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Gründung / Nachgründung

Rückverankerung

Verpresspfahl TITAN

Eine Innovation setzt sich durch.


Entwurf, Bemessung und Ausführung.

Hangsicherung

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All ulas
Z
Gründung /
Nachgründung
Auftriebssicherung mit
Verpresspfählen TITAN 40/20
Kulturhaus Westerhaar,
Niederlande

Rückverankerung
Baugrubensicherung mit
Verpresspfählen TITAN
Dresden, Deutschland

Hangsicherung
Verpresspfähle TITAN 30/11
zur Böschungssicherung,
BV ARGE Teltowkanal Los 2
Berlin, Deutschland

Bodennägel 12 m lang,
Bohren mit Lafette an
Teleskopkranausleger vom
Ponton aus.

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Zu dieser Broschüre.

Mit dieser Broschüre erhalten Sie Basisinformationen zu 1. Leitbild 4


unserem Verpresspfahl TITAN mit detaillierten Erläuterungen
zur Anwendungstechnik. Verpresspfähle werden in der 2. Einsatzspektrum 6
Geotechnik vielfältig angewendet:
• als Druckpfahl bei Gründungen, 3. Verpresspfahl TITAN im Detail 8
• als Zugpfahl bei in den Boden rückgehängten 3.1 Stahltragglied mit drei Funktionen 8
Stützkonstruktionen, 3.2 Einweg-Bohrkronen 10
• für Hangsicherungen, 3.3 Kopplungsmuffe 11
• bei Schwell- und Wechselbelastungen. 3.4 Abstandhalter 11
3.5 Pfahlkopfvarianten 11
Das Kapitel „Planungshilfen“ mit Bemessungsbeispielen
und Musterausschreibungstext gibt einen Überblick über 4. Verfahrenstechnik  12
die zu erfüllenden Normen und Nachweise. 4.1 In zwei Schritten zur Verankerung 12
Der Anhang dokumentiert eine Reihe von Grundsatz­ 4.2 Ergebnis 14
versuchen und eine tabellarische Gesamtübersicht aller
lieferbaren Systembauteile. 5. Gerätetechnik 16

Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Anwen- 6. Planungshilfen  20


dungsmöglichkeiten des Verpresspfahls TITAN finden Sie in 6.1 Bemessung Verpresspfahl TITAN 
den Anwendungsbroschüren von ISCHEBECK, im Internet als Mikropfahl 20
unter www.ischebeck.de oder bei Ihrem Ansprechpartner. 6.1.1 Nachweis der inneren Tragfähigkeit  21
6.1.2 Nachweis der äußeren Tragfähigkeit  22
6.1.3 Knicksicherheitsnachweis
(Druckpfähle) 24
6.1.4 Gebrauchstauglichkeitsnachweis 26
6.2 Bemessungsbeispiele 28
6.3 Nachweis der Dauerhaftigkeit
(Korrosionsschutz) 32
6.4 Ermittlung der theoretisch
benötigten Zementmenge 34

7. Anhang 36
7.1 Nachweise und Grundsatzversuche 36
7.1.1 Richtungsstabilität 36
7.1.2 Lastabtrag 37
7.1.3 Verpresskörperdurchmesser 38
7.1.4 Verbundverhalten Rissweiten 39
7.1.5 Die Bohrlochaufweitung 40
7.2 Übersicht Normen 42
7.3 Technische Daten 43

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1. Leitbild

Die Wurzeln eines Baumes – ein Leitbild.

Das Bild eines mächtigen Baumes hat uns geleitet. Er hat So entsteht ein Verbundbaustoff (Composite). Die Wurzeln
ein Netzwerk von großen und kleinen Wurzeln, die ihn stüt- wachsen mit dem Baum nach einem uns bisher weitgehend
zen und ihn so im Boden verankern, ohne ein Betonfunda- unbekannten „Bemessungssystem”. Vom Baum lernen wir,
ment. Die Wurzeln tragen auf den Baum wirkende vertikale mit dem Boden zu bauen, sparsam mit ihm umzugehen,
und horizontale, statische und dynamische Kräfte, sowie den Boden zu verbessern und zu bewehren. Diesen neuen
Momente und Stöße in den Boden ab. Der Baum widersteht Gedanken in der Gründungstechnik erkannte Dr. F. Lizzi
so Wind, Schnee und Erdbeben. bereits 1952 und nannte seine Mikropfähle „Wurzelpfähle”
Die Wurzeln verzahnen sich mit dem Boden und binden ihn (Pali Radice).
dadurch zu einem Monolithen (Wurzelballen) zusammen.

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Verpresspfahl TITAN – unser System.
Verpresspfähle TITAN entsprechen
der DIN EN 14199 „Mikropfähle“ und
sind in Deutschland über die Allge-
meine bauaufsichtliche Zulassung
Z-34.14-209 vom Deutschen Institut
für Bautechnik (DIBt) geregelt.

Beim Verpresspfahl TITAN ist das Tragglied ein geripptes


Stahlrohr, das gleichermaßen als verlorene Bohrstange,
als Injektionsrohr und als Bewehrungsstab dient (3-in-1).
Entgegen den bisher nach DIN 4128 bekannten Verfahren,
das Bohrloch in z. B. Lockerböden oder Felszersatz durch
ein Bohrrohr (Verrohrung/Casing) gegen Einfallen zu sichern,
wird bei dem System Ischebeck die Bohrlochwandung
durch Stützflüssigkeit stabilisiert – eine zusätzliche Verroh-
rung ist dann nicht mehr erforderlich. Es können so
Arbeitsschritte im Bohrloch eingespart werden, was in
vielen Fällen zu einer höheren Einbauleistung gegenüber
verrohrt gebohrten Systemen führt.
Ein weiterer Vorteil entsteht durch das unmittelbare
Aufeinanderfolgen von Bohren mit Stützflüssigkeit
und dynamischem Verpressen mit Zementsuspension.

Ohne Verrohrung bildet sich eine formschlüssige Verzah-


nung des Verpresskörpers mit dem Boden. Durch diesen
erhöhten Scherverbund liegen die Pfahlkopfverschiebungen
bei schlaffen Verpresspfählen i. d. R. im Millimeterbereich
und sind somit in ähnlicher Größe wie bei vorgespannten
Ankern nach DIN EN 1537.
Somit können Verpresspfähle TITAN, unter Berücksichtigung
des Lasteinleitungsbildes, eine gleichwertige und preiswerte
Alternative zu vorgespannten Dauerankern sein.

Je nach Anwendung werden Verpresspfähle auch


Mikropfähle, Ankerpfähle oder Bodennägel genannt.

Formschlüsssige Verzahnung des Verpresskörpers mit dem Boden

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2. Einsatzspektrum

Mikropfahl Mikropfahl Bodennagel


für Gründungen / Nach­ für Rückverankerungen
gründungen

Verpresspfahl TITAN Verpresspfahl TITAN Verpresspfahl TITAN


als Mikropfahl nach als Mikropfahl nach als Bodennagel nach
DIN EN 14199 für Grün- DIN EN 14199 für Rück- DIN EN 14490 zur
dungen / Nachgründun- verankerungen. Erhöhung der Zug- und
gen. Zum Lastabtrag von Zum Lastabtrag von Scherfestigkeit.
Druck- und Zuglasten in Zuglasten in tieferliegen-
tieferliegende, tragfähige de, tragfähige Boden- • Hangsicherungen
Bodenschichten. schichten. • Böschungs­
sicherungen
• Neubauten • Baugruben • bewehrte Erde
• Umnutzung älterer • Spundwandrück- • Befestigungen von
Gebäude verankerungen Schutznetzen
• Nach Schadensfällen • Stützmauer-
(z. B. Unterspülungen, verankerungen
etc.) • temporär und
• Auftriebssicherungen permanent
• als Alternative zu
vorgespannten
Litzenankern

> weitere Informationen zu den Einsatzgebieten des


Verpresspfahls TITAN finden Sie in den Anwendungs-
broschüren von Ischebeck oder im Internet unter
www.ischebeck.de

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Tunnelbau Sonderanwendungen

Vorteile in der Planung


Verpresspfahl TITAN im • Drill Drain • Zugelassenes System
Tunnelbau. Verpresspfahl TITAN • Schnelle und sichere Planung
als horizontale Drai- • Vielseitig im Einsatz – auch bei schwierigen
• Portalsicherung nage mit speziel- Randbedingungen
• Bodenvernagelung des lem, durchlässigen • Einsetzbar in allen Bodenarten
Tunnelportals Verpresskörper zur
• Verbundschirm sicheren und gezielten Vorteile in der Ausführung
• Spießvortrieb Hangentwässerung • Einheitliches Verfahren unabhängig
• IQ-Anker, mit Spezial- • Monojet von der Anwendung
harz eingeklebt Verpresspfahl TITAN • Einsatz bei beengten Baustellenbedingungen
verwendet nach "Jet- • Schneller Baufortschritt
grouting-Prinzip" mit • Unabhängig von wechselnden Böden
bis zu 200 bar • Kein zusätzlicher Maschinenpark
• Geothermie
Verpresspfahl TITAN Vorteile für den Bauherrn
als kombinierter
������������������
Trag- • Keine laufenden Kosten für
werks- und Geother- Überwachungsprüfungen
miepfahl • Dauerhafter Korrosionsschutz
• Hohe Ausführungssicherheit
• Kein großer Eingriff in den Bestand
• Wirtschaftliches System

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3. Verpresspfahl TITAN im Detail
3.1 Stahltragglied mit drei Funktionen

- Direktes Bohren ohne Verrohrung


- weniger Arbeitsschritte = effizien- 3.1.1 Funktion Bewehrungsstab
teres Arbeiten Stahltragglied aus Feinkornbaustahl
- hohe Ausführungssicherheit

