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Tanzplan Deutschland

Tanz/Kuratieren
zwischen Theorie und
Praxis
Vorwort 

Tanzplan Deutschland ist eines der großen Initiativprojekte der Kultur-


stiftung des Bundes. Ausgestattet mit 12,5 Mio. Euro und einer Laufzeit
von fünf Jahren, sind seine neun Städte- und die vielfältigen Ausbil-
dungsprojekte produktive Übungsfelder für die Zukunft des Tanzes in
Deutschland. Das Berliner Tanzplan-Büro begleitet die Entwicklungen
vor Ort, knüpft Verbindungen, stößt nächste Schritte an und greift The-
men auf, die sich aus der Tanzarbeit an der Basis ergeben.
Mit der Initiierung von vier neuen Studiengängen für Tanz in Berlin
und Frankfurt und den eigenen Projekten in der Tänzer-, Choreografen-
und Pädagogenausbildung stellte sich die Frage, für welche weiteren
Berufsfelder im Tanz ausgebildet wird. Dabei fiel auf, dass sich neue Ar-
beitsfelder wie das Tanzkuratieren entwickelt haben, dieser Beruf aber
weder in der Tanzausbildung noch in sonstigen professionellen Weiter-
bildungsangeboten auftaucht. Ganz im Gegensatz zur Bildenden Kunst,
in der es im internationalen Umfeld schon lange entsprechende Studien-
gänge gibt. Auf der anderen Seite drängt eine große Zahl von jungen
Künstlern, Dramaturgen, Tanzwissenschaftlern und Kulturmanagern
auf den Markt. Wo gibt es für sie Orte des Lernens und Ausprobierens?
Und wie könnten erfahrene Kuratoren neue Impulse erhalten?


Wie auch in anderen Bereichen haben wir zur Klärung der Fragen Ex-
perten zu einem gemeinsamen Brainstorming eingeladen: Künstler und
Kuratoren, Veranstalter, Produzenten und Tanzwissenschaftler aus den
Bereichen Tanz, Theater und Bildende Kunst. Das erste Arbeitstreffen
fand im Oktober 2009 im Atelier der Künstlerin Asta Gröting in den Berli-
ner Uferstudios statt, das zweite an der Hochschule für Grafik und Buch-
kunst in Leipzig im Mai 2009 – gefolgt von einer öffentlichen Präsentation
und Diskussion im Rahmen des Tanzkongresses im November 2009 in
Hamburg.
Inhaltlich konzipiert und moderiert wurden die Expertenrunden
von der Kuratorin Christine Peters, die auch für diese Dokumentation
die Fragestellungen und Handlungsvorschläge zusammengefasst hat.
Ein großes Dankeschön geht an alle Experten der Arbeitstreffen, die
bei Nachfragen gerne kontaktiert werden können ( siehe Seite 11 ), an
PACT Zollverein als Gastgeber des Vorbereitungsworkshops für den
Tanzkongress und an Prof. Dr. Beatrice von Bismarck für ihren Beitrag
»Kuratorisches Handeln«.

Madeline Ritter (Projektleiterin) und Ingo Diehl (Leiter Ausbildungsprojekte) − Tanzplan Deutschland
BEATR ICE VON BISM A RCK 

