ..6
4.2.1 Lesen von Stromlaufplänen ............................................ „6
4.2.2 Stromlaufplan - Legenden .............................................. ...7
4.2.3 Einbauortsbezeichnungen auf den Stromlaufplänen ..8
4.2.4 Leitungsdarstellung ......................................... ,1
4.2.5 Leitungsnummern in Klammern ...................................... 0
4.2.6 Kennzeichen für elektrische Geräte................................ ,1
4.3 Anordnung elektrischer Komponenten ................ 0
4.3.1 Einbaulage der wichtigsten elektr. Komponenten ... ,11
4.3.2 Hauptschalttafel .............................................. 12
4.3.3 Geräteplatte Dach .......................................................... ,1
4.3.4 Geräteplatte Heck ........................................... 2
4.3.5 Batteriefach A20/A21/A25/A26/N4516 ............ .14
4.3.6 Sicherung (F291) bei NES Fahrzeugen .......................... ,14
4.4 Auswechseln von Glühlampen .............................. ,15
4.4.1 MAN: Scheinwerfer und Blinker vorne ............................ ,15
4.4.2 Heckleuchten oben ........................................................ .16
4.5 Scheinwerfereinstellung beim MAN ...................... 17
4.5.1 Hauptscheinwerfer links .................................. .17
4.5.2 Hauptscheinwerfer rechts ................................ .19
4.5.3 Leuchtenband links ......................................... 20
4.5.4 Leuchtenband rechts ....................................... .2
1
.22
.23
.24

Seite 2 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

4.1 Sicherheitshinweise
• Achtung, in geschlossenen Batterie kästen kann sich Knallgas bilden.
Beim Abklemmen der Batterien können durch nicht abschaltbare
Dauerverbraucher, Fahrtschreiber, etc., Funken entstehen, die das Gas
entzünden. Batteriekasten vor dem Abklemmen mit Pressluft belüften!
• Keine Starthilfe mit Schnellladegerät!
• Schnellladung der Batterien nur bei abgeklemmter Plus- und Minusleitung!
• Batterien bei abgestellten Fahrzeugen abklemmen oder alle 4 Wochen
nachladen.
• Bei Arbeiten an der Fahrzeugelektrik, Batterie grundsätzlich abklemmen.
• Kabelbaumstecker von elektronischen Steuergräten nur bei ausgeschalteter
• Zündung abziehen oder aufstecken (Steckverbindungen am ZBR
ausschließlich bei abgeklemmter Batterie)!
• Beim Elektroschweißen
Schutzgerät "ANTIZAP-SERVICE-
WÄCHTER" (siehe Abbildung
rechts - MAN 80.78010.0001)
gemäß der dem Gerät
beiliegenden Anleitung
anschließen (rotes Kabel am
Pluspol, schwarzes Kabel am
Minuspol). Sobald die grüne
Leuchtdiode leuchtet, ist das
Gerät betriebsbereit.
• Falls dieses Gerät nicht zur Verfügung steht, Batterien abklemmen und die Plus- mit
der Minusleitung elektrisch leitend verbinden.
• Bei Fahrzeugen mit Batterietrennschalter ist unbedingt darauf zu achten, dass dieser
geschlossen bzw. überbrückt ist.
• In jedem Fall Erdung des Schweißgeräts möglichst nahe an der Schweißstelle
anbringen. Kabel des Schweißgeräts nicht parallel zu elektrischen Leitungen im
Fahrzeug legen.
• Der Rahmen ist nicht als Masserückführung vorgesehen! Bei nachträglichen Anbauten
müssen zusätzliche Masseleitungen mit ausreichendem Querschnitt verlegt werden,
da die Masseverbindung sonst über Seilzüge, Kabelbäume, Getriebewellen,
Getriebezahnräder, etc., zustande kommt. Schwere Schäden sind die Folge.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 3


MAN Bildungszentrum Wien

4.1.1 Masseverbindungen
• Alle Massekabel sind braun gekennzeichnet.
• Es ist nicht zulässig, eine Masseverbindung, welche
laut Kabelcodierung für einen bestimmten Zweck
vorgesehen ist (z.B. 31002, Masse für Anzeigen und
Elektroniken), für irgendwelche anderen Anwendungen
zu verwenden. Es handelt sich dabei um geschlossene f -----------------
<3D
Stromkreise, welche durch eine andere Anwendung
gestört werden könnten.
• Für allgemeine Masseverbindungen sind
ausschließlich die Kabel ohne Codierung, bzw. mit der
Nummer 31000 (Masse allgemein) zu verwenden.
• Bei Lackierarbeiten dürfen elektronische Bauteile nur
kurzfristig hohen Temperaturen (max. 95° C)
ausgesetzt werden - bei max. 85° C ist eine Dauer bis
ca. 2 Stunden zulässig, Batterien abklemmen.
• Mobile Telefone und Funkgeräte dürfen im Bereich des
vorderen Fahrgasteinstiegs und am Fahrerplatz nicht
ohne eine angeschlossene Außenantenne betrieben
werden. Bei Nichtbeachtung kann zu
Funktionsstörungen an der Fahrzeugelektronik V _______ / HANÖY.CDfWPQ

kommen, welche die Betriebssicherheit des Busses gefährden könnten.


• Ab der ersten Sitzreihe hinter dem Fahrerplatz ist die Benutzung mobiler Telefone und
Funkgeräte aus technischer Sicht zulässig.

4.1.2 Haftungsbeschränkung für Zubehör und Teile


Für MAN-Fahrzeuge dürfen nur ausdrücklich von MAN freigegebenes Zubehör und original
MAN-Teile verwendet werden. Für dieses Zubehör und diese Teile wurden die
Zuverlässigkeit, Sicherheit und Eignung speziell für MAN-Fahrzeuge festgestellt. Für andere
Erzeugnisse kann MAN dies - auch wenn im Einzelfall eine TÜV- Abnahme oder eine
behördliche Genehmigung vorliegen sollte - trotz laufender Marktbeobachtung nicht
beurteilen und auch nicht dafür einstehen.

Seite 4 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

4.1.3 Fremdstarten / Starthilfe


• Nur genormte Starthilfekabel (z.B. DIN 72553) verwenden.
• Nur Batterien gleicher Nennspannung (24 V) verwenden.

