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ERBE

ICC 200
ICC 300 H-E
ICC 350
Serviceanleitung

09.2004
ICC 200, ICC 300 H-E, ICC 350

Serviceanleitung
10128-002, 10128-009, 10128-010, 10128-015, 10128-016
10128-023, 10128-025, 10128-027, 10128-028, 10128-036
10128-051, 10128-054, 10128-055, 10128-056, 10128-058
10128-061, 10128-064, 10128-065, 10128-066, 10128-070
10128-071, 10128-072, 10128-073, 10128-074, 10128-075
10128-076, 10128-077, 10128-078, 10128-080, 10128-081
10128-082, 10128-083, 10128-200, 10128-202, 10128-204
10128-205, 10128-206, 10128-213, 10128-214, 10128-300
10128-301, 10128-303, 10128-304, 10128-305, 10128-306
10128-307, 10128-310, 10128-403

09.2004
Diese Serviceanleitung wurde erstellt von

Michael Große
Dipl.-Phys.
Tel 0 70 71 / 755–254
Fax 0 70 71 / 755–5254
E-Mail mgrosse@erbe-med.de
Net http://www.erbe-med.de

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© ERBE Elektromedizin GmbH, Tübingen 2004

Printed by: ERBE Elektromedizin GmbH, Tübingen Art.-Nr.: 80116-200


Printed in Germany

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Inhalt

Kapitel Titel Seite

0 Inhaltsverzeichnis ..................................................................................5

1 Testprogramme und Justagen ..............................................................7


Aufruf Testprogramm-Modus ........................................................................... 10
Grundeinstellung der Setup-Parameter ............................................................. 11
Frontplatte des ICC 200 nach Einschalten des Geräts ...................................... 12
Frontplatte des ICC 300 nach Einschalten des Geräts ...................................... 13
Frontplatte des ICC 350 nach Einschalten des Geräts ...................................... 14
Testprogramme 1–8 ........................................................................................... 15
Testprogramm 9 (Anzeigeprogramme 1–12) .................................................... 26
Testprogramme 10–15 ....................................................................................... 37
Testprogramm 16 (Justagen, auch Meßmittel, Codierstecker) .......................... 43
Justage und Prüfung Neurotest ZMK und TUR .............................................. 103
Justage und Prüfung Fernbedienung für Neurotest ......................................... 109
Justage Aktivierungs- und Instrumentenerkennung ........................................ 113
Testprogramm 17, 23 ....................................................................................... 121

2 ERROR-Liste ...................................................................................... 125

3 Schaltungsbeschreibung ..................................................................135

4 Blockdiagramme ................................................................................167

5 Schaltbilder ........................................................................................ 173

A Anhang A (Bestell-Nummern, Leiterplattenanordnung) ................. 239

B Anhang B ( Abkürzungen, Hinweise, Adressen) .............................261


Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

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Kapitel 1
Testprogramme
und
Justagen
Testprogramme
ERBOTOM ICC 350, 300, 200
Version 4.0 / 3.0 / 2.0

Nr. Funktion des Testprogramms V 4.0 / 3.0 / 2.0

1 Grundeinstellung der Frontplatte (nur ICC 300 und 200) x

2 Abruf der Error-Liste x

3 Test aller D-Flip-flop-Speicherschaltungen x

4 Test aller optischen Signale der Frontplatte x

5 Test aller akustischen Signale x

6 Test aller Relais x

7 NESSY: Versions-Nummer Einstellung x

8 Anzeige der Software Versions-Nr. und Options-Nr. x

9 Aktivierung von Anzeige-Programmen x

10 Einschaltdauer-Begrenzung SetUp x

Messung und Anzeige der Kleinspannungen +15 Volt, –15 Volt, +24 Volt
11 x
und der Temperatur
12 Einstellung der FORCED Spannung (2.0: 3 x forced; 4.0: 4 x forced) x

13 nicht belegt

14 nicht belegt

15 nicht belegt

16 Test und Einstellhilfe für alle Geräte- Abgleich-Funktionen x

17 Helligkeits Einstellung der Siebensegment -Anzeigen x

18 nicht belegt

19 nicht belegt

20 nicht belegt

21 nicht belegt
Art.-Nr. 80116-200

22 nicht belegt
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23 AUTO START Einschaltverzögerungs-SetUp x

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 9 / 264


Aufruf des
TESTPROGRAMM-Modus

, , ,,
, ,
,,, ,, ,
, ,
, , ,, ,

1 2

3 4 5 7 8 9 11 12 14 15 16

Bemerkung zur Zeichnung


Die gezeigte Frontplatte des ICC 350 gilt für ICC 200 und ICC 300 in der Art, daß für das ICC 200 nur
die Bedienfelder AUTO CUT und AUTO COAG und für das ICC 300 die Bedienfelder AUTO CUT,
AUTO COAG und AUTO BIPOLAR gelten.

Aufruf
Drücken Sie die Taste 3 (Rollieren) beim Einschalten des Netzschalters und halten Sie sie gedrückt.

Einstellen der TESTPROGRAMM-Nummer


Stellen Sie mit den Tasten 8 (Up) bzw. 9 (Down) die gewünschte Programm-Nummer ein.

Starten und Beenden der Testprogramme


Durch Drücken der Taste 3 (Rollieren) starten oder beenden Sie ein Testprogramm.

Verlassen des Testprogramm-Modus


Sie verlassen den TESTPROGRAMM-Modus, indem Sie die Netzversorgung abschalten oder mit der Taste 9
(Down) die TESTPROGRAMM-Nr. 0 einstellen.

10 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Grundeinstellungen der
SETUP-Parameter
ERBOTOM ICC 350, 300 u. 200

AUTO START Verzögerung Autostart-Stufe Grundeinstellungen Bemerkungen


ICC 350, ICC 300

0 0s einstellbar mit
Testprogramm 23
1 0.5 s

2 1s

AUTO START Verzögerung keine Abstufung 0.5 s


ICC 200

Einschaltdauerbegrenzung Ausgang max. Einschaltdauer einstellbar mit


ICC 350 Testprogramm 10

Auto Cut 90 s
Auto Coag 1 90 s
Auto Coag 2 90 s
Auto Bipolar 90 s
NESSY-Version-Nr. einstellbar mit
NE 1 | || *)
Testprogramm 7
FORCED-Spannungsversion einstellbar mit
1
Testprogramm 12
Helligkeit der einstellbar mit
10
Siebensegment-Anzeige Testprogramm 17

*) || bedeutet geteilte NE-Elektrode,


| bedeutet ungeteilte NE-Elektrode,
| || bedeutet sowohl geteilte als auch ungeteilte NE-Elektrode möglich.
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1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 11 / 264


Frontplatte des ICC 200
nach Einschalten des Geräts
Werkseinstellung

Grundeinstellung ICC 200 ohne Option


ENDO CUT

AUTO CUT Effect 3 Max 120 Watt

AUTO COAG FORCED Max 60 Watt

AUTO COAG (bei Option ARGON) Spray Max 60 Watt

Fußschaltereinstellung gelb = AUTO CUT blau = AUTO COAG

Grundeinstellung ICC 200 mit Option


ENDO CUT

AUTO CUT Effect 3 Max 120 Watt

AUTO COAG FORCED Max 60 Watt

AUTO COAG (bei Option ARGON) Spray Max 60 Watt

Fußschaltereinstellung gelb = AUTO CUT blau = AUTO COAG

ENDO CUT EIN

Pulsdauer tON = 50 ms

Pausendauer tOFF = 750 ms

12 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Frontplatte des ICC 300
nach Einschalten des Geräts
Werkseinstellung

Grundeinstellung ICC 300

AUTO CUT Effect 3 Max 150 Watt

AUTO COAG SOFT Max 60 Watt

AUTO BIPOLAR AUTO START = aus Max 40 Watt

Fußschaltereinstellung gelb = AUTO CUT blau = AUTO COAG


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1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 13 / 264


Frontplatte des ICC 350
nach Einschalten des Geräts
Werkseinstellung

Grundeinstellung ICC 350

AUTO CUT Effect 3 Max 150 Watt

HIGH CUT ausgeschaltet ---

AUTO COAG 1 SOFT Max 60 Watt

AUTO COAG 2 FORCED Max 60 Watt

AUTO START = aus


AUTO BIPOLAR Max 40 Watt
AUTO STOP = aus
Fußschaltereinstellung gelb = AUTO CUT blau = AUTO COAG 2

14 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Testprogramm Nr. 1
nur ICC 200, 300

Allgemeine Beschreibung
Mit diesem Testprogramm kann eine beliebige Frontplatteneinstellung vorgenommen werden. Diese Ein-
stellung wird als Grundeinstellung bezeichnet. Nach Abbruch wird die Grundeinstellung intern gespeichert.
Nur vollständig abgespeicherte Kanäle werden gespeichert. Die Grundeinstellung wird blinkend angezeigt.
Die Quittierung erfolgt durch jede beliebige Taste.

Abbruch
Durch »Netz aus«.

Kanal abschalten
Mit der »Down«-Taste (8) die niedrigste Intensität einstellen. Ist die niedrigste Anzeige eingestellt, wird die
Siebensegmentanzeige auf »---« gestellt. Das bedeutet, daß der Kanal abgeschaltet ist.
Grundeinstellung und Kurzzeit-Stromausfall
Bei Kurzzeit-Stromausfall von max. 15 Sekunden wird die zuletzt eingestellte Frontplatteneinstellung an-
gezeigt.
Die Aktivierung eines Kanals ist gesperrt, wenn ein Kanal nicht vollständig eingestellt ist oder die Grund-
einstellung nicht quittiert wurde.
Die im Werk eingestellte Grundeinstellung entspricht der FIXE-Grundeinstellung.

FIXE-Grundeinstellung
Im Programm ist eine FIXE-Grundeinstellung abgelegt. Diese Grundeinstellung wird übernommen und
angezeigt wenn:
• die gespeicherte Frontplatteneinstellung ungültig ist, z.B. durch Ausfall der Speicherschaltung oder
durch Batterie-Speicherverlust,
• im Testprogramm 1 die Einstellung »alles aus« übernommen wurde.
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1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 15 / 264


Testprogramm Nr. 2
Abruf und Anzeige der Fehlerspeicher

Allgemeine Beschreibung
Die ICC-Geräte sind mit einem Fehlererfassungs-, Fehlermelde- und Fehlerspeichersystem ausgestattet.
Jeder Fehler ist durch eine Fehler-Nummer (ERROR-Nr.) gekennzeichnet. Das Gerät speichert die letzten
10 ERROR-Nummern. Testprogramm 2 zeigt die gespeicherten ERROR-Nummern an. Der zeitlich zuletzt
aufgetretene Fehler steht auf Speicherplatz 1.

Anzeige

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Err. 1 ... 10 xxx

xxx: Anzeige der Error-Nummer

Durch Drücken der Tasten 8 (Up) bzw. 9 (Down) können Sie die Speicherplätze nacheinander aufrufen.
Durch Drücken der Taste 7 löschen Sie die Error-Nummern auf allen Speicherplätzen.

Ein Beispiel
Nach Start des Testprogramms mit Taste 3 erscheint z.B. auf Speicherplatz 1 Error-Nr. 2 mit folgender
Anzeige:

Anzeige

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Err. 1 2

16 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Testprogramm Nr. 3
Test aller D-Flip-flop-Speicherschaltungen

Allgemeine Beschreibung
Test aller D-Flip-flop (D-FF)-Speicherschaltungen. Nach Test Start mit Taste 3 sehen Sie folgende Anzeige:
Anzeige
(ICC 350, ICC 300)

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR


*)
buS 0 d0 ... d7 alternierend

Anzeige
(ICC 200)

buS d0 ... d7 alternierend

buS*) (D-FF-Test Nr. 0) ist ein Test des externen Steuerbusses der Signalleitungen d0–d7. Die Signal-
leitungen d0–d7 werden nacheinander ein- und ausgeschaltet. Die Schaltzustände können auf dem Bargraph
(Adapterplatine 30183-102) angezeigt werden.
Mit den Tasten 8 (Up) bzw. 9 (Down) können die D-FF-Tests 1-11 aufgerufen werden. Sie sehen folgende
Anzeige:
Anzeige
(ICC 350, ICC 300)

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

dFF 1 ... 11 d0 ... d7 alternierend

Anzeige
(ICC 200)

dFF 1 ... 9 d0 ... d7 alternierend

Die D-FF-Signalleitungen d0-d7 werden nacheinander ein- und ausgeschaltet. Die Signale sind an den
D-FF-Ausgängen meßbar. Ein Fehler liegt vor, wenn
• mehr als ein Ausgangszustand gleichzeitig anliegt,
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• ein Ausgangssignal trotz Umschaltung konstant anliegt,


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• ein Ausgangssignal trotz Aktivierung des D-FF’s nicht anliegt.

*)
buS ist die 7-Segment-Anzeige des Wortes „BUS“.

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 17 / 264


Testprogramm Nr. 3
Test aller D-Flip-flop-Speicherschaltungen

Übersicht der D-Flip-flop-Tests

Test-Nr. D-FF-Bezeichnung Lage Bemerkung

0 externer Steuerbus Motherboard

1 D-FF IC 2 Motherboard

2 D-FF IC 3 Motherboard

3 D-FF IC 9 Kleinspannung und Ton

4 D-FF IC 19 Control-Board

5 D-FF IC 20 Control-Board

6 D-FF IC 6 ST-Power-Stage

7 D-FF IC 10 Senso-Board

8 D-FF IC 8 Relais-Board nicht ICC 200

9 Erweiterung Motherboard Steckplatz J9 nicht ICC 200

10 Erweiterung Motherboard Steckplatz J9 nicht ICC 200

11 Erweiterung Motherboard Steckplatz J9 nicht ICC 200

18 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Testprogramm Nr. 4
Kontrolle der optischen Signale der
Frontplatte

Allgemeine Beschreibung
Mit diesem Programm können Sie die optischen Anzeigen der Frontplatte testen. Nach dem Start des Test-
programms sehen Sie folgende Anzeige:
Alle Optischen Signale der Frontplatte sind eingeschaltet. Die 7-Segment-Anzeigen zeigen auf sämtlichen
Ziffern „8.“.
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 19 / 264


Testprogramm Nr. 5
Tonsteuerung aller verfügbaren Töne

Allgemeine Beschreibung
Mit diesem Programm können Sie alle verfügbaren Töne prüfen und einstellen. Nach Start des Programms
sehen Sie folgende Anzeige:

Anzeige

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

ton 0 ... 4

Mit den Tasten 8 (Up) bzw. 9 (Down) können Sie eine Test-Nummer von 0 bis 4 einstellen. Zwischen der
Test-Nummer und den Tönen gilt folgender Zusammenhang:
Test-Nr. Eingeschaltete Töne Tonvarianten Bemerkung

Tonerzeugung
0
abgeschaltet
1 Grundton 1 Lautstärke einstellbar

2 Grundton 2 Lautstärke einstellbar

3 Grundton 3 Lautstärke einstellbar

4 Grundton 4 Lautstärke einstellbar

Grundton 1 bis 3 Lautstärke einstellbar

Mischton: Grundton 1 und 2 Lautstärke einstellbar

Mischton: Grundton 1 und 3 Lautstärke einstellbar

Mischton: Grundton 2 und 3 Lautstärke einstellbar

Grundton 1 bis 3 Alarmlautstärke

Mischton: Grundton 1 und 2 Alarmlautstärke

Mischton: Grundton 1 und 3 Alarmlautstärke

Mischton: Grundton 2 und 3 Alarmlautstärke

20 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Testprogramm Nr. 5
Tonsteuerung aller verfügbaren Töne

Frequenzabgleich für Signaltöne


Die Frequenzeinstellung der Signaltöne kann unabhängig von anderen Baugruppen auf dem Kleinspannungs-
netzteil (Steckplatz J2) mit Testprogramm 5 eingestellt werden.
• Testprogramm 5 aktivieren. MP 4 ist GND für Frequenzzähler.
• Aufruf »Ton 1«: Frequenz an MP 1 mit TP 2 auf 493 Hz (±2 Hz) mit Frequenzzähler einstellen.
• Aufruf »Ton 2«: Frequenz an MP 2 mit TP 3 auf 414 Hz (±2 Hz) mit Frequenzzähler einstellen.
• Aufruf »Ton 3«: Frequenz an MP 3 mit TP 4 auf 329 Hz (±2 Hz) mit Frequenzzähler einstellen.
• Zur Kontrolle werden mit Aufruf »Ton 4« die verschiedenen Töne und Mischtöne nacheinander
erzeugt. Hierbei ist besonders auf die unterschiedliche Lautstärke zwischen Betriebs- und Warn-
tönen zu achten.
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Testprogramm Nr. 6
Relais-Test

Allgemeine Beschreibung
Mit diesem Programm können alle Relais angesteuert werden. Der NESSY-Meßmonitor ist ausgeschal-
tet. Nach Beendigung des Testprogramms wird das Relais Nr. 1 für die Netzeinschaltstrombegrenzung
eingeschaltet.
Testprogramm Nr. 6 ist auch für die sicherheitstechnische Prüfung des Geräts bestimmt. Bei dieser Prü-
fung kann durch externen Eingriff ein kurzer Ausfall der Netzversorgung erfolgen. Ist das Testprogramm
aktiv, wird bei Kurzzeitstromausfall bis ca. 15 Sekunden das Testprogramm automatisch wieder aufgeru-
fen. Ist der Stromausfall hingegen länger als 15 Sekunden, geschieht dies nicht.
Nach Start des Testprogramms sehen Sie folgende Anzeige:
Anzeige

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

rEL 0 ... 1

Bezeichnung der Leiterplatten mit den zugeordneten Relais


Leiterplatte Steckplatz Funktion des Relais Bemerkung

Motherboard ICC 350 – siehe Zeilen 3 und 4


Motherboard ICC 200 – siehe Zeilen 3 und 4
Motherboard – Rel. 1: Netzeinschaltstrombegrenzung
Motherboard – Rel. 2: kapazitive Erdung nur bei ICC 350
Powermodule J5 Rel. 1: Umschaltung ST-Generator: HF
ST-Power-Stage J6 Rel. 1: Ausgang HF: UE1 auf NE
ST-Power-Stage J6 Rel. 2: Ausgang HF: Rel. 3 auf AE
ST-Power-Stage J6 Rel. 3: Ausgang HF: UE1 auf AE
ST-Power-Stage J6 Rel. 19: Verbindung zum Netzteil
Senso-Board J7 Rel. 1: Ausgang NE - NESSY
Senso-Board J7 Rel. 2: Ausgang AE
Senso-Board J7 Rel. 3: Ausgang NE
Relais-Board J8 Rel. 1: Ausgang AE 1 nur ICC 300 / 350
Relais-Board J8 Rel. 2: Ausgang AE 2 nur ICC 300 / 350
ICC 200: Mono Output
J8 Rel. 1: Ausgang AE 1 nur ICC 200
Board

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Testprogramm Nr. 6
Relais-Test

Übersicht über die Möglichkeiten des Relais-Tests

Test Nr. 0
Alle Relais abschalten

Test-Gegenstand Relais-Zustand Bemerkungen

Netzeinschalt-
Rel. 1, Motherboard ausgeschaltet
strombegrenzung

alle anderen Relais ausgeschaltet

Test Nr. 1
Alle Relais einschalten

Test-Gegenstand Relais-Zustand Bemerkungen

Netzeinschalt-
Rel. 1, Motherboard eingeschaltet
strombegrenzung
je nach Codier-
steckerbestückung ein- bzw.
Rel. 2, Motherboard
kapazitiv geerdet ausgeschaltet
(nur ICC 350)

alle anderen Relais eingeschaltet

Sämtliche Relais auf den zusätzlich für das ERBOTOM ICC 350 MIC benötigten Leiterplatten werden
eingeschaltet!
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 23 / 264


Testprogramm Nr. 7
Einstellung der NESSY-Version

Allgemeine Beschreibung
Mit diesem Programm können Sie vier NESSY-Versionen einstellen. Nach Start des Testprogramms sehen
Sie durch Betätigen der Taste 3 folgende Anzeigen am Display:

Anzeige

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

NE.1 || bzw. |

Im Feld AUTO COAG bedeutet :


|| geteilte Neutralelektrode,
| ungeteilte Neutralelektrode.
Mit den Tasten 8 (Up) bzw. 9 (Down) können Sie vier verschiedene NESSY-Versionen einstellen:

Nr. AUTO CUT AUTO COAG 1 Bemerkungen

1 NE.1 || bzw. | für geteilte und nicht geteilte Elektroden

2 NE.2 | nur für nicht geteilte Elektroden

nur für geteilte Elektroden; akustischer (3 mal)


3 NE.3 ||
und optischer Alarm
nur für geteilte Elektroden; akustischer
4 NE.4 ||
(Dauerton) und optischer Alarm

Nach Ende des Tests wird die NESSY-Versionsnummer gespeichert. Versionsnummer 1 ist Standardversi-
on, die bei der Auslieferung des Geräts eingestellt ist. Bei Speicherausfall wird automatisch die
Versionsnummer 1 eingestellt. Beim Einschalten der Netzversorgung wird die Versionsnummer 2, 3 oder 4
kurz angezeigt, falls sie eingestellt ist. Die Standardversion Nr. 1 wird nicht angezeigt.

24 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Testprogramm Nr. 8
Anzeige der Software-Version und
eventueller Optionen

Allgemeine Beschreibung
Mit diesem Programm können Sie die Software-Version anzeigen, beim ICC 350 und ICC 300 erhalten Sie
zudem noch die Anzeige einer Optionserkennungsnummer.
Nach Start des Programms sehen Sie folgende Anzeige:

Anzeige

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Snr x.xx y

Darin bedeuten:
x.xx Software-Version-Nr. (z.B. 2.0)
y Option-Kenn-Nr. (z.B. 8).

Kenn-
Nr. bedeutet

0 Gerät ohne Option

1 ICC 350: Neurotest ZMK

2 ICC 350: Neurotest TUR

8 ICC 350: ENDO CUT-Funktion

16

32

64

128
Art.-Nr. 80116-200

256
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Der Kenn-Nummer liegt eine duale Codierung zugrunde:


Beispiel
Kenn-Nr. 2 bedeutet ICC 350 Neurotest TUR
Kenn-Nr. 9 bedeutet ICC 350 Neurotest ZMK + Endocut
1 + 8

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 25 / 264


Testprogramm Nr. 9
Aktivierung von Anzeigeprogrammen zur
Anzeige von Meßwerten

Allgemeine Beschreibung
Dieses Programm aktiviert Anzeigen im Stand-by-Moodus oder bei der Aktivierung. Mit Taste 3 wird das
Testprogramm Nr. 9 gestartet.
Nach dem Start sehen Sie folgende Anzeige:
Anzeige

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

nr. 0

Innerhalb des Testprogramms Nr. 9 können 22 Unterprogramme zur Anzeige ganz bestimmter Daten abge-
rufen werden, wobei die Unterprogramme 16 bis 22 nur zur Benutzung beim Hersteller bestimmt sind.
Diese Unterprogramme können nun mit den Tasten 8 (Up) bzw. 9 (Down) eingestellt werden. Ist das ge-
wünschte Anzeigeprogramm angewählt, so wird es wieder mit Taste 3 aktiviert. Das ausgewählte
Anzeigeprogramm bleibt bis zum Ausschalten der Netzspannung aktiv!

Anzeige

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

nr. 0 ... 22

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Anzeigeprogramme Nr. 1–3

Das gewählte Anzeigeprogramm zeigt nun während des regulären Betriebs des Gerätes die gewünschten
Daten an. Hierzu müssen die entsprechenden Betriebsarten eingestellt sein und das Zubehör aktiviert wer-
den.
Das Anzeigeprogramm bleibt bis zum Ausschalten der Netzspannung aktiv. Um zum normalen Betrieb
zurückzukehren, muß das Gerät für kurze Zeit aus- und wieder eingeschaltet werden.

Anzeigeprogramm Nr. 1: nicht belegt

Anzeigeprogramm Nr. 2: nicht belegt

Anzeigeprogramm Nr. 3:
ST-Generator-Zeitsteuerung bei Aktivierung von SPRAY oder FORCED.
Anzeige beim ICC 350 und ICC 300:
AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

ttt P2 P3 tst

ttt Differenz Soll-Frequenz zu Ist-Frequenz


P2 eingestellte Leistung [W]
P3 eingestellte Leistung [W]
tst Abkürzung des Test-Titels (Zeit-ST-Stufe)

Anzeigeprogramm Nr. 3:
ST-Generator-Zeitsteuerung bei Aktivierung von FORCED.
Anzeige beim ICC 200:
AUTO CUT AUTO COAG

ttt tst
Art.-Nr. 80116-200

ttt Differenz Soll-Frequenz zu Ist-Frequenz


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tst Abkürzung des Test-Titels (Zeit-ST-Stufe)

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 27 / 264


Anzeigeprogramme Nr. 4–5

Anzeigeprogramm Nr. 4:
ST-Generator-Meßwerte bei ST-Generator-Aktivierung.
Ausgangsmeßwerte Ust, Ist
Anzeige beim ICC 350 und ICC 300:

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

uuu iii P3 UI

uuu Meßwert des Ausgangsspannungssensors


iii Meßwert des Ausgangsstromsensors
P3 Eingestellte Leistung [W]
UI Abkürzung des Test-Titels (Spannungs- und Strommessung)

Anzeigeprogramm Nr. 4:
ST-Generator-Meßwerte bei ST-Generator-Aktivierung.
Aktivierung FORCED
Anzeige beim ICC 200:

AUTO CUT AUTO COAG

uuu USt

uuu Meßwert des Ausgangsspannungssensors

Anzeigeprogramm Nr. 5:
Netzteil-Meßwerte bei ST-Generator-Aktivierung.
Meßwerte Unt, Int
Anzeige beim ICC 350 und ICC 300:

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

uuu iii P3 UI

uuu Meßwert der Netzteil-Spannung


iii Meßwert des Netzteil-Stroms
P3 eingestellte Leistung
UI Abkürzung des Test-Titels (Spannungs-, Strommessung)

28 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Anzeigeprogramme Nr. 5–7

Anzeigeprogramm Nr. 5:
Netzteil-Meßwerte bei ST-Generator-Aktivierung, Aktivierung FORCED.
Meßwerte Unt, Int
Anzeige beim ICC 200:

AUTO CUT AUTO COAG

uuu Unt

uuu Meßwert der Netzteil-Spannung

Anzeigeprogramm Nr. 6:
ST-Generator-Meßwerte bei ST-Generator-Aktivierung, Aktivierung FORCED.
Meßwert Ist
Anzeige beim ICC 200:

AUTO CUT AUTO COAG

iii Ist

iii Meßwert des Ausgangsstromsensors

Anzeigeprogramm Nr. 7:
Netzteil-Meßwerte bei ST-Generator-Aktivierung, Aktivierung FORCED.
Meßwert Int
Anzeige beim ICC 200:
Art.-Nr. 80116-200

AUTO CUT AUTO COAG


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iii Int

iii Meßwert des Netzteilstroms

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 29 / 264


Anzeigeprogramm Nr. 8

Anzeigeprogramm Nr. 8:
Meßwerte bei Aktivierung des Sinus-Generators.
AUTO CUT, AUTO COAG 1 und 2 im SOFT-Mode, AUTO BIPOLAR
Ausgangsmeßwert Uist
Anzeige beim ICC 350 und ICC 300:

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

ppp uuu cos PU

ppp HF-Ausgangsleistung [W], aktuelle Ausgangsleistung


uuu HF-Ausgangsspannung [V], aktuelle Ausgangsspannung
cos cos-ö-Wert aus der Tabelle (nur ICC 350)
PU Abkürzung des Test-Titels (Leistungs- und Spannungsmessung)

Anzeigeprogramm Nr. 8:
Meßwerte bei Aktivierung des Sinus-Generators.
AUTO CUT, AUTO COAG 1 und 2 im SOFT-Mode, AUTO BIPOLAR
Ausgangsmeßwert Uist
Anzeige beim ICC 200:

AUTO CUT AUTO COAG

ppp P

ppp HF-Ausgangsleistung [W]


P Abkürzung des Test-Titels (Leistungsmessung)

30 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Anzeigeprogramm Nr. 9

Anzeigeprogramm Nr. 9:
Meßwerte bei Aktivierung des Sinus-Generators.
AUTO CUT, AUTO COAG 1 und 2 im SOFT-Mode, AUTO BIPOLAR
Ausgangsmeßwerte Ireal, cos ö (Realteil des Stroms und cos ö zwischen Spannung und Strom)
Anzeige beim ICC 350 und ICC 300:

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

iii cos ppp IC

iii Realteil des Meßwerts vom HF-Ausgangsstroms


cos cos-ö-Wert aus der Tabelle (nur ICC 350)
ppp HF-Ausgangsleistung [W] beim ICC 350
IC Abkürzung des Test-Titels (Strommessung und cos ö-Messung)

Anzeigeprogramm Nr. 9:
Meßwerte bei Aktivierung des Sinus-Generators.
AUTO CUT, AUTO COAG 1 und 2 im SOFT-Mode, AUTO BIPOLAR
Ausgangsmeßwert: Meßwert des Realteils vom HF-Ausgangsstrom
Anzeige beim ICC 200:

AUTO CUT AUTO COAG

iii I

iii Meßwert des Realteils vom HF-Ausgangsstrom


I Abkürzung des Test-Titels (Strommessung)
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 31 / 264


Anzeigeprogramme Nr. 10–11

Anzeigeprogramm Nr. 10:


Meßwerte bei Aktivierung des Sinus-Generators.
AUTO CUT, AUTO COAG 1 und 2 im SOFT-Mode, AUTO BIPOLAR
Ausgangsmeßwert Uist
Anzeige beim ICC 200:

AUTO CUT AUTO COAG

uuu U

uuu HF-Ausgangsspannung [V]


U Abkürzung des Test-Titels (Spannungsmessung)

Anzeigeprogramm Nr. 11:


Meßwerte bei Aktivierung des Sinus-Generators.
AUTO CUT, AUTO COAG 1 und 2 im SOFT-Mode, AUTO BIPOLAR
Ausgangsmeßwert cos ö
Anzeige beim ICC 200:

AUTO CUT AUTO COAG

cos Cos

cos cos-ö-Wert aus der Tabelle


Cos Abkürzung des Test-Titels (cos-ö-Messung)

32 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Anzeigeprogramme Nr. 12 (Beginn)

Anzeigeprogramm Nr. 12:


Berührungswiderstand bei AUTO START, im Stand-by-Betrieb.
Nur gültig bei AUTO START 0, 1, 2 und im Stand-by-Betrieb!
Anzeige beim ICC 350 und ICC 300:

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

uuu P2 P3 br

uuu Messwert der Berührungsmonitor-Spannungsmessung


P2 eingestellte Leistung bei AUTO COAG 1 [W]
P3 eingestellte Leistung bei AUTO COAG 2 [W]
br Berührungsmonitor

Anzeigeprogramm Nr. 12:


Berührungswiderstand bei AUTO START, im aktivierten Zustand.
Nur gültig bei AUTO START 0, 1, 2 und im aktivierten Zustand!
Anzeige beim ICC 350 und ICC 300:

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

rda P2 P3 br

rda errechneter Wert des Berührungswiderstands [Ohm]


P2 eingestellte Leistung bei AUTO COAG 1 [W]
P3 eingestellte Leistung bei AUTO COAG 2 [W]
Art.-Nr. 80116-200

br Berührungsmonitor
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 33 / 264


Anzeigeprogramm Nr. 12 (Fortsetzung)

Anzeigeprogramm Nr. 12:


Berührungswiderstand bei AUTO START, im Stand-by-Betrieb.
Anzeige beim ICC 200:

AUTO CUT AUTO COAG

uuu br

uuu Messwert der Berührungsmonitor-Spannungsmessung


br Berührungsmonitor

Anzeigeprogramm Nr. 12:


Berührungswiderstand bei AUTO START, im aktivierten Zustand.
Anzeige beim ICC 200:

AUTO CUT AUTO COAG

rda br

rda errechneter Wert des Berührungswiderstands [Ohm]


br Berührungsmonitor

34 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Anzeigeprogramme Nr. 15

Anzeigeprogramm Nr. 15:


NESSY- Übergangswiderstand im Stand-by-Betrieb und bei Aktivierung
Anzeige beim ICC 350 und ICC 300:

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

rüb P2 P3 br

rüb errechneter Wert des NESSY- Übergangswiderstands [Ohm]


P2 eingestellte Leistung bei AUTO COAG 1 [Watt]
P3 eingestellte Leistung bei AUTO COAG 2 [Watt]
br Berührungsmonitor

Anzeigeprogramm Nr. 15:


NESSY- Übergangswiderstand im Stand-by-Betrieb und bei Aktivierung
Anzeige beim ICC 200:

AUTO CUT AUTO COAG

rüb r

rüb errechneter Wert des NESSY- Übergangswiderstands [Ohm]


r Berührungsmonitor
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 35 / 264


Anzeigeprogramm Nr. 13–22

HINWEIS

Anzeigeprogramme Nr. 13 und Nr. 14 sind nicht belegt! Die Programme Nr. 17–22 sind nur für den internen
Gebrauch beim Hersteller bestimmt.

