Sie sind auf Seite 1von 3

Pressemitteilung 180304

Koltakov fuhr in eigener Liga


Nachdem Dmitri Koltakov schon den ersten der zwei Grand-Prix-Tage im
Rahmen des 45. Eisspeedways Berlin in souveräner Manier gewonnen hatte,
deklassierte er am Abschlusstag des diesjährigen Spike-Festivals seine
Kontrahenten regelrecht. Auch weil im rein russischen Finale seine bisher
schärfsten Kontrahenten im Kampf um die WM-Krone, Dmitri Khomitsevich
und Daniil Ivanov, hinter dem jungen Dinar Valeev nur als Dritter bzw. Vierter
ins Ziel kamen, machte der amtierende Weltmeister einen weiteren großen
Schritt in Richtung Titelverteidigung.

Am Vortag hatte sich Dmitri Koltakov noch selbst um jeden „Punkteklau“ kümmern
müssen, doch am Sonntag ließen die Titelaspiranten Daniil Ivanov und vor allem
Dmitri Khomitsevich in den Vorläufen selbst zu viele Punkte liegen. Ihr Einzug in die
Halbfinalläufe geriet dadurch allerdings nicht in Gefahr. In diesen behaupteten sich
zunächst Dmitri Koltakov und Dinar Valeev gegen den Tschechen Jan Klatovsky und
den Österreicher Harald Simon, und im zweiten schickten Daniil Ivanov und Dmitri
Khomitsevich den Dritten des Samstags, Martin Haarahiltunen, und den zweiten
Alpen-Racer Franz Zorn zum vorzeitigen Umziehen. Dabei sei angemerkt, dass
Martin Haarahiltunen wieder mit dem Messer zwischen den Zähnen kämpfte und in
der letzten Kurve von seinem Bike abgeworfen wurde.
„Im dritten Heat ist der Rahmen an meinem Nummer-eins-Motorrad gebrochen.
Dadurch musste ich auf das Reserve-Bike umsteigen, was die Sache etwas
schwerer gemacht hatte. Meine Mechaniker haben das zweite Bike aber genauso gut
hinbekommen, so dass ich mit diesem eigentlich genauso weitermachen konnte als
wenn nichts gewesen wäre. Damit konnte ich nichts anderes machen, als weiter zu
gewinnen“, meinte der 27-jährige nun fünffache Saisonsieger nach seinem vierten
Punktemaximum im sechsten Rennen.
Zufrieden zeigte sich auch der Zweite des heutigen Grand Prix, der fünf Jahre
jüngere Dinar Valeev. Er sagte: „Ich bin sehr glücklich, endlich wieder auf dem
Podest zu stehen. Gestern lief es bei mir überhaupt nicht. Nachdem Sergey
Karachintsev wegen seiner Beinverletzung von gestern aus dem Rennen
ausgestiegen war, haben er und seine Mechaniker mir mit Reifen und anderen
Dingen geholfen. Dadurch konnten wir mein Motorrad so verbessern, dass ich mich
darauf auch wieder wohl gefühlt habe.“
Schadensbegrenzung war heute bei Dmitri Khomitsevich angesagt, was er
folgendermaßen erklärte: „Es war heute ein schwieriger Tag für mich. Ich hatte einige
Probleme mit dem Motorrad, speziell mit dem Motor. In meinem ersten Heat hat mich
Hans Weber bei seinem Sturz getroffen, wodurch ich auch körperlich etwas
angeschlagen war. Am Ende trotzdem auf dem Podest zu stehen, damit bin ich nicht
unzufrieden.“
Besagter Hans Weber landete mit vier Punkten, und damit einem weniger als
gestern, wieder auf dem elften Platz, womit er zumindest das innerdeutsche Duell
wieder für sich entschieden hatte.
-1-
Auch bei Max Niedermaier vom Team Eisspeedwayunion Berlin, der wieder per
Veranstalter-Wild-Card mit von der Partie war, lief es heute nicht ganz so gut wie am
Samstag. Auch er sammelte heute einen Punkt weniger und landete damit
schließlich auf Rang 14.
Nachdem der Russe Sergey Karachintsev wegen einer Verletzung vom Vortag und
der Schwede Ove Ledström nach einem Sturz gleich in seinem heutigen ersten Lauf
verletzt aufgaben, kamen auch die beiden deutschen Reserve-Fahrer Stefan
