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Hochschule Magdeburg - Stendal Fachbereich Kommunikation und Medien Studiengang Journalistik / Medienmanagement Dipl.-Oec. Helmut Viola

Stand: 10/2006

Hinweise für die Gestaltung von wissenschaftlichen Arbeiten

1. Vorbemerkung

Während des Studiums spielt die Abfassung von Referaten, Abstracts, Protokollen, Seminararbeiten und vor allem Abschlussarbeiten (Diplom -und Bachelorarbeiten sowie Dissertationen) eine große Rolle. Diese Hinweise sollen einige Hilfen zur Strukturierung geben. Zumindest, was meinen Lehrbereich angeht. Natürlich ist es immer hilfreich, sich Bücher zum Thema: "wie verfasse ich eine wissenschaftliche Arbeit" durchzulesen. Z.B.:

Georg Disterer: Studienarbeiten schreiben. Diplom-, Seminar- und Hausarbeiten in den Wirtschaftswissenschaften. Springer-Verlag. Berlin Heidelberg. (1998)

Lutz von Werder: Das kreative Schreiben von wissenschaftlichen Hausarbeiten und Referaten. Schibri-Verlag. (2000)

Eco, Umberto, Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt, 6. Auflg., Heidelberg 1993.

2. Arten von Seminararbeiten

2.1 Das Referat

Das Referat sollte nicht länger als 20 Minuten dauern (wenn vom Seminarleiter/der Seminarleiterin nichts anderes angegeben wurde).

Das Referat sollte nicht ausformuliert und dann vorgelesen werden.

Zu Beginn erläutern, warum das Thema wichtig und interessant ist und die Vorgehensweise begründen

Wenn Pflichtlektüre zur Sitzung angegeben wurde, sollte das Referat nicht nur eine Zusammenfassung dieser Pflichtlektüre darstellen, sondern darüber hinausgehende Analysen oder Informationen bieten.

Komplexe Informationen wie längere Zitate, Schaubilder u.ä. sollten in das Handout (s.u.) integriert werden.

Technische Hilfsmittel wie z.B. Laptop, Beamer, Overhead unbedingt rechtzeitig, also ein paar Tage vor dem Referatstermin, beantragen und ausprobieren.

2.1.1 Referatsbegleitende Papiere

2.1.1.1 Handout

Ein Handout soll als "roter Faden" für die Sitzung dienen. Es hat folgende Bestandteile:

Titel der Veranstaltung, Datum, Thema der Sitzung, Name der Referenten und Referentinnen Gliederung des Referats in Stichworten, die den argumentativen Aufbau der mündlichen Präsentation deutlich macht

Frage/Problemstellung und Fazit

Eventuell Definitionen

Auflistung der verwendeten Literatur

Materialienanhang, z.B. Zeittafeln, Schaubilder, Statistiken, Tabellen etc.

Das Handout sollte nicht länger als zwei bis vier Seiten sein.

2.1.1.2 Thesenpapier

Das Thesenpapier kann ein Extrapapier oder Bestandteil des Handouts sein. Im Gegensatz zum Handout enthält ein Thesenpapier folgende Komponenten:

Thesen zum Thema des Referats

Fazit des Referenten/der Referenten

Problemorientierte Fragestellungen zur geleiteten Plenumsdiskussion

Das Thesenpapier sollte nicht mehr als eine Seite umfassen

2.1.2.Seminarbegleitende Papiere

In manchen Seminaren gehören neben Referat und Hausarbeit/Klausur weitere Papiere zu den Leistungsanforderungen:

2.1.2.1 Inhaltsangabe

Die reine Inhaltsangabe wird eher selten verlangt. Sie bedeutet die knappe Darstellung der wesentlichen Aussagen eines Textes in eigenen Worten, ohne Zitate und Kommentare. Folgende Angaben sollten dann auf jeden Fall gemacht werden :

Gegenstand des Textes Fragestellung methodischer Ansatz und Vorgehen Position des Autors wichtigste Ergebnisse

