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Grotten des Catull (Grotte di Catullo) ist die Bezeichnung für die Ruinen einer

römischen Villa, die im 1. Jahrhundert nach Christus am nördlichen Ende der


Halbinsel von Sirmione am südlichen Ufer des Gardasees erbaut wurde. Die Villa
wurde auf den Überresten älterer Vorgängergebäude aus dem ersten vorchristlichen
Jahrhundert errichtet. Wohl schon im 5. Jahrhundert n. Chr. wurde sie aufgegeben;
die Bezeichnung „Grotto“ stammt aus Zeiten, in denen die Überreste des Gebäudes
bereits dem Verfall preisgegeben und von Pflanzen überwuchert waren.

Die Grotten des Catull gelten als die größte und besterhaltene römische Villa im
nördlichen Italien. Das Gebäude bedeckte einen Grundriss von 167 Metern Länge und
105 Metern Breite und hatte etwa 20.000 Quadratmeter auf drei Stockwerken. Der
Haupteingang lag auf der Südseite, auf der sich auch die Badeanlagen befanden. Die
Längsseiten waren mit überdeckten Veranden ausgestattet, die Panoramaterrasse auf
der Nordseite bot einen Blick auf den See.