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Der Blaue Reiter

Der Blaue Reiter ist eine Bezeichnung von Wassily Kandinsky und Franz Marc für
ihre Ausstellungs- und Publikationstätigkeit, bei der beide Künstler in dem erstmals
Mitte Mai 1912 herausgegebenen gleichnamigen Almanach als alleinige
Herausgeber fungierten.[1] Das Redaktionsteam organisierte in den Jahren 1911 und
1912 zwei Ausstellungen in München, um seine kunsttheoretischen Vorstellungen
anhand der ausgestellten Kunstwerke zu belegen.[2] Es folgten Wanderausstellungen
in deutschen und europäischen Städten. Der Blaue Reiter löste sich zu Beginn des
Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 auf.

Die im Umfeld des Blauen Reiters tätigen Künstler waren wichtige Wegbereiter der
modernen Kunst des 20. Jahrhunderts; sie bildeten ein lockeres Beziehungsnetz, aber
keine Künstlergruppe im engeren Sinne wie die Brücke in Dresden. Das Werk der
angeschlossenen Künstler wird dem deutschenExpressionismus zugeordnet.

Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Von der Neuen Künstlervereinigung zum Blauen Reiter Franz Marc: Der Turm der blauen
Pferde, 1913. Das Gemälde ist seit
Selbstverständnis
1945 verschollen.
Ausstellungen 1911–1912
Der Almanach „Der Blaue Reiter“
Teilnahme an Ausstellungen in Köln und Berlin
Reaktionen
Das Ende des Blauen Reiters
Rezeption
Einflüsse des Blauen Reiters
Der Blaue Reiter im Lenbachhaus
Das Blaue Jahr 2011
Künstler im Umfeld des Blauen Reiters
Werke (Auswahl)
Siehe auch
Literatur
Sekundärliteratur
Filme
Weblinks
Einzelnachweise und Anmerkungen

Geschichte

Von der Neuen Künstlervereinigung zum Blauen Reiter


Vorläufer des Blauen Reiters war die von Wassily Kandinsky im Jahre 1909 mitbegründete Neue
Künstlervereinigung München(N.K.V.M), als deren erster Vorsitzender er die Ausstellungen von
1909 und 1910 organisierte. Noch vor der ersten Ausstellung führte Kandinsky auf Grund einer
Meinungsverschiedenheit mit dem Maler Charles Johann Palmié die sogenannte
„Vierquadratmeter-Klausel“[3] in die Satzung der N.K.V.M ein. Sie bot ihm und Franz Marc 1911
den Anlass, den Verein zu verlassen und die erste „Blauer Reiter“-Ausstellung zu veranstalten.[4]
Der Blaue Reiter war somit eine Abspaltung Secession)
( von der N.K.V.M.

Als es bei den konservativen Kräften in der N.K.V.M immer


wieder zu Streitigkeiten kam, die sich an Kandinskys
zusehends abstrakter werdenden Malerei entzündeten, legte er
am 10. Januar 1911 den Vorsitz nieder, blieb jedoch dem
Verein als einfaches Mitglied erhalten. Sein Nachfolger wurde
Wassily Kandinsky, um
Adolf Erbslöh. Im Juni entwickelte Kandinsky Pläne zu
1913
eigenen Aktivitäten außerhalb der N.K.V.M. Eine „Art
Almanach“, der möglicherweise Die Kette heißen könne,
gedachte er herauszubringen. Am 19. Juni unterrichtete er Marc von seiner Idee und gewann ihn
[5]
zum Mitmachen, indem er ihm die gemeinschaftliche Redaktion des Buches anbot.

Aus einem Brief Marcs vom 10. September an Reinhard Piper geht hervor, dass es nunmehr in
August Macke: Porträt
des Franz Marc, 1910 Der Blaue Reiter umgetauft worden war.[6] Kandinsky äußerte sich 1930 zur Namengebung in
seinem Rückblick: „Den NamenDer Blaue Reiter erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube
in Sindelsdorf. Beide liebten wir Blau, Marc – Pferde, ich – Reiter. So kam der Name von
selbst.“[7]

Marc schrieb am 10. August an August Macke, beklagte sich über die abweichenden künstlerischen Intentionen von Kanoldt und
Erbslöh in der N.K.V.M., und versuchte, Macke zum Beitritt zu bewegen, um die eigene Position zu stärken. Er sah eine
[8] Am 8. September war
„schauderhafte Auseinandersetzung […] Spaltung, respektive Austritt der einen oder anderen Partei“ voraus.
der Ruin der N.K.V.M beschlossene Sache. Marc sprach von einer „schnellen Beerdigung der Vereinigung“.[9] Macke war
Mitwisser.[10] Gabriele Münter war von Anfang an in den Plan eingeweiht, wie aus einem Brief Kandinskys vom 6. August 1911
hervorgeht: „Ich male und male jetzt. Lauter Skizzen zum Jüngsten Gericht. Bin aber mit allem unzufrieden. Ich muß aber finden,
wie ich es anpacken soll! Nur Geduld.“[11]

Im Oktober malte Kandinsky insgeheim an dem über vier Quadratmeter großen abstrakten Gemälde für den Umsturz,[12] das er am
17. November 1911 fertigstellte.[13] Kandinsky nannte es Komposition V und gab ihm den sehr symbolträchtigen Untertitel Das
Jüngste Gericht.[14] Dieses Gemälde reichte er nach Palmiés Vorbild – wohl wissend um die Statuten der N.K.V.M – der Jury am
2. Dezember 1911 zur bevorstehenden Winterausstellung ein. Es gab den erhofften Eklat, die Mehrheit lehnte Kandinskys Bild
satzungsgemäß ab. Zusammen mit Münter und Marc verließ Kandinsky nach erregten Diskussionen die N.K.V.M. Am selben Abend
schrieb Maria Marc an das befreundete Ehepaar Macke und zitierte Marianne von Werefkin mit den Worten: „So, meine Herren, jetzt
verlieren wir die beiden würdigsten Mitglieder, dazu ein wundervolles Bild, und wir selbst werden bald Schlafmützen auf dem Kopf
haben.“ Werefkin und Alexej von Jawlensky verließen später die N.K.V.M., waren aber in künstlerischer Hinsicht auf der Seite der
Ausgetretenen. Die noch namenlose neue Gruppe veröffentlichte am 8. Dezember des Jahres eine kurze Zeitungsanzeige: „Folgende
Künstler sind aus der Neuen Künstler-Vereinigung München ausgetreten: Hartmann, Kandinsky, Kubin, Fauconnier, Marc,
Münter.“[15]

