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Bewerben aber richtig

I Allgemeine Hinweise zur Bewerbung

II Hinweise zur schriftlichen Bewerbung, zum Lebenslauf und zum Bewerbungsfoto

III Hinweise und Checkliste zur schriftlichen Bewerbungsmappe

IV Hinweise und Checkliste zur telefonischen Bewerbung

V Hinweise und Checkliste zur Online Bewerbung


I Allgemeine Hinweise die hilfreich sein können

1. Bewerben Sie sich auf eine Anzeige, dann beachten Sie bitte genau
welche Fähigkeiten, Kenntnisse und Eigenschaften verlangt werden.

2. Belegen Sie hinsichtlich der unterschiedlichen Anforderungen der


Stellenanzeige Punkt für Punkt kurz und knapp, dass Sie
entsprechende Qualifikationen mitbringen.

3. Zählen Sie nicht alle Kenntnisse auf, sondern geben Sie nur das an,
was für die angestrebte Tätigkeit wichtig ist.

4. Geben Sie die geforderten Berufserfahrungen, Kenntnisse und


Fähigkeiten möglichst genau an, damit die Eignung deutlich ersichtlich
wird.

5. Seien Sie selbstbewusst, aber übertreiben Sie nicht.

6. Verzichten Sie auf Selbstanpreisungen mit Begriffen wie „dynamisch“,


„perfekt“, „profiliert“.

7. Vermeiden Sie ungünstige Angaben und stellen Sie Ihre positiven


Seiten und Stärken dar.

8. Stellen Sie keine allgemeinen Betrachtungen über das Berufsleben


oder die ausgeschriebene Stelle an.

9. Vermeiden Sie Floskeln und allgemeine Redewendungen.


10. Schreiben Sie so kurz und präzise wie möglich – aber so ausführlich
wie nötig.

11. Schreiben Sie keine Musterbewerbungen aus Büchern ab.

12. Ihr Ziel: alles auf eine DIN A4 Seite.

Beachten Sie nachfolgende Vorstellungen zum Inhalt eines


Bewerbungsschreibens

II Hinweise zum Inhalt des Bewerbungsschreiben


(Formulierungshilfen)
1. Spannung erzeugen – Interesse wecken - Freundlichkeit vermitteln

Formulierungs Beispiele:

• In Ihrer Anzeige vom…suchen Sie eine/n…

• Sie beschreiben eine berufliche Aufgabe, die mich besonders


interessiert…

• Ich beziehe mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Position…

• Mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen um möchte mich
Ihnen als…vorstellen.

• Sie suchen eine/n…

• Ich bin…und habe mit großem Interesse…gelesen…

• Die von Ihnen ausgeschriebene Position…gelesen…

• Ich stelle mich Ihnen als…vor und habe großes Interesse an…
2. Warum bewerbe ich mich?
Warum bin gerade ich die richtige/der richtige Bewerber/in?
Inwiefern passe ich genau in das Anforderungsprofil?
3. Schluss
Formulierungs Beispiele:
• Wenn ich/meine Bewerbung Ihr Interesse geweckt habe/hat, freue ich
mich über eine Einladung zum Bewerbungsgespräch.
• Sollten Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zusagen, stehe ich Ihnen
gern für ein Vorstellungsgespräch zur Verfügung.
• Wenn Sie nach Durchsicht der Unterlagen weitere Informationen bzw.
ein erstes persönliches Gespräch wünschen, so stehe ich hierfür gern zur
Verfügung.
• Über die Einladung zu einem Gespräch freue ich mich.
• Für alle weiteren Auskünfte stehe ich Ihnen gern in einem persönlichen
Gespräch zur Verfügung.
• Ich würde mich freuen, wenn Sie mich nach Prüfung der Unterlagen u
einem Vorstellungsgespräch einladen. Hier können wir gegebenenfalls weitere
Details besprechen. Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören.
Verwenden Sie bei der Erstellung der Bewerbung die geltende DIN
5008 als Vorlage, beachten Sie die zu verwendenden Zeilen
1Vorname Nachname Ort, Datum
2Straße Hausnummer
3Postleitzahl Ort
4Telefonnummer
5E – Mailadresse
6
7
8
9
10
11
12Firmenname
13Abteilung/Ansprechpartner
14Straße oder Postfach
15Postleitzahl Ort
16
17
18
19
20Betreffzeile
21
22
23Anrede,
24
25 Text: Inhalt Bewerbung:
26 Einleitung in der man sagt, worum es geht
27
28 Kurzdarstellung der eigenen Situation (Aufzeigen der Abschlüsse,
29 Qualifikationen, Positionen usw.)
30
31 Sagen, was für einen spricht und begründen, warum man
32 unbedingt bei der angeschriebenen Firma arbeiten möchte
33
34 Schlusssatz mit der Bitte um eine persönliche Vorsprache
35
36 Text: Form allgemein
37 Bei Absätzen immer 1 Leerzeile
38
39 Einrückungen beginnen 25,4 mm vom linken Rand
40
41 Alle Satzzeichen ( . , : ; ? !) stehen direkt nach dem Wort
42
43 Nach den Satzzeichen erfolgt ein Leerschritt (Ausnahme: Gedanken-
44 strich, davor und auch dahinter ein Leerzeichen)
45
46Grußformel (Nach Textende eine Leerzeile) Anlagen (nur bei Zeilen-
47 mangel)
48
49
Unterschrift
50 (Nach Grußformel 3 Leerzeilen)
51Anlagen (Nach Unterschrift 1 Leerzeile)
Der Lebenslauf

