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Baustein 3.

e – Pfadfindertechniken Seite 1

Baustein 3.e

Pfadfindertechniken
Inhaltsverzeichnis
Knoten und Bünde, Mate ria lpflege 2
Materialpflege ...............................................................................2
Knoten.........................................................................................2
Bünde..........................................................................................3
Zeltkunde 4
Grundsätzliches.............................................................................4
Kohte ..........................................................................................5
Jurte ...........................................................................................6
Kleine Zelte aus Kohtenblätter und Wander-/Bergsteigerzelte................7
Bundmaß für Aufstellstangen ...........................................................8
Holzbea rbeitung 9
Baumarten ...................................................................................9
Fälltechnik.................................................................................. 10
Holzacken .................................................................................. 10
Wer kzeug ................................................................................... 10
Feuermachen 11
Grundsätzliches und Sicherheit ...................................................... 11
Feuer entzünden ......................................................................... 11
Feuer unterhalten ........................................................................ 13
Holzarten ................................................................................... 14
Feuerarten ................................................................................. 14
Feuer löschen ............................................................................. 16
Zunder ...................................................................................... 16
Lagerbauten 18
Ka rte, Kompass und Orientiere n in de r Landsc haft 19
Landkarte................................................................................... 19
Kom pass .................................................................................... 20
Umgang mit Karte und Kompass .................................................... 20
Orientieren in der Landschaft ......................................................... 21
Koc hen im La ger 22
Fahrtenkochbuch ......................................................................... 22
Basics vorne weg......................................................................... 22
Rezepte ..................................................................................... 23
Lite raturempfehlung 29
Impressum 29
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Knoten und Bünde, Materialpflege


Materialpflege
Naturfaser
aus Baumwolle, Sisal, Hanf, Flachs und Kokos
 trocken, kühl und luftig aufbewahren
 aufgedröselte Enden mit Überhandknoten besser mit Seilabbund
(Takling) sichern

Kunststofffaser
 vor Chemikalien schützen (z.B. Lösungsmittel, Verdünner, Säuren)
 aufgedröselte Enden mit Feuer verschmelzen

Knoten

Kreuzknoten mit Aufziehschlaufe


zum Verbinden zwei etwa gleic hstarker Seile

Weberkreuzknoten (doppelter Schotstek)


zum Verbinden zwei unterschiedlich starker Seile

Achterschlinge (Webeleinenstek,
Mastwurf)
Seilende am Baum, Mast oder Pfahl befesti-
gen

Zimmermannsschlag
Seilende am Baum, Mast oder Pfahl befestigen

Strickleiterknoten
für einfach Leiter auf Türme oder Baumhäuser, von
unten nach oben
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Halstuchknoten
(Türkischer Bund)
Zierknoten fürs Halstuch

Zeltspannknoten
zum einfachen und effektiven Abspannen
von Zelten (insbesondere Jurte), am besten
ist geflochtenes Seil geeignet (Nylon)

Bünde

Parallelbund
zum Verbinden zwei oder mehrere Stangen, Ac h-
terwicklung für leichtgängigen Dreifuß

Diagonalbund
zwei Stangen im spitzen Winkel verbinden

Kreuzbund
zwei Stangen im rechten Winkel verbinden

(Bildquelle: Strunk und Abels: „Das große Abenteuer, Band1“, Verlag Wenzel, Marburg)
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Zeltkunde
Grundsätzliches
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Kohte
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Jurte
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Kleine Zelte aus Kohtenblätter und Wander-


/Bergsteigerzelte

(Quellen: Eichler, Klaus: „Handbuch für Pfadfinder“ CG-Buchverlag, München)


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Bundmaß für Aufstellstangen


Das Bundmaß ist die Höhe des Bundes an der Aufstellstange. Die korrekte
Position ist vor allem bei Verwendung von 2-3 Stangen wichtig, damit die
Jurten-Abdeckplane auf Bundhöhe befestigt werden kann.

2 Stangen

3 Stangen

2 Stangen

3 Stangen
1 Stange
Bundhöhe für
messer

Seiten-
Durch-

außen

außen
innen

innen

innen
Aufstellstangen
höhe
Kohte 3,70m 0,00m 2,50m 3,50m
(Standard)
Kohte 3,70m 0,20m 2,75m 3,60m
(mit 20c m
Bodenstreifen)
Kohte 3,70m 0,45m 3,00m 3,80m
(mit 45c m
Bodenstreifen)
Kohte 3,70m 0,70m 3,05m 4,00m
(mit 70c m
Bodenstreifen)
Hochkohte 3,70m 1,60m 4,00m 5,30m
Fünferjurte 5,10m 1,60m 3,50m 3,60m 3,60m 6,40m
Sechserjurte 6,00m 1,60m 3,80m 3,90m 3,90m 7,50m
(mit Komplett-
dach)
Sechserjurte 6,00m 1,60m 3,20m 3,30m 3,30m 6,75
Sechserjurte 6,00m 2,00m 3,50m 3,60m 3,60m
Sechserjurte, 6,00m 3,20m 4,70m 4,80m 4,80m
doppelt hoch
Großjurte 8,00m 1,60m 4,20m 4,30m 4,30m
Großjurte 8,00m 2,00m 4,60m 4,70m 4,70m
Großjurte 8,00m 3,20m 5,80m 5,90m 5,90m
Großraumjurte 9,00m 1,60m 4,20m 4,30m 4,30m
Großraumjurte 9,00m 2,00m 4,60m 4,70m 4,70m
Großraumjurte 9,00m 3,20m 5,80m 5,90m 5,90m

(Quelle: Kilgus, Richard: „Materialwart-Seminar“, RdP, Baden-Württemberg)


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Holzbearbeitung
Baumarten
Folgende Baumarten findet ihr
hauptsächlich in unseren
Wäldern sie sind unser
Lieferant in Sachen Holz.