Erst mehr als zwanzig Jahre später verriet Kandinsky erstmals seinen und Marcs Plan: „Da wir beide den Krach schon früher
witterten, hatten wir eine andre Ausstellung vorbereitet.“[16] Noch deutlicher wurde Kandinsky am 22. November 1938 in einem
Schreiben an Galka Scheyer, die ihn in Amerika innerhalb der Ausstellungsgemeinschaft Die Blaue Vier vertrat. Für die
Kunstgeschichtsschreibungaufschlussreich klärte er sie über die Entstehung der ersten Ausstellung der Redaktion des Blauen Reiters
auf:
„Meine Tätigkeit [bei der NKVM] endete mit
einem hübschen Krach, der zur Gründung des
Blauen Reiters führte. Die N.K.V.M. wurde 1908
gegründet. Ende 1911 trat ich aus. Sofort darauf
veranstaltete ich mit Hilfe von Franz Marc eine
Ausstellung der Redaktion des B.R. [Blauen
Reiters] bei Thannhauser. Unsre Säle lagen dicht
an den Räumen der Ausstellung der N.K.V.M. Es
war eine Sensation. Da ich rechtzeitig den
Das Arco-Palais in München,
Über das Geistige in der ‚Krach‘ voraussah, hatte ich ein reiches
Standort der Modernen Galerie
Kunst, Umschlag der Ausstellungsmaterial für den B.R. vorbereitet. So Heinrich Thannhauser
Erstausgabe
fanden die beiden Ausstellungen gleichzeitig
statt. Auf den Tischen der Thannhauser-Galerie
lagen die ersten Exemplare desGeistigen in der Kunst. Die Rache war süß!“[17]

Selbstverständnis
Marc und Kandinsky hatten nicht die Absicht, eine neue Künstlervereinigung im Sinne einer Gemeinschaft mit „festen Statuten“ zu
schaffen[18] oder eine bestimmte Richtung zu propagieren, sondern sie wollten vielmehr die Vielfalt der Kunstausdrücke in einem
redaktionellen Kontext bündeln. Kandinsky schrieb rückblickend im Jahr 1935: „In Wirklichkeit gab es nie eine Vereinigung ‚Der
Blaue Reiter‘, auch keine ‚Gruppe‘, wie es oft irrtümlich beschrieben wird. Marc und ich nahmen das, was uns richtig erschien, […]
ohne sich um irgendwelche Meinungen oder Wünsche zu kümmern.“[19]

Macke, Münter, von Werefkin, Jawlensky, Alfred Kubin, Paul Klee und Hanns Bolz fühlten sich der Redaktion Der Blaue Reiter eng
verbunden und stellten wiederholt mit ihnen aus. Auch Komponisten wie Arnold Schönberg, der zugleich Maler war, gehörten dem
Blauen Reiter an. Die Mitglieder vereinte ihr Interesse an mittelalterlicher und primitiver Kunst und den zeitgenössischen
Bewegungen des Fauvismus und Kubismus.

August Macke und Franz Marc vertraten die Auffassung, dass jeder Mensch eine innere und eine äußere Erlebniswirklichkeit besitzt,
die durch die Kunst zusammengeführt werden sollte. Diese Idee wurde von Kandinsky theoretisch untermauert. Angestrebt wurde
eine Gleichberechtigung der Kunstformen.

Ausstellungen 1911–1912
Die erste der beiden Ausstellungen des Blauen Reiters fand unter dem Titel „Die
Erste Ausstellung der Redaktion Der Blaue Reiter“ vom 18. Dezember 1911 bis zum
1. Januar 1912 in der Modernen Galerie Heinrich Thannhauser im Arco-Palais,
Theatinerstraße 7, in München statt, parallel zur dritten Ausstellung der N.K.V.M.
im selben Haus. Sie zeigte „43 im Katalog verzeichnete sowie mindestens 5 weitere
Werke außer Katalog von folgenden Künstlern: Henri Rousseau, Albert Bloch,
David und Wladimir Burljuk, Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Elisabeth
Epstein, Eugen von Kahler, Wassily Kandinsky, August Macke, Franz Marc,
Gabriele Münter, Jean-Bloé Niestlé und Arnold Schönberg“.[20] Wassily Kandinsky:
Komposition V/Das Jüngste Gericht,
Neben den im Katalog aufgeführten Werken wie beispielsweise Kandinskys 1911
Komposition V – der Ausgangspunkt des Jurystreits in der N.K.V.M. – Mackes Der
Sturm und Indianer auf Pferden sowie Marcs Die gelbe Kuh und Reh im Walde I war
sein Affenfries gehängt, der im Katalog nicht gelistet war, da Bernhard Koehler ihn kurzfristig aus seiner Sammlung zur Verfügung
gestellt hatte.[21] Die zu dieser Zeit moderne Musik wurde ebenfalls in die Ausstellung einbezogen, so Veröffentlichungen von Alban
Berg, Arnold Schönberg und Anton Webern.[22] Der vor einem Jahr verstorbene französische Maler Henri Rousseau, den Kandinsky
als „großen Realisten“ bewunderte, wurde durch einen Lorbeerkranz mit Trauerflor geehrt, der unter seinem Bild Hühnerhof stand.
Schönberg, der auch Maler war, hatte seine Gemälde Nächtliche Landschaft (nicht
im Katalog vertreten) sowie sein Selbstporträt (von hinten) in die Ausstellung
gegeben. Der Schweizer Tiermaler Jean-Bloé Niestlé hängte seine realistisch
gehaltenen Tierbilder wieder ab, da die Gleichberechtigung dieser Werke im
Verhältnis zu den abstrakten nicht gegeben war. Schönberg hatte diesen Schritt
zumindest erwogen.[23][24]