2.1.2.2

Rezension

Anders als die Inhaltsangabe beinhaltet die Rezension zusätzlich eine Einschätzung des Textes durch den Schreiber der Rezension, bzw. eine Einordnung in den wissenschaftlichen Forschungsstand. Nach Schlichte 1999 sollte eine gute Rezension auf folgende Fragen Antworten geben:

1. Von welchen impliziten und expliziten Prämissen geht der Verfasser aus?

2. Welche Zielsetzung, welches erkenntnisleitende Interesse und welcher theoretische Ansatz liegt der Arbeit zugrunde?

3. Welches sind die zentralen Fragestellungen und/oder Hypothesen?

4. Welches sind die Ergebnisse der Arbeit?

5. Wie ist der Aufbau, die Gedanken- und Beweisführung (Vorgehensweise, Materialgrundlage) sowie die sprachliche Gestaltung der Arbeit zu beurteilen?

6. Wird die Arbeit ihrem eigenen Anspruch gerecht?

7. Wie ist das Buch in die politologische Literatur und die aktuell-politische Diskussion einzuordnen?

8. Gibt es schlechtere/bessere Bücher zum Thema? Was sind ihre Vorzüge, bzw. Nachteile?

9. Für welche Personen und Zielgruppen kommt das Buch in Frage?

10. Wenn es sich um einen Sammelband handelt, ist die Auswahl der Texte dem Thema angemessen, originell, für Studienzwecke brauchbar, etc.?

Rezensionen sollten max. 2 bis 3 Seiten lang sein.

2.1.2.3 Protokoll

In der Regel wird ein ergebnisorientiertes Protokoll verlangt, d.h. es sollen die wesentlichen Ergebnisse der Sitzung und die Hauptstränge der Diskussion wiedergegeben werden, nicht aber der Verlauf der Diskussion. Häufig wird dies durch einen Leistungsanteil ergänzt ( verantwortlich für und/oder fertigzustellen bis )

2.2. Hausarbeit

Dazu hier nur einige kurze Erläuterungen. Es gelten alle Regeln aus anschliessendem Bereich 3.

2.2.1 Äußere Form

Bestandteile:

Titelblatt muß folgendes enthalten: Bezeichnung des Seminars, Semester, SeminarleiterIn, Titel und Untertitel der Arbeit, Name und Anschrift des Verfassers/der VerfasserIn, Studiengang und Fachsemesterzahl (Muster im Anhang)

Inhaltsverzeichnis

eventuell: Verzeichnis der Abkürzungen und Tabellen oder Abbildungen

Einführung

Hauptteil

Schluß

Literaturverzeichnis

Umfang: ca. 10- max. 20 Seiten Zum Umfang zählen nur die Seiten von Einführung, Hauptteil und Schluß, nicht das Titelblatt, nicht das Inhaltsverzeichnis Aufteilung: etwa 10-20 % Einleitung, 10-20% Schlußteil, Rest Hauptteil

.

Layout:

Schrift Times Roman/Arial oder eine ähnliche Schriftart

Größe 12 pt, Zeilenabstand 1,5 pt

Fußnoten: Größe 10 pt, Zeilenabstand einfach

Seitenränder 2,5 cm (oben, unten, links, rechts)

Blocksatz (kein Flatterrand) mit Silbentrennung

2.2.2 Inhalt

2.2.2.1 Einleitung:

Die Einleitung soll folgende Punkte enthalten:

Fragestellung – worüber schreibe ich?

Zielsetzung – falls von Fragestellung verschieden

Hinweise auf die wissenschaftliche und praktische Bedeutung des Themas

verwendete Methode

untersuchte Materialien

Weg der Darstellung, d.h. Grobgliederung der Arbeit

.

2.2.2.2

Hauptteil:

Der Hauptteil muß je nach Thema verschieden gestaltet werden. Er kann beispielsweise dem klassischen Schema einer Erörterung folgen: These, Pro- Argumente, Contra-Argumente. Eine andere Möglichkeit ist die chronologische Anordnung.

.

