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Die Etymologie der Wörter

Hellweg, Heelweg, Rue d'Enfer, Rue de l'Enfer


und Santerre
– Joannes Richter -

Abstract (E)
This report describes the etymological relation between the words Hellweg, Heelweg and the
French words Rue d'Enfer, Rue de l'Enfer respectively Santerre.
The etymological root for the Heelweg- and Hellweg-labels is „hail“ or „healthy“). The derivation
is based on the runic word Hila, Icelandic. Heill, “sound”, → healthy, Swedish “hel”, Danish
“heel”, Gothic “hails”, ahd. “heil”, ags. “hal”, English “hail”, “whole”.
In analogy to Santerre (Latein: „heile Erde“, „Terra sana“) the names Heelweg- and Hellweg refer
to a fertile soil.
Based on the already existing names Hellweg the French people chose a French translation related
to „Enfer“, which refers to the hell (“inferno”) instead of „hail“ („healthy“).

Kurzfassung (D)
Die etymologische Beziehung zwischen den Wörtern Hellweg, Heelweg und den französischen
Wörtern Rue d'Enfer, Rue de l'Enfer beziehungsweise Santerre ist nun geklärt.
Die etymologische Wurzel der Heelweg- und Hellweg-Bezeichnungen ist „heil“. Die Ableitung
basiert auf das Runenwort Hila, Isländisch. Heill, “heil”, → gesund, Schwedisch “hel”, Dänisch
“heel”, Gothisch “hails”, ahd. “heil”, ags. “hal”, Englisch “hail”, “whole”.
Die Namen Heelweg- und Hellweg deuten analog an das Santerre (Latein: „heile Erde“, „Terra
sana“) auf fruchtbaren Böden.
Aus dem einmal existierenden Namen Hellweg wurde die französische Bezeichnungen „Enfer“
abgeleitet, die sich eher auf die „Hölle“ als auf „heil“ bezieht.
Einführung
Bereits vor einigen Jahren war mir bewusst, dass die Namen Hellweg, Heelweg, Rue d'Enfer, Rue
de l'Enfer und Santerre alle mit dem fruchtbaren Lößboden zusammenhängen, der an der
Belgischen Küste wie ein schmales Band anfängt und dann zum breiten zentraleuropäischen Band
auffächert um nach dem Mittelgebirge bei der Magdeburger Börde ein Fruchtbarkeitsmaximum zu
erreichen.
Die Zusammenhänge sind in Karten wie “The Hellweg as a map of European loess-deposits 1” im
Vergleich zur Karte mit den dokumentierten Lößbeständen “Map of European Loess Deposits”
nachgewiesen.
Die Etymologie des Wortes Santerre wird vom Latein „Terra Sana“ („gesunde Erde“) abgeleitet.
Zur Etymologie der Wörter Hellweg und Heelweg wurde der Bezug zum Wort Hila – „gesund, heil“
im Runen-Sprach-Schatz (1844) nachgewiesen.
Zwischen Hellweg und Rue d'Enfer, bzw. Rue de l'Enfer wird ein Bezug zwischen dem Wort „Hell“
als „Hölle“ und dem französischen Wort „Enfer“ („Hölle“) gelegt.
Unklar ist noch in welcher Reihenfolgen die Wörter Hellweg, Heelweg, Rue d'Enfer, Rue de l'Enfer
und Santerre entstanden sind.

1 This map documents the Hellweg-stations in France, Belgium, the Netherlands and Germany. These stations usually
will be found at loess-deposits, which had been considered and attributed as "underground" ("hell").
Dokumentation zu Hellweg, Heelweg, Rue d'Enfer und Santerre
Für die Dokumentation wurde eine umfangreiche Dokumentation angelegt:

Karten
• The Hellweg as a map of European loess-deposits2 (Hellwege in Google Maps)
• Rue d'Enfer Map – (Google Maps, einschließlich Santerre-Markierungen)
• Map of European Loess Deposits

Blogs
• The History of the "Hell"-road in English
• Der Hellweg als loesshaldenweg in deutscher Sprache
• De Helweg als loessdepotweg in niederländischer Sprache

English
• The Ngram-Search for the Rue d'Enfer Markers (25.2.2016)
• Statistics to the Medieval 'Hell-Road' System
• Charlemagne's State – Made of Dust
• Overview of Hellweg-papers
• The Striking Similarity Between Hellweg-Markers and Loess-Deposits
• The Hellweg Ends at Both Land's Ends (Finistère and Fisterra)
• The Hellweg to Holland - Published 09 / 19 / 2009