Die legendär gewordene erste Ausstellung ist dokumentiert durch sechs erhaltene
Fotos von Gabriele Münter, die zusammen mit der Katalogliste und den
abgebildeten Werken eine Rekonstruktion der Schau möglich machten.[25][26] Franz Marc: Die gelbe Kuh, 1911
Delaunay, der nicht in München wohnte – der Kontakt war über Kandinskys
Schülerin Epstein zustande gekommen – war der erfolgreichste Künstler, der drei
von vier ausgestellten Bildern an Bernhard Koehler, den Sammler und Mäzen von Macke und Marc, an Adolf Erbslöh sowie an
Alexej von Jawlensky verkaufen konnte.[27] Die Ausstellung ging anschließend auf Tournee in weitere Städte, unter anderem in den
Gereonsklub nach Köln und in Herwarth Waldens neu eröffnete Galerie Der Sturm in Berlin. In der Wanderausstellung waren
zusätzlich Werke von Jawlensky und Werefkin zu sehen, die inzwischen ebenfalls aus der N.K.V.M. ausgetreten waren und sich dem
Blauen Reiter angeschlossen hatten.[28] Weitere Stationen bis zum Jahr 1914 waren Bremen, Hagen, Frankfurt, Hamburg, Budapest,
Oslo, Helsinki, Trondheim und Göteborg.

Bilder aus der ersten Ausstellung

Henri Rousseau: Der Robert Delaunay: Saint- Franz Marc: Affenfries, Franz Marc: Reh im
Hühnerhof, 1896/98 Séverin Nr. 1, 1909 1911 Walde I, 1911

Wladimir Burljuk: Die August Macke: Der August Macke: Indianer


Bäume, 1911, im Katalog Sturm, 1911 auf Pferden, 1911
Landschaft genannt[29]

In der Ausstellung herrschte – wie später im Almanach – das Prinzip der Konfrontation, „um eine innere Gemeinsamkeit in der
Verschiedenheit aufzuzeigen. Dennoch wurde mit der Hängung eine Inszenierung vorgenommen, die die spektakulären Bilder von
[30]“
Delaunay, Marc und Kandinsky hervorhob, um die sich die im Format bescheideneren Bilder der Mitaussteller gruppierten.

Die zweite Ausstellung folgte vom 12. Februar bis zum 18. März 1912 im 1. Stock der Münchner Buch- und Kunsthandlung Hans
Goltz in der Briennerstraße 8. Der Titel des Katalogs lautete „Die zweite Ausstellung der Redaktion Der Blaue Reiter Schwarz-
Weiß'“. Unter den 315 Exponaten befanden sich allerdings nicht nur einfarbige Arbeiten, wie der Titel vermuten lässt. Sie zeigte
ausschließlich Arbeiten auf Papier: Aquarelle, Radierungen, Zeichnungen und Holzschnitte, unter anderem Werke von Hans Arp,
Georges Braque, André Derain, Paul Klee, Alfred Kubin, Kasimir Malewitsch und Pablo Picasso neben den Werken Marcs, Mackes,
Kandinskys und – ursprünglich gegen den Willen Kandinskys – den Brücke-Künstlern. Diese Ausstellung beschränkte sich im
Gegensatz zur ersten auf den einmaligen Termin und führte nicht zu Irritationen der beteiligten Künstler untereinander wie bei der
ersten Ausstellung.[31][32]

Der Almanach „Der Blaue Reiter“


In Murnau, wo Wassily Kandinsky und seine
Lebensgefährtin Gabriele Münter seit 1909 wohnten,
sowie im benachbarten Sindelsdorf, wo Franz und Maria
Marc sowie Heinrich Campendonk ihren Wohnsitz hatten,
fanden im Herbst 1911 entscheidende Teile der Vorarbeit
und redaktionelle Besprechungen für die Ausgabe des
Almanachs statt. Das Haus von Münter, das die

Wassily Kandinsky: Der Einheimischen „Russenhaus“ nannten, entwickelte sich


Blaue Reiter, 1903 schnell zu einem Treffpunkt für die Künstler im Umfeld
des Blauen Reiters.

Der Name der Redaktionsgemeinschaft setzte sich in dem Holzschnitt Kandinskys aus dem
Umschlagillustration von
Jahr 1911 fort, der 1912 als Umschlagillustration zu dem Almanach mit demselben Titel Der Kandinsky
Blaue Reiter diente. Das endgültige Motiv nach elf Entwürfen zeigte erstmals den heiligen
Georg.[33] Bereits 1903 hatte Kandinsky ein Bild mit diesem Titel gemalt. Zur Farbe Blau, die
das Bild dominiert, schrieb Kandinsky:

„Je tiefer das Blau wird, desto tiefer ruft es den Menschen in
das Unendliche, weckt in ihm die Sehnsucht nach Reinem und
schließlich Übersinnlichem. Es ist die Farbe des Himmels.“[34]

Mäzene des Vorhabens waren der KunstsammlerBernhard Koehler und der Verleger Reinhard
Piper, die finanzielle Unterstützung versprachen. Ein weiterer Gönner des Projekts, der Das Münter-Haus in Murnau
Kunsthistoriker und Museumsfachmann Hugo von Tschudi, verstarb noch vor Erscheinen des ist seit der Renovierung in
Buches. Auf Wunsch des Verlegers entfiel allerdings das Wort „Almanach“ kurz vor der den Jahren 1998/99 als
Drucklegung. Kandinsky musste es aus seinem bereits fertiggestellten Titelholzschnitt Museum der Öffentlichkeit
zugänglich.
entfernen.[35] Das Tschudi gewidmete Werk mit 141 [größtenteils einfarbigen]
Reproduktionen, 19 Artikeln und drei Musikbeilagen
erschien im Mai 1912, herausgegeben von Kandinsky und
Marc, bei Piper in München.[36]

Der Piper Verlag übernahm Werbung und Vertrieb, die


Herstellungskosten Bernhard Koehler; Kandinsky und
Marc mussten auf ein Honorar verzichten.[37] Die
Erstauflage betrug 1200 Exemplare, die Druckplatten
sollten für weitere Auflagen erhalten bleiben.[38]