Als Bauholz wird meist Fichte


verwendet, Fichte wächst
schnell, hat kein guter
Marktwert und ist leicht zu
bearbeitet.
Vorsicht, Fichten können
kräftig harzten, wenn ihr je
verharzt Hände habt benutzt
Butter oder Margarine und
reibt vor dem waschen damit
eure Hände eine.
(Bildquelle: Hermann, Hans
„Fachstufe Landwirt“, BLV, München)
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Fälltechnik
 Bitte beachtet nur Bäume mit
Genehmigung zu fällen
 Vorsichtig auch bei der Fallrichtung und
beim Wurf

(Bildquelle: Strunk „Das Grosse Abenteuer“, Wenzel


Verlag)

Holzacken
(Bildquelle: Strunk „Das Grosse Abenteuer“, Wenzel
Verlag)

Werkzeug
Fahrtenmesser
 Neben einem Taschenmesser ist ein richtiges Messer mit einer festen
Klinge vorteilhaft, es ist robuster und es kann kräftiger damit gearbeitet
werden
 Das Messer sollte einen Griff haben der für deine Hand passend ist,
nicht zu groß nicht zu klein
 Ein gutes Messer sollte auch gepflegt sein, ab und zu schärfen mit ei-
nem Wetzsein oder bei einem Schleifserv ice

Beil
 Das Beil zum Entasten, Anspitzen, Kleinhacken und gegebenenfalls zum
spalten
 Entasten immer in Wachstumsrichtung, sprich zur Spitze des Baumes,
bei zu dicken Ästen nutz lieber die Säge
 Ein Beil oder eine Axt niemals in den Boden rahmen, die Klinge wird
davon unheimlich stumpf
 Ein Beil könnt ihr bei einem Grat auf der Klinge oder wenn es stumpf ist
mit einer Feile abziehen oder an einem Schleifstein das selbe gilt auch
bei der Axt

Axt
 Die Axt ist hauptsächlich zum spalten und fällen vorgesehen
 Beim ausholen immer darauf achten das niemand hinter euch steht
 Der Schwung ist maßgeblich für die Schlagkraft der Axt

Säge
 Am besten geeignet für einen Lagereinsatz ist eine Handbügelsäge sie
ist robust und das Sägeblatt kann leicht gewechselt werden
 gut durchziehen, das die ganze Länge des Sägeblattes genutzt wird
 Sägeblatt sollte immer Spannung haben
 Die Schnittrichtung des Sägeblattes sollte immer auf Zug eingespannt
sein
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Feuermachen
Grundsätzliches und Sicherheit
Zum Thema Zunder ist zu sagen dass viele Baumpilzarten mittlerweile
unter Naturschutz stehen und auch bei Rohrkolbensamen sind landesrecht-
liche Naturschutzbestimmungen zu beachten.
Auch logisch ist das man eine Birke bzw. gar keinen lebenden Baum entrin-
den darf. Bitte versucht immer an die Natur zu denken bei allem was ihr
macht!
Natürlich ist auch bei allen Erklärungen hier an den gesunden Menschen-
verstand zu appellieren.
Man macht natürlich kein Feuer in geschlossenen Räumen auch nicht zu
ausprobieren! Es sollte immer eine Möglichkeit zum löschen bereitstehen,
gerade wenn man sich auf die beginnende Glut konzentriert und es "end-
lich" nach vielen Versuchen geschafft hat, ist man abgelenkt und herunter-
fallende Glut wird schnell übersehen. Vorsicht vor Verletzungen die Stein-
splitter des Feuersteins sind rassisiermesserscharf! Es empfiehlt sich, eine
Schutzbrille zu tragen oder beim Funkenschlagen die Augen leicht zu schlie-
ßen.

Alle Erklärungen und Versuche sind IMMER NUR unter Aufsicht von Erwach-
senen durchzuführen!

Beachtet bitte auch:

Ein Pfadfinder hinterlässt beim Abbruch des Lagers nur zwei Dinge:
1. Nichts
2. Den Dank an den Besitzer des Platzes

(Selbst gemachte Feuerstellen sind wieder in den Urzustand zurück zu


versetzen!)

Feuer entzünden
Es ist immer und im Voraus zu prüfen wo ein Feuer ab besten und am s i-
chersten ist! Bereite den Untergrund vor. Das heißt, entferne im Umkreis
von drei Metern brennbares Material. Wähle den Platz möglichst auf Steinen
oder Sand. Auf keinen Fall auf Heide- oder Moorboden, da sich das Feuer
unter der Oberfläche durchfressen und an anderen Orten wieder aufflam-
men kann. Stelle unbedingt sicher, dass das Feuer keinen Schaden anric h-
tet. Zum Wald und Bäumen ist ein Sicherheitsabstand zu halten. Auf Fun-
kenf lug achten. Die Feuerstelle mit Steinen umlegen, dabei ist darauf zu
achten, dass feuchte Steine wenn sie heiß werden regelrecht explodieren
können (also möglichst trockene Steine verwenden). Wenn auf einer Wiese
Feuer gemacht werden soll am besten eine Feuerschale mit Abstand zum
Boden benutzen damit die Wiese nicht zu schaden kommt (oder siehe Feuer
in Feuchtgebieten). Oder aber die Grasnarbe ausheben und in einiger Ent-
fernung aufheben um sie nachher wieder in die Feuerstelle einzusetzen.
Wenn der Platz verlassen wird muss das Feuer definitiv gelöscht sein! Das
heißt die Asche ist so kalt das du ohne Probleme mit der Hand hineinfassen
kannst. Am besten ist es auch noc h den Boden umzugraben um auch wirk-
lich alles mit Wasser gelöscht zu haben und Schwelbrände zu vermeiden.
Am ende legt der Pfadfinder ein Holzkreuz über die Feuerstelle um zu zei-
gen das das Feuer auch wirklich aus ist/war. Also wenn nach dem Wald-
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brand zu euch kommt und behauptet das wäre eure Schuld gewesen könnt
ihr zu eurer Feuerstelle zurückkehren und dem Förster euer Kreuz zeigen!

