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BSB 2249

Schulaufsicht und Schulberatung Gymnasien 25.6.2008


Dr. Michael Just

Empfehlungen zu Hausaufgaben in der Sekundarstufe I des achtstufigen Gymnasiums

Der achtjährige Bildungsgang am Gymnasium mit Nachmittagsunterricht an mehreren Tagen und


einer wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung von zum Teil 34 - 36 Unterrichtstunden erfordert eine
veränderte Lernorganisation.
Die Festigung und Vertiefung von Einsichten, die weitere Einübung, die Anwendung von Fertigkeiten
und die Wiederholung werden deshalb verstärkt in den schulischen Unterricht integriert. Dies kann
z.B. durch die Einführung von Studienzeiten geschehen oder durch die Integration geeigneter Phasen
in den laufenden Fachunterricht (integrativ).

Hausaufgaben setzen die im Unterricht eingeleiteten Lernprozesse fort. Sie können den Unterricht
ergänzen und den Fortgang des Unterrichts vorbereiten. Hausaufgaben sind verbindlich.

Die Formen der schulischen und häuslichen Aufgaben sind vielfältig:

• Übungen und Wiederholungen


• Vorbereitung auf die nächste Unterrichtsstunde
• Lernen von Vokabeln, Formeln, Begriffen oder Merksätzen
• Auswendiglernen von Texten
• Literatur- oder Internet-Recherche
• Anfertigung von Referaten und Präsentationen
• Lektüre
• Praktische Erkundungen
• Vorbereitung auf Lernerfolgskontrollen

Voraussetzung für die sinnvolle Erteilung von Aufgaben, die zu Hause oder in einer additiven
schulischen Hausaufgabenbetreuung erledigt werden, ist die Koordination der in einer Klasse
unterrichtenden Lehrer im Hinblick auf die Anforderungen an die tägliche Hausaufgabenzeit und die
Art der Aufgaben.

1. Die Klassenkonferenz legt in Absprache mit den jeweiligen Fachkonferenzen und


Jahrgangskonferenzen die Grundsätze für den Umfang und die Verteilung der
Hausaufgaben und der Lernerfolgskontrollen fest.
2. Den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern wird die Hausaufgaben- und
Klassenarbeitsregelung erläutert.
3. Den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Erziehungsberechtigten werden die
Termine für längerfristige Aufgaben (Lektüren, Projektmappen, Referate) und die
Lernerfolgskontrollen zu Beginn eines Schulhalbjahres bekannt gegeben.
4. Die Termine der Hausaufgaben werden im Klassenzimmer gut sichtbar für alle –
Schüler und Lehrer - ausgehängt; auch die Lehrer der Fremdsprachengruppen und
der Fächer, die im Wahlpflichtunterricht angeboten werden, sind verpflichtet, diese
Pläne zur Kenntnis zu nehmen.
5. An Tagen, an denen der Pflicht- bzw. Wahlpflichtunterricht nach 15.30 Uhr endet,
dürfen keine schriftlichen Hausaufgaben zum nächsten Tag erteilt werden.
6. Für die Einhaltung der Regelung ist der Klassenlehrer verantwortlich.
7. Das Gymnasium bietet Hausaufgabenzirkel am Nachmittag an, in denen die
Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 ihre Hausaufgaben anfertigen können.
Dazu ist es erforderlich, dass ruhige Klassenräume mit PC-Arbeitsplätzen und
Handbibliotheken zur Verfügung gestellt werden. Für Aufsicht und Hilfestellung haben
die Gymnasien entsprechende Mittelzuweisungen erhalten.