Ein Werbezettel des Verlags, dessen Veröffentlichung auf


den März 1912 geschätzt wird, zeigte die Abbildung von
Rousseaus Hühnerhof und nannte eine Auswahl der
Beiträger sowie die Herausgeber Kandinsky und Marc. Es
August Macke: Porträt Subskriptionsprospekt zum
wurden drei Ausgaben angezeigt: Der Preis für die
Bernhard Koehler, 1910 Almanach Der Blaue Reiter,
allgemeine geheftete Ausgabe sollte 10 Mark betragen, als 1912
gebundene 14 Mark. Die Luxusausgabe zum Preis von 50
Mark sollte aus 50 Exemplaren bestehen und zusätzlich zwei von den Künstlern selbst kolorierte und handsignierte Holzschnitte
enthalten. Als letztes wurde eine Museumsausgabe für 100 Mark in einer Auflage von 10 Exemplaren angeboten, die eine
Originalarbeit eines der beteiligten Künstler enthalten sollte.[39] Die Originalgrafiken der Vorzugsausgaben wurden von Hand
eingeklebt und durch Pergaminpapier geschützt.[40]

Das programmatische Werk umfasste in Marcs Worten „die neueste malerische Bewegung in Frankreich, Deutschland und Russland
und zeigt ihre feinen Verbindungsfäden mit der Gotik und den Primitiven, mit Afrika und dem großen Orient, mit der so
ausdrucksstarken ursprünglichen Volkskunst und Kinderkunst, besonders mit der modernen musikalischen Bewegung in Europa und
den neuen Bühnenideen unserer Zeit“.[41] Marc schrieb drei kurze einleitende Kapitel, Geistige Güter, Die „Wilden“ Deutschlands
und Zwei Bilder. Kandinsky verfasste den grundsätzlichen Beitrag Über die Formfrage sowie einen Nachruf auf Eugen von Kahler,
und August Macke schrieb Die Masken. Arnold Schönberg trug neben Texten und Bildern die Komposition Herzgewächse zu dieser
Schrift als Musikbeilage bei. Alban Berg vertonte Aus dem Glühenden von Alfred Mombert und Anton von Webern Stefan Georges
Ihr tretet zu dem Herde. Der russische Komponist Thomas von Hartmann schrieb den Beitrag Über die Anarchie in der Musik und
hatte für Kandinskys Bühnenkomposition Der gelbe Klang, die das Buch abschloss, die Vertonung übernommen.[42] Neben den
Mitgliedern der Gruppe wurden unter anderem Werke der Brücke-Mitglieder, Arp, Cézanne, Delaunay, Gauguin, El Greco, Matisse,
Picasso und Rousseau in den Almanach aufgenommen.[43]

Reproduktionen aus dem Almanach

August Macke: Der Märchenillustration um Wassily Kandinsky: Wladimir Burljuk:


Sturm, 1911, im 1830, im Almanach Lyrisches, 1911, im Porträtstudie, 1911, im
Almanach Abbildung Abbildung Nr. 14 zu Almanach Abbildung Nr. Almanach Nr. 22
Nr. 11 Marcs Beitrag Zwei 15 zu Marcs Beitrag Zwei
Bilder Bilder

Hans Baldung: Eugen von Kahler: Henri Rousseau: Portrait Franz Marc: Der Stier,
Holzschnitt, 1534, im Liebesgarten, 1910/11, de femme, um 1895, im 1911, im Almanach
Almanach Nr. 56 im Almanach Abbildung Almanach Abbildung Abbildung Nr. 97
Nr. 64 Nr. 82
Henri Rousseau: Vincent van Gogh: Wassily Kandinsky: Der
Selbstporträt, 1902/03, Portrait Doctor Gachet Bogenschütze, 1909,
im Almanach Abbildung (zweite Version), im Bestandteil der
Nr. 103 Almanach Abbildung Museumsausgabe in 10
Nr. 126 und der Luxusausgabe in
50 Exemplaren[44]

Ein geplanter zweiter Almanach erschien nicht mehr, die Beziehungen zueinander
hatten sich aufgrund der dominanten Position Kandinskys abgekühlt. Besonders
Macke zog sich zurück und riet seinem Freund Marc, „zu arbeiten, ohne an den
‚Blauen Reiter‘ und an blaue Pferde zu denken.“ Er malte 1913 ein Bild mit dem
Titel Persiflage auf den Blauen Reiter, das auf seine Distanz hinweist. Das Aquarell
zeigt links von der Mitte Marc auf dem Kutschbock, Kandinsky rechts daneben
vornehm in der Kutsche sitzend sowie rechts oben das Profil von Herwarth Walden.
Rechts unten stellt sich Macke klein und unbedeutend dar. Das Bild ist bedeckt von
fließenden Linien und Farbflecken und karikiert Kandinskys abstrakten Stil.[45] August Macke: Persiflage auf den
Bezeichnenderweise erschien der Nachdruck der ersten Auflage im Jahr 1914 mit Blauen Reiter, 1913, Städtische
getrennten Vorworten der beiden Herausgeber. Später folgten weitere Auflagen, und Galerie im Lenbachhaus
er wurde in alle Weltsprachen übersetzt.

Teilnahme an Ausstellungen in Köln und Berlin


Die Künstler des Blauen Reiters beteiligten sich 1912 in Köln an der Ausstellung des Sonderbundes westdeutscher Kunstfreunde und
Künstler sowie anschließend 1913 in Berlin am Ersten Deutschen Herbstsalon, der von Herwarth Walden und seiner Sturm-Galerie
ausgerichtet wurde.