36 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Testprogramm Nr. 10
Veränderung der maximalen Einschaltdauer

Allgemeine Beschreibung
Mit diesem Programm können Sie die Begrenzung der Einschaltdauer beim ICC 200, 300 und 350 verän-
dern. Der Einstellbereich erstreckt sich von 3 bis 960 Sekunden.
Mit den zugehörenden »Up«- bzw. »Down«-Tasten kann die Einschaltdauerbegrenzung für jede Strom-
qualität einzeln eingestellt werden.
Beim ICC 350 können in den einzelnen Programmspeichern für jeden Anwender unterschiedliche Einstel-
lungen der Einschaltdauer gespeichert werden. Dies geschieht nach Anwahl der Programmnummer mit der
Programmspeichertaste 2 und anschließender Änderung der jeweiligen Stromqualitäten mit der zugehöri-
gen »Up«- bzw. »Down«-Taste.
Nach Abbruch des Testprogramms 10 mit der Taste 3 wird die vorgenommene Einstellung gespeichert.
Bei Speicherausfall sowie im Auslieferungszustand wird die max. Einschaltdauer aller Programme und
Stromqualitäten (CUT, COAG 1, COAG 2, BIPOLAR) auf 90 Sekunden eingestellt.
Nach dem Start des Testprogramms 10 mit Taste 3 sehen Sie folgende Anzeige:

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

t1 t2 t3 t4

• t1: Einschaltdauerbegrenzung für AUTO CUT in Sekunden


• t2: Einschaltdauerbegrenzung für AUTO COAG 1 in Sekunden
• t3: Einschaltdauerbegrenzung für AUTO COAG 2 in Sekunden
• t4: Einschaltdauerbegrenzung für AUTO BIPOPLAR in Sekunden.

Mit folgenden Tasten können Sie die max. Einschaltdauer verstellen:

• AUTO CUT : Tasten 4 und 5


• AUTO COAG 1 : Tasten 8 und 9
• AUTO COAG 2 : Tasten 11 und 12
Art.-Nr. 80116-200

• AUTO BIPOLAR : Tasten 15 und 16


09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 37 / 264


Testprogramm Nr. 11
Meßwertausgabe der Meßkanäle

Mit diesem Programm können Sie die internen Versorgungsspannungen und die Temperatur des Gerätes
messen. Außerdem können Sie alle analogen direkten Meßkanäle 1, 2, 3 und 4 sowie alle analogen Multi-
plex-Meßkanäle anzeigen.
Nach Start des Testprogramms sehen Sie folgende Anzeige:

Anzeige ICC 350 / 300

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

U 0 XX.X

U– 1 XX.X

U 2 XX.X

tPt ttt xxx

Ch 4 … 22 yyy

• XX.X Spannungswert [V]


• ttt Temperatur [°C]
• xxx ADC Meßwert im Bereich 0 … 255
• yyy ADC Meßwert im Bereich 0 … 255

Mit den Tasten »Up« (8) bzw. »Down« (9) rufen Sie die Unterprogramme U, U-, tPt und Ch 4 … 22 auf.
U0 ist die auf +15 Volt geregelte Kleinspannung ±10 %
U–1 ist die auf –15 Volt geregelte Kleinspannung ±10 %
U2 ist die auf + 24 Volt geregelte Kleinspannung ±10 %
tPt ist die Temperaturanzeige der Endstufe ±15 %
Ch4 … 22 sind die analogen Meßkanäle gemäß nachfolgender Tabelle:
Anzeige ICC 200

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

U.15 XX.X

–15 XX.X

U.24 XX.X

tPt ttt

C.aa yyy

38 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Testprogramm Nr. 11
Meßwertausgabe der Meßkanäle

• XX.X Spannungswert [ V ]
• ttt Temperatur [°C ]
• C.aa Kanal-Nummer
• yyy ADC Meßwert im Bereich 0 ... 255

Mit den Tasten »Up« (8) bzw. »Down« (9) rufen Sie die Unterprogramme U, U-, tPt und C. 4-22 auf.
U0 ist die auf +15 Volt geregelte Versorgungsspannung
U–1 ist die auf –15 Volt geregelte Versorgungsspannung
U2 ist die auf +24 Volt geregelte Versorgungsspannung
tPt ist die Temperaturanzeige der Endstufe
C. 4 … 22 sind die analogen Meßkanäle gemäß nachfolgender Tabelle.

Spannungs-Test U 0 bzw. U.15


Messung und Anzeige der geregelten +15 Volt Versorgungsspannung
Anzeige XX.X: z.B. 14.6 entspricht 14,6 Volt

Spannungstest U–1 bzw. –15


Messung und Anzeige der geregelten –15 Volt Versorgungsspannung
Anzeige XX.X: z.B. 14.6 entspricht –14,6 Volt

Spannungstest U 2 bzw. U.24


Messung und Anzeige der geregelten +24 Volt Versorgungsspannung
Anzeige XX.X: z.B. 23.6 entspricht +23,6 Volt

Messung der Endstufentemperatur


Anzeige tPt 25 bedeutet, daß die geräteinterne Temperatur 25 °C beträgt.
Art.-Nr. 80116-200

Test der analogen Meßkanäle (Untertest 4 … 22)


09 / 2004

Messung und Anzeige der 19 geräteinternen analogen Meßkanäle (nur für internen Gebrauch).

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 39 / 264


40 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Testprogramm Nr. 12
Einstellung der FORCED-Spannung

Allgemeine Beschreibung
Bei Aufruf dieses Programms wird die eingestellte FORCED-Version angezeigt. Mit Taste »Up« (8) bzw.
»Down« (9) können Sie jeweils eine von drei (V2.0) bzw. vier (V4.0) FORCED-Version-Versionen einstellen.
Bei der FORCED-Koagulation erzeugt der ST-Impulsgenerator kurze Impulse mit einer hohen Leerlauf-
spannung. Die hohe Leerlaufspannung hat Vor- und Nachteile, die in diesem Absatz bei den Eigenschaften
beschrieben werden.
Mit Testprogramm 12 kann die Leerlaufspannung in Abhängigkeit von der eingestellten Leistungsbegrenzung
verändert werden.
Nach Start des Testprogramms sehen Sie folgende Anzeige:

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

For. vs nr

For. Spannungsbegrenzung für FORCED-Koagulation


vs nr: FORCED-Version Nr. 1…3 (V2.0) bzw. 1…4 (V4.0)
Aufruf der Versions-Nummer mit Taste »Up« (8) bzw. »Down« (9).

Forced-Version vs nr 1
Von 1 bis 30 Watt Leistungsbegrenzung steigt die Leerlaufspannung kontinuierlich bis ca. 1300 Vp an.
Ab 30 Watt Leistungsbegrenzung wird die Leerlaufspannung auf ca. 1300 Vp begrenzt.

Eigenschaften der Version vs nr 1


• geringe Bildstörung bei Monitoren.
• Verbrennungsgefahr der Verbrennung bei Berührung einer Klemme.
• gute Koagulation über eine Klemme ohne große Funkenbildung.
• keine große Funkenbildung auch bei hoher Leistungseinstellung.
• um die Leistung in das Gewebe zu leiten, muß das Gewebe berührt werden (keine Leistungsübertragung
über Funken).
Art.-Nr. 80116-200

FORCED-Version vs nr 2
09 / 2004

Von 1 bis 30 Watt Leistungsbegrenzung steigt die Leerlaufspannung kontinuierlich bis ca. 1300 Vp an. Ab
30 Watt Leistungsbegrenzung steigt die Leerlaufspannung weiter an:
Leerlaufspannung bei 40 Watt: ca 1500 Vp
Leerlaufspannung bei 50 Watt: ca 1700 Vp
Leerlaufspannung bei 60 Watt: ca 1900 Vp
Leerlaufspannung von 80 bis 120 Watt: ca 2300 Vp.

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 41 / 264


Testprogramm Nr. 12
Einstellung der FORCED-Spannung

Eigenschaften der Version vs nr 2


Die Eigenschaften liegen zwischen denen der vs nr 1 und denen der vs nr 3.

FORCED-Spannungsversion vs nr 3
Von 1 bis 30 Watt Leistungsbegrenzung steigt die Leerlaufspannung kontinuierlich bis ca. 2300 V p an. Ab
30 Watt Leistungsbegrenzung wird die Leerlaufspannung auf ca. 2300 V p begrenzt.

Eigenschaften der Version vs nr 3


• Bildstörungen bei Monitoren möglich.
• Verbrennungsgefahr bei Berührung mit einer Klemme möglich.
• große Funkenbildung bei Koagulation über eine Klemme.
• große Funkenbildung auch bei 30 Watt Leistungseinstellung.
Um hochfrequente Leistung in das Gewebe zu leiten, muß das Gewebe nicht unbedingt berührt werden
(Stromfluß oder Leistungsübertragung (siehe vs nr 2) über Lichtbogen möglich).

FORCED-Spannungsversion vs nr 4
Von 1 bis 30 Watt Leistungsbegrenzung steigt die Leerlaufspannung kontinuierlich bis ca. 2600 V p an. Ab
30 Watt Leistungsbegrenzung wird die Leerlaufspannung auf ca. 2600 V p begrenzt.

Eigenschaften der Version vs nr 4


• Bildstörungen bei Monitoren möglich.
• Verbrennungsgefahr bei Berührung mit einer Klemme möglich.
• große Funkenbildung bei Koagulation über eine Klemme.
• große Funkenbildung auch bei 30 Watt Leistungseinstellung.
Um hochfrequente Leistung in das Gewebe zu leiten, muß das Gewebe nicht unbedingt berührt werden
(Stromfluß oder Leistungsübertragung (siehe vs nr 2) über Lichtbogen möglich).

Wichtige Anmerkungen
• Die eingestellte vs nr gilt nur für FORCED AUTO COAG 1, FORCED AUTO COAG 2 und für
Programm 0 bis 11.
• Beim MIC-Programm ist die vs nr 1 automatisch eingestellt.
• Bei Speicherausfall wird automatisch die vs nr 1 eingestellt.
Beim Einschalten der Netzversorgung wird die vs nr 2, vs nr 3 oder vs nr 4 (V4.0) kurzzeitig angezeigt. Die
Standardversion vs nr 1 wird nicht angezeigt.

42 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Testprogramm Nr. 16
Vor-Information:
Empfohlene Meßmittel

Meßmittel
Um einen Service an den Geräten der Serie ICC durchführen zu können, sind verschiedene Meßgeräte
nötig. Die folgende Liste stellt zur schnelleren Übersicht empfehlenswerte Meßmittel zusammen.

ACHTUNG !
Einzelne Teile und Platinen der Geräte liegen auf Netzspannungspotential! Nach Abnehmen des Gehäuse-
deckels besteht Gefahr eines elektrischen Schlags infolge unabsichtlichen Berührens bei eingestecktem
Netzstecker!

Das HF-Leistungsmeßgerät, das Oszilloskop und der Frequenzzähler müssen floatend betrieben werden!

Das Gerät enthält eine Lithium-Batterie, die nur in vollständig entladenem Zustand (d.h. nach Gebrauchs-
ende) in Altbatteriesammelgefäße gegeben werden soll! Andernfalls ist lt. Batterieverordnung Vorsorge
gegen Kurzschluß zu treffen!

Meßmittel ERBE-Best.-Nr.

HF-Leistungsmeßgerät —

Testbox 2 20183-040

Trenntrafo für APM 600 20100-013

Adapterkabel für NESSY-Monitor 20100-003

Adapterkabel bipolar 20100-004

Meßkabel für NF-Patientenleckstrom 20100-009

2-Kanal-Oszilloskop (> 40 MHz) —

Frequenzzähler —
Art.-Nr. 80116-200

Multimeter mit µA-Bereich —

Testbox 70 V für Funkenmonitor ICC 20100-019


09 / 2004

Testbox Bipolar Startautomatik ICC 20100-017

Verlängerungsplatine 30183-106

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 43 / 264


Testprogramm Nr. 16
Vor-Information:
Codierstecker auf der Anzeigeplatine

Allgemeines
Auf der Anzeigeplatine befinden sich Steckplätze für Codierstecker, mit Hilfe derer durch Stecken von sog.
»Jumpern« spezielle Software aktiviert werden kann, durch die unsere HF-Chirurgiegeräte der ICC-Serie
an vorgegebene Sonderbedingungen (wie sie z.B. für verschiedene Länder notwendig sind) angepaßt wer-
den oder mittels derer bestimmte Tests für Prüffeld und Service durchgeführt werden können.

WARNUNG
Diese Codierstecker werden bereits während der Fertigung gesetzt und dürfen auf keinen Fall willkürlich
verändert werden! Bei einem Software-Update muß darauf geachtet werden, daß die Codierstecker richtig
gesteckt sind! Reservestecker befinden sich in der Tüte bei den Ersatzsicherungen.

Wo befinden sich die Steckplätze für die Codierstecker?


Betrachtet man bei geöffnetem Gerät die Anzeigeplatine von innen aus der Perspektive der Rückwand, so
ergibt sich folgendes stilisiertes Bild:

J3–J6
3 6

Stecker
zur CPU
LED-Display LED-Display LED-Display LED-Display

J7–J10 J7–J10
7 10 7 10

Nur bei ICC 300 rechts!

Zur Aufnahme der Codierstecker sind zwei Blöcke vorhanden: Oben rechts befindet sich der Block mit den
Steckplätzen J3–J6, unten links (ICC 300: unten rechts) ist der Block mit den Steckplätzen J7–J10.

44 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Testprogramm Nr. 16
Vor-Information:
Codierstecker auf der Anzeigeplatine

Block 1

Codierstecker nicht
Platz Funktion Codierstecker gesteckt
gesteckt
Nur ICC 350:
Umschaltung der Neutral-
Ausgangsbeschaltung mit Ausgangsbeschaltung ist
J3 elektrode auf »kapazitiv
kapazitiver Erdung. »Floating output«.
geerdet« bzw. »Floating
output«.
Maximaltemperatur des
Nur für Testzwecke! In dieser Einstellung wird das
J4 Generators wird angezeigt
Temperaturanzeige. Gerät ausgeliefert.
(ERROR 11).
J5 hat Funktion zusammen mit
J5 (siehe folgende Erklärung) (siehe folgende Erklärung)
J6.
J6 hat Funktion zusammen mit
J6 (siehe folgende Erklärung) (siehe folgende Erklärung)
J5.

Die Steckplätze J5 und J6 werden von der CPU als Dualzahl gelesen. Damit sind durch Stecken dieser
Codierstecker vier unterschiedliche, voneinander unabhängige Funktionsweisen programmierbar:

J5 J6 Beschreibung der eingestellten Funktion

frei frei Keines der folgenden 3 Programme ist ausgewählt.

gest. frei Berührungsmonitor ist gesperrt und AUTO-START-Anzeige steht auf »aus«.

Während der Aktivierung schaltet ein weiteres Aktivierungssignal beliebiger Quelle


frei gest.
die Geräteaktivierung aus (spanische Verordnung).
HF-Leckstrom > 150 mA, aber < 300 mA:
Dreifacher optischer und akustischer Alarm wird ausgelöst.
Art.-Nr. 80116-200

gest. gest. HF-Leckstrom > 300 mA:


Der HF-Generator wird ausgeschaltet. Optischer und akustischer Alarm wird
09 / 2004

ausgelöst.

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 45 / 264


Testprogramm Nr. 16
Vor-Information:
Codierstecker auf der Anzeigeplatine

Block 2 (ab Version 1.06)

Codierstecker nicht
Platz Funktion Codierstecker gesteckt
gesteckt

J7 (noch unbenutzt) (entfällt) (entfällt)

Niederohmiger Lastbetrieb Deaktivierung von ERROR 30


< 5 Ohm löst ERROR 30 aus bei BIPOLAR COAG möglich
zum Schutz von Zubehör und (ab V 2.00): ERROR-30-Warnung
Generator. - nach 4 s rote LED (Fehldos.) erscheint, weil Aus-
J8
ERROR 30 kann hier - Ausgangsstrom max. 1,5 A lieferungszustand (nicht USA,
deaktiviert werden beim - keine ERROR-Meldung hier ERROR 30 deaktiviert).
Aktivieren von AUTO (Diese Spezifikation gilt
BIPOLAR. vornehmlich für die USA.)

Unabhängig von der Wahlmöglichkeit sind spezielle Einstellungen für bestimmte Länder notwendig. Diese
sind der folgenden Matrix zu entnehmen. Dabei gilt:
1 Codierstecker muß gesteckt sein,
o Codierstecker darf nicht gesteckt sein,
x (gemäß Beschreibung Block 1).

Land J5 J6 J7 J8

Deutschland o o keine Funktion lt. Tabelle oben

Länder Europas (Ausnahme s.u.) o o keine Funktion lt. Tabelle oben

England 1 o keine Funktion lt. Tabelle oben

Spanien o 1 keine Funktion lt. Tabelle oben

Japan 1 1 keine Funktion lt. Tabelle oben

USA x x keine Funktion 1

46 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Testprogramm Nr. 16
Vor-Information:
Codierstecker auf der Anzeigeplatine

Hinweis zu ERROR 30
Bei der bipolaren Koagulation kann es vorkommen, daß über einen längeren Zeitraum ein Kurzschluß an
einer bipolaren Pinzette entsteht. Insbesondere bei dünnen Pinzetten besteht bei einem Kurzschluß die
Gefahr, daß die Pinzette wegen des hohen Stromes zu glühen beginnt und der HF-Generator durch Fehlan-
passung beschädigt wird.
Da bei einem Koagulationsvorgang mit den gängigen bipolaren Instrumenten der Gewebewiderstand übli-
cherweise nach Beginn der Koagulation durch Desikkation des Gewebes schnell Werte über 50 Ohm erreicht,
wird davon ausgegangen, daß bei einem anhaltend kleinen Widerstand von weniger als 50 Ohm ein Fehler-
zustand besteht, was durch ERROR 30 gemeldet wird.
Darüber hinaus gibt es großflächige Koagulationszangen, bei denen – sofern die Schenkel nur geringförmig
geöffnet sind – sich ein Widerstand kleiner als 50 Ohm einstellt. Aktiviert der Operateur ein solches Instru-
ment mit kleiner Schenkelöffnung, wird nach ca. 5 Sekunden ERROR 30 gemeldet und die Aktivierung
abgeschaltet. Diese Fehlermeldung wird von einigen Operateuren als störend empfunden. In diesen beson-
deren Fällen kann die Fehlermeldung ERROR 30 bei Geräten ab der Version 2.00 mittels Codierstecker in
Position J8 abgeschaltet werden. In diesem Fall wird bei einem Widerstand kleiner als 50 Ohm der Aus-
gangsstrom des ICC auf 1,5 A begrenzt.

WARNUNG
Bei einer Leistungseinstellung größer als 20 W besteht bei Kurzschlußbetrieb nach ca. 1 Minute die Gefahr
der Zerstörung des HF-Generators! Bei abgeschalteter Fehlermeldung ERROR 30 erfolgt keine Warnung!
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 47 / 264


Testprogramm Nr. 16
Allgemeine Beschreibung

Allgemeine Beschreibung
Alle Justagearbeiten werden ausschließlich mit Hilfe dieses Testprogramms durchgeführt. Hierbei ist die
Reihenfolge von Justage 1 bis Justage 13 einzuhalten.
Test-Ende ist nur bei Einstellung Justage 0 (Ab 0 in der Anzeige) möglich.
Ist das Testprogramm 16 aktiv, wird bei kurzem Stromausfall bis ca. 15 Sekunden anschließend wieder das
Testprogramm 16 automatisch aufgerufen. Dauert der Stromausfall länger als 15 Sekunden, wird das Test-
programm nicht mehr automatisch aufgerufen.
Dieser Text beschreibt nur die Funktion des Programms. Die Justage des Gerätes erfolgt nach der Justage-
anleitung. Diese Justageanleitung ist Bestandteil der Service-Unterlagen.
Nach Start des Testprogramms mit Taste 3 sehen Sie folgende Anzeige:

Anzeige ICC 350 / 300

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Ab xx (0 … 13)

xx Justagetest-Nummer (beginnend mit 0)

Anzeige ICC 200

AUTO CUT AUTO COAG

Ab xx

xx Justagetest-Nummer (beginnend mit 0)


Justage 0 ist Ein- und Austieg des Testprogramms 16.

48 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Testprogramm Nr. 16
Liste der einzelnen Justagen

Testprogramm 16: Liste der einzelnen Justagen

Justage Funktion der Justage

1 Phasenbeziehung des Netzteils

2 Strom/-Spannungseinstellung des Netzteils

3 Einstellung der Ansteuerimpulsdauer des HF-Generators

4 Phasenbeziehung des HF-Generators

5 Strom/-Spannungseinstellung des HF-Generators

6 Strom/-Spannungseinstellung der verstärkten Meßwerte des HF-Generators

7 Phasenwinkel-Einstellung (cos Phi)

8 Justage des Funktionsmonitorsensors

9 Justage NESSY: Übergangswiderstand

10 HF-Leckstrommonitor

11 Einschaltschwelle des Berührungsmonitors

12 Dauer des Ansteuerimpulses und Frequenzeinstellung des ST-Generators

13 NF-Leckstrommessung und Einstellhilfe bei CF

Mit den Tasten »Up« (8) und »Down« (9) rufen Sie eine Justagetest-Nummer auf. Sie starten den Justage-
test mit Taste 3.
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 49 / 264


50 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage 1
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 51 / 264


Justage 1
Netzteil Phasenbeziehung

Vorgehen
• Netzkabel des ERBOTOM ICC ausstecken.
• Schwarze Leitungen am Brückengleichrichter BR 1 auf dem Motherboard abziehen und dafür an BR
1 einen einstellbaren Trenntransformator anschließen, dessen Ausgangsspannung auf 0 V eingestellt
ist. Bei gut vorabgeglichenen Platinen kann auch ein Transformator mit einer Festspannung von ca.
155 V AC benutzt werden.

ACHTUNG!
Bei Geräten, die auf 120 V eingestellt sind, muß unbedingt darauf geachtet werden, daß das Erbotom ICC
über einen Trenntransformator betrieben wird. Zusätzlich muß die Verbindung zwischen J15 und J20 auf
dem Motherboard von J15 abgezogen werden.

• 200 Ohm Lastwiderstand (z.B. APM 600) an MP1 = GND und MP2 auf Power-Module (Steckplatz
J5) anschließen.
• Oszilloskop an MP1 = GND und MP2 = Tastkopf auf QC-Power-Stage-Endstufe (Steckplatz
J4)anschließen.
• Netzkabel des Erbotom ICC wieder einstecken und Testprogramm 16, Justage 1 aktivieren.
• Aktivierung mit gelbem Pedal des Fußschalters (AUTO CUT).
• Ausgangsspannung am Trenntransformator langsam erhöhen. Bei korrekter Einstellung entspricht
der Spannungsverlauf dem unten abgebildeten Graphen, wobei der kleine Einbruch (ca. 20 V) neben
den Rechteckflanken ein gutes Beurteilungskriterium dazu darstellt.
• Phasenlage mit TP13 (Controlboard, Steckplatz J3) einstellen. Für die endgültige Einstellung ist die
Rechteckspannung auf ca. ±100 V zu erhöhen. (Anzeige im Feld AUTO CUT ca. 205).
• Nach erfolgter Einstellung ERBOTOM ICC vom Netz trennen, Kabel vom Trenntransformator zum
BR1 abziehen und die zwei schwarzen Leitungen wieder am Brückengleichrichter anschließen.

Abb.: Spannungsverlauf Netzteilleistung

T
1>

1) Ch 1: 50 Volt 500 ns

52 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage 1
Netzteil Phasenbeziehung

ICC 350
ICC 300

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Ab nPh vor Aktivierung

U NTG nPh bei Aktivierung

ICC 200
Art.-Nr. 80116-200

AUTO CUT AUTO COAG


09 / 2004

Ab nPh vor Aktivierung

U NTG nPh nach Aktivierung

• U NTG Netzteilspannung [V]


• nPh Justage der Phasenbeziehung des Netzteilgenerators

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 53 / 264


54 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage 2
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 55 / 264


Justage 2
Netzteil Ausgangsparameter

Vorgehen
• 500-Ohm-Lastwiderstand (APM 600) an MP1 = GND und MP2 = +U auf Platine »Power Module«
(Steckplatz J5) anschließen.
• Netzkabel am ICC einstecken.
• Testprogramm 16, Justage 2 aufrufen.
• ERBOTOM ICC mit gelbem Fußschalterpedal (AUTO CUT) aktivieren.
• TP2 auf dem Control-Board (Steckplatz J3) so einstellen, daß am HF-Leistungsmeßgerät 100 W
(Toleranz +0% / –7%) gemessen werden kann und im Display AUTO COAG 1 ein Netzteilstrom von
447 mA (Toleranz 444…455 mA) angezeigt wird. Im Display AUTO CUT wird eine Netzteilspannung
von 223 V (Toleranz 223…227 V) angezeigt.
• ICC vom Netz trennen und Verbindungskabel von MP1 und MP2 entfernen.

ICC 350
ICC 300

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Ab 2 nUI vor Aktivierung

U NTG I NTG I NTG V1 nUI bei Aktivierung

• U NTG Netzteilspannung [V]; Sollwert = 223 V


• I NTG Netzteilstrom [mA]; Sollwert = 447 mA
• I NTG V1 Verstärkter Netzteilstrom [mA]
• nUI Justage der Strom- und Spannungseinstellung des Netzteilgenerators

ICC 200

AUTO CUT AUTO COAG

nUI vor Aktivierung

U NTG I NTG nach Aktivierung

• U NTG Netzteilspannung [V]; Sollwert = 223 V


• I NTG Netzteilstrom [mA]; Sollwert = 447 mA

56 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage 2
Netzteil Ausgangsparameter
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 57 / 264


58 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage 3
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 59 / 264


Justage 3
Ansteuerimpulslänge HF-Generator

Vorgehen
• Ansteuerimpuls TS1 auf dem Control-Board (Steckplatz J3) an Meßpunkt MP6 = GND und MP2 =
Tastkopfspitze mit Oszilloskop messen.
• ICC einschalten und Testprogramm 16, Justage 3 aufrufen.
• Mit TP14 auf dem Control-Board (Steckplatz J3) eine Impulslänge von 350 ns einstellen.
ACHTUNG: Impuls ist invertiert.
• ICC vom Netz trennen.
• Tastkopf von MP6 und MP2 entfernen.

ICC 350
ICC 300

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Ab 3 thF automat. aktiv

• thF Impulsdauer des HF-Generators [ms]; Sollwert = 350 ns

ICC 200

AUTO CUT AUTO COAG

thF autom. aktiviert

• thF Impulsdauer des HF-Generators [ms]; Sollwert = 350 ns

60 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage 3
Ansteuerimpulslänge HF-Generator

5 V/Div

100 ns/Div
Art.-Nr. 80116-200

Abb.: Transistor-Schaltimpuls
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 61 / 264


62 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage 4
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 63 / 264


Justage 4
Phasenbeziehung HF-Generator

Vorgehen
• ICC wieder einschalten und Testprogramm 16, Justage 4 aufrufen.
• Mit Tastkopf 100 : 1 ist die Leerlauf-HF- Ausgangsspannung zwischen Aktiv- und Neutralelektrode
zu messen; bei 2 monopolaren Ausgängen: Ausgang CUT / COAG 2.
• ICC mit gelbem Fußschalterpedal (AUTO CUT) aktivieren.
• Unter Beobachtung der Ausgangsspannungsform ist die Netzteilspannung im Feld CUT zu erhöhen
( Anzeige AUTO CUT entspricht der Netzteil-Sollspannung; Anzeige AUTO COAG 1 entspricht der
Netzteil-Istspannung ). Mit TP15 auf dem Control-Board (Steckplatz J3) ist ein symmetrischer Sinus-
verlauf einzustellen.
• Bei maximaler Netzteilspannung (= 250 V) endgültige Einstellung vornehmen. Dabei auf gute sym-
metrische Sinusform und auf minimalen Netzteilstrom (= Anzeige im Feld AUTO BIPOLAR)
einstellen, dies bedeutet minimale Leerlauf-Verlustleistung (siehe Abb.). Achtung: Ein möglichst
guter Sinusverlauf hat vor dem absoluten Strom-Minimum Vorrang!

ICC 350
ICC 300

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

U SOLL = 30 V 4 Ph vor Aktivierung

U SOLL U NTG I NTG V1 I NTG bei Aktivierung

• U SOLL Netzteil-Sollspannung [V]


• U NTG Netzteilspannung [V]
• I NTG V1 Verstärkter Netzteilstrom [mA]
• I NTG Netzteilstrom [mA]

ICC 200

AUTO CUT AUTO COAG

U SOLL (Start = 30 V) nPh vor Aktivierung

U SOLL U NTG nach Aktivierung

• U SOLL Netzteil-Sollspannung [V]


• U NTG Netzteilspannung [V]

64 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage 4
Phasenbeziehung HF-Generator

300 V/Div

500 ns/Div
Art.-Nr. 80116-200

Abb.: HF-Leerlaufspannung
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 65 / 264


66 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage 5
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 67 / 264


Justage 5
HF- Generator Ausgangsparameter

Vorgehen
• Testprogramm 16, Justage 5 aufrufen.
• HF-Leistungsmeßgerät, z.B. APM 600 (Einstellung auf 500 Ohm) über ERBE-Originalkabel an ak-
tive und neutrale Elektroden-Ausgangsbuchsen des ICCs anschließen; bei 2 monopolaren Ausgängen:
Ausgang CUT / COAG 2 und NE- Buchse.
• Gerät mit dem gelben Pedal des Fußschalters aktivieren (AUTO CUT).
• Mit TP3 auf dem Control-Board (Steckplatz J 3) wird die HF- Ausgangsspannung so eingestellt, daß
am HF-Leistungsmeßgerät eine Leistung von 100 Watt und in der Anzeige im Feld AUTO CUT ein
Wert von 223 Volt HF-Effektivspannung (Toleranz 220…223 Volt) angezeigt wird.
• Unter Umständen muß vor dieser Einstellung TP 4 (HF-Strombegrenzung) so weit zurückgedreht
werden, daß keine Strombegrenzung wirksam ist!
• Mit TP4 auf dem Control-Board (Steckplatz J3) wird die HF-Strombegrenzung so eingestellt, daß
bei gleichbleibender Leistungsabgabe im Feld AUTO COAG 1 ein Wert von 447 mA HF-Effektiv-
strom erscheint (Toleranz 439…447 mA).
• Sofern die Messung des Phasenwinkels zwischen HF-Spannung und HF-Strom bei dieser Einstel-
lung im Feld AUTO COAG 2 einen Wert größer als 98 (das ist 100 · cos ö) ergibt, wird nach richtiger
Justage von Spannung und Strom im Feld AUTO BIPOLAR ein Wert von 100 Watt HF-Ausgangslei-
stung angezeigt (Toleranz 97…100 Watt ).
• Spannungsverlauf bei einer 500-Ohm-Last siehe Abb.

