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WH Zwickau (FH) Schneid- und Umformw erkzeuge für die WZM/UZAW

Maschinenbau/Kfz-Technik
Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
© 1996 Klepzig/WH Zwickau, FB MBK – Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung u. Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Kompendiums darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers reproduziert o. unter

Vorlesung
Deckbl.doc - Überarbeitung: Freitag, 03.03.00, 12:45 Uhr

Werkzeugkonstruktion
Schneid- und Umformwerkzeuge für die
Blechbearbeitung (Stanzwerkzeuge)

Bilder und Tafeln


Kontrollfragen zur Prüfungsvorbereitung
Aufgabenstellung zum Beleg Werkzeugkonstruktion

Lehrmaterial - nur für den hochschulinternen Gebrauch!


Bearbeitungsstand für Sommersemester 2002
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

Prof. Dr.-Ing. habil. Wolf Klepzig

Fachgebiet: Werkzeugmaschinen
Lehrgebiete: Umformende, zerteilende und abtragende Werkzeugmaschinen
und Werkzeuge sowie CAD/CATIA
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus:

Gebäudekomplex Technikum I, Zimmer T 220


Äußere Schneeberger Straße 15 - 19
( (0375) 536 1735
e-mail: wolf.klepzig@fh-zwickau.de
WH Zwickau (FH) Schneid- und Umformw erkzeuge für die WZM/UZAW
Maschinenbau/Kfz-Technik
Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr

Gliederung zur Vorlesung


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Vorlesung

1 Einleitung - Bedeutung, Einordnung in das Fertigungssystem 1.


2 Begriffe, Einteilung der Werkzeuge
3 Allgemeiner Aufbau der Werkzeuge
4 Platinenlage im Band (Streifenbild) 2.
Gliedrg.doc - Überarbeitung: Donnerstag, 25.10.2001, 10:32 Uhr

5 Vorschubbegrenzung
6 Erforderlicher Stößelhub 3.
7 Streifenführung
8 Arbeitsstufenfolge (Streifenlayout)

9 Abführen der Werkstücke und des Abfalls aus dem Werkzeug


10 Schneidwerkzeuge, Schneidstufen in Werkzeugen 4.
10.1 Kräfte, Schneidarbeit, Arbeitsweg
10.2 Schneidstempelbeanspruchung
10.3 Schneidstempelgestaltung 5.
10.4 Schneidplattengestaltung
10.5 Schneidspalt-, Stempel- u. Schneidplattenmaße
10.6 Werkstoffe für Aktivelemente der Schneidwerkzeuge 6.
11 Biegewerkzeuge, Biegestufen in Folgeverbundwerkzeugen
11.1 Varianten des Gesenkbiegens
11.2 Gestreckte Länge des Biegeteils
11.3 Minimaler und maximaler Biegeradius
11.4 Rückfederung der Biegung
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11.5 Gestaltung der Aktivelemente 7.


11.6 Kräfte, Biegearbeit
11.7 Werkstoffe für Aktivelemente der Biegewerkzeuge
11.8 Federn in Werkzeugen (nur bei 8 Vorlesungen)

12 Kragenziehen 8.
13 Werkzeugaufnahme auf der Presse
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus:

14 Sicherheitstechnische Maßnahmen
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Maschinenbau/Kfz-Technik
Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr

Kontrollfragen zur Prüfungsvorbereitung, Teilgebiet "Schneid- und Umformwerkzeuge für die


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Blechbearbeitung"
1. Was wird gemäß DIN 9869 u. 9870 verstanden unter Ausschneiden, Lochen, Abschneiden, Ausklinken,
Einschneiden, Beschneiden, Nibbeln bzw. Knabberschneiden und Feinschneiden?
2. Skizzieren Sie die Anordnung der Aktivelemente, der Pressplatte und des Auswerfers beim Feinschneiden!
3. Wodurch unterscheiden sich Gesamtschneid- und Folgeschneidwerkzeuge hinsichtlich Funktion, Eignung für
welche Form und Größe der Blechteile, zu erreichender qualitativer Eigenschaften der Blechteile und
Mengenleistung? Begründen Sie diese Unterschiede!
Prueffrag.doc - Überarbeitung: Freitag, 03.03.00, 11:39 Uhr

4. Skizzieren Sie die Anordnung der Aktivelemente, des Auswerfers und der Abstreifplatte eines
Gesamtschneidwerkzeuges?
5. Wie werden die Platinen aus dem Werkzeugraum eines Folge- und eines Gesamtschneidwerkzeuges
entfernt?
6. Was ist ein "Verbundwerkzeug"?
7. Warum werden "Leerstufen" in einem Folgeschneid- bzw. Folgeverbundwerkzeug notwendig?
8. Welche Führungsarten zwischen Werkzeugoberteil und -unterteil finden Anwendung? Für welche
Anwendungsbedingungen kommen die einzelnen Führungsarten in Betracht?
9. Welche Aufgabe hat die Druckplatte? Welche Eigenschaften muss der Werkstoff der Druckplatte aufweisen?
10. Welche Funktion hat der Abdrückstift im (Matrizen-)Auswerfer eines Gesamtschneidwerkzeuges?
11. Welche Funktionen haben Hubbegrenzungsbolzen und Aufschlagbolzen?
12. Welche Möglichkeiten kennen Sie, einen genauen Vorschubschritt zwischen den einzelnen Stufen eines
Folgewerkzeuges zu realisieren? Wann werden Anschneideanschläge, wann Einhängestifte/-winkel/-stücke
verwendet? Erläutern Sie die Funktion der Elemente zur Vorschubbegrenzung!
13. Welche Vor- und Nachteile haben gefederte Suchstifte?
14. Wann und warum sollen Seitenschneider und andere Stempel bei offener Schnittlinie in der Schneidplatte
hinterführt werden (Unterteilführung)?
15. Wie sind Seitenschneider und gegebenenfalls Anschneideanschläge bei Streifenverarbeitung in einem
Folgewerkzeug mit vielen Stufen anzuordnen, damit der Streifenabfall minimiert wird? Zeichnen Sie Elemente
zur Vorschubbegrenzung in eine gegebene Arbeitsstufenfolge ein!
16. Berechnen Sie den erforderlichen Stößelhub (und den Federweg bei gefederter Führungsplatte) für ein
gegebenes Werkstück und eine gegebene Werkzeugkonstruktion bei Verwendung einer durch die Presse
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angetriebenen Vorschubeinrichtung! Welche minimale Hubgröße kann hingegen erreicht werden, wenn eine
Vorschubeinrichtung mit Eigenantrieb verfügbar ist und die Presse in der Betriebsart Einzelhub gefahren wird?
17. Welche Arten der Streifen-/Bandführung im Werkzeug kennen Sie und welche Aufgaben hat die
Streifenführung zu erfüllen?
18. Durch welche Elemente wird verhindert, dass sich das Band mit dem durch das Schneiden entstehenden Grat
an seiner Unterseite in Schneidplattendurchbrüchen beim Vorschub verhakt?
19. Skizzieren Sie für die Herstellung eines gegebenen Blechformteils in einem Stanzwerkzeug zweckmäßige
Streifenbilder und Arbeitstufenfolgen! Bewerten Sie diese!
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus:

20. Berechnen Sie für ein gegebenes Werkstück Schneid- und Abstreifkraft, Umformkräfte, Arbeitsbedarf,
Schneid- und Biegespalt, Blechrückfederung, Stempelbeanspruchung, Maße für Stempel und Matrize unter
Berücksichtigung des Verschleißes und der Matrizennachschliffe! Wählen Sie die Werkstoffe für Stempel und
Matrize aus!
21. Skizzieren und begründen Sie Möglichkeiten zur Kompensation der Blechrückfederung beim Biegen!
22. Skizzieren und begründen Sie Vorzugsvarianten der Stempelbefestigung!
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Maschinenbau/Kfz-Technik
Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
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Literatur und Quellenverzeichnis für Bildmaterial


/1/ Lange, K.: Umformtechnik. Bd. 3. Blechverarbeitung. Berlin, Heidelberg u.a.: Springer, 1990

/2/ Jahnke, H.; Retzke, R.; Weber, W.: Fertigungstechnik - Umformen und Schneiden. Berlin: Technik, 1981

/3/ Romanowski, W. P.: Handbuch der Stanzereitechnik. Berlin: Technik, 1965

/4/ Tschätsch, H.: Handbuch Umformtechnik. 3. Aufl. Darmstadt: Hoppenstedt, 1990

/5/ Hilbert, H.L.: Stanzereitechnik. München: Hanser, 1970


Quellen.doc - Überarbeitung: Freitag, 03.03.00, 12:08 Uhr

/6/ Oehler, G.; Kaiser, F.: Schnitt-, Stanz- und Ziehwerkzeuge. Berlin, Heidelberg u.a.: Springer, 1993

/7/ VDI-Richtlinien, Düsseldorf: VDI-Verlag, z. B.: (z. T. zurückgezogen)

3346 Sicherheitsmaßnahmen an Stanzwerkzeugen


3351 Verbundwerkzeuge
3355 Kugelführungen, Einbaurichtlinien
3356 Richtwerte für die Ausführung von Führungssäulen, Säulenlagern, Führungsbuchsen, Klammern
für Stanzerei-Großwerkzeuge
3358 Vorschubbegrenzung in Stanzwerkzeugen
3359 Blechdurchzüge; Fertigungsverfahren und Werkzeuggestaltung
3360 Sicherung von Stanzwerkzeugen
3361 Zylindrische Druckfedern ... für Stanzwerkzeuge
3362 Gummifedern für Stanzwerkzeuge
3367 Richtwerte über Steg- und Randbreiten in der Stanztechnik; Ermittlung der Streifen- und
Werkstückanzahl (zurückgezogen, aber f. Studenten noch verwendbar)
3368 Schneidspalt, Schneidstempel- und Schneidplattenmaße für Schneidwerkzeuge
3369 Gießharze im Schnitt- und Stanzwerkzeugbau
3370 Mechanisierte und automatisierte Arbeitsvorgänge in Stanzwerkzeugen; Einlegearbeiten
3372 Vermeiden des Zurückkommens von Abfallbutzen, Ausschnitten, Ausklinkungen
3374 Lochstempel
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3382 Präge-Richtwerkzeuge
3388 Werkstoffe für Stanzwerkzeuge
3389 Biegeumformen; Technologie, Abbiegewerkzeuge, Keilbiegen, elastische Kissen

/8/ Klepzig, W.: Berechnung von Schneidstempeln in Lochwerkzeugen. In: Maschinenbautechnik 31(1982),
Nr. 1, S. 40 - 42

/9/ Jehmlich, E.: Methoden der Schneid- und Umformtechnik. Dresden: IRO, 1966

/10/ NN.: Datenspeicher Umformverfahren, Teil 01, Subdatenspeicher Schneiden von Blech in Werkzeugen und
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus:

auf Scheren. Chemnitz, FZW, 1974

/11/ NN.: Datenspeicher Umformverfahren, Teil 02, Subdatenspeicher Biegen von Blech in Werkzeugen.
Chemnitz, FZW, 1974

/12/ Aluminium-Taschenbuch, Bd. 2, 15. Auflage, Düsseldorf: Aluminium-Verlag, 1996

/13/ Hellwig, W.: Spanlose Fertigung: Stanzen. 3. Aufl. Wiesbaden: Vieweg, 2001
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Tab1.doc über Zwischenablage, dann Textrichtung Tafel 1.doc - Überarbeitung: Mittwoch, 17.01.2001, 15:00 Uhr Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
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Werkstoff Verwendungszweck Bemerkungen


alte Kurzzeichen Härte bzw.
DIN-Nr. Norm Festigkeit
Aktivteile
1.2436 X210CrW12 60 bis 64(65) Schneidplatten und -stempel, besonders luft-, öl- und warmbadhärtbar
EN ISO 4957 [HRC] geeignet für genaue und schwierige hohe Schneidfähigkeit, verzugsarm
WH Zwickau (FH)

Schnittteile, Schneidstempel und Ziehringe geeignet zum Hartverchromen, nicht nitrierbar


Werkzeugmaschinen

für dünne Bleche, Schneidsegmente höchst verschleißfest


Maschinenbau/Kfz-Technik

für Dicken < 40 mm


1.2842 90MnCrV8 56 bis 60(63) Schneidplatten und -stempel, Form- und ölhärtbar (bis 35 mm durchhärtend), nur geringer
EN ISO 4957 [HRC] Abkantbacken, Druckplatten, Schneid- Verzug, schnitthaltig, zäher als X 210CrW12
segmente für Kleinserie, Suchstifte,
Streifenheber, Einhängestifte,
Anschneideanschläge
1.2379 X153CrVMo12 56 bis 62(64) Biegestempel u. -matrizen, Auswerfer, hohe Anlaßbeständigkeit, daher
EN ISO 4957 [HRC] Massivprägematrizen u. -stempel mit gut nitrierbar, öl- und luft-härtbar, Anwendung bei
tiefen Gravuren, Schneidstempel für automat. Härteanlagen statt 90MnCrV8
nichtrostende Bleche, Ziehringe und
-stempel, Form- u. Abkantbacken
1.2550 60WCrV8 54 bis 56(59) Schneidplatten und -stempel bei dicken schlagzäher Ölhärter,
EN ISO 4957 [HRC] Blechen/hohen Schnittkräften, Massiv- Durchhärtung nur bis ca. 30 mm gewährleistet
prägesenke, Sicken- u. Bördelrollen,
Nietdöpper, Schneidmesser
G estellbauteile
1.0038 RSt 37-2 370 bis 450 Teile für allgem. Zwecke in Werkzeugen gut schweißbar, „schmiert“ beim Spanen,
EN 10025 [N/mm²] und Transferstraßen, Mechanisierungs- RSt 44-2 besser bearbeitbar
elemente, Grund- und Kopfplatten
Blechbearbeitung (Stanzwerkzeuge)

1.0570 St 52-3 N 520 bis 620 Grund-, Kopf- u. Zwischenplatten, Aufnahmen, geringe Aufhärtung beim Brennschneiden,
Schneid- und Umformwerkzeuge für die

EN 10025 [N/mm²] Auswerfer u. Abstreiferplatten, Stempelhalte- schweißbar


platten, Matrizenaufnahmeplatten

1.7131 16MnCr5 800 bis 1100 Führungsleisten u. a. -elemente, Teile für hohe Schlagbiegefestigkeit,
EN 1084 [N/mm²] im Kern Keiltriebe, Ritzel, Klinken, Schaltnocken Einsatzhärten (Oberflächenhärte HRC 62)

Weitere Spezifikationen, insbesondere auch Gusswerkstoffe für Großwerkzeuge, nach zurückgezogener VDI 3388, für Schneidwerkzeuge auch B. 77 u. 78

Tafel 1: Ausgewählte Werkstoffe für Schneid- und Umformwerkzeuge


WZM/UZAW
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Maschinenbau/Kfz-Technik
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Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr

Schneiden
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Maximale Schneidkraft (Kraftverlauf Bilder 54 u. 55)


F̂S = xF × f × Rm × s × lS ( T2/1 )
xF Verhältnis Schneidwiderstand kS zu Zugfestigkeit Rm (Bild 57)
f Korrekturfaktor bei Schräganschliff (Bild 58)
s Blechdicke
lS Länge der Schnittlinie
Querkraftkomponente der Schneidkraft (für offene Schnittlinie) nach /1/, S. 122
Tafel2_2002.doc - Überarbeitung: Mittwoch, 22.05.2002, 12:47 Uhr

FSQ » ( 0,02 ... 0,2 ) × FS ( T2/2 )


Abstreif- bzw. Rückzugskraft
FR » CR × F̂S ( T2/3 )
CR Abstreifkraft-Faktor (Bild 59)
Kraft zum Ausdrücken des Ausschnittes aus der Matrize /1/, S. 123 (für u : s = 0,001)
FA » 0,005 × F̂S Offenbar Einzelplatine, größere Kraft für Platinenpaket im Matrizendurchbruch ( T2/4 )
Schneidarbeit
h1 + s
WS = ò FS (h) dh = FS × s ( T2/5 )
h =h1
WS = m × F̂S × s ( T2/6 )
m Kraftverlaufsfaktor (Bild 60)
Biegen, Teil 1 Abbiegen
Maximale Biegekraft (schematischer Kraftverlauf Bild 92)
F̂B = ( 0,2 ... 0,22 ) × s × lB × R m ( T2/7 )
lB Länge der Biegekante(n)
Endkraft zum Nachdrücken (ohne Prägen der Radien, nach Bild 93)
FEN ³ 3 F̂B ohne Gegenhalter ( T2/8 )
1 1
FEN = 0 o. aber FEN ³ FG K1 F̂B mit Gegenhalterkraft FG ³ F̂B eigentlich kein Nachdrücken ( T2/9 )
3 3
erforderlich, wenn FG Boden wirklich eben hält.
Erforderliche Kraft zum Prägen der Biegeradien (Bild 94)
FRP = R p 0,2 × K RP × å
p i × lP i ( T2/10 )
i
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KRP Fließgrenz-Korrekturfaktor (Bild 94)


p Breite der geprägten Zone (Bild 94)
lP Länge der geprägten Biegekante(n) der Prägebreite p
Stößelkraft im UT
FSt = FEN + FRP + FGUT ( T2/11 )

Biegearbeit beim Abbiegen - analog Gln. ( T2/5 ) über Biegewinkel oder Biegeweg bzw. praktikabler nach
WB » m × Fmax × hB (Fmax = FEN für Normalfall FEN ³ FB max ( T2/12 )
Fmax = FB max für FEN < FB max)
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus:

hB = rM + rSt + s ( T2/13 )
m = 0,32 ohne Gegenhalter, m = 0,63 mit Gegenhalter
rM Matrizenradius, rSt Stempelradius
Gegenhalterarbeit bis zum UT bei einem Hub des Gegenhalters HG
FGUT + FG OT
WG = × HG ( T2/14 )
2
Tafel 2: Zusammenstellung der Gleichungen zur Kraft- und Arbeitsberechnung, Teil 1
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Maschinenbau/Kfz-Technik
Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
Tafel3.doc - Überarbeitung: Montag, 29.01. 2001, 20:58 Uhr Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr

Biegen, Teil 2 Keilbiegen


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Maximale Biegekraft
1,5 × R m × s 2 × lB
F̂B = nach VDI 3389, Bl. 3 ( T3/1 )
w
æ 4sö s2
F̂B = ç1 + ÷ × R m × lB × nach /6/, S. 213 ( T3/2 )
è w ø w
lB Länge der Biegekante(n)
w Gesenkweite (Bild 96)
w » 1,5 × (rE + rSt + 5 s) nach Pelgrimm lt. VDI 3389, Bl. 3 ( T3/3 )
rE Einlaufradius (Bild 96)
rSt Stempelradius
rE = ( 3 ... 4 ) × s ( T3/4 )
Endkraft zum Nachdrücken (ohne Prägen der Radien)
Nach /1/, S. 274 oder /3/, S. 100 oder näherungsweise mit ( T3/5 )
FEN » 2 F̂B nach /2/, S. 218 für formschlüssiges V-Biegen ( T3/5 )
Biegearbeit beim Keilbiegen (V-Biegen) nach /2/, S. 219
WB » m × FEN × hB ( T3/6 )
hB = 0,5 w - 0,35 s - 0,4 rSt ( T3/7 )
m = 0,32 formschlüssiges V-Biegen (geschlossenes Gesenk, Bild 96)
m = 0,63 freies V-Biegen (offenes Gesenk)
Kragenziehen
Maximale Kraft zum Durchziehen bei ebener Stirnfläche mit Kantenrundung nach Romanowski /3/, S. 256
æ d + d3 ö
F̂K » 1,1× p × s × R m × çç 2 - d 4 ÷÷ ( T3/8 )
è 2 ø
d 2 bis d 4 nach Bild 98

Kleinere Kräfte F̂K* bei anderer Stempelform nach Werkstattstechnik 48(1958) 8, S. 413 - 420 [kleinere Werte] und
Wilken nach /1/, S. 527 f. [größere Werte] sowie nach /3/, S. 256
Stempelform: Halbkugel F̂K* = ( 0,63 ... 0,71) × F̂K
Kegel F̂K* = ( 0,75 ... 0,86 ) × F̂K
Traktrix F̂K* = ( 0,37 ... 0,431) × F̂K
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

Kraft zum Kragenprägen gem. Bild 103 nach /6/, S. 287 (Auszug daraus in /4/, S. 184) oder als grober Überschlag
mit ( T3/9 )
FK Pr » A Pr × ( 3 ... 4 ) × R p 0,2 ( T3/9 )

A Pr projizierte Prägefläche

d2
A Pr = p × 2 ( T3/10 )
4
d 2 nach Bild 98
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus:

Kraft zum Ziehen weiter Kragen nach Vorlesung Fertigungstechnik, Prof. S. Kluge

Tafel 3: Zusammenstellung der Gleichungen zur Kraft- und Arbeitsberechnung, Teil 2


Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: *.gif und *.pps B2.DOC - Überarbeitung: Mittwoch, 22.05.2002, 14:33 Uhr Druck: 22.05.2002, 14:34 Uhr
© 1996 Klepzig/WH Zwickau, FB MBK – Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung u. Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Kompendiums darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers reproduziert o. unter
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Werkzeugmaschinen

Haspel als
Maschinenbau/Kfz-Technik

Coilspeicher
Richtmaschine
Walzenvorschub

Bandschlaufe
Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge)
Schneid- und Umformw erkzeuge für die

Werkzeug
Presse mit

Bild 2: Fertigungssystem zur automatischen Bandverarbeitung


„Zerhacker“
Abfallschere
Bild 1: Blechteile einer

Firmenbild Wanzke
PKW-Karosserie (Audi)
WZM/UZAW
Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B3_4.DOC - Überarbeitung: Mittwoch, 22.05.2002, 14:59 Uhr Druck: 22.05.2002, 15:00 Uhr
© 1996 Klepzig/WH Zwickau, FB MBK – Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung u. Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Kompendiums darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers reproduziert o. unter
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Ausschneiden
WH Zwickau (FH)

Werkzeugmaschinen
Maschinenbau/Kfz-Technik

für nachfolgendes Umformen


Ausklinken zum Freischneiden
Lochen

(Nibbeln)
Knabberschneiden

Bild 4: Schneidverfahren
Abschneiden

Einschneiden und Biegen


Bild 3:
Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge)
Schneid- und Umformw erkzeuge für die

CAD-Werkzeugkonstruktion
als Modul des CIM-Konzepts

Beschneiden eines Tiefziehteils


Herstellen eines Teils der
Außenform durch Ausklinken
WZM/UZAW
Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
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Maschinenbau/Kfz-Technik
Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
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Kriterium Merkmal und Benennung (Wz als Abkürzung für Werkzeug)

Fertigungs- Oberbegriff: - Schneidwerkzeuge


verfahren - Umformwerkzeuge
- Verbundwerkzeuge (mehrere Verfahren in einem Wz)

Unterbegriff: Schneid-Wz, Biege-Wz, Tiefzieh-Wz, Präge-Wz, Gesenkschmiede-Wz u. a.