“Die Zeiten des normalen Lebenslaufs sind vorbei“, sagt Püttjer. Zwar wird die Vita
noch immer tabellarisch verfasst, aber der Stil ist angelsächsischer geworden. Das
bedeutet, dass der Lebenslauf wesentlich tätigkeitsbezogener geworden ist und auch
nicht mehr zwingend chronologisch vorwärts gewandt geschrieben wird. Zusätzlich
sollte eine dritte „Motivationsseite“ eingefügt werden.
Bewerbungsprofi Püttjer empfiehlt folgenden Aufbau:

1. Persönliche Daten

• Vor- und Zuname, evtl. Geburtsname


• Anschrift mit Telefonnummer und E-Mail
• Geburtsdatum, Geburtsort
• Familienstand
• Religionszugehörigkeit (nur wenn arbeitsplatzbezogen wichtig)
• Staatsangehörigkeit (nur bei Ausländern)

2. Berufserfahrung, bei Einsteigern Praxiserfahrung aus Praktika oder


Hochschule

• Arbeitgeber (unbedingt auf die korrekte Rechtsform achten!) und Ort


• Abteilung und Position
• Kurzbeschreibung von zwei bis fünf Tätigkeitsbeispielen, ruhig als
Aufzählung (bei der Auswahl der Beispiele darauf achten, was gut zur neuen
Stelle passen könnte)

3. Schule und Ausbildung/Schule und Studium

• Die Schulzeit kann anhand eines Datums aufgeführt werden: mittlere


Reife an der Max-Planck-Realschule, dazu das Datum des
Abschlusszeugnisses
• Zivildienst/Wehrdienst/soziales Jahr
• Ausbildungsbezeichnung, Ausbildungsort, kennen gelernte Bereiche,
Abschluss
• Hochschulstudium (Studiengang, Universität, Abschluss und
Abschlussnote, Schwerpunkte und Thema der Abschlussarbeit)

4. Zusatzqualifikationen

• Sprachen
• PC-Kenntnisse (darauf achten, die Angaben der Stellenbeschreibung
anzupassen. „Wenn gute Kenntnisse in MS Office verlangt werden, schreibt
man in den Lebenslauf auch ,gute Kenntnisse in MS Office´ – sofern es
zutrifft“, erklärt Püttjer)
• besondere Führerscheine, Personenbeförderungsscheine

5. Fort- und Weiterbildung (nicht für Berufseinsteiger)

• Seminare, die über den Beruf hinausgehen („Solche Qualifikationen


zeigen, dass man Lernbereitschaft mitbringt und über den eigenen
Tellerrand schauen kann“, so Püttjer)
• Studenten, die in anderen Fachrichtungen Zertifikate erworben haben,
sollten das aufführen

6. Auslandsaufenthalte

7. Hobbys in Sonderfällen

Neue Seite Motivationsseite


• Auf dieser gesonderten Seite sollen besondere berufliche Stärken oder
Kenntnisse, bezogen auf die Bewerbung dargestellt werden.