ICC 350
ICC 300

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Ab 5 UI vor Aktivierung

U HF I HF cos Phi P bei Aktivierung

ICC 200

AUTO CUT AUTO COAG

UI vor Aktivierung

U HF I HF nach Aktivierung

• U HF HF-Spannung [V]; Sollwert = 223 V


• I HF Realteil des HF-Stroms [mA]; Sollwert = 447 mA

68 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage 5
HF- Generator Ausgangsparameter

100 V/Div

Abb.: HF-Spannung an
R = 500 Ohm
Art.-Nr. 80116-200

500 ns/Div
09 / 2004

• cos Phi Phasenwinkel 0…100*) Sollwert = 100


•P abgegebene Wirkleistung [W]; Sollwert = 100 Watt an 500 R
cos-ö-Anzeige, wenn Taste »Up« (8) gedrückt ist.
P-Anzeige, wenn Taste »Down« (9) gedrückt ist.

*)Um die Nachkommastellen zu vermeiden, wird der 100fache Wert des Tabellenwerts von cos ö angezeigt, also 100 bedeutet cos ö = 1.

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 69 / 264


70 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage 6
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 71 / 264


Justage 6
HF-Generator Ausgangsparameter verstärkt

Vorgehen
• Testprogramm 16, Justage 6 aufrufen.
• Bei gleichem Aufbau wie bei Justage 5 wird das Gerät aktiviert. Dabei sollen an den HF-Leistungs-
meßgerät 5 Watt (Toleranz 4,5…5,5 Watt) abgegeben werden.
• Mit TP 5 auf der Platine Control-Board (Steckplatz J 3) wird die verstärkte HF-Spannungsmessung
so eingestellt, daß im Feld AUTO CUT ein Wert von 50 Volt HF-Ausgangsspannung angezeigt wird.
• Mit TP 6 auf Platine Control-Board wird die verstärkte HF-Strommessung eingestellt. Im Feld AU-
TO COAG 1 wird bei richtiger Einstellung der Wert 100 mA HF-Ausgangsstrom angezeigt.
• Im Feld Auto Bipolar wird die abgegebene Wirkleistung angezeigt.
• Im Feld Auto Coag 2 wird der Phasenwinkel cos ö angezeigt.

ICC 350
ICC 300

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Ab 6 UI vor Aktivierung

U HF I HF cos Phi P bei Aktivierung

ICC 200

AUTO CUT AUTO COAG

UI vor Aktivierung

U HF I HF nach Aktivierung

• U HF HF-Spannung verstärkt [V]; Sollwert = 50 V


• I HF Realteil des verstärkten HF-Stroms [mA]; Sollwert = 100 mA
• cos Phi Phasenwinkel 0…100 aus Tabelle Sollwert = 100
•P abgegebene Wirkleistung [W]; Sollwert = 5 Watt an 500 R
ICC 200:
cos-ö-Anzeige erscheint, wenn Taste »Up« (8) gedrückt ist.
P-Anzeige erscheint, wenn Taste »Down« (9) gedrückt ist.

72 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage 6
HF-Generator Ausgangsparameter verstärkt
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 73 / 264


74 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage 7
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 75 / 264


Justage 7
Phasenwinkel (cos ö)

Vorgehen
• Testprogramm 16, Justage 7 aufrufen.
• Über ERBE-Originalkabel ist das APM 600 (Einstellung auf 500 Ohm) mit dem ICC zu verbinden;
bei 2 monopolaren Anschlüssen: Anschluß aktive Ausgangsbuchse = CUT / COAG 2 und NE-Buch-
se.
• Kondensator mit 1000 pF (z.B. ERBE Bauteil Nr. EE 51103-026) parallel mit kurzen Leitungen
direkt über aktive Elektrode und NE-Buchsen des HF-Leistungsmeßgeräts anschließen.
Dies ergibt bei einer Frequenz von 340 kHz eine Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom
von 45°.
• Mit TP 7 auf Platine Control-Board (Steckplatz J3) wird das Gerät so eingestellt, daß im Feld
AUTO CUT ein Wert von 73 (Anzeige ist 100 · cos ö) und im Feld AUTO COAG 1 ein Wert von
120 (Analog / Digital-Converter-Meßwert) angezeigt wird.

ICC 350
ICC 300

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Ab 7 PHI vor Aktivierung

COS xxx PHI bei Aktivierung

ICC 200

AUTO CUT AUTO COAG

PHI vor Aktivierung

COS xxx nach Aktivierung

• COS cos-ö-Werte aus Tabelle; Sollwert = 73


0 bedeutet Phasenverschiebung = 90°
100 bedeutet Phasenverschiebung = 0°
• xxx analoger cos-ö-Meßwert; Bereich 0…255
• Veff HF-Ausgangsspannung;
200 mA Ausgangsstrombegrenzung

76 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage 7
Phasenwinkel (cos ö)
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 77 / 264


78 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage 8
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 79 / 264


Justage 8
Funkenmonitor

Vorgehen (gilt auch für Geräte ohne HIGH CUT oder ENDO CUT)
• Beim ICC 300 und ICC 200 ohne ENDOCUT sollte TP8 bis zum Anschlag nach oben eingestellt
werden (TP8 hierzu im Uhrzeigersinn drehen).
• Testprogramm 16, Justage 8 aufrufen.
• In den Patientenkreis wird zwischen dem Mittenkontakt der aktiven Buchse AE (bei 2 monopolaren
Ausgängen: Ausgang CUT / COAG 2) und der Buchse Neutrale Elektrode NE eine Gleichspannung
von 70 Volt eingespeist (AE = +, NE = –). Hierzu ist die ERBE TESTBOX 70 Volt empfehlenswert
(ERBE Best.-Nr. 20100-019).
• TP8 auf dem Control-Board (Steckplatz J3) wird so eingestellt, daß im Feld AUTO CUT ein Meß-
wert des A/D-Wandlers von 77 und im Feld AUTO COAG 1 ein Wert von 70 Volt DC angezeigt wird.
Beim ICC 200 ENDOCUT erscheint dieser Wert im Feld AUTO CUT, der Wert des A/D-Wandlers
wird nicht angezeigt.

ICC 350

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

xxx yyy FU Stand-by

ICC 200 ENDO CUT

AUTO CUT AUTO COAG

yyy FU Stand-by

• yyy eingespeiste Gleichspannung für den Funkenmeßwert (70 V)


• xxx analoger Funkenmeßwert
Der Eingang zum Anlegen der Prüfgleichspannung ist die Buchse CUT / COAG 2.

80 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage 8
Funkenmonitor
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 81 / 264


82 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage 9
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 83 / 264


Justage 9
NESSY-Widerstandsmessung

Vorgehen
• Testprogramm 16, Justage 9 aufrufen.
• Stecken Sie das ERBE Original NE-Kabel in die NE-Buchse des ICC-Geräts.
• Das angeschlossene ERBE Original NE-Kabel schließen Sie mit einem Widerstand von 120 Ohm ab
(EE-Adapterkabel Nr. 20100-003).
• TP9 auf der Platine Control-Board (Steckplatz J3) so einstellen, daß im Feld AUTO CUT ein Meß-
wert des A/D-Wandlers von 200 und im Feld AUTO COAG 1 ein Widerstand von 120 Ohm angezeigt
wird.
• Nun den Abschlußwiderstand gegen einen Widerstandswert von 40 Ohm tauschen. Jetzt wird die
Messung bei diesem Widerstand überprüft; es muß im Feld AUTO COAG 1 ein Widerstand von 40
Ohm (Toleranz 37…43 Ohm) angezeigt werden.

ICC 350
ICC 300

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

xxx R üb r Stand-by

ICC 200

AUTO CUT AUTO COAG

xxx R üb Stand-by

• R üb Übergangswiderstand an der Neutralen Elektrode [Ù]


• xxx analoger Meßwert des Übergangswiderstands.
Bei Widerstandswerten außerhalb der Meßgenauigkeit erfolgt als Anzeige ---.

84 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage 9
NESSY-Widerstandsmessung
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 85 / 264


86 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage 10
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 87 / 264


Justage 10
HF-Leckstrommessung

Vorgehen (dieser Abgleich findet nur beim ICC 350 statt!)


• Testprogramm 16, Justage 10 aufrufen.
• HF-Leistungsmeßgerät (Einstellung auf Lastwiderstand 350 Ohm) zwischen aktiver Elektrode der
Buchse CUT / COAG 2 (Zentrum) und Potentialausgleich anschließen.
• Jumper J3 an der Anzeigeplatine muß zu diesem Abgleich gesteckt sein (earthed referenced).
• NE-ERBE Original Adapterkabel kurzschließen. ICC 350 mit dem blauen Fußschalterpedal aktivie-
ren (AUTO COAG 1).
• Mit der Leistungseinstellung im Feld AUTO COAG 1 den zur Erde abfließenden Leckstrom auf ei-
nen Wert von 150 mAeff (Toleranz 131…169 mA) einstellen (HF-Effektivstrom-Meßgerät verwenden
oder am HF-Leistungsmeßgerät bei einem Lastwiderstand von 350 Ohm eine Leistung von 7,9 Watt
einstellen (Toleranz 6,0…10 Watt (aus P = I² · R folgt bei P = 7,9 Watt und R = 350 Ohm ein Strom
I = 150 mA).
• TP10 auf Platine Control-Board (Steckplatz J3) so einstellen, daß der HF-Leckstrom-Alarm gerade
optisch angezeigt wird (Leuchtdiode im Sicherheitsfeld blinkt und die Anzeige im Feld Auto Cut den
Wert 50 anzeigt).
• Durch Veränderung der Leistungseinstellung den Leckstrom erhöhen, bis zusätzlich ein akustischer
Alarm abgegeben wird. Dies sollte bei 300…350 mA (entsprechend 31,5…43 Watt am HF-Leistungs-
meßgerät bei obiger Einstellung) der Fall sein.

ICC 350

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

xxx ppp HFL Stand-by

• ppp eingestellte SOFT-COAG-Leistung, die bei Aktivierung verändert werden kann.


• xxx Meßwert der HF-Leckstrommessung.
Stellen Sie mit der Leistungseinstellung im Feld AUTO COAG 1 den zur Erde fließenden HF-Leckstrom auf
Ieff = 150 mA ein. Beim ICC 200 und 300 nicht belegt, weil dort kein HF-Leckstrom-Monitor vorhanden ist.

88 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage 10
HF-Leckstrommessung

ICC APM 600


AE NE
AE
Potentialausgleichs-
stift
NE-Kabel mit NE
Kurzschluß

I
3-m-Kabel HF Leck
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 89 / 264


90 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage 11
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 91 / 264


Justage 11
Berührungsmonitor

Vorgehen
• Testprogramm 16, Justage11 aufrufen.
• Am Ausgang BIPOLAR des ICC wird die ERBE Bipolar Testbox für die Bipolar-Startautomatik (EE
20100-017 ) oder entsprechende Festwiderstände (1,2 kOhm und 2,5 kOhm mit einer Belastbarkeit
von 15 Watt sowie 18 kOhm, 1 Watt ) über das EE-Bipolar-Originalkabel angeschlossen.
• Bei einem Widerstand von 2,5 kOhm (Buchse 1–2) muß im Feld AUTO CUT ein Wert von 25 ange-
zeigt werden. (Anzeige = Widerstand geteilt durch 100). Die Einstellung der Einschaltschwelle mit
TP11 auf Leiterplatte Control-Board (Steckplatz J3) erfolgt so, daß bei einem Lastwiderstand von
2,5 kOhm die Anzeige im Feld AUTO COAG 2 von »OFF« auf »On« wechselt.
• Nun wird die Kurzschlußüberwachung eingestellt, indem am Ausgang BIPOLAR ein 6-Ohm-Wider-
stand (Belastbarkeit = 0,5 Watt) angeschlossen wird. Daraufhin erscheint am Display AUTO COAG
1 die Anzeige »rLo«. Mit TP12 auf der Leiterplatte Control-Board J3 wird die Anzeige im Display
AUTO CUT auf einen Meßwert von 100 eingestellt.
• Prüfung des Abschaltverhaltens: Hierzu wird das Testprogramm 16 kurzzeitig verlassen durch An-
wahl von Testprogramm 0. Das ICC arbeitet im normalen Modus. AUTO START 1 einschalten. Die
bipolare Leistung ist auf 1 Watt einzustellen. Der Ausgang BIPOLAR wird an die Buchsen 1 und 3
der ERBE Prüfbox angeschlossen und somit mit 1,2 kOhm belastet. Der BIPOLAR-Generator muß
nach der Verzögerungszeit automatisch aktivieren. Nun wird der Taster 1 an der Prüfbox gedrückt.
Hierdurch erhöht sich der Belastungswiderstand auf 18 kOhm. Der BIPOLAR-Generator muß nun
abschalten.
• Diese Prüfung ist mit den Leistungseinstellungen 20 Watt, 40 Watt, 50 Watt (oder ohne AAMI Stan-
dard bis 120 Watt) zu wiederholen.

ICC 350
ICC 300

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

uuu OFF br offener Ausgang

rda ON br belasteter Ausg.

iii rLo br belasteter Ausg.

ICC 200

AUTO CUT AUTO COAG

uuu OFF offener Ausgang

rda ON belasteter Ausgang

92 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage 11
Berührungsmonitor
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

• uuu Stand-by-Meßwert des Berührungsmonitors bei voreingestellter bipolarer Leistung von 10 Watt
• rda errechneter Berührungswiderstand bei Aktivierung [Ù/100]
• iii verstärkter Ausgangsstrom bei Berührungswiderstand < 1 kÙ
• rLo Anzeige, wenn gemessener Widerstand bei Aktivierung < 1 kÙ

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 93 / 264


94 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage 12
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 95 / 264


Justage 12
Puls- / Pausendauer ST-Endstufe

Vorgehen
• Testprogramm 16, Justage 12 aufrufen.
• Ansteuerimpuls TSI_STE an Meßpunkt MP 3 auf ST-Endstufe (Steckplatz J6) mit Oszilloskop mes-
sen ( Meßpunkt MP1 = GND).
• Mit TP16 auf eine Impulslänge von 200 ns (±50 ns) einstellen.
WICHTIG! Die Impulszeit wird bei mittlerer Amplitude gemessen, d.h. bei ca. 7,5 Volt Pegel.
ACHTUNG! Der Impuls ist invertiert !
• Die Wiederholfrequenz wird an TP17 so eingestellt, daß im Feld AUTO CUT der Wert 0 (Toleranz
0…4) angezeigt wird.
• Das Testprogramm wird nun verlassen und das ICC wird in den normalen Betriebszustand gebracht.
• Zur Funktionskontrolle HF-Ausgang an HF-Leistungsmeßgerät, Einstellung 500 Ohm, anschließen.
• ICC mit blauem Fußschalter-Pedal bei den Einstellungen SPRAY und FORCED aktivieren. Die
Leistungsabgabe in Watt soll der Anzeige im Feld AUTO COAG 2 entsprechen.
• Prüfen, ob die maximal abgegebene Ausgangsleistung bei SPRAY und FORCED innerhalb der Tole-
ranzgrenzen liegt (120 W ±15%). Gegebenenfalls ist die Impulslänge auf Leiterplatte Control-Board
mit TP16 anzupassen. TP17 darf nicht mehr verändert werden.

ICC 350
ICC 300

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

xxx ppp tSt Stand-by

ICC 200

AUTO CUT AUTO COAG

xxx tSt Stand-by

• ppp eingestellte AUTO COAG 2 FORCED Leistung


• xxx Differenz = Sollfrequenz minus Istfrequenz

96 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage 12
Puls- / Pausendauer ST-Endstufe

5 V/Div

50 ns/Div
Abb. : Transistor-Schalt-Impuls ST-
Art.-Nr. 80116-200

Endstufe
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 97 / 264


98 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage 13
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 99 / 264


Justage 13
NF-Leckstrommonitor (nur ICC 350)

Vorgehen
• Testprogramm 16, Justage 13 aufrufen.
• Jumper auf Betriebsart »kapazitiv geerdet« setzen (Jumper J3 auf Anzeigeplatine setzen).
• Abgleich durchführen mit ERBE-TESTBOX 2 oder anderer 50-Hz-Sinus-Stromquelle.
• Zwischen Neutralelektrodenausgang und Potentialausgleich einen 50-Hz-Sinusstrom von 45 µA ein-
speisen (siehe Abbildung).
• Mit TP1 auf dem Motherboard den Leckstrommonitor so einstellen, daß bei 45 µAeff die Anzeige im
Feld AUTO CUT gerade von 0 auf 1 wechselt.
Jumper wieder auf vorherigen Zustand setzen.

ICC 350

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

x I nF Stand-by

•x x = 0 für NF-Leckstrom < 50 µA


x = 1 für NF-Leckstrom > 50 µA.
Zur Justage muß der Teststrom laut Anweisung zugeführt werden.
Justage 13 ist beim ICC 300 und ICC 200 nicht belegt.

Meßaufbau

Batteriebetriebenes Meßgerät
verwenden!

INF
+

ICC ERBE
Testbox 2 18
AE NE N
Netz
LI
220 V
PE

19

100 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage 13
NF-Leckstrommonitor
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

TP1

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 101 / 264


102 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage
ICC 350 ZMK Neurotest
Version V2.00
ICC 350 TUR Neurotest
Version V2.00
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 103 / 264


Justage Neurotest-Board
Neurotest-Board
EE 30128-070

Mit dem Jumper JP4 auf der Frontplatte wird die Anzeige der Rückmeldefrequenz der Ausgangsstrom-
messung und die Anzeige der Rückmeldefrequenz der Fernbedienung aktiviert.

ACHTUNG
Die Anzeige erfolgt bei der ZMK-Version nur bei Aktivierung und bei geschlossenem Neuroteststromkreis,
bei der TUR-Version sobald an der Fernbedienung die Leuchtdiode NT leuchtet.

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

SPH Intensitäts-Nr. Frequenzmeßwert Strommeßwert

SPH: Das Neurotest Programm ist aktiv.


Intensitäts-Nr. Eingestellte Intensitätsnummer 1…5. Entspricht der Intensitätsnummer, welche an der
Fernbedienung eingestellt ist.
Frequenzmeßwert Messwert Rückmeldefrequenz der Fernbedienung.
Strommesswert Messwert Rückmeldefrequenz der Ausgangsstrommessung.

Einstellung der Rückmeldefrequenz der Ausgangsstrommessung


(Trimmpotentiometer TP 1: Einstellung der Rückmeldefrequenz)
Das Neurotest-Board ist isoliert aufgebaut und wird über Optokoppler angesteuert. Die Rückmeldefrequenz
der Ausgangsstrommessung erfolgt ebenfalls über einen Optokoppler. Der Ausgangsstrom-Impuls wird in
eine Frequenz umgesetzt. Diese Frequenz ist am Messpunkt MP7 meßbar. Messpunkt MP6 ist die Bezugs-
masse. Messpunkt MP6 und MP7 beziehen sich auf die Elektronik des ICC-Gerätes. Ohne Aktivierung ist
die Rückmeldefrequenz = 0 Hz. Nach Ablauf der Impulsdauer liegt die Rückmeldefrequenz nur für eine
kurze Zeit am MP7 an.

Prüfaufbau
Am Neurotestausgang einen Messwiderstand von 1 kOhm, 0,5 Watt, 1% anschließen. Der Neurotestaus-
gang liegt bei der TUR-Version zwischen der neutralen Elektrode und dem CUT/COAG 2 Ausgang. Aktiviert
wird die TUR-Version mit dem gelben Pedal des Doppelpedalfußschalters. Der Neurotestausgang liegt bei
der ZMK-Version zwischen der neutralen Elektrode und dem Neurotestausgang. Aktiviert wird die ZMK-
Version mit dem ZMK-Fingerschalter.

Die Einstellung erfolgt bei der Intensität 3, für diese Einstellung stellt man die Soll-Rückmeldefrequenz auf
73 ein. Falls die elektronische Sicherung auslöst, beträgt die Anzeige der Rückmeldefrequenz ca. 40.

104 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage Neurotest-Board
Neurotest-Board
EE 30128-070

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Strommeßwert

Soll Min. Max.

SPH 1 52 42 75

SPH 2 91 81 100

3
SPH 73 63 83
(Einstellwert 73)

SPH 4 64 54 74

SPH 5 59 49 69

ACHTUNG !
Nicht vergessen: Jumper entfernen!

Schmelzsicherung auf richtigen Wert prüfen


F1: Microfuse FF 1/16 /125 V (62 mA), Wickmann Typ. 19278K

Prüfung der Aktivierungssignale


Aktiviert wird die TUR-Version mit dem gelben Pedal des Doppelpedalfußschalters. Aktiviert wird die
ZMK-Version mit dem ZMK-Fingerschalter.

Funktionsprüfung der Konstantstromschaltung


Eine Messwiderstand 1k, 0,5 Watt, 1% und eine Drehpotentiometer 50 k , 0,3 Watt in Reihe am Neurotest-
ausgang anschließen. Die Reckteckspannung am Messwiderstand 1k messen. (1mA entspricht 1V)
Toleranzbereich der Ausgangsströme +25 % bis –25 %, größere Abweichungen erzeugen eine
Fehldosierungsanzeige.
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09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 105 / 264


Justage Neurotest-Board
Neurotest-Board
EE 30128-070

Rechteck-Ausgangsspitzenstrom Regelbereich der Konstantstromquelle

SPH 1: 5 mA 0R…ca. 20 kOhm

SPH 2: 10 mA 0R…ca. 10 kOhm

SPH 3: 15 mA 0R…ca. 6 kOhm

SPH 4: 20 mA 0R…ca. 5 kOhm

SPH 5: 25 mA 0R…ca. 4 kOhm

Prüfung der Konstantstromquelle


Drehpotentiometer von 0R langsam höher stellen. Bei ca. 6 kOhm Gesamtwiderstand erfolgt eine Fehl-
dosierungsanzeige. Bis ca. 6 kOhm ist der Ausgangsstrom konstant.

Funktionsprüfung der Fehldosierungsüberwachung


• Am Neurotestausgang einen Messwiderstand von 1 kOhm; 0,5 Watt, 1 % anschließen.
• SPH 1 einstellen.
• Gerät aktivieren. Bei Unterbrechung des Stromkreises erfolgt eine Fehldosierungsmeldung.

Funktionsprüfung der elektronischen Sicherung


Der Ausgangstrom wird ständig überwacht. Bei Überdosierung löst die elektronische Sicherung aus und
schaltet über den Längstransistor T3 die Versorgungsspannung der Konstantstromquelle ab. In der Pause
zwischen den Impulsen wird die elektronische Sicherung überwacht. Hat die elektronische Sicherung aus-
gelöst, wird dies durch die Meldung ERROR 90 oder ERROR 84 angezeigt.
• Elektronische Sicherung auslösen: Neurotestfunktion aktivieren und kurzzeitig den Messpunkt MP9
mit MP2 verbinden. Die elektronische Sicherung muß ansprechen. Die Microfuse darf nicht auslösen.

Allgemeines zum Selfcheck


Vor jeder Aktivierung oder beim Verstellen der Intensität an der Fernbedienung erfolgt eine Überprüfung
der elektronischen Sicherung in zwei Schritten.
1. Kurzzeitig Transistor T1 einschalten und damit die elektronischen Sicherung auslösen. Es erfolgt die
Meldung ERROR 90 oder ERROR 84 wenn die elektronischen Sicherung ausgelöst hat.
2. Kurzzeitig Transistor T2 einschalten und damit die elektronischen Sicherung rücksetzen. Es erfolgt
eine Meldung wenn die elektronischen Sicherung nicht rückgesetzt wurde.

Aktivierungsprüfung
Die Ansteuerung der Leuchtdiode LED HF an der Fernbedienung erfolgt bei der Intensitätseinstellung 0
durch den Drehschalter auf der Leiterplatte EE 30121-442. Bei einer Intensitätseinstellung 1 bis 5 wird die

106 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage Neurotest-Board
Neurotest-Board
EE 30128-070

LED NT durch die CPU angesteuert, die LED HF darf nicht leuchten. Bei der TUR-Version muß geprüft
werden, ob die Aktivierung der HF gesperrt ist, wenn die Intensität 1…5 eingestellt ist. Bei der ZMK-
Version ist die Aktivierung der HF möglich auch wenn die Intensität 1…5 eingestellt ist.
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1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 107 / 264


108 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage
Fernbedienung für
Neurotest
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 109 / 264


Justage
Fernbedienung Neurotest
Neurotest-Board
EE 30121-442
Einstellung der Fernbedienung für Neurotest Board EE 30121-442
Mit dem Jumper JP4 auf der Frontplatte wird die Anzeige der Rückmeldefrequenz der Ausgangsstrom-
messung und die Anzeige der Rückmeldefrequenz der Fernbedienung aktiviert.

ACHTUNG !
Die Anzeige erfolgt bei der ZMK-Version nur bei Aktivierung und bei geschlossenem Neuroteststromkreis,
bei der TUR-Version sobald an der Fernbedienung die Leuchtdiode NT leuchtet.

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

SPH Intensitäts-Nr. Frequenzmeßwert Strommeßwert

SPH: Das Neurotest Programm ist aktiv.


Intensitäts-Nr. Eingestellte Intensitätsnummer 1…5. Entspricht der Intensitätsnummer welche an der
Fernbedienung eingestellt ist.
Frequenzmeßwert Messwert Rückmeldefrequenz der Fernbedienung.
Strommeßwert Messwert Rückmeldefrequenz der Ausgangsstrommessung.

Einstellung der Rückmeldefrequenz für die Intensitätseinstellung


(Trimmpotentiometer TP 1: Einstellung der Rückmeldefrequenz)
Die Intensitätseinstellung wird in eine Frequenz umgesetzt. Diese Frequenz ist am IC1, Pin 1 AD654 meß-
bar. Messpunkt MP6 ist die Bezugsmasse. Die Messung der Frequenz erfolgt mit einem Frequenzmessgerät.
Die Einstellung erfolgt bei der Intensität 5, für diese Einstellung stellt man die Soll-Rückmeldefrequenz am
Frequenzmessgerät auf 38,0 HZ (–0,5 Hz, +0,0 Hz) ein.

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Frequenzmeßwert Frequenz [Hz]

Soll Min. Max. Soll Min. Max.

SPH 1 7 5 10 200 180 215

SPH 2 14 11 20 105 80 120

3
SPH 24 21 28 62 57 67
(Einstellwert 73)

SPH 4 32 29 36 45 43 49

SPH 5 38 37 60 38 37 40

110 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage
Fernbedienung Neurotest
Neurotest-Board
EE 30121-442
ACHTUNG !
Nicht vergessen: Jumper entfernen.

Die Einstellung der Rückmeldefrequenz für die Intensitätseinstellung kann auch ohne ICC-Gerät erfolgen,
indem man die Fernbedienung mit +15 Volt versorgt und die Rückmeldefrequenz mit dem Frequenzmessgerät
mißt.

Prüfung der Leuchtdiodennanzeige


Die Ansteuerung der Leuchdiode LED HF erfolgt bei der Intensitätseinstellung 0 durch den Drehschalter
auf der Leiterplatte EE 30121-442. Bei einer Intensitätseinstellung 1 bis 5 wird die LED NT durch die CPU
angesteuert, die LED HF darf nicht leuchten. Die LED NT leuchtet nur wenn die Rückmeldefrequenz im
gültigen Bereich liegt. Intensitätseinstellung 1…5 prüfen.
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1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 111 / 264


112 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Justage
Aktivierungs-
und
Instrumentenerkennung
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 113 / 264


Justage Aktivierungs- und
Instrumentenerkennung
MIC-Board 30128-200 (V4.0)

Liste der betroffenen Geräte


ICC 350 MIC-MIEN V4.0 EE 10128-080
ICC 350 MIC-MIEN-DOKU V4.0 EE 10128-081
ICC 350 MIC-MIEN F V4.0 EE 10128-082
ICC 350 MIC-MIEN Int. V4.0 EE 10128-083
ICC 350 MIC-MIEN Int UL V4.0 EE 10128-215
ICC 350 MIC-MIEN Japan, 100V V4.0 EE 10128-310
Kennzeichnung der Trimmpotentiometer:
Trimmpotentiometer TP 1 : Einstellung der Instrumentenerkennung.
Trimmpotentiometer TP 2 : Einstellung der Aktivierungserkennung.

Gültige Instrumentennummer

Programm-Nr. Instrument Widerstand Instrumentennr.

12 MIC TEM-Instrument EE 20191-275 10 Ohm ± 1 %; 0,2 W 1

13 MIEN Sonde EE 20191-356 30 Ohm ± 1 %; 0,2 W 2

13 MIEN Sonde EE 20191-357 30 Ohm ± 1 %; 0,2 W 2

Die Sonden der Nr. 2 sind nur für Koagulation geeignet, CUT bleibt gesperrt.

Anzeige der Instrumentennummer

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Inr. Nr. p3 nd

Inr. Instrument erkannt


Nr. Instrumentennummer
p3 Leistungseinstellung AUTO COAG 2
–nd Druckluftventil für die Nadelsteuerung ist angesteuert (nur MIC)
nd Druckluftventil für die Nadelsteuerung ist nicht angesteuert (nur MIC)

114 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage Aktivierungs- und
Instrumentenerkennung
MIC-Board 30128-200

Einstellung der Instrumentenerkennung


• Die Einstelllung erfolgt im Programm 12 MIC.
• Einen Widerstand von 51 R, ± 1 %; 0,2 Watt an die Prüfleitung anschließen.

ACHTUNG !
Das Orginal ERBE TEM-Anschlußkabel EE 20192-086 hat einen Leitungswiderstand von einem Ohm je
Leitung, dies ergibt für die Instrumentenerkennung einen Reihenwiderstand von zwei Ohm. In der Hin-und
Rückleitung muß die Instrumentenprüfleitung einen Reihenwiderstand < 0,5 Ohm aufweisen. Da bei der
Ausführung V4.00 nur das TEM-Instrument Nr. 1 und die MIEN-Sonde Nr. 1 angeschloßen wird, genügt es,
den Abgleich nur für diese Instrumente vorzunehmen.

Mit dem Jumper JP4 auf der Frontplatte wird die Meßwertanzeige aktiviert.

Meßwertanzeige

AUTO CUT AUTO COAG 1

I-Meßwert I-Nr.

I-Meßwert Meßwert der Instrumentenerkennung 0…255


I-Nr. Instrumentennummer
Mit dem Trimmpotentiometer TP 1 den I-Meßwert auf 52 einstellen (Widerstand von 51 R ± 1%; 0,2 Watt).

Prüfung der Instrumentenerkennung

Erkennungswiderstand Instrumentennr. gültiger Bereich

0R 0 0…2

10 R 1 3…20
Art.-Nr. 80116-200

30 R 2 21…45
09 / 2004

51 R 3 Einstellwert 52

62 R 4 70…91

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 115 / 264


Justage Aktivierungs- und
Instrumentenerkennung
MIC-Board 30128-200

Einstellung der Aktivierungserkennung


Den Trimmpotentiometer TP 2 ungefähr auf Mittelstellung einstellen.

ACHTUNG !
Nicht vergessen: Jumper JP4 entfernen.

Prüfanleitung Programm 12 MIC


• Belegung der MIC-Ausgangsbuchse beim MIC-Programm:
Pin 1: NE 1
Pin 2: NE 2 nicht belegt
Pin 3: CUT Schneidefunktion
Pin 4: Instrumentenerkennung zwischen Pin 1 und Pin 4
Pin 5: Aktivierungserkennung zwischen Pin 1 und Pin 5
• Instrumentenerkennung und Aktivierungserkennung einstellen und prüfen:
Instrumentenerkennung zusammen mit dem TEM-Instrument EE 20191-275 und dem Anschlußka-
bel EE 20192-086 im MIC-Programm prüfen.
• Druckluftanschluß herstellen:
Die MIC-Ausgangsbuchse ist im MIC-Programm aktiv. Druckluftanschluß (max. 5 bar) herstellen.
Erkennungswiderstand 10 Ohm entspricht TEM-Instrument Nr. 1 anschließen.
• CUT-Funktion prüfen:
Die Aktivierung der CUT-Funktion erfolgt mit dem gelben Fußschalter.

MIC Buchse AUTO CUT APM P [Watt]

NE1 Effekt 3
500 Ohm 40 ± 15 %
CUT 40 W

ACHTUNG !
Das Meßsytem wird zerstört, wenn die HF-Leitungen falsch an das APM angeschlossen werden.