Beispiele:
Schneiden Biegen Tiefziehen
B5.doc - Überarbeitung: Mittwoch, 08.03.00, 10:09 Uhr

Ausschneid-Wz Gesenkbiege-Wz Formstempeltiefzieh-Wz


Abschneid-Wz - Keilbiege-Wz Gesenktiefzieh-Wz
Trennschneid-Wz - Abbiege-Wz
Ausklink-Wz - Formbiege-Wz
Loch-Wz Schwenkbiege-Wz
Beschneide-Wz Rollbiege-Wz
Nachschneid-Wz Knickbiege-Wz
Feinschneid-Wz
Abgrat(schneid)-Wz
Knabberschneid-Wz

Anordnung - Bearbeitung in einer Stufe, Teil mit einem Stößelhub fertiggestellt, Band-/Streifen- o.
mehrerer Stückgutverarbeitung
Arbeitsvorgänge Gesamtschneid-Wz (B. 13), Gesamtverbund-Wz (mehrere Verfahren in einer Wz-Stufe, B. 14)

- Bearbeitung in mehreren Stufen nacheinander mit Werkstückvorschub von Stufe zu Stufe, Teil mit
mehreren Stößelhüben fertiggestellt

* Band- bzw. Streifenverarbeitung („Quasi-Fließgut“), Werkstück bleibt bis zur letzten Stufe mit dem
Band-/Streifen verbunden
Folgeschneid-Wz (B. 15), Folgeverbund-Wz (B. 16)

* Stückgutverarbeitung, Werkstück wird mit Greifervorschubeinrichtungen von Stufe zu Stufe


weitergegeben
Stufen-Wz als Teil des „Stufen-Wz-Satzes“, auch als Transfer-Wz benannt

Zahl der - Einfach-Wz.( „Einfach“ entfällt i. Allg. bei der Benennung)


gleichzeitig - Mehrfach-Wz, in der Regel mehrere gleiche Teile zur besseren Materialausnutzung im Streifenbild
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

bearbeiteten „verschachtelt“, d. h. gleiche Aktivelemente n-fach angeordnet


Werkstücke z. B. Zweifach-Gesamtschneid-Wz, 4-fach Folgeverbund-Wz

Führung zwischen - ohne Führung im Wz (Freischneid-Wz B. 6)


Werkzeugober- - Unterteilführung, auch „Hinterführung“, „Schneidplattenführung“(Ausklink-Wz B. 7)
und -unterteil - Plattenführung (Ausschneid-Wz B. 8)
- Säulenführung, mit 2 o. 4 Säulen, als Gleit-, Kugel- o. Rollenführung
* ohne Führungsplatte (Biege-Wz B. 9)
* feste Führungsplatte (Loch-Wz B. 11)
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus:

* gefederte Führungsplatte (Folgeschneid-Wz B. 12)


- Stollenführung (für Groß-Wz)
- Kombinationen, z. B. Säulen- u. Stollenführung, mehrfache Säulenführung („Kleinversäulung“),
Säulenführung u. Zentrierkegel, zusätzliche Unterteilführung für Aktivelemente bei „offenem Schnitt“
und Blechdicken ab ca. 1,5 mm (Seitenschneider, Ausklink-Wz B. 10)

Bild 5: Einteilung und Benennung der Schneid- und Umformwerkzeuge nach unterschiedlichen Kriterien
WH Zwickau (FH)
Maschinenbau/Kfz-Technik
Schneid- und Umformwerkzeuge für die WZM/UZAW
Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzwerkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
Druck: 22.05.2002, 18:01 Uhr
© 1996 Klepzig/WH Zwickau, FB MBK – Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung u. Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Kompendiums darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers reproduziert o. unter

3
4
B6-9.DOC - Überarbeitung: Mittwoch, 22.05.2002

1 Einspannzapfen 5 Schneidplatte
2 Kopfplatte 6 Grundplatte
3 Stempelhalteplatte 7 Abstreifer
4 Schneidstempel

Bild 6: Freischneidwerkzeug Bild 7: Ausklinkwerkzeug mit Unterteilführung

2
3 1
4

5 4
5
3
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6
2
7
8 6
11
9

10
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B6-9n.cdr

1 Einspannzapfen 7 Führungsleiste 1 Biegestempel


2 Kopfplatte 8 Einhängestift 2 Biegegesenk
3 Druckplatte 9 Schneidplatte 3 Biegebacke
4 Stempelhalteplatte 10 Grundplatte 4 Gegenhalter/Auswerfer
5 Ausschneidstempel 11 Auflageblech 5 Werkstückaufnahme
6 Führungsplatte 6 Säulenführungsgestell, verstärktes Unterteil

Bild 8: Ausschneidwerkzeug mit Plattenführung Bild 9: Biegewerkzeug mit Säulenführung


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Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
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B10n_11n_gif.doc - Überarbeitung: Mittwoch, 08.03.00, 11:25 Uhr

1 Einspannzapfen
2 Säulenführungsgestell,
Gleitführung,
Gussausführung
3 Druckplatte
4 Stempelhalteplatte
5 Ausklinkstempel mit Unterteil-
Führungsansatz
6 Schneidplatte
7 Werkstückaufnahme
8 Streifenanschlag-Stift

Bild 10: Ausklinkwerkzeug mit Säulen- und


Unterteilführung
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B10 u. 11Pos.gif
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1 Einspannzapfen
2 Säulenführungsgestell,
Gleitführung,
Gussausführung
3 Druckplatte
4 Stempelhalteplatte
5 Lochstempel
6 Schneidplatte
7 Lochstempel
8 Führungsplatte
9 Zwischenlage

Bild 11: Lochwerkzeug mit Säulenführung und fester Führungsplatte


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Druck: 22.05.2002, 18:31 Uhr
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2
B12.DOC - Überarbeitung: Mittwoch, 22.05.2002

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4
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6
7
8

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10
19
11
13
12
15
14

18
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16

1 Einspannzapfen 8 Suchstift, gefedert 15 Schneideinsatz


Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B12n.cdr

2 Deckplatte 9 Hubbegrenzungsbolzen 16 Grundplatte


3 Zwischen- o. Kopfplatte 10 Führungsplatte 17 Führungsbuchse, geklemmt
4 (Wechsel-)Führungssäule 11 Streifendruckplatte 18 Halteklammer
5 Druckplatte 12 Führungsleiste 19 Führungsbuchse, geklebt
6 Stempelhalteplatte 13 Aufschlagbolzen 20 Abdeckscheibe
7 Lochstempel 14 Aufnahmeplatte 21 Entlüftungsschlitz

Bild 12: Folgeschneidwerkzeug mit Säulenführung u. federnder Führungsplatte


(schematisch, Elemente größenverzerrt dargestellt!)
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Druck: 22.05.2002, 18:11 Uhr
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9
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1
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B13.DOC - Überarbeitung: Mittwoch, 22.05.2002

4
13
12 7

3 6

11 16

10
2

18

17
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Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B13n.cdr

1 Säulenführungsgestell, vereinf. Darstellg. 7 Auswerfer-Druckplatte 13 Stempelhalteplatte


2 Ausschneidstempel ≡ Matrize f. Lochen 8 Auswerfer-Druckstift 14 Druckplatte
3 Schneidplatte 9 Auswerfer-Druckstift 15 Einspannzapfen
4 Lochstempel, rund 10 Abstreifer ≡ Streifenauflage 16 Streifen-Führungsstift
5 Form-Lochstempel 11 Abdrückstift 17 Einhängestift
6 Auswerfer 12 Zwischenplatte 18 Streifenbild

Bild 13: Gesamtschneidwerkzeug mit Säulenführung


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Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr

1 Einspannzapfen
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2 Säulenführungsgestell
3 Auswerfer-Druckstift
4 Ziehmatrizen-Auswerfer
5 Schneid-Ziehring (Außenkontur = Aus-
schneidstempel, Innenkontur = Ziehring)
6 Blechhalter º Schneidmatrizen-Auswerfer
7 Zwischenplatte
B14n_15n_gif.doc - Überarbeitung: Mittwoch, 08.03.00, 11:07 Uhr

8 Ziehstempel mit Entlüftungsbohrung


9 Druckstift für Blechhalterbetätigung
10 Schneidplatte
11 Einlegeplatte º Abstreifer für Platinenrand
12 Halteplatte für Schneid-Ziehring

Bild 14: Gesamtverbundwerkzeug zum


Ausschneiden und Formstempel-
Tiefziehen, Säulenführung
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B14 u. 15Pos.gif

1 Einspannzapfen
2 Kopfplatte
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3 Druckplatte
4 Stempelhalteplatte
5 Ausschneidstempel
6 Suchstift, gefedert
7 Führungsplatte
8 Einhängestift
9 Schneidplatte
10 Grundplatte
11 Führungsleiste, lang
12 Führungsleiste, kurz
13 Anschneideanschlag
14 Streifenbild / Streifengitter
15 Lochstempel
16 Schutzgitter

Bild 15: Folgeschneidwerkzeug mit Plattenführung


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Anordnung der Werkstücke (Platinenmaße)


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einfach
einfach,
parallel zum Rand

zweifach,
gegeneinander versetzt
B16n_17n_jpg.doc - Überarbeitung: Donnerstag, 02.03.00, 14:16 Uhr

einfach,
schräg
dreifach,
gegeneinander versetzt

zweifach,
verschachtelt
einfach,
schräg,
ohne Steg

B Streifen-/Bandbreite zweifach,
b1 Randbreite bei nicht parallelem Rand verschachtelt,
b2 Randbreite bei parallelem Rand der Länge l2
ohneRand und Steg
(„abfalllos“)
b4 Stegbreite bei parallelem Steg
d Durchmesser runder Platinen (Ronde)
l1 größte Länge von Platinen bei beliebiger Form
l2 Länge des parallelen Randes
l4 Vorschubschritt = Länge des Seitenabschnittes

Bild 16: Streifenbildoptimierung für Band- und Streifenverarbeitung


Verknüpfungen bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B_16n‘1 bis‘3.jpg

Sicherung der Länge des Bemerkungen


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Vorschubschrittes mit
Einhängestift (B. 8, 13, 15, 18, 19, 21) - Streifenvorschub manuell
Einhängewinkel (B. 20) - Streifen über Einhängestift/-winkel „heben“ u. Steg des
Streifengitters an Einhängestift/-winkel schieben
Suchstift (B. 12, 15, ) - (Fein-)Korrektur des Vorschubschrittes
- in Verbindung mit Einhängestiften, Seitenschneidern u./o.
Vorschubeinrichtungen
Seitenschneider (B. 25, 27), - sehr genau, aber Materialmehrbedarf
Formseitenschneider (B. 26, 27) - in Folgeschneid- u. -verbundwerkzeugen
Anschneideanschlag (B. 19) - Streifenverarbeitung in Folgeschneid- u. -verbundwerkzeugen
- Minimierung des Abfallstückes beim Anschneiden
- Vermeiden von Stempelbruch sowie Umformen vorher nicht
freigeschnittener Bereiche
Vorschubeinrichtung - automatische Vorschubschrittausführung u. Zuführung von
- Walzenvorschub (B. 30) Band o. Streifen
- Zangenvorschub (B. 31) - bei Streifenverarbeitung je eine Vorschubeinrichtung vor u. hinter
dem Werkzeug

Bild 17: Möglichkeiten zum genauen Einhalten der Vorschublänge


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4
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4 5
1 6 2
2 7 1
3
3
8
B18n_22n_jpg.doc - Überarbeitung: Donnerstag, 02.03.00, 12:05 Uhr

Vorschub-
richtung

1 Einhängestift
2 Schneidplatte
3 Grundplatte
4 Führungsleiste
1 Einhängestift, gefedert 5 Führungsplatte
Bild 18: Einhängestift 2 Anschneideanschlag in 6 Führungsleiste
der Führungsleiste 7 Schneidplatte
3 Druckfeder 8 Grundplatte
2 4 Schneidstempel
1
Bild 19: Gefederter Einhängestift und
3
Anschneideanschlag

1 Einhängewinkel 3
2 Führungsleiste
3 Schneidplatte
4 Grundplatte 4
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Bild 20: Einhängewinkel


1
Verknüpfungen bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik aus *n*.jpg

6
1
5
2
3 6

4 1 Einhängestift 1 Suchstift, gefedert


2 Schneidplatte 2 Kopfplatte
5 3 Druckfeder 3 Zwischenplatte
4 Keilschieber 4 Stempelhalteplatte
5 Grundplatte 5 Führungsplatte
6 Führungsleiste 6 Streifendruckplatte

Bild 21: Versenkbarer Einhängestift mit Keilschieberbetätigung Bild 22: Suchstift, gefedert
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3
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1 2 4
2
3
5
4 1
B23n_27n_jpg.doc - Überarbeitung: Freitag, 03.03.00, 10:02 Uhr

Arbeitsstufenfolge Arbeitsstufenfolge

Werkstück
1 Lochstempel Werkstück 1 Suchstift
2 Ausschneidstempel 2 Lochstempel für Suchstiftloch
3 Sucher im Ausschneid- 3 Lochstempel für Werkstück
stempel 4 Ausschneidstempel
4 Einhängestift 5 Einhängestift

Bild 23: Suchstift im Ausschneidstempel Bild 24: Zusätzliche Suchstiftlöcher außerhalb


der Werkstückkonturen

Bild 25:
Seitenschneider
zur Vorschub-
begrenzung
Verknüpfungen bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B23n*.jpg ... B27n*.jpg

Bild 26: Formseitenschneider zum Freischnei-


den für nachfolgendes Umformen
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2 2
1 1
5

Anordnung bei breitem Streifen und


3 4 kurzem Vorschubschritt
Anordnung bei Streifenverarbeitung 3 Lochstempel
1 Seiten-/Formseitenschneider 4 Ausschneidstempel
2 Streifenanschlag und Hinterführung in der Streifenführungsleiste 5 Band bzw. Streifen

Bild 27: Arbeitsstufenfolge mit Seiten- bzw. Formschneidern und zwei Streifenanschlägen
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B28_29.doc - Überarbeitung: Montag, 02.04. 2001, 13:54 Uhr

Durchlicht- und Reflexions-Prinzip (SIRI) Lichtvorhang zur Auswerfkontrolle (UNIDOR)

Bild 28: Lichtschranken mit gepulstem Infrarot-Licht zur Werkzeugüberwachung

Dunkel-Hellschaltung an der Gitterkante (SIRI) Stempelbruchkontrolle - Loch vorhanden?