Der Lebenslauf sollte insgesamt nicht länger als 3 Seiten, mit der Motivationsseite,
sein,
Ein Beispiel für einen Lebenslauf wie beschrieben ist angefügt.
Es sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein chronologischer Lebenslauf in
tabellarischer Form genau so möglich ist. Die aufgezeigten inhaltlichen
Schwerpunkte sind jedoch auch bei dieser Form zu beachten.

In besonderen Fällen kann vom Arbeitgeber auch ein handschriftlicher Lebenslauf


gefordert werden. Diese Form weicht erheblich von der tabellarischen Form ab und
beginnt in der Regel so:
Mein Name ist Paul Mustermann. Ich wurde am 01.04.1960 al zweite Sohn des
Ehepaars Erna und Otto Mustermann in Musterstadt gegoren.
Die Darstellung der wesentlichen Lebensstationen , wie im tabellarische Lebenslauf,
erfolgt in Erzählform.
Nicole Marzowka · Bischofsweg 101 · 49661 Cloppenburg
Tel. 04471 – 432 12 64 · Handy 0171 – 897 76 65 · E-Mail: nicole.marzowka@freenet.de

Foto, Foto, Foto


Foto, Foto, Foto
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Lebenslauf

Persönliche Daten
geboren am 30.4.1971 in Braunschweig
verheiratet mit Klaus Marzowka, 2 Kinder (Mareike, 10 Jahre, und Tobias, 8 Jahre)
Führerschein Klasse B

Berufserfahrung
05/2005 – heute Zeitarbeit bei ZEIT-Vermittlungs GmbH, Cloppenburg, unter
anderem für:
- Handelshaus KG, Assistentin der Geschäftsstelle:
Korrespondenz, Erstellung von Präsentationen für die GL,
Spesenabrechnungen
- Spedition Schmidt GmbH, Sekretärin: allgemeine
Bürotätigkeiten,Organisation von Meetings, Telefonkontakt mit
englischsprachigen Kunden

05/1997 – 04/2005 Kindererziehung, parallel dazu seit 01/2002 verschiedene Mini


jobs (Bürohilfe, Verkäuferin in Boutique)

03/1996 – 03/1997 Kassiererin und Verkäuferin in der Drogerie Müller GmbH,


Cloppenburg: kassieren einschließlich Abrechnung, Kunden be
raten, Sortimentspflege
07/1994 – 01/1996 Zeitarbeit bei ZEIT-Vermittlungs GmbH, Cloppenburg, unter an
derem für:
- Deutsche Versicherungs AG, Teamassistentin: Schriftverkehr
für 8 Personen, Sachbearbeitung, organisatorische Aufgaben
- PC-Vertriebs GmbH, Empfangs- und Bürokraft: Vermittlung und
Bearbeitung von Telefongesprächen, Terminverwaltung,
Sekretariatsaufgaben
04/1992 – 06/1994 Mitarbeiterin im Reisebüro Schmidt, Cloppenburg: Kundenbera
tung und -betreuung, Angebotserstellung, Dateneingabe am PC,
Flugbuchungen
10/1991 – 03/1992 Versorgungsassistentin im Kreiskrankenhaus Cloppenburg:
stationsbezogene Wäscheversorgung, auch nachts und am
Wochenende
07/1991 – 09/1991 Bürokauffrau in der Hauptverwaltung der Supermarktkette Gün-
stig AG, Braunschweig: Buchhaltung, Kontierung
Ausbildung und Schule
08/1988 – 06/1991 Ausbildung zur Bürokauffrau in der Hauptverwaltung der Super-
marktkette Günstig AG, Braunschweig

05/1988 – 07/1988 Aushilfe bei der Supermarktkette Günstig, Braunschweig, Filiale


Rathausplatz

10/1987 – 03/1988 Au-pair in Manchester/GB, Kinderbetreuung und Besuch von


Sprachintensivkursen

30.6.1987 Mittlere Reife an der Realschule Braunschweig Süd

EDV- und Sprachkenntnisse


MS-Office (Word, Excel) ständig in Anwendung
Internet (Outlook Express) ständig in Anwendung
seit 1989 Schreibmaschine/PC mit 10-Finger-Blindsystem
Englisch sehr gut (Telefon und Schriftverkehr)

