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OKTOBER

2010

ZEITUNG des Bündnisses »Castor? Schottern!« | Atomausstieg bleibt Handarbeit

Im Novembe r 2 0 1 0 in s W e n d la n d :
den Castor stoppen!
Wir wenden uns an die Men- Wer sind wir?
schen, die schon seit vielen Jahren im Gruppen und Menschen aus der Anti-
Widerstand gegen Castortransporte Atom-Bewegung, aus der Klima­
aktiv sind; natürlich auch an die vie- bewegung, aus globalisierungs­
len Neuen, die in den letzten Jahren kritischen Netzwerken, aus der An-
ihr Nein! zur Atomenergie auf die tifa, aus verschiedenen Spektren der
Straße getragen haben; an diejeni- Linken und aus weiteren gesellschaft-
gen, die massenhaft gegen den Sozi- lichen Bereichen haben sich für diese
alraub der Regierung protestierten; Kampagne zusammengefunden. Als
an die Zehntausende, die bundesweit Teil des vielfältigen und bunten Wi-
etliche Naziaufmärsche entschlossen derstands im Wendland wollen wir
stoppten; an die Leute in Dörfern, unsere Erfahrungen aus den erfolg-
in kleineren und größeren Städten, reichen Massenblockade­aktionen in
die nicht bereit sind, angesichts der Heiligendamm, Jena, Köln und Dres-
herrschenden Atom-Politik die Hän- den einbringen. Wir verstehen uns
de in den Schoß zu legen: solidarisch zu den anderen Aktionen
Gemeinsam mit Euch und des Protests und Widerstands gegen
hunderten, tausenden von Men- den Castortransport.
schen wollen wir während des
Castortransportes mit der großen Alle können sich beteili-
Aktion „Castor? Schottern!“, Steine gen! Was können alle tun?
aus dem Gleisbett räumen und da- Damit unsere Aktion gelingt, wol-
mit die Castorschiene im Wendland Schienen können auf vielfältige ART unbrauchbar gemacht werden len wir viele werden.
unbefahrbar machen. || Ihr kündigt an, dass Ihr bei „Cas-
Zeit, nicht nur das Nein! gegen Es ist alles gesagt – es ist der die AktionsteilnehmerInnen soli- tor? Schottern!“ mitmacht. Ihr/
Genug ist genug – gemein- die Atomenergie auf die Straße zu legitim zu handeln darisch aufeinander achten und sich Eure Gruppe unterstützt die Ak-
sam kommen wir zum Zug tragen, sondern beim Castor einen Wir wissen, dass unsere bewuss- unterstützen. Um auf die Strecke zu tion „Castor? Schottern!“ durch
So als wäre nichts gewesen, soll Schritt weiter zu gehen. te Veränderung der Castortrans- kommen, werden wir gemeinsam Euren Namen.
im Herbst wieder hochradioaktiver portstrecke nicht vom Gesetzbuch Polizeiabsperrungen überwinden, || Ihr bildet Gruppen vor Ort und
Müll nach Gorleben gebracht wer- Unsere Aktion: Schottern gedeckt ist. Dennoch ist unser umgehen oder durch sie hindurch- bereitet Euch gemeinsam auf die
den. Hunderttausende Menschen Gemeinsam mit hunderten, tausen- Handeln notwendig und legitim, fließen. Wir lassen uns nicht stop- Aktion vor. Wir vermitteln Trai-
haben in den letzten Jahren ihr den Menschen, aus dem unterschied- um dieser menschengefährdenden pen. Ziel unserer Aktion ist es, die nings für Aktionsgruppen. Mel-
Nein! zu Atomkraft an vielen Orten lichsten politischen und sozialen Technologie Einhalt zu gebieten. Schiene unbrauchbar zu machen, det Euch bei uns.
öffentlich sichtbar gemacht. Die Alltag, wollen wir am Transporttag Mit unserem Schottern wollen wir und nicht, die Polizei anzugreifen. || Ihr organisiert Veranstaltungen
katastrophalen Zustände im Atom- auf die Schienenstrecke gehen. Wir der Atomlobby den Boden entzie- Unser wichtigster Schutz ist die bei Euch vor Ort. Wir kommen
lager Asse und ständige Störfälle sind entschlossen, die Strecke für hen, auf dem sie ihren Müll gegen massenhafte Beteiligung, unsere gern zu Euch, erzählen über den
in Atomkraftwerken unterstreichen den Atommüllzug unbefahrbar zu den Willen der Bevölkerung durch Vielfalt und Entschlossenheit: Wäh- Castor und Atomkraft und be-
einmal mehr die unkalkulierbaren machen, massenhaft den Schotter die Lande schickt. Mit uns gibt es rend Hunderte oder Tausende die richten über die Idee der Kam-
Gefahren der Atomtechnologie. aus dem Gleisbett zu entfernen, also kein „Weiter so!“. Der Weg wird un- Schottersteine entfernen, werden pagne „Castor? Schottern!“.
Trotz allem soll es heißen: die Gleise zu unterhöhlen und sie terbrochen. andere durch den Einsatz körper- Castor? Schottern!
Weiter so! Trotz allem sollen die in kreativer Weise unpassierbar zu schützender Materialien wie Luft- Atomausstieg bleibt
Laufzeiten für AKWs verlängert machen. Wir wählen für die Aktion Massenhaft und gemeinsam matratzen, Polster oder Planen die Handarbeit!
werden. Trotz allem soll der End- einen Schienenabschnitt, auf dem an Während der Aktion wollen wir eine Schotternden schützen. Wir bleiben
lagerstandort Gorleben weiter aus- diesem Tag kein Zugverkehr außer Situation schaffen, die für alle dar- so lange auf der Schiene, bis diese Eine Liste der UnterstützerInnen
gebaut werden. Es ist nun an der dem Castortransport stattfindet. an Beteiligten transparent ist und in unbefahrbar ist. dieses Aufrufs findet Ihr auf Seite 4