Normung
Das Stahltragglied ist im Sinne der europäischen
Norm DIN EN 14199, Abschnitt 6.2.1 ein Stahlstab
zur Bewehrung von Mikropfählen aus Beton und
muss DIN EN 10080* entsprechen.
Eurocode 2 (DIN EN 1992) und DIN 488 teilen
Bewehrungsstähle in drei bzw. zwei Klassen ein.
Für Klasse B wird folgendes gefordert:
• Streckgrenze f y,k: 400-600 N/mm²
• Streckgrenzenverhältnis (f t/f y)k bzw. Rm/Re > 1,08
• Dehnung bei Höchstlast euk bzw. Agt > 5,0 %
Stahltragglied als
- Bewehrungsstab Feinkornbaustahl S 460 NH nach DIN EN 10210
Feinkornbaustahl kann im Vergleich zu normalen Bau-
stählen bei gleichen Dimensionen höheren Belastungen
standhalten. Daher kommt für den Bewehrungsstab ein
zäher, duktiler Stahl mit einer hohen Kerbschlagzähigkeit
zum Einsatz. Die Kerbschlagarbeit dieses Stahls liegt bei
ca. 100 Joule/cm² (bei -20 °C) und damit deutlich über
den Werten von typischem Baustahl und Spannstählen
mit 27 bzw. 15 Joule/cm² (bei -20 °C). Das bedeutet
minimiertes Risiko einer Vorschädigung beim drehschla-
genden Bohren. Nach dem drehschlagenden Einbau
werden zudem alle Anforderungen an Betonstahl erfüllt!
Der Feinkornbaustahl ist außerdem unempfindlich gegen
Spannungsriss-Korrosion.

Duktilität — kein schlagartiges Versagen


des Materials
- Injektionsrohr Durch die hohe Duktilität reagiert der Stahl bei Über-
lastung mit einer großen Gleichmaßdehnung. Die Last
bleibt konstant. Im Anwendungsfall treten somit bei
möglicher Überlastung zunächst Verformungen auf,
bevor das Bauteil versagt. Ein schlagartiges Versagen
ist damit ausgeschlossen.

Dauerhaft korrosionsgeschützt
Ein dauerhafter Korrosionsschutz des Stahltraggliedes
ist durch die Zementstein-Überdeckung / Verpresskör-
per gewährleistet (siehe Seite 32).
Durch folgende Zusatzmaßnahmen kann der Korro-
sionsschutz bei besonderen Beanspruchungen noch
erhöht werden:
- Bohrstange • Feuerverzinkung
• Duplex-Beschichtung
• Edelstahl
(siehe 6.3, Nachweis Dauerhaftigkeit)

*Anmerkung: DIN EN 10080 ist in Deutschland zurückgezogen


und durch die DIN 488 ersetzt worden.

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3.1.2 Funktion Injektionsrohr 3.1.3 Funktion Bohrstange
Stahltragglied als Rohr statt Vollstab Stahltragglied mit TITAN-Gewinde*

Keine zusätzliche Verrohrung = weniger Arbeit Durchlaufendes Gewinde für flexiblen Einsatz
Das Stahltragglied wird direkt drehschlagend bis auf Schnelle und individuelle Anpassung an die Baustellen-
Tiefe gebohrt. Durch die Stützflüssigkeit, die an der bedingungen durch Kürzen der Stahltragglieder auf jede
Bohrkrone austritt, wird das Bohrloch automatisch sta- beliebige Länge bei beengten Platzverhältnissen oder
bilisiert, eine zusätzliche Verrohrung entfällt. Die Arbeits- beschränkter Einbauhöhe. Das durchlaufende Gewinde
schritte Einführen des Stahltragglieds und das Ziehen gewährleistet die Schraubbarkeit (Koppeln, Vorspannen,
der Verrohrung entfallen. etc.) an jeder beliebigen Stelle.

Sicheres Verfüllen = kein Nachverpressen Selbsthemmendes Gewinde


Das Stahltragglied wird für das Verfüllen des Bohrlochs Die selbsthemmende Gewindesteigung erspart je zwei
vom Bohrlochtiefsten benutzt. Dies garantiert eine Kontermuttern pro Kopplungsmuffe.
zwangsläufige, vollständige Füllung des Bohrlochs und
aller möglichen Klüfte. Es werden keine zusätzlichen Optimaler Scherverbund bei minimalen
Schläuche zum Injizieren benötigt. Ein Nachverpressen Rissweiten im Verpresskörper
entfällt. Der Scherverbund, als wirkungsvollste und zuverläs­
sigste Verbundart, hängt maßgeblich von der Rippen-
Zusätzlicher Vorteil ist die statisch günstigere geometrie ab. Das Maß für die bezogene Rippenfläche
Querschnittsfläche fR dient dabei als Kennwert für die Verbundgüte. Für die
Ein Rohr ist bei gleicher Querschnittsfläche statisch TITAN-Gewinde ergibt sich eine sehr hohe bezogene
günstiger als ein Vollstab hinsichtlich Knicken, Umfang Rippenfläche. Sie liegt nahe dem Optimum von fR = 0,21
(Verbundfläche) und Biegesteifigkeit. Bei gleicher Stahl- bis fR = 0,33 und damit um ein Vielfaches höher als die
menge (Materialkosten) und gleicher Zug- und Druck- bezogene Rippenfläche für Betonrippenstahl (fR = 0,056).
kraft erhält man eine höhere Knick- und Biegestabilität. Zusätzlich zum Verbund reduzieren die im Winkel von
45° geneigten Rippenflächen die Spaltkräfte. Die Riss-
Beispiel: Vergleich 50 mm Vollstab zum weiten bei Höchstlast liegen unter den geforderten
Rohr TITAN 73/53. 0,1 mm für den Nachweis des dauerhaften Korrosions-
schutzes – eine Rissweite, die von Bohrstangen mit
Rundgewinde , z.B. R32 oder R38 (nach ISO 10208 und
ISO 1720), nicht eingehalten werden kann.
ø 50 mm ø 73 mm
TITAN-Gewinde* R-Gewinde
Mikrorisse ohne durchdringende Wenige durchdringende
AVoll ≈ 19,60 cm² ARohr = Aeff ≈ 16,15 cm² (s.S. 43) Schädigung des Verpesskörpers Risse im Verpresskörper

WVoll ≈ 12,3 cm³ WRohr ≈ 22,2 cm³

IVoll ≈ 30,7 cm4 IRohr ≈ 77,5 cm4

Das spezielle TITAN-Gewinde garantiert einen sehr


guten Scherverbund und minimiert die Gefahr von
Längsrissen im Verpresskörper.

* Das Gewinde entspricht in Form und Ausbildung Eurocode 2,


DIN 488, DIN EN 10080 bzw. ASTM-A 615.

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3. Verpresspfahl TITAN im Detail

- für alle Bodentypen passende


Bohrkronen verfügbar 3.2 Bohrkronen
- unvorhergesehene Boden-
änderung beim Bohren bedarf
in der Regel keiner Verfahrens­-
änderung
Lehmbohrkrone
Übergangsrohr Lehm, sandig-bindiger
Kunststoff PE-HD Mischboden ohne Hindernisse
< 50 S.P.T. 1)

Kreuzbohrkrone
Dicht gelagerter Sand und Kies
mit Hindernissen > 50 S.P.T. 1)

Warzenbohrkrone
Stahltragglied Verwitterter Fels2), Phylit, Schiefer,
Tonstein; Festigkeit < 70 MPa

Hartmetall- Kreuzbohrkrone
Dolomit, Granit, Sandstein;
Festigkeit 70-150 MPa

Kopplungsmuffe

Hartmetall-Warzenbohrkrone
Bewehrter Beton oder Fels2),
Vorkernen; Festigkeit > 70 MPa

Hartmetall-Stufenbohrkrone:
Für richtungsstabile Bohrungen
Abstandhalter bei Trennflächen im Boden

- Alle Bohrkronen mit Venturi-Spüllöchern.


- Fotos der Bohrkronen sind beispielhaft. Form und
Farbe können abweichen.

1)
S.P.T. Standard Penetration Test
Bohrkrone 2)
Die Druckfestigkeit von Fels liegt wegen der praktisch immer
vorhandenen Trennflächen deutlich unter der Gesteinsfestigkeit.
Als Faustregel gilt: Die Druckfestigkeit von Fels kann mit 10 - 20 %
der Gesteinsfestigkeit angenommen werden.
(Quelle: Prof. Dr. Kurosch Thuro, Lehrstuhl für Ingenieurgeologie,
TU München).

10
3.3 Kopplungsmuffe Die Kopplungsmuffe erlaubt sowohl Wechselbelastun-
Verbindung ohne Kontermutter gen als auch dynamische Lastwechsel. Dies ermöglicht
der Mittelstopp (Stahlring mit Dichtung). Durch das
Verspannen gegen den Mittelstopp wird außerdem eine
optimale Übertragung der Schlagenergie während des
Bohrvorganges erreicht.

3.4 Abstandhalter Der mitlaufende Abstandhalter vor jeder Kopplungs-


Sicherstellung der Zementstein-Überdeckung muffe (mind. alle 3 m, gemäß Zulassung) sorgt auf
Grund seiner Abmessungen für eine gleichmäßige
Zementstein-Überdeckung von mind. c = 20 mm und
eine Zentrierung des Stahltraggliedes im Bohrloch. Die
Bohrlochaufweitung durch die Bohrkrone (Seite 14) trägt
dazu bei, die in der Zulassung geforderte Zementstein-
Überdeckung zu gewährleisten.
Die Form des Abstandhalters garantiert eine optimale
Förderung des Bohrkleins aus dem Bohrloch. Darüber
hinaus verbessert der Abstandhalter die Richtungsstabi-
lität beim Bohren.
Der Einbau des Abstandhalters erfolgt zum Bohrloch-
tiefsten spitz zulaufend.

