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Pressemitteilung 180301

Max Niedermaier verteidigte DM-Titel


Zum Auftakt des viertägigen Eisspeedway-Festes in Berlin gewann Max
Niedermaier wie im Vorjahr den DM-Titel. Vor bemerkenswerten rund 1.800
Zuschauern, und damit zirka 600 mehr als im Vorjahr, setzte sich der
Titelverteidiger gegen Hans Weber und Stefan Pletschacher durch.

Eine erste Vorentscheidung im Kampf um die vor zwei Jahren zur DMSB-
Meisterschaft degradierten DM fiel bereits im siebenten von 20 spannenden teils
dramatischen Heats, als Max Niedermaier und Hans Weber direkt aufeinandertrafen.
Dabei behielt der 29-jährige Edlinger mit einer couragierten Fahrt die Oberhand über
den vier Jahre älteren letztjährigen Vizemeister. Nachdem der Pilot vom
gastgebenden Team Eisspeedwayunion Berlin im letzten Durchgang auch noch den
bis dahin punktgleich mit Hans Weber auf Zwischenrang zwei liegenden Stefan
Pletschacher aus Ruhpolding niederrang, hatte er seine Titelverteidigung mit
Punktemaximum perfekt gemacht. „Die Titelverteidigung war das Ziel, aber das war
heute ein sehr nervenraubendes Rennen“, meinte Max Niedermaier anschließend
und erklärte weiter: „Als Titelverteidiger hat man doppelt so viel Druck als sonst. Das
hatte ich so nicht erwartet. Ich habe bis einschließlich letzte Nacht immer sehr gut
geschlafen, aber ab heute Mittag war es für mich die Hölle. So etwas habe ich noch
nicht erlebt. Dass ich es kann, weiß ich, aber dass als Titelverteidiger ein Rennen zu
fahren, so unheimlich an den Nerven zerrt, damit habe ich nicht gerechnet. Trotzdem
will ich das im nächsten Jahr noch einmal erleben – hilft ja nix. Durch den Sieg heute
habe ich die Saison nach der verpassten WM-Quali gerettet. Ich glaube, dass ich
heute auch wieder viel Selbstvertrauen zurückgewonnen habe. Nun freue ich mich
auf Samstag und Sonntag, wenn ich mit einer Wild Card im WM-Feld mitmischen
werde.“
Dabei trifft Max Niedermaier auch wieder auf den nach Günther Bauers
verletzungsbedingter Absage einzigen deutschen Permanentstarter im Grand Prix,
den heutigen Zweiten Hans Weber. Dieser war zwar mit dem Vizetitel nicht restlos
zufrieden, konnte aber nach dem Rennen schon wieder lachen. Er sagte
anschließend: „Mein Dämpfer war ein bisschen ein Problem heute. Nach Lauf drei
haben wir den gewechselt, weil das Motorrad damit hinten viel zu schwammig war.
Dadurch hatte ich ein schlechtes Feeling. Natürlich war auch das verlorene direkte
Duell gegen Max ein Problem, aber im Endeffekt muss ich sagen: ,Vizemeister, das
passtʻ. Natürlich hätte ich gern den Titel geholt, das war auch die Zielstellung, aber
mei, da hole ich mir ihn halt im nächsten Jahr. Ich hatte bei den letzten Rennen
einige heftige Stürze. Auch in Hinblick auf die nun unmittelbar bevorstehenden
Grand-Prix-Rennen am Samstag und am Sonntag, sollte man sich beim DM-Rennen
nicht unbedingt auf die Nase legen. Von daher bin ich heute auch ein bisschen auf
Sicherheit gefahren.“
Ebenfalls mit einem lachenden und einem weinende Auge blickte der letztlich
drittplatzierte Stefan Pletschacher auf das DM-Rennen zurück. „Ich hatte ja letzte
Saison einen schweren Sturz, bei dem ich mir die Schulter arg verletzt habe. Das hat
mich bis Oktober beschäftigt. Diese Saison ist auch nicht so gelaufen wie ich mir das
vorgestellt habe. Durch die mit einem Punkt verpasste WM-Qualifikation ist das erst
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mein zweites Rennen in diesem Jahr. Ich denke, dafür habe ich mich heute gut
verkauft. Dabei war sogar noch mehr drin. Die ersten zwei Läufe waren vom Speed
her sehr gut. Im Rennen gegen Hans Weber war zunächst Tobias Busch vorn. Als
der einen Schlenker gemacht hat, kam Hans Weber problemlos vorbei und ich
musste das Gas zudrehen. Dadurch war er natürlich weg und ich nur Zweiter. Ich
habe mich dann aber wieder ran gekämpft, aber dann war das Rennen leider schon
zu Ende. Wenn das nicht gewesen wäre, vielleicht wäre es dann anders
ausgegangen. Aber wie gesagt, ich bin zwei Saisons quasi kaum gefahren und von
daher mit dem heute Erreichten recht zufrieden“, lautete „Pletschis“ Fazit nach dem
Rennen.
Wie im Vorjahr landete Max Niedermaiers Teamkollege und im letzten Winter
Quereinsteiger vom Sommer-Speedway zum Eisspeedway, Tobias Busch, hinter
dem nicht für die DM wertungsberechtigten österreichischen Gaststarter Manfred
Seifter auf dem vierten DM-Rang. „Ich bin heute hauptsächlich angetreten, um Spaß
zu haben und mich gegenüber dem letzten Jahr zu verbessern. Das habe ich von der
Platzierung her zwar nicht, doch das war nicht das vorrangige Ziel. Vielmehr habe ich
auf einem für mich neuen Eis wieder viel Erfahrung gesammelt und habe das alles
ganz gut gemeistert. Von daher bin ich zufrieden, auch weil ich gesehen habe, dass
ich konkurrenzfähig mit den ersten drei bin und mit ihnen schon richtig fighten kann.
Ich denke, dass ich echt dazugehöre. Ich will mich weiter verbessern, vielleicht stehe
ich dann auch mal mit da oben“, so der Stralsunder mit Blick auf das Siegerpodest.
Ein weiterer Überraschungsmann war Marc Geyer aus dem hessischen Büdingen,
für den es nach dem internationalen Eisspeedway im österreichischen Weissenbach
im Januar und einem Lauf zur schwedischen Liga das erst dritte Rennen seiner
Karriere war, welches er auf dem starken fünften DM-Rang beendete und was ihn zu
folgendem Fazit animierte: „Damit habe ich selbst nicht gerechnet. Ich wollte nicht
Letzter werden und nicht stürzen. Viele haben gesagt ,heute ist wegen der tiefen
Temperaturen sehr schwieriges Eisʻ. Da ich aber noch nicht so lange fahre, konnte
ich mit dem Begriff ,schwieriges Eisʻ nicht viel anfangen und bin einfach gefahren
was ich konnte. Ich habe mir eine Taktik zurechtgelegt, habe darauf die Übersetzung
abgestimmt und konnte schließlich die Linie fahren, die ich mir vorher ausgedacht
habe. Das hat ganz gut funktioniert. Ich habe versucht, an den Vorderleuten
dranzubleiben. Wenn es bei denen klappt, sollte es bei mir auch klappen. Ich habe
versucht, mich dem Speed anzupassen. Jetzt packen wir schnell die Maschine in den
Bus, denn am Samstag ist wieder ein Rennen in Schweden. Am Sonntag hoffe ich
wieder hier zu sein, um mit meinen Mechanikern zusammen die Deutschen beim
Grand Prix anzufeuern.“
Zufrieden war auch der Rennleiter und zudem 2. Vorsitzender der veranstaltenden
Eisspeedwayunion Berlin, Bernd Sagert. „Mit dem Zuschauerinteresse sind wir sehr
zufrieden. Da zum Rennbeginn noch nicht alle im Stadion waren und an der Kasse
noch Andrang war, haben wir sogar zehn Minuten später angefangen“, lautete sein
Kommentar.
Das viertägige Eisspeedway-Fest in Berlin wird am Freitag-Nachmittag (2.3.) mit dem
Training der WM-Piloten fortgesetzt. Zu diesem sind die Stadiontore gegen einen
geringen Obolus erneut geöffnet. Das Hauptprogramm, die die Grand Prix 5 und 6
zur Eisspeedway-(Einzel-)WM 2018 folgen dann am Samstag und Sonntag ab 16:40
Uhr bzw. ab 13:40 Uhr. Weitere Informationen unter www.eisspeedwayberlin.de.
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Ablauf und Ticketpreise 45. Eisspeedway Berlin
Freitag, 2. März 2018, Training Eisspeedway-WM
Einlass: 12:00 Uhr Oberring: 10,00 € (Kinder frei)
Beginn Training: 13:00 Uhr Gegengerade: 10,00 € (Kinder frei)
Ende: ca. 14:40 Uhr Kurve 1 / 2: 10,00 € (Kinder frei)
Haupttribüne: 10,00 € (Kinder frei)

Samstag, 3. März 2018, Rennen Eisspeedway-WM (GP5 2018)


Einlass: 14:00 Uhr Oberring: 19,00 € (Kinder 5,00 €)
Autogrammstunde: 15:45 – 16:25 Uhr Gegengerade: 24,00 € (Kinder 9,00 €)
Eröffnung: 16:40 Uhr Kurve 1 / 2: 33,00 € (Kinder 9,00 €)
Beginn: 17.00 Uhr Haupttribüne: 38,00 € (Kinder 9,00 €)
Ende: ca. 19:30 Uhr

Sonntag, 4. März 2018, Rennen Eisspeedway-WM (GP6 2018)


Einlass: 11:00 Uhr Oberring: 19,00 € (Kinder 5,00 €)
Autogrammstunde: 12:45 – 13:15 Uhr Gegengerade: 24,00 € (Kinder 9,00 €)
Eröffnung: 13:40 Uhr Kurve 1 / 2: 33,00 € (Kinder 9,00 €)
Beginn: 14.00 Uhr Haupttribüne: 38,00 € (Kinder 9,00 €)
Ende: ca. 16:30 Uhr

Kombi-Karte Samstag/Sonntag, 3./4. März 2018, Eisspeedway-WM (GP5/6 2018)


Oberring: 35,00 € (Kinder 10,00 €)
Gegengerade: 45,00 € (Kinder 15,00 €)
Kurve 1 / 2: 60,00 € (Kinder 15,00 €)
Haupttribüne: 70,00 € (Kinder 15,00 €)

„Berlin-Ticket“, Donnerstag bis Sonntag, 1. – 4. März 2018


DM, WM-Training, GP5 2018, GP6 2018 Kurve 1 / 2: 79,00 €
Haupttribüne: 89,00 €

Pressekontakt:
Eisspeedwayunion Berlin
c/o HB-Werbung und Verlag GmbH & Co. KG
Herr Thorsten Horn
Schenkenberg 40
09125 Chemnitz
Tel.: +49 (0)371 56160-13
Fax: +49 (0)371 56160-19
Mobil: +49 (0)172 2575112
E-Mail: topspeed.horn@hb-werbung.de

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