Feuerschlagen
Text: © Franz Bürk www.steinzeitfeuer.de

Von allen Methoden, auf primit ive Art Feuer zu erzeugen, ist das Feuer-
schlagen die effektivste, was aber nicht heißen soll, dass es eine Garantie
für ständigen Erfolg gibt. SEHR wichtig ist der Zunder auf ihn sollte die
meiste Auf merksamkeit fallen! (Meist ist der Zunder die einzige Schwach-
stelle! Wenn gar kein Erfolg zu sehen ist besorgt euch bei
www.steinzeitfeuer.de Zunder aus dem echten Zunderpilz ist zwar nicht
billig aber funktioniert hervorragend!)

Mit Feuerstein und Makasitstein: Lege auf dem Boden - wenn dieser nicht
ganz trocken ist, auf einem Stück Leder, Pappe oder Plastiktüte - eine ca.
Postkartengroße Fläche Zunder aus. Nimm nun den Markasitstein als Am-
boss Stein in die linke Hand (bei Rechtshändern) und den Feuerstein als
Schlagstein in die rechte Hand. Schlage nun kurz und kräftig mit einer
stumpfen Kante des Feuersteins am Markasitstein herunter, ganz knapp
nur, so dass dieser kaum berührt wird. Es ist besser, wenn einige Schläge
ins Leere gehen! Wenn jetzt ein rot glühender Kristallsplitter auf den Zun-
der fällt, beginnt dieser zu glimmen. Es kann sein, dass du beim ersten
Schlag schon zwei oder mehr Glutnester auf dem Zunder hast. Es kann aber
auch sein, dass du über 100mal schlagen musst, bis der Zunder glimmt.
Nimm jetzt ein ca. daumengroßes Stück Zunder und halte es an den Glut-
punkt, bringe es ebenfalls zum Glimmen durch leichtes Anblasen. Dieses
Zunderstück packst du jetzt in ein locker zusammen gerolltes Büschel Heu
oder Stroh, mitten hinein. Halte dieses Büschel Brennmaterial hoch und
blase hinein, immer wieder. Du kannst es auch mit deinem kreisenden Arm
herum schwenken. Manchmal genügt auch ein starker Wind, um Flammen
zu entfachen. Wenn es aus dem Heubüschel zu rauchen beginnt und wenn
dann der Rauch immer dichter wird, kommt gleich die Stichflamme!

Feuer mit Brennglas


Dass man mit Parabolspiegeln oder Linsen Licht auf einen Punkt fokussieren
konnte, wusste man schon in der Antike. Seit dieser Zeit wurden solche
Methoden immer wieder benutzt, um Feuer zu machen, jedoch nie in gro-
ßem Maßstab, sondern eher als Kuriosität. Möglich ist es aber auch mit
Brille, Fernglas, oder dem Parabolspiegel der Taschenlampe.

Feuer mit Baumwollwatte


Eine geniale Feuermethode, weil man die Zutaten meist dabei hat!

Vor allem, wenn einen Frau in der Reisegruppe ist. Man benötigt reine
Baumw ollwatte oder zwei Tampons und etwas Asche oder abgeschabte
Holzkohle vom letzten Feuer.

Meistens funktioniert die Watte, die man heute in Drogerien kaufen kann,
allerdings nicht. Sie ist glänzend-glatt und offenbar irgendwie behandelt.
Solche Watte muss mit Seife ausgewaschen und getrocknet werden. Ein
Tampon hingegen besteht aus genau der richtigen unbehandelten, stump-
fen Baumwollwatte. Zunächst werden die beiden Tampons aufgebröselt
(oder ein entsprechend großes Stück Watte genommen), ohne die Faser-
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struktur zu zerstören. Die beiden Watteteile werden übereinander gelegt.


Sie sollten ein Polster von etwa 5x10c m Länge und 15mm Höhe ergeben.
Auf eine 5c m Kante wird eine Prise (Zigaretten-) Asche gestreut. Ohne
Asche funktioniert die Methode nicht! Von dieser Aschekante her wird die
Wattenmatte stramm aufgerollt. Wie eine Rolle Klopapier. Merk dir diese
Aufroll- Richtung! Nur in dieser Richtung darfst du ab jetzt Druck geben. Roll
die Rolle unter Druck mehrfach mit der Hand über ein leicht raues Brett (ca.
40x10c m). Immer vom Körper weg. Hast du nur ein gehobeltes Brett, dann
zerkratz es kreuz und quer mit dem Messer.

Von Mal zu Mal merkst du, dass die Rolle strammer wird. Sie ist nach weni-
gem Rollen so fest wie der Ur-Tampon persönlich. Jetzt nimmst du ein
zweites Brettchen von etwa 30x8c m Größe. Lege es auf die Tamponrolle
und neig es etwas nach vorn. Leg alles auf den Boden, und knie dich diago-
nal dahinter. Fass das Oberbrett mit beiden Händen, verlagere dein Gewicht
auf das Brett. Und nun roll den Super-Tampon mindestens 200mal mit
großem Druck und Tempo hin und her. Achtung: Oberbrett nach vorn ge-
neigt lassen! Immer nur beim Vorwärtsrollen drücken. Beim Zurückholen
den Druck fortnehmen. Sonst öffnet sich die Rolle wieder. Nach 100 Malen
riechst du bereits den beginnenden Brand. Aber mach weiter. Wenn die
Rolle seitlich ausbricht, hol sie von Hand zurück und leg sie wieder richtig
hin. Aber verlier dabei nicht unnötig Zeit. Wenn du schlappmachst, lass dich
ablösen. Nach 200 Malen schneid die Rolle quer durch, wo du die größere
Hitze spürst. Das ist meist im ersten und letzten Drittel der Fall. Dann zupf
eine der Tamponhälften an der Schnittfläche auf. Wie eine Banane. Gleich-
zeitig blas aus 10c m beständig und sanft in das schwarze Innere des sich
öffnenden Tampons.

Wenn du alles richtig gemacht hast, springt plötzlich der erste Funke an.
Blas ihn bis zu einem größeren Glutnest und entzünde damit einen fußball-
großen Heuballen.

Feuer unterhalten
Ein Feuer will nicht nur angemacht sondern auch unterhalten werden, also
solltest du ihm ein schönes Lied vorsingen oder ein Gedicht aufsagen. :o)

Grundsätzliches
Es ist erstmal immer wichtig genug trockenes Holz in der Reichweite des
Feuers zu haben. Auch sollte dafür gesorgt sein das das Holz nicht feucht
wird oder schon ist. Also Unterlage bei nassem Boden und in Folie einpa-
cken wenn es regnen könnte oder wenn in der Nacht starker Nebel zu er-
warten ist.

Zuerst sollte man einen Grundaufbau immer einhalten. Von unten nach
oben: 1. Papier oder "Zunder" 2. Grober "Zunder" Trockenes Heu oder
Pappe 3.Reisig am besten mit Harz (Tanne, Föhre, abgestorbene Äste am
Stamm sind auch bei Regen meist trocken) 4. klein gespaltenes Holz 5.
etwas gröberes Holz aber gespalten (Ganzes Holz fängt sehr schlecht Feuer
da die Rinde das Holz schützt) 6. Wenn das alles brennt kann man dickeres
Holz verwenden. Nasse Holzstücke tief einkerben, um das trockene Kern-
holz freizulegen

Wenn man wenig trockenes/kleines Material hat sollte man mit einem sehr
kleinen Startfeuer beginnen und dieses w ie folgt aufbauen: Man sammelt
erst einmal Zunder (feinste Birkenrinde) und trockene Zweige, das alles
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kann man auch mit seiner Körperwärme trocknen während man einen
"Starter" schnitzt. Dazu nimmt man einen ca. Daumendicken Trockenen Ast
ca. 10 cm lang und schnitzt diesen so ein das dieses Stöckchen nachher
aussieht wie ein kleiner Weihnachtsbaum. Diesen steckt man dann in die
Erde und häuft den Zunder und die Zweige außen herum. Nun sollte es
möglich sein diesen Starter zum brennen zu bekommen und dann langsam
und behutsam ein immer größeres Feuer daraus zu machen.

Holzarten
Hölzer, die Glut bilden und daher gut zum Kochen geeignet sind:
 Ahorn
 Birke (brennt auch nass, liefert allerdings weniger Glut)
 Buche (schöne Flamme und gute Glut)
 Eiche (wenig Flamme aber tolle Glut- brennt nur sehr schwierig an!)
 Esche (vorwiegend zum Anzünden geeignet)

Hölzer, die schnell weg brennen und kaum Glut bilden, daher weniger gut
zum Kochen geeignet sind:
 Alle Nadelhölzer (die machen aber in kurzer Zeit sehr heiße Flammen)
 Erle
 Linde
 Kastanie
 Weide

Wohl dem der sich seine Holzart aussuchen kann! Meist ric htet sich der
Wald nicht nach dem "Feuermacher" :o)

Feuerarten
Sternfeuer
Punktueller Brennpunkt. Eignet sich zum Kochen und als
Wachfeuer. Es ist sehr sparsam im Holzverbrauch.
Feuer nur in der Mitte der Feuerstelle und das Brennholz immer
von außen Sternförmig ins
Feuer schieben.

Pyramidenfeuer
Zum Kochen, wenn man große Töpfe (Hordentöpfe) benutzt.
Holz wie eine Pyramide aufbauen mit Öffnung zum Wind.

Pagodenfeuer
Festfeuer. Wird auf großen Lagern entzündet. Viele
Pfadfinderinnen und Pfadfinder können sich gleichzeitig am
Schein und an der Wärme erfreuen.
Holzscheite oder Baumstämme zu einem Turm mit rechtecki-
ger Grundfläche auftürmen. Immer 2 quer 2 längs... dann
die Mitte des Turmes (Kamin) mit Reisig füllen und unten
anzünden.
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Polynesisches Feuer
Feuer ist wind- und regengeschützt. Keine Wärme geht beim
Kochen verloren. Wenn euch der Schein der Flammen nicht
verraten soll, dann wendet diese Feuerart an.
Ein Loch ausheben und das Feuer darin entfachen dann zum
nachlegen einfach das Holz am Rand entlang in das Loch stel-
len.

Hirtenfeuer
Reines Kochfeuer
Drei große Steine zusammenstellen so dass von einer Seite
befeuert werden kann. Topft draufstellen und fertig.

Galgenfeuer
Kochfeuer bei dem man den Topf vom Feuer drehen
kann. (bei schweren Töpfen)
Ein Dreibein ist das "Drehlager" und zwei Astgabeln
sind zum ablegen der Stange in den Boden gesteckt.
Wenn man den Topf vom Feuer nehmen möchte dreht
man die Haltestange von der einen Astgabel auf die
andere.

Kochtisch
Für längere Aufenthalte kann auch ein Kochtisch mit einem Feuer auf Ar-
beitshöhe gebaut werden. Den Tisch aus Holz und mit 10 cm Erde bedecken
als Wärmeschutz.

Gitterfeuer
Sehr warmes Feuer für v iele Personen.
Holz in mehreren Gittern übereinander stapeln.

Kaminfeuer
Feuer das sich selbst nachlegt! Zu verwenden zum
schlafen...
Das Brennholz im Winkel von ca. 60 Grad zum Boden zum
Feuer auf eine "Rollkonstruktion" legen. Wenn das Feuer
den unteren Balken/Ast verbrannt hat rollt automatisch ein neuer ins Feuer.
Zusätzlich wird das Holz getrocknet und die Hitze wird ref lektiert

Balkenfeuer
Brennt viele Stunden und mit viel Hitze
mehrere dicke Balken über das Feuer aufeinander
stapeln (mit Brennmaterial dazwischen).
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Feuer in Feuchtgebieten
Baue ein Podest aus frischen dicken Ästen, welches optional noch mit tro-
ckener Erde isoliert werden kann. Auch anzuwenden wenn die Wiese ge-
schont werden soll und nachher nichts mehr zu sehen sein soll.

Feuer löschen
Dies ist nicht gerade der unw ichtigste Teil beim Feuermachen. Es muss mit
großer Sorgfalt geschehen. Am besten eignet sich natürlich Wasser. Dabei
schüttet es nicht gleich literweise auf die Feuerstelle, sondern, gerade wenn
ihr nur wenig Wasser zur Verfügung habt, langsam in einem kleinen Strahl.
Vorher, oder wenn gar kein Wasser vorhanden ist, rührt ihr mit einem Stock
in der Feuerstelle wie in einem Kochtopf mit Ravioli. Man rührt dabei Sand
unter die Glut -- Die Glut kühlt sich sehr schnell ab, doch müsst ihr an der
Feuerstelle so lange warten, bis sie wirklich abgekühlt ist. Dann entfernt ihr
die Steine, legt die Grassnabe wieder auf und räumt den Rest Feuerholz
und Reisig weg.

Zunder
Feines bis feinstes brennbares Material. Es eignet sich eigentlich alles...
Löwenzahlsamen, Rohrkolbensamen (Rohrkolben wird zerpflückt und dann
in Waschpulver gewaschen. Nach dem Spülen w ird er getrocknet), feine
Rindenhäute der Birken, trockenes feinstes Heu oder Gras, Watte, kleinste
Holzsplitter, Distelsamen, Taschentuch, getrockneten Kameldung u.v.m.

Zunder kann auch selbst hergestellt werden:


Mehrere Stücke Baumwollstoff (z.B.: Jeansstoff) in der Größe von etwa
3x3c m und eine Blechdose, die ein Loch im Deckel hat, wo man ein Stöc k-
chen oder Holzspann hineinstecken kann um es zu verschließen. Zuerst legt
man die 3x3c m großen Stofffetzen in die Blechdose. Dann verschließt man
die Dose und legt sie in ein Feuer. Nach kurzer Zeit steigt aus dem Loch
Rauch auf. Wenn dann nach einiger Zeit die Dose aufhört zu Rauchen, muss
das Loch im Deckel mit einen Holzspann verschlossen und aus dem Feuer
herausgenommen werden (Vorsicht! Heiß!!). Nachdem die Dose abgekühlt
ist, kann sie geöffnet werden und der Zunder (die Baumw ollfetzen sind
nicht verbrannt, sondern nur verkohlt) ist fertig.
Anmerkung: Es gibt auch Beschreibungen in denen gar kein Loch im Deckel
vorkommt!

Zunder der aus einem Pilz gewonnen wird. Der Echte Zunderschwamm
(Fomes fomentarius) ist ein zu den Porlingen gehörender Baumpilz der auf
manchen Bäumen (Buchen und Birken) eine Fäule erzeugt. An den erkrank-
ten Bäumen entwickelt sich dann ein großer Fruchtkörper. Die Mittelschicht
desselben w ird getrocknet. Nun bedarf es nur noch eines Funkens der die-
ses sehr leicht entzündbare Material in Brand setzte. (Bezugsquelle
gebrauchsfertig www.steinzeitfeuer.de) Zunderschwamm in ca. 1-2 mm
dicke Scheiben schneiden. Geht mit einer alten Brotschneidemaschine. Die
Scheiben in eine 20%ige Salpeter-Lösung legen (z.B. 50gr Salpeter + 200
ml Wasser) Sollte nur knapp in der Lösung liegen und nicht schwimmen.
Jetzt 2 - 3 Tage stehen lassen (zwischendurch mal wenden). Danach auf
Zeitungspapier trocknen lassen. Das Ergebnis ist erstklassiger Zunder, der
beim kleinsten Funken Feuer fängt und trocken gelagert werden sollte.
(Bezugsquelle am Stück www.lederkram.de)
Baustein 3.e – Pfadfindertechniken Seite 17

Einige Worte zu Salpeter im Zunder. Durch Salpeterimprägnierung fängt der


Zunder nicht leichter Feuer. Es ist aber eine gute Methode wertvollen Zun-
der zu vernichten. Salpeter sorgt nur als Sauerstoffträger dafür, dass sich
die Glut leichter fortpflanzt. Bei der Schwierigkeit Zunder zu beschaffen
möchte man sich dieses wertvolle Gut sicher so lange wie möglich erhalten.

Quelle: http://www.pfadfinder-oth.de (DPSG Obertürkheim)


Baustein 3.e – Pfadfindertechniken Seite 18

Lagerbauten
In Sachen Lagerbauten ist fast alles möglich folgende Möglichkeiten sind
geeignet für eure Infrastruktur auf dem Lager. Es muss auch hier nicht alles
perfekt sein, die Funktionsfähigkeit der Konstrukte ist maßgeblich.