Freizeitinteressen
Lesen

Jazzdance

Cloppenburg, 14.1.2008 Nicole Marzowka (Handschriftliche Unterschrift)


Nicole Marzowka · Bischofsweg 101 · 49661 Cloppenburg
Tel. 04471 – 432 12 64 · Handy 0171 – 897 76 65 · E-Mail: nicole.marzowka@freenet.de

Meine beruflichen Stärken

kundenorientiert
- Als Sekretärin für die Spedition Schmidt habe ich regelmäßig mit
englischsprachigen Kunden Telefonkontakt gehabt.
- Als Empfangs- und Bürokraft für die PC-Vertriebs-GmbH war ich die erste
Ansprechpartnerin für Privat- und Geschäftskunden.

belastbar
- Als Teamassistentin der Deutschen Versicherungs AG war ich für acht Personen
gleichzeitig zuständig.
- Als Versorgungsassistentin habe ich im Kreiskrankenhaus Cloppenburg auch
nachts und am Wochenende gearbeitet.

motiviert
- Da ich viel für Zeitarbeitsfirma ZEIT-Vermittlungs GmbH gearbeitet habe, bin ich es
gewohnt, mich schnell in neue Aufgaben einzuarbeiten, und kann mich problemlos
auf neue Kolleginnen und Kollegen einstellen.

Cloppenburg, 14.1.2008 Nicole Marzowk (Handschriftliche Unterschrift)

Quelle: Christian Püttjer & Uwe Schnierda, Die Bewerbungsmappe mit Profil für
Bewerber mit Zick-Zack-Lebensläufen, m. CD-ROM; Campus-Verlag 2007, 16,90
Euro
Püttjer & Schnierda
Das Bewerbungsfoto

Die Abgabe eines Bewerbungsfotos ist, per Gesetz geregelt und nicht mehr
zwingend vorgeschrieben.
Trotzdem empfehlen Personalberater darauf nicht zu verzichten.
Das Foto sollte aber von einem Profi gemacht werden und nicht älter als ein Jahr
sein. Das Foto sollte ober rechts auf den Lebenslauf geklebt werden.
Günstiger erscheint ein Deckblatt mit dem Bewerbungsfoto.
Gescannte Fotos sollten nur Ausbildungsplatzsuchende verwenden.

Für die Größe des Fotos gibt es keine Norm und ist vor allem davon abhängig, ob ein
gesondertes Deckblatt verwendet wird oder nicht, aber die Größe von 5,00 x 7,5 cm
hat sich in der Praxis durchgesetzt.

Verwenden Sie kein Passfoto.

III Hinweise und Checkliste zur Bewerbungsmappe


Checkliste Bewerbungsmappe
Folgende Unterlagen gehören zu einer kompletten Bewerbungsmappe:

• individuelles Bewerbungsschreiben
• Aktueller Lebenslauf
• Bewerbungsfoto (nicht älter als ein Jahr)
• Kopien der Zeugnisse in zeitlicher Reihenfolge
• Kopien weiterer Bescheinigungen über Praktika usw.
• Handschriftenprobe (nur, wenn ausdrücklich verlangt)
• Gesundheitszeugnis (wenn notwendig)

Beachten Sie folgende Hinweise:

• Mappen: Benutzen Sie eine Mappe, um Ihre Unterlagen sauber und sicher zu
verschicken. Nehmen Sie eine Mappe mit einem durchsichtigen Deckel, so sieht man
gleich, um was es sich bei dem Inhalt handelt. Verwenden Sie jeweils neue Mappen,
es sollte der Eindruck vermieden werden, die Unterlagen seien bereits mehrfach
verschickt worden. Wählen Sie schlichte, einfarbige Mappen und legen Sie das
Anschreiben lose ein.
• Umschläge: Bewährt haben sich Umschläge mit verstärktem Rücken. Die Mappe
wird so nicht stärker als nötig geknickt. Benutzen Sie braune Umschläge, weiße
können schnell schmuddelig aussehen. Achten Sie auf eine korrekte und
vollständige Betriebsadresse auf dem Umschlag. Ebenso muss ausreichend Porto
gezahlt werden. Nachporto hat negative Auswirkungen auf Ihre Bewerbung.