In den letzten zwölf Monaten ist Er- de von E.on, Hans-Dieter Harig, sagte in ei- Zum Widerstand gehört es, sich zu
staunliches passiert. Der Atomkonsens wird
Damit kommen sie nicht durch! nem Interview mit dem Spiegel: „Wenn wir überlegen, wie und an welcher Stelle es
abgewickelt, die Laufzeiten verlängert. Und waren es in Berlin, am Tschernobyl-Jahrestag Protesten gegen die Hartz-IV-Gesetze und uns heute entscheiden würden, ein neues angebracht ist, in den gesellschaftlichen
das, nachdem seit über drei Jahrzehnten 2010, dann 120.000 in der Menschenkette geschieht aktuell bei den Protesten gegen Atomkraftwerk zu bauen, dann müssen wir Normal­betrieb einzugreifen. Die Kampagne
immer neue Generationen gegen diese Tech- und 20.000 an den Anlagen in Biblis und Stuttgart 21. Wir müssen die Dinge selbst in sicher sein, diese Investition wieder zu ver- „Castor? Schottern!“ ist das Ergebnis sol-
nik anrennen, versuchen, mit der Macht der Ahaus – deutliche Zeichen gegen das fossile die Hand nehmen, aus Protest Widerstand dienen. Wenn der Staat nicht einmal in der cher Überlegungen. Damit Menschen wie
besseren Argumente das Blatt zu wenden. Denken der Kohle- und Atomlobby. Doch als machen, damit die Atomanlagen nicht weiter Lage ist, notwendige Eisenbahnschienen vor Herr Harig auch weiterhin nicht auf die Idee
Doch die klügere Meinung zählt nicht. Das wäre nichts geschehen, wird über den Protest betrieben werden können. Zerstörern zu schützen, dann müssen wir kommen, den Betrieb von Atomanlagen in
lässt Wut aufkommen und uns wieder zu hinweggegangen. Das ist bitter, aber nicht Unsere Chancen stehen gar nicht davon ausgehen, dass wir diese Investition Deutschland für möglich zu halten.
Tausenden auf die Straße gehen. 50.000 ungewöhnlich. Es geschah bereits bei den schlecht. Der ehemalige Vorstandsvorsitzen- nicht machen können.“ Gruppe Anna-Liese
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n d
TAGE | STUNDEN

