Sie sind auf Seite 1von 3

Informationen zur Anerkennung:

Pharmazeutisch-technischer Assistent
Anerkennungsmöglichkeiten
Um in Deutschland als Pharmazeutisch-technischer Assistent ohne Einschränkung tätig zu sein, ist
eine staatliche Erlaubnis erforderlich. Die Erlaubnis berechtigt dazu, die entsprechende
Berufsbezeichnung zu führen und den Beruf auszuüben.
Auch mit einem im Ausland erworbenen Abschluss kann in Deutschland eine staatliche Erlaubnis
beantragt werden. Im Rahmen des Verfahrens überprüft das Thüringer Landesverwaltungsamt als
zuständige Stelle die Gleichwertigkeit des Abschlusses mit dem entsprechenden deutschen
Abschluss. Die Erlaubnis kann nur erteilt werden, wenn die Ausbildung als gleichwertig anerkannt
wird.
Ein Antrag auf staatliche Erlaubnis kann gestellt werden, wenn ein entsprechender Berufsabschluss
vorhanden ist. Über die Anerkennung des im Ausland erworbenen Abschlusses entscheidet die
zuständige Stelle im Rahmen des Verfahrens zur Erteilung der Erlaubnis. Ein Antrag kann unabhängig
von der Staatsangehörigkeit, der Herkunft des Abschlusses und des Aufenthaltsstatus gestellt
werden. Neben der Gleichwertigkeit des ausländischen Abschlusses sind weitere Voraussetzungen zu
erfüllen, u.a. ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache (Niveau B2) sowie gesundheitliche und
persönliche Eignung.

Wie läuft das Verfahren ab?


Im Anerkennungsverfahren prüft die zuständige Stelle, ob die vorgelegte ausländische Qualifikation
in Voraussetzungen, Inhalt, Dauer und Tätigkeiten, die nach der Ausbildung durchgeführt werden
dürfen, mit der deutschen Referenzqualifikation übereinstimmt. Eine Gleichwertigkeit wird
ausgesprochen, wenn keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Ausbildungen vorliegen bzw.
diese durch erworbene Berufserfahrung ausgeglichen werden können. Sollten wesentliche
Unterschiede zwischen den Ausbildungen festgestellt werden, werden im Rahmen der
Einzelfallprüfung individuelle Ausgleichsmaßnahmen festgelegt. Als Ausgleichsmaßnahmen gelten
Anpassungslehrgänge, Eignungs- bzw. Kenntnisstandprüfungen.
Der Antragsteller soll grundsätzlich seinen Wohnsitz in Thüringen haben bzw. muss den Willen
darlegen, nach Thüringen ziehen zu wollen. Ein Antrag kann auch aus dem Ausland gestellt werden.
Allerdings muss eine potenzielle Arbeitsstelle in Thüringen nachgewiesen werden.
Informationen zum Antrag
Folgende Unterlagen sind für das Verfahren einzureichen:
 Antrag auf Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung
http://thformular.thueringen.de/thueform/cfs/eject/xml/2425.cirali?MANDANTID=26&FORMUI
D=GESUNDAUSB-038-TH-TLVWA&PLUGIN=yes
 ausführlicher lückenloser Lebenslauf
http://thformular.thueringen.de/thueform/cfs/eject/pdf/2418.pdf?MANDANTID=26&FORMUID=
GESUNDAUSB-033-TH-TLVWA
 Personalausweis oder Reisepass als beglaubigte Kopie
 Abschlussdiplom oder -zeugnis (als beglaubigte Kopie von Original und deutscher Übersetzung)
 Auszug aus der Prüfungs- und Semesterliste bzw. Übersicht der Unterrichtsfächer mit
Stundenzahlen (als beglaubigte Kopie von Original und deutscher Übersetzung)
 soweit vorhanden: Nachweise über bisherige Berufstätigkeiten innerhalb der letzten 7 Jahre (als
beglaubigte Kopie von Original und deutscher Übersetzung)
 Geburtsurkunde (als beglaubigte Kopie von Original und deutscher Übersetzung) – nur
notwendig, wenn Geburtsort nicht aus Personalausweis/ Reisepass hervorgeht
 Heiratsurkunde (als beglaubigte Kopie von Original und deutscher Übersetzung) – nur notwendig,
wenn Namensänderung nicht aus Personalausweis/ Reisepass hervorgeht
 Bescheinigung gemäß Richtlinie 2005/36/EG vom 07.09.2005 über die Anerkennung von
Berufsqualifikationen (sogenannte Konformitätsbescheinigung) - nur bei Ausbildungen aus einem
EU-/EWR-Staat, Notwendigkeit und Form der Bescheinigung sollten vorher mit der zuständigen
Stelle besprochen werden
 Nachweis deutscher Sprachkenntnisse Niveau B 2