3.5 Pfahlkopfvarianten Je nach Anwendungsfall kommen verschiedene Pfahl-


Flexibler Neigungsausgleich von 0° bis 45° kopfausbildungen zum Einsatz. Der Pfahlkopf ist in der
Regel in Stahlbeton (Kopfbalken, Fundament, Boden-
platte) bzw. Spritzbeton (Bodenvernagelung) eingebun-
den oder wird auf Stahlkonstruktionen (Spundwand,
Gurtung) befestigt.
Im Stahlbeton wird der Pfahlkopf häufig durch eine
aufsteckbare, mit zwei Kugelbundmuttern zu befestigen-
de Kopfplatte ausgebildet. Es müssen Nachweise auf
Teilflächenpressung, Ausstanzen und Plattenbiegung
(Kopfplatte) geführt werden.
Bei Spritzbeton kommt die Kalottenplatte mit einer
Kugelbundmutter zum Einsatz. Neigungen bis 5°
können so ausgeglichen werden.
Für einen Neigungsausgleich bis 36° kann auf die
Kalottenplatte eine Ausgleichsscheibe gesetzt werden,
bei Kopfplatten kommen Keilscheiben zum Einsatz.
Bei der Rückverankerung von Spundwänden kommt
die Kugelplatte mit Kugel zum Einsatz, mit der ein
Neigungs­ausgleich bis 45° zur Vertikalen realisiert
werden kann. Ein gleichzeitiges Verschwenken in
horizontaler Richtung ist in Abhängigkeit des vertikalen
Neigungswinkel ebenfalls möglich.

Bemessungshilfen für die Anwendungsfälle „Einbindung


in Stahlbeton“ und „Spundwandrückverankerung“ finden
Sie im Prospekt Standard-Pfahlkopf-Varianten.

11
4. Verfahrenstechnik
4.1 In zwei Schritten zur Verankerung

Ein Verfahren für alle


Anwendungsfälle
Unabhängig von Boden-
beschaffenheit und Anwen-
dungsfall werden Verpress-
pfähle TITAN immer mit
dem gleichen Verfahren
eingebracht.

- einheitliches Verfahren für alle Schritt 1: Direktbohren


Bodentypen Drehschlagendes Bohren mit Spülmedium
- einheitliches Verfahren für alle
Anwendungsfälle, z. B. als Gründungs-
pfahl, Ankerpfahl oder Bodennagel
- kein Nachverpressen
Durch drehschlagendes Bohren mit Das Spülmedium
Zementsuspension kommt es zu einer Eine Zementsuspension mit einem Ver-
Bodenverdrängung und -verbesserung hältnis Wasser zu Zement W/Z = 0,4
wie bei Verdrängungspfählen. Während ÷ 0,7 (z. B. 70 Liter Wasser auf 4 Sack
des Bohrvorgangs wird das Wasser Zement à 25 kg; W/Z = 0,7) und einer
aus der Zementsuspension abgefiltert Festigkeit von fc,k ≥ 35 N/mm² dient
und bildet einen Filterkuchen, der das als Spül- und Stützflüssigkeit. Je nach
Bohrloch stabilisiert. Der Filterkuchen Anwendungsfall können auch dünnere
kann auch als Primärinjektion bezeich- Zementsuspensionen, Wasser oder
net werden, die den Scherverbund Luft als Spülmedium in Frage kommen.
zwischen Verpresskörper und Boden
verbessert. Der Zement verzahnt sich Bohrvorschub und Ausfegen
formschlüssig mit dem Korngerüst des Je geringer der Bohrvorschub
Bodens. Anders als beim Imlochham- (ca. 1 m/min) und je häufiger das Bohr-
mer mit Luftspülung oder bei einer loch ausgefegt wird, desto besser ist
verrohrten Bohrung kommt es nicht die Qualität des Verpresskörpers und
zur Auflockerung und Entspannung der des Verbundes.
Bohrlochwand. Ausfegen bedeutet: Wiederholtes
Das Verfahren ist Stand der Technik Herausziehen und Wiedereinfahren der
und von Schlitzwänden nach DIN 4126 Bohrstange unter ständigem Drehen
und Bohrpfählen nach DIN 4014 und Spülen. Hierdurch wird das
bekannt (hier aber mit Zementsuspen- Bohrloch freigespült und das Bohr-
sion statt Bentonit!). Ebenso bestehen klein aus dem Bohrloch gefördert. Zur
Ähnlichkeiten mit der Sicherung mit Kontrolle kann die Rücklaufspülung mit
Spritzbeton: die Bohrlochwand wird einem Sieb aufgefangen werden. Die
sofort mit Zement verschlossen. Rücklaufspülung muss kontinuierlich
erfolgen. Sollte sie abreißen oder im
Bohrloch verschwinden, so ist ohne
weiteren Vorschub weiter zu spülen,
eventuell mit einer dicken Zement­
mischung, bis die Zementsuspension
am Bohrlochmund wieder austritt.

12
Schritt 2: Dynamisches Verpressen
mit Verpresssuspension

Dynamisches Verpressen bezeichnet Verpressdruck Ein Nachverpressen ist nicht erforder-


das Verpressen unter gleichzeitiger Indikator eines gut verspannten Ver- lich, da der nach DIN 4128, Abschnitt
Rotation. Verpresst wird eine Zement- presspfahls ist ein ansteigender Ver- 7.2 geforderte Verpressdruck von 5
suspension W/Z = 0,4 ÷ 0,5. Mit die- pressdruck in der Endphase des Ver- bar immer erreicht wird.
ser steifen Verpresssuspension wird pressens. Der Verpressdruckanstieg
die als Spülmedium eingesetzte Stütz- lässt sich trotz offenem Bohrloch so
flüssigkeit verdrängt, bis die steife erklären, dass die schnell abbinden-
Suspension aus dem Bohrloch fließt. den Zementsteinschollen, die sich im
Vergleichbar mit einer Rüttelflasche Bohrloch nach außen schieben, zwi-
im Beton entsteht durch das dynami- schen dem rotierenden Stahltragglied
sche Verpressen ein dichter Verpress- und Bohrloch verkeilen, so dass sich
körper. ein natürlicher Stau oder „Packer“
Wurde bereits im ersten Schritt mit bildet, bzw. mit dem Filtergesetz
einer Verpresssuspension mit einem von Darcy. Wenn der Verpressdruck
W/Z-Wert von 0,4 ÷ 0,5 gebohrt, stimmt, entwickelt sich genügend
kann auf das dynamische Verpressen Mantelreibung. Deshalb gehört die
(Schritt 2) gem. Zulassung verzichtet Aufzeichnung des End-Verpress-
werden. drucks in jedes Herstellungsprotokoll.

Gesteuerte Fußhinterschneidung und


Infiltrationsverdübelung durch radialen Spülstrahl

Alle Bohrkronen haben eine seitliche schon bei geringen Drücken schnei-
Venturi-Spülbohrung, durch die es det, ähnlich dem Düsenstrahlverfah-
zu einer Infiltrationsverdübelung mit ren „jet grouting” und der Injektions-
dem umgebenden Boden kommt und verdichtung „compaction grouting”
durch die eine gesteuerte Fußhinter- (Profilierte Verpresskörpergrenzfläche,
schneidung erzeugt werden kann. Verpresskörperdurchmesser bis zum
Ausgegrabene Verpresspfähle zeigen, 2-fachen gegenüber dem Bohrkronen-
dass der radiale Spülstrahl auch durchmesser).

13
4. Verfahrenstechnik
4.2 Ergebnis

Verpresskörper
Durchgängig mit dem Boden verzahnt

Während des Einbohrens mit Spül-


bzw. Stützflüssigkeit verzahnt sich
der Zement formschlüssig mit dem
Korngerüst des Bodens. Der dabei
entstehende Filterkuchen schützt nicht
nur das Bohrloch vor dem Einfallen,
sondern verbessert auch den Scher-
verbund zwischen Verpresskörper und
Boden und schützt das Stahltragglied
dauerhaft vor Korrosion.

Die Verpresskörper ausgegrabener


Verpresspfähle TITAN verdeutlichen:
• die Verzahnung mit dem Boden
• den vergrößerten Durchmesser
gegenüber der Bohrkrone
• die gleichmäßige Zementstein-
Überdeckung

Zementstein-Überdeckung

Filterkuchen

Bohrlochaufweitung

Durch den Bohrvorgang mit radialem


Spülstrahl wird ein größerer Durch-
messer des Verpresskörpers gegen-
über dem Bohrkronendurchmesser
erreicht. Gemäß DIN SPEC 18539 darf d
der Pfahldurchmesser bei der Herstel-
D
lung mit Außenspülung mind. gleich
dem maximalen Durchmesser des D= d+ a
Bohrkopfes bzw. der Einbringvorrich- Aufweitung a > 20 mm
tung (hier: Bohrkronendurchmesser) Erfahrungswerte der Fa. Ischebeck
zzgl. 20 mm angenommen werden. (gemessen an ausgegrabenen
Verpresskörpern)
a = 75 mm (Mittel- und Grobkies)
a = 50 mm (Sand und Kiessand)

14
Verzahnung von Stahltragglied,
Zementstein-Überdeckung, Filterku-
chen und Boden. Der zur Unter­
suchung aufgebrochene Verpress-
körper zeigt das eingeschlossene
Stahltragglied mit Kopplungsmuffe
– dauerhaft korrosionsgeschützt.

