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Numerus Clausus vs.

freie Zulassung

In verschiedenen Ländern existieren unterschiedliche Bildungssysteme. Sie haben viele Ähnlichkeiten


miteinander. Ebenso haben sie viele gemeinsame Fragen, auf die man antworten soll. Eine dieser Fragen
ist, ob das Studium jedem zugänglich sein soll oder die Zahl der Studierenden begrenzt werden soll.

In Österreich sieht die Situation so aus, dass es keine Begrenzung für Immatrikulation gibt und dass jeder
studieren darf. In Deutschland ist die Lage anders. Dortzulande besteht der sogenannte Numerus
Clausus. Darunter versteht man Zulassungsbeschränkung für bestimmte Studienfächer. Wenn die
Nachfrage die Kapazitäten der Hochschule übersteigt, bleibt ein Teil der Interessierten ohne Platz an der
Universität.

Das System des Numerus Clausus hat einige Vorteile. Als grösten Vorteil finde ich das, dass nur
diejenigen, die sich im Gymnasium wirklich Mühe gegeben haben, studieren können. Ein anderer Vorteil
dieses Systems ist, dass die Gruppen der Studenten in den Vorlesungen und Übungen kleiner sind, was
bessere Arbeit und Kommunikation zwischen den Studierenden und den Lehrern ermöglicht.

Dieses System hat jedoch viele Nachteile, besonders wenn der Notendurchschnitt für die
Immatrikulation entscheidend ist. Es gibt viele junge Menschen, die erst nach dem Abschluss Interesse
an Beruf und ernste Angelegenheiten haben. Jeder hat sein Entwicklungstempo. Es zeigt sich oft, dass
auch solche Studenten gut und mühesam arbeiten wollen und können und das Studium schneller als
andere schafen. Das ist der erste Grund, warum jeder eine Chance für das Studium bekommen soll. Ein
weiteres Argument dafür ist, dass viele aufgrund der Noten in für das Studium nicht relevanten Fächern
nicht immatrikuliert werden. Solche Studenten sind, zumindest aufgrund der Noten in relevanten Fächer
betrachtet, für das Studium geeignet und bekommen trotzdem keinen Platz an der Universität.

Meine Meinung diesbezüglich ist, dass jeder Zulassung zum Studium bekommen soll. Da die Kapazitäten
jedoch an vielen Universitäten wegen der Lehrkraft und der räumlichen Möglichkeiten begrenzt sind
und zu große Anzahl der Studierenden die Qualität des Unterrichts gefährden kann, sollte doch eine
Begrenzung existieren. Man soll aber nicht aufgrund des gymnasiellen Notendurchschnitts entscheiden.
Stattdessen können die Kandidaten durch verschiedene Eignungsteste, Gespräche und Interviews
geprüft werden, sodass jeder eine Chance bekommt.