Niederländisch
• Onechte en Echte Helweg-Markeringen (25.2.2016)
• Notities Bij de Etymologie Van Helweg, Heelweg, Hel (Onderw. (23.2.2016)
• De Heelwegen (en Andere Helwegen) in Nederland (22.2.2016)
• Statistieken Voor Het Helweg-systeem3
• De Structuur Der Helwegen
• Capita Selecta over de loessdepots en de Helwegen
in het Frankenrijk van Clovis en Karel de Grote – 5.2.2016
• De Helweg als loessdepotweg
• De overeenkomst tussen de Helweg-markeringen en de loessdepots

Deutsch
• Die Zentren Der Europäischen Lößkulturen (Der Hellweg ~ Le Rue d'Enfer)4
• Die Ngram-Analyse Für Die Hellweg-Markierungen (26.2.2016)
• Notizen Zum Bericht „Die loess-Theorie Des Freiherrn Von Richth.. (25.2.2016)
• Notizen Zur Etymologie Von Hellweg, Heelweg, Rue d'Enfer, Hölle.... (23.2.2016)
• Eine Anomalie des Hellwegs in der Niederlande (23.2.2016)
• Die Rue d'Enfer als Hellweg auf der Hauptachse von Paris (21.2.2016)
2 This map documents the Hellweg-stations in France, Belgium, the Netherlands and Germany. These stations usually
will be found at loess-deposits, which had been considered and attributed as "underground" ("hell").
3 Einschließlich die Adresse Rue d'Enfer, 80134 Hangest-en-Santerre, Frankreich
4 Einschließlich der Santerre Region („Gesunde Erde“) in der französischen Picardie
• Der Hellweg Im Frankenreich
• Statistiken Zum Hellweg Als 'loesshaldenweg'
• Die Struktur Der Hellweg-Vernetzung
• Übersicht der Hellwegstudien
• Vergleich der loessablagerungen und Hellwegen
• Der Hellweg als "loesshaldenweg"
• Die Rekonstruktion des Hellwegs Ostende-Frankfurt (an der Oder) (5.1.2016)
• Der Hellweg nach Holland - Published 09 / 10 / 2009

Hellwege als Straßen


Löß wird als eines der fruchtbarsten Ackerböden betrachtet, weil man dort ohne Kunstdünger den
hochwertigen Weizen ernten kann. Die erste europäische Kaiserreichen basierten auf Lößböden.
Die Hellwege spielten während den Karolingischen Imperien (von Chlodwig I und Karl der Große)
eine große Rolle als Kommunikationsmittel und bildeten auch die Verbindungsglieder zwischen den
Lößböden und Verteidigungsanlagen.

1: Nördliche und südliche Hellweg-Rekonstruktion

Dieses Dokument enthält die Dokumentation zur Google Maps Karte: Hellweg als
"Lößhaldenweg", in dem der Hellweg als Gesamtkonzept für die mittelalterliche Wirtschaft
(insbesondere die Landwirtschaft) des Frankenreichs verstanden wird.
Übersicht der fruchtbarsten Lößgebieten Europas
Zu den fruchtbarsten Lößgebieten Europas gehören mit den Bodenwertzahlen um etwa 75 ... 100:
• Santerre in der französischen Picardie mit Rue d'Enfer und Rue de l'Enfer.
• die winzige Baumberger Lößinsel5 (markiert von den Bauernschaften Westhellen,
Osthellen und Osthellermark, und Löß in der Nähe der Villa Alstede in Windschattenablage
zwischen Stevern und Tilbeck)
• die Hildesheimer Börde (Harsum <100>, Mölme <103>, Schwarzerde)
• die Magdeburger Börde (Eickendorf <100>, Schwarzerde)
• Lübbecker Lößland (Ackerzahl 75) mit dem Hellweg, 32312 Lübbecke.
• Lipper Hellweg und der Senner Hellweg in Bielefeld am Teutoburger Wald (reiche
Lößfelder)6.
• Westfälische Hellweg (zwischen Duisburg und Paderborn bis zum Weserübergang bei
Corvey)
• Hellwegbörden über den Westenhellweg bis zur Soester Börde (Parabraunerden ) 7