Hochfeuerstelle

Essstelle Lagerturm

(Quelle: www.dpsg-freiburg.de)
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Karte, Kompass und Orientieren in der


Landschaft
Landkarte
Grundsätzliches
- Topografische Karten (1:25 000, 1:50 000,
1:100 000)
- Kartenzeichen stehen in Legende
- Karte so halten, dass Kartenbild mit der Natur
übereinstimmt

Höhen
- Höhenlinien (eng = steil, breit = flach, über
Meeresspiegel bzw. Normal-Null)
- bei auffällige Stellen (Berg-/Hügelspitzen, Seen,
…) ist Höhe angegeben
- Unterschied Erhebung und Senke

Entfernungen
- Maßstab beachten
- Gitternetz
- Kurvenmesser
- Längenmaßstab auf Karte (Strecke auf Karte mit Zirkel,
Bleistift, … abnehmen und vergleichen)
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Kompass
Grundsätzliches
- Magnetnadel zeigt immer in Nord-Süd-
Richtung
- Nordspitze mit Leuchtmasse
- Dose mit Flüssigkeit dämpft Schwingungen
- waagerecht halten
- Missweisung (Abweichung geografischer
zum magnetischen Nordpol)

Anpeilen
- Bestimmen des Winkels zwischen Nordrichtung und
dem sichtbaren Ziel
- in Augenhöhe ca. 30-40cm Abstand zu Augen
- über Kimme und Korn (oder Visierlinie)

Umgang mit Karte und Kompass


- Karte einnorden
- Kompasszahl (Marsch-) von Karte in Natur übertragen
- Standortbestimmung durch zwei
Peilobjekte (in übersichtlichem Gelän-
de)
- Standortbestimmung durch Wegkreu-
zung (-spinne) (im Wald)
Baustein 3.e – Pfadfindertechniken Seite 21

Orientieren in der Landschaft


Nie Ohne Seife Waschen – Nord (0°) – Ost (90°) – Süd (180°) – West
(270°)

alte Kirchen
- stehen in Ost-West-Richtung (Turm auf West-, Altar auf
Ostseite)

trigonometrische Punkte (T.P.)


- ähnlich Grenzstein mit auf Südseite eingemeißeltes T.P.

Wetterseite (für Westdeutsch-


land)
- Moos wächst am Baum auf Westseite
- Jahresringe auf Wetterseite (Westen) an
Baumstümpfen weiter

Botanik
- Sonnenblume neigt Blüte nach Osten
(Sonnenaufgang)

Sterne
- Polarstern steht im Norden (Hinterachse des großen Wagens 5x verlän-
gern)

Parabolantennen (Satellitenantennen)
- nach Süden ausgerichtet (genauer: zwischen SSO und
SSW)

Sonnestand und Uhrzeit


- Stundenzeiger in Richtung Sonne
- Winkel zwischen 12 und Stun-
denzeiger halbieren = Südrichtung
- im Sommer geht die Uhr eine Stunde
vor!!!

Quellen:
Strunk, Piet und Abels, Jürgen: „Das große Abenteuer – Pfadfinderwissen
kompakt (Verlag Wenzel, Marburg)
Baustein 3.e – Pfadfindertechniken Seite 22

Kochen im Lager
Fahrtenkochbuch
Alle Rezepte sind für 8 Personen berechnet, außer es ist etwas anderes
angegeben!

Basics vorne weg


Nudeln
Zutaten:
 1kg Nudeln
 3-4l H²O
 1 Handvoll Salz
 Öl oder Margarine

Zubereitung:
Wasser in Topf, Salz und Margarine (1 großen EL) hinein, zum Kochen
bringen (Deckel drauf geht schneller). Wenn´s blubbert Nudeln rein, ca.
10min kochen lassen (genaueres steht auf der Packung) und dann mal
testen. Sind die Nudeln bissfest: Wasser abgießen, nicht die Nudeln.

Reis
Zutaten:
 1kg Reis (geschälter Langkornreis, Basmati o.ä.)
 Wasser: auf 1 Tasse Reis kommen 1,5 Tassen Wasser.

Vorsicht: 1kg Reis entspricht im Volumen NICHT 1l Wasser!

Zubereitung:
Alles in einen Topf und das ganze zum Kochen bringen (Deckel drauf!).
Nach 10 min Kochen, den Topf runter vom Feuer und warm stellen (z.B. in
eine Decke wickeln, eine Kochkiste, Kochgrube o.ä.)
Wenn Löcher im Reis sind sollte er fertig sein und nicht zu matschig.

Salzkartoffeln
Zutaten:
 4kg Kartoffeln
 Wasser, Salz

Zubereitung:
Kartoffeln schälen und besonders große halbieren oder schälen
Ab in den Topf, Salz dazu und sov iel Wasser, dass die Kartoffeln gerade
bedeckt sind.
20-30 min kochen lassen, mit einer Gabel rein stechen, wenn es sich weich
anfühlt sind die Kartoffeln fertig!
Wasser abgießen und den Topf noch mal kurz, ohne Deckel aufs Feuer, um
die Kartoffel abzudämpfen.
Baustein 3.e – Pfadfindertechniken Seite 23

Rezepte
Pfannkuchen
Zutaten:
 500g Mehl
 6 Eier
 bis 1 l Milch
 (für Speckpfannkuchen außerdem noch 600g Speck 5 Zw iebeln und
Champions)
 Gew ürze:
 Salz, Pfeffer, Kräuter ODER Salz und Zucker

Zubereitung:
Mehl und Eier gut verrühren, langsam die Milch dazurühren bis es eine
zähflüssige Masse wird. 1/4 Stunde quellen lassen. Fett in Pfanne erhitzen
und braten.

Tortellini mit Sahnesoße


Zutaten:
 1kg Tortellini
 3 Becher saure Sahne oder Schmant
 3 Becher süße Sahne
 16 Ecken Schmelzkäse (400g)
 evtl. 1 Dose Tomatenmark
 Pfeffer , Salz

Zubereitung:
Tortellini ca. 20-25 Minuten in Salzwasser kochen.(Nach Packungsanwei-
sung) Sahne, Schmelzkäse erhitzen (nicht kochen) evtl. Tomatenmark und
Gew ürze nach Geschmack dazugeben. Soße auf die abgegossenen Tortellini
geben und vermengen.

