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Name: Vorname: Matrikel-Nr.

Studiengang: Maschinenbau, IBT Sem.: B-MB 1, IBT


Prüfungsfach: Elektrotechnische Grundlagen
Prüfer: Kremser, Kießling Termin: 20.1.17 0830 – 1000
Dauer der Prüfung: 90 min Hilfsmittel:
Anzahl der Aufgabenblätter: 8 3 Blatt selbstgefertigte
Unterlagen, Taschenrechner
(nicht frei programmierbar)
Die Antworten sind auf dieser Angabe im freien Platz unter den Fragen einzutragen.
Für Nebenrechnungen stehen die Rückseiten zur Verfügung (keine Prüfungsbögen).
Aus der Lösung der Aufgabe muss erkennbar sein, welche Größen (Zahlen+Einheiten) in die
allgemeinen Lösungsansätze (symbolische Formeln) eingesetzt wurden.

1. Aufgabe: Akku-Pack für ein Smartphone 14 Punkte

Die Eckdaten des Akku-Packs eines Smartphones sind:


Leerlaufspannung U0,Pack = 3,8 V
Speicher-Kapazität Q = 2100 mAh

Das Akku-Pack besteht aus zwei LiIonen-Zellen mit jeweils 1050 mAh Kapazität. Für eine
LiIonen-Zelle ist folgende Entladekennlinie (U-I-Kennlinie) bekannt:

UZelle / V
4

3,8

3,6

3,4

3,2

2,8
0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1000 1100
IZelle / mA

a) Bestimmen Sie Leerlaufspannung U0,Zelle und den Innenwiderstand Ri,Zelle einer LiIonen-
Zelle. [3 P]

 
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b) Skizzieren Sie für das Akku-Pack die genaue Schaltung für die zwei Zellen. [2 P]
Sind die Zellen in Reihe oder parallel geschaltet?

c) Berechnen Sie für das Akku-Pack den Innenwiderstand Ri,Pack. [2 P]

d) Welche Spannung tritt an dem Akku-Pack im Standby-Betrieb des Smartphone auf? Im


Standby fließt ein Entladestrom von Istandby = 30 mA? [2 P]

e) Wie lange kann das ganz voll geladene Akku-Pack diesen Standby-Strom von 30 mA liefern?
[1 P]

f) Beim Telefonieren im GSM-Netz in einem ländlichen Gebiet mit schlechter Netzabdeckung


braucht das Smartphone die maximale Sendeleistung von 2 W.
Es muss ein Strom von Itel = 900 mA geliefert werden.
Welche Spannung ergibt sich dabei an den Klemmen des Akku-Packs? [2 P]

g) Welche Ladespannung muss an das Akku-Pack angelegt werden, wenn mit einem
Ladestrom von 600 mA geladen werden soll? [2 P]
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2. Aufgabe: Magnetfeld in einem Lautsprecher 15 Punkte

Der aktive Teil eines Lautsprechers besteht aus einem Permanentmagneten, Eisen zur Führung
des Magnetfelds, einer kleinen beweglichen Spule im Luftspalt und dem Schall-Trichter mit
Kalotte. Die Anordnung ist rotationssymetrisch.
[µ0 = 1,257·10-6 Vs/(Am); µr,Fe  ]
Durchmesser des Polschuhs
dPol = 20 mm

Luftspalt Luft = 1 mm
Höhe hLuft = 5 mm

mag. Flußdichte im
dPol
Fe hLuft
Luftspalt BLuft = 1 T
N Luft

S
Fe

a) Zeichnen Sie in obige Zeichnung den Verlauf einer Feldlinie des Permanent-
magneten ein (mit Richtung!) [2 P]

b) Berechnen Sie die magnetische Feldstärke HLuft im Luftspalt. [2 P]

c) Berechnen Sie den magnetischen Fluss ΦLuft im Luftspalt. [3 P]

d) Der Strom in der kleinen beweglichen Spule beträgt I = 1 A und fließt in der oben
dargestellten Richtung. Welche Kraft F wirkt auf eine Windung der Spule? [3 P]

e) In welche Richtung wirkt die Kraft? Zeichnen Sie in das Bild oben den Kraftpfeil. [1 P]

f) In Summe wirkt auf die Spule eine Kraft von 1,3 N. Die Spule bewegt sich in 1 ms um 2mm.
Welche Arbeit W wird dabei verrichtet und welche Leistung P muss erbracht werden?[4 P]
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3. Aufgabe: Schaltvorgang 15 Punkte


Das Schaltbild zeigt vereinfacht ein Bolzenschweißgerät.
RL iL t=0 ib
UQ = 500 V; RL = 200 
S1 S2
Cb = 10000 F; Rb = 1 
UQ uC Ub
Zunächst wird der Kondensator Rb
Cb
Cb aufgeladen (Schalter S1 ge-
schlossen, S2 geöffnet). Das
Bolzenschweißgerät ist bereit,
wenn an Cb die Spannung UC = 450 V = 0,9  UQ erreicht ist.
a) Wie groß ist der maximale Ladestrom ILmax und wann tritt er auf? [2 P]

b) Bestimmen Sie die Zeitkonstante L für den Aufladevorgang. [1 P]

c) Nach welcher Zeit t* beträgt die Kondensatorspannung UC = 450 V, wenn der Kondensator
anfangs ungeladen war? [5 P]

