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Mittelstandslexikon 1

ErdCharta/ErdBürgerVerfassung

Die ErdCharta – Erster Entwurf einer ErdBürgerVerfassung 2000 hat eine mehr
als 100jährige Vorgeschichte und viele Väter, Promotoren, Vordenker. Dazu
gehören die großen amerikanischen Natur-Stiftungen, wie Friends of the Earth,
Audobon Society, World Wild Life Fund, IUCN/International Union for
Conservation of Nature ebenso wie Philosophen, Theologen, Biologen,
Ökologen, Völkerrechtler, Systemforscher – wie unter anderem Ernst Häckel,
von Uexküll, Ivan lllich, Kenneth Boulding oder Hans Jonas.

Eine Bündelung und ein breites Welt-Medienecho gelang der Weltkommission


der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung - Brundtland-Kommission
- 1987 mit ihrem Abschlußbericht, dessen Zusammenfassung war mit der
Formulierung von ErdBürger-Pflichten und Politik-Empfehlungen, die EARTH
CHARTER / Entwurf einer ErdBürger-Verfassung – gleichsam ein Ethik-Kodex
nachhaltiger Entwicklung. Kommissions-Manager und Ideengeber war der
Kanadier John McNeill, jahrelanger Chef des OECD–Umwelt-Direktorats.

Visionen und Empfehlungen der ErdCharta waren Thema der UN-Regierungs-


Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro.
Zwar wurde 1992 eine Umwelt-Tagesordnung für das 21.Jahrhundert -die
"AGENDA 21" beschlossen, aber die ErdCharta fiel durch, fand nicht die
Zustimmung der Regierungsvertreter und Wirtschafts-Lobby. Die
Entwicklungsländer fühlten sich vor allem nicht mit ihren Interessen
ausreichend vertreten.

Die seit der Ersten UN-Umwelt-Regierungskonferenz in Stockholm 1972


entstandene Welt-Öffentlichkeit aktiver Zivilgesellschaft organisierte noch 1992
den "Rat der ERDE" in Costa Rica zusammen mit Umwelt-Aktivisten aus vielen
Ländern und dem "Internationalen Grünen Kreuz" (Parallele zum Roten Kreuz)
unter dem Patronat von Michael Gorbachov und massiver Unterstützung der
holländischen Regierung. 1995 wurde in den Haag die Kommission für die
ErdCharta gegründet. Im Juni 2000, im Friedenpalais Den Haag, wurde der von
Hunderten von Nicht-Regierungs-Organisationen – NGO`s – unterzeichnete
endgültige Text der ErdCharta der Weltpresse vorgestellt. Auch auf dem
Regierungs-Weltgipfel 2002 in Johannisburg gelang es nicht, die ErdCharta als
offiziellen Tagsordnungspunkt zu behandeln und als verbindliches
Regierungsdokument zu verabschieden.

Die ökumenische Initiative EINE WELT der christlichen Kirchen, Hunderte von
Umweltverbänden und –Bürgerinitiativen, zahlreiche Wissenschaftler,
Lehrerfortbildungs-Initiativen, etwa in Rheinland-Pfalz und Hessen,
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internationale Klima-Aktionstage ebenso, wie das Deutsche Forum Nachhaltiger


Mittelstand im BVMW, unterstützen den "Rat der Erde" und alle Anstrengungen
und Aktionen, die vorgeschlagene Erdbürger-Verfassung einen völkerrecht-
lichen Status zu geben – als UNO-Norm und Tagespraxis.
Die ERD Charta (in Englisch)

Grußwort zur Einweihung des "Zukunfts-Zentrum Mensch-Natur-Technik-


Wissenschaft (ZMTW)" in Nieklitz

Zertifizierungsstelle Nachhaltigkeitsmanagement KMU Pommritz/Ostsachsen