Sie sind auf Seite 1von 6

Escuelas Oficiales de Idiomas CERTIFICADO DE NIVEL AVANZADO

CONSEJERÍA DE EDUCACIÓN ALEMÁN


Comunidad de Madrid COMPRENSIÓN DE LECTURA TAREA 4

4. AUFGABE (6 x 1 Punkt = 6 Punkte) PUNKTE


Diese Aufgabe hat zwei Teile. Sie haben für die Aufgabe insgesamt 15
Minuten Zeit. Lesen Sie die Texte nicht Wort für Wort. Suchen Sie nur
die Informationen, die für die Fragen relevant sind. Schreiben Sie
diese Informationen in die Tabelle. Grammatik- und Rechtschreib-
fehler werden nicht negativ bewertet. Frage 0 ist ein Beispiel.

Das ist Ihre Situation:


Sie möchten für ein Jahr in Bern als Sprachassistent arbeiten. Auf
den folgenden Seiten finden Sie interessante Informationen zu der
Stelle und zur Krankenversicherung in der Schweiz.

Achtung: Der Prüfer sagt Ihnen, wann Sie mit


dieser Aufgabe beginnen sollen. Beginnen Sie
nicht früher.

-1-
TEIL 1: SPRACHASSISTENZ

Als Sprachassistent/in kann man die Erfahrungen in der


0 eigenen Fremdsprachenkenntnisse Fremdsprachendidaktik sammeln
verbessern und:

Für seinen Unterricht soll der Sprach-


20
assistent Folgendes vorbereiten:

Für die Schulleitung bzw. Sekretariat


21 übernimmt der Sprachassistent
folgende Aufgaben:

Der Verdienst für die Sprachassistenz


22
deckt die Kosten für:

Sprachassistenz-Programm
Sprachassistentinnen und Sprachassistenten in der Schweiz

Definition und Ziele


Im Rahmen dieses Programms kann der Teilnehmer ein Jahr als Sprachassistent an
einer Schule in der Schweiz verbringen. Mit dem Sprachassistenz-Programm
werden hauptsächlich zwei Ziele verfolgt:
• Die Teilnehmer – insbesondere zukünftige Sprachlehrer – sollen die
Möglichkeit erhalten, ihre Fremdsprachkenntnisse zu verbessern und
Erfahrungen in der
Fremdsprachendidaktik zu sammeln. Darüber hinaus erhalten sie die
Gelegenheit, ihr Wissen über die Schweiz und das schweizerische
Bildungssystem zu vertiefen.
• Den Schweizer Schülern soll Gelegenheit gegeben werden, eine Person
kennen zu
lernen, die aus einem Land stammt, in dem die zu erlernende Sprache
gesprochen wird. Auf diese Weise sollen nicht nur ihre
Fremdsprachenkenntnisse verbessert, sondern auch ihre Motivation
gesteigert und ihr Interesse am Herkunftsland der Sprachassistenten
gefördert werden.

Rolle und Aufgaben des Sprachassistenten


In Absprache mit der Sprachassistenzperson erstellt die Gastschule ein
Arbeitsprogramm, in dem die vom Sprachassistenten zu erfüllenden Aufgaben
aufgeführt sind. In enger Zusammenarbeit mit den Schweizer Lehrkräften und
unter deren Anleitung und Aufsicht leistet der Sprachassistent folgende Beiträge:

Schülerinnen und Schüler


• Die Assistenzperson bringt den „Fremdsprachaufenthalt“ in die Schule.

-2-
Als jugend-
licher “native speaker” steigert sie die Motivation der Schüler,
Fremdsprachen zu
lernen. Sie fördert die mündliche Sprachkompetenz und hilft
Sprechhemmungen abzubauen.
• Die Assistenzperson sorgt für interessante Aktivitäten und
Gesprächsthemen im Gruppen- und Halbklassen-Unterricht.
• Die Assistenzperson betreut Schüler mit schwachen
Fremdsprachleistungen (Tutorat).
• Die Assistenzperson verbreitet landeskundliche Informationen zu ihrem
Herkunftsland.

Lehrerinnen und Lehrer


• Die Assistenzperson ist eine sprachliche und landeskundliche
Referenzperson.
• Die Assistenzperson ist ein „Brückenkopf“ zu ihrer Herkunftsregion und
bahnt Kontaktefür Studienwochen und Schulaustauschprojekte an.
• Die Assistenzperson unterstützt die Kollegen bei der Erstellung von
Arbeitsunterlagen für den fremdsprachigen Fachunterricht (Immersions-
bzw. bilinguale Klassen).

Schulleiterinnen und Schulleiter


• Die Assistenzperson leistet einen Beitrag zur Weltoffenheit der Schule.
Sie fördert die europäische und internationale Ausrichtung der
schweizerischen Gastschule.
• Die Assistenzperson ist eine willkommene „Anlaufstelle“ im eigenen
Haus. Sie unterstützt die Schulleitung und das Sekretariat bei
Übersetzungen und der Redaktion fremdsprachiger Texte (z. B.
Homepage der Schule, Schulleitbild, Schulbroschüre).
• Die Assistenzperson übernimmt bei punktuellen Abwesenheiten von
Lehrern einzelne
Unterrichtsstunden. Damit trägt sie zur Reduktion von Unterrichtsausfall
bei und erlernt gleichzeitig das Arbeiten und den Umgang mit einer
ganzen Klasse.

Bewerbungskriterien – Selektion – Anstellung


1. Bewerben können sich ausländische Studierende oder Graduierte
a) der deutschen, englischen, französischen, italienischen, oder spanischen
Sprache und Literatur;
b) des Fachbereichs Deutsch (DaF), Englisch (EFL), Französisch (FLE), Italienisch
oder Spanisch als Fremdsprache;
c) der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und der Fachbereiche Pädagogik,
Geschichte, Geographie, Mathematik und Naturwissenschaften, vorzugsweise
mit deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache
oder Literatur im Nebenfach.
2. Der Bewerber muss deutscher, englischer, französischer, italienischer oder
spanischer Muttersprache sein und über gute Deutsch- bzw. Französisch-
kenntnisse verfügen (entsprechend der Sprachregion in der Schweiz, für die er
sich bewirbt).

-3-
3. Folgende Fähigkeiten werden vorausgesetzt: gute Allgemeinbildung, klare
Ausdrucksweise in der Muttersprache und pädagogische Grundkenntnisse.
Wünschenswert wäre darüber hinaus der sichere Umgang mit neuen
Unterrichtstechnologien.
4. Alter: zwischen 21 und 30 Jahren.

Anstellungsdauer und Arbeitsbedingungen


Die Anstellungszeit beträgt in der Regel 10 Monate (1. September – 30. Juni). In
der deutschen Schweiz stellen die Schulen die Sprachassistenzpersonen oft für das
ganze Schuljahr an (Mitte August bis Mitte Juli). Die Unterrichtsverpflichtung
beträgt 12 Stunden pro Woche (16 Lektionen zu 45 Minuten).

Während der Assistenzzeit wird der Sprachassistent in den schweizerischen


Schulalltag integriert. Der Sprachassistent nimmt Wohnsitz in der Schweiz –
vorzugsweise im anstellenden Kanton und in einem der Schule nahegelegenen Ort.

Der monatliche Mindest-Bruttolohn, d. h. der Betrag vor allen Abzügen, beträgt CHF
3’000.– (netto ca. CHF 2'400.– oder ca. € 1'500.–). Dieser Lohn ist auf den Lebens-
unterhalt einer alleinstehenden Person ausgerichtet.

Kontakt
Peter A. Ehrhard
Beauftragter der WBZ für das Sprachassistenzprogramm in der Schweiz
Bertastrasse 33, 8003 Zürich
Tel. (+41) (0)44 463 58 48
Fax: (+41) (0)44 463 58 42
e-mail: peter.ehrhard@bluewin.ch
© www.wbz-cps.ch, 2008 (adaptiert)

TEIL 2: KRANKENVERSICHERUNG

Wie hoch ist die Franchise (erste 300 CF


0
Kostenbeteiligung) für Erwachsene?

Wer wird vom Arbeitgeber automatisch


23
gegen Unfälle versichert?

Bei welchen Unfällen bezahlt die UVG-


24
Versicherung die Heilungskosten?

Was braucht man, wenn man Arzt oder


25
Krankenhaus selbst wählen will?

-4-
Krankenkasse – alles von A bis Z
Grundversicherung
Seit dem 1.1.1996 ist die Grundversicherung für alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz
obligatorisch. Die Leistungen der Grundversicherung sind durch das Krankenversicherungsgesetz
(KVG) genau festgelegt. Sie sind bei allen Krankenkassen gleich. Die Grundversicherung deckt die
Risiken "Krankheit" und "Unfall" ab. Wer durch seinen Arbeitgeber bereits gegen Unfall versichert
ist, kann die Unfalldeckung kündigen.

Die Grundversicherung übernimmt ausschliesslich Leistungen, die im Wohnkanton des Versicher-


ten erbracht werden. Ausnahme: Benötigt der Versicherte aus medizinisch zwingenden Gründen
Leistungen, die im Wohnkanton nicht durchgeführt werden können (komplexe Eingriffe wie Organ-
transplantationen etc.) oder muss er notfallmässig Leistungen ausserhalb seines Wohnkantons in
Anspruch nehmen, so sind diese ebenfalls gedeckt. Dies gilt auch bei vorübergehenden Ausland-
aufenthalten.

Die Prämien1 für die Grundversicherung unterscheiden sich nach Wohnort und Alter des
Versicherten: • Kinder (bis zum vollendeten 18. Altersjahr)
• junge Erwachsene (19. bis zum vollendeten 25. Altersjahr)
• Erwachsene

Franchise

Wenn Kosten für Arzt, Spital2 oder Medikamente entstehen, müssen die Versicherten zuerst selber
Kosten übernehmen. Diese erste Kostenbeteiligung wird Franchise genannt. Erst wenn die Kosten
die vereinbarte Franchise übersteigen, beteiligt sich die Krankenkasse an den weiteren Kosten
(abzüglich Selbstbehalt). Die Franchise muss pro Kalenderjahr nur einmal bezahlt werden. Für
Erwachsene beträgt die gesetzliche Franchise CHF 300, für Kinder CHF 0.

Kostenbeteiligung
Bis zu einem festen Jahresbetrag, der Franchise, muss der Versicherte für die Kosten von
bezogenen medizinischen Leistungen selber aufkommen. Die Franchise übersteigende Kosten
müssen vom Versicherten in der Regel zu 10% (Selbstbehalt) übernommen werden, maximal
CHF 700 pro Jahr (CHF 350 pro Jahr bei Kindern). Ausgenommen von Franchise und Selbstbehalt
sind Leistungen bei Mutterschaft.

Beispiel einer Kostenbeteiligung


Ein Versicherter hat eine Franchise von CHF 300 und in einem Kalenderjahr Kosten für Arzt und
Medikamente von CHF 2400:

Krankenkassenabrechnung
Arztrechnungen

Ihre medizinischen Kosten: CHF 2400


a) Dr. Müller CHF 1300
- Franchise CHF 300
b) Dr. Meier CHF 700
Zwischensumme für Selbstbehalt CHF 2100
c) Medikamente
Generika CHF 200 - 10% der Arztrechnungen CHF 170
Originalmedikamente CHF 200 - 10% der Generika CHF 20
- 20% des Originalmedikamentes CHF 40

Total CHF 2400


Die Krankenkasse übernimmt CHF 1870

Grundversicherung mit Unfalldeckung?


Die obligatorische Krankenversicherung (Grundversicherung) mit Unfalldeckung deckt die

1
Beiträge
2
Krankenhaus

-5-
Heilungskosten bei Krankheit und bei einem Unfall. Der Versicherte hat Anspruch auf Behandlung,
Verpflegung und Unterkunft in der allgemeinen Abteilung des nächstgelegenen Spitals.

Spartipp für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:

Die Krankenversicherung ohne Unfalldeckung abschliessen und von niedrigeren Prämien


profitieren!
• Wer mindestens 8 Stunden pro Woche bei einem Arbeitgeber angestellt ist, wird von diesem
automatisch gegen Unfall versichert (UVG-versichert), daher können diese Angestellten die
Krankenversicherung bei der Krankenkasse bedenkenlos ohne Unfalldeckung abschliessen.
Dies führt je nach Krankenkasse zu einem Prämienrabatt bis zu 10%.
• Die UVG-Versicherung deckt sowohl die Heilungskosten bei Berufsunfällen als auch
diejenigen bei Nichtberufsunfällen, das heisst bei Unfällen in der Freizeit.
• Wer Arbeitslosen-Taggeld bezieht, wird von der SUVA gegen Unfall versichert.

Übrigens: Die Unfall-Versicherung nach UVG bietet einen weitaus besseren Schutz als die Unfall-
Versicherung nach KVG (Grundversicherung mit Unfalldeckung). Die UVG-Versicherten müssen
sich nämlich weder mit Franchise noch mit einem Selbstbehalt an den Heilungskosten beteiligen.
Ausserdem sieht das UVG bei schlimmen Unfällen weitere Leistungen vor: Taggelder, Invaliden-
renten, Integritätsentschädigungen, Hilflosenentschädigungen und sogar Hinterlassenenrenten.

Zusatzversicherung?
Wer bei einem unfallbedingten Spitalaufenthalt im 2-Bett-Zimmer (halbprivat) oder im 1-Bett-
Zimmer (privat) gepflegt werden will oder das Spital, die Ärztin oder den Arzt frei wählen möchte,
benötigt eine Spitalzusatzversicherung, sofern nicht bereits durch die UVG-Versicherung des
Arbeitgebers gedeckt.

Wer nach einem Unfall nicht auf zusätzliche Leistungen im ambulanten Bereich (z.B. nichtärztliche
Psychotherapie, Behandlung durch Naturheiler) verzichten will, schliesst auch die ambulante
Zusatzversicherung ab, sofern nicht bereits durch die UVG-Versicherung des Arbeitgebers
gedeckt.

© www.comparis.ch/krankenkassen/info, 2008 (adaptiert)

-6-