15
5. Gerätetechnik

Typische Baustelleneinrichtung bestehend aus Verpressstation und Anbaulafette an der Baumaschine

16
Verpresspfähle TITAN mit einem Nennaußendurchmesser Der Platzbedarf für Minibagger mit Anbaulafette ist
(DStahl) bis 40 mm können bereits mit handlichen, luftdruck- geringer als bei Raupenbohrwagen (6 m Planum vor
betriebenen Bohrhämmern eingesetzt werden. Bis Nennau- der Einbaustelle).
ßendurchmesser DStahl = 52 mm kann mit beliebigen Bauma- Leichte Bohrausrüstungen können unter Umständen
schinen mit hydraulischem drehschlagendem Antrieb und mit dem Hubschrauber an unzugängliche Einbaustellen,
Anbaulafette gearbeitet werden. z. B. im Gebirge, gebracht werden.

Aufgrund des durchgängigen Gewindes können Verpress-


pfähle TITAN an jeder beliebigen Stelle gekürzt und gekop-
pelt werden. Durch die Verwendung von kleinen, leichten
Bohrgeräten ist der Einsatz von Verpresspfählen TITAN
daher auch bei Baustellen mit beengten Platzverhältnis-
sen (z. B. im Keller, in Hinterhöfe, in Werkshallen zwischen
Maschinen) und schwer zugänglichen Baustellen (z. B. unter
Brücken, am Ufer und an Steilhängen, im Gebirge) möglich.

17
5. Gerätetechnik

Handliche luftdruckbetriebene Anbaulafetten auf beliebigen Ankerbohrgeräte


Bohrhämmer Baumaschinen mit hydraulischem • universelle Bohrraupen zum Einset-
• zum Einbau von kleineren Stahltrag- Antrieb zen aller Stahltraggliedgrößen TITAN
gliedgrößen von TITAN 30 bis • geeignet für den Einbau von klei- geeignet.
TITAN 40 geeignet. neren bis mittelgroßen Stahltrag­ • Hersteller: Klemm, Morath, Hütte-
gliedern TITAN 30 bis TITAN 52. Casagrande, usw.
• Hersteller: Morath, TEI Rockdrills,
usw.

Geeignete Bohrhämmer Verpressstationen

TITAN 30/... Atlas Copco COP 1036, 1038, 1238; SIG PLB 291 A; 35 l/min Verpressstationen
TAMROCK HL 438; Krupp HB 5, HB 11, HB 15, HB 20; mit Wasserdosierung,
Eurodrill HD 1001, HD 1002; Klemm KD 204, KD 511; Turbomischer für
Morath HB 23; TEI TE 300 HT kolloidale Mischung,
1 Mischbehälter +
TITAN 40/... Atlas Copco COP 1036, 1038, 1238; SIG PLB 291 A; 50 l/min
1 Vorratsbehälter,
TAMROCK HL 438; Krupp HB 11, HB 15, HB 20;
Doppel- Plungerpumpe,
Eurodrill HD 1001, HD 1002; Klemm KD 204, KD 511, KD 1011;
bis 100 bar,
Morath HB 70; TEI TE 300 HT
Hersteller: Scheltzke,
TITAN 52/... Krupp HB 25, HB 35; Eurodrill HD 2004; 70 l/min Obermann, Häny, Morath
Klemm KD 511, KD 1011, KD 1215;
Morath HB 100; TEI TE 500 HT
TITAN 73/... Krupp HB 35, HB 45, HB 50; Eurodrill HD 2004, HD 4010; 90 l/min
Klemm KD 1011, KD 1215; Morath HB 100;
TITAN 103/... Krupp HB 50, HB 60; Eurodrill HD 4010, HD 5012; 120 l/min
TITAN 127/... Klemm KD 1215, KD 1624, KD 1828
Vorschub: 0,3 ÷ 1,0 m/min, Drehzahl ca. 50 Umdrehungen min-1, Spüldruck 10 ÷ 15 bar.
Hinweis: Gegenüber dem Bohren von Sprenglöchern im Fels empfiehlt sich eine Reduktion von Vorschub und Schlag (percussion) auf ca. 1/3.
Wir empfehlen, für die Herstellung von Verpresskörpern TITAN drehschlagende Hämmer einzusetzen.

18
Übliche Verpressstationen

Für die gängigsten Bohrhämmer sind


Spülköpfe zur Anbindung des Stahl-
traggliedes und der Verpressstation an
den Bohrhammer lieferbar.

19
6. Planungshilfen
6.1 Bemessung Verpresspfahl TITAN als Mikropfahl

Die Bemessung des Verpresspfahls TITAN erfolgt, je


nach Anwendungsfall, nach unterschiedlichen Normen.
Unabhängig von Einsatz und Verwendung müssen
grundsätzlich folgende Nachweise geführt werden:

> 1. Nachweis der inneren Tragfähigkeit


> 2. Nachweis der äußeren Tragfähigkeit
> 3. Knicksicherheitsnachweis (Druckpfähle)
> 4. Gebrauchstauglichkeitsnachweis

20
6.1.1 Nachweis der inneren Tragfähigkeit

Für den Nachweis muss der Bemessungswert der Einwir- Relevante Normen:
kungen Ed kleiner als der Bemessungswert der Tragfähig- - Bauaufsichtliche Zulassung
keit des Stahltraggliedes RM,d sein. Z 34.14-209 (Widerstand)
Der Teilsicherheitsbeiwert zur Berechnung von RM,d liegt - EC7 (Einwirkungen)
nach EC7 und der Zulassung Z-34.14-209 bei
gM = 1,15 (RM,d = RM,k / gM).

Nachweis: Ed < RM,d

Bezeichnung Einheit TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN
30/16 30/14 30/11 40/20 40/16 52/26 73/56 73/53 73/45 73/35 103/78 103/51 127/103

Nenndurch-
messer außen Ø mm 30 30 30 40 40 52 73 73 73 73 103 103 127

Nenndurch-
messer innen Ø mm 16 14 11 20 16 26 56 53 45 35 78 51 103

Charakteristische
Tragfähigkeit RM,k
kN 1552) 1952) 225 372 465 620 6952) 860 1218 1386 1550 2325 18002)
gemäß deutscher
Zulassung1)

F0,2 ,k Kraft an der


0,2 % Dehngrenze
kN 190 220 260 425 525 730 830 970 1270 1430 1800 2670 2030
(Mittelwert)

Zulassung Z-34.14-209: Bei Dauer-Zugbeanspruchungen und


1) 2)
Für diese Größen liegt noch keine Zulassung vor, für TITAN 30/16,
Zementstein-Überdeckungen c < 40 mm sind ggfs. die Tragfähig- 30/14, 73/56 und 127/103 wurden die Werte analog zur Zulassung
keiten entsprechend Zulassung Z-34.14-209 zu reduzieren. interpoliert.

21
6. Planungshilfen
6.1 Bemessung Verpresspfahl TITAN als Mikropfahl

6.1.2 Nachweis der äußeren Tragfähigkeit


(Grenzfläche Verpresskörper-Boden)

- DIN EN 14199 Mikropfähle tragen ihre Lasten überwiegend über Mantelrei-


- EC7 bung in den tragfähigen Boden ab. Der Spitzendruck wird
dabei üblicherweise vernachlässigt (Ausnahme Fels). Der
Pfahlwiderstand im Boden (äußere Tragfähigkeit) ist maßge-
bend von der Mantelfläche As,i des Verpresskörpers und der
charakteristischen Pfahlmantelreibung qs,i,k des anstehen-
den Bodens abhängig.

Die erforderliche Verbundlänge lb des Pfahls zur Einleitung


der Lasten in den Boden ergibt sich aus dem Verpresskör-
perdurchmesser und dem Mantelreibungswert qs,i,k , der mit
dem entsprechenden Teilsicherheitsbeiwert für den Pfahlwi-
derstand nach Tab. A 2.3 der DIN 1054:2010-12 abgemin-
dert wird.

Sofern nicht durch Probebelastungen an Vorversuchspfäh-


len die tatsächlichen projektspezifischen Pfahlmantelrei-
bungswerte bestimmt werden, sollte nach DIN 1054:12-10
mit den Mantelreibungswerten für Druck- und Zugbelas-
tungen der EA Pfähle (Tab. 5.29 und Tab. 5.30) gerechnet
werden.