V om P rote st z u m W id e rs ta MINUTEN EINES


CASTORTRANSPORTES
Ein Blick zurück – nach vorn Dienstag | 4.11.2008 | Hamburg
13:22 Vattenfall-Transporter angezündet:
Es begann Anfang der 1970er und FDP, haben sich für den Bau Widerstand ist machbar In der BRD wird der Bau von rund Explosion +++ Unbekannte haben einen
Jahre im Grenzgebiet zwischen der von Atomanlagen ausgesprochen. Das AKW wird nicht gebaut, die 25 AKWs verhindert, für die bereits mit vier Gasflaschen beladenen Trans-
BRD, der Schweiz und Frankreich. Am 27. April 1974 demonst- Filbinger-Regierung stellt entsetzt Bauanträge eingereicht waren. Vom porter in Hamburg-Hamm angezündet
Nachdem die Bevölkerung lautstark rieren Tausende, unterstützt von fest: „Wenn das Beispiel Whyl Nuklearen Entsorgungspark Gorle- und dadurch eine Explosion ausgelöst.
gegen ein AKW in Braisach protes- rund 400 Traktoren, am geplan- Schule macht, ist dieses Land nicht ben ist heute nur ein nicht fertigge- Es gab keine Verletzten, die Druckwelle
tiert hatte, erfuhren die Menschen ten Kraftwerksstandort. Am 18. mehr regierbar.“ Zwei zentrale Er- stelltes Endlager und ein Zwischen- richtete jedoch einen Schaden in Höhe
im Mai 1973 aus dem Radio, dass Februar 1975 entwickelt sich aus kenntnisse, die sich wie rote Fäden lager übrig geblieben. Für jedes von mehreren Zehntausend Euro an, wie
AKW, das in der BRD gebaut wurde, die Polizei mitteilte. Erst in der Nacht von
konnte eines verhindert werden, Sonntag auf Montag hatten Unbekannte
und kein Atombefürworter hätte laut NDR 90,3 am Eimsbüttler Marktplatz
1977 bei der Benennung Gorlebens versucht, einen Firmenwagen von Vatten-
als Endlagerstandort gedacht, dass fall in Brand zu setzen
33 Jahre danach nicht einmal die
Erkundung des Salzstockes abge- Freitag | 7.11.2008 | Zedi
schlossen ist. 23:54 Es ist der dritte Tag auf dem För-
2. Wir müssen uns unser Leben derturm des Atommüllendlagers Asse II.
wieder aneignen. Im Widerstand Greenpeace-AktivistInnen protestieren
sollte auch immer etwas von dem dort seit Mittwoch gegen die Lagerung
durchscheinen, wie eine andere von Atommüll in Salz. Am Freitagmorgen
Welt aussehen könnte. Selbstorga- haben sie ein neues Banner hochgezo-
nisation ist der Versuch, bereits ei- gen: „Asse – Gorleben, es gibt keine si-
nige zukünftige Praktiken zu leben. cheren Endlager!“
Tausende haben in den vergangenen
Jahren das, was sie in den Camps Samstag | 8.11.2008
Mit 130 PS gegen den Castor – so sieht ökologische Landwirtschaft aus
erlebt und praktiziert haben, mit in 14:11 Ein Stück hinter der französisch-
den Alltag genommen oder ihre Er- deutschen Grenze wird der Transport er-
die Kraftwerksunion (Siemens und einer Freiluftpressekonferenz eine durch die Geschichte der Anti-AKW- fahrungen aus einem selbstverwal- folgreich blockiert +++ In Gorleben de-
AEG) nur wenige Kilometer von spontane Bauplatzbesetzung, die Bewegung ziehen, sind hier bereits teten Alltag in Wohnprojekten und monstrieren mehr als 10.000 Menschen
Braisach entfernt den damals größ- von mehreren hundert BeamtIn- vorhanden. Kollektiven in die Camps hineinge- +++ 16:14 Meldung des RBB: Bahnver-
ten Atomkraftwerkskomplex der nen am 20. Februar geräumt wird. 1. Widerstand ist machbar, als tragen. Es ist ja nicht einfach der kehr nach Sabotage noch behindert +++
Welt plante. Vier Kraftwerksblöcke Am darauf folgenden Wochenende Politik in der ersten Person. Damals Betrieb von Atomanlagen, der uns Unbekannte haben in der Nacht zum
mit je 1.300 Megawatt sollten im kommen fast 30.000 Menschen er- hieß es: „Der Bauplatz muss wieder widerständig sein lässt. Es ist der Samstag in Brandenburg Signalanlagen
badischen Whyl ans Netz gehen. neut zum Bauplatz. Diesmal muss zur Wiese werden“, und die Leute Traum von einer Gesellschaft, die der Bahn in Brand gesetzt. Der Fern- und
Es ist eine Zeit, in der die CDU in die Polizei das Gelände den Beset- überwanden Zäune, drückten Tore nicht einfach nur ohne AKWs aus- Regionalverkehr ist behindert. Die Züge
Baden-Württemberg unter dem zerInnen überlassen. Ein großes auf. Nach dem Erfolg von Whyl kommt, sondern in der AKWs – und auf der ICE-Strecke Berlin-Hamburg
Nazi-Richter Hans Filbinger mit Freundschaftshaus wird errichtet greift dieser Impuls um sich. In der das Denken, das sie trägt – grund- müssen über Stendal umgeleitet werden
absoluter Mehrheit regiert. Auch und die Volkshochschule Wyhler Schweiz verhindert wütender Pro- sätzlich nicht machbar sind. und verspäten sich deshalb +++ 16:57
die anderen Landtagsparteien, SPD Wald gegründet. test den Bau des AKW Kaiseraugst. Anti-Atom-Büro Hamburg Castor steht weiterhin vor der Blocka-
de bei Berg. Drei AktivistInnen haben