Auf Anforderung der zuständigen Stelle sind außerdem folgende Unterlagen einzureichen:
 Amtliches Führungszeugnis (nicht älter als 3 Monate) nach Bundeszentralregistergesetz, Belegart
N, im Original (zu beantragen beim zuständigen Einwohnermeldeamt)
 Ärztliche Bescheinigung über gesundheitliche Eignung, im Original (nicht älter als 3 Monate)
http://thformular.thueringen.de/thueform/cfs/eject/pdf/2424.pdf?MANDANTID=26&FORMUID=
GESUNDAUSB-037-TH-TLVWA
Die Übersetzungen müssen von einem amtlich bestellten und beeidigten Übersetzer bzw. einer
amtlich bestellten und beeidigten Übersetzerin in Deutschland erstellt worden sein. Darüber hinaus
kann die zuständige Stelle im Einzelfall weitere Unterlagen einfordern.

Weitere Informationen unter: http://www.thueringen.de/th3/tlvwa/gesundheit/berufe/pta/

Kosten
Fragen zum Verfahren und zu Kosten im Einzelfall beantwortet Ihre zuständige Stelle auf Anfrage.
Hinweis:
Staatsangehörige der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums, die nur
vorübergehend und gelegentlich in Deutschland arbeiten wollen, benötigen keine staatliche
Erlaubnis. Die Tätigkeit muss der zuständigen Stelle gemeldet werden.
Zuständige Stelle
Thüringer Landesverwaltungsamt Ansprechpartnerin:
Referat 550 Frau Susann Heise
Weimarplatz 4 Tel.: 0361 – 3773 7310
99423 Weimar E-Mail: susann.heise@tlvwa.thueringen.de

Wir hoffen, dass wir mit unseren Informationen helfen konnten. Wenn Sie weitere Fragen haben
beantworten wir diese gern.

Quelle: ZAB, www.anerkennung-in-deutschland.de, Thüringer Landesverwaltungsamt


Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V. * Dr. Monika Werner * Irina Günther *
Tel: 03601 403072 * Fax: 03601 403079 * E-Mail: werner@bwtw.de, guenther@bwtw.de
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V. versichert, die Informationen nach bestem Wissen und Gewissen zur
Verfügung zu stellen und die Beratungen in hoher Qualität durchzuführen. Das BWTW übernimmt keine Haftung für Fehler
in Beratungen und Informationen sowie daraus resultierender direkter Schäden, soweit diese nicht vorsätzlich oder in
grober Fahrlässigkeit hervorgerufen wurden. Alle gegebenen Informationen sind als Empfehlungen zu verstehen, sie haben
keinen haftungsbegründenden Charakter. Personenbezogene Daten werden im Rahmen der geltenden
Datenschutzbestimmungen genutzt, EDV-gestützt verarbeitet und zu Dokumentationszwecken gespeichert. Eine
Weitergabe an Dritte erfolgt nicht/nur nach ausdrücklichem Wunsch.
18.03.2015, erarbeitet und herausgegeben durch das IQ Netzwerk Thüringen, © IBAT.