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GEZ: Die Steuer für das dumme Volk 15.03.

2018

Die GEZ, der Rundfunkbeitrag, soll bis 2021 monatlich um bis zu 1,70€ teurer werden. Derzeit liegt
die Gebühr bei 17,50€. Diese Meldung gibt Anlass sich noch einmal vor Augen zu führen, worum es
eigentlich geht und warum wir alle, die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands, sich gründlich
Gedanken machen müssen was wir da bezahlen, wie lange wir das schon tun – und wie lange das
noch so weitergehen soll!

Der Rundfunkbeitrag existiert seit 1923. Damals noch Rundfunkgebühr genannt, wurde sie jährlich
erhoben: 25 DM. Warum wurde sie erhoben? Ganz einfach: es gab Radioprogramme und dort liefen
Unterhaltungsprogramme. Die Urheber der Programme wollten bezahlt werden, jeder der ein Radio
besaß wurde zur Kasse gebeten, die Preise wurden erhöht und es gab regelrechte Razzien, um jeden
sogenannten „Schwarzhörer“ zu erwischen. Heute wie damals war das Vorgehen der staatlichen
Stellen hart und rücksichtslos. Familien wurden zerbrochen, denn die Gebühr überstieg schon fast die
Einkommen der Menschen. Warum haben die Menschen trotzdem gezahlt, in einer Zeit, in der es der
Weimarer Republik am schlechtesten erging? Sie taten es für das Privileg die ersten deutschen
Rundfunkprogramme zu hören. Die Technik war damals neu und die Menschen waren begeistert.

Der staatliche Zwang ist also schon lange Tradition. Wer sich Ungerechtigkeiten gefallen lässt,
empfindet sie irgendwann als normal. Die Rundfunkgebühr wird heute auch noch erhoben, wenn
man weder Fernseher, Radio noch Computer benutzt. Wir leben im 21. Jahrhundert, schreiben das
Jahr 2018. Fast jedes Kind besitzt ein Smartphone, die Technik ist überall: Schulen, Universitäten,
öffentliche Verkehrsmittel, Restaurants, Arbeitsplätze, die gesamte Wirtschaft, die Bundesrepublik
funktioniert nicht ohne diese Technik. Begeistert von Handys und Radio ist keiner mehr. Es gibt
Stimmen, die wollen das Recht auf Medien zum Menschenrecht machen, so wie die
Meinungsfreiheit. Dann gibt es noch den deutschen Staat, der will auf dieses Recht Steuern erheben!
Das ist nicht mehr zeitgemäß und widerspricht jedem gesunden Menschenverstand. Wenn wir eine
Kanzlerin haben, die das Internet noch als Neuland sieht, muss man sich über diese Entwicklung nicht
wundern – und auch nicht über die beamtendeutsche Bezeichnung für Smartphones als „neuartige
Rundfunkempfangsgeräte“.

Wie entkommt man diesem System? Zahlen muss jeder, der nur die Möglichkeit hat ein Gerät
anzuschließen! Kleiner Tipp: Damit ist jeder Haushalt gemeint. Undemokratischen Strukturen kann
man nicht entkommen, auch nicht, wenn wir als GEZ-Zahler entscheiden dürften, an welche Sender
unsere Beiträge gingen. Zwangsgebühren rechtfertigt das keinesfalls. Und ohnehin: Warum können
sich die öffentlich-rechtlichen Sender nicht durch Werbung finanzieren? Die privaten Sender machen
es doch vor, es geht auch ohne Gebühren! Etwa weil die staatlichen Sender sich dann um gute
Sendeinhalte bemühen müssten? Weil die Vorstandsvorsitzenden dann keine jährlichen Millionen
Gehälter mehr erhalten würden? Gegen die GEZ spricht auch das Urteil vom
Bundesverwaltungsgericht Ende 2017, das zusammengefasst so geht: Wer eine Leistung nicht in
Anspruch nimmt, muss auch nicht zahlen. Das ist ein gutes Urteil. Es erinnert uns daran, dass unsere
Gegner unsere Forderung nicht als unsinnig abstempeln dürfen, dass der gesunde Menschenverstand
recht behält: das Leben ist ein Geben und Nehmen. Und wer nichts nimmt, muss auch nichts geben!
Das Argument, ARD und Co. würden einen Bildungsauftrag verfolgen, ist auch zu verneinen: das
Internet bietet unzählige zugängliche, kostenlose Informationsquellen. Es gibt über 400 private TV
Sender. Die Angebote haben ein unüberschaubares Maß erreicht, sodass es von absoluter
Überheblichkeit und Arroganz der öffentlich-rechtlichen Anstalten spricht, sich als unverzichtbar zu
bezeichnen. Und trotzdem bleiben wir das dumme Volk. Warum sonst lässt man sich die GEZ
gefallen? Wo ist der Mut? Deutschland wach auf! Du bist eingeschlafen: Vor dem Fernseher!