116 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage Aktivierungs- und
Instrumentenerkennung
MIC-Board 30128-200

Die Fehldosierungsanzeige ist bei 40 Watt an 500 Ohm aktiv. Die Aktivierung der BIPOLAREN-
CUT-Funktion ist auch ohne NE-Elektrode möglich.
• Druckluftsteuerung
Bei Instrument 1 wird bei der CUT-Aktivierung das Druckluftventil geöffnet. Das Druckluftventil
steuert die Nadel des TEM-Instrumentes. Nach der Aktivierung läuft die Nadelrückstellzeit ab. Nach
Ablauf der Nadelrückstellzeit schließt das Druckluftventil und die Nadel stellt sich zurück. Die Nadel-
rückstellzeit wird im Testprogramm 23 angezeigt. Das Druckluftventil auf Funktion und Dichtheit
prüfen.
• Monopolare Koagulation prüfen
Die Aktivierung der SOFT-Funktion und der FORCED-Funktion erfolgt mit dem blauen Fuß-
schalter.

MIC Buchse AUTO COAG 2 APM P [Watt]

SOFT 120 Watt 75 Ohm 120 ± 15 %


NE1
ICC 350 NE-Elektrode
FORCED 60 Watt 350 Ohm 60 ± 15 %

Prüfanleitung Programm 13 MIEN


• Belegung der MIC-Ausgangsbuchse beim MIEN-Programm
Pin 1: NE 1 bipolar
Pin 2: CUT und COAG Funktion bipolar. (MIEN-Schutzschaltung).
Pin 3: nicht belegt
Pin 4: Instrumentenerkennung zwischen Pin 1 und Pin 4
Pin 5: Aktivierungserkennung zwischen Pin 1 und Pin 5

• Instrumentenerkennung prüfen.
Instrumentenerkennung zusammen mit der MIEN-Sonde EE 20191-305/308 und dem Griffstück EE
Art.-Nr. 80116-200

20191-306 im MIEN-Programm prüfen.


• Bipolare CUT-Funktion prüfen
09 / 2004

Die Aktivierung der CUT-Funktion erfolgt mit dem gelben Fußschalter.

ACHTUNG !
Das Meßsytem wird zerstört, wenn die HF-Leitungen falsch an das APM angeschlossen werden.

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 117 / 264


Justage Aktivierungs- und
Instrumentenerkennung
MIC-Board 30128-200

MIC Buchse AUTO COAG 2 APM P [Watt]

Effekt 3
NE1 CUT 500 Ohm 15 ± 3 (W)
15 Watt

Die Fehldosierungsanzeige ist bei 40 Watt an 500 Ohm aktiv. Die Aktivierung der bipolaren CUT-
Funktion ist auch ohne NE-Elektrode möglich.
• Bipolare SOFT-Koagulation prüfen
Die Aktivierung der SOFT-Funktion erfolgt mit dem blauen Fußschalter.

MIC Buchse AUTO COAG 2 APM P [Watt]

500 Ohm
NE1 CUT SOFT 15 Watt 7 ± 2 (W)
Leerlaufspannung 84 ± 5 Vp

• Schutzschaltung mit dem Testprogramm 18 prüfen


Im Fehlerfall verhindert die Schutzschaltung beim MIEN-Programm die Überdosierung von HF-
Spannung und HF-Strom. Wird der Ausgangsstrom zu groß, löst die Schmelzsicherung der
Schutzschaltung aus. Geprüft wird ob die richtige Sicherung bestückt ist. Der Hersteller der Siche-
rung und der Sicherungswert steht in der Stückliste.
• Prüfung der Spannungsbegrenzung im Leerlauf
Testprogramm 18 aktivieren.
Im AUTO CUT-Anzeigefeld wird der Einstellwert der HF-Ausgangsspannung angezeigt. Mit den
CUT- »Up/Down«-Tasten kann die HF-Ausgangsspannung im Bereich 260 Vp bis 500 Vp (±50Vp)
verstellt werden.
Oscilloskop an die MIC Ausgangsbuchse NE1 und CUT anschließen.
Die größte HF-Spitzenspannung bei der Einstellung AUTO CUT Effekt 3 (15 Watt) beträgt 340 Vp.
Bei dieser Spannung darf die Schutzschaltung noch nicht begrenzen.
Die Schutzschaltung begrenzt die Ausgangsspannung ab einer Spannung von > 360 Vp. Bereich, bei
welcher die Begrenzung einsetzen muß: 360–450 Vp.
Bei der Einstellung 499 Vp löst die Sicherung nicht aus, und die Funktionsfähigkeit der Schutz-
schaltung bleibt erhalten.

ACHTUNG !
Sobald die Spannungsbegrenzung einsetzt, fließt Strom durch die Schutzdioden, und die Dioden erwärmen
sich. Die Testdauer darf ab dem Moment der Spannungsbegrenzung 5 Sekunden nicht überschreiten, da
sonst die Schutzdioden durchlegieren und die Schaltung somit repariert werden muß.

118 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Justage Aktivierungs- und
Instrumentenerkennung
MIC-Board 30128-200

Spannunsbegrenzung bei der Einstellung


415 Vp.
ACHTUNG! Testdauer < 5 Sekunden
beachten!

Spannunsbegrenzung bei der Einstellung


499 Vp.
Art.-Nr. 80116-200

ACHTUNG! Testdauer < 5 Sekunden


beachten!
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1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 119 / 264


120 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN
Testprogramm Nr. 17
Helligkeitseinstellung der 7-Segment-
anzeigen

Allgemeine Beschreibung
Mit diesem Programm können Sie die Helligkeit der Siebensegmentanzeigen in 10 Stufen den Lichtver-
hältnissen des Raumes anpassen.
Nach Start des Testprogramms sehen Sie folgende Anzeige:
AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

Int xx

• Int Intensität (Helligkeit) der Anzeigen


• xx aktuelle Intensität, einstellbar von 1 … 10.
Die Intensität verstellen Sie mit Taste »Up« (8) heller oder mit Taste »Down« (9) dunkler.
Bei Abbruch des Testprogramms mit Taste 3 wird die Helligkeitseinstellung gespeichert.
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 121 / 264


Testprogramm Nr. 23
Änderung der Verzögerungszeit bei
AUTO START

Allgemeine Beschreibung
Mit diesem Programm können Sie die Vorgaben der Verzögerungszeit bei Aktivierung AUTO START ver-
ändern.
Die Verzögerungszeit ist die Zeit, die nach der Berührung der Pinzette mit dem Gewebe und der Aktivie-
rung des HF-Generators vergeht.
Damit der Operateur erkennen kann, ob die Pinzette das Gewebe berührt, wird bei Berührung die AUTO
BIPOLAR Aktivierungsanzeige (blaue Dreiecke im AUTO-BIPOLAR-Feld) eingeschaltet. Danach läuft
die Verzögerungszeit ab. Nach Ablauf der Verzögerungszeit wird der HF-Generator und der Aktivierungs-
ton eingeschaltet.
Bei Fehler im Speichermedium werden folgende Grundeinstellungen vorgegeben:
ICC 350 und ICC 300: AUTO START 0: 0 Sekunden,
AUTO START 1: 0,5 Sekunden,
AUTO START 2: 1 Sekunde;
ICC 200: AUTO START: 0,5 Sekunden.
Nach Start des Testprogramms 23 sehen Sie folgende Anzeige:

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

SEt Up tt.t

Zeiteinstellung
Möglich von 0,1 bis 10 Sekunden in folgenden Zeitschritten:
von 0,1 bis 2,0 Sekunden in 0,1-Sekunden-Schritten

von 2,0 bis 10,0 Sekunden in 0,5-Sekunden-Schritten.

Vorgehensweise beim ICC 350

AUTO START Einstellbereich

0 0 größer/gleich t größer/gleich 1

1 1 größer/gleich t größer/gleich 2

2 2 größer/gleich t größer/gleich 10 Sekunden

Für jedes benutzerspezifische Programm 0 bis 9 und für jede AUTO-START- Zeit (0, 1 und 2) können Sie
eine Verzögerungszeit einstellen und speichern.
Da die AUTO-START-Zeit 0 nicht länger sein kann als die AUTO-START-Zeit 1, geht man bei der Einstel-
lung am besten von der längsten Zeit bei AUTO START 2 aus und stellt anschließend die Zeiten für AUTO
START 1 und AUTO START 0 ein.

122 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Testprogramm Nr. 23
Änderung der Verzögerungszeit bei
AUTO START

HINWEIS
Die Belegung der Tasten mit den unten angegebenen Nummern entnehmen Sie bitte der Seite 1-4 (Aufruf
des Testprogramm-Modus) dieser Serviceanleitung.

1. Mit Taste 2 Programm-Nummer einstellen


2. Mit Taste 14 AUTO START 2 einstellen
3. Mit Taste »Up« bzw. »Down« die gewünschte Zeit einstellen
4. Mit Taste 14 AUTO START 1 einstellen
5. Mit Taste »Up« bzw. »Down« die gewünschte Zeit einstellen
6. Mit Taste 14 AUTO START 0 einstellen
7. Mit Taste »Up« bzw. »Down« die gewünschte Zeit einstellen
8. Mit Taste 1 werden die eingestellten Werte gespeichert.
Die Schritte 1 bis 8 sind für jedes gewünschte Programm individuell zu wiederholen.
Anschließend ist das Testprogramm mit Taste 3 zu verlassen.

Vorgehensweise beim ICC 300

AUTO START Einstellbereich

0 0 größer/gleich t größer/gleich 1

1 1 größer/gleich t größer/gleich 2

2 2 größer/gleich t größer/gleich 10 Sekunden

Für jede AUTO START- Zeit (0, 1 und 2) können Sie eine Verzögerungszeit einstellen und speichern. Da
die AUTO-START- Zeit 0 nicht länger sein kann als die AUTO-START-Zeit 1, geht man bei der Einstellung
am besten von der längsten Zeit bei AUTO START 2 aus und stellt anschließend die Zeiten für AUTO
START 1 und AUTO START 0 ein.
1. Mit Taste 14 AUTO START 2 einstellen
Art.-Nr. 80116-200

2. Mit Taste »Up« bzw. »Down« die gewünschte Zeit einstellen


09 / 2004

3. Mit Taste 14 AUTO START 1 einstellen


4. Mit Taste »Up« bzw. »Down« die gewünschte Zeit einstellen
5. Mit Taste 14 AUTO START 0 einstellen
6. Mit Taste »Up« bzw. »Down« die gewünschte Zeit einstellen
7. Mit Taste 3 ist das Testprogramm zu verlassen, dabei werden die eingestellten
Werte gespeichert.

1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN 123 / 264


Testprogramm Nr. 23
Änderung der Verzögerungszeit bei
AUTO START

Vorgehensweise beim ICC 200

AUTO CUT AUTO COAG 1 AUTO COAG 2 AUTO BIPOLAR

SEt Up tt.t

Für die AUTO START- Funktion können Sie eine Verzögerungszeit einstellen und speichern.
1. Mit Taste »Up« bzw. »Down« die gewünschte Zeit einstellen
2. Mit Taste 3 wird der eingestellte Wert gespeichert und das Testprogramm
verlassen.

124 / 264 1 TESTPROGRAMME UND JUSTAGEN


Kapitel 2
ERROR-Liste
ERROR-Liste V 4.X
ERBOTOM ICC 350 (V2.0, V4.0), ICC 300 (V3.0),
ICC 200 (V2.0)

Automatische Fehlererkennung, Fehlermeldung und -dokumentation


Hochfrequenzchirurgiegeräte der Modellreihe ERBOTOM ICC sind mit einer Einrichtung zur automatischen
Fehlererkennung, Fehlermeldung und -dokumentation (ERROR-Monitor) ausgestattet.
Fehlererkennung, -meldung, -dokumentation
Bei Geräten der Modellreihe ERBOTOM ICC ab der Software-Version 2.0 / 4.0 kann der ERROR-Monitor je
nach Gerätetyp und dessen Ausstattung bis zu 91 aktuell auftretende Fehler (ERROR) erkennen und auf dem
Display anzeigen.
Den verschiedenen Fehlern sind Fehlernummern (ERROR-Nrn.) zugeordnet. Wird ein Fehler erkannt, so
wird er sofort gemeldet. Die Fehlermeldung erfolgt optisch und akustisch.
Die Fehlernummern der erkannten Fehler werden automatisch chronologisch gespeichert. Da nur 10 Spei-
cherplätze zur Verfügung stehen, werden stets nur die letzten 10 Fehlermeldungen zur Anzeige gebracht. Wird
derselbe Fehler mehrmals nacheinander erkannt, so wird die entsprechende Fehlernummer mit Rücksicht auf
die begrenzte Anzahl der zur Verfügung stehenden Speicherplätze nur einmal gespeichert. Die im Speicher
dokumentierten Fehlernummern können über das Testprogramm 2 angezeigt und gelöscht werden.

Fehlersuche bei Geräten der ICC-Familie (Troubleshooting)


Die ICC-Gerätefamilie ist mit einem Fehlererfassungssystem ausgestattet, das die letzten 10 erkannten
Fehler in einer ERROR-Liste erfaßt und speichert. Dieser Fehlerspeicher kann über Testprogramm Nr. 2
abgerufen werden. Der Anwender soll damit in der Lage sein, Fehler selbst zu lokalisieren und zu entschei-
den, ob ein Bedienungsfehler oder ein Fehler im Zubehör vorliegt, der eventuell selbst beseitigt werden
kann, oder ob es notwendig ist, den technischen Service in Anspruch nehmen zu müssen.
Bei einem Totalausfall des Systems, bei dem keine Anzeige sichtbar ist, könnte die Stromzufuhr unterbro-
chen sein oder die Spannungsversorgung im Gerät ist defekt. In einem solchen Fall ist zunächst zu überprüfen,
ob die benutzte Steckdose Spannung führt oder ob eine Sicherung in der Stromversorgung des Hauses
angesprochen hat (funktioniert ein anderes Gerät an dieser Steckdose?). Falls die benutzte Steckdose Span-
nung führt, ist die Netzleitung zum Gerät zu überprüfen und gegebenenfalls auszutauschen. Auch die
Gerätesicherungen an der Rückwand sollten überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.

ACHTUNG!
Nur Originalsicherung gleicher Spezifikation verwenden!
Art.-Nr. 80116-200

Führen diese Bemühungen nicht zum Ziel, so liegt vermutlich ein Fehler im Inneren des Gerätes vor. Dann
sollte der technische Service in Anspruch genommen werden.
09 / 2004

Bei einer Funktionsstörung mit ordnungsgemäß funktionierendem Display aber ohne Ausgabe einer ERROR-
Nummer auf der Anzeige kann der Fehler in defektem Zubehör begründet sein. Es kann z.B. ein Defekt im
Fingerschalter oder Fußschalter bzw. eine Unterbrechung des zugehörigen Verbindungskabels vorliegen.
Die Fehlerursache kann durch Tauschen des verwendeten Zubehörs ermittelt werden.
Zur Ermittlung aller anderen Fehlerursachen dient die Ausgabe einer ERROR-Nummer am Display des
Geräts, mit der in nachfolgender Tabelle die weitere Vorgehensweise aufgezeigt wird.

2 ERROR-LISTE 127 / 264


ERROR-Nr. 1–13

Error-
Nr. Bedeutung und Abhilfe

Am HF Spannungssensor liegt keine HF Spannung an. Fehler im HF Generator.


1 Kurzschluß im Zubehör: Zubehör tauschen.
Sonstiger Gerätefehler: technischer Service.
HF-Ausgangsspannung ist zu hoch,, Fehler im HF-Generator.
2
Gerätefehler: technischer Service.
Das Schaltnetzteil liefert während der Aktivierung keine Spannung, Fehler im Schaltnetzteil.
3
Gerätefehler: technischer Service.
Das Schaltnetzteil liefert bei Aktivierung des ST-Generators zu hohe Spannung, Fehler im
4 Schaltnetzteil.
Gerätefehler: technischer Service.
NF-Leckstrom ist > 50 µA und fließt über die Neutrale Elektrode ins Gerät.
Lagerung des Patienten prüfen, ob Kontakt zu Infusionsständer o.ä.
5
Zusätzliche schadhafte Geräte am Patienten angeschlossen?
Sind Potentialausgleich und Schutzleiter in Ordnung?
Der Ausgang der Sicherheitsschaltung meldet während der Aktivierungsphase "EIN".
6
Gerätefehler: technischer Service.
Der Ausgang der Sicherheitsschaltung meldet während der Aktivierungsphase "AUS".
7
Gerätefehler: technischer Service.
8 nicht belegt
Maximale, kontinuierliche Einschaltdauer ist überschritten!
Gerät nur bei Bedarf aktivieren. Die Einschaltdauerüberwachung ist eine Sicherheits-
9
maßnahme und sollte nur bei strenger Indikation mit Testprogramm 10 im Setup generell
erhöht werden !
Fehler bei der Aktivierung des AUTO CUT, keine gültige Frontplatteneinstellung.
10
Bedienfeld mit Tastendruck bestätigen. Gewünschte Leistungseinstellung wählen.
Fehler bei der Aktivierung des AUTO COAG 1 oder AUTO COAG 2, keine gültige
11 Frontplatteneinstellung.
Bedienfeld mit Tastendruck bestätigen. Gewünschte Leistungseinstellung wählen.
Fehler bei der Aktivierung des AUTO BIPOLAR, keine gültige Frontplatteneinstellung.
12
Bedienfeld mit Tastendruck bestätigen. Gewünschte Leistungseinstellung wählen.
Fehler bei Aktivierung des AUTO CUT:
- NESSY: gemess. NE-Widerstand ist > 120 Ohm.
- mit Testprogramm Nr. 7 wurden geteilte Elektroden eingestellt, NE-Widerstand < 10 Ohm.
13
NE-Kabel prüfen.
Kontaktfläche der NE prüfen: Kurzschluß? Klebt NE auf Metall ?
Eventuell mit Testprogr.7 gewünschte Neutrale Elektrode einstellen.

128 / 264 2 ERROR-LISTE


ERROR-Nr. 14–22

Error-
Nr. Bedeutung und Abhilfe

14 (nicht belegt)

15 (nicht belegt)

16 (nicht belegt)

Fehler bei der Aktivierung. HF-Leckstrom > 300 mA.


17 Lagerung des Patienten prüfen: Kontaktstellen zu Infusionsständer o.ä.
Sonst Gerätedefekt: technischer Service.
Fehler bei der Aktivierung. 150 mA < HF-Leckstrom < 300 mA.
18 Lagerung des Patienten prüfen: Kontaktstellen zu Infusionsständer o.ä. beseitigen.
Sonst Gerätedefekt: technischer Service.
Fehler bei Aktivierung von AUTO CUT und AUTO COAG: NESSY-Stromdichte-Fehler.
NE-Kabel auf Unterbrechung prüfen.
19
Kontaktfläche u. Applikationsstelle der NE prüfen.
Sonst Gerätedefekt: technischer Service.
Bei AUTO CUT u. AUTO COAG: NESSY Strom-Symmetrie-Fehler.
In den Teilflächen der NE fließt unterschiedlich großer Strom.
20
Kabel zur NE prüfen (Unterbrechung).
NE-Kontaktfläche prüfen.
Art.-Nr. 80116-200

Strom-Symmetrie-Fehler.
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21
Siehe ERROR 20.
Beim Einschalten des Netzes ist AUTO CUT eingeschaltet.
Gerät erst nach Netzeinschalten aktivieren! Fingerschalter u. Fußschalter prüfen, ob Taste
22
bzw. Pedal klemmt oder Schalter defekt.
Sonst Gerätedefekt: technischer Service.

2 ERROR-LISTE 129 / 264


ERROR-Nr. 23–33

Error-
Nr. Bedeutung und Abhilfe

Beim Einschalten des Netzes ist AUTO COAG 1 eingeschaltet.


Gerät erst nach Netzeinschalten aktivieren! Fingerschalter u. Fußschalter prüfen, ob Taste
23
bzw. Pedal klemmt oder Schalter defekt.
Sonst Gerätedefekt: technischer Service.
Beim Einschalten des Netzes ist AUTO COAG 2 eingeschaltet.
Gerät erst nach Netzeinschalten aktivieren! Fingerschalter u. Fußschalter prüfen, ob Taste
24
bzw. Pedal klemmt oder Schalter defekt.
Sonst Gerätedefekt: technischer Service.
Beim Einschalten des Netzes ist AUTO BIPOLAR per Fußschalter eingeschaltet.
Gerät erst nach Netzeinschalten aktivieren! Fußschalter prüfen, ob Taste bzw. Pedal klemmt
25
oder Schalter defekt.
Sonst Gerätedefekt: technischer Service.
Beim Einschalten des Netzes liegt Berührung vor. Berührungsmonitor ist aktiv.
Verbindungskabel zur Pinzette bzw. Pinzette auf Kurzschluß prüfen. Pinzettenspitzen
26
berühren sich oder liegen auf leitfähiger Unterlage: Pinzette isoliert auflegen.
Sonst Gerätedefekt: technischer Service.
Überhitzung! Geräteinterne Temperatur > 100 °C. Zulässige Ausgangsleistung wird reduziert.
Gerät gab über längeren Zeitraum max. Leistung ab.
27 Gerät abkühlen lassen!
Koagulationselektrode zu groß?
Kurzschluß oder Fehler im Zubehör?
Aktivierungssignal der blauen Fußschaltertaste liegt bereits an.
Ist blaue Taste des Fußschalters gedrückt? Klemmt Taste oder Schalter? Evtl. Fußschalter
28
zur Prüfung kurz ausstecken.
Erst Fußschalter an der Frontplatte vorwählen und dann einschalten!
Für Spanien-Version:
29 Beim Aktivieren wird ein weiteres Aktivierungssignal erkannt.
Keine Doppelaktivierung zulässig!
Fehlanpassung! Über einen Zeitraum > 5 sec ist der Lastwiderstand < 50 Ohm.
30
Zubehör auf Kurzschluß prüfen.
Fehlanpassung! Die Ausgangsleistung ist > 100 Watt. Der Lastwiderstand ist bei Aktivierung
31 beständig konstant und < 300 Ohm. Nach vorgegebener Zeit erfolgt ERROR 31.
Zubehör auf Kurzschluß prüfen.
Mehrfache Aktivierung liegt vor.
32 Keine zeitgleiche Aktivierung über mehrere Quellen.
Wenn erfolglos, dann Gerät defekt. Technischer Service.
Am Ende einer Aktivierung kommt sofort neues Aktivierungssignal.
33
Keine zeitgleiche Aktivierung über mehrere Quellen.

130 / 264 2 ERROR-LISTE


ERROR-Nr. 34–48

Error-
Nr. Bedeutung und Abhilfe

Mehrfachaktivierung bei AUTO BIPOLAR liegt vor.


34
Keine zeitgleiche Aktivierung über mehrere Quellen.
Bei AUTO BIPOLAR mit AUTO STOP oder AUTO START liegt bereits neues Aktivierungs-
35 signal an.
Keine zeitgleiche Aktivierung über mehrere Quellen.
Bei Betätigung der BIPOLAR AUTO START Taste liegt bereits ein AUTO START Signal an.
Der Berührungsmonitor ist aktiviert.
36
siehe ERROR-Nr. 26.
Sonst Gerätedefekt: technischer Service.
Fehler bei der Aktivierung.
37 Zum Zeitpunkt der Aktivierung ist die Netzteilspannung noch nicht abgebaut. Netzteil-
entladung fehlerhaft. Gerätedefekt: technischer Service.
Bei AUTO-START-Aktivierung ist der Berührungswiderstand < 6 Ohm.
38
Überprüfung von Pinzette und Zuleitungskabel auf Kurzschluß.
39 nicht belegt
Überwachung ST-Generator Zeitsteuerung. Fehldosierung: ST-Zeitsteuerung für FORCE und
40 SPRAY.
Istwert > Sollwert plus 20 %: technischer Service notwendig.
Wie Error 40, aber
41
Istwert < Sollwert minus 20 %: technischer Service notwendig.
Wie Error 41, aber
42
Istwert > Sollwert minus 40 %: technischer Service notwendig.
Überwachung der ST-Generator Zeitsteuerung.
43
Fehldosierung. Keine Frequenz-Rückmeldung: Gerätedefekt: technischer Service.
Überwachung der ST-Generator Ausgangsspannung.
44
Fehldosierung: Gerätedefekt: technischer Service.
Fehler des HF-Generators beim Self-Check.
45
HF-Ausgangsspannung ist zu klein: Gerätedefekt: technischer Service.
Art.-Nr. 80116-200

Self-Check.
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46 Fehler innerhalb der zulässigen Grenze beim Vergleich der Netzteilspannung mit der HF-
Ausgangsspannung. Gerätedefekt: technischer Service.
HF-Generatorfehler beim Self-Check.
47 Wie Error 46, aber Fehler außerhalb der zulässigen Grenze.
Gerätedefekt: technischer Service.
Patientenstrom.
48 Kein Signal von der Überwachung des Ausgangsstromes.
Gerätedefekt: technischer Service.

2 ERROR-LISTE 131 / 264


ERROR-Nr. 49–82

Error-
Nr. Bedeutung und Abhilfe

49 nicht belegt
Eine Taste der Frontplatte ist gedrückt.
50
Taste des Bedienfeldes ist während der Netzeinschaltphase gedrückt oder defekt. Falls nicht
bis 70
behebbar, dann Gerätedefekt: technischer Service.
Schnittstellenfehler bei ICC 350 DOKU: Start- oder Stopbitfehler oder Anzahl der Bits falsch.
71
Gerätedefekt: technischer Service.
Schnittstellenfehler bei ICC 350 DOKU: Zeichen im Empfangsregister ist nicht ausgelesen
72 worden.
Gerätedefekt: technischer Service.
Schnittstellenfehler bei ICC 350 DOKU: Parityzeichen falsch gesetzt.
73
Gerätedefekt: technischer Service.
Schnittstellenfehler bei ICC 350 DOKU: Keine Verbindung zum PC vorhanden.
74
Gerätedefekt: technischer Service.
Schnittstellenfehler bei ICC 350 DOKU: Zeichen bleibt im Sendepuffer stehen. SIO-Baustein
75 sendet nicht.
Gerätedefekt: technischer Service.
Schnittstellenfehler bei ICC 350 DOKU: Schnittspeicherung dauert zu lange; Festplatte ist zu
76 langsam.
Gerätedefekt: technischer Service.
77
nicht belegt
bis 79
ICC 350 NEUROTEST: Keine gültige Frequenz bei der 5-Stufen Intensitätseinstellung.
80 Fernsteuerung austauschen.
Andernfalls Gerätedefekt: technischer Service.
ICC 350 NEUROTEST: Die Intensitätseinstellung wurde während der Aktivierung auf Null
gestellt.
81
Während der Aktivierung nichts verstellen!
Andernfalls Gerätedefekt: technischer Service.
ICC 350 NEUROTEST: NESSY-Messung: NE-Widerstand > 120 Ohm.
82 Prüfen der Neutralen Elektrode und Zuleitung bzw Lage der NE am Patienten.
Andernfalls Gerätedefekt: technischer Service.

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ERROR-Nr. 83–91

Error-
Nr. Bedeutung und Abhilfe

ICC 350 NEUROTEST: Ausgangsstrom ist zu hoch, jedoch noch innerhalb der zulässigen
83 Grenze.
Gerätedefekt: technischer Service.
ICC 350 NEUROTEST: Ausgangsstrom ist zu hoch; außerhalb der zulässigen Grenze.
84
Gerätedefekt: technischer Service.
ICC 350 NEUROTEST: Kein Ausgangsstrom. Unterbrechung des Stromkreises oder Ausfall
des Frequenzrückmeldesystems.
85
Zuleitungen Neurotestkabel bzw. Handgriff, NE und Kabel prüfen und evtl. tauschen.
Sonst Gerätedefekt: technischer Service.
ICC 350 NEUROTEST: Ausgangsstrom ist zu klein, jedoch innerhalb der zulässigen Grenze.
86 Zuleitungen Neurotestkabel bzw. Handgriff, NE und Kabel prüfen und evtl. tauschen.
Sonst Gerätedefekt: technischer Service.
ICC 350 NEUROTEST: Ausgangsstrom ist zu klein; Strom ist unterhalb der zulässigen Grenze.
87 Neurotest Kabel prüfen.
Sonst Gerätedefekt: technischer Service.
ICC 350 NEUROTEST: Max. Einschaltdauer ist abgelaufen. Die Einschaltdauer-Überwachung
88 ist eine Sicherheitsmaßnahme.
Gerät nur bei Bedarf aktivieren.
ICC 350 NEUROTEST: Beim Einschalten des Netzes liegt bereits Neurotest Aktivierungssignal
89 an.
Gerätedefekt: technischer Service.
ICC 350 NEUROTEST: Elektronische Sicherung hat angesprochen oder Frequenz Rückmelde-
90 system ist ausgefallen.
Gerätedefekt: technischer Service.
ICC 350 NEUROTEST: Nach dem Einschalten der Neurotest-Funktion mit dem Intensitäts-
einsteller wurde bei einer Prüfung festgestellt, daß die elektronische Sicherung nicht angespro-
91
chen hat oder das Frequenz-Rückmeldesystem ausgefallen ist.
Gerätedefekt: technischer Service.
Art.-Nr. 80116-200
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Kapitel 3
Schaltungs-
beschreibung
Motherboard

Auf dem Motherboard befinden sich noch folgende Funktionen:


• Einschaltstrombegrenzung
• Netzspannungsumschaltung und Netzgleichrichtung
• Netztransformator für Niederspannungsversorgung
• Gleichrichter für Niederspannung
• Chipselect Generierung und Pegelanpassung von TTL-Pegel auf 15 Volt-Pegel für CMOS Bauteile.
• Generierung des externen Steuerbusses und von Signalleitungen aus den Daten der PIO Ausgänge
• HF Leckstrommessung
• HF Leckstrombegrenzung
• Umschaltung zwischen floating und kapazitiv geerdetem Ausgang
• Eingangsschaltung der Fußschalter
• verschiedene Pegelanpassungen.
Das Motherboard nimmt die anderen Leiterplatten über Steckverbindungen auf und kontaktiert sie.

Einschaltstrombegrenzung
Die Netzspannung gelangt vom Netzschalter über die Steckverbindung J 11 auf das Motherboard.
Sofort nach Einschalten des ICC werden die Netzteilkondensatoren geladen, was einen kräftigen Stromstoß
bewirkt, bei dem ohne Schutzmaßnahmen oft die Sicherungen der Hauselektroinstallation auslösen wür-
den.
Es ist daher auf dem Motherboard eine Einschaltstrombegrenzung realisiert, welche die Stromspitze nach
dem Einschalten auf unkritische Werte begrenzt.
Der entsprechende Netzstrom fließ zunächst über den Widerstand R5 und die Sicherung F1 in das ICC. Die
Relaisschaltkontakte REL 1 sind kurzzeitig noch geöffnet. Der Netzstrom wird also vorübergehend durch
Widerstand R5 auf unkritische Werte begrenzt.
Sobald die 24 Volt Versorgungsspannung vorhanden ist, kann Relais REL 1 anziehen und überbrückt mit
seinen Schaltkontakten Widerstand R5, Sicherung F1 und entlastet beide. Diese kurze Zeitspanne reicht
aus, um den Einschaltstromstoß wirkungsvoll zu begrenzen.
Leuchtdiode D2 leuchtet rot, wenn das Relais REL 1 angesteuert wird und dient somit zur Kontrolle.
Art.-Nr. 80116-200
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Netzspannungsumschaltung und Netzgleichrichtung


Das Gerät kann wahlweise auf 230 Volt oder 115 Volt Netzspannungsbereich umgestellt werden. Die ver-
bleibenden Spannungsabweichungen innerhalb der Spezifikation werden von den geregelten Netzteilen
ausgeregelt.
Die Netzspannung läßt sich durch Ändern der Steckverbindungen J 16 bis J 22 umstellen.
Im 230 Volt Bereich arbeitet der Brückengleichrichter BR1 wie vorgesehen als echte Brückenschaltung.
Die Drahtbrücken sind folgendermaßen zu stecken:

3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 137 / 264


Motherboard

J 15 frei
J 16–J 20 grau
J 17–J 21 braun
J 18–J 22 gelb
J 19 frei
Im 115 Volt Bereich arbeitet der Brückengleichrichter BR1 mit den Elektrolytkondensatoren C6, C7 als
Spannungsverdoppler. Die Drahtbrücken sind folgendermaßen zu stecken:
J 15–J 20 grau
J 16 frei
J 17 frei
J 18–J 21 braun
J 19–J 22 gelb
Zur Versorgung mit Niederspannung befindet sich der Transformator TR 1 mit Gleichrichter BR2 und
Siebkondensator C15 auf dem Motherboard. Hier wird eine ungeregelte Gleichspannung im 24-Volt-Be-
reich bereitgestellt.
Da Daten auf dem Datenbus für alle Teile der Schaltung gleichzeitig anliegen, muß gesondert definiert
werden, für welchen Teil der Schaltung die momentan ausgegebenen Daten bestimmt sind. Dies wird durch
das „Chipauswahl-Verfahren“ realisiert, bei dem der anzusprechende Chip mit einem speziellen „Chipselect-
Signal“ ausgewählt und angesprochen wird.
Dieses Signal schaltet innerhalb einer Menge von ansprechbaren Bausteinen nur einen aktiv. Diese Signale
werden im Multiplexer IC 4 generiert und in den Transistor-Arrays IC10 und IC11 auf 15 Volt CMOS-
Pegel gewandelt.
Die PIO (Parallel Input Output-Baustein) erzeugt in kurzem zeitlichem Abstand Daten für viele unter-
schiedliche Zielbaugruppen. Während die Daten an den PIOs nur kurzzeitig anliegen, sollen die Daten für
die Zielbaugruppen länger anliegen. Hierfür werden ein eigener externer Steuerbus und eigene Steuer-
leitungen gebraucht. Die Daten für die Signalleitungen werden in den D-Flipflops IC2 und IC3 gespeichert
und in den Transistorarrays IC8 und IC9 auf 15 Volt CMOS-Pegel gebracht.
Für den externen Steuerbus brauchen die Daten der PIO nur in IC7 auf 15 Volt CMOS-Pegel gebracht zu
werden.

