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Habegger @ Integrated Systems Europe Amsterdam

Die ISE ist die weltweit grösste Messe für Audio- und Videotechnik. Dieses Jahr präsentierten rund
1’300 Aussteller, in 15 Hallen die neusten Spitzentechnologien, Produkte und Lösungen der Branche.
Bereits am ersten Messetag haben über 32'000.00 Personen die Messe besucht. Mit diesen Zahlen
haben die Organisatoren alle Rekorde geknackt und einmal mehr bewiesen, dass sich ein Besuch der
Ausstellung lohnt.

Dieses Highlight wollten wir uns nicht entgehen lassen und haben unsere Kunden gleich mit auf
Entdeckungsreise eingeladen. Auf unserer geführten „Trend-Tour“ hat Achim Kübert und Samuel
Röthlisberger durch ausgewählte Highlights der Messe, mit exklusivem Einblick hinter die Kulissen der
Aussteller geführt. In diesem Bericht fassen wir für Sie die Highlights in Schrift und Bild zusammen:

OLED-Transparent-Screen von LG
In der Halle 12 haben wir ein bahnbrechendes Messe-Highlight entdeckt: der magische OLED-
Transparent-Screen von LG. Da OLED’s im Gegensatz zu LCD selbstleuchtend sind, und damit keine
Hintergrundbeleuchtung benötigt, kann der Betrachter direkt durch die Screens hindurchschauen.
Dies ist nicht das erste Mal, dass LG einen transparenten Screen zeigt. Bereits im Jahr 2014
präsentierte der rote Koreaner einen 18-Zoll klaren Bildschirm. Mit dem vorgestellten 55-Zoll
Bildschirm hat es LG wohl geschafft, das Interesse aller Tech-Freunde auf sich zu lenken. Wir hoffen,
dass dieser Screen bald im Handel verfügbar ist.

Anwendung:
Wir sehen gleich mehrere Möglichkeiten, den Transparent-Screen anzuwenden. Zum Beispiel am
Point of Sale, für die edle oder fancy Produktankündigung an Kühlschränken, Verkaufsautomaten, in
Schaufenster oder an Glasverschalungen. Die dahinterstehenden Produkte können mittels eines
transparenten Screens mit grafischen und animierten Inhalten erklärt werden oder
Anwendungsbeispiele grafisch aufgezeigt werden.

The Wall von Samsung und die Sony Crystal LED


Der Super-Fernseher von Samsung hat eine Auflösung von 7680 x 4320 Bildpunkten, kurz 8K und
misst ganze 146 Zoll. Umgerechnet sind das 3.7 Meter in der Breite und 2.10 Meter in der Höhe. Der
Bildschirm besteht aus vielen kleinen Modulen, die eine beinahe beliebige Grösse und Form zulassen.
Bei „The-Wall“ hat Samsung auf die neue Micro-LED Technik gesetzt. Dabei wird jeder einzelne Pixel
von einem eigenen Mini-LED dargestellt. Anders als herkömmliche LCD-TVs können Micro-LED-TVs
deshalb auch ein richtiges Schwarz darstellen. Samsung verspricht sich von Micro LEDs höhere
Haltbarkeit, geringerer Stromverbrauch und mehr Helligkeit als bei der OLED-Technologie.

Auch Sony setzt auf die „eigene LED pro Bildpunkt Technologie“, hier Crystal LED genannt. Diese
Technologie hat Sony schon vor 5 Jahren vorgestellt. An der ISE 2018 zeigt der japanische
Elektronikhersteller aber nicht mehr nur einen einzelnen TV-Bildschirm, sondern präsentiert eine
riesige Wand. Auch Sony hat die Screen-Technologie in einzelne, nahtlos aneinandergereihte LED-
Kacheln verarbeitet. Die Crystal LED hat eine Auflösung von 8k und ist geschätzte 15 Meter breit.
Laut Sony ist eine Fläche von 30 × 6 Metern möglich.

Unser Eindruck
An der Integrated Systems Europe hat Samsung ihre Wall mit einem Kunstgemälde bespielt. Es war
erstaunlich zu sehen, wie verwechselnd echt die Zeichnung auf dem Bildschirm wirkte. Die einzelnen
Display-Kacheln sind beim Betrachten der Wall kaum sichtbar.

Die Crystal LED überzeugt durch ein kontrastreiches und helles Bild mit gesättigten Farben. Die
Grösse der Leinwand ist überwältigend und würde wohl bei jeder Installation als Highlight in die Augen
der Besucher stechen.

Hypervsn by kino-mo Hologram


Die Firma „kino-mo“ sticht uns mit ihrem neuen Produkt „Hypervsn“ ins Auge. Durch die schnelle
Rotation von vier nahezu durchsichtigen LED Mini-Propellern, wird ein holografisch wirkendes Bild
erzeugt. Dieses Produkt erlaubt eine innovative Darstellung von Inhalten jeglicher Art. Zudem besteht
die Möglichkeit, mehrere Geräte miteinander zu verbinden und zu einem grossen, schwebenden
Gesamtbild zu synchronisieren. Dabei hat der Nutzer die Auswahl zwischen voreingestellten Inhalten
aus der Mediabibliothek oder kann eigene Bewegtbilder abspielen. Mit der firmeneigenen Software
werden die Elemente und Inhalte direkt vor Ort drahtlos verbunden und verwaltet. Wir sehen dieses
Tool zum Beispiel in der Signaletik, in einem Retail-Schaufenster, oder für Produktpräsentationen.

Samsung Flip
Jeder kennt es: nach einer wichtigen Sitzung werden die Notizen auf dem Flipchart fotografiert und an
das Plenum versendet. Diesem Schritt will Samsung nun mit dem Einsteiger-Produkt „Flip“ abhilfe
schaffen. Das 55-Zoll grosse, interaktive UHD-Display ist höhenverstellbar und lässt sich um 90 Grad
drehen.

Flip soll bei geschäftlicher Zusammenarbeit helfen, produktiver und effizienter zu agieren. Mittels
dazugehörigem Stift können Nutzer auf dem Flipchart-Screen zeichnen, schreiben und sogar die
Farbe wechseln. Mit dem Stift können feine und dicke Linien gezogen und Wörter - wie mit einem
Leuchtstift - hervorgehoben werden. Zudem können bis zu vier Teilnehmende gleichzeitig am Gerät
arbeiten und Änderungen vornehmen. Am Ende der Sitzung werden die „Folien“ direkt per Mail ans
Plenum versendet und gehen nicht vergessen. Uns hat zudem gefallen, dass Bild- und Schriftdaten
direkt im Screen geöffnet und beschrieben werden können.

Obwohl wir Flip als ein äusserst nützliches und innovatives Tool empfinden, können zurzeit nur
spezifische Datenformate exportiert werden. Zudem wird beim Ausdrucken der Folien ein Computer
mit installiertem Drucker benötigt. Samsung bestätigte uns, diese Defizite in den nächsten Monaten
aus dem Weg zu räumen. Wir sind gespannt!
Commented [AZ1]: Hier müsste man
Barco Projektor vielleicht noch erwähnen, dass es eine
Das globale Technologieunternehmen Barco, setzte in Mitten der Messehalle ihren neuen Projektor Einsteiger-Version in der
XDL 4k60 in Szene. Am Stand von Barco konnten wir den Prototypen zum ersten Mal live bestaunen. Produktkategorie „Collaborative-Screen“
Die Video-Projektion in eine riesige Kuppel hat uns begeistert. Die Markt-Lancierung des XDL 4k60 ist
auf Mitte dieses Jahres geplant. Die Beamer werden in drei Versionen erhältlich sein: 30'000, 60’000 ist (es gibt teuerere schon länger und die
und eine Version mit gewaltigen 70’000 Lumen. Durch die enorme Leistung und Helligkeit dieses können auch viel mehr)
Projektors, öffnen sich neue Dimensionen in der Projektion auf immense Flächen, wie beispielsweise
ganzen Fassaden von Gebäuden – mit nur einem einzelnen Gerät. Der Projektor kann in alle Commented [AZ2]: Barco schiesst mit
Richtungen verstellt und ausgerichtet werden. Ein Pluspunkt der uns sehr gefällt: Die bislang 70‘000 Lumen auf die Leinwand
verwendeten Tools für andere Barco Projektoren, wie z.B. Linsen, können auch auf diesem Produkt
angewendet werden.

Teaser Präsentaining -- Dürfen es noch mehr Innovationen sein?


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