?
sich dort im Gleisbett einbetoniert +++

So wen ig B e sa tz u n g w ie m ö g li ch 16.000 Menschen und 300 Trecker auf


der Demo in Gorleben +++ Sitzblocka-
de von x1000malquer hat sich vor dem

Polizeitaktiken zur Aufstandsbekämpfung


Zwischenlager eingerichtet +++ 20:11
Sieben Stunden nach Start der Blockade-
Aktion im rheinland-pfälzischen Berg bei
Wörth hat die Bundespolizei erst einen
Es wird Herbst. Obwohl die Bäu- len Beschwerden über das Vorge- zwischen Bundes- und Landespo- wurden. Proteste gegen in Gesetze von drei Angeketteten aus dem unter
me ihre Blätter abwerfen, wird es im hen der Einsatzkräfte. Dies würde lizei, die Einschüchterung durch und Verordnungen gegossene pri- den Gleisen versteckten Betonblock be-
Wendland immer dunkelgrüner. Die dem polizeilichen Leitmotiv zuwi- ständige Anwesenheit bewaffneter vate oder gouvernementale Inter- freit +++ Der Block soll angeblich bis
Ursache ist nicht das Wetter, son- derlaufen: So wenig Besatzung wie uniformierter Horden oder auch die essen gelten hierzulande allemal zu einem Kubikmeter groß sein+++ Ein
dern menschengemacht: Schwarze, möglich, so viel Präsenz wie nötig. massenhaften Ingewahrsamnah- als potenzieller Aufruhr und haben Ende der Blockade ist weiterhin nicht
grüne und blaue Uniformen sowie Nicht umsonst forderte im Oktober men von potenziellen und tatsächli- sich dem autoritären Demokratie- abzusehen +++ „Wir ketten uns an in
Einsatzfahrzeuge im neuesten Grün 2004 der Kreistag in Lüchow-Dan- chen Protestierenden während der verständnis eines ständig weiter Solidarität mit AtomkraftgegnerInnen in
und Silber, PolizistInnen entlang nenberg mit Blick auf kommende Protesttage. aufgerüsteten Sicherheitsappara- Frankreich, im Wendland und weltweit“,
der Castor-Transportstrecke – jede polizeiliche Großeinsätze, es dürfe tes unterzuordnen. schrieben AktivistInnen in einer anony-
Woche mehr. Die Gesamteinsatzlei- sich nicht wiederholen, dass hier Polizeiliche Allmacht im Aber die Vorstellung polizeili- men E-Mail +++ Die vier nicht angeket-
tung bereitet das Terrain für ihren Menschen gedemütigt und geschla- regionalen Atomstaat? cher Allmacht hat Grenzen: Die Zahl teten UnterstützerInnen der Blockierer
nächsten Großeinsatz vor. gen werden. Der Appell hatte nur Als „Gewaltiger Frieden“ bezeich- der Einsatzkräfte hätte jeweils aus- sind nach Personalienfeststellung inzwi-
begrenzte Wirkung. nete das Komitee für Grundrechte gereicht, um eine geschlossene Poli- schen wieder auf freiem Fuß +++ Rund
Behelmte Uniformierte Dabei haben es bereits die ver- die Situation während des Castors zeikette entlang der Transportstre- 70 DemonstrantInnen hatten am Mittag
und wirkungslose Appelle hältnismäßigen polizeilichen Maß- und sprach angesichts der polizei- cke zu errichten. Trotzdem haben am Bahnhof Wörth mit einer ironischen
Zwischen 15.000 und 30.000 nahmen in sich. Seien es juristische lichen Instrumente von einem re- immer Menschen mit und ohne Ma- „Castor-Jubel-Feier“ gegen den Weiter-
Beam­te waren jeweils beim Cas- Ausnahmezustände wie Allgemein- gional konzentrierten Atomstaat. terial auf der bestens überwachten betrieb der Atomanlagen demonstriert
tor bundesweit im Einsatz, davon verfügungen zur wochenlangen Kein Wunder, dass beim G8 in Hei- Transportstrecke einzeln, massen-
knapp die Hälfte im Wendland. Einschränkung der Versammlungs- ligendamm Teile der polizeilichen haft und zuweilen effektiv blockiert. Sonntag | 9.11.2008
Stärke-zeigen-Symbolik heißt es freiheit, die Einrichtung jahrelan- Personal- und Infrastruktur aus Das wird auch dieses Jahr so sein. 02:26 Castor seit 01:15 wieder in Be-
im Polizeijargon, wenn Kolonnen ger Sonderstäbe zur Koordination den Castor-Einsätzen übernommen Einige AnwohnerInnen wegung und um 02:05 in Wörth ein-
von Fahrzeugen Hofeinfahrten ver- getroffen +++ 09:18 Castor hat Lauda
sperren, behelmte Uniformierte (zwischen Heilbronn und Würzburg)
vor Häusern oder in Läden quasi passiert, Verspätung derzeit über zehn
einmarschieren und Kontrollen all- Stunden +++ In der Göhrde/Wendland
gegenwärtig sind. Selbst das poli- hat die große Blockade-Aktion „Zum
zeiinterne Konfliktmanagement be- Zug kommen“ begonnen +++ 10:17 Die
schwert sich, wenn sich ein Pastor Menschen, die „zum Zug gekommen“
von einem Polizisten mit „Hau ab, sind, wurden durch einen massiven Po-
sonst kriegst du eins in die Fresse“ lizeieinsatz mit Festnahmen, Tränengas
anbrüllen lassen muss und konsta- und Wasserwerfern wieder geräumt +++
tiert die Glaubwürdigkeit der vie- Das Modell »Vogelscheuche«: Stoppelfrisur in Stoppelfeld
ATOMAUSTIEG BLEIBT HANDARBEIT OKTOBER 2010 | SEITE 3

