Sie sind auf Seite 1von 2

http://www.epochtimes.

de/epoch-vital/lautlos-unsichtbar-und-geruchlos-der-silent-killer-in-der-shisha-bar-
a2185779.html

Lautlos, unsichtbar und geruchlos: Der „Silent


Killer“ in der Shisha-Bar
Von Steffen Munter9. August 2017 Aktualisiert: 9. August 2017 16:23

Es ist nicht der bedrohlich wirkende Qualm, der für die große Gefahr sorgt. Das eigentlich
Gefährliche ist das unsichtbare und geruchlose, aber äußerst giftige Atemgas Kohlenmonoxid,
früher Kohlengas genannt. Es reizt die Atemwege nicht und setzt sich im Körper fest, verdrängt den
Sauerstoff im Inneren. In Shisha-Bars wurden extrem hohe Konzentrationen des Atemgiftes
gefunden.

Eine Shisha-Bar in Berlin (Symbolbild).Foto: Carsten Koall/Getty Images


Es kann bei unvollständiger Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Produkten unter unzureichender
Sauerstoffzufuhr entstehen. Es ist geruchlos, unsichtbar und reizt die Atemwege nicht. Der „Silent
Killer“ wirkt oft unbemerkt. „Wikipedia“ schreibt dazu, dass die Dunkelziffer von Kohlenmonoxid-
Unfällen und -Todesfällen hoch sei, da eine Vergiftung wegen ihrer unspezifischen Symptomatik oft
nicht erkannt oder falsch diagnostiziert werde.
Das „Sat1-Frühstücksfernsehen“ testete Shisha-Bars auf ihren CO-Gehalt. Durch unsachgemäße
Handlungsweise wurden Konzentrationen in bereits gefährlicher Menge gemessen.
Doch auch mit geringerer Vergiftung treten typische Erscheinungen auf …
Die Wirkung im Körper
Das gasförmige Kohlenmonoxid (CO) hängt sich ähnlich der Ware in einem Lieferwagen an die
roten Blutkörperchen, die eigentlich den Sauerstoff aus der Atemluft im Körper verteilen sollen.
Durch die „Beladung“ mit CO ist der Transporter nun ausgelastet, der Sauerstoff bleibt im Depot
Lunge zurück. Dabei nutzt es die Vorliebe des Proteinkomplexes Hämoglobin für CO, die 200- bis
300-fach größer ist als die für Sauerstoff. Bei Föten beträgt der Faktor gar 600.
Außerdem behindern die kleinen CO-Gangster die Entladung der ohnehin schon wenigen mit
Sauerstoff beladenen LKWs, wodurch noch weniger von dem begehrten Element an das Gewebe
abgegeben wird.
Eine weitere diskutierte Problematik stellt ein Mechanismus dar, der einer Blausäurevergiftung
ähnelt und zu einer zellulären Sauerstoffunterversorgung führt. Bei einer Blausäure- oder Zyanid-
Vergiftung hört die Zellatmung auf, es folgt inneres Ersticken.

Symptome einer Vergiftung


Konzentration Symptome
35 ppm (0,0035 %) Kopfschmerzen und Schwindel innerhalb von 6-8 Stunden
100 ppm (0,01 %) Leichte Kopfschmerzen in 2-3 Stunden
Leichte Kopfschmerzen innerhalb von 2-3 Stunden, Verlust des
200 ppm (0,02 %)
Urteilsvermögens
400 ppm (0,04 %) Starke Kopfschmerzen innerhalb 1-2 Stunden
Schwindel, Übelkeit und Krämpfe innerhalb von 45 min, Bewusstlosigkeit
800 ppm (0,08 %)
innerhalb von 2 Stunden
1.600 ppm Kopfschmerzen, erhöhte Herzfrequenz, Schwindel und Übelkeit innerhalb von
(0,16 %) 20 min, Tod in weniger als 2 Stunden
3.200 ppm Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit in 5-10 Minuten. Tod innerhalb von
(0,32 %) 30 Minuten.
6.400 ppm Kopfschmerzen und Schwindel in 1-2 Minuten. Krampfanfälle, Atemstillstand
(0,64 %) und Tod in weniger als 20 Minuten.
12.800 ppm
Bewusstlosigkeit nach 2-3 Atemzügen. Tod in weniger als 3 Minuten.
(1,28 %)
(Quelle: Wikipedia)