Gliederung des Hauptteils:

Eine Gliederung soll einen Text überschaubarer machen, ihn aber nicht in Miniportionen von nur wenigen Sätzen aufteilen. Als Faustregel kann gelten:

Nicht mehr als eine, maximal zwei Überschriften pro Seite. Dezimalgliederungen sollten nicht weiter als drei Zahlen gehen (1.2.3.). Wenn (in einer umfangreicheren Arbeit) mehr Untergliederungen notwendig sein sollten, kann man ein gemischtes System aus Buchstaben und Zahlen verwenden: A),

1

B)

.

2.2.2.3

Schluß:

Der Schlußteil kann folgende Punkte enthalten:

Zusammenfassung

Interpretation der Ergebnisse

Bewertung der Ergebnisse

Ausblick auf künftig zu untersuchende Fragestellungen (further research)

abschließende Meinung oder Schlußwort des Autors/der Autorin

alle Fragen, die in der Einleitung gestellt wurden, müssen im Schlußteil beantwortet werden.

3. Hausarbeit / Diplomarbeit

Die beiden üblichsten inhaltlichen Typiken wissenschaftlicher Arbeit sind Hausarbeiten und Abschlussarbeiten ( z.B. Diplomarbeit, Bachelorarbeit etc.). Unabhängig von der Zielsetzung und inhaltlichen Typik gibt es Übereinkünfte für ihre Gestaltung. Diese betreffen den inneren und äußeren Zustand, also die Materialanordnung und Gliederung und weiterhin das Erscheinungsbild :

3.1. Formaler Aufbau

3.1.1. Die Präliminarien (lat.: Vorbereitung, Einleitung), umfassen:

3.1.1.1 Das Titelblatt

Titel und unter Umständen den Untertitel der Arbeit

Vorname und Name des Verfassers

Name der Hochschule

Name des Instituts

Art und Bezeichnung der Veranstaltung

Name der Seminarleitung

Anzahl der Fachsemester des Verfassers

Studienfächer des Verfassers (nur bei Seminararbeiten)

Abgabetermin der Arbeit

3.1.1.2 Die Widmung

Diese stellt eine Danksagung an Personen oder Institutionen dar, die den Charakter der Arbeit geprägt haben (vorwiegend bei Abschlussarbeiten)

3.1.1.3 Das Herausgeberwort/ Geleitwort

Persönliche Gründe zur Themenwahl, Anregungen, die zur Entstehung führten

Erwartungen, die mit dem Thema verknüpft sind

Schwierigkeiten, die auftreten könnten

3.1.1.4 Das Inhaltsverzeichnis

Die Darstellung der Strukturierung der folgenden Untersuchung, soll dem Leser eine Gesamtübersicht der Arbeit ermöglichen

Kapitel und Unterkapitel werden mit Seitenangabe genannt (am rechten Seitenrand mit der Kolonnenschrift: "Seite")

Die Überschriften im Inhaltsverzeichnis müssen formal und inhaltlich mit denen im Text übereinstimmen

Das Inhaltsverzeichnis wird selbst nicht als Kapitel aufgeführt

Anhangteile müssen ebenfalls mit Seitenzahlen angegeben werden

3.1.1.5

Die Gliederung

Es gibt verschiedene Arten der Gliederung einer wissenschaftlichen Arbeit :

chronologische Gliederung (nach dem zeitlichen Ablauf des Geschehens)

Gliederung nach Ursache und Wirkung

vom Allgemeinen zum Besonderen

vergleichende (diskursive) Gliederung

induktiv (vom Beweis zur Theorie)

deduktiv (von der Theorie zur Anwendung)

Formale Gliederungsformen

Dezimale Gliederung

Beispiel

1.

Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit

1.1

Formaler Aufbau

1.1.1

Formale Gliederungsformen

1.1.1.1

Dezimale Gliederung

1.1.1.2

Alphanumerische Gliederung

1.1.2

usw.

1.2

Inhaltlicher Aufbau

Wichtig: bei keinem Gliederungspunkt darf nur ein Unterpunkt existieren, wenn man 1.1 gliedert, muss auch 1.2 vorhanden sein!