• Papier: Benutzen Sie für Ihre Unterlagen weißes Briefpapier im DIN-A4-Format.


Vermeiden Sie Rechtschreib- oder Tippfehler. Achten Sie auf saubere Unterlagen.

Die meisten Bewerber/innen disqualifizieren sich vorab durch grobe formale


und inhaltliche Fehler.
• Die Bewerbungsunterlagen sind vollständig, Zeugnisse o. ä. fehlen.
• Die Unterlagen sind umsortiert, nicht abgeheftet oder optisch unsauber.
• Die Unterlagen enthalten Fehler in Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion
(Zeichensetzung).
• Das Anschreiben ist unleserlich, da handgeschrieben.
• Das Bewerbungsschreiben ist zu lang, unsachlich und unstrukturiert.
• Die Bewerbungsunterlagen sind „Standardschreiben“ ohne eigene Note.
• Es wird kein Bezug zum Ausbildungsplatz oder zur Firma hergestellt.
• Anschreiben und Lebenslauf wurden nicht unterschrieben.
52 Die Online-Bewerbung
53Grundlagen
54
Online Bewerbung beinhaltet grundsätzlich die folgenden drei
Formen 55

Online-Bewerbung via E-Mail (z.B. Spontanbewerbung oder


Bewerbung auf eine Stellenanzeige)

Eingabe der Bewerbungsdaten auf einer speziell eingerichteten


Unternehmens-Homepage für Bewerbende

Eintrag der Bewerbungsdaten in einer Jobplattform (aktiv oder


passiv; d.h. aktive Suche auf Online-Stellenmärkten mit
nachfolgender eigener Interessensbekundung per E-Mail oder
passive Suche mittels Profil-Beitrag).
Checkliste Online-Bewerbung

Die Vorteile einer Online-Bewerbung sind vielfältig. Sie ist nicht nur
kostengünstig und schnell, sondern gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre
Kompetenz auf dem Bereich der modernen Kommunikation zu
demonstrieren. Grundsätzlich gitt für diese Form der Bewerbung
dasselbe, was zum überwiegenden Teil auch für herkömmliche
Bewerbungen von Bedeutung ist:

• E-Mail-Bewerbung: Bewerben Sie sich nur per E-Mail bei einem


Unternehmen, das eine Stellenanzeige im Internet aufgibt oder
explizit E-Mail-Bewerbungen wünscht.

• Bewerbungsformular Wird zu der Stellenausschreibung ein


Bewerbungsformular angeboten, sollten Sie dieses verwenden
und keine E-Mail-Bewerbung schreiben.

• Empfänger: Mailen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen um jeden


Preis an eine personalisierte E-Mail-Adresse, nicht an
info@finnenname.ch oder welcome@firmenname.ch.

• Individuelle Emails: Versenden Sie keine Standard-E-Mails,


sondern gehen Sie in der E-Mail gezielt auf Bedürfnisse des
Unternehmens ein.

• Formale Anforderungen: Bei den elektronischen Medien wird


viel Wert auf formale Anforderungen wie Rechtschreibung und
Stil gelegt. Auch hier ist dieselbe Form und Höflichkeit wie bei
einem Anschreiben per Post gefordert.

56 • Gestaltung: Falls Sie mit HTML umgehen können, bietet es sich


57 an, in der E-Mail HTML-Formatierungen vorzunehmen, um eine
58 interessantere Gestaltung zu erreichen oder um zur eigenen
59 Homepage zu verlinken.

60 • Nutzen: Verdeutlichen Sie dem Arbeitgeber, worin der Vorteil für


61 ihn besteht, wenn er Sie einstellt. Wo können Sie mit Ihren
62 speziellen Fähigkeiten der Unternehmung von Nutzen sein?

63 • Anschreiben: Fassen Sie sich möglichst kurz! 6 bis 8 Sätze


64 reichen für das Anschreiben aus. Das Anschreiben steht in der
65 E-Mail selbst und nicht in einem Anhang.

66 • Betreff/Subjekt: Machen Sie deutlich, auf welches Angebot Sie


67 sich bewerben. Um die Zuordnung Ihrer Bewerbung zu
68 erleichtern, könnte hier z.B. stehen „Bewerbung von Peter
69 Beispiel als Verkaufsleiter - z.Hd. Frau Petra Muster".