A Batterien des helfenden Fahrzeuges


B Batterien des hilfsbedürftigen Fahrzeuges

Anklemmen (beide Motoren aus)


• Pluspole (1) und (2) verbinden
• Minuspol der geladenen Batterie (4) mit einer metallisch blanken Stelle am Motorblock
/ Getriebe (Masseanschluss am Anlasser, bzw. Kupplungsglocke) verbinden.
Achtung ! Das Massekabel darf nicht am Rahmen angeschlossen werden. Wenn ein
Starthilfekabel mit Batteriehauptschalter benutzt wird, kann bei ausgeschaltetem
Hauptschalter auch am Batterie-Minuspol (3) des hilfsbedürftigen Fahrzeuges
angeklemmt werden. Danach erst Schalter betätigen.
• Motor vom helfenden Fahrzeug starten.
• Motor des hilfsbedürftigen Fahrzeuges max. 15 Sekunden starten.
• Kabel in umgekehrter Reihenfolge trennen

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 5


MAN Bildungszentrum Wien

4.2 Fahrzeugelektrik
4.2.1 Lesen von Stromlaufplänen
Legende:

Pos

4
K
w
6

10

11

12

13

14

15

16

17

Seite 6 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien EMzSxLhS

4.2.2 Stromlaufplan - Legenden

Beispiel einer Bauteillegende zum Stromlaufplan (Auszug aus dem Serienschaltplan


allgemein - 81.99289.5434, Blatt 1 von 16)

F100 (137) Hauptsicherung


F237 (136) Hauptsicherung Kl. 30
F265 (137) Hauptsicherung Zentralrechner 1
F266 (137) Hauptsicherung Zentralrechner 2

G100 (105) Batterie 1


G101 (105) Batterie 2
Q100 (100) Batteriehauptschalter
ei nn /mm V ' vu; Batterietrennschalter
sj 1 \JKJ

X102 (127) Klemmbrett Hauptschalttafel


X109 Stecker Hauptschalttafel - Instrumententafel
X127 Stecker Hauptschalttafel - Fahrzeugmitte
X255 (129) Brücke Klemmbrett Geräteplatte W1-V2

Wichtiger Hinweis zum Gebrauch der Bauteiilegenden


Hinter einigen Positionsnummern ist eine dreistellige Zahl in Klammern aufgeführt. Diese Zahl
ist die verschlüsselte Sachnummer dieses Bauteils!
Diese Sachnummern finden Sie in der Geräteliste der Reparaturanleitungen T22 /
T23.

Beispiel:
Bauteil Hauptsicherung, Positionsnummer F100. Hier steht die Zahl 137 in Klammern hinter der
Positionsnummer. Die zugehörige Sachnummer finden Sie in der Geräteliste unter F 137 (F
deshalb, weil die Positionsnummer auch mit F beginnt).

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 7


MAN Bildungszentrum Wien

4.2.3 Einbauortsbezeichnungen auf den Stromlaufplänen

A20/A21/A25/A26/N4516

K-EINBAU_A21.TIF

A23/N4522

Jt

Hl

K-EINBAU_A23.TIF

Seite 8 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

(Stromlaufplan) (Fahrzeug)

A ...................................................................... Heck
B ...................................................................... Motor, Getriebe
C ...................................................................... Bug
D ...................................................................... Hauptschalttafel
E ...................................................................... Gerätefach (Batteriekasten)
E2 .................................................................... Geräteplatte 2 (Querkanal)
E3 .................................................................... Geräteplatte 3 (ZBR / Getriebe)
E4 .................................................................... Geräteplatte 4 (EDC / CNG)
F ...................................................................... Instrumententafel
FH .................................................................... Bedientafel
G ...................................................................... Batteriekasten
H ...................................................................... Linke Fahrzeugseite
H1 .................................................................... Linke Fahrzeugseite Motorwagen
J ....................................................................... Rechte Fahrzeugseite
J1 ..................................................................... Rechte Fahrzeugseite Motorwagen
K ...................................................................... Fahrzeugmitte
K1 .................................................................... Fahrzeugmitte Motorwagen
L ...................................................................... Decke
L1 .................................................................... Decke Motorwagen
N ...................................................................... Vorderachse
O ...................................................................... Mittelachse
P ...................................................................... Antriebsachse / Nachlaufachse

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 9


MAN Bildungszentrum Wien

4.2.4 Leitungsdarstellung

Abgeschirmte Kabel
gn

wsrs
wsbr

Abgeschirmte Kabel werden durch eine auf Masse geiegte Ellipse dargesteiit (z.B.
Nadelbewegungsfühler EDC MS5).

Gedrillte Kabel
wsgn
gn

wsrs

Gedrillte Kabel werden durch eine Art Schlüssel dargestellt (z.B. Sensorenkabel ABS,
Drehzahlgeber EDC MS5, Lautsprecherkabel, usw.).

4.2.5 Leitungsnummern in Klammern

(16000)
> <
Leitungsnummern mit Klammern sind Leiterbahnen innerhalb einer Platine.

Seite 10 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

4.2.6 Kennzeichen für elektrische Geräte


(Auszug aus DIN 40719 / 2 )

A Anlage, Baugruppe, Teilegruppe


B Umsetzer von nicht elektrischen auf elektrische Grössen oder umgekehrt (Sensoren,
Geber usw.)
C Kondensatoren
D Binäre Elemente (Digitale Einrichtung, Schaltkreis usw.)
E Geräte, die an anderer Stelle nicht aufgeführt sind (Beleuchtung, Heizgeräte usw.)
F Schutzeinrichtung (Sicherung, Ueberspannungsschutz usw.)
G Stromversorgung (Batterie, Generator)
H Kontrollgeräte, Meldegeräte, Signalgeräte (Akustische Meldegeräte, Kontrollampe usw.)
K Relais (Blinkrelais usw.)
L Induktivitäten (Spule, Wicklung usw.)
M Motoren (Gebläsemotor, Wischermotor usw.)
N Regler, Verstärker (Regler, Spannungskonstanter usw.)
P Mess-, Anzeige- und Prüfgeräte (Messinstrumente usw.)
R Widerstände (Flammglühkerze usw.)
S Schalter (Taster, Druckschalter usw.)
T Transformatoren (Stromwandler usw.)
U Umsetzer von elektrischen in andere elektrische Grössen, Modulatoren
(Gleichstromwandler)
V Halbleiter (Diode usw.)

W Übertragungswege, (Leitungen, Antennen, Abschirmung usw.)


X Klemmen, Steckverbindungen, Stecker (Brücken, Anschlüsse usw.)
Y elektrisch betätigte, mechanische Einrichtungen (Magnetventil, Hubmagnet usw.)
Z elektrische Filter (Entstörglied, Siebkette usw.)

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 11


MAN Bildungszentrum Wien

4.3 Anordnung elektrischer Komponenten

4.3.1 Einbaulage der wichtigsten elektr. Komponenten

Seite 12 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

Legende

Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung

1/2a) Sprechverstärker 8) Generator(en)

2) Fahrerablagekasten 9) Starter

Batterien, Hauptschalter,
2a) IBIS, Funk 10)
Batterietrennschalter

Geräteplatte Dach, mit Platine,


Relais und Sicherungen
3) 11) Bedientafel (seitlich)
sowieEinbau Steuergeräte

Fahrerplatz
4) Fenster 12)
(Instrumententafel)

Hauptschalttafel mit
Spannungsplatine mit
5) Zentralrechner, 13
Sicherungen
Sicherungen.