3.1.1.6 Das Tabellenverzeichnis

ebenfalls gesondert mit Seitenzahlen angeben

sollte im Prinzip allein verständlich sein, aber auch im Textteil erläutert werden

besteht aus Tabellenkopf, Vorspalte, Zeilen (waagrechte Reihen), Spalten (senkrechte Reihen), Fächern. Im Tabellenkopf steht der Inhalt der Spalten, in der Vorspalte der Inhalt der Zeilen

fortlaufend zu nummerieren

mit Überschrift bzw. Unterschrift zu versehen

3.1.1.7 Das Abbildungsverzeichnis

andere Bezeichnung für bildliche Darstellungen, die keine Tabellen sind (oft auch Schaubild genannt)

Seitenzahlen sind anzugeben fortlaufend zu nummerieren (in jedem Fall getrennt von den oben genannten Tabellen)

wenn die Schaubilder aus externen Quellen entnommen wurden, ist diese als solche zu kennzeichnen (entweder als Fußnote oder als Über- oder Unterschrift)

Beispiel:

Abb.1. Schaubild zur strategischen Zielsetzung des Online-Auftritts. Quelle: Neuberger 1999, S.95.

3.1.1.8 Das Abkürzungsverzeichnis

nötig, wenn aus zum Beispiel aus Vereinfachungsgründen häufig mit Abkürzungen zitiert wird, die über die Allgemeinkenntnis der Leser hinaus gehen könnten

muss dem Textteil vorangestellt werden

Abkürzungen im laufenden Text vermeiden, nur geläufige Abkürzungen erlaubt wie etc., usw., z. B., nicht im Abkürzungsverzeichnis aufgeführen

Beispiele:

Abb. = Abbildung Anm. d. Verf. = Anmerkung des Verfassers Aufl. = Auflage….

3.1.1.9 Das Glossar

Fachausdrücke, die im Textteil verwendet wurden oder ungeläufige Begriffe

fremdsprachige Begriffe

3.1.2.

Der Inhalts-Teil

3.1.2.1 Die Einleitung

Forschungsstand und bisherige Ergebnisse

Begründung und Eingrenzung des Themas

Formulierung der Fragestellung

Arbeitshypothesen

Zielsetzungen

methodisches Vorgehen bei der Ausarbeitung

Gesichtspunkte bei der Materialauswahl

themenrelevante Begriffsdefinition

(eventuelle) geschichtliche Voraussetzungen des Themas

Quellenstand

3.1.2.2 Der Hauptteil

Durchführungsteil

Schrittweise Erläuterung und Diskussion der themenrelevanten Hypothesen

Darstellung der Ergebnisse bzw. Problemlösung

3.1.2.3 Der Schlussteil

Zusammenfassung der maßgeblichen Ergebnisse: Schlußfolgerung

keine Wiederholungen der im Verlauf gefundenen Einzelerkenntnisse

Verortung der Einzelerkenntnisse in den Gesamtzusammenhang

kritische Betrachtung der Forschungsergebnisse

eventuell Vergleich mit vergleichbaren Erkenntnissen anderer Forschungsansätze

Welche Ableitungen sind aus den gefundenen Ergebnissen für die wissenschaftliche Weiterarbeit zu ziehen? Was für Entwicklungen sind künftig zu erwarten?

3.1.3. Anhang

Materialpositionen, die an den Durchführungsteil anzuhängen sind:

weiterführende Materialien

Tabellen, Statistiken

wichtige Originaldokumente

Karten

Fragebogen im Original

Gesetztexte

Gesprächsprotokolle

Zeitungsausschnitte, Textauszüge

Belegsammlungen

Zeichnungen, Illustrationen

Bild- und Übersichtstafeln

4. Erläuterungen zu ausgewählten Teilen einer Arbeit

4.1. Fußnoten

- Quellenangaben grundsätzlich in den Fußnoten angeben

- sachliche Randbemerkungen des Verfassers, die über den eigentlichen

Inhaltsrahmen der Arbeit hinausgehen, ebenfalls in die Fußnoten

- Platzverhältnis zwischen Haupttext und Fußnotenraum sollte grundsätzlich

zugunsten des Haupttextes ausfallen

- Faustformel: mindestens 2/3 Haupttext zu maximal 1/3 Fußnotentext.