Begrenzung der hochfrequenten Leckströme


Hochfrequente Leckströme werden im ICC wirkungsvoll begrenzt. Zur Begrenzung dient der Transforma-
tor UE1.
Alle Leitungen, die zu einer hochfrequenten Ausgangsbuchse des ICC führen, werden über den Transfor-
mator UE1 geführt. Wenn keine hochfrequenten Leckströme auftreten, fließt der HF-Strom aus dem Generator
über den Patienten zur Neutralen Elektrode und über den Transformator UE1 vollständig zum Generator
zurück.

138 / 264 3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG


Motherboard

Der wegfließende Strom ist daher im Idealfall gleich dem zurückfließenden Strom. Die Wicklungen des
Transformators UE1 sind so geschaltet, daß sich das entstehende Magnetfeld aus hinfließendem und rück-
fließendem Strom aufhebt. Somit besitzen die Wicklungen dieses Transformators keine Induktivität; der
Strom kann ungehindert fließen.
Kommt es hingegen im Patientenkreis zu hochfrequenten Leckströmen, so sind hinfließender und rück-
fließender Strom im allgemeinen nicht gleich groß. Die Magnetfelder im Transformator UE1 heben sich
nicht auf; es entsteht eine Induktivität der Wicklungen, die mit ihrem induktiven Widerstand den
hochfrequenten Leckstrom begrenzt.

Überwachung der hochfrequenten Leckströme


Bestimmungsgemäß soll der hochfrequente Strom nur zum Schneiden oder Koagulieren von Gewebe die-
nen. Hierzu muß er dem Gewebe an der Aktiven Elektrode kleinflächig und mit hoher Stromdichte zufließen
und an der Neutralen Elektrode großflächig und mit kleiner Stromdichte wieder abfließen.
Wenn der Körper des Patienten jedoch von einem anderen elektrisch leitfähigen Gegenstand berührt wird,
kann der Strom allerdings auch einen unerwünschten Weg einschlagen und dort z.B. eine Verbrennung
erzeugen. Diese unerwünschten Ströme bezeichnet man als »Leckströme«. Es ist daher wichtig, zu wissen,
ob ein solcher Leckstrom fließ und wie groß er ist.
Ein solcher Leckstrom kann nicht einfach verschwinden sondern er muß in jedem Fall wieder zum Genera-
tor zurückfließen. Der größte Anteil dieser hochfrequenten Leckströme fließt über das Netzkabel und den
Schutzleiter zum Generator zurück.
Da alle Netzleitungen und der Schutzleiter durch den Ringkern der Spule L1 geführt werden, wird bei
vorhandenem HF-Leckstrom in der Wicklung L1 eine entsprechende hochfrequente Spannung induziert,
die mit Diode D1 gleichgerichtet, mit D6, D7 begrenzt und im Kondensator C13 geglättet wird. Zur weite-
ren Bearbeitung wird diese Gleichspannung über den Spannungsfolger IC12 dem Prozessorsystem zugeführt.

Umschaltung zwischen floating und kapazitiv geerdetem Ausgang


Hochfrequenz Chirurgiegeräte werden im allgemeinen entweder in der Schaltungsart »kapazitive Erdung
der Neutralen Elektrode« oder »floatende Neutrale Elektrode« angeboten, wobei bei der letztgenannten
Schaltungsart keinerlei Bauteile zwischen dem Anschluß zur Neutralen Elektrode und Masse eingebaut
sind.
Beide Schaltungsarten haben Vor- und Nachteile.
Die kapazitive Erdung hat den Vorteil, daß die Zuleitung der Neutralen Elektrode zum Patienten über den
Art.-Nr. 80116-200

Kondensator hochfrequent geerdet ist und das Risiko von Verbrennungen minimiert ist. Nachteilig hinge-
gen ist, daß über diesen Kondensator bei Herzoperationen unzulässige niederfrequente Leckströme fließen
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können.
Wird die Neutrale Elektrode hingegen floatend betrieben, so können die niederfrequenten Leckströme bei
Herzoperationen sehr gut unter dem Grenzwert von 10 bzw. 50 mA gehalten werden aber das Risiko von
Verbrennungen steigt in dieser Schaltungsart an, da die Leitung der Neutralen Elektrode etwa auf der Hälfte
der hochfrequenten Spannung des Generators liegt.
Bei den ICC-Hochfrequenz Chirurgiegeräten wird der niederfrequente Leckstrom zum Patienten gemes-
sen. Dieser darf im ersten Fehlerfall 50 mA nicht überschreiten. Ist diese Bedingung gewährleistet, darf das

3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 139 / 264


Motherboard

Gerät die Bezeichnung CF (Cardiac Floating) tragen. Liegt der niederfrequente mögliche Leckstrom im
ersten Fehlerfall unter 500 mA, so ist das Gerät für Operationen am Herzen nicht geeignet und trägt die
Bezeichnung BF (Body floating).
Das ICC ist zunächst über die Kondensatoren C30 und C31 und die Relaiskontakte REL 2 kapazitiv geer-
det. Die Vorteile der kapazitiven Erdung werden voll genutzt. Der niederfrequente Leckstrom wird über die
vorgeschriebene Nachbildung R25, C28 gemessen. Kommt aus irgend einem Grund ein niederfrequenter
Leckstrom auf, so wird er bewertet. Übersteigt er die Grenze von 50 mA, so werden die Relaiskontakte
REL 2 geöffnet und somit kann ein niederfrequenter Leckstrom nicht mehr fließen. Das ICC erfüllt daher in
jeder Situation die Bedingung CF für Herzchirurgie.
Die in der Nachbildung entstehende Spannung ist proportional zum Strom und wird in dem als Komparator
geschalteten Operationsverstärker IC 14 mit dem maximal zulässigen Wert verglichen, der über den
Widerstandsteiler R22 und TP1 vorgegeben und einstellbar ist. Das Signal zur Umschaltung des Relais
REL 2 liegt am Ausgang BF / CF an.

Eingangsschaltung der Fußschalter


Der Fußschalter wird mit einer Gleichspannung von 15 Volt über eine mehrpolige Leitung betrieben. Da die
Verbindung des Fußschalters durch ihre Länge von bis zu mehreren Metern auch als Empfangsantenne
wirkt und störende Beeinflussungen aufnehmen kann, ist direkt an die Eingangsbuchsen des ICC ein RC-
Tiefpaß geschaltet, der hohe Störfrequenzen stark bedämpft. Die Fußschaltersignale werden anschließend
mit dem Buffer IC 13 regeneriert.
Zur weiteren Verarbeitung im Prozessor werden die Ausgangssignale von IC 13 dem TTL-Pegel des Pro-
zessors angepaßt. Hierzu dient der nichtinvertierende Buffer IC5.
Weitere Signale werden auf dieselbe Weise von 15 Volt CMOS-Pegel nach TTL-Pegel in den Buffern IC1
und IC6 gewandelt.

140 / 264 3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG


CPU-Platine
Steckplatz J1

Auf der Leiterplatte befinden sich folgende Funktionen:


• die CPU mit RAM und EPROM
• der Taktgenerator
• die Überwachung der Spannungsversorgung
• die digitalen Ein- und Ausgaben über Parallel Input/Output Bausteine (PIO)
• analogeingänge über einen A/D-Wandler
• die Chipselect-Generierung
• die Sicherheitslogik zur Kontrolle der Aktivierungssignale.
Als zentrale Recheneinheit (CPU) wird der CMOS Mikroprozessor Z84 C00 verwendet (IC1) zusammen mit
dem EPROM 27 C 512 als Programmspeicher (IC3) und dem batteriegepufferten RAM 5864 als Arbeits- und
Konstantenspeicher (IC2)
Der Takt zum Betrieb des Rechners wird in dem Quarztaktgenerator IC16 erzeugt und anschließend in den
beiden D-Flipflops IC13 zu einem frequenzhalbierten und gegenphasigen Clock verarbeitet.
Bei einem Zusammenbruch der Versorgungsspannung müssen die aktuellen Daten des Rechners noch „geret-
tet“ und im batteriegepufferten RAM gesichert werden. Alle diese Aufgaben werden von dem
Supervisor-Schaltkreis IC10 (MAX 691) unterstützt.
Die Überwachung der Versorgungsspannung erfolgt über den Widerstandsspannungsteiler R3, R4 und Ein-
gang „Powerfail“ (Pin 9, IC10). Die Daten werden durch eine 3-Volt-Lithium-Batterie BT1 gepuffert, die an
Pin 1 des IC10 angeschlossen ist. Der Schaltkreis überwacht auch die Spannung dieser Pufferbatterie. Beim
Einschalten besorgt der Schaltkreis ein Rücksetzen (reset) des Rechnersystems auf einen definierten Anfangs-
zustand und besorgt die Überwachung und Funktionsfähigkeit durch eine eingebaute „watchdog-Schaltung“.
Zusätzlich wird die +5-Volt-Versorgungsspannung noch in einer separaten Schaltung über Widerstand R9,
Diode D1, Pufferkondensator C13 und Widerstand R7 über die PIO IC6, Pin 27 überwacht.
Die digitalen Ein- und Ausgaben des Rechners werden von den Parallel Input/Output-Schaltkreisen (PIOs,
IC4 bis IC7) erledigt. Ein- und Ausgangsports werden vom Programm definiert und geschaltet.
Analoge Größen, die vom Prozessor verarbeitet werden, gelangen über die Pegelanpassung (Widerstands-
netzwerk RN1, Widerstände R15 bis R18) und gleichzeitigen Tiefpaß (Kondensatoren C16 bis C19) auf den
4-Kanal Analog-Digital-Wandler IC14, von wo aus die Daten dem Prozessor zur Verfügung stehen.
Da alle Daten des Systems gemeinsam am Datenbus anliegen, muß das System die Zielbausteine, für welchen
Art.-Nr. 80116-200

die Daten gelten, ansprechen können. Dies geschieht in einem Prozessorsystem mittels der Chipselect Leitun-
gen, über die Mithilfe der »Auswahlsignale« ganz bestimmte Bausteine angesprochen werden können.
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Die Chipselect-Signale werden im Decoder IC9 aus den Adressen A3, A4 und A5 gebildet. Je nach Adresse
wird jeweils nur eine Ausgangsleitung auf logisch low geschaltet.
Alle Signale der verschiedenen Fingerschalter und Fußschalter werden in einer Sicherheitslogik zusammen-
gefaßt und überprüft, ob sich keine unzulässigen Überschneidungen oder unzulässigen Zustände ergeben.
Werden keine unzulässigen Überschneidungen festgestellt, generiert die Sicherheitslogik ein Signal, das die
daraus weitergegebenen Daten als sicher kennzeichnet. Diese Logik wird vom programmierbaren Controller
IC17 übernommen.

3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 141 / 264


Low-Voltage-Supply
Steckplatz J2

Auf der Leiterplatte befinden sich folgende Baugruppen:


• Spannungsregler für +24 Volt
• Spannungsregler für +15 Volt
• Spannungsregler für +5 Volt
• Spannungsregler für –15 Volt
• Drei Tongeneratoren für die akustischen Signale
• Schaltung zur Tonauswahl
• Tonendverstärker mit Lautstärkensteuerung.

Spannungsregelung für +24 Volt


Die unstabilisierte Gleichspannung, die auf dem Motherboard über Trafo TR1 und Brückengleichrichter
BR2 gewonnen wird, gelangt auf den Eingang eines getakteten Schaltnetzteils. Dieses besteht aus dem
integrierten Schaltregler IC3, der Speicherdrossel L1 und der Freilaufdiode D1 mit der notwendigen
Beschaltung. Die Ausgangsspannung wird über den Spannungsteiler R22, R23 eingestellt.
Am Ausgang des Schaltreglers steht eine stabilisierte Gleichspannung von +24 Volt zur Verfügung. Das
Vorhandensein dieser Spannung wird durch die Leuchtdiode LED 6 angezeigt.
Diese Spannung wird hauptsächlich zum Betrieb der Relais im Chirurgiegerät verwendet.

Spannungsregelung für +15 Volt


Die unstabile Eingangsspannung, deren Vorhandensein von Leuchtdiode LED 4 angezeigt wird, ge-
langt auf den Schaltregler IC1. Die Schaltung entspricht weitgehend der +24 Volt Regelung, jedoch
wird hier als Speicherdrossel der Transformator UE 1 benutzt, der gleichzeitig einen Teil der dort
entstehenden geschalteten Spannung für den Betrieb der –15 Volt Regelung auskoppelt.
Die durch das Teilerverhältnis der Widerstände R30 und R31 vorgegebene Ausgangsspannung von
+15 Volt wird zum Betrieb der CMOS-Schaltungen und der Operationsverstärker gebraucht. Ihr ord-
nungsgemäßes Vorhandensein wird durch die Leuchtdiode LED 2 signalisiert.

Spannungsregelung für –15 Volt


Die negative Betriebsspannung von –15 Volt wird hauptsächlich zur negativen Spannungsversorgung der
Operationsverstärker benötigt. Da die Belastung dieser Spannungsquelle durch die Schaltung nur minimal
ist, konnte eine einfache Regelschaltung benutzt werden. Das Prinzip der Analogregelung ist daher ausrei-
chend, die entstehenden Verluste sind minimal.
Die dem Schaltnetzteil für +15 Volt am Transformator UE1 entkoppelte Schaltnetzspannung wird durch die
Diode D6 gleichgerichtet, sodaß am Eingang des Analogreglers IC10 eine negative Gleichspannung an-
liegt. Diese Spannung wird durch den Festspannungsregler IC10 auf –15 Volt stabilisiert. Das
ordnungsgemäße Vorhandensein dieser Spannung wird durch die Leuchtdiode LED1 angezeigt.

142 / 264 3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG


Low-Voltage-Supply
Steckplatz J2

Spannungsregelung für +5 Volt


Eine geregelte Spannung von +5 Volt wird hauptsächlich zum Betrieb der CPU, der TTL-Logigbausteine
und der Leuchtanzeigen des Frontpanelsbenötigt. Da die Belastung dieser Spannungsquelle relativ groß ist,
wurde ein Schaltnetzteil verwendet.
Die Schaltung entspricht weitgehend der des +24 Volt Reglers: Die unstabile Eingangsspannung wird durch
den Regler IC6 auf +5 Volt stabilisiert. Das ordnugsgemäße Vorhandensein der Ausgangsspannung wird
durch die Leuchtdiode LED3 angezeigt.
Von Pin 3 des integrierten Schaltreglers IC1 der +15 Volt Spannungsregelung führt eine Verbindung zum
Transistor T2 der +5 Volt Regelung. Dadurch ist es möglich, die Funktion des +5 Volt Netzteiles zu blockie-
ren, solange die +15 Volt Versorgung nicht vorhanden ist. Diese Maßnahme dient der Erhöhung der
Funktionssicherheit des Gerätes.

Tongeneratoren für die Signaltöne


Die Tongeneratoren dienen der akustischen Signalisation aller Betriebs- und Gefahrenzustände beim Be-
trieb des Chirurgiegerätes. Hierzu sind drei Tongeneratoren vorhanden, deren Signale untereinander gemischt
werden können, um auf diese Weise angenehme und unterschiedliche Töne zu erzeugen.
Der Timer IC4 erzeugt die Tonfrequenz des ersten Tones, der mit Trimmpotentiometer TP2 auf 493 Hz
justiert werden kann.
Timer IC5 erzeugt die Tonfrequenz des zweiten Tones, die mit Trimmpotentiometer TP3 auf 414 Hz justiert
werden kann.
Timer IC7 erzeugt die Tonfrequenz des dritten Tones, der mit Trimmpotentiometer TP4 auf 329 Hz justiert
werden kann.
Die erzeugten Tonfrequenzen können nun mit den Analogschaltern des IC8 wahlweise eingeschaltet und
miteinander gemischt werden. Die Kombination der Einzeltöne ist vom Programm vorgegeben und wird
mit den D-Flipflops des IC9 als Zielspeicher angewählt und mit den Analogschaltern des IC8 durchgeschaltet.
Über die Widerstände R5, R7, R9, R24, R10 und R16 werden die Tonfrequenzen summiert, sodaß nun aus
mehreren Einzelfrequenzen ein Klang entstehen kann.
Die Lautstärke der Betriebstöne läßt sich mit einem Potentiometer einstellen, das parallel zu Widerstand
R11 geschaltet ist.
Die Lautstärke der Alarmtöne darf nicht abgeschwächt werden. Daher kann die Abschwächung der Ampli-
tuden durch den integrierten Analogschalter IC8 Pin 10-11, der ebenfalls von der CPU gesteuert wird,
Art.-Nr. 80116-200

umgangen werden, so daß das Tonsignal in diesem Fall mit maximaler Amplitude an den Tonendverstärker
IC 2 weitergegeben wird.
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Das Netzwerk R37, C9, C10, C11, R39 dient der Klangformung, sodaß im Lautsprecher, der auf den Ton-
verstärker folgt, ein angenehmer Klang entsteht.

3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 143 / 264


Control-Board
Steckplatz J3

Auf der Leiterplatte befinden sich folgende Baugruppen:


• Meßwerterfassung und Justage
• Der Berührungsmonitor
• Ansteuerung und Leistungseinstellung der ST-Endstufe
• Ansteuerung des Power-Modules
• Synchronisation der QK-Endstufe
• Hardwaremäßige elektronische Sicherheitsschaltungen
• Funkenregelung
• Ansteuerung der QK-Endstufe.

Meßwerterfassung und Justage


Die hauptsächlich auf dem Senso-Board, aber auch in anderen Teilen des gesamten Gerätes angefallenen
Meßsignale gelangen zunächst zum Control-Board, wo sie zumeist noch justiert werden müssen, um schließ-
lich zum Prozessor zu gelangen.
Für die meisten Eingänge besteht eine Eingangsschaltung aus einem variablen Spannungsteiler, mit dem
die Signalspannungen justiert werden können.
Verschiedene Signalspannungen, deren Werte vom Prozessorsystem sehr schnell benötigt werden, gelan-
gen über die Verstärker IC1 und IC2 unmittelbar zum Prozessor.
Andere Signale, die nicht zu einer schnellen Verarbeitung benötigt werden, können dem Prozessorsystem
im Multiplexbetrieb zugeleitet werden. Diese Signale werden dem 16-Kanal-Multiplexer IC 3 zugeführt, in
zeitlicher Reihenfolge abgetastet, anschließend im Operationsverstärker IC1 verstärkt und erst dann nach-
einander dem Prozessorsystem zugeleitet (Ausgang ANALOG 4).
Auf diese Weise werden z.B. die einzelnen Betriebsspannungen erfaßt :
Die +15 Volt Betriebsspannung wird über den Widerstandsteiler R39, R40 dem Multiplexer zugeführt.
Die +24 Volt Betriebsspannung wird über den Widerstandsteiler R41, R42 auf den Multiplexer geführt.
Die –15 Volt Betriebsspannung wird zunächst über R31 dem Operationsverstärker IC2 zugeführt, indem sie
invertiert wird. Nun kann die Spannung als positive Größe ebenfalls über den Multiplexer verarbeitet wer-
den, der ja nur positive Signale durchschaltet.
Der Multiplexer IC3 erhält seine Adressansteuerung A0 bis A3 vom Steuerbus über den Zielspeicher (D-
Flipflop) IC19.

Der Berührungsmonitor
Bei bipolarer Betriebsart wird gewünscht, daß der Generator über die Pinzette einschaltet, wenn sich biolo-
gisches Gewebe zwischen den Pinzettenspitzen befindet. Hierzu dient der Berührungsmonitor. Er soll den
Generator bei einem Gewebewiderstand von 2,5 kOhm einschalten.
Es können prinzipiell zwei Einsatzpunkte definiert und eingestellt werden. Der jeweils gültige Bereich wird
vom Steuerbus vorgegeben, im Zielspeicher IC20 gespeichert und dort je nach aktiviertem Ausgang (BER_1
oder BER_2) durchgeschaltet.
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Control-Board
Steckplatz J3

Ist z.B. Bereich 1 aktiviert, so wird der Emitter von Transistor T2 hochgesetzt und gibt seine Ausgangs-
spannung über Trimmpotentiometer TP 11, Widerstand R45 und Diode D2 auf die Meßleitung U_NETZT,
die am Power-Modul zur Sensorleitung der Ausgangsspannung des Schaltnetzteils führt, gleichzeitig aber
auch zum Meßsystem des Prozessors (Trimmpoti TP1 auf Control-Board).
Transistor T2 kann also als Kleinstspannungsnetzteil aufgefaßt werden, mit dessen Ausgangsspannung der
HF-Generator des Power-Moduls eine minimale HF-Spannung erzeugt und als Testspannung an die Bipo-
lar-Buchse abgibt.
Über Trimmpotentiometer TP11 wird der Innenwiderstand dieses Mini-Netzteiles eingestellt.
Wird nun der Generator mit dem Gewebe in der Pinzette (oder mit einem 2,5 kOhm Widerstand) belastet,
so bricht die Versorgungsspannung am Innenwiderstand des Mini-Netzteils um einen bestimmten Betrag
zusammen.
Dieser Spannungszusammenbruch wird vom Prozessorsystem gemessen und mit den vorgegebenen Soll-
werten verglichen. Bei Übereinstimmung wird das Hauptnetzteil eingeschaltet und der HF-Generator liefert
die voreingestellte Leistung.
Das Mini-Netzteil kann wegen der Diode D2 nicht rückwärts gespeist werden (Schutzdiode).
Da über das Trimmpotentiometer TP11 der Innenwiderstand verändert wird, kann hier der Einsatzpunkt des
Berührungsmonitors in Abhängigkeit vom Lastwiderstand des Generators (Gewebewiderstand) justiert
werden.

Ansteuerung und Leistungseinstellung der ST-Endstufe


Die Vorgabe zur Ansteuerung der ST-Endstufe kommt als digitales Wort aus dem Steuerbus. Im Digital-
Analog-Wandler IC8 entsteht hieraus eine Gleichspannung, die im Spannungs-Frequenz-Wandler IC15 in
eine definierte Frequenz umgewandelt wird, die mit dem Trimmpotentiometer TP17 justiert werden kann.
Der auf diese Weise generierte Puls ist die Wiederholfrequenz der ST-Endstufen-Ansteuerung.
Die Impulslänge jedes einzelnen Ansteuerimpulses wird aus der Wiederholfrequenz gewonnen. Mit dem
EXOR des IC12 ist ein Monoflop realisiert, bei dem mit dem Trimmpotentiometer TP16 die Impulslänge
des Ansteuerimpulses eingestellt werden kann. Nach einer Flankenversteilerung steht am Ausgang 11 des
EXORs IC12 der Ansteuerimpuls TSI_STE zur Verfügung.
Über die Wiederholfrequenz wird die Leistung des Generators eingestellt.

Ansteuerung des Power-Moduls


Art.-Nr. 80116-200

Der Leistungsgenerator des Power-Moduls ist vom Prinzip ein rückgekoppelter Generator, der seine An-
steuer-Impulse vom Control-Board erhält. Der Generator fängt allerdings nicht selbst zu schwingen an,
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sondern er muß erst durch einen Impuls gestartet werden.


Das Einschaltsignal und somit den notwendigen Startimpuls erhält die Schaltung vom Prozessor über seine
PIO auf der CPU-Platine und dem Transistor-Array IC8 des Motherboards.
Das Signal HF_EIN wird auf den Komparator IC14 des Control-Boards geführt, dessen Ausgang während
der Aktivierung des Generators auf logisch HIGH bleibt.
Beim Einschalten wird das ansteigende Signal über das RC-Glied R19, C73 differenziert und gelangt auf
das Gate des Transistors T4, der darauf kurz durchschaltet und das Monoflop IC16 triggert. Dies ist der

3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 145 / 264


Control-Board
Steckplatz J3

Startimpuls, auf den hin der Generator zu arbeiten beginnt. Mit Trimmpotentiometer TP15 läßt sich die
Impulsdauer des ersten Monoflops im IC16 einstellen und damit ein symmetrischer Sinusverlauf des
Generatorsignals (Anpassung an den Parallelschwingkreis).
Das Zurückkippen des ersten Monoflops IC16 löst einen Folgeimpuls im zweiten Monoflop IC16 aus,
welcher der eigentliche Ansteuer-Impuls für den Treiber der Endstufe darstellt. Die Dauer dieses Ansteuer-
Impulses ist mit dem Trimmpotentiometer TP14 einstellbar.
Der Generator des Power-Moduls wird also immer nur am Anfang einer halben Schwingung durch den
Ansteuerimpuls angestoßen. Durch den Schwingkreis als Arbeitswiderstand wird die Schwingung zu einer
vollen Sinuswelle ergänzt.
Für alle weiteren Schwingungen während einer Aktivierungsphase wird der Generator über das entstande-
ne Sinussignal rückgekoppelt. Ein Teil der Ausgangsspannung U_PRIM des Parallelkreises wird auf den
Komparator IC14 geführt, dessen Ausgangsimpulse nun die Monoflops IC16 triggern.
Der Generator des Power-Moduls schwingt daher nun so lange als rückgekoppelter Generator, bis das
Aktivierungssignal HF_EIN vom Prozessor zurückgenommen wird.
Auf diese Weise ist gewährleistet, daß der Generator immer exakt auf der Resonanzfrequenz des Schwing-
kreises schwingt und die Arbeitsfrequenz nicht manuell den fertigungsbedingten Toleranzen der
Schwingkreiselemente angepasst zu werden braucht.

Synchronisation der QK-Endstufe


Die quasi-komplementäre Endstufe arbeitet auf einen Serienschwingkreis (auf dem Power-Module), um
den gewünschten sinusförmigen Strom zu erzeugen. Dieser Serienkreis wirkt auf den Strom in der QK-
Endstufe wie ein Schwungrad und erzwingt in gewissem Maße den zeitlichen Verlauf des Stromes.
Wegen des besseren Wirkungsgrades und zum Schutz der QK-Endstufe sollen die Transistoren immer zu
dem Zeitpunkt umgeschaltet werden, wenn der Strom im Serienkreis gerade einen Nulldurchgang hat. Die
Verluste in den Transistoren sind dann minimiert.
Diese Forderung läßt sich am besten nach dem Prinzip der Rückkopplung lösen. Ein solches Schaltungs-
prinzip wurde bereits bei der Ansteuerung des Power-Moduls realisiert. Auch dort konnten die Vorteile
einer digitalen Steuerung der Signale mit ihrem kleinen elektrischen Leistungsverbrauch und ihren vielsei-
tigen Möglichkeiten mit der Rückkopplung für einen Generator hohen Wirkungsgrades vereint werden.
Der Generator kann nicht von selbst anschwingen; er braucht eine Startschaltung. Der Digitaloszillator
IC18 ist ein freilaufender Oszillator, dessen Frequenz möglichst nahe an der Frequenz des Serienkreises
liegen soll. Sein Ausgangssignal wird zum Prioritätsencoder IC11 geleitet. Solange in der QK-Endstufe
kein Strom fließt, ist das Meßsignal des Stromes U_IHP gleich Null (Meßpunkt MP1). Der Komparator IC9
erkennt am Eingang 9 keinen Strom, daher ist sein Ausgangssignal low und das Monoflop IC13 erzeugt
keine Impulse. Sein Ausgang ist dann dauernd low und somit auch der Selectoreingang S1 des Prioritäts-
Encoders IC11. Das hat zur Folge, daß die Eingänge IA2 und IA3 zum Ausgang durchgeschaltet werden.
Auf diese Weise wird am Anfang der Aktivierung das Signal der Startschaltung IC18 zur Ansteuerung der
QK-Endstufe geschaltet.
Ist die QK-Endstufe „angelaufen“, so kommt dort ein Strom zustande, der bei genügender Höhe die Schwelle
des Komparators IC9, Pin 10 überschreitet. Da der Strom in der QK-Endstufe halbwellenförmig ist, ent-
steht am Ausgang des Komparators ein Puls mit der Frequenz der QK-Endstufe. Dieser Puls triggert das

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Control-Board
Steckplatz J3

Monoflop IC13 auf Eingang 4. Die ON-Zeit ist etwas länger als die Periodendauer des HF-Signals der QK-
Endstufe gewählt, sodaß das Monoflop nicht abfällt, solange Impulse aus der erzeugten HF dieses Monoflop
nachtriggern (Prinzip der watch-dog-Schaltung). Das Monoflop hebt den Selektor-Eingang des
Prioritätsencoders IC11 auf high-level. Damit wird nun nicht mehr das Signal des Start-Generators zur
Ansteuerung der QK-Endstufe durchgeschaltet, sondern das Ausgangssignal des Komparators IC9, Pin 12.
Dieser Komparator detektiert die Nulldurchgänge des hochfrequenten Stromes der QK-Endstufe und gibt
einen Puls im Takt der HF an den Prioritätsencoder, der diesen Takt bei genügendem Stromfluß der Endstu-
fe auf die Ansteuerung durchschaltet. Dadurch wurde nun die Ansteuerung vom Freilauf durch den Start
Generator im Leerlauffall auf rückgekoppelte Stromsteuerung im Lastfall umgeschaltet.