5 Baumberge mit Coesfeld ...


6 Erst in den 1970er Jahren setzten sich für diese die Zusatzbezeichnungen Senner Hellweg (Westseite) und Lipper
Hellweg (Ostseite) durch.
7 Geologie des Münsterlandes
Santerre als Ortsname, Enfer-Bezeichnungen als Straßennamen
Der Santerre ist eine historische Landschaft in der Picardie in Nordfrankreich. Der Name wird von dem
lateinischen sana terra abgeleitet. Die Fruchtbarkeit der Santerre ist vergleichbar mit den
Bodenwertzahlen „100“ der Baumberger Lößinsel8, der Hildesheimer Börde, beziehungsweise
Magdeburger Börde. Auch in Santerre gibt es in französisch „Hellweg“-Markierungen, wie auch in
der Baumberger Lößinsel, in der Hildesheimer Börde9.
Diese Lößböden waren sowohl in Frankreich als in Deutschland immer schon wertvoll und wurden
auch von den Erobern wie Attila gehätschelt. In 451 führte Attila einen Angriff aus auf Santerre
(zwischen Corbie10 und Roye11).12
Bereits die Römer sollen am Teutoburger Waldrand versucht haben die fruchtbare Lößböden zu
erobern13. Auch heute noch kämpfen Firmen um fruchtbaren Böden.14
Die fruchtbarste Lößregionen wurden mit verschiedenartigen Hellweg-Markierungen versehen, die
unterschiedlichen Sprachen und Kulturen zugeordnet werden können. In Santerre sind
hauptsächlich die Ortsnamen Santerre genannt, während die Straßen Rue d'Enfer oder Rue de
l'Enfer genannt werden.

2: Map of the Santerre (Picardy) and Rue d'Enfer-Markers

Die Santerre-markerierungen und unterschiedlichen Enfer-Markierungen werden dokumentiert in :


Rue d'Enfer-map.
8 Baumberge mit Coesfeld ...
9 Die Bördelandschaft der Braunschweig-Hildesheimer Lößbörde erstreckt sich im Städtefünfeck von Hannover –
Peine – Braunschweig – Salzgitter – Hildesheim. Die höchste Bodengüte befindet sich bei Mölme und Harsum
10 Rue de l'Enfer, 80800 Vaire-Sous-Corbie, Frankreich
11 Rue d'Enfer, 80700 Damery, Frankreich
12 Antiquité
13 Als gesichert gilt heute, dass die Legionen des römischen Feldherrn Varus sich von Osten kommend am nördlichen
Fuße des Wiehengebirges, also durch das Lübbecker Lößland, bewegten, bevor sie dann bei Venne durch den
germanischen Feldherrn Arminius vernichtet wurden. Verkehr (Lübbecker Lößland)
14 Wettlauf um die ukrainische Schwarzerde
Zu den Santerre-Markierungen in Rue d'Enfer Map gehören:
• Beaucourt-en-Santerre
• 80170 Beaufort-en-Santerre, Frankreich
• 80200 Belloy-en-Santerre, Frankreich
• 80200 Berny-en-Santerre, Frankreich
• 80720 Cayeux-en-Santerre, Frankreich
• 80340 Foucaucourt-en-Santerre, Frankreich
• 80134 Hangest-en-Santerre, Frankreich
• 80500 Laboissière-en-Santerre, Frankreich
• 80110 Mézières-en-Santerre, Frankreich
• 80170 Rouvroy-en-Santerre, Frankreich
• 80320 Lihons, Frankreich
Notizen zu den Hellwege, Heelwege, Hollenwege, Höllwege, Halwege 15
Aus der ältesten Referenzen kann man ggf. das Alter der Bezeichnungen ableiten.
Zwischen den Flächen mit Lößboden wie in der Hellwegzone und den Fundplätzen der
Michelsberger Kultur gibt es einen Zusammenhang:
„An den bekannten Fundplätzen der Michelsberger Kultur falle auf, dass sie nur in
Flächen mit Lößboden wie in der Hellwegzone vorkommen“.16

Die Idee wäre nun, die Lößdepots am Namen der Helle-Markierungen zu orten. Nicht immer sind
die Lößdepots oder deren Bodenqualität bekannt.

