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Ausgabe Februar 2018

magazin der leopold-franzens-universität innsbruck

Alle Infos zum


Studienbeginn
Seite 12

von TulPen und BiTcoins Seite 4  verneTzTer holzBau Seite 6 

sTudieren welTweiT Seite 8  informaTik in die schulen Seite 14 

Beilage zur Tiroler Tageszeitung www.uibk.ac.at


Dienstag, 27. Februar 2018 3

editorial

inhalt FEBRUAR 2018


4 Vo n Tu l p e n u n d B i t c o i n s
F o r s c h e r u n t e r s u c h e n E n t s t e h e n u n d P l a t ze n v o n
Finanzblasen experimentell und historisch.

Foto: Gerhard Berger


6 Ve r n e t z t e r H o l z b a u
D i g i t a l i si e r u n g u n d Ve r n e t z u n g i m S i n n e v o n
I n d u s t r i e 4 . 0 h a l t e n Ei n z u g i n d i e B a u b r a n c h e .

8 Lernen abseits des Hörsaals


St u d i e r e n d e d e r U n i I n n s b r u c k f o r s c h e n a u f e i n e m
Schif f vor Japan, in Grönland oder im Iran. Liebe Leserin, lieber Leser!

In den kommenden Wochen und Monaten bereiten


12 A n m e l d u n g f ü r A u f n a h m e ve r f a h r e n sich mehrere tausend Tiroler Schülerinnen und Schüler
A u c h h e u e r m ü s s e n si c h St u d i e n w e r b e r I n n e n auf ihre Maturaprüfungen vor. Viele von ihnen denken
f ü r e i n i g e Fä c h e r v o r ze i t i g r e g i s t r i e r e n . auch bereits darüber nach, welchen Weg sie danach
einschlagen wollen. Ein Studium an einer Universität ist
14 I n i t i a t i ve n hier eine gute Entscheidung, da Universitäten aufgrund
D i e I n n s b r u c ke r I n f o r m a t i k e n g a g i e r t si c h b e i ihrer breiten und vielseitigen Angebote eine perfekte
Grundlage für einen späteren erfolgreichen Start ins Ar-
der Ausbildung von Schülerinnen und Schülern.
beitsleben schaffen. Die forschungsgeleitete Lehre, ein
Alleinstellungsmerkmal von Universitäten, eröffnet den

8
16 S a m m e l b a n d Studierenden einen breiten und tiefen Einblick in das je-
A n e kd o t e n a u f d e m We g z u m D o k t o r a t h a b e n weilige Fach und vermittelt das jeweils aktuelle Wissen
Bildungswissenschaf tlerinnen zusammengefasst. und auch die Fähigkeit, mit zukünftigen Entwicklungen
Schritt zu halten. Dank der Vielseitigkeit kommen die
17 E U - P r o j e k t „ B i g P i c n i c“ Studierenden auch mit vielen anderen Fächern in Berüh-
N a h r u n g s si c h e r h e i t : I n 13 L ä n d e r n w i r d g e m e i n s a m rung, was wiederum die Gelegenheit schafft, Antwor-
ten auf die komplexen Fragen der Zukunft zu finden.
m i t d e r B e v ö l ke r u n g d i s k u t i e r t u n d e r f o r s c h t .
Die Universität Innsbruck ist die größte und interdiszi-
plinärste Forschungs- und Bildungseinrichtung im Wes-
18 F r e m d s p ra c h e n ko m p e t e n z ten Österreichs. Sie bietet mehr als 170 Möglichkeiten
Wa s u n s e r G e h i r n m i t S p r a c h e n m a c h t , für die Aus- und Weiterbildung und damit einen her-
u n t e r s u c h t e i n I n n s b r u c ke r F o r s c h e r t e a m . vorragenden Ausgangspunkt für einen interessanten
Arbeitsplatz in der Zukunft. Studieren in Innsbruck be-
2 0 B r ü c ke z u r W i r t s c h a f t deutet, in vielen Fächern von international hoch renom-
D i e Tr a n s f e r s t e l l e W i s s e n s c h a f t – W i r t s c h a f t – mierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu
lernen. Studieren an der Universität Innsbruck bedeutet
G e s e l l s c h a f t h i l f t St u d i e r e n d e n u n d U n t e r n e h m e n .
aber auch, fruchtbare Erfahrungen mit Kolleginnen und
Kollegen aus anderen Fachbereichen zu teilen. Nicht
21 16 69 – W i s s e n s c h a f f t G e s e l l s c h a f t

14
selten entstehen dabei neue Ideen für innovative Pro-
M i t d e r F i n a n z i e r u n g v o n Ko n f e r e n z t e i l n a h m e n dukte oder Dienstleistungen, deren Entwicklung und
hilf t der Förderkreis NachwuchsforscherInnen. Betreuung an der Uni Innsbruck ebenfalls nachhaltig
unterstützt werden.
Die Grundlage dafür ist jedoch eine wohl überlegte Stu-
dienentscheidung. Auch dafür gibt es bei uns entspre-
chende Fachleute, die Studieninteressierte gerne bera-
Impressum ten und auf ihren ersten Schritten begleiten.
Wir sind also sehr gut auf Ihr Kommen vorbereitet und
wissenswert – Magazin der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck – 27. Februar 2018 freuen uns auf alle engagierten und neugierigen Stu-
dienanfängerInnen. Daher wünsche ich allen Matur-
Herausgeber und Medieninhaber: Universität Innsbruck; Hersteller: Intergraphik Ges. m. b. H.;
antInnen viel Erfolg bei den kommenden Herausfor-
Sonderpublikationen, Leitung: Frank Tschoner; Redaktionelle Koordination: Susanne E. Röck, Christa Hofer;
derungen und freue mich darauf, Sie im Herbst an der
Redaktion: Melanie Bartos, Christa Hofer, Stefan Hohenwarter, Daniela Pümpel, Susanne E. Röck, Uwe Steger,
Christina Vogt; Universität Innsbruck begrüßen zu dürfen.
Covergestaltung: Catharina Walli; Foto Titelseite: iStock/eclipse_images. Fotos Seite 3: iStock/gorodenkoff,
Institut für Informatik, Els. Anschrift für alle: 6020 Innsbruck, Brunecker Straße 3, Postfach 578, Tel. 53 54-0, Univ.-Prof. Dr. Tilmann Märk
Beilagen-Fax 53 54-3797. Rektor der Universität Innsbruck
4 Dienstag, 27. Februar 2018

Komplexe Finanzwelt: Die Erforschung von Spekulationsblasen ist für die Wirtschaftswissenschaft eine große Herausforderung. Foto: iStock/gorodenkoff

Von Tulpen und Bitcoins


D ie Hof fnung auf da s groß e G eld o der einfach nur G ier?
Sp ekulationsb la sen b e g e gnen un s in d er Finanz welt immer wie der.
D er Finanz wir t schaf tler Michael Kirchler unter sucht da s Ent stehen und
Plat zen der komp lexen Finanzb la sen exp erimentell und hi stori sch.

Von 20.000 Dollar auf 7.000 Spekulationsblasen in der Wirt- den Börsen beobachten können, Kirchler verdeutlicht: „Es ist bei-
Dollar in nur wenigen Wo- schaftsgeschichte. Die Preise für an die Tulpenmanie von früher“, spielsweise nahezu unmöglich,
die damals sehr begehrten Blu- erklärt Prof. Michael Kirchler. Mit überdurchschnittliche Renditen
chen: Die Kryptowährung
men stiegen auf ein extrem ho- seinem Team am Institut für Ban- aufgrund eines Informationsvor-
Bitcoin, die im Moment in hes Niveau – bevor der Markt da- ken und Finanzen untersucht er sprungs einzufahren, auch für
aller Munde ist, hat eine für innerhalb kurzer Zeit wieder die Entstehung von Blasen am erfahrene Marktteilnehmer. Das
„blasentypische“ Entwick- komplett einbrach: die erste gut Finanzmarkt. Dazu wirft der Wirt- Problem ist zudem, dass Entwick-
dokumentierte Blasenbildung der schaftswissenschaftler einerseits lungen am Finanzmarkt äußerst
lung hinter sich. Aber wie Geschichte. „Viele für Spekulati- einen Blick auf die Geschichte der schwer zu prognostizieren sind.
entstehen Blasen eigent- onsblasen typische Eigenschaften Finanzmärkte und stellt anderer- Würde etwa jemand verlässliche
lich? Und warum lernen lassen sich bereits in den ersten seits die komplexe Finanzwelt un- Prognosen über zukünftige Preis-
wir aus der Geschichte of- dokumentierten Spekulationsbla- ter kontrollierten Bedingungen im entwicklungen abgeben können
sen der Geschichte ablesen, denn Labor nach. und einen Crash in beispielswei-
fenbar nicht? einige Muster wiederholen sich se drei Wochen prognostizieren,
immer wieder. Nicht umsonst Geplatzte Blasen? so würden clevere Marktteilneh-
Die so genannte Tulpenma- erinnern sich viele bei den Ent- Blasen sind sehr seltene Phä- mer darauf reagieren und in 20
nie in den Niederlanden des 17. wicklungen, die wir gerade bei nomene, denn Finanzmärkte sind Tagen verkaufen, noch cleverere
Jahrhunderts gilt als Mutter aller der Kryptowährung Bitcoin an üblicherweise relativ effizient, wie in 19 Tagen und so weiter. So-
Dienstag, 27. Februar 2018 5