Zur Ermittlung des erforderlichen Verpresskörperdurch-


messers D ist zunächst die Wahl der richtigen Bohrkrone
maßgebend (aus Prospekt „Technische Daten“). Diese ist
abhängig von:

-- der vorherrschenden Bodenart


-- der geforderten Mindest-Zementsteinüberdeckung des
Traggliedes nach Norm / Zulassung

In Abhängigkeit des Baugrundes und der Einbautechnik


wird der Verpresskörperdurchmesser D um eine Aufweitung
a größer sein als der Bohrkronendurchmesser d:
D = d + a

Bohrlochaufweitung a:
-- nach DIN SPEC 18539: amin = 20 mm
(bei Herstellung mit Außenspülung)

-- Gemittelte Erfahrungswerte der Fa. Ischebeck zur


Vordimensionierung:
sandiger Boden: a ≈ 50 mm
kiesiger Boden: a ≈ 75 mm
(an ausgegrabenen Verpresskörpern gemessener Wert)

22
Nachweis: Ed ≤ Rd Teilsicherheitsbeiwerte γR für Widerstände
(Auszug aus DIN 1054:2010-12, Tabelle A 2.3)
Druck: Widerstand Formel- Bemessungs-
Rc,d = Rc,k / (gs · x1) = p · D · lb · qs,k / (gs × x1) [kN] zeichen situation

Zug: BS-P BS-T BS-A


Rt,d = Rt,k / (gs,t · x1 · hM) = p · D · lb · qs,k / (gs,t · x1 · hM) [kN] Pfahlwiderstände aus statischen und dynamischen Pfahlprobe-
belastungen
mit:
• Streuungsfaktor ξ1 Fußwiderstand gb 1,10 1,10 1,10
(in Abhängigkeit der Anzahl n der geplanten / ausge-
Mantelwiderstand (Druck) gs 1,10 1,10 1,10
führten Probebelastungen)
Gesamtwiderstand (Druck) gt 1,10 1,10 1,10
n 1 2 3 4 5
Mantelwiderstand (Zug) gs,t 1,15 1,15 1,15
ξ1 1,35 1,25 1,15 1,05 1,00
Pfahlwiderstände auf der Grundlage von Erfahrungswerten
• Modellfaktor hM
(bei Zugbeanspruchungen, unabhängig von der Pfahl- Druckpfähle γb, γs, γt 1,40 1,40 1,40
neigung nach Änderung DIN 1054/A1:2012-08)
hM = 1,25 Zugpfähle (nur in Ausnahmefällen) γs,t 1,50 1,50 1,50

Herausziehwiderstände

Boden- bzw. Felsnägel γa 1,40 1,30 1,20

Verpresskörper von γa 1,10 1,10 1,10


Verpressankern

Flexible Bewehrungselemente γa 1,40 1,30 1,20

In den Empfehlungen des Arbeitskreises „Pfähle“ EA-Pfähle Tabelle 5.29 in nichtbindigen Böden
(EA-Pfähle) der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik e.V. Mittlerer Spitzenwiderstand qc Bruchwert qs,k der
werden Spannen von Erfahrungswerten für die charakteri- der Drucksonde in MN/m² Pfahlmantelreibung in kN/m² *
stischen Pfahlmantelreibungen für verpresste Mikropfähle
angegeben. Diese können in Abhängigkeit der Ergebnisse 7,5 135-175
der Drucksondierung nach DIN 4094-1 (C.P.T.-Versuch)
15 215-280
abgelesen werden. Sie geben Spannen der Erfahrungs-
werte für die charakteristische Pfahlmantelreibung qsk für > 25 255-315
verpresste Mikropfähle (Ds < 0,30 m) an.
EA-Pfähle Tabelle 5.30 in bindigen Böden
Scherfestigkeit cu,k des Bruchwert qs,k der
undränierten Bodens in kN/m² Pfahlmantelreibung in kN/m² *

60 55-65

150 95-105

> 250 115-125


* Zwischenwerte dürfen geradlinig interpoliert werden.

23
6. Planungshilfen
6.1 Bemessung Verpresspfahl TITAN als Mikropfahl

6.1.3 Knicksicherheitsnachweis (Druckpfähle)

Bei druckbelasteten Mikropfählen muss nach EC7 und DIN


Relevante Normen EN 14199 ein Knicknachweis geführt werden, wenn bei
- EC7 weichen bindigen Böden die undränierte Scherfestigkeit cu,k
- DIN EN 14199 < 15 kN/m² ist.
Nach den Zulassungen des DIBt ist ein Knicksicherheits-
nachweis für cu,k < 10 kN/m² ohne Ansatz einer seitlichen
Bodenstüzung (gem. DIN 18800, siehe Zulassung) und für
10 kN/m² < cu,k < 30 kN/m² mit Ansatz einer seitlichen
Bettung zu führen. Bemessungsansätze sind zu finden in
-- Ofner, R./Wimmer, H. Fachzeitschrift „Bautechnik 84“
(2007), Heft 12
-- Vogt, N./Vogt, S. Knicken von Pfählen mit kleinem Durch-
messer in breiigen Böden, Fraunhofer IRB Verlag, 2005

Nach E9 der Empfehlungen des Arbeitsausschusses "Ufer-


einfassungen" (EAU) 2004 beträgt der Bodenkennwert cu,k
für als kritisch zu betrachtende, bindige Böden:

Schluff/Ton, weich cu,k = 5 - 60 kN/m²

Schluff/Ton, steif cu,k = 20-150 kN/m²

Schluff/Ton, halbfest cu,k = 50-300 kN/m²

Organischer Schluff/Ton, breiig cu,k = 2 < 15 kN/m²

Mudde/Faulschlamm, breiig cu,k = < 6 kN/m²

Orientierungswerte für Zusammenhänge zwischen Kon-


sistenz und Scherfestigkeit des undränierten Bodens bei
bindigen Böden (EA Pfähle Tabelle 3.3):

Konsistenz- Konsistenz Scherfestigkeit des


zahl lc undränierten Bodens cu,k

0,5 ... 0,75 weich 15 ... 50 kN/m²

0,75 ... 1,00 steif 50 ... 100 kN/m²

> 1,00 halbfest, fest > 100 kN/m²

Die undränierte Scherfestigkeit kann aus Versuchen CPT 10


und CPT 15 ermittelt werden (DIN 4094-1:2002, Anhang D, D.4)
cu = (qc - σvo) / Nk

Dabei ist: c u die undränierte Scherfestigkeit


q c der Spitzenwiderstand
σvo der totale Überlagerungsdruck
Nk der Konusfaktor

Weitere Angaben auch in EAU und EA-Pfähle.

24
Kombipfahl – Die Lösung für knickgefährdeten
Baugrund

Verschiedene Größen kombinieren


Das TITAN System bietet die Möglichkeit einen Kombi-
pfahl auszubilden. Dies bedeutet, dass im knickgefähr-
deten Baugrund mit einem cu,k-Wert < 30 kN/m² eine
Überdimensionierung des Stahltragglieds erfolgen kann.
Ton, cu,k = 50 kN/m² Die Verstärkung des Stahltragglieds in diesem Bereich
TITAN 73/53 erhöht die Biegefestigkeit des Pfahls ohne zusätzliche
teure konstruktive Maßnahmen, wie zum Beispiel den
Einbau eines Stahlrohres. Die Dimensionierung des
Stahltragglieds erfolgt über die Bemessungslast des
Druckpfahls und anstehenden cu,k-Wert nach den
bekannten Knicksicherheitsnachweisen von Ofner /
Wimmer bzw. Vogt sowie DIN 18800.

Die Abbildung zeigt einen 18 m langen Druckpfahl


TITAN 73/53 (max. Ed = 748 kN), der im Bereich der wei-
chen Tonschicht mit einem cu,k-Wert von 20 kN/m² über
eine Länge von 6 m als TITAN 103/78 ausgebildet wird.
Ton, weich cu,k = 20 kN/m² Die Dimensionierung des TITAN 103/78 erfolgt über den
TITAN 103/78 Knicksicherheitsnachweis nach Ofner / Wimmer.

Sand / Kies
TITAN 73/53

Bezeichnung Einheit TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN
30/16 30/14 30/11 40/20 40/16 52/26 73/56 73/53 73/45 73/35 103/78 103/51 127/103

Biegesteifigkeit 10 6

  3,7 3,8 4,6 15 17 42 125 143 178 195 564 794 1163
E · I* kNmm2

* Die Werte sind aus Versuchen ermittelt. Es ist nicht möglich, aus diesen Angaben rechnerisch E-Modul, Querschnitt oder Trägheitsmoment zu ermitteln.

25
6. Planungshilfen
6.1 Bemessung Verpresspfahl TITAN als Mikropfahl

6.1.4 Gebrauchstauglichkeitsnachweis
Abschätzung der Gesamtverformung

Relevante Normen Verformungsberechnungen sind komplex und werden


- DIN 18800 unter Verwendung von aufwendigen Rechenverfahren
- EC7 (z. B. DC-Software) oder Pfahlprobebelastungen durchge-
führt. Umfassende Bodenuntersuchungen als Grundlage
liegen oft nicht vor.
Last-Verformungs-Diagramme (Grundlage: umfangreiche
Belastungsprüfungen) erleichtern eine schnelle Abschät-
zung der Pfahlkopfverschiebung. Ein vereinfachter Bemes-
sungsansatz ermöglicht die Abschätzung der bleibenden
Pfahlkopfverschiebung.

• Für die Ermittlung der bleibenden Verformung werden


die Dehnsteifigkeit des �����������������������������
Stahltraggliedes und des Ver-
presskörpers angesetzt, da der Verpresspfahl TITAN ein
Verbundwerkstoff ist.
• Dehnsteifigkeit des Stahltraggliedes (s. technische Daten)
• Dehnsteifigkeit des Verpresskörpers kann mit einem
E-Modul
EZement = 17000 N/mm² gerechnet werden.

Daraus ergibt sich nun vereinfacht eine Gesamtdehnsteifig-


keit für den Verpresspfahl von
(EA)ges = (EA)Stahl + (EA)Zement

und eine Verformung / Pfahlkopfverschiebung


E
e = k
l,ges (EA)ges

Bezeichnung Einheit TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN
30/16 30/14 30/11 40/20 40/16 52/26 73/56 73/53 73/45 73/35 103/78 103/51 127/103

Außen -
mm 29 29 29 40,5 40,5 50,3 72,4 72,4 72,4 72,4 101 101 126,8
durchmesser Da*

effektiver
mm² 340 375 415 730 900 1250 1360 1615 2239 2714 3140 5680 3475
Querschnitt Aeff

Dehnsteifigkeit
10³ kN 63 69 83 135 167 231 251 299 414 502 580 1022 640
E · A **

* Siehe Anlage 2 der Zulassung.


**Die Werte sind aus Versuchen ermittelt. Es ist nicht möglich, aus diesen Angaben rechnerisch E-Modul, Querschnitt oder Trägheitsmoment zu ermitteln.