Die Spannung am Kondensator Cb beträgt UCb = 450 V. Zur Auslösung eines Schweißvorgangs
wird der Schalter S2 geschlossen (S1 ist geöffnet). Der Bolzen wird vereinfacht durch den
Widerstand Rb beschrieben. RL t = t*
t = t* ib

S1 S2
d) Wie groß ist der maximale
UQ UC Ub
Entladestrom Ibmax und wann Rb
tritt er auf? [2 P] Cb

e) Bestimmen Sie die Zeitkonstante b für den Entladevorgang. [1 P]

f) Wie lange dauert der Schweißvorgang unter der Annahme, dass der Schweißlichtbogen sofort
nach Schließen von S2 beginnt und bei Erreichen der Spannung UCe = 50V beendet ist? [4 P]
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4. Aufgabe: Wechselstrom 16 Punkte


Gegeben ist folgende Wechselstromschaltung:
R1 C
I
UQ = 24 V (f = 400 Hz)
R1 = R2 = 100 
U R1 UC
R2 U R2 C = 3,98 F

UQ  URL L = 39,8 mH

L UL

a) Bestimmen Sie den Strom I durch die Schaltung. [4 P]

b) Welchen Winkel  schließen die Spannung UQ und der Strom I ein? [1 P]

c) Bestimmen Sie die Spannungen UL und URL an der Reihenschaltung von R2 und L. [4 P]

d) Zeichnen Sie ein Zeigerdiagramm mit dem Strom I und allen in der Schaltung vorkom-
menden Spannungen (Maßstäbe: 4 V = 1 cm; 50 mA = 1 cm) [7 P]
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5. Aufgabe: Solarmodul 14 Punkte


Gegeben ist die vereinfachte U-I-Kennlinie eines Solarmoduls, das zum Laden eines 18 V Akkus
verwendet werden soll.
2,5
I/A
2

1,5

0,5

0
0 5 10 15 20 25 U/V

a) Geben Sie abschnittsweise den Strom als Funktion der Spannung an: I = f(U) [4 P]
0 < U < 17 V:

U > 17 V:

b) Geben Sie für 0 < U < 17 V die Leistung als Funktion der Spannung P = f(U) an. Berechnen
Sie den Maximalwert Pmax der Leistung für diesen Bereich. [2 P]

c) Zeichnen Sie in das Diagramm im Bereich 17 V < U < 23 V eine Kurve konstanter Leistung
ein, wobei für P der Maximalwert aus Teilaufgabe b) verwendet werden soll: [4 P]
I  f (U ) P  Pmax . Es genügen die Ströme zu den in der Tabelle angegebenen Spannungen.
U/V I/A
17
20
23
d) Geben Sie eine Funktion P = f(U) zur Berechnung der Leistung P aus der Spannung U im
Bereich 17 V < U < 23 V an. [1 P]

e) Ermitteln Sie den differentiellen Widerstand r für [3 P]


- U < 17 V

- U > 17 V
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6. Aufgabe: Spannung und Strom an einem Bauelement 17 Punkte

An einem elektrischen Bauteil wird der Zeitverlauf von Spannung u(t) und Strom i(t) mit dem
Oszillografen aufgezeichnet. Auf dem Bildschirm sind folgende Kurven zu sehen:

200 i(t)

150
u(t) ?
100

50

u(t)/ V 0

‐50

‐100
‐25 0 25 50 75 100 125 150 175
t / s

3,5

2,5

1,5
i(t)/ A
1

0,5

0
‐25 0 25 50 75 100 125 150 175
t / s

a) Wie groß ist die Periodendauer T und die Frequenz f der periodischen
Signale u(t) und i(t)? [2 P]

b) Geben Sie den arithmetischen Mittelwert Uav der Spannung u(t) an. [2 P]
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c) Geben Sie den Gleichrichtwert IDC des Stroms i(t) an. [3 P]

d) Geben Sie die Zeitfunktion des Stroms i(t) an für die zwei Zeitabschnitte:
0 s < t < 25 s und 25 s < t < 100 s [3 P]

e) Berechnen Sie den Effektivwert Ieff des Stroms i(t) nur für den ersten Zeitabschnitt
0 s < t < 25 s (d.h. T1 = 25 s). [6 P]
Hinweis: Es gibt Punkte auf die Zwischenschritte der Integration, nicht mit dem
Taschenrechner numerisch lösen.

f) Wie groß ist der Effektivwert in der ganzen Periode 0 s < t < 100 s? (nur überlegen, nicht
rechnen!) [1 P]

g) An welchem Bauelement kann eine solche Spannung und ein solcher Strom gemessen
werden? [1 P]