mit würde der Crash wohl sofort Experimenten eingeladen. In ei- Schlüsse über das Verhalten der hoffen, dass die Preise noch wei-
stattfinden und sich die Progno- ner kürzlich durchgeführten Stu- Teilnehmer am Finanzmarkt. „Be- ter steigen könnten. Somit waren
se von selbst zerstören. Auch aus die ließen Kirchler und sein Team sonders spannend ist hier der Ver- auch unerfahrene Privatinvestoren
diesem Grund ist es unmöglich, erstmals knapp 300 „Profis“ – gleich zwischen den erfahrenen ein wesentlicher Treiber von Spe-
eine Blase und deren Crash zu Banker aus ganz Europa – auf ih- und unerfahrenen Playern in un- kulationsblasen in der Geschichte
prognostizieren.“ Wie zahlreiche ren Labormärkten spielen. „In un- seren Labormärkten. Wenn wir und unsere Experimente deuten
Beispiele in der Geschichte aus seren fiktiven Märkten können wir die genannten Blasentreiber ein- in eine ähnliche Richtung.“ Trotz
vielen verschiedenen Bereichen und ausschalteten, reagierten al- der Erfahrungswerte werden sich
– Aktien, Immobilien, Derivate, le unsere Teilnehmer auf ähnliche Spekulationsblasen nie verhin-
Rohstoffe – überall auf der Welt Weise, qualitativ sind die Unter- dern lassen, ist Michael Kirchler
zeigen, kommt es aber dennoch schiede nicht sehr groß. Das In- überzeugt: „Wir können sie zwar
manchmal zu Fehlbewertungen. teressante ist allerdings, dass Bla- besser verstehen lernen, aber ver-
„Von einer Blase spricht man ein- sen, die in Märkten mit Bankern hindern werden wir sie nicht kön-
fach formuliert dann, wenn die entstehen, weniger wahrschein- nen. Vielleicht ist es die Gier, die
Preise weit über fundamental ge- lich und weniger stark ausgeprägt sich in der Hoffnung auf weitere
rechtfertigte Preise steigen, wenn sind als in Märkten mit unerfah- Preissteigerung manifestiert, die
sich die Preisgestaltung also jeder renen Marktteilnehmern“, erzählt immer wieder dazu führen wird,
realen Grundlage entzieht. Das Michael Kirchler. Investoren mit dass Blasen entstehen. Das ist of-
kann eine gewisse Zeit gut gehen, mehr Erfahrungswerten auf Märk- fenbar eine menschliche Eigen-
dennoch wird die Blase irgend- ten bieten Preise nicht so hoch hi- schaft, die uns immanent ist. Was
wann platzen – das heißt, die nauf und steigen tendenziell frü- wir aktuell rund um Bitcoin beo-
Preise rasseln in Richtung Funda- «Wir können Finanzblasen her aus, wenn sie vermuten, die bachten, geht stark in diese Rich-
mentalwerte oder sogar darunter verstehen, aber wir werden Preise könnten in den Keller ras- tung. Die explosionsartige Wert-
und bedeuten damit für die Inves- seln – bei unerfahrenen Händlern steigerung der Kryptowährung
toren enorme Verluste, wenn sie sie nie verhindern können.» ist dieses Verhalten wesentlich letztes Jahr fußt auf keinen realen
nicht rechtzeitig verkauft haben“, Michael Kirchler Foto: Brigitte Kirchler weniger stark ausgeprägt. „Das Gegenwerten und wird übrigens
sagt Kirchler. bestätigt uns auch die Geschichte: auch hauptsächlich von privaten
alle Variablen kontrollieren, einen An den Höhepunkten von Speku- (und zum Teil unerfahrenen) In-
Reale Preise? Fundamentalwert definieren und lationsblasen sind häufig private vestoren getragen. Die Geschich-
Die Herausforderung beginnt Abweichungen des Preises davon Investoren, die neu im Markt sind te wiederholt sich immer wieder,
für die Wirtschaftswissenschaft- messen. All das ist in der Realität und wenig Erfahrung haben, wei- nur in neuem Gewand.“
ler bereits in der Feststellung des nicht möglich. Unsere ‚Händler’ ter im Spiel, da sie vermuten oder melanie.bartos@uibk.ac.at
Fundamentalwerts, also eines ob- werden in den Experimenten un-
jektiven Werts einer Aktie – und terschiedlichen Szenarien gezielt
damit dem Referenzwert eines bla- ausgesetzt und wir beobachten,
senartigen Preisanstieges. „Diesen wie sie reagieren und wie sich
Wert kann man theoretisch nur daraus Preise bilden. Wir schalten
bestimmen, wenn wirklich alle da- etwa Faktoren wie starke Kapi-
zu erforderlichen Informationen talzuflüsse oder eine Niedrigzins-
vorhanden wären, und das ist in politik der Notenbank gezielt ein
der komplexen Finanzwelt nicht und aus. Das Faszinierende ist,
der Fall“, erklärt Michael Kirch- dass wir mit dieser Methode mas-
ler. Um die Abläufe aber dennoch sive Spekulationsblasen im La-
verstehen zu können, führt der bor an- und abschalten können,
Finanzwissenschaftler mit seinem zumeist nur, wenn wir einen In-
Team seit einigen Jahren Labor- putparameter im Markt ändern“,
experimente dazu durch. „Wir beschreibt Michael Kirchler. Über
bilden vereinfachte Finanzmärkte diesen experimentellen Zugang
mit einer überschaubaren Anzahl gepaart mit dem Wissen über
an Händlern im Labor nach: In die Entstehung und den Verlauf
diesen Szenarien können wir alle historischer Spekulationsblasen
Komponenten steuern und genau können die Wissenschaftler so ge-
beobachten, welche Faktoren auf nannte Blasentreiber identifizieren
das Verhalten der Teilnehmer und und beschreiben.
somit auf den Marktpreis Einfluss
nehmen. Wir spielen also sozusa- Bitcoin-Blase?
gen Markt“, so Kirchler. Dazu ar- Die Entstehung einer Speku-
beitet das Team vom Institut für lationsblase in der Realität ist ein
Banken und Finanzen vor allem Zusammenspiel verschiedenster
mit Studierenden an der Universi- Faktoren. Expansive Geldpolitik,
tät Innsbruck, die regelmäßig zur massive Kapitalzuflüsse, über-
Teilnahme an Experimenten ein- durchschnittliche Kreditaufnah-
geladen werden. Neben diesen men aufgrund niedriger Zinsen
üblicherweise an Finanzmärkten oder zum Beispiel stark deregu-
eher unerfahrenen Teilnehmern lierte Märkte können die Blasen-
werden aber auch erfahrene Fi- bildung begünstigen. Aus den
nanzprofis (etwa Fondsmanager, Laborexperimenten ziehen die Wiederholt sich die Geschichte? Rund um Tulpen bildete sich im 17. Jahr-
Händler oder private Banker) zu Wissenschaftler dazu ergänzend hundert die erste gut dokumentierte Finanzblase. Foto: iStock/lillisphotography
6 Dienstag, 27. Februar 2018

Vernetzter Holzbau
D igit ali sierung und Vernet zung im Sinne von I ndu strie 4 .0 halten
Einzu g in die B aubranche. G ezielte Schulung en sollen Firmen und ihre
Mit arb eiterinnen und Mit arb eiter auf neu e A rb eit s - und Fer tigung s -
metho den vorb ereiten.

Mit der Zunahme an com- Das integrale Planen im Holz- Sicht der anderen Arbeitenden einem Raum sitzen und sich jeder
putergesteuerten Pro- bau zu fördern, ist das wesent- auf der Baustelle besser zu ver- die Sicht aller Beteiligten anhören
liche Ziel, das Michael Flach, Lei- stehen“, so Astrid Metzler. Gera- kann“, bringt ein Teilnehmer der
zessen am Bau wird sich
ter des Arbeitsbereichs Holzbau, de in der Planungsphase soll das Hasslacher Holding GmbH zum
auch die Arbeitsweise der gemeinsam mit Projektmanagerin interdisziplinäre Arbeiten am drei- Ausdruck.
an einem Bauprojekt Be- Astrid Metzler und einem großen dimensionalen Modell in allen Ar-
Team von Vortragenden in den beitsschritten angestrebt werden. Kommunikation
teiligten verändern. Die
Schulungen verfolgt. „Die Holz- Die Vernetzung betrifft aber auch Die Implementierung von
zunehmende Vernetzung bauspezialisten, die zu uns kom- den Austausch zwischen Wissen- Building Information Modelling
zwischen Planung und Fer- men, brauchen keine Fortbildung schaft und Praxis im Rahmen von (BIM) in Planungs- und Baupro-
tigung erfordert eine ver- im klassischen Sinn, da sie fach- Schulungen, die an der Uni Inns- zessen prägt derzeit die Diskus-
besserte Kommunikation lich bereits sehr erfahren sind. Wir bruck angeboten werden. „Es ist sionen in der Baubranche maß-
bieten ihnen aber eine Plattform, einmalig, dass sich ein Netz ge- geblich. „Der große Traum ist,
und einen abgestimmten wo sie sich vernetzen und austau- funden hat, wo vom Architekten dass alle am Bauprojekt Mitwir-
Datenaustausch. schen können, um die jeweilige bis zur ausführenden Firma alle in kenden an einem Modell mit den

Auch für Firmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden gezielte Schulungen von der universitären Weiterbildung an der Uni Inns-
bruck angeboten. Fotos: Rupert Maleczek
Dienstag, 27. Februar 2018 7

gleichen Informationen arbeiten. führenden auch vor dem Problem,


Ziel ist, dass die Werkplanung, geeignete Software auszusuchen
die im Holzbau bereits seit 30 und zu kaufen. Die im Bauwesen
Jahren in 3D erstellt wird, in Zu- verwendeten Programme haben
kunft auch die Leitungsführung häufig noch Probleme an den
der Installateure und Elektriker Schnittstellen hin zu anderen Be-
enthält und mit der Statik direkt trieben und Gewerken. „Deswe-
abgestimmt werden kann. Idea- gen sind wir auch in den Kursen
lerweise kommen die mit dem im Rahmen des Qualifizierungs-
Bauherrn und baurechtlich abge- netzes bemüht, die Software-Her-
stimmten Volumen und Informa- steller mit ins Boot zu holen und
tionen bereits vom Architekten. mit ihnen gemeinsam an mög-
Das Modell betrifft daher alle lichen Lösungen zu arbeiten“,
Gewerke und dient als Kommu- betont die Projektmanagerin. Die
nikationsplattform, denn der Da- Mischung aus Expertinnen und
tenaustausch wird immer wich- Experten aus unterschiedlichen
tiger“, betont die Bauexpertin. Gewerken und Firmen macht den
Auch Rückfragen durch andere Austausch mit den Wissenschaft-
Gewerke werden über Bespre- lerinnen und Wissenschaftlern be- Zusammenbau eines gemeinsamen Werkstücks in der Firma Saurer.
chung eines einzelnen Modells sonders spannend. Der Fokus des
vereinfacht. „Bei einem Fenster- Teams liegt nicht auf der Präsen-
bruch soll es im besten Fall mög- tation von fertigen Lösungsansät-
lich sein, einen Strichcode am zen, sondern in der Entwicklung
Fensterrahmen zu scannen und von neuen Denkanstößen, die in
sofort alle relevanten Informati- einer regen Diskussion weiterge-
onen wie Hersteller, das Modell, dacht und umgesetzt werden.
Maße, Preis und Bestellfristen „Wir unterliegen einem ständigen
sowie eine Telefonnummer zu Wandlungsprozess“, so Holzbau-
bekommen“, erklärt Metzler Experte Michael Flach.
das langfristige Ziel von BIM. In
einem Vortrags-Modul wird den Weiterbildung
Teilnehmenden das theoretische Im Rahmen eines von der Ös-
Wissen dazu vermittelt. Weiters terreichischen Forschungsförde-
wird ein Experte im Rahmen rungsgesellschaft (FFG) geför-
eines Transferprojektes die Situ- derten Qualifizierungsnetzes wer-
ation in ausgewählten Unterneh- den Expertinnen und Experten
men analysieren und gemeinsam aus der Wirtschaft gezielt unter
mit den Mitarbeiterinnen und dem Titel „computergestützte
Mitarbeitern das BIM-Potential Planung und Fertigung systemati- Gruppenbild der Teilnehmenden bei einem Workshop im Rahmen der
erheben sowie Maßnahmen zur sierter Bauweisen aus Holz“ (kurz Weiterbildung mit dem fertigen Werkstück.
weiteren Implementierung er- ComSysBau) geschult. „Die Teil-
arbeiten. „Das Gelernte wird so nehmenden aus 25 Firmen su-
zum Tagesgeschäft passend di- chen sich selbst die Module aus, mehrgeschossige beziehungswei- Bauweise eingesetzt wird. Das
rekt in der täglichen Praxis um- in denen sie sich weiterbilden se großvolumige Holzbauten zu Qualifizierungsnetz bietet allen
gesetzt“, unterstreicht ein Mitar- möchten“, erklärt Flach. Bei Com- erstellen. Der Klimaschutz und Beteiligten die Möglichkeit, Im-
beiter von Holzbau Saurer. SysBau geht es darum, die Fir- eine entsprechende nachhaltige pulse zu setzen und gemeinsam
Mit der zunehmenden Digita- men mit entsprechender Logistik Stadtentwicklung verlangen nach Probleme im Austausch von Wis-
lisierung und den Entwicklungen und Computerunterstützung da- einer Baukultur, in der Holz zu- senschaft und Praxis zu lösen.
im BIM-Bereich stehen die Aus- rauf vorzubereiten, in Zukunft nehmend in verdichteter urbaner daniela.puempel@uibk.ac.at

Lebensbegleitende lifikationen berufsbegleitend Weiterbildung für Interessierte gänge „Steuerrecht, Rechnungs-


zu vermitteln. Dabei werden in Form von ein- bis zweitägigen legung und Rechnungswesen“
Weiterbildung Forschung auf höchstem Seminaren bis mehrmonatigen oder „Business Law“. Genser
Niveau und aktueller Praxisbezug Kursen oder Lehrgängen – acht verdeutlicht: „Wir sind bemüht,

V ertiefung und Erweiterung


fachlicher Kompetenzen so-
wie die persönliche Entwicklung
miteinander verbunden. „Nicht
nur die Studierenden lernen ihr
Leben lang, auch die Lehrenden
davon können mit dem Master
abgeschlossen werden.
Neu im Angebot ist ab dem
die Angebote der Weiterbildung
entlang der Bedürfnisse unserer
Gesellschaft auszurichten. Mit
werden für das Weiterkommen aus der Wissenschaft profitieren kommenden Wintersemester dem direkten Zugang zur Wis-
auf dem beruflichen Weg im- laufend von den praktischen Er- 2018/2019 der Universitätskurs senschaft können die neuesten
mer wichtiger. In diesem Sinne fahrungen der Teilnehmenden“, „Pädagogische Qualität und Entwicklungen und Erkenntnisse
kommt der universitären Weiter- betont Daniela Genser, Leiterin Qualitätsentwicklung im Kinder- umgehend im Unterricht einge-
bildung, neben Forschung und der Koordinationsstelle für uni- garten“. Aber auch im rechtswis- setzt werden.“
Lehre, eine zentrale Aufgabe an versitäre Weiterbildung. An der senschaftlichen Bereich starten
der Uni Innsbruck zu. Ihr Ziel ist Universität Innsbruck finden sich wieder zahlreiche Weiterbildun- Weitere Informationen unter:
es, Zusatz- und höhere Fachqua- zahlreiche Möglichkeiten zur gen wie beispielsweise die Lehr- www.uibk.ac.at/weiterbildung
8 Dienstag, 27. Februar 2018

Lernen abseits
des Hörsaals
Hör saal, Seminarraum und Univer sit ät sbibliothek : Or te, an denen
Stu dierende üb licher wei se lernen. Stu dieren an d er Uni I nn sbruck kann
ab er auch b e d euten , auf einem B ohr schif f vor Japan zu for schen ,
Luf t prob en in G rönland zu sammeln , im Iran au szu grab en o d er in einem
EU -Sit zung ssaal zu dolmet schen.

Studieren an der Universität Innsbruck heißt nicht immer, im Hörsaal zu sitzen. Im Bild die Dissertantin Nora Els bei einer ihrer Expeditionen nach
Grönland. Foto: Els
Dienstag, 27. Februar 2018 9

Studierende der Uni Inns-


bruck erzählen von Aus-
landserfahrungen, die weit
über einen Studierenden-
austausch hinausgehen.
„Am Anfang waren wir fast er-
schlagen von den ganzen Infor-
mationen und Eindrücken, die
bei unserem Einzug auf das For-
schungsschiff auf uns hereinbra-
chen“, beschreiben Jonas Keller
und Dominik Jaeger die bisher
wohl aufregendsten zwei Wo-
chen ihres Geologie-Studiums
an der Uni Innsbruck. Die beiden
Master-Studenten von Univ.-Prof.
Michael Strasser am Institut für
Geologie waren 16 Tage auf dem
Bohrschiff Chikyu unterwegs – ein
sowohl technisch wie auch wis-
senschaftlich voll ausgestattetes
210 Meter langes Forschungs-
schiff, das vor der Küste Japans
Bohrungen in bis zu 7000 Me-
ter Tiefe vornehmen kann. Auch
wenn Geologie auf den ersten
Blick eher mit Gebirgen und Stein-
formationen in Verbindung ge-
bracht wird, ist der Meeresboden
ein wichtiges Forschungsgebiet Die Geologie-Studenten Jonas Keller und Dominik Jaeger waren 16 Tage auf dem 210 Meter langen For-
dieser Disziplin. Durch die Analy- schungsschiff Chikyu. Foto: Keller
se von Sedimentablagerungen im
Meeresboden erhoffen sich Wis-
senschaftler beispielsweise, mehr terstützt wurden sie dabei von
über die Entstehung von Erdbe- der ÖAW. Auf dem Schiff hatten
ben herauszufinden. Bei einer Ex- die Nachwuchswissenschaftle-
pedition der Chikyu im Rahmen rInnen die Möglichkeit, unter der
des Integrated Ocean Discovery Aufsicht von ExpertInnen alte Da-
Program (IODP) im Jänner 2018 ten, die im Zuge vorhergehender
wurde ein Langzeitobservatorium Expeditionen der Chikyu gesam-
am Meeresboden angebracht, das melt wurden, neu aufzuarbei-
im Falle eines Erdbebens und einer ten und darauf aufbauend neue
möglicherweise folgenden Flut- Forschungsfragen zu erarbeiten.
welle einen wichtigen Informati- „Wirkliche Koryphäen in diesem
onsvorsprung verschaffen könnte. Forschungsgebiet haben zudem
Zu dieser Expedition wurden auch Vorträge über ihre wissenschaft-
NachwuchswissenschaftlerInnen liche Arbeit gehalten und standen
aus der ganzen Welt eingeladen uns auch zur Verfügung, um Fra-
– dank der Teilnahme der Öster- gen zu unseren eigenen Projekten
reichischen Akademie der Wissen- zu besprechen“, erzählt Jonas Kel- Bohrkerne: An Bord hatten Dominik Jaeger und Jonas Keller – im Bild
schaften (ÖAW) im IOPD auch ler. In seiner Master-Arbeit, die er mit Michael Strasser und anderen Workshop-TeilnehmerInnen – die Ge-
aus Österreich –, im Rahmen im Sommer 2019 abschließen will, legenheit, Bohrkerne zu untersuchen. Foto: Keller
eines Workshops das Forschungs- beschäftigt er sich mit dem Tief-
leben an Bord eines Bohrschiffes seebecken vor Japan. „Der Auf-
kennenzulernen. „Der Betreuer enthalt auf der Chikyu hat mich einfach eine unglaubliche Erfah- von Farben, Schattierungen und
unserer Master-Arbeit, Michael auch in diesem Bereich einen rung, morgens an Bord dieses rie- Oberflächenformen des Eises mit
Strasser, der selbst ein Experte auf großen Schritt weitergebracht“, sigen Schiffes zu stehen“, zeigen herbstlichen Lichtverhältnissen,
diesem Forschungsgebiet ist, hat so Keller. Und auch Dominik sich die beiden Studierenden be- das ist einfach ein Eindruck, den
uns dazu animiert, uns für den Jaeger, der sich im Rahmen seiner geistert von ihrer 16-tägigen Rei- man nicht mehr vergessen kann“,
IOPD-Workshop auf der Chikyu Master-Arbeit mit der Herkunft se auf der Chikyu. so beschreibt die PhD-Studentin
zu bewerben“, erklärt Dominik und dem Ablagerungsprozess Nora Els ihre Eindrücke aus Grön-
Jaeger. Er und Jonas Keller wur- der Sedimente im Meeresboden Kalte Luft land, wohin sie schon mehrere
den neben DissertantInnen und beschäftigt, bestätigt die Vorteile „So weit das Auge reicht von Forschungsexpeditionen geführt
Post-Docs als einzige Master-Stu- des Workshops an Bord des For- Eis umgeben zu sein, ist eine wun- haben.
denten ausgewählt, um am Work- schungsschiffes. „Abgesehen von derschöne und beeindruckende
shop teilzunehmen. Finanziell un- den fachlichen Eindrücken war es Erfahrung. Das Zusammenspiel > Fortsetzung auf Seite 10
10 Dienstag, 27. Februar 2018

> Fortsetzung von Seite 9 Nachwuchswissenschaftlerin war dischen Inlandeis standen, war lung der Keramik von der späten
die Tatsache, dass aus Luftproben, das Gefühl, das alles geschafft zu Bronze- bis zur späten Eisenzeit
Im Rahmen ihrer PhD-Arbeit die bei sehr hohen Minustem- haben, unbeschreiblich, und ich im Spannungsfeld Siedlung – Be-
untersucht die junge Ökologin peraturen und starken Winden denke, ich habe daraus auch viel festigung zu beschreiben. Daraus
Luftproben in Gletschergebieten genommen wurden, sehr viele für mein weiteres Leben gelernt.“ sollen anhand unterschiedlicher
und versucht herauszufinden, ob Organismen kultiviert werden Analyseverfahren Vergleiche zur
das Leben im Schnee über die Luft konnten. „Von den Proben eines Puzzle der Geschichte mitteleisenzeitlichen Keramik der
eingebracht wird. Grundsätzlich Tages konnten wir teilweise über Wärmere Gegenden bevorzugt Festungsanlagen gezogen wer-
gehen die Wissenschaftler davon 60 verschiedene Organismen kul- die Archäologin Brigit Danthine. den, um die gegenseitige Beein-
aus, dass das Leben im Schnee tivieren. Eine Zahl, die noch be- Die Studentin untersucht in ih- flussung beziehungsweise Abhän-
über Partikel eingetragen wird, eindruckender ist, wenn man rer Dissertation im Fachbereich gigkeit der Siedlungen von den
die sowohl Bakterien als auch die weiß, dass nur circa ein Prozent Vorderasiatische Archäologie am militärischen Verwaltungszentren
von diesen zum Überleben benö- aller vorhandenen Organismen Institut für Alte Geschichte und Alt- des Königreiches zu erfassen“, er-
tigten Nährstoffe enthalten. „In kultivierbar sind.“ Neben den orientalistik die Fundstätte Chors klärt Brigit Danthine.
den bisher von mir untersuchten fachlichen Erkenntnissen sieht die in der iranischen Provinz West- Das Interesse an Geschichte
Proben hat sich aber gezeigt, dass Ökologin einen weiteren Vorteil in Aserbaidschan. Diese Fundstätte begleitet die Dissertantin schon
50 Prozent der Mikroorganismen ihren Auslandsaufenthalten: „Ich bildet ein acht Hektar großes Sied- ihr ganzes Leben, weshalb sie
allein – also ohne Nährstoffparti- war mit einem Feldassistenten an lungsplateau, das aufgrund seiner sich für ein Geschichte-Studium
kel – unterwegs waren. Ob diese zwei Orten in Grönland unter- Größe und unmittelbaren Nähe entschied. „Während des Bache-
aktiv oder inaktiv sind, was ihre wegs. Die Logistik des gesamten zur Festung von Bastam sowie lorstudiums in Zürich fokussier-
Aufgabe ist und ob und wie sie es Aufenthaltes habe ich selber ge- der langen Siedlungsgeschichte ten sich meine Interessen bereits
schaffen zu überleben, wissen wir plant und organisiert. Das war eine besondere Bedeutung für auf die Alte Geschichte und die
leider noch nicht. Grundsätzlich eine große Herausforderung für die Erforschung des Königreiches Archäologie, wobei mich beson-
hat mich aber überrascht, dass so mich. Als wir dann nach langer Urartu hat. „Das Ziel meiner For- ders der vorderasiatische Raum
eine große Anzahl an Bakterien al- Planung mit unserer gesamten schungsarbeit ist die Erstellung am meisten faszinierte. Da ein
lein unterwegs ist.“ wissenschaftlichen Ausrüstung einer Keramiktypologie aus Sied- Studium zur vorderasiatischen
Ebenfalls überraschend für die einige Kilometer am grönlän- lungskontexten, um die Entwick- Archäologie an der Universität
Zürich nicht angeboten wird, ver-
schlug es mich an die Universität
Innsbruck, wo ich glücklicher-
weise auf Ass.-Prof. Dr. Sandra
Heinsch-Kuntner und Dr. Walter
Kuntner traf. Die nicht nur theo-
retische, sondern auch stark pra-
xisbezogene Ausbildung war ge-
nau das, was ich suchte, wobei
mich vor allem die Archäoinfor-
matik interessierte. Schon bald
nach meinem Studienbeginn in
Innsbruck konnte ich mich in die
laufenden Forschungsarbeiten
am Fachbereich Vorderasiatische
Archäologie einbringen“, be-
schreibt Danthine.
Die gebürtige Schweizerin war
bereits zwei Mal im Rahmen ihrer
Forschungsarbeiten im Iran tätig,
in Kürze startet eine dritte Kam-
pagne. Die Forschungen zu Urar-
tu bzw. dem gesamten südkauka-
sischen Gebiet im 1. Jahrtausend
vor Christus, die an der Universi-
tät Innsbruck betrieben werden,
beschränken sich allerdings nicht
nur auf den Iran. Es finden zudem
seit längerer Zeit Grabungen in
Georgien und Armenien statt. In
beiden Ländern hat Brigit Dan-
thine mittlerweile bereits an je fünf
Kampagnen mitgearbeitet und
die digitale Grabungsdokumen-
tation durchgeführt. Im Iran war
bisher ein Großteil der Arbeit der
Geomagnetik gewidmet, die es
erlaubt, ohne Eingriffe Strukturen
im Boden ausfindig zu machen.
Ein Study Visit in Brüssel ermöglichte es Claudia Schaidreiter (l.) in einer „stummen Kabine“ live, ihre Dolmetsch- „Am spannendsten dabei ist, am
Kompetenz zu prüfen. Foto: Romano Schluss die Bilder zusammenzuset-
Dienstag, 27. Februar 2018 11

zen. Aufgrund dieser Ergebnisse Dolmetscher im Dienst der euro-


können dann gezielt Grabungen päischen Institutionen entspricht,
geplant und die gewonnenen bot ihnen auch die Möglichkeit,
Funde und Befunde mit den be- die Anforderungen kennenzuler-
kannten wissenschaftlichen Ergeb- nen und ihren Wissensstand zu
nissen abgeglichen werden, um testen. „Ich befinde mich jetzt im
so der Vergangenheit ein weiteres letzten Semester meines Master-
Puzzlestück hinzuzufügen“, so Studiums und möchte im Juni die
Danthine. „Darüber hinaus waren Dolmetsch-Abschlussprüfung ma-
wir während unserer Kampagnen chen. Da die Europäische Union
jeden Tag aufs Neue von der über- einer der größten Arbeitgeber für
aus großzügigen Gastfreundschaft Dolmetscher überhaupt ist, war
beeindruckt.“ der Study Visit nach Brüssel für
mich eine wunderbare Möglich-
Berufserfahrung sammeln keit, einen Einblick in die Arbeits-
Beeindruckt waren auch die welt der Institutionen zu gewin-
Studierenden der Translationswis- nen und mich konkret auf einen
senschaft, die im Jänner 2018 im Einstieg ins Berufsleben vorzube-
Rahmen eines Study Visits die Ein- reiten“, beschreibt eine der Teil-
richtungen der Europäischen Uni- nehmerInnen des Study Visits,
on besuchten. Eleonora Romano, Claudia Schaidreiter.
Lehrbeauftragte am Institut und Für Robert Natter, der noch
Konferenzdolmetscherin für die am Beginn seines Studiums der
europäischen Institutionen, orga- Translationswissenschaft an der
nisiert diese Exkursionen an der Universität Innsbruck steht, war
Universität Innsbruck. Die teil- der Study Visit in Brüssel Gewinn
nehmenden Studierenden hatten und Ansporn zugleich. „Mein per-
dabei die Möglichkeit, mehr über sönliches Highlight war das Dol-
die Arbeit der DolmetscherInnen metschen in der stummen Kabine
beim größten Dolmetsch-Dienst bei einer echten Ratssitzung. Hier
der Welt zu erfahren und durften wurde mir klar, dass ich noch viel
auch in einer so genannten „stum- zu lernen habe, bis ich eine sol-
men Kabine“ live versuchen, eine che Sitzung ohne Probleme dol-
reale Sitzung des Europäischen Mi- metschen kann, es aber auf jeden
nisterrates zu dolmetschen. Ein ei- Fall machbar ist“, erklärt Robert
gens für sie organisierter Test, der Natter. Die Ökologie-Studentin Nora Els sammelt für ihre PhD-Arbeit Luftproben in
der realen Aufnahmeprüfung für susanne.e.roeck@uibk.ac.at Grönland. Foto: Els

Brigit Danthine bei der Forschungsarbeit im Iran: Bild 1 während der Vermessung, Bild 2 während der Dokumentation. Fotos: Bahman Hassanzadeh
12 Dienstag, 27. Februar 2018

Für Studieninteressierte gilt es, wichtige Termine zu beachten. Foto: Gerhard Berger

Anmeldung für
Aufnahmeverfahren
Auch in die sem Jahr mü ssen sich Stu dienwerb erinnen und Stu dienwerb er,
die im W inter seme ster 2 018/ 2 019 an d er Univer sit ät I nn sbruck b e ginnen
mö chten , für einig e Fächer vor zeitig re gi strieren.

Die Voranmeldung für Stu- Die Registrierung für Studien, logie müssen die Studieninteres- dungen bis zum Ablauf der Re-
dien, die von Zugangsbe- die von einem Aufnahmeverfah- sierten als ersten Schritt eine On- gistrierungsfrist die Anzahl der
ren betroffen sind, beginnt mit line-Registrierung und – je nach zur Verfügung stehenden Studi-
schränkungen betroffen 1. März 2018 und ist über das Studium – ein Self-Assessment enplätze für diese Fächer über-
sind, ermöglicht es, sich Studierendenportal LFU:online durchführen. Dies gibt ihnen die schreiten, findet in der Folge ein
möglich. Für die Bachelorstudien Gelegenheit, die eigenen Kom- schriftlicher Aufnahmetest statt.
bereits vor Beginn der Aus-
Architektur, Biologie, Informa- petenzen zu überprüfen und ihre Je nach geplantem Prüfungster-
bildung intensiver mit dem tik, Pharmazie, Psychologie und Studienwahl zu bestätigen oder min endet die Registrierungsfrist
gewählten Fach und seinen Wirtschaftswissenschaften sowie gegebenenfalls zu überdenken. am 15. Mai beziehungsweise am
das Diplomstudium Internatio- Gleichzeitig muss ein Kostenbei- 15. Juli 2018 (siehe Abbildung).
Anforderungen auseinan- nale Wirtschaftswissenschaften trag von 50 Euro bezahlt werden. Der Prüfungsstoff für alle von
derzusetzen. und das Masterstudium Psycho- Sollten die eingegangen Anmel- Aufnahmeverfahren betroffenen
Dienstag, 27. Februar 2018 13

Studien wird spätestens vier Mo- Sport, Bildnerische Erziehung, Bi- Zudem zählt die Universität Mechatronik in Lienz auch Stu-
nate vor dem eigentlichen Prü- ologie und Umweltkunde, Che- Innsbruck zu den Universitäten dien außerhalb Innsbrucks ange-
fungstermin auf der Homepage mie, Deutsch, Englisch, Ernäh- mit der stärksten internationa- boten. Darüber hinaus arbeiten
der Universität Innsbruck veröf- rung und Haushalt, Französisch, len Ausrichtung in Lehre und die acht Tiroler Hochschulen
fentlicht. Geographie und Wirtschaftskun- Forschung, wie renommierte im Rahmen des Campus Tirol
de, Geschichte, Sozialkunde und Hochschulrankings immer wie- gemeinsam mit dem Land Ti-
Lehramt Politische Bildung, Griechisch, der belegen. Knapp 500 Koope- rol und Partnern aus Wirtschaft
Auch für das gemeinsame Informatik, Instrumentalmusik- rationsabkommen mit einzelnen und Gesellschaft eng zusammen,
Lehramtsstudium der Kirchlichen erziehung, Islamische Religion, Instituten oder Universitäten in um die Studien- und Weiterbil-
Pädagogischen Hochschule – Italienisch, Katholische Religion, 50 Nationen ermöglichen Stu- dungsmöglichkeiten synerge-
Edith Stein, der Pädagogischen Latein, Mathematik, Musiker- dierenden der Universität Inns- tisch auszubauen und die inter-
Hochschule Tirol, der Pädago- ziehung, Physik, Russisch, Spa- bruck, ihr Wissen im Ausland zu nationale Sichtbarkeit und Kon-
gischen Hochschule Vorarlberg, nisch, Spezialisierung Inklusive erweitern. Zentrale Beispiele für kurrenzfähigkeit des Standortes
der Universität Innsbruck und der Pädagogik (Fokus Behinderung) die internationale Schwerpunkt- zu erhöhen. Als Teil der Digitali-
Universität Mozarteum Salzburg und Spezialisierung Medienpä- setzung sind zudem die erfolg- sierungs- und Technologieoffen-
müssen sich Studieninteressierte dagogik. Für die Fächer Bewe- reich laufenden internationa- sive nehmen Uni Innsbruck und
zwischen 1. März und 15. Mai gung und Sport, Bildnerische Er- len Masterprogramme Erasmus Land Tirol derzeit beispielsweise
über https://www.zulassunglehr- ziehung, Instrumentalerziehung Mundus Joint Master in Astro- den Ausbau des Fachbereiches
amt.at registrieren und online und Musikerziehung müssen die physics, European Master in Clas- Elektrotechnik an der Fakultät
ein Selbsterkundungsverfahren angehenden Studierenden, wie sical Cultures, das Masterstudi- für Technische Wissenschaften
(Career Counseling for Teachers bereits in vergangenen Jahren um Sprachliche und literarischen in Angriff: Anfang Februar wurde
– CCT) absolvieren. Im Anschluss üblich, eine Ergänzungsprüfung Varietäten in der frankophonen ein neuer Stiftungslehrstuhl des
daran wird ihnen ein Termin für der körperlich-motorischen Eig- Welt und das Masterstudium Landes und damit einhergehend
einen computergestützten Per- nung bzw. über ihr künstlerisches Environmental Management in Kooperation mit der Tiroler
sönlichkeitstest, der vor allem auf Können ablegen. of Mountain Areas (EMMA). Privatuniversität UMIT ein neues
die sozialen Kompetenzen der an- Neben internationalen Partnern Bachelorstudium Elektrotechnik
gehenden Lehrerinnen und Leh- Ohne Aufnahmeverfahren legt die Universität Innsbruck aber präsentiert, das ab dem Winter-
rer abzielt, zugeteilt. Auch hier StudienwerberInnen, die im auch großen Wert auf die Zu- semester 2018/19 angeboten
muss ein Kostenbeitrag von 50 Wintersemester 2018/19 ein sammenarbeit in der und für die werden soll.
Euro geleistet werden. Diese Re- Bachelor- oder Diplom- bezie- Region. In Zusammenarbeit mit Detaillierte Informationen zu
gelung betrifft alle im LEHRERiN- hungsweise ein Masterstudium der Privaten Universität für Ge- allen Studien, Online-Bewer-
NENBILDUNG – WEST (http:// ohne Aufnahmeverfahren be- sundheitswissenschaften (UMIT) bung und zu Aufnahmeverfah-
lb-west.at) angebotenen Unter- ginnen wollen, müssen sich ab werden mit den Bachelorstudien ren finden Sie im Internet unter
richtsfächer: Berufsorientierung/ Anfang Juli verpflichtend online Wirtschaft, Gesundheits- und www.uibk.ac.at/studium.
Lebenskunde, Bewegung und bewerben, bevor sie sich persön- Sporttourismus in Landeck und susanne.e.roeck@uibk.ac.at
lich in der Studienabteilung ein-
schreiben können. Dabei werden
neben den persönlichen Daten
auch alle benötigten Dokumente
Frist
Eignungsnachweis (Reifeprüfungszeugnis oder Ba-
Studium Anmeldung/Registrierung Prüfungsdatum
chelorabschlussdokumente, Rei-
(Studienjahr 2018/2019)

W ie schon bisher muss


für das Lehramtsstudi-
um Bewegung und Sport, das
sedokument) und ein Passfoto
über LFU:online hochgeladen.
Die Online-Bewerbung für das
Alle Lehramtsstudien
Bachelorstudium
01.03.–15.05.2018 07.06.–14.06.2018*

Bachelorstudium Sportwissen- Wintersemester 2018/19 ist bis Architektur 01.03.–15.05.2018 09.07.2018


schaft und das Bachelorstudium 05.09.2018 möglich.
Bachelorstudium
Sportmanagement vor der Zu-
lassung die Ergänzungsprüfung Am Puls der Forschung Biologie 01.03.–15.07.2018 30.08.2018
der körperlich-motorischen Eig- Das Studienangebot der Uni- Bachelorstudium
nung am Institut für Sportwis- versität Innsbruck umfasst 126 Informatik 01.03.–15.07.2018 31.08.2018
senschaften abgelegt werden. Studienfächer und zahlreiche
Auch für die Bildnerische Erzie- Weiterbildungsformate in den Bachelorstudium
hung, Instrumentalmusikerzie- Bereichen der Geistes-, Na- Pharmazie 01.03.–15.07.2018 31.08.2018
hung und Musikerziehung muss tur- und Rechtswissenschaften,
ebenfalls eine Ergänzungsprü- Sozial- und Wirtschaftswissen-
Bachelorstudium
fung abgelegt werden. schaften, Theologie, Architek- Psychologie 01.03.–15.07.2018 28.08.2018
tur sowie Technik. Studierende Bachelorstudium
W eitere Informationen im
Internet:
Sport: www.uibk.ac.at/isw/stu-
der Uni Innsbruck profitieren in
allen Ausbildungsphasen von
der forschungsgeleiteten Lehre
Wirtschaftswissenschaften
Diplomstudium
01.03.–15.05.2018 10.07.2018

dium/ergaenzungspruefung/ an der Tiroler Alma Mater: Die Internationale


Instrumentale Musikerzie- Lehrveranstaltungen werden Wirtschaftswissenschaften 01.03.–15.05.2018 10.07.2018
hung, Musikerziehung: zum größten Teil von Wissen-
www.uni-mozarteum.at/de/ schaftlerinnen und Wissenschaft- Masterstudium
studium/zulassung.php lern abgehalten, die mitten im Psychologie 01.03.–15.07.2018 29.08.2018
Bildnerische Erziehung: Forschungsprozess stehen und *Prüfungstermin wird nach der Registrierungsfrist bzw. Absolvierung des CCT (15.
http://lb-west.at/node/38 ihre Erkenntnisse unmittelbar
Mai 2018) zugewiesen; PH Vorarlberg zwischen 29.05.2018 und 30.05.2018.
in den Unterricht einbringen.
14 Dienstag, 27. Februar 2018

Informatik in die Schulen


B ereit s seit mehreren Jahren engagier t sich die I nn sbrucker I nformatik b ei
der Au sbil dung von Schülerinnen und Schülern: Eig ene Veran st altungen ,
Schulb e suche und Work shop s wer den geb oten.

Informatikunterricht ist an Informatik-Kenntnisse gehören der Robotik, und das nicht zufällig, Innsbrucker Informatik so rund zehn
vielen Schulen bereits fest gestärkt, bei den Kleinsten sollte wie Prof. Ruth Breu, Leiterin des Ins- schulbezogene Veranstaltungen, da-
man damit anfangen: Forderungen, tituts für Informatik, erklärt: „Am zu kommen Sommerpraktika an der
verankert. Dass hier auch die regelmäßig erhoben werden. Umgang mit Robotern – angefan- Informatik. Auf diesen Seiten stellen
die Universität zum Erfolg Die Innsbrucker Informatik setzt gen damit, selbst einen zu bauen wir eine Reihe der Initiativen der
beitragen kann, zeigt die hier Initiativen, auch in Zusammen- – lernen Kinder sehr schnell und Innsbrucker Informatik bei der Ar-
arbeit mit engagierten Informatik- spielerisch sowohl Grundlagen der beit mit Schülerinnen und Schülern
Innsbrucker Informatik mit Lehrerinnen und -Lehrern an den Hardware als auch der Program- und an Tiroler Schulen vor.
zahlreichen Initiativen. Schulen – insbesondere im Bereich mierung.“ Pro Jahr organisiert die stefan.hohenwarter@uibk.ac.at

RoboCupJunior Aufgaben und zeigen sie dann in


Präsentationen und Wettbewer-

D er RoboCupJunior ist eine


internationale Initiative, bei
der Jugendlichen spielerisch der
ben, oft im Informatikunterricht
an den Schulen. Der RoboCup-
Junior fand zuletzt 2016 in Inns-
Umgang mit Robotern näherge- bruck statt, 2019 wird er wieder
bracht, die Lust auf Naturwissen- von der Innsbrucker Informatik
schaften und Technik geweckt organisiert. Die Schülerinnen
und spannender Wissenserwerb und Schüler treten in zwei Alters-
im Unterricht ermöglicht wird. klassen gegeneinander an: Die
Die Teilnehmerinnen und Teil- 11- bis 14-Jährigen bilden die
nehmer bauen und programmie- Primaries, 15- bis 19-Jährige die
ren kleine Roboter für spezielle Secondaries.
Security-and-Privacy-Workshop im Rahmen des Sommertechnikums MINT.

Praktika und Sommertechnikum


I m Sommer bietet das Institut für Informatik seit Jahren Praktika für
Schülerinnen und Schüler im Rahmen des FFG-Talente-Praktikums
an. Heuer gibt es Praktika in den Forschungsfeldern „Intelligente und
Interaktive Systeme“, „Interaktive Grafik und Simulation“ sowie „Se-
curity und Privacy“. Diese Praktika ergänzen das Sommertechnikum
MINT der Universität, in dessen Rahmen Mädchen für Naturwissen-
schaften, Mathematik und Technik begeistert werden sollen.

RoSsini – RobOt kidS beim Bau eines Roboters auf-


treten – vielmehr geht es auch
deSign thiNkIng darum, wie man Probleme in ei-
nem Team effizient lösen kann.

I n Zusammenarbeit mit dem


FabLab bieten Innsbrucker
Informatik und Junge Uni Kin-
Am Ende der Workshops hat je-
des Team einen funktionieren-
den Roboter selbst gebaut. Die
dern und Jugendlichen in die- ersten Termine haben im Feb-
sem Workshop die Möglich- ruar gestartet und sind bereits
keit, in einem Team den ersten ausgebucht, an Ersatz wird ge-
eigenen Roboter zu bauen und arbeitet.
zu programmieren. Das Augen-
RobCupJunior lassen Schülerinnen und Schüler ihre selbst gebauten merk liegt dabei nicht nur auf WEITERE INFORMATIONEN:
Roboter antreten. Fotos: Institut für Informatik den technischen Problemen, die www.uibk.ac.at/jungeuni/rossini.html
Dienstag, 27. Februar 2018 15

Mobiles Security-
Awareness-Kit
D as „Mobile Security & Pri-
vacy Lab“ ist ein interak-
tiver Baukasten aus Software,
Hardware und Lehrmateria-
lien, um Forschung im The-
menbereich Datenschutz und
Datensicherheit im Unterricht
einzubringen und entspre-
chende Experimente inhaltlich
zu vermitteln. Entstanden aus
einer Bachelor-Arbeit eines In-
formatik-Studenten, wird das
Kit derzeit in Schulbesuchen
eingesetzt. Im Kern des Projekts
steht eine ausgewählte Samm-
lung von Programmen, die es
Schülerinnen und Schülern er-
möglicht, in Modulen aufberei-
tete und durch Lehrmaterialien
ergänzte Experimente durch-
zuführen. Das Projekt besteht
derzeit aus den vier Modulen
Tracking im Internet, WLAN
und Datensicherheit, Phishing
sowie Hacking, und wird lau-
fend erweitert. Das „Mobile
Security & Privacy Lab“ ist nur
ein Beispiel für direkte Schulbe-
suchsmöglichkeiten der Inns-
brucker Informatik: Forscherin-
nen und Forscher des Instituts
stehen auch regelmäßig für
Schul-Vorträge zur Verfügung.

WEITERE INFORMATIONEN:
informatik.uibk.ac.at/events-for-schools/

„inday
teachers“
F ür Informatiklehrerinnen
und -lehrer fand bisher drei
Mal der inday teachers am In-
stitut für Informatik statt: In
Vorträgen und Workshops Die Innsbrucker Informatik engagiert sich stark in der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern. Foto: Institut für Informatik
präsentiert die Innsbrucker
Informatik neue Entwicklun-
gen, Gastrednerinnen und
-redner zeigen genauso wie
Angehörige des Instituts
VWA- und nen und Maturanten hier mit the-
matischen Inputs: Forscherinnen
gen angeboten. Damit war es den
Teilnehmerinnen und Teilnehmern
Trends auf und ermöglichen Diplomarbeitentag und Forscher aus Tirol präsentieren möglich, sich für mehrere Work-
den Lehrerinnen und Lehrern ihre Arbeitsgebiete und geben in shops während des Nachmittages
Vernetzung untereinander. Im
Mai vergangenen Jahres gab
es zum Beispiel eine Keynote
S eit Einführung der neuen Ma-
tura ist an AHS und BHS eine
vorwissenschaftliche Arbeit (VWA)
Diskussionen Anregungen für die
Themenfindung der VWA und Di-
plomarbeit. Beim ersten VWA- und
anzumelden. „Wir wollen hier Im-
pulse geben, außerdem zeigen wir,
dass die Informatik in allen Schul-
zum Thema „Gamification – bzw. Diplomarbeit verpflichtend. Diplomarbeitentag im November fächern eine Rolle spielt und An-
und ist wirklich alles ein Kin- Die Innsbrucker Informatik unter- 2017 wurden 15 Workshops zu knüpfungspunkte bietet“, erläutert
derspiel?“. stützt die angehenden Maturantin- je 45 Minuten in vier Durchgän- Institutsleiterin Ruth Breu.
16 Dienstag, 27. Februar 2018

Anekdoten auf dem


Weg zum Doktorat
Da ss der We g zum D ok tor titel kein Zucker schle cken i st , zeig en drei
I nn sbrucker B il dung swi ssen schaf tlerinnen in einem neu en Sammelband.

Versagensängste, Hochge- forschung angehende und fertige heiter von seinem Rigorosum, der rerseits bedeutet das aber auch,
fühle, Selbstfindung: Wer Doktorinnen und Doktoren um Abschlussprüfung, das er buch- dass man sehr diszipliniert sein
Geschichten rund ums Promovie- stäblich blutend absolvierte: Just muss.“
eine Dissertation schreibt,
ren gebeten: „Bewusst über die vor Prüfungsantritt hatte ihn ein Dass die Phase des Dissertie-
durchlebt alle drei Phasen Phase der Doktorarbeit zu schrei- Schäferhund ins Bein gebissen. rens einen auch viel über sich
und noch einige mehr. 33 ben, hat viele dazu gebracht, selbst lernen lässt, betont auch Evi
erstmals seit Abschluss ihrer Dok- Freude und Ängste Agostini: „Diese Zeit hat auch viel
Personen haben ihre Erfah-
torarbeit intensiv über diese Zeit Dass großer Druck auf Dokto- mit Persönlichkeitsentwicklung zu
rungen damit festgehal- nachzudenken – das haben wir randinnen und Doktoranden las- tun. Man lernt, durchzuhalten,
ten. als Feedback von fast allen be- tet, wird durch mehrere Beiträge außerdem, mit Kritik umzugehen
kommen, die uns Texte geschickt deutlich; auch die Angst, zu versa- und auch mit sich selbst kritisch
Der höchste akademische haben“, sagt Nadja Köffler. gen, kommt in manchen Texten zu sein – wenn man sich nur mit
Grad, den österreichische Uni- Insgesamt 33 Personen haben vor. „Man beschäftigt sich über einem Thema beschäftigt, nimmt
versitäten verleihen, ist der Dok- für das Buch über die Zeit, in der Jahre hinweg intensiv mit einem man Kritik am Thema auch ein-
tor – und der Weg dorthin, zur sie ihre Dissertation geschrieben Thema – das kann stellenweise mal persönlich.“ Und letztlich
Promotion, mitunter steinig, wie haben, nachgedacht: So schreibt überwältigend wirken“, sagt Livia beschrieben die drei Herausgebe-
drei Innsbrucker Bildungswissen- Ex-Wissenschaftsminister Karl- Rößler. In ihrem eigenen Beitrag rinnen den Prozess als Emanzipati-
schaftlerinnen in einem neuen heinz Töchterle etwa über die schreibt sie über Prokrastination, on: Die angehenden Doktorinnen
Buch zeigen. Für „Literaturberge, knapp verpasste Sub-auspiciis-Pro- das Phänomen des extremen Auf- und Doktoren behaupten sich im
Lorbeerkränze und Halbgötter“ motion in Anwesenheit des Bun- schiebens von Tätigkeiten – eben Wissenschaftsbetrieb und gegen-
haben Nadja Köffler, Evi Agostini despräsidenten und der ehema- zum Beispiel der Arbeit an der über den Betreuerinnen und Be-
und Livia Rößler vom Institut für lige Präsident der Universität Bo- Dissertation: „Einerseits ist man in treuern – die im Band übrigens
LehrerInnenbildung und Schul- zen, Konrad Bergmeister, erzählt der Zeiteinteilung sehr frei, ande- auch zu Wort kommen.
Versagensängste, Selbstbe-
hauptungsdruck: Ist das nicht
Jammern auf hohem Niveau? Im-
merhin winkt ein Doktortitel und
damit zumindest potenziell Anse-
hen. „Natürlich ist es ein Privileg,
eine Doktorarbeit schreiben zu
dürfen. Aber viele Dissertantinnen
und Dissertanten stehen in pre-
kären Arbeitsverhältnissen, die oft
auf wenige Jahre befristet sind,
was Existenzängste verstärkt. Und
die Konkurrenz ist meist groß“,
erläutert Nadja Köffler. Wie alles
habe eben auch das Promovieren
zwei Seiten, und beide bildet das
Buch ab – nachdenkliche wie lus-
tige.
Buchtipp
Nadja M. Köffler, Evi Agosti-
ni, Livia A. J. Rößler (Hg.): „Lite-
raturberge, Lorbeerkränze und
Halbgötter. Lust- und frustvolle
Geschichten rund ums Promovie-
ren“, Berenkamp 2017.
Die Herausgeberinnen Livia Rößler, Evi Agostini und Nadja Köffler (von links). Foto: Uni Innsbruck stefan.hohenwarter@uibk.ac.at
Dienstag, 27. Februar 2018 17

Welche Wegstrecken werden zurückgelegt, bis ein Produkt erzeugt ist und bei uns im Regal steht? Foto: PH Tirol

Zukunft der Ernährung


I nn sbrucker und W iener F or scherinnen und For scher sind am EU - Projek t
„ B ig Picnic “ b eteiligt , da s sich mit d en T hemen Ver sorgung ssicherheit ,
N achhaltigkeit und alte L and sor ten b efa sst .

Was ist gesunde Ernährung? reicht werden. Das Projekt, das im zurücklegen, bis sie bei uns in den
Wird unser Land fruchtbar Vorjahr gestartet ist, überschreitet Regalen zu finden sind“, schildert
Projektpartner genug sein? Welche An- also die Grenzen der Universi- die Wissenschaftlerin.
bei „BigPicnic“ passungen werden durch
täten: Durch verschiedenste Ver-
anstaltungen – von Workshops
Diese Cafés und Workshops
sollen auch helfen, Reflexivität
den Klimawandel nötig? bis zu sogenannten Science Cafés wirksam zu machen, also eine

I nternational:
19 Partner aus 13 europäi-
schen Ländern und einem Part-
Diese Fragen untersucht
„BigPicnic“.
– wird die lokale Bevölkerung ein-
gebunden. Ziel ist ein Austausch
mit Wissenschaft und Politik. For-
kritische Auseinandersetzung mit
der Qualität des eigenen Tuns.
Hier setzt auch die fachdidaktische
ner aus Afrika (Uganda). An dem von der EU geför- scherinnen und Forscher rund um Forschung an. Es gilt herauszufin-
derten Projekt sind verschiedene Univ.-Prof. Suzanne Kapelari, die den, was lernwirksame Elemente

Ö sterreich:

Tirol:
Universitäten, Botanische Gärten
und der Wissenschaftsladen Bonn
beteiligt. Insgesamt 19 Partner
nicht nur das „BigPicnic“-Projekt
in Österreich, sondern auch den
Bereich Didaktik der Naturwissen-
sind, wie man Lernprozesse ver-
stehen und unterstützen kann
und wie Wissen vermittelt wer-
Universität Innsbruck: aus 13 Ländern in Europa sowie schaften, Geographie, Informa- den kann, um verantwortungsbe-
* Institut für Fachdidaktik in Afrika werden in dem drei Jah- tik und Mathematik am Institut wusstes Handeln zu fördern. Im
* Institut für Soziologie re dauernden Projekt Themenbe- für Fachdidaktik der Universität Rahmen von „BigPicnic“ wird es
* Forschungszentrum reiche wie Versorgungssicherheit, Innsbruck leitet, konnten bereits im Sommersemester im Wahlfach
Berglandwirtschaft Nachhaltigkeit und alte Landsor- erste Vorhaben umsetzen. „In „Lehren und Lernen im Schulgar-
* Tiroler Landesregierung ten diskutieren und erforschen. Innsbruck gab es ein Science Café ten“ am Uni-Gelände auch einen
* Agrarmarketing Tirol „BigPicnic“ soll helfen, die Bevöl- in der Martkhalle, in Imst wurde Garten mit Hochbeeten geben,
kerung über Nahrungsmittel-Si- in Kooperation mit dem Jugend- in dem Getreide, Kartoffeln und
Wien: cherheit und -Sicherung aufzuklä- zentrum ein Workshop zum The- Hülsenfrüchte angebaut werden
* Universität Wien ren. Durch das direkte Vermitteln ma ,Smoothies’ veranstaltet. Und sollen. Die Studierenden sollen
* City Farm Schönbrunn von Wissenschaft und ihren Ergeb- in Außervillgraten gingen Schü- das nötige Wissen über den An-
* Hochschule für Agrar- und nissen soll außerdem eine höhere lerinnen und Schüler der Frage bau erhalten, aber auch über alte,
Umweltpädagogik Akzeptanz und Wertschätzung der nach, woher unsere Produkte fast vergessene Sorten.
Forschung in der Gesellschaft er- kommen und welchen Weg sie christa.hofer@tt.com
18 Dienstag, 27. Februar 2018

Was unser Gehirn


mit Sprachen macht
Ein I nnsbrucker F or scher team i st Frem d sprachenkomp etenzen auf der Spur.
Verlernen wir Sprachen wirklich , wenn wir sie nicht st ändig ak tiv nut zen?
Zwei Te streihen brachten üb erra schende Ergebni sse.

War all die Mühe umsonst?


Vokabeln lernen und Gram-
matik pauken? Forscher
untersuchen unser Fremd-
sprachenwissen.
Wie lange behalten wir unser
Fremdsprachenwissen nach der
Schule? Oder umgekehrt: Wie
lange dauert es, bis wir einen Teil
unseres Wissens vergessen ha-
ben? Die Forscher rund um Pro-
jektleiterin Ulrike Jessner-Schmid
vom Institut für Anglistik der Uni
Innsbruck starteten einen Groß-
versuch an Schulen in Nord- und
Südtirol. Und brachten Überra-
schendes zutage.
Die Sprachprojekte LAILA und
LAILA-BICS sollten Licht ins Dun-
kel bringen. Im Jahr 2011 startete
die wissenschaftliche Langzeitstu-
die. Das Ziel: herauszufinden, wie
man Sprachen, die man einst im
Schulumfeld gelernt hat, vergisst,
verlernt oder auch behält und wie
sich Sprachenlernen, -vergessen
und -erinnern auf unser Denken
auswirken.
Neu und einzigartig ist der
mehrsprachige Zugang zu diesen
Fragen. Anstatt wie frühere Studi-
en die Veränderungen in nur einer
Sprache zu erforschen, nimmt das
Projekt alle gelernten Sprachen
unter die Lupe. Was wird besser,
was schlechter? Welches Wissen
ergänzt sich?
Zwei Reihen
Fragen, auf die es keine ein-
fachen Antworten gibt. Und de-
nen eine sehr umfangreiche und
aufwändige Datenerhebung vo-
rausgeht. Die Forscher strebten
zwei Untersuchungen im Abstand
Wie einzelne Bücher darf man seine Fremdsprachenkenntnisse nicht betrachten. Vielmehr sind die Sprachen von ca. 18 Monaten an. In der
im Gehirn untereinander gut vernetzt. Fotos: iStock/koya79, bowie15; Uni Innsbruck ersten Reihe befragten sie Schüler,
Dienstag, 27. Februar 2018 19

die kurz vor der Matura standen. „Wir haben uns dabei für Rumä-
Ein Jahr später suchten sie diese nisch entschieden, weil wir davon
erneut auf, um Unterschiede im ausgingen, dass dies niemand
Fremdsprachenwissen zu do- beherrscht, was sich dann bestä-
kumentieren. „Unsere Untersu- tigt hat“, führt Jessner-Schmid
chungen waren sehr aufwändig. aus. Doch warum macht man
Zum einen mussten wir die Schu- das? „Wir wollten das sogenann-
len überzeugen, an dem Projekt te metalinguistische Bewusstsein
teilzunehmen. Zum anderen war erforschen. Dahinter steht die
zum Teil Detektivarbeit gefragt, Vermutung, dass man auf Fremd-
als wir die Schüler nach über sprachenkenntnisse zurückgreift,
einem Jahr zum zweiten Termin um unbekannte Sprachen zu ent-
schlüsseln. Im vorliegenden Text
ging es um eine Hotelbeschrei-
«sobald der institutionelle bung. Bei solch einer Aufgabe
druck weg ist, ändert sich greift man natürlich nicht nur auf
die Sprachkenntnisse, sondern
wohl auch die Motivation.» auch auf allgemeines Wissen und
Ulrike Jessner-Schmid Erfahrung zurück. Die kognitive
Reife spielt auch eine Rolle. In der
wieder aufspüren wollten. Denn Tat konnten die Probanden sich
nun waren sie in alle Winde ver- im Text orientieren und einen Teil
streut. Dank moderner Kommuni- der Fragen beantworten.“
kation und der sozialen Netzwerke Die Forscherin geht noch ei-
konnten wir zu vielen Probanden nen Schritt weiter: „Wenn man
Kontakt aufnehmen und eine aus- das metalinguistische Bewusstsein
reichende Anzahl nochmals befra- bewusst trainiert, entwickelt man
gen“, berichtet Projektleiterin Ul- immer bessere Fremdsprachen-
rike Jessner-Schmid. kompetenzen.“ Wenn man sich
also im Klaren darüber ist, wie die
Groß angelegt einzelnen Sprachen funktionieren
In einer groß angelegten und wo es Überschneidungen Wer mehrere Fremdsprachen spricht, lernt leichter, denn man entwi-
schriftlichen und mündlichen Un- ckelt ein metalinguistisches Bewusstsein.
tersuchung fragten die Wissen-
schaftler den Sprachstand in den
«Menschen entwickeln sich
verschiedenen Fremdsprachen weiter. sie reifen und den- „Es macht eben einen großen zuR pERsON
ab, von Englisch über Französisch ken anders über die zweit- Unterschied, ob die Jugendlichen
und Spanisch bis Russisch und na- für die Schule lernen oder für sich
türlich Italienisch. Sogar in einer und drittsprache.» selbst. Sobald der institutionelle
für alle völlig fremden Sprache Ulrike Jessner-Schmid Druck weg ist, ändert sich wohl
sollte ein Text gelesen und Fra- auch die Motivation. Menschen
gen dazu beantwortet werden. gibt, ist das Erlernen der nächsten entwickeln sich weiter, sie rei-
Fremdsprache umso leichter. Eine fen und denken anders über die
gute Nachricht gibt es auch für Zweit- oder Drittsprache.“ Anders
alle, die Latein gelernt haben: Sie sah es bei den anderen Sprachen
Projekte im haben deutliche Vorteile beim Er-
werb weiterer Fremdsprachen.
aus: Hier waren Kompetenzver-
luste messbar.
Überblick Überraschung Mehrere Ebenen ulRIkE JEssNER-schMId

D as Projekt LAILA lief von


2011 bis 2016. Finanziert
wurde es durch den Österreichi-
Doch zurück zur Forschungs-
reihe. Denn sie brachte überra-
schende Ergebnisse zutage. Die
Man kann das Sprachenlernen
nicht nur auf sprachlicher Ebene
betrachten, da es mit dem kogni-
N ach ihrem Studium an
der Karl-Franzens-Uni-
versität Graz widmete Ulrike
schen Wissenschaftsfonds FWF. gute Nachricht zuerst: Wir müs- tiven Denken zusammenhängt. Jessner-Schmid sich in ihrer
Das Projekt untersucht den Ver- sen nicht den Verlust sämtlicher Das Schlagwort heißt Metakog- Habilitation dem Sprachbe-
lust von Fremdsprachenkompe- Fremdsprachenkompetenz be- nition. Die Forscher haben dazu wusstsein von Südtiroler Eng-
tenzen. Dazu wurden 436 Tiro- fürchten. Die Probanden schnit- ein Modell entwickelt. So ist das lischstudierenden. Als Pro-
ler MaturantInnen befragt (2. ten in Englisch ein Jahr nach der Sprachenlernen kein Erwerb, son- fessorin für Anglistik an der
Test 189). Matura sogar besser ab als vorher. dern eine Entwicklung und der Uni Innsbruck und an der
Ulrike Jessner-Schmid hat dafür Sprachverlust ein Teil einer mehr- Uni Veszprém in Ungarn fun-

D as Projekt LAILA-BICS lief


bis 2016 an den Südtiroler
Schulen. Die Autonome Provinz
eine Erklärung: „Im Alltag ist Eng-
lisch überall präsent. Viele Medien
stehen uns jederzeit auf Englisch
sprachigen Biographie. Was wir
benötigen, bleibt aktiv, was nicht
benötigt wird, tritt in den Hin-
giert sie als Leiterin des Regi-
onal Educational Competence
Centre sowie als Leiterin meh-
Bozen-Südtirol finanzierte diese zur Verfügung. Das verändert tergrund, ist aber nicht komplett rerer Sprachprojekte. Ihre Pu-
Forschungsreihe. 341 Südtiroler unser Fremdsprachenverhalten.“ verschwunden. blikationen befassen sich mit
SchülerInnen gaben bei dem Noch besser schaut es für die Süd- christina.vogt@tt.com Zwei- und Mehrsprachigkeit,
Test ihr Fremdsprachenwissen tiroler aus. Sie erfuhren nicht nur dem Sprachbewusstsein, -er-
preis (2. Test 120). in Englisch, sondern auch in Itali- WEITERE INFORMATIONEN werb und -verlust.
www.uibk.ac.at/anglistik/dyme
enisch einen Kompetenzzuwachs.
20 Dienstag, 27. Februar 2018

Brücke zur Wirtschaft


Eine st ärkere Ö f fnung g e g enüb er W ir t schaf t und G e sell schaf t i st
da s Ziel d er Tran sfer stelle W i ssenschaf t – W ir t schaf t – G e sell schaf t an
der Univer sit ät I nn sbruck , die mit ihrem C are er -Ser vice sowohl
Stu dierenden al s auch Unternehmen zur Ver fü gung steht .

„Ziel der Transferstelle ist, die lichst frühzeitig planen können.“ für Kooperationen im Bereich für und Life Sciences sowie Wirtschaft
Zusammenarbeit zwischen Uni- angewandte wissenschaftliche und die bewusste Beschränkung
versität und Akteuren aus Wirt- Verbindung herstellen Abschlussarbeiten – der betrof- der Ausstellerplätze deutlich von
schaft und Gesellschaft zu ver- Arbeitgeber, die auf der Suche fenen Zielgruppe – direkt be- großen Massenevents ab. In drei
stärken. Unser Career-Service ist nach hochqualifizierten Nach- kannt geben können, damit sich aufeinander folgenden Termine
dabei ein wichtiges Standbein“, wuchskräften sind, können ihr Un- Studierende bereits in dieser Pha- werden die KarriereGipfel am je-
so Dr. Sara Matt-Leubner, die ternehmen entweder online über se mit relevanten Fragestellungen weiligen Campus ausgerichtet
Leiterin der Transferstelle Wissen- das offizielle Career-Service-Portal aus der Wirtschaft beschäftigen und bieten Unternehmen Gele-
schaft – Wirtschaft – Gesellschaft präsentieren und/oder als Aus- können“, beschreibt Annemarie genheit, sich, ihre Branche und
an der Universität Innsbruck. „Wir steller bei den KarriereGipfeln po- Larl-Wolf. Inserate für qualifizierte die möglichen Berufsfelder ziel-
helfen Firmen dabei, die besten tenzielle Bewerberinnen und Be- und faire Praktika werden darüber gruppenorientiert vorzustellen“,
Köpfe für ihr Unternehmen zu werber persönlich kennenlernen. hinaus kostenlos veröffentlicht. beschreibt Annemarie Larl-Wolf
finden – ein wichtiger Bereich, Beide Formate bieten den Unter- und weist darauf hin, dass es für
in dem die Uni ein guter Partner nehmen die Chance, sich gezielt Recruting-Messen Buchungen bis zum 31.03.2018
sein kann“, erläutert Mag. Anne- an Studierende, Absolventinnen Mit den KarriereGipfeln – haus- einen Early-Bird-Rabatt von 15 %
marie Larl-Wolf, die in der Trans- und Absolventen zu richten. „Das internen Karrieremessen, die von auf den 1. Messetag gibt. Abge-
ferstelle für den Bereich Career- Career-Service-Portal der Univer- der Transferstelle von 20. bis 22. rundet wird das Serviceangebot
Service verantwortlich zeichnet. sität Innsbruck ermöglicht Unter- November 2018 bereits zum des Career-Service von Bewer-
„Neben dem Serviceangebot für nehmen mit seinem integrierten dritten Mal organisiert werden, bungsworkshops und individu-
Unternehmen möchte die Uni- Jobportal, ein Unternehmenspro- haben Firmen auch die Möglich- ellen CV-Checks als optimale Vor-
versität mit den Leistungen des fil und Stellenausschreibungen keit, sich am jeweiligen Campus bereitung für die Studierenden.
Career-Service aber vor allem online zu veröffentlichen. Aus zielgruppenorientiert zu präsen- susanne.e.roeck@uibk.ac.at
dazu beitragen, dass Studieren- Sicht der Universität ist ein wei- tieren. „Die KarriereGipfel heben
de ihren Berufseinstiegs- und terer wichtiger Aspekt, dass Un- sich durch ihre Schwerpunktset- WEITERE INFORMATIONEN
www.careerservice.at
Karriereweg optimal und mög- ternehmen auch ihre Bereitschaft zung auf IT und Technik, Chemie

Hausinterne Karrieremessen bieten die Möglichkeit, sich zielgruppenorientiert vorzustellen. Foto: Uni Innsbruck
Dienstag, 27. Februar 2018 21

Jan-Christoph Edelmann und Lisa Hopfgartner von der Universität Innsbruck überzeugten mit ihren Vorträgen in den USA. Fotos: Edelmann, dpi-foto.com

1669 bietet Chancen


Dank eine s Stip endium s d e s F ör derkrei se s der Univer sit ät I nnsbruck konnte
Jan - Chri stop h Ed elmann an einer Konferenz in Kalifornien
teilnehmen. D or t ent schie d er die Stu d ent Pap er Comp etition für sich.

Mit der Finanzierung von ihrer Forschungsleistungen. Ins- greift und umsetzt. Zudem wurde Arbeit zur Entwicklung einer neu-
Konferenzteilnahmen unter- gesamt unterstützte der Förder- sie zu einer Dozentinnentätigkeit en Kommunikationsschnittstelle
kreis 1669 bereits sieben Nach- an die Universität Graz eingela- für Hörgeräte vor und überzeugte
stützt der Förderkreis 1669 wuchswissenschaftlerinnen und den und konnte ihr berufliches die KonferenzteilnehmerInnen.
ausgewählte Nachwuchs- 18 Nachwuchswissenschaftler mit Netzwerk weiterknüpfen. Wie wichtig seine Forschungsar-
wissenschaftlerInnen, um einem Konferenzreisestipendium. Äußerst erfolgreich gestaltete beit ist, beweisen einige Fakten:
außerhalb Österreichs be- Stellvertretend sollen zwei For- sich der Aufenthalt von Jan-Chris- Weltweit ist einer von drei Pen-
scherInnen kurz vorgestellt wer- toph Edelmann bei der Radio sionisten schwerhörig. Rund 1,1
kannt zu werden. den. Lisa Hopfgartner vom Insti- Wireless Week, einer Fachkonfe- Mrd. junge Menschen unter 35
tut für Psychologie konnte dank renz für Hochfrequenztechnolo- Jahren sind hochgradig gefährdet,
Die Förderung steht Dissertan- der Unterstützung durch den gien mit Spezialisierung auf Funk- bereits frühzeitig eine Schwerhö-
tInnen aller Fachdisziplinen offen. Förderkreis an der Konferenz für übertragungen, die im Jänner rigkeit zu erleiden. Im Zuge der
Die Teilnahme an und das Auf- „Applied Human Factors and Er- im kalifornischen Anaheim (USA) Konferenz erhielt Edelmann noch
treten bei internationalen Kon- gonomics“ in Los Angeles (USA) stattfand. Edelmann, der am Insti- die Möglichkeit, sich mit den
gressen und Tagungen ermögli- teilnehmen. Die junge Doktoran- tut für Mechatronik studiert, ge- Verantwortlichen der IEEE, der
chen den jungen ForscherInnen din forscht im Bereich der Arbeits- wann die Student Paper Competi- Society für Engineering, Biolo-
das Knüpfen von Kontakten, den und Organisationspsychologie, tion. Im Rahmen des Wettbewerbs gy and Medicine, zu vernetzen.
Einstieg in Netzwerke und den ihr Vortrag hatte die prekäre Ar- hatten 23 von 84 studentischen Jan-Christoph Edelmann freute
Beginn möglicher Kooperationen. beitssituation von Arbeitspsycho- Arbeiten die Finalrunde erreicht. sich nicht nur über seinen Erfolg
Zudem steigern die jungen Wis- logInnen in Österreich zum In- Edelmann hatte sich mit seinem in den USA, sondern dankte im
senschaftlerInnen mit ihrer Prä- halt. Die junge Wissenschaftlerin Beitrag „An Inductive Through- Besonderen dem Förderkreis, der
senz und ihrem Fachwissen den erhielt im Rahmen der Konferenz The-Head OOK Communication ihm die Reise zur Konferenz in Ka-
Bekanntheitsgrad der Universität viele hilfreiche Inputs zu ihrer For- Platform for Assistive Listening De- lifornien erst ermöglicht hatte.
Innsbruck und die Sichtbarkeit schungsarbeit, die sie nun auf- vices“ qualifiziert. Er stellte seine christa.hofer@tt.com

1669 – Wissenschafft Gesellschaft


Das ist der Name des neuen Förderkreises der Universität Innsbruck. Seine Mitglieder unterstützen die Universität als Netzwerk von
Verbündeten, als Brücke in die Gesellschaft – sowohl ideell als auch materiell. Wenn Sie Interesse am Förderkreis haben, kontaktieren Sie uns
bitte unter Tel. 0 512/507-38 551, E-Mail: foerderkreis1669@uibk.ac.at – Weitere Infos: www.uibk.ac.at/foerderkreis1669
22 Dienstag, 27. Februar 2018

Neunte Ausgabe
der Winterschool Bundespräsident
verlieh Ehrenringe
Von 5. bis 16. Februar fand die
bereits neunte Ausgabe der Win­
ter School on Federalism and Go­
vernance eine Woche an der Uni
Innsbruck und eine Woche an der
EURAC Bozen statt. Das diesjäh­ Im Rahmen einer akade-
rige Thema befasste sich mit der mischen Feier konnte Bun-
Frage, wie föderale Systeme ent­
despräsident Alexander
stehen und untergehen, welche
Rolle Asymmetrien dabei spie­ Van der Bellen am 29. Jän-
len und wann man von einem ner gleich vier Ehrenringe
Bundesstaat sprechen kann. Die­ „sub auspiciis Praesidentis
se Fragestellungen wurden von
einem hochkarätigen internatio­
rei publicae“ in Innsbruck
nalen Vortragenden­Team in Vor­ verleihen.
lesungen und Workshops anhand
zahlreicher Beispielfälle aus aller Hervorragende Studienleis­
Welt untersucht und diskutiert. tungen werden in Österreich in
Wie jedes Jahr stand die Veran­ Form der Promotio sub auspiciis
staltung auch heuer wieder unter Praesidentis rei publicae (Promoti­
der Schirmherrschaft des Europa­ on unter den Auspizien des Bun­ Der Bundespräsident mit den PromovendInnen: Alexander Razen, And-
rats. despräsidenten), abgekürzt auch rea Ganthaler, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Anna Posod,
„Sub­auspiciis­Promotion“, aus­ und Markus Pirklbauer (von links). Foto: Uni Innsbruck
gezeichnet. Es handelt sich dabei
um die höchstmögliche Auszeich­ eine Matura mit Auszeichnung, xander Razen sowie die Medizine­
nung von im Studium erbrachten das Absolvieren der einschlägigen rInnen Anna Posod und Markus
Leistungen in Österreich. Voraus­ Studien mit Auszeichnung und Pirklbauer erfüllten all diese Vor­
setzungen für die Zulassung zu ei­ die Beurteilung der Dissertation gaben, weshalb ihnen Alexander
ner Promotion sub auspiciis Prae­ und sämtlicher Rigorosen bzw. Van der Bellen am 29. Jänner im
sidentis sind die Absolvierung der der Abschlussprüfung mit der No­ Rahmen eines Festaktes an der Uni
Klassen der Oberstufe einer hö­ te „Sehr gut“. Die Biologin Andrea Innsbruck die Ehrenringe über­
heren Schule mit Auszeichnung, Ganthaler, der Mathematiker Ale­ reichte.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der