14) Getriebesteuergerät

6) Steckverb. Motor / EDC

Steckverbindung Drehgelenk
L
links

Gerätetafel Heck:
Steckverbindung Drehgelenk
7) (Steuergeräte EDC, hydr. R
rechts
Lüfter, Startsperre)

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 13


MAN Bildungszentrum Wien

4.3.2 Hauptschalttafel

Die Hauptschalttafel ist als Platine unterhalb des


Fensters in der Fahrerrückwand untergebracht.
Der Zentralrechner befindet sich auf der Platine
links. Rechts daneben ist ein Multiplexknoten. Die
Sicherungen befinden sich über dem
Zentralrechner. Weitere Sicherungen sind im
Dachquerkanal (3) sowie auf der
Spannungsplatine (13). Diverse
Diagnosesteckdosen sind rechts oben
angebracht.

Mux_Bus6

4.3.3 Geräteplatte Dach

Die zwei Gerätetafeln befinden sich im


Dachquerkanal zwischen der Hauptschalttafel und
der ersten Sitzreihe rechts. Sie sind übereinander,
klappbar angeordnet.

Auf der 1. Gerätetafel sind die Steuergeräte für


ECAS und EBS, ein Multiplexknoten (Optional)
sowie eine Platine für Sicherungen und Relais
untergebracht.

Auf der 2. Gerätetafel sind Kundenspezifische


Geräte (Spannungswandler, Signalverstärker,
Sesamsteuergeräte etc.)
untergebracht.

\\Biider\Technik\N45xx\N45xx_el/Elekt_4680006_6

Seite 14 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

4.3.4 Geräteplatte Heck

Auf der Geräteplatte ganz hinten


im Dachkanal rechts sind die
Steuergeräte für die EDC und den
hydrostatischen Lüfterantrieb
sowie das Startsperrrelais
montiert.

4.3.5 Batteriefach A20/A21/A25/A26/N4516

Im Batteriefach sind, neben den beiden Batterien, noch folgende Komponenten


untergebracht:

1) Überbrückungssteckdose
2) Batteriehauptschalter (Q100)
3) Hauptsicherungen
4) Mech. Batterietrennschalter (Masse)
5) Steckdose 24 V
6) Sicherung Zentralrechner
7) Näherungssensor Türsperre Türe 2
8) Batterietrennstecker

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 15


MAN Bildungszentrum Wien

4.3.6 Sicherung (F291) bei NES Fahrzeugen

Die Spannungsversorgung für den Zentralrechner kommt von der Batterie direkt über die
Sicherung F291. Diese befindet sich im Batteriekasten (1).
Fällt der Zentralrechner aus, ist der ganze CAN ausser funktion. im Display
(A300) erscheint die Mitteilung "System failure" (3). Es leuchtet die rote Störleuchte.

Häufig liegt die Störung an der Sicherung F291 (2).

Bei Systemausfall ist zuerst diese Sicherung zu kontrollieren. Zur Kontrolle empfiehlt sich eine

Durchgangsmessung der Sicherung mit einem Ohmmeter, anstelle der Sichtkontrolle.

MUX_Bus22.JPG

Seite 16 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

4.4 Auswechseln von Glühlampen

4.4.1 Scheinwerfer und Blinker vorne


Hinweis: Da die Glühlampen für Fern- und Abblendlicht gleich sind (H7), kann
beim Ausfall eines Abblendlichts die Glühlampe vom Fernlicht vorübergehend als
Ersatzglühlampe verwendet werden wenn keine Ersatzglühlampe vorhanden ist.

1. Bugmittelklappe über Bowdenzug entriegeln


Dazu von außen unter den Stossfänger (->) greifen, Knebelgriff (von oben nicht sichtbar) nach
vorne ziehen, Bugmittelklappe oben anfassen und langsam absenken.

2. Scheinwerferhalterung aufklappen
Zum Entriegeln der Scheinwerferhalterung Vierkanthohlschlüssel auf Vierkant (->) setzen und
Verschluss drehen. Scheinwerferhalterung bis zum Anschlag nach außen aufklappen.

NG353-BVB87.JPG

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 17


MAN Bildungszentrum Wien

3. Glühlampen ersetzen

1) Bajonettverschluss der Stromzuführung


2) Fernlicht (H7)
3) Abblendlicht (H7) / Standlicht
4) Blinkleuchte
5) Nebellicht / Zusatzfernlicht (H4 - kombiniert in einem Scheinwerfer)
Wichtig: Glaskolben der Halogenlampen nicht mit bloßen Händen berühren, Sockel
kontrollieren und auf korrekte Montage der Glühlampe achten.

SCHE1NW_RE_01.JPG

4. Scheinwerferhalterung zuklappen.

Beim Zuklappen die Scheinwerferhalterung fest andrücken und mit dem Vierkanthohlschlüssel
verriegeln. Bugklappe wieder zuklappen.

Seite 18 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

4.4.2 Heckleuchten oben


Nach dem Herunterklappen der Heckverkleidung sind die oberen Leuchten von innen
zugänglich.

MAN:
1) Umrissleuchte (Schlussleuchte)
2) Blinkleuchte

HECK-LEUCHT.TIF

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 19


MAN Bildungszentrum Wien

4.5 Scheinwerfereinstellung

Achtung: Für alle nachfolgend angeführten Einstellarbeiten nur


Torx-Werkzeuge T20 verwenden !

Seite 20 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

4.5.1 Hauptscheinwerfer links


vor nt hink»

Verstellung Seitlich - nach links oder rechts (um vertikale Achse):


Nach links:
Pro Umdrehung des unteren Einstellrades nach vorne (gegen den Uhrzeigersinn) erfolgt
eine Verstellung um ca. 0,3° nach links.

Nach rechts:
Pro Umdrehung des unteren Einstellrades nach hinten (im Uhrzeigersinn) erfolgt eine
Verstellung um ca. 0,3° nach rechts.

Verstellung nach oben/unten (um horizontale Achse):


Nach unten:
Bei einer Umdrehung des oberen Einstellrades nach vorne (gegen den Uhrzeigersinn)
verstellt sich die HD-Linie (Hell-/Dunkel-Linie) um 0,4° nach unten und 0,3° nach links.
Nun wird, mit einer Umdrehung am unteren Einstellrad nach hinten (im Uhrzeigersinn), die
bei der obigen Einstellung verschobene senkrechte Linie wieder um 0,3° nach rechts
korrigiert.
Daraus resultiert schlussendlich eine Verstellung um 0,4° nach unten.

Nach oben:
Bei einer Umdrehung des oberen Einstellrades nach hinten (im Uhrzeigersinn) verstellt sich
die HD-Linie (Hell-/Dunkel-Linie) um 0,4° nach oben und 0,3° nach rechts.
Nun wird, mit einer Umdrehung am unteren Einstellrad nach vorne (gegen den
Uhrzeigersinn), die bei der obigen Einstellung verschobene senkrechte Linie wieder um 0,3°
nach links korrigiert.
Daraus resultiert schlussendlich eine Verstellung um 0,4° nach oben.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 21


MAN Bildungszentrum Wien

4.5.2 Hauptscheinwerfer rechts


Üntu ^ y Yornt,

Nach links:
Pro Umdrehung des unteren Einstellrades nach hinten (gegen den Uhrzeigersinn) erfolgt
eine Verstellung um ca. 0,3° nach rechts.