26
Last-Verformungsdiagramm
Statistische Auswertung von 136 Eignungs- und Abnahme- tungslänge in sandigen und kiesigen Böden, trag-
Zugprüfungen. Gemessen wurde die Pfahlkopfverschiebung fähiger Baugrund in unterschiedlichen Tiefen. Verfor-
(Gesamtverformung, gemessen am Pfahlkopf). Krafteinlei- mung ∆ in Abhängigkeit von der Belastung.
Verformung ∆ [mm]

Bei einer Belastung von 360 kN wird eine Gesamtverformung


von 7,3 mm abgelesen, ermittelt aus der Formel für die Trendlinie
∆ = 4,5754 · e0,0013 · F = 4,5754 · e0,0013 · 360kN
∆ = 7,3 mm
90 % aller gemessenen Werte liegen innerhalb dieser Grenzen
(obere Grenze 13 mm – untere Grenze 3 mm)

obere Grenze 13 mm

Versuchsergebnisse
untere Grenze 3 mm Lineare Regression

Belastung [kN]

Diplomarbeit von A. Scholl: „Entwicklung eines Modells zur Verformungsberechnung von Verpresspfählen (schlaffen Ankern) TITAN nach
DIN EN 14199, auf der Grundlage von durchgeführten Eignungs- und Abnahmeversuchen“, 2008, Universität Siegen, Prof. Dr.-Ing. R. Herrmann

27
6. Planungshilfen
6.2 Bemessungsbeispiele

6.2.1 Beispiel Pfahlgründung: Druckpfahl

Bemessungslast (Druck): Ed = 712 kN


Gewählt: Tragglied TITAN 73/53

Nachweis der inneren Tragfähigkeit:


Ed < RM,d
RM,d = RM,k / gM
RM,d = 860 kN / 1,15 = 748 kN (mit gM =1,15)
-> Nachweis erfüllt
Ü

Nachweis der äußeren Tragfähigkeit:


Ermittlung der erforderlichen Verbundlänge lb mit:

Mantelwiderstand Druck: γs = 1,10


(nach DIN 1054:2010-12 Tab. A.2.3)

Vorgabe:
lfree

Es werden an 2 Pfählen
Probebelastungen durchgeführt: ξ1 = 1,25

Baugrund: bis 4 m: Auffüllung lfree = 4 m (nicht tragfähig)


ab 4 m: Kies-Sand qc= 15 MN/m² (Spitzendruck)

Bohrkrone: Kreuzbohrkrone d = 175 mm


Lges

Aufweitung: DIN SPEC 18539: a = 20 mm


(alternativ Erfahrungswert Ischebeck: a = 50 mm)
lb

Überstand Ü = 0,50 m

Grenzmantelreibungswert:
EA Pfähle (Tab. 5.29) qs1,k = 215 kN/m²

Muss durch Probebelastungen bestätigt werden:


gewählt: 2 (Streuungsfaktor ξ1, siehe Seite 23)

PP = 712 kN · 1,10 · 1,25 = 979 kN*

* (Für Probebelastungen müssen ggf. größere Stahlquerschnitte gewählt werden.)

Verbundlänge lb
Ed 712 kN
lb = = = 7,43 m
qs1,k 215 kN/m
π · (D + a) · _________ π · (0,175 m + 0,02 m) · _________________
γs · ξ1 1,10 · 1,25

Gesamte Pfahllänge Lges

Lges = lb + Ü + lfree
ca. 180 mm
Lges = 7,43 m + 0,50 m + 4,0 m = 11,93 m

Gewählt: Lges = 12,00 m

28
Einsatz: ca. 350 Verpr

6.2.2 Beispiel Pfahlgründung (Abschätzung Pfahlkopfverschiebung)


Reine Stahl- / Verpresskörperverformung

Pfahllänge: Lges = 12,00 m


Einwirkung: Ek = 500 kN

TITAN 73/53 (S)


Nenndurchmesser außen: DStahl = 73 mm
Effektiver Querschnitt: Aeff = 1615 mm²
Dehnsteifigkeit: (EA)Stahl = 299000 kN

Verpresskörper (Z)
Pfahldurchmesser: D = 180 mm

Querschnitt Verpresskörper A Zement = (p · (D² - DStahl²)) / 4

A Zement = (p · (1802 mm² - 732 mm²)) / 4


= 21262 mm²
(Der Zement im Tragglied wird
vernachlässigt)

E-Modul Verpresskörper EZement = 17000 N/mm² = 17 kN/mm²

Dehnsteifigkeit Verpresskörper (EA)Zement = EZement · A Zement

(EA)Zement = 17 kN/mm² · 21262 mm²


= 361454 kN
Friedr. Ischebeck GmbH Tel.: (0 23
Fax: (0 23
Gesamtdehnsteifigkeit (EA)ges = (EA)Stahl + (EA)Zement
Loher Straße 31-79 Info@ische
(EA)ges = 361454 kN + 299000 kN 58256 Ennepetal www.ischeb
= 660454 kN Lärmschutzwandgründung an der
Bahnstrecke Karlsruhe-Freiburg,
Friedr. Ischebeck GmbH Tel.: (0 23 33) 83 05-0
Schwarzwald
Fax: (0 23 33) 83 05-55
Ermittlung der Verformung / Pfahlkopfverschiebung Errichtung von Lärmschutzwänden
Loher Straße 31-79 Info@ischebeck.de
in unmittelbarer Nähe der Gleise,
Ek Einzelfundamente mit TITAN 40/16
el,ges =
(EA)ges 58256 Ennepetal www.ischebeck.de

el,ges = 500 kN = 0,08 %


660454 kN

f = el,ges · Lges

f = 0,08% · 12,00 m = 9 mm

29
6. Planungshilfen
6.2 Bemessungsbeispiele

6.2.3 Beispiel Pfahlgründung: Zugpfahl


Nachweis nach EAU in Anlehnung an das Bemessungs-
modell von Kranz, 1940

Auflast
Bemessungslast (Zug) Ed = 400 kN
Gewählt: Tragglied TITAN 40/16

Nachweis der inneren Tragfähigkeit: Ü


Ed < RM,d
RM,d = RM,k / gM

Wand
fiktive
RM,d = 465 kN / 1,15 = 404 kN (mit gM =1,15)
20°-45°
-> Nachweis erfüllt lab

Nachweis der äußeren Tragfähigkeit:


Ermittlung der erforderlichen Verbundlänge lb mit: >2 lb/2
m

ge
G l e k t i ve
Mantelwiderstand Zug: γs = 1,15

it fu
(nach DIN 1054:2010-12 Tab. A.2.3)
a
lb
fe
ti e u g e
Modellfaktor ηM = 1,25 e it f
Gl

Vorgabe:
dk = 2/3 x j
Es werden an 3 Pfählen Probe-
belastungen durchgeführt: ξ1 = 1,15
45° + j /2
Baugrund: bindiger Boden
(undränierte Scherfestigkeit) cu = 250 kN/m²

Bohrkrone: Lehmbohrkrone d = 150 mm

Aufweitung: DIN SPEC 18539: a = 20 mm

Grenzmantelreibungswert: qs1,k = 115 kN/m²


(Annahme aus EA Pfähle: Tab. 5.30)

Muss durch Probebelastungen bestätigt werden:


gewählt: 3 (Streuungsfaktor ξ1, siehe Seite 23)

PP = 400 kN · 1,15 · 1,25 · 1,15 = 661 kN*

* (Für Probebelastungen müssen ggf. größere Stahlquerschnitte gewählt werden.)

Verbundlänge lb
Ed 400 kN
lb = = = 10,77 m
qs1,k 115 kN/m
π · (d + a) · _________________ π · (0,15 m + 0,02 m) · _____________________________
γs · ξ1 · ηM 1,15 · 1,25 · 1,15

Gesamte Pfahllänge Lges


Abstand Wand - tiefe Gleitfuge: lab = 8,10 m

lb 10,77
Lges = + lab + Ü = + 8,10 m + 0,30 m = 13,80 m (gewählt 14 m)
2 2

30
Tiefe, rückverankerte Baugrubenwand
Salt Lake City, Utah, USA

31
6. Planungshilfen
6.3 Nachweis der Dauerhaftigkeit

Relevante Normen: Ein dauerhafter Korrosionsschutz für


- gem. Zulassung Verpresspfähle TITAN ist gewährleistet durch:
- DIN EN 14490 – Bodenvernagelung,
Anhang B 3.4.5.1
- DIN 4128
- DIN 1045, Ausgabe 1978, Abschnitt 17.6.2
- DIN 50976
- EN 1537 Anhang A Zementstein-Überdeckung
Ein dauerhafter Korrosionsschutz für Verpresspfähle TITAN wird durch die
Zementstein-Überdeckung erreicht. Forschungsergebnisse haben gezeigt,
dass der Korrosionsschutz durch den Verpresskörper aus Beton für dauerhaf-
te Maßnahmen gewährleistet ist, solange die unter Belastung entstandenen
Risse < 0,1 mm sind (siehe auch DIN EN 14490 – Bodenvernagelung, Anhang
B 3.4.5.1). Auch die DIN 4128 von 1983 weist schon auf die Begrenzung der
Rissbreiten hin: „...der Nachweis der Beschränkung der Rissbreite (ist) nach
DIN 1045, Ausgabe 1978, Abschnitt 17.6.2 für eine zu erwartende Rissbreite
„sehr gering“ zu führen“ (Kap. 9.2). Dies führte zu den in der Zulassung gefor-
derten Zementstein-Überdeckungen, die teilweise etwas größer sind, als die
von den einschlägigen Fachnormen geforderten Mindest-Überdeckungen von
• mind. 20 mm im Boden (nach DIN 4128 Tabelle 1)
• mind. 10 mm im Fels (nach DIN 4128 Tabelle 1)
• mind. 20 mm bei Druckpfählen (nach EN 14199)
• mind. 30 mm bei Zugpfählen (nach EN 14199)
die hier als einfacher Korrosionsschutz bezeichnet werden. Größere Zement-
stein-Überdeckungen vergrößern wesentlich den Korrosionsschutz.