Schinken - Sahne - Soße


Zutaten:
 500g Schinken
 2 Becher Sahne
 1 Becher Sauerrahm
 6 Zwiebeln
 500g frische Champignons
 Gew ürze: Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Schinken und Zwiebeln klein schneiden und anbraten.
Sahne, Sauerrahm und Champignons zugeben evtl. etwas Wasser zugießen
und Würzen.

Tomatensoße
Zutaten:
 2kg Fleischtomaten ODER 2-3 große Dosen geschälte Tomaten
 1 Tube Tomatenmark
 1 Becher Sauerrahm
 4 Zehen Knoblauch
 Gew ürze: Pfeffer, Salz, Kräutermischung, Petersilie
Baustein 3.e – Pfadfindertechniken Seite 24

Zubereitung:
Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten klein machen. Zwiebeln und Knoblauch
im Topf anbraten. Tomaten und Tomatenmark in den Topf und mit den
Kräutern verrühren. Sauerrahm, Pfeffer und Salz, einrühren und die Soße
auf die Nudeln geben. Jetzt nur noch die Petersilie drüber und fertig.

Thunfischsauce:
Zutaten:
 10 Zwiebeln
 8 Dosen. Thunfisch (am besten in Salzwasser, sonst Öl abgießen)
 16 Knoblauchzehen
 300g Käse
 ca. 3kg Tomaten
 Olivenöl
 Salz, Pfeffer, Thymian, Rosmarin, Provencekräuter

Zubereitung:
Nudeln kochen. Zwiebeln mit Öl anbraten, Knoblauch dazu und glasig wer-
den lassen. Jetzt den Thunfisch dazu und wenn Ihr meint, dass er „gar“ ist
die Tomatenwürfel rein. Nun abschmecken und noch 10min schmoren las-
sen. Am Ende der Zeit den Käse drüberstreuen, damit er bei geschlossenem
Deckel verlaufen kann

Bauernfrühstück:
Zutaten:
 4kg gekochte Kartoffeln
 Kleingeschnittener Speck oder Salami (ca. 400g)
 8 Eier
 etwa ½ Tasse Milch
 4 Tomaten
 Gew ürze: Salz, Pfeffer, Paprika, Oregano, Petersilie, Schnittlauch

Zubereitung:
Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Speck würfeln und anbraten.
Die Kartoffeln hinein geben, Salzen und hellbraun andünsten. Die Eier mit
Milch und den Gew ürzen vermixen und mit den gewürfelten Tomaten in die
Pfanne geben. Wenn das Ei gestockt ist, Schnittlauch drüberstreuen und
aufessen.

Kartoffelsuppe
Zutaten:
 6kg Kartoffeln
 4 Möhren
 2 Stangen Lauch
 1 Sellerieknolle
 1 Becher Saure Sahne
 Brühwürfel nach Geschmack
 2-3l Wasser
 16 Würstchen
 Gew ürze: Salz, Pfeffer, Majoran
Baustein 3.e – Pfadfindertechniken Seite 25

Zubereitung:
Gemüse schälen, waschen, schneiden und im Wasser mit Salz weich ko-
chen. Die saure Sahne unterrühren, mit Gemüsebrühe Salz, Pfeffer und
Majoran abschmecken. Wer mag macht die Würstchen noc h in der Suppe
heiß.

Krautspatzen
Zutaten:
 1kg Spätzle
oder (ihr Schwaben in allen Teilen der Erde verzeiht) Nudeln
 1kg Sauerkraut
 evtl. geräucherter Speck, Dörrfleisch
 Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Spätzle kochen und abseien. Aufgewärmtes Sauerkraut unterrühren und
würzen.

Kass-Spatzen:
Zutaten:
 1kg Spätzle oder s.o.
 400g geriebener Käse
 geröstete Zwiebeln (möglichst viele).

Zubereitung:
siehe Krautspatzen

Hamburger
Zutaten für 10 Personen:
 1,5 kg Hackf leisch
 4 Eier
 5-6 alte Brötchen
 1 Bd. Petersilie
 3 Zwiebeln
 zum Würzen: Salz, Pfeffer, Curry, Majoran

als Belag:
 1 Majonäse
 1 Ketschup
 5 Zwiebeln
 1 grüner Salat
 8 Tomaten
 1 Senf
 1 kl. Glas Essiggurken
 24 Brötchen evtl. 1 Salatgurke

Zubereitung:
Einige Zeit vor Kochbeginn müssen die alten Brötchen in kaltem Wasser
eingeweicht werden, damit sie sich wieder mit Wasser voll saugen. Zum
Kochen müssen sie dann am besten zwischen 2 Brettchen ausgequetscht
werden und in halbwegs trockenem Zustand verarbeitet werden. Die
Fleischküchle bzw. Frikadellen oder wie auch immer ihr die Fleischfladen in
einem Hamburger bezeichnet, werden dann folgendermaßen zubereitet: Die
Zwiebeln werden in kleine Stücke geschnitten und angeschwitzt. Ebenfalls
Baustein 3.e – Pfadfindertechniken Seite 26

klein geschnitten wird die Petersilie. Das Hackfleisch wird dann mit den
Eiern, den noch warmen Zwiebeln, der Petersilie und den Gewürzen in einer
großen Schüssel vermengt und abgeschmeckt. Ebenfalls dazu kommen die
eingeweichten Brötchen. Wenn die Masse richtig abgeschmeckt ist, werden
daraus kleine, flache Küchle geformt und in der Pfanne angebraten. Für die
Größe solltet ihr euch eben auch nach der erforderlichen Menge an Ham-
burgern und der vorhandenen Zahl Brötchen richten. Für den Belag wird der
Salat gewaschen und die Blätter in etwas brötchengroße Stücke gerissen.
Die Zwiebeln und Tomaten werden in Ringe geschnitten, die Gurken in
Scheiben.