Nach rechts:
Pro Umdrehung des unteren Einstellrades nach vorne (im Uhrzeigersinn) erfolgt eine
Verstellung um ca. 0,3° nach links.

Verstellung nach oben/unten (um horizontale Achse):

Nach unten:
Bei einer Umdrehung des oberen Einstellrades nach hinten (gegen den Uhrzeigersinn)
verstellt sich die HD-Linie (Hell-/Dunkel-Linie) um 0,4° nach unten und 0,3° nach rechts.
Nun wird, mit einer Umdrehung am unteren Einstellrad nach vorne (im Uhrzeigersinn), die
bei der obigen Einstellung verschobene senkrechte Linie wieder um 0,3° nach links
korrigiert.
Daraus resultiert schlussendlich eine Verstellung um 0,4° nach unten.

Nach oben:
Bei einer Umdrehung des oberen Einstellrades nach vorne (im Uhrzeigersinn) verstellt
sich die HD-Linie (Hell-/Dunkel-Linie) um 0,4° nach oben und 0,3° nach links.
Nun wird, mit einer Umdrehung am unteren Einstellrad nach hinten (gegen den
Uhrzeigersinn), die bei der obigen Einstellung verschobene senkrechte Linie wieder um 0,3°
nach rechts korrigiert.
Daraus resultiert schlussendlich eine Verstellung um 0,4° nach oben.

Seite 22 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


MAN Bildungszentrum Wien

4.5.3 Leuchtenband links


Unf/etY-cchraut) e oben

LEUCHTENBAND LINKS.TIF

Verstellung nach oben/unten (um horizontale Achse):

Nach oben:
Pro Umdrehung der unteren Schraube im Uhrzeigersinn erfolgt eine Verstellung nach oben um
ca. 1°

Nach unten:
Pro Umdrehung der unteren Schraube gegen den Uhrzeigersinn erfolgt eine Verstellung nach
unten um ca. 1°

Verstellung seitlich - nach links oder rechts (um vertikale Achse):

Wichtig: Bei der seitlichen Verstellung müssen beide Einstellschrauben betätigt werden.

Nach rechts:
Durch 2 Umdrehungen der oberen und unteren Schraube im Uhrzeigersinn, wobei die
Schrauben nacheinander betätigt werden müssen, erfolgt eine Verstellung nach rechts um ca.
0,75°.

Nach links:
Durch 2 Umdrehungen der oberen und unteren Schraube gegen den Uhrzeigersinn - wobei die
Schrauben nacheinander betätigt werden müssen - erfolgt eine Verstellung nach links um ca.
0,75°.

Achtung:
Nach 2 Umdrehungen mit einer Schraube muss zunächst die Verstellung mit der anderen
Schraube weitergeführt werden.

MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG Stand: September 2004 Seite 23


MAN Bildungszentrum Wien

4.5.4 Leuchtenband rechts

£t'n&fc/fectirciube eben

Verstellung nach oben/unten (um horizontale Achse):

Nach oben:
Pro Umdrehung der unteren Schraube im Uhrzeigersinn erfolgt eine Verstellung nach oben um ca.

Nach unten:
Pro Umdrehung der unteren Schraube gegen den Uhrzeigersinn erfolgt eine Verstellung nach
unten um ca. 1°

Verstellung seitlich - nach links oder rechts (um vertikale Achse):


Wichtig: Bei der seitlichen Verstellung müssen beide Einstellschrauben betätigt werden.

Nach links:
Durch 2 Umdrehungen der oberen und unteren Schraube im Uhrzeigersinn - wobei die Schrauben
nacheinander betätigt werden müssen - erfolgt eine Verstellung nach links um ca. 0,75°.

Nach rechts:
Durch 2 Umdrehungen der oberen und unteren Schraube gegen den Uhrzeigersinn - wobei die
Schrauben nacheinander betätigt werden müssen - erfolgt eine Verstellung nach rechts um ca.
0,75°.

Achtung:
Nach 2 Umdrehungen mit einer Schraube muss zunächst die Verstellung mit der anderen
Schraube weitergeführt werden.

Seite 24 Stand: September 2004 MAN Nutzfahrzeuge Vertrieb OHG


A423
©{ Legende
A423 280 Multiple* Knoten Fohrzeugmitte 2.3
A4 97 522 Zsb. Geröteplotte Platine FT*

F100 137 Hauptsicherung Hauptsicherung


Q10 F237 136 (KI.301 Houptsicherung
F265 137 Zentrolrechner Hauptsicherung
'0' h i F266 137 Zentralrechner 2 Sicherung
F291 111 Multiplex ZBRO
YBB«»”© J5
X127 X2153
r 4 DECKE:5/37
0100 105 Batterie 1 Batterie 2
\ ’l ’i
© G101 105 Balteriehauplschaiter
©
Q100
100
1(127 S100
100
® X109 Stv. HST - Instrumententafel Slv.
G1 PF266 . «'|T| ÜF100
X865
X127 HST - Fahrzeugmitte
-pF265
1+7X291 Jrtyi-Zbb ,
^'Fti+Zbb |+|'l-z.17 '9
s
00
n_: Efe feU© Lifo s•j®
sl s
'fe *'*
'.t0 tl© © X405
X618
X865
132 Fremdstartsteckdose Verteiler
128 Ltg.31000 Stv. HST -
Zentralrechner Verteiler Ltg.30041
©; V X898 211 Verteiler Ltg.30042 Verteiler Ltg.
X618 X899 211 31000 Verteiler Ltg. 30022
X127 211 Verteiler Ltg. 15001 Verteiler Ltg.
®l 2
X175 211 30043 Übergabestecker
0
X175 211 Fahrertrennwand
2/50 1/11 i 6 1
X214 211
4
X215
X4D5 3
6101
*^1
® ©:
r ilA<97 r ~HA497 r 11A497 r I A497
k_ r X1A497 r T1A497
r Ü® Ü .-6)
I V 1 V I£T\ 1 V 1 9 J© I
J J(E3) !_ T ‘/FTI

X1750 X2144 Pinbelet jung ZBRO/Hux-Knoten:


X1751 X1272 X898 X899 Gerät/Pin Bezeichnung | E/A | H/L | Last
Funktion
A423 B/15 AUSJ3J1.H5 fit I H |3A
SIOOTi 9/36 3/3 4/9 3/11 Batterie-Hauptschalter
X127 3/8 3/8 4/12
i---- 1 yts
32/5
12/11 3/11 4/6 4/3
iW i EBS:1/5
£CAS:1/2
3/t?
3/14
3/20
4/27
4/33
4/30
3/23
L. 3/23 4/3 4/6
©
3/20 4/36
4/9 4/12 3/14 32/48
I I im Qriginolmgflstob 100 mm f