Heelwege
In den östlichen Niederlanden und auch in Mühlheim an der Ruhr findet man Straßennamen
„Heelweg“17, der sich offensichtlich auf das deutsche Wort „heil“ (gesund) oder Englisch „hail“
bezieht. Das Wort „heil“ bedeutet dann analog an „Santerre“ („terra sana“): „gesunde Erde“18:
• Heelweg, Beltrum, Niederlande
• Heelweg, 7134 Vragender, Niederlande
• 7055 Heelweg, Niederlande
• Heelweg, Dinxperlo, Niederlande
• Heelweg, 45475 Mülheim an der Ruhr, Deutschland
Die Namen Heelweg und Hellweg sind gleichwertig.Diese Bezeichnungen können als Beweise für
die Etymologie der Namen Heelweg und Hellweg betrachtet werden, wobei der Namenswurzel
„heil“ bedeutet19.

Hollenwege oder Höllwege beziehungsweise Halwege


In einigen,nördlichen Lößregionen befinden sich Hellwege, während in südlicheren Lößflächen
(wie Kraichgau) die Hollenwege oder Höllwege beziehungsweise Halwege überwiegen.

Wickeder und Hasselner Hellweg


Die Ursprünge der heutigen Wickeder Chaussee gehen auf den bereits seit dem ersten Jahrhundert
n.Chr. bestehenden Hellweg zurück. Schon Fernhandel aus Flandern führte von Duisburg über diese
Verkehrsverbindung nach Westfalen und das Gebiet zwischen Weser und Elbe20.

Der Sythener Hellweg zwischen Dülmen und Haltern am See


Die Erntegüte und Lößdepots des Sythener Hellwegs zwischen Dülmen und Haltern am See sind
noch ungeklärt.

Ein unterer Hellweg und einen oberer Hellweg in Löhne


Auch in Löhne gibt es einen unteren Hellweg und einen oberen Hellweg.
15 Die Zentren Der Europäischen Lößkulturen (Der Hellweg ~ Le Rue d'Enfer)
16 Zitat aus 5500 Jahre altes Feuersteingerät in Borken entdeckt
17 Heelweg, 45475 Mülheim an der Ruhr, Deutschland
18 Die Zentren Der Europäischen Lößkulturen (Der Hellweg ~ Le Rue d'Enfer)
19 Notities Bij de Etymologie Van Helweg, Heelweg, Hel (Onderw. (23.2.2016), De Heelwegen (en Andere Helwegen)
in Nederland
20 Alte Reichsstraße 1
Etymologie der Heel- und Hellwege
Die ersten Ackerbauern Mitteleuropas (Kultur der Linienbandkeramik, 5500-4900 v.u.Z.) errichten
ihre Siedlungen samt Feldern ausschließlich auf den fruchtbaren und leicht zu bearbeitenden
Lößböden.
Die fruchtbare Lößregionen wurden oft Gauen genannt. Ein Gau war eine Art germanischer Bezirk,
wobei aber „Gau“ bzw. „Gäu“ im Mittelhochdeutschen auch ein Begriff für „gutes Ackerland“ war.
In Norddeutschland werden die Gaue auch Börden genannt.21
In Europa bilden die fruchtbarste Regionen ein von West nach Ost ziehendes Band Lößdepots, die
mit den Niederländisch/Französischen und Benrather Sprachgrenzen und den französischen Rue
d'Enfer, beziehungsweise deutschen Hellwegen übereinstimmt.
Einige Lößregionen liegen in einiger Entfernung dieses durchgehenden Bands mit Lößdepots und
führen trotzdem den Namen „Helle“ oder „An der Helle“. Der Name „Hellweg“ wurde wohl nicht
nur für die Handelsstraße benutzt, sondern auch für einzelne, isolierte Lößinseln. Siehe die
Übersicht in The Hellweg as a map of European loess-deposits22 (Hellwege in Google Maps).
Die Liste der Hellweg-Markierungen ist sehr lang. Nicht alle Hellweg-Markierungen betreffen den
Lößboden. Gelegentlich wird auch ein anderer fruchtbarer Boden als „Hell“ markiert.
Die Namen Heelweg und Hellweg sind gleichwertig.Diese Bezeichnungen können als Beweise für
die Etymologie der Namen Heelweg und Hellweg betrachtet werden, wobei der Namenswurzel
„heil“ bedeutet23.

