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Eine  Sprache  des  Lebens    


Marshall  B.  Rosenberg    

}  1934  geboren  in  Ohio  


 
}  Jüdische  HerkunC  
 
}  1943  in  Detroit  zwei  
prägende  Ereignisse    

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2  Fragen  beschäCigen  Rosenberg:    


 
§  Was  passiert  mit  einem  Menschen,  wenn  er  die  
Verbindung  zu  seiner  einfühlsamen  Natur  verliert  und  
sein  Verhalten  gewal<ä>g  und  ausbeuterisch  wird?    
§  Wie  ist  es  möglich,  dass  einige  Menschen  unter  
unmöglichen  Bedingungen  ihr  einfühlsames  Wesen  nie  
verlieren?  

" Einbeziehung  der  Bedürfnisse  aller  Personen  


" Natürliches  Einfühlungsvermögen  durch  Hören  und  
Sprechen  mit  dem  Herzen  
" Entstehung  einer  gewalRreien  und  einfühlsamen  
KommunikaTon  
" GewalRreiheit  im  Sinne  von  Gandhi  

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}  Basis:  sprachliche  und  kommunikaTve  Fähigkeiten  


}  ursprüngliche  Gedanke  einer  zwischenmensch-­‐  
lichen  KommunikaTon  fehlt  
}  GfK  ermöglicht  wertschätzende  Verbindung  
}  Änderung  der  sprachlichen  Ausdrucksweise  und  der  Art  des  
Zuhörens  
•  durchdachte  Antworten  gegenüber  automaTsche  ReakTonen    
•  KombinaTon  von  ehrlicher  und  klarer  Ausdrucksweise  mit  
respektvollen  und  einfühlsamen  Umgang    

}  Genaues  Hin-­‐  und  In-­‐Sich  Hören  fördert:  


◦  Wertschätzung  
◦  Aufmerksamkeit  
◦  Einfühlung    
◦  Bedürfnis  von  Herzen  zu  geben  wird  geweckt  

}  Ziel  Rosenbergs:    


„Einfühlsamkeit,  einen  Fluss  zwischen  mir  und  anderen,  der  
auf  gegenseiTgem  Geben  von  Herzen  beruht“    
       

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}  Vier  Schriae:  

◦  Beobachtungen  
◦  Gefühle    
◦  Bedürfnisse  
◦  Biaen    

Kapitel  2:  Ursula  Schlögl  

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}  Moralische  Urteile  

}  Vergleiche  anstellen  

}  Verantwortung  leugnen  

}  Wünsche  in  Forderungen  äußern  

}  „Strafe  oder  Lob  verdienen“  

}  Auslöser  Ärger  


}  Folge  sind:    
◦  Schuldzuweisungen    
◦  Beleidigungen  
◦  ETkecerungen    
◦  KriTk    

!!    Werturteile  nicht  mit  moralischen  Urteilen  


verwechseln  !!    

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}  Blockade  des  eigenen  Mitgefühls    


     und  das  des  Gegenübers    
 
 
Beispiel:  Du  bist  der  einzige  Schüler,  
                           der  das  heute  nicht  geschaf  hat.    

}  Jeder  Mensch  trägt  Verantwortung  für    


◦  eigene  Gedanken    
◦  eigene  Gefühle  
◦  eigene  Handlungen    

◦  aber  das  Wort  „müssen“    


 verschleiert  die  Eigenverantwortung  
 
}  Beispiel:    
Ich  habe  mich  verspätet,    
weil  ich  noch  kopieren  musste.  