4/27 4/30 32/38


4/33 4/36 3/17
12/54 24/3
24/43
, X109 RAH:4/50
ECAS:1/36
RAMPE:1/3 EDC:4/12
A13 RAH:4/34
RAH:4/38
® RAH.4/42
RAH:4/46
33/19 34/6
RAH:1/16
RAH:3/26

Hinweis: Leitungen, die in Klammern stehen, sind


© Leiterbahnen einer Platine

IIIIIIlII iiiiiii II!I!IIIiI!IIII iiiiiii


1 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55

Fremdstartsteckdose Stromversorgung
Querschnittsbezeichnung nur wenn ungleich 1 1 ! IMchn.-Ausf. n. *3056 1*1 Benennung
(Bescfrefbung
stiFrelgabeliste)
Schaltplan
RTO
Änderung
Kl Bit rauen
Niederflurbus
Bachnummer
b - 88.14048.0 11.00
— Oria.
1 Erstfreiaobe Blö
88.99289.5073
Zust. Änd,-Nr. Datum Name jeseh Nor
1 Vorgang HÄTO
An
zahl
en m
(onkreuzen) - TT
Lntstaus: 88.99165.4684 lErTBüT
—i ----------------- f«ro Alle Rächt» Vorbehalten gamajl OiH 3*. VeUaraobe imä VerwoKunp des 1 __
inhnHa Ohus stritt! juatlmmijna' der HAH warbölen
3E TT
T
Legende
A495 520 Zsb. fieräleplalte Platine Querkanal
A496 521 Zsb. Gerätepiatte Ploline Heck

X102 127 Klemmbrett Hauptschalttafel


X257 129 Brücke auf Klemmbrett
X258 129 Brücke auf Klemmbrett
X613 127 Klemmbrett Gerätefach
D€CKE: 1/8 X615 128 Verteiler Ltg.31000
X617 128 Verteiler Ltg.31000
£CKE:1/11
X618 128 Verteiler Ltg.31000
X800 128 Verteiler Ltg.31000
X859 211 Verteiler Ltg.15001
X864 211 Verteiler Ltg.30022
X888 128 Verteiler Ltg.31000
X1284 X999 211 Verteiler Ltg.30022
X120 128 Verteiler Ltg.31000
„© f 5
X127
3
X128
211
179
Verteiler Ltg.31000
Brücke auf Klemmbrett
X257 X258
; i 3j X128
3 179 Brücke auf Ktemmbretl
4
X128 179 Brücke aut Klemmbreti
K 6
X132 127 Klemmbrett an der HST
7
X141 179 Brücke auf Klemmbrett
X800
5
X174 211 Verteiler Ltg.15008
7X179 211 Verteiler Ltg.31000
5
X214 211 Verteiler Ltg. 15008
1
X2t42 211 Verteiler Ltg. 30041
DECKE: 1 /5 IBIS: 5/50 1/23 X214 211 Verteiler Ltg. 30042
3
nur bei 3
FZA:1/5
RA: 1/32
181
Türen
ENT»: 1/3
FZA:2/34
S:5/
47
k DECKE:2/31
DECKE:2/9 2/*7 1/26
IBIS: 5/44
f

X1283 X1286 s XU15

ra_
L
X6J3. 6r
I 5 "'A496~*r A496 r -|
A496r _IA496 r ”IA496 1A49
^A495T' _1
A495r 4©VA495
<r ------ 2 1
0 i,(E4.Q ' , . J'SV 1
0 tex •0 Q \/—\ I {
p ------------
i(E4)
:© L _J© ®© 5T -JD L _]
L ti® L X1273
X1205 X864 X2141 X2142 X2143 X1747 X859
X617 X618 — X888 X615 X999
X1795 ~

VERST:1/12 KL!:2/9
© DAHL:1/33 9/19
EDC:1/2
33/9
3/26
3/29
6ET:1/2
GET:2/52
3/26
4/15
3/29
4/18
9/15
9/51 9/42
ECAS:3/20
19/1
18/50
HLUE:1/
6EK.1/9 6ET-3/21 0AHL.U35 DKL 1/34 eei:t/6 4/15 4/21 4/24 10/24 3 19/3
EBS:2/7 RAH:2/8 EDC 3/47 4/18 33/2 33/43 33/50 DKL:1/3 19/41 21/45
RAMPE:1/11 E8S:2/9 ECAS:2/21 KLI 2/29 4/21 33/21 ECAS:1/46 0KL:1/7
DKL:1/11 ZUSH 1/43 4/24 ZUSH:1/3 33/19 19/1
ZUSH:1/15 ZUSH 1/28 GET:1/9 ZUSH:1/22 RAH:1/4
FUNK:1/5
1/29 SET:2/27 ZUSH:1/19 33/2
18/27 24/13 6ET:2/23 RAH:1/1 RAH:4/5
18/29 HUE 1/32 12/3 RAH:4/1
21/45 EDC 4/2 24/4 2
RAH,4/1
0ECKE:1/A0
9 Hinweis: Leitungen, die in Klammern stehen, sind
DECKE: 2/3
DAHL: 1/5 Leiterbahnen einer Platine

I IlIl It IIIIIII
10 15 20 25 30 35 40 45 50 55
1 5
Stromversorgung Stromversorgung
Querschnittsbezeichnung nur wenn ungleich 1’ ! Sichre-Aust, n. H3056 Benennung
{ßesdretwnj}
shfreigobelistel Schaltplan
Andertmg
e - 88.14254.0 04.01 . ... *G atl netiea Niedertlurbus
Ona 1 Lachnummer 81511“
l Erstfreiaobe
Vorgang Nikro /TV MAN 88.99289.5073 2
An Sese Nor
Zust zahl Änd.-Nr. Datum Name hen m } 9—{ankreuzen - I Ucfiangn
Mutzfahrzeu