Kuratorisches
Handeln
Kuratorische Praxis hat sich in den vergangenen Jahren zu einem höchst populären
und darum auch umso stärker umkämpften kulturellen Handlungsfeld entwickelt.
Die erhöhte weltweite Mobilität von Menschen und Objekten, die gestiegene Bedeu-
tung der Kultur für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region sowie die gestiege-
ne gesellschaftliche Nachfrage nach kreativen Potentialen sind Gründe für diesen
Stellenwert und die komplexer geworden Kompetenzanforderungen. Herausgebildet
hat sich eine eigenständige Form kultureller Bedeutungsproduktion und -vermitt-
lung – vornehmlich im Feld der Bildenden Kunst, aber zunehmend auch in benachbar-
ten Disziplinen, etwa dem Tanz, dem Theater, dem Film, der Literatur, der Musik
sowie nicht zuletzt auch den Naturwissenschaften. Die Zusammenstellung und Ver-
knüpfung von Objekten, Informationen, Personen und Räumen erweisen sich derzeit
nicht allein als konstituierende Aufgaben für Konzeption, Einrichtung und Vermitt-
lung von Ausstellungen, sondern als Schlüssel-Kompetenzen in den durch Globali-
sierung und Postfordismus geprägten sozialen, politischen und wirtschaftlichen
Verhältnissen.
In dem Zusammenhang überschneiden sich postmoderne Erweiterungen des
Kunstbegriffs und postfordistische Konzeptionen von Arbeit. So besitzen die kurato-
rischen Akte des Verbindens einerseits eine offensichtliche Verwandtschaft zu den-
jenigen Tätigkeiten, die der italienische Sozialphilosoph Maurizio Lazzarato unter
dem Begriff der »immateriellen Arbeit« gefasst hat. Mit immaterieller Arbeit hat sich,
Lazzarato zufolge, in der New Economy die Quelle des Reichtums auf konzeptionelle
Tätigkeiten verlagert. Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit Informationen
und Kultur sind an die Stelle von Warenproduktionsprozessen getreten. Entspre-
chend der Entwicklung von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft haben
gerade Tätigkeiten im sogenannten sekundären Dienstleistungsbereich wie Manage-
ment, Organisation, Beratung, Publikation und Lehre überproportional zugenommen.
Mit diesem Wandel geht einher, dass sich die Unterscheidungen von Konzeption und
Ausführung, von Mühe und Kreativität, von Autor und Publikum in solchen Arbeits-
prozessen aufzulösen beginnen. Als eine Organisation, soziales Networking, inhalt-
liche Verknüpfung, Motivation, Ermöglichung und interpretierende Auslegung ein-
bindende Praxis verbindet das Kuratorische mithin Sozial- und Selbsttechnologien
in einer Weise miteinander, die den aktuellen Anforderungen an wirtschaftliches
Management entsprechen.
Andererseits ist das Kuratorische in seiner Geschichte und in seinem Status
eng mit einer kritisch-selbstreflexiven Ausrichtung künstlerischer Praxis verwoben.
Es setzt insbesondere zwei Entwicklungsstränge im Kunstfeld nach 1960 fort, die –
durch gegenseitige Übergriffe zwischen Künstlern und Vermittlern – die analytische
 Auseinandersetzung und soziale Aushandlungsprozesse ineinander verschränkten.
Den einen Strang konstituieren Konzeptkunst und Institutionskritik, die den Schwer-
punkt von einer objektbasierten auf eine ideell begründete Kunst mit relationaler
und diskursiver Anlage gerichtet hatten. Eine der Konsequenzen dieses Ansatzes
bestand darin, die an der Bedeutungsproduktion beteiligten Handlungen, Konstella-
tionen, Orte und Kontexte zum Bestandteil künstlerischer Praxis zu machen. Im Zuge
dessen fanden die Aneignungen kuratorischer Handlungen – des Auswählens,
Zusammenstellens, Ordnens, Arrangierens, Präsentierens und Vermittelns – statt.
Die für das Sichtbarwerden von Kunst und dessen unterschiedliche Formen wesent-
lichen Entscheidungen, die Positionen, von denen aus sie getroffen werden, die Krite-
rien, die ihnen zugrunde liegen, sowie die in sie eingefassten Adressierungen stehen
als – durch unterschiedliche Akteure – gestaltbar zur Disposition und fließen in die
kontextbezogenen Verfahren ein.
Parallel dazu zeichnete sich im Zuge der verstärkt zunehmenden Aktivitäten
im Kunstfeld der 1960er Jahre und dessen Ausdifferenzierung die Formation einer
neuen Berufsgruppe ab: derjenigen des freien Kurators. Prototypische Qualität
besitzt in dem Zusammenhang der Schweizer Harald Szeemann. Er schuf sich eine
Position im Feld, mit der sich Ausstellungen zwar aus künstlerischen Exponaten zu-
sammensetzten, in der Zusammenschau aber zu »Werken« ihres Kurators wurden.
Das Konfliktpotential zwischen den damit in demselben Aufgabenfeld aufeinander-
treffenden Akteuren entzündet sich an dem Anspruch, Bedeutung zu stiften. Gegen
den Organisator thematischer Großausstellungen oder den sich zum Überkünstler
stilisierenden Ausstellungsmacher führen die Künstler die Forderung ins Feld, über
den Auftritt und die Kontextualisierung ihrer Arbeiten selbst bestimmen zu dürfen.
Diese Berührungen und Überlappungen unterschiedlicher Tätigkeitsbereiche
und gesellschaftlicher Kontexte sind verantwortlich für die sowohl kulturelle als
auch politische Dimension, mit der das Kuratorische in besonderem Maße zu einem
Verhandlungsort über die Bedingungen im kulturellen und ökonomischen Feld wurde.
Ursprünglich einer klar definierten Berufsgruppe – derjenigen der Kuratoren – zuge-
schrieben, sind es heute allen voran Künstler, die mit dem Kuratorischen verbundene
Aufgaben, Rollen und Privilegien für sich in Anspruch nehmen, dicht gefolgt aller-
dings von Kritikern, Galeristen, Theater- und Tanz-Dramaturgen oder Wissenschaft-
lern unterschiedlicher Disziplinen. Das Kuratorische erscheint als eine zwischen
der wissenschaftlichen und künstlerischen angesiedelte kulturelle Praxis, die mit
beiden Feldern in Beziehung steht und von den Akteuren dieser Felder mit geprägt
wird. Dass es dabei zu Positionsverschiebungen, zu gegenseitigen Austausch- und
Verhandlungsprozessen sow ie zu Veränderungen traditioneller Rollenmuster
kommt, birgt Konfliktpotential, kennzeichnet zugleich aber auch das besondere Po-
tential des Kuratorischen, die bestehenden ästhetischen, sozialen und ökonomischen
Verhältnisse und Bedingungen in den verschiedenen kulturellen Praxisfeldern zu
überprüfen, zu verändern und neu auszurichten.