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}  Formulierung  von  Wünschen  verbunden  


mit  einer  Forderung  
 

}  Vorstellung,  dass  besTmmte  Handlungen  


Lob  aber  auch  Strafen  verursachen  

Kapitel  3:  Clemens  Moser  

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}  „Beobachte!!  Es  gibt  wenige  Dinge,  die  so  wichTg,  so  
spirituell  sind  wie  Beobachten.“  –  Frederic  Buechner,  
Geistlicher  
}  Sauberes  Trennen  von  Beobachtung  und  Bewertung  
ist  wichTg  in  GFK.  
}  Überstürztes  Bewerten  oder  KriTsieren  kann  
kontraprodukTv  sein.    
}  Beobachtungen  sollen  auf  einen  Zeitrahmen  und  
einen  Zusammenhang  bezogen  werden.  
}  Bewertungen  werden  nur  auf  Grundlage  von  
Beobachtungen  vorgenommen.  

}  Statement:  Ein  Stürmer  hat  seit  20  Spielen  kein  Tor  
mehr  geschossen.  
}  Beobachtung:  Ein  Stürmer  hat  seit  20  Spielen  kein  
Tor  mehr  geschossen.  
}  Bewertung  (vorschnell):  Es  handelt  sich  um  einen  
schlechten  Stürmer!  
}  Bewertung  nach  Beobachtung  (z.B.):  Die  MannschaC  
ist  nicht  im  Stande  die  Stärken  des  Stürmers  
auszuspielen.  Deshalb  trif  er  nicht.  

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Kapitel  4:  Andrea  Forstner  

Gefühle  als  inneres  Erleben  


Ø Ursache  der  Gefühle:  befriedigte  und  
unbefriedigte  Bedürfnisse  
Ø Aneignung  eines  differenzierten  
Gefühlswortschatzes  anstelle  von  allgemeinen  
Begriffen  (z.B.:  gut,  schlecht  usw.)  
Ø InterpretaTonen  und  Bewertungen  zur  
Beschreibung  von  Gefühlen  unterlassen  

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Gefühle,  die  entstehen,  wenn  besTmmte  Bedürfnisse  nicht  erfüllt  


sind:    
Ø  Traurigkeit:  traurig,  hilflos,  ohnmächTg,  einsam,  betroffen,  schuldig,  
verzweifelt,  schwach,  betroffen,  schwermüTg,  bedrückt,  unzufrieden…    
Ø  Angst:  schockiert/  geschockt,  erschreckt,  panisch,  bestürzt,  besorgt,  skepTsch,  
vorsichTg  schüchtern,  peinlich,  nervös,  irriTert,  unsicher,  verlegen…  
Ø  Wut:  empört/  entsetzt,  ärgerlich,  sauer,  schlecht  gelaunt,  unzufrieden,  
gleichgülTg,  frustriert,  genervt,  fassungslos,  angespannt,  neidisch…  

Gefühle,  die  entstehen,  wenn  besTmmte  Bedürfnisse  erfüllt  sind:    


Ø  Freude:  neugierig,  überschwänglich,  dankbar,  glücklich,  entzückt,  aufgeregt,  
fröhlich,  zufrieden,  wohl,  froh…    
Ø  Zuneigung/  Wärme:  berührt,  gerührt,  dankbar,  erregt,  wohl,  geborgen,  warm    
Ø  Voller  KraC:  begeistert,  stolz,  moTviert,  inspiriert,  mächTg,  
unternehmungslusTg,  muTg,  zuversichtlich,  hoffnungsvoll,  …    
Ø  Frei:  frei,  erleichtert,  locker,  unbekümmert,  gelassen,  entspannt…  

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Gefühle  und  Gedanken  werden  oC  sprachlich  


verwechselt,  da  man  Gedanken,  
Einschätzungen  und  Bewertungen    auch  mit  
dem  Wort  „fühlen“  ausdrücken  kann.    
„Ich  fühle  mich  nicht  verstanden“  impliziert  den  
Vorwurf  „du  verstehst  mich  nicht“  und  wird  
beim  Gegenüber  meist  als  KriTk  aufgefasst.  
 