Gabellichtschranke mit nur einem Strahl (auch mit Strahlgitter erhältlich)
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2 Gabellichtschranken mit je
Vorschub einem Strahl zur genaueren
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B28_*.jpg u. B29_*.jpg

Vorschubkontrolle (UNIDOR)
Antasten der Antasten der linken
rechten Lochkante Lochkante
Vorschub genau, wenn an der
rechten Lochkante durch
Auswertung der (analogen)
Strahlintensität von „dunkel“
auf „hell“ geschaltet wird (0 ®
L) und an der linken gerade
noch der Schaltzustand „hell“
bleibt (L).

Bild 29: Gabellichtschranken zur Vorschub- und zur Stempelbruchkontrolle


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Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
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Bild 30:
Prinzip Walzenvorschub
Vorschubbeginn beim Stößelrückhub, Lüften der Andruckwalze vor dem
B30_33_jpg.doc - Überarbeitung: Dienstag, 07.03.00, 14:15 Uhr

ca. 90° nach UT Eintauchen der Suchstifte

3 1 2 7 2 1

1 2

Vorschubbeginn
Haltezangen geöffnet
4 6 5 6
Bewegungszyklus a bis d der Vorschubzange

1 Vorschubzange
2 Haltezange
3 Koppel zum Pressenantrieb
4 Schwinge mit Kulisse
5 Verbindungsstange der Vorschubzangen Beginn Rückhub Vorschubzangen
6 Anschlag zur Vorschubbegrenzung Haltezangen geschlossen
7 Werkzeug

Bild 31: Prinzip Zangenvorschub für Bandverarbeitung (links) und Streifenverarbeitung (rechts)
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B30*.jpg ... B33*.jpg

1 2 3 4 1 Streifenstapel
2 Vereinzeln der Streifen u. Zufüh-
ren zwischen die Vorschub-
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walzen mit Vakuumgreifern


2
3 Walzenvorschub vor Werkzeug
1
4 Walzenvorschub nach Werkzeug
5

Bild 32:
Streifenzuführanlage

1 2 3
1 Bandschlaufe
2 Haspel mit Spreizdorn
3 Kompakt-Vorschub-Richtmaschine

Bild 33:
Bandzuführanlage
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e = j1 + 360° - j 2 (1)
Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr

e Vorschubwinkelbereich
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j Druckpleuel und Dauerhub:


é r
h(j) » r × ê(1 - cos j ) - (1 - cos 2j )ùú (2)
ë 4 ×l û
j2 j1 r
l= (3)
l
é l ù
h(j) » r × ê(1 - cos j ) - (1 - cos 2j )ú (4)
ë 4 û
B34_jpg.doc - Überarbeitung: Dienstag, 04.09.2001, 10:46 Uhr

H = 2×r (5)
H - h1 (j1 ) ³ h vU (6)
H - h 2 (j 2 ) ³ h vU (7)

Schema Kurbeltrieb Für j1 = 90° und j2 = 270° gilt:


mit Druckpleuel
H é lù
h1 = h2 = × 1- (8)
2 êë 2 úû

(8) in (6) bzw. (7) ergibt


H æ lö
1 H- × ç1 - ÷ ³ h vU (9)
2 è 2ø

æ 1 lö æ1 lö
2 H × ç 1 - + ÷ = H × ç + ÷ ³ h vU (10)
è 2 4ø è2 4ø

2 h vU
H³ (11)
l
1+
2
oder grobe Näherung für l < 0,1
H ³ 2 × h vU (12)
3
1 Führungsplatte
2 Zwischenlage (Streifenführungsleiste)
feste Führungsplatte hvU = tE + hZ + tS 3 Schneidplatte (Matrize)
tS » 0,5 mm
4 Streifendruckplatte
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B34‘*.jpg

hStrH Hubgröße Streifenheber


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hvU (Mindest-)Stößelhub vom UT ohne


1
Vorschub
hZ Höhe der Zwischenlage/Führungsleiste
4
hZ ³ 8 mm
s Blechdicke
tE Stempeleintauchtiefe in die Matrize
tE » 0,5 s ... 1 s [z. T. gegen
aufsteigende Butzen bis tE ³ (1mm +
2 Parallelanteil des Schneidplattendurch-
bruchs)]
3 tEF Eintauchtiefe der Stempelunterkante in
die Streifendruckplatte
tEF » (0,5 ... 2) mm (bis 2mm nach
gefederte Führungsplatte hvU = tE + s + tEF + tS (+ hStrH) Scharfschliffen ohne Nachsetzen der
tS » 1,5 s, aber ³ 0,5 mm Distanzstücke/-hülsen)

Bild 34: Erforderlicher Stößelhub bei von der Presse angetriebenen Vorschubeinrichtungen (Dauerhub)
am Beispiel von Werkzeugen ohne Suchstift (im Bild ohne Streifenheber)
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3
B35_37_jpg.doc - Überarbeitung: Samstag, 03.06.2000, 14:35 Uhr

4
Werkzeugposition bei Vorschubende Stößel im UT

1 Führungsplatte
2 Streifenführungsleiste mit Umgriff
3 Schneidplatte (Matrize)
4 Streifendruckplatte
Biegeteil hvU (Mindest-)Stößelhub vom UT ohne Vorschub
hZ Höhe der Zwischenlage/Führungsleiste
hZ ³ 8 mm
h’Z = hZ - (2 ... 4) mm für Umgriff
hvU = tE + tEF + lÜ + t S + h'Z
lÜ Überstand Suchstift über Streifendruckplatte
Federweg der Führungsplatte f s Blechdicke
f = tE + s + tEF tE Stempeleintauchtiefe in die Matrize
tE » 0,5 s ... 1 s
tEF Eintauchtiefe der Stempelunterkante in die
Bild 35: Streifendruckplatte
Erforderlicher Stößelhub bei von der Presse tEF » (0,5 ... 2) mm

angetriebenen Vorschubeinrichtungen (Dauerhub) für tS Sicherheitsabstand


ein Folgeverbundwerkzeug mit gefederter tS » 1,5 s, aber ³ 0,5 mm
Führungsplatte, Biegestufe und Suchstift
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B35‘*.jpg - B37.jpg

1
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3 a b c

d e f
2

5 a feste Führungsleiste mit Umgriff


1 Schneidplatte (Matrize) b runder Führungsstift mit Ansatz
2 Grundplatte c rechteckiger Führungsstift mit Nase
3 Streifenheber d gefederter, runder Führungsstift mit Führungsnut
4 Druckfeder e gefedertes Führungsstück
5 Verschlussschraube f gefederte Führungsleiste mit Umgriff, zweiteilig

Bild 36: Streifenheber Bild 37: Elemente zum Streifenführen/-heben /1/


Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B38.jpg - B40*.jpg B38_40_jpg.doc - Überarbeitung: Samstag, 03.06.2000, 21:17 Uhr Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
© 1996 Klepzig/WH Zwickau, FB MBK – Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung u. Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Kompendiums darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers reproduziert o. unter
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5
1
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Werkzeugmaschinen
Maschinenbau/Kfz-Technik

3
4

Druckstück - kaum wirksam


Bild 38: Führungsleiste mit federndem
2
5
2

4
3

Bild 40: Arbeitsstufenfolge für Folgeverbundwerkzeug /9/


Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge)
Schneid- und Umformw erkzeuge für die

Streifeneinlauf

Werkstück
5
4
3
2
1

Bild 39: Federndes Druckstück am

Schnitt A - A
Druckfeder
Druckstück

Blechauflage
Schneidplatte
Führungsleiste
WZM/UZAW
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B41_01_jpg grau.doc - Überarbeitung: Mittwoch, 07.02. 2001, 22:31 Uhr

Werkstück aus
USt2 K32 RP DIN 1624

27-0,05

Schneidkanten der
Seitenschneider und der
Ausklinkstempel in Stufe 3
um 2° schräg, dann
abgebogene seitliche
110-0,5

Lappen parallel bzw.


rechtwinklig zur
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B41Wst*/*AStF quer gr.jpg
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Vorschubrichtung
1. 2. 3. 4. 5. 6.

1. Teil des Bandes ist Ausschuss (keine Sicke) - durch Vorverlegen der Seitenschneider vermeidbar??
Stufe Bearbeitungsoperation
0. Sicke prägen
1. Band beidseitig auf genaue Breite beschneiden (Freischneiden Langloch (tw)
2. Freischneiden Innenkontur
3. Freischneiden durch Ausklinken der seitlichen Schlitze, zwei Kragen ziehen
4. Biegen
5. Lochen (Langloch und rundes Loch)
6. Abschneiden

Bild 41: Arbeitsstufenfolge für Folgeverbundwerkzeug (nach /9/)


Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B42.jpg B42_jpg.doc - Überarbeitung: Sonntag, 04.06.2000, 12:21 Uhr Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
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Werkzeugmaschinen
Maschinenbau/Kfz-Technik
Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge)
Schneid- und Umformw erkzeuge für die

Bild 42: Arbeitsstufenfolge für Folgeverbundwerkzeug zum Ziehen eines weiten Kragens im Band /9/
WZM/UZAW
Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
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Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
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B43_44_jpg.doc - Überarbeitung: Sonntag, 04.06.2000, 13:17 Uhr

4x Lochen, 2x Ausklinken 3x Lochen 2x Ausklinken u. 2x Biegen u. Leerstufe Abschneiden


(Formseitenschneider) 4x Kragenziehen 4x Prägen und Teilen

Bild 43: Arbeitsstufenfolge für Zweifach-Folgeverbundwerkzeug

In das Streifengitter
zurückgedrücktes Teil wird
außerhalb des Werkzeuges aus
dem Streifengitter gedrückt

Teil 2
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B43.jpg - B44.jpg

Kontur des Trenn-Stempels, der


wie die Lochstempel innerhalb
der Ausschneidmatrize im
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Werkzeugoberteil befestigt ist

Teil 1

Bandstahl 1 mm dick

Bild 44: Arbeitsstufenfolge für Zweifach-Gesamtschneidwerkzeug mit federbetätigtem Auswerfer /9/


Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B45.jpg B45_jpg.doc - Überarbeitung: Sonntag, 04.06.2000, 13:39 Uhr Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
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Bild 45: Arbeitsstufenfolge für Zweifach-Folgeverbundwerkzeug zum Ziehen im Band /9/


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Werkzeug-Grundplatte
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2
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1
OK Tisch Zwischenplatte
4
Trennblech
B46_50_jpg.doc - Überarbeitung: Dienstag, 13.06.2000, 13:43 Uhr

Abfallbutzen
1 Auswerfer mit Spannschräge
Werkstück 2 Auswerferfeder
3 Werkstück am Ende des Abstreifens
4 Abfallbutzen in der Matrize

Bild 46: Abführen durch Pressentisch mit Bild 47: Auswerfen von flachen Werk-
Abfalltrennblech stücken mit Federauswerfer

1 2 3 4 5 2
3
1

1 Grundkörper
2 Rückstellfeder
3 Hubstange zum Ankippen des Werkstücks
1 Pneumatikzylinder 2 Auswerferschieber
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B46.jpg - B50.jpg

4 Werkstück
3 Biegestempel 4 Initiator
5 Druckluftdüse
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Bild 48: Ausblasen mit Druckluft Bild 49: Mechanischer, mit Pneumatikzylinder
betätigter Auswerfer, Prallplatte und
Initiator als Auswerfkontrolle

2 1 Schema geneigtes C-Gestell (Doppelständer!)


2 Stößel mit Werkzeugoberteil und Auswerferbalken
3
3 Werkzeugunterteil
4 Werkstückrutsche durch Pressenständer
4
Bild 50:
Neigbare Doppelständer-C-Gestell-Presse zum
Abführen von Werkstücken aus Gesamtwerkzeugen
mit starrem Auswerfer im Werkzeugoberteil
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5
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1 einschwenkende Abführrinne
2 Schwinge
3 Koppel zwischen 2 und 4
4 4 Anlenkpunkt am Stößel
5 Anlenkpunkt der Schwinge am Gestell

2
B51_52_jpg.doc - Überarbeitung: Montag, 19.06.2000, 16:30 Uhr

1 3

Bild 51: Abführen von Werkstücken aus Gesamtwerkzeugen mit starrem Auswerfer über an
Koppelgetriebe angelenkte, einfahrende Abführrinnen - nur für Pressen mit großem Hub

3 1 Einspannzapfen
4 2 Auswerfer-Druckplatte
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B51‘1.jpg - B52.jpg

5 3 Kopfplatte, verlängert
6 4 Auswerfer-Druckstift
7 5 Auswerfer
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8 6 Lochstempel
7 Schneidplatte
9 8 Ausdrückbolzen/-stift/-stempel

10 9 Abstreifer º Streifenauflage

11 10 Ausschneidstempel
11 Grundplatte, verlängert
12 Führungsleiste
12

Bild 52:
Ausstoßen von in den Streifen
zurückgedrückten Werkstücken bei
Gesamtwerkzeugen mit federndem
Auswerfer
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1
2
3
4
B53_54_jpg.doc - Überarbeitung: Montag, 26.06.2000, 19:31 Uhr

5
6
7

1 Lochstempel 2 Abstreifplatte 3 Blech/Platine


4 Schneidplatte 5 Werkstück in Abstreifposition
11
6 Werkstück 7 Butzen 8 Einzugsbereich 9 10
9 Glattschnittbereich 10 Bruchbereich 11 Grat 8
Vergrößerte, übertriebene Darstellung
von Werkstück und Butzen mit Grat

Bild 53: Phasen des Schneidvorgangs am Beispiel Lochen einer Platine

ca. 0,3 - 0,5 s


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FS max

F1 Kraft beim Erreichen der Werkstoff-Fließgrenze


F2 Kraft am Ende des Schervorgangs / beim Durchriss h Stempelweg
F3 Kraft zum Hineindrücken des Ausschnittes in die Matrize s Blechdicke
FS max maximale Schneidkraft

Bild 54: Schneidkraft-Stempelweg-Verlauf


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Schneidkraft FS

Schneidkraft FS
B55_jpg.doc - Überarbeitung: Dienstag, 27.06.2000, 21:45 Uhr

Stempelweg Stempelweg

FS max bei (0,35 ... 0,45) s FS max bei ca.0,3 s

Nach /2/ gilt für die Dimensionierung des


Schneidspaltes u
s £ 3 mm u = c × s × ks u ks
mm N/mm²

s > 3 mm u = (1,5 c × s - 0,0048) × k s


Schneidkraft FS

mit kS = xF×Rm
Korrekturfaktor xF aus Bild 57
Faktor c
Bedingungen c
sauberer Schnitt
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B55 a.jpg - B55c.jpg

Rm £ 500 N/mm² 0,0016


Rm > 500 N/mm² ³ 0,0032
geringer Kraft- u. Arbeitsbedarf 0,0032 - 0,0048
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Stempelweg

FS max bei ca.0,2 s

Alternativ errechnet sich die Schneidspaltgröße für sauberen Schnitt aus VDI 3368, Tab. 1 (Mai 1982)
für ausgewählte Blechdicken (s [mm]: 0,1 0,5 1 1,5 2 2,5 3 4 5) nach Approximation durch
eine Ausgleichsgerade für Blechdicken bis 5 mm und Schneidplatten mit tiefer angesetztem
Freiwinkel näherungsweise zu
æ k ö s u2 s kS
u2 » ç 3 + S ÷ ×
è 170 ø 100 mm mm N/mm²

Hinweis: Neuere Blechwerkstoffe höherer Festigkeit werden z. T. auch bei s < 3 mm mit
Schneidspalten u ³ 0,1 s geschnitten

Bild 55: Einfluss der Blechkenngrößen und des Schneidspaltes auf den Kraft-Weg-Verlauf
(Diagramme nach /1/)
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20,0
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% 10

18,0
5

3,5
16,0
Schneidspalt u in Prozent der Blechdicke s

14,0
bis 3

10
12,0
B56.doc - Überarbeitung: Freitag, 02.02. 2001, 21:27 Uhr

10,0 3,5
bis 3

8,0

6,0
s [mm]
10
4,0
bis 3
5 sauberer Schnitt
2,0 3,5
geringer Kraft- u. Arbeitsbedarf, c = 0,0032

geringer Kraft- u. Arbeitsbedarf, c = 0,0048


0,0
300 400 500 600 700 N/mm² 800

Zugfestigkeit Rm

Grafische Darstellung der Schneidspalt-Dimensionierung nach /2/ aus Bild 55

14
s [mm] sauberer Schnitt /2/
%
10 Arcustangens-Approximation
12 5 u1 nach VDI 3368
3,5
u2 nach VDI 3368
Schneidspalt u in Prozent der Blechdicke s

bis 3
10
3 u1 u2
0,5
8
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

4
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B56_57_u_xF.xls

p æ R - 550 p ö
u [% von s] » × arctan ç m × ÷ × (2 + 0,17 × s) + (5,7 + 0,22 × s)
180 è 150 2ø
0
200 300 400 500 600 700 N/mm² 800
Zugfestigkeit Rm

Vergleich der Approximationen der Schneidspaltdimensionierung nach VDI 3368 und einer Variante (Arcustanges)
für sauberen Schnitt mit entsprechenden Werten nach /2/

Bild 56: Grafische Darstellung der Schneidspalt-Dimensionierung nach /2/ gem. Bild 55, nach
VDI 3368 und einer der Approximations-Variante für sauberen Schnitt
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B57-58.doc - Überarbeitung: Freitag, 22.12. 2000, 16:40 Uhr Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr

1,1
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0,9

0,8

0,7

0,6
xF

0,5
Kohlenstoffstähle
0,4
171 N d
0,3
x F = 0,36 + für R m = (300...800) und 1,32 £ £ 40
0,98 2 s
Rm mm
0,2

0,1

0
200 300 400 500 600 700 N/mm² 800
Zugfestigkeit Rm

Kupfer- und Kupferknetlegierungen xF = 0,85


Aluminium und Aluminiumlegierungen xF = 0,6

Bild 57: Korrekturfaktor xF nach /2/

Schneidart Faktor f bei


Skizze
Schrägschneiden hA = s hA = 2s
hA

allgemein, jedoch
- 0,4 - 0,6 0,2 - 0,4

s
lS < 200 mm

0,66 0,33
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B56_57_u_xF.xls, B57-58.cdr u. B58.doc

hA [mm] Abschrägung der Schneidkante


Stempel oder a
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s [mm] Blechdicke
Schneidplatte
0,75 0,63 lS [mm] Länge der Schneidkante
a

zweiseitig
abgeschrägt Für Zwischenwerte bei zweiseitiger
b
Abschrägung der Länge b gilt:
a + 0,5 × b a + 0,25 × b
a+b a+b b×s
a

a+
2 hA
f=
a+b

Stempel oder 0,5 0,25 Parallele Schneiden f = 1


Schneidplatte Bei Laborversuchen
vierseitig Presskraftüberwachung
fVersuch >> fTabelle
abgeschrägt 0,5 0,25

Bild 58: Korrekturfaktor f bei Schräganschliff (nach NN.: Datenspeicher Umformverfahren,Teil 01, Sub-
datenspeicher Schneiden von Blech in Werkzeugen und auf Scheren. Chemnitz, FZW, 1974)
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Druck: 17.02.2006, 13:48 Uhr
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Rückzugs-/Abstreifkraft des Streifengitters vom/von den Stempel(n) abhängig von


- Schneidspalt, starke Zunahme bei sehr kleinen Schneidspalten (bis 40 % FS bei u = 0,5 % s,
s = 8 mm nach /1/ Bd. 3, S. 123)
- Schneidstempelabmessungen, Zunahme mit abnehmenden Stempeldurchmessern
- Blechdicke
- Blech-Werkstoffeigenschaften
- Schmierung der Stempel, gegenüber trockenen Stempeln Reduzierung der Abstreifkraft bis auf ca.
B59_60vBoltzm-CR_m.doc - Überarbeitung: Dienstag, 29.08.2000, 19:59 Uhr

55 % nach /6/ S. 29
- Zahl der Schneidstempel, durch Werkstofffluss „Verspannen“ des Blechs zwischen den Stempeln

CR CR
Blechdicke Auschneiden o. nachfolgendes Lochen mit Blechdicke
s [mm] Lochen mit Ausschneiden Mehrfach- s [mm] Ausschneiden Lochen
1 Stempel u. Lochen Werkzeug

<1 0,02 - 0,06 0,06 - 0,08 0,10 - 0,12 <2 0,10 - 0,15 0,12 - 0,18
1-5 0,06 - 0,08 0,10 - 0,12 0,12 - 0,15 2 - 3,5 0,12 - 0,20 0,20 - 0,25
>5 0,08 - 0,10 0,12 - 0,15 0,15 - 0,20 > 3,5 0,15 - 0,20 0,25 - 0,30

Abstreifkraft-Faktor nach /10/, wahrscheinlich ab etwa u/s ≥ 0,04 Abstreifkraft-Faktor nach Kern & Liebers

Bild 59: Abstreifkraft-Faktor CR


Schneidarbeit ist
- abhängig von spezifischer Schneidkraft, Blechdicke und Schneidspalt (B. 55 u. /1/ Bd. 3, S. 123 f.)
- für die Pressenauswahl meist nur von sekundärer Bedeutung

Asymptoten Stahl Al, Cu geglüht


A1 − A 2 kS s
m≈ s−4
+ A2 A1 −0,5
11,7 ⋅ k S 0,74
N/mm2 mm
1+ e 1,32
A2 A1 - 0,25 0,41
0,8

0,7
Tabellenwerte /10/
Al u. Cu
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Werkstoff
0,6 kS [N/mm²]
kS [N/mm²]
St
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B60tw.doc u. Tab_CR.xls

für Stahl
250 - 350
0,5 250
St
m 300 350 - 500
0,4
350 St
400 500 - 700

0,3
500 Al
Cu geglüht
600
0,2 700

0,1
0 1 2 3 4 5 6 7 mm 8
Blechdicke s

Bild 60: Faktor m zur Berechnung der Schneidarbeit als Boltzmann-Approximation der Tabellenwerte
nach /10/ für Stahlblech, Al und Cu, geglüht
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Stempelbelastung Stempelbeanspruchung
Schneiden Abstreifen beim Schneiden

FR
F=FS F=FS
Flächenpressung
am Stempelkopf
p
B61_Stempelber.doc - Überarbeitung: Donnerstag, 06.07.2000, 15:30 Uhr

h Stauchen
unelastisches Knicken
h elastisches Knicken
Druckspannung sdmSt
„mittlere
Stempelschaftbeanspruch
Stauchen “

Stauchen
unelastisches Knicken
FR elastisches Knicken
Schneidkantenbea
nspruchung
FS sKt > sdmSt
FS

Zusätzlich Biegemomente u. a. durch


- Koaxialitätsabweichungen der Bohrungen in Stempelhalte- und Führungsplatte,
- Abweichungen der Rechtwinkligkeit zwischen Stempelmantel- und Spannfläche bei verschraubten
Stempeln bzw. der Kegel von Stempelkopf und Stempelhalteplatte,
- Kippen des Blechs beim Abstreifen durch zu kurze Streifenauflage bei fester Führungsplatte,
- Verkanten der gefederten Führungsplatte beim Anschneiden oder durch aufsteigende Butzen.
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Stemp_Beanspr.dwg ® Stemp_Beanspr.cdr

FS
Flächenpressung am Stempelkopf p= A StK Fläche Stempelkopf
A StK
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

Zähharte, geschliffene Druckplatte, z. B. aus 90 MnCrV8 oder X210 CrW12, gegen „Einarbeiten“ der
Stempel in die Kopfplatte bei ca.
p ³ 120 N/mm²
für Kopfplatten aus RSt 37-2 oder St 52-3 N.