70 • Signatur Verwenden Sie eine Signatur in der Fußzeile, in der


71 Sie Ihre Adresse, Telefon und E-Mail angeben, unter der Sie
72 erreichbar sind.

73 • Datei-Anhänge: Datei-Anhänge (bzw. Attachments) sollten auf


74 jeder Computer-Plattform lesbar sein und keine Viren
75 transportieren! Für Textdokumente empfehlen Profis deshalb das
76 auf den meisten Computersystemen lesbare RTF-Dateiformat
77 (Rich-Text-Format). Die beste Variante bleibt das PDF-Format
78 (Acrobat); dies sowohl aus Sicherheitsgründen als auch aus
79 Platzspeichergründen.

80 Dokumentieren Sie die angehängten Dateien kurz und konkret


81 im Anschreiben bzw. erläutern Sie, welche Informationen die
82 Dateien beinhalten.
83
84 • Umfang: Beschränken Sie sich auf max. 5 bis 7 Seiten. Denken
85 Sie daran, der Empfänger muss diese ausdrucken!

86 • Bild-Format: Der Bewerbung beigefügte digitale Porträts sollten


87 im komprimierten JPG- oder GIF-Format versandt werden.

88 • Speicher: Die E-Mail-Bewerbung sollte 500 Kilobyte nicht


89 übersteigen.

90 • Eigene Homepage: Selbst wenn Sie über eine eigene (Bewer-


91 bungs)-Homepage verfügen, sollten Sie auf diese möglichst nur
92 als Referenz verweisen. Alle wichtigen persönlichen Angaben soll-
93 ten in der E-Mail bzw. dem Bewerbungsformular stehen.
94
95 • Absender Schicken Sie die E-Mail-Bewerbung nicht vom Firmencom-
96 puter des alten Arbeitgebers aus ab. Es gibt inzwischen viele Anbieter
97 kostenloser E-Mail-Adressen (bluewin.ch, gmx.ch usw.). Ihre Mails
98 können Sie dann von jedem Computer mit Internetanschluss und nur
99 mit einem Passwort abfragen. Wählen Sie eine seriöse E-Mail-Adresse
Ihre Bewerbungen: peter_muster@bluewin.ch, nicht
sexmonster@bluewin.ch.
Eine Senden
Test E-Mail-Bewerbung ist zu
Sie die E-Mail zumempfehlen,
Test erst wenn ...
sich selbst;
• der Arbeitgeberund
Zeilenumbrüche es ausdrücklich wünscht.
Einzuge, Umlaute und Sonderzeichen
stellen immer noch große Tücken dar.
• Sie sich für einen Job im IT-Bereich bewerben.
Leserempfangsbestätigung: Richten Sie in Ihrem E-Mail-
• Sie eine Integer-Jobplattform
Programm benutzen.
die Funktion „Leserempfangsbestätigung" ein, bevor
Sie Ihre Online-Bewerbung abschicken.
• Sie das Angebot im Internet entdeckt haben.
Kontrolle: Vergessen Sie nicht, Ihrhandelt,
Postfachdieregelmäßig zu
• es sich um eine Unternehmung auf ein sehr
checken. Die elektronischen Medien ermöglichen schnelle
fortschrittliches Image Wert legt.
Reaktionen - und fordern dies allerdings auch!
Im Zweifelsfall sollten Sie kurz telefonisch anfragen, ob eine E-Mail-
Bewerbung erwünscht ist.

Wenn in einer gedruckten Stellenanzeige eine Bewerbung per E-


Mail erwähnt wird, fahren Sie zweigleisig! Nutzen Sie die
elektronische und die konventionelle Methode. Letztere schon
deshalb, weil physische Bewerbungsunterlagen immer noch schöner
und professioneller daherkommen. Wenn die Stellenanzeige die
elektronische Bewerbungsmöglichkeit nicht erwähnt, antworten Sie
nur per Brief - verzichten Sie hier auf ein E-Mail!

Falls Sie lediglich eine Kurzform Ihrer Bewerbungsunterlagen


emailen, erwähnen Sie dies sowie zudem, dass Sie auf Anfrage
gerne detaillierte Unterlagen zusenden.
100Checkliste Online Ja oder Nein: