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DEUTSCHE NORM Mai 1999

Zerstörende Prüfung von Schweißverbindungen an metallischen Werkstoffen


DF
Querzugversuch
Deutsche Fassung EN 895 : 1995 EN 895
ICS 25.160.40 Ersatz für
Ausgabe 1995-08
Destructive tests on welds in metallic materials — Transverse tensile test; und die im Juni 1998
German version EN 895 : 1995 zurückgezogene Norm
Essais destructifs des soudures sur matériaux métalliques — Essai de DIN 50123 : 1977-04
traction transversale; Version allemande EN 895 : 1995

Die Europäische Norm EN 895 : 1995 hat den Status einer Deutschen
Norm.

Nationales Vorwort
Die Europäische Norm EN 895 wurde im Technischen Komitee CEN/TC 121 „Schweißen“
in der Arbeitsgruppe WG 13 (früher Unterkomitee SC 5A) „Zerstörende Prüfung von
Schweißverbindungen“ erarbeitet. Das zuständige deutsche Normungsgremium ist der
Arbeitsausschuß AA 5.1/AG G 4 „Zerstörende Prüfung von Schweißverbindungen“ im Nor-
menausschuß Schweißtechnik (NAS).
EN 895 ist weitgehend identisch mit ISO/DIS 4136-1992 „Schweißen — Schweißverbin-
dungen an metallischen Werkstoffen — Querzugversuch“.

Änderungen
Gegenüber DIN 50120-1 : 1975-09 und der im Juni 1998 zurückgezogenen Norm
DIN 50123 : 1977-04 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a) Maße geändert.
b) Unterscheidung der Prüfungen an Stahl und an Nichtmetallen sowie an Schmelz-
schweißverbindungen und Preßschweißverbindungen wurde aufgegeben.
c) Zugversuche am kompletten Rohr und an Rohrausschnitten ergänzt.
d) Kerbzugprobe wurde aufgegeben.
Gegenüber der Ausgabe August 1995 wurden folgende Berichtigungen vorgenommen:
— Änderungs- und Ersatzangaben berichtigt (DIN 50123 ergänzt).

Frühere Ausgaben
DIN DVMA 120: 1937-09
DIN 50120: 1947-01, 1952-11
DIN 50120-1: 1975-09
DIN 50120-2: 1978-08
DIN 50123: 1977-04
DIN EN 895: 1995-08

Fortsetzung 8 Seiten EN

Normenausschuß Schweißtechnik (NAS) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.


Normenausschuß Materialprüfung (NMP) im DIN
— Leerseite —
EN 895
Juni 1995

ICS 25.160.40

Deskriptoren: Schweißen,Schweißverbindung, Stumpfstoßverbindung, Metall, Zugversuch, Festigkeit, Probekörper,


Abmessung

Deutsche Fassung

Zerstörende Prüfung von Schweißverbindungen an metallischen Werkstoffen

Querzugversuch

Destructive tests on welds in metallic materials — Trans- Essais destructifs des soudures sur matériaux métalli-
verse tensile test ques — Essai de traction transversale

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 14. Mai 1995 angenommen.
Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in
der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede
Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren biblio-
graphischen Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied auf
Anfrage erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch,
Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in
eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem
Zentralsekretariat mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen
Fassungen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutsch-
land, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien und dem Vereinigten
Königreich.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


European Committee for Standardization
Comité Européen de Normalisation

Zentralsekretariat: rue de Stassart 36, B-1050 Brüssel

h 1995 CEN — Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren,
sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten. Ref. Nr. EN 895 : 1995 D
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EN 895 : 1995

Inhalt
Seite
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1 Anwendungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
2 Normative Verweisungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
3 Prinzip . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
4 Benennungen und Kurzzeichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
5 Probenahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
5.1 Entnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
5.2 Kennzeichnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
5.3 Wärmebehandlung und/oder Aushärten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
5.4 Herstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
5.5 Maschinelle Bearbeitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
6 Durchführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
7 Prüfergebnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
7.1 Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
7.2 Bruchlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
7.3 Beurteilung der Bruchfläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
8 Prüfbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Anhang A (informativ) Prüfbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Vorwort
Diese Europäische Norm wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 121 „Schweißen“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom
DS betreut wird.
Diese Europäische Norm muß den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines identi-
schen Textes oder durch Anerkennung bis November 1995, und etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen bis
November 1995 zurückgezogen werden.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind folgende Länder gehalten, diese Europäische Norm zu über-
nehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien und das Vereinigte Königreich.

1 Anwendungsbereich EN 10002-1
Metallische Werkstoffe — Zugversuch — Teil 1: Prüf-
Diese Norm legt die Maße der Proben und das Verfahren verfahren
für die Durchführung von Querzugversuchen fest, mit
denen die Zugfestigkeit und die Lage des Bruches einer EN 24063
Stumpfschweißverbindung ermittelt werden. Schweißen, Hartlöten, Weichlöten und Fugenlöten von
Metallen — Liste der Verfahren und Ordnungsnum-
Diese Norm gilt für metallische Werkstoffe jeder Herstel- mern für zeichnerische Darstellung
lungsart, deren Verbindung mit einem beliebigen
Schmelzschweißprozeß hergestellt wurde.
Falls nicht anders in dieser Norm angegeben, gelten die
allgemeinen Festlegungen nach EN 10002-1. 3 Prinzip
Eine Probe, die aus einer Schweißverbindung quer zur
2 Normative Verweisungen Schweißnaht entnommen wurde, wird unter einer Zugkraft
kontinuierlich bis zum Bruch gedehnt.
Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder Wenn nicht anders festgelegt, ist der Versuch bei Raum-
undatierte Verweisungen Festlegungen aus anderen temperatur (23 t 5) 9C durchzuführen.
Publikationen. Diese normativen Verweisungen sind an
den jeweiligen Stellen im Text zitiert, und die Publikationen
sind nachstehend aufgeführt. Bei datierten Verweisungen
gehören spätere Änderungen oder Überarbeitungen die-
ser Publikationen nur zu dieser Europäischen Norm, falls 4 Benennungen und Kurzzeichen
sie durch Änderung oder Überarbeitung eingearbeitet Die Benennungen und Kurzzeichen für die Querzugprü-
sind. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe fung sind in Tabelle 1 festgelegt und in Tabelle 2 sowie in
der in Bezug genommenen Publikation. den Bildern 1 bis 3 dargestellt.
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EN 895 : 1995

Tabelle 1: Benennungen und Kurzzeichen 5.3 Wärmebehandlung und/oder Aushärten


An der Schweißverbindung oder an der Probe sind keine
Kurz-
Benennung Einheit Wärmebehandlungen durchzuführen, sofern sie nicht
zeichen durch die entsprechende Anwendungsnorm, die für die zu
prüfende Schweißverbindung gilt, festgelegt oder erlaubt
a Probendicke mm sind. Einzelheiten über jede Art der Wärmebehandlung
b Breite der kalibrierten und mm sind im Prüfbericht anzugeben. Wenn Aluminiumlegierun-
parallelen Länge gen kaltausgehärtet werden, ist die Zeit zwischen dem
b1 Kopfbreite mm Schweißen und Prüfen aufzuzeichnen.
D Außendurchmesser des Rohres 1) mm ANMERKUNG: Vorhandener Wasserstoff im eisenhalti-
d Durchmesser des Aufnahmedorns mm gen Schweißgut kann die Prüfergebnisse nachteilig
Lc Parallele Länge mm beeinflussen, und eine geeignete Behandlung zur
Wasserstoffentfernung kann notwendig sein.
Lo Anfangsmeßlänge mm
Ls Größte Breite der Schweißnaht mm
nach der Bearbeitung 5.4 Herstellung
Lt Gesamtlänge der Probe mm 5.4.1 Allgemeines
r Radius der Hohlkehle mm Die angewendeten mechanischen oder thermischen Ver-
t Dicke der Schweißverbindung mm fahren zur Entnahme dürfen die Eigenschaften der Probe
keinesfalls verändern.
1)
Das Wort „Rohr“ allein oder in Verbindung bedeutet
jede Art von „Rohr“ oder „Hohlprofil“ (ohne recht- 5.4.2 Stahl
eckigen Querschnitt).
Scherschneiden ist bei Dicken von mehr als 8 mm ausge-
schlossen. Werden die Proben aus dem geschweißten
Bauteil oder aus dem Prüfstück durch thermisches
Schneiden oder andere Schneidverfahren, die die Schnitt-
flächen beeinflussen können, herausgetrennt, sind die
5 Probenahme Schnitte in einem Abstand von mindestens 8 mm zur end-
gültigen parallelen Länge der Probe auszuführen. Thermi-
5.1 Entnahme sches Schneiden parallel zur ursprünglichen Oberfläche
Die Probe ist quer zur Schweißverbindung zu entnehmen, ist nicht anzuwenden.
wobei sich nach der Bearbeitung die Achse der Schweiß-
naht in der Mitte der parallelen Länge der Probe befindet. 5.4.3 Andere metallische Werkstoffe
Bei Rohren mit kleinem Durchmesser kann die Prüfung
Scherschneiden und thermisches Schneiden sind ausge-
am Gesamtrohr durchgeführt werden (siehe Bild 3). Falls
schlossen, es sind nur spanende Verfahren (z. B. Sägen
in den Anwendungsnormen oder zwischen den Vertrags-
oder Fräsen) zu verwenden.
partnern nicht festgelegt, bedeuten kleine Durchmesser
D I 18 mm.
5.5 Maschinelle Bearbeitung
5.5.1 Allgemeines
5.2 Kennzeichnung Die in EN 10002-1 festgelegten Grenzabmaße sind einzu-
Jedes Prüfstück ist so zu kennzeichnen, daß nach seiner halten.
Entnahme möglich ist, die genaue Stelle im hergestellten
Bauteil oder in der Verbindung, aus der es entnommen 5.5.2 Lage
wurde, zu bestimmen. Im allgemeinen ist die Dicke der Probe „a“ gleich der
Falls durch die entsprechende Anwendungsnorm gefor- Dicke des Grundwerkstoffes nahe der Schweißnaht (siehe
dert, ist die Herstellrichtung (z. B. Walz- oder Preßrich- Bild 1a). Wenn eine entsprechende Anwendungsnorm die
tung) zu kennzeichnen. Prüfung der Gesamtdicke oberhalb 30 mm fordert, kön-
Jede Probe ist so zu kennzeichnen, daß nach ihrer Ent- nen mehrere Proben entnommen werden, um die
nahme möglich ist, die genaue Stelle im Prüfstück, aus Gesamtdicke abzudecken (siehe Bild 1b). In diesen Fällen
dem sie entnommen wurde, zu bestimmen. ist die Lage der Probe in der Dicke der Schweißverbin-
Jede Probe, wenn sie aus dem Prüfstück entnommen dung festzulegen.
wurde, ist zu kennzeichnen. ANMERKUNG: Die Proben können sich überlappen.
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EN 895 : 1995

Bild 1a: Prüfung des vollen Querschnitts

Bild 1b: Prüfung des vollen Querschnitts mit mehreren Proben


Bild 1: Beispiele für die Lage der Proben in Schweißverbindungen

5.5.3 Maße
5.5.3.1 Bleche und Rohre
Die Dicke der Probe muß über die gesamte parallele Länge, L c, konstant sein. Form und Maße müssen den in Tabelle 2 mit
Bezug auf die Kurzzeichen in Bild 2 angegebenen Werten entsprechen.

Tabelle 2: Maße für Bleche und Rohre


Maße in mm

Kurz-
Benennung Stumpfschweißen
zeichen

Gesamtlänge Lt je nach Prüfgerät

Kopfbreite b1 b + 12

Breite der parallelen Länge Bleche b 12 für a ß 2


25 für a U 2

Rohre b 6 für D ß 50
12 für 50 I D ß 168,3
25 für D U 168,3

Parallele Länge 1) 2) Lc ö L s + 60

Radius an der Hohlkehle r ö 25


1)
Für Preßschweißen und Strahlschweißen (Prozesse 2, 4, 751 und 76 nach EN 24063), L s = 0.
2)
Für einige andere metallische Werkstoffe (z. B. Aluminium, Kupfer und ihre Legierungen) kann L c ö L s + 100
notwendig sein.
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EN 895 : 1995

Bild 2a: Probe für Bleche

Bild 2b: Probe für Rohre

Bild 2: Proben für Bleche und Rohre

Bei Proben, die aus Rohren herausgearbeitet sind, kann erforderlich sein, die Einspannenden einzuebnen. Dieses
Einebnen und die mögliche daraus resultierende Veränderung der Dicke darf jedoch nicht den Bereich der parallelen
Länge (L c) beeinträchtigen.
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5.5.3.2 Rohre mit vollem Querschnitt


Die Maße für zylindrische Proben an Rohren mit vollem Querschnitt enthält Bild 3.