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u  Es  handelt  sich  meist  um  einen  Gedanken,  wenn  


man  anstelle  von  „ich  fühle…“  die  Formulierung  
„ich  denke…,  ich  glaube…,  ich  meine…,  ich  finde…,  
ich  habe  den  Eindruck…“  verwenden  kann.  
 

u  Um  an  das  ursprüngliche  Gefühl  hinter  einem  


Gedanken  zu  kommen,  kann  man  sich  fragen:  
„Was  fühle  ich,  wenn  ich  denke,  dass  ich  z.B.  nicht  
verstanden,  abgewiesen,  beleidigt,  unter  Druck  
gesetzt  oder  akzepTert,  geschätzt….werde?  
hap://books.google.at/books?id=lBsjm3B4xlEC&pg=PA34&lpg=PA34&dq=Formulierung+eines+Pseudogef%C3%BChles&source=bl&ots=tw_5BMmrEC&sig=Ir56wtydmD-­‐
IilAyFFGkDDCn0kQ&hl=de&sa=X&ei=bKpqU4CKKeWJ7AaMkIHoDw&ved=0CEgQ6AEwBA#v=onepage&q=Formulierung%20eines%20Pseudogef%C3%BChles&f=false      

 
 
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§  dass,  wie,  als,  ob    


§  persönliche  Pronomen  
§  Namen  oder  Hauptwörter,  die  sich  auf      
Menschen  beziehen  

TZ 8/SS 2014 - Forstner Andrea -


MatrikelNr. 1094530 22

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}  ohne  Gefühl  –  ich  fühle  mich  wie  ein  Vollidiot  (Bewertung)  
}  mit  Gefühl  –  ich  bin  total  frustriert  

}  ohne  Gefühl  –  ich  habe  das  Gefühl,  ich  bin  die  Einzige  die  hier  
etwas  tut  (Gedanke)  
}  mit  Gefühl  –  ich  fühle  mich  überwälTgt,  wenn  ich  höre,  dass  
ich  diese  Aufgaben  bis  Ende  der  Woche  erledigt  haben  soll  

}  ohne  Gefühl  –  ich  habe  das  Gefühl,  meine  Chefin  kann  sich  
nicht  durchsetzen  (Gedanke)  
}  mit  Gefühl  –  ich  bin  unzufrieden  und  enaäuscht,  da  ich  
erwartet  haae,  dass  sich  meine  Chefin  erfolgreich  für  mich  
einsetzen  würde  

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Die  eigenen  Bedürfnisse  sind  die  Ursache  


unserer  Gefühle,  nie  ein  anderer  Mensch!  
 

In  der  GfK  sind  Gefühle  erwünscht,  auch  


wenn  sie  wehtun.  Sie  weisen  den  Weg  zu  
unseren  Bedürfnissen.  

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Kapitel  5:  Rebekka  Amring-­‐Genave  

Ø  Unsere Gefühle basieren auf dem Erfüllen bzw. Enttäuschen


unserer Bedürfnissen/Erwartungen.
Ø  Aussagen können Auslöser, nie jedoch Ursache für
Gefühle sein!
Ø  Das Denken in Bewertungsmustern ist stark verbreitet.
Achten wir aber auf Bedürfnisse und Gefühle, die hinter
Aussagen und Denkmustern stehen, entwickelt sich eine neue
Perspektive u. empathische Kommunikation ist möglich.
Ø  Eigene Bedürfnisse sollen erkannt und ernstgenommen
werden. Denn Urteile über andere sind Aussagen über eigene
erfüllte oder unerfüllte Bedürfnisse.
Ø  Werden Bedürfnisse klar kommuniziert, erhöht sich die
Chance, dass sie erfüllt werden.
Ø  Motivation kann auf Schuldgefühlen basieren oder eine
empathische Handlung sein.

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Der Weg zur Übernahme der vollen Verantwortung für unsere Gefühle, nicht aber der Gefühle anderer
Menschen:
1. Emotionale Sklaverei

In diesem Stadium übernimmt man die Verantwortung für die Gefühle


Anderer. Die ständige Beglückung anderer führt aber zu Überforderung
und schließlich werden Beziehungen zu einer Last. Die Übernahme der
Verantwortung für die Gefühle anderer bewirkt eine eigene Unzufriedenheit.