f3m
jHSBSB&SQSIdl BflAli atschaft
oe
EjfelmmM.MTMmtt IErHiF~ TO
______ Werk SoizottlT
MleJJgcMgjjorbehaltgnjEHjvt^JJllJJäVJMter^gb^u^
N T
j__H ______ 3ZZ ___ ~Z __ 2 ................. 1 ... 3 ~l <• 6 8
Pinbe, .ig ZBRO/Hux-Knoten: Legende
Geröl/Pin Bezeichnung | E/A | H/L i Last
A360 281 Multiplex Zentratrechner (ZBR0I
Funk!ion A411 Multiplex Knolen Bug links 11
280
A360 A/3 PLUS r i i A413 280 Multiplex Knoten Steuergeräte 13
@ © © © Plusversorqunq A415 280 Multiplex Knoten Decke vorne 15
@ X898 X899 X899 © © A360 A/t MINUS | | j A418 280 Multiplex Knoten Heck rechts 18
X898 X899 X898 X2142 X2143
Masseanschluß
A411 A/t 7LÜS© | | j F293 129 Sicherung Multiplex Knoten Bug links 1
© Plusversorqung Gruppei
F294 129 Sicherung Multiplex Knolen Bug links 2
X2144 F299 129 Sicherung Multiplex Knoten Heck re, 1
A411 m MINUS© ] | | F300 129 Sicherung Multiplex Knoten Heck re, 2
Masse Gruppei F301 129 Sicherung Multiplex Knoten Decke vorn 1
A411 A/3 PLUS© | | | F302 129 Sicherung Multiplex Knoten Decke vorn 2
f 294 r " t "i no9 F310T F 30 V F 2 99 r - 11 F 300 r _ j n Plusversorqunq Gruppe2 F309 129 Sicherung Multiplex Knoten Steuerger. 1
F293
r HI
F302 Si-W A411 A/4 MINUS„G2 | | j F310 129 Sicherung Multiplex Knoten Steuerger. 2
I i— ^
---- Si _ny f i
© Masse Gruppe2
JL r -In A413 A/1 PLUS_G1 | | | X898 211 Verteiler Ltg 30041
©,
1 © © Plusversorgung Gruppet
X899 211 Verteiler t tg 30042
X1272 211 Verteiler Ug 31000
si-j-y A413 A/2 MlNUS^Gt | | i X1795 211 Verteiler Ltg 31000
Masse Gruppei X1893 Stv, FTK-Knoten Bug links 11
A413 A/3 PLUS.G2 | T 1 X1894 Stv. FTK-Knoten Steuergeräte 13
; Plusversorqung Gruppe2 X1895 Slv. FTK-Knoten Decke vorne 15
X1893 X1893 X1894 X1894 X1895 X1895 X1896 X1896 X1896 Slv FTK-Knoten Heck rechts 18
VI 1 A413 A/4 HINUSJ32 | | j
© >2 @ '2 © ©2 '1 n Masse Gruppe2
X1899
X2142 211
Slv, FFK-Knolen Heck 3 25
Verteiler Ltg 30041
@ @ @ © A415 A/1 PLUS_G1 | | | X2143 211 Verteiler Ug, 30042
Plusversorqunq Gruppei X2144 211 Verteiler Ug, 30043
A415 A/2 MINUS© 1 1 |
o Masse Gruppei
U/3 A415 A/3 PLUS.G2 | | !
A411 A413 A415 Ai 18 Plusversorgung Gruppe2
©< A415 Art Ml NUS.62 | | i
Masse Gruppe?
A418 A/1 PLUS.G1 © | ]
Plusversorqunq Gruppei
A418 A/2 MINÜSJ51 | | j
Masse Gruppet
A418 A/3 PLUS_G2 | | |
X1893 X1893 X1894 X1894 X1895 X1895 X1899 X1899 Plusversorqunq Gruppe2
.3 >3 © '1 >2 A418 Art MINUS© | | i
N3 V
© © © © © Masse Gruppe?
©
im Originolmofislob 100 mm

X1272 X1272 X1272 X1272 X1272 X1272 X1272 X1795 X1795


@|
@i @i @i @1 @j @1

Hinweis Leitungen, die in Klammern stehen, sind Leiterbahnen


einer Platine

20 25 30 35 40 45 50 55

Stromversorgung Multiplex
Querschnittsbezeichnung nur wenn ungleich 1' I Zeschn -Ausf, n H3056 |A2 CAO-Zo. RUPLAN Benennung
(Beschreibung
Freigabehstel
sh Beerb
Geprüft
03 03 HOB Schaltplan Nieder
Änderung — Norm
- -
88 12305 0 03 Ol)
— — —
mit neuem Ona xp.nxsnrrr: flurbus
3 Erslfreiaobe
i Vorgang Mikro
Besehe Norm *—(onkreuzen)
/MA
2usl
An
zahl And -Nr Da tum Name
n
film
MI
Nutzfohrzeuge 99289 5073
Aktiengesellschaft 34 B!
MAN-PROPRiETARY Fntslous 88 99289~t666 lErsfür
Werk Soizgilter
Hl
Alle Rechte vorbeholten gemein DIN 34 »eitergoDe und Verwaltung des Inhalts ohne schritt! Zustimmung Oer MAN verboten
1 I ....... ....... 2 5 6 8
Pinbfe. _ og ZBRO/Mux-Knoten 1 Legende
Gerat/Pirs Bezeichnung | E/A | H/L | Lost
A421 280 Multiplex Knoten Bug rechts 2.1
© © ' X898 © © © © © © ' X898 Funktion
X899 © X899 © X2143 X2142
© X898 X899
© A421 A/t PLUS_GI i i r
A423 280 Multiplex Knoten Fohrzeugmitte 2 3
A X898 X2U2 ‘ X2143 X899 A425 280 Multiplex Knoten Heck 3 2 5
PIusversorqunq Gruppei A428 280 Multiplex Knoten Heck links 2 8
A421 A/2 HINUSJ1 n i r
Masse Gruppet F295 129 Sicherung Multiplex Knoten Bug rechts 1
A421 A/3 PLUS_G2 | | | F296 129 Sicherung Multiplex Knolen Bug rechts 2
F297 129 Sicherung Multiplex Knolen Heck links 1
Plusversorgung Gruppe2 F298 129 Sicherung Multiplex Knolen Heck links 2
A42! A/4 MINUS.G2 | | |
F303 129 Sicherung Multiplex Knolen Anhänger t
F2© " F296 r L, F3© ' F306L ' F30?/ " F3(© ' F297 '' " F298'' " F303© ' F304S ' F31® F312 Masse Gruppe? F304 129 Sicherung Multiplex Knolen Anhänger 2
: $4 i© J j $4 : $4 J : /© ! 2© A423 A/1 PLU$_G1 | | | F305 129 Sicherung Multiplex Knolen Fzgmille 1
i $4 J $4 2©/ F306 129 Sicherung Multiplex Knolen Fzgmille 2
PIusversorqunq Gruppei
©V X ©S ' ©s X ©V X ©X X ©X X ©X X ©X X ©X X ©X x" ©Y A423 A/2 MINÜS_G1 1 f 1 F307 129 Sicherung Multiplex Knolen Heck 3 - 1
© F308 129 Sicherung Multiplex Knolen Heck 3 - 2
Masse Gruppet
F311 129 Sicherung Multiplex Knoten SA 1
A423 A/3 PLUS.G2 1 | !
F312 129 Sicherung Multiplex Knolen SA 2
PIusversorqunq Gruppe2
A423 A/4 MINUSJ2 © | | X898 211 Verteiler Llg 30041
Masse Gruppe? X899 211 Verteiler Ltg 30042
24/49 A425 A/t PtUS_G1 | | | X1272 211 Verteiler Llg 31000
24/53 PI usversorqunq Gruppet X1795 211 Verteiler Ltg 31000
A425 A/2 MINUS_G1 H | | X1896 Stv. FTt-Knoten Heck rechts 18
X1897 Siv, FIl-Knolen Bug rechts 2 1
Müsse Gruppei X1899 Stv FIl-Knolen Heck 3 2 5
A425 A/3 PLUS.G2 | | f X1901 Slv, FIl-Knolen Anhänger
PIusversorqunq Gruppe2 X1902 Slv FIl-Knolen SA
X1897 X1897 X1896 X1896
'5
X1896
'4
X1896 X1901 X19 X1902 X1902 A425 A/4 MINUSJ32 | | © X2142 211 Verteiler Ltg 30041
yi ?2 Müsse 6ruppe2 X2143 211 Verteiler Llg 30042
'6 © © © © Ü1 © ©
© © © A428 A/1 PLUS.G1 | | |
@ Plusversorqunq Gruppei
A428 A/2 MINÜS..G1 © | |
k A428 A/3
Müsse Gruppei
PLUSJ2 | | |
r PIusversorgunq Gruppe2
A42 A423 A425 A428 A428 A/4 M!NUS_G2 | | |
©< ®< Masse Gruppe2
1 ©<
( im OriginolmaOslob 100 mm