Die Begrenzung der Rissweite im Verpresskörper auf < 0,1 mm war daher
auch Auflage des DIBt für die Erteilung der Zulassung für Verpresspfähle
TITAN für den temporären und dauerhaften Einsatz ohne zusätzliche Korro-
sionsschutzmaßnahmen. Der Nachweis wurde durch umfangreiche Verbund-
versuche mit Rissweitenmessung erbracht.

Stahltragglied Zementstein

32
Bei besonderen Anforderungen oder aggressiveren Böden
können noch Zusatzmaßnahmen getroffen werden:

Feuerverzinkung Duplex-Beschichtung Edelstahl


Nach DIN EN 14199 Abschnitt 7.6 Feuerverzinkung gemäß DIN EN ISO Stahltragglieder TITAN 30/11-INOX
"Korrosionsschutz von Stahlbauteilen" 1461 mit zusätzlicher Pulverbeschich- und TITAN 40/16-INOX sind lieferbar
und den Ergänzungen der DIN SPEC tung (Duplex) entsprechend DIN in rostfreiem Stahl mit Allgemeiner
18539 ist der Korrosionsschutz von 55633 (April 2009). bauaufsichtlicher Zulassung Z-30.3-6
Verpresspfählen in der Zulassung Es handelt sich um eine Pulver- für die höchste Widerstandsklasse
geregelt. Eine besondere Vorkehrung beschichtung für den Bereich der IV/Stark (Chloride, Schwefeldioxyd,
zum Schutze des Traggliedes gegen Korrosivitätskategorie C5-M Medium Bergwässer). Dieser rostfreie Stahl ist
Korrosion kann dabei eine Verzinkung entsprechend DIN EN ISO 12944 auch ohne Zementstein korrosions-
sein. Die aufgebrachte Zinkschicht Teil 1 und einem Korrosionsschutz beständig. Er empfiehlt sich dort,
widersteht starken Korrosionsbelas- entsprechend DIN EN ISO 12944 Teil wo die gleichmäßige Zementstein-
tungen und stellt einen langlebigen 2 und Teil 5. Überdeckung nicht gewährleistet
und wirtschaftlichen Korrosionsschutz werden kann, z. B. bei der Sanierung
dar. Verarbeitungshinweis: Werden alter Tunnel. Ein ausführliches Kor-
Duplex-beschichtete Stahltragglieder rosionsgutachten der Bundesanstalt
eingesetzt, sollte die Brechvorrichtung für Materialforschung und -prüfung,
mit „weichen“ Backen ausgestattet Berlin (BAM) Aktenzeichen 1.3/12279
werden, um die Beschichtung nicht kann angefordert werden.
zu beschädigen.

33
6. Planungshilfen
6.4 Ermittlung der theoretisch benötigten Zementmenge

Bei der überschlägigen Ermittlung der


voraussichtlich benötigten Zement- Beispielermittlung des Bohrlochvolumens
menge wird das Bohrlochdurchmesser
über die verwendete Bohrkrone plus
Bohrlochaufweitung ermittelt (abhängig
vom anstehenden Boden s. S. 40). Da-
raus ergibt sich ein theoretischer Quer- TITAN 52/26
schnitt des Verpresskörpers. Bezogen Lehmbohrkrone D = 175 mm
auf einen Meter Verpresspfahllänge bindiger Boden a = 20 mm (Bohrlochaufweitung)
ergibt sich das Bohrlochvolumen. Die Bohrlochdurchmesser: D = 17,5 cm + 2 cm = 19,5 cm
theoretisch benötigte Zementmenge
wird vom Wasser/Zement-Wert beein- Theoretischer Verpresskörperquerschnitt:
flusst. A = p · (D/2)² = p · (9,75 cm)² = 299 cm²

Bohrlochvolumen je 1 m Verpresskörperlänge:
V=A·1m
V = 299 cm² · 100 cm = 29900 cm³
V = 29,9 Liter

Ergiebigkeit
Die nachstehende Tabelle gibt an, wie viel Liter Zementsuspension man bei
einem bestimmten Wasser/Zement-Wert (W/Z-Wert) aus einer bestimmten
Anzahl Zementsäcken erhält.
Beispiel: W/Z = 0,5
= 25 l Wasser / 50 kg Zement (entspricht 41,7 l Zementsuspension)

Empfehlung Ischebeck für besondere Anwendungen


Für bindige Böden, z.B. Löß, tonig-schluffige Mischböden empfehlen sich
einbaufertige Quellzemente z. B. CIMEX 15 auf Ettringit-Basis. Unter dem
Quelldruck konsolidiert die Grenzschicht schneller.
Für Überkopfbohrungen empfehlen sich fertig gemischte thixotrope Anker-
mörtel, z. B. WILMIX LAWINA 98, Zusatz von Flow Cable, etc.

Gemäß ZTV-W für Spundwände, Bohrlochvolumen und Zementmenge in Abhängigkeit vom W/Z-Wert
Pfähle, Verankerungen ist bei der
Angebotsstellung mit dem 1,7-fachen Bohr- W/Z-Wert
des theoretisch ermittelten Bohrloch- Pfahl loch-
volumens zu rechnen: „Verpressmasse ØD volumen 0,4 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0
bis zum 1,7-fachen des theoretisch
erzeugten Hohlraumes beim Herstellen [mm] [l/m] Zementmenge [kg] pro lfd m Verpresskörperlänge
von Verpressankern und verpressten
Verdrängungspfählen, wird nicht 60 2,8 7,0 5,6 4,7 4,0 3,5 3,1 2,8
gesondert vergütet. Größere Mengen
an Verpressmasse werden nur nach 90 6,4 16,0 12,8 10,7 9,1 8,0 7,1 6,4
vorheriger Abstimmung mit dem AG
vergütet.“ 120 11,3 28,3 22,6 18,8 16,1 14,1 12,6 11,3

150 17,7 44,3 35,4 29,5 25,3 22,1 19,7 17,7

180 25,4 63,5 50,8 42,3 36,3 31,8 28,2 25,4

200 31,4 78,5 62,8 52,3 44,9 39,3 34,9 31,4

220 38,0 95,0 76,0 63,3 54,3 47,5 42,2 38,0

250 49,1 122,8 98,2 81,8 70,1 61,4 54,6 49,1

300 70,7 176,8 141,4 117,8 101,0 88,4 78,6 70,7

34
Geotechnik
Tiefgründung von Freileitungsmasten 380 kV
mit gebohrten Ankerpfählen
Gründungen TITAN 103/78, ca. 24 m lang
/ Nachgründungen
Baustellenbericht

Tiefgründung von Freileitungsmasten 380 kV


mit gebohrten Ankerpfählen TITAN 103/78, ca. 24 m lang

35
7. Anhang
7.1 Nachweise und Grundsatzversuche

Seit der Entwicklung des Systems


wurden umfangreiche Grundsatz- 7.1.1 Richtungsstabilität
versuche durchgeführt. Die dabei er-
mittelten Werte werden im Folgenden
als Nachweis angeführt.

Verpresspfahl TITAN 103/78


Einbau unter 20° zur Horizontalen
geneigt.
Richtungsabweichung: 66 cm bei
einer Pfahllänge von 27 m = 2,4%.
Gemäß DIN SPEC 18539:2012-02
ist eine Ausführungstoleranz von
± 7,5 cm am Bohransatzpunkt
und eine Abweichung von 3° der
Neigung zulässig (entspräche hier
1,41 m).

27 m

0,66 m

Zulässig 1,41 m

36
7.1.2 Lastabtrag

In Versuchen wurde die Stahldehnung Stahllänge bei Verpressankern nach


über die Verpresslänge gemessen. DIN 4125, in ähnlicher Weise anhand
Dazu wurde ein Extensometer in das von Probebelastungen gemessen
Innere eines Stahltragglieds eingegos- und überprüft werden.
sen.
Die Versuchsergebnisse belegen, dass
sich der nicht oder wenig tragfähige
Baugrund der Lastaufnahme entzieht
und so eine wirksame „freie“ Pfahllän-
ge ausbildet. Diese kann, wie die freie

Lastabtrag beim Verpresspfahl


gemessen mit Extensometer

progressiver Bruch im Boden bis Gleichgewicht

kN/m ²

qs max
Mantelreibung qs

Schluff mit Tonbändern dichtgelagerter Sand


Pfahllänge L

Extensometer

F qs

qs

wirksame „freie“ Pfahllänge Krafteintragungslänge ℓ


Lapp nach EN 1537 abgeschlossenes Rissbild
lfs nach DIN 4125 im Verpresskörper
F

37
7. Anhang
7.1 Nachweise und Grundsatzversuche

7.1.3 Verpresskörperdurchmesser

Ø 180 – 220 mm

Die Verpresskörper ausgegrabener Verpresskörperdurchmesser am Ausgegrabener Verpresskörper