Bild 3: Rohrzugprobe mit vollem Querschnitt

5.5.3.3 Vollquerschnitte
Die Probenmaße für Vollquerschnitte sind zwischen den Vertragspartnern zu vereinbaren. Wenn zylindrisch bearbeitete
Proben gefordert werden, müssen die Maße EN 10002-1 entsprechen mit der Ausnahme, daß die parallele Länge, L c, nicht
kleiner ist als L s + 60 mm, wie im Bild 4 angegeben.
Für Aluminium, Kupfer und ihre Legierungen ist die Fußnote 2) in Tabelle 2 zu beachten.

5.5.4 Oberflächenvorbereitung
Das Vorbereiten des Endzustandes hat spanend oder durch Schleifen zu erfolgen, wobei geeignete Vorsichtsmaßnahmen
zu treffen sind, um Oberflächenschädigungen durch Aufhärten oder Überhitzen des Werkstoffes zu vermeiden. Innerhalb
der parallelen Versuchslänge, L c, müssen die Oberflächen von Rissen und Kerben quer zur Probenrichtung frei sein.
Davon ausgenommen sind Einbrandkerben, die nicht entfernt werden dürfen, es sei denn, daß es durch die entsprechende
Anwendungsnorm gefordert wird.
Die Oberfläche der Probe ist spanend so zu bearbeiten, daß alle Nahtüberhöhungen entfernt werden, es sei denn, daß es
in der entsprechenden Anwendungsnorm anders festgelegt ist. Soweit nicht anders festgelegt, ist die Wurzelüberhöhung
im Innern von Rohren mit kleinem Durchmesser zu belassen.
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Bild 4: Zylindrische Probe für Vollquerschnitt

6 Durchführung
In Übereinstimmung mit EN 10002-1 ist die Probe senkrecht zur Schweißnahtachse allmählich und kontinuierlich zu
belasten.

7 Prüfergebnisse
7.1 Allgemeines
Die Prüfergebnisse sind in Übereinstimmung mit EN 10002-1 zu ermitteln.

7.2 Bruchlage
Die Lage des Bruchs ist festzustellen und aufzuzeichnen.
Die Seiten der Probe können, falls notwendig, makrogeätzt werden, um die Lagebestimmung zu erleichtern.

7.3 Beurteilung der Bruchfläche


Nach dem Bruch der Probe sind die Bruchflächen zu beurteilen und etwaige, die Prüfung nachteilig beeinflussende
Unregelmäßigkeiten einschließlich Art, Größe und Anzahl aufzuzeichnen. Über Fischaugen ist, falls sie vorhanden sind, zu
berichten, jedoch sind nur ihre zentralen Bereiche als Unregelmäßigkeiten zu betrachten.

8 Prüfbericht
Zusätzlich zu den in EN 10002-1 enthaltenen Informationen sind im Prüfbericht anzugeben:
a) Verweis auf diese Norm;
b) Art und Lage der Probe; Bild, falls gefordert (siehe Bild 1);
c) Prüftemperatur, falls außerhalb der Raumtemperatur;
d) Bruchlage;
e) Art und Größe von festgestellten Unregelmäßigkeiten.
Ein Beispiel für einen typischen Prüfbericht enthält Anhang A.
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EN 895 : 1995

Anhang A (informativ)

Prüfbericht

Nach pWPS Nr
Nach Prüfergebnis „Zugversuch“
Prüfergebnis „ “

Hersteller:

Prüfzweck:

Halbzeug:

Grundwerkstoff:

Zusatzwerkstoff:

Prüftemperatur:

Tabelle A.1: Querzugversuch nach EN 895

Probe-Nr/ Maße/ Fm Rm Bemerkung,


Bruchlage
Position Durchmesser z. B. Bruchaussehen
mm N N/mm 2

Prüfer oder Prüfstelle: Bestätigt durch:

Name, Datum und Unterschrift Name, Datum und Unterschrift