Prof. Dr. Beatrice von Bismarck, Professorin für Kunstgeschichte und Bildwissenschaft,
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
DEUFERT & PLISCHK E 

deufert &plischke, Konsequenzen, Leipzig „Tanz/Kuratieren“ / Fotos: Lilo Nein und Martina Novak

CHR ISTINE PETERS 

Tanz/Kuratieren
zwischen Theorie und
Praxis
»Reagieren. Unterwegs sein. Hohe Mobilität, veränderte Arbeits- und Lebenswelten
in Transitzonen. Den Computer immer in der Tasche. Globale Beziehungen. Das Handy
vibriert irgendwo am Körper. Unheimlich informiert sein. Worüber? Karrieren? Nie
so wie früher. Kein roter Faden, dafür Zickzack. Prekäres Leben? Auch nicht wirklich,
geht uns zu gut. Gemeinschaften? Ja, aber trotzdem Geld verdienen. Unscharfe Tren-
nung zwischen leben und arbeiten. Immer Treibsand, unterwegs auf Baustellen.
Agieren. Schnell und originell. Konzentrieren. Sich wenig anmerken lassen,
cool sein. Aber auch nicht zu unterkühlt, trotzdem mit Herzblut etwas verfolgen. Gut
spielen, Konzepte verkaufen, tolle Ideen haben, dauernd Pointen setzen. Auftreten
können, intelligent präsent sein, Schlagkraft entwickeln. Kreativ sein, ›Creative
Cities‹: immaterielle Arbeit, die unseren Alltag, unseren Tagesablauf strukturiert.
Nichts alleine machen. Der Konkurrenz nahe. Nie die Beste sein wollen. Lernen, Inno-
vation, immer ein paar Jahre voraus sein. Mit anderen? Ja, aber wie? Kooperieren,
ohne sich lange zu binden. In Allianzen und Netzwerken seinen Ort finden. Immer
beides. Was tun?« (Gesa Ziemer, in: »Komplizenschaft. Eine Taktik und Ästhetik der
Kritik?«, hdk Zürich, 2007)