Die Wörter “Hell” in den Futhark-Sprachen


Zur Überprüfung der Hell-Namen untersuchte ich den “Hila”-Eintrag im manuscript des Buches
Runen-Sprach-Schatz (1844) von Udo Waldemar Dieterich.

Hila – heil, gesund


Das Wort Hila, Isländisch. Heill, “heil”, → gesund, Schwedisch “hel”, Dänisch “heel”, Gothisch
“hails”, ahd. “heil”, ags. “hal”, Englisch “hail”, “whole”; die Ableitung ist schwierig:

3 Eintrag der Rune Hila – „heil“, „gesund“ in dem Runen-Sprach-Schatz (1844)

Nach dem Bezug zum Lößboden war die Korrelation zwischen “Hell” als „Hila“, Isländisch. Heill,
“heil”, → gesund, Schwedisch “hel”, Dänisch “heel”, Gothisch “hails”, ahd. “heil”, ags. “hal”,
Englisch “hail”, “whole” in “Hellweg” ziemlich einfach. Deshalb ist die etymologische Wurzel der
Heelweg- und Hellweg-Bezeichnungen „heil“. Die Namen deuten auf fruchtbaren Böden.
Aus dem einmal existierenden Namen Hellweg wurde die französische Bezeichnungen „Enfer“
abgeleitet, die sich eher auf die Hölle als auf Heil bezieht.

21 Gäuboden – Kernland des Ackerbaus


22 This map documents the Hellweg-stations in France, Belgium, the Netherlands and Germany. These stations usually
will be found at loess-deposits, which had been considered and attributed as "underground" ("hell").
23 Notities Bij de Etymologie Van Helweg, Heelweg, Hel (Onderw. (23.2.2016), De Heelwegen (en Andere Helwegen)
in Nederland
Schwarzerdeböden (Gaue und Börden)
Der sehr fruchtbare Boden (teilweise Schwarzerdeböden) der Magdeburger Börde, auf denen vor
allem Zuckerrüben- und Weizenanbau betrieben wird, war vor Kriegsende 1945 die Vergleichbasis
für Deutsche Ackerböden.
Nach dem Krieg wurde die Bodenwertzahl 100 als Standardwert in der Gemeinde Eickendorf
(Bördeland bei Hildesheim) festgelegt. Bei späteren Messungen wurde ein noch höherer Wert mit
der LVZ von 102,8 in Mölme gefunden, das etwa 20 km östlich von Hildesheim liegt. Es ist der
höchste je gemessene Wert in Deutschland.
Beispiele für Gauen beziehungsweise Börden sind:
• Hespengau oder Haspengau, zwischen den Städten Hasselt, Lüttich, Namur, Tienen und
Löwen. Die Region ruht auf einem Kalkmassiv, das von einer Lössdecke überzogen ist und
ist ein intensiv landwirtschaftlich genutztes Gebiet.
• Hennegau mit den Städten Ath, Charleroi, Mons, Mouscron, Soignies, Thuin, Tournai
• Breisgau - Der isoliert im Oberrheinischen Tiefland liegende, weitgehend mit Löss bedeckte
Kaiserstuhl ist im Osten aus Sedimenten aufgebaut.
• Ochsenfurter Gau (Landkreis Würzburg). Im Holozän entwickelten sich im Löss sehr
fruchtbare Böden. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 725, als im Auftrag von
Bonifatius ein Kloster in der Stadt gegründet wurde.
• Kraichgau (im Nordwesten Württembergs) um Sinsheim, Eppingen, Bad Rappenau, Bretten
und Bruchsal. - Mit bis zu über 30 Metern Dicke erreicht der Löss im Kraichgau seine
größte Mächtigkeit in Deutschland.
• Zabergäu (um Brackenheim, Güglingen, Pfaffenhofen und Zaberfeld). Das Zabergäu zählt
zu den ältesten Siedlungsgebieten Südwestdeutschlands. Die beiden angrenzenden Keuper-
Höhenzüge waren vermutlich schon in der Mittelsteinzeit besiedelt.
• Heckengäu mit den Landkreisen Böblingen, Calw, Ludwigsburg und Enzkreis. In
Geländemulden finden sich jedoch Lössauflagen, aus denen sich Parabraunerden bilden
können. Die daraus resultierende landwirtschaftliche Nutzung durch Ackerbau,
Weidewirtschaft und Obstbau prägt das Landschaftsbild.
• Die Soester Börde bildet das Zentrum der Hellwegbörden, die sich entlang des Hellwegs
über die alten Handelsstädte Dortmund, Unna, Werl, Soest, Geseke und Salzkotten bis
Paderborn ziehen. In Borgentreich gibt es ein Bach, die Helle genannt wird24.
• Hildesheimer Börde. Das Gebiet der Hildesheimer Börde wird fast geschlossen von einem
Schleier aus eiszeitlichem Löss in einer Stärke von bis zu zwei Metern bedeckt. Die Böden
sind die fruchtbarsten in Deutschland. Sie werden schon seit über 4.000 Jahren ackerbaulich
genutzt. In der Nähe befinden sich Hellweg-Markierungen wie Hellweg, 31863
Coppenbrügge, Deutschland und Im Hellerloh, 30952 Ronnenberg, Deutschland
• Allgäu (um Kempten). Im niederschlagsreichen Allgäu herrscht reine
Grünlandwirtschaft vor25. Die größte Ausdehnung erfuhr der Name Allgäu nach dem
Bauernkrieg Anfang des 16. Jahrhunderts, als das gesamte Oberschwaben als Allgäu tituliert
wurde. Der Name Allgäu gilt ggf. nicht als Basis für einen Lößboden:
Eine These geht davon aus, dass mit gäu nicht der Gau gemeint ist, sondern dass die
zweite Silbe von Ge-Äu kommt, also für mehrere Auen steht (analog wie mehrere Berge