2. Rebellisches Stadium

Um sich von der „Sklaverei“ loszulösen, kommt Ärger darüber, dass man zu
wenig auf die innere Stimme gehört hat. Entdeckungen über eigene Bedürfnisse
gehen mit Angst und Schuldgefühlen einher. Man lernt die eigenen Bedürfnisse
auszudrücken auch mit dem Risiko, mit den Bedürfnissen und Erwartungen anderer
in Konflikt zu geraten.

3. Emotionale Befreiung

Schließlich reagiert man auf die Bedürfnisse anderer aus Mitgefühl heraus, aber
nicht aus Angst oder Schuldgefühl. Das führt zu Zufriedenheit in uns.
Es entwickelt sich das Bewusstsein, dass die eigenen Bedürfnisse nicht auf Kosten
anderer erfüllt werden können.
Bedürfnisse/Erwartungen werden klar ausgesprochen und anderen signalisiert, dass
auch ihre Bedürfnisse Ernst und wichtig genommen werden.

Kapitel  6:  Anita  Loidl  

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Kapitel  7:  Maria  Sanz  

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Kapitel  8:  Sieglinde  Sadowski  

Empathie  –  Kontakt  zu  sich  selbst  und  zu    


         anderen  Menschen  
Ø  Empathie  als  machtvolle  und  heilsame  Hilfe  
Ø  Kontakt  durch  Zuhören  (weniger  Tun)  
Ø  Erfahrung  von  Wertschätzung  
Ø  Erfahrung  von  Angenommen  sein  
Ø  STllung  von  Grundbedürfnissen  
Ø  EinzigarTge  Gefühle  und  Bedürfnisse  –  hier  und  jetzt    

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Ø  Empathie  und  die  Fähigkeit,  verletzlich    


zu  sein  
Ø  Empathie  kann  Gefahren  entschärfen  
Ø  Empathische  ReakTon  auf  ein  „Nein“  
Ø  Empathisch  Gespräche  wiederbeleben  
Ø  Empathie  für  STlle  

Kapitel  9:  MarTna  Wendl  

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u  In  Einklang  mit  unseren  Bedürfnissen  und    


Werten  zu  handeln.  
u  Unser  Verhalten  in  Bezug  auf  unsere  unerfüllten  
Bedürfnisse  zu  bewerten.  
u  Zum  eigenen  Wohlergehen  und  dem  anderer  
beizutragen.    

 
 
 
 
 

Kapitel  10:  Kersten  Schirmbacher  

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Ø  ...  deshalb  nicht  ignorieren  


Ø  für  Menschen,  die  oC  benachteiligt  oder  unterdrückt  werden,  
ist  deshalb  die  Bezeichnung  „gewalRreie“  KommunikaTon  ein  
Ärgernis:  Sie  fühlen  sich  benachteiligt  und  einer  Möglichkeit  
beraubt,  ihren  Gefühlen  u.  ihrer  Sichtweise  Ausdruck  zu  geben.  
WichTge  Bedingungen  
Ø  nicht  anderen  Schuld  geben  
Ø  Unterschiede  zwischen  Auslöser  u.  Ursache  
Ø  Licht  auf  Gefühle  und  Bedürfnisse  bringen  (eigene  +  andere)  
Ø  das  posiTve  des  Ärgers  entdecken  
 
 

Ø  Innehalten  und  atmen  


Ø  Ärger  und  verurteilende  Gedanken  wahrnehmen  
Ø  Kontakt  mit  unseren  Bedürfnissen  herstellen  
Ø  unsere  Gefühle  und  unerfüllten  Bedürfnisse  aussprechen  
 

Nicht  vergessen!  
}  Gespräche  verlangsamen  
}  Empathie  anweden  
}  Urteile  sammeln  und  „auswerten“  
 
 

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