Die Initiative von Tanzplan Deutschland zum Thema »Tanz/Kuratieren zwischen The-
orie und Praxis« hat zum Ziel, den Erfahrungs- und Positionsaustausch im Feld des
Kuratierens aus verschiedenen professionellen Perspektiven zu fördern und für die
spezifischen Belange des Tanzkuratierens zu erschließen.
Bislang fanden zwei Arbeitstreffen in Berlin im Oktober 2008 und Leipzig im
Mai 2009 statt, an denen ausgewählte Kuratoren, Künstler sowie Hochschulprofes-
soren aus der Darstellenden und Bildenden Kunst teilnahmen. Zunächst wurden Be-
griffe, Arbeitsmethoden und Defizite im Bereich der Aus- und Weiterbildung und der
Professionalisierung von Kuratoren diskutiert, um ausgehend von dieser Bestands-
aufnahme Handlungspotentiale für die Zukunft zu formulieren.
Wenn man Kuratieren als eine von vielen Möglichkeiten ansieht, um kulturell
produktiv zu sein, dann stellt sich jenseits der individuellen inhaltlichen Ausrichtung
und Profilgebung die Frage nach einer Ressourcenerweiterung und -erneuerung: Die
Definition des Kuratierens umfasst viele verschiedene Aspekte des Handelns und Re-
flektierens, die einzelne Kuratoren vielleicht im Laufe eines Lebens als Kompetenzen
entwickeln, selten jedoch auf Anhieb und dauerhaft in ihrer Person verkörpern kön-
nen. Es ist diese Komplexität aus Erwartungen, Kompetenzen und Anforderungen,
die in der Praxis symptomatisch an eine Grenze stößt: Der hohe und beschleunigte
 Ausstoß an kultureller und transkultureller Produktion ist vielfach der Grund dafür,
dass Kuratoren ihre Defizite selbst mitproduzieren.