24 In den Taleinschnitten und in weiten Bereichen der Warburger Börde bedecken Lockergesteine des Eiszeitalters, vor
allem vom Wind abgelagerter Löss, Sand und Kies, den Untergrund aus Festgestein
25 Die Böden Deutschlands - Umweltbundesamt
ein Gebirge bilden).[3] In diesem Fall wäre die Bedeutung etwa bergige Landschaft mit
viel Wasser und Wiesen bzw. Auen.

Zusammenfassung
Die etymologische Beziehung zwischen den Wörtern Hellweg, Heelweg und den französischen
Wörtern Rue d'Enfer, Rue de l'Enfer beziehungsweise Santerre ist nun geklärt.
Die etymologische Wurzel der Heelweg- und Hellweg-Bezeichnungen ist „heil“. Die Ableitung
basiert auf das Runenwort Hila, Isländisch. Heill, “heil”, → gesund, Schwedisch “hel”, Dänisch
“heel”, Gothisch “hails”, ahd. “heil”, ags. “hal”, Englisch “hail”, “whole”.
Die Namen Heelweg- und Hellweg deuten analog an das Santerre (Latein: „heile Erde“, „Terra
sana“) auf fruchtbaren Böden.
Aus dem einmal existierenden Namen Hellweg wurde die französische Bezeichnungen „Enfer“
abgeleitet, die sich eher auf die „Hölle“ als auf „heil“ bezieht.
Inhaltsverzeichnis
Abstract (E)......................................................................................................................................1
Kurzfassung (D)...............................................................................................................................1
Einführung.......................................................................................................................................2
Dokumentation zu Hellweg, Heelweg, Rue d'Enfer und Santerre...................................................3
Karten..........................................................................................................................................3
Blogs ..........................................................................................................................................3
English........................................................................................................................................3
Niederländisch............................................................................................................................3
Deutsch........................................................................................................................................3
Hellwege als Straßen.......................................................................................................................4
Übersicht der fruchtbarsten Lößgebieten Europas......................................................................5
Santerre als Ortsname, Enfer-Bezeichnungen als Straßennamen....................................................6
Notizen zu den Hellwege, Heelwege, Hollenwege, Höllwege, Halwege........................................8
Heelwege.....................................................................................................................................8
Hollenwege oder Höllwege beziehungsweise Halwege ............................................................8
Wickeder und Hasselner Hellweg...............................................................................................8
Der Sythener Hellweg zwischen Dülmen und Haltern am See ..................................................8
Ein unterer Hellweg und einen oberer Hellweg in Löhne..........................................................8
Etymologie der Heel- und Hellwege...........................................................................................9
Die Wörter “Hell” in den Futhark-Sprachen...................................................................................9
Hila – heil, gesund......................................................................................................................9
Schwarzerdeböden (Gaue und Börden)................................................................................10
Zusammenfassung..........................................................................................................................11