E n e rg ie k on z e rn e e n te ig n e n !
Nicht den Sauereien zugucken…
11:25 Der Castor hat jetzt Fulda passiert
+++ In Leitstade haben ca. 200 Men-
schen die Schiene kurzzeitig besetzt und
den Bahndamm beschädigt +++ 12:25
Der Castor ist gerade in Bebra und fährt Die Debatte um Laufzeitverlänge- Bevölkerung und den Schutz der rein destruktiver Technologien Die Vergesellschaftung der
in Richtung Kassel +++ In Govelin, zwi- rungen für Atomkraftwerke ist ein natürlichen Lebensgrundlagen geschöpft wird. Es gibt aber ein Energiewirtschaft ist die Voraus-
schen Lüneburg und Dannenberg, ist die Lehrstück für den Zustand unserer stellt, ist keine schwarz-gelbe Erfin- Recht auf ein gutes Leben für setzung dafür, aus der Atom- und
Schiene durch eine Kletteraktion blockiert Gesellschaft. Auf der einen Seite dung: Auch Rot-Grün hatte mit dem alle; dieses muss in ständig neu- Kohleverstromung sofort aus-
+++ 13:41 Der Castor ist gerade in Kas- findet sich eine große Bevölkerungs- Atomkonsens ein Gesetz vorgelegt, en Prozessen erkämpft werden. zusteigen und statt dessen auf
sel +++ Auf der Strecke von Lüneburg mehrheit gegen Atomkraft. Auf der das vor allem den Weiterbetrieb Dies ist ein Kampf gegen eine dezentrale und flexible Alterna-
nach Dannenberg wurden Bahnschienen anderen Seite stehen die vier großen der Atomkraftwerke sicherte. Der Ordnung, die eher die Eigen- tiv-Energien zu setzen. Die Ener-
verbogen und müssen ersetzt werden Energiemonopolisten E.on, RWE,
+++ Weiterhin blockieren Hunderte das EnBW und Vattenfall, denen eine
Zwischenlager, viele Kundgebungen und Verlängerung der Laufzeiten Milliar-
Aktionen entlang der Strecke im Wend- den an Extraprofiten sichern würde.
land +++ 18:00 Castor steht noch in
Lehrte +++ Verschiedene Party-, Klet- GroSStechnologien
ter- und Sitzblockaden erwarten ihn +++ sichern Monopolstellungen
20:03 Nachdem der Castor in der letzten Die Konzentration auf Großtechno-
Stunde mindestens einmal gestoppt wur- logien sichert die Monopolstellung
de, passiert er um 19:41 Uelzen. Das sind der Energiegiganten gegenüber
mehr als zwölf Stunden Verspätung +++ kleineren Unternehmen. Sie diktie-
Die Sitzblockade in Gorleben umfasst ren den Strompreis und ziehen den
nach letzter Zählung mehr als 700 Leute, VerbraucherInnen das Geld aus der
Tendenz steigend +++ 21:31 Castor hat Tasche. Wenn sich jemand das nicht
Lüneburg durchfahren +++ Bei Harlin- mehr leisten kann, wird der Strom
gen erwartet ihn eine Sitzblockade mit abgeklemmt – und schon ist rucki-
500 TeilnehmerInnen +++ 22:32 Nach- zucki Schluss mit der Teilhabe an
Wir empfehlen: Atommüll zum Absender zurück schicken
dem der Castor kurz vor und in Lüneburg den angeblichen Kulturleistungen
mehrfach anhalten musste, steht er jetzt unserer Wohlstandsgesellschaft. starken Anti-Atom-Bewegung sollte tumsrechte als die ökologische giekonzerne werden an ihrer eige-
vor einer Sitzblockade bei Dumstorf +++ Die Folgekosten hingegen – sei- der Wind aus den Segeln genom- und soziale Gerechtigkeit und nen Entmachtung kaum mitwirken
Eine Abseilaktion an der Oldendorfer Brü- en es der vor sich hin gammelnde men werden; gleichzeitig war klar: Vernunft schützt. wollen. Den Atommüll zum Absen-
cke wurde von der Polizei beendet +++ Atommüll oder die Auswirkungen Irgendwann kommt eine andere Wir müssen alle gemeinsam der zurückzuschicken, ist deshalb
Bei Neetzendorf ist die Strecke immer des Klimawandels – werden auf die Regierung und damit der Ausstieg entscheiden können, wie Energie ein praktischer und wirksamer
noch kaputt +++ 22:51 Sitzblockaden gesamte Gesellschaft abgewälzt. aus dem Ausstieg. produziert und wie sie gerecht ver- Schritt hin zu einer überfälligen
in Dumstorf (wo der Castor noch steht), Und die Bundesregierung? teilt wird. Schließlich müssen wir Korrektur. Nicht den Sauereien
Harlingen und Tollendorf werden gerade Sie bedient mit ihrer Energiepo- Es gibt kein Recht auf alle mit den Folgen leben. In einer zugucken, selbst Geschichte ma-
geräumt +++ Neue Blockaden bilden litik ungeschminkt die Interessen Profit durch Gesellschaft, in der die Betroffenen chen: Die Energieversorgung ver-
sich spontan +++ 23:40 Bahnkilometer der Energiemultis. Aber in die ka- destruktive Technologien direkt über ein Kraftwerk entschei- gesellschaften, Energiekonzerne
193: Drei Leute haben den Castor er- pitalistische Logik eingebrannte Was tun? Unversöhnlich bleiben! den könnten, wäre Atomkraft nicht enteignen!
klommen, dieser musste anhalten Energiepolitik, die die Profite der Es gibt kein Recht auf Profit, mehr möglich – wer will sich schon Avanti – Projekt
Konzerne über die Gesundheit der erst recht nicht, wenn er mittels selbst verstrahlen? undogmatische Linke
Montag | 10.11.2008
0.03 Die Straßenstrecke über Quickborn

Kohle oder Atom?!


– sogenannte Nordstrecke – ist dicht.
Etwa 40 Traktoren blockieren hier. Gute
Stimmung. +++ 01:54 Der Castor ist in

Falsche Fragen und eine andere Energiepolitk


Dannenberg angekommen und wird jetzt
für die Straße umgeladen +++ 10:12
Der achte von elf Castorbehältern wur-
de gerade verladen +++ Treckerblocka-
de in Quickborn +++ 1.000 sitzen vor Für die Atomlobby ist klar: Doch diese Brücke führt in die und führen so die Argumentation weniger verfügbar – je nachdem, ob
dem Zwischenlager, zusätzlich sind dort Wer Klimaschutz will, muss „Ja“ Sackgasse: Atom- und Kohlemeiler der Energielobby ad absurdum. Wind weht oder die Sonne scheint.
AktivistInnen in die Bäume geklettert sagen zu Laufzeitverlängerun- blockieren den Ausbau erneuerba- Wächst der Anteil erneuerbarer
+++ 13:08 Die Atombehälter wurden gen von Atom­kraftwerken. Die rer Energien. Das Festhalten an so- Kein neues Energiesystem Energien, werden als Ergänzung
mittlerweile verladen +++ Zahlreiche KohleverfechterInnen wiederum genannten Grundlastkraftwerken mit schwerfälligen schnell regulierbare Kraftwerke
Blockaden: In Quickborn stehen Trecker, beteuern: Wer raus will aus der bedeute den „Verzicht auf einen Kraftwerken gebraucht, die innerhalb weniger
in Grippel zwei Betonpyramiden, 1.000 Atomkraft, braucht hocheffizien- weiteren substanziellen Ausbau Atom- und Kohlekraftwerke passen Minuten angeschmissen werden
Leute am Zwischenlager und mehr +++ te Kohlekraftwerke. Teufel oder der regenerativen Energiequellen schon rein technisch nicht in ein auf können, beispielsweise Gaskraft-
Greenpeace misst deutlich erhöhte Strah- Beelze­bub, so die Alternative sei- Wind und Sonne zur Stromerzeu- erneuerbare Energien orientiertes werke oder Zusammenschlüsse
lungswerte +++ Nach Angaben der tens des Energiekartells. Klar, gung“, so der Sachverständigenrat Energiesystem. Denn die Produk- kleiner Blockheizkraftwerke. Kohle-
„Bäuerlichen Notgemeinschaft“ stecken alles nur als „Brücke“ ins solare für Umweltfragen der Bundesregie- tion von Strom aus erneuerbaren und Atommeiler hingegen sind nur
die beiden Pyramiden ineinander, so dass Zeitalter – ohne Erneuerbaren- rung. Folgerichtig sehen die Regie- Energien ist natürlichen Schwan- schwerfällig regelbar. Entweder ist
bei Wegnahme der Äußeren Verletzungs- Lyrik kommen auch die Stromkon- rungsberaterInnen die „Notwen- kungen unterworfen. Wind- und das schnelle Hoch- und Runterfah-
gefahr für die DemonstrantInnen besteht. zerne nicht mehr aus. digkeit einer Systementscheidung“ Sonnenenergie sind mal mehr, mal ren technisch nicht möglich oder es
Die PolizistInnen arbeiteten mit verschie- verursacht hohe zusätzliche Kosten,
denen Gerätschaften wie Bohrmaschinen so dass sich der Kraftwerksbetrieb
und Presslufthämmern. +++ 19:35 Dank nicht mehr rechnet. Dies sagen
der Blockade mit Betonpyramiden hat nicht nur ein paar durchgeknallte
der Transport Dannenberg noch immer Profs im Sachverständigenrat, son-
nicht verlassen +++ Weitere Blockaden dern auch das Umweltbundesamt
in Quickborn, Klein Gusborn und Laase und Studien im Auftrag des Um-
+++ Kein Castortransport in der Ge- weltministeriums. Der Regierung
schichte wurde jemals so lange aufgehal- gehen die eigenen BeraterInnen
ten +++ 23:30 Der Straßentransport hat von Bord.
vor 15 Minuten Dannenberg verlassen Die Antwort auf die Frage
„Kohle oder Atom?“ lautet also
Dienstag | 11.11.2008 nicht „entweder-oder“, wie uns
00:39 20 Stunden später als geplant, auf- die Energiekonzerne suggerieren
gehalten durch viele kreative Blockaden, wollen, sondern „weder-noch“.
erreicht der Castor das Zwischenlager Eine ganz andere Energiepolitik
Gorleben ist nötig.
Gegenstrom Berlin
SEITE 4 | OKTOBER 2010 ATOMAUSTIEG BLEIBT HANDARBEIT

