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Der Wechsel

Ein Wechsel (im 16. Jahrhundert verkürzt aus Wechselbrief) ist ein Wertpapier, das eine
unbedingte Zahlungsanweisung des Ausstellers an den Bezogenen enthält, an jenen oder an einen
Dritten (Begünstigter, Remittent) zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort eine
bestimmte Geldsumme zu zahlen. Ein akzeptierter Wechsel („gezogen“ und mit Unterschrift des
Bezogenen) wird Akzept genannt.
Der Wechsel ist eine Urkunde und ein „geborenes Orderpapier“. Er wird daher nur mittels
Indossament übertragen. Das Recht aus einem Wechsel kann nur durch Vorlage des Wechsels
geltend gemacht werden. Das Bestehen, die Fälligkeit und die Durchsetzbarkeit der
Verpflichtungen aus einem Wechsel, die nach Annahme durch den Bezogenen entstehen, sind
losgelöst von der Forderung aus dem Grundgeschäft, derentwegen der Wechsel geleistet wird
(abstraktes Wertpapier).
Der Wechsel ist, wirtschaftlich betrachtet, wie der Scheck ein Wertpapier des Zahlungs- und
Kreditverkehrs. Anders als Banknoten und Münzen ist der Wechsel kein gesetzliches
Zahlungsmittel. Eine Verpflichtung zur Annahme von Wechseln besteht bei der Bezahlung einer
Entgeltforderung nicht. Ein Wechsel wird zur Berichtigung einer Verbindlichkeit im Zweifel nur
erfüllungshalber und nicht an Erfüllungs statt geleistet.
Der Wechsel ist ein schuldrechtliches Wertpapier. Er ist eine besondere Ausformung der
bürgerlich-rechtlichen Anweisung. Durch die Ausstellung eines Wechsels wird ein Drei-Personen-
Verhältnis begründet, das eine doppelte Ermächtigung enthält:
 Der Bezogene wird durch den Wechselaussteller ermächtigt, im eigenen Namen auf dessen
Rechnung an den Begünstigten Geld zu leisten;
 Der Begünstigte wird vom Aussteller ermächtigt, das Geld auf dessen Rechnung im
eigenen Namen einzuheben.
Das Grundgeschäft ist das Geschäft, aufgrund dessen der Wechsel angenommen und ausgestellt
wird. Der Bezogene wird nicht ohne Rechtsgrund auf Rechnung des Ausstellers an den
Begünstigten leisten. Der Bezogene beabsichtigt durch die Auskehr der Geldsumme an den
Begünstigten die Berichtigung einer Verbindlichkeit gegenüber dem Aussteller (z. B. einer
Kaufpreisschuld) oder die Gewährung eines Darlehens (Kreditwechsel). Der Aussteller wird dem
Begünstigten nicht ohne Rechtsgrund eine Geldsumme auf seine Rechnung zuwenden lassen.
Auch der Aussteller bezweckt durch Zahlung einer Geldsumme mittels des Bezogenen an den
Begünstigten die Berichtigung einer Verbindlichkeit gegenüber dem Begünstigten oder die
Gewährung eines Darlehens. Das Rechtsverhältnis, auf Grund dessen der Bezogene die
Zahlungspflicht des Ausstellers auf dessen Rechnung wahrnimmt, heißt Deckungsverhältnis. Das
Schuldverhältnis, auf Grund dessen der Aussteller mittels des Bezogenen dem Begünstigen eine
Geldsumme zukommen lassen möchte, heißt Valutaverhältnis. Zwischen dem Bezogenen und dem
Begünstigten spricht man von Vollzugs-, Zuwendungs- oder Einlösungsverhältnis.
Nach Annahme des Wechsels durch den Bezogenen erstarkt die in der Wechselurkunde verbriefte
doppelte Ermächtigung zu einem abstrakten Schuldversprechen zwischen dem Bezogenen und
dem Begünstigten. Hat der Aussteller den Wechsel beim Remittenten in Zahlung gegeben, ohne
dass der Bezogene den Wechsel akzeptiert hat, so haftet der Aussteller auf die Geldsumme neben
der Schuld aus dem Deckungsverhältnis zusätzlich (und abstrakt) aus, es sei denn, der Aussteller
hat diesen Rückgriffsanspruch ausgeschlossen.