Hardwaremäßige elektronische Sicherheitsschaltungen


Der Strom der QK-Endstufe wird ein weiteres Mal gemessen:
Zunächst erfolgt eine Teilung der Meßspannung durch den Teiler R57, R61, anschließend die Gleichrichtung
mit Diode D10 und eine Mittelwertbildung mit der Zeitkonstanten aus dem Widerstand R50 und dem Kon-
densator C10. An den Eingängen des Komparators IC4 liegt demnach zum einen die Vergleichsspannung
aus dem Teiler R48, R49 und zum anderen der Mittelwert einer Spannung, die dem mittleren Strom der
Endstufe entspricht. Überschreitet der mittlere Endstufenstrom die eingestellte Schwelle, so kippt der Kom-
parator. Sein Ausgangssignal sperrt die Ansteuerung der Endstufe über das UND-Gatter IC7, Pin 4 und die
QK-Endstufe wird für eine bestimmte Mindestzeit blockiert, die durch das Monoflop IC10, Teil2 vorgege-
ben ist. Hierdurch wird der Schaltung eine Erholzeit gegeben und ein Pumpeffekt vermieden.
Dies ist damit eine elektronische Sicherung für die QK-Endstufe.
Auf ähnliche Weise werden weitere Meßgrößen nicht nur softwaremäßig, sondern auch hardwaremäßig
überwacht :
Spannung und Strom des Patientenkreises werden über ihre Meßgrößen UP_HF und IP_HF vom Senso-
Board auf den Komparator IC6 geführt. Genauso die Spannung des Netzteils U_NETZT und sein Strom
U_INT aus dem Power-Modul.
Der integrierte Baustein IC6 ist ein Komparator, dessen Schwellspannung als digitales Wort über den Steuer-
bus vorgegeben werden kann. Somit kann die Schwellspannung den jeweiligen Erfordernissen angepaßt
werden, die vom Prozessor vorgegeben werden. Der Komparator vergleicht die analogen Momentanwerte
mit den vom Prozessor gesetzten Grenzwerten und gibt seine Ja/Nein Entscheidungen an die NOR-Schal-
tung IC5 weiter. Dort werden die Signale zusammengefaßt und auf das Gatter IC7 geleitet. Hat eine einzige
Meßgröße ihren Grenzwert überschritten, so wird die QK-Endstufen Ansteuerung von der UND-Schaltung
Art.-Nr. 80116-200

IC7 blockiert. Gleichzeitig wird das Monoflop IC10, Teil 1 getriggert, das die Blockade für eine definierte
Mindestzeit aufrecht hält, so daß ein Pumpeffekt durch zu kurzes Aus- und Wiedereinschalten vermieden
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wird.
Über den zweiten Teil der UND-Schaltung IC7 werden weitere wichtige Freigabesignale für die QK-End-
stufe kontrolliert:
• Liegt ein Freigabesignal vom Prozessor vor ?
• Gibt die Sicherheitslogik ihre Freigabe ?
• Liegt momentan kein Reset des Prozessors vor ?
Falls eine dieser Fragen mit NEIN beantwortet werden muß, wird die QK-Endstufe blockiert.
3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 147 / 264
Control-Board
Steckplatz J3

Die Funkenregelung
Einige ICC Geräte bieten sowohl eine Regelung der HF-Ausgangsspannung als auch alternativ eine Rege-
lung des Funkenspiels, das während des Schneide- und Koagulationsvorgangs an der Aktiven Elektrode
auftritt. Beide Regelprinzipien haben konkrete Anwendungen.
Die Regelung der Funkenstärke kann über die Taste »HIGH CUT« aktiviert werden.
Auf dem Senso-Board wird über einen Isolierverstärker die während eines Funkens auftretende Gleich-
spannung U_FUNKE gewonnen (Beschreibung dort) und auf das Control-Board geleitet.
Der gewünschte Sollwert der Funkenstärke wird über den Steuerbus auf den Digital-Analog-Wandler IC8
übertragen. Sein analoges Ausgangssignal wird am Komparator IC4 mit dem Istwert des Funkens U_FUNKE
zusammengeführt und verglichen. Falls der Istwert größer als der Sollwert ist, kippt Ausgang 12 auf Masse-
potential und bringt die rote Leuchtdiode D1 zum Leuchten. Außerdem gelangt das Ausgangssignal auf den
Eingang Pin 2 der NOR-Schaltung IC5. Das Gatter IC7 mit dem Monoflop IC10 schalten die QK-Endstufe
für eine Mindestzeit ab. Somit wird die Versorgungsspannung des HF-Generators kleiner und damit auch
die Stärke des Funkens.

Ansteuerung der QK-Endstufe


Die MOS-Feldeffekt Transistoren der quasi-komplementären Endstufe benötigen zu ihrer Ansteuerung
während dem Nulldurchgang des sinusförmigen Ausgangsstroms kurze Ein- bzw. Ausschaltimpulse.
Aus dem Abschnitt „Synchronisation der QK-Endstufe“ ist bekannt, daß am Ausgang des Prioritätsencoders
IC11 ein Puls anliegt, der bereits synchron zu den Nulldurchgängen des Ausgangsstroms ist. Dieser Puls
muß nun so aufbereitet werden, daß für jeden der beiden Endstufentransistoren jeweils zum richtigen Zeit-
punkt ein Ein- bzw. Ausschaltimpuls erzeugt wird.
Geht man davon aus, daß nach einer Pause keiner der beiden QK-Transistoren leitend geschaltet ist, so
benötigt zunächst Transistor A einen Einschaltimpuls. Der Transistor schaltet hierauf ein und erzeugt im
Schwingkreis des QK-Ausgangs eine sinusförmige Halbwelle. Am Ende dieser Halbwelle muß dieser Tran-
sistor A mit einem kurzen Impuls wieder ausgeschaltet werden. Anschließend soll Transistor B die zweite
Halbwelle übernehmen und leitend sein. Daher benötigt Transistor B kurz nach dem Abschalten von Tran-
sistor A seinen kurzen Einschaltimpuls. Er bleibt bis zum Nulldurchgang der zweiten Halbwelle leitend und
muß an deren Ende wieder mit einem Impuls ausgeschaltet werden.
Auf diese Weise ist eine vollständige Sinusschwingung entstanden und dieser Vorgang wiederholt sich
ständig bis zum Abschalten der QK-Endstufe.
Der Ausgang des Schaltkreises IC11 erzeugt bei jedem Nulldurchgang des Sinusstroms einen Impuls. Die
Ansteuerung erfordert aber wie beschrieben zwei Impulse während einer Halbwelle, nämlich einen Ein-
schalt- und einen Ausschaltimpuls. Es ist daher notwendig, die Frequenz des vorhandenen Pulses zu
verdoppeln. Dies geschieht im EXOR-Gatter IC12 zusammen mit dem RC-Tiefpaß R67, C15. Mit diesem
Tiefpaß wird das Signal am Eingang 1 des Gatters IC12 gegenüber dem Eingang 2 geringfügig verzögert,
was bei jeder Änderung des Eingangssignals zu einem Ausgangsimpuls mit der Länge der Verzögerungs-
zeit führt. Die Eingangsfrequenz ist somit verdoppelt. Die entstandenen Impulse sind außerordentlich kurz.
Durch kleine, aber nicht vernachlässigbare Laufzeiten in der Schaltung ist das inzwischen erhaltene Signal
nicht mehr völlig synchron zu den Stromnulldurchgängen des Ausgangssignals. Mit dem Monoflop IC13
kann die korrekte Phasenbeziehung der Ansteuerimpulse zum Ausgangsstrom wieder hergestellt werden, in

148 / 264 3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG


Control-Board
Steckplatz J3

dem die Impulse definiert verlängert werden. Die notwendige Verzögerungszeit kann mit Trimmpotentiometer
TP13 justiert werden.
Durch Halbierung der zuvor verdoppelten Frequenz im D-Flipflop IC21, Teil 2 entsteht wieder die ur-
sprüngliche Arbeitsfrequenz der QK-Endstufe mit einem Tastverhältnis von 1:1. Ausgangspin 13 hat
HIGH-Level, während Transistor A angesprochen wird. Der invertierte Ausgang 12 hat HIGH-Level, wenn
Transistor B der QK-Endstufe angesprochen wird. Die Ausgangssignale A und B dienen somit der Selekti-
on des momentan aktiven Transistors.
Aus der zuvor verdoppelten Frequenz werden die kurzen Ein- und Ausschaltimpulse für den jeweils akti-
ven Transistor erzeugt.
Der erste Teil des Monoflops IC17 erzeugt den Einschaltimpuls, der zweite Teil den Ausschaltimpuls.
Der erste Teil des D-Flipflops IC21 wird zusätzlich vom EIN_AUS-Signal der Sicherheitsschaltungen an-
gesteuert. Dadurch können einerseits alle Einschaltimpulse unterdrückt werden, andererseits ist sichergestellt,
daß die Transistoren in jedem Fall noch ausgeschaltet werden können.
Die Zuordnung der Selektionsimpulse für die einzelnen Transistoren mit den Ein-/Aus-Impulsen wird im
NAND-Gatter IC1 auf der QK-Endstufe vorgenommen.
Art.-Nr. 80116-200
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3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 149 / 264


QC-Power Stage
Steckplatz J4

Auf der Leiterplatte befinden sich folgende Funktionen :


• Die Decodierung der Schaltsignale
• Power-On Verzögerungsschaltung
• Vorverstärker, Treiber und Potentialtrennung der Ansteuerung
• Klammerschaltung
• Gegentakt-Endstufe.
Die Endstufe dient als Leistungsverstärker von hochfrequenten Signalen, wie er z.B. in Schaltnetzteilen
und Hochfrequenzchirurgiegeräten gebraucht wird. Diese Endstufe ist aufgrund des besseren Wirkungs-
grades und der größeren möglichen Ausgangsleistung als Gegentaktendstufe konzipiert. Da man bei der
Beschaffung und Lagerung von identischen P- und N-Kanal-Transistoren – so, wie sie in einer Gegentakt-
Endstufe gebraucht werden – oft Probleme hat, ist es vorteilhaft, bei beiden Transistoren den selben Typ
verwenden zu können. Diese Schaltung bezeichnet man dann als quasi complementäre Endstufe, oder auch
kurz QC-Endstufe.
Ziel der Entwicklung war eine Endstufe mit möglichst hohem Wirkungsgrad und einem sinusförmigen
Ausgangssignal mit möglichst wenig Anteil an harmonischen Frequenzen. Die Ansteuerung sollte mög-
lichst wenig Leistung benötigen und möglichst im Digitalbetrieb angesteuert werden können, so daß die
Transistoren im verlustleistungsarmen Schalterbetrieb benutzt werden können.
Alle genannten Anforderungen führten auf die vorliegende Schaltung.

Schaltungsprinzip
Die komplementäre Endstufe besteht aus zwei N-Kanal MOS-FET Transistoren T1 und T2, die abwechs-
lungsweise als Schalter betrieben werden. Das verstärkte digitale Ausgangssignal liegt an der Source von
Transistor T1 und gleichzeitig am Drain von Transistor T2, da diese Anschlüsse miteinander leitend ver-
bunden sind. Da allerdings ein sinusförmiges Ausgangssignal Bedingung ist, wird der Ausgang der Endstufe
auf einen Schwingkreis geschaltet (der sich auf der nachfolgenden Leiterplatte befindet ).
Die Ansteuerung der QC-Endstufe erfolgt jeweils zwischen Gate und Source des Transistors. Dies führt bei
dieser Schaltungstechnik immer zu Potentialproblemen, da hier das Ansteuersignal dem Ausgangssignal
überlagert werden muß.
Lösbar ist dieses Problem, indem der entsprechende Transistor über einen Transformator angesteuert wird.
Benutzt man diese Methode bei beiden Endstufentransistoren, so hat dies den Vorteil, daß man den An-
steuerstromkreis vollkommen isoliert vom Ausgangsstromkreis aufbauen kann und die hohen
Ausgangsspannungen im Fall eines Defektes den Ansteuerkreis nicht beschädigen können.
Nachteilig ist jedoch, daß der Transformator keine Gleichstromsignale übertragen kann.
Hier kommt uns die Gate-Source Kapazität der MOS-FETs entgegen. Da diese Kapazität von hoher Güte
ist, kann die Gate-Source Kapazität eine aufgebrachte Ladung ausreichend lange halten. Die Klammer-
schaltung aus den Dioden D8, D9, D10 und D5, D6, D7 bewirkt, daß die Gate-Source Kapazität mit einem
kurzen positiven Impuls aufgeladen werden kann. Dieser positive Impuls wird über Diode D8 auf das Gate
des Transistors T1 geleitet und lädt die GS-Kapazität ausreichend auf, so daß der Transistor leitfähig ge-
schaltet wird.

150 / 264 3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG


QC-Power Stage
Steckplatz J4

Diese Ladung kann nun nach dem Ende des Ansteuerimpulses nicht in die Ansteuerschaltung zurückflie-
ßen, da Diode D8 sperrt und Diode D9 wegen ihrer Z-Dioden-Charakteristik ebenfalls keinen Rückstrom
zuläßt. Die Folge ist, daß der Transistor solange leitfähig bleibt, wie seine GS-Kapazität genügend Ladung
hat.
Kommt hingegen aus der Ansteuerschaltung ein ausreichend großer negativer Impuls, so wird die Z-Di-
oden Spannung an Diode D9 überschritten und die GS-Kapazität kann wieder entladen werden. Somit
sperrt der Transistor T1.
Man kann also erkennen, daß ein MOS-FET-Transistor mittels eines Impulstransformators mit kurzen Ein-
bzw. Ausschaltimpulsen über eine solche Klammerschaltung im Schaltmodus betrieben werden kann.
Die Kondensatoren C4 und C5 sind zur GS-Kapazität parallel geschaltet und unterstützen den beschriebe-
nen Effekt. Da ihre Kapazitäten wesentlich größer als die entsprechenden Gate-Source-Kapazitäten
dimensioniert sind, wird die Schaltung zudem von Parameterstreuungen der Gate-Source-Kapazitäten un-
terschiedlicher Produktionschargen weitgehend unabhängig.
Es ist die Aufgabe der Ansteuerung, die Ansteuerimpulse zeitlich so zu gestalten, daß jeder der beiden
Endtransistoren zum richtigen Zeitpunkt jeweils einen kurzen Einschaltimpuls und nach einer definierten
Pause auch wieder einen Ausschaltimpuls erhält. Hierbei ist sicherzustellen, daß die beiden Transistoren zu
keinem Zeitpunkt gleichzeitig leitfähig geschaltet sind, da ein Kurzschluß der Versorgungsspannung die
Folge wäre!

Schaltungsbeschreibung
Auf dem Control-Board (30128-357) werden die Ansteuersignale generiert. Dies sind kurze Schaltimpulse
zum Ein- und Ausschalten der Endstufentransistoren und zwei weitere Pulse, jeweils ein Impuls zur An-
wahl des oberen und einer zur Anwahl des unteren Endstufentransistors.
Diese Impulse kommen über die Steckleiste J1 auf die NAND Gatter ½ IC1 und IC4 auf der QC-Platine.
Dort werden nun z.B. die Impulse »Einschalten« und »Transistor A« zusammengeführt (genauso »Aus-
schalten« und »Transistor A«). An den Ausgängen des IC 1 liegen also folgende Pulsfolgen an :
• Transistor A einschalten
• Transistor A ausschalten
• Transistor B einschalten
• Transistor B ausschalten.
Diese Pulse werden jeweils in den dreifach parallel geschalteten Gattern der NOR-Schaltungen IC2 und
Art.-Nr. 80116-200

IC3 vorverstärkt. Die Ausgänge von IC2 und IC3 steuern die Treiberstufen an, bestehend aus jeweils zwei
parallel geschalteten Transistoren T3 bis T10. Das Ausgangssignal der vier parallelen Treiber ist nun so
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weit verstärkt, daß die Impulstransformatoren UE1 und UE2 mit ausreichender Energie betrieben werden
können.
Bei einer komplementären Endstufe muß strengstens darauf geachtet werden, daß nicht beide Endstufen-
transistoren gleichzeitig im eingeschalteten Zustand sind, denn dies würde einen Kurzschluß über beide
Transistoren verursachen und die Endstufe zerstören.
Daher haben die Ausschaltimpulse generell höchste Priorität. Sie sorgen im undefinierten Betrieb für einen

3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 151 / 264


QC-Power Stage
Steckplatz J4

sicheren Zustand der Endstufe. Die Einschaltimpulse werden in der Ansteuerlogik getrennt, so daß sicher-
gestellt ist, daß nur jeweils ein Endstufentransistor eingeschaltet wird.
Ein undefinierter Zustand könnte sich aber in seltenen Fällen ergeben, wenn die +15-Volt Betriebsspan-
nung zu irgendeinem Zeitpunkt zu niedrig ist. Für diesen Fall, in dem die Logik undefiniert arbeiten könnte,
vermeidet eine »Power-On-Verzögerungsschaltung« ein undefiniertes Einschalten der Endstufentransistoren.
Mit Transistor T11 wird die Versorgungsspannung VDD = +15 Volt überwacht. Fehlt diese Spannung, so
wird Kondensator C10 über die Diode D12 schnell entladen. Dieses logische LO-Signal führt auf die bei-
den NAND-Gatter ½ IC1 und blockiert die Einschaltimpulse. Ist die Versorgungsspannung vorhanden, so
wird der Kondensator C10 über den Transistor T11 und den Widerstand R8 in einer vorgegebenen
Verzögerungszeit auf 15 Volt aufgeladen. Dieses HI-Signal gelangt wieder auf die zwei NAND-Gatter
(siehe oben) und gibt die Einschaltimpulse auf die Endstufe frei.
Auf der Sekundärseite der Treibertransformatoren entstehen kurze steile Nadelimpulse, zunächst ein posi-
tiver Impuls zum Einschalten, dann ein negativer Impuls zum Abschalten des entsprechenden
Endstufentransistors.
Diese Nadelimpulse gelangen über die oben beschriebene Klammerschaltung auf die Gates der MOS-FET-
Transistoren und schalten diese.
An den beiden gemeinsamen Verbindungspunkten der Transistoren wird das verstärkte Ausgangssignal
abgenommen.

152 / 264 3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG


Power-Module
Steckplatz J5

Power-Module UL
Steckplatz J5
Auf der Leiterplatte befinden sich folgende Baugruppen:
• Serienschwingkreis zur QC-Power Stage
• Erzeugung der Betriebsspannung des HF-Generators
• Treiber und Endstufe des HF-Generators
• Ausgangskreis des HF-Generators
• Messung verschiedener Betriebsparameter

Serienschwingkreis zur QC-Power Stage


Die QC-Power Stage hat die Aufgabe, einen möglichst verzerrungsfreien Sinusstrom zu erzeugen. Die QC-
Power Stage dient im ICC nicht zur Erzeugung der hochfrequenten Leistung zum Schneiden oder
Koagulieren, sondern arbeitet hier als Schaltnetzteil mit hoher Schaltfrequenz und hohem Wirkungsgrad.
Die QC-Transistoren werden immer im Nulldurchgang des Stromes umgeschaltet. Der Strom wird hierbei
durch den Serienkreis aus Spule L2 und Kondensator C17 in eine Sinusform gezwungen.

Erzeugung der Betriebsspannung des HF-Generators


Die hochfrequente Leistung wird über den Transformator UE2 ausgekoppelt und durch die Dioden D3, D4
gleichgerichtet. Die Kondensatoren C4, C10 sind Siebkondensatoren. Sie können mit 22 µF relativ gering
bemessen werden und die Welligkeit der Ausgangsspannung ist wegen der hohen Betriebsfrequenz trotz-
dem klein. Somit ist dieses Schaltnetzteil auch sehr schnell ausregelbar.
Die Ausgangs-Gleichspannung des Netzteils steht an der Kathode von Diode D3 zur Verfügung und wird
a) über die Verbindung U–NT–STE zur Versorgung der ST-Endstufe geführt,
b) über das Relais REL1 zum Betrieb der HF-Endstufe genutzt.
Der negative Pol des Kondensators C10 führt über den Widerstand R5 auf Masse. R5 dient als Shunt zur
Messung des Ausgangsstromes, der diesem Netzteil entnommen wird. Die an R5 abfallende Spannung wird
über U–INT der Messung zugeführt.
In Aktivierungspausen kann das Netzteil über NTE (Netzteil enable) entladen werden. Hierzu wird der
Transistor T3 leitend geschaltet und entlädt die gespeicherte Netzteilspannung über den Widerstand R12.
Die Netzteil-Ausgangsspannung wird über den Widerstandsteiler R7, R8 auf kleinere Werte geteilt und der
Messeinrichtung zugeführt (U-NETZT).
Art.-Nr. 80116-200

Über das Relais REL1 kann der Transformator UE2 umgeschaltet werden. Bei aktiviertem Relais kann dem
Transformator eine höhere Ausgangsspannung entnommen werden. Diese wird zum Betrieb der ST-End-
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stufe zur Erzeugung besonders hoher Spannungsspitzen benötigt. Diese hohe Spannung wird zum Schutz
der HF-Endstufe durch den zweiten Kontakt von Relais REL1 abgeschaltet.

Treiber und Endstufe des HF-Generators


Das Ansteuersignal für die HF-Endstufe wird auf dem Control-Board (IC16) generiert und über das
Motherboard dem Treiber IC1 des Power-Moduls zugeführt.

3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 153 / 264


Power-Module
Steckplatz J5

Power-Module UL
Steckplatz J5
Wegen der hohen Gate-Source Kapazität der Endstufentransistoren T1 und T2 muß der Treiber beim Um-
laden dieser Kapazität hohe Blindströme abgeben und aufnehmen können. Daher sind zwei Treiber parallel
geschaltet. Der Ausgangsstrom des Treibers wird durch die Widerstände R1 und R19 zum Schutz des Trei-
bers begrenzt.
Die Endstufentransistoren T1 und T2 sind wegen des erforderlichen hohen Stromes parallel geschaltet und
arbeiten auf den Ausgangstransformator UE1.

Ausgangskreis des HF-Generators


Der Ausgangskreis der Endstufe besteht primärseitig aus dem Transformator UE1 und den beiden parallel
geschalteten Kondensatoren C5 und C7. Dieser Parallelkreis ist auf die Arbeitsfrequenz des HF-Generators
dimensioniert und bildet eine sinusförmige Spannung im Leerlauffall aus.
Sekundärseitig befindet sich ein Serienkreis aus der Spule L1 und dem Kondensator C1. Dieser Serienkreis
ist ebenfalls auf die Arbeitsfrequenz des HF-Generators dimensioniert und erzwingt einen sinusförmigen
Strom im Ausgangskreis.
Somit sind in jedem Belastungszustand des Generators sowohl Spannung als auch Strom sinusförmig.

Messung verschiedener Betriebsparameter


Der Ausgangsstrom in der QC-Power Stage fließt über den Transformator UE3, der sekundär mit den
Widerständen R13, R14 und R15 belastet ist und als Stromwandler dient.
Die Spannung an diesen Widerständen entspricht dem Ausgangsstrom der QC-Power Stage (Halbperioden-
strom) und wird als U-IHP an das Control-Board weitergeleitet.
Der Strom im Netzteil wird am Shunt R5 gemessen und als U-INT (Spannung als Funktion des Netzteil-
stromes) an das Control-Board weitergeleitet.
Die Ausgangsspannung des Netzteils wird über die Widerstände R7, R8 geteilt und als U-NETZT an das
Control-Board (IC14) weitergeleitet.
Die HF-Primärspannung der Endstufe wird am Schwingkreiskondensator C5 abgegriffen und als U-PRIM
an das Control-Board (IC14) weitergeleitet.
Die Temperatur der Endstufe wird über den Heißleiter NTC1 erfaßt und als Spannung des Teilers R2,
NTC1 mit der Bezeichnung TEMP an das Control-Board (IC2) weitergeleitet.

154 / 264 3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG


ST-Power-Stage
Steckplatz J6

Auf der Leiterplatte befinden sich folgende Baugruppen:


• Endstufe mit Treiber für hohe HF-Spannungsimpulse
• Relais mit Relaissteuerung
• Rückmeldung der Ansteuerfrequenz zur CPU

ST-Power Stage
Die ST-Power Stage dient der Erzeugung hoher Impulse zur Koagulation ohne Schneideffekt, speziell zur
schnellen Oberflächenkoagulation.
Die Bezeichnung »ST«-Endstufe stammt aus der Abkürzung von Spraygenerator für TUR.
Die Leistungssteuerung und die Erzeugung der Ansteuerimpulse befinden sich auf dem Control-Board.
Die Ansteuerimpulse (TSI-STE) gelangen auf den Treiber IC4 und anschließend auf den ST-Endstufen-
transistor T1. Dieser arbeitet auf den Ausgangstransformator UE1, dessen Sekundärseite die Hochfrequenz
über die Kondensatoren C1 und C2 sowie die Relais REL1, REL2 und REL3 auf die Anschlüsse AE und
NE abgibt. Die abgegebene Hochfrequenz wird über das Senso-Board den Ausgängen zugeführt.
Die Kondensatoren C1 und C2 dienen als Hochpaß zur Unterdrückung faradischer Effekte und sind zudem
ein zusätzlicher Schutz zur Isolation des Patientenkreises gegenüber dem Gerätekreis. Wegen der erforder-
lichen hohen Spannungsfestigkeit sind jeweils zwei Relaiskontakte in Serie geschaltet.
Die Ansteuerung der Ausgangsrelais erfolgt über den Relaistreiber IC7, der seine Ansteuersignale über den
Bus und den Zielspeicher IC6 (D-Flipflop) erhält.
Die ST-Power Stage wird aus dem Power-Module über die Steckverbindungen J2 und J3 mit Spannung
versorgt, die mit Relais REL19 geschaltet wird.
Der integrierte Zähler IC1 teilt die Frequenz des Ansteuersignals der ST-Endstufe auf eine niedrige Fre-
quenz herunter, so daß die Frequenz in der CPU mittels einer Zählschleife ermittelt werden kann.
Da der Prozessor die Ansteuerfrequenz vorgibt, erfährt er auf diese Weise eine Rückmeldung, ob Soll- und
Istwert übereinstimmen. Dies ist wichtig, da die Ausgangsleistung der ST-Power Stage über die Wiederhol-
frequenz der Einzelimpulse gesteuert wird.
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 155 / 264


Senso-Board
Steckplatz J7

Auf der Leiterplatte befinden sich folgende Baugruppen:


• Strommonitor des Patientenkreises
• Spannungsmonitor des Patientenkreises
• Phasenmonitor des Patientenkreises
• Funkenmonitor zur Überwachung des Funkenspiels an den Elektroden
• Sicherheitssystem der Neutralen Elektrode (NESSY)
• Relaissteuerung

Strommonitor des Patientenkreises


Der hochfrequente Strom gelangt vom Generator über die Steckverbinder J1 und J2 zum Senso-Board. Auf
dem Weg zu den Elektroden wird der Strom über den Transformator UE1 geführt, dessen sekundärseitige
Lastwiderstände R11 und R12 im Verhältnis 2500:1 auf die Primärseite transformiert werden und so als
Shunt zur Strommessung dienen.
Die Ausgangsspannung der Sekundärwicklung ist also proportional zum hochfrequenten Ausgangsstrom.
Diese Spannung gelangt nun zum einen auf die Operationsverstärker IC7 und IC8, die zusammen mit der
Diode D27, dem Kondensator C30 und dem Gegenkopplungswiderstand R36 einen »idealen Gleichrich-
ter« darstellen.
Die gleichgerichtete Spannung IP_PAT wird über das Control-Board zum Prozessor geführt und nach einer
weiteren Verstärkung im Operationsverstärker IC8 als Spannung IP_PAT A zur Justage an Trimmpoti TP6
ebenfalls zum Prozessor geführt.
Die Ausgangsspannung des Transformators UE1 gelangt zum anderen nach einer Begrenzung durch die
Dioden D16, D17 zum Komparator IC3, dessen offener Kollektor auf den Widerstand R23 arbeitet. Dort
werden die Nulldurchgänge des HF-Stromes detektiert, gemeinsam mit dem zweiten Teil des Komparators
IC3, an dessen Ausgang ein Signal entsprechend der Nulldurchgänge der HF-Spannung anliegt. Mit dem
gemeinsamen Arbeitswiderstand R23 stellt diese Schaltung ein »WIRED OR« dar. Am Ausgang liegt ein
Digitalsignal an, dessen Pulsdauer der Phasenbeziehung zwischen Spannung und Strom des HF-Signals
entspricht.

Der Spannungsmonitor des Patientenkreises


Parallel zu den Leitungen, die zur Aktiven Elektrode AE und zur Neutralen Elektrode NE führen, wird die
Hochfrequenzspannung abgegriffen und über den Kondensator C1 zum Transformator UE2 geführt, der
die Spannung um den Faktor 12,5 abgeschwächt auf die Sekundärwicklung transformiert.
Nach einer weiteren Halbierung der Meßspannung im Widerstandsteiler R15, R16 gelangt sie ähnlich wie
im Strommonitor zu einem aktiven, idealen Gleichrichter, bestehend aus den Operationsverstärkern IC4,
IC8 sowie der Diode D23, dem Kondensator C33 und dem Gegenkopplungswiderstand R52. Die Meßgrö-
ße für die hochfrequente Patientenspannung UP_HF wird anschließend über das Control-Board zum Prozessor
geführt, ebenso das verstärkte Signal UP_HF A.
Gleichzeitig wird die Ausgangsspannung des Transformators UE2 dem Komparator IC3 zugeführt, der
während seiner positiven Phase ein digitales Signal an das »WIRED OR« abgibt. (Beschreibung siehe
oben).
156 / 264 3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG
Senso-Board
Steckplatz J7

Phasenmonitor des Patientenkreises


Der Phasenmonitor ermittelt den Phasenwinkel zwischen Spannung und Strom im hochfrequenten Patienten-
kreis. Somit kann nicht nur die Scheinleistung, sondern auch die Wirkleistung, die an den Patienten abgegeben
wird, berechnet werden.
Wie bereits in den Absätzen Strommonitor und Spannungsmonitor beschrieben, werden die Nulldurch-
gänge von Spannungs- und Stromverlauf in den Komparatoren der Open-Kollektor-Operationsverstärker
IC3 ausgewertet und als »WIRED OR« im Arbeitswiderstand R23 zusammengefaßt. Am Ausgang 7 des
IC3 liegt also ein digitales Signal an, dessen Pulsdauer dem Phasenunterschied zwischen Strom und Span-
nung entspricht.
Dieses Signal wird mit den Dioden D20 und D21, dem Widerstand R40 und dem Kondensator C13 geglät-
tet (Mittelwertbildung), anschließend über den Operationsverstärker IC9 verstärkt und entkoppelt.
Die der Phase zwischen HF-Strom und HF-Spannung entsprechende Spannung U_PHASE wird auf das
Control-Bord geleitet und kann dort mit Trimmpoti TP 7 justiert werden. Das Ergebnis wird dem Prozessor
zugeführt.

Der Funkenmonitor zur Überwachung des Funkenspiels an den Elektroden


Während des Schneidevorganges z.B. kommt es zu einem Funkenspiel an der Aktiven Elektrode. Um die
Qualität des Schnitts konstant zu halten, muß der Funke in seiner Intensität erfaßt und geregelt werden.
Unsere Gerneratoren erzeugen sinusförmige Ausgangsspannungen mit sehr geringem Klirrfaktor. Kommt
es zu einem Funken im Patientenkreis, so entstehen durch die nichtlineare Kennlinie des Funkenkanals
harmonische Frequenzen des Ausgangssignals. Harmonische können sowohl Oberwellen als auch Gleich-
spannung sein. Daher spricht man auch vom »Gleichrichter-Effekt des Funkens«.
Die auf diese Weise entstandene Gleichspannung gelangt vom Patientenkreis auf den Funkenmonitor des
ICC. Sie gelangt über die Widerstände R1, R2, R4 und R5 auf die antiseriell geschalteten Z-Dioden D1 und
D2, die das Signal auf 15 Volt begrenzen. Anschließend folgt der als Spannungsfolger geschaltete Operations-
verstärker IC2, der das Gleichspannungssignal belastbar macht.
Die zur Funkenstärke proportionale Gleichspannung im Patientenkreis muß nun vom Gerät ausgewertet
und potentialgetrennt dem Gerätekreis zugeführt werden. Der Rest der Schaltung ist im Prinzip ein
Isolierverstärker: Das Gleichspannungssignal wird zerhackt, über einen Transformator isoliert dem Geräte-
kreis zugeführt und anschließend wieder gleichgerichtet.
Der Oszillatorbaustein IC1 erzeugt ein Rechtecksignal mit einem Tastverhältnis 1:1, das an den Ausgängen
10 und 11 des IC1 anliegt. Dies ist die Chopperfrequenz, die Transistor T1 und T2 im Gegentaktbetrieb
Art.-Nr. 80116-200

ansteuert. Dieser Gegentaktverstärker arbeitet auf den Ausgangstransformator UE5, der über den Spannungs-
folger IC1 mit der Funkenspannung als Betriebsspannung betrieben wird.
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Somit wird die Funkenspannung von den Transistoren T1,T2 zerhackt und über den Transformator UE5 als
Potentialtrennung sekundärseitig dem Gerätekreis als Wechselspannung zugeführt.
Auf der Sekundärseite folgt dann die Diode D15, die das so entstandene Wechselsignal wieder gleichrichtet
und durch den Kondensator C22 glättet.
Damit liegt wieder eine zur Funkenintensität proportionale Gleichspannung vor, die über den Widerstand-
steiler R32, R33 vermindert und dem Spannungsfolger IC9 zugeführt wird. Das Ausgangssignal U_FUNKE
gelangt von dort aus über das Control-Board zur Regelung des Prozessors.
3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 157 / 264
Senso-Board
Steckplatz J7

Die im Patientenkreis liegenden elektronischen Bauteile dieses Isolierverstärkers benötigen zur Funktion
eine isolierte Spannungsversorgung. Hierzu dient ein DC-DC-Wandler, der aus einem Colpitts-Oszillator
(Schaltung um Transistor T6) besteht, dessen Wechselsignal von Transformator UE6 auf die Sekundärseite
übertragen und durch die Dioden D4 und D6 gleichgerichtet wird. Die so entstandenen Gleichspannungen
werden von den Z-Dioden D3 und D5 jeweils auf 9,1 Volt begrenzt.
Dadurch stehen zum Betrieb der im Patientenkreis liegenden elektronischen Schaltung Spannungen von
+9,1 Volt und –9,1 Volt zur Verfügung, die mit I+9 und I–9 bezeichnet sind.