FS
Mittlere Stempelschaftbeanspruchung s dmSt = A St Stempelquerschnittsfläche
A St

Für gehärteten Werkzeugstahl mit Rp 0,2 » 2400 N/mm² (X210 CrW12, X155 CrVMo12.1, 90 MnCrV8
u. ä.) gilt
s dzul = (1800...2000) N / mm²

Bild 61: Stempelbelastung beim Schneiden und Abstreifen sowie daraus resultierende
Stempelbeanspruchung
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Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Knick1_Einsp.dwg ® Knick1.cdr, Knick1_Gültber.xls, (y im B62*.doc) B62_Knick1.doc - Überarbeitung: Donnerstag, 06.07.2000, 15:33 Uhr Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr

Idealisierte Einspannbedingungen
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(Euler-)Fall: I II III IV
auf Fall II bezogene
frei Knicklänge lK : l l
lK = 2 l lK = l lK = lK =
2 2

Gültigkeitsbereich der Euler’schen Knickgleichungen (nur für l ³ lP !)


unelastisches elastisches
Stauchen Knicken Knicken

3000
Eulerhyperbel sd
N/mm²
Knickspannung s K bzw. Druckspannung s

sF sdF
sK Tetmajer
sdP

2000
sd zul

sK zul Tetmajer
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sK Euler
1000

sK zul Euler
lF lP
0
0 10 20 30 40 50 60 yP yF y
Schlankheitsgrad l

F Stempelbelastung (Verfahrenskraft) l Schlankheitsgrad


FK Knickkraft (Kraft beim Ausknicken) sK Knickspannung
l freie Länge des Stempelabschnittes y Stauchung
lK freie Knicklänge, umgerechnet auf Fall II

Bild 62: Idealisierte Einspannbedingungen und Gültigkeitsbereiche der Knickgleichungen für


gehärteten Werkzeugstahl
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Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr

l
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Schlankheitsgrad l= K lK „freie Knicklänge“, bezogen auf beidseitig


imin gelenkig gelagerte Stütze (Fall II)

Imin
minimaler Trägheitsradius imin = I min minimales äquatoriales
ASt Flächenträgheitsmoment

l
Stempel, rund l = 4× K
d
B63_Knick2.doc - Überarbeitung: Donnerstag, 24.08.2000, 21:49 Uhr

Zulässige Spannungen für gehärteten Werkzeugstahl:


2
- elastisches Knicken sdmSt £ sKE zul = E2 × p für l ³ lP » 30
l × nK
Sicherheitsfaktor nK » 3 ... 5
s dF s d 0,2
- Stauchen s dmSt £ s d zul = » für l £ lF » 10
n St n St
Sicherheitsfaktor n St » 1,25 ... 1,4

normale Bedingungen ungünstige Bedingungen


Gültigkeitsbereich in
n Gleichung n Gleichung
elastisches 2 2
Knicken 3 sdmSt £ sKE zul = E × p2 5 sdmSt £ sKE zul = E × p2
l ³ 30 3×l 5×l
unelastisches N
Knicken 3 ® 1,25 s dmSt £ s KT zul = 2620 - 62 × l 5 ® 1,4 s dmSt £ sKT zul = 2480 - 68 × l
10 £ l £ 30 mm 2

Stauchen s dmSt £ s d zul = 2000 s dmSt £ s d zul = 1800


1,25 1,4
l £ 10

Überführen eines realen Modells in


Berechnungsmodelle
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Stemp_realMod.dwg ® Stemp_realMod.cdr
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l
lK = H - F
lH-F

2
lF-W

lK = l F - W » h Z - ×s
hZ

gefederte ¬ ® feste
Führungsplatte Führungsplatte

Bild 63: Modelle und Gleichungen zur Knick-Berechnung von Stempeln


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1
2
3
B64.DOC - Überarbeitung: Freitag, 25.08.2000, 21:27 Uhr

abgesetzter Stempel Stempel in Führungsdocke Stempel mit fliegender Docke

1
1 Kopfplatte
2 2 Druckplatte
3 3 Stempelhalteplatte
4 feste Führungsplatte
5 Führungsleiste
6 Schneidplatte
7 7 federnde Führungsplatte
8 Streifendruckplatte
8 9 Hubbegrenzungsbolzen
5

6
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B64a*.jpg ff.

abgesetzter, bis auf das Blech Stempelführung mit geteilter


Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

geführter Stempel Docke (teleskopartig)

Kleinstmaße für Lochdurchmesser, bezogen auf die Blechdicke s


nach Romanowski /3/
bis auf das Blech
normale geführter Stempel mit
Blech- Stempelführung bei teleskopartig geteilter
9 Werkstoff Stempelform Docke bei
Stempelform
rund rechteckig rund rechteckig
Stahl, hart 1,3 s 1,0 s 0,5 s 0,4 s
Stahl, weich
1,0 s 0,7 s 0,35 s 0,3 s
Messing
Aluminium 0,8 s 0,5 s 0,3 s 0,28 s

Bild 64: Möglichkeiten zur Verminderung der


Hubbegrenzungsbolzen zum Schutz Knickgefahr von Stempeln
abgesetzter Stempel
WH Zwickau (FH) Schneid- und Umformw erkzeuge für die WZM/UZAW
Maschinenbau/Kfz-Technik
Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
© 1996 Klepzig/WH Zwickau, FB MBK – Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung u. Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Kompendiums darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers reproduziert o. unter

Kopfplatte

Druckplatte

Stempelhalteplatte

V4: Stempel mit angestauchtem Kopf,


Stempelschaft nach Stauchen geschliffen, in
B65.DOC - Überarbeitung: Freitag, 25.08.2000, 21:55 Uhr

Stempelhalteplatte eingepasst
Formstempel
Anwendung:
- für runde Schneidstempel (Kaufteile)
- Stempel aus Werkzeugstahl u. Hartmetall
V1: Stempel in Stempelhalteplatte eingepasst und
verschraubt
Anwendung:
- Vorzugsvariante bei ausreichendem
Stempelquerschnitt
- für drahterodierte u. profilgeschliffene Formstempel
- Stempel aus Werkzeugstahl
V5: Stempel mit angestauchtem Kopf bzw.
angehämmert (Stauchverdickung unter Kopf!),
in Stempelhalteplatte eingepasst
Anwendung:
- Schneidstempel für geringe Anforderungen
- als Kaufteile auch ohne Kopf lieferbar
- Stempel aus Werkzeugstahl
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Einfügen - Grafik - aus Datei B65_1*.jpg ... B65_6b*.jpg

V2: Stempel in Stempelhalteplatte eingepasst und


tangentialer Haltestift
Anwendung:
- für drahterodierte u. profilgeschliffene Formstempel
- Stempel aus Werkzeugstahl u. Hartmetall
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

V6: Stempel mit warmgestauchtem, zylindrischem


Kopf, bei Formstempeln mit Fläche zur
Verdrehsicherung (Kaufteile), in
Stempelhalteplatte eingepasst
Anwendung:
- für runde Schneidstempel bzw. einfache
Formstempel mit im oberen Teil rundem Schaft

- Stempel aus Werkzeugstahl u. Hartmetall


V3: Stempel in Stempelhalteplatte eingepasst
und mit Keil geklemmt
Anwendung:
- für Stempel aus Hartmetall

Bild 65: Gestaltung von Stempelbefestigungen


WH Zwickau (FH) Schneid- und Umformwerkzeuge für die WZM/UZAW
Maschinenbau/Kfz-Technik
Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
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Kopfplatte
Druckplatte
Zwischenplatte

Stempelhalteplatte
B66.DOC - Überarbeitung: Mittwoch, 31.01. 2001, 23:39 Uhr

Führungsplatte

V7: Stempel in Führungsplatte eingepasst,


mit Spiel in Stempelhalteplatte („pendelnde
Stempelaufnahme“ nach DIN 9844)
Anwendung: V10: Stempel für Schnellwechsel mit
- Vermeiden von Biegebeanspruchungen durch Kugelsicherung (DIN 9843)
Überbestimmen
Anwendung:
- für Rundstempel
- für runde Schneidstempel (Kaufteile)
- Stempel aus Werkzeug- o. Schnellarbeitsstahl
- meist nur für einfache Werkzeuge wegen der
- Blech-Scherfestigkeit max. 400 N/mm² erforderlichen Zugänglichkeit zum Lösen der
Kugelarretierung und zum Stempelwechsel
- Stempel aus Werkzeugstahl

V8: Stempel ohne Kopf an Stempelhalteplatte


angeschraubt und verstiftet
Anwendung:
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B66 Stempkopf.cdr ¬ B66 Stempkopf.dwg

- für Stempel mit großem Querschnitt


- Stempel drahterodiert o. geschliffen
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

V11: Schnellwechsel mittels Aufnahmehülse mit


Kugelsicherung für Standard-Stempel nach
Variante V4, Hülse in Stempelhalteplatte
eingepasst
Anwendung:
- Schneidstempel-Preis niedriger u. erforderlicher
Einbauraum etwas größer als bei Variante V10
V9: Stempel mit Bund an Stempelhalteplatte
angeschraubt und verstiftet - meist nur für einfache Werkzeuge wegen der
erforderlichen Zugänglichkeit zum Lösen der
Anwendung: Kugelarretierung und zum Hülsenwechsel
- für Stempel mit mittlerem Querschnitt - Stempel aus Werkzeug- o. Schnellarbeitstahl
- nicht für drahterodierte Stempel

Bild 66: Gestaltung von Stempelbefestigungen


WH Zwickau (FH)
Maschinenbau/Kfz-Technik
Schneid- und Umformwerkzeuge für die WZM/UZAW
Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzwerkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig

4 3 2 1
Druck: 22.05.2002, 18:39 Uhr

5
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7
B67_FVW-Ausschnitt1.doc - Überarbeitung: Samstag, 25.11.2000, 11:02 Uhr

8
9

10

11
12
13

14

15

16

17 18 19 20 21
1 Abgesetzter, geschliffener Formstempel, z. B. für rechteckigen Schlitz. Zum Ausbau hier auch Entfernen der
Streifendruckplatte 21 erforderlich.
2 Suchstift, gefedert, mittels Mutter und Kontermutter auf Länge einstellbar.
Grafik aus: Inhalte einfügen - Grafik aus Ausschnitt1.cdr ← FVW_3mEinz.dwg

3 „Füllstück“ - gehärteter Druckstift aus Werkzeugstahl, z. B. 115 CrV3 o. X210 CrW12.