Verpresspfähle TITAN verdeutlichen: Beispiel BV Ericusspitze/Hamburg: Im Verpresspfahl TITAN 103/78 (sehr
die gute Verzahnung mit dem Boden, Kopfbereich freigelegte Verpresspfähle feiner, loser Sand, 40 m unter dem
den vergrößerten Durchmesser ge- TITAN 103/78 verdeutlichen die Bohr- Wasserspiegel, qc = 15 MN/m²)
genüber der Bohrkrone, die gleich- lochaufweitung im sandigen Baugrund
mäßige Zementstein-Überdeckung. bei Verwendung einer Kreuzbohrkrone 1 Portlandzement, Druckfestigkeit
Ø 175 mm. fc,k > 35 N/mm²
2 Filterkuchen abgefilterter Zement,
Stützschale, hellere und dunklere
Ringe zeigen unterschiedliche
W/Z-Werte
3 Formschlüssiger Scherverbund
mit dem Boden
4 Zentrische Lage des Stahltrag-
glieds, gleichmäßige Zement-
stein-Überdeckung

38
7.1.4 Verbundverhalten Rissweiten Verbundversuche mit Rissweitenmessung an
ausgegrabenen Ankerpfählen/Mikropfählen
TITAN, TU München Prof. Dr.-Ing. Zilch,
Prof. Dr.-Ing. Schießl

100
90 TITAN 103/78
Summenhäufigkeit (%)

80
70
60
50
40
30
20
10
0 Rissweite (mm)
0,00 0,01 0,02 0,03 0,04 0,05 0,06 0,07 0,08

Für einen dauerhaften Korrosions- Stahltragglied und Zement wird durch


schutz wird gefordert, dass die Risse Mikrorisse ausgeglichen, die von
im Verpresskörper < 0,1 mm sind jeder Gewinderippe ausgehen. Ra-
(siehe auch Nachweis Dauerhaftigkeit). dial verlaufende Mikrorisse < 0,1 mm
Der Nachweis wurde durch umfang- Rissweite gelten als unbedeutend für
reiche Verbundversuche mit Riss- Korrosion und Verbund. Der gerissene
weitenmessung an ausgegrabenen Verpresskörper bewirkt eine Zugver-
Verpresspfählen TITAN und Vergleichs- steifung, den sog. „Tension Stiffening
rechnungen erbracht. Effect“.
Die unterschiedliche Dehnung von

Hauptriss Aufgebrochener Verpresskörper


< 0,1 mm TITAN 30/11 mit abgeschlossenem
Rissbild.

Zementstein-Überdeckung
Cmin
Verpresskörperdurchmesser D

45° geneigte
Rippenfläche
ZUG

innere sekundäre Risse

39
7. Anhang
7.1 Nachweise und Grundsatzversuche

7.1.5 Die Bohrlochaufweitung


Durch den Bohrvorgang mit radialem Spülstrahl
wird ein größerer Durchmesser des Verpresskörpers
erreicht. Basierend auf mehreren Versuchsreihen und
einer Vielzahl von ausgegrabenen Verpresspfählen
TITAN können folgende Erfahrungswerte für Bohr-
lochaufweitungen (in bindigen Böden) angenommen
werden:
D=d+a

Bohrlochaufweitung a:
-- nach DIN SPEC 18539: amin = 20 mm
(Bei Herstellung mit Außenspülung)
-- Gemittelte Erfahrungswerte der Fa. Ischebeck zur
Vordimensionierung (an ausgegrabenen Verpress-
körpern gemessener Wert):
sandiger Boden: a ≈ 50 mm
kiesiger Boden: a ≈ 75 mm

dd

DD

Nachweis der Bohrlochaufweitung für den Verpresskörper in bindigem Boden


Baustelle: Casaramona in Barcelona / Spanien, ca. 200 Stück ausgegrabene Verpresspfähle TITAN
gemessener Radius effektiver Bohrloch- Zementstein-
Umfang Verpresskörper Durchmesser aufweitung Überdeckung

u b = deff - dB 2 · r - dv
u r= deff = 2 x r c=
2·π > 25 mm 2

[mm] [mm] [mm] [-] [mm]

Verpresspfahl TITAN 73/53, dv = 73 mm, Kreuzbohrkrone, dB = 130 mm Ø

Abschnitt 1 550,0 87,54 175,07 45,07 51,04


Abschnitt 2 550,0 87,54 175,07 45,07 51,04
Abschnitt 3 546,0 86,90 173,80 43,80 50,40

Mittelwert 548,7 87,32 174,65 44,6 50,82

Verpresspfahl TITAN 40/16, dv = 40 mm, Lehmbohrkrone, dB = 110 mm Ø

Abschnitt 4 466,0 74,17 148,33 38,3 54,17


Abschnitt 5 471,0 74,96 149,92 39,9 54,96
Abschnitt 6 472,0 75,12 150,24 40,2 55,12
Abschnitt 7 464,0 73,85 147,70 37,7 53,85

Mittelwert 468,3 74,52 149,05 38,85 54,52

40
Randbalken für Pacific Coast
Highway #1, Panamericana,
„Devil's Slide“

Zusätzliche Rückverankerung
einer Spundwand,
HPA, Hamburger Hafen

Bohransatzpunkt unter Wasser.

Gründung eines Brückenbogens


auf Ankerpfählen TITAN 40/16
Autobahn-Neubau Zwardon, Polen

Übrige Böschung durch Boden­


vernagelung gesichert.

41
7. Anhang
7.2 Übersicht Normen

Relevante Normen

Nachweise Normen

Innere Tragfähigkeit Bauaufsichtliche Zulassung Z 34.14-209


Mikropfähle / Verpresspfähle DIN EN 14199
DIN SPEC 18539
Bodennägel DIN EN 14490
DIN 4084
Geotechnische Nachweise EC7 bestehend aus:
- DIN EN 1997-1:2009-09
- DIN EN 1997-1 / NA:2010-12
- DIN 1054:2010-12
EA Pfähle
Anforderung an Bewehrung DIN EN 14199
(Material S 460 NH) EN 10210
DIN 488
EC 2
Korrosionsschutz Bauaufsichtliche Zulassung Z-34.14-209
(Zementstein-Überdeckung) DIN EN 14199
DIN EN 14490
Prüfdurchführung EC7 bestehend aus:
- DIN EN 1997-1:2009-09
- DIN EN 1997-1 / NA:2010-12
- DIN 1054:2010-12
DIN EN ISO 22477-1
Prüfanordnung DIN EN 14199
DIN EN 14490
DIN EN 1537 / DIN SPEC 18537
Prüfumfang (Anzahl) DIN EN 14199 / EC7
DIN EN 14490
DIN EN ISO 22477-1

42
7. Anhang
7.3 Technische Daten

Technische Daten

Bezeichnung Einheit TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN TITAN
30/16 30/14 30/11 40/20 40/16 52/26 73/56 73/53 73/45 73/35 103/78 103/51 127/103

Nenndurchmesser
mm 30 30 30 40 40 52 73 73 73 73 103 103 127
DStahl außen

Nenndurchmesser
mm 16 14 11 20 16 26 56 53 45 35 78 51 103
DStahl innen

Effektiver
mm² 340 375 415 730 900 1250 1360 1615 2239 2714 3140 5680 3475
Querschnitt Aeff

Bruchlast Fu kN 245 275 320 540 660 925 1035 1160 1575 1865 2270 3660 23204)

Charakteristische
Tragfähigkeit RM,k, kN 1552) 1952) 225 372 465 620 6952) 860 1218 1386 1550 2325 18002)
gem. dt. Zulassung1)

Kraft an der 0,2 %


Dehngrenze F0,2,k kN 190 220 260 425 525 730 830 970 1270 1430 1800 2670 2030
(Mittelwert)

Dehnsteifigkeit
10³ kN 63 69 83 135 167 231 251 299 414 502 580 1022 640
E · A3)

Biegesteifigkeit 10 6
3,7 3,8 4,6 15 17 42 125 143 178 195 564 794 1163
E · I 
3)
kNmm²

Gewicht kg/m 2,7 2,87 3,29 5,8 7,17 9,87 10,75 13,3 17,8 21,0 25,3 44,6 28,9

Länge m 3 3 2/3/4 3/4 2/3/4 3 6,25 3 3 3 3 3 3

Links-/Rechts- links
- links links links links links rechts rechts rechts rechts rechts rechts rechts
Gewinde rechts

1)
Bei Dauer-Zugbeanspruchungen und Zementstein-Überdeckungen c < 40 mm sind die Tragfähigkeiten entsprechend Zulassung Z-34.14-209 zu reduzieren.
2)
Für diese Größen liegt noch keine Zulassung vor. Für TITAN 30/16, 30/14, 73/56 und 127/103 wurden die Werte analog zur Zulassung interpoliert.
3)
Die Werte sind aus Versuchen ermittelt. Es ist nicht möglich, aus diesen Angaben rechnerisch E-Modul, Querschnitt oder Trägheitsmoment zu ermitteln.
4)
Gilt nur für das Stahltragglied ohne Kopplungsmuffe. Bei gekoppelten Stahltraggliedern beträgt die Bruchlast 2048 kN.

Die Fotos in dieser Broschüre stellen Momentaufnahmen von Baustellen dar. Es ist daher durchaus möglich, dass bestimmte
Sachverhalte den (sicherheits-)technischen Anforderungen noch nicht in vollem Umfang genügen.

43
© ISCHEBECK 2012
Hangsicherung an der Bahnstrecke
Nürnberg – Regensburg

Ca. 8.000 lfm feuerverzinkte TITAN


30/11 kamen zum Einsatz.

Irrtum und Änderungen vorbehalten!


Schalungssysteme Verbausysteme Geotechnik

IZIERT
TIF
R
ZE

01
O 90
E N IS
DIN
W 93/08.12/08.12/2

FRIEDR. ISCHEBECK GMBH


Geschäftsführer: Dr. jur. Lars Ischebeck, Dipl. Wi.-Ing. Björn Ischebeck
Loher Str. 31-79 | DE-58256 Ennepetal | Tel. +49 02333 8305-0 | Fax +49 02333 8305-55
E-Mail: info@ischebeck.de | http://www.ischebeck.de