Kartoffeln mit Kräuterquark


Zutaten:
 4 kg Kartoffeln
 2 kg Magerquark
 2 Becher Sahne
 1 Zwiebel
 1 Bund Petersilie
 1 Bund Schnittlauch
 weitere Kräuter nach Lust und Laune, evtl. auch Wildkräuter
 Salz
 Pfeffer

Zubereitung:
Kartoffeln in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Kochzeit beträgt
40-50 Minuten. Am besten ab und an die Kartoffeln mit einer Gabel anpiek-
sen um zu sehen, ob sie schon gar sind. Den Quark mit der Sahne in einer
Schüssel glatt rühren. Falls die Masse noch zu fest ist, noch etwas Milch
zufügen. Die Zwiebel und die Kräuter möglichst klein hacken und unter die
Quarkmasse mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kartoffeln schälen
und dazu servieren.

Chili Con Carne:


Zutaten:
 1kg gemischtes Hack (alternativ geht auch Sojagranulat, weil´s nicht so
schnell verdirbt wie Hackf leisch, bzw. für die Vegies unter uns!)
 1,5 kg Tomaten
 4 große. Dosen Kidney Bohnen
 5 bunte Paprikas
 2 große Dosen Mais
 6 Zwiebeln
 Bier zum ablöschen
 Chilipulver oder Tabasco
 Salz, Pfeffer scharfes Paprikapulver

Zubereitung:
Tomaten würfeln und mit etwas Wasser schon mal hoch übers Feuer hän-
gen. In einer Pfanne Hack anbraten, würzen und dann die Zwiebeln dazu
und glasig dünsten. Mit Bier ablöschen und zu den Tomaten geben. 10min
kochen lassen. Die Paprika in Streifen dazu und weiterkochen. 5min später
die Bohnen und den Mais dazu (Dosen vorher NICHT abkippen), schön
scharf würzen!
Baustein 3.e – Pfadfindertechniken Seite 27

Reis mit Scheiß


Zutaten:
 4 EL Öl
 3 Zwiebeln
 2 Knoblauchzehen
 500g Hackf leisch (oder Sojagranulat, wegen dem leichteren Lagern)
 2 l Fleischbrühe
 4 Tomaten
 2 rote Paprika
 4 grüne Paprika
 750 g Reis
 Salz, Pfeffer Kräuter der Provence

Zubereitung:
Gemüse waschen und würfeln. Alles in einen Topf geben und ca. 30min
kochen lassen, würzen- Fertig!

Stockbrot
Zutaten:
 1 Päckchen Backpulver
 300g Mehl (für Fladen, die auf der Glut gebacken werden unbedingt
Dinkelvollkorn!)
 etwas Wasser
 Salz, Gewürze

Zubereitung:
Aus den Zutaten einen zähen Teig kneten. Zu Fladen ausrollen und auf der
Glut backen oder um einen Stock wickeln und backen.

Griesbrei
Zutaten:
 4l Milch
 300g Zucker
 40g Butter
 500g Grieß
 Pries Salz
 Etwas Kaltes Wasser
 3 große Gläser Kirschen, Früchte ODER Zucker +Zimt ODER Schoko-
lade

Zubereitung:
Damit die Milch nicht gleich anbrennt, bedeckt Ihr den Topfboden mit etwas
kaltem Wasser. Danach die Milch mit etwas Butter, dem Zucker und etwas
Salz zum Kochen bringen. Nun den Grieß hineinstreuen und unter kräftigem
und ununterbrochenem Rühren ausquellen lassen.
Nach Lust und Laune mit Schokolade bestreuen, oder mit Zucker+ Zimt
oder Obst dazu usw.

Milchreis (Grundrezept)
Zutaten:
 500g Rundkorn-Reis
 1l Wasser
 2l Milch
 ½ Tasse Zucker
Baustein 3.e – Pfadfindertechniken Seite 28

 1 Prise Salz
 Zum Drüberstreuen: Zucker + Zimt

Zubereitung:
Milch unter Rühren zum Kochen bringen.
Reis im geschlossenen Topf bei schwacher Hitze ca. 40 Minuten quellen
lassen und gelegentlich umrühren.
Süßen und evtl. Apfelmus dazu.

Quellen:
Der kleine Komolze
www.stamm-argonauten.de/index.php?rezepte
Baustein 3.e – Pfadfindertechniken Seite 29

Literaturempfehlung

AUTOR TITEL VERLAG ORT JAHR

Wacker, Manfred „Querweltein“ Georgs-Verlag Neuss- 1989


(mawa) Holzheim

Strunk, Piet „Mein Pfadf inderbuch“ Verlag Karl Wen- Marburg 1979
zel

Strunk, Piet und „Das große Abenteuer Verlag Wenzel Marburg 2000
Abels, Jürgen – Pfadfinderw issen“
kompakt

Eichler, Klaus „Handbuch für Pfad- CG-Buchverlag München 1998


finder“

Kaser, Conrad „Werkstatt 4 – Seite Georgs-Verlag Düsseldorf 1985


und Knoten“

Kort mann, Georg „Holz, Werkzeug, Georgs-Verlag Neuss 1999


Lagerbauten“

Ursula, Petra und „Kinder in ihrem Ele- Don Bosco- 2000


Bezdek, Monika ment“ Verlag

von Gottberg, Hans „Fahrten-Fern- Enzlin und Reutlingen 1983


Abenteuer“ Lablin-Verlag

Oliver- Becker, Timo „Der kleine Komolze“ Stamm Hagen


(Pato) und Rede, von Troja, Deu-
Paul (Momo) terscher Pfadfin-
derbund Hanno-
ver

Impressum
© Team 3.e 2005 des Diözesanverbandes Rottenburg-Stuttgart
Jutta Unkelbach, Michael Kopp, Jürgen Heimpel und Tobias Miltenberger