Sicherheitssystem der Neutralen Elektrode (NESSY)


Problemstellung: Die Leitung zur Neutralen Elektrode muß laut Norm auf Drahtbruch überwacht werden,
da bei inkorrekter Zuleitung lokale Verbrennungsgefahr für den Patienten besteht.
Im ICC wird zudem noch das korrekte Anliegen der Neutralen Elektrode am Patienten geprüft sowie die
gleichmäßige Verteilung des HF-Stromes auf den beiden Elektrodenflächen erfaßt (Symmetrie).
Zum Überwachen der Verbindungsleitung wird das Kabel als Zweidrahtverbindung ausgeführt, deren
Schleifenwiderstand gemessen wird. Ist der so ermittelte Widerstandswert unterhalb eines definierten Grenz-
werts, geht man davon aus, daß die Leitung der Neutralen Elektrode keinen Drahtbruch aufweist. Bei
herkömmlichen einflächigen Neutralen Elektroden wird die Überwachung auf diese Weise realisiert.
Durch eine derartige Überwachung kann allerdings nicht festgestellt werden, ob die Neutrale Elektrode
tatsächlich am Patienten angebracht ist, oder ob sie irgendwo sonst umherliegt!
Um auch die korrekte Anlage am Patienten prüfen zu können, muß die Kontaktfläche der Neutralen Elek-
trode geteilt werden, wobei ein Kontrollstrom über die Elektrodenhälften und den Patienten fließen muß.
Dieser Kontrollstrom läßt eine Widerstandsmessung des Gewebewiderstands des Patienten zu und somit
eine Aussage, ob
• die Elektrode nicht angeschlossen ist oder Drahtbruch aufweist (Widerstand > 120 Ohm),
• direkt auf dem OP-Tisch liegt (Widerstand < 5 Ohm),
• oder aber mit großer Wahrscheinlichkeit am Patienten richtig angebracht ist (Widerstand zwischen 5
und 120 Ohm).
Fließt der hochfrequente Strom nicht gleichmäßig über beide Flächen einer geteilten Neutralen Elektrode,
so kann es durch Stromkonzentration unter der Elektrode zu Verbrennungen kommen. Es ist also auch
notwendig, die symmetrische Stromverteilung auf beiden Elektrodenhälften zu prüfen.
Alle diese genannten Aufgaben werden vom NESSY-System erfüllt, einem von ERBE patentierten Neutra-
le-Elektroden-Sicherheits-System.

Prinzip des NESSY-Meßsystems


Der elektrische Widerstand der Neutralen Elektrode wird über einen Oszillator gemessen, dessen Amplitu-
de vom Widerstand des Patienten bedämpft und vom System gemessen wird. Bei richtigem Schaltungsdessign
ist dadurch eine ausreichend genaue Widerstandsmessung möglich.
Die Symmetrie des HF-Stromes auf den Hälften der Neutralen Elektrode wird durch einen Symmetrie-
übertrager gemessen, dessen Ausgangsspannung eine Funktion der Stromsymmetrie ist.

158 / 264 3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG


Senso-Board
Steckplatz J7

Realisierung: Die Schaltung befindet sich auf dem Senso-Board. Der Oszillator ist als frequenzselektiver
rückgekoppelter Verstärker ausgeführt: Verstärker IC6 steuert die Gegentaktstufe, bestehend aus den Tran-
sistoren T4 und T5, an und gibt das verstärkte Ausgangssignal auf den frequenzselektiven Serienkreis aus
Kondensator C20, Spule L1 und der Induktivität der Primärseite des Transformators UE4.
Ein Teil des Ausgangssignals am Transformator UE4 wird über den Widerstand R18 abgenommen und dem
aktiven Bandpaß aus dem Operationsverstärker IC5 und seiner Beschaltung zugeführt. Die Mittenfrequenz
ist gleich der Resonanzfrequenz des vorher genannten Serienkreises.
Ein Teil des Ausgangssignals des aktiven Bandpasses wird wieder dem Verstärker IC6 phasenrichtig zuge-
führt, so daß die ganze Anordnung die Schwingbedingung erfüllt und auf der Resonanzfrequenz als Oszillator
schwingt.
Der Oszillator kann über die Transistoren T7 und T8 durch das Disable-Signal OSZI_DIS vom Prozessor
abgeschaltet werden.
Der Widerstand der Neutralen Elektrode wird bestimmt, indem dieser Oszillator mit dem zu messenden
Widerstand belastet wird. Am Innenwiderstand des Oszillators bricht die Spannung entsprechend der Bela-
stung zusammen. Somit kann jeder Oszillatorspannung ein entsprechender Widerstandswert zugeordnet
werden.
Die Oszillatorspannung liegt am Eingang des aktiven Bandpasses an und kann am Ausgang des Operations-
verstärkers IC6 abgenommen werden.
Nach einer Spitzengleichrichtung durch Diode D30 und Kondensator C34 kann die Meßspannung U_NESSY
am Spannungsfolger IC9 abgenommen werden und gelangt über die Justage auf dem Control-Board
(Trimmpoti TP9 ) zum Prozessor zur Bestimmung des Widerstandes der Neutralen Elektrode.
Die hochfrequente Ausgangsspannung zur Neutralen Elektrode wird durch die Kondensatoren C2 und C3
auf beiden Leitungen zur Neutralen Elektrode symmetriert, d.h. gleichmäßig verteilt.
Ob nun auch der Strom auf beiden Leitern zur Neutralen Elektrode gleich groß ist, hängt mit davon ab, ob
die beiden Elektrodenhälften der gesplitteten Neutralen Elektrode mit gleichen Flächen am Patienten anlie-
gen. Durch Messung der Symmetrie des Stromes und des Widerstandes läßt sich also eine Aussage darüber
machen, ob die Elektrode mit ihrer ganzen Fläche gut am Patienten anliegt.
Der Hochfrequenzstrom fließt über die beiden Primärwicklungen 1 und 2 des Transformators UE3 in der
Weise, daß sich der resultierende magnetische Fluß bei gleich großen Strömen aufhebt. Somit wird in
diesem Fall an der Wicklung 3 des Transformators UE3 keine Spannung induziert. Umgekehrt: Je unsym-
metrischer der Stromfluß ist, desto größer wird die in Wicklung 3 induzierte Spannung.
Art.-Nr. 80116-200

Die hochfrequente Ausgangsspannung, welche ein Maß für die Unsymmetrie des Stromflusses ist, wird mit
der Diode D9 gleichgerichtet und mit Kondensator C57 gesiebt, anschließend mit dem Operationsverstärker
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IC9 verstärkt, sodaß ein Signal U_SYM zur Verfügung steht, das über das Control-Board auf den Prozessor
zur Auswertung gelangt.
Die Stromdichte wird rechnerisch ermittelt aus den folgenden, nun bekannten Größen:
• Hochfrequenzstrom,
• Symmetrie des Hochfrequenzstromes an der Neutralen Elektrode,
• Übergangswiderstand der Neutralen Elektrode zum Körper des Patienten.

3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 159 / 264


Senso-Board
Steckplatz J7

Die Relaissteuerung
Die Relais REL1, REL2 und REL3 dienen zum Anschalten der gewünschten Ausgangsbuchsen. Die Relais-
steuerung erfolgt vom Steuerbus über die Zielspeicher D-Flipflops IC10 und die Transistoren T9, T10 und
T11.

160 / 264 3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG


Relays-Board
Steckplatz J8 (bei ICC 300, 350)

Auf der Leiterplatte befinden sich folgende Baugruppen:


• Fingerschalter-Monitor 1
• Fingerschalter-Monitor 2
• Relais und deren Ansteuerung zum wahlweisen, getrennten Anschalten der Hochfrequenz an die
gewünschten Ausgangsbuchsen.
Die Fingerschalter-Monitore dienen zum Aktivieren des Chirurgiegerätes vom Handgriff des Chirurgen
aus. Der Monitor erkennt, welche Ausgangsbuchse Hochfrequenz führen soll und welche Stromqualität
(schneiden oder koagulieren) eingeschaltet werden soll.
Da die Handgriffe elektrisch im Patientenstromkreis liegen, müssen die Monitorschaltungen vom Geräte-
stromkreis und von Masse elektrisch isoliert aufgebaut sein.
Die Schaltungen der Monitoren müssen daher aus einer potentialfreien Spannungsquelle mit Strom ver-
sorgt werden. Diese Spannungsquellen müssen aber auch bei hohen Frequenzen, wie sie bei der
Hochfrequenz-Chirurgie benutzt werden, gut isolieren. Das heißt, die Monitore müssen mit ihren Spannungs-
quellen gegenüber dem Rest des Gerätes kapazitätsarm aufgebaut sein.
Die Spannungsversorgung der Monitore wird durch zwei Gegentaktwandler realisiert.
Der Spannungswandler für Monitor 1 besteht im wesentlichen aus den Transistoren T1, T2 und dem Trans-
formator UE 1.
Der Spannungswandler für Monitor 2 besteht im wesentlichen aus den Transistoren T5, T6 und dem Trans-
formator UE 2.
Die Transistoren dieser Wandler werden angesteuert über den Oszillator IC 6, der ein symmetrisches,
rechteckförmiges Signal liefert, das im Monoflop IC5 so verkürzt wird, daß sichergestellt ist, daß nicht
beide Transistoren eines Wandlers zur gleichen Zeit eingeschaltet sind.
Die NAND-Schaltkreise des IC 4 bilden ein entsprechendes Gegentaktsignal, das direkt zur Ansteuerung
der Wandlertransistoren geeignet ist.
Da beide Fingerschaltermonitore identische Schaltungen aufweisen, wird im folgenden nur die Schaltung
eines der beiden Monitore erklärt :
Auf der Sekundärseite des Wandlertransformators UE 1 entsteht ein nadelförmiges Ausgangssignal im
Mittelfrequenzbereich, das sowohl auf die Diodenbrücke D1 bis D5 mit der Sendediode des IC 1 als auch
über den RC-Tiefpaß C3, R2, C1, R1 auf die Wahltasten des Handgriffs geführt wird.
Wegen der Brückenschaltung der Dioden D1 bis D5 kann die Sendediode des Optokopplers IC 1 während
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beider Halbwellen aufleuchten und den Empfangstransistor des Optokopplers IC 1 impulsweise durch-
schalten.
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Wird hingegen eine Taste des Handgriffs gedrückt, so wird eine Spannungsnadel der Wandlerspannung
durch die im Handgriff eingebaute Si-Diode bedämpft, so daß die Sendediode des Kopplers IC1 bei der
betroffenen Spannungsnadel nicht mehr aufleuchten kann und der entsprechende Empfangstransistor bei
genau dieser Spannungsnadel nicht mehr durchschaltet.
Das Ausgangssignal des Empfangstransistors wird auf die beiden Dateneingänge der D-Flip-flops des IC3
geleitet. Diese beiden D-Flipflops erhalten außerdem auch die Ansteuersignale der Wandlertransistoren,
sodaß hier eine eindeutige Zuordnung zwischen der bedämpften Spannungsnadel und des Ansteuersignals

3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 161 / 264


Relays-Board
Steckplatz J8 (bei ICC 300, 350)

möglich ist. Die beiden D-Flipflops arbeiten also als phasenrichtige Abtastschaltung, deren Ausgangssignal
der geschalteten Taste im Handgriff zugeordnet werden kann.
Da in Reihe zu jedem der beiden Taster des Handgriffs eine Diode geschaltet ist, beide Dioden aber eine
definierte und gegensätzliche Polung aufweisen, kann diese Schaltung über die bedämpfte Halbwelle nach
drücken eines Tasters genau erkennen, ob eine Taste und welche Taste betätigt wurde. Die Ausgänge 2 bzw.
12 des IC3 erlauben also eine zuverlässige Aussage, ob die Taste »Schneiden« oder »Koagulieren« ge-
drückt wurde. Die Aussage, es ist keine Taste gedrückt ist ebenso möglich wie die Aussage, es sind beide
Tasten gleichzeitig gedrückt.
Die Isolation des Fingerschalter-Monitors ist über den Transformator UE1 und über den Optokoppler IC1
vollständig.
Die Funktion des zweiten Fingerschalter-Monitors ist äquivalent.
Auf derselben Leiterplatte befinden sich noch die beiden Relais REL 1 und REL 2, welche die beiden
Ausgangsbuchsen für die aktive Elektroden beim nicht aktivierten Gerät sicher vom Generatorkreis tren-
nen, beim aktivierten Gerät hingegen jeweils nur die aktivierte Ausgangsbuchse mit dem Generator verbinden.
Wegen höherer erreichbarer Spannungsfestigkeit sind zwei Relaiskontakte in Serie geschaltet.
Die beiden Relais werden von der CPU über die Zielspeicher D-Flipflops IC8 und die Transistoren T3 ,T4
angesteuert.

162 / 264 3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG


Anzeige-Platine

Auf der Leiterplatte befinden sich folgende Baugruppen:


• 7-Segment Anzeigen und ihre Ansteuerung
• Tastatur und Leuchtdiodenmatrix für Leuchtfelder
• Bedienplattenbus und Tastaturbehandlung
• Zielspeicher und Treiber für Zeilen und Spalten der Anzeigen-Matrix
• Jumper zum Aktivieren spezieller Software

7-Segment Anzeigen und ihre Ansteuerung


Alle Einstellungen am ICC werden, sofern es sich um Zahlenwerte handelt, auf der Anzeigeplatte mit
Siebenzegment-Anzeigen dargestellt.
Die anzuzeigenden Daten kommen vom Bedienplattenbussystem B1BUS über die Zielspeicher (8-fach-D-
Flipflops) IC5 und IC7 auf den Segmenttreiber IC6. Hieraus entsteht der Buss für die Segmenteansteuerung,
dr mit S1BUS bezeichnet ist.
Der Segmentbus S1BUS versorgt über die zur Strombegrenzung in den LEDs notwendigen Vorwiderstände
die Segmente A bis F und Dezimalpunkt DP der Anzeigen LED1 und LED2.
Die Spalten werden von dem Zielspeicher IC5 über Spaltentreiber Transistoren, die im Schaltbild jeweils
direkt über den 7-Segment Anzeigen dargestellt sind, selektiert.
Hiermit ist jedes einzelne Segment innerhalb der Matrix über die Spaltenauswahl und die Segmentsteuerung
ansprechbar.

Tastatur und Leuchtdiodenmatrix für Leuchtfelder


Alle Tasten zur Eingabe der Betriebsparameter sind als Folientaster ausgeführt und elektrisch in Form einer
Matrix mit Spalten und Zeilen geschaltet.
Ebenso sind alle optischen Anzeigen mit Ausnahme der Ziffernanzeigen in Form von Leuchtdiodenanzeigen
oder Leuchtdiodenfeldern ausgeführt, die elektrisch als Matrix geschaltet sind.

Bedienplattenbus und Tastaturbehandlung


Zur Steuerung der Bedien- und Anzeigeplatine wird ein eigenes Bussystem benötigt, das aus dem Adressbus
(A0 bis A7) abgeleitet wird. Hierzu werden die Adressen A0 bis A7 im Transistorarray IC12 und durch den
Transistor T21 invertiert und daraus der Bedienplattenbus B1BUS gebildet, der nun die Zielspeicher der
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Anzeigeplatine in Verbindung mit den entsprechenden eigenen Chipselectsignalen aus dem Inverter IC8
die gewünschten Baugruppen adressiert.
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Die Zeilen der Tastatur werden über den Zielspeicher IC1 gemultiplext; hieraus entstehen die Zeilenan-
steuerimpulse TZ1 bis TZ4 (Tastatur Zeile).
Wird nun eine bestimmte Taste betätigt, so gibt diese während ihrer Aktivierungszeit über den Zeilenan-
steuerimpuls ihre Antwort als Ausgangssignal über eine Leitung der Tastatur-Spalten TS2 bis TS3 an den
Tastatur-Encoder IC11 ab, der daraus eine 4 Bit-Dualzahl bildet und über seinen Ausgang an die CPU zur
Auswertung leitet.

3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 163 / 264


Anzeige-Platine

Zielspeicher und Treiber für Zeilen und Spalten der Anzeigen-Matrix


Die Ansteuerung der Leuchtdioden-Matrix erfolgt durch das bereits beschriebene interne Bussystem B1BUS
der Anzeigeplatte.
Die 8-fach D-Flipflops IC2, IC3 und IC12 dienen als Zielspeicher für Spalten (IC2) und Zeilen (IC3).
Die Spalten der Lampen-Matrix LS1 bis LS6 werden über die als Emitterfolger geschalteten Treiber-
transistoren T2, T20, T11, T10, T4 und T9 im Multiplexverfahren aktiviert und jeweils für kurze Zeit auf
+5Volt geschaltet.
Der Strom wird anschließend über die entsprechende Leuchtdiode geführt und über die notwendigen Strom-
begrenzungswiderstände sowie das Transistorarray IC4 auf Masse geleitet.
Eine Ausnahme bilden die blauen Leuchtdioden D36 und D37 für die Anzeige der Koagulations-Kanäle,
deren Anoden permanent über die Strombegrenzungswiderstände auf +5 Volt liegen und über das
Transistorarray IC13 eingeschaltet werden.

Jumper zum Aktivieren spezieller Software


Die Jumper J3 bis J10 sind für Softwarespezialitäten vorgesehen, die für Prüfungen und zum Einschalten
von Sonderbedingungen für einige Länder vorhanden sind. Die entsprechenden Jumper werden bereits bei
der Fertigung gesetzt und dürfen nicht willkürlich geändert werden.

164 / 264 3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG


Upper Wiring Module

Die Leiterplatte »Upper Wiring Module« führt die gleichgerichtete Netzspannung vom Motherbord über
den Stecker J14 als Versorgungsspannung auf die QC-Power Stage. Außerdem dient diese Leiterplatte der
Verbindung zwischen der QC-Power Stage und dem Power-Module, da Ströme dieser Größe nicht über das
Motherboard geführt werden können.
Die Leitungen zwischen der QC-Power Stage und dem Motherboard werden durch einen Ferritkern ge-
führt, um Störstrahlungen aus der QC-Power Stage in das Netz zu verringern.

VORSICHT!
Diese Leiterplatte liegt auf Netzspannungspotential!
Art.-Nr. 80116-200
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3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG 165 / 264


166 / 264 3 SCHALTUNGBESCHREIBUNG
Kapitel 4
Blockdiagramme
ICC 200
Blockdiagramm

V 2.0 / V 4.0
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

4 BLOCKDIAGRAMME 169 / 264


ICC 300
Blockdiagramm

V 2.0 / V 4.0

170 / 264 4 BLOCKDIAGRAMME


ICC 350
Blockdiagramm

V 2.0 / V 4.0
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

4 BLOCKDIAGRAMME 171 / 264


Kapitel 5
Schaltbilder
174 / 264 5 SCHALTBILDER
Platinen für
ICC 200, 300, 350
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

5 SCHALTBILDER 176 / 264


Vcc
+5V
ABUS

DBUS
A13

176 / 264
VNOT
IC1 IC2 IC3

C1
C2
C3
C4
C5
C6
C7
C8
C9
C10
A0-A15 A14 1 D0-D7

68nF
68nF
68nF
68nF
68nF
68nF
68nF
68nF
68nF
68nF
N.C.
30 28 A0-A15 10 11 D0-D7
M1
27 M1 A0 VCC 11 A0 D0
D0 9 12
A1 31 12 A1 D1
A0-A15 10 D1 8 13
19 MREQ A2 32 A0 13 A3 D2
GND MREQ D2
33 9 7 15
IORQ
20 IORQ A3 A1 15 A2 D3
8 D3 6 16
21 RD A4 34 A2 16 A4 D4
RD D4 VNOT
CPU PCB
Vcc VNOT Vcc Vcc Vcc Vcc Vcc 35 7 5
A5 17
C11 +5V WR
22 WR A5 A3 17 D5 30128-052
+24V +5V +5V +5V +5V +5V 6 D5 4 18
A6 36 A4 18 A6 D6
R14 5 D6 3 19
GND 28 RFSH A7 37 A5 19 JP1 A7 D7
68nF 4 D7 25
5k6 A8 38 A6 A8

R3
R12
R11
R10
R6
R13
39 3 24 20

8k2
5k6
5k6
5k6
5k6
5k6
IC10 WAIT
18 HALT A9 A7 A9 CE
2 40 25 21
A10 A8 20 A10 OE 22
VNOT R5 24 CE1 CE_OUT 23
3 5 24 WAIT A11 1 A9 26 A11
VCC BAT ON CE2
1 15 2 21 2
VBAT RES RES 5k6 A12 A10 22 A12
23 OE 26
16 RES 16 INT A13 3 A11 27 A13
RES INT R/W
10 4 2 27
PFD 17 NMI A14 A12 A14
9 C15 1

R1
PF1 14 A15 5 5864 A15

2k2
WD0
11 WDI 26 RESET
WD1 RES 27C512
13 10nF CE_IN Vcc D0 14
CE IN WR
+5V 25 15
BUSREQ D1
23 BUSACK D2 12
7 IC8 Vcc IC11

+
OSC D3 8
CE OUT 12 CE_OUT +5V 4

3V
6 CLK D4 7 DMUX 15 6

BT1
8 LOW LINE 6 CLK A13 1 0 5 &
OSC SEL D5 9 0 14
GND 4 A14 2 0 1
D6 10 G 13 74HC00
MAX691 A15 3 7 2
D7 13 2 12
Vcc 3

R4
D2
+5V 4 11

1k
6 &

1N4148
Z84C00 D0-D7 10
GND GND GND GND GND 4 5
GND 9 IC15
5 6 CE_IN
MREQ 7 4
7 6
PIC-CLK 5 &
74HC138 IC15
SIO-CLK
1 74HC00
IC12 3
R21 2 &
CLK 10 9
CLK Q1
220R 7 IC9 74HC00
Q4
Q5 5 DMUX 15 CS4
Vcc Vcc A3 1 0
IC13 4 0 14

R20
+5V IC13 +5V Q6 A4 2 0 1 CS5

220R
Vcc IC16 10 6 G 13
4 S 9 Q7 A5 3 7 2 CS6
+5V S 2
ICC 200, 300, 350

G 5 11 13 12 CS7
1 EN OUT 5 3 C Q8 3
C 12 12 11
2 D 8 Q9 6 & 4 CS8
D 6 13 14 M1 10
1 R Q10 4 5 CS9
SG531P R 15 GND 9
Q11 R19 5 6 CS10
74HC74 1 7
74HC74 Q12 J2/7C 7 CS11
IORQ
2 220R
Q13
11 3 74HC138
RES R Q14
74HC4020

Vcc Vcc Vcc


Diese Zeichnung ist urheber-
+5V IC11 +5V IC15 +5V IC15 B Datum Name rechtlich gesch tzt, daher
Gert/UNIT
Weitergabe und Vervielfltigung

5
1 9 12 Gezeich. 29.07.92 M.Fritz ICC
3 8 11 ohne unsere Genehmigung
2 & 10 & 13 & unzulssig
Gepr ft Benennung/Title
74HC00 74HC00 74HC00
LP un.: 40128-026 CPU
LP bs.: 30128-052
Zeichnungsnummer/DWG.NO
Nr. nderung Datum Name Blatt 1 von 3 30128-052

SCHALTBILDER
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

ABUS

5
DBUS

IC4 IC5 IC6 IC7

D0-D7 19 15 D0-D7 19 15 J1/28 D0-D7 19 15 J2/20C D0-D7 19 15 J2/31C


D0 A0 J1/12 D0 A0 D0 A0 D0 A0
20 14 20 14 J1/29 20 14 SICHER 20 14 J2/30A
D1 A1 J1/13 D1 A1 D1 A1 D1 A1
1 13 1 13 J1/30 1 13 J2/19C 1 13 J2/30C
D2 A2 J1/14 D2 A2 D2 A2 D2 A2
40 12 40 12 J1/31 40 12 FISCH-B1 40 12 J2/29A
D3 A3 J1/15 D3 A3 D3 A3 D3 A3
39 10 39 10 J1/32 39 10 J2/18C 39 10 J2/29C
D4 A4 J1/16 D4 A4 D4 A4 D4 A4
38 9 38 9 J1/33 38 9 FISCH-A1 38 9 J2/28A
D5 A5 J1/17 D5 A5 D5 A5 D5 A5
3 8 3 8 J1/34 3 8 FISCH-A3 3 8 J2/28C
CPU PCB

D6 A6 J1/18 D6 A6 D6 A6 D6 A6
2 7 2 7 2 7
30128-052
2 7 J1/19 D7 A7 J1/35 D7 A7 FUSS-B2 D7 A7 J2/27A
D7 A7
18 18 18 18
ARDY ARDY ARDY ARDY
A0 ASTB 16 A0 6 ASTB 16 A0 6 ASTB 16 A0 6 ASTB 16
6 B/A SEL B/A SEL B/A SEL
B/A SEL

SCHALTBILDER
A1 A1 5 27 A1 5 27 A1 5 27
5 27 J1/11 C/D SEL B0 J1/27 C/D SEL B0 C/D SEL B0 J2/23A
C/D SEL B0
28 28 J1/26 28 J2/13C 28 J2/24C
B1 J1/10 4 B1 4 B1 4 B1
4 CS5 CE 29 CS6 CE 29 CS7 CE 29
CS4 CE 29 B2 J1/25 B2 FUSS-A1 B2 J2/24A
37 B2 J1/9 37 37 37
M1_PIO M1 M1_PIO M1 30 M1_PIO M1 30 M1_PIO M1 30
30 J1/8 36 B3 J1/24 36 B3 FISCH-A2 36 B3 J2/25C
36 B3 IORQ IORQ IORQ IORQ IORQ IORQ
IORQ IORQ 31 31 PIC-RTCC 31 FUSS-B1 31 J2/25A
B4 MC-FREI B4 B4 B4
35 32 35 32 J1/22 35 32 FISCH-B2 35 32 J2/26C
RD RD B5 J2/7C RD RD B5 RD RD B5 RD RD B5
33 33 J1/21 33 FUSS-A2 33 J2/26A
B6 WDI 25 B6 25 B6 25 B6
25 CLK CLK 34 CLK CLK 34 CLK CLK 34
CLK CLK 34 B7 J2/8C B7 FISCH-B3 B7 J2/27C
B7 J2/6C
23 23 23 23
INT INT INT INT INT INT INT INT
24 BRDY 21 24 BRDY 21 24 BRDY 21

Vcc
+5V
24 BRDY 21 IEI_5 IEI IEI_6 IEI IEI_7 IEI
IEI BSTB 17 BSTB 17 BSTB 17
22 BSTB 17 22 22 22
IEI_5 IEO IEI_6 IEO IEI_7 IEO IEO

Z80PIO Z80PIO Z80PIO Z80PIO

Vcc
+5V Vcc
+5V
DBUS IC14
R18 IC11 IC11
6 J2/9A
D0-D7 D0 9 12

+
1k RES 8 11
7 10 & 13 & M1_PIO
D1 AIN1 4 R17 M1

C20
C14
8

R9
R7
J2/8A

68nF
15uF
D2

22k
680k
9 74HC00 74HC00
D3 AIN2 3 1k
17 R16 D1
D4 GND GND
18 J2/7A
D5 AIN3 2 1k 1N4148
19
D6 R15
20
+
ABUS D7 D AIN4 1 J2/6A
A0
ICC 200, 300, 350

22 A 1k

R8
C13
A0

5M6
15uF

A1 21
A1
Vcc
+5V GND GND

5
4
3
2
9
8
7
6
10 14
RD RD VREF+
15

C16
C17
C18
C19
WAIT RDY

180nF
180nF
180nF
1nF
16 13

RN1
8*1k
CS8 CS VREF-
GND
AD7824

1
GND GND GND GND GND

Diese Zeichnung ist urheber-


B Datum Name rechtlich gesch tzt, daher
Gert/UNIT
Weitergabe und Vervielfltigung ICC
Gezeich. 29.07.92 M.Fritz ohne unsere Genehmigung
unzulssig
Gepr ft Benennung/Title

LP un.: 40128-026 CPU


LP bs.: 30128-052
Zeichnungsnummer/DWG.NO
Nr. nderung Datum Name Blatt 2 von 3 30128-052

177 / 264
R24
J1/8 J1-8
2k2 VNOT J3
J1 Vcc 1 2
R23 R26 R25 +5V J2 CS9
J1-9 1 2 3 4
J1/9 C1 A1 CS10 M1_PIO
GND Vcc

178 / 264
2k2 2k2 3 4 2k2 5 6
+5V C2 A2 RES WR
R22 5 6 A10 7 8 A9 ABUS
F-GND C3 A3 ABUS
J1/10 J1-10 7 8 J1-8 A8 9 10 A7
C4 A4 GND
2k2 9 10 J1-10 A6 11 12 A5
J1-9 C5 A5
11 12 J1-12 A4 13 14 A3
J1-11 C6 A6
13 14 J2/6C J2/6A
J1-13 J1-14 A2 15 16 A1
C7 A7 J2/7A
15 16 J2/7C A0
J1-15 J1-16 C8 A8 17 18 RD
17 18 J2/8C J2/8A
CPU PCB
J1-17 J1-18 A11 19 20 A12
C9 A9 J2/9A
30128-052
19 20 A13 21 22 A14
J1-19 C10 A10
21 22 J1-22 A15 23 24
J1-21 C11 A11 SIO-CLK
8*2k2 23 24
J1/11 J1-11 J1-24 D4 25 26 D3 DBUS
8 9 C12 A12 DBUS
J1-12 25 26 J1-26 D5 27 28 D6
J1/12 7 10 J1-25 C13 A13
27 28 J2/13C FUSS-A1
J1/13 J1-13 J1-27 J1-28 D2 29 30 D7
6 11 C14 A14 FUSS-B1
29 30 FISCH-A2 D0 D1
J1/14 J1-14 J1-29 J1-30 C15 A15 31 32
5 12 FISCH-B2 FUSS-A2
J1-15 31 32 J1-32 33 34
J1/15 4 13 J1-31 C16 A16 INT CS11
33 34 FISCH-B3 FUSS-B2
J1/16 J1-16 J1-33 J1-34 C17 A17 35 36 IORQ
3 14 FISCH-A3 FISCH-A1 MREQ
J1-17 35 36 F-GND 37 38
J1/17 2 15 J1-35 C18 A18
37 38 J2/18C FISCH-B1
J1/18 J1-18 F-GND C19 A19 39 40
1 16 J2/19C
39 40

Vcc
+5V
+5V
Vcc
RA3 J1-40 C20 A20 GND GND
J2/20C
8*2k2 C21 A21
J1/19 J1-19 Vcc
8 9
J1-21 +5V C22 A22
J1/21 7 10
J1-22 C23 A23 J2/23A
J1/22 6 11 SICHER
J1-24 C24 A24 J2/24A
J1/24 5 12 J2/24C
C25 A25

C12
J1/25 J1-25 J2/25C J2/25A

68nF
4 13
J1-26 C26 A26 J2/26A
J1/26 3 14 J2/26C
GND C27 A27
J1/27 J1-27 J2/27C J2/27A
2 15
J1-28 IC17 C28 A28 J2/28A
J1/28 1 16 J2/28C
RA2 17 RA0 RB0 6 FISCH-A1 C29 A29 J2/29A
MC-FREI J2/29C
8*2k2 18 RA1 RB1 7 FISCH-B3 C30 A30 J2/30A
FISCH-B1 J2/30C
J1/29 J1-29 1 8 C31 A31
8 9 FUSS-B2 RA2 RB2 FISCH-B2
J1-30 +24V J2/31C
J1/30 7 10 2 9 C32 A32
Vcc SICHER RA3 RB3 FISCH-A2 RES
J1/31 J1-31 +5V R2 10
6 11 RB4 FUSS-A1
J1/32 J1-32 11
5 12 15 OSC2 RB5 FUSS-B1
J1/33 J1-33 2k2 12
4 13 PIC-CLK
16 OSC1 RB6 FUSS-A2
J1/34 J1-34 3 13
3 14 PIC-RTCC RTCC RB7 FISCH-A3
J1/35 J1-35 4
2 15 RES MCLR
RES J1-40
1 16
RA1 PIC16C54
ICC 200, 300, 350

Diese Zeichnung ist urheber-


B Datum Name rechtlich gesch tzt, daher
Gert/UNIT
Weitergabe und Vervielfltigung ICC
Gezeich. 29.07.92 M.Fritz ohne unsere Genehmigung
unzulssig

5
Gepr ft Benennung/Title

LP un.: 40128-026 CPU


LP bs.: 30128-052
Zeichnungsnummer/DWG.NO
Nr. nderung Datum Name Blatt 3 von 3 30128-052

SCHALTBILDER
ICC 200, 300, 350
CPU PCB (unbestückt)
40128-026
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

5 SCHALTBILDER 179 / 264


SCHALTBILDER 5 180 / 264
U_IN
U_IN

C47 C32
ec380_17
+ ec380_17
+
GND
GND

1000uF 1000uF
R34 R33 R26 R25
$plname $plname $plname $plname
GND
GND

10k 30k 10k 30k


C51 C36
EN_5V

ec50r25
+ ec50r25
+
GND
GND

D7 2u2 2u2
$plname C37
2

GND

5V6
$plname

ec50r25
+
GND

R42
4

2u2
14

$plname C35
3
1

GND
T2

100R 13
ec50r25
+
SOFT

GND

C52
BC557

2u2
PFAIL

C34
VSTART

11
+ 2
ec50r25
VREF RD

+
GND

ec50r25
4

2u2
GND

14

C50 2u2
5 10
13
+ 6
GND

ec50r25 C38
INP SYNCIN

SOFT

GND
$rpname
$plname

2u2 15
PFAIL
GND

C49
IC1

VSTART

11
$plname
2 16
GND

VREF RD

330pF
L4972

ec50r25
+
GND

2u2 R27 C39


5 10 7 3
$plname
$plname
RESOUT

6
FCOMP

GND
GND

C53 22k
INP SYNCIN

22nF
$rpname
$plname

15 R28
GND
IC6

17 1
$plname
16 $plname
GND

330pF
L4972
GND

36k
BOOTS

R35 C54 C40


7 3 18
R OSC C

$plname
FEEDB
OUT

$plname $plname
RESOUT

FCOMP

GND
GND

22k 22nF 2n2


9

R36
20

17 1
$plname
D2
GND

36k
BOOTS

C55 $plname
GND
U_IN

18 SB340
R OSC C
FEEDB

OUT

$plname
C41 C42
GND

2n2 R29
9

$plname
C17
20

$plname $plname
GND

D3 470R 1nF 100nF ec380_17


+
GND

$plname 1000uF
UE1
GND

SB340 11 5 LED4 R49


R14 C56 C57
GND

$plname $plname
GND

$plname rot 5k6


Nr.