»Die kuratorische Kompetenz ist nicht so weit entfernt von der


künstlerischen, denn auch sie muss ihre eigenen Kriterien erfinden. «
(Heiner Goebbels)
Ob Konzeptentwicklung und -budgetierung, Produktions- und Ausstellungsdrama-
turgie, Timing im Umgang mit unterschiedlichen künstlerischen Produktionsmetho-
den und ästhetischen Ansätzen, ob der direkte Dialog mit Künstlern, Technikern, Dis-
ponenten, Dramaturgen oder die Kommunikation mit dem Publikum – all dies sind
Teilaspekte der Umsetzung von Projekten, die sehr stark von der individuellen kura-
torischen Kompetenz, Planung und Gewichtung sowie der Fähigkeit zum Multi-
tasking abhängen.
Mit jeder Auswahl stellen Kuratoren zudem Behauptungen auf und selektie-
ren, ermöglichen oder grenzen aus. Jeder Entscheidungsschritt muss daher sorgfältig
hinterfragt und überprüft werden. Wie aber lassen sich im Hinblick auf eine ständig
wachsende globale Unübersichtlichkeit die notwendigen Informationen beschaffen
und das Arbeitspensum kontrollieren? Wie kann ein Diskurs kontinuierlich gefördert
werden, der Theorie und Praxis verzahnt? Wo sind die Freiräume für künstlerische
Arbeit und für elastische Dramaturgien, jenseits von Sach- und Profilierungszwän-
gen? Welche künstlerischen, organisatorischen und sozialen Kompetenzen und Ver-
mittlungsstrategien braucht es für das Tanzkuratieren? Wie verhält sich die explizite
Aufgabenstellung von Tanzkuratieren zum Feld des Interdisziplinären?
Im Hinblick auf die international angelegte und vernetzte zeitgenössische
Kunstpraxis stellt sich dringend die Frage nach einer ›higher professionalisation‹
für junge und ›fortgeschrittene‹ Kuratoren gerade im Bereich des Tanzes, die über
Organisations- und Managementfragen hinausgehen muss und die speziell im Hin-
blick auf Vermittlung, Publikation, Archivierung und Theorie vorhandene Defizite
abbauen hilft.
Freiräume, Sabbaticals, Exkursionen und Reisestipendien, Fellowships, kura-
torische Residenzen für Forschungszwecke: Allenthalben fehlt es hier an Maßnah-
men und Strukturen zur adäquaten und berufsnahen Weiterbildung angesichts sich
weiter auffächernder Künste und komplexer Aufgabenstellungen.
Die beiden Arbeitstreffen in Berlin und Leipzig waren ein erster Schritt zur
Neubewertung der Förderung von kuratorischer Praxis jenseits von Studiengängen,
wie sie im Vergleich zur Bildenden Kunst bereits mit vielen ›curatorial studies‹-
Programmen seit Jahrzehnten an Hochschulen und Universitäten implementiert sind.
Doch ist nicht die Gründung neuer Studiengänge das vordringliche Anliegen,
sondern die Konfrontation von unterschiedlichen Denk- und Arbeitsweisen im pro-
fessionellen Feld – um die bestehenden Institutionen und Ressourcen zu nutzen für
Dinge, die bisher nicht möglich waren, und um neue Möglichkeiten, Kontexte und
Netzwerke zu erschließen, die sonst unzugänglich bleiben.
Diesbezüglich wurde bereits beim Berliner Arbeitstreffen ein erster kon-
kreter Ansatz für eine längerfristige Kooperation und Verzahnung formuliert und
nachfolgend in Leipzig vertieft. Er ist für weitere Partner offen und lädt zur Diskus- 10
sion und Nachahmung ein: Die Professorinnen Beatrice von Bismarck und Gabriele
Brandstetter konzipieren derzeit gemeinsam für den praxisorientierten Studien-
gang »Kulturen des Kuratorischen« an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in
Leipzig und für den tanzwissenschaftlichen Studiengang an der Freien Universität
Berlin spezielle Formate; er wird zugänglich sein für externe Kuratoren, die sich zu
bestimmten Themen im theoretischen und praktischen Feld weiterbilden und ein-
bringen möchten. Diese Weiterqualifizierung beinhaltet zum einen die Erarbeitung
der theoretischen Mittel zur Analyse und Entwicklung von Festivals, Ausstellungen
und anderen Formen der Kulturvermittlung. Zudem geht es um einen weiteren
wesentlichen Aspekt in der gedanklichen Zielsetzung, nämlich um Entschleunigung.

Orte der Entschleunigung


Im Bereich der Weiterqualifizierung von Kuratoren fehlt es an Orten, in denen auch
ohne Produktionsdruck Arbeitsmethoden verglichen und die jeweiligen visuellen
Regime erforscht werden können. Choreografische Zentren, Theater, Museen und
Kunstvereine mit Neugier auf eine interdisziplinäre Arbeitskultur könnten in diesem
Sinne als Katalysatoren von vorhandenen Ressourcen und Wissensreservoirs agieren.
In dem Maße, wie Künstler heute Produktionsbedingungen schaffen und Strukturen
prägen, obliegt es folglich auch der Eigenverantwortung, dem Gestaltungswillen und
dem Vermittlungsgespür von Kuratoren, neue Rahmenbedingungen mit wirtschaft-
lich argumentierenden Kulturbetrieben auszuhandeln.