X1897 X1897 X1899 X1899 X1899 X1899 X1901 X1901 X190? X1902
© @ ©
X*X3 A3 '4 '5 V6© ©
©
© © ©

A s 12 13 N r 14
X12 7 2 X1272 X1272 X1272 X1795 X1795 X1795 X1795 X1272 X1272 X1272 X1272
@1 ©1 ©1 @| ©I ©I ©§ ©i
Hinweis Leitungen, die in Klemmern stehen, sind Leiterbahnen
©I
~ ~ einer Platine

10 ' ' ' ' 15 20 ' 1 ' ’ 25 30 1f1 1 1 1 1i1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1


5 35 40 45 50 55
Stromversorgung Multiplex
Querschnittsbezeichnung nur wenn ungleich 1 1 ! (Beschreibung Zeichn.-Ausf. n H3056 jA2 701)11 Benennung
CAD-Zq.
sh.Freigabelistel ßearb 03 RUPIAN
03 lOFVF
Geprüft IIR LSF Schaltplan
Änderung Norm EUBXfD PMR
88 12305 0 03 00

I riiit neuem Orio
Ko.-Abt RTF iikAL Niederflurbus
— — Xl Erstfreiaabe Bla 11
f \ MAN IMANI Nutzfohrzeuge r~ji 4
Zust An
zahl Änd-Nr Datum Name Geseh Norm i
en
Vorgang Mikro
*—-{ankreuzen) film
Ak liengeselischof 1 “) ¥erk 88 .99289 .5073
SatzQitter
~ I 2 I ______ 3 MAN-PROPRIETARY Eni st aus. 88 99289 4666 lErsfur.
Alle Rechte yarbehaitert gerooO QiN 3k Weitergaae und Verwaltung des Inhalts ohne schnfti Zustimmung der MAN verbolen
Jli.
Legende ___________________
A411 280 Multiplex Knoten Bug links 11
A413 280 Multiplex Knoten Steuergeräte 13
A411 A413 A415 A418 A415 280 Multiplex Knoten Decke yorne 15
A418 280 Multiplex Knoten Heck rechts 1.8
C/7 T C /8

Pmbelegung ZBRO/Mux-Knoten:
Geräi/Pm Bezeichnung | E/A j H/L | Lost
Funktion
A411 C/6 EIN. IDji r n 1
Codier-Einqonq 01
A411 C/7 EINJD.02 TT1 !
Codier-E i nqong 02
A411 C/8 EINJDJ3 | E 1 [
Codier-Einqonq 03
A411 C/9 AUS.IDJINUS fT 1 |
Codi er-Ausgang Minus
A411 C/10 AUS J 0.PLÜS m 1
Codier-Ausgang Plus
A413 C/6 EiNJD_01~H-n 1
Codier-Emganq 01
A413 C/7 EINJD.02 m |
Codier-Einqanq 02
A413 C/8 EIN.ID.03 nn 1
Codi er-Einqong 03
A413 C/9 AUS. 1 DJ 1 NUS nn 1
Codier-Ausqang Minus
A413 C/10 ns. ID. PL Os nn i
Codier-Ausgang Plus
A415 C/6 EIN.ID.OI nn i
Codier-Einqonq 01
A415 C/7 EINJD.02 | E | |
Codier-Emgang 02
A415 C/8 EIN.ID.03 | E I I
Codier-Emgong 03
A415 C/9 AUS.! D.MI NIIS m I
Codier-Ausqonq Minus
A415 C/10 AUS. I D.PLÜS TH I
Im QnginolmoQstob 100

Codier-Ausgang Plus
A418 C/6 EIN.iD.01 m i
Codier-Eingang 01
A418 C/7 Eiooi2 m I
Codier-Eingang 02
A418 C/8 EIN.ID.03 -fTI I
Codier-Einqanq 03
A418 C/9 AUS.ID.MINUS m I
Codi er-Ausgang Minus
A418 C/10 lusju.pius nn I
Codi er-Ausgang Plus

iiii 10
20 25 30 35 40 45 50 55
Codierung Multiplex Knoten
Querschnittsbezeichnung nur wenn ungleich 1 2 Zetchn - Aus f. n H3056 |Ä2
(Beschreibung jnnr~ CAD-ZQ. RUPL Benennung

shFretgobelislel
ßeorb.
113 AN tflF Schal(plan Nieder
Geprüft
113 tltS
EÖE VF
Änderung
mit neuem Ona
Norm
Ä
F fIurbus
- 88 12305 0 03 00 Erstfretaabe
Ko.-Abt RTF
JzF
R
f \ MAN IXT AL
— —

Zust An
E
Sesehe Norm 1
Mikro
Vorgang film .9 9 2 8 9 . 5 0 7 3
Blat!
5
zahl And-Nr Akltsngsseltschal!
Datum Name iMANl Nutztahrzeuge j—ji
n '—(ankreuzen) toi Werk
MAN-PROPRIETARY Salzaitter Entstaus: 88 99289 4666 jErsfur
Alle Rechte vorOefioUen geman DIN 34 Weitefggpe und Verwaltung des Inhalts ohne schritt! Zustimmung der MAN verpoten
Pinbelegung Pinbelegung
Gerät/Pm Bezeichnung | E/A | H/L iLas, Gerät/Pin Bezeichnung | E/A | H/L , Lost
Legende
Funktion Funktion A421 280 Multiplex Knoten ßug rechts 2.1 A423
A423 C/6 EIN.iÖ.OI n I 1 A425 0/6 EIN.iD.01 | E | | 280 Multiplex Knoten FahrzeugmiHe
Codier-Emqonq 01 Codier-Emqanq 01 23
A423 C/7 EINJÖT^ E J I A425 C/7 EIN.I0.02 | E | | A4 24 280 Multiplex Knoten IBIS ?4
Codi er-Eingong 02 A425 280 Multiplex Knoten Heck 3 2 5
Codier-Emqonq 02
A428 280 Multiplex Knoten Heck links 2 8
A423 C/8 EIN.10,03 | E | | A425 C/8 EIN.ID.03 | E | | X2156
Codier-Emqonq 03 Codier-Einqonq 03 Ubergabestecker Fahrerirennwand
A423 C/9 AUSJD.HINUS | A | | A425 C/9 A0S.ID.MINUS 1 A | |
Codier-Ausqanq Minus Codi er-Ausqonq Minus
A423 C/10 AUSJD.PLUS | A | | A425 C/10 AUSJD.PLUS T A 1 |
Codier-Ausqanq Plus Codier-Ausgong Plus