Reaktionen
Das zeitgenössische Publikum und die Kunstkritiker verstanden die neue Sprache der Malerei bis auf wenige Ausnahmen nicht.
Anton von Werner, Direktor der Berliner Kunstakademie sah beispielsweise den Blauen Reiter als „ein interessantes Objekt für eine
psychiatrische Studie“ an, die Neue Zürcher Zeitung erfasste „ein gelindes Grauen“. Positiv äußerte sich dagegen der Kunsthistoriker
Hans Tietze in der Zeitschrift Kunst für alle (XXXVII/1911/12), in der er formulierte: „ daß die Nachahmung der Natur, das Abbilden
der Wirklichkeit nicht die Aufgaben der Kunst“ seien.[46]

Das Ende des Blauen Reiters


Das Projekt der Almanach-Reihe endete nicht nur wegen der wachsenden Diskrepanzen zwischen den beteiligten Künstlern, sondern
auch wegen der politischen Umstände. Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, musste Kandinsky nach Russland zurückkehren und
trennte sich endgültig von Münter. Die russischen Staatsbürger Jawlensky und von Werefkin verließen ebenfalls Deutschland. Marc
und Macke fielen auf den Schlachtfeldern in Frankreich.
Rezeption

Einflüsse des Blauen Reiters


Paul Klee lehrte ab 1921 und Wassily Kandinsky ab 1922 am Bauhaus in Weimar und später in Dessau. Ferner bildeten mit
Kandinsky, Klee und Alexej von Jawlensky drei der am Blauen Reiter beteiligten Künstler zusammen mit Lyonel Feininger unter der
Regie von Galka Scheyer 1924 die Ausstellungsgruppe Die Blaue Vier – eine Reminiszenz an den Blauen Reiter – in Weimar, die
Scheyer hauptsächlich in denUSA vertrat.[47]

München als Ort der Avantgarde in der modernen Kunst endete mit der Auflösung des Blauen Reiters. Seine Ideen gerieten in
Vergessenheit, und in der Zeit des Nationalsozialismus wurden zahlreiche Werke ihrer Künstler als „entartet“ verunglimpft, zerstört
oder ins Ausland verkauft. Der Verkauf hatte eine sicher nicht beabsichtigte Folge: Die Bilder des Blauen Reiter wurden der
internationalen Öffentlichkeit bekannt und die Konzepte der Künstler nach 1945 eher im Ausland als in Deutschland rezipiert.
Künstler aus Dänemark, Belgien und den Niederlanden wie Asger Jorn oder die Gruppe CoBrA setzten Ideen von Kandinsky und
Marc fort.[48]

Erst im Jahr 1949 zeigte das Münchner Haus der Kunst unter der Leitung von Ludwig Grote in der Ausstellung „Der Blaue Reiter.
München und die Kunst des 20. Jahrhunderts. Der Weg von 1908–1914“ Werke der beteiligten Künstler. Gabriele Münter war
Mitglied des Ehrenausschusses und konnte der Wiederentdeckung der abstrakten Malerei beiwohnen, die Kandinsky konsequent
weitergeführt hatte. Sie gehörte unter vielen anderen Sammlern zu den Leihgebern der Exponate wie auch die Künstlerwitwen Nina
Kandinsky und Sonia Delaunay. Bilder aus der Sammlung vonHildebrand Gurlitt, Hitlers ehemaligem Kunsthändler, waren ebenfalls
vertreten. Veranstalter waren die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, die Münchner Städtische Galerie sowie die „Cultural
Affairs Branch'“, eine für den Kulturaustausch zuständige Abteilung der amerikanischen Besatzungsbehörde.[49] Parallel zu dieser
Gedächtnisausstellung zeigte die Galerie Stangl vom 30. August 1949 an die Ausstellung Franz Marc. Aquarelle und Zeichnungen,
zu der ein Katalog mit einem Vorwort von Klaus Lankheit erschien.[50][51]

Der Blaue Reiter gehört nach heutiger Ansicht zu den wichtigsten Stationen der
Klassischen Moderne.

Der Blaue Reiter im Lenbachhaus


Nach der Trennung Wassily Kandinskys von Gabriele Münter hatte sich in den 1920er Jahren
ein Rechtsstreit um die Eigentumsverhältnisse an dessen Murnauer Bildern entwickelt, der
1926 weitgehend zugunsten Münters ausging. Während der Zeit des Nationalsozialismus
verbarg sie viele Bilder Kandinskys und die anderer Mitglieder des Blauen Reiters im Keller
ihres Hauses. Anlässlich ihres 80. Geburtstags vermachte sie im Jahr 1957 einen großen Teil
ihres Nachlasses der Stadt München. Darunter befanden sich 25 eigene Gemälde, 90 Ölbilder
Kandinskys sowie mehr als 300 seiner Aquarelle, Temperablätter, Hinterglasbilder und
Das Lenbachhaus – früherer
Zeichnungen.[52] Münter schuf damit die Voraussetzung, dass Der Blaue Reiter in der
Haupteingang
Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München repräsentativ vertreten ist. 1965 kam zu der
Schenkung Münters die Bernhard und Elly Koehler Stiftung hinzu, die den Bestand
insbesondere mit Bildern von Franz Marc und August Macke ergänzte.[53] Da das Lenbachhaus für längere Zeit wegen
Renovierungsarbeiten bis zum Frühjahr 2013 geschlossen war, wurden viele Werke der Künstler des Blauen Reiters anderen
Ausstellungen zur Verfügung gestellt. Seit dem 7. Mai 2013, dem Tag der Neueröffnung, werden sie den Besuchern bei Tageslicht
gezeigt.[54]

Das Blaue Jahr 2011


Der Freistaat Bayern feierte im Jahr 2011 zwei Jubiläen, den 125. Todestag des „Märchenkönigs“ Ludwig II. und zugleich den
100. Geburtstag des Blauen Reiters. Viele Ausstellungen in Museen zeigten in Sonderschauen die Werke der beteiligten Künstler,
beispielsweise das Schloßmuseum Murnau, das Franz Marc Museum in Kochel am See, das Buchheim Museum in Bernried und das

[55]
Stadtmuseum Penzberg.[55]

Die Deutsche Post AG gab zum 100. Jahrestag eine Sondermarke im Wert von 145 Eurocent
heraus. Ausgabetag war der 9. Februar 2012, der Entwurf stammt von der
KommunikationsdesignerinNina Clausing aus Wuppertal und orientiert sich am Werk Blaues
Pferd I aus dem Jahr 1911 von Franz Marc.[56]

Künstler im Umfeld des Blauen Reiters


Heinrich Campendonk Briefmarke der Deutschen
Elisabeth Iwanowna Epstein Post aus dem Jahr 2012 mit
Alexej von Jawlensky Marcs Motiv Blaues Pferd I
Wassily Kandinsky
Alfred Kubin
August Macke
Franz Marc
Gabriele Münter
Arnold Schönberg
Marianne von Werefkin

Paul Klee fühlte sich dem Blauen Reiter sehr verbunden, hatte jedoch keine führende Rolle in der Gruppe, zumal er
seinen künstlerischen Schwerpunkt zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefunden hatte. Er beteiligte sich jedoch an den
erk.[57]
Ausstellungen und erhielt wichtige Impulse für sein späteres W
Robert Delaunay war der Gruppe verbunden und der erfolgreichste Künstler der ersten Ausstellung des Blauen
Reiters.
Hanns Bolz zählte während seiner Münchener Zeit zum engeren Freundeskreis des Blauen Reiter und war
Hauptillustrator der SatirezeitschriftKomet (1911/12).