Pletschacher und Tobias Busch regelmäßig zum Einsatz. Dabei hingen die Trauben
für beide doch ziemlich hoch, wobei sich der „Buscher“, der ebenfalls für das Team
Eisspeedwayunion Berlin an den Start geht, zumindest über einen Punkt freuen
konnte.
Am Ende des viertägigen Eisspeedway-Festes mit Deutscher Meisterschaft am
Donnerstag, dem öffentlichen Training der WM-Piloten am Freitag sowie den Grand
Prix fünf und sechs zur Weltmeisterschaft 2018 am Samstag bzw. Sonntag stand
dem 1. Vorsitzenden der zum nun schon fünften Mal das Berliner Eis-Rennen
veranstaltenden Eisspeedwayunion Berlin, Olaf Ehrke, die Freude über eine
gelungene Veranstaltung förmlich ins Gesicht geschrieben. Er resümierte: „Ich
denke, wir haben wieder eine tolle Veranstaltung abgeliefert. Am heutigen Sonntag
konnten wir bei erneut strahlend blauem Himmel rund 3.800 Zuschauer, und damit
erneut mehr als im Vorjahr, begrüßen. Zusammen mit den Zahlen der ersten drei
Tage haben wir erstmals die 10.000er-Marke geknackt, was uns auch ein bisschen
stolz macht. Nichtsdestotrotz haben wir noch ein paar Ideen und Anregungen
aufgegriffen, die wir im nächsten Jahr umsetzen und uns so weiter verbessern
wollen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und mich bei allen Helfern, Partnern und
Sponsoren recht herzlich für die gute Zusammenarbeit bedanken und hoffe, dass wir
auch nächstes Jahr auf sie zählen können.“
Ein positives Fazit zog auch Bernd Sagert, der 2. Vorsitzende der Eisspeedwayunion
Berlin und zugleich Rennleiter. Er sagte: „Ich komme gerade vom FIM-Abschluss-
Jury-Meeting. Die Einschätzungen der Verantwortlichen des Motorrad-
Weltverbandes waren durchweg positiv. Auch wenn wir einige eigene Wege gehen,
wie zum Beispiel mit der DM am Donnerstag, unserem Rahmenprogramm ganz
allgemein, mit unserer Pre-Event-Pressekonferenz am Freitagnachmittag zu genau
dem Zeitpunkt, an dem eigentlich eine weitere Jury-Sitzung anberaumt war, und den
von uns selbst auf die Beine gestellten Autogrammstunden mit zahlreichen WM-
Piloten an den beiden Grand-Prix-Tagen, haben sie gesehen und eingesehen, dass
wir vieles sehr professionell aufziehen und den Fans letztendlich eine insgesamt gute
Veranstaltung bieten. Wir sind ständig bemüht, den Sport und die Show in Einklang
und somit weiter voran zu bringen. Etwas ärgerlich waren für die Fans, aber auch für
uns, die langen Bahndienstpausen. Aber das kann ich erklären. Wir hatten von den
Außentemperaturen her fast russische Verhältnisse. Das Eis haben wir von Tag zu
Tag mit Trinkwasser wieder aufbereitet. Das wird in Russland genauso gemacht, nur
ist dort das Wasser mineral- und salzhaltiger. Bei uns war das Eis mit unseren
Gegebenheit härter und spröder als in Russland, so dass wir noch gründlicher
bürsten mussten. Übrigens halte ich den letzten Bahndienst nach zwei Halbfinals und
nur noch dem einen anstehenden Finale für überflüssig und überzogen. Alle
Durchgänge gehen zuvor über vier Läufe, da sollten doch die Besten der Besten zum

-2-
Schluss mit einer Bahn, die erst zwei Läufe auf dem Buckel hat, zurechtkommen.
Vielleicht kommt diese Vorgehensweise bei der FIM auch einmal auf den Prüfstand.“
Weitere Informationen gibt es unter www.eisspeedwayberlin.de.

Pressekontakt:
Eisspeedwayunion Berlin
c/o HB-Werbung und Verlag GmbH & Co. KG
Herr Thorsten Horn
Schenkenberg 40
09125 Chemnitz
Tel.: +49 (0)371 56160-13
Fax: +49 (0)371 56160-19
Mobil: +49 (0)172 2575112
E-Mail: topspeed.horn@hb-werbung.de

-3-