Dank an die
Winter School 2018 mit Vertreterin-
nen und Vertretern der Uni Innsbruck
MitarbeiterInnen
und der EURAC. Foto: Uni Innsbruck
der Uni Innsbruck
Im Rahmen des traditionellen
Award für Neujahrsempfangs an der Uni
Innsbruck dankte Rektor Tilmann
Peter Zoller Märk den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern für ihr Engagement
Anfang Jänner wurde Quanten­ im abgelaufenen Jahr. Zudem er­
Vordenker Peter Zoller in den USA innerte er an das fast vergessene
mit dem 2018 Willis Lamb Award Jubiläum jenes Grundgesetzes in
for Laser Physics and Quantum Österreich, das vor 150 Jahren
Optics ausgezeichnet. Die Verlei­ der Wissenschaft und Lehre ihre
hung fand im Rahmen des Win­ Freiheit sicherte, und betonte die
terkolloquiums der Physics­of­
Quantum­Electronics­Konferenz
Alge des Jahres 2018 Bedeutung der Wissenschaft in
der heutigen Zeit. „In einer Zeit,
in Snowbird, Utah, statt. Peter Die mehrzellige Grünalge Klebsormidium lebt an Land an Orten, wo kei- in der sich die Grenzen zwischen
Zoller gilt als einer der einfluss­ ne andere Pflanze mehr wachsen kann. Als weltweit verbreiteter Pionier facts und fakes immer mehr verwi­
reichsten Wissenschaftler auf dem schafft sie neue Lebensräume, was Farmer und Wüstenanrainer nutzen. Die schen, kann und muss die Wissen­
Gebiet der Quantenoptik; er ist Professoren Andreas Holzinger (Universität Innsbruck) und Ulf Karsten (Uni- schaft klar Stellung beziehen und
Professor für Theoretische Phy­ versität Rostock) untersuchen in enger Kooperation die Fähigkeiten, die die damit die Gesellschaft stärken.
sik an der Universität Innsbruck Alge vor Austrocknung und gefährlichen UV-Strahlen schützt. Beide sind Die fast 30.000 Studierenden, die
und Wissenschaftlicher Direktor Mitglieder der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft fast 5000 MitarbeiterInnen und
am Institut für Quantenoptik und (DBG), die Klebsormidium zur Alge des Jahres 2018 kürte. Klebsormidium ist die ca. 4000 AbsolventInnen ha­
Quanteninformation (IQOQI) der oft die erste Alge, die den Boden zurückweichender Gletscher besiedelt, wie ben das im abgelaufenen Jahr in
Österreichischen Akademie der hier im Rotmoostal in Tirol. Foto: Andreas Holzinger, Universität Innsbruck hervorragender Weise getan“, so
Wissenschaften. Rektor Märk.
Dienstag, 27. Februar 2018 23

MACH-2 ging
in Betrieb
Mit enormer Rechenleistung
wartet der neue Supercomputer
der Johannes-Kepler-Universität
Linz auf: Der MACH-2 kann unter
gewissen Voraussetzungen bis zu
77,4 Billionen Rechenoperationen
pro Sekunde ausführen. Die Fi-
nanzierung der rund 1,6 Millio-
nen hohen Anschaffungskosten
erfolgen aus den Hochschulraum-
Strukturmitteln für den Bereich
Forschung des Bundesministe-
riums für Bildung, Wissenschaft
Förderungen des Tiroler Wissenschaftsfonds und Forschung (BMBWF). Da
Wartung und Betrieb entspre-
Jedes Jahr fördert das Land Tirol die Arbeit herausragender Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler chend aufwändig sind, sind am
der Tiroler Hochschulen mit Mitteln aus dem Tiroler Wissenschaftsfonds. Insgesamt 68 Personen aus den Tiroler Hoch- Projekt auch andere Forschungs-
schulen erhielten dieses Jahr eine Unterstützung ihrer akademischen Karriere, 27 davon stammen von der Universität einrichtungen, darunter auch die
Innsbruck. Im Bild die TWF-Preisträgerinnen und -Preisträger der Universität Innsbruck mit Vizerektorin für Forschung Universität Innsbruck, beteiligt.
Ulrike Tanzer und Rektor Tilmann Märk. Foto: Christian Wucherer „Nur noch wenige Wissenschafts-
disziplinen kommen heute ohne
Hochleistungsrechner-Infrastruk-
tur aus. Das reicht an der Univer-

GenderFemPreis für
sität Innsbruck zum Beispiel von
3D-Modell-Berechnungen in der
Archäologie über die Transkripti-
on historischer Texte bis zu Klima-

zwei Masterarbeiten
und Wettermodellen oder Neue-
rungen in den technischen Wis-
senschaften und der Informatik“,
sagt Ulrike Tanzer, Forschungs-
Vizerektorin der Universität Inns-
Im Rahmen eines Festaktes Preis) ein. Im Rahmen eines Fest- bruck.
am 30. Januar wurden zwei aktes am 30. Januar in der Aula der
Universität wurde die mit 3.000
Absolvent*innen des Stu­
diums Gender, Kultur und
Euro dotierte Auszeichnung an
zwei Absolvent*innen des Interfa-
Neue Präsidentin
Sozialer Wandel für ihre
herausragenden Master­
kultären Masterstudiums Gender,
Kultur und Sozialer Wandel verge-
der Uni Bozen
ben: Ann Gathu-Fink beschäftigt Am 9. Februar hat sich der
arbeiten ausgezeichnet. sich in ihrer Masterarbeit mit ge- Universitätsrat der Freien Univer-
Bereits zum 17. Mal lud das Bü- schlechtsspezifischer Gewalt in Ke- sität Bozen zu seiner konstituie-
ro für Gleichstellung und Gender nia und analysiert diese aus einer renden Sitzung zusammengefun-
Studies gemeinsam mit dem Rek- postkolonialen und feministischen den und aus seiner Mitte Prof.
tor der Universität Innsbruck zur Perspektive; Sebástian Alonso Ulrike Tappeiner, bisher Dekanin
Vergabe des Preises für frauen-/ Collado González setzt sich mit der Fakultät für Biologie der Uni
geschlechtsspezifische/feminis- LGBTIQ*-Aktivismus aus intersek- Die Preisträgerin Ann Gathu-Fink Innsbruck, zur neuen Präsidentin
tische Forschung an der Universi- tionaler und transnationaler Per- mit Forschungs-Vizerektorin Ulrike gewählt. Dem Universitätsrat ob-
tät Innsbruck (kurz: GenderFem- spektive auseinander. Tanzer. Foto: Uni Innsbruck liegt in den kommenden vier Jah-
ren die strategische Ausrichtung
der Bildungsinstitution.

Naturprodukte im Visier
Bei der Phytovalley®-Tirol- und kosmetische Produkte so- und Radiochemie der Universi-
Tagung von 14. bis 16. Jänner wie Lebensmittelzusatzstoffe tät Innsbruck unter der Feder-
in Seefeld trafen sich führende (functional foods) zu erforschen führung von o. Univ.-Prof. Mag.
Expertinnen und Experten und und überlieferte Wirkungen von Dr. Dr. h.c. Günther Bonn und
wissenschaftlicher Nachwuchs Pflanzen wissenschaftlich nach- Univ.-Prof. Dr. Hermann Stupp-
zum Erfahrungsaustausch über zuweisen, ist Ziel der Initiative ner (Institut für Pharmazie, Uni-
pflanzliche Naturstoffe und de- Phytovalley®. In der Konferenz, versität Innsbruck) organisiert
ren Anwendung in Pharmazie, die vom Austrian Drug Scree- wurde, wurden dabei verschie- Die Mitglieder des Universitätsrats
Kosmetik und Ernährung. Natür- ning Institut (ADSI) sowie dem denste Aspekte der Forschung der Freien Universität Bozen nach
liche Wirkstoffe für medizinische Institut für Analytische Chemie an Naturstoffen beleuchtet. der Wahl. Foto: Freie Universität Bozen
Veranstaltungstipps
an der Universität Innsbruck

5. März, 9 Uhr öffnung der gleichnamigen geber Manfred Brocker (Uni 23. bis 25. April, 19 Uhr
Zukunft/Utopie: Geld Ringvorlesung an der Uni Eichstätt) mit den AutorInnen WissensDurst Festival
Dietmar Dath & Stephan Schul- Innsbruck. Es diskutieren Heinz Nikita Dhawan (Uni Innsbruck), Wissenschaft trifft Nachtleben:
meister im Rahmen des Fischer (Bundespräsident a. D)., Karlfriedrich Herb (Uni Regens- In gemütlicher Atmosphäre ge-
Formats Montagsfrühstück. Oliver Rathkolb (Zeitgeschichte/ burg) und Patrick Kupper (Uni ben Innsbrucker ForscherInnen
Forum für strategische Lang- Uni Wien), Monika Sommer- Innsbruck) präsentiert. Einblicke in ihre Arbeit.
samkeit. Moderation: David Sieghart (Haus der Geschichte Buchhandlung Liber Wiederin, Weitere Informationen unter:
Winkler-Ebner Österreich), Helmut Wohnout Erlerstraße 6 http://www.wissensdurst-
Literaturhaus am Inn, Josef-Hirn- (Bundeskanzleramt/Bundes- festival.at
Straße 5, 10. Stock pressedienst) Moderation: Dirk 11. April, 18 Uhr
Rupnow und Kurt Scharr (Uni Housing the New Hebrew. On 27. April, 17.15 Uhr
6. März, ab 9 Uhr Innsbruck) Zionism and modern architec- Friede in Europa – ein christ-
Brexit & Academia Weitere Termine der Ring- ture liches Projekt?!
Feierliche Eröffnung des neuen vorlesung: www.uibk.ac.at/ Vortrag von Ita Heinze-Green- Podiumsdiskussion der Referen-
wissenschaftlichen Netzwerks zeitgeschichte/gedenk-und- berg (Zurich) im Rahmen des tinnen und Referenten des Dies
BritInn (Academic Network jubilaeumsjahr-2018/ Studientages zum Thema „100 facultatis an der Katholisch-
Britain-Innsbruck) und Sym- Ursulinensäle, Innrain 5-7 Jahre Planen und Bauen in Palä- Theologischen Fakultät der Uni
posium zum Thema „Brexit & stina und Israel“. Weitere Infos: Innsbruck. Weiteres Programm:
Academia“. Infos zum neuen 21. März, 19 Uhr www.baugeschichte.eu http://bit.ly/diesfacultatis
Netzwerk unter: www.britinn.at Bedrohliche Körper und Be- SR 6, Institut für Architekturthe- Kaiser-Leopold-Saal, Katholisch-
Claudiana, Herzog-Friedrich- dürfnisse: Zur Sterilisation von orie und Baugeschichte, Techni- Theologische Fakultät, Karl-
Straße 3 Mädchen und jungen Frauen kerstraße 21, 1. Stock Rahner-Platz 3, 2. Stock
mit Behinderungen in der
14. März, 17 Uhr österreichischen Nachkriegs- 11. April, 19.30 Uhr 24. Mai 19 Uhr
Marie Jahoda – Lebensge- geschichte Total Kheops: Begegnung mit- Der Roboter als neuer bester
schichtliche Protokolle der ar- Vortrags- und Diskussionsabend telmeerischer Musikkulturen Freund des Menschen?
beitenden Klassen 1850–1930 mit Hemma Mayrhofer und Konzert und Rahmenprogramm Worin besteht die Attraktivität
Präsentation der Publikation Volker Schönwiese der Tagung „Marseille – Nea- von Artificial Companions? Vor-
durch: ao. Univ.-Prof. i. R. Mein- Seminarraum 1, SOWI, Universi- pel: zwei transkulturelle Mu- trag von Michaela Pfadenhauer.
rad Ziegler (Mitherausgeber) tätsstraße 15, 1. Stock WEST sikmetropolen am Mittelmeer“ Weitere Termine: www.uibk.
Kaiser-Leopold-Saal, Karl-Rah- Archivs für Textmusikforschung ac.at/wuv
ner-Platz 3, 2. Stock 10. April, 19 Uhr, der Uni Innsbruck. Weitere Infos HS 2, SOWI, Universitätsstraße 15
Buchpräsentation: „Geschich- unter www.uibk.ac.at/congress/
14. März, 18 Uhr te des politischen Denkens. marseille-naples/ Weitere Informationen gibt es im
100 Jahre Republik Österreich Das 20. Jahrhundert“ Die Bäckerei, Dreiheiligenstraße Online-Veranstaltungskalender
Podiumsdiskussion zur Er- Das Buch wird vom Heraus- 21a unter www.uibk.ac.at/events