Werke (Auswahl)
Albert Bloch: Kopf, 1911
Robert Delaunay: Fenêtre sur la ville, 1914
Alexej von Jawlensky:Die Spanierin, 1913
August Macke: Der Sturm, 1911
August Macke: Indianer auf Pferden, 1911
August Macke: Zoologischer Garten I, 1913
Franz Marc: Reh im Wald I, 1911
Franz Marc: Affenfries, 1911
Franz Marc: Die gelbe Kuh, 1911
Wassily Kandinsky: Impression IV (Gendarme), 1911
Wassily Kandinsky: Komposition V/Das Jüngste Gericht, 1911
Wassily Kandinsky: Mit Sonne (1911)
Gabriele Münter: Kandinsky und Erma Bossi am Tisch, 1912 Abb.
Arnold Schönberg: Selbstporträt (von hinten),1911 Abb.

Siehe auch
Künstlergruppe Brücke in Dresden
Berliner Secession
Neue Secession, eine Abspaltung von der Berliner Secession
Neue Künstlervereinigung München, Vorläufer und Wegbereiter des Blauen Reiters
Künstlergruppe Sema in München

Literatur
Wassily Kandinsky, Franz Marc: Der Blaue Reiter. Originalausgabe 1912. Kommentierte Neuausgabe vonKlaus
Lankheit, Piper, München 2004, ISBN 3-492-24121-2.
Wassily Kandinsky: Über das Geistige in der Kunst. Insbesondere in der Malerei.Originalausgabe 1912. Revidierte
Neuauflage, Benteli Verlag Bern 2004, ISBN 3-7165-1326-1.
Die Zweite Ausstellung der Redaktion Der Blaue Reiter Schwarz-W eiss. Ausgestellt durch Hans
Goltz/Kunsthandlung München/Briennerstraße 8. Hans Goltz u. Putze Nachfolger , München, Druck: F. Bruckmann
A.-G., München, 1912.

Sekundärliteratur
Die blaue Reiterei stürmt voran. Bildquellen für den Almanach Der Blaue Reiter . Die Sammlung von Wassily
Kandinsky und Gabriele Münter. Herausgegeben von Helmut Friedel und Isabelle Jansen, Gabriele Münter- und
Johannes Eichner-Stiftung, München anlässlich der AusstellungDie blaue Reiterei stürmt voranvom 10. Mai 2012
bis Herbst 2013 im Münter-Haus in Murnau. München 2012,ISBN 978-3-9815164-0-1.
Sybille Engels/Cornelia Trischberger: Der Blaue Reiter. Die Künstler, ihr Leben, ihre Zeit. Prestel, München 2014,
ISBN 978-3-7913-8127-5.
Bernd Fäthke, Annegret Hoberg, Brigitte Salmen (Bearb.):Kandinsky, Münter, Jawlensky, Werefkin im Murnau,
Murnau 2008, ISBN 978-3-932276-29-3.
Bernd Fäthke: Marianne Werefkin – „des blauen Reiterreiterin“. In: AusstellungskatalogMarianne Werefkin, Vom
Blauen Reiter zum Großen Bären, Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen 2014, S. 24f.f
Helmut Friedel, Annegret Hoberg: Der Blaue Reiter im Lenbachhaus München.Prestel, München 2000,ISBN 3-
7913-2214-1; Auflage 2004 unter derISBN 978-3-7913-6016-4; Auflage 2013 unter derISBN 978-3-7913-5311-1.
Norbert Göttler: Der Blaue Reiter. Rowohlt, Reinbek 2008,ISBN 978-3-499-50607-9.
Annegret Hoberg, Helmut Friedel (Hrsg.):Der Blaue Reiter und das Neue Bild, Von der „Neuen Künstlervereinigung
München“ zum „Blauen Reiter“, Ausstellungskatalog, Städtische Galerie im Lenbachhaus, Prestel, München 1999,
ISBN 3-7913-2065-3.
Eckhard Hollmann: Der Blaue Reiter. Auf den Spuren der Künstlergruppe. Prestel, München 2011,ISBN 978-3-
7913-4527-7
Christine Hopfengart: Der Blaue Reiter, DuMont, Köln 2000, ISBN 3-7701-5310-3.
Jessica Horsley: Der Almanach des Blauen Reiters als Gesamtkunstwerk: eine interdisziplinäre Untersuchung ,
Lang, Frankfurt am Main; Berlin; Bern; Bruxelles; New o Yrk; Oxford; Wien 2006,ISBN 978-3-631-54943-8
(Dissertation Uni Tübingen 2004, 493 Seiten).
Brigitte Lühl-Wiese: Georg Trakl - der Blaue Reiter: Form- und Farbstruktur in Dichtung und Malerei des
Expressionismus, Münster 1963 DNB 481959858 (Dissertation Westfälische Wilhelms-Universität, Philosophische
Fakultät, 19. Juli 1963, 192 Seiten).
Magdalena M. Moeller: Der Blaue Reiter. DuMont Buchverlag, Köln 1987,ISBN 3-7701-2128-7.
Magdalena M. Moeller (Hrsg.):Der Blaue Reiter und seine Künstler, Ausstellungskatalog Brücke-Museum Berlin, 3.
Oktober 1998 bis 3. Januar 1999; Kunsthalle Tübingen, 16. Januar bis 28. März 1999, Hirmer , München 1998, ISBN
978-3-7774-7960-6.
Susanna Partsch: Marc. 9. Auflage, Taschen Verlag, Köln 2009, ISBN 3-8228-5585-5.
Birgit Poppe: Ich bin Ich. Die Frauen des Blauen Reiter. Dumont, Köln 2011, ISBN 978-3-8321-9359-1.
Volker Rattemeyer (Hrsg.): Das Geistige in der Kunst. Vom Blauen Reiter zum Abstrakten Expressionismus.
Museum Wiesbaden, Wiesbaden 2010, mit T exten von Herbert Beck, Volker Rattemeyer, Annegret Hoberg, Jelena
Hahl-Fontaine, Renate Petzinger, Jörg Daur und anderen, ISBN 978-3-89258-088-1.
Brigitte Roßbeck: Marianne von Werefkin. Die Russin aus demKreis des Blauen Reiters. Siedler, München 2010,
ISBN 978-3-88680-913-4.
Brigitte Salmen (Hrsg.):Der Almanach „Der Blaue Reiter“. Bilder und Bildwerke in Originalen . Murnau 1998, ISBN 3-
932276-03-5.
Sabine Windecker: Gabriele Münter. Eine Künstlerin aus dem Kreis des ‚Blauen Reiter‘, 1991, Reimer, Berlin 1991,
ISBN 3-496-01080-0.

Filme
Bayern und der Blaue Reiter. Dokumentarfilm, Deutschland, 2013, 43 Min., Buch und Regie: Antje Harries,
Produktion: Bayerischer Rundfunk, Reihe: Lido, Erstsendung: 11. Juli 2013 beimBayerischen Fernsehen,
Inhaltsangabe von BR, u.a. mit den Kunsthistorikern Annegret Hoberg, Helmut Friedel, Christian Meyer
.

Die Landschaft des „Blauen Reiter“ – Franz Marc in Kochel.Dokumentarfilm, BR Deutschland, 1987, 43:30 Min.,
Buch und Regie: Dieter Wieland, Produktion: Bayerischer Rundfunk, Reihe: Topographie, Inhaltsangabe von ARD.
Weblinks
Commons: Der Blaue Reiter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Der Blaue Reiter – Quellen und Volltexte
Kurzbeschreibung des Deutschen Historischen Museumszum Blauen Reiter
Münter-Haus in Murnau bei der Gabriele-Münter- und Johannes-Eichner-Stiftung
Franz Marc Museum Kochel am See
100 Jahre Blauer Reiter. Ausstellungen im Franz Marc Museum, Kochel, 2011
Jawlensky und der Blaue Reiter. Ausstellung in der Villa Wessel, Iserlohn, 1997