- zwischen Text und Fußnoten mindestens eine Zeile freilassen, zwischen den einzelnen Fußnoten einzeiliger Abstand

- Eine Fußnote beginnt immer mit einem Großbuchstaben und endet mit einem

Punkt. Eine Fußnote kann, wenn dies unvermeidbar ist, auf der folgenden Seite fortgesetzt werden. Sie wird ohne eine Kenntlichmachung unter dem Text der folgenden Seite zu Ende geschrieben. - Fußnoten fortlaufend nummerieren (auf vorangegangene Fußnoten verweisen)

4.2. Zitate

Zitate könne auf zweierlei Weise realisiert werden. Als direkte, wörtliche Zitate und als indirekte, inhaltliche Zitate. Es gilt hierbei zu beachten: Wörtliche Zitate werden durch Anführungszeichen hervorgehoben. Sie sind in der Originalsprache aufzuführen, dass heißt auch einschließlich Druckfehler und vor der "Rechtschreibreform" gebräuchliche Schreibweise. Wird eine Quelle zitiert, die wiederum eine Quelle zitiert, also ein Zitat im Zitat, so kennzeichnet man das doppelt Zitierte in einfachen Anführungs- und Schlusszeichen innerhalb des Zitats : "(Zitat) '(Zitat im Zitat)' (Zitat)".

Indirektes Zitieren bedeutet die sinngemäße (nichtwörtliche) Übernahme von fremden Aussagen. Diese wird durch indirekte Rede oder einen entsprechenden Zusatz (z.B.: nach Simone Müller) gekennzeichnet.

Auslassungen, Veränderungen und Eingriffe sind in jedem Fall zu kennzeichnen.

drei Punkte für ein oder mehrere ausgelassene Wörter

drei Punkte in runden Klammern, wenn mehr als ein Satz ausgelassen wurde

(

)

wenn ganze Sätze ausgelassen werden, steht nach der Klammer ein Punkt

(

Auslassungszeichen in einem eigenen Abschnitt

(

).

).

wenn ganze Absätze ausgelassen werden , stehen die

[

(Einfügungen, Auslassungen), so stehen diese in einer eckigen Klammer

]

wenn vom Verfasser Veränderungen vorgenommen werden

[sic] so gibt man an, dass eine Textstelle originalgetreu übernommen wurde, der Verfasser der Arbeit aber von einem Druckfehler der Textstelle

ausgeht

Quellenbeleg

Die einmal gewählte Form muss beibehalten werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Quellenbelegs.

Der Erstbeleg, dieser wird bei der ersten Benutzung der Quelle angewendet. Er muss den Vornamen und Namen des Verfassers angeben. Weiterhin ist der vollständige Titel des Werks originalgetreu anzugeben, ebenso wie der Untertitel. Der Verlag und der Erscheinungsort sind ebenso anzumerken, wenn der Ort fehlt schreibt man "o.O.", dass bedeutet "ohne Ortsangabe". Fehlt das Erscheinungsjahr so schreibt man "o.J.", also "ohne Jahr". Dann kommen noch die Bandangabe und vor allem die Seitenangabe.

Zitate, die einem Sammelwerk entnommen wurden sind folgendermaßen anzugeben:

Norbert Schmidt: Als ich dereinst zitierte. In: Hans Meier (Hrsg.): Zitieren ist sehr schön. München: Fink 1997, S.193.

Zitate aus Zeitschriften werden derart angegeben: Name des Autors, Aufsatztitel, Zeitschriftentitel, Jahrgangs- und Bandnummer, Erscheinungsjahr und Seitenzahl.