, K ö ln , D re sd e n – W e n d la n d !
Heiligendamm
Varianten eines Konzepts

Als im Sommer 2007 der G8- Ein Jahr später, im Herbst ziaufmarsch umfassend blockiert damm, Köln und Dresden wird der dert dezentrale Trainings sowie die
Gipfel in Heiligendamm durch das 2008, wurde bei der Blockade des werden. Auch hier gelang es, durch Schlüssel zum Erfolg darin bestehen, Schaffung einer koordinierenden
massenhafte Überwinden der Po- rassistischen „Anti-Islam-Kongreß“ flexible und breitangelegte Bünd- erstens in der Bevölkerung Legiti- Struktur. Und es erfordert die Bereit-
lizeisperren und dem Ignorieren in Köln die Übertragung auf den nisarbeit im Vorfeld ein politisches mation für das widerständige Han- schaft und Fähigkeit, der zu erwar-
des Demonstrationsverbotes in die großstädtischen Bereich erprobt. Klima zu erzeugen, in dem der Preis deln zu erringen, zweitens mehrere tenden Repression zu trotzen und sie
Geschichte des Protestes einging, Wieder gelang es, mit Masse und für eine polizeiliche Durchsetzung tausend Menschen zu ermutigen, in einen mobilisierenden Faktor zu
hatten wendländische AktivistIn- Entschlossenheit das Ziel zu er- des Naziaufmarsches als zu hoch sich an den Aktionen zu beteiligen verwandeln. Der Blick zurück macht
nen nicht unbeträchtlichen Anteil reichen – dank starker politischer erachtet wurde. und drittens, die organisatorischen dabei Hoffnung für die kommenden
am Erfolg. Von ihnen stammten Mobilisierung im Vorfeld und eines Nun kehrt das Konzept des Möglichkeiten zum massenhaften Kämpfe – auch und gerade was das
Ideen und Tipps in der Vorberei- transparenten Konzepts. massenhaften Ungehorsams ins Handeln zu schaffen. Entwicklungspotenzial einer inter-
tung, sie waren am Tag X vor Ort Darauf aufbauend konnte im Wendland zurück und mischt sich Das erfordert die Bereitschaft, ventionistischen Linken angeht.
und halfen, die Absperrungen zu Frühjahr 2010 zum ersten Mal in dort unter die vielfältigen Varianten zuverlässig und kollektiv zu handeln Anti-Castor-AG des
überwinden. Dresden der größte deutsche Na- des Widerstands. Wie in Heiligen- – dezentral und zentral. Das erfor- Antifa-KOK Düsseldorf/Neuss

Informationen

Wieso sofort? Wendland


im Internet

Warum eigentlich immer wie- gebieten gibt es Widerstand, sei es ea-gorleben.nadir.org,


der dieses lästige „Sofort“, wenn in Australien durch die Mirarr oder bi-luechow-dannenberg.de/,