Pinbelegung ZBRO/Mux-Knoten: Pinbelegung Pinbelegung


Gerol/Pin Bezeichnung | E/A | H/L [Lost Gerdl/Pm Bezeichn«) | E/A | H/L | Lost Gerat/Pin Bezeichnung j E/A | H/L | Last
Funktion Funkt ton Funktion
A421 C/6 EIN.ID.01 T El | A424 C/6 EINJD.01 nn~ i A428 C/6 EIN.ID.01 TTI I
Codi er-Einqonq 01 Codier-Einganq 01 Codier-Einqonq 01
A421 C/7 EIN.I0.02 R 1 | A424 C/7 EIN.ID.02 | E | | A428 C/7 EIN.ID.02 | E | |
Codier-Emqonq 02 Codier-Einqanq 02 Codier-Emqonq 02
A421 C/8 EIN.ID.03 | E j | A424 C/8 EIN.ID.03 | E | | A428 C/8 EIN.ID.03 | E | |
Codier-Einqanq 03 Codier-Emqonq 03 Codi er-Einqonq 03
A4 21 C/9 AUSJD.HINUS m 1 A424 C/9 AÖS.ID.MINUS rn I A478 C/9 AUS.I0.MINUS | A | |
Codi er-Ausqanq Minus Codier-Ausqonq Minus Codier-Ausqanq Minus
A421 C/10 AUSJD.PLUS TT! | A424 C/10 AÜSJD.PLUS fTl f A428 C/10 AUSJD.PLUS | A | |
Codier-Ausqonq Plus Codi er-Ausgang Pius Codier-Ausgong Plus

A421 hm

© A425 A4 28
©< A424 [ ©<
L_r_
©<

X2156 X2156 V6 V7 X2156 X2156 X2156


im Qrigmolmoßstab 100 mm

*■
©© E? 29 X '10
© ©

20 25 30 35 40 45 50 55
Codierung Multiplex Knoten
Querschnittsbezeichnung nur wenn ungleich
(Beschreibung sh
Freigabelistei
Zeichn.-Ausf. n H3056
Tt
Bearb
Geprüft
CAD-Za. 1UPLA Benennung

in Schaltplan
in 03 N

a 88 12585 0 08.00 BOEW


Änderung
sr mit neuem Orio
T W. H
Norm
fv Niedertlurbus
Ko.-Abt H 1 h
311 St

J©'At
K — — Ersttreiqabe
fO\
iMANt
Sachnummer Blatt
U OF
Mikro MAN
Zusi An Änd -Nr Datum Name gesehe Norm 1 Vorgang film 8 8 .9 9 2 8 9 .5 0 7 3 6
T) 8. T
zahl n *—(ankreuzen] Nutzlohrzeuge fTi
MAN-PROPRIETARY Akliengesellschotl tÄJ Werk Enlsi.ous 88 99Z89 4666 lErsTur

R
SotZQitter
Alle Rechte voraehollen gemäß OiN 34 Weitergabe und Verwaltung des Inhalts ohne schnitt Zustimmung der WAN verboten

U
2 3

Legende
MO A4 1 1 C/2
A300 223 Knuieii Instrunientenlulel
O EBS : 3 /3 EBS: 3 /5 A360 281 Multiplex Zenlroirechner IZBR0)
© Ai 11 280 Multiplex Knoten Bug links 11
C/1 A413 280 Multiplex Knoten Steuergeräte 13
A4b 280 Multiolex Knolen Decke vorne '5
Ai 13 280 Multiplex Knolen Heck rechts 18
R1 9 5 A4 21 280 Multiplex Knolen Bug rechts 21
A4 23 280 Multiplex Knolen Fohrzeugmitle 2 3
A424 280 Multiplex. Knoten IBIS 14
A4 25 280 Multiplex Knolen Klees 3 2 5
X1 7 65 X1 7 65 X1 7 88 X1 7 88
(FH) A4 28 280 Muliiolex Knoten Heck links 2 ö
"’a '
"5 3
(E3)
X1 7 65 X17 6 5
(E3 ; (B)
;E3 R155 122 Äbschlufiwidersiond T-CAN
) 1 RIBo 17? Abschtullwiderstond vorn Bosis-CAN 1
R1 5 5 t R!95 12? AbsctiluHwidersiond hinten Busis-GAN
r® RI97 122 AbschluOwidersiond vorn Basis CAN 7
R193 1?? Abschluflwidersiand hinten Öosis-CAN
© Us
X2 0 0 ■+
v X200 Stecker Diagnose
s X2 1 52 X2 1 52
'! i
X2 U8 X2 U8
>2
X2 X2
i
1 48
X17 o !:■ Stv Inslr tofel-Zentrolrechner
(g) 32 (E3) 14 (E3 X1738 Ü-Schweiilverb ZßRO IT-GAN)
<E3) X 214 8 Ubergobestecker Fahrertrennwand
8 ) X2151 Ubergobestecker Fahrertrennwond
X 215 2 Ubergobestecker Fahrer trennwond
@
X2156 Ubergobestecker Fahrer trennwond

A/6 A/7 A/S A/1 2

Ba sis- CAN 1 A3 6 0 T - CAft


l- CAN
IBIS - CJN Ba sis- CAN
(§ )k

C/21 C/22 2 8 /10 B/7

X2 1 52 X2 1 52 X2 1 52 X2 1 52 X2 1 52 X2 1 52 X2 1 52 X2 1 52
X2 1 52 X2 1 51 X2 1 51 X2 1 51 X2 1 51
_ '6 '7 ' '«_ (E3 ) '1 « ' '1 9 ' '21 ' '3 '< ■1 >
2D ®) '22
'5
(H ) (E3 ) (E3 LE 3)
(E3)
) '
'
(E3 __J (H) (E3)' (E3)
)

ECAS 3 /5 X8 6 9 X8 6 9 X8 6 9
X8 6 9 * 3 17
20 ® ® ©
Irr- Onginolmaflsiab

IBIS X 21 5 6 X2 1 56
32 / '■1
(JE3 ) (E3)

R1 9 7

C/1
Hinweis: L e it u n ge n, d ie in K lamme rn ste hen , sin d
A421 7 : A423 : I A424 7 I A425 7 I A428
L e it e rba hne n e in e r Plat in e
©< JL®S7
:j
20 25 30 35 40 45 QSO
> SS
D a te n bu ssy st em

Querschmttsbezeichnung nur wenn ungleich —


{Beschreibung
" M3Q56 ~[Ä? TirorC D-Z A Q RÜPLANTB&nennunq
shfreigabeliste) 03 03 [jfP Schal tplari
Geprüft
Änderung Norm ÄL t L ÜI " WQsD T l
4 Nieder flurbi
11 ütROLVFK— ©sl ml neuem Oria
1 Frsiireioabe