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Es fährt ein Zug nach nirgendwo...

» Benennung von Gorleben war Zusammenspiel von


Aktenfälschungen, manipulierter Gutachten und
politischen Machtspielen

Als die Bundesregierung vor 35 Jahren vor der zu dem Ergebnis, dass ein Standort in Schleswig-
Aufgabe stand, ein Entsorgungskonzept für Atommüll Holstein die besten Voraussetzungen mitbringe.
zu suchen, wurde eine Standortstudie in Auftrag Gorleben kam beim TÜV nicht mal in die
gegeben, als deren Ergebnis Gorleben aus zweierlei Vorauswahl.
Gründen ausschied: erstens lag es zu nah an der Als Ergebnis dieser „Studien“ wurde dem damaligen
ehemaligen Grenze zur DDR und wies zweitens Ministerpräsidenten ein Papier vorgelegt, in dem die
Carnalitteinschlüsse auf, die auch damals schon als Standorte Mariaglück (bei Celle) und Gorleben
sicherheitsrelevant angesehen wurden. Mittlerweile handschriftlich nachgetragen waren, obwohl sie gar
hat die Erfahrung im Atommülllager Asse II zeigen, nicht mituntersucht wurden. Bis heute ist nicht
wie stark durch dieses lösliche Salz die Stabilität der bekannt, von wem diese handschriftliche
Grube gefährdet ist. Nachtragung stammt. Ebenso ist das
Die Endlagersuche wurde damals nur wenige Monate Kabinettsprotokoll über die Entscheidung für
später erneut begonnen und Gorleben kam trotz seiner Gorleben trotz mehrfacher Einforderung der
geologischen k.o.-Kriterien wiederum ins Spiel. Im Öffentlichkeit immer noch nicht zugänglich.
Herbst 1976 beauftragte das Bundeskabinett eine
Arbeitsgruppe, binnen vier Wochen (sic!) eine Das Bundesamt für Strahlenschutz und
Empfehlung für ein Endlager auszusprechen. Damals Regierungsverteter versuchen hartnäckig die Mär
waren zunächst 20 Salzstöcke in der Vorauswahl von aufrecht zu erhalten, dass es sich bei Gorleben um
denen schließlich 4 auf Grund von einen wissenschaftlich bewerteten und optimalen
Raumordnungskriterien übrig blieben. Standort handelt. Die seit 1978 vorgenommenen
„Erkundungsbohrungen“ haben sich längst als
Auch hier spielten geologische Kriterien keine Rolle, ungenehmigte Ausbaumaßnahmen entlarvt. Zwei
sondern vor allem Faktoren wie Bevölkerungsdichte, breite Schächte und das kilometerlange unterirdische
Bruttoinlandsprodukt und die Arbeitslosenquote! Tunnelnetz sind so überdimensioniert, dass man sie
Parallel dazu kam eine technische Studie des TÜVs gleich auch als Endlager nutzen könnte.

Wider besseren Wissens weiterbuddeln??

Zehn Jahre lang ruhten die Arbeiten in Gorleben auf großen Stil. Von 1967 bis 1978 verschwand der
Grund eines Moratoriums, das am 30. September gesamte bis dahin angefallenen Atommüllberg der
2010 endet. Die neue Bundesregierung ist angetreten, Bundesrepublik (und einiges andere) unter den
Gorleben weiter zu „erkunden“, ihr gängigstes Hügeln der Asse.
Argument ist, dass schon sehr viel Geld in dieses Doch das Motto der Betreiber und ihrer Lobby
Projekt investiert wurde. „vergraben, vertuschen, vergessen“ geht nicht auf.
Der Schwarzbau Gorleben ist kein historischer Asse II und Morsleben haben bereits gezeigt, wie
Einzelfall: die Deklaration der Asse als schnell die Kuckuckseier der Atomindustrie zu faulen
„Versuchsendlager“ entpuppte sich im Laufe von beginnen. Lassen wir dies in Gorleben und Schacht
wenigen Jahren als Atommüllverklappung im ganz Konrad nicht zu!

Jeder Castor-Transport ins Wendland zementiert das „Entsorgungszentrum“ in Gorleben und muss
verhindert werden!

Anti-atom-plenum Braunschweig