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Svilajnac

den 26. November 2016

Sehr geehrter Herr Julian Stratenschulte,

ich habe Ihren Artikel über die Gewalt gegen Lehrer in der ,,Zeit Online´´ vom 14. November 2016
mit großem Interesse gelesen und möchte Folgendes bemerken: Ihr Text ist gut auf Fakten gestützt
und spiegelt gut die Situation in den Schulen wider.

Das von Ihnen besprochene Problem der Gewalt sehe ich als eines der größten gesellschaftlichen
Probleme. Viele kehren dieses Problem unter den Teppich und aus diesem Grund finde ich es gut,
dass Sie dieses Thema besprochen haben, und möchte Ihnen diesbezüglich meine Zustimmung
erteilen. Ich schreibe Ihnen als Studentin, die bald Lehrerin werden kann und die sich
möglicherweise im Kreis der Betroffenen befinden wird.

Zuerst möchte ich sagen, dass das Problem der Gewalt gegen Lehrer mehrere wesentliche
gesellschaftliche Probleme in sich beinhaltet. Das erste Problem ist schlechte Erziehung der Kinder
zu Hause. Die Eltern haben immer weniger Zeit für die Kinder. Infolgedessen wird den Kindern vieles
als Kompensation für elterliche Aufmerksamkeit erlaubt. Ein weiteres Problem ist die Mangel an der
Autorität zu Hause, die sich auf andere gesellschaftliche Sphären überträgt. Die Schüler haben oft
keinen Respekt vor den Lehrern und trauen sich leicht, gegen Lehrer Gewalt auszuüben. Das nächste
und zugleich meiner Meinung nach das größte Problem in diesem Zusammenhang ist, dass die
Kinder zu großen Schutz der Eltern genießen, auch wenn sie kein Recht haben. Die Lehrer werden
wegen der schlechten Noten von den Eltern angegriffen, obwohl die Eltern wissen, dass ihre Kinder
nicht genug lernen.

Aus allen genannten Gründen ist es leicht einzusehen, dass der Wurzel dieses Problems in der
Familie liegt. Deswegen soll man mehr Aufmerksamkeit der Familie als Kern der Gesellschaft
widmen.

Ich appelliere hiermit auf die Eltern, sich mit ihren Kindern und ihrer Erziehung mehr zu
beschäftigen. Zugleich appelliere ich auch auf die Schulpädagogen, über ihre kuschelpädagogische
Methoden noch mal nachzudenken.

Schließlich äußere ich meine Hoffnung, dass man in diesem Fall eine Lösung finden wird, damit
Schüler und Lehrer gemeinsam erfolgreich zusammenarbeiten können.

Mit freundlichen Grüßen,


Katarina Vasic