$plname $plname
GND

470R 1nF 100nF 2 1


C12
5
$plname

$plname
L3

2 8
GND

U_NEG
7

$plname 2n2
200uH
8

30121-037 R17
R12
INP

$plname
OSC
14

$plname
GND

R38 R44 R30 R31 R48 4k3


11

nderung

15k
4
F.COMP

$plname $plname $plname $plname $plname


C13
5
IC3

GND
GND

4k7 1k 4k7 9k1 4k7


$rpname
$plname

GND

GND

$plname
L4962
GND

C58 C43 C14 22nF


12 13

EN_5V

c100 c100
10

+
FEEDB

ec50r25
Datum
15
SOFT

GND
GND
GND

1uF 1uF 2u2


OUT 2

C59 C46
D1
ec130r50
+ ec130r50
+
GND
GND

$plname
Name 100uF 100uF
GND

SB340
C60 C45
A

R13 C26
ec130r50
+ ec130r50
+
$plname
GND
GND

$plname
0.7
0.7

100uF 100uF
GND

100R 1nF
L1A

Blatt
Gepr ft
C61 C44
5
$plname

LP un.:
L1

ec130r50
+ ec130r50
+
GND
GND
100uH

100uF 100uF
8

13-09-95Datum LED3 R18 LED2 R20

20-07-94
Gezeich. 20-07-94
$plname $plname
$plname $plname R22 R23
GND
GND

rot 470R rot 2k2

1 von 2
+5V
Vcc

$plname $plname
Vdd
+15V

40121-060
GND

4k7 18k
L1B

Name
1.0

LP bs.: 30128-410
40121-060
M.Fritz
C28

J.Beller
c100
U_NEG
GND

1uF
C29

unzulssig
ec130r50
+
GND

Diese Zeichnung
$plname

100uF
2n2
C67

D6

C30
MUR120

rechtlich gesch tzt,


$plname

GND
MP4
C63

ohne unsere Genehmigung


ec130r50
+
GND
0.7

100uF
$plname

+ ec130r50

daher
GND
220R
R50

220uF C31

ist urheber-

Weitergabe und Vervielfltigung


C64
ec130r50
+
GND

$plname 100uF
2

GND

100nF
I

LED6 R15
$plname

ICC
$plname
$plname

to220l
GND

1 rot 3k3
G
D5

79xx
-15V
IC10
+24V

Gert/UNIT
GND
1N4148

C62

30128-410
Benennung/Title
3

+ $plname

GND
1uF
Vee

LED1 R19

Zeichnungsnummer/DWG.NO
-15V

$plname $plname

GND
rot 2k2

Kleinsp.Netzteil
0.7

Kleinsp.-Netzteil
30128-410
Low Voltage Supply
ICC 200, 300, 350
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

Vdd

5
IC4
+15V MP1
4
R1 RES IC8
7
DCH R5 R10
6 2 1 1 1
10k TP2 R4 THD OUT 3
2 10k 5k1
TRG

10
200k 100k 5 13
CV 4066 1
n.best

1
2 J2

4066
NE555 BS170
1

n.best
T1

IC8
R11

12
2

51k
TP1

C3
C4
3

1
3

10nF
10nF
GND GND 4

11
IC5 5

R16
100k
4 MP2 Vdd
R2 RES IC8 +15V
30128-410
7
DCH R7
6 3 1 1 4
10k TP3 R6 THD OUT 3 IC2 1
2 J3
TRG 10k GND +
C10 TDA7052 5 1
200k 100k 5 5
CV

SCHALTBILDER
4066 2 2
NE555 8 3
6n8
GND 4

+
Vdd
3 6 +15V

C5
C6
R37
C11
R39

C9
n.best

1uF

10nF
10nF
2k2
68nF
5k1
+
GND GND
GND GND GND GND GND GND

C16
IC7

3u3
4 MP3 J1
R3 RES GND
7
IC8
DCH A1
Low Voltage Supply

9 8 R9
10k TP4 6
THD OUT 3
1 1 A2
R8
2 10k A3
TRG GND
200k 100k 5 6 A4
CV 4066 +24V
A5
NE555 Vee
-15V Vdd A6
+15V A7

C1
C7
C8
Vcc A8

68nF
10nF
10nF
GND GND GND
+5V
A9
IC9 A10
TON1
R24 A11
1 TON2
RESET R TON-CPU
9 A12
CS-TON C1 10k TON3
A13
ALARM
3 2 A14
TON1 1D TIMEROFF
4 5 A15
TON2 RESERVE
6 7 A16
TON3
11 10 A17
ALARM
13 12 A18
TIMEROFF CS-TON
14 15 A19
RESERVE RESET
A20
40174 TON-CPU
A21
ICC 200, 300, 350

A22
RN1 A23
2
RESET
3 A24
CS-TON Vdd
9 A25
TON1 +15V
8 +24V A26
TON2 1
7 A27
TON3
6 A28
ALARM
5 A29

C2
R21

TIMEROFF
A30

68nF
n.best

4 MUR120
RESERVE GND
8*10k A31
U_IN
D4 A32

Vdd Diese Zeichnung ist urheber-


A Datum Name rechtlich gesch tzt, daher
Gert/UNIT
+15V
Weitergabe und Vervielfltigung
Gezeich. 20-07-94 M.Fritz ohne unsere Genehmigung ICC
unzulssig
Gepr ft 20-07-94 J.Beller Benennung/Title

C18
C65
C66

68nF
68nF
68nF
LP un.: 40121-060 Kleinsp.Netzteil
GND
LP bs.: 30128-410
Zeichnungsnummer/DWG.NO
Nr. nderung Datum Name Blatt 2 von 2 30128-410

181 / 264
ICC 200, 300, 350
Low Voltage Supply (unbestückt)
40121-060

182 / 264 5 SCHALTBILDER


Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

+15V

5
U_INP
MP1

C20

NT_EIN
Vdd IC12

68nF
+15V R67
Vdd Vdd IC18 1 GND IC13
+15V +15V =1 3
5 2
AST 1k 11
4
AST 12 &
6 4030
-TRIG 10

C15

R51
R58
8 10

R52
100pF
Q

7k5
560R
+TRIG 13

1k
5 12
G GND R
- GND RTRIG 15 9
IC9 9 Q 11 CX
12 MR

20k
LM319 GND 2
RX

C21
4 13 14

TP13
33pF
+ OSC OUT RX/ CX
3 1 GND
CX
4528
1

D11
D12
R53
R88
30128-357
IC11

C28

10R
8k2
R65

1N4148
100pF
3

43k
GND GND GND GND RCX EA
6
4047 IA0
5
Vdd Vdd Vdd IA1

SCHALTBILDER
4 OA 7 IC21 IC21
+15V +15V +15V IA2
Control-Board

3 6 8
IA3 S 1 S 13
3 11 A
C C
14 5 9
S0

R59
R69
EIN_AUS D 2 D 12
2 B

4k7
1k
IC13 S1 4
R 10
R
10
- 5
IC9 10 GND GND
7 4 & IB0 4013 4013
LM319 GND 11
R56 6 IB1
9 12 OB 9
+ 3 IB2 AN
8 R 13
1k 1 7 IB3 Vdd
CX IC17 +15V IC17
EB

R60
5 11

180R
4539

R68
C16
15 Vdd 4 12

9k1
GND GND 2 GND & &

2n2
RX/ CX +15V GND 6 10 AUS
4528 3 13
R R
1 7 15 9

Vdd
CX CX

+15V
R77
R86

C31
C32

5k6
5k6
2 14

33pF
33pF
Vdd Vdd RX/ CX RX/ CX
+15V +15V
4528 4528

R49
R54
R57 D10 Vdd Vdd Vdd

2k2
4k7
10 +15V +15V C30 +15V
-
10k 1N4148 IC4 7
GND
IPB Vdd
LM319 68nF
+15V

R78
9 + GND

1k
8 IC16 IC16
5 11

R70

R61
R50
R48
4 12

C10
4k7
& & MP2

820R
10k
560R

2n2
5 6 10
GND GND GND GND GND - 3
IC14 3 13
12 R R
ICC 200, 300, 350

LM319 GND 1 7 15 9 TSI

D16
D15
T4 CX CX
4 2

1N4148
1N4148
+ BS170
3

TP15
TP14

5k
C22
5k
C29

1
2 14

100pF
100pF

GND RX/ CX RX/ CX

D14
3V6

R72
R71
R73
D17

D13
3V6

33k
100R
1k
1N4148
4528 4528
U_PRIM GND GND GND Vdd GND GND GND
+15V

R81
R80

470R
1k

R76
C19
Vdd

1k
220pF
Vdd Vdd Vdd +15V
+15V C12 +15V C9 +15V C18

GND GND GND

R74
68nF 68nF 68nF

10k
11 11 11 Diese Zeichnung ist urheber-
10 C Datum Name rechtlich gesch tzt, daher
Gert/UNIT
+ + + HF_EIN -
Weitergabe und Vervielfltigung
IC9 IC4 IC14 IC14 7 Gezeich. 15.02.94 Fritz ohne unsere Genehmigung ICC
LM319 LM319 LM319 LM319 GND unzulssig
Gepr ft 28-11-94 Hagg Benennung/Title
- - - 9 +
6 C11 6 C8 6 C17 8
C 3584 C37,C38=330pF 30-1-96 Fritz
LP un.: 40128-095 CONTROL-BOARD
GND GND GND

R75
68nF 68nF 68nF

10k
Vee Vee Vee B 3371 R12=10R 11-94 Fritz LP bs.: 30128-357 Zeichnungsnummer/DWG.NO
-15V -15V -15V GND GND
Nr. nderung Datum Name Blatt 1 von 3 30128-357

183 / 264
Vdd
+15V C3

4
68nF GND Vdd Vdd Vdd
+ +15V +15V +15V
IC1 C26 R83 C25

184 / 264
TL084 GND MP5
- GND
1k

STEUERBUS
C1 IC8 68nF 8 IC12 68nF IC12
5 18 GND

11
IC15 6 8
+ =1 4 =1
GND
D0-D7 13
D0 VOUT 2 4 Vin Fout
1 5 1N4148 9
Vee 68nF
-15V 12 Vdd 3 RT
D1 U
11 +15V 7 4030 D18 4030
D2 CT F
10 6 CT DGND
2
D3

C23

C24
R47
R82
R12 9 -

R79
33pF

1nF
1k
1k
D4

4k7
U_FUNKE U_FUNKE/2 AD654 3 GND
8 5 10k
D5
10R 7
D C7 GND
30128-357

R38
R84
C27
5

5k
D6

4k7
2k
1nF
6 - T5
D7 IC4 2 TP16

TP8
A 2n2 12 BS170
LM319 GND 1
GND R36 GND
Vcc 4

20k

R43
+5V +

4k7
Control-Board

16 3

R85
2k LDAC

TP17
10k

FUNKE_AUS
15 GND MP3
13 CS_DAC2 WR GND GND GND
R11 - 14

D1
CS IC12

rot
IC1 Vdd

D7
U_PHASE 14 17

3
ANALOG_3 RESET RES +15V 13

1N4148
3k3 R10 TL084 =1 11 TSI_STE
12

5k
R44
12 +

10k
3 1 4
2

STE_EIN
AD7224

TP7
10k GND T1 4030
BC547

R35
1
Vcc GND

2k
+5V GND
IC10
GND GND
5
Vdd 4 &
Vdd IC5 +15V GND

+
R23 6 IC7
Vcc +15V 2

R55
3 2

C6
+5V

1k
3 R

3u3
2k GND GND
1 7 3
4 CX 1
6 4 & EIN_AUS
R4 - GND 5

R62

STEUERBUS
13 5

C13
IC1 19 3

D5
4k7
UP_HF 7 IC6 9 1 2

2n2
ANALOG_1 RX/ CX

1N4148
3k3 R5 TL084 10 4082

5k
D0-D7 18

REF
VCC
5 +
D0 11 4528
17

TP3
10k D1 12
16 C0 2
D2

C37
R24
15

330pF
2k
D3 4078
GND GND GND 14 C1 1
D4
R22 13 IPB
Vcc D5 D
+5V 12
D6 A IC10
2k 11 C2 24
D7 11
2 10
R6 - DAC_A0 A0 Vdd 12 &
IC1 9 +15V GND

D6
IP_PAT 1 DAC_A1 A1 C3 23 10
ANALOG_2

1N4148
3k3 R7 TL084 13 IC7

5k
3 + R
8 15 9 9
CS_DAC1 WR CX

TP4
10k 10
ICC 200, 300, 350

7 13
CS

R66
11 &

C38
R21
C14
3k9
14

330pF
2k
2n2

ANA0
ANA1
ANA2
ANA3
RX/ CX 12
GND
GND GND GND MAX516 5 4 21 20
R3 4528 4082
U_NETZT
5k6

n.best
U_NETZT/2
R25 U_INT_A

R1

TP1
5k1
GND GND
68k
R26
RESET

2
U_INT
NT_EIN
SICHER

-
3k3 IC2 1
LM324

D9
1N4148
+
3 +

5k
Diese Zeichnung ist urheber-
C Datum Name rechtlich gesch tzt, daher
Gert/UNIT

C36

TP2
15uF
Weitergabe und Vervielfltigung
Gezeich. 15.02.94 Fritz ohne unsere Genehmigung ICC
GND GND
GND unzulssig
Gepr ft 28-11-94 Hagg

5
Benennung/Title

C 3584 C37,C38=330pF 30-1-96 Fritz


LP un.: 40128-095 CONTROL-BOARD
B 3371 R12=10R 11-94 Fritz LP bs.: 30128-357 Zeichnungsnummer/DWG.NO
Nr. nderung Datum Name Blatt 2 von 3 30128-357

SCHALTBILDER
Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

5
1
R MP6
RESET
9
CS_DFF1 C1
Vdd
U_FUNKE/2 0.6
+15V
D0 3 2
1D DAC_A0
U_NETZT/2 Vdd D1 3u3 3u3
C5 4 5 DAC_A1
+15V + +
U_INT_A D2 6 7 MUX_A0
R28 GND D3 11 10 C33 C34
468nF MUX_A1 Vee
D4 13 12 GND
+ MUX_A2 0.6 -15V
6k8 IC2 D5 14 15
6 MUX_A3
- LM324

STEUERBUS
0.8
IC2 - 40174
7
11C4 J1
LM324 IC20
5 + A1 B1
1
Vee GND RESET R A2 B2
68nF 9
C1
IC3 -15V CS_DFF2 A3 B3
GND
30128-357

R27
4067 10 +24V A4 B4 +24V

750R
A0 MUX_A0 D0 3 2
1D BER_1 A5 B5
GND 11 MUX_A1 D1 4 5
A1 BER_2
14 Vee Vdd A6 B6 Vdd
A2 MUX_A2 D2 6 7 FUNKE_AUS -15V +15V +15V

SCHALTBILDER
R8 13 A7 B7
MUX_A3 D3 11 10
Control-Board

UP_HF_A A3
15 Vcc A8 B8 Vcc
INH D4 13 12
3k3 +5V A9 B9 +5V

5k
GND D5 14 15
D0 A10 B10
9 ANALOG_1

STEUERBUS

TP5
Y0 40174 D1
8 A11 B11 ANALOG_2
GND Y1 D2 A12 B12
7
Y2 Vcc R33 ANALOG_3
R9 +5V D3 A13 B13
6 ANALOG_4
IP_PAT_A Y3 MP4 D4
5 2k A14 B14
3k3 Y4 9 D5

STEUERBUS
A15 B15

5k
4 -
Y5

D8
IC1 D6 A16 B16
3 8

TP6
ANALOG_4

1N4148
Y6 D7
GND 2 R37 TL084 A17 B17 SICHER
Y7 1

C35
10 + A18 B18
23 Z NT_EIN

180nF
R17 Y8 RESET
GND 22 1k A19 B19 HF_EIN
U_NESSY Y9 CS_DAC1
100R 21 A20 B20 STE_EIN
CS_DAC2

R34
Y10

5k
C2
A21 B21

2k
20 TEMP

1nF
Y11 CS_DFF1
GND GND A22 B22

TP9
19 CS_DFF2 TSI
Y12
GND 18 A23 B23 A
Y13 Vdd U_PRIM
R13 17 +15V A24 B24 B
Y14 TSI_STE
U_SYM 16 A25 B25 AN
Y15 I_HFL
3k3 A26 B26 AUS
RES_ANA2
A27 B27 U_INP

R14
RES_ANA1

5k1
D4
8V2
A28 B28 U_INT
IP_PAT
GND A29 B29 U_NETZT

3
IP_PAT_A
R18 A30 B30
UP_HF U_FUNKE
I_HFL R64
2 A31 B31 U_SYM
3k3 BER_1 UP_HF_A
T2 A32 B32

5k
10k U_PHASE U_NESSY
BC547

R2
3

TP10
n.best
1
GND GND Vdd R63 TP11 R45 D2
2 T3
R15 +15V +24V BER_2 BC338
10k 500R 100R 1N4148
ICC 200, 300, 350

RES_ANA1
TP12 U_NETZT
3k3 1 R46 D3

R39
R41
STEUERBUS

RN2

10k
10k

R16
500R 68R 1N4148 2

3k3
RESET
3 RN1
GND CS_DAC1 D0 2
R19 4 Vdd D1 3
CS_DAC2

R40
R42
5 +15V

2k
2k
RES_ANA2 CS_DFF1 D2 4 Vdd
1
3k3 GND GND 6 D3 5 +15V
CS_DFF2
7 1
D4 6

R20
NT_EIN

3k3
R32 8 D5 7
HF_EIN
GND 9
SICHER D6 8
R29 R31 2k 8x10k D7 9
13
- 10k 8x10k
4k7 12k IC2 14 STE_EIN
9
- LM324 R87
IC2 8 12 +
LM324 Diese Zeichnung ist urheber-
C Datum Name rechtlich gesch tzt, daher
Gert/UNIT
10 + GND
TEMP Weitergabe und Vervielfltigung
Vee Gezeich. 15.02.94 Fritz ohne unsere Genehmigung ICC
-15V unzulssig
Gepr ft 28-11-94 Hagg Benennung/Title

R89
R30
10k
4k7
GND GND
C 3584 C37,C38=330pF 30-1-96 Fritz
LP un.: 40128-095 CONTROL-BOARD
B 3371 R12=10R 11-94 Fritz LP bs.: 30128-357
Zeichnungsnummer/DWG.NO
Nr. nderung Datum Name Blatt 3 von 3 30128-357

185 / 264
ICC 200, 300, 350
Control-Board (unbestückt)
40128-095

186 / 264 5 SCHALTBILDER


Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

+15V +15V

5
J1

C7
C6

68nF
68nF
A1
A2 GND GND
A3
GND
A4 IC2 Vdd

3u3
+15V

C12
+
A5 Vdd 11 12

D1
+15V 1
A6

1
MUR860
A7 4049
IC1
A8 IC2

1
2 T3 D8
A9 3 9 10 2 T1
1 & 1 VN10KM
A10

3
MUR120 J2
A11 4011 4049 T4 UE1 D10 D9
30128-528
2 1

D3
C2
A12 IC2 VN10KM

MUR860
u68
2

3
14 15 1 MUR120 1N5346 IRFP460

R3
A13 1

150R
GND GND
A14 3
4049

SCHALTBILDER
R2
C5
A15

2k2
22nF
2

R5
A16

150R
A17 IC2
A18 7 6 30128-539
1

1
A19
IC4 4049
QC-Power-Stage

A20 IC1
2 IC2
A21 3 8

1
T7

+
C1
C3
1 & 10 5 4 2

1uF
1uF
A22 9 & 1 VN10KM

3
C8
A23 4081

3u3
4011 4049 T8
A24 IC2 2 MP1
VN10KM
A25

3
3 2
1 J3
A26 GND GND GND
A27 1
4049
A28 2
A29
A30 IC3 Vdd
+15V
A31 3 2 MP2

D2
1

1
A32

MUR860
4049
IC1
IC3

1
12 T10 D7
11 5 4 2 T2
13 & 1 VN10KM

3
MUR120
4011 4049 T9 UE2 D5 D6
2

D4
IC3 VN10KM

MUR860

3
7 6 1 MUR120 1N5346 IRFP460

R4
1

150R
GND GND
3
4049

R1
C4
2k2
22nF
2

R6
150R
IC3
9 10 30128-539
1

1
ICC 200, 300, 350

IC4 4049
IC1 IC3
5
4 6

1
T6

+
6 & 4 11
1 12 2
5 & VN10KM

3
C9
4081

3u3
4011 4049 T5
IC3 2
VN10KM

3
14 15

9
6
8
4
2
3
7
5
1
Vdd GND GND GND
+15V 4049

RN1
8*10k

1
Vdd
GND 1 +15V

R7
100k
D11
BC557
2 T11 1N4148
11V Diese Zeichnung ist urheber-
B Datum Name Gert/UNIT

C11
rechtlich gesch tzt, daher

68nF
3 D12 Weitergabe und Vervielfltigung
Gezeich. 11-12-95 M. Hagg ohne unsere Genehmigung ICC
R8 GND
unzulssig
IC4 IC4 Gepr ft Benennung/Title
8 12 100k

+
10 11
9 & 13 & LP un.: 40128-127 QC Power Stage

R9
C10

1k
1uF
4081 4081 LP bs.: 30128-528
GND GND GND GND Zeichnungsnummer/DWG.NO
Nr. nderung Datum Name Blatt 1 von 1 30128-528

187 / 264
ICC 200, 300, 350
QC-Power-Stage (unbestückt)
40128-127

188 / 264 5 SCHALTBILDER


Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

U-NT-STE

5
MP4
UE2 REL1
3 7 C1
$rpname $plname D3 UE1 L1
2 U-HF-AE $plname

d50b10skk
$plname $rpname $plname c225_6
9 MUR860 5
1n5

+
1 158uH

+
10 REL1 4
QKE1 1 2

C4
R4
MP3

C14
C7
C5
C17 3 3

ec150r
22uF
$plname
47k
C2
$plname

ec130r
10uF
c380
68nF
c225_11
10nF
L2

c100
150pF
4 12 2
2 $plname c430 $plname

C6
1

c225_11
0.47uF
52uH 9n5

+
+
1 $plname
U-HF-NE
GND
J2
J4 GND
30128-044

C10
R6
C11

ec150r
22uF
$plname
47k
ec130r
10uF
QKE2 D4 R5
d50b10skk r200

MUR860 0R47
GND GND-STE

30128-492
30128-478

C12
c100
150pF
T1 T2

T2_TSI
$plname $plname
UE3
R1

SCHALTBILDER
2 IC1 7

R11
$plname

R13
R14
R15
7667

$plname
2k
1 2 Vdd $plname IRFP450 IRFP450

r150
1k
r150
1k
r150
1k
Power-Module

$rpname
3R3
+15V

R19
$plname

$plname
3R3
30121-073 GND

R12
D2
R7
4 IC1 5

r150
330R
BA159
$plname
470k

$plname
J14
7667 $plname Vdd

R9
1
m3schraub
$rpname

$plname
10k
1.0 +15V
J1 T3

+
Power-Module (UL)

A1
$plname

C28
A2 R10

C8

C9
22nF
c150

3u3
68nF

$plname
$plname
A3 GND $plname

C16
C13
R8
10k BUZ74

u68
1nF
$plname
200k

c150
$plname
A4

+
A5 Vdd GND

C18
A6 +15V

1uF
$plname
GND GND GND GND GND

R3
R16
A7

$plname
51k
$plname
1k
A8
A9 GND
A10
A11
A12

NTE
TSI
A13

U-INP
U-INT
U-PRIM
A14

$plname
$rpname
U-NETZT
A15 TEMP

D5

REL1
A16

1N4148
$plname
A17
A18 NTE
Vdd MP2 2.0
A19 NTC1
+15V R2 1206
J3
A20 Vdd
+15V 0.8 $plname 1
A21 U-NT-STE
ICC 200, 300, 350

TEMP 30k 10k 2


A22 C3 3
A23 TSI MP1
4
$plname
A24
68nF 5

+
A25 U-PRIM GND-STE $plname
D1
A26

C15
3u3
$plname
$plname
A27 U-INP 9V1
A28 U-INT GND GND
A29 U-NETZT
A30
A31
A32
Diese Zeichnung ist urheber-
19-11-97 D Datum Name rechtlich gesch tzt, daher
Gert/UNIT
Weitergabe und Vervielfltigung ICC
Gezeich. 31-05-95 M.Fritz ohne unsere Genehmigung
unzulssig
Gepr ft 40128-117
31-05-95 M. Hagg Benennung/Title Power-Module

D 3696 s.Anderungsmitt. 22-1-96 Fritz


LP un.: 40128-117 Power-Module
C 3570 s.Anderungsmitt. 17-7-95 Fritz LP bs.: 30128-478 Zeichnungsnummer/DWG.NO
Nr. nderung Datum Name Blatt 1 von 1 30128-478

2 IC2 7
7667 $plname

$rpname

R17 R18
4 IC2 5 T2_TSI
TSI $plname $plname
7667 $plname
$wert $rpname
$wert

189 / 264
ICC 200, 300, 350
Power-Module (unbestückt)
Power-Module UL (unbestückt)
40128-117

190 / 264 5 SCHALTBILDER


Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

MP3 MP1

5
GND

IC1
10 9
SG CLK Q1
7
TSI-STE Q4
5
Q5
4
Q6
6
Q7
13
Q8
Q9 12 F-ST REL3 REL3
3
AE
30128-555
14
Q10 2
Q11 15 REL19
C1 R1 1
1 UE1
Q12 J4
J1 2 1

SCHALTBILDER
Q13 4k7
11 3 J3 1nF
A1 AUS R Q14 R2
GND

C4
C3
D1
A2 1 2

u33
150pF
4020

MUR860
A3 REL19 4k7
C2
L1
ST-Power-Stage

A4 +24V Vdd REL2 REL2 J5


1 3 1
A5 +15V
J2 2 1nF
A6 RN2
D0 1 GND
A7 BUS 2 GND J14
D1 3
A8

C6
D2 4

68nF
A9 Vdd REL1 REL1 J6
D0 GND D3 5 1
A10 BUS 1 +15V
D1 D4 6
A11
D5 7 D4
A12 D2 2 IC4 7
D3 D6 8 7667
A13 1N4148
D7 9 T1 J7
A14 D4
SG 1
A15 D5 8x10k NE
R3 2
A16 D6 4 IC4 5
IC6 3
A17 D7 REL1 +24V 7667 11N80
1 10R
A18 RESET R
CS3 9 AUS

C5
A19 CS5 C1
RESET Vdd

6n8
A20 CS5 +15V
BUS D0 3 2 GND GND
A21 1D IC7 REL2
D1 4 5 3 14

+
A22 F-ST D2 14 15 4 ULN2004A 13

C9
C10
A23

68nF
3u3
D3 13 12 1 16
A24
D4 11 10 2 15 GND GND
A25 REL3
D5 6 7 5 12
A26 TSI-STE 6 11
A27 40174
7 10
ICC 200, 300, 350

A28
A29 REL19
8 9
A30
RN1
A31 2 GND
CS3
A32 4
CS5
3 Vdd
RESET
5 +15V
1
6
7
8
9 Diese Zeichnung ist urheber-
B Datum Name rechtlich gesch tzt, daher
Gert/UNIT
8x4k7 Weitergabe und Vervielfltigung
Gezeich. 15-03-96 M.Fritz ohne unsere Genehmigung
ICC
unzulssig
0.8 0.6
Gepr ft Benennung/Title

LP un.: 40128-129 ST-Power-Stage


GND B R1,R2 neu hinzu 12-8-96 Fritz LP bs.: 30128-555
Zeichnungsnummer/DWG.NO

Vdd
+15V
Nr. nderung Datum Name Blatt 1 von 1 30128-555

191 / 264
ICC 200, 300, 350
ST-Power-Stage (unbestückt)
40128-129

192 / 264 5 SCHALTBILDER


Art.-Nr. 80116-200
09 / 2004

R36

5
D26
7k5
1N4148
Vdd
+15V C28

GND
68nF
7
R21 R47
2 1 13
-+ 8 -
7k5 2k IC7 D27 R48 IC8
OFF 6 14 IP_PAT
BIPOLAR MONO AD844 TZ TL084
1N4148 1k
NE AE AE 3 +
- 5
12 + R50

C30

R49
4

C27
D31
D32
1nF
R61
C29

1M
10k

220pF
4k7

1N4148

NE_NESSY
J5
J3
30128-561
GND GND GND GND GND GND GND GND

5
4
3
2
1
1
2
3
Vee 3 +