Einzelnachweise und Anmerkungen


1. Klaus Lankheit: Der Blaue Reiter. Herausgegeben von Wassily Kandinsky und Franz Marc, Dokumentarische
Neuausgabe, München /Zürich 1984, S. 15 und S. 253f.f
2. Dietmar Elger: Expressionismus, S. 141
3. Der Text lautet: „Jedes ordentliche Mitglied hat das Recht zwei Werke jury-frei auszustellen, sofern diese die Fläche
von 4 qm (2 mal 2 m) nicht übersteigen…“
4. Bernd Fäthke: Dreck am Stecken. Spannende Fakten zur Entstehungsgeschichte des Blauen Reiters. Handelsblatt,
7./8. April 2000.
5. Klaus Lankheit (Hrsg.):Wassily Kandinsky/Franz Marc. Briefwechsel. München 1983, S. 40.
6. Klaus Lankheit: Der Blaue Reiter. Präzisierungen. in Ausstellungskatalog: Kunstmuseum Bern 1986/1987, S. 222.
7. Wassily Kandinsky: „Der Blaue Reiter“, (Rückblick).in: Das Kunstblatt 14, 1930, S. 59, Anm.
8. Brief Marcs an Macke vom 10. August 1911(http://www.zeno.org/Kunst/M/Marc,+Franz/Briefe/Briefe+1897-1914/58.
+Brief+an+August+Macke), zeno.org, zitiert nach: Franz Marc:Briefe, Schriften, Aufzeichnungen. Gustav
Kiepenheuer, Leipzig 1989, S. 56–57, abgerufen am 21. März 2011
9. Wolfgang Macke (Hrsg.):August Macke/Franz Marc, Briefwechsel.Köln 1964, S. 65 f .
10. Bernd Fäthke: Inszenierung eines Krachs, Neues vom „Blauen Reiter“.Weltkunst, 70. Jg., Nr. 13, 1. November
2000, S. 2218 f.
11. Annegret Hoberg: Wassily Kandinsky und Gabriele Münter in Murnau und Kochel 1902–1914, Briefe und
Erinnerungen. München 1994, S. 123.
12. Bernd Fäthke: Werefkin und Jawlensky mit Sohn Andreas inder „Murnauer Zeit“. In Ausstellungskatalog:1908–
2008, Vor 100 Jahren, Kandinsky, Münter, Jawlensky, Werefkin in Murnau. Murnau 2008, ISBN 978-3-932276-29-3,
S. 60 f.
13. Magdalena M. Moeller:Der Blaue Reiter. Köln 1987, S. 80.
14. Maße 190 × 275 cm, das Bild ist über fünf Quadratmeter groß, liegt also erheblich über den
Zulassungsbestimmungen zur Ausstellung.
15. Helmut Friedel, Annegret Hoberg:Der Blaue Reiter im Lenbachhaus München. Prestel, München 2013, S. 58
16. Wassily Kandinsky: Unsre Freundschaft. Erinnerungen an Franz Marc.In: Klaus Lankheit: Franz Marc im Urteil
seiner Zeit. Texte und Perspektiven, Köln 1960, S. 48.
17. Kandinsky an Galka Scheyer, 22. November 1938. In: Alexej Jawlensky, Briefwechsel mit Emmy Scheyer, Kandinsky
und anderen Freunden. Abschriften.Privatarchiv für expressionistische Malerei, Wiesbaden o. J.
18. Magdalena M. Moeller:Der Blaue Reiter. DuMont, Köln 1987, S. 11
19. Wassily Kandinsky: Franz Marc im Urteil seiner Zeit, Köln 1960, S. 49. In: Norbert Göttler:Der Blaue Reiter, S. 8
20. Annegret Hoberg, Titia Hoffmeister, Karl-Heinz Meißner, Anthologie, in Ausst. Kat.:Der Blaue Reiter und das Neue
Bild, Von der „Neuen Künstlervereinigung München“ zum „Blauen Reiter“, Städtische Galerie im Lenbachhaus,
München 1999, S. 50
21. Helmut Friedel, Annegret Hoberg:Der Blaue Reiter im Lenbachhaus München. Prestel, München 2004, S. 61 f.
22. Will Grohmann in: Malerei des Abendlandes. Eine Bildersammlung von der frühchristlichen bis zur zeitgenössischen
Malerei, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, Berlin-Grunewald 1955, S. V L II
23. Norbert Göttler: Der Blaue Reiter, S. 84, 88 f
24. Helmut Friedel, Annegret Hoberg: Der Blaue Reiter im Lenbachhaus München. Prestel, München 2013, S. 62 f. f
25. Helmut Friedel, Annegret Hoberg:Der Blaue Reiter im Lenbachhaus München. Prestel, München 2004, S. 60
26. Foto der Ausstellung (http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_image.cfm?image_id=1678&language=german) ,
germanhistorydocs.ghi-dc.org, abgerufen am 12. Mai 2012
27. Annegret Hoberg: Eine neue Mission in der Kunst – Murnau, München und der Blaue Reiter . In: Volker Rattemeyer
(Hrsg.): Das Geistige in der Kunst. Vom Blauen Reiter zum Abstrakten Expressionismus. Museum Wiesbaden,
Wiesbaden 2010, S. 39
28. Norbert Göttler: Der Blaue Reiter, S. 90
29. Helmut Friedel, Annegret Hoberg: Der Blaue Reiter im Lenbachhaus München. Prestel, München 2013, S. 316 f.
30. Zitiert nach Mario-Andreas von Lüttichau. In: Helmut Friedel, Annegret Hoberg: Der Blaue Reiter im Lenbachhaus
München. Prestel, München 2004,ISBN 978-3-7913-6016-4, S. 62
31. Der blaue Reiter (http://www.albertina.at/jart/prj3/albertina/resources/dbcon_def/uploads/Presse/pressetexte_11/Pre
ssemappe_BlauerReiter.pdf), albertina.at, abgerufen am 13. März 2015
32. Norbert Göttler: Der Blaue Reiter, S. 91
33. Helmut Friedel, Annegret Hoberg: Der Blaue Reiter im Lenbachhaus München. Prestel, München 2013, S. 148 f.
34. Wassily Kandinsky: Über das Geistige in der Kunst, zit. nach Taschenbuchausgabe München 2002, S. 93
35. Susanna Partsch: Marc, S. 55
36. Wassily Kandinsky, Franz Marc: Der Blaue Reiter, Piper, München 2004, S. 243–249. Das „Verzeichnis der
Abbildungen“ in der dokumentarischen Neuausgabe (S. 350 f.) korrigiert auf insgesamt 144 Bildreproduktionen.
37. Dietmar Elger: Expressionismus. S. 146 f.
38. Norbert Göttler: Der Blaue Reiter, S. 94
39. Wassily Kandinsky, Franz Marc: Der Blaue Reiter, Piper, München 2004, Abbildung des Werbezettels auf S. 322.
40. Eckhard Hollmann: Der Blaue Reiter. Auf den Spuren der Künstlergruppe. Prestel, München 2011, S. 58
41. Marcs Text zum Subskriptionsprospekt(http://www.zeno.org/Kunst/M/Marc,+Franz/Schriften/%C2%BBDer+Blaue+R
eiter%C2%AB/26.+Text+zum+Subskriptionsprospekt+des+Almanachs), www.zeno.org, abgerufen am 31. August
2011
42. Wassily Kandinsky, Franz Marc: Der Blaue Reiter, Piper, München 2004, S. 243–249
43. Norbert Göttler: Der Blaue Reiter, S. 96–101
44. The Archer (http://www.moma.org/collection/browse_results.php?object_id=9400), moma.org, abgerufen am 28.
Februar 2015
45. Helmut Friedel, Annegret Hoberg: Der Blaue Reiter im Lenbachhaus München. Prestel, München 2013, S. 69.
46. Norbert Göttler: Der blaue Reiter, S. 9 f.
47. Wassily Kandinsky, Franz Marc: Der Blaue Reiter. Dokumentarische Neuausgabe von Klaus Lankheit, Piper ,
München 2004, S. 300
48. Norbert Göttler: Der Blaue Reiter. S. 135 f.
49. Julia Voss: Raubkunst: Ablasshandel mit der Moderne(http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/der-fall-gurlitt/raubk
unst-ablasshandel-mit-der-moderne-12682274.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2) , faz.net, 27. November
2013, abgerufen am 1. März 2015
50. Beate Ofczarek, Stefan Frey:Chronologie einer Freundschaft. In: Michael Baumgartner, Cathrin Klingsöhr-Leroy,
Katja Schneider (Hrsg.):Franz Marc. Paul Klee. Dialog in Bildern, S. 225 f.
51. Norbert Göttler: Der Blaue Reiter. S. 10 ff., 125
52. Norbert Göttler: Der Blaue Reiter, S. 127–130
53. Helmut Friedel, Annegret Hoberg:Der Blaue Reiter im Lenbachhaus München. Prestel, München 2013, S. 7
54. Der Blaue Reiter erstrahlt in neuem Licht(http://www.focus.de/kultur/kunst/museen-der-blaue-reiter-erstrahlt-in-neue
m-licht_aid_981697.html), focus.de, abgerufen am 7. Mai 2013
55. Hier feiert man das Blaue Jahr(https://www.br.de/themen/kultur/inhalt/kunst/blauer-reiter-ausstellungen100.html) ,
br.de, abgerufen am 19. März 2015
56. 100 Jahre Der Blaue Reiter(https://philatelie.deutschepost.de/Businessbereich/Briefmarken/Nassklebend/1-45-EUR
-Grossbrief/100-Jahre-Der-blaue-Reiter.html), philatelie.deutschepost.de, abgerufen am 15. Mai 2012
57. Magdalena M. Moeller:Der Blaue Reiter, S. 47

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Diese Seite wurde zuletzt am 11. Dezember 2017 um 21:07 Uhr bearbeitet.

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