Christine Peters, freie Kuratorin in Frankfurt am Main


11 TEILNEHMER VON A-Z

Heike Albrecht Stefan Hilterhaus


(Künstlerische Leiterin, Sophiensæle Berlin) (Künstlerischer Leiter PACT Zollverein Essen)
www.sophiensaele.com www.pact-zollverein.de

Prof. Dr. Beatrice von Bismarck Dr. Pirkko Husemann


(Professorin für Kunstgeschichte und (Kuratorin für den Bereich Tanz
Bildwissenschaft, Hochschule für Grafik und Hebbel am Ufer, Berlin)
Buchkunst Leipzig) www.hebbel-am-ufer.de
www.hgb-leipzig.de
Hubert Machnik
Edith Boxberger (Musiker und Komponist, Frankfurt/M.)
(Journalistin, Hamburg) www.hmach.com

Prof. Dr. Gabriele Br andstetter Florian Malzacher


(Professorin für Theater- und Tanzwissenschaft (Leitender Dramaturg und Kurator,
an der Freien Universität Berlin) Festival Steirischer Herbst Graz)
www.fu-berlin.de/theaterwissenschaft www.steirischerherbst.at

Dr. Fr anz Anton Cr amer


Dr. Nina Möntmann
(Journalist, Professor, Hochschulübergreifendes
(Freie Kuratorin, Autorin, Professorin und
Zentrum Tanz / Tanzplan Berlin)
Institutsleiterin, Department of Art Theory and the
www.udk-berlin.de/tanz
History of Ideas, Royal University College
deufert &plischke
of Fine Arts, Stockholm)
(Thomas Plischke und Dr. Kattrin Deufert, www.kkh.se
Choreografen und Videokünstler, Hamburg)
Christine Peters
www.artistwin.de
(Freie Kuratorin, Frankfurt am Main)
Ingo Diehl
Prof. Dr. Patrick Primavesi
(Leiter Ausbildungsprojekte
(Professor am Institut für Theaterwissenschaft,
Tanzplan Deutschland, Berlin)
Universität Leipzig)
www.tanzplan-deutschland.de
www.uni-leipzig.de
Iris Dressler
Dorothee Richter
(Co-Direktorin des Württembergischen
(Leiterin MAS Curating,
Kunstvereins Stuttgart)
Institute for Cultural Studies in the Arts,
www.wkv-stuttgart.de
Zürcher Hochschule der Künste)
Dr. Susanne Foellmer
www.institutculturalstudies.ch
(Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für
Madeline Ritter
Theaterwissenschaft, Freie Universität Berlin)
(Projektleiterin Tanzplan Deutschland, Berlin)
www.fu-berlin.de/theaterwissenschaft
www.tanzplan-deutschland.de
Sigrid Gareis
Dr. Jörn Schafaff
(Gründungsintendantin Tanzquartier Wien)
(Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Studiengang
Prof. Heiner Goebbels
»Kulturen des Kuratorischen«,
(Komponist und Regisseur, Frankfurt am Main, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig)
Professor und Leiter des Instituts für www.hgb-leipzig.de
Angewandte Theaterwissenschaften an der
Justus-Liebig-Universität in Gießen)
www.heinergoebbels.com
www.uni-giessen.de/theater

Prof. Asta Gröting


(Künstlerin, Professorin für Bildhauerei,
Hochschule für Bildende Künste Braunschweig)
www.astagroeting.de
12

Inhalt
2–3 Vorwort
Ingo Diehl, Madeline Ritter
4–5 Kuratorisches Handeln
Beatrice von Bismarck
6–7 Liebe Kunst
Kattrin Deufert, Thomas Plischke
8–10 Tanz/Kuratieren
zwischen Theorie und Praxis
Christine Peters
11 Teilnehmer von A–Z
12 Inhalt und Impressum

Impressum Herausgeber Tanzplan Deutschland e.V., Paul-Lincke-Ufer 42/43, 10999 Berlin, Tel. : 0049.(0)30.695797-10,
Fax: 0049.(0)30.695797-19, E-Mail: info@tanzplan-deutschland.de, www.tanzplan-deutschland.de Redaktion
Christine Peters, Barbara Schindler Gestaltung scrollan Auflage 3.000 Redaktionsschluss September 2009

Im Sinne einer besseren Lesbarkeit verwenden wir in allen Texten das generische Maskulinum. Copyright Tanzplan Deutschland -
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Tanzplan Deutschland.

Tanzplan Deutschland
ist eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes