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nach Horn, András. 1998.

Theorie der literarischen Gattungen, Würzburg: Königshausen&Neumann

II. Theorie der Lyrik


Ich und Welt
1. Wer ist das Ich des lyrischen Gedichts? (Cine este Eul poeziei lirice? N.B. - Wenn wir ein Gedicht
analysieren, sprechen wir immer über das lyrische-Ich)
a) der Autor/die Autorin selber, die geschichtliche Person, unter deren Namen das Gedicht überliefert (a
transmite) ist
autorul/autoarea însu/ăși, persoana istorică, sub numele căruia este transmisă poezia
das lyrische Ich ist identisch mit dem sogenannten empirischen Ich => Lyrik vermittelt (comunică)
die persönlichen Erlebnisse ihrer Verfasser
Eul liric este identic cu așa-numitul Eu empiric => opera lirică ne comunică trăirile personale ale
autorului său
b) das Ich lyrischer Gedichte ist eine fiktive Person, in deren Namen der Autor spricht
Eul poeziilor lirice este un personaj fictiv, în numele căruia vorbește autorul
das lyrische Ich ist nicht mit dem empirischen Ich in eins zu setzen
Eul liric nu trebuie echivalat cu Eul empiric
- das lyrische Ich kann auch eine Maske oder eine Rolle sein
- Eul liric poate fi și o mască sau un rol

2. Ist das Ich das Thema oder die Welt? (Tema poeziei : Eul liric sau lumea?)
a) Lyrik hat es mit Innerlichkeit, mit Gefühlen zu tun, ist subjektiv und - im Gegensatz zur Epik - nicht
primär nach aussen gewandt, nicht weltbezogen.
Welt erscheint gespiegelt im Subjekt. Beispiel: Stimmungslyrik (“mood-poetry”) der Romantiker (Rilke -
Das Stunden-Buch https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Stunden-Buch )
Opera lirică are de-a face cu interioritatea, cu sentimentele, este subiectivă și - în contrast cu opera
epică - nu este orientată în primul rând spre în afară, nu se raportează/referă la lume.
Lumea apare oglindită în subiect.
b) das Thema von Lyrik kann auch die Welt sein

Gegenüberstellung von Antike und Moderne


Antike: eher weltgerichtet – Objektivität Moderne: eher ich-gerichtet - Subjektivität
- keine innere Gefühle (mai degrabă orientate către - die Natur ist ein “objektives Korrelat” des
lume – obiectivitate – fără sentimente lăntrice) Inneren (mai degrabă orientată către eu –
subiectivitate – natura este un “corelat obiectiv” al
Nun ruhen der Berge Gipfel und Schluchten, sentimentelor lăuntrice
Die Matten, die Täler der Flüsse,
Alles Gewürm, das die dunkle Erde ernährt, Über allen Gipfeln ist Ruh,
Das Wild im Wald am Gebirg und die Völker der In allen Wipfeln spürest du
Bienen, kaum einen Hauch;
Die Ungetüme am Grunde des purpurnen Meeres; Die Vögelein schweigen im Walde.
Nun ruhen die Schwärme der schmalgefiederten Warte nur, balde ruhest auch du.
Vögel.
“Wandrers Nachtlied” von Johann Wolfgang von
Fragment 89 (Übersetzung: H. Rüdiger) von Alkman Goethe
(altgriechischer Chorlyriker des 7. Jahrhunderts v. der Wipfel, - = vârf de pom; der Gipfel, - = vârf de munte; der
Hauch, -e = adiere; schweigen = a tăcea, a fi mut; e Ruhe, ruhen
Chr. aus Sparta)