Der Kurzbeleg, wenn eine bereits vollständige angegebene Quellenangabe ein weiteres Mal zitiert wird, so kann diese verkürzt werden. Man gibt dabei den Vornamen und Namen des Verfassers an, den Titel des Beitrags oder anstelle des Titels das Erscheinungsjahr. Weiterhin die Seitenzahl der zitierten Textstelle. Also folgendermaßen:

Barbara Katze, Quellenbelege aller Art, S.102. Oder: Barbara Katze, 1998,

S.102.

Der Kurzbeleg im Text nennt den Namen des Verfassers, das Erscheinungsjahr des Beitrags und die Seitenzahl (Barbara Katze, 1998, S.102.) Der Belegverweis wird angewendet, wenn das Zitat aus der unmittelbar vorausgehenden Quelle auf derselben Seite zu finden ist. Man verwendet dabei folgende Abkürzungen: a.a.O./ am oben genannten Ort, ebd./ ebenda, an derselben Stelle oder loc.cit./ loco citato (lat.: am oben genannten Ort).

4.3 Zitieren von Texten aus elektronischen Quellen

Zunehmend müssen Texte und Daten zitiert werden, die sich auf CD-ROMs und in Internetquellen befinden. Hier wird ähnlich wie bei Aufsätzen aus Sammelwerken bzw. Zeitschriften verfahren, nur dass die Seitenangabe entfällt und dafür die

Angabe des Mediums und eine Datumsangabe - und zwar das Datum des Zugriffes auf die elektronische Quelle (in amerikanischer Form und mit „Rev. für „reviewed“) - eingefügt werden.

Beispiele:

United Nations / General Assembly: Proposed medium-term plan for the period

/ United Nations, General

Assembly, 55 th session, 2000.

2002- 2005, Programme 9: Trade and development

<http://www.un.org/documents/ga/docs/55/a556p9.pdf> Rev. 2000-06-13

Blancke, Susanne und Josef Schmid (1999): Vom Vergleich zum Lernen, Zwei Beiträge zur materiellen Föderalismusanalyse, 1999. (Wirtschaft und Politik, 11) <http://www.uni-tuebingen.de/pol/wip-11.pdf> ISBN: 3-927604-33-X. Rev. 2000-

01-07

Schumann, Wolfgang und Ragnar Müller 2000: Einführung in die EU in 14 Tagen. CD-ROM. Stuttgart: Gesellschaft für Wissensvermittlung über neue Medien und politische Bildung, 2000

4.4. Verzeichnis der geführten Expertengespräche

Experteninterviews :Name und Vorname des Gesprächpartners, gegebenenfalls Funktion des Gesprächpartners, Name der Institution, Ort, Termin und Dauer des Gesprächs

Beispiel für eine Gesprächsnotiz:

Gesprächspartner

Datum

Inhalt

Firma Mustermann

Heinz Mustermann

12.12.2005

Beantwortung offener Fragen

zum Thema der Diplomarbeit

4.5 Das Literaturverzeichnis

Am wichtigsten ist:

Das Literaturverzeichnis muss alle verwendeten Texte angeben.

Folgende Regeln gilt es zu beachten:

Generell wird: das Literaturverzeichnis unterteilt in Primärliteratur und Sekundärliteratur

Man hebt den Familiennamen der Verfasser (beispielsweise durch Fettdruck) hervor. Um die alphabetische Einordnung zu erleichtern wird der Familiennamen zuerst genannt und der Vornamen durch ein Komma abgetrennt.

Vornamen können ausgeschrieben oder abgekürzt angegeben werden

Bis zu 3 Verfasser werden alle namentlich angegeben und durch Komma voneinander getrennt, wenn allerdings mehr als 3 Verfasser genannt sind, kann man nur den ersten nennen und den Zusatz "et.al" (lat.: et altera, dt.:

und andere anführen.

Das Erscheinungsjahr ist nach dem Verfasser oder am Schluss zu nennen.

University of applied sciences H a u s a r b e i t Titel:

University of applied sciences

H a u

s a r b e i t

Titel:

Seminar:

Studiengang

:

Dozent :

vorgelegt von:

 

(Name, Vorname)

Adresse:

DA-Nr. :

(Matrikel-Nr.)

Fachsemester:………………

Magdeburg, den

(Abgabetermin)