Zahlt der Bezogene die Wechselsumme an den Begünstigten aus, wird er in deren Höhe von einer
Schuld aus dem Deckungsverhältnis gegenüber dem Aussteller befreit. Die Gläubigerstellung
eines durch die Annahme eines Wechsels entstandenen abstrakten Schuldversprechens kann
anzahlungshalber eingeräumt werden. Gibt der Aussteller den Wechsel seinerseits in Zahlung, so
wird seine Entgeltschuld aus dem Valutaverhältnis, auch wenn der Bezogene den Wechsel
angenommen hat, erst mit der Zahlung des Bezogenen an den Begünstigten getilgt. Das ist damit
zu erklären, dass der Begünstige aus einem angenommenen Wechsel sich nur der Verität und nicht
der Bonität seiner Forderung aus dem abstrakten Schuldverhältnis sicher sein kann. Zusätzlich hat
der Remittent noch eine Bonitätssicherung, in dem zusätzlich zu der Forderung aus dem
Deckungsverhältnis der Aussteller dem Remittenten aus dem Wechsel für die Zahlung des
Wechsels haftet; diese Haftung ist unabdingbar).
Funktionen des Wechsels
Zahlungsmittel
Ein einmal angenommener Wechsel kann wegen seiner guten Umlauffähigkeit (Indossierung,
gutgläubiger Erwerb) gut als Zahlungsmittel verwendet werden. Selbst ein noch nicht
angenommener Wechsel eignet sich wegen der Annahmehaftung des Ausstellers dafür. Kann z. B.
ein Käufer seine Kaufpreisschuld nicht in bar zahlen, weil er kein Geld hat, so kann er auch einen
vom Verkäufer ausgestellten Wechsel annehmen. Anzahlungshalber ist der Verkäufer dann
Gläubiger eines durch Annahme des Wechsels begründeten abstrakten Schuldverhältnisses. Durch
Indossierung des Wechsels kann er mit dem Wechsel seinerseits zahlen.
Der Aussteller (in der Regel ist das der Gläubiger, hier auch Trassant genannt) weist seinen
Schuldner, hier auch Bezogener (Trassat) genannt, im Wechsel an, zu einem bestimmten Tag an
einem bestimmten Ort den im Wechsel genannten Betrag zu zahlen. Solange der Wechsel noch
nicht vom Schuldner (quer-)unterschrieben wurde, nennt man ihn Tratte .Hat der Schuldner die
Anweisung durch seine Unterschrift akzeptiert, nennt man den Wechsel auch Akzept.
Unterschreibt er das Wechselformular, bevor der Aussteller es vollständig ausgefüllt hat, spricht
man von einem Blankoakzept.
Der Inhaber kann den Wechsel an Dritte weitergeben und ihn somit seinerseits als Zahlungsmittel
verwenden. In diesem Fall muss vom Inhaber (Indossant) die Weitergabeerklärung
(das Indossament) auf der Rückseite des Wechsels festgehalten werden. Der Wechselnehmer
(Remittent oder Indossatar) erwirbt damit die vollen Rechte an dem Wechsel. Eine solche
Weitergabe kann beliebig oft erfolgen.
Bei Fälligkeit wird der Wechsel meist nicht direkt dem Schuldner zur Zahlung vorgelegt, sondern
dessen Hausbank (die im Wechsel angegebene Zahlstelle) zur Einlösung übermittelt.
Kreditmittel

