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B1 gimnaziu Leseverstehen Olimpiada de limba germană modernă, faza judeţeană – 12.03.

2016
Teil 1

Lies zuerst den folgenden Text und löse dann die Aufgaben dazu.

Filmpaläste und Heimkino (vitamin de 64/2015)


Filmkonsum im Wandel
In den Anfängen des Kinos gab es schicke Filmpaläste, dann holte das Fernsehen die Filme in die Wohnzimmer.
Heute hat man zahlreiche Möglichkeiten, Filme anzuschauen. Brauchen wir das Kino noch?

Dass es vor 100 Jahren ein besonderes Ereignis war, ins Kino zu gehen, kann man sich heute noch vorstellen. Damals gab es
richtig elegante Filmpaläste. Da bis Ende der 1920er-Jahre nur Stummfilme gezeigt wurden, saß oft ein ganzes Orchester
oder ein Pianist im Saal, um den Film musikalisch zu begleiten. Die Menschen waren von den bewegten Bildern begeistert.

Kino in der Krise

Ab den 1950er-Jahren machte sich das Fernsehen in den Wohnungen breit und das Kino geriet in eine Krise. Je mehr
Menschen sich einen Fernseher kauften, umso weniger gingen in die Kinos. Viele der großen Lichtspielhäuser mussten
schließen. Andere Kinos wurden umgebaut, sodass mehrere Filme parallel gezeigt werden konnten. In den 1990er-Jahren
wurde das Kino wieder beliebter. Der größte Erfolg war „Titanic“ im Jahr 1997. Zwölf Jahre lang verteidigte das Drama die
Spitzenposition der weltweit erfolgreichsten Filme. Er wurde erst im Jahr 2009 vom 3-D-Animationsfilm „Avatar“ von
diesem Platz verdrängt.

Internet als Konkurrenz

Das Kino hat starke Konkurrenz bekommen: das Fernsehen, DVDs und nicht zuletzt das Internet haben das Kino ins
Wohnzimmer gebracht. Über das Internet kann man heute rund um die Uhr fast jeden Film sehen. Das ist billiger, als ins
Kino zu gehen. Außerdem ist es heute möglich, mit mobilen Geräten überall dort Filme anzuschauen, wo man will – im
Flugzeug, im Warteraum beim Arzt oder eben zu Hause.

Pro und Kontra

Svenja Grötzner geht nicht gerne ins Kino, weil sie sich nicht so lange konzentrieren kann. „Außerdem stimmt das Preis-
Leistungs-Verhältnis meistens nicht. Und es ist unbequem dort“, beschwert sich die 27-Jährige. Sie geht nur ungefähr
einmal im Jahr ins Kino, wenn ein richtiger Blockbuster gezeigt wird. Sarah Vetter hingegen schaut sich wöchentlich
Kinofilme an. Sie studiert Kamera und Bildgestaltung und ist fasziniert von der imposanten Größe sowie der audiovisuellen
Qualität der Filme. „Ein Kinofilm ist fürs Kino gemacht und nicht für den PC oder den Fernseher“, sagt sie entschieden. In
einem sind sich Svenja Grötzner und Sarah Vetter aber einig: Das Kino wird es noch lange geben. Denn mit einer Tüte
Popcorn im Dunkeln zu sitzen und in eine andere Welt einzutauchen, das ist nur im Kinosaal möglich.

Junge Kinobesucher

In Deutschland sinkt die Anzahl der Kinos und ein Kinobesuch wird immer teurer. Der durchschnittliche Eintrittspreis
beträgt mittlerweile 7,65 Euro. Trotzdem gab es 2012 etwa 135 Millionen Kinobesucher. Das Kino ist vor allem bei jungen
Leuten ein wichtiger Bestandteil der Freizeit: Etwa 60 Prozent aller Kinobesucher pro Woche sind nicht älter als 29 Jahre.
Als Hauptmotivation nennen sie das Bedürfnis nach „Spaß und Unterhaltung“. Insgesamt gehen von allen Bewohnern
Deutschlands nur 3, 3 Prozent der über 14-Jährigen einmal pro Woche ins Kino. Die Älteren schauen lieber Fernsehen.

Kreuze an: Richtig (R) oder falsch (F)?


R F
1. Heutzutage gehen die Leute in elegante Filmpaläste, um Stummfilme anzuschauen.
2. Da immer mehr Leute einen Fernseher besaßen, mussten viele Kinos schließen.
3. Der erfolgreichste Film aller Zeiten war der Film „Titanic“.

4. Das Kino hat an Beliebtheit verloren, weil man im Internet immer Filme sehen kann.
5. Svenja und Sarah sind der Meinung, dass man auf Kino nicht verzichten kann.

6. Nur 3,3 Prozent der Deutschen gehen jede Woche ins Kino.

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B1 gimnaziu Leseverstehen Olimpiada de limba germană modernă, faza judeţeană – 12.03.2016

6 x 1 = 6 Punkte

Teil 2
Lies den Text noch einmal und löse folgende Aufgaben dazu. Was passt: a oder b?

1.
a) Wer einen Film sehen möchte, muss ins Kino gehen.
b) Heute ist es auch möglich, Filme zu Hause zu sehen.

2. Svenja mag das Kino nicht, weil


a) die Leistungen schlecht sind.
b) es teuer und unbequem ist.

3. Sarah geht gerne ins Kino, weil


a) sie Informatikstudentin ist.
b) Kinofilme nicht für PCs gedacht sind.

4. Die jungen Leute bevorzugen Kinobesuche, weil


a) sie dort bespaßt werden.
b) weil die Kinokarte billig ist.

4 x 1 = 4 Punkte

Schreibe bitte die Lösungen auf das Antwortblatt.