4 Federeinheit mit vorgespannter Feder. Vorspannung bleibt bei Demontage der Deckplatte 5 erhalten.
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

5 Deckplatte für vereinfachte Demontage/Montage nachzuschleifender bzw. auszutauschender Elemente.


6 Kopfplatte
7 Druckplatte
8 Stempelhalteplatte
9 Führungsplatte, gefedert
10 Streifenführungsleiste, mit Umgriff, zum vereinfachten Einführen des Bandes länger als die Platten.
11 Auflageblech, z. B. aus St 37-2 - zum Auflegen des einzuführenden Bandes.
12 Schneideinsatz statt massiver Schneidplatte - nur für spezielle Fälle, z. B. bei Teilungen für rechteckige
Freischneidstempel oder bei vielen Präge- und Biege-Matrizen/-Einsatzstücken.
13 Einsatzplatte - Aufnahmeplatte für Schneideinsätze 12.
14 Streifenheber, mit großer Fase am Bandeinlauf
15 Streifenheber, ggf. nur mit kleinerer Fase für Anordnung nach erstem Streifenheber 14, mehrfach im Werkzeug.
16 Basis-Bohrung - zwei Passbohrungen zur exakten Positionierung der Platten bei Bearbeitung und Montage.
17 Unterplatte
18 Grundplatte
19 Schneidbuchse - nur für Sonderfälle in Schneideinsatz/-platte eingesetzt.
20 Lochstempel mit angestauchtem Kopf, zum vereinfachten Wechseln mit Druckstift 3.
21 Streifendruckplatte

Bild 67: Einbauvarianten für Stempel, Suchstifte und andere Elemente


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b3

b2
b1
0,66 s
1,3 s
B68_69_FS-Red.doc - Überarbeitung: Donnerstag, 31.08.2000, 21:09 Uhr

a
0,5 … 1

b1 > b2 > b3 a £ 10° a £ 6° a £ 4°


(außer bei billigen Rundstempeln)
unterschiedliche Stempellängen schräger Anschliff Konvexanschliff Konkavanschliff

Bild 68: Maßnahmen zum Reduzieren der Schneidkraft und des Lärms beim Schneiden

zentrische Bohrung konvexe Stirnfläche


Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.
Grafik aus: B68_69_FS-Red.cdr ¬ B68_69_FS-Red.dwg

0,5
30°

£4

Æ 1,5 … 5

eingeschliffene Kerben gefederter Abdrückstift im Stempel

Bild 69: Stempelgestaltung zum Vermeiden des Anhaftens bzw. des „Aufsteigens“ von Butzen,
Ausklinkungen oder Ausschnitten
Einfügen - Grafik aus: Wz Härter.jpg, Wz Härter*1.jpg, u. *2.jpg, B70 Modulbauweise.jpg B70_WZ Härter.doc - Überarbeitung: Samstag, 30.12. 2000, 13:06 Uhr Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
© 1996 Klepzig/WH Zwickau, FB MBK – Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung u. Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Kompendiums darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers reproduziert o. unter
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

massiv

Bild 70:
Schneidplatte,

Kleinversäulung
WH Zwickau (FH)

Werkzeugmaschinen
Maschinenbau/Kfz-Technik

mit massiven Schneidplatten


(Härter Werkzeugbau GmbH)
Folgeverbundwerkzeug in Modulbauweise
Säulenführung
Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge)
Schneid- und Umformw erkzeuge für die

Streifenheber
Streifenführung
WZM/UZAW

Werkzeug in Modulbauweise /1/


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WH Zwickau (FH) Schneid- und Umformw erkzeuge für die WZM/UZAW
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Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
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b
Mindest-Randabstände:

Eckiger Durchbruch a ³ 35 mm
a a
Runder Durchbruch b ³ 25 mm
B71_Schneidplatten.doc - Überarbeitung: Freitag, 08.09.2000, 22:08 Uhr

h
Richtwerte für Schneidplattendicke h:

Schneidplattenabmessung Schneidplattendicke h in mm
Breite x Länge bei Blechdicke s in mm
2
mm £2 > 2 - 3,5 > 3,5 - 5 > 5 - 10
50 x 50 bis 63 x 80 18 23 27 32
63 x 100 bis 80 x 100 23 27 32 36
63 x 160 bis 125 x 200 27 32 36 40
160 x 160 bis 200 x 250 32 36 40 45
160 x 315 bis 315 x 315 36 40 45 50

Richtwerte a, b und p für Schneidplattendurchbrüche:

b
b
p

a a
Einfügen - Grafik aus: B71_Schneidplatte.cdr, B71-Freiwinkel.cdr ¬ *.dwg

V1 V2 - V4 V5 (b = 90°)
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

a für V1 bei V2 V3 V4
s [mm]
Kantenlänge/Æ [mm] p [mm] a b p [mm] a b p [mm] a b
s [mm]
>5 £5 £ 0,5 3-5 3-5 90° 10‘
wie
0,1 - 0,5 10‘ 15‘ > 0,5 - 5 0,5 + s 90° > 5 - 10 3° - 5° 90° > 5 - 10 3° - 5° 90° 20‘
V1
>0,5 - 1 15‘ 20‘ > 5 - 10 > 10 - 15 > 10 - 15 90° 30‘
>1 - 2 20‘ 30‘
V1 Vorzugsweise für mittlere Stückzahlen, Ausschneiden kleiner Teile, mittlere Genauigkeit.
>2 - 4 30‘ 45‘ Schneidspaltvergrößerung Du beim Nachschliff um Dh: Du = Dh tan a
>4 45‘ 1° V2 Gegen Zurückkommen der Ausschnitte u. Butzen, für mittlere Stückzahlen.
V3 Große Stückzahlen, großer Nachschliffbereich Dh ohne Schneidspaltzunahme
s Blechdicke V4 Große Stückzahlen, Schneidspaltvergrößerung beim Nachschliff: Du = Dh tan (b - 90°)
a ³ 30’ für weiche, leicht V5 Achsparalleler Schneidplattendurchbruch bei Gesamtschneid-Wz, Matrizenauswerfer,
schmierende offener Schnittlinie oder bei großen Abmessungen
Werkstoffe

Bild 71: Richtlinien zur Schneidplattengestaltung


WH Zwickau (FH) Schneid- und Umformw erkzeuge für die WZM/UZAW
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Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig

Draht (Werkzeug-Elektrode)

Stromkontakt

Drahtführung
Dielektrikum

Werkstück (Elektrode)

Dielektrikum

Bild 72:
Funkenerosive
Bearbeitung gehärteter
Aktivelemente,
vorrangig durch
Drahterodieren
WH Zwickau (FH) Schneid- und Umformw erkzeuge für die WZM/UZAW
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Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
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B73 Schneideins.doc - Überarbeitung: Samstag, 25.11.2000, 11:27 Uhr

geteilte Schneideinsätze allseitig eingepasst und geteilte Schneideinsätze allseitig eingepasst und
eingepresst verschraubt
Wenn gegen Auffedern der Fugen zusätzlich
- Führungsleisten müssen Einsätze überdecken eingepresst, dann auch Bohrungen zum
- Bohrungen zum Herausschlagen der Einsätze Herausschlagen der Einsätze.

Variante 1 Variante 2
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: Schneideinsätze.cdr aus B73 Schneidpl.dwg
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

geteilte Schneideinsätze allseitig eingepasst und Schneidleisten verschraubt und verstiftet


verschraubt, für kleine Durchbrüche Schneidbuchsen
- für Schneidplattendurchbrüche etwa ³ 200 x 250 mm²
- Schneidbuchsen als Kaufteile, auch nur mit - für genügend breite und steife Auflage der
gebohrtem Startloch für Drahterodieren lieferbar Schneidleisten sorgen
- Schneidbuchsen mit Formdurchbrüchen gegen
Verdrehen sichern

Variante 3 Variante 4
Allgemein gilt
- Vorzugsweise ungeteilte massive Schneidplatten mit drahterodierten Durchbrüchen und Stiftlöchern verwenden.
Stiftbohrungen bei sehr hohen Ansprüchen z. T. nachträglich noch koordinatengeschliffen.
- Nur bei zu schleifenden Konturen sind meist geteilte Schneideinsätze erforderlich.
- Teilfuge nicht unmittelbar nach Radiusende, scharfe Ecken durch zweckmäßige Teilung möglich.
- Fertigung für genaues Einpassen teuer.
- Beim Nachschleifen zugleich gehärteten Werkzeugstahl und weichen Stahl der Aufnahmeplatte zerspanen ® Wahl der
Schleifscheibe problematisch.
- Bohrungen zum Herausschlagen der Einsätze vorsehen, wenn diese eingepresst sind.

Bild 73: Auswahl von Gestaltungsvarianten geteilter, geschliffener Schneideinsätze und Schneidleisten
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B 74 Sol.cdr (aus *.dwg), HM Stemp.jpg, HM Einsatz.jpg B74 Schneidpl.doc - Überarbeitung: Freitag, 24.11.2000, 21:25 Uhr Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
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WH Zwickau (FH)

Werkzeugmaschinen
Maschinenbau/Kfz-Technik

massive Schneidplatte

Hartmetall-Schneidstempel [AGIE-Bild]
Æ1 . 0

bohrungen Æ1 bemaßt

Bild 74: Bemaßung drahterodierter Aktivelemente


Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge)
Schneid- und Umformw erkzeuge für die

Hartmetall-Schneideinsatz [Batten & Allen]


Konturen vom CAD-Modell in die Maschinen-
steuerung, Außenabmessungen und 3 Startloch-
WZM/UZAW
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Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr

M G = N + T = Æ30,3
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u St (G + K)/2
+0,3
Æ30 ,N=K
Soll-
Werkstück
B75 Maße Aktivelem.doc - Überarbeitung: Mittwoch, 27.12. 2000, 14:03 Uhr

Werkstück, Stempel neu

Werkstück, Stempel
verschlissen
Mv

uv St v
Ausschnitt ist Butzen, hier Werkstückmaß
durch Stempel bestimmt

Æ30 -0,3 , N = G
(G + K)/2

K = G - T = Æ29,7

Soll-Werkstück

N Nennmaß Werkstück, Matrize neu


G größtzulässiges Werkstückmaß (statt “Höchstmaß” Go)
K kleinstzulässiges Werkstückmaß (statt “Mindestmaß” Gu)
T Maßtoleranz, T = G - K Werkstück, Matrize
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B75 Maße Aktivel.cdr aus B75 Maße Aktivel.dwg

verschlissen
u Schneidspalt zwischen neuen / scharfgeschliffenen
Aktivelementen
St Stempelmaß, neu bzw. scharfgeschliffen
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

M Matrizenmaß, neu bzw. scharfgeschliffen Ausschnitt ist Werkstück,


Werkstückmaß durch Matrize bestimmt
Index v für verschlissene Aktivelemente

- Das Werkstückmaß wird bestimmt beim Lochen durch den Stempel, beim Ausschneiden durch die Matrize.
- Durch (Mantelflächen-)Verschleiß der Aktivelemente wird das Loch kleiner, der Ausschnitt größer. ® Herstellmaße des
Stempels nahe Loch-Größtmaßen, der Matrize nahe Ausschnitt-Kleinstmaßen oder bei größeren Toleranzen St und M so
festlegen, dass Werkstückmaße zwischen zwei Scharfschliffen etwa symmetrisch zu (G + K)/2 liegen.

VDI 3368 symmetrisch bei großen Toleranzen


Toleranz Lochen Ausschneiden Lochen Ausschneiden
St = G M=K
T £ 0,05 T uv - u T uv - u
M= St + 2 u St = M - 2 u St = G - + M=K+ -
2 2 2 2
St = G - 0,2 T M = K + 0,2 T M = St + 2 u St = M - 2 u
T > 0,05
M = St + 2 u St = M - 2 u

Abschätzen von uv beim Fehlen von Angaben: Größtwerte für u bei geringem Kraft- und Arbeitsbedarf nach Bild 55 wählen.
- Bei geschliffenen Aktivelementen Werkzeug-Herstelltoleranz von ca. 0,02 mm berücksichtigen!
- Allgemeintoleranzen für Stanzteile aus Stahl nach DIN 6930.

Bild 75: Bemaßung der Aktivelemente unter Berücksichtigung des Verschleißes


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Schneidstempel
ideale Werkstückkontur

Werkstückkontur infolge
Schneidplatte
Schneidspalt
12 8 3H10
B76 Maße Aktivelem.doc - Überarbeitung: Samstag, 24.03. 2001, 22:17 Uhr

ausgewählte
Platinenmaße
50,1
40

A12 B5 A8 B3

Stempel- und Schneidplattenform für Variante 1

A12, A12 v Abstand Maß 12


A8, A8 v Abstand Maß 8
0,1
B5, B5v Breite Maß 5
B3, B3v Breite Maß 3
H10 B5 v B3 v
Index v für verschlissene Aktivelemente
Maße am Werkstück bei neuen und ver-
schlissenen Aktivelementen für Variante 2 A12 v A8 v

Variante 1
Auschneiden der Platine in einer Stufe des
Ausschneidwerkzeuges

Variante 2
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B76 Maße Aktivel.cdr ¬ B76*.dwg

Lochen der Schlitze in der 1. Stufe und


Ausschneiden in der 3. Stufe des
Folgeschneidwerkzeuges

Maß Nennmaße und Abstände der Aktivelemente


Abmaße
bestimmt bei VDI 3368 symmetrisch zum Toleranzfeld
Maß T u
Variante 2 Stempel Matrize
Ao Au Stempel Matrize max. uv
durch neu verschl. neu verschl.
3 H10 0,04 0 0,04 St 0,03 3,04 3,10 0,08 3,04 3,00 3,10 3,14
5 0,1 0,1 0 0,1 St 5,08 5,16 5,09 5,01 5,17 5,25
8 0,15 - 0,15 0,3 Abstand St-St 0,04 A8 = 7,91 0,12 A8 = 7,96; A8 v = 8,04
12 0,2 - 0,2 0,4 Abstand St-M A12 = 11,88 A12 = 11,96; A12 v = 12,04
Rückfederung der Werkstücke bei T < 0,05 durch Versuch ermitteln und Stempel-/Matrizenmaße entsprechend korrigieren.
0,02
Beispiele für geschliffenen Elemente: Stempel 5,09 -0,02, Matrize 5,17

Bild 76: Beispiel zur Bemaßung der Aktivelemente in Abhängigkeit der Arbeitsstufenfolge
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70

X210CrW12
65

X153CrMoV12
60
Härte HRC
B77_78 Wz-Wff.doc - Überarbeitung: Sonntag, 25.03. 2001, 12:15 Uhr

60WCrV8
55 45NiCrMo16

50

45
0 2,5 5 7,5 10 12,5 15
Blechdicke s [mm]

Bild 77: Anwendungsbereiche von Werkzeugstählen in Schneidstufen und Härte der Aktivelemente
in Abhängigkeit der Blechdicke (Unternehmensauswahl)

0,2- Anwendungsbereich für Schneidstufen


Werkstoff Stauchgren
EN ISO 4957 ze Härte Blechdicke Bemerkungen
(DIN 17350) sd 0,2 [mm]
N/mm²
C105U 58-62 HRC £2-3 Ausnahme, für untergeordnete Zwecke, Härteverzug,
(C 105 W1, 1.1545) Rundstempel ³ Æ8
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B77 mit Schraff.cdr ¬ Wz-Wff MB.xls ¬ B77 Schraff.dwg

---- 58-62 HRC £2-3 Rundstempel £ Æ12, meist als Silberstahl


(115 CrV 3, 1.2210)

X210CrW12 60-65 HRC £ 2 - 3 (4) Rund- und Formstempel, massive Schneidplatten,


(X 210 CrW 12, 1.2436) Schneideinsätze, Schneidbuchsen
90MnCrV8 56-60 HRC £ 2 - 4 (6) einfache Formstempel und massive Schneidplatten
(90 MnCrV 8, 1.2842) (Verzug!), Schneideinsätze, Schneidbuchsen;
1900 - 2500
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

Ölhärter
X153CrVMo12 56-62 HRC 2-6 Stempel, Schneidplatten u. -einsätze für dickere
(X 155 CrMoV 12 1, 1.2379) Bleche, für wenig Abrasivverschleiß verursachende
Werkstoffe (ersetzt z. T. X210CrW12 u. 90MnCrV8)
60WCrV8 54-56 HRC 5 - 12
(60 WCrV 7, 1.2550) Stempel, Schneidplatten u. -einsätze für dicke und
dickste Bleche, für wenig Abrasivverschleiß
45 NiCrMo16 52-54 HRC 8 - 12 (15) verursachende Werkstoffe
(X 45 NiCrMo 4, 1.2767)

Schnellarbeitsstahl 3000 - 3700 62-65 HRC £4


HS6-5-2C
(S 6-5-2, 1.3343)
Rund- und Formstempel, massive Schneidplatten,
1 Schneideinsätze, Schneidbuchsen für große
pulvermet. 68-71 HRC £8
2 Standmengen und Feinschneidwerkzeuge
Hartstofflegierung, nicht 60-65 HRC
genormt,
Ferro-Titanit , CPMÒ
1 2

Hartmetall 4200 - 5700 1200-1500 £1 Abrasivverschleiß verursachende, dünne, spröde


pulvermet., WC-Basis HV Bleche, höchste Standmengen

Bild 78: Werkstoffe für Aktivelemente von Schneidwerkzeugen bzw. Schneidstufen


WH Zwickau (FH) Schneid- und Umformw erkzeuge für die WZM/UZAW
Maschinenbau/Kfz-Technik
Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
Druck: 22.05.2002, 12:47 Uhr
© 1996 Klepzig/WH Zwickau, FB MBK – Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung u. Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Kompendiums darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers reproduziert o. unter

Gesenkbiegen:
- Abbiegen (gerade Biegekante)
- Keilbiegen
- Formbiegen (gekrümmte Biegekante)
über eine o. mehrere Biegekanten
mit o. ohne Radienprägen durch Radienaufschlag
Einfach-Abbiegen, links ohne, rechts mit Radienaufschlag
B79 Biege-Varianten.doc - Überarbeitung: Mittwoch, 27.12. 2000, 16:57 Uhr

Einfach-Abbiegen mit Gegenhalter (Elastomerfeder) Mehrfach-Abbiegen über 2 Biegekanten


(Sonderfall U-Biegen)
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B79 BiegVar.cdr ¬ B79 BiegVar.dwg
Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

Mehrfach-Abbiegen über 10 Biegekanten


Werkzeug mit Federboden-/Gegenhalterabstützung über
Druckbolzen auf unter dem Werkzeug angeordnete
Feder. Beispiel: im Pressentisch eingesetzter Zentral-
auswerfer („Federdruckapparat“)

Bild 79: Varianten des Gesenkbiegens


WH Zwickau (FH) Schneid- und Umformw erkzeuge für die WZM/UZAW
Maschinenbau/Kfz-Technik
Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
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Druck: 22.05.2002, 13:13 Uhr
B80 Biege-Varianten.doc - Überarbeitung: Mittwoch, 27.12. 2000, 17:12 Uhr

massive Biegematrize mit Gegenhalter/Ausheber mit Niederhalter und Gegenhalter


Mehrfach-Abbiegen über 4 Biegekanten

Mehrfach-Abbiegen über 2 Biegekanten („Abbiegen“ und „Hochstellen“)


Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B80 BiegVar.cdr ¬ B79 BiegVar.dwg, B80 Formbiegen.dwg
wendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

mit Gegenhalter-Spitze zum Fixieren des Blechs


Einfach-Keilbiegen, geschlossenes Gesenk

Mehrfach-Keilbiegen über 2 Biegekanten Mehrfach-Formbiegen über 2 gekrümmte Biegekanten

Bild 80: Varianten des Gesenkbiegens


WH Zwickau (FH) Schneid- und Umformwerkzeuge für die
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WZM/UZAW
Werkzeugmaschinen Blechbearbeitung (Stanzwerkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
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Verschiebung der neutralen


Druck: 07.01.2006, 14:32 Uhr

α j Faser von der Blechmitte


zum Innenradius

r
j
rij r j = rij + xj s
lk

Für Biegewinkel αj in Grad errechnet sich die gestreckte Länge


x (Abwicklungslänge) l 0 aus
j-
1 s
∑ l k + 180 ⋅ ∑ α j ⋅ (r i j + x j ⋅ s )
s n
π m
B81 Abwickl.doc - Überarbeitung: Samstag, 07.01. 2006, 14:24 Uhr

l0 =
) k =1 j =1
- 1
(j
ri Im Allgemeinen gilt m = n - 1

1
α j-

l2
α1
l3
l1
ri2

α2
r i1
s

l 0 = l1 + l 2 + l 3 +
π
180
[ ( ) (
⋅ α 1 ⋅ r i 1 + x 1⋅ s + α 2 ⋅ r i 2 + x 2 ⋅ s )]

0,50
20
10
6,66
5
0,45 3,33
Verknüpfungen mit bzw. Grafik aus: B81 Abwick.cdr / dwg, B81 Biegefaktor.xls

Korrekturfaktor xj

Biegeverhältnis r i : s

2
wendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt o. verbreitet werden.

1,5
0,40
1

0,5
0,35

0,33

0,1 0,2
0,30
0 15 30 45 60 75 90 105 120 135 150 165 180
Biegewinkel α j in °

−α j ⎡ 12 ⋅ r i j rij ⎤ ⎛ −α j ⎞
x j ≈ 0,5 ⋅ 1,02 + ⎢0,25 + 0,13 ⋅ lg − ⎥ ⋅ ⎜ 1 − 1,02 ⎟, 0,5 ≥ x j ≥ 0,3
⎣⎢ s 300 ⋅ s ⎦⎥ ⎝ ⎠

Korrekturfaktor x j für Abwicklungen (Approximation nach AWAN-Tabellenwerten)

Bild 81: Ermittlung der gestreckten Länge abgebogener Biegeteile


WH Zwickau (FH)
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Schneid- und Umformw erkzeuge für die WZM/UZAW
Maschinenkonstruktion Blechbearbeitung (Stanzw erkzeuge) Prof. Dr.-Ing. habil. W. Klepzig
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Druck: 22.05.2002, 13:15 Uhr

Biegeradien
E×s E×s E×s
Maximaler Biegeradius: r i max << » Bei r i max = federt Biegung voll elastisch zurück.
2×R e 2 × R p 0,2 2 ×R e

60
Minimaler Biegeradius: r i min » nach Datsko/Yang /1, S. 303/ mit der Brucheinschnürung Z
Z -1
r i min » c × s mit dem Biegefaktor c als Erfahrungswert
c-Werte:
B82 Biegfakt c.doc - Überarbeitung: Montag, 15.01. 2001, 23:49 Uhr

- parallel u. senkrecht zur Walzrichtung in /3, S. 85/ für geglühte sowie verfestigte Stähle u. NE-Metalle
- parallel zur Walzrichtung in /6, S. 687 ff./ für Stähle u. NE-Metalle, /12, S. 171/ bei a = 90° sowie EN 485-2 bei a = 90° und
180° für Al u. Al-Legierungen,
Kleinstmögliche (kritische) Biegeradien, bei deren Unterschreiten es zu Rissen an der gedehnten Randfaser kommt, abhän-
gig von:
- Werkstoffeigenschaften, auch Kaltverfestigung der Kanten nach vorausgegangenem (Frei-)Schneiden, nach /3, S. 84/
Härte 20 - 30 % höher als beim übrigen Werkstoff
- Biegewinkel, weil Randdehnung mit Biegewinkel zunimmt
- Lage der Biegekante zur Walzrichtung; nach /1, S. 302/ r i min parallel Walzr . » r i min senkrecht Walzr . + 0,5 × s für Stahlblech.
Nach /12, S. 171/ bei Al-Werkstoffen schräg zur Walzrichtung etwas kleinere Radien möglich als parallel oder senkrecht
zur Walzrichtung.
- Gratlage; Grat an den ohnehin kritischen verfestigten Kanten bewirkt Risse an der gedehnten Randfaser ® Grat an ge-
stauchte Randfaser oder Entgraten.
Mindest-Biegeradien nach einigen Normen, wie DIN 6935/EN 10025 für Stahl sowie DIN 5520 für Al und Al-Legierungen im
Schienenfahrzeugbau, beinhalten Sicherheiten für die Konstruktion von Blechformteilen. Sie sind größer als die kleinstmögli-
chen Biegeradien, mit denen nur bei zwingendem Erfordernis gebogen werden sollte.

Biegefaktor c
Biegekante zur
senkrecht parallel senkrecht parallel