Tipps zum Schottern


es um die Stilllegung von Atoman- die Adivasi in Indien. ligatomanlagen.de, castor.de
lagen geht? Wieso nicht einfach „in An der Frage, ob sofort oder
fünf Jahren“ oder „baldmöglichst“, bald oder irgendwann entscheidet überregional
das wäre doch „realistischer“ und sich, welche Interessen sich durch- contratom.de, aku-gronau.de,
weniger radikal? Um dies zu erklä- setzen: die der Konzerne, um die nadir.org/nadir/initiativ/sand/,
ren, muss die Debatte um die Atom­ Anlagen so lange laufen zu lassen, Mitnehmen Organisiert Euch schon zu Hause, neckarwestheim.antiatom.net,
anlagen aus dem eigenen Wohn- wie sie profitabel sind. Oder die der Schlafsack, Isomatte, warme Klei- kommt, wenn möglich, in Bezugs- atommuell-endlager.de/,
zimmer in die Produktionsstätten Grünen und der SPD, um sich Stim- dung, schnelle feste Schuhe, trag- gruppen (schaut noch mal in den atomausstieg-sofort.de
verlagert werden. men zu sichern und gleichzeitig bares Radio, etwas Geld für die Bezugsgruppenreader).
In den Uranabbaugebieten Standortpolitik zu betreiben. Das Vokü und die Camp-Infrastruktur, Es wird Camps in Dannenberg, international
zählt jeder Tag. Hier werden immer Interesse der Betroffenen an den Edding (für die EA-Nummer 05841/ Hitzacker und Metzingen geben, antenna.nl/wise,
neue Abraumhalden aufgetürmt, Anlagen und in den Uranabbauge- 979430), notwendige Medikamen- wahrscheinlich auch noch mehr. Er- sortirdunucleaire.org
aus denen der Wind radioaktiven bieten ist der sofortige Stopp und te, Karten (z.B. Naturpark Elbufer kundigt Euch vor der Anreise noch
Staub übers Land bläst. Auch an eine Entschädigung für die entstan- Drawehn 1:50000), Telefonkarte, einmal bei der BI Lüchow Dannen- Medien
den Wiederaufarbeitungsanlagen denen Schäden, soweit dies über- kleine Verbandstasche, Thermos- berg oder Contratom.de. anti-atom-aktuell.de,
wird täglich radioaktives Material haupt möglich ist. kanne, Perso. In vielen Orten wird es Info- graswurzel.tv, de.indymedia.org
freigesetzt. Dies geschieht in ei- Die Forderung nach der sofor- veranstaltungen geben, wenn nicht,
nem Maße, dass z.B. Tauben aus tigen Stilllegung aller Atomanlagen Zuhause lassen versucht selbst eine zu organisieren.
Sellafield offiziell als Atommüll gel- weltweit ist also keineswegs radika- Alkohol und Gras (wenig hilfreich Wir helfen gerne dabei (Castor2010. IMPRESSUM
»Castor? Schottern!« wird herausgege-
ten. Tag für Tag wird in großem Stil ler als die Verhältnisse. Es ist die Ent- bei Aktionen), Notizhefte, Tage- org bzw. castor-schottern.org).Ver-
ben von dem gleichnamigen Bündnis.
neuer Atommüll produziert, für den scheidung für die Betroffenen und buch, Kalender (sind nur für die Po- sucht, wenn möglich, mobil zu sein,
es kein Endlager geben wird. Und gegen neo-koloniale Verhältnisse. lizei interessant). denn die Transportstrecke ist lang Auflage: 30.000
Tag für Tag besteht das Risiko, dass Anti-Atom-Büro Hamburg (Schiene 50 km, Straße 20 km). Die Artikel sind auf Castor-Schottern.org
eine dieser Atomanlagen in die Luft WIR UNTERSTÜTZEN UND MACHEN MIT: anti-atom-Plenum Berlin, Antifa-KOK Düsseldorf/Neuss (IL), Klima!Bewegungsnetzwerk, FAU Flensburg, Arbeitskreis Umwelt Wiesbaden(AKU),
elektronisch abrufbar.
fliegt. Als Restrisiko bagatellisiert, Avanti - Projekt undogmatische Linke (IL), anti-atom-Büro Hamburg, transact!, Mobile Volxküchen, Radikale Linke Nürnberg (IL), Gegenstrom Berlin, Linke und Kritische StudentInnen
(Luks) Erlangen, Projekt Interventionistische Linke Ravensburg (IL), Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, FelS - Für eine linke Strömung (IL), FAU Nürnberg, food for action, Redaktion: Castor? Schottern!
wird dabei die Gefahr weiträumiger ak - analyse & kritik (IL), anti-atom-Plenum Braunschweig, S.C.A. [SaltCityAntifas], Sofortiger Atomausstieg (SofA) Münster, internationale sozialistische linke - isl (IL), Klimaplenum Leipzig, c/o Büro für ständige Einmischung
Zerstörungen in dicht besiedelten Gruppo Diffuso Erlangen, anti-atom-Plenum Wendland, Interventionistische Linke München (IL), BI Moorburgtrasse-stoppen, glocal Hanau, Kampagne Libertad! (IL), Umweltzentrum
Corneliusstraße 108
Münster, aponaut - Zeitung für kulturelle Entwicklung, SDAJ München, Infogruppe Rosenheim, Autonome Jugend Antifa (AJA) Nürnberg, Interventionistische Linke Köln (IL), atmospheric
Gebieten in Kauf genommen. disorder, Waldautonome Berlin, Kritisches Kollektiv (IL), AktivistInnen aus Bremen, Autonome Antifa Teltow-Fläming, Rote Aktion Kornstraße - RAK Hannover (IL), RSB/IV. Internationale, 40215 Düsseldorf
Der Normalbetrieb ist also be- Klimaplenum Hamburg, Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t. Marburg (IL), „Sonne, Mond und Sterne“ Köln Kalk, Kommuja - Netzwerk der politischen Kommunen, Linksjugend [‚solid] Landesverband V.i.S.d.P.: Anton Stahl
Rheinland Pfalz, Linksjugend [‚solid] Bremen
reits Störfall und die radioaktive sowie zahlreiche Einzelpersonen u.a.: Hannes Wader (Liedermacher), Prof. Dr. Ulrich Brand (Universität Wien), Prof. Dr. Alex Demirovic, Matthias Schmelzer (attac Koordinierungskreis),
Spendenkonto:
Verseuchung ein langsamer, ste- Prof. Michael Brie (Direktor Institut für Gesellschaftsanalyse, Rosa-Luxemburg-Stiftung), Pedram Shayar (attac Koordinierungskreis), Prof. Dr. Peter Grottian, Prof. Dr. Peter Herrmann (Uni-
versity College Cork), Dr. Rasmus Hoffmann, Prof. Dr. Clemens Knobloch, Dr. phil. Wolfgang Neef, Laura Wollny (Bundessprecherin Linksjugend[‚solid]), Franziska Stier (Bundessprecherin Castor Schottern
tiger Prozess, der auch ohne GAU Linksjugend[‚solid]), Hannah Heyenn (Bundessprecherin Linksjugend[‚solid]), Peter Schrott (Stellvertretender Vorsitzender ver.di Berlin/Brandeburg), Thomas Seibert (IL), Alexis Passadakis Kontonr. 1 120 074 500
das Leben vieler Menschen zer- (attac Koordinierungskreis), Monty Schädel (Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen [DFG-VK]), Prof. Ekkehart Krippendorff, Erhard Renz,
BLZ: 430 609 67
Hubertus Assmann, Thies Gleiss (stellvertretender Landessprecher DIE LINKE NRW), Jan Duschek (Gewerkschaftssekretär, Berlin), Ringo Bischoff (Gewerkschaftssekretär, Berlin), Jaana
stört. Und diese Menschen wehren Heider (Gewerkschaftssekretärin, Nürnberg), Moritz Braukmüller (Gewerkschaftssekretär, Göttingen), Tjark Sauer (Gewerkschaftssekretär, Düsseldorf), Fabian Rehm (Gewerkschaftssekretär, GLS Gemeinschaftsbank
sich dagegen! In allen Uranabbau- Marburg), Pascal Röckert (Gewerkschaftssekretär, Gießen), David Matrai (Gewerkschaftssekretär, Hannover), André Kretschmar (Gewerkschaftssekretär, Hamburg)