A = Bezogener, B = Aussteller, C = Begünstigter

Die wirtschaftliche Hauptfunktion des Wechsels ist heute die Kreditfunktion, wobei hier zwei
Konstellationen vorkommen: Handelswechsel und Kreditwechsel. Für folgende Beispiele gilt: A
= Bezogener, B = Aussteller, C = Begünstigter
Handelswechsel
Beim Handelswechsel fußt die Kreditfunktion darauf, dass sehr häufig ein Wechsel erst auf Sicht
oder zu einem bestimmten Fälligkeitszeitpunkt zu zahlen ist. Wirtschaftlich gewährt der Aussteller
dem Bezogenen einen Kredit. Weil Kredite im Geschäftsverkehr nicht umsonst vergeben zu
werden pflegen, kann die Wechselsumme auch verzinst werden.
Bsp.: A kauft von B Waren. A zahlt dabei nicht bar, sondern akzeptiert einen von B ausgestellten
Wechsel, der besagt, dass A binnen in der Regel drei Monaten einen bestimmten Betrag an C zu
zahlen hat. C ist derjenige, dem B wiederum Geld schuldet. Anstatt bei C bar zu bezahlen, gibt B
den Wechsel an C. C hat nun ein Wertpapier in Händen, das eine Forderung gegen A verbrieft
(d. h. zum Inhalt hat).

Kreditwechsel (Finanzwechsel)
Eine Kreditfunktion hat der Wechsel auch dann, wenn der Bezogene den Wechsel deshalb
annimmt, um dem Aussteller eine Forderung aus dem abstrakten Schuldverhältnis zu verschaffen.
Das Deckungsverhältnis besteht dann in einem Darlehensvertrag.
Bsp.: A nimmt bei B (Bank) Kredit auf, indem B einen von A ausgestellten Wechsel akzeptiert. B
gibt hierbei ihr Akzept, ohne eine Gegenleistung zu erhalten. A kann nun den Wechsel an einen
Dritten, C, als Zahlungsmittel weitergeben. Jedoch verpflichtet sich A dazu, für eine entsprechende
Deckung auf dem Konto zu sorgen.

Wechseldiskontgeschäft
Ferner kann ein Wechsel bereits vor seiner Fälligkeit bei einer Bank diskontiert werden; das heißt,
er wird vorzeitig gegen einen Zinsabschlag (Diskont) ausgezahlt. Außer dem Diskont
beanspruchen die Banken (nicht die Landeszentralbanken) manchmal auch eine Gebühr,
die Diskontprovision. Sie wird wie die Zinsen vom Wechselbetrag berechnet. Dieses Geschäft hat
jedoch seit der Abschaffung der Möglichkeit des Rediskonts (günstige Refinanzierung bei der
Bundesbank auf Basis von diskontierten Wechseln) an Bedeutung verloren.
Sicherungsmittel
Die Sicherungsfunktion des Wechsels ergibt sich aus dem rechtlichen Hintergrund. So ist es
bedeutsam, dass mit der Unterschrift des Ausstellers, des Bezogenen, ggf. des Bürgen und ggf. in
der Folge alle möglichen Indossanten (der Indossant kann seine Haftung allerdings ausschließen,
wenn er seiner Unterschrift die Worte „Ohne Haftung“ hinzufügt) des Wechsels, praktisch aus der
Beweispflicht für das tatsächliche Existieren eines Schuldverhältnisses entlassen sind. Selbst wenn
der Schuldner nicht vereinbarungsgemäß zahlt, hat der Wechselinhaber eine gute Chance, dennoch
zu seinem Geld zu kommen. Wobei man einschränkend sagen muss, dass die zivil- und
strafrechtlichen Haftungen hoch sind, dass man jedoch von Konkursfirmen nichts mehr erwarten
darf. So ist er zum Beispiel bei einem indossierten Wechsel berechtigt, von seinem Vorgänger
Zahlung zu verlangen, wenn nicht die Indossamenten-Haftung ausgeschlossen wurde. Auch eine
gerichtliche Vollstreckung ist mit einem Wechsel in kürzerer Zeit zu erreichen, weil ja, wie oben
angeführt, eine Prüfung des Anspruchs entfällt. In dem Fall, dass ein Wechsel notleidend wird,
sollte innerhalb von zwei Werktagen Wechselprotest (bei einem Notar) erhoben werden. Der
häufigste Protestgrund dürfte wohl mangels Zahlung sein. Daneben kann aber auch
wegen Nichtannahme eines gezogenen Wechsels protestiert werden.
Ein nicht eingelöster und protestierter Wechsel kann im Rahmen der Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens als Nachweis über die Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners dienen.
Besonders bei schlechten Schuldnern reicht die Sicherungsfunktion des Wechsels allein dem
Wechselnehmer oft nicht aus. In einem solchen Fall wird sie um eine Bürgschaft (Aval), die auf
dem Wechsel vermerkt werden muss, oder um eine Bankgarantie ergänzt.
Liquiditätsmittel
Durch Einlösung bei einer Bank erhält man abzüglich des Diskonts den Betrag ausgezahlt.

Form
Für den Wechsel ist die Schriftform vorgeschrieben. Dadurch wird der Wechsel zu einer Urkunde.
Zudem gibt es Bestandteile, die ein Wechsel zwingend tragen muss. Diese formelle
Wechselstrenge führt dazu, dass Verstöße gegen wesentliche Formvorschriften
zur Nichtigkeit des Wechsels als Wertpapier führen. Ein nichtiger Wechsel kann jedoch in eine
bürgerliche Anweisung umgedeutet werden.
Über die formelle Wechselstrenge hinaus besteht aber kein Formularzwang. Ein Wechsel
muss nicht auf einem Vordruck ausgestellt werden, auch wenn in der Praxis meist für Wechsel
vorbereitete Formulare benutzt werden.
Gesetzliche Bestandteile
nach deutschem Recht sind ausdrücklich genannt:
 Tag und Ort der Ausstellung
 Wechselklausel (das Wort Wechsel muss im Urkundentext in der Sprache des Wechsels
genannt sein)
 Verfallszeit
 Name des Wechselnehmers
 Unbedingte Anweisung, eine bestimmte Summe zu zahlen (unbedingt; also ohne
Bedingungen)
 Name des Bezogenen (Bezogener ist der Hauptschuldner des Wechsels)
 Zahlungsort
 Unterschrift des Ausstellers
Die Einhaltung dieser Anforderungen ist eine wichtige Voraussetzung für die wechselrechtliche
Absicherung der Zahlungsanweisung, besonders in einem etwaigen Urkundenprozess. Abgesehen
von Verfallzeit, Zahlungsort und Ausstellungsort sind alle Bestandteile wesentliche Bestandteile,
fehlt ein solcher, liegt kein Wechsel vor. Radieren, Durchstreichen oder Zerreißen machen einen
Wechsel ungültig, wenn dadurch ein wesentlicher Bestandteil vernichtet wird. Durch
nachträgliche Fälschung wird die Gültigkeit des Wechsels jedoch nicht beeinträchtigt. Die
Unterzeichner haften für die jeweilige Fassung, die sie unterschrieben haben.

Kaufmännische Bestandteile
 Wiederholung des Zahlungsortes und des Verfallsdatums
 Wiederholung der Wechselsumme in Zahlen
 Anschrift des Ausstellers
 Stempel und Kopiernummer der hereinnehmenden Bank (Kopiernummer ist die
Registriernummer bei der Bank)
 Zahlstellen oder Domizilvermerk
Optionale Bestandteile
 Indossament (Übertragung auf einen neuen Begünstigten; der Wechsel darf mit und ohne
Haftung übertragen werden)
 Bürge (ein Wechselbürge haftet grundsätzlich selbstschuldnerisch)
Kaufmännische Bestandteile

 Wiederholung des Zahlungsortes und des Verfallsdatums


 Wiederholung der Wechselsumme in Zahlen
 Anschrift des Ausstellers
 Stempel und Kopiernummer der hereinnehmenden Bank (Kopiernummer ist die
Registriernummer bei der Bank)
 Zahlstellen oder Domizilvermerk

Blankowechsel
Ein Blankowechsel enthält - vorerst - nur die Unterschrift des Ausstellers oder des Akzeptanten
(Bezogenen). Derjenige, der diesen Blankowechsel an sich nimmt, der Blankettnehmer, hat
eine Ausfüllungsermächtigung, die es ihm erlaubt, den Blankowechsel nachträglich zu einem
formgültigen Wechsel zu machen.
Probleme ergeben sich im Fall von ermächtigungswidriger Ausfüllung, insbesondere wenn Dritte
den Wechsel geltend machen wollen. Es ist zu differenzieren, ob der Wechsel bereits ausgefüllt
wurde oder nicht:
 Wechsel vervollständigt: Gutgläubige (kein Vorsatz, keine grobe Fahrlässigkeit) Erwerber
sind geschützt.
 Wechsel noch nicht vervollständigt: Auch hier ist der gutgläubige (kein Vorsatz, keine
grobe Fahrlässigkeit) Erwerber geschützt. Vervollständigt der gutgläubige Erwerber einen
Blankowechsel, so trifft ihn grundsätzlich keine Nachforschungspflicht bezüglich seines
Vertragspartners.

Bestandteile graphisch dargestellt


Übertragung
Durch Zession
Die Übertragung einer Wechselforderung kann, wie Forderungen grundsätzlich,
durch Zession übertragen werden. Hierbei gelten die normalen zivilrechtlichen Regeln: Die
Zession ist ein Verfügungsgeschäft, das aufgrund eines Verpflichtungsgeschäftes durchgeführt
wird. Die Schuld bleibt dabei dieselbe, nur der Gläubiger wechselt. Der Zedent (Abtretender)
leistet Gewähr für die Richtigkeit und Einbringlichkeit der Forderung.
Die Zession hat aber im Fall des Wechsels drei entscheidende Nachteile:
Der Zedent haftet nur seinem Vertragspartner, dem Zessionar, nicht jedoch weiteren Nachmännern
(keine Garantiehaftung), wenn der Zessionar selbst weiter zediert.
Der Schuldner kann alle Einwendungen, die ihm gegen den Zedenten zustehen, auch gegen den
Zessionar erheben.
Die Wechselforderung kann durch Zession nicht gutgläubig erworben werden (Forderungen
können grds. nicht gutgläubig erworben werden).
Durch Indossament

Mehrpersonales Verhältnis bei Indossierung


Die für den Wechsel vorgesehene Form der Übertragung ist die des Indossaments. Der Begünstigte
vermerkt dazu „Für mich an die Order des X“ und unterschreibt. Das Indossament erfolgt auf
Grund eines Begebungsvertrages zwischen dem Begünstigten, nun der Indossant, und dem neuen
Berechtigten, dem Indossatar.
Das Indossament hat folgende Funktionen:
Legitimationsfunktion: Berechtigter ist, wer Inhaber eines Wechsels ist und auf diesem eine
ununterbrochene Indossamentkette (Reihe von Indossanten) vorweisen kann. Der Inhaber ist
dann formell legitimiert; auf eine materielle Berechtigung wie bei der Zession kommt es nicht an
– der Wechsel ist schließlich ein abstraktes Papier.
Transportfunktion: Der Inhaber des Wechsels ist umfassend geschützt. Zum einen kann der
Wechsel gutgläubig erworben werden, wenn er in fremde Inhaberschaft gelangt, ohne
Begebungsvertrag. Zum anderen können dem Inhaber keine Einwendungen entgegengehalten
werden (Einwendungsausschluss).
Garantiefunktion: Grundsätzlich haftet jeder Indossant eines Wechsels für die Zahlung; ein
Indossant kann diese Haftung aber durch Rektaindossament beschränken oder durch
eine Angstklausel ganz ausschließen.

Vorlegung zur Zahlung und Fälligkeit


Am Tag der Fälligkeit ist der Wechsel vom Hauptschuldner, dem Bezogenen, zu bezahlen. Die
Fälligkeit kann aber durch Stundung oder Ausstellung eines Prolongationswechsels verlängert
werden.

 Prolongationswechsel
Der Hauptschuldner akzeptiert einen neuen Wechsel mit späterem Verfallszeitpunkt. Der
Gläubiger hat den Erstwechsel zurückzugeben.

 Vorlegung zur Zahlung


Der Wechsel muss zur Zahlung beim Bezogenen bzw. der Zahlstelle, in der Regel die